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Der Spruch Des Anaximander

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Heidegger's lecture on Anaximandre
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DER

SPRUCH

DES

ANAXIMANDER

Er gilt als der älteste Spruch des abendländischen Denkens. Anaximander soll am Ende des siebenten bis in die Mitte des sechsten Jahrhunderts auf der Insel Samos gelebt haben. Der Spruch lautet nach dem gewöhnlich angenommenen Text:

,,Woher die Dinge ihre Entstehung haben, dahin müssen sie auch zu Grunde gehen, nach der Notwendigkeit; denn sie müssen Buße zahlen und für ihre Ungerechtigkeit gerichtet werden, gemäß der Ordnung der Zeit.“ So übersetzt der junge Nietzsche in seiner 1873 abgeschlossenen Niederschrift einer Abhandlung, die betitelt ist: ,,Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen“. Die Abhandlung wurde erst dreißig Jahre später im Jahre 1903 nach Nietzsches Tod veröffentlicht. Sie fußt auf einer Vorlesung, die Nietzsche im Anfang der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts mehrfach in Basel gehalten hat unter dem Titel: ,,Die vorplatonischen Philosophen mit Interpretation ausgewählter Fragmente”. In dem selben Jahr 1903, da Nietzsches Abhandlung über die vorplatonischen Philosophen zum ersten Mal der Öffentlichkeit bekannt wurde, erschienen die ,,Fragmente der Vorsokratiker”, die Hermann Diels nach den Methoden der modernen klassischen Philologie, textkritisch gesichert, mit einer Übersetzung herausgab. Das Werk ist Wilhelm Dilthey gewidmet. Diels übersetzt den Spruch des Anaximander in folgendem Wortlaut: ,,Woraus aber die Dinge das Entstehen haben, dahin geht auch ihr Vergehen nach der Notwendigkeit; denn sie zahlen einander Strafe und Buße für ihre Ruchlosigkeit nach der festgesetzten Zeit.“

Die Übersetzungen von Nietzsche und Diels sind nach Antrieb und Absicht verschiedener Herkunft. Gleichwohl unterscheiden sie sich kaum von einander. Die Übersetzung von Diels ist in manchem wörtlicher. Aber solange eine Übersetzung nur wörtlich ist, braucht sie noch nicht wortgetreu zu sein. Wortgetreu ist sie erst, wenn ihre Wörter Worte sind, sprechend aus der Sprache der Sache. Wichtiger als das allgemeine Zusammenstimmen der beiden Übersetzungen ist die ihnen zugrundegelegte Auffassung von Anaximander. Nietzsche rechnet ihn unter die Vorplatoniker, Diels unter die Vorsokratiker. Beide Benennungen sagen das Gleiche. Das unausgesprochene Richtmaß für die Deutung und Beurteilung der frühen Denker ist die Philosophie von Platon und Aristoteles. Beide gelten als die nach vorwärts und rückwärts maßgebenden Philosophen der Griechen. Diese Anschauung hat sich auf dem Wege über die Theologie des Christentums zu einer allgemeinen und bis heute nicht erschütterten Überzeugung verfestigt. Auch dort, wo die philologische und historische Forschung sich inzwischen eingehender mit den Philosophen vor Platon und Aristoteles beschäftigt, geben bei der Interpretation noch die platonischen und aristotelischen Vorstellungen und Begriffe, neuzeitlich abgewandelt, den Leitfaden. Das ist sogar auch dort der Fall, wo man in der Entsprechung zur klassischen Archäologie und zur Literaturgeschichte versucht, das Archaische im frühen Denken zu treffen. Es bleibt bei den klassischen und klassizistischen Vorstellungen. Man redet von archaischer Logik und bedenkt nicht, daß es eine Logik erst innerhalb des platonischen und aristotelischen Schulbetriebes gibt. Das bloße Absehen von späteren Vorstellungen führt zu nichts, wenn wir nicht vordem zusehen, wie es mit der Sache steht, die im Übersetzen von einer Sprache in die andere übergesetzt werden soll. Die Sache aber ist hier die Sache des Denkens. Bei aller Sorgfalt für die philologisch geklärte Sprache müssen wir im Übersetzen zuerst auf die Sache denken. Darum können uns bei einem Versuch, den Spruch dieses frühen Denkers zu übersetzen, nur die Denker helfen. Wenn wir uns nach solcher Hilfe umsehen, suchen wir allerdings vergeblich.

Der junge Nietzsche gewinnt zwar in seiner Weise ein lebendiges Verhältnis zur Persönlichkeit der vorplatonischen Philosophen, seine Auslegungen der Texte sind aber durchaus herkömmlich, wenn nicht gar oberflächlich. Der einzige Denker des Abendlandes, der die Geschichte des Denkens denkend erfahren hat, ist Hegel. Doch gerade er sagt über den Spruch des Anaximander nichts. Überdies teilt auch Hegel die herrschende Überzeugung vom klassischen Charakter der platonischen und aristotelischen Philosophie. Er legt zu der Meinung, die frühen Denker seien die vorplatonischen und vorsokratischen Philosophen, sogar erst dadurch den Grund, daß er sie als Vor-Aristoteliker auffaßt. Hegel sagt in seinen Vorlesungen über die Geschichte der griechischen Philosophie an der Stelle, wo er von den Quellen für die Erkenntnis der ältesten Epoche der Philosophie spricht, folgendes : ,,Aristoteles ist die reichhaltigste Quelle. Er hat die älteren Philosophen ausdrücklich und gründlich studiert und im Beginn seiner Metaphysik vornehmlich (auch sonst vielfach) der Reihe nach geschichtlich von ihnen gesprochen. Er ist so philosophisch als gelehrt; wir können uns auf ihn verlassen. Für die griechische Philosophie ist nichts Besseres zu tun, als das erste Buch seiner Metaphysik vorzunehmen.” (WW. XIII. S. 189). Was Hegel hier seinen Hörern in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts empfiehlt, das hat zu Aristoteles’ Zeiten bereits Theophrast, dessen Schüler und erster Nachfolger in der Leitung des Peripatos, befolgt. Theophrast starb um 286 v. Chr. Er verfaßte eine Schrift des Titels Q)va~&v d@a~ ,,die Meinungen derer, die von den @0&4 &za sagen.“ Aristoteles nennt sie auch Gemeint sind die frühen Denker, die von den die ~ua~o1oyol. Dingen der Natur handeln. cP&s meint Himmel und Erde, Pflanze und Tier und in gewisser Weise auch den Menschen. Das Wort bedeutet einen besonderen Bereich des Seienden, der bei Aristoteles wie in der Schule Platons überhaupt gegen $90~ und A@os abgegrenzt bleibt. @& hat nicht mehr die weite Bedeutung des Alls des Seienden. Die Art des Seienden im Sinne der q&eb ha wird von Aristoteles im Beginn der thematischen Betrachtungen

der Physik, d. h. der Ontologie der F&X, avtoc, gegen die z&vg Oyza ausgegrenzt. Jenes ist das, was sich im Aufgehen von sich aus hervorbringt, dieses wird durch menschliches Vor- und Herstellen hervorgebracht. Wenn Hegel von Aristoteles sagt, er sei so philosophisch als gelehrt, dann bedeutet dies: Aristoteles sieht die frühen Denker historisch im Gesichtskreis und am Maßstab seiner Physik. Das heißt für uns: Hegel versteht die vorplatonischen und vorsokratischen Philosophen als die Vor-Aristoteliker. In der Folgezeit hat sich von hier aus eine zweifache Meinung zur allgemeinen Ansicht über die Philosophie vor Aristoteles und Platon verfestigt: I. Die frühen Denker haben, wenn sie nach den ersten Anfängen des Seienden frugen, zuerst und zumeist nur die Natur zum Gegenstand ihres Vorstellens genommen. 2. Ihre Aussagen darüber bleiben im Ungefähren und unzureichend, wenn man sie mit dem vergleicht, was sich inzwischen in der platonischen und aristotelischen Schule, bei den Stoikern und in den Ärzteschulen an Naturerkenntnis entfaltete. Die CDva~x6v &&u des Theophrast wurden zur Hauptquelle für die philosophiehistorischen Lehrbücher in der Zeit des Hellenismus. Aus diesen Lehrbüchern, die zugleich die Auslegung der noch erhaltenen Originalschriften der frühen Denker bestimmten, bildete sich die spätere doxographische Überlieferung der Philosophie. Nicht nur der Inhalt, sondern auch der Stil dieser ‘Überlieferung hat das Verhältnis der späteren Denker zur Geschichte des Denkens bis über Hegel hinaus mitgeprägt. Der Neuplatoniker Simplikios schrieb um 5 30 n. Chr. einen umfangreichen Kommentar zur Physik des Aristoteles. In diesem Kommentar hat Simplikios den Text des Spruches des Anaximander aufgenommen und ihn dadurch dem Abendland erhalten. Er übernahm den Spruch aus den @z)~Lx~~v &&u des Theophrast. Seit der Zeit, da Anaximander diesen Spruch gesagt hat, wir wissen nicht wo und wie und zu wem, bis zu dem Augenblick, da Simplikios diesen Spruch in seinem Kommentar verzeichnete, ist mehr als ein Jahrtausend vergangen. Zwischen der Zeit dieser Aufzeichnung 299

Kann der Spruch des Anaximander aus der chronologisch-historischen Entfernung von zwei und einem halben Jahrtausend uns noch etwas sagen ? Aus welcher Autorität soll er sprechen? Nur daraus. daß er der älteste ist ? Das Antike und Antiquarische hat für sich kein Gewicht. das in das Kommende hinausspricht? Stehen wir gar im Vorabend der ungeheuersten Veränderung der ganzen Erde und der Zeit des Geschichtsraumes. das unsere 300 . Wir können dies vermuten. die wir sind? Aber sind wir zugleich auch die Vorzeitigen der Frühe eines ganz anderen Weltalters. wovon der frühe Spruch spricht. Geschichte erklären. gesetzt. Aber welchen Anspruch hat die Frühe darauf. wenn sie nur mit dem Übersehbaren der historisch beigebrachten Stoffe blenden. anzusprechen? Sind wir die Spätlinge einer Geschichte. wir wissen jedoch nicht. die vermutlich spätesten Spätlinge der Philosophie. ob er auch der seiner Art nach früheste Spruch des abendländischen Denkens ist. ohne je die Fundamente ihrer Erklärungsgründe aus dem Wesen der Geschichte und dieses aus dem Sein selbst zu denken? Sind wir die Spätlinge. darin sie hängt? Stehen wir vor dem Abend für eine Nacht zu einer anderen Frühe? Brechen wir gerade auf. Außerdem ist der Spruch zwar der älteste unter den überlieferten. um in das Geschichtsland dieses Abends der Erde einzuwandern? Kommt das Land des Abends erst herauf? Wird dieses Abend-Land über Occident und Orient hinweg und durch das Europäische hindurch erst die Ortschaft der kommenden anfänglicher geschickten Geschichte? Sind wir Heutigen bereits abendländisch in einem Sinne. daß wir erst das Wesen des Abendlandes aus dem her denken. das alles in eine immer ödere Ordnung des Gleichförmigen verendet? Oder verbirgt sich in der chronologisch-historischen Entfernung des Spruches eine geschichtliche Nähe seines Ungesprochenen. der durch unseren Übergang in die Weltnacht erst aufgeht? Was sollen uns alle nur historisch ausgerechneten Geschichtsphilosophien. uns.und dem jetzigen Augenblick liegt wiederum ein und ein halbes Jahrtausend. die jetzt rasch auf ihr Ende zugeht.

schreibt in seiner 1880 erschienenen Schrift .. Die Historie ist die ständige Zerstörung der Zukunft und des geschichtlichen Bezuges zur Ankunft des Geschickes. h. den im wörtlichen Sinne hin-reichenden Bezug zur Geschichte innerhalb der Geschichte zu bilden vermag. sondern er tritt jetzt erst in das Stadium seiner Ausbreitung und Verfestigung. Die Versammlung in diesen Abschied als die Versammlung (Adyoc) des Äußersten (&xazov) seines bisherigen Wesens 30’: . wenn das Frühe alles Späte. Das bisherige Wesen des Seins geht in seine noch verhüllte Wahrheit unter.. Das Altertum. Das Sein des Seienden versammelt sich (AEy&aJ. aus dessen allzu grob verstandener Philosophie Spengler . Die technische Organisation der Weltöffentlichkeit durch den Rundfunk und die bereits nachhinkende Presse ist die eigentliche Herrschaftsform des Historismus. zum Abschied des bislang verhüllten Geschickes des Seins. gehört in die Frühe der Frühzeit des Abend-Landes. Doch können wir die Frühe eines Weltalters anders zur Vorstellung und Darstellung bringen denn auf den Wegen der Historie? Vielleicht ist die Historie für uns noch ein unumgehbares Mittel der Vergegenwärtigung des Geschichtlichen. für sich genommen. nie veralteten Büchern lebt -.Der Wanderer und sein Schatten (Aph. Wie aber. wo das Europa der Völker eine dunkle Vergessenheit ist.“ Alle Historie errechnet das Kommende aus ihren durch die Gegenwart bestimmten Bildern vom Vergangenen. 12 j) : . AOyq) in die Letze seines Geschickes. den Untergang des Abendlandes im Sinne der westlichen Geschichtswelt errechnet. Das bedeutet jedoch keineswegs.Es ist ein hoher Zustand der Menschheit möglich.heutigen historischen Vorstellungen von der Geschichte hinter sich gelassen hat ? Nietzsche. Die Geschichte des Seins versammelt sich in diesen Abschied. d. wo Europa aber noch in dreißig sehr alten. Der Historismus ist heute nicht nur nicht überwunden. wenn gar das Früheste das Späteste noch und am weitesten überholte? Das Einst der Frühe des Geschickes käme dann als das Einst zur Letze (&qazor). daß die Historie. das den Spruch des Anaximander bestimmt.

