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ALEXANDER AHRENS – EKIN KOZAL – CHRISTOPH KÜMMEL – INGRID LAUBE – MIRKO NOVÁK

Sirkeli Höyük – Kulturkontakte in Kilikien Vorbericht über die Kampagnen 2006 und 2007 der deutsch-türkischen Mission
Schlüsselwörter: Kilikien, Spätbronzezeit, Großreichszeit, Eisenzeit, Hellenistische Zeit Keywords: Cilicia, Late Bronze Age, Hittite Imperial Period, Iron Age, Hellenistic Period Anahtar sözlükler: Kilikya, Geç Tunç Çaþı, Hitit Ïmparatorluk Dönemi, Demir Çaþı, Hellenistik Dönem

I.

Einleitung

Im Jahre 2006 wurden die seit 1997 ruhenden Ausgrabungen auf dem Sirkeli Höyük mit einer kurzen Sondierungskampagne wieder aufgenommen und 2007 mit einer ersten Grabungskampagne fortgesetzt. Träger des neuen Projektes sind nunmehr die Eberhard Karls Universität Tübingen und die Onsekiz Mart Üniversitesi Çanakkale1.

Abbildungsnachweis: Alle Abbildungen stammen aus dem Sirkeli Höyük Projekt.
1

Möglich wurde die Fortführung der Arbeiten durch die Übertragung der Grabungslizenz auf PD Dr. Mirko Novák und die Erteilung einer Arbeitsgenehmigung. Hierfür, wie auch für das in uns gesetzte Vertrauen, danken wir dem ehemaligen Kulturminister der Republik Türkei, Herrn Atilla Koç, der Generaldirektion der Antiken, vertreten durch den Generaldirektor Orhan Düzgün und die Vizedirektoren Zülküf Yılmaz und Abdullah Kocapınar, sowie den beiden früheren Grabungsleitern, Prof. Dr. Barthel Hrouda (München) und Prof. Dipl.-Ing. Horst Ehringhaus (Innsbruck). Weiterhin sind wir dem archäologischen Museum Adana, vertreten durch Kazım Tosun, und den beiden Regierungsvertretern von 2006, Cumali Ayabakan (Antalya), und 2007, Kubilay Yeþin (Alanya), für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung sehr verbunden. Den folgenden Personen und Institutionen sind wir für die finanzielle oder ideelle Hilfe zu großem Dank verpflichtet: Ayhan Boyacı (Kaymakam von Ceyhan), Ïlhan Atıæ (Vali von Adana), Osman Arık (Kulturdirektor von Adana Valiliþi), Erdoþan Haluk Altın (Bauleiter der Gemeinde Ceyhan), Sahir Erol und Hacer Serkan (Verkehrsleiter der 6. Region der Türkischen Eisenbahngesellschaft), Ïsmail Salman (Leiter der Schutzkommission des Kulturministeriums in Adana), der Eberhard Karls Universität Tübingen, vertreten durch ihren Rektor, Prof. Dr. Bernd Engler, der Onsekiz Mart Universität Çanakkale, vertreten durch ihre Rektoren, Prof. Dr. Ramazan Aydın (bis 2007) und Prof. Dr. Ali Akdemir (seit 2007), dem Universitätsbund Tübingen e. V., der Troia-Stiftung Tübingen, der Robert Bosch Stiftung (Stuttgart) sowie insbesondere Prof. Dipl.Ing. Horst Ehringhaus (Innsbruck) und Dr. Hans Günter Jansen (Böblingen). Den Grabungsprojekten von Emar, Troia und Tell Atchana, vertreten durch Dr. Uwe Finkbeiner, Prof. Dr. Ernst Pernicka und Dr. Peter Jablonka sowie Prof. Dr. Aslıhan Yener und Murat Akar, danken wir weiterhin für die Überlassung von Messgeräten für die Dauer der Kampagnen. Besonderer Dank gebührt Prof. Dr. Konrad Volk.

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Abb. 1

Karte des Alten Orients mit der Lage des Sirkeli Höyük

Lage Der Sirkeli Höyük liegt ca. 40 km östlich von Adana und 30 km nördlich der antiken Hafenstadt Aigeai/Aegeae (modern Ayas bei Yumurtalık) im Osten der Kilikischen Ebene (antik gr. Kilikia Pedias, modern Çukurova, Abb. 1). Er befindet sich in Sichtweite sowohl des Amanus im Osten als auch des Taurus im Norden an einer Stelle, an der sich der Ceyhan-Fluss (antik gr. Pyramos, heth. Puruna) einen Weg durch das Gebirgsvorland der so genannten Misis-Berge (türk. Cebelinur oder Nur Daþ) bahnt (Abb. 2). Dieser Gebirgszug findet am rechten Ufer des Ceyhan, nördlich des Sirkeli Höyük, seine Fortsetzung im westlichen Gürgeldaþ und dem östlich benachbarten, durch eine tiefe Senke abgetrennten Kegel, auf dem im Mittelalter die Burg Yılan Kalesi erbaut wurde (Abb. 3). Unmittelbar am nordöstlichen Rand des Sirkeli Höyük und westlich des Zusammenflusses mit dem von Süden kommenden Sirkeli Çayı tritt der Ceyhan Nehri in diese Gebirgsenge ein und verlässt sie nach wenigen Kilometern bei Yakapınar/Misis, dem antiken Mopsu(h)estia. Parallel zum Fluss verläuft seit der Antike die wichtigste Verkehrsader Kilikiens, die von Nordsyrien kommend in westlicher Richtung die Ebene über Adana und Tarsus passiert und ihre Forstsetzung in den Gebirgspässen der Kilikischen Pforte und des Tals des Göksu Nehri (Kalykadnos) findet. Nur wenig östlich von Sirkeli gabelt sich diese Ost-West-Achse und führt

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Abb. 2 Blick von der mittelalterlichen Burg Yılankale nach Süden auf den Sirkeli Höyük mit den Grabungsschnitten der Kampagnen 2006–2007 auf dem nordwestlichen Plateau (Foto: Ch. Kümmel)

im Osten über die Amanische Pforte (heute Bahçe-Pass) bzw. im Südosten über die Syrische Pforte (heute Belen-Pass). Diese Route, die noch heute durch die alte Straße Gaziantep (bzw. Antakya) – Osmaniye – Ceyhan – Misis – Adana – Mersin sowie die Trasse der »Baghdad-Bahn« markiert wird, existierte bereits seit dem Chalkolithikum, wie die bei mehreren Surveys beobachtete Reihung antiker Siedlungsplätze entlang dieser Achse belegt2. Beim Sirkeli Höyük muss die Straße die Gebirgsenge passieren (Abb. 2), was dem Ort, der nach Ausweis von Survey-Ergebnissen3 einer der größten bronze- und eisenzeitlichen Fundplätze der östlichen Çukurova ist, eine ökonomische und strategische Schlüsselstellung verleiht, die nicht zuletzt in der Anbringung zweier hethitischer, großreichszeitlicher Felsreliefs unterhalb der Ruinen ihren Ausdruck fand. Das besser erhaltene der beiden Felsreliefs zeigt den hethitischen Großkönig Muwatalli II. (ca. 1290–1272 v. Chr.) und ist somit eines der bislang ältesten bekannten hethitischen Felsreliefs4.
2 3 4

Seton-Williams 1954, Hrouda 1998. Seton-Williams 1954, Hrouda 1998. Zu den hethitischen, großreichszeitlichen Felsreliefs s. Ehringhaus 2005, zu den Felsreliefs von Sirkeli Ehringhaus 2005, 95–97; zum Relief Muwatallis s. zudem Kohlmeyer 1983, 95–101.

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Abb. 3 Plan des Sirkeli Höyük mit der Lage der Grabungsstelle A und der Ausdehnung der Begehung der Flussterrasse (Zeichnung: G. Elsen-Novák auf der Grundlage von Ehringhaus 1999 a, 85 Abb. 2)

Nahebei fand sich ein weiteres, antik ausgemeisseltes Relief5, das H. Ehringhaus und B. Hrouda mit aller Vorsicht als Darstellung des Kurunta (= Ulmi-Teššup), des Sohnes von Muwatalli II. und Großkönigs von Tarhuntašša, deuten6. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es dessen Bruder, den von Hattušili II. (»III«., ca. 1265–1240 v. Chr.) entmachteten Muršili III. (= Urμi-Teššup, ca. 1272–1265 v. Chr.), zeigte und nach dessen Absetzung ausradiert werden sollte.

5 6

Ehringhaus 1995 a, 1995 b und 2005, 100–101; Hrouda 1997 b; Neve 1996 a. Hrouda 1997 b; Ehringhaus 2005, 107.

So konnte an mehreren Grabungsstellen (Nr. ist er an der Nordseite durch einen flachen. die bei den neuen Ausgrabungen ebenfalls als »Areal« bezeichnet werden. Garstang8 sowie zwischen 1992 und 1996 durch die Universität München unter der Leitung von B. die sich schwerpunktmäßig auf der Kuppe des Haupthügels sowie im Nordosten der Unterstadt unmittelbar oberhalb der Felswand mit den Reliefs erstrecken. 105–106. V. dass der Sirkeli Höyük im Chalkolithikum. Garstang 1938. Kroll in: Hrouda 1997 a. 20–23. Er gliedert sich in einen ovalen. 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 Hügeltopografie 71 Der etwa 350 × 300 m2 große Ruinenhügel (Abb. 131.58. 3. der von der Bahntrasse durchschnitten wird7. Forschungsgeschichte und bisherige Ergebnisse Archäologische Ausgrabungen auf dem Sirkeli Höyük fanden erstmalig 1936 in Form einer kurzen Untersuchung durch J. trapezförmige Terrasse. sprechen wir im Folgenden jedoch stets von Grabungsstellen und nicht von Arealen. Garstang fünf kleinere Sondagen anlegte. Während J. der Eisenzeit und der römisch-hellenistischen Epoche besiedelt gewesen sein muss12. ca. Bereits der Survey von M. Diese Beobachtung wurde durch die Ausgrabungen weitgehend bestätigt. die nach Ausweis der Keramik mit der Phase ‘Amuq E zu synchronisieren ist13. wenn abgegrenzte Untersuchungseinheiten gemeint sind. Ein auffälliges Charakteristikum der Topografie des Sirkeli Höyük ist ein von Südwesten nach Nordosten durch den gesamten Hügel verlaufender Felskamm. Hrouda 1997 a und 1997 c. Während der Fluss sowohl den Haupthügel als auch die »Unterstadtterrasse« an deren Ostseite unmittelbar passiert. Seton-Williams hatte gezeigt. Garstang 1938. westlichen bzw. Ob dieser Streifen in der Antike besiedelt und somit wenigstens zeitweise Teil der Stadtanlage gewesen ist. 7 8 9 10 11 12 13 Zur Lage s. 100 m breiten Streifen Kulturlandes vom Ruinenhügel getrennt. Ehringhaus10 statt. 14. Die Nordostwand dieses Kammes diente als Fläche für die beiden hethitischen Reliefs. Taf. Seton-Williams 1954. Garstang beobachteter kleinerer Hügel der Eisenzeit gehört. ca. Ehringhaus 1999 a und 1999 b. der knapp oberhalb des Flussufers abbricht. zu der ein von J. wurde bei den neueren Grabungen eine größere Anzahl von unterschiedlich großen Grabungsstellen11 angelegt. Hrouda als auch H. 2) erstreckt sich am linken. 30 m hohen Haupthügel und eine diesem nach Norden vorgelagerte flache. während der gesamten Bronzezeit. Ehringhaus verwenden für die einzelnen Grabungsbereiche auf dem Höyük jeweils den Begriff »Areal« und nicht »Grabungsstelle«. 7 und 8) der Nachweis einer chalkolithischen Besiedlung erbracht werden. war bislang noch nicht zweifelsfrei geklärt. Sowohl B. 2. südlichen Ufer des Ceyhan-Flusses auf einem Sporn der Misis-Berge. Hrouda9 und 1997 durch die Universität Innsbruck unter der Leitung von H. Weiterhin lässt sich südöstlich des Hügels eine flache Unterstadt vermuten. . Zur Vermeidung der Verwechslung mit den 10 × 10 m2 großen Rasterquadraten des Vermessungsnetzes.

