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Alices Abenteuer Im Wunderland Lewis Carroll

Alices Abenteuer Im Wunderland Lewis Carroll

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  • O schöner, goldner Nachmittag
  • Der Verfasser
  • Erstes Kapitel
  • Zweites Kapitel
  • Drittes Kapitel
  • Viertes Kapitel
  • Fünftes Kapitel
  • Sechstes Kapitel
  • Siebentes Kapitel
  • Achtes Kapitel
  • Neuntes Kapitel
  • Zehntes Kapitel
  • Elftes Kapitel
  • Zwölftes Kapitel

Lewis Carroll

Alice's Abenteuer im Wunderland

O schöner, goldner Nachmittag

O schöner, goldner Nachmittag, Wo Flut und Himmel lacht! Von schwacher Kindeshand bewegt, Die Ruder plätschern sacht – Das Steuer hält ein Kindesarm Und lenket unsre Fahrt. So fuhren wir gemächlich hin Auf träumerischen Wellen – Doch ach! die drei vereinten sich, Den müden Freund zu quälen – Sie trieben ihn, sie drängten ihn, Ein Mährchen zu erzählen. Die Erste gab's Commandowort; O schnell, o fange an! Und mach' es so, die Zweite bat, Daß man recht lachen kann! Die Dritte ließ ihm keine Ruh Mit wie? und wo? und wann? Jetzt lauschen sie vom Zauberland Der wunderbaren Mähr'; Mit Thier und Vogel sind sie bald In freundlichem Verkehr, Und fühlen sich so heimisch dort, Als ob es Wahrheit wär'. – Und jedes Mal, wenn Fantasie Dem Freunde ganz versiegt: – „Das Uebrige ein ander Mal!“ O nein, sie leiden's nicht. „Es ist ja schon ein ander Mal!“ – So rufen sie vergnügt. So ward vom schönen Wunderland Das Märchen ausgedacht, So langsam Stück für Stück erzählt, Beplaudert und belacht, Und froh, als es zu Ende war, Der Weg nach Haus gemacht.

Alice! o nimm es freundlich an! Leg' es mit güt'ger Hand Zum Strauße, den Erinnerung Aus Kindheitsträumen band, Gleich welken Blüthen, mitgebracht Aus liebem, fernen Land. --

-1 Übersetzerin dieser Fassung war Antonie Zimmermann . die einige eingestreute Parodien englischer Kinderlieder.Der Verfasser Der Verfasser wünscht hiermit seine Anerkennung gegen die Uebersetzerin1 auszusprechen. welche das Buch allein der Gewandtheit der Uebersetzerin1 verdankt. Ebenso sind für die oft unübersetzbaren englischen Wortspiele passende deutsche eingeschoben worden. welche der deutschen Jugend unverständlich gewesen wären. durch dergleichen von bekannten deutschen Gedichten ersetzt hat.

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daß sie fiel. wie ein Tunnel. „nach einem solchen Fall werde ich mir nichts daraus machen. Laß sehen: das wären achthundert und funfzig Meilen. denn sie hatte Zeit genug. an Haken aufgehängt. um es in ein großes Loch unter der Hecke schlüpfen zu sehen. ihre . Vor Neugierde brennend. doch zur Zeit kam es ihr Alles ganz natürlich vor. aus Furcht Jemand unter sich zu tödten. daß sie mit Küchenschränken und Bücherbrettern bedeckt waren. wenn ich selbst von der Dachspitze hinunter fiele!“ (Was sehr wahrscheinlich war. ehe Alice noch den Gedanken fassen konnte sich schnell festzuhalten. „Nun!“ dachte Alice bei sich. und obgleich dies keine sehr gute Gelegenheit war. sprang Alice auf. „ohne Bilder und Gespräche?“ Sie überlegte sich eben. was nun wohl geschehen würde. hier und da erblickte sie Landkarten und Bilder. um zu wissen wohin sie käme. und es gelang ihr.) Aber als das Kaninchen seine Uhr aus der Westentasche zog. um eine Kette damit zu machen. Wie muthig sie mich zu Haus finden werden! Ich würde nicht viel Redens machen. aber es war zu dunkel etwas zu erkennen. das ihre Schwester las. es in einen andern Schrank. oder sie fiel sehr langsam. Da besah sie die Wände des Brunnens und bemerkte. Dies war grade nicht sehr merkwürdig. ein Kaninchen mit einer Westentasche und einer Uhr darin zu sehen. Alice fand es auch nicht sehr außerordentlich. Der Eingang zum Kaninchenbau lief erst geradeaus. nach der Zeit sah und eilig fortlief. und ging dann plötzlich abwärts. fühlte sie schon. Sie wollte es nicht fallen lassen. und kam noch zur rechten Zeit. zu schieben. wie in aller Welt sie wieder herauskommen könnte.) Hinunter. daß sie sich darüber hätte wundern sollen. in einen tiefen. Zuerst versuchte sie hinunter zu sehen. denn sie war schläfrig und dumm von der Hitze. rannte sie ihm nach über den Grasplatz. „Ich muß ungefähr am Mittelpunkt der Erde sein.Erstes Kapitel Hinunter in den Kaninchenbau Alice fing an sich zu langweilen. hinunter. sich beim Fallen umzusehen und sich zu wundern. „Und was nützen Bücher. Den nächsten Augenblick war sie im nach in das Loch hineingesprungen. o weh! Ich werde zu spät kommen!“ (Als sie es später wieder überlegte. (so gut es ging. wenn ich die Treppe hinunter stolpere. daß sie das Kaninchen sagen hörte: „O weh. tiefen Brunnen. als plötzlich ein weißes Kaninchen mit rothen Augen dicht an ihr vorbeirannte. ohne zu bedenken. denn es waren weder Bilder noch Gespräche darin. aber zu ihrem großen Verdruß war es leer. denn es war ihr doch noch nie vorgekommen. Sie nahm im Vorbeifallen von einem der Bretter ein Töpfchen mit der Aufschrift: „Eingemachte Apfelsinen“.) ob es der Mühe werth sei aufzustehen und Gänseblümchen zu pflücken. gefiel ihr nicht. hinunter! Wollte denn der Fall nie endigen? „Wie viele Meilen ich wohl jetzt gefallen bin!“ sagte sie laut. Entweder mußte der Brunnen sehr tief sein. fiel ihr ein. glaube ich –“ (denn ihr müßt wissen. Alice hatte dergleichen in der Schule gelernt. sie saß schon lange bei ihrer Schwester am Ufer und hatte nichts zu thun. wie es schien. an dem sie vorbeikam. Das Buch.“ dachte Alice.

Sie befand sich in einem langen. kam sie an einen niedrigen Vorhang. aber sie waren alle verschlossen. glaube ich. Sie kniete nieder und sah durch den Gang in den reizendsten Garten. Aber ach! entweder waren die Schlösser zu groß. Dinah. wie das Land heißt.Kenntnisse zu zeigen. dies möchte zu einer der Thüren des Corridors gehören. Alice schloß die Thür auf und fand. sie werden ihren Napf Milch zur Theestunde nicht vergessen. plump! plump! kam sie auf einen Haufen trocknes Laub und Reisig zu liegen. das ist ungefähr die Entfernung. wie sie die Frage stellte. also fing Alice bald wieder zu sprechen an. die wird es hier in der Luft wohl geben. den sie vorher nicht bemerkt hatte. Sie sprang sogleich auf und sah in die Höhe. aber als sie um die Ecke bog.“ Hinunter. liebe Dame. doch klangen ihr die Worte großartig und nett zu sagen. – denkt doch. „Und wenn auch mein Kopf hindurch ginge. sage die Wahrheit. aber du könntest einen Spatzen fangen. so kam es gar nicht darauf an. endlich ging sie traurig in der Mitte entlang. und zu ihrer großen Freude paßte es. Sie fühlte. ich möchte mich zusammenschieben können wie ein Teleskop! Das geht ganz gewiß. Jedoch. als es um eine Ecke bog: „O. die von der Decke herabhingen. Zu beiden Seiten des Corridors waren Thüren. Mir ist nur bange. vielleicht sehe ich es irgendwo angeschrieben. oder der Schlüssel zu klein. kurz. und Alice's erster Gedanke war. – und der Fall war aus. und frage sie ganz ernsthaft: „Nun. daß Niemand zuhörte. da Niemand zum Zuhören da war. ungefähr funfzehn Zoll hoch. wenn ich nur wüßte. hast du je einen Spatzen gefressen?“ da mit einem Male. bei den Leuten heraus zu kommen. was weder Längegrad noch Breitegrad war. Bald fing sie wieder an. aber es war dunkel über ihr.“ dachte die arme Alice. die auf dem Kopfe gehen! die Antipathien. du wärest hier unten bei mir. „was würde es nützen ohne die Schultern. und dahinter war eine Thür. niedrigen Corridor. Sie steckte das goldene Schlüsselchen in's Schlüsselloch. Plötzlich stand sie vor einem kleinen dreibeinigen Tische. als sie das zweite Mal herum ging. da war das Kaninchen nicht mehr zu sehen. wie man es anfängt. Alice hatte sich gar nicht weh gethan. aber zu welchem Länge-und Breitegrade ich wohl gekommen sein mag?“ (Alice hatte nicht den geringsten Begriff. wie sie je heraus kommen könnte. und unter den bunten Blumenbeeten und kühlen Springbrunnen umher zu wandern. Vor ihr lag ein zweiter langer Gang. knixen. es giebt keine Mäuse in der Luft. nicht viel größer als ein Mäuseloch. Bitte. „Dinah wird mich gewiß heut Abend recht suchen!“ (Dinah war die Katze. und hörte es gerade noch sagen. „Fressen Katzen gern Spatzen? Fressen Katzen gern Spatzen? Fressen Spatzen gern Katzen?“ Und da ihr Niemand zu antworten brauchte. ganz von dickem Glas. dann auf der andern. wenn ich frage! Nein.“ Denn . sie gehe Hand in Hand mit Dinah spazieren. hinunter. wenn man durch die Luft fällt! Könntet ihr das fertig kriegen?) „Aber sie werden mich für ein unwissendes kleines Mädchen halten. denn das Wort klang ihr gar nicht recht. „Ob ich wohl ganz durch die Erde fallen werde! Wie komisch das sein wird. wie spät es ist!“ Sie war dicht hinter ihm. den man sich denken kann. Wie wünschte sie. daß sie einschlief und hatte eben angefangen zu träumen. aus dem dunklen Corridor zu gelangen. glaubst du nicht? Und Katzen fressen doch Spatzen?“ Hier wurde Alice etwas schläfrig und redete halb im Traum fort.) „Aber natürlich werde ich sie fragen müssen. Ohren und Schnurrbart. daß sie zu einem kleinen Gange führte. Es war kein Augenblick zu verlieren: fort rannte Alice wie der Wind. es geht nicht an zu fragen.) „Ich hoffe. so übte sie es sich doch dabei ein) – „ja.“ (Diesmal war es ihr ganz lieb. O. hinunter! Sie konnte nichts weiter thun. der durch eine Reihe Lampen erleuchtet war. er paßte zu keiner einzigen. Dinah! Mies! ich wollte. aber sie konnte kaum den Kopf durch den Eingang stecken. ist dies Neu-Seeland oder Australien?“ (Und sie versuchte dabei zu knixen. überlegend. Alice versuchte jede Thür erst auf einer Seite. und sie konnte noch eben das weiße Kaninchen darin entlang laufen sehen. Es war nichts darauf als ein winziges goldenes Schlüsselchen.

es war kürzlich so viel Merkwürdiges mit ihr vorgegangen.“ sagte Alice. und um den Hals des Fläschchens war ein Zettel gebunden. die sich verbrannt hatten oder sich von wilden Thieren hatten fressen lassen. daß Alice anfing zu glauben. wie man sich als Teleskop zusammenschieben könne. und daß wenn man sich mit einem Messer tief in den Finger schneidet. „Das gewiß vorhin nicht hier stand. ich werde erst nachsehen. Daher ging sie zum Tisch zurück. länger bei der kleinen Thür zu warten. aber die altkluge kleine Alice wollte sich damit nicht übereilen. Diese Flasche jedoch hatte keinen Todtenkopf. und in andere unangenehme Lagen gerathen waren. es gewöhnlich blutet. daß ein rothglühendes Eisen brennt. nur weil sie nicht an die Warnungen dachten. halb und halb hoffend. daß wenn man viel aus einer Flasche mit einem Todtenkopf darauf trinkt. es einem unfehlbar schlecht bekommt. „Trinke mich“. sie würde noch einen Schlüssel darauf finden. „Nein.“ Denn sie hatte mehre hübsche Geschichten gelesen von Kindern.“ sprach sie. Es war bald gesagt. die ihre Freunde ihnen gegeben hatten. Es schien ihr ganz unnütz. oder jedenfalls ein Buch mit Anweisungen. wenn man es anfaßt. und da es . mit den Worten „Trinke mich!“ wunderschön in großen Buchstaben drauf gedruckt. Diesmal fand sie ein Fläschchen darauf. zum Beispiel. es sei fast nichts unmöglich. Daher wagte Alice zu kosten. Und sie hatte nicht vergessen. „ob ein Todtenkopf darauf ist oder nicht.

Mich wundert. Sie war einigermaßen ängstlich. dies je gesehen zu haben. und sie gab sich alle Mühe an einem der Tischfüße hinauf zu klettern. fand aber. Ananas. so trank sie die Flasche aus. . wenn das Licht ausgeblasen ist.“ Und so war es in der That: jetzt war sie nur noch zehn Zoll hoch. und als sie sich ganz müde gearbeitet hatte. es zu holen. Sahnensauce. „Ich gehe gewiß zu wie ein Teleskop. daß sie es unmöglich erreichen konnte. und ihr Gesicht leuchtete bei dem Gedanken.ihr gut schmeckte (es war eigentlich wie ein Gemisch von Kirschkuchen. Nach einer Weile. als sie merkte daß weiter nichts geschah. kleine Ding hin und weinte. „daß ich ganz ausginge. Sie ging nach dem Tische zurück. wie die Flamme von einem Lichte aussieht. wie ein Licht.“ sagte Alice zu sich selbst. „denn es könnte damit aufhören. „Was für ein komisches Gefühl!“ sagte Alice. um durch die kleine Thür in den schönen Garten zu gehen. was nützt es so zu weinen!“ sagte Alice ganz böse zu sich selbst. ob sie noch mehr einschrumpfen werde. „ich rathe dir. arme Alice! als sie an die Thür kam. Naute und Armen Rittern). daß sie nun die rechte Höhe habe. den Augenblick aufzuhören!“ Sie gab sich oft sehr guten Rath (obgleich sie ihn selten befolgte). gleich in den Garten zu gehen. beschloß sie. setzte sich das arme. aber sie konnte sich nicht erinnern. hatte sie das goldene Schlüsselchen vergessen. „Still. aber er war zu glatt. Aber. Putenbraten. Sie sah es ganz deutlich durch das Glas. Doch erst wartete sie einige Minuten. wie ich dann aussähe?“ Und sie versuchte sich vorzustellen.

hatte sie versucht sich eine Ohrfeige zu geben. sie öffnete sie und fand einen sehr kleinen Kuchen darin. und verzehrte den Kuchen völlig. gelange ich in den Garten.“ dachte die arme Alice. daß es ihr ganz langweilig schien. wenn man Kuchen ißt. die unter dem Tische lag. Ach! es ist ja kaum genug von mir übrig zu einer anständigen Person!“ Bald fiel ihr Auge auf eine kleine Glasbüchse. daß sie dieselbe Größe behielt. -- .und manchmal schalt sie sich selbst so strenge. „Aber jetzt hilft es zu nichts. auf welchem die Worte „Iß mich!“ schön in kleinen Rosinen geschrieben standen. wenn das Leben so natürlich fortging. „Gut. – es ist mir einerlei wie. als sie gegen sich selbst spielte. so kann ich den Schlüssel erreichen. und einmal. Freilich geschieht dies gewöhnlich. ich will ihn essen. denn dieses eigenthümliche Kind stellte sehr gern zwei Personen vor. „und wenn ich davon größer werden. wenn ich aber kleiner davon werde. so kann ich unter der Thür durchkriechen. aber Alice war schon so an wunderbare Dinge gewöhnt. Sie machte sich also daran. und sagte neugierig zu sich selbst: „Aufwärts oder abwärts?“ Dabei hielt sie die Hand prüfend auf ihren Kopf und war ganz erstaunt zu bemerken. „zu thun als ob ich zwei verschiedene Personen wäre. daß sie sich zum Weinen brachte. auf jeden Fall. So.“ Sie aß ein Bißchen. erinnerte sie sich.“ sagte Alice. weil sie im Croquet betrogen hatte.

so weit fort waren sie schon. Aber gut muß ich zu ihnen sein. wohin ich gehen möchte. mit einem Paar weißen Handschuhen in einer Hand und einem Fächer in der andern.“ sagte Alice. „sonst gehen sie vielleicht nicht. auf der Seite liegend. um mich mit euch abzugeben! ihr müßt sehen. „Sie müssen per Fracht gehen.“ dachte sie. seinen eignen Füßen ein Geschenk zu schicken! und wie komisch die Adresse aussehen wird! –“ An Alice's rechten Fuß.“ dachte Alice. schüchterner Stimme an: „Bitte. bis sich zuletzt ein großer Pfuhl um sie bildete. konnte sie sie kaum mehr zu Gesicht bekommen. daß sie im Augenblick ihre eigene Sprache ganz vergaß) „Jetzt werde ich auseinander geschoben wie das längste Teleskop das es je gab! Lebt wohl. und vergoß Thränen eimerweise. mit einem Auge nach dem Garten hinunterzusehen. daß sie Jeden um Hülfe angerufen hätte. . meine Besten? denn ich kann es unmöglich thun! Ich bin viel zu weit ab.“ Und sie dachte sich aus. Es war das weiße Kaninchen. Laß mal sehen: ich will ihnen jeden Weihnachten ein Paar neue Stiefel schenken. um zu sehen wer es sei. Füße!“ (Denn als sie auf ihre Füße hinabsah.) „O meine armen Füßchen! wer euch wohl nun Schuhe und Strümpfe anziehen wird. nicht weit vom Kamin. Nach einem Weilchen hörte sie Schritte in der Entfernung und trocknete schnell ihre Thränen. (Sie war so überrascht. was für Unsinn ich schwatze!“ Gerade in dem Augenblick stieß sie mit dem Kopf an die Decke: sie war in der That über neun Fuß groß: Und sie nahm sogleich den kleinen goldenen Schlüssel auf und rannte nach der Gartenthür. ließ die weißen Handschuhe und den Fächer fallen und lief davon in die Nacht hinein. –“ Das Kaninchen fuhr zusammen. Wohlgeboren. die Herzogin! die wird mal außer sich sein. ungefähr vier Zoll tief und den halben Corridor lang. lieber Herr. das prachtvoll geputzt zurückkam. fing sie mit leiser. wenn ich sie warten lasse!“ Alice war so rathlos. (mit Alice's Grüßen). Fußteppich. „solch großes Mädchen“ (da hatte sie wohl recht) „noch so zu weinen! Höre gleich auf. so schnell es konnte. Sie setzte sich hin und fing wieder an zu weinen. aber an Durchgehen war weniger als je zu denken. Arme Alice! das Höchste was sie thun konnte war. „wie drollig es sein wird. sage ich dir!“ Aber sie weinte trotzdem fort. „Du solltest dich schämen. Als das Kaninchen daher in ihre Nähe kam. wie ihr fertig werdet. „Oh.Zweites Kapitel Der Thränenpfuhl „Verquerer und verquerer!“ rief Alice. Es trippelte in großer Eile entlang vor sich hin redend: „Oh! die Herzogin. wie sie das anfangen würde.

o wie confus es Alles ist! Ich will versuchen. als hätte ich wie eine Veränderung in mir gefühlt. die sie kannte. und mein Haar ist gar nicht lockig. denn ich weiß eine ganze Menge. während sie so zu sich selbst sprach: „Wunderbar! – wie seltsam heute Alles ist! Und gestern war es ganz wie gewöhnlich.“ sagte sie. Ob ich wohl in der Nacht umgewechselt worden bin? Laß mal sehen: war ich dieselbe. und vier mal sechs ist dreizehn. ob sie in eins davon verwandelt wäre. und vier mal sieben ist – o weh! auf die Art . und bestimmt kann ich nicht Clara sein. um zu sehen. sie ist sie selbst. ob ich noch Alles weiß. „denn die trägt lange Locken. oh! sie weiß so sehr wenig! Außerdem. Aber wenn ich nicht dieselbe bin.Alice nahm den Fächer und die Handschuhe auf. und ich bin ich. das ist das Räthsel!“ So ging sie in Gedanken alle Kinder ihres Alters durch. als ich heute früh aufstand? Es kommt mir fast vor. dann ist die Frage: wer in aller Welt bin ich? Ja. und sie. fächelte sie sich. und da der Gang sehr heiß war. und. Laß sehen: vier mal fünf ist zwölf. was ich sonst wußte. „Ich bin sicherlich nicht Ida.

als sie neun Fuß hoch war. und Paris ist die Hauptstadt von Rom. „Ich muß wieder klein geworden sein. „Wie habe ich das nur angefangen?“ dachte sie. platsch! fiel sie bis an's Kinn in Salzwasser.“ dachte das arme Kind. das Einmaleins hat nicht so viel zu sagen. daß wo man auch an's Seeufer kommt. und ich werde in dem alten kleinen Hause wohnen müssen. den sie hielt. bis ich jemand Anderes bin. glitt sie aus. doch merkte sie bald. und den nächsten Augenblick. London ist die Hauptstadt von Paris. und ach! so viel zu lernen. wo nicht. und Thränen kamen ihr in die Augen. sich vor gänzlichem Verschwinden zu retten. und beinah keine Spielsachen zum Spielen haben.“ sprach sie bei sich (Alice war einmal in ihrem Leben an der See gewesen und war zu dem allgemeinen Schluß gelangt. und Rom – nein. „Das war glücklich davon gekommen!“ sagte Alice sehr erschrocken über die plötzliche Veränderung. daß sie beim Reden einen von den weißen Glacee-Handschuhen des Kaninchens angezogen hatte. das habe ich mir vorgenommen: wenn ich Clara bin. und fand. und dann. Mit süßem Honigseim hat er Sich selber wohl genähret!“ „Das kommt mir gar nicht richtig vor. hier ganz allein zu sein!“ Als sie so sprach. „und nun in den Garten!“ und sie lief eilig nach der kleinen Thür: aber ach! die kleine Thür war wieder verschlossen und das goldene Schlüsselchen lag auf dem Glastische wie vorher. Ihr erster Gedanke war. will ich hier unten bleiben! Es soll ihnen nichts helfen. es ist zu schlecht. will ich kommen. Ein Bienennest das war sein Schild In einer braunen Tatze. Herzchen!“ Ich will nur hinauf sehen und sprechen: wer bin ich denn? Sagt mir das erst.komme ich nie bis zwanzig! Aber.“ Sie stand auf. sie sei in die See gefallen. Kinder. als sie weiter sprach: „Ich muß doch Clara sein. daß sie jetzt ungefähr zwei Fuß hoch sei. dabei schrumpfte sie noch zusehends ein: sie merkte bald. ich wette. „und in dem Fall kann ich mit der Eisenbahn zurückreisen. daß die Ursache davon der Fächer war. „Und es ist schlimmer als je. um sich daran zu messen. wenn ich die Person gern bin. aber ihre Stimme klang rauh und ungewohnt. ging nach dem Tische. sie sähen herunter! Es ist mir so langweilig. „ich wünschte. als ob sie ihrer Lehrerin hersagte. den sie geweint hatte. so will ich hier unten bleiben. nie! Und ich sage. ist es!“ Wie sie diese Worte sprach. daß sie sich in dem Thränenpfuhl befand. wunderwild. ich will Geographie nehmen. ob ich sagen kann: „Bei einem Wirthe –““ und sie faltete die Hände. Bei dem ich eingekehret. sie warf ihn schnell hin. und die Worte kamen nicht wie sonst: – „Bei einem Wirthe. das ist Alles falsch! Ich muß in Clara verwandelt sein! Ich will doch einmal sehen. noch zur rechten Zeit. Es war der grimme Zottelbär. die den Sand mit hölzernen Spaten aufgraben. wenn sie die Köpfe zusammenstecken und herunter rufen: „Komm wieder herauf.“ sagte die arme Alice. – Aber o weh!“ schluchzte Alice plötzlich auf. . und fing an. aber froh. Nein. nein. man eine Anzahl Bademaschinen im Wasser findet. sah sie auf ihre Hände hinab und bemerkte mit Erstaunen. daß sie noch existirte. Da war ich jüngst zu Gaste. dann eine Reihe Wohnhäuser und dahinter eine Eisenbahn-Station). „denn so klein bin ich noch nie gewesen.