den Spruch einstig zu hören. Doch auch dann. Solange wir diese Bindung nicht erfahren. philologisch-psychologisch herauszurechnen. die ihre Tatsächlichkeit von ihr nur zu Lehen haben. Wir verstehen jedoch das Wort Eschatologie im Namen Eschatologie des Seins nicht als Titel einer theologischen oder philosophischen Disziplin. wir sind für beides wesenhaft in die Sprache und in die Erfahrung ihres Wesens gebunden Diese Bindung reicht weiter und ist strenger. Wir denken die Eschatologie des Seins in dem entsprechenden Sinne. aber auch unscheinbarer als die Maßgabe aller philologischen und historischen Tatsachen. h. wenn wir durch das Gesprochene des Spruches gebunden sind. daß es die Übersetzung vor der Willkür bewahrt? Wir sind an die Sprache des Spruches. ihn zu übersetzen? Wie gelangen wir zum Gesprochenen des Spruches. Denken wir aus der Eschatologie des Seins. durch die Metaphysik geprägten Wesens versammelt. notwendig Gewalt. muß jede Übersetzung des Spruches als eine bloße Willkür erscheinen. wenn wir das Gesprochene des Spruches einstig hören. in dem seinsgeschichtlich die Phänomenologie des Geistes zu denken ist. Was aber. Das Sein selbst ist als geschickliches in sich eschatologisch. bindet uns bei dem Versuch. insofern das Sein als die absolute Subjektität des unbedingten Willens zum Willen sich in die Letze seines bisherigen. Der Spruch des Denkens läßt sich nur in der Zwiesprache des .ist die Eschatologie des Seins. Diese selbst bildet eine Phase in der Eschatologie des Seins. Gleich als leide das. dann spricht er zu uns nicht mehr als eine historisch längst vergangene Meinung. Er kann uns dann auch nicht in die vergebliche Absicht verleiten. dann müssen wir eines Tages das Einstige der Frühe im Einstigen des Kommenden erwarten und heute lernen. behält nicht nur das Übersetzen. was vormals in dem Menschen des Namens Anaximander von Milet als Zustand seines Vorstellens der Welt wirklich vorhanden war. was hier zu hören und zu sagen ist. sondern sogar die Bindung den Anschein des Gewaltsamen. das Einstige von da her zu bedenken. Wenn wir es vermögen. historisch und d. wir sind an unsere Muttersprache.

falls der Mangel an einer hinreichend festen Basis überhaupt einen Absprung erlaubt. Der Graben ist weiter und tiefer. Das dichtende Wesen des Denkens verwahrt das Walten der Wahrheit des Seins. was griechisch gesagt ist. die sich den ältesten Spruch des Denkens sagen lassen möchte. notwendig gewaltsam. aber auch dem Dichterischen der Kunst. erscheint die Übersetzung. Dieser besteht keineswegs nur als der chronologisch-historische Abstand von zwei und einhalb Jahrtausenden. ist der Sprung über einen Graben. In ihm kommt allem zuvor erst die Sprache zur Sprache. Dazu ist notig.Denkens mit seinem Gesprochenen übersetzen. daß wir für den Absprung und die Weite des Sprunges keinen genügenden Anlauf nehmen können und darum leicht zu kurz springen.Aus welchem aber das Entstehen ist den Dingen. die aller Poesie voraufgeht. Sie kann nach dem fragen. Das Denken sagt das Diktat der Wahrheit des Seins. Er ist vor allem deshalb so schwer zu überspringen. Alles Dichten in diesem weiteren und im engeren Sinne des Poetischen ist in seinem Grunde ein Denken.. daß wir das griechisch Gesagte in unsere deutsche Sprache herübersetzen. h. Was kommt in dem Spruch zur Sprache? Die Frage ist noch zweideutig und darum ungenau. worüber der Spruch etwas sagt. weil wir hart an seinem Rande stehen. Wir sind dem Graben so nahe. was in dem Spruch zu seiner Sprache kommt. in ihr Wesen. CG . insofern diese innerhalb des Bezirkes der Sprache ins Werk kommt. Wir versuchen. Dies verlangt. sie geben nämlich Recht und Buße einander für die Ungerechtigkeit nach der Zeit An o r dnung. Wörtlicher übersetzt lautet der Spruch : . den Spruch des Anaximander zu übersetzen. Sie kann auch dieses Gesagte selbst meinen. Das Denken jedoch ist Dichten und zwar nicht nur eine Art der Dichtung im Sinne der Poesie und des Gesanges. Das Denken ist die Urdichtung. Das denkende Übersetzen zu dem. Weil sie als denkende dichtet. auch das Entgehen zu diesem entsteht nach dem Notwendigen. daß unser Denken vor dem Übersetzen erst zu dem übersetzt. Das Denken ist das ursprüngliche dictare. d. Das Denken des Seins ist die ursprüngliche Weise des Dichtens.

Man findet es sogar in der Ordnung. Erst dann läßt sich ermessen. oL3Ovah Siqw . Erst recht fehlt noch die entsprechende Formel eines Gesetzes der Bewegung. wovon der Spruch spricht. Er kennzeichnet die Art dieses Vorganges. l l . von woher sie gekommen. Theophrast meint die Wörter Gixr). Der erste beginnt : ZE cjv 62 V) yEveaiq E’atc zolc oh. . daß er. Deshalb bedeutet t& 6vza das mannigfaltig Seiende im Ganzen. um diese anfängerhafte Naturforschung nicht zu tadeln. zitn~. Der Plural des Neutrums nennt z& noAA& die Vielheit im Sinne der Mannigfaltigkeit des Seienden. Der Spruch besteht grammatisch genommen aus zwei Sätzen. . was er über das sagt. sondern t& ncha. . was er erörtere. Der zweite Satz beginnt: oL&bac $Q ahd . Das Urteil des späteren Fortschrittes ist nachsichtig genug. Aber t& 6vta meint nicht eine beliebige oder eine grenzenlose Mannigfaltigkeit. Sie zeigen dabei eine Art von Wechselwirtschaft in einem gleichbleibenden Haushalt der Natur. Entstehen und Vergehen kehren dahin zurück. Der Austausch der Vorgänge von Aufbau und Zerfall wird freilich nur ungefähr als allgemeiner Zug des Naturgeschehens festgestellt. in mehr poetischen Namen sage. z& o”yza bedeutet wörtlich übersetzt: das Seiende. allem voran auszumachen.Nach der üblichen Auffassung spricht der Satz über das Entstehen und Vergehen der Dinge. von Sühne und Abzahlung. Deshalb vermerkt schon Theoph rast kritisch gegen Anaximander. 86ixia. daß eine erst beginnende Naturbetrachtung die Vorgänge in den Dingen nach der Entsprechung zu geläufigen Vorkommnissen im menschlichen Leben beschreibt. wovon er spricht. Es gilt. Das &a nimmt das zolq 030~ des ersten Satzes wieder auf. das All des Seienden. Die Veränderlichkeit aller Dinge wird demgemäß noch nicht exakt in ihrer Bewegungsart nach ihren genauen Maßverhältnissen vorgestellt. daß er noqz~xw& ~01s oikoc &dpaaiv ah& AEyw. von Strafe und Buße. Moralische und juristische Begriffe mischen sich in das Bild von der Natur. . Darum spricht der Satz des Anaximander von Recht und Ungerechtigkeit in den Dingen. V o n d e n Ovza ist die Rede. Die Dinge entwickeln sich und zerfallen wieder.

fällt. &xia. muß auch die Annahme hinfällig werden. Biologie. Vollends sind die Dinge nicht nur die Naturdinge. sondern es ist seiender als die bloßen Dinge. Weit meint hier nicht: ausgeweitet. Auch die dämonischen und die göttlichen Dinge gehören zum Seienden. 305 . Die Wörter bixr). sondern eine weite Bedeutung. Wenn aber die Voraussetzung. die Frühzeit habe Recht und Sittlichkeit nicht gekannt. &hq haben keine fachlich eingegrenzte. dann besteht auch.Der Spruch spricht von dem mannigfaltig Seienden im Ganzen. das. Mit dem Wegfall der Voraussetzung. Psychologie) hier keinen Ort hat. Sie wird für die Übersetzung hinfällig. die Naturdinge im engeren Sinne. das Sittliche und das Rechtliche seien zu dieser Zeit aus den Vorstellungen von Fachdisziplinen. Wohl kann dagegen das von jeder Einfächerung freie eigene Gefüge der rein gedachten Sache zur Sprache kommen. werde noch moralisch und juristisch gedeutet. herrscht jedoch nicht notwendig nur das Gren- zenlose des Unbestimmten und Verfließenden. Auch die Menschen und die vom Menschen hergestellten Dinge und die durch menschliches Tun und Lassen erwirkten Zustände und bewirkten Umstände gehören zum Seienden. bleibt durchaus grundlos. die im Spruch zur Sprache kommt. wo Fachgrenzen fehlen. dann entfällt auch jede Unterlage für die Behauptung. Die Leugnung solcher Grenzen behauptet keineswegs. der Spruch trachte nach einer wissenschaftlichen Erkenntnis des abgegrenzten Bereiches der Natur. Aber auch die Übersetzung von t& ha durch . Wo Fachgrenzen nicht vorkommen. was streng genommen naturwissenschaftlich vorgestellt werden müsse. keine Möglichkeit der Grenzüberschreitung und des unberechtigten Übertragens von Vorstellungen des einen Gebietes auf ein anderes. Die aristotelisch-theophrastische Voraussetzung. einer Ethik und Jurisprudenz. her gedacht. es handle sich in dem Spruch um Aussagen über die Naturdinge. Zum Seienden gehören aber nicht nur die Dinge. za 6~0~ seien die vv’~&t &zct. Rechtsphilosophie.die Dinge” trifft die Sache nicht. Wenn aber das uns geläufige Meinen im Gesichtskreis von Fächern (Physik.. Ethik. All dieses ist nicht nur auch.

ist alles andere. schließlich. solange wir es unterlassen.verflacht und verdünnt. Das Sein kommt zur Sprache als das Sein des Seienden. müssen wir wissentlich alle ungemäßen . der Sittlichkeit. die betitelt ist: . auch dieses Weglassen der eigens bedachten ungemäßen Voraussetzungen genügt nicht. indem das Sein des Seienden ausgesprochen wird. sondern weitreichend. Nach dem Charakter der Handschrift des Manuskriptes müssen wir sie in das 306 . muß freilich das einige Ganze des Mannigfaltigen mit seinen eigenen Zügen rein an ihm selbst im Denken vernommen sein. Nach seinem Wortlaut spricht der Spruch von den &JZOC. Diese Weise. des Rechtes ins Spiel treten. daß es sich um Naturphilosophie handle. Allein. nur nicht die Art eines primitiven und anthropomorphen Vorstellens.Dem Werden den Charakter des Seins aufzuprägen . reich und Vorgedachtes bergend. sodann. Damit wir überhaupt und vor aller Übersetzung zu dem übersetzen. das mannigfaltige Ganze im Wesen seiner einigen Einheit zur Sprache zu bringen. Zu einer Zwiesprache gehört. anthropomorph deute und deshalb zu poetischen Ausdrücken seine Zuflucht nehme. Er spricht aus.das ist der höchste Wille zur Macht”.Vormeinungen fallen lassen: einmal.. das mannigfaltig Seiende einig vor den Wesensblick kommen zu lassen. daß noch ein primitives Erleben vorherrsche. daß hier unsachlich Moralisches und Juristisches eingemischt werde. Damit das geschehe.Recapitulation”. uns hinhörend auf das einzulassen. So schreibt Nietzsche in einer Aufzeichnung. daß überhaupt abgegrenzte Vorstellungen aus abgesonderten Gebieten der Natur. Erst aus solchem Zuhören glückt eine Zwiesprache mit dem frühgriechischen Denken. was mit ihnen ist und wie es mit ihnen ist. Auf dem Gipfel der Vollendung der abendländischen Philosophie fällt das Wort: . was in dem Spruch zur Sprache kommt.. Darum allein und darum gerade sind jene Wörter geeignet. daß ihr Gespräch vom Selben spricht und zwar aus der Zugehörigkeit zum Selben. ferner. das die Welt unkritisch. Vom Seienden wird gesprochen. was in dem Spruch zur Sprache kommt.

sein“.die ewige Wiederkunft des Gleichen“.ZarathustraCL sein systematisches metaphysisches Hauptwerk plante.das Seiende“ und .Jahr I 88 j setzen. ob bei diesem richtigen Übersetzen auch richtig gedacht werde. Da zeigt sich: bei diesem richtigen Übersetzen bleibt alles in schwebende und ungenaue 307 .. sind wir über jede Kluft hinweg und bei aller Verschiedenheit der Zeitalter mit den frühen Denkern im Bereich des Selben. Dessen versichert uns die Übersetzung von z& o”yza und &tvaL durch .das Seiende“ bedeuten. daß dvab . 6v . daß z& Cvza .sein“. 2 Allein dadurch. um welche Zeit Nietzsche nach dem . Wir fragen nur. Eaz~v ... Prüfen wir. Sie ist die Weise der Beständigung. . Oder scheint das nur so? Verbirgt sich hinter diesem Schein die Kluft zwischen der Sprache unseres Denkens und der Sprache der griechischen Philosophie.. Wo aber aus dem Ungleichen her vom Selben gesprochen werden kann. Wir haben auch nicht im Sinn. Oder müssen wir erst. Wir fragen nicht. aber sie sagen nicht das Gleiche. in der sich der Wille zur Macht selber will und sein eigenes Anwesen als das Sein des Werdens sichert. ist ..vac nichts anderes nennt als .. ob in dieser geläufigsten aller Übersetzungen überhaupt noch etwas gedacht sei. dies zu bezweifeln. Wir fragen nur. um die unumstößliche Richtigkeit dieser Übersetzung zu erweisen. ist die Grundbedingung für eine denkende Zwiesprache der Spätzeit mit der Frühzeit wie von selbst erfüllt. Der frühe Spruch des frühzeitlichen Denkens und der späte Spruch des spätzeitlichen Denkens bringen das Selbe zur Sprache.Das Sein“.. Prüfen wir uns und andere. das Nietzsche hier denkt.seiend“ und &ZYal durch .. Im Äußersten der Vollendung der Metaphysik kommt das Sein des Seienden zum Wort.. So steht es in der Tat....seiend“ und z& iivza . Jedes Wörterbuch gibt uns die breiteste Auskunft darüber.sein“ richtig übersetzt seien. weitläufig Texte der griechischen Philosophen vorlegen? Alle Auslegungen der griechischen Philosophie beruhen schon auf dieser Übersetzung..sein“.. ob 6v durch .ist“.das Seiende“ bedeutet und et.

