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Grimms Märchen

Allerleirauh
Es war einmal ein König, der hatte eine Frau mit goldenen Haaren, und sie war so schön,
daß sich ihresgleichen nicht mehr auf Erden fand. Es geschah, daß sie krank lag, und als sie
fühlte, daß sie bald sterben würde, rief sie den König und sprach 'wenn du nach meinem
Tode dich wieder vermählen willst, so nimm keine, die nicht ebenso schön ist, als ich bin und
die nicht solche goldene Haare hat, wie ich habe, das mußt du mir versprechen.' Nachdem es
ihr der König versprochen hatte, tat sie die Augen zu und starb.
Der König war lange Zeit nicht zu trösten und dachte nicht daran, eine zweite Frau zu
nehmen. Endlich sprachen seine Räte, 'es geht nicht anders, der König muß sich wieder
vermählen, damit wir eine Königin haben.' Nun wurden Boten weit und breit umhergeschickt,
eine Braut zu suchen, die an Schönheit der verstorbenen Königin ganz gleichkäme. Es war
aber keine in der ganzen Welt zu finden, und wenn man sie auch gefunden hätte, so war
doch keine da, die solche goldene Haare gehabt hätte. Also kamen die Boten unverrichteter
Sache wieder heim.
Nun hatte der König eine Tochter, die war gerade so schön wie ihre verstorbene Mutter,
und hatte auch solche goldene Haare. Als sie herangewachsen war, sah sie der König einmal
an und sah, daß sie in allem seiner verstorbenen Gemahlin ähnlich war, und fühlte plötzlich
eine heftige Liebe zu ihr. Da sprach er zu seinen Räten, 'ich will meine Tochter heiraten, denn
sie ist das Ebenbild meiner verstorbenen Frau, und sonst kann ich doch keine Braut finden,
die ihr gleicht.' Als die Räte das hörten, erschraken sie und sprachen, 'Gott hat verboten, daß
der Vater seine Tochter heirate, aus der Sünde kann nichts Gutes entspringen, und das
Reich wird mit ins Verderben gezogen.' Die Tochter erschrak noch mehr, als sie den
Entschluß ihres Vaters vernahm, hoffte aber, ihn von seinem Vorhaben noch abzubringen. Da
sagte sie zu ihm, 'eh ich Euren Wunsch erfülle, muß ich erst drei Kleider haben, eins so
golden wie die Sonne, eins so silbern wie der Mond, und eins so glänzend wie die Sterne;
ferner verlange ich einen Mantel von tausenderlei Pelz und Rauhwerk zusammengesetzt, und
ein jedes Tier in Eurem Reich muß ein Stück von seiner Haut dazu geben.' Sie dachte aber,
'das anzuschaffen ist ganz unmöglich, und ich bringe damit meinen Vater von seinen bösen
Gedanken ab.' Der König ließ aber nicht ab, und die geschicktesten Jungfrauen in seinem
Reiche mußten die drei Kleider weben, eins so golden wie die Sonne, eins so silbern wie der
Mond, und eins so glänzend wie die Sterne; und seine Jäger mußten alle Tiere im ganzen
Reiche auffangen und ihnen ein Stück von ihrer Haut abziehen; daraus ward ein Mantel von
tausenderlei Rauhwerk gemacht. Endlich, als alles fertig war, ließ der König den Mantel her-
beiholen, breitete ihn vor ihr aus und sprach 'morgen soll die Hochzeit sein.'

Als nun die Königstochter sah, daß keine Hoffnung mehr war, ihres Vaters Herz
umzuwenden, so faßte sie den Entschluß zu entfliehen. In der Nacht, während alles schlief,
stand sie auf und nahm von ihren Kostbarkeiten dreierlei, einen goldenen Ring, ein goldenes
Spinnrädchen und ein goldenes Hastelchen; die drei Kleider von Sonne, Mond und Sternen
tat sie in eine Nußschale, zog den Mantel von allerlei Rauhwerk an und machte sich Gesicht
und Hände mit Ruß schwarz. Dann befahl sie sich Gott und ging fort, und ging die ganze
Nacht, bis sie in einen großen Wald kam. Und weil sie müde war, setzte sie sich in einen
hohlen Baum und schlief ein.
Die Sonne ging auf, und sie schlief fort und schlief noch immer, als es schon hoher Tag
war. Da trug es sich zu, daß der König, dem dieser Wald gehörte, darin jagte. Als seine
Hunde zu dem Baum kamen, schnupperten sie, liefen rings herum und bellten. Sprach der
König zu den Jägern 'seht doch, was dort für ein Wild sich versteckt hat.' Die Jäger folgten
dem Befehl, und als sie wiederkamen, sprachen sie 'in dem hohlen Baum liegt ein wunder-
liches Tier, wie wir noch niemals eins gesehen haben: an seiner Haut ist tausenderlei Pelz; es
liegt aber und schläft.' Sprach der König 'seht zu, ob ihrs lebendig fangen könnt, dann bindets
auf den Wagen und nehmts mit.' Als die Jäger das Mädchen anfaßten, erwachte es voll
Schrecken und rief ihnen zu 'ich bin ein armes Kind, von Vater und Mutter verlassen, erbarmt
euch mein und nehmt mich mit.' Da sprachen sie 'Allerleirauh , du bist gut für die Küche,
komm nur mit, da kannst du die Asche zusammenkehren.' Also setzten sie es auf den Wagen
und fuhren heim in das königliche Schloß. Dort wiesen sie ihm ein Ställchen an unter der
Treppe, wo kein Tageslicht hinkam, und sagten 'Rauhtierchen, da kannst du wohnen und
schlafen.' Dann ward es in die Küche geschickt, da trug es Holz und Wasser, schürte das
Feuer, rupfte das Federvieh, belas das Gemüs, kehrte die Asche und tat alle schlechte Arbeit.
Da lebte Allerleirauh lange Zeit recht armselig. Ach, du schöne Königstochter, wie solls
mit dir noch werden! Es geschah aber einmal, daß ein Fest im Schloß gefeiert ward, da
sprach sie zum Koch 'darf ich ein wenig hinaufgehen und zusehen? ich will mich außen vor
die Türe stellen.' Antwortete der Koch 'ja, geh nur hin, aber in einer halben Stunde mußt du
wieder hier sein und die Asche zusammentragen.' Da nahm sie ihr Öllämpchen, ging in ihr
Ställchen, zog den Pelzrock aus und wusch sich den Ruß von dem Gesicht und den Händen
ab, so daß ihre volle Schönheit wieder an den Tag kam. Dann machte sie die Nuß auf und
holte ihr Kleid hervor, das wie die Sonne glänzte. Und wie das geschehen war, ging sie hinauf
zum Fest, und alle traten ihr aus dem Weg, denn niemand kannte sie, und meinten nicht an-
ders, als daß es eine Königstochter wäre. Der König aber kam ihr entgegen, reichte ihr die
Hand und tanzte mit ihr, und dachte in seinem Herzen 'so schön haben meine Augen noch
keine gesehen.' Als der Tanz zu Ende war, verneigte sie sich, und wie sich der König umsah,
war sie verschwunden, und niemand wußte, wohin. Die Wächter, die vor dem Schlosse

standen, wurden gerufen und ausgefragt, aber niemand hatte sie erblickt.
Sie war aber in ihr Ställchen gelaufen, hatte geschwind ihr Kleid ausgezogen, Gesicht und
Hände schwarz gemacht und den Pelzmantel umgetan, und war wieder Allerleirauh. Als sie
nun in die Küche kam und an ihre Arbeit gehen und die Asche zusammenkehren wollte,
sprach der Koch 'laß das gut sein bis morgen und koche mir da die Suppe für den König, ich
will auch einmal ein bißchen oben zugucken, aber laß mir kein Haar hineinfallen, sonst kriegst
du in Zukunft nichts mehr zu essen.' Da ging der Koch fort, und Allerleirauh kochte die Suppe
für den König, und kochte eine Brotsuppe, so gut es konnte, und wie sie fertig war, holte es in
dem Ställchen seinen goldenen Ring und legte ihn in die Schüssel, in welche die Suppe an-
gerichtet ward. Als der Tanz zu Ende war, ließ sich der König die Suppe bringen und aß sie,
und sie schmeckte ihm so gut, daß er meinte, niemals eine bessere Suppe gegessen zu
haben. Wie er aber auf den Grund kam, sah er da einen goldenen Ring liegen und konnte
nicht begreifen, wie er dahin geraten war. Da befahl er, der Koch sollte vor ihn kommen. Der
Koch erschrak, wie er den Befehl hörte, und sprach zu Allerleirauh 'gewiß hast du ein Haar in
die Suppe fallen lassen; wenns wahr ist, so kriegst du Schläge.' Als er vor den König kam,
fragte dieser, wer die Suppe gekocht hätte. Antwortete der Koch 'ich habe sie gekocht.' Der
König aber sprach 'das ist nicht wahr, denn sie war auf andere Art und viel besser gekocht als
sonst.' Antwortete er 'ich muß es gestehen, daß ich sie nicht gekocht habe, sondern das
Rauhtierchen.' Sprach der König 'geh und laß es heraufkommen.'
Als Allerleirauh kam, fragte der König 'wer bist du?' 'Ich bin ein armes Kind, das keinen
Vater und Mutter mehr hat.' Fragte er weiter 'wozu bist du in meinem Schloß?' Antwortete es
'ich bin zu nichts gut, als daß mir die Stiefeln um den Kopf geworfen werden.' Fragte er weiter
'wo hast du den Ring her, der in der Suppe war?, Antwortete es 'von dem Ring weiß ich
nichts.' Also konnte der König nichts erfahren und mußte es wieder fortschicken.
Über eine Zeit war wieder ein Fest, da bat Allerleirauh den Koch wie vorigesmal um Er-
laubnis, zusehen zu dürfen. Antwortete er 'ja, aber komm in einer halben Stunde wieder und
koch dem König die Brotsuppe, die er so gerne ißt.' Da lief es in sein Ställchen, wusch sich
geschwind und nahm aus der Nuß das Kleid, das so silbern war wie der Mond, und tat es an.
Dann ging es hinauf, und glich einer Königstochter: und der König trat ihr entgegen und freute
sich, daß er sie wiedersah, und weil eben der Tanz anhub, so tanzten sie zusammen. Als
aber der Tanz zu Ende war, verschwand sie wieder so schnell, daß der König nicht bemerken
konnte, wo sie hinging. Sie sprang aber in ihr Ställchen, und machte sich wieder zum
Rauhtierchen, und ging in die Küche, die Brotsuppe zu kochen. Als der Koch oben war, holte
es das goldene Spinnrad und tat es in die Schüssel, so daß die Suppe darüber angerichtet
wurde. Danach ward sie dem König gebracht, der aß sie, und sie schmeckte ihm so gut wie
das vorigemal, und ließ den Koch kommen, der mußte auch diesmal gestehen, daß Aller-

leirauh die Suppe gekocht hätte. Allerleirauh kam da wieder vor den König, aber sie antwor-
tete, daß sie nur dazu da wäre, daß ihr die Stiefeln an den Kopf geworfen würden und daß sie
von dem goldenen Spinnrädchen gar nichts wüßte.
Als der König zum drittenmal ein Fest anstellte, da ging es nicht anders als die vorige-
male. Der Koch sprach zwar 'du bist eine Hexe, Rauhtierchen, und tust immer etwas in die
Suppe, davon sie so gut wird, und dem König besser schmeckt, als was ich koche; doch weil
es so bat, so ließ er es auf die bestimmte Zeit hingehen. Nun zog es ein Kleid an, das wie die
Sterne glänzte, und trat damit in den Saal. Der König tanzte wieder mit der schönen Jungfrau
und meinte, daß sie noch niemals so schön gewesen wäre. Und während er tanzte, steckte er
ihr, ohne daß sie es merkte, einen goldenen Ring an den Finger, und hatte befohlen, daß der
Tanz recht lang währen sollte. Wie er zu Ende war, wollte er sie an den Händen festhalten,
aber sie riß sich los und sprang so geschwind unter die Leute, daß sie vor seinen Augen ver-
schwand. Sie lief, was sie konnte, in ihr Ställchen unter der Treppe, weil sie aber zu lange
und über eine halbe Stunde geblieben war, so konnte sie das schöne Kleid nicht ausziehen,
sondern warf nur den Mantel von Pelz darüber, und in der Eile machte sie sich auch nicht
ganz rußig, sondern ein Finger blieb weiß. Allerleirauh lief nun in die Küche, kochte dem
König die Brotsuppe und legte, wie der Koch fort war, den goldenen Haspel hinein. Der
König, als er den Haspel auf dem Grunde fand, ließ Allerleirauh rufen: da erblickte er den
weißen Finger und sah den Ring, den er im Tanze ihr angesteckt hatte. Da ergriff er sie an
der Hand und hielt sie fest, und als sie sich losmachen und fortspringen wollte, tat sich der
Pelzmantel ein wenig auf, und das Sternenkleid schimmerte hervor. Der König faßte den
Mantel und riß ihn ab. Da kamen die goldenen Haare hervor und sie stand da in voller Pracht
und konnte sich nicht länger verbergen. Und als sie Ruß und Asche aus ihrem Gesicht gewis-
cht hatte, da war sie schöner, als man noch jemand auf Erde n gesehen hatte. Der König
aber sprach 'du bist meine liebe Braut, und wir scheiden nimmermehr voneinander. Darauf
ward die Hochzeit gefeiert, und sie lebten vergnügt bis an ihren Tod.
Die Alte im Wald
Es fuhr einmal ein armes Dienstmädchen mit seiner Herrschaft durch einen großen Wald,
und als sie mitten darin waren, kamen Räuber aus dem Dickicht hervor und ermordeten, wen
sie fanden. Da kamen alle miteinander um, bis auf das Mädchen, das war in der Angst aus
dem Wagen gesprungen und hatte sich hinter einen Baum verborgen. Wie die Räuber mit ihr-
er Beute fort waren, trat es herbei und sah das große Unglück. Da fing es an bitterlich zu
weinen und sagte 'was soll ich armes Mädchen nun anfangen, ich weiß mich nicht aus dem
Wald herauszufinden, keine Menschenseele wohnt darin, so muß ich gewiß verhungern.' Es
ging herum, suchte einen Weg, konnte aber keinen finden. Als es Abend war, setzte es sich
unter einen Baum, befahl sich Gott, und wollte da sitzen bleiben und nicht weggehen, möchte

geschehen, was immer wollte. Als es aber eine Weile da gesessen hatte, kam ein weiß
Täubchen zu ihm geflogen und hatte ein kleines goldenes SchIüsselchen im Schnabel. Das
SchIüsselchen legte es ihm in die Hand und sprach 'siehst du dort den großen Baum, daran
ist ein kleines Schloß, das schließ mit dem SchIüsselchen auf, so wirst du Speise genug find-
en und keinen Hunger mehr leiden.' Da ging es zu dem Baum und schloß ihn auf und fand
Milch in einem kleinen Schüsselchen und Weißbrot zum Einbrocken dabei, daß es sich satt
essen konnte. Als es satt war, sprach es 'jetzt ist es Zeit, wo die Hühner daheim auffliegen,
ich bin so müde, könnt ich mich doch auch in mein Bett legen.' Da kam das Täubchen wieder
geflogen und brachte ein anderes goldenes Schlüsselchen im Schnabel und sagte 'schließ
dort den Baum auf, so wirst du ein Bett finden.' Da schloß es auf und fand ein schönes
weiches Bettchen: da betete es zum lieben Gott, er möchte es behüten in der Nacht, legte
sich und schlief ein. Am Morgen kam das Täubchen zum drittenmal, brachte wieder ein Schl
üsselchen und sprach 'schließ dort den Baum auf, da wirst du Kleider finden,' und wie es auf-
schlo, fand es Kleider mit Gold und Edelsteinen besetzt, so herrlich' wie sie keine
Königstochter hat. Also lebte es da eine Zeitlang, und kam das Täubchen alle Tage und sor-
gte für alles, was es bedurfte, und war das ein stilles, gutes Leben.
Einmal aber kam das Täubchen und sprach 'willst du mir etwas zuliebe tun?' 'Von Herzen
gerne,' sagte das Mädchen. Da sprach das Täubchen, 'ich will dich zu einem kleinen
Häuschen führen, da geh hinein, mittendrein am Herd wird eine alte Frau sitzen und 'guten
Tag' sagen. Aber gib ihr beileibe keine Antwort, sie mag auch anfangen, was sie will, sondern
geh zu ihrer rechten Hand weiter, da ist eine Türe, die mach auf, so wirst du in eine Stube
kommen, wo eine Menge von Ringen allerlei Art auf dem Tisch liegt, darunter sind prächtige
mit glitzerigen Steinen, die laß aber liegen und suche einen schlichten heraus, der auch dar-
unter sein muß, und bring ihn zu mir her, so geschwind du kannst.' Das Mädchen ging zu
dem Häuschen und trat zu der Türe ein: da saß eine Alte, die machte große Augen, wie sie
es erblickte, und sprach 'guten Tag, mein Kind.' Es gab ihr aber keine Antwort und ging auf
die Türe zu. 'Wo hinaus?' rief sie und faßte es beim Rock und wollte es festhalten, 'das ist
mein Haus, da darf niemand herein, wenn ichs nicht haben will.' Aber das Mädchen schwieg
still, machte sich von ihr los und ging gerade in die Stube hinein. Da lag nun auf dem Tisch
eine übergroße Menge von Ringen, die glitzten und glimmerten ihm vor den Augen: es warf
sie herum und suchte nach dem schlichten, konnte ihn aber nicht finden. Wie es so suchte,
sah es die Alte, wie sie daherschlich und einen Vogelkäfig in der Hand hatte und damit fort-
wollte. Da ging es auf sie zu und nahm ihr den Käfig aus der Hand, und wie es ihn aufhob
und hineinsah, saß ein Vogel darin, der hatte den schlichten Ring im Schnabel. Da nahm es
den Ring und lief ganz froh damit zum Haus hinaus und dachte, das weiße Täubchen würde
kommen und den Ring holen, aber es kam nicht. Da lehnte es sich an einen Baum und wollte

auf das Täubchen warten, und wie es so stand, da war es, als würde der Baum weich und
biegsam und senkte sei ne Zweige herab. Und auf einmal schlangen sich die Zweige um es
herum, und waren zwei Arme, und wie es sich umsah, war der Baum ein schöner Mann, der
es umfaßte und herzlich küßte und sagte 'du hast mich erlöst und aus der Gewalt der Alten
befreit, die eine böse Hexe ist. Sie hatte mich in einen Baum verwandelt, und alle Tage ein
paar Stunden war ich eine weiße Taube, und solang sie den Ring besaß, konnte ich meine
menschliche Gestalt nicht wiedererhalten.' Da waren auch seine Bedienten und Pferde von
dem Zauber frei, die sie auch in Bäume verwandelt hatte, und standen neben ihm. Da fuhren
sie fort in sein Reich, denn er war eines Königs Sohn, und sie heirateten sich und lebten
glücklich.
Das alte Mütterchen
Es war in einer großen Stadt ein altes Mütterchen, das saß abends allein in seiner Kam-
mer: es dachte so darüber nach, wie es erst den Mann, dann die beiden Kinder, nach und
nach alle Verwandte, endlich auch heute noch den letzten Freund verloren hätte und nun
ganz allein und verlassen wäre. Da ward es in tiefstem Herzen traurig, und vor allem schwer
war ihm der Verlust der beiden Söhne, daß es in seinem Schmerz Gott darüber anklagte. So
saß es still und in sich versunken,
als es auf einmal zur Frühkirche läuten hörte. Es wunderte sich, daß es die ganze Nacht
also in Leid durchwacht hätte, zündete seine Leuchte an und ging zur Kirche. Bei seiner
Ankunft war sie schon erhellt, aber nicht, wie gewöhnlich, von Kerzen, sondern von einem
dämmernden Licht. Sie war auch schon angefüllt mit Menschen, und alle Plätze waren beset-
zt, und als das Mütterchen zu seinem gewöhnlichen Sitz kam, war er auch nicht mehr ledig,
sondern die ganze Bank gedrängt voll. Und wie es die Leute ansah, so waren es lauter ver-
storbene Verwandten, die saßen da in ihren altmodischen Kleidern, aber mit blassem An-
gesicht. Sie sprachen auch nicht und sangen nicht, es ging aber ein leises Summen und We-
hen durch die Kirche. Da stand eine Muhme auf, trat vor und sprach zu dem Mütterlein 'dort
sieh nach dem Altar, da wirst du deine Söhne sehen.' Die Alte blickte hin und sah ihre beiden
Kinder, der eine hing am Galgen, der andere war auf das Rad geflochten. Da sprach die
Muhme 'siehst du, so wäre es ihnen ergangen, wären sie im Leben geblieben und hätte sie
Gott nicht als unschuldige Kinder zu sich genommen.' Die Alte ging zitternd nach Haus und
dankte Gott auf den Knien, daß er es besser mit ihr gemacht hätte, als sie hätte begreifen
können; und am dritten Tag legte sie sich und starb.
Die zwölf Apostel
Es war dreihundert Jahre vor des Herrn Christi Geburt, da lebte eine Mutter, die hatte
zwölf Söhne, war aber so arm und dürftig, daß sie nicht wußte, womit sie ihnen länger das
Leben erhalten sollte. Sie betete täglich zu Gott, er möchte doch geben, daß alle ihre Söhne

mit dem verheißenen Heiland auf Erden zusammen wären. Als nun ihre Not immer größer
ward, schickte sie einen nach dem andern in die Welt, um sich ihr Brot zu suchen. Der älteste
hieß Petrus, der ging aus, und war schon weit gegangen, eine ganze Tagreise, da geriet er in
einen großen Wald. Er suchte einen Ausweg, konnte aber keinen finden und verirrte sich im-
mer tiefer; dabei empfand er so großen Hunger, daß er sich kaum aufrecht erhalten konnte.
Endlich war er so schwach, daß er liegen bleiben mußte und glaubte, dem Tode nahe zu
sein. Da stand auf einmal neben ihm ein kleiner Knabe, der glänzte und war so schön und
freundlich wie ein Engel. Das Kind schlug seine Händchen zusammen, daß er aufschauen
und es anblicken mußte. Da sprach es 'warum sitzest du da so betrübt?' 'Ach,' antwortete
Petrus, 'ich gehe umher in der Welt und suche mein Brot, damit ich noch den verheißenen
lieben Heiland sehe; das ist mein größter Wunsch.' Das Kind sprach 'komm mit, so soll dein
Wunsch erfüllt werden.' Es nahm den armen Petrus an der Hand und führte ihn zwischen
Felsen zu einer großen Höhle. Wie sie hineinkamen, so blitzte alles von Gold, Silber und
Kristall, und in der Mitte standen zwölf Wiegen nebeneinander. Da sprach das Englein 'lege
dich in die erste und schlaf ein wenig, ich will dich wiegen.' Das tat Petrus, und das Englein
sang ihm und wiegte ihn so lange, bis er eingeschlafen war. Und wie er schlief, kam der
zweite Bruder, den auch sein Schutzenglein hereinführte, und ward wie der erste in den Sch-
laf gewiegt, und so kamen die andern nach der Reihe, bis alle zw&ou ml;lfe dalagen in den
goldenen Wiegen und schliefen. Sie schliefen aber dreihundert Jahre, bis in der Nacht, worin
der Weltheiland geboren ward. Da erwachten sie und waren mit ihm auf Erden und wurden
die zwölf Apostel genannt.
Der arme Junge im Grab
Es war einmal ein armer Hirtenjunge' dem war Vater und Mutter gestorben, und er war
von der Obrigkeit einem reichen Mann in das Haus gegeben, der sollte ihn ernähren und
erziehen. Der Mann aber und seine Frau hatten ein böses Herz, waren bei allem Reichtum
geizig und mißgünstig, und ärgerten sich, wenn jemand einen Bissen von ihrem Brot in den
Mund steckte. Der arme Junge mochte tun, was er wollte, er erhielt wenig zu essen, aber
desto mehr Schläge.
Eines Tages sollte er die Glucke mit ihren Küchlein hüten. Sie verlief sich aber mit ihren
Jungen durch einen Heckenzaun: gleich schoß der Habicht herab und entführte sie durch die
Lüfte. Der Junge schrie aus Leibeskräften 'Dieb, Dieb, Spitzbub.' Aber was half das? der
Habicht brachte seinen Raub nicht wieder zurück. Der Mann hörte den Lärm, lief herbei, und
als er vernahm, daß seine Henne weg war, so geriet er in Wut und gab dem Jungen eine sol-
che Tracht Schläge, daß er sich ein paar Tage lang nicht regen konnte. Nun mußte er die
Küchlein ohne die Henne hüten, aber da war die Not noch größer, das eine lief dahin, das an-
dere dorthin. Da meinte er es klug zu machen, wenn er sie alle zusammen an eine Schnur

als dieser aber den Brief gelesen und die Trauben gezählt hatte. Aber weit gefehlt. weil ihm dann der Habicht keins wegstehlen könnte. so sagte er 'es fehlen zwei Stück. Als ihn wieder so gewaltig hungerte und durstete. bis du kein Glied mehr regen kannst. die fehlenden verzehrt habe. setzte sich auf einen Baum und schluckte sie hinunter.' Der Richter mußte über die Einfalt lachen. Der böse Mann hat mir nicht umsonst gedroht. ich kann dich zum Hüter nicht brauchen. und in seinem Eifer zer- schnitt er unvermerkt mit dem Stroh auch sein Röcklein. Da ihm dabei heiß ward. Nach ein paar Tagen. und als er das Unglück sah. wenn dann das Stroh nicht zu Häcksel geschnitten ist. 'Ich will dir den Unterschied schon zeigen. damit der Brief nicht zusehen und ihn verraten könnte. 'bin ich wieder zurück. er verzehrte abermals zwei Trauben. daß er mehrere Tage im Bette liegen mußte.' Der Bauer ging mit seiner Frau. Der Richter aber stellte ihn doch der fehlenden Stücke wegen zur Rede.' rief er. 'Ach.' Am folgenden Tag stellte er ihn an eine schwere Arbeit. Der Richter schrieb einen Brief an den Bauer und verlangte noch einmal soviel Trauben. so konnte er sich nicht an- ders helfen. Er brachte dem Richter den Korb. 'jetzt ist es aus mit mir.' sprach er. erboste er sich und schlug den Jungen so unbarmherzig. so schlage ich dich so lange. nicht fertig zu werden. kam der Raubvogel und packte eins von den Küchlein. aus allen Leibeskräften zu arbeiten.' Da schickte er ihn zum Richter. daß er. Der Junge stellte sich an den Strohstuhl und fing an. legte ihn unter einen Stein und setzte sich darauf. Als er wieder auf den Beinen war. sprach der Bauer zu ihm 'du bist mir zu dumm.' sagte der harte Mann.' sagte der Junge. was recht und unrecht sei. und da die andern daran festhingen. worin er ihn ermahnte. Der Bauer kam eben nach Haus. das sich nicht wieder gutmachen ließ.' Der Junge gestand ganz ehrlich. und gab ihm noch einen Brief mit.bände. Auch diese mußte der Junge mit einem Brief hintragen. Er sollte ein paar Bund Stroh zum Futter für die Pferde schneiden. 'wie habt Ihr das erfahren? der Brief konnte es nicht wissen. daß er zwei von den Trauben aß. du sollst als Bote gehen. so . dem er einen Korb voll Trauben bringen sollte. den armen Jungen besser zu halten und es ihm an Speis und Trank nicht fehlen zu lassen. 'Ach. so zog er sein Röcklein aus und warfs auf das Stroh. von Hunger und Durst getrieben. dabei drohte der Mann: 'in fünf Stunden. kommt er zurück und sieht. In der Angst. dem Knecht und der Magd auf den Jahrmarkt und ließ dem Jungen nichts zurück als ein kleines Stück Brot. Doch nahm er vorher den Brief aus dem Korb. 'willst du aber essen' so mußt du auch arbeiten. auch möchte er ihn lehren. was ich getan habe. schnitt er immerzu. so trug er sie alle mit fort. Zu spät ward er das Unglück ge- wahr. so sollst du durch Schläge hinlänglich belehrt werden. und tust du etwas Unrechtes. denn ich hatte ihn zuvor unter einen Stein gelegt. und schickte dem Mann einen Brief. Unterwegs plagte Hunger und Durst den armen Jungen so heftig. als er von dem Herumlaufen und vom Hunger ermüdet einschlief.

die Glut des heißen Weines und der kalte Tau der Nacht nahmen ihm das Leben. die mit einer Pfanne voll Schmalz am Herde stand. trug es sich zu.' sagte er. Der arme Junge er- wachte nicht wieder. Da dachte unser Herrgott 'dem Reichen werde ich nicht beschwerlich fallen: bei ihm will ich übernachten. 'ich will hinaus auf den Kirchhof gehen und ein Grab suchen. das eine groß und schön. doch als bald hernach der Wein anfing ihm ins Gehirn zu steigen und ihn zu betäuben. als er an seine Türe klopfen hörte. Der Arme und der Reiche Vor alten Zeiten. erreichte den Kirchhof und legte sich in ein frisch geöffnetes Grab. denn es war Honig darin. Der Junge kroch unter das Bett.' sprach er. Lieber will ich mir selbst das Leben nehmen. holte den Topf hervor und aß ihn ganz aus. bevor er zu einer Herberge kommen konnte. ergriff das ganze Haus. daß er ohnmächtig zur Erde sank. schüttelte er mit dem Kopf und sprach 'ich kann . das kleine einem armen Manne. und er verblieb in dem Grab. 'Es muß kein Gift gewesen sein.' sprach er. von Gewissensbissen geplagt. Die Frau. Nun standen auf dem Weg vor ihm zwei Häuser einander gegenüber.' Der Reiche guckte den Wandersmann von Haupt bis zu den Füßen an. vor das Gericht geführt zu werden: ja die Angst faßte ihn so gewaltig. und gehörte das große einem reichen. Der Junge holte die Flasche heraus und trank sie aus. so meinte er. lief herzu. Als der Bauer die Nachricht von dem Tod des Jungen erhielt. Der Herr antwortete 'ich bitte um ein Nachtlager. sein Ende nahte sich heran.' Es war aber kein Fliegengift' sondern Ungarwein. mir schmeckt er süß.' Der Reiche. Aber statt daß er schwächer werden sollte. und weil der liebe Gott schlichte Kleider trug und nicht aussah wie einer. bis er endlich alle Besinnung verlor. daß ich sterben muß. und nach wenigen Stunden lag es schon in Asche.' Sie hatte es aber nur gesagt. erschrak er und fürchtete. machte das Fenster auf und fragte den Fremdling. 'Ich weiß nicht. Kein Wunder. Die Sinne verschwanden ihm immer mehr. was er suche. das wird wohl das wahre Gift sein und mir den Tod bringen. der viel Geld in der Tasche hat. in das er sich selbst gelegt hatte. 'Ich fühle. als der liebe Gott noch selber auf Erden unter den Menschen wandelte. 'aber der Bauer hat einmal gesagt' in seinem Kleiderkasten läge ein Fläschchen mit Fliegengift. die sie noch zu leben hatten. um ihm Beistand zu leisten. In der Nähe stand ein Wirtshaus.' Der Junge hatte einmal gehört. das andere klein und ärmlich anzusehen. wo eine Hochzeit gefeiert wurde: als er die Musik hörte. um die Näscher zurückzuhalten. wie die Bäuerin sprach 'unter dem Bett habe ich einen Topf mit Gift stehen. 'die Leute sagen' der Tod sei bitter. fühlte er sich von der nahrhaften Speise gestärkt. daß die Bäuerin sich so oft den Tod wünscht. Die Jahre. Aber das Feuer schlug in die Pfanne. in Armut und Elend zu.' Er setzte sich auf ein Stühlchen und war gefaßt zu sterben. brachten sie. daß er eines Abends müde war und ihn die Nacht überfiel. 'Auch dieser Tod schmeckt süß.schlägt er mich tot.' Er taumelte fort.' sagte er. deuchte er sich schon im Paradies zu sein.

wenns ihm recht wäre. und daß wir zwei. Dann setzte sie Kartoffeln ans Feuer. was ist ges- chehen? Gestern abend stand noch die alte elende Hütte.' Da erfüllte der Herr ihre Wünsche. sie hätten nicht viel. 'Bleibt die Nacht über bei mir. Lauf hinüber und höre. möchte er sich in ihr Bett legen und seine Glieder ordentlich ausruhen. Der liebe Gott wollte den beiden Alten ihr Lager nicht nehmen.' ging zu dem lieben Gott und bat ihn. setzte sich de r liebe Gott nieder und aß mit ihnen. aber was es wäre. Nachdem sie gegessen hatten und Schlafenszeit war. und heute könnt Ihr doch nicht weiterkommen.' Der liebe Gott sprach 'willst du dir nicht ein neues Haus für das alte wünschen?.' Da sagte der Arme 'was soll ich mir sonst wünschen als die ewige Seligkeit.' Schlug damit sein Fenster zu und ließ den lieben Gott stehen. Da machte er große Augen. und schmeckte ihm die schlechte Kost gut. aber sie ließen nicht ab. Kaum hatte er angeklopft. Als er in der Türe stand. Die Frau des Armen reichte ihm die Hand.' antwortete er. Am andern Morgen standen sie vor Tag schon auf und kochten dem Gast ein Frühstück.' sagte der Mann. 'es ist schon finster.Euch nicht aufnehmen. wir wollen uns heute nacht eine Streu machen. so wär mirs wohl lieb. Als nun die Sonne durchs Fensterlein schien und der liebe Gott aufgestanden war. der suchte Nachtherberge.' Das gefiel dem lieben Gott. gab ihnen nochmals seinen Segen und zog weiter.' 'Von Herzen gern. 'ich wills ihm anbieten. und . 'wenn ich das auch noch erhalten kann.' sagte er. solang wir leben. lieber Mann. melkte sie ihre Ziege. der an meine Tür klopft. kehrte er sich um und sprach 'weil ihr so mitleidig und fromm seid. das will ich euch erfüllen. meine Kammern liegen voll Kräuter und Samen. rief die Frau heimlich ihren Mann und sprach 'hör. verwandelte ihr altes Haus in ein neues. damit sie ein wenig Milch dazu hätten. gesund dabei bleiben und unser notdürftiges tägliches Brot haben. gäben sie von Herzen gerne. und derweil sie kochten. und er trat zu ihm ein. und heute steht da ein schönes neues Haus. so klinkte der Arme schon sein Türchen auf und bat den Wandersmann einzutreten. rief seine Frau herbei und sprach 'sag mir. Also kehrte ihm der liebe Gott den Rücken und ging hinüber zu dem klein- en Haus. so wünscht euch dreierlei. Es war schon voller Tag.' Die Frau ging und fragte den Ar- men aus: er erzählte ihr 'gestern abend kam ein Wanderer. so könnte ich selber den Bettelstab in die Hand nehmen. da wird einer müde. hieß ihn willkommen und sagte. er möchte sichs bequem machen und vorlieb nehmen. Er legte sich ins Fenster und sah gegenüber ein neues reinliches Haus mit roten Ziegeln. fürs dritte weiß ich mir nichts zu wünschen. wo sonst eine alte Hütte gestanden hatte. Sucht Euch anderswo ein Auskommen. und sollte ich einen jeden beherbergen. wie das gekommen ist. so gut sie es hatten. als der Reiche aufstand. aß er wieder mit ihnen und wollte dann seines Weges ziehen. damit der arme Wanderer sich in unser Bett legen und ausruhen kann: er ist den ganzen Tag über gegangen. denn es waren vergnügte Gesichter dabei. bis er es endlich tat und sich in ihr Bett legte: sich selbst aber machten sie eine Streu auf die Erde. Und als der Tisch gedeckt war. 'O ja.

er hätte den Schlüssel zur Haustüre gesucht. was er verlangte. daß er nicht gleich wäre eingelassen worden. so kannst du den Mann noch einholen.' sprach er zu sich selbst. und mußte nun zu Fuß gehen. der wußte sich zu helfen. und lag das Pferd tot und regte sich nicht mehr. die sollen in Erfüllung gehen. und drei Wünsche.' sprach der liebe Gott. Gesund- heit in diesem Leben und das notdürftige tägliche Brot dazu. Wie er nun langsam durch den Sand dahinging und zu Mittag die Sonne heiß brannte. daß es erfüllt würde. schnitts ab. so daß er immerfort in seinen Gedanken gestört wurde und sie gar nicht zusam- menbringen konnte. das dürfte er wohl. der Sattel drückte ihn auf den Rücken.' aber das Pferd machte aufs neue Männerchen. und drittens noch ein Faß Bier dazu.' Die Frau des Reichen lief eilig zurück und erzählte ihrem Manne. die ewige Seligkeit. die du tust. und er sollte sich lieber nichts wünschen. daß du den Hals zerbrächst!' Wie er das Wort ausgesprochen hatte.' dachte er und tröstete sich damit. ob er nicht auch drei Wünsche tun dürfte wie sein Nachbar. und dann mußt du dir auch drei Wünsche gewähren lassen. derweil wäre er weggegangen: wenn er des Weges zurückkäme. will ich es tun.heute morgen beim Abschied hat er uns drei Wünsche gewährt. wenn ich der bayerische Bauer wäre. er wollte sich schon etwas aussuchen. plump. Er klopfte ihm an den Hals und sagte 'sei ruhig. wie alles gekommen war. 'Du hast noch zwei Wünsche übrig. 'Ja. ritt heimwärts und fing an nachzusinnen. ich wills aber so einrichten. 'wenn ich einmal zurückkomme. Wie er sich so bedachte und die Zügel fallen ließ. daß mir gar nichts mehr übrig zu wünschen bleibt. als er trinken könnte. müßte er bei ihm einkehren. wollte er das Sattelzeug nicht im Stich lassen. 'und setze dich auf dein Pferd.' Manchmal meinte er.' Da fragte der Reiche. und zuletzt noch statt unserer al- ten Hütte ein schönes neues Haus. Da ward er zuletzt ärgerlich und rief ganz ungeduldig 'so wollt ich. was er sich wünschen sollte. jetzt . Der Mann sprach 'ich möchte mich zerreißen und zerschla- gen: hätte ich das nur gewußt! der Fremde ist zuvor hier gewesen und hat bei uns übernacht- e wollen. auch war ihm noch immer nicht eingefallen. Ja.' Nun hatte der Reiche. jagte mit seinem Pferd davon und holte den lieben Gott noch ein. Liese. hings auf seinen Rücken. Er redete fein und lieblich und bat' er möchts nicht übelnehmen. damit war der erste Wunsch erfüllt. es wäre aber nicht gut für ihn. das weiß ich im voraus. 'so fällt mir hernach noch allerlei ein. Sprach der liebe Gott 'reit heim. das zu seinem Glück gereiche. fing das Pferd an zu springen.' sprach die Frau. und zweitens so viel Bier.' 'Eil dich. wenn er nur wüßte. wards ihm so warm und verdrießlich zumut.' Der Reiche befolgte den guten Rat. sagte der liebe Gott. der wünschte sich zuerst recht viel Bier. was er sich wünschen sollte. 'Wenn ich mir auch alle Reiche und Schätze der Welt wünsche. Weil er aber von Natur geizig war. ich habe ihn aber abgewiesen. Der Reiche meinte. dieses und jenes.' Dann seufzte er und sprach 'ja. der auch drei Wünsche frei hatte. fiel er auf die Erde.