ich bin von dem Herumschwimmen ganz müde. „es ist vielleicht eine französische Maus. das! Aber Alles ist heut so sonderbar.“ In dem Augenblick hörte sie nicht weit davon etwas in dem Pfuhle plätschern. so würde eine Maus richtig angeredet.“ Demnach fing sie an: „O Maus. aber sie sagte nichts. die wie sie hineingefallen war. „Würde es wohl etwas nützen. wie man aus diesem Pfuhle gelangt. „Vielleicht versteht sie nicht Englisch. es müsse ein Wallroß oder ein Nilpferd sein. Die Maus sprang hoch auf aus dem Wasser. daß Sie Katzen nicht mögen.“ dachte Alice. ich hätte nicht so sehr geweint!“ sagte Alice. dann aber besann sie sich. sie kann sprechen. erschrocken. sie hatte es zwar noch nie gethan. daß es nur eine Maus sei. daß ich glauben möchte. und sie schwamm danach. wüthender Stimme.„Ich wünschte. daß sie das arme Thier verletzt habe. wie klein sie jetzt war. trotz ihrer Geschichtskenntniß hatte Alice keinen ganz klaren Begriff. „O. die mit Wilhelm dem Eroberer herüber gekommen ist“ (denn.“ „Katzen nicht mögen!“ schrie die Maus mit kreischender. zu sehen was es sei: erst glaubte sie. weißt du.“ dachte Alice. in ihres Bruders lateinischer Grammatik gelesen zu haben „Eine Maus – einer Maus – einer Maus – eine Maus –o Maus!“) Die Maus sah sie etwas neugierig an und schien ihr mit dem einen Auge zu blinzeln. aber sie erinnerte sich ganz gut. „jetzt werde ich wohl dafür bestraft werden und in meinen eigenen Thränen ertrinken! Das wird sonderbar sein. als sie umherschwamm und sich herauszuhelfen suchte. „Würdest . auf jeden Fall habe ich das Fragen umsonst. wie lange irgend ein Ereigniß her sei): Sie fing also wieder an: „Où est ma chatte?“ was der erste Satz in ihrem französischen Conversationsbuche war. „Ich hatte ganz vergessen. und merkte bald. ich bitte um Verzeihung!“ rief Alice schnell. „diese Maus anzureden? Alles ist so wunderlich hier unten. und schien vor Angst am ganzen Leibe zu beben. o Maus!“ (Alice dachte.

wirklich!“ entgegnete die Maus. „Ich fürchte. denn diesmal sträubte sich das ganze Fell der armen Maus. „sie sitzt und spinnt so nett beim Feuer. weißt du. eifrig bemüht. wenn du sie nur sehen könntest. mit solch krausem braunen Fell! Und er apportirt Alles.“ sagte Alice in zuredendem Tone: „sei nicht mehr böse darüber. leckt sich die Pfoten und wäscht sich das Schnäuzchen – und sie ist solch famoser Mäusefänger – oh. ich habe ihr wieder weh gethan!“ Denn die Maus schwamm so . weißt du. du würdest Geschmack für Katzen bekommen. wenn du es nicht gern hast. und er kann aufrecht stehen und um sein Essen betteln. einen andern Gegenstand der Unterhaltung zu suchen. gemeine Dinger! Laß mich ihren Namen nicht wieder hören!“ „Nein. und so viel Kunststücke – ich kann mich kaum auf die Hälfte besinnen – und er gehört einem Amtmann. wenn du in meiner Stelle wärest?“ „Nein. er vertilgt alle Ratten und – oh wie dumm!“ sagte Alice in reumüthigem Tone. die bis zur Schwanzspitze zitterte. und Alice dachte. ach. „Wir wollen nicht mehr davon reden. wie sie gemüthlich im Pfuhle daherschwamm. Sie ist ein so liebes ruhiges Thier. „Magst du – magst du gern Hunde?“ Die Maus antwortete nicht. er ist so nützlich. wohl kaum. sie müßte sicherlich sehr beleidigt sein. ich bitte um Verzeihung!“ sagte Alice wieder. Ich glaube. Den möchte ich dir zeigen können! Ein kleiner klaräugiger Wachtelhund. und er sagt. er ist ihm hundert Pfund werth! Er sagt. gewiß nicht!“ sagte Alice. niedrige.“ sprach Alice fort. „Als ob ich je über solchen Gegenstand spräche! Unsere Familie hat von jeher Katzen verabscheut: häßliche. was man ihm hinwirft.“ „Wir.du Katzen mögen. daher fuhr Alice eifrig fort: „Es wohnt ein so reizender kleiner Hund nicht weit von unserm Hause. Und doch möchte ich dir unsere Katze Dinah zeigen können. halb zu sich selbst.

zitternder Stimme: „Komm mit mir an's Ufer. und hört mir zu! ich will euch bald genug trocken machen!“ Alle setzten sich sogleich in einen großen Kreis nieder. der patriotische Erzbischof von Canterbury fand es rathsam –“ . und da der Papagei es durchaus nicht sagen wollte. „seid ihr Alle so weit? Es ist das Trockenste. Alle durch und durch naß. „bemerkten Sie etwas?“ „Ich nicht!“ erwiederte schnell der Papagei. und mehrere andere merkwürdige Geschöpfe. „Es kam mir so vor. wie sie sich trocknen könnten: es wurde eine Berathung darüber gehalten. dessen Ansprüche vom Papste begünstigt wurden. dann wirst du begreifen. ihr Gesicht war ganz blaß (vor Aerger. und sie sagte mit leiser. – „Ich fahre fort: Edwin und Morcar. da will ich dir meine Geschichte erzählen. der zuletzt brummig wurde und nur noch sagte: „ich bin älter als du und muß es besser wissen. -- Drittes Kapitel Caucus-Rennen und was daraus wird Es war in der That eine wunderliche Gesellschaft. die Maus in der Mitte. so blieb die Sache unentschieden. Alice hatte die Augen erwartungsvoll auf sie gerichtet. Alle still. erklärten sich für ihn. dachte Alice).“ Es war hohe Zeit sich fortzumachen. denn der Pfuhl begann von allerlei Vögeln und Getier zu wimmeln. die hinein gefallen waren: da war eine Ente und ein Dodo. ein rother Papagei und ein junger Adler. die einen Anführer brauchten. aber sehr höflich. vertraulich mit ihnen zu schwatzen. wenn du sie nicht gern hast!“ Als die Maus das hörte. als ob sie sie ihr ganzes Leben gekannt hätte. „Bitte um Verzeihung!“ sprach die Maus mit gerunzelter Stirne.“ dies wollte Alice nicht zugeben und fragte nach seinem Alter. wenn sie nicht sehr bald trocken würde. und selbst Stigand. Alice führte sie an. Grafen von Mercia und Northumbria. und die ganze Gesellschaft schwamm an's Ufer. Sie hatte sogar eine lange Auseinandersetzung mit dem Papagei. fand bald Anhang unter den Engländern. Grafen von Mercia und Northumbria –“ „Ooooh!“ gähnte der Papagei und schüttelte sich. sie werde sich entsetzlich erkälten. denn sie war überzeugt. und nach wenigen Minuten kam es Alice ganz natürlich vor. ihr Alle.schnell sie konnte von ihr fort und brachte den Pfuhl dadurch in förmliche Bewegung. wandte sie sich um und schwamm langsam zu ihr zurück. verstimmt und unbehaglich. „Hm!“ sagte die Maus mit wichtiger Miene. und die in jener Zeit sehr an Usurpation und Eroberungen gewöhnt waren. die übrigen Thiere mit fest anliegendem Fell. Endlich rief die Maus. Sie rief ihr daher zärtlich nach: „Liebes Mäuschen! Komm wieder zurück. wenn ich bitten darf! – Wilhelm der Eroberer. Edwin und Morcar. und wir wollen weder von Katzen noch von Hunden reden. die sich am Strande versammelte – die Vögel mit triefenden Federn. warum ich Katzen und Hunde nicht leiden kann.“ sagte die Maus. welche eine Person von Gewicht unter ihnen zu sein schien: „Setzt euch. – Die erste Frage war. worauf ich mich besinnen kann.

Als sie jedoch ungefähr eine halbe Stunde gerannt und vollständig getrocknet waren. „Aber sie selbst muß auch einen Preis bekommen. um ein Lächeln zu verbergen. Darauf versammelten sich wieder Alle um . eins für Jeden. ist. indem er sich erhob. Sie reichten gerade herum. und er saß lange mit einem Finger an die Stirn gelegt (die Stellung. einige der andern Vögel kicherten hörbar. Wilhelms Benehmen war zuerst gemäßigt. nicht daß ihr viel daran lag es zu wissen. mit dem Finger auf Alice zeigend.“ sprach der Dodo in gereiztem Tone. Endlich sprach der Dodo: „Jeder hat gewonnen. sich an Alice wendend. aber der Dodo hatte angehalten.“ sagte Alice traurig. „Was ich sagen wollte. wie der Dodo es anfing. was da zu thun sei. in ihrer Verzweiflung fuhr sie mit der Hand in die Tasche. „Versteht sich. „Was hast du noch in der Tasche?“ fuhr er zu Alice gewandt fort.“ sagte der Dodo feierlich. Liebe?“ fuhr sie fort. außer Athem. „stelle ich den Antrag. sondern fuhr hastig fort: – „fand es rathsam. hörten auf wie es ihnen einfiel. Es wurde kein: „eins. wißt ihr.“ „Sprich deutlich!“ sagte der Adler. was es bedeutet. die vertheilte sie als Preise.“ sagte die Maus. aber die Unverschämtheit seiner Normannen – wie steht's jetzt. so daß es nicht leicht zu entscheiden war. wann das Rennen zu Ende war. und Niemand anders schien aufgelegt zu reden. was fand der Erzbischof?“ Die Maus beachtete die Frage nicht. „Ich verstehe den Sinn von deinen langen Wörtern nicht. was es bedeutet. und sogleich umgab sie die ganze Gesellschaft.“ sagte Alice schwermüthig.“ (Und da ihr vielleicht das Spiel selbst einen Winter-Nachmittag versuchen möchtet. und dann wurde die ganze Gesellschaft hier und da auf der Bahn aufgestellt. in der ihr meistens Shakespeare in seinen Bildern seht).“ „Ich weiß sehr wohl. während die Uebrigen schweigend auf ihn warteten. „Reiche ihn mir herüber. drei. „Noch ganz eben so naß. mit der Frage: „Aber wer hat gewonnen?“ Diese Frage konnte der Dodo nicht ohne tiefes Nachdenken beantworten. meinte der Dodo. „Nun“. rief der Dodo plötzlich: „Das Rennen ist aus!“ und sie drängten sich um ihn.“ antwortete die Maus ziemlich aufgebracht: „du wirst doch wohl wissen.“ „In dem Fall. daß die Versammlung sich vertage und zur unmittelbaren Anwendung von wirksameren Mitteln schreite. es zu spielen. fort!“ gezählt. „war. Die Frage ist.„Fand was?“ unterbrach die Ente.“ „Was ist ein Caucus-Rennen?“ fragte Alice. und Alle sollen Preise haben. Wilhelm entgegen zu gehen und ihm die Krone anzubieten. Alle durch einander rufend: „Preise Preise!“ Alice wußte nicht im Geringsten. „Fand es. so will ich erzählen.“ versetzte der Dodo. und ich wette. du auch nicht!“ Und der Adler bückte sich. sie!“ sagte der Dodo. wenn ich etwas finde.) Erst bezeichnete er die Bahn.“ sagte er). zwei. „es scheint mich gar nicht trocken zu machen. eine Art Kreis („es kommt nicht genau auf die Form an. „Versteht sich.“ entgegnete der Dodo ernst. sondern sie fingen an zu laufen wenn es ihnen einfiel. daß das beste Mittel uns zu trocknen ein Caucus-Rennen wäre. „die beste Art.“ sagte die Ente: „es ist gewöhnlich ein Frosch oder ein Wurm. und zog eine Schachtel Zuckerplätzchen hervor (glücklicherweise war das Salzwasser nicht hinein gedrungen). es zu erklären. als ob er eine Frage erwartete. von Edgar Atheling begleitet.“ „Aber wer soll die Preise geben?“ fragte ein ganzer Chor von Stimmen. „Nur einen Fingerhut.

mit den Worten: „Wir bitten. die großen Vögel nämlich beklagten sich. Nun mußten zunächst die Zuckerplätzchen verzehrt werden. Sie wollen uns gütigst mit der Annahme dieses eleganten Fingerhutes beehren. daß sie nichts schmecken . was nicht wenig Lärm und Verwirrung hervorrief.sie. daß sie sich nicht zu lachen getraute. und da ihr keine passende Antwort einfiel. folgte allgemeines Beifallklatschen. Alice fand dies Alles höchst albern. verbeugte sei sich einfach und nahm den Fingerhut ganz ehrbar in Empfang. aber die ganze Gesellschaft sah so ernst aus. während der Dodo ihr den Fingerhut feierlich überreichte.“ und als er diese kurze Rede beendigt hatte.

um nur das niedliche Thierchen nicht wieder böse zu machen. „Langschwänzig! das muß wahr sein!“ rief Alice und sah nun erst mit rechter Bewunderung auf den geringelten Schwanz der Maus hinab.konnten. noch etwas zu erzählen. ohne Zeugen thut nicht . ohne Richter.“ sagte Alice – „und woher es kommt. Endlich war auch dies vollbracht. „aber wie so tragisch? was trägst du denn?“ Während sie noch darüber nachsann. daß du K. die kleinen aber verschluckten sich und mußten auf den Rücken geklopft werden. lieber Herr. „ihr macht euch ja aus meinem Erzählen doch nichts. fing die längschwänzige Erzählung schon an. „Ach. „Du hast mir deine Geschichte versprochen.“ Dabei sah sie Alice fragend an. ich muß haben ein Verhör. denn ich habe nichts zu thun schon zwei Tage. Komm und wehr' dich nicht mehr. und Alle setzten sich im Kreis herum und drangen in das Mäuslein.“ fügte sie leise hinzu. ich bin euch mit meiner Geschichte zu langschwänzig und zu tragisch. folgendergestalt: Filax sprach zu der Maus. die er traf in dem Haus: „Geh' mit mir vor Gericht.“ Sprach die Maus zum Köter: „Solch Verhör.“ seufzte das Mäuslein. nicht leiden kannst. daß ich dich verklage. und H.

und sah sich neugierig überall um.“ Diese Mitteilung verursachte große Aufregung in der Gesellschaft. „das Verhör leite ich und verdamme dich zum Tod!“ „Du paßt nicht auf!“ sagte die Maus strenge zu Alice. „O. wo sind sie. hättet ihr sie nur Vögel jagen sehen. „Deinen Unsinn kann ich nicht mehr mit anhören!“ „Ich meinte es nicht böse!“ entschuldigte sich die arme Alice. eine alte Elster fing an. und eine alte Unke nahm die Gelegenheit wahr. das wünschte ich!“ sagte Alice laut. so wie sie ihn zu Gesicht bekommt.Noth. du würdest die Geduld einer Auster erschöpfen!“ „Ich wünschte. wenn ich fragen darf?“ sagte der Papagei. denn sie sprach gar zu gern von ihrem Liebling: „Dinah ist unsere Katze. glaube ich?“ „Mit nichten!“ sagte die Maus entschieden und sehr ärgerlich.“ sagte die Maus. Mama!“ sagte die junge Unke. ohne Jemand insbesondere anzureden. daß es nicht bleiben wollte!“ seufzte der Papagei. mein Kind! laß dir dies eine Lehre sein. und erzähle deine Geschichte aus!“ rief Alice ihr nach. . „Woran denkst du?“ „Ich bitte um Verzeihung. indem sie aufstand und fortging.“ sagte Alice sehr bescheiden: „du warst bis zur fünften Biegung gekommen. Einige der Vögel machten sich augenblicklich davon.“ „Ich bin Zeuge. die Nachtluft ist nicht gut für meinen Hals!“ und ein Canarienvogel piepte zitternd zu seinen Kleinen. Alice antwortete eifrig. sie frißt einen kleinen Vogel. komm wieder. ich hätte unsere Dinah hier. Ich sage euch. sobald es nicht mehr zu sehen war. Und sie ist euch so geschickt im Mäusefangen. ich bin Richter. und die Andern wiederholten im Chor: „ja bitte!“ aber das Mäuschen schüttelte unwillig mit dem Kopfe und ging schnell fort. niemals übler Laune zu sein!“ „Halt den Mund. „Kommt fort. die gern neue Bekanntschaften machte. indem sie bemerkte: „Ich muß wirklich nach Hause gehen. du!“ Das Mäuslein brummte nur als Antwort. deine Nichten? Laß mich gehen und sie her holen!“ „Das werde ich schön bleiben lassen. ihr könnt's euch gar nicht denken! Und ach. etwas naseweis. „Nichten!“ rief Alice. „Wahrhaftig.“ sprach er schlau und schnitt Gesichter. „Ja. „Wie schade. zu ihrer Tochter zu sagen. „Bitte. zu Bett zu gehen!“ Unter verschiedenen Entschuldigungen entfernten sie sich Alle. Kinder! es ist die höchste Zeit für euch. sich sorgfältig einzuwickeln. und Alice war bald ganz allein. „Sie würde sie bald zurückholen!“ „Und wer ist Dinah. „Aber du bist so sehr empfindlich.

„Niemand scheint sie gern zu haben. ihre Geschichte auszuerzählen.„Hätte ich nur Dinah nicht erwähnt!“ sprach sie bei sich mit betrübtem Tone. und dabei ist sie doch die beste Katze von der Welt! Oh. halb in der Hoffnung. Nach einem Weilchen jedoch hörte sie wieder ein Trappeln von Schritten in der Entfernung und blickte aufmerksam hin. daß die Maus sich besonnen habe und zurückkomme. meine liebe Dinah! ob ich dich wohl je wieder sehen werde!“ dabei fing die arme Alice von Neuem zu weinen an. denn sie fühlte sich gar zu einsam und muthlos. hier unten. -- .

kam sie an ein nettes kleines Haus. solch winzig kleines Ding zu sein!“ Richtig. der wirklichen Marianne zu begegnen und zum Hause hinausgewiesen zu werden. als ihr Blick auf ein Fläschchen fiel. wie es Alles kommen würde: „Fräulein Alice! Kommen Sie gleich. sie nahm den Fächer und ein Paar Handschuhe und wollte eben das Zimmer verlassen. und aufpassen. was hast du hier zu schaffen? Renne augenblicklich nach Hause. aber trotzdem zog sie den Pfropfen heraus und setzte es an die Lippen. wenn ich sie finden kann. und hole mir ein Paar Handschuhe und einen Fächer! Schnell. und sie hörte wie es für sich murmelte: „die Herzogin! die Herzogin! Oh. daß es sich versehen habe. meine weichen Pfoten! o mein Fell und Knebelbart! Sie wird mich hängen lassen. Kaninchen“ darauf.“ dachte Alice weiter. was dies Fläschchen thut. „Ich weiß. es wird mich wieder größer machen. ohne ihm zu erklären. als ob es etwas verloren hätte. das bei dem Spiegel stand. „Wie es sich wundern wird. und zwar schneller als sie erwartete: ehe sie das Fläschchen halb ausgetrunken hatte fühlte sie. wenn sie anfinge. mit einem Tisch vor dem Fenster und darauf (wie sie gehofft hatte) ein Fächer und zwei oder drei Paar winziger weißer Glaceehandschuhe. ich werde nicht weiter wachsen – ich kann so schon nicht zur Thüre hinaus – hätte ich nur nicht so viel getrunken!“ . das langsam zurückgewandert kam. aber sie waren nirgends zu sehen – Alles schien seit ihrem Bade in dem Pfuhl verwandelt zu sein. etwas Merkwürdiges muß geschehen. Marianne. die Leute so zu commandiren. denn es ist mir sehr langweilig. Sie stellte die Flasche hin. ehe sie den Fächer und die Handschuhe gefunden hätte. und gutmüthig genug fing sie an.“ sagte Alice bei sich. „gewiß nicht im Hause bleiben dürfen.Viertes Kapitel Die Wohnung des Kaninchens Es war das weiße Kaninchen. so gewiß Frettchen Frettchen sind! Wo ich sie kann haben fallen lassen. danach umher zu suchen. vorwärts!“ Alice war so erschrocken. in großer Angst. „Es hält mich für sein Hausmädchen. wer ich bin! Aber ich will ihm lieber seinen Fächer und seine Handschuhe bringen – nämlich. drum will ich versuchen. wie ihr Kopf an die Decke stieß. daß sie schnell in der angedeuteten Richtung fortlief.“ „Nur würde Dinah. daß die Maus nicht herauskommt. und der große Corridor mit dem Glastische und der kleinen Thür war gänzlich verschwunden. rief es ihr ärgerlich zu: „Was. um sich nicht den Hals zu brechen. Diesmal war kein Zettel mit den Worten „Trink mich“ darauf. und wie sie überall suchte. „Besorgungen für ein Kaninchen zu machen! Vermuthlich wird mir Dinah nächstens Aufträge geben!“ Und sie dachte sich schon aus. Das Kaninchen erblickte Alice bald. Ich hoffe. Sie ging hinein ohne anzuklopfen. indem es sorgfältig beim Gehen umhersah. es ist Zeit zum Ausgehen für Sie!“ „Gleich Kinderfrau! aber ich muß dieses Mäuseloch hier bewachen bis Dinah wiederkommt. sobald ich esse oder trinke. indem sie zu sich sagte: „Das ist ganz genug – ich hoffe.“ sprach sie bei sich selbst und lief weiter. daß es den Fächer und die weißen Glaceehandschuhe meinte. lief die Treppe hinauf.“ Mittlerweile war sie in ein sauberes kleines Zimmer gelangt.“ Wie sie so sprach. „Wie komisch es ist. wenn es erfährt. und mußte sich rasch bücken. an dessen Thür ein glänzendes Messingschild war mit dem Namen „W. begreife ich nicht!“ Alice errieth augenblicklich.

