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Experimentalphysik II für Elektrotechniker und Medizintechniker

Sommersemester 2013
Universität Erlangen-Nürnberg
Professor Hensel

Zusammenfassung des Skriptes:
http://de.scribd.com/doc/150090954/Experimentalphysik-II-Zusammenfassung-pdf
Link zu diesem Skript:
http://de.scribd.com/doc/149176482/Experimentalphysik-II-Vorlesungsskript

Hinweis zu den Abbildungen:
Teilweise stimmen die in den Abbildungen verwendeten Bezeichnungen nicht mit den im Skript
verwendeten überein (z.B. Abbildung 49 - Planparallele Brechung: in Skizze gleich im Text).
Hier ist bei Bedarf die Skizze auszubessern.
Fehlende Abbildungen:
4, 6, 35, 38, 50, 69, 79

Studentische Mitschrift von:
Grafiken entnommen ‚Tipler‘ von:

J.M.
M.P. und J.M.

Inhalt
17 – THERMODYNAMIK .................................................................................................................................... 5
17.1 – THERMISCHES GLEICHGEWICHT UND TEMPERATUR .............................................................................................. 5
Nullter Hauptsatz der Thermodynamik .......................................................................................................... 5
Celsius-Skala ................................................................................................................................................... 5
17.2 – GASTHERMOMETER UND ABSOLUTE TEMPERATUR ............................................................................................... 5
17.3 – DAS IDEALE GAS – ZUSTANDSGLEICHUNG........................................................................................................... 5
Boyle-Mariotte’sches Gesetz .......................................................................................................................... 5
Gay-Lussac’sches Gesetz ................................................................................................................................ 5
Partialdruck .................................................................................................................................................... 6
Isothermen ..................................................................................................................................................... 6
17.4 – DIE KINETISCHE GASTHEORIE ........................................................................................................................... 6
Teilchengeschwindigkeit................................................................................................................................. 7
Quadratisch gemittelte Geschwindigkeit ....................................................................................................... 7
Der Gleichverteilungssatz ............................................................................................................................... 7
Die mittlere freie Weglänge ........................................................................................................................... 7
Die Maxwell-Boltzmann Verteilung ................................................................................................................ 9
18 – WÄRME UND DER ERSTE HAUPTSATZ DER THERMODYNAMIK ............................................................... 10
18.1 – WÄRMEKAPAZITÄT UND SPEZIFISCHE WÄRMEKAPAZITÄT .................................................................................... 10
Kalometrie zur Ermittlung der Wärmekapazität .......................................................................................... 10
18.2 – PHASENÜBERGÄNGE UND LATENTE WÄRME ..................................................................................................... 10
18.3 – JOULE’S EXPERIMENT UND DER ERSTE HAUPTSATZ DER THERMODYNAMIK .............................................................. 11
Joules Experiment ......................................................................................................................................... 11
18.4 – DIE INNERE ENERGIE EINES IDEALEN GASES....................................................................................................... 11
18.5 – VOLUMENARBEIT UND DAS P-V-DIAGRAMM EINES IDEALEN GASES ....................................................................... 12
P-V-Diagramme ............................................................................................................................................ 12
18.6 – WÄRMEKAPAZITÄT VON GASEN ..................................................................................................................... 13
18.7 – WÄRMEKAPAZITÄTEN VON FESTKÖRPERN (METALLE)......................................................................................... 15
„Dulong-Petit’sche Regel“ ............................................................................................................................ 15
18.8 – VERSAGEN DES GLEICHVERTEILUNGSSATZES ...................................................................................................... 15
Ertragbare „Energieportionen“
................................................................................................... 16
18.9 – DIE REVERSIBLE ADIABATISCHE EXPANSION EINES GASES ..................................................................................... 16
Schallgeschwindigkeit .................................................................................................................................. 17
19 – DER ZWEITE HAUPTSATZ DER THERMODYNAMIK ................................................................................... 18
19.1 – WÄRMEKRAFTMASCHINEN ............................................................................................................................ 18
Thomson’s Formulierung .............................................................................................................................. 18
Clausius‘ Formulierung ................................................................................................................................. 18
Wärmekraftmaschinen ................................................................................................................................. 18
Der Kreisprozess nach Otto........................................................................................................................................ 18
Prinzip ........................................................................................................................................................................ 18

Erster Hauptsatz für WK Maschinen............................................................................................................. 18
Zweiter Hauptsatz für WK Maschinen .......................................................................................................... 19
Der Carnot’sche Kreisprozess ....................................................................................................................... 19
Thermodynamische Temperatur .................................................................................................................. 20
Wärmepumpe............................................................................................................................................... 20
19.5 – ENTROPIE, IRREVERSIBILITÄT, UNORDNUNG ..................................................................................................... 21
Carnot – Kreisprozess ................................................................................................................................... 22
19.6 – ENERGIEENTWERTUNG ................................................................................................................................. 22
19.7 – ENTROPIE & WAHRSCHEINLICHKEIT ................................................................................................................ 23
20 – DER DRITTE HAUPTSATZ DER THERMODYNAMIK.................................................................................... 24

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20.1 – THERMISCHE AUSDEHNUNG VON LIQUIDEN UND SOLIDEN................................................................................... 24
20.2 – REALE GASE: DIE VAN-DER-WAALS-GLEICHUNG UND FLÜSSIGKEITS-DAMPF-ISOTHERMEN ....................................... 24
20.3 – PHASENDIAGRAMME.................................................................................................................................... 25
20.4 – WÄRMEÜBERTRAGUNG BZW. WÄRMELEITUNG ................................................................................................. 25
Wärmestrahlung .......................................................................................................................................... 25
Gesetz von Stefan-Boltzmann....................................................................................................................... 26
Wien‘sches Verschiebungsgesetz ................................................................................................................. 26
LICHT .............................................................................................................................................................. 27
Fizeau:
Foucault:
Michelson:............................................................................................. 27
Das Huygens’sche Prinzip ............................................................................................................................. 27
Das Fermat’sche Prinzip ............................................................................................................................... 27
Reflexion und Brechung ................................................................................................................................ 27
Das Reflexionsgesetz.................................................................................................................................................. 28

Dispersion ..................................................................................................................................................... 28
Polarisation................................................................................................................................................... 29
Malus’sches Gesetz ...................................................................................................................................... 29
Polarisation durch Reflexion ......................................................................................................................... 29
Polarisation durch Doppelbrechung ............................................................................................................. 30
Herleitung des Reflexions- und Brechungsgesetzes mit dem Huygen’schen Prinzip .................................... 30
Fermat’sches Prinzip und Brechung.............................................................................................................. 30
Die planparallele Glasplatte ......................................................................................................................... 31
Welle-Teilchen-Dualismus ............................................................................................................................ 31
Lichtquellen (Emission von Photonen) .......................................................................................................... 32
Photon-Atom/ Photon-Molekül Wechselwirkung ......................................................................................... 32
1.
Elastische Streuung .......................................................................................................................................... 32
Rayleigh-Streuung ...................................................................................................................................................... 32
2.
Photoeffekt ...................................................................................................................................................... 32
3.
Resonanzabsorption ......................................................................................................................................... 32
4.
Raman-Streuung .............................................................................................................................................. 32
5.
Emission ........................................................................................................................................................... 33
6.
Compton-Effekt ................................................................................................................................................ 33

LASER: LIGHT AMPLIFICATION BY STIMULATED EMISSION OF RADIATION .......................................................................... 33
Rubinlaser
............................................................................................................ 33
Kontinuierlicher Laser (
– Laser) (15/85) ....................................................................................... 33
OPTISCHE ABBILDUNGEN......................................................................................................................................... 34
Spiegel .......................................................................................................................................................... 34
Ebener Spiegel ........................................................................................................................................................... 34
Sphärische Spiegel (Kugelförmig)............................................................................................................................... 34
Bildfehler: Sphärische Abberation ............................................................................................................................. 34
Konstruktion der Abbildung beim sphärischen Spiegel ............................................................................................. 34
Abbildungsgleichung des sphärischen Spiegels ......................................................................................................... 35
Regeln zur Konstruktion des Bildes bei sphärischen Spiegeln ................................................................................... 35
Konvexspiegel ............................................................................................................................................................ 36

