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Das bekannte 8randgraberfeld, heute Landkreis Weima-
rer Land (Licuuoru 1921), liegt in 340 m Seehohe auf
gutem Acker boden der Muschelkalkhoch6ache in Crenz-
lage zu unterem Keuper (N«uu«uu 1928, 32 f., Sfrruur
1951) 800 m südostlich vom Ort, Flur ,Schanze" oder
,Schwarze Kuppe". lnnerhalb der Cemarkung gibt es
drei kaiserzeitliche Siedlungen, auch die nachstgele-
gene am ,Lobsenborn", einer Quellmulde, reicht nach
den bisherigen Streufunden nicht bis zur Hauptbelegung
des Friedhofes zurück. Der Platz selbst, soweit ausge-
graben, umfasst 614 lnventare, meist 0rnengraber,
davon 35 der jüngeren romischen Kaiserzeit, so dass
für den alteren Craberfeldanteil 519 sichere lnventare
verbleiben (Prscurt 1999). Nicht alle sind noch loka-
lisierbar. Linzelstücke und zuvor oder nachher beige-
brachte 8eigabensatze streuen über die im 8ild punk-
tierte Flache von etwa 4 ha {Aoo. 1}. Sie zeigen, dass
der Friedhof viel großer gewesen sein wird. 1iefgründige
8oden bearbeitung wahrend der letzten |ahrzehnte hat
aller dings offenbar keine Neufunde zutage gefordert.
Crabungen erfolgten von 1901 jahrlich bis 1913 und
erfassten eine Flache von reichlich 0,5 ha. Der (gegen-
über Licuuoru 1921) korrigierte Lageplan {Aoo. 2}
lasst erkennen, dass die Crenze des Friedhofes nur auf
der Westseite und auch da nur streckenweise erreicht
worden ist. Weiter kann nicht übersehen werden, dass
0nregelmaßigkeiten beim Zusammenfügen der 1eilplane
vorgekommen sind. lch weise allein auf die künstlich wir-
kende Abgrenzung der Craber 1913 hin. Das anschlie-
ßende Areal wurde sechs |ahre zuvor durch den ersten
Ausgraber, Puitirr Krorr (1908, 314, Fig. 3), kartiert,
der nochmals im |ahre 1908 tatig geworden ist. Alles
andere hat Custav Lichhorn seit 1908 entweder selbst
oder durch Cewahrsleute dokumentiert.
Die drei Zeitgruppen der alteren 8elegung reichen
von Latène D 2, wenn man will D 2 a, bis einschließlich
Kaiserzeit 8 1 a, etwa von 40 v. Chr. bis 15/20 n. Chr.
(Prscurt 1990, vorwort, 1991, 131, 1999, 91, 94). Das
sind zwei Cenerationen, von denen die starker vertretene
zweite die Halfte der 8elegungszeit ausmacht, da sie die
Lpoche der romischen Okkupation nach 12 v. Chr. aus-
Croßromstedt: ßemerkungen zu ße|egungsbeginn -
Zeitmarken - Wiederbe|egung
*
Kar| Pesche|
füllt (Stufe 8 1 a). 8ei aller 8e6issenheit nach chronolo-
gischer Fein heit mache man sich klar, wie wenig sechzig
|ahre im Sachbesitz einer Subsistenzgesellschaft bedeu-
ten! ÷ Die Art der 8elegung spiegelt keine voneinander
unterschiedenen Kerne (Licu«rous 1984, 31ff.), keine
sozialen Cruppen (H«cuu«uu 1950, 19), auch keine
Massenbelegung nach einer Katastrophe (Rroticu 1911,
15 f.) wider, die 8elegung ist also nicht simultan, son-
dern sukzessive erfolgt, und zwar von Nordwest nach
Südost.
