Bertolt Brecht

Geschichten vom Herrn Keuner

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Zu Herrn K. kam ein Philosophieprofessor und erzählte ihm von seiner Weisheit. Nach einer Weile sagte Herr K. zu ihm: »Du sitzt unbequem, du redest unbequem, du denkst unbequem. « Der Philosophieprofessor wurde zornig und sagte: »Nicht über mich wollte ich etwas wissen, sondern über den Inhalt dessen, was ich sagte.« »Es hat keinen Inhalt«, sagte Herr K. »Ich sehe dich täppisch gehen, und es ist kein Ziel, das du, während ich dich... Auszug ISBN: 3518365169 Taschenbuch - 108 Seiten - Suhrkamp, Ffm. Erscheinungsdatum: 1971

Inhalt
Inhalt ................................................................................................ 2 Weise am Weisen ist die Haltung ................................................. 5 Organisation ................................................................................... 5 Maßnahmen gegen die Gewalt ..................................................... 5 Von den Trägern des Wissens...................................................... 6 Der Zweckdiener ............................................................................ 6 Mühsal der Besten ......................................................................... 7 Die Kunst, nicht zu bestechen....................................................... 7 Vaterlandsliebe, der Haß gegen Vaterländer .............................. 7 Die Frage, ob es einen Gott gibt ................................................... 8 Das Recht auf Schwäche .............................................................. 8 Vorschlag, wenn der Vorschlag nicht beachtet wird ................... 8 Originalität....................................................................................... 9 Das Schlechte ist auch nicht billig ................................................ 9 Hungern ........................................................................................10 Der hilflose Knabe ........................................................................10 Herr K. und die Natur ...................................................................11 Überzeugende Fragen.................................................................11 Verläßlichkeit ................................................................................12 Das Wiedersehen.........................................................................12 Über die Auswahl der Bestien.....................................................12 Form und Stoff..............................................................................14 Gespräche ....................................................................................14 Gastfreundschaft..........................................................................14 Wenn Herr K. einen Menschen liebte.........................................15 Über die Störung des "Jetzt für das Jetzt" .................................15 Erfolg .............................................................................................15 Herr K. und die Katzen ................................................................16 Herrn K.s Lieblingstier .................................................................16 Das Altertum .................................................................................17 Eine gute Antwort.........................................................................17 Das Lob.........................................................................................18 Zwei Städte ...................................................................................18 Freundschaftsdienste...................................................................18 Herr K. in einer fremden Behausung..........................................19

Herr K. und die Konsequenz .......................................................19 Die Vaterschaft des Gedankens .................................................20 Rechtsprechung ...........................................................................20 Sokrates........................................................................................20 Der Gesandte ...............................................................................21 Der natürliche Eigentumstrieb.....................................................22 Wenn die Haifische Menschen wären ........................................22 Warten...........................................................................................24 Der unentbehrliche Beamte.........................................................24 Erträglicher Affront .......................................................................25 Herr K. fährt Auto .........................................................................25 Herr K. und die Lyrik ....................................................................25 Das Horoskop...............................................................................25 Mißverstanden..............................................................................26 Zwei Fahrer...................................................................................26 Gerechtigkeitsgefühl ....................................................................27 Über Freundlichkeit ......................................................................27 [Herr Keuner und die Zeichnung seiner Nichte] ........................27 Herr Keuner und Freiübungen ....................................................28 Zorn und Belehrung .....................................................................28 [Über Bestechlichkeit] ..................................................................28 [Irrtum und Fortschritt]..................................................................29 [Menschenkenntnis] .....................................................................29 [Herr Keuner und die Flut] ...........................................................29 Herr Keuner und die Schauspielerin...........................................30 [Herr Keuner und die Zeitungen] ................................................30 Über den Verrat............................................................................31 Kommentar ...................................................................................32 [Über die Befriedigung von Interessen]......................................32 Die zwei Hergaben.......................................................................32 [Kennzeichen guten Lebens].......................................................33 [Über die Wahrheit] ......................................................................34 Liebe zu wem? .............................................................................34 Wer kennt wen? ...........................................................................34 [Der beste Stil] ..............................................................................35 Herr Keuner und der Arzt ............................................................36 [Gleich besser als verschieden]..................................................36 [Der Denkende und der falsche Schüler] ...................................36

[Über die Haltung] ........................................................................36 [Wogegen Herr Keuner war]........................................................37 [Vom Überstehen der Stürme] ....................................................37 [Herrn Keuners Krankheit] ...........................................................38 Unbestechlichkeit .........................................................................38 [Schuldfrage].................................................................................38 Die Rolle der Gefühle...................................................................38 Vom jungen Keuner .....................................................................39 [Luxus]...........................................................................................39 [Diener oder Herrscher]...............................................................39 [Eine aristokratische Haltung] .....................................................40 [Über die Entwicklung der großen Städte] .................................40 Über Systeme ...............................................................................40 Architektur .....................................................................................41 Apparat und Partei .......................................................................41 Anmerkungen ...............................................................................42

Gerade ich muß länger leben als die Gewalt. "Was sagtest du?" fragte ihn die Gewalt. du denkst unbequem. sagte Herr K.die Gewalt. daß ihm -5 - . während ich dich gehen sehe. Sehend deine Haltung." "Es hat keinen Inhalt". Er blickte sich um und sah hinter sich stehen . kam eines Tages in der Zeit der Illegalität ein Agent. "Ich sehe dich täppisch gehen. welcher ausgestellt war im Namen derer. Herr Keuner antwortete: "Ich habe kein Rückgrat zum Zerschlagen.Weise am Weisen ist die Haltung Zu Herrn K. sondern über den Inhalt dessen. keinen Gedanken zuviel." Maßnahmen gegen die Gewalt Als Herr Keuner. antwortete Herr Keuner. "Ich sprach mich für die Gewalt aus". fragten ihn seine Schüler nach seinem Rückgrat." Der Philosophieprofessor wurde zornig und sagte: "Nicht über mich wollte ich etwas wissen. Du redest dunkel. erreichst. interessiert mich dein Ziel nicht." Und Herr Keuner erzählte folgende Geschichte: In die Wohnung des Herrn Egge. was ich sagte. die die Stadt beherrschten. kein Stück Brot zuviel. das du. der Denkende. merkte er. Als Herr Keuner weggegangen war. der gelernt hatte. nein zu sagen. sich in einem Saale vor vielen gegen die Gewalt aussprach. und es ist keine Helle. und es ist kein Ziel. kam ein Philosophieprofessor und erzählte ihm von seiner Weisheit. die du während des Redens schaffst. der zeigte einen Schein vor. und auf dem stand. Nach einer Weile sagte Herr K. sagte einmal: "Der Denkende benützt kein Licht zuviel. wie die Leute vor ihm zurückwichen und weggingen. zu ihm: "Du sitzt unbequem. du redest unbequem." Organisation Herr K.

um seine Feinde zu erschlagen. Schlafen und Befehlen. Da wickelte ihn Herr Egge in die verdorbene Decke. seine -6 - . Der Zweckdiener Herr K. das er verlange. atmete auf und antwortete: "Nein. stellte die folgenden Fragen: "Jeden Morgen macht mein Nachbar Musik auf einem Grammophonkasten. Warum muß er Feinde besiegen? Weil er essen will. um zu turnen. in die er seinen Fuß setzte. daß sein Nachbar Musik machte. Aber was immer er für ihn tat. höre ich. wusch das Lager. der darf nicht kämpfen. bewachte seinen Schlaf. legte sich nieder und fragte mit dem Gesicht zur Wand vor dem Einschlafen: "Wirst du mir dienen?" Herr Egge deckte ihn mit einer Decke zu. noch die Ehrungen ausschlagen. hat von allen Tugenden nur eine: dass er das Wissen trägt". kräftig sein wollte. höre ich. den er sähe. eines zu tun hütete er sich wohl: das war. ebenso sollte ihm auch jeder Mann dienen. noch kenntlich sein. sagt er. wusch sich. Wozu benötigt er Kraft? Weil er seine Feinde in der Stadt besiegen muß. um kräftig zu sein. schleifte ihn aus dem Haus. sagte Herr Keuner. Als nun die sieben Jahre herum waren und der Agent dick geworden war vom vielen Essen. weil er turnt. Der Agent setzte sich in einen Stuhl. ebenso sollte ihm auch jedes Essen gehören. Warum turnt er? Weil er Kraft benötigt. noch nicht essen. starb der Agent. vertrieb die Fliegen. turnte. tünchte die Wände." Von den Trägern des Wissens "Wer das Wissen trägt. dies gehört hatte. Warum macht er Musik? Ich höre. und wie an diesem Tage gehorchte er ihm sieben Jahre lang. noch die Wahrheit sagen." Nachdem Herr K.gehören solle jede Wohnung. ein Wort zu sagen. noch einen Dienst erweisen. verlangte Essen. Wer das Wissen trägt.

