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Wirtskörper mit Vollpension: Endoparasiten genießen sichere Unterkunft und unbegrenzte Nahrung

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Summary

Leben und Überleben auf fremde Kosten - Parasitismus ist ein erfolgreiches Modell der Evolution und kommt in allen biologischen Bereichen vor. Von Viren über Bakterien und eukaryotische Einzeller bis zu Pflanzen und Tieren existieren Beispiele für parasitische Arten. Wer sich im Fell eines anderen herumtragen lässt, hat es warm und gelangt schneller in andere Lebensräume. Wer anderen die Beute stiehlt, muss nicht selbst jagen. Wer Blut saugt, hat alle Nährstoffe vorverdaut zur Verfügung. Unterschiedliche Organismen schmarotzen auf verschiedene Weise, um bei Fortbewegung und Nahrungserwerb wertvolle Energie zu sparen.

Endoparasiten gehen einen Schritt weiter, wenn sie einen Wirt befallen: Sie verbringen den größten Teil ihres Lebens im Inneren des Wirtskörpers. Dort sind sie vor äußeren Einflüssen geschützt, der Wirt sorgt für angenehm konstante Temperatur und stabile sonstige Umweltbedingungen. Die meisten Endoparasiten ernähren sich von Fleisch, Körperflüssigkeiten oder Verdauungsprodukten des Wirts und schwimmen wörtlich in Nahrung. Dabei sind sie gleichzeitig sicher verborgen vor Fraßfeinden.

Bei allen Vorteilen bringt der Endoparasitismus auch Nachteile. Problematisch ist vor allem die Fortpflanzung: aktive Partnersuche ist unmöglich, ohne den sicheren Wirt zu verlassen. Außerdem muss der Parasit irgendwie neue Wirte besiedeln, um sich zu verbreiten. Der eigene Wirt lebt schließlich auch nicht ewig. Viele Endoparasiten haben daher im Lauf ihrer Evolution ausgeklügelte Entwicklungskreisläufe entwickelt.

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