Die Craber der jüngeren Kaiserzeit setzen nach einer
8elegungslücke von mehr als anderthalb |ahrhundert ein
(Mitorusrrcrr 1910, 110 ff.). Sie streuen über Mitte
und Ostteil des ausgegrabenen Feldes und gehen dort
mit Sicherheit darüber hinaus. 1rotz geringer Zahl rei-
chen sie über die Stufen C 1, C 2 und C 3 (8ruu«uu
2000, 103 f.), d. h. jedenfalls über das 3. und einen
Abschnitt des 4. |h. n. Chr. 8eide Horizonte, alterer
wie jüngerer, sind elbgermanisch, was im weser-rhein-
germanischen, aus der ortlichen Latènekultur hervor-
gegangenen Siedlungsraum 1hüringens Hervorhebung
verdient. Das Lnde der alteren 8elegung kann aus dem
Ceschehen in der 0mgebung erklart werden. Line plau-
sible Lrklarung für die spatere erneute Nutzung des glei-
chen Areals steht aus: Pragmatische Sicht konnte die
exponierte Lage des Platzes anführen, eine historische
Sicht Stammesfragen erwagen, eine eher metaphysische
schließlich die Wiederbesinnung auf einen alten Kultort
ins Spiel bringen. Auch mehrere solche 0berlegungen
kamen in 8etracht. ln jedem Falle muss man sich klar
machen, dass die jetzt lange Lrstreckung ÷ bei insgesamt
geringer Zahl ÷ eine vollig andersartige Strukturierung
der 8estattenden voraussetzt.
Frühe Craber liegen im Norden und Nordwesten
des Feldes. Sie sind einfach oder ÷ von der 0rne abge-
sehen ÷ gar nicht ausgestattet. Aus Crab 1901/45
{Aoo. 3} stammt eine beschadigte und korrodierte
,frühe geschweifte Fibel" mit Stütz6ügelchen, variante
1hal massing (vgl. Rirckuorr 1995, 56 f., Abb. 46. 4). Die
0rne, eine scharfkantige Situla, tragt eine Schulterritzung
aus Senkrechten im Wechsel mit Sparren sowie Strahlen
* 0m Nachweise erweiterter 8eitrag für ein ,Arbeitsgesprach zur
Romischen Kai ser zeit" im Landesamt für Archao logie, Weimar, am
9. Dezember 2004.
Karl Peschel | Croßromstedt: 8emerkungen zu 8elegungsbeginn ÷ Zeitmarken ÷ Wiederbelegung
214
am 0nterteil. Der einzelne Schildnagel weist auf 1eil-
beigabe der Waffe von Anbeginn.
Lbenso früh begegnet Normalbewaffnung oder
,Regel be waffnung" (vgl. Wrski 1982, 46, 120, Aotrr
1993, 158 ff., 181), so Lanze mit schmalem 8latt und
Schild in der 0rne 1908 L 23 (Aoo. 4 ÷ Prscurt 1990,
8latt 81, 1991, 131 f., Abb. 3), der Schild hier noch mit
dem frühen, 6ach gerundeten 8uckel ohne Stange (vgl.
Scuuiof/Nifzscukr 1989, 60, 1af. 18 ÷ Zeitgruppe 1).
Lin enges Areal von 50 m
2
nehmen 21 Craber von
1913 ein {Aoo. 5}.
1
Sie zeigen:
1. den eben genannten Standard der 8ewaffnung mit
Lanze und Schild in Crab 15
2. die bloße Ausstattung mit Lanze als Ausdruck der
8eigabentradition des Nordens (R«oo«fz 1961,
434, 443, Aotrr 1993, 201, 244 f.) in Crab 8
3. den einzelnen Schildnagel als 8eigabe pars pro toto
in Crab 16
2
÷
alles Merkmale der dann fortlaufenden alteren 8elegung,
innerhalb deren nach den 8eigaben allein Manner sicher
als solche ausgewiesen sind.
3
Die einzige Fibel stammt
aus Crab 10. Sie hat S-formigen 8ügel und bezeichnet
damit die sogleich naher zu charakterisierende Zeitgruppe
|ZC] 1. Ls sind die drei Hauptformen der 1onurne ver-
treten: scharfkantige Situla (3 ÷ 9, 10¹ |verlust], 12, 15,
20, 22¹), gewolbte Situla (2, 11, 16, 11, 19, 21) und rau-
wandige 1errine (13, 14, 18). An allen Cefaßen fallen
die vergleichsweise engen 8oden auf. Die auch spater
seltene Drehscheibenware als vierte Cefaßgattung, die
als solche in Croßromstedt bohmischen Lin6uss verrat,
fehlt anfangs ganzlich. Scharfkantige Situlen konnen ein
Schulterornament tragen. Ls beschrankt sich hier auf
zwei Crundmuster: auf das einfache zweilinige Zickzack
und auf durch Senkrechte markierte Felder, die durch
doppellinige Sparren geteilt sind und mit Punkten gefüllt
sein konnen. Das Winkelband stellt im Norden das aner-
kannte früheste Muster an 1richterurnen dar (Hiucsf
1959, 8eil. Abb. 11b, Wrcrwifz 1912, 116 f., Lcrr
1999, 34) und reicht mit ahnlich zweilinigen 8eispielen
aus Schkopau, Kr. Merseburg (Scuuiof/Nifzscukr
1989, 1af. 12, 13, 82), in unsere Nahe. Das spater
hau6ge Kreuzbandmuster mit und ohne Felderteilung,
der Maander oder die mehrstockige Ritzung fehlen,
ebenso wie die in Croßromstedt auch nachher seltene
Radchenabrollung.