nicht zu bestechen Herr K. "Von mir lässt er sich nicht bestechen". daß er gegen diesen Mann empört war. es möchte vom Erdboden -7 - . Nach zwei Wochen kam der Kaufmann wieder zu Herrn K. um zu essen. der Mann. empfahl einen Mann an einen Kaufmann. zu fürchten. "Mir aber". antwortete: "Ich habe viel Mühe. in einem bestimmten Lande zu leben. und zwar nicht nur gegen diesen Mann. also daß erwünschte. ich habe Grund.Feinde erschlug. ist unbestechlich." Die Kunst. sagte Herr K. gefragt. Da kam ihm entgegen ein Offizier dieses Feindes und zwang ihn. seiner Unbestechlichkeit wegen. Er sagte: "Ich kann überall hungern. die vom Feind des Landes besetzt war. und fragte ihn: "Was hast du gemeint mit Unbestechlichkeit?" Herr K. den du anstellst. also läßt er sich auch von mir bestechen!" Herr K." "So". uninteressiert. vom Bürgersteig herunterzugehen. sondern besonders gegen das Land. rief der Kaufmann erbittert. hielt es nicht für nötig. sagte: "Wenn ich sage. "nun. ging herunter und nahm an sich wahr. meine ich damit: du kannst ihn nicht bestechen. dem der Mann angehörte. Herr K. "redet er immerfort nach dem Mund. in dem er lebte." "Das weiß ich nicht". der Haß gegen Vaterländer Herr K." Eines Tages aber ging er durch eine Stadt. daß sich dein Mann sogar von meinen Feinden bestechen läßt. lächelte eitel. Vaterlandsliebe. Herr K. sagte der Kaufmann betrübt. sagte er. ich bereite meinen nächsten Irrtum vor. stellte er seine Frage: "Warum ißt er?" Mühsal der Besten "Woran arbeiten Sie?" wurde Herr K.

empfahl. Würde es sich ändern. ob es einen Gott gibt Einer fragte Herrn K. du hast dich schon entschieden: Du brauchst einen Gott. dann kann ich dir wenigstens noch so weit behilflich sein. dass eine Gemeinheit gegen sie verübt wurde. Herr K. Dankbarkeit zu verlangen? Die Leute meinen immer. für den Fall. setzte nun seine Freunde in Erstaunen. dann können wir die Frage fallenlassen. womöglich jedem Vorschlag zur Güte noch einen weiteren Vorschlag beizufügen. Sie fanden Herrn K. "bin ich kein Mensch? Warum sollte ich nicht so schwach sein. Wieso eigentlich?" Vorschlag." Die Frage. ob es einen Gott gäbe. Herr K. nachzudenken. fragte Herr K. fragte Herr K. sie bekennen sich als dumm. wenn der Vorschlag nicht beachtet wird Herr K. half jemandem in einer schwierigen Angelegenheit... die ihr begegnen. Aber darum muß man die Dummheit ja ausrotten.vertilgt werden. daß der -8 - . daß ich dir sage. ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde. weil sie dumm macht. sagte: "Ich rate dir.. "Wodurch". In der Folge ließ es dieser an jeder Art Dank fehlen." Das Recht auf Schwäche Herr K. weil der Mensch zu schwach ist. indem er sich laut über die Undankbarkeit des Betreffenden beschwerte. "bin ich für diese Minute ein Nationalist geworden? Dadurch.s Benehmen unfein und sagten auch: "Hast du nicht gewußt. Würde es sich nicht ändern. wenn sie bekennen. um dankbar zu sein?" "Und ich". daß ich einem Nationalisten begegnete. daß man nichts tun soll der Dankbarkeit wegen.

armseligere. Aber als der Lack abgeschabt war. indem sich der faul vorkommt. der übernommen werden. Dennoch -9 - . was sie vorzeigen können! Und ohne jede Hilfe.. beschrieb er noch ein anderes Vorgehen. kam Herr Keuner zu seinen Gedanken über die Verteilung der Armut. sich umsehend in seiner Wohnung. sagte er. beklagte sich Herr K. aber doch nicht das rücksichtsloseste. und auch keine Formulierung eines Gedankens. das ein einzelner auf seinen Armen herbeischaffen kann. sondern nur verdorben. Sogleich ging er zu einem Tischler und trug ihm auf. Freilich gibt es dann auch keinen Gedanken. "gibt es Unzählige. "Wer nicht alles kann". errichten sie ihre Hütten! Größere Gebäude kennen sie nicht als solche. den Lack von seinen Möbeln abzuschaben. andere Möbel. Eines Tages wünschte er. Der chinesische Philosoph Dschuang Dsi verfaßte noch im Mannesalter ein Buch von hunderttausend Wörtern. das zu neun Zehnteln aus Zitaten bestand. schlechtere. der nicht genug davon fertigbringt. die zitiert werden könnte.Vorschlag nicht beachtet wird. weniger harmlos. billigere. die ein einziger zu bauen imstande ist!" Das Schlechte ist auch nicht billig Nachdenkend über die Menschen. das so wenige andere schädigte wie möglich. ganz allein große Bücher verfassen zu können. ein bestimmtes Vorgehen angeraten hatte. Infolgedessen werden Gedanken nur in eigner Werkstatt hergestellt. der in schlechter Lage war. nur mit dem kümmerlichen Material. sahen die Möbel nicht armselig aus. da der Geist fehlt. und dies wird allgemein gebilligt. Solche Bücher können bei uns nicht mehr geschrieben werden. Als er zum Beispiel jemandem. die sich öffentlich rühmen. "dem soll man nicht das wenigere erlassen." Originalität "Heute". Wie wenig brauchen diese alle zu ihrer Tätigkeit! Ein Federhalter und etwas Papier ist das einzige.

daß es ein großer Unterschied ist. aber es ist wichtig. wo Hunger herrscht. daß ich dagegen bin. daß er sage. armselige. hatte anläßlich einer Frage nach dem Vaterland die Antwort gegeben: "Ich kann überall hungern. >Hast du denn nicht um Hilfe geschrien?< fragte der -1 0 - . Ich kenne euch: zu euren Gedanken paßt eure Armut nicht. während er doch in Wirklichkeit zu essen habe. billige. Aber Herr Keuner sagte: "Zur Armut gehört nicht sparen. wo Hunger herrscht." Hungern Herr K. wenn nicht ebenso schlimm wie hungern. Es wäre ja für andere nicht wichtig. wenn ich leben will. >Ich hatte zwei Groschen für das Kino beisammen<. ob ich selber hungere oder ob ich lebe. er hungere. ich kann überall leben. Aber zu meiner Entschuldigung darf ich wohl anführen. da seine armseligen Möbel teurer geworden waren wie die lackierten. schlechte. wo Hunger herrscht." Der hilflose Knabe Herr K. >da kam ein Junge und riß mir einen aus der Hand<. sprach über die Unart. woher es komme. die dies erfuhren. rechtfertigte sich. Herr K.mußte des Tischlers Rechnung bezahlt werden. indem er sagte: "Wahrscheinlich wollte ich sagen." Nun fragte ihn ein genauer Hörer. daß für mich leben. so doch wenigstens sehr schlimm ist. sagte der Knabe. und er zeigte auf einen Jungen. Aber zu meinen Gedanken paßt der Reichtum nicht. und erzählte folgende Geschichte: "Einen vor sich hin weinenden Jungen fragte ein Vorübergehender nach dem Grund seines Kummers. und Herr Keuner mußte auch noch seine eigenen Möbel wegwerfen und neue kaufen. wenn ich Hunger hätte. erlittenes Unrecht stillschweigend in sich hineinzufressen. da er sie sich doch so wünschte. Einige Leute. sondern ausgeben. lachten nun über Herrn Keuner. Ich gebe zu. der in einiger Entfernung zu sehen war. daß Hunger herrscht.

>Hat dich niemand gehört?< fragte ihn der Mann weiter. Auch verwirrt es uns in den Städten mit der Zeit. ihn liebevoll streichelnd. Herr Keuner antwortete erstaunt: "Ich habe gesagt. sie haben selbst für die Schreiner einiges an sich." Herr K. und ich hoffe sogar. der ich kein Schreiner bin. ich möchte sie sehen aus dem Hause tretend." (Herr K. was nicht verwertet werden kann. von der Natur einen sparsamen Gebrauch zu machen." "Warum fahren Sie. von mir Absehendes. sagte Herr K. sagte Herr K. sagte der Junge und schluchzte ein wenig stärker. nicht einfach manchmal ins Freie?" fragte man ihn. unbenutzt sinnlos wären. >Dann gib auch den her<. Unsere eigentümliche Gesellschaftsordnung läßt uns ja auch die Menschen zu solchen Gebrauchsgegenständen zählen. Ohne Arbeit in der Natur weilend. immer nur Gebrauchsgegenstände zu sehen. gerät man leicht in einen krankhaften Zustand. >Kannst du denn nicht lauter schreien?< fragte der Mann. und da haben Bäume wenigstens für mich. die unbewohnt leer.und Jahreszeit entsprechendes Andersaussehen einen so besonderen Grad von Realität erreichen.: "Ich würde gern mitunter aus dem Haus tretend ein paar Bäume sehen.Mann. sagte er. "daß wir viele abschrecken von unserer Lehre dadurch. schluchzte der Junge. Denn der Mann lächelte. etwas beruhigend Selbständiges. >Nein<.. nahm ihm den letzten Groschen aus der Hand und ging unbekümmert weiter. sagte auch: "Es ist nötig für uns. sagte der Junge und blickte ihn mit neuer Hoffnung an.") Überzeugende Fragen "Ich habe bemerkt". >Doch<. und die Natur Befragt über sein Verhältnis zur Natur. wenn Sie Bäume sehen wollen. Besonders da sie durch ihr der Tages. >Nein<. daß wir auf alles eine Antwort -1 1 - . Häuser und Bahnen. etwas wie Fieber befällt einen.

