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Standortbilanz Lesebogen 27 Schule, Wirtschaftswissen und Digitalgesellschaft: Integrationskonzept Wissensbilanz

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Summary

Nur wer über seine Standortfaktoren, -prozesse sowie für den Erfolg verantwortlichen Stell-Hebel umfassend und genauestes Bescheid weiß, sie nachvollziehbar bewerten, messen und in ihrer Relation einordnen kann, weiß wo er am besten eingreifen und verbessern kann und dabei Prioritäten besser steuern sowie Chancen und Risiken in ein günstiges, nachhaltig abgesichertes Verhältnis zueinander bringen kann. Die Bildungspolitik starrt gebannt auf Pisa und blendet alles andere aus: nur die Position in jener Rangtabelle zählt. Experten verweisen darauf, dass sich die OECD zum „globalen Schiedsrichter über Mittel und Ziele von Bildung“ aufschwinge und zwar ohne entsprechende Legitimation. An manchen Stellen reduziere sich Unterricht zur reinen Vorbereitung auf Pisa-Tests, die Klassenzimmer würden bildungsärmer. Das Wissen, nicht genau zu wissen, was wir wissen, das „Denken des Undenkbaren“ zwischen Realität und Fiktion, wird von digitalen Wissenskulturen gewissermaßen selbst produziert. Im Umbau des kulturellen und sozio-technischen Gefüges der Digitalisierung aller Lebensbereiche werden sogenannte Sachzwänge zu einem Sachverhalt, von dem keiner mehr so recht sagen kann, was eigentlich Sache ist.
Komplexe, dynamische Systeme wollen immer noch mehr an Datenreihen verarbeiten und machen deren Erhebung zu einer unausgesprochenen Frage des Wissens. Der Wille zu solchem Wissen darf kein Gebiet des täglichen Lebens aussparen und keinen Haltepunkt des Interesses kennen.

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