Linsen (sphärisch, achsennah) ...................................................................................................................... 36
Vorzeichenkonvention (sphärische Grenzflächen) .................................................................................................... 37
Dünne Linsen ............................................................................................................................................................. 38
Linsenformen ............................................................................................................................................................. 38
Brennweite Beispiele ................................................................................................................................................. 39
Bildkonstruktion bei Linsen ........................................................................................................................................ 39
Brennebene ............................................................................................................................................................... 39
Bildkonstruktion Sammellinse ................................................................................................................................... 40
Bildkonstruktion Zerstreuungslinse ........................................................................................................................... 40
Bildkonstruktion Sammellinse II ................................................................................................................................ 40

OPTISCHE INSTRUMENTE: AUGE ............................................................................................................................... 41
Weitsichtigkeit ........................................................................................................................................................... 41

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Kurzsichtigkeit ............................................................................................................................................................ 41
Sehwinkel ................................................................................................................................................................... 41

Die Lupe ........................................................................................................................................................ 41
Mikroskop ..................................................................................................................................................... 42
Teleskop (Astronomisch) .............................................................................................................................. 42
INTERFERENZ UND BEUGUNG ................................................................................................................................... 42
Spezialfälle ................................................................................................................................................................. 43
Gangunterschied und Phasendifferenz ...................................................................................................................... 43
Phasendifferenz ......................................................................................................................................................... 43
Kohärenz .................................................................................................................................................................... 43

Interferenz an dünnen Schichten .................................................................................................................. 43
Dünner Wasserfilm auf Glasplatte ............................................................................................................................. 44
Keilförmige Luftschicht .............................................................................................................................................. 44

Interferenz beim Doppelspalt (mit sehr schmalen Spalten) .......................................................................... 45
Intensität und Phasendifferenz (Doppelspalt) .............................................................................................. 46
Beugung am Einzelspalt ............................................................................................................................... 46
Interferenz und Beugung am Doppelspalt .................................................................................................... 47
Beugungsgitter ........................................................................................................................................................... 47
Frauenhofer’sche Beugung und Fresnel’sche Beugung ............................................................................................. 47
Beugung und Auflösung optischer Instrumente ........................................................................................................ 48
Rayleigh-Kriterium ..................................................................................................................................................... 48

ABBILDUNGSVERZEICHNIS ............................................................................................................................. 49

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Experimentalphysik II
18.04.2013

17 – Thermodynamik
17.1 – Thermisches Gleichgewicht und Temperatur
Nullter Hauptsatz der Thermodynamik
Befinden sich zwei Körper im thermischen Gleichgewicht mit einem dritten, so stehen sie auch
untereinander im thermischen Gleichgewicht.
 Begriff der Temperatur
Celsius-Skala
2 Fixpunkte: - Gefrierpunkt &
- Siedepunkt von Wasser

0 °C
100 °C

Problem: Definition hängt von einem konkreten Material und den äußeren Bedingungen ab.
 Tripelpunkt von Wasser als „besserer“ Fixpunkt

17.2 – Gasthermometer und absolute Temperatur

Achtung: Funktioniert nur bei geringen Gasdichten!

Abbildung 1 - Gasthermometer mit
konstantem Volumen

Neuer Referenzpunkt:
Tripelpunkt von Wasser. Koexistenz von Eis, Wasser und
Wasserdampf.

Abbildung 2 - P/T Diagramm

&

Thermometer:

(Kelvin) am Tripelpunkt von Wasser

Achtung: Ideales Gas!

17.3 – Das ideale Gas – Zustandsgleichung
22.04.2013

Boyle-Mariotte’sches Gesetz
bei
Gay-Lussac’sches Gesetz
: Proportionalitätskonstante, : Teilchenanzahl

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(Boltzmann-Konstante)
̃

(Avogadro-Konstante)

1 Mol einer Substanz enthält
̃

Teilchen (Moleküle)

̃

(Gaskonstante für alle Gase)

Die Zustandsgleichung des idealen Gases lautet
̃
,

und

sind die Zustandsgrößen des idealen Gases.

Partialdruck
Bei stark verdünnten Gasen (annähernd: ideale Gase) können die verschiedenen Gase separat
betrachtet werden, so als stünde jedem Gas das gesamte Volumen alleine zur Verfügung. Der
Gesamtdruck ergibt sich als Summe der Partialdrücke der Einzelkomponenten. Die Temperatur ist für
alle Komponenten gleich.
Isothermen
̃

Bei konstanter Gasmenge ̃ ist

eine Konstante.

Abbildung 3 - P/V Diagramm

17.4 – Die Kinetische Gastheorie
Stellt eine Verbindung zwischen mikroskopischen (atomaren) Größen ( Masse und
Geschwindigkeit ) der Gasteilchen und den makroskopischen Zustandsgrößen und her.
Teilchen in einem Quader mit dem Volumen . Teilchen
haben die Masse und die Momentangeschwindigkeit .
Impuls- und Energieerhaltung!
Welche Kraft üben die Teilchen auf die
Fläche aus? Welcher Druck herrscht im
Abbildung 4 - Kraft auf
Fläche

Volumen?

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Abbildung 5 - Quader mit Teilchen

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Betrachten wir nur Teilchen mit nicht verschwindendem innerhalb einer
Zeitspanne , können nur die Teilchen die Wand erreichen, die maximal
einen Abstand | | von der Wand hatten.

 Die Anzahl der Teilchen, die

innerhalb

treffen, ist

Abbildung 6 - Halber
Quader und Fläche A

| |

Durch den Stoß mit der Wand wird die Impulskomponente entlang der x| |
| |. Die Impulsänderung ist
| |.
Achse umgekehrt:
Insgesamt: |

|

(

| |) (

Die Kraft auf die Wand ist:

|

| |
|

)
|

und somit:

|

oder

.

Mit dem Mittelwert der quadratischen Geschwindigkeit
(

)

(

)

verglichen mit
also

Es gilt:
Und

Nur Translationsenergie! Rotation und Schwingung tragen nicht zum Druck bei!
Die absolute Temperatur ist ein Maß für die mittlere kinetische Energie der
Teilchen
Für ̃ Mol eines idealen Gases gilt:

(

)

Die kinetische Energie des idealen Gases beträgt also

̃

pro Teilchen, bzw.

.
pro Mol.

Teilchengeschwindigkeit
Quadratisch gemittelte Geschwindigkeit

Der Gleichverteilungssatz
Wenn sich eine bestimmte Substanzmenge im Gleichgewicht befindet, dann entfällt auf jeden
Freiheitsgrad im Mittel eine Energie von

pro Teilchen bzw.

Die mittlere freie Weglänge
Gasteilchen stoßen miteinander!

pro Mol.
25.04.2013

Die Strecke, die die Gasteilchen zwischen zwei Stößen durchschnittlich zurücklegen, nennt man
mittlere freie Weglänge . Teilchen mit Radius bewegt sich mit Geschwindigkeit in einem Gas aus
Teilchen mit Radius .

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Während einer Zeit legt das Teilchen die Strecke
zurück.
Es trifft dabei auf alle Teilchen in einem zylindrischen Volumen
. Die Anzahl der Teilchen in diesem Volumen ist
( : Teilchenanzahl, : Volumen, : Geschwindigkeit). Die
mittlere freie Weglänge ist die zurückgelegte Strecke
geteilt durch die Anzahl der Stöße.
( )

Abbildung 7 - Atome stoßen

( )

Mit der Korrektur, dass die anderen Teilchen nicht ruhen, erhält
man

√ ( )
Die mittlere Zeit zwischen zwei Stößen ist die Stoßzeit

. ist die Stoßhäufigkeit oder

Stoßfrequenz.

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Die Maxwell-Boltzmann Verteilung
Für die (Mittelwerte der) Komponenten muss gelten:

Die Varianz einer Verteilung ist damit gegeben durch:

 Maxwell-Boltzmann-Verteilung:
( )

(

(

)

)

Die wahrscheinlichste Geschwindigkeit (Maximum der Verteilung)

Nicht verwechseln mit

, der mittleren Geschwindigkeit!

Zum Vergleich: (siehe Abb. 17.15, Tipler)

Größenordnung

.