Schon dieser bescheidene Ausschnitt sollte keinen
Zweifel lassen, dass die 0rteils6ndung zur 8elegungsfolge
sich nicht bloß aus signi6kanten Linzelstücken errechnet,
vielmehr eine 8eachtung verschiedenartiger Merkmale
voraussetzt, die sich nach eigenem Zeitmaß gleitend
verbinden. 1atsachlich gehen bei komplexer Sicht die
Zeitmarken ineinander über, und das gilt auch, wenn
und obwohl die Fibeln den 1akt angeben. Die Fibeln sind
keineswegs für die Cliederung alleinverbindlich. Zudem
erschweren an ihnen Rost- und 8randeinwirkung nicht
selten die Aussage. Für Croßromstedt muss die Abfolge
der Fibeln im übrigen fast vollstandig von außerhalb
gewonnen werden,
4
da infolge der vorherrschenden
Lin6beltracht die Kombination zwischen verschiedenen
1ypen Ausnahme ist {Aoo. 6}.
ZC 1: Neben nachlebenden Linzelstücken, die für
die Anfangsdatierung wichtig sind {Aoo. 6. 1÷ 3}, nam-
lich je einer Schüssel6bel (vgl. Frucrrr 1985, 180,
232, 236, 1yp 1d, H««trsos 1986, 16, 21, 102), einer
Pseudo-Nauheimer-Fibel aus Lisen (vgl. Lfftiucrr 1913,
33, 35, Frucrrr 1985, 180, 200 ff., 1yp 4a 1b, Scuuiof/
Nifzscukr 1989, 29, 46, 1af. 12, Crsu«ro 1991, 90,
151 f., 1af. 53 f., Rirckuorr 1995, 153) und einer Fibel
der Form |ezerine (vgl. Rirckuorr 1915, 24 ff., Ao«u/
Frucrrr 1982, 130 ff., 168, Fig. 4a, Frucrrr 1985, 181,
253 ff., 1yp 12 a)
5
überwiegen eiserne Fibeln mit S-
8ügel Kostrzewski Form M-a, d. h. geschweifte Fibeln
mit oberer Sehne, ofters mit lanzettformigem Ablauf
{Aoo. 6. 4 ÷7}.
6
ZC 2 ist eine 0bergangsphase {Aoo. 6. 8 ÷11}.
Weiter durch Fibeln Kostrzewski Form M-a, mitunter C-
formig gewolbt (Abb. 6. 8), der ZC l verbunden, bringt
sie Fibeln mit unterer Sehne, so neben geknickten Fibeln
ahnlich Kostrzewski Form L aus Lisen {Aoo. 6. 9} erste
8eispiele Kostrzewski Form N aus Lisen oder 8ronze
{Aoo. 6. 10}.
1
ZC 3 {Aoo. 6. 12÷21}. Neben langen, lanzettformi-
gen Lisen6beln Kostrzewski Form M-b {Aoo. 6. 12,13}
stehen Fibeln mit 0-formig hochgewolbtem 8ügel und
1 Nicht zu dieser Cruppe gehort das abseits gelegene Crab 1913/1
(Licuuoru 1921, 314).
2 Mit 1. Wrski (1982, 8, 29 f., 119) ist nach Ausweis gut beobach-
teter lnventare, so auch im nahen Schkopau (Scuuiof/Nifzscukr
1989, 32) trotz der 8edenken von W. Aotrr (1993, 54) an der
ursprünglichen 8eigabe von Waffenteilen, darunter selbst solchen
von Schwertern und Schwertscheiden, festzuhalten.
3 Damit ist natürlich nicht grundsatzlich über die Frage des geschlechts-
gebundenen Friedhofs entschieden (vgl. für Croßromstedt Prscurt
1918, 83, Anm. 218, 141 f., Anm. 524, 1999, 92 ff.), die heute all-
gemein eher negativ beantwortet wird (vgl. zum Forschungsstand
Lcrr 1999, 126 ff.).
4 Cliederung weitgehend nach |. Kosfrzrwski (1919), O. Atucrru
(1923) und der verfeinerung durch 1u. vöttiuc (1994).