die im altsyrischen Palast von Qatna verbaut worden sind. Haider in: Ehringhaus 1999 a. vor allem in der Kampagne 1997 untersucht worden sind16.72 alexander ahrens u. 3. 129 Abb. 130 Abb. bezeugen die Befunde in den Grabungsstellen 13–19. 29 b. unmittelbar oberhalb der Felswand mit den beiden Reliefs. Besonders erwähnenswert ist ein nur ausschnitthaft in den Grabungsstellen 4 und 6 freigelegtes Gebäude. Ehringhaus 1999 a.). 16. Chr. 90–91. Ussishkin 1975. Haider in: Ehringhaus 1999 a.oder spätbronzezeitliche Tonsicheln. Gefäße der bemalten syro-kilikischen Ware aus der Mittelbronzezeit (MBZ) I–II. die Ausgräber vermuteten darin das hegur-Haus für die königliche Ahnenverehrung des hethitischen Großkönigs Muwatalli II. Seton-Williams frühbronzezeitliche Keramik der anatolischen red and black burnished ware gefunden14. 21. Der Haupthügel besaß eine eigene Befestigung. 33. schlägt Th. van den Hout eine Interpretation der Anlage als Gedenk. die auf dem Unterstadtplateau nordöstlich der Hauptkuppe. 29 a. . Die offenkundig urbane Struktur. die die Siedlung auf dem Sirkeli Höyük während der gut bezeugten Eisenzeit hatte. Kroll in: Hrouda 1997 a. c.oder Kultstätte für den König vor23. Ehringhaus 1999 a.und Unterstadt. Bemerkenswert ist eine Terrakottafigurine nordsyrischen Stils17. Hrouda 1997 a. 86–89. 131. 128 Abb. Bichrom und monochrom bemalte lokale Keramik. s. Weitaus besser dokumentiert ist die mittelbronzezeitliche Besiedlung des Hügels: Auf dem Haupthügel wurden Schichten dieser Periode in den Grabungsstellen 2. unter anderem. Aufgrund von muldenartigen Aushöhlungen im Felsen oberhalb des Reliefs nahe des Steinbaus. Da in verschiedenen Grabungsstellen auf dem Haupthügel wie in der Unterstadt zumeist zwei bis drei Bauschichten dieser Epoche nachgewiesen werden konnten. die zum Teil Siegelabdrücke aufweisen und offensichtlich der Registratur und Archivierung dienten19. Während auf dem Haupthügel spätbronzezeitliche Baureste nur in fragmentarischem Zustand erfasst worden sind. konnte in den Grabungsstellen 13–17 ein unmittelbar am Felsabhang oberhalb der Reliefwand gelegenes Monumentalgebäude mit ca. äußert sich in ihrer Größe und in der Binnendifferenzierung in Ober. dessen Lehmziegelmauern auf massiven Steinsockeln saßen15. istmitt Frühbronzezeitliche Schichten wurden bei den Ausgrabungen der 1990er Jahre nur in Grabungsstelle 3 erfasst. 126 Abb. 107 Abb. 27. Hrouda 1997 a und 1997 b.21. Die ungewöhnlichen Lehmziegelmaße von 50 × 30 × 12 cm entsprechen etwa den Ziegeln. eine schwarzpolierte Schnabelkanne18 der Frühbronzezeit III sowie einige mittel. wodurch er den Charakter einer Zitadelle erhielt25. 900–600 v. Ausdehnung und Funktion dieses nur abschnittsweise freigelegten Bauwerks sind bislang nicht geklärt. zu vergleichbaren Mulden in Hattuša s. scheint die Siedlung über einen größeren Zeitraum existiert zu haben. die vor allem durch die bemalte syro-kilikische Ware charakterisiert sind. 2 m breiten Mauern aus Kalksteinblöcken erfasst werden. 4 und 6 erfasst. a. auch Neve 1996 a. Haider in: Ehringhaus 1999 a. 132 Abb. kyprisch beeinflusste Waren und bemalte Terrakottafigurinen geben den zeitlichen Ansatz in die mittlere Eisenzeit vor (ca. doch wurde bei der Begehung des Ortes durch M. Siehe hierzu Novák 2006. Neve 1996 b.22 die als Libationslöcher gedeutet werden. 128 Abb. 99 Abb. Erwähnenswert 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 Seton-Williams 1954. 7. Dass in dieser Zeit auch das Plateau bereits besiedelt war. bemalte Gefäße24. V. Aus der Spätbronzezeit (SBZ) I stammen. 30. Haider in: Ehringhaus 1999 a. 31. Van den Hout 2002. 68.

die zum Ziel hatte. Hellenistische Bebauung konnte in jedem bislang untersuchten Grabungsbereich festgestellt werden. eingelegten Augen und die heraushängenden Zungen. Wie bereits durch die bisherigen Ausgrabungen bekannt. was ihn für die Erforschung der Regionalchronologie zu einem Fundplatz von außerordentlicher Bedeutung werden lässt. Im Frühjahr 2006 fand hier eine von privater Seite finanzierte und vom Museum Adana durchgeführte Rettungsgrabung statt. Chr. Hervorzuheben ist vor allem die im Gegensatz zu den Alalakh-Figuren rundere. Dabei wurden auch einige ungestörte Bestattungen mit Beigabeninventar freigelegt. 408 a. Ein Indiz für eine entsprechende Siedlungsschicht liegt jedoch in Form eines Oberflächenfundes vor. voluminösere Gestaltung. Garstang 1936 im Nordwesten der Unterstadt entdeckte: Eine aus Basalt gefertigte Säulenbasis. 26 27 28 29 30 31 Haider 1998. Das neue deutsch-türkische Projekt Ziele Die generellen Ziele des wieder aufgenommenen Projektes liegen – als Fortführung der bisherigen Forschungen – in der Erstellung einer detaillierten Regionalchronologie sowie in der Rekonstruktion der Siedlungsgeschichte und -struktur31. Jh. Er hält die in Schicht IB in sekundärem Kontext verbauten Figuren für altsyrisch (= mittelbronzezeitlich). die südlich des Hügels am Nordhang des Gebirgsmassives angelegt wurde. 4. Hrouda 1997 a. v. die ebenfalls in den Fels eingetieft wurden. 10. Hinzu kommt eine ausgedehnte Nekropole. die runden. Hinweise auf eine früheisenzeitliche Besiedlung sind durch die Grabungen bisher nicht erbracht oder wenigstens bis heute nicht als solche erkannt worden. II.58. 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 73 ist weiterhin eine nicht eindeutig zu datierende Tonplatte mit Einritzungen. Einteilung nach Orthmann 1971. N. 4. Haider als Schriftzeichen gedeutet hat26. . 96 Anm. Weiterhin zeigen seine Größe. Bei den Anlagen handelt es sich zum Teil um mehrräumige Felskammergrüfte. 481 Abb. Eine detaillierte Darlegung der Ziele des Projekts findet sich auf der Projekt-Website (URL: ›http://www. seine Gliederung in verschiedenartige Bereiche und die durch die bisherigen Ausgrabungen bekannten Großbauten. Hrouda 1997 a. so dass von einer größeren Siedlungsfläche ausgegangen werden kann. Hrouda eine Datierung des Stückes aufgrund des Vergleiches mit Leibungsfiguren in Löwenform aus Alalakh28 in die Spätbronzezeit nicht ausschließen möchte29. dass der Ort wenigstens zeitweise eine urbane Struktur besessen haben muss. die Ausdehnung der Nekropole festzustellen. den J. also in das 11.sirkeliproject. die P.und Eisenzeit bis in die hellenistische Epoche hinein besiedelt gewesen zu sein. Wenngleich B. Matthiae in: Orthmann 1975. sprechen die stilistischen Details eher für einen zeitlichen Ansatz in die Stilstufen Späthethitisch I–II30. scheint der Ort vom Chalkolithikum über die gesamte Bronze. Im Rahmen dieser Forschungen wurden über 100 Sondagen angelegt. überwiegend aber um Steinkistengräber. – 9. M.info‹). Taf. kann diesen Ansatz jedoch nicht überzeugend begründen. Zu den Löwen aus Alalakh s. die in Form zweier nebeneinander stehender Löwen gefertigt ist und sich heute im Museum von Adana befindet27.

Oktober 2006. Institut für Ur. Ingrid Laube (Tübingen) vertritt die Klassische Archäologie.A. Herrn Nejat Gümüæ.74 alexander ahrens u. Intensität. Christoph Kümmel (Tübingen) mit Unterstützung von Alexander Ahrens M. Projektstruktur und Arbeitsgruppe Um den Anforderungen für ein solches Forschungsziel gerecht werden zu können. erschien es sinnvoll. a. Hierfür wurde die auf dem vorgelagerten Plateau des Hügels als 32 An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Teilnehmern der Kampagnen 2006 und 2007 für die engagierte Mitarbeit bedanken. bietet sich am Beispiel der Besiedlung des Sirkeli Höyük die Möglichkeit.A.A. Oktober 2007. wurde eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe gebildet. Dr. September und dauerte bis zum 2. Melanie Augstein M. Murat Akar (Ankara). Dr. Trotz ihrer geografischen Abgeschlossenheit scheint die Region stets in einem engen wirtschaftlichen oder kulturellen Austauschprozess mit den Nachbarregionen Zentralanatolien. an der Institute der Eberhard Karls Universität Tübingen (Altorientalisches Seminar. Olivier Casabonne (Ïstanbul). Konrad Volk (Tübingen). das von der Türkischen Eisenbahngesellschaft ganzjährig angemietet werden konnte. Olivier Casabonne (Istanbul) und als Regierungsvertreter Cumali Ayabakan (Antalya) daran teil. Orientierung und Modi dieser Prozesse zu untersuchen. Die Projektleitung liegt bei PD Dr.und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters) und der Onsekiz Mart Üniversitesi Çanakkale (Institut für Archäologie) beteiligt sind. Levante und Zypern gestanden zu haben. Mit Ömer Bayer (Sirkeli) wurde ein Ruinen. Institut für Klassische Archäologie. istmitt Da sich das bislang geborgene Fundgut zu einem nicht unerheblichen Teil aus Importstücken unterschiedlicher Herkunft und aus Imitationen solcher Fremdgüter zusammensetzt. einen Bereich der Ruinen zu erforschen. Yeæim Gürel. Filiz Divarcı. diachron zu untersuchen. die Kulturkontakte. . (Tübingen). Bettina Graf-Kümmel (Tübingen) und Denise Schmitt M. Ekin Kozal (Çanakkale) in Zusammenarbeit mit Prof. die in Kilikien durch alle Perioden hindurch eine wichtige Rolle gespielt haben müssen. Als Regierungsvertreter begleitete Kubilay Yeþin (Alanya) die Arbeiten. Die Grabungsleitung hat Dr. Susanne Görke (Mainz). als Arbeitsbereich und Depot zunächst ein vom Mukhtar der Dorfes Sirkeli. Es ist geplant. (München/Tübingen) inne. Neben den Verfassern nahmen Dr. Helmut Becker (München). Dr. zwischenzeitlich weilte zudem Nilgün Güney (Lefkoæa) in Sirkeli. Dr. Mirko Novák (Tübingen) und Dr. der bislang noch nicht Gegenstand von Ausgrabungen gewesen ist. Mitarbeiter waren Dr. Mara Horowitz (New York). Grabungsstrategie Da die Arbeiten in der Anfangsphase des Projektes räumlich eng begrenzt werden mussten. bis zum 18. Als Gäste waren Dr. Die Kampagne 2007 begann am 3.und Depotwächter ganzjährig angestellt. Die erste Sondierungs-Kampagne dauerte vom 3. Kaan Özdemir und Halil Ïbrahim Yılmaz (alle Çanakkale). freundlicherweise zur Verfügung gestelltes Gebäude der Dorfverwaltung und seit 2007 das ehemalige Bahnhofsgebäude am Fuß des Sirkeli Höyük. Barıæ Karakocaoþlu. Als Unterkunft diente 2006 ein Hotel in Ceyhan und 2007 ein im Dorf Sirkeli angemietetes Haus. (München) zeitweise in Sirkeli anwesend32.