' Und wie das letzte Wort aus seinem Munde kam. Aschenputtel Einem reichen Manne. deckte der Schnee ein weißes Tüchlein auf das Grab. wenn es sich müde gearbeitet hatte. früh vor Tag aufstehn. Da sprach er 'gib dich zufrieden. Abends. daß sein zweiter Wunsch auch in Erfüllung gegangen war. und blieb fromm und gut. was es seine Frau jetzt gut hätte. wie sie geputzt ist'. Die Frau hatte zwei Töchter mit ins Haus gebracht. daß sie vom Sattel ledig wäre und heruntersteigen könnte. daß ihr Ende her- ankam. Da ging eine schlimme Zeit für das arme Stief- kind an. Wie er aber ankommt und die Stubentür aufmacht. ich will dir alle Reichtümer der Welt herbeiwünschen. Obendrein taten ihm die Schwestern alles ersinn- liche Herzeleid an. du mußt mir auch wieder herunterhelfen. rief sie ihr einziges Töchterlein zu sich ans Bett und sprach 'liebes Kind. zogen ihm einen grauen alten Kittel an. und als sie fühlte. 'Soll die dumme Gans bei uns in der Stube sitzen'. und er merkte. Scheltworte und ein verlornes Pferd: die Armen aber lebten vergnügt. sprachen sie. die säße daheim in einer kühlen Stube und ließe sichs wohl schmecken. Und weil . und als die Sonne im Frühjahr es wieder herabgezogen hatte. aber hernach schiens ihm doch noch zu wenig. Mühe. wenn ich auf dem Sattel sitze. und gaben ihm hölzerne Schuhe. die schön und weiß von Angesicht waren. und ohne daß ers wußte. du hast mich daraufgewünscht. verspotteten es und schütteten ihm die Erbsen und Linsen in die Asche. sitzt da seine Frau mittendrin auf dem Sattel und kann nicht herunter. Also hatte er nichts davon als Ärger. nahm sich der Mann eine andere Frau. und ich will vom Himmel auf dich herab- blicken. bleibe fromm und gut. Da kam ihm so in die Gedanken. und der Wunsch ward alsbald erfüllt. Da ward ihm erst recht heiß. riefen sie. und will um dich sein. er fing an zu laufen und wollte sich daheim ganz einsam in seine Kammer hinsetzen und auf etwas Großes für den letzten Wun- sch sinnen. die säße daheim auf dem Sattel und könnte nicht herunter. muß es verdienen: hinaus mit der Küchenmagd. sprach er so hin 'ich wollte. jammert und schreit. sondern mußte sich neben den Herd in die Asche legen.' Er mochte wollen oder nicht. kochen und waschen. still und fromm bis an ihr seliges Ende. kam es in kein Bett.hätte er es gefunden.' Darauf tat sie die Augen zu und verschied. so wird dir der liebe Gott immer beistehen.' Sie schalt ihn aber einen Schafskopf und sprach 'was helfen mir alle Reichtümer der Welt. er mußte den dritten Wunsch tun. dem wurde seine Frau krank. aber garstig und schwarz von Herzen. lachten und führten es in die Küche. so daß es sitzen und sie wieder auslesen mußte. Das Mädchen ging jeden Tag hinaus zu dem Grabe der Mutter und weinte. so war der Sattel von seinem Rücken verschwunden. Das ärgerte ihn ordentlich. nur bleib da sitzen. 'Seht einmal die stolze Prinzessin. statt daß ich ihn da auf meinem Rücken schleppe. Wasser tragen.' Sie nahmen ihm seine schönen Kleider weg. Feuer anmachen. Da mußte es von Morgen bis Abend schwere Arbeit tun. Als der Winter kam. 'wer Brot essen will.

und dem Aschenputtel gab er das Reis von dem Haselbusch. Aber sie sprach 'nein. und auf dem Rückweg. das erste Reis.' Er kaufte nun für die beiden Stiefschwestern schöne Kleider. Es wuchs aber. daß die Tränen darauf niederfielen und es begossen. und willst zur Hochzeit? du hast keine Kleider und Schuhe. so waren sie schon fertig und flogen alle wieder hinaus. 'bist voll Staub und Schmutz. freute sich und glaubte. und willst tanzen'.es darum immer staubig und schmutzig aussah. all ihr Vöglein unter dem Himmel. die schlechten ins Kröpfchen. weil es auch gern zum Tanz mitgegangen wäre. das Euch auf Eurem Heimweg an den Hut stößt. als er durch einen grünen Busch ritt. wenn du die Linsen in zwei Stunden wieder ausgelesen hast. die guten ins Töpfchen. Es trug sich zu. und allemal kam ein weißes Vöglein auf den Baum.' Aschenputtel gehorchte. und danach die Turteltäubchen. . ihr Turteltäubchen. gab er den Stieftöchtern. sprach sie endlich 'da habe ich dir eine Schüssel Lin- sen in die Asche geschüttet. 'Perlen und Edel- steine' die zweite. kommt und helft mir lesen. Aschenputtel ging alle Tage dreimal darunter. pick. das brecht für mich ab. was er ihnen mitbringen sollte. Aschenputtel dankte ihm. und lasen alle guten Körnlein in die Schüssel. Da brach er das Reis ab und nahm es mit. und bat die Stiefmutter. streifte ihn ein Haselreis und stieß ihm den Hut ab. Aschenputtel' sprach er. Es begab sich aber. und weinte so sehr. daß der König ein Fest anstellte. pick. daß sie auch dabei erscheinen sollten. Da brachte das Mädchen die Schüssel der Stiefmutter. ging zu seiner Mutter Grab und pflanzte das Reis darauf. 'Aber du. da fragte er die beiden Stieftöchter. 'was willst du haben?'. pick. als sie hörten. sie möchte es ihm erlauben. Und die Täubchen nickten mit den Köpfchen und fingen an pick. daß der Vater einmal in die Messe ziehen wollte. weinte und betete. so sollst du mitgehen. pick. und da fingen die übrigen auch an pick.' Da kamen zum Küchenfenster zwei weiße Täubchen herein. damit sich sein Sohn eine Braut aussuchen möchte. pick. Als es aber mit Bitten anhielt. und ward ein schöner Baum. weinte aber. was es sich gewünscht hatte.' Das Mädchen ging durch die Hintertür nach dem Garten und rief 'ihr zah- men Täubchen. Die zwei Stiefschwestern. Kaum war eine Stunde herum. das drei Tage dauern sollte. und endlich schwirrten und schwärmten alle Vöglein unter dem Himmel herein und ließen sich um die Asche nieder. was sie sich gewünscht hatten. und wenn es einen Wunsch aussprach. es dürfte nun mit auf die Hochzeit gehen. 'Vater. und wozu alle schönen Jungfrauen im Lande eingeladen wurden. so warf ihm das Vöglein herab. nannten sie es Aschenputtel. 'Schöne Kleider' sagte die eine. pick. Als er nach Haus kam. Perlen und Edelsteine. waren guter Dinge. riefen Aschenputtel und sprachen 'kämm uns die Haare. bürste uns die Schuhe und mache uns die Schnallen fest. 'Du Aschenputtel' sprach sie. wir gehen zur Hochzeit auf des Königs Schloß.

da wollte es nach Haus gehen. all ihr Vöglein unter dem Himmel. In aller Eile zog es das Kleid an und ging zur Hochzeit. sprach er 'das ist meine Tänzerin.' Da kamen zum Küchenfenster zwei weiße Täubchen herein und danach die Turteltäubchen. Er wollte auch sonst mit niemand tanzen. pick. und da fingen die übrigen auch an pick. die schlechten ins Kröpfchen. Der Königssohn kam ihm entgegen. pick. Sie entwischte ihm aber und sprang in das Taubenhaus. lag Aschenputtel in seinen .' Darauf kehrte sie ihm den Rücken zu und eilte mit ihren zwei stolzen Töchtern fort. und flogen alle wieder hinaus.Aschenputtel. wirf Gold und Silber über mich. es müsse eine fremde Königstochter sein. Der Alte dachte 'sollte es Aschenputtel sein?' und sie mußten ihm Axt und Hacken bringen. Und die Täubchen nickten mit ihren Köpfchen und fin- gen an pick. du hast keine Kleider. ging Aschenputtel zu seiner Mutter Grab unter den Haselbaum und rief 'Bäumchen. rüttel dich und schüttel dich. Der Königssohn aber sprach 'ich gehe mit und begleite dich' denn er wollte sehen. Als nun niemand mehr daheim war. nun dürfte es mit auf die Hochzeit gehen. An Aschenputtel dachten sie gar nicht und dachten. so schön sah es in dem goldenen Kleide aus. und sagte ihm. und kannst nicht tanzen. das fremde Mädchen wär in das Taubenhaus gesprungen. Aber sie sprach 'es hilft dir alles nichts. Nun wartete der Königssohn. es aufzufordern. bis der Vater kam. also daß er ihm die Hand nicht losließ. Und als sie ins Haus kamen. freute sich und glaubte. denn du hast keine Kleider und kannst nicht tan- zen. pick. nahm es bei der Hand und tanzte mit ihm.' Als es nun weinte. pick. sprach sie 'wenn du mir zwei Schüsseln voll Linsen in einer Stunde aus der Asche rein lesen kannst. es säße daheim im Schmutz und suchte die Linsen aus der Asche. die guten ins Töpfchen. und endlich schwirrten und schwärmten alle Vögel unter dem Himmel herein und ließen sich um die Asche nieder. du wirst nur ausgelacht.' Es tanzte. und lasen alle guten Körner in die Schüsseln. pick. Und ehe eine halbe Stunde herum war. ging das Mädchen durch die Hintertür nach dem Garten und rief 'ihr zahmen Täubchen. Seine Schwest- ern aber und die Stiefmutter kannten es nicht und meinten. Da trug das Mädchen die Schüsseln zu der Stiefmutter. waren sie schon fertig. so sollst du mitgehen' und dachte 'das kann es ja nimmermehr. pick. du kommst nicht mit. bis es Abend war.' Da warf ihm der Vogel ein golden und silbern Kleid herunter und mit Seide und Silber aus- gestickte Pantoffeln. kommt und helft mit lesen.' Als sie die zwei Schüsseln Linsen in die Asche geschüttet hatte. damit er das Taubenhaus entzweischlagen kon- nte. und wenn ein anderer kam. wir müßten uns deiner schämen. ihr Turteltäubchen. wem das schöne Mädchen angehörte. aber es war niemand darin.

aber es entsprang ihm so geschwind.' Der Vater dachte 'sollte es Aschenputtel sein?' ließ sich die Axt holen und hieb den Baum um.' Da warf der Vogel ein noch viel stolzeres Kleid herab als am vorigen Tag. und ich glaube. erstaunte jedermann über seine Schönheit. es ist auf den Birnbaum gesprungen. Der Königssohn hatte aber eine List gebraucht. Und als sie in die Küche kamen. Der Königssohn tanzte ganz allein mit ihm. und hatte die ganze Treppe mit Pech bestreichen lassen: da war. und dann hatte es sich in seinem grauen Kit- telchen in die Küche zur Asche gesetzt. sprach er 'das ist meine Tänzerin. wollte es fort und der Königssohn ging ihm nach und wollte sehen. Am andern Tag. Als es in dem Kleid zu der Hochzeit kam. und die Eltern und Stiefschwestern wieder fort waren. und ein trübes ÖIIämpchen brannte im Schornstein. es kletterte so be- hend wie ein Eichhörnchen zwischen die Äste. nahm es gleich bei der Hand und tanzte nur al- lein mit ihm. Der Königssohn aber hatte gewartet. wo es hingekommen war. bis der Vater kam. und wenn es einer aufforderte. rüttel dich und schüttel dich. wie sonst auch. als die Eltern und Schwestern fort waren. aber es war niemand darauf. daß er nicht folgen konnte. Und als es mit diesem Kleide auf der Hochzeit erschien. und sprach zu ihm 'das fremde Mädchen ist mir entwischt. rüttel dich und schüttel dich. in welches Haus es ging: aber es sprang ihm fort und in den Garten hinter dem Haus. denn Aschenputtel war geschwind aus dem Taubenhaus hinten herabgesprungen. und der Königssohn wußte nicht. Darin stand ein schöner großer Baum. wirf Gold und Silber über mich. lag Aschenputtel da in der Asche. was sie vor Verwunderung sagen sollten. an dem die herrlichsten Birnen hingen. sprach er 'das ist meine Tänzerin. als das Fest von neuem anhub. und der Königssohn wollte es begleiten. Er wartete aber. und war zu dem Haselbäumchen gelaufen: da hatte es die schönen Kleider abgezogen und aufs Grab gelegt und der Vogel hatte sie wieder weggenommen.' Als es nun Abend war. und die Pantoffeln waren ganz golden. Wenn die andern kamen und es aufforderten. das war so prächtig und glänzend. ging Aschenputtel wieder zu seiner Mutter Grab und sprach zu dem Bäumchen 'Bäumchen.schmutzigen Kleidern in der Asche. Am dritten Tag. denn es war auf der andern Seite vom Baum herabgesprungen. wirf Gold und Silber über mich.' Als es nun Abend war. ging Aschenputtel zu dem Haselbaum und sprach 'Bäumchen. bis es kam. wie es noch keins gehabt hatte.' Nun warf ihm der Vogel ein Kleid herab. wollte Aschenputtel fort. hatte dem Vogel auf dem Haselbäumchen die schönen Kleider wiedergebracht und sein graues Kittelchen an- gezogen. als es . wußten sie alle nicht.

Da reichte ihr die Mutter ein Messer und sprach 'hau ein Stück von der Ferse ab: wann du Königin bist. und Aschenputtel mußte gerufen werden. da saßen die zwei Täubchen auf dem Haselbäumchen und riefen 'rucke di guck. Blut ist im Schuck (Schuh): Der Schuck ist zu klein. und der Schuh war ihr zu klein. er sollte es heraufschicken.' Das Mädchen hieb die Zehe ab. die andere Schwester solle den Schuh anziehen. Da wendete er sein Pferd und brachte die falsche Braut wieder nach Haus. Blut ist im Schuck (Schuh): Der Schuck ist zu klein. saßen die zwei Täubchen darauf und riefen 'rucke di guck.' Er blickte nieder auf ihren Fuß und sah. verbiß den Schmerz und ging heraus zum Königssohn. Sie mußten aber an dem Grabe vorbei. zwängte den Fuß in den Schuh. denn sie hatten schöne Füße.' Der Königssohn sprach. wie das Blut herausquoll. brachte die falsche Braut wieder nach Hause und sagte. Da wusch es sich erst Hände und Angesicht rein. ging dann hin und neigte . so brauchst du nicht mehr zu Fuß zu gehen. Als sie an dem Haselbäumchen vorbeikamen. Da nahm er sie als seine Braut aufs Pferd und ritt mit ihr fort.' sprach er. 'habt ihr keine an- dere Tochter?' 'Nein' sagte der Mann. Da ging diese in die Kammer und kam mit den Zehen glücklich in den Schuh. 'Das ist auch nicht die rechte.' Da blickte er auf ihren Fuß und sah. Die älteste ging mit dem Schuh in die Kammer und wollte ihn anprobieren. Aber sie konnte mit der großen Zehe nicht hineinkommen. brauchst du nicht mehr zu Fuß zu gehen. das wäre nicht die rechte. zwängte den Fuß in den Schuh. und die Mutter stand dabei. die rechte Braut sitzt noch daheim. die rechte Braut sitzt noch daheim. rucke di guck. da reichte ihr die Mutter ein Messer und sprach 'hau die Zehe ab: wann du Königin bist. wie das Blut aus dem Schuh quoll und an den weißen Strümpfen ganz rot heraufgestiegen war. Er wendete sein Pferd um. das darf sich nicht sehen lassen. der linke Pantoffel des Mädchens hängen geblieben.' Das Mädchen hieb ein Stück von der Ferse ab. rucke di guck. und er war klein und zierlich und ganz golden. verbiß den Schmerz und ging heraus zum Königssohn. an deren Fuß dieser goldene Schuh paßt.hinabsprang. Am nächsten Morgen ging er damit zu dem Mann und sagte zu ihm 'keine andere soll meine Gemahlin werden als die.' Er wollte es aber durchaus haben. Der Königssohn hob ihn auf. die Mutter aber antwortete 'ach nein. das ist viel zu schmutzig. Da nahm er sie als seine Braut aufs Pferd und ritt mit ihr fort. 'nur von meiner verstorbenen Frau ist noch ein kleines verbuttetes Aschenputtel da: das kann unmöglich die Braut sein.' Da freuten sich die beiden Schwestern. aber die Ferse war zu groß.

die jüngste zur linken Seite: da pick- ten die Tauben einer jeden das eine Auge aus. die führt er heim. war die älteste zur linken und die jüngste zur rechten: da pickten die Tauben einer jeden das andere Auge aus. Oder. Als die Hochzeit mit dem Königssohn sollte gehalten werden. der war wie angegossen. so möchte ich lernen. davon war der äIteste klug und gescheit. aber an dir ist Hopfen und Malz verloren. das Fürchten zu lernen Ein Vater hatte zwei Söhne. und der Weg ging dabei über den Kirch- hof oder sonst einen schaurigen Ort. so mußte es der älteste allzeit ausrichten: hieß ihn aber der Vater noch spät oder gar in der Nacht etwas holen. du wirst groß und stark.' 'Ei. womit du dein Brot verdienst.' Die Stiefmutter und die beiden Schwestern erschraken und wurden bleich vor Arger: er aber nahm Aschenputtel aufs Pferd und ritt mit ihm fort. wenns anginge. 'ich will gerne was lernen. daß der Vater einmal zu ihm sprach 'hör du. wollten sich einschmeicheln und teil an seinem Glück nehmen. Und als es sich in die Höhe richtete und der König ihm ins Gesicht sah. 'Immer sagen sie: es gruselt mir! es gruselt mir! mir gruselts nicht: das wird wohl eine Kunst sein. sprachen sie 'mit dem wird der Vater noch seine Last haben!' Wenn nun etwas zu tun war. und wußte sich in alles wohl zu schicken. und dachte bei sich 'du lieber . wenn abends beim Feuer Geschichten erzählt wurden. wie dein Bruder sich Mühe gibt. Siehst du. ich gehe nicht dahin. kamen sie beide herabgeflogen und setzten sich dem Aschenputtel auf die Schultern. der auszog. kamen die falschen Schwestern. das mit ihm getanzt hatte. es gruselt mir!' denn er fürchtete sich.sich vor dem Königssohn. wobei einem die Haut schaudert. und rief 'das ist die rechte Braut. Vater. es gruselt mir!' Der jüngste saß in einer Ecke und hörte das mit an.' Der älteste lachte. ja. die andere links. die rechte Braut. von der ich auch nichts verstehe. du mußt auch etwas lernen. Als die Braut- leute nun zur Kirche gingen. Und waren sie also für ihre Bosheit und Falschheit mit Blindheit auf ihr Lebtag bestraft. konnte nichts begreifen und lernen: und wenn ihn die Leute sahen. der jüngste aber war dumm. zog den Fuß aus dem schweren Holzschuh und steckte ihn in den Pantoffel.' Nun geschah es. rucke di guck kein Blut im Schuck Der Schuck ist nicht zu klein. riefen die zwei weißen Täubchen 'rucke di guck. so sprachen die Zuhörer manchmal 'ach. und konnte nicht begre- ifen. Dann setzte es sich auf einen Schemel. Als sie an dem Haselbäumchen vorbeikamen. war die älteste zur rechten. Vater.was es heißen sollte. in der Ecke dort. der ihm den goldenen Schuh reichte. Märchen von einem.' Und als sie das gerufen hatten. davon ver- stehe ich noch gar nichts. so antwortete er wohl 'ach nein. als er das hörte.' antwortete er. und blieben da sitzen. als sie herausgingen. Hernach. so erkannte er das schöne Mädchen. eine rechts. daß mirs gruselte.

' Der Küster dachte 'das wird so schlimm nicht gemeint sein. und ein Bein gebrochen hatte. womit er sein Brot verdienen wollte. 'Du sollst schon lernen. 'Was sind das für gottlose Streiche.' Der Vater war es zu- frieden. Sie trug ihn herab und eilte dann mit lautem Geschrei zu dem Vater des Jungen.' 'Vater.' antwortete der Junge. Da ward ihr endlich angst. das sollst du schon lernen. muß sich beizeiten krümmen.' Bald danach kam der Küster zum Besuch ins Haus. als ich ihn fragte. ich bin ganz unschuldig: er stand da in der Nacht wie einer. daß er ein Bein gebrochen hat: schafft den Taugenichts aus unserm Haus. und sich umdrehte und das Glockenseil fassen wollte. wie sein jüngster Sohn in allen Dingen so schlecht beschlagen wäre.' antwortete er. Der Junge rief zum zweitenmal 'was willst du hier? sprich. du hast hier in der Nacht nichts zu schaffen. 'oder mache. da klagte ihm der Vater seine Not und erzählte. es sollte mir leid tun. sie weckte den Jungen und fragte 'weißt du nicht. kam herbeigelaufen und schalt den Jungen aus. weil er dachte 'der Junge wird doch ein wenig zugestutzt. Geht nur hin. und er mußte die Glocke läuten. eine weiße Gestalt stehen. daß es zehn Stufen hin- abfiel und in einer Ecke liegen blieb. aber er wollte nicht wiederkommen. ging heimlich voraus. 'das kann er bei mir lernen. als wenn er von Stein wäre. regte und be- wegte sich nicht.' rief der Junge. in den Kirchturm steigen und läuten. die muß dir der Böse eingegeben haben. und weil er keine Antwort geben und auch nicht weggehen wollte. Da rief ihn der Junge zum drittenmal an. wo mein Mann geblieben ist? er ist vor dir auf den Turm gestiegen. hat er gar verlangt. und als das auch vergeblich war. 'hört nur an.' Der Vater seufzte und antwortete ihm 'das Gruseln. was Gruseln ist. es wäre ein Gespenst.' Der Küster aber blieb unbeweglich stehen. 'Denkt Euch. meinen Mann hat er die Treppe hinabge- worfen. 'Euer Junge.' Der Vater erschrak. daß du fortkommst. ohne ein Wort zu sagen. ich werde ihn schon abhobeln. so sah er auf der Treppe. damit der Junge glauben sollte. aus dem wird sein Lebtag nichts: was ein Häkchen werden will. Nach ein paar Tagen weckte er ihn um Mitter- nacht. der Böses im Sinne hat.Gott. 'Wer da?' rief er. tut ihn nur zu mir. und als der Junge oben war. so habe ich ihn für einen Spitzbuben gehalten und hinuntergestoßen. aber dein Brot wirst du damit nicht verdienen. 'aber da hat einer dem Schalloch gegenüber auf der Treppe gestanden. nahm er einen Anlauf und stieß das Gespenst die Treppe hinab. so werdet Ihr sehen ob ers gewesen ist. er wüßte nichts und lernte nichts.' antwortete der Küster. 'hat ein großes Unglück angerichtet. das Gruseln zu lernen. aber die Gestalt gab keine Antwort.' Die Frau sprang fort und fand ihren Mann. legte sich.' dachte er. Darauf läutete er die Glocke.' Der Küster nahm ihn also ins Haus. wenn du ein ehrlicher Kerl bist. hieß ihn aufstehen. 'Gib Antwort.' rief sie. oder ich werfe dich die Treppe hinab.' 'Nein. ging heim. dem Schalloch gegenüber. .' 'Wenns weiter nichts ist. was ist mein Bruder ein Dummbart. Die Küsterfrau wartete lange Zeit auf ihren Mann. ins Bett und schlief fort.' gab keinen Laut von sich und stand. Ich wußte nicht. der in einer Ecke lag und jammerte.

der hinter ihm hers- chritt. Da sprach er 'nehmt euch in acht. Und weil ihn fror.' 'Wenn weiter nichts dazu gehört. und holte sie alle siebene herab. ich will dich nicht mehr ansehen. geh mir aus den Augen. so dachte er 'du frierst unten bei dem Feuer. was du willst. wartet nur. Aber sie saßen da und regten sich nicht' und das Feuer ergriff ihre Kleider. knüpfte einen nach dem andern los. steckte der Junge seine fünfzig Taler in die Tasche. Da ward er bös und sprach 'wenn ihr nicht achtgeben wollt. und am andern Morgen. bis Tag ist. dort ist der Baum.' sprach der Vater. 'das ist leicht getan. daß er trotz des Feuers nicht warm werden wollte. Da hast du fünfzig Taler.' antwortete der Junge.wers war. ging hinaus auf die große Landstraße und sprach immer vor sich hin 'wenn mirs nur gruselte! wenn mirs nur gruselte!' Da kam ein Mann heran.' 'Ja. und als sie ein Stück weiter waren. da will ich ausgehen und das Gruseln lernen. was mögen die da oben erst frier- en und zappeln. wenn mirs nur gruselte! ach.' 'Ach. daß er die fünfzig Taler heute nicht davontragen würde.' und hing sie nach der Reihe wieder hinauf. ging fort und sprach 'so einer ist mir noch nicht vorgekommen. so kann ich euch nicht helfen.' Da sah der Mann. recht gerne. daß sie sich hinund herbewegten. blies es an und setzte sie ringsherum.' Als nun der Tag anbrach. daß man den Galgen sehen konnte. so sollst du meine fünfzig Taler haben. die sie am Leibe haben. 'mit dir erleb ich nur Unglück.' Die Toten aber hörten nicht. denn ich muß mich deiner schämen. wollte die f ünfzig Taler haben und sprach 'nun. das der Junge mit sich selber führte. sagte der Mann zu ihm 'siehst du. legte er die Leiter an. schwiegen und ließen ihre Lumpen fort- brennen. daß sie sich wärmen sollten.' sprach der Vater. und fragte 'wer bist du?' 'Ich weiß nicht. 'mir ist alles einerlei.' Und weil er mitleidig war. machte er sich ein Feuer an: aber um Mitternacht ging der Wind so kalt. komm nur morgen früh wieder zu mir. Und als der Wind die Gehenkten gegeneinander stieß. lerne ich aber so geschwind das Gruseln. sonst häng ich euch wieder hinauf. wie Ihrs haben wollt. Nun setzte er sich zu seinem Feuer und schlief ein. daß sie die paar alten Lappen.' 'Ja. der hörte das Gespräch. ich will nicht mit euch verbrennen. Vater. wenn mirs nur gruselte!' Das hörte ein Fuhrmann.' ant- wortete er.' antwortete der Junge.' Der Junge ging auch seines Wegs und fing wieder an vor sich hin zu reden 'ach. so wirst du schon das Gruseln lernen. stieg hinauf.' Da ging der Junge zu dem Gal- gen.' 'Lerne. wenn Ihr nicht mehr verlangt. Der Fuhrmann fragte . was Gruseln ist?' 'Nein. so versteh ich doch eine Kunst. setzte sich darunter und wartete' bis der Abend kam. Darauf schürte er das Feuer. und hab ihn dreimal ermahnt. Vater. zu reden oder wegzugehen. das kann ich leicht in acht behalten. weißt du. bis die Nacht kommt. wo siebene mit des Seilers Tochter Hochzeit ge- halten haben und jetzt das Fliegen lernen: setz dich darunter und warte. 'woher sollte ichs wissen? die da droben haben das Maul nicht aufgetan und war- en so dumm. da kam der Mann zu ihm. damit geh in die weite Welt und sage keinem Menschen wo du her bist und wer dein Vater ist. brennen ließen. die mich ernähren kann.

Da sprach er beim Eintritt in die Stube wieder ganz laut 'wenn mirs nur gruselte! wenn mirs nur gruselte!' Der Wirt. wollen wir eins in der Karte spielen?' 'Warum nicht?' antwortete er. eine Drehbank und eine Schnitzbank mit dem Messer.' Gegen Mitternacht wollte er sich sein Feuer einmal aufschüren: wie er so hineinblies. welche die Sonne beschien: in dem Schlosse steckten auch große Schätze. aber niemand kann michs lehren. so wollte ich wohl drei Nächte in dem verwünschten Schlosse wachen. daß mirs gruselte. 'Ei. sprach er 'du darfst dir noch dreierlei ausbitten. miau! was uns friert!' 'Ihr Narren. Schon viele wären wohl hinein-. daß ich dich unterbringe. bis dieser erzählte.' 'Was brummst du beständig in den Bart hinein?' 'Ei.' Er ließ dem Wirt auch keine Ruhe. es wäre Jammer und Schade um die schönen Augen. wenn mirs nur gruselte!' sprach er. geh mit mir.' sprach die Wirtsfrau. aber es müssen leblose Dinge sein.weiter 'wo bist du her?' 'Ich weiß nicht. die würden dann frei und könnten einen Armen reich genug machen. 'da vergeht mir die Lust zum Kartenspiel.' sagte er. Der König sah ihn an.' antwortete der Junge. und das darfst du mit ins Schloß nehmen. dazu sollte hier wohl Gelegenheit sein. was Gruseln wäre. wo sie übernachten wollten. sprac- hen sie 'Kamerad. ders wagen sollte. wenn er nur drei Nächte darin wachen wollte.' sprach der Fuhr- mann. aber noch keiner wieder herausgekommen. von bösen Geistern bewacht.' Da streckten sie die Krallen aus.' 'Ach schweig stille.' rief er. wenn die das Tageslicht nicht wieder sehen sollten.' Da antwortete er 'so bitt ich um ein Feuer. Da ging der Junge am andern Morgen vor den König und sprach 'wenns erlaub t wäre. 'aber hier werde ichs auch nicht lernen. 'Ach. 'was habt ihr lange Nägel! wartet. 'was schreit ihr? wenn euch friert. lachte und sprach 'wenn dich danach Iüstet. als sie sich gewärmt hatten.' Damit packte er sie beim Kragen. 'komm. und abends gelangten sie zu einem Wirtshaus.' Der König ließ ihm das alles bei Tage in das Schloß tragen. Als es Nacht werden wollte.' sprach er.' 'Laß dein dummes Geschwätz.' Der Junge ging mit dem Fuhrmann. die muß ich euch erst abschneiden.' schlug sie tot und warf sie . und die wäre die schönste Jungfrau.' Und wie er das gesagt hatte. kommt. setzten sich ihm zu beiden Seiten und sahen ihn mit ihren feurigen Augen ganz wild an. Über ein Weilchen. 'ich wollte. Der König hätte dem. wo einer wohl lernen könnte.' Der Junge aber sagte 'wenns noch so schwer wäre. kamen zwei große schwarze Katzen in einem gewaltigen Sprunge herbei. setzt euch ans Feuer und wärmt euch.' 'Wer ist dein Vater?' 'Das darf ich nicht sagen. deshalb bin ich ja ausgezogen. 'aber zeigt einmal eure Pfoten her. und weil er ihm gefiel. 'Euch habe ich auf die Fin- ger gesehen. ich will sehen. nicht weit davon stände ein verwünschtes Schloß. ging der Junge hinauf. da schries plötzlich aus einer Ecke 'au. stellte die Schnitzbank mit dem Messer daneben und setzte sich auf die Drehbank. ich wills einmal lernen. der das hörte. seine Tochter zur Frau versprochen. machte sich in einer Kammer ein helles Feuer an. 'so mancher Vorwitzige hat schon sein Leben eingebüßt. hob sie auf die Schnitzbank und schraubte ihnen die Pfoten fest.

zerrten es auseinander und wollten es aus- machen. hast du nun gelernt. das ist zu wenig. 'Heda!' rief er. traten ihm auf sein Feuer. 'So haben wir nicht gewettet. 'das ist mir eben recht. bis es Tag war. und saß da ein greulicher Mann auf seinem Platz. stieg heraus und sagte 'nun mag fahren. ließ sich ein Lärm und Gepolter hören.' Der Mann wollte ihn wegdrängen. Da sprach er 'es ist doch schade um den schönen Menschen.' Wie er das getan hatte und sich wieder umsah. Als er aber die zwei zur Ruhe gebracht hatte und sich wieder zu seinem Feuer setzen wollte. da waren die beiden Stücke zusammengefahren. wer Lust hat.' Das hörte der Junge. immer mehr und mehr. 'die Bank ist mein. als wären sechs Pferde vorgespannt.' sprach er. schob ihn mit Gewalt weg und setzte sich wieder auf seinen Platz. einer nach dem andern. daß es wie ein Berg auf ihm lag. dann wars ein bißchen still. dann immer stärker. über Schwellen und Treppen auf und ab: auf einmal hopp hopp! warf es um. erst sachte.' Als er zum Wirt kam. und als er ihn da auf der Erde liegen sah. Und als er so saß. Als er wiedergekommen war. 'Recht so. freute sich aber und fragte. was Gruseln ist?' 'Nein. das unterste zu oberst.' legte sich an sein Feuer und schlief. und er bekam Lust zu schlafen. da kamen aus allen Ecken und Enden schwarze Katzen und schwarze Hunde an glühenden Ketten.' antwortete er. faßte er sein Schnitzmesser und rief 'fort mit dir.' 'Geld . 'Ich dachte nicht. 'nur besser zu. Aber er schleuderte Decken und Kissen in die Höhe. blies er aus den Funken sein Feuer frisch an und wärmte sich.' Da rollte das Bett fort. als es ihm aber zu arg ward.' sprach er und legte sich hinein. wie es ihm gegangen wäre. Am Morgen kam der König. meinte er. so fing das Bett von selbst an zu fahren.' sagte er. du Gesindel. Ein Teil sprang weg.' sprach der Junge. 'ich will dir erst das Feuer ein wenig anblasen. Da blickte er um sich und sah in der Ecke ein großes Bett. und er wäre tot. und fiel die andere Hälfte auch herab. die zwei an- dern werden auch herumgehen. wollten ihm die Augen nicht länger offen bleiben. und fuhr im ganzen Schloß herum. die Gespenster hätten ihn umgebracht. Da fielen noch mehr Männer herab. 'eine Nacht wäre herum.hinaus ins Wasser. Der Junge bekam auch Lust und fragte 'hört ihr. wenn du Geld hast. setzte sich zum Feuer und fing sein altes Lied wieder an 'wenn mirs nur gruselte!' Wie Mitternacht herankam.' sprach er. die andern schlug er tot und warf sie hinaus in den Teich. 'Wart. 'Recht gut.' sprach er. 'daß ich dich wieder lebendig sehen würde. 'es ist alles vergeblich: wenn mirs nur einer sagen könnte!' Die zweite Nacht ging er abermals hinauf ins alte Schloß.' und haute auf sie los. daß er sich nicht mehr bergen konnte: die schrieen greulich. da machte der große Augen. Als er aber die Augen zutun wollte. aber der Junge ließ sichs nicht gefallen. es tobte und heulte. 'noch ein halber gehört dazu. setzten auf und spielten Kegel. Das sah er ein Weilchen ruhig mit an. end- lich kam mit lautem Geschrei ein halber Mensch den Schornstein herab und fiel vor ihm hin.' Da ging der Lärm von frischem an. die holten neun Totenbeine und zwei Totenköpfe. kann ich mit sein?' 'Ja. richtete sich auf und sprach 'so weit ists noch nicht!' Da verwunderte sich der König.

