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Spiral Dynamics: Leadership, Werte und Wandel

Spiral Dynamics: Leadership, Werte und Wandel

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Spiral Dynamics: Leadership, Werte und Wandel

ratings:
5/5 (1 rating)
Length:
696 pages
7 hours
Released:
Oct 28, 2013
ISBN:
9783899017502
Format:
Book

Description

Komplexität, Beschleunigung, Dynamik - die Wirtschaft brodelt und kocht. Führung gleicht einem Tanz auf dem Vulkan, und immer mehr Manager müssen eine Flut von Informationen in neue Klarheit überführen.
Genau hier setzen Don Beck und Christopher C. Cowan mit ihrem Modell von Spiral Dynamics an. Als Weiterentwicklung des Konzepts biopsychosozialer Systeme von Clare W. Graves, das vom kanadischen Magazin Maclean's als "die Theorie, die alles erklärt" bezeichnet wurde, setzt Spiral Dynamics neue Maßstäbe für das Verständnis komplexer Systeme. Auf der Basis so genannter Werte-Meme (WMeme), die Lebensstile, Glaubensmuster und Einstellungen hervorbringen, entwickeln die Autoren eine Methode, mit der sich Unternehmen, Individuen und wirtschaftliche Entwicklungen analysieren, bewerten und transformieren lassen.

Spiral Dynamics eröffnet einen völlig neuen Zugang zu Nachhaltigkeit, Diversity-Management und Leadership, denn Motivationsanreize oder ethische Richtlinien "funktionieren" nur, wenn sie die aktuelle Entwicklungsebene der Adressaten ansprechen.
Released:
Oct 28, 2013
ISBN:
9783899017502
Format:
Book

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Inside the book

Top quotes

  • In Gelb besteht das Ziel darin, Angemessenheit herzustellen, so dass andere lebendige Systeme nicht leiden, die Menschheit als Folge davon nicht leidet und dadurch der Einzelne die Freiheit bewahren kann, zu sein, was er möchte.

Book Preview

Spiral Dynamics - Don Edward Beck

Erster Teil

Überblick über

Spiral Dynamics

Der erste Teil führt Sie in die erhellenden Konzepte der Meme und Werte-Meme ein, in die Evolution dynamischer menschlicher Systeme, Clare W. Graves’ Denken und die Form, die dies alles zusammenfügt, die Dynamische Spirale.

Die Schönheit der Spirale als Konzept besteht zu einem bedeutenden Teil darin, dass sie unablässig wächst und doch nie denselben Boden bedeckt, so dass sie nicht allein eine Erklärung der Vergangenheit ist, sondern auch eine Prophezeiung der Zukunft; sie definiert und erhellt das bereits Geschehene und führt zugleich immerfort zu neuen Entdeckungen.

THEODORE ANDREA COOK: THE CURVES OF LIFE

Auf jeder Stufe der menschlichen Existenz ist der erwachsene Mensch auf der Suche nach seinem Heiligen Gral, der Lebensweise, nach der er leben sollte. Auf der ersten Stufe ist er auf der Suche nach automatischer physiologischer Befriedigung. Auf der zweiten sucht er nach einer sicheren Lebensweise, daraufhin nach Heldenstatus, Macht und Ruhm und dann nach endgültigem Frieden. Es folgen eine Suche nach materiellem Genuss, eine nach herzlichen zwischenmenschlichen Beziehungen, eine nach dem Respekt des Selbst und eine nach Frieden in einer unverständlichen Welt. Wenn er dann zu dem Schluss kommt, er werde diesen Frieden nicht finden, wird er sich auf der neunten Ebene erneut auf die Suche begeben.

Bei jeder Suche, die er beginnt, glaubt er, die Antwort auf seine Lebensfrage zu finden. Doch zu seiner Überraschung und zu seiner Bestürzung entdeckt er auf jeder Ebene, dass die gefundene Antwort diese Frage nicht beantwortet. Jede Stufe, die er erreicht, lässt ihn verwirrt und ratlos zurück. Durch jede Lösung eines Sets menschlicher Probleme findet er ein neues anstelle des alten. Die Suche, auf die er stößt, endet nie.

CLARE W. GRAVES

1

Unterschiedliche Zeiten

bringen unterschiedliche

Denkweisen hervor

Auch wenn diese Zeiten chaotisch und turbulent sind, sind sie doch kaum verrückt. Sie reimen sich ebenso auf Vernunft wie auf Unvernunft. Im Chaos lauert Ordnung und in der Ordnung stets noch ein gründlicheres Chaos. Wer Augen hat, zu sehen, Ohren, zu hören, und in seinem Denken Spiralen, um zu verstehen, wird leichter ruhig bleiben können, da er weiß, dass uns der Himmel trotz allem nicht auf den Kopf fallen wird. Solche Experten in unserer Mitte leben nicht in Edwin Abbots zweidimensionalem Flachland. Ihr Denken ist auch nicht in sich wiederholenden Kreisläufen gefangen. Werte, Komplexität und Veränderung haben einen neuen Sinn im Raum der Spiralen, dem besten Platz, an dem man im 21. Jahrhundert leben und wirtschaftlich tätig sein kann.

Die Menschen im 21. Jahrhundert stecken in einem Sturm widerstreitender Werte. Ausbrüche ethnischer Gewalt, kurzfristige Krisen und ökologische Unsicherheiten ziehen wie Wolken am Horizont auf. Politische, technologische, ökonomische und soziale Kräfte erzeugen jede Menge Scherwinde und Wirbelstürme auf dem globalen Marktplatz, als wären sie kollidierende Wetterfronten. Die meisten Führungskräfte sind völlig überraschend von den Gewitterböen erfasst worden, wie Piloten, die veraltete Technologie benutzen. Weder unsere Wirtschaftsgurus noch unsere sozialen Auguren hatten uns auf diese Turbulenzen vorbereitet. Nichts ist aufgetaucht, was unsere Höhenmesser neu eingestellt oder unsere Kompasse neu ausgerichtet hätte, ganz zu schweigen davon, dass uns etwas mit den Mitteln ausgestattet hätte, mit denen wir die Kontrolle hätten zurückgewinnen können.

Wirtschaftskapitäne des privaten wie des öffentlichen Sektors restrukturieren, verschlanken, überarbeiten und hinken der Veränderungskurve hinterher, was sie nur immer mehr in Schieflage bringt. Überall Zusammenbrüche. Auf vielen Ebenen fliegen wir durch heftige Stürme voller Härten und Komplexität, die in unseren Simulationen nirgends aufgetaucht sind. Warum?

Dies begann mit der Millenniumshysterie. Im 10. Jahrhundert – nach dem gregorianischen Kalender am Ende der letzten tausendjährigen Periode – war Westeuropa schon einmal in Aufruhr geraten. Die Christenheit befiel fast eine Panik, da viele glaubten, das Jahr 1000 n. Chr. würde das Ende der Welt durch eine zornige, dezimale Gottheit bringen.