Wir legen den griechischen Wörtern nichts unter. &ys. Wie steht es jedoch. @JG u n d isEa. Meist legen wir unbedenklich den Wörtern öv und &ac das unter. A+os. noch stört es gar das Untersuchen und Darstellen. daß solche und ähnliche Bemühungen überall ins Leere und Bereichlose fallen. B. um herauszubringen. solange sich nicht der Bereich aller Bereiche. &arc und &XLV im Geschichtswerk des Thukydides. und das &or~. yv@i. weil unerfahrenen Wesen des 6v und E&L beruhen. Wir nehmen sie unvermittelt aus dem ungefähr Verständlichen auf. wenn z& &a. z&q u n d ZV&~OC s i c h v o r gestellt haben. wenn man sich in die Dialektik der Begriffe oder in das Un-Begriffliche magischer Zeichen flüchtet. die auch dann noch zugestanden wird. das ihnen die geläufige Verständlichkeit der eigenen Sprache schon geliehen hat. Aber kaum daß wir &ac als Bereich genannt haben. Genau besehen. es sei denn die nachgiebige Fahrlässigkeit eines flüchtigen Meinens. wenn wir z.Bedeutungen verflüchtigt. &o$ zljxq. daß die Vormacht des Begriffes und die Auslegung des Denkens als eines Begreifens bereits und nur auf dem ungedachten. Wir denken jedoch nicht daran. Das Zusammengreifen (concipere) nach der Art des vorstellenden Begriffes gilt im vorhinein als die einzig mögliche Weise der Erfassung des Seins. ist das Bereichhafte auch schon im Sinne des Allgemeinen und Umfassenden nach der Art der logischen Deutung des ykvoc und XOCVOV vorgestellt. Dies mag zur Not hingehen. Da zeigt sich: das immer eilige Ungefähr der geläufigen Übersetzung gilt weder überhaupt als ein Mangel. was wir selbst bei den entsprechenden Wörtern unserer Muttersprache an Ungedachtem meinen: Seiendes und Sein. sondern als das Hauptwort des ganzen abendländischen Denkens in der 308 . das i?y und &mc~ bei Sophokles lesen. das ol. in seinem griechischen Wesen hinreichend gelichtet hat. was die Griechen wohl in Wörtern wie &Oc. öv und &YL als die Grundworte des Denkens und nicht nur eines beliebigen Denkens. Man macht vielleicht große Anstrengungen. legen wir den griechischen Wörtern nicht einmal eine Bedeutung unter. Vollends bleibt vergessen.

das historische Bild vom Griechentum als einem vergangenen Menschentum in mancher Hinsicht angemessener zu gestalten. Aber in dieser Wirre irren nicht nur wir. Wohl könnte dagegen der Versuch.. die Heutigen.seiend“ und .. noch ist klar und gegründet. hat sich ein uferloses Seinsgerede breitgemacht.Sprache laut werden? Dann offenbart eine Prüfung des übersetzenden Sprachgebrauches folgende Sachlage : Weder ist klar und gegründet. Aber innerhalb ihrer und über ihnen schwebend. . um innerhalb der noch fortbestehenden Wirre eine Zwiesprache mit dem frühen Denken in den Gang zu bringen. das die Philosophie der Griechen überliefert. noch in einem Ungenügen der historischen Forschung. ob das jeweils von uns Gemeinte das trifft.. Wenn wir so hartnäckig darauf bestehen. Diese einfachen Verhältnisse sind durchgängig verwirrt und ungedacht. dann geschieht das keineswegs in der Absicht. was die Griechen in den Wörtern Ouv und dvat ansprechen.. in diese Wirre bleibt alles Vorstellen und Darstellen. die genauere Bedeutung verschaffen. Die Wirrnis läßt sich deshalb auch nicht dadurch beseitigen. das Denken der Griechen griechisch zu denken. seit Jahrtausenden gebannt. Die Wirrnis beruht weder in einer bloßen Nachlässigkeit der Philologie. fortgesetzt über die wirre Sachlage hinweg.sein“. Sie kommt aus dem Abgrund des Verhältnisses. was denn überhaupt 6v und &at. sagen. Weder ist klar und gegründet. noch läßt sich bei dieser Sachlage jemals eine Prüfung anstellen. 309 . der ein anderes Geschick des Seins auslöst. griechisch gedacht. ob und inwieweit unser Denken dem der Griechen entspricht. im Bunde mit der formellen Richtigkeit der Übersetzung von 6% und &aL durch . unablässig auf die Wirrnis zu achten und ihre zähe Gewalt zu einem Austrag zu bringen. Dieses täuscht.seiend” und ..sein“. einmal zu einem Anlaß werden.seiend“ und . Schon das Vorbereiten einer solchen Veranlassung wäre Not genug. worein das Sein das Wesen des abendländischen Menschen ereignet hat..sein” denken. was wir selbst bei den Wörtern der eigenen Sprache . daß wir auf dem Wege irgendeiner Definition den Wörtern 6v und &lvaC.

Das Sein entzieht sich. indem es sich in das Seiende entbirgt. verdunkelt das Licht des Seins. griechisch ist die Frühe des Geschickes. Das ist jenes Selbe. Es ist Jenes. Das Griechische. was aus seiner Saat wird. noch wegen einer Verbesserung der Wissenschaft. was die Frühe des Denkens in das Geschick des Abend-Ländischen bringt. das Planetarische und das im angedeuteten Sinne Abend-Ländische denken wir aus einem Grundzug des Seins. die ihm gewährte Helle. Diesem Geschick zufolge werden die Griechen erst zu den Griechen im geschichtlichen Sinne. das als geschickliches darin seinen Geschichtsgang hat. Darum wird. den es als die ‘AA7j6e~a in der A@q eher verbirgt. in dem das Sein sich anfänglich lichtet. was geschichtlich heraufkommt. als welches das Sein selbst sich im Seienden lichtet und ein Wesen des Menschen in seinen Anspruch nimmt. in der es das Sein umirrt und SO den Irrtum (zu sagen wie Fürsten. Dergestalt beirrt das Sein. wie es im Sein gewahrt und wie es aus ihm entlassen. Es bringt die. keine kulturelle und keine anthropologische Eigenart . in die Möglichkeit des . sondern einzig im Hinblick auf das. Das Seiende selbst tritt nicht in dieses Licht des Seins.und Dichtertum) stiftet. Er ist der Wesensraum der Geschichte. das Seiende mit der Irre. das die Griechen und uns in verschiedener Weise geschicklich angeht. das Neuzeitliche. Doch dieses Verbergen seines Wesens und der Wesensherkunft ist der Zug. aber gleichwohl nie von ihm getrennt wird. das Christentum. als enthüllt. In ihm irrt das geschichtlich Wesenhafte an Seinesgleichen vorbei. nicht einmal nur der deutlicheren Zwiesprache halber. Das Seiende ist in die Irre ereignet. Griechisch meint in unserer Redeweise nicht eine völkische oder nationale. die es angeht. Die Unverborgenheit des Seienden.Wir suchen das Griechische weder um der Griechen willen. es lichtend. so zwar. notwendig mißdeutet. falls es von sich aus zur Sprache kommt. Durch diese Mißdeutung hindurch wartet das Geschick ab. was in einer solchen Zwiesprache zur Sprache gebracht werden möchte. daß ihm das Denken gerade nicht folgt.

indem es sich in das Seiende entbirgt. weder in einem großen. Das epochale Wesen des Seins ereignet das ekstatische Wesen des Da-Seins. Die chronologischen Abstände und die kausalen Aufreihungen gehören zwar zur Historie. Aus der Epoche des Seins kommt das epochale Wesen seines Geschickes. Ohne die Irre wäre kein Verhältnis von Geschick zu Geschick. Jedesmal. noch in einem kleinen Abstand zum Griechischen. wäre nicht Geschichte.Geschicklichen und Ungeschicklichen. Dergestalt hält das Sein mit seiner Wahrheit an sich. Das Sein entzieht sich. Dieses dem Sprachgebrauch der Stoa entnommene Wort nennt hier jedoch nicht wie bei Husserl das Methodische des Aussetzens der thetischen Bewußtseinsakte in der Vergegenständlichung. Die Epoche des Seins gehört ihm selbst. Jede Epoche der Weltgeschichte ist eine Epoche der Irre. Dieses Ansichhalten ist die frühe Weise seines Entbergens. Aber wir sind in der Irre zu ihm. stiftet sie erst Verborgenheit des Seins. wenn das Sein in seinem Geschick an sich hält. Verbergung aber bleibt im Zuge des an sich haltenden Verweigerns. Der ekstatische Charakter des Da-seins jedoch ist die für uns zunächst erfahrbare Entsprechung zum epochalen Charakter des Seins. worin die eigentliche Weltgeschichte ist. Das epochale Wesen des Seins gehört in den verborgenen Zeitcharakter des Seins und kennzeichnet das im Sein gedachte Wesen der Zeit. Wir sind. ist nur die Leere des am gegenständlich gemeinten Seienden abgenommenen Anscheins der Zeit. Das frühe Zeichen des Ansichhaltens ist die ‘A-&+a. Geschick versucht sich an Geschick. sind aber nicht die Geschichte. Was man sonst unter diesem Namen vorstellt. ereignet sich jäh und unversehens Welt. wenn wir geschichtlich sind. Die Ek-sistenz des Menschen steht das Ekstatische . Das Sichversehen des Menschen entspricht dem Sichverbergen der Lichtung des Seins. Indem sie Un-Verborgenheit des Seienden bringt. Sie ist aus der Erfahrung der Vergessenheit des Seins gedacht. Wir können dieses lichtende Ansichhalten mit der Wahrheit seines Wesens die &ZOX~ des Seins nennen.

was alles wir von der Vergangenheit uns vorstellen und darstellen. der Beginn der Epoche des Seins. das &at des Seienden? Dringt noch ein Lichtblick durch die Wirre der Irre zu uns aus dem. als vielmehr mit davon. oder ob nur noch das schwache Wetterleuchten eines längst abgezogenen Gewitters seinen blassen Schein von Helle in unsere Kenntnis des Gewesenen bringt. aber viel an der Weise. ob der Blick des Seins. daß die Sprache nicht alles genügend sagen kann. Spricht der Spruch zu uns von den o’yta in ihrem Sein? Vernehmen wir sein Gesprochenes. weniger daher.J Nur in einer Helle dieses Lichtblickes können wir noch zum Gesprochenen des Spruches über-setzen. und dies sagt der Blitz (Heraklit. liegt. zu dessen Wesen das Da und somit das Da-sein gehört. ob sein Anspruch in unser Wesen spricht. dann lassen wir die Ansprüche eines kurzsichtigen Meinens fahren und öffnen uns dem Anspruch des Geschickes. . auf die rechte Gelegenheit zu achten.. die der Spruch zur Sprache bringt. die den Gebrauch der Wörter 6vzoc und etvoch. Seiendes und Sein. Dieser selbst epochal zu denkende Beginn ist die Frühe des Geschickes im Sein aus dem Sein. 64). was wir deutlich denken“. deutlich zu denken. daß wir die Sache nicht deutlich genug denken. Wenig liegt an dem. durchsetzt. Wir sind geneigt. Kann dies je geschehen ohne ein Denken? Geschieht es jedoch. die gesuchte Gelegenheit in dem Spruch des Anaximander wahrzunehmen. epochal gedacht. um ihn dann in einer Zwiesprache des Denkens zu übersetzen.Die Sprache kann alles ausdrücken. So liegt es denn mit an uns. die Sache. die uns erlaubt. die der Weg des Übersetzens verlangt. was &OC und dvab griechisch sagen. in unseren Bezug zur Wahrheit des Seins einschlägt. Vielleicht kommt die Wirrnis. Es bleibt fragwürdig.aus und wahrt so das Epochale des Seins. In diesem Falle lassen wir es immer noch an der Achtsamkeit fehlen. wie wir des Geschicklichen eingedenk sind. In dem. Spricht er im frühen Spruch des Anaximander? Wir sind dessen nicht sicher. Frg. Lessing sagt einmal: . was wir das Griechische nennen.

John Burnet.Die Anfänge der griechischen Philosophie“ Bedenken dagegen geäußert. die Ausdrucke yEv&al~ und @o@ 313 . 43. zu dem über-zu-setzen. . ist schon vor seinem Ausspruch das Gesprochene der griechischen Sprache in ihrem täglichen niederen und hohen Gebrauch. in der Sache zuerst. das Zitat aus Simplikios so zu beginnen. . Aufl. aus dem Wissen davon. Dieses Wort nennt das. zu z& &oc. Burnet sagt dazu gegen Diels (vgl. S. zuvor außerhalb des Spruches suchen. Zitate mit dem Text zu verweben. spricht dagegen. vor der Auslegung des Spruches. wie es üblich geworden ist. Der vorgelegte und übersetzte Text wird nach der Gewohnheit aus dem Physikkommentar des Simplikios als der Spruch des Anaximander aufgenommen. daß mit Sicherheit auszumachen wäre. Sk 4 @MLC.. Es ist nur selten. . was t& Ozrta griechisch gedacht sagt. Noch heute nehmen ausgezeichnete Kenner der griechischen Sprache den Text des Spruches in der Gestalt auf. Diese Grenzziehung regelt sich zuletzt. Der griechische Gebrauch.Denn einmal ist nötig. gedacht wurde und denkbar war im Unterschied zu den herrschenden Vorstellungen der Spätzeit. und nicht erst mit Hilfe des Spruches. beginnen. von woher das im Spruch Gesprochene zur Sprache kommt.Diels . h. daß ein griechischer Schriftsteller ein wörtliches Zitat unvermittelt anfängt. . was zur Sprache kommt. dem wir die Oxforder Platonausgabe verdanken. nicht erst das. 1908. 4) : .. wovon er spricht. Darum müssen wir die Gelegenheit. wo der Spruch des Anaximander beginnt und wo er aufhört. die zu Beginn unserer Überlegungen angeführt wurde. Aber schon der verdiente und bedeutende Kenner der griechischen Philosophie. . Allein der Kommentar zitiert nicht so eindeutig. d. läßt das tatsächliche Zitat mit den Worten E>E cj. um bei ihr zu erfahren. weil wir den Wortlaut des Spruches noch gar nicht umgrenzt haben. Anm. 2. hat in seinem Buch . was er ausspricht. . Außerdem ist es sicherer. wovon der Spruch spricht. Das. Deutsche Übersetzung 1913. was in der Frühzeit beim Wortlaut dessen. Zum anderen müssen wir auch darum zunächst außerhalb des Spruches bleiben. die uns dahin über-setzen läßt.

