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22 | Stahl | Dämmen STAHl

Leistungsstarkes Powerplay
Der Stahlbauexperte Unger Steel Group finalisiert ein Großprojekt für Daimler und unterstützt den Automobilriesen bei der Kapazitäts- und Standorterweiterung im Bremen.
Mit der Produktionshallenerweiterung um großflächige 54.000 Quadratmeter wurde ein zukunftsorientiertes Projekt bei laufender und ungestörter Produktion in einer Rekordzeit von nur fünf Monaten realisiert. Unger steht für erfolgreich realisierte Bauvorhaben innerhalb kürzester Zeit und für seine langjährige Erfahrung in der Bauindustrie mit ausgewiesener Kompetenz im konstruktiven Stahlbau. Lösungsorientiertheit, Qualität und Termintreue sind jene Erfolgskriterien, mit denen Unger den Auftraggeber überzeugte. InDIvIDuEll unD lEISTunGSSTArk Ziel der erweiterten Karosseriefertigungshalle 70 war es nicht nur, mehr räumliche Kapazität für die bestehende Produktion zu schaffen, es sollte nach erfolgter Fertigstellung die neue Generation von C-Klasse-Limousinen, T-Modell und dem Coupé vom derzeitigen Standort Sindelfingen nach Bremen übersiedelt werden. Die Herausforderung bei diesem vielschichtigen Vorhaben war es, den laufenden Produktionsbetrieb während der Bauarbeiten nicht zu stören. Die Gestaltung und Errichtung von Autohäusern sowie von Produktionshallen renommierter Automarken zählen zu den Kernkompetenzen der Unger Steel Group. „Eine effiziente Planung unter Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse des Kunden erfordert langjährige technische wie praktische Erfahrung. Eine maßgeschneiderte Lösung rasch zu erarbeiten und nach Kundenwunsch zu realisieren ist eine besondere Stärke und Kompetenz der Unger Steel Group“, erklärt Bernd Mühl, Geschäftsbereichsleiter Stahlbau der Unger Steel Group. Aufgrund der hohen Auslastung bei Daimler war es erforderlich, den laufenden DreiSchicht-Produktionsbetrieb während der Bauarbeiten nicht zu stören. Bestandsgebäude und großräumiger Zubau sind zweigeschoßig zur Verdoppelung der Hallenfläche geplant. Brandschutztechnische Unterteilungen wurden produktionsbedingt im Erdgeschoß vorgenommen. Die Fassade des ursprünglichen Gebäudekomplexes wurde auf drei Seiten zurückgebaut. Verbaut wurden insgesamt 8.600 Tonnen Stahl, 6.000 für die Stahlhalle, 2.000 für den Anlagen-

BAUEN Baukultur beginnt an den Unis
Universitätsstudium Architektur | 17. Dezember 2012 unIvErSITäTSSTuDIuM ArcHITEkTur
Die jüngste Debatte über Zugangsbeschränkungen im „Studienfeld Architektur” (Architektur, Landschaftsplanung und Landschaftspflege sowie Raumplanung und Raumordnung), welche die Bundesregierung im Rahmen ihrer letzten Klausur beschlossen hat, hat auch die Diskussion über Studienbedingungen und das Architekturstudium allgemein befeuert.
Erweiterung einer bestehenden Karosseriefertigungshalle der Daimler AG im Werk Bremen auf rund 82.000 m². Fotos: Unger Steel Group, rechts: Daimler AG

