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„Unternehmensnachfolge“
herausgegeben vonJuli 2008
MITTELSTAND WISSEN 04/2008
PlanenSie IhreNachfolge jetzt!
Herzlich willkommen zur vierten Ausgabe von Mittelstand Wis-sen! Unser Thema widmet sich diesmal ganz der Übergabe desUnternehmens an einen geeigneten Nachfolger. Was muss bei derÜbergabe beachtet werden? Auf welche Art kann ich mein Un-ternehmen weitergeben? Fragen, die Sie jetzt mit Hilfe von Mit-telstand Wissen und der Unterstüzung unseren Experten klärenkönnen.
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TitelthemaFrage - Antwort
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 „Unternehmensnachfolge“ – Mittelstand Wissen 04/08
Die Zeit läuft ab: Bis Ende 2008will die Bundesregierung das Erb-schaft- und Schenkungsteuer-recht reformieren. Ein erster Ge-setzesentwurf liegt bereits vor.
Auswirkungen auf den Mittelstand
Die geplanten Neuregelungenhaben erhebliche Konsequenzengerade für den Mittelstand –wer sich jetzt nicht rechtzeitiginformiert und jetzt Vorsorgefür den eigenen Betrieb trifft,riskiert unter Umständen er-hebliche
nanzielle Nachteile.Deshalb ist es besonders wich-tig, zugleich das Thema Unter-nehmensnachfolge zu regeln.
Frühzeitig Nachfolgeregeln
Der Firmeninhaber tut deshalbgut daran, in Hinblick auf dieerwarteten Änderungen eineBestandsaufnahme seiner Ver-mögenssituation vorzunehmenund überdies den Fall einer Be-rufsunfähigkeit oder seines Ab-lebens zu regeln – so unange-nehm manchem der Gedanke ansolche Themen auch sein mag.Aber nur eine frühe, klareNachfolge- und Testaments-regelung sichert den Fortbe-stand des Unternehmens, er-hält die Vermögenswerte undwird der Verantwortung ge-genüber den Mitarbeitern undder eigenen Familie gerecht.
Neues Gesetz: neueKostenfallen
Der neue Gesetzentwurf siehtvor, dass bei einem Betriebsü-bergang Nachlässe auf die Erb-schaftsteuer, im Gespräch istein Verschonungsabschlag
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Nachfolgeim Betrieb jetzt regeln!
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Titelthema
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 „Unternehmensnachfolge“ – Mittelstand Wissen 04/08
Was kennzeichnet eine er-folgreiche Unternehmens-nachfolge?
Unternehmensinteressen solltenstärker als bisher von Eigentü-merinteressen getrennt werden.Dabei sollten die mittelstands-spezi
schen Interessen der Un-ternehmerfamilien gewahrt blei-ben und ein Interessenausgleichaller Anspruchsgruppen statt
n-den. Familieninterne oder -exter-ne Nachfolgekandidaten solltenrechtzeitig ausgewählt und auf ihre Aufgaben vorbereitet werden.Auch erb- und steuerrechtlicheRegelungen sind frühzeitig in diePlanung einzubeziehen. Im Rah-men einer guten Unternehmens-führung sind betriebswirtschaftlichausgebildete Familienmitgliederals Nachfolger zu bevorzugen, dadiese Know-how und Familienbin-dung vereinen. 
Welches sind die größten Hin-dernisse bei der Nachfolge ?
Familieninteressen wird häu
ghöchste Priorität im Rahmender unternehmerischen Ziel-bildung eingeräumt -
nanzi-elle Interessen kommen zukurz. Potentielle Nachfolgersind nicht immer ausreichendquali
ziert. Der familienexter-ne Arbeitsmarkt spielt bei mit-telständischen Entscheidungs-trägern kaum eine Rolle. Hinzukommt die Reserviertheit desGründers gegenüber der Men-talität von angestellten Füh-rungskräften. Oft führen erb-rechtliche Kon
ikte zwischenFamilienmitgliedern zur Liqui-dation des Unternehmens.
 Wie aktuell ist die Proble-matik der Nachfolge für dendeutschen Mittelstand?
Eine aktuelle Umfrage zeigt:27% der befragten Mittel-ständler haben bisher keineMaßnahmen zur Unterneh-mensnachfolge ergriffen. Diedemogra
sche Entwicklung inDeutschland zwingt viele Mit-telständler sich mit der Proble-matik auseinanderzusetzen.Zudem steigen die Anforde-rungen an eine gute Unterneh-mensführung im Mittelstandaus rechtlicher (z.B. BilMoG)und
nanzieller (Basel II) Per-spektive. Die Unternehmens-nachfolge ist folglich eines derHauptthemen, mit denen sichmittelständische Unternehmerfrühzeitig befassen sollten.
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Interview:
Relevanz der Unternehmensnachfolge
Univ.- ProfessorDr. Wolfgang Becker
Lehrstuhl für Unternehmens-führung und Controlling/Deloitte.Mittelstandsinstitut,
Universität Bamberg
Online-Informationvon 85 Prozent, an verschie-dene
 
Bedingungen geknüpftsind: So muss über einenZeitraum von zehn Jahren diedurchschnittliche Lohnsummeder vergangenen fünf Jahre vordem Entstehen der Steuer min-destens 70 Prozent betragen.Dazu werden Verschonungsab-schlag und Abzugsbetrag nurgewährt, wenn der Erwerberden Betrieb über 15 Jahre fort-führt und während dieser Zeitkeine wesentlichen Entnahmenund Veräußerungen vornimmt.Schon diese Beispiele machenklar: Der Unternehmer sollteauf jeden Fall den fachlichenRat eines Steuerberaters ein-holen, um falsche Weichenstel-lungen zu vermeiden und dieKostenbelastung einzugrenzen.
Schenkungen jetztvornehmen?
Der Steuerberater hilft vorallem bei der Frage, wie dieWeitergabe des Vermögens anden Lebenspartner und die Kin-der geregelt sein soll. Denn bis31. 12. 2008 gelten noch diealten Vorschriften bei der Erb-schaft- und Schenkungsteuer.Danach werden sich die Steu-ersätze und Freibeträge fürdie Hinterbliebenen ändern.Wer daran denkt, durch Schen-kungen bereits jetzt einen Teildes Vermögens zu übertragenund damit vor dem Fiskus zu ret-ten, sollte prüfen lassen, ob diebestehende Regelung günstigerist oder die Rechtslage nach dergeplanten Steuerreform. 
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