S Lher zur grundsatzlich ahnlich zu beurteilenden Form Corica mit
stabformigem 8ügel (Rirckuorr 1915, 24) zahlt das Fußfragment
aus Schkopau, Crab 43 (Scuuiof/Nifzscukr 1989, 29, 56, 1af.
10), das S. Rirckuorr (1995, 153, 158 f.) dort gleichfalls der Form
|ezerine zuordnet.
6 Aus 8ronze die Fibel Abb. 6. 1, mit Stütz6ügelchen und aus Silber
die Fibel Abb. 6. 6. ÷ Linzelnachweise zu Abb. 6 siehe Prscurt
1999, 93.
7 Die 8ronze6bel ahnlich Almgren Form 44 aus Crab 1910/55 (Abb.
6. 11, vgl. Kuuow 1998 |2002], 90, 92, Abb. 1. 6) gehort zeit-
lich am ehesten hierher, da zusammen mit dem 1eil einer eisernen
Fibel Kostrzewski Form M-a mit C-formiger 8ügelwolbung gefun-
den.
Alt-1hüringen 38 | 2005 | 213 ÷230
215
unterer Sehne Kostrzewski Form N-a und N-b aus Lisen
{Aoo. 6. 14} sowie ebensolche aus 8ronze {Aoo. 6. 15},
die ihrerseits in zeitlich gleichartig zu bewertende Fibeln
mit Knick im Ablauf Kostrzewski Form O oder Almgren
Form 2-a übergehen {Aoo. 6. 16,17}, endlich als hier sel-
tene Neuerung erste Sehnenhaken6beln, hauptsachlich
Almgren Form 19 und 45 {Aoo. 6. 20,21}.
8
8ezogen auf den gesamten 8eigabensatz sind ZC 1
und 2 quantitativ, ZC 2 und ZC 3 qualitativ voneinander
unterschieden. Fibeln aus 8ronze nehmen im verlauf
der 8elegung zu.
Das die Cliederung überspannende Kontinuum
lasst sich mit nicht durchweg gleichlaufendem Wandel
auch an anderen Sachformen verfolgen. Als 8eispiel
greife ich die gestielten 8ogenmesser heraus, und zwar
jene, die in den Crabern von Fibeln begleitet werden.
Davon stelle ich 21 Komplexe vor {Aoo. 7÷ 9}. Sie stam-
men aus 0rnen aller vier keramischen Hauptformen
sowie aus 8ronzekesseln. 8ogenmesser sind einheimi-
sche Lrzeugnisse. Für andere über die Zeit sich wan-
delnde Formen, etwa die Waffen, gilt ortliche Herkunft
nicht in gleichem Maße. Line Cliederung am Platz, um
die es hier allein geht, mag daher durch einfache, aber
merk mal trachtige Cerate besser beglaubigt erschei-
nen als durch eher ortsfremde Schwerter, Lanzen oder
Schilde. ÷ Die Messer selbst unterscheiden sich wesent-
lich nach der Cestalt des Criffstiels. Danach zeichnet
sich eine lockere Folge ab: Zunachst setzt der Criff die
Krümmung des Rückens fort {Aoo. 7}. Lr verlauft gerade
oder in schwacher Wolbung. Diese 8ildung hat ebenso
wie der abgewinkelte Ringgriff 1908 K 16 vorlaufer im
ortlichen Latène (vgl. Müttrr 1985, 1af. 66. 12, 81. 3,
Prscurt 1911, 418, Abb. 4). Die 8egleit6beln entspre-
chen alle Kostrzewski Form M-a, somit an sich ZC 1.
Das Kesselgrab 1926 bezeugt nach seinem Cesamtinhalt
(Licuuoru 1921, 106, Prscurt 1990, 8latt 83) die Zuge-
horigkeit zur ZC 2 und damit 6ießenden 0bergang.
1908 L 32 enthalt zwei Messer mit je verschiedener
Criffbildung, das 8eispiel mit stabformigem Hakengriff
nimmt die Auspragung der ZC 2 voraus.
