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E-Plus-Stellungnahme: Anhörung Analysepapier Projekt 2016

E-Plus-Stellungnahme: Anhörung Analysepapier Projekt 2016

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Momentan verhandelt die Bundesnetzagentur über die weitere Nutzung wichtiger Frequenzbereiche nach 2016. Dazu hat die E-Plus Gruppe eine Stellungnahme erarbeitet, die hier vorgestellt und veröffentlicht wird.
Momentan verhandelt die Bundesnetzagentur über die weitere Nutzung wichtiger Frequenzbereiche nach 2016. Dazu hat die E-Plus Gruppe eine Stellungnahme erarbeitet, die hier vorgestellt und veröffentlicht wird.

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07/10/2013

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Anhörung der Präsidentenkammer der BundesnetzagenturUntersuchung der Frequenzbedarfe für den drahtlosen Netzzugang ab 2017in den Frequenzbändern 900 MHz und 1800 MHz (Projekt 2016) – BK1-11/003Stellungnahme der E-Plus Gruppe
Zusammenfassung der Stellungnahme 
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind die 900 / 1800 MHz-Bestandsfrequenzen derdeutschen Mobilfunknetzbetreiber. Diese stellen seit den 1990-er Jahren das Rückgrat dervier in Deutschland verfügbaren Mobilfunknetze dar. Über die Nutzung dieser Frequenzen ab01.01.2017 sollte zeitnah rechtssicher entschieden und regulierungsbedingte Unsicherheitenin der jetzigen Marktphase unbedingt vermieden werden.Daher sollte die Bundesnetzagentur – wie bereits in einem öffentlichen Interview geschehen – nun auch formell feststellen, dass das vom 21.11.2011 bis zum 16.01.2012 durchgeführteBedarfsermittlungsverfahren gezeigt hat, dass es keine Frequenzknappheit bei den 900 / 1800 MHz-Bestandsfrequenzen gibt.Ferner sollte die in dieser Anhörung vorgenommene Verknüpfung dieses Verfahrens mit der„Digitalen Dividende II“- Diskussion wieder rückgängig gemacht werden, damit keinekünstliche Frequenzknappheit erzeugt wird. Die „Digitale Dividende II“-Diskussion solltevielmehr in ein neues und für alle relevanten Stakeholder transparentesRegulierungsverfahren überführt werden, an dem sich E-Plus konstruktiv beteiligen wird.
... (Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse) …
I. Zum Anhörungsdokument Seite 4 und 6-9: 
Auf Seite 4 des Anhörungsdokuments heißt es, dass die Bedarfsanmeldungen interessierterUnternehmen ein geeignetes Element einer Prognoseentscheidung der Kammer nach § 55Abs.10 Alt.1 TKG
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sei, dass es aus Sicht der Kammer jedoch darüber hinaus erforderlich sei,dieser Prognose Frequenzbedarfe zugrunde zu legen, die nicht nur die Bedarfsanmeldungeninteressierter Unternehmen für die im Jahr 2016 auslaufenden Frequenznutzungen, sondernauch die künftigen marktlichen und technologischen Entwicklungen berücksichtigen.Auf Seite 6 des Anhörungsdokuments heißt es zudem, dass die Präsidentenkammer beiihrer Analyse nicht isoliert den Umfang verfügbarer Frequenzspektren mit dem Umfang derNachfragen nach bestimmten Frequenzen vergleicht, sondern die Bedarfe im Rahmen einerGesamtbetrachtung, die sowohl bestehende Frequenznutzungen einschließlich dervorhandenen Technologien und Diensteangebote als auch absehbare technischeEntwicklungen, innovative Diensteentwicklungen und Marktentwicklungen zugrunde legt, umkünftigen marktlichen Anforderungen weitestgehend Rechnung tragen zu können.Auf den Seiten 7-9 finden sich ähnliche Darstellungen.(Öffentliche Fassung)
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Es wird jeweils auf das seit 10.05.2012 geltende Telekommunikationsgesetz abgestellt.
 
