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TrendJournal 11-2004
der Kommunikationsziele führen kann.Um dies zu beweisen, wurden mittels Tele- bus bekannte Werbewirkungsindikatorenwie Werbeerinnerung, die Kenntnis vonWerbeinhalten und das Gefallen der Wer- bung ermittelt. Ebenso wurden die Abver-käufe in den Gebieten mit und ohne Ra-diowerbung in Zeiten vor und nach der Ra-diowerbung erhoben. Dies sollte nicht blossfür betriebsinterne Zwecke geschehen, son-dern auch der Fachöffentlichkeit doku-mentiert werden.
Light Consumer im Visier
Die Ausgangssituation vor der Um-setzung der neuen Kommunikationsstra-tegie mit Einschluss der Radiowerbungpräsentierte sich bei Appenzeller Käse ge-radezu als Steilvorlage für den neuen Mix:
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Die Kauffrequenz von Appenzeller Käsehat abgenommen.
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Die gedankliche Präsenz von Appenzel-ler Käse ist beim Konsumenten vor demKaufentscheid nicht stark genug.
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Die Präsenz am POS weist gewisse Defi-zite auf.Die Kampagne 2004 sollte Kaufbe-reitschaft und Präferenz für AppenzellerKäse schaffen und sich in erster Linie anLight Consumer (essen weniger als einmalpro Woche Appenzeller Käse) richten. Mit-tels der Planungsstrategie «Recency Plan-ning» sollten möglichst viele potenzielleKäufer unmittelbar vor der anstehendenKaufentscheidung erreicht und damit diegedankliche Präsenz von Appenzeller Käsegesteigert werden.
Das Kino im Kopf
Um dieses Ziel zu erreichen, wurdestark mit dem Visual Transfer operiert. Da-zu werden visuell gut eingeprägte TV-Spotsdurch den Einsatz von Radiospots aus demGedächtnis abgerufen. Durch akustischeReize entstehen Bilder im Kopf, welche dieStory des TV-Spots in Erinnerung rufen undEmotionen erzeugen. Voraussetzung dazuist eine Koordination des Einsatzes der Ra-dio- und der TV-Kampagne; dies sowohl imTiming (um längere Kampagnenzeiträumeabdecken zu können) als auch im Mixanteil(um eine optimale Druckverteilung in allenZielgruppen zu erreichen). Die Radiower- bung soll also die Werbewirkung von TV-Spots verstärken, den Werbedruck der TV-Kampagne erhöhen und letztendlich dieentscheidenden Kaufimpulse auslösen.Die daraus abgeleitete Aufgaben-stellung für die Radiowerbung lautete:
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Die gedankliche Präsenz von Appenzel-ler beim Konsumenten verbessern.
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Das Wissen über die Besonderheit vonAppenzeller steigern (USP Kräutersulz).
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Die Kaufbereitschaft fördern und Präfe-renz für Appenzeller schaffen.
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Call to Action.
Radio auf zwei Regionen beschränkt
Um diese Ziele und strategischenÜberlegungen umzusetzen, wurden bruttoknapp 1,9 Millionen Franken eingesetzt(siehe Kasten «Budgetaufteilung»). DieBasiswerbung wurde unterstützt durchTV-Spots von Coop und Migros im Zu-sammenhang mit Aktionen. Parallel dazuwurde die Marktforschung betrieben, de-ren Resultate hier nun vorgestellt werden.Für den gezielten Einsatz der finan-ziellen Mittel und um die Wirkungs-schwelle zu erreichen, wurden die Radio-spots auf die beiden WirtschaftsgebieteAlpen/Voralpen und Ostmittelland be-schränkt (siehe Karte). Die Auswahl fielauf diese Gebiete, weil die Einkaufshäufig-keit hier bereits früher auf einem deutlichhöheren Level war (Verdrängungspotenzi-al vorhanden). Zudem ist der mengenmäs-sige Marktanteil sehr hoch. Dadurch lassensich bereits mit einer geringen Steigerungder Einkaufshäufigkeit grosse Effekte aufdie Verkaufsmenge erzielen.Der Einsatz der Radiospots im Ta-gesverlauf wurde ebenfalls bewusst ausge-wählt: Die starken Peaks am Morgen undam Abend, sowie bei einigen Sendern aucham Mittag, eignen sich besonders, um guteWerte zu erreichen.
Radio erhöht die Werbeerinnerung
Um herauszufinden, wie sehr die indiese Kampagne gesetzten Erwartungen er-füllt wurden, hat IHA-GfK die Werbewir-kungsindikatoren mittels dreier Telebuswel-len erhoben. Eine erste wurde gleich zuBeginn, am 19. Februar 2004, durchgeführt.Eine weitere Welle ermittelte am 16. März
WERBEERINNERUNGNACH KONSUM
©MTJ
(Gestützte Erinnerung in %)
Light ConsumerHeavy ConsumerNullmessungWoche 7SchlussmessungWoche 19010203040506070
50,741,257,749,3
QUELLE: IHA-GFK
Die Light Consumer weisen immereine signifikant bessere Werbe-erinnerung auf.
BUDGETAUFTEILUNG
Bruttoaus- Format Zeitraum Geografischer GRP
2
Brutto-gaben (Fr.) Raum CPP
2
Radio408 000.
–
15 und 11 Wochen 7
–
18 Alpen/Voralpen 1270.7321(22%)Sekunden(ohne Woche 8)und OstmittellandTV909 000.
–
1
24 und 10 Wochen 3
–
22Ganze Schweiz613.31482(48%)SekundenPlakat569 999.
–
GrossformatDurchgehend Ganze Schweizk.A.k.A.(30%)Wochen 6
–
22
1
Angaben aus MediaFocus (WizzAD).
2
Auf Grund der unterschiedlichen Kontaktqualit
ä
t von TV und Radio sind die GRP und auchdie Brutto-CPP nicht vergleichbar.
Dies sollte auch der
Fachöffentlichkeit
dokumentiert werden.Um diese Ziele zuerreichen, wurden bruttoknapp
1,9 Millionen
Franken
eingesetzt.
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