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2007_05 tipps vista

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Published by Paul Schlotter
Der groesste Konkurrent zu Vista kommt von Microsoft selbst. Windows XP laeuft im Grossen und Ganzen so problemlos, dass sich die meisten Anwender mit der alten Vorgaengerversion zufrieden geben.

Probieren Sie doch einmal Vista aus, ohne es gleich dauerhaft zu installieren!
Mit Hilfe der Virtualisierungstechnik koennen Sie sich gefahrlos einen Eindruck von den neuen Funktionen des XP-Nachfolgers machen. Das Dokument erklaert Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Windows Vista als virtuelle Maschine nutzen.
Der groesste Konkurrent zu Vista kommt von Microsoft selbst. Windows XP laeuft im Grossen und Ganzen so problemlos, dass sich die meisten Anwender mit der alten Vorgaengerversion zufrieden geben.

Probieren Sie doch einmal Vista aus, ohne es gleich dauerhaft zu installieren!
Mit Hilfe der Virtualisierungstechnik koennen Sie sich gefahrlos einen Eindruck von den neuen Funktionen des XP-Nachfolgers machen. Das Dokument erklaert Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Windows Vista als virtuelle Maschine nutzen.

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NR.

5/2007 MÄRZ | APRIL | MAI 2007
Deutschland € 7,60 | Schweiz sfr 15,20 Österreich € 8,60 | Benelux € 8,60 www.pcwelt.de

DT-Control
geprüft: Beiliegender Datenträger ist nicht jugendbeeinträchtigend

Tipps&Tricks
Brandaktuelle Spezial-Treiber für Vista

Sonderheft

CD

So bringen Sie Ihr neues Windows richtig in Fahrt! Profi-System-Tools Der ultimative Werkzeugkasten für Vista Security Tool-Kit Diese Sicherheits-Tools müssen Sie haben!

Tipps&Tricks

Vista
Schritt für Schritt So steigen Sie ohne Probleme auf das neue Windows um

Microsoft Windows NEU! Der offizielle Startup-Guide
von PC-WELT

Einrichten • Anpassen • Optimieren

Komplettschutz für Vista
Datenrettung, Virenschutz & Sicherheit im Web
Geheim: Was Microsoft verschweigt

45

Problem-Lösungen
Fragen & Antworten zu Vista

Vista perfekt tunen!
So drehen Sie an den Leistungsschrauben

Editorial

Auf Heft-CD: Vista-Tools und Spezial-Treiber
Die Heft-CD enthält eine Sammlung wichtiger System- und Sicherheits-Tools, mit denen Sie Vista optimieren und verbessern. Dazu gibt's brandaktuelle Spezial-Treiber, mit denen Sie Ihre Hardware ausnutzen.

Das neue Windows
Windows Vista bietet mehr als eine schicke neue Optik. Für mehr Sicherheit und Nutzen hat sich Microsoft beim XP-Nachfolger einiges einfallen lassen.

Service für die Heft-CD
Falls Sie einen Defekt der Heft-CD vermuten, wenden Sie sich für Ersatz bitte direkt an den PC-WELT-Leserservice, Tel. 0711/7252 -277. Mail: shop@pcwelt.de. Österreich: Tel. 01/2195560. Schweiz: Tel. 071/31406-15. Manche schnellen DVD-Laufwerke lesen nicht alle CDs auf Anhieb. Meist funktioniert es aber nach einigen Anläufen.

Das Warten hat ein Ende Vista ist endlich da! Wer sich jetzt einen neuen Rechner zulegt, bekommt das neue Windows in aller Regel vorinstalliert, allen übrigen Windows-Nutzern legt Microsoft den Umstieg nahe. Weil, so verkündet das jedenfalls der Software-Branchenprimus, der PC mit dem neuen Betriebssystem natürlich besser, schneller und sicherer laufen soll. Wie Sie Ihr nagelneues Vista-System optimieren oder ob es sich für Nutzer älterer Windows-Versionen lohnt umzusteigen, darüber informieren wir Sie in diesem PC-Welt-Sonderheft. Mehr Leistung Microsoft hat sich mächtig ins Zeug gelegt: Eine Vielzahl neuer Funktionen und Elemente soll die Bedienerführung einfacher und intuitiver gestalten. Eine verbesserte Suchfunktion und die coole Aero-Glass-Optik mit praktischer Sidebar sind nur einige der Highlights der neuen Vista-Oberfläche. Doch Vista bietet mehr als hübsche, durchsichtige Fenster: Unter der Haube stecken einige Funktionen, die die Hardware optimal nutzen und das System beschleunigen. Wir zeigen, wie Sie noch mehr Performance herauskitzeln. Vista virtuell Der größte Konkurrent zu Vista kommt von Microsoft selbst. Windows XP läuft im Großen und Ganzen so problemlos, dass sich die meisten Anwender mit der sechs Jahre alten Vorgängerversion zufrieden geben. Probieren Sie doch einmal Vista aus, ohne es gleich dauerhaft zu installieren! Mit Hilfe der Virtualisierungstechnik können Sie sich gefahrlos einen Eindruck von den neuen Funktionen des XP-Nachfolgers machen. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Windows Vista als virtuelle Maschine nutzen. Viel Spaß mit Vista!

Haftungsausschluss: Das Installieren der auf Heft-CD bereitgestellten Software erfolgt auf eigene Gefahr. PC-WELT übernimmt keine Gewährleistung oder Haftung für die Funktionsfähigkeit und etwaige Schäden, die durch die Installation entstehen können. Die Haftung für mittelbare Schäden oder entgangenen Gewinn ist ausgeschlossen.

Wolfgang Koser Stellvertreter des Chefredakteurs

TIPPS & TRICKS 5/2007

EDITORIAL

5

Inhalt Heft-CD
Auf CD: Spezial-Treiber & Tools 8
Die Heft-CD enthält eine Reihe von SpezialTreibern für Komponenten, zu denen Vista standardmäßig keine passende Unterstützung bietet. Dazu gibt's empfehlenswerte System-Tools

Grundlagen
Mit Vista durchstarten! 10
Steigen Sie ein: Unsere große Übersichtsgrafik stellt die wichtigsten Vista-Neuerungen vor

Pro & contra Windows Vista

12

Wir sagen Ihnen, was für und was gegen einen Wechsel zum neuesten Windows spricht

Vista optimal einrichten

18

Der Installationsratgeber zeigt detailliert, wie Sie Vista auf der Festplatte perfekt einrichten

Grundlagen
Auspacken, einstecken – läuft! Doch Vista steckt bezüglich Installation, Grundfunktionen, Explorer, Netzwerk und Spiele voll von Schätzen. Wir haben alle wichtigen Basics für Sie zusammengestellt.

Vista ins Netzwerk nehmen

26

Netzwerk, Wireless LAN und Internet-Zugang schnell und sicher einrichten

Benutzer verwalten

30

ab Seite 10

Die Benutzerverwaltung ist das A und O, wenn Sie individuelle Zugriffsrechte vergeben wollen

Vista-Firewall am Anschlag

36

Lesen Sie, wie Sie die neuen Möglichkeiten der Zugriffskontrolle und Programmsperre nutzen

Das sind die Spiele in Vista

38

Für Traditionalisten gibt es weiterhin Solitär und Minesweeper, dazu kommen neue Spiele

Das bringt Direct X 10

42

Die 3D-Grafikfunktionen von Direct X 10 zählen zu den wichtigsten Neuerungen von Vista

In Vista steckt nur wenig .NET

44

Entgegen früheren Ankündigungen setzt Microsoft nicht komplett auf das .NET Framework

Office 2007: Das ist neu

46

Zu Vista bietet Microsoft auch ein aufpoliertes Office-Paket an, das große Änderungen bringt

Notfallrettung

50

Backups werden oft vernachlässigt. Wir zeigen, wie Sie in Vista den Daten-GAU vermeiden

Rubriken
Editorial Impressum/Inserentenverzeichnis Vorschau 5 123 124

Tuning
In Ihrem Betriebssystem steckt mehr, als Sie denken. Wir zeigen Ihnen, welche verborgenen Tempo-Optimierungsmöglichkeiten es in Vista gibt und wie Sie sie nutzen können. ab Seite 54
TIPPS & TRICKS 5/2007

6

INHALT

Inhalt Tuning
Vista optimal 54
Mit unserem Vista-Tuning arbeitet Ihr WindowsRechner schnell und komfortabel

Vista individuell

60

Wir zeigen, wie Sie mit geringstem Aufwand das Maximum aus dem Desktop herausholen

Vista-Start beschleunigen

66

Sparen Sie wertvolle Sekunden beim Hochfahren und Beenden des Betriebssystems

Eigene Setup-DVDs

70

Erstellen Sie eine auf Sie zugeschnittene SetupDVD für Vista ohne überflüssige Module

Vista-Dienste aufräumen

74

Mit einer optimierten Konfiguration der Systemdienste sparen Sie wertvolle Ressourcen

Tipps & Tricks
Vista hat für jeden Anwender viele Geheimnisse auf Lager. Nutzen Sie das Wissen der Profis, und verbessern Sie Ihre Systemkonfiguration anhand unserer Experten-Tipps. ab Seite 106

Schrauben an Ihrem System

78

Wer bei Vista oder XP unter die Haube schauen will, braucht dazu Spezial-Tools

Neue Firewalls – bald für Vista

84

Wir geben einen Ausblick auf alternative Desktop-Firewalls für Windows-Systeme

Recovery und mehr
Wenn Ihnen Ihre Daten wichtig sind, helfen Tools, Ihre Platte im Auge zu behalten

90

Vista für Notebooks

94

Mit ein paar Einstellungen an Vista reduzieren Sie den Stromverbrauch bei Notebooks

Virtuelles Vista

96

XP und Linux unter Vista laufen zu lassen oder Vista selbst im Fenster nutzen: ganz einfach!

Leistung im Schnell-Check

102

Über den Eintrag „Zuverlässigkeit und Leistung“ in der Computerverwaltung behalten Sie die Leistung Ihres PCs im Auge und entdecken rechtzeitig mögliche Schwachstellen

Tipps & Tricks
45 Fragen zu Vista 106
Mit unseren FAQ bleibt keine wichtige Frage rund um Windows Vista mehr offen

So wird Vista bombensicher
Trotz Verbesserungen im Sicherheitsring leistet sich Vista bei den Bordwerkzeugen viele kleine Sicherheitsschwächen. Wir zeigen Ihnen, wie ein professioneller Systemschutz mit Tools aussieht. ab Seite 112
TIPPS & TRICKS 5/2007

Sicherheits-Toolkit

112

Mit unserem Sicherheitspaket für Vista stopfen Sie die wichtigsten Schlupflöcher

Tipps & Tricks zum IE 7

118

Der neue Internet Explorer kämpft mit einigen Eigenheiten, die Sie kennen sollten
INHALT

7

Auf der CD

Treiber und Tools
len Fällen ein XP-Treiber. Hier ist allerdings nicht garantiert, dass die Komponente problemlos funktioniert. Vor allem TV-Karten und Audio-Adapter profitieren jedoch von Spezial-Treibern, die optimal an Vista angepasst sind. Auf C CD präsentieren wir Ihnen ein brandaktuelles Vista-Treiberpaket mit einigen ausgewählten Spezial-Treibern. Unsere Sammlung umfasst die Rubriken „Erweiterungskarten/Peripherie“, „Soundkarten“ und „TV-Karten/Webcams“. Enthalten sind beispielsweise Logitechs Setpoint-Treiber für kabellose Eingabegeräte und ein Cinergy-T-Treiber, mit dem Sie die verbreitete USB-TV-Karte von Terratec unter Vista zum Laufen bekommen.

Treiber mit Zertifikat
Optimal für das neue Windows sind Treiber mit dem Vista-WHQL-Zertifikat (Windows Hardware Quality Labs). Diese Zertifizierung von Microsoft erhalten Treiber, die bei Tests unter Vista stabil liefen. Die meisten Hersteller bieten passende Treiber zum kostenlosen Download an oder geben Infos über die geplanten Treiber. Um zu prüfen, welche Hardware Vista von Haus aus unterstützt, können Sie die Hardware-Kompatibilitätsliste von Microsoft unter https://winqual.microsoft.com/HCL verwenden. Zusätzliche Listen gibt es im PCWELT-Wiki unter http://pcwelt-wiki.de/ wiki/Kategorie:Vista.

Treiber und Tools für Vista
Helfen schnell, bringen viel – das ist das Motto der SpezialTreiber und Tools auf der Heft-CD. Sie bietet tolle Programme, mit denen Sie viel Freude am neuen Windows haben.
Von Ramon Schwenk
ür die Heft-CD haben wir wie gewohnt alles zusammengestellt, was Sie zum Umsetzen unserer Tipps und Anleitungen benötigen: Sie finden die aktuellen Optimierungs-Tools für Vista neben nützlicher Freeund Shareware zum Absichern des Systems ebenso wie einige Testversionen kostenpflichtiger Vista-Programme zum Ausprobieren. Ein Highlight ist unsere Sammlung an Spezial-Treibern. Auch wenn im Internet möglicherweise nicht gleich die richtigen Informationen zu finden sind – auf unserer Heft-CD steht immer alles sofort bereit.

So kommen Sie an Vista-Treiber
Aktuelle Vista-Treiber bekommen Sie im Internet in der Regel auf den Seiten der jeweiligen Gerätehersteller. Bei manchen Geräten lassen sich angepasste Treiber aber nicht so einfach beschaffen. Das kann daran liegen, dass der Hersteller der Komponente nicht mehr existiert und es daher keine offizielle Download-Quelle mehr gibt. Oder der passende Vista-Treiber ist einfach noch nicht fertig programmiert. Denn noch hat kaum ein Hersteller die Treiber-Entwicklung für Vista abgeschlossen.

F

Hardware mit Spezial-Treibern optimal nutzen
Mit einem neuen System soll der PC natürlich besser und schneller laufen als vorher. Microsoft hat daher ein paar Funktionen eingebaut, um die Hardware optimal zu nutzen und das System zu beschleunigen. Wenn Vista ein Gerät bei der Installation nicht automatisch erkennt, benötigen Sie einen Treiber vom Hardware-Hersteller. Es muss allerdings kein spezieller Vista-Treiber sein. Da sich Vista und XP technisch nicht grundlegend unterscheiden, genügt in vie-

Die besten Tools für Vista
Mit den System-Tools von C CD legen Sie bei Vista den Turbo ein. Damit optimieren Sie zahlreiche Einstellungen der WindowsKonfiguration, für die Microsoft nach wie vor keine direkten Einstellmöglichkeiten vorgesehen hat. Einige Hersteller von Tools zur Vista-Optimierung bewerben ihre ProTIPPS & TRICKS 5/2007

8

AUF DER CD

Treiber und Tools
gramme zwar als wahre Tempomacher, doch den versprochenen Leistungsgewinn konnten wir nicht messen. Dafür drehen die Utilities in puncto Komfort und Systemschutz richtig auf: Persönlicher Desktop, verbessertes Dateimanagement, sicheres Surfen und produktive Fensterhandhabung – für jeden ist etwas dabei.

Auf der CD

Virenschutz von der Heft-CD
Malware wie Viren, Trojaner und Backdoors haben auch in Vista ein riesiges Schadenspotenzial. Für einen sicheren PC brauchen Sie trotz der Sicherheitsfortschritte in Vista die richtigen Tools. Auf Platz eins der Liste mit den Pflichtprogrammen steht deshalb eine gute Antiviren-Software. Mit dem für Privatnutzer kostenlosen AVG Anti-Virus Free Edition von der Heft-CD erhalten Sie ein Virenjäger-Komplettpaket, das Ihren PC perfekt vor Malware-Angriffen schützt. Für unser Sicherheits-Toolkit haben wir weitere Utilities zusammengestellt, die Viren, Trojaner und Backdoor-Programme stoppen, bevor sie Schaden anrichten.

Super-Tools für Vista: Nützlich, leistungsstark und in vielen Fällen sogar kostenlos sind die zahlreichen Programme, die wir Ihnen auf der Heft-CD präsentieren systemnahen Tools und Sicherheits-Utilities unter Vista ihren Dienst. Meist verläuft die Installation zunächst problemlos, beim Programmstart oder beim Aufruf bestimmter Funktionen kommt es dann zu einer Fehlermeldung oder einem Hänger. Abhilfe: Sehen Sie auf der Hersteller-Website nach – möglicherweise steht mit Erscheinen dieses Hefts bereits ein Update zur Verfügung. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen auch einige ursprünglich für XP konzipierte TopProgramme vor, deren Einsatz unter Vista lohnt, für die es bislang aber noch keine Vista-Version gibt. Wir haben uns entschlossen, die Dateien für XP dennoch auf die Heft-CD zu packen, schließlich haben Sie zu Hause oder im Büro wahrscheinlich noch einen XP-Zweitrechner im Einsatz.

Wenn Vista Probleme macht
Im Internet finden sich kleine Helfer für fast jeden Bedarf: vom Packer über Browser-Erweiterungen bis zu Passwortknackern. Die meisten der derzeit angebotenen Tools wurden für Windows XP entwickelt und funktionieren unter Vista tadellos. Weil Microsoft jedoch einige Design-Änderungen an der Systemstruktur und den Berechtigungsstufen vorgenommen hat, verweigern manche

So nutzen Sie die PC-WELT-CD
Wenn Sie die CD einlegen, erscheint ein Hinweisfenster. Falls nicht, starten Sie die Datei PCWSTART.EXE im Hauptverzeichnis der CD. Im Starter wählen Sie, ob Sie die CD mit dem PC-WELT-Browser oder mit Ihrem Standard-Browser betrachten möchten. Der PC-WELT-Browser ist die komfortabelste Methode – die Software lässt sich damit bequem installieren. Wenn Sie Ihren StandardBrowser bevorzugen, muss er Javascript beherrschen. Die Programme, die die PC-WELT-Autoren in ihren Artikeln vorstellen und auf CD mitliefern, finden Sie unter „Software zum Heft“. Die Software lässt sich nach drei Kriterien sortieren: nach Artikeln, alphabetisch und nach Kategorien. Haben Sie das gewünschte Programm angeklickt, sehen Sie zwei Schaltflächen. Wollen Sie die Software ohne ein Setup auf Ihre Festplatte bannen, klicken Sie auf „Kopieren“. Die zweite Schaltfläche dient zum „Installieren“ oder „Entpacken“ und bei sonstigen Dateien zum „Öffnen“.
AUF DER CD

Heft-CD: Das sind die Highlights
Vista Spezial-Treiberpaket Damit bekommen Sie Spezialkomponenten wie Soundadapter und TV-Karten startklar, für die Vista keinen Standardtreiber bietet Vlite 0.9 Beta Im Handumdrehen erstellen Sie personalisierte Setup-DVDs zur Vista-Installation Drive Image XML 1.21 Sichert ganze Partitionen und stellt Laufwerke im Falle eines Falles wieder her AVG Free Edition 7.5.446 Ergänzt Vista um eine Virenschutzfunktion Tolle Sicherheits-Tools Cryptainer 7.0.3.0 LE, Curr Ports 1.11, Keepass 1.06, Steganos Security Suite 2007, Winpatrol 2007 11.1, Winpooch 0.6.4 und mehr Komfort-Surfpaket Firefox 2.0 PC-WELT-Edition und Opera 9.10 bieten nur wenige Angriffsmöglichkeiten Festplatten-Tools Auslogic Disk Defrag 1.1 und Jk Defrag 3.7 bringen die Platte auf Vordermann Vista als virtuelle Maschine Virtual Box 1.3.6 macht es möglich

TIPPS & TRICKS 5/2007

9

Grundlagen

Mit Vista durchstarten!
Große Icons
Gegen die Kollegen in Windows XP sind die Programm-Icons in Vista wahre Riesen. Vorteil an der schicken Darstellung: Sie erkennen viel einfacher, um welches Programm es sich handelt, und Ordner zeigen sogar ihren Inhalt erkennbar an.

Pfadanzeige
Auf den ersten Blick nur der Pfad zum aktuellen Ordner oder Laufwerk, auf den zweiten Blick eine praktische Navigationsmethode: Jedes einzelne Element im Pfad ist mit der Maus anwählbar, klappt auf Wunsch enthaltene Unterordner aus.

Favoritenleiste
An dieser Stelle schalten Sie zwischen Ihren persönlichen Ordnerfavoriten und dem Dateibaum des aktiven Laufwerks um. Favoriten lassen sich per Mausklick schnell anlegen und sind in jedem VistaDateidialog immer verfügbar.

Startmenü
Ein Klick auf das Windows-Logo öffnet die Steuerzentrale von Vista. Erst nach einem Klick auf „Alle Programme“ kommen sämtliche Anwendungen zutage. Praktisch ist die neue Suchfunktion: Sobald Sie einen Begriff in das Feld eintippen, präsentiert Ihnen Vista passende Ergebnisse.

Schnellstartleiste
Bekannt aus Windows XP, nahezu unverändert auch in Windows Vista zu finden. Inklusive eines neuen Knopfes, um unter der schicken Oberfläche Aero das Umschalten auf 3D-Fenster (3D Flip) zu aktivieren.

10

GRUNDLAGEN

TIPPS & TRICKS 5/2007

Grundlagen
Schöner, bunter und besser – das verspricht die überarbeitete Bedieneroberfläche von Vista. Tatsächlich hat Microsoft einige Kritikpunkte von Windows XP beseitigt. Hier die wichtigsten Highlights.

Systemsteuerung
Die Systemsteuerung zeigt alle Einstellungen in Rubriken gruppiert, so dass sich Module schneller finden lassen. Die Statuszeile oben und die am linken Rand befindliche Navigationsleiste sorgen für einen schnellen Modulwechsel. Wer mag, kann jederzeit zur klassischen Ansicht wechseln.

System verwalten
Das Hinzufügen und Entfernen von Anwendungen sowie das Ausführen von Verwaltungsaufgaben erfordern Administratorrechte. Das kommt der Sicherheit zugute. Da Benutzer standardmäßig mit eingeschränkten Rechten arbeiten, kann kein Unbefugter unbemerkt Veränderungen am System vornehmen.

Media Player
Microsofts Windows Media Player hat nicht nur eine neue und besser geordnete Oberfläche, inzwischen verwaltet die Multimedia-Zentrale sogar Bilder und Videos. Selbst Video-DVDs sind jetzt kein Problem mehr, ohne Installation spezieller Codecs wie noch unter Windows XP.

Windows Sidebar
Apples Mac-OS X hat das Dashboard, Vista hat die Sidebar: In der erweiterbaren Leiste lassen sich Widgets verankern, die nützliche und weniger nützliche Funktionen bieten: Uhr, Newsfeeds, Diashow, Aktienkursmonitor, Notizblock und eine Auslastungsanzeige für CPU und RAM.

Systray-Infobereich
Wie schon unter XP, sehen Sie hier auf einen Blick, welche Programme im Hintergrund aktiv sind. Vistas eigene Systemmeldungen klappen als Benachrichtigung mit Link zur Hilfebibliothek auf. Hübsch: Alle wichtigen Infos wie Netzwerkoder Batteriestatus sind deutlicher erkennbar.

TIPPS & TRICKS 5/2007

GRUNDLAGEN

11

Grundlagen

Windows Vista
1. Leistung durch Superfetch, Readyboost & Co.
„Readyboost“ oder „Superfetch“ – die Namen einiger wichtiger Vista-Neuerungen suggerieren, dass es sich dabei um wahre Turbolader handelt. Readyboost: Dieser Begriff steht für eine neue Methode, das RAM – genauer gesagt: den virtuellen Speicher – durch den schnellen Flash-Speicher von USB-Sticks zu erweitern und zu beschleunigen. Steckt ein passender Stick am PC (ab 1 GB), bietet Vista die neue Option „System beschleunigen“. Dann übernimmt der Stick die Funktion der Swap-Datei. Eine hübsche Idee – dass der Anwender jedoch wirklich einen „Boost“ erlebt, ist unwahrscheinlich. Bei flotten Festplatten bringt das Swappen auf den Stick jedenfalls keinen spürbaren Gewinn. Superfetch: Diese Funktion ist nicht komplett neu, sondern erweitert das schon von XP bekannte Prefetch. War dieser Dienst noch auf das Beschleunigen der Boot- und Startumgebung spezialisiert, so überwacht Superfetch nun alle Programmaufrufe und sorgt so für rasanteres Ausführen der meistbenutzten Anwendungen (etwa 20 Prozent schneller als bei deaktiviertem Superfetch). Readydrive schließlich nutzt den FlashSpeicher, den Hybrid-Festplatten besitzen, um dort die Vista-Bootumgebung oder die Hibernate-Datei des Ruhezustands abzulegen. Damit wird der Systemstart beschleunigt. Ebenfalls abkürzen lässt sich der Bootvorgang, indem man statt des Ruhezustands die neue Option „Energie sparen“ wählt: Sie setzt eine ununterbrochene Stromversorgung des Rechners voraus, holt dann aber in wenigen Sekunden den zuletzt genutzten Desktop vollständig zurück. Der normale Bootprozess dauert unter Vista übrigens eher länger. Abgesehen von der neuen Bootmethode „Energie sparen“ kitzeln alle Leistungsfunktionen in der Summe zwar eindeutig messbare, für den Anwender aber kaum spürbare Reserven aus dem PC. Benchmarks im Web (über www.pcwelt.de/ 5bc) und unsere eigenen Tempotests zeigen, dass Vista etwa gleichauf oder leicht vor Windows XP liegt. Die Vista-TuningSchrauben kompensieren also gerade mal den gestiegenen Ressourcenverbrauch des neuen Systems. Übrigens: Eine Neu-Installation von Vista ist in einer Dreiviertelstunde, das Upgrade
TIPPS & TRICKS 5/2007

Pro & contra Windows Vista
Derzeit rührt Microsoft die Werbetrommeln für Updates auf Vista. Sofort zugreifen, noch abwarten oder ganz ignorieren? Wir bringen’s auf den Punkt und sprechen Klartext.
Von Hermann Apfelböck
lle waren wir total gespannt – anno dunnemals auf Windows 95 und 2001 auf Windows XP. Seit 30. Januar 2007 liegt Vista in den Regalen. Doch bislang herrscht Zurückhaltung – der größte Konkurrent stammt nämlich von Microsoft: Die Anwender sind zufrieden mit Windows XP, der ganz große Upgrade-Druck fehlt. Optisch ist Vista in jedem Fall imposant – die richtige Hardware-Ausstattung vorausgesetzt. Doch gut Informierte haben längst mitbekommen, dass Microsoft funktional nicht der ganz

A

große Wurf gelungen ist. Pessimisten zum Trotz: Vista bietet schon mehr als der Vorgänger XP. Was wirklich neu ist und ob es sich für Sie lohnt, auf Vista umzusteigen, darüber informieren wir Sie in zehn Punkten. Dabei erfahren Sie auch die Unterschiede der Vista-Versionen (Home Basic, Home Pro, Business, Enterprise, Ultimate). Wenn im Text nicht ausdrücklich bestimmte Versionen genannt sind, ist die jeweilige Funktion in allen Versionen enthalten (einen Überblick verschaffen Sie sich in der 2 Tabelle).

12

GRUNDLAGEN

Windows Vista
RAM und CPU: Die Grafikkarte ist nicht allein ausschlaggebend – für Aero ist außerdem 1 GB Arbeitsspeicher erforderlich. Weniger hoch sind lediglich die Ansprüche an die CPU: Aero läuft ab 1 GHz. Wer auf den neuen Aero-Look verzichten kann, dem könnten eine 1-GHz-CPU und mindestens 512 MB RAM ausreichen. Wir empfehlen grundsätzlich 2 GHz. Das System allein fordert etwa 350 MB RAM. Festplatte: Vista belegt auf Dauer mindestens 20 GB. Eine möglichst flotte und leise FestReadyboost: Vista swappt damit auf einen USB-Stick. Bei flotplatte ist zu empfehlen, ten Festplatten lässt sich aber kein „Boost“ feststellen (Punkt 1) da das System für seine neuen Filter- und Sucheines XP-Systems je nach Software-Ausstat- funktionen deutlich intensiver als XP diverse tung nach zwei bis drei Stunden erledigt. Indizes und Datei-Attribute beackern muss. in Sachen Leistung keine entschei- Übrigens: Vista installiert sich nur auf NTFS denden Vorteile am PC – ein System-Upgrade auf einer FAT32-Parauf Notebooks leichte Vorteile durch Boo- tition ist daher ausgeschlossen. toptionen und Readyboost Für Besitzer älterer PCs sind beim Upgrade Frustrationen zu erwarten. Dazu trägt nicht 2. Hardware-Voraussetzungen zuletzt Vista selbst mit dem integrierten für Vista WEI-Benchmark bei („Windows Experience Vor einem Umstieg sollten Sie erst Ihr Sys- Index“). Dieser bewertet fünf maßgebliche tem prüfen. Bringt es genug Leistung, damit PC-Komponenten jeweils mit den Noten 1,0 Vista optimal aussieht und arbeitet? Das (schlecht) bis 6,0 (optimal). Die schwächste neue Betriebssystem ist nicht unbedingt ein Komponente bestimmt die Gesamtnote. So Mitnahme-Schnäppchen: Ältere PCs sind werden selbst Anwender zu Investitionen schnell überfordert und müssen aufgerüstet verleitet, die mit der Leistung ihres PCs unwerden. Und selbst bei einem PC-Neukauf ter dem neuen System eigentlich sonst zusollte man genau hinschauen. frieden wären. Grafikkarte: Wer das Aero-Design sehen Wer gerade den Neukauf eines PCs plant, will, braucht mindestens eine Direct-X-9- kann im Hinblick auf Vista nicht viel falsch taugliche Grafikkarte mit 64 bis 512 MB machen, wenn er auf das bunte „Premium“RAM – wie viel genau, hängt davon ab, wel- Logo achtet. PCs und Komponenten mit dem che Auflösung Sie möchten: Da Aero grund- grauen „Basic“-Logo signalisieren lediglich, sätzlich die maximale Farbtiefe voraussetzt, dass Vista damit prinzipiell funktioniert. beträgt die höchste Auflösung bei 64 MB Besitzer von Rechnern mit 64-Bit-CPU haben Grafikspeicher 1024 x 768, bei 128 MB ist es die freie Wahl zwischen allen Vista-Versionen: 1600 x 1200. Jedes Vista, selbst Home Basic, gibt es auch Wer zwei Monitore benutzt, muss deren als 64-Bit-Variante. Dual-Core-CPUs unterAuflösungen addieren. In der Regel sollten stützt Vista generell, die beiden Home-Versi256 MB auf der Grafikkarte reichen, 512 MB onen erlauben jedoch keinen echten Mehrprosind zukunftssicher. zessor-Betrieb.

Grundlagen

Überblick Windows Vista
Inhalt 1. Leistung durch Superfetch & Co. 2. Hardware-Voraussetzungen 3. Sicherheitsfunktionen und Konten 4. Wiederherstellungs-Optionen 5. Indexdienst und Explorer-Suche Seite 12 13 13 15 15

6. Windows-Explorer und Bedienerführung 16 7. Aero-Glass-Oberfläche und Sidebar 8. Kompatibilitätsprobleme mit Hardund Software 9. Lieferumfang: System-Komponenten 10. Lieferumfang: Software-Komponenten Kästen Vista: Lohnt sich das Upgrade? Vista mal 5: Die Versionen Upgrade oder Neu-Installation? 13 14 15 16 16 16 17

● ●

Vista-Tauglichkeit testen: Das geht zum einen mit Windows Vista Upgrade Advisor (Download über www.pcwelt.de/87f), zum anderen mit ATI Vista Readiness Advisor (Download über www.pcwelt.de/716). deutliche Vorteile auf aktuellen PCs (unterstützt Hybrid-Festplatten, Tablet-PCs, 64Bit-Hardware) Es entstehen kurzfristige Folgekosten beim Upgrade auf älterem PC.

● ●

3. Sicherheitsfunktionen und Kontensteuerung
Microsoft führt in Vista eine Reihe von Sicherheits-Tools neu ein und hat bereits exis-

Vista: Lohnt sich das Upgrade?
Sie wollen sich rasch einen Überblick verschaffen? Am Ende jedes der zehn Punkte finden Sie diese Icons und kurze Infos zu den wichtigsten Kriterien.

● eindeutiger Upgrade-Grund: Vista ist ● möglicher Upgrade-Grund: je nach PC● kein Update-Grund: Windows XP (inklusive verfügbarer Freeware) ist gleichwertig oder besser. Ausstattung oder Anwenderprofil hier XP überlegen.

TIPPS & TRICKS 5/2007

GRUNDLAGEN

13

Grundlagen

Windows Vista
se Funktionen wird erst möglich sein, wenn viele Anwender sie eine längere Zeit eingesetzt haben. Bitlocker: Dieses neue Profi-Tool ist eine konsequente Antwort auf Live-Systeme und Passwort-Cracker, die NTFS-Rechte und EFS-Verschlüsselung aushebeln. Bitlocker verschlüsselt die komplette Systempartition einschließlich Vista. Ein kleiner unverschlüsselter Rest in einer gesonderten Partition lädt das System nur, wenn der korrekte Zugangsschlüssel vorliegt. Das Sicherheits-Tool ist allerdings nur in den teuren Versionen Ultimate und Enterprise enthalten. Zudem wird in den HomeVersionen Basic und Premium die bekannte EFS-Verschlüsselung fehlen. In diesen Vista-Varianten besteht damit der einzige Fortschritt in Sachen Zugangssicherheit gegenüber XP Home in den konsequent verfügbaren NTFS-Rechten. Benutzerkonten: Vor bösen Folgen von Anwenderfehlern und vor allem gegen Angriffe aus dem Web soll die neue Benutzerkontensteuerung schützen (UAC – User Account Control). Diese ist auch Voraussetzung für den geschützten Modus des Internet Explorers. Einfachstes Grundprinzip bei User AcUltimate1) count Control: Selbst die Adminis312 tratorkonten erhalten zunächst die 202 geringstmöglichen Rechte, um Sysx temordner und Registry vor Ändex rungen zu schützen. Beharrt der Admin-Benutzer auf dem Zugriff, 4 GB muss er erst eine Warnmeldung des 128 GB Systems absegnen. x Dahinter steckt deutlich mehr als ein x statisches Überwachen bestimmter Extra-Tools Systemkomponenten: UAC unterx scheidet zwischen harmlosen und potenziell gefährlichen Dateitypen x und lenkt außerdem Registry- und x Dateizugriffe in virtuelle Bereiche x um, in denen sie keinen Schaden anx richten können („Virtual Store“). Wex der der Mensch am Rechner noch x die Anwendungen bemerken diese Virtualisierung – aus deren Sicht lanx det alles an gewohnter Stelle. Diese tief greifende Maßnahme erfordert x einen großen Verwaltungsaufwand x – wie groß er wirklich ist, wird sich x erst nach zahlreichen Betriebsmonaten und Software-Installationen bex messen lassen. x Außerdem ist der Anwender im AdServer/Client min-Konto ständig mit Systemwarx nungen konfrontiert, die er bald x entweder ungeprüft wegklicken x oder gar genervt deaktivieren dürfte (über „Benutzerkonten“). x Notwendig ist das UAC-Konzept aus x zwei Gründen: Zum einen ist ein x Großteil der Windows-Anwendungsx entwickler nicht dazu zu bewegen, ihre Software so zu gestalten, dass sie zuverlässig im Benutzerkontext
TIPPS & TRICKS 5/2007

tierende Komponenten überarbeitet. Die Firewall überwacht nun auch ausgehenden Verkehr. Mit Windows Defender steht ein Antispyware-Tool zur Verfügung. Der Internet Explorer 7 bietet jetzt nicht nur Phishing-Filter und Pop-up-Blocker, sondern in Kombination mit Vista einen speziellen geschützten Modus. Neu sind außerdem Jugendschutz-Optionen, die Festplattenverschlüsselung (Bitlocker) sowie das Absichern der Windows-Dienste („Service Hardening“). Ein gerechtes Urteil über alle die-

Vista mal 5: Diese Versionen gibt es
Home Basic1) Preis (in Euro) 2) Upgrade-Preis (in Euro) 3) zwei CPUs Dual-Core-CPU max. RAM (32 Bit) max. RAM (64 Bit) Access Protection (Netz) Aero und Flip 3D Anytime Upgrade Backup mit Scheduler Bitlocker Domänenanmeldung DVD Maker EFS-Verschlüsselung Fax & Scan Gruppenrichtlinien IIS installierbar Jugendschutz Media Center Movie Maker mehrsprachig Offline-Dateien PC-Synchronisierung Remote Desktop Roaming Schattenkopien Sidebar Smart Cards Spiele (neu) Tablet-PC-Funktionen Teamarbeit (Collaboration) Gast x x x x Server x Server x x Server/Client x x x x x x x x x x x x x x x Server/Client x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x 4 GB 8 GB x 4 GB 16 GB 155 77,5 Home Premium1) 187 124 Business1) 233 155 x x 4 GB 128 GB x x x x x x x Enterprise1) nach Umfang nach Umfang x x 4 GB 128 GB x x

1) alle Versionen als 32- und 64-Bit-Variante 2) Während der Einführungsphase sind Sonderpreise möglich 3) Upgrade-berechtigt: Windows 2000, alle XP-Versionen (Home, Pro, Pro 64, Media Center, Tablet-PC)

14

GRUNDLAGEN

Windows Vista
läuft. Und zum anderen sind die Anwender meist zu bequem, der Sicherheit zuliebe Einschränkungen ihrer Benutzerrechte in Kauf zu nehmen und Tools wie Runas zu verwenden. Anders gesagt: UAC wäre ebenso überflüssig wie die Jugendschutz-Optionen und der geschützte IE-Modus, wenn NTFSRechte und System-Tools konsequent eingesetzt würden. eindeutiger Sicherheitsgewinn für typische Home-User Vor- und Nachteile für Power-User

Grundlagen

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4. Verbesserte Wiederherstellungs-Optionen
Dass Microsoft dem Thema „Sicherheit“ tatsächlich Top-Priorität einräumt, erkennt man auch an den erweiterten Optionen für Backup und Wiederherstellung: Die sehr leicht zu bedienende Funktion „Sichern und Wiederherstellen“ in der Systemsteuerung sorgt für ein inkrementelles (Zuwachs-) Backup der wesentlichen Dateitypen oder kopiert über „Complete PC-Sicherung“ gleich das ganze System. Beide Funktionen fehlen in Home Basic. Ein eingebauter Scheduler (Zeitplaner) automatisiert die Aktion im gewünschten Intervall. Im Rahmen der Wiederherstellungspunkte entstehen darüber hinaus vollautomatisch „Schattenkopien“ von Benutzerdateien (etwa DOC, RTF, XLS oder TXT), die sich durch Rechtsklick auf Datei oder Ordner und den Punkt „Vorherige Versionen“ restaurieren lassen. Von diesen komfortablen Funktionen sind die Home-Versionen allerdings wieder größtenteils ausgeschlossen. Lediglich das sehr brauchbare Kommandozeilen-Tool Robocopy hat Einzug in alle Versionen gefunden. Rettungs-Tool für alle. In den meisten VistaTests zu Unrecht unterschlagen wurde das – in unseren Augen – entscheidende VistaHighlight: Auf jeder bootfähigen Vista-Setup-DVD befindet sich ein direkt startbares Windows PE. Damit wird die untaugliche Wiederherstellungskonsole von XP durch ein universelles Rettungswerkzeug ersetzt, das die zuvor genannten Funktionen erst crash-sicher abrundet. Via „Eingabeaufforderung“ lässt sich jedes Tool starten, etwa Regedit. Die „Systemstartreparatur“ korrigiert eine defekte Bootumgebung. Die beiden Optionen „Systemwiederherstellung“ und „Windows Complete PC-Wiederherstellung“ greifen auf die
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gleichnamigen Windows-Funktionen zu. Damit ist ein gravierender Designfehler behoben: Unter XP nützten Ihnen die Wiederherstellungspunkte oder Backups (von Ntbackup) nämlich dann gar nichts, wenn Sie sie nicht zurückspielen konnten, weil Windows auch nicht mehr im abgesicherten Modus starten wollte. Etwas Gut und überfällig: Für den Notfall gibt’s ein Windows PE auf Disziplin in Sachen Setup-DVD, das Rettungsfunktionen anbietet (Punkt 4) Backups vorausgesetzt, könnten die Windows-PE-Optionen zur Sys- bin ich zu blöd?“, ist der erste Teil der Frage temwiederherstellung die Garantie für ein auf jeden Fall berechtigt. langes Windows-Leben bieten. Das weit ver- Vieles ist verwirrend: Die Zusammenhänge breitete Bart PE wird seine Berechtigung von Index, Suchoptionen und erweiterten durch das vom Anwender erweiterbare Me- Datei-Eigenschaften sind nicht sofort durchnü, Plug-ins und Remotedesktop behalten, schaubar. Eine falsche Einstellung – und der sein Einsatz dürfte aber auf Vista-Systemen Anwender findet gar nichts mehr. So tauchen etwa „Markierungen“ im Explonur noch Spezialisten interessieren. eindeutiges Upgrade-Kriterium (Win PE, rer nur bei Bildformaten auf – bei anderen Backup, Schattenkopien) Dateitypen aber nicht. In der Windows-Fotogalerie gibt’s dafür „Beschriftungen“ und 5. Indexdienst und im Windows Media Player „SchlüsselwörExplorer-Suche ter“. Gemeint ist jedesmal dasselbe: ZusatzDie Einführung des neuen Dateisystems infos zu Dateien. Win-FS hat Microsoft verschoben. Stattdes- Der seit Windows 2000 verfügbare Indexsen soll ein Mix aus Desktop-Suche, erwei- dienst ist in Vista standardmäßig aktiv. Über terten Datei-Eigenschaften, Indexdienst, das Systemsteuerungs-Applet ist er scheinvirtuellen Ordnern mit Suchergebnissen und bar bequem zu bedienen. Tatsächlich liegen vor allem die enge Integration aller Such- aber erhebliche Hürden auf dem Weg zu zufunktionen in die Explorer-Fenster die Su- verlässigen Suchergebnissen: Datei-Attribute che nach Dateien und Inhalten verbessern. können falsch gesetzt, Dateitypen falsch inWas sich erst mal ganz einfach und benut- diziert, die Sucheinstellungen in den Ordzerfreundlich gibt, wird aber recht schnell neroptionen falsch festgelegt sein. Und gekompliziert. Wenn man sich bei neuer Soft- lingt es dem Anwender, den Index optimal ware mehrmals fragt: „Taugt das nix, oder einzustellen, bleiben immer noch offene

Upgrade oder Neu-Installation?*
Home Basic Windows 2000 XP Home XP Pro XP Pro 64 XP Media Center XP Tablet-PC nein ja nein nein nein nein Home Premium nein ja nein nein ja nein Business nein ja ja nein nein ja Ultimate nein ja ja nein ja ja

* Alle aufgeführten Ausgangssysteme berechtigen zum günstigeren Upgrade. „ja“ = technisches Upgrade möglich, „nein“ = Vista muss neu installiert werden

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Windows Vista

groups kann man häu- ben. Installationsverweigerer wie ganz befig solche Fragen lesen, stimmte Versionen von Nero oder den Daedie Vista mehr oder we- mon Tools lassen sich in anderen Versionen niger auf die veränderte oder durch Ausführen als Administrator zum grafische Benutzer- Laufen bringen. schnittstelle reduzie- Updates nötig: Wirklich ernste und häufige ren. Tatsächlich ist aber Probleme machen Firewalls und Sicherder Taskwechsel über heitsprogramme – hier werden Vista-taugdie aufwendige 3D-An- liche Updates für Abhilfe sorgen müssen. sicht ebenso unwesent- Schutz gegen Format-Piraten: Ungewohnt, Filter im Explorer: Die Anzeige des aktuellen Ordners lässt sich lich wie die transparent aber kein Bug, sondern lobenswert ist die bequem auf die wesentlichen Dateien reduzieren (Punkt 6) zoomenden Windows- Tatsache, dass konkurrierende AnwenFenster. Die nützlichste dungen nicht mehr x-beliebige Dateitypen Fragen – etwa wie im Explorer-Suchfeld Funktion mag noch das Vorschaufenster an sich reißen dürfen (Schutz der „Stannach erweiterten Attributen, beispielsweise sein, das man erhält, wenn man die Maus dardprogramme“). So verbleiben etwa alle nach Kommentaren und Markierungen, zu über minimierte Anwendungen in der Task- Audio- und Videodateien nach der Installafahnden sei. Experimentieren lohnt also. leiste zieht. Auf einem Aero-tauglichen Sys- tion eines Abspiel-Tools wie Winamp in der Es gibt zahlreiche bewährte Alternativen – tem mögen die ruckelfreien 3D-Animationen Obhut des Windows Media Players, bis der etwa Wilbur oder die Google-Desktop-Su- nebenbei eine bessere Systemleistung sug- Anwender diese Zuordnung ausdrücklich che. Allerdings sind die nicht direkt ins Be- gerieren. Ärgerlich: Unter Home Basic läuft über die Systemsteuerung ändert. triebssystem eingebunden. Aero Glass generell nicht. Hardware-Komponenten, die nach dem Index und Suchfunktionen insgesamt Ziemlich sinnfrei, aber hübsch: Auch die op- Wechsel auf Vista nicht automatisch akzepnicht optimal gelöst tionale Sidebar lässt sich mit allerlei bunten tiert wurden, arbeiten in aller Regel wieder, „Minianwendungen“ aufladen, die – ähnlich wenn man sie erst deaktiviert und dann den 6. Windows-Explorer und wie die Yahoo-Widgets – ganz wenig leisten, XP-Treiber neu installiert. Hartnäckige VerBedienerführung aber jede Menge Ressourcen schlucken. weigerer sind auf unseren Testrechnern Zwar finden sich viele Funktionen nun an Das alles ist im Grunde vor allem Statussym- nicht aufgetreten – im Fall des Falles hilft anderen Orten, und altbekannte Komponen- bol und modisches Extra – und damit reine nur das Warten auf ein Treiber-Update. hohe Abwärtskompatibilität, sporadische ten tragen neue Namen – etwa in der deut- Geschmackssache. schick, stellt aber bei geringem Nutzwert Probleme behebbar oder tolerierbar lich vergrößerten Systemsteuerung. Dennoch wird sich jeder XP-Anwender mühelos hohe Ansprüche an die Hardware 9. Lieferumfang: Neue auf der Vista-Oberfläche zurechtfinden, da System-Komponenten 8. Kompatibilitätsprobleme mit sie im Wesentlichen so aussieht, wie er es Hard- und Software Zusätzlich zu den bereits genannten Funkerwartet. Startmenü, Desktop, Taskbar, Explorer-Fenster, Verwaltungs-Applets behal- Betatester haben im vergangenen Jahr aller- tionen kommt Vista mit einer Reihe weiterer ten das gewohnte Gesicht. Das Startmenü hand Probleme beschrieben – bis hin zur Neuerungen. Für viele sicher besonders ingewinnt durch das überaus praktische Ein- totalen Inkompatibilität (beispielsweise un- teressant ist die Spiele-Schnittstelle Direct gabefeld für die schnelle Suche nach Pro- ter www.iexbeta.com/wiki/). Das kann die X 10, die – so bekundet Microsoft derzeit – ausschließlich Vista vorbehalten bleiben grammen. Die neue Navigationszeile im Anwender das Gruseln lehren. Explorer ist zunächst gewöhnungsbedürftig, Alles halb so schlimm: Microsoft hat mit der und damit Upgrade-Druck auf die Gamer finalen Version noch aber durchaus brauchbar. Uneingeschränkt positiv finden wir Explo- zahlreiche Bugs aus rer-Optionen wie das stufenlose Zoomen dem Weg geräumt. Auvon Bilddateien und die Möglichkeit, bei ßerdem handelt es sich eingeblendetem „Detailfenster“ die erwei- oft um Kleinigkeiten, terten Datei-Attribute etwa einer Musikdatei die die Hersteller der direkt zu ändern oder in der Detailansicht Hard- und Software die Dateien nach bestimmten Kriterien zu wohl bald beheben werden. So ist etwa das gruppieren oder zu filtern. kleine, aber nützliche Detailverbesse- Problem von Java 5, das rungen an der Oberfläche die Effekte der AeroOberfläche abschaltet, 7. Aero-Glass-Grafikeffekte sobald ein Java-basierund Windows Sidebar tes Programm startet, „Was soll ich mit Vista, wenn ich Aero nicht mit der bereits verfüg- Partitionierungs-Software: Die Datenträgerverwaltung kann zum Laufen bringe?“ In Foren und News- baren Version 6 beho- Volumes verkleinern und neue Partitionen anlegen (Punkt 9)

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listen wollen: So ver- an Software-Zubehör mit. Rechnet man alkürzen das Ad-hoc- lerdings weg, was XP generell oder was Netzwerk und „Win- Microsoft für XP kostenlos anbietet (Internet dows Teamarbeit“ Explorer 7, Windows Media Player 11, Win(vorher Netmeeting), dows Defender, Outlook statt Windows Mail, den Aufwand, Dateien Fax), wird die Liste schon deutlich kürzer: freizugeben oder den Beliebig austauschbarer Kleinkram wie der Desktop auf anderen Windows-Kalender, das Snipping Tool für Rechnern anzuzeigen. Screenshots, wie die Kurznotizen mit handDie Zuverlässigkeits- schriftlicher Eingabe oder mit Audio-Aufüberwachung gibt gra- nahme, ferner Spielezugaben wie die fisch anschauliche In- „Schachgiganten“ stellt keinen echten fos zu Software-Proble- Grund fürs Upgrade dar. Für das leicht vermen, die der Anwender besserte Zubehör-Programm Windows DVD Erweiterte Richtlinien: Home- und Berufs-Administratoren finunter XP noch mühsam Maker werden sich ebenfalls nur Anwender den in den Gruppenrichtlinien lange vermisste Regeln (Punkt 9) im Ereignisprotokoll interessieren, denen ein simples Tool genügt oder die nichts Besseres kennen. suchen musste. ausüben soll. Erste Spiele speziell für Direct Im Synchronisierungscenter von Windows Sicherlich brauchbar ist die Windows FotoX 10 sind Mitte bis Ende 2007 zu erwarten. Vista sind die bereits bekannten Offline-Da- galerie, die sich aber gegen diverse FreeDa Direct X 10 neue Grafiktreiber („Win- teien und Drahtlos-Verbindungen zu mobi- ware-Alternativen oder den Office Picture dows Display Driver Model“) voraussetzt, len Geräten zusammengefasst. Das Mobili- Manager nicht entscheidend abhebt. müssen auch die Grafikkarten-Hersteller ty-Center bietet schnelle Möglichkeiten zum Begehrlichkeiten könnte dagegen das Winrechtzeitig nachziehen. Aufgrund der brei- Anpassen von Notebooks an unterschied- dows Media Center wecken (nur in Home ten Basis an XP-PCs ist aber zu erwarten, liche Bedingungen. Premium und Ultimate), das HDTV und HDdass die Spielehersteller neue Titel vorerst Easy Transfer nennt sich der aufgehübschte DVD unterstützt, mit der Xbox kommuniauch in einer zu Direct X 9 kompatiblen Va- Nachfolger des XP-„Assistenten zum Übertra- ziert, als Streaming-Server arbeiten kann riante anbieten. gen von Dateien und Einstellungen“. Der und nebenbei einfach gut aussieht. Wer Von Grund auf neu geschrieben wurde der Taskplaner ist als umfangreichere Aufgaben- dann allerdings das Media Center, den MeTCP/IP-Stack (Next Generation). Er verspricht planung in die Management-Applets unter dia Player, die Fotogalerie und den DVD Maverbesserte Sicherheit, höhere Eigenintelli- „Verwaltung“ gewandert. Sprachausgabe ker auf dem Rechner hat, weiß bald nicht genz bei der automatischen Netzkonfiguration und Spracherkennung ergänzen das Angebot mehr, was er wofür nutzen soll: Die schwerund reduzierte Neustarts nach Änderungen. des „Centers für erleichterte Bedienung“, das gewichtigen und überladenen Komponenten Die deutlich erweiterten Systemrichtlinien unter XP als „Eingabehilfen“ erschien. Alle überschneiden sich vielfach in ihren Funkti(Gpedit.MSC) erlauben unter anderem, USB- Versionen außer Home Basic unterstützen Ta- onen, anstatt sich zu ergänzen. gute Extras, doch fast alle Vista-ZubeGeräte ganz zu sperren oder auf Lesezugriff zu blet-PCs und enthalten unter anderem das beschränken. Windows-Journal zum Anlegen handschrift- hörkomponenten auch für XP verfügbar Ein eigenes MSC-Applet über den bekannten licher Notizen. Nur in Systemsteuerungs-Punkt hinaus erhielt auch Vista Enterprise und Uldie Windows-Firewall, die versierten Anwen- timate lässt sich die Bedern und Profis nun eine sehr präzise Konfigu- nutzerführung von Vista ration der Regeln gestattet. in mehrere Sprachen Vista hat eine komplett neue Bootumgebung umschalten (Multi Lanerhalten. Sie wird durch nachträgliches In- guage Support). zahlreiche teils westallieren anderer Systeme – etwa 2000, XP oder Linux – zerstört. Der Anwender muss sentliche, teils unalso für Multiboot-Systeme die richtige In- scheinbare Systemverstallationsreihenfolge beachten und Vista als besserungen letztes System einrichten. 10. Lieferumfang: Eine echte Vista-Perle offenbart ein geSoftware nauerer Blick in die Datenträgerverwaltung, die jetzt mit echten Partitionierer-Fähig- Sieht man von der keiten ausgestattet ist und das Verkleinern kleinsten Vista-Version bestehender Volumes und Erstellen neuer Home Basic ab, liefert dieses Windows zweiPartitionen im laufenden Betrieb gestattet. Darüber hinaus finden sich einige verbes- fellos das bisher um- Vista-Zubehör: Die Fotogalerie sieht gut aus und ermöglicht eiserte XP-Funktionen, die wir hier kurz auf- fangreichste Sortiment ne einfache wie ansprechende Bildpräsentation (Punkt 10)

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Windows Vista einrichten
Um alle diese Bedürfnisse abzudecken, bietet unser Beitrag nicht nur Tipps, wie Sie Vista als alleiniges Betriebssystem auf einer leeren Platte einrichten. Wir zeigen auch, was Sie beim Upgrade von XP beachten sollten und wie eine Vista-Installation parallel zu XP und/oder Linux klappt. Und wir sagen Ihnen, wie Sie das System wieder loswerden, wenn Sie es doch nicht haben wollen. Unsere Tests haben wir übrigens mit der MSDN-Version von Windows Vista durchgeführt. Sie ist wie die Retail- und die SystemBuilder-Version eine der Distributionsvarianten, die Microsoft anbietet. Die Versionen können sich untereinander etwas unterscheiden. Am Funktionsumfang wird sich nichts mehr ändern.

1. Die richtige Version wählen: 5 x Vista
Als Windows XP herauskam, gab es davon zwei Versionen: XP Home für den Endanwender und das teurere XP Professional für den Unternehmenseinsatz. Später kam die Windows Media Center Edition hinzu, die technisch gesehen zwischen den beiden Varianten liegt und zusätzlich eine Multimedia-Oberfläche bietet. Windows Vista gibt es gleich zu Anfang in fünf Geschmacksrichtungen. Für den privaten Anwender sind Home Basic und Home Premium gedacht. Die zweite Fassung ist nur um wenige Euro teurer und entspricht in etwa der bisherigen Media Center Edition. Wer Netzwerkzugriff auf Windows-ServerDomänen, Fernwartungs-Tools und eine fein abstimmbare Zuweisung von Benutzerrechten benötigt, der greift zu Vista Business oder Enterprise. Vista Ultimate schließlich vereint fast alle Funktionen der anderen Varianten – und ist dafür auch mehr als doppelt so teuer wie Home Basic. Eine Übersicht inklusive Preisangaben und Vergleich der Funktionen finden Sie unter http://pcwelt-wiki.de/wiki/Vista_Versionen. Unsere Empfehlung: Für einen Großteil der Anwender dürfte Windows Vista Home Premium die beste Wahl sein. Für etwa 187 Euro (Upgrade 124 Euro) erhalten Sie hier am meisten fürs Geld.

Vista optimal einrichten
Vista ist schnell installiert, wenn Hard- und Software mitmachen. Und auch neben XP oder Linux macht es eine gute Figur. Wir zeigen, wie die Neu- und Parallelinstallation läuft.
Von Thorsten Eggeling und David Wolski

W Vista ohnehin fast immer gleich dazu
– und falls noch Windows XP im Paket steckt, boten die meisten Hersteller bis vor Kurzem ein kostenloses „Express-Update“ an. Manche Anwender wollen zwar umsteigen, ihren PC aber nicht gleich aufs Altenteil schicken. Ihnen stellt sich zunächst die Fra-

er jetzt einen neuen PC kauft, bekommt

ge, ob eine Aktualisierung des bisherigen Systems sinnvoll und möglich ist. Und vorsichtige Nutzer schließlich werden Vista erst einmal parallel zu XP oder einem anderen bisher verwendeten System einrichten. Schließlich lässt sich nicht genau sagen, ob die komplette Hard- und Software tatsächlich problemlos unter Vista laufen wird.

2. Hardware vor der Installation prüfen
Beim Kauf eines neuen PCs sollten Sie auf Bezeichnungen wie „Vista Capable“ (für Home Basic geeignet) oder „Vista Premium
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Windows Vista einrichten
3. Vista ganz neu auf der Platte einrichten

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Überblick Vista einrichten

Inhalt Seite Sie haben einen neuen 1. Die richtige Version wählen 18 Computer ohne vor2. Hardware prüfen 18 installiertes System gekauft oder Ihre bishe3. Vista ganz neu einrichten 21 rige Windows-Partition 4. Vista als Update über XP 22 entsorgt. In beiden Fäl5. XP und Vista parallel einrichten 24 len sollte sich Windows 6. Linux, XP und Vista auf einem PC 24 Vista problemlos einrichten lassen. 7. Vista vom PC entfernen 25 Booten Sie den PC von Kästen Festplatte vorbereiten: Das neue Partitionierungsprogramm der Vista-InstallationsSo bootet Vista 24 unterstützt Sie beim Einrichten Ihrer Platte (Punkt 3) DVD (eventuell BootreiMeinung: Vista und die Hardware 25 henfolge im Bios umReady“ (für Vista Home Premium geeignet) stellen), klicken Sie auf „Weiter“ und danach achten. Der Unterschied liegt vor allem in auf „Jetzt installieren“. Nach Eingabe des der Multimedia-Ausstattung. So muss bei CD-Keys akzeptieren Sie die Lizenzverein- keine Partitionen. Klicken Sie einfach auf der Premium-Variante beispielsweise die barungen und wählen als Installationsart die Schaltfläche „Weiter“, wenn Sie den geTV-Karte mit dem Windows Media Center „Benutzerdefiniert (erweitert)“. Im folgen- samten verfügbaren Platz für Vista verwenzusammenarbeiten. den Fenster sehen Sie eine Liste mit Ihren den möchten. Sie können die Festplatte aber Capable & Ready: Home Basic unterstützt Festplatten und den eventuell darauf vor- auch nach Ihren Wünschen aufteilen, etwa weder das Aero-Design mit seinen durch- handenen Partitionen. Sollte die gewünsch- eine Partition für das System (mindestens sichtigen Titelleisten noch den Taskmanager te Platte nicht zur Auswahl stehen, weil Vis- 50 GB, besser deutlich mehr) und die andemit Echtzeit-Vorschau. Daher stellt es gerin- ta keinen Treiber für Ihren IDE-, SATA- oder re für Daten. gere Anforderungen an die Hardware: Für SCSI-Adapter mitbringt, klicken Sie auf Um eine Partition für Windows Vista vorzudas Prädikat „Vista Capable“ genügen eine „Treiber laden“. Sie haben dann die Mög- bereiten, klicken Sie auf „LaufwerksoptiCPU mit 800 MHz und 512 MB Speicher. lichkeit, die fehlenden Dateien von einer CD, onen (erweitert)“, dann auf die gewünschte Eine solche Ausstattung ist aber ohnehin einer Festplatte oder einem USB-Laufwerk Festplatte und anschließend auf „Neu“. Im nicht mehr zeitgemäß. Sie sollten nur PCs in einzubinden. Feld hinter „Größe“ erscheint als Vorgabe die engere Wahl ziehen, die den Aufkleber Leere Platte: Steht in der Liste beispielswei- der gesamte vorhandene Speicherplatz. Sie „Vista Premium Ready“ tragen. Damit Sie se „Nicht zugewiesener Speicherplatz auf können diesen Wert gleich übernehmen alle Funktionen des neuen Betriebssystems Datenträger 0“, enthält die Festplatte noch oder unter „Größe“ einen kleineren wählen, nutzen können, sind 1 GB Speicher, eine CPU ab 1 GHz sowie eine aktuelle Grafikkarte mit Direct X 9 und mindestens 128 MB Grafikspeicher erforderlich. Testen: Wenn Sie Ihren bisherigen Windows-XP-Rechner mit Windows Vista aktualisieren möchten, gelten natürlich die gleichen Anforderungen. Bei älteren HardwareKomponenten ist allerdings nicht gewährleistet, dass passende Vista-Treiber bereits vorhanden sind. Um böse Überraschungen auszuschließen, sollten Sie daher schon vor der Vista-Installation einen Test durchführen. Von Microsoft gibt es dazu den kostenlosen englischsprachigen Windows Vista Upgrade Advisor (www.pcwelt.de/87f) und von AMD/ATI den ebenfalls englischsprachigen Vista Readiness Advisor (www.pcwelt.de/716). Die Ergebnisse dieser Utilities können zur Orientierung dienen – sie sind allerdings mit et- Hardware testen: Der Vista Readiness Advisor prüft die PC-Komponenten. Bei einem Athlon 3000+ empfiehlt er ein Upgrade, obwohl diese CPU eigentlich ausreicht (Punkt 2) was Skepsis zu betrachten.
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Windows Vista einrichten
sollten daher Ihren PC auf jeden Fall mit dem Windows Vista Upgrade Advisor testen (siehe Punkt 2, www.pcwelt.de/87f). Das Programm analysiert nicht nur die Hardware, sondern auch die installierte Software. Findet es Programme, die nicht kompatibel sind, empfiehlt es, diese vor dem Einrichten von Vista zu de-installieren. Bei anderen Anwendungen gibt es Hinweise zu Updates, die aber erst später unter Vista erfolgen müssen.Bei unseren Tests gelang das Upgrade immer problemlos. Eine Rückkehr zum vorherigen System ist jedoch nicht vorgesehen. Deshalb empfiehlt es sich, vorher ein System-Backup anzulegen. Upgrade durchführen: Starten Sie von Windows XP aus Setup.EXE von der Vista-Installations-CD. Klicken Sie auf den Button „Jetzt installieren“, geben Sie den CD-Key ein, und akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarung. Danach haben Sie die Möglichkeit, Updates herunterzuladen. Sie sollten diesen Vorschlag annehmen, weil die Aktualisierungen die Risiken beim Upgrade reduzieren können. Im letzten Schritt wählen Sie als Installationsart „Upgrade“. Danach verläuft alles wie unter 2 Punkt 3 beschrieben. Der Vorgang dauert allerdings wesentlich länger als die Installation auf einer leeren Platte, weil Vista die vorhandene Software in das System integrieren muss.