der für die Ordnung der menschlichen Beziehungen war. die Verabredung einzuhalten.. den unnütz gewordenen Mantel pünktlich ab. eifrig. Da er krank war. die weit auseinanderlagen. hörte daß der bekannteste Verbrecher der Stadt New York Ein Spritschmuggler und Massenmörder wie ein Hund niedergeschossen und Sang. "ist es so weit Daß nicht einmal der Verbrecher seines Lebens sicher ist Und nicht einmal der zu allem bereit ist Einigen Erfolg hat? Jeder weiß. lange nicht gesehen hatte. obwohl er dadurch selbst eine kleine Verabredung absagen mußte. -1 2 - . "Wie".s Lage so. Eines Tages geriet er wieder einmal in eine unangenehme Sache.und klanglos begraben worden sei Äußerte er nichts als Befremden. begrüßte ihn mit den Worten: "Sie haben sich gar nicht verändert. der Denkende. und erbleichte. bat er einen Freund um seinen Mantel. die es nötig machte. die uns ganz ungelöst erscheinen?" Verläßlichkeit Herr K. Der versprach ihn ihm. Dennoch und trotz des Zeitmangels holte Herr K. blieb zeit seines Lebens in Kämpfe verwickelt.wissen. Über die Auswahl der Bestien Als Herr Keuner. der Herrn K. Könnten wir nicht im Interesse der Propaganda eine Liste der Fragen aufstellen. sagte er. daß die verloren sind Die auf ihre Menschenwürde bedacht sind. daß er nachts mehrere Treffpunkte in der Stadt aufsuchen mußte." "Oh!" sagte Herr K. Das Wiedersehen Ein Mann. Gegen Abend nun verschlimmerte sich Herrn K.. daß die Gänge ihm nichts mehr nützten und ganz anderes nötig wurde.

höre ich Sei nichts mehr getan. Solches sehend". wenn zuviel verlangt wird. sagte Herr Keuner "Sind wir entmutigt. Wieviel billiger hätte er das Grab haben können Der so auf Geld aus war! So viele Morde Und ein so kurzes Leben! So viele Verbrechen Und so wenig Freunde! Wäre er mittellos gewesen Hätten es nicht weniger sein können. Da es zu viele seinesgleichen gibt fällt er nicht auf. Zwei bis drei Verrate am Vormittag: Dazu wäre jeder bereit. Wie sollen wir angesichts solcher Vorfälle Nicht den Mut verlieren? Was noch sollen wir planen? Welche Verbrechen noch ausdenken? Es ist nicht gut." -1 3 - . Mit einem Mord allein Komme keiner mehr durch.Aber die sich ihrer entäußern? Soll es heißen: wer der Tiefe entrann Fällt auf der Höhe? Nachts im Schlaf auffahren schweißgebadet die Rechtschaffenen Der leiseste Tritt jagt ihnen Schrecken ein Ihr gutes Gewissen verfolgt sie bis in den Schlaf Und jetzt höre ich: auch der Verbrecher Kann nicht mehr ruhig schlafen? Welche Verwirrung! Was sind das für Zeiten! Mit einer einfachen Gemeinheit. Aber was liegt an der Bereitschaft Wo es nur auf das Können ankommt! Selbst die Gesinnungslosigkeit genügt noch nicht: Die Leistung entscheidet! So fährt selbst der Ruchlose In die Grube ohne Aufsehen.

sagte Herr K. wie er sie antraf. aber wo ist der Lorbeer?<" Gespräche "Wir können nicht mehr miteinander sprechen". Wenn Herr K." Gastfreundschaft Wenn Herr K. Ich begann sogleich mit dem Abschneiden der wilden Triebe. "aber mir macht es etwas. "War. das ist die Kugel. tröstete ihn der andere. "Ich bringe in Ihrer Gegenwart nichts Vernünftiges hervor". einmal auf der anderen Seite zuviel weggestutzt. Er händigte mir eine Gartenschere aus und hieß mich einen Lorbeerbaum beschneiden. was er gerade vorhatte. wie vielen Philosophen. . die Kugelform zu erreichen. wenn sie die Welt betrachten. sein Wesen so zu ändern. denn er hielt nichts davon. Er sagte: "Einigen Künstlern geht es. betrachtete ein Gemälde. "Aber das macht mir doch nichts". allerdings durfte. erbittert. sagte Herr K. rückte er mindestens einen Stuhl oder einen Tisch -1 4 - . Der Gärtner sagte enttäuscht: >Gut. ließ er seine Stube. Im Gegenteil bemühte er sich. Einmal hatte ich auf der einen.um?" fragte der erschrocken. aber wie sehr ich mich auch mühte. beklagte sich Herr K. es wollte mir lange nicht gelingen. Der Baum stand in einem Topf und wurde zu Festlichkeiten ausgeliehen. Dazu mußte er die Form einer Kugel haben. das einigen Gegenständen eine sehr eigenwillige Form verlieh. Gastfreundschaft in Anspruch nahm. war die Kugel sehr klein. nicht darunter leiden. zu einem Manne. Ich arbeitete einmal bei einem Gärtner. daß Personen ihrer Umgebung den Stempel aufdrückten."Das glaube ich". Gastfreundschaft gewährte. Bei der Bemühung um die Form geht der Stoff verloren. Als es endlich eine Kugel geworden war. daß es zu der Behausung paßte.Form und Stoff Herr K.

sagte Herr K. was zu ihm paßt!" sagte er. entdeckte Herr K." Über die Störung des "Jetzt für das Jetzt" Eines Tages zu Gast bei einigermaßen fremden Leuten. nachdem er zunächst seine Wirte in Gedanken gelobt hat. vom Bett aus sichtbar. mit ihm fertig zu werden." Herr K. ich entscheide.von seinem bisherigen Platz an einen anderen. daß sie eilten.. gefragt. daß seine Wirte auf einem kleinen Tisch in der Ecke des Schlafzimmers. schon das Geschirr für das Frühstück niedergestellt hatten. "Und es ist besser." -1 5 - . daß er ihm ähnlich wird. sagte Herr K. Er überlegt. Er beschäftigte sich damit noch." "Wer? Der Entwurf?" "Nein". so auf seinen Gast eingehend. einen Menschen liebte "Was tun Sie". Wenn Herr K. "wenn Sie einen Menschen lieben?" "Ich mache einen Entwurf von ihm". ärgerte sich und sagte: "Sie ist schön." Sein Begleiter sagte: "Sie hat neulich Erfolg gehabt.. "und sorge. Erfolg Herr K. ob auch er selbst das Geschirr für das Frühstück nachts vor dem Zubettgehen bereitstellen würde. sah eine Schauspielerin vorbeigehen und sagte: "Sie ist schön.. "Der Mensch. wurde Herr K. weil sie Erfolg gehabt hat. daß auch andere sich gelegentlich für einige Zeit mit dieser Frage befassen. Ebenfalls richtig findet er es. weil sie schön ist. Nach einigem Nachdenken findet er es für sich zu bestimmten Zeiten richtig.

Er tut etwas für die Kunst: Er liefert Elfenbein. welches Tier er vor allen schätze. welcher die Stärke für große Unternehmungen zur Verfügung steht. Er kann traurig werden. ist eine Arbeit". Er trinkt gern und wird fröhlich. Das ist nicht die kümmerliche List. es versteht Spaß. Wenn man ihnen nicht mehr öffnet. öffnet man ihnen. Er ist nicht eßbar. aber sein Gemüt ist zart. Dennoch ist es gutmütig. und dies nicht nur zu Elefanten. "sie soll Erfolg haben. sagte er. gefragt wurde. "dann wäre mir ihre feindselige Haltung gleichgültig. rufen sie nicht mehr. das ist ein Fortschritt. Rufen. "Hätten wir gleiche Interessen". Er hat eine dicke Haut. Er ist grau und fällt nur durch seine Masse auf. sondern die List. Er kann gut arbeiten. "Sich zur Ruhe zu legen. Sein Rüssel führt einem enormen Körper auch die kleinsten Speisen zu. wie es ein guter Feind ist. "Ihre Rechnung ist einfach". selbst bei Kälte. Wo dieses Tier war. Überall ist er sowohl beliebt als auch gefürchtet. ist es doch auch sehr schnell.s Lieblingstier Als Herr K." Herrn K. sagte er. daß er sogar verehrt werden kann. die ausreicht. liebte die Katzen nicht. und die Katzen Herr K. Er ist auch gesellig. was ihm paßt. "wenn sie rufen. indem man nicht auffällt." Auch wenn Katzen vor seiner Tür jaulten. nannte er den Elefanten und begründete dies so: Der Elefant vereint List mit Stärke. Sehr groß und schwer. Es ist ein guter Freund. Seine Ohren sind verstellbar: Er hört nur.Herr K. Er wird auch sehr alt. -1 6 - . Eine gewisse Komik macht es möglich. also war er auch nicht ihr Freund. Er tanzt gern. Er kann zornig werden. führt eine breite Spur. einer Nachstellung zu entgehen oder ein Essen zu ergattern. sagte er. auch Nüsse. Er stirbt im Dickicht. verscheuchte die Katzen nur ungern von seinem Stuhl. und ließ sie in die Wärme ein. stand er auf vom Lager. darin zerbrechen die Messer. Sie schienen ihm keine Freunde der Menschen zu sein." Aber Herr K. Er liebt Kinder und andere kleine Tiere.