 
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Das Bundesverwaltungsgericht hat bereits in seinen Entscheidungen vom 23.03.2011(BVerwG 6 C 6.10) sowie vom 22.06.2011 (BVerwG 6 C 3.10) festgestellt, dass derBundesnetzagentur bei einer etwaigen Knappheitsfeststellung nach § 55 Abs.10 TKG imGegensatz zu anderen Bereichen der Frequenzregulierung gerade keinBeurteilungsspielraum zusteht.Vielmehr könne eine solche – als Berufszulassungschranke wirkende -Knappheitsfeststellung nur erfolgen, wenn in einem förmlichen Bedarfsermittlungsverfahrenfestgestellt worden ist, dass für Frequenzzuteilungen nicht in ausreichendem Umfangverfügbare Frequenzen vorhanden sind (§ 55 Abs.10 Alt.1 TKG) oder wenn für bestimmteFrequenzen mehrere Anträge gestellt sind (§ 55 Abs.10 Alt.2 TKG). Hinsichtlich der mittelseines förmlichen Bedarfsermittlungsverfahrens durchzuführenden Bedarfsfeststellung hatdas Bundesverwaltungsgericht ferner ausgeführt, dass ein Bedarfsüberhang wirklichgegeben und nicht nur vertretbar angenommen worden sein muss. Zur Feststellung desBedarfsüberganges stehe in Gestalt des förmlichen Bedarfsermittlungsverfahrens, bei demdie Bundesnetzagentur zur Vorbereitung Ihrer Entscheidung über den Erlass einerVergabeanordnung öffentlich dazu auffordert, innerhalb einer angemessenen FristBedarfsmeldungen in Bezug auf die fraglichen Frequenzen einzureichen, ein in der Praxiserprobtes, aussagekräftiges Verfahren zur Verfügung, das zudem den unionsrechtlichvorgegebenen Kriterien der Objektivität, Transparenz und Diskriminierungsfreiheit genügt.
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 Dies bedeutet denknotwendigerweise, dass die in einem förmlichenBedarfsermittlungsverfahren von qualifizierten Interessenten geltend gemachtenFrequenzmengen die summarische Obergrenze der berücksichtigungsfähigenFrequenzbedarfe darstellen.
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 Würde man der Bundesnetzagentur nämlich umgekehrt zugestehen, derart geltendgemachte Bedarfe – quasi als „besserer Mobilfunkunternehmer“ – aufgrund einer wie auchimmer durchgeführten Gesamtschau eigenmächtig zu erhöhen und nur dadurch zu einerKnappheitsfeststellung zu kommen, würden die Vorgaben des Bundesverwaltungsgerichts,dass der Bundesnetzagentur bei einer Knappheitsfeststellung gemäß § 55 Abs.10 TKGgerade kein Beurteilungsspielraum zusteht, ad absurdum geführt.Letztlich wäre dann auch keine - zu erheblichen Grundrechtseingriffen führende -Knappheitsfeststellung mehr in verfassungsmäßig gebotener Weise gerichtlich überprüfbar.Für das hiesige Verfahren ist somit festzustellen, dass die bis zum 16.01.2012 im förmlichenBedarfsermittlungsverfahren von qualifizierten Interessenten geltend gemachten Bedarfe diesummarische Obergrenze der berücksichtigungsfähigen Bedarfe darstellt.
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BVerwG 6 C 6.10, Rdnr.19ff.
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Insofern dürfte in Anlehnung an die Bundesverwaltungsgerichtsentscheidung vom 26.01.2011 (BVerwG 6 C2.10) allenfalls eine sich nicht auf die Bedarfsfeststellung auswirkende „Bedarfsumverteilung“ durch dieBundesnetzagentur zulässig sein, wenn die Bundesnetzagentur – wie beispielsweise von derMonopolkommission vorgeschlagen – zur Wettbewerbsförderung von Amts wegen Frequenzen umverteilenmöchte, um negative Wettbewerbsauswirkungen der asymmetrischen Verteilung von Frequenzen unter 1 GHz zuvermindern.
 