und da durchaus keine Aussicht war. was auch geschehen mag.“ sprach sie betrübt weiter. Aber es war sehr unbequem. Sie wuchs und wuchs.“ dachte die arme Alice. „wenigstens hier habe ich keinen Platz übrig. Ich wünschte fast. nun bin ich mitten drin in einem! Es sollte ein Buch von mir geschrieben werden. und mußte sehr bald auf den Fußboden niederknien. es ist doch komisch. sie legte sich nun hin. ich wäre nicht in den Kaninchenbau hineingelaufen – aber – aber. daß sie je wieder aus dem Zimmer hinaus komme. mit einem Ellbogen gegen die Thür gestemmt und den andern Arm unter dem Kopfe. und sich nicht von Mäusen und Kaninchen commandiren zu lassen brachte. und wenn ich groß bin. dies zu wünschen.“ „Aber. „wo man nicht fortwährend größer und kleiner wurde. als ich jetzt bin? das ist ein Trost – nie eine alte Frau zu sein – aber dann – immer Aufgaben zu lernen zu haben! Oh. das möchte ich nicht gern!“ . und sprach zu sich selbst: „Nun kann ich nicht mehr thun. so etwas käme nie vor. Was wird nur aus mir werden?“ Zum Glück für Alice hatte das Zauberfläschchen nun seine volle Wirkung gehabt. habe ich immer gedacht.O weh! es war zu spät. Immer noch wuchs sie. „werde ich denn nie älter werden. „Es war viel besser zu Hause. was eigentlich mit mir vorgegangen ist! Wenn ich Märchen gelesen habe. und als letzte Hülfsquelle streckte sie einen Arm zum Fenster hinaus und einen Fuß in den Kamin hinauf. so war sie natürlich sehr unglücklich. diese Art Leben! Ich möchte wohl wissen. will ich eins schreiben – aber ich bin ja jetzt groß.“ dachte Alice. den nächsten Augenblick war selbst dazu nicht Platz genug. noch größer zu werden. und sie wuchs nicht weiter.

erst als eine Person. sich vor ihm zu fürchten. dann die andere.“ „Das wirst du nicht thun. . daß sie das ganze Haus erschütterte. woraus sie schloß. so war es ein vergeblicher Versuch. oder etwas dergleichen. „hole mir gleich meine Handschuhe!“ dann kam ein Trappeln von kleinen Füßen die Treppe herauf. daß es wahrscheinlich in ein Gurkenbeet gefallen sei. daß es das Kaninchen war. Alice wußte. Sie faßte zwar nichts. das sie suchte. Alice hörte.“ schalt sie sich selbst. viel weniger für irgend ein Schulbuch!“ Und so redete sie fort. daß sie jetzt wohl tausend Mal so groß wie das Kaninchen war und keine Ursache hatte. da aber die Thür nach innen aufging und Alice's Ellbogen fest dagegen gestemmt war. um zu horchen.“ dachte Alice. du einfältige Alice. wie es zu sich selbst sprach: „dann werde ich herum gehen und zum Fenster hineinsteigen. Jetzt kam das Kaninchen an die Thür und wollte sie aufmachen. und hatte so eine lange Unterhaltung mit sich selbst. dann das Geklirr von zerbrochenem Glase. sie hatte ganz vergessen. und nachdem sie gewartet hatte. streckte sie mit einem Male ihre Hand aus und griff in die Luft. „Wie kannst du hier Aufgaben lernen? Sieh doch. und sie zitterte so sehr. hörte aber eine schwachen Schrei und einen Fall. bis sie das Kaninchen dicht unter dem Fenster zu hören glaubte.„O. aber nach einigen Minuten hörte sie draußen eine Stimme und schwieg still. „Marianne! Marianne!“ sagte die Stimme. es ist kaum Platz genug für dich.

Euer Jnaden!“ (Er sprach es „Arrum“ aus. des thut er. Pat. aber en Arm is es.Demnächst kam eine ärgerliche Stimme – die des Kaninchens – „Pat! Pat! wo bist du?“ und dann eine Stimme. du Esel! Wer hat je einen so großen Arm gesehen? er nimmt ja das ganze Fenster ein!“ „Zu dienen. Eurer Jnaden.“ „Jedenfalls hat er da nichts zu suchen: geh' und schaffe ihn fort!“ . was ist das da oben im Fenster?“ „Wat soll's sind? 's is en Arm. „Hier! komm und hilf mir heraus!“ (Noch mehr Geklirr von Glasscherben.) „Ein Arm. und en Arm bleebt es.) „Nun sage mir. die sie noch nicht gehört hatte: „Wo soll ich sind? ich bin hier! grabe Aepfel aus. Euer Jnaden!“ „Aepfel ausgraben? so!“ sagte das Kaninchen ärgerlich.

„wird es gewiß meine Größe verändern. denn den nächsten Augenblick kam ein Schauer von kleinen Kieseln zum Fenster herein geflogen. dann wieder verworrene Stimmen: – „Haltet ihm den Kopf – etwas Branntwein – Ersticke ihn doch nicht – Wie geht's.Darauf folgte eine lange Pause. um euch zu erzählen – Ich weiß nur. nicht wahr? – Nicht ich. werde ich Dinah über euch schicken!“ Sogleich entstand tiefes Schweigen. „Wie viel Gurkenbeete da sein müssen!“ dachte Alice. was werden sie nicht reichen: seid nicht so umständlich – Hier. und da ich unmöglich noch mehr wachsen kann. und auf fliege ich wie 'ne Rackete!“ „Ja. ihr da bei der Hecke!“ darauf Stillschweigen. danke! Ich bin schon viel besser – aber ich bin viel zu aufgeregt. was ich dir sage. sie verstand die Worte: „Wo ist die andere Leiter? – Ich sollte ja nur eine bringen. so wird es mich wohl kleiner machen. und Alice dachte bei sich: „Was sie wohl jetzt thun werden? Wenn sie Menschenverstand hätten. daß die Kiesel sich alle in kleine Kuchen verwandelten. wie: „Zu dienen. endlich kam ein Rollen von kleinen Leiterwagen. und Alice hörte das Kaninchen sagen: „Eine Karre voll ist vor der Hand genug. wie'n Dosen-Stehauf. und ein Lärm von einer Menge Stimmen. würden sie das Dach abreißen.“ gab einen kräftigen Stoß in die Höhe. feige Memme!“ zuletzt streckte sie die Hand wieder aus und that einen Griff in die Luft. „Wenn ich einen von diesen Kuchen esse. jar nich. wirklich?“ sagte Alice zu sich selbst. alter Kerl? Was ist dir denn geschehen? erzähle uns Alles!“ Zuletzt kam eine kleine schwache. Wabbel hat die andere – Wabbel.“ Nach einer oder zwei Minuten fingen sie wieder an sich zu rühren. wenn sie das nur könnten! Ich bliebe wahrlich nicht länger hier!“ Sie wartete eine Zeit lang.“ dachte Alice): „Ich weiß es ja selbst nicht – Keinen mehr. meiner Treu! – Wabbel kann hineinsteigen – Hier. sie müssen erst zusammengebunden werden – sie reichen nicht halb hinauf – Ach. jar nich!“ „Thu'. vermuthe . so viel weiß ich! Ihr aber doch. da fällt er! Köpfe weg!“ (ein lautes Krachen) – „Wessen Schuld war das? – Wabbel's glaube ich – Wer soll in den Schornstein steigen? – Ich nicht. von denen ein Paar sie gerade in's Gesicht trafen. bringe sie her. als es dicht über ihr war. die da kommen würden. „Sie scheinen mir Alles auf Wabbel zu schieben: ich möchte um Alles nicht an Wabbel's Stelle sein. Diesmal hörte sie ein leises Wimmern und noch mehr Geklirr von Glasscherben. wie sie konnte. und wartete. des scheint mer nich. alle durcheinander. quiekende Stimme („das ist Wabbel. Wabbel! der Herr sagt. „Mich soll doch wundern. während welcher Alice sie nur einzelne Worte Flüstern hörte. Zuerst hörte sie einen allgemeinen Chor: „Da fliegt Wabbel!“ dann die Stimme des Kaninchens allein: – „Fangt ihn auf. sprach sie bei sich: „Dies ist Wabbel. und dies brachte sie auf einen glänzenden Gedanken. was sie nun thun werden! Mich zum Fenster hinaus ziehen? ja. da kommt ein Ding in die Höhe. als sie auf dem Boden lagen. du sollst in den Schornstein steigen!“ „So. der Kamin ist freilich eng. „Wir müssen das Haus niederbrennen!“ rief das Kaninchen. Eurer Jnaden. „Dem will ich ein Ende machen. doch blieb sie nicht lange im Zweifel.“ „Eine Karre voll was?“ dachte Alice.“ dachte sie. Alice bemerkte mit einigem Erstaunen. aber etwas werde ich doch wohl mit dem Fuße ausschlagen können!“ Sie zog ihren Fuß so weit her unter. bis sie ein kleines Thier (sie konnte nicht rathen. das hast du gethan. Wabbel! fange den Strick – Wird das Dach auch tragen? – Nimm dich mit dem losen Schiefer in Acht – oh. alter Kerl!“ sagten die Andern. da schrie Alice so laut sie konnte: „Wenn ihr das thut. was für eine Art es sei) in dem Schornstein kratzen und klettern hörte. also Wabbel soll durch den Schornstein hereinkommen. und wartete dann der Dinge. ohne etwas zu hören. Junge! – Lehnt sie hier gegen diese Ecke – Nein.“ sagte sei bei sich und schrie hinaus: „Das laßt mir gefälligst bleiben!“ worauf wieder tiefe Stille erfolgte.

die einzige Schwierigkeit war. was ich nun zu tun habe. „Das Nöthigste.“ Sie schluckte demnach einen kleinen Kuchen herunter. rannte sie zum Hause hinaus. Ein ungeheuer großer junger Hund sah mit seinen hervorstehenden runden Augen auf sie herab und machte einen schwachen Versuch. lief wieder hinter die Distel. dabei hatte sie aber große Angst. auf das Stäbchen losrannte und That. sobald sie sich zeigte. Ja. wie sie ihn ausführen sollte. „ist. und fand einen förmlichen Auflauf von kleinen Thieren und Vögeln davor. daß sie nicht den geringsten Begriff hatte. hörte sie plötzlich ein scharfes feines Bellen gerade über ihrem Kopfe und sah eilig auf. . bis er sich zuletzt mit zum Munde heraushängender Zunge und halb geschlossenen Augen. und recht nett und einfach ausgedacht. „Armes kleines Ding!“ sagte Alice in liebkosendem Tone. und sie gab sich alle Mühe. von zwei Meerschweinchen unterstützt. da wich Alice ihm aus hinter eine große Distel. meine richtige Größe zu erlangen. daß sie sogleich abnahm. nahm sie ein Stäbchen auf und hielt es ihm hin. ihm zu pfeifen. der es vorkam. und das Zweite. lief der junge Hund wieder auf das Stäbchen los und fiel kopfüber in seiner Eile. unter seine Füße zu gerathen. das wird der beste Plan sein.“ sprach Alice bei sich. Es war ein allgemeiner Sturm auf Alice. und kam sicher in ein dichtes Gebüsch. Alice. war in der Mitte.ich. ganz außer Athem hinsetzte. und die jeden Augenblick fürchtete. wie sie in dem Wäldchen umher wanderte. Die arme kleine Eidechse. als wolle es es zerreißen. den Weg zu dem wunderhübschen Garten zu finden. ob er auch nicht hungrig wäre. und so wie sie auf der andern Seite hervorkam. um durch die Thür zu gehen. und während sie so ängstlich zwischen den Bäumen umherguckte. es zu fangen. Ohne recht zu wissen was sie that. eine Pfote auszustrecken und sie zu berühren. die ihm etwas aus einer Flasche gaben. Sobald sie klein genug war. wobei er jedes Mal ein klein wenig vorwärts und ein gutes Stück zurück rannte und sich heiser bellte. Wabbel. worauf das ungeschickte Thierchen mit allen vier Füßen zugleich in die Höhe sprang. da machte der junge Hund eine Reihe von kurzen Anläufen auf das Stäbchen. denn dann würde er sie wahrscheinlich auffressen trotz allen Liebkosungen.“ Es klang freilich wie ein vortrefflicher Plan. sie lief aber so schnell sie konnte davon. und merkte zu ihrem Entzücken. um nicht zertreten zu werden. als wenn Jemand mit einem Fuhrmannspferde Zeck spielt. vor Entzücken laut aufbellte.

Dies schien Alice eine gute Gelegenheit zu sein. ich muß ja machen. wenn – wenn ich nur groß genug dazu gewesen wäre! O ja! das hätte ich beinah vergessen. und bis das Bellen nur noch ganz schwach in der Ferne zu hören war. fortzukommen. nachdem sie . aber die Frage ist. das sie unter den Umständen essen oder trinken müsse. sie machte sich also gleich davon. Alice blickte um sich nach allen Blumen und Grashalmen. „Ich hätte ihn gern Kunststücke gelehrt. In der Nähe wuchs ein großer Pilz. ungefähr so hoch wie sie. und sich mit einem der Blätter fächelte. was?“ Das war in der That die Frage. ich sollte irgend etwas essen oder trinken. indem sie sich an eine Butterblume lehnte um auszuruhen. aber gar nichts sah aus. „Und doch war es ein lieber kleiner Hund!“ sagte Alice. daß ich wieder wachse! Laß sehen – wie fängt man es doch an? Ich dächte. und rannte bis sie ganz müde war und keine Luft mehr hatte. als ob es das Rechte sei.

-- .ihn sich von unten. ohne die geringste Notiz von ihr noch sonst irgend Etwas zu nehmen. die mit kreuzweise gelegten Armen da saß und ruhig aus einer großen Huhka rauchte. und sogleich begegnete ihr Blick dem einer großen blauen Raupe. kam es ihr in den Sinn zu sehen. rückwärts und vorwärts betrachtet hatte. was oben darauf sei. von beiden Seiten. Sie stellte sich also auf die Fußspitzen und guckte über den Rand des Pilzes.

„Vielleicht haben Sie es noch nicht versucht. Das war kein sehr ermuthigender Anfang einer Unterhaltung. da sie sonst nichts zu thun habe. Alice dachte. „Komm zurück!“ rief ihr die Raupe nach. „Wer bist du denn?“ Was sie wieder auf den Anfang der Unterhaltung zurückbrachte. langsamer Stimme an. als ich aufstand. „weil ich nicht ich bin. „Sie fühlen wahrscheinlich anders darin. Raupe. „aber wenn Sie sich in eine Puppe verwandeln werden. Raupe“ sagte Alice. das wird sich doch komisch anfühlen. wer ich heut früh war. so ging sie ihrer Wege.“ erwiederte Alice sehr höflich. „Nein. „Erkläre dich deutlicher!“ „Ich kann mich nicht deutlicher erklären.“ sagte Alice. aber ich glaube. „Sei nicht empfindlich. und vielleicht würde sie ihr etwas sagen. „denn ich kann es selbst nicht begreifen. das der Mühe werth sei. und da sich Alice auf keinen guten Grund besinnen konnte und die Raupe sehr schlechter Laune zu sein schien. fürchte ich. „Ist das Alles?“ fragte Alice. Einige Minuten lang rauchte die Raupe fort ohne zu reden.“ sagte die Raupe.“ sagte die Raupe. diesen Augenblick – vielmehr ich weiß. „Wer bist du?“ fragte die Raupe.“ sagte die Raupe. Sie sollten mir erst sagen.“ sagte Alice. etwas befangen: „Ich – ich weiß es nicht recht. wer Sie sind?“ „Weshalb?“ fragte die Raupe. sie warf den Kopf in die Höhe und sprach sehr ernst: „Ich dächte. Alice war etwas ärgerlich. Alice antwortete. ihren Aerger so gut sie konnte verbergend. Das war wieder eine schwierige Frage.“ sagte Alice. und wenn man an einem Tage so oft klein und groß wird. „ich kann Sachen nicht behalten wie sonst. aber zuletzt nahm sie die Huhka wieder aus dem Munde und sprach: „Du glaubst also.Fünftes Kapitel Guter Rath von einer Raupe Die Raupe und Alice sahen sich eine Zeit lang schweigend an. daß die Raupe so sehr kurz angebunden war. ich muß seitdem ein paar Mal verwechselt worden sein. „ich habe dir etwas Wichtiges zu sagen!“ Das klang sehr einladend.“ sagte die Raupe. nicht wahr?“ „Durchaus nicht.“ „Nein.“ sagte die Raupe. sehen Sie wohl?“ „Ich sehe nicht wohl.“ „Was meinst du damit?“ frage die Raupe strenge. endlich nahm die Raupe die Huhka aus dem Munde und redete sie mit schmachtender. „so viel weiß ich. das wird man nicht. das müssen Sie über kurz oder lang wie Sie wissen – und dann in einen Schmetterling. . Alice kehrte wieder um und kam zu ihr zurück. „Ich kann es wirklich nicht besser ausdrücken. und ich werde alle zehn Minuten größer oder kleiner!“ „Kannst welche Sachen nicht behalten?“ fragte die Raupe.“ „Dir!“ sagte die Raupe verächtlich. wird man ganz verwirrt. sie wollte doch warten. du bist verwandelt?“ „Ich fürchte es fast. daß es mir sehr komisch sein würde.

“ sprach der Sohn.“ „Ihr seid alt. „und könnt nicht recht kau'n.„Ach.“ der Alte mit Kopfschütteln sagt'.“ sagt der Sohn. Vater Martin. „Sage her: Ihr seid alt. So thu' ich's mit fröhlichem Muth. wie ihr rücklings den Purzelbaum schlagt. Doch seit ich entdeckt. „Da glaubt' ich. für's Hirn sei's nicht gut. Daß ich jetzt noch mit Leichtigkeit kau!“ „Ihr seid alt. „und habt nicht viel Witz. Und geworden ein gar dicker Mann.“ sagte die Raupe. Ich werde dich Mores lehren!“ . Doch aßt ihr die Gans mit Schnabel und Klau'n. Für zwei Groschen Courant ist sie dein. Alice faltete die Hände und fing an: – „Ihr seid alt.“ so sprach Junker Tropf. Wie habt ihr das nur gemacht?“ „Ich war früher Jurist und hab' viel disputirt Besonders mit meiner Frau. Drum sprecht. aber es kam ganz anders!“ antwortete Alice in niedergeschlagenem Tone. Und solltet euch nehmen in Acht. die sie geschmeidig macht. Potz tausend! wie fangt ihr's nur an?“ „Als ich jung war. Nun laß mich kein Wort mehr hören. Und doch seid ihr so geschickt. „Da rieb ich die Glieder mir ein Mit der Salbe hier. Das hat so mir die Kinnbacken einexercirt. Macht Euch denn das nicht zu heiß?“ „Als ich jung war. und damit genug.“ sprach der Bub'. Du Guck in die Welt thust so überklug. „wie vorhin schon gesagt. „Euer Haar ist schon lange ganz weiß. ich habe versucht zu sagen: Bei einem Wirthe etc.“ „Ihr seid alt. daß ich gar keines hab'. Vater Martin. Doch steht ihr so gerne noch auf dem Kopf..“ der Vater zur Antwort gab. Balancirt einen Aal auf der Nasenspitz'! Wie ist euch das nur geglückt?“ „Drei Antworten hast du.

empfindlich zu werden.„Das ist nicht richtig. „Nicht ganz richtig.“ sagte die Raupe. „Oh.“ sagte Alice. es kommt nicht so genau darauf an. Frau Raupe. „manche Wörter sind anders gekommen. „Aber ich bin nicht daran gewöhnt!“ vertheidigte sich die arme Alice in weinerlichem Tone.“ sagte die Raupe zornig und richtete sich dabei in die Höhe (sie war gerade drei Zoll hoch). „Wie groß möchtest du gern sein?“ fragte sie. „nur das viele Wechseln ist nicht angenehm.“ „Es ist von Anfang bis zu Ende falsch.“ sagte die Raupe mit Entschiedenheit.“ . nicht wahr?“ „Nein. Alice antwortete nichts. glaube ich. „Etwas größer. daß sie wieder anfing. wenn ich bitten darf. Die Raupe sprach zuerst wieder. es ist nicht wahr!“ sagte die Raupe. „Bist du jetzt zufrieden?“ sagte die Raupe. Bei sich dachte sie: „Ich wünschte. und sie fühlte. alle diese Geschöpfe nähmen nicht Alles gleich übel.“ „Es ist eine sehr angenehme Größe.“ erwiederte Alice schnell.“ sagte Alice schüchtern. es war ihr im Leben nicht so viel widersprochen worden. finde ich. wäre ich gern. worauf eine Pause von einigen Minuten eintrat. „drei und einen halben Zoll ist gar zu winzig.

und da er vollkommen rund war. daß sie ihren Hals in alle Richtungen biegen und wenden konnte. „Nun aber. den nächsten Augenblick fühlte sie einen heftigen Schmerz am Kinn. um ausfindig zu machen. welches ist das rechte?“ sprach sie zu sich. das sich jedoch den nächsten Augenblick in Angst verwandelte. endlich aber gelang es ihr. „da muß ich noch Tag und Nacht den Schlangen aufpassen! Kein Auge habe ich die letzten drei Wochen . Flußufer habe ich versucht. unter denen sie noch eben herum gewandert war. so weit sie herum konnte. daß ihre Schultern nirgends zu finden waren: als sie hinunter sah. und fand zu ihrem Entzücken. so versuchte sie. „Von dem Pilz. Hecken habe ich versucht. bis die Taube fertig wäre. und fuhr schluchzend fort: „Alles habe ich versucht. das unter ihr lag. Da es ihr nicht gelang. „Baumwurzeln habe ich versucht. gerade als wenn sie laut gefragt hätte. aber sie dachte. und brach mit jeder Hand etwas vom Rande ab. als eine kleine Bewegung in den entfernten grünen Blättern. die Hände zu ihrem Kopfe zu erheben. wie sie sah. so fand sie die Frage schwierig zu beantworten. „Laß mich in Ruhe!“ „Schlange sage ich!“ wiederholte die Taube. welches seine beiden Seiten seien. „Schlange!“ kreischte die Taube. das. als einen ungeheuer langen Hals.“ „Eine Seite wovon? die andere Seite wovon?“ dachte Alice bei sich. und biß ein wenig von dem Stück in ihrer rechten Hand ab. bis es ihr gefällig wäre zu reden. kroch in's Gras hinein und bemerkte blos bei'm Weggehen: „Die eine Seite macht dich größer. durch die Gipfel der Bäume gebildet wurde. der sich wie eine Stange aus einem Meer von grünen Blättern erhob. um die Wirkung auszuprobiren. „Ich bin keine Schlange!“ sagte Alice mit Entrüstung.“ sagte die Raupe. aber da war keine Zeit zu verlieren. da sie sehr schnell kleiner wurde. es hatte an ihren Fuß angestoßen! Ueber diese plötzliche Verwandlung war sie sehr erschrocken. ein wenig von dem Stück in ihrer linken Hand herunter zu schlucken. „Ah! endlich ist mein Kopf frei!“ rief Alice mit Entzücken. Alice blieb ein Weilchen gedankenvoll vor dem Pilze stehen. wie eine Schlange. daß ich euch nicht sehen kann?“ Sie griff bei diesen Worten um sich.“ sagte die Raupe. konnte sie weiter nichts erblicken. sie machte sich also gleich daran. Dann kam sie von dem Pilze herunter. als ein lautes Rauschen sie plötzlich zurückschreckte: eine große Taube kam ihr in's Gesicht geflogen und schlug sie heftig mit den Flügeln. „Und wo sind meine Schultern nur hingekommen? Und ach. Ihr Kinn war so dicht an ihren Fuß gedrückt. Sie hatte ihn gerade in ein malerisches Zickzack gewunden und wollte eben in das Blättermeer hinunter tauchen. gähnte ein bis zwei Mal und schüttelte sich. und den nächsten Augenblick war sie nicht mehr zu sehen. „aber diese Schlangen! Nichts ist ihnen recht!“ Alice verstand immer weniger.“ sagte Alice. steckte ihre Huhka in den Mund und fing wieder an zu rauchen. den Kopf zu ihnen hinunter zu bücken. und nichts ist ihnen genehm!“ „Ich weiß gar nicht.“ sprach die Taube weiter. „Was mag all das grüne Zeug sein?“ sagte Alice. Diesmal wartete Alice geduldig.„Du wirst es mit der Zeit gewohnt werden. wie geht es zu. ohne auf sie zu achten. es sei unnütz etwas zu sagen. „Als ob es nicht Mühe genug wäre. meine armen Hände. aber mit gedämpfter Stimme. Nach zwei oder drei Minuten nahm die Raupe die Huhka aus dem Munde. da sie merkte. aber es erfolgte weiter nichts. den Mund aufzumachen. Zuletzt aber reichte sie mit beiden Armen. wovon du redest. daß ihr kaum Platz genug blieb. die andere Seite macht dich kleiner. etwas von dem andern Stück zu essen.“ sagte die Taube. die Eier auszubrüten.