welche ausschließlich als Gebrauchsgegenstände betrachtet wurden. daß sie einem Mann schon zujubelten. "Ja". sagte Herr K. das Spitze nicht mehr spitz. sagte Herr K. Die Maler mußten es wieder zurechtrücken und den Kunden etwas Bestimmtes. traurig. welche die Form bestimmten. das sieht man an diesem Bild. aus einem barbarischen Zeitalter! Damals kannten die Menschen wohl nichts mehr auseinander. "aus dem Altertum. das Altertum!" Herr K. Festgeformtes zeigen. sie sahen so viel Undeutliches. kümmerten sich nicht um den Zweck der Gegenstände. daß das Bild aus der Gegenwart stammte."Dies war nicht nur Zerstreutheit". das Runde erschien nicht mehr rund." . Eindeutiges. Fließendes. ob er die weltliche oder die kirchliche Form des Eides benutzen wolle.: "Ein Bild aus dem Altertum. Diejenigen. sagte Herr K. aus dieser Kanne kann man kein Wasser eingießen. keinen Sinn mehr haben. Die Arbeit war unter viele verteilt. daß er sich in einer Lage befand. einige Wasserkannen darstellend." -1 7 - . ja vielleicht das ganze Gerichtsverfahren als solches. wo solche Fragen. Es muß damals viele Menschen gegeben haben. sie waren so sehr ausgehungert nach Unbestechlichkeit." Eine gute Antwort Ein Arbeiter wurde vor Gericht gefragt. Zweifelhaftes. wurde darauf aufmerksam gemacht. Auch dagegen mußten die Künstler sich zur Wehr setzen. "Durch diese Antwort gab er zu erkennen. Ein barbarisches Zeitalter. Er antwortete: "Ich bin arbeitslos. wenn er sich seine Narrheit nicht abkaufen ließ.Das Altertum Vor einem >konstruktivistischen< Bild des Malers Lundström.

gab Herr K. um gut teilen zu können. der Zweite ein Drittel. folgende Geschichte zum besten. zog die Stadt B der Stadt A vor. nahmen das Kamel mit und teilten die achtzehn Kamele nun so. und bringt mir nur. aber in der Stadt B war man zu mir freundlich. das sind neun. "In der Stadt A". was übrigbleibt Sie bedankten sich für diesen Freundschaftsdienst." Freundschaftsdienste Als Beispiel für die richtige Art. In der Stadt A bat man mich an den Tisch. daß der Älteste die Hälfte. ihren Dank erneuernd. das sind sechs. aber in der Stadt B bat man mich in die Küche. In der Stadt A machte man sich mir nützlich. Jetzt können wir uns über die Teilung nicht einigen. ihrem alten Freund zurück. hörte.Das Lob Als Herr K. Nehmt es und teilt dann. erinnert er selbst sich noch immer daran. daß der Älteste die Hälfte. übernimm du die Entscheidung !< Der Araber dachte nach und sagte: >Wie ich es sehe. "Zu einem alten Araber kamen drei junge Leute und sagten ihm: >Unser Vater ist gestorben. sagte er. Dieses brachten sie. aber es steht euch zur Verfügung. das sind zwei Kamele bekam. habt ihr. sagte er: "Nachdem die Schüler schon längst die Fehler des Meisters vergessen haben. der zweite ein Drittel und der Jüngste ein Neuntel der Kamele bekommen soll. als sie ihre Kamele zur Seite geführt hatten. und der Jüngste ein Neuntel." Zwei Städte Herr K. Freunden einen Dienst zu erweisen. daß er von früheren Schülern gelobt wurde." -1 8 - . Zu ihrem Erstaunen blieb. aber in der Stadt B brauchte man mich. ein Kamel zuwenig. ein Kamel übrig. "liebt man mich. Ich habe selbst nur ein einziges Kamel. Er hat uns siebzehn Kamele hinterlassen und im Testament verfügt.

Nun habe ich entdeckt. nannte diesen Freundschaftsdienst richtig. seinem Freund: "Ich habe den Verkehr mit dem Burschen jetzt abgebrochen. sondern auch für die Trennung. der ihm Licht wegnahm. Auf eine Frage antwortete er verlegen: "Das ist eine alte leidige Gewohnheit. Und jetzt. einem seiner Freunde folgende Frage: "Ich verkehre seit kurzem mit einem Mann. bevor er sich zur Ruhe begab. mit ihm zu verkehren. wenn meine Wohnung mehr als einen Ausgang hat. umschlagen ließ. Ich bin für die Gerechtigkeit. Soll ich nun dies als Grund nehmen. der ihm das Licht wegnahm. das er bisher nur gemietet hatte. in einer fremden Behausung Eine fremde Behausung betretend. obwohl die Pflaumen erst halb reif waren. den Verkehr mit ihm abzubrechen. noch voll unreifer Früchte! Ich habe den Verkehr mit ihm jetzt wegen seines inkonsequenten Verhaltens abgebrochen. wo das Haus auf meinen Bekannten übergegangen ist.Herr K. da ist es gut. daß er. läßt er den Baum tatsächlich abhauen. sah Herr K. er hatte schon seit Monaten von dem damaligen Besitzer des Hauses verlangt. daß der Baum abgehauen würde. nach den Ausgängen des Hauses und sonst nichts. Herr K. der mir gegenüber wohnt. weil er keine besonderen Opfer verlangte. jedoch fehlt mir nicht nur ein Grund für den Verkehr." Herr K. sogleich einen Pflaumenbaum vor seinem Fenster. Der aber wollte es nicht tun. kaufte. Jetzt habe ich keine Lust mehr. und die Konsequenz Eines Tages stellte Herr K. denken Sie sich. als er kürzlich das kleine Haus. wenigstens nach außen hin oder wenigstens nach innen hin?" Einige Tage darauf erzählte Herr K. weil er die Früchte noch haben wollte.." -1 9 - .

nannte oft als in gewisser Weise vor bildlich eine Rechtsvorschrift des alten China. -2 0 - . Auch kannten diese herbeigeholten Richter die Gebräuche und Zustände der Gegend nicht aus der alltäglichen Erfahrung. dessen Vater kein Wunsch war. zu verletzten oder so viel Mut zu haben. Und endlich waren sie nicht gezwungen. wurde vorgehalten. bei ihm sei allzu häufig der Wunsch Vater des Gedankens. Die Neuen mußten sich alles neu berichten lassen. wie die Dankbarkeit. nach der für große Prozesse die Richter aus entfernten Provinzen herbeigeholt wurden. sich unter ihrer Umgebung Feinde zu machen. So konnten sie nämlich viel schwerer bestochen werden (und mußten also weniger unbestechlich sein). die Dinge als grundsätzlich unerkennbar hinzustellen. die Arglosigkeit gegen die nächsten Bekannten. um der Tugend der Objektivität willen viele andere Tugenden. wodurch sie das Auffällige daran wahrnahmen. "Als die Sophisten vieles zu wissen behaupteten. Sokrates Nach der Lektüre eines Buches über die Geschichte der Philosophie äußerte sich Herr K. daß ein Kind gar keinen Vater haben könnte.Die Vaterschaft des Gedankens Herrn K." Rechtsprechung Herr K. abfällig über die Versuche der Philosophen. die gerade in dieser Beziehung sich genau auskannten und ihnen übelwollten. Nur darüber kann man sich streiten: Welcher Wunsch? Man muß nicht argwöhnen. daß es häufig vorkommt. da die ortsansässigen Richter über ihre Unbestechlichkeit wachten also Leute. um zu argwöhnen: die Feststellung der Vaterschaft sei schwer. antwortete: "Es gab niemals einen Gedanken. die Kindesliebe. Unrecht gewinnt oft Rechtscharakter einfach dadurch. Herr K.

streng gemaßregelt wurde. Herrn X.. wollte sich von mir verabschieden. sich allzu tief mit uns. natürlich". er mußte Verbrechern schmeicheln und sich über sein Land lustig machen. -2 1 - .ohne etwas studiert zu haben". eingelassen habe". natürlich. "er mußte gut essen. als er zurückkam?" rief ich empört."Ja.) Aber er scheint nicht weitergesprochen zu haben. gleichgültig. müssen wir studieren. er wisse. "Er hatte den Mut und das Verdienst. um sein Ziel zu erreichen. der in unserm Land gewisse Aufträge seiner Regierung ausgeführt hatte und nach seiner Rückkehr. eine tödliche Aufgabe zu übernehmen." Und Herr K. um seine Aufträge auszuführen. er hätte ohne ein solches Verhalten Erfolg haben können?" "Sicher nicht". zerstreut. jeden weiteren Satz verschluckt." Der Gesandte Neulich sprach ich mit Herrn K. "Er wird wohl an das gute Essen sich gewöhnt. obgleich er mit großen Erfolgen zurückgekehrt war. Ich hielt ihn jedoch am Ärmel zurück. Man hätte erwartet. "Warum wurde er dann mit dieser Verachtung bedacht. und vielleicht hätte auch der unermeßliche Beifall. sagte ich. "und da mußten sie ihn maßregeln. sagte er. Sollten sie ihn nun. Dabei starb er. (Um etwas zu wissen. der nach seinem ersten Satz losbrach und der zweitausend Jahre dauerte. . daß er. "Es wurde ihm vorgehalten. daß er nichts wisse.. "trat der Sophist Sokrates hervor mit der arroganten Behauptung. den Feinden. über den Fall des Gesandten einer fremden Macht." "Dann hat er also richtig gehandelt?" fragte ich. sagte Herr K. wie sollten sie sonst handeln?" sagte Herr K. sagte Herr K. "Er hat da richtig gehandelt. wie wir mit Bedauern erfuhren." "Und das war Ihrer Meinung nach von ihnen richtig gehandelt?" fragte ich entsetzt. sagte Herr K. "Glauben Sie denn. um mit seinen Feinden verhandeln zu können. "Ja. daß er seinem Satz anfügen würde: denn auch ich habe nichts studiert. den Verkehr mit Verbrechern fortgesetzt haben und in seinem Urteil unsicher geworden sein".

