Depression - by Marie Lynn M. by Marie Lynn M. - Read Online
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Summary

Was ist geschehen, was war der Auslöser, warum jetzt, warum schon wieder?

Fragen über Fragen,immer und immer wieder. Am Tag und in der Nacht grüble ich darüber nach, warum?

Meine Kindheit ist Schuld daran! Mein Unterbewußtsein holt sich nicht nur die Erinnerung daran zurück, sondern auch die damit verbundenen quälenden Gedanken und die Schmerzen.

Am Herzen liegt mir, in meinen Geschichten aufzuzeigen, wie sich das Fehlverhalten von Eltern auf ihre Kinder auswirken kann. Liebesentzug, Bestrafung, Geringschätzung oder Herabwürdigung, all diese Dinge schädigen die Seele eines Kindes sehr, wie sehr...

erfühlen sie in meinen Geschichten...
Published: united p.c. on
ISBN: 9783710325137
Availability for Depression -: Hilfeschrei einer gequälten Seele
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Depression - - Marie Lynn M.

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Nachwort

Impressum

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

Für den Inhalt und die Korrektur zeichnet der Autor verantwortlich.

© 2016 united p. c. Verlag

ISBN Printausgabe: 978-3-7103-2128-3

ISBN e-book: 978-3-7103-2513-7

Umschlagfoto: pixabay.com

Umschlaggestaltung, Layout & Satz: united p. c. Verlag

www.united-pc.eu

Geschichten, die mein Leben schrieb

Marie hat die Lebensmitte längst überschritten, ist sympathisch, attraktiv und mit dem Besten Mann verheiratet, den sie sich wünschen kann. Sie kann voller Stolz auf zwei wundervolle erwachsene Kinder blicken, eine Tochter und einen Sohn, auf ein Haus und einen Garten, inmitten der Natur. Eigentlich sollte sie glücklich sein, das Glück spüren das ihr das Leben schenkt.

Die Krankheit ihrer Mutter, ein paar Pfunde zu viel und eine quälende Vergangenheit, die sie sorgfältig in Schubladen verstaut hatte um zu vergessen, die aber immer wieder zum Vorschein kommen, bringen ihr Leben aufs Neue in Schieflage. All diese Umstände lösen Schmerzen aus und wenn sie überhand nehmen spürt sie keine Energie mehr, die Schmerzen rauben ihr die letzte Kraft, die Akkus sind leer, sie wird depressiv und zieht sich zurück. Es ist ein Teufelskreis den es zu durchbrechen gilt, um wieder zu fühlen, zu spüren. Um nicht wie - tot - im eigenen Körper gefangen zu bleiben.

Sie wäre nicht Marie, wenn sie nicht alles tun und versuchen würde, um an sich, an das Leben, an das Gute im Menschen und an die Liebe zu glauben.

Um die Umstände, die Verhaltens - und Denkmuster die zu ihren Depressionen und ihrem Zusammenbruch führte zu erkennen, sie zu verstehen und zu ändern und weil es ihr nie gelungen ist diese Dinge auszusprechen, schreibt Marie sich alles von der Seele, was sie schon so lange quält.

Lesen Sie, wie sich ihr Leben gestaltete, welche Kraft es sie kostete an sich festzuhalten, an sich zu glauben, zu vertrauen, zu hoffen.

Nichts lässt sich ungeschehen machen, Schubladen in die man alles reinstopfte um zu vergessen, öffnen sich. Gefühle, wie die einer sich immer wiederholenden Kränkung, Nichtbeachtung, Verachtung, Bestrafung und Bestrafung durch Liebesentzug, kommen einer Vergewaltigung, einer Vergewaltigung der Seele gleich und kehren immer wieder zurück.

Ob sich jemand für die Geschichten von Marie interessieren wird?

Ich weiß es nicht, aber ich schreibe sie in der Hoffnung, dass ich vielleicht ein paar Eltern auf Missstände hinweisen, ihnen Augen und Ohren öffnen - und ein paar Kinder vor solchen Schäden bewahren kann. Wir sind uns nicht bewusst welche Fehler wir machen, oft sprechen, handeln und reagieren wir gedankenlos. Ich möchte Eltern vor Augen halten, was mit verletzenden, kränkenden, herabwürdigenden Äußerungen alles kaputt gehen kann, durch welche Äußerungen Minderwertigkeitsgefühle entstehen, warum sich kein Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen entwickeln kann, wie das Bewusstsein eines Menschen beeinflusst wird und wie sehr es darunter leidet. Sie können nicht wissen, was ihr Kind fühlt oder denkt, erkennen nicht einmal an seinen Reaktionen, was in ihm vorgeht. Alle Wutausbrüche, alle Tränen, alle Empfindungen und auch Depressionen, entstehen aus unseren Gedanken heraus.