Die folgenden Messer gehoren ebensowohl ZC 2 als
auch ZC 3 an, sind also chronologisch weitgehend indif-
ferent, positiv ausgedrückt formstabil {Aoo. 8}. Sie zeich-
nen sich durch einen weit greifenden Hakengriff aus,
der entweder aus dem 8latt verlauft oder in Stabform
vom 8latt abgesetzt ist, so 1911/14. Die begleitenden
Fibeln sind unterschiedlich. Neben solchen mit C-for-
migem, auch geknicktem 8ügel, noch immer ahnlich
Kostrzewski Form M-a und alle mit oberer Sehne, ste-
hen lange Lisen6beln Kostrzewski Form M-b aus vor
1901 O 1 und 1911/14, die ihrerseits in ZC 3 fallen.
Nur in ZC 3 begegnet eine dritte Hauptform des
8ogenmessers. Ls sind Messer mit kurzem, hakenar-
tig eingebogenem Criff {Aoo. 9}. Optisch fallt dessen
Missverhaltnis zum breiten 8latt auf. Die Fibeln gehoren
in den 0mkreis der langen Lisen6bel Kostrzewski Form
M-b oder weisen sich anderweitig, so durch die 0-Form
des 8ügels, als spat aus. Zwei unikate Messer, 1911/83
mit zurückgeschlagenem Criff und 1901/31 mit S-for-
migem Criff, werden von Fibeln Kostrzewski Form N-a
begleitet.
Soviel zur Cliederung der alteren Craber, hier einmal
etwas entfernt zum Fibelspektrum und doch wiederum
nahe genug daran. Abschließend zur Distanz zwischen
alteren und jüngeren Crabern: lm Zusammenhang mit
drei Augen6beln Almgren Form 45, namlich den Stücken
1910 n. f, 1911 n. und einem spateren Linzelfund, ist
eine vierte ZC ins Spiel gebracht worden (vgl. Piukrrf
1998, 53, 60). Die beiden nachtraglich eingelieferten
8efunde sind nicht eindeutig. Das Linzelstück besitzt stu-
6g durchbrochenen Nadelhalter {Aoo. 10}, wie wir ihn
an frühen Augen6beln 8ohmens kennen (vgl. Drosrrj«r
1999, 62, 1yp C 1, Abb. 13 u. 13 ff.). ÷ Linzeln liegt fer-
ner eine Schnalle mit Pressblechbeschlag und 6ügelfor-
migem Dorn in Cestalt von 1ierkopfen vor. Sie ist ent-
weder verzinnt oder besteht aus Silber und hat einen
eisernen Scharnierstift {Aoo. 10}. Die Anlehnung an
Cingulumschnallen der frühen romischen Kaiserzeit ist
deutlich (vgl. Fr«uzius 1999, 581 f., 598, Abb. 14. 10,
11. 2, 0st 1999, 256 f., Abb. 21). Der 8ügel erreicht
allerdings nur eine 8reite von 2,5 cm, und ÷ anders
als bei den meisten romischen Schnallen ÷ sitzt an sei-
ner 8asis kein fester Querstab. ln den vermuteten ger-
manischen Kontext weisen auch Kreisaugenzier und
Kreuzbandritzung.
Linen der letzten geschlossenen alteren Funde stellt
Crab 1950 dar (Aoo. 11 ÷ Prscurt 1990, 8latt 86). Die
0rne wurde unweit vom südlichen Ausgrabungsrand
beim Abstechen des Feldrains angeschnitten. Das
1ongefaß ist unikat. vier 8ronze6beln gehoren Almgren
Form 19 an. von der Normalform weicht das 8ruchstück
Abb. 11. 4 ab: Die ,Hochform" 19-a ll nach 1u. vöttiuc
(1994, 201 ff., 211 u. Abb. 29) mit steilerem 8ügel,
Abknickung, tief sitzendem Knoten und Kreisaugen kann
8 Die eiserne Stützbalken6bel mit seitlichen Knopfen aus Crab
1911/65 (Abb. 6. 18, vgl. vöttiuc 1995, 30 f., 105) gehort ebenso in
ZC 3 wie die Augen6bel ahnlich Form Cladbach/Haltern/Kalkriese
(vöttiuc 1995, 41 ff., 108 f., 1998, 128 ff.) aus dem nicht lokali-
sierten Crab 1910 n. d (Abb. 6. 19). Die letztere, die L. Drosrrj«r
(1999, 61 ff., 11 f., Abb. 18) einem eigenen ,1yp Kalkriese" zurech-
net, ist weder von 1u. vöttiuc (1995, 1998) noch von |. Kuuow
(1998 |2002], 93 ff., 2001, 343 ff.) einbezogen worden.