würden sie im Meer für die kleinen Fische gewaltige Kästen bauen lassen. da diese ihnen als ein oberflächliches. sowohl Pflanzen als auch Tierzeug. Sie würden sorgen. verkaufen. behalten sie dieselben bei sich in Bottichen. mit allerhand Nahrung drin. so daß schon mehrere Regierungen. sagte er. würden sie. "Wenn die Haifische Menschen wären. von ihnen gestürzt wurden.anstatt ihn zu begraben. in der Luft verfaulen lassen und den Gestank ertragen?" Der natürliche Eigentumstrieb Als jemand in einer Gesellschaft den Eigentumstrieb natürlich nannte." Wenn die Haifische Menschen wären "Wenn die Haifische Menschen wären". an die sie. und sie würden -2 2 - . An diesen Wasserfeldern hängen sie mit großer Liebe als an ihrem Eigentum. fragte Herrn K. niemals aufgeben und verachten die Bewohner der Hafenstädte. dem der Mensch von Natur aus unterworfen ist. was sie fischen. Sie fühlen sich mit ihnen verwachsen. daß die Kästen immer frisches Wasser hätten. erzählte Herr K. Sie selbst nennen sich wasserständig. die das dortige Meer vermittels festverankerter Bojen in einzelne Stücke zerlegt und unter sich aufgeteilt haben. die folgende Geschichte von den alteingesessenen Fischern: "An der Südküste von Island gibt es Fischer. Solche Fischer beweisen unwiderlegbar die Macht des Eigentumstriebes. Seit einiger Zeit soll es ihnen wirtschaftlich schlecht gehen. die kleine Tochter seiner Wirtin. die ihre Gewohnheiten mißachteten. geben ihnen Namen und hängen sehr an ihnen als an ihrem Eigentum. "wären sie dann netter zu den kleinen Fischen?" "Sicher". der Natur entwöhntes Geschlecht vorkommen. jedoch weisen sie alle Reformbestrebungen mit Entschiedenheit zurück. Wenn sie größere Fische fangen. auch wenn keine Fische mehr darin zu finden wären.

daß zwischen ihnen und den Fischlein der anderen Haifische ein riesiger Unterschied bestehe. egoistischen und marxistischen Neigungen müßten sich die Fischlein hüten und es sofort den Haifischen melden. würden sie einen kleinen Orden aus Seetang anheften und den Titel Held verleihen. Die Kriege würden sie von ihren eigenen Fischlein führen lassen. Jedem Fischlein. tötete. wenn sie Gehorsam lernten. sind bekanntlich stumm. Wenn zum Beispiel ein Fischlein sich die Flosse verletzen würde. gäbe es ab und zu große Wasserfeste. damit es den Haifischen nicht wegstürbe vor der Zeit. Wenn die Haifische Menschen wären. Es gäbe natürlich auch Schulen in den großen Kästen. denn lustige Fischlein schmecken besser als trübsinnige. wie heldenmütige Fischlein -2 3 - . wenn sie sagten. Es gäbe schöne Bilder. Wenn die Haifische Menschen wären. würden sie natürlich auch untereinander Kriege führen. daß es das Größte und Schönste sei. Die Hauptsache wäre natürlich die moralische Ausbildung der Fischlein. dann würde ihm sogleich ein Verband gemacht. damit sie die großen Haifische. und daß sie alle an die Haifische glauben müßten. in einer anderen Sprache schweigende Fischlein. Sie würden zum Beispiel Geographie brauchen. in denen es sich prächtig tummeln läßt. auf denen die Zähne der Haifische in prächtigen Farben. Damit die Fischlein nicht trübsinnig würden. Die Theater auf dem Meeresgrund würden zeigen. feindliche. aber sie schweigen in ganz verschiedenen Sprachen und können einander daher unmöglich verstehen. gäbe es bei ihnen natürlich auch eine Kunst. die faul irgendwo liegen. wie man in den Rachen der Haifische schwimmt. sie würden für eine schöne Zukunft sorgen.überhaupt allerhand sanitäre Maßnahmen treffen. Sie würden die Fischlein lehren. Sie würden unterrichtet werden. In diesen Schulen würden die Fischlein lernen. Vor allen niedrigen. dargestellt wären. materialistischen. finden könnten. um fremde Fischkästen und fremde Fischlein zu erobern. daß diese Zukunft nur gesichert ist. vor allem. Man würde den Fischlein beibringen. wenn eines von ihnen solche Neigungen verriete. wenn ein Fischlein sich freudig aufopfert. ihre Rachen als reine Lustgärten. das im Krieg ein paar andere Fischlein. würden sie verkünden. Die Fischlein.

ein so guter Beamter sei er. daß die Fischlein unter ihren Klängen. Womit beschäftigt er sich eigentlich? Ich will es euch sagen: mit Erpressung!" -2 4 - ." Warten Herr K. Am Schlüsse sagte er: "Einen Monat hätte ich ganz gut warten können. sagten seine Lober. der schon ziemlich lange in seinem Amt saß. es gäbe überhaupt erst eine Kultur im Meer. gleich sind. rühmenderweise. Lehrer. da sie dann selber öfter größere Brocken zu fressen bekämen. Übrigens würde es auch aufhören. "Wieso ist er unentbehrlich?" fragte Herr K. Ingenieure im Kastenbau usw. daß alle Fischlein. die Kapelle voran. Kurz. dann eine Woche. Das wäre für die Haifische nur angenehm. hörte Herr K. er sei unentbehrlich. werden.begeistert in die Haifischrachen schwimmen. wenn das Amt nicht ohne ihn liefe?" sagte Herr K. Offiziere. daß er entbehrlich ist. wenn die Haifische Menschen wären. Die ein wenig größeren dürften sogar die kleineren auffressen. und die Musik wäre so schön. Auch eine Religion gäbe es da. Posten habenden Fischlein würden für die Ordnung unter den Fischlein sorgen. "er hat Zeit genug gehabt. wie es jetzt ist. "Wie kann er da ein guter Beamter sein. dann noch einen Monat. ärgerlich." Der unentbehrliche Beamte Von einem Beamten. wenn die Haifische Menschen wären. Einige von ihnen würden Ämter bekommen und über die anderen gesetzt werden. aber nicht diesen Tag und diese Woche. sein Amt so weit zu ordnen. daß die Fischlein erst im Bauch der Haifische richtig zu leben begännen. träumerisch. in die Haifischrachen strömten. Und die größeren. "Das Amt liefe nicht ohne ihn". wartete auf etwas einen Tag. wenn die Haifische Menschen wären. und in allerangenehmste Gedanken eingelullt.. Sie würde lehren.

nämlich auch noch das Auto vor dem eigenen. "Ja. "Man muß aber zweie fahren können. die sich Horoskope stellen ließen. das vor einem fährt. So sollten die Lyriker keine Ärmel tragen. die -2 5 - . Herr K." Das Horoskop Herr K. Nur wenn man beobachtet. er nehme eine unfreundliche Haltung zu ihm ein. hatte gelernt. ihrem Astrologen ein Datum in der Vergangenheit zu nennen. das Geheimnis einigermaßen festzustellen. fährt Auto Herr K.Erträglicher Affront Ein Mitarbeiter Herrn K. damit sie keine Bestechungsgelder nehmen konnten. aber sie sagten dann ärgerlich. und die Lyrik Nach der Lektüre eines Gedichtbandes sagte Herr K.: "Die Kandidaten für öffentliche Ämter durften in Rom. entschuldigte er sich. fuhr aber zunächst noch nicht sehr gut. denn die Gläubigen bekamen zwar von ihren Astrologen Angaben über Ungunst oder Gunst der Sterne." Herr K. hatte mit diesem Rat wenig Erfolg. aber nur hinter meinem Rücken". einen Tag. keine Gewänder mit Taschen tragen. "Ich habe erst gelernt. bat Leute. damit sie keine Verse aus ihnen schütteln können.s wurde beschuldigt. wie man in bezug auf dieses Auto verfahren muß. und seine Hindernisse beurteilt. die mit den Erfahrungen der Frager nicht zusammenpaßten. welches die Fahrverhältnisse für das Auto sind. weiß man. wenn sie auf dem Forum auftraten. verteidigte ihn Herr K. Herr K. an dem ihnen ein besonderes Glück oder Unglück geschehen war. Auto zu fahren. ein Auto zu fahren". Das Horoskop mußte es dem Astrologen gestatten.

Dem Klub gehörten Leute an. Ein anderer Fahrer. und in einem Fluß ertrinkt? Der Floh ertrinkt dann vielleicht mit ihm. innehält und für sich zu nutzen weiß. daß ihre Aussagen mißverstanden wurden. es bedeute nichts. geht anders vor. nach Einnahme einer vorzüglichen Mahlzeit alljährlich einige Male >Humpf< zu sagen. verglich sie folgendermaßen: "Ich kenne einen Fahrer.. wenn ein bestimmter Mensch etwa ein Wassermann ist. Was geschieht aber. mit ihrer Meinung dauernd hinterm Berg zu halten. denen es unmöglich war. Das gefällt mir nicht. Mehr als an seinem Weg ist er -2 6 - . "daß von allen Geschöpfen nur die Menschen von den Konstellationen der Gestirne beeinflußt werden sollen. die aber die Erfahrung hatten machen müssen. Er versteht es geschickt. indem sie annehmen. den ich kenne." Zwei Fahrer Herr K. und so findet er vorsichtig und kühn seinen Weg zwischen den ändern Fahrzeugen. obwohl er eine sehrgünstige Konstellation haben mag. Herr K. dann wieder eine regelmäßige Geschwindigkeit zu halten. "daß auch dieses >Humpf< von einigen mißverstanden wird. kopfschüttelnd. zeigte sich durchaus überrascht und stellte eine weitere Frage.Sterne deuteten ja nur auf gewisse Möglichkeiten. aber einen Floh hat. in dem es Sitte war. Die Kräfte werden doch die Tiere nicht einfach auslassen. der die Verkehrsregeln gut kennt." Mißverstanden Herr K. sagte Herr K. der ein Stier ist. seinen Motor zu schonen. "Es leuchtet mir auch nicht ein". und die konnten ja zu dem angegebenen Datum durchaus bestanden haben. befragt über die Arbeitsweise zweier Theaterleute. besuchte eine Versammlung und erzählte danach folgende Geschichte: In der großen Stadt X gibt es einen sogenannten Humpfklub. vorzupreschen. sagte er. "Ich höre allerdings".