Aus Alt mach Neu: Für ein Upgrade von XP auf Vista starten Sie das Vista-Setup-Programm unter XP. Während der Installation wählen Sie dann „Upgrade“ aus (Punkt 4) beispielsweise „100000“ MB, und dann auf die Schaltfläche „Übernehmen“ klicken. Wählen Sie dann den verbliebenen, nicht zugewiesenen Speicherplatz aus der Liste, und erstellen Sie über „Neu“ eine zusätzliche Partition. Wählen Sie dann wieder die Zielpartition mit einem Klick aus, und gehen Sie auf die Schaltfläche „Weiter“. Platte mit Partitionen: Befindet sich auf der Festplatte bereits eine leere Partition mit genügend Platz, wählen Sie diese aus und klicken auf „Weiter“. Vorhandene Partitionen lassen sich nach einem Klick auf „Erweitern“ auch vergrößern, wenn auf der Platte noch Kapazität vorhanden ist. Nach diesen Vorbereitungen beginnt die Installation. Das Setup-Programm kopiert die Dateien von der Vista-DVD und konfiguriert das System. Dabei startet der Rechner mindestens dreimal neu. Im letzten Schritt legen Sie Namen und Kennwort des Standardbenutzers, den Namen des Computers und die Zeitzone fest. Vista prüft jetzt, wie leistungsfähig Ihr Rechner ist. Sie erfahren unter anderem, ob Sie die Desktop-Effekte von Aero verwenden können oder nicht. Erst danach können Sie sich bei Ihrem neuen System anmelden. ein Upgrade Ihres Windows-Systems überhaupt möglich ist, erfahren Sie über die Tabelle unter http://pcwelt-wiki.de/wiki/Vista_ Versionen. Sie können beispielsweise von Windows XP Home auf jede beliebige VistaVariante upgraden, von Windows XP Professional dagegen lediglich auf Vista Business oder Ultimate. Software prüfen: Einige Programme können unter Vista Probleme bereiten. Sie

4. Vista als Update über Windows XP
Bei einem Update bleiben alle installierten Anwendungen erhalten. In der Regel können Sie sie unter Vista weiterverwenden. Ob Wiederherstellung: Die Vista-DVD bietet mehr Tools als die von XP. Über die Systemstartreparatur machen Sie Vista nach der XP-Installation wieder bootbar (Punkt 5)
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5. Windows XP und Vista parallel einrichten

Windows Vista einrichten
träglich entscheiden, zusätzlich XP zu installieren, geht es nicht ganz so einfach. Das ältere XP erkennt Vista nicht und überschreibt die Startumgebung. Sie können dann erst einmal nur XP nutzen. Um Vista zu reanimieren, müssen Sie die Startumgebung reparieren. Dazu booten Sie den Rechner von der Vista-DVD. Klicken Sie im ersten Fenster auf „Weiter“ und danach auf den Punkt „Computerreparaturoptionen“. Im Fenster „Systemwiederherstellungsoptionen“ wählen Sie „Microsoft Windows Vista“ aus, gehen auf „Weiter“ und klicken auf „Systemstartreparatur“. Vista analysiert dann die Startumgebung und stellt sie wieder her. dows XP starten lassen. In der Regel ist es Grub. Das Vista-Setup-Programm hält Linux für überflüssig und entfernt den Grub-Bootmanager – ohne nachzufragen – aus dem MBR (Master Boot Record) der Start-Festplatte. Danach können Sie XP und Vista starten, aber nicht mehr Linux. Bootmanager retten: Sie sollten daher vor der Vista-Installation den Bootmanager etwas umbauen. Wir beschreiben die nötigen Schritte für Ubuntu. Bei anderen Linux-Systemen verfahren Sie entsprechend. 1. Starten Sie den PC mit Ubuntu, und richten Sie Grub im MBR der root-Partition ein (normalerweise liegt es im MBR der primären Partition). Das ist die Partition, die auf „/“ eingehängt ist. Wie die genaue Bezeichnung lautet, bekommen Sie auf der Kommandozeile heraus, wenn Sie „sudo mount“ eingeben. Geben Sie in einem Terminal-Fenster

Vista nach XP: Wer Vista erst einmal ausprobieren und auf sein bisher genutztes Windows XP nicht verzichten möchte, kann Vista als zweites System einrichten. Das darf allerdings nicht auf der aktuell von XP verwendeten Partition geschehen. In diesem Fall würde das Setup-Programm die Verzeichnisse „Windows“ und „Dokumente und Einstellungen“ umbenennen, und Sie können XP nicht mehr starten. Die Installation erfolgt wie unter 2 Punkt 3 beschrieben. Geben Sie als Zielpartition eine zweite, leere Festplatte oder eine leere Partition an. Vista zeigt nach dem Laden der Startumgebung ein Bootmenü an, über das Sie Windows XP („Frühere Windows-Version“) oder Vista booten können. XP nach Vista: Wenn Sie Vista auf einer leeren Platte eingerichtet haben und sich nach-

6. Linux, XP und Vista auf einem PC
Linux-Systeme richten einen eigenen Bootmanager ein, über den sich Linux und Win-

Für Technik-Interessierte: So bootet Vista
Windows Vista hat ebenso wie Windows 2000 und XP den Kernel von Windows NT geerbt und unterscheidet sich im Aufbau nicht grundlegend von seinen Vorgängern. Deutlich geändert hat sich allerdings der Bootvorgang. Den NTLDR (NT Loader) gibt es nicht mehr, folglich findet sich auch keine Boot.INI mehr in der Systempartition. An die Stelle der beiden treten bei Vista andere Komponenten. Der Bootprozess: Nach dem Computerstart meldet sich als Erstes das Bios beziehungsweise bei modernen Systemen (Intel-Macs) das EFI-Bios (Extensible Firmware Interface). Die im Bios-Setup festgelegte Bootreihenfolge sagt dem PC, von welchem Laufwerk er booten soll, und lädt von dessen erstem Sektor den MBR (Master Boot Record). Dieser weiß über das Laufwerk Bescheid und lädt den PBR (Partition Boot Record) der aktiven Bootpartition. Erst jetzt kommt das Betriebssystem ins Spiel: Der Bootsektor startet den Windows-Bootmanager, hinter dem das Programm Bootmgr.EXE steht. Dieses stellt ein Bootmenü bereit und bezieht die Informationen dazu aus der BCD-Datenbank (Boot Configuration Data). Ist Vista als Betriebssystem ausgewählt, tritt nach dem Menü das Programm Winload.EXE in Aktion, das den Kernel sowie die zum Systemstart nötigen Kernel-Treiber lädt. Der Vista-Start im Detail: Das Programm Bootmgr.EXE ist ein 16-BitHilfsprogramm. Es ist nötig, da herkömmliche PCs ohne EFI unmittelbar nach dem Hochfahren grundsätzlich im Real Mode mit 16-Bit-Adressierung laufen. Bootmgr.EXE liest die BCD-Datenbank und arbeitet damit quasi als Ersatz für das modernere, aber noch nicht verbreitete EFI. Danach schaltet es die CPU in den Protected Mode – eine Voraussetzung für moderne Betriebssysteme wie Windows Vista. Tschüss Boot.INI, hallo BCD: Ab Windows Vista sind Informationen über installierte Systeme nicht mehr in der einfachen Textdatei Boot.INI gespeichert. Stattdessen enthält die Datenbank Boot Configuration Data (BCD) Starteinträge, mit denen sich Vista starten oder nach dem Ruhezustand fortsetzen lässt. Sie ist ähnlich strukturiert wie die Registry. Ältere, parallel installierte Windows-Betriebssysteme mit einem eigenen NTLDR trägt Vista hier ebenfalls ein. Fremde Systeme wie Linux können mit Hilfe der Infos aus einem Partitions-Bootsektor gestartet werden. Bei herkömmlichen PCs mit Bios sitzt diese Datenbank in einer Datei auf der Startpartition als \Boot\BCD. Bei EFI-Computern liegt die Datei auf dem eigenen EFI-Dateisystem im Speicherpfad \EFI\Microsoft\Boot\. Wozu die Unterscheidung? Bei EFI-fähigen Computern übernimmt die Firmware alle Startvorgänge bis zu diesem Punkt und lädt die BCD selbst. Allerdings ist der physikalische Speicherort nicht von Belang, denn wegen der Dateistruktur ist das Ändern per Text-Editor nicht möglich. Unter Windows Vista können Anwender die Booteinträge nur mit dem sperrigen Tool Bcdedit.EXE bearbeiten. Winload.EXE: Dieses Hilfsprogramm übernimmt – wie NTLDR bei Windows NT 4/2000/XP – den Start des Betriebssystems. Im Wesentlichen startet es den Vista-Kernel Ntoskrnl.EXE aus dem Verzeichnis \Windows\ System32\, initialisiert die Hardware-Abstraktionsschicht HAL.DLL und lädt den Registry-Schlüssel SYSTEM in den Speicher. Auf Basis dieser Registry-Infos startet es außerdem alle dort eingetragenen, für den Bootvorgang nötigen Treiber, bevor es dem System die Kontrolle über den PC übergibt.

Vista-Bootvorgang: Statt der Textdatei Boot.INI ist bei Vista eine Datenbank (BCD) für die Einträge im Startmenü zuständig

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Windows Vista einrichten
sudo grub-install /dev/hdaX ein. In unserem Beispiel entspricht /dev/ hdaX dem Gerät, das Sie vorher über „mount“ ermittelt haben. 2. Geben Sie dann dd if=/dev/hdaX bs=512 count=1 of=bootsect.lin

Grundlagen

ein. /dev/hdaX ist in unserem Fall wieder die root-Partition. Damit schreiben Sie den MBR in die Datei bootsect.lin. Kopieren Sie diese Datei auf ein Laufwerk, auf das Sie auch unter Windows XP Zugriff haben, beispielsweise einen USB-Stick. 3. Booten Sie Windows XP. Kopieren Sie die Datei bootsect.lin auf Laufwerk C:. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung (Cmd.EXE), und geben Sie attrib -s -h -r c:\boot.ini notepad c:\boot.ini ein. Im Editor fügen Sie dann die Zeile c:\bootsect.lin="Linux" am Ende der Boot.INI ein. Sollte im Abschnitt „[boot loader]“ die Zeile „timeout=0“ stehen, ändern Sie den Wert beispielsweise auf „30“, damit der Windows-Bootmanager das Menü anzeigt. Anschließend starten Sie den Rechner neu. Im Bootmenü lassen sich jetzt Windows und Linux auswählen. Außerdem können Sie nun Vista einrichten (2 Punkt 5). Vista über-

Weg mit Vista: Über das Partitionierungsprogramm eines anderen Betriebssystems (hier Open Suse) entsorgen Sie die Vista-Partition von der Platte (Punkt 7) nimmt die Einträge aus der Boot.INI, so dass im Bootmenü Vista, XP und Linux zur Auswahl stehen. Vista solo: Ist Vista allein auf der Festplatte eingerichtet, installieren Sie einfach XP oder Linux. Über das jeweilige Partitionierungsprogramm löschen Sie danach die Vista-Partition. Die Systeme überschreiben bei der Installation den Vista-Bootmanager – damit ist Vista vollständig verschwunden. Zweitsystem entfernen: Wenn Sie Vista parallel zu Windows XP eingerichtet haben, booten Sie den PC von der XP-InstallationsCD. Nachdem das Setup alle notwendigen Treiber geladen hat, können Sie im Willkommen-Bildschirm mit <R> die Wiederherstellungskonsole aufrufen. Es erscheint danach eine Auswahl mit sämtlichen Installationen von Windows XP, sofern mehrere existieren. Wählen Sie hier die Nummer Ihrer primären Installation. Nun werden Sie nach dem Administrator-Kennwort gefragt. Haben Sie keines vergeben, drücken Sie einfach <Return>. Geben Sie zunächst den Befehl „fix mbr“ ein. Beantworten Sie die Frage „Sind Sie sicher, dass Sie einen neuen MBR schreiben möchten?“ mit <J> für „Ja“. Danach geben Sie den Befehl „fixboot“ ein und starten den Rechner neu. Nun ist der Bootsektor von Windows XP neu geschrieben und der Bootmanager wieder einsatzfähig. Über die Datenträgerverwaltung formatieren Sie die Vista-Partition anschließend neu oder löschen einfach die nicht mehr benötigten Verzeichnisse und Dateien.
GRUNDLAGEN

7. Vista wieder vom Rechner entfernen
Möglicherweise entspricht Vista nicht Ihren Erwartungen oder überfordert Ihren PC, und Sie möchten das System wieder von der Festplatte löschen.

Vista und die Hardware
Ein neues System erfordert immer eine bessere Hardware-Ausstattung als der Vorgänger. So war es bei Windows 98, bei XP – und so ist es auch bei Vista. Bisher hat allerdings noch kein Betriebssystem so mit den Hardware-Anforderungen kokettiert wie Windows Vista. Ein Leistungsindex bewertet die Komponenten. Ist die Grafikkarte zu lahm, muss der Anwender auf das neue Desktop-Thema Aero verzichten. Auf die Idee, dass der Benutzer selbst über das Aussehen der Oberfläche entscheiden möchte, kommt bei Microsoft offensichtlich niemand. Einen besonders unangenehmen Beigeschmack bekommt dieses Verhalten durch eine Verknüpfung vom Leistungsindex zum „Windows Marketplace“, wo dann auch „Windows Vista Capable PCs“ feilgeboten werden. Ähnlich verfährt das AMD/ATI-Tool Vista Readiness Advisor, das praktisch alle Prozessoren unter Dual Core als Update-Kandidaten behandelt. Also muss ein neuer PC her, damit Aero für durchsichtige Fensterrahmen sorgen kann. In der Windows-Welt muss das wohl so sein. Wer jedoch kurz über den Rand dieser Welt blickt, sieht, dass unter Linux mit XGL und AIGLX ähnliche Effekte auch auf älterer Hardware möglich sind. Man kann darüber spekulieren, ob die Windows-Programmierer den schonenden Umgang mit Systemressourcen nicht gelernt haben oder ob Microsoft den Hardware-Herstellern zuarbeiten will. Viele Anwender werden Vista auch ohne Aero nutzen – ohne dadurch schwerwiegende Einbußen in Kauf nehmen zu müssen.

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Netzwerk-Konfiguration
an die Hand nimmt, direkt nach der Einrichtung der Benutzer den Anschluss an die Außenwelt empfiehlt. Wie die Konfiguration der Verbindung abläuft, wird von Vistas Assistent so erläutert, dass auch Einsteiger keine größeren Schwierigkeiten haben sollten. Zunächst fragt Windows nach der Art der Verbindung. Ein DSLModem entspricht „Breitband“, einen WLANRouter richten Sie über den Button „Drahtlos“ ein. Da der Assistent Verbindungen ausblendet, für die er im PC nicht die entsprechenden Hardware-Voraussetzungen sieht, sollte die Entscheidung, welches die richtige Wahl ist, leicht fallen. Danach fragt Vista nach Benutzername und Passwort für den Provider und ob die neue Verbindung auch von anderen Benutzern des Rechners verwendet werden darf. Haben Sie alles richtig eingegeben, findet Vista kurz darauf die Verbindung.

2. Drahtloses Netzwerk konfigurieren

Vista ins Netzwerk nehmen
Ohne Netzwerk und Internet-Zugang geht es heutzutage nicht mehr. Vista unterstützt Sie vorbildlich dabei, die richtigen Verbindungen schnell und sicher einzurichten.
Von Jan Schneider und Ramon Schwenk
indows Vista ist von Haus aus für den Aufbau eines lokalen Netzwerks vorbereitet. Wenn Sie zwei oder mehr PCs besitzen, bietet Ihnen ein Heim- oder OfficeNetzwerk auf Peer-to-Peer-Basis viele Vorteile: gemeinsam surfen, Dateien tauschen, Drucker teilen – alles ist schnell eingerichtet. Und auch PC-Spiele profitieren vom Netzwerkanschluss. Sie wollen ganz auf Kabelsalat verzichten und ein drahtloses Netzwerk einrichten? Das geht mit einem Funknetzwerk ganz einfach. Vista bietet eine recht umfangreiche Grundausstattung an Treibern für gängige Netzwerkkarten und

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WLAN-Adapter – in der Regel brauchen Sie nicht einmal einen speziellen Treiber zu installieren. Praktisch: In den meisten Fällen richtet Vista das Netzwerk automatisch ein.

Drahtlose Netzwerke lassen sich unter Vista komfortabler einrichten als unter XP. Sie gehen im Startmenü einfach auf „Verbindung herstellen“ und erhalten dann eine Liste der verfügbaren Netzwerke. Dort wählen Sie das gewünschte per Doppelklick aus, geben den Netzwerksicherheitsschlüssel ein und klicken auf „Verbinden“. Weitere Möglichkeiten gibt es nach einem Klick auf „Eine Verbindung oder ein Netzwerk einrichten“. Dort wählen Sie beispielsweise „Manuell mit einem Drahtlosnetzwerk verbinden“. Sie können dann einen Netzwerknamen eingeben und einen Verschlüsselungstyp wählen. Der Netzzugriff funktioniert auch bei deaktiviertem SSID-Broadcast, wenn Sie die Klickbox vor „Verbinden, auch wenn das Netzwerk keine Kennung aussendet“ aktivieren und die ID kennen.

3. Netzwerk- und Freigabecenter verwenden
Weitere Netzwerkeinstellungen können Anwender über das Netzwerk- und Freigabecenter in der Systemsteuerung von Windows Vista vornehmen. Dort ist es möglich, bestehende Verbindungen zu Internet und Netzwerk zu verwalten oder zusätzliche Verbindungen hinzuzufügen. Unter einer übersichtlichen Auflistung der bislang konfigurierten Verbindungen finden sich verschiedene Möglichkeiten zur Freigabe von ResTIPPS & TRICKS 5/2007

1. So läuft die Grundeinrichtung des Netzwerks
Microsoft hat Vista eng mit dem Internet verzahnt, sei es über die Miniprogramme der Sidebar, die neuen Jugendschutz-Funktionen wie Webfilter und USK-Anbindung oder die Online-Aktivierung. Da wundert es kaum, dass das neue Begrüßungscenter, das Benutzer nach dem ersten Windows-Start

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GRUNDLAGEN

Netzwerk-Konfiguration
sourcen des lokalen PCs, die jeweils mit einem kurzen, aber aufschlussreichen Erklärungstext versehen sind. Die erste Option bestimmt, ob grundsätzlich ein Netzwerk erkannt werden soll oder ob der PC nur als Einzelmaschine am Internet hängt. Bei Netzwerken unterscheidet Vista nämlich zwischen den Profilen „Privat oder Arbeitsplatz“ und „Öffentlicher Ort“. Letzteres schützt den Computer maximal vor fremden Zugriffen. Welche Einstellung derzeit aktiv ist, sehen Sie auf der Übersichtsseite des Netzwerk- und Freigabecenters. Dann kommt eine Option, die ganz allgemein steuert, ob Ressourcen im Netz freigegeben werden sollen oder nicht. Mit drei weiteren Knöpfen können Sie konkret Drucker, Mediendaten und den öffentlichen Ordner, der sich auf der gleichen Ebene der Verzeichnisstruktur wie die Benutzerordner befindet, getrennt voneinander freigeben. Schließlich können Sie die freigegebenen Teile des Systems noch mit einem Passwort schützen. Ganz unten hat Microsoft noch Links eingebaut, über die Sie auf einen Blick sehen können, welche Daten zurzeit im Netzwerk sichtbar sind. ser-Verlauf löschen, Sicherheits- und Datenschutzeinstellungen vornehmen, Verbindungen verwalten und einiges mehr – im Wesentlichen das, was man bei den Einstellmöglichkeiten eines Browsers erwartet. Zwei Optionen sind mit der Einführung des neuen Betriebssystems dazugekommen. Unter „Inhalte“ können Sie jetzt nicht mehr nur den unbrauchbaren Inhaltsratgeber aktivieren, der auf das Selbstbewertungssystem der Internet Content Rating Association zugreift, sondern zusätzlich auf die Konfiguration des Microsoft-Webfilters zugreifen. Das Untermenü „Sicherheit“ ist um ein Häkchen für den geschützen Modus angewachsen, in dem der Internet Explorer 7 unter Windows Vista standardmäßig läuft. Der setzt das Prinzip der geringsten Rechte um, nach dem Microsoft sein neues System entworfen hat. Dies besagt, dass ein Benutzer oder ein Programm nicht mehr Rechte haben sollte, als er oder es unbedingt benötigt – so wird auch Malware, die sich die Privilegien des Befallenen zunutze machen möchte, in ihren schädlichen Möglichkeiten erheblich eingeschränkt. Der Browser benötigt so gut wie gar keinen Zugriff auf das Dateisystem oder andere Programme. Deswegen erlaubt sich Windows, den Internet Explorer standardmäßig im geschützten Modus auszuführen, in dem er um die meisten Rechte, die Sie als normaler Benutzer oder Administrator eigentlich haben, beschnitten ist. Außerdem führt der Vista-Internet-Explorer einen neuen Prozess ein, der zwischen dem Browser und dem System auf eine mutmaßlich sicherere Art vermit-

Grundlagen

Überblick LAN-Konfiguration
Inhalt 1. Netzwerk einrichten 2. Drahtloses Netzwerk konfigurieren 3. Netzwerk- und Freigabecenter 4. Internet-Verbindung tunen 5. Erklärungen für Einsteiger und Profis 6. Netzwerk-Tricks für virtuelle Maschinen Seite 26 26 26 27 27 28

7. LAN- und Internet-Schädlinge abwehren 28 8. One-Care nur im Abonnement 9. Netz und Sicherheit auf hohem Niveau 29 29

telt. In der Tat macht der geschützte Modus konzeptionell einen soliden Eindruck. Ob er wirklich ausreicht, um die Rechner vor Browser-Malware zu schützen, wird nur die Zeit zeigen können.

5. Bessere Erklärungen für Einsteiger und Profis
Allgemein fällt auf, dass Microsoft weiter bemüht ist, seine Software für ComputerNeulinge verständlich und intuitiv nutzbar zu machen. In vielen Dialogen stehen kurze Hilfetexte gleich neben den entsprechenden Schaltern, weiterführende Links in die Windows-Hilfe zu verwandten Themen sind allgegenwärtig. Durch das Einrichten der Internet-Verbindung wird der Benutzer mit verständlichen Worten geführt. Trotz dieser Hilfen bleiben Profis nicht auf der Strecke. In den Tiefen der Systemsteuerung befinden

4. Standardeinstellungen der Internet-Verbindung tunen
Der gute alte Dialog „Internetoptionen“ ist in Windows Vista auch wieder mit von der Partie. Sie erreichen ihn wie gehabt über die Systemsteuerung oder den Internet Explorer 7. Verändert hat sich gleichfalls seit Windows XP kaum etwas. Nach wie vor können Sie dort die Startseite(n) ändern, den Brow-

Daten im Netz teilen: Im Netzwerk- und Freigabecenter steuern Sie die Sharing-Dienste (Punkt 3)
TIPPS & TRICKS 5/2007

Netzwerkeinstellungen bearbeiten: Für bestimmte Zwecke können Sie zwei Netzverbindungen virtuell kombinieren (Punkt 3)
GRUNDLAGEN

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Grundlagen

Netzwerk-Konfiguration

XP programmiert sind. Oft gang sozusagen per Plug & Play. In der Praerzielt der Kompatibilitäts- xis ist das aber nicht leicht: Vista sieht alle oder Administrationsmo- neuen Netzwerkgeräte grundsätzlich als dus das gewünschte Ergeb- nicht vertrauenswürdig an und gibt die von nis, manchmal aber eben der Virtualisierungs-Software gewünschte auch nicht. In solchen Fäl- Kontrolle nicht aus der Hand. Bei der Installen sind virtuelle Maschi- lation von Vm-Ware (erst ab Version 6.0 mit nen eine probate Lösung. Vista kompatibel) oder Parallels Workstation Damit eine lieb gewonnene (ab Version 2.2 mit Vista kompatibel) müsSoftware auch unter Vista sen Sie der Verwendung nicht signierter ihren Dienst verrichtet, er- Treiber zustimmen, die unter Vista als „Virstellen Sie mit Vm-Ware, tual NIC“ (Virtual Network Interface Card) in Virtual PC, Parallels Work- den Netzwerkverbindungen auftauchen. station oder Virtual Box ei- Damit das Teilen der Online-Verbindung Check: Unter „Netzwerk“ sehen Sie Freigaben und andere nen virtuellen Rechner, auf klappt, selektieren Sie in den NetzwerkverNetzwerkgeräte im lokalen Netz auf einen Blick (Punkt 3) dem Sie ein zu Ihrem Pro- bindungen den Eintrag „Virtual NIC“ und gramm kompatibles Win- die Schnittstelle, über die Sie normalerweise sich jede Menge Dialoge und Funktionen, dows einspielen, beispielsweise Windows Zugang ins Netz haben. Oft wird das die die auch versierten Anwendern Raum für 98 oder Windows 2000. Welche Virtualisie- „LAN-Verbindung“ sein, die einer EthernetBasteleien bieten. rungs-Software sich optimal für Sie eiget, Schnittstelle entspricht, Nutzer von NoteWenn man sich mit der Internet-Konfigura- sagen wir Ihnen ab Seite 96. books benutzen wohl eher die „Drahtlostion unter Windows Vista beschäftigt, merkt Virtuelle Maschinen greifen mit Hilfe von netzwerkverbindung“. Nachdem beide Einman, dass Microsoft sich grundlegende Ge- Treibern auf die eigentliche Hardware des träge markiert sind, rufen Sie mit der rechdanken über die Online-Sicherheit gemacht Rechners zu, so müssen Sie in der simulier- ten Maustaste das Kontextmenü auf und hat. Das hängt gewiss auch mit dem Ruf von ten Umgebung nicht auf die Internet-Anbin- wählen den Eintrag „Überbrücken“. Vista Windows XP als sehr anfälliges System zu- dungen verzichten. Letzteres ist unter Vista legt daraufhin eine virtuelle Netz-Bridge an, sammen, den die Redmonder jetzt langsam jedoch ein wenig aufwendiger als noch un- die dem virtuellen NIC den Zugriff auf den loswerden möchten. Wer will schon mit ter XP. Unser Beispiel zeigt, wie Sie den In- tatsächlichen Datenstrom gewährt. In Paraleinem System arbeiten, bei dem bereits mit ternet-Zugriff für Ihre virtuelle Maschine in lels Workstation oder Vm-Ware wählen Sie der ersten Verbindung ins Internet ein Tro- Vm-Ware Workstation und Parallels Work- dann wie gehabt das „Bridged Networking“ janer auf der Platte landet? station konfigurieren. Zunächst einmal fragt als Zugangsart aus und bestimmen den Während die Gefahr des Internet Explorers die Software beim Anlegen der virtuellen „MAC Bridge Miniport“ als Anschluss. als wichtiger Bestandteil des Betriebssys- Maschine nach einer Methode, wie sie sich Schon teilen sich Windows Vista und der tems mit einem vom restlichen System ab- an eine bestehende Netzverbindung hängen virtuelle Rechner die Internet-Daten. geschirmten Modus wesentlich entschärft soll. Für gewöhnlich funktioniert das über 7. Internet- und Netzwerkwurde, hat sich die Firewall vom schein- „Bridged Networking“ ganz einfach – hier Schädlinge abwehren baren Alibiprogramm zu einem mächtigen sorgt ein spezieller Treiber dafür, dass sich Werkzeug entwickelt, das auch ausge- die echte sowie die virtuelle Netzwerkkarte Einen Virenscanner bringt Windows Vista immer noch nicht von Haus aus mit, aber henden Datenverkehr überwachen kann. überbrücken. Beispielsweise setzt der sehr dedizierte Ju- Für Ihren Netzrouter sieht gendschutzmodus von Windows Vista auf es so aus, als würden sich der Firewall auf: Eltern können bestimmte zwei physkalische NetzWeb-Seiten für ihren Nachwuchs grundsätz- werkkarten anmelden – so lich blocken, gleichzeitig sehen die Erzie- holen sich Gast- und das hungsberechtigten in einem ausführlichen Host-Betriebssystem jeProtokoll auch genau, wohin die jungen Da- weils individuelle Zumen und Herren im weltweiten Netz surfen. gangsdaten beim DHCPAutomatisch Alarm schlägt der Schutz übri- Server (Dynamic Host gens nicht, Eltern müssen selbst ein Auge Control Protocol) ab. Dieauf die Auswertungen haben. se Methode ist insofern praktisch, weil Sie als An6. Netzwerk-Tricks für virtuelle wender nichts an den Maschinen Netzeinstellungen Ihres Vista unterstützt durch mehrere Mechanis- Rechners ändern müssen, men eine Vielzahl von älteren Anwen- die virtuelle Maschine be- Windows Live OneCare führt automatisch regelmäßige Wardungen, die für die Vorgängerversionen bis kommt den Internet-Zu- tungsarbeiten durch (Punkt 8)

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GRUNDLAGEN

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Netzwerk-Konfiguration
8. Live-Strategie One-Care nur im Abonnement

Grundlagen

Zur Virenabwehr stellt Microsoft seit dem Release von Windows Vista die eigene Software-Lösung Windows Live One-Care zur Verfügung. One-Care basiert auf den Techniken der rumänischen AntivirenFirma Gecad, die Microsoft im Jahre 2003 in die Konzernfamilie aufgenommen 9. Netzwerkfunktionen und hat. Vom ursprünglichen Sicherheit auf hohem Niveau Produkt – dem „RAV AntiviTrickreich: Mit einer virtuellen Netzwerkbrücke bekommen rus“ – ist nicht mehr viel In Sachen Netzwerksicherheit und -funktioauch virtuelle Maschinen Zugriff auf das Internet (Punkt 6) übrig geblieben, One-Care nalität zählt Windows Vista zum Besten, was sieht unter Vista nach einer Microsoft zu bieten hat. Auch die Konkurimmerhin ein Anti-Spyware-Tool. Vom Start perfekten Ergänzung des Betriebssystems renz kann von Vista lernen. Einfache Konfiweg ist der Windows Defender automatisch aus. Wie bei allen anderen kostenpflichtigen guration, die vorbildliche Integration von aktiv und kümmert sich darum, dass keine Antiviren-Paketen muss der Benutzer auch wichtigen Tools und Diensten in jeder Stanunerwünschten Programme auf den Rech- für One-Care ein Jahresabonnement für Si- dardinstallation machen Windows Vista von ner zugreifen oder unerlaubt nach Hause gnatur-Updates kaufen, um immer den ma- Anfang an zu einem sicheren Betriebssystelefonieren – von möglichen Microsoft-Pro- ximalen Schutz genießen zu können. Vor tem. Wer noch mehr Sicherheit will, sollte grammen einmal abgesehen. Auch lästigen Ablauf der Betaversion hat Microsoft allen sich noch einen Antiviren-Scanner besorgen Werbecode nimmt sich der Windows De- Betatestern von One-Care ein interessantes – inzwischen haben alle großen Hersteller fender zur Brust. In unserem Alltagstest Angebot gemacht: Das Jahresabo kostet sie ihre Programmpakete für Windows Vista machten sich die Dienste des Windows De- umgerechnet nur 15 Euro. aktualisiert. Besuchen Sie die Homepages fenders nicht oft bemerkbar, was jedoch gar Wer sich für One-Care als Antiviren-Kit ent- von Symantec (Norton Antivirus, www.sy nicht mal negativ ist – als Benutzer will man scheidet, bekommt zugleich noch eine gan- mantec.de), Eset (NOD32, www.nod32.de) auch nicht alle paar Sekunden über jede ze Menge mehr. Auf Wunsch übernimmt die oder Panda Software (Panda Antivirus 2007, Kleinigkeit mit Dialogen informiert werden. Software viele andere Systempflege-Aufga- www.panda-software.de) für entsprechende Zusätzlich zu den Spy- und Adware-Blockern ben automatisch, darunter das regelmäßige Informationen. kontrolliert der Windows Defender noch die vielen Programme, die sich beim WindowsStart automatisch selbst starten. In einem übersichtlichen Auswahlmenü sehen Sie auf einen Blick, welche Tools und Dienstprogramme aktiv sind. Windows Vista unterscheidet dabei zwischen signierten und unsignierten Programmen. Signierte Software ist vom Windows Defender als nicht schädlich eingestuft, nicht signierter Code könnte eine potenzielle Gefahr sein – diese Kandidaten können vom Administrator des Rechners per Mausklick vorübergehend deaktiviert oder ganz entfernt werden. Eine ähnliche Funktion hatte unter Windows XP das Systemkonfigurationsprogramm „msconfig“, das auch in Vista existiert. Allerdings sind die hier angezeigten Informationen eher für Profis gedacht. Dank Windows Defender können nun auch technisch weniger bewanderte Benutzer kontrollieren, wer was im eigenen Nur im Abonnement: Microsofts Schutzschild Windows Live One-Care übernimmt unter anderem die Funktionen einer einfachen Desktop-Firewall (Punkt 8) Windows eigentlich tun will.
TIPPS & TRICKS 5/2007 GRUNDLAGEN

Entrümpeln von temporären Dateien und die Defragmentierung der lokalen Festplatten. All dies erledigt One-Care nahezu unauffällig im Hintergrund, in unserem Test bremste One-Care die Vista-Testplattform nicht merklich aus. Lediglich die Zeit vom Benutzer-Login zum Desktop erhöhte sich um wenige Sekunden. Ohne installiertes Windows Live One-Care fehlt diese Verzögerung. Scheinbar führt die Software in dieser Zeit diverse Tests durch. Danach läuft das System wie gewohnt schnell und reagiert auf Benutzeraktionen sofort.

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Grundlagen

Benutzerverwaltung
Verfügung, die über die Computerverwaltung teilweise nur über verschiedene Stellen erreicht werden können, teilweise gar nicht. Die Verwaltungsseite des eigenen Benutzerkontos hält verschiedene Optionen für Sie bereit: Eigenes Kennwort ändern: Mit dieser Option können Sie das Anmeldekennwort für Ihr Benutzerkonto sowie die Beschreibung des Kennwortes ändern, das Sie bei der Installation festgelegt haben. Hier müssen Sie zunächst das alte Kennwort und dann zweimal das neue Kennwort eingeben. Anschließend legen Sie die Beschreibung des Kennwortes fest, die im Anmeldebildschirm angezeigt wird, wenn Sie sich nicht mehr an das Kennwort erinnern. Achten Sie darauf, dass dieser Hinweis angezeigt wird, auch wenn andere Benutzer im Haushalt versuchen, sich anzumelden. Verwenden Sie daher keinen zu offensichtlichen Hinweis. Eigenes Kennwort entfernen: Wenn Sie diese Option auswählen, wird das gesetzte Kennwort des Benutzerkontos nach der Eingabe des Kennwortes entfernt. Das betreffende Benutzerkonto ist von jetzt an nicht mehr durch ein Kennwort geschützt. Eigenes Bild ändern: Mit dieser Option wird das Anmeldebild (nicht das Hintergrundbild) Ihres Kontos geändert. Dieses Bild wird im Startmenü und im Anmeldefenster als Synonym für Ihr Benutzerkonto angezeigt. Sie können aus den Standardbildern ein Bild oder ein anderes auf der Festplatte des PCs auswählen. Wenn Sie ein anderes Bild auswählen, wird es entsprechend verkleinert dargestellt. Sie müssen daher kein besonderes Format oder keine spezielle Größe beachten. Es genügt, wenn Sie ein Bild über den Link „Nach weiteren Bildern suchen“ auswählen. Eigenen Kontonamen ändern: Über diesen Link können Sie den Anmeldenamen Ihres Benutzerkontos abändern, das Kennwort des Kontos bleibt dabei aber erhalten.

Benutzer verwalten
Die Benutzerverwaltung in Vista sorgt dafür, dass sich mehrere Anwender einen PC teilen können. Für genügend Privatsphäre weisen Sie den Anwendern individuelle Rechte zu.
Von Thomas Joos
enn Sie die verschiedenen Sicherheitseinstellungen Ihres PCs verwenden wollen, sollten Sie für jeden Anwender einen eigenen Benutzer anlegen. Die Verwaltung der Benutzer findet nach Aufruf des Menübefehls „Start, Systemsteuerung“ über den Link „Benutzerkonten und Jugendschutz“ statt. Über den Link „Benutzerkonten“ können Sie gezielt Einstellungen speziell für Benutzerkonten durchführen, neue Benutzerkonten erstellen oder vorhandene Benutzerkonten verwalten. Sie erreichen diese Einstellungen auch, indem Sie im Startmenü auf Ihr Benutzerbild klicken. Sie können die Benutzerverwaltung auch direkt über „Start“ und die Eingabe von „lusrmgr.

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msc“ starten. Alternativ können Sie die Konfiguration der lokalen Benutzer auch über „Start“, rechte Maustaste auf „Computer, Verwalten, Lokale Benutzer und Gruppen“ managen. Hier stehen Ihnen allerdings keine Assistenten zur Seite, und auch das Benutzerbild lässt sich nicht ändern. Achtung: Bei der Installation von Vista wird bereits ein Standardnutzer angelegt, der Administrator-Benutzer wird deaktiviert.

2. Zusätzliche Optionen für Benutzerkonten
Neben den bereits genannten bietet Vista noch weitere Optionen an: Eigenen Kontotyp ändern: Über die Auswahl dieses Links können Sie Ihr Benutzerkonto von einem normalen Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten in ein Administratorkonto abändern und umgekehrt. Standardbenutzer können nahezu uneingeTIPPS & TRICKS 5/2007

1. Verwalten des eigenen Benutzerkontos
Wenn Sie die Benutzerverwaltung über die Systemsteuerung gestartet haben, stehen Ihnen Assistenten und Möglichkeiten zur

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GRUNDLAGEN

Benutzerverwaltung

Grundlagen

nen USB-Stick am PC angeschlossen haben, können Sie den AssisInhalt Seite tenten aufrufen. Im An1. Eigenes Benutzerkonto verwalten 30 schluss startet der As2. Optionen für Benutzerkonten 30 sistent für die Anmeldung bei vergessenen 3. Erweiterte Verwaltung 31 Kennwörtern. 4. Eigene Netzwerkkennwörter 31 Im nächsten Fenster 5. Zertifikate für die Dateiverschlüsselung 32 werden Sie gebeten, 6. Verwalten von Benutzerprofilen 32 Status anpassen: In diesem Fenster ändern Sie den Kontotyp eine Diskette in das des eigenen Benutzerkontos (Punkt 2) Laufwerk mit dem Lauf7. Änderungen in den Benutzerprofilen 33 werksbuchstaben des 8. Das „All Users“-Profil 34 schränkt mit dem PC arbeiten, während Ad- USB-Sticks einzulegen. Diese Meldung ist 9. Papierkorb in Windows Vista 34 ministratoren Systemeinstellungen ändern natürlich unsinnig, es reicht, wenn der USB10. Verbindungspunkte (Junction Points) 34 dürfen und Software installieren können. Sie Stick angeschlossen ist. Geben Sie im nun sollten möglichst nur wenigen Benutzern folgenden Fenster das aktuelle Kennwort 11. Anlegen von neuen Benutzern 34 Ihres PCs administrative Rechte geben, am ein. Dieses Kennwort wird in verschlüsselter 12. Erweiterte Benutzerverwaltung 35 besten nur einem. Die anderen Benutzer Form auf dem USB-Stick oder der Diskette 13. Weitere Konteneinstellungen 35 können dann mit eingeschränkten Rechten gespeichert. Kästen arbeiten. Sie können für sich selbst ein zu- Mit dieser Diskette können Sie sich anmelsätzliches Benutzerkonto anlegen, mit dem den, wenn Sie das Kennwort für Ihr BenutAdministratorkonto aktivieren 31 Sie regelmäßig arbeiten, und sich nur mit zerkonto vergessen haben. Dazu wird im Ordner im Profilverzeichnis 32 dem Administrator-Benutzerkonto anmel- Anmeldefenster ein Hinweis angezeigt, Profilverzeichnisse in Vista 33 den, wenn Sie Software installieren wollen. wenn Sie das Kennwort für das betreffende Benutzerbilder 34 Dadurch wird Ihr Computer noch effizienter Benutzerkonto falsch eingegeben haben. vor Angriffen geschützt. Wenn Sie den USB-Stick mit den KontorückBuchtipp 35 Anderes Konto verwalten: Hier können Sie setzinformationen angeschlossen haben, ein anderes Computerkonto auf Ihrem PC können Sie anschließend das Kennwort änauswählen, das Sie entsprechend verwalten dern und sich anmelden. Alternativ können se ohne Benutzereingabe übernommen. Mit können, um die besprochenen Einstellun- Sie natürlich das Kennwort auch durch den dieser Funktion können Sie die Netzwerkanmeldung für andere PCs oder Server hintergen anzupassen. konfigurierten Hinweis erraten. legen und müssen sich nicht jedes Mal neu Benutzerkontensteuerung ein- oder aus4. Eigene Netzwerkkennwörter authentifizieren. Sie können an dieser Stelle schalten: Hier können Sie die Benutzerkonverwalten nicht nur die Anmeldeinformationen für Sertensteuerung ein- oder ausschalten, die für administrative Tätigkeiten jedes Mal ein Über den Link „Eigene Netzwerkkennwörter ver hinterlegen, sondern auch die Daten für Fenster anzeigt. Für jedes Menü und jede verwalten“ im Aufgabenbereich können Sie die Anmeldung an Web-Seiten. Wenn sich Schaltfläche, das mit einem Schild in Vista- die Anmeldeinformationen für Server oder Benutzerkennwörter ändern, können Sie Farben gekennzeichnet ist, erscheint eine andere PCs im Netz hinterlegen. Wenn ein diese Änderung auch hier hinterlegen. entsprechender Server oder ein PC im Netz- Über die beiden Schaltflächen „Sichern“ Meldung der Benutzerkontensteuerung. werk eine Anmeldung erfordert, wird zu- und „Wiederherstellen“ können Sie die hin3. Erweiterte Verwaltung von nächst überprüft, ob für den PC Anmel- terlegten Informationen sichern und müssen Benutzerkonten dedaten an dieser Stelle hinterlegt sind. so auf anderen PCs oder bei einer NeuinstalAuf der linken Fensterseite der Benutzerver- Sind Anmeldeinfos vorhanden, werden die- lation die Daten nicht neu einpflegen, sonwaltung stehen weitere Aufgaben zur Verfügung, die sich um die erweiterte Benutzerverwaltung drehen. Mit der Option „Kennwortrücksetzdiskette erstellen“ können Sie eine Diskette erstellen, mit deren Hilfe Sie Zur Konfiguration des Administratorkontos öffnen Sie das Startmenü und klicken mit der das Kennwort Ihres Benutzerkontos noch rechten Maustaste auf den Menübefehl „Computer“. Wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag vor der Anmeldung ändern können. Diese „Verwalten“ aus, doppelklicken Sie zunächst in der Navigationsleiste der Computerverwaltung Diskette kann verwendet werden, wenn Sie auf „Lokale Benutzer und Gruppen“ und anschließend im mittleren Fensterbereich auf „Benutzum Beispiel Ihr Kennwort vergessen haben. zer“. Anschließend aktivieren Sie durch Doppelklick das Benutzerkonto „Administrator“ und Sie können die Informationen der Kennwortentfernen das Häkchen bei „Konto ist deaktiviert“. rücksetzdiskette auch auf einem USB-Stick Wichtig: Achten Sie aber darauf, dem Administrator ein Kennwort zuzuweisen. speichern. Wenn Sie eine Diskette oder ei-

Überblick Benutzer verwalten

Administratorkonto aktivieren: So geht‘s

TIPPS & TRICKS 5/2007

GRUNDLAGEN

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Grundlagen

Benutzerverwaltung
Alternativ können Sie statt der Sicherung ein eigenes Zertifikat erstellen oder ein Zertifikat von einer Smartcard integrieren. Wenn der PC Mitglied in einer WindowsDomäne ist, besteht darüber hinaus die Möglichkeit, ein Zertifikat von einer eigenen Zertifizierungsstelle zu beziehen.

6. Verwalten von Benutzerprofilen
Alle persönlichen Einstellungen der einzelnen Benutzer auf einem PC werden in einem Benutzerprofil gespeichert. Dabei handelt es sich um ein Verzeichnis, das den Benutzeranmeldenamen des jeweiligen Anwenders trägt und im Verzeichnis C:\Users liegt. Dieses Verzeichnis ist neu in Vista. Unter Windows XP hat dieses Verzeichnis noch die Bezeichnung C:\Dokumente und Einstellungen getragen. Oft kann Festplattenplatz auf einem PC durch das Löschen nicht mehr benötigter Profile wieder freigegeben werden. Wenn Sie ein Profil löschen, wird es neu erstellt, sobald sich der Benutzer erneut am PC anmeldet. Alle Einstellungen des Benutzers werden beim Löschen zurückgesetzt, das Profil ist also vollkommen leer und wird von Windows Vista neu erstellt. Beachten Sie aber, dass beim Löschen eines Profils sämtliche Daten des entsprechenden

Sichern eines Zertifikats: Ein Backup ist in jedem Fall ratsam, denn ansonsten kommen Sie bei Problemen möglicherweise nicht mehr an Ihre Daten heran (Punkt 5) dern können diese durch die Wiederherstellung importieren. Nach einem Klick auf „Weiter“ können Sie ein Zertifikat auswählen, das angezeigt werden soll, oder ein neues Zertifikat erstellen. Wenn Sie ein vorhandenes Zertifikat auswählen, können Sie das auf der folgenden Seite sichern lassen. Bei einer Neuinstallation besteht so die Möglichkeit, mit Hilfe dieses Zertifikates auf die verschlüsselten Informationen zurückzugreifen. Im Anschluss können die verschlüsselten Dateien und Verzeichnisse auf dem Datenträger aktualisiert werden, damit bei einer späteren Wiederherstellung der Zugriff auf die Daten mit dem gesicherten Zertifikat weiterhin möglich ist.

5. Verwalten von Zertifikaten für die Dateiverschlüsselung
Wenn Sie mit dem verschlüsselten Dateisystem (Encrypting File System, EFS) arbeiten oder mit anderen Funktionen, die benutzerdefinierte Zertifikate benötigen, können Sie die hinterlegten Zertifikate über den Link „Dateiverschlüsselungszertifikate verwalten“ konfigurieren und überwachen. Wenn Sie auf den Link klicken, startet der Assistent, mit dem Sie Zertifikate erstellen und vorhandene Zertifikate verwalten können.

Auf einen Blick: Ordner im Profilverzeichnis
Vista-Ordner Kontakte Desktop Dokumente Beschreibung Enthält die angelegten Kontakte des Benutzers Icons und Einstellungen des Benutzer-Desktops Standardmäßiger Speicherort aller persönlicher Dateien eines Benutzers Speicherort aller Downloads Favoriten des Internet Explorers Ablageort von Musikdateien Ablageort für gespeicherte Filmdateien Ablageort für Bilddateien und Grafiken Ablageort für abgespeicherte Suchen Ablageort für benutzerspezifische Daten und Systemdateien von Applikationen Name unter Windows XP Nicht verfügbar Desktop Eigene Dateien Speicherort unter Windows XP Nicht verfügbar C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Desktop C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Eigene Dateien. Unter Vista gibt es daher eine Verknüpfung „Eigene Dateien“, die auf den Ordner Dokumente zeigt. Nicht verfügbar C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Favoriten C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Eigene Dateien\Eigene Musik Nicht verfügbar C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Eigene Dateien\Eigene Bilder Nicht verfügbar Nicht verfügbar (vergleichbar mit dem Ordner „Anwendungsdaten“ im Profil)

Downloads Favoriten Musik Videos Bilder Suchvorgänge Appdata

Nicht verfügbar Favoriten Meine Musik Nicht verfügbar Meine Bilder Nicht verfügbar Nicht verfügbar (vergleichbar mit „Anwendungsdaten“) Nicht verfügbar

Gespeicherte Spiele

Zentraler Ablageort für Spielstände von kompatiblen Windows-Spielen

Nicht verfügbar

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GRUNDLAGEN

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Benutzerverwaltung
Benutzers verloren gehen. Sie sollten diese daher vorher möglichst sichern. Über den Link „Erweiterte Benutzerprofileigenschaften konfigurieren“ können Sie sich alle Benutzerprofile auf einem PC anzeigen lassen und diese anschließend löschen. Sie sehen an dieser Stelle auch die Größe des jeweiligen Profils. Im Verzeichnis werden mehrere Unterordner angezeigt. Die persönlichen Daten jedes Benutzers liegen in seinem eigenen Ordner, auf den nur er selbst sowie die Administratoren Zugriff haben. Tipp: Die Benutzerprofile werden zunächst als Kopie des Standardprofils, des Default Users, erzeugt. Zusätzlich gibt es einen Ordner „All Users“, der ebenfalls für Benutzerprofile verwendet wird. Während der Ordner „Default User“ die Einstellungen für neu zu erstellende Benutzerprofile für alle Benutzer enthält, finden sich in „All Users“ die Einstellungen für die bereits erstellten Profile, die für alle Nutzer der Arbeitsstation gelten. Damit diese beiden Verzeichnisse angezeigt werden, müssen Sie die versteckten Dateien und die Systemdateien einblenden lassen. Die Benutzerprofile enthalten auch die Inhalte und Verknüpfungen der Startmenüs. schinenbezogen waren und welche benutzerspezifisch sind. Zu dem Zweck der Vereinheitlichung von anwendungsspezifischen Daten hat Microsoft den Ordner Appdata im Benutzerprofil eingeführt. Dieser Ordner enthält die drei Unterordner: - Local - LocalLow - Roaming In den beiden Verzeichnissen „Local“ und „LocalLow“ werden Daten von Anwendungen gespeichert, die nicht mit dem Benutzer bei der Verwendung von verschiedenen Arbeitsstationen mitwandern. Hier handelt es sich vor allem um maschinenbezogene Daten oder um Daten, die ein Benutzerprofil unnötig aufblähen würden. Das Verzeichnis „Local“ ist im Endeffekt iden-

Grundlagen

tisch mit dem Verzeichnis C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten in Windows XP. Der Ordner „Roaming“ enthält die Daten, die benutzerspezifisch sind und für Servergespeicherte Profile verwendet werden können. Diese Daten können mit dem Benutzer auf verschiedene Arbeitsstationen mitwandern. Dieser Ordner entspricht dem Ordner C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Anwendungsdaten in Windows XP. Sie sollten diese Zusammenhänge verstehen, bevor Sie in einem Unternehmen Server-gespeicherte Profile in Verbindung von Windows-Vista- und Windows-XP-Arbeitsstationen verwenden. Im Kasten „Kontenvergleich: Profilverzeichnisse in Vista“ fin-

Kontenvergleich: Profilverzeichnisse in Vista
Die Tabelle zeigt einen Vergleich von verschiedenen Profilverzeichnissen in Windows XP und Windows Vista Verzeichnis unterhalb von C:\Benutzer\<Benutzername> in Windows Vista Nicht vorhanden Gegenstück im Ordner C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername> in Windows XP …Lokale Einstellungen …Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten …Lokale Einstellungen\Verlauf …Lokale Einstellungen\Temp …Lokale Einstellungen\Temporary Internet Files Cookies Netzwerkumgebung Druckumgebung Zuletzt verwendete Dokumente SendTo Startmenü Vorlagen Nicht verfügbar Desktop Eigene Dateien Nicht verfügbar …\Favoriten …\Eigene Dateien\Eigene Musik Nicht verfügbar …\Eigene Dateien\Eigene Bilder Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar

7. Änderungen in den Benutzerprofilen
Wie bereits erwähnt, werden Benutzerprofile in Windows Vista im Ordner C:\Users\ <Benutzername> gespeichert. Die Tiefe der Ordnerstruktur innerhalb des Profils hat Microsoft wesentlich reduziert, auch die Bezeichnung der Ordner ist jetzt wesentlich selbsterklärender, und es ist leichter, innerhalb der Ordnerstruktur eines Profils die wesentlichen Verzeichnisse zu finden. Zur Abwärtskompatibilität hat Microsoft noch einige Verknüpfungen eingefügt, die in den vorangegangenen Windows-Versionen noch verwendet wurden oder die direkt auf ein anderes Verzeichnis verweisen, wie zum Beispiel das Startmenü. Der Kasten „Auf einen Blick: Ordner im Profilverzeichnis“ zeigt einzelne Verzeichnisse im Benutzerprofil von Windows Vista sowie deren Gegenpart in Windows XP, wo sich die Benutzerprofile noch im Ordner C:\Dokumente und Einstellungen befunden haben. In Windows Vista wurden ebenfalls Änderungen vorgenommen, wie die Daten von Applikationen gespeichert werden. Unter Windows XP war es umständlich, festzustellen, welche Daten von Applikationen maTIPPS & TRICKS 5/2007

…Appdata\Local …Appdata\Local\Microsoft\Windows\History …Appdata\Local\Temp …\AppData\Local\Microsoft\Windows\Temporary Internet Files …\AppData\Roaming\Microsoft \Windows\Cookies …\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Network Shortcuts …\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Printer Shortcuts …\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Recent …\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Send To …\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Start Menu …\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Templates …\Kontakte …\Desktop …\Dokumente …\Download …\Favoriten …\Musik …\Videos …\Bilder …\Suchvorgänge …\Links …\Gespeicherte Spiele

GRUNDLAGEN

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Grundlagen

Benutzerverwaltung
Windows XP hat Microsoft in Windows Vista Verbindungspunkte eingerichtet. Beispiel: Das Verzeichnis C:\Users\<Benutzername>\Dokumente in Windows Vista stellt das neue Verzeichnis für C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Eigene Dateien in Windows XP dar. Damit auch ältere Applikationen, die zum Beispiel Zugriff auf den Ordner „Eigene Dateien“ haben müssen, weiterhin funktionieren, hat Microsoft einen Verbindungspunkt „Eigene Dateien“ im Profil unter Windows Vista eingerichtet. Solche Verbindungspunkte gibt es massenweise in Windows XP an verschiedener Stelle. Im Windows-Explorer werden diese durch einen Verknüpfungspfeil gekennzeichnet. Sie können sich in der Befehlszeile die Verbindungspunkte und deren Zielverzeichnisse anzeigen lassen. Wechseln Sie dazu in das entsprechende Verzeichnis, und geben Sie den Befehl „dir /ad“ ein. Sie erhalten eine Auflistung über den Inhalt des Verzeichnisses, und Verbindungspunkte werden als Verbindung angezeigt. Wenn Sie im Windows-Explorer per Doppelklick auf einen solchen Verbindungspunkt klicken, erhalten Sie meistens die Meldung, dass der Zugriff verweigert wird. Das gilt aber nur für den manuellen Zugriff über den Verbindungspunkt, nicht für Applikationen und nicht für das Zielverzeichnis an sich. Achtung: Verbindungspunkte (Junction Points) sind eine Funktion im NTFS-Dateisystem und haben nichts mit Ordnerumleitung oder Verknüpfungen zu tun, sondern sind eine eigenständige Funktion.

Unterordner im Anwenderordner: Innerhalb des in Vista neu eingeführten Verzeichnisses „Appdata“ legt das System mehrere Unterverzeichnisse an (Punkt 7) den Sie eine detaillierte Übersicht der wichtigen Verzeichnisse im Profil eines Benutzers von Windows Vista im Vergleich zum entsprechenden Benutzerverzeichnis unter Windows XP.

9. Papierkorb in Windows Vista
Der Papierkorb ist jetzt in Vista Bestandteil des Profils. Unter Windows XP war der Papierkorb noch nicht benutzerspezifischer Teil des Profils. Der Papierkorb wird in Windows Vista als versteckte Datei im Hauptverzeichnis des Profils gespeichert.

8. Das „All Users“-Profil
Unter den Vorgängerversionen von Windows Vista hat das Verzeichnis „All Users“ die Inhalte zur Verfügung gestellt, die für alle Anwender auf dem PC gegolten haben. So war es möglich, durch Bearbeitung eines einzelnen Verzeichnisses die Einstellungen aller Benutzer anzupassen. Beispiel für den Einsatz von „All Users“ ist das Startmenü oder der Inhalt des Desktops, der sich immer aus dem eigenen Benutzerprofil und dem Inhalt des Ordners „All Users“ zusammensetzt. Wenn zum Beispiel eine Verknüpfung in das Verzeichnis \All Users\Startmenü kopiert wurde, wurde es bei allen Benutzern des PCs im Startmenü angezeigt. In Windows Vista gibt es das Verzeichnis C:\Users\All Users nur noch als Verknüpfung, die auf den Ordner C:\ProgramData verweist. Hier wird wiederum auf das Profil „Öffentlich“ unter C:\Users verlinkt.

10. Verbindungspunkte (Junction Points)
Die meisten Anwendungen sind bereits standardmäßig kompatibel zu den neuen Verzeichnissen des Profils in Windows Vista. Meistens sind daher keinerlei Änderungen notwendig. In Vista wurde dazu die Unterstützung von älteren Dateipfaden integriert. Alle Pfade sind auch für ältere Anwendungen vollkommen transparent. Manche Anwendungen haben unter Umständen dennoch Probleme mit den neuen Verzeichnisstrukturen. Microsoft hat für die Unterstützung solcher Anwendungen auf dem Dateisystem Verbindungspunkte eingerichtet. Ein solcher Verbindungspunkt verweist ähnlich wie eine Verknüpfung auf einen anderen Pfad auf dem PC, in dem schließlich die gesuchten Daten liegen. Für alle notwendigen Systemverzeichnisse unter

11. Anlegen und Konfigurieren von neuen Benutzern
Die Sicherheits- und Berechtigungsstruktur von Windows Vista sowie der integrierte Jugendschutz machen erst dann Sinn, wenn jeder PC-Nutzer über ein eigenes Benutzerkonto verfügt, mit dem er sich am PC anmeldet. Auf Basis dieses Benutzerkontos können Berechtigungen erteilt werden, der Jugendschutz kann festgelegt sowie überwacht werden, und alle Dateien eines Benutzers können getrennt von den anderen Benutzern gespeichert werden. Der Datenaustausch zwischen den Konten findet über den öffentlichen Ordner statt. Neue Benutzer können Sie entweder über den Link „Start, Systemsteuerung, Benutzerkonten und Jugendschutz, BenutzerkonTIPPS & TRICKS 5/2007

Benutzerbilder: Hier legt sie Vista ab
Grafiken von Benutzern: Die Benutzerbilder finden Sie im Verzeichnis C:\ProgramData\Microsoft\ User Account Pictures. C:\Benutzer\All Users\Microsoft\User Account Pictures ist auch ein Weg, genauso wie C:\Benutzer\All Users\Anwendungsdaten\Microsoft\User Account Pictures, da der Ordner C:\Users\All Users\Anwendungsdaten ein Link auf C:\ProgramData ist. C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\Microsoft\User Account Pictures ist ebenfalls möglich, da C:\ Dokumente und Einstellungen ein Link auf C:\Users ist. Letztendlich zeigt alles auf C:\ProgramData\Microsoft\User Account Pictures. Wenn Sie sich durch Links klicken, erhalten Sie manchmal eine Meldung, dass der Zugriff verweigert wurde. Das liegt dann an der Deaktivierung der Benutzerkontensteuerung.

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GRUNDLAGEN

Benutzerverwaltung
ten hinzufügen“ erstellen. Oder Sie benutzen den Link „Start, Systemsteuerung, Benutzerkonten und Jugendschutz, Benutzerkonten, Anderes Konto verwalten“ und gelangen so zum gleichen Fenster. Idealerweise sollten Sie Benutzer immer am besten über die Systemsteuerung anlegen. Es öffnet sich ein neues Fenster, in dem Sie entweder neue Benutzer anlegen oder vorhandene Benutzer bearbeiten können. Über den Link „Neues Konto erstellen“ können Sie ein neues Benutzerkonto mit allem, was dazu gehört, erstellen. Auf der ersten Seite des Assistenten legen Sie den Anmeldenamen des Kontos sowie den Kontotyp fest. Sie sollten möglichst wenige Konten mit Administratorberechtigungen anlegen und immer mit Standardbenutzern arbeiten. Sollte das auf Dauer nicht praktikabel sein, können Sie einzelne Konten auch zu Administratorkonten umwandeln. Gehen Sie dazu über „Start, Systemsteuerung, Benutzerkonten und Jugendschutz, Benutzerkonten, Anderes Konto verwalten“. Klicken Sie im Anschluss auf die Schaltfläche „Konto erstellen“. Sie müssen kein Kennwort für das Benutzerkonto festlegen, das Kennwort kann der entsprechende Benutzer selbst wählen. Wenn Sie das neu erstellte Konto anklicken, öffnet sich ein neues Fenster, über das Sie die bereits besprochenen Aufgaben für dieses neue Benutzerkonto konfigurieren können. Über dieses Menü können Sie auch den Jugendschutz konfigurieren. Den Jugendschutz können Sie jederzeit für einzelne Benutzerkonten hinterlegen.

Grundlagen

Erweiterte Benutzerverwaltung: Hier bietet Vista dem Anwender Einstelloptionen an, die in der Systemsteuerung nicht zu finden sind (Punkt 12) Berechtigungen für ein gemeinsam genutztes Laufwerk zu vergeben. Der Benutzer „Gast“ ist ein sehr eingeschränktes Konto, das die temporäre Anmeldung zulässt, sobald es aktiviert wird, um zum Beispiel Anwendern die Arbeit am PC zu ermöglichen, die sich normalerweise nicht anmelden können bzw. dürfen. Sie sollten allerdings aus Sicherheitsgründen dieses Konto nicht aktivieren. Alle anderen Konten können Sie bearbeiten, wenn Sie auf diese im Fenster doppelklicken oder im Kontextmenü den Befehl „Eigenschaften“ aufrufen. Zur Verwaltung stehen Ihnen drei Registerkarten zur Verfügung. Die wichtigsten Einstellungen werden über die Registerkarte „Allgemein“ durchgeführt. Hier stehen Ihnen einige Funktionen zur Verfügung, die hauptsächlich das Kennwort betreffen. Benutzer kann Kennwort nicht ändern: Wenn Benutzer <Strg>-<Alt>-<Entf> drücken, können sie ihr eigenes Kennwort ändern. Wenn Sie diese Option aktivieren, ist die Änderung des Kennwortes durch den Benutzer nicht möglich. Kennwort läuft nie ab: Sie können in den Gruppenrichtlinien des PCs einstellen, dass Kennwörter nach gewisser Zeit geändert werden müssen. Ist diese Option gesetzt, wird für dieses Konto eine entsprechende Anforderung außer Kraft gesetzt. Für PrivatPCs macht die Konfiguration von Kennwortänderungen keinen Sinn. Konto ist deaktiviert: Wenn diese Option gesetzt ist (standardmäßig für Administrator und Gast), kann sich der Nutzer nicht anmelden, auch wenn das Konto vorhanden ist. Konto ist gesperrt: Auch diese Einstellung ist eher für Firmen-PCs gedacht. Wenn ein Anwender ein paar Mal ein falsches Kennwort eingibt, wird das Konto gesperrt. Eine Anmeldung ist erst wieder möglich, nachdem die Sperrung aufgehoben wurde.

13. Weitere Einstellungen für Benutzerkonten
Weitere Einstellungen können über die Registerkarte „Mitgliedschaft von“ konfiguriert werden. Hierüber können Sie festlegen, ob ein Konto über administrative Rechte verfügt oder lediglich über normale Rechte. Wenn das Benutzerkonto in der Gruppe „Administratoren“ vorhanden ist, handelt es sich um ein Administratorkonto. Ist es in der Gruppe „Benutzer“ aufgelistet, handelt es sich um ein normales Benutzerkonto. Sie können die Gruppenmitgliedschaft an dieser Stelle ändern. Es zählt bei Berechtigungen immer das Konto mit den meisten Rechten. Wenn ein Konto also in der Gruppe „Benutzer“ und „Administratoren“ vorhanden ist, handelt es sich um ein Administratorkonto. Die Registerkarte „Profil“ spielt auf PrivatPCs keine Rolle. Weitere Einstellmöglichkeiten ergeben sich, wenn Sie mit der rechten Maustaste ein Benutzerkonto anklicken und die entsprechende Aufgabe aus dem Kontextmenü auswählen. Hier können Sie das Kennwort des Benutzerkontos ändern, das Konto löschen und den Anmeldenamen umbenennen.

12. Erweiterte Verwaltung von Benutzerkonten
Über den bereits besprochenen Weg der Computerverwaltung oder „Start“ und die Eingabe von „lusrmgr.msc“ können Sie Benutzerkonten ohne den Assistenten der Systemsteuerung konfigurieren. Zwar stehen Ihnen hier nicht alle Funktionen zur Verfügung wie in der Systemsteuerung; allerdings sind hier Funktionen verfügbar, die nicht in der Systemsteuerung hinterlegt sind, zum Beispiel die Möglichkeit, Benutzerkonten zu aktivieren oder zu deaktivieren. Hier können Sie auch Gruppen verwalten, wenn Sie intern nicht nur mit Berechtigungen auf Benutzerebene, sondern auch auf Gruppenebene arbeiten wollen, um zum Beispiel
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Buchtipp
Dieser Artikel stammt aus dem rundum empfehlenswerten Kompendium „Windows Vista Home – Konfiguration, Kommunikation, Lösungen“ von Thomas Joos, Verlag Markt+Technik (www.mut.de, ISBN: 978-3-8272-4102-3, 928 Seiten – 1 CD, 29,95 Euro [D].

GRUNDLAGEN

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Grundlagen

Vista sicher machen
rungsmechanismus kümmert sich nun auch um ausgehende Datenpakete. So können Sie beispielsweise ausgehenden Traffic blockieren, der sich an bekannte und unerwünschte Adressen richtet. Ebenso ist es auch möglich, Ausgangs-Ports zu blockieren, die üblicherweise von Malware genutzt werden. Standardmäßig sind in allen Profilen eingehende Verbindungen geblockt. Über die definierten Regeln lässt die Firewall Pakete für einzelne Dienste oder Protokolle passieren. Um diese Einstellungen müssen Sie sich nur in Ausnahmefällen selbst kümmern. Versucht eine Anwendung auf das Internet zuzugreifen, öffnet sich ein Dialog, über den Sie die Firewall-Einstellungen beeinflussen. Klicken Sie einfach auf „Nicht mehr blocken“, um den Zugriff zu erlauben, oder auf „Weiterhin blocken“, um ihn zu verbieten. Ausgehender Traffic wird grundsätzlich blockiert, sofern es keine Ausnahmeregel gibt. Damit ein Vista-Rechner nach der Installation mit einem Netzwerk kommunizieren kann, wird das System von Haus aus mit einer ganzen Reihe von Regeln für den ausgehenden Verkehr konfiguriert.

Vista-Firewall am Anschlag
Zugriffskontrolle von außen und Programmsperre von innen – das soll die neue Firewall von Vista bieten. Das Risiko feindlicher Übernahmen kann sie jedoch nicht wirklich bannen.
Von Ramon Schwenk und Thomas Wölfer
icrosoft hat Vista auch eine neue Firewall spendiert. Auf den ersten Blick erscheint sie zwar praktisch unverändert, doch genau betrachtet bietet Vistas Firewall deutlich mehr als ihr Vorgänger in Windows XP. Dieser Beitrag wirft ein erstes Licht auf Microsofts neue Brandschutzmaßnahme. Wer den Konfigurationsdialog für die Windows-Firewall über die Systemsteuerung in der klassischen Ansicht unter „WindowsFirewall, Einstellungen ändern“ startet, wird herb enttäuscht: Die neue Firewall scheint exakt denselben Funktionsumfang zu haben wie die Firewall von XP. Sogar die Oberfläche sieht nahezu identisch aus.

Vista-Monitoring: So funktioniert‘s
Die Firewall-Konsole in Vista bietet einen Monitoring-Teil. Der zeigt im Wesentlichen den aktuellen Zustand der Firewall an. Dazu zählt die Art und Weise, in der momentan Pakete gehandhabt werden, welches Netzwerkprofil aktiv ist sowie wo und wie die Firewall-Aktivitäten protokolliert werden. Die Windows-Firewall in Vista ist eine stateful, Host-basierte Firewall, die ein- und ausgehende Verbindungen blockieren kann. Eine sehr simplifizierte Variante zur Konfiguration dieser Firewall findet sich wie bei Windows XP in der Systemsteuerung. Tatsächlich ist die neue Firewall aber regelbasiert, und die Regeln können über eine zusätzliche Oberfläche in den administrativen Werkzeugen erstellt werden. Das ist neu: Über die Group Policies lassen sich die Einstellungen der Firewall schnell und automatisch auf alle Computer in einem Domänen-Netzwerk verteilen und aktualisieren. Damit kann ein LAN-Administrator zentral auf neue Gefahren reagieren oder zusätzliche Applikationen erlauben.

M

Doch der erste Eindruck täuscht. Microsoft hat in Vista aus gutem Grund zwei unterschiedliche Benutzerschnittstellen für die Firewall-Konfiguration eingebaut. Die neue und deutlich mächtigere Oberfläche erreichen Sie über die administrativen Werkzeuge. Sie finden sie entweder über die Suchfunktion des Startmenüs (Suchwort „Firewall“) oder indem Sie „wf.msc“ über die Eingabezeile von „Start“ aufrufen.