Denn diese ist erst auf dem Grunde der Auslegung des Seins als &5Ea möglich. das sich an dem terminologischen Gebrauch der Wörter yiv&atq und @o$ stößt. denn sie zahlen einander Strafe und Buße für ihre Ungerechtigkeit. trifft zu. daß Anaximander in einer mehr poetischen Weise spreche. weil ihm die Begriffssprache notwendig fremd bleibt. daß der voraufgehende Text nicht einfach ausgeschieden. . Er kann sie noch gar nicht so verwenden. in Bezug auf welche Theophrast vermerkt. nur diese Worte als die unmittelbar echten des Anaximander anzunehmen. Aber y6vec~~c und @o$ sind alte Wörter. Den gleichen späteren Zug verrät auch das xa& z+v zog &vou z&v am Ende des gewöhnlich angenommenen Testes Wer sich dazu versteht. Daß y&o~ und @OQ& bei Platon und Aristoteles feste Begriffswörter sind und dann zu Schulwörtern werden.in dem Sinne. in dieser Form nicht stand. kann auch das gewöhnlich angenommene Schlußstück nicht halten. was Burnet im Algemeinen über die griechische Zitation sagt. allerdings unter der Voraussetzung. dem Anaximander nicht zuzuschreiben. dann und fortan allerdings auch unumgänglich. was diesen Worten voraufgeht. Anaximander muß sie nicht als Begriffswörter gebrauchen. das von Burnet angezweifelte Textstück zu streichen.“ Aufgrund dieser Bedenken läßt Burnet das Wort des Anaximander erst mit xoct& 70 ~QSOY beginnen. den sie als termini technici bei Platon haben. Für die Ausschaltung dessen.“ Das sind auch genau die Worte. nach der Notwendigkeit. neige ich dazu. die schon Homer kennt. So bliebe denn als ursprüngliches Wort des Anaximander nur dieses: )>. sondern auf Grund der Strenge und Sagekraft seines Gedankens als mittelbares Zeugnis 314 . . Seitdem ich vor einigen Jahren noch einmal die ganze. . in meinen Vorlesungen öfter behandelte Frage durchdacht habe. Wohl dagegen ist der ganze vor xami z0 x@iv stehende Satz nach Bau und Klang weit eher aristotelisch als archaisch. spricht das. Dagegen hält sein Bedenken.

Wohl können wir @o$ durch Vergehen übersetzen. und das Hinweg zu.und Untergehens. Wohl können wir yEvsars durch Entstehen übersetzen. wieder für eine alte Sprache sprechen. . . ohne geklärt zu haben. dagegen spricht nichts. und zufolge der Rückbeziehung des zweiten Satzes auf xaza z0 XQ&Y nichts anderes nennen als das vorbegrifflich erfahrene Seiende im Ganzen: z& noAa&. Schrumpfung und Verkümmerung. aber wir müssen das Ent-stehen dabei denken als das Ent-gehen. Immer noch sagen wir so für za 6ma. mag offenbleiben. das jedes Entstehende der Verborgenheit ent-gehen und in das Unverborgene hervor-gehen läßt. Ob es in der Form des überlieferten Satzes geschah. q$o$ meint nicht die Gegenerscheinung zur Entwicklung. daß wir gerade die Worte yEYeay und @o$ so verstehen. . bleibt fraglich. aber wir müssen das Ver-gehen dabei denken als das Gehen. Wesen innerhalb der Unverborgenheit zwischen Verborgenem und dem Unverborgenen. und Vergehen ent-steht. Anaximander muß von dem in J. Demgemäß bedeutet +ECT~~ keineswegs das Genetische im Sinne der neuzeitlich vorgestellten Entwicklung. Das a6& im zweiten Satz kann in der Weite.das Seiende“.. als da sind Rückbildung. in der es spricht. . das dem Unverborgenen wieder ent-steht und in das Verborgene weg. wenngleich so paradoxe Wortgefüge wie ~EIx~L~ &z~v (so möchte ich dann lesen) und q$o$ y&tat: Ent-stehen zSf. was 6v und &at griechisch gedacht nennen. Doch 3=5 . z& mivta. Die @oeai bedeutet: als da Angekommenes aus dem Unverborgenen hinwegund abgehen in das Verborgene. Die ykveals ist das Hervor. Vermutlich hat Anaximander von ~E’YE~~~ und @Po@ gesprochen.&v&~~ und @OQ~ Genannten gesprochen haben.des Anaximandrischen Denkens festgehalten wird. Damit ist gefordert. Vielmehr sind ykveals und @o~cf aus der q~&~rs und innerhalb dieser zu denken: als Weisen des sich lichtenden Auf. mögen sie vorbegriffliche Worte sein oder platonisch-aristotelische Begriffswörter. Das Hervor in.und abgeht. Sie gehen das Ankommen und das Abgehen von Angekommenem an.und Ankommen in das Unverborgene. . Ob er dabei eigens z& &za nannte. wie sie griechisch gedacht sind.

das uns dahin über-setzt? Weil das in Frage stehende Wort und seine Abwandlungen. und zwar bevor noch ein Denken dieses Wort eigens zu seinem Grundwort wählt. ein Geleit. dem Werden das Sein entgegenzusetzen. gleich als ob Werden ein Nichts sei und nicht auch in das Sein gehöre. wenn sie im Bereich der 6vra das Hervorkommen und den Weggang als den Grundzug von Ankunft erfahren. eine Gelegenheit wahrzunehmen.#o$) seinsmäßig im Wesen erst trägt und prägt. die seine Interpretation bestimmen. Wir nehmen die Gelegenheit bei Homer wahr. das &TLV. Der Spruch spricht von dem. &rah. Was jedoch dergestalt in Ankunft und Abgang sein Wesen hat. Wir sind vom gewöhnlich angenommenen Text des Spruches ausgegangen. aus ~&XTJ~ und @oeQ. zeitlich und bereichmäßig außerhalb der Philosophie liegt und nach jeder Hinsicht dem Sagen des Denkens voraufgeht. daraus hinweggehend abgeht. ob und mit welchem Recht wir das Werdende als das Vergängliche vorstellen. nicht aber das Seiende. einen Wink empfangen. außerhalb des Spruches des Anaximander. an der das Wort nur 3x6 . was zur Sprache kommt. sondern welches Wesen von Sein die Griechen denken. Wir besitzen durch ihn eine Stelle. Dabei haben wir aus dem. &cb überall die Sprache durchspricht. Wenn jedoch das Werden ist. die sachlich. Im vorläufigen Hinblick darauf haben wir die üblichen Voraussetzungen ausgeschieden.inzwischen ist ein freieres Feld gewonnen. @. was hervorkommend ankommt im Unverborgenen und. Was kommt zu ihrer Sprache. das Vergängliche nennen. das man seit langem nur als das bloße Beharren versteht. die keine bloße Stelle ist. hier angekommen. möchten wir eher das Werdende und Vergehende. d. dann müssen wir Sein so wesentlich denken. Darum steht jetzt nicht zur Erörterung. denn wir sind seit langem gewohnt. um diese Klärung zu versuchen. daß es nicht nur im leeren begrifflichen Meinen das Werden umgreift. wenn die Griechen z& &a sagen? Wo ist. ist es nötig. sondern daß das Sein das Werden ($vea~~ . h.

die wir erläutern. Die Stelle. est. über-zu-setzen.seiend“ im Sinne von: ein Seiendes sein. ausgelegt wurde: die Teilhabe an der verbalen und an der nominalen Bedeutung des Wortes. Für den folgenden Hinweis ist eine sprachgeschichtliche Vorbemerkung nötig. das hier vorliegende sprachwissenschaftliche Problem zu treffen oder gar zu lösen. Sprachlich sind jedoch OY und &ZO! der Vermutung nach die irgendwie abgeschliffene Form der ursprünglichen Wörter L%Y und Edma. Weil alle A&c des Lexikalischen das Gedachte des A&y&~evov voraussetzt. daß keine von ihnen durchdacht ist.ontisch“ und . Sie gibt uns eine Gelegenheit. Nur in diesen Wörtern klingt auch noch im Wortlaut das an. Dagegen erscheinen öv und övta wie die stammlosen partizipialen Endungen.Seiendem“. Das E in EOY und &$vta ist das e des Stammes 80 in &XLY.. die in solchen Fällen oft nur beweisen. esse und . das ist. Bei Platon und Aristoteles begegnen uns die Wörter &J und ii~za als Begriffswörter. wovon wir das &JZL~ und &as aussagen. ist in Wahrheit das Rätsel des Seins.. findet sich im Beginn des ersten Buches der Ilias. Participium. lexikalisch vorkommt. Die späteren Titel . zu dem. öy nennt aber zugleich ein Seiendes. So sagt 6v ...seiend” und .. was in der MetaI 317 . was wir in der Wortform zu denken haben. Das Participium & ist das Wort für das. Sie erhebt nicht den Anspruch. so dargestellt.ist“. In der Zwiefalt der partizipialen Bedeutung des Ouy verbirgt sich der Unterschied von . Mit Hilfe dieser gern geübten Methode erwartet man. daß durch das Zusammenschieben einer ungeklärten Stelle mit anderen gleich ungeklärten plötzlich eine Klarheit entstehe. Was. die von den späteren Grammatikern als p~zoxrj.ontologisch” sind darnach gebildet. was 63~0~ nennt. verzichten wir auf eine leere Anhäufung von Beweisstellen. falls wir uns durch den Dichter an das Ufer der gesagten Sache über-holen lassen. gleich als sollten sie dasjenige für sich und eigens nennen.. was die Griechen mit ayta nennen.. die dichterisch das zur Sprache bringt. Es ist vielmehr eine Stelle. Vers 68-72. sich zunächst wie eine grammatische Spitzfindigkeit ausnimmt.

der weiseste Vogelschauer. . der auch her vor Troia der Danaer Schiffe geleitet durch weissagenden Geist. was ist. das in seiner Einzahl einzig das einzig einende Eine vor aller Zahl ist. Erst wenn einer gesehen hat. Seit neun Tagen wütet die Pest.seiend‘c. 0s rfSq .physik als die transzendentale und transzendente Transzendenz zum Vorschein kommt. .. was im Z6v zur Sprache gekommen.” Bevor Homer den Kalchas reden läßt. Voß übersetzt: Wieder erhub sich Kalchas. sieht er 318 . sondern &5v nennt das schlechthin Singuläre.. Die archaische Sprache und so auch Parmenides und Heraklit gebrauchen stets E& und &toc. >. . kennzeichnet er ihn als den Seher. ist ein solcher. . der Thestoride. . Wer in das Sehertum gehört. Aber &v. Seiendes“. den Zorn des Gottes zu deuten. von Apollon geschickt.“: fi6~ ist das Plusquamperfekt zum Perfekt O&V. aber mit ebensoviel Gewicht an Wahrheit behaupten: das Geschick des Abend-Landes hängt an der Übersetzung des Wortes EOv.der erkannte . im Heerlager der Griechen. Was sagt uns Homer zu diesem Wort? Wir kennen die Lage der Achäer vor Troia am Beginn der Ilias. . er hat gesehen. ist nicht nur der Singular des Partizipiums EOVTOC. der erkannte. daß die Übersetzung in der Übersetzung zur Wahrheit dessen beruht. . vorausgesetzt. Wir könnten mit Übertreibung. des ihn würdigte Phoibos Apollon. Bei der Versammlung des Kriegsvolkes fordert Achilleus den Seher Kalchas auf. was sein wird oder zuvor war.

Wessen ist der Seher im vorhinein ansichtig geworden? Offenbar nur dessen. nämlich des ungegenwärtig Anwesenden.gegen“ in gegenwärtig meint nicht das Gegenüber zu einem Subjekt. nag@ bedeutet . Oder wir bringen . Das gegenwärtig Anwesende nennen die Griechen verdeutlichend auch z& napdvza. in der Vorvergangenheit sagen : flSq.. als auch das vormals Seiende. das . ist. Demnach nennt z& Z&za das Seiende im Sinne des Gegenwärtigen.... das auch SeiendWerdende. Das Jetzt gilt als eine Phase im Zeitablauf. muß er dies. Sehen ist Gesehenhaben. dann meinen wir entweder das Jetzige und stellen dies als etwas Innerzeitiges vor. in die herein und innerhalb welcher das Beigekommene verweilt. sieht er voraus. Ein Seher hat immer schon gesehen. Beide sind eine Weise des Anwesenden. er hatte gesehen. sondern die offene Gegend der Unverborgenheit. Im vorhinein gesehen habend. Wenn wir jedoch das .eigentlich. was im Lichten. Das zuerst und dadurch betont gesagte &ra. Das Gesichtete ist angekommen und bleibt für ihn im Angesicht.gegenwärtig“ aus dem Wesen der EoYta und nicht umgekehrt zu verstehen. was wir dem dichterischen Wort entnehmen.bei“. Gesehenes solchen Sehens kann nur das im Unverborgenen Anwesende sein. Doch E’&za ist auch das Vergangene und das Zukünftige. ne6 z’ &$yza.gegenwärtig“ als Charakter der E&a soviel wie : angekommen in der Weile innerhalb der Gegend der Unverborgenheit.gegenwärtig“ zur näheren Bestimmung von E’&za gebrauchen. das somit gegen qos&a und &&pevoc eigens unterschieden wird. Das Erste.gegenwärtig” in Beziehung zum Gegenständigen. sind wir daran gehalten. Wenn der Dichter vom Sehen als dem Gesehenhaben des Sehers erzählt. za z’ Eaa&evo~.. Wenn wir Späteren von . an-west.. das seine Sicht durchgeht. Das .. Er sieht das Futurum aus dem Perfektum. Dieses ist als das Objektive auf ein vorstellendes Subjekt bezogen. Demnach bedeutet . Doch was west an? Der Dichter nennt ein Dreifaches: zd z’ EoYza. nennt für die Griechen das Anwesende. insofern es in dem . daß z& Ehma gegen zc!t &&peva und 3teO &$pza unterschieden ist. das sowohl Seiende. daß der Seher sah. nämlich beigekommen in die UnVerborgenheit.gegenwärtig“ reden.

