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„Arbeitsrecht“
herausgegeben vonSeptember 2008
MITTELSTAND WISSEN 06/2008
Arbeitsrecht- was rechtund unrecht ist!
Herzlich willkommen zur sechsten Ausgabe von Mittelstand Wis-sen! Unser Thema widmet sich diesmal ganz dem Arbeitsrecht.Was haben Stellenausschreibungen mit dem Allgemeinen Gleich-behandlungsgesetzes zu tun? Wie lang sind die Kündigungsfristenlaut Arbeitsrecht? Fragen, die Sie mit Hilfe von Mittelstand Wissenund der Unterstüzung unseren Experten klären können.
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TitelthemaFrage - Antwort
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Titelthema
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 „Arbeitsrecht“ – Mittelstand Wissen 06/08
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Der Kündigende hat bei der vorzei-tigen Beendigung des Berufsausbil-dungsverhältnisses die spezialge-setzlichen Vorschriften des BBiG zubeachten.Das BBiG unterscheidet in § 22 dieKündigung während der Probezeitvon der Kündigung nach Ablauf derProbezeit. Darüber hinaus kann eineKündigung vor der Probezeit ausge-sprochen werden. Handelt es sich beidem Auszubildenden um einen Min-derjährigen, so ist zu beachten, dassdie Kündigung gegenüber dem ge-setzlichen Vertreter des Minderjäh-rigen erklärt wird. Die Schriftform derKündigung ist zwingend. Der Aus-zubildende genießt bei Vorliegender jeweiligen Tatbestandsvoraus-setzungen ebenso wie der Arbeit-nehmer gesetzlichen Sonderkün-digungsschutz. Der Betriebsrat istgemäß § 102 BetrVG vor der Kün-digung anzuhören.
Kündigung vor der Probezeit
In der Praxis zeigt sich des Öfterendie Notwendigkeit, einen Berufs-ausbildungsvertrag schon vor Be-ginn der Probezeit zu kündigen.Eine diesen Sachverhalt regelndeBestimmung ist im BBiG nicht zu
nden. Deshalb sind gemäß § 10Abs. 2 BBiG die für den Arbeitsver-trag geltenden Normen anzuwen-den, da sich aus dem Wesen undZweck des Berufsausbildungsver-hältnisses nichts anderes ergibt.Ein Arbeitsvertrag kann schon vorDienstantritt ordentlich gekündigtwerden. Dies ist in Rechtsprechungund Literatur unstrittig. Allerdingskann das Recht zur ordentlichenKündigung vor Dienstantritt ver-traglich ausgeschlossen werden.Entsprechendes gilt für den Aus-bildungsvertrag. Das Berufsausbil-dungsverhältnis kann von beidenVertragsparteien schon vor demBeginn der Ausbildung ordentlichentfristet gekündigt werden. Einausdrücklicher bzw. ein sich
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Kündigungvon Berufsausbildungs-verhältnissen durch Ausbildenden
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Titelthema
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 „Arbeitsrecht“ – Mittelstand Wissen 06/08
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Warum sollten auch kleineund mittelständische Be-triebe eine betriebliche Al-tersversorgung haben?
Zu unterscheiden sind hier diearbeitnehmer
nanzierte und diearbeitgeber
nanzierte betrieb-liche Altersversorgung. Auf einearbeitnehmer
nanzierte betrieb-liche Altersversorgung durch Ent-geltumwandlung haben die Mit-arbeiter einen Rechtsanspruch.Aufgrund der Sozialversiche-rungsfreiheit und Steuerfreiheitder Entgeltumwandlung ist diearbeitnehmer
nanzierte betrieb-liche Altersversorgung für dieMitarbeiter sehr attraktiv. EinMitarbeiter wandelt z.B. monat-lich 50 € um. Diese machen sichbeim Mitarbeiter netto nur inHöhe von ca. 25 € bemerkbar.Die 50 € werden von der Firmain ein externes Versorgungswerkeingezahlt. Der Mitarbeiter bautsich so neben der gesetzlichenRente ein zweites Standbein fürseine Altersversorgung auf.
Sollten sie auch eine arbeit-geber
nanzierte betrieblicheAltersversorgung haben?
Wenn sich das die Firma leistenkann, auf alle Fälle! Bei einerarbeitgeber
nanzierten betrieb-lichen Altersversorgung handeltes sich um eine freiwillige Sozi-alleistung, auf deren Einführungdie Mitarbeiter in der Regel kei-nen Rechtsanspruch haben. DasGeld macht sich aber bezahlt.Eine Firma kann sich so ein sozi-ales Pro
l geben und erhöht ihreAttraktivität am Arbeitsmarkt.Auch gibt es steuerliche Anreizefür Unternehmen, eine arbeit-geber
nanzierte betriebliche Al-tersversorgung einzuführen.
Wie sollte eine betrieblicheAltersversorgung aussehen?
Für klein- und mittelständischeBetriebe ist in der Regel dieDurchführung über ein externesVersorgungswerk am besten. DieFirma meldet lediglich die Mitar-beiter an und zahlt die Beiträgeein. Die Abwicklung betrieblicherAltersversorgung übernimmt derexterne Versorgungsträger.
Welche Versorgungswerkesind empfehlenswert ?
Es gibt mehrere Empfehlens-werte. Ich halte z.B. viel von derDresdener Pensionskasse ausKulmbach und vom AUPU-Ver-sorgungswerk aus Würzburg.
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Interview:
Betriebliche Altersversorgung
Prof. Dr. Ulrich-ArthurBirk 
lehrt Arbeits- und Sozialrechtan der Universität Bamberg
aus den konkreten Umständen desEinzelfalls ergebender Ausschlussder ordentlichen Kündigung vor Be-ginn der Berufsausbildung kann je-doch nur den Ausbildenden binden,da § 25 BBiG für Vereinbarungenzu Ungunsten des Auszubildendendie Nichtigkeit anordnet; für denAusbildenden macht die Aufnah-me einer entsprechenden Klauselim Berufsausbildungsvertrag somitkeinen Sinn.
Kündigung während derProbezeit
Dem Zweck und dem Ziel der Pro-bezeit entspricht es, den Vertrags-parteien in diesem mindestensein- bis maximal viermonatigenZeitraum eine Möglichkeit zur Ver-fügung zu stellen, sich schnell undproblemlos voneinander zu trennen,sofern sich schon in der Probezeitdie fehlenden Erfolgsaussichten derAusbildung zeigen. Dieser Grund-überlegung trägt § 22 Abs. 1 BBiGRechnung, da entsprechend dasBerufsausbildungsverhältnis in derProbezeit jederzeit ohne Einhaltungeiner Kündigungsfrist gekündigtwerden darf; bei der Kündigungwährend der Probezeit handelt essich, wie bei der Kündigung vor derProbezeit, um eine ordentliche ent-fristete Kündigung.Der Zeitpunkt der Kündigungserklä-rung kann vom Kündigungsberech-tigten im Rahmen der einschlägigenRechtsgrundsätze frei gewählt wer-den. Auch eine Kündigung durchden Ausbildenden am letzten Tagder Probezeit ist möglich, dabei istdarauf zu achten, dass die Kündi-gungserklärung dem Auszubilden-den bzw. seinem gesetzlichen
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