Karl Peschel | Croßromstedt: 8emerkungen zu 8elegungsbeginn ÷ Zeitmarken ÷ Wiederbelegung
216
in 8ohmen Stufe 8 1b oder die zweite Phase der Stufe 8
1 nach K. Mof\kov/ (1965, 111) erreichen (vgl. vöttiuc
1994, 215 mit Anm. 201, 1998 |2002], 46, Drosrrj«r
1999, 140, Prscurt 1999, 94). 8ei uns ware frühtiberi-
sche Zeitstellung die außerste Crenze.
Auf die Lücke folgen, wenn wir wiederum von den
Fibeln ausgehen, zwei 0rnengraber der Stufe C1 a, beide
mit weiblichem 8eigabengut {Aoo. 12}. Als bekannt sei
vorausgeschickt: Was hier als Wiederbelegung erscheint,
steht im Linklang mit einem im Saale-0nstrut-Cebiet
wiederholt beobachteten elbgermanischen Neuanfang.
Dabei scheint der tatsachliche 8eginn ortlich zu variie-
ren. ÷ Für das Cefaßunterteil vor 1901 O 11, das sich
durch umrissene, schwach plastische Spitzovale aus-
zeichnet, ist trotz fehlender Fundbeobachtung der
Cesamtzusammenhang gewahrleistet, zumal Leichen-
brand vorliegt (Krorr 1908, 405, Mitorusrrcrr 1910,
111, 1af. 16: Crab 1). Das lokalisierbare Crab 1908 L
11, das im 8lock und mit 500 g Leichenbrand geborgen
wurde (Mitorusrrcrr 1910, 112, 1af. 11: Crab 9), liegt
mitten im alteren Craberfeld und doch für sich, aller-
dings in einem 8ereich, der augenscheinlich lockerer
belegt war. Rücksichtnahme gegenüber den vorgangern
scheint aus dem 0mstand zu sprechen, dass es nur zwei
sichere 0berschneidungen gibt (1908 L 62, 1911/103),
9
obwohl eine durchaus denkbare Markierung der alte-
ren Craber kaum noch sichtbar gewesen sein kann. ÷
Der oben gegebene Zeitansatz beruht auf dem hohen
Nadelhalter der beiden Armbrust6beln ahnlich Almgren
Form 193 (vgl. Krttrr 1914, 251 f., 264 f., Abb. 1, 5.
1a, Lrusr 1999, 291 f., 301, Scuutfr 1998 |2002], 296),
die ortlich mitunter ÷ wie 1908 L 11 ÷ keinen Fußknopf
tragen. Die Fibel vor 1901 O 11 hat einen zu einer
Scheibe verbreiterten 8ügel und entspricht damit 1yp
A (1) der germanischen Scheiben6bel nach S. 1uou«s
(1961, 21, 12, 105). Das verbrannte Stück besitzt keinen
Pressblechbelag.
Moglicherweise reichen diese 8estattungen vor 200
n. Chr. zurück. Sicher erscheint mir das nicht. vor einer
zu frühen Datierung sollte die Cestalt der 0rnen war-
nen. ln Croßromstedt fehlt die altere, hohe, noch drei-
gliedrige 1opfform, die aus weser-rhein-germanischer
1radition der Stufe 8 2 kommt (Mitorusrrcrr 1910,
40, v. 0st«r 1911, 140) und ihrerseits im westthürin-
gischen Wechmar die 8elegung einleitet, dort ebenfalls
begleitet von der Fibel mit hohem Nadelhalter ohne
Fußknopf (K«uru«uu 1984, 18, 1af. ll. 9 ÷11: Crab 13,
83, 1af. XXll. 12,13: Crab 224). Hier dagegen begegnet
erst die niedrige und gedrungene Form, d. h. die eigent-
lich nordlich beheimatete elbgermanische sogenannte
Schalenurne. vielleicht ist die 0rsache dafür nicht eine
allein chronologische, sondern des Weiteren auch ein
Hinweis darauf, dass die nur wenige Kopfe zahlende
Cemeinschaft, die hier bestattete, nicht im Lande ver-
wurzelt war. 0mso mehr mochte sie landschaftliche
verankerung anstreben, indem sie einen alteren, offen
gelassenen 8estattungsplatz aufsuchte.
9 Mitorusrrcrr 1910, 112, 1af. 18: Crab 8, 114, 1af. 19: Crab 26.
lm Falle von Crab 1901/26 (Mitorusrrcrr 1910, 111, 1af. 16:
Crab 2) reicht eine altere Streuscherbe als 8eweis für eine Storung
durch die Nachfolger nicht aus.