Aus dieser Erläuterung von $yta ergibt sich. Auch das Abwesende ist Anwesendes und. denn in der Sache ist es gerade das gegenwärtig Anwesende und die in ihm waltende Unverborgenheit. der Rasende. nämlich außerhalb der Gegend der Unverborgenheit.erläuterten Sinne in dieweile innerhalb der Gegend der Unverborgenheitangekommenist. die das Wesen des Abwesenden als des ungegenwärtig Anwesenden durchwalten. dem gegenwärtigen. Der Seher. in dessen Unverborgenheit. Demnach bedeutet 66~: anwesend in die Unverborgenheit. Einmal bedeutet z& E’Oyta das gegenwärtig Anwesende. Der Seher steht im Angesicht des Anwesenden. daß auch innerhalb der griechischen Erfahrung das Anwesende zweideutig bleibt und zwar notwendig. nach der Gewohnheit unseres begrifflichen Meinens. zum anderen aber auch alles Anwesende : das gegenwärtig und das ungegenwärtig Wesende. die zugleich die Verborgenheit des Abwesenden als des Abwesenden gelichtet hat. Wir fragen: weg wohin? und weg wovon? Weg vom bloßen Andrang des Vorliegenden. als Abwesendes aus ihr.u~vo~. ist das Anwesen des eigentlich Anwesenden.ua~v~. Solche Angekommenheitistdieeigentliche Ankunft. Y+o~’ +@ut’.uQvn~. ist der . insofern es entweder in die Gegend der Unverborgenheit hervorkommt oder aus ihr weggeht. Das im weiteren Sinne Anwesende dürfen wir jedoch niemals. Als dieses bleibt es wesensmäßig auf das gegenwärtig Anwesende bezogen. Auch das Vergangene und Zukünftige ist Anwesendes. vermochte er die Schiffe der Achäer bis vor Troia zu geleiten. in die Unverborgenheit anwesend. Er ist weg.uavtoc&q. vorstellen. Er vermag dies durch die vom Gott verliehene . des nur gegenwärtig Anwesenden und weg zum Abwesenden und damit zugleich weg zum gegenwärtig 320 . als den allgemeinen Begriff vom Anwesenden im Unterschied zu einem besonderen Anwesenden. Der Seher sieht. Ho& und deshalb erst. Doch worin besteht das Wesen der Raserei? Der Rasende ist außer sich. 6 . Auch das Vergangene und das Zukünftige sind E’&za. Das ungegenwärtig Anwesende ist das Ab-wesende. insofern er alles als Anwesendes gesehen hat.

Das Anwesen wahrt das Anwesende. Der Wahrnis als der Hut des Seins entspricht der Hirt.und zurückkommen auf das gerade Anwesende. Gesehenhaben ist das Wesen des Wissens. in die Wahr nehmen. Das Wahren ist als das lichtendversammelnde Bergen zu denken.Anwesenden. Wir kennen es noch im . h. im .war“ bedeutet die Hut. d. daß er nur Hirt des Seins werden kann. Die Raserei des seherischen weg-Seins besteht nicht darin. das gegenwärtige und das ungegenwärtige.. Beides ist das Selbe. Beides vermag der Mensch nur innerhalb der Ent-schlossenheit des Da-Seins. und erfahren. Wir denken hier die Wahr im Sinne der lichtend-bergenden Versammlung. der das All des Anwesenden im Anwesen schon gesehen hat. andeutet. des Seins..weg“ in diese Weite zugleich her. Von da her ist das Gesehenhaben auf . daß der Rasende tobt.und Abwesende in ein Anwesen versammelt und darin gewahrt. Dem Seher ist alles An.wahrnehmen“. Das Rasende des Sehens kann mit der unscheinbaren Ruhe der leiblichen Sammlung zusammengehen. Darum kann er aus dem . die Augen verdreht und die Glieder verrenkt. lateinisch gesprochen: vidit. Im Gesehenhaben ist stets schon Anderes ins Spiel getreten als der Vollzug eines optischen Vorganges. Aus der Wahr des Anwesenden sagt der Seher.. d. daß Wahrheit die Wahrnis des Seins ist und daß das Sein als Anwesen in sie gehört. Unser altes Wort . der mit einer idyllischen Schäferei und Naturmystik so wenig zu tun hat. in die Unverborgenheit.. wie es die wütende Pest ist. Er ist der Wahr-Sager. als welche sich ein bislang verhüllter Grundzug des Anwesens. Der Seher ist derjenige. insofern dieses stets nur das Ankünftige ist eines Abgehenden. insofern er der Platzhalter des Nichts bleibt. h. Der Seher ist in die einige Weite des Anwesens des in jeder Weise Anwesenden außer sich. deutsch: er steht im Wissen. Eines Tages werden wir lernen.gewahren“ und . unser vernutztes Wort Wahrheit aus der Wahr zu denken..verwahren“. Im Gesehenhaben ist das Verhältnis zum Anwesenden hinter jede Art von sinnlichem und unsinnlichem Erfassen zurückgegangen.

. Ferner ist klar geworden: z& &Svza nennt zweideutig sowohl das gegenwärtig Anwesende. freilich nicht der Wahrheit als eines Charakters der Erkenntnis.sein‘C als Übersetzung von &cb und dieses griechische Wort selbst sind nicht mehr flüchtig gebrauchte Decknamen für beliebige vage Vorstellungen von etwas unbestimmt Allgemeinem. Zugleich zeigt sich. west alles zusammen. das &cc als Anwesen. die Wahrheit sei eine Eigenschaft des Seienden oder des Seins. das.seiend“ für Oy ist jetzt nicht mehr stumpf. Darum ist 1Myr). . sondern aus der Lichtung des Seins. Dieses behalt die Sicht. daß wir deren Wesen als die lichtend-bergende Versammlung denken. Die Griechen erfahren das Seiende als das gegenwärtig. anwesend in die Unverborgenheit. eines läßt das andere fahren. während das Sein. dies Wort jetzt als gedachtes gesprochen. gesetzt. Das gegenwärtig in die Gegend Weilende (Weilige) kommt in sie aus der Verborgenheit hervor und kommt in der Unverborgenheit an. Es bleibt eingedenk des Anwesens. als auch das ungegenwärtig Anwesende. Das Sehen bestimmt sich nicht aus dem Auge. Wissen ist das denkende Gewahren der Wahrnis des Seins. Aber weilend ankünftig ist das 322 . Wohin hat uns das Wort Homers über-gesetzt? Zu den &vza. Das Wesen des Sehens als Gesehenhaben ist das Wissen. Das Wissen ist das Gedächtnis des Seins. gesetzt. ungegenwärtig Anwesende.uo&r) die Mutter der Musen. verborgenerweise eine Eigenschaft der Wahrheit ist. von jenem her verstanden. Aber das gegenwärtig Anwesende liegt nicht wie ein abgeschnittenes Stück zwischen dem Abwesenden. sei es die göttliche oder die menschliche und freilich nicht eine Eigenschaft im Sinne einer Qualität. Wenn das Anwesende im vorhinein in der Sicht steht. Das gegenwärtig in der Unverborgenheit Anwesende weilt in ihr als der offenen Gegend. eines bringt das andere mit sich.d a s s i c h lichtende Anwesen bezogen . das Abwesende ist. daß wir uns von dem späteren und heute selbstverständlichen Vorurteil der Metaphysik freihalten. Unser übersetzendes Wort .. Wissen ist nicht Wissenschaft im neuzeitlichen Sinne. daß das Sein als Anwesen des Anwesenden in sich schon die Wahrheit ist. Die Inständigkeit in ihr ist das Gefüge aller menschlichen Sinne.

weilt es noch in Herkunft und weilt schon im Hingang. das gegenwärtig und ungegenwärtig Anwesende. die Totenfeuer. Wenn in der dichterischen Kennzeichnung des Kalchas das Anwesende in der Beziehung auf das Sehen des Sehers gedacht ist. Es verweilt in Hervorkunft und Hinweggang. aber ein gedacht und denkend gesagtes Wort. die Ratlosigkeit der Fürsten und anderes. Es bedeutet aber nicht. der in einem ausgezeichneten Sinne in das Ganze des Anwesenden gehört. das so genannte Seiende.gesprochene. das unser gewöhnliches Vorstellen von . dann bedeutet das. lichtend-vernehmend und so sammelnd. Anwesendes als ein solches in der Unverborgenheit Wesen läßt. den Zorn des Gottes. Das Anwesende ist das Je-weilige. was fortan. ein Anwesender ist. Ta EOZrta. ungesprochen im Denken. der gesehen hat. Mit &hna nennt der Dichter im vorliegenden Falle die Lage der Achäer vor Troia. griechisch gedacht. Jedes dergestalt in die Unverborgenheit Anwesende west je nach seiner Weise zu jedem anderen an. der. allem Denken zugesprochen ist. daß der Seher als derjenige. insofern es auch schon aus der Unverborgenheit hinweg und auf die Verborgenheit zu abgeht. Das Wort nennt das. Das gegenwärtig Anwesende weih jeweils. Ta &za nennt die einige Mannigfaltigkeit des Je-weiligen. Ta &bza ist in der Sprache Homers kein philosophisches Begriffswort. Das Weilen ist der Übergang aus Kunft zu Gang. Das Wort nennt das. was als das noch Un. was im Spruch des Anaximander eigens zur Sprache kommt. Übergänglich weilend. das gegenwärtige. Auch der Mensch gehört zu den $&a. noch überhaupt die Objekte. Anwesende. Es nennt weder nur Naturdinge. meint durchaus nicht die Naturdinge. ist der unauffällige Name dessen. Dies ist gerade vom eigentlich Anwesenden zu sagen. die einem menschlichen Vorstellen nur gegenüberstehen.allem Abwesen ausscheiden möchte. das Anwesende sei und sei gar nur als das Objektive in der Abhängigkeit von der Subjektivität des Sehers. das Wüten der Pest. west aus dem Abwesen. Das jeweilig Anwesende. Schließlich entnehmen wir der Stelle bei Homer noch dieses: zd E&a. er ist derjenige Anwesende.

alles abendländische Denken in den Anspruch nimmt. Dies geschieht freilich nicht dadurch. Die Anwesenheit des Anwesenden aber hat auch Aristoteles nicht aus der Gegenständlichkeit des Satzgegenstandes gedacht. Zum ausgesprochenen Grundwort des abendländischen Denkens werden aber EOY (anwesend) und &oct (anwesen) einige Jahrzehnte nach Anaximander erst durch Parmenides. griechisch der o&&. diese Wesensfülle selbst in aller Hinsicht zu erfahren. daß Parmenides. ohne daß es vermochte und in die Not kam. die Substanz. die dem frühen Griechentum vertraut war.. vom Aussagesatz und seiner Copula her. weil das Wesen der Substanz. wenn er das Sein des Seienden aus der xazyyo& her dachte. Aristoteles vernahm das Seiende als das für das Aussagen schon Vorliegende.. als das unverborgen jeweilig Anwesende. wie die landläufige Irrmeinung heute noch lehrt.ob ausgesprochen oder nicht.EYOV. Aus der denkenden Erfahrung des begriffsfrei gesprochenen E)oz> der &vza sind die Grundworte des frühen Denkens gesagt: @&bc und /lOyoc. in existentia und essentia. Mo@a und ‘5!$~. Erst aus dem Geschick des Seins als des CIEZ. das &ZOXE~‘. d. Es nennt das EOv. Das &ZLV des Parmenides jedoch meint nicht das . das Anwesend des Anwesenden. h. sondern als die &&y&ha. ‘AA$%ta und “Ev. wird das EOY und &ival zum ausgesprochenen Grundwort für das Anwesende. im Sinne der nqovola schon offenkundig war. So weit ging innerhalb des griechischen Denkens nicht einmal Aristoteles. Aristoteles hatte gar nicht nötig. Erst über das C’EY. ausgelegt hat. das Seiende . Aber das EOv ist dabei aus der verborgenen und ungehobenen Fülle der Unverborgenheit der &za gedacht. h.logisch“. d. das in den Bereich der Grundworte zurückzudenken ist.ist‘< als Copula des Satzes. kommt nach wesentlichen Umstürzen das neuzeitliche Weltalter in die Epoche der . die allerdings von der actualitas des actus purus der mittelalterlichen Scholastik durch einen Abgrund getrennt bleibt. aus dem Subjekt des Aussagesatzes zu deuten.‘. Das &Z~Y entspricht dem reinen Anspruch des Seins vor der Unterscheidung in eine erste und zweite 06&.

Es ist. vom ersten 325 .. bestimmt die Philosophie in ihr Wesen. Der AOyoc (A&ELY.Monadologie der Substanz. die in der Phänomenologie des Geistes sich vollendet. Aber seit der Frühe des Denkens nennt . In ihrem zwiespältigen Wesen verbirgt sich das gedachte Wesen von Werks und Mo@a. Was aus der verhaltenen Fülle des also Kommenden bringt der Spruch des Anaximander in das Gesprochene? Der Spruch lautet nach dem vermutlich echten Text: In der geläufigen Übersetzung : . Aber das Denken ist das Denken des Seins. dahin geführt. Aber der Verfall des Denkens in die Wissenschaften und in das Glauben ist das böse Geschick des Seins. . SO konnte das Sein in den fatalen Rang des leersten und allgemeinsten Begriffes hinaufgelangen. Sie entsteht nur aus dem Denken im Denken. Der Anspruch des Seins. Nicht Parmenides hat das Sein logisch ausgelegt. dem entbergenden Bergen.“ Der Spruch besteht auch jetzt noch aus zwei Sätzen. t!i&&. .. in welchen Namen zugleich die @Urals genannt ist. der Metaphysik entsprungen und sie zugleich beherrschend. Die Philosophie ist nicht aus dem Mythos entstanden. sammeln) ist aus der ‘A@&~oc erfahren. zicrcs. daß der in den frühen Grundworten geborgene Wesensreichtum des Seins verschüttet blieb. insofern Sein west. zur Sprache. die aus der Erfahrung des Anwesens gedacht sind. In der Frühe seines Geschickes kommt das Seiende.Sein“ das Anwesen des Anwesenden im Sinne der lichtend-bergenden Versammlung. z& EOvra. sprechen die Worte im Spruch des Anaximander : Gier). denn sie zahlen einander Strafe und Buße für ihre Ungerechtigkeit. der in diesen Worten spricht.. als welche der /lOyos gedacht und benannt wird. . wohl dagegen hat die Logik. Innerhalb der Sprache dieser Grundworte. lesen. nach der Notwendigkeit. Das Denken entsteht nicht.