1. Das wurde gegenüber der XP-Firewall erweitert
Bisher konnte die Windows-Firewall nur eingehenden Traffic filtern. Der neue Filte-

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GRUNDLAGEN

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Vista sicher machen
zum Internet hat, der Rechner aber nicht zur Domain des Netzwerkes gehört. Solche Netzwerke finden sich beispielsweise in öffentlichen Einrichtungen wie Bibliotheken. Ein Private-Netz („Privates Profil“) ist ein Netzwerk mit einem gewissen Maß an Schutz vor dem Internet, das andere vertrauenswürdige Rechner beherbergt. Für jede dieser drei Netzwerkarten können Sie die Firewall passend konfigurieren und Regelsätze anlegen. Die Wahlmöglichkeit ist zum Beispiel für NoteAktiv: In den „Windows-Firewalleinstellungen“ aktivieren books praktisch: Befindet oder deaktivieren Sie das Vista-Sicherheitssystem (Punkt 1) sich der Mobilrechner am Arbeitsplatz, gelten die Re2. So funktioniert die neue geln der „Domänenprofil“-Firewall. Ist der Firewall-Konsole Rechner unterwegs im Einsatz, gelten die Nach dem Start erscheint die neue Konsole Regeln für „Öffentliches Profil“. mit einem dreispaltigen Layout. In der mitt4. So legen Sie neue Regeln an leren Spalte des Fensters sehen Sie eine Übersicht der aktuellen Einstellungen, ge- Um eine neue Regel etwa für eingehende ordnet nach „Domänenprofil“ (der PC ist Datenpakete einzurichten, klicken Sie mit Domänenmitglied in einem Firmennetz), der rechten Maustaste auf „Eingehende Re„Privates Profil“ (lokales Netzwerk) und „Öf- geln“ und wählen „Neue Regel“. Es meldet fentliches Profil“ (Internet und andere nicht sich ein Assistent, der Sie dann durch die lokale Netzwerke). Welches davon Vista ver- notwendigen Schritte leitet. wendet, zeigt der Zusatz „ist aktiv“. In der linken Spalte sind die verschiedenen Regelsätze aufgelistet. Der hier ausgewählte Eintrag bestimmt, was in der mittleren Spalte angezeigt wird: „Eingehende Regeln“, „Ausgehende Regeln“ oder „Verbindungssicherheitsregeln“. Letztere sind die Regeln für IP-Sec. In der rechten Spalte finden sich Links zu Aktionen und Filtermöglichkeiten.

Grundlagen

Im ersten Schritt teilen Sie Vista mit, was für eine Art von Regel Sie definieren möchten. Hier unterscheidet die Firewall zwischen „Programm“, „Port“, „Vordefiniert“ und „Benutzerdefiniert“. Eine Regel für ein „Programm“ basiert auf dem Pfad zur Software, der im zweiten Schritt anzugeben ist. Außerdem stellen Sie ein, ob die Verbindung zugelassen oder blockiert werden soll. Als dritte Möglichkeit gibt es noch die Option, die Verbindung zuzulassen, wenn es sich um eine sichere Verbindung handelt. Danach wählen Sie aus, für welche der Netzwerkprofile die Regel gelten soll, und vergeben zum Abschluss einen Namen. Ähnliche, den entsprechenden Bedürfnissen angepasste Angaben müssen Sie auch für die übrigen Regelarten im Assistenten vornehmen.

5. Firewall-Regeln optimieren
Die neue Regel wird anschließend in der Übersichtsliste der Firewall-Konsole angezeigt. Per Doppelklick auf einen Eintrag erreichen Sie den „Eigenschaften“-Dialog. Er ist wichtig, denn einige der Einstellungen können Sie im Firewall-Assistenten nicht festlegen. Dazu zählt zum Beispiel die Möglichkeit, eine Regel auf bestimmte Benutzerkonten oder Computer zu beschränken. Ebenso ist es auch möglich, Regeln nur auf bestimmte Netzwerk-Interfaces anzuwenden. Standardmäßig werden die Regeln immer auf alle angewendet.

3. Das Prinzip der Network Location Types verstehen
Vista unterscheidet drei Arten von Netzwerken (Network Location Types): Domain, Public und Private. Der Rechner befindet sich in einem Domain-Netz („Domänenprofil“), wenn er Verbindung zu einem Netzwerk hat und sich in diesem LAN ein Domain-Controller für eine Domain befindet, zu der auch der Rechner selbst gehört. Typischerweise ist das bei einem Firmennetzwerk der Fall. Ein Public-Netz („Privates Profil“) liegt vor, wenn das Netzwerk einen direkten Zugang
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Verbesserte Verwaltungsoberfläche: Die neue Firewall wird mit einer Vielzahl an Regeln ausgeliefert, die Sie umfassend bearbeiten und erweitern können (Punkt 2)
GRUNDLAGEN

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Grundlagen

Spiele
Chess Titans ist das einzige Vista-Spiel im 3D-Gewand – Optik und Ausstattung überzeugen

Die Vista-Kartenspiele

Populär: Der Klassiker Solitär ist das Windows-Spiel schlechthin

Das sind die Spiele in Vista
Für Traditionalisten gibt es weiterhin Solitär und Minesweeper, Denker spielen Schach und die, die erst zu solchen werden wollen, üben mit Purble Place. Der Geschmack entscheidet.
Von Jan Schneider
as ist das meistgespielte PC-Spiel aller Zeiten? Tetris? Die virtuelle Moorhuhn-Jagd? World of Warcraft? Vermutlich nicht, denn seit Microsoft mit Windows 3.0 zum ersten Mal den Kartenspiel-Klassiker Solitär ausgeliefert hat, ist der kleine Zeitfresser bei jeder neuen Windows-Version mit an Bord. So wurde das simple Ein-MannKartenspiel auf Millionen von Rechnern verteilt und ungefragt auch auf Büro-PCs mitinstalliert. Ganze Rechnergenerationen hat der Redmonder Software-Riese auf diese Weise mit dem unscheinbaren Programm

Abwechslung: In der Variante Freecell sind zu Beginn alle Karten aufgedeckt

Auch eine Solitär-Variante: Spider Solitär wird mit 104 Karten gespielt

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infiltriert. So einfach die Regeln sind, so hoch ist der Suchtfaktor – eine tödliche Mischung, die wertvolle Arbeitszeit im großen Stil vernichtet. Tatsächlich soll die Faszination für Solitär, das der Microsoft-Mitarbeiter Wes Cherry 1989 entwickelte, schon zu einigen Entlassungen geführt haben. Selbstredend ist auch Windows Vista wieder mit diesem Programm ausgestattet. Spielerisch bietet die Vista-Version dasselbe wie schon die Urversion von Windows 3.0: Solitär kennt die zwei grundsätzlichen Varianten „Eine ziehen“ und „Drei ziehen“ sowie

Hearts: Sie spielen das Kartenspiel gegen drei Computergegner

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GRUNDLAGEN

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Spiele
Vorgänger. Auch die neue Kaskade nach einem gewonnenen Spiel macht optisch einiges her. Für Cheater bleibt übrigens alles beim Alten: Wenn Sie beim Abheben die Tasten <Strg>-<Alt>-<Shift> gleichzeitig drücken, können Sie auch im Modus „Drei ziehen“ eine einzelne Karte vom Stapel nehmen. Das erhöht die Gewinnchancen drastisch und hat 1990 schon genauso funktioniert. Lassen Sie sich nur nicht dabei erwischen!

Grundlagen

Überblick Die Spiele von Vista
Inhalt 1. Kartensparten 2. Minesweeper und Inkball 3. Premium-Spiele 4. Der Herr der Spiele Kästen Die Entwickler: Oberon Games Ultimativer Spielgenuss 39 41 Seite 39 40 40 41

Neue Grafikeffekte: Wenn Sie Solitär gewinnen, fliegen die Symbole von den Karten im Fenster umher zwei verschiedene Arten, Punkte zu berechnen. Sowohl Punkt- als auch Zeitzähler lassen sich auf Wunsch ausschalten. Wer nicht weiter weiß, darf sich einen Tipp geben lassen. Wenn keine Züge mehr möglich sind, was gerade beim Standard-Modus „Drei ziehen“ häufig vorkommt, macht das Spiel Sie darauf aufmerksam und bietet an, die aktuelle Partie zu beenden oder einen Zug rückgängig zu machen. Dank vektorbasierter Darstellung können Sie die Größe des Spielfensters beliebig skalieren, ohne dass Karten aufpixeln oder Details verloren gehen. Für Abwechslung sorgen die vier verschiedenen Kartentypen, die unterschiedliche Rücken oder größere Symbole auf der Vorderseite haben. Als Hintergrund sind verschiedenfarbige Filztexturen und zwei Motivunterlagen im Angebot. Mit der messerscharfen Darstellung in hohen Auflösungen und den neuen Karten sieht Solitär jetzt deutlich schicker aus als seine

1. Kartensparten
Neben dem klassischen Solitär hat Microsoft im Laufe der Jahre weitere Varianten desselben Spiels eingeführt, die auch bei Windows Vista wieder mit dabei sind. Freecell, seit Windows 95 fester Bestandteil neuer Windows-Systeme, spielt sich ähnlich wie das Original, hängt jedoch weniger vom Glück des Spielers ab. Alle Karten werden zu Beginn offen auf dem Spielfeld ausgelegt, so dass vorausschauende Züge möglich sind. Zudem bekommen Sie vier freie Felder spendiert, die „free cells“, auf denen Sie Karten zwischenlagern können. Anders als bei Solitär sind in Freecell somit die meisten Spiele lösbar – zumindest dann, wenn Sie sich geschickt anstellen. Die Variante Spider Solitär, die mit 104 Karten gespielt wird, ist erst seit Windows ME Teil der Microsoft-Familie. Die ersten 54 Karten werden zu Beginn auf zehn Stapel

verteilt, der Rest kommt auf Wunsch in Zehnergruppen dazu. Wenn irgendwo auf den zehn Stapeln eine Reihe vom König bis zum Ass entsteht, wird diese aus dem Spiel genommen. Gewonnen haben Sie, wenn alle 104 Karten abgeräumt wurden. Zur Belohnung kredenzt Vista dann ein grafisches Feuerwerk, das das biedere Kreisgewusel von Windows XP weit hinter sich lässt. Spider Solitär kennt drei Schwierigkeitsgrade. Im einfachsten spielen Sie nur mit Pik, die Farben sind also egal. Auf der mittleren Stufe kommen rote und schwarze Karten zum Einsatz, und im Profimodus spielen Sie mit allen vier Farben. Erleichtert wird das Spiel dadurch, dass Sie alle Züge rück-

Die Entwickler: Oberon Games
Im Ordner „Spiele“ werden nicht nur Titel der installierten Unterhaltungs-Software eingeblendet, sondern auch Entwickler und Publisher angezeigt. Dabei fällt auf, dass alle Windows-Spiele außer Inkball nicht von Microsoft stammen, sondern von Oberon Games. Oberon wurde im Jahr 2003 von Sierra-Urgestein Jane Jensen, die sich als Designerin der Gabriel-Knight-Reihe einen Namen gemacht hat, und ihrem ehemaligen Kollegen Scott Bilas gegründet. Schnell hat sich die Firma vom Start-up-Unternehmen zum einflussreichen Entwickler und Publisher von Casual Games entwickelt. Inzwischen sind die Download-Häppchen von Oberon über Spieleportale wie das von Sat.1, AOL, Yahoo und natürlich über Microsofts Portal „MSN Spiele“ zu haben. Die Zusammenarbeit mit Microsoft hat sich auch bereits auf das Angebot für die Xbox 360 ausgewirkt: Oberon ist Publisher der Xbox-Live-Arcade-Titel Bejeweled 2, Zuma Deluxe und Astropop. Firmengründerin Jane Jensen hat zwischenzeitlich den Gelegenheitsspielern wieder den Rücken gekehrt und arbeitet am Adventure Gray Matter, das Ende 2007 erscheinen soll.

Minesweeper: Immer schön ordentlich aufbeziehungsweise abräumen

Konzentration erforderlich: Eine ruhige Kugel schieben heißt es bei Inkball
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Grundlagen

Spiele

net fleißig neue Weltre- 3. Premium-Spiele korde erdaddelt werden. Drei Spiele hat Microsoft ausschließlich für Dank Aero-Darstellung ist Kunden vorgesehen, die sich die teureren das Programm nicht nur Windows-Editionen leisten, und diese Prohübscher als das XP-Pen- grammtitel daher aus Vista Home Basic verdant, sondern auch frei in bannt. Das erste, das wir vorstellen wollen, der Größe skalierbar. ist das Schachspiel Chess Titans. Es hebt Schwach: Die farbigen Zah- sich von den anderen Vista-Spielen dadurch len werden auf den Feldern ab, dass es das Spielbrett im Echtzeit-3Dunscharf, wenn das Spiel- Gewand darstellt. Dadurch lässt das Tableau sich frei drehen und sieht bei eingeschalfenster zu groß wird. Mit Inkball liegt Vista auch tetem Anti-Aliasing sogar richtig fesch aus. ein Spiel bei, das ursprüng- Für die unterschiedlichen Geschmäcker stelich für die Windows XP hen drei Materialien für die Figuren und drei Brauche Zeit: Im einfachen und sehr hübschen Mahjong Tablet PC Edition entwi- verschiedene Spielbretter zur Verfügung. Titans räumen Sie die chinesischen Klötzchen vom Tisch ckelt wurde, um das spiele- An schwächer ausgestattete Rechner haben rische Training mit dem die Entwickler aber auch gedacht und eine gängig machen dürfen. Wer sich unsicher Tablettstift zu ermöglichen. Auf den Spiel- puristischere 2D-Ansicht eingebaut. ist, sollte sich vor dem Aufdecken von zehn feldern erscheinen der Reihe nach verschie- Chess Titans erlaubt zum einen das Spiel neuen Karten mit <T> einen Tipp geben las- denfarbige Kugeln, die Sie in entsprechende gegen den Computer, der sich auf zehn Stusen. Nur zu gerne übersieht man Züge, die Trichter auf dem Boden lenken müssen. Da- fen an die Stärke des Spielers anpassen vorher noch möglich wären. zu malen Sie mit der Maus – oder eben dem lässt. Zum anderen ist auch das Spiel gegen Das einzige Kartenspiel, bei dem Sie nicht Tablettstift – Linien auf das Level, von denen einen menschlichen Opponenten am selben nur gegen sich selbst, sondern zumindest die Kugeln abprallen. Für Vielfalt im Spiel- Monitor möglich. Wenn Sie die Figur ausauch gegen einen Computergegner antre- geschehen sorgen Blöcke, die nur von Ku- wählen, mit der Sie ziehen möchten, zeigt ten, ist Hearts. Herz und Pikdame bringen geln einer bestimmten Farbe zerstört oder das Spiel die Felder, zu denen sie sich bewedem Spieler hier Strafpunkte ein, diese soll- nur in eine Richtung überrollt werden kön- gen kann. Anders als im wirklichen Leben ten Sie also vermeiden auszuspielen. Die nen, Farbwechsel-Blöcke, Beschleuniger, ist es bei der Vista-Spielvariante möglich, Regeln des Stichkartenspiels sind komplexer Zeitschaltuhren und mehr. Züge rückgängig zu machen – eine Funktials in den Solitär-Varianten. Einige Tipps für Inkball lässt sich in fünf Schwierigkeitsstu- on, von der schon so mancher Großmeister Anfänger hält die eingebaute Hilfe zum Spiel fen spielen. In höheren Stufen sind die Le- geträumt hat. bereit, so stehen Hearts-Anfänger nicht ganz vels komplexer und die Bälle schneller. Al- Ein weiterer Klassiker, der es in die teureren wie der Ochs vorm Berg da. lerdings lassen diese sich mit Freihandstri- Windows-Varianten geschafft hat, ist MahIn allen Windows-Kartenspielen lassen sich chen nicht sehr präzise kontrollieren, so jong Titans. Das Spielprinzip ist durch etlidieselben vier Kartentypen und dieselben dass bereits einige Levels der mittleren Stu- che Share- und Freeware-Versoftungen altfünf Hintergründe einstellen wie beim klas- fe größere Herausforderungen darstellen. bekannt: Quaderförmige Spielsteine werden sischen Solitär. Übliche Highscore-Listen gibt es hier nicht in einem bestimmten Muster angehäuft – das würde wegen der zufälligen Reihenfol- – sechs solcher Muster stehen zur Auswahl 2. Minesweeper und Inkball – und müssen dann paarweise wieder abgege der Levels auch keinen Sinn ergeben. Nicht wegzudenken aus den Redmonder Be- Aufgrund der unpräzisen triebssystemen ist inzwischen Minesweeper, Steuerung und der fehlendas seit der legendären Windows-Version den Vergleichbarkeit von 3.1 die Massen unterhält. Auf einem recht- Punkteständen erzeugt Inkeckigen Gitter müssen Sie nach und nach ball weniger LangzeitmotiFelder aufdecken, unter denen keine Minen vation als die anderen Visliegen. Jedes Feld verrät beim Aufdecken die ta-Spiele, die starre ImpleAnzahl der verminten benachbarten Felder. mentierung wirkt halb gar. Decken Sie ein solches auf, geht die Mine Zwar hat Microsoft damit den Weg ihrer Bestimmung – und Sie haben ein Spiel im Vista-Ensembdas Spiel verloren. le, das die Geschicklichkeit Das Spielprinzip ist einfach, aber genial und des Spielers herausfordert, hat im Laufe der Jahre auf viele Windows- doch letztlich wäre ein neuBenutzer sogar einen höheren Suchtfaktor er Flipper, der den Space ausgeübt als Solitär. Da verwundert es nicht, Cadet Pinball von Windows dass es bereits wissenschaftliche Abhand- XP beerbt, eine bessere Va- Hübsch: Das in einigen Vista-Versionen eingebaute Mahjong lässt sich auf ein alternatives Grafikset umschalten lungen über Minesweeper gibt und im Inter- riante gewesen.

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GRUNDLAGEN

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Spiele

Grundlagen

Für Kids: Purble Place richtet sich an Vorschulkinder und solche, die es werden wollen räumt werden. Dabei dürfen Sie aber nur solche Steine anfassen, die entweder am linken oder am rechten Rand des Klötzchenhaufens liegen. Sind alle Steine vom Tisch, haben Sie das Spiel gewonnen, und es erscheint wieder das Feuerwerk, das wir bereits von Spider Solitär kennen. Optisch macht Mahjong Titans einiges her, allerdings sind die Steine aber so flach, dass schwer zu erkennen ist, welche davon nun am Rand liegen. Erst wenn man mit der Maus über die Steine fährt, leuchten die auswählbaren auf. Das macht das Spiel aber etwas unübersichtlicher als nötig. Zu guter Letzt hat Microsoft diesmal an die Windows-Benutzer im Vorschulalter gedacht. Purble Place ist eine Sammlung von drei kleinen Einfach-Spielchen für kleinere Kinder. Purble Pairs ist ein Memory-Klon, in Comfy Cakes müssen Kuchen nach einem vorgegebenen Rezept gebacken werden und Purble Shop ist eine Art PhantombildMastermind. Passend zur Zielgruppe ist alles im knallbunten Knuffi-Look gehalten, und selbst die Windows-Hilfe duzt den Anwender plötzlich. Auch wenn die Spiele sehr simpel sind, werden die Kleinen am Rechner der Erwachsenen sicher ihre Freude damit haben. eigens dafür vorgesehenen Ordner „Spiele“. Hier werden Spiele nach der Installation in der Regel automatisch eingetragen, und, falls Sie Vista die Kommunikation mit den Microsoft-Servern erlauben, auch zusätzliche Informationen heruntergeladen. Erkennt Windows ein neu installiertes Spiel nicht, können Sie dieses manuell per Drag & Drop in den Ordner „Spiele“ ziehen. Allerdings ist es ohne Weiteres nicht möglich, die Details eines solchen Titels zu verändern.

Das nicht erkannte „Ankh: Herz des Osiris“ wird beispielsweise nur als „StartGame“ in der Liste angezeigt, ohne dass der WindowsExplorer einem die Möglichkeit gibt, den Namen des Spiels selbst einzugeben. Beim Hinzufügen neuer Spiele greift übrigens auch die in der Benutzerverwaltung von Vista integrierte Jugendschutzfunktion. Das Setup ungeeigneter Spiele lehnt Vista ab. Insgesamt fällt in Windows Vista die wesentlich augenschonendere Präsentation der Windows-Spiele auf, die ein Facelifting dringend nötig hatten. Dank der einheitlichen Bedienung und der Statistikfunktion, die Highscores, längste Glücks- und Pechsträhnen und Erfolgsquoten verwaltet, wirken alle Spiele mit Ausnahme von Inkball wie aus einem Guss – offensichtlich ein Verdienst von Oberon Games, die mit der Entwicklung beauftragt wurden. Während Home Basic spielerisch dasselbe bietet wie Windows XP ohne den Flipper, bieten die teureren Vista-Editionen im Wesentlichen Schach-Fans und Kindern ein Mehr an Spielspaß. Ein Rätsel bleibt, wieso Microsoft den Käufern von Vista Home Basic diese Spiele vorenthält. Gerade am Familien-PC im Wohnzimmer, wo die Jüngsten sich mit Purble Place vergnügen würden und Vati eine Runde Schach wagen könnte, wird wohl in vielen Fällen die Spar-Version zum Einsatz kommen. Und für eine Hand voll Spielchen wird sicher niemand mehr bezahlen wollen.

Vista Ultimate – ultimativer Spielgenuss
Wer sich mit Vista Ultimate die teuerste Windows-Edition anschafft, soll in Zukunft über das Internet mit Extras versorgt werden, also Programmen und Systemerweiterungen, die nur in dieser Edition zur Verfügung stehen. Microsoft will auch Spiele zum Download anbieten. Zum offiziellen Start von Vista präsentiert Microsoft das Kartenspiel Hold’Em Poker. Hold’Em Poker bringt Spielbankatmosphäre auf Ihren Windows-Desktop und ermöglicht es, gegen bis zu fünf Computergegner stilechte Casino-Jetons auf den virtuellen Spieltisch zu setzen. Die Aufmachung der populären Poker-Variante fügt sich nahtlos in die restlichen Windows-Kartenspiele ein. Zu der Frage, ob und in welchem Umfang Microsoft über die Ultimate-Extras in Zukunft noch mehr Spiele verteilt, hat sich der Hersteller Hold‘Em Poker bleibt Besitzern von Vista bislang nicht geäußert. Ultimate vorenthalten

4. Der Herr der Spiele
Vista organisiert die installierten Spiele nicht wie üblich im Startmenü, sondern im
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Grundlagen

Grafik-Optimierung
det Microsoft dies mit dem runderneuerten Treibermodell der 3D-Schnittstelle, das sich angeblich nicht ohne Weiteres auf XP portieren ließe. Realistischer scheint uns aber der Grund, dass der Monopolist aus Redmond möglichst viele Spieler zum Kauf des neuen Betriebssystems bewegen will. In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten von Direct X 10, genauer von der Kernkomponente Direct-3D 10, und einen Ausblick auf die passenden Grafikkarten von ATI und Nvidia sowie auf das sich bereits in der Entwicklung befindliche Update auf Version 10.1.

Glaubwürdige und lebendige Spielewelten
Die für Spieler wichtigste Neuerung von Vista ist das Update auf Direct-3D 10. Anders als bei Direct X 8 oder 9 lässt sich der optische Vorteil von Direct-3D 10 allerdings nur schwer an bestimmten Funktionen festmachen. Zwar wird die Lichtsimulation High Dynamic Range Rendering (HDR) bei gleichzeitig aktiver Kantenglättung (AA) in der Direct-3D-10-Spielegeneration schöner Standard, aber hauptsächlich erweitert die neue Programmierschnittstelle die Möglichkeiten der Spieledesigner. Mehr Shader-Leistung, höhere maximale Texturauflösungen und die Fähigkeit, zahlreiche Objekte bei hoher Bildwiederholrate gleichzeitig am Bildschirm darzustellen, sind die Wegbereiter für eine glaubwürdige und lebendige Spielwelt. Eine grobe Ahnung des künftig Machbaren liefert Spielemacher Cryteks Crysis (www.crytek.com) mit seiner detaillierten und sich ständig in (asynchroner) Bewegung befindlichen Vegetation. In den technischen Toptiteln der nächsten Spieletitelgeneration werden Spieler mit ihrem Verhalten die Umwelt dank ständiger Physikspielereien noch umfassender beeinflussen. Auch Detailreichtum, Beleuchtung und Spezialeffekte hebt Direct-3D 10 auf das nächste Level. Im Vergleich dazu werden auch viele erst vor kurzem veröffentlichte PC-Spiele kahl und recht leblos wirken – zumindest optisch.

Das bringt Direct X 10
Die Grafikfunktionen von Direct X 10 zählen zu den wichtigsten Neuerungen von Vista. Wir durchleuchten Extras wie den Geometry Shader und das effizientere Treibermodell.
Von Daniel Visarius
irect X ist eine Zusammenstellung von Software-Bibliotheken (Application Programming Interfaces, kurz: APIs) für Spiele und Multimedia-Programme. Auf die Module greifen Windows-Programme zu, um die Funktionen der zur Verfügung stehenden Hardware optimal ausnutzen zu können. Direct X wird vorrangig zur Darstellung komplexer 3D- und 2D-Grafik benutzt. Es umfasst jedoch auch Komponenten zur Ansteuerung von Soundkarte, Ein- und Ausgabegeräten sowie für den Netzwerk- und Online-Zugriff.

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Die Revolution begann im Jahr 2000: Mit Direct X 8 und den dazu kompatiblen Grafikkarten wie der Geforce 3 und der Radeon 8500 wurden Grafikprozessoren erstmals programmierbar. Direct X in der Version 9 beseitigte 2003 viele Limitierungen der Vorgängerversion und machte den Weg frei für 3D-Grafik, wie wir sie heute kennen. Für Windows XP markiert Direct X 9.0c den derzeitigen Stand der Technik Der Nachfolger Direct X 10 erscheint als Teil von Windows Vista, Nutzer von Windows XP bleiben jedoch außen vor. Offiziell begrün-

Gleichschaltung der Shader
Ähnlich fundamental wie der Übergang von fest vordefinierten Grafikfunktionen zum programmierbaren Grafikprozessor ist auch der Wechsel vom bisherigen Shader Model 3.0 zum neuen 4.0 von Direct-3D 10. Zum
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GRUNDLAGEN

Grafik-Optimierung
einen bekommen die Shader-Einheiten Zuwachs: Der Geometry Shader schaltet sich zwischen Vertex- und Pixel-Prozessoren und soll die Geometrie manipulieren, um zum Beispiel beeindruckende Morphing-Effekte oder Displacement Mapping (Oberflächendetailverfeinerung) zu schaffen – eine Funktion, die schon seit längerem Standard ist, aus Gründen der Geschwindigkeit aber nur in technischen Demos und nicht in Spielen zum Einsatz kam. Zum anderen werden bei Direct X 10 die Shader-Einheiten für Rendering-Effekte gleichgeschaltet: Zumindest aus der Perspektive der Software kann jede Einheit die Aufgaben der jeweils anderen erfüllen, auf Hardware-Ebene ist die Vereinheitlichung noch optional. Hersteller ATI hat hier mit dem Xenos-Grafikchip der Xbox 360 bereits Erfahrungen gesammelt und will dies beim R600-Grafikprozessor für PCs beibehalten. Der Vorteil von auch in Hardware einheitlichen Shader-Einheiten ist die bessere Auslastung des Grafik-Chips: In Szenen, in denen hauptsächlich Pixel-Arbeit zu leisten ist, liegen mit herkömmlicher Hardware die Vertex Shader brach – und umgekehrt ebenso. Diese Situation wird auch bei Nvidias nächster Geforce-Generation auftreten, weil Nvidia maximal Vertex und Geometry Shader auf den gleichen Nenner bringt. Unified Shader verbessern in erster Linie das Tempo, sind aber nicht auf Direct 3D 10 begrenzt (siehe Xbox 360), obgleich zu erwarten ist, dass jeder Unified-Shader-Chip für den PC auch Windows Vista und Direct-3D 10 unterstützen wird.

Grundlagen

Schnell durch gute Treiber, aber 250 Watt Leistungsaufnahme
Unter Windows XP und Direct X 9 fressen die Software-Schichten zwischen der eigentlichen Spiele-Software und der Hardware relativ viel Leistung. Für Vista und Direct X 10 hat Microsoft das neue Windows Display Driver Model, kurz WDDM, entwickelt, das wesentlich ressourcenschonender arbeitet. Allein durch diese laut den Enwicklern elementare Änderung verspricht sich Microsoft einen deutlichen Leistungsgewinn. Mit der Komplexität eines Grafikkartenprozessors erhöht sich gewöhnlich auch dessen Leistungsaufnahme. Die durch Direct-3D 10 steigenden Anforderungen an die Hardware und die somit erneut explodierende Transistorzahl rächen sich im Stromhunger der
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kommenden Direct-X10-Grafikkarten. Zumindest über die neue Radeon, Codename R600, ist bekannt, dass sie um die 250 Watt vom Netzteil ziehen wird – kein Wunder bei 64 Shader-Einheiten und bis zu 1,0 GHz Kerntakt. Weil Nvidias G80 wahrscheinlich nur 32 PixelShader-Einheiten und 16 vereinheitliche Vertex/Geometry Shader Flight Simulator: Auf den ersten Blick fällt der Unterschied zwibesitzt und wie der schen Direct X 9 (oben) und Version 10 (unten) extrem aus R600 im 90-nm-Prozess beim Fertigungsunternehmen TSMC Was Direct X 10 (nicht) bringt (Taiwan Semiconductor Manufacturing In der Theorie macht Direct-3D 10 einen Company) entsteht, könnte der Energiebe- überzeugenden Eindruck: Viele alte Hürden darf einer Geforce-8-Karte geringer ausfal- fallen, lästige Leistungsbremsen wurden auf len. Andererseits halten sich Gerüchte, nach Treiberebene gelöst, und der kreative Horidenen Nvidia die Geforce 8 als Zweikernlö- zont verschiebt sich aus Entwicklersicht weit sung auf den Markt bringt, wodurch sich der nach hinten. Und die Chancen für Spieler stehen gut, Strombedarf verdoppeln würde. dass aus der Theorie alsbald grafisch umDas kommt nach Direct X 10 werfende Realität wird. Schließlich sind Die Spezifikation von Direct-3D 10 steht seit viele Software-Designer diesmal begeistert geraumer Zeit. Längst arbeitet Microsoft zu- von Microsofts Arbeit – gibt ihnen die neue sammen mit Chip-Herstellern wie ATI und Schnittstelle doch viele verbesserte WerkNvidia am Nachfolger, derzeit unter dem zeuge an die Hand. Arbeitstitel Direct X 10.1. Nach aktuellem Zum Start von Windows Vista stehen mehStand wird das Update software-seitig zum rere Direct-X-10-Titel bereit stehen, darunBeispiel die Option auf vierfache Kanten- ter bekannte Spiele wie Alan Wake, Crysis glättung voraussetzen. Ferner soll eine hö- oder Halo 2. Das entsprechende Update für here Rechenpräzision und damit exaktere den Flight Simulator X ist vorerst auf unbeDarstellung Pflicht werden. stimmte Zeit verschoben. Ob die Entwickler Noch einschneidender: Mit Direct-3D 10.1 bei ihren künftigen Titeln die neuen Mögändert sich erneut das Treibermodell. Wäh- lichkeiten nur für Effekthaschereien oder rend 10 lediglich WDDM 1.0 verlangt, setzt auch für neue Spielideen nutzen, bleibt al10.1 auf WDDM 2.1. lerdings wie immer abzuwarten. Diese Version optimiert die Speicherverwaltung und soll eine noch bessere Auslastung und Steuerung der Recheneinheiten im Grafikprozessor gewährleisten, so dass sich die Grafikdarstellung nebst den grundlegenden physikalischen Zusammenhängen künftig auf nur einem Chip berechnen Displacement Mapping: Anders als Parallax Mapping (linke Figur) fügt Displacement Mapping Objekten echte Polygone hinzu lassen sollen.
GRUNDLAGEN

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Grundlagen

Weniger .NET
Laufzeitumgebung als auch die Syntax der Programmiersprachen in .NET 3.0 entsprechen der Vorgängerversion 2.0, so dass .NET-2.0-Anwendungen ohne Änderung auch auf .NET 3.0 laufen. Neu in .NET 3.0 sind vier Bibliotheken: Windows Presentation Foundation (WPF), Windows Communication Foundation (WCF), Windows Workflow Foundation (WF) und Cardspace. Die WPF ist eine Bibliothek zur Erstellung grafischer Benutzerschnittstellen und gilt als Nachfolger der wenig geliebten „Windows Forms“. WPF stellt eine gemeinsame Basis für die Ausgabe von klassischen Desktop-Fenstern, Multimedia-Daten und Dokumenten dar. Intern setzt WPF direkt auf Direct X auf und bietet daher zahlreiche neue grafische Effekte. Anders als zunächst angekündigt, basiert die neue Vista-Benutzeroberfläche Aero aber nicht auf WPF, sondern auf C++-Code.

Power Shell Language Power Shell .NET Framework (Managed Libraries) VB Script, Jscript, Perl und andere Active Scripting DOS-Befehle DOS-Shell Klassische DLLs/ Windows 32-API C, C++ Component Object Model (COM) C++, J++, Visual Basic, Delphi, und andere C#, J#, C++/CU, Visual Basic .NET, Delphi.NET, Fortran.NET, Iron Phyton, und andere

1993

1997

2002

2006
Quelle: www. IT-visitors.de

In Vista steckt nur wenig .NET
Vista enthält neue Programmierschnittstellen, doch entgegen früheren Ankündigungen setzt Microsoft nicht komplett auf das .NET Framework, sondern verwendet andere Techniken.
Von Holger Schwichtenberg *
ie Professional Developer Conference 2003 (PDC) für Entwickler hatte Microsoft dazu genutzt, die neuen auf .NET beruhenden Programmierschnittstellen von Vista vorzustellen. Die Bibliothek „Windows Framework“ (WinFX) sollte das veraltete Windows-32-API und das Sammelsurium von Software-Komponenten auf Basis von Component Object Model (COM) ablösen.

Optische Gestaltung
Software-Entwickler können zur Erstellung einer WPF-Anwendung neben dem klassischen codegestützten Ansatz auch eine neue XML-basierte Sprache mit dem Namen Extensible Application Markup Language (XAML) einsetzen, um sowohl das Layout als auch Animationen zu definieren. XAML ähnelt zum Teil dem Standard Scalable Vector Graphics (SVG), definiert aber die typischen Elemente einer grafischen Benutzeroberfläche. Ziel des XML-Einsatzes ist, die optische Gestaltung der Desktop-Anwendungen von der Programmierung zu entkoppeln. WPF umfasst auch das neue Dokumentenformat „XML Paper Specification“ (XPS), das Microsoft als Konkurrenz zu PDF positioniert. WPF-Anwendungen können auch im Internet Explorer ablaufen, sofern das .NET Framework auf dem lokalen System vorhan-

D

Einfluss der Entwickler
Ein Blick unter die Vista-Haube zeigt aber, dass die Verkaufsversion von Vista weit weniger .NET enthält als damals angekündigt.
* Dr. Holger Schwichtenberg ist Inhaber des Schulungs- und Beratungsunternehmens IT-Visions.de. Er hat mehr als 20 Bücher rund um das Thema Software-Entwicklung veröffentlicht.

In den letzten drei Jahren ist Microsoft schrittweise von der ursprünglichen Strategie abgerückt. Die WinFX-Bibliothek ist im .NET Framework 3.0 aufgegangen und auch für Windows XP und Windows Server 2003 verfügbar. Entscheidenden Einfluss darauf hatte die Windows-Entwicklergemeinde, die drohte, eine Bibliothek zu ignorieren, die auf älteren Betriebssystemen nicht vorhanden sein würde. Windows Vista selbst wurde von Microsoft weitestgehend mit klassischen Programmiertechniken entwickelt, und viele neue Funktionen stehen für Entwickler auch auf herkömmlichen Wegen zur Verfügung. Windows Vista ist das erste Betriebssystem, zu dessen Standardinstallationsumfang das .NET Framework 3.0 gehört. Sowohl die

Hier lesen Sie ...
• welche neuen Bibliotheken .NET 3.0 enthält, das Microsoft als bevorzugtes Programmiermodell von Vista propagiert, • wie die vier neuen Bausteine das Leben von Entwicklern vereinfachen, • welche Kompatibilitätsprobleme das neue Programmiermodell verursacht, • wo Microsoft in Vista lieber auf alte Technik gesetzt hat.

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Weniger .NET
Namenskonflikte zu geraten. WF stellt Dienste wie Persistenz, Transaktionen, Kommunikation und Überwachung bereit. Da WF aber nur eine Bibliothek und keine Anwendung ist, fällt dem Entwickler die Aufgabe zu, die Services von WF zu einer Anwendung zu kombinieren. Die Beschreibung der aus Aktivitäten oder Zuständen bestehenden Abfolgen erfolgt durch Programmcode oder XML-basierend durch das auch von WPF verwendete XAML. Microsoft selbst verwendet die WF-Bibliothek als Basis für die Workflow-Funktionen in Office 2007.

Grundlagen

führte Windows Remote Management (WinRM) zum Zugriff auf entfernte Konfigurationsdaten über XML und HTTP.

Sidebar mit Browser-Scripting
Den klassischen Ansatz nicht vermuten würde man bei der Sidebar: Die dort enthaltenen Gadgets basieren weder auf WPF noch auf einer anderen .NET-Technik, sondern auf Browser-Scripting mit Javascript oder Visual Basic Script. Hier verfolgt Microsoft das Ziel, dass Gadgets sowohl in der Sidebar als auch in dem konfigurierbaren Web-Portal Live.com eingesetzt werden können. Den Nachfolger für die Active-ScriptingTechnologien aus den 90er-Jahren, die „Power Shell“, liefert Microsoft nicht mit Vista oder .NET 3.0 aus, sondern sie muss separat aus dem Web heruntergeladen werden. Die Power Shell basiert auf dem .NET Framework 2.0 mit einem interaktiven Zugang zu .NET- und COM-Bibliotheken. Die Kommandozeile bietet das aus Unix-Kommandozeilen bekannte Pipelining, allerdings nicht zum Austausch von unstrukturierten Text- und Binärdaten, sondern von typisierten .NET-Objekten. Da alle neuen Bibliotheken auf den bestehenden Komponenteninfrastrukturen in Windows aufsetzen, lassen sich diese problemlos in die bisher verfügbaren Versionen der Entwicklungsumgebung Visual Studio einbinden. Für grafische Ansätze wie WPF und WF sind die Entwickler jedoch Designer und Assistenten gewöhnt. Hier stehen bisher nur Alpha-Ausführungen der kommenden Visual-Studio-Version und der an Designer gerichteten neuen Produktfamilie „Microsoft Expression“ zur Verfügung. Diese Vorabversionen sollen erst Ende 2007 in fertige Produkte münden. So lange müssen sich die Entwickler entweder mit Eingabehilfen bei der XML-Erfassung begnügen oder mit instabilen Vorabversionen arbeiten.

den ist. Unter dem Namen Windows Presentation Foundation Everywhere (WPF/E) plant Microsoft für die Zukunft eine plattformunabhängige Variante von WPF.

Neuer Anlauf nach Passport
Windows Cardspace ist der Name für Microsofts neuesten Versuch, bei der Verwaltung von Benutzerdaten im Internet Fuß zu fassen. Nachdem sich der Online-Service „Passport“ nicht durchsetzen konnte, erlaubt Cardspace nun die Verwaltung beliebig vieler digitaler Identitäten auf dem lokalen System. Es setzt zur Kommunikation zwischen Anwender und Anbieter auf die Standards WS-Security, WS-Trust, WS-Metadata Exchange and WS-Security Policy. Cardspace steht damit in Konkurrenz zu den Ansätzen OpenID und Liberty Alliance. Seine Programmierschnittstelle ist Teil von .NET 3.0, somit steht es nicht nur in Vista, sondern auch unter Windows XP und Windows Server 2003 zur Verfügung. Viele der neuen Funktionen in Vista beruhen jedoch nicht auf .NET, sondern bauen auf COM-basierte Libraries und klassische DLLs. Ausschließlich herkömmliche Laufzeitbibliotheken nutzt Vista unter anderem für die Transaktionsunterstützung in Dateisystem und Registrierungsdatenbank (Transactional File System/Transactional Registry), für das überarbeitete Ereignisprotokollsystem, die neuen Sicherheitsfunktionen (User Account Control und Parental Control), für die Verbesserung im Netzwerkbereich und den Restart Manager, mit dem Anwendungen ihren Zustand vor einer Aktualisierung sichern können. Auf der Ebene von COM angesiedelt sind die neuen Funktionen des Windows-Explorers (Metadaten und Voransichten), die verbesserte Desktop-Suche, der zu einem universellen Systemagenten ausgebaute „Task Scheduler“, die RSS-Unterstützung, die Erforschung der Fähigkeiten von HardwareBausteinen („Function Discovery“) sowie das bereits in Windows Server 2003 einge-

Kommunikation unter einem Hut
Bei der Windows Communication Foundation handelt es sich um eine Infrastruktur zur Entwicklung servicebasierender verteilter Systeme. Mit WCF vereint Microsoft viele der bisherigen Kommunikationsansätze unter einem Dach. Es bietet zahlreiche Wege für den Aufruf von Programmcode auf einem anderen System. Neben W3C-Web-ServicesStandards (Soap, MTOM, WSDL, WS-Security, WS-Trust, WS-Atomic Transaction, WSCoordination, WS-Secure Conversation, WS-Reliable Messaging und andere) implementiert WCF auch proprietäre Verfahren wie Distributed COM, Message Queuing und eine binär codierte Variante von Soap.

.NET Remoting im Aus
Programmierer müssen die Transportprotokolle (HTTP, TCP, SMTP), die Serialisierungsformate (Soap oder binär) und Zusatzfunktionen wie Authentifizierung, Verschlüsselung, Autorisierung, Integrität, Zuverlässigkeit sowie Transaktionen nicht zur Entwicklungszeit festlegen. Sie lassen sich bei der Installation einer Anwendung in XMLForm konfigurieren. WCF ist kompatibel zu den in .NET 1.x/2.0 verwendeten ASP.NETbasierten Web-Services. Anwender von .NET Remoting befinden sich jedoch auf dem Abstellgleis, weil es zwischen diesem Verfahren und WCF weder eine Interoperabilität noch eine Migrationshilfe gibt.

Fazit
Aus Entwicklersicht blickt man mit gemischten Gefühlen auf Vista. Die Bibliotheken WPF, WCF und WF vereinen mächtige Funktionen und reduzieren den Codierungsaufwand erheblich. Auf der anderen Seite stehen viele Programmierer nun vor der Qual der Wahl: Die Verwendung dieser Neuheiten bedeutet gleichzeitig, dass die eigene Software auf älteren Betriebssystemen als Windows XP nicht mehr läuft.
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Workflow an Bord
Die dritte wichtige Bibliothek ist die Windows Workflow Foundation. Hierfür wählte Microsoft die Abkürzung WF, um nicht in
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Grundlagen

Office für Vista
konzept um. Allerdings ist dadurch das über Jahre gewachsene Wissen um Klickfolgen, Menübefehle und Hotkeys teilweise nutzlos geworden. Zur gefälligeren Programmoberfläche gesellen sich neue, leicht zugängliche Styling-Optionen, die häufig in Form von Templates vorliegen. Wesentlich einsteigerfreundlicher gestaltet sich auch die Datenbank Access; nur am Drucksachengenerator Publisher sind die meisten Überarbeitungen spurlos vorübergegangen. Der Website-Editor Frontpage ist grundsätzlich nicht mehr Bestandteil der Office-Suite, seinen Nachfolger hat Microsoft in den Bereich der Entwickler-Tools verlagert. Das neue Office-Format setzt auf XML und soll für kleinere Dateien sorgen. Ein spezielles Format liefert es für Dokumente, die Makros enthalten. In puncto Hardware-Ressourcen ist das neue Office allerdings alles andere als sparsam und kann bei älteren PCs zu Performance-Problemen führen. Noch verzwickter als bisher ist das Lizenzmodell der verschiedenen Versionen. Eine Orientierung bei der Auswahl der richtigen Variante gibt Ihnen unsere Übersichtstabelle. Preiswerte Systembuilder-Versionen erhalten Sie in der Regel nur als Lizenz. Das bedeutet: Sie erwerben meist einen Lizenzschlüssel in einer Box, der zum Beispiel eine bereits auf dem Rechner installierte Testversion von Office 2007 zum dauerhaften Gebrauch freischaltet. Wenn Sie nicht über eine Testversion verfügen oder gern eine DVD in Händen halten möchten, müssen Sie zusätzlich ein Media Pack für rund 10 bis 20 Euro kaufen, das in unseren Preisangaben übrigens bereits berücksichtigt ist. Nun zum Inhalt: Als Basis für unsere Tests diente die Enterprise-Version von Office 2007.

Office 2007: Das ist neu
Die finale Version von Office 2007 präsentiert sich mit neuem Bedienkonzept und vielen Gestaltungsmöglichkeiten. Lesen Sie, wo Office punktet und wo Wünsche offen bleiben.
Von Marion Exner, Mike Hartmann, Christoph Jopp und Ramon Schwenk
utzer der bisherigen Office-Versionen müssen ab sofort gehörig umdenken: In Version 2007 ist ziemlich viel anders. Microsoft hat der Bedienerführung von Word, Excel, Powerpoint & Co. einen radikalen Wandel verordnet. Die veränderte Oberfläche soll es Einsteigern besonders leicht machen, mit den Anwendungen zu arbeiten. Außerdem soll Office 2007 zuverlässiger und sicherer sein. In diesem Beitrag werfen wir einen genauen Blick auf die wichtigsten Neuerungen und Verbesserungen. Besonderes Gewicht legen wir dabei darauf, inwieweit sich Anwender

N

in der Praxis umstellen müssen und welchen Nutzen die neuen Funktionen tatsächlich bringen. Arbeitet es sich mit Office 2007 tatsächlich schneller, leichter und bequemer?

2. Ribbon – das Kernstück der neuen Office-Oberfläche
Bereits beim ersten Start fällt das neu gestaltete Interface auf. Die alte Menüstruktur und die Standard-Symbolleiste sind komplett verschwunden. An deren Stelle breiten sich neue Bedienelemente aus, die den alten nur auf den ersten Blick ähneln. Die Funktionen stehen nun über das kontextsensitive „Ribbon“ (englisch für Band, Streifen) zur Verfügung. Register und aufklappbare Dialoge sorgen für mehr Ordnung. Für langjährige Office-Nutzer wirkt die neue Programmoberfläche zunächst etwas exotisch, das Prinzip ist aber recht einfach. Statt
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1. Mit diesen Änderungen präsentiert sich Office
MS Office ist über die Jahre gewachsen – entsprechend gewuchert sind auch die Menüs, Symbolleisten und Hotkeys. Hatte die immer komplexere Menüstruktur den Office-Anwender bisher immer zur Suche gezwungen, wagt Microsoft jetzt einen Befreiungsschlag und krempelt das Navigations-

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Office für Vista
Wenn Sie auf ein Objekt in Ihrem Dokument klicken, etwa eine Grafik, passt sich die Leiste automatisch an und zeigt entsprechende Befehle zur Grafikbearbeitung. Per Rechtsklick rufen Sie wie gewohnt das überarbeitete Kontextmenü auf. Schwachpunkt: Nicht alle Bezeichnungen für Ribbons assoziieren beim Benutzer die darin enthaltenen Optionen.

Grundlagen

Überblick Neues Office
Inhalt 1. Änderungen in Office 2007 2. Ribbon – das neue Interface 3. Die Schaltfläche „Office“ 4. Online nachrüsten? 5. Word 6. Excel 7. Powerpoint 8. Einstiegshilfen für den Anwender 9. Suchen ist angesagt Kasten Office 2007: Versionen und Preise 49 Seite 46 46 47 47 48 48 48 49 49

Schnellstart: Über „Neu“ erreichen Sie diesen Dialog. Bis auf Outlook steht er in allen Hauptanwendungen bereit (Punkt 1) über einen Menüpunkt rufen Sie über eine Registerkarte, zum Beispiel „Start“, jeweils die komplette zugehörige Ribbon-Multifunktionsleiste auf. Auf dieser Leiste fasst Office 2007 in Form von Symbol- und Textschaltflächen passende Optionen zusammen. Beim Klicken auf einen Eintrag erscheint also kein Menü, sondern die Symbolleiste wechselt auf eine andere Kategorie von Funktionen. Sie bekommen praktisch nie Bedienelemente zu Gesicht, die nicht zum gerade bearbeiteten Objekt passen. Wer sich gut mit Office 2003 auskennt, muss sich also umstellen. Er hat keine Möglichkeit, auf so etwas wie eine klassische Ansicht zu wechseln: Das neue Design ist fest eingebaut und kann nicht abgewählt werden. Im Fall von „Start“ legen Sie in Word und Excel zum Beispiel mit der Eingabe von Text- oder Tabelleninhalten los und stoßen im Ribbon gleich auf die passenden Funktionen, etwa zum Formatieren. Die rein kontextbezogenen Kommandos bringen Übersicht in den Formatierungs- und sonstigen Befehlswirrwarr. Ebenfalls hilfreich für Einsteiger sind die zugehörigen Tool-Tipps. Dasselbe gilt für die Live-Vorschau von Designs und Effekten, die Sie aktivieren, indem Sie den Mauszeiger darüberbewegen. Besonders bei Monitoren mit geringerer Auflösung (1024 x 768 Pixel) verschwindet die Vorschau jedoch bisweilen unter dem jeweiligen Auswahlmenü.

3. Menüzugriff über die Schaltfläche „Office“
Auf Anhieb nicht leicht zu finden: Links oben unter der Schaltfläche „Office“ verbirgt sich das Menü, das alle Funktionen zum Öffnen, Speichern, Drucken und Veröffentlichen eines Dokuments enthält. Dazu gehören auch Funktionen zum Senden der Datei oder zum „Vorbereiten“. Mit dieser Funktion können Sie nicht nur überprüfen, ob Sie in einem Dokument versteckte Informationen mitliefern. Sie können hier solche Infos auch bearbeiten oder das Dokument etwa verschlüsseln. Auch die Optionen zum Verändern der Standardeinstellungen des jeweiligen Programms haben die Entwickler in dieses Restmenü hineingestopft. Manche Funktion mussten wir dennoch länger suchen: Makrofunktionen beispielsweise fanden wir schließlich unter „Office, Word-Optionen (oder Excel-Optionen), Häufig verwendet, Entwicklerregisterkarte in der Multifunktionsleiste anzeigen“. Möglicherweise wurden die entsprechenden Befehle absichtlich so gut versteckt, um ein Problem des neuen Konzepts zu verbergen: Zwar sollten die meisten Ihrer alten Makros in Office 2007 weiterhin lauffähig sein, doch die Zuordnung zu selbst erstellten MenüEinträgen und Schaltflächen ist verloren – und damit auch ihr größter und eigentlicher Nutzen.

4. Office-Extras nur noch online nachrüsten?
Kleine Aufheiterungen kommen zuerst: Bereits während der Installation erscheint die Anfrage, ob bei Abstürzen eine automatische Meldung an den Office-Online-Server gehen soll. Der regelmäßige Kontakt zum Server ist Bestandteil des Nutzungskonzepts. Hilfetexte, die Sie über das Fragezeichen-Symbol rechts oben aufrufen, stammen nicht nur aus lokal installierten Dateien. Office 2007 kann weitere Hilfetexte aus dem Web nachladen. Auf diese Weise sollen Nutzer laut Microsoft sofort in den Genuss von Überarbeitungen kommen. Lohnen kann sich ein Online-Nachrüsten bei den Vorlagen, um das eher karge integrierte Angebot bei Word, Access und Powerpoint zu ergänzen. Schließlich beruht das Konzept der Suite wesentlich auf der Nutzung zahlreicher Design-Templates die durch Upgrades aktuelle Trends schneller berücksichtigen können. Für den PDF-Export kommen Sie am Download eines Plug-ins nicht vorbei, denn der entsprechende Exportfilter ist aus kartellrechtlichen Gründen nicht fest im Programm verankert. Auch den Filter für das konkurrierende XPS-Format müssen Sie nachrüsten. Die Add-ons für beide Formate finden Sie unter „Speichern unter, Add-Ins

Alles neu: Das Herzstück der generalüberholten Oberfläche von Office 2007 ist die kontextsensitive Menü- und Iconleiste namens Ribbon. Sie erspart den Weg durch lange Menüs, erfordert allerdings auch eine gewisse Umgewöhnungszeit (Punkt 2)
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Grundlagen

Office für Vista
zu aktualisieren. Selbst wenn Windows Live an oberster Stelle der Auswahlliste in Office 2007 steht, funktioniert das Ganze auch reibungslos mit Wordpress. Falls Sie, nicht nur beim Bloggen, noch mit der modifizierten neuen Rechtschreibung hadern – die Rechtschreibprüfung von Office 2007 ist auf aktuellem Stand.

6. Excel: Aufpoliert wurde primär die Optik
Auch bei Excel sorgt die neue Navigation für mehr Einsteigerfreundlichkeit; wichtige Funktionen wie die Sortier- und Filterfunktionen sind in der Multifunktionsleiste „Daten“ leicht zu finden. Bei den Rechenfunktionen gibt es keine Neuigkeiten, für die Anwendung von Formeln steht weiterhin die gewohnte Eingabezeile zur Verfügung. Den zweiten Neuheitenschwerpunkt bilden die erweiterten Möglichkeiten, Daten anschaulich aufzubereiten. Auch hier gelangen Sie über die Registerkarte „Start“ zu den Formatierungsoptionen und können über „Als Tabelle formatieren“ oder auch „Zeilenformatvorlagen“ per Live-Vorschau Stilvorlagen ausprobieren. Automatisch legt Excel auch gleich eine Filterfunktion an. Sehr praktisch für die anschauliche Darstellung von Zahlen ist der Einsatz der bedingten Formatierung. Mit „Bedingte Formatierung, Datenbalken“ sorgen Sie durch einen Transparenzeffekt für farbliche Hervorhebung unterschiedlich großer Werte. Das saubere Rendering bemerken Sie schnell bei der Gestaltung von Diagrammen. Setzen Sie etwa bei einem Säulendiagramm („Einfügen, Säule“) den 3D-Kegel ein, und sorgen Sie mit den Formatvorlagen für den letzten Schliff. Testen können Sie diese wieder per Live-Vorschau. Denselben Komfort genießen Sie bei den zahlreichen Zellvorlagen und bei den in Excel ebenfalls vorhandenen Seitendesigns.

Vorschau: Word zeigt Formatfunktionen mit einer Echtzeitvorschau an. Es genügt, einen Abschnitt zu markieren und die Maus auf ein Format zu führen (Punkt 5) für andere Dateiformate suchen“, wenn Sie dort dem entsprechenden Link folgen. Auch wenn es komfortabel ist, zu den hausgemachten Add-ins über einen zentralen Server zu gelangen, bleibt so nicht viel Freiraum für externe Tool-Bastler. Schließlich kontrolliert Microsoft, was auf dem Server angeboten wird und was nicht. Effekten aufzuwerten. Einsteiger lernen so Bearbeitungsfunktionen schneller kennen, zum Beispiel „Änderungen nachverfolgen“ und „Annehmen“ im Register „Überprüfen“. Kleine Schönheitsfehler in der Konzeption sind hier die leider etwas weit auseinanderliegenden Schaltflächen. So einfach Sie Grafiken oder Schriftzüge aus dem neuen „WordArt“-Sortiment einfügen (Register5. Verbessertes Word: karte „Einfügen“) und mit einem 3D-Effekt Textoptionen im Griff aufpeppen, so schwer ist das Kontextmenü Beim Umgang mit Textdokumenten liegen für die Bildbeschriftung – nämlich unter die Vorteile der neuen Navigation auf der „Verweise“ – zu finden. Hand. Schluss mit umständlicher Suche: Pluspunkte sammelt die Live-Vorschau beim Über die Funktionen im Register „Seitenlay- schnellen Ausprobieren von Formatierungen out“ richten Sie im Handumdrehen Ihr Do- oder Seitenfarben. Auch viele Möglichkeiten kument ein und entdecken die Möglich- der „Bildtools“ testen Sie auf diese Weise keiten, Ihre Schriftstücke mit Designs und rasch, gute Beispiele sind „3D-Drehung“ oder „Schatten, Weichzeichner“ unter „Bildeffekte“ , auch die Bildform oder Rahmen aussuchen geht fix. Sie können via „Office, Neu, Installierte Vorlagen, Neuer Blogbeitrag“ jetzt direkt in Word Blog-Beiträge schreiben und veröffentlichen. Nach dem Eintragen des Blog- Accounts müssen Sie sich Gut vorbereitet: Verschiedene Designvorlagen erleichtern in nicht einmal mehr anPowerpoint das Erstellen neuer Präsentationen (Punkt 7) melden, um Ihr Weblog

7. Powerpoint: Es gibt neue Elemente
Auch wenn Powerpoint keine neuen Objektund Folieneffekte mitbringt, wartet die Software mit zusätzlichen Form- und Texteffekten auf. Dazu gehören auch wieder 3D-Extras inklusive Variationen wie „Warm“, „Kalt“ oder „Spezialeffekte“. Bei den FolienDesignvorlagen ist Nachrüsten empfehlenswert, um eine größere Auswahl zur Verfügung zu haben. Praktischerweise passen
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GRUNDLAGEN

Office für Vista
sich die Designfarben für Text oder Objektfüllungen jeweils dem ausgewählten Foliendesign an. Für alle Fälle stehen unter „Einfügen“ bereits Linien, Pfeile, Standardformen oder auch Sterne und Banner sowie bei „SmartArt“ Blockgrafiken wie eine Pyramide bereit. Aufzählungszeichen können Sie einfach per Klick in solche Grafiken umwandeln. Entsprechend schnell stellen Sie mit Hilfe der Multifunktionsleiste oder einem Klick ins Kontextmenü eine Präsentation zusammen. Weil die Designs in Word, Excel und Powerpoint aufeinander abgestimmt sind, können Sie auch eine eingefügte Tabelle jetzt Ton in Ton unterbringen.

Grundlagen

Ribbon-Bedienung in Outlook 2007: Erst beim Erstellen oder Bearbeiten von Mails, Terminen und Aufgaben wird diese Menü- und Icon-Leiste automatisch eingeblendet (Punkt 9) wurfsansicht“) jetzt auch dieses Format angeben. Access speichert Ihre Formatierungen im HTML-Format. Den Überblick behält man in Access durch die neue Ansicht „Geteiltes Formular“, die Sie über das Register „Erstellen“ erreichen. Nicht nur der aktuell ausgewählte Datensatz, sondern auch die zugehörige Tabelle erscheint in der Übersicht. Bei der schnellen Datensuche helfen Ihnen Filter- und Sortierfunktionen, die dank großer Ähnlichkeit mit Excel einfach zu bedienen sind. Menü zur Datentyp-Auswahl versteckt, oder Sie müssen in der „Entwurfsansicht“ selbst mehrere Parameter verändern. Outlook 2007 präsentiert sich aufgeräumt. Ob Sie eine HTML- oder eine Textnachricht versenden wollen, legen Sie in „Optionen“ fest. Die zahlreichen Formatierungsmöglichkeiten aktiviert das Programm nach der ersten Texteingabe. Etwas verwirrend ist, dass Sie das übliche Büroklammersymbol für Anlagen sowohl im Ribbon „Nachricht“ als auch bei „Einfügen“ finden: Es ist tatsächlich dieselbe Option. Die Sicherheitseinstellungen, zum Beispiel zum Umgang mit Makros, verbergen sich hinter dem Begriff „Vertrauensstellungscenter“ unter „Extras“ im Programmfenster. Bei Standardeinstellung erhalten Sie eine Warnmeldung, wenn Makros eine Signatur aufweisen. Nicht signierte Makros deaktiviert Outlook automatisch. Gut: Outlook 2007 liefert einen vortrainierten Spamfilter mit, dessen Standardeinstellungen grundsätzlich brauchbare Ergebnisse liefern.

8. Einstiegshilfen sollen dem Anwender nützen
Bei Access tragen nicht nur diverse Vorlagen dazu bei, den Einblick in das Funktionieren einer Datenbank zu vereinfachen. Auch das Einrichten einer neuen, leeren Datenbank erleichtert Access. Die erste Tabelle ist bereits automatisch vorhanden, und die Aufforderung zum Anlegen eines neuen Feldes bringt den Anwender gleich auf die richtige Fährte. In der Entwurfsansicht können Sie Spalten auch den Datentyp „Anlage“ zuweisen. Anschließend speichern Sie über das Kontextmenü „Anlagen verwalten“ Bilder oder andere Dateien in einem Tabellenfeld. So praktisch diese Funktion ist: Die Kapazität der Datenbank von 2 GB setzt Grenzen. Möchten Sie für Memofelder Richtext-Funktionen wie Fettdruck nutzen, können Sie in der „Entwurfsansicht“ („Start, Ansicht, Ent-

9. Trotz Komfort ist Suchen angesagt
Nicht alles ist so leicht zu finden, wie es das neue Multifunktionsleistendesign verspricht. Das gilt zum Beispiel für das Anlegen der neuen Mehrfachwertfelder, die besonders in Formularen die Auswahl von möglichen Eingaben erleichtern. Um ein solches Feld anzulegen, müssen Sie sich entweder durch den „Nachschlage-Assistenten“ klicken, der sich in der Entwurfsansicht im Drop-down-

Office 2007: Versionen und Preise
Basic 2007 Ausstattung Word, Excel, Outlook, Powerpoint √/√/√/– √/√/–/√ –/–/√/– –/–/– 149 Euro – 135 Euro √/√/√/√ –/–/–/– –/–/– 460 Euro 275 Euro – √/√/√*/√ –/√/–/– –/–/– 520 Euro 320 Euro 250 Euro √/√/√*/√ √/√/–/– –/–/– 580 Euro 380 Euro 300 Euro √/√/√*/√ √/√/√/√ –/√/√ 780 Euro 630 Euro – √/√/√**/√ √/√/–/√ √/–/√ Vol. Lizenzen – – √/√/√**/√ √/√/√/ √/√/ Vol. Lizenzen – – Home & Student 2007 Standard 2007 Small Business 2007 Professional 2007 Ultimate 2007 Professional Plus 2007 Enterprise 2007

Access, Publisher, One Note, Infopath –/–/–/– Communicator, Groove, diverse Enterprise-Tools Preise Vollversion Upgrade System Builder – – 195 Euro –/–/–

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GRUNDLAGEN

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Grundlagen

Vista-Backups
2. Vista: Dateien sichern
Sie finden die Funktion in der Systemsteuerung im Bereich „System und Wartung, Sicherung des Computers erstellen“. Für die Dateisicherung wählen Sie „Dateien sichern“. Sie müssen als Administrator angemeldet sein; bestätigen Sie dazu das Fenster der Benutzerkontensteuerung. Als Zielort für die Sicherung wählen Sie eine Partition auf der Festplatte, eine externe Platte, CD/DVD oder einen Ort im Netzwerk aus. Anders als bei der Systemsicherung (siehe Punkt 3) erlaubt Vista hier auch FAT32-Laufwerke. Verfügt Ihr PC über mehr als eine Partition, wählen Sie im nächsten Schritt die für die Sicherung einzuschließenden Partitionen aus. Dabei nimmt Vista nur NTFS-Laufwerke zur Kenntnis. Im nächsten Fenster haben Sie Gelegenheit, die zu sichernden Dateitypen festzulegen, etwa Bilder, Musik, Dokumente oder komprimierte Dateien. Es ist nicht möglich, bestimmte Ordner von der Sicherung auszunehmen oder gezielt zu sichern, Vista geht ausschließlich nach dem Dateityp vor und sichert diesbezüglich jede Partition komplett, die Sie angegeben haben – praxistauglich ist das nur begrenzt. Achtung: Wenn Sie hier „Zusätzliche Dateien“ für die Sicherung vormerken, beachten Sie, dass Vista trotzdem nicht alles sichert. Zu den ausgenommenen Dateitypen gehören temporäre sowie Systemdateien, Benutzerprofileinstellungen, aber auch alle Programmdateien. Anschließend werden Sie aufgefordert, die Einstellungen für die automatische Ausführung der Sicherung einzugeben (nicht in Vista Home Basic). Klicken Sie danach auf

Notfallrettung
Backups werden oft vernachlässigt. Dabei ist es in Vista nicht aufwendig, eine wirksame Sicherungsstrategie anzuwenden. Im Katastrophenfall schonen Sie so Ihre Nerven.
Von Klara Gehmach
atensicherung ist für die meisten Anwender eine lästige Übung – doch im Ernstfall bereut man seine Nachlässigkeit schnell. Egal, ob Sie nur aus Unachtsamkeit eine wichtige Datei gelöscht haben oder ob der GAU eintritt und Sie wegen eines Hardoder Software-Fehlers Ihr System nicht mehr booten können: Wappnen Sie sich gegen Datenverlust und Systemausfälle! Wir stellen Ihnen drei Möglichkeiten vor und zeigen die jeweiligen Vor- sowie Nachteile. Wir erklären das Datei- und System-Backup mit Vista-Bordmitteln, mit der Freeware Drive Image XML und mit dem kommerziellen Programm Acronis True Image.

D

1. Vista-Bordmittel zum Sichern
Grundsätzlich gibt es immer zwei Möglichkeiten: die Sicherung von Dateien und ein

Backup des gesamten Systems. Nicht alle Vista-Versionen bringen jedoch die nötigen Tools mit. Eine manuell angestoßene Dateisicherung bieten alle Vista-Versionen, außer bei Vista Home Basic lässt sich das auch automatisieren. Home-BasicAnwender werden vom System aber regelmäßig daran erinnert, ein Backup zu machen. Die unter Vista eingeführte Image-basierte „Complete PC-Sicherung“ bieten nur Vista Ultimate, Enterprise und Beschränkt: Die Dateisicherung von Vista will einige Dateitypen nicht sichern, liefert dazu aber keine Details (Punkt 2) Vista Business.

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GRUNDLAGEN

TIPPS & TRICKS 5/2007

Vista-Backups
„Einstellungen sichern und Sicherung starten“. Vista sichert beim ersten Mal Ihre Auswahl komplett, speichert bei den folgenden Sicherungen dann nur noch die Veränderungen. Während des Sicherungsvorgangs können Sie weiter am PC arbeiten. Bei jedem weiteren Sicherungsvorgang werden die gewählten Einstellungen für die Sicherung erneut verwendet. Möchten Sie eine Sicherung mit anderen Einstellungen vornehmen, wählen Sie vor dem Klick auf „Dateien sichern“ die Schaltfläche „Einstellungen ändern“ und im nächsten Fenster „Sicherungseinstellungen ändern“. auch nicht sinnvoll), eine Partition auf der Festplatte oder eine externe Platte, sofern sie mit NTFS formatiert ist. Falls Sie bereits eine Sicherung am gleichen Zielort abgelegt haben, erkennt Vista das und speichert nur die Unterschiede. Das gesamte System wird als Image gesichert; die Größe entspricht annähernd dem von den zu sichernden Partitionen belegten Plattenplatz. In unserem Test waren die zwei zu sichernden Partitionen zusammen knapp 25 GB groß, das Image belegte knapp 22 GB. Für die erste Komplettsicherung einer XPund einer Vista-Partition von unserem TestPC auf eine externe USB-Platte benötigte Vista gut 20 Minuten – das ist in Ordnung. Für die gleiche Sicherung auf drei DVDs benötigten wir rund 35 Minuten. Achtung: Sie können die Komplettsicherung nicht dazu verwenden, einzelne Dateien wiederherzustellen, das geht nur mit der Dateisicherung. Wenn Sie beispielsweise zwei Systempartitionen auf Ihrem PC haben, sichert Vista immer beide zusammen und stellt im Ernstfall auch immer beide wieder her, selbst wenn nur eines der Systeme defekt ist – das ist oft kontraproduktiv.

