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LG_Hamburg_308_O_319-12_24092012

LG_Hamburg_308_O_319-12_24092012

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01/05/2013

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original

 
LandgerichtHamburg
308
0
319/12
FIruGE
2
5
Sep,
aOrt
Beschluss
In
derSachevertretendurchdie
Geschäft
siührer
:'
-
-
Antragstellerin
-
Prozessbevollmächtiote:
RechlsanwälteRasch,
An
der Alster
6,
20099Hamburg,Gz.:12-090.0495
9egen
n
f
-
Antragsgegn€r
-
beschließt
das Landgericht
Hamburg
-
Zivilkammer
8
-durch
denVorsitzenden Richter
am
Land-
gericht
Rachow,
die
Richterin
am
Landgericht
Dr.
Korte und die
Richterin
am
Landgericht
Dr.
Berghausen
am 24.09.2012:
i.,b,'a ,\
 
308
0
319/12
n.
lmWege
einer
einstweil:gen
Verfügung
-
derDringlichkeit
wegenohne
mündliche
Verhandlung
-
wird
dem
Antragsgegner
bei
Vermeidungeines
vomGerichtfürjedenFall
der
Zuwiderhandlung
festzusetzenden
Ordnungsgeldes
und
für
den
Fall, dass
dieses
nicht
beigetrieben
werden kann,
einer
Ordnungshaft
oder einer
Ordnungshatt
bis zu
6
Monaten
(Ordnungsgeld
im
Einzelfallhöchstens
250.000,00;
Ordnungshaft höchstenszwei Jahre)verboten,
durch
die
Nutzung
des
Programms,,Retroshare"
es
Oritten
zu
ermöglichen,dieTonaufnahme
,
]"
des Künstlers
über
einen
Computer
für
andere
Teilnehmer
des
,.RetroShare"-
Netzwerks
über
das
Internet zum
Abruf
bere:tzustellenunddamit
der
Öffentlichkeit
zugänglichzu
machen.
Der
AntragsgegnerhatdieKosten
des
Verfahrens
nacheinem
Streitwertvon €
10.000,00
zu
tragen.
Gründe
L
Der Antrag
auf
Erlass
der
einstweiligenVerfÜgung
is1
zulässig,insbesondereist dieörtliche Zuständigkeit
des
Landgerichts Hamburggegeben.GegenstanddesVerfahrens
ist
das
widerrechtliche
öffentliche
Zugänglichmachenurhebenechtlich
geschÜtZer
Musikaufnahmen
durch
ein
Filesharingsystem imInternet. Das
ist eine
unerlaubte
Handlung,
bei der
neben
dem
allgemeinen Gerichtsstand
auch
der
besondereGerichtsstand
gemäß
S
32ZPO erötfnetist, wobei
del
Antragstellerin zwischenbeiden Gerichtsständengemäß
S
35 ZPO einWahlrecht zusteht. Nach
S
32
ZPO
ist
das
Gerichtzuständig,indessen
Bezirk
die beanstandeteHandlungbegangen worden ist. Das
ist
jederOrl,
andem auchnur
einesder
wesentlichenTatbestandsmerkmaledes
Delikts
verwirklichtworden
ist, alsonichtnur
der
Begehungsort.
sondern
auch
der
Erfolgsort.
AIs
(potentielle|
Erfolgsort
einerUrheberrechtsverletzung
ist
jeder
Ort anzusehen,zu
dem die
angegriffenenInhalte
objektiv
einen deutlichenBezug aufueisen.Dafür
ist
nicht,
wiebei
marktbezogenen Delikten
wie
Wettbewerbsverletzungen,
auf die
bestmm
ungsgemäße Abrufbarkeitabzustellen. Vielmehrkommt
es
lediglich
daraul
an,
dassan demjeweiligenOrteine
Kenntnisnahmenach
den
Umständen
des
konkreten
Falls
erheblrch
näher
liegt
als
dies
aufgrund
der
bloß
theoretischen
Möglichkeitdes
Abrufsder
Fall
wäre
(vgl.
dazu:
BGH, GRUR 2010,
461
(Tz
16
ff.)
-
,,The
New
York
Times").
Eine
besondereBeziehung
des
Rechlsstreits
zum
Gerichtsstandort
Hamburg
in
diesem
Sinneis't vorliegendgegeben:
Musikaufnahmen
in
 
