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Wind des Geistes

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„DER WIND DES GEISTES, der über die Erde weht, stürmisch, kalt und
bissig, wie es uns empfindsamen Menschen scheint, ist nichtsdestoweniger
der Wind des Geistes“ – dies war das Leitthema einer Ansprache,
die Gottfried de Purucker im Jahre 1940 hielt
„DER WIND DES GEISTES, der über die Erde weht, stürmisch, kalt und
bissig, wie es uns empfindsamen Menschen scheint, ist nichtsdestoweniger
der Wind des Geistes“ – dies war das Leitthema einer Ansprache,
die Gottfried de Purucker im Jahre 1940 hielt

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01/12/2014

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WIEKANNMANETWASüber die Zustände nach dem Tode wissen? Zu oft
verbirgt sich hinter einer solchen Frage die Annahme, daß es ein Wissen über
Dinge, die nicht sichtbar sind, nicht geben kann – nicht sichtbar, nicht erreich-
bar. Warum nur hat sich das menschliche Denken so unglücklich gerade an
diese Torheit geheftet? Wenn Sie die Geschichte der Religion, der Philosophie,
der Wissenschaft studieren, werden Sie entdecken, daß einer der traurigsten
Züge des menschlichen Wesens die häufige Neigung ist, Tatsachen nicht
anzuerkennen. Bedenken Sie folgendes: Die Dinge, die man berühren und sehen
kann, sind genau die Dinge, die am meisten in die Irre führen. Denn erstens muß
man sich mit den Unvollkommenheiten seiner Sinne abfinden – Fühlen, Sehen,
Hören und so weiter – und dann folgt diesen unvollkommenen Wahrnehmungs-
organen des Verstandes der Verstand selbst, der auch kein perfektes Urteils-
instrument ist, wenn er Schlüsse ziehen muß.
Aber es gibt etwas im menschlichen Wesen, das aus erster Hand erkennt.
Nennen Sie es Geist, nennen Sie es Intuition, bezeichnen Sie es, wie Sie wollen.
Die Tatsache bleibt, daß das einzige Wissen, dem Sie jemals trauen können, nicht
in dem liegt, was Sie fühlen und sehen können, sondern in dem, was von innen zu
Ihnen kommt. Darüber hinaus wissen Sie nichts. Über andere Dinge haben Sie
Vorstellungen, oder Sie legen die Vorstellungen anderer Menschen aus.
Erkennen Sie, daß praktisch jede große Erfindung, die je inner- oder außer-
halb der Wissenschaft auf jedem Gebiet menschlicher Anstrengung gemacht
wurde, von einem Menschen stammt, der auf diese Weise inspiriert wurde? Und
wenn er dieses wunderbare Geschenk der Menschheit übergibt, wird die
Menschheit erhoben. Jedes Geschenk solcherart wurde von dem inneren Geni-
us des Menschen hervorgebracht. Jede große Erfindung war zuerst ein Blitz der
Inspiration; zuerst kam die Idee und dann kommen vielleicht Jahre der Arbeit,
um sie herauszuarbeiten und andere von ihr zu überzeugen.
Durch diese innere Kraft können Sie die Wahrheit erkennen. Wenn Sie aber
diese Kraft in sich finden wollen, dann stehen Sie in der Tat vor einer Menge
harter Arbeit.

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Wind des Geistes

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