' 'Was. so will ich dich gehn lassen. und trugen ihn wieder fort. 'lustig hab ich mich gemacht. 'Wie ist dirs diesmal ergangen?' fragte er. Da sprach der Junge 'siehst du. so muß ich auch dabei sein. jetzt werden sie besser schüppeln. was Gruseln ist. Wenn ich nur wüßte. denn du sollst sterben.' antwortete er.' sagte er. 'Wart. wir wollens versuchen. nahm eine Axt und schlug den einen Amboß mit einem Schlag in die Erde.' sprach er.' Da führte er ihn durch dunkle Gänge zu einem Schmiedefeuer. das erst vor ein paar Tagen gestorben ist. Am andern Morgen kam der König und wollte sich erkundigen. setzte sie in die Drehbank und drehte sie rund. komm. und sein weißer Bart hing herab. kamen sechs große Männer und brachten eine Totenlade hereingetragen. als es aber zwölf schlug. Da sprach er 'ha ha.' hub ihn auf. aber es war kalt wie Eis. der war größer als alle andere. Er legte sich nieder und schlief ruhig ein. Nun nahm er ihn heraus. das ist gewiß mein Vetterchen.' Da nahm er die Totenköpfe. 'Ich habe gekegelt.' antwortete der Junge. spaltete den Amboß auf einen Hieb und klemmte den Bart des Alten mit hinein.' sprach der Alte. sachte. was Gruseln wäre!' In der dritten Nacht setzte er sich wieder auf seine Bank und sprach ganz verdrießlich 'wenn es mir nur gruselte!' Als es spät ward.' antwortete er.' sprach er 'heida! nun gehts lustig!' Er spielte mit und verlor etwas von seinem Geld. damit das Blut wieder in Bewegung kommen sollte.' 'Dich will ich schon packen. 'So.' Da trat ein Mann herein. Er fühlte ihm ans Gesicht. hätt ich dich nicht gewärmt!' Der Tote aber hub an und rief 'jetzt will ich dich erwürgen. und wohl noch stärker.' sagte er. 'hier lerne ichs mein Lebtag nicht. da kamen die sechs Männer.' 'Nicht so schnell. Vetterchen. 'ist das mein Dank? gleich sollst du wieder in deinen Sarg. warf ihn hinein und machte den Deckel zu.' ging ans Feuer. so wärmen sie sich. 'nun sollst du bald lernen. und sah fürchterlich aus.' sprach der Unhold. 'ich will dich ein bißchen wärmen. Als auch das nichts helfen wollte. 'jetzt ist das Sterben an dir. setzte sich ans Feuer und legte ihn auf seinen Schoß. 'Sachte. und rieb ihm die Arme.genug. er war aber alt und hatte einen langen weißen Bart.' sprach der Junge und ging zu dem andern Amboß: der Alte stellte sich neben hin und wollte zusehen. war alles vor seinen Augen verschwunden. 'bist du stärker als ich. komm. 'Es will mir nicht gruseln. mach dich nicht so breit. 'soll ich ster- ben. Ober ein Weilchen ward auch der Tote warm und fing an sich zu regen. er aber ging hinzu und nahm den Deckel ab: da lag ein toter Mann darin. wärmte seine Hand und legte sie ihm aufs Gesicht. Da faßte der Junge die Axt. 'und ein paar Heller verloren.' 'Hat dir denn nicht gegruselt?' 'Ei was.' rief er.' sprach der Junge. 'Das kann ich noch besser.' brachte ihn ins Bett. winkte mit dem Finger und rief 'komm Vetterchen. fiel ihm ein 'wenn zwei zusammen im Bett liegen. Sie stellten den Sarg auf die Erde.' 'Das wollen wir sehn.' sprach er. so stark wie du bin ich auch.' Dann faßte er eine Eisenstange und schlug . 'O du Wicht. 'Nun hab ich dich. 'aber eure Kugeln sind nicht recht rund. deckte ihn zu und legte sich neben ihn. aber der Tote blieb kalt.

' Sie ging hinaus zum Bach. bis er wimmerte und bat. was Gruseln ist?' 'Nein.' antwortete er.' antwortete er. aber als Friede geschlossen war.' Indem schlug es zwölfe. hielt sich tapfer und war immer der vorderste. der andere dem König. Am andern Morgen kam der König und sagte 'nun wirst du gelernt haben. bis der Krieg wieder anfinge. das nahm er auf die Schulter und wollte in die Welt gehen. recht stattlich aussah. hat mir keiner gesagt. der durch den Garten floß. Seine Eltern waren tot. wie du dich durchschlägst. das Gruseln soll er schon lernen. wenn es blaue Bohnen regnete. 'Geld und Gut sollst du haben. und er hatte keine Heimat mehr. 'aber ich weiß noch immer nicht. brauchen sie mich nicht mehr. Nachts. als der junge König schlief. sie möchten ihm so lange Unterhalt geben. mußte seine Gemahlin ihm die Decke wegziehen und den Eimer voll kalt Wasser mit den Gründlingen über ihn herschütten. sieh zu. 'was ists nur? mein toter Vetter war da. da ging er zu seinen Brüdern und bat. soviel du mit aller Gewalt durchbringen . Die Brüder aber waren hartherzig und sagten 'was sollen wir mit dir? wir können dich nicht brauchen.' dachte er. daß die kleinen Fische um ihn herumzappelten. wohin er wollte. der hat mir da unten viel Geld gezeigt. 'ich habe nichts gelernt als das Kriegshandwerk.' sprach er. und ein bärtiger Mann ist gekommen. fand den Weg in die Kammer und schlief dort bei seinem Feuer ein. Der Alte führte ihn wieder ins Schloß zurück und zeigte ihm in einem Keller drei Kasten voll Gold. aber was G ruseln ist. der ließ sich als Soldat anwerben. und wie er sich umblickte. auf der nichts zu sehen war als ein Ring von Bäumen. weil Friede geschlossen ist. was Gruseln ist. nun weiß ich. und ließ ihn los.' Das verdroß sie endlich.' Da ward das Gold heraufgebracht und die Hochzeit gefeiert.' sagte der Mann. stand ein unbekannter Mann vor ihm. ich muß verhungern. was Gruseln ist. der einen grünen Rock trug. also daß der Junge im Finstern stand. aber einen garstigen Pferdefuß hatte. so lieb er seine Gemahlin hatte und so vergnügt er war.' sprach er. tappte herum. und jetzt. was dir fehlt. er könnte gehen. 'Ich weiß schon. ging alles gut. Ihr Kammermädchen sprach 'ich will Hilfe schaffen. er möchte aufhören. liebe Frau! Ja. und der Hauptmann sagte.' Da sprach der König 'du hast das Schloß erlöst und sollst meine Tochter heir- aten. und ließ sich einen ganzen Eimer voll Gründlinge holen.' Auf einmal hörte er ein Brausen. der dritte dein. ich sehe voraus.' Der Bärenhäuter Es war einmal ein junger Kerl. darunter setzte er sich ganz traurig nieder und sann über sein Schicksal nach. sagte doch immer 'wenn mir nur gruselte. erhielt er seinen Abschied.' 'Das ist all recht gut. und der Geist verschwand. er wollte ihm große Reichtümer geben. 'Ich habe kein Geld. So lange der Krieg dauerte. wenn mir nur gruselte. aber der junge König. Er kam auf eine große Heide. 'ist ein Teil den Armen.auf den Alten los. Der Junge zog die Axt raus. was gruselt mir. 'Davon. Da wachte er auf und rief 'ach was gruselt mir. 'Ich werde mir doch heraushelfen können.' Der Soldat hatte nichts übrig als sein Gewehr.

in der er sich be- fand. seine Finger hatten Krallen. wen er vor sich hatte. Der Soldat zog den Rock an. aber es ist noch eine Bedin- gung dabei. reichte ihn dem Soldaten hin und sagte 'wenn du den Rock an deinem Leibe hast und in die Tasche greifst. Wer ihn sah. weil er aber allerorten den Armen Geld gab. damit sein Haus nicht in bösen Ruf käme. den mußt du in dieser Zeit tra- gen. daß dir die Lust zum Brummen vergehen soll. seine Pferde würden scheu werden. denn darauf mußt du schlafen und darfst in kein anderes Bett kommen. 'Ich sehe wohl. so bist du mein. der wohl merkte. Im ersten Jahr ging es noch leidlich. und da er so oft in den Tod gegangen war. Im vierten Jahr kam er in ein Wirtshaus.' antwortete der Soldat.' Der Soldat dachte an die große Not. daß er zusammenfiel und sich nicht mehr reg te.' Der Soldat kehrte sich um und sah einen großen Bär.' 'Ein Soldat und Furcht. griff gleich in die Tasche und fand. ob du dich nicht fürchtest. daß wenn man Kresse hineingesät hätte. war guter Dinge und unter- lie nichts. Der Teufel zog den grünen Rock aus. weil er fürchtete. daß er in den sieben Jahren nicht stürbe. 'du kannst mich auf die Probe stellen. dir Bart und Haare nicht kämmen. 'du darfst in den nächsten sieben Jahren dich nicht waschen. 'schau hinter dich. 'dich will ich an der Nase kitzeln. ging in die Welt. Das Haar bedeckte ihm fast das ganze Gesicht. Er hatte ein mitleidiges . Dann hing er die Bärenhaut um. damit ich mein Geld nicht um- sonst ausgebe. Dann will ich dir einen Rock und Mantel geben. 'Oho.' Dann zog er dem Bären die Haut ab und sagte 'das soll dein Mantel sein und auch dein Bett. 'sonst laß ich mich auf nichts ein. und sein Gesicht war so mit Schmutz bedeckt. sich nicht sehen zu lassen.kannst. und weil er alles gut bezahlte. so erhielt er doch immer noch Herberge.' 'Wohlan' antwortete der Mann. aber ich muß zuvor wissen. 'daß dirs an Mut nicht fehlt. daß die Sache ihre Richtigkeit hatte.' legte an und schoß dem Bär auf die Schnauze. bleibst du aber leben. Als der Bärenhäuter abends allein saß und von Herzen wünschte. wie paßt das zusammen?' antwortete er. aber in dem zweiten sah er schon aus wie ein Ungeheuer. doch mußte er versprechen. wollte er es auch jetzt wagen und willigte ein.' 'Das wirst du selber sehen' antwortete der Grünrock. Doch als der Bärenhäuter in die Tasche griff und eine Handvoll Dukaten herausholte. Stirbst du in diesen sieben Jahren. die mußt du erfüllen. Und dieser Tracht wegen sollst du Bärenhäuter heißen. damit sie für ihn beteten. so ließ der Wirt sich erweichen und gab ihm eine Stube im Hintergebäude.' 'Wenn mirs an meiner Seligkeit nicht schadet. sie aufgegan- gen wäre. da wollte ihn der Wirt nicht aufnehmen und wollte ihm nicht einmal einen Platz im Stall anweisen. so bist du frei und bist reich dazu für dein Lebtag. so hörte er in einem Nebenzimmer ein lautes Jammern. lief fort.' sagte der Fremde. die Nägel nicht schneiden und kein Vater- unser beten.' Hierauf verschwand der Teufel. so wirst du die Hand immer voll Geld haben.' rief der Soldat. was ihm wohl und dem Gelde wehe tat. der brummend auf ihn zutrabte. sein Bart glich einem Stück grobem Filztuch. daß die sieben Jahre herum wären.

öffnete die Türe und erblickte einen alten Mann. als er eine menschliche Stimme vernahm.' Es war schade. Der . Von ihren Schwestern ward ihr nichts als Hohn und Spott zuteil. so muß Euer Wort gehalten werden.Herz. er und seine Töchter mußten darben.' Dem Bärenhäuter gefiel das wohl. wähle dir eine davon zur Frau. 'Geld habe ich genug. Wenn sie hört. die tanzen gut. so schlägt er dir mit der Tatze darauf.' hub die älteste wieder an. 'Komm mit mir.' Und die zweite fuhr fort 'aber die Hochzeit wird lustig sein. und wenn sie an ihren Bräutigam dachte. 'wenn du ihm die Hand reichst.' sagte der Bärenhäuter.' 'Hüte dich.' Die jüngste aber sprach 'lieber Vater. so kamen ihr die Tränen in die Augen. Als der alte Mann sich aus seinen Sorgen erlöst sah. der einmal hier zu sehen war und sich für einen Menschen ausgab. 'die Bären lieben die Süßigkeit.' 'Du mußt nur immer seinen Willen tun. der heftig weinte und die Hände über dem Kopf zusammenschlug. Die zweite blieb zwar stehen und betrachtete ihn von Kopf bis zu Füßen.' Die Braut schwieg still und ließ sich nicht irre machen. daß er mir das Leben erhält. Endlich. so bist du frei.' sagte die zweite. und durch freundliches Zureden brachte es der Bärenhäuter dahin. und er ging mit. ihr Stück gut aufzuheben. In ihre Hälfte aber schrieb er seinen Namen. aber sie wird dich schon wieder in Ordnung bringen. womit er sich dank- bar beweisen sollte. Als ihn die älteste erblickte. Hierauf nahm er Abschied und sprach 'ich muß noch drei Jahre wandern: komm ich aber nicht wieder. Du siehst freilich ein wenig seltsam aus. weil ich dann tot bin. sonst hätte man sehen können. 'Nimm dich in acht' sprach die älteste. und in seine Hälfte schrieb er ihren Namen und bat sie. Wenn er nur häßlich wäre. der Euch aus der Not geholfen hat. so frißt er dich auf. bezahlte ihn und steckte dem Unglücklichen noch einen Beutel voll Gold in die Tasche. dann aber sprach sie 'wie kann ich einen Mann nehmen. als er diese Worte hörte. 'sonst fängt er an zu brummen. daß er den Wirt nicht einmal bezahlen konnte und ins Gefängnis sollte gesetzt werden. das muß ein guter Mann sein. der hatte doch einen Husarenpelz an und weiße Handschuhe. aber der Mann sprang auf und woll- te entfliehen. und wenn du ihm gefällst. Bitte aber Gott. 'meine Töchter sind Wunder von Schönheit. brach ihn entzwei und gab ihr die eine Hälfte. Bären. die andere behielt er für sich. daß er ihm die Ursache seines Kummers offenbarte. daß sie aufschrie und fort- lief. Der Bärenhäuter trat näher. der keine menschliche Gestalt mehr hat? Da gefiel mir der rasierte Bär noch besser. Sein Vermögen war nach und nach geschwunden.' sprach er zu ihm. Er nahm einen Ring von seinem Fin- ger. so wird sie sich nicht weigern. ließ er sich bewegen.' Er ließ den Wirt herbeikommen.' Die arme Braut kleidete sich ganz schwarz. und er war so arm. wie ihm das Herz im Leibe lachte. habt Ihr ihm dafür eine Braut versprochen. wußte er nicht. so könnte ich mich an ihn gewöhnen. was du für mich getan hast. entsetzte sie sich so gewaltig vor seinem Antlitz. 'Wenn Ihr weiter keine Sorgen habt. daß das Gesicht des Bärenhäuters von Schmutz und Haaren bedeckt war.

tat einen prächtigen Sammetrock an. und es zeigte sich. nun habe ich zwei Seelen für deine eine. und gab den Armen reichlich. Der Fremde. Sie nahm ihn an. so sprangen die beiden ältesten auf. ob er ihm eine seiner Töchter zur Frau geben wollte. so war es dem Bärenhäuter ganz leicht ums Herz. schlug die Augen nicht auf und sprach kein Wort. ging er wieder hinaus auf die Heide und setzte sich unter den Ring von Bäumen. wo seine Töchter saßen. die andere erhängte sich an einem Baum. der Vater hielt ihn für einen vornehmen Feldobrist und führte ihn in das Zimmer. dann warf er ihm den alten Rock hin und verlangte seinen grünen zurück. tat Gutes. von einem Ort zum andern. aber durch Gottes Gnade habe ich meine menschliche Gestalt wiedererhalten. so sauste der Wind. denn eine jede bildete sich ein. Als er endlich den Vater fragte. Sie holte die andere Hälfte. sie hätten keinen schönern Mann auf der Welt gesehen. holte den halben Ring hervor und warf ihn in einen Becher mit Wein. wo er konnte. umarmte sie und gab ihr einen Kuß. von dessen Streichen viel zu erzählen wäre. Als der Teufel glücklich abgezogen war. die schönste Geschichte ist aber doch. und hörten. Die Braut aber saß in schwarzem Kleide ihm gegenüber. die sie an einem Band um den Hals trug. Die eine ersäufte sich im Brunnen. Da sprach er 'ich bin dein ver- lobter Bräutigam. der sprach 'siehst du.Bärenhäuter aber zog in der Welt herum.' Der Teufel mochte wollen oder nicht. 'So weit sind wir noch nicht' antwortete der Bärenhäuter. als der letzte Tag von den sieben Jahren anbrach. und der Teufel stand vor ihm und blickte ihn verdrießlich an. aber als sie getrunken hatte und den halben Ring auf dem Grund liegen fand. Hierauf sah er wie ein tapferer Kriegsmann aus und war viel schöner als je vorher. hielt sie daran. den du als Bärenhäuter gesehen hast.' Der Bauer und der Teufel Es war einmal ein kluges und verschmitztes Bäuerlein. liefen sie voll Zorn und Wut hinaus. Indem kamen die beiden Schwestern in vollem Putz herein. Am Abend klo pfte jemand an der Türe. . so wars der Teufel im grünen Rock. den er ihr über den Tisch reichte. daß der schöne Mann der jüngsten zuteil geworden war. Endlich. Nicht lange. so schlug ihr das Herz. damit sie für ihn beteten. Niemand erkannte ihn. daß beide Teile vollkommen zueinander paßten. sie wäre die Auserwählte. 'erst sollst du mich reinigen. wie er den Teufel einmal dran gekriegt und zum Narren gehabt hat. setzte sich in einen Wagen mit vier Schimmeln bespannt und fuhr zu dem Haus seiner Braut. und als sie sahen. daß das der Bärenhäuter war. liefen in ihre Kammer und wollten prächtige Kleider anziehen. sobald er mit seiner Braut allein war. und als der Bräutigam öffnete. Er ging in die Stadt. ihm die Haare kämmen und die Nägel schneiden.' Er ging auf sie zu. legten ihm die besten Bissen vor und meinten. er mußte Wasser holen' den Bärenhäuter abwaschen. und bin wieder rein geworden. Er mußte sich zwischen den beiden ältesten niederlassen: sie schenkten ihm Wein ein.

so müssen wir ihm den Mörsel dafür geben.' sagte der Vater zu dem Mädchen. der hatte kein Land. trug ihn zum Herrn König und sagte. 'Jawohl. den hätten sie nicht gefunden. als hätt ers in den Wind gesagt. 'Du sitzest wohl auf einem Schatz. Der Bauer sprach. säte das Bäuerlein nicht wieder Rüben. wenn wir den Mörsel haben und haben den Stößer nicht' dann müssen wir auch den Stößer herbeischaffen. schenkte er ihnen auch ein Eckchen Rasen. antwortete der Teufel. was über der Erde wächst und mein. was unter der Erde ist. Der König nahm den Mörsel und fragte. sondern Weizen. was über der Erde ist und mir. so erschien der Teufel und wollte seine Frucht holen. ging hin und holte sich den Schatz. ob er nichts mehr gefunden hätte. da sprach die Tochter 'wir sollten den Herrn König um ein Stückchen Rottland bitten. 'auf einem Schatz. bis er den Stößer her- . 'Damit aber kein Streit bei der Teilung entsteht. Die Frucht ward reif.' Er wollt ihr aber nicht gehorchen.' Die Tochter aber wollte es nicht bewilligen und sagte 'Vater. 'Er ist dein. was darunter ist. den hätte er gefunden in der Heide. er fand aber nichts als die gelben welken Blätter. Als nun die Zeit der Ernte kam. als du dein Lebtag gesehen hast. das Bäuerlein ging auf den Acker und schnitt die vollen Halme bis zur Erde ab. grub seine Rüben aus. so saß oben auf der Glut ein kleiner schwarzer Teufel. Das Bäuerlein hatte eines Tages seinen Acker bestellt und rüstete sich zur Heimfahrt. Die kluge Bauerntochter Es war einmal ein armer Bauer. was dein Acker hervorbringt: Geld habe ich genug. und wollten ein wenig Korn und der Art Frucht darauf säen.' sprach das Bäuerlein. sprach es. der mehr Gold und Silber enthält. 'so soll dir gehören. 'Nein. 'Hör. nahm den Mörsel. so fanden sie in der Erde einen Mörsel von purem Gold.' Da der König ihre Armut hörte. er ward ins Gefängnis gesetzt. Da erblickte er mitten auf seinem Acker einen Haufen feuriger Kohlen. Da sagte der König. und sollte so lange da sitzen.' sprach das Bäuerlein.' 'Mir auch recht.' 'Der Schatz liegt auf meinem Feld und gehört mir. Als aber die Zeit zur Aussaat kam.' antwortete der Bauer. ganz vergnügt. er solle nun auch den Stößer herbeischaffen. 'wenn du mir zwei Jahre lang die Hälfte von dem gibst. fand er nichts als die Stoppeln und fuhr wütend in eine Felsenschlucht hinab.' sprach der Teufel. nur ein kleines Häuschen und eine alleinige Tochter. Als der Teufel kam.' antwortete das Bäuerlein. ob er ihn als eine Verehrung annehmen wollte. aber das listige Bäuerlein hatte Rüben gesät. darum schweigt lieber still.' sprach das Bäuerlein.' Das Bäuerlein ging auf den Handel ein. 'weil unser Herr König ist so gnädig gewesen und hat uns diesen Acker geschenkt. aber das half ihm so viel. Dein ist. und das Bäuerlein. aber ich trage Verlangen nach den Früchten der Erde. 'aber für das nächstemal soll das nicht gelten. 'Einmal hast du den Vorteil gehabt. den hackte sie und ihr Vater um. und als er voll Verwunderung hinzuging.' Dem Teufel gefiel das wohl. 'So muß man die Füchse prellen. Als sie den Acker beinah herum hatten.' antwortete der Teufel. als die Dämmerung schon ein getreten war.

und war das nicht in dem Weg und nicht außer dem Wege. nicht außer dem Weg. hätt ich meiner Tochter gehört!. fingen sie an sich zu zanken. sie hat gesprochen. der hatte drei Pferde. und wenn du das kannst. wo das Füllen gelegen hätte. dems doch nicht gehörte. wie der Gefangene als fort schrie 'ach. dav- on kriegte eins ein junges Füllchen. so stellt . Die Bedienten mußten ihm täglich Wasser und Brot bringen. Nun hatte er gehört. Der Zank kam vor den König. will ich dich heir- aten. darin er sie fortschleppen mußte und war das nicht geritten und nicht gefahren: der Esel mußte sie aber in der Fahrgleise schleppen. und zog sich aus splinternackend. ich sollte den Mörsel nicht bringen.beigeschafft hätte. und es wäre alles erfüllt. da hörten sie. so daß sie nur mit der großen Zehe auf die Erde kam. hätt ich doch meiner Tochter gehört!' und wollte nicht essen und nicht trinken. zu schmeißen und zu lärmen. wie daß die Frau Königin so gnädig wäre. sagte der König. der fragte sie. Da war ein Bauer. da trug es sich zu. was man so in dem Gefängnis kriegt. hätt ich meiner Tochter gehört! ach. ob sie ihm nicht helfen könnte. Als nun die Bauern zusammenkamen. weil sie auch von armen Bauersleuten gekommen wäre: ging er zu ihr und bat sie. als der Herr König einmal auf die Parade zog.' Da ging sie hin. hätt ich meiner Tochter gehört!' 'Was hat Eure Tochter denn gesagt?' 'Ja. wenn sie das treffen könnte. etliche hatten Ochsen vorgespannt. und also bekams der Ochsenbauer. und etliche Pferde. und der Ochsenbauer wollte das Füllchen behalten und sagte.' 'Habt Ihr so eine kluge Tochter. wenn der König auf der Wachtparade ist. Da ließ er ihren Vater los aus dem Gefängnis. ach. weinte und lamentierte über sein Füllchen. und setzte sich hinein und wickelte es ganz um sich herum. nicht in dem Weg. Da gingen die Bedienten zum König und sprachen das. Da befahl er den Bedienten. und es wäre sein. sie sollten den Gefangenen vor ihn br ingen. nicht nackend. da sollt es bleiben. und nahm ein großes Fischgarn. Und wie sie so da- herkam. warum er also fort schrie 'ach. sie hätte das Rätsel getroffen. sonst müßt ich auch den Stößer schaffen. da war sie nicht gekleidet. seine Pferde hättens ge- habt. nicht gekleidet. da war sie nicht nackend: und borgte einen Esel fürs Geld und band dem Esel das Fischgarn an den Schwanz. und sagte. nicht ge- fahren. so laßt sie einmal herkommen.' Also mußte sie vor den König kommen. Morgen früh. nicht geritten. und nahm sie bei sich als seine Gemahlin und befahl ihr das ganze königliche Gut an. Da ging der andere weg. wenn Ihr mir versprecht. wie der Mann als fort schrie 'ach. Sagte sie 'ja. er wollte ihr ein Rätsel aufgeben. daß Bauern mit ihren Wagen vor dem Schloß hielten. die Ochsen hättens gehabt: und der andere sagte nein. die vor dem Wagen waren. so will ichs Euch sagen. sie wollts erraten. die hatten Holz verkauft. ob sie denn so klug wäre. daß Ihr mich nicht verraten wollt. daß er sein Füllchen wiederbekäme. Da sagte der König 'komm zu mir. dann wollte er sie heiraten. und da fragte ihn der Herr König. und er tat den Ausspruch. Nun waren etliche Jahre herum. Da sprach sie gleich ja. das lief weg und legte sich mitten zwischen zwei Ochsen.

und als sie das sah.' wenn dus so befiehlst. und als er aufwachte. sagte er zu seiner Frau 'warum bist du so falsch mit mir. wie er fischen könnte. Abschied mit ihm zu trinken: der König tat einen großen Zug. ich brauche dich nicht mehr: Geld bekommst du weiter nicht. ich sollte das Liebste und Beste aus dem Schloß mitnehmen. Sie sagte 'ja. in dein Bauernhäuschen. nehmt ein großes Fischgarn und tut. Sagte der Bauer 'so gu t als zwei Ochsen können ein Füllen kriegen. als wenn Ihrs voll hättet. und werden sie ja wohl noch auf den heutigen Tag leben. was sie wüßte. geh wieder hin. wo bin ich denn?' rief seinen Bedienten. es wäre ja kein Wasser da. schickte er seinen Laufer hin. aber es war keiner da.' und sagte ihm auch. Also stand der Bauer am andern Tag da und fischte auf einem trockenen Platz.' Der Laufer ging hin und brachte dem König die Antwort.' Doch erlaubte er ihr eins. der sollte fragen. Da legte sie ihn in ihr Bettchen. und er schlief Tag und Nacht in einem fort. Da geriet er bald in einen tiefen Schlaf. womit er sein Leben fristen sollte: ging voll Sorgen fort und . daß ers von der Frau Königin hätte. die er empfangen hatte. d u sollst mein sein und ich dein. sie aber trank nur ein wenig. von wem er das hätte: und sollts gleich bekennen. wo er vorbeikommen muß. was er antworten sollte. woher du gekommen bist. lieber Mann. Ihr habt mir befohlen.' Da wußte der Soldat nicht. was der närrische Mann vorhätte. und fuhr sie ihn heim in ihr Häuschen. sie sollte sich das Liebste und Beste mitnehmen. so gut kann ich auch auf dem trockenen Platz fischen.' und fiel über ihn her und küßte ihn und sprach. da ließ er den Bauer vor sich kommen und sagte ihm.' und nahm sie wieder mit ins königliche Schloß und ließ sich aufs neue mit ihr vermählen. und die Bedienten mußten ihn in einen Wagen vor die Türe tragen. ich will dich nicht mehr zur Gemahlin: deine Zeit ist um. welcher mir Dienste dafür leistet. Dann ließ sie einen starken Schlaftrunk kommen. und das sollte ihr Abschied sein.' Dem König stiegen die Tränen in die Augen. nun hab ich nichts Besseres und Lieberes als dich. der vielen Wunden wegen. das hätte er nicht von sich. Endlich kam seine Frau vors Bett und sagte 'lieber Herr König. denn Lohn erhält nur der. Sie legten ihn aber auf ein Gebund Stroh und schlugen und drangsalten ihn so lange. Als der König nach Haus kam. da hab ich dich mitgenommen.Euch hin mitten in die Straße. der hatte dem König lange Jahre treu gedient: als aber der Krieg zu Ende war und der Soldat. rief sie einen Bedienten und nahm ein schönes weißes Linnentuch und schlug ihn da hinein. Da gab er zur Antwort 'ich fische. als fischtet Ihr. sprach der König zu ihm 'du kannst heim gehen. sah er sich um und sagte 'ach Gott. und fischt also fort und schüttet das Garn aus. will ich es auch tun. wenn er vom König gefragt würde. nicht weiter dienen konnte. Das blaue Licht Es war einmal ein Soldat. sie woll- te Abschied von ihm nehmen. Der Bauer aber wollts nicht tun und sagte immer: Gott bewahr! er hätt es von sich. Wie der König vorbeikam und das sah. und er sagte 'liebe Frau.' Fragte der Laufer. bis ers bekannte.

'und die Hexe hängt schon am Galgen . Als er oben war. Es zeigte ihm unterwegs die Schätze. und das blaue Licht brannte fort. 'das Licht gebe ich dir nicht eher.' 'Was verlangst du?.' Nicht lange. 'Nein' sagte er und merkte ihre bösen Gedanken. die noch halb gestopft war. 'daß du heute nicht weiter kannst: ich will dich noch eine Nacht behalten. 'Du sollst mir morgen nur eine geringe Arbeit tun. so war das Männchen zurück. es brennt blau und verlischt nicht.' 'Oho!' antwortete sie.' Das Männchen nahm ihn bei der Hand und führte ihn durch einen unterirdischen Gang. sprach er zu dem Männchen 'nun geh hin.Herr. Der arme Soldat fiel. was befiehlst du?. darin wohnte eine Hexe. 'Daß du mir morgen meinen Garten umgräbst. das blaue Licht mitzunehmen.' 'Gut' sprach der Soldat.' Den andern Tag führte ihn die Alte zu dem Brunnen und ließ ihn in einem Korb hinab. 'Das soll mein letztes Vergnügen sein' dachte er. fragte der Soldat. sah er ein Licht. Er saß eine Weile ganz traurig. so kam sie auf einem wilder Kater mit furchtbarem Geschrei schnell wie der Wind vorbeigeritten. 'es ist alles ausgerichtet' sprach es. vergaß aber nicht. was befiehlst du weiter?. aber was konnte ihm das helfen? er sah wohl. erwiderte der Soldat ganz ver- wundert. und der Soldat nahm so viel Gold. noch eine Nacht zu bleiben. Als die Finsternis einbrach. zog sie heraus. wenn du tust. 'Ich sehe wohl' sprach die Hexe. 'Ich muß alles tun' sagte das Männchen.' Der Soldat willigte ein und arbeitete den folgenden Tag aus allen Kräften. zündete sie an dem blauen Licht an und fing an zu rauchen. in den ist mir mein Licht gefallen. bis er abends in einen Wald kam. 'wer gibt einem verlaufenen Soldaten etwas? doch will ich barm- herzig sein und dich aufnehmen. Sie zog ihn auch in die Höhe. 'Was habe ich dir zu befehlen?. 'ich verschmachte sonst. und es dauerte abermals nicht lang. welche die Hexe zusammengebracht und da versteckt hatte. dafür sollst du mir morgen ein Fuder Holz spalten und klein machen. reichte sie die Hand hinab und wollte ihm das blaue Licht abnehmen. und abends machte ihm die Hexe den Vorschlag. daß er dem Tod nicht entge- hen würde. konnte aber vor Abend nicht fertig werden. 'was du verlangst. fragte der Kleine. 'du kannst nach Haus gehen: sei nur . 'In dem Augenblick nichts' antwortete der Soldat. auf den feuchten Boden. Als der Dampf in der Höhle umhergezogen war. hinter meinem Hause ist ein alter wasserleerer Brunnen. als er aber dem Rand nahe war. das sollst du mir wieder heraufholen.' Der Soldat brauchte dazu den ganzen Tag. da griff er zufällig in seine Tasche und fand seine Tabakspfeife. ließ ihn wieder hinab in den Brunnen fallen und ging fort. als er tragen konnte.' Da geriet die Hexe in Wut. daß sie ihn wieder hinaufziehen sollte. ohne Schaden zu nehmen.ging den ganzen Tag. Er fand das blaue Licht und machte ein Zeichen. als bis ich mit beiden Füßen auf dem Erdboden stehe. was ich verlange. stand auf einmal ein kleines schwarzes Männchen vor ihm und fragte 'Herr. dem näherte er sich und kam zu einem Haus. 'Gib mir doch ein Nachtlager und ein wenig Essen und Trinken' sprach er zu ihr. 'so hilf mir zuerst aus dem Brunnen. bind die alte Hexe und führe sie vor das Gericht.