Tag und Nacht. daß es je und je weilt und verweilt und so sein Anwesen erfüllt ? Das Wort &&&x sagt zunächst. Adler und Schlange. Gemeint kann nur sein: z& &toc. indem jedes zu jedem in seiner Weile. Man übersetzt wörtlich durch . Mit ihm müssen wir die Übersetzung beginnen. Das Anwesende gehört im Einen des Anwesens zusammen. hinter denen etwas steht.Recht“ zu übersetzen. Ob dieses ausdrücklich auch mit dem Wort E&a genannt ist oder nicht. vor Augen? Inwiefern ist das jeweilig Anwesende in der Ungerechtigkeit? Was ist am Anwesenden unrecht? Ist es nicht das Rechte des Anwesenden.sind nur die letzten Worte erhalten. Wir beginnen mit der Erläuterung des zweiten Satzes. Es nennt den Grundzug des Anwesenden: 4 &&xGa. weilig mit dem anderen. Wind und Licht. was im Spruch zur Sprache kommt? Steht das oc6&.. Darum nennt Heraklit. Wie aber erfährt zuvor Anaximander das All des Anwesenden. Vielmehr waltet im Anwesen als solchem das Zueinander-Weilen einer verborgenen Versammlung. In den Übersetzungen des 326 . Baum und Strauch. das je weilig zu einander in die Unverborgenheit angekommen ist? Was durchzieht im Grunde überall das Anwesende? Das letzte Wort des Spruches sagt es. das “Er (das Sein des Seienden) den AoyO~. dieses versammelnd-einende und entbergende Wesen im Anwesen erblickend. das gegenwärtig und ungegenwärtig in die Unverborgenheit Anwesende. daß die G&q wegbleibt. Das a6za nimmt auf das im vorhergehenden Satz Genannte Bezug. Das aSza nennt alles Anwesende. Meer und Land.. was sie inbegrifflich umfaßt. Tempel und Städte. das west in der Weise des Jeweiligen: Götter und Menschen. das Anwesende im Ganzen. Stein und Sand. das Ganze des je-weilig in die Unverborgenheit Anwesenden. anwest. Man pflegt 6ikq mit . mag gemäß der Unsicherheit des Textes offen bleiben.die Ungerechtigkeit”. Dieses Viele (noAla) ist nicht die Aufreihung abgeteilter Gegenstände. Aber ist dieses Wörtliche schon wortgetreu? Das will sagen: achtet das übersetzende Wort auf das.

wenn wir uns an das halten. h. Zwischen diesem Zwiefältigen Ab-wesen west das Anwesen alles Weiligen. aus der Fuge sein? Der Spruch sagt eindeutig. gerade es und nur es. das Anwesende sei gelegentlich oder vielleicht hinsichtlich irgendeiner seiner Eigenschaften aus der Fuge. wo sie waltet. In dieses Zwischen ist das Je-Weilige gefügt. es sei nicht mehr anwesend. Anwesen west in solcher Fuge. Das bedeutet: etwas ist aus den Fugen. beides zumal und zwar. 327 . Weile west in der Fuge. aus der Fuge. Er spricht aus der Wesenserfahrung. zugleich in seiner Weile sich verweilen. Aber wo im Anwesenden gibt es Fugen? Wo ist da auch nur eine Fuge? Wie kann das Anwesende ohne Fuge. in der Un-Fuge. die Anwesen in zwiefaches Abwesen verfugt. Das Angekommene kann gar auf seiner Weile bestehen. der gemäß von Herkunft her zu Weggang hin das Weilende je gefügt ist. aus der Fuge. Der Spruch sagt: das Anwesende ist als das Anwesende.Strafe”. nicht in der Zi&xia. Anwesen ist nach beiden Richtungen in das Abwesen verfugt. daß die &xia der Grundzug der E’&a ist. Dann ist aber doch das Je-Weilige gerade in der Fuge seines Anwesens und keineswegs. h. so können wir jetzt sagen. das Anwesende sei in der &&x&. Aber es sagt auch nicht nur. Anwesendes ent-steht dem Hervorkommen und ver-geht in den Hinweggang. Das Je-Weilige west als Weilendes in der Fuge. Das Anwesende ist das je Weilige. Dieses Zwischen ist die Fuge. nicht mit rechten Dingen zugeht. aus der Fuge zu sein. was zur Sprache kommt. Die Weile west als die übergängliche Ankunft in den Weggang. Allein der Spruch sagt dies.. dann sagt ddda.Spruches steht dafür sogar . d. d. Doch wovon wird gesprochen? Vom je-weilig Anwesenden. Anwesen des Weilenden schiebt sich vor in das Her von Herkunft und schiebt sich vor in das Hin von Weggang. Doch als das Anwesende kann das Je-Weilige. Das kann jedoch nicht bedeuten. &%XOY. daß es. Wenn wir unsere juristischmoralischen Vorstellungen fernhalten. Zum Anwesen als solchem muß die Fuge gehören samt der Möglichkeit. das es ist. Die Weile west zwischen Hervorkommen und Hinweggehen. insofern es weilt.

Im Anwesen selbst. In der Fuge der Weile wesend.Das Je-Weilige beharrt auf seinem Anwesen.für ihre Ungerechtigkeit“. Alles Je-Weilige steht in der Un-Fuge. Der Spruch sagt nicht. Dergestalt nimmt es einzig um dadurch anwesender zu bleiben im Sinne des Beständigen. das je das Anwesende in die Gegend der Unverborgenheit ver-weilt. steht die Beständigung auf. um nicht zu sagen das Nihilistische.sie zahlen Strafe“. aber nur um zu sagen: b&vac ytig athi tXx?p . . Zum Anwesen des Anwesenden. geht das Anwesende aus ihr und ist als das Je-Weilige in der Un-Fuge. . auf die Beständigkeit des Fortbestehens. Fuge gibt. das jeweilig Anwesende verliere sich in die Un-Fuge. Aber von zahlen ist nirgends die Rede. Doch sagt der Spruch. Es spreizt sich in den Eigensinn des Beharrens auf. . so wenig wie von Strafe und Buße und davon. übersetzt Diels. Es kehrt sich nicht mehr an das andere Anwesende. Der Spruch sagt. Das Anwesende west dann ohne und gegen die Fuge der Weile.Sie müssen Buße zahlen“.. daß etwas straffällig sei oder gar gerächt werden müsse nach der Meinung jener. . Das Weilen als Beharren ist. So käme im frühen Spruch des Denkens das Pessimistische der griechischen Seinserfahrung. zum $0~ der &$yta. als sei dies das Verweilen. daß das Je-Weilige im Hinblick auf die Un-Fuge &dOva~ SLxqv. . 328 . . von der Fuge der Weile hergedacht. der Aufstand in das bloße Andauern. sich aus seiner Übergänglichen Weile heraus. Indessen hat sich die gedankenlos hingesagte . denen erst das Gerächte für das Gerechte gilt. Durch dieses Aufständische der Weile besteht das Je-Weilige auf der bloßen Beständigkeit. Es versteift sich.Ungerechtigkeit der Dinge“ aus dem gedachten Wesen des je-weilig Anwesenden als die Un-Fuge im Weilen geklärt. daß das Je-Weilige sich auf die Weile im Sinne des nur Beständigen zu versteifen sucht. zijc tiddac. übersetzt Nietzsche. zum Vorschein. Die Un-Fuge besteht darin. das Wesen alles Anwesenden. Dann wäre dieses. das Wesen des Anwesenden bestehe in der Un-Fuge? Er sagt es und sagt es nicht. in der Un-Fuge zu stehen.. gehört die dduda.. Der Spruch nennt zwar die Un-Fuge als den Grundzug des Anwesenden..

. ahd Qihp . . z@ 8&xia~. Dieses je weilende Bestehen des Ubergangs ist die fügliche Beständigkeit des Anwesenden. Sie besteht gerade nicht auf dem bloßen Beharren. z@ &bwiag. d. .Was heißt hier geben? Wie soll das Je-Weilige. gibt es dann die Fuge nicht gerade weg? Wohin und wie geben die jeweilig Anwesenden Fuge? Wir müssen deutlicher. nicht im Un-Fug besteht das Anwesen des jeweilig Anwesenden. Das gegenwärtig Anwesende ist das gegenwärtige. . . Ursprünglicher ist das Geben im Sinne des Zugebens. Das Sddvac nennt dieses Gehörenlassen. Solches Geben läßt einem anderen das gehören. die Selbigen. ist die Fuge seiner Weile. Was dem Anwesenden gehört. . . Dir). Die Fuge ist der Fug. Sie verwindet den Un-Fug. weilend ent-steht und ver-geht. die es in Herkunft und Hingang verfugt. h. ‘Abda. Nötig bleibt nur. Wie soll Anwesendes als solches die Fuge seines Anwesens geben? Das hier genannte Geben kann nur in der Weise des Anwesens beruhen. weilend die Fuge des Ubergangs aus Herkunft zu Hingang besteht. die Un-Fuge. Das gegenwärtig Anwesende ist nicht abgeschnitten zwischen das ungegenwärtig Anwesende geschoben. gehören lassen sie. . ist der Un-Fug. das in der Un-Fuge west. was es nicht hat? Wenn es gibt.2 Kann es geben. Die Fuge gehört zum Je-Weiligen. aus der Sache fragen. Geben ist nicht nur Weggeben. daß das Anwesende je und je den Fug gehören läßt. In der Fuge behalt das Je-Weilige seine Weile. sondern im MOvac Si3qv . darin. Das je-weilig Anwesende west an. des Un-Fugs. Weilend seine Weile läßt das Je-Weilige seinem Wesen als dem Anwesen den Fug gehören. So trachtet es nicht weg in die Un-Fuge des bloßen Beharrens. insofern es in das ungegenwärtige sich gehören läßt : 8&vaL . . Fug (im Verwinden) . insofern es weilt. daß wir dieses groß geschriebene Wort auch aus seiner vollen Sprachkraft groß denken. das in die Fuge gehört. Fuge geben können. ist der fugend-fügende Fug. . was als Gehöriges ihm eignet. Nicht in der Q&& für sich genommen. Sie fällt der Un-Fuge nicht anheim. aus dem Sein als Anwesen gedacht.

sie entrichten diese zur Strafe (bixq). Das jeweilig Anwesende. indem wir das 6&vuc dixqv . das Sein des Seienden. weil damit nicht die wesentliche und ursprüngliche Bedeutung genannt wird. was d&g hier sagt. Die Entscheidung hierüber hängt mit davon ab. auch Daher bleibt erst aus der Sache her zu fragen. Dem Wesen des Tragischen kommen wir jedoch vermutlich auf die Spur. die hier zur Sprache kommt. sie ist auch nicht optimistisch. west an. ZSS 86lxiocc denken. wenn wir es nicht psychologisch und ästhetisch erklären. an wen oder was sich das &&vat richtet: &iKva~ yd@ a6zd dixrp xaL zhv &. muß es aber nicht. worin sie bestehen soll. wenigstens soweit wir bisher seine Worte bedacht haben. Der Gerichtshof ist vollständig. dann scheint er eindeutig zu sagen. noch vor allem sachlich berechtigt ist. &&5va~ als bezahlen zu deuten. während Nietzsche es sogar in der Ubersetzung übergeht. einander. Die je-weilig Anwesenden zahlen Buße. Achten wir jedoch auf das noch Unübersetzte. . insofern es fugenden Fug gehören läßt.lhjAoc~ Die je-weilig Anwesenden lassen Fug gehören &AA@oLs. Zwar kann z& Buße bedeuten. So liegt es nahe. bedenken. ist nicht pessimistisch und nicht nihilistisch. daß die unmittelbare Beziehung des QAilrjAols auf &&&L dixrp xcd hu weder sprachlich notwendig. 330 . ob &AArjAobc unmittelbar auf &qy. Sie bleibt tragisch. Wem gehört der Fug der Fuge und wohin gehört er? Wann geben die je-weilig Anwesenden Fug und in welcher Weise? Der Spruch sagt darüber unmittelbar nichts. zumal es an der Ungerechtigkeit nicht mangelt. Man pflegt z& durch Buße zu übersetzen. So pflegt man durchgängig den Text zu lesen. Dies aber bestimmt sich aus dem. z& &hza. wie wir das zwischen c%qv und zimv stehende X& übersetzen. .Die Erfahrung des Seienden in seinem Sein. Doch das ist ein überhebliches Wort. Man bezieht das bAArjl10~~ auf &Yxr)v und zia~v. ob es nicht vielmehr nur auf das unmittelbar voranstehende ziakv bezogen werden darf. sondern erst seine Wesensart. falls man es überhaupt deutlicher vorstellt und eigens nennt wie Diels. Mir scheint jedoch. von der freilich niemand Rechtes zu sagen weiß.

die je-weilig anwesenden Wesen im Un-Fug. in Bezug auf das Schlimme aber als Buße. verweilen sie. . kann im Guten geschehen als Wohltat. von allem Anwesenden gesagt wird: a6& (& &$yza). Sie wäre aus der Sache. Doch die bloße Erläuterung des Wortes bringt uns nicht zur Sache des Wortes im Spruch. &lY aAA@o1g sie. die im Spruch zur Sprache kommt.Denn z& ist das Schätzen. Sie verharren. weil wesentlicher. wenn wir nicht schon wie bei &&x~!oc und Gixy aus der Sache denken. Keines achtet auf das weilige Wesen des Anderen. während z& neutral. was es ist. das Genugtun. folgen sie verharrend zugleich der Neigung. Die Übersetzung von z& durch Rücksicht träfe schon eher die wesentliche Bedeutung des Achtens und Schätzens. in solchem Verharren zu beharren und gar auf ihm zu beharren. Nach ihm stehen &za (z& &‘ytoc). um als übersetzendes Wort für ziol. Das Anwesende im Ganzen zerstückt sich nicht in das nur rücksichtlos Vereinzelte und zerstreut sich nicht in das Bestandlose. die Je-Weiligen lassen eines dem anderen gehören: die Rücksicht auf einander. Indem sie weilen. Doch dadurch spreizt sich auch schon jedes Weilige auf gegen das Andere. Unserem Wort Rücksicht fehlt nicht nur die nötige Weite. so daß sie noch anwesen als Anwesende. aus dem Anwesen der Jeweiligen her gedacht. Die Wesensfolge des Schätzens. Aber das Wort Rücksicht nennt für uns zu unmittelbar das menschliche Wesen. . Darum lösen sich die Je-Weiligen nicht in die bloße Rücksichtslosigkeit auf. Vielmehr. Sie versteifen sich auf das beständige Andauern und kehren sich nicht an die bixq. genugtun. Die Jeweiligen sind gegen einander rücksichtslos. Diese selbst drängt sie in das Beharren.s 331 . Sie verharren: sie halten an sich. den Fug der Weile. . Denn im Übergang von Herkunft zu Hingang durchgehen sie zögernd die Weile. jedes je aus der im weilenden Anwesen selbst waltenden und von ihm nahegelegten Sucht des Beharrens. sondern vor allem das Schwergewicht. so sagt der Spruch jetzt: 8&vat . Etwas schätzen heißt: es achten und so dem Geschätzten in dem. Insofern die Je-Weiligen weilend verharren.