Energieverteilung:
(

)


(

)

(

) √

(

)

Boltzmann-Faktor

Abbildung 8 - Erster Hauptsatz

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18 – Wärme und der erste Hauptsatz der Thermodynamik
18.1 – Wärmekapazität und spezifische Wärmekapazität
Erwärmt man einen Körper um eine Temperatur

, so ist die dazu nötige „Wärmemenge“

ist die spezifische Wärmekapazität (materialabhängig!). entspricht der Wärmeenergie, die nötig
ist, um 1 kg um 1 Kelvin zu erwärmen.
ist die Wärmekapazität des Körpers. Die Einheit der Wärmeenergie ist Joule. Früher auch die
Kalorie.
Dies ist die Wärmeenergie, die nötig ist, um 1 Gramm Wasser um 1 °C zu erwärmen.
Spezifische Wärmekapazität von Wasser:
Die Wärmekapazität pro Mol heißt molare Wärmekapazität:
Beispiele:

̃

Wasser:
Aluminium:
Gold:
Ethanol:

Kalometrie zur Ermittlung der Wärmekapazität
Heize einen Körper der Masse
und der Wärmekapazität auf
Körpers) und gebe ihn in ein Wasserbad der Temperatur
(mit
Gleichgewicht, bei Endtemperatur .

(Anfangstemperatur des
, ). Warte auf thermisches

Die Wärmemenge, die der Körper an das Wasser abgegeben hat, ist:
(

)

(

)

Die dem Wasser zugeführte Wärmemenge ist

(

Es muss gelten:

)

(

)

18.2 – Phasenübergänge und latente Wärme
Beispiele:

Schmelzen
Verdampfen

(fest  flüssig)
(flüssig  fest)

Die Energie, die zum Schmelzen eines Körpers nötig ist (Überwindung der atomaren
Anziehungskräfte) führt nicht zu einer Erhöhung der Temperatur. Diese Wärmemenge beträgt:

ist die spezifische Schmelz-Wärme einer Substanz. Diese Wärme ist „latent“ (=versteckt).
Analog Verdampfen:

Wasser:
Wasser:
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18.3 – Joule’s Experiment und der erste Hauptsatz der Thermodynamik
29.04.2013

Joules Experiment

 Durch die Verrichtung mechanischer Arbeit wird das
Wasser in dem isolierten Gefäß wärmer.
Joule’s Experiment zeigt, dass Wärme und (mechanische)
Arbeit äquivalent sind.
Der erste Hauptsatz der Thermodynamik besagt,
dass die Summe der einem System durch Arbeit
und Wärme zugeführten Energie gleich der
Änderung der inneren Energie des Systems ist.
Abbildung 9 - Joule's Experiment

Der erste Hauptsatz der Thermodynamik ist eine andere
Formulierung des Energieerhaltungssatzes.
Ausgedrückt in einer Formel:

: innere Energie
Die innere Energie
auch.
Abbildung 10 - TD System

Die Wärme

: Wärme

: Arbeit

ist eine Zustandsgröße, wie ,

und die Arbeit

und

sind keine Zustandsgrößen!

Ein TD-Zustand z.B. eines idealen Gases ist eindeutig durch
, , und bestimmt. Ein Zustand lässt sich von Zu- und Abfuhr von und in einen anderen
überführen. Kehrt das System zum Anfangszustand zurück, so sind , , und wieder die selben.
Ein TD-System enthält keine Wärme und keine Arbeit!
Differenzial-Schreibweise:
Nicht das gleiche!
:
:

Differenzial einer Zustandsgröße
infinitesimale Änderung
[

]

18.4 – Die innere Energie eines idealen Gases
Ein Teilchen:
 dann ist die innere Energie von ̃ Mol dieses
einatomigen idealen Gases:

Abbildung 11 - Freie Expansion

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̃
hängt nur von der Temperatur ab! (s. Tipler, Mosca)

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18.5 – Volumenarbeit und das P-V-Diagramm eines idealen Gases

Abbildung 12 - reversible isotherme Expansion

Reversible Zustandsänderungen sind eine Abfolge von Gleichgewichtszuständen
Kraft in x-Richtung:

| |
|

|

| |

(Volumen wird größer, die Arbeit ist negativ, da sie vom Gas am Kolben verrichtet wird)
Schließlich:

ist das Anfangsvolumen,

das Endvolumen

P-V-Diagramme
(P&V legen den Zustand eines idealen Gases eindeutig fest)
Bei der Volumenänderung

ist die Volumenarbeit

Volumen nimmt ab! Positive Arbeit!
Anmerkung:
Abbildung 13 - Isobare Kompression

Allgemeiner:

„Isotherme“

Abbildung 14 - P-V-Diagramme

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̃

 hängt nur von

ab!

a)
i. Isochor/isometrisch 
ii. Isobar:
(

 Keine mechanische Arbeit:
)

(

)

b)
i. Isobar:
ii. Isochor:
c)
i.

̃

Isotherme Kompression

̃
Volumenarbeit verschieden

̃

̃

(

)

̃

 Änderung der inneren Energie ist gleich

 Wärmeaustausch
Beispiel:
(

)

(

(

)

)

(

)

Abbildung 15 - Beispiel P-V

 Gas hat Arbeit verrichtet!
, da keine Zustandsgröße

 Wird dem Gas als Wärme zugeführt!

18.6 – Wärmekapazität von Gasen

06.05.2013

Wärmekapazität von Substanzen, die sich bei Erwärmung ausdehnen.
Unterschied:
spez. Wärmekapazität bei konstantem Druck
spez. Wärmekapazität bei konstantem Volumen
; Substanz verrichtet Arbeit beim Ausdehnen, deshalb muss mehr Energie aufgewendet werden,
um die Temperatur zu erhöhen.

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Bei Flüssigkeiten & Festkörpern gilt:

Bei
gilt:
̃
und
infinitesimalen Änderungen gilt:

̃

bei

̃
Oder
̃
Bei

gilt
̃

Mit

̃

̃

oder

̃

Bei infinitesimalen Änderungen:

(*)

̃

Mit der idealen Gasgleichung
Bei

ist
̃

̃

̃
 eingesetzt in (*)

̃
(

̃

Damit ist

Einatomige Gase:
Zweiatomige Gase:

experimentell
experimentell

Mehratomige Gase:
experimentell
Die innere Energie setzt sich ausschließlich aus den Translationsenergien der Atome zusammen. 
Innere Energie pro Mol:

Damit ist

Und (einatomig)

Beispiele:

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Einatomig

Zweiatomig

Mehratomig

18.7 – Wärmekapazitäten von Festkörpern (Metalle)
Metalle:
„Dulong-Petit’sche Regel“
Potenzielle & kinetische Energie der Gitterschwingungen:

 6 Freiheitsgrade:
Abbildung 16 - Atommodell Metall

18.8 – Versagen des Gleichverteilungssatzes

Abbildung 17 - Quantisierung der Energiezustände

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Ertragbare „Energieportionen“
Ist der Abstand zwischen den erlaubten Energieniveaus groß gegenüber
gilt der
Gleichverteilungssatz nicht, da die Energie nicht von Atom zu Atom übertragen werden kann.
Beispiel Rotationsenergie:
(

√(

)

Quantisierung des Drehimpulses

)

das entspricht einer „Rotationstemperatur“

Energie kann als Rotation nur dann von Atom zu Atom (oder Teilchen, Molekül) übertragen werden,
wenn
.
Für

ist
ist
-Atom ist

18.9 – Die reversible adiabatische Expansion eines Gases
Adiabatisch: Kein Wärmetransport mit Umgebung

sehr gute Isolation (Thermoskanne), oder sehr schneller Prozess (Schall)
̃

Mit

und

 ̃
(

(
)

),

(

̃

(
̃

̃

,

)

13.05.2013

,

)
Mit

Oder
Und bei

̃

̃

Weiteres Umformen liefert:

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Die verrichtete Arbeit bei der adiabatischen Kompression erhält man aus:

̃

&

̃

∫̃
)

(
Ausgedrückt durch

und

̃

des Anfangs- und Endzustandes

Abbildung 18 - Adiabate im P-V-Diagramm

Schallgeschwindigkeit
Aus

erhält man

(

)

oder

mit dem Kompressionsmodul

,

,

Mit

.

ist die Dichte.

