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Brigitta Von Schweden I

Brigitta Von Schweden I

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Published by André Rademacher
Capitel I.
Worte unseres Herrn Jesu Christi an seine auserwählte, vielgeliebte Braut, worin er sie seiner unübertrefflichen Menschwerdung versichert, auch die Entweihung und den Bruch unseres Glaubens, so wie der Taufe, rügt, und wie er seine geliebte Braut auffordert, ihn zu lieben.
Ich bin der Schöpfer Himmels und der Erde, eins in der Gottheit mit dem Vater und dem heiligen Geiste. Ich bin der, welcher mit den Propheten und Patriarchen geredet, und auf den sie gewartet haben. Um ihres Verlangens und meines Versprechens willen habe ich das Fleisch jedoch ohne Sünde und Begierlichkeit angenommen. Eingegangen bin ich in den jungfräulichen Leib, wie die Sonne hindurchleuchtet durch das härteste Glas. Wie die Sonne beim Hindurchdringen das Glas nicht zerbricht, so ist auch der Jungfrau Jungfräulichkeit bei Annahme meiner Menschheit nicht versehrt worden. Ich habe aber das Fleisch dergestalt ange-nommen, daß ich die Gottheit nicht aufgab. Ich war auch nicht minder in der Gottheit mit dem Vater und dem heiligen Geiste; ich beherrschte und erfüllte Alles, obwohl ich im Leibe der Jungfrau bei der Menschheit war.
Capitel I.
Worte unseres Herrn Jesu Christi an seine auserwählte, vielgeliebte Braut, worin er sie seiner unübertrefflichen Menschwerdung versichert, auch die Entweihung und den Bruch unseres Glaubens, so wie der Taufe, rügt, und wie er seine geliebte Braut auffordert, ihn zu lieben.
Ich bin der Schöpfer Himmels und der Erde, eins in der Gottheit mit dem Vater und dem heiligen Geiste. Ich bin der, welcher mit den Propheten und Patriarchen geredet, und auf den sie gewartet haben. Um ihres Verlangens und meines Versprechens willen habe ich das Fleisch jedoch ohne Sünde und Begierlichkeit angenommen. Eingegangen bin ich in den jungfräulichen Leib, wie die Sonne hindurchleuchtet durch das härteste Glas. Wie die Sonne beim Hindurchdringen das Glas nicht zerbricht, so ist auch der Jungfrau Jungfräulichkeit bei Annahme meiner Menschheit nicht versehrt worden. Ich habe aber das Fleisch dergestalt ange-nommen, daß ich die Gottheit nicht aufgab. Ich war auch nicht minder in der Gottheit mit dem Vater und dem heiligen Geiste; ich beherrschte und erfüllte Alles, obwohl ich im Leibe der Jungfrau bei der Menschheit war.

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Published by: André Rademacher on Jan 07, 2009
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10/16/2011

