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Und nachts kam der Vampir: Cassiopeiapress Grusel-Thriller

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Summary

Der Fuchs saß geduckt im Schatten eines Farngewächses. Der Nachtwind hatte ihm die Witterung einer Ratte zugetragen. Das Tier nagte nur mehr eineinhalb Meter von ihm entfernt am Aas eines Vogels. Die Ratte riss gerade ein Stück aus dem Kadaver, als sich die Fänge eines Stärkeren in ihren gedrungenen Hals gruben. Der Nager quiekte erschrocken auf. Dann schlugen die Kiefer des Fuchses in seinem Hals zusammen.
Der lange, dünne Schwanz fuhr in das Laub, zuckte und blieb still. Der Fuchs stellte seine Vorderpfoten auf die Beute und wollte sich gerade darüber hermachen, als er plötzlich einhielt. Er hob den Kopf mit der spitz zulaufenden Schnauze und lauschte in die Dunkelheit. Ein tiefes Knurren drang aus seiner Kehle. Der Fuchs duckte sich, als hätte ein Unsichtbarer ihn die Peitsche spüren lassen. Dann ließ er von seiner Beute ab, zog die Rute ein und stob unter die Farne zurück, aus denen er gekommen war.
Über die vom Wind zerzausten Tannenwipfel stieg groß und majestätisch der Mond. Sein kaltes, bleiches Licht floss wie ein aus zarten Silberfäden gewebter Teppich auf die Erde unter den Bäumen, schenkte den Farnen und Gräsern filigranhafte, silbern schimmernde Konturen. Dann wurde der Mond verdunkelt. Von der Lichtscheibe herab senkte sich flatternd der riesenhafte Schatten eines Vampirs. Auch er suchte ein Opfer...

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