Heute ist das morgen von gestern

Anfang Februar bin ich an einer Depression erkrankt, jetzt ist es Mitte Juli und der Zustand hat sich immer noch nicht zufriedenstellend gebessert. Meine Arbeitsstelle habe ich auf Anraten meiner Ärzte selbst gekündigt, damit sich mein Gesundheitszustand überhaupt bessern kann. Damit sich der Druck - von Stress und Unstimmigkeiten im Geschäft abbaut und ich meine innere Ruhe wieder finde. Aber was ist innere Ruhe und wie stelle ich sie wieder her?

Den ganzen Tag sitze ich zu Hause herum und warte darauf, dass es mir endlich besser geht, ich stabil werde und mein Leben wieder ganz normal wird. In der Nacht schlafe ich schlecht, weil mich die Gedanken des Tages nicht loslassen. So eine Nacht hatte ich gerade hinter mir, schon vor sechs Uhr war ich wach. Was wird der Tag mir bringen, waren meine ersten Gedanken. Draußen hörte ich, dass es regnete.

Nicht schon wieder darüber nachdenken, wie es weitergehen wird, ich will so gerne noch eine Stunde schlafen. Oder wenigstens etwas dösen, aber selbst das war nicht möglich, denn ich hatte eine schlimme Unruhe in mir und das dringende Empfinden, schreiben zu müssen. Schreiben, warum und was soll ich denn schreiben.

Da an Schlaf nicht mehr zu denken war stand ich auf, ging in die Küche, in der gerade meine Tochter frühstückte, setzte mich zu ihr und trank einen Kaffee um wach zu werden. Wir unterhielten uns ein wenig, dann musste sie gehen und ich war mit meinen Gedanken allein.

Wieder sagte meine innere Stimme, Marie nutze die Zeit und schreibe.

Schreiben ist vielleicht gar keine so schlechte Idee, denn seit ein paar Wochen bin ich nicht mehr zur Therapie gegangen, weil ich mich über die Therapeutin geärgert hatte, vielmehr weil ich mich über mich selbst ärgerte, dass ich den letzten Termin vergessen hatte und dieser mir mit einem Betrag in Rechnung gestellt worden war, wovon mir davon ganz schlecht wurde.

Schon einmal hast du dir alles von der Seele geschrieben, lass es endlich raus, vielleicht geht es dir dann besser. Versuch es wenigstens, du hast nichts zu verlieren. Vertrau alles dem Papier an, Papier ist geduldig und kostet weniger. Es befreit und verzeiht, es gibt keine Kommentare, ist nicht nachtragend, zu jeder Zeit für dich da und, und, und. Für Marie heißt es Farbe bekennen und zu ihrem Leben stehen.

Es ist ein neuer Tag, mit neuem Mut und Lebenswillen fange ich an mein Leben mit all seinen Belastungen zu Papier zu bringen. Ich will lernen mich selbst zu analysieren, um herauszufinden und zu erkennen, warum manches in meinem Leben passiert ist und was es mit meinem eigenen Verhalten zu tun hat.

Wenn ich über Marie erzähle, dann aus dem Grund, ein wenig Abstand zu mir selbst zu gewinnen und um mich objektiver betrachten und einschätzen zu können. Marie wird über die Zeit des Leidens berichten, sie wird Lieben und Verzeihen, sie wird Einsichten gewinnen, sie muss lernen auf ihren Körper zu hören und erkennen, dass sie von diesem nicht erwarten kann - noch wie der einer zwanzigjährigen auszusehen, sie muss lernen geduldig zu sein, sich akzeptieren und lieben wie sie ist, denn sie ist gut wie sie ist.

Fast sieben Monate hat Marie gebraucht, um einen Weg aus dieser Depression zu finden.

Es gab keine Höhen, dafür umso mehr Tiefen in dieser Zeit, sie geht einen beschwerlichen Weg, um aus dieser endlos langen, angsterfüllten, traurigen, verzweifelten Situation, mit wenig Hoffnung auf Besserung heraus zu finden.

Es gab verschiedene Ansätze, aber allein der Glaube und das Vertrauen, dass sie es schafft, dass sie gewillt ist wieder Freude zu zulassen, kein schlechtes Gewissen mehr aufkommen zu lassen, den Arbeitsplatz gekündigt zu haben, kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, so lange unnütz zu Hause herumzusitzen, nichts gebacken zu kriegen.