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Die Offenbarungen der heiligen Brigitta
Z u E h r e n
des höchsten Vaters, seines Sohnes, des heiligen Geistes
u n d d e r M u t t e rbeginnt allhier das erste Buch der himmlischen Offenbarungenund Geheimnisse Gottes, der Honig träufenden Liebe undwunderbaren Süße an seine auserwählte Tochter undsüßeste Braut.Capitel I.
Worte unseres Herrn Jesu Christi an seine auserwählte, vielgeliebte Braut,worin er sie seiner unübertrefflichen Menschwerdung versichert, auch die Entweihung und den Bruch unseres Glaubens, so wie der Taufe, rügt, und wie er seine geliebte Braut auffordert, ihn zu lieben.
Ich bin der Schöpfer Himmels und der Erde, eins in der Gottheit mit dem Vater unddem heiligen Geiste. Ich bin der, welcher mit den Propheten und Patriarchengeredet, und auf den sie gewartet haben. Um ihres Verlangens und meinesVersprechens willen habe ich das Fleisch jedoch ohne Sünde und Begierlichkeitangenommen. Eingegangen bin ich in den jungfräulichen Leib, wie die Sonnehindurchleuchtet durch das härteste Glas. Wie die Sonne beim Hindurchdringen dasGlas nicht zerbricht, so ist auch der Jungfrau Jungfräulichkeit bei Annahme meinerMenschheit nicht versehrt worden. Ich habe aber das Fleisch dergestalt ange-nommen, daß ich die Gottheit nicht aufgab. Ich war auch nicht minder in derGottheit mit dem Vater und dem heiligen Geiste; ich beherrschte und erfüllte Alles,obwohl ich im Leibe der Jungfrau bei der Menschheit war. Wie der Glanz sichnimmer scheiden läßt von dem Feuer, so ist auch meine Gottheit niemals vonmeiner Menschheit, auch im Tode nicht, geschieden worden. Sodann habe ichgewollt, daß der von der Sünde ganz und gar reine Leib für die Sünden Aller, vonder Sohle bis zum Scheitel, zerfleischt und an's Kreuz geschlagen würde. Derselbewird auch noch täglich auf dem Altare geopfert, auf daß der Mensch mich um destostärker lieben und sich desto öfter meiner Wohlthaten erinnern möge. Nun bin ichaber gänzlich vergessen, vernachlässigt und verachtet, auch aus dem eigenen
 
Reiche, wie ein König, vertrieben, an dessen Statt der ärgste Bösewicht von einemRäuber erwählt worden und geehrt wird. Endlich habe ich gewollt, daß mein Reichunter den Menschen sei. Ich sollte wohl über dieselben von Rechts wegen Königund Herr sein, weil ich sie erschaffen und erlöset habe. Nun aber haben sie denGlauben gebrochen und entheiligt, den sie mir in der Taufe versprochen hatten;auch haben sie die Gesetze übertreten und verachtet, welche ich ihnen gegebenhatte. Sie lieben ihren eigenen Willen und verschmähen, mich zu hören. Ueberdießerhöhen sie den allerärgsten Räuber, den Teufel, über mich und haben demselbenihren Glauben gegeben. Derselbe ist in der Wahrheit ein Räuber, weil er desMenschen Seele, welche ich mit meinem Blute erkauft habe, durch böseEingebungen und falsche Verheißungen an sich reißt. Nicht darum aber reißt er ansich, weil er etwa mächtiger wäre, als ich (denn ich bin so mächtig, daß ich Allesmit dem Worte vermag, auch so gerecht, daß ich das Geringste nicht wider dieGerechtigkeit thun könnte, auch wenn alle Heiligen mich darum bitten würden);sondern weil der Mensch mit einem freien Willen ausgestattet worden, verachtet erfreiwillig meine Gebote und gibt dem Teufel Beifall. Deßhalb ist es Recht, daß derMensch seine grausame Herrschaft erfahre. Ja, auch der Teufel selbst ist von mirgut erschaffen, aber durch seinen bösen Willen fiel er und ist nun gleichsam meinKnecht in Bestrafung der Bösen. Aber obschon ich jetzt so verachtet werde, bin ichgleichwohl so barmherzig, daß ich Allen, welche meine Barmherzigkeit angerufenund sich erniedrigt haben, das, was sie begangen haben, nachsehe und sie vomungerechten Räuber befreien werde. Diejenigen aber, welche in der VerachtungMeiner verharren werden, will ich mit meiner Gerechtigkeit heimsuchen, so daß,die es vernehmen, zittern, und die es erfahren, sagen sollen: Wehe uns, daß wir denHerrn der Majestät jemals zum Zorne gereizt haben! Du aber, meine Tochter, dieich mir erwählet, und mit welcher ich in meinem Geiste rede, liebe mich vonganzem Herzen, nicht wie einen Sohn und eine Tochter oder wie Eltern, sondernmehr, als irgend etwas in der Welt; denn ich habe keines meiner Glieder geschont,indem ich für dich die Strafe übernahm. Auch jetzt noch liebe ich deine Seele soherzlich, daß ich, ehe ich sie lassen sollte, wenn es möglich wäre, mich nocheinmal für sie an's Kreuz heften lassen würde. Folge meiner Demuth nach; dennich, der König der Herrlichkeit und der Engel, habe mich in schlechte Lappen ge-kleidet, habe nackt an der Geißelsäule gestanden und alle Schmach undHohngelächter mit meinen Ohren vernommen. Setze auch meinen Willen über dendeinigen, denn auch meine Mutter, deine Gebieterin, hat vom Anfange bis zumEnde niemals etwas Anderes gewollt, als ich. Wirst du dieses thun, so wird deinHerz sein in meinem Herzen und entzündet werden von meiner Liebe, gleich wieetwas Trockenes leicht entzündet wird am Feuer. Also wird deine Seele erfülltwerden von mir und ich werde in dir sein, so daß alles Zeitliche dir bitter, jedeFleischeslust wie Gift sein wird. Du wirst im Arme meiner Gottheit ruhen, wokeine Lust des Fleisches, sondern Freude und Ergötzen des Geistes ist. Also
 