̃
̃
Schließlich 

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19 – Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik
19.1 – Wärmekraftmaschinen
Thomson’s Formulierung
Kein System kann Energie in Form von Wärme einem einzelnen Reservoir entnehmen und sie
vollständig in Arbeit umsetzen, ohne dass gleichzeitig zusätzliche Veränderungen im System oder
dessen Umgebung auftreten.
 Unvermeidbarkeit irreversibler Prozesse
Clausius‘ Formulierung
Ein Prozess, bei dem letztlich nichts anderes geschieht, als dass Wärmeenergie einem kälteren
Reservoir entnommen und dieselbe Menge an Wärmeenergie einem wärmeren Reservoir zugeführt
wird, ist unmöglich!
Wärmekraftmaschinen
Der Kreisprozess nach Otto
a) Zufuhr des Benzin-Luft-Gemisches
ab) adiabatische Kompression
b) Zündung durch Zündkerze
bc) isovolumetrische Erwärmung durch Zufuhr von
cd) adiabatische Expansion (Arbeitstakt)
da) isovolumetrische Abkühlung, Abgabe von

Abbildung 19 - P-V-Diagramm Otto

Prinzip
Erster Hauptsatz für WK Maschinen
| |
| |
| | ist die netto verrichtete Arbeit &
| | die zugeführte Wärme
Keine Änderung der inneren Energie:
Kreisprozess!

Abbildung 20 - Prinzip - Reservoir Verteilung

, weil

Der Wirkungsgrad der WK Maschine ist wie folgt
definiert:
| |

|

|

|

|

Dampfmaschine:
Verbrennungsmotor:

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Zweiter Hauptsatz für WK Maschinen
Es ist unmöglich, eine zyklisch arbeitende WKM zu konstruieren, die keinen anderen Effekt bewirkt,
als Wärme von einem einzigen Reservoir zu entnehmen und eine äquivalente Menge an Arbeit zu
verrichten.
Kältemaschinen = Wärmekraftmaschinen mit umgekehrter Arbeitsrichtung
Zweiter Hauptsatz für Kältemaschinen:
Es ist unmöglich, eine zyklisch arbeitende KKM zu
konstruieren, die keinen anderen Effekt bewirkt, als eine
bestimmte Wärmemenge von einem kälteren Reservoir
vollständig in ein wärmeres zu übertragen.
| |
Abbildung 21 - Kältemaschine

, deshalb auch besser als Leistungsindex
bezeichnet.

Warum sind alle Formulierungen des zweiten Hauptsatzes gleichwertig?

Abbildung 22 - gewöhnliche & hypothetische Maschine

Der Carnot’sche Kreisprozess
Wie hoch ist der maximale Wirkungsgrad einer Wärmekraftmaschine?

23.05.2013

Antwort von Carnot:
Zwischen zwei gegebenen Wärmereservoirs hat die reversibel
arbeitende WKM den höchst möglichen Wirkungsgrad. Eine
solche Maschine heißt Carnot-Maschine.
Bedingungen für Carnot-Maschine: Wärmeübertragung muss
isotherm erfolgen.

Abbildung 23 - P-V-Diagramm CarnotMaschine

1. Reversible isotherme Aufnahme von Wärme aus einem
wärmeren Reservoir
2. Reversible adiabatische (ohne Wärmeaustausch mit der
Umgebung) Expansion, bei der die tiefe Temperatur erreicht

wird.
3. Reversible isotherme Abgabe von Wärme an ein kälteres Reservoir
4. Reversible adiabatische Kompression wieder zurück in den Ausgangszustand

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Der Wirkungsgrad

des Carnot-Kreis-Prozesses:
|

|

gilt auch für Carnot

Ideales Gas, erster HT (Hauptsatz der Thermodynamik)
Für Isotherme

: Temperatur warm &

̃

̃

̃

: Temperatur kalt
 |

|

|

|

|

|

̃

mit

Für Adiabaten

Erhält man:
|

und somit

|


Thermodynamische Temperatur
|

|

Mithilfe einer Carnot-Maschine lässt sich das Temperaturverhältnis

definieren. Setzt man noch

einen Tripelpunkt fest, so ist die thermodynamische Temperaturskala vollständig definiert
(Tripelpunkt von Wasser).
Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe ist eine Kältemaschine, die anders eingesetzt wird: Statt das kältere Reservoir
weiter abzukühlen, wird das wärmere Reservoir geheizt. Man ist also am Verhältnis der zugeführten
Wärme | | zur aufgenommenen Arbeit interessiert.
|

Leistungszahl:
Mit

|

|

|

(vgl. Wärmemaschine:
|

|

Bei vollständiger Reversibilität gilt:

Zusammenhang zwischen

|

|
|

|

|

|

und KM:
|

Experimentalphysik II

)

|

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Stand: 24.07.2013

19.5 – Entropie, Irreversibilität, Unordnung

Maß für die Unordnung ist die Entropie .
Sie ist eine Zustandsfunktion, genau wie
und .
Die Änderung der Entropie ist definiert als
Abbildung 24 - Teilchen(un)ordnung in Luft

entspricht dem reversiblen Wärmeübergang. Kann positiv und negativ sein.
Sei

die Entropie im Anfangszustand und

im Endzustand, dann ist die Änderung

für jeden reversiblen Weg von 1 nach 2.

Entropie des idealen Gases:
Für IG gilt nach 2. HT:
Also auch ̃

kann nicht integriert werden, ohne ( ) zu kennen.

̃

„Trick“: Dividieren durch

̃

̃
̃

hängt nur von T ab, deshalb ist
̃

Also:

integrabel.

̃

Und damit:

̃

̃

Änderung der Entropie des idealen Gases beim Übergang von (

) nach (

)

27.05.2013

Beispiele:
Isotherme Expansion eines idealen Gases:
̃

,

weil

̃

̃

̃

&

Bei einem reversiblen Prozess ist die Entropieänderung des Universums
Experimentalphysik II

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| |

̃
.

Stand: 24.07.2013

Freie Expansion eines idealen Gases:
̃
Innere Energie hängt nur von
d.h.

ab und bleibt gleich,

System ist thermisch isoliert, daher

Abbildung 25 - Expansion mit Ventil

̃

1. Bei einem irreversiblen Prozess nimmt die Entropie des Universums zu!
2. Es gibt keinen Prozess, durch den die Entropie des Universums abnimmt.
Wärmeübertragung zwischen Wärmereservoirs:
| |

| |

&


| |

| |

Carnot – Kreisprozess
Vollständig reversibler Zyklus

19.6 – Energieentwertung
Bei einem irreversiblen Prozess bleibt gemäß 1 HS die Gesamtenergie erhalten. Ein Teil wird aber in
eine Energieform „entwertet“, die nicht mehr als Arbeit nutzbar ist.
Durch einen irreversiblen Prozess wird die Energiemenge
entwertet, ist also nicht mehr als
Arbeit nutzbar. Dabei ist die absolute Temperatur des kältesten vorhandenen Reservoirs.
Beim Wärmeübergang von einem warmen (
Energiebetrag entwertet:

) zu einem kalten (

(

| | | |
)

) Reservoir wird folgender

| |(

)

Das ist genau die Arbeit, die im reversiblen Fall bei einem Carnot-Prozess verrichtet wird:
| |

Experimentalphysik II

(

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)

Stand: 24.07.2013

19.7 – Entropie & Wahrscheinlichkeit
(Steigerung Entropie: Steigerung der Unordnung im Gas (der Teilchen))
Die Entropie ist ein Maß für den Ordnungszustand eines Systems. Ein Zustand idealer Ordnung ist
weniger wahrscheinlich, als ein Zustand geringer Ordnung. Deshalb erfolgt eine Zustandsänderung
immer in Richtung höherer Wahrscheinlichkeit.
Beispiel: freie Expansion des idealen Gases von

auf

Für die Entropie des Universums gilt:
̃

̃

Keine Energieänderung:
Die Re-Kompression widerspricht nicht dem ersten HT
Aber: Die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr klein
Wahrscheinlichkeit, dass sich alle Teilchen in einem kleinen Volumen befinden:
( )
: Teilvolumen
: Gesamtvolumen
: Teilchenzahl
Logarithmieren:
̃
̃

Entropieänderung:
Setzt man

Da

̃

̃

weil
ein, so erhält man:

sehr klein ist 

Der Prozess ist deshalb praktisch unmöglich, aber nicht verboten!