Die 1994 von H. Insgesamt wurde ein Gelände von 120 × 100 m2 abgegangen und die Keramik nach jeweils 20 × 20 m2 großen Quadraten aufgesammelt. . auch die Unterstädte umfassende Prospektionen ergänzt und im Zusammenhang veröffentlicht werden. Die Befunde der Kampagnen 2006 und 2007 Die neuen Ausgrabungen auf dem Sirkeli Höyük wurden in einer Voruntersuchung im Jahr 2006 mit einem schmalen Hangschnitt im nord-westlichen Bereich des vorgelagerten Plateaus begonnen (Abb. 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 75 Abb. III. die Ausdehnung der Ruinenstätte außerhalb des eigentlichen Hügels zu bestimmen. 4 Grabungsstelle A von der Burg Yılankale aus gesehen (Foto: Ch. M. in diesem Bereich mit einer Begehung zu beginnen. Kümmel) leichte Erhebung erkennbare Nordwestecke ausgewählt. Die bis 2006 als Erdnussfeld genutzt Flussterrasse nördlich des Plateaus lag 2007 brach. so dass sich die Gelegenheit ergab. 2040 und 2139 umfasst. Hier waren 2006 die Reste eines aus Steinen errichteten Gebäudes (»A1«) aus der Spätbronze- 33 34 Zur Fundposition s. Garstang 1938. Becker (München) durchgeführte geophysikalische Prospektion lässt unweit östlich der Kuppe eine massive Befestigung und südöstlich einen größeren Bau erkennen34. auf der bereits Garstang 1936 die als Doppellöwe geformte Säulenbasis gefunden hatte33. 4). so dass der geöffnete Bereich nun die Areale 2039. N. Parallel zu den Grabungsarbeiten wurde damit begonnen.58. Taf. Westen und Osten erweitert. Diese Grabungsstelle »A« wurde in der Kampagne 2007 nach Süden. 14. Die bislang unpublizierten Ergebnisse der etwa ein Drittel der eigentlichen Hügelfläche umfassenden Begehungen sollen durch weitere.

die im gesamten Grabungsbereich unmittelbar unter der heutigen Hügeloberfläche (Phase 1) ansteht. dessen Steinmauern zum Teil noch bis zu 1. a. Kümmel) zeit erfasst worden. Das in der Spätbronzezeit errichtete Steingebäude A1 (Phase 4) war offenbar in modifizierter Form bis in die Eisenzeit hinein in Benutzung. Schichten unterhalb des Steingebäudes A1 wurden – mit Ausnahme eines Fußbodens im Hangschnitt (Phase 5) – bisher nicht eingehend untersucht. bevor es – während der Eisenzeit – zugesetzt und überbaut wurde (Phase 3). Am . hierzu und im folgenden Abb. Über dem Steingebäude fanden sich Reste einer kleinteiligen häuslichen Bebauung der hellenistischen Zeit (Phase 2). das in der Kampagne 2007 in einem größeren Ausschnitt freigelegt werden konnte (Abb. die bereits in der Vorkampagne 2006 beobachtet wurde. 5 und 6). Stratigrafie und Befunde Die lokale Stratigrafie. 5). konnte in der Kampagne 2007 insgesamt bestätigt und präzisiert werden. Steingebäude der Bauphase 4 Unterhalb einer in die hellenistische Zeit zu datierenden kleinteiligen Bebauung fanden sich die Reste eines in seiner gesamten Ausdehnung noch nicht bestimmbaren Gebäudes. es sind jedoch noch wenigstens 10 m Kulturschicht zu erwarten.76 alexander ahrens u. istmitt Abb. 5 Übersichtaufnahme des Gebäudes A1 von Norden (Foto: Ch.85 m hoch anstehen (s.

Ahrens und S. 6 Plan des Gebäudes A1 nach der Kampagne 2007 (Bauaufnahme: A. Görke. Umzeichnung: G. Elsen-Novák) .58. 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 77 Abb.

die im Norden in einem stumpfen Ende ausläuft. der weitere Verlauf ist bedingt durch die an dieser Stelle einsetzende Hangerosion nicht mehr zu beobachten. 6) Mauerbefunde zusätzlich mit »M« und Fußböden mit »FB« gekennzeichnet. a. 35 »SE« steht für »Stratigrafische Einheit«. d.78 alexander ahrens u. Bauinstallationen. h. . 7 Gebäude A1 von Süden mit Grube SE186 im Vordergrund (Foto: Ch. Mit der nachfolgenden Nummer wird jeweils ein in der Ausgrabungsdokumentation differenzierter Befund eindeutig gekennzeichnet. Mit diesem Begriff werden alle Arten stratigrafischer Befunde angesprochen. stark gestörte Mauer SE139. An dieses Nordende stoßen beidseitig zwei quer verlaufende Steinmauern. im Westen SE33 und im Osten SE34. Die Nummerierung entspricht jedoch der jeweiligen »SE«-Nummer. Gruben (oder andere Eingrabungen) und Begehungsflächen. Gegen ihre Seitenwände stoßen ebenfalls zwei Quermauern: die bereits erwähnte Mauer SE33 im Osten und die von Nordosten nach Südwesten ausgerichtete. Westlich der Mauer SE32 verläuft nahezu parallel in einem Abstand von etwa 2 m die Mauer SE143. istmitt Abb. Kümmel) besten erhalten ist die von Nordnordwesten nach Südsüdosten verlaufende Steinmauer SE3235. Ablagerungen. Zum besseren Verständnis sind auf dem Planausschnitt (Abb.

Im oberen Bereich sind hier die Schalungssteine ausgebrochen. 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 79 Abb. Im Norden sind die Außenkanten der Mauern SE139. Zum Ausgleich von Unebenheiten und zum Schließen von Lücken wurden vereinzelt auch kleinere Steine im Bereich der Außenreihen verwendet. bis zu 60 cm großen Kalkblöcken. so dass die Steinstruktur ursprünglich nicht sichtbar gewesen sein dürfte. Kümmel) Die südliche Fortsetzung der Mauerverläufe von SE143 und SE32 im Areal 2039 ist nur noch teilweise zu rekonstruieren.58. ein Teil der aus diesen Mauern ausgebrochenen Steine findet sich im hangabwärts abgelagerten Schutt. Die Mauer SE32 findet mit der nach Südosten abzweigenden Steinmauer SE146 ihre Fortsetzung. 8 Detailaufnahme der auf den Steinplattenboden SE36 aufgesetzten Mauer SE32 (Foto: Ch. 10). Ob auf den Steinsetzungen zudem Lehmziegelaufbauten saßen. Sämtliche bisher erwähnten Mauern sind – soweit sich dies bei ihrem teilweise schlechten Erhaltungszustand sagen lässt – nach einem einheitlichen Bauprinzip errichtet worden. dass die Außenwände der Mauern mit einem mehrere Zentimeter dicken Lehmputz bedeckt waren. gelblich-braunen Lehmmörtel verbunden sind. leidlich gerade zugearbeitete Steine gesetzt wurden. An mehreren Stellen wurden Hinweise darauf gefunden. Sie bestehen aus nur grob behauenen. im Inneren dagegen eher etwas kleinere (Durchmesser maximal 30–40 cm) und unregelmäßiger geformte Steine verbaut sind (Abb. wie dies besonders an der am besten und höchsten erhaltenen Mauer SE32 sichtbar wird. Dabei ist zu beobachten. Abb. Der weitere Verlauf ist jedoch noch nicht ausreichend deutlich (s. dass an den äußeren Kanten größere. . lediglich der Mauerkern ist erhalten (Befund SE132). die vom aufgehenden Ziegelmauerwerk stammen könnten. Es kann daher von einer Art Schalenmauerwerk gesprochen werden. ist nach der Erhaltung des Befundes nicht zu entscheiden. die eng aufeinander gesetzt und mit einem sehr harten. Abb. Allerdings waren die Räume teilweise mit Lehmziegelmaterial und auch gelegentlich mit Lehmziegelbruchstücken verfüllt. da dieser Bereich großräumig durch eine Ausschachtung in hellenistischer Zeit gestört wurde (Grube SE186). 8). 6 und 7). SE33 und SE34 aufgrund der nach Norden und Nordwesten wirkenden Hangerosion nicht mehr zu erfassen (vgl.

im Westen durch die Mauer SE32 und im Süden durch die teilweise zerstörte Mauer SE146 gebildet. An der Störungsstelle lässt sich gut erkennen.80 alexander ahrens u. Er entspricht in seiner Machart weitgehend dem Boden SE36 in Raum A.50 m ist der Raum breiter als Raum A.70 m auf (Abb. dass der Boden vor der Mauer SE32 angelegt wurde und die westliche Mauerkante auf einer Breite von ca. Die östliche Außenkante der Mauer SE32 überlagert ebenfalls Teile der beiden steinernen Installationen SE147 und SE183. mit einer minimalen Ost-West-Ausdehnung von 2. Direkt auf dem Fußboden SE36 aufliegend und noch ca. entsteht ein unregelmäßiger. die formentypologisch ausschließlich der Spätbronzezeit zugewiesen werden können und somit einen Datierungshinweis für die Nutzung und Errichtung des Gebäudes liefern. Alle drei Anlagen bestehen. In den Raum wurden drei Installationen eingebaut. Dieses Detail der Bauausführung dürfte bewusst dem Zweck der Stabilisierung gedient haben. Ein weiterer. unten. Die minimale Nord-Süd-Ausdehnung des Raumes beträgt 4. 20). Der westlich an Raum A anschließende Raum B wird im Norden durch die erosionsbedingt schlecht erhaltene Mauer SE34. Der Boden zeigt eine ähnliche Struktur wie der Boden SE181 im Rauminneren. Eine genauere funktionale Ansprache ist hier noch nicht möglich. wie die Mauern und der Boden. der jedoch nahezu vollständig durch die Erosion zerstört worden ist. die den Rest eines weiteren Plattenfußbodens SE149 nördlich des Raumes B bilden. Der Boden bricht nach Süden hin aufgrund der Störung durch die Grube SE186 ab. 6). aus größeren. dass es nördlich von Raum B einen weiteren Raum oder »Umgang« gegeben haben muss. Da die Begrenzungsmauern des Raumes B nicht rechtwinklig aufeinander stoßen. s. grob behauenen Kalksteinen oder -blöcken mit einem Durchmesser von bis zu 60 cm und einem harten Lehmmörtel. die alle direkt auf dem Boden SE36 aufsitzen: das rechteckige. Nördlich der Mauer SE34 finden sich einige Steine. Abb. vermutlich trapezförmig zu rekonstruierender Grundriss (Abb. an die Nordmauer SE33 gesetzte »Podest« SE37. verläuft annähernd auf dem gleichen Niveau und wird ebenfalls von der Mauer SE34 teilweise überlagert. 7. Die östliche Raumbegrenzung liegt außerhalb des bislang untersuchten Grabungsbereiches. die vor der Errichtung von Mauer SE34 Bestand hatte. auch Abb. Dadurch ist zurzeit nicht auszuschließen. der aus einer Lage eng verlegter.50 m. 8). 10–15 cm darüber fanden sich Keramikscherben. istmitt Der von den Mauern SE33. 20 cm auf die Bodenplatten gesetzt wurde (Abb. 9. 6). Diese beiden Einbauten sind aus sehr glatt bearbeiteten Steinen errichtet. die möglicherweise eine steinerne »Schwelle« gebildet haben könnte. auch Abb. da sich an der Ostkante der Mauer SE32 in Raum B eine identische Technik beobachten lässt (Fußboden SE181 sowie Installationen SE147 und SE183). besaß auch Raum B einen Steinfußboden (SE181). der allerdings nur noch in Resten im Norden und Nordwesten erhalten ist. die aus dem Mauerkern von SE32 stammen und ebenfalls ohne Ausnahme spätbronzezeitlichen Formtypen angehören (s. die ebenfalls noch nicht näher charakterisiert werden können. Bei den ebenfalls in Raum B angeschnittenen Steinsetzungen SE182 und SE184 dürfte es sich um die Oberkanten älterer Mauerstrukturen handeln. vgl. Die Reste des Bodens SE149 weisen darauf hin. An der Mauer SE34 ist die unterste Steinlage ähnlich wie in Raum A überlappend auf die Steinplatten des Bodens aufgesetzt worden. Wie sein Nachbarraum. Raum A weist eine Breite von 2 m und eine minimale Länge von 5. jedoch auf einem deutlich tieferen Niveau gelegener . Ein weiterer wichtiger Datierungsanhalt ist durch Keramikscherben gegeben. die »Türwange« SE38 und eine Steinsetzung SE39. dass es sich bei beiden Böden um ein und dieselbe Baustruktur handelt. SE32 und SE143 begrenzte Raum A besitzt einen sehr gut erhaltenen Steinfußboden SE36. an der Oberseite geglätteter Kalksteine besteht. a.