bleibt das &AA@olc der Name für eine unbestimmte Wechselbeziehung innerhalb einer verschwommenen Mannigfaltigkeit. Das mittelhochdeutsche Wort . O&vtx~. Je strenger wir im &a+ls die Mannigfaltigkeit des Je-Weiligen denken. Dieses Sichdarankehren ist. das wir Heutigen bezeichnenderweise wieder nur in der verneinenden Gestalt und außerdem nur in der Herabsetzung kennen wie das Wort Unfug. lassen sie Fug gehören. Sie kehrt sich daran. der Ruch. um so in der gleichen Sucht einander abzudrängen aus demgegenwärtig Anwesenden..ruoche“ nennt die Sorgfalt.Wir wissen gar nicht mehr. Insofern die Je-Weiligen Fug geben. die Sorge. erlaubend als es selber zulassen.geruhen” gehört zu Ruch und hat mit der Ruhe nichts zu tun. Insofern die Je-Weiligen sich nicht völlig in den schrankenlosen Eigensinn der Aufspreizung zum bloß beharrenden Fortbestehen zerstreuen. was Ruch bedeutet.innerhalb des Spruches und entsprechend der Bier) als dem Fug zu sprechen. . von den Je-Weiligen her in Beziehung auf das Anwesen gedacht. Dies nennt uns gewöhnlich nur noch so viel wie ein ungehöriges und niedriges Verhalten. xaL T&V &AA?jilo~s. . die &LS. je eines dem anderen Ruch gehören. nicht denken. Erst wenn wir zuvor ta ZoYza als das Anwesende und dieses als das Ganze des Je-Weiligen gedacht haben. Unser Wort . umso eindeutiger wird die notwendige . daß ein anderes in seinem Wesen bleibe. lassen sie in einem damit auch schon. in der Beziehung zu einander. gilt auch von der ruoche. geruhen bedeutet: etwas schätzend.. das in grober Weise verübt wird. etwas. &60’Ya16ixy~. Solange wir z& Ecivza. daß es menschliche Verhältnisse nenne. Nun besitzt unsere Sprache ein altes Wort. was es in dem Spruch nennt: je ein Weiliges im Anwesen zum anderen Weiligen innerhalb der offenen Gegend der Unverborgenheit. ist dem &&jAots dasjenige zugedacht. Dem ähnlich gebrauchen wir noch das Wort ruchlos in der Bedeutung von verworfen und schändlich : ohne Ruch. Aber wir machen uns das Verschollene des Wortes zunutze. nehmen es in einer wesentlichen Weite neu auf und sprechen entsprechend zur bi”r) als dem Fug von der zialc als dem Ruch. Das zum Wort Rücksicht Vermerkte.

. In jedem Falle erläutert der zweite Satz.und“. . denn.. daß das &GOyacc . Je eindeutiger diese Beziehung heraustritt. . . Das sagt: in der d&x& liegt als Wesensfolge des Unfugs der UnRuch. und wie es als das so Anwesende den Un-Fug verwindet. Ruch geben eines dem anderen. Wem aber lassen die Anwesenden den Fug der Fuge gehören? Auf diese Frage antwortet der jetzt erläuterte zweite Satz des Spruches nicht. . daß es als das Je-Weilige in den ruchlosen Un-Fug losgelassen ist. Wenn die Anwesenden Fug geben. . h. Aber der Satz gibt uns einen Wink. &lv bAArj&. Sie wesen an als das gegenwärtig Anwesende. Die Je-Weiligen wesen an aus der Fuge zwischen Hervorkunft und Hinweggang. das Ruchlose.Beziehung des &An7jAols auf t&. Die Verwindung des UnFugs geschieht eigentlich durch das Gehörenlassen des Ruchs. Das & zwischen &“xr)v und z1(7cv ist kein leeres nur anreihendes . daß sie als die Je-Weiligen Ruch geben einander. a6di Gixqv xai ziacv QWjAog Z@ cMutiac gehören lassen sie Fug somit auch Ruch eines dem anderen (im Verwinden) des Un-Fugs. leitet eine Begründung ein. vom Anwesenden. Im Hinblick auf ihre Weile geben sie Ruch und zwar ein Weiliges dem anderen. die Weise ist. Mkivac . Denn das Wesen der BOyza ist zwiefach bestimmt. denn noch haben wir ein Wort übergangen: &&vat $q ahd. ein zwiefaches. gehören nämlich lassen sie . wie die Jeweiligen als Anwesende überhaupt weilen. Was sagt der übersetzte zweite Satz des Spruches? Er sagt von den &hma. Fug geben. in der das Je-Weilige 333 . Es bedeutet die Wesensfolge. Die Je-Weiligen wesen an im Je und Je ihrer Weile. dann geschieht das in der Weise. wie das xai sagt. inwiefern sich das im voraufgehenden Satz Gesagte so verhält. indem es Fug gehören läßt und Ruch eines dem anderen. . wie es gesagt ist. Sie wesen an im Zwischen eines Zwiefachen Abwesens. Das y@. d. umso klarer erkennen wir. Das Gehörenlassen ist. Dieses Gehörenlassen ist die Weise. nämlich. dddva~ Qlxrp.

Dem z0 xp&v ist ein xa& vorangestellt. Der erste Satz nennt das Anwesen. daß im p&. .. wenn es das Anwesen des Anwesenden denkt. Das xo& bedeutet: von oben herab. gemäß dem. Das. wenn anders die Beziehung des Seins zum Seienden nur aus dem Sein kommen und im Wesen des Seins beruhen kann. dem entlang es mit anderen so und so der Fall ist. denn nur dann und nur insofern kann umgekehrt der zweite Satz. über her. Aber auch so können wir schon vom erläuterten zweiten Satz her und aus der Art seiner Rückbeziehung auf den ersten zweierlei über z0 x@v denken. Das xo& weist zurück zu solchem. zum anderen. Wir lassen z0 x&v zunächst unübersetzt. Deshalb muß der erste Satz das Anwesen selbst nennen und zwar. vom Anwesenden her das Anwesen erläutern. Der zweite Satz des Spruches nennt das Anwesende in der Weise seines Anwesens. Einmal. 334 .“. . Er stellt dieses in die Helle des Gedachten. . Der zweite Satz gibt die Erläuterung über das Anwesen des Anwesenden. inwiefern es das Anwesende als solches bestimmt. wenn nicht im Gefolge und Gefälle des Anwesens ? Das je-weilig Anwesende weilt xaz& z0 X#V. Der Spruch sagt vom Anwesenden über sein Anwesen. xara 70 ~@&CUY’ Man übersetzt: . in der Rückbeziehung durch das 74 auf den ersten. Gleichviel wie wir ~0 ~p$v zu denken haben.verweilt und so als das Anwesende anwest. von dem herab als dem Hohen ein Unteres unter ihm und im Gefolge zu ihm West. Das Anwesen ist in Beziehung auf das Anwesende stets dasjenige.nach der Notwendigkeit. hat in sich ein Gefälle. Im Gefälle wovon und im Gefolge wessen kann jedoch das Anwesende als das Anwesende wesen. worin das Denken das Sein des Seienden zur Sprache bringt. ~0 XQECUY ist der älteste Name. daß es das Anwesen des Anwesenden nennt. Vom ersten Satz sind nur die letzten drei Wörter erhalten: . das Wort ist der früheste Name für das gedachte & der &ra. irgendwie die Beziehung des Anwesens zum Anwesenden gedacht ist. demgemäß das Anwesende west. im Rückbezug worauf das xa& gesagt wird.

Verwindung west. als sei das Anwesen und das Anwesende je etwas für sich. In welcher Sache? In der Sache des Anwesens des Anwesenden. daß ihm entlang das Anwesende Fug und Ruch gehören lasse. das Wesen des XQEC~Y auf. das &. Das überleitende y@ im zweiten Satz spannt den Bogen vom einen zum anderen.Weiligen. Doch mit dem Wesen beider bleibt das Wesen dieser Herkunft verborgen. Vom Anwesenden her vorgestellt. weil es der Sache nach das Erste ist. Wenn es als das Wesen des Anwesens sich wesenhaft auf das Anwesende bezieht. Der Fug ist xat& 70 Xe&&. eine Herkunft des Anwesenden aus dem Anwesen. Das Anwesende west an. Bis hierher haben wir versucht. Nicht nur dies. daß z0 ~QEC&Y den Fug und somit auch den Ruch verfügt. die als ein wesenhaftes Mögen im Weilen selbst waltet. wem der Fug gehört. sondern sogar schon die Beziehung zwischen Anwesen und Anwesendem bleibt ungedacht. wird es zu dem über alles Anwesende her und so zum höchsten Anwesenden. Aber die Sache des Seins ist es. ohne nach dem Wort selbst zu fragen. daß die Je-Weiligen Fug gehören lassen und somit einander Ruch.der &&&x verwindet.Die je-weilig Anwesenden wesen an.im Un-Fug. dem entlang Anwesen. wenngleich erst aus weiter Ferne. nur das zu denken. Die Antwort auf die Frage. Was bedeutet z0 Xe&&? Das erste Wort im Text des Spruches erläutern wir zuletzt. dann muß in dieser Beziehung liegen. insofern es das Un. Anwesen des Anwesenden ist solches Verwinden. Dieses vollzieht sich dadurch. was z0 XQE&Y nach dem auf es zurückbezogenen zweiten Satz des Spruches nennt. Damit hellt sich. die 860&. Wenn das An- 33s . h. Das Xe& verfügt. ist gegeben. Unversehens wird das Anwesen selbst zu einem Anwesenden. Von früh an scheint es. Dieses 6~0 in der &&&a entspricht dem xaza des ~QEC~)Y. Der Fug gehört dem. Die sprachliche Form dieses rätselhaft vieldeutigen Genitivs nennt eine Genesis. indem sie den ruch-losen UnFug verwinden. das Sein des Seienden zu sein. und d. Das Xe&& läßt dem Anwesenden solches Verfügen zukommen und schickt ihm so die Weise seines Ankommens als die Weile des Je.

wesen genannt wird. daß das Anwesen wie ein Anwesendes erscheint und seine Herkunft in einem höchsten Anwesenden findet. Die Vergessenheit des Seins gehört in das durch sie selbst verhüllte Wesen des Seins. ohne doch jemals als ein solcher genannt zu sein. Vielmehr wird auch die frühe Spur des Unterschiedes dadurch ausgelöscht. wenn er sich schon mit dem Anwesen des Anwesenden enthüllt und so eine Spur geprägt hat. mit der das Geschick des Seins beginnt. Im Grunde wird das Anwesen als ein solches gegen das Anwesende nicht unterschieden. die in der Sprache. dürfen wir vermuten. Erst das Unterschiedene. das Anwesende und das Anwesen. Was jetzt ist. Lichtung des Unterschiedes kann deshalb auch nicht bedeuten. So denkend. Die Vergessenheit des Unterschiedes. entbirgt sich. damit. Das sagt: die Geschichte des Seins beginnt mit der Seinsvergessenheit. Der Unterschied des Seins zum Seienden kann jedoch nur dann als ein vergessener in eine Erfahrung kommen. Das Wesen des Anwesens und mit ihm der Unterschied des Anwesens zum Anwesenden bleibt vergessen. aber nicht als das Unterschiedene. daß eher im frühen Wort des Seins als in den späteren der Unterschied sich gelichtet hat. an sich hält. daß die Frühe dieses Geschickes als die Enthüllung des Anwesenden in seinem Anwesen beginnt. Allein die Vergessenheit des Unterschiedes ist keineswegs die Folge einer Vergeßlichkeit des Denkens. mit dem Unterschied zum Seienden. ist gleichwohl kein Mangel. steht im Schatten des schon vorausgegangenen Geschickes der Seinsvergessenheit. daß das Sein mit seinem Wesen. sondern das reichste und weiteste Ereignis. Sie gehört so wesentlich in das Geschick des Seins. in dem die abendländische Weltgeschichte zum Austrag kommt. Es gilt nur als das Allgemeinste und Höchste des Anwesenden und somit als ein solches. Er bleibt vergessen. Wohl dagegen mag sich im Anwesen als 336 . Die Seinsvergessenheit ist die Vergessenheit des Unterschiedes des Seins zum Seienden. Es ist das Ereignis der Metaphysik. ist schon Anwesendes vorgestellt. gewahrt bleibt. daß der Unterschied als der Unterschied erscheint. zu der das Sein kommt. um in ihm sich zu vollenden. Der Unterschied entfällt.

lange danach. um das Wesende des Seins zu nennen. nur lange genug etymologisierend. sagt: ich be-handle etwas. so zwar. daß das Anwesen als diese Beziehung zu Wort kommt. Man meint damit das Zwingende. die Hand. wie gewagt jedes denkende Wort ist.. dann kann das Wort nur das Wesende im Anwesen des Anwesenden nennen. überlassen einem Gehören.solchem die Beziehung auf das Anwesende bekunden. welches Einhändigen das Anwesen dem A nwesenden aushändigt und so das Anwesende als ein solches gerade in der Hand behält. die im Genitiv dunkel genug angesagt wird. Doch wir irren. mithin die Beziehung. z0 Xe&&. das dem Sein zugesprochen wird. die Bedeutung des Wortes Xe&& zergliedern. Im Participium Xe&& ist daher ursprünglich nichts von Zwang und Müssen genannt. wir könnten dadurch auf den Unterschied treffen und hinter sein Wesen kommen. das unentrinnbare Müssen. Sie gehört zur Einzigkeit des Seins selbst. Das frühe Wort des Seins. Allerdings täuschten wir uns selbst. In Xe&& liegt XgCim. gehe es an und gehe ihm an die Hand. wollten wir meinen. h. einhändigen und so aushändigen. das einzige Wort finden. Daraus spricht 7) &. &opat. daß für uns das Wort aus dem Spruch des Anaximander zu denken ist. Achten wir vollends darauf. Daran läßt sich ermessen. TO pc6 In ist dann das Einhändigen des Anwesens. &cc. Man pflegt das Wort Xe&& durch . Doch ebensowenig bedeutet das Wort zuerst und im ganzen ein Billigen und Ordnen. wenn wir uns ausschließlich an diese abgeleitete Bedeutung halten. mag das frühe Wort vielleicht im späten Andenken ansprechen. d. Solches Aushändigen aber ist von der Art. nennt solches. So müßte denn die Sprache. wenn wir. Erst wenn wir das Ungedachte der Seinsvergessenheit als das zu Denkende geschichtlich erfahren und das lang Erfahrene am längsten aus dem Geschick des Seins gedacht haben.Notwendigkeit“ zu übersetzen. 337 . So bedeutet xe& zugleich: in die Hand geben. im Anwesen wahrt. Sie bleibt schlechthin unvergleichbar mit jeder anderen Beziehung. ein einziges. daß es das Uberlassen in der Hand behält und mit ihm das Überlassene. Die im Wesen des Anwesens selbst waltende Beziehung zum Anwesenden ist eine einzige.