Experimentalphysik II

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Stand: 24.07.2013

20 – Der dritte Hauptsatz der Thermodynamik
Es ist unmöglich, durch irgendeinen Prozess, sei er noch so idealisiert, die Temperatur irgendeines
Systems in einer endlichen Zahl von Schritten auf den abs. Nullpunkt zu senken.
 Es gibt kein Perpetuum mobile. Dies verbieten der 1. & 2. HS der Thermodynamik

20.1 – Thermische Ausdehnung von Liquiden und Soliden
Die Längenänderung

eines Materials ist in vielen Fällen zur Temperaturdifferenz proportional:

: Längenänderungskoeffizient
Der Volumenausdehnungskoeffizient

ist bei jedem (isotropen) Material so groß, wie der

Längenausdehnungskoeffizient:
Ausnahme: Wasser, höchste Dichte bei 4 °C

03.06.2013

20.2 – Reale Gase: Die Van-der-Waals-Gleichung und Flüssigkeits-DampfIsothermen
̃

Ideales Gas:

Van-der-Waals:
̃

(

̃

)(

̃)

̃

berücksichtigt WW der Teilchen, ̃ berücksichtigt Eigenvolumen der Gasteilchen

Für große

bzw. geringe Dichte ergibt sich wieder die ideale Gasgleichung.
Beispiele:
Stickstoff

:
des Molvolumens

Abbildung 26 - P-V-Diagramm Aggregatszustände

Experimentalphysik II

Seite 24 von 50

Stand: 24.07.2013

20.3 – Phasendiagramme
Auftragung: Druck (bei

) gegen Temperatur

Abbildung 28 - P-T-Diagramm Wasser

Abbildung 27 - P-T-Diagramm Normal

20.4 – Wärmeübertragung bzw. Wärmeleitung
: Wärmeleitfähigkeit [

]

Mit dem Wärmewiderstand
|

Abbildung 29 - Wärmeübertragung

Silber:
Kupfer:
Gold:
Alu:
Eisen:

429
401
318
237
80

Stahl:
Glas:
Wasser:
Luft:

|

|

Wärmeleitfähigkeiten:

|
[

]

46
0,7 bis 0,9
0,609 (ohne Konvektion)
0,026

Wärmestrahlung
Thermisches Gleichgewicht: Emission und Absorption von Wärmestrahlung halten sich die Waage.

Experimentalphysik II

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Stand: 24.07.2013

Gesetz von Stefan-Boltzmann
: Abgestrahlte Leistung
: Emissionsgrad
: Stefan-Boltzmann-Konstante
: Temperatur
Wenn Umgebungstemperatur nicht
(
)

sondern

Schwarzer Körper:
 Hohlraumstrahlung
viele Reflexionen an der Wand  Gleichgewicht.
Strahlung nur von abhängig, nicht vom Material des HR-Strahlers.

Abbildung 30 Hohlraumstrahler

Wien‘sches Verschiebungsgesetz

Abbildung 31 - λ-P-Diagramm

Experimentalphysik II

Seite 26 von 50

Stand: 24.07.2013

Licht

10.06.2013

Fizeau:

Foucault:

Michelson:

Abbildung 34 - v(Licht) nach Fizeau

Abbildung 33 - v(Licht) nach Foucault

Abbildung 32 - v(Licht) nach
Michelson

Das Huygens’sche Prinzip
Jeder Punkt einer bestehenden Wellenfront ist
Ausgangspunkt einer neuen kugelförmigen
Elementarwelle, die sich mit derselben Geschwindigkeit
und Frequenz ausbreitet, wie die ursprüngliche
Wellenfront im betreffenden Medium. Die Einhüllende
aller Elementarwellen
ergibt die Wellenfront
zu einem späteren
Zeitpunkt.
Abbildung 36 - Huygensches Prinzip

Das Fermat’sche Prinzip
Der Weg, den das Licht von einem Punkt zu einem anderen
einschlägt, ist stets derjenige, bei dem die dafür benötigte
Zeitspanne minimal ist.

Abbildung 35 - Fermatsches Prinzip

Reflexion und Brechung
Die Lichtgeschwindigkeit hängt vom Medium ab, in dem sich das Licht ausbreitet.
Brechungsindex/ Brechzahl:
Wasser:
Glas:
Luft:
Vakuum:

bis

Frequenz bleibt gleich!
Trifft ein Lichtstrahl auf eine Grenzfläche mit unterschiedlichen Brechungsindizes, so tritt Reflexion
und Brechung auf.

Experimentalphysik II

Seite 27 von 50

Stand: 24.07.2013

Beispiel:

Luft-Glas-Grenzfläche:
Das Reflexionsgesetz
Gilt immer!
Brechungsgesetz (Snellius’sches BG)

Relative Intensitäten von reflektiertem und durchgelassenem Licht
bei senkrechtem Einfall:
Abbildung 37 - Brechungsgesetz

(
:
:

)

Reflektierte Intensität
Abbildung 38 Senkrechter Einfall

Einfallende Intensität

Für Luft-Glas:
 4% werden reflektiert!
Totalreflexion: Übergang von höher zu niedriger Brechzahl
Kritischer Winkel der Totalreflexion:

Abbildung 39 - Totalreflexion

Dispersion
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Licht in einem Medium hängt von dessen Wellenlänge ab.
Deshalb werden Lichtstrahlen verschiedener Farbe (=verschiedene Frequenz, bzw. verschiedener
Wellenlänge) unterschiedlich stark gebrochen.

Experimentalphysik II

Seite 28 von 50

Stand: 24.07.2013

Polarisation

Abbildung 40 - Polarisation

Malus’sches Gesetz

Abbildung 41 - Polarisator & Analysator

Polarisation durch Reflexion

Abbildung 42 - Polarisation durch Reflexion

: Brewster-Winkel

(

)
13.06.2013

Experimentalphysik II

Seite 29 von 50

Stand: 24.07.2013

Polarisation durch Doppelbrechung
Doppelbrechende Materialien sind optisch anisotrop. Die Lichtgeschwindigkeit hängt von der
Ausbreitungsrichtung ab. Man kann einen Lichtstrahl der sich im doppelbrechenden Material
ausbreitet, in einen ordentlichen und einen außerordentlichen Strahl aufteilen. Entlang der optischen
Achse (=Richtung) sind die Ausbreitungsgeschwindigkeiten gleich.
Trifft Licht senkrecht auf die Oberfläche und senkrecht zur
optischen Achse auf ein Plättchen doppelbrechendes Material,
dann haben die beiden Strahlen bzw. Polarisationsrichtungen
unterschiedliche Geschwindigkeiten.

Abbildung 43 - Doppelbrechendes
Plättchen

außerordentlich).

und

( : ordentlich, :
sind unterschiedlich.

Es entsteht eine Phasendifferenz beim Durchlaufen des
Plättchens. Z.B. 90° beim -Plättchen, oder 180° beim -Plättchen.
Man kann somit aus einem linear polarisierten Strahl einen
zirkular polarisierten machen ( -Plättchen, -Plättchen: 90°).

Abbildung 44 - Doppelbrechendes
Plättchen II

Herleitung des Reflexions- und Brechungsgesetzes mit dem Huygen’schen Prinzip
Kongruente Dreiecke (ABB‘ und ABP).

Abbildung 45 - Reflexionsgesetz

Fermat’sches Prinzip und Brechung
Gesamtlaufz Abbildung 46 - Brechung
eit von
nach .

Gesucht:
, d.h der Punkt an der Grenzfläche,
für den minimal wird.
Abbildung 47 - Brechung II

Experimentalphysik II

Seite 30 von 50

Stand: 24.07.2013

(

)

(*)

Bedingung für Minimum von :
(

)

Mit (*):

Abbildung 48 - t/x-Diagramm

Analog:
(

)(

)

Aus

(

)

oder

Die planparallele Glasplatte
|

|


Abbildung 49 - Planparallele Brechung

Welle-Teilchen-Dualismus
Doppelspaltversuch von Young 1802
Welle:
1860 Maxwell
Teilchen:
1905 Einstein

 Photoelektrischer Effekt!