Im Westen der Grabungsfläche ist ein weiterer Raum (C) des Gebäudes A1 zu rekonstruieren. Die nördliche Raumbegrenzung wird von der nur noch zwei Lagen hoch erhaltenen Mauer SE139 gebildet. Es fällt auf. Kümmel) Rest eines vorgelagerten Steinfußbodens (SE148) steht nördlich der Mauer SE33 – bzw. die aus einem einlagigen Steinsockel SE142 besteht. dass wenigstens im südlichen Bereich der Mauer SE140 ein Aufsatz aus Lehmziegeln existiert hat (SE191). die wohl von dieser oder anderen höher anstehenden Mauern stammen dürften. Bisher tritt die südliche Begrenzung dieses Raumes C (SE140) lediglich als eine Lage flacher Steinplatten zu Tage. Nördlich der SE139 konnten lediglich verstürzte Steine beobachtet werden. Die Mauer SE142/188 weist eine etwas andere Orientierung als SE143 . 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 81 Abb. 9 Senkrechtaufnahme von Raum B im östlichen Bereich des Gebäudes A1 (Foto: Ch. die an einen Fußboden erinnert. Durch das Westprofil von Areal 2039/2040 wird jedoch deutlich. der im Osten ursprünglich von Mauer SE143 begrenzt wurde (Abb. nördlich von Raum A – an. Spätere Einbauten Annähernd parallel zur Mauer SE143 verläuft unmittelbar westlich anschließend eine Mauer. die eine scharfe Begrenzung nach Westen hin aufweist. dass die Mauern SE139 und SE140 von Nordosten nach Südwesten ausgerichtet sind und somit gegenüber der östlichen Fortsetzung des Mauerzuges (SE33) einen deutlichen Richtungswechsel erkennen lassen. 6).58. Es dürfte sich hier um den Teil einer älteren Anlage handeln. auf dem ursprünglich eine Lehmziegelmauer aufgesetzt war (SE188). Dieser folgt wohl der Morphologie des Hügels. der aufgrund der Erosionsstörungen jedoch nicht mehr in situ zu präparieren war.

so dass beide Mauern nach Norden hin aufeinander zulaufen. Somit ist hier eine weitere nachträglich an das Gebäude A1 angesetzte Mauer nachgewiesen. könnten aber durch die jüngere Grube SE192 zerstört worden sein. Die Steinsetzung besteht aus deutlich kleineren. Da die Mauer SE142 die Mauer SE139 schneidet und auf Steinen der Mauer SE140 aufsitzt. die Mauer SE141 steht jedoch 80 cm höher an. die ihrerseits an die Mauer SE142 heranzieht. Diese wurde offenkundig zu einem späteren Zeitpunkt in die vorhandene Lücke gesetzt. sehr eng verlegten Steinen. a. Zum zeitlichen Abstand zwischen den nachträglichen Bauten liegen bislang jedoch keine zusätzlichen Hinweise vor. der Lehmziegelaufbau aus harten. Kümmel) auf.82 alexander ahrens u. Die Bautechnik von SE142 unterscheidet sich deutlich von den übrigen Mauern in Gebäude A1. Von der Mauer SE143 ist sie durch einen Streifen harter Lehmerde getrennt. . Die Mauer SE141 ist an der Ostseite gegen eine schmale Lehmschicht gesetzt. deren Umfang sich im Westprofil des Areals 2039/2040 abzeichnet. Die Größe der verbauten Steine entspricht der Mauer SE142. gelblichen Lehmziegeln mit einer Seitenlänge von 37 cm und einer Höhe von 10 cm. ist sie eindeutig als späterer Einbau zu erkennen. Wiederum westlich neben der Mauer SE142 verläuft eine 75 cm breite Parallelmauer (SE141). Anzeichen für einen Lehmziegelaufbau liegen nicht vor. auf dem die Steinsetzung SE189 aufsitzt. 10 Übersichtsaufnahme des Gebäudes A1 in Richtung Osten mit der erosionsbedingten nördlichen Abbruchkante am linken Bildrand (Foto: Ch. istmitt Abb.

Diese Vermutung ließe sich nur durch eine Erweiterung des Grabungsareals nach Westen bestätigen. unten). ist der allgemeine fortifikatorische Charakter der Anlage dennoch offensichtlich. Obgleich noch weiterführende archäologische Untersuchungen zur Nutzung. Vermutlich war die ursprüngliche Westbegrenzung des Gebäudes bereits zuvor durch fortgeschrittene Erosionseinwirkungen zerstört worden (Abb.58. Vorläufige Thesen zur Stratigrafie. existierte zum Zeitpunkt ihrer Anlage der Westteil des Raumes C bereits nicht mehr. Funktion und Datierung des Steingebäudes A1 notwendig sind. Dies könnte auf eine über die Befestigung hinausgehende Funktion verweisen. 236–252 und Taf. Eine zeitlich und räumlich relativ nahe architektonische Parallele stellt zudem die in Mersin (Yumuk Tepe) freigelegte Befestigungsmauer dar36. Vor dieser Reihe existierte womöglich ein Umlauf (»Wehrgang«) oder eventuell eine weitere Raumreihe mit Steinplattenböden. Ob jedoch tatsächlich die Räume des Gebäudes noch in der Eisenzeit genutzt oder ob sie zu dieser Zeit lediglich verfüllt und zugesetzt wurden. zum anderen im Westen zu beobachten. Da die SE142 die Mauern SE139 und SE140 schneidet bzw. . 30−31. Erosionsbedingte Störungen. 10). Datierung und Funktion des Gebäudes A1 Bei der in den Kampagnen 2006 und 2007 freigelegten Anlage handelt es sich – nach der Lage und Baustruktur zu urteilen – um die Bastion einer Befestigungsanlage der bronzezeitlichen Stadtanlage. die in Füllschichten geborgen werden konnten und größtenteils eisenzeitlich zu datieren sind (s. Ungewöhnlich ist jedoch die aufwendige Ausstattung des Gebäudes A1 auf dem Sirkeli Höyük mit vergleichsweise sorgfältig gestalteten und großflächigen Steinplattenböden. die ein Abrutschen der Mauer SE143 verhindern sollten. SE33 und SE139 um Außenmauern handelt – dürften wohl der vorgegebenen Hügelkante folgen oder vielmehr deren Verlauf über die Zeiten hin geprägt haben. in der Bautechnik jedoch teilweise anders ausgeführte. Garstang 1953. überlagert. 10) nur schwer nachvollziehen lassen. Die Außenmauern der Anlage – sofern es sich bei den erhaltenen Nordmauern SE34. Durch die Ausgrabungen wurde eine Reihe von drei parallel liegenden Räumen erfasst. Letztere dürften noch während der Nutzungszeit des Gebäudes zu umfangreichen 36 Für die ähnliche. Nachnutzung des Gebäudes A1 in Bauphase 3 Neben den zeitlich noch nicht genau bestimmbaren Einbauten der Stützmauern SE142 und SE141 ist eine weitere Nutzung des Steingebäudes A1 sowohl durch mehrere kleinteilige Umbauten als auch durch Keramikfunde belegt. 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 83 Da die hintereinander errichteten Mauern alle parallel zum westlichen Hügelabhang verlaufen. Daraus ergeben sich der mehrfache Wechsel der Orientierung der Mauerverläufe und der leicht trapezförmige Grundriss der Räume. die eindeutig dem Verlauf der Hügelkante folgen. ist unklar und muss durch weitere Untersuchungen noch bestätigt werden. handelt es sich dabei sehr wahrscheinlich um Stützmauern. spätbronzezeitliche Fortifikationsanlage in Mersin (Yumuk Tepe) vgl. die jedoch aufgrund der Hangerosion nur noch in Ansätzen erhalten sind. Die Form der unmittelbaren Nachnutzung wird sich jedoch vor allem auch wegen der späteren Störungen durch mehrere große Gruben in hellenistischer Zeit und die Erosionsschäden im Norden und Nordwesten der Anlage (Abb. sind zum einen im Norden. die mit Steinplattenböden ausgelegt waren.

Allerdings ist bislang noch unklar. Zwar steht eine vollständige Auswertung der Keramik aus. L. dass eine relativ gleichmäßige Streuung der Keramik vorzuliegen scheint und diese das Spektrum von der Spätbronze. wurde im Jahre 2007 nach einer ersten Sichtung 2006 mit einer systematischen Begehung und Scherbenabsammlung begonnen.über die Eisenzeit bis zur hellenistischen Epoche umfasst. Begehung der Flussterrasse Die Flussterrasse nördlich des Ruinenhügels bis zum Ceyhan hin wird heutzutage als Erdnussfeld genutzt. Das untersuchte Gelände misst 120 m in Ost-West-Ausrichtung (beginnend mit der Areallinie 220 m Ost bis zur Areallinie 340 m Ost) und etwas über 100 m in Nord-Süd-Ausrichtung (beginnend mit der Areallinie 420 m Nord bis über die Areallinie 520 m Nord hinaus). 3). das aus dem Steingebäude und den jüngeren Überbauungen geborgen wurde. I. istmitt Baumaßnahmen in Form der Errichtung zunächst der Mauer SE142 und schließlich der Mauer SE141 geführt haben. bei Planierungsarbeiten abgeräumt und am Rand der Fläche gesammelt. so dass zur Verteilung der Keramik und ihrer exakten Zeitstellung noch keine verbindlichen Aussagen gemacht werden können. Hier fanden sich neben Gefäßscherben auch weitere Objekte wie zwei zoomorphe Terrakotten aus der Eisenzeit und Felssteingeräte. N. Es umfasst neben Geräten wie Mörsern und Reibsteinen verschiedener Form unter anderem auch Terrakottafigurinen und Metallobjekte aus Eisen und Bronze. die aus dem Bereich des Feldes stammen und in Form und Größe jenen aus dem Gebäude A1 ähneln.und eisenzeitliche Objekte Das Fundmaterial. Um zu überprüfen. Bronze. die aus den Füllschichten innerhalb des Gebäudes stammt. Doch kann bereits jetzt festgehalten werden. ob. a. Von Bedeutung ist eine größere Konzentration der Scherben entlang eines von Westen nach Osten verlaufenden Streifens mittig innerhalb des untersuchten Bereichs. in welchem Maße hier tatsächlich das Gebäude selbst weiter genutzt wurde. Auffällig war die große Menge an aufgesammelter Keramik. A. Für die Datierung und Dauer der Nachnutzung des Gebäudes liegen Hinweise in Form von eisenzeitlicher Keramik vor. & M. & CH. datiert von der Spätbronzezeit über die Eisenzeit bis in die hellenistische Epoche. Dabei wurde das Gelände nachweislich mit einem Bagger planiert und der Schutt in den Fluss geschüttet. K. die sicher nicht nur durch die stetige Hangerosion vom südlich angrenzenden Ruinenhügel selbst zu erklären ist. Daher liegt das Flussufer heute um mehrere Meter weiter nach Norden versetzt als noch in den 1990er Jahren. IV. Eine Datierung der Nutzung und möglicherweise damit auch der Errichtung des Gebäudes in die Spätbronzezeit konnte durch die auf dem Boden SE36 und aus dem Kern der Mauer SE32 geborgene Keramik erbracht werden. . Im Zuge der landwirtschaftlichen Nutzung wurden größere Mengen von Kalksteinen.84 alexander ahrens u. A. wann und in welcher Ausdehnung das Gebiet als Unterstadt genutzt worden ist. Das Gelände wurde in 20 × 20 m2 große Quadrate unterteilt und die Keramik nach diesem Raster aufgelesen (Abb.