dringlich. wenn er kalt ist. was er angestellt hat". -2 7 - . wehrte sich der Gastgeber. "Warum hat dein Huhn eigentlich drei Beine?" fragte Herr Keuner. mit einem ständigen Vergnügen an dem Vorwärtskommen aller Wägen und der Fußgänger dazu. Sie stellte ein Huhn dar. sagte Herr Keuner." Gerechtigkeitsgefühl Herrn K. Er sagte: "Jemanden unterhalten. jemanden nicht nach seinen Möglichkeiten beurteilen. daß ich gefragt habe". wenn auch er zu einem freundlich ist. reden Sie sofort streng und traurig mit ihm". "Aber ich weiß doch nicht. "und darum brauchte ich ein drittes Bein zum Abstoßen. schätzte Freundlichkeit sehr. "Er hat etwas an.interessiert am gesamten Verkehr und fühlt sich nur als ein Teilchen davon. sonst leidet sein Gerechtigkeitsgefühl. riet Herr K. heiß betrachten. Er fährt im Geist mit dem Wagen vor ihm und dem Wagen hinter ihm. das über einen Hof flog.s Gastgeber hatten einen Hund. "Hühner können doch nicht fliegen". "Zeigen Sie schnell Ihre betroffene Mißbilligung. Er nimmt nicht seine Rechte wa hr und tut sich nicht persönlich hervor. sagte die kleine Künstlerin. wenn er heiß. und eines Tages kam dieser mit allen Anzeichen des Schuldgefühls angekrochen. "Das kann der Hund nicht wissen"." "Ich bin froh. das ist nicht freundlich.gestellt. jemanden kalt betrachten. zu jemandem nur freundlich sein." Über Freundlichkeit Herr K. wenn auch freundlich." [Herr Keuner und die Zeichnung seiner Nichte] Herr Keuner sah sich die Zeichnung seiner kleinen Nichte an. sagte Herr K.

daß sie nur durch die Bekämpfung der Bestechlichkeit angestrebt werden könne. und: man möchte doch einem bestochenen Mann nicht vorwerfen dürfen. sagte Herr Keuner schnell. Es ist aber besonders nötig. Dies zeigt. denn sie brauchen es besonders. seine Gesundheit sei besser.und Übersichgreifen müßten ihm gutgetan haben. was alles zu Bestechlichkeit gehöre. Und während man Leuten. auf die man zornig ist. denen nachgewiesen war. So verriet man den Wunsch. die ich auch mir gestatten würde. Er sei bis ans Ende der Äste gekrochen. diejenigen zu belehren. daß man etwas Feineres erwartet hatte. die Bestochenen möchten doch durch etwas Feines. und im Besitz einer bejahenden Antwort sagte er: "Das sind dann Leibesübungen." Zorn und Belehrung Herr Keuner sagte: "Schwierig ist. das Geld wieder abnahm. daß sie unrechterweise Geld genommen hatten. Viele. das Umsich. Da entstand ein großes Ah und Oh der Verwunderung in der Gesellschaft und sogar ein Kopfschütteln der Entrüstung. sagt man.Herr Keuner und Freiübungen Ein Freund erzählte Herrn Keuner. seit er im Garten im Herbst alle Kirschen eines großen Baums gepflückt habe. fragten ihn etliche beiläufig. daß es ihm an Geist fehle. wünscht man -2 8 - . ließen sich durch Ehren bestechen. "Haben Sie die Kirschen gegessen?" fragte Herr Keuner. "Geld"." [Über Bestechlichkeit] Als Herr Keuner in einer Gesellschaft seiner Zeit von der reinen Erkenntnis sprach und erwähnte. Damit meinte man: nicht durch Geld. Geistiges bestochen worden sein. und die vielfältigen Bewegungen.

Nur so verhindert man. sie hätten geherrscht. um herrschen zu können. Wenn ich an einen Menschen denke. wo Ausbeutung im Spiel ist. er sei gar nicht so. dann verändere ich ihn." [Herr Keuner und die Flut] Herr Keuner ging durch ein Tal. gab er diese Hoffnung auf und hoffte. als ich über ihn zu denken anfing. daß das Wasser nicht mehr steigen möchte. [Menschenkenntnis] Herr Keuner hatte wenig Menschenkenntnis. die ebenso unrechterweise Ehre genommen haben. Da erkannte er. die nach einem weiterarbeiten. sie hätten das Geld genommen. als daß sie sich sagen lassen. Ehre zu lassen. Er blieb sofort stehen. sondern er sei nur so gewesen. kann man nicht glauben. beinahe kommt mir vor. blieb er stehen. So ziehen es viele. [Irrtum und Fortschritt] Wenn man nur an sich denkt. was Geldstehlen entschuldigen kann. gab er auch diese -2 9 - . daß sein Tal in Wirklichkeit ein Meeresarm war und daß die Zeit der Flut herannahte. Denken heißt verändern. um Geld zu nehmen. wie er ist. er sagte: "Menschenkenntnis ist nur nötig. Erst als ihm das Wasser bis ans Kinn ging. die der Ausbeutung angeklagt werden. und kommt also nicht weiter. Aber wo Geldhaben herrschen bedeutet. Darum muß man an jene denken. Als aber kein Kahn in Sicht kam. als er plötzlich bemerkte. um sich nach einem Kahn umzusehen. und solange er auf einen Kahn hoffte. vor. da ist herrschen nichts. daß man Irrtümer begeht. daß seine Füße in Wasser gingen.jenen. daß etwas fertig wird. glauben zu machen.

die empfing Geschenke von einem Reichen. glaubte nicht über sie. Denn Zeitungen werden erscheinen. "Nein". daß er selber ein Kahn war. "ich will keine Zeitungen. weil sie Geschenke von ihnen empfing. Wenn Sie zum Beispiel Bestechliche zuließen. damit Zeitungen erscheinen können. die Reichen seien nicht alle schlecht? Sie dachte es nicht deshalb. sie seien nicht alle schlecht. sagte Herr Keuner heftig." Herr Keuner sagte: "Ich bin ein größerer Gegner der Zeitungen: ich will andere Zeitungen. die Reichen seien schlechte Leute. aber seine Freundin dachte. dem Kämpfer gegen die Zeitungen. Deshalb hatte sie andere Ansichten über die Reichen als Herr Keuner. weil sie Geschenke von ihnen annahm. "Ich bin ein großer Gegner der Zeitungen". "was Sie verlangen. was sie über sich glaubte. "Nein. ohne Geld zuhaben?" fragte seine Freundin. "Sie haben die Geschenke nicht bezahlt. Er hatte erkannt. sagte Herr Keuner zu Herrn Wirr. damit du eine gute Schauspielerin sein kannst!" "Kann ich nicht auch eine gute Schauspielerin sein. sagte Herr Wirr. Verlangen Sie aber ein Minimum. denn ich -3 0 - . sondern deshalb. "Nimm ihnen ihr Geld!" rief (das Unvermeidliche ausnützend) Herr Keuner. Herr Keuner." [Herr Keuner und die Zeitungen] Herr Keuner begegnete Herrn Wirr. sie zu verfertigen. Nein. denn sie glaubte von sich selber. Nimm diesen schlechten Leuten ihre Diebesbeute ab. Herr Keuner dachte. so wäre es mir lieber. sondern gestohlen. nachdem er lange darüber nachgedacht hatte. Warum dachte sie.Hoffnung auf und schwamm. sie würde keine Geschenke von schlechten Leuten annehmen. Nein. als daß Sie Unbestechliche verlangten." "Schreiben Sie mir auf einen Zettel". Herr Keuner und die Schauspielerin Herr Keuner hatte eine Schauspielerin zur Freundin.

dem etwas versprochen ist. so wollen wir doch anfangen. so sind sie auch ein Mittel zur Ordnung. aber in Wirklichkeit ist es der morgige Wert. dem er versprochen hat? Solang einer. Also soll man diese Ordnung herstellen. die Zeitungen zu verbessern. "außer dem Menschen. Gerade Leute wie Herr Wirr bewiesen durch ihre Unzufriedenheit den Wert der Zeitungen. Wenn einer den anderen verrät. Schreiben Sie auf einen Zettel." Über den Verrat Soll man ein Versprechen halten? Soll man ein Versprechen geben? Wo etwas versprochen werden muß. wie soll ihm gehalten werden. Denn alle sieben Jahre ist er ein anderer Arm.würde sie dann einfach bestechen. wie die Zeitungen sein sollen. "Alles kann besser werden". Herr Wirr hielt den Menschen für hoch und die Zeitungen für unverbesserbar. was einem ändern versprochen war? Der Denkende verrät. Herr Keuner hingegen hielt den Menschen für niedrig und die Zeitungen für verbesserbar. und wenn wir keine finden. Herr Wirr meint. so wollen wir doch anfangen. damit sie die Zeitungen verbesserten. in immer andere Verhältnisse kommt und sich also immer ändert nach den Verhältnissen und ein anderer wird. die den Zettel billigt. welche zu erzeugen. Der Denkende verspricht nichts. Was verspricht der Arm dem Kopf? Daß er ein Arm bleibt und kein Fuß wird. herrscht keine Ordnung. als daß er ein Denkender bleibt. und wenn wir eine Ameise finden. -3 1 - . hat er denselben verraten. Die Ameise wird uns mehr helfen. so wollen wir gleich anfangen. sagte Herr Keuner. Aber selbst wenn Sie Unbestechliche verlangten. Der Mensch kann nichts versprechen. der heutige Unwert der Zeitungen beschäftige ihn. als ein allgemeines Geschrei über die Unverbesserlichkeit der Zeitungen." Wenn die Zeitungen ein Mittel zur Unordnung sind. Eher nämlich wird ein Gebirge durch eine ein zige Ameise beseitigt als durch das Gerücht. es sei nicht zu beseitigen. solche zu suchen.