Bei dem ersten Hahnschrei trug sie das Männchen wieder in das königliche Schloß und in ihr Bett zurück. stecke deine Tasche voll Erbsen und mache ein klein Loch in die Tasche. so fallen sie heraus und lassen die Spur auf der Straße. 'Spät abends. 'ich will dir einen Rat geben. Spur machen. dann stehe ich gleich vor dir.' Darauf ver- schwand es vor seinen Augen. 'ich ward durch die Straßen mit Blitzesschnelle fortgetragen und in das Zimmer eines Soldaten gebracht. fielen zwar einzelne Erbsen aus der Tasche.' 'Wir müssen etwas anderes aussinnen' sprach der König. verstecke einen davon. aber es war vergeblich.' 'Der Traum könnte wahr gewesen sein' sprach der König. wenn du dich zu Bett legst.' 'Was soll ich tun?' fragte der Kleine. wirst du wieder abgeholt. und das Männchen trug die Königstochter herein. Der Soldat kehrte in die Stadt zurück. hieß er sie zu seinem Sessel kommen. 'behalt deine Schuh an. denn das listige Männchen hatte vorher in allen Straßen Erbsen verstreut. als die Königstochter aufgestanden war ging sie zu ihrem Vater und erzählte ihm. dann befahl er dem Wirt. stumm und mit halbgeschlossenen Augen. als es die schlafende Königstochter wieder durch die Straßen trug. Sie tat aber alles.' Als es zwölf geschlagen hatte.' Das Männchen sprach 'für mich ist das ein leicht- es.' Das schwarze Männchen ver- . Als es fertig war und der Soldat es bezogen hatte. Die Königstochter aber mußte wieder bis zum Hahnenschrei Mägdedienste tun. und ehe du von dort zurückkehrst. Am andern Morgen. als wenn ich wirklich alles getan hätte. aus der er gekommen war. Nachts. reinigen und glänzend machen.' Als sie fertig war. Der König schickte am folgenden Morgen seine Leute aus.' Als der König so sprach. sprang die Türe auf. denn in allen Straßen saßen die armen Kinder und lasen Erbsen auf und sagten 'es hat heut nacht Erbsen geregnet. sie soll Mägdedienste bei mir tun. wird es dir schlimm ergehen. aber sie konnten keine. ihm ein Zimmer so prächtig als möglich einzurichten. sie hätte einen wunderlichen Traum gehabt. Er ging in den besten Gasthof und ließ sich schöne Kleider machen.gleich bei der Hand. dafür will ich jetzt Rache nehmen. ich will ihn schon finden. die Stube kehren und die Stiefel putzen. und doch bin ich so müde. dem mußte ich als Magd dienen und aufwarten und alle gemeine Arbeit tun. was er ihr befahl. für dich aber ein gefährliches Ding. er aber hat mich fort- geschickt und mich hungern lassen. bist du da?' rief der Soldat. ohne Wider- streben. Es war nur ein Traum. 'Aha. und sie mußte sie auf- heben. wenn ich dich rufe. rief er das schwarze Männchen und sprach 'ich habe dem König treu gedient. welche die Spur suchen soll- ten. wenn das herauskommt. wenn die Königstochter im Bete liegt. stand das Männchen unsichtbar dabei und hörte alles mit an. 'frisch an die Arbeit! geh. 'als daß du deine Pfeife an dem blauen Licht anzündest.' 'Es ist nichts nötig' sprach das Männchen. streckte ihr die Füße entge- gen und sprach 'zieh mir die Stiefel aus' warf sie ihr dann ins Gesicht. so bring sie schlafend hierher. hol den Besen und kehr die Stube.

ich gebe dir dafür einen Dukaten.' Am andern Tag ward Gericht über den Soldaten gehalten. hin und her. und hatte nur noch einen Dukaten in der Tasche.' 'Du kannst drei rauchen' antwortete der König. und wenn der Schuh bei ihm gefunden würde. der mich so schlecht behandelt hat. und auch du mußt meinen Befehlen gehorchen. 'Daß ich auf dem Weg noch eine Pfeife rauchen darf. Er hatte sein Bestes bei der Flucht vergessen. und als er her- beikam. daß er neben einen . Dem König ward angst. verurteilte ihn der Richter doch zum Tode. den ich zwischen den Fingern zerdrücken kann. 'Sei ohne Furcht. du willst mir den Weg vertreten? Wer bist du. steckte er seine Pfeife an und ließ das schwarze Männchen kommen. und als der Soldat abends verlangte. Sobald der Soldat wieder allein war.' Da zog der Soldat seine Pfeife heraus und zündete sie an dem blauen Licht an. Die Boten des Todes Vor alten Zeiten wanderte einmal ein Riese auf der großen Landstraße. 'Schlag mir da die falschen Richter und ihre Häscher zu Boden. der fiel schon zu Boden und getraute sich nicht mehr zu regen. und wen es mit seinem Knüppel nur anrührte. daß du so keck reden darfst?' 'Ich bin der Tod. Als er nun mit Ketten belastet an dem Fenster seines Gefängnisses stand. und wie ein paar Ringel vom Rauch aufgestiegen waren.' Der Riese aber wei- gerte sich und fing an mit dem Tode zu ringen. bat er den König um eine letzte Gnade. das blaue Licht und das Gold. 'du Wicht. zuletzt be- hielt der Riese die Oberhand und schlug den Tod mit seiner Faust nieder. und laß alles geschehen. riet es ihm ab und sagte. da sprang ihm pIötzlich ein unbekannter Mann entgegen und rief 'halt! keinen Schritt weiter!' 'Was.' sprach der Riese.' erwiderte der andere.' Da fuhr das Männchen wie der Blitz. 'mir widersteht niemand. nimm nur das blaue Licht mit.' Der Kamerad lief hin. er sollte die Königstochter wieder herbeitragen. einen Schuh unter das Bett. zickzack`. wo sie dich hinführen. er legte sich auf das Bitten. 'aber glaube nicht. daß ich dir das Leben schenke. und brachte ihm das Verlangte. gegen diese List wüßte es kein Mittel. Als er nun hinausgeführt wurde. sagte er 'sei so gut und hol mir das kleine Bündelchen.nahm den Anschlag.' erwiderte der Soldat. und obgleich er nichts Böses getan hatte. so stand schon das Männchen da hatte einen kleinen Knüppel in der Hand und sprach 'was befiehlt mein Herr?. und um nur das Leben zu behalten. 'geh hin.' sprach es zu seinem Herrn. ehe sie zurückgetragen wurde. 'Tue. das ich in dem Gasthaus habe liegen lassen. 'Was für eine?' fragte der König. der sich auf Bitten des Kleinen zum Tor hinausgemacht hatte. was ich dir sage. ward bald eingeholt und ins Gefängnis geworfen. und die Königstochter mußte auch in der dritten Nacht wie eine Magd arbeiten. sie versteckte aber. Es war ein langer heftiger Kampf. so könnte es ihm schlimm ergehen. Er klopfte an die Scheibe. und verschone auch den König nicht. gab er dem Soldaten das Reich und seine Tochter zur Frau. Am andern Morgen ließ der König in der ganzen Stadt den Schuh seiner Tochter suchen: er ward bei dem Soldaten gefunden und der Soldat selbst. sah er einen seiner Kameraden vorbeigehen.

'habe ich dir nicht einen Boten über den andern geschickt? kam nicht das Fieber.' In- dem kam ein junger Mensch des Wegs. ging er mitleidig heran. Als er den halb Ohnmächtigen erblickte. richtete ihn auf. daß du mir. fing er wieder an in Freuden zu leben. die Stunde deines Abschieds von der Welt ist gekommen. bevor du selbst kämest. Allein Jugend und Gesundheit hielten nicht lange aus. daß Ihr ihn nicht findet. Futter zu schneiden. und sie wird so mit Menschen angefüllt werden. 'Sterben werde ich nicht. und der Tod lag da besiegt und war so kraftlos.' sprach die Mutter. der Schlaf. daß ich weiß. nebeneinander zu stehen.' sprach er zu sich selbst. als wärst du schon gestorben?' Der Mensch wußte nichts zu erwidern. Die weiße und die schwarze Braut Eine Frau ging mit ihrer Tochter und Stieftochter über Feld. deine Boten senden wolltest? ich habe keinen gesehen.' Dann zog er weiter. bis er wieder zu Kräften kam. war lustig und guter Dinge und lebte in den Tag hinein. Damit du aber siehst.' antwortete der Mensch. 'immer ein Gewinn. komm mit mir. daß er sich nicht wieder erheben konnte. 'Weißt du auch.' Sobald er sich gesund fühlte. bald kamen Krankheiten und Schmerzen. 'wer ich bin. und der Tod stand hinter ihm und sprach 'folge mir. die ihn bei Tag plagten und ihm nachts die Ruhe wegnahmen.' und die Tochter setzte hinzu 'habt Ihr Sorge.' sprach er. 'willst du dein Wort brechen? hast du mir nicht versprochen. so nehmt Euch einen Wegweiser mit.' fragte der Fremde. daß ich dankbar bin. daß ich dich nicht unversehens überfallen.' sprach der Jüngling. dich jeden Abend an mich erinnert? lagst du nicht in der Nacht. 'wenn ich da in der Ecke liegen bleibe? es stirbt niemand mehr auf der Welt. Der Riese ging seiner Wege. bevor ich komme und dich abhole.' 'Schweig. rüttelte dich und warf dich nieder? hat der Schwindel dir nicht den Kopf betäubt? zwickte dich nicht die Gicht in allen Gliedern? brauste dirs nicht in den Ohren? nagte nicht der Zahnschmerz in deinen Backen? wird dirs nicht dunkel vor den Augen? Über das alles. und wem du wieder auf die Beine geholfen hast?' 'Nein. 'Was soll daraus werden. ich will dich führen. so verspreche ich dir. die bösen Tage der Krankheit wären erst vorüber.' 'Wie.' 'Wohlan.Stein zusammensank.' sprach er. Da klopfte ihn eines Tages je- mand auf die Schulter: er blickte sich um. stieß dich an. sondern dir erst meine Boten senden will. 'ich kenne dich nicht.' 'Ich bin der Tod.' erwiderte der Tod. 'denn der Tod sen- det erst seine Boten. und so lange wenigstens sicher vor dir bin. daß sie nicht mehr Platz haben.' Die Stieftochter aber sprach 'armer Mann. indem er sich aufrichtete. frisch und gesund. hat nicht mein leiblicher Bruder.' Da zürnte der liebe . Da kam der liebe Gott als ein armer Mann zu ihnen gegangen und fragte 'wo führt der Weg ins Dorf?' 'Wenn Ihr ihn wissen wollt.' antwortete der Jüngling. flößte ihm aus seiner Flasche einen stärkenden Trank ein und wartete. ich wollte nur. sang ein Lied und warf seine Au- gen hin und her. ergab sich in sein Geschick und ging mit dem Tode fort. wann du kommst. 'so sucht ihn selber. 'ich verschone niemand und kann auch mit dir keine Aus- nahme machen.

weil er bei ihm Kutscher war. gab ihm Wagen und Pferde und prächtige Goldkleider und schickte ihn fort.' 'Sei still.' Sagte sie 'ich wünsche mir zum dritten das ewige Himmelreich nach meinem Tode.' Er malte nun seine Schwester ab und hing das Bild in seiner Stube auf. den liebte sie sehr und erzählte ihm alles. und als sie nahe am Dorf waren. Nun war aber gerade dem König. und als er sah.' Und durch ihre Hexenkünste trübte sie dem Kutscher die Augen. freute sich seine Schwester. 'Dann möchte ich einen Geldbeutel haben. und also schied der liebe Gott von ihr.' den gab ihr der liebe Gott auch. Alle Tage ging er davor stehen und dankte Gott für das Glück seiner lieben Schwester. daß sie halb taub war. Da ließ dieser das Bild vor sich bringen. mißgönntens ihm und meldeten es dem König. es wäre seine Schwester. daß er halb blind war. Der Kutscher sagte. der nie leer würde. wendete ihnen den Rücken zu und verwünschte sie. allein die Schwarze war eifersüchtig über das Glück. als wie sie ihr ein Leid antun könnte. und der Weißen ver- stopfte sie die Ohren. Der armen Stieftochter aber war Gott gnädig und ging mit ihr. und der König war darüber in tiefer Trauer. er wohnte aber in des Königs Schloß. ärgerte sich über alle Maßen und sprac h zu ihrer Mutter 'was helfen nun all Eure Künste. daß der Kutscher täglich vor dem schönen Bilde stand. erst die Braut in den herrlichen königlichen Kleidern.Gott über die Mutter und Tochter. Wie sie eine Weile unterwegs waren. Wie Reginer mit der Botschaft ankam.' Da sprach das Mädchen 'ich möchte gern so schön und rein werden wie die Sonne. so stieg die Bosheit in ihrem Herzen noch höher. so entschloß sich der König. sprach er einen Se- gen über sie und sagte 'wähle dir drei Sachen aus.' Das ward ihr auch gewährt. Als die Stiefmutter mit ihrer Tochter nach Hause kam und sah. Nun sprach Reginer einmal zu ihr 'liebe Schwester. laß niemand das Bild sehen. Darauf stiegen sie in den Wagen. ich will dich abmalen. daß sie beide kohlschwarz und häßlich waren. bei dem er diente. sprach aber 'vergiß das Beste nicht. und Reginer saß auf dem Bock. die so schön gewesen war. nur noch schöner war. die Stieftochter aber weiß und schön. wen das Bild vorstellte. damit ich dich beständig vor Augen sehe. die will ich dir gewähren. Die Hofdiener bemerkten aber. was geschehen war. daß sie sollten schwarz werden wie die Nacht und häßlich wie die Sünde. seine erwählte Braut abzuholen. da Ihr mir ein solches Glück doch nicht ver- schaffen könnt.' alsbald war sie weiß und schön wie der Tag. keine andere als diese zur Gemahlin zu nehmen. Die Stieftochter aber hatte einen Bruder namens Reginer. daß es in allem seiner verstorbenen Frau glich. um zu fahren.' sagte die Alte. daß man keine finden kon- nte. rief der Kutscher . und sie hatte nichts anders im Sinn. daß ich dich immer anblicken möchte. die ihr gliche. seine Gemahlin verstorben. so verliebte er sich sterblich hinein. dann die Stiefmutter mit ihrer Tochter. denn meine Liebe zu dir ist so groß. 'ich will dirs schon zuwenden. Er ließ den Kutscher vor sich kommen und fragte.' Da antwortete sie 'aber ich bitte dich.

Wie nun die Braut aufstand und aus dem Wagen sich herausbückte.' Da tat sie die Haube ab und tat sie der Schwarzen auf und saß im bloßen Haar.' Sie fuhren aber gerade auf einer Brücke über ein tiefes Wasser. in demselben Augenblick stieg eine schneeweiße Ente aus dem Wasserspiegel hervor und schwamm den Fluß hinab.' sprach die Alte. und du fein schön zum König kommst. 'er hat gesagt.' sprach die Alte.' Da zog sies aus und tats der Schwarzen an. du möchtest einmal aus dem Wagen sehen. du solltest dein gülden Kleid ausziehen und es deiner Schwester geben. Da brachte er dem König die Schwarze als seine Schwest- er und meinte.' Die Braut fragte 'was sagt mein lieber Bruder?' 'Ach. bis sie an den Hof kamen. daß er sie und ihre Tochter behielt. 'er hat gesagt. wie er die grundlose Häßlichkeit an seiner vermeinten Braut erblickte. und du fein schön zum König kommst. So fuhren sie weiter: über ein Weilchen rief der Bruder abermals 'deck dich zu. die gab ihr dafür einen schlechten grauen Kittel. Einmal abends. mein Schwesterlein' daß Regen dich nicht näßt. mein Schwesterlein. daß Wind dich nicht bestäubt.' Die Braut fragte 'was sagt mein lieber Bruder?' 'Ach. Als sie versunken war. die voll Ot- tern und Schlangengezücht war. mein Schwesterlein. ward sehr bös und befahl.' Die Braut fragte 'was sagt mein lieber Bruder?' 'Ach. daß du fein schön zum König kommst. Der Bruder hatte gar nichts davon gemerkt und fuhr den Wagen weiter. Die alte Hexe aber wußte den König doch so zu bestricken und durch ihre Künste ihm die Augen zu verblenden. daß Regen dich nicht näßt. Der König. du solltest deine güldene Haube abtun und deiner Schwester geben. daß Wind dich nicht bestäubt. So fuhren sie weiter: wiederum über eine Weile rief der Bruder 'deck dich zu. 'deck dich zu. daß sie mitten ins Wasser stürzte. ja daß sie ihm ganz leidlich vorkam und er sich wirklich mit ihr verheiratete. da stießen sie die beiden hinaus. kam eine weiße Ente zum Gossenstein in die Küche geschwommen und sagte zum Küchenjungen . den Kutscher in eine Grube zu werfen. sie wärs wirklich. daß Regen dich nicht näßt daß Wind dich nicht bestäubt. 'er hat gesagt. weil es ihm trübe vor den Augen war und doch die Goldkleider schimmern sah. während die schwarze Braut dem König auf dem Schoße saß.' sprach die Alte.

ging zu dem König und entdeckte ihm alles. ging er in die Kammer.' Fragte sie weiter 'was macht die schwarze Hexe im Haus?' Der Küchenjunge antwortete 'die sitzt warm ins Königs Arm. davon war eine so schön wie die andere. was ges- chehen war. mach Feuer an' daß ich meine Federn wärmen kann. schüttelte sich und strich sich die Federn mit dem Schnabel zurecht.' Sagte die Ente 'daß Gott erbarm!' und schwamm den Gossenstein hinaus. Da war sie so verblendet.' Das tat der Küchenjunge und machte ihr ein Feuer auf dem Herd: da kam die Ente und setzte sich daneben. Der König aber heiratete die weiße und schöne Braut und belohnte den treuen Bruder. daß ihr Bruder aus der Schlangenhöhle herausgeholt würde. daß sie nichts merkte und sprach 'die verdient. Dann erzählte sie ihm. wo die alte Hexe saß. ließ er köstliche Kleider bringen und ließ sie damit bekleiden. da ward sie auf einmal zum schönsten Mädchen. Die Brautschau Es war ein junger Hirt. Und als der König diese Bitte erfüllt hatte. und daß man vor das Faß ein Pferd spannt und das Pferd in alle Welt schickt. Den folgenden Abend kam sie wieder und tat dieselben Fragen und den dritten Abend noch einmal. und fragte 'was verdient die. fragte sie 'was macht mein Bruder Reginer?' Der Küchenjunge antwortete 'liegt in der Grube gefangen bei Ottern und bei Schlangen.' Das geschah alles an ihr und ihrer schwarzen Tochter. Während sie so saß und sich wohltat. und weil sie ganz naß dastand. ging den andern Abend hin. daß man sie nackt auszieht und in ein Faß mit Nägeln legt. 'Jüngelchen. wie sie durch List und Falschheit wäre betrogen und zuletzt in den Fluß hinabgeworfen worden. das der Bruder von ihr gemacht hatte. der wollte gern heiraten und kannte drei Schwestern. nahm er sein Schwert und hieb ihr den Hals durch. und glich genau dem Bild. und wie die Ente den Kopf durch den Gossenstein hereinstreckte. welche das und das tut?' und erzählte. daß ihm die Wahl schwer wurde und er sich nicht entschließen . Der König aber wollte es salbst sehen. und ihre erste Bitte war. Da konnte es der Küchenjunge nicht länger übers Herz bringen. indem er ihn zu einem reichen und angesehenen Mann machte. Der König war voll Freuden.

wenn ich ein Brünnlein wüßte. und sie ißt sich satt. und hab acht. ließ sie noch viel Gutes daran und warf das mit weg: die dritte schälte ordentlich die Rinde ab.' so hörte es wieder auf zu kochen. wie nur noch ein einziges Haus übrig ist. haben wir keine gute Stunde mehr. und wenn es regnete.' Brüderchen stand auf.konnte. zu dem sollt es sagen 'Töpfchen. die sprach 'lad alle drei ein und setz ihnen Käs vor. und der Brei steigt über den Rand hinaus und kocht immerzu. Am andern Morgen. Der Hirt erzählte das alles seiner Mutter. wir wollen miteinander in die weite Welt gehen. koche. nun will sie. die übrig bleiben. der mußte sich durchessen. die erste aber verschlang den Käs mit der Rinde: die zweite schnitt in der Hast die Rinde vom Käs ab. und wenn es sagte 'Töpfchen. sooft sie wollten. aber sie weiß das Wort nicht. einer davon den Vorzug zu geben. Felder und Steine. Die harten Brotkrusten. steh. nahm Schwesterchen an der Hand. da kommt das Kind heim. Daß Gott erbarm.' so kochte es guten süßen Hirsenbrei.' Das tat der Jüngling. die wein- en zusammen!' Abends kamen sie in einen großen Wald und waren so müde von Jammer. wenn das unsere Mutter wüßte! Komm. wie sie ihn anschneiden. da sprach sie 'nimm die dritte zu deiner Frau. das lebte mit seiner Mutter allein. und sie hatten nichts mehr zu essen. die Küche und das ganze Haus voll. und sie wollten das Brünnlein . weil sie aber so hastig war. Hunger und dem langen Weg. die Stiefmutter schlägt uns alle Tage. und spricht nur 'Töpfchen.' Das tat er und lebte zufrieden und glücklich mit ihr. koche. Da sprach das Brüderchen 'Schwesterchen. stößt sie uns mit den Füßen fort. Brüderchen und Schwesterchen Brüderchen nahm sein Schwesterchen an der Hand und sprach 'seit die Mutter tot ist. Da ging das Kind hinaus in den Wald. sprach das Schwesterchen 'Gott und unsere Herzen. als wollts die ganze Welt satt machen. Das Mädchen brachte den Topf seiner Mutter heim. und dem Hündlein unter dem Tisch gehts besser: dem wirft sie doch manchmal einen guten Bissen zu. daß das Töpfchen wieder aufhören soll. nicht zu viel und nicht zu wenig.' Sie gingen den ganzen Tag über Wiesen. Da fragte er seine Mutter um Rat. ich ging und tränk einmal. Auf eine Zeit war das Mädchen ausgegangen. ich hört eins rauschen. und wer wieder in die Stadt wollte. und ist die größte Not.' da steht es und hört auf zu kochen. steh. und nun waren sie ihrer Armut und ihres Hungers ledig und aßen süßen Brei. Endlich. daß sie sich in einen hohlen Baum setzten und einschliefen. die wußte seinen Jammer schon und schenkte ihm ein Töpfchen. da sprach die Mutter 'Töpfchen. Der süße Brei Es war einmal ein armes frommes Mädchen. mich dürstet. und begegnete ihm da eine alte Frau. stand die Sonne schon hoch am Himmel und schien heiß in den Baum hinein. und kein Mensch weiß sich da zu helfen. und wenn wir zu ihr kommen. ich mein. sind un- sere Speise. Also kocht es fort. als sie aufwachten. und das zweite Haus und dann die Straße.' da kocht es.

hörte das Schwesterchen. war vergnügt und spielte vor ihm herum. sonst wirst du ein wildes Tier und zerreißest mich. daß sie so allein in der Wildnis waren.' Da suchte es dem Rehchen Laub und Moos zu einem weichen La- ger. und ging immer tiefer in den Wald hinein. Als sie nun ein Brünnlein fanden. und jeden Morgen ging es aus und sammelte sich Wurzeln. wie auch dieses sprach 'wer aus mir trinkt.' Das Brüderchen trank nicht. das fraß es ihm aus der Hand. Abends. wer aus mir trinkt. aber dann muß ich trinken. daß der König des Landes eine große Jagd in dem Wald hielt. mein Durst ist gar zu groß. bis wir zur nächsten Quelle kommen. wird ein Reh. es wäre ein herrliches Leben gewesen.suchen. du magst sagen.' Aber das Brüderchen hatte sich gleich beim Brünnlein niedergeknieet. wird ein Wolf. was du willst. Und als sie lange lange gegangen waren. sonst wirst du ein Wolf und frissest mich. und sprach 'ich will warten bis zur nächsten Quelle. wie es im Rauschen sprach 'wer aus mir trinkt. trink nicht. wer aus mir trinkt. trink nicht. und hatte alle Brunnen im Walde verwünscht. lag es da als ein Rehkälbchen. wird ein Tiger. wie es im Rauschen sprach 'wer aus mir trinkt. dachte es 'hier können wir bleiben und wohnen. und rupfte Binsen und flocht ein weiches Seil daraus. ich will dich ja nimmermehr verlassen. sonst wirst du ein Reh und läufst mir fort.' Dann band es sein goldenes Strumpfband ab und tat es dem Rehchen um den Hals. trink nicht. heimlich. das so glitzerig über die Steine sprang. hinabgebeugt und von dem Wasse r getrunken. wird ein Tiger. 'Ach'. und das Mädchen schaute hinein. 'laß mich hinaus . ich bitte dich. und das Rehlein hörte es und wäre gar zu gerne dabei gewesen. wenn Schwesterchen müde war und sein Gebet gesagt hatte. Daran band es das Tierchen und führte es weiter. wie die beiden Kinder fortgegangen waren. Da schallte das Hörnerblasen. Hundegebell und das lustige Geschrei der Jäger durch die Bäume. Beeren und Nüsse. wie die Hexen schleichen. wird ein Reh. sprach es zum Schwesterlein. Da sprach das Mädchen endlich 'sei still. war ihnen nachgeschlichen.' Als sie zum zweiten Brünnlein kamen. wollte das Brüderchen daraus trinken: aber das Schwester- chen hörte. kamen sie endlich an ein kleines Haus.' Das Brüderchen trank nicht. darauf es sanft einschlief. Brüderchen. hörte das Schwesterlein. Die böse Stiefmutter aber war eine Hexe und hatte wohl gesehen. und sprach 'ich will warten. Es trug sich aber zu. und für das Rehchen brachte es zartes Gras mit. und weil es leer war. wer aus mir trinkt.' Und als sie zum dritten Brünnlein ka- men. liebes Rehchen. legte es seinen Kopf auf den Rücken des Rehkälbchens. Nun weinte das Schwesterchen über das arme verwünschte Brüderchen. Das dauerte eine Zeitlang. das war sein Kissen.' Da rief das Schwesterchen 'ich bitte dich.' Das Schwesterchen sprach 'ach Brüderchen. und das Re- hchen weinte auch und saß so traurig neben ihm. wird ein Wolf!' Da rief das Schwesterchen 'Brüderchen. ich bitte dich. Und hätte das Brüderchen nur seine menschliche Gestalt gehabt. ob es gleich so großen Durst hatte. und wie die ersten Tropfen auf seine Lippen gekommen waren.

und damit ich dich kenne. laß mich herein'. ho! der Jäger. es sprang hinein und ruhete sich die ganze Nacht auf seinem weichen Lager aus. sprach es zu ihm. 'komm mir ja abends wieder. Und als es die Jagdlust wieder draußen hörte. als es sah. und sah. klopfte er an und rief 'lieb Schwesterlein. da hatte es keine Ruhe und sprach 'Schwesterchen. und einer verwundete es ein wenig am Fuß. da sprang es über das Gebüsch weg und war verschwun- den. lief es zu dem Häuschen. Da sprach der König 'morgen soll noch einmal gejagt werden. mach mir auf. Das währte den ganzen Tag. laß . vor den wilden Jägern schließ ich mein Türlein. 'Aber'. wie es rief 'mein Schwesterlein. und als das Rehlein wieder das Hifthorn hörte und das ho. jagten sie ihm alle nach. ich kanns nicht länger mehr aushalten'. und wenn sie meinten. und ich bin hier allein im Wald und bin verlassen von aller Welt. sprach der König zum Jäger 'nun komm und zeige mir das Waldhäuschen. daß sein Rehkälbchen verwundet war. sprach er zu seinen Jägern 'nun jagt ihm nach den ganzen Tag bis in die Nacht.' Und als er vor dem Türlein war. Der König und seine Jäger sahen das schöne Tier und setzten ihm nach. und war ihm so wohl und war so lustig in freier Luft. sprach es 'ich kanns nicht aushalten. endlich aber hatten es die Jäger abends umzingelt. legte Kräuter auf und sprach 'geh auf dein Lager. so klopf und sprich: mein Schwesterlein.' Das Schwesterchen aber erschrak gewaltig. ich muß hinaus. daß das Rehchen am Mor- gen nichts mehr davon spürte. aber daß ihm keiner etwas zuleide tut.' Die Wunde aber war so gering. so mein ich. klopfte und sprach 'mein Schwesterlein. Der Jäger behielt das alles wohl im Sinn. ant- wortete das Rehchen. und bat so lange.' Als der König und seine Jäger das Rehlein mit dem goldenen Halshand wieder sahen. 'wenn ich das Hifthorn höre. so schließ ich mein Türlein nicht auf.' Das Schwester- chen weinte und sprach 'nun werden sie dich töten.' Sobald die Sonne unter gegangen war. Am andern Morgen ging die Jagd von neuem an. daß du wieder heil wirst. so daß es hinken mußte und langsam fortlief. Als es der König erblickte. so bald soll mich keiner kriegen.' Das Schwesterchen öffnete ihm die Türe und sprach 'aber zu Abend mußt du wieder da sein und dein Sprüchlein sagen. lieb Re- hchen. daß die Tür ihm aufget- an und alsbald wieder zugeschlossen ward. bis es einwilligte. was er gesehen und gehört hatte. sie hätten es gewiß. aber es war ihnen zu schnell und behend. laß mich herein.' Nun sprang das Re- hchen hinaus. und das Rehchen sprang gesund und fröhlich in den Wald. aber sie konnten es nicht einholen. laß mich herein. Da schlich ihm ein Jäger nach bis zu dem Häuschen und hörte. Es wusch ihm das Blut ab.in die Jagd. ich laß dich nicht hinaus. Als es dunkel ward. ich muß dabei sein. und wenn du nicht so sprichst. ich müßt aus den Schuhen springen!' Da konnte das Schwesterchen nicht anders und schloß ihm mit schwerem Herzen die Tür auf.' Da ward ihm die kleine Tür aufgetan.' 'So sterb ich dir hier vor Betrübnis'. ging zum König und erzählte ihm.

daß ihm ein Söhnlein geboren war.' 'Sei nur still'. trat in die Stube. da band es das Schwesterchen wieder an das Binsenseil. mußte sie sich auf die Seite legen. . Ihre rechte Tochter.mich herein. die machte ihr Vorwürfe und sprach 'eine Königin zu werden. und da stand ein Mädchen. und war es nun die Frau Königin. was sie machte. um derentwillen die Kinder in die Welt hineingegangen waren. so lange du lebst. Als sie nun hörte. die häßlich war wie die Nacht und nur ein Auge hatte. sagte die Alte und sprach sie zufrieden. der eine goldene Krone auf dem Haupt hatte. 'aber das Re- hchen muß auch mit. wo die Königin lag.' Ihre Tochter war auch bei der Hand. antwortete das Mädchen. reichte ihm die Hand und sprach 'willst du mit mir gehen auf mein Schloß und meine liebe Frau sein?' 'Ach ja'. das war so schön. Als das vollbracht war.' Sprach der König 'es soll bei dir bleiben. sie trugen die schwache Königin in die Badstube und legten sie in die Wanne: dann schlossen sie die Tür ab und liefen davon. daß eine falsche Königin im Bette lag. und sie hatte keinen andern Gedanken. Da rief die Alte geschwind 'beileibe. und die Königin ein schönes Knäblein zur Welt gebracht hatte. Damit es aber der König nicht merkte. freute er sich herzlich. Aber der König sah es freundlich an. nur das verlorene Auge konnte sie ihr nicht wiedergeben. daß sie so glücklich waren und es ihnen so wohl ging. als es sah. Die böse Stiefmutter aber. das verlaß ich nicht. als er heimkam und hörte. als Schwesterchen wäre von den wilden Tieren im Walde zerrissen worden und Brüderchen als ein Rehkalb von den Jägern tot- geschossen. wo die Hochzeit mit großer Pracht gefeiert wurde. wo sie kein Auge hatte. Am Abend. das Glück hätte mir gebührt. 'wenns Zeit ist. das Bad ist fertig. sondern ein Mann hereinkam. das Rehlein ward gehegt und gepflegt und sprang in dem Schloßgarten herum. und soll ihm an nichts fehlen. laßt die Vorhänge zu. und legte sie ins Bett an der Königin Stelle. und wollte ans Bett seiner lieben Frau gehen und sehen. Sie gab ihr auch die Gestalt und das Ansehen der Königin. da wur- den Neid und Mißgunst in ihrem Herzen rege und ließen ihr keine Ruhe. Der König nahm das schöne Mädchen auf sein Pferd und führte es in sein Schloß. die Königin darf noch nicht ins Licht sehen und muß Ruhe haben. In der Badstube aber hatten sie ein rechtes Höllenfeuer angemacht. die meinte nicht anders. nahm die Alte ihre Tochter.' Da ging die Tür auf.' Indem kam es hereingesprungen. nahm es selbst in die Hand und ging mit ihm aus dem Waldhäuschen fort. daß nicht das Rehlein. und der König trat herein. setzte ihr eine Haube auf. das wird Euch wohltun und frische Kräfte geben: geschwind. Das Mädchen erschrak. eh es kalt wird. und sprach zu der Kranken 'kommt. als wie sie die beiden doch noch ins Unglück bringen könnte. will ich schon bei der Hand sein. daß die schöne junge Königin bald ersticken mußte. nahm die alte Hexe die Gestalt der Kammerfrau an. und lebten sie lange Zeit vergnügt zusammen. wie er noch keins gesehen hatte.' Als nun die Zeit herangerückt war.' Der König ging zurück und wußte nicht. und der König gerade auf der Jagd war.

den die böse Hexe und ihre Tochter an ihr verübt hatten. rot und gesund. jemand etwas davon zu sagen. wie sie gewöhnlich tat. Der König ließ beide vor Gericht führen. Das Bürle . sprang zu ihr und sprach 'du kannst niemand anders sein als meine liebe Frau. die Kinderfrau sah sie immer. Als es aber Mitternacht war und alles schlief. ehe sie verschwand. was ist das! ich will in der nächsten Nacht bei dem Kinde wachen. wo es lag.' So kam sie viele Nächte und sprach niemals ein Wort dabei. legte es wieder hinein und deckte es mit dem Deck- bettchen zu. und die rechte Königin hereintrat. und die Kinderfrau fragte am anderen Morgen die Wächter. ver- wandelte sich das Rehkälbchen und erhielt seine menschliche Gestalt wieder. wir haben niemand gesehen. ich bin deine liebe Frau'. Der König getraute sich nicht. da sah die Kinderfrau. aber um Mitternacht erschi- en die Königin wieder und sprach 'was macht mein Kind. Darauf erzählte sie dem König den Frevel. wo sie die wilden Tiere zerrissen. was macht mein Reh? Nun komm ich noch einmal und dann nimmermehr. Sie vergaß aber auch das Rehchen nicht. die in der Kinderstube neben der Wiege saß und allein noch wachte. legte es in ihren Arm und gab ihm zu trinken. ging sie zum König und erzählte ihm alles. Die Tochter ward in den Wald geführt. Als nun so eine Zeit verflossen war. ging in die Ecke.' Da antwortete sie 'ja. und es ward ihnen das Urteil gesprochen. da hub die Königin in der Nacht an zu reden und sprach 'was macht mein Kind? was macht mein Reh? Nun komm ich noch zweimal und dann nimmermehr. aber als sie wieder verschwunden war. Dann schüttelte sie ihm sein Kißchen. die Hexe aber ward ins Feuer gelegt und mußte jammervoll verbrennen. Sprach der König 'ach Gott.' Die Kinderfrau antwortete ihr nicht.' Abends ging er in die Kinderstube.' Da konnte sich der König nicht zurückhalten. sie anzureden. aber sie antworteten 'nein. aber sie getraute sich nicht. aber er wachte auch in der folgenden Nacht. Sie nahm das Kind aus der Wiege. und streichelte ihm über den Rücken. wie die Türe aufging. Schwester- chen und Brüderchen aber lebten glücklich zusammen bis an ihr Ende. Und wie sie zu Asche verbrannt war.' Und pflegte dann des Kindes. Sie sprach abermals 'was macht mein Kind? was macht mein Reh? Nun komm ich noch diesmal und dann nimmermehr. war frisch. und hatte in dem Augenblick durch Gottes Gnade das Leben wiedererhalten. ob jemand während der Nacht ins Schloß gegangen wäre. Darauf ging sie ganz stillschweigend wieder zur Türe hinaus.

aber einer hatte das Kalb gestohlen.' Das Bürle stand aber vor der Haustüre und wartete auf sein Kälbchen: als nun der Kuhhirt durchs Dorf trieb und das Kälbchen fehlte. und der Hirt sprach 'das wird bald selber laufen. fragte er danach. und der Gevatter Schreiner zimmerte und hobelte das Kalb zurecht. aber es ist noch klein und muß noch getragen werden. Braten. kehrte in die Mühle ein und bat um Herberge. als er die Herde wieder heimtreiben wollte. Wie die Kühe des andern Morgens ausgetrieben wurden. trugs hinaus auf die Weide und stellte es ins Gras. den nahm er aus Erbarmen auf und wickelte ihn in das Fell. daß es den Kopf herab- senkte. darin saßen lauter reiche Bauern und nur ein armer. und es war fort. Nun hatte das Bürle und seine Frau die lang gewünschte Kuh. rief das Bürle den Hirt herein und sprach 'seht.' und gab ihm ein Käsebrot. sprach er zu dem Kalb 'kannst du da stehen und dich satt fressen. mit der Zeit wirds wohl groß und gibt eine Kuh. und machte es so. eine zu kaufen und er und seine Frau hätten so gern eine gehabt. Sprach der Hirt 'es wird sich wohl verlaufen haben. es wollte nicht aufhören und nicht mitgehen. strich es an.' Bürle aber sprach 'ei was. da ist unser Gevatter Schreiner. Das Fleisch salzten sie ein. Die Müllerin war allein zu Haus und sprach zu dem Bürle 'da leg dich auf die Streu. und die Frau dachte 'der ist müde und schläft. da saß ein Rabe mit gebrochenen Flügeln. Salat. was es schon frißt!' Abends. die Frau Müllerin empfing ihn wohl und sprach 'mein Mann ist aus. als fräße es. und das Bürle ging in die Stadt und wollte das Fell dort verkaufen. daß er dem Bürle für das entkom- mene Kalb mußte eine Kuh geben. Da trug die Frau herbei und trug viererlei auf. wie sichs gehörte. Kuchen und Wein.' Der Hirt sagte 'schon gut. guck einer. den nannten sie das Bürle (Bäuerlein).' Indem kam der Pfaff.' Das Bürle aber sagte 'mir nicht so!' und führte den Hirten vor den Schultheiß. Er hatte nicht einmal eine Kuh und noch weniger Geld. ich mag dich nicht wieder auf dem Arm heim- schleppen. um für den Erlös ein neues Kälbchen zu bestellen. das frißt. der verdammte ihn für seine Nachlässigkeit.' Der Frau gefiel das auch. daß es wie ein anderes aussieht. da wollen wir uns traktieren.' Bürle horchte auf. ich habe einen guten Gedanken. Es war ein Dorf. so kannst du auch auf deinen vier Beinen gehen. und konnten ihr nichts zu fressen geben. Unterwegs kam er an eine Mühle. Weil aber das Wetter so schlecht ward. und wies von traktieren hörte.' nahms in seinen Arm. daß es mit Käsebrot hätte vorlieb nehmen müssen. Der Hirt antwortete 'das steht noch immer draußen und frißt. sein Fell neben sich. Das Kälblein blieb da immer stehen wie eins. konnte er nicht weiter. da hab ich ein Kälbchen. ich muß mein Vieh wiederhaben. der soll uns ein Kalb aus Holz machen und braun anstreichen. . Das Bürle aß und legte sich nieder. ärgerte es sich.' Da gingen sie zusammen nach der Wiese zurück. und Wind und Regen stürmte. also mußte sie bald geschlachtet werden. hatten aber kein Futter. Einmal sprach er zu ihr 'hör. sie freuten sich von Herzen.