Akar). Augstein. Reliefkeramik oder Glyptik bekannten Typs in Terrakotta ist als ungewöhnlich anzusehen. 60/64. Elsen-Novák). Das Objekt besitzt einen langen Hals und einen hochgezogenen. in die mittlere Eisenzeit datiert werden kann38. die Augen werden durch ovale Löcher wiedergegeben. 11 Terrakottafigurine Si07A-294 (Zeichnung: M. Es erinnert an eine 1996 gefundene Figurine. die aufgrund weiterer Parallelen. bei dem es sich offensichtlich um eine Bartdarstellung handelt. Die Schnauze ist im Querschnitt kreisrund und vorne platt geformt 37 38 Abb. so zum Beispiel aus Tarsus37. 126 Abb. Das handgeformte Fragment gibt die Wade und den mit einem Schnabelschuh bekleideten Fuß einer anthropomorphen Figur wieder. vermutlich konisch zulaufenden. 12 Anthropomorphe Terrakottafigurine Si06A-48 (Foto: I.58. 13 Zoomorphe Terrakottafigurine Si07A-282 (Foto: M. Oberhalb der Wade zeigt das Stück eine Bruchstelle. 13) ist nur fragmentarisch erhalten und zeigt den Kopf und den Hals eines nicht genau zu bestimmenden Tieres. Die Augen sind ebenso wie die Ohren appliziert. 31. Die Ohren oder Hörner erscheinen als runde Ausformungen. 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 Terrakottafigurinen 85 Anthropomorphe Figurine (Spätbronzezeit) Si07A-294 (Abb. die in typisch hethitischer Darstellungsweise einen im Schurzrock bekleideten Helden oder Gott gezeigt hat. Abb. 159. M 2 : 3 . Laube). M 2 : 3 Goldman 1963. die einen zapfenförmigen Fortsatz aufweist. Haider in: Hrouda 1997 a. Das Stück dürfte zu einer Figurine gehören. 11). Zoomorphe Terrakotta (Eisenzeit?) Si07A-282 (Abb. M 1 : 2 Abb. 344 und Taf. ebenso im Bereich der Fußsohle. Umzeichnung: G. Anthropomorphe Figurine (Eisenzeit) Si06A-48 (Abb. Die Wiedergabe dieses von rundplastischen Bronzefigurinen oder von Reliefwiedergaben auf Stelen. das linke Auge und das linke Ohr sind jedoch abgefallen und nicht mehr vorhanden. In der oberen Verfüllung des Steingebäudes fand sich der Kopf einer eisenzeitlichen anthropomorphen Terrakottafigurine. Der Kopf ist schematisch ausmodelliert. aber abgebrochenen Schädel sowie ein ausladendes Kinn. 12).

86 alexander ahrens u. Die Oberfläche ist gut erhalten und glatt. M 2 : 3 . wohl in die hellenistische Zeit zu datierenden Kontexten: Si07A14 aus einer Grube und Si07A-115 aus dem Fundamentgraben einer Mauer. An einer langen Außenkante und einem der »Fortsätze« sind Gussspuren zu beobachten. die jeweils 5 bis 8 mm vom Rand entfernt sind. Abb. a. Abb. M 2 :3 Abb. Der lange Hals ist gebogen und im Querschnitt rund. Beide Objekte dürften jedoch erheblich älter sein.7 cm auf und besitzt in regelmäßigen Abständen vier etwa 2 mm breite Durchlochungen.5 × 2.3 × 2.1 × 0. aus Bronze gefertigte Waagschale weist einen Durchmesser von 6. 14 M 2:3 Bronzegewicht Si07A-14 (Foto: M. leicht konvex gebogene. eine dritte verläuft von oberhalb des linken Auges bis knapp hinter das linke Ohr. 15 Bronzegewicht Si07A-115 (Foto: M. Es besitzt einen sich nach außen verjüngenden »Fortsatz« an jeder Ecke. Si07A-115 (Abb. von hier schließt ohne direkte Verbindung ein weiterer Streifen an. die Unterseite etwas rauer. 16 Bronzene Waagschale Si07A-9 (Foto: M. Akar).3 × 0. Waagschale (Bronzezeit/Eisenzeit) Si07A-9 (Abb. dessen Querschnitt ebenfalls rechteckig bis quadratisch ist. 16). 14) handelt es sich um ein 4. 15) misst 4. Die Stirnfläche ist durch zwei oberhalb der Augen liegende Eintiefungen strukturiert. istmitt mit einer waagerechten Kerbe als Öffnung. Von der Schnauze des Tieres laufen zwei mit schwarzer Farbe aufgetragene Linien bis in die Kuhle am Hinterkopf. kreisrunde. der sich über die gesamte Rückseite des Halses bis auf die linke Seite fortsetzt. Akar). Eine weitere Bemalung in Form eines schwarzen Streifens zieht von der linken oberen Halsseite um die Vorderseite des Halses herum bis zur rechten Seite. eine weitere befindet sich am Hinterkopf. Akar). Die in einer hellenistischen Grube entdeckte.9 cm und weist gleichfalls einen annähernd rechteckigen Querschnitt mit leicht gebogener Achse und vier »Fortsätzen« an jeder Ecke auf. Bei Si07A-14 (Abb. Sie dienten entweder als Gewichte oder waren Materialbarren. eine davon ist bis zum Rand hin ausgerissen. Bronzeobjekte Gewichte (Spätbronzezeit oder Eisenzeit?) Zwei wegen ihrer Form als Miniatur-»Ochsenhautbarren« bezeichnete Bronzeobjekte stammen aus sekundären.8 cm kleines Objekt mit etwa rechteckigem Querschnitt und leicht gebogener Achse.

395 und Taf. 26. v. die als Darstellung eines Gesichtes mit der Andeutung von Augen und Nase zu erkennen sind. Der Nadelrast. Si07A-109 (Foto: M. 175–181. M 2 :3 Abb.4 cm aufweist. Der Fibelbügel ist im Querschnitt rund und besitzt jeweils in der Mitte des ersten bzw.) Si06A-63 (Abb. 1. Haevernick zuzuordnen und lassen sich wohl in das 5. Abb. oder 4.58. Laube). Jh. »Maskenperlen« dieser Art sind der Gruppe 6 der Typologie phönizischer Gesichtsperlen von Th. datiert werden kann und von Zentralanatolien über Kilikien entlang der levantinischen Küste bis Palästina Verbreitung fand39. Goldman 1963.und Glasobjekte »Maskenperle« (5. die Spannungskonstruktion und die Nadel selbst sind nicht erhalten. durch eine Art umlaufende Rippe markierte Verdickung./7. 18). E. vgl. Aus der jüngeren Raumverfüllung des Steingebäudes stammt eine längliche. Ton. 159 Nr. 378 mit Taf.2 nach der Typologie von F. Chr. Den engsten Vergleich findet das Stück in einer Fibel aus Aliæar Höyük40. v. 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 Bronzefibel (8.) 87 Si07A-109 (Abb. 161. in der Grundfarbe dunkelblaue Glasperle.1 cm und eine Rillenzier. 18 Gläserne Maskenperle Si06A-63 (Foto: I. die ebenfalls im Querschnitt rund ist und einen Durchmesser von 1. 17) stammt aus dem gleichen Kontext wie der »Barren« Si07A-115. . 2–9. Haevernick 1977. Chr. 181. In der Mitte des Fibelbügels befindet sich ihre stärkste./7. v. Sie besitzt hellblaue Applikationen auf einem weißen Überzug. Pedde an. Das Stück gehört der Gruppe C1. datieren41. Chr. 180 Nr. Jh. Jh. 17 Fibelbügel aus Bronze. kommen jedoch in Tarsus bereits in der Mittleren Eisenzeit vor42. letzten Drittels des Bügels zwei kugelförmige Verdickungen mit einem Durchmesser von jeweils ca. Pedde 2000. Jh. Akar). die ins 8. 381 aus Karthago. M 2 : 3 39 40 41 42 Pedde 2000.

können aufgrund von Vergleichen mit Stücken aus Tarsus in die Mittlere Eisenzeit datiert werden43. Si07A-29 (Foto: M. Schalen mit Hängelippe sind ebenfalls bezeugt. Bisher ist nur eine Topfform mit ausladendem Bauch und verdicktem Rand belegt. Webgewicht (Eisenzeit) istmitt Abb.5 cm aufweist. das im oberen Drittel eine Durchlochung mit einem Durchmesser von ca. Akar). 21). 20. An dieser Stelle kann nur stratifiziertes Material aus der Kampagne von 2006 behandelt werden. neuassyrischen unterscheiden. die sich formal deutlich von den jüngeren. 19). Spätbronzezeit Die spätbronzezeitliche Keramik wird hier in drei Gruppen vorgestellt: häufig vorkommende monochrome Gebrauchswaren ohne Verzierung. 43 44 Goldman 1963.und der Mittelbronzezeit zum Vorschein. Rossoni 2002. N. M 2 : 3 Si07A-29 (Abb. & E.und eisenzeitliche Keramik Im Folgenden wird ein Teil des im Bereich der Nordwestterrasse bezeugten Keramikspektrums vorgestellt. Es handelt sich um ein pyramidales Gewicht mit abgeflachter Spitze und abgerundeten Ecken. . eine ritzverzierte Gruppe und kyprische Importe (Abb. 390 und Taf. 0. Es können hier zwei Waren differenziert werden: eine rosafarbig-hellbraune und fein gemagerte Ware und eine braune mit grober Magerung und dunklem Kern. Bronze. stark abgeriebenen Stempelabdruck. Schalen und Teller haben einen verdickten und gerundeten Rand. Gewichte dieser Art. sondern nur leicht verstrichen. M. Ähnliche Schalen sind aus Zentralanatolien und aus Kilikien aus SBZ II-zeitlichen Fundkontexten bekannt und lassen sich mit der sogenannten Drab Ware verbinden45. Sie sind im gesamten phönizisch-punisch besiedelten Gebiet verbreitet. V. Die Oberfläche ist geglättet und zeigt einen halbovalen. a. Es umfasst Material der Spätbronze. da die Aufarbeitung der Keramik von 2007 noch nicht abgeschlossen ist. darunter auch dem westlichen Mittelmeerraum.und der Eisenzeit sowie der hellenistischen Periode. Bei der ersten Gruppe handelt es sich um Schalen. zum Beispiel in Mozia44. für die hier exemplarisch das Stück Si07A-29 vorgestellt wird. 179. 4.88 alexander ahrens u. In den beiden Kampagnen wurden mehrere Webgewichte aus gebranntem Ton gefunden. Zusätzlich kamen auch wenige Keramikscherben der Früh. K. 20). Die Oberfläche der beiden Waren ist nicht behandelt. 19 Webgewicht (gebrannter Ton). Teller und Töpfe (Abb. Bei einigen Beispielen dieser Gruppe ist der Rand nach innen gezogen.

20 Auswahl spätbronzezeitlicher Keramikformen vom Fußboden SE36 in Raum A des Gebäudes A1 (Umzeichnung: G. M 1 : 3 Die zweite Gruppe wird bislang nur von einem Standfuß eines geschlossenen Gefäßes vertreten (Si06A-30.58. Abb. Ein ähnliches Stück. die Oberfläche weist eine Ritzverzierung mit weißer Inkrustation auf. 21). Als Ornament wurden fortlaufende parallele Zickzack-Linien und Punkte verwendet. 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 89 Abb.2. Das Gefäß besteht aus einer dunkelgrauen bis schwarzen Ware. Elsen-Novák). offenbar .