Selbst Jahrhundertwenden erschüttern Gesellschaften. Die Franzosen gebrauchen den Begriff Fin de Siècle für derartig verrückte Zeiten, wenn Mystiker, Wahrsager und Propheten eine Endzeit ankündigen. Kein Wunder also, dass David Koresh und die „Branch Davidians" 1993 in der Nähe von Waco in Texas mit ihrem apokalyptischen Glauben so viel Aufsehen erregten. Ebenso sollte es uns nicht überraschen, wenn Führungskräfte auf der Suche nach einem Guru so verzweifelt nach jeder Art von Umstrukturierung greifen, die gerade Mode ist.

Diese Zykluskrankheit befällt allerdings nicht nur Eurozentristen oder die Geschäftswelt. Sie breitet sich über den gesamten Planeten aus. Egal welchen Kalender Sie verwenden, die heutige Welt ist chaotisch, voller Krisen und so komplex, dass wir es kaum glauben können. Ob Sie einen Anzug tragen, eine Sutane, eine Militäruniform oder ob Sie in Jeans tun, wozu Sie Lust haben, Sie erleben den chinesischen „Fluch" sehr interessanter Zeiten.

Zweitens sind tief sitzende, fundamentale Glaubensstrukturen umgestürzt worden, was uns veranlasst, alles in Frage zu stellen. In der Vergangenheit waren wir eingeschränkt aufgrund geografischer Entfernungen und einer Kommunikation mittels Rauchzeichen. Jetzt aber wissen wir zu viel zu früh. Wenn uns hier etwas umwirft, verbreiten sich die Stoßwellen binnen einer Stunde auf der ganzen Welt. Wie wandernde tektonische Platten reiben sich verschiedene grundlegende Denkweisen – Paradigmen, wenn Sie so wollen – aneinander. Diese tiefen Reibungen resultieren in Eruptionen an der Oberfläche. Die Schockwellen erschüttern kulturelle Gruppen, ziehen nationale Grenzen neu, redefinieren Märkte und schreiben die Szenarien der Futuristen um. Die Beben hallen wider in der Geopolitik, in Rassenbeziehungen, ethnischen Konflikten, religiösen Schismen, Geschlechterbeziehungen, in der Bildung, der Wirtschaft, der Umwelt, der Strafjustiz und in unseren unbeantworteten Fragen nach Moral und dem, was richtig ist.

Drittens bewohnen wir eine polyglotte, von Verschiedenheit geprägte Welt, die allerdings zurzeit noch nicht interdependent verbunden ist. Alle Schichten menschlicher Lebensformen, von Stammes- bis zu Informationsgesellschaften, befinden sich in einem täglichen Konkurrenzkampf um Nischen und Ressourcen. Das Ende der von Supermächten beherrschten bipolaren Welt ließ alte Denkweisen, überraschende Eindringlinge aus unserer dunklen, gewalttätigen Geschichte, wieder auftauchen. Gleichzeitig werden neue Ansätze für ein Leben auf unserer Erde sichtbar. Wir gehen zurück in die Zukunft und vorwärts in die Vergangenheit und nehmen dabei alle Schurken und Heiligen der Geschichte in kürzester Zeit in Anspruch.

Die Komplikationen in dieser Vielfalt können überwältigend sein. Alte ethnische Wunden speien Feuer, während transnationale, durch Satelliten miteinander verbundene Konzerne ihre Geschäfte machen, ohne sich der feudalen Vergangenheit dort unten bewusst zu sein. Mit entsprechendem PR-Verstand kann so gut wie jedes soziale, ökologische oder spirituelle Anliegen geradewegs ins Zentrum der globalen Fernsehbühne gelangen. Im Scheinwerferlicht zeigen sich Menschen aller Entwicklungsebenen als im Grunde gleich – von einem schriftlosen indigenen Volk auf einer einst fernen Insel über Terroristen, die irgendeinen Fundamentalismus unterstützen, bis zu Cyberfreaks, die sich auf den Datenautobahnen entlanghacken. Es ist, als kehrten alle menschlichen Denkweisen, die je existiert haben, zurück, um ihren Platz an der Sonne und ihr Stück vom Kuchen zu verlangen.

Und schließlich haben unsere expandierenden Wissenschaften und Technologien all diese guten Leute zu Bewohnern des globalen Dorfs verkleinert. Niemand kann sich verstecken. Ted Turners CNN und Boeings 747 schieben sowohl die Zeit als auch die Entfernungen wie ein Fernrohr zusammen. Das World Wide Web versammelt das Wissen. Was irgendwo geschieht, ist augenblicklich überall bekannt, die guten Nachrichten ebenso wie die Verrisse der Medienhaie. Flüchtige Ideen verbreiten sich wie Buschfeuer, die über stabile Institutionen hinwegziehen und sie in ihre Einzelteile zerlegen.

Könnte ein „Psychograf" wie auf einer Richterskala soziale Unruhen registrieren, welche Magnitude unserer gegenwärtigen menschlichen Erdbeben würde sich dann auf ihm zeigen? 4,5? 5,7? 7,2? Noch höher? Stellen Sie sich einige Konsequenzen vor:

• Was, wenn es keine Arbeit für die Tausenden von Berufstätigen gibt, deren Positionen im mittleren Management aufgrund von „right-sizing" verschwinden, der Verschlankung und Entlassung in anachronistischen, aus der Zeit des Kalten Kriegs stammenden Industrien, und der in den Silicon Valleys neu Angeheuerten, die keine zusätzlichen Leistungen verlangen?

• Was, wenn es nicht genug Nischen für die Millionen intellektueller Habenichtse der Dritten Welt gibt, die wie Motten von den hellen Lichtern eines „besseren Lebens" in den Städten der entwickelten Staaten angezogen werden?

• Was, wenn der nächste Attila im globalen Fernsehen auftaucht und damit droht, westentaschengroße Atomwaffen auf die Welt loszulassen, die arbeitslose Physiker aus Uranüberschüssen hergestellt haben und die man dann auf dem Schwarzmarkt für ein Stück Brot erworben hat?

• Was, wenn eine Angst einflößende, bösartige Version irgendeines Ismus – „dies ist die einzige Wahrheit und wird um jeden Preis die Oberhand gewinnen" – plötzlich das Haupt erhebt und nach Eroberung und Herrschaft Ausschau hält? Hält die Glasfaserstruktur des globalen Dorfs Terroristen stand, die Heilige Kriege oder selbstgerechte Kreuzzüge führen?

• Was, wenn ein von der Biotechnologie erzeugtes kleines Biest in die Ozeane entweicht und alles Leben, das auf Kohlenstoffverbindungen basiert, wie ein selbst gezogener Andromeda-Bakterienstamm¹ bedroht? Oder ein Supererreger wie der Ebolavirus oder gar ein Abkömmling einer weiter verbreiteten Krankheit wie Tuberkulose entscheidet sich, unseren Antibiotika eine lange Nase zu machen, und entwickelt sich zu einer Seuche, während das Heilmittel auf einem Scheiterhaufen in irgendeinem Regenwald verbrennt?

• Was, wenn eine der Haupttodesursachen unter Menschen die Mitmenschen bleiben? Wird die räuberische Gewalt der Verzweiflung, die nichts zu verlieren hat und für die das Leben keinen Wert besitzt, das bisschen Zivilisation, auf das wir uns geeinigt haben, weiterhin gefährden?