Alt-1hüringen 38 | 2005 | 213 ÷230
211
Literatur
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308,6
296,4
315,1
313,9
v.1901 0 19
340,3
350,8
338,0
321,2
0 500m
über dem
Weiher
Rabenborn
Lobsen-
born
straße
Sperlingsberg
Croßromstedt
Kleinromstedt
Alt-1hüringen 38 | 2005 | 213 ÷230
219
Abb. 1 Croßromstedt, Lkr. Weimarer Land. Lage des Craberfeldes sowie kaiserzeitlicher Siedlungen der 0mgebung (Lage zu weit westlich bei
Licuuoru 1921, vlll)
0 15m
1912 / 35 -38
nordlich 1912
vor 1901 0 19
ca. 300m südwestlich 1901
Zeitgruppen nach Fibeln
Zeitgruppe 1
Zeitgruppe 2
Zeitgruppe 3
Crab jüngere Kaiserzeit
1913
1908
1901
1909
1910
1911
1912
1912
50
52
51
53
56 51
54
55
49
41
48
46
45
44
43
42
64
39
38
40 31
36
32
31
34
29
21
24
22 20
21
19
11
11
18
16 13
9
14
15 12
1
8
5
6
4
118
3
2
1950
113
3
1
2
1
111
119
116
23
26
30
28 33
35
25
108
92
109 101
103
104
100
91
89
93
88
98
90
91 101
106
110
86
81
95
94
96
99 102
131
133
105
111
134
112
136
115
114
141 138
135
131
139
140
13 58
14
18
81
82
89
62
12
11
19
81
86
88
132
54 56
63 55
65
68
69
61
15
16
84
85
80
83
91
90
93
92 95
96
91
94
98
10
99
101
11
104
102
100
103
50
53
48
41
46
42
49
51
64
59
51 61
66
52
60
36
39
40
38
31
33
34
43
45
31
44
41 22
28
30
21
20
25
21 32
24
29
35
26
23
18
19
11
10
1
2
3
6
4
5
8
12
13
14
15
16
11
1
9
1
6
19
1
8
2
11
20
29 30
21
22
9
3
4
5
23
24 25
31
10
11 13
26 21
18
15
12
14
32
28
33
34
16
36
35
31
38
39
40
122
123
121
120
125
121
126
130
128
129
124
63
65
61
13 19
12
15
16
58
61
62
60
59
69
10
11 80 82
81 83
68
11
14
18
84
85
41
K81
1
K14
K68
K80
K13
K11
K16
K19
K18
K12
60
K59
K62
K61
K69
K11
K10K64 K61
K65
K63
K66
K55
K45
K54
K44
36
K32
K34K33
K31
K42
K51
K58K56
K46
19
50
49
48
51
41
46 14
20
18
11
13
15
39
28
31
38
3135
32
34
43
40
41
42
21
22
18 16
20
19
15
9
5
10
3
4
2
11
11 1
5
6
1
6
5
2
3
4
11
10
1
8
9
52
( 61)
53
54
55
56
51
25
24
21
58
59
23
22
26
16
12
30
29
21
33
32 34
30
29
31
26
22
24
25
28
21 23
21
20
18 19
11
10 16
6
4
9 15
14
13
5
8
1
11
12
13
14
L25
K24
K23
K21
K22
K20
K19
L23
L24
L22
L21
L33
L32
L31
L30 L88
K18
K15
K16
K11
K14
L15
L14
L13
L12
L11
L11 L18
L19L20
L21
L28 L38
L26
L36
L10
L9
L34
K13
L8
L6
L1
L1
L5
L3 L4
K12
K1
K11
K6
L2
K10
K9
K5
K3
K8 L29
K4
K2 K1
L35
L39
L40 L31
L41
L81
L42
L43
L86
L85
L84
L44
L83
L18
L82
L80
L81
L16
L11
L19
L15
L13
L14
L12 L61
L50
L49
L66
L68
L60L65
L10
K28
K30
K21
K25
K26
K35
K36
K41
K40
K38
K49
K50
K43
K41
K52
K53 K60 K51
K48
L48
L53
L45
L52
L46
L41
L51
L55
L61
L58
L56
L59
L64
L69
L63
L51
L62
L11
44
45
8
1901/62
30m südlich 1901
Karl Peschel | Croßromstedt: 8emerkungen zu 8elegungsbeginn ÷ Zeitmarken ÷ Wiederbelegung
220
Abb. 2 Croßromstedt, Lkr. Weimarer Land. Plan des Craberfeldes mit Angabe der Zeitgruppen 1÷ 3 des alteren 8elegungsabschnittes (nach
den Fibeln) und der lokalisierbaren Craber des jüngeren 8elegsabschnittes
0 5cm
0 2,5cm
Alt-1hüringen 38 | 2005 | 213 ÷230
221
Abb. 3 Croßromstedt, Lkr. Weimarer Land. 0rnengrab 1901/45. 8eigaben Lisen. Schildnagel verlust
0 5cm
1
2
3a 3b
4 5
0 5cm
Karl Peschel | Croßromstedt: 8emerkungen zu 8elegungsbeginn ÷ Zeitmarken ÷ Wiederbelegung
222
Abb. 4 Croßromstedt, Lkr. Weimarer Land. 0rnengrab 1908 L 23. 8eigaben Lisen, 3 b 8ronze
0 10cm
5
4
10
16
3
8
8
15
20
6
9
22
18 1
2
11
19
21
Alt-1hüringen 38 | 2005 | 213 ÷230
223
Abb. S Croßromstedt, Lkr. Weimarer Land. 0berreste der 0rnengraber 2÷ 9, 10, 11, 15, 16, 18 ÷22 der Crabung 1913. 8eigaben Lisen.