' Sprach der Müller 'der Teufel muß hinaus. Danach sah der Müller das Fell auf der Erde liegen. wäre Salat auf dem Bett. Bürle ließ den Raben noch mehr weissagen und sprach 'drittens.' sprach der Müller. draußen im Schrank auf dem Hausehrn.' Sprach der Mann 'ich habe nichts dagegen. klopfte es draußen. den Wein unters Kopfkissen. aber Bürle sprach 'erst wollen wir die vier andern Dinge ruhig essen. und sprach 'viertens. und das fünfte behält er bei sich. ging hin und fand den Braten. wäre Braten in der Ofenkachel. 'Warum nicht?' antwortete das Bürle. und der Müller sprach 'ich habe den schwarzen Kerl mit . Das Bürle ließ den Raben wieder quaksen und sprach 'zweitens. Da drückte das Bürle dem Raben noch einmal an den Kopf. ging hin und fand den Salat. es steckte Wein unterm Kopfkissen.' Die Frau sagte 'ich habe aber nichts als Käsebrot. hat er gesagt. Sprach die Frau 'ach Gott. ging hin und fand den Kuchen.' Bürle ließ sich das nicht zweimal sagen.' Der Müller war neugierig und sprach 'laß ihn einmal wahrsagen. hat er gesagt. denn das fünfte ist etwas Schlimmes.' 'Ich bin mit allem zu- frieden. da steckte der Teufel. Sprach der Müller 'was hat er gesagt?' Bürle antwortete 'erstens hat er gesagt. legte sich ins Bett und nahm alle Schlüssel zu sich. und fragte 'was hast du da?' Antwortete das Bürle 'da hab ich einen Wahrsager drin.' sah das Bürle an und rief 'komm und iß noch einmal mit.' sagte die Frau. Danach machte sie dem Mann auf und sprach 'gottlob. den Salat aufs Bett. Der Müller hätte auch gern das fünfte gewußt. Fragte der Müller 'was hat er gesagt?' Antwortete das Bürle 'er hat gesagt. daß er quakte und 'krr krr' machte. 'Nun weiter. aber schaff mir bald etwas zu essen. 'er sagt aber nur vier Dinge. Nun setzten sich die zwei zusammen an den Tisch.' antwortete der Mann. und danach ward gehandelt. und Bürle schloß den Schrank auf.' Da drückte Bürle dem Raben auf den Kopf. hinaus. daß er knurrte. die Müllerin aber kriegte Todesängste.' 'Das wäre des Kuckucks!' rief der Müller. hat er gesagt. daß er laut quakte.' 'Das wäre des Kuckucks!' rief der Müller.' 'Kann der mir auch wahrsagen?' sprach der Müller. als wenn die Welt untergehen sollte!' Der Müller sahs Bürle auf dem Streu liegen und fragte 'was will der Kerl da?' 'Ach. 'meinetwegen mit Käsebrot. Endlich drückte das Bürle den Raben noch einmal. stand auf und aß mit.' 'Das wäre des Kuckucks!' rief der Müller. Wie sie sich nun setzten und essen wollten.' und sperrte die Haustür auf. die Frau aber mußte den Schlüssel hergeben.' 'Das wäre des Kuckucks!' rief der Müller. was er konnte. das ist mein Mann!' Geschwind versteckte sie den Braten in die Ofenkachel. den Kuchen unters Bett und den Pfaff in den Schrank auf dem Hausehrn. wieviel der Müller für die fünfte Wahrsagung geben sollte. bis sie um dreihundert Taler einig wurden. in dem der Rabe steckte. 'der arme Schelm kam in dem Sturm und Regen und bat um ein Obdach. da hab ich ihm ein Käsebrot gegeben und ihm die Streu angewiesen. wäre Kuchen unterm Bett.' So aßen sie. daß du wieder hier bist! Das ist ein Wetter. ging hin und fand den Wein. Da lief der Pfaff.

und wie sie ins Dorf kamen. von dem das Bürle wußte. Die andern mußten sich alle entfernen. da schrie es aus allen Kräften 'nein. wo kommst du her? kommst du aus dem Wasser?' 'Freilich.' Als die Bauern das hörten. ich tus nicht! und wenns die ganze Welt haben wollte. dann nahm es die Herde des Schäfers für sich und trieb sie fort. Daheim tat sich das Bürle allgemach auf. Sprach es zu ihm 'ich hab Euch aus dem Schrank befreit. wollten Rache an ihm nehmen und verklagten es wegen des Betrugs bei dem Schultheiß. der bei der Frau Müllerin gewesen war. daß sie vom Bürle hinters Licht geführt waren. und als die übrigen kamen.' Da ward Bürle vor den Schultheiß gefordert.meinen Augen gesehen: es war richtig. ich tus nicht!' Der Schäfer. wollte ich mich gleich in das Faß setzen. Als das Faß zu rollen anfing. und das Bürle schlug den Deckel drauf. Antwortete es 'ich habe mein Kuhfell in der Stadt für dreihundert Taler verkauft. um sie in der Stadt mit dem großen Gewinn zu verkaufen. woher sein Reichtum käme.' und rollten das Faß ins Wasser hinein. und sprachen 'das meinen wir auch. wo der goldene Schnee fällt und man das Geld mit Scheffeln heim trägt. der das hörte. Da kamen sie und rollten das Faß nach dem Wasser hin. wenn ich mich in das F aß setze. so kam auch das Bürle dah- er. es sollte sagen.' Bürle aber machte sich am andern Morgen in der Dämmerung mit den dreihundert Talern aus dem Staub. Das un- schuldige Bürle ward einstimmig zum Tod verurteilt.' Nun trieb gerade der Schäfer mit einer Herde Schafe daher. schlugen all ihre Kühe tot und zogen die Felle ab. um Schultheiß zu werden. und wie das Bürle den Geistlichen anblickte. 'ich bin versunken tief. daß er längst gerne Schultheiß geworden wäre. bis ich endlich auf den Grund kam: ich stieß dem Faß den . so wirst du auch Schultheiß. als das Bürle schrie so. nein.' antwortete das Bürle. und sollte in einem durchlöcherten Faß ins Wasser gerollt werden.' Der Schäfer wars zufrieden. wollten sie auch den großen Vorteil genießen. Bürle ward hinausgeführt und ein Geistlicher gebracht. Da erstaunten die Bauern und sprachen 'Bürle. und die Bauern sprachen 'das Bürle ist gewiß gewesen. der ihm eine Seelenmesse lesen sollte. befreit mich aus dem Faß. Darauf gingen die Bauern heim. baute ein hübsches Haus. so erkannte es den Pfaffen.' Der Schäfer sagte ''wenns weiter nichts ist. trieb eine Herde Schafe ruhig ein und war ganz zufrieden. tief. liefen heim. aber erst sollst du dich da unten umsehen. kam herbei und fragte 'was hast du vor? was willst du nicht tun?' Bürle sprach 'da wollen sie mich zum Schultheiß machen.' Sie glaubten nicht anders. Der Pfaff aber ging zur Gemeinde und sagte. rief der Schäfer 'ich will ja gerne Schultheiß werden. Der Schultheiß sprach 'meine Magd muß aber vorangehen. gab er ihnen nicht einmal soviel und sprach 'was soll ich mit all den Häuten anfangen?' Nun ärgerten sich die Bauern. aber ich tus nicht. gab er ihr nicht mehr als drei Taler für ein Fell.' Bürle sprach 'willst du dich hineinsetzen.' Als diese zum Kaufmann in die Stadt kam. setzte sich hinein. die Seelenmesse wäre gelesen.

jeder eine Herde. als er riefe ihnen zu 'kommt!' und der ganze Haufe stürzte in einer Hast hinter ihm drein. wie das Pferd gehen sollte. doch schaute es verständig aus den Augen und zeigte sich bald als ein kluges und behendes Ding.' sprach der eine. 'was ist das? da fährt ein Wagen. 'wenns nur ein einziges wäre.' antwortete die Frau und seufzte. 'mehr. aber nicht länger als ein Daumen war. Da war das Dorf ausgestorben. die man Lämmerchen nennt. davon bracht ich mir die Herde mit. der mir den Wagen nachbrächte. und die Frau saß und spann. aber das Kind ward nicht größer.' und nannten es nach seiner Gestalt Daumesdick. Daumesdick Es war ein armer Bauersmann.' Da lachte der Mann und sprach 'wie sollte das zugehen. daß einer da wäre.' Sprachen die Bauern 'sind noch mehr da?' 'O ja. auf denen viele Lämmer weideten. daß die Frau kränklich ward und nach sieben Monaten ein Kind gebar. wie es in der ersten Stunde gewesen war. 'jüh und joh! hott und har!. als er eben um eine Ecke bog und der Kleine 'har. du bist viel zu klein. sondern blieb. da standen gerade am blauen Himmel kleine Flock- wolken. wir hättens doch von Herzen lieb.' 'Das geht nicht mit rechten .' 'Ja. 'einmal wollen wirs versuchen. als ihr brauchen könnt.' sagte das Bürle. da waren schöne Wiesen.' 'Nun. wenns gut ist. 'den Wagen will ich schon bringen. Vater. in den Wald zu gehen und Holz zu fällen. und Bürle als der einzige Erbe ward ein reicher Mann. Da ging es ganz ordentlich als wie bei einem Meister. der saß abends beim Herd und schürte das Feuer. so wollte ich schon zufrieden sein. Da sprachen sie 'es ist.' Als die Stunde kam. verlaßt Euch drauf. will ich euch rufen. und ist doch nicht zu sehen.' rief Daumesdick. wie es gehen soll. er soll zur bestimmten Zeit im Walde sein. 'plump' klang es im Wasser.' Nun gingen sie Zusammen zum Wasser. da riefen die Bauern 'wir sehen schon die Schafe unten auf dem Grund.' Da verabredeten sich die Bauern. um das Pferd mit dem Zügel zu leiten. da sprach er so vor sich hin 'nun wollt ich. Der Bauer machte sich eines Tages fertig.' 'O Vater.' 'Das tut nichts. Sie meinten nicht anders.' Da sprang er hinein. die spiegelten sich im Wasser ab. was es anfing. 'Mein. der Schultheiß aber sagte 'ich komme zuerst. und der Wagen fuhr den rechten Weg nach dem Walde. spannte die Mutter an und setzte Daumesdick ins Ohr des Pferdes. und in den andern Häusern ists so laut und lustig. und wenns auch ganz klein wäre. har!' rief. daß wir keine Kinder haben! es ist so still bei uns. dem alles glückte. Sie ließens nicht an Nahrung fehlen. ich setze mich dem Pferd ins Ohr und rufe ihm zu. das zwar an allen Gliedern vollkommen. wenn nur die Mutter anspannen will. nur Daumens groß. Es trug sich zu. wie wir es gewünscht haben. und ein Fuhrmann ruft dem Pferde zu. und es soll unser liebes Kind sein. Da sprach er 'wie ists so traurig.' Nun geschah es.Boden aus und kroch hervor. daß zwei fremde Männer daherkamen.' antwortete der Vater. und dann rief der Kleine. daß sie sich auch Schafe holen wollten.' Der Schulz drängte sich hervor und sagte 'nun will ich zuerst hinunter und mich umsehen.

'Ach. 'wir wollen dem Karren folgen und sehen.' sprach er. und falle doch nicht herunter.' Der Vater faßte das Pferd mit der Linken und holte mit der Rechten sein Söhnlein aus dem Ohr.' sagte er.Dingen zu.' rief Daumesdick dazwischen. Sie liefen herbei und stachen mit Stöcken in das Mausloch. ihr Herren.' 'Nein.' 'Bleib nur droben' sprach der Mann. 'Es ist auf dem Acker in der Finsternis so gefährlich gehen.' Der Mann nahm den Hut ab und setzte den Kleinen auf einen Acker am Weg. das sich ganz lustig auf einen Strohhalm niederset- zte. Als die beiden fremden Männer den Daumesdick erblickten. rief er ihm zu 'siehst du. wo er anhält. wir wollen ihn kaufen. die Vögel lassen mir auch manchmal was drauf fallen. es ist nötig. bis es dämmrig ward. der kleine Kerl könnte unser Glück machen. was sie vor Verwunderung sagen sollten.' sprach Daumesdick.' und setzte sich hinein. Nicht lang.' Sie blieben stehen und horchten. Als Daumesdick merkte. da kann ich auf und ab spazieren und die Gegend b etrachten. Vater.' rief er ihnen zu. was sich schickt. machten sie sich mit ihm fort. auf dessen Kopf er saß. und als Daumesdick Abschied von seinem Vater genommen hatte.' Da gab ihn der Vater für ein schönes Stück Geld den beiden Männern hin. als er von dem Handel gehört. um dem reichen Pfarrer sein Geld und sein Silber zu holen?. so mußten sie mit Ärger und mit leerem Beutel wieder heim wandern. 'Was war das?' sprach der eine Dieb erschrocken. und lachte sie aus. Daumesdick kroch immer weiter zurück.' 'Nein. stellte sich ihm auf die Schulter und wisperte ihm ins Ohr 'Vater. dann schlüpfte er pIötzlich in ein Mausloch.' sagte der andere. ich will schon wieder zurückkommen. wußten sie nicht.' 'Wo bist du denn?' 'Sucht nur auf der Erde und . davon sprach der eine 'wie wirs nur anfangen. als er eben einschlafen wollte. da sprang und kroch er ein wenig zwischen den Schollen hin und her. wenn wir ihn in einer großen Stadt für Geld sehen ließen. nun hol mich runter. 'wie leicht bricht einer Hals und Bein. 'Guten Abend. gib mich nur hin. daß sie fort waren. 'Das könnt ich dir sagen. 'ich hörte jemand sprechen.' Zum Glück stieß er an ein leeres Schneckenhaus. so will ich euch helfen. 'Wo willst du sitzen?. war an den Rockfalten seines Vaters hinaufgekrochen. hebt mich nur geschwind herab. das er sich ausgesucht hatte. und da es bald ganz dunkel ward. 'es ist mein Herzblatt. kroch er aus dem unterirdischen Gang wieder hervor. da sprach der Kleine 'hebt mich einmal her- unter. und ist mir für alles Gold in der Welt nicht feil!' Daumesdick aber. setzt mich nur auf den Rand von eurem Hut.' Der Wagen aber fuhr vollends in den Wald hinein und richtig zu dem Platze. geht nur ohne mich heim. wo das Holz ge- hauen ward. da bin ich mit dem Wagen. aber das war vergebliche Mühe. 'ich will mir nichts draus machen. So gingen sie. 'da kann ich die Nacht sicher zubringen. 'Gottlob. Da nahm der eine den andern beiseit und sprach 'hör. da sprach Daumesdick wieder 'nehmt mich mit. Als Daumesdick seinen Vater erblickte. sprachen sie zu ihm.' Sie taten ihm den Willen. 'ich weiß auch. so hörte er zwei Männer vorübergehen.' antwortete der Vater.' Sie gingen zu dein Bauer und sprachen 'verkauft uns den klein- en Mann' er solls gut bei uns haben.

und gerade dasjenige. als der Tag graute. Sie lief in der größten Hast zu . als bis er in dem Maul der Kuh war. Die Diebe aber waren vor Schrecken ein Stück Wegs zurückgelaufen. bringt mir kein frisch Futter mehr. Wie sie damit herbeikam. endlich faßten sie wieder Mut und dachten 'der kleine Kerl will uns necken. es kam im- mer mehr neues Heu zur Türe hinein. daß er nicht zwischen die Zähne kam und zermalmt ward. was willst du uns helfen!' sprachen sie. die in der Stube daran schlief. 'ich krieche zwischen den Eisenstäben in die Kammer des Pfarrers und reiche euch heraus.' sagten sie. was du kannst. richtete sich im Bete auf und horchte. 'bringt mir kein frisch Futter mehr.' Das hörte die horchende Magd ganz deutlich. reicht nur die H ände herein. die Magd aber. was ihr haben wollt. und es dieselbe Stimme war.' Überhaupt gefiel ihm das Quartier schlecht. schrie aber gleich aus Leibeskräften 'wollt ihr alles haben.' rief er. und als sie sprechen hörte. worin der arme Daumesdick. legte sich endlich wieder zu Bett und glaubte. wo er war. und hernach mußte er doch mit in den Magen hinabrutschen. 'Seht. Da hieß es aufpassen. 'Du kleiner Wicht. damit niemand aufwacht. sie hätte mit offenen Augen und Ohren doch nur geträumt. bis es Tag wäre. 'wir wollen sehen. sprang aus dem Bett und stolperte zur Tür herein. Die Diebe liefen fort und rannten. Ihr erster Gang war in die Scheune. 'Ach Gott. schon aus dem Bett. machte sich Daumesdick. die sie auch in der Nacht gehört hatte. wo sie einen Arm voll Heu packte. 'In dem Stübchen sind die Fen- ster vergessen. lag und schlief.' Die Magd melkte gerade die Kuh. Er schlief aber so fest. Daumesdick war in den Heuhälmchen herumgeklettert und hatte einen schönen Platz zum Schlafen gefunden: da wollte er sich ausruhen. die ihn mit dem Heu aufgerafft hatte. und schrie von neuem 'was wollt ihr? wollt ihr alles haben. ohne jemand zu sehen. und was das Schlimmste war. 'und scheint keine Sonne hinein: ein Licht wird auch nicht geb- racht. was hier ist?.' Da schrie Daumesdick noch einmal. Da rief er endlich in der Angst. nachdem sie alle Winkel durchgesucht und nichts ge- funden hatte. als wäre der wilde Jäger hinter ihnen. als sie nichts bemerken konnte. so laut er konnte 'ich will euch ja alles geben.' sprach er. erschrak sie so. Aber er mußte andere Dinge erfahren! ja.' antwortete er.' Als sie bei dem Pfarrhaus kamen.merkt. so laut er konnte. es gibt viel Trübsal und Not auf der Welt! Die Magd stieg. daß er nichts gewahr ward. um das Vieh zu füttern. daß sie von ihrem Stühlchen herabglitschte und die Milch verschüttete. merkte aber bald. Die Diebe erschraken und sagten 'so sprich doch leise. und dann zu seinen Eltern wieder heimgehen. wo die Stimme herkommt. und nicht eher aufwachte. Da fanden ihn endlich die Diebe und hoben ihn in die Höhe. ohne daß er gesehen wurde. als hätte er sie nicht verstanden. ging ein Licht anzünden. was hier ist?' Das hörte die Köchin. 'wie bin ich in die Walkmühle geraten!.' 'Wohlan. hinaus in die Scheune: die Magd aber.' antwortete er. kroch Daumesdick in die Kammer.' Aber Daumesdick tat. und der Platz ward immer enger.' Sie kamen zurück und flüsterten ihm zu 'nun mach Ernst und reich uns etwas heraus.

' sprach der Vater. Vater. Kaum aber hatte er den Fuß hineingesetzt. aus allen Kräften zu schreien. Vater. bringt mir kein frisch Futter mehr. da mußt du durch die Gosse hineinkriechen. was es da gäbe.' 'Ei was. schnitten ihm den Leib auf und zogen den Kleinen wieder hervor. 'Ach. Der Wolf ließ sich das nicht zweimal sagen.ihrem Herrn und rief 'ach Gott.' dachte er. worin Daumesdick steckte. und hatte große Mühe damit.' und hieß die Frau die Sense wegtun. aber als er eben sein Haupt herausstrecken wollte. 'du hast dich satt gefressen.' Da hörte Daumesdick die Stimme se ines Vaters und rief 'lieber Vater. Speck und Wurst finden. 'In dem und dem Haus. drängte sich in der Nacht zur Gosse hinein und fraß in der Vorratskammer nach Herzenslust. 'du weckst die Leute auf. als sie in die Kammer traten.' und fing von neuem an. Daumesdick hatte große Mühe. auf den Mist geworfen. Sie gaben ihm zu essen und trinken. ich stecke im Leibe des Wolfs. der Magen aber.' 'Wo ist der zu holen?' sprach der Wolf. 'wenn ich ihm einen Schlag gegeben habe.' und beschrieb ihm genau seines Vaters Haus. ging aber doch selbst in den Stall und wollte nachsehen. und wirst Kuchen.' 'Du bist verrückt. liefen an die Kammer und schauten durch die Spalte hinein. und der Mann holte eine Axt. und schlug dem Wolf einen Schlag auf den Kopf. aber er war so dick geworden' daß er denselben Weg nicht wieder hinaus konnte. daß er tot niederstürzte. und die Frau die Sense.' sprach der Mann. ich will mich auch lustig machen. Davon erwachte endlich sein Vater und seine Mutter. 'Bleib dahinten. Herr Pfarrer. es wäre ein böser Geist in die Kuh gefahren. kam ein neues Unglück. tobte und schrie. daß er Platz bekam. in einer Kuh Bauch und in eines Wolfes Wanst: nun bleib ich bei euch. ich war in einem Mauseloch.' Da erschrak der Pfarrer selbst. und ihm den Leib zerschneiden. denn die seinigen waren ihm auf der . so viel du essen willst. sich hindurchzuarbeiten. 'was haben wir für Sorge um dich ausgestanden!. dann suchten sie Messer und Schere. daß ein Wolf darin hauste. damit Daumesdick nicht beschädigt würde. meinte.' 'Und wir verkaufen dich um alle Reichtümer der Welt nicht wieder. gottlob. so rief Daumesdick aufs neue 'bringt mir kein frisch Futter mehr. so mußt du auf ihn einhauen. und er davon noch nicht tot ist. und hieß sie töten. 'Willst du stille sein. die Kuh hat geredet. und ließen ihm neue Kleider machen. doch brachte ers so weit.' Sprach der Vater voll Freuden 'gottlob. 'läßt der Wolf mit sich reden.' sprach der Wolf.' sprachen die Eltern. Als er sich gesättigt hatte' wollte er wieder fort.' und rief ihm aus dem Wanste zu 'lieber Wolf' ich weiß dir einen herrlichen Fraß. liefen sie davon. was er konnte.' antwortete der Kleine. 'vielleicht. Wie sie sahen. herzten und küßten ihren lieben Daumesdick. Sie ward geschlachtet. ich bin hier. Ein hungriger Wolf lief heran und verschlang den ganzen Magen mit einem Schluck. daß ich wieder frische Luft schöpfe!' 'Wo bist du denn all gewesen?' 'Ach. Danach holte er aus. Daum- nesdick verlor den Mut nicht. unser liebes Kind hat sich wiedergefunden.' antwor- tete der Pfarrer. ich bin viel in der Welt herumgekommen. Darauf hatte Daumesdick gerechnet und fing nun an' in dem Leib des Wolfes einen gewaltigen Lärmen zu machen. 'Ja.

Schwert und Spieß bringen und rüstete sich. so geriet er in nicht geringere Angst als der Knecht. lief zu seinen Nachbarn und bat sie flehentlich. ehe du ihm nahe kommst. hier muß Ernst gebraucht werden. Die Eule Vor ein paar hundert Jahren. Alle rühmten seinen Mut. und sprach 'mit bloßem Ansehen werdet ihr das Ungetüm nicht vertreiben. so holst du dir erst einen Stock. wenn sie sich blicken läßt. was das für ein Ungeheuer ist. er solle sich männlich halten. und konnte kein Wort hervorbringen. säße in der Scheuer. kam aber gleich darauf mit einem Schrei und totenbleich wieder herausgelaufen. aus Furcht vor den andern Vögeln. obgleich viele um sein Leben besorgt waren. Sensen und Äxten bewaffnet herbei. ging ganz tapfer zur Scheuer hinein und blickte umher. Von ungefähr war eine von den großen Eulen. Es entstand großer Lärm und Geschrei in allen Straßen: die Bürger kamen mit Spießen. aber wenn du ein totes Huhn liegen siehst. wie er zeit seines Lebens keins erblickt hätte.' setzte der Herr hinzu. hat sich in einer kleinen Stadt eine seltsame Geschichte zugetra- gen. Als sie sich auf dem Markt geord- net hatten. ohnehin könnte die ganze Stadt in Ge- fahr kommen.' Er ließ sich Harnisch. die da in einer Ecke saß. um Stroh zu holen. der wegen seiner Kriegstaten berühmt war. es erging ihnen aber nicht besser. Die beiden Scheuertore wurden aufgetan. so riefen ihm alle zu. und die Eule sah. dazu hast du Mut genug. aus dem ben- achbarten Walde bei nächtlicher Weile in die Scheuer eines Bürgers geraten und wagte sich. als der Tag anbrach. und empfahlen ihn dem hei- ligen Georg.Reise verdorben. heraus bräche. 'einer Amsel im Felde nachzujagen. ein furchtbares Geschrei erheben. Heugabeln. Mit ein paar Sätzen sprang er hinaus. als die Leute noch lange nicht so klug und verschmitzt war- en. der den Drachen getötet hatte. Als er aber das seltsame und greuliche Tier mit eigenen Augen sah. Als er bald oben war.' sagte der Herr. daß er an . die man Schuhu nennt. so gewaltig. Ich muß nur selbst einmal nachsehen. ein Ungeheuer. ihm gegen ein un- bekanntes und gefährliches Tier Beistand zu leisten. und als er sie anlegte und sich bereitete hin- aufzusteigen. Endlich trat einer hervor. nicht wieder aus ihrem Schlupfwinkel heraus. Als nun der Hausknecht morgens in die Scheuer kam. aber ich sehe. drehte die Augen im Kopf herum und könnte einen ohne Umstände verschlingen. Er ließ eine Leiter herbeibringen. Noch zwei andere wagten sich hinein. ein großer starker Mann. erschrak er bei dem Anblick der Eule. die sich indessen in die Mitte auf einen großen Querbalken gesetzt hatte. als sie heutzutage sind. 'Ich kenne dich schon. und man erblickte die Eule. zogen sie zu der Scheuer und umringten sie von allen Seiten. daß ihr alle zu Weibern geworden seid und keiner den Fuchs beißen will. als wollten sie gegen den Feind ausziehen: zuletzt erschienen auch die Herren des Rats mit dem Bürgermeister an der Spitze. wenn es aus der Scheuer. Hierauf trat einer der beherztesten hervor und ging mit gefälltem Spieß hinein. daß er fortlief und seinem Herrn ankündigte. die. wo es säße.

' sprach er. und Knauserei wäre übel angewendet. Lange Zeit schien alles vergeblich.sie wollte. legte ihnen neugewaschene Hemden an und ermahnte sie. aus dem sie ihnen Kleider zu machen pflegte. in der Gegenwart des Herrn sich anständig und züchtig zu betragen. Eva brachte jedes Jahr ein Kind zur Welt. die Kinder waren aber ungleich. Eva. dann aber fing er an zu zittern und machte sich halb ohnmächtig auf den Rückweg. gnappte mit dem Schnabel und ließ ihr schuhu. das achte unter ihren alten Pelz. kämmte ihnen die Haare. als es an die Haustüre klopfte. sträubte die Federn. Sie sollten sich vor ihm sittig neigen. und das elfte und zwölfte unter das Leder. andere häßlich. dem Eigentümer bezahlen und ihn schadlos halten. Wers nicht glauben will. Nun war keiner mehr übrig. wo ich stehe. aus dem sie ihnen die Schuhe zuschnitt. und mit ihr die Eule jämmerlich verbrannt. so verdrehte sie die Augen. so mußten sie auf unfruchtbarer Erde sich ein Haus bauen und im Schweiße ihres Angesichts ihr Brot essen. Getreide. was darinliegt. das neunte und zehnte unter das Tuch. Das eine verbarg sie unter das Heu. Hier ist keine Gelegenheit zu sparen. das vierte in den Ofen. der unter uns zu finden war. das fünfte in den Keller. dann aber das ganze Gebäude und mit ihm das fürchterliche Tier ab- brennen. Eben war sie fertig ge- worden. daß er kommen und ihren Haushalt schauen wollte. 'Meine Meinung geht dahin. das sechste unter eine Kufe. freudig. der gehe hin und frage selbst nach. die Hand darbieten und auf seine Fragen bescheiden und verständig antworten. sollen wir andern auch unser Leben in die Schanze schlagen?' Sie ratschlagten. 'hat den stärksten Mann. 'Stoß zu.' sagten sie. stoß zu!' rief die Menge draußen dem tapfern Helden zu. einige schön. aber nur die schönen. schmückte es mit Blumen und streute Binsen auf den Estrich. 'Wer hier stände. das siebente unter das Weinfaß. Sie wusch und badetete sie. das andere unter das Dach. 'der würde nicht stoß zu rufen. 'Das Ungeheuer.' Er setzte zwar den Fuß noch eine Staffel höher. Die ungleichen Kinder Evas Als Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben waren. Also ward die Scheuer an vier Ecken angezündet.' Alle stimmten ihm bei. Nachdem eine geraume Zeit verlaufen war. auch von der Menge und dem Geschrei des Volks verwirrt war und nicht wußte. das dritte in das Stroh. wenn die ganze Stadt nicht sollte zu- grunde gehen. schuhu mit rauher Stimme hören. was zu tun wäre. Stroh und Heu. durch sein Gnappen und Anhauchen allein vergiftet und tödlich verwundet. Die häßlichen Kinder aber sollten sich nicht sehen lassen. Adam hackte das Feld und Eva spann Wolle. daß es der . sen- dete Gott einen Engel an die beiden und ließ ihnen entbieten. wohinaus. der sich in die Gefahr hätte begeben wollen. sperrte die Flügel auf. daß der Herr so gnädig war. bis endlich der Bürgermeister einen Aus- weg fand. Adam blickte durch eine Spalte und sah. säuberte emsig ihr Haus. Dann holte sie ihre Kinder her- bei. 'daß wir aus gemeinem Säckel diese Sch- euer samt allem.' antwortete er. so braucht doch niemand sein Leben daran zu setzen.

Als Eva sah. grindige und rußige Schar. boten ihm die Hände dar und knieten nieder.' zu dem neunten 'du ein Karrenführer. graben. Da kam die ganze grobe. und es ging bei ihnen von Hand zu Mund. 'es ist aber die Bedin- gung dabei. daß er ihnen auch seinen Segen gibt. Mir gebührt und ist not.' Die Goldkinder Es war ein armer Mann und eine arme Frau. vergib. zimmern. so mach ich deine kleine Hütte zu einem prächtigen Schloß.' zu dem fünften 'du ein Weber.Herr war.' zu dem sechsten 'du ein Schuhmacher.' Als Eva das alles mit angehört hatte.' Da antwortete Eva 'ach Herr. die ich geboren habe: deine Gnade sollte über alle gleich ergehen. daß ich die ganze Welt mit deinen Kindern versehe: wenn sie alle Fürsten und Herren wären.' Sie lief also und holte sie aus dem Heu. mahlen und backen? wer schmieden.' zu dem zwölften 'du ein Hausknecht dein lebelang. vielleicht. der ganz golden war. hub dieser an zu reden und sprach 'hör.' sprach der Mann.' zu dem achten 'du ein gelehrter Mann. Es geschah aber. sagte sie 'Herr. die hatten nichts als eine kleine Hütte und nährten sich vom Fischfang. Stroh.' Da antwortete der Fischer 'was hilft mir ein Schloß. daß einer den andern erhalte und alle ernährt werden wie am Leib die Glieder.' Er legte auf den ersten die Hände und sprach zu ihm 'du sollst werden ein Bauer. entdeckst.' zu dem achten 'du ein Töpfer. dreschen. Ofen. so stehen Schüsseln darin mit den schönsten Speisen. Der Herr aber fing an sie zu segnen. hervor. Und als er den Fisch voll Verwunderung betrachtete.' Er erteilte ihnen also allen seinen reichen Segen. soviel du dir wünschest. daß der Herr so mild und gnädig war.' zum siebenten 'du ein Kaufmann. als der Mann eines Tages beim Wasser saß und sein Netz auswarf. und der himmlische Vater trat ein. daß du keinem Menschen auf der Welt. bauen. schmutzige. Dein göttlicher Wille geschehe auch an meinen Kindern.' zu dem dritten 'du ein Schmied. weben. wenn ich nichts zu essen habe?' Sprach der Goldfisch weiter 'auch dafür soll ge- sorgt sein.' zu dem vierten 'du ein Lohgerber.' zu dem elften 'du ein Bote.' zu dem dritten 'du ein Graf. und wo sie sonst hin versteckt war- en. das verstehst du nicht. wenn du den aufschließest. Fischer. wer es auch immer sein mag. . ich war zu rasch. daß er einen Fisch herauszog.' zu dem sechsten 'du ein Bürger. wirfst du mich wieder hinab ins Wasser. Ehrerbietig öffnete er.' 'Wenn das ist. dachte sie 'ich will meine ungestalten Kinder herbeiholen. wer sollte Korn bauen. legte auf den ersten seine Hände und sprach 'du sollst ein gewaltiger König werden. betrachtete sie alle und sprach 'auch diese will ich segnen.' zu dem zehnten 'du ein Schif- fer.' zu dem zweiten 'du ein Fischer.' Gott aber erwiderte 'Eva. es wird ein Schrank im Schloß sein. Der Herr lächelte.' ebenso zu dem zweiten 'du ein Fürst. neigten sich. wie teilst du deinen Segen so ungleich! Es sind doch alle meine Kinder. Da standen die schönen Kinder in der Reihe.' zu dem fünften 'du ein Edelmann.' sagte der Fisch. daß ich dir einredete.' zu dem vierten 'du ein Ritte r.' 'Ja.' zu dem siebenten 'du ein Schneider. schneiden und mähen? Jeder soll seinen Stand vertreten. 'so kann ich dir wohl den Gefallen tun.

