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Die Kraft deiner Tränen - Pierre Stutz

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Im dankbaren Gedenken an

Urs Zimmermann-Suter

(1962–2013)

und Emanuela Wertli-Odersky

(1946–2016)

Erweiterte Neuausgabe 2017

© Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2004 und 2017

Alle Rechte vorbehalten

www.herder.de

Umschlaggestaltung: wunderlichundweigand, Stefan Weigand

Umschlagmotiv: © silvrshootr – iStock

Vignetten im Innenteil: S. 29: © Pranch – Shutterstock,

S. 97: Rufat Khamet – Shutterstock,

alle übrigen Vignetten © Designbüro Gestaltungssaal

E-Book-Konvertierung: post scriptum,

Emmendingen / Hüfingen

ISBN Print 978-3-451-37672-6

ISBN E-Book 978-3-451-81085-5

Inhalt

Zur Einstimmung

Erster Brief

Der Tod begegnet dir ganz nah

Zweiter Brief

Die Kraft Deiner Tränen

Dritter Brief

Du findest deine Sprache der Trauer

Vierter Brief

Du stellst dich dem Abschied

Fünfter Brief

Unerträglich ist der Tod deines Kindes

Sechster Brief

Der Tod kommt immer zu früh

Siebter Brief

Wie ein Erdbeben trifft dich der Tod

Achter Brief

Deine Angst vor der Leere

Neunter Brief

Wie lange noch?

Zehnter Brief

Geh zurück an eure ­Vertrauensorte

Elfter Brief

Wenn Wut dich besetzt

Zwölfter Brief

Trau deinen Träumen

Dreizehnter Brief

Lass dir deine Tränen ­abwischen

Vierzehnter Brief

Mit den Augen der Ewigkeit

Fünfzehnter Brief

Unfassbar, wenn ein Mensch sich das Leben nimmt

Sechzehnter Brief

Unser tot geborenes ­Sternenkind

Siebzehnter Brief

Einen liebsten Menschen gehen lassen

Achtzehnter Brief

Vertrauenskerzen anzünden

Neunzehnter Brief

Mute dich andern zu

Zwanzigster Brief

Zerbrochene Hoffnung

Meditativer Nachklang

Zur Einstimmung

„Ciao Andrea, sagt der Psychotherapeut Giovanni zu seinem siebzehnjährigen Sohn Andrea, der vor ihm im Sarg liegt. Andrea ertrinkt an einem Sonntag bei einem Tauchunfall. Seine Mama Paola, seine ältere Schwester Irene und sein Papa Giovanni sind entsetzlich traurig. Das Leben des beliebten Therapeuten bricht auseinander. Seit Jahren begleitet er Menschen in schweren Krisenzeiten. Schmerzvoll sieht er nun ein, dass es ihm unendlich schwerfällt, auch sich selbst beizustehen. Vertrauensworte, die er anderen mitgeben konnte, kommen in seiner Trauer im Moment nicht zum Tragen … Sehr berührend und bewegend kann ich im preisgekrönten Film „Das Zimmer meines Sohnes von Nanni Moretti einem Menschen begegnen, der lange braucht, um sich nach dem Tode seines Sohnes wieder im Leben zurechtzufinden. Der Tod eines lieben Menschen löst in uns eine Fülle von Gefühlen, Gedanken und Erinnerungen aus: Dankbarkeit, Angst, Trauer und Wut, Empörung, Sehnsucht und Hoffnung. Beim Sterben eines Menschen werden wir auf uns selbst zurückgeworfen, auf das Wesentliche im Leben. Da begegnen wir unserem Wesen mit seinen vielfältigen Ausdrucksweisen: Wir können die Tränen fließen lassen, wir verstummen, wir empören uns, die Angst umzingelt uns. Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit wird spürbar. Trotz einer großen Verschiedenheit gibt es sehr viel, was uns Menschen beim Abschiednehmen und im Trauerprozess verbindet. Die folgenden Trauerbriefe sind ganz bewusst in diesem großen Spannungsbogen geschrieben. Sie gehen von einer persönlichen Situation aus und bringen sie in Verbindung mit den Erfahrungen vieler Trauernder. Eine Gratwanderung! Sie ermutigen ihre Leserin, ihren Leser den persönlichen Erfahrungen zu trauen, um sie im ureigenen Rhythmus auch mit anderen teilen zu können, damit die heilende Kraft der Trauer erfahrbar wird.