Sie muss auch akzeptieren, dass nicht ein Tag so werden wird wie der andere. Dazu braucht sie viel Geduld, viel Einsicht, eine Menge Veränderung, Gedankenkontrolle und Menschen, die Verständnis aufbringen, unterstützen, Mut machen und sie lieben.

Die Depression entsteht schleichend und wir erkennen gar nicht, dass sich irgendetwas zu verändern beginnt. Stellen wir sie fest, suchen wir nach Gründen, wieso uns „so etwas" überhaupt passieren konnte. Depression macht Minderwertig, Depression ist ein Makel. Und wer will das schon.

Wir suchen in der Vergangenheit, um Mutter, Vater, Geschwister, einfach andere zu Schuldigen zu machen. Die oder der ist an allem Schuld. Ich bin das Opfer und Opfer leiden.

Und seit Wochen saß nun zu Hause herum und litt. Unter der Vergangenheit, der Depression, meine Gedanken nicht abstellen zu können, dass nichts locker von der Hand geht, ich mich schwach und elend fühle…

Selbst die einfachsten Dinge im Haushalt vielen mir so schwer, dass ich mich am liebsten, gleich nach dem Aufstehen, schon wieder hingelegt hätte. Egal ob es das Bettenmachen war, das Zähneputzen, das Kochen, ja sogar mein Hobby Malen, das bei einer vorigen Depression sehr gut geholfen hatte, ging gar nicht, denn schon den Pinsel zu halten, fiel mir schwer.

Ich war am Boden zerstört, war wie gelähmt, hatte weder Kraft in den Händen, Armen noch in den Beinen. Nur meine Augen konnte ich ohne Einschränkungen nutzen.

Also las ich Berichte im Internet, in Zeitschriften, in Büchern über Depression und welche Methoden es gibt, diesen Zustand zu bessern, vielleicht sogar zu heilen. Stunde um Stunde saß ich in der Küche auf meinem Stuhl und las. Ich bemühte mich bis 17.00 Uhr die Wohnung einigermaßen in Ordnung zu bringen, bevor mein Mann von der Arbeit nach Hause kam. Ich war so eingeschränkt in allem, was ich tat.

Ich war zu keinem Spaziergang fähig, obwohl herrliches Wetter dazu eingeladen hätte. Obwohl ich wusste, dass es mir guttun würde fühlte ich nicht in der Lage, meine schützenden vier Wände zu verlassen. Ich wollte niemanden sehen oder hören der vielleicht Fragen stellt, die ich nicht beantworten kann. Ich war wie in Trauer, fühlte und spürte nichts.

Woche um Woche.

In einer Psychosomatischen Reha vor knapp zwei Jahren habe ich viel darüber gehört, welche Synapsen sich miteinander verbinden, wo das Zentrum im Gehirn liegt, warum und weshalb eine Depression zustande kommt. Es sind all die Dinge, die nicht ausgesprochen oder hinterfragt wurden, oder werden. Es sind die Dinge, die uns belasten, über die wir aber nicht sprechen, weil sich das nicht gehört und niemanden etwas angeht. Alles Unangenehme verdrängen wir deshalb, verstecken es in einer Schublade, vergessen es, denken damit ist es vorbei. Zu – und gut. Einfach nicht mehr beachten! Dort ist mir klar geworden, dass dieses Denken falsch ist. Denn das Unterbewusstsein eines jeden Menschen zieht, je nach Lust und Laune, eine oder mehrere Schubladen einfach wieder auf.

Dann steht man Jahre später dem gleichen Problem gegenüber.

Wie wir im umgekehrten Fall die Synapsen erreichen können um diese Fehlsteuerungen zu korrigieren, darüber erfuhren wir nichts. Die ganze Reha hat meiner Meinung nach nicht das gebracht, was ich mir gewünscht hätte.

Wie ich zum Beispiel rechtzeitig bemerken kann, dass etwas nicht gut läuft, was ich tun kann, dass es erst gar nicht dazu kommt, wie ich mein Bewusstsein ändern kann, so etwas in der Art hatte ich mir vorgestellt.

Ich bin so jemand, der nie gefragt, geschweige denn hinterfragt hätte.

Wer ich war? Eine Person mit wenig Selbstvertrauen, noch weniger Selbstbewusstsein, bestimmt von einem dominanten Vater, der keinen Widerspruch duldete. Deshalb schleppe ich seit Jahrzehnten nicht nur eine Schublade, sondern ein ganzes Möbelstück mit immer mehr Schubladen, mit mir herum.

Vergangenheitsbewältigung- Fehlanzeige!