Sie war ganz vergnügt und sprach 'Mann.' 'Das hat keine Not. ich darf dirs nicht sagen. wenn ich nicht weiß.' sprach der Fisch. so will ich dir noch einmal das Schloß mit dem Schrank voll Gesottenem und Gebratenem zurückgeben.' sprach der Fisch. und sie saßen wieder in der alten Hütte. was begehrst du nun?' und sie setzten sich nieder. und die Frau war in einer Freude über das Glück. fragte die Frau 'aber.' Sprach die Frau 'ich habe nichts und weiß in dem neuen Haus nichts zu finden. da verschwand alsbald das schöne Schloß mit dem Schrank. den schließ einmal auf. nimm mich mit nach Haus und zerschneid mich in sechs Stücke. Wo aber sonst seine Hütte gestanden hatte. aber es hungert mich auch ge- waltig. so ist unser Glück wieder dahin. Der Mann mußte von vornen anfangen. Das Glück wollte es aber. Wie sie satt waren.' antwortete der Fischer und warf den Fisch in sein Wasser hinab. bis er in der Ungeduld heraussagte. gibt mir erst was zu essen. 'Nun hast dus' sagte der Mann. daß sie nach ein paar Tagen wieder zu fragen anhub. zwei .woher dein Glück gekommen ist.' 'Ich will mich schon hüten. sprichst du ein einziges Wort. und wie er es angefangen habe. Da machte er ein paar Augen. und lachte einen ordentlich an.' Nun warf der Mann den wunderbaren Fisch wieder ins Wasser und ging heim. 'frage mich nicht darum.' Wie sie den Schrank aufschloß. 'es gefällt mir auch. daß er herausplatzte und das Geheimnis verriet. 'dort sehe ich einen großen Schrank. Und wies heraus war. 'jetzt können wir wieder am Hungertuch nagen. In dem Au- genblick verschwand das Schloß. den er gefangen und dafür wieder in Freiheit gelassen hätte. Da rief die Frau voll Freude 'Herz. Der Mann schwieg eine Zeitlang still dazu.' sprach die Frau 'ich will den Reichtum lieber nicht. und sie saßen wieder in der alten Fischerhütte. so ist alles vorbei. Mann. so wars nicht anders. seinem Gewerbe nachgehen und fischen.' 'Ja.' Das war aber ihr Ernst nicht. stand da Kuchen. er holte den Goldfisch zum drittenmal heraus.' 'Ach. 'wenn du mich wieder ins Wasser wirfst. von wem dus hast. mit schönen Kleidern geputzt. daß er den goldenen Fisch noch einmal herauszog. in einer prächtigen Stube sitzen.' sagte der Mann.' antwortete er.' 'Gut. es ließ ihr keine Ruhe Tag und Nacht.' Der Mann ging wieder fischen. Obst. Daheim war nun alles wieder in voriger Herrlichkeit. 'Hör. es käme alles von einem wunderbaren goldenen Fisch. sonst gehts wieder verloren. so begehr ichs auch nicht zu wissen. trat hinein und sah seine Frau. da stand jetzt ein großes Schloß. 'ich sehe wohl. von wem er kommt. wenn ichs jemand entdecke. endlich aber machte sie ihn so ärgerlich. Fleisch. wo kommt all dieser Reichtum her?' 'Ach. sonst habe ich doch keine Ruhe. aber die Neugierde ließ ihr doch keine Ruhe. und über eine Zeit. nur halt dich fest und verrat beileibe nicht.' sagte der Mann. Wein. 'Hör. und sie quälte und stachelte den Mann so lang. wie ist das auf einmal gekommen? das gefällt mir wohl.' sprach sie 'wenn ichs nicht wissen soll. aßen und tranken zusammen. wie es zugegangen wäre. ich soll immer wieder in deine Hände fallen.

das ist ein Bärenhäuter. daß es einwilligte und sprach 'ja. so sind wir krank. kehrte um und kam wieder heim zu seinem Vater. das war so schön. Da sprachen sie 'Vater. Es geschah aber. daß seine Tochter Hochzeit machte.' bis er sich endlich besänftigen ließ. Als er ein wenig fortgeritten war. so hörte er es in den Gebüschen rauschen und vernahm Stimmen. wies uns geht: sind sie frisch. Die Kinder wuchsen heran. zwei deinem Pferd. daran könnt ihr sehen.' Da nahm er Bärenfelle und überzog sich und sein Pferd damit. Wie der eine das Gespött hörte. so sind wir gesund. was sie konnte. sind sie welk. fingen sie an zu lachen und zu spot- ten. und zwei leg in die Erde. wies euch geht?' Da sagten sie 'die zwei goldenen Lilien bleiben hier. wie er ihm gesagt hatte. wir wollen uns auf unsere goldenen Rosse setzen und in die Welt ausziehen. daß aus den zwei Stücken. das hatte aber noch seine Bärenfelle um. wenn ihr fortzieht und ich nicht weiß. die miteinander sprachen.' Er aber antwortete betrübt 'wie will ichs aushalten. so daß er am andern Morgen früh aufstand und seiner Tochter Mann se- . und ich habe ihn von Herzen lieb.' Der Mann nahm den Fisch mit nach Haus und tat. willst du meine Frau werden?' Er gefiel aber auch dem Mädchen so sehr. Der andere aber ritt fort und gelangte zu einem großen Wald. daß Ihr golden seid und Euer Pferd auch. so wirst du Se- gen davon haben. Und als er hineinreiten wollte. und daß das Pferd zwei goldene Füllen bekam. und als er sah. der Wald ist voll Räuber. darin waren viele Leute.' Er aber ließ sich nicht schrecken und sprach 'ich muß und soll hindurch. Doch aber kams ihm nicht aus den Gedanken. Da sprach der Vater zornig 'nimmermehr soll ein Bärenhäuter meine Tochter haben. es könnte ein schöneres auf der Welt sein.' und wollte ihn ermorden. und als sie die zwei Goldkinder erblickten. sprachen die Leute 'es geht nicht. die ganz golden waren.' Sie ritten fort und kamen in ein Wirtshaus. daß Ihr dur- chreitet. und arm und kahl wie eine Kirchenmaus. die werden übel mit Euch umgehen. so ging er zu ihm und sagte 'ich habe dich von ganzem Herzen lieb. Von der einen Seite riefs 'da ist einer. zwei goldene Lili- en aufwuchsen. und als sie eben in der größten Freude waren. und die Lilien und Pferde wuchsen mit ihnen. verwunderte er sich und sprach 'wo ist der Bräutigam?' Sie zeigten ihm das Goldkind. wenn sie se- hen. fallen sie um. daß er nicht glaubte. kam der Vater der Braut heim. was sollen wir mit ihm anfangen!' So ritt das Goldkind glücklich durch den Wald. und sprach 'er ist einmal mein Mann. Eines Tages kam er in ein Dorf. und geschah ihm kein Leid. wurden groß und schön.' Nun hielten sie Hochzeit zusam- men. ich will deine Frau werden und dir treu sein mein lebelang. und gar. Und weil er eine so große Liebe zu ihm empfand. so schämte er sich. so sind wir tot. darin sah er ein Mädchen. wollte nicht in die Welt.davon gib deiner Frau zu essen. und des Fischers Frau zwei Kinder gebar. daß nichts mehr vom Gold zu sehen war. und ritt getrost in den Wald hinein. die in die Erde gelegt waren. Da bat ihn die Braut.' von der andern aber 'laß ihn laufen. so werden sie Euch totschlagen.

den Stein mit dem Finger an. so hielt auch ein stolzer Hirsch vor ihm. ganz nach seinem Traume. daß ich meinen Zorn bändigte. Die beiden Goldkinder aber freuten sich. aber der Hirsch sprang fort. sah er ein- en herrlichen.' Sie rührte. als plötzlich eine davon umfiel. Da ging er zurück und dachte 'wie gut ists. der eine zu seiner Braut. am Abend aber verschwand der Hirsch vor seinen Augen. ob er ein gemeiner und verlumpter Bettler wäre. und ward nicht müde den ganzen Tag. sprach er zu seiner Braut 'ich will hinaus auf die Jagd. du böse Kröte. daß er dalag wie ein Stein. so stand er vor einem kleinen Haus. Er legte an und wollte ihn schießen. was soll ich anfangen?' Er aber antwortete 'ich soll und muß fort. wenn ich auch dich verliere. er zöge hinaus auf die Jagd nach einem prächtigen Hirsch. . rief ihn an und wollte ihn auch berücken. 'sonst schieß ich dich tot.' Daheim aber stand der andere Bruder bei den Goldlilien. 'den Hirsch kenn ich wohl. wenn du meinen Bruder nicht wieder lebendig machst. Da sprach der Vater 'ich wußte wohl. ich hätte eine große Missetat begangen. was mir so angst machte und so schwer auf dem Herzen lag. ich muß fort. ob ich ihn vielleicht errette. Und als das Goldkind sich umsah. küßten und herzten sich.' sprach er 'meinem Bruder ist ein großes Unglück zugestoßen. aber er näherte sich nicht. sondern sprach 'ich schieße dich nieder. daß du deinen Bruder erlöst hattest. Da jagte er ihm nach. 'Willst du schweigen. und sie bat ihn dazubleiben und sagte 'leicht kann dir ein großes Unglück begegnen. der andere heim zu seinem Vater. und gar nicht lange. goldenen Mann im Bette. mein Hündchen willst du töten!' und verwandelte ihn alsbald. als sie sich wiedersahen. 'Ja. daß sie nicht mehr Brot genug hatte. und ritten zusammen fort aus dem Wald. Er klopfte an. über Graben und durch Gebüsche.' sprach er. bellte dabei den Mann heftig an. wo sein Bruder lag und Stein war. das mit ihr aus dem Haus gekommen war. Gottes Speise Es waren einmal zwei Schwestern. und als er am Morgen erwachte.' Da sagte der Vater 'bleib hier. Die alte Hexe kam aus ihrem Haus. so ungerne sies auch tat.' und ein Hündlein. die andere hatte fünf Kinder und war eine Witwe und war so arm.' antwortete sie.' Da stand er auf und zog hinaus in den Wald. die eine hatte keine Kinder und war reich. darin saß eine Hexe. und alsbald er- hielt er sein menschliches Leben zurück. denn die goldene Lilie ist auf einmal wieder aufgestanden und hat fortgeblüht.' aber er antwortete 'ich soll und muß fort.hen wollte.' Dem Goldkind aber träumte.' Da setzte er sich auf sein goldenes Pferd und ritt fort und kam in den großen Wald.' Da rief die Hexe zornig 'was. Wie er aber hinblickte. und die abgeworfenen Bärenfelle lagen auf der Erde.' Ihr war angst. und es ging ihnen wohl bis an ihr Ende.' Nun lebten sie vergnügt. 'Ach Gott. und ein Mütterchen kam heraus und fragte 'was wollt Ihr so spät noch mitten in dem großen Wald?' Er sprach 'habt Ihr keinen Hirsch gesehen?. und seine Braut erwartete ihn umsonst und dachte 'es ist gewiß eingetroffen.

erschrak er heftig: die Knie fingen an ihm zu zittern und er mußte sich niedersetzen. da will ich es wagen. Als er so stand und seinen Reichtum übersah. die drei ältesten lagen da und waren gestorben. drei hat Gott schon gesättigt. was du besaßest. Ist ein Armer gekommen. sprach 'ich habe selbst nichts in meinem Hause. Da ging sie in der Not zu ihrer Schwester und sprach 'meine Kinder leiden mit mir den größten Hunger. Als die Frau das sah. Er bot ihr Speise an. erschrak sie und erzählte ihm. Wäre alles mein eigen gewesen. wie er aber den ersten Schnitt in den Laib tat. Ich habe mich um Gott nicht bekümmert. so habe ich mein Auge weggewendet. Endlich ging er in seine Stube zurück und warf seine Blicke auf die eisernen Kasten. ein armer Mann.' Er sprach zu dem Reichen 'Ihr gebt nicht leicht etwas von dem Eurigen weg. die beiden jüngsten Kinder hatte sie auf den Armen. du bist reich. unser Flehen wird er auch erhören. und darauf brach ihr auch das Herz. floß das rote Blut heraus. oder hast du noch immer mehr verlangt?' Das Herz zögerte nicht mit der Antwort 'ich bin hart und unerbittlich gewesen und habe den Meinigen niemals etwas Gutes erzeigt. 'mein Nachbar ist reich.' und wies die Arme mit bösen Worten fort. dem das Wasser bis an den Kopf geht: meine Kinder hungern . was geschehen war. so fand er sie betend.' Als er diese Antwort ver- nahm. sondern an die Türe seines Herzens.sich und ihre Kinder zu sättigen. da standen die gemästeten Ochsen. und sie sank tot nieder. aber ich stehe da wie einer. in welchen sein Geld lag. Nach einiger Zeit kam der Mann der reichen Schwester heim und wollte sich ein Stück Brot schneiden. was der Himmel bedeckte. Es war sein Nachbar. die fetten Kühe und die spiegelglatten Pferde. aber er ist ebenso hart: ich glaube nicht. Er eilte hin und wollte helfen. so taten die beiden Kleinen ihren letzten Atemzug. da begann der erste Sonnenstrahl der Milde einen Tropfen von dem Eis der . Dann ging er in den Stall. Da klopfte es abermals an. daß er mir hilft.' Kaum hatte sie diese Worte ausgesprochen. Das Getreide des vorigen Jahrs lag noch in so mächtigen Haufen auf dem Boden. gib mir einen Bissen Brot. aber es klopfte an die Türe seiner Stube. Der Grabhügel Ein reicher Bauer stand eines Tages in seinem Hof und schaute nach seinen Feldern und Gärten: das Korn wuchs kräftig heran und die Obstbäume hingen voll Früchte. Sie tat sich auf und er hörte eine Stimme.' Der Reiche sah ihn lange an. sondern nur an die Mehrung meines Reichtums gedacht. Es klopfte aber nicht an die Türe seiner Stube. der ein Häufchen Kinder hatte. aber meine Kinder schreien nach Brot.' Die stein- reiche Frau war auch steinhart. leiht mir vier Malter Korn. wie er aber in die Stube der armen Witwe trat. klopfte es auf einmal heftig bei ihm an. 'Ich weiß. dennoch hätte ich nicht genug gehabt. die er nicht mehr sättigen konnte. aber sie antwortete 'nach irdischer Speise verlan- gen wir nicht mehr. daß es kaum die Balken tragen konnten. die zu ihm sprach 'hast du den Deinigen damit wohlgetan? hast du die Not der Armen an- gesehen? hast du mit den Hungrigen dein Brot geteilt? war dir genug.' dachte der Arme.

der aber bekam die Königstochter zur Frau und mit ihr große Reichtümer. aber eine Bedingung mußt du erfüllen. hatte Narben im Gesicht.' antwortete er. Gutes oder Böses. und sich vergeblich bemühte. 'Wenn ich tot bin. 'Ich suche nichts. Er war ganz von einem alten Mantel be- deckt. und seine Augen blickten scharf und feurig umher. das Gruseln zu lernen. Den Abend des dritten Tags empfand er eine besondere Angst. dreh ich euch die Hälse um. Er war nicht mehr jung. 'sondern achte will ich dir schenken.' 'Herr mit der roten Feder.' Der Teufel dachte 'mit Gold fängst du die zwei Haderlumpen am besten. und sie setzten sich zusammen auf das Grab. 'gruselt Euch nicht auf dem einsamen Kirchhof?. Es war alles still. aber er dachte 'er hat sich gegen dich doch mildtätig erwiesen. was geschehen würde. und wo ihr nicht weggeht. doch in der Not. Ich bin wie der Junge. in der er sich befand. sprach der Arme. und manchmal flog eine Eule vorbei und ließ ihre kläglichen Töne hören.' .Habsucht abzuschmelzen. das wollen wir gemeinsc haftlich tragen.' 'Wenn Ihr keine Furcht habt.' Der Bauer schlug ein. Ich bin nichts als ein abgedankter Soldat und will hier die Nacht zubringen. begab sich der Arme ungefährdet heim. 'Ihr seid mein Hauptmann nicht. du hast mit seinem Korn deine hungrigen Kinder gesättigt.' sprach der Soldat. man wußte nicht recht. Es war. 'was uns hier begegnet. der ausging. nur der Mond schien über die Grabhügel.' sprach der Bauer. 'Fort. weil ich sonst kein Obdach habe. ob sie nicht einen Beutel mit Gold annehmen und damit heimgehen wollten. den er noch nie gesehen hatte.' zog gelindere Saiten auf und fragte ganz zutraulich.' 'Was soll ich tun?. 'so bleibt bei mir und helft mir dort den Grabhügel bewachen. es war ihm. 'aber ich fürchte auch nichts. wie es zugegangen war. und nur große Reiterstiefeln waren sichtbar. ist mein: ich will ihn holen. 'Vier Malter will ich dir nicht leihen. und wäre das auch nicht. Als er bestattet war. 'Was sucht Ihr hier?' redete ihn der Bauer an. ihr Halunken. und die beiden Wächter erblickten den Bösen. als hätte der Reiche vorausgesehen. als stände noch etwas bevor. und ich bin immer arm geblieben.' antwortete er. da ertönte auf einmal ein schneidendes Pfeifen in der Luft. der leibhaftig vor ihnen stand. wir bleiben hier sitzen. aber niemand trauerte um ihn.' 'Wacht hal- ten ist Sache des Soldaten.' rief er ihnen zu. Als die Sonne aufging. Geht Eurer Wege. und ebenso ging die zweite Nacht ruhig vorüber. nach drei Tagen fiel er plötzlich tot zur Erde. ich brauch Euch nicht zu gehorchen. erblickte er an der Mauer des Kirchhofs einen Mann. fiel dem Armen sein Versprechen ein: gerne wäre er davon entbunden gewesen.' antwortete er. 'der in dem Grab liegt.' Dem Bauer ward bei dem Antrag unheimlich zumut. sollst du drei Nächte an meinem Grabe wachen. Als er hinauskam. hätte er alles bewil- ligt: er sagte also zu und trug das Korn heim. Alles blieb still bis Mitternacht. und das Fürchten hab ich noch nicht gelernt. du hast einmal das Versprechen gegeben und mußt du es halten.' Bei einbrechender Nacht ging er auf den Kirchhof und setzte sich auf den Grabhügel. 'Das läßt sich hören.

Da sprach der äIteste .' 'So viel habe ich nicht bei mir. 'aber ich zweifle. Die arme Seele war gerettet.antwortete der Soldat. wie ihr euch durchschlagt.' rief er und verzog den Mund. Er schüttete ihn in den Stiefel.' Da ergriffen die vier Brüder den Wanderstab.' Der Schwarze leerte das Säckchen.' Als der Teufel verschwunden war. der mein guter Freund ist. 'Ihr habt unverschämt starke Waden. 'Nur eingefüllt. 'es schickt nicht: habe ich es nicht gleich gesagt? kehrt nur wieder um und holt mehr.' Der Teufel schüttelte den Kopf. Er ward wütend und wollte dem Soldat den Stiefel aus der Hand reißen. was mir zufällt: ich ziehe zu dir in deine Hütte. der auf seiner Schulter lag. 'das wird aber nicht genug sein.' Der Unhold trollte sich abermals fort.' rief der Soldat. solange es Gott gefällt. kamen sie an einen Kreuzweg. der streckt mir gerne so viel vor. Gevatter. ging und kam nach einer Stunde mit einem viel größeren Sack unter dem Arm.' sprach der Soldat und hob den Stiefel ein wenig in die Höhe. 'nun kann der Schornsteinfeger kommen. Diesmal blieb er länger aus. und als er endlich erschien. aber der Soldat sprach 'gib den Armen.' rief der Soldat. 'Dummer Teufel. macht euch auf und geht in die Fremde. und der Stiefel blieb leer.' Das Gold klin- gelte. lernt ein Handwerk und seht. zog der Soldat seinen linken Stiefel aus und sprach 'dem Kohlenbrenner wollen wir schon eine Nase drehen: gebt mir nur Euer Messer. es dauerte nicht lange.' Er schnitt von dem Stiefel die Sohle ab und stellte ihn neben den Hügel in das hohe Gras an den Rand einer halb überwachsenen Grube. daß der Stiefel voll wird. nahmen Abschied von ihrem Vater und zogen zusammen zum Tor hinaus. 'ich hätte einen Pfer- defu wie Ihr? seit wann seid Ihr so knauserig? macht. 'Schüttet es nur hinein. der nach vier verschiedenen Gegenden führte.' sagte der Teufel. so wollen wir Euch das Feld räumen und abziehen. ihr müßt jetzt hinaus in die Welt.' erwiderte der Soldat. als es hinabfiel. Der Teufel blickte mit seinen glühenden Au- gen selbst hinein und überzeugte sich von der Wahrheit. so kam der Teufel und hatte ein Säckchen Gold in der Hand. 'aber mit einem Beutel voll Gold ist uns nicht gedient: wenn Ihr so viel Gold geben wollt. sprach er zu ihnen 'liebe Kinder. als da in einen von meinen Stiefeln geht. und der böse Geist entfloh mit lautem Geschrei. der hatte vier Söhne. und wir wollen mit dem übrigen in Ruhe und Frieden zusam- men leben. das ich euch geben könnte. Als sie eine Zeitlang gewandert waren. ich habe nichts. wie die herangewachsen waren. sonst wird aus unserm Handel nichts. das Gold fiel durch und der Stiefel blieb leer. 'So ist alles gut' sprach er. der sich aber so wenig füllte als vorher. 'Meint Ihr. daß Ihr mehr Gold herbeischafft. aber in dem Augenblick drang der erste Strahl der aufgehenden Sonne am Himmel herauf. keuchte er unter der Last eines Sackes. Der Bauer wollte das Gold teilen.' Beide setzten sich und warteten. 'aber ich will es holen: in der benachbarten Stadt wohnt ein Wechsler.' Die vier kunstreichen Brüder Es war ein armer Mann.

was dir vorkommt.' Sprach . und das Ende vom Lied ist. zum Teil sehr ehrenvoll. und dem äItesten begegnete ein Mann. da sprach der Vater 'jetzt will ich euch auf die Probe stellen und sehen. es bleibt einem nichts verborgen. das triffst du sicher. ein Schneider zu werden?.' sprach dieser ganz vergnügt. 'das gilt für kein ehrliches Handwerk mehr. was du damit aufs Korn nimmst. Da sprach der Mann 'geh mit mir und werde ein Dieb. Der Meister schenkte ihm beim Abschied eine Büchse und sprach 'die fehlt nicht.' 'Nein. ward bei dem Manne ein gelernter Dieb und ward so geschickt. aber heut über vier Jahre wollen wir an dieser Stelle wieder zusammentreffen und in der Zeit unser Glück versuchen. die ist anständig und ziemlich.' Er ließ sich das gefallen und ward ein so geschick- ter Sterngucker.' Da ließ er sich überreden. 'Nun.' antwortete der Mann. Beim Abschied gab ihm dieser eine Nadel und sprach 'damit kannst du zusammennähen. 'Ich will ein Handwerk lernen. was auf Erden und am Himmel vorgeht. ihm ein Fernrohr gab und zu ihm sprach 'damit kannst du sehen. daß er ein ausgel- ernter Jäger ward. 'Daß ich nicht wüßte. ging mit und lernte die Kunst des Mannes aus dem Fundament. der ihn anredete und nach seinem Vorhaben fragte. 'Hast du nicht Lust. 'vor dem Galgen brauchst du dich nicht zu fürchten: ich will dich bloß lehren. und daß jeder das Seinige gelernt hätte.' Der jüngste Bruder begegnete gleichfalls einem Manne.' antwortete er. 'du sprichst. und es wird ganz zu einem Stück.' Da ließ er sich überreden. wo er hinaus wollte und was er vorhätte.' Als die bestimmten vier Jahre herum waren.' sprach der Mann.' 'Ei was. und kann dir nichts verborgen bleiben. was er in der Welt lernen wollte. schaute hinauf und sagte 'fünfe sinds. wie dus ver- stehst: bei mir lernst du eine ganz andere Schneiderkunst.' sprach der Junge. herzten und küßten sich und kehrten heim zu ihrem Vater. es sei so weich wie ein Ei oder so hart als Stahl. was zur Jägerei gehört. was ihr könnt. und wo dir niemand auf die Spur kommt. kamen die vier Brüder zu gleicher Zeit an dem Kreuzwege zusammen. 'hat euch der Wind wieder zu mir geweht?' Sie erzählten. 'Ich weiß es noch nicht. daß keine Naht mehr zu sehen ist.' antwortete er. wie viel Eier lie- gen darin?. was er einmal haben wollte.' 'O. der fragte ihn.' Nun ging jeder seinen Weg. Nun saßen sie gerade vor dem Haus unter einem großen Baum. was sonst kein Mensch kriegen kann. wie du holst. daß vor ihm nichts sicher war.'hier müssen wir uns trennen. 'So geh mit mir und werde ein Sterngucker: nichts besser als das. Der Sterngucker nahm sein Glas. so guten Unterricht. wie es ihnen ergangen war. das Hin.' Danach schaute er auf und sagte zu dem zweiten Sohne 'oben im Gipfel dieses Baumes sitzt zwischen zwei Ästen ein Buchfinkennest. daß einer als Schwengel in der Feldglocke geb- raucht wird. sag mir. als er ausgelernt hatte und weiterziehen wollte. daß sein Meister. der dieselbe Frage an ihn tat. Der zweite Bruder begegnete einem Mann.und Herfegen mit der Nadel und das Bügeleisen will mir nicht in den Sinn.' Den dritten Bruder nahm ein Jäger in die Lehre und gab ihm in allem. 'das Krummsitzen von morgens bis abends.' antwortete er.

aber der Schneider.' woll- ten zusammen ausziehen und die Königstochter befreien. und sprach zum Jäger 'du schießest mir mit einem Schuß die fünf Eier in der Mitte entzwei. nahm . der darauf sitzt und brütet. ein rotes Streifchen um den Hals.' 'So will ich mein Heil versuchen. wie es der Vater verlangt hatte. legte an jede Ecke des Tisches eins und das fünfte in die Mitte. legte der Jäger seine Büchse an und schoß ihm mitten ins Herz. wo sie vom Schneider zusammengenäht waren. bis sie zu dem Felsen hinkamen. Als er fertig war. hinter ihnen her und schnaubte wütend durch die Luft. das um die Ecke schießt.der Vater zum äItesten 'hol du die Eier herunter.' sprach der Vater zu dem vierten Sohn. und neben ihr der Drache. Der hatte gewiß von dem Pulver. daß das Untier nichts merkte. daß es im Herabfallen das ganze Schiff zertrümmerte . wo wir uns könnten sehen lassen. und zwar in einem Schuß. alle fünfe. aber der Drache lag in ihr- em Schoß und schlief. war aber so groß und gewaltig.' sprach der Alte zu seinen Söhnen. 'Wo sie ist. 'ich muß euch über den grünen Klee loben. die Königstochter wäre von einem Drachen entführt worden. wies der Vater ver- langt hatte. Das Tierchen brütete sie vol- lends aus.' sagte der Dieb. will ich bald wissen. und nach ein paar Tagen k rochen die Jungen hervor und hatten da. 'Nun kommt die Reihe an dich.' Da ging er zu dem König und bat um ein Schiff für sich und seine Brüder und fuhr mit ihnen über das Meer. ich würde die schöne Jung- frau zugleich töten. Wenn ihr nur bald Gelegenheit habt.' sprach der Sterngucker. da wird sichs ausweisen. ohne daß der Vogel. mußte der Dieb die Eier wieder auf den Baum ins Nest tragen und dem Vogel. die darin sind. Der Jäger sprach 'ich darf nicht schießen. Sie erhaschten glücklich noch ein paar Bretter und schwammen auf dem weiten Meer umher. wieder unterlegen. sollte sie zur Gemahlin haben. daß ihnen der Schuß nichts schadet. sondern fortschnarchte. ihr habt eure Zeit wohl benutzt und was Rechtschaffenes gelernt: ich kann nicht sagen. Als er gerade über dem Schiff schwebte und sich herablassen wollte. sie sitzt weit von hier auf einem Felsen im Meer. eure Kunst anzuwenden.' Der kunstreiche Dieb stieg hinauf und nahm dem Vöglein. wem von euch der Vorzug gebührt. 'du nähst die Eier wieder zusammen und auch die jungen Vöglein. 'Ja. Die Königstochter saß da. Sie eilten voll Freude mit ihr aufs Schiff und steuerten in die offene See: aber der Drache. Der Vater nahm sie. Die vier Brüder sprachen untereinander 'das wäre eine Gelegenheit. Das Untier fiel tot herab. schlich sich heran und stahl sie unter dem Drachen weg. Der König war Tag und Nacht darüber in Sorgen und ließ bekanntmachen. die fünf Eier unter dem Leib weg und brachte sie dem Vater herab. und zwar so. wer sie zurückbrächte. aber so leis und behend. nicht faul. gestört wird. Da war wieder große Not.' Der Jäger legte seine Büchse an und schoß die Eier. der sie bewacht. schaute durch sein Fernrohr und sprach 'ich sehe sie schon.' Nicht lange danach kam großer Lärm ins Land. ohne daß er etwas merkte.' Der Schneider holte seine Nadel und nähte. der bei seinem Erwachen die Königstochter nicht mehr gefunden hatte. das gar nichts davon merkte und ruhig sitzen blieb.

' Da erhielt jeder ein halbes Königreich. nähte die Bretter mit ein paar großen Stichen in der Eile zusammen. war große Freude. Darüber fing das Flöhchen an laut zu schreien. Da sprach die kleine Stubentüre 'was schreist du. Flöhchen?' 'Weil Läuschen sich verbrannt hat. und sie lebten mit ihrem Vater in aller Glückseligkeit. aber ich will je- dem zur Belohnung ein halbes Königreich geben. als daß wir uneins werden. Er sprach zu den vier Brüdern 'einer von euch soll sie zur Gemahlin haben. Der Sterngucker sprach 'hätt ich nicht die Königstochter gesehen. aber welcher das ist.' Da fing das Besenchen an entsetzlich zu kehren.'. solange es Gott gefiel.' Da tat der König den Ausspruch 'jeder von euch hat ein gleiches Recht. Besenchen?' 'Soll ich nicht kehren? Läuschen hat sich verbrannt. Türchen?' 'Soll ich nicht knarren? Läuschen hat sich verbrannt. so wären alle eure Künste um- sonst gewesen: darum ist sie mein. an dem es vorbeirannte.seine wunderbare Nadel. denn jeder machte Ansprüche. Wägelchen?' 'Soll ich nicht rennen? Läuschen hat sich verbrannt' . wenn ich sie nicht unter dem Drachen weggekolt hätte: darum ist sie mein. ihr wärt alle jämmerlich ertrunken: darum ist sie mein. und weil ein jeder die Jungfrau nicht haben kann. Türchen knarrt. setzte sich darauf und sammelte alle Stücke des Schiffs. die lebten zusammen in einem Haushalte und brauten das Bier in einer Eierschale. daß in kurzer Zeit das Schiff wieder segelfertig war und sie glücklich heimfahren konnten. Da sprach das Mistchen. Als der König seine Tochter wieder erblickte.' und fing an entsetzlich zu rennen. 'was rennst du.' Der Jäger sprach 'ihr wärt doch samt der Königstochter von dem Untier zerrissen worden.' Den Brüdern gefiel diese Entscheidung und sie sprachen 'es ist besser so. Da kam ein Wägelchen vorbei und sprach 'was kehrst du. hätte es meine Kugel nicht getroffen: darum ist sie mein. Läuschen und Flöhchen Ein Läuschen und ein Flöhchen.' Der Schneider sprach 'und hätte ich euch mit meiner Kunst nicht das Schiff wieder zusammengeflickt.' Da sprach das Wägelchen 'so will ich rennen.' Der Dieb sprach 'was hätte das Sehen geholfen.' Da entstand ein heftiger Streit unter ihnen.' Da fing das Türchen an zu knarren. so soll sie keiner von euch haben. Da fiel das Läuschen hinein und verbrannte sich. Da sprach ein Besenchen in der Ecke 'was knarrst du. Dann nähte er auch diese so geschickt zusammen.' Flöhchen weint. Flöhchen weint. macht unter euch aus.

Besenchen kehrt. das Besenchen. Besenchen kehrt. Türchen knarrt. Besenchen kehrt. 'Mädchen.' Da sprach das Mistchen 'so will ich entsetzlich brennen. das mit seinem Wasserkrügelchen herankam und sprach 'Bäumchen.' und fing an in hellem Feuer zu brennen. aus dem das Wasser quoll. das Mistchen. Mistchen brennt.' und zerbrach das Wasserkrügelchen. Türchen knarrt. das Mädchen.' Da sprach das Bäumchen 'so will ich mich schütteln. Mistchen brennt' Bäumchen schüttelt sich. Flöhchen weint. das Läuschen. daß all seine Blätter abfielen. Wägelchen rennt.' und fing an entsetzlich zu fließen. Besenchen kehrt.' und fing an sich zu schütteln. was zerbrichst du dein Wasserkrügelchen?' 'Soll ich mein Wasserkrügelchen nicht zerbrechen? Läuschen hat sich verbrannt. Da stand ein Bäumchen neben dem Mistchen. alles mitein- ander. warum brennst du?' 'Soll ich nicht brennen? Läuschen hat sich verbrannt.' Da sprach das Mädchen 'so will ich mein Wasserkrügelchen zerbrechen. das sprach 'Mistchen. Türchen knarrt. das Flöhchen. das Türchen.' 'Ei. Flöhchen weint.' sagte das Brünnchen. Die Lebenszeit . das Wägelchen. Türchen knarrt. Flöhchen weint. Wägelchen rennt. Das sah ein Mädchen. 'so will ich anfangen zu fließen. Da sprach das Brünnlein. das Bäumchen. was schüttelst du dich?' 'Soll ich mich nicht schütteln? Läuschen hat sich verbrannt. Wägelchen rennt. Flöhchen weint. Und in dem Wasser ist alles ertrunken.

die gehen schnell dahin. 'Du sollst auch die zwölf Jahre des Hundes haben. du aber wirst damit zufrieden sein. da ist er gesund. das andere nährt.' antwortete der Hund. Der Esel ging getröstet weg. und wenn sie mir einen Apfel reichen und ich beiße hinein.' 'Immer noch zu wenig. und erließ ihm zwölf Jahre. und SchIäge und Tritte sind der Lohn seiner treuen Dienste. das halten meine Füße so lange nicht aus. Wie oft steckt die Traurigkeit hinter dem Spaß! Dreißig Jahre halte ich das nicht aus. verlängere meine Zeit.' antwortete Gott. 'ist dir das genug?' 'Welch eine kurze Zeit!' rief der Mensch. Da- rauf kam der Affe. ihm seine Zeit zu bestimmen. Wenns Hirsenbrei regnet. 'Wie lange willst du leben?' sprach Gott zu ihm. und habe ich erst die Stimme zum Bellen verloren und die Zähne zum Beißen. und bist immer guter Dinge. Ich soll immer lustige Streiche machen.' erwiderte der Mensch. so machen die zehn Jahre des Affen den Beschluß.' 'Wohlan. habe ich keinen Löffel. arbeitet mit Lust und freut sich seines Da- seins. ist aber anders. kam der Esel und fragte 'Herr.' Gott war gnädig und schenkte ihm zehn Jahre.' Der Mensch ging fort. 'ist das dein Wille? bedenke. 'ich will dir noch die zehn Jahre des Affen geben. aber mehr erhältst du nicht. Und wenn diese Zeit vorüber ist. Da ist der Mensch schwachköpfig und närrisch. was ich laufen muß.' erwiderte der Esel.' 'Herr. damit andere das Brot essen.' 'Ich will dir die achtzehn Jahre des Esels zulegen. was bleibt mir übrig. 'du brauchst nicht zu arbeiten wie der Esel und der Hund. treibt alberne Dinge und wird ein Spott der Kinder. und das Feuer auf meinem eigenen Herde brennt: wenn ich Bäume gepflanzt habe.' 'Ach Herr. knurrt und hat keine Zähne mehr zum Beißen. Bedenke mein mühseliges Dasein: von Morgen bis in die Nacht schwere Lasten tragen. Als Gott die Welt geschaffen hatte und allen Kreaturen ihre Lebenszeit bestimmen wollte. 'wenn ich mein Haus gebaut habe. 'dem Esel sind dreißig Jahre zu viel.' Da erbarmte sich Gott und schenkte ihm achtzehn Jahre. war aber nicht zufriedengestellt. 'ist dir das recht?' 'Ach Herr. Gesichter schneiden.' sagte Gott. mit nichts als mit Schlägen und Fußtritten er- muntert und aufgefrischt zu werden! erlaß mir einen Teil der langen Zeit. Kornsäcke in die Mühle schleppen. heiter. damit die Leute lachen. Die ersten dreißig sind seine menschlichen Jahre. so ist er sauer.' sprach der Herr. die blühen und Früchte tra- gen. 'das sieht so aus.' antwortete er. als aus einer Ecke in die an- dere zu laufen und zu knurren?' Gott sah. und der Hund erschien. gesund und frisch und bat Gott. Also lebt der Mensch Siebeinzig Jahr. da liegt er in den Ecken.' sagte Gott. Hierauf folgen die achtzehn Jahre des Esels. . 'Dreißig Jahre sollst du leben. da wird ihm eine Last nach der andern aufgelegt: er muß das Korn tragen. war freudig. 'Das ist nicht genug. 'das ist eine lange Zeit. Endlich erschien der Mensch. 'Du willst wohl gerne dreißig Jahre leben?' sprach der Herr zu ihm. so soll ich sterben! o Herr. und ich meines Lebens froh zu werden gedenke. Dann kommen die zwölf Jahre des Hundes. wie lange soll ich leben?' 'Dreißig Jahre. daß er recht hatte.