Grundlagen

Überblick Notfallrettung
Inhalt 1. Vista-Bordmittel zum Sichern 2. Vista: Dateien sichern 3. Vista: Gesamtes System sichern 4. Vista: Dateien wiederherstellen 5. Vista: System wiederherstellen 6. Neu in Vista: Schattenkopien 7. Schattenkopien rekonstruieren Seite 50 50 51 51 51 52 52

8. Kostenloses Image-Tool: Drive Image XML 52 9. Drive Image XML installieren & einsetzen 52 10. Kommerzielle Alternativen 11. Backup mit True Image Kästen Backup-Strategien Online-Backup: Was taugt es? 52 53 53 53

3. Vista: Gesamtes System sichern
Die Komplettsicherung des Systems („Windows Complete PC-Sicherung“) erfolgt im Prinzip ähnlich wie in Punkt 1 beschrieben. Unter „Sichern und Wiederherstellen“ wählen Sie „Computer sichern“. Anders als bei der Dateisicherung ist hier nicht vorgesehen, dass Sie den Vorgang automatisieren. Da Sie keine Konfigurationsmöglichkeiten haben, werden hier auch keine Einstellungen für die Sicherung gespeichert. Vista sichert einfach automatisch alle erkannten NTFS-Partitionen – aber eben nur diese. Im ersten Schritt sucht Vista nach einem passenden Ort für die Sicherung, möglich ist DVD (CDs wären wegen des Platzbedarfs

4. Vista: Dateien wiederherstellen
Gehen Sie in die Systemsteuerung, und wählen Sie „System und Wartung, Sichern und Wiederherstellen, Dateien aus einer Si-

cherung wiederherstellen“. Wählen Sie dort unter „Wiederherstellung von Dateien oder des ganzen Computers, Dateien wiederherstellen“. Im nächsten Fenster wählen Sie entweder die Dateien aus der neuesten Sicherung oder auch ältere Sicherungen zum Wiederherstellen aus. Im Folgenden weisen Sie Vista an, die ausgewählten Dateien am Ursprungsort oder an einem anderen Zielpfad wiederherzustellen.

5. Vista: Gesamtes System wiederherstellen
Wenn Vista nicht mehr starten will, gehen Sie so vor: Booten Sie Ihren Rechner von Ihrer Vista-DVD. Im ersten Fenster bestätigen Sie die Spracheinstellungen mit „Weiter“. Im nächsten Fenster wählen Sie die Option „Computerreparaturoptionen“ aus, dann das zu reparierende Betriebssystem. Im nächsten Schritt wählen Sie „Windows Complete PC-Wiederherstellung“, Vista sucht nach Sicherungsdatenträgern und findet in unserem Fall sofort die externe Platte mit der Complete-Sicherung. Im nächsten Fenster wird die wiederherzustellende Sicherung angezeigt, sie schließt die Datenträger C: und F: ein, also nicht nur Vista. Im nächsten Schritt müssen Sie bestätigen, dass alle Daten auf den Partitionen, die zur Wiederherstellung vorgesehen sind, gelöscht werden, damit die Wiederherstellung erfolgen kann. Die „Datenträger“ C: und F:
GRUNDLAGEN

Reparaturoptionen im Crash-Fall: Wenn Sie nach einem GAU den Rechner von der VistaDVD booten, erhalten Sie mehrere Recovery-Möglichkeiten zur Auswahl (Punkt 5)
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Grundlagen

Vista-Backups
lich irritierend. Ersteres lässt sich ausschließlich zum „Wiederherstellen“ auswählen, bei einer Schattenkopie ist es zusätzlich möglich, sie zu öffnen oder zu kopieren. Wenn Sie „Wiederherstellen“ wählen, wird die auf Ihrem PC vorhandene letzte Version ersetzt, dieser Vorgang lässt sich nicht rückgängig machen. Vista warnt Sie deshalb mit einem entsprechenden Hinweis. im laufenden Betrieb zu sichern – was so einfach nicht geht. Ein Gratis-Image-Tool haben wir dennoch für Sie aufgespürt und getestet: Drive Image XML (Version 1.21 auf C CD und unter www.runtime.org/dixml. htm, 1,67 MB, für Windows XP und Vista). Das Tool sichert Partitionen und Laufwerke als Abbilddatei, bietet die Möglichkeit, diese Images zu durchsuchen und einzelne Dateien daraus beziehungsweise das gesamte Image wiederherzustellen. Zudem stehen eine „Drive to Drive“-Kopierfunktion sowie ein Aufgabenplaner zur Verfügung.

9. Drive Image XML einsetzen
Die Bedienung des englischsprachigen Tools ist im Prinzip simpel, die Tücken stecken aber im Detail. Fürs Erstellen eines Backups müssen Sie als Administrator angemeldet sein. Außerdem fordert das Tool das Deaktivieren der Benutzerkontensteuerung („Vista User’s Access Control“), die anschließend aber wieder aktiviert werden soll – nervig! So geht’s: Unter „Systemsteuerung, Benutzerkonten und Jugendschutz, Benutzerkonten, Benutzerkontensteuerung

Freeware: Drive Image XML sichert Partitionen als Image. Bei der Bedienung stecken die Tücken jedoch im Detail (Punkt 8) werden nacheinander restauriert. Nun lässt sich das System wieder normal booten.

8. Kostenloses Image-Tool: Drive Image XML
Kostenlose Backup- und SynchronisierungsTools gibt es in großer Zahl, Image-basierte Backup-Programme sind dagegen rar. Das hat seinen Grund: Gute Image-Tools verwenden eine spezielle „Hot Processing“Technologie, die es ermöglicht, ein System

6. Neu in Vista: Schattenkopien
Die Vista-Versionen Ultimate, Business und Enterprise kommen mit einer neuen Sicherungstechnologie, den „Volumeschattenkopien“. Dadurch können Sie frühere Versionen von Dateien wieder abrufen, ohne dass Sie selbst gezielt ein Backup vornehmen müssen. Die Schattenkopien werden automatisch von Vista erstellt, und zwar als Teil eines Systemwiederherstellungspunktes. Das passiert im Normalfall einmal täglich und ist im Falle von Office-Dokumenten, Bildern und vielem mehr durchaus praktisch. Sollten Sie Ihre Festplatte partitioniert haben, müssen Sie die zusätzlichen Partitionen manuell für den „Computerschutz“ einschließen, damit auch hier Schattenkopien angelegt werden. Gehen Sie dazu in der Systemsteuerung zu „System und Wartung, System“, und wählen Sie unter „Aufgaben“ „Computerschutz“.

Backup-Strategien: Das sollten Sie beachten
Auch unter Windows Vista sollten Sie beim Anfertigen von Backups ein paar wichtige Grundregeln beherzigen, die Ihnen die Datensicherung erleichtern werden. Was sichern: Die puristische Lösung ist, Sie sichern nur, was Sie nicht wiederbeschaffen können, also Ihre persönlichen Dokumente, Fotos, Musikdateien und so weiter. Aber was ist mit Ihren Einstellungen, Mails, Internet-Favoriten, Office-Vorlagen und so weiter? Fast jedes Tool, das Sie einsetzen, haben Sie irgendwann heruntergeladen, installiert und konfiguriert – viel Arbeit, die Sie sichern sollten. Das aber geht wirkungsvoll nur mit Images. Idealerweise legen Sie für Betriebssystem und Daten getrennte Partitionen an, die Sie auch separat sichern. Wie sichern: Nutzen Sie entweder die Vista-Bordmittel (ab Punkt 2) oder aber gleich eine kommerzielle Alternative (ab Punkt 10). Ideal ist es, wenn Sie ein vollständiges Backup inkrementell ergänzen können. Dabei werden immer nur die Änderungen seit dem letzten Backup gespeichert – das spart Platz. Wohin sichern: Backup-Medien gibt es viele: CDs/DVDs, USB-Sticks, externe Festplatten, Netzlaufwerke und andere. Sie sollten in jedem Fall vermeiden, eine Datensicherung auf der gleichen Festplatte abzulegen, auf der Ihr gesamtes System läuft. Im Notfall nehmen Sie wenigstens eine separate Partition. Das Sichern auf optischen Medien (CDs/DVDs) braucht in den meisten Fällen mehr Zeit und geht auf die Dauer auch ins Geld. Zudem müssen Sie die Datenträger im Falle eines Falles erstmal wiederfinden. USB-Sticks finden viele praktisch, aber sie gehen auch leicht verloren. Deshalb raten wir zu einer externen Festplatte, die Sie per USB oder Firewire anschließen. Eine 250-GB-Platte bekommen Sie schon für unter 100 Euro; vielleicht können Sie sogar eine Festplatte aus einem alten Desktop-PC mit einem externen Gehäuse aufrüsten (rund 25 Euro). Wie oft sichern: Das hängt sehr davon ab, was und wie viel Sie mit Ihrem PC machen. Auf jeden Fall sollten Sie es regelmäßig tun. Wenn Sie System und Daten auf getrennten Partitionen abgelegt haben, kann es etwa sinnvoll sein, das System einmal wöchentlich und die Daten alle drei Tage zu sichern.

7. Schattenkopien im Notfall rekonstruieren
Möchten Sie eine frühere Version einer Datei wiederherstellen, führen Sie etwa im Windows-Explorer einen Rechtsklick auf den Dateinamen der aktuellen Fassung aus. Wählen Sie im Kontextmenü den Befehl „Eigenschaften“ und dort die Registerkarte „Vorgängerversionen“. Achtung: Sie müssen an diesem Punkt unterscheiden zwischen einer „Sicherung“ und einer „Schattenkopie“; dass beides angezeigt wird, ist auf den ersten Blick ziem-

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Vista-Backups
(www.symantec.com/ de/, rund 70 Euro), beide unterstützten bei Redaktionsschluss jedoch Vista noch nicht. Vista-Support bietet Acronis True Image 10 Home ab Build 4871 (www.acronis.de, etwa 50 Euro). Eine Demoversion (102 MB) gibt’s unter www.acronis.de. Gut: So gut wie alle Funktionen sind Assistenten-gestützt.

Grundlagen

11. Backup mit True Image
Flexibel: Anders als das Vista-Bordmittel erlaubt True Image auch FAT32-Partitionen als Sicherungsmedium (Punkt 11) ein- oder ausschalten“ deaktivieren Sie „Benutzerkontensteuerung verwenden, um zum Schutz des Computers beizutragen“ und bestätigen mit „OK“. Danach ist ein Neustart nötig. Starten Sie Drive Image, und leiten Sie Ihre Backup-Operation per Klick auf „Backup“ ein. Sie können lediglich komplette Laufwerke zur Sicherung auswählen, das Backup erfolgt in jedem Fall als Image. Auf unserem Testrechner sicherten wir die XPund die Vista-Partition zusammen, Drive Image XML brauchte dazu gut 40 Minuten – das ist lange. Die Größe des Backups zeigt zudem: eine Komprimierung findet praktisch nicht statt. Drive Image beherrscht keine inkrementellen Backups – schlecht. Weiteres Manko: Drive Image XML bietet keine Möglichkeit, ein Notfallmedium zu erstellen. Sie können das Tool zwar von einer Windows-PE-Boot-CD (Infos unter www. nu2.nu/pebuilder/) aus starten, aber die müssen Sie sich erstmal zusammenbasteln. True Image bietet neben anderem wie Vista die Möglichkeit, Dateien oder ganze Partitionen zu sichern. Dateien sichern: Wählen Sie „Backup, Meine Daten“. Damit haben Sie die Möglichkeit, Dateien und Ordner manuell für die Sicherung auszuwählen oder aber den Dateityp festzulegen, den Sie sichern möchten. Sie können vollständige, inkrementelle oder differenzielle Backups erstellen, die Sicherung wird als komprimiertes Image angelegt. System sichern: Zur Sicherung des gesamten Systems oder einzelner Partitionen wäh-

len Sie im Aufgabenbereich „Backup, Meinen Computer“. Acronis listet alle Partitionen auf, auch solche, die etwa mit dem Linux-Dateisystem Ext3 formatiert wurden. Im Folgenden erstellen Sie beim ersten Mal immer ein vollständiges Backup, später haben Sie die Möglichkeit, differenzielle oder inkrementelle Erweiterungen zu erzeugen. Wählen Sie den Speicherort für Ihre Sicherung aus. Geben Sie der Backup-Datei noch einen Namen, und los geht’s. Anschließend können Sie noch aussagekräftige Kommentare für Ihr Backup vergeben; Tag und Uhrzeit speichert True Image automatisch. True Image erstellte ein Image von unserer XPund der Vista-Partition auf USB-Platte in weniger als 15 Minuten – sehr schnell! Der Platzbedarf war mit knapp 15 GB gering. Das Recovern einzelner Dateien oder des gesamten Systems verlief bei unseren Tests problemlos. Sie wählen dazu „Wiederherstellung“ und hangeln sich durch die Menüs, je nachdem, was Sie machen wollen. Achtung: Erstellen Sie mit True Image unbedingt ein Notfallmedium („Extras, Bootfähiges Notfallmedium erstellen“), und booten Sie testweise davon. Falls Sie die RecoveryCD auf einem Notebook erstellt haben, kann es vorkommen, dass sie nicht bootet. In dem Fall bitten Sie einen Bekannten, auf seinem Desktop-System eine neue CD zu brennen – die funktioniert in den meisten Fällen.

Online-Backup: Was taugt es?
Massenspeicher wird immer günstiger, das schlägt sich auch in entsprechenden Angeboten nieder: Zahlreiche Provider, etwa GMX oder Google (Mail), bieten ihren Kunden kostenlosen OnlineSpeicherplatz an, allerdings in einer Größenordnung, die für ein Backup meist nicht ausreicht. Club-Mitglieder bei Web.de erhalten für 5 Euro monatlich unbegrenzten Speicherplatz (4 GB sofort, dann monatlich gratis 1 GB dazu). Anbieter wie My-files.de sind demgegenüber vergleichsweise teuer, My-Files.de verlangt für 500 MB auf der virtuellen Platte satte 15 Euro im Monat. Vorteile: Sie haben Ihre Daten beziehungsweise Ihr Backup immer und überall dabei, sofern ein Internet-Anschluss zur Verfügung steht. Und: Im absoluten Katastrophenfall, etwa nach einem Wohnungsbrand oder auch wenn Ihre Hardware gestohlen wurde, ist Ihr Backup außer Haus. Nachteile: Privatnutzer haben meist einen geringen Upstream, der das Hochladen der Daten trotz DSL zeitaufwendig macht. Außerdem ist eine ausreichende Menge an Speicher nicht eben billig – 60 Euro im Jahr müssen Sie wenigstens investieren. Und die Frage ist auch, ob Sie den Beteuerungen der Anbieter vertrauen wollen, dass Ihre Daten dort absolut sicher aufgehoben sind. Normalerweise sollten Sie die Daten verschlüsseln, was den Aufwand wiederum erhöht. Tipp: Wenn Sie mit virtuellen Festplatten ein wenig Erfahrungen sammeln wollen, versuchen Sie es mit dem englischsprachigen Service Elephantdrive (www.elephantdrive.com). Der Anbieter stellt zurzeit noch kostenlos unbegrenzt viel Speicherplatz zur Verfügung. Das Angebot wird irgendwann kostenpflichtig werden, es wird aber wohl günstig sein, da Elephantdrive nach eigenem Bekunden sehr billigen Massenspeicher von Amazon.com bezieht.

10. Kommerzielle Alternativen
Eine wirklich überzeugende kostenlose Lösung für ein Image-basiertes Backup werden Sie bis auf Weiteres kaum finden. Es gibt jedoch eine Reihe kommerzieller Lösungen, die diesen Zweck sehr gut erfüllen und wesentlich mehr Möglichkeiten bieten als die Vista-Bordmittel selbst der Spitzenversionen Ultimate, Enterprise und Business. Beispielhaft nennen wir Paragon Drive Backup 8.0 Personal Edition (www.drive-backup. de, rund 40 Euro) oder Norton Ghost 10.0
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Tuning

Vista Tuning schneller machen Vista schneller machen

Vista optimal
Vista bietet eine große Portion Optimierungspotenzial, das Sie herauskitzeln sollten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit geringstem Aufwand das Maximum aus dem Betriebssystem herausholen. Das Motto: komfortabler und schneller.
Von Christoph Metzger
Vista bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, mit denen Sie das Betriebssystem reaktionsschneller und komfortabler machen. Die meisten der Einstellmöglichkeiten bedürfen nicht einmal eines Registry-Eingriffs. In der Regel erforderlich sind allerdings Administratorrechte. Bei Bedarf macht Sie die Benutzerkontensteuerung von Vista auf diesen Umstand aufmerksam. Dann müssen Sie einen Benutzernamen und das korrespondierende Passwort für ein Konto mit AdminRechten eingeben und die Aktion bestätigen. Die Systemsteuerung bildet auch in Vista den Mittelpunkt der Betriebssystemkonfiguration. Hier nehmen Sie die wichtigsten Systemeinstellungen vor und passen Vista an Ihre individuellen Bedürfnisse an. Sie den Stick mit dem Computer und klicken in der daraufhin erscheinenden Dialogbox auf „System beschleunigen“. Im nächsten Dialogfenster aktivieren Sie die Option „Dieses Gerät verwenden“ und stellen den zu reservierenden Speicher über den Schieberegler ein. Den verbleibenden Platz auf dem Stick nutzen Sie wie gewohnt – der für den Cache vorgesehene Speicher steht dagegen nicht mehr für den Anwender zur Verfügung. Beim Verwalten des Speichers verwendet Vista jetzt den USB-Stick als Cache für die Auslagerungsdatei. Der Pufferspeicher soll helfen, die häufig auftretenden kleinen Verzögerungen bei der Nutzung von
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1. Datenzugriff durch Readyboost tunen
Readyboost soll die Zugriffe auf die Auslagerungsdatei beschleunigen. Sie benötigen dafür einen USB-Stick oder anderen FlashSpeicher mit USB-2.0-Schnittstelle und mindestens 256 MB Kapazität. Nach oben hin ist die Nutzung von Flash-Speicher als System-Cache auf 4 GB begrenzt. Optimal ist es, wenn Sie auf dem Stick Platz in der Größe des Hauptspeichers reservieren. Um Readyboost zu nutzen, verbinden

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TUNING

Vista schneller machen

Tuning Tuning

Überblick Vista optimal
Inhalt 1. Datenzugriff durch Readyboost tunen 2. Ordnerzugriff beschleunigen Seite 54 55

3. Tempo beim Schreiben auf die Festplatte verbessern 55 4. Registry ausmisten und defragmentieren 56 5. Prozessorlast durch Sidebar reduzieren 6. NTFS-Dateisystem beschleunigen 7. Schattenkopien abschalten 8. Schneller suchen und finden 9. Belegten Plattenplatz frei machen 10. „Ausführen“ in die Taskleiste einbauen 11. Dateisystem optimieren lassen 12. Indizierung beschränken 13. Desktop-Gimmicks reduzieren 14. Benutzerkontensteuerung abschalten Kästen Schneller kopieren mit Robocopy Versteckten RAM-Checker nutzen Tweak VI und Win Optimizer oft verwendeten Applikationen zu reduzieren. Wegen der kurzen Zugriffszeiten des Flash-Speichers arbeitet Windows damit nach Ansicht von Microsoft schneller. Um dies umzusetzen, werden Daten von ständig genutzten Programmen im Flash-Speicher des USB-Sticks vorgehalten, damit sie bei Bedarf schneller geladen werden können als von einer Festplatte. Nachträglich lässt sich die Cache-Nutzung eines USB-Sticks im Kontextmenü des StickLaufwerks unter „Eigenschaften“ auf der Registerkarte „ReadyBoost“ anpassen. Bootkonfiguration: Mit Tools tunen 56 57 58 59 56 57 57 57 58 58 58 59 59 59

2. Ordnerzugriff beschleunigen
Das Verzeichnismanagement von Vista basiert auf dem Windows-Explorer und gestaltet sich aufgrund einer Änderung an der Bedienoberfläche auf den ersten Blick umständlicher als unter XP: Die rechte Fensterhälfte im Vista-Explorer ist in zwei Teilbereiche unterteilt. Hier findet sich zusätzlich zur gewohnten Baumansicht der Verzeichnisse noch ein Bereich mit der Bezeichnung

„Linkfavoriten“, der viel Platz wegnimmt. Im Link-Bereich stellt Vista Verweise zu Ordnern dar, die häufig benötigt werden, etwa „Bilder“ oder „Dokumente“. Ein Klick auf die Verknüpfung bringt Sie zum entsprechenden Verzeichnis – und das geht schneller als die manuelle Suche nach Ordnern. Wer jedoch nicht immer wieder zu den gleichen Verzeichnissen wechseln möchte, muss durch den kleineren Baumansichtbereich im Explorer mehr als noch unter XP scrollen. Um das Arbeiten mit Ordnern zu beschleunigen, lohnt es sich in vielen Fällen, den Bereich „Linkfavoriten“ vorübergehend oder ganz abzuschalten. Das geht am einfachsten, indem Sie die dünne Linie über dem Begriff „Ordner“ mit der Maus bei gedrückt gehaltener Maustaste ganz nach oben ziehen. Wollen Sie die Link-Favoriten später wieder anzeigen lassen, verschieben Sie die Linie einfach wieder nach unten.

3. Tempo beim Schreiben auf die Festplatte verbessern
Vista ist beim Schreiben von Daten auf die Festplatte schneller fertig, wenn Sie einen
TUNING

Sidebar abschalten: Entfernen Sie das Häkchen oben im Fenster, dann verzichtet Vista auf den Start der Sidebar (Punkt 5)
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Tuning

Vista schneller machen
Gratis-Tools wie Ccleaner 1.37 (auf C CD und unter www.ccleaner.com, 2,68 MB, Freeware), Tweaknow Regcleaner 3.0.1 (englischsprachig, auf C CD und unter www. tweaknow.com, 1,1 MB, Basisversion gratis) und Ntregopt 1.1j (auf C CD und unter www. larshederer.homepage.t-online.de/erunt/, 483 KB, Freeware) bieten eine Art Entschlackungskur für die Registry. Die Spezialprogramme durchsuchen die Registry nach überflüssigen Schlüsseln ohne korrespondierende Dateien auf der Festplatte und löschen die Einträge automatisch. Dann wird die Datenbank neu aufgebaut. In vielen Fällen beseitigen Sie dadurch störende Tempohindernisse, und Vista arbeitet flotter. Ntregopt verzichtet auf jeden Schnickschnack und ist sehr leicht zu bedienen. Nach dem Entpacken des Archivs rufen Sie das EXE-Programm auf und starten den Vorgang per Klick auf „OK“. Nach der Optimierung starten Sie den Rechner neu.

NTFS-Optimierung: Mit zwei kleinen Anpassungen der Vista-Vorgaben verhindern Sie überflüssige Festplattenzugriffe und machen das System ein wenig schneller (Punkt 6) zusätzlichen Cache-Speicher freischalten. Wer auf maximales Tempo Wert legt, kann hier ein paar Prozentpunkte herausholen. Klicken Sie in der Systemsteuerung mit der rechten Maustaste auf „Computer“, und wählen Sie „Eigenschaften“. Im nächsten Fenster klicken Sie oben links auf „Geräte-Manager“. Klicken Sie im Bereich „Laufwerke“ mit der rechten Maustaste auf den Eintrag für Ihre Festplatte, und gehen Sie auf „Eigenschaften“. Stellen Sie sicher, dass auf der Registerkarte „Richtlinien“ der Punkt „Schreibcache auf dem Datenträger aktivieren“ eingeschaltet ist. Zusätzlich schalten Sie „Erhöhte Leistung optimieren“ ein. Bestätigen Sie die Änderungen mit „OK“. Falls Vista Ihnen die entsprechenden Optionen nicht anzeigt, stellt sie das System für Ihre Festplatte nicht zur Verfügung. ben und Lesen in der Registry länger. Registry-Aufräum-Tools können das Problem zwar nicht ganz aus der Welt schaffen, sorgen aber zumindest für eine Verbesserung des Zustands und damit für mehr Tempo.

5. Prozessorlast durch Sidebar reduzieren
Die schicken Minianwendungen der Windows-Sidebar wie Wetterbericht, Aktien-

Robocopy: Dateien schneller kopieren
Im Windows-Explorer lassen sich manche Kopier- und Abgleichsaktionen nur recht umständlich ausführen. Auf der Kommandozeile erledigt Robocopy vieles schneller. Das Kommandozeilen-Tool funktioniert wie Xcopy, erlaubt aber mit über 70 Schaltern auch ungewöhnliche Aufgaben. Robocopy arbeitet extrem schnell und ist ausgesprochen informativ. Die Unzahl der Kommandozeilenschalter sollte nicht abschrecken, weil es für die alltäglichen Aufgaben reicht, einige wenige Parameter zu kennen. Sie starten die Kommandozeile im Startmenü über „Alle Programme, Zubehör, Eingabeaufforderung“. Mit dem Kommando
robocopy C:\<quelle> D:\<ziel> /MIR

4. Registry ausmisten und defragmentieren
Wer viele Programme installiert, merkt mit der Zeit, wie das System immer langsamer wird. Schuld daran ist die Windows-Registrierungsdatenbank, in der nicht nur Vista selbst, sondern auch nahezu jedes installierte Programm Konfigurationsinformationen ablegt. Bei der De-Installation bleiben bei vielen Programmen Reste zurück, so dass sich selbst durch das Entfernen aller Programme der Grundzustand einer Vista-Neuinstallation nicht wiederherstellen lässt. Durch den Ballast braucht Vista beim Schrei-

übertragen Sie sämtliche Dateien aus dem Quellverzeichnis C:\<Quelle> in den angegebenen Zielordner. Der Parameter „/MIR“ steht für Mirror (Spiegelung). Er passt das Zielverzeichnis der Quelle an und kopiert nur geänderte Inhalte. Fügen Sie noch „/Mon:5“ an, läuft Robocopy im Hintergrund und schreibt betroffene Dateien erst dann ins Ziel, wenn fünf Änderungen im Ordner C:\<Quelle> stattgefunden haben. Dieser Service arbeitet ohne großen Ressourcenverbrauch Kopierautomat: Auf der Kommandozeile kopiert Robocopy und endet automatisch. ganze Ordnerbäume von der Quelle schnell zum Ziel

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TUNING

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Vista schneller machen

Tuning

Ohne Systemwiederherstellung: Entfernen Sie unter „Computerschutz“ das Häkchen vor dem Laufwerk (Punkt 7) kurse und insbesondere die Foto-Diashow belasten den Arbeitsspeicher und beanspruchen Rechenleistung. Die Diapräsentation in Briefmarkengröße verursacht zudem noch ständige Plattenzugriffe. Auf älteren Computern mit knappen Systemressourcen schalten Sie die Sidebar daher besser ab. Dazu klicken Sie im Systray mit der rechten Maustaste auf das Sidebar-Icon und wählen „Eigenschaften“. Entfernen Sie das Häkchen vor „Sidebar beim Start von Windows starten“, und bestätigen Sie mit „OK“. Über die Systemsteuerung lässt sich die Sidebar später bei Bedarf wieder aktivieren.

Plattenplatz zurückgewinnen: Wiederherstellungspunkte und Schattenkopien belegen viel Speicherplatz (Punkt 9) nach vorne. Unten im Fenster zeigt Vista an, welche Laufwerke das System derzeit überwacht. Entfernen Sie die Häkchen vor den Laufwerken, und übernehmen Sie die Änderungen mit „OK“.

7. Erstellen von Schattenkopien abschalten
Um den Ressourcenverbrauch so gering wie möglich zu halten, können Sie die Erstellung von Schattenkopien abschalten. Dabei handelt es sich um Sicherungskopien von Dateien, die Vista erzeugt, sobald Sie einen Wiederherstellungspunkt anlegen. Im Startmenü klicken Sie mit der rechten Maustaste auf „Computer“. Wählen Sie „Eigenschaften“. Im folgenden Fenster klicken Sie links unter „Aufgaben“ auf „Erweiterte Systemeinstellungen“. Bringen Sie die Registerkarte „Computerschutz“

8. Schneller suchen und finden
Vista verwendet eine indexbasierte DesktopSuche. Sie ist standardmäßig aktiv und über das Menü „Start“ optimal in die Oberfläche integriert. Die Suche selbst funktioniert jedoch mit den Standardeinstellungen schlechter als in früheren Windows-Versionen. Der

6. NTFS-Dateisystem beschleunigen
Auf NTFS-Partitionen speichert Vista bei Verwendung einer Datei automatisch die Uhrzeit des letzten Zugriffs. Bei schreibgeschützten Dateien lässt sich die Aktualisierung des Zugriffs abschalten, ebenso wie die überflüssige Erstellung kurzer Dateinamen nach dem 8+3-Muster. Dadurch entfallen Festplattenzugriffe, und die Leistung des Dateisystems wird verbessert. Klicken Sie auf „Start“, tippen Sie ganz unten „regedit“ ein, und bestätigen Sie mit <Return>. Gehen Sie zu Hkey_Local_Machi ne, System, CurrentControlSet, Control, FileSystem“. Setzen Sie die Schlüssel „NtfsDisableLastAccessUpdate“ und „NtfsDisab le8dot3NameCreation“ jeweils auf den Wert „1“. Beide Änderungen sind erst nach einem Neustart von Vista aktiv.
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RAM-Chips: Versteckten Checker nutzen
Ein Defekt in den Speicherbausteinen des PCs kann zu merkwürdigen Systemabstürzen führen und ist nur schwer zu diagnostizieren. Windows Vista bringt deshalb ein Bordwerkzeug mit, das den Arbeitsspeicher auf Herz und Nieren testen kann. Klicken Sie auf „Start“, wechseln Sie zur „Systemsteuerung“ und dort zu „System und Wartung, Verwaltung“ und dann zu „Speicherdiagnosetool“. Nun müssen Sie entscheiden, ob Sie den Check sofort oder beim nächsten Start von Vista durchführen möchten. Vorsicht, Falle: Wählen Sie eine sofortige Prüfung, fährt Vista das System herunter – alle geöffneten Anwendungen werden dabei geschlossen. Denn den eigentlichen Test führt Vista vor Speicherprüfung: Defekten RAM-Bausteinen kommen Sie mit dem Speichertest von Vista auf die Schliche dem Booten durch.

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werke zeigt das Programm eine Liste von Dateigruppen an, die es löschen kann. Am Ende jeder Zeile ist angegeben, wie viel Speicherplatz Sie dadurch freigeben lassen können. Infos zu den einzelnen Bereichen zeigt Vista unten im Fenster an, wenn Sie einen Eintrag markieren. Setzen Sie ein Häkchen vor alle Elemente, die das Programm löschen soll. Um die gewählten Dateien zu beseitigen, klicken Sie auf „OK“. Zusätzlichen Speicherplatz schaufeln Sie durch das Löschen älterer Wiederherstellungspunkte frei. Dazu wählen Sie beim Start der Datenträgerbereinigung „Dateien von allen Benutzern des Computers“ und bringen die Registerkarte „Weitere Optionen“ nach vorne. Ein Klick auf den Button „Bereinigen“ weist Vista an, alle bis auf den letzten Wiederherstellungspunkt zu löschen. Dabei entfernt Windows auch ältere Schattenkopien von der Festplatte. Vista zu integrieren, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich in der Taskleiste. Über „Symbolleisten, Adresse“ blenden Sie ein Eingabefeld ein. Hier können Sie sowohl Webadressen als auch Kommandozeilenbefehle eintippen.

11. Dateisystem automatisch optimieren lassen
Durch Schreibvorgänge auf der Festplatte entstehen bereits nach kurzer Zeit fragmentierte Dateien. Dabei handelt es sich um Daten, die nicht am Stück gespeichert sind, sondern über viele Bereiche der Festplatte verstreut auf dem Datenträger liegen. Entsprechend dauert der Zugriff darauf. Vista bietet ein Tool zur Defragmentierung, das die verstreut gespeicherten Dateien wieder zusammenführt und dadurch den Dateizugriff beschleunigt. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Laufwerkssymbol der Platte, und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl „Eigenschaften“. Auf der Registerkarte „Tools“ klicken Sie auf den Button „Jetzt defragmentieren“. Standardmäßig richtet das Installationsprogramm von Vista eine wöchentliche Aufräum-

„Ausführen“: Bauen Sie ein Pendant dazu in die Taskleiste ein (Punkt 10) Index berücksichtigt standardmäßig nämlich nur sehr wenige Ordner. Konkret bedeutet das: Sie finden erst einmal nicht besonders viel. Die Index-Datenbank können Sie in der Systemsteuerung unter „Indizierungsoptionen“ erweitern. Sind auf einem Rechner ein paar hundert GB zu indizieren, rattern die Festplatten allerdings einige Stunden, bis die Datenbank fertig ist. Wenn Sie den Rechner währenddessen benutzen, dauert die Aktion sogar noch länger. Danach geht das Suchen recht schnell, da ja nicht mehr im Dateisystem selbst, sondern stattdessen in der Datenbank gesucht wird. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Sie nach einem Datei- oder Ordnernamen suchen oder nach einem Inhalt. Suchen heißt bei Vista nicht immer auch finden. Manchmal sind die Ergebnisse aus irgendeinem Grund nicht vollständig – hier muss Microsoft nachbessern. Die Ergebnisliste wird außerdem auf 5000 Einträge beschränkt. Auch das spart Zeit: Suchergebnisse lassen sich speichern. Bei Vista können Sie die Listen als dynamische virtuelle Ordner nutzen.

10. „Ausführen“-Befehl in die Taskleiste einbauen
Um ein Pendant zu dem in Windows XP vorhandenen Befehl „Ausführen“ zur schnellen Eingabe von Befehlen in die Taskleiste von

Tempomacher: Tweak VI und Win Optimizer
Mit Win Optimizer 4.10 (auf C CD und unter www.ashampoo.de/produkte/1606, 8,0 MB, Shareware, Registrierung 50 Euro) und Tweak VI 1.0 (funktionsreduzierte und kostenlose Basic-Version auf C CD und unter www.totalidea.com, 8,1 MB, Shareware, Registrierung 40 Euro) ringen zwei Optimierungs-Tools für Vista um die Gunst der Anwender. Beide Programme legen ihren Schwerpunkt auf die individuelle Anpassung der Systemeinstellungen und weniger auf eine Temposteigerung. Zu den Anpassungsoptionen gehören die Systemund Datei-Anzeigeeinstellungen, Netzwerk- und Online-Parameter, Cache- und RAM-Nutzung sowie die Vorgaben für den Start-Button und die Taskleiste. Außerdem lassen sich eine Reihe von Parametern verändern, die für die Optik von Vista relevant sind. Wer sich manuelle Eingriffe an der Registry ersparen und möglichst viel an Vista schrauben möchte, für den ist primär Tweak VI geeignet. Für die von den Tools gebotenen Funktionen sind die Registrierkosten Vista tunen: Über Tweak-VI passen Sie eine Reihe von Details wie das Startmenü oder die Darstellung von Schriften an allerdings zu hoch.

9. Belegten Plattenplatz frei machen
Machen Sie auf der Festplatte Platz frei, den temporäre und andere überflüssige Dateien belegen. Dazu gehen Sie auf „Start, Alle Programme, Zubehör, Systemprogramme“ und wählen „Datenträgerbereinigung“. Im Begrüßungsfenster legen Sie fest, ob Sie nur Ihre eigenen Dateien oder die Dateien sämtlicher Benutzer des PCs prüfen lassen wollen. Nach einer kurzen Prüfung der Lauf-

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12. Indizierung reduzieren

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Im Hintergrund lässt Windows Vista ständig den Indizierungsdienst mitlaufen – auch dann, wenn Sie gar nichts suchen wollen. Auf langsa14. Benutzerkontensteuerung men PCs kostet das abschalten Arbeitsspeicher und CPU-Leistung. Wenn Vistas Benutzerkontensteuerung (UAC – Sie die Suchfunktion User Account Control) fordert Sie bei jedem selten oder über- Systemeingriff auf, der Aktion zuzustimmen, haupt nicht nutzen, selbst wenn Sie als Administrator angemelreduzieren Sie den det sind. Um Zeit bei der SystemkonfiguraAutomatisch aufräumen: Der Start der Defragmentierung über Umfang der indi- tion zu sparen, lässt sich das aber vorüberden Zeitplaner sorgt für kurze Zugriffszeiten (Punkt 11) gehend abschalten. Dazu gehen Sie in der zierten Dateien. Rufen Sie im Start- Systemsteuerung auf „Benutzerkonten“ und aktion für die Festplatte ein. Vista zeigt im menü die „Systemsteuerung“ und „Indizie- wählen die Option „Benutzerkontensteuefolgenden Fenster an, wann die nächste De- rungsoptionen“ auf. Zeigen Sie mit „Än- rung ein- oder ausschalten“. Nach einem fragmentierung laut Zeitplan ansteht. Über dern“ eine Liste der „Indizierten Orte“ an. Rechnerneustart belästigen Sie keine UAC„Zeitplan ändern“ passen Sie den vordefi- Mit „Alle Orte anzeigen“ erscheinen zusätz- Dialoge mehr. nierten Termin nach Ihren Wünschen an, liche Einträge. Löschen Sie das Häkchen vor Sobald Sie mit der Konfiguration Ihres Sysetwa auf eine andere Uhrzeit, zu der Sie den Einträgen. Damit beschränken Sie den tems fertig sind, sollten Sie die Funktion selbst normalerweise nicht am PC arbeiten. Indizierungsdienst auf ein Minimum. aber auf demselben Weg wieder einschalWer häufig Dateien löscht oder verschiebt, Achtung: Es ist nicht empfehlenswert, den ten. Sie bietet natürlich einen gewissen profitiert von einem kürzeren Intervall von Indexdienst ganz abzuschalten, da Sie an- Schutz, weil Sie vor Systemeingriffen geetwa vier Tagen. Ein Klick auf „Jetzt defrag- sonsten im Windows-Explorer die Filteran- warnt werden. Außerdem dürften die Dialomentieren“ startet die Bereinigung. ge bei der normalen Arbeit seltener auftausichten nicht mehr verwenden können. Check: Um den Fragmentierungsstatus eichen und stören. 13. Zahl der Desktop-Gimmicks nes Laufwerks zu überprüfen, nutzen Sie das Wenn Sie die UAC längerfristig abschalten reduzieren Kommandozeilenprogramm Defrag.EXE. Im wollen, nervt Sie eventuell der Balloon-Tipp Klicken Sie auf „Start, Alle Programme, Zu- Vista wartet mit einer Menge grafischer Ex- in der Taskleiste. Er weist Sie ständig darauf behör“ und mit der rechten Maustaste auf tras für den Desktop und Programmfenster hin, dass Sie die Benutzerkontensteuerung „Eingabeaufforderung“. Wählen Sie im Kon- auf. Auf leistungsschwachen PCs gewinnen deaktiviert haben. Um es abzustellen, startextmenü „Als Administrator ausführen“. Sie an Tempo, wenn Sie nicht benötigte ten Sie Regedit, und öffnen Sie den SchlüsFunktionen abschalten. Dazu rufen Sie sel „Hkey_Local_Machine\Software\Micro Auf der Kommandozeile tippen Sie „Start, Systemsteuerung, System und War- soft\Security Center“. Hier legen Sie, falls es defrag D: -a -v tung, System“ und dann links im Fenster ihn nicht gibt, einen Dword-Eintrag mit dem ein und drücken <Return>. Sie erhalten ei- „Erweiterte Systemeinstellungen“ auf. Namen „UACDisableNotify“ an und geben nen Bericht über den Zustand des Laufwerks Im Bereich „Leistung“ klicken Sie auf „Ein- ihm den Wert „1“. Nach einem weiteren D:. Der Parameter „-a“ bewirkt, dass Vista stellungen“ und bringen die Registerkarte Neustart haben Sie auch hier Ruhe. lediglich einen Bericht anzeigt, sonst aber keine Aktion ausführt. Mit dem Zusatz „-v“ liefert Vista mehr Details. Statt des ganzen Laufwerks können Sie auch nur ein beMicrosoft hat sich für die Konfiguration der Bootumgebung in Vista etwas Neues ausgedacht. Statt stimmtes Verzeichnis überprüfen lassen. der Datei Boot.INI von Windows 2000 und XP stehen die Einstellungen für den Vista-Bootmanager Dazu verwenden Sie

„Visuelle Effekte“ nach vorne. In der Auswahlliste entfernen Sie die Häkchen vor allen nicht benötigten Optionen. Tipp: Die Voreinstellung „Für optimale Leistung anpassen“ schaltet alle optischen Effekte auf einmal aus. Mit „Übernehmen“ probieren Sie aus, ob Ihnen die neue Darstellung gefällt.

Bootkonfiguration: Mit Tools tunen

defrag D:\briefe -w Mit dem Parameter „-w“ starten Sie die Defragmentierung im Maximalmodus. Tipp: Wollen Sie auf einen Rutsch alle Platten defragmentieren, dann nutzen Sie ohne Laufwerksangabe den Parameter „-c“.
TIPPS & TRICKS 5/2007

in einer Binärdatei, die Sie in Vista nur mit einem komplizierten Kommandozeilen-Tool bearbeiten können. In einem Text-Editor lässt sie sich nicht laden. Zwei auf Vista spezialisierte BootEditoren sorgen für Komfort: Das kostenlose Vista Boot Pro (Download unter www.vista bootpro.org, 2,0 MB) und die Freeware Easy BCD 1.52 (auf C CD und unter http://neosmart.net, 1,86 MB) zeigen die derzeitigen Booteinstellungen an. Über englischsprachige Menüs lassen sich Standardvorgaben wie Systeme, Autoboot, Reihenfolge, Wartedauer und Menütexte ändern.

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Systemvorgaben optimieren
(„Namespaces“), die den eigentlichen Namen überlagern. Wenn Sie etwa im Startmenü Ihren Ordner „MP3“ mit dem Link „Musik“ verknüpft haben und diesen öffnen, scheint es, als ob der Ordner nun „Musik“ hieße. Ein Klick auf eine freie Stelle in der Adresszeile offenbart den wahren Namen.

Multilinguales Vista
Die Vista-Oberfläche kann die Sprache wechseln. Am deutlichsten offenbaren sich die Vorteile dieser Neuerung in der Ultimate-Variante: Hier können Sie für viele Sprachen MUI-Pakete (Multilingual User Interface) von einigen hundert MB kostenlos herunterladen. Mit deren Hilfe lässt sich die gesamte Oberfläche per Klick in einer anderen Sprache darstellen („Systemsteuerung, Regions- und Sprachoptionen, Tastaturen und Sprachen“). Das bringt auch für die anderen Vista-Versionen etwas: Denn die Voraussetzung für diese Funktion ist eine Struktur, in der alle Systembestandteile von den sprachlichen Komponenten getrennt sind. Die Folge ist, dass beispielsweise System-Updates nur noch in einer neutralen Form erscheinen müssen, die alle Vista-Nutzer weltweit installieren können. Es ist nicht mehr nötig, verschiedene Sprachversionen zu erstellen. Das bedeutet mehr Sicherheit, weniger Redundanz und somit auch weniger Fehler. Da die Sprachpakete unterschiedlich groß sind und das größte Paket das englische ist, nehmen wir an, dass sich die Zahl der übersetzten Elemente unterscheidet.

Vista individuell
Mit Vista verspricht Microsoft ein neues optisches Erlebnis. Damit dabei der Komfort nicht auf der Strecke bleibt, sind Anpassungen nötig. Wir zeigen, wo Sie Hand anlegen sollten.
Von Ramon Schwenk
enn Ihr Rechner eine relativ aktuelle 3D-Grafikkarte und mindestens 1 GB RAM besitzt, dann präsentiert sich Vista ab der Version Home Premium mit dem ansprechenden „Aero-Glass“-Design – wie ein Stapel Buntglasscheiben. Das Aero-Design sieht edel aus – aber Schönheit allein zählt nicht. Wenn der Rechner zu schwach ist oder Sie nur Vista Home Basic haben, dann fehlen die Transparenz und viele Effekte. Die Mechanis-

W

men hinter der tollen Optik sind in jedem Fall undurchsichtig. Fortgeschrittene Anwender bekommen häufig das Gefühl, dass das System ihnen Informationen vorenthält.

Das System wird persönlich
Den mehr oder minder gelungenen Oberflächensanierungen durch Microsoft zum Trotz: Wollen Sie ein Vista von der Stange, wenn Sie das Betriebssystem auch maßgeschneidert haben können? Ist Vista installiert, und haben Sie Ihre Anwendungen eingerichtet, können Sie prinzipiell mit der Arbeit loslegen. Bis das System den alltäglichen Anforderungen gerecht wird, hat Vista unserer Ansicht nach noch eine Reihe von Änderungen nötig. Welche das sind, zeigen wir Ihnen auf den folgenden Seiten. Sie werden ganz sicher Tipps finden, die das neue Betriebssystem auch auf Ihrem Rechner besser an Ihre Bedürfnisse anpassen. Sie erfahren etwa, wie Sie den Desktop individuell gestalten – beispielsweise mit Widgets oder neuen Farben.
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Oberfläche und Steuerung
Bei Aero sind die Fensterrahmen und das Startmenü durchscheinend. Das Letztgenannte verändert seinen Inhalt je nach angeklicktem Punkt bei gleichbleibender Größe und breitet sich nicht über den gesamten Bildschirm aus. In der neuen Adresszeile des Explorers sehen Sie nicht mehr den Pfad. Stattdessen werden dessen Komponenten jeweils in Drop-down-Menüs angezeigt, so dass Sie mit einem Klick einen Ordner im derzeit geöffneten Pfad direkt ansteuern können. Praktisch – wenn es sich bei den Bestandteilen immer um die tatsächlichen Ordnernamen handeln würde. So ist es aber nicht. Für viele Ordner gibt es virtuelle Spezialnamen

Überblick Vista individuell
Inhalt 1.–7. Explorer optimieren 8.–12. Desktop tunen 13.–15. Taskleiste aufpeppen 16.–18. Fitness fürs Startmenü 19.–20. Sidebar einrichten 21.–23. Von Extras profitieren Seite 61 62 63 64 64 65

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Schritt 1: Versteckte Menüzeile einblenden

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Zu den augenscheinlichsten Änderungen in Vista gehört die neue Oberfläche des Windows-Explorers. Microsoft hat die klassische Menüzeile aus bisherigen Windows-Versionen mit den Befehlen „Datei“, „Bearbeiten“, „Ansicht“ und „Extras“ entfernt, die Befehle aber nur zum Teil an anderen Stellen integriert. Völlig verschwunden sind die gewohnten Menüs jedoch nicht. Die Zeile ist nur standardmäßig ausgeblendet – wie auch im Internet Explorer 7 und im Media Player. Um die Menüs anzuzeigen, genügt ein Druck auf <Alt> oder <F10>. Dadurch blendet Vista die Menüs wieder ein. Allerdings verschwinden sie wieder, sobald Sie einen Befehl ausgeführt haben. Um sie dauerhaft einzublenden, gehen Sie auf „Organisieren, Ordner- und Suchoptionen, Ansicht“ und aktivieren „Immer Menüs anzeigen“.

Schritt 2: Eigene Link-Favoriten einbinden
Der Windows-Explorer arbeitet standardmäßig mit einer dreigeteilen Bedienerführung, in der oben links die Link-Favoriten erscheinen. Dabei handelt es sich um Ordnerverweise, die den Favoriten im Internet Explorer nachempfunden sind. Weil Sie die Link-Favoriten selbst anpassen können, eignen sie sich optimal zum schnellen Aufruf häufig benutzter Verzeichnisse. Um einen neuen Verweis einzufügen, ziehen Sie den gewünschen Ordner einfach in den Link-Favoriten-Bereich. Vista speichert die Verweise in Ihrem Benutzerverzeichnis im Unterordner „Links“. Mit einem Rechtsklick auf eine Verknüpfung und „Eigenschaften, Anderes Symbol“ ändern Sie das Icon für die Verknüpfung. Über das Kontextmenü können Sie mit „Link entfernen“ einen Link-Favoriten wieder aus der Liste nehmen.

Schritt 3: Schnelle Pfadeingabe nutzen
Im neuen Windows-Explorer klicken Sie sich über die unscheinbare Verzeichnisleiste am oberen Fensterrand bequem durch die Ordnerhierarchie. Zusätzlich haben Sie hier nach einem Klick auf die Leiste die Möglichkeit, gezielt Pfade wie C:\Tools\Commander zum Direktansprung einzugeben. Zum schnellen Ordnerwechsel müssen Sie den Pfad nicht komplett eintippen. Es genügt die Eingabe der ersten Zeichen. Dann drücken Sie die <Tab>-Taste, schon vervollständigt Vista Ihre Angabe. Dazu sucht das System auf der Platte nach passenden Ordnern und zeigt die in Frage kommenden Verzeichnisse in einer Liste. Passen mehrere Ordner, wechseln Sie durch mehrfaches Drücken der <Tab>-Taste zwischen den Treffern.

Schritt 4: Explorer-Auswahl aufpolieren
Wer im Explorer von Windows XP verstreut angezeigte Dateien und Verzeichnisse markieren möchte, muss dazu die <Strg>-Taste verwenden und die Objekte der Reihe nach anklicken. In Vista geht es bequemer: Gehen Sie auf „Organisieren, Ordnerund Suchoptionen, Ansicht“. Aktivieren Sie hier unter „Dateien und Ordner“ die Option „Kontrollkästchen zur Auswahl von Elementen verwenden“. Nun können Sie Elemente über eine kleine Checkbox links über dem Symbol markieren.
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Schritt 5: Zwei Explorer-Fenster nebeneinander
Um Dateien zwischen Ordnern oder Laufwerken zu kopieren oder zu verschieben, ist es praktisch, beide Verzeichnisse nebeneinander anzuzeigen. Dazu starten Sie den Windows-Explorer mit <Win>-<E> zweimal und öffnen jeweils die gewünschten Ordner. Minimieren Sie nun alle übrigen Programmfenster. Dann klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste und wählen „Fenster nebeneinander anzeigen“.

Schritt 6: Im Windows-Explorer brennen
An die Brennfunktion für CDs und DVDs kommen Sie in Vista bequem heran: Markieren Sie im Explorer die Dateien und Ordner, die Sie brennen möchten. Dann klicken Sie in der Symbolleiste auf „Brennen“. Das Icon ist nur vorhanden, wenn tatsächlich ein Brenner verfügbar ist. Ordnerübergreifend kann der Explorer noch immer keine Dateien brennen. Behelfen Sie sich, indem Sie Dateien aus mehreren Ordnern erst in ein temporäres Verzeichnis kopieren.

Schritt 7: Administratorrechte erzwingen
Die Benutzerkontosteuerung von Vista sorgt dafür, dass sich systemkritische Anwendungen und Bordprogramme nur mit Administratorrechten aufrufen lassen. Wenn Sie als Benutzer mit Standardrechten arbeiten und Programme aufrufen, startet Vista diese jedoch immer mit Ihren Standardbenutzerrechten. Bei Programmen können Sie mit „Als Administrator ausführen“ den Start mit mehr Rechten als ein üblicher Benutzer erzwingen. An diesen Befehl kommen Sie heran, indem Sie die entsprechende Programmdatei, Desktop-Verknüpfung oder den gewünschten Startmenü-Eintrag mit der rechten Maustaste anklicken.

Schritt 8: Hintergrundbild ändern
Ist der voreingestellte Bildschirmhintergrund nicht nach Ihrem Geschmack, ändern Sie ihn wie folgt: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Desktops. Wählen Sie „Anpassen, Desktophintergrund“. Im nächsten Fenster zeigt Vista zahlreiche vorgefertigte Hintergrundmotive – sortiert nach Kategorien – an. Mit einem Klick auf den kleinen Pfeil unterhalb einer Kategorie öffnen Sie die weiteren Rubriken. Klicken Sie ein Miniaturbild an. Nach einem kurzen Moment bindet Vista das gewählte Motiv als Vorschau auf dem Desktop ein. Mit „OK“ übernehmen Sie es, „Abbrechen“ bringt das bisherige Motiv zurück.

Schritt 9: Desktop-Fonts anpassen
Ist Ihnen die standardmäßige Beschriftung der Desktop-Icons zu klein, hilft ein Rechtsklick auf den Desktop und „Anpassen“. Danach klicken Sie am linken Fensterrand unter „Aufgaben“ auf den Link „Schriftgrad anpassen (DPI)“. Vista verlangt nun eine Bestätigung der Benutzerkontosteuerung. Prüfen Sie, ob „Größere Skalierung (120 DPI)“ auf Ihrem Rechner besser lesbar ist. Wenn ja, markieren Sie diese Option und klicken dann auf „OK“. Falls nicht, gehen Sie auf „Benutzerdefinierte DPI“ und geben einen Prozentwert ein oder verschieben das Lineal mit der Maus nach rechts beziehungsweise links. Sobald Sie es loslassen, erscheint der Text darunter in der gewählten Größe. Haben Sie die passende Einstellung gefunden und mit „OK“ übernommen, ist ein Neustart erforderlich.

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Schritt 10: Bildschirm-Ergonomie verbessern

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Vista nutzt Cleartype zur Kantenglättung von Bildschirmschriften. Auf manchen Bildschirmen wirken Schriften allerdings weichgezeichnet und unscharf. Um Cleartype auszuschalten, gehen Sie so vor: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop, wählen Sie „Anpassen“ und dann „Fensterfarbe und -darstellung“. Klicken Sie unten rechts auf den Button „Effekte“, und schalten Sie Cleartype unter „Folgende Methode zum Kantenglätten verwenden“ aus, indem Sie das Häkchen entfernen.

Schritt 11: Ohne Verknüpfungspfeil
Sie stören sich an den Verknüpfungspfeilen bei den Icons auf dem Desktop? Die Verweispfeile lassen sich mit einem Eintrag in der Registry entfernen. Klicken Sie auf „Start“, und geben Sie in die Eingabezeile unten den Befehl „regedit“ ein, und drücken Sie <Return>. Wechseln Sie zum Schlüssel: HKey_Classes_Root“ und dort zu „lnkfile“. Klicken Sie den Eintrag „IsShortcut“ mit der rechten Maustaste an, wählen Sie „Umbenennen“, und geben Sie ihm einen anderen Namen, etwa „IsShortcut-alt“. Nach einem Neustart des PCs sind die Verknüpfungspfeile verschwunden.

Schritt 12: Papierkorb & Co. einblenden
Bewährte Icons – etwa für Papierkorb, Arbeitsplatz und die eigenen Dateien lassen sich in den Anzeigeeigenschaften wie folgt auf den Desktop holen: Klicken Sie links unter „Aufgaben“ auf „Desktopsymbole ändern“. Setzen Sie vor alle Einträge, die angezeigt werden sollen, ein Häkchen, etwa vor „Computer“, und bestätigen Sie mit „OK“.

Schritt 13: Tuning für die Taskleiste
Um das Aussehen und das Verhalten der Taskleiste und des Startmenüs von Vista anzupassen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Start-Button und wählen „Eigenschaften“. Auf der Registerkarte „Taskleiste“ legen Sie fest, ob die Schnellstartleiste mit den Icons rechts neben dem Startmenü standardmäßig zu sehen sein soll, ob Windows die Taskleiste bei Nichtbenutzung ausblendet und ob sich die Taskleiste mit der Maus anpassen lässt oder nicht. Interessant sind auch die Optionen auf der Registerkarte „Symbolleisten“. Wenn Sie hier „Desktop“ aktivieren, erscheint rechts in der Taskleiste ein Button, über den Sie die Desktop-Struktur analog zum Startmenü aufklappen und bestimmte Einträge schnell aufrufen können. Mit „Adresse“ aktivieren Sie ein Eingabefeld zum Schnellaufruf von Web-Seiten.

Schritt 14: Taskmanager ausführen
Sie verwenden häufiger den Taskmanager? Schneller, als jedes Mal den Hotkey <Strg>-<Alt>-<Entf> und dann den Befehl „Taskmanager aufrufen“ zu verwenden, geht es mit der Tastenkombination <Strg><Shift>-<Esc>.
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Schritt 15: Icons im Systray einblenden
Vista blendet Icons im Systray aus, wenn sie nicht verwendet werden. Das spart zwar Platz, ist aber lästig, denn Sie müssen erst auf das Pfeil-Symbol klicken, damit wieder alle Icons sichtbar sind. Um das zu verhindern, deaktivieren Sie nach einem Rechtsklick auf den „Start“-Button die Option „Infobereich, Inaktive Symbole ausblenden“.
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Schritt 16: Fitnesskur für das Startmenü
Nach einem Rechtsklick auf den „Start“-Button öffnen Sie mit „Anpassen“ ein Fenster, in dem Sie das Aussehen des Startmenüs individualisieren können. Beispielsweise stellen Sie bei „Startmenügröße“ ein, wie viele Einträge im linken Teil des Startmenüs in der Liste der zuletzt aufgerufenen Programme erscheinen sollen. Wenn Sie „Große Symbole verwenden“ deaktivieren, verkleinert Vista die Desktop-Icons, und Sie können mehr Symbole auf dem Windows-Hintergrund verankern. Für Einträge wie „Bilder“, „Computer“, „Dokumente“ und „Systemsteuerung“ ist einstellbar, ob sie als Verknüpfung arbeiten und ein eigenes Fenster öffnen oder als Untermenü aufklappen sollen. Stört es Sie, dass Vista die zuletzt ausgeführten Programme im Startmenü hervorhebt, deaktivieren Sie die entsprechende Option ganz am Ende der Auswahlliste.

Schritt 17: Ordner im Startmenü öffnen
Wenn Sie einen Menüordner aus dem Startmenü heraus in einem eigenen Explorer-Fenster öffnen wollen, lassen Sie ihn zunächst wie gewohnt innerhalb des übergeordneten Startmenüpunkts aufklappen. Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Eintrag, und wählen Sie „Öffnen“. Vista zeigt den Ordnerinhalt als Fenster an, und Sie sparen bei häufigen Klicks darauf Zeit, ohne für die Menüinhalte erst Verknüpfungen auf dem Desktop einrichten zu müssen.

Schritt 18: Suchbegriffe miteinander verknüpfen
Die Desktop-Suche von Vista erlaubt es, nach einfachen Begriffen zu suchen. Gezielter läuft die Abfrage über verknüpfte Suchbegriffe. Ein Beispiel: Sie suchen ein Dokument auf der Festplatte, in dem sowohl die Begriffe „Mahnung“ wie auch „April“ vorkommen. Dann klicken Sie auf „Start“ und geben unten in das Desktop-Suchfeld ein: „mahnung AND april“. Achten Sie darauf, dass das „AND“ großgeschrieben ist. Nach kurzer Wartezeit listet Vista alle Dokumente auf, in denen beide Suchbegriffe vorkommen.

Schritt 19: Windows-Sidebar optimieren
Ein neues Desktop-Element in Vista ist die Windows-Sidebar. Sie lässt sich mit kleinen Minianwendungen (Gadgets) bestücken, die den Arbeitsalltag erleichtern sollen oder einfach nur als Blickfang dienen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Sidebar, und rufen Sie den Befehl „Minianwendungen hinzufügen“ auf. Vista stellt Ihnen eine Reihe von Programmen zur Auswahl, die Sie in die Sidebar einfügen können, etwa einen elektronischen Notizzettel, eine Aktienkursabfrage oder auch einen Taschenrechner. Ein Gadget ziehen Sie mit der Maus an die gewünschte Position auf der Sidebar. Falls Sie eine der Minianwendungen nicht mehr benötigen, klicken Sie sie mit der rechten Maustaste an und wählen den Befehl „Minianwendung schließen“.

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Schritt 20: Minianwendungen online nachladen

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Wenn Ihnen die mitgelieferten Minianwendungen nicht ausreichen, können Sie weitere Gadgets aus dem Internet nachinstallieren. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle der Sidebar und gehen auf „Minianwendungen hinzufügen“. Es erscheint das Übersichtsfenster mit den bei Vista mitgelieferten Gadgets. Unten rechts im Fenster befindet sich der Link „Weitere Minianwendungen online beziehen“. Klicken Sie darauf. Vista öffnet die Sidebar Gallery im Internet Explorer und zeigt eine Auswahl an weiteren Minianwendungen an. Ganz links sehen Sie unter „Durchsuchen“ eine Reihe von Kategorien wie „Fun und Games“ oder „News und Feeds“. Wählen Sie beispielsweise „Suchtools“ aus. Es erscheint eine Tabelle mit Widgets. Suchen Sie eines heraus, etwa „Google Maps“. Damit blenden Sie ein Eingabefeld für die Kartenrecherche in Google Maps direkt in die Sidebar ein. Klicken Sie auf den Button „In Sidebar herunterladen“, dann auf „Installieren“ und schließlich auf „Öffnen“. Nach Abschluss des Downloads bestätigen Sie mit „Zulassen“ und „Installieren“, damit Vista die neue Minianwendung in der Sidebar installiert.

Schritt 21: Flip 3D aufpeppen
Als Erweiterung des Task-Umschalters <Alt>-<Tab> bietet Vista in der Aero-Oberfläche die Funktion Flip 3D. Diese rufen Sie mit <Win><Tab> auf. Dabei werden alle offenen Fenster verkleinert und gekippt auf dem Desktop gestapelt. Mit dem Mausrad scrollen Sie durch den Stapel, per Klick maximieren Sie ein Fenster. Ohne Windows-Taste erreichen Sie Flip 3D über den Befehl „rundll32 Dwmapi #105“. Der Befehl als Verknüpfung mit Hotkey angelegt hat den Vorteil, dass Flip 3D geöffnet bleibt, ohne dass Sie eine Taste gedrückt halten müssen.

Schritt 22: Bildschirmschoner schnell testen

Schritt 23: Klassische Anmeldung wiederherstellen
Microsoft hat bei Vista die Benutzeranmeldung geändert. Wer die klassische Anmeldung früherer Windows-Versionen bevorzugt, kann sie zurückholen: Dazu klicken Sie auf „Start“ und geben unten ins Eingabefeld den Befehl „secpol.msc“ ein, dann drücken Sie <Return>. Im nächsten Fenster klicken Sie doppelt auf „Lokale Richtlinien, Sicherheitsoptionen“. Öffnen Sie im nächsten Fenster den Eintrag „Interaktive Anmeldung: Letzten Benutzernamen nicht anzeigen“, und wechseln Sie auf „Aktiviert“. Starten Sie den Computer anschließend neu. Vista präsentiert Ihnen dann die traditionelle Anmeldemaske.
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Einen neu heruntergeladenen Bildschirmschoner müssen Sie nicht erst ins Windows-Verzeichnis kopieren und aktivieren, um ihn auszuprobieren. Nach einem Doppelklick auf die SCR-Datei zeigt Vista den Schoner an, mit <Esc> beenden Sie ihn.
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Tuning

Mehr Tempo für Vista
Schneller Vista-Start dank Superfetch
Über Superfetch optimiert Vista den Ladevorgang von Programmen und die Speicherverwaltung. Das Betriebssystem erkennt automatisch, welche Anwendungen Sie am häufigsten einsetzen, und lädt etwa erforderliche Bibliotheken schon vorab in den Arbeitsspeicher. So sind Programme schneller einsatzbereit. Ein ähnliches Prefetching war bereits in Windows XP eingebaut, neu ist aber der Lernalgorithmus, der sich an Nutzungsgewohnheiten des Anwenders anpassen soll. Der Trick: Lagert Windows eine Datei aufgrund Speichermangels aus, so merkt sich Superfetch, welches andere Programm dafür verantwortlich ist. Braucht diese Software den Platz nicht mehr, so holt Superfetch die ausgelagerten Dateien wieder zurück in den Arbeitsspeicher. Außerdem soll Superfetch dem berühmten Phänomen entgegenwirken, dass der Windows-Start mit zunehmender Nutzungsdauer immer langsamer wird. Einstellmöglichkeiten haben Sie als Anwender bei Superfetch keine, denn das Vorausladen von Programmkomponenten ist nach dem Hochfahren von Vista automatisch aktiv. Wie viel Zeit Ihnen Superfetch spart, lässt sich nicht überprüfen.

Vista-Start beschleunigen
Der Systemstart zieht sich hin, und bis der Desktop nutzbar ist, dauert es eine ganze Weile. Zwar bootet Vista langsamer als XP, doch mit etwas Tuning gewinnen Sie wertvolle Sekunden.
Von Ramon Schwenk
is das Vista-Logo verschwunden und das Betriebssystem fertig gestartet und die nervige Sanduhr verschwunden ist, vergeht in der Regel viel Zeit. Kein Wunder, schließlich lädt Vista während des Bootens Treiber, Dienste und alle automatisch startenden Applikationen. Zudem sucht das Betriebssystem nach einem eventuell vorhandenen Netzwerk und möchte auch gleich alle gefundenen Netzlaufwerke und -drucker verbinden. Und je länger Sie Ihren Rechner nutzen, umso mehr verlängert sich meist die Startzeit. Wir zeigen Ihnen in diesem Workshop eine Vielzahl von Tricks, mit denen Sie Ihren Vista-Rechner optimal konfigurieren und den Startvorgang wie auch das Herunterfahren beschleunigen. Microsoft weiß, dass ein schnell startender Rechner zu den Hauptwünschen der Benutzer gehört. Deshalb haben die Entwickler in Vista bereits einige Verbesserungen zur Bootoptimierung eingebaut. Eine CacheTechnik beeinflusst den Start von Windows, aber auch den der Anwendungen. Microsoft nennt das Readyboost. Readyboost verhindert aber nicht, dass sich durch immer mehr Ballast der Startvorgang verzögert. Diesen Ballast müssen Sie mit Hilfe manueller Eingriffe entsorgen.