203–205. 295. 9. Symington 2001. 103. Hrouda 1997 a. Jt. Eine gehört zu einer Schale und die andere zu einer Kanne. Eine andere Ware soll hier unter Vorbehalt den kyprischen Waren zugeordnet werden: Bei den neuen Ausgrabungen kam ein Fragment der red lustrous wheel-made ware zutage. In Tarsus sind Ständerfüße der monochromen Ware mit ähnlicher Verzierung vorhanden. Kinet Höyük: Gates 2001. 354–369. istmitt zu einem Becher gehörig. Es handelt sich dabei um baseAbb. Mersin-Yumuktepe54 und Kinet Höyük55. Hrouda 2000. 10. 14–24 Kat. doch deuten mehrere Hinweise auf Zypern hin57. 169–170 Abb. 51–63. Eriksson 1993. Parzinger – Sanz 1992. Auch in Alalakh kommen diese Waren in signifikanten Mengen vor56. 8. so zum Beispiel in Tarsus-Gözlükule53. auf dem eine einfache Ritzung in Form eines Streifens angebracht ist. Åström 1972. Kozal 2005. 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 Boþazköy: Fischer 1963. 316–320. Zu Base-Ring II zählt die Randscherbe einer Kanne mit Henkelansatz. Kilisetepe: Symington 2001. 2. Hrouda dieses Stück allgemein in die zweite Hälfte des 2. 329.2 (Foto: I. 314–315. da die Produktionszentren noch nicht lokalisiert wurden. Goldman 1956. 209–213 Taf. Berghoffen 2005.und -II-Kontexten bekannt. 700. 1–38. Aufgrund des Kontextes und der Parallelen datiert B. 1232–1234. 73–74 Taf. Goldman 1956. Hrouda 1996 in Sirkeli geborgen46. In den Vorberichten von B. hingewiesen52. a. Fitzgerald 1940. . 185–186. Hein 2007. 218 Taf. Bietak 2002. Taf. Jts. 15–22. 34–68 Taf. Woolley 1955. Die SBZ I-zeitliche Ware aus Tarsus ist als white filled incised and impressed gray ware benannt. Goldman 1956. 204. Kyprische base-ring Waren sind in Kilikien in mehreren Fundorten vertreten. 329. 58. 25–28. 219–220 Abb. Parallelen sind aus Kilise Tepe47 aus SBZ-IIKontexten sowie aus Tarsus-Gözlükule48 aus SBZ-I. 315. Die Verzierung der Ware zeigt Anlehnungen an die mittelbronzezeitliche Tell el-YahudiyeWare der Levante50. das zu einer kleinen Kanne gehört. 200–201 Taf. 293. Es handelt sich dabei offensichtlich immer um ausschließlich geschlossene Formen49. Hrouda 1997 b. Die letzte Gruppe der spätbronzezeitlichen Keramik wird durch kyprische Importe gekennzeichnet. Kozal 2006 II. 21 Ritzverzierter Standfuß Si06Aring I und II Waren. Base-ring I wird durch zwei Scherben repräsentiert. Die Herkunft dieser Ware ist umstritten. 170 Abb. 5. die in den Zeitstufen SK 30. Laube). 23. wurde bereits von B. M 2 : 3 I-II auf Zypern häufig erscheinen51. 37–38 Abb. Hrouda wurde auf kyprische Importe aus dem 2.90 alexander ahrens u. Tarsus-Gözlükule: Goldman 1956.

22 Eisenzeitliche Keramik (Umzeichnung: G. . M 1 : 3 Eisenzeit Die Eisenzeitliche Keramik kann ebenfalls in mehrere Gruppen unterteilt werden (Abb. Graue Waren und KochtopfWaren. 22–24): monochrome Waren. 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 91 Abb. bemalte Waren. eine rot engobierte Ware.58. Elsen-Novák).

Mersin-Yumuktepe61 und Kinet Höyük62. Bänder. 131–133 Abb. Sowohl geschlossene als auch offene Formen. 23).25.1. Die bichrome ware ist durch die gleichen Formen wie die erste Untergruppe gekennzeichnet. 22). 10. 196–198 Abb.87. a. 14–15. Si06A-3. 1995. Si06A-34. Hier werden neben schwarz auch verschiedene Töne von Rot. Hodos u. Tarsus-Gözlükule60. 23). Die bemalte Gruppe kann in drei Untergruppen unterteilt werden: die white painted. Die helle tongrundige Oberfläche ohne Überzug ist dunkel (braunschwarz) bemalt. Gates 2000. 23 Eisenzeitliche Keramik (Umzeichnung G. konzentrische Kreise und schraffierte Dreiecke. Weitmundige Schalen haben zumeist einen verdickten und ausgezogenen Rand. Chr. 2. . a. istmitt Abb.2. bichrome und black-on-red ware. 9–10.7. alle Abb. Si06A-20. a. Abb. Abb. 22). Die Kanne besitzt einen einfachen Rand und Hals. enge Kontakte Kilikiens mit Zypern belegt werden. 160–161. Elsen-Novák). es kommen jedoch auch Teller hinzu (Si06A-20. Vor allem kommen dünnwandige Schalen mit horizontalem Bandhenkel oft vor (Si06A-20. Postgate 1999. Si06A-12. Goldman 1963. 6. 253–259 Abb.16. Collon in: Baker u. nämlich Flaschen und Teller. Kratere und Flaschen (Si06A-18. Die bemalten sowie die unbemalten eisenzeitlichen Waren zeigen enge Verbindungen mit Zypern in der mittleren und späten Eisenzeit58. Garstang 1953. Symington in: Baker u. 13. 172–176 Abb. M 1 : 3 Zu den monochromen Waren zählen überwiegend Schalen in verschiedenen Größen und Formen sowie Kannen. Braun und Lila benutzt. 164–166 Abb. 2005. Anhand 58 59 60 61 62 Gjerstad 1948.32. Abb.52. Bei allen bemalten Waren kommen die gleichen Ornamente vor: parallele Linien. Zickzacklinien. wodurch für den Zeitraum zwischen 950–650 v. 1995. a. der Unterschied liegt einzig in den verwendeten Malfarben.92 alexander ahrens u. Si06A-14. Bei den Stücken der white painted ware handelt es sich um zweihenklige Schalen. Die Technik der beiden Waren ist nahezu identisch. Die blackon-red ware erscheint im Gegensatz zu den anderen bemalten Waren selten (Si06A-20. sind vorhanden. Dies gilt auch für die anderen Fundorte in Kilikien wie Kilise Tepe59.2.

black-on-red III-IV und plain white IV ware zuordnen. 24 Eisenzeitliche Keramik (Umzeichnung: G. Si06A-23. Si06A-3. Die rot engobierte Ware ist in der Levante vor allem ab dem 8. Manche weisen Kerbungen am Rand auf. verbreitet64. white painted IV. sind sie in Sirkeli Höyük bisher nicht belegt. Obwohl Flaschen dieser Ware aus anderen Fundorten bekannt sind. Si06A-20. v. 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 93 Abb.11. 24). . Ebenfalls bezeugt sind Knickwandschalen. Die Teller haben verschiedene Randformen. alle Abb. sowohl mit ausladenden als auch mit nach innen gezogenen Rändern. Si06A-25. Si06A-33. Schreiber 2003. Jh.93.9. 63 Zur Datierung s. Chr. Elsen-Novák). Zur Ware mit rotem Überzug zählen Teller und Schalen (Si06A-33.58.13.20. M 1 : 3 von Vergleichen mit kyprischer Keramik lassen sich die hier bezeugten bemalten Waren der bichrome III-IV.50.

»Fischteller« und »Unguentarien«. dass zumindest das Plateau des Höyük in der Kaiserzeit nicht mehr genutzt wurde. »Westabhangkeramik«. v. Kurzer Fuß mit profilierter Standplatte. 24) und eine Miniatur-Schale dieser Gruppe geborgen werden. Besonders die Häfen und der Übergang nach Syrien spielten während der Auseinandersetzungen der Seleukiden und Ptolemäer im 3. Die hellenistischen Funde aus Sirkeli konzentrieren sich auf das 3. v. kennzeichnend ist die dichte. Hals und Mündung abgebro- 64 65 66 Lehmann 1998. eine wichtige Rolle. 7–28. dass im Hellenismus Produktionszentren dezentralisiert werden.und eisenzeitlichen Keramik-Assamblagen verdeutlicht. Das Fragment eines »megarischen Bechers« und ein Eastern Sigillata A-Teller sind im späten Hellenismus entstanden. Funde der hellenistischen Epoche Vorgelegt werden ausgewählte Funde der hellenistischen Zeit. Meyer und M. Griechische Kolonien wie Aigeai und Alexandreia kat’Isson wurden gegründet. Massenware wie die »Echinusschalen« gehören auch hier zu den häufigsten Typen. 2004. Ware und Oberfläche weisen eine dunkle Farbe auf. und 2. Chr. Jh./Anfang 3. An der Basis beginnende Schwellung des runden Körpers. Auch die Kochtopfware ist bisher sehr selten und nur durch Wandungsfragmente von Töpfen mit vertikalem Henkel belegt. istmitt Bei der Grauen Ware handelt es sich um eine seltene Gruppe. Methodisch erfolgt die Datierung über Vergleiche. v. Chr. Einen Überblick über die vorrömische Geschichte Kilikiens haben jüngst M. Jh. . Jh. Sayar vorgelegt in: Ehling u. finden sich jetzt verstärkt Waren. Jüngere Funde sind bislang nicht bekannt. gleichzeitig aber eine Uniformität der Produkte beibehalten wird: die nächsten Parallelen für das Fundmaterial stammen nach wie vor mehrheitlich aus Syrien oder Zypern. da die Fundkontexte keine präzisere chronologische Einordnung ermöglichen.) Si07A-225 (Abb. 2006 konnten nur eine Schale (Si06A-15. VI.94 alexander ahrens u. Rot-brauner Ton (Munsell 7. Dabei ist auch in Kilikien die Tendenz zu beobachten. 25). Während in den vorangehenden Jahrhunderten überwiegend der Vordere Orient und Zypern Keramikimporte bzw. die einen repräsentativen Überblick über das Spektrum der jüngsten Schichten vermitteln. so dass zu diesem Zeitpunkt davon auszugehen ist. a. In Kilikien sind die Folgen des Alexanderzuges und der Gründung der hellenistischen Diadochenreiche archäologisch durchaus zu fassen65. Vorbilder für lokale Imitationen lieferten66. Keramik Unguentarium (Ende 4. E. und 2. mittelgroße Magerung. Abb. Ausnahme in Sirkeli ist bislang die Imitation einer ionischen Schale (Si06A-25. a. die aus dem gesamten östlichen Mittelmeer bekannt sind: »Megarische Becher«. Chr.5 YR 6/4). Sowohl die Matrix als auch der Überzug sind grau. K.50. dass sich das Material aus dem Sirkeli Höyük in das allgemeine Bild der kilikischen Keramik mit ihren lokalen und importierten Waren einpasst. hier nicht abgebildet). Kilikien gelangte im Hellenismus erstmals unter griechisch-makedonische Verwaltung. Die vorläufige Bearbeitung der spätbronze.

Rottroff 2006. 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 95 Abb.58. Im Gegensatz zu den späteren. 248 Taf. M 1 : 3 chen. 25 Hellenistische Keramik (Umzeichnung: G. Goldman 1950. a. Chr. . 472–474. 68 Nr. spindelförmigen Formen mit stielartigem Fuß besitzt das Exemplar aus Sirkeli einen runden Körper mit großem Durchmesser67. Weitere Vergleiche aus Sardis69 oder Tarsus70 lassen sich daneben stellen. 67 68 69 70 Allgemein zur Formentwicklung Thompson 1934. Rottroff u. (Gruppe A). 43. 187. Metzger 1969. Nr. Elsen-Novák). 231 Nr. 135 Abb. 409 Taf. 2003. 28. Heimberg 1982. Diese Merkmale erlauben einen Vergleich mit Exemplaren der Gruppe A aus stratifizierten Kontexten von der Athener Agora68. 250 Taf. 52 – Kontext 320–220 v. 92–93.

