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Capitel I.
Unterweisung der Braut durch den Sohn wider den Teufel, und Antwort des Sohnes an die Braut, wie er die Bösen nicht eher hinnimmt, als bis sie in Sünde kommen, und wie den Getauften, welche vor den Jahren des Verstandes sterben, das Himmelreich gegeben wird.
Der Sohn redete zur Braut und sprach: Wenn der Teufel dich versucht, so sage ihm folgendes Dreierlei: Gottes Worte können durchaus nur wahr sein. Zweitens: Gott ist nichts unmöglich. Drittens: Auch du Teufel selbst wirst mir nicht solche Inbrunst der Liebe einflößen können, wie mir Gott einflößt. Ferner redete der Herr zur Braut und sprach: Ich sehe den Menschen auf dreierlei Weise. Erstlich, den Leib auswendig, wie derselbe beschaffen ist. Zweitens, das Gewissen inwendig, wohin es sich richtet und wie? Drittens, was sein Herz begehrt. Denn wie ein Vogel, welcher einen Fisch im Meere erblickt, auch zugleich die Tiefe erwägt und das Ungewitter in Anschlag bringt, so kenne und betrachte ich die Wege Aller und gebe Acht, was einem Jeden gebührt, weil ich ein schärferes Gesicht und eine tiefere Aufmerksamkeit habe, um wissen zu können, welche Bewandtniß es mit dem Menschen hat, als er selber sich zu erkennen vermag.
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