Vista-Turbolader Readydrive
Mit Readydrive soll Windows endlich schneller starten. Das Verfahren nutzt die Vorteile der neuen Hybrid-Festplatten. Der Systemstart (Kaltstart) und das Aufwachen aus dem Ruhezustand sowie der Start von Anwendungen sollen damit fulminant beschleunigt werden. Da aktuell noch keine Hybrid-Platten auf dem Markt sind, lässt sich das jedoch nicht verifizieren. Potenzial hat die Technik auf jeden Fall – der eigentliche Fortschritt steckt hier allerdings in der Hardware, möglicherweise würde sich auch Windows XP durch ein entsprechendes Update entsprechend beschleunigen lassen. Die Readydrive-Technik dürfte vor allem für Notebook-Nutzer interessant sein, da durch den Einsatz der Flash-Speicher kostbare Energie gespart werden kann, die normalerweise für den Motor der Magnetscheiben genutzt werden würde. Aber auch DesktopNutzer profitieren von Readydrive durch eine Beschleunigung des Startvorgangs.
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Überblick Tempo für Vista
Inhalt 1.–2. Autostart optimieren 3.–6. Starteinstellungen anpassen 7.–9. Vista-Optionen tunen 10. Kennwort deaktivieren 11.-12. Vista schneller beenden Seite 67 67 68 69 69

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Mehr Tempo für Vista
Schritt 1: Autostart-Ordner von Ballast befreien

Tuning

Die Autostart-Funktion ist zwar durchaus sinnvoll – beispielsweise lassen sich darüber Virenscanner und Desktop-Tools ohne Benutzereingriff starten. Doch mittlerweile bedienen sich sehr viele Windows-Programme dieser Funktion, ohne dass Sie dies bei der jeweiligen Installation explizit festgelegt haben. Unser Rat: Überprüfen Sie regelmäßig die automatisch gestarteten Programme und entfernen Sie alle nicht benötigten Komponenten. Der offensichtlichste Ballast findet sich im Autostart-Ordner unter „Start, Alle Programme, Autostart“. Prüfen Sie die Einträge daraufhin, ob die entsprechende Anwendung wirklich bei jedem Windows-Start automatisch mitgeladen werden muss. Überflüssige Einträge beseitigen Sie bei Bedarf per Rechtsklick auf ein Programm mit dem Befehl „Löschen“.

Schritt 2: Weitere Autostart-Optionen checken

Manche Autostarter verstecken sich, beispielsweise in der Registry. Um auch Ihner Herr zu werden, klicken Sie auf „Start“, tippen unten ins Eingabefeld „msconfig“ ein und drücken <Return>. Im Fenster „Systemkonfiguration“ bringen Sie die Registerkarte „Systemstart“ nach vorne, um eine Liste aller für den Autostart registrierten Programme einzusehen. Entfernen Sie die Häkchen neben den nicht benötigten Einträgen. Dann verlassen Sie das Dialogfenster mit Klick auf „OK“. Bestätigen Sie den Boothinweis mit „Neu starten“. Wer Autostart-Befehle deaktiviert hat und sich mit der WindowsRegistrierdatenbank auskennt, kann die verwaisten Befehle mit einem einfachen Registry-Eingriff entfernen. Dabei sind zwei Schlüssel wichtig: „Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Shared Tools\MSConfig\startupreg“ ist für alle Programme zuständig, die über einen Registry-Eintrag initialisiert werden. In „Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Shared Tools\MSConfig\startupfolder“ sind hingegen alle Applikationen eingetragen, die über den Autostart-Systemordner aufgerufen werden.

Schritt 3: Den Start des Begrüßungscenters deaktivieren
Das Begrüßungscenter öffnet sich standardmäßig beim Start von Vista und bietet Ihnen Zugriff auf zahlreiche Einstellungen und Infos. Doch schon nach kurzer Zeit nervt das Verweisfenster. Das Wegklicken können Sie sich sparen, indem Sie das Fenster deaktivieren. Dazu entfernen Sie im Begrüßungscenter das Häkchen vor „Beim Start ausführen“. Beim nächsten Neustart wird das Begrüßungscenter nicht mehr angezeigt, Sie können es aber jederzeit über „Start, Systemsteuerung, System und Wartung, Begrüßungscenter“ öffnen.
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Mehr Tempo für Vista

Schritt 4: Wartezeit im Bootmenü abkürzen
Wenn Sie parallel zu Vista noch eine andere Windows-Version installiert haben, aber hauptsächlich Vista verwenden, benötigen Sie nicht viel Zeit, um sich für eben dieses zu entscheiden. Standardmäßig startet der Bootmanager von Vista das Betriebssystem jedoch erst nach 30 Sekunden. Diese Wartezeit lässt sich mit dem Systemkonfigurationsprogramm verkürzen. Geben Sie im Startmenü unten den Befehl „msconfig“ ein, und klicken Sie auf „OK“. Auf der Registerkarte „Start“ ändern Sie das „Zeitlimit“ von 30 Sekunden auf einen geringeren Wert, beispielsweise fünf Sekunden.

Schritt 5: Bootlogo beim Hochfahren von Vista abschalten
Um weitere Sekunden beschleunigen Sie den Systemstart, indem Sie beim Booten den WindowsBegrüßungsbildschirm abschalten. Gehen Sie dazu in das Systemkonfigurationsprogramm – „Start“, „msconfig“ eingeben und <Return> drücken –, und holen Sie die Registerkarte „Start“ in den Vordergrund. Im Bereich „Startoptionen“ setzen Sie ein Häkchen vor „Kein GUI-Start“.

Schritt 6: Nachteilige Bios-Einstellungen korrigieren
Auch im Bios können Sie Zeit sparen, wenn Sie ein paar Einstellungen entsprechend verändern. Sie kommen ins Bios Ihres PCs, indem Sie beim Rechnerstart <F1>, <F2> oder <Entf> drücken – die bei Ihnen korrekte Taste wird Ihnen angezeigt. Schalten Sie die Option „Quick Boot“ oder „Fast Boot“ ein. Ansonsten prüft das Bios bei jedem Rechnerstart die angeschlossene Hardware besonders genau, was jedoch in der Regel unnötig ist. Die Option „Floppy Seek“ zum Check des Diskettenlaufwerks deaktivieren Sie. Und bei den Optionen zum Festlegen der Bootreihenfolge bringen Sie die Festplatte („Hard Drive“) ganz nach oben. Damit startet der PC auch dann verzögerungsfrei von Festplatte, wenn eine CD/DVD oder Diskette im Laufwerk liegt. Wollen Sie später von einem Wechselmedium booten, müssen Sie die Startreihenfolge anpassen.

Schritt 7: Zahl der Schriftarten reduzieren
Vista lädt alle installierten Schriftarten automatisch beim Systemstart. Je mehr Fonts Sie eingerichtet haben, desto langsamer geht daher der Startvorgang vonstatten. Die Lösung: Löschen Sie gnadenlos alle nicht benötigten Schriftarten: Gehen Sie über „Start“ in die „Systemsteuerung“. Wechseln Sie zu „Darstellung und Anpassung“, dann klicken Sie auf „Schriftarten“. Klicken Sie neben dem „Ansichten“-Button auf den kleinen Pfeil nach unten und wählen Sie „Details“. Damit blendet Vista mehr Infos ein. Um Fonts zu löschen, markieren Sie einfach die entsprechenden Einträge und drücken die <Entf>-Taste. Achtung: Die mit einem roten Icon markierten Schriftarten – zum Beispiel „MS Serif“ oder „Small Fonts“ – dürfen Sie keinesfalls löschen, da es sich hierbei um Systemschriftarten handelt.

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Mehr Tempo für Vista
Schritt 8: Dienste abschalten
Bei Diensten handelt es sich um eine weitere Autostartvariante. Der Unterschied zum herkömmlichen Autostart: Bei der Installation von Vista werden einige Dienste automatisch aktiviert, unabhängig von der Ausstattung und der Nutzung des PCs. Das macht den Start langsamer. Nicht benötigte Dienste sollten Sie daher deaktivieren. Welche Dienste Sie gefahrlos abschalten können und wo Sie aufpassen müssen, erklären wir Ihnen im Artikel ab Seite 74.

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Schritt 9: Freigaben entfernen
Entfernen Sie nicht mehr benötigte Netzwerkfreigaben, damit Windows nicht Zeit für vergebliche Zugriffsversuche auf nicht mehr gültige Laufwerke vergeudet. Dazu starten Sie den Windows-Explorer, drücken die <Alt>-Taste, um die Menüleiste einzublenden, und wählen „Extras, Netzlaufwerk trennen“. Vista blendet eine Übersicht aller derzeit verbundenen Netzwerkfreigaben ein. Markieren Sie den Eintrag, der getrennt werden soll, dann klicken Sie auf „OK“. Wiederholen Sie den Vorgang bei Bedarf für weitere Freigaben.

Schritt 10: Automatische Anmeldung aktivieren
Wenn Sie das zu Ihrem Benutzerkonto gehörende Kennwort abschalten und dadurch den Anmeldeprozess automatisieren, sparen Sie einige Sekunden. Klicken Sie auf „Start, Systemsteuerung, Benutzerkonten und Jugendschutz“ und anschließend auf „Eigenes Windows-Kennwort ändern“. Im nächsten Fenster gehen Sie auf „Eigenes Kennwort entfernen“. Vista verlangt zur Sicherheit die Eingabe Ihres bisherigen Passworts. Klicken Sie dann auf „Kennwort entfernen“. Beim nächsten Neustart überspringt Vista die Passwortnachfrage. Achtung: Richten Sie die Anmeldung ohne Kennwort ausschließlich dann ein, wenn niemand außer Ihnen Zugang zum Rechner hat. Ansonsten können andere Benutzer Ihren Computer starten und Ihr Konto verwenden.

Schritt 11: Netzschalter im Startmenü anpassen
Microsoft hat den Netzschalter („Power“-Button) im Startmenü von Vista standardmäßig mit der Funktion „Ruhezustand“ verknüpft. Möchten Sie Ihren PC dagegen lieber vollständig herunterfahren, müssen Sie erst auf den Pfeil nach rechts klicken und „Herunterfahren“ auswählen. Schneller geht es, wenn Sie die Voreinstellung für den Netzschalter ändern. Gehen Sie dazu in der Systemsteuerung zu „System und Wartung, Energieoptionen“ und dann links im Fenster auf den Link „Energiesparmodus ändern“. Wählen Sie „Erweiterte Energieeinstellungen ändern“. In der Kategorie „Netzschalter und Laptopdeckel, Netzschalter im Startmenü“ wählen Sie „Herunterfahren“. Bestätigen Sie mit „OK“.

Schritt 12: Schnelles Herunterfahren über eine Verknüpfung
Zeit am Ende Ihrer Windows-Sitzung sparen Sie mit einer Verknüpfung zum Herunterfahren von Vista. Nach einem Rechtsklick auf den Desktop wählen Sie „Neu, Verknüpfung“. Geben Sie „<windir>\system32\shut down.exe -s -f -t 0“ ein. Den Platzhalter <windir> ersetzen Sie durch den Windows-Pfad, normalerweise ist das „c:\windows“.
TIPPS & TRICKS 5/2007 TUNING

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Tuning

Individuelle Setup-DVD
laufenden System nur mit großem Aufwand und Profi-Wissen wieder de-installieren. Zudem verbrauchen überflüssige Module Speicherplatz und CPU-Leistung und reduzieren durch das Mitladen beim Booten von Vista die Arbeitsgeschwindigkeit des Rechners. Der DVD-Generator Vlite schiebt der Installationswut von Microsoft einen Riegel vor: Damit wählen Sie nur diejenigen Vista-Standardmodule aus, die Sie auch tatsächlich benötigen. Alles Überflüssige wird von der Software aus der Setup-Disc entfernt und kann somit bei der Installation auch nicht mehr auf die Festplatte kopiert werden. Wie viel Platz Sie sparen, hängt von den gewählten Komponenten ab – rund 50 Prozent Ersparnis sind aber locker drin. Achtung: Der Umgang mit dem Tool erfordert eine gewisse Sorgfalt, damit Sie nicht versehentlich wichtige Module deaktivieren, die Ihnen dann später fehlen. Um die Auswahl zu erleichtern, sind die Komponenten in Rubriken eingeteilt.

Eigene SetupDVDs für Vista
Erstellen Sie eine maßgeschneiderte Setup-DVD für Vista, und lassen Sie dabei überflüssige Komponenten von vornherein weg. Damit installieren Sie ein auf Sie zugeschnittenes System.
Von Christoph Metzger
ine Neuinstallation von Vista kostet jede Menge Zeit und bringt umständliche Anpassungen der Grundeinstellungen mit sich. Mit der Freeware Vlite können Besitzer von Windows Vista eine individuelle Installations-DVD erstellen, mit der nicht gewünschte Vista-Standardkomponenten erst gar nicht installiert werden. Das spart Zeit bei der Installation sowie der späteren

Vista zurechtstutzen
Vlite präsentiert sich in der derzeit erhältlichen Betaversion noch mit einer englischsprachigen Bedienerführung. Die Software unterstützt jedoch die deutschsprachige Final-32-Bit-Version von Windows Vista. Ausführen lässt sich Vlite sowohl unter Vista als auch unter Windows XP. Sie können Ihr Vista-Installationsmedium also vorab unter Windows XP personalisieren. Ein großes Plus der Freeware ist ihr modularer Aufbau: Sie müssen also nicht alle Modifikationen, die auf den folgenden Seiten vorgestellt werden, der Reihe nach durchführen. Vielmehr können Sie im Menü der Software gezielt auswählen, welche Komponenten Sie weglassen wollen, die Änderungen an den Einstellungen („Tweaks“) aber überspringen. Dazu zeigt Vlite links im Fenster Registerkarten an, über die Sie die einzelnen Programmpunkte direkt ansteuern. Eine gute Ergänzung zu Vlite ist übrigens das englischsprachige Win-Builder für Vista, das Sie nach einer Registrierung von der Website www.boot-land.net laden (60 MB). Die Freeware nutzt das von Microsoft kostenlos angebotene Windows Automated Installation Kit (WAIK, http://mshn.de/public/ waik/waik2.html) und erstellt eine Vista-Live-DVD, mit der Sie Ihren Rechner starten können. Win-Builder kann sogar Hilfsprogramme wie Firefox in die Disc einbauen.
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Konfiguration und verringert auch die Größe des Installationsmediums. Wir zeigen Ihnen in diesem Workshop, wie Sie mit Vlite (auf C CD) eine Setup-Disc anlegen, die neben dem System gleich alle notwendigen Treiber und Einstellungen integriert. Diese CD oder DVD installiert Ihr Wunschsystem und stellt es nach Ihren Vorgaben ein.

Überblick Individuelle DVD
Inhalt 1.-4. Vlite vorbereiten 5.-7. Komponenten aussortieren 8. Voreinstellungen anpassen 9. Zusätzliche Treiber 10.-12. Neue CD/DVD produzieren Seite 71 72 73 73 73

An diesen Stellen setzen die Vista-Diätmaßnahmen an
Microsoft lässt Ihnen bei der Einrichtung von Vista keine Wahlmöglichkeit, welche Grundkomponenten und Extras auf der Festplatte landen und welche nicht. Speicherplatzfresser wie die umfangreiche Treiberdatenbank, Ressourcenfresser wie die Media-Center-Oberfläche und in puncto Sicherheit bedenkliche Extras wie die Remote-Management-Funktionen lassen sich aus dem

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TUNING

Individuelle Setup-DVD
Schritt 1: Voraussetzungen für die Installation prüfen

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Starten Sie das Vlite-Setup von der Oberfläche der Heft-CD, und folgen Sie den Anweisungen des Assistenten. Um das Tool nutzen zu können, muss das Microsoft .NET Framework 2.0 auf Ihrem PC installiert sein. Falls es unter „Systemsteuerung, Software“ nicht oder in der älteren Version 1.1 aufgelistet ist, bringt Sie das Setup von Vlite automatisch zur richtigen Download-Seite.

Schritt 2: Zusätzlich benötigte Komponenten einrichten
Starten Sie Vlite. Beim ersten Aufruf prüft das Programm, ob die beiden Laufzeitbibliotheken „File System Filter Manager“ und „WMI Filter“ auf Ihrem System vorhanden sind. Ohne diese Module funktioniert das Tool nicht. Kann sie Vlite nicht finden, bietet Ihnen die Software eine Installation der Runtime-Komponenten an. Dazu wird das Fenster „Dependencies“ mit den entsprechenden „Install“-Buttons eingeblendet. Sind eine oder beide Schaltflächen nicht anwählbar, sind die betreffenden Bibliotheken bereits aktiv. Andernfalls klicken Sie auf „Install“, und warten Sie, bis die Dateien kopiert wurden. Anschließend müssen Sie Windows neu starten und Vlite abermals aufrufen.

Schritt 3: Originaldateien temporär auf Platte kopieren
Zunächst kopiert Vlite die Installationsdateien der Vista-DVD auf die Festplatte. Dazu legen Sie Ihre Original-DVD ins Laufwerk. Klicken Sie auf „Browse“, und wählen Sie das Laufwerk aus, in dem sich die DVD befindet. Bestimmen Sie anschließend ein Verzeichnis Ihrer Wahl – oder legen Sie ein neues an, in das die Dateien gespeichert werden sollen. Weil Vlite sämtliche Dateien kopiert, muss im Zielpfad genügend Platz verfügbar sein. Achtung: Sie benötigen eine Vista-Setup-DVD – mit einer Recovery-DVD funktioniert das Ganze nicht.

TIPPS & TRICKS 5/2007

TUNING

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Tuning

Individuelle Setup-DVD

Schritt 4: Vista-Version einstellen
Hat Vlite die Setup-Dateien übertragen, versucht die Software, Ihre Vista-Version zu erkennen. Klappt das nicht, erscheint ein Fenster, in dem Sie die Version auswählen müssen. Bestätigen Sie mit „OK, Next“. Im nächsten Dialog können Sie per Checkbox einige Programme auswählen, die Sie eventuell später in Vista nutzen möchten, etwa Acdsee oder Paint .NET. Vlite belässt dann die für diese Anwendungen erforderlichen Grundkomponenten auf Ihrer Setup-DVD. Bestätigen Sie mit „OK“.

Schritt 5: Überflüssige Komponenten aussortieren
Im nächsten Fenster „Components“ steht das Entfernen nicht gewünschter Vista-Komponenten an. Dazu zeigt Ihnen Vlite eine hierarchische Baumstruktur mit den Rubriken „Driver“, „Games“, „Hardware Support“, „Languages“, „Multimedia“, „Network“, „Service“ und „System“ an. Jeder Eintrag enthält zahlreiche Unterpunkte , die Sie abwählen können. Sobald Sie mit der Maus über einen Eintrag gleiten, erhalten Sie rechts oben im Fenster eine Kurzbeschreibung über Einsatzgebiet und Abhängigkeiten des jeweiligen Eintrags. Sie können entweder einzelne Punkte oder ganze Kategorien streichen. Dazu setzen Sie einfach ein Häkchen vor alles, was Sie nicht löschen lassen wollen. Je mehr Einträge Sie auswählen, desto geringer wird der Installationsumfang. Auf manche Systemkomponenten sind Sie zwar nicht angewiesen, sie zu entfernen bedeutet aber einen Komfortverlust: Wenn Sie die Treiber streichen, benötigen Sie zur Inbetriebnahme entsprechender Geräte später immer die Hersteller-Treiber. Auf die Module in der Rubrik „System“ sollten Sie nur in Ausnahmefällen verzichten, denn dahinter verbergen sich viele der Neuerungen von Vista.

Schritt 6: Diese Komponenten sollten Sie checken
Mächtige Speicherplatzfresser sind die Sprachdateien für asiatische Länder („Languages“, 1,18 GB) und die Druckertreiberbibliothek („Printers“, 835 MB). Speicherplatz im großen Stil verschlingen auch die Bestandteile Media-Center-Oberfläche („Media Center“, 616 MB), erweiterte Sprachunterstützung („Natural Language“, 587 MB), Spracheingabe („Speech Support“, 496 MB) sowie die Tablet-PC-Unterstützung („Tablet PC“, 429 MB). Problematisch ist das Entfernen rot hervorgehobener Einträge: Wenn Sie diese Vista-Komponenten löschen, funktioniert das Betriebssystem möglicherweise nicht mehr ordnungsgemäß. Zu den besonders kritischen Einträgen gehören beispielsweise das Windows SAT (System Assessment Tool), mit dem Vista die PC-Leistung ermittelt und die korrespondierenden Grafikeinstellungen wählt, der Dateisuchdienst Windows Search, auf den zahlreiche Module zurückgreifen, sowie die Scanner- und Digitalkamera-Schnittstelle.

Schritt 7: Speicherplatzbedarf für das neue Setup-Medium prüfen
Je mehr Einträge Sie ankreuzen, desto weniger Speicherplatz verbraucht Vista auf der Festplatte. Wer Vista beispielsweise auf einem älteren PC möglichst ressourcenschonend aufsetzen möchte, verbannt möglichst viele Punkte aus der Kategorie „Multimedia“ von der Installations-DVD. Unten im Fenster sehen Sie hinter „Estimated Size Reduction“, wie viel Speicherplatz Sie voraussichtlich einsparen.

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TUNING

TIPPS & TRICKS 5/2007

Individuelle Setup-DVD
Schritt 8: Vorgaben anpassen
Ein Klick auf „Next“ bringt Sie zum Dialog „Tweaks“. Hier können Sie einige der Standardeinstellungen von Vista anpassen. Bei den Tweaks finden sich in der Beta 0.9 noch wenige Einträge. Immerhin lässt sich hier aber schon mal einstellen, dass sich Vista mit ausgeschaltetem Antispyware-Schutz („Disable AntiSpyware Realtime Protection“) oder mit abgeschaltetem „UAC“ (Benutzerkontosteuerung) zu installieren hat.

Tuning

Schritt 9: Zusätzliche Treiber einbinden
Ein Klick auf „Next“ bringt Sie zur Treiber-Integration. Sie ist nützlich, wenn Sie Hardware im PC eingebaut haben, für die das Standard-Vista keinen passenden Treiber anbietet. Zum Beispiel können Sie hier Treiber für eine moderne Grafikkarte oder Festplatten-Controller einbinden, damit sie bei der Neu-Installation richtig erkannt werden. Alles, was Sie dafür brauchen, ist das Treiberpaket von der Hersteller-Seite, das Sie nach dem Download in einen leeren Ordner entpacken. Danach klicken Sie im Vlite-Dialog auf „Insert“, wählen „Single driver“ (nur ein Treiber) und dann in dem Entpackverzeichnis die INF-Datei des Treibers. Diese Aktion wiederholen Sie, bis alle gewünschten Treiber eingebunden und im Tool aufgelistet sind. Dann klicken Sie auf „Apply“.

Schritt 10: Systemzusammenstellung aktualisieren lassen
Damit aus all den gesammelten Infos ein bootfähiges Installationsmedium entsteht, bindet Vlite nun die ausgewählten Treiber ein, entfernt überflüssige Komponenten und verarbeitet die Einstellungen. Das ist eine ganze Menge Arbeit und kann deshalb je nach System einige Zeit dauern. Deshalb bietet das Tool zwei Optionen an: Mit „Just apply the changes“ erstellt Vlite lediglich ein neues Installationsscript, belässt aber alle Dateien auf der DVD. Dadurch ändert sich die Gesamtgröße nicht. Langsamer, aber gründlicher arbeitet die Methode „Apply and rebuild“, mit der Vlite die Struktur der Installations-DVD von Grund auf neu generiert und alle nicht benötigten Dateien löscht. Dadurch verringert sich der Speicherplatzbedarf entsprechend. Eventuell müssen Sie nun nochmals Ihre Vista-Version auswählen, dann beginnt die Bereinigung.

Schritt 11: Setup-Medium als ISO-Image sichern
Über den Stand der Dinge hält Sie der Fortschrittsbalken auf dem Laufenden. Sobald unten links im Fenster die Meldung „Finished!“ erscheint, wechseln Sie mit einem Klick auf „Next“ zu den Ausgabefunktionen. Stellen Sie im Ausklappfeld „Mode“ die Option „Create Image“ ein, damit Vlite die fertige Setup-Disc als Image-Abbild anlegt. Den Vorgang starten Sie mit „Make ISO“. Das ISO-Abbild Ihrer persönlichen Vista-Setup-Disc können Sie danach je nach Dateigröße entweder auf eine Leer-CD oder auf eine DVD brennen.

Schritt 12: Neue Setup-CD/-DVD produzieren lassen
Alternativ nutzen Sie das eingebaute Brennmodul: Wählen Sie dazu bei „Mode“ die Option „Direct Burn“ aus, und stellen Sie rechts daneben Ihren Brenner ein. An den Vorgaben für „Burn speed“ (Brenntempo) und „Label“ (Diskname) brauchen Sie normalerweise nichts zu ändern. Den Schreibvorgang starten Sie mit „Burn“.
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Tuning

Überflüssige Dienste abschalten
Tipp: Sind Sie im Zweifel, ob Sie auf einen bestimmten Dienst mit Starttyp „automatisch“ verzichten können, setzen Sie ihn zunächst auf „manuell“ und stoppen ihn. Wenn der Dienst nach einiger Zeit normalen Arbeitens immer noch gestoppt ist, können Sie auf ihn verzichten.

1. Diese Vista-Dienste sind unverzichtbar
Der Dienste-Manager von Vista („Start, Systemsteuerung, System und Wartung, Verwaltung, Dienste“) gibt zwar grundlegend Auskunft über einen Dienst. Er bietet jedoch kaum Hilfestellung bei der Frage, ob dieser Dienst notwendig ist oder nicht. Oft verwirrt er sogar durch den lapidaren Hinweis: „Falls dieser Dienst deaktiviert wird, können die Dienste, die von diesem Dienst ausschließlich abhängig sind, nicht mehr gestartet werden.“ So sehr man das Angebot zusammenstreichen kann, eine Handvoll der WindowsDienste ist unverzichtbar für einen reibungslosen Betrieb. Dazu gehört beispielsweise der RPC-Dienst, von dem so ziemlich alle weiteren Systemkomponenten abhängen, wie etwa auch COM+. Neu bei Vista ist die Tatsache, dass der RPC-Dienst selbst von einem Dienst abhängt: „DCOM-Server-Prozessstart“, der natürlich auch nicht beendet oder deaktiviert werden darf. Wer auf Sound nicht verzichten kann, sollte „Windows-Audio“ nicht abschalten und darf infolgedessen auch folgende direkt oder indirekt dazugehörenden Dienste nicht deaktivieren: Multimediaklassenplaner, RPC, Server für Thread-Sortierung, Windows-Audio-Endpunkterstellung und Plug & Play. Um zu drucken, ist die Druckerwarteschlange unabdingbar, und in Windows-Netzwerken kommt man nicht ohne den Arbeitsstationsdienst aus. Dieser sorgt unter anderem dafür, dass die Verbindungen zu den anderen Rechnern hergestellt werden. Das Windows-Ereignisprotokoll und die „Windows Verwaltungsinstrumentation“ sollten Sie ebenfalls unangetastet lassen. Letztere ist unter anderem dafür zuständig, dass der Dienste-Manager einwandfrei funktioniert. Auch beim Sicherheitskonto-Manager haben Sie keine Chance, Ressourcen zu sparen. Er ist integraler Bestandteil des Sicherheitsmodells von Vista, inklusive der Rechteverwaltung. Ohne den Benutzerprofildienst ist ein Anmelden nicht mehr möglich, also
TIPPS & TRICKS 5/2007

Vista-Dienste aufräumen
Vista beansprucht Ressourcen für Gimmicks und Dienste, die nicht jeder braucht. Mit einer optimierten Konfiguration läuft Vista nicht nur schneller, sondern auch sicherer.
Von Mike Hartmann
m es auch dem unbedarftesten Benutzer leicht zu machen, installiert und startet Windows Vista eine Unzahl von Diensten, selbst wenn sie gar nicht benötigt werden. Zwar zeigt das System dabei eine gewisse Grundintelligenz, indem es etwa den Media-Center-Empfängerdienst nur auf Geräten mit TV-Karte einrichtet, diese ist jedoch bei Weitem nicht so ausgefeilt, wie man es sich wünschen würde. Fraglich ist zum Beispiel, warum der TabletPC-Eingabedienst auf jedem Rechner installiert und gestartet wird, auch wenn dieser nicht über Tablet-PC-Funktionen verfügt. Gegenüber XP hat sich bei Vista dennoch

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einiges zum Positiven verändert. So sind etwa einige Dienste standardmäßig deaktiviert und können nur gestartet werden, indem sie explizit auf den Starttyp „manuell“ oder „automatisch“ gesetzt werden. Steht ein Dienst auf „manuell“, startet Vista ihn, sobald er benötigt wird – etwa weil ein abhängiger Dienst hochgefahren wird. Beim Starttyp „automatisch“ aktiviert Vista den Dienst beim Systemstart. Viele der automatisch gestarteten Dienste können ohne Risiko abgeschaltet werden. Um welche es sich dabei handelt und unter welchen Bedingungen man auf sie verzichten kann, beschreibt dieser Artikel.

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TUNING

Überflüssige Dienste abschalten
auch keine Möglichkeit zu sparen. Die Kryptografiedienste verwalten Zertifikate und sorgen dafür, dass Signaturen von Windows-Dateien bestätigt werden können. Ohne diesen Dienst funktioniert unter anderem auch das Windows-Update nicht mehr. Bei den nachfolgend beschriebenen Diensten müssen Sie selbst wählen, ob sie in Ihrer Konfiguration erforderlich sind oder nicht. Block Level Backup Engine Service: Das ist das Modul zur Durchführung der Datensicherung und -wiederherstellung auf Blockebene. Damit ermöglicht es die Verwendung von optischen Medien via UDFS oder Festplattenpartitionen als Medium. Volumeschattenkopie: Er verwaltet Volumeschattenkopien, die zu Sicherungs- und anderen Zwecken verwendet werden. Das Complete-PC-Backup greift bei Sicherungen auf diesen Dienst zu. Wird er beendet, sind keine Schattenkopien verfügbar, und die Sicherung kann fehlschlagen. Benachrichtigungsdienst für Systemereignisse: Er verfolgt Systemereignisse wie Windows-Anmeldungen sowie Netzwerkund Stromversorgungsereignisse. Er informiert außerdem Ereignissystembezieher, also andere Programme, über diese Ereignisse. Für Notebook-Nutzer ist dieser Dienst zwingend erforderlich, da er unter anderem dafür sorgt, dass bei niedrigem Batteriestand die eingestellten Aktionen ausgeführt werden. In einer Desktop-Umgebung können Sie dagegen auf die Systemereignisbenachrichtigung verzichten.

Tuning

Überblick Überflüssige Dienste
Inhalt 1. Unverzichtbare Dienste 2. Anwendungsinformationen 3. Arbeitsstationsdienst und Backup 4. COM+, Computerbrowser und Designs 5. IP-Sec-Dienste und Media Center 6. Die Netzwerkdienste in Vista 7. Remote-Funktionen 8. Sicherheit und UPnP-Dienste Kasten Dienste im Überblick 77 Seite 74 75 75 75 76 76 77 77

2. Anwendungsinformationen und -verwaltung
Hinter dem unscheinbaren Namen „Anwendungsinformationen“ verbirgt sich ein Bestandteil des Sicherheitskonzeptes von Vista: Auch wenn ein Benutzer mit Administratorrechten angemeldet ist, wird nicht jedes Programm blindlings mit diesen Rechten gestartet. Sobald ein Programm versucht, administrative Aktionen auszuführen, erscheint ein Dialog, in dem der Anwender seine Zustimmung geben muss. Der Dienst „Anwendungsinformationen“ erleichtert das Ausführen von interaktiven Anwendungen mit zusätzlichen Administratorprivilegien. Wird dieser Dienst angehalten, können die Benutzer keine Anwendungen mit zusätzlichen Administratorprivilegien starten, die zum Ausführen gewünschter BenutzerTasks erforderlich sind. Der Dienst „Anwendungsverwaltung“ verarbeitet Installations-, De-Installations- und Auflistungsanforderungen für Software, die über Gruppenrichtlinien bereitgestellt wird. Benutzer können Software, die über Gruppenrichtlinien bereitgestellt wird, nicht installieren, de-installieren oder auflisten, wenn der Dienst deaktiviert ist. Er wird übrigens nur gestartet, wenn eine Systemkomponente Zugriff auf die in Vista eingebauten Installationsfunktionen benötigt, etwa um eine Software einzurichten.

4. COM+, Computerbrowser, Designs und DFÜ-Netzwerk

3. Arbeitsstationsdienst, Backup und Systemereignisinfo
Der „Arbeitsstationsdienst“ erstellt und wartet Verbindungen zu Servern unter Verwendung des SMB-Protokolls. Die Verbindungen sind nicht mehr verfügbar, falls Sie den Dienst beenden. In einer Netzwerkumgebung sollten Sie ihn nicht anhalten, da sonst keine Verbindungen mehr möglich sind. Wenn Sie die eingebauten Backup-Funktionen auf Image-Basis von Vista Ultimate, Business und Enterprise nutzen wollen, benötigen Sie folgende Dienste:
TIPPS & TRICKS 5/2007

Der Dienst „COM+-Ereignissystem“ unterstützt den SL-Benutzerschnittstellen-Benachrichtigungsdienst (SENS, System Event Notification Service), der die automatische Verteilung von Ereignissen an COM+-Komponenten zur Verfügung stellt. Wenn der Dienst beendet ist, wird SENS beendet und ist nicht in der Lage, Anmelde- und Abmeldebenachrichtigungen zur Verfügung zu stellen. Hierbei können Systemkomponenten sich automatisch benachrichtigen lassen, wenn ein bestimmtes Systemereignis auftritt. In XP wurde das COM+Ereignissystem primär von SENS genutzt, inzwischen sind noch einige weitere Dienste Dienst „Designs“: Er ist für die grafische Oberfläche zuständig, davon abhängig, etwa wird für den klassischen Desktop aber nicht benötigt (Punkt 4)
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die DFS-Replikation, die für die Collaboration-Funktionen zwingend benötigt wird. Der Dienst „Computerbrowser“ führt eine aktuelle Liste aller Rechner im WindowsNetzwerk und gibt sie an als Browser fungierende Computer weiter. Die Liste wird nicht aktualisiert oder gepflegt, falls Sie den Dienst beenden. Er ist nur in einem Netzwerk sinnvoll, lässt sich aber auch da auf Arbeitsrechnern deaktivieren, solange ein Server im Netz diesen Dienst anbietet. Der „Designs“-Dienst ist für die Oberfläche zuständig. Er wird allerdings nicht automatisch abgeschaltet, auch wenn Sie zur klas-

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Tuning

Überflüssige Dienste abschalten
und den „Media Center-Empfängerdienst“, wenn TV-Funktionen im Media Center aktiviert sind.

6. Die Netzwerkdienste in Vista
Vista arbeitet mit zwei Diensten zur automatischen Konfiguration von Netzwerken: einem für drahtgebundene und einem für drahtlose. Letzterer hieß unter XP noch „Konfigurationsfreie drahtlose Verbindung“ und wurde automatisch gestartet, auch wenn keine WLAN-Karte im PC vorhanden war. Beide Dienste sind in Vista mit dem empfehlenswerten Starttyp „manuell“ versehen. Windows startet die Dienste bei Bedarf nach. Als Hilfsdienst dient der Host für das Extensible Authentication-Protokoll (EAP-Host). Der EAP-Host stellt eine austauschbare Infrastruktur für verschiedene Authentifizierungsmethoden bereit. Eine Reihe von Diensten sind für den ordnungsgemäßen Ablauf der diversen Netzwerkfunktionen von Vista notwendig. Je nach Netzwerkumgebung können Sie aber den einen oder anderen Dienst abschalten. Der „DHCP-Client“ ist beispielsweise nur notwendig, wenn Sie einen DHCP-Server in Ihrem Netzwerk einsetzen. Ansonsten müssen Sie die TCP/IP-Einstellungen für die Netzwerkkarte manuell fest einstellen – dennoch installiert und aktiviert Vista diesen Dienst. Ohne DHCP-Server können Sie den Dienst ohne Nachteile abschalten. Der „DNS-Client“ speichert Anfragen an einen DNS-Server zwischen, so dass die IPAdresse bei späteren Anfragen schneller gefunden wird. In schnellen Netzwerken oder bei einer DSL-Verbindung ist das Puffern der Server-Anfragen nicht unbedingt

DHCP-Client: Über diesen Dienst holt sich Vista die Netzwerkkonfiguration einschließlich IP-Adresse und DNS-Server von einem DHCP-Server (Punkt 6) sischen Windows-Oberfläche umschalten. Um Speicher und Ressourcen zu sparen, können Sie ihn deaktivieren. Eine Reihe von Diensten ist erforderlich, wenn per Wählverbindung eine InternetVerbindung aufgebaut wird. Das ist nicht nur bei Modem oder ISDN der Fall, sondern auch bei direkter DSL-Anwahl. Benötigt werden die Dienste „RAS-Verbindungsverwaltung“, „Telefonie“, „Verwaltung für automatische RAS-Verbindung“ sowie gegebenenfalls „Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung“ und „Gatewaydienst auf Anwendungsebene“. Bauen Sie dagegen die Internet-Verbindung über ein LAN und einen Router auf, können Sie getrost auf diese Dienste verzichten und sie komplett abschalten. „IPsec-Richtlinien-Agent“ ist zuständig für die Überprüfung, die Authentifizierung und gegebenenfalls die Verschlüsselung der Daten. Allerdings braucht nicht jeder IP-Sec, dennoch wird er automatisch gestartet. Um IP-Sec geht es auch beim Dienst „IKEund AuthIP IPsec-Schlüsselerstellungsmodule“. Diese Schlüsselerstellungsmodule werden zur Authentifizierung und zum Schlüsselaustausch verwendet und nur benötigt, wenn Sie auf IP-Sec zurückgreifen. Microsoft hat die Media Center Edition als eigenständige Windows-Version abgelöst und die Funktionalität in bestimmte VistaVersionen integriert. Mit den Media-CenterDiensten kann der Vista-Rechner etwa als Server für eine Xbox 360 dienen oder als Client auf Media-Server zugreifen. Für die Funktionalität sind vier Dienste zuständig. Der „Media Center Extender-Dienst“ ermöglicht es Media-Center-Extender-Geräten, den PC zu finden und eine Verbindung herzustellen. Der Media-Center-Dienststart startet den „Media Center-Planerdienst“

5. IP-Sec-Sicherheitsdienste und Media-Center-Dienst
Über die Internet Protocol Security Suite (IP-Sec) sichert und kontrolliert Vista die Übertragung von IP-Paketen. Der Dienst

Vorher (links) – nachher (rechts): Statt der ursprünglich 44 Prozesse laufen auf unserem Testsystem nach der radikalen Optimierung der Vista-Systemdienste nur noch 35 Tasks im Hintergrund. Das spart Arbeitsspeicher und Ressourcen (Punkt 5)

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TIPPS & TRICKS 5/2007

Überflüssige Dienste abschalten
erforderlich, mitunter sogar nachteilig: Da nicht einstellbar ist, wie lange ein DomainName im DNS-Cache verbleibt, gibt der DNS-Client eventuell eine falsche IP-Adresse zurück, wenn ein Server plötzlich eine andere Adresse hat. Für langsame OnlineVerbindungen, beispielsweise per Modem, kann dieser Dienst jedoch Zeit sparen. Der „Netzwerklistendienst“ identifiziert die Netze, mit denen Ihr PC eine Verbindung hergestellt hatte, sammelt und speichert Eigenschaften für die LANs, und benachrichtigt Anwendungen, wenn sich diese Eigenschaften ändern. Er wird automatisch gestartet, und wenn Sie ihn abschalten, funktionieren weder das Tray-Icon für Ihr LAN noch das Netzwerkcenter. Eine Verbindung zum Netzwerk besteht allerdings weiterhin. Für diesen Dienst benötigen Sie auch die Überwachungsdienste „Network Store Interface Service“ sowie „NLA (Network Location Awareness)“. Der Dienst „Netzwerkverbindungen“ verwaltet das Netzwerkcenter von Vista, in dem alle LAN- und RemoteVerbindungen angezeigt werden. Der „IPHilfsdienst“ stellt IPv6-Verbindungen bereit. Wenn Sie kein IPv6 benötigen, können Sie den Dienst abschalten.

Tuning

Auf einen Blick: Dienste-Tuning im Überblick
Dienstbezeichnung Anwendungsinformationen Anwendungsverwaltung Arbeitsstationsdienst Benachrichtigungsdienst für Systemereignisse Block Level Backup Engine Service COM+-Ereignissystem Computerbrowser Designs DHCP-Client Dienst für automatische Konfiguration Dienst für automatische WLAN-Konfiguration verkabelter Netzwerke DNS Client EapHost Fehlerberichterstattungsdienst Gatewaydienst auf Anwendungsebene Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung IKE- und AuthIP IPsecSchlüsselerstellungsmodule IP-Hilfsdienst IPSEC-Dienste Media Center Extender-Dienst Media Center-Dienststart Media Center-Empfängerdienst Media Center-Planerdienst Network Store Interface Service Netzwerklistendienst Netzwerkverbindungen NLA (Network Location Awareness) RAS-Verbindungsverwaltung Remoteregistrierung Routing und RAS Server Sicherheitscenter SSDP-Suche Telefonie Terminaldienste UPnP-Gerätehost Verwaltung für automatische RAS-Verbindung Volumeschattenkopie WebClient Windows Defender Windows Update Windows-Firewall Windows-Remoteverwaltung (WS-Verwaltung) Windows-Zeitgeber Kurzname Appinfo AppMgmt LanmanWorkstation SENS Wbengine Event-System Browser Themes Dhcp Dot3svc Wlansvc Dnscache EapHost WerSvc ALG SharedAccess IKEEXT Iphlpsvc PolicyAgent Mcx2Svc Ehstart EhRecvr EhSched Nsi Netprofm Netman NlaSvc RasMan RemoteRegistry RemoteAccess LanmanServer Wscsvc SSDPSRV TapiSrv TermService Upnphost RasAuto VSS WebClient WinDefend Wuauserv MpsSvc WinRM W32Time Empfohlener Starttyp manuell manuell automatisch manuell / automatisch manuell automatisch deaktiviert / automatisch nötig für volle Effekte je nach Netzwerktyp manuell manuell je nach Internet-Verbindung manuell deaktiviert manuell deaktiviert / automatisch manuell deaktiviert manuell deaktiviert / automatisch deaktiviert / automatisch manuell / deaktiviert manuell / deaktiviert automatisch automatisch manuell automatisch deaktiviert / automatisch deaktiviert deaktiviert / automatisch deaktiviert / automatisch deaktiviert deaktiviert manuell deaktiviert / automatisch deaktiviert manuell manuell deaktiviert deaktiviert, wenn anderer Schutz vorhanden manuell / deaktiviert deaktiviert, wenn anderer Schutz vorhanden deaktiviert manuell / automatisch

7. Remote-Funktionen
Für die Remote-Unterstützung und den Remotedesktop sind die „Terminaldienste“ erforderlich. Sie werden auch bei der Nutzung von Vista als Media Center benötigt. Mit der „Remoteregistrierung“ ermöglichen Sie den Fernzugriff auf die Registry. Eine Änderung des Starttyps von „manuell“ auf „deaktiviert“ ist ratsam, um unerwünschte Fernzugriffe zu verhindern. Gleiches gilt für die „Windows-Remoteverwaltung“.

8. Sicherheit und UPnP-Dienste
Vista verwaltet die Firewall und den Defender über das Sicherheitscenter. Wenn Sie die Dienste „Windows-Firewall“, „Routing und RAS“, „IPsec-Richtlinien-Agent“ und „IKE- und AuthIP IPsec-Schlüsselerstellungsmodule“ deaktiviert haben, können Sie auch „Windows Defender“ abschalten. Universal Plug and Play (UPnP) dient der automatischen Erkennung neuer Geräte und Dienste im Netzwerk, etwa Drucker oder Freigaben. Da UPnP bereits durch eine Sicherheitslücke glänzte und Sie diesen Dienst meist nicht wirklich brauchen, empfiehlt sich die Deaktivierung.
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Tuning

Gratis: Profi-System-Tools
zigen Tools bieten Ihnen äußerst nützliche Funktionen, ohne dass eine Installation nötig ist. Viele von ihnen unterstützen auch Windows Vista, selbst wenn der Hersteller das nicht vermerkt hat. Ausprobieren lohnt sich in jedem Fall.

Lokale Daten
Dateien und Ordner sind die Bausteine des Systems. Wir zeigen Ihnen, wie Sie solche gesperrten Dateien ersetzen oder aber sichern können. Lesen Sie außerdem, welche versteckten Zusatzinformationen Dateien auf NTFS-Partitionen enthalten können.

1. Movefile & Pendmoves: Gesperrtes überschreiben
Versteckt: Viele Dateien dürfen Sie auch als Administrator nicht löschen, umbenennen oder mit einer anderen Datei überschreiben. Der Grund: Ein Prozess hält die Datei geöffnet, meist das System selbst. Setup-Programme wie Windows Update oder eine Service-Pack-Installation haben das Problem allerdings nicht. Erwischt: Auch Setup-Programme müssen tricksen, um in Benutzung befindliche Dateien zu löschen oder zu überschreiben. Dazu benötigen sie einen Windows-Neustart: Windows bietet einen Mechanismus, Dateien beim Start zu ersetzen, wenn noch keine geblockt ist. Um dies manuell zu bewirken, müssten Sie einen Registry-Schlüssel nach einer komplizierten Syntax ausfüllen. Movefile nimmt Ihnen diese Arbeit ab: Mit einfachen Befehlen innerhalb einer Eingabeaufforderung legen Sie fest, welche Dateien beim nächsten Start durch andere ersetzt oder gelöscht werden sollen. Movefile müssen Sie immer mit Administratorrechten starten. Die Syntax ist einfach: movefile <geblockte Datei> <neue Datei> Wenn Sie statt der neuen Datei lediglich "" angeben, also zwei Gänsefüßchen hintereinander, wird die geblockte Datei gelöscht. Sie können dem Befehl immer nur einzelne Dateien übergeben, Platzhalter akzeptiert das Tool nicht. Mit im Movefile-Archiv ist das Kontrollwerkzeug Pendmoves. Es wird ebenfalls in einer Eingabeaufforderung aufgerufen und zeigt an, welche Umbenenn- oder Löschaktionen für den nächsten Neustart geplant sind.
TIPPS & TRICKS 5/2007

Schrauben an Ihrem System
Wer bei Vista oder Windows XP unter die Motorhaube schauen und herumschrauben will, der braucht Spezial-Software. Wir stellen zehn Profi-Tools vor, die es gratis gibt - noch ...
Von Andreas Kroschel und Christian Löbering
hr System macht, was es will – doch mit den Bordmitteln kommen Sie nicht an die richtigen Schrauben heran? Dann ist es höchste Zeit für die Spezial-Tools von www.sysinternals.com. Mark Russinovich, Mitbegründer der Site und Windows-Guru, findet mit seinen kostenlosen Tools und Microsoft-unabhängigen Infos weltweit Anerkennung. 2006 allerdings kaufte Microsoft Russinovichs Firma auf. Vielleicht hatte man genug von der unautorisierten, aber hoch qualifizierten Windows-Werkstatt. Einsammeln, bevor es zu spät ist: Die Zukunft der frei zugänglichen Sysinternals-

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Tools steht in den Sternen. Im Moment – und das ist ebenso erfreulich wie erstaunlich – sind aber Process Monitor, Diskview, Autoruns & Co. allesamt noch Freeware. Erster Tipp: Holen Sie sich die Programme, solange es sie noch (gratis) gibt! Derzeit bietet Microsoft die Tools von Sysinternals auch unter www.microsoft.com/technet/sysintern als/utilities/sysinternalssuite.mspx als Komplettpaket zum Download an. Wir beschreiben nachfolgend einige der interessantesten Produkte des RussinovichLabors. Den Umfang des Angebots können wir damit natürlich nur andeuten. Die win-

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Gratis: Profi-System-Tools

Tuning

Überblick Tools für Profis
Inhalt Lokale Daten 1. Movefile & Pendmoves: Gesperrte Dateien überschreiben 2. Pagedefrag: Registry verkleinern und aufräumen 3. Streams: Geheime Dateibestandteile Sicherheit und Netzwerk 4. Shareenum: Sicherheit im LAN 5. Accessenum: Sicherheit im Dateisystem 6. TCP View: Verbindungen überwachen Prozesse & Programme Will nicht weichen, muss aber: „MS Sans Serif“ soll von der Platte verschwinden, ist aber in Benutzung. Nach dem Neustart ist die Schriftart weg (Punkt 1) Mit Movefile können Sie keine geplante Aktion zurücknehmen, wenn Sie es sich anders überlegt haben sollten. Dazu müssen Sie in die Registry und im Schlüssel „Hkey_Local _Machine\System\CurrentControlSet\Contr ol\Session Manager“ den Eintrag „Pending FileRenameOperations“ löschen. Zur Kontrolle lassen Sie Pendmoves laufen: Nach dem Löschen des Eintrags muss die Ausgabe „No pending file rename operations registered.“ lauten. -akr dazu das Tool per Doppelklick. Im oberen Teil des Dialogs sehen Sie eine Liste mit allen Container-Dateien, die später defragmentiert werden sollen. Neben dem Pfad sehen Sie außerdem die Zahl an Clustern, die die jeweilige Datei einnimmt, und die Zahl der nicht zusammenhängenden Fragmente. Ist diese letzte Zahl für eine der Dateien mindestens zweistellig, dann können Sie die Option „Defragment at next boot“ aktivieren, um die Dateien beim nächsten Neustart zu optimieren. Tipp: Das PC-WELT-Tool pcwRegSaveRestore (auf C CD) verwendet ähnliche Methoden und kann – ausschließlich unter Windows XP – bei laufendem Betrieb ein Backup Ihrer Registry-Dateien anlegen. -cl 7. Autoruns: Was startet im Hintergrund? 8. Process Explorer: Taskmanager mit Handle-Killer 9. Rootkit Revealer: Getarnte Bösewichter aufspüren Kästen Darum geht’s: Tools für Profis Process Monitor: Der Zugriffs-Kontrolleur Windows Vista und die System-Tools Gratis-Geheimwaffen, auch für Vista 79 81 82 83 Seite 78 78 79 79 80 80 80 81 82 82 82 83

2. Pagedefrag: Registry verkleinern und aufräumen
Versteckt: Ein Windows-System, das schon ein paar Monate läuft, hat meist schon einige Anwendungen kommen und gehen sehen. Bei jeder Installation eines Programms werden Daten in die Registry geschrieben. Nach dessen De-Installation werden die zwar wieder gelöscht, allerdings bleibt immer etwas übrig – leerer Platz. Die RegistryDateien schwellen immer weiter an, ohne dass das System jemals den unnötigen Leerraum entfernt und sie defragmentiert. Erwischt: Container-Dateien wie die der Registry (System, Software, Security, Sam, .Default, Ntuser.DAT) oder der Auslagerungsdatei (Pagefile.SYS) lassen sich mit Bordmitteln nicht defragmentieren, da sich diese Dateien bei laufendem System immer in Zugriff befinden und somit gesperrt sind. Mit dem englischsprachigen Pagedefrag können Sie jedoch einen Defragmentierungsauftrag anlegen, der dann beim nächsten Neustart ausgeführt wird. Starten Sie
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chige Streams läuft innerhalb einer Eingabeaufforderung und wird im einfachsten Fall so aufgerufen: streams <Datei> Sind keine Streams vorhanden, gibt es die Meldung „No files with streams found.“ aus, ansonsten die Namen aller vorhandenen Streams, gefolgt von ihrem Typ und ihrer Größe in Byte.

3. Streams: Geheime Dateibestandteile
Versteckt: Das Dateisystem NTFS bietet die Möglichkeit, einer Datei nicht nur einen, sondern beliebig viele weitere Inhalte zuzuordnen. Beim gewöhnlichen Öffnen der Datei sehen Sie nur den primären Inhalt – also den, der dem normalen Dateinamen zugeordnet ist. Alle weiteren eventuellen Inhalte – Streams genannt – verbergen sich hinter versteckten Teilen des Dateinamens, die hinter einem Doppelpunkt folgen, etwa „test.txt:geheim“. Sie sind weder mit dem Explorer noch dem Befehl „dir“ innerhalb einer Eingabeaufforderung zu sehen. Erwischt: Um Streams zu entdecken, benötigen Sie ein Spezial-Tool. Das englischspra-

Darum geht’s: Tools für Profis
Dateien sind gesperrt, NTFS-Rechte verheddert, Prozesse werden scheinbar willkürlich angestoßen – Alltag bei einem WindowsSystem, das schon länger läuft. Dem stetig anwachsenden Chaos stehen Sie mit Bordmitteln gewissermaßen mit leeren Händen gegenüber. Aber nicht ganz: www.sysinter nals.com bietet für fast jede System-Notlage ein Werkzeug, und das zurzeit noch kostenlos. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die zehn besten Tools optimal einsetzen.

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main oder Arbeitsgruppe an. Dazu geben Sie zunächst in der Liste der verfügbaren Domains und Arbeitsgruppen einen Bereich an, den Sie scannen wollen, und klicken anschließend auf die Schaltfläche „Refresh“. Je nach Geschwindigkeit des LANs dauert es ein paar Sekunden bis Minuten, dann bekommen Sie sämtliche Freigaben angezeigt – mit Angabe des Typs, der Lese- und Schreibrechte sowie des lokalen Pfades, für den auf dem jeweiligen Rechner die Freigabe erstellt wurde. Über die Schaltfläche „Export“ können Sie die ganze Übersicht in eine Textdatei speichern. Diese lässt sich beispielsweise dazu verwenden, spätere Änderungen ausfindig zu machen: Der Menüpunkt „File, Compare to saved“ öffnet die Textdatei und präsentiert Ihnen alle Abweichungen, die in der Zwischenzeit aufgetreten sind. -akr

Alles aufräumen: Gesperrte Datenbankdateien wie die Registry oder die Auslagerungsdatei können Sie nur mit speziellen Tools defragmentieren und sichern (Punkt 2) Da Sie selten Streams an Dateien aufspüren wollen, bei denen Sie bereits wissen, dass welche vorhanden sind, ist die Option -s von Nutzen: Nach ihr geben Sie statt einer Datei ein Verzeichnis ein; dieses wird daraufhin rekursiv nach Dateien mit Streams durchsucht. Mit der Option -d löschen Sie sämtliche Streams, entweder für eine Einzeldatei oder in Kombination mit -s rekursiv für alle Dateien und Unterverzeichnisse innerhalb eines Ordners. Demonstration: Sie klicken doppelt auf eine ausführbare Datei, die Sie mit dem Internet Explorer heruntergeladen haben, etwa Setup.EXE. Der Explorer zeigt eine Warnung, dass diese nicht signiert sei, und fragt, ob Sie sie trotzdem ausführen wollen. Das Tool Streams gibt Ihnen die Auskunft, dass die Meldung wegen eines Streams namens „Zone.Identifier“ erscheint – er kennzeichnet die Datei als Download. Um den Stream-Inhalt ansehen zu können, öffnen Sie ihn mit notepad setup.exe:Zone.Identifier Notepad gibt Folgendes aus: [ZoneTransfer] ZoneId=3 Mit der Zeile streams -d setup.exe entfernen Sie den Stream. Beim Start der Datei warnt Windows jetzt nicht mehr. -akr

5. Accessenum: Sicherheit im Dateisystem
Versteckt: Die lokalen Zugriffsrechte, die tatsächlich gelten, sind schwer zu überblicken. Wer darf eigentlich was im x-ten Unterverzeichnis unter \Windows? Ob irgendwo etwas geändert wurde, ist nicht so schnell ersichtlich, wenn Sie nicht von vornherein bestimmte Verzeichnisse unter Verdacht haben. Erwischt: Das englischsprachige Accessenum scannt, ausgehend von einem von Ihnen gewählten Ordner, rekursiv alle Unterverzeichnisse sowie Dateien und stellt

Sicherheit und Netzwerk
Windows bietet unter dem Dateisystem NTFS Möglichkeiten, Benutzerzugriffe auf Dateien und Ordner zu steuern. Wer letzten Endes was darf, ist aber häufig unklar. Diese Tools bringen es ans Licht.

4. Shareenum: Sicherheit im LAN
Versteckt: … ist es eigentlich nicht, welche Zugriffsrechte Sie auf welchen PC im LAN haben. Sie können jederzeit die Netzwerkumgebung öffnen und bei allen Freigaben prüfen, ob Sie darauf lesen oder gar schreiben dürfen. Das ist aber eine äußerst langwierige Methode, die Sie kaum anwenden wollen. Erwischt: Das englischsprachige Tool Shareenum zeigt sämtliche Freigaben aller Rechner einer Windows-Do-

Geheime Daten: An manchen Dateien können Streams versteckt sein, etwa bei Downloads per Internet Explorer (Punkt 3)
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deren Zugriffsrechte dar. Da die Liste schnell unübersichtlich werden kann, reduziert das Tool die Ausgabe und zeigt nur, ob Schreib-, Lese- oder beide Rechte bestehen. Außerdem zeigt es in der Voreinstellung nur solche Dateien und Verzeichnisse an, die mehr Rechte besitzen als ihr übergeordnetes Verzeichnis. Das ist sinnvoll, denn unter XP erben Dateien und Unterverzeichnisse beim Kopieren oder Anlegen die Rechte des Verzeichnisses, in das sie abgelegt werden, das heißt: Es sind zunächst die gleichen. Wenn sie mit mehr Rechten versehen sind, wurden diese nachträglich hinzugefügt, entweder von einem Benutzer oder durch Software, etwa Setup-Programme. Auf diese Weise müssen Sie nicht mühsam alle Zugriffsrechte miteinander vergleichen, sondern sehen sofort, wo diese gegenüber der Voreinstellung erweitert wurden. Nachträglich eingeschränkte Rechte stellt Accessenum normalerweise nicht dar. Über „Options, File display options“ lässt sich aber festlegen, dass das Tool solche Abweichungen anzeigt. Sie können sich auch Dateien und Verzeichnisse anzeigen lassen, bei denen weniger Zugriffsrechte vergeben sind als beim Ordner, in dem sie sich befinden. Sie erreichen das mit der Option „Display files with permissions that differ from parent“. Sie hilft etwa, wenn ein Programm Dateien nicht öffnen kann. Registry-Rechte: Analog zu Dateien und Verzeichnissen können Sie Accessenum auch die Zugriffsrechte der Registry prüfen lassen, indem Sie auf der rechten Seite auf die Schaltfläche „Registry“ klicken. Wenn Sie nicht ausschließlich Ihr Benutzerprofil beziehungsweise in der Registry den Hauptschlüssel „Hkey_Current_User“ scannen, müssen Sie Accessenum als Administrator starten, damit es die Zugriffsrechte ermitteln kann. Das Tool speichert über die Schaltfläche „Export“ die ganze Übersicht in eine Textdatei. Später können Sie eventuelle Abweichungen zu einem früheren Scan über „File, Compare to saved“ anzeigen lassen. -akr

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Übersicht schnell und bequem: Das englischsprachige Tool Shareenum präsentiert alle Freigaben innerhalb einer Domain oder Arbeitsgruppe (Punkt 4) ten. Sie müssen aber sehr genau hinschauen, um zu entdecken, ob im letzten Durchlauf eine Anwendung hinzugekommen ist. Erwischt: Eine grafische Oberfläche zur Überwachung aller Internet-Verbindungen bietet das englischsprachige TCP View. Die Liste der Verbindungen läuft nicht durch, sondern steht still, was die Beobachtung enorm erleichtert. Je nach Status markiert das Programm die Verbindungen farbig: Neue Einträge werden grün hinterlegt, geänderte gelb – und getrennte kennzeichnet das Tool in Rot. Wenn Sie eine Verbindung auswählen, stehen Ihnen zusätzliche Möglichkeiten offen: Mit der Tastenkombination <Strg>-<W> starten Sie eine schnelle Whois-Abfrage über den Inhaber des betreffenden Servers.

Process Monitor: Der Zugriffs-Kontrolleur
Das Tüftler-Tool Process Monitor (Procmon.EXE) von Sysinternals ist für alle interessant, die genauer wissen möchten, welche Dateien, welche DLLs oder welche Registry-Schlüssel eine bestimmte Anwendung benutzt. Es fasst die älteren Tools Regmon und Filemon unter einer Oberfläche zusammen und eignet sich zur Fehleranalyse und zur Systemanpassung. Process Monitor starten: Nach dem Aufruf des Tools beginnt sofort die Überwachung des Systems, und der Tool-Dialog füllt sich schnell mit Einträgen zu allen laufenden Prozessen. Klicken Sie zunächst auf die Lupe in der Symbolleiste, um die Überwachung zu unterbrechen. Sie sehen nun eine chronologische Liste von Zugriffen. Das zeigt das Tool: Sie finden unter „Process Name“ den Namen des Programms, das die Aktion durchgeführt hat, unter „Operation“ sehen Sie die Art der Aktion. Zum Beispiel bedeutet „RegOpenKey“, dass der Prozess einen Registry-Schlüssel öffnen wollte. „CreateFile“ bezeugt den Versuch, eine Datei anzulegen. Ob das jeweils geklappt hat, sehen Sie in der Spalte „Result“. Unter „Path“ zeigt das Tool außerdem an, um welchen RegistrySchlüssel oder welche Datei es sich genau handelt. In der Symbolleiste finden Sie rechts drei Buttons, mit denen Sie die Liste auf die Registry- oder Dateizugriffe beschrän- Wenn Sie es ganz genau wissen wollen: Process Monitor fasst ken können. -cl Regmon und Filemon unter einer Oberfläche zusammen

6. TCP View: Verbindungen systematisch überwachen
Versteckt: Welches Programm gerade eine Internet-Verbindung aufbaut und wohin, können Sie unter Windows mit dem Programm „netstat -b 1“ innerhalb einer Eingabeaufforderung im Sekundentakt beobachTIPPS & TRICKS 5/2007

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trierten DLLs auf, die nicht unmittelbar zum Autostart-Problem gehören. Das macht das Tool allerdings recht unübersichtlich – eindeutig ein Werkzeug für Profis, die mit sicherem Blick einen erwünschten Eintrag von einem unerwünschten unterscheiden. Übersichtliche Alternative: Sie können auch unser Tool pcwAutostart 1.4.1 (auf C CD) verwenden. Es kennt 33 Startrampen, die allesamt dazu verwendet werden können, Programme und Schädlinge automatisch auszuführen. DLLs und Treiber werden hier nicht berücksichtigt. -cl

Zugriffsrechte überwachen: Accessenum zeigt Ihnen, ob es Unterschiede zum übergeordneten Verzeichnis oder Registry-Schlüssel gibt (Punkt 5) Sie funktioniert allerdings nur für internationale Domains wie beispielsweise .com, .edu und .info. Erscheint Ihnen eine Verbindung suspekt, können Sie sie über den Menüpunkt „File, Close Connection“ kurzerhand trennen. -akr Eisbergs. Unter der Oberfläche werkelt eine Vielzahl von Prozessen. Wenn jedoch Probleme bei Routineaufgaben auftreten und Sie den Verdacht haben, dass etwas unrund läuft, dann müssen Sie analysieren, was wirklich auf Ihrem System los ist.

8. Process Explorer: Taskmanager mit Handle-Killer
Versteckt: Manche Dateien und Ordner sind hartnäckig. Beim Versuch, sie zu löschen, bekommen Sie stets eine Fehlermeldung, die besagt, dass das Objekt noch verwendet wird und somit gesperrt ist. Windows sagt Ihnen meist nicht, wodurch die Datei gesperrt wird, und gibt keinen Hinweis darauf, wie Sie die Blockade lösen können. Erwischt: Sperren dieser Art sind oft darauf zurückzuführen, dass nicht alle Zeiger (Handles) auf die entsprechenden Dateien oder Ordner geschlossen wurden. Wenn zum Beispiel durch eine Anwendung festgelegt wurde, dass auf eine bestimmte Datei nur exklusiv über ihr Handle zugegriffen werden kann, dann darf kein anderer Prozess auf das Objekt zugreifen – Löschverbot inklusive. Um blockierende Handles aufzuspüren, verwenden Sie am besten das englischsprachige Tool Process Explorer von Sysinternals. Nach dem Download entpacken Sie es in einen beliebigen Ordner und rufen es auf. Standardmäßig sehen Sie, ähnlich wie im Windows-Taskmanager, eine Liste aller laufenden Prozesse in der oberen Fensterhälfte. Wenn Sie einen davon auswählen, werden in der unteren Fensterhälfte alle geöffneten Handles aufgelistet. Praktische Suchfunktion: Um mit dem Tool einen bestimmten Handle in einem unbekannten Prozess zu finden, klicken Sie auf „Find, Find Handle or DLL“ und geben in das Suchfeld den Namen oder einen Bestandteil der Datei beziehungsweise des Ordners ein, der sich nicht löschen lässt. Klicken Sie auf „Search“. War die Suche erfolgreich, dann zeigt das Suchfenster alle Handles und alle DLLs, die mit dem Objekt verknüpft sind.
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Prozesse & Programme
Was läuft hier eigentlich? Was Sie vom System oder den Anwendungen auf dem Bildschirm mitbekommen, ist nur die Spitze des

7. Autoruns: Was startet im Hintergrund?
Versteckt: Programme, die Sie nicht manuell aufgerufen haben, die der Taskmanager jedoch mit Ihrem Benutzernamen anzeigt, werden meistens beim Systemstart automatisch geladen. Wer Windows 98, ME, XP oder Vista einsetzt, kann die Autostarts zumindest mit dem Hilfsprogramm Msconfig. EXE bearbeiten. Windows-2000-Anwender stehen im Regen. Außerdem nistet sich Spyund Malware bevorzugt an mehreren – und weniger bekannten Stellen – ein. Sie lässt sich oft mit Msconfig nicht ausmerzen. Erwischt: Das umfangreichste Tool zum Aufdecken aller Autostart-Rampen unter Windows ist das englischsprachige Autoruns von Sysinternals. Wenn Sie es aufrufen, werden auf der Registerkarte „Everything“ alle Autostart-Quellen ausgewertet. Das Tool forstet über 70 Quellen durch und listet eventuelle Autostart-Einträge auf. Wenn Sie die Klickbox vor einem bestimmten Eintrag deaktivieren, dann wird diese Anwendung nicht mehr automatisch gestartet. Alternativ können Sie einen Autostart-Eintrag auch ganz löschen, indem Sie mit der rechten Maustaste darauf klicken und die Option „Delete“ wählen. Autoruns arbeitet praktisch lückenlos und listet auch alle Dienste, Treiber und regis-

Windows Vista und die System-Tools
Viele der bislang für Windows XP angebotenen System-Tools lassen sich auch unter Windows Vista verwenden. Das gilt vor allem für die zahlreichen kleineren Tools aus dem Free- und Shareware-Bereich. Allerdings unterstützten bislang nur die wenigsten Tools Vista offiziell. Entweder haben die Entwickler ihre Kompatibilitätstests noch nicht abgeschlossen, oder – und das ist wahrscheinlicher – es wird derzeit an einer für Vista angepassten Programmversion gearbeitet. Einige Produzenten scheuen zudem den hohen Supportaufwand und verzichten derzeit ganz darauf, ihre Tools offiziell für Vista freizugeben. Es dürfte allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis dies geschieht. Bis dahin ist der Einsatz systemnaher XPUtilities unter Vista in Einzelfällen riskant und mit dem Risiko von Datenverlust behaftet, im Allgemeinen jedoch problemlos.