als du bist. Wenn der Viehhändler in der Zeit bei uns einspricht und will unsere drei Kühe kaufen. 'ich habe nur vergessen. bis ich zahle. Die klugen Leute Eines Tages holte ein Bauer seinen hagebüchnen Stock aus der Ecke und sprach zu seiner Frau 'Trine. für zweihundert Taler.' Der Frau leuchtete das ein. als bis er die andern bezahlt hat. 'ich will das schon machen. wenn er sieht.' Der Mann ward zornig. und die dritte lasse ich Euch zurück. Da sah er einen Leiterwagen heranfahren. geringer nicht. Als er eben zum Hoftor hinaus wollte. faßte ihn die Frau am Ärmel und sprach 'Ihr müßt mir erst die zweihundert Taler geben. nach Haus und fragte gleich. die auf Gottes Erdboden herumwackelt. so sollst du frei sein.ltiger ist. Ich habe es klug gemacht. der noch einf&au ml. Ich will die Tiere gleich mitnehmen. wie er gesagt hatte. du!' sprach der Mann. machst du dummes Zeug. So viel sind sie kaum wert. das hängt dir bis auf diese Stunde nach. so kannst du sie losschlagen. aber der Mann nahm sie ohne Widerrede. sie ließ den Mann mit seinen Kühen abziehen und dachte 'wie wird sich der Hans freuen. daß ich es so klug gemacht habe. Plötzlich ließ er ihn sinken und sagte 'du bist die dummste Gans. bloß mit dem Stock.' Er ging hinaus auf die große Straße. Als er die Kühe besehen hatte und den Preis vernahm.' Er machte sie von der Kette los und trieb sie aus dem Stall. hob seinen Stock in die Höhe und wollte ihr damit den verheißenen Anstrich geben. die frißt am wenigsten. und der Anstrich soll ein ganzes Jahr halten. 'Eine von den drei Kühen. Glückt mirs.' Der Bauer kam den dritten Tag.' antwortete die Frau. sonst kann ich Euch nicht gehen lassen.' antwortete die Frau.' Damit ging der Mann seine Wege. setzte sich auf einen Stein und wartete auf die Dinge. ob ich jemand finde. wirds aber bald bringen.' 'Ja. sagte er 'das gebe ich gerne. Zwei Kühe nehme ich mit. 'Freilich. Am andern Morgen kam der Viehhändler. und die Frau brauchte mit ihm nicht viel Worte zu machen.' antwortete der Mann. aber du dauerst mich. meine Geldkatze umzuschnallen. aber nicht anders als für zweihundert Taler. Ihr sollt Sicherheit haben. und eine Frau stand . Aber macht Euch keine Sorge. ich gehe jetzt über Land und komme erst in drei Tagen wieder zurück. das habe ich nicht. Aber das sage ich dir. darauf kannst du dich verlassen. hörst du?' 'Geh nur in Gottes Namen. die kommen sollten.' 'Wo ist das Geld?' fragte der Bauer. und das ohne Farbe. so sollst du deinen wohlverdienten Lohn ohne Abzug erhalten. ob die Kühe verkauft wären. Ich will auf die Landstraße gehen und drei Tage lang warten. 'Das Geld. er hat mir ein gutes Pfand zurückgelassen. so viel sind sie unter Brüdern wert. die kriegt er nicht eher. 'und wie du gesagt hast. lieber Hans. 'du bist als ein kleines Kind einmal auf den Kopf gefallen. den ich da in der Hand habe. ich habe die kleinste zurückbehalten.' 'Richtig. 'er hatte gerade seine Geldkatze vergessen.' 'Was für ein Pfand?' fragte der Mann. so habt Ihr ein gutes Pfand. find ich ihn aber nicht.' antwortete die Frau. so streiche ich dir den Rücken blau an.

von wo kommt Ihr her?' 'Ich bin von dem Himmel gefallen.' Es dauerte nicht lange. wies dort aussieht und wies mit der Arbeit geht. wer hätte sich vorgestellt. 'wißt Ihr was? ich will seinen Sonntagsrock holen. Sie erzählte ihm. dankte sie ihm noch tausendmal für seine Gefälligkeit. Ich setze mich nicht auf das Bund Stroh. Er fand den Bauer. 'so einer aus dem Himmel kommt nicht alle Tage. der heilige Petrus läßt keinen hinein. Ihr seid so gut und nehmt ihn mit.' Er sattelte das Pferd und ritt in aller Hast fort. ich bin bald wieder hier.' antwortete der Bauer. 'der aus dem Himmel gekommen ist?' 'Ja.' 'Wer hätte sich das gedacht!' rief die Frau. was sie für unerwartete Dinge erfahren hätte. und die Kleider werden ihm bald vom Leib fallen. das springt auf die Berge und verirrt sich in der Wildnis. wie ich wieder hinkommen soll. so könnt Ihr mir wohl sagen.' Sie trieb ihre Ochsen an. brachte das Geld und steckte es ihm selbst in die Tasche.' rief ihm der Junge zu. 'Kleider darf man nicht in den Himmel bringen. bringt sie das Geld wirklich. Wenn Ihr den Beutel in die Tasche steckt. 'Nein. Gevatter. daß ich Gelegenheit gefunden habe. 'so will ich Euch wohl den Gefallen tun. ich will gleich hinaus und sehen. 'Was wollt Ihr. meinem armen Mann etwas zu schicken. und das liebe Vieh macht ihm viel zu schaffen. Der Mann dachte 'das ist wohl eine. so kam sie gelaufen. 'der hat sich wieder auf den Rückweg . das im Beutel war. 'Mutter. Schneider gibt es dort nicht. denn sie kriegt keine SchIäge. Aber wenn Ihr aus dem Himmel kommt.' 'Das geht nicht wohl. könnt Ihr mich nicht hinauffahren?. wie du sie suchst.' 'Kanns nicht anders sein. wie Ihr aus dem Märchen wißt.' 'Hört mich an. und setzte dann hinzu 'ich freue mich recht.' sprang auf und lief vor dem Wagen hin und her. der schon seit drei Jahren dort ist: Ihr habt ihn gewiß gesehen?' 'Ich habe ihn wohl gesehen.' antwortete der Mann.' sprach die Frau. den kann er dort mit Ehren tragen. so fand sie ihren Sohn. das dabei lag. und der Bauer dachte 'die hat Anlage zur Narrheit. 'ich habe gestern meinen schönen Weizen verkauft und ein hübsches Geld dafür bekommen.' erwiderte der Bauer. zählen wollte. oder neben den Ochsen zu gehen und sie zu leiten. statt auf dem Gebund Stroh zu sitzen. der noch daheim im Schrank hängt. so kann meine Frau von Glück sagen. daß ich den Mann noch finde: der muß mir erzählen.' sagte sie. Er hütet die Schafe.mitten darauf. der unter einem Weidenbaum saß und das Geld. das will ich ihm schicken. 'Habt Ihr nicht den Mann gesehen. so hats das Vieh leichter.' antwortete der Bauer. 'ich will heim fahren und den Beutel holen.' sagte die Frau zu ihm. 'ich kenne Euch nicht.' sagte die Frau. 'und weiß nicht. aber es kann nicht allen Menschen gut gehen. Als die Frau wieder heim kam.' sagte er.' 'Bleibt nur da sitzen. und da muß er hin- terherlaufen und es wieder zusammentreiben. Eh sie wegging. wie einer. die werden einem vor dem Tor abgenommen. so wirds kein Mensch gewahr. daß er im Himmel an etwas Mangel leiden würde?' Der Sohn war in der größten Verwunderung. wie es meinem Mann geht. Abgerissen ist er auch. son- dern stehe auf dem Wagen. der nicht recht gescheit ist. 'ich weiß den Weg nicht. der aus dem Feld zurückgekehrt war.

Die Frau entwischte ihm und sprang auf den Hof hinaus. Lieb und Leid teilen Es war einmal ein Schneider. stellte er das Pferd in den Stall neben die verpfändete Kuh. daß er hierher kommt. seid so gut und setzt Euch auf mein Pferd und überredet ihn. der war ein zänkischer Mensch. Wenn die Dummheit immer soviel einbrächte. ging dann zu seiner Frau und sagte 'Trine. ich will sie für eine andere Gelegenheit aufsparen.' 'Aha. Und weil er sie nicht schlagen durfte. Als die Obrigkeit endlich davon hörte. dann wurde er wieder freigelassen. 'du hast noch junge Beine und kanns t zu Fuß gehen. Was sie tat. sondern friedlich mit ihr zu leben.' Dann zündete er seine Pfeife an. seine Frau nicht mehr zu schlagen. war mürrisch und zänkisch. 'Gewiß. 'Du hast wohl getan. So dachte der Bauer. 'da sie . 'ich habe gehalten. Er saß eine Zeitlang bei Wasser und Brot. fleißig und fromm war. so wollte ich sie gerne in Ehren halten. ließ sie ihn vor- fordern und ins Gefängnis setzen. wenn Ihr scharf reitet' 'Ach. die noch einfältigere Narren sind als du: diesmal kommst du ohne SchIäge davon. Ihr könnt ihn noch einholen. und seine Frau. so lachte er. der keinen Docht in seiner Lampe hat. damit er nicht immer herumzulaufen brauche.' meinte der Bauer. für zwei magere Kühe ein glattes Pferd und dazu einen großen Beutel voll Geld. die gut.' Als der Bauer nach Haus gekommen war. dann aber geriet er wieder in seine alte Weise. und wenn er sie fehlte. Lieb und Leid zu teilen. Der Schneider ward wieder vor die Obrigkeit gerufen und an sein Versprechen erinnert. ich habe zwei gefunden.' 'Wie kann das sein. 'ich habe mich den ganzen Tag abgeäschert. nach. mußte aber geloben. Der Junge blieb sitzen. Er trieb es so lange.' antwortete er. Eine Zeitlang ging es gut. wie sichs unter Eheleuten gebührt. 'Warum sollte ich Euch den Gefallen nicht tun?' sprach er. und der Bauer hat ihm das Pferd mitgegeben.' antwortete sie. bis die Nacht einbrach. brummte. sondern Lieb und Leid mit ihr geteilt. was ich gelobt habe. schalt. er war unzufrieden. das war dein Glück. konnte es ihm niemals recht machen. damit er sich bessern sollte. und was ihm sonst zur Hand war. 'hat der Mann aus dem Himmel große Eile gehabt und nicht umkehren wollen.' sagte der Junge.' sprach der Richter. bis die Nachbarn der Frau zu Hilfe kamen. raufte und schlug sie. von wo ers etwas näher hat. 'das ist auch einer. er lief aber mit der Elle und Schere hinter ihr her. setzte sich in den Großvaterstuhl und sprach 'das war ein gutes Geschäft. so tobte und wetterte er.' dachte er. 'Liebe Herren. stieg auf und ritt im stärksten Trab fort.gemacht und ist den Berg dort hinaufgegangen. Wenn er sie traf. wollte er sie bei den Haaren packen und raufen. ich habe sie nicht geschla- gen.' Er ging heim und erzählte seiner Mutter. was geschehen war: das Pferd habe er dem Vater geschickt. jagte sie herum und warf ihr die Elle und Schere. aber dir sind gewiß die Einfältigen lieber. um es meinem Vater zu bringen. und der Ritt hierher hat mich vollends müde gemacht: Ihr kennt den Mann. aber der Bauer kam nicht zurück.

und als der Krieg zu Ende war. Bruder Lustig Es war einmal ein großer Krieg. 'das wird just nicht nötig sein: ich ver- stehe mich ein wenig auf die Doktorei. ist es mir lieb gewesen und ihr leid: habe ich sie aber gefehlt.' antwortete der heilige Petrus. muß ich betteln. ging weiter und set- zte sich in einer andern Gestalt wieder als Bettelmann dem Soldaten an den Weg. Ich habe auch Lieb und Leid mit ihr geteilt. so ist es ihr lieb gewesen. damit zog er fort. Der heilige Petrus aber hatte sich als ein armer Bettler an den Weg gesetzt. Doch geben will ich dir was. Als er fertig war. Kamerad. sondern ließen ihm seinen verdienten Lohn auszahlen. was mir eben zur Hand war. sondern ihr nur. Das letzte Viertel habe ich im Wirtshaus gegessen und für den letzten Kreuzer dazu getrunken. denn sooft ich sie getroffen habe. kannst du mir nicht ein Stück Brot geben und einen Kreuzer zu einem Trunk?. weil sie so wunderlich aussah. und der Bruder Lustig ging weiter und hatte nicht mehr als ein Viertel Brot und einen Kreuzer. setzte sich aber zum drittenmal in einer andern Gestalt als ein Bettler an den Weg und sprach den Bruder Lustig an. was soll ich dir geben? ich bin Soldat gewesen und habe meinen Abschied bekommen. und habe sonst nichts als das kleine Kommißbrot und vier Kreuzer Geld. Der Bruder Lustig gab ihm auch das dritte Viertel Brot und den dritten Kreuzer. Er antwortete 'lieber Bettelmann. Jetzt bin ich leer. mir aber leid.' antwor- tete der Bruder Lustig. wenn das all ist. Der heilige Petrus be- dankte sich und ging weiter. damit sie zu ihrer Pflicht zurückkehre. bekamen viele Soldaten ihren Abschied.' Die Richter waren mit dieser Ant wort nicht zufrieden. wie das vorigemal.abermals so große Klage über Euch führt?' 'Ich habe sie nicht geschlagen. und damit will ich mir schon so viel verdienen. und wenn du auch nichts mehr hast. und da ging ihm der heilige Petrus gleichfalls in der Gestalt eines verab- schiedeten Soldaten entgegen und redete ihn an 'guten Tag. Da bin ich ihr nachgeeilt und habe. Der Bruder Lustig sprach wie vorher und gab ihm wieder ein Viertel von dem Brot und einen Kreuzer. davon hab ich jedem ein Viertel von meinem Brot und einen Kreuzer Geld gegeben. als eine gutgemeinte Erinnerung nachgeworfen. zog er weiter. und als er zu ihm kam. 'Wo soll ichs hernehmen. so gut wie du.' Darauf teilte er den Laib in vier Teile und gab davon dem Apostel einen und auch einen Kreuzer. als ich . Damit ging er in ein Wirtshaus. Der heilige Petrus bedankte sich. die Haare mit der Hand kämmen wollen: sie ist mir aber en- twichen und hat mich böslich verlassen. bat er ihn um ein Almosen. Der heilige Petrus bedankte sich. so können wir miteinander betteln gehen. Drei Bettler sind mir auf der Landstraße begegnet. Nun bekam der Bruder Lustig auch seinen Abschied und sonst nichts als ein kleines Laibchen Kommißbrot und vier Kreuzer an Geld. bat er ihn. um eine Gabe. und wie der Bruder Lustig da- herkam. aß das Brot und ließ sich für den Kreuzer Bier dazu geben.' 'Nein. 'ich habe meinen Abschied und sonst nichts als einen Laib Kommißbrot und vier Kreuzer an Geld bekommen.

'doch kann ich mit der Kocherei nicht umgehen: willst du kochen.' 'Nun.' und nahms auf die Schulter. warf das Fleisch in den Kessel und kochte. da war das Lamm dem Bruder Lustig schwer geworden. als bis ich wieder zurück bin. sollst du die Hälfte davon haben. da könnten wir das Lamm kochen und verzehren. so lag der Mann darin auf den Tod krank und war nah am Verscheiden. jedes Tier hat ja ein Herz.' 'Ja.' antwortete der Bruder Lustig. das Lamm will ich nehmen. Da stieß ihn der Bruder Lustig in die Seite und sprach 'nimms doch. 'Das weiß ich nicht. bis es gar ist. so mußt du es tragen. machte Feuer an. das gib mir. da gingen sie hinein. sagte der Apostel. ich wills schon machen. konnte aber das Herz nicht finden. Du mußt aber nicht eher zu essen anfangen. Nun gingen sie fort und kamen in einen Wald.' nahm eine Salbe aus der Tasche und heilte den Kranken augenblicklich. suchen das Herz vom Lamm.' 'Nun komm nur mit. ich will nur das Herz davon.' Da ging der heilige Petrus fort.' antwortete der heilige Petrus.' sagte Bruder Lustig. also muß ich allein betteln gehen. und je mehr ihn die Bauersleute baten. ein Lamm hat ja kein Herz!.' sprach der heilige Petrus. das müßte er annehmen. aber ich trags nicht: wenn dus willst.' sprach der Bruder Lustig. 'Das soll das Beste sein. so hast du da einen Kessel. endlich sagte er kurzweg 'es ist keins da.' Da nahm Bruder Lustig Messer und Gabel. 'ich will den Mann wieder gesund machen. 'Laßt Euer Heulen und Weinen. End- lich kam der heilige Petrus zurück und sprach 'du kannst das ganze Lamm allein essen. 'Ei.' sprach der heilige Petrus. tat. zuletzt aber aß er es ganz auf.' Endlich brachte die Bäuerin ein Lamm und sprach zu dem heiligen Petrus. und die Frau heulte und weinte ganz laut. ich will schon zu rechter Zeit kommen. wir brauchens ja.' 'Das hat keine Not. da ist ein schöner Platz. 'das ist was ganz Neues. 'wenn ich was verdiene. Nun kamen sie an ein Bauernhaus und hörten darin gewaltig jammern und schreien.und abgehen. und fällt keinem von uns ein.' 'Geh nur. und der Bruder Lustig schlachtete das Lamm. so daß er aufstehen konnte und ganz gesund war. Sprac- hen Mann und Frau in großer Freude 'wie können wir Euch lohnen? was sollen wir Euch geben?. da nahm es der Bruder Lustig aus dem Kessel.' sprach der heilige Petrus.' sagte der Bruder Lustig. 'ich verstehe mich aufs Kochen. dummer Teufel. als suchte er eifrig in dem Lammfleisch herum. was sind wir alle beide für Narren.' Da sagte der heilige Petrus endlich 'ja. er aber war hungrig. warum sollt ein Lamm kein . Der heilige Petrus aber wollte nichts nehmen. zer- schnitt es und fand das Herz. Das Lamm war aber schon gar und der Apostel immer noch nicht zurück. aber er wollte es nicht. wir brauchens ja. ich will derweil auf. Der Bruder Lustig aber stieß den heiligen Petrus an und sagte 'so nimm doch was.' 'Mir ists recht. also sprach er zu dem heiligen Petrus 'schau. wo solls denn sein?.' sprach er und versuchte es.' sagte der Bruder Lustig.brauche. 'davon verstehe ich nichts. desto mehr weigerte er sich. Also zogen sie mitein- ander fort. 'das will ich schon tragen.' 'Das ist mir wohl recht. 'aber schau.

' 'Was ich halt nicht aufessen kann.' 'Nein.' und wie der gebracht war.' sprach der Bruder Lustig. hieß er jedermann hinausgehen. 'ist kein Herz da. so wird dirs einfallen. Sprach der heilige Petrus 'geh du nur voran. und das Wasser ging ihm nur bis ans Knie. so brauch ich auch nichts vom Lamm.' Da ward das Wasser noch größer und stieg ihm bis an den Mund.Herz haben?. 'Nein. Da ward er zu ihr geführt.' 'Nun. wenn das ist. 'ich kann noch mehr als Kranke gesund machen. und nur der Bruder Lustig durfte bei ihm bleiben. Nun zogen sie weiter. so bleib ich zurück. 'Nein.' sagte der Bruder Lustig. 'das kommt von deinem schläfrigen Gang. es ist schon gut. heb die Beine auf. das halbe Königreich mußt du uns aber zum wenig- sten damit verdienen. denk nur recht nach. ich kann auch Tote wieder ins Leben erwecken. Da rief er 'Bruder. daß du das Herz vom Lamm gegessen hast?' 'Nein.' sprach der Bruder Lustig.' Da schritt der heilige Petrus hindurch. 'geh du voran.' ant- wortete der Bruder Lustig. gewißlich. wo alles in großer Trauer war: der heilige Petrus aber sagte zu dem König.' Der heilige Petrus ging aber immer langsamer. Bruder. 'so laß ich mirs gefallen.' 'Sei nur still. 'Hallo.' sprach er zu ihm. trat er davor und sprach dreimal 'im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit. ein Lamm hat kein Herz. ließ das Wasser wieder fallen und half ihm hinüber. es hat im Ernst keins. da machte der heilige Petrus. 'da ist ein Fang für uns. Darauf schnitt er alle Glieder der Toten los und warf sie ins Wasser. hilf mir. Sie gingen weiter. Nun wollte Bruder Lustig auch hindurch. so ist uns auf ewige Zeiten geholfen. daß du das Herz von dem Lamm gegessen hast?.' antwortete er. Sprach der heilige Petrus noch einmal 'willst du auch gestehen. aber das Wasser wurde größer und stieg ihm an den Hals.' rief der Soldat. Bruderherz.' und dachte 'wenn dem das Wasser zu tief ist.' Sagte der heilige Petrus 'willst du auch gestehen. das nehm ich mit in meinem Ranzen. machte Feuer unter den Kessel und ließ sie kochen. er wolle die Tochter wieder lebendig machen. steh auf. 'hilf mir. Bruder.' antwortete der heilige Petrus. 'ich hab es nicht gegessen.' 'Nun. und dann sprach er 'bringt mir einen Kessel mit Wasser. daß die Königstochter todkrank läge. bis sie endlich hörten.' Und . Bruder.' sprach der Soldat zum heiligen Petrus. 'ich hab es nicht ge- gessen. und kamen in ein Reich. Als das geschehen war.' antwortete er. aß das halbe Lamm und steckte das übrige in seinen Ranzen. daß ein großes Wasser quer über den Weg floß und sie hindurch mußten.' Darauf gingen sie in das königliche Schloß.' Der hei- lige Petrus wollte ihn doch nicht ertrinken lassen. da hörten sie. Tote. 'daß wir noch zu rechter Zeit hinkommen.' Da war ihm der heilige Petrus nicht geschwind genug. die Königstochter wäre gestorben. 'Da haben wirs. Und wie alles Fleisch von den Knochen her- abgefallen war. und reihte und legte es nach seiner natürlichen Ordnung zusammen. wenn wir die gesund machen. wie auch der Bruder Lustig ihn trieb und schob. du kannsts allein essen.' sagte der heilige Petrus. 'nun. nahm er das schöne weiße Gebein heraus und legte es auf eine Tafel.

hatte er wieder nichts. daß die Königstochter gestorben wäre. ließ er ihm vom Schatzmeister seinen Ranzen mit Gold anfüllen. Nun ließ sich der Bruder Lustig Wasser im Kessel bringen. aber die Gebeine rührten sich nicht. Sie zogen darauf weiter. Dachte der Bruder Lustig 'was er wieder für einen Sparren im Kopf hat! macht drei Teile. verschenkts. stieß seinen Kameraden in die Seite und sprach 'sei doch nicht so dumm.' sprach der heilige Petrus. wo denkst du hin! ein Lamm hat ja ein Herz.' Nun hatte er zwar Geld genug.' 'Wie du willst.' 'O.' 'Ja.' antwortete er.' 'Ei. steh auf. und wie eine Zeit herum war.' antwortete der Bruder Lustig und strich geschwind das Gold ein. das hab ich gegessen. 'das kann gut werden. 'Holla!. es ist doch ein wunderlicher Heiliger. du Hans Narr!. dachte er. ein Teil für dich. 'Du Blitzmädel. dachte der Bruder Lustig bei sich.' Der heilige Petrus aber antwortete 'ich verlange nichts dafür. und das Fleisch fiel herab. die Tote wieder zu erweck- en. daß ein abgedankter Soldat herumziehe und die Gestorben- en wieder lebendig mache. wenn du nichts willst. steh auf.' Ging also zum König und bot ihm an.' Der heilige Pet- rus aber sprach 'nun habe ich genau geteilt. 'steh auf. Tote. und legte alles verkehrt durchein- ander. und wie sie in einen Wald kamen. 'leb wohl. er könnte es wagen. Nun hatte der König gehört.' Da ging der heilige Petrus eine andere Straße. warf sie ins Wasser und machte Feuer darunter.' antwortete der Soldat. 'Nun. warum sollte das allein keins haben?. da nahm er das Gebein heraus und tat es auf die Tafel. daß der andere gerne was wollte. Bruderherz.' 'Wie kann das wahr sein. 'das kannst du mir glauben. daß er abtrabt. gesund und schön. ein Teil für mich. 'das wollen wir tun.' 'O. so gut wie jedes Tier. die sagten aber. und teilte es in drei Teile. schnitt die Glieder ab. vertats.' Da teilte der heilige Petrus das Gold. wo er hörte. Bruder. er wußte aber nicht. daß es eine Art hat.' Der heilige Petrus aber wollte nichts. Da sprach er es noch dreimal. so brauch ich doch was. Da kam er in ein Land. und wenns mein halbe s Königreich wäre. 'ein Lamm hat ja kein Herz. wußte aber nicht mit umzugehen. aber ich bleibe nicht mehr bei dir und will meinen Weg allein gehen. und dachte. so will ich dirs geben. was.' rief er. Bruder Lustig aber dachte 'es ist gut. in welcher Ordnung es liegen mußte. der das Herz vom Lamm gegessen hat. gerade wie er es beim heiligen Petrus gesehen hatte. es ist schon gut. Dann stellte er sich davor und sprach 'im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit. und unser sind zwei. Das Wasser fing an zu kochen.' sagte der heilige Petrus. und ein Teil für den. oder es geht dir . sprach der heilige Petrus zum Bruder Lustig 'jetzt wollen wir das Gold teilen.beim drittenmal erhob sich die Königstochter lebendig. der Bruder Lustig wäre dieser Mann. abergleichfalls umsonst. die will ich wieder lebendig machen und mirs bezahlen lassen. Nun war der König darüber in großer Freude und sprach zum heiligen Petrus 'begehre deinen Lohn.' und sprachs dreimal. hieß jedermann hinausgehen. fragte er erst seine Räte. doch weil der König sah. doch weil er kein Vertrauen zu ihm hatte. 'behalt das Gold allein. da seine Tochter doch tot wäre.

Tote. und vertats und verfumfeits wie das erstemal. habe ich dir nicht verboten. daß du fortgehst. Bruder Lustig zog mit seinem Gold umher. was treibst du da. 'Ach.' sprach der Bruder Lustig und dachte 'ich bin froh. was er haben wollte. durchs Fenster hereingegangen und sprach 'du gottloser Mensch. sorg doch nicht. auch darin sein soll. Nun ging der heilige Petrus wieder durchs Fenster hinaus: der Bruder Lustig war froh. so ists recht. er durfte aber nichts nehmen. da lagen sie beide darin. Bruder Lustig schaute und guckte. als verabschiedeter Soldat. steh auf. war gesund und schön wie vorher. das mußt du mit den Gänsen versuchen!. und vor der Türe sprach er 'so wünsch ich die zwei gebratenen Gänse aus der Ofenröhre in mein- en Ranzen. daß es so gut abgelaufen war. du wunderlicher Kauz. ich will dir wohl nicht nachgehen. schnallte er ihn auf und schaute hinein. daß alles. 'Holla.' sprach er. 'Bruderherz.' sprach der heilige Petrus. 'Diesmal will ich dir aus der Not hel fen. kam ihm der Geruch von gebratenen Gänsen in die Nase. was soll ich mich da mit dem Knochen- waschen abgeben.' 'Ei. und damit zog er ab. dachte er nicht we iter. so gut ich konnte. so will ich deinem Ranzen die Kraft geben.' Darauf legte der heilige Petrus die Gebeine in ihre rechte Ordnung.' antwortete Bruder Lustig. und sah. so bist du unglücklich.' 'Gott befohlen. doch brachte er es durch Anspielung und Listigkeit dah- in. Bruder. daß ihm der König seinen Ranzen mit Gold füllen ließ. stand vor dem Tor der heilige Petrus und sprach 'schau. Als er nun nichts mehr als vier Kreuzer hatte. Also ging er hinaus. das nimmt er mit der andern: da ist kein Verstand drin. die seinem Ranzen verliehen war. Da fiel ihm ein. daß der Wirt zwei Gänse in der Ofenröhre stehen hatte.' Nun bot der König dem Bruder Lustig an.' 'Das sag ich dir. wo du noch einmal so etwas unternimmst. kam er an einem Wirtshaus vorbei und dachte 'das Geld muß fort. 'was der für Mucken im Kopf hat.' dachte er. 'Ich möchte nur wissen. was du dir hineinwünschest. sprach dreimal zu ihr 'im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit. Als er hinaus- kam. 'nun bin ich ein gemachter Kerl. ärgerte sich aber doch. was er sich in seinen Ranzen wünschte. etwas zu nehmen. Wie er da saß und trank. daß ihm sein Kamerad gesagt hatte. sonst soll es dir schlimm erge- hen. denn was er mit der einen Hand gibt. was du für ein Mensch bist. aber das sag ich dir. 'wenn mirs hineingesteckt wird. jetzt hab ich Gold. auch darfst du von dem König nicht das Geringste dafür begehren oder annehmen. du siehst mich nun nicht wieder.nicht gut. daß er nichts dafür nehmen sollte. das sollte darin sein.' antwortete er.' und die Königstochter stand auf. da du ihr Gebein so untereinander geworfen hast?.' ging fort auf eine . 'das Gold wird lang dauern! Damit du aber hernach nicht wieder auf unerlaubten Wegen gehst. ich habs gemacht.' und ließ sich für drei Kreuzer Wein und einen Kreuzer Brot geben. und nun hast du den Ranzen doch voll Gold.' Wie er das gesprochen.' Wie er das gesagt hatte. daß du nicht zum zweitenmal solche Dinge unternimmst. Leb wohl. wie kann die Tote auferstehen. kam der heilige Petrus auf einmal in seiner vorigen Gestalt.' 'Ja.' An die Wunderkraft aber.' 'Was kann ich dafür.

solang ihr wollt. Da ward der Bruder Lustig bös und rief 'holla. aber sie triebens immer ärger.' sagte der Bruder Lustig.' 'Ja. sah er neun häßliche Teufel in dem Zimmer. so packten ihn die andern hinten bei den Haaren und rissen ihn erbärmlich.' 'Das laßt nur bleiben. sieh doch nach. ein abgedankter Soldat hat uns die Gans draußen auf der Wiese geschen- kt. Er ging in das Wirtshaus und bat um ein Nachtlager. hus ch. ließ sichs gut schmecken. der Soldat ist hier gewesen. packten die ges- chenkte Gans aus und fingen an zu essen.' 'Wenns andere versucht haben.' sprach er. 'es geht Euch an den Hals. Wie er so im besten Essen war.' Die Teufel aber drangen immer näher auf ihn ein und traten ihm mit ihren garstigen Füßen fast ins Gesicht. und Bruder Lustig legte sich wieder hin und schlief bis an den . auf den hab ich acht gehabt: ihr seid die Diebe und sollt bezahlen. Bruder Lustig ging seiner Wege und kam an einen Ort. die noch nicht angerührt war.' Der Wirt lief hin.' Die zwei sprachen 'wir sind keine Diebe. und als er endlich schläfrig wurde.Wiese und holte den Braten hervor. das Haus ist voll vornehmer Gäste. mit hungrigen Augen an. Er schlief auch bald ein. die hatten einen Kreis um ihn gemacht und tanzten um ihn herum. 'daß sie zu Euch kom- men und nicht in das prächtige Schloß gehen. 'jetzt wird mirs zu arg: wartet aber! Alle neune in meinen Ranzen hinein!. denn es war kein Bett da. Dachte der Bruder Lustig 'mit einer hast du genug. 'will ichs auch versuchen. gin- gen damit ins Wirtshaus. nahm er den Stock und prügelte sie zur Türe hinaus. und nun schnallte er ihn zu und warf ihn in eine Ecke. so wohlfeil wollt ihr Gänse es- sen! gleich bezahlt.' antwortete der Wirt.' 'Das nimmt mich wunder. und wie er sich ermunterte. Aber neun Teufel gegen einen Soldaten war doch zuviel. ihr Teufelsgespenster. ihr Diebsgesindel.' Da sie aber nicht bezahlen konnten.' 'Ihr sollt mir keine Nase drehen.' sprach der Bruder Lustig. und wenn er auf den vordern zuschlug. ist nicht lebendig wieder herausgekom- men. dort eine Nacht zu liegen. obs nicht eine von unsern aus der Ofenröhre ist.' 'Es wird nicht gleich an den Hals gehen. oder ich will euch mit grünem Haselsaft waschen.' rief die zwei Burschen herbei und sprach 'da nehmt die Gans und verzehrt sie auf meine Gesundheit. ich will bald Ruhe stiften!.' sagte der Bruder Lustig. kriegte ein Stuhlbein und schlug mitten hinein. legte er sich auf die Erde. 'gebt mir nur die Schlüssel und brav Essen und Trinken mit. aber der Wirt wies ihn ab und sprach 'es ist kein Platz mehr da.' sprach der Wirt. 'Teufelspack.' rief er. Die Wirtin sah zu und sprach zu ihrem Mann 'die zwei essen eine Gans. da stand ein prächtiges Schloß und nicht weit davon ein schlechtes Wirtshaus.' Sie bedankten sich. Da wars auf einmal still. da war die Ofenröhre leer: 'was. ließen sich eine Halbe Wein und ein Brot geben.' Nun gab ihm der Wirt die Schlüssel und Essen und Trinken. und damit ging der Bruder Lustig ins Schloß. Sprach der Bruder Lustig 'nun tanzt. in der Nacht aber wurde er von einem großen Lärm aufgeweckt. kamen zwei Handwerks- burschen daher und sahen die eine Gans. aber komm mir keiner zu nah. steckten sie darin. 'es hat was an sich. wers noch versucht hat. aber als ein ehrlicher Kerl zur Tür hinaus gegangen. 'Habt Ruh.

er sollte wieder abgehen. waren achte tot.' 'Nun. der als ein frommer Mann bekannt war. 'Warum nicht gar.' sagte der heilige Petrus. Darum schob er den Riegel geschwind wieder vor. 'ich habe sie alle neune in meinem Ranzen. worin die neun Teufel waren. einer aber. Endlich aber wurde er alt und dachte an sein Ende. und sprach zu ihm 'ich bin das Wandern müde und will nun trachten. der eine ist breit und angenehm und führt zur Hölle. ich muß doch wo einkehren. Ihr könnt Euer Schloß wieder ganz ruhig bewohnen.' antwortete er.' dachte er. in das Himmelreich zu kommen. erstaunten sie und fragten 'haben Euch denn die Geister nichts getan?.' 'Da müßt ich ein Narr sein. da wirds besser gehen. es wird von nun an keiner mehr darin umgehen!. 'Laß mich doch ein. 'du kommst nicht herein. lief zum Obersten der Teufel und sprach 'draußen ist ein Kerl mit einem Ranzen und will herein. und wers wüßte. so wär ich nicht hierher gega ngen.' 'Nein. erschrak er.' Machte sich auf und ging den breiten und an- genehmen Weg. irgend- wo muß ich doch bleiben. als sie ihn gesund und munter erblickten. Wie er aber den Bruder Lustig sah. und kam endlich zu einem großen schwarzen Tor. aber laßt ihn beileibe nicht herein. er wünscht sonst die ganze Hölle in seinen Ranzen. da ging er zu einem Ein- siedler. 'Wenn sie mich da nicht wollen. und der Torwächter guckte. ich will weit- erziehen. er wollte ihn auf sein Lebtag versorgen. 'ich bin an das Herumwandern gewöhnt. daß die Teufel ein erbärmliches Gekreisch erhoben. war noch lebendig. und das war das Tor der Hölle. wie es ihm ergangen wäre. trat in eine Schmiede und legte den Ranzen. Nun kamen der Wirt und der Edelmann. denn er war gerade der neunte Teufel. beschenkte ihn reichlich und bat ihn. Da dankte ihm der Edelmann.' Kehrte also um und zog weiter. und wollten sehen. er käme nicht herein. der andere ist eng und rauh und führt zum Himmel. 'wenn ich den engen und rauhen Weg gehen sollte. und bat den Schmied und seine Gesellen zuzuschla- gen.' Der Einsiedler antwortete 'es gibt zwei Wege. 'Nein. Darauf zog der Bruder Lustig noch lange in der Welt herum. du willst in den Himmel?. in seinen Diensten zu bleiben.hellen Morgen.' Da ging der Bruder Lustig fort.' dachte der Bruder Lustig. wo er auch anklopfte.' Also ward dem Bruder Lustig hinausgerufen. Bruder. Wie er danach den Ranzen aufmachte.' Aber der heilige Petrus sprach 'ich glaube gar.' antwortete Bruder Lustig. schlüpfte heraus und fuhr wieder in die Hölle. hätten sie mich in der Hölle aufgenommen. so nimm auch deinen Ranzen wieder: dann will ich gar nichts von dir . wer da wäre. 'will ich sehen. Bruder Lustig klopfte an. ob ich im Himmel ein Unterkommen finde. dem das Schloß gehörte. Die schlugen mit ihren großen Hämmern aus allen Kräften zu. der in einer Falte gesessen hatte. willst du mich nicht einlassen. Der heilige Petrus saß gerade dabei als Torwächter: Der Bruder Lustig erkannte ihn gleich und dachte 'hier findest du einen alten Freund. Er hat mich einmal garstig darin hämmern lassen. der mit in dem Ranzen gesteckt hatte und mit einem blauen Auge davongekommen war. könnte viel davon erzählen. auf den Amboß. bis er vor das Himmelstor kam.