8eigaben in doppelter Croße der Keramik
0 5cm
1 2
3
4
5
6
1
8
9
10 11
12
13
14
15
16
11
18
19
20
21
2
3
1
Karl Peschel | Croßromstedt: 8emerkungen zu 8elegungsbeginn ÷ Zeitmarken ÷ Wiederbelegung
224
Abb. 6 Croßromstedt, Lkr. Weimarer Land. Fibeln der Zeitgruppen 1 (1÷1), 2 (8 ÷11) und 3 (12÷21). 2, 4, 5, 8, 9, 12÷14, 18 Lisen, 1, 3, 1, 10,
11, 15 ÷11, 19 ÷21 8ronze, 6 Silber
0 5cm
1908 L 32
1908 L 23
1910/4 1910/32
1926
1908 K 16
1908 K 63
Alt-1hüringen 38 | 2005 | 213 ÷230
225
Abb. 7 Croßromstedt, Lkr. Weimarer Land. Liserne gestielte 8ogenmesser mit begleitenden Fibeln aus 0rnengrabern der Zeitgruppen 1 und
2. Messer Crab 1926 verlust
0 5cm
1909/11
1908 L 83
vor 1901 01
1911/14
1910/1 1911/133 1910/1
Karl Peschel | Croßromstedt: 8emerkungen zu 8elegungsbeginn ÷ Zeitmarken ÷ Wiederbelegung
226
Abb. 8 Croßromstedt, Lkr. Weimarer Land. Liserne gestielte 8ogenmesser mit begleitenden Fibeln aus 0rnengrabern der Zeitgruppen 2 und 3
1911/68
1911/60 1911/112
1911/25
1911/134
1911/83
1901/31
0 5cm
Abb. 9 Croßromstedt, Lkr. Weimarer Land. Liserne gestielte 8ogenmesser mit begleitenden Fibeln aus 0rnengrabern der Zeitgruppe 3.
Messer Crab 1911/60 verlust
Alt-1hüringen 38 | 2005 | 213 ÷230
221
Abb. 10 Croßromstedt, Lkr. Weimarer Land. Augen6bel aus
8ronze und Schnalle aus Silber oder verzinnter 8ronze. Linzel funde
0 5cm
Karl Peschel | Croßromstedt: 8emerkungen zu 8elegungsbeginn ÷ Zeitmarken ÷ Wiederbelegung
228
0 5cm
0 5cm
1
2
3
4
5
6
1
8
9
10
11b
11a 13a 13b 14 15
12
Abb. 11 Croßromstedt, Lkr. Weimarer Land. 0rnengrab 1950. 8eigaben Lisen (6, 1, 11, 12, 14, 15) und 8ronze (2÷ 5, 8 ÷10, 13)
Alt-1hüringen 38 | 2005 | 213 ÷230
229
0 5cm
0 5cm
0 10cm
0 10cm
1908 L 11
vor 1901 0 11
Abb. 12 Croßromstedt, Lkr. Weimarer Land. 0rnengrab vor 1901 O 11. 8eigaben Lisen (Pinzette, Messer) und 8ronze (Fibel). 0rnengab 1908
L 11. 8eigaben 8ein (Kammrest, Nadel), 1on (Spinnwirtel) und 8ronze (Fibel)
Karl Peschel | Croßromstedt: 8emerkungen zu 8elegungsbeginn ÷ Zeitmarken ÷ Wiederbelegung
230

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