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Wählen Sie nacheinander jeden Handle-Eintrag aus – dadurch springt die Markierung im Hauptfenster von Process Explorer direkt an die richtige Stelle. Klicken Sie in der unteren Fensterhälfte mit der rechten Maustaste auf den markierten Eintrag, und wählen Sie „Close Handle“. Nachdem Sie alle Handles geschlossen haben, sollte sich die Datei oder der Ordner löschen lassen. Achtung: Schließen Sie nur Handles von Anwendungen, die definitiv nicht mehr laufen. Andernfalls kann es zum Absturz oder Datenverlust kommen. Tipp: Da Process Explorer noch eine Vielzahl weiterer Funktionen bietet, die im Taskmanager von Windows fehlen, ist es sinnvoll, dieses praktische Tool stattdessen als Standard-Taskmanager einzurichten. Dazu klicken Sie in Process Explorer einfach auf „Options“ und aktivieren den Punkt „Replace Task Manager“. Wenn Sie nun zum Beispiel <Strg>-<Alt>-<Entf> drücken, startet Process Explorer. -cl

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Handle-Register: Mit Process Explorer finden Sie über wenige Klicks heraus, welche Handles auf eine bestimmte Datei oder einen Ordner geöffnet wurden (Punkt 8) von der Platte einliest. Falls die beiden Scans Unterschiede zeigen, werden diese im Tool aufgelistet. Die Scans dauern abhängig vom System einige Minuten. Danach müssen Sie das angezeigte Ergebnis interpretieren. Das Tool gibt neben dem gefundenen Pfad in der Spalte „Description“ bei jedem Eintrag Informationen darüber, warum er in die Liste aufgenommen wurde. Rootkit Revealer kann aber nicht selbst entscheiden, ob ein harmloses Windows-Phänomen oder ein Rootkit dahintersteckt. Bei der Analyse hilft Ihnen der Punkt „Interpreting the Output“ aus der englischsprachigen Hilfe RootkitRevealer.CHM oder die Site www.rootkit.com. Wenn Sie zu dem Schluss gekommen sind, dass ein bestimmtes Rootkit sich bei Ihnen breit gemacht hat, fragen Sie Google, wie Sie es entsorgen können. Achtung: Manche Rootkits sind bereits schlau genug, um zu prüfen, ob Rootkit Revealer läuft. Sie biegen dann vorübergehend keine APIs mehr um und tauchen deshalb in der Ergebnisliste nicht auf.

9. Rootkit Revealer: Getarnte Bösewichter aufspüren
Versteckt: Die Tarnkappenbomber unter den Angriffswerkzeugen nennen sich Rootkits. Es handelt sich dabei um Tool-Sammlungen, die nach dem Einbruch in ein Computersystem installiert werden, um den Angriff zu tarnen. In vielen Fällen öffnen Rootkits Hintertüren auf dem System. Auf diesem Weg erschleicht sich der Angreifer dann unbemerkt Administratorrechte. Es gibt verschiedene Arten von Rootkits: Residente überleben einen Neustart und tragen sich in eine Autostart-Quelle ein. Speicher-Rootkits verschwinden beim nächsten Neustart. Benutzer-Rootkits manipulieren API-Aufrufe von Programmen, die im Benutzerkontext laufen, etwa um eine bestimmte Datei im Explorer zu verstecken. Die ausgefeilten Kernel-Rootkits fangen sogar Aufrufe des nativen Windows-API ab – des Befehlssatzes, der auf der Kernel-Ebene etwa auch von Treibern verwendet wird. Erwischt: Um ein Rootkit aufzuspüren, brauchen Sie etwas Erfahrung und ein Werkzeug wie Rootkit Revealer von Sysinternals. Rufen Sie es einfach von einem Account mit AdminRechten auf, und klicken Sie auf „Scan“. Das Tool durchsucht das System auf zwei Arten: einmal in herkömmlicher Weise über das Windows-API und ein weiteres Mal, indem es an Windows vorbei die rohen Daten direkt
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Geheimwaffen: Kostenlose Tools – inoffiziell auch für Vista
Produkt Accessenum 1.32 1) Autoruns 8.54 1) Movefile 1.0 1) 2) Pagedefrag 2.32 1) C pcwAutostart 1.4.1 C pcwRegSaveRestore Process Explorer 10.21 1) Process Monitor 1.01 1) Rootkit Revealer 1.71 1) Shareenum 1.6 1) Streams 1.53 1) TCP View 2.4 1) Windows 3) 2000, XP 98/ME, 2000, XP 2000, XP 2000, XP 98/ME, 2000, XP XP 98/ME, 2000, XP, Vista 2000, XP, Vista 2000, XP 2000, XP 2000, XP 98/ME, 2000, XP Internet (Download) www.sysinternals.com (51 KB) www.sysinternals.com (479 KB) www.sysinternals.com (74 KB) www.sysinternals.com (69 KB) www.pcwelt-praxis.de (68 KB) www.pcwelt-praxis.de (180 KB) www.sysinternals.com (1,46 MB) www.sysinternals.com (894 KB) www.sysinternals.com (231 KB) www.sysinternals.com (94 KB) www.sysinternals.com (41 KB) www.sysinternals.com (55 KB) Seite 80 82 78 79 82 79 82 81 83 80 79 81

C auf CD und unter www.pcwelt-praxis.de 1) englischsprachig 2) Das Archiv enthält auch Pendmoves 3) Vista nur inoffiziell

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Test: Gratis-Firewalls
durch Angriffe mit Tausenden manipulierten Anfragen, die ein ungeschütztes System zum Absturz bringen. Anders sieht es aber beim Innenschutz aus: Hier zeigten die Tools Sunbelt Kerio Personal Firewall und Ashampoo Firewall teils deutliche Schwächen.

Ohne Antiviren-Software geht’s nicht
Generell gilt: Für den Innenschutz ist eine Firewall nur ein Teil der Ausrüstung. Unverzichtbar ist zudem eine Antiviren-Software. Sie soll verhindern, dass gefährlicher Code überhaupt erst auf dem Rechner aktiv werden kann. Empfehlenswert ist etwa das kostenlose Programm Antivir PE 7 Classic für Windows 98/ME, NT 4, 2000 und XP, eine Vista-Version ist angekündigt (Download unter www. free-av.de, 12 MB). Denn erst wenn einmal die Antiviren-Software versagt hat, muss die Desktop-Firewall verhindern, dass beispielsweise ein Trojaner oder eine Backdoor Daten ins Internet senden kann. Die Firewall dient hier also als erweitertes Schutzsystem und zusätzlicher Sicherheitsring.

Neue Firewalls – bald für Vista
Eine Firewall soll Ihren Vista-Rechner vor Angriffen schützen. Wir haben getestet, welches kostenlose Tool zuverlässig Attacken abwehrt und sich gut bedienen lässt.
Von Arne Arnold
eden Monat muss Microsoft neue Sicherheitslücken in Vista stopfen. Bis die Patches da sind, ist Ihr Rechner unter Umständen für Angriffe aus dem Internet verwundbar. Ihn dagegen zu schützen, ist eine Aufgabe einer Desktop-Firewall. Sie soll außerdem erkennen und melden, wenn ein Programm versucht, online zu gehen. Die PC-WELT hat fünf kostenlose Tools für Sie getestet. Nicht jedes wurde den genannten Anforderungen gerecht. Die Firewalls, die wir Ihnen in diesem Beitrag präsentieren, wurden allesamt für Windows XP konzipiert. Demnächst werden sie aber auch für Windows Vista erhältlich sein,

Firewalls sind kompliziert zu bedienen
Ein großes Manko haben alle getesteten Firewalls: Die Handhabung der Tools ist oft schwierig bis sehr schwierig. Einsteiger sind schnell überfordert, und auch fortgeschrittene Anwender laufen Gefahr, beim Konfigurieren Fehler zu machen. Besonders problematisch sind die Meldungen der Firewalls zu Programmen, die online gehen wollen. Die Tools geben in der Regel zu wenig Infos zu den entsprechenden Anwendungen. Trotzdem muss der Anwender entscheiden, ob ein Programm online gehen darf oder nicht. Die Gefahr ist groß, dass die Firewall einen Trojaner zwar meldet, der Anwender aber wegen der geringen zur Verfügung stehenden Informationen den Schädling dennoch Daten ins Internet senden lässt.

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weshalb wir sie heute schon unseren Lesern vorstellen möchten. Neue Windows-Firewall: Vista bietet in Sachen Basisabsicherung mehr als Windows XP. Wir haben die aufgepeppte Firewall deshalb genau unter die Lupe genommen.

Außenschutz hui, Innenschutz oft pfui
Sehr zufrieden waren wir beim Thema Außenschutz: Alle von uns getesteten Tools wehrten sämtliche Angriffe aus dem Internet ab. Das heißt: Alle Ports waren dicht, und der Rechner ließ sich auch nicht durch DoS-Attacken aus der Ruhe bringen – also

Platzierung: Viele Verlierer, kaum Gewinner
Platz 6: Obwohl die Windows-Vista-Firewall bei den Tests für Innen- und Außenschutz gut abgeschnitten hat, bekommt sie in der Kategorie „Sicherheit“ nur die Note 3. Der Grund: Es fehlt ein Trainingsmodus, der den
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Test: Gratis-Firewalls

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Überblick Gratis-Firewalls
Inhalt Außenschutz hui, Innenschutz pfui Ohne Antiviren-Software geht’s nicht Firewalls sind kompliziert zu bedienen Viele Verlierer, kaum Gewinner Besser als nichts: Die XP-Firewall Test mit Chatprogramm Tests Ashampoo Firewall 1.1 Comodo Firewall 2.3.6.81 Jetico Personal Firewall 1.0 Sunbelt Kerio Personal Firewall 4.3 Windows-Vista-Firewall Zone Alarm 6.5 Free Kästen Übersichtliche Bedienerführung: Die Firewall von Ashampoo bietet eine gut strukturierte Bedienerführung, aber eine schwache Sicherheitsleistung Anwender darüber informiert, welches Programm Daten ins Internet sendet. Das könnte im schlimmsten Fall ein Schädling sein. Somit leistet die Vista-Firewall kaum mehr als die Firewall in XP (siehe unten). Platz 5: Die Jetico Personal Firewall können wir niemandem empfehlen. Die Konfiguration ist aufwendig und kompliziert. Allenfalls Profis sollten sich daran wagen. Platz 4: Die Software Sunbelt Kerio Personal Firewall bietet etliche interessante Optionen und liefert recht informative Meldungen. Doch sie ist bei der Sicherheitsleistung nicht perfekt und kann deshalb keine Empfehlung sein. Platz 3: Recht gut bedienen lässt sich Ashampoo Firewall (auf C CD), allerdings zeigte auch dieses Programm bei den Sicherheitstests Schwächen. Somit gibt’s auch für dieses Tool keine Empfehlung. Platz 2: Am ehesten bietet noch Comodo Firewall (auf C CD) das, was wir uns wünschen. Allerdings gibt’s dieses Tool nur englischsprachig – weshalb es für viele Anwender nicht in Frage kommt. Zudem ist seine Konfiguration wegen des Moduls „Network Monitor“ von Einsteigern kaum zu meistern. Comodo Firewall ist ein Tipp für fortgeschrittene Anwender, die auch englischsprachige Tools einsetzen. Platz 1: Bleibt noch der Klassiker Zone Alarm Free (auf C CD). Bei diesem Tool geTIPPS & TRICKS 5/2007

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Darum geht’s: Firewalls Meinung Sicher surfen: Es geht auch anders

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fallen uns zwar die Meldungen nicht, da sie nur sehr wenige Infos liefern. Die Sicherheitsleistung aber ist gut. Auch Einsteiger haben zumindest die Chance, das Tool richtig zu bedienen. Damit bekommt Zone Alarm Free unsere Empfehlung und landet auf dem ersten Platz. Das liegt allerdings auch an der schwachen Leistung der Konkurrenz.

Bedienungstest mit Chatprogramm
Damit Sie einen möglichst genauen Eindruck von den Tools bekommen, beschreiben wir das Verhalten der Firewall bei üblichen Aufgaben. Eine davon ist der Umgang mit dem Chatprogramm ICQ (werbefinanzierte Freeware für Windows 98/ME, 2000 und XP, unter Vista lauffähig, Download unter www.icq.com, 5,8 MB). Wir haben ICQ nach der Firewall auf dem Rechner installiert und meldeten uns anschließend an ein bestehendes ICQ-Konto im Internet an. Die Firewall muss diesen

XP-Firewall: Besser als gar nichts
Auf Ihrem Rechner läuft Windows XP mit Service Pack und der dazugehörigen Firewall. Sie fragen sich, wie gut Sie damit abgesichert sind. Die XP-Firewall blockt zuverlässig alle unaufgefordert eingehenden Verbindungen, die Sie nicht explizit erlaubt haben, und fragt beim Start von Programmen, die Server-Dienste anbieten, ob sie eingehende Verbindungen zu den von diesen Programmen geöffneten Ports erlauben soll. Das Tool meldet aber keine Programme, die Daten ins Internet senden. Wenn Sie auf diese Funktion verzichten möchten, dann ist die Firewall durchaus eine gute Wahl. Sie konfigurieren sie über das Sicherheitscenter in der Systemsteuerung. Mehr Infos zum Absichern eines Rechners gibt’s im Artikel „XP-Sicherheit mit Bordmitteln“ in der PCWELT 11/2006 ab Seite 86, auch auf C CD.

Darum geht’s: Firewalls
Die PC-WELT hat zusammen mit dem Sicherheitslabor AV-Test fünf kostenlose DesktopFirewalls getestet – und die integrierte Firewall von Windows Vista. Das Ergebnis: Alle Tools bieten einen guten Schutz vor Angriffen aus dem Internet. Aber: Keines kann bei der Bedienung wirklich überzeugen. Das beste Gesamtergebnis lieferte ein alter Bekannter: Zone Alarm in der Version 6.5 Free.

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Test: Gratis-Firewalls
Meldung lässt sich eine Regel erstellen. Diese gilt nach Wunsch entweder nur für den aktuell genutzten Port oder für alle. Nicht so gut: Die Firewall erstellte für ICQ die Regel gleich inklusive der Server-Rechte. Wir finden, darauf sollte das Firewall-Tool den Anwender wenigstens hinweisen. Entsprechend mussten wir aber keine Ports für ICQ mehr freigeben, um auch Dateien über das Chatprogramm empfangen zu können. Immerhin lässt sich die Einstellung für die Server-Rechte leicht finden. Das Regelwerk kann insgesamt einfach bearbeitet werden, bietet allerdings keine feinen Einstellmöglichkeiten – etwa Regeln nach Protokoll. Solche Funktionen werden aber nur Profis vermissen. Gut: Das Protokoll lässt sich nach allen gespeicherten Daten sortieren, etwa nach Anwendung, Zeit oder IP-Adresse. Allerdings ist es nicht ganz so umfangreich wie bei anderen Firewalls. Der Schutz im lokalen Netzwerk war lückenhaft. Denn eine Bedrohung, die sich bereits auf dem Rechner befand, bemerkte die Firewall während der Arbeit nicht. Sie gestattete sogar den Remote-Zugriff auf dieses schädliche Programm, obwohl in den Einstellungen auch das lokale Netzwerk überwacht werden sollte. Bei einem Verbindungsaufbau aus dem Internet sah es anders aus. Hier überwachte die Firewall alle Ports und verhinderte den Zugriff auf die Backdoor. Angreifer können diese Lücke also nur im lokalen Netzwerk ausnutzen. Weniger gut: Die Firewall meldete nicht, wenn eine Anwendung versuchte, die Zugriffsrechte eines anderen Programms zu nutzen. Geblockt wurde die feindliche Anwendung aber. Fazit: Ashampoo Firewall zeigte eine durchwachsene Gesamtleistung. Für einige Bedrohungen, die sich bereits vor der Installation auf dem System befanden, war die Software blind. Punkten konnte das Tool mit einer übersichtlichen Bedienerführung.

Anspruchsvoll in der Anpassung: Comodo Firewall bietet viel, fordert aber bei der Konfiguration auch einiges – unter anderem Englischkenntnisse Verbindungsversuche melden und fragen, ob die Verbindung stattfinden darf oder nicht. Als Nächstes wollen wir für ICQ Server-Rechte einräumen. Der Grund: Wenn Sie mit dem Instant Messenger ICQ Dateien versenden und empfangen wollen, muss das Tool im Hintergrund eine Client-to-Client-Kommunikation zwischen Ihnen und dem Empfänger aufbauen. Damit der Datenaustausch klappt, muss es nicht angeforderte Daten empfangen dürfen, was nur mit Server-Rechten geht.

Ashampoo Firewall 1.1
Das Programm zeigte Schwächen unter anderem beim Schutz im lokalen Netzwerk. Dieses Manko konnte auch die gute Bedienerführung nicht ausgleichen. Nach der Installation und einem PC-Neustart fordert Ashampoo Firewall Sie auf, einen Freischalt-Code einzugeben. Diesen erhalten Sie gegen Angabe einer Mailadresse kostenlos. An dieser Stelle wirbt Ashampoo auch für die Pro-Version der Firewall: Sie kostet 30 Euro und bietet sechs nützliche Zusatz-Tools, die allerdings nichts mit der Aufgabe einer Firewall zu tun haben. Eine bessere Sicherheitsleistung bekommen Sie für die 30 Euro nicht. Ashampoo Firewall bietet einen „Easy-Mode“ und einen „Expert-Mode“. Die Unterschiede lassen sich aber vernachlässigen. Wir empfehlen den Expert-Mode, da man dann etwas mehr Informationen und Einstellmöglichkeiten erhält. Wenn ein Programm versucht, online zu gehen, liefert die Firewall in ihrer Meldung die nötigsten Infos dazu – einschließlich der Pfadangabe zum Programm. Aufgrund der

Firewall: Ja oder Nein?
Über den Sinn oder Unsinn von DesktopFirewalls wird oft heftig diskutiert – teilweise sogar erbittert gestritten. Wer in eine solche Auseinandersetzung einsteigen will, braucht neben guten Nerven vor allem gute Argumente.

„Brauche ich eine Desktop-Firewall? ... Ja!“
Wer dagegen nur wissen will, ob er eine Desktop-Firewall installieren soll oder nicht, für den habe ich einen einfachen Test: Wenn Sie sich selbst oder jemand anderen fragen müssen: „Brauche ich eine Desktop-Firewall?“, dann lautet die Antwort für Sie „Ja“.

Comodo Firewall 2.3.6.81
Das englischsprachige Tool Comodo Firewall ist in der Bedienung etwas anspruchsvoll. Aber die guten Funktionen und eine gute Sicherheitsleistung empfehlen das Tool für fortgeschrittene Anwender. Nach der Installation erwartet das Programm die EingaTIPPS & TRICKS 5/2007

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Test: Gratis-Firewalls
be eines Aktivierungs-Codes. Den bekommt der Anwender kostenlos zugemailt, wenn er sich auf der Website registriert. Anschließend schlägt die Firewall zwei sinnvolle Aktionen vor, die Sie bejahen sollten: Sie will die Windows-Firewall abschalten und die Datenausführungskontrolle von Windows aktivieren. Die Firewall bietet eine Besonderheit: Will ein Programm online gehen, nennt sie nicht nur den Dateinamen des Tools, sondern zeigt auch die Datei an, die das Programm gestartet hat. Diese Zusatzangabe nennt die Firewall „Parent“. Startet man das OnlineProgramm ICQ beispielsweise über das Startmenü, erscheint unter „Parent“ die Explorer.EXE. Allerdings funktioniert das für einige Systemprogramme nicht immer – etwa bei Svchost.EXE. Doch gerade bei diesen Dateien wäre die Info interessant. Trotzdem werden fortgeschrittene Anwender die Funktion schätzen. Einsteiger sind damit jedoch schnell überfordert. Was uns nicht gefällt: Erlaubt man einer Anwendung, online zu gehen, erstellt dabei aber keine Regel, taucht diese Anwendung anschließend auch nicht im Regelwerk auf. Besser wäre es, wenn sie dort automatisch mit der Einstellung „Ask“ (erneutes Nachfragen) aufgenommen würde, wie es bei anderen Firewalls üblich ist. Das muss der Benutzer jedoch manuell festlegen. Server-Rechte für ICQ: Die Regeln lassen sich über den Befehl „Edit“ im Kontextmenü verändern. Für eingehende Verbindungen kann man einen Port oder auch einen PortBereich angeben. Verwirrend ist dabei allerdings die Bezeichnung „Destination Port“ – was auf eine Angabe für den Zielrechner schließen lässt. Gemeint ist aber der Port des eigenen PCs, wenn unter „Direction“ „In“ gewählt ist. Gut: Einige Systemprogramme kennt die Firewall bereits und vergibt dafür automatisch die passenden Genehmigungen. Unter „Advanced, Miscellaneous“ lässt sich das ändern. Dann erhält man allerdings wieder viele Anfragen. Heikel ist das Modul „Network Monitor“. Dort lassen sich Regeln für einzelne Datenpakete erstellen. Einsteigern kann es dabei passieren, dass sie die Sicherheit der Firewall zunichte machen. Dem wirkt Comodo Firewall entgegen, indem es Verbote in der Programmliste als wichtiger einstuft als eine Erlaubnis in Network Monitor. Andererseits
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Tuning

Kompliziert und fehlerträchtig: Die Konfiguration von Jetico ist für Einsteiger nicht zu meistern, auch fortgeschrittene Anwender haben es schwer ist ein Verbot in Network Monitor stärker als eine Erlaubnis bei den Programmen – da kommen Ungeübte schnell durcheinander. Sie können Network Monitor auch deaktivieren. Dadurch sinkt die Sicherheitsleistung nur geringfügig. Das Protokoll ist übersichtlich gestaltet. Allerdings lässt es sich nur nach Programmnamen sortieren. Die Bedienung des Tools gefällt uns gut. Die meisten Anwender sollten nach einer gewissen Einarbeitungszeit mit dem – allerdings englischsprachigen – Programm zurechtkommen. Nur das Regelwerk von Network Monitor ist kompliziert. Fazit: Die Sicherheitstests bestand Comodo Firewall anstandslos. Das Utility ist mit sei-

Sicher surfen: Es geht auch anders
Auszüge aus diesem Test finden Sie auch auf www.pcwelt.de/pfw. Im Forum diskutieren unsere Leser das Thema bereits rege. So meint etwa der Teilnehmer Mylin: „Ich halte diese Programme für völlig überflüssig und freue mich auf einen Artikel ‚Sicher im Netz ohne Firewall’. Meine Anregungen zum Artikel: Dienste, Ports, Benutzerrechte, Browser und hilfreiche Software.“ Einen entsprechenden Beitrag finden Sie in der PC-WELT 11/2006 ab Seite 86: „XP-Sicherheit mit Bordmitteln“ (auf C CD). Der Autor meint: „Einem System, das Sie kompetent eigenhändig abgedichtet haben, können Sie mehr vertrauen als einer Sicherheits-Software, von der Sie nicht wissen, was sie eigentlich tut.“ Das Ganze lässt sich auch auf Vista übertragen. Der Forumsteilnehmer Esperantol setzt dagegen auf seinen virtuellen PC: „Ich benutze keine Firewall mehr: Mein System war dermaßen langsam, und von Sicherheit konnte man auch nicht sprechen. Ich starte lieber meine virtuelle Maschine, gehe damit ins Netz und schließe die virtuelle Maschine wieder, wenn ich fertig bin.“ Wer mit einem virtuellen Rechner online geht, ist in vieler Hinsicht besser vor Attacken auf seine Daten geschützt (siehe Artikel ab Seite 96). Eine Firewall für den realen PC ist dennoch unverzichtbar. Schließlich ist dieser physikalisch mit dem Internet verbunden und über ungepatchte Windows-Sicherheitslücken angreifbar. Übrigens: Die hier getesteten Tools verlangsamen das System nicht merklich.

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Tuning

Test: Gratis-Firewalls
„Simple“- und „Advanced“-Modus entscheiden. Im Simple-Modus arbeitet die Firewall ähnlich wie die von Windows XP: Alles, was hereinkommt, wird blockiert, und alle Verbindungen in Richtung Internet sind erlaubt – ohne Rückfragen. Im „Advanced“-Modus sollte die Firewall (laut Anleitung) standardmäßig den Anwender fragen, ob ein Programm online gehen darf. Ärgerlich finden wir, dass das im Test nicht der Fall war. Erst nachdem wir unter „Netzwerksicherheit“, „Jede andere Anwendung, Internet, abgehend“ auf „fragen“ gesetzt haben, meldete das Tool Online-Programme. Die Funktion zum Aktivieren des Trainingsmodus so zu verstecken ist alles andere als einsteigerfreundlich. Hat man diese Hürde genommen, erhält man informative Warnungen. Denn die Firewall zeigt nicht nur die Ziel-IP-Adresse an, sondern auch den dazugehörigen Domain-Namen – falls einer vorhanden ist. Auf eine Meldung hin kann der Anwender eine Regel erstellen, die sich auf Wunsch sehr detailliert festlegen lässt. Die nachträgliche Änderung für ICQ auf Server-Rechte gelingt einfach, sobald man sich in der Bedienerführung orientiert hat. Das kann allerdings einige Zeit kosten. Das Protokoll bietet zwar viele Informationen, will man aber auch das Verhalten einzelner Online-Anwendungen aufzeichnen lassen, muss man das unter „Netzwerksicherheit, Anwendungen“ für jedes Programm aktivieren. Sicherheit: Zwei Lücken zeigten sich bei den Tests für den Innenschutz. Schädlicher Code kann sich die Rechte eines anderen Programms stehlen und damit online gehen. Zudem lässt sich die Firewall einfach abschießen – das kann sich gefährlicher Code zunutze machen. Fazit: Sunbelt Kerio Personal Firewall zeigte beim Sicherheitstest einige Schwächen. Wer das Programm dennoch einsetzen möchte, bekommt eine Desktop-Firewall mit vielen Einstellmöglichkeiten.

Optionen satt, aber wenig Bisskraft: Sunbelt Kerio Personal Firewall präsentiert dem Anwender viele Einstellmöglichkeiten, ist aber schwach in Sachen Sicherheit nen vielen Einstellmöglichkeiten vor allem für fortgeschrittene Anwender und Profis interessant. Handhabung zu kompliziert. Damit provoziert es schnell Bedienungsfehler. Achtung: Obwohl Jetico die Sicherheitstests gut bestanden hat, finden wir die Gefahr einer Fehlbedienung so groß, dass wir die Note in der Kategorie Sicherheit auf 3,5 abgewertet haben. Profis können sich stattdessen die Note 1,5 denken. Jetico hat ein paar Stärken, die wir bei anderen Firewalls vermissen. Die Meldung zu Online-Programmen zeigt beispielsweise nicht nur die IPAdresse, die das Programm ansteuert, sondern gibt auch gleich den Domain-Namen mit an – vorausgesetzt, ein solcher existiert. Das kann sonst nur noch die Firewall von Sunbelt. Positiv finden wir auch, dass das Tool die Größe der übertragenen Pakete zu jeder Anwendung im Protokoll speichert. Fazit: Die Firewall Jetico bietet ein Regelwerk, das für eine Desktop-Firewall viel zu mächtig ist. Die Handhabung ist nur von Profis zu meistern.

Jetico Personal Firewall 1.0
Jetico ist in Sachen Bedienung eine sehr komplizierte Firewall, deren Einsatz wir allenfalls Profis raten können. Bei der Installation startet ein Konfigurationsassistent. Er will wissen, hinter welcher IP-Adresse sich ein sicheres Netzwerk verbirgt und welche IP-Adressen das Tool blocken soll. Eine sinnvolle Abfrage für PCs von fortgeschrittenen Anwendern in einem lokalen Netzwerk. Einsteiger erhalten keine Tipps, wie sie vorgehen sollen. Nach der Installation wird es noch schwieriger. Die Firewall arbeitet nicht wie andere über eine Programmliste, in der jeder Online-Anwendung Rechte zu- oder abgesprochen werden. Stattdessen bietet sie einen Satz Regeln mit Verboten und Berechtigungen zur Kommunikation über das Netzwerk. Will eine Anwendung online gehen, muss sie der Anwender einer solchen Regel zuordnen. Diese Art der Rechteverwaltung passt unserer Meinung nach eher zu einer Firewall auf einem Gateway-Rechner für große Netzwerke. Für eine Desktop-Firewall ist das System überdimensioniert und in der

Sunbelt Kerio Personal Firewall 4.3
Die Firewall ist in der Handhabung nicht ganz einfach. Die Benutzerführung ist überwiegend deutsch-, aber teilweise englischsprachig. Das Tool zeigte zudem Schwächen bei den Sicherheitstests. Während der Installation muss sich der Anwender zwischen

Windows-Vista-Firewall
Die Firewall in der neuen Windows-Version kann zwar eigentlich eine Menge mehr als das Tool in XP, sie ist aber so kompliziert, dass die meisten Anwender nichts von den neuen Funktionen haben. Der Grund: Zwar gibt es jetzt auch einen Filter für ausgeTIPPS & TRICKS 5/2007

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Test: Gratis-Firewalls
hende Verbindungen, es fehlt aber ein Trainingsmodus, der den Anwender über die Verbindungsversuche informiert. Standardmäßig darf jedes Programm Daten ins Internet senden. Lediglich Tools, die als Server agieren wollen, zeigt die Firewall an. So erkannte die Firewall, dass ICQ auch mit Server-Rechten arbeiten möchte, und meldete das. Soweit entspricht das Modul völlig der XP-Firewall. Auch die Bedienung ist – abgesehen von der bunten neuen Oberfläche von Windows Vista – nahezu identisch mit jener der alten Firewall. Über den Befehl „Systemsteuerung, Windows Firewall, Einstellungen ändern“ gelangt man zu den gewohnten Registerkarten. Der Weg zu den erweiterten Konfigurationsmöglichkeiten ist lang. Zunächst muss der Anwender ein spezielles „Snap-In“ in die Management-Konsole laden. Das geht über „Start, Suche starten“ und die Eingabe des Befehls „mmc“. In der Konsole muss man das Snap-in per „Datei, Snap-In hinzufügen/entfernen, Windows Firewall mit erweiterter Sicherheit“ hinzufügen. Über das so gewonnene Tool lässt sich auch der ausgehende Datenverkehr kontrollieren – allerdings nur von Profis. Diese können Regeln für die drei Netzwerkprofile „Domain“, „Öffentlich“ und „Privat“ festlegen. Möglich sind Regeln für Programme, IPAdressen, Ports und Verbindungsarten. Einfach gelingt das allerdings nicht. Die Funktion ist am ehesten für Administratoren interessant, die den mühsam erstellten Regelsatz dann auf alle Vista-Rechner im Netzwerk verteilen wollen. Obwohl das Tool bei den Sicherheitstests gut abgeschnitten hat, bekommt es in dieser Kategorie nur die Note 3. Der Grund: Der Anwender wird nicht informiert, wenn ein Programm Daten ins Internet senden will. Im schlimmsten Fall könnte das ein Schädling sein. Fazit: Die Firewall in Windows Vista bietet für Einsteiger und fortgeschrittene Anwender genauso viel beziehungsweise wenig wie die Firewall in XP. Genau wie diese ist sie besser als nichts. Wegen des fehlenden Trainingsmodus müssen die meisten Anwender auf die Kontrolle des ausgehenden Datenverkehrs verzichten.

Tuning

Neues Sicherheits-Tool in Vista: Die Firewall von Windows Vista kann mehr als das Vorgänger-Tool in Windows XP, ist aber kaum zu konfigurieren einfach und mühelos von der Hand. Die Be- dann auch in anderen Fällen so einstellen. dienung hat sich in den Jahren kaum verän- Die Server-Berechtigung für ICQ lässt sich dert. Das ist gut für Anwender, die sich be- leicht vergeben: Unter „Programmeinstelreits in die Software eingearbeitet haben. lungen, Programme“ muss man dafür mit Für Einsteiger sind allerdings die War- der linken Maustaste auf die Server-Spalte nungen zu dürftig. So zeigt Zone Alarm Free klicken. bei einer Meldung nicht den Pfad zu einem Gut: In den meisten Fällen erkennt Zone Programm. Ein Manko – denn die Entschei- Alarm selbst, ob ein Programm Server-Rechdung, ob ein Programm online gehen darf, te benötigt, und stellt dem Anwender eine fällt so schwerer. Im Zweifelsfall muss der entsprechende Frage. Die Bedienung ist Anwender zunächst die Erlaubnis verwei- nach einer kurzen Orientierungsphase gut gern, um anschließend in der Bedienerfüh- möglich. Das Protokoll von Zone Alarm ist rung von Zone Alarm weitere Infos zum Pro- ausführlich und lässt sich sortieren. gramm einzusehen. Das ist zwar sicher, aber Fazit: Zone Alarm Free zeigte in unserem auch umständlich. Vermutlich hat der Her- Test eine gute Sicherheitsleistung. Einsteisteller kein Interesse daran, Zone Alarm ger müssen sich allerdings in die BedienerFree zu gut zu machen. Schließlich gibt‘s führung einarbeiten. auch eine kostenpflichtige Pro-Version. Nicht optimal waren die Infos zu ICQ: Zuerst meldete Zone Alarm das Tool als „neues Programm“, das auf die sichere Zone 127.0.0.1 zugreifen wolle. Nach der Erlaubnis war ICQ gleich danach ein „bekanntes Programm“, das aufs Internet zugreifen wolle. Das klingt zwar logisch, doch wird hier erstaunlich schnell ein unbekanntes zu einem bekannten Pro- Konfigurierbare Ansicht: Die Fensterdarstellung der Vista-Firegramm. Das kann sich wall ist trotz Anpassungsmöglichkeiten wenig eingängig
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Zone Alarm 6.5 Free
Zone Alarm Free ist der Klassiker unter den kostenlosen Firewalls. Die Installation geht
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Tuning

Festplatten- und Rettungs-Tools

Datenrettung & Co.
Wenn Ihnen Ihre Daten wichtig sind, sollten Sie den Zustand Ihrer Platte immer im Auge behalten. Dafür gibt‘s unter XP tolle Tools. Einige davon funktionieren auch unter Vista – für andere sind Updates im Anmarsch.
Von Ramon Schwenk und Ines Walke-Chomjakov
nzählige Dateien sind auf der Festplatte abgelegt – vom Betriebssystem über Anwendungen bis hin zu Ihren persönlichen Dokumenten. Diese Daten zu verlieren wäre mehr als ärgerlich. Wir haben ein Rundum-Sorglos-Paket für Sie geschnürt: Mit unserer Tool-Sammlung minimieren Sie das Risiko für Ihre Platte und damit für Ihre Daten. Sie fahren automatische Backups, überwachen den Laufwerkszustand oder befreien die Platte von Datenmüll. Wir stellen Utilities vor, die sich im Einsatz zusammen mit Windows XP bestens bewährt haben. Einige der Utilities laufen inoffiziell auch unter Vista. Für Helfer, die derzeit noch ihren Dienst im neuen Vista verweigern, ist in Kürze mit Updates zu rechnen. Deshalb nennen wir zu jedem Tool den Hersteller-Link.

U

Avira Unerase Personal 1.2
rettet Daten auf C CD

Backup Maker Data Eraser Standard 5.1 Personal 2.02
sichert automatisch auf C CD löscht Daten endgültig

Disk Cleaner 1.5.7
entfernt unnötige Dateien

Sie haben eine dringend benötigte Datei oder Anwendung gelöscht. Mit Unerase Personal stellen Sie gelöschte Dateien wieder her. Dazu durchforstet es die gesamte Festplatte nach gelöschten Daten und listet diese auf. Zum Retten markieren Sie einfach die entsprechenden Dateien oder Anwendungen in der Liste und klicken auf „Wiederherstellen“. Das Programm läuft derzeit nur unter Windows NT 4, 2000 und XP. Download: www.free-av.de (360 KB), Preis: privat: gratis

Das Sichern von Daten sollte regelmäßig passieren – am besten ohne Zutun des Nutzers. Mit der Freeware lassen sich nicht nur die Backup-Intervalle frei definieren, sondern auch der Umfang der Sicherung, etwa statt der gesamten Platte nur einzelne Dateien oder Ordner. Auch das Zielmedium – CD/DVD, externe Platte oder FTP-Server – ist flexibel wählbar. Die Sicherung erfolgt komprimiert. Download: www.ascomp.net (2,4 MB), Preis: gratis

Sie wollen Ihre alte Platte verkaufen oder eine Partition löschen. Die Daten sollen nicht rekonstruierbar sein. Dazu reicht es nicht aus, die Platte zu formatieren. Das englischsprachige Profi-Tool Ontrack Data Eraser überschreibt Ihre Platte oder Teile davon zuverlässig, unabhängig von etwaigen Bios-Einstellungen. Das Tool kostet rund 30 Euro, ist selbstbootend und für alle IDE- und ATA-Platten geeignet. Download: www.ontrack.de (986 KB), Preis: 30 Euro

Im Laufe der Zeit sammeln sich auf der Platte unnötige Dateien an – aus dem Systemverzeichnis oder Papierkorb, von Cookies des Webbrowsers oder toten Verknüpfungen. Disk Cleaner entfernt sie und macht damit Speicherplatz frei. Das englischsprachige Tool analysiert die Platte und listet die entsprechenden Dateien auf. Nach der Prozedur erhalten Sie einen Überblick, was entfernt wurde. Download: www.diskcleaner.nl (363 KB), Preis: gratis
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TUNING

Festplatten- und Rettungs-Tools Disk Drive Secure Erase
löscht Daten auf C CD

Tuning

Drive Snapshot 1.3
erstellt Images auf C CD

Easy Recovery File Recovery 6.1 1.0
rettet Daten auf C CD holt Daten zurück

Disk Drive Secure Erase 1.2 löscht alle Daten auf ATA-Festplatten durch Überschreiben. Das englischsprachige DOS-Tool nutzt für diese Aufgabe den Befehl „Secure Erase“, den aktuelle Plattengenerationen verstehen. Sie starten das Programm wahlweise von einer bootbaren Diskette oder CD. Ein kompletter Löschvorgang dauert etwa dreißig Minuten bis eine Stunde – abhängig von der Plattenkapazität. Download: www.pcwelt.de/ heft/d38 (68 KB), Preis: gratis

Das englischsprachige Tool fertigt ein exaktes Abbild einer Festplatte oder Partition an. Sie können während des Prozesses weiterarbeiten. Die Image-Datei ist komprimiert, nur die belegten Sektoren werden gespeichert. So ist das Image nur etwa halb so groß wie der belegte Speicher Ihrer Platte. Das Tool ist kompatibel zu FAT16/32 und NTFS. Die 30-Tage-Testversion ist funktionsfähig und gratis. Download: www.drivesnapshot. de (195 KB), Preis: 39 Euro

Easy Recovery Data Recovery 6.1 rettet gelöschte Daten, auch in ZIP-Archiven. Die Einzelplatzlizenz kostet rund 200 Euro. Die Lite-Version ist mit rund 90 Euro deutlich günstiger, aber auf das Wiederherstellen von 25 Dateien pro Suchlauf beschränkt. Die Trial-Version ist gratis. Sie kann aber nur ZIP-Archive reparieren und analysieren, ob sich Daten restaurieren lassen. Download: www.ontrack.de (34,5 MB), Preis: Trial-Version gratis, Lite-Version 92 Euro

Die englischsprachige Freeware unterstützt die Dateisysteme FAT12/16/32, NTFS und NTFS5. Damit rettet sie nicht nur gelöschte Dateien von Platte, sondern auch etwa von USB-Sticks oder Speicherkarten wie Compact Flash oder Secure Digital. Das Laufwerk darf nach dem irrtümlichen Löschen nicht formatiert worden sein. Wiederherstellen klappt nur, wenn die Datei nicht überschrieben wurde. Download: www.softperfect. com (277 KB), Preis: gratis

HDD Health 2.1 HD Tune Beta 2.53
analysiert die Platte auf C CD ermittelt die Plattenleistung

Hitachi Feature Tool
ändert Einstellungen auf C CD

PC Inspector File Recovery 4.0
rekonstruiert Dateien auf C CD

Das englischsprachige Tool liest das Diagnosesystem Smart (SelfMonitoring Analysis and Reporting Technology) der Festplatte aus und listet die Ergebnisse im Registerblatt „S.M.A.R.T“. Damit haben Sie den Zustand Ihrer Platte stets unter Kontrolle und können eingreifen, bevor Daten gefährdet sind. Außerdem gibt das Programm die Plattentemperatur an. Steigt sie zu sehr an, geht das zu Lasten der Leistung. Download: www.panterasoft. com (901 KB), Preis: gratis
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Die wesentlichen Faktoren, um die Leistung einer Festplatte zu definieren, sind die Transferrate und die Zugriffszeit. Darauf konzentriert sich HD Tune. Das englischsprachige Tool misst die von Ihnen ausgewählte Platte und stellt die Resultate grafisch dar. Beim Einordnen der Ergebnisse hilft ein Besuch der WebSeite. Unter „Test Results“ sind zum Vergleich die Werte anderer Platten gelistet. Download: www.hdtune.com (624 KB), Preis: gratis

Hitachi Feature Tool ändert die Werkseinstellungen von Platten. Offiziell ist das DOS-Tool nur für Hitachi- und IBM-Laufwerke gedacht, es funktioniert in der Regel aber auch mit Platten anderer Hersteller. Nach dem Download erstellen Sie eine Bootdiskette. Mit ihr starten Sie den PC neu und können nun etwa ins vordefinierte Lautstärke-Management eingreifen oder den Stromverbrauch regulieren. Download: www.hitachigst. com (1,65 MB), Preis: gratis

Das Datenrettungs-Tool unterstützt die Dateisysteme FAT 12/16/32 und NTFS. Es findet die Laufwerke auch dann automatisch, wenn die FAT-Tabelle oder der Bootsektor beschädigt ist oder gelöscht wurde. Sogar Dateien, bei denen kein Verweis auf ein Verzeichnis vorhanden ist, lassen sich wiederherstellen. Sie können die geretteten Daten außer auf lokalen auch auf Netzlaufwerken ablegen. Download: www.pcinspector. de (5,83 MB), Preis: gratis
TUNING

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Tuning Restoration 2.5.14

Festplatten- und Rettungs-Tools Secure Eraser 1.2
löscht Daten auf C CD

Silent Drive 2.3
regelt die Lautstärke auf C CD

Smartmontools 5.36
analysiert Platten auf C CD

stellt Dateien wieder her

Gelöschte Dateien lassen sich mit Restoration wiederherstellen – vorausgesetzt, der freie Speicherplatz wurde noch nicht überschrieben. Das englischsprachige Tool sucht nach gelöschten Daten und zeigt die Zahl der gefundenen Cluster an. Danach wählen Sie aus, welche Dateien gerettet werden sollen. Das Verfahren funktioniert genauso mit einigen Speicherkartentypen oder DVD-RAM-Medien. Download: www.pcwelt.de/ heft/32d (200 KB), Preis: gratis

Die Freeware eignet sich fürs endgültige Löschen sensibler Daten – nicht ganzer Festplatteninhalte. Dabei überschreibt das Tool die Daten mehrfach mit Zufallswerten. Secure Eraser verknüpft sich automatisch mit den Kontextmenüs von Dateien, Ordnern und Papierkorb. Ist das „Logbuch“ aktiviert, wird jeder Löschvorgang inklusive Dateibeziehungsweise Verzeichnisnamen und Zeitpunkt festgehalten. Download: www.ascomp.net (1,17 MB), Preis: gratis

Mit der Freeware lässt sich die Lautstärke (Automatic Acoustic Management) der Festplatte einstellen. Das Tool reguliert dazu das Tempo der Schreib-/Leseköpfe beim Zugriff. Je länger die Zugriffszeit, desto leiser arbeitet die Platte. Die Datentransferzeit bleibt davon unbeeinflusst. Zur Wahl stehen die Modi „leise“, „mittel“, „laut“ und „aus“. Das Mini-Programm funktioniert unter Windows 2000 und XP. Download: www.rt-sw.de (38 KB), Preis: gratis

Die Open-Source-Software diagnostiziert den Plattenzustand, indem sie die Smart-Informationen (Self-Monitoring Analysis and Reporting Technology) ausliest. Die Smartmontools warnen vor Leistungsabfall und Gefahren wie zu hoher Temperatur. Sie unterstützen SCSI- und ATA-Platten sowie Raid-Systeme. Die englischsprachige Software gibt es für Windows-Betriebssysteme und für Linux. Download: www.pcwelt.de/ heft/57a (252 KB), Preis: gratis

Speedfan 4.31
checkt die Platte auf C CD

Sync Back 3.2.14
gleicht Daten ab auf C CD

Testdisk 6.5
repariert Partitionen auf C CD

Virtual Freespace 0.8
zeigt die Auslastung an

Das englischsprachige Tool ist nicht ausschließlich für Festplatten gedacht, sondern überwacht die Temperatur und die Spannung ganz allgemein im Rechner. Trotzdem eignet es sich für einen schnellen ZustandsCheck. Es liest die Smart-Daten (Self-Monitoring Analysis and Reporting Technology) aus, gibt die Plattentemperatur an und reguliert die Lüftertätigkeit. Download: www.amilco.com/ sfdownload.php (1,43 MB), Preis: gratis

Für eine Freeware ist das Tool umfassend: Es synchronisiert Dateien und Verzeichnisse auf lokalen Laufwerken, USB-Sticks oder zwischen mehreren Rechnern im Netzwerk. Mit Hilfe eines Assistenten erstellen Sie ein Abgleichsprofil. Sie legen unter anderem fest, welche Dateitypen Sie ein- oder ausschließen wollen, anhand welcher Kriterien der Abgleich erfolgt und was mit doppelten Dateien passiert. Download: http://2brightsparks. com (1,88 MB), Preis: gratis

Das Tool durchsucht entweder Bios oder Betriebssystem nach Festplatteninfos. Gleichzeitig überprüft es die Plattenstruktur und vergleicht sie mit der Partitionstabelle auf Fehler. Anhand einer Liste können Sie die Partitionen auswählen, die wiederhergestellt werden sollen oder noch funktioniert haben, bevor sich die Platte nicht mehr starten ließ. Das klappt selbst bei Überbleibseln von Partitionen. Download: www.cgsecurity.org (2,94 MB), Preis: gratis

Sie haben mehrere Festplatten installiert und arbeiten mit jeder Menge Daten – etwa digitalen Bildern, die Sie von einem Laufwerk zum nächsten schieben. Die Auslastung aller Platten muss für Sie flott abrufbar sein. Mit der Freeware lässt sich die Kapazität aller Laufwerke auf einen Blick anzeigen. In einer Balkengrafik gibt das Tool die Plattenauslastung an. Der belegte Speicher ist sichtbar. Download: www.vssysteme.de (504 KB), Preis: gratis
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TUNING

Festplatten- und Rettungs-Tools Total Commander 6.56
verwaltet Laufwerke auf C CD

Tuning

Drive Image XML 1.21
sichert Images auf C CD

Auslogic Disk Defrag 1.1
räumt auf auf C CD

Imgburn 2.2
brennt alles auf C CD

Wenn Sie mit dem neuen Explorer in Vista nicht richtig warm werden, sollten Sie einen Blick auf den Total Commander werfen. Er erlaubt nicht nur die parallele Darstellung von zwei Ordnern, sondern bietet zahlreiche Ansichtsvarianten. Hiermit lassen sich dann Kopier-, Verschiebe-, Lösch- und Packvorgänge leicht und vor allem übersichtlich vornehmen. Auch eine Grafikanzeige ist vorhanden. Download: www.ghisler.com (5,31 MB), Preis: 28 Euro

Mit der Freeware erstellen Sie Image-Dateien von Platten oder Partitionen. Das Tool unterstützt Laufwerke mit FAT- und NTFSDateisystem. Im Schadensfall ist es möglich, das ganze System wiederherzustellen. Dabei nutzt das Tool die Volume Shadow Services (VSS), um ein Image auch von Laufwerken ziehen zu können, die derzeit verwendet werden. Der Anwender kann in einer Sicherung blättern. Download: www.runtime.org (1,72 MB), Preis: gratis

Auslogic Disk Defrag ist ein kostenloses Defragmentierungsprogramm mit Vista-Unterstützung, das einer Verlangsamung des Plattenzugriffs entgegenwirkt. Die Freeware führt vor der Defragmentierung eine genaue Analyse des gesamten Dateisystems durch und versucht dadurch optimale Resultate zu erzielen. Um die Software ausführen zu können, benötigen Sie Administratorrechte. Download: www.disk-defrag.de (1,51 MB), Preis: gratis

Brenn-Suiten gibt es viele, doch keines der Profi-Tools eignet sich so gut zum schnellen Brennen von Daten und Images wie das englischsprachige Imgburn. Es unterstützt Dateizusammenstellungen und Images in gängigen Formaten wie BIN, ISO und IMG, aber auch ausgefallene Formate wie IBQ, PDI und UDI. Sogar Double-Layer-DVDs lassen sich damit brennen und Medien überprüfen. Download: www.imgburn.com (1,18 MB), Preis: gratis

Captain Nemo Jk Defrag 3.7 3.31
liest Partitionen auf C CD defragmentiert auf C CD

Mozbackup 1.4.5
sichert Firefox-Optionen

Back to ZIP 8.00
sichert in ZIP-Dateien

Mit Captain Nemo lassen sich zusätzliche Dateisysteme in Windows öffnen. Die englischsprachige Shareware arbeitet wie ein Dateimanager und unterstützt Linux-Partitionen sowie unter Novell angelegte Platten. Das ist praktisch, wenn Sie Daten von einem externen Laufwerk oder einer vorhandenen Festplatte auf Ihre WindowsPartition übertragen möchten. Download: www.runtime.org/ captain.htmp (1,44 MB), Preis: 90 Dollar
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Jk Defrag ist ein freies Defragmentierungs-Tool für die Kommandozeile, dessen Ausführung sich per Bildschirmschoner automatisieren lässt. Es läuft auch im Hintergrund, verfügt über zwei Optimierungsstrategien und bietet laut Hersteller eine hohe Datensicherheit. Standardmäßig bearbeitet das Tool alle beschreibbaren Laufwerke und unterstützt auch USB-Sticks. Download: www.kessels.com/ JkDefrag/ (315 KB) Preis: gratis

Diese praktische Freeware speichert Einstellungen aus Mozilla, Firefox und Thunderbird sowie Mozilla Suite in einer PCV-Datei. So lassen sich etwa Verlaufsdaten, Lesezeichen und Erweiterungen sichern, ebenso Cookies und die Liste der heruntergeladenen Dateien. Zu Beginn entscheiden Sie, ob Sie eine neue Backup-Datei erstellen oder oder eine vorhandene wiederherstellen wollen. Download: wwww.mozbackup. de (878 KB), Preis: gratis

Back to ZIP ist eine einfach zu bedienende Backup-Software, die regelmäßig Daten im ZIPFormat sichert, auf Wunsch passwortgeschützt und verteilt auf mehrere Datenträger. Die Shareware erkennt am letzten Änderungsdatum oder an einem Archiv-Bit, welche Daten gesichert werden sollen. Auswählen lassen sich einzelne Dateien, ganze Verzeichnisse oder bestimmte Dateitypen. Download: www.aborange.de (3,17 MB), Preis: 20 Euro
TUNING

93

Tuning

Mit Vista unterwegs
Vista ab Werk keine passenden Treiber mitbringt. Wir raten Ihnen daher, vor dem Update genau zu prüfen, ob der Hersteller Ihres Notebooks aktuelle Vista-Treiber anbietet. Neue Treiber finden Sie auf der Website des Geräteherstellers in der Regel im Support- oder Download-Bereich. Derzeit noch recht lückenhaft ist die Treiberversorgung vor allem für Docking-Stations, Fingerabdruckleser und Multimedia-Komponenten wie analoge und digitale TV-Karten.

2. Energiesparplan auf Ihre Bedürfnisse optimieren
Vista erkennt eine Notebook-Umgebung beim ersten Start und konfiguriert die Energiesparoptionen automatisch. Wer die Vorgaben optimiert, kann etliche Zusatzminuten Akkulaufzeit herausholen. Die entsprechenden Einstellungen finden Sie unter „Start, Systemsteuerung, System und Wartung, Energieoptionen“. Vista bringt drei Energiesparpläne mit: „Ausbalanciert“ für den Netzbetrieb, „Energiesparmodus“ für mobiles Arbeiten und „Höchstleistung“ (deaktiviert sämtliche Stromsparfunktionen). Dem jeweiligen Energiemodus ist eine Helligkeitseinstellung zugeordnet, die sich vom Anwender anpassen lässt. Während unter XP und dem Energieschema „Minimaler Energieverbrauch“ die Taktfrequenz der CPU dynamisch angepasst wird, bedeutet „Energiesparmodus“ unter Vista in jedem Fall eine gedrosselte Taktfrequenz. Neue Energiesparpläne lassen sich vom Anwender über „Energiesparplan erstellen“ hinzufügen. Die Möglichkeiten, sich einen eigenen Energiesparplan zurechtzuzimmern, sind weitreichend. Abseits der gängigen Parameter lässt sich hier festlegen,

Vista für Notebooks
Vista ist für den Einsatz auf mobilen Rechnern optimiert. Verfeinerte Energiesparoptionen und ein neues Hilfsprogramm sollen mobilen Anwendern den Alltag erleichtern.
Von Ramon Schwenk
chenkt man den Versprechungen von Microsoft Glauben, ist Vista optimal auf den Notebook-Einsatz vorbereitet. Im Grunde genommen harmoniert das neue Windows tatsächlich ordentlich mit MobilPCs. Allerdings gibt es einige Ungereimtheiten, und wichtige Einstellungen sind gut versteckt. Welche Hürden Sie nehmen müssen, lesen Sie in diesem Artikel.

S

1. Hardware-Kompatibilität kontrollieren
Neue Notebooks liefern fast alle Hersteller mit vorinstalliertem Windows Vista aus. Die mitgelieferten Treiber sind meist optimal

an die Notebook-Hardware angepasst und unterstützen Zusatzfunktionen wie spezielle Eingabegeräte oder die Eigenheiten des Displays. Komplizierter wird es, wenn Sie ein älteres Notebook mit Vista aufrüsten wollen. Denn Mobilrechner sind häufig mit exotischen Komponenten ausgestattet, für die

Mit Strom knausern: Die vordefinierten Sparpläne regeln, wie PC oder Notebook mit Energie haushalten (Punkt 2)
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TUNING

Mit Vista unterwegs

Tuning

Steuerzentrale: Alle Notebook-Funktionen erreichen Sie schnell über das Mobilitätscenter in der Systemsteuerung (Punkt 3) wie sich beispielsweise die WLAN-Hardware oder die Suche und Indizierung von Vista im Akkubetrieb verhalten sollen.

Notebook ausschalten: Der Netzschalter versetzt das Notebook standardmäßig immer in den Energiesparmodus (Punkt 4)

3. Schneller im Mobilitätscenter
Zentrale Anlaufstelle für den Notebook-Nutzer ist das Mobilitätscenter. Diese neu geschaffene Oberfläche verlinkt zu den entsprechenden Einstellungen, die an sich auch in der Systemsteuerung zu erreichen wären. Wer sein Notebook häufiger an unterschiedliche Einsatzbedingungen anpassen möchte, muss sich dazu also nicht mehr durch mehrere Punkte der Systemsteuerung hangeln. Im Mobilitätscenter passen Sie die wichtigsten Einstellungen wie Helligkeit, Energieoptionen, Mehrmonitor-Betrieb und drahtlose Netzwerkverbindungen an. Nicht alles ist optimal gelöst: So landen Sie in Sachen Mehrmonitor-Betrieb letztlich bei den von Desktop-PCs bekannten Anzeigeeinstellungen. Immerhin versucht ein zwischengeschalteter Dialog, die „Klonen“- und „Desk-

top erweitern“-Problematik zu erläutern. Für Notebook-Nutzer ein echter Gewinn ist hingegen das Netzwerk- und Freigabecenter. Weitaus komfortabler als bisher lassen sich jetzt diverse Netzverbindungen verwalten. Wer oft unterschiedliche WLAN-Zugänge nutzt, ist damit nicht mehr auf ZusatzTools angewiesen, um einigermaßen bequem die richtige Verbindung zu wählen.

5. Umschalten im Systray
Die renovierte Batterieanzeige im Systray bietet die Auswahl zwischen drei Energiesparplänen zur schnellen Umschaltung. Klicken Sie das Icon an, so zeigt Vista eine Übersicht des aktuellen Status für den Akku und den aktiven Energiesparplan. Markieren Sie dann einfach einen anderen Sparplan. Welche der vorhandenen Stromsparpläne in diesem Dialog erscheinen, können Sie übrigens im Mobilitätscenter festlegen.

4. Vista schläft nur
Entsprechend den Standardeinstellungen auf Notebooks sorgt das Betätigen des Netzschalters für einen Sprung in den Energiesparmodus. Dies geschieht unabhängig davon, ob Sie den physikalischen Ausschalter oder den stilisierten Ausschaltknopf im Startmenü verwenden. Soll der Rechner auf derlei Aktion herunterfahren, müssen Sie dies explizit aktivieren. Dazu folgen Sie in den Energieoptionen dem Link „Auswählen, was beim Drücken des Netzschalters geschehen soll“.

6. Strom sparen mit powercfg
Das Kommandozeilen-Tool powercfg.exe erlaubt es, detailliert in die Vista-Stromsparmechanismen einzugreifen. Alle Parameter eines Energiesparplans lassen sich damit über die Konsole ändern. Praktisch ist die Möglichkeit, Energieschemata einfach zu im- oder exportieren. Einzelne Sparpläne lassen sich so auf andere Notebooks transferieren. Wer schlicht wissen will, welche Energieschemata vorhanden sind, bekommt dies mit „powercfg -list“ angezeigt. Ferner bietet das Tool eine Berichterstattung. Diese reicht über die verfügbaren Ruhezustandsfunktionen bis hin zu einer Liste, welche der Hardware-Komponenten spezifische Standby-Kriterien erfüllen.

Akkulaufzeit optimieren: So geht‘s
Die folgenden Tipps & Tricks helfen Ihnen beim Energiesparen auf mobilen Rechnern: Akkuanzeige nutzen: Im Systray präsentiert Ihnen Vista die erweiterte Funktion zur Akkuüberwachung. Platzieren Sie den Mauszeiger auf dem Symbol, und das Betriebssystem zeigt den Ladezustand des Akkus und den derzeit gewählten Energiesparplan an. Beim Doppelklicken des Icons erscheinen zusätzliche Details, die beispielsweise mehrere Akkus im Gerät berücksichtigen. WLAN und Bluetooth abschalten: Wenn Sie am Notebook gerade kein WLAN oder Bluetooth benötigen, sollten Sie den Funk abschalten. Bei voller Sendestärke verbraucht die Hardware einiges an Strom, entsprechend verlängern Sie durch das Abschalten die Akkulaufzeit. Karten entfernen: Entfernen Sie PC-Cards, wenn Sie sie vorübergehend nicht benötigen. Jede ins Notebook eingesteckte Karte frisst Strom, selbst wenn Sie gerade nicht darauf zugreifen. USB-Geräte meiden: Setzen Sie externe USB-Geräte im Akkubetrieb nur bei Bedarf ein, und stecken Sie sie bei Nichtbenutzung aus. Der Rechner muss die Geräte sonst mit Strom versorgen. Bildschirm dunkler schalten: Notebook-Displays haben einen mächtigen Energiebedarf, und je heller Sie den Bildschirm schalten, desto mehr Strom verbraucht die Anzeige. Regeln Sie die Displayhelligkeit daher wenn möglich herunter, etwa bei der Arbeit in geschlossenen Räumen.

7. Notebooks richtig absichern
Für den Schutz von Daten bei einem Notebook-Verlust bietet Vista zwei Funktionen. Mit dem bereits in XP Professional vorhandenen Encrypted File System (EFS) lassen sich einzelne Dateien oder ganze Ordner verschlüsseln. EFS steht jedoch nur in Vista Ultimate, Business und Enterprise bereit. Nur auf Notebooks mit TPM-Cryptochip gibt es in Vista Ultimate und Business zusätzlich die Laufwerksverschlüsselung Bitlocker („Systemsteuerung, Sicherheit, BitLockerLaufwerkverschlüsselung“).
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Virtuelle Maschinen
von dynamischen Platten: Der Container belegt auf der Festplatte des Host-Rechners nur so viel Platz, wie das Gastsystem tatsächlich beansprucht. Wichtig ist, dass der PC für das Host- und für das Gast-System genügend Arbeitsspeicher besitzt. Will man etwa Windows XP unter Vista laufen lassen, sind 512 MB RAM in jedem Fall zu knapp. Bei der CPU gilt: je mehr Power, desto besser. Ein 2-GHz-Rechner sollte es schon sein.

2. Sie brauchen ein Virtualisierungs-Tool
Gleich mehrere konkurrierende Virtualisierungs-Tools buhlen um die Gunst von Windows-Nutzern. Neben Virtual PC 2007 von Microsoft und Vm-Ware ist vor allem das Open-Source-Tool Virtual Box interessant. Die Software bietet eine hübsche Oberfläche und unterstützt Windows Vista. Alle nachfolgend vorgestellten Tools sind in der Lage, eine virtuelle Maschine laufen zu lassen. Abhängig vom verfügbaren Arbeitsspeicher und der CPU-Power geht das auch flott. Nennenswerte Tempo-Unterschiede zwischen den Tools konnten wir dabei nicht finden. Gleichmäßig schwach ist bei allen Tools die Leistung der emulierten Grafikkarte – Computerspiele kommen für eine virtuelle Maschine somit nur in Frage, wenn sie keine Anforderungen an die Grafik stellen. Vista konnten wir auf allen Tools installieren beziehungsweise als fertiges Gast-System starten – immer aber nur mit der reduzierten Aero-Bedienerführung.

Virtuelles Vista
XP und Linux unter Vista laufen lassen oder Vista selbst im Fenster nutzen – eine virtuelle Umgebung macht’s möglich. Wir erklären, wie die Vista-Virtualisierung funktioniert.
Von Arne Arnold und Christoph Metzger
oftware in Vista gründlich testen oder Linux-Betriebssysteme gefahrlos ausprobieren, ohne einen System-Crash zu riskieren, mit potenziell gefährlichen Programmen ohne Folgen experimentieren oder sicher surfen komplett ohne Virenschutz: mit einer virtuellen Umgebung geht das ganz einfach. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Vista zusammen mit virtuellen Maschinen funktioniert, und stellen mehrere Tools vor, die sich für die Virtualisierung eignen.

S

1. So funktioniert ein virtueller Rechner
Ein virtueller PC besteht nicht aus Hauptplatine, Grafikkarte und RAM, und Sie benötigen auch keinen Schraubendreher, um eine neue Festplatte einzubauen. Stattdessen

übernimmt spezielle Virtualisierungs-Software auf Ihrem PC (Host-System) die Aufgabe der Hardware-Komponenten und spiegelt einem Betriebssystem (Gast-System) oder einer Anwendung vor, auf einem tatsächlichen PC zu laufen. Einen einmal eingerichteten virtuellen PC können Sie jederzeit umkonfigurieren und zum Beispiel den bereitgestellten Arbeitsspeicher vergrößern, zusätzliche Laufwerke hinzufügen oder bestimmte Komponenten abschalten. Die Festplatte des virtuellen Rechners speichern Virtualisierungsprogramme in einer Container-Datei auf der Festplatte des Host-PCs. Dabei gibt der Anwender die Größe der virtuellen Festplatte vor – entweder eine feste Angabe oder einen Maximalwert, bis zu dem die Container-Datei anwachsen darf. Vorteil

3. Den richtigen Emulator wählen
Auch in puncto Handhabung machen sowohl Virtual PC als auch Vm-Ware und Virtual Box eine gute Figur. Virtual PC 2007 ist das richtige Programm, wenn Sie primär Windows als Gast-System planen und auf eine USB-Unterstützung verzichten können. Die Installation verläuft problemlos, und mit den Einrichtungsassistenten haben Sie binnen Minuten eine neue virtuelle Maschine konfiguriert. Für Vm-Ware sollten sich vor allem versierte Anwender entscheiden, die Linux als virtuelle Maschine benötigen. Virtual Box überzeugt vor allem durch eine umfangreiche Betriebssystemunterstützung. Allerdings hatten wir bei unseres Tests mit Vista einige Probleme beim Speichern und Wiederherstellen von Schnappschüssen. SoTIPPS & TRICKS 5/2007

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Virtuelle Maschinen
2000 und XP, Server 2003, OS/2, Linux, Novell Netware und Sun Solaris. Außerdem gibt es den Typ „Other/ Unknown“, den Sie wählen, wenn Sie ein nicht explizit aufgeführtes Betriebssystem installieren möchten. Im nächsten Schritt stellen Sie die RAMGröße ein. Virtual Box gibt in der Regel zu wenig Speicher vor. Fenster im Fenster: Vm-Ware unterstützt Windows Vista soZiehen Sie den Schiewohl als Host- als auch als Gast-Betriebssystem (Punkt 3) ber daher bis zur gewünschten Arbeitswohl von Virtual PC als auch von Vm-Ware speichermenge nach rechts – je mehr RAM gibt es Server-Versionen, die offiziell in ers- das virtuelle System zur Verfügung hat, dester Linie für Firmen gedacht sind. Damit las- to schneller arbeitet es. Für Vista sollten es sen sich mehrere Server-Betriebssysteme mindestens 512 MB, besser 1 GB sein. auf einem einzigen PC zusammenfassen. Der Die virtuelle Maschine benötigt außerdem Clou: Die Server-Versionen lassen sich zu- eine Festplatte. Mit „New“ rufen Sie den Damindest unter Windows XP auch auf einem tenträgerassistenten auf. Klicken Sie auf PC von der Stange installieren. Wer den kos- „Next, Dynamically expanding image“, und tenlos angebotenen Vm-Ware Server auf sei- übernehmen Sie die Vorgabe mit „Next“. nem PC installiert, kann damit so gut wie Auf diese Weise erzeugen Sie eine dynaalles machen, was die Vm-Ware Workstation misch anwachsende Platte. Die Image-Datei bietet. Von der Bezeichnung „Server“ dazu legt Virtual Box auf der echten Festbraucht man sich nicht verwirren zu lassen. platte ab und ändert ihre Größe bei Bedarf. Bei „Image File Name“ legen Sie den Datei4. XP und Linux mit Virtual Box namen für die Plattendatei fest. Den Speiunter Vista cherpfad stellen Sie mit einem Klick auf das Virtual Box (www.virtualbox.org) verwenden Ordnersymbol ganz rechts ein. Bei „Image Sie am besten in der für den privaten Einsatz Size“ legen Sie die gewünschte Größe des kostenlosen Version. Starten Sie dazu das virtuellen Laufwerks fest. Für Vista sind zwiSetup-Programm (auf C CD). Während des schen 10 und 15 GB Installationsvorgangs erscheint zweimal ein empfehlenswert. Mit Hinweisfenster, da Virtual Box versucht, Klicks auf „Next“ und nicht signierte Treiber aufzuspielen. Bestäti- „Finish“ beenden Sie gen Sie die Einblendungen mit Klicks auf den Plattenassisten„Installation fortsetzen“, ansonsten läuft das ten, mit „Next“ und Tool nicht. „Finish“ schließen Sie die Einrichtung ab.

