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Rauchschwalben – bald die Pfaue der Lüfte?

Nr. 1 Die Hypothese der Versuch A und B besagt, dass die Länge der Schwanzfedern von männlichen Rauchschwalben die Attraktivität der Männchen für die Weibchen bestimmt. Die Versuchsergebnisse bestätigen diese Hypothese, da man in Abbildung b erkennen kann, dass ca. 80% der Rauchschwalben mit verlängerten Schwanzfedern nicht nur ein brütendes Weibchen, mit dem sie sich bereits fortgepflanzt haben, sondern auch ein zweites Gelege, sprich ein zweites Weibchen, mit dem sie sich fortgepflanzt haben. Bei Rauchschwalben mit verkürzten Schwanzfedern sind es hingegen nur ca. 15 %. Dies zeigt, dass die Rauchschwalben mit verlängerten Schwanzfedern die beste Fitness haben, da sie sich am meisten fortpflanzen. Die biologische Bedeutung dieses Verhaltens ist relevant für die Entwicklung der Population, da die Weibchen die Männchen mit verlängerten Schwanzfedern bevorzugen, was man der epigamen Selektion, eine Art der sexuellen Selektion, zuordnen kann. Bei der epigamen Selektion wählt das Weibchen seinen Favoriten aus einer Reihe von Männchen aus, die sich durch besondere Attribute voneinander unterscheiden, was in diesem Beispiel die verlängerten Schwanzfedern sind. Da die Weibchen Männchen mit verlängerten Schwanzfedern bevorzugen, pflanzen diese sich am meisten fort, was bedeutet, dass sie ihre Allele für die verlängerten Schwanzfedern in den Genpool der nächsten Generation einbringen. Dies führt dazu, dass es in der nächsten Generation vermehrt Rauchschwalben mit verlängerten Schwanzfedern gibt, da die Allelhäufigkeit für lange Schwanzfedern am höchsten ist, da sich die Rauchschwalben mit verlängerten Schwanzfedern am meistens fortgepflanzt haben. Nr. 2 Die Rauchschwalben mit den verlängerten Schwanzfedern haben wahrscheinlich große Probleme bei der Jagd nach Nahrung, da Rauchschwalben bei der Jagd sehr wendig und schnell sein müssen, weil sie sich von Insekten ernähren, die sie im Flug fangen. Aufgrund der langen Schwanzfedern sind diese jedoch nicht wendig und können auch nicht hohe Geschwindigkeiten erreichen, wie es vorausgesetzt wird. Die Rauchschwalben mit verkürzten oder normal langen Schwanzfedern hingegen können aufgrund ihrer Schwanzfederlänge höhere Geschwindigkeiten erreichen und sind um einiges wendiger als die Rauchschwalben mit langen Schwanzfedern. Deshalb haben diese keine Probleme bei der Jagd nach Nahrung. Dadurch, dass die Rauchschwalben mit verlängerten Schwanzfedern Probleme bei der Jagd nach Nahrung haben, könnte es sein, dass diese schneller sterben, da sie verhungern. Die Rauchschwalben mit kurzen und normalen Schwanzfedern hingegen haben keinerlei Probleme, weshalb sie nicht in Gefahr sind aufgrund von Nahrungsmangel früher zu sterben, weshalb diese sich weiter fortpflanzen können, im Gegensatz zu den Rauchschwalben mit langen Schwanzfedern. Deshalb ist es eher unwahrscheinlich, dass in ferner Zukunft die Schwanzfedern bei Rauchschwalben wie beim Paradiesvogel oder Pfau sind, da es immer weniger Rauchschwalben mit langen Schwanzfedern geben wird, da sie aufgrund ihrer Probleme bei der Jagd verhungern könnten, weshalb sich die Rauchschwalben mit verkürzten und mit normal langen Schwanzfedern fortpflanzen können, da diese sich und ihre brütendes Weibchen versorgen können, da sie wendiger sind und höhere Geschwindigkeiten als die Rauchschwalben mit verlängerten Schwanzfedern erreichen können. Hierbei handelt es sich um die transformierende Selektion, da sich die Population in einem Merkmale verändert und der Trend dazu gehen könnte, dass es bald weniger Rauchschwalben mit verlängerten Schwanzfedern geben wird.