Beispiele:
(blau): Photonenenergie:
(rot): Photonenenergie:

Experimentalphysik II

Seite 31 von 50

Stand: 24.07.2013

Lichtquellen (Emission von Photonen)
Kontinuierliche  Linienspektren
Energieerhaltung:
Elektron wechselt von Zustand 1 in Zustand 2, die
voneinander entfernt liegen (Bei sichtbarem
Licht
bis
). Diese Energiedifferenz wird als Photon absorbiert, bzw. emittiert. D.h.
|

|

Linienspektren: Atome oder Moleküle mit diskreten
Energieniveaus
Kontinuierliche Spektren: Bänder (Laser: später)
Photon-Atom/ Photon-Molekül Wechselwirkung
1. Elastische Streuung
(Durchmesser)
Rayleigh-Streuung

(Wahrscheinlichkeit für Streuung)
 Ohne Elektronenübergang

Abbildung 50 - Schema: Sonnenlicht & Blauer Himmel

2. Photoeffekt
Absorption eines Photons führt zur Ionisation

17.06.2013

Abbildung 51 - Photoeffekt

3. Resonanzabsorption
Photonenenergie entspricht genau

Abbildung 52 - Resonanzabsorption

4. Raman-Streuung

(Stokes)

(Anti-Stokes)

Abbildung 53 - Raman-Streuung

Experimentalphysik II

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Stand: 24.07.2013

5. Emission

Abbildung 54 - Emission

6. Compton-Effekt

Abbildung 55 - Compton-Effekt

Laser: Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation
Rubinlaser (

)

Abbildung 57 - Schema Rubinlaser

Abbildung 56 - 2-Niveau-Diagramm

Kontinuierlicher Laser (
– Laser) (15/85)
Laser erzeugen monochromatisches, Kohärentes Licht!

Abbildung 58 - Mehr-Niveau-Diagramm

Experimentalphysik II

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Stand: 24.07.2013

Optische Abbildungen
Spiegel
Ebener Spiegel
Bei der Abbildung durch einen ebenen Spiegel wird vorne
und hinten vertauscht.
Rechtshändig  Linkshändig

Abbildung 59 - Ebener Spiegel

Sphärische Spiegel (Kugelförmig)
Abbildung 60 - Spiegelung KoSy

ist ein
reelles Bild („Lichtquelle“)
Ein reelles Bild kann man auf einer
Mattscheibe bzw. einem Film, oder einem
CCD-Chip (Film) abbilden/ aufnehmen. Ein
virtuelles nicht! Das Auge kann das nicht
unterscheiden.

Abbildung 61 - Sphärischer Spiegel

Bildfehler: Sphärische Abberation
Tritt immer bei sphärischen Linsen und
Spiegeln auf. Achsenferne Strahlen haben
anderen Schnittpunkt mit der optischen
Achse als achsennahe.

Abbildung 62 - Sphärische Aberration

Konstruktion der Abbildung beim sphärischen Spiegel
(Außenwinkel von
(

)

)

Eliminieren
Achsennahe Strahlen:
Kleinwinkelnäherung

Abbildung 63 - Abbildung sphärischer Spiegel

: Gegenstandsgröße
Experimentalphysik II

: Bildweite

: Bildgröße

: Gegenstandsweite
: Krümmungsradius

Seite 34 von 50

Stand: 24.07.2013

Gilt für alle Punkte A (beliebig), solange die Strahlen achsennah sind.
24.06.2013

Abstände des Gegenstands und des Bildes von der optischen Achse:

(Negatives Vorzeichen: Verschiedene Seiten der optischen Achse)
Für

folgt: parallele Strahle und

ist dann die Brennweite ( ) des Konkavspiegels

Abbildungsgleichung des sphärischen Spiegels

Regeln zur Konstruktion des Bildes bei sphärischen Spiegeln
1. Achsenparallele Strahlen werden in den Brennpunkt reflektiert
2. Brennpunktstrahlen werden achsenparallel reflektiert
3. Mittelpunktstrahlen werden in sich selbst reflektiert
Achtung: Gegenstand zwischen Brennpunkt und Spiegel
Virtuelles Bild
Rasier- oder Kosmetikspiegel
( in Skizze ist

in Beschreibung)

Abbildung 64 - Gegenstand zwischen Brennpunkt und Achse

Vorzeichen Konvention: (sphärische Spiegel)
1.

ist positiv, wenn Gegenstand auf der Seite des Spiegels, von der das Licht auf den Spiegel
trifft
2.
ist positiv, wenn Bild auf der Seite des Spiegels, von der das Licht auf den Spiegel trifft
3.
ist wie die Brennweite positiv, wenn der Spiegel konkav ist. Dann liegt der Brennpunkt
auf der Seite des Spiegels, auf der das Licht einfällt und reflektiert wird
4.
ist negativ beim Konvexspiegel
Vergrößerung:

[Ebener Spiegel:

Experimentalphysik II

,

, Bild hinter Spiegel, aufrecht 

Seite 35 von 50

]

Stand: 24.07.2013

Konvexspiegel

Abbildung 65 - Konvexspiegel

Linsen (sphärisch, achsennah)

Abbildung 66 - Linsen (sphärisch, achsennah) I

Abbildung 67 - Linsen (sphärisch, achsennah) II

Für

und

gilt das Snellius’sche Brechungsgesetz:

Kleine Winkel:

Für

Für

gilt:

gilt:

Eliminieren von

:

Experimentalphysik II

Seite 36 von 50

Stand: 24.07.2013

(
Mit

)
Kleine Winkel!!


Brechung an einer sphärischen Grenzfläche!
Frage: warum sehen Wasserbecken immer seichter aus, als sie es wirklich sind?
Es gilt:

Mit

, da plane Grenzfläche

 Scheinbare Tiefe von: 0,75 Metern!
 Vergrößerung von

Abbildung 68 - Schema: Fisch in Wasser

Vorzeichenkonvention (sphärische Grenzflächen)
1.
ist positiv für Objekte auf der Einfallsseite der brechenden Fläche
2.
ist positiv für Bilder auf der Durchlassseite der brechenden Fläche
3.
ist positiv, wenn der Krümmungsmittelpunkt auf der Durchlassseite der brechenden Fläche
liegt
Für einen reellen Gegenstandspunkt vor einer konvex brechenden Fläche, die ein reelles Bild erzeugt,
sind
und positiv.
Vergrößerung:

Abbildung 69 - g, b, r größer 0

Experimentalphysik II

Seite 37 von 50

Stand: 24.07.2013

Dünne Linsen
Zwei brechende sphärische Flächen

27.06.2013

1. GF
Krümmungsradius
Gegenstandsweite

Abbildung 70 - Brechung an Linse

2. GF
Krümmungsradius

Addition der beiden Gleichungen:
)(

(

)
Abbildung 71 - Bikonvex &
Bikonkave Linsen

Brennweite ist für
(

)(

)

(

)(

)

Abbildungsgleichung:

Linsenformen

Abbildung 73 - Sammellinsen (bikonvex)

Experimentalphysik II

Abbildung 72 - Zerstreuungslinsen
(bikonkav)

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Stand: 24.07.2013

Brennweite Beispiele
Bikonvex,
(

)(

)

(

)

Bikonkav,
(

)

Kehrwert der Brennweite in Metern ist die Brechkraft
[ ]
[ : Dioptrie, dpt.]
Bildkonstruktion bei Linsen
Achtung: bei bikonkaven Linsen umgekehrt!

Abbildung 74 - Bildkonstruktion bei Linsen
Abbildung 75 - Bikonkave Linse
(Brennpunkt)

1.) Der achsenparallele Strahl wird so gebrochen, dass er durch den zweiten Brennpunkt verläuft
2.) Der Mittelpunktstrahl verläuft durch den Mittelpunkt der Linse und wird nicht aus seiner
Richtung abgelenkt (abgesehen von dem vernachlässigbaren Versatz der planparallelen
Platte)
3.) Der Brennpunktstrahl verläuft durch den ersten Brennpunkt und tritt parallel aus
Brennebene
Parallele Strahlen werden in einem Punkt der Brennebene fokussiert
Vergrößerung der Sammellinse
(entspricht sphärischem Spiegel)
Mehrere dünne Linsen:
Für zwei dicht benachbart stehende dünne
Linsen gilt (Gesamtbrennweite ):
Abbildung 76 - Brennebene