Jh. 117. Dm Lippe: 13 cm. Chr. 1957. Nr. die innerhalb der hellenistischen Grube zu tage kam.). 24 Taf. Hellbeiger Ton (Munsell 5 YR 6/6). 1019 Abb.und mittelhellenistischen Kontexten stammt. Chr. 9–10. 7 (1. Standring. ./3. 275 v. 93 (Gruppe III).) zur Seite gestellt werden. 25). Heimberg 1982. Crowfort u. 25). Steilwandigkeit und Abflachung der Decke finden sich in diesem Zeitraum sowohl bei Rundschulterlampen als auch bei Diskuslampen mit abgesetztem Rand.).). 67 Abb. Abb. Hälfte des 4. Chr. a. auf deren formale Verwandtschaft bereits Scheibler hinwies in: Scheibler 1976. 8 Nr. 3. v. 9–10 Taf. 33 Nr. Jh. 85. 1000. Echinus-Schüssel (3. Viertel 3. a. Goldman 1950. Jh. 367 Nr. Bei den »Echinusschüsseln« tendiert die Formentwicklung von einer ursprünglich geschlossenen. Taf. 117. innen komplett.96 alexander ahrens u. v. Nr. Jh. 10.). DeLuca 1999. Echinus-Schüssel (3.). Jh. Goldman 1950. 435 Abb. ohne Überzug. 38–39 DSL 3 Diskuslampen (380–220 v.37 (Typ 24 C: 5.) Si06A-46 (Abb. 30 Taf.)78. 32 Nr. Edwards 1975. v. Chr. Chr. den Fundamentsondagen des Großen Altars von Pergamon77 oder aus Tarsus (spätes 3. Jhs. Öllämpchen (4. v.38 (Typ 25 A). Geschlossener. 1957. Chr. 32 Nr. Braun 1970. v. Vergleiche finden sich sowohl bei schwarzgefirnissten Exemplaren von der Athener Agora (1. v.) ebenfalls ohne Überzug. 180. 63 Taf. Sardis80. 95 Taf. Jh./4.). außen partiell gefirnisst (semi-glazed). 4 (4. 44 (»semi-glazed«. v. 261 Taf. v. Chr. 26–27 RSL 4 Rundschulterlampen (400–250 v. Crowfort u. Berlin – Slane 1999. Rottroff 1997. 25)./2. Mitte 3.) istmitt Si07A-188 (Abb. verengender Spiegelöffnung und flachem Boden ohne Standring. 4 Abb. Crowfort u. – Mitte 2. hoher kugelförmiger Körper mit abgesetztem Rand. Nr. Chr./frühes 2. können zahlreiche Parallelen aus Korinth79. 2. 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 Howland 1958. rot-oranger Überzug. wo dieser Typus ebenfalls aus früh. belegt ist71. Der Form. Goldman 1950. a. Vgl. v. 15.) oder Samaria83 (3. mit breiter werdender Lippe 31 Nr. Chr. 122 Abb. Jh. Chr. Chr. 434 Taf. 60 Abb. v. 223–224 Abb. 156–157 Nr. bis in die Mitte des 3.) Si07A-292 (Abb. rundlichen Form zu einer offeneren. 251 Nr. innen komplett. Dm Lippe: 10 cm. 341 Nr. die zum Typ 25 A gehören. v. 38. 140. 56. 63 Taf. Edwards 1975. a. Allgemein Thompson 1934. 24. Die typologischen Merkmale begegnen bei Exemplaren vom Kerameikos und der Athener Agora. 2003. 94. 128. 4. typologische Gemeinsamkeiten finden sich auch bei Nr. Zur Herstellung des Überzugs vgl. Chr. Die Schnauze ist abgebrochen. Chr. 2003. Jh. 32 Taf. außen partiell gefirnisst (semi-glazed). Nr. v. Jh. horizontaler Decke. Nr.)75. Jh. Jhs. Edwards 1975. 292. 77 (ca. Rottroff u. deren Wandung zunehmend gerader wird und lediglich der Rand scharf nach innen einknickt74.42 (Typ 33 A) mit abgebrochener Öse. Chr. Viertel 3. 10. 49. aus Korinth76. Jh. Recke 2003. Standring. 2. 5. Schäfer 1968. a. 110 Nr. Jh. v. Chr. 76 (1. Ähnliche Exemplare aus lokaler Produktion sind aus Tarsus72 und Samaria73 bekannt. Orange-beiger Ton (Munsell YR 7/6–7/8) mit Kalkeinschlüssen. v. Perge81. Jh. Chr. Chr. 27 Taf. 29–30 Nr. Vgl. als auch bei partiell gefirnissten Exemplaren des 3. 20 Taf. 2 (schwarzgefirnisst. Jh.). 4. 180 (spätes 4. Viertel 3. 76. bis Mitte 2. v.). Nr. 41–43. Chr. 141 Nr. a. 37. Hellbeiger Ton (Munsell 5 YR 6/6).). Rottroff u. 156–157 Nr. 80 Taf. 1957. 295 Taf. Tarsus82 (spätes 4. der noch keine Öse aufweist und von der 1. rot-oranger Überzug. 38–41. v. 9. Chr.

40 Taf. rot-oranger bis brauner Firniss. 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 Rottroff 2006. In Samaria stammen sie aus den Fundamentgräben der hellenistischen Festungsmauer. Chr. Innen komplett. Teller mit runder Vertiefung in der Mitte des Bodens91. a. Chr. Recke 2003. Jh. Stratifizierte Kontexte auf der Athener Agora und aus dem Dipylon-Brunnen B1 ermöglichen dort eine Datierung ins 3. Jh. 96 Abb. 11. 1957. bis 1. Hayes 1991. v. Parallelen mit einem nahezu horizontalen Rand sind in Samaria ins 2. 54. 26). Chr. Jh. 26). v. und 1. Lokale Produktionsstätten für diese Ware finden sich im gesamten östlichen Mittelmeer vom 4. 26 Taf. datiert worden94. Nr. auch 97 Nr.)95. 155. 31. 3./2. 1957. v./frühes 2. Chr. Jh.14 (Abb. Jh. 8. 47 Taf. Jh. Chr. 210 Taf. Jh. 240–242. Rosa-beiger Ton. 139 Nr. Hayes 1991. v. – 1. Chr. matt-braune Bemalung im Halsbereich: Kranz mit länglich-schmalen (Lorbeer-) Blättern. Dm Lippe: 26 cm. a. 120 Abb. 4. 20.) Si06A-57 (Abb.) 97 Si06A-1. Vgl. 37. 7. Hälfte 3. Goldman 1950. 220–221 Abb. 161 Nr. Die tiefen Exemplare scheinen hauptsächlich ins 2. Hayes 1991.). nach 200 v. 260. 168 Abb. PW 403 Taf. v. a. 250–125 v. 76 (Abschnitt XI. 3. v.)87. Nr. außen nur partiell gefirnisst. 136 Nr. 63 Abb. 137 Taf. 220. 105–107 Nr. Crowfort u. v./2. 5.).) zu datieren86. Innen komplett gefirnisst.). Berlin – Slane 1997. 25). Hälfte 2./frühes 2. Crowfort u. Innen ist mit weißer Farbe ein Kranz von Lorbeerblättern im Westabhangstil aufgetragen. Chr. 111 Nr.96. 127 Abb. 50–51. gebaut wurde93. 162. schwarz-grauer stumpfer Überzug. 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 Krater (3. 7. Perge89 und in münzdatierten Kontexten aus Paphos90 (2. Jh. 157 Well 11 Abb. 83. Jh. Jh. 212 Nr. 14 (»Quarry-Pitt in Room AΛ«). v. Chr. 1957. 30. 49–50 Nr. Goldman 1950. Vergleiche für diese bemalte Küchenware finden sich in mehreren Fundorten des östlichen Mittelmeers. Crowfort u. 3. 133. Chr.) Si06A-18 (Abb. Dm: 14 cm. . Allgemein Schäfer 1968. Chr. Braun 1970. Jh. Dm: 12 cm. vgl. 34. außen partiell (semi-glazed). Schale mit innen abgesetzter Lippe. Gelb-beiger Ton. 220 Abb. 218 Taf. dünn aufgetragene. 60 Nr. Goldman 1950. v. v. 220 Nr. Chr. v. v. 11. 19 Abb. v. in Paphos aus dem 2. Fischteller (2. Schale im »Westabhang« Stil (3. Jh. Heimberg 1982. Heimberg 1982.84. Weitere ähnliche Exemplare stammen in Tarsus aus der Middle Hellenistic Unit (spätes 3. 37. 43. der durch Münzfunde ins späte 2. 5. Jh. zu gehören92. 208 Taf. Auch in Tarsus sind die Fragmente in die »Middle Hellenistic Unit« (spätes 3. 5. 56./2. v. Chr. Jh. Chr. Gelb-beiger Ton mit hellem Überzug. 260–263 Abb. auch die Gefäße in Pergamon de Luca 1999. datiert werden kann85. Chr. Edwards 1975. 212 Taf.58. In Paphos wurde ein Exemplar im »Well 20« gefunden. Chr. Chr. 6. 51. Vergleiche begegnen in Tarsus88 (2. die Mitte des 2. 178. In Tel Anafa stammt ein Exemplar aus der Schicht Hell 1B (ca. Der breite Durchmesser weist eher auf einen Krater als eine Amphore hin. Jh. 183 (MHU).

26 Hellenistische Keramik (Umzeichnung: G. die durch eher tropfenförmige Pfeile getrennt werden. Rand-Wandungsscherbe. Herstellungstechnik. v. Unterhalb des Kymas ein nach links laufendes Spiralband.) Si06A-51 (Abb. a. 13–14. die unterhalb der Mündung einzieht. Das obere Drittel ist nicht verziert. . M 1 : 3 Megarischer Becher97 (2. Die weit ausladende. 26). istmitt Abb. Chr. Die Lippe schwingt scharf nach außen. darunter ein weiteres (?) nach rechts laufendes. Dekor: Unterhalb eines schmalen Wulstes ionisches Kyma mit flachen. stark zerrieben. Elsen-Novák). braun-glänzender Überzug. 1–2 mit weiterer Literatur. dreieckigen Eiern. Dm: 12 cm./1.98 alexander ahrens u. Laumonier 1977. s. Jh. erlaubt eine Zuweisung zur 97 Zu Namen. Hellbeiger Ton. nach innen gebogene Wandung. die Einleitung bei Kossatz 1990. Formentwicklung etc.

18–19./2. feiner Ton. 11 F 2 Taf. Für die Dekorkombination konnte bislang keine direkte Parallele gefunden werden99. Chr. 32–33. 3.6 cm. auf dem Reste des Punktdekors zu erkennen sind./1. zusammenfassend Kossatz 1990. v. 68. Robinson 1959. durch jüngere Formen abgelöst werden. v. 123–124.58. etwa auf Höhe des Schlüsselbeins gebrochen. 76. s. Br 2. Nr. die an eine Imitation von Vorbildern denken lässt100. Kossatz 1990. Crowfort u. M 689 Abb. 9306 Taf. Chr. M 414 Abb. über der Stirn markieren parallele Ritzungen einzelne Strähnen. Jh.) Si07A-227 (Abb. 220 – zahlreiche Becher sind in der späthellenistischen Phase bezeugt. Waagé 1948. ein Fragment aus dem Dipylon-Brunnen B 1 mit Flechtband unter dem ionischen Kyma: Braun 1970. rot-oranger Überzug. 1957. 232 Nr. Kossatz 1990. 2. die beide gleichzeitig am Ende des 2. 282. Goldman 1950. M 66. 1. 2 Abb. auftauchen und erst am Ende des 1. M 53. 163. 211 Taf. Antiochia109 oder Tarsus110 lassen sich daneben stellen. Roman Ia pottery. Der Beginn der Produktion von Reliefbechern in Kleinasien wird um 200 v. Chr. v. Jh. 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 99 ephesisch-ionischen Gruppe98. Das Exemplar aus Sirkeli Höyük gehört zur Form 3 oder 4 a bei Hayes107. Chr. zur Form vgl. 25. Form 1. der unterbrochen wird durch schmale. 23 Nr. Chr. 9315. angesetzt. Diese in der älteren Literatur als »pergamenisch« angesprochene. Crowfort u.19. Dafür spricht auch die eher grobe und unregelmäßige Ausarbeitung der Einzelformen. – Vgl. Die Oberfläche ist stark zerrieben. Jhs. Jhs. 296 Nr. bis Ende 1. Kossatz 1990. Taf. Chr. M 388. 7–8. 123. Das Fragment stammt aus der hellenistischen Grube. 149. In Antiochia finden sich in der Late Hellenistic Period (2. a. für ähnliche Exemplare aus Delos bei Laumonier 1977. 121–124 Taf. v. 121. 15. 46 mit liegenden Spiralen oder Flechtbändern. In Tarsus sind sie ohnehin nur in geringer Anzahl vertreten und weisen eine Verwandtschaft mit Exemplaren aus Samaria und Antiochia auf105. Kossatz 1986. 1957. 41. 5517 Taf. 68–69. 27). Eastern Sigillata A-Teller (Ende 2. 31. a. Innen hohl.) Si06A-56 (Abb. Chr. M 338 Abb. In Tarsus101. Waagé 1948. – Kymata mit tropfenförmigen Pfeilen finden sich bei unklassifizierten Stücken aus Milet vgl. Dm: 28 cm. 29–30. Die Chronologie dieser Fundorte weist die Becher ins 2. a. 3. Nr. Jh. Vgl. Die Frau trägt einen großen Kranz. 259 Abb. 99. M 1961. 108. Hellbeiger. diagonal verlaufende 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 Kossatz 1990. M 56 alle Taf. M 634. 26). Hayes 1985. rötlich-orange Ware stammt aus dem östlichen Mittelmeer und der syro-palästinischen Region106. Vgl. 188 Taf. die Beispiele Anm. H 3. Allgemein zur Chronologie s. Jh. Dargestellt ist eine ältere Frau mit langem Haar. Terrakotten Statuette (3. Vergleiche aus Samaria108. Kossatz 1990. 1957. Goldman 1950. Kopf bis zum Halsbereich erhalten. v.) vergleichsweise viele Becher – Waagé 1948.7 cm. Gelb-beiger Ton. 35. 136 (Hellenistic-Roman Unit). Es könnte sich um eine lokale kilikische Werkstatt handeln. 60. Nr. 258. Goldman 1950. 163. das über der Stirnmitte gescheitelt und am Hinterkopf zu einem Knoten hochgesteckt ist. v. offenbar aus einer vielfach benutzten Form. Lange schmale Locken fallen auf die Brust herab. Crowfort u. ./1. Antiochia102 oder Samaria103 begegnen sie in größerer Anzahl nicht vor dem späten Hellenismus104.

