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Ambrosius von Mailand - Lukaskommentar (ohne Leidensgeschichte)

Ambrosius von Mailand - Lukaskommentar (ohne Leidensgeschichte)

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Published by Schear Jaschub
Ambrosius von Mailand (* 339 in Trier; † 4. April 397 in Mailand) wurde als römischer Politiker zum Bischof gewählt. Er ist Heiliger, einer der Kirchenlehrer der Westkirche, war der jüngere Bruder der heiligen Marcellina und trägt seit 1298 den Ehrentitel Kirchenvater. Von zahllosen Legenden wird die des Bienenschwarms über der Wiege des Kindes oft in Darstellungen festgehalten: Bienen träufelten Honig in seinen Mund und flogen davon, ohne das Kind zu verletzen; aber sie hatten ihm die "honigsüße Sprache" seiner späteren Schriften und seiner Hymnen, besonders des "Ambrosianischen Lobgesangs", vermittelt.
Ambrosius von Mailand (* 339 in Trier; † 4. April 397 in Mailand) wurde als römischer Politiker zum Bischof gewählt. Er ist Heiliger, einer der Kirchenlehrer der Westkirche, war der jüngere Bruder der heiligen Marcellina und trägt seit 1298 den Ehrentitel Kirchenvater. Von zahllosen Legenden wird die des Bienenschwarms über der Wiege des Kindes oft in Darstellungen festgehalten: Bienen träufelten Honig in seinen Mund und flogen davon, ohne das Kind zu verletzen; aber sie hatten ihm die "honigsüße Sprache" seiner späteren Schriften und seiner Hymnen, besonders des "Ambrosianischen Lobgesangs", vermittelt.

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1
Ambrosius von Mailand (340-397)
Lukaskommentar
 (mit Ausschluß der Leidensgeschichte)
Generiert von der elektronischen BKVvon Gregor EmmeneggerText ohne Gewähr
 
Text aus:
Des Ambrosius von Mailand Lukaskommentar mit Ausschluss der Leidensgeschichte. Aus dem Lateinischen übersetztvon Dr. Joh. Ev. Niederhuber. (Des Ambrosius von Mailand ausgewählte Schriften Bd. 2; Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe,Band 21) München 1915.
Inhaltsverzeichnis
 
 
2
 
3
Proömium
1.
Im Begriff, [eine Erklärung] zur Evangeliumschrift zu schreiben, worin der heilige Lukas eine imvolleren Sinn des Wortes geordnete Darstellung der Lebensgeschichte des Herrn gegeben hat,glauben wir zunächst eben über die Darstellungsweise Aufschluß geben zu sollen: sie ist diegeschichtliche. Denn wenn auch die Göttliche Schrift die Lehre der Weltweisheit als nichtigerscheinen läßt
1
, insofern sie mehr mit vielen Worten prunkt als auf sachliche Gründe sich stützt,so wird doch einer, der auch in den Göttlichen Schriften die Vorzüge sucht, die in den Augen jener Bewunderung verdienen, sie finden.
2.
Drei Dinge nämlich sind es, die nach der Ansicht der Weisen dieser Welt weitaus den Vorzugverdienen. Drei Arten der Philosophie seien zu unterscheiden: die Natur-, die Moral- und dieVernunftphilosophie. Wir konnten diese drei Arten bereits im Alten Testament wahrnehmen.Denn was anders versinnbilden jene drei Brunnen des Gesichtes, des Überflusses und desSchwures
2
als diesen dreifachen Vorzug, den die Patriarchen besaßen. Der Brunnen desGesichtes bezieht sich auf das Vernünftige, insofern die Vernunft das Auge des Geistes schärftund den Blick der Seele klärt; der Brunnen des Überflusses auf das Sittliche, insofern Isaak erstnach der Trennung von den fremden Stammesangehörigen, der typischen Repräsentanten derFleischeslaster, den Born des lebendigen Geistes gefunden hat, - reines Wasser nämlich sprudelndie guten Sitten, und das Gutsein selbst, eine soziale Tugend, strömt reichlich anderen, kargersich selbst -. Der dritte Brunnen ist der des Schwures. Er bedeutet die Naturphilosophie, die sichmit den Dingen der übernatürlichen oder der natürlichen Ordnung befaßt. Denn was von Gott alsZeugen ausgesagt oder beschworen wird, nimmt wegen der Beiziehung des Herrn der Natur alsBeglaubigungszeugen auch göttlichen Charakter an. Was anders zeigen uns desgleichen die dreiBücher Salomos: das eine von den Sprüchen, das andere der Prediger, das dritte vom HohenLied, als dass der heilige Salomo mit dieser dreifachen Weisheit wohlvertraut war? Über dieVernunft- und Sittenwahrheiten schrieb er in den Sprüchen; über Naturwahrheiten im Prediger:"O Eitelkeit der Eitelkeiten und alles ist Eitelkeit"
3
, was in dieser Welt besteht, "denn derNichtigkeit ist die Schöpfung unterworfen"
4
; über die wunderbaren Vernunftwahrheiten[Mysterien] aber im Hohen Lied, insofern dann, wenn sich unserer Seele die Liebe deshimmlischen Wortes einsenkt und mit der [übernatürlichen] Vernunfterkenntnis heiligeGesinnung wie im Bunde sich vereinigt, wunderbare Geheimnisse sich enthüllen.
1
vgl. Kor 1,17-25
 
2
vgl. Gen 10,14; 26,33; 21,30
 
3
Pred 1,2
 
4
Röm 8,20
 

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