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Überblick Virtuelle Maschinen
Inhalt 1. So funktioniert ein virtueller Rechner 2. Virtualisierungs-Tools 3. Den richtigen Emulator wählen 4. XP und Linux mit Virtual Box 5. PC in Virtual Box anlegen 6. Einstellungen tunen 7. Gast unter Vista aufspielen 8. Guest Additions installieren 9. Vista unter Virtual PC 2007 10. Vista aufspielen 11. Vista-Installationsumfang festlegen 12. Vista mit Vm-Ware Server nutzen 13. Neuen PC konfigurieren 14. Gast-System festlegen 15. Virtuelle Festplatte konfigurieren 16. Vm-Ware-PC starten Kästen Netzwerk-Optionen VMX-Wizard 98 101 Seite 96 96 96 97 97 97 98 98 98 99 99 99 100 100 101 101

Bevor Sie nun Windows Vista als Gastbetriebssystem einrichten, sollten Sie die standardmäßig vergebenen Optionen für die virtuelle Maschine prüfen. Klicken Sie dazu in der Virtual-Box-Konsole auf „Settings“. Die Übersicht zeigt in der linken Fensterhälfte eine Kategorienliste und rechts die zugehörigen Optionen an. Unter „General“

5. Neuen virtuellen PC in Virtual Box einrichten

Beim ersten Aufruf meldet sich der Assistent von Virtual Box zum Einrichten eines neuen virtuellen PCs. Klicken Sie auf „Next“, und geben Sie einen Namen für die virtuelle Maschine ein. Anschließend wählen Sie bei „OS Type“ (Operating System) das Betriebssystem aus, das Sie auf dem virtuellen System einrichten wollen. Zur Auswahl stehen neben Vista auch Windows 95/98/ME, NT 4,
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6. Einstellungen tunen
Virtual Box zeigt den neuen virtuellen PC in der Konsole an. In ihr lassen sich virtuelle Maschinen mit einem Doppelklick auf den Namen des Systems starten.

Frischer Wind: Das bislang wenig bekannte VirtualisierungsTool Virtual Box ist optimal für Vista vorbereitet (Punkt 4)
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Virtuelle Maschinen
spätere Installation von Vista & Co. wichtig. Mit „ISO Image File“ laden Sie das ISO-Image einer CD oder DVD als Laufwerk ins virtuelle System. Standardmäßig dürfen Gast-PCs nicht auf die Soundkarte zugreifen. Wenn Sie eine AudioAusgabe am Gast-PC wünschen, aktivieren Sie die Option „Sound, Enable Audio“. An den übrigen Einstellungen von Virtual Box sind normalerweise keine Änderungen erforderlich. tionsprogramm von der eingelegten SetupDVD. Um die Disc später wieder freizugeben, wählen Sie im Menü „Devices“ den Punkt „Unmount CD/DVD-ROM“ aus. Möchten Sie ein Betriebssystem von einem ISO-Image installieren, oder soll der Rechner ein Betriebssystem von einer Live-DVD booten, klicken Sie sofort nach dem Start der virtuellen Maschine im Menü „Devices“ auf „Mount CD/DVD-ROM, CD-DVD-ROM Image“. Im nächsten Fenster gehen Sie auf „Add“, wählen die ISO-Datei aus und laden die Datei mit einem Klick auf „Select“. Anschließend greift Virtual Box auf das gewählte Laufwerk oder Image zu.

8. Guest Additions installieren
Für Komfortfunktionen wie einen automatischen Wechsel der Maus zwischen Gast und Host, der Verwendung einer höheren Desktop-Auflösung für das Gastsystem oder der Nutzung eines Freigabeordners zum Datei-Austausch zwischen echtem und virtuellem PC müssen Sie die Guest Additions im Gast-System installieren. Für Gast-PCs mit Windows starten Sie die virtuelle Maschine und warten, bis das System vollständig gebootet hat. Dann rufen Sie im Menü „Devices“ den Befehl „Install Guest Additions“ auf und folgen den Anweisungen des Assistenten. Nach Abschluss des Setups klappt das Verlassen des Gast-PC-Fensters auch ohne die Host-Taste.

Nicht geizen: Die vorgeschlagenen gut 3,5 GB sind für Vista zu wenig. 10 GB sollten Sie dem System schon gönnen (Punkt 5) passen Sie die Arbeitsspeicher- und VideoRAM-Größe an. Interessant ist vor allem das Register „Advance“. Bei „Boot Order“ legen Sie die Reihenfolge der Laufwerke beim Systemstart fest. Damit sich Vista von der Setup-DVD installieren lässt, muss in der Bootreihenfolge der Eintrag „CD/DVDROM“ vor „Hard Disk“ stehen. Im Abschnitt „Hard Disks“ können Sie maximal drei virtuelle Festplatten an den GastRechner anschließen. Wollen Sie dem virtuellen PC den Zugriff auf das Diskettenlaufwerk erlauben, aktivieren Sie unter „Floppy“ die Option „Mount Floppy Drive“. Unter „CD/DVD-ROM“ stellen Sie ein, welches Laufwerk des Host-PCs die virtuelle Maschine nutzen darf. Diese Vorgabe ist für die

7. Vista als Gastbetriebssystem unter Vista aufspielen
Legen Sie die Setup-DVD von Vista ins Laufwerk. Dann klicken Sie in der Virtual-BoxKonsole doppelt auf den Namen der virtuellen Maschine. Virtual Box öffnet ein zunächst noch leeres Fenster und blendet eine Info zur Nutzung der Host-Taste ein: Drücken Sie die rechte <Strg>-Taste, um die Kontrolle des Mauszeigers wieder an das Host-System zu übergeben. Aktivieren Sie „Do not show this message again“, um den Hinweis künftig zu unterdrücken, und schließen Sie das Fenster mit „OK“. Die virtuelle Maschine greift auf das Laufwerk im Host-PC zu und startet das Installa-

9. Vista unter Virtual PC 2007 einrichten
Virtual PC 2007 (www.microsoft.com/win dows/virtualpc/) unterstützt im Unterschied zur Vorgängerversion Vista als Host-Betriebssystem und auch als Gast in einer virtuellen Maschine. Beim ersten Programmaufruf erscheint wie bei Virtual Box ein Assistent zum Einrichten einer virtuellen Maschine. Klicken Sie auf „Weiter“, und wählen Sie „Virtuellen Computer erstellen“ aus. Tippen Sie einen Namen für das System ein, und bestätigen Sie mit „Weiter“. Im nächsten Schritt wählen Sie aus der Betriebssystemliste beispielsweise „Windows Vista“ aus. Bestätigen Sie Ihre Wahl mit einem Klick auf „Weiter“. Die vorgeschlagene Arbeitsspeichervorgabe von 512 MB ist ein Minimalwert, den Sie erhöhen können. Übernehmen Sie Ihre Einstellung mit „Weiter“. Im nächsten Fenster müssen Sie für das Gastsystem eine virtuelle
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Vista virtuell: Netzwerk-Optionen
Beim Einrichten eines virtuellen PCs als virtuelle Maschine stehen Ihnen drei Netzwerk-Typen zur Verfügung. Was Sie hier wählen müssen, hängt von der Art der Internet-Anbindung ab. „Use bridged networking“: Mit dieser Standardvorgabe verhält sich der virtuelle PC wie ein eigenständiger Rechner mit eigener Netzwerkkarte. Für die Internet-Verbindung muss sich im Netz beispielsweise ein DSL-Modem, ein Switch, ein Access Point oder ein PC („Internetverbindungsfreigabe“) befinden. Das Gerät sollte IP-Nummern automatisch per DHCP vergeben. Ihr Gast-System konfigurieren Sie entsprechend den Einstellungen der anderen PCs im Netzwerk. „Use network address translation (NAT)“: Ist diese Option aktiv, teilen sich Host- und GastRechner die Netzverbindung. Die virtuelle Maschine bekommt ihre IP-Nummer vom VM-WareDHCP-Server. Sie kann eine vom Host-PC aufgebaute Internet-Verbindung (DSL, ISDN, Modem) mitbenutzen. Vom übrigen Netzwerk aus ist sie nicht erreichbar. „Use host-only networking“: Mit dieser Einstellung können Sie nur zwischen Host- und GastSystem eine Netzwerkverbindung aufbauen, beispielsweise für den Datenaustausch. Eine Verbindung des Gast-Systems über den Host zum Internet ist nicht möglich.

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Virtuelle Maschinen
Festplatte anlegen. Virtual PC speichert sie als Abbilddatei auf der Festplatte des HostPCs. Wählen Sie den Punkt „Neue virtuelle Festplatte“. Vergeben Sie einen Namen, und wählen Sie den Speicherpfad. Der Assistent schlägt für die virtuelle Festplatte 65 GB Kapazität vor. Diesen Wert können Sie verringern. Mit „Weiter“ und „Fertig stellen“ schließen Sie den Vorgang ab.

Tuning

10. VM starten und Vista aufspielen
Das Hauptmenü von Virtual PC ist ein Konsolenfenster. Hier zeigt die Software alle virtuellen Computer aufgelistet. Der Einrichtungsassistent hat Ihren neuen virtuellen Rechner bereits hinzugefügt. Den Gast-PC starten Sie nur mit einem Doppelklick oder mit dem Button „Starten“. Als Nächstes steht die Installation des GastBetriebssystems auf dem Programm. Sie benötigen dafür die entsprechende Installations-CD oder -DVD. Starten Sie die virtuelle Maschine per Doppelklick auf ihren Namen, und wählen Sie oben im Fenster im Menü „CD“ den Eintrag „Physikalisches Laufwerk <Laufwerksbuchstabe>: verwenden“. Nun bootet Virtual PC 2007 vom Installationsmedium und startet das Setup-Programm. An dieser Stelle müssen Sie ein wenig Geduld haben, denn das Laden und Initialisieren des Installationsprogramms innerhalb von Virtual PC 2007 dauert wesentlich länger als auf einem echten Rechner. Nachdem das Installationsprogramm geladen ist, erscheint im Falle von Vista das erste Dialogfenster, in dem Sie die Installationssprache, das Format für Uhrzeit und Währung sowie das Tastaturlayout auswählen. Klicken Sie dann auf „Weiter“ und im Anschluss auf „Jetzt installieren“. Nun geben Sie den 25-stelligen Product-Key zu Vista ein. Wenn Vista im Anschluss an die Installation aktiviert werden soll, lassen Sie die Checkbox unten im Fenster eingeschaltet – andernfalls schalten Sie sie ab und aktivieren das Betriebssysten später telefonisch oder mittels Internet. Klicken Sie auf „Weiter“. Lesen und akzeptieren Sie nun die Lizenzbestimmungen, danach klicken Sie erneut auf „Weiter“.

Vista als virtuelle Maschine installieren: Legen Sie die Setup-DVD von Vista ins echte Laufwerk, und starten Sie mit einem Doppelklick die virtuelle Maschine (Punkt 7) tion. Wählen Sie im folgenden Schritt als on, Virtual Machine Additions installieren/ Laufwerk, auf dem das Betriebssystem ein- aktualisieren“ und folgen den Anweisungen gerichtet werden soll, die virtuelle Festplatte des Assistenten. von Virtual PC aus – das ist normalerweise 12. Vista mit Vm-Ware Server das Laufwerk C:. nutzen Um das Partitionieren und Formatieren kümmert sich Vista automatisch. Anschlie- Der große Bruder von Vm-Ware Player heißt ßend beginnt das eigentliche Setup von Vm-Ware Server (www.vmware.com/de/) – Windows Vista, das einige Zeit in Anspruch das Programm läuft aber auch auf PCs. Die nimmt. Dabei werden die Dateien auf die Software von Vm-Ware ist kostenlos, lässt virtuelle Festplatte kopiert, extrahiert und sich schnell einrichten und komfortabel beeingerichtet. Danach startet das Setup-Pro- dienen. Vom Namensbestandteil „Server“ gramm Vista automatisch neu und schließt sollten Sie sich nicht irritieren lassen. Sie die Installation ab. Am Ende des Vorgangs bedienen das Programm auf Ihrem PC ähnlich wie die Desktop-Produkte Vm-Ware steht ein weiterer Neustart. Legen Sie einen Benutzernamen samt Passwort fest, und geben Sie einen PC-Namen ein. Bestätigen Sie bei allen weiteren Optionen die Vorgaben. Damit ist Vista einsatzbereit. Bei den Virtual Machine Additions handelt es sich um ein Zusatzmodul zur Verbesserung der Kompatibilität mit Vista, das Sie nun noch einrichten sollten. Dazu wählen Sie im laufenden Vir- Im Assistenten: Bevor Sie Vista in Virtual PC 2007 einrichten, tual-PC-Fenster „Akti- müssen Sie einen neuen virtuellen Rechner erzeugen (Punkt 9)
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11. Vista-Installationsumfang festlegen
Entscheiden Sie sich im nächsten Fenster für eine benutzerdefinierte Vista-InstallaTIPPS & TRICKS 5/2007

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Virtuelle Maschinen
Rechner) oder „Remote host“ (entfernter Rechner) wählen können. In der Regel wählen Sie hier „Local host“, es sei denn, Sie wollen auf einen anderen PC mit Vm-Ware Server über das Netzwerk zugreifen. In diesem Fall geben Sie den Namen des Rechners oder seine IP-Nummer sowie Ihren Benutzernamen und Ihr Kennwort zur Anmeldung auf diesem Rechner ein. Im Fenster „Local host – VMware Server Console“ klicken Sie auf „File, New, Virtual Machine“, um ein neues Gast-System einzurichten. Ein Assistent unterstützt Sie bei dieser Aufgabe und führt Sie durch die nötigen Schritte. Vorgaben übernehmen: Im ersten Dialog ist nichts einzustellen. Klicken Sie einfach auf „Weiter“. Im zweiten Dialog belassen Sie in der Regel die Vorgabe „Typical“. Bei „Custom“ fragt Sie der Assistent nach Details der Konfiguration. Meist können Sie seine Vorschläge übernehmen.

Sie den Microsoft Webserver (IIS – Internet Information Server) nicht auf Ihrem PC eingerichtet haben, bekommen Sie eine informative Meldung. Diese können Sie mit „OK“ bestätigen und danach mit der Installation fortfahren. Den Webserver benötigen Sie nur, wenn Sie VmWare Server über ein Virtual-PC-Konsole: Mit einem Doppelklick auf den Namen der Netzwerk verwalten virtuellen Maschine starten Sie das System (Punkt 10) wollen. Für den Einsatz auf Player oder Vm-Ware Workstation. Ver- einem Einzelplatz-PC ist diese Funktion glichen mit Vm-Ware Workstation, fehlen nicht erforderlich. Bei Bedarf können Sie sie beispielsweise die Team-Funktionen und die nach dem Einrichten des IIS nachrüsten, inMöglichkeit, mehrere Snapshots anzulegen. dem Sie das Vm-Ware-InstallationsproVm-Ware Server enthält dafür zusätzliche gramm erneut aufrufen. Das InstallationsFunktionen für die Nutzung über ein Netz- programm bietet Ihnen außerdem an, „Auwerk, die Sie aber nicht verwenden müssen. torun“ für CD-/DVD-Laufwerke zu deaktivieUnsere Schritt-für-Schritt-Anleitung führt ren. Sie sollten diesen Vorschlag akzeptieSie durch alle Stationen – von der Installati- ren. Andernfalls kann es beim gleichzeitigen on der Software bis zum Einsatz des virtu- Dateizugriff auf das Laufwerk zu Konflikten ellen Rechners. zwischen dem Host-System (Ihrem eigentDas englischsprachige Installationspaket – lichen PC) und dem Gast-System (virtueller eine deutschsprachige Version gibt es bis- PC) kommen. her nicht – laden Sie über http://vmware. Zuletzt müssen Sie noch die Seriennumcom herunter (145 MB). In jedem Fall müs- mern eintragen, die Sie per Mail von VMsen Sie sich auf der Website des Herstellers Ware erhalten haben, und mit „Enter“ bekostenlos mit Ihrer Mailadresse registrieren. stätigen. Wenn Sie auf die Schaltfläche Im Anschluss daran erhalten Sie eine Seri- „Skip“ klicken, wird die Installation auch ennummer zugeschickt. ohne Seriennummer abgeschlossen. Sie Starten Sie die EXE-Datei, und folgen Sie müssen diese dann aber nach dem Start des den Anweisungen des Assistenten. Wenn Programms angeben.

14. Gast-System festlegen und Netzwerk einrichten
Danach wählen Sie das Betriebssystem für den Gast aus. Bei Windows beispielsweise stehen Ihnen alle Versionen von 3.1 über 98 bis Vista zur Verfügung. Die Unterstützung für Letzteres ist in der Version 1.0.1 build29996, die uns bei Redaktionsschluss vorlag, noch als experimentell gekennzeichnet. Es ist also nicht garantiert, dass sich Vista problemlos einrichten lässt und ohne Fehler läuft. Unsere ersten Tests verliefen jedoch erfolgreich. Neben Windows stehen auch mehrere Linux-Varianten zur Wahl, außerdem Novell Netware 4 bis 6, Sun Solaris 9 und 10 sowie MS-DOS und Free-BSDB (unter „other“). Tragen Sie unter „Virtual Machine Name“ einen aussagekräftigen Namen für den virtuellen PC ein. Unter „Location“ steht standardmäßig der Pfad „C:\Virtual Machines“. Wenn Sie auf dieser Platte genug Platz haben, können Sie es dabei belassen. Andernfalls geben Sie den Pfad zu einem vorhandenen Verzeichnis auf einer anderen Festplatte oder Partition ein. Alternativ wählen Sie ihn über die Schaltfläche „Browse“. Im Dialog „Network Type“ sehen Sie mehrere Optionen. Ist im Netz beispielsweise ein DSL-Modem mit automatischer Adressvergabe (DHCP) vorhanden, belassen Sie die erste Einstellung. Was die Optionen im Einzelnen bewirken, erklären wir im Kasten auf der vorherigen Doppelseite.
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13. Neuen PC einrichten
Das Installationsprogramm legt standardmäßig eine Verknüpfung mit dem Namen „VMware Server Console“ auf dem Desktop und im Startmenü unter „Programme, VmWare, VMWare Server“ an. Wenn Sie das Programm darüber starten, erscheint ein Fenster, in dem Sie zwischen den Optionen „Local host“ (Ihr

Kompatibilität verbessern: Mit den Virtual Machine Additions ist die Vista-Integration in das Host-System perfekt (Punkt 11)

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15. Virtuelle Festplatte konfigurieren
Stellen Sie die Größe für das FestplattenAbbild (Image) ein. Wählen Sie hier besser einen größeren Wert (10 GB oder mehr), wenn Sie genug Platz auf Ihrer echten Festplatte haben. Die virtuelle Platte lässt sich nachträglich nicht mehr ohne Weiteres vergrößern. Falls der Platz später knapp wird, können Sie aber jederzeit weitere virtuelle Platten hinzufügen. Die Vorgabe „Allocate all disk space now“ sollten Sie, wenn möglich, übernehmen. Das Festplatten-Abbild belegt dann zwar sofort den zugewiesenen Platz auf der Platte, die Leistung ist dann aber am besten. Wenn Sie diese Klickbox deaktivieren, erzeugt Vm-Ware nur ein Abbild minimaler Größe. Abhängig vom Platzbedarf des Gast-Systems kann es bis zur Maximalgröße wachsen, die Sie vorher festgelegt haben. Ist die Klickbox vor „Split disk into 2 GB files“ aktiv, teilt Vm-Ware das Abbild in 2-GB-Häppchen auf. Das kostet ebenfalls Leistung und ist nur auf Partitionen mit einer Beschränkung der Dateigröße erforderlich (FAT16 oder FAT32). Bei NTFS-Partitionen (Standard bei Windows 2000, XP und Vista) lassen Sie die Klickbox daher deaktiviert. Nach einem letzten Klick auf „Fertig stellen“ erzeugt der Assistent das Festplatten-Abbild, erstellt die Konfigurationsdatei (VMXDatei) für den neuen virtuellen PC und legt eine Verknüpfung unter „Inventory“ im linken Bereich des Fensters an.

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16. Virtuellen PC starten
Legen Sie das Medium mit dem zu installierenden Betriebssystem ins Laufwerk. Wählen Sie unter „Inventory“ einen virtuellen PC aus, und klicken Sie auf die grüne Schalt- Vm-Ware-System einrichten: Ein Assistent unterstützt Sie bei fläche („Power on“). dieser Aufgabe und führt Sie durch die Schritte (Punkt 13) Innerhalb von Vm-Ware Server verhält sich ein virtueller PC genau Vm-Ware-Fensters gefangen. Sie müssen wie andere PCs. Der PC bootet vom CD- <Strg>-<Alt> drücken, um ihn herausbeweLaufwerk. Installieren Sie das Betriebssys- gen zu können. tem wie gewohnt. Nach Installation des Ein Gast-System läuft in einem Fenster. DarGast-Systems sollten Sie über „VM, Install in bedienen Sie den virtuellen PC wie geVM-Ware Tools“ auf jeden Fall die Tools wohnt. Über das Icon „Full Screen“ in der und angepassten Treiber einrichten. Nur Symbolleiste schalten Sie in die Vollbilddann läuft ein System in der Virtualisierung darstellung und mit <Strg>-<Alt> wieder optimal. Unter anderem ist der Mauszeiger zurück. Wenn Sie das System nicht mehr ohne die VM-Ware Tools innerhalb des benötigen, fahren Sie es herunter.

VMX-Wizard: Das Tool für den Vm-Ware Player
Vm-Ware Player ist eine einfache Lösung, um mit virtuellen Maschinen zu arbeiten. Solche erstellen kann das Tool aber nicht. Dieses Manko beseitigt der VMX-Wizard (http://rhysgoodwin.orcon.net.nz/vmxwizard/). 1. Beim Start der Installationsdatei erscheint keine Meldung. Nach wenigen Sekunden ist das Programm dennoch aufgespielt. Sie finden unter „Start, Alle Programme“ den neuen Eintrag „VMXWizard“. 2. Starten Sie VMX-Wizard. Mit „Next“ verlassen Sie den Begrüßungsdialog und gelangen zur Auswahl des künftigen Betriebssystems. In unserem Beispiel gehen wir davon aus, dass Sie Windows installieren wollen. Unter „Version“ steht zwar nur „Windows XP Pro“, trotzdem lassen sich auch ältere Versionen wie 98 installieren. 3. Unter „Memory to allocate“ legen Sie fest, wie viel RAM die virtuelle Maschine erhält. Dieser Speicher wird beim Ausführen des Gast-Systems dynamisch vom tatsächlich vorhandenen Arbeitsspeicher abgezwackt. 4. Im nächsten Dialog legen Sie die Größe der virtuellen Festplatte fest. Für Windows XP mit Service Packs empfehlen wir beispielsweise 5 GB. 5. Bestätigen Sie, dass zum virtuellen PC ein CD-/DVD-Laufwerk gehört. Alternativ lässt sich auch ein ISO-Image angeben. Das ist etwa nützlich, wenn Sie mit Vm-Ware Player eine Live-CD/-DVD wie Knoppix (www. knopper.net) starten wollen. Diese Angabe können Sie in VMX-Wizard nicht mehr ändern. Das geht nur mit dem VMX-Builder. 6. Unter „Network Options“ sorgen Sie für den Anschluss ans Internet. „Ethernet 0, Enable“ lassen Sie aktiviert. Ändern Sie noch im Drop-downFeld den Netzwerkadapter auf „VM Network 8 (NAT)“. Das funktioniert für fast alle Konfigurationen. 7. Legen Sie den Namen der virtuellen Maschine und ihren Speicherort fest. Es erscheint eine Zusammenfassung der Konfiguration. Falls Sie etwas ändern wollen, gehen Sie über den „Back“-Knopf einen Schritt zurück. 8. Anschließend bietet der VMX-Wizard an, den virtuellen PC zu starten. Die Installations-CD Ihres Betriebssystems sollte im Laufwerk liegen. Im Test griff der neue PC automatisch darauf zu. Klappt das nicht, dann klicken Sie beim Start ins Player-Fenster. Per <Esc> kommen Sie ins Bootmenü. Die Installation von Windows läuft dann wie gewohnt.

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Erweiterte Systemverwaltung
erung, System und Wartung, Verwaltung, Zuverlässigkeits- und Leistungsüberwachung“. Alternativ können Sie diese Funktion auch über „Start“ und die Eingabe von „perfmon.msc“ starten. Wenn Sie die Konsole als Benutzer mit Administratorrechten starten, können Sie die Auslastung und Leistung von CPU, Datenträgern, Netzwerk und Speicher in Echtzeit überwachen. Durch Erweitern der Ressourcen können Sie zusätzliche Informationen anzeigen und überprüfen, welche Ressourcen von welchen Prozessen genutzt werden. Der Bereich mit der Ressourcenübersicht enthält vier animierte Diagramme, welche die Auslastung der CPU-, Datenträger-, Netzwerk- und Speicherressourcen des lokalen Computers in Echtzeit beschreiben. Unter den Diagrammen befinden sich vier erweiterbare Bereiche, in denen Einzelheiten zur jeweiligen Ressource angezeigt werden können. Klicken Sie zur Anzeige dieser Informationen auf den Abwärtspfeil rechts neben dem jeweiligen Balken: Im Bereich „CPU“ wird die aktuelle Auslastung der CPU-Kapazität in Prozent angezeigt. Für die CPU stehen außerdem folgende Detailinformationen zur Verfügung: Image (Bild): die Anwendung, welche die CPU-Ressourcen nutzt. PID: die Prozess-ID der Anwendungsinstanz. Threads: die Anzahl der Threads, die aktuell für die Anwendungsinstanz aktiv sind. CPU: die CPU-Zyklen, die aktuell für die Anwendungsinstanz aktiv sind. Average CPU (durchschnittliche CPU-Auslastung): die von der Anwendungsinstanz verursachte durchschnittliche CPU-Auslastung. Angezeigt wird der prozentuale Anteil an der Gesamtkapazität der CPU. Im Bereich „Datenträger“ wird die aktuelle Gesamtbelastung durch E-/A-Vorgänge angezeigt. Außerdem können folgende Detailinformationen abgefragt werden: Image (Bild): die Anwendung, welche die Datenträgerressourcen nutzt. PID: die Prozess-ID der Anwendungsinstanz. File (Datei): die Datei, die von der Anwendungsinstanz gelesen und/oder geschrieben wird. Read (Lesen): die aktuelle Geschwindigkeit (in Bytes/min), mit der die Anwendungsinstanz Daten aus der Datei liest. Write (Schreiben): die aktuelle Geschwindigkeit (in Bytes/min), mit der die Anwendungsinstanz Daten in die Datei schreibt.
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Leistung im Schnell-Check
Über den Eintrag „Zuverlässigkeit und Leistung“ in der Konsolenstruktur der Computerverwaltung behalten Sie die Leistung Ihres PCs im Auge und entdecken mögliche Schwachstellen.
Von Thomas Joos
nter Leistung versteht man die Geschwindigkeit, in der ein Computer Programm- und Systemaufgaben ausführt. Die Gesamtleistung eines Systems wird durch verschiedene Faktoren begrenzt. Hierzu zählen etwa die Zugriffsgeschwindigkeit der physischen Datenträger, die Speichermenge, die für alle laufenden Prozesse zur Verfügung steht, die Prozessorgeschwindigkeit und der Datendurchsatz der Netzwerkschnittstellen. Nachdem die einschränkenden Faktoren auf der Hardware-Seite identifiziert wurden,

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kann der Ressourcenverbrauch einzelner Anwendungen und Prozesse überprüft werden. Anhand einer umfassenden Leistungsanalyse, die sowohl die Auswirkungen von Anwendungen als auch die Gesamtkapazität berücksichtigt, können IT-Experten einen Bereitstellungsplan entwickeln und an die jeweiligen Anforderungen anpassen.

1. Überwachung der Systemleistung
Starten Sie die Zuverlässigkeits- und Leistungsüberwachung über „Start, Systemsteu-

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Erweiterte Systemverwaltung
Total (Gesamt): die aktuell von der Anwendungsinstanz durchgeführten Ein- und Ausgaben für den Datenträger (in Bytes/min). oder Verlaufsdaten angezeigt werden. Sie können im Systemmonitor Leistungsindikatoren entweder per Drag & Drop hinzufügen oder hierfür benutzerdefinierte Datensammlergruppen (Data Collector Sets, DCS) erstellen. Der Systemmonitor unterstützt verschiedene Ansichten für die visuelle Überprüfung der Daten in Leistungsprotokollen. Außerdem können benutzerdefinierte Ansichten in Form von Datensammlergruppen für die Verwendung in Leistungs- und Protokollfunktionen exportiert werden. Über das grüne Plus-Zeichen können Sie weitere Leistungsindikatoren einblenden lassen. Wählen Sie zunächst den entsprechenden Indikator aus, und klicken Sie auf „Hinzufügen“. Sie können eine Beschreibung der Indikatorengruppe anzeigen, die aktuell in der Liste ausgewählt ist. Aktivieren Sie dazu das Kontrollkästchen „Beschreibung anzeigen“ in der unteren linken Ecke des Bildschirms. Wenn Sie eine andere Gruppe auswählen, wird die zugehörige Beschreibung angezeigt. Sie können die verfügbaren Indikatoren einer Gruppe anzeigen, indem Sie auf den Abwärtspfeil rechts neben dem Gruppennamen klicken. Zum Hinzufügen einer Indikatorengruppe markieren Sie den Gruppennamen und klicken auf „Hinzufügen >>“. Nachdem Sie einen Gruppennamen markiert haben, können Sie durch Klicken auf den Abwärtspfeil die enthaltenen Leistungsindikatoren anzeigen. Wenn Sie einen Indikator in der Liste markieren, bevor Sie auf „Hinzufügen >>“ klicken, wird nur dieser Indikator hinzugefügt. Sie können einen ein-

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Überblick Systemverwaltung
Inhalt 1. Überwachung der Systemleistung 2. Die Bereiche Netzwerk und Speicher 3. Der Systemmonitor 4. Beobachten der Indikatorendaten 5. Sammlungssätze 6. Protokolle aus Sammlungssatz 7. Überwachung bei Speicherengpässen Kästen Zuverlässigkeitsüberwachung Buchtipp 104 105 Seite 102 103 103 104 105 105 105

2. Die Bereiche Netzwerk und Speicher
Im Bereich „Netzwerk“ wird der gesamte aktuelle Netzwerkverkehr (in KBit/s) angezeigt. Für die Netzwerkauslastung stehen außerdem folgende Detailinformationen zur Verfügung: Image (Bild): die Anwendung, welche die Netzwerkressourcen nutzt. PID: die Prozess-ID der Anwendungsinstanz. Address (Adresse): die Netzwerkadresse, mit welcher der lokale Computer Informationen austauscht. Hier kann ein Computername (wenn sich der andere Computer im selben LAN befindet), eine IP-Adresse oder ein voll qualifizierter Domänenname angezeigt werden. Send (Senden): die Datenmenge (in KBit/s), welche die Anwendungsinstanz aktuell vom lokalen Computer an die Adresse sendet. Receive (Empfangen): die Datenmenge (in KBit/s), welche die Anwendungsinstanz aktuell von der Adresse empfängt. Total (Gesamt): die gesamte Bandbreite (in KBit/s), die aktuell von der Anwendungsinstanz für das Senden und Empfangen genutzt wird. Im Bereich „Speicher“ werden die aktuellen Seitenfehler pro Sekunde und der aktuell genutzte physische Speicher in Prozent angezeigt. Folgende Detailinformationen können für Speicherressourcen abgefragt werden: Image (Bild): die Anwendung, welche die Speicherressourcen nutzt. PID: die Prozess-ID der Anwendungsinstanz. Hard Faults: die Anzahl der Hard Faults, die aktuell von der Anwendungsinstanz generiert werden. Working Sets (Arbeitsseiten): die Anzahl der Seiten, die aktuell für die Anwendungsinstanz im Speicher gehalten werden.

zelnen Indikator hinzufügen, indem Sie auf den Abwärtspfeil neben dem Gruppennamen klicken, den gewünschten Indikator markieren und danach auf „Hinzufügen >>“ klicken. Wenn Sie mehrere Indikatoren einer Gruppe auswählen möchten, klicken Sie bei gedrückter <Strg>-Taste auf die Namen in der Liste. Sobald alle gewünschten Indikatoren ausgewählt sind, klicken Sie auf „Hinzufügen >>“. Wenn Sie nur eine bestimmte Instanz eines Indikators hinzufügen möchten, markieren Sie einen Gruppennamen in der Liste, wählen den gewünschten Prozess in der Liste im Bereich Instanzen des gewählten Objekts aus und klicken auf „Hinzufügen >>“. Derselbe Indikator kann von mehreren Prozessen generiert werden. Bei Auswahl einer Instanz werden nur diejenigen Indika-

3. Der Systemmonitor
Wenn Sie in der Konsolenstruktur (die linke Fensterspalte) auf den Eintrag „Zuverlässigkeit und Leistung, Überwachungstools, Systemmonitor“ klicken, können Sie den PC noch genauer überwachen lassen. Im Systemmonitor werden die integrierten Windows-Leistungsindikatoren grafisch dargestellt. Es können Daten in Echtzeit
TIPPS & TRICKS 5/2007

Systemmonitor in Windows Vista: Das Bordwerkzeug bietet umfassende Anzeigemöglichkeiten, die sich individuell konfigurieren lassen (Punkt 3)
TUNING

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Tuning

Erweiterte Systemverwaltung
Die Berichtansicht enthält die Werte für den ausgewählten Indikator in Textform. Unter dem Ansichtsfenster befindet sich eine Legende mit Angaben zu den einzelnen Leistungsindikatoren. Über die Kontrollkästchen der einzelnen Zeilen können Sie steuern, welche Indikatoren in der Ansicht dargestellt werden. Wenn eine Zeile in der Legende ausgewählt ist, können Sie die zugehörige Indikatorlinie optisch hervorheben, indem Sie auf der Symbolleiste auf die Schaltfläche „Markierung“ klicken. Durch erneutes Klicken auf diese Schaltfläche wird die ursprüngliche Anzeige wiederhergestellt. Sie können die Eigenschaften für die Anzeige eines Indikators ändern. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die entsprechende Zeile in der Legende, und wählen Sie „Eigenschaften“. Daraufhin wird das Dialogfeld „Eigenschaften von Systemmonitor“ geöffnet. Die Registerkarte „Daten“ ist aktiviert. Passen Sie die Eigenschaften mit Hilfe der Drop-down-Menüs an. Mit der Schaltfläche „Anhalten“ auf der Symbolleiste können Sie die Anzeige einfrieren, um die aktuelle Aktivität zu überprüfen. Wenn Sie die Anzeige wieder aktivieren möchten, klicken Sie auf die Schaltfläche „Wiedergabe“. Durch Klicken auf „Vorwärts“ kann die Anzeige schrittweise durchlaufen werden. Wenn die Anzeige des Lini-

Sammlungssatz erstellen: Klicken Sie dazu in der Computerverwaltung mit der rechten Maustaste auf „Neu“ und dann auf „Sammlungssatz“ (Punkt 5) toren protokolliert, die vom gewählten Prozess erzeugt werden. Wenn Sie keine Instanz auswählen, werden alle Instanzen des Indikators protokolliert. Sie können nach Instanzen eines Indikators suchen, indem Sie die Indikatorengruppe markieren oder die Gruppe erweitern und den gewünschten Indikator markieren, den Prozessnamen in das Feld unterhalb der Instanzenliste für das gewählte Objekt eingeben und auf „Suchen“ klicken. Der eingegebene Prozessname wird in der Drop-downListe für eine weitere Suche angeboten. angezeigt. Abgebildet werden Daten über einen Zeitraum von zwei Minuten. Die Abtastung erfolgt von links nach rechts. Die X-Achse ist beschriftet. Mit Hilfe des Diagramms lassen sich Änderungen an den Aktivitäten der einzelnen Indikatoren über einen kurzen Zeitraum beobachten. Sie können Details für einen bestimmten Indikator anzeigen, indem Sie im Diagramm mit der Maus auf die entsprechende Indikatorlinie zeigen. Mit dem Drop-down-Menü auf der Symbolleiste können Sie die Anzeige für die aktuelle Datensammlergruppe ändern. In der Histogrammansicht werden Daten in Echtzeit angezeigt. In dieser Ansicht lassen sich Änderungen an den Aktivitäten der einzelnen Indikatoren beobachten.

4. Beobachten der Indikatorendaten in Systemmonitor
Standardmäßig werden die Daten in Systemmonitor in Form eines Liniendiagramms

Zuverlässigkeitsüberwachung: Das leistet sie
Die Zuverlässigkeitsüberwachung ist ein Snap-in für die Microsoft Management Console (MMC), das einen Überblick über die Systemstabilität sowie eine Trendanalyse mit Detailinformationen zu Ereignissen liefert, die sich auf die Stabilität des Gesamtsystems auswirken. Die Aufzeichnung entsprechender Daten beginnt mit der Systeminstallation. Bis Daten über einen Zeitraum von 28 Tagen zur Verfügung stehen, wird der Stabilitätsindex im Diagramm als gepunktete Linie dargestellt. Erst danach ist eine Messbasis für eine Berechnung vorhanden. In der oberen Hälfte der Zuverlässigkeitsüberwachung sehen Sie das Systemstabilitätsdiagramm und einen Kalender für die Auswahl eines Datums oder eines Datumsbereichs. Die Zuverlässigkeitsüberwachung speichert Verlaufsdaten für Systemstabilität und Zuverlässigkeitsereignisse über einen Zeitraum von einem Jahr. Im Systemstabilitätsdiagramm wird der fortlaufende Stabilitätsindex für das Betriebssystem angezeigt. In Windows Vista deckt das Diagramm einen Zeitraum von einem Monat ab. Am unteren Rand des Systemstabilitätsdiagramms sehen Sie fünf Kategorien für Zuverlässigkeitsereignisse, die in die Stabilitätsberechnung für das System eingehen. Wenn Sie auf das Pluszeichen (+) neben einer Kategorie klicken, werden die Ereignisse für das gewählte Datum beziehungsweise den gewählten Datumsbereich detailliert angezeigt. Die Zuverlässigkeitsüberwachung rufen Sie am besten über die Computerverwaltung auf, wie auch den Systemmonitor. Für jeden Ereignistyp sind in Vista folgende Daten verfügbar: „Installierte/Deinstallierte Software“, „Anwendungsfehler“, „Hardwarefehler“, „Treiberfehler“ und Zuverlässigkeitsüberwachung: Sie soll kri„Windows-Fehler“. tische Systemprobleme frühzeitig anzeigen

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TUNING

TIPPS & TRICKS 5/2007

Erweiterte Systemverwaltung
endiagramms angehalten und anschließend wieder gestartet wird, ändert sich der auf der X-Achse dargestellte Zeitraum. Der Systemmonitor arbeitet mit sogenannten Objekten, die beobachtet werden können. Für jedes dieser Objekte wie zum Beispiel den Prozessor gibt es eine Reihe von Leistungsindikatoren wie Prozessorzeit oder Interrupts/s. Für einzelne Objekte gibt es zudem mehrere Instanzen. Das ist zum Beispiel beim Prozessor der Fall, wenn mit einem Multiprozessor-System gearbeitet wird. Beim Objekt „Prozesse“ wird eine Instanz für jeden aktiven Prozess definiert.

Tuning

Sammlungssatz anpassen: In diesem Fenster führen Sie die gewünschten Änderungen an den Überwachungseinstellungen des Systemmonitors durch (Punkt 6) Satz Speicheroptionen zu konfigurieren. Sie können beispielsweise bestimmen, dass der Dateiname Angaben zum Protokoll enthalten soll, und die Dateigröße für bestimmte Protokolle begrenzen. Außerdem können Sie entscheiden, ob Daten überschrieben oder angehängt werden sollen. Klicken Sie in der Liste des Fensters mit der rechten Maustaste auf den Namen des Sammlungssatzes, der konfiguriert werden soll, und wählen Sie „Eigenschaften“. Auf der Registerkarte „Allgemein“ können Sie eine Beschreibung oder Schlüsselwörter für die Datensammlergruppe eingeben. Auf der Registerkarte „Verzeichnis“ ist das Stammverzeichnis als Standardverzeichnis festgelegt, in dem alle Protokolldateien für die Datensammlergruppe gespeichert werden. Mit „Aktiver Bereich“ geben Sie an, wann mit der Datensammlung begonnen wird. Mit den Optionen unter „Starten“ legen Sie fest, wann ein neues Protokoll erstellt wird. Sie können einen Startzeitpunkt angeben und die Wochentage festlegen, an denen die Datensammlung erneut gestartet wird. Auf der Registerkarte „Stoppbedingung“ können Sie Kriterien für Bedingungen angeben, bei denen die Datensammlung angehalten wird. Wenn Sie das Kontrollkästchen „Maximale Dauer“ aktivieren, können Sie festlegen, wie lange Daten gesammelt werden sollen. Ist dieses Kontrollkästchen deaktiviert, erfolgt die Datensammlung zeitlich unbegrenzt. Im Bereich „Grenzen“ können Sie durch Aktivieren des entsprechenden Kontrollkästchens einen Neustart der Datensammler vorsehen, wenn eine bestimmte Grenze erreicht ist. Auf diese Weise lassen sich segmentierte Protokolle erzeugen. Ist das Kontrollkästchen deaktiviert, erfolgt kein Neustart der Datensammlung, wenn eine der Grenzen erreicht ist. Beachten Sie: Wenn Sie auf der Registerkarte „Zeitplan“ ein Ablaufdatum festgelegt haben, das nach einer auf der Registerkarte „Stoppbedingung“ definierten Bedingung liegt, hat die Stoppbedingung Vorrang.

5. Sammlungssätze
Die Echtzeitanzeige ist nur eine Möglichkeit, Systemmonitor zu nutzen. Nachdem Sie eine Kombination aus Datensammlern zusammengestellt haben, die nützliche Echtzeitinformationen über Ihr System liefern, können Sie diese als Sammlungssätze (Data Collector Sets, DCS) speichern. Sammlungssätze bilden die Grundlage für die Leistungsüberwachung und Berichterstellung. Mit ihrer Hilfe lassen sich mehrere Datensammlungspunkte in einer Komponente zusammenfassen, die dann zum Überprüfen und Protokollieren genutzt werden kann. Um einen Sammlungssatz zu erstellen, beginnen Sie mit der Anzeige der Leistungsindikatoren. Erweitern Sie in der Konsole die Hierarchiestruktur, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf „Systemmonitor“, und zeigen Sie auf „Neu, Sammlungssatz“. Daraufhin wird der Assistent für die Erstellung einer neuen Datensammlergruppe gestartet. Die neue Datensammlergruppe enthält alle Informationen, die in der aktuellen Systemmonitoransicht ausgewählt sind. Alle von der Datensammlergruppe zusammengestellten Informationen werden im Stammverzeichnis gespeichert. Sie können diese Vorgabe auch ändern und einen anderen Speicherort angeben. Wenn Sie nicht den Standardbenutzer verwenden möchten, klicken Sie auf „Ändern“ und geben den Namen und das Kennwort des gewünschten Benutzers ein. Der Sammlungssatz muss unter dem Konto eines Benutzers mit Administratorrechten ausgeführt werden.

7. Leistungsüberwachung bei Speicherengpässen
Ein Problem bei der Performance-Analyse ist, dass die Beseitigung eines Engpasses oft zum nächsten führt. Dafür gibt es viele Beispiele. Wenn mehr Speicher bereitsteht, zeigt sich oft, dass auch die Prozessorauslastung bereits an der Kapazitätsgrenze ist. Es gibt nun einige Regeln für den Einsatz von Hauptspeicher. Die erste Regel lautet: Viel hilft viel, sowohl beim Hauptspeicher als auch beim Cache. Die zweite Regel besagt, dass die Auslagerungsdatei am besten auf einer anderen physischen Festplatte als der Systempartition aufgehoben ist. Der Preis dafür ist, dass dann keine SpeicherDumps bei einem Systemfehler mehr durchgeführt werden können.

Buchtipp
Dieser Artikel stammt aus dem rundum empfehlenswerten Kompendium „Windows Vista Business – Installation, Netzwerke, Praxistipps“ von Thomas Joos, Verlag Markt+Technik (www.mut.de, ISBN: 978-3-8272-4178-8, 944 Seiten – 1 CD, 39,95 Euro [D].

6. Protokolle aus einem Sammlungssatz erstellen
Ein Sammlungssatz erstellt eine Protokolldatei. Sie haben die Möglichkeit, für jeden
TIPPS & TRICKS 5/2007

TUNING

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Tipps & Tricks

Thema Tipps & Tricks Thema

45 Fragen und Antworten zu Vista
Was ist aus Win FS geworden, spielt Vista HD-DVDs ab, und wieso schaltet Aero sich automatisch ab? Mit unseren FAQ zum Stöbern, Nachschlagen und Informieren bleibt keine wichtige Frage rund um Vista mehr offen.
Von Redaktion PC-WELT
it Windows Vista wird alles schöner, bunter und besser – so frohlocken jedenfalls die Marketingexperten aus Redmond. Vista soll die täglichen Aufgaben am PC erleichtern und neue Kommunikationswege eröffnen. Seit Monaten befassen wir uns intensiv mit Vista. Exklusiv für Sie haben die Experten aus der PC-WELT-Redaktion einen Themenkatalog erstellt, in dem wir wichtige Fragen zu Vista beantworten.

M

Grundlagen
1. Woher stammt der Name Vista? Im Juli 2005, als der Name angekündigt wurde, erklärte Brad Goldberg (Windows Director of Product Development) dem Magazin News.com, dass der Name das Ergebnis einer Untersuchung gewesen sei, die nach einem Wort suchte, das Klarheit, Reinheit und Pracht zum Ausdruck bringen sollte.

2. Wenn man die Entwicklung der Windows-Versionen von Windows 95 (ein großer Schritt vorwärts) bis zu Windows ME (eher ein Rückschritt) betrachtet – wo ist Vista einzuordnen? Irgendwo in der Mitte. Man könnte es als einen Schritt in die richtige Richtung bezeichnen – als einen Schritt mittlerer Größe. Im Hinblick auf neue Funktionen bietet es sehr viele kleine, aber durchaus wertvolle
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TIPPS & TRICKS

Thema

TippsTippsTricks & & Tricks
Überblick Vista-FAQ
Inhalt Grundlagen Vista-Versionen Oberfläche Sicherheit Netzwerk Anwendungen Kästen Wann kommt das Service Pack für Vista? Was bringt die Business-Fassung? 107 108 Seite 106 108 108 110 110 111

Verbesserungen – aber keine spektakulären Durchbrüche. Andererseits: Wenn die Verbesserungen in Hinsicht auf die Sicherheit

Wann kommt das erste Service Pack für Vista?
Wahrscheinlich noch in diesem Jahr. Noch nie kam ein Service Pack noch im gleichen Jahr wie das Hauptprodukt heraus. Bei Windows Vista gibt es allerdings einen guten Grund. Vista wurde lange Zeit parallel zu Windows Server 2007 entwickelt. Um den von Microsoft anvisierten Erscheinungstermin von Vista halten zu können, wurden allerdings im Spätsommer 2006 die Entwicklungsstränge getrennt. Vista ging in die Haupttestphase über, und Windows Server 2007 wurde unabhängig weiterentwickelt. Das, was in der Zeit an Verbesserungen und Korrekturen geschaffen wurde, soll mittels des Service Pack 1 für Vista nachgereicht werden. Weil sich die meisten Änderungen unter der Haube abspielen, sind jedoch keine wirklichen Neuerungen zu erwarten.

in der Praxis Früchte tragen, das Betriebssystem nicht so anfällig gegenüber Viren, Spyware oder anderen Angriffen ist, dann wäre dieser Punkt ein sehr gewichtiges Argument für das neue Betriebssystem. Windows Vista bietet eine bessere Unterstützung als XP im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit heutiger Hardware, ebenso auf den noch bevorstehenden Wechsel auf 64 Bit. Damit bietet das OS die Basis für leistungsfähigere Applikationen, die niemals so für Windows XP hätten geschrieben werden können. Wenn die ersten 64-Bit-Applikationen auftauchen, sollte Vista ein wesentlich überzeugenderes Upgrade/Update sein als noch am Tag der Erstveröffentlichung. 3. Wie hält sich Windows Vista gegenüber der jüngsten Version des Apple OS? Im World Class Awards 2005 unserer Schwesterpublikation PC-World war Apples OS X 10.4 („Tiger“) das drittbeste Produkt des Jahres, während Windows XP nicht einmal genannt wurde. Auf der CES 2006 konnte Vista dagegen den von den Veranstaltern vergebenen Hauptpreis abstauben. Mit Windows Vista wird sich der Abstand zu Apples Mac-OS X verkürzen. In Teilen ist dies darin begründet, dass Vista so viele

Funktionen hinzubekommen hat – von einer integrierten Suche über Gadgets (Widgets) bis hin zu 3D-Effekten auf dem Desktop –, die Tiger bereits bietet. Mit Leopard, dem in Kürze erscheinenden OS von Apple, werden Mac-Nutzer wiederum einige neue Funktionen zu Gesicht bekommen, die ihnen Vorteile gegenüber Windows-Nutzern bieten. Beispielsweise Leopards Zeitmaschine: Das Backup-Utility könnte gleichartigen Funktionen von Vista weit überlegen sein. 4. Benötigen die Upgrade-Versionen von Windows Vista tatsächlich ein bereits installiertes Windows? Ja – nicht vorzustellen, was Microsoft da getrieben hat, aber die Berichte stimmen. 5. Was ist aus Win FS geworden? Mit Win FS wollte Microsoft das gegenwärtige Windows-Dateisystem ersetzen. Eine Datenbank sollte her, die eigens für Suchanfragen und das Sortieren von Daten konzipiert sein sollte. Microsoft musste das Projekt aufgeben, da die Implementierung sich zu schwierig gestaltete. Derzeit wird über das Thema bei den Redmondern nicht so gerne gesprochen – es scheint allerdings so,
TIPPS & TRICKS

TIPPS & TRICKS 5/2007

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Tipps & Tricks Was bringt die Business-Fassung?

Thema
etwa die Complete-PC-Backup-Funktion für Images, aber auch der Festplattenverschlüsseler Bitlocker. Den Kauf von Ultimate will Microsoft mit diversen Extras belohnen, die nach und nach kostenlos zum Download freigegeben werden. Käufer von Vista Ultimate erhalten sowohl die 32-Bit- als auch die 64-Bit-Fassung in einem Paket und Zugriff auf alle Sprachpakete. 8. Was bringt mir die 64-Bit-Fassung? Ebenso wie die 64-Bit-Fassung von Win XP sieht die 64-Bit-Fassung von Vista beinahe identisch zur 32-Bit-Fassung aus. Unterschied: Vista 64 Bit erlaubt es, sowohl 32-Bitals auch 64-Bit-Anwendungen auszuführen und mehr als 4 GB RAM anzusprechen. Davon profitieren jedoch nur die 64-Bit-Fassungen von datenintensiven CAD-, Fotooder Video-Anwendungen und bieten unter Umständen eine bessere Performance als entsprechende 32-Bit-Fassungen. 9. Muss ich eine andere DVD für die 64-BitFassung von Vista kaufen? Nur bei Vista Ultimate erhalten Sie sowohl die 32- als auch die 64-Bit-Version auf jeweils einer DVD. Alle anderen Vista-Varianten werden nur als 32-Bit-Version ausgeliefert (System Builder: 32- oder 64-Bit). Anwender können aber für 11,85 Euro bei Microsoft die zweite DVD mit der 64-BitFassung ihres Betriebssystems ordern. Sowohl für die 32-Bit- als auch für die 64-BitFassung gilt derselbe Produktschlüssel. 10. Was hat es mit den System-Builder-Versionen auf sich? Die System-Builder-Versionen sind funktional identisch mit den herkömmlichen Einzelhandelsversionen von Windows Vista, allerdings um ein Vielfaches günstiger. Grundsätzlich müssen aber Nutzer einer System-Builder-Version auf den kostenlosen Support seitens Microsoft verzichten. Man kann zwar bei Microsoft anrufen, muss dann aber für den Support bezahlen. 11. Wie lange kann ich Vista ohne Eingabe eines Produktschlüssels testen? Zunächst 30 Tage. Sie können aber vor Ablauf der Frist die Kommandozeile als Administrator aufrufen und dann den Befehl „slmgr -rearm“ eingeben. Dadurch verlängert sich die Testdauer um weitere 30 Tage. Das ist maximal dreimal möglich, wodurch Sie insgesamt 120 Tage die Vista-Version Ihrer Wahl testen können. Besagter Befehl ist übrigens seitens Microsoft dokumentiert, es handelt sich also nicht um einen Hack. 12. Läuft Vista auf einem Mac ? Ja. Es gibt zwei Möglichkeiten, Windows Vista auf einem Mac laufen zu lassen – als virtuelle Maschine mit Parallels (www.parall els.com) und über Apples Boot Camp (www. apple.com/macosx/bootcamp/). 13. Ich habe Horrorgeschichten im Hinblick auf die Vista-Lizenzierung gehört. Muss ich wirklich eine neue Kopie kaufen, wenn ich meinen PC aufrüste? Nein. Anfänglich wollte Microsoft zwar einige recht drastische Maßnahmen dahingehend einführen, aber nach einem Sturm der Entrüstung nahm das Unternehmen davon Abschied. Das Lizenzierungsmodell von Vista ist im Grunde ähnlich dem bei Windows XP. Grundsätzlich gilt: Man kann die Lizenz auf einen neuen PC mitnehmen, solange Sie Vista auf dem alten PC de-installieren. Und auch das Aufrüsten des Rechners ist erlaubt. Aber: Nach dem Austausch einer Festplatte oder der Hauptplatine kann eine Neuaktivierung erforderlich sein. 14. Was genau ist auf der Vista-DVD? Alle Versionen von Windows Vista! Welche Version sich letztendlich installiert, legt der mitgelieferte Produktschlüssel fest. Sie können Vista auch ohne Produktschlüssel installieren und somit die gewünschte Version ausprobieren. Auf diese Weise können beispielsweise auch Anwender von Home Premium einen Blick auf die Ultimate werfen.

Wesentliches Merkmal ist die Möglichkeit, sich an einer Windows Server Domain anzumelden und dort auf Daten zuzugreifen. Ähnliches kennt man von Windows XP Professional. Analog zu XP Pro gewährt Vista Business auch beispielsweise den Fernzugriff auf einen Rechner via Remote Desktop.

als ob Microsoft das Win FS in die nächste Version von Windows implementieren will.

Vista-Versionen
6. Ich habe einen Tablet-PC, kann – oder sollte – ich Vista darauf installieren? Ja, Sie können, wenn Sie eine Vista-Fassung kaufen, die die Funktionalität von Tablet-PCs unterstützt: entweder Home Premium, Business, Enterprise oder Ultimate. Bevor Sie den Kauf erwägen, checken Sie jedoch Ihre Hardware-Konfiguration dahingehend, ob sie den Anforderungen von Vista entspricht. Manche Tablet-PCs sind recht leistungsschwach ausgestattet und dementsprechend nicht wirklich geeignet für Vista. Vista mit Tablet-PC-Unterstützung bietet übrigens einige neue Funktionen zum Anlegen handschriftlicher Notizen. Sie bekommen mehr Kontrolle darüber wo das sogenannte Tablet Input Panel (TIP), also der Bereich zum Schreiben, erscheint. Das Aussehen des Cursors gibt Auskunft über die derzeitige Tätigkeit am Rechner, und Handbewegungen (Flicks genannt) erlauben es Ihnen, einfach und schnell zu navigieren. 7. Was bringt die Ultimate-Fassung? Die Vista Ultimate richtet sich an WindowsFans, Hardware-Enthusiasten und professionelle Anwender, die Vista mit sämtlichen Funktionen haben möchten. Dazu zählen

Oberfläche
15. Kann ich Vista das Aussehen einer älteren Windows-Version geben? Ja, das geht. Dazu müssen Sie nach einem Rechtsklick auf den „Start“-Knopf auf „Eigenschaften“ gehen und „Klassisches Startmenü“ auswählen. Auch den Desktop könTIPPS & TRICKS 5/2007

Vista aufpeppen: Nur die Ultimate-Variante von Windows Vista bietet einen Zugang zu Online-Extras – auf die Sie allerdings gut und gerne verzichten können (Frage 7)

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TIPPS & TRICKS

Thema
nen Sie umstellen: Klicken Sie mit der rechten Maustaste erst auf den Desktop und dann auf „Anpassen, Fensterfarbe und -darstellung“. Wählen Sie „Windows - klassisch“ und „OK“, dann bekommen Sie die altbekannte XP-/2000-Oberfläche zu Gesicht. 16. Macht Aero das Arbeiten intuitiver? Da scheiden sich die Geister. Einiges ist nur optischer Schnickschnack, anderes erleichtert aber durchaus die Handhabung des Betriebssystems. Die transparenten Fenster und die weichen Animationen beim Minimieren und Maximieren sind angenehmer für das Auge. Auch die neue Standardschriftart liest sich angenehmer, was Anwendern zugute kommt, die Stunden vor dem PC verbringen. Wer häufig viele Applikationen geöffnet hat, kann „Flip3D“ (<Windows>-<Tab>) nutzen, um schnell an die gewünschte Anwendung zu gelangen. Wer mit dem Mauszeiger über einen Eintrag in der Taskleiste fährt, sieht eine (dynamische) Vorschau der Applikation. Verstecktes Gimmick: Die Einträge in der Schnellstartleiste lassen sich in Vista flotter aufrufen, indem Sie die Tastenkombination <Windows>-<1>, -<2>, -<3> und so weiter drücken. Der erste Eintrag in der Schnellstartleiste ist beispielsweise standardmäßig „Desktop anzeigen“, und der zweite Eintrag startet den Taskwechsel über „Flip3D“. 17. Ich will Aero Glass aber abschalten! Geht das? Kein Problem: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop, und wählen Sie im Kontextmenü „Anpassen“ aus. Hier klicken Sie dann auf „Fensterfarbe und -darstellung“ und wählen „Eigenschaften für klassische Darstellung öffnen, um weitere Optionen anzuzeigen“ aus. Im anschließend sich öffnenden Fenster wählen Sie einfach ein Nicht-Aero-Schema aus. 18. Wieso schaltet Vista manchmal Aero selbst ab? Das kann dann passieren, wenn Windows Vista der Meinung ist, dass eine laufende Anwendung mehr Rechenleistung benötigt. Bei Notebooks tritt dieser Effekt beispielsweise auch auf, wenn Windows den Akku wegen Energiemangel schonen will. Aero wird auch immer dann kurzfristig ausgeschaltet, wenn die Benutzerkontosteuerung die Eingabe des Anwenders fordert.
TIPPS & TRICKS 5/2007

Tipps & Tricks

19. Was ist mit dem bisherigen Startmenü passiert? Microsoft hat das aus XP bekannte Startmenü komplett überarbeitet. Links werden immer die zuletzt geöffneten Programme angezeigt. Über „Alle Programme“ lassen Sie sich dort alle derzeit installierten Anwendungen auflisten. Alles drauf: Die Setup-DVD von Vista enthält als Extra alle SysDie Programme sind temversionen – sie lassen sich als Testversion nutzen (Frage 14) dadurch einfacher optisch zu erfassen als bisher. Im Eingabefeld Wird ein Video gerade abgespielt, dann wird unten können die ersten Buchstaben eines auch dies in der Vorschau angezeigt. Programms eingegeben werden, und Vista zeigt die Treffer an. Auf Wunsch listet das 23. Was ist mit <Alt>-<Tab> passiert? Startmenü auch Dokumente oder Mails auf, Das hat Microsoft durch „Windows Flip“ erdie die Buchstabenkombination enthalten. setzt. Die Anzeige zeigt Thumbnails aller geöffneten Programme an. Sie können diese 20. Wo im Startmenü versteckt sich der auch mit der Maus aktivieren. Zusätzlich „Ausführen“-Befehl? gibt es noch Flip 3D (<Windows>-<Tab>). Kein Problem. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Startknopf, und wählen 24. Warum wurde das Navigieren in VerSie „Eigenschaften“ aus. Auf der Registerzeichnissen verändert? karte „Startmenü“ finden Sie neben „Start- Im Windows-Explorer gibt es für das Navimenü“ den Button „Anpassen“. Dort setzen gieren innerhalb von Ordnern eine neue Sie ein Häkchen bei „Befehl Ausführen“, Möglichkeit, die sich beim täglichen Umund er erscheint künftig im Startmenü. Hier gang als durchaus intuitiv erweist. Ausgefinden Sie übrigens auch viele weitere Ein- hend vom Root-Verzeichnis werden die einstellungsoptionen für das neue Startmenü. zelnen Unterebenen nebeneinander angezeigt, und mit einem Mausklick auf das „>“21. Die Uhr ganz rechts gab‘s doch schon Symbol werden die zur Auswahl stehenden bei XP – gibt‘s da eine Neuerung? jeweiligen Unterordner eingeblendet. BefinJa – und wie. Sie können nun verschiedene det man sich viele Unterebenen in der Tiefe, Uhrzeiten anzeigen lassen. Mit einem Klick auf die Uhrzeit öffnet sich eine größere Ansicht inklusive Kalender. Über „Datum- und Uhrzeiteinstellungen ändern“ können Sie im Reiter „Zusätzliche Uhren“ weitere Uhren einblenden lassen. Praktisch für alle Anwender, die beispielsweise immer wissen möchten, wie spät es gerade in New York, Sydney oder Tokio ist. 22. Was ist ein Live-Thumbnail? Eine neue, hübsche Funktion von Windows Vista. Wenn Sie mit dem Mauszeiger über einen Anwendungs-Tab in der Taskleiste fahren, wird nicht nur eine statische Vorschau eingeblendet, sondern deren Inhalt ist wirklich dynamisch. Bei Websites mit Bannern sehen Sie diese also wirklich blinken.

Zurück in die Vergangenheit: Das geht mit dem klassischen Designschema (Frage 15)
TIPPS & TRICKS

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Tipps & Tricks

Thema
verwenden dürfen. Außerdem kann ein Internet-Filter aktiviert werden, so dass Kinder nicht alle Websites im Internet aufrufen können und ihnen beispielsweise nicht gestattet ist, mit anderen Internet-Teilnehmern via Messenger zu kommunizieren. Mit Bitlocker kann bei einigen Vista-Versionen der Inhalt einer Festplatte komplett verschlüsselt werden, so dass nur der Besitzer des PCs darauf zugreifen kann. 27. Wie sieht der Schutz vor Virenbefall in Windows Vista aus? Schlecht – es gibt nämlich gar keinen! Einige behaupten, Microsoft hätte Angst vor Problemen mit der EU (Stichwort: Kartellrecht). Andere sind der Ansicht, dass ein eingebauter Virenschutz in Vista die Umsätze von Microsofts neuem Sicherheitspaket Windows Live OneCare (http://onecare.live. com) hätte bremsen können. 28. Funktioniert meine bisherige AntivirenSoftware unter Vista? Eher nicht. In der Regel werden Sie ein Update benötigen. Viele Hersteller wollen im ersten Halbjahr 2007 zu Vista kompatible Versionen ihrer Programme anbieten. 29. Schützt mich Vista vor Phishing? Ja – dies wird durch den Phishing-Checker im Internet Explorer 7 erreicht. 30. Ist die Benutzerkontosteuerung wirklich so nervig, wie alle sagen? Ja – sie nervt. Aber sie verhindert, dass Malware ohne Ihr Einverständnis Änderungen am System vornehmen kann. Daher empfehlen wir Ihnen, die Benutzerkontosteuerung nicht zu deaktivieren, sondern sich daran zu gewöhnen. Das mag zwar zunächst schwerfallen, aber mit der Zeit wird sich das ändern. Gut: In der Systemsteuerung unter „Benutzerkonten“ können Sie die Benutzerkontosteuerung für jeden Anwender einund ausschalten. 31. Ist der IE in Vista sicher? Nein. Der Internet Explorer 7 ist sicherer, als es der IE 6 war. Aber es tauchen weiterhin Sicherheitslöcher auf, und der Browser ist weiterhin tief im Betriebssystem verankert, so dass sich die eine oder andere Lücke auch auf Vista auswirken dürfte. 32. Wie unterscheidet sich der IE 7 für XP vom IE 7 für Vista? In Vista kann der IE 7 im Protected Mode betrieben werden. In diesem Modus läuft der Browser mit eingeschränkten Rechten. Selbst wenn ein Angreifer es schaffen sollte, den IE 7 erfolgreich zu überlisten, kann er nicht so viel Schaden am System anrichten, wie es unter XP der Fall wäre. So ist es beispielsweise extrem schwierig, einen Virus im Systemordner abzulegen oder ähnliche Aktionen auszuführen. Wenig bekannt: Mit DropMyRights (http:// msdn2.microsoft.com/en-us/library/ms97 2827.aspx) bietet Microsoft auch für ältere Windows-Betriebssysteme ein Gratis-Tool zum Download an, das den IE ebenfalls mit nur eingeschränkten Rechten laufen lässt.

Zeitanzeige de luxe: Die Uhr in Vista bietet eine zuschaltbare Weltzeit an (Frage 21) dann genügt ein Mausklick, um wieder an die oberste Ebene zu gelangen.