• Was, wenn ein Radioteleskop, das nach außerirdischer Intelligenz sucht, plötzlich deutliche Signale einer fernen Galaxie empfängt, die beweisen, dass wir als Herren des Universums nicht allein sind? Die Visitenkarte von jemandem, dessen Budget für „reine Forschung" nicht von Politikern beschnitten wurde?

Große Ideen werden in

chaotischen Zeiten geschmiedet

Anscheinend haben wir eine Bruchstelle, eine Verlagerung in der Psycho-Tektonik von tief greifender Bedeutung erreicht. Clare W. Graves warnte 1974 in der Aprilausgabe von The Futurist, wir müssten uns auf einen bedeutenden Sprung vorbereiten und sollten aufpassen. Seine Forschungsarbeit von über einem Vierteljahrhundert offenbarte bevorstehende Veränderungen in der menschlichen Natur, die sich auf den Kern der amerikanischen Kultur und der Welt als Ganzes auswirken würden.

Dieses Phänomen tief greifender Veränderungen ist nicht einzigartig. Die Menschheitsgeschichte ist voll von Perioden der Turbulenz und Diaspora. Zuweilen lässt sich mit einer Neujustierung und sanften Anpassungen das Gleichgewicht des Status quo wiederherstellen. Doch gelegentlich bricht ein großes Chaos aus und löst epochale Veränderungen aus. In einer solchen Zeit scheinen wir zu leben.

Die Gesellschaftsanalytiker Heidi und Alvin Toffler warnen: „Die alte Weltkarte ist überholt – wir erleben die tiefstgreifende Umstrukturierung weltweiter Macht seit der Geburt der industriellen Zivilisation" (New York Times, 31. Oktober 1993, S. E-17).

Was gehört zu den Folgen? Zum einen müssen wir flexibel sein, um mit den Clans, Stämmen, großen Imperien, Ideologien, Unternehmensbereichen, menschlichen Gemeinschaften und abseits gelegenen Dörfern umzugehen, die unseren Planeten bedecken. Es ist zwingend notwendig, dass wir konstruktiv mit Gruppierungen aus der Ersten bis Vierten Welt und deren ganzer Bandbreite von den Wohlhabenden bis zu den Habenichtsen, von den Könnern bis zu den Nichtskönnern zusammenarbeiten. Es ist nicht länger möglich, die langfristigen Auswirkungen unserer Technologien und die Kosten unseres „Erfolgs" zu leugnen und uns vor der Verantwortung für unser Potenzial zu drücken.

Zum anderen müssen wir den Ursachen für das große Chaos, das unsere menschliche Natur bewirkt, auf den Grund gehen. In früheren Zeiten war Übereinstimmung für unser Überleben entscheidend, größere Konflikte wurden durch Kompromisse oder Erlasse der Anführer gelöst. Als wir lediglich auf Pfeil und Bogen zurückgreifen konnten, hatten selbst die schlimmsten Entscheidungen nur eine begrenzte, lokale Bedeutung. Heutige Plänkeleien haben interkontinentale Folgen. Jeder ist von ihnen betroffen, ob er will oder nicht. Wir selbst sind es – nicht nur unsere Werkzeuge –, die weniger geordnet, aber viel mächtiger geworden sind.

Der Humpty-Dumpty-Effekt

Die komplexen Zeiten, in denen wir uns befinden, strapazieren unsere Fähigkeit, uns selbst und unsere Angelegenheiten zu regeln; mitunter scheint unser Planet Erde außer Kontrolle zu geraten. Wir stoßen auf den „Humpty-Dumpty-Effekt". Wie in dem amerikanischen Kinderreim fällt der fette, frohe Humpty Dumpty von seinem Thron auf der Mauer. Wahrlich ein tiefer Fall. In Lewis Carrolls Fassung zerspringt er sogar in viele Teile. Das ist schlimm genug, doch es kommt noch schlimmer. Alle Pferde und Männer des Königs – das Maximum an Hilfsmitteln! – können Humpty Dumpty nicht wieder auf seinen viel gerühmten Thron zurückbringen. Es genügt nicht, dass sie ihr Bestes geben. Kein Kleber der Welt kann ihn wieder zusammenleimen. Die hingebungsvollen Anstrengungen der angesehensten Berater und geachtetsten Fachleute greifen zu kurz. Die Entropie siegt.

Das sind klare Zeichen einer drohenden Humpty-Dumpty-Lage. Ein Katalog mit schnellen Lösungen, Schulungskonzepte je nach Trend und „fliegende Händler machen die Runde. In großem Ausmaß kommt es zur Regression in die Vergangenheit – nostalgische Reisen in die Firmengeschichte und Führungsansätze nach dem Motto „Früher war alles besser werden populär. Auseinandersetzungen über widerstreitende „Wahrheiten zwingen jeden, Grenzlinien im Sand der Moral zu ziehen und das eigene Territorium zu verteidigen. Schrille Töne ersetzen ruhige. Zeloten machen großartige Angebote für einfache, schmale Lösungswege. Modebewusstsein entwickelt sich und bringt alle dazu, hastig zu kopieren, was alle anderen tun, ohne dabei an den Preis oder spürbare Effektivität zu denken. Als Nächstes kommt es zu Totalblockaden und Pattsituationen. Wer eine Unternehmensleiter hinaufsteigt, gerät in eine Sackgasse. Der Stress steigt, während das Vertrauen sinkt. Egal ob unter den einzelnen Personen, in den Abteilungen oder im gesamten Unternehmen: Eine Mentalität des „Jeder ist sich selbst am nächsten macht sich breit. Die gereizte Hoffnungslosigkeit des Humpty-Dumpty-Effekts stößt auf Hindernisse und stellt die Welt auf den Kopf, die Titanic kollidiert mit dem Eisberg.

Warum konnte Humpty Dumpty seine Notlage nicht voraussehen? Warum ließen ihn seine eigenen Erfahrungen, akademischen Theorien und seine Ausbildung so sehr im Stich? War er so arrogant, dass er sich für unfehlbar hielt? Warum warnten ihn die Späher nicht vor den drohenden Gefahren, obwohl Kollegen ihnen bereits knapp entkommen waren? Fürchteten seine Boten, schlechte Nachrichten zu überbringen? Verhinderten die Wächter des Status quo, dass die Nachricht ihn auf der Mauer erreichte? Haben sie seinen Sturz vielleicht in Wirklichkeit sogar begrüßt?

Kein Zweifel, der arme Mister Dumpty hätte das gerne gewusst. Auf der ganzen Welt haben Vorstände in der Wirtschaft und andere führende Personen das Gefühl, das Gleichgewicht zu verlieren, ohne dass sie eine Erklärung dafür hätten. Schauen sie von ihrer eigenen Mauer hinab, so scheint Humpty Dumpty überall auseinandergebrochen zu sein – in Geschäftsetagen und Finanzzentren, in akademischen Elfenbeintürmen und Ideenschmieden, in Bundesstaatsparlamenten und Rathäusern, in Kirchen, Kathedralen, Moscheen und Synagogen, bei der UNO und im kanadischen Parlament, bei „demokratischen" Nationen und offensichtlichen Diktaturen. Dennoch werden die Warnungen vor dem Eisberg weitgehend ignoriert.