wie dies bei den Tamburinspielerinnen oder Gefäßträgerinnen der Fall ist115. Eine ähnlich parallele Ritzung zur Angabe des Haars über der Stirn.). Fischer 1994. Taf.). 28 Statuette Si07A-87 (Foto: M. 145 Taf. die Betonung der Augen und der kleine Mund begegnen bei Vergleichen des 3. . Die Statuette wird mit großer Wahrscheinlichkeit als Votivfigur fungiert haben. Akar). Vgl. 13. 75 g. 136 Taf. v. die Tamburinspielerinnen bei Fischer 1994. 292 Taf. um solche dürfte es sich auch bei der Terrakotte aus Sirkeli handeln. v. Fischer 1994 – beispielsweise Nr. 216 (3. der auf dieser Seite getragen wurde. v. knollige Nase sowie die leicht herabhängenden Winkel des kleinen Mundes auf. Chr. Török 1995. Vgl. die große. Die ikonografischen Merkmale lassen ohne den Körper keine eindeutige Zuordnung zu. D 4492 Taf. Nr. Akar). Jh. Jhs. Nr. Török 1995. Der karrikatureske Gesichtsausdruck erinnert auch an Baubodarstellungen. Chr. – Vgl. M 2 : 3 Abb. Tatsächlich finden sich auch dort die nächsten Parallelen für die Typenmerkmale im Kopfbereich. Jh. Über Kranz und Hinterkopf ist ein Mantel gezogen.116. Nr. Nr. a. Besques 1972. 75 d. Im rundlich-fülligen Gesicht fallen die von schmalen Wülsten gerahmten Augen. die ebenfalls Kranz und Isislocken tragen.). Sie begegnen in der Regel bei Personen aus dem Kultbereich der Isis wie Orantinnen. Nr. D/E 4516 Taf. welche die Kranzbinden andeuten. 110 (3. istmitt Abb. E 395 Taf. Die schräge Bruchkante auf der linken Seite unserer Statuette könnte darauf hindeuten. 27 Terrakotta Si07A-227 (Foto: M. 61 c. – Fischer 1994.). Jh. 187 (2. das volle Gesicht. und 2. Bei besser erhaltenen Exemplaren dieses Typus von Frauenköpfen sind die auf die Brust fallenden gedrehten Isislocken deutlich zu erkennen. 55. 888 Taf. 93. vgl. Eine Datierung wird durch die schlechte Ausformung von Details erschwert. 1. aber auch mitunter bei AphroditeIsisdarstellungen113. Nr./1. 136 (2. Chr. 839 Taf. 116 Nr. meist jedoch lächeln114. 183. 99 Nr. Vgl. Jh. v. v. Der dadurch leicht karrikaturesk wirkende Gesichtsausdruck erinnert an griechisch-römische Terrakotten aus Ägypten111.100 alexander ahrens u. Tamburinspielerinnen oder Gabenbringerinnen112. Besques 1972. Chr. 88. Chr./2. 111 112 113 114 115 116 Vgl. etwa eine Statuette bei Beyer-Niemeier 1988. 887. M 2 : 3 Ritzungen. dass hier ein größerer Gegenstand abgebrochen ist.

28). Töpperwein 1976. so dass eine längere stratigrafische Sequenz vorliegt. Die bislang bekannten Beispiele stammen größtenteils aus dem westlichen Kleinasien. Der Kopf gehörte zu einer weiblichen Gewandfigur mit langem Mantel. hier ist der Ton nur grob verstrichen. Zusammenfassung und Ausblick Das wichtigste Ergebnis der ersten beiden Kampagnen des neuen Projektes besteht in der Beobachtung. die mit einem oder zwei erhobenen Armen dargestellt werden und im griechischen Osten seit dem 3. 98 Nr. Das Ziel der Erstellung einer abgesicherten Chronologie ist folglich durch weitere Grabungen zu erreichen.80 m hoch erhaltenen Mauern anstehen. Vgl. 240. vermutlich aus einer stark benutzten Matrize. zudem wurden die Exemplare häufig aus abgenutzten Formen hergestellt. Töpperwein 1976. Die Rückseite der Figur ist nicht ausgearbeitet. In der Eisenzeit wiederum liegt ganz of- 117 118 Ausführlich zu dem Typus und anderen Fundorten vgl. Unter den Steinbauten findet sich eine mittelbronzezeitliche Vorgängerbebauung. 39. 21. 5. aus Troja und Pergamon118. Zumindest im Westen war diese Architektur offenkundig bis in die Eisenzeit hinein in Benutzung und wurde – nach einigen Umbaumaßnahmen – aufgegeben und zugeschüttet. Das Fundmaterial bestätigt das aus den Grabungen von 1936 und 1992–97 gewonnene Bild.5 YR 5/6). L. Die nächsten Parallelen finden sich bei Orantinnen. Die Oberfläche ist stark zerrieben. sind in der Spätbronzezeit starke anatolische Einflüsse und Verbindungen mit Zypern zu erkennen. dass im gesamten Bereich des Plateaus nördlich der »Zitadellen«-Kuppe nur etwa 1 m unterhalb der Hügeloberfläche und überlagert von einer kleinteiligen hellenistischen Bebauung Reste von Steinarchitektur mit bis zu 1. Rötlich-brauner Ton (Munsell 7. der Hinterkopf und Schultern verhüllt. Innen hohl. Erhalten sind der Kopf und die rechte Schulter bis zur Brust. auftreten117. wonach in den verschiedenen Epochen unterschiedlich gewichtete Fremdeinflüsse in der materiellen Kultur zu beobachten sind: Während sich das mittelbronzezeitliche Material gut mit Objekten aus der Levante und Nordsyrien vergleichen lässt. 519 Abb. Vom Gesicht ist kaum noch eine Binnenstruktur zu erkennen. Die Typendauer ist sehr lang. Unterhalb des rechten Oberarms horizontaler Bruch bis zur Brust. Die Betenden dürften als Votivgaben gedient haben. 74 Taf. so dass eine Datierung zusätzlich erschwert wird.58. 243 alle Taf.5 cm. Der Typus einer frontal dargestellten Frauenfigur mit verhülltem Hinterkopf ist relativ selten. 60–62. Diese sollen räumlich deutlich erweitert werden und neben dem Plateau auch die Unterstadt und die Zitadellenkuppe umfassen. auch Hepding 1910. Das Haar rahmt das Gesicht und fällt in langen Locken auf die Brust herab. 40. Burr Thompson 1963. Zusätzlich soll die Fortführung der Geländebegehungen Aufschluss über die Größe der gesamten Siedlung geben. Jh. v. Nr.5 cm Br 2. I. Vgl. 2008 sïrkelï höyük 2006 – 2007 Statuette (hellenistisch) 101 Si07A-87 (Abb. Chr. Vor der Brust ist die rechte Gewandbahn über die linke gelegt. Nr. unterhalb der linken Schulter vertikaler Bruch. nur ein kleiner Teil stammt aus Gräbern. VII. Auch der schlechte Erhaltungszustand bei der Statuette aus Sirkeli Höyük erlaubt lediglich eine allgemeine Datierung in hellenistische Zeit. . Dies gilt sowohl für den östlichen Bereich – das 1997 freigelegte Steingebäude oberhalb der Reliefs – als auch für den 2006 und 2007 untersuchten westlichen. 250 Taf. 95 f. H 5. 242.

dass sich auf der Grundlage weiterer Ausgrabungen die Fragen nach Kulturkontakten und Austauschprozessen in diesem bedeutenden kilikischen Fundort beantworten lassen können. Jh. v. der Ägäis und Zentral-Anatolien eingebunden war. Cyprus. M. Zypern. a detailed account of the renewed excavations is presented. a. und 2. N. war der Sirkeli Höyük ebenso wie ganz Kilikien in den hellenistischen Kulturraum einbezogen. assyrische und sogar phrygische Importe vorhanden sind. Wie die Funde bezeugen. in einen regen wirtschaftlichen und kulturellen Austausch mit der Levante. Nach einem kurzen Überblick über die bisherigen Forschungen auf dem Sirkeli Höyük werden im vorliegenden Beitrag die Ergebnisse der neuen Ausgrabungen vorgestellt. Das Fundmaterial bezeugt. C. Kilikien) brachten im Nordwesten der antiken Siedlung Reste eines monumentalen Fortifikationsbaus aus der Hethitischen Großreichszeit/Spätbronzezeit II zum Vorschein. Finds made within the complex show that the building was modified and re-used during the Iron Age. The finds clearly show that the site was actively engaged in cultural exchange and trade with the Levant. the Aegean and Central Anatolia in the 2nd and 1st millennia B. Savunma yapısından elde edilen buluntular. Hellenistik Dönem’de ise bu alanda konut mimarisi görülmektedir. Chr. yerleæimin kuzeybatı terasında Hitit Ïmparatorluk Dönemi’ne ait bir savunma sisteminin kalıntıları bulundu. Later. yapının Demir Çaþı’nda da kullanıldıþına iæaret etmektedir. war das Gebäude nach einigen Umbauten bis in die Eisenzeit hinein in Benutzung. Zusammenfassung: Die in den Jahren 2006 und 2007 von der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Onsekiz Mart Üniversitesi Çanakkale wieder aufgenommenen Ausgrabungen auf dem Sirkeli Höyük nahe Adana (Süd-Türkei. und 1. Sïrkelï Höyük – Kïlïkya’da kültürel ïlïækïler Alman-Türk Heyetï Tarafından Yapılan 2006 ve 2007 Yılı Çalıæmaları ön Raporu Özet: 2006 ve 2007 yıllarında Tübingen Eberhard Karls ve Çanakkale Onsekiz Mart Üniversiteleri’nin ortak olarak yürüttüþü Adana yakınlarındaki Sirkeli Höyük kazılarında. Während des 3. A presentation of the finds and ceramic material recovered is given. the surrounding area of the mound was occupied by Hellenistic buildings. v. Bu ma- . dass der Ort im 2. Diese vorläufigen Ergebnisse lassen erhoffen. In hellenistischer Zeit wurde das Gelände durch einfache Hausarchitektur überlagert. after a brief introduction to the history of the region and the previous research carried out at the site. Jt. istmitt fenkundig eine sehr enge Beziehung zu Zypern vor. In this article. Sïrkelï Höyük – Culture contacts in Cilicia A preliminary report on the German-Turkish excavations in 2006 and 2007 Abstract: New excavations conducted in 2006 and 2007 by the University of Tübingen (Germany) and the Onsekiz Mart University of Çanakkale (Turkey) at the site of Sirkeli Höyük near Adana (southern Turkey. Cilicia) have revealed the remains of a massive fortification with butresses the north-western terrace dating to the Hittite Imperial Period/Late Bronze Age II.102 alexander ahrens u. wobei jedoch auch levantinisch-phönizische. Chr.

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