308
0
319/12
Filesharing-Systemen
können
und
sollengeradeohneJedelokale
Beschränkungbeliebigenanderen
Teilnehmer
des
jeweiligenSystems
abgerufen
werden
können.
ll.
Die
Antragstellerin
hat
das
Vorliegen
der
tatsächlichen Voraussetzungen
des
tenorieften,
ausS97
Abs.1 Satz
1
UrhG
folgenden
Unterlass
ungsanspruchs
gegen
den
Antragsgegner
dargelegt
und
glaubhaft
gemacht.
1.
Die Antragstellerin
hat
(u.a.durchVorlageeinerKopie ausdem
CD-lnlay
der
CD
t'
mit entsprechenden
P-
und
C-Vermerkenals Anlage
Ast.
7)
glaubhaft gemacht,
dass
siedie
aussch
ließlichen
Nutzungsrechte
desTonträgerherstellers
gemäß
S
85
UrhGander
streitgegenständlichenAu{nahmen
innehat.
2.
Es
ist
weiter
(durch
eidesstattlicheVersicherung
des
Ermittlers
derproMediaGesellschaflzum SchutzgeistigenEigentumsmbH vom 6.9.2012
als
Anlage
Ast
2)
glaubhaft
gemachtworden,dassam
27
.8.2012zwischen16:30
Uhr
und
17
.20 Uhr
unter
der
lP-Adresse 95.118.160.195
eine
Datei
mit der
streitgegenständlichen
Musikaufnahme
mittels
der
Filesharing-Software
Relroshare
im
Internel
der
Olfentlichkeit
zugänglichgemacht
worden
ist
und
heruntergeladen
werden
konnte.
3.
Da
diese
Nutzung
des öfientlichenZugänglichmachensgemäß
$
85
Abs
l
S.
1
UrhGausschließlichder
Ant.agstellerin vorbehaltenund ohnederen
Einverständnas
erfolgt
ist,
war
sie
widerrechtlich.
4.
Der
Antragsgegnerhat für diese Rechtsverletzungals Störer einzustehen.
Als
Slörer
kann
grundsätzlich
haften,
wer
-
ohne
Täter oderTeilnehmer
zu
sein
-
in
irgendeinerWeise
willentlich und adäquat
kausal an der
Herbetführung
einer
rechtswidrigen
Beeinträchtigung
mitgewirkthat, sofern er
die
rechtliche Möglichkeitzur VerhlnderungderVerletzung
gehabt
hätte. Um
die
Störerhaftung
nicht
über Gebühr
auf
Dritte
zu
erstrecken,die denjeweiligen
Eingriff
nicht
selbst
vorgenommen
haben, haftet
der
StÖrer
jedoch
nur
im
Falle
der
VerletzungsogenannterPrüipflichten
(dazu:
BGh,U.
v.
30.6.2009,
Az.:
Vl
ZR
214108'
Absatz-Nr.
18.
ivww.
bundesgerlchtshof.de).
Diese
Voraussetzungen
sind
vorliegend
e.füilt.
a)
Der
Antragsgegner
haftetnichtals
Täterode.Teilnehmer.
Zwar
warer
-
wie
anwaltlich versichert
worden
isl
-
nach
der
vonder
Antragstellerineingeholten
Auskunft
der
TelefonicaGermany
GmbH
&
Co.
OHG
vom
29.8.2012,
dieaufgrund
des
Gestattungsbeschlusses
des
LGMünchen
I
vom
28.8.2012
zum
Az.:
21
O17805112
edolgte
(Anlagenkonvolut
Ast.3),
Inhaber
des
Internetanschlusses,
dem
die
o.9.
lP-Adresse
im o.g.
Zeitraumzugeordnet
war.
Der Antragsgegner
hat aber
die
hierdurch
ausgelöstetatsächlicheVermutung,
dass
er
für
die
eingetreteneVerletzung
als
Täter
verantwortlich
ist
(zueinem
insoweil vergleichbaren
Fall: BGH,U.
v.
12.5.201A.
Az.:
I
ZR

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