Wie die unsinkbare Titanic sind wir in Gefahr, weil wir Gefangene unserer eigenen Paradigmen sind. Unser Erfolg hat uns ebenso überwältigt wie Humpty Dumpty sein Leibesumfang. Wir glaubten, dass unsere Welt sich ewig auf derselben Bahn fortbewegen würde. Wir glaubten, es wäre sicher, Veränderungen von unserem Thron in luftiger Höhe aus zu steuern. Wir wussten nur wenig darüber, wie beschränkt und verzerrt unsere Sichtweisen geworden waren und wie sehr unsere Mauern uns am Sehen hinderten.

Verzerrungen im Zyklusland

Samuel A. Schreiner jr. lädt den Leser in seinem Buch Cycles dazu ein, „Zyklusland zu entdecken, wobei er die Behauptung aufstellt, dass „Zyklen überall und in allem am Werk sind. Es ist recht wahrscheinlich, dass die Erforschung von Zyklen eines Tages das lang gesuchte, vereinigende Prinzip aufdecken wird, das uns ein Verständnis der tatsächlichen Funktionsweise des Universums ermöglicht (S. 2).

Pendelschwingungen und S-Kurven erklären viel, von Lebenszyklen (Geburt, Wachstum, Reife, Niedergang und Tod) bis zu jahreszeitlichen, kosmischen, ökonomischen, Bevölkerungs-, Langwellen- oder Generationsverschiebungen. Die Ölindustrie benutzt sie ständig, um die Entwicklung ihrer Märkte zu verfolgen. Aber selbst diese Muster könnten illusorisch und irreführend sein, besonders wenn man davon ausgeht, dass das Pendel immer an denselben Platz zurückkehrt, nachdem ausreichend Zeit verstreicht. Wenn wir uns von den Vor-und-zurück- und Auf-und-nieder-Rhythmen und -Mustern in Zyklusland gefangen nehmen lassen, verpassen wir das Einzigartige, Quantensprünge und evolutionäre Strömungen.

Arthur Schlesinger jr., der bekannte nordamerikanische Historiker, behauptete jahrelang, dass der durchschnittliche Pendelschlag von liberal zu konservativ und umgekehrt alle dreißig Jahre stattfände. Angesichts des überwältigenden Wahlsiegs der Republikanischen Partei im November 1994 war er gezwungen, dies zu widerrufen. Nur zwei Jahre lagen zwischen diesem Erdrutsch und dem Sieg des liberaleren Bill Clinton 1992. Verlässliche 30-Jahres-Zyklen können Sie vergessen; und Sie werden sie vergessen, sobald Sie unsere Spiralen verstehen.

Manch großes Erwachen bricht aus der Vergangenheit hervor und stört so den vorhersagbaren Schwingungsbogen des Pendels. Ray Grenier und George Metes bemerken in Enterprise Networking: Working Together Apart, dass „wir in der Vergangenheit in der Lage waren, in Veränderungsprozessen zu arbeiten und diese zu steuern, weil wir Zyklen voraussagen konnten. Zyklen sind undurchsichtig, unstetig oder ‚mutieren‘. Evolutionäre Veränderungen verhindern eine Planung anhand von Trends" (S. 34). Sie unterbrechen Zyklen und führen neue Dimensionen ein.

Das ist eine beunruhigende Nachricht für Leute, die darauf angewiesen sind, Probleme so zu formulieren, dass sie zu den Lösungen passen, die sie umzusetzen wissen. Das schließt all jene ein, die sich auf ein zuverlässiges Hin-und-her-Schwingen des Pendels verlassen. Der Humpty-Dumpty-Effekt wirkt sich auf etablierte Ordnungen verheerend aus, ist jedoch wesentlich für das mit Notwendigkeit kommende Neue.

Mit den Zeiten ändert sich das Denken

Unterschiedliche Zeiten zwingen uns zu unterschiedlichem Denken. Die ersten Vorboten einer Veränderung sind häufig wie im Alten Testament Propheten, die ihre Warnungen, ihre Vorhersagen von Verhängnis und Verzweiflung, ihre Bußforderungen und ihre Drohungen – es werde Feuer und Schwefel regnen – in die Welt schreien. Als Nächstes treten Visionäre mit messianischen Hoffnungen und Träumen auf, die auf das direkt vor uns liegende Nirwana verweisen. Sie bieten an, uns in Süße, Erlösung und Glückseligkeit zu führen – allerdings gewöhnlich um einen Preis. Anschließend erscheinen die pragmatischeren Pfadfinder, ohne Fanfaren und Hybris, um durch Chaos und Verwirrung zu führen und die Aufgabe in Angriff zu nehmen, den Samen eines neuen Wegs auszusäen.

Probleme zu lösen, liegt in unserer Natur, aber auch, neue zu schaffen. Menschen lieben es, sich auf diese oder jene Art der Suche zu machen. Darunter befinden sich der Heilige Gral, das verlorene Atlantis, der Messias, der Frieden, Shangri-La, das einheitliche physikalische Feld, Selbstverwirklichung, das Nirvana, ewiges Leben, der Goldene Zweig und der erwählte König, der das Schwert Excalibur aus dem Stein zieht.

Heute beginnt ein neues Kapitel in der endlosen Geschichte, da wir versuchen, einen anderen Felsen aufzusprengen und die Natur des menschlichen Denkens zu entschlüsseln. Mit dieser Übersetzung, die dem Rosettastein² ähnelt, können gescheite Leute – ganz gewöhnliche Leute – Antworten auf die Paradoxien und Probleme hervorholen, die unseren Weg in den kommenden Jahren bestimmen werden. Heilsbringer aller Art werden auftauchen. Doch welche Botschaft werden sie auf der Tafel eingeätzt finden? Welche psychologischen Sprachen sprechen wir Menschen? Warum hat es so viele verschiedene Welten auf der Erde gegeben?

Die historische Tatsache ist klar: Neue Zeiten bringen neues Denken hervor.

• In frühen Zeiten fanden wir Schutz in Clans. Sicherheit in einer beängstigenden Welt brachte uns die Fähigkeit, die Geister zu spüren und sie durch magische Rituale versöhnlich zu stimmen. Neue Zeiten, neues Denken.

• Als Magie und Ritual begannen, uns die Luft zu nehmen, entkamen wir, indem wir den rohen Sinn unseres Selbst durchsetzten und Drachen erschlugen, die im Dunkeln lauerten. Das mächtige Individuum trachtete danach, Freunde, Verwandte und die Natur zu beherrschen. Neue Zeiten, neues Denken.

• Als daraufhin Chaos und Anarchie unangefochten an erster Stelle standen, suchten wir nach Sinn und fanden Seelenfrieden in der absoluten und nicht hinterfragbaren Ordnung einer größeren Macht oder rechtmäßigen Autorität, dem Organisationsprinzip, das jedes Individuum und jede Gruppe überstieg. Neue Zeiten, neues Denken.

• Als diese absolute Ordnung gewalttätig und unterdrückend wurde und wir es leid waren, auf zukünftigen Lohn zu warten, forderten Einzelne die Autoritäten heraus und versuchten, „das gute Leben" im Überfluss bereits hier und jetzt zu realisieren. Neue Zeiten, neues Denken.