ihre gewöhnliche Größe zu bekommen.“ fuhr die Taube mit erhobener Stimme fort.“ „Das glaube ich nicht. bald an dem andern. „Ich merke wohl. daß es ihr erst ganz komisch vorkam. die sie den Tag über schon durchgemacht hatte. daß sie ein Paar Minuten ganz still schwieg. daß du nie ein Ei gegessen hast.zugethan!“ „Es thut mir sehr leid. in dem sie sich in ihrem Nest wieder zurecht setzte. daß du dir etwas ausdenken willst!“ „Ich – ich bin ein kleines Mädchen. Nach einer Weile fiel es ihr wieder ein. denn ihr Hals verwickelte sich fortwährend in die Zweige. so würde ich deine nicht brauchen können. „ich bin ein – ich bin ein –“ „Nun.“ sagte die Taube. und sie machte sich sorgfältig daran. sage ich dir!“ rief Alice. „Eine schöne Ausrede. die ein sehr wahrheitsliebendes Kind war. was sie meinte.“ sagte Alice etwas unsicher. und wagte sich nicht an das Häuschen heran. wie ich den nächsten Augenblick sein werde! Doch jetzt habe ich meine richtige Größe: nun kommt es darauf an. „wenn sie es aber thun.“ „Ich habe Eier gegessen. da sie an die vielfachen Verwandlungen dachte. ungefähr vier Fuß hoch. freilich. nun dann sind sie eine Art Schlangen. knabberte bald an dem einen. es geht nicht an. „Wer auch darin wohnen mag. und wurde abwechselnd größer und kleiner. daß du so viel Verdruß gehabt hast. Du wirst am Ende noch behaupten. daß sie auch nur ungefähr ihre richtige Größe gehabt hatte. daß ich so groß wie ich jetzt bin hineingehe: sie würden vor Angst nicht wissen wohin!“ Also knabberte sie wieder an dem Stückchen in der rechten Hand. aber nie eine mit solch einem Hals! Nein. müssen sie sich sogar noch vom Himmel herunterwinden! Pfui! Schlange!“ „Aber ich bin keine Schlange.“ „Dann mach'. das weiß ich nur zu gut.“ sagte Alice. bis es ihr zuletzt gelang. ob du ein kleines Mädchen oder eine Schlange bist?“ „Aber mich kümmert es sehr. daß sie noch die Stückchen Pilz in den Händen hatte. Es war so lange her. kam sie in eine Lichtung mit einem Häuschen in der Mitte. Alice duckte sich unter die Bäume so gut sie konnte. daß du fortkommst!“ sagte die Taube verdrießlich. „und gerade da ich dachte. „Und gerade da ich mir den höchsten Baum im Walde ausgesucht habe. aber nach einigen Minuten hatte sie sich daran gewöhnt und sprach mit sich selbst wie gewöhnlich. was bist du denn?“ fragte die Taube. und wenn ich es thäte. und mehrere Male mußte sie anhalten und ihn losmachen. nun ist mein Plan ausgeführt! Wie verwirrt man von dem vielen Wechseln wird! Ich weiß nie. wahrhaftig!“ sagte die Taube im Tone tiefster Verachtung. nein! du bist eine Schlange! das kannst du nicht abläugnen. „übrigens suche ich zufällig nicht Eier.“ sagte Alice schnell. ich wäre sie endlich los. ich esse sie nicht gern roh. „Schön. die Taube benutzte die Gelegenheit und fuhr fort: „Du suchst Eier.“ Das war etwas so Neues für Alice.“ sagte Alice. die zu verstehen anfing. und was kümmert es mich. bis sie sich auf neun Zoll herunter gebracht hatte. so viel weiß ich. -- . „Ich habe mein Lebtag genug kleine Mädchen gesehen. „aber kleine Mädchen essen Eier eben so gut wie Schlangen. in den schönen Garten zu gelangen – wie kann ich das anstellen? das möchte ich wissen!“ Wie sie dies sagte.

indem er nur die Aufeinanderfolge der Wörter etwas veränderte: „Von der Königin. und beide Lackeien hatten. Der Fisch-Lackei fing damit an. diesen überreichte er dem anderen.“ Der Frosch-Lackei erwiederte in demselben feierlichen Tone. sonst. wie Alice bemerkte. Eine Einladung für die Herzogin. Croquet zu spielen. unter dem Arme hervorzuziehen. Eine Einladung von der Königin.“ . der ein rundes Gesicht und große Augen wie ein Frosch hatte. nach seinem Gesichte zu urtheilen. um zuzuhören. in feierlichem Tone sprechend: „Für die Herzogin.Sechstes Kapitel Ferkel und Pfeffer Noch ein bis zwei Augenblicke stand sie und sah das Häuschen an. einen ungeheuren Brief. als plötzlich ein Lackei in Livree vom Walde her gelaufen kam – (sie hielt ihn für einen Lackeien. beinah so groß wie er selbst. und schlich sich etwas näher. Sie war sehr neugierig. Croquet zu spielen. was nun geschehen würde. würde sie ihn für einen Fisch angesehen haben) – und mit den Knöcheln laut an die Thür klopfte. Sie wurde von einem andern Lackeien in Livree geöffnet. weil er Livree trug. ohne recht zu wissen was sie nun thun solle. gepuderte Lockenperücken über den ganzen Kopf.

“ Und wirklich war ein ganz merkwürdiger Lärm drinnen. sie möchten sie hören. daß man dich unmöglich hören kann. war der Fisch-Lackei fort. „und das wegen zweier Gründe. als ob eine Schüssel oder ein Kessel zerbrochen wäre. und ihre Locken verwickelten sich in einander. weil sie drinnen einen solchen Lärm machen. aus Furcht. Alice ging furchtsam auf die Thür zu und klopfte. „Bitte. ein fortwährendes Heulen und Niesen. „Es ist durchaus unnütz. daß sie in das Gebüsch zurücklaufen mußte. Darüber lachte Alice so laut. zweitens. und von Zeit zu Zeit ein lautes Krachen. Erstens weil ich an derselben Seite von der Thür bin wie du. und als sie wieder herausguckte.Dann verbeugten sich Beide tief. „wie soll ich denn hineinkommen?“ . zu klopfen. und der andere saß auf dem Boden bei der Thür und sah dumm in den Himmel hinauf.“ sagte Alice.“ sagte der Lackei.

“ „Was soll ich aber thun?“ frage Alice. gerade auf den Kopf des Lackeien los. und zwar mit Variationen.“ sagte sie bei sich. „Es ist wirklich schrecklich. „Aber vielleicht kann er nicht dafür. „Ich werde hier sitzen. „bis morgen –“ In diesem Augenblicke ging die Thür auf. „wenn wir die Thür zwischen uns hätten. was Alice entschieden sehr unhöflich fand.“ sagte der Lackei. „Was dir gefällig ist.“ sagte Alice außer sich. „Das ist die erste Frage. „wie naseweis alle diese Geschöpfe sind. ohne auf sie zu hören. mit ihm zu reden. als ob nichts vorgefallen wäre. – Wie soll ich denn hineinkommen?“ wiederholte sie laut. in der Mitte saß auf einem dreibeinigen Schemel die Herzogin.“ sprach der Lackei in demselben Tone fort. „Es hilft zu nichts.“ sagte er. lauter als vorher. und fing an zu pfeifen. die voll Suppe zu sein schien. seine Bemerkung zu wiederholen. vielleicht. „Sollst du überhaupt hineinkommen?“ sagte der Lackei. „– oder übermorgen. nicht wahr?“ Er sah die ganze Zeit über. .“ murmelte sie vor sich hin. er strich aber über seine Nase hin und brach an einem der dahinterstehenden Bäume in Stücke. welche von einem Ende bis zum andern voller Rauch war. anzuklopfen. könntest du klopfen. Tage und Tage lang.“ sagte der Lackei. während er sprach. „Ich werde hier sitzen. nicht wahr?“ Das war es allerdings. nur ließ sich Alice das nicht gern sagen. „er ist vollkommen blödsinnig!“ Sie klinkte die Thür auf und ging hinein. „Wie soll ich denn hineinkommen?“ fragte Alice wieder. „seine Augen sind so hoch oben auf seiner Stirn. wenn du drinnen wärest. die Köchin stand über das Feuer gebückt und rührte in einer großen Kasserole. in den Himmel hinauf. und ein großer Teller kam heraus geflogen.“ fuhr der Lackei fort. Die Thür führte geradewegs in eine große Küche. mit einem Wickelkinde auf dem Schoße. Zum Beispiel.„Es wäre etwas Sinn und Verstand darin. und ich könnte dich herauslassen. „ab und an. Aber jedenfalls könnte er mir antworten. Es könnte Einen ganz verdreht machen!“ Der Lackei schien dies für eine gute Gelegenheit anzusehen.

daß es dem Wickelkinde galt. aber den nächsten Augenblick sah sie. daß Katzen manchmal grinsen.“ sagte Alice sehr höflich.“ fragte Alice etwas furchtsam. „und die meisten thun es. daß Katzen überhaupt grinsen können. eine . daß Alice auffuhr.“ sagte die Herzogin. ja ich wußte nicht.“ „Sie können es alle. denn sie wußte nicht recht. Sogar die Herzogin nieste hin und wieder. so gut sie vor Niesen konnte. waren die Köchin und eine große Katze. die es thut. sie faßte also Muth und redete weiter: – „Ich wußte nicht.“ „Ich kenne keine. ob es sich für sie schicke zuerst zu sprechen. die vor dem Herde saß und grinste. „Wollen Sie mir gütigst sagen. sodaß die Mundwinkel bis an die Ohren reichten.„In der Suppe ist gewiß zu viel Pfeffer!“ sprach Alice für sich. „warum Ihre Katze so grinst?“ „Es ist eine Grinse-Katze. nicht ihr. was das Wickelkind anbelangt. da sie ganz froh war. Die beiden einzigen Wesen in der Küche.“ sagte die Herzogin. die nicht niesten. Es war wenigstens zu viel in der Luft. so nieste und schrie es abwechselnd ohne die geringste Unterbrechung. „darum! Ferkel!“ Das letzte Wort sagte sie mit solcher Heftigkeit.

“ sagte die Herzogin. seine liebe kleine Nase!“ als eine besonders große Pfanne dicht daran vorbeifuhr und sie beinah abstieß.Unterhaltung angeknüpft zu haben. Die Herzogin beachtete sie gar nicht. nahm die Köchin die Kasserole mit Suppe vom Feuer und fing sogleich an. „ich habe Zahlen nie ausstehen können!“ Und damit fing sie an. als jetzt. was Sie thun!“ rief Alice. Und schlag' ihn. du kannst ihn ein Weilchen warten.“ Alice gefiel diese Bemerkung gar nicht. aber die Köchin rührte die Suppe unverwandt und schien nicht zuzuhören. nehmen Sie sich in Acht. und das Kind heulte schon so laut. und das arme kleine Ding schrie so. und sie dachte daran. schaukelte sie das Kind so heftig auf und nieder. wie gern er Pfeffer riecht. „und das ist die Wahrheit. auch wenn sie sie trafen. sich um ihre Achse zu drehen –“ „Was. Ich weiß. „Wenn Jeder nur vor seiner Thür fegen wollte. ihr Kind zu warten und eine Art Wiegenlied dazu zu singen. Er macht es gar so bunt und kraus. Wenn's ihm gefällig ist. wenn du willst!“ sagte die Herzogin zu Alice. „Oh. Tellern und Schüsseln.“ Chor (in welchen die Köchin und das Wickelkind einfielen) „Wau! wau! wau!“ Während die Herzogin den zweiten Vers des Liedes sang. Während sie sich auf etwas Passendes besann.“ brummte die Herzogin mit heiserer Stimme.“ Chor „Wau! wau! wau!“ „Hier. ihre Kenntnisse zu zeigen. du redest von Axt?“ sagte die Herzogin. „Ich muß mich zurecht machen. wovon jeder Reihe mit einem derben Puffe für das Kind endigte: – „Schilt deinen kleinen Jungen aus. Und schlag' ihn. daß es unmöglich war zu wissen. glaube ich. um mit der Königin Croquet zu . oder sind es zwölf? Ich –“ „Ach laß mich in Frieden. dann folgte ein Hagel von Pfannen. die in wahrer Herzensangst hin und her sprang. „Hau' ihr den Kopf ab!“ Alice sah sich sehr erschrocken nach der Köchin um. „Du kennst noch nicht viel. daß Alice kaum die Worte verstehen konnte: – „Ich schelte meinen kleinen Wicht.“ „Was kein Vortheil wäre. Alles was sie erreichen konnte nach der Herzogin und dem Kinde zu werfen – die Feuerzange kam zuerst. Nur weil es uns verdrießt. welchen andern Gegenstand der Unterhaltung sie einführen könnte. wie es Tag und Nacht in Unordnung bringen würde! Die Erde braucht doch jetzt vier und zwanzig Stunden. die sich über die Gelegenheit freute.“ sprach Alice. daher fuhr sie fort: „Vier und zwanzig Stunden. ob die Stöße ihm weh thaten oder nicht. bitte. wenn er niest. „Oh. ob sie den Wink verstehen würde. „würde die Welt sich bedeutend schneller drehen.“ sagte die Herzogin. „Denken Sie nur. indem sie ihr das Kind zuwarf. wenn er niest.

Die Köchin warf ihr eine Bratpfanne nach. daß es höchst lächerlich für sie wäre. als sie es ruhig in den Wald traben sah. „Wenn du ein kleines Ferkel wirst. was ihm eigentlich fehle.“ sagte Alice. aber sie verfehlte sie noch eben. da es ein kleines unförmiges Wesen war. „es paßt sich gar nicht für dich. als sie es fing. „so will ich nichts mehr mit dir zu schaffen haben. wenn ich es mit nach Hause bringe?“ als es wieder grunzte. und sie sah. so daß Alice ihm ganz ängstlich in's Gesicht sah. es war unmöglich. die Grinse-Katze saß nämlich wenige Fuß von ihr auf einem Baumzweige. die sie kannte.spielen. eher eine Schnauze als eine wirkliche Nase. es waren keine Thränen da. auch seine Augen wurden entsetzlich klein für einen kleinen Jungen: Alles zusammen genommen.“ dachte sie und sah ihm wieder in die Augen ob Thränen da seien. daß Alice erschrocken nach ihm hinsah. und das kleine Geschöpf grunzte zur Antwort (es hatte mittlerweile aufgehört zu niesen).“ dachte Alice. gefiel Alice das Aussehen des Kindes gar nicht. so daß sie es die ersten Paar Minuten nur eben halten konnte. Sobald sie aber die rechte Art entdeckt hatte. das merke dir!“ Das arme kleine Ding schluchzte (oder grunzte. „Grunze nicht. . „Aber vielleicht hat es nur geweint. Er hatte ohne Zweifel eine sehr hervorstehende Nase. „so werden sie es in wenigen Tagen umgebracht haben. Alice fing eben an. und zog sich zusammen und streckte sich wieder aus. Alice hatte das Kind mit Mühe und Noth aufgefangen. „Wenn ich dies Kind nicht mit mir nehme. dich so auszudrücken. damit es sich nicht wieder aufwickeln konnte). es zu unterscheiden). höre mal. und dann gingen sie eine Weile stillschweigend weiter. finde ich. und es dann fest beim rechten Ohr und linken Fuß zu fassen. so laut. die gute kleine Ferkel abgeben würden. es zu einer Art Knoten zu drehen. „Das wäre in einigen Jahren ein furchtbar häßliches Kind geworden. wäre es nicht Mord. das seine Arme und Beinchen nach allen Seiten ausstreckte. „gerade wie ein Seestern.“ damit rannte sie aus dem Zimmer. und sagte gerade für sich: „wenn man nur die rechten Mittel wüßte. Sie setzte also das kleine Ding hin und war ganz froh. Das arme kleine Ding stöhnte wie eine Lokomotive. was soll ich mit diesem Geschöpf anfangen. es noch weiter zu tragen. sie zu verwandeln –“ als sie einen Schreck bekam.“ sagte Alice sehr ernst.“ Der Junge grunzte wieder. Diesmal konnte sie sich nicht mehr irren: es war nichts mehr oder weniger als ein Ferkel. Nein.“ dachte Alice. aber als Ferkel macht es sich recht nett. sich zu überlegen: „Nun.“ Und so dachte sie alle Kinder durch. es da zu lassen?“ Sie sprach die letzten Worte laut. brachte sie es in's Freie. wie man es tragen mußte (die darin bestand.

„Grinse-Mies.“ fügte Alice als Erklärung hinzu.“ sagte die Katze. wohin –“ sagte Alice. so weit gefällt es ihr. welchen Weg du nimmst. „Schön. als sie Alice sah. „Sie sieht gutmüthig aus.Die Katze grinste nur. aber doch hatte sie sehr lange Krallen und eine Menge Zähne. Alice fühlte wohl. wenn ich bitten darf. daß sie sie rücksichtsvoll behandeln müsse. „Es kommt mir nicht darauf an. wohin du gehen willst.“ fing sie etwas ängstlich an.“ sagte die Katze.“ dachte diese. ob ihr der Name gefallen würde: jedoch grinste sie noch etwas breiter.“ dachte Alice und sprach weiter: „willst du mir wohl sagen. „Dann kommt es auch nicht darauf an. welchen Weg ich hier nehmen muß?“ „Das hängt zum guten Theil davon ab. . da sie nicht wußte. „– wenn ich nur irgendwo hinkomme.

“ sprach sie zu sich.“ „Du wirst mich dort sehen.“ dachte Alice. und wedelt mit dem Schwanze. wo der Faselhase wohnen sollte. ich habe oft eine Katze ohne Grinsen gesehen. Während sie noch nach der Stelle hinsah. wo die Katze gesessen hatte. das wirst du ganz gewiß.“ sagte die Katze und verschwand. wenn du nicht immer so schnell erscheinen und verschwinden wolltest: du machst Einen ganz schwindlig. wenn er böse ist. erschien sie plötzlich wieder. Es war ein so großes Haus.“ antwortete Alice sehr ruhig. Ich hingegen knurre. und wedle mit dem Schwanze. „Spielst du heut Croquet mit der Königin?“ „Ich möchte es sehr gern. „wohnt ein Hutmacher. „Oh. sie war so daran gewöhnt. „wohnt ein Faselhase. daß das ein Beweis sei. „Aber ein Grinsen ohne Katze! so etwas Merkwürdiges habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen!“ Sie brauchte nicht weit zu gehen.“ „Woher weißt du. sie versuchte daher eine andere Frage. Du bist toll.“ sagte die Katze.“ sagte die Katze: „wir sind alle toll hier. daß sonderbare Dinge geschahen. nicht knurren.“ Alice sah. blickte sie auf. wobei sie mit der Schwanzspitze anfing und mit dem Grinsen aufhörte. es müsse das rechte Haus sein. sie ein wenig von dem Stück Pilz in ihrer linken Hand abknabberte.“ sagte Alice. weil die Schornsteine wie Ohren geformt waren. „Aber ich bin noch nicht eingeladen worden. daß ich toll bin?“ fragte Alice. „sonst wärest du nicht hergekommen. wenn er sich freut. was ist aus dem Jungen geworden?“ sagte die Katze.“ „Er ist ein Ferkel geworden. gerade wie wenn die Katze auf gewöhnliche Weise zurückgekommen wäre. und da saß die Katze wieder auf einem Baumzweige. „Uebrigens.“ bemerkte Alice. daß du toll bist?“ „Zu allererst. halb und halb erwartend. „Ich sagte Ferkel. das noch einige Zeit sichtbar blieb.“ sagte die Katze.“ sagte die Katze und verschwand wieder. daß. Alice wunderte sich nicht sehr darüber.“ sagte die Katze.“ sagte die Katze. wenn ich ärgerlich bin. „wen du nur lange genug gehest. Alice wartete noch etwas. „ein Hund ist nicht toll. wenn ich mich freue. und ein Paar Minuten nachher ging sie in der Richtung fort. „und es wäre mir sehr lieb. „der Faselhase wird viel interessanter sein. „Hutmacher habe ich schon gesehen. „Du mußt es sein. wie du willst. sie fragte jedoch weiter: „Und woher weißt du.“ „Schon gut.“ fuhr die Katze fort. die rechte Pfote schwenkend. „Das dachte ich wohl. Besuche welchen du willst: sie sind beide toll.“ sagte die Katze. gut. „nicht wahr ein Hund knurrt. nachdem das Uebrige verschwunden war. Daher bin ich toll. und diesmal verschwand sie ganz langsam. „Oho.“ „Ich nenne es spinnen. Das giebst du zu?“ „Zugestanden!“ sagte Alice. „Ich hätte beinah vergessen zu fragen. Ich bin toll.“ Alice fand durchaus nicht. und in jener Richtung. und das Dach war mit Pelz bedeckt. „Nenne es. „Sagtest du Ferkel oder Fächer?“ fragte sie. das kannst du nicht ändern. „Was für Art Leute wohnen hier in der Nähe?!“ „In der Richtung.“ die andere Pfote schwenkend.“ sagte die Katze.“ „Aber ich mag nicht zu tollen Leuten gehen.„O. aber sie kam nicht. daß sie nichts dagegen einwenden konnte.“ antwortete Alice. sie dachte. „Nun.“ Wie sie so sprach. und sich bis auf zwei Fuß hoch brachte: trotzdem näherte sie sich etwas furchtsam. sie wieder erscheinen zu sehen.“ sagte Alice. so erblickte sie das Haus des Faselhasen. ehe sie sich näher heran wagte. für sich sprechend: „Wenn er nur nicht ganz rasend ist! Wäre ich doch lieber zu dem Hutmacher gegangen!“ .