Sicherheit
25. Ist die Firewall besser geworden? Ja. Die Windows-Firewall kümmert sich nunmehr besser um ausgehende als auch um eingehende Daten. 26. Was machen die anderen Applikationen im Windows-Sicherheitscenter? Hier finden Eltern beispielsweise die neue Jugendschutzfunktion, mit der sie festlegen können, ob und wie lange Kinder den PC

Netzwerk
33. Wurde die Konfiguration eines Netzwerks erleichtert? Ja – das ist jetzt viel einfacher als noch unter XP. Ein Netzwerkassistent führt den Anwender durch den gesamten Konfigurationsprozess. Bei Problemen wird der Nutzer genauer darüber aufgeklärt, woran es hapert, und er erhält Tipps, die ihm beim Beheben des Fehlers helfen sollen. Im neuen Netzwerk- und Freigabecenter sehen Sie auf einen Blick den aktuellen Status des Netzes und erhalten Infos dazu, an welchem Glied der Kette eventuell ein Problem vorliegt.
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Umgemodelter Windows-Explorer: Microsoft hat den Dateimanager generalüberholt und die Navigation durch Laufwerke und Verzeichnisse verändert (Frage 24)

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TIPPS & TRICKS

Thema
34. Wurde die Verbindung zu Hotspots und kabellosen Netzwerken verbessert? Ja – insgesamt ist Vista in diesem Punkt XP überlegen. Schon vor der Verbindungsaufnahme mit einem Wireless LAN sieht man dessen Details. 35. Wie steht es um die Sicherheit bei WLAN-Verbindungen unter Vista? Hier sieht es ebenfalls gut aus. Sobald Sie sich das erste Mal mit einem kabellosen Netzwerk verbinden, können Sie Vista mitteilen, ob es sich um ein öffentliches oder privates WLAN handelt. Abhängig von dieser Angabe wählt Vista die passenden Sicherheitseinstellungen und aktiviert sie dann auch wieder automatisch, wenn man sich erneut bei demselben Netzwerk einwählt. Bei öffentlichen WLANs versteckt Vista automatisch den eigenen PC und dessen ansonsten freigegebene Ordner. 36. Gibt es Probleme, wenn innerhalb eines Netzwerks PCs mit unterschiedlichen Windows-Versionen laufen? Ja. Windows Vista nutzt das neue NetzwerkProtokoll LLTD (Link Layer Topology Discovery). LLTD beschleunigt die Verbindungsdauer zwischen den Geräten und erlaubt es Vista, Informationen über jedes angeschlossene Gerät zu erhalten. Alle angeschlossenen Geräte werden in einer Ansicht angezeigt. Bei den Windows-Vista-Vorgängern fehlt diese Unterstützung für LLTD, so dass diese Geräte nicht oder nur sporadisch in der Ansicht angezeigt werden. Für XP will Microsoft einen Patch veröffentlichen, der dieses Problem behebt.

Tipps & Tricks

Anwendungen
37. Werden neue Applikationen zwingend Windows Vista voraussetzen? Ausgehend von vergangenen Windows-Einführungen ist davon auszugehen, dass Anwendungen, die unter Windows XP laufen, noch eine ganze Weile veröffentlicht werden. Schließlich werden Millionen von Anwendern noch einige Jahre dieses bewährte System weiter nutzen. 38. Applikation XYZ will unter Vista nicht starten. Was kann ich tun? Sollte der Hersteller noch keinen Patch bereitgestellt haben, dann können Sie zumindest versuchen, die Anwendung im KompaTIPPS & TRICKS 5/2007

tibilitätsmodus auszuführen. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Anwendung und wählen dann „Eigenschaften“ aus. Auf der Registerkarte „Kompatibilität“ setzen Sie ein Häkchen bei „Programm im Kompatibilitätsmodus ausführen für“ und Neue Sicherheitsfunktion: Der Jugendschutz lässt sich auch zur wählen „Windows XP Reglementierung erwachsener Mitbenutzer nutzen (Frage 26) (Service Pack 2)“ aus. Manche Programme machen auch deshalb Grafikkarte als auch der Monitor den Kounter Vista Probleme, weil sie Daten auf die pierschutz HDCP unterstützen. Damit erfüllt Festplatte in von Vista geschützte Ordner Microsoft die von der Unterhaltungsindusspeichern wollen, was ihnen die Benutzer- trie für alle Abspielgeräte auferlegten kontosteuerung nicht erlaubt. Hier kann es Grundregeln. Für alle nicht DRM-gehelfen, wenn Sie die betreffende Software schützten HD-Inhalte gibt es weiterhin keials Administrator ausführen lassen (Rechts- nerlei Einschränkungen unter Vista. klick auf Dateiname und „Als Administrator ausführen“ wählen). Über die Datei-Eigen- 42. Was ist das Synchronisierungscenter? schaften können Sie auch festlegen, dass Es erlaubt Ihnen, die Daten eines Rechners eine Anwendung grundsätzlich im Adminis- mit anderen Geräten oder PCs zu synchronitrator-Modus ausgeführt werden soll. sieren. Die Installation von Activesync, wie bisher unter XP für Windows-Mobile-Geräte 39. Was ist neu im Media Center? notwendig, entfällt künftig. Eigentlich nicht viel – die Menüs wurden neu gestaltet und vor allem so optimiert, 43. Wird es ein Vista-Plus-Paket geben? dass sich der PC über eine Xbox 360 bedie- Offiziell hat Microsoft noch nicht erklärt, ob nen lässt, wenn diese über das Netzwerk mit es für Vista auch ein Plus-Paket zu kaufen dem Vista-Rechner verbunden ist. gibt. Die Zeichen stehen eher schlecht, denn für Besitzer von Windows Vista Ultimate will 40. Was ist mit HD-DVDs und Blu-Rays? Microsoft regelmäßig neue Extras kostenlos DVDs lassen sich in Vista anders als unter zum Download stellen, die bisher eher in ein XP direkt abspielen. Mit den beiden Nach- Plus-Paket gepasst hätten. folgeformaten HD-DVD und Blu-Ray sieht es allerdings anders aus. Zum Abspielen benötigen Sie die Software eines Drittanbieters. Vista selbst enthält aber bereits die Grundlagen für die Unterstützung von HD-DVD. 41. Was ist mit DRM bei HD-Filmen? Damit die HD-Inhalte digital von der Grafikkarte zum Monitor übertragen werden, müssen sowohl die

Infozentrale: Das Begrüßungscenter bietet einen interessanten Link zum Thema „PC-Schutz im Internet“ (Frage 31)
TIPPS & TRICKS

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Tipps & Tricks

Vista sicher machen
Vista sperren: Weisen Sie jedem Benutzerkonto ein Passwort zu. Damit niemand mal eben Ihren laufenden Rechner benutzen kann, sollten Sie die aktive Windows-Sitzung sperren, wenn Sie den Schreibtisch verlassen. Das geht über <Win>-<L>. Wenn Sie nicht jedes Mal daran denken wollen, den Zugriff zu sperren, können Sie das auch nach einer festgelegten Wartezeit automatisch erledigen lassen. Das geht ganz einfach über den Bildschirmschoner: Wählen Sie in den Eigenschaften des gewählten Bildschirmschoners die Option „Anmeldeseite bei Reaktivierung“.

2. Installieren Sie eine Antiviren-Software
Das Wichtigste an einer Antiviren-Software ist der Wächter. Er ist permanent aktiv (resident) und scannt jede Datei, die Sie aufrufen oder auf die das System zugreifen will. Identifiziert das Tool eine Datei als Schädling oder als infiziert, verhindert es die Ausführung. Antiviren-Programme, deren Scanner nicht resident arbeitet, sondern nur die Festplatte nach Schädlingen durchsucht, wenn Sie ihn selbst aufrufen, eignen sich also nur als Zusatz-Tool. Gut an Vista angepasst ist das für Privatnutzer kostenlosen AVG AntiVirus Free Edition. Die englischsprachige Software verfügt mit Scanner, Wächter, Mailschutz und Online-Update über eine vollständige Ausstattung. Clamwin Portable ist ein kostenloses Virensuchprogramm, das Sie zusätzlich zur fest installierten Virenabwehr-Software einsetzen können. Der On-Demand-Scanner arbeitet ohne Hintergrundwächter und kommt sich nicht mit anderen Tools ins Gehege.

Sicherheit mit Top-Utilities
Schützen Sie Ihren Vista-PC vor Gefahren aus dem Internet genauso wie gegen allzu neugierige Zeitgenossen. Wo es mit den Bordmitteln nicht klappt, helfen gute Tools weiter.
Von Ramon Schwenk
erbesserte Zugangskontrolle über die Benutzerkontensteuerung, Windows Defender, geschützter Bootvorgang und erweiterte Recovery-Funktionen: Mit Vista will Microsoft endlich mehr Sicherheit in die Windows-Welt bringen. Trotz guter Ansätze bleiben etliche Schwachstellen, etwa bei der sicheren Aufbewahrung von Kennwörtern, der nicht an Konten gekoppelten Verschlüsselung oder dem anonymen Surfen im Netz. Wir verraten in diesem Artikel, mit welchen Tools Sie sich gegen alltägliche Online-Angriffe, Schnüffelattacken und Datendiebstahl schützen. Viele der vorgestellten Hilfsprogramme sind gratis – einige konnten wir sogar auf die Heft-CD packen.

V

1. Sichern Sie den Zugang zu Ihrem Rechner
Datendiebstahl müssen Sie nicht nur fürchten, wenn Sie Ihren Rechner mit dem Internet verbinden. Neugierige Leute gibt’s zuhauf, und einer davon kommt vielleicht auch mal an Ihrem PC vorbei. Zur Vorbeugung können Sie jedes Mal Ihr Arbeitszimmer zusperren, wenn Sie es verlassen. Einfacher geht’s mit ein paar Schutzmaßnahmen. Bios-Kennwort: Den Bootvorgang des PCs sollten Sie durch ein Bios-Kennwort schützen. Meist kommen Sie hinein, wenn Sie <Entf> drücken, während das System hochfährt. Das Handbuch zu Hauptplatine oder PC verrät, wie das bei Ihrem Rechner geht.

3. Verwenden Sie eine Desktop-Firewall
Ohne Firewall sollten Sie keinen Rechner mit dem Internet verbinden. Eine Firewall schützt den Computer vor Angriffen von außen, etwa durch Hacker und Viren. Diese Aufgabe kann die Firewall in einem Router oder die Desktop-Firewall in Vista übernehmen. Eine weitere wichtige Aufgabe einer Desktop-Firewall besteht darin, Sie zu informieren, sobald Programme versuchen, eine Verbindung ins Internet herzustellen. Denn dadurch werden Sie auf Schädlinge aufmerksam, die Ihr Antiviren-Programm vielleicht übersehen hat. Firewall und AntivirenSoftware ergänzen sich gegenseitig.
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TIPPS & TRICKS

Vista sicher machen
4. Suchen Sie auf der Festplatte regelmäßig nach Spyware
Ein Antispyware-Programm wie der Windows-Defender sucht nach Code, der beim Surfen Werbung einblendet oder Ihr Surfverhalten protokolliert und Infos darüber anschließend ins Internet sendet. Solcher Code wurde zunächst für kostenlose, aber werbefinanzierte Programme entwickelt. Später kamen die Werbemodule oft nicht mehr als offizielles Gepäck eines nützlichen Tools, sondern schmuggelten sich ohne Gegenleistung an Bord. Und sie wurden immer neugieriger. Zwar suchen auch die meisten Antiviren-Programme nach Spyware. Um Ihren Rechner aber gründlich nach solchem Code zu durchforsten, sollten Sie zusätzlich zum Defender und zur Virenabwehr-Software ein Antispyware-Tool, etwa Ad-Aware SE Personal oder Spybot, einsetzen. Beide Programme sind für den privaten Einsatz kostenlos. Vergessen Sie nicht, die Programme per Online-Update regelmäßig mit neuen Spyware-Signaturen zu versorgen. Fall auch von Datenspionen. Mit Torpark verschleiern Sie, welche Seiten Sie im Internet besuchen. Torpark verhindert die Datenweitergabe, weil hier die Verbindung über ein Netzwerk aus mehreren hintereinander geschalteten Proxy-Servern erfolgt. Da viele Anwender gleichzeitig dieselben Zwischenstationen einsetzen, lässt sich weder durch einzelne Nutzer noch vom Betreiber des Netzwerks selbst nachvollziehen, wer welche Daten angefordert hat. Zusätzlich verläuft die Kommunikation zwischen dem Anwender und den Proxy-Servern verschlüsselt, was ein eventuelles Ausspähen noch schwieriger macht.

Tipps & Tricks

Überblick Vista absichern
Inhalt 1. Sichern Sie den Zugang zum PC 2. Installieren Sie eine Antiviren-Software 3. Verwenden Sie eine Firewall 4. Suchen Sie regelmäßig nach Spyware 5. Schützen Sie Ihre Daten 6. Verschleiern Sie Ihre Identität im Web 7. Arbeiten Sie an fremden Vista-PCs sicher 8. Wichtige Dateien sichern Kasten 24 Sicherheits-Tools 114 Seite 112 112 112 113 113 113 113 113

7. Arbeiten Sie an fremden Vista-PCs sicher
Wer viel auf Reisen ist und dabei fremde Computer nutzt, muss besonders auf seine Daten aufpassen. Besonders praktisch ist es, wenn Sie sich einige Programme auf Ihren USB-Stick laden, mit deren Hilfe Sie eine bessere Kontrolle darüber haben, welche Spuren Sie auf anderen Rechnern hinterlassen. Passende Gratis-Tools für den USBStick laden Sie von der englischsprachigen Website www.portableapps.com. Zur Grundausstattung eines solchen ReiseSticks gehört mindestens ein Browser – etwa der kostenlose Portable Firefox. Wollen Sie auch Mails abrufen und senden, empfiehlt sich das kostenlose Portable Thunderbird. Außerdem sollte ein Tool zum Entfernen von Anwenderspuren nicht fehlen. Tipp: Mit Clear Prog löschen Sie persönliche Nutzungsdaten automatisch beim Hochfahren des Rechners.

8. Notfallmaßnahme: Wichtige Dateien sichern
Wenn Sie vermuten, dass Ihr PC von einem Virus attackiert wurde, ist jeder Handgriff von großer Bedeutung für Ihre Daten. Um eine Systemprüfung vorzunehmen, benötigen Sie ein virenfreies Bootmedium, etwa eine Boot-CD. Bei der Prüfung leistet Insert Linux gute Dienste. Das Linux-System ist für Rettungsmaßnahmen optimiert und bietet neben Virenscannern auch Werkzeuge, mit denen Sie Dateien von NTFS- und FAT32Laufwerken sichern können. Die Bedienung des Tools aus der Linux-Welt ist nicht ganz einfach, gelingt mit grundlegenden Systemkentnissen aber jedem. Über Erfolg oder Misserfolg beim Einsatz von Insert entscheidet, welche Partitionsarten und Sicherheitseinstellungen Sie bei Vista verwendet haben. Der Zugriff auf einige Systemordner und dynamische Datenträger wird aber mit hoher Wahrscheinlichkeit misslingen.

5. Schützen Sie Ihre Daten vor Mitbenutzern
Sie teilen sich Ihren Rechner mit weiteren Benutzern, oder Sie haben den Verdacht, dass Kollegen gerne mal einen Blick auf Ihre Daten werfen würden? Dann sollten Sie penibel darauf achten, persönliche Dateien nur in privaten Verzeichnissen abzulegen und die NTFS-Zugriffsrechte entsprechend einzustellen. Vista blockiert in diesem Fall Leseversuche auf Ihre Daten. Schützen können Sie Ihre Dateien zusätzlich durch eine starke Verschlüsselung. Bequem geht das, indem Sie eine virtuelle, verschlüsselte Partition anlegen. Mit dem in der Basisversion kostenlosen Cryptainer und der Drivecrypt gelingt das einfach und schnell. Damit bleiben vertrauliche Daten auch vertraulich. Praktisch: Die Container-Datei, die Sie für die virtuelle Partition erstellen, lässt sich auf eine CD oder DVD sichern, ohne dass der Schutz für die enthaltenen Dokumente verloren geht.

6. Verschleiern Sie Ihre Identität im Web
Wenn Sie mit einer unverschlüsselten Verbindung surfen, lassen sich die von Ihrem Browser aufgerufenen Online-Inhalte nachvollziehen – und das nicht nur durch den Internet-Provider, sondern im schlimmsten
TIPPS & TRICKS 5/2007

Vista-Absicherung: Ein gutes Virenabwehrprogramm wie das für Privatnutzer kostenlose AVG Anti-Virus Free Edition bildet das Herzstück des Vista-Schutzschilds (Punkt 2)
TIPPS & TRICKS

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Tipps & Tricks Clamwin Portable 0.90
findet und beseitigt Viren

Vista sicher machen Torpark 1.5.0.7a
anonymes Surfen

AVG Anti-Virus Net Meter Free Edition 0.9.9.9 Beta
schützt vor Viren auf C CD findet Up- und Downloads

Clamwin Portable ist eine OpenSource-Lösung zur Virenerkennung und -beseitigung für den USB-Stick. Das englischsprachige Tool bietet eine übersichtliche Bedienerführung und lässt sich individuell anpassen. Unter „Tools, Preferences“ können Sie Filter für bestimmte Dateitypen definieren. Die Suche lässt sich auch auf Archive und Netzlaufwerke ausdehnen. Das Tool eignet sich auch zur Fernwartung. Download: www.pcwelt.de/121 (5,08 MB), Preis: gratis

Torpark ist eine Gratis-Software, mit der Sie anonym im Internet surfen. Insbesondere an öffentlichen PCs verschleiern Sie so, welche Web-Seiten Sie besuchen, und auch die Gegenstelle weiß nicht, wo Sie sich befinden. Dazu wird eine verschlüsselte Ringverbindung zu einem TorServer aufgebaut, über die jedoch nicht der eigentliche Traffic abgewickelt wird. Sie surfen allerdings recht langsam. Download: www.pcwelt.de/137 218 (9,02 MB), Preis: gratis

Das englischsprachige SecurityTool ist nach kurzer Einarbeitung einfach zu bedienen und ein hervorragendes Virenabwehrprogramm mit allen Schikanen für Privatnutzer. Das Paket besteht aus Scanner, Hintergrundwächter und Mail-Checker. Will man einen Suchlauf durchführen, lässt sich ein vorkonfiguriertes Szenario nutzen, oder der Anwender legt eigene Scanregeln an. Download: http://free.grisoft. com (18,8 MB), Preis: gratis

Mit Net Meter messen Sie die Geschwindigkeit Ihrer InternetVerbindung. Die englischsprachige Freeware zeigt die maximale Datenübertragungsrate und welche Datenmengen Sie heruntergeladen haben. Anhand der vom Tool erstellten Grafik erkennen Sie auch Internet-Zugriffe, wie sie etwa ein Trojaner oder eine Fernsteuerungs-Software verursacht. Die Netzüberwachung ist konfigurierbar. Download: www.pcwelt.de/ 95fp (612 KB), Preis: gratis

Checksum Creator 1.1.2.1
erstellt Prüfsummen

Ciphire Mail 1.2
verschlüsselt Mails

Clear Prog 1.4.2 Beta
löscht Ihre Spuren

Winpooch 0.6.4
erkennt Änderungen auf C CD

Mit einer Prüfsumme stellen Sie fest, ob Sie die richtige und nicht eine manipulierte Datei haben. Darum findet sich auf vielen Download-Sites zu einer Datei eine MD-5-Prüfsumme. Nachdem Sie eine Datei heruntergeladen haben, erstellen Sie mit diesem Tool die Prüfsumme. Stimmen die Zahlen überein, ist die Datei unverändert. Zudem generiert das Tool Prüfsummen auch nach anderen Algorithmen. Download: www.nettraxx.de.vu (501 KB), Preis: gratis

Ciphire verschlüsselt Mails automatisch. Sender und Empfänger der Nachrichten müssen das englischsprachige Tool installiert haben. Die Konfiguration gelingt dank eines Assistenten leicht. Das Programm arbeitet mit POP3- und IMAP-4-basierenden Mail-Clients zusammen. Vor dem Versand einer Mail prüft Ciphire über eine OnlineDatenbank den Empfänger. Download: www.ciphire.com (8,59 MB), Preis: für private Nutzung kostenlos

Clear Prog beseitigt Surf- und Anwenderspuren sowie andere unerwünschte Dateien. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie Ihren PC mit anderen teilen. So löscht es auf Wunsch Cookies, den Verlaufsordner, temporäre Internet-Dateien sowie den Papierkorb und die Einträge der Autovervollständigen-Funktion. Was genau entfernt wird, kann der Anwender einstellen. Es gibt auch einen Auto-Modus. Download: www.shtools.de (195 KB), Preis: gratis

Das englischsprachige Tool warnt vor jeder Veränderung an der Registry und dem Systemverzeichnis. Dadurch entdecken Sie etwa Trojaner und Spyware gleich nachdem sich das Programm eingeschlichen hat. Der Benutzer kann einem Programm Schreibrechte für den Systemordner und Einträge in die Registry verwehren sowie unterbinden, dass eine Software Daten ins Internet übermittelt. Download: www.pcwelt.de/wiw (1,41 MB), Preis: gratis
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TIPPS & TRICKS

Vista sicher machen Insert Linux 1.3.9b
zeigt offene Ports an

Tipps & Tricks Pspop3 Inspector 1.2
überprüft Mailkonten

Keepass 1.06
verwaltet Passwörter auf C CD

Spybot S&D 1.4
beseitigt Ad- und Spyware

Insert ist ein kostenloses Security Rescue Toolkit. Das von CD startfähige Linux-System verfügt über eine grafische Oberfläche und erlaubt Lese- und Schreibzugriffe auf NTFS-Partitionen. Für die Netzwerkanalyse sind etwa nmap und tcpdump an Bord. Umfangreiche Datenrettungs-Tools wie Parted, Testdisk und Recover finden sich ebenfalls wie Anti-Rootkit-Tools und ein Virenscanner. Download: www.inside-security. de (62 MB), Preis: gratis

Im Internet brauchen Sie für diverse Aktionen eine Vielzahl von Kennwörtern. Vista bietet kein Bordwerkzeug zur Passwortarchivierung. Hier macht sich das Utility nützlich, indem es beim Ausfüllen der Passwortfelder hilft. Sie brauchen sich lediglich ein Master-Passwort zu merken. Das Tool legt alle Kennwörter verschlüsselt in einer Datei ab. Dazu nutzt Keepass einen hinreichend sicheren Algorithmus. Download: http://keepass.info/ (1,1 MB), Preis: gratis

Spybot Search & Destroy findet Ad- und Spyware auf dem Rechner und entfernt diese. Sie müssen das Tool wie ein AntivirenProgramm über das Internet aktualisieren, damit auch neueste Parasiten erkannt werden. Mit „Überprüfen“ starten Sie den Suchvorgang, der einige Zeit in Anspruch nimmt. Gefährliche Spyware wird im Prüfbericht rot gekennzeichnet und sollte entfernt werden. Download: www.safer-network ing.org (4,86 MB), Preis: gratis

Spam vom Provider gar nicht erst herunterladen und so unnützen Traffic sparen. Das geht mit dieser Freeware. Damit checken Sie Ihre Post schon auf dem Server, bevor diese in Ihrem Mail-Client landet. Sie können mehrere POP3-Konten abfragen und die Mails abhängig vom Server farblich markieren. Jede Mail lässt sich zum Schutz gegen Spam einer White- oder Blacklist zuweisen. Download: www.pleis-soft ware.de (1,1 MB), Preis: gratis

Process Moni- Bitdefender Antivirus 10.0 tor 1.1
überwacht die Registry sucht Viren auf C CD

Wireshark 0.99.5
observiert das Netzwerk

Reg DACL Free 5.1
schützt die Registry auf C CD

Das Tool ist ein wertvolles Werkzeug, um sämtliche Lese- und Schreibzugriffe auf die Registry zu kontrollieren. Das englischsprachige Tool gewährt Einblicke in undokumentierte Schlüssel. Da viele Zugriffe auf die Registry stattfinden, sollten Sie mit Filtern die uninteressanten Meldungen ausblenden. Auch Registry-Zugriffe beim VistaStart lassen sich einsehen. Download: www.microsoft. com/technet/sysinternals/ (913 KB), Preis: gratis
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Bitdefender bietet einen Rundum-Schutz vor Viren. Der Wächter kontrolliert nicht nur jeden Dateizugriff. Mit einem Scheduler führen Sie zeitgesteuerte Prüfläufe durch. Die Bedienerführung ist klar gegliedert. Die Virensignaturen werden via Update aktualisiert, und die Quarantäne-Funktion isoliert verdächtige Dateien. Bitdefender durchsucht einzelne Dateien, ganze Ordner oder Laufwerke. Download: www.bitdefender. de (21,2 MB), Preis: 40 Euro

Die englischsprachige GratisSoftware für Administratoren checkt ein Netz, indem es den Datentransfer speichert und analysiert. Wenn Sie Ihr LAN oder Funknetz damit überprüfen, erfahren Sie, welche Infos auch mögliche Eindringlinge erhalten würden. Ehe Sie Wireshark installieren, müssen Sie noch einen Capture-Treiber wie den kostenlosen Winpcap (www. winpcap.org) aufspielen. Download: www.wireshark.org (17,8 MB), Preis: gratis

Das Kommandozeilen-Tool Reg DACL ist ein Berechtigungsmanager für Registrierungsschlüssel. Die Software richtet sich an Profis und läuft wahlweise als Freeware mit eingeschränkten Möglichkeiten oder nach einer Registrierung mit erweiterten Funktionen. Mit dem Tool sparen Sie beim Anpassen der Registry-Zugriffsrechte für die in Windows vordefinierten Gruppen viel Tipparbeit und Zeit. Download: www.heysoft.de (743 KB), Preis: gratis
TIPPS & TRICKS

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Tipps & Tricks Curr Ports 1.11
findet offene Ports auf C CD

Vista sicher machen Internet Ano- Ad-Aware SE nym VPN Personal 1.06
SSL-Tunnel ins Netz löscht Werbeprogramme

Mouse Only Keyboard 1.4
trickst Logger aus

Jeder offene Port ist eine potenzielle Sicherheitslücke – deshalb sollten nur Ports offen sein, die für die Kommunikation nach außen notwendig sind. Das überprüfen Sie zum Beispiel mit dem Kommandozeilenbefehl „netstat -ano“ in der Eingabeaufforderung von Vista. Viel übersichtlicher stellt das kostenlose Curr Ports die Port-Verbindungen Ihres Rechners dar. Download: www.nirsoft.net/ utils/cports.html (48 KB), Preis: gratis

Eine professionelle und elegante Lösung, um unerkannt im Internet unterwegs zu sein, ist Steganos Internet Anonym VPN. Dabei handelt es sich um ein Tool, das einen anonymen VPN-Tunnel erzeugt und vor dem Mitprotokollieren schützt. Es ist denkbar einfach zu bedienen. Sie können damit nicht nur anonym surfen, sondern auch diverse andere Dienste nutzen, zum Beispiel Filesharing. Download: www.steganos.de (9,04 MB), Preis: 80 Euro

Werbeprogramme, die man sich beim Surfen oder über werbefinanzierte Freeware einfängt, entfernt man auch unter Vista am besten mit Ad-Aware SE Personal. Die Freeware beseitigt unerwünschte Programme mit einem manuell gestarteten Suchlauf. Je nachdem, wie oft Sie im Internet unterwegs sind, sollten Sie das Tool etwa wöchentlich einmal aktivieren. Der Suchlauf dauert einige Minuten. Download: www.lavasoft.de (2,78 MB), Preis: gratis

Wenn Sie an einem PC arbeiten und nicht einschätzen können, ob er sicher ist, sollten Sie zumindest für die Eingabe von Passwörtern keine Tastatur verwenden. Stattdessen geben Sie das Kennwort über das englischsprachige Tool ein. Es stellt eine Tabelle mit Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen dar, auf die Sie mit der Maus klicken, um das jeweilige Zeichen einzugeben. Download: http://myplanetsoft. com (69 KB), Preis: gratis

Cryptainer 7.0.3.0 LE
chiffriert Daten auf C CD

Winpatrol Free Easycrypto Deluxe 5.5 11.1
überwacht das System sperrt Daten weg

Steganos Security Suite
sichert Vista

Die englischsprachige Freeware verschlüsselt vertrauliche Dokumente und Dateien. Das Programm legt ein virtuelles Laufwerk an, in das Sie die zu verschlüsselnden Daten verschieben. Dieses Laufwerk erreichen Sie – wenn das Tool aktiv ist – über den Explorer. Allerdings ist die Größe jedes virtuellen Laufwerks auf 25 MB begrenzt – mehr Speicher gibt’s nur in der kostenpflichtigen Version. Download: www.cypherix. co.uk (3,2 MB), Preis: gratis

Sie installieren eine aus dem Internet geladene Software, und plötzlich stört Werbung beim Surfen. Vor solchen und anderen unerwünschten Änderungen der Systemkonfiguration schützt Sie Winpatrol. Das in der Basisversion kostenlose Tool überwacht unter anderem die Autostarteinstellungen, die Startseite im Browser und die Hosts-Datei. Sämtliche Änderungsversuche müssen Sie genehmigen. Download: www.winpatrol.com (1,13 MB), Preis: gratis

Das Tool verschlüsselt Dateien mit einem sicheren Schlüssel. Sobald Sie im Explorer mit der rechten Maustaste auf eine Datei oder einen Ordner klicken, erscheinen die Einträge „Verschlüsseln“ und „Zu EasyCrypto ZIP“. Nach einem Klick auf einen Befehl erscheint der jeweilige Bereich des Tools. Nach der Eingabe des Passworts klicken Sie auf „Jetzt verschlüsseln“. Download: www.handybits. com (1,89 MB), Preis: gratis für Privatnutzer

Das Paket Security Suite vereint die wichtigsten Sicherheitsapplikationen unter einer ordentlichen Bedienerführung. Angefangen bei der Verschlüsselung von Mails nebst Anlagen über das rückstandfreie Löschen nicht mehr benötigter Dateien bis hin zur Verwaltung von Codes bietet das Tool alle relevanten Funktionen. Fortgeschrittene Anwender freuen sich über den integrierten Datensafe. Download: www.steganos.de (27,2 MB), Preis: 80 Euro
TIPPS & TRICKS 5/2007

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TIPPS & TRICKS

Vista sicher machen Alle meine Passworte 2.5
verwaltet Codes auf C CD

Tipps & Tricks Click-Crypt 2.6
verschlüsselt im Explorer

Winrar 3.62
packt Daten auf C CD

IP-Cop 1.4.14
schützt Netzwerke

Oft stellt das vom Anwender gewählte und immer gleiche Passwort das größte Sicherheitsrisiko dar. Mit sorgfältig ausgewählten Codes liegen Sie auf der sicheren Seite. Dieses Tool kümmert sich um deren Archivierung und legt Passwörter verschlüsselt auf Festplatte ab. Es sperrt automatisch den Zugriff auf Daten und kann Codes in die Zwischenablage übergeben. Download: www.alle-meinepassworte.de (850 KB), Preis: gratis

Winrar ist nicht zuletzt aufgrund der Kompatibilität mit anderen Packern empfehlenswert und kann auch Dateien im ZIP-Format packen und entpacken. Außerdem kann Winrar Dateien in den Formaten ACE, ARJ, BZip2, CAB, GnuZip (GZ), ISO, JAR, LZH, UUE und TAR entpacken. Umfangreich sind die Möglichkeiten, Archive durch Verschlüsselung und Signaturen gegen Manipulationen zu sichern. Download: www.winrar.de (1,43 MB), Preis: gratis

IP-Cop ist eine Open-SourceFirewall für Profis, die auch in einer virtuellen Maschine läuft und ein komplettes WindowsNetz abschottet. Zusätzlich bietet das Paket einen DHCP- und Proxy-Server sowie ein VPNGateway. Intrusion-Detection zur Erkennung von Einbruchsversuchen ist ebenfalls eingebaut. Nach der Installation administrieren Sie die Firewall bequem über ein Web-Frontend. Download: www.ipcop.org (47 MB), Preis: gratis

Wer Dateien gerne direkt im Windows-Explorer verschlüsseln und dechiffrieren möchte, sollte sich diese Freeware genauer ansehen. Das Tool integriert sich direkt in das „Senden an“-Menü von Dateien. Um eine Datei etwa vor dem Versand per Mail oder FTP zu verschlüsseln, markieren Sie die Datei, rufen das Kontextmenü auf und übermitteln die Datei an Click-Crypt zum Chiffrieren. Download: http://toolsand more.biz (2,25 MB), Preis: gratis

Drivecrypt 4.60
chiffriert Dokumente

Avast Home Edition 4.7
bekämpft Viren

LADS 4.10
zeigt Dateidetails an auf C CD

Safe‘n‘Sec Personal 2.5
sichert Vista auf C CD

Drivecrypt schützt vertrauliche Dokumente auf Vista-PCs durch eine vielseitige Verschlüsselung. Mit Hilfe des Programms kann der Benutzer auf der Festplatte chiffrierte Container-Dateien anlegen – auf Wunsch sogar unsichtbar. Für die Verschlüsselung stehen etwa der bewährte Blowfish- und AES- und der eher selten verwendete TEA-Algorithmus zur Verfügung. Das Tool unterstützt Hardware-Schlüssel. Download: www.securstar.com (3,41 MB), Preis: 60 Euro
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Avast Home Edition ist ein empfehlenswertes Virensuchprogramm und überprüft auch Mails auf Malware-Befall. Der Hintergrundwächter lässt sich nach Ihren Bedürfnissen konfigurieren, etwa in puncto Suchintensität oder berücksichtigte Dateien. Für einen On-DemandSuchlauf klicken Sie auf das Ordner-Symbol und wählen den zu durchsuchende Ordner aus. Download: www.avast.com (7,48 MB), Preis: gratis für Privatnutzer

Bei Alternate Data Streams handelt es sich um eine Funktion des NTFS-Dateisystems, mit der sich Daten innerhalb einer Datei in Streams verstecken lassen. Mit dem kostenlosen Kommandozeilen-Tool LADS (List Alternate Data Streams) können Sie sich die alternativen Datenströme von Dateien anzeigen lassen. Es werden alle Unterordner aufgelistet sowie Angaben zu den Dateigrößen ausgegeben. Download: www.heysoft.de (25 KB), Preis: gratis

Safe’n’Sec gewährleistet sowohl die interne Sicherung der PCUmgebung als auch sicheres Surfen im Internet. Das Programm ist von Signatur-Updates unabhängig. Es schützt vor den neuen Viren, vor Spyware-Programmen, Trojanern, Hackerangriffen, dem Diebstahl von Informationen und vor falschen Handlungen des Benutzers. Das Tool gibt‘s auch im Paket mit einem Virenscanner. Download: www.safensoft.com (5,55 MB), Preis: 25 Euro
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Tipps & Tricks

Internet Explorer 7
Der Microsoft-Browser befindet sich in der neuen Version wieder auf Augenhöhe mit Firefox, was die Funktionen angeht. Nur Opera bietet noch mehr Finessen, die allerdings nicht jeder Anwender braucht. Erweiterbarkeit: Firefox hat den wichtigen Vorteil, sich gezielt und flexibel um Funktionen erweitern zu lassen. Das geht beim IE zwar ebenfalls, aber die Programmierung von Erweiterungen ist hier aufwendiger. Außerdem hat der IE offenbar keine so engagierte Community wie Firefox. Das lässt sich jedenfalls aus einem Vergleich der verfügbaren Erweiterungen ableiten: Für den Open-Source-Browser gibt es enorm viele, die Add-ons für den IE kann man dagegen an einer Hand abzählen. Sicherheit: In diesem Punkt muss sich der Internet Explorer 7 noch beweisen. Die Frage wird sein, ob spürbar weniger und harmlosere Sicherheitslücken darin auftauchen als in den Vorgängerversionen. Wer bereits seit einiger Zeit mit Firefox oder Opera arbeitet und zufrieden ist, den wird Microsoft kaum zu einer Rückkehr zum Internet Explorer bewegen. Aber es gibt auch eine große Anzahl an treuen IE-Anhängern, die sehnsüchtig auf die neue Version gewartet haben. Ob Sie nun zu dieser Gruppe gehören oder noch zögern, dem MicrosoftBrowser (wieder) eine Chance zu geben – wir geben Ihnen im Folgenden nützliche Tipps zum Internet Explorer 7.

Tipps & Tricks zum neuen IE
Bei der Version 7 des Internet Explorers hat sich einiges verändert – nicht nur optisch, sondern auch funktional. Lesen Sie, wie Sie den Browser optimal nutzen.
Von Daniel Behrens
eschlagene vier Jahre hat es gedauert, bis Microsoft eine neue Version des Internet Explorers (IE) herausgebracht hat. Erst hieß es, der neue IE würde nur unter Vista laufen. Dann hat sich Microsoft doch noch dazu durchgerungen, auch eine XPVersion herauszubringen – nicht zuletzt wegen der weiter wachsenden Beliebtheit alternativer Browser wie Firefox und Opera.

Tabbed Browsing
Mit Tabbed Browsing können Sie mehrere Web-Seiten in einem Browser-Fenster öffnen. Zwischen den einzelnen Seiten wechseln Sie über Registerkarten („Tabs“). Das erhöht die Übersicht.

G

1. IE jetzt mit Tabbed Browsing, RSS-Feeds und mehr
Der Internet Explorer 7 (auf C CD und unter www.pcwelt.de/8d1, 15 MB) bringt nicht nur ein moderneres Design mit, sondern auch etliche neue Funktionen. Er unterstützt Tab-

bed Browsing – der Anwender kann also mehrere Web-Seiten innerhalb eines Fensters öffnen. Auch mit RSS-Newsfeeds kommt der Browser klar. Über die Suchleiste lassen sich ohne Umwege Anfragen an Suchdienste stellen. Der Phishing-Filter und der Spurenvernichter sollen die Sicherheit erhöhen. Der Internet Explorer 7 ist in Vista bereits enthalten und läuft unter Windows XP ab SP 2.

3. Viele Wege führen im IE zum neuen Tab
Im IE 7 öffnen Sie einen neuen Tab, indem Sie auf die leere Mini-Registerkarte direkt über der aktuellen Seite klicken. Alternativ drücken Sie <Strg>-<T>. Möchten Sie einen Link in einem neuen Tab öffnen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder halten Sie beim Klicken die <Strg>-Taste gedrückt, oder Sie klicken mit der mittleren Maustaste beziehungsweise dem Mausrad darauf, oder Sie benutzen die rechte Maustaste und wählen aus dem Kontextmenü „In neuer Registerkarte öffnen“.
TIPPS & TRICKS 5/2007

2. Qual der Wahl: IE 7, Firefox oder Opera
Bleibt die Frage, was besser ist – der Internet Explorer 7, Firefox oder Opera. Die Frage pauschal zu beantworten fällt schwer.

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TIPPS & TRICKS

Internet Explorer 7
Eine URL, die Sie in die Adresszeile eingeben, landet in einem neuen Tab, indem Sie <Alt>-<Return> statt nur <Return> drücken. Die Position eines Tabs können Sie verändern, indem Sie die Karteireiter per Drag & Drop verschieben. Zwischen den Registerkarten wechseln Sie mit <Strg>-<Tab>, wenn Sie gerade keine Hand an der Maus haben. Es gibt noch zwei weitere Möglichkeiten, eine Serie von geöffneten Tabs zu speichern und später in einem Rutsch wieder auf den Bildschirm zu holen. Zum einen lassen sich alle Registerkarten in einem Lesezeichen speichern. Dazu klicken Sie auf das Symbol „Zu Favoriten hinzufügen“ (Stern mit Pluszeichen) und wählen „Registerkartengruppe zu Favoriten hinzufügen“. Zum anderen können Sie mehrere Startseiten definieren, die bei jedem Start des IEs in Tabs geladen werden. Dazu klicken Sie auf „Extras, Internetoptionen“ und tragen bei „Startseite“ die gewünschten Web-Adressen – durch <Return> getrennt – untereinander ein.

Tipps & Tricks

Überblick Tipps zum IE 7
Inhalt Tabbed Browsing RSS-Newsfeeds Suchleiste Sicherheit Kästen Die wichtigsten Hotkeys Mini-Tipps auf C CD 122 Seite 118 119 120 121

4. Überblick durch Miniaturansichten
Die einzelnen Karteireiter unterscheiden sich nur durch den Seitentitel und gegebenenfalls durch die spezifischen Icons der Web-Seiten. Haben Sie viele Tabs geöffnet, kann es bei Seiten mit ähnlichen Titeln schwierig werden, die richtige Registerkarte zu finden. Hierfür bietet sich die grafische Navigation über die – etwas ungelenk eingedeutschte – Funktion „Schnellregisterkarten“ an. Sie erreichen diese über das Symbol ganz links in der Registerleiste, sobald mehr als ein Tab geöffnet ist – oder über <Strg>-<Q>. Daraufhin öffnet sich eine weitere Registerkarte, in der Miniaturansichten mit den Inhalten aller anderen Tabs erscheinen. So fällt die Orientierung leichter. Mit einem Klick auf das gewünschte Bild wechseln Sie zum entsprechenden Tab. Bevorzugen Sie eine Liste aller geöffneten Tabs, klicken Sie auf den kleinen Pfeil rechts neben dem Symbol für die „Schnellregisterkarten“.

6. Einstellungen beim Tabbed Browsing anpassen
Das Tabbed Browsing können Sie in mehreren Punkten auf Ihre Bedürfnisse zuschneiden. Die Konfiguration finden Sie unter „Extras, Internetoptionen, Registerkarten, Einstellungen“. Hier lässt sich zum Beispiel die Sicherheitswarnung beim Beenden abschalten. Zudem können Sie festlegen, dass neue Registerkarten immer im Vordergrund geladen werden statt im Hintergrund. Pop-ups können Sie zwingen, sich nur als neuen Tab statt als neues Fenster zu öffnen. Wenn Sie mit Tabbed Browsing gar nichts am Hut haben, können Sie die Funktion hier auch deaktivieren.

Der Internet Explorer 7 besitzt eine Funktion, die diese RSS-Feeds auswerten und auf übersichtliche Weise lesbar machen kann.

7. Newsticker in den IE 7 einbinden
Wenn Sie eine Website aufrufen, die Newsfeeds anbietet, färbt sich das RSS-Icon in der Symbolleiste des Browsers orange. Ein Klick darauf führt Sie zum aufbereiteten Inhalt des Feeds. Sinnvoller ist es allerdings, auf den kleinen Pfeil neben dem RSS-Symbol zu klicken. Dann sehen Sie auf einen Blick, ob und welche weiteren Feeds die Site anbietet, und können sich gezielt einen davon anzeigen lassen. RSS-Feeds im Abo: Auf jeder NewsfeedSeite gibt es oben den Link „Feed abonnieren“. Wenn Sie darauf klicken, erstellen Sie ein RSS-Lesezeichen für den Newsticker. Dieses erscheint dann im „Favoritencenter“ (gelber Stern in der Symbolleiste) im Unterpunkt „Feeds“. Über das Symbol „Favoritencenter anheften“ erhalten Sie eine Seitenleiste, die immer sichtbar bleibt und wahl-

5. Browser-Tabs in Gruppen zusammenfassen
Haben Sie mehrere Tabs geöffnet und klicken auf den „Schließen“-Button des IE 7, erhalten Sie die Nachfrage, ob Sie sich sicher sind. Denn damit wird nicht nur die aktuell sichtbare Web-Seite geschlossen, wie man aus Gewohnheit vielleicht denken würde, sondern auch die Tabs im Hintergrund. Ihre möglicherweise mühsam zusammen-gegoogelten Web-Seiten zu einem bestimmten Thema wären dann auf einen Schlag weg. Von daher ist die Sicherheitsabfrage beim Beenden durchaus sinnvoll. Sie bietet auch einen Zusatznutzen: Wenn Sie auf „Optionen einblenden“ klicken, können Sie dafür sorgen, dass der IE beim nächsten Start alle aktuell genutzten Tabs wieder öffnet. Dazu markieren Sie den Punkt „Beim nächsten Start von Internet Explorer öffnen“ und bestätigen mit „Registerkarten schließen“.
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RSS-Newsfeeds
Viele Websites bieten einen oder mehrere Newsfeeds an. Dabei handelt es sich um Dateien im XML-Format mit aktuellen Schlagzeilen oder News zur betreffenden Site.

Überblick beim Tabbed Browsing: Auf Wunsch sehen Sie die Inhalte aller derzeit geöffneten Registerkarten auf einen Blick als Miniaturansichten (Punkt 5)
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Tipps & Tricks

Internet Explorer 7
Podcasts nutzen: Ein Pluspunkt der FeedVerwaltung des Internet Explorers ist, dass sie auch mit Podcasts umgehen kann. Diese sind nämlich nichts anderes als erweiterte RSS-Feeds, die Verweise zu Audio- oder Videodateien enthalten. Der Internet Explorer 7 erkennt die enthaltenen Verweise und wandelt sie so um, dass Sie die Dateien per Klick herunterladen können. Nach Wunsch: Zusätzlich lässt sich jeder Ticker individuell einstellen. Dazu rufen sie ihn auf und klicken rechts unten auf „Feedeigenschaften“. Hier legen Sie etwa fest, dass Datei-Anhänge von Podcasts automatisch heruntergeladen werden sollen. Zudem können Sie für jeden Feed ein individuelles Aktualisierungsintervall bestimmen. Wie viele alte Newsticker-Einträge der Browser speichern soll, definieren Sie unter „Archivieren“. Auf das Archiv greifen Sie zu, indem Sie auf der Newsfeed-Seite ganz unten auf „Alle Elemente anzeigen“ klicken.

RSS à la Internet Explorer: Der Browser stellt die NewstickerDaten in einem aufbereiteten Format dar (Punkt 7) weise die Favoriten, den Verlauf oder eben die RSS-Lesezeichen anzeigt. Gibt es in einem Newsfeed neue Nachrichten, erscheint der jeweilige Lesezeichentitel gefettet. So sind Sie auch dann über Neuigkeiten informiert, wenn Sie gerade auf anderen Websites surfen. Wenn Sie den Mauszeiger auf den jeweiligen Titel halten, erscheint ein Tooltipp, der die Zahl der neuen Nachrichten anzeigt. Ein Klick auf einen Titel öffnet den Newsfeed in der bereits erwähnten aufbereiteten Ansicht. Voraussetzung für die automatische Aktualisierung ist, dass Sie sie unter „Extras, Internetoptionen, Inhalte, Feeds, Einstellungen“ aktiviert haben.

Suchleiste
Der IE 7 besitzt in der rechten oberen Ecke eine Suchleiste, über die Sie ohne Umwege eine Anfrage bei einem oder mehreren Suchdiensten starten. Mit dieser Leiste werden Sie bereits beim ersten Start des IE 7 konfrontiert. Auf der Willkommens-Seite müssen Sie festlegen, ob Sie die voreingestellte Web-Suche von Microsoft nutzen möchten. Wenn Sie das verneinen, gelangen Sie auf eine Seite, auf der Suchmaschinen und Nachschlagewerke aufgelistet sind, die sich mit zwei Klicks in die Suchleiste integrieren lassen – zum Beispiel Google, Yahoo und Wikipedia. Diese Seite können Sie auch später jederzeit aufrufen, indem Sie auf den Pfeil rechts neben dem Suchfeld klicken und „Weitere Anbieter suchen“ wählen.

8. Fein-Tuning an den RSS-Newstickern
Die Feed-Verwaltung besitzt noch ein paar weitere Finessen, auf die man jedoch erst nach einigem Suchen stößt. Die generellen Feed-Einstellungen sind unter „Extras, Internetoptionen, Inhalte, Feeds, Einstellungen“ noch relativ einfach zu finden. Hier legen Sie etwa fest, wie häufig der IE die RSS-Newsticker auf neue Nachrichten überprüfen soll. Außerdem können Sie sich akustisch darauf hinweisen lassen, wenn Websites, die Sie aufrufen, Newsfeeds zum Abruf anbieten.

9. So geht’s: Beliebige Suchdienste einbinden
Manche Websites, darunter auch Pcwelt.de, bieten bereits IE-7-kompatible Such-Plugins an. Dies erkennen Sie daran, dass sich der Pfeil neben dem Suchfeld hellorange verfärbt. Wenn Sie darauf klicken, werden zusätzlich zu den bereits eingerichteten Diensten die Suchabfragen der aufgerufenen Site eingeblendet – kenntlich gemacht durch einen Stern. Über den Eintrag „Suchanbieter hinzufügen“ übernehmen Sie diese dauerhaft in das Suchfeld. Der Weg zum Plug-in: Auf der Seite haben Sie auch die Möglichkeit, für nahezu jede andere Suchmaschine ein Suchleisten-Plugin zu erstellen. Dazu rufen Sie die Seite mit dem gewünschten Suchformular auf. Wir zeigen das Vorgehen am Beispiel des Übersetzungsdienstes Leo unter http://dict.leo. org. Geben Sie als Suchbegriff „TEST“ ein (in Großbuchstaben, aber ohne AnführungsTIPPS & TRICKS 5/2007

Flexibel bei der Web-Recherche: Microsoft bietet die Option, Plug-ins für fast alle Suchmaschinen für das Suchfeld (rot) des Internet Explorers 7 zu erstellen (Punkt 9)

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Internet Explorer 7
zeichen), und starten Sie die Abfrage. Daraufhin erscheint die Ergebnisseite, und der Inhalt der Adressleiste verändert sich entsprechend. Darin müsste an irgendeiner Stelle auch der Suchbegriff „TEST“ als Parameter auftauchen. Ist das nicht der Fall, lässt sich die gewünschte Suche nicht ohne Weiteres in das IE-Suchfeld einbinden. Andernfalls kopieren Sie diese Web-Adresse komplett in die Zwischenablage und fügen sie in den Generator auf der Suchmaschinen-Auswahlseite von eben ein. In das zweite Eingabefeld tippen Sie einen Titel für die Suche, zum Beispiel „Leo.org Übersetzung“. Dann klicken Sie auf „Installieren“. Der IE 7 ersetzt „TEST“ durch eine Variable und bindet die Suchabfrage ein. Internet Explorer 7 jedoch nicht.

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11. Surfspuren löschen
Um zu verhindern, dass andere Nutzer Ihres Rechners Ihre Ausflüge im Web nachvollziehen können, lassen sich die beim Surfen anfal- Einfach anpassen: Nicht (mehr) benötigte Einträge lassen sich lenden Daten löschen. problemlos aus der Liste der Suchanbieter löschen (Punkt 10) Dazu zählen Verlauf, Cache (Temporäre Internet-Dateien) und in mehreren Schritten. Zunächst schaut er, Cookies. Im IE 6 mussten Sie unter „Extras, ob die Adresse in einer fest integrierten weiInternetoptionen“ an mehreren Stellen kli- ßen Liste seriöser Websites steht. Falls nein, cken, um Ihre Spuren zu verwischen. analysiert der IE 7 den Seiteninhalt auf tyDer IE 7 verfügt über eine zentrale Anlauf- pische Merkmale von Phishing-Seiten. Im stelle unter „Extras, Browserverlauf lö- Zweifel sendet er die Web-Adresse an einen schen“. Anders als der Name vermuten Microsoft-Server, auf dem eine aktuelle Dalässt, leeren Sie damit jedoch nicht nur den tenbank von bekannten Phishing-Seiten Verlauf, sondern auf Wunsch auch den Ca- liegt. Taucht sie darin nicht auf, färbt sich che, den Cookie-Ordner sowie die Liste der die Adressleiste gelb. Das signalisiert, dass gespeicherten Passwörter und Formularein- es sich um eine potenziell gefährliche Seite gaben. Entweder suchen Sie sich in dem handeln könnte. Wird die Website nach der Dialog gezielt aus, was Sie beseitigen möch- Datenbank-Abfrage als gefährlich eingeten, oder Sie klicken auf „Alle löschen“. stuft, färbt sich die Adresszeile rot und sperrt den Zugang zu den Inhalten. Nur auf 12. Phishing-Filter konfigurieren Ihren ausdrücklichen Wunsch hin bekomBeim Phishing versuchen Trickbetrüger, Sie men Sie diese angezeigt. durch Mails oder manipulierte Suchmaschi- Der IE macht Meldung: Nicht jedem Anneneinträge auf gefälschte Websites zu lo- wender wird es behagen, dass einige seiner cken, die zum Beispiel aussehen wie die aufgerufenen Web-Adressen zur Überprügroßer Banken oder Auktionshäuser. Dort fung an Microsoft geschickt werden. Zudem sollen Sie sich dann mit ihren Zugangsdaten anmelden, in der Regel angeblich zum Zwecke einer Sicherheitsüberprüfung. Mit den so erlangten Zugangsdaten räumen die Betrüger dann die Konten ihrer Opfer leer oder kaufen beziehungsweise verkaufen in ihrem Namen Waren bei Ebay & Co. Seiten-Check: Der IE 7 besitzt einen PhishingFilter, der Sie davor schützen soll, darauf hereinzufallen. Wenn Sie ihn über „Extras, Phishingfilter“ aktivieren, prüft der Browser Endlich komfortabel: Die Optionen, mit denen Sie Surfspuren jede aufgerufene Seite löschen, sind im IE 7 zentral zusammengefasst (Punkt 11)
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10. Liste der Suchdienste konfigurieren
Möchten Sie Dienste entfernen, klicken Sie wiederum auf den Pfeil neben dem Suchfeld und wählen „Suchstandard ändern“. In der Dialogbox lässt sich außerdem der Standardsuchdienst einstellen. Er kommt immer dann zum Zug, wenn Sie nach einem IENeustart etwas in die Suchleiste eintippen und die Eingabe mit <Return> oder über das nebenstehende Lupensymbol abschließen, statt über das Pfeil-Symbol einen Dienst auszusuchen. Schnelle Suche: Sie wollen die Standardsuchmaschine nutzen, haben aber im Suchfeld einen anderen Dienst ausgewählt. Hier sparen Sie einen Klick, indem Sie die Anfrage über die Adresszeile mit vorangestelltem Fragezeichen starten, zum Beispiel „? PizzaRezepte“. Wenn Sie einen Begriff in das Suchfeld eingegeben haben und über das Pfeil-Symbol einen Dienst auswählen, startet die Recherche sofort. Sollen die Ergebnisse auf einer neuen Registerkarte erscheinen, öffnen Sie diese zuvor manuell über <Strg>-<T> oder die leere Mini-Registerkarte. Indem Sie sich durch die geöffneten Tabs klicken, können Sie die Resultate mehrerer Dienste bequem vergleichen. Sie müssen übrigens nicht zur Maus greifen, um die Eingabemarke ins Suchfeld zu setzen. Es genügt, <Strg>-<E> zu drücken.

Sicherheit
Sicherheit ist laut Microsoft ein zentrales Thema beim IE 7. Viel mehr Sicherheitsfunktionen als Firefox und Opera bietet der
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Internet Explorer 7
sind. Firefox 2.0 (kostenlos, PC-WELT-Edition mit zahlreichen Erweiterungen auf C CD und unter www.pcwelt.de/fxp, 6,7 MB) oder Opera 9.02 (kostenlos, auf C CD und unter www.opera.com, 6,4 MB) verfügen ebenfalls über eine solche Funktion. Beide laufen offiziell unter Windows 98/ME, 2000 und XP, lassen sich jedoch auch problemlos unter Windows Vista installieren. boxie 2.64 (auf C CD und unter www.sand boxie.com, 242 KB, für Windows 2000 und XP) eine ähnliche Sicherheit erreichen. Über das Desktop-Icon „Sandboxie Quick Launch“ starten Sie den Webbrowser, der unter Windows als Standard eingerichtet ist – zum Beispiel den Internet Explorer – in einer sicheren Umgebung (Sandbox). Alle Daten, die während des Surfens anfallen, möglicherweise also auch Viren, Backdoors und Trojaner, landen in dem geschützten Sandboxie-Bereich. Andere Programme kommen da nicht ran. Um wieder einen sauberen Browser zu haben, genügt es, den Inhalt der Sandbox zu löschen. Dabei gehen normalerweise auch die Einstellungen verloren, die Sie am Browser getätigt haben. Um die Konfiguration permanent zu ändern, starten Sie den Browser ausnahmsweise über sein normales Icon. Andere Anwendungen führen Sie innerhalb des geschützten Bereichs aus, indem Sie deren Icons mit der rechten Maustaste anklicken und auf „Run Sandboxed“ klicken.

12. IE 7 unter Windows XP absichern
IE unter XP: Mit Sandboxie landen alle Daten in einer Sicherheitszone (Punkt 12) steht in der Hilfe zum IE 7 folgender Hinweis: „Anonymisierte Statistikdaten zu Ihrer Verwendung von Internet Explorer und des Phishingfilters werden ebenfalls an Microsoft gesendet […]“. Wer sich daran stört, muss auf die Sicherheit des Phishing-Filters verzichten und selbst wachsam bleiben. Oder Sie setzen einen alternativen Browser ein, sofern Sie nicht auf den IE festgelegt Der Internet Explorer besitzt einen „geschützten Modus“. Ist er aktiv, darf der Browser nur auf den Ordner „Temporäre Internetdateien“ zugreifen. Schädliche Software, die versucht, sich unbemerkt beim Surfen zu installieren, soll so keine Chance haben. Der geschützte Modus lässt sich jedoch unter „Extras, Sicherheit“ nur aktivieren, wenn der Internet Explorer 7 unter Windows Vista läuft. Schutzzone einrichten: XP-Nutzer können mit der englischsprachigen Freeware Sand-

Mini-Tipps: WGA austricksen, zoomen, drucken ...
Neben den großen Themenkomplexen Tabbed Browsing, Newsfeeds und Suchleiste gibt es mehrere kleine Neuerungen und Änderungen im IE 7. Wir haben Tipps und Tricks dafür zusammengestellt. WGA austricksen: Bei der Installation des IE 7 wird überprüft, ob Sie eine legale Windows-Version benutzen. Dazu erstellt die Setup-Routine eine Prüfsumme des Windows-Lizenzschlüssels und sendet sie an Microsoft. Wenn Sie befürchten, dass dabei persönliche Daten übertragen werden, können Sie die WGA-Überprüfung durch einen Trick überspringen. Wie das geht, lesen Sie unter www.pcwelt.de/64651. Menüleiste zurückzaubern: Wenn Ihnen bisher noch nicht oder nicht störend aufgefallen ist, dass die Menüleiste (Datei, Bearbeiten, Ansicht, …) im Internet Explorer 7 fehlt, hat Microsoft mit dieser Änderung bei Ihnen ins Schwarze getroffen. Alle Menü-Einträge finden sich verstreut in den Drop-down-Menüs der Symbolleiste wieder. Wer sich aber die Leiste an die gewohnte Stelle zurückwünscht, hat hierfür zwei Möglichkeiten. Um sie nur kurzzeitig zu aktivieren, drücken Sie auf <Alt>. Um sie dauerhaft zurückzuholen, klicken Sie auf „Extras, Menüleiste“. Cleartype ausschalten: Diese Microsoft-Technik soll die Lesbarkeit von Schriften speziell auf LC-Displays erhöhen. Im IE 7 ist die Schriftkantenglättung standardmäßig eingeschaltet. Falls Ihnen die neue Darstellung der Schriften nicht zusagt, können Sie diese abschalten, indem Sie die Option „Extras, Internetoptionen, Erweitert, Immer ClearType für HTML verwenden“ deaktivieren. Seiten zoomen: Der IE 7 kann Web-Seiten stufenlos vergrößern und verkleinern. Das Icon zum Aufrufen der Funktion ist allerdings ziemlich unscheinbar. Sie finden es in der Statusleiste in Form einer kleinen Lupe. Wenn Sie daraufklicken, wechseln Sie zwischen mehreren festgelegten Zoomstufen. Um direkt zur gewünschten Vergrößerung zu springen oder einen eigenen Wert einzugeben, klicken Sie auf den kleinen Pfeil neben der Lupe. Passgenau drucken: Web-Seiten zu drucken war in den Vorgängerversionen häufig problematisch. Da ihr Format nicht einer DIN-A4-Seite entspricht, wurden Texte und Bilder einfach am rechten Rand abgeschnitten. Auch der Trick, Querformat einzustellen, reichte nicht immer aus. Der IE 7 verkleinert Web-Seiten nun so, dass sie auf das gewählte Papierformat passen. Das Ergebnis können Sie vorab in der Druckvorschau begutachten, die Sie über den kleinen Pfeil rechts neben dem Druckersymbol erreichen. Wichtig für den passgenauen Ausdruck ist, dass hier die Option „An Größe anpassen“ aus dem zweiten Drop-down-Menü ausgewählt ist. Über die Pfeile in der Vorschau ändern Sie bei Bedarf die Seitenränder. Per Klick auf das Zahnrad-Icon gelangen Sie zur Seiteneinrichtung. Hier stellen Sie zum Beispiel auf das Querformat um, falls die automatische Verkleinerung beim Hochformat zu extrem ausfällt. Möchten Sie auch Hintergrundfarben und -bilder drucken, müssen Sie nach wie vor den umständlichen Weg über „Extras, Internetoptionen, Erweitert“ gehen, dort ganz nach unten scrollen und die entsprechende Option aktivieren. IE 7 zurücksetzen: Für den Fall, dass Sie viele IE-Einstellungen verändert haben und diese eines Tages zurücknehmen möchten, hat Microsoft vorgesorgt. Unter „Extras, Internetoptionen, Erweitert“ ist der Punkt „Internet Explorer-Einstellungen zurücksetzen“ eingebaut. Er löscht auch alle Surfspuren – der IE befindet sich anschließend wieder im Auslieferungszustand. Möchten Sie nur die erweiterten IE-Einstellungen rückgängig machen, klicken Sie stattdessen auf die darüberliegende Schaltfläche „Erweiterte Einstellungen wiederherstellen“.

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Inserentenverzeichnis/Impressum Impressum
Redaktion
Lyonel-Feininger-Straße 26, 80807 München, leserbrief@pcwelt.de Chefredakteur: Andreas Perband (ap) (verantwortlich, Anschrift der Redaktion) Stellvertreter des Chefredakteurs: Wolfgang Koser (wk) Stellvertretender Chefredakteur: Dr. Hermann Apfelböck (ha) Chef vom Dienst: Andrea Kirchmeier (ak) Koordination Sonderhefte: Tom Dassel (td) Redaktion: Arne Arnold (afa), Daniel Behrens (dab), Thorsten Eggeling (Leitung/te), Andreas Kroschel (akr), Christian Löbering (cl), Ines Walke-Chomjakov (iwc) Freie Mitarbeiter Redaktion: Marion Exner, Klara Gehmach, Mike Hartmann, Thomas Joos, Christoph Jopp, Jan Schneider, Ramon Schwenk, Holger Schwichtenberg, Thomas Wölfer, David Wolski Freie Mitarbeiter Layout: Alex Dankesreiter Freie Mitarbeiter Schlussredaktion: Marion Linssen Heft-CD/DVD: Bettina Künast (Leitung/bek), Michael Braun Redaktionsassistenz: Ursula Istavrinos (Leitung), Heike Meironk, Thamar Thomas-Ißbrücker, Christa Vetter Koordination www.pcwelt.de: Stefan Willeke (Leitung/sw) DTP-Produktion/Disposition: Andreas Förth (leitend) DTP-Layout: Bianca Aumeyer, Anton Paunert, Hans Weber Design: h2Design.de Titelgrafik: David Burns Bildnachweis: Titel-Illustration: Peter Faben – FOTOLIA. Sofern nicht anders angegeben: Anbieter Copyright: Das Urheberrecht für angenommene und veröffentlichte Manuskripte liegt bei der IDG Magazine Media GmbH. Eine Verwertung der urheberrechtlich geschützten Beiträge und Abbildungen, insbesondere durch Vervielfältigung und/oder Verbreitung, ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urheberrechtsgesetz nichts anderes ergibt. Eine Einspeicherung und/ oder Verarbeitung der auch in elektronischer Form vertriebenen Beiträge in Datensysteme ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig. die Vorstellung der New-Media-Inhalte im „Promotion“-Teil der PC-WELT und auf CD/DVD, Anschrift des Verlags) Anzeigenverkaufsleitung IT: Uta Kruse, PLZ 4, 5 (-355) Mediaberatung Markenartikel: Julia Wursthorn (-219) Key Account Manager Print, CD/DVD: PLZ 0, 1, 2, 8, 9: Bettina Schwarz (-132); PLZ 3, 6, 7: Thomas Ströhlein (-188) Anzeigenverkaufsleitung Ausland: Iris Haug (-854) Anzeigenleitung Online: Petra Sesser (-516) Marketing: Karin Hecker (-617) Leitung Marktforschung: Frank Heublein (-785) E-Commerce & Syndication: Andreas Koschinsky (-644) Leitung Anzeigendisposition: Rudolf Schuster (-135) Anzeigendisposition: Michael Steinbrückner (-291, Fax -99291) Digitale Anzeigenannahme: Andreas Frenzel, leitend (-239), Manfred Aumaier (-602), Andreas Mallin (-603) Datentransfer: ISDN: 089/208070 und 089/36086-493; FTP: www.idgverlag.de/dispocenter; Mail (max. 20 MB): AnzeigendispoPrint@pcwelt.de Anzeigenpreise: Es gilt die Anzeigenpreisliste 24 (1.10.2006). Bankverbindungen: Deutsche Bank AG, Konto 6662266, BLZ 700 700 10; Postbank München, Konto 220 977-800, BLZ 700 100 80 Anschrift für Anzeigen: siehe Anschrift des Verlags Erfüllungsort, Gerichtsstand: München IGS Anzeigenverkaufsleitung für ausländische Publikationen: Tina Ölschläger (-116) Verlagsrepräsentanten für Anzeigen Frankreich: F. Bonnin, 5 Rue Chantecoq, 92808 Puteaux, Tel.: 0033-1-4197-0, Fax 0033-1-4197-6202. NL: Florence Schmit, Richard Holkade 8, 2033 Haarlem, Tel.: 0031-23-5461090. Großbritannien: Shane Hannam, 29/31 Kingston Road, GB-Staines, Middlesex TW 18 4QG, Tel.: 0044-1-784210210. USA East: Chip Zaborowski, 500 Old Connecticut Path, P.O. Box 9377, Framingham, MA 01701-9377, Tel.: 001-508-87907 00. USA West: Larry Arthur, 501 Second Street, S. 114, San Francisco, CA 94107, Tel.: 001-415-2434141. Taiwan: The Infopro Group, Sophia Yu, 8F, 131 Sec 3 Nanking E Road, Tel.: 00886-2-27153000. Japan: Noriko Nozaki, 8th Floor 3-4-5, Hongo BunkyoKu, Tokio 113-0033, Japan, Tel. 0081-3-5800-4851. Singapur: J. Yu, No. 80 Marine Parade Road, #17-01A Parkway Parade, S-449269, Tel.: 0065-3458383. Hongkong: V. Chan, S.1707, K. Wah Centre, 191 North Point, Tel.: 00852-28613238. Korea: C.H. Park, Rm. 1806/7, Golden Tower 191, 2-ka, Choongjungro, Seodaemun-ku, Seoul, Tel.: 0082-2364-4182/3

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Vorschau

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Nie mehr Ärger mit Abzügen und Drucken
Das beste Foto bringt nichts, solange es auf dem Abzug oder Ausdruck nicht optimal wirkt. Dazu brauchen Sie ein gutes Online-Labor oder einen erstklassigen Fotodrucker. Daneben entscheidet die Aufbereitung der Bilder über die Druckqualität. Aber auch die individuelle Anpassung an das Papier selbst muss stimmen. Lesen Sie, wie sich Ihre Digitalbilder in überragender Abbildungsqualität ausgeben lassen und wie Sie dabei sogar noch ein paar Euro sparen können. Dann ist vielleicht sogar noch ein imposanter Großformatabzug drin.

Crashkurs: Photoshop
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