• Als es diesem fortschrittsorientierten Materialismus misslang, das Glück zu bringen, wurden wir einsam. Daraufhin wollten wir menschliche Gefühle wiederentdecken, Spiritualität zurückgewinnen und „uns selbst" finden. Neue Zeiten, neues Denken.

Seit unseren ersten aufrechten Schritten als Homo sapiens sind wir von einem Erwachen zum anderen gezogen und wurden bei jedem Schritt ein etwas anderes Wesen. Neue Zeiten bringen neues Wissen hervor, indem von allem neue Theorien aufgestellt werden, die Geschichte einer Revision unterzogen wird, Prioritäten und Werte neu angeordnet werden, während die Menschen darüber staunen, dass ihnen das alles nicht vorher schon klar war.

Die geläuterten Ansichten von

Tom Peters und den Tofflers

Nur wenige Managementgurus sind in den vergangenen zwanzig Jahren so gefeiert worden wie der ehemalige McKinsey-Berater Tom Peters, der zugleich als Autor und Kolumnist auch im Fernsehen bekannt wurde. 1982 begründete er seinen Ruf, indem er den Vorzug des „Strebens nach Spitzenleistungen und des MBWA – „management by walking around – predigte. Zehn Jahre später scheint er ein wenig widerrufen zu haben, denn er entschied, dass es sich bei den Spitzenleistungen um „verrückte Ideen und bei den als „exzellent eingestuften Unternehmen letztlich doch nicht um solche gehandelt habe. Sie hatten bloß ein paar „exzellente (heißt das auch „verrückte?) Sachen gemacht.

Sein 1992 erschienenes Liberation Management (auf Deutsch Jenseits der Hierarchien) wurde im Wall Street Journal von Jack Falvey (31. Dezember 1992, S. A5) weniger begeistert besprochen. Falvey zitiert Peters mit den Worten:

„In diesem abschließenden Kapitel über Märkte und Innovationen ist mein Ziel, Sie zu verwirren, und nicht, die Dinge ins Reine zu bringen. In diesen stürmischen Zeiten, so meine Überzeugung, hat niemand eine Erfolgschance, der nicht gründlich verwirrt ist."

Man muss Peters zugutehalten, dass er unverblümt eingestand, selbst nicht zu wissen, was tatsächlich gerade vor sich ging. Nach seinem eigenen Eingeständnis wusste er es offenbar 1982 ebenso wenig. Aber wie so viele von uns, die in der Vergangenheit „verrückte" Sachen gemacht hatten, war er nicht unaufrichtig. Er konnte nicht wissen, was er nicht wusste, und das wusste er.

Wenn Sie Tom Peters’ sechs Bücher sorgfältig als Fallbeispiele für Spiral Dynamics durchlesen (was wir Ihnen empfehlen würden), werden Sie eine Ahnung davon bekommen, was wir meinen. Beachten Sie, wie sich seine Betrachtungsweise von Auf der Suche nach Spitzenleistungen (zusammen mit Robert H. Waterman jr.) und Leistung aus Leidenschaft (zusammen mit Nancy Austin) zu Kreatives Chaos und dann zu Jenseits der Hierarchien verändert hat. Er hätte diese Bücher nicht in einer anderen Reihenfolge schreiben können. Tatsächlich werden Sie deutlich spüren, dass sich eine Art Muster entwickelt. Es scheint, als beginne Peters das in seinem Kompendium interessanter Gedanken, Das Tom Peters Seminar von 1994, selbst zu erkennen. Da „verrückte Zeiten verrückte Unternehmen erfordern", folgert er, dass ein neuer Denkansatz in Bezug auf die Menschen in Unternehmen vonnöten sei.

Was Peters jetzt – ironisch – „ausreichend absonderlich" nennt, ist lediglich ein neuer Schritt auf der Spirale der Denksysteme, wie Sie in Kürze entdecken werden. Ebenso werden Sie erkennen, dass die Organisationsprinzipien, die Peters – ebenso wie Peter Senge, Edwards Deming, Stephen Covey und viele andere – befürwortet, nie die Lösung sind, sondern immer nur eine Lösung, die sich in einem bestimmten Bereich innerhalb eines Spektrums von Organisationsformen befindet.

Alvin und Heidi Tofflers populäre Trilogie – Der Zukunftsschock, Die dritte Welle und Zukunftschance und Machtbeben – stellt ebenfalls Veränderungsmuster dar. Doch selbst ihr 1993 veröffentlichtes Überleben im 21. Jahrhundert enthüllt nicht die Tiefenkräfte, die bedeutende Veränderungen bewirken. Auch wenn es interessant und unterhaltsam ist, etwas über die Symptome zu lesen, bleiben wir mit der unbeantworteten Frage zurück: Warum treten diese Veränderungen auf, was ruft neue soziale Wellen hervor?

Nicht nur Tom Peters und die Tofflers vermeiden diese schwierige Frage. In den neusten „Trendzeitschriften der Wirtschaft" im Zeitschriftenregal eines Flughafens oder im Wartezimmer einer Unternehmensdirektion können Sie sehen, wie die Beantwortung vermieden wird, während ihre viel versprechenden Titelseiten jeden anlocken, der nach dem Neusten sucht, was es gerade in Bezug auf Wettbewerbsvorteile, die trendigsten Ideen oder die Profile von erfolgreichen Aufsteigern gibt. Die inspirierenderen Magazine bieten Wege zu mehr Wachstum, persönlicher Entfaltung, Seelenfrieden, glücklichen Familien und einem erfüllten Leben inmitten der Belastungen einer unsicheren Welt an.

Alle verlangen nach einer Antwort auf die Frage: Warum? Es ist, als wären wir mit schönen Mosaiksteinen gesegnet, aber hätten keine Idee, zu welchem Bild wir sie auslegen könnten. Große Ideen, Bruchstücke von Einsichten und raffinierte Teile gibt es zur Genüge, aber keinen Künstler, der eine Idee hätte, um diese Auswahl zu einem schönen Gesamtbild zusammenzufügen, und keinen Mörtel, um sie zusammenzuhalten.

Wie lassen sich die Teile zusammenfügen? Was in unserer DNA veranlasst unser Gehirn dazu, einen Verstand auszubilden, der neue Perspektiven und neue Gedanken hervorbringt? Diese Veränderungen und Transformationsvorgänge werden von etwas Unsichtbarem, Ungreifbarem und doch Mächtigem bewirkt. Was ist es? Eine mächtige Kraft? Ein wissenschaftliches Muster? Ein mystischer Geist? Ein Naturgesetz? Reiner Zufall? Oder doch Gottes Würfeln?

Die wunderbare Welt der Spiralen

„Es gibt eine Theorie, nach der sich die Geschichte in Kreisen bewegt. Aber es ist wie in einem Treppenhaus: Schließt sich der Kreislauf der menschlichen Ereignisse, ist er auf einem höheren Niveau angelangt. Das Pendel der kulturellen Veränderungen wiederholt nicht einfach nur die gleichen Ereignisse. Ob die Theorie nun stimmt oder nicht, sie dient als Metapher, um unsere Aufmerksamkeit auf das Thema dieses Buches zu lenken [und ebenso auf das von Spiral Dynamics!], denn unser Thema stellt einen solchen Kreislauf dar: Aus dem Chaos entsteht Ordnung, die wiederum Anlass zu neuen Formen des Chaos liefert."