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„Ueber und über genug Platz!“ sagte Alice unwillig und setzt sich in einen großen Armstuhl am Ende des Tisches.“ sagte der Faselhase.“ Der Hutmacher riß die Augen weit auf. sobald sie Alice kommen sahen. wird es sich wohl nichts daraus machen. und redeten über seinem Kopfe mit einander.“ Der Tisch war groß. mir welchen anzubieten.“ dachte Alice. an welchem der Faselhase und der Hutmacher saßen. jetzt wird es Spaß geben. aber er sagte weiter nichts als: „Warum ist ein Rabe wie ein Reitersmann?“ „Ei. . und die beiden Andern benutzen es als Kissen. als er dies hörte.“ sagte der Faselhase. Er hatte Alice eine Zeit lang mit großer Neugierde angesehen.“ sagte der Hutmacher. um ihre Ellbogen darauf zu stützen. fest eingeschlafen. daß es dein Tisch ist.Siebentes Kapitel Die tolle Theegesellschaft Vor dem Hause stand ein gedeckter Theetisch. „Sehr unbequem für das Murmelthier.“ sagte Alice ärgerlich. dich ungebeten herzusetzen. „Dann war es gar nicht höflich von dir. „Du solltest keine persönlichen Bemerkungen machen. da es schläft. „Ich bin so froh.“ bemerkte sie. „Es war gar nicht höflich von dir.“ sagte Alice mit einer gewissen Strenge. „Ist dir etwas Wein gefällig?“ nöthigte sie der Faselhase. „es ist sehr grob. und dies waren seine ersten Worte. daß sie anfangen Räthsel aufzugeben – Ich glaube. Alice sah sich auf dem ganzen Tische um.“ „Dein Haar muß verschnitten werden. „Ich wußte nicht. das kann ich rathen. aber es war nichts als Thee darauf.“ fuhr sie laut fort.“ dachte Alice. „nun. „Es ist keiner hier. er ist für viel mehr als drei gedeckt. „Ich sehe keinen Wein. aber die Drei saßen dicht zusammengedrängt an einer Ecke: „Kein Platz! Kein Platz!“ riefen sie aus. ein Murmelthier saß zwischen ihnen.

„Meinst du, daß du die Antwort dazu finden kannst?“ fragte der Faselhase. „Ja, natürlich,“ sagte Alice. „Dann solltest du sagen, was du meinst,“ sprach der Hase weiter. „Das thue ich ja,“ warf Alice schnell ein, „wenigstens – wenigstens meine ich, was ich sage – und das ist dasselbe.“ „Nicht im Geringsten dasselbe!“ sagte der Hutmacher. „Wie, du könntest eben so gut behaupten, daß ich sehe, was ich esse“ dasselbe ist wie „ich esse, was ich sehe.“ „Du könntest auch behaupten,“ fügte der Faselhase hinzu, „ich mag, was ich kriege“ sei dasselbe wie „ich kriege, was ich mag!“ „Du könntest eben so gut behaupten,“ fiel das Murmelthier ein, das im Schlafe zu sprechen schien, „ich athme, wenn ich schlafe“ sei dasselbe wie „ich schlafe, wen ich athme!“ „Es ist dasselbe bei dir,“ sagte der Hutmacher, und damit endigte die Unterhaltung, und die Gesellschaft saß einige Minuten schweigend, während Alice Alles durchdachte, was sie je von Raben und Reitersmännern gehört hatte, und das war nicht viel. Der Hutmacher brach das Schweigen zuerst. „Den wievielsten haben wir heute?“ sagte er, sich an Alice wendend; er hatte seine Uhr aus der Tasche genommen, sah sie unruhig an, schüttelte sie hin und her und hielt sie an's Ohr. Alice besann sich ein wenig und sagte: „Den vierten.“ „Zwei Tage falsch!“ seufzte der Hutmacher. „Ich sagte dir ja, daß Butter das Werk

verderben würde,“ setze er hinzu, indem er den Hasen ärgerlich ansah. „Es war die beste Butter,“ sagte der Faselhase demüthig. „Ja, aber es muß etwas Krume mit hinein gerathen sein,“ brummte der Hutmacher; „du hättest sie nicht mit dem Brodmesser hinein thun sollen.“ Der Faselhase nahm die Uhr und betrachtete sie trübselig; dann tunkte er sie in seine Tasse Thee und betrachtete sie wieder, aber es fiel ihm nichts Besseres ein, als seine erste Bemerkung: „Es war wirklich die beste Butter.“ Alice hatte ihm neugierig über die Schulter gesehen. „Was für eine komische Uhr!“ sagte sie. „Sie zeigt das Datum, und nicht wie viel Uhr es ist!“ „Warum sollte sie?“ brummte der Hase; „zeigt deine Uhr, welches Jahr es ist?“ „Natürlich nicht,“ antwortete Alice schnell, „weil es so lange hintereinander dasselbe Jahr bleibt.“ „Und so ist es gerade mit meiner,“ sagte der Hutmacher. Alice war ganz verwirrt. Die Erklärung des Hutmachers schien ihr gar keinen Sinn zu haben, und doch waren es deutlich gesprochne Worte. „Ich verstehe dich nicht ganz,“ sagte sie, so höflich sie konnte. „Das Murmelthier schläft schon wieder,“ sagte der Hutmacher, und goß ihm etwas heißen Thee auf die Nase. Das Murmelthier schüttelte ungeduldig den Kopf und sagte, ohne die Augen aufzuthun: „Freilich, freilich, das wollte ich eben auch bemerken.“ „Hast du das Räthsel schon gerathen?“ wandte sich der Hutmacher an Alice. „Nein, ich gebe es auf,“ antwortete Alice, „Was ist die Antwort?“ „Davon habe ich nicht die leiseste Ahnung,“ sagte der Hutmacher. „Ich auch nicht,“ sagte der Faselhase. Alice seufzte verstimmt. „Ich dächte, ihr könntet die Zeit besser anwenden,“ sagte sie, „als mit Räthseln, die keine Auflösung haben.“ „Wenn du die Zeit so gut kenntest wie ich,“ sagte der Hutmacher, „würdest du nicht davon reden, wie wir sie anwenden, sondern wie sie uns anwendet.“ „Ich weiß nicht, was du meinst,“ sagte Alice. „Natürlich kannst du das nicht wissen!“ sagte der Hutmacher, indem er den Kopf verächtlich in die Höhe warf. „Du hast wahrscheinlich nie mit der Zeit gesprochen.“ „Ich glaube kaum,“ erwiederte Alice vorsichtig; „aber Mama sagte gestern, ich sollte zu meiner kleinen Schwester gehen und ihr die Zeit vertreiben.“ „So? das wird sie dir schön übel genommen haben; sie läßt sich nicht gern vertreiben. Aber wenn man gut mit ihr steht, so thut sie Einem beinah Alles zu Gefallen mit der Uhr. Zum Beispiel, nimm den Fall, es wäre 9 Uhr Morgens, gerade Zeit, deine Stunden anzufangen, du brauchtest der Zeit nur den kleinsten Wink zu geben, schnurr! geht die Uhr herum, ehe du dich's versiehst! halb Zwei, Essenszeit!“ „Ich wünschte, das wäre es!“ sagte der Faselhase leise für sich. „Das wäre wirklich famos,“ sagte Alice gedankenvoll, „aber dann würde ich nicht hungrig genug sein, nicht wahr?“ „Zuerst vielleicht nicht,“ antwortete der Hutmacher, „aber es würde so lange halb Zwei bleiben, wie du wolltest.“ „So macht ihr es wohl hier?“ fragte Alice. Der Hutmacher schüttelte traurig den Kopf. „Ich nicht!“ sprach er. „Wir haben uns vorige Ostern entzweit – kurz ehe er toll wurde, du weißt doch – (mit seinem Theelöffel auf den Faselhasen zeigend) – es war in dem großen Concert, das die Coeur-Königin gab; ich mußte

singen: „O Papagei, o Papagei! Wie grün sind deine Federn!“ Vielleicht kennst du das Lied?“ „Ich habe etwas dergleichen gehört,“ sagte Alice. „Es geht weiter,“ fuhr der Hutmacher fort: „Du grünst nicht nur zur Friedenszeit, Auch wenn es Teller und Töpfe schneit. O Papagei, o Papagei –“ Hier schüttelte sich das Murmelthier und fing an im Schlaf zu singen: „O Papagei, o Mamagei, o Papagei, o Mamagei –“ in einem fort, so daß sie es zuletzt kneifen mußten, damit es nur aufhöre.

„Ja. „die hießen Else. „Ein wenig mehr? ich habe noch keinen gehabt. „also kann ich nicht noch mehr trinken.“ „Dann rückt ihr wohl herum?“ sagte Alice.“ bemerkte Alice schüchtern. und dann wandte sie sich an das Murmelthier und wiederholte ihre Frage: „Warum lebten sie in einem Brunnen?“ .“ Alice versuchte es sich vorzustellen.“ „Aber wen ihr wieder an den Anfang kommt?“ unterstand sich Alice zu fragen. „ich habe jedes Wort gehört. ich hatte kaum den ersten Vers fertig. „Wer macht denn nun persönliche Bemerkungen?“ rief der Hutmacher triumphirend.“ rief Alice. „als die Königin ausrief: Abscheulich! der Mensch schlägt geradezu die Zeit todt mit seinem Geplärre. sie nahm sich daher etwas Thee und Butterbrot.“ fügte der Hutmacher hinzu. die junge Dame erzählt eine Geschichte. ganz bestürzt über diese Zumuthung. „es ist immer Theestunde. „Sie lebten von Syrup. „Darum sind wohl so viele Tassen hier herumgestellt?“ fragte sie. „Und mach schnell. Lacie und Tillie. „Das konnten sie ja aber nicht. „Ich habe nicht geschlafen. Ich schlage vor. wie eine so außergewöhnliche Art zu leben wohl sein möchte. „Wir wollen jetzt von etwas Anderem reden. und wir haben keine Zeit. „hat sie mir nie etwas zu Gefallen thun wollen. die Tassen dazwischen aufzuwaschen.“ „Du meinst.“ antwortete Alice etwas empfindlich.“ „Es waren einmal drei kleine Schwestern. mehr als keinen zu trinken.„Denke dir. „wenn die Tassen genug gebraucht sind. Murmelthier!“ dabei kniffen sie es von beiden Seiten zugleich.“ sagte es mit heiserer. darum. „Und seitdem. nachdem es sich eine Minute besonnen hatte. schwacher Stimme. und sie lebten tief unten in einem Brunnen –“ „Wovon lebten sie?“ fragte Alice. was sie darauf antworten sollte. „sehr krank. „dieser Gegen stand ist mir nachgerade langweilig.“ sage der Hutmacher.“ versetzte das Murmelthier. „da wären sie ja krank geworden. „Ach ja. Das Murmelthier machte langsam die Augen auf.“ sagte der Hutmacher. ehe sie zu Ende ist. aber es kam ihr zu kurios vor. du kannst nicht weniger trinken. Alice wußte nicht recht.“ „Niemand hat dich um deine Meinung gefragt. „sonst schläfst du ein. ich weiß leider keine.“ sagte das Murmelthier.“ „O.“ unterbrach sie der Faselhase gähnend.“ sagte Alice. sie mußte wieder fragen: „Aber warum lebten sie unten in dem Brunnen?“ „Willst du nicht ein wenig mehr Thee?“ sagte der Faselhase sehr ernsthaft zu Alice.“ fing das Murmelthier eilig an. Aufgehängt soll er werden!“ „Wie furchtbar grausam!“ rief Alice. das ihr Jungen gesagt habt. „Dann soll das Murmelthier erzählen!“ riefen beide. die sich immer für Essen und Trinken sehr interessierte.“ „Erzähle uns eine Geschichte!“ sagte der Faselhase.“ „Das wurden sie auch.“ sagte der Hutmacher: „es ist sehr leicht. „wache auf. „So ist es. sei so gut!“ bat Alice.“ sprach der Hutmacher traurig weiter.“ sagte der Hutmacher mit einem Seufzer. die Zeit! Es ist nun immer 6 Uhr!“ Dies brachte Alice auf einen klugen Gedanken.

“ „Den giebt es nicht!“ fing Alice sehr ärgerlich an. superfeine Qualität – oh.“ „Einen. du kleiner Dummkopf?“ „Wie gesagt.“ sagte der Hutmacher. und war halb eingeschlafen. lernten sie zeichnen. sch!“ und das Murmelthier bemerkte brummend: „Wenn du nicht höflich sein kannst. Dies war nachgerade zu grob für Alice: sie stand ganz beleidigt auf und ging fort. halb in der Hoffnung. Doch ließ es sich zum Weitererzählen bewegen. „Also die drei kleinen Schwestern – sie lernten zeichnen. „Syrup. „Ich brauche eine reine Tasse. Der Hutmacher war der Einzige.“ sagte der Hutmacher. und Alice hatte es viel schlimmer als zuvor.“ sagte das Murmelthier. wie er das sagte. Wie konnten sie den Syrup zeichnen?“ „Als ob nicht aller Syrup gezeichnet wäre. ihr Versprechen ganz vergessend.“ unterbrach der Hutmacher. aber der Hutmacher und Faselhase machten beide: „Sch. allerfeinste Qualität. wie Mausefallen. „Warum nicht?“ sagte der Faselhase. diesmal ganz ohne zu überlegen.“ Er rückte. da du mich selbst fragst. den Platz des Faselhasen ein. fuhr das Murmelthier fort. Alice wollte das Murmelthier nicht wieder beleidigen und fing daher sehr vorsichtig an: „Aber ich verstehe nicht. daß sie sie zurückrufen würden. der Faselhase rückte an den Platz des Murmelthiers. „ich denke kaum –“ „Dann solltest du auch nicht reden. und manches Mal – ihr wißt. Alice war still. müßt ihr wissen –“ „Was zeichneten sie?“ sagte Alice. Als sie sie zuletzt sah. obgleich sie sich ein paar Mal umsah. und die beiden Andern beachteten ihr Fortgehen nicht.“ hier gähnte es und rieb sich die Augen. denn es fing an. „hast du nicht immer darauf gesehen: feinste Qualität. Das Murmelthier hatte mittlerweile die Augen zugemacht. wirklich!“ sagte das Murmelthier entrüstet. den Mond.“ „Nein. den man vom Kaufmann holt. da aber der Hutmacher es zwickte. „wir wollen Alle einen Platz rücken. der Vortheil von diesem Wechsel hatte. . das Murmelthier schlief augenblicklich wieder ein. da der Faselhase eben den Milchtopf über seinen Teller umgestoßen hatte. wachte es mit einem leisen Schrei auf und sprach weiter: – „was mit M anfängt.“ sagte Alice ganz verwirrt. und das Murmelthier folgte ihm. und Alice nahm. versuchten sie das Murmelthier in die Theekanne zu stecken. bitte erzähle weiter!“ sagte Alice ganz bescheiden. „und sie zeichneten Allerlei – Alles was mit M. Es wird wohl einen geben. Mangel.Das Murmelthier besann sich einen Augenblick und sagte dann: „Es war ein Syrup-Brunnen. kannst du die Geschichte selber auserzählen. sehr schläfrig zu werden. „ich will dich nicht wieder unterbrechen. anfängt –“ „Warum mit M?“ fragte Alice. obgleich etwas ungern. man sagt: ich habe das manches liebe Mal gethan – hast du je manches liebe Mal gezeichnet gesehen?“ „Wirklich.

Sie machte sich daran.“ sagte sie zu sich selbst. bemerkte sie. während sie sich einen Weg durch den Wald suchte. „Aber Alles ist heute komisch! Ich will lieber gleich hinein gehen. „Das ist höchst komisch!“ dachte sie. daß einer der Bäume eine kleine Thür hatte. „Diesmal will ich es gescheidter anfangen. die in den Garten führte. -- . in der ich in meinem ganzen Leben war!“ Gerade wie sie so sprach.„Auf keinen Fall will ich da je wieder hingehen!“ sagte Alice. und dicht bei dem kleinen Glastische. bis sie ungefähr einen Fuß hoch war. an dem Pilz zu knabbern (sie hatte ein Stückchen in der Tasche behalten). so gethan: und sie befand sich wieder in dem langen Corridor. „Es ist die dümmste Theegesellschaft.“ Wie gesagt. und dann – war sie endlich in dem schönen Garten. dann ging sie den kleinen Gang hinunter. nahm das goldne Schlüsselchen und schloß die Thür auf. unter den prunkenden Blumenbeeten und kühlen Springbrunnen.

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sie waren über und über mit Diamanten bedeckt und gingen paarweise. welcher zuerst gesprochen hatte.Achtes Kapitel Das Croquetfeld der Königin Ein großer hochstämmiger Rosenstrauch stand nahe bei'm Eingang. So. „Gestern erst hörte ich die Königin sagen. hörte sie einen von ihnen sagen: „nimm dich in Acht. und zuletzt in diesem großartigen Zuge kamen der Herzenskönig und die Herzenskönigin. es unterhielt sich in etwas eiliger und aufgeregter Weise. aber drei Gärtner waren damit beschäftigt. und die lieben Kleinen kamen lustig gesprungen Hand in Hand paarweise. sie hatten alle dieselbe Gestalt wie die Gärtner. und an den vier Ecken die Hände und Füße. was gesagt wurde und ging vorbei. „Ja. Nach diesen kamen die königlichen Kinder. mit Keulen bewaffnet.“ sprach Alice etwas furchtsam. die Rosen. wie die Soldaten. der die königliche Krone auf einem rothen Sammetkissen trug. Darauf kamen die Gäste. und da sie näher hinzutrat. „warum Sie diese Rosen malen?“ Fünf und Sieben antworteten nichts. Fünf! Bespritze mich nicht so mit Farbe!“ „Ich konnte nicht dafür.“ sagte Fünf in verdrießlichem Tone. Zwei!“ sagte Sieben. und sie verbeugten sich Alle tief. und unter ihnen erkannte Alice das weiße Kaninchen. aber sie konnte sich nicht erinnern. wie die drei Gärtner. und wir haben aus Versehen einen weißen gepflanzt. und wenn die Königin es gewahr würde. ob sie sich nicht flach auf's Gesicht legen müsse. um ihnen zuzusehen. so gut es geht. es geht ihn an!“ sagte Fünf. Zwei fing mit leiser Stimme an: „Die Wahrheit zu gestehen. „Wollen Sie so gut sein. sehen Sie Fräulein. würden wir Alle geköpft werden. sahen aber Zwei an. „Das geht dich nichts an. Zuerst kamen zehn Soldaten. Alice kam dies wunderbar vor.“ Worauf Sieben aufsah und sagte: „Recht so Fünf! Schiebe immer die Schuld auf andre Leute!“ „Du sei nur ganz still!“ sagte Fünf. danach kamen zehn Herren vom Hofe. die Königin zu sehen. es waren ihrer zehn. versuchen wir. dies hätte hier ein rother Rosenstrauch sein sollen. und Alice blickte neugierig hin. waren weiß. „Sieben hat mich an den Ellbogen gestoßen. Alice wußte nicht recht.“ Sieben warf seinen Pinsel hin und hatte eben angefangen: „Ist je eine ungerechtere Anschuldigung –“ als sein Auge zufällig auf Alice fiel. sie waren ganz mit Herzen geschmückt. ohne sie zu bemerken. die darauf wuchsen. meist Könige und Königinnen. Es entstand ein Geräusch von vielen Schritten. müssen Sie wissen. mir zu sagen. der ängstlich tiefer in den Garten hinein gesehen hatte: „Die Königin! die Königin!“ und die drei Gärtner warfen sich sogleich flach auf's Gesicht. je von einer solchen Sitte bei Festzügen gehört zu . lächelte bei Allem. er hielt plötzlich inne. „und ich werde es ihm sagen – dafür. sie roth zu malen. ehe sie kommt –“ In dem Augenblick rief Fünf. Darauf folgte der Coeur-Bube. die ihnen zuhörte. Fräulein. daß er dem Koch Tulpenzwiebeln statt Küchenzwiebeln gebracht hat. die andern sahen sich auch um. du verdientest geköpft zu werden!“ „Wofür?“ fragte der. rechteckig und flach.

aber sie dachte bei sich: „Ach was. wozu gäbe es überhaupt Aufzüge. und die Königin fragte strenge: „Wer ist das?“ Sie hatte den Coeur-Buben gefragt.“ dachte sie. Kind?“ „Mein Name ist Alice. und zu Alice gewandt fuhr sie fort: „Wie heißt du. der statt aller Antwort nur lächelte und Kratzfüße machte. es ist ja nur ein Pack Karten.haben. „wenn alle Leute flach auf dem Gesichte liegen müßten. blieben Alle stehen und sahen sie an. Als der Zug bei ihr angekommen war. Ich brauche mich nicht vor ihnen zu fürchten!“ . so daß sie sie nicht sehen könnten?“ Sie blieb also stehen. und wartete. Euer Majestät zu dienen!“ sagte Alice sehr höflich. wo sie war. den Kopf ungeduldig zurückwerfend. „Schafskopf!“ sagte die Königin. „Und außerdem.

