Betrieb einer eisenzeitlichen Esse mit dem Brennstoff Holz
Lukas J. Kerbler 16. August 2007 Seite 3 von 20
1. Vorwort
Es ist ein großer und zeitintensiver Aufwand einen Meiler zur Herstellung von Holzkohle zubetreiben. Ein mannshoher konischer Kohlemeiler braucht drei bis sechs Wochen, bis dasHolz zur Gänze verkohlt ist. Auf Grund dieses enormen Aufwands, ist es denkbar, dass dieMenschen früherer Zeit für kleine und nicht so anspruchsvolle Arbeiten als Brennstoff ein-fach Holz verwendeten. Auf Holz könnten die Leute in der Ur- und Frühgeschichte ebensoangewiesen gewesen sein, wenn es einen Engpass an Holzkohle gab. Dieser konnte durchkriegerische Auseinandersetzung (Vorrat an Holzkohle verbrannte durch Feindes Hand, wur-de gestohlen oder ging im Zeitmangel des Krieges zur Neige) oder durch Naturkatastrophen(Überschwemmung riss den Kohlevorrat mit sich, Erdrutsch verschüttete diesen, ...) entste-hen.Grundsätzlich spricht gegen die Verwendung von Holz, dass dieser Brennstoff eine weitniedrigere Temperatur erzeugt als die der Holzkohle und so dauert es länger bis das Werk-stück die nötige Hitze hat. Holz verbrennt im Gegensatz zur Holzkohle in einer hohen Flam-me, durch die man kaum das Werkstück beobachten kann. Trotz dieser ungünstigen Eigen-schaften des Holzes, ist es anzunehmen, dass die Menschen der Ur- und Frühgeschichte ausden oben angesprochenen Gründen auf diesen Brennstoff zurückgegriffen haben.Ziel unseres Projektes war es, eine eisenzeitliche Esse samt Schmiedeausstattung zu rekon-struieren und die Eigenschaften der Holzkohle und des Holzes zu testen. Zum Vergleich derbeiden Brennstoffe wurden sowohl mit Holzkohle als auch mit Holz ähnliche Werkstückegeschmiedet.
2. Team
N
ALBER
F
AUSTSCHMIEDE
Projektleiter
: Lukas J. Kerbler
Mitarbeiter
: Jürgen SpindlerFranz Kerbler
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