IAN STEWART: SPIELT GOTT ROULETTE?, S. 7

Betrachten Sie die Eloquenz der Spirale. Ziehen Sie ihre innere Integrität und elegante Architektur in Betracht. Alles ist mit allem verbunden. Lassen Sie vor Ihrem geistigen Auge das schöne Bild einer Meeresmuschel erscheinen; lauschen Sie mit Ihrem geistigen Ohr diesem Rauschen. Nun stellen Sie sich eine weihnachtliche Festtagstafel vor. Aus dem spiralförmigen mythischen Füllhorn quillt der Überfluss der Ernte. Als Nächstes stellen Sie sich den Nachthimmel vor. Schauen Sie ins All und stellen Sie sich den Platz vor, den die Erde darin einnimmt, ein kleines Anhängsel, das einem der Millionen wirbelnder Punkte in der Milchstraße folgt, selbst eines von Milliarden auseinander driftenden Klümpchen.

Von den subatomaren bis zu den interstellaren Bereichen existieren Spiralen als ein dominantes Fraktal. Tief im Zellkern liegen die langen, spiralförmig gewundenen DNA-Bänder, auf denen der genetische Code des Lebens beruht. Im anderen Extrem schicken uns entfernte spiralförmige Galaxien Grüße aus der Vergangenheit. Spiralen sind lebendig, magisch, mächtig und multidimensional. Sie können so beängstigend und zerstörerisch wie ein Wirbelsturm oder so verführerisch wie ein Whirlpool sein. Ignorieren Sie sie, so tun Sie es zu Ihrem eigenen Schaden.

Ralph Waldo Emerson hat das Leben als eine Wendeltreppe beschrieben: „Wir erwachen und finden uns auf einer Stufe; unter uns gibt es Stufen, die wir heraufgekommen zu sein scheinen, und über uns gibt es Stufen, die unserem Blick entschwinden." Die Spirale des Lebens reicht weit, ihr Ende ist offen, sie ist kontinuierlich und dynamisch. Alle Wirbel sind zugleich in ihr lebendig. Dennoch gibt es auch eine innere Intelligenz, die sie zu einer hierarchischen Struktur zusammenzieht, den Windungen des Lebens.

Jetzt kommt das neue Denken: Spiral Dynamics

Das vorliegende Buch handelt von den Kräften einer „Menschheitsspirale, die sich durch den Geist von Individuen winden, Unternehmen zu neuen Höhen führen und Gesellschaften durch Schichten der Komplexität treiben. Zudem handelt es von unserem kollektiven Wissen, das so gut wie alle bisherigen Ideen in Bezug auf Führungsaufgaben, Management und Organisationsdesign in sich vereinigt. Und schließlich handelt es von des „Königs Pferden, Männern und Frauen der kommenden Epoche. Da sie wie die Kavallerie in einem alten Western gerade im letzten Augenblick auftauchen werden, nennen wir sie die Spiralberater. Seien Sie bereit: Diese könnten entscheiden, dass der eiförmige Humpty Dumpty nichts mehr taugt, und nach einer Superhenne Ausschau halten, die ihnen ein neues Ei legt.

In jedem Fall stehen sie vor einer großen Aufgabe. In Enterprise Networking kommen Grenier und Metes zu dem Schluss:

„Um in einer neuen Umgebung zu bestehen – diesem Mahlstrom der Komplexität – müssen wir über die Zielscheibe hinaus zielen. Es genügt nicht, den Trend aufzuzeigen, das Problem auf gewohnte Weise zu formulieren und dann die Lösung zu entwerfen und umzusetzen. So werden wir nie in der Lage sein, auf den nächsten Komplexitätsgrad, der uns herausfordert, zu antworten."

Die Probleme, die im 21. Jahrhundert auftauchen, können nur durch Lösungen angegangen werden, die sie aus sich selbst heraus entwickeln. Das Muster wiederholt sich: Neue Zeiten erfordern neues Denken. Nur dass diesmal „neues Denken mehr sein muss als der nächste planmäßige Schritt auf Emersons Wendeltreppe. Es muss deutlich „über die Zielscheibe hinaus gehen. Als Václav Havel, der Präsident der Tschechischen Republik, am 4. Juli 1994 den Freiheitsorden von Philadelphia im Unabhängigkeitssaal entgegennahm, sagte er:

„Gute Gründe sprechen dafür, dass die Moderne zu Ende gegangen ist. Viel weist darauf hin, dass wir durch eine Übergangszeit gehen, in der anscheinend etwas verschwindet und etwas anderes unter Schmerzen geboren wird. Es ist, als würde etwas zerbröckeln, vergehen und sich erschöpfen, während etwas anderes, noch Unbestimmtes, aus dem Schutt hervorginge."

Das Konzept von Spiral Dynamics

Jedes Mal, wenn wir eine Folge von „Neue Zeiten, neues Denken" erleben, entwickelt sich eine kontroverse, wenn nicht gar völlig revolutionäre Sicht der menschlichen Natur. Die daraus resultierende Synthese von Ideen, Perspektiven und Theorien zwingt uns zu einer Neuformulierung dessen, was es bedeutet, Mensch zu sein.

Zurzeit vollzieht sich die Abfolge „Neue Zeiten, neues Denken" – soweit wir es heute wissen – zum siebten Mal. Wieder sind wir auf der Suche nach den wesentlichen Mechanismen, die der menschlichen Natur ihre Gestalt geben – doch diesmal werden sie revolutionär sein. Wir behaupten, dass das Wissen und die Einsichten, die hierfür notwendig sind, in zwei miteinander in Verbindung stehenden Nebenflüssen des Denkens zu finden sind. Den ersten bilden die weit reichenden Ebenen der menschlichen Existenz, wie sie der Entwicklungsforscher Clare W. Graves, der bis Ende der 1970er Jahre Psychologieprofessor am New Yorker Union College war, dargelegt hat. Der zweite ist das Konzept der „Meme", das der britische Biologe Richard Dawkins eingeführt und der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi später erweitert hat. Zusammengenommen kombinieren sie Lektionen der Molekularbiologie und der Neurowissenschaften mit traditionellerer psychologischer Forschung.

Der Pfadfinder am Mohawk

Unser Freund und Mentor, Clare W. Graves, lebte und arbeitete im oberen Hudson-Tal, nur wenige Meilen vom historischen Fluss Mohawk und dem Erie-Kanal entfernt. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war Graves ein verhältnismäßig unbedeutender Psychologieprofessor. Die Energie der Kriegszeit und die Euphorie der Nachkriegszeit stimulierten, wie es anscheinend oft geschieht, visionäres Denken und kühne Durchbrüche im Wissen der Menschheit. So auch bei Graves. Statt ältere psychologische Theorien wieder aufzuwärmen oder an den Debatten zwischen den damals aktuellen Schulen teilzunehmen, entschied er sich für einen neuen Anlauf, indem er nach den Gründen forschte, die hinter den sich verändernden Ansichten über die menschliche Natur stehen.