sich nach dem Rosenstrauch umdrehend. und die drei Gärtner sprangen sogleich auf und fingen an sich zu verneigen vor dem König. „Ihr macht mich schwindlig. das sagte ich nicht.“ „Wofür?“ frage diese. fing sie an zu brüllen: „Ihren Kopf ab! ihren Kopf –“ „Unsinn!“ sagte Alice sehr laut und bestimmt. welche zu Alice liefen und sie um Schutz baten. Die drei Soldaten gingen ein Weilchen hier. um sie zu suchen.„Und wer sind diese drei?“ fuhr die Königin fort. „Sind ihre Köpfe gefallen?“ schrie die Königin sie an. der in der Nähe stand. „Es ist nicht meines Amtes. „Ihr sollt nicht getödtet werden!“ sagte Alice. „Woher soll ich das wissen?“ sagte Alice. „wir haben versucht –“ „Ich sehe!“ sagte die Königin. „Nein. – „wo ist die Herzogin?“ „Still! still!“ sagte das Kaninchen in einem leisen. „Oh still!“ flüsterte das Kaninchen in sehr erschrecktem Tone. Ich sagte: wofür?“ „Sie hat der Königin eine Ohrfeige gegeben –“ fing das Kaninchen an. „Es ist – es ist ein sehr schöner Tag!“ sagte eine schüchterne Stimme neben ihr. daß ihr an eure Plätze kommt!“ donnerte die Königin. und Jedermann. und Alle fingen an in . hielt den Mund dicht an Alice's Ohr und wisperte: „Sie ist zum Tode verurtheilt.“ sagte Alice. zu Euer Majestät Befehl!“ schrien die Soldaten als Antwort. es ist nur ein Kind!“ Die Königin wandte sich ärgerlich von ihm ab und sagte zu dem Buben: „Dreh' sie um!“ Der Bube that es. Sie ging neben dem weißen Kaninchen. „ Ihre Köpfe ab!“ und der Zug bewegte sich fort. Es sah dabei ängstlich über seine Schulter.“ sagte Zwei in sehr demüthigem Tone und sich auf ein Knie niederlassend. „Steht auf!“ schrie die Königin mit durchdringender Stimme. sehr sorgfältig. und nachdem sie sie einen Augenblick wie ein wildes Thier angestarrt hatte. „Ja!“ schrie Alice. „Laßt das sein!“ eiferte die Königin.und dorthin. „ich finde gar nicht. „Kannst du Croquet spielen?“ Die Soldaten waren still und sahen Alice an. „Sagtest du: wie Schade?“ fragte das Kaninchen. denn natürlich.“ sagte Alice. und Alice schloß sich dem Zuge an. die um den Rosenstrauch lagen. während drei von den Soldaten zurückblieben um die unglücklichen Gärtner zu enthaupten. sehr neugierig. daß es Schade ist. fuhr sie fort: „Was habt ihr hier gethan?“ „Euer Majestät zu dienen. „Dann komm mit!“ brüllte die Königin. meine Liebe. indem sie sich selbst über ihren Muth wunderte. und die Königin war still. da die Frage augenscheinlich an sie gerichtet war. und damit steckte sie sie in einen großen Blumentopf. mit einem Fuße. „Die Königin wird dich hören! Sie kam nämlich etwas spät und die Königin sagte –“ „Macht. das ihr ängstlich in's Gesicht sah. stellte sich dann auf die Zehen. so konnte sie nicht wissen. „Ihre Köpfe sind fort. indem sie auf die drei Gärtner zeigte. die unterdessen die Rosen untersucht hatte. und dann schlossen sie sich ruhig wieder den Andern an.“ Die Königin wurde purpurroth vor Wuth. Der König legte seine Hand auf ihren Arm und sagte milde: „Bedenke. Alice lachte hörbar.“ Und dann. „Sehr. der Königin. ob es Gärtner oder Soldaten oder Herren vom Hofe oder drei von ihren eigenen Kindern waren. was nun geschehen werde. schnellen Tone. da sie auf dem Gesichte lagen und das Muster auf ihrer Rückseite dasselbe war wie für das ganze Pack. „Das ist gut!“ schrie die Königin. den königlichen Kindern.

so richtete er sich auf und sah ihr mit einem so verdutzten Ausdruck in's Gesicht. war. so kam Alice bald zu der Ueberzeugung. die Kugeln waren lebendige Igel. Die Hauptschwierigkeit. und da die umgebogenen Soldaten fortwährend aufstanden und an eine andere Stelle des Grasplatzes gingen. daß sie sich nicht enthalten konnte laut zu lachen. wobei sie Einer über die Andern stolperten. und die Schlägel lebendige Flamingos. und die Soldaten mußten sich umbiegen und auf Händen und Füßen stehen. Wenn sie nun seinen Kopf herunter gebogen hatte und eben wieder anfangen wollte zu spielen. wo sie den Igel hinrollen wollte.allen Richtungen durcheinander zu laufen. und das Spiel fing an. daß der Igel sich aufgerollt hatte und eben fortkroch. den Flamingo zu handhaben. und dem Igel nun einen Schlag mit seinem Kopf geben wollte. um die Bogen zu bilden. Alice dachte bei sich. . aber wenn sie eben seinen Hals schön ausgestreckt hatte. es war voller Erhöhungen und Furchen. ein so merkwürdiges Croquet-Feld habe sie in ihrem Leben nicht gesehen. jedoch nach ein bis zwei Minuten waren sie in Ordnung. daß es wirklich ein sehr schweres Spiel sei. so daß die Füße herunterhingen. die Alice zuerst fand. so fand sie zu ihrem großen Verdruß. außerdem war gewöhnlich eine Erhöhung oder eine Furche gerade da im Wege. sie konnte zwar ziemlich bequem seinen Körper unter ihrem Arme festhalten.

erkannte sie. ohne zu warten. Alice fing an sich sehr unbehaglich zu fühlen. aber nachdem sie sie ein Paar Minuten beobachtet hatte. bis sie an der Reihe waren. es ist das größte Wunder. stampfte mit den Füßen und schrie: „Schlagt ihm den Kopf ab!“ oder: „Schlagt ihr den Kopf ab!“ ungefähr ein Mal jede Minute. fortschleichen könne. „und was. und . als sie eine merkwürdige Erscheinung in der Luft wahrnahm: sie schien ihr zuerst ganz räthselhaft.Die Spieler spielten Alle zugleich. ob sie sich wohl ohne gesehen zu werden. „würde dann aus mir werden? die Leute hier scheinen schrecklich gern zu köpfen. daß es ein Grinsen war. daß überhaupt noch welche am Leben geblieben sind!“ Sie sah sich nach einem Ausgange um und überlegte. aber sie wußte.“ dachte sie. sie hatte zwar noch keinen Streit mit der Königin gehabt. dabei stritten sie sich immerfort und zankten um die Igel. und in sehr kurzer Zeit war die Königin in der heftigsten Wuth. daß sie keinen Augenblick sicher davor war.

und geht am andern Ende des Grasplatzes spazieren – und ich hätte den Igel der Königin noch eben treffen können. sie spielen gar nicht gerecht. „Aber es kommt nicht drauf an. „Ich werde den Henker selbst holen.“ dachte Alice. und rief der Königin zu. „Schlagt ihm den Kopf ab!“ sagte sie. „er mag mir jedoch die Hand küssen. daß es kaum der Mühe werth ist. oder wenigstens eins. daß sie Jemand zum Zuhören hatte. als er dies sagte.“ sagte Alice. auf einen Baum zu fliegen. lieber nicht!“ versetzte der Kater. daß ihr Flamingo nach dem andern Ende des Gartens gegangen war. Die Katze schien zu glauben. Alice wartete. zu beseitigen.sagte bei sich: „Es ist die Grinse-Katze. „bis ihre Ohren gekommen sind.“ „Sein Aussehen gefällt mir gar nicht. der König sieht den Kater an. „Es nützt nichts mit ihr zu reden.“ „O.“ sagte der König.“ sagte Alice. ob sie an der Reihe sei oder nicht. und es erschien weiter nichts. wie es Einen verwirrt. Sie ging also. „Ganz und gar nicht.“ sagte Alice. sich nach ihrem Igel umzusehen. sehr froh. sobald Mund genug da war. „Es ist einer meiner Freunde – ein Grinse-Kater.“ fing Alice in etwas klagendem Tone an. ohne sich einmal umzusehen. so beobachtet sie Niemand – und du hast keine Idee. wenn er will.“ dachte sie. da setzte Alice ihren Flamingo nieder und fing ihren Bericht von dem Spiele an. Sie hatte sie schon drei Spieler zum Tode verurtheilen hören. „da alle Bogen auf dieser Seite des Grasplatzes fortgegangen sind. Der Igel war im Kampfe mit einem andern Igel. du ließest diesen Kater fortschaffen!“ Die Königin kannte nur eine Art. „Ich glaube. „sie hat so sehr viel –“ da bemerkte sie eben. einen mit dem andern zu treffen. die gerade vorbeiging: „Meine Liebe! ich wollte. „das habe ich irgendwo gelesen. daß alle Croquet-Sachen lebendig sind. also setzte sie hinzu: „Aussicht zu gewinnen. und der Stand der Dinge behagte ihr gar nicht.“ Den nächsten Augenblick erschien der ganze Kopf.“ sagte der König. „Mit wem redest du da?“ sagte der König. daß ich ihn Ihnen vorstelle. war der Kampf vorüber und die beiden Igel nirgends zu sehen. daß man sein eigenes Wort nicht hören kann – und dann haben sie gar keine Spielregeln. „und sieh mich nicht so an!“ Er stellte sich hinter Alice.“ Die Königin lächelte und ging weiter.“ sagte der König sehr entschieden. die einzige Schwierigkeit war. bis die Augen erschienen. indem er an Alice herantrat und mit großer Neugierde den Katzenkopf ansah. um damit zu sprechen.“ „Fort muß er. und nickte ihr zu.“ Sie steckte also ihren Flamingo unter den . „Sei nicht so impertinent. wie es mit dem Spiele stehe. weil sie ihre Reihe verfehlt hatten. wenigstens wenn sie welche haben. „und sie zanken sich Alle so entsetzlich. da sie in der Entfernung die Stimme der Königin hörte. alle Schwierigkeiten. wie er höchst ungeschickt versuchte. da das Spiel in solcher Verwirrung war. mit dem ich sprechen kann. nur daß er fortrannte. was Alice eine vortreffliche Gelegenheit schien. ich weiß nur nicht mehr wo. das Spiel auszuspielen.“ sagte der König eifrig und eilte fort. „Der Kater sieht den König an.“ „Wie geht es dir?“ sagte die Katze. „erlauben Eure Majestät. sie wollte lieber zurück gehen und sehen. durch den ich das nächste Mal spielen muß. zum Beispiel da ist der Bogen. die vor Wuth außer sich war. als er meinen kommen sah!“ „Wie gefällt dir die Königin?“ fragte die Katze leise. Als sie den Flamingo gefangen und zurückgebracht hatte. große und kleine. jetzt werde ich Jemand haben. wo Alice eben noch sehen konnte. daß die Königin dicht hinter ihr war und zuhörte. daß jetzt genug von ihr sichtbar sei. Alice dachte. daß sie nie wußte.

wurde sie von allen dreien aufgefordert. und sie wiederholten ihr ihre Beweisgründe. während die übrige Gesellschaft zum Spiele zurückging. es wäre am besten sie zu fragen. obgleich.Arm. daß wenn nicht in weniger als keiner Frist etwas geschehe. ihn zu suchen. wo man etwas Neues lerne. als der Henker mit der Herzogin zurück kam. verschwand er gänzlich. daß Alles. da alle zugleich sprachen. den streitigen Punkt zu entscheiden. und daß man nicht so viel Unsinn schwatzen solle. sie die ganze Gesellschaft würde köpfen lassen. daß er so etwas noch nie gethan habe. und ging zurück. war sie sehr erstaunt. und jetzt über die Jahre hinaus sei. damit er nicht wieder fortliefe. welche alle drei zugleich sprachen. von dem man ihn abschneiden könne. der König und der Henker liefen ganz wild umher. was einen Kopf habe. . und gerade in dem Augenblick. daß man keinen Kopf abschneiden könne.“ Und der Henker lief davon wie ein Pfeil. dem Könige und der Königin. Sobald Alice erschien. wo kein Körper sei.“ „Sie ist im Gefängnis. um mit ihrem Freunde weiter zu schwatzen. man kaum verstehen konnte. was jeder Einzelne sagte. Die Königin behauptete. während die Uebrigen ganz still waren und sehr ängstlich aussahen. Da wurde der Kopf des Katers undeutlicher und undeutlicher.“ sagte die Königin zum Henker.) Alice wußte nichts Besseres zu sagen als: „Er gehört der Herzogin. einen großen Auflauf um ihn versammelt zu sehen: es fand ein großer Wortwechsel statt zwischen dem Henker. Der Henker behauptete. Der König behauptete. Als sie zum Cheshire-Kater zurück kam. geköpft werden könne. (Diese letztere Bemerkung hatte der Versammlung ein so ernstes und ängstliches Aussehen gegeben. „hole sie her.

der sie so böse gemacht habe.“ sagte sie für sich (doch nicht in sehr hoffnungsvollem Tone). sie bei so guter Laune zu finden. und dachte bei sich. „Wenn ich Herzogin bin. und beide zusammen fortspazierten. „will ich . wie froh ich bin. es wäre vielleicht nur der Pfeffer. als sie sich zuerst in der Küche trafen. Alice war sehr froh. indem sie Alice liebevoll umfaßte. dich wieder zu sehen. du liebes altes Herz!“ sagte die Herzogin.Neuntes Kapitel Die Geschichte der falschen Schildkröte „Du kannst dir gar nicht denken.

Da sie aber nicht gern unhöflich sein wollte.gar keinen Pfeffer in meiner Küche dulden. weil sie gerade groß genug war. daß sie ihr so nahe kam: erstens. der sie sauertöpfisch macht – und Kamillenthee. eine neue Regel erfunden zu haben. und vergißt darüber zu sprechen. Alice mochte es durchaus nicht gern. „Du denkst an etwas. aber es wird mir gleich einfallen.“ sprach sie weiter. Ich wünschte nur. weil die Herzogin sehr häßlich war. der die Leute heftig macht.“ hatte Alice den Muth zu sagen. was die Moral davon ist. Kind!“ sagte die Herzogin. sehr glücklich. und es war ein unangenehm spitzes Kinn. der sie bitter macht – und Gestenzucker und dergleichen.“ Dabei drängte sie sich dichter an Alice heran. die großen Leute wüßten das. so ertrug sie es. als sie deren Stimme dicht an ihrem Ohre hörte. meine Liebe.“ „Vielleicht hat es keine. um ihr Kinn auf Alice's Schultern zu stützen. still. wenn man sie nur finden kann. so gut sie konnte. „Alles hat seine Moral. „und Essig. „Still. Suppe schmeckt sehr gut ohne – Am Ende ist es immer Pfeffer. . Ich kann dir diesen Augenblick nicht sagen. und zweitens. was Kinder zuckersüß macht. dann würden sie nicht so sparsam damit sein –“ Sie hatte unterdessen die Herzogin ganz vergessen und schrak förmlich zusammen.

“ sagte die Herzogin nach einer Pause. sehr gut. „So ist es. und indem sie ihr spitzes kleines Kinn in Alice's Schulter einbohrte. so viel Sinne. ich traue der Laune deines . „die Wahrheit zu gestehen. um die Unterhaltung fortzuführen.“ sagte sie.“ „Ah. daß Jeder vor seiner Thüre fege. „es geschehe dadurch. „Du wunderst dich wahrscheinlich.“ „Wie gern sie die Moral von Allem findet!“ dachte Alice bei sich. fügte sie hinzu „und die Moral davon ist – So viel Köpfe.“ sagte die Herzogin. „und die Moral davon ist – Mit Liebe und Gesange hält man die Welt im Gange!“ „Wer sagte denn.“ sagte die Herzogin.“ flüsterte Alice.„Das Spiel ist jetzt besser im Gange. warum ich meinen Arm nicht um deinen Hals lege. das bedeutet ungefähr dasselbe.

“ erwiederte Alice weislich.“ sagte die Königin zu Alice. Alice sah auf. ihr langweilig zu werden. „wie deutlich du Alles ausdrücken kannst. was ich bis jetzt gesagt habe. wenn Sie es sagen. „und die Moral davon ist: Sei was du zu scheinen wünschest! – oder einfacher ausgedrückt: Bilde dir nie ein verschieden von dem zu sein was Anderen erscheint daß was du warest oder gewesen sein möchtest nicht verschieden von dem war daß was du gewesen warest ihnen erschienen wäre als wäre es verschieden. indem die Königin einfach bemerkte. hörte die Königin nicht auf. zu Alice's großem Erstaunen stockte hier die Stimme der Herzogin. der in dem ihrigen ruhte. wurden von den Soldaten in Verwahrsam geführt. entweder mit Ihnen oder mit Ihrem Kopfe! Wählen Sie!“ Die Herzogin wählte und verschwand eilig.Flamingos nicht ganz. die die letzte Bemerkung ganz überhört hatte. welche sie verurtheilt hatte. viel zu erschrocken. „wenn ich es aufgeschrieben hätte.“ „Eine wohlfeile Art Geschenke!“ dachte Alice. ich kann nicht ganz folgen.“ sagte die Herzogin. Und die Moral davon ist. glaube ich. in Gedanken zu sein. es laut zu sagen. „Wieder in Gedanken?“ fragte die Herzogin und grub ihr spitzes kleines Kinn tiefer ein. „Versteht sich. aber es ist eine. sobald sie sie jedoch kommen sahen. das Experiment zu versuchen. was Alice sagte. da sie sich keineswegs danach sehnte. denn die Unterhaltung fing an. und da stand die Königin vor ihnen. und die M –“ Aber.“ antwortete die Herzogin in selbstzufriedenem Tone. wo sie spielten. und zwar mitten in ihrem Lieblingsworte „Moral“.“ schrie die Königin und stampfte dabei mit dem Fuße: „Fort augenblicklich.“ sagte Alice. „O. mit den andern Spielern zu zanken und zu schreien: „Schlagt ihm den Kopf ab!“ oder: „Schlagt ihr den Kopf ab!“ Diejenigen. beizustimmen schien. Es sieht nicht so aus. schenken. „Bitte. die . „Ganz recht.“ sagte die Herzogin. ein Mineral. „Ich habe das Recht. sprich nicht von Mühe!“ sagte die Herzogin. eilten sie augenblicklich zum Spiele zurück.“ „Ich glaube. Und die Moral davon ist: Gleich und Gleich gesellt sich gern.“ sagte die Herzogin. folgte ihr langsam nach dem Croquet-Felde. Die übrigen Gäste hatten die Abwesenheit der Königin benutzt. ich weiß!“ rief Alice aus.“ „Das ist noch gar nichts dagegen.“ „Es ist. wenn ich wollte.“ sagte Alice sehr höflich. was ich sagen könnte. „wie Ferkel zum Fliegen. ich würde das besser verstehen. „Sehr wahr. daß man nicht solche Geburtstagsgeschenke macht!“ Aber sie getraute sich nicht. „Ich will Sie schön gewarnt haben.“ „Ich stimme dir vollkommen bei. „in dem großen Senf-Bergwerk hier in der Gegend sind ganz vorzüglich gute Minen. „ich will dir Alles. es noch länger zu sagen!“ sagte Alice. Die ganze Zeit. wie immer.“ sagte Alice gereizt.“ sagte die Herzogin. um im Schatten auszuruhen. „Flamingos und Senf beißen beide. schwarzblickend wie ein Gewitter. „Ein schöner Tag. mit über der Brust gekreuzten Armen. fing an zu zittern. „es ist eine Pflanze. ein Wort zu erwiedern. die Allem. bemühen Sie sich nicht.“ sagte die Herzogin. daß eine Minute Verzug ihnen das Leben kosten würde. und der Arm. „Gerade so viel Recht.“ „O. daß wir gute Miene zum bösen Spiel machen müssen. und diese.“ wandte Alice ein. Majestät!“ fing die Herzogin mit leiser schwacher Stimme an. „ich bin froh.“ „Aber der Flamingo ist ja ein Vogel und Senf ist kein Vogel. „Wir wollen weiter spielen. wenn ich will. Soll ich es versuchen?“ „Er könnte beißen.

Da hörte die Königin.“ sagte Alice. das ist ein Glück!“ sagte sie für sich. „Ein köstlicher Spaß!“ sagte der Greif.“ „Es ist das. noch von einer gehört. dann schüttelte er sich.“ damit ging sie fort und ließ Alice mit dem Greifen allein. auf und sagte zu Alice: „Hast du die Falsche Schildkröte schon gesehen?“ „Nein. was eine Falsche Schildkröte ist. Der Anblick des Thieres gefiel Alice nicht recht. halb zu sich selbst. „Ich weiß nicht einmal. denn sie war über die vielen Enthauptungen. „Auf. sie wartete also. bis sie verschwunden war. die Bogen zu bilden. sie möchte gern ihre Geschichte hören. „Ich habe weder eine gesehen.natürlich dann aufhören mußten.“ sagte Alice. „und bringe dies kleine Fräulein zu der falschen Schildkröte. der in der Sonne lag und schlief.“ sagte die Königin. der Königin und Alice.“ sagte die Königin. würde es eben so sicher sein. Ich muß zurück und nach einigen Hinrichtungen sehen. welche die Königin angeordnet hatte. du Faulpelz.“ sagte die Königin. Sie kamen bald zu einem Greifen. aber im Ganzen genommen. hörte Alice den König leise zu der ganzen Versammlung sagen: „Ihr seid Alle begnadigt!“ „Ach. in Verwahrsam und zum Tode verurtheilt waren. ganz außer Athem. dachte sie. „Komm schnell. ganz außer sich gewesen. halb zu Alice. . und alle Spieler. woraus falsche Schildkrötensuppe gemacht wird.“ Als sie mit einander fortgingen. Der Greif richtete sich auf und rieb sich die Augen: darauf sah er der Königin nach. als dieser grausamen Königin zu folgen. bei ihm zu bleiben. die ich angeordnet habe. außer dem Könige. so daß nach ungefähr einer halben Stunde keine Bogen mehr übrig waren. „sie soll dir ihre Geschichte erzählen.

als ob ihr das Herz brechen wollte. wenn sie nicht anfängt. sie setzten sich hin und Keiner sprach mehre Minuten lang. indem sie ihm langsam nachging.“ Gut. aber nichts sagte.“ Aber sie wartete geduldig. „Einst. und der Greif antwortete. nur hin und wieder unterbrochen durch den Ausruf des Greifen „Hjckrrh!“ und durch das heftige Schluchzen der falschen Schildkröte. „Es ist Alles ihre Einbildung. fast in denselben Worten wie zuvor: „Es ist Alles ihre Einbildung.“ Auf diese Worte folgte ein sehr langes Schweigen. Komm schnell!“ Sie gingen also an die falsche Schildkröte heran. Alice dachte bei sich: „Ich begreife nicht. . das. bis ich fertig bin. daher blieb sie sitzen und sagte nichts. „sie sagt. sagt sie. „Die kleine Mamsell hier. „Sie. wie sie je fertig werden kann. „Was für einen Kummer hat sie?“ fragte sie den Greifen. und als sie näher kamen.“ sagte der Greif. die sie mit thränenschweren Augen anblickte.“ sprach die falsche Schildkröte mit tiefer. „war ich eine wirkliche Schildkröte.„Was ist ein Spaß?“ frage Alice. sie hat keinen Kummer nicht.“ „Jeder sagt hier. Sie bedauerte sie herzlich. hohler Stimme. daß doch noch etwas kommen müsse. das: Niemand wird niemals nicht hingerichtet. hörte Alice sie seufzen. sie möchte gern deine Geschichte wissen. „so viel bin ich in meinem Leben nicht hin und her kommandirt worden.“ sprach der Greif. wie sie einsam und traurig auf einem Felsenriffe saß. Alice wäre beinah aufgestanden und hätte gesagt: „Danke sehr für die interessante Geschichte!“ aber sie konnte nicht umhin zu denken. nein.“ sagte die falsche Schildkröte endlich mit einem tiefen Seufzer.“ dachte Alice. Komm schnell. als sie schon die falsche Schildkröte in der Entfernung sahen. in meinem ganzen Leben nicht!“ Sie brauchten nicht weit zu gehen. komm schnell. „setzt euch beide her und sprecht kein Wort.“ „Ich will sie ihr erzählen.

„Als wir klein waren. die in die Erde hätte sinken mögen. Endlich sagte der Greif zu der falschen Schildkröte: „Fahr' zu. wir gingen zur Schule. „Sie schalt hier oder sie schalt da alle Tage. „du bist wirklich sehr dumm. ob ihr es glaubt oder nicht –“ . obgleich sie noch hin und wieder schluchzte.“ sagte die falsche Schildkröte ärgerlich. in der See.“ sprach die falsche Schildkröte endlich weiter. alte Kutsche! Laß uns nicht den ganzen Tag warten!“ Und sie fuhr in folgenden Worte fort: „Ja. und dann saßen beide und sahen schweigend die arme Alice an. eine so dumme Frage zu thun. Die Lehrerin war eine alte Schildkröte – wir nannten sie Mamsell Schalthier –“ „Warum nanntet ihr sie Mamsell Schalthier?“ fragte Alice.“ „Du solltest dich schämen. „gingen wir zur Schule in der See. und zwar ruhiger.“ setzte der Greif hinzu. darum.