erquickt ist die Seele, innen und außen voll Freude, und denkt und begehrt nichts,als die Liebe, welche sie hat. Liebe mich also allein und du wirst Alles haben, wasdu willst, und in überflüssiger Fülle. Steht nicht geschrieben, das Oel der Wittwehabe nicht abgenommen, bis der Herr den Regen auf die Erde gegeben, nach demWorte des Propheten? Ich bin der wahre Prophet; wirst du meinen Worten glaubenund dieselben vollziehen, dann werden dir Oel, Freude und Frohlocken in Ewigkeitnicht fehlen.
 
Capitel II.
Worte unseres Herrn Jesu Christi zu seiner bereits als Braut angenommenenTochter von den Artikeln des wahren Glaubens; was die Zierden und Zeichen sind,und welchen Willen die Braut in Bezug auf den Bräutigam haben soll.
Ich bin der Schöpfer des Himmels, der Erde, des Meeres und von Allem, was darinist. Ich bin Eins mit dem Vater und dem heiligen Geiste, nicht wie die steinernenund goldenen Götter, wie man vor Zeiten sagte, auch nicht mehrere, wie mandamals glaubte, sondern Ein Gott der Vater, der Sohn und der heilige Geist,dreifaltig in den Personen, Einer dem Wesen nach, der Alles erschafft, aber vonNiemandem erschaffen, unbeweglich und allmächtig, ohne Anfang und ohn' Endeist. Ich bin's, der von der Jungfrau Maria geboren, seine Gottheit nicht einbüßte,sondern der Menschheit zugesellte, so daß ich in Einer Person der wahre SohnGottes und der Sohn der Jungfrau bin. Ich bin's, der am Kreuze gehangen habe, undgestorben und begraben bin, ohne daß die Gottheit dabei versehrt worden. Denn,obwohl ich, der Menschheit und dem Fleische nach, die ich, der Sohn allein,angenommen, gestorben bin, so lebte ich doch in der Gottheit, worin ich mit demVater und dem heiligen Geiste Ein Gott war. Ich bin eben derselbe, welcher vonden Todten auferstanden und zum Himmel aufgefahren, und der ich auch jetzt mitdir durch meinen Geist rede.Ich habe dich erwählt und zu meiner Braut angenommen, um dir meineGeheimnisse zu zeigen, weil es mir also gefällt. Du bist auch gewissermaßen vonRechts wegen mein geworden, weil du im Tode deines Gemahls deinen Willen inmeine Hände übergeben hast. Weil du auch nach seinem Tode gedacht undgebeten, wie du arm sein könntest bei mir. Auch hast du meinetwegen Allesverlassen wollen und bist dadurch von Rechts wegen mein geworden. Für eine sogroße Liebe mußte ich dir meine Fürsorge widmen. Deßhalb nehme ich dich zumeiner Braut an, zu meiner eigenen Lust, wie Gott eine solche an einer keuschenSeele haben darf. Der Braut nun steht es wohl an, sich bereit zu halten, wenn derBräutigam Hochzeit halten will, so daß sie schicklich geschmückt und rein sei.

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