oder Plattformen zur Erstellung von offenen Bildungsressourcen werdendurchentsprechendeLizenzierungsmodelleunterstützt,umdiespätereNut-zungsoeinfachwiemçglichzumachen.Dann,alsdritteBedeutungdesWor-tes »offen«, wird dem Verständnis einiger Initiativen zufolge auch eingefor-dert, dass offene Bildungsressourcen (c) dem Prinzip offener Softwarestan-dards folgen sollen, ein Microsoft-Word-Dokument würde dabei diesem An-spruchnichtgenügen.SchließlichwirdindenletztenJahrenimmerhäufigerunmittelbar (d) auch auf »offene Lern- bzw. Lehrformen« verwiesen, die mitoffenenBildungsressourcenmçglichwerden,aberauchentsprechendunter-stützt werden sollen. Dabei wird auch eingefordert, dass Lernende bei derEntwicklung der Lern- und Lehrmaterialien mitwirken kçnnen.Derzeit gibt es zahlreiche Projekte und Initiativen mit unterschiedlichenAusprägungen,dieindiesemBeitragvorgestelltwerden.AuchstehenoffeneBildungsressourcen definitionsgemäß kostenfrei zur Verfügung, die çko-nomischen Hinter- und Beweggründe von OER-Projekten sind dabei sehrunterschiedlich. Praktische Erfordernisse, wie Lizenzen oder auch Qualitäts-sicherungsstrategien, werden ebenso angesprochen.
2 Ausgewählte OER-Initiativen und -projekte
Es gibt zahlreiche, nur schwer zu überschauende OER-Initiativen und -Pro-jekte.ImFolgendenmçchtenwirhiereinigeausgewählteUnternehmungenzur Erstellung und Zurverfügungstellung von OER herausgreifen, um damitauch die Unterschiedlichkeit der Projekte zu illustrieren. Wir haben dazuInitiativenvonHochschulen,VerbändenundUnternehmen,großewieauchkleine,englisch-unddeutschsprachigesowieProjekteausunterschiedlichenBildungssektoren ausgewählt, um das breite Spektrum und die unterschied-lichen mçglichen Zugänge aufzuzeigen.Die älteste und wohl auchbekannteste OER-Initiative einer Bildungsinstitu-tionistdiedesMassachusettsInstituteofTechnology(MIT),welchemitihrerInitiative
OpenCourseWare
(OCW, ocw.mit.edu) seit Herbst 2002 umfangrei-che Kursunterlagen und Skripte kostenfrei ins Web stellt und ständig erwei-tert.1.900Kursevonanfänglich50aus33DisziplinenkçnnenheuteüberdieWebseiteabgerufenwerden(
Lerman/Miyagawa/Margulies
2008).OCWerhielt2005 zahlreiche Auszeichnungen und gründete das OCW-Konsortium, demsich weltweit Universitäten anschlossen und sich daran beteiligen, Kurs-materialien zur Verfügung zu stellen (vgl. OCW Finder, ocwfinder.com).Das MIT hat mit dieser Initiative die OER-Bewegung gut vorangebracht,und die Materialien – inzwischen auch Vorlesungsaufzeichnungen undExamen–sindfür vieleLernende(undLehrende)attraktiv.DieLizenzbedin-gungen der OCW-Materialien erlauben Modifikationen und Wiederver-çffentlichung der Materialien unter der Bedingung, dass sie ähnlich lizen-siert und nicht kommerziell genutzt werden.Die
Open University
des Vereinigten Kçnigreiches hat,als Konsequenz des Er-folgs des MIT, mit einer Planungsgruppe begonnen, erste Überlegungen an-zustellen, wie eine Fernuniversität mit Open Content und Open Access um-zugehen hat (
Lane
2008). Dies mündete im Open-Learn-Projekt, das von derWilliamandFloraHewlettFoundationfinanziellunterstütztwurde.DieZielewaren, Erfahrungen mit Nutzer/-innen zu offenen Bildungsmaterialien zubekommen,schlechterreichbareBevçlkerungsgruppennochbesserzuinteg-
MITOpenCourseWareOpen Learn der OpenUniversity UKOffene Bildungsressourcen: frei zugänglich und einsetzbar
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Handbuch E-Learning 39. Erg.-Lfg. Oktober 2011
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