-3 2 - . daß die Menschen heute zum Schaden des einzelnen ausgebeutet werden und dies also nicht wünschen. und als sie es gesammelt hatten und vor ihn hinstellten.Kommentar Von irgend jemand sagte Herr Keuner: "Er ist ein großer Staatsmann. daß die Menschen es wünschen. Er läßt sich durch das. was er mit sich nehmen wollte in den Zustand der äußersten Verkleinerung. daß es zuviel sein könnte. als sie hier einen Wunsch von großer Sittlichkeit mißbrauchen. weil sie gegen die Interessen der Denkenden verstoßen. Die Schuld der sie zu ihrem Schaden Ausbeutenden ist um so größer. was einer ist. ausgebeutet zu werden. Die zwei Hergaben Als die Zeit der blutigen Wirren gekommen war." [Über die Befriedigung von Interessen] Der Hauptgrund dafür. die er vorausgesehen und von der er gesagt hatte. als ein Mann wegtragen. daß eine große Anzahl von Gedanken nicht gedacht werden kann. war es nicht mehr. darf man sich nicht darüber täuschen lassen. austilgen und verlöschen für lange Zeit. holten sie den Denkenden aus dem öffentlichen Hause. daß sie ihn selber verschlingen würde. Wenn man die Interessen nicht befriedigen kann. nicht darüber täuschen. daß die Interessen befriedigt werden müssen. was er werden kann. denn nur dadurch kann der Denkende Gedanken denken. ist es nötig. Dadurch. denn leichter als ohne Interessen kann man noch für fremde Interessen denken. sie zu zeigen und ihre Verschiedenheit zu betonen. besteht darin. Da bezeichnete er. die den Interessen anderer dienlich sind. und fürchtete bei sich.

wie wohl ein Leben aussehen müßte." "Einige Philosophen". seine Decke weg für eine reichere oder für viele Decken. wie er auch seine Weisheit vergaß. brauchten wir tatsächlich weder große Beweggründe noch sehr weise Ratschläge und die ganze Auswählerei hörte auf". die er um sich gehabt hatte. erzählte Herr Keuner. und es waren hauptsächlich Bücher und Papiere. Er sagte: "Ich hoffe auf manches zu kommen. Da atmete der Denkende auf und bat. welche schwieriger war. sagte Herr Keuner. dort gab er. das jederzeit in einer entscheidenden Lage vom letzten Schlager sich leiten ließe. der Anerkennung über diese Frage voll.und nicht mehr. als ein Mann vergessen konnte. kurz vor ihn die blutigen Wirren seiner Voraussage nach verschlangen. Auf seinem Wege nämlich des Verborgenwerdens kam er für Zeiten wieder in ein größeres Haus. wie ein Leben eingerichtet sein müßte. in dem ein solcher Stuhl wie der da gar nicht auffiele oder ein Genuß an ihm nichts Schimpfliches noch Auszeichnendes hätte. und auch den Sack gab er weg mit einem Satze des Bedauerns und den fünf Sätzen des Einverständnisses. verließ er und gab sie weg mit einem Satze des Bedauerns und den fünf Sätzen des Einverständnisses. -3 3 - . Diesen Sack nahm er mit und außerdem noch eine Decke. Dies war die schwere Hergabe. Alle anderen Dinge. die wählte er aus nach der Leichtigkeit der Reinigung. [Kennzeichen guten Lebens] Herr Keuner sah irgendwo einen alten Stuhl von großer Schönheit der Arbeit und kaufte ihn sich. als ein Mann wegschenken konnte. we nn ich nachdenke. Dies war die leichte Hergabe. "stellten die Frage auf. Wenn wir ein gutes Leben in der Hand hätten. daß man ihm diese Dinge in einen Sack geben möchte. Doch ist von ihm eine weitere Hergabe bekannt. und sie enthielten nicht mehr Wissen. damit die Auslöschung vollständig würde.

ihre Fische nicht mehr hoch bezahlst. und -3 4 - ." Wer kennt wen? Herr Keuner befragte zwei Frauen über ihren Mann. wirst du sie nicht erfahren". Ich wußte alle seine Krankheiten.[Über die Wahrheit] Zu Herrn Keuner. etwas zu geben. Willst du die über den Fischhandel wissen? Oder die über das Steuerwesen? Wenn du dadurch. Der übermäßige Wunsch. Ich lernte seine Eltern kennen und verkehrte mit allen seinen Freunden. etwas zu produzieren mit den Fähigkeiten des ändern. sagte Herr Keuner. die er selber wußte. hieß es. geliebt zu werden. Die eine gab folgende Auskunft: "Ich habe zwanzig Jahre mit ihm gelebt. Das kann man sich immer verschaffen. hat wenig mit echter Liebe zu tun. Liebe zu wem? Von der Schauspielerin Z. Herr Keuner sagte: "Sie hat sich aus Liebe zu sich selbst umgebracht. Dazu braucht man von dem ändern Achtung und Zuneigung. kann sie jedenfalls nicht geliebt haben." "Welche Wahrheit? Die Wahrheit ist bekannt. daß sie dir die Wahrheit über den Fischhandel sagen. Sonst hätte sie ihm das kaum angetan. Wir aßen die Mahlzeiten zusammen. Den X. Er erzählte mir alle seine Geschäfte. Liebe ist die Kunst. Wir schliefen in einem Zimmer und auf einem Bett. Selbstliebe hat immer etwas Selbstmörderisches. kam der Schüler Tief und sagte: "Ich will die Wahrheit wissen. Liebe ist der Wunsch. dem Denkenden. sie habe sich aus unglücklicher Liebe umgebracht. nicht zu erhalten.

ist hell. "Ich sehe." [Der beste Stil] Das einzige. Ich weiß nicht. Ich weiß nicht. Einmal wurde er hereingetragen.. kenne ich ihn am besten. Ein Zitat ist unpersönlich. "Ich kenne ihn. Von allen. lehnt er eine Mahlzeit nicht ab. ist: "Er sollte zitierbar sein. hat er manchmal Hunger. wenn er Hunger hat. ob er wiederkommen würde. Aber er ißt nicht immer." "Kennst du ihn also?" fragte Herr Keuner. manchmal aber ist er satt. was Herr Keuner über den Stil sagte." "Sprich nicht weiter". Diese kennt er genau. ob ich ihn liebe. ob er wiederkommen wird. Wenn ich ihn >dunkler Herr< nenne. Es ist ein gutes Haus. Einmal kam er mit einer Wunde.einige mehr. was aber da ist. ist dunkel. weiß ich es? Wenn er kommt. Seit einem Jahr ist er nicht mehr gekommen. Ob er zu mir auch in ein schlechtes käme. Ich verband sie ihm. lacht er und sagt: Was weg ist." Herr Keuner fragte noch eine andere Frau nach ihrem Mann. welche den Vater vergessen machen!" -3 5 - . in dem ich wohne. er spricht mit mir nur von meinen Angelegenheiten. sagte Herr Keuner hastig.. was er sagt. und ich wußte nie. Was sind die besten Söhne? Jene. Ich weiß. Manchmal aber wird er finster über dieser Anrede. Ich weiß nicht. du kennst ihn. Einmal jagte er alle Leute aus meinem Haus. ob er aus den guten Häusern kommt oder aus den Hafengassen. wer weiß es? Er erzählt nichts. Ich. Die gab folgende Auskunft: "Er kam oft längere Zeit nicht. die ihn kennen. Mehr kennt kein Mensch den ändern als du ihn. und wenn er satt ist.

dem Denkenden. S. sagte Herr Keuner schnell. ist gut. Und ich habe nicht nur gesprochen. [Der Denkende und der falsche Schüler] Zu Herrn Keuner. Die Gleichen gefallen sich. Was sagst du darüber?" Herr Keuner sagte: "Ich sage nichts. sagte zu Herrn Keuner beleidigt: "Ich habe über so vieles gesprochen. sondern auch geheilt." "Ist es jetzt bekannt." [Gleich besser als verschieden] Nicht daß die Menschen verschieden sind. sondern daß sie gleich sind. -3 6 - . desto mehr könntest du darüber sagen. So wie ich esse. "daß Unbekanntes unbekannt bleibe." Der Dumme erwartet viel. was du behandelt hast?" fragte Herr Keuner.Herr Keuner und der Arzt Der Arzt S. Da sie nicht das Ziel der Haltung ist. Der Denkende sagt wenig." Da freute sich der falsche Schüler und sagte: "Je weiser du wärest. wird es euch nützen. Wenn ihr aber eßt wie ich. [Über die Haltung] Die Weisheit ist die eine Folge der Haltung. kam ein falscher Schüler und erzählte ihm: "In Amerika gibt es ein Kalb mit fünf Köpfen. kann die Weisheit niemand zur Nachahmung der Haltung bewegen. werdet ihr nicht essen. Die Verschiedenen langweilen sich." "Es ist besser". was unbekannt war. als daß die Geheimnisse vermehrt werden. sagte: "Nein.

daß er aus seinem Wagen stieg. daß er seinen Rock ablegte. Aber meines Vaters Taten tue ich nicht. wenn er sein Gesicht nicht verlieren will. Da er den Notwendigkeiten nicht folgen kann. nicht für abschließende Urteile. Mancher kann nur eines tun. Oft sehe ich. sagte Herr Keuner: "Es ist nützlich." Dies lesend. Das zweite war. der kann vieles tun und verliert sein Gesicht nicht. habe ich meines Vaters Haltung. Aber wer eine Haltung hat. nicht für Abrechnungen. das möge so sein. die Haltung hält länger als die Handlungsweise: sie widersteht den Notwendigkeiten. Das dritte war. geht er leicht unter. [Wogegen Herr Keuner war] Herr Keuner war nicht für Abschiednehmen. nicht für Rache. nicht für das Beenden einer Arbeit. Das erste war. nicht für Begrüßen. Warum tue ich andere Taten? Weil andere Notwendigkeiten sind. daß er sich auf den Boden legte. nicht für Jahrestage.Was ich da sage: daß die Haltung die Taten macht. [Vom Überstehen der Stürme] "Als der Denkende in einen großen Sturm kam. sich die Ansichten der anderen über einen selber zu eigen zu machen. saß er in einem großen Wagen und nahm viel Platz ein. Aber die Notwendigkeiten müßt ihr ordnen. Aber ich sehe. So überstand er den Sturm in seiner kleinsten Größe. sagte der Denkende. nicht für Feste." -3 7 - . nicht für das Beginnen eines neuen Lebensabschnittes. Sie verstehen einen sonst nicht. daß es so werde.

