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Nachruf auf einen Kneipenwirt und Zwiegespräch mit einem Henker. Illustrationen von Rainer Ilg

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Summary

Zwei Erzählungen von Hans Dieter Weyrich. »Nachruf auf einen Kneipenwirt«: Trauerfeiern regen immer zum Nachdenken an. So ist es ganz natürlich, dass der Erzähler und nicht immer Held dieser Geschichte sich an die Stationen seines Lebens erinnert, die eng mit dem Mann verbunden sind, dem er nun die letzte Ehre erweist. Da gab es viele schöne und humorvolle Stunden am Stammtisch mit teilweise skurrilen Zeit- und Zechgenossen aus allen Berufsschichten. Es wurde gewürfelt, geskatet, schwadroniert, philosophiert und natürlich getrunken. Es gab die TRUPPE, die sich mit Kommersgesang und Komment ein eigenständiges studentisches Leben abseits vom reglementierten Studienalltag zu schaffen suchte. Es gab Ärger mit der Staatsmacht und es gab eine große Liebe. Die kleine und zumeist heile Welt einer Kneipe verbindet Charaktere aller Couleurs und lässt die Zeit der sechziger, siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts in der Messestadt wieder auferstehen, in deren Mittelpunkt Eddy der Kneiper steht, dem viele etwas verdanken. »Zwiegespräch mit einem Henker«: Ein Dialog zwischen zwei Männern (einem Henker und seinem Delinquenten) in einer Situation, wie sie extremer nicht sein kann. Erzwungen vom Stärkeren, erduldet vom Schwächeren. Aus dem anfänglichen, makabren Frage-Antwort-Spiel entwickelt sich ein Zwiegespräch über die Grundfragen unserer Existenz: Leben und Tod, Macht und Ohnmacht, JA-Sagen und NEIN-Sagen. Die Kluft zwischen beiden verringert sich im Ergebnis von Gesprächen, die in dieser Form und an solchem Ort sicher nie stattgefunden haben. Aber was ist real, normal und möglich? Ein philosophisches Wortgefecht mit überraschendem Schluss.

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