„Nie von Vervielfraßen gehört“ rief er aus. „wenn du nicht verstehst.“ „Was für eine merkwürdige Einrichtung!“ rief Alice aus. die schnell auf einen andern Gegenstand kommen wollte.“ sagte die falsche Schildkröte mit einem Seufzer. Wäsche – extra. wir hatten vier und zwanzig Stunden regelmäßig jeden Tag. „er lehrte Zebräisch und Greifisch. Schillern und Imponiren. alte und neue.“ sagte die falsche Schildkröte mit einem Seufzer. und so fort. ehe Alice antworten konnte.“ sagte der Greif. „darauf brauchst du dir nicht so viel einbilden. das hast du. Vervielfraßen und Stehlen.“ „Das haben wir auf dem Lande auch. „Ich nahm nur den regelmäßigen Unterricht. sagten sie immer. das that er auch. „neun den nächsten. das war er.“ Alice hatte allen Muth verloren.“ sagte Alice.“ „Hatte keine Zeit.“ sagte der Greif. Klavierspielen.“ erwiederte die falsche Schildkröte. „Ich dächte gar!“ sagte Alice entrüstet.“ „Habt ihr auch Privatstunden außerdem?“ fragte die falsche Schildkröte etwas kleinlaut. Und der Greif hat es nicht gelernt. er lehrte uns Pfoten Reiben und Unarten.““ „Das könnt ihr nicht sehr nöthig gehabt haben. „wenn ihr auf dem Grund des Meeres wohntet. daß ich es nicht glaubte. was Verhungern ist? vermuthe ich. natürlich. worauf beide Thiere sich das Gesicht mit den Pfoten bedeckten.“ warf Alice ein. Das war ein alter Barsch.“ „Ja.“ sagte Alice unsicher.“ unterbrach sie Alice. mit Seeographie.“ „Ich habe nie von Vervielfraßen gehört.“ sagte die falsche Schildkröte. dann bist du ein Pinsel. indem er ebenfalls seufzte.“ „Bei dem bin ich nicht gewesen.“ „Und was war das?“ fragte Alice. „Ah! dann gehst du in keine wirklich gute Schule.“ „Das that er auch. meerschwimmig Springen. „Du weißt. weil sie die Klasse von Tag zu Tag leeren.„Ich habe nicht gesagt. „Ich kann es dir nicht selbst zeigen.“ „Wie war denn das?“ fragte Alice. was Vervielfraßen ist. und wandte sich daher an die falsche Schildkröte mit der Frage: „Was hattet ihr sonst noch zu lernen?“ „Nun. „Ja.“ sagte die falsche Schildkröte.“ „Ich konnte keine Privatstunden bezahlen. der ein Mal wöchentlich zu kommen pflegte.“ . „Ja.“ „Und Wäsche?“ sagte die falsche Schildkröte. sich weiter danach zu erkundigen. ja.“ sagte Alice. „Und dann die vier Abtheilungen vom Rechnen: Zusehen. „ich bin zu steif. „Wir gingen in die allerbeste Schule. zu allererst.“ „Nun. warum man Lehrer hält. „Was ist das?“ Der Greif erhob beide Klauen voller Verwunderung. „ich hatte aber Stunden bei dem Lehrer der alten Sprachen. „Zehn den ersten Tag. indem sie die Gegenstände an den Pfoten aufzählte. Die falsche Schildkröte fuhr fort.“ sagte Alice. „In unserer Schule stand immer am Ende der Rechnung. „Halt den Mund!“ fügte der Greif hinzu. „Französisch.“ erwiederte die falsche Schildkröte. „Französisch und Klavier. und besonders Laßsein. „Gewichte. „es heißt – nichts – essen – und davon – sterben.“ sagte die falsche Schildkröte.“ sagte die falsche Schildkröte sehr beruhigt. Abziehen.“ fuhr der Greif fort. „Legen und Treiben. erstens Gewichte. „Das ist der Grund. „Und wie viel Schüler wart ihr denn in einer Klasse?“ sagte Alice. dann Springen – der Springelehrer war ein alter Stockfisch.

ehe sie wieder eine Bemerkung machte. „Den elften Tag müssen dann Alle frei gehabt haben?“ „Natürlich!“ sagte die falsche Schildkröte. welchen sie gründlich überlegte.Dies war ein ganz neuer Gedanke für Alice.“ unterbrach der Greif sehr bestimmt: „erzähle ihr jetzt etwas von den Spielen.“ -- . „Und wie wurde es den zwölften Tag gemacht?“ fuhr Alice eifrig fort. „Das ist genug von Stunden.

wie reizend ein Hummerballet ist. „Schlägt einen Purzelbaum im Wasser!“ rief die falsche Schildkröte indem sie unbändig umhersprang. „was für eine Art Tanz ist es?“ „Nun. mußt du wissen. „– so weit in's Meer. sie zu schütteln und auf den Rücken zu klopfen.“ sagte der Greif und machte sich daran. wieder paarweis gestellt –“ „– wechselt die Hummer. wenn alle Seesterne aus dem Wege geräumt sind –“ „Was gewöhnlich einige Zeit dauert. „erst stellt man sich in eine Reihe am Strand auf –“ „In zwei Reihen!“ rief die falsche Schildkröte.“ „Nein. und so weiter.“ fuhr der Greif fort. als ob sie einen Knochen in der Kehle hätt'. als man kann –“ „Schwimmt ihnen nach!“ kreischte der Greif. niemals“) – „du kannst dir also nicht vorstellen.Zehntes Kapitel Das Hummerballet Die falsche Schildkröte seufzte tief auf und wischte sich mit dem Rücken ihrer Pfote die Augen. . und während Thränen ihre Wangen herabflossen.“ fiel die falsche Schildkröte ein. und geht in derselben Ordnung zurück. erzählte sie weiter. in der That nicht. Endlich erhielt die falsche Schildkröte den Gebrauch ihrer Stimme wieder. „Sieht aus. „Seehunde.“ sagte Alice) – „und vielleicht hast du nie die Bekanntschaft eines Hummers gemacht –“ (Alice wollte eben sagen: „ich kostete einmal. „Natürlich. „Dann. aber ein bis zwei Minuten lang erstickte lautes Schluchzen ihre Stimme.“ sagte Alice. „Vielleicht hast du nicht viel unter dem Wasser gelebt –“ („Nein. „– geht man zwei Mal vorwärts –“ „Jeder einen Hummer zum Tanze führend!“ rief der Greif.“ sagte die falsche Schildkröte: „zwei Mal vorwärts.“ sagte der Greif. Sie sah Alice an und versuchte zu sprechen. „wirft man die –“ „Die Hummer!“ schrie der Greif mit einem Luftsprunge. dann. Lachse.“ unterbrach der Greif. Schildkröten.“ aber sie hielt schnell ein und sagte: „Nein.

„Wechselt die Hummer wieder!“ heulte der Greif mit erhobener Stimme. „Zurück an's Land, und – das ist die ganze erste Figur,“ sagte die falsche Schildkröte, indem ihre Stimme plötzlich sank; und beide Thiere, die bis dahin wie toll umhergesprungen waren, setzten sich sehr betrübt und still nieder und sahen Alice an. „Es muß ein sehr hübscher Tanz sein,“ sagte Alice ängstlich. „Möchtest du eine kleine Probe sehen?“ fragte die falsche Schildkröte. „Sehr gern,“ sagte Alice. „Komm, laß uns die erste Figur versuchen!“ sagte die falsche Schildkröte zum Greifen. „Wir können es ohne Hummer, glaube ich. Wer soll singen?“ „Oh, singe du!“ sagte der Greif. „Ich habe die Worte vergessen.“ So fingen sie denn an, feierlich im Kreise um Alice zu tanzen; zuweilen traten sie ihr auf

die Füße, wenn sie ihr zu nahe kamen; die falsche Schildkröte sang dazu, sehr langsam und traurig, Folgendes: – Zu der Schnecke sprach ein Weißfisch: „Kannst du denn nicht schneller gehen? Siehst du denn nicht die Schildkröten und die Hummer alle stehn? Hinter uns da kommt ein Meerschwein, und es tritt mir auf den Schwanz; Und sie warten an dem Strande, daß wir kommen zu dem Tanz. Willst du denn nicht, willst du denn nicht, willst du kommen zu dem Tanz? Willst du denn nicht, willst du denn nicht, willst du kommen zu dem Tanz? „Nein, du kannst es nicht ermessen, wie so herrlich es wird sein, Nehmen sie uns mit den Hummern, werfen uns in's Meer hinein!“ Doch die Schnecke thät nicht trauen. „Das gefällt mir doch nicht ganz! Viel zu weit, zu weit! ich danke – gehen nicht mit euch zum Tanz! Nein, ich kann, ich mag, ich will nicht, kann nicht kommen zu dem Tanz! Nein, ich kann, ich mag, ich will nicht, mag nicht kommen zu dem Tanz!“ Und der Weißfisch sprach dagegen: „'s kommt ja nicht drauf an, wie weit! Ist doch wohl ein andres Ufer, drüben auf der andren Seit'! Und noch viele schöne Küsten giebt es außer Engelland's; Nur nicht blöde, liebe Schnecke, komm' geschwind mit mir zum Tanz! Willst du denn nicht, willst du denn nicht, willst du kommen zu dem Tanz? Willst du denn nicht, willst du denn nicht, willst nicht kommen zu dem Tanz?“ „Danke sehr, es ist sehr, sehr interessant, diesem Tanze zuzusehen,“ sagte Alice, obgleich sie sich freute, daß er endlich vorüber war; „und das komische Lied von dem Weißfisch gefällt mir so!“ „Oh, was die Weißfische anbelangt,“ sagte die falsche Schildkröte, „die – du hast sie doch gesehen?“ „Ja,“ sagte Alice, „ich habe sie oft gesehen, bei'm Mitt –“ sie hielt schnell inne. „Ich weiß nicht, wer Mitt sein mag,“ sagte die falsche Schildkröte, „aber da du sie so oft gesehen hast, so weißt du natürlich, wie sie aussehen?“

„Ja ich glaube,“ sagte Alice nachdenklich, „sie haben den Schwanz im Maule, – und sind ganz mit geriebener Semmel bestreut.“ „Die geriebene Semmel ist ein Irrthum,“ sagte die falsche Schildkröte; „sie würde in der See bald abgespült werden. Aber den Schwanz haben sie im Maule, und der Grund ist“ – hier gähnte die falsche Schildkröte und machte die Augen zu. – „Sage ihr Alles das von dem Grunde,“ sprach sie zum Greifen. „Der Grund ist,“ sagte der Greif, „daß sie durchaus im Hummerballet mittanzen wollten. So wurden sie denn in die See hinein geworfen. So mußten sie denn sehr weit fallen. So kamen ihnen denn die Schwänze in die Mäuler. So konnten sie sie denn nicht wieder heraus bekommen. So ist es.“ „Danke dir,“ sagte Alice, „es ist sehr interessant. Ich habe nie so viel vom Weißfisch zu hören bekommen.“ „Ich kann dir noch mehr über ihn sagen, wenn du willst,“ sagte der Greif, „weißt du, warum er Weißfisch heißt?“ „Ich habe darüber noch nicht nachgedacht,“ sagte Alice. „Warum?“ „Darum eben,“ sagte der Greif mit tiefer, feierlicher Stimme, „weil man so wenig von ihm weiß. Nun aber mußt du uns auch etwas von deinen Abenteuern erzählen.“ „Ich könnte euch meine Erlebnisse von heute früh an erzählen,“ sagte Alice verschämt, „aber bis gestern zurück zu gehen, wäre ganz unnütz, weil ich da jemand Anderes war.“ „Erkläre das deutlich,“ sagte die falsche Schildkröte. „Nein, die Erlebnisse erst,“ sagte der Greif in ungeduldigem Tone, „Erklärungen nehmen so schrecklich viel Zeit fort.“ Alice fing also an, ihnen ihre Abenteuer von da an zu erzählen, wo sie das weiße Kaninchen zuerst gesehen hatte. Im Anfange war sie etwas ängstlich, die beiden Thiere kamen ihr so nah, eins auf jeder Seite, und sperrten Augen und Mund so weit auf; aber nach und nach wurde sie dreister. Ihre Zuhörer waren ganz ruhig, bis sie an die Stelle kam, wo sie der Raupe „Ihr seid alt, Vater Martin“ hergesagt hatte, und wo lauter andere Worte gekommen waren, da holt die falsche Schildkröte tief Athem und sagte „das ist sehr merkwürdig.“ „Es ist Alles so merkwürdig, wie nur möglich,“ sagte der Greif. „Es kam ganz verschieden!“ wiederholte die falsche Schildkröte gedankenvoll. „Ich möchte sie wohl etwas hersagen hören. Sage ihr, daß sie anfangen soll.“ Sie sah den Greifen an, als ob sie dächte, daß er einigen Einfluß auf Alice habe. „Steh' auf und sage her: „Preisend mit viel schönen Reden“,“ sagte der Greif. „Wie die Geschöpfe alle Einen kommandiren und Gedichte aufsagen lassen!“ dachte Alice, „dafür könnte ich auch lieber gleich in der Schule sein.“ Sie stand jedoch auf und fing an, das Gedicht herzusagen; aber ihr Kopf war so voll von dem Hummerballet, daß sie kaum wußte, was sie sagte, und die Worte kamen sehr sonderbar: – „Preisend mit viel schönen Kniffen seiner Scheeren Werth und Zahl, Stand der Hummer vor dem Spiegel in der schönen rothen Schal'! „Herrlich,“ sprach der Fürst der Krebse, „steht mir dieser lange Bart!“ Rückt die Füße mit der Nase auswärts, als er dieses sagt.“

ob wohl je wieder irgend etwas natürlich sein würde.“ sagte der Greif.„Das ist anders. bedeckte das Gesicht mit beiden Händen und überlegte. „Ich habe es zwar noch niemals gehört. sie setzte sich. „Wie kann er sie mit der Nase auswärts rücken?“ „Es ist die erste Position bei'm Tanzen. .“ Alice erwiederte nichts.“ sagte die falsche Schildkröte. „Sage den nächsten Vers.“ sagte Alice aber sie war über Alles dies entsetzlich verwirrt und hätte am liebsten aufgehört. „aber es klingt wie blühender Unsinn.“ „Aber das von den Füßen?“ fragte die falsche Schildkröte wieder.“ sagte die falsche Schildkröte. „Ich möchte es gern erklärt haben. als ich's als Kind gesagt habe. „Sie kann's nicht erklären.“ warf der Greif schnell ein.

die Worte ihnen folgten: – . Wunder-wunderschöne Supp'!“ „Den Chor noch einmal!“ rief der Greif. wer fragt noch nach Fisch. alte Tante?“ Die falsche Schildkröte seufzte tief auf und fing an. „Komm schnell!“ rief der Greif. obgleich sie überzeugt war. Dampfend in der heißen Terrin'! Wem nach einem so schönen Gericht Wässerte denn der Mund wohl nicht? Kön'gin der Suppen. ein Lied! bitte. Wildpret oder was sonst auf dem Tisch? Alles lassen wir stehen zu p Reisen allein die wunderschöne Supp'. du schönste Supp'! Wu–underschöne Su–uppe! Wu–underschöne Su–uppe! Kö–önigin der Su–uppen. „wenn sie es nicht auch erklären kann? Es ist das verworrenste Zug.“ unterbrach sie die falsche Schildkröte. so zu singen: – „Schöne Suppe. vom Winde getragen. es abzuschlagen. das ich je gehört habe!“ „Ja. es würde Alles falsch kommen. und die falsche Schildkröte hatte ihn eben wieder angefangen. „er fängt an: „Seht mein Land!““ Alice wagte nicht. sie fuhr also mit zitternder Stimme fort: – „Seht mein Land und grüne Fluten. ohne auf das Ende des Gesanges zu warten.“ antwortete Alice mit solchem Eifer. Wunder-wunderschöne Supp'! Schöne Suppe. daß der Greif etwas beleidigt sagte: „Hm! der Geschmack ist verschieden! Singe ihr vor „Schildkrötensuppe“. „Oder möchtest du lieber. und Alice bei der Hand nehmend lief er fort. „Sollen wir noch eine Figur von dem Hummerballet versuchen?“ fuhr der Greif fort. während schwächer und schwächer. wenn die falsche Schildkröte so gut sein will. und mit Austern trink' ich Wein. und Alice gehorchte nur zu gern.„Sage den nächsten Vers!“ wiederholte der Greif ungeduldig. daß die falsche Schildkröte dir ein Lied vorsingt?“ „Oh.“ „Wozu sollen wir das dumme Zeug mit anhören. mit halb von Schluchzen erstickter Stimme. es ist besser du hörst auf. aber der Greif antwortete nichts als: „Komm schnell!“ und rannte weiter.“ sagte der Greif. Preisen allein die wunderschöne Supp'! Wu–underschöne Su–uppe! Wu–underschöne Su–uppe! Kö–önigin der Su–uppen. ich glaube auch. „Goldne Schuppen meine Rüstung. hörst du. als ein Ruf: „Das Verhör fängt an!“ in der Ferne erscholl. du schönste Supp'! Kön'gin der Suppen. “ sprach ein fetter Lachs vom Rhein. „Was für ein Verhör?“ keuchte Alice bei'm Rennen. so schwer und so grün.

„Kö–önigin der Su–uppen. Wunder-wunderschöne Supp'!“ -- .

„wegen seiner großen Perücke. sie machten schnell mit dem Verhör und reichten die Erfrischungen herum.“ sagte sie für sich. den Tafelstein fortzunehmen. gelangte dicht hinter ihn und fand sehr bald eine Gelegenheit. außerdem das ganze Pack Karten: der Bube stand vor ihnen. der quiekste. weil sie so stolz darauf war. bei Namen zu nennen wußte. „Und jene zwölf kleinen Thiere da sind vermuthlich die Geschworenen. daß wenig kleine Mädchen ihres Alters überhaupt etwas von diesen Sachen wissen würden. daß sie Alles. als sie ankamen. da es keine Spuren auf der Tafel zurückließ. daß der arme kleine Geschworne (es war Wabbel) durchaus nicht begreifen konnte.“ sagte ihr der Greif in's Ohr. „Sie können ja noch nichts aufzuschreiben haben. wer da gesprochen habe. „weil sie bange sind. ehe das Verhör beginnt. daß alle Geschworne „dumme Dinger!“ auf ihre Tafeln schrieben. wo sein Griffel hingekommen war. mußte er sich endlich entschließen. und sicherlich stand es ihm nicht gut. entfaltete darauf die Pergamentrolle und las wie folgt: – . Das konnte Alice natürlich nicht aushalten. und seinen Nachbar fragen mußte. daß Einer von ihnen nicht wußte. „Das ist der Richter. um zu sehen. denn das weiße Kaninchen rief aus: „Ruhe im Saal!“ und der König setzte seine Brille auf und blickte spähend umher. und eine große Menge war um sie versammelt – allerlei kleine Vögel und Thiere. sie zu vergessen. dicht bei dem Könige befand sich das weiße Kaninchen. Einer der Geschwornen hatte einen Tafelstein. Da blies das weiße Kaninchen drei Mal in die Trompete. und sie merkte auch. was sie dort sah. mit einem Finger zu schreiben. denn sie glaubte.“ „Dumme Dinger!“ fing Alice entrüstet ganz laut an. Die zwölf Geschworenen schrieben alle sehr eifrig auf Schiefertafeln. Sie hatte es so schnell gethan. Alice war noch nie in einem Gerichtshofe gewesen. Alles genau in Augenschein zu nehmen. nachdem er ihn also überall gesucht hatte. aber sie hielt augenblicklich inne. so daß sie anfing. daß der bloße Anblick Alice ganz hungrig darauf machte. „Was thun sie?“ frage Alice den Greifen in's Ohr. in der andern eine Pergamentrolle. „Herold.“ Aber dazu schien wenig Aussicht zu sein. sie ging auf die andere Seite des Saales.“ Der Richter war übrigens der König.Elftes Kapitel Wer hat die Kuchen gestohlen? Der König und die Königin der Herzen saßen auf ihrem Throne. Alice konnte ganz deutlich sehen. und das mit Recht. und er trug die Krone über der Perücke. es sah nicht aus. als sei es ihm bequem. um sich die Zeit zu vertreiben. – „Ich wünschte. um ihn zu bewachen. in Ketten. Sie wiederholte sich selbst dies Wort zwei bis drei Mal.“ „Sie schreiben ihre Namen auf. einen Soldaten an jeder Seite. aber sie hatte in ihren Büchern davon gelesen und bildete sich was Rechtes darauf ein. wenn das Verhör vorüber ist!“ dachte Alice. „Die Tafeln werden in einem schönen Zustande sein. eine Trompete in einer Hand. Im Mittelpunkte des Gerichtshofes stand ein Tisch mit einer Schüssel voll Torten: sie sahen so appetitlich aus. ehe das Verhör zu Ende ist.“ dachte Alice. und das war von sehr geringem Nutzen. verlies die Anklage!“ sagte der König. wie es geschrieben wird.

„Ich bitte um Verzeihung.“ „Laßt den ersten Zeugen eintreten!“ sagte der König. Wo sind sie nun? O weh!“ „Gebt euer Urtheil ab!“ sprach der König zu den Geschwornen. noch nicht!“ unterbrach ihn das Kaninchen schnell. juchhe! Coeur-Bube kam. Eure Majestät. eine Tasse in der Hand und in der andern ein Stück Butterbrot haltend. daß ich das .„Coeur-Königin. worauf das Kaninchen drei Mal in die Trompete blies und ausrief: „Erster Zeuge!“ Der erste Zeuge war der Hutmacher. Er kam herein. „Da kommt noch Vielerlei erst. Juchheisasah. die Kuchen nahm. sie buk Kuchen. „Noch nicht.