"Darum ist meine Lebensweise nicht in Ordnung. Die Rolle der Gefühle Herr Keuner war mit seinem kleinen Sohn auf dem Land. "ist deine Schönheit zu rasch bemerkt und zu rasch vergessen. daß man ihn satt macht. daß man sorgt. Jedenfalls mußt du und ich daran schuld sein. Wenn ich in die Städte komme. und meine Nieren. es besitzt sie nur einer. außer. antwortete er. die Vorteile nicht erreichen kann. wenn alle horchen. aus der Klarheit kommt kein Gewinn." [Schuldfrage] Eine Schülerin beschwerte sich über Herrn Keuners verräterisches Wesen. wie man einen erziehen könnte zur Unbestechlichkeit. Eines Vormittags traf er ihn in der Ecke des Gartens und weinend. verteidigte er sich. Ich rede nur zu Redenden und horche nur.[Herrn Keuners Krankheit] "Warum bist du krank?" fragten Herrn Keuner die Leute. Aller Gewinn meiner Zeit kommt aus der Unklarheit. Er -3 8 - ." Unbestechlichkeit Auf die Frage. "Weil der Staat nicht in Ordnung ist". wie man einen dazu veranlassen kann." Auf die Frage. also allein. geht alles entweder schneller oder langsamer als ich. wer sonst?" und er erinnerte sie an die Notwendigkeiten beim Lenken eines Autos. antwortete Herr Keuner: "Dadurch. daß er gute Vorschläge macht. daß er an dem Nutzen seiner Vorschläge beteiligt ist und auf andere Weise. antwortete Herr Keuner: "Dadurch. meine Muskeln und mein Herz kommen in Unordnung. "Vielleicht".

erfuhr ihn und ging weiter. und sagte: "Ich habe mich getäuscht. daß sich andere mit ihm befassen. zu seinem Sandhaufen zurück. der sorgt dafür. Sie waren sehr vernünftig. Ein Diener und ein Herrscher unterscheiden sich kaum. [Diener oder Herrscher] "Wer sich nicht mit sich selber befaßt. befaßt sich mit nichts. entschuldigte sie sich. Vom jungen Keuner Jemand erzählte vom jungen Keuner. der sich mit sich selber befaßt?" "Wer sich mit sich selber befaßt. ohne weitere Gefühle zu zeigen. Er ist der Diener des Nichts und der Herrscher über nichts. er habe ihn einem Mädchen. begriff diese Logik und kehrte. Er ist ein Diener oder ein Herrscher. Der Denkende lachte und fragte: "Was machst du da. rief er ihn her und sagte ihm: "Was hat es für einen Sinn zu weinen bei einem solchen Wind." Der Junge stutzte. sagte Herr Keuner. eines Morgens sagen hören: "Ich habe heute nacht von Ihnen geträumt. wenn ein Paar kaputt ist?" Da merkte sie. "Ich habe auch viererlei Arten Füße". daß er noch nicht ganz aufgeklärt war. Einmal entdeckte er bei ihr vier Paar Schuhe." Damit war der Denkende endlich aufgeklärt." -3 9 - . "Dann ist also der der Richtige. ich habe fünferlei Arten Füße. das ihm sehr gefiel." [Luxus] Der Denkende tadelte oft seine Freundin ihres Luxus wegen. außer für Diener und Herrscher".erkundigte sich nach dem Grund des Kummers. wo man dich überhaupt nicht hört. der Denkende. Als aber bei seiner Rückkehr der Junge immer noch weinte.

oder über das Nichts herrschen. daß man die Redenden nicht oder zu wenig unterbricht. sagte Herr K. irgendwie zu begrenzen? Und doch wird er nur größer als ein Kalb. den Kopf zurückgeworfen) genommen." Über Systeme "Viele Fehler". "entstehen dadurch. das. Wer wagte es. aber nicht größer als ein Elefant. aufrecht und stolz. das heißt sich mit nichts befassen und dem Nichts dienen. ja am Ende unübersehbaren Umfang annehmen. daß andere sich mit ihm befassen. jedenfalls lebend diese Entwicklung beinahe außer acht zu lassen. So entsteht leicht ein trügerisches Ganzes. den Elefanten. die großen Städte oder die Fabriken könnten in Zukunft einen immer größeren. da es ganz ist. das sie nicht selber sind.. Durch kein zuverlässiges Mittel läßt sich nun feststellen. sagte er."Also ist der der Richtige. Da es mir bis zum Kinn ging. [Eine aristokratische Haltung] Herr Keuner sagte: "Auch ich habe einmal eine aristokratische Haltung (ihr wißt: grade. sich also nicht so zu verhalten. So schlug Herr Keuner vor." [Über die Entwicklung der großen Städte] Viele leben im Glauben. bei dem ändern eine Hoffnung. als könnten die Städte oder Fabriken außer Maß geraten. was daran sei. "scheint in der Entwicklung mit der Ewigkeit zu rechnen. Das ist bei dem einen eine Furcht. sagte Herr Keuner. lachend. was niemand -4 0 - . das sie nicht selber sind". der Denkende. "Alles". wenn er keinen Grund gibt. nahm ich diese Haltung ein. Ich stand nämlich in einem steigenden Wasser. der das Kalb an Größe hinter sich zurückläßt. der sich nicht mit sich selber befaßt?" "Ja.

Nieder mit dem Apparat!" G. viel zu sitzen. lege sie als überflüssig an. G. Seit der gewaltigen Entwicklung der Zerstörungsmittel sind eure Bauten nur Versuche. ob er einen großen Bauauftrag übernehmen solle oder nicht. auf schnelle Entwicklung!" Apparat und Partei Zur Zeit. nur einen Apparat. Der Genuß erzeugt selber das Bedürfnis. Viele Ungelegenheiten entstehen dadurch oder dauern dadurch fort. daß man nach Ausmerzung schädlicher Gepflogenheiten dem Bedürfnis. wenig verbindliche Vorschläge. damit die Bänke im Frühjahr. wenn die jungen Leute stärker geworden. als nach Stalins Tod die Partei sich anschickte. so daß eine Spitzhacke den großen reinen Linien schnell zu ihrem Recht verhelfen kann. Vertraue auf unsere Menschen. die das Bedürfnis. Anschauungsmaterial für Diskussionen der Bevölkerung.. schrien viele: "Wir haben keine Partei. empfinden. wurde G. "Hunderte von Jahren bleiben die Fehler und Kompromisse in unserer Kunst stehen!" rief der Verzweifelte aus. weil sie schwächlich sind. obwohl doch die einzelnen Teile nur zu dem Ganzen stimmen. eine neue Produktivität zu entfalten. Und was die kleinen scheußlichen Verzierungen betrifft. gleichfalls und ohne Maßnahme verschwinden. das noch danach besteht. auch in seinen einzelnen Teilen zu stimmen scheint. einen zu dauernden Ersatz bietet. Keuner antwortete: "Nicht mehr. soll man im Winter Bänke aus Schnee errichten. die Säulchen usw. die alten gestorben sind. wo eben kleinbürgerliche Kunstauffassungen in der Regierung herrschten. Keuner sagte: "Der Apparat ist der Knochenbau der Verwaltung und der -4 1 - .bezweifeln kann." Architektur In einer Zeit. Keuner von einem Architekten gefragt. Um in einem Bild zu sprechen: Für solche Leute.

Entgegen dem bisherigen Editionsprinzip (in der Reihenfolge der Veröffentlichung) wurde diese Geschichte so plaziert. Heft 12. Berlin 1957. Nerven und Organen gebracht habt. Band 2. -4 2 - . Ihr habt zu lange nur ein Skelett gesehen. Wenn ihr es zu Muskeln. Berlin 1949. und Prosa. Berlin 1932. Sonderheft Bertolt Brecht. 2. Geschichten.Machtausübung. Kalendergeschichten. daß die beiden nachweislich zuletzt geschriebenen Geschichten weiterhin am Schluß stehen. Erstveröffentlichungen von "Keunergeschichten" in: Versuche. Heft 5. wird das Skelett nicht mehr sichtbar sein. Frankfurt 1953. Reißt jetzt nicht alles zusammen. Band 81 der Bibliothek Suhrkamp 1962.Berlin 1930." Anmerkungen Die Sammlung wurde durch eine noch im Nachlaß aufgefundene Geschichte ("Über Systeme") ergänzt. Sinn und Form. Heft I. Frankfurt 1965.

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