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von Patrick Jaritz

dass es bei weitem nicht zu den erforderlichen Abschlüssen kommen würde und auch viele Qualitäten einer „Flaggschifffakultät“ wegfallen würden. Zahlreiche Lehrveranstaltungen, die für die Breite der Auseinandersetzung sorgen, würden dann aller Voraussicht nach nicht mehr stattfinden (können). BEkEnnTnIS zur BAukulTur Architekturschaffend tätig zu sein setzt ein umfangreiches Spektrum an Fähigkeiten voraus, die über das Entwerfen hinausgehen. Entwerfen ist zwar als Kernkompetenz definiert, die eingehenden soziologischen, künstlerischen, theoretischen und nicht zuletzt technischen Fertigkeiten sind es aber erst, die dem Entwurf Gehalt geben (die Aufzählung stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit). Vertritt man zudem die Thesen, dass Österreich sowohl eine breitere und sozial gerechtere Teilhabe an höherer Bildung als auch (ebenso) Exzellenz braucht, dass das Architekturstudium in diesen beiden Bereichen durchaus seinen Beitrag leisten kann und dass es darüber hinaus Befähigungen vermittelt, die zweifelsohne (auch bei Studienabbruch) von gesellschaftlichem Nutzen sind, ist eine vorzeitige Selektion keine zielführende Option. Ganz abgesehen davon muss man in Österreich nicht unbedingt befürchten, dass es schlagartig zu viele Akademiker gibt. Statt ständig den Druck nach unten weiterzugeben, sollte es an der Zeit sein, die Dinge nach oben hin zu hinterfragen und auch mal Einspruch zu erheben. Was es letztendlich braucht, ist ein Konzept, das ein Studium auf tatsächlich akademischem Niveau für alle Interessierten gewährleistet, aber vor allem ein Bekenntnis zu einer qualitätsvollen Baukultur, die ihren Ausgang in den zuständigen Bildungseinrichtungen nimmt. Maßnahmen, die zu einer bewussteren Studienwahl schon während der Mittelschule führen, sind ohne Zweifel auch nicht verkehrt. Wir können froh sein, dass sich so viele Menschen für Architektur interessieren. Eine sinnvolle Ausfinanzierung des Studiums ist der einzige Weg, um sicherzustellen, dass diese Menschen die österreichische Architektur auf ihrem angesehenen Level halten.

stahlbau und 600 Tonnen für die beiden Verbindungsbrücken zum Nachbargebäude und die Auffahrtsrampen. Unger ist bekannt für die erfolgreiche Realisierung terminlich herausfordernder Bauvorhaben. Beim Daimler-Projekt wurden täglich bis zu zehn Lkw-Lieferungen auf die Baustelle gebracht und verbaut. Für die Zwischenlagerung der Bauteile stand kein zusätzlicher Lagerplatz zur Verfügung, sodass der Montagebereich mit anderen, parallel arbeitenden Unternehmen wie etwa dem technischen Gebäudeausstatter oder dem Anlagenbauer geteilt werden mussten. Die Koordination und die logistische Abstimmung bis ins kleinste Detail waren neben der gesamten Planung und Produktionssteuerung hochkomplexe Aufgaben, deren erfolgreiche Bewältigung viel Erfahrung voraussetzte.

DEr WEG zur zukunFT Trotz komplexer Rahmenbedingungen und eng gesetzter Termine gelang es der Unger Steel Group dennoch, das Projekt sogar bereits einige Wochen vor dem geplanten Bauende erfolgreich und zur Zufriedenheit des Kunden zu realisieren. „Daimler und Unger arbeiten seit Jahren bestens zusammen und erzielen gemeinsam rasche Ergebnisse“, erklärt Ing. Josef Unger, Eigentümer und Geschäftsführer der Unger Steel Group. unger Stahlbau Ges.m.b.H, Steinamangererstraße 163, A-7400 Oberwart Tel.: (0 33 52) 335 24-0 Fax: (0 33 52) 335 24-15 E-Mail: office.at@ungersteel.com Internet: www.ungersteel.com

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ei der sogenannten Studienplatzfinanzierung soll den Unis eine bestimmte Anzahl an Studienplätzen vorgeschrieben werden, für die das Ministerium in den Leistungsvereinbarungen ausgehandelte Mittel zur Verfügung stellt. Von dieser Regelung ist nun auch und vor allem die TU Wien betroffen, die die größte Architekturfakultät des Landes stellt. Wenn das Architekturstudium dort von außen betrachtet wird, fällt anscheinend als Erstes die Anzahl der Studierenden ins Auge, die am häufigsten als Problem ausgemacht und nun auch einer parlamentarischen Behandlung zugeführt wird. Was die Absolventenzahlen betrifft, decken sich die Vorgaben des Ministeriums interessanterweise mit den realen Verhältnissen. Die Schwierigkeiten würden also vielmehr von der Anzahl der Studienanfänger ausgehen, die anstatt gleich zu Beginn erst im Laufe des Studiums ausselektiert werden. Die kolportierte österreichweite Reduktion um 420 Studienplätze im Studienfeld würde aber auch für die TU Wien keine wesentliche Veränderung bewirken, weshalb man sich natürlich die Frage stellen darf, wozu der Aufwand betrieben wird. STEuErunG DurcH BEScHränkunG Während die einen in der plötzlichen Aufmerksamkeit das willkommene Eingeständnis sehen, dass es hier schon lange ein Problem gibt, und jetzt auf mehr Entgegenkommen hoffen, freuen sich die anderen über die in Aussicht gestellte Möglichkeit, Beschränkungen als Steuerungsinstrument einsetzen zu können, um die Studientouristen abzuschrecken, die gerne mal in verschiedene Fächer hineinschnuppern. Man soll ja schließlich effizient studieren und nicht seine Zeit damit vertrödeln, sich einen Überblick über die akademische Welt zu verschaf-