Graves wollte der Sache auf den Grund gehen und untersuchte, warum Menschen unterschiedlich sind, warum sich manche verändern und andere nicht und wie man seinen Weg besser durch die neu entstehenden und häufig chaotischen Fassungen der menschlichen Existenz finden könnte. Er beschreibt es folgendermaßen:

„Kurz gesagt, ich schlage vor, dass die Psychologie der menschlichen Natur ein sich entfaltender, nach und nach herausbildender, schillernder spiralförmiger Prozess ist, in dem mit dem Wandel der existenziellen Probleme des Menschen schrittweise ältere Verhaltenssysteme niederer Ordnung neueren Systemen höherer Ordnung untergeordnet werden."

Ein Mensch hat das Recht, der zu sein, der er ist.

CLARE GRAVES

Mit anderen Worten entwickelt sich menschliches Denken in dem Maß in erkennbaren Proportionen, wie die Welt um uns komplizierter wird und uns dazu herausfordert, mit ihr Schritt zu halten. Zur gleichen Zeit ändern wir unsere Welt ständig, weil wir intelligent sind. Graves hat als einer der ersten Psychologen verstanden, dass wir mittels komplexer Systeme leben, handeln, Entscheidungen fällen und uns verändern. Seine zwanglosen Zeichnungen und Illustrationen würden jedem ernsthaften Studenten der Quantenphysik, der allgemeinen Systemtheorie oder der Chaostheorie bekannt vorkommen.

Graves’ Ziel war es, „Bio-, „Psycho- und „Sozio-" miteinander zu verbinden und auf diese Weise das menschliche Wissen zu einem Geflecht zu verknüpfen und die akademischen Mauern, welche die einzelnen Disziplinen voneinander trennten, einzureißen. Bereits 1973 strich er die besondere Bedeutung der Hirnforschung heraus und legte dabei besonderes Augenmerk darauf, wie das Denken durch neuronale Strukturen und Netzwerke ausgestaltet wird und wie es von chemischen Botenstoffen und äußeren Lebensbedingungen aktiviert wird. In jener goldenen Zeit humanistischer Ansichten, die zur heutigen politischen Korrektheit und egalitären Orthodoxie geführt haben, kamen solche Spekulationen einer Häresie gleich, doch Graves hielt an ihnen fest. Oft fasste er seinen Standpunkt mit den folgenden Thesen zusammen:

1. Die menschliche Natur ist weder statisch noch endlich. Die menschliche Natur verändert sich, wenn sich die Lebensbedingungen verändern und so neue Systeme hervorbringen. Dennoch bleiben die älteren Systeme in uns.

2. Wenn ein neues System oder eine neue Ebene aktiviert wird, verändern wir unsere Psychologie und unsere Lebensregeln, um uns diesen neuen Bedingungen anzupassen.

3. Wir leben in einem potenziell offenen Wertesystem mit einer unendlichen Zahl von Lebensweisen. Es gibt kein Endstadium, das wir alle anstreben müssten.

4. Ein Individuum, ein Unternehmen oder eine gesamte Gesellschaft kann nur auf jene Steuerungsprinzipien, Motivationsanreize, Ausbildungsschemata, Gesetze und ethischen Richtlinien positiv reagieren, die der aktuellen Ebene der menschlichen Existenz entsprechen.

Am besten wird dieses Auftauchen menschlicher Systeme, wie sie sich durch verschiedene Ebenen wachsender Komplexität hindurch entwickeln, durch eine wirbelnde Bewegung beschrieben. Jede Aufwärtswindung der Spirale bezeichnet das Erwachen einer weiter ausgearbeiteten Fassung des bereits Existierenden. Diese Menschheitsspirale besteht also aus einer gewundenen Kette von Wertesystemen, Weltsichten und Denkweisen, von denen jede das Produkt ihrer Zeit und ihrer Bedingungen ist.

Clare Graves war ein Mann, der außerhalb seiner Zeit stand. In den späten 1960er Jahren bezeichnete das kanadische Maclean’s Magazine sein Konzept als „die Theorie, die alles erklärt". Auch wenn er selbst bei einer solchen Behauptung zusammengezuckt wäre, ist sein Werk gewaltig und elegant – ein umfassender Denkprozess, eine umfassende Bündelung von Systemen und eine umfassende Handlungsstrategie, deren Zeit damals allerdings noch nicht gekommen war.

Aber die Zeit trennt die Spreu vom Weizen, was Ideen angeht. Konstruktionen, die mehr erklären und sich besser anwenden lassen als andere, neigen dazu, sich durchzusetzen. Erst zehn Jahre nach Graves’ Tod 1986 begann sein Beitrag, allgemein bekannt und anerkannt zu werden. Die von ihm aufgestellte Theorie der Emergenz, Veränderung und Umformung des Menschen ist durch zeitgenössische Forschungen vielfach untermauert und bestätigt worden, statt ersetzt zu werden. Sobald Sie „wie ein Graveianer" zu denken beginnen, werden Sie feststellen, dass Sie anhand dieser Sichtweise die Fähigkeit und Präzision besitzen, um mit den unterschiedlichsten Menschen und sozialen Kräften umzugehen. Angefangen bei feindlich gesinnten Kriegsbefürwortern, so genannten Warlords, und virulenten Ismen bis hin zu den Hilfsorganisationen, die sich um ihre Opfer kümmern, und Friedensschützern, die verdattert vor dem angerichteten Schlamassel stehen.

Die Prinzipien von Spiral Dynamics sind in gleicher Weise auf eine einzelne Person, ein Unternehmen oder eine ganze Gesellschaft anwendbar. Da sie die menschliche Natur eher in einem universalen Sinn als durch Persönlichkeitstypen anhand von Rasse, Geschlecht oder ethnischer Zugehörigkeit beschreiben, stellen sie eine allgemeine Sprache bereit, um lokale, ebenso wie globale Probleme zu bewältigen. Sie bieten einen synthetisierenden Rahmen an, der echtes holistisches Denken und Handeln ermöglicht.

Obwohl Graves seine Forschungen als Sozialwissenschaftler betrieb, wurde ein großer Teil seiner Arbeit auch im wirtschaftlichen Bereich verbreitet. Sein Artikel „The Deterioration of Work Standards („Der Verfall der Arbeitsstandards) erschien im November 1967 in der Harvard Business Review. Er sagte nicht nur die Erosion der US-amerikanischen Produktivität voraus, sondern legte auch das Fundament für das gegenwärtige Interesse an umfassender Qualität und Reengineering – innerbetrieblichem Strukturwandel. Sie werden entdecken, dass Graves Konzept die Komponente des menschlichen Faktors liefert, welche die Anhänger Edward Demings gesucht haben und von der andere noch gar nicht gemerkt haben, dass sie ihnen fehlt. Sein System formuliert, wie man ein Unternehmen oder eine Gesellschaft transformieren kann, um sie gesünder und empfänglicher für die Einführung komplexer Technologien und schneller Veränderungen zu machen.

Gene und Meme: Wellenreiter auf der DNA

In seinem Buch The Evolving Self stellt Mihaly Csikszentmihalyi den Begriff „Meme den „Genen gegenüber, um den Ursprung menschlichen Verhaltens im Gegensatz zu dem der physischen Eigenschaften zu bezeichnen.