Experimentalphysik II

Seite 39 von 50

Stand: 24.07.2013

Bildkonstruktion Sammellinse

Abbildung 77 - Bildkonstruktion Sammellinse

Bildkonstruktion Zerstreuungslinse
|

|

|

Abbildung 78 - Bildkonstruktion Zerstreuungslinse

Bildkonstruktion Sammellinse II

Abbildung 79 - Bildkonstruktion Sammellinse II

Experimentalphysik II

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Stand: 24.07.2013

Optische Instrumente: Auge





Hornhaut, Iris/ Pupille, Linse, Netzhaut
Linse  Ziliarmuskel: variabel
Weit entfernte Objekte: Ziliarmuskel entspannt, maximale Brennweite der Linse im Auge
Nahe Objekte: Ziliarmuskel angespannt, Akkommodation, kürzere Brennweite
Im Alter ist die Akkommodation eingeschränkt
Nahpunkt entfernt sich mit dem Alter vom Auge von wenigen Zentimetern bis zu mehreren
Metern!
 Standartpunkt
Weitsichtigkeit
Zu schwache Fokussierung durch Hornhaut-Linse: Bild hinter der Netzhaut oder Auge zu klein.
Korrektur durch Sammellinse!
Kurzsichtigkeit
Zu starke Fokussierung durch Hornhaut-Linse: Bild vor der Netzhaut oder Auge zu groß. Korrektur
durch Zerstreuungslinse.
Abweichung des Auges von der idealen Kugelform
(Astigmatismus :

Punkt  Linie;

Korrektur durch Zylinderlinse)

Sehwinkel
Die Größe, mit der uns ein Gegenstand erscheint, entspricht der Bildhöhe auf der Netzhaut. Die
Bildhöhe hängt vom Sehwinkel ab, unter dem der Gegenstand dem Auge erscheint.
|

|

|

01.07.2013

|

Für kleine Winkel gilt:
und
Das Brechungsgesetz liefert:
Abbildung 80 - Sehwinkel

(Kleine Winkel)
(

)

Die Lupe
Sammellinse, Gegenstand innerhalb der Brennweite

Abbildung 81 - Die Lupe

Experimentalphysik II

|
|
|
|
Die Linse erzeugt ein virtuelles Bild beim
Nahpunkt des Auges. Hier müsste der
Gegenstand ohne Lupe platziert werden, um
ihn scharf zu sehen! Das Bild des Gegenstandes
wird durch die Lupe so vergrößerst, dass die
weitere Entfernung der Linse gerade
kompensiert wird.
| |
| |
| |
| |

Seite 41 von 50

Stand: 24.07.2013

Der Winkel ändert sich durch die Lupe nicht!

Abbildung 82 - Das Auge (Schema) ohne Lupe

Gegenstand mit Lupe näher am Nahpunkt!
Virtuelles Bild immer noch am Nahpunkt.
Winkelvergrößerung:
Abbildung 83 - Das Auge (Schema) mit Lupe

Mikroskop
- Gegenstand etwas außerhalb des
Brennpunktes/ der Brennweite
- Bild steht Kopf

Abbildung 84 - Das Mikroskop

Teleskop (Astronomisch)

-

Abbildung 85 - Das Teleskop (astronomisch)

Bild steht Kopf!
Winkelvergrößerung!

Interferenz und Beugung
Zwei harmonische Wellen:
- Gleiche Frequenz
- Gleiche Wellenlänge
- Gleiche Polarisation
- Unterschiedliche Phase
 Phasendifferenz
(

Experimentalphysik II

)

(

)

Seite 42 von 50

(

)

Stand: 24.07.2013

Spezialfälle
geradzahliges Vielfaches von

 „Konstruktive Interferenz“

ungeradzahliges Vielfaches von

 „Destruktive Interferenz“

Gangunterschied und Phasendifferenz

Wegdifferenz
Phasendifferenz
Wenn Licht von einem Medium auf die Grenzfläche zu einem Medium mit geringerer
Lichtgeschwindigkeit trifft, so erfolgt bei der Reflexion ein Phasensprung von
. Im
umgekehrten Fall tritt kein Phasensprung auf.

Abbildung 86 - Phasendifferenz

Kohärenz

Abbildung 87 - Kohärenz

Interferenz an dünnen Schichten
Ölfilm auf Wasser, Seifenblase, Newton-Ringe, Dünner Wasserfilm
Phasensprung für Strahl 1:
Kein Phasensprung für Strahl 2!
Aber Wegunterschied von etwa

Abbildung 88 - Spiegelung an Wasser

 Destruktive Interferenz für:

Experimentalphysik II

08.07.2013

Gesamte Phasendifferenz:
( ungerade)

Seite 43 von 50

Stand: 24.07.2013

 Konstruktive Interferenz:
(

)

(

)

Dünner Wasserfilm auf Glasplatte
Befindet sich der Wasserfilm auf Glas mit höherer
Brechzahl, so tritt auch für Strahl 2 ein Phasensprung auf.
Destruktive Interferenz für:
(
(

Abbildung 89 - Dünner Wasserfilm auf
Glasplatte

)
)

Keilförmige Luftschicht
Zwei Glasplatten mit Keilförmiger Luftschicht dazwischen

Frage: Wie viele dunkle Streifen pro
Zentimeter werden beobachtet, wenn
ist?
Phasensprung:

Abbildung 90 - Keilförmige Luftschicht

Der m-te dunkle Streifen tritt auf, wenn der
Gangunterschied zwischen den Strahlen 1 und
2 genau gleich Wellenlängen ist.

Für kleine Winkel gilt:

Und damit

Streifenabstand

Experimentalphysik II

Seite 44 von 50

Stand: 24.07.2013

Interferenz beim Doppelspalt (mit sehr schmalen Spalten)
Die Spalte entsprechen zwei Kohärenten Lichtquellen.
Gangunterschiede führen zur Interferenz.

Abbildung 91 - Interferenz am schmalen
Doppelspalt

Konstruktive Interferenz für:

Abbildung 92 - Interferenzpunkte am Schirm

„heller Streifen“
Destruktive Interferenz für:
(

)

Ordnung „dunkler Streifen“
Die Phasendifferenz

Der Abstand

am Punkt P beträgt

des m-ten hellen Streifens von der Achse ist
für kleine Winkel

Experimentalphysik II

Seite 45 von 50

Stand: 24.07.2013

Intensität und Phasendifferenz (Doppelspalt)

ist die Intensität eines Spaltes allein.

Abbildung 93 - Diagramm Intensität

11.07.2013

Beugung am Einzelspalt
Beim Doppelspalt wurden „unendlich“ schmale Spalte angenommen, die wie Punkt- bzw.
Linienquellen wirken. Reale Spalte habe aber eine endliche Breite a.

Abbildung 96 - Beugung am Einzelspalt

Abbildung 96 - Intensität: Brechung am Einzelspalt

mit

Allgemein gilt für den
Einzelspalt:
Abbildung 94 - Destruktive Interferenz

(Minima)

Experimentalphysik II

Seite 46 von 50

Abbildung 97 - Überlagerung
Einzelspalt

Stand: 24.07.2013

Interferenz und Beugung am Doppelspalt
Bei zwei Spalten der Breite und dem Abstand
Einzelspalte:
Beispiel: Zwei Spalte der Breite
werden mit Licht der Wellenlänge
zentralen Beugungsmuster beobachten?

überlagern sich die Beugungsmuster der
haben voneinander den Abstand
. Sie
beleuchtet. Wie viele helle Streifen lassen sich im

1. Maximum der Beugung am Einzelspalt:

m-tes Interferenzmaximum des
Doppelspaltes:

Gleichsetzen:

1. Minimum fällt mit dem 4. hellen
Streifen zusammen

Abbildung 98 - Intensitätsverteilung am realen Doppelspalt

helle Streifen

Beugungsgitter
Für mehr als zwei Spalte werden die Intensitäten der Interferenzmuster größer und die hellen
Streifen schmaler.
(Überlagerung vieler Quellen)
Die Lage der Maxima verändert sich im Vergleich zum Doppelspalt nicht.

ist Spaltabstand
Frauenhofer’sche Beugung und Fresnel’sche Beugung
Wie bisher: großer Abstand des Schirms vom beugenden Objekt
 Frauenhofer’sche Beugung, z.B. am Spalt oder Lochblende

Abbildung 99 Frauenhofer

Wenn aber: Kleiner Abstand, dann „Schatten“ + Beugung an den Kanten
 Fresnel-Beugung
Abbildung 100 Fresnel

Experimentalphysik II

Seite 47 von 50

Stand: 24.07.2013

Beugung und Auflösung optischer Instrumente
Frauenhofer’sche Beugung an Kreisrundem Objekt = Lochblende
Lage des 1. Minimums

: Durchmesser
Abbildung 101 - Runde
Beugung

Kleine Winkel:

Rayleigh-Kriterium
Quellen noch trennbar, wenn auf Schirm 1.
Minimum von Quelle 1 mit zentralem
Maximum von Quelle 2 zusammenfällt.
D.h.:

Abbildung 102 - Lochblende

Experimentalphysik II

Seite 48 von 50

Stand: 24.07.2013

Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 - Gasthermometer mit konstantem Volumen .................................................................................... 5
Abbildung 2 - P/T Diagramm ................................................................................................................................... 5
Abbildung 3 - P/V Diagramm ................................................................................................................................... 6
Abbildung 4 - Kraft auf Fläche ................................................................................................................................. 6
Abbildung 5 - Quader mit Teilchen ......................................................................................................................... 6
Abbildung 6 - Halber Quader und Fläche A ............................................................................................................. 7
Abbildung 7 - Atome stoßen ................................................................................................................................... 8
Abbildung 8 - Erster Hauptsatz ............................................................................................................................... 9
Abbildung 9 - Joule's Experiment .......................................................................................................................... 11
Abbildung 10 - TD System ..................................................................................................................................... 11
Abbildung 11 - Freie Expansion ............................................................................................................................. 11
Abbildung 12 - reversible isotherme Expansion.................................................................................................... 12
Abbildung 13 - Isobare Kompression .................................................................................................................... 12
Abbildung 14 - P-V-Diagramme ............................................................................................................................. 12
Abbildung 15 - Beispiel P-V ................................................................................................................................... 13
Abbildung 16 - Atommodell Metall ....................................................................................................................... 15
Abbildung 17 - Quantisierung der Energiezustände ............................................................................................. 15
Abbildung 18 - Adiabate im P-V-Diagramm .......................................................................................................... 17
Abbildung 19 - P-V-Diagramm Otto ...................................................................................................................... 18
Abbildung 20 - Prinzip - Reservoir Verteilung ....................................................................................................... 18
Abbildung 21 - Kältemaschine............................................................................................................................... 19
Abbildung 22 - gewöhnliche & hypothetische Maschine ...................................................................................... 19
Abbildung 23 - P-V-Diagramm Carnot-Maschine .................................................................................................. 19
Abbildung 24 - Teilchen(un)ordnung in Luft ......................................................................................................... 21
Abbildung 25 - Expansion mit Ventil ..................................................................................................................... 22
Abbildung 26 - P-V-Diagramm Aggregatszustände ............................................................................................... 24
Abbildung 27 - P-T-Diagramm Normal .................................................................................................................. 25
Abbildung 28 - P-T-Diagramm Wasser .................................................................................................................. 25
Abbildung 29 - Wärmeübertragung ...................................................................................................................... 25
Abbildung 30 - Hohlraumstrahler ......................................................................................................................... 26
Abbildung 31 - λ-P-Diagramm ............................................................................................................................... 26
Abbildung 32 - v(Licht) nach Michelson ................................................................................................................ 27
Abbildung 33 - v(Licht) nach Foucault ................................................................................................................... 27
Abbildung 34 - v(Licht) nach Fizeau ...................................................................................................................... 27
Abbildung 35 - Fermatsches Prinzip ...................................................................................................................... 27
Abbildung 36 - Huygensches Prinzip ..................................................................................................................... 27
Abbildung 37 - Brechungsgesetz ........................................................................................................................... 28
Abbildung 38 - Senkrechter Einfall ........................................................................................................................ 28
Abbildung 39 - Totalreflexion ................................................................................................................................ 28
Abbildung 40 - Polarisation ................................................................................................................................... 29
Abbildung 41 - Polarisator & Analysator ............................................................................................................... 29
Abbildung 42 - Polarisation durch Reflexion ......................................................................................................... 29
Abbildung 43 - Doppelbrechendes Plättchen ....................................................................................................... 30
Abbildung 44 - Doppelbrechendes Plättchen II .................................................................................................... 30
Abbildung 45 - Reflexionsgesetz ........................................................................................................................... 30
Abbildung 46 - Brechung ....................................................................................................................................... 30
Abbildung 47 - Brechung II .................................................................................................................................... 30
Abbildung 48 - t/x-Diagramm................................................................................................................................ 31
Abbildung 49 - Planparallele Brechung ................................................................................................................. 31
Abbildung 50 - Schema: Sonnenlicht & Blauer Himmel ........................................................................................ 32
Abbildung 51 - Photoeffekt ................................................................................................................................... 32
Abbildung 52 - Resonanzabsorption ..................................................................................................................... 32

Experimentalphysik II

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Stand: 24.07.2013

Abbildung 53 - Raman-Streuung ........................................................................................................................... 32
Abbildung 54 - Emission ........................................................................................................................................ 33
Abbildung 55 - Compton-Effekt ............................................................................................................................ 33
Abbildung 56 - 2-Niveau-Diagramm ...................................................................................................................... 33
Abbildung 57 - Schema Rubinlaser........................................................................................................................ 33
Abbildung 58 - Mehr-Niveau-Diagramm ............................................................................................................... 33
Abbildung 59 - Ebener Spiegel .............................................................................................................................. 34
Abbildung 60 - Spiegelung KoSy ............................................................................................................................ 34
Abbildung 61 - Sphärischer Spiegel ....................................................................................................................... 34
Abbildung 62 - Sphärische Aberration .................................................................................................................. 34
Abbildung 63 - Abbildung sphärischer Spiegel ...................................................................................................... 34
Abbildung 64 - Gegenstand zwischen Brennpunkt und Achse .............................................................................. 35
Abbildung 65 - Konvexspiegel ............................................................................................................................... 36
Abbildung 66 - Linsen (sphärisch, achsennah) I .................................................................................................... 36
Abbildung 67 - Linsen (sphärisch, achsennah) II ................................................................................................... 36
Abbildung 68 - Schema: Fisch in Wasser ............................................................................................................... 37
Abbildung 69 - g, b, r größer 0 .............................................................................................................................. 37
Abbildung 70 - Brechung an Linse ......................................................................................................................... 38
Abbildung 71 - Bikonvex & Bikonkave Linsen ....................................................................................................... 38
Abbildung 72 - Zerstreuungslinsen (bikonkav) ...................................................................................................... 38
Abbildung 73 - Sammellinsen (bikonvex) .............................................................................................................. 38
Abbildung 74 - Bildkonstruktion bei Linsen .......................................................................................................... 39
Abbildung 75 - Bikonkave Linse (Brennpunkt) ...................................................................................................... 39
Abbildung 76 - Brennebene .................................................................................................................................. 39
Abbildung 77 - Bildkonstruktion Sammellinse ...................................................................................................... 40
Abbildung 78 - Bildkonstruktion Zerstreuungslinse .............................................................................................. 40
Abbildung 79 - Bildkonstruktion Sammellinse II ................................................................................................... 40
Abbildung 80 - Sehwinkel ...................................................................................................................................... 41
Abbildung 81 - Die Lupe ........................................................................................................................................ 41
Abbildung 82 - Das Auge (Schema) ohne Lupe ..................................................................................................... 42
Abbildung 83 - Das Auge (Schema) mit Lupe ........................................................................................................ 42
Abbildung 84 - Das Mikroskop .............................................................................................................................. 42
Abbildung 85 - Das Teleskop (astronomisch) ........................................................................................................ 42
Abbildung 86 - Phasendifferenz ............................................................................................................................ 43
Abbildung 87 - Kohärenz ....................................................................................................................................... 43
Abbildung 88 - Spiegelung an Wasser ................................................................................................................... 43
Abbildung 89 - Dünner Wasserfilm auf Glasplatte ................................................................................................ 44
Abbildung 90 - Keilförmige Luftschicht ................................................................................................................. 44
Abbildung 91 - Interferenz am schmalen Doppelspalt .......................................................................................... 45
Abbildung 92 - Interferenzpunkte am Schirm ....................................................................................................... 45
Abbildung 93 - Diagramm Intensität ..................................................................................................................... 46
Abbildung 94 - Destruktive Interferenz ................................................................................................................. 46
Abbildung 96 - Beugung am Einzelspalt ................................................................................................................ 46
Abbildung 96 - Intensität: Brechung am Einzelspalt ............................................................................................. 46
Abbildung 97 - Überlagerung Einzelspalt .............................................................................................................. 46
Abbildung 98 - Intensitätsverteilung am realen Doppelspalt ............................................................................... 47
Abbildung 99 - Frauenhofer .................................................................................................................................. 47
Abbildung 100 - Fresnel ........................................................................................................................................ 47
Abbildung 101 - Runde Beugung ........................................................................................................................... 48
Abbildung 102 - Lochblende ................................................................................................................................. 48

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