fen. Da man jedoch davon ausgehen kann, dass es trotz Aufnahmetests, oder welches Mittel auch immer zum Einsatz kommen wird, (vorerst) keine spürbare Dezimierung geben wird, ist die einzige wirklich sichtbare Wirkung dieser Maßnahme die Abschaffung des freien Zugangs zum Studium. Man sollte sich allerdings fragen, ob es das wert ist, wenn dafür keine absehbaren Verbesserungen eintreten. AlTE GEWOHnHEITEn Der freie Hochschulzugang ist eine Errungenschaft, auf die eine Gesellschaft zu Recht stolz sein kann, die hier aber bewusst zur Verhandlungsmasse degradiert und zum Tauschhandel freigegeben wird. Das Architekturstudium an der TU Wien leidet seit Jahren an unmöglichen Betreuungsverhältnissen und zu wenig Platz. Dabei braucht das Studium nicht viel mehr. Genau diese zwei Ressourcen sind dafür aber essenziell: Menschen und Raum. Es wird eine Verwaltung des Mangels betrieben, der vielen traurigerweise schon zur Gewohnheit geworden ist. Mit dem ursprünglichen Anspruch einer Universität hat das nichts mehr zu tun. Studierende und Mitarbeiter frustriert die Situation, was sich natürlich auf die Qualität des Studiums auswirkt. Viele brechen aus diesem Grund ab, etliche kommen allein durch ihre Hartnäckigkeit zum Abschluss. Es kursiert die begründete Angst, dass das Studium wertlos wird. Eine Beschränkung scheint hier auf den ersten Blick ein gelegener Ausweg, um das Niveau zu halten und an internationale Standards anzugleichen. Das wird aber eine Reduktion der Studierenden allein auch nicht leisten können. Um ohne ausreichende finanzielle Versorgung eine merkbare Entlastung zu erzielen, müsste die Verringerung der Studierendenzahlen so drastisch sein,

DäMMEn

Dämmung einmal anders
Rund 200 Steinbacher-Mitarbeiter hatten sich Anfang Oktober auf den Weg gemacht, um sich als „menschliche“ Dämmplatten auf das Dach einer Almhütte zu legen – Fotos, Videos und ungedämmter Spaß inklusive. Selbst Petrus bewies gute Laune.

50 Jahre Steinbacher und eine starke Aktion: 200 Mitarbeiter als „menschliche Dämmplatten“. Foto: Steinbacher Dämmstoffe

Mit dieser außergewöhnlichen „Ganzkörper-Dämm-Aktion“ anlässlich des Fünfzig-Jahr-Jubiläums wollte das Traditionsunternehmen Steinbacher die Aufmerksamkeit auf die Themen Dämmen und Energiesparen lenken. Gibt es doch immer noch hunderttausende nicht oder nur schlecht gedämmte Wohneinheiten in Österreich, die ihr Geld durchs Dach „verheizen“. Mit dieser Aktion setzte man auch gleich den Fokus auf gutes Klima und gelebtes Miteinander im Betrieb. Auf die Hüttenaktion folgte die Hüttengaudi in altbekannter Steinbacher-Manier, bei der das Zusammengehörigkeitsgefühl ordentlich gestärkt wurde. Fakt ist: Die meiste Energie entweicht über das Dach. Deshalb ist es besonders wichtig, dieses ebenso wie die obere Geschoßdecke professionell und nachhaltig zu dämmen – immerhin lassen sich dadurch bis zu 30 Prozent Heizkosten einsparen. Steinbacher bietet für jede Dachart und somit für jede Dämmanforderung leistungsstarke Produkte. Speziell für Steildächer empfiehlt Steinbacher steinothan®-PURAufdachdämmelemente, die sich schnell und einfach verlegen lassen – und vollflächige Wärmedämmung garantieren. Weitere Informationen sowie einige Jubiläumsimpressionen unter www.steinbacher.at/50-jahre-steinbacher.

Profis erkennt man an der …
Eine Initiative der gewerblichen Immobilienwirtschaft

Steinbacher Dämmstoff GmbH Salzburger Straße 35 A-6383 Erpfendorf/Tirol Tel.: (0 53 52) 700-0 Fax: (0 53 52) 700-530 E-Mail: marketing@steinbacher.at Internet: www.steinbacher.at

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