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 „Kundengewinnung“ – Mittelstand Wissen 06/2009
 
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vorzunehmen ist. Eine dauerhafteWertminderung ist anzunehmen,wenn der Aktienkurs am Bilanz-stichtag unter den Anschaffungsko-sten liegt und bis zum Bilanzstichtagkeine konkreten Anhaltspunkte füreine baldige Wertaufholung vorlie-gen. Außerdem ist noch eine Min-destwertminderung zu beachten.Entweder muss der Aktienkurs amaktuellen Bilanzstichtag um mehrals 40% unter den Anschaffungsko-sten liegen oder um mehr als 25%zum aktuellen und zum vorigen Bi-lanzstichtag.
Gericht gegen Formularfut -
Anlage EÜR braucht nicht aus-gefüllt werden
Freiberuer und kleine Gewerbetrei
-bende brauchen nicht zu bilanzieren.Sie können eine sog. Einnahmen-Überschuss-Rechnung erstellen.Diese Möglichkeit soll eigentlich derVereinfachung dienen.Seit 2005 verlangt die Finanzverwal-tung allerdings das Ausfüllen einesspeziellen Formulars. Das machtnicht nur Mühe, sondern führt auchzu einem gläsernen Steuerbürger.Unternehmen, die bilanzieren, brau-chen die Auswertung dieses Frage-bogens mit verschiedenen Plausibi-litätsprüfungen nicht zu fürchten.Diese Ungleichbehandlung führtnicht zu mehr Steuergerechtigkeit,sondern verschärft die Ungerechtig-keit - so urteilte das FinanzgerichtMünster und lehnt die Anlage EÜRab.Diese muss nun nicht mehr ausge-füllt werden, wenn das Unterneh-men die Überschussrechnung miteinem Buchhaltungsprogramm er-stellt.
Das Finanzamt und die Solaranlagen
Die Nutzung von ökologischen Alter-nativen zum Strom aus Kohle oderKernenergie ist seit einiger Zeit in
aller Munde. Häuslebauer erhalten
eine Förderung vom Staat, wenn sieauf die erneuerbare Energie setzen.Die Finanzverwaltung hat ihre ganzeigene Sicht der Dinge. Denn sollteman auf die Idee kommen, einegrößere Anlage auf dem Dach einesvermieteten Wohnhauses zu instal-lieren, unterliegen die Einkünfte aus
der Vermietung zukünftig der Ge
-
werbesteuer. Denn diese „inzieren“
sich an den gewerblichen Einkünf-ten aus dem Verkauf des gewonnenStroms, der an die Energieversorgergeliefert wird... 
Offenlegung: Auch kleine GmbHsmüssen Ordnungsgeld zahlen
Seit 2007 wacht das Bundesamt derJustiz über die Veröffentlichung derJahresabschlüsse von Kapitalgesell-
schaften. Kommt man der Verpich
-tung innerhalb von zwölf Monatennach Ende des Wirtschaftsjahresnicht nach, wird man zunächst ko-
stenpichtig angemahnt.
Nach Ablauf von sechs Wochen wirdein Ordnungsgeld von mindestens2.500 Euro verhängt. Nun hat dasLandgericht Bonn entschieden, dassdas Ordnungsgeld auch für kleine
GmbHs gerechtfertigt und keines
-falls überzogen ist. Die Veröffentli-
chungspicht diene schließlich demGläubigerschutz.
Stille Beteiligung unter Angehörigen
Der Bundesnanzhof (BFH) ent
-schied, dass eine angemessene
Rendite für die Gewinnbeteiligungals stiller Gesellschafter 35% der
Einlage beträgt. Bei einer unentgelt-lich erworbenen sogar nur 15%.Im zu entscheidenden Fall kam nochhinzu, dass es sich um Vereinba-rungen zwischen nahen Angehöri-gen handelte und daher beschränkte
der BFH die steuerlich zulässige undfür die Gesellschaft als Betriebsaus
-
gaben absetzbare Gewinnbeteili
-gung auf 35% der Einlage.
Abschreibung auf den nied-rigeren Kurswert?
Auch in der Wirtschafts- und Fi-nanzkrise hält die Finanzverwaltungdaran fest, dass eine Abschreibungauf den niedrigeren Kurswert einerAktie im Betriebsvermögen nur beieiner dauerhaften Wertminderung
Steuernews für Unternehmer
- präsentiert von www.steuerberaten.de
 
Leitartikel
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 „Kundengewinnung“ – Mittelstand Wissen 06/2009
 
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von Dipl.-Kffr. Antje Linhardt 
A
ngesichts gesättigter Mär-kte und steigendem Wettbe-werbsdruck dürfen sich Anbieternicht länger auf ihre bestehendenKunden konzentrieren, sondernsind gezwungen, Neukunden zuakquirieren.Voraussetzung für eine erfolg-reiche Neukundenakquise ist eineMarktbewertung zum Abgleichder strategischen Ausrichtung desUnternehmens mit den Markt-chancen. Unternehmen müssensich dabei ihrer Marktpositionund Wettbewerbsvorteile bewusstsein. Um allerdings in einemMarkt Erfolg zu haben, ist nebender Kenntnis der eigenen Stärkenund Schwächen die Erforschungder Bedürfnisse des Kunden un-abdingbar. Erst dann ist es sinn-
voll zu denieren, wer als Kunde
für das Unternehmen in Fragekommt und wie gegebenenfalls
die Gesamtheit an potenziellen
Kunden in Kundensegmente auf-geteilt werden kann. Zudem istzu berücksichtigen, dass vor Kon-taktaufnahme genauestens in
mehrstugen Verfahren geprüft
werden sollte, ob es sich über-haupt lohnt, bestimmte Kundenzu akquirieren. Dabei gilt es u.a.
folgende Fragen zu beantworten:
Wie wahrscheinlich ist es, einenAuftrag zu erhalten? Wie groß istdie Wahrscheinlichkeit von Fol-geaufträgen? Welche strategischeBedeutung hat ein Angebot fürdas akquirierende Unternehmen?Der Prozess der Kundenakquisegliedert sich im Allgemeinen indrei Phasen, die Kontaktaufnah-me, die Akquisitionsphase sowiedie Angebots- und Vertragsphase.
Die Kontaktaufnahme
Nachdem die Zielkunden deniert
wurden, stellt die Kontaktaufnah-me den ersten Teil des Akquisi-tionsprozesses dar. Neben dembedürfnisorientierten Produktan-gebot entscheiden das passendeMedium zur Ansprache des Neu-kunden sowie die Ansprachehäu-
gkeit über den
>> 
Erfolgsfaktoren der Kundengewinnung imIndustriegütermarkt
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