In dieser Kommode gibt es eine große Schublade mit der Aufschrift:

Eltern – Vater „Er war an allem Schuld!"

Kindheit und Schule

Meine „Schwiegermutter" bekam eine.

Mein „Mann" bekam eine.

Es gibt eine Schublade „ Arbeitgeber"

Und es gibt eine mit der Aufschrift „ Marie"

Es war mir nicht bewusst, welch großen Schaden ich damit immer wieder anrichtete und ich bemerke nicht, wenn wieder etwas im Argen ist.

Was hätte ich denn als Kind tun können, um meinem Leben einen anderen Verlauf zu geben, wenn ich nicht einmal als reife Frau in der Lage bin, eine nahende Depression zu erkennen.

Womit es begann?

Mit meinen eigenen Gedanken.

Wir alle sind uns selbst keiner Schuld bewusst und machen anderen den Vorwurf, schieben die Schuld in deren Schuhe. Ich bin keine Ausnahme.

Ich gebe ganz ehrlich zu, dass ich Jahre (Jahrzehnte ) lang meine Eltern für vieles verantwortlich machte. Warum hat er mich nicht lieben können wie alle anderen auch, warum musste er mich so quälen? Warum haben sie mir nichts zugetraut, warum, warum, warum?

Vielleicht gelingt es mir, auch ihnen die Augen öffnen, weshalb wir depressiv werden, Krebs bekommen, mit dem Leben nicht mehr zurecht kommen, keinen Sinn mehr darin erkennen und allem Übel am liebsten ein Ende bereiten möchten.

Wir fressen - das, was uns quält - lieber in uns hinein, als es auszusprechen und zu klären, um es ein für alle Male aus der Welt zu schaffen und abzuhaken. Wir gehen daran Zugrunde, begehen Suizid. Wir erkennen nicht, dass unsere Gedanken allein an allem Schuld sind.

Wir verurteilen den Messi, der sich von nichts trennen kann, der sammelt und sammelt, bis er im Dreck zu ersticken droht. Der sehen und spüren kann, das dass, was er macht nicht richtig ist, aber keine Kraft findet, sich selbst zu helfen.

Verständnis für seine Sammelwut können wir nicht aufbringen, sie ist uns zuwider, wir begreifen nicht, wie man sich so etwas selbst antun kann und sind in unserem Verhalten ganz genau wie er.

Wir sammeln und sammeln immer wieder Dinge uns Belasten, stecken sie in Schubladen und meinen, wenn sie von der Bildfläche verschwunden sind, ist alles gut.

Wir wissen dass es falsch ist, dass wir das was uns nicht gefällt, was uns kränkt, verletzt, herabwürdigt, schlecht macht - um des lieben Frieden willens nicht aussprechen, auch wir uns nicht in der Lage fühlen und wie der Messi zu schwach sind, etwas in uns zu ändern.

Wer aber sagt uns, dass wir schwach sind, dass wir dumm sind, dass wir etwas nicht können? Sind es nicht unsere Gedanken, die von unserem Unterbewusstsein so beeinflusst werden, als sprächen sie diese selbst aus. Beeinflusst uns unser Unterbewusstsein nicht so sehr, dass wir uns in unserem Handeln so verhalten, selbst glauben, dass wir so sind. Wir haben dem Unter-bewusstsein die Macht über unsere Gedanken überlassen und werden so beeinflusst, dass wir seine Gedanken übernehmen, sie glauben und so handeln, wie es von ihm erwartet wird.

Wir haben verlernt, unser Bewusstsein zu beachten!

Mit allem, was wir in eine Schubladen gesteckt haben um es nicht mehr zu beachten, haben wir uns selbst aus dem Blick verloren, wir haben nur noch auf diese negativen Abspeicherungen gehört. Unser eigenes Ich haben wir aufgegeben, vor lauter Selbstmitleid.

Ich erkannte dies aber nicht nach der ersten, zweiten, oder dritten Depression, nein - ich erkannte es erst, als es zu spät war. Nachdem es meine Seele nicht mehr aushielt und zusammenbrach! Eine sehr bittere Erkenntnis.

Nur durch das schreiben konnte ich mich selbst mit Marie auseinandersetzen, konnte mein Verhalten analysieren nach und nach neue Erkenntnisse gewinnen.

Mit der schwersten Schublade fange ich meine Erzählungen an.

Der Schublade, deren Last so schwer zu tragen war. All die Jahre, in denen ich mir selbst das größte Leid zufügte, weil ich mich nicht gewehrt und nichts gesagt habe. Obwohl ich der Sprache mächtig bin, kam nie ein Wort über meine Lippen.

Das war gestern so, vor einer Woche, vor