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n.
lmWege
einer
einstweil:gen
Verfügung
-
derDringlichkeit
wegenohne
mündliche
Verhandlung
-
wird
dem
Antragsgegner
bei
Vermeidungeines
vomGerichtfürjedenFall
der
Zuwiderhandlung
festzusetzenden
Ordnungsgeldes
und
für
den
Fall, dass
dieses
nicht
beigetrieben
werden kann,
einer
Ordnungshaft
oder einer
Ordnungshatt
bis zu
6
Monaten
(Ordnungsgeld
im
Einzelfallhöchstens
€
250.000,00;
Ordnungshaft höchstenszwei Jahre)verboten,
durch
die
Nutzung
des
Programms,,Retroshare"
es
Oritten
zu
ermöglichen,dieTonaufnahme
,
]"
des Künstlers
über
einen
Computer
für
andere
Teilnehmer
des
,.RetroShare"-
Netzwerks
über
das
Internet zum
Abruf
bere:tzustellenunddamit
der
Öffentlichkeit
zugänglichzu
machen.
Der
AntragsgegnerhatdieKosten
des
Verfahrens
nacheinem
Streitwertvon €
10.000,00
zu
tragen.
Gründe
L
Der Antrag
auf
Erlass
der
einstweiligenVerfÜgung
is1
zulässig,insbesondereist dieörtliche Zuständigkeit
des
Landgerichts Hamburggegeben.GegenstanddesVerfahrens
ist
das
widerrechtliche
öffentliche
Zugänglichmachenurhebenechtlich
geschÜtZer
Musikaufnahmen
durch
ein
Filesharingsystem imInternet. Das
ist eine
unerlaubte
Handlung,
bei der
neben
dem
allgemeinen Gerichtsstand
auch
der
besondereGerichtsstand
gemäß
S
32ZPO erötfnetist, wobei
del
Antragstellerin zwischenbeiden Gerichtsständengemäß
S
35 ZPO einWahlrecht zusteht. Nach
S
32
ZPO
ist
das
Gerichtzuständig,indessen
Bezirk
die beanstandeteHandlungbegangen worden ist. Das
ist
jederOrl,
andem auchnur
einesder
wesentlichenTatbestandsmerkmaledes
Delikts
verwirklichtworden
ist, alsonichtnur
der
Begehungsort.
sondern
auch
der
Erfolgsort.
AIs
(potentielle|
Erfolgsort
einerUrheberrechtsverletzung
ist
jeder
Ort anzusehen,zu
dem die
angegriffenenInhalte
objektiv
einen deutlichenBezug aufueisen.Dafür
ist
nicht,
wiebei
marktbezogenen Delikten
wie
Wettbewerbsverletzungen,
auf die
bestmm
ungsgemäße Abrufbarkeitabzustellen. Vielmehrkommt
es
lediglich
daraul
an,
dassan demjeweiligenOrteine
Kenntnisnahmenach
den
Umständen
des
konkreten
Falls
erheblrch
näher
liegt
als
dies
aufgrund
der
bloß
theoretischen
Möglichkeitdes
Abrufsder
Fall
wäre
(vgl.
dazu:
BGH, GRUR 2010,
461
(Tz
16
ff.)
-
,,The
New
York
Times").
Eine
besondereBeziehung
des
Rechlsstreits
zum
Gerichtsstandort
Hamburg
in
diesem
Sinneis't vorliegendgegeben:
Musikaufnahmen
in