 
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Zu diesen von qualifizierten Interessenten geltend gemachten Bedarfen wurde seitens derBundesnetzagentur bereits öffentlich in einem Interview kommuniziert, dass es „keinknappes Spektrum bei den GSM-Frequenzen, was die vier Mobilfunker angeht“ gibt.
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 In Presseberichten und Finanzmarktanalysen wird daher davon ausgegangen, dass jedenfalls eine Versteigerung der ab 01.01.2017 verfügbaren 900 und 1800 MHz-Bestandsfrequenzen nicht möglich ist.Um in der derzeitigen Marktphase keine unnötigen regulierungsbedingten Unsicherheitenentstehen zu lassen, sollte die Kammer daher nun kurzfristig auch formell feststellen, dasses bezüglich der 900 / 1800 MHz-Bestandsfrequenzen keine Knappheit gibt.
Seiten 7-24: 
Auf den Seiten 7-24 des Anhörungsdokuments finden sich eine Vielzahl von Darstellungenzum deutschen Mobilfunkmarkt und Annahmen zu dessen möglicher zukünftigerEntwicklung. Hierzu ist festzustellen, dass diese Darstellungen und Annahmen – mitAusnahme der „Digitalen Dividende II“-Diskussion (siehe nachfolgend) - gegenüber dem biszum 16.01.2012 durchgeführten förmlichen Bedarfsermittlungsverfahren keinerlei neueErkenntnisse beinhalten und von allen qualifizierten Bedarfsanmeldern in ihrenBedarfsanmeldungen daher bereits berücksichtigt worden sein dürften.So wurde zum Beispiel der im Anhörungsdokument häufig zitierte Report ITU-R M.2243 vonder ITU bereits im November 2011 veröffentlicht und war allen Bedarfsanmeldern zum16.01.2012 somit hinreichend bekannt.
Seite 11: 
Auf Seite 11 des Anhörungsdokuments fehlt in der Tabelle die Darstellung der ebenfalls fürden drahtlosen Netzzugang nutzbaren 450 MHz-Frequenzen. Die bestehendenNutzungsrechte der 450 MHz-Frequenzen sind bis zum 31.12.2020 befristet.
Seite 13 und 22ff: 
Auf Seite 13 des Anhörungsdokuments wird ausgeführt, dass eine gemeinsame Vergabedes 900 und 1800 MHz-Spektrums im Einklang mit der bisherigen Vergabepraxis derBundesnetzagentur stehe, möglichst alle verfügbaren Frequenzen in einem Verfahrenbereitzustellen, um eine künstliche Frequenzknappheit zu vermeiden.Auf den Seiten 22 ff wird dann allerdings ausgeführt, dass auf der im Februar 2012 zu Endegegangenen Weltfunkkonferenz 2012 für die nächste Weltfunkkonferenz 2015 zwei neueTageordnungspunkte mit Bezug auf den zukünftigen Spektrumsbedarf für den breitbandigenMobilfunk gesetzt worden sind, darunter ein Tagesordnungspunkt zum Frequenzbereichunter 790 MHz.Diese im politischen Raum unter „Digitale Dividende II“ bekannte Diskussion wird imAnhörungsdokument im Folgenden zwar nicht explizit als solche bezeichnet.
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Siehe das mit „E-Plus verzichtet offenbar auf weitere D-Netz-Frequenzen“ betitelte Interview mit BNetzA-Vizepräsidentin Henseler-Unger vom 23.05.2012, das unterhttp://www.teltarif.deabrufbar und als Anlagebeigefügt ist. Es soll im Rahmen dieser Stellungnahme nicht thematisiert werden, ob die in diesem Interviewgemachten Angaben zur Bedarfsanmeldung von E-Plus richtig sind, und inwiefern durch diese Angaben Betriebs-und Geschäftsgeheimnissen von E-Plus preis gegeben worden sind.

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