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Feldgraue Mentalitäten: Der Erste Weltkrieg in religiösen Perspektiven aus dem Wuppertal

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Summary

Der "Große Krieg" 1914-1918 war die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts (George F. Kennan). Mit der Generalmobilmachung und der deutschen Kriegserklärung an Russland am 1. August 1914 wurde klar: Das Deutsche Reich befand sich im Kriegszustand. Auf dem Koppelschloss der jungen Männer, die die graue Uniform anlegten und ins Feld zogen, stand "Gott mit uns". Diese Devise war mehr als ein Etikett, sie hatte eine lange Tradition und stand für die besondere Beziehung von Nation und Religion.

Damit wirft "Gott mit uns" generell die Frage nach der Rolle der Religion im Krieg auf. Gerade das Wuppertal erlaubt es, dem konkret nachzugehen, denn mit seiner Vielzahl vornehmlich protestantisch orientierter Gruppierungen, aber auch mit anderen Denominationen und außerhalb des Christentums bietet es sich für eine Untersuchung des Spannungsverhältnisses von Nation und Religion an. Hier fügen sich unterschiedliche Perspektiven zu einem interessanten Bild der Mentalität des Wuppertals während des Ersten Weltkriegs. Aus dem breiten protestantischen Spektrum, der im Wuppertal vertretenen religiösen Minderheiten und auch aus einer säkularen Position ergibt sich ein differenziertes Bild von den Unterschieden und Gemeinsamkeiten religiöser Deutungsmuster in einer Extremsituation.

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