You are on page 1of 2

http://derstandard.at/1304554497483/NASA-Software-erkenntKeltengraeber-als-Kalender?

seite=2

NASA-Software erkennt Keltengrber als "Kalender"


15. Juni 2011 18:21

vergrern 1196x942 grafik: a. mees / rgzm Gesamtplan der Grberanlage mit eingetragenen Sternbildern.

Experte: "Die Anordnung der Grber um das zentrale Frstengrab stimmt mit den Sternenbildern des nrdlichen Himmels berein"
Villingen/Mainz - Im Schwarzwald ist ein riesiges frhkeltisches Kalenderwerk in einem Frstengrab "entdeckt" worden - oder genauer gesagt: erst rund 40 Jahre nach der eigentlichen Ausgrabung als solches identifiziert worden. Der Grabhgel sdlich von VillingenSchwenningen in Baden-Wrttemberg ist nach Angaben des Rmisch-Germanischen Zentralmuseums (RGMZI) in Mainz die weltweit lteste keltische Mondzyklenanlage.

MEHR ZUM THEMA Baden:Jetzt buchen! Flge ab 44,99 - flyniki.com Werbung

"Die Anordnung der Grber um das zentrale Frstengrab stimmt mit den Sternenbildern des nrdlichen Himmels berein", sagte Allard Mees vom RGZM. Entdeckt wurde die gerne auch

mal als "Schwarzwlder Stonehenge" bezeichnete Anlage im Frstengrab von Magdalenenberg bereits zwischen 1970 und 1973. Datierung mglich "Zum ersten Mal konnten wir die Mondkultur der Kelten im vollen Umfang sichtbar kriegen. Das gab es vorher noch nie", erklrte Mees. Er war auf die neue Deutung der Anlage mit Hilfe einer speziellen Software der US-Raumfahrtbehrde NASA gestoen. Demnach sind die Grber um das zentrale Frstengrab an dem 100 Meter breiten Grabhgel - im Gegensatz zu Stonehenge - nicht nach Sonnenzyklen angeordnet, sondern nach nrdlichen Sternenbildern. "Auch Caesar kannte schon die keltische Mondzeitrechnung, aber er war mehr mit Erobern als mit Entdecken beschftigt", sagte Mees. Mit Hilfe der Software konnte der damalige Stand der Sternenbilder von der Winter- bis zur Sommersonnenwende nachgezeichnet werden. "Endlich hat man etwas ans Licht geholt, was sonst in der Dunkelheit geblieben wre", sagte der Mainzer Wissenschafter. So konnte er auch die Anlage auf den Sommer 618 vor unserer Zeitrechnung datieren. Fr den Bau der Anlage seien Stangenreihen auf den Hgel eingesetzt worden, um die Mondwenden zu erfassen. "Diese Himmelserscheinungen waren bestimmend fr die keltische Zeitrechnung", heit es in einer Mitteilung des Museums. Die Kelten htten damit auch Mondfinsternisse voraussagen knnen. (APA/red)