„Gestohlen!“ rief der König zu den Geschwornen gewendet aus. „ich wachse. „Nehmt das zu Protokoll. welche sogleich die Thatsache notierten.“ sagte Alice dreister. oder ich lasse dich auf der Stelle hängen. wo sie war. „Du brauchtest mich wirklich nicht so zu drängen. und sie wollte sogleich aufstehen und den Gerichtshof verlassen.“ fügte der Hutmacher als Erklärung hinzu. hier zu wachsen. den Hutmacher scharf zu beobachten.“ sagte das Murmelthier.“ sagte der König zu den Geschwornen.“ sprach der König. .“ sagte er. Ich bin ein Hutmacher. „Rede nicht solchen Unsinn. Gerade in diesem Augenblick spürte Alice eine seltsame Empfindung. welches neben ihr saß. sah die Königin mit großem Unbehagen an.“ Dabei stand es verdrießlich auf und ging an die andere Seite des Saales. aber ich war nicht ganz fertig mit meinem Thee.“ sagte der Faselhase.mitbringe.“ „Ich kann nicht dafür. addirten sie dann und machten die Summe zu Groschen und Pfennigen. er stand abwechselnd auf dem linken und rechten Fuße. „Nimm deinen Hut ab. aber nach weiterer Ueberlegung beschloß sie zu bleiben. „nicht auf so lächerliche Art. „Ich halte sie zum Verkauf. „Wann hast du damit angefangen?“ Der Hutmacher sah den Faselhasen an. „und sei nicht ängstlich. als nach mir geschickt wurde.“ fügte das Murmelthier hinzu. glaube ich war es. daß du auch wächst. „Ich kann kaum athmen. daß ihm beide Schuhe abflogen.“ sagte Alice bescheiden. aber ich wachse in vernünftigem Maßstabe.“ „Du hättest aber damit fertig sein sollen. „Vierzehnten März. „Du weißt recht gut.“ Dies beruhigte den Zeugen augenscheinlich nicht. und die Geschwornen schrieben eifrig die drei Daten auf ihre Tafeln. „Funfzehnten. sprach sie zu einem der Gerichtsbeamten: „Bringe mir die Liste der Sänger im letzten Concerte!“ Worauf der unglückliche Hutmacher so zitterte.“ sagte das Murmelthier.“ „Ja.“ sagte der König. „Gieb du deine Aussage. „Es ist nicht meiner.“ sagte der König zum Hutmacher.“ sagte das Murmelthier. Die ganze Zeit über hatte die Königin unablässig den Hutmacher angestarrt. was es war: sie fing wieder an zu wachsen. was ihn sehr blaß und unruhig machte. der ihm in den Gerichtssaal gefolgt war.“ Da setzte sich die Königin die Brille auf und fing an.“ „Du hast kein Recht dazu. „ich habe keinen eigenen.“ sagte der Hutmacher. so lange sie Platz genug hatte. und gerade als das Murmelthier durch den Saal ging. „Sechzehnten. Arm in Arm mit dem Murmelthier. und in seiner Befangenheit biß er ein großes Stück aus seiner Theetasse statt aus seinem Butterbrot. bis sie endlich merkte. die sie sich durchaus nicht erklären konnte.

“ „Ich bin ein armer Mann.“ fuhr der Hutmacher fort.„Gieb deine Aussage.“ wiederholte der König ärgerlich. Eure Majestät. Hältst du mich für einen Esel? Rede weiter!“ „Ich bin ein armer Mann.“ erwiederte der Hutmacher.“ begann der Hutmacher mit zitternder Stimme. „und ich hatte eben erst meinen Thee angefangen – nicht länger als eine Woche ungefähr – und da die Butterbrote so dünn wurden – und es Teller und Töpfe in den Thee schneite. „und seitdem schneite Alles – der Faselhase sagte nur –“ .“ „Teller und Töpfe – was?“ fragte der König. ob du dich ängstigst oder nicht. „Es fing mit dem Thee an. „Natürlich fangen Teller und Töpfe mit einem T an. „oder ich werde dich hinrichten lassen.

Euer Majestät. „Das ist mir ganz entfallen. aber das Murmelthier läugnete nichts. . aber der Hutmacher war nicht mehr zu sehen.“ fügte die Königin zu einem der Beamten gewandt hinzu. was es bedeutete.“ „Wenn dies Alles ist. „Du bist ein sehr armseliger Redner. nun sind die Meerschweinchen besorgt. indem sich ängstlich umsah.“ Der unglückliche Hutmacher ließ Tasse und Butterbrot fallen und ließ sich auf ein Knie nieder. welche die Liste der Sänger durchlas. so will ich beschreiben. auf jeden Fall hat's das Murmelthier gesagt –“ fuhr der Hutmacher fort.“ „Gut. „Du kannst gehen.„Nein. was aber sofort von den Gerichtsdienern unterdrückt wurde. und dann saßen sie darauf.“ dachte Alice. (Da dies ein etwas schweres Wort ist. „Ich kann nichts mehr abtreten. Es war ein großer Leinwandsack bei der Hand.“ sagte der König. wie es gemacht wurde. „nun wird es besser vorwärts gehen.“ dachte Alice.“ sagte der König.) „Es ist mir lieb. den Kopf nach unten. „Ha.“ „Dann kannst du abwarten.“ fuhr der König fort.“ „Ich möchte lieber zu meinem Thee zurückgehen. daß ich das gesehen habe.“ sagte der Hutmacher mit einem ängstlichen Blicke auf die Königin. „Ich bin ein armseliger Mann. „sonst lasse ich die köpfen.“ fing er an.“ sagte der Hutmacher. Hier klatschte das zweite Meerschweinchen und wurde unterdrückt. „ich habe so oft in der Zeitung am Ende eines Verhörs gelesen: „Das Publikum fing an.“ und ich konnte bis jetzt nie verstehen. ich hab's nicht gesagt!“ unterbrach ihn der Faselhase schnell. „Er läugnet es!“ sagte der König: „laßt den Theil der Aussage fort. denn es war fest eingeschlafen. „Ich läugne es!“ sagte der Faselhase. ohne sich einmal Zeit zu nehmen. „Dann.“ sagte der Hutmacher: „ich stehe so schon auf den Strümpfen. worauf der Hutmacher eilig den Gerichtssaal verließ. Beifall zu klatschen.“ sagte der König. „– und draußen schneidet ihm doch den Kopf ab.“ sprach der Hutmacher weiter.“ erwiederte der König. „Du hast's wohl gesagt!“ rief der Hutmacher. „schnitt ich noch etwas Butterbrot –“ „Aber was hat das Murmelthier gesagt?“ fragte einer der Geschwornen. ob es auch läugnen würde. als der Beamte die Thür erreichte. was du zu sagen weißt. „Aber es muß dir wieder einfallen. bis du wieder gefragt wirst. seine Schuhe anzuziehen. Hier klatschte eins der Meerschweinchen Beifall. so kannst du abtreten. mit Schnüren zum Zusammenziehen: da hinein wurde das Meerschweinchen gesteckt. was sofort von den Gerichtsdienern unterdrückt wurde.

“ sagte eine schläfrige Stimme hinter ihr.“ sagte die Köchin. und nachdem er die Arme gekreuzt und die Augenbraunen so fest zusammengezogen hatte. sagte er mit tiefer Stimme: „Wovon macht man kleine Kuchen?“ „Pfeffer. „Gieb deine Aussage. welches leise sprach: „Eure Mäjestät müssen diesen Zeugen einem Kreuzverhör unterwerfen. „Ne!“ antwortete die Köchin. „Nehmt dieses Murmelthier fest!“ heulte die Königin. muß ich. und Alice errieth. „Köpft dieses Murmelthier! Schafft dieses Murmelthier aus dem Saale! Unterdrückt es! Kneift es! Brennt ihm den Bart ab!“ Einige Minuten lang war das ganze Gericht in Bewegung. weil alle Leute in der Nähe der Thür mit einem Male anfingen zu niesen. Der König sah ängstlich das weiße Kaninchen an. wer es sei. daß seine Augen kaum mehr zu sehen waren. hauptsächlich. Sie trug die Pfefferbüchse in der Hand.“ „Wohl. wenn ich muß. Der nächste Zeuge war die Köchin der Herzogin.“ sagte der König trübsinnig. um das Murmelthier .„Ruft den nächsten Zeugen!“ sagte der König. schon ehe sie in den Saal trat.“ sagte der König. „Syrup.

füge er leise hinzu: „Wirklich. Denkt euch ihre Ueberraschung.“ Alice beobachtete das weiße Kaninchen. das die Liste durchsuchte.fortzuschaffen. „Schadet nichts!“ sagte der König und sah aus.“ Und zu der Königin gewandt. da sie sehr neugierig war. meine Liebe. – „denn sie haben noch nicht viel Beweise. meine Arme sind schon ganz lahm. und als endlich Alles wieder zur Ruhe gekommen war. du mußt das nächste Kreuzverhör übernehmen. war die Köchin verschwunden. als falle ihm ein Stein vom Herzen. „Ruft den nächsten Zeugen.“ sagte sie für sich. wer wohl der nächste Zeuge sein möchte. als das weiße Kaninchen mit seiner höchsten Kopfstimme vorlas: „Alice!“ -- .

Zwölftes Kapitel Alice ist die Klügste „Hier!“ rief Alice. ich bitte um Verzeihung. daß sie in der Eile die Eidechse kopfunten hineingestellt hatte.“ sagte sie für sich. so daß alle Geschworne auf die Köpfe der darunter sitzenden Versammlung fielen. denn der Unfall mit den Goldfischen lag ihr noch im Sinne. Da lagen sie unbehülflich umher und erinnerten sie sehr an ein Glas mit Goldfischen.“ wiederholte er mit großem Nachdrucke. „ich glaube. als ob sie gleich gesammelt und wieder in ihr Pult gethan werden müßten. Alice sah sich nach dem Pulte um und bemerkte. wie sehr sie die letzten Minuten gewachsen war. sie sprang in solcher Eile auf. sonst würden sie sterben. Sie zog es schnell wieder heraus und stellte es richtig hinein. es würde für das Verhör ganz eben so nützlich sein kopfoben wie kopfunten. „Das Verhör kann nicht fortgesetzt werden. und fing an. sie so schnell wie möglich aufzunehmen.“ . das sie die Woche vorher aus Versehen umgestoßen hatte.“ rief sie mit sehr bestürztem Tone. „bis alle Geschworne wieder an ihrem rechten Platze sind – alle. und sie hatte eine unbestimmte Art Vorstellung. „Oh. und sah dabei Alice fest an. in der augenblicklichen Erregung ganz vergessen. daß sie mit ihrem Rock das Pult vor sich umstieß. „Es hat zwar nichts zu bedeuten. und das arme kleine Ding bewegte den Schwanz trübselig hin und her. da es sich übrigens nicht rühren konnte.“ sagte der König sehr ernst.

und nachdem ihre Tafeln und Tafelsteine gefunden und ihnen zurückgegeben worden waren. indem er sich an die Geschwornen wandte. „Unwichtig. welche zu angegriffen war. „Nichts!“ sagte Alice. als das weiße Kaninchen ihn unterbrach. die Geschichte ihres Unfalles aufzuschreiben. umgeworfen worden zu sein. „Was weißt du von dieser Angelegenheit?“ fragte der König Alice. „Durchaus nichts!“ sagte Alice.Sobald sich die Geschwornen etwas von dem Schreck erholt hatten. alle außer der Eidechse. . machten sie sich eifrig daran. sie saß nur mit offnem Maule da und starrte die Saaldecke an.“ sagte der König. „Das ist sehr wichtig. um etwas zu thun. Sie wollten dies eben auf ihre Tafeln schreiben. „Durchaus nichts?“ drang der König in sie.

„Gebt euer Urtheil ab!“ sagte er leise und mit zitternder Stimme zu den Geschwornen.“ sagte der König. sonst hättest du wie ein ehrlicher Mann deinen Namen darunter gesetzt. Der König erbleichte und machte sein Notizbuch schnell zu. der eifrig in seinem Notizbuche geschrieben hatte. „Das beweist seine Schuld. welches Wort am besten klänge. (Die Gesichter der Geschwornen klärten sich auf. daß ich es geschrieben habe.“ sagte das weiße Kaninchen. Sie haben es sich eben erst ausgedacht.“ sagte Alice.“ „Ja. und fuhr mit halblauter Stimme für sich fort: „wichtig – unwichtig – unwichtig – wichtig –“ als ob er versuchte.“ sagte das weiße Kaninchen.“ sagte Alice.“ dachte sie bei sich. „dieses Papier ist soeben gefunden worden. „Ihr wißt ja noch nicht einmal.“ sagte die Königin. da sie nahe genug war.“ fügte die Königin hinzu. „Unwichtig. um ihre Tafeln zu überblicken.“ bestätigte der König eilig. es sind noch mehr Beweise aufzunehmen. plötzlich aus: „Still!“ und las dann aus seinem Buche vor: „Zweiundvierzigstes Gesetz. „überhaupt steht auf der Außenseite gar nichts. Einige der Geschwornen schrieben auf „wichtig“. es ist keine Unterschrift darunter.) „Eure Majestät halten zu Gnaden. „Beinahe zwei Meilen groß.“ „Es ist das älteste Gesetz in dem Buche. natürlich.“ „Was enthält es?“ fragte die Königin. den der König an dem Tage gethan hatte. „Nein.“ Hierauf folgte allgemeines Beifallklatschen. „so macht das die Sache nur schlimmer. Du mußt schlechte Absichten dabei gehabt haben. .“ sagte das weiße Kaninchen.“ Alice konnte dies sehen.“ sagte der König. das sind sie nicht.“ Alle sahen Alice an. „Ich habe es noch nicht geöffnet.“ sagte der König. „aber es scheint ein Brief von dem Gefangenen an – an Jemand zu sein. haben den Gerichtshof zu verlassen.“ sagte das weiße Kaninchen. Alle Personen.“ sagte der Bube. „Auf jeden Fall werde ich nicht fortgehen.“ (Die Geschwornen sahen alle ganz verdutzt aus. und Niemand kann beweisen.“ sagte der König. „aber es kommt nicht das Geringste darauf an. was. „und das ist das Merkwürdigste dabei.meinten Eure Majestät natürlich!“ sagte es in sehr ehrfurchtsvollem Tone. wobei es ihn aber mit Stirnrunzeln und verdrießlichem Gesichte ansah.“ Es faltete bei diesen Worten das Papier auseinander und sprach weiter: „Es ist übrigens gar kein Brief. „übrigens ist das kein regelmäßiges Gesetz. und einige „unwichtig. es sind Verse. „Ich bin keine Meile groß.) „Er muß eines Andern Handschrift nachgeahmt haben. es war der erste wirklich kluge Ausspruch. worüber die Verse sind!“ „Lies sie!“ sagte der König. „Majestät halten zu Gnaden. indem es eilig aufsprang. „Dann müßte es Nummer Eins sein.“ „Wenn du es nicht unterschrieben hast. wie bekannt nicht oft vorkommt. das wird es wohl sein.“ sagte Alice. „ich habe es nicht geschrieben. „Es ist gar nicht adressirt. meinte ich.“ „Sind sie in der Handschrift des Gefangenen?“ fragte ein anderer Geschworner.“ „An wen ist es adressirt?“ fragte einer der Geschwornen. In diesem Augenblick rief der König.“ sagte der König. „wenn es nicht an Niemand ist. die mehr als eine Meile hoch sind. „Es beweist durchaus gar nichts!“ sagte Alice. „Das bist du wohl.

nicht wahr?“ wandte er sich an den Buben. Was würde dann aus euch? Ich gab ihr eins. Jetzt sind sie hier. da er gänzlich aus Papier bestand. ich ginge nicht (Nur wußten wir es gleich): Wenn ihr viel an der Sache liegt. „Wenn kein Sinn darin ist. Und daß er mir es gönnt. „Fange beim Anfang an.“ Dies waren die Verse.“ fuhr er fort. sie hielte viel von mir. „laßt also die Geschwornen –“ „Wenn es Einer von ihnen erklären kann. als könnte ich etwas Sinn darin finden. der ihn. Sag' ihm um keinen Preis. er steht dabei. sie gab ihm zwei. daß auch keine Spur von Sinn darin ist.“ sagte Alice (sie war die letzten Paar Minuten so sehr gewachsen. Eh' sie den Anfall hätt'. Denn keine Seele außer dir Und mir darf dies erfahr'n. „– wenn ich nur schwimmen könnt'!“ du kannst nicht schwimmen. „Wo befehlen Eure Majestät. welche das weiße Kaninchen vorlas: „Ich höre ja du warst bei ihr. Ich finde. daß sie sich gar nicht fürchtete. Ihr gabt uns drei Mal vier. Und dennoch weiß ich nicht. „Seh' ich etwa danach aus?“ (was freilich nicht der Fall war. Sie sprach. daß auch keine Spur von Sinn darin ist. „das spart uns ja ungeheuer viel Arbeit.“ sagte der König. „es kommt mir vor. indem er das Papier auf dem Knie ausbreitete und es prüfend beäugelte. Wenn ich nur schwimmen könnt'! Er schrieb an sie.“ „Das ist das wichtigste Beweisstück. das Schriftstück zu erklären. Würd' ich und sie vielleicht darein Verwickelt und verfahren.) . dann haben wir nicht nöthig. Es und uns hindertet. Doch alle gehörten erst mir. daß ich anfangen soll?“ fragte es. das wir bis jetzt gehört haben. indem er sich die Hände rieb. Ihr wär't derjenige. sie zu befrei'n Gerade wie wir waren.“ sagte der König ernsthaft. „so will ich ihm sechs Dreier schenken. Vertraut er dir. Ich dachte schon in meinem Sinn. ihn zu suchen. Der Bube schüttelte traurig das Haupt. daß ihr Die Andern lieber war'n.Das weiße Kaninchen setzte seine Brille auf.“ sagte der König. dann halte an.“ Die Geschwornen schrieben Alle auf ihre Tafeln: „Sie findet. ihn zu unterbrechen). „und lies bis du an's Ende kommst.“ aber keiner versuchte.

sie gab ihm zwei –“ ja wohl.„Das trifft zu. natürlich – „Ich gab ihr eins. doch nun fing er eilig wieder an. (Der unglückliche kleine Wabbel hatte aufgehört. so hat er's mit den Kuchen gemacht. da sind sie ja! er steht dabei!“ sagte der König triumphirend und wies dabei nach den Kuchen auf dem Tische und nach dem Buben. „Niemals. Dann wieder – „Eh sie den Anfall hätt'“ – du hast nie einen Anfall gehabt. glaube ich. so weit. indem . daß es keine Spuren hinterließ. „nichts kann klarer sein. versteht sich –“ „Aber es geht weiter: „Jetzt sind sie hier.“ sagte er zu der Königin. Liebe. „Freilich. die Verse leise durchzulesen. „„Nur wußten wir es gleich“ – das sind die Geschwornen.““ sagte Alice. mit dem Finger auf seiner Tafel zu schreiben. da er merkte.“ rief die Königin wüthend und warf dabei der Eidechse ein Tintenfaß an den Kopf.“ sagte der König und fuhr fort.

so lange. die von seinem Gesichte herabträufelte. „Was für ein Einfall. Niemand rührte sich. der Ausspruch der Geschwornen nachher. „Schlagt ihr den Kopf ab!“ brüllte die Königin so laut sie konnte. „– 's ist ja 'n Witz!“ fügte der König in ärgerlichem Tone hinzu – sogleich lachte Jedermann. „Die Geschwornen sollen ihren Ausspruch thun. indem sie purpurroth wurde. dies vorhielt.) „Dann ist dies nicht dein Fall. „Wer fragt nach euch?“ sagte Alice (unterdessen hatte sie ihre volle Größe erreicht). „Ich will nicht!“ sagte Alice.“ sagte der König wohl zum zwanzigsten Male.“ sagte der König und blickte lächelnd in dem ganzen Saale herum. „Nein. „Erst das Urtheil. „Ihr seid nichts weiter als ein Spiel Karten!“ . erst das Urtheil haben zu wollen!“ „Halt den Mund!“ sagte die Königin. Alles blieb todtenstill.“ „Dummer Unsinn!“ sagte Alice laut.er die Tinte benutzte. nein!“ sagte die Königin.

. und ich habe einen so merkwürdigen Traum gehabt!“ sagte Alice.Bei diesen Worten erhob sich das ganze Spiel in die Luft und flog auf sie herab. „du hast mal lange geschlafen!“ „O. versuchte sie sich abzuwehren und merkte. aber nun lauf hinein zum Thee. daß es doch ein wunderschöner Traum gewesen sei. daß sie am Ufer lag. „Wach auf. den Kopf auf dem Schoße ihrer Schwester. gab ihre Schwester ihr einen Kuß und sagte: „Es war ein sonderbarer Traum. alle die seltsamen Abenteuer. und zwar mit Recht. das ist gewiß. welche leise einige welke Blätter fortnahm. halb vor Aerger. welche ihr eben gelesen habt. und dachte dabei. und sie erzählte ihrer Schwester.“ Da stand Alice auf und rannte fort. halb vor Furcht. es wird spät. Als sie fertig war. die ihr von den Bäumen herunter auf's Gesicht gefallen waren. liebe Alice!“ sagte ihre Schwester. so gut sie sich erinnern konnte. sie schrie auf.

womit sie die einzelnen Haare abschüttelte. So saß sie da. der Teich mit seinem Rieseln das Wogen des Rohres begleiten. sich über alle ihren kleinen Freuden mitfreuen werde in der Erinnerung an ihr eigenes Kindesleben und die glücklichen Sommertage. blickte in die untergehende Sonne und dachte an die kleine Alice und ihre wunderbaren Abenteuer.Aber ihre Schwester blieb sitzen. die ihre unglücklichen Gäste zur Hinrichtung abschickte – wieder nieste das Ferkel-Kind auf dem Schoße der Herzogin. und die klaren sprechenden Augen. und die gellende Stimme der Königin. wo der Faselhase und seine Freunde ihre immerwährende Mahlzeit hielten. und wie sie alle ihren kleinen Sorgen nachfühlen. sie sei im Wunderlande. Das lange Gras zu ihren Füßen rauschte. vielleicht sogar mit dem Traume vom Wunderlande aus alten Zeiten. das Quieken von dem Tafelstein der Eidechse und das Stöhnen des unterdrückten Meerschweinchens die Luft und vermischten sich mit dem Schluchzen der unglücklichen falschen Schildkröte in der Entfernung. den Kopf auf die Hand gestützt. und wie sie durch alle reiferen Jahre hindurch das einfache liebevolle Herz ihrer Kindheit bewahren. desto mehr belebte sich der ganze Platz um sie herum mit den seltsamen Geschöpfen aus ihrer kleinen Schwester Traum. obgleich sie ja wußte. mit geschlossenen Augen. das Klappern der Theetassen würde sich in klingende Heerdenglocken verwandeln und die gellende Stimme der Königin in die Rufe des Hirtenknaben – und das Niesen des Kindes. das Geschrei des Greifen und all die andern außerordentlichen Töne würden sich (das wußte sie) in das verworrene Getöse des geschäftigen Gutshofes verwandeln – während sie statt des schwermüthigen Schluchzens der falschen Schildkröte in der das wohlbekannte Brüllen des Rindviehes hören würde. die zu ihr aufblickten – sie konnte selbst den Ton ihrer Stimme hören und das komische Zurückwerfen des kleinen Köpfchens sehen. und wie sie andere kleine Kinder um sich versammeln und deren Blicke neugierig und gespannt machen werde mit manch einer wunderbaren Erzählung. Endlich malte sie sich aus. und glaubte fast. da das weiße Kaninchen vorbeihuschte – die erschrockene Maus plätscherte durch den nahen Teich – sie konnte das Klappern der Theetassen hören. daß sobald sie die Augen öffnete. wie ihre kleine Schwester Alice in späterer Zeit selbst erwachsen sein werde. während Pfannen und Schüsseln rund herum in Scherben brachen – wieder erfüllten der Schrei des Greifen. die ihr immer wieder in die Augen kamen – und jemehr sie zuhörte oder zuzuhören meinte. bis auch sie auf ihre Weise zu träumen anfing. und dies war ihr Traum: Zuerst träumte sie von der kleinen Alice selbst: wieder sah sie die kleinen Händchen zusammengefaltet auf ihrem Knie. wie sie sie verlassen hatte. -Ende- . Alles wieder zur alltäglichen Wirklichkeit werden würde. das Gras würde dann nur im Winde rauschen.

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