Der Begriff selbst ist erstmals einige Jahre zuvor von Richard Dawkins eingeführt worden, der die griechische Wurzel „mimema" – Nachgeahmtes oder Nachahmung – verkürzte. Er und andere haben den Begriff gebraucht, um eine Einheit kultureller Information, beispielsweise eine politische Ideologie, einen Modetrend, einen Sprachgebrauch, eine Musikform oder einen Architekturstil zu beschreiben. John Perry Barlow stellt in der Ausgabe vom März 1994 der Zeitschrift Wired fest, was Dawkins’ Ideen umfassten:

„… sich replizierende Informationsmuster, die sich in der Ökologie des Geistes verbreiten, ein Reproduktionsmuster, das dem der Lebensformen stark ähnelt … Sie reproduzieren sich selbst, sie interagieren mit ihrer Umgebung und passen sich ihr an, sie mutieren, sie bleiben bestehen. Sie entwickeln sich, um die leeren Nischen ihrer Umwelt zu füllen, welche in diesem Fall die sie umgebenden Glaubenssysteme und Kulturen ihrer Wirte, also wir, sind."

Folglich sind Meme in Bezug auf unsere „psychologische DNA, was Gene in Bezug auf die biochemische DNA sind. Gene sind die Informationseinheiten unserer physischen Natur, die von den genetischen Beiträgen unserer Eltern und den ererbten Eigenschaften unserer Gattung stammen. Nach Csikszentmihalyi werden Meme geboren, „wenn das menschliche Nervensystem auf eine Erfahrung reagiert (Dem Sinn des Lebens eine Zukunft geben, S. 164). Sie sind die Informationseinheiten in unserem kollektiven Bewusstsein und transportieren ihre Ansichten durch unser Denken hindurch.

Ein Mem umfasst Verhaltensanweisungen, die von einer Generation an die nächste weitergegeben werden, soziale Artefakte und mit Werten aufgeladene Symbole, die soziale Systeme zusammenleimen. Ein Mem reproduziert sich wie ein intellektueller Virus in Konzepten wie Kleidermoden, sprachlichen Trends, Normen der Populärkultur, architektonischer Gestaltung, Kunstrichtungen, religiösen Äußerungsformen, sozialen Bewegungen, Wirtschaftsmodellen oder moralischen Aussagen über die richtige Lebensweise.

Meme wirken ähnlich wie physikalische Teilchen. Spiral Dynamics nimmt noch ein anderes wellenartiges Meta-Mem an, ein „System- oder „Werte-Mem (WMem). Diese WMeme sind Organisationsprinzipien, die wie Attraktoren auf die inhaltlich angereicherten Meme wie die von Dawkins und Csikszentmihalyi beschriebenen wirken. Die WMeme sind die „Aminosäuren unserer psychosozialen „DNA und wirken als magnetische Kraft, die Meme zu zusammenhängenden Gedankenbündeln verbindet. Obwohl ursprünglich im Geist jedes Menschen geformt, sind die WMeme so lebendig, dass sie durch ganze Gruppen hindurch wirken und eigenständige Denkweisen zu strukturieren beginnen. WMeme legen das Tempo und den Prozess fest, in dem Glaubensüberzeugungen angenommen werden. Sie strukturieren das Denken, die Wertesysteme, die politische Form und die Weltsichten ganzer Zivilisationen. WMeme bestimmen als Schlüsselfaktor der Unternehmenskultur, wie und warum Entscheidungen getroffen werden. Unsere persönliche WMem-Zusammenstellung bestimmt unsere Persönlichkeit und unsere Beziehungen und entscheidet darüber, ob wir glückliche Camper oder rastlose Seelen sind.

Der WMem-Attraktor

Ein WMem ist ein organisierendes Prinzip, ein Gravitationszentrum, ein geometrisches Fraktal, eine sich selbst replizierende Kraft und ein Magnetfeld, das inhaltlich aufgeladene kleine Meme anzieht.

Während Gene sich nur langsam entwickeln, sind die Entscheidungssysteme, bestehend aus den WMemen, immer in Veränderung. WMeme können so beherrschend sein, dass man sie für Archetypen hält und leicht als „Menschentypen missversteht. Wenn sich mehrere von ihnen in Harmonie miteinander befinden, klingen sie wie ein Akkord. Doch WMeme, die in Konflikt miteinander stehen, führen zu aufgewühlten Menschen, nicht mehr funktionierenden Familien, körperlichem Unwohlsein, gespaltenen Kirchen und zerfallenden und zusammenbrechenden Zivilisationen. Da WMeme lebendig sind, können sie an- und abschwellen, stärker und schwächer werden wie ein Band mit elektrischen Christbaumkerzen an einem Dimmer. Zur Unterstützung eines bestimmten Themas, einer Idee oder eines Projekts können sich mehrere unterschiedliche WMeme vereinigen, weil sie die gleichen Werte teilen. Zu anderen Zeiten können sich Menschen mit im Wesentlichen dem gleichen WMem-Rahmen für Entscheidungsfindungen heftig über Einzelheiten in Glaubensfragen und über „das Gute streiten, wodurch sie beispielsweise in einen Heiligen Krieg geraten.

Wir können gefährliche, giftige Gene haben, die physische Bedrohungen vorhersagen lassen. (Wie mit diesem Wissen umzugehen sei, könnte das größte Einzelthema für heutige Medizinethiker sein.) Unangenehme, gehässige Meme können sich in unseren Ansichten, Glaubensvorstellungen und in unserem Verhalten eingenistet haben. Unangemessene WMeme bestimmen in gleicher Weise einzelne Menschen, Unternehmen und ganze Kulturen. Die Kräfte, die uns ermöglichen, auf neue Probleme in unserer Umwelt zu reagieren, können eine erfolgreiche Anpassung auch verhindern, wenn die WMeme in einer ungesunden Verfassung sind. Jede Stärke, die bis zu ihrem Extrem entwickelt wird, schlägt in eine Schwäche um. Kein Wunder also, dass so viele große Kulturen sang- und klanglos verschwunden sind. Ihre WMeme waren lange vor ihren Denkmälern zerfallen.

Die WMeme kodieren die Anleitungen für unsere Weltsichten, für unsere Grundannahmen über das Funktionieren der Dinge und für die Begründungen unserer Entscheidungen. Ein Bild mag das veranschaulichen: Stellen Sie sich einen Ihnen bekannten eigenständigen, sehr konkurrenzbetonten, statusorientierten Yuppie vor, der sich ständig auf der Überholspur befindet. Er drückt aus, was wir mit dem Farbcode des orangen WMems bezeichnen. Es zieht z. B. Dinge an, wie die eigene Kleidung nach ihrer Wirkung zu wählen, einen prestigeträchtigen Wagen zu fahren, sich an den richtigen Plätzen zu zeigen, den sozial höher gestellten Ehegatten oder Partner zur Schau zu stellen, die richtigen Schritte auf der Karriereleiter zu gehen und nach Unabhängigkeit und einem großen Vermögen zu streben.

Solange dieses WMem aktiv ist und seine Botschaft aussendet, wird sich das Muster wiederholen. Möglicherweise wird es gleich an die Kinder weitergegeben, die es in ihre eigene Musik, Mode und Kaufvorlieben übersetzen. Die gleichen WMem-Prozesse können eine ganze Nachbarschaft bestimmen oder für die Politik einer

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