nießen aber bedeutet: einer Sache froh sein und dergestalt sie im Brauch haben. . c. Das . noch der Sache..Brauchen“ besagt demnach: etwas Anwesendes als Anwesendes anwesen lassen. Wir wagen eine Übersetzung. im Denken das Wort des Seins zu finden. Inwiefern ist 70 Xe&& der Brauch? Das Befremdliche der Übersetzung mildert sich. 1. Brauch bedeuten: etwas seinem eigenen Wesen . Gleichwohl ist die Übersetzung eine Zumutung.. die o&& das jeweilig Anwesende. de doctrina christiana lib.. wenn wir das Wort unserer Sprache deutlicher denken. Die genannte Grundbedeutung von brauchen als frui ist getroffen. das im Unverborgenen schon Vorliegende. Gewöhnlich verstehen wir . Im frui liegt: praesto habere. nisi praesto habere. Frucht. Das in der Ausübung des Benützens Benötigte wird dann das übliche. Das Gebrauchte ist im Brauch. unser deutsches fruchten. Anaximander sagt: z0 Xe&&. In diesen gewöhnlichen und abgeleiteten Bedeutungen soll hier . Wir übersetzen frei durch . zuwiderläuft. brauchen. Die Schwierigkeit liegt weniger darin. das lateinische frui. praesto. Mit dieser Übersetzung muten wir dem griechischen Wort eine Bedeutung zu. 1. vgl. sobald wir bedacht haben. denn das Sein spricht überall und stets durch alle Sprache hindurch. frui.brauchen“ im Sinne von benützen und innerhalb der Nutznießung benötigen. quod diligis? (De moribus eccl. Wir halten uns vielmehr an die Wurzelbedeutung : brauchen ist bruchen. bruchen. die befremdlich klingt und vorerst mißdeutbar bleibt: 70 Xe&& der Brauch. praesitum heißt griechisch 6~~ox~i”evov.Gleichwohl ist dieses Gewagte nichts Unmögliches. als vielmehr das gefundene Wort rein im eigentlichen Denken einzubehalten. wenn Augustinus sagt: Quid enim est aliud quod dicimus frui. daß alles Übersetzen im Felde des Denkens ein solches Zumuten bleibt. die weder dem Wort selbst fremd ist. c. Sie verliert auch nichts von diesem Charakter. 3 .der Brauch“ als das übersetzende Wort zu ~0 ~@v nicht gedacht werden. z-4). lib..genießen“.genießen“ meint erst in der abgeleiteten Bedeutung das bloße Verzehren und Schlürfen.. die das Wort im Spruch nennt.

Der Brauch aber. das Anwesende habe die Herkunft seines Wesens in dem. Der Brauch ist als das Erteilen des Anteils der Fuge das zuschickende Fügen: die Verfügung des Fugs und mit ihm des Ruchs. Nach der Überlieferung. was ohne Grenze ist. ist jetzt nicht mehr nur vom genießenden Verhalten des Menschen gesagt und damit in der Beziehung auf irgend ein Seiendes. soll Anaximander gesagt haben. der. sondern: z0 pch. Fug und Ruch verfügend. Der Brauch händigt das Anwesende in sein Anwesen aus. Der Brauch händigt Fug und Ruch in der Weise aus. daß es sich aus dem weilenden 339 . insofern es darin west. die Anwesendes zwischen das Zwiefache Ab-wesen (Herkunft und Hingang) übergänglich verfügt. d. Die je erteilte Weile des Weiligen beruht in der Fuge. Der Brauch erteilt dem Anwesenden den Anteil seiner Weile. das Anwesende be-endet. h. Damit ist es aber auch in die ständige Gefahr eingelassen. die Simplikios in seinem Kommentar zur Physik des Aristoteles berichtet. Die Fuge der Weile be-endet und begrenzt das Anwesende als ein solches. sondern der Brauch nennt jetzt die Weise. zu sich versammelt und es als das Anwesende in das Anwesen birgt. in das Weilen. ist kein Anwesendes. das. die Grenze der Weile dem je-weilig Anwesenden zu schicken. was ohne Grenze west: &e& z6v Oyzcuv t6 &eqov. zd &ha. Das bruchen. west in der Grenze (@as). und sei dies das höchste Seiende (fruitio Dei als die beatitudo hominis). die das Anwesende als Anwesendes an-geht und be-handelt : z8 Xe&&. ist nicht durch Fug und Ruch gefügt.aushändigen und es als so Anwesendes in der wahrenden Hand behalten. Der Brauch läßt. In der Übersetzung von z0 Xe&& ist der Brauch als das Wesende im Sein selbst gedacht. händigt Grenze aus und ist so als z0 Xe&& zugleich z0 &EQOY. den Fug verfügend. Was ohne Grenze West. daß er das Ausgehändigte sich im vorhinein vorbehält. wie das Sein selbst west als die Beziehung z u m Anwesenden. frui. in die Weile los und überläßt das Anwesende je seiner Weile. Das je-weilig Anwesende.

ist ein Mißverständnis des Denkens.. ist das einhändigende Aushändigen des Anwesenden je in eine Weile im Unverborgenen. Er denkt die Einheit dieses Einenden ausdrücklich als die Molea (Frg. Nach Abhängigkeiten und Einflüssen zwischen den Denkern ZU fahnden. das den Unterschied im Wesen des Seins zu denken versucht. das. alsbald verschwindet. So bleibt der Brauch in sich zugleich die Aushändigung des Anwesens in den Un-Fug. Was im Wort . Das Anwesende west an xo& z0 x~t&. Jeder Denker ist ab- 340 .der Brauch“ eigentlich zu denken bleibt. 37). das sich weltgeschichtlich als die abendländische Metaphysik entfaltet. entlang dem Brauch. Das Wort . die im Geschick des Seins.a und 11@0~ ist vorgedacht im Xe& des Anaximander. der Brauch.der Brauch“ ist nicht aus einer etymologisch-lexikalischen Überlegung entstanden. Das selbe “EV denkt Parmenides. Der Spruch des Anaximander erläutert. Die Übersetzung von 70 XQE& durch .. Tö Xe&& birgt in sich das noch ungehobene Wesen des lichtend-bergendenVersammelns. DerMO@a unterstehen die Götter und die Menschen. das Anwesende in seinem Anwesen denkend. Die Wahl des Wortes Brauch entstammt einem voraufgehenden übersetzen des Denkens. Darum kann das je weilig Anwesende nur anwesen.der Brauch“ ist in der Erfahrung der Seinsvergessenheit dem Denken diktiert. Der Brauch ist die Versammlung : 6 /&os. insofern es Fug und damit auch Ruch gehören läßt: dem Brauch. 7’6 XQECUY.. Das im Spruch gedachte xe&v ist die erste und höchste denkende Auslegung dessen. Der Brauch fügt das Un-. Er ist die verfügend wahrende Versammlung des Anwesenden in sein je und je weiliges Anwesen. was 70 X&Y nennt. VIII. in den geschicklichen Beginn der Seinsvergessenheit.. Aus dem gedachten Wesen des /tOyos bestimmt sich das Wesen des Seins als des einenden Einen: “Ev. Das Wesen von MoZ.Verharren in das bloße Beharren verhärtet. davon nennt vermutlich t6 ~QEC~Y eine Spur. Die aus der Wesenserfahrung des Seins gedachte Mo@a entspricht dem /Logos des Heraklit. was die Griechen unter dem Namen MoQa als das Erteilen des Anteils erfahren.

um so mächtiger seine Gefahr. innerhalb deren jegliches Anwesende ankommt und das Zueinander-Anwesen der Je-Weiligen sich entfaltet und beschränkt.. Dabei wird die Mißdeutung hinfällig. ein Gesicht und Aussehen. Die Weite dieser Abhängigkeit entscheidet über die Freiheit von beirrenden Einflüssen. ist nötig. daß wir allererst. Aber das je-weilig Anwesende weilt zugleich als das in die Unverborgenheit Hervor-Gebrachte. Es sagt: Anwesen in die Unverborgenheit. durch den wir zu dem über-setzen. sich selbst hervorbringt. der Bezirk der offenen Gegend. kann es. Das Erscheinen ist eine Wesensfolge des Anwesens und von dessen Art.gegenwärtig“ und . um das Gedachte des Parmenides und des Heraklit nachzudenken. um so vermögender ist die Freiheit des . Um jedoch den Spruch des Anaximander zu denken.. das Selbe zu denken. den einfachen Schritt vollziehen. %YZ~. in ihr weilend. Das Anwesende ist das gegenwärtig und ungegenwärtig in der Unverborgenheit Wesende. Darin verbirgt sich noch: Anwesen selbst bringt Unverborgenheit mit. indem es durch den Menschen her-gestellt wird. &at sagt. nach der die Philosophie des Einen eine Lehre vom Sein. was das überall ungesprochene Wort EOy. nämlich vom Zuspruch des Seins.h. Nach beiden Hinsichten ist das in die Unverborgenheit hervor 341 hängig. Beide sind das Selbe. Je weiter die Abhängigkeit. am einst Gedachten vorbeizuirren und dennoch. Wir Späteren freilich müssen im Andenken zuvor den Spruch des Anaximander gedacht haben. von sich her aufgehend. Mit der zum Wesen des Seins gehörigen ‘Ahjik~a bleibt vollends die A@q ungedacht und demzufolge auch das . ES ist gebracht. aber auch immer wieder. Weil das Seiende das Anwesende in der Weise des Je-Weiligen ist.ungegenwärtig“. in die Unverborgenheit angekommen. das im vorhinein das Sein im Sinne von Anwesen in die Unverborgenheit gedacht hat. d. die des Anderen eine Lehre vom Werden gewesen sein soll. Es ist gebracht. Unverborgenheit selbst ist Anwesen. erscheinen. Erst das Erscheinende und nur dieses zeigt. Nur ein Denken. indem es. kann das Anwesen des Anwesenden als i&a denken.Denkens. immer noch auf sein Anwesen hin gedacht. vielleicht sogar nur so. aber nicht das Gleiche.

des Eh. Die Wirklichkeit wird zur Objektivität. zu bleiben. in der die EYEeyeta durch actualitas übersetzt wird. das Anaximander als das Wesende im Anwesen denkt.Angekommene in gewisser Weise ein &yov. die MoQa. was sich im Übersetzen ereignen kann. In welche Sprache setzt das Abend-Land über? Wir versuchen jetzt. der Myop. Das Griechische wird verschüttet und erscheint bis in unsere Tage nur noch in der römischen Prägung. Es ist die Präsenz in der Repräsentation des Vorstellens. der Gegenständlichkeit. die Platon als den Grundzug des Anwesens denkt.. . Die E)V&EUX. das “Ey von jedem der Denker in seiner Weise gedacht. Diese ist das Anwesen des Anwesenden. Die entscheidende Wende im Geschick des Seins als h!eyela liegt im Übergang zur actualitas. In ihm spricht aber das Geschick des Seins. nennen das Selbe. Im verborgenen Reichtum des Selben ist die Einheit des einenden Einen. Das Anwesen des Anwesenden kann im Hinblick auf den im Lichte der Anwesenheit gedachten QyovCharakter als dasjenige erfahren werden. Aber selbst diese bedarf noch. des Charakters des Anwesens. 342 . Indessen kommt bald eine Epoche des Seins. Eine bloße Übersetzung soll dieses veranlaßt haben? Doch vielleicht lernen wir bedenken. Die actualitas wird zur Wirklichkeit. griechisch gedacht: ein Hervor-Gebrachtes. den Spruch des Anaximander zu übersetzen: . Das Sein des Seienden ist die ~v&ys~c. was in der Hervor-gebrachtheit west. um in ihrem Wesen. die Aristoteles als den Grundzug des Anwesens. die Parmenides als den Grundzug des Anwesens denkt. . . entlang dem Brauch. das XQ&. die ia&. denkt. Die eigentliche geschickliche Begegnung der geschichtlichen Sprachen ist ein stilles Ereignis. den Heraklit als den Grundzug des Anwesens denkt. a oehören nämlich lassen sie Fug somit auch Ruch eines dem anderen (im Verwinden) des Un-Fugs”..

zu sagen. Welcher Sterbliche vermag den Abgrund dieser Wirrnis auszudenken? Man kann versuchen. Die Übersetzung läßt sich nur im Denken des Spruches nachdenken. daß ein Ding ist. Der selbe aufständige Mensch ist außerstande. Sie verwirren alles in das Unkennbare. noch dürfen wir sie auf irgend eine Autorität hin nur glauben. Es bringt die Frühe des Gedachten in die Nähe des zu Denkenden. daß wir unsere eigenen Ansprüche des gewohnten Vorstellens ablegen. Die Theorien über die Natur. Wenn aber das Sein in seinem Wesen das Wesen des Menschen braucht? Wenn das Wesen des Menschen im Denken der Wahrheit des Seins beruht? Dann muß das Denken am Rätsel des Seins dichten. solange wir ihn nur historisch und philologisch erklären. Darum wird der Spruch nie ansprechen. Man kann ein Blendwerk hinter dem anderen errichten. die aus ihm selbst kommt. wenn die Gefahr ist. wenn das Sein selbst ins Letzte geht und die Vergessenheit. umkehrt.Weder können wir die Übersetzung wissenschaftlich beweisen. Das Einfache des Seins ist in einer einzigen Vergessenheit verschüttet. Das Denken aber ist das Dichten der Wahrheit des Seins in der geschichtlichen Zwiesprache der Denkenden. Der wissenschaftliche Beweis trägt zu kurz. sich auf das Ganze der Erde und ihrer Atmosphäre zu stürzen. Der Glaube hat im Denken keinen Platz. die Lehren über die Geschichte lösen die Wirrnis nicht. was ist. Die Gefahr ist. Ist überhaupt Rettung? Sie ist erst und ist nur. Der Spruch spricht seltsamerweise erst darauf an. indem wir bedenken. das verborgene Walten der Natur in der Form von Kräften an sich zu reißen und den Geschichtsgang dem Planen und Ordnen einer Erdregierung zu unterwerfen. einfach zu sagen. Das Ganze des Seienden ist der eine Gegenstand eines einzigen Willens zur Eroberung. Der Abgrund weicht nicht. die über dem Unterschied des Seienden und des Seins liegt. 343 . weil sie selbst sich aus der Wirre nähren. worin die Wirrnis des jetzigen Weltgeschickes besteht. Der Mensch ist auf dem Sprunge. was dies ist. vor diesem Abgrund die Augen zu schließen.

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