Von dem Mäuschen. spieleten derowegen. und der heilige Petrus nahm ihn und hing ihn neben seinen Sessel auf.haben.' sagte der heilige Petrus. Derselbe andere Vogel schalt es aber einen armen Tropf. die Bratwurst aber sollte kochen. Kam dann das Vöglein heim und legte seine Bürde ab. daß die Speise wohl kochte. . so begab sie sich in ihr Kämmerlein zur Ruhe. die Maus ward Koch. daß ihnen beiden nichts Gutes vorkam. Wem zu wohl ist. er hätte falsche Briefe bei der Bratwurst gefunden. bis Bratwürstchen heim käme und Holz für den andern Tag brächte. aber es half kein Wort. und das Vöglein ein Stück Luft hinaus entgegenflog. die beiden zu Haus aber gute Tage hätten. die mußte Holz tragen. gesalzen und bereitet. denn. 'So gib ihn her. Das Vöglein beschwerte sich auch dessen als eines offenbaren Raubes sehr gegen den Hund. der das arme Bratwürstlein als freie Beut angetroffen. war er darin. und erwarteten allein. so war der Vogel doch Meister: es mußte gewagt sein. Des Vögelchens Arbeit war. Feuer anmachen und den Tisch decken. Es blieb aber das Würstlein so lang unterwegs. und trefflich an Gütern zugenommen. Und wiewohl die Maus und auch die Bratwurst heftig dafür bat. Die Maus sollte Wasser tragen. es wäre lang genug Knecht gewesen. Unfern aber findet es einen Hund am Weg. sprechend. deswegen wäre sie ihm des Lebens verfallen gewesen. daß es täglich im Wald fliegen und Holz beibringen müßte. und hätte gleichsam ihr Narr sein müssen. sprach der Hund. wenn die Maus ihr Feuer angemacht und Wasser getragen hatte.' Husch. schlingte es sich ein mal viere durch den Brei oder das Gemüs. und der Vogel sollte Wasser holen. und der heilige Petrus mußte ihn darin lassen. Da reichte er den Ranzen durchs Gitter in den Himmel hinein. ein Vögelchen und eine Bratwurst in Gesellschaft ger- aten.' sprach der Bruder Lustig. angepackt und niedergemacht. lange wohl und köstlich im Frieden gelebt. die Maus stellte den Topf zu. Vögelchen und der Bratwurst Es waren einmal ein Mäuschen. Da sprach der Bruder Lustig 'nun wünsch ich mich selbst in meinen Ranzen hinein. so saßen sie zu Tisch. und saß nun im Himmel. und kam das Los auf die Bratwurst. Das Würstlein blieb beim Hafen. und wenn es bald Essenszeit war. den gelüstet immer nach neuen Dingen! Also eines Tages stieß dem Vöglein unterwegs ein anderer Vogel auf. sie sollten einmal umwechseln und es auf eine andere Weise auch versuchen. so war es geschmalzen. und das war ein herrlich Leben. bis man sie hieß den Tisch decken. sah zu. Das Vöglein anderes Tages wollte aus Anstiftung nicht mehr ins Holz. hatten einen Haushalt geführt. Denn. dem es seine treffliche Gelegenheit erzählte und rühmte. Was geschieht? das Bratwürstchen zog fort gen Holz. und nach gehabtem Mahl schliefen sie sich die Haut voll bis an den andern Morgen. der große Arbeit. das Vöglein machte Feuer an.

was es gesehn und gehöret. und in den Hafen. und eine frische Luft wehte ihnen entgegen. aber wie traurig sah ringsumher alles aus: das Schloß ihres Vaters lag in Trümmern. in den kein Strahl von Sonne oder Mond fiel. so löste sie die Kammerjungfer ab. aber kein Laut drang von außen durch die dicken Mauern. Nach langer Arbeit gelang es ihnen. dasselbe zu schmälzen: aber ehe sie in die Mitte kam. Als das Vöglein kam und wollte das Essen auftragen. und wenn sie müd war. daß es sich nicht mehr erholen konnte und da ersaufen mußte.' Für die sieben Jahre ward Speise und Trank in den Turn getragen. der Augenblick ihrer Erlösung wäre gekommen. und also von Himmel und Erde geschieden. Jungfrau Maleen Es war einmal ein König. Als sie nur noch für kurze Zeit Nahrung hatten und einen jämmerlichen Tod voraussahen. wußten nicht. da entfiel ihm der Eimer in den Brunnen. und an der Abnahme von Speise und Trank merkten sie. Als er fertig war. Aus Unachtsamkeit kam das Feuer in das Holz. Sie dachten. einen Stein herauszunehmen. Weil ihr Vater sie einem andern geben wollte. wie zuvor das Würstlein. Sie waren sehr betrübt. Da saßen sie in der Finsternis. ob dein trotziger Sinn gebrochen ist. soweit man .. sprach er 'darin sollst du sieben Jahre lang sitzen. und es mit hin- ab. da sprach die Jungfrau Maleen 'wir müssen das letzte versuchen und sehen. und die Jungfrau Maleen sprach zu ihrem Vater 'ich kann und will keinen andern zu meinem Gemahl nehmen. und endlich war die Öffnung so gro&szli g. so wollten sie nicht voneinander lassen. Wasser zu langen. grub und bohrte an dem Mörtel eines Steins. daß die sieben Jahre ihrem Ende sich näherten. Da sich aber beide von Herzen liebten. Was konnten sie anders tun als jammern und kla- gen? Indessen ging die Zeit dahin. dann will ich kommen und sehen. also daß eine Brunst entstand. Der Himmel war blau. die Stadt und die Dörfer waren. verglichen sich aber. Der Königssohn ging oft um den Turn herum und rief ihren Namen. ward sie angehalten und mußte Haut und Haar und dabei das Leben lassen. so ward sie ihm versagt. traurig. konnte aber seinen Koch nicht mehr finden. flog heim und erzählte. und nach drei Tagen fiel der erste Lichtstrahl in ihre Dunkel- heit. Das Vöglein warf bestürzt das Holz hin und her. durch das Gemüs schlingen und schlupfen. dann einen zweiten und dritten.' Sie nahm das Brotmesser. die hieß Jungfrau Maleen und war wunderschön. das Beste zu tun und beisammen zu bleiben. nahm das Holz auf sich. der warb um die Tochter eines mächtigen Königs. Derowegen so deckte das Vöglein den Tisch und die Maus rüstete das Essen und wollte anrichten. da war kein Koch vorhanden. wann Tag oder Nacht an- brach. ob wir die Mauer durchbrechen. das Vöglein eilte. als ob ihr Vater sie vergessen hätte. daß sie hinausschauen konnten. Das Vöglein. aber kein Hammerschlag ließ sich hören und kein Stein wollte aus der Mauer fallen: es schien.' Da geriet der Vater in Zorn und ließ einen fin- stern Turn bauen. der hatte einen Sohn. rufte und suchte. dann ward sie und ihre Kammerjungfer hineingeführt und eingemauert.

bei ihrer großen Häßlichkeit aber ließ sie sich vor niemand sehen und schloß sich in ihre Kammer ein. . Als die Öffnung in der Mauer so groß war. und ich würde glauben. den König verjagt und alle Einwohner erschlagen. die ebenso häßlich von Angesicht als bös von Herzen war. Die Hochzeit war festgesetzt und die Braut schon angelangt. so wird dir der Kopf vor die Füße gelegt. boten sie überall ihre Dienste an. daß sie hindurchschlüpfen konnten. die ich dir ausgewählt habe. sie wäre es selbst. so kostet es dir dein Leben: ich brauche nur ein Wort zu sagen. bis endlich der Koch sagte. wurden sie abgewiesen. erstaunten alle über ihre große Schönheit. in dessen Reich sie sich befanden. wenn sie sich auf der Straße zeigte. An dem Wege stand ein Brennessel- busch.' Da mußte sie gehorchen und die prächtigen Kleider der Braut samt ihrem Schmuck anlegen. die Felder weit und breit verheert: keine Menschenseele ließ sich erblicken. aber sie fanden nirgend ein Obdach oder einen Menschen. wo die Braut mit dem Bräutigam in die Kirche gehen sollte. verbrannt. und niemand wollte sich ihrer erbarmen. ich habe mir den Fuß vertreten und kann nicht gut über die Straße gehen: du sollst meine Brautkleider anziehen und meine Stelle einnehmen: eine größere Ehre kann dir nicht zuteil werden. aber die sitzt schon lange im Turn gefangen oder ist tot. um ein anderes Land zu suchen. da sprach sie 'Brennettelbusch.' Der Bräutigam erstaunte und dachte 'sie gleicht meiner Jungfrau Maleen. und die du zur Kirche führen sollst. Endlich sprach sie zornig 'wenn du mir nicht gehorchst. und der König sagte zu seinem Sohn 'das ist die Braut. Sie wanderten fort. Als sie nach langer Wanderung in ein anderes Land kamen. war aber gerade der Verlobte der Jungfrau Maleen gewesen. Aber wo soll- ten sie sich hinwenden? Die Feinde hatten das ganze Reich verwüstet. und die Jungfrau Maleen mußte ihr das Essen aus der Küche bringen. Der Vater hatte ihm eine andere Braut bestimmt. und dann folgte die Jungfrau Maleen.sehen konnte. daß sie ihr Gold anbot. würde sie von den Leuten verspottet und ausgelacht. Brennettelbusch so klene. so schämte sie sich ihrer Häßlichkeit und fürchtete.' Es war auch vergeblich. wat steist du hier allene? ik hef de Tyt geweten. Aber auch da hieß man sie weitergehen. der ihnen einen Bissen Brot gab. Als sie in den königlichen Saal eintrat.' Die Jungfrau Maleen aber schlug es aus und sagte 'ich verlange keine Ehre. und ihre Not war so groß. Der Sohn des Königs. Da sprach sie zur Jungfrau Maleen 'dir steht ein großes Glück bevor. aber wo sie anklopften. Als der Tag herankam. so sprang zuerst die Kammerjungfer herab. sie könnten in der Küche bleiben und als Aschenputtel dienen. die mir nicht gebührt.' Er nahm sie an der Hand und führte sie zur Kirche. daß sie ihren Hunger an einem Brennesselstrauch stillen mußten. Endlich gelangten sie in eine große Stadt und gingen nach dem königlichen Hof.

sprach er zu ihr 'was hast du doch zu dem Brennes- selbusch gesagt.' Sie ging hinaus und fuhr die Jungfrau Maleen an 'Dirne. 'ich spreche mit keinem Brennesselbusch. Als die Nacht herankam und die Braut in das Zimmer des Königssohns sollte geführt wer- den. legte die prächtigen Kleider und den Schmuck ab. 'ich dachte nur an die Jungfrau Maleen.' de my myn Gedanken draegt.' antwortete sie. aber sie sprach auf dem gan- zen Weg kein Wort.' Als sie an die Kirchtüre kamen. was hast du zu dem Brennessel- busch gesagt?' 'Ich sagte nichts als Brennettelbusch. 'ich habe nur an die Jungfrau Maleen gedacht. 'Nichts. sprach sie 'Karkstegels. bün de rechte Brut nich. 'ich dachte nur an die Jungfrau Maleen.' antwortete sie. Da half sie sich und sprach 'mut heruet na myne Maegt.' . so bist du die rechte Braut nicht. damit er den Betrug nicht merken sollte. bün de rechte Brut nich. daß sie von ihr wußte.' Er verwunderte sich. legte es ihr an den Hals und hakte die Kettenringe ineinander. eilte sie in die Kammer der Braut. schwieg aber still. 'Nichts. das sie von dem Bräutigam empfangen hatte.' Da zog er ein kostbares Geschmeide hervor. brik nich.' 'Was sprichst du da?' fragte der Königssohn. der an dem Wege stand?' 'Zu welchem Brennesselbusch?' fragte sie. und der Priester legte vor dem Altar ihre Hände ineinander und vermählte sie. 'wie sollte ich sie kennen. Sobald alle Leute fortgegangen waren.' 'Was sprichst du da?' fragte er. Er führte sie zurück. Darauf traten sie in die Kirche.' 'Was sprichst du da?' fragte der Königssohn.' 'Wenn du es nicht getan hast. ich habe nur von ihr gehört.' antwortete sie. Als sie an den Steg vor dem Kirchhof kamen. sprach sie abermals 'Karkendär. Brennettelbusch so klene. so ließ sie den Schleier über ihr Gesicht fallen. wat steist du hier allene? ik hef de Tyt geweten.' 'Kennst du die Jungfrau Maleen?' 'Nein. da hef ik dy ungesaden ungebraden eten.' antwortete sie. zog ihren grauen Kittel an und behielt nur das Geschmeide um den Hals. Als sie wieder in dem königlichen Schloß angelangt waren. da hef ik dy ungesaden ungebraden eten. brik nich. 'Ach.' sagte er.

daß der Königssohn seine Stimme vernahm.' und wiederholte die Worte. sie sollten es in den Hof hinabführen und ihm den Kopf abschlagen. das Mädchen augenblicklich loszulassen. was ich zu dem Kirchensteg gesprochen.' Als sie beide allein waren. 'ich spreche mit keinem Kirchensteg. als wir darübergingen?' fragte der Königssohn. brik nich. 'Aber wo hast du das Geschmeide. wenn sie mich draußen erblickten.' rief die Braut und geriet in den größten Zorn. was ich zu dem Brennessel- busch gesprochen habe. die sie eben gehört hatte. und da bemerkte er an ihrem Hals den Goldschmuck.' Er zog ihr den Schleier vom Gesicht. de my myn Gedanken draegt. so bist du die rechte Braut nicht. eilte aber in die Kammer und sagte 'jetzt weiß ich. eilte aber zurück in die Kammer und sagte 'jetzt weiß ich.' 'Das bricht dir den Hals.' 'Wo ist das Mädchen?' sagte er. bün de rechte Brut nich.' 'Das kostet dich dein Leben.' rief die Braut. die . das Aschenputtel sei eine Betrügerin.' 'Dann bist du auch die rechte Braut nicht. was ich zu der Kirchentür gesprochen habe. 'ich spreche mit keiner Kirchentür. geh und hol es hierher. was hast du zu dem Kirchsteg gesagt?' 'Ich sagte nichts als Karkstegels. 'ich will es sehen.' und wiederholte die Worte.' 'Dann bist du auch die rechte Braut nicht. Die Diener packten es und wollten es fortschleppen. das ich dir an der Kirchentür gab?' 'Was für ein Geschmeide?' antwortete sie. aber weil ich fürchtete. aus seinem Zimmer herbeieilte und den Befehl gab. brik nich. aber er schrie so laut um Hilfe. sprang er erschrocken zurück und sprach 'wie kommst du hierher? wer bist du?' 'Ich bin deine verlobte Braut. die Leute würden mich verspotten. so habe ich dem Aschenputtel befohlen. 'du hast mir kein Geschmeide gegeben. fuhr die Jungfrau Maleen an 'Dirne. was hast du zu der Kirchentür gesagt?' 'Ich sagte nichts als Karkendär.' Sie ging hinaus und sagte den Dienern. 'die mit mir zur Kirche gegangen ist: komm mit mir in meine Kammer. Es wurden Lichter herbeigeholt.' 'Ich habe es dir selbst um den Hals gelegt und selbst eingehakt: wenn du das nicht weißt. sprach er 'du hast auf dem Kirchgang die Jungfrau Maleen genannt. und als er ihre grundlose Häßlichkeit erblickte. 'Zu dem Kirchensteg?' antwortete sie. Die Braut lief in die Kammer zurück und sagte 'jetzt weiß ich. 'Du bist die rechte Braut.' Sie sagte wiederum 'mut heruet na myne Maegt.' und wiederholte die Worte.' sagte er. 'Aber was sagtest du zu dem Kirchensteg. 'Aber was sagtest du zur Kirchentür?' 'Zur Kirchentür?' antwortete sie. meine Kleider anzuziehen und statt meiner zur Kirche zu gehen. den er ihm vor der Kirchentür gegeben hatte.' Lief hinaus und fuhr die Jungfrau Maleen an 'Dirne. bün de rechte Brut nich.' Sie ging hinaus.

und seine Kleider waren von Gold. de will nich stechen. Ich bin dir in der Kirche angetraut und bin deine rechtmäßige Gemahlin. Da ging es ihm wohl. der hatte nur ein einziges Kind. ich habe eine große Reise vor. es aß Zuckerbrot und trank süße Milch. rief es einmal die Jungfrau Maria zu sich und sprach 'liebes Kind. Der falschen Braut ward zur Vergeltung der Kopf abgeschlagen. die Mutter des Christkindleins: du bist arm und dürftig. so sangen sie 'kling klang kloria wer sitt in dissen Toria? Dar sitt en Königsdochter in.' Sie antwortete 'ich bin die Jungfrau Maleen. so müßte ich glauben.' Das Mädchen versprach. daß sie nicht mehr das tägliche Brot hatten und nicht wußten. ich will es mit mir nehmen. das war ein Mädchen von drei Jahren. stand auf einmal eine schöne große Frau vor ihm. . sie stände vor mir: du gleichst ihr in allem. de Steen. und war von großem Glanz umgeben. wozu dieser kleine Schlüssel gehört. seine Mutter sein und für es sorgen. Hänschen mit de bunte Jak. Hunger und Durst gelitten und so lange in Not und Armut gelebt hat: aber heute bescheint mich die Sonne wieder. und als nun die Jungfrau Maria weg war. De Muer. fing sie an und besah die Wohnungen des Himmelreichs: jeden Tag schloß es eine auf. Der Turn. stand noch lange Zeit. holte sein Kind und übergab es der Jungfrau Maria. die hatte eine Krone von leuchtenden Sternen auf dem Haupt und sprach zu ihm 'ich bin die Jungfrau Maria. aber die dreizehnte. die nahm es mit sich hinauf in den Himmel. und es freute sich über all die Pracht und Herrlichkeit. Eines Morgens ging der Holzhacker voller Sorgen hinaus in den Wald an seine Arbeit. bring mir dein Kind. Als es nun vierzehn Jahr alt geworden war. und die Englein. In jeder aber saß ein Apostel. die ist dir verboten: hüte dich. daß du sie nicht aufschließest. sonst wirst du unglücklich. was sie ihm sollten zu essen geben. und wie er da Holz hackte. Sie waren aber so arm.' Marienkind Vor einem großen Walde lebte ein Holzhacker mit seiner Frau.meine verlobte Braut war: wenn ich dächte. da nimm die Schlüssel zu den dreizehn Türen des Himmelreichs in Verwahrung: zwölf davon darfst du aufschließen und die Herrlichkeiten darin betrachten. de will nich bräken. bis die zwölfe herum waren. die um dich sieben Jahre in der Finsternis gefangen gesessen. und wenn die Kinder vorübergingen. die kann ik nich to seen krygn.' Der Holzhacker gehorchte. und die Englein spiel- ten mit ihm.' Da küßten sie einander und war- en glücklich für ihr Lebtag. es wäre möglich. kumm unn folg my achterna. die es immer begleiteten. in welchem die Jungfrau Maleen gesessen hatte. gehorsam zu sein.

Da erblickte sie den Finger. Und als die Englein einmal alle hinausgegangen waren. und als es ihn hineingesteckt hatte. stand ein alter hohler Baum. und es sah da die Dreieinigkeit im Feuer und Glanz sitzen. der von der Berührung des himmlischen Feuers golden geworden war. wie es im Himmel so schön gewesen war.' sagte das Mädchen zum drittenmal. da empfand es eine große Lust zu wissen. so weit es kom- men konnte. und die Engel mit ihm gespielt hatten. Sie rief das Mädchen zu sich und forderte ihm die Himmelsschlüssel wieder ab. das mußte seine Wohnung sein. immer ward es von dichten Dornhecken zurückgehalten. wie es klopfte und klopfte. und sprach zum drittenmal 'hast du es nicht getan?' 'Nein.' antwortete es. aber die Begierde in seinem Herzen schwieg nicht still. was es wollte. es weiß es ja niemand. Alsbald empfand es eine gewaltige Angst. Da sprach sie noch einmal 'hast du es gewiß nicht getan?' 'Nein. steckte es ihn auch in das Schloß. es mochte anfangen. sah wohl. und als es erwachte. blickte ihm die Jungfrau in die Augen und sprach 'hast du auch nicht die dreizehnte Tür geöffnet?' 'Nein. fühlte.' sagten die Englein. Es sprang auf und wollte fortlaufen. es mochte waschen und reiben.freuten sich mit ihm. und schlief darin. Da sprach die Jungfrau Maria 'du hast mir nicht gehorcht. Die Angst wollte auch nicht wieder weichen. mitten in einer Wildnis. schlug die Türe heftig zu und lief fort.' Da versank das Mädchen in einen tiefen Schlaf. sondern nagte und pickte ordentlich daran und ließ ihm keine Ruhe. dann rührte es ein wenig mit dem Finger an den Glanz.' sagte das Mädchen zum zweitenmal. und das Herz klopfte in einem fort und wollte nicht ruhig werden: auch das Gold blieb an dem Finger und ging nicht ab. damit wir ein wenig durch den Ritz sehen. daß es gesündigt hatte. lag es unten auf der Erde. daß es ihr Gebot übertreten und die Türe aufgeschlossen hatte. und sprach zu den Englein 'ganz aufmachen will ich sie nicht und will auch nicht hineingehen. Im Herbst sammelte es die herabgefallenen Nüsse und Blätter und trug sie in die . Gar nicht lange. Es blieb ein Weilchen stehen und be- trachtete alles mit Erstaunen. da ward der Finger ganz golden. aber ich will sie aufschließen.' Da schwieg es still. wenn die Nacht kam. drehte es auch um. fand es darin Schutz: aber es war ein jämmerliches Leben. Es wollte rufen.' 'Ach nein. wenn ichs tue. In der Einöde. 'das wäre Sünde: die Jungfrau Maria hats verboten. du bist nicht mehr würdig. soviel es wollte. Nun war die verbotene Tür allein noch übrig.' Es suchte den Schlüssel heraus. die suchte es sich. die es nicht durchbrechen konnte. und es könnte leicht dein Unglück werden. aber es konnte keinen Laut hervorbringen. und wenn es daran dachte. und wenn es stürmte und regnete. in welche es eingeschlossen war. Da legte sie ihre Hand auf sein Herz. dachte es 'nun bin ich ganz allein und könnte hineingucken. im Himmel zu sein. und merkte wohl. Wurzeln und Waldbeeren waren seine einzige Nahrung. und hast noch dazu gelogen. Da sprang die Türe auf. so kam die Jungfrau Maria von ihrer Reise zurück. und als es ihn in der Hand hielt. was dahinter verborgen wäre. so weinte es bitterlich. aber wo es sich hinwendete. Da kroch es hinein. Als es den Bund hinreichte.

und weil es in das Gebüsch geflohen war. brachte die Königin einen Sohn zur Welt. so kroch es wie ein armes Tierchen in die Blätter. jagte der König des Landes in dem Wald und verfolgte ein Reh. Am andern Morgen. denn es konnte seinen Mund nicht auftun. wo sie allein in ihrem Bette lag. Sobald dann die Sonne wieder warm schien. dann redete er es an und sprach 'wer bist du? warum sitzest du hier in der Einöde?' Es gab aber keine Antwort. und wenn Schnee und Eis kam. ging ein Gemur- mel unter den Leuten. Als er endlich hindurchgedrungen war. so zerrissen seine Kleider und fiel ein Stück nach dem andern vom Leibe herab. Als etwa ein Jahr verflossen war. und als er auf das königliche Schloß kam. so nehm ich dein neugebornes Kind mit mir. Und ob es gleich nicht sprechen konnte. ich habe die verbotene Tür nicht geöffnet. als das Kind abermals . So saß es ein Jahr nach dem andern und fühlte den Jammer und das Elend der Welt. ließ er ihm schöne Kleider anziehen und gab ihm alles im Überfluß. so will ich deinen Mund öffnen und dir die Sprache wiedergeben: verharrst du aber in der Sünde und leugnest hartnäckig. Nach einem Jahr gebar die Königin wieder einen Sohn. daß er es von Herzen lieb gewann. der König aber wollte es nicht glauben. Darauf in der Nacht. riß das Gestrüppe auseinander und hieb sich mit seinem Schwert einen Weg. die Königin wäre eine Menschenfresserin und hätte ihr eigenes Kind umgebracht. so nehme ich auch dieses neugeborne mit mir.Höhle. sie blieb aber verstockt und sprach 'nein. als die Bäume wieder in frischem Grün standen. Einmal. so will ich dir dein Kind wiedergeben und deine Zunge lösen: verharrst du aber in der Sünde und leugnest. daß du die verbotene Türe geöffnet hast. daß es nicht fror.' und die Jungfrau nahm ihr das Kind aus den Armen weg und mit sich in den Himmel. das den Wald- platz einschloß. und seine langen Haare bedeckten es von allen Seiten wie ein Mantel. Der König nahm es auf seinen Arm. sah er unter dem Baum ein wunderschönes Mädchen sitzen. ging es heraus und setzte sich vor den Baum.' Da sprach die Königin wiederum 'nein. Am Morgen. ich habe die verbotene Tür nicht aufgemacht. trug es auf sein Pferd und ritt mit ihm heim. Der König sprach weiter 'willst du mit mir auf mein Schloß gehen?' Da nickte es nur ein wenig mit dem Kopf.' und die Jungfrau Maria nahm das neugeborne Kind ihr aus den Armen und verschwand damit. die Nüsse waren im Winter seine Speise. da vermählte er sich mit ihm. und es dauerte nicht lange. als das Kind nicht zu finden war. erschien ihr die Jungfrau Maria und sprach 'willst du die Wahrheit sagen und gestehen. In der Nacht trat auch wieder die Jungfrau Maria zu ihr herein und sprach 'willst du gestehen. Sie hörte alles und konnte nichts dagegen sagen. daß du die verbotene Tür aufgeschlossen hast. Nicht lange. weil er sie so lieb hatte. stieg er vom Pferd. so war es doch schön und holdselig. Er stand still und betrachtete es voll Erstaunen.' Da war der Königin ver- liehen zu antworten. das saß da und war von seinem goldenen Haar bis zu den Fußzehen bedeckt.

und wenn er arbeitete. Sein Gesicht. da erschien ihr zum dritten- mal nachts die Jungfrau Maria und sprach 'folge mir. ich habe es getan!' Und alsbald fing der Himmel an zu regnen und löschte die Feuerflammen. Kein Geselle blieb länger als einen Monat bei ihm. seine Augen klein. Als sich die Königin darüber freute. auf dem Scheiterhaufen zu sterben.verschwunden war. Iöste ihr die Zunge und gab ihr Glück für das ganze Leben. nicht mehr darüber zu sprechen. die Königin hätte es verschlungen. und des Königs Räte verlangten.und Lebensstrafe. Ging er auf der Straße. Im nächsten Jahr gebar die Königin ein schönes Töchterlein. 'konntest du nicht sehen. Maria. tadelte alles.' Aber die Königin antwortete zum drittenmal 'nein.' Da ließ sie die Jungfrau wieder zur Erde hin- absinken und nahm ihr auch das dritte Kind. aber lebhafter Mann. 'Schafskopf. die lachten sie an und spiel- ten mit der Weltkugel. Am andern Morgen.' und der König konnte seine Räte nicht mehr zurückweisen.' rief er ihr zu. denn er . Meister Pfriem Meister Pfriem war ein kleiner hagerer. so ruderte er heftig mit beiden Armen. daß du die verbotene Tür geöffnet hast. als es ruchbar ward. und als sie an einen Pfahl festgebunden war und das Feuer ring- sumher zu brennen anfing. riefen alle Leute laut 'die Königin ist eine Menschenfresserin. indem er sich schüttelte. da schmolz das harte Eis des Stolzes und ihr Herz ward von Reue bewegt. den Eimer so hoch in die Luft.' da kam ihr die Stimme. und sie dachte 'könnt ich nur noch vor meinem Tode gestehen. daß sie laut ausrief 'ja. war pockennarbig und leichenblaß.' und reichte ihr die drei Kinder. Es ward ein Gericht über sie gehalten. und die Jungfrau Maria kam herab und hatte die beiden Söhnlein zu ihren Seiten und das neugeborene Töchterlein auf dem Arm. dem ist sie vergeben. ich habe die verbotene Tür nicht geöffnet. so will ich dir deine beiden Söhnlein zurückgeben. Er bemerkte alles. daß er es nicht glauben wollte. daß ich die Tür geöffnet habe. der sich nicht weit genug in der Ferne hielt.' Sie nahm sie bei der Hand und führte sie in den Himmel. Der König aber hatte sie so lieb. sprach die Jungfrau Maria 'ist dein Herz noch nicht erweicht? wenn du eingestehst. der keinen Augenblick Ruhe hatte. und zeigte ihr da ihre beiden ältesten Kinder. sein Haar grau und struppig. daß er selbst davon be- gossen ward. aber sie blitzten unaufhörlich rechts und links hin. und einmal schlug er einem Mädchen. Sie sprach freundlich zu ihr 'wer seine Sünde bereut und eingesteht. daß sie sollte gerichtet werden. sie muß verurteilt werden. Das Holz wurde zusammengetragen. daß ich hinter dir herkam?' Seines Handwerks war er ein Schuster. die Faust in den Leib stieß. sagten die Leute ganz laut. und weil sie nicht antworten und sich nicht verteidigen konnte. und befahl den Räten bei Leibes. und über ihr brach ein Licht hervor. wußte alles besser und hatte in allem recht. aus dem nur die aufgestülpte Nase vorragte. so fuhr er mit dem Draht so gewaltig aus. daß er jedem. ward sie verurteilt. das Wasser trug.

' Er setzte sich und tat ein paar Stiche. aber es ist derselbe.' Er riß einem Zimmermann die Axt aus der Hand und wollte ihm zeigen. daß meine Befehle unman- gelhaft befolgt werden. so schalt er sie aus 'da stehen die Gänse und schnattern und vergessen über dem Geschwätz ihre Arbeit. Richtete man ein neues Haus auf. 'ihr haut ja nicht nach der Schnur. weil er keine Viertelstunde ruhig sitzen blieb. was sie wußten. dann sprang er wieder auf. Als er sich wieder zur Arbeit setzen wollte. 'Ihr seid nicht recht bei Trost. Bald waren die Stiche nicht gleich. Meint ihr.' rief er.' Er geriet aber an die Zimmerleute.' sagte er zu dem Lehrjungen. 'Wollt ihr mir das Haus anzünden?' schrie er. habt Ihr ihn vom Tisch herabgeworfen. lachten und erzählten sich. Faulenzer nannte er sie alle. als aber ein mit Lehm beladener Wagen herange- fahren kam. der nebenher ging.' rief er. und Pfriem lief vor Ärger in seine Werkstätte zurück. daß der Schuh nichts taugt. Und seht einmal.hatte an der besten Arbeit immer etwas auszusetzen. daß man einen Ochsen dabei braten könnte! oder kostet das Holz etwa kein Geld?' Standen die Mägde am Waschfaß. stieß aber einen Eimer voll Lauge um.' 'Meister. die Balken würden gerad stehen? es weicht einmal alles aus den Fugen. wie er hauen müßte. in dem Haus bleibt kein Mensch gesund. warf er die Axt weg und sprang zu dem Bauer. so sprang er aus dem Bett und lief mit bloßen Füßen in die Küche. 'Was ist das?' rief er. Und wo zu die frische Seife? heil- lose Verschwendung und obendrein eine schändliche Faulheit: sie wollen die Hände schonen und das Zeug nicht ordentlich reiben. bald war das Leder nicht hinlänglich geschlagen. an dem fast nichts ist als die Sohle? ich verlange. 'Ihr mögt wohl recht haben. 'Was ist das wieder?' schrie er ihn an. hakte sein Schurzfell los und rief 'ich will nur hinaus und den Menschen ins Gewissen reden. Der Mörtel taugt auch nichts: Kies muß hinein. 'Da vermauern sie wieder den roten Sandstein. bald ein Absatz höher als der andere. 'habe ich euch nicht gesagt. nicht Sand. 'das ist ja ein Feuer. bald war ein Schuh länger. 'wer spannt junge Pferde vor einen schwer beladenen Wagen? die ar- men Tiere werden Euch auf dem Platz umfallen. daß den Leuten das Haus über dem Kopf zusammenfällt.' Der Bauer gab ihm keine Antwort. Ich erlebe noch.' Er sprang fort. so daß die ganze Küche überschwemmt ward. War seine Frau frühmorgens aufgestanden und hatte Feuer angezündet. den Ihr zugeschnitten und selbst in Arbeit gen- ommen hab t. wie man die Haut weich schlägt. 'der niemals austrocknet. Als Ihr vorhin aufgesprungen seid.' . 'Warte.' holte den Riemen und gab ihm ein paar Hiebe über den Rücken. ihr solltet die Schuhe nicht so weit ausschneiden? wer wird einen solchen Schuh kaufen. Euch könnte es aber ein Engel vom Himmel nicht recht machen. und ich habe ihn nur aufgehoben.' antwortete der Lehrjunge. wie schlecht die Gesellen die Steine aufsetzen. so lief er ans Fenster und sah zu. reichte ihm der Lehrjunge einen Schuh. 'ich will dir schon zeigen. Er selber brachte aber doch nicht viel vor sich.

was Ihr im Himmel seht: es könnte Euch übel bekommen. Unter der Pforte drehte der Meister noch einmal den Kopf nach dem Wagen und sah. aber ich warne Euch. daß das Faß durchlöchert war und das Wasser von allen Seiten herauslief.' Er ging w eiter und sah einen Wagen. und hier ist. der in einem tiefen Loch stecken geblieben war. die einen Balken wegtrugen. und hier werden sie mich nicht stecken lassen.' antwortete der Mann. 'ich will Euch wohl einlassen. 'Kein Wunder. wo man. 'ich konnte damit nicht auf den rechten Weg kom- men.' erwiderte Pfriem. schüttelte aber zuweilen mit dem Kopf oder brummte etwas vor sich hin. daß Ihr von Eurer Ge- wohnheit ablaßt und nichts tadelt. Er sah sich um. und wahrhaftig. Gott sei Dank. er wäre gestorben und befände sich auf dem Weg nach dem Himmel. wie er von vier Flügelpferden in die Höhe gehoben ward.' Der Apostel Petrus öffnete und wollte sehen. 'wer wird so unvernünftig aufladen? was habt Ihr da?' 'Fromme Wünsche.' Er trat also ein und ging in den weiten Räumen des Himmels auf und ab. 'Alle Hagel!' platzte er heraus.' 'Ihr hättet Euch die Ermahnung sparen können. Meister Pfriem träumte in einer Nacht. Sie trugen aber den Balken nicht der Länge nach. ich sehe. wie man den Balken trägt. rechts und links. 'Ach. auf diese Weise einen Wagen herausgezogen? da meinen sie aber in ihrem dünkelhaften Übermut alles besser zu wissen. aber ich habe den Wagen noch glücklich heraufgeschoben.' Er wollte weiterre- den. Es war der Balken. während er nach dem Splitter in den Augen anderer suchte. alles vollkommen und nichts zu tadeln wie auf Erden.' sprach er. spannte sie aber nicht vorn. aber . geradeaus oder quer. doch schwieg er und gab sich zufrieden: 'es ist im Grunde einer- lei. 'und da läßt sich manches entschuldigen. den einer im Auge gehabt hatte.' sagte er. doch nur faulenzt.' brach er los. 'Hat man je einen solchen Unverstand gese- hen?' dachte Meister Pfriem. Sie tränkten die Erde mit Re- gen. zu- mal hier im Himmel. Das war dem Meister Pfriem zu viel. besann sich aber glücklicherweise und dachte 'vielleicht ists bloßer Zeitvertreib. viere müssen wenigstens davor. 'Tolpatsch. 'Es geht freilich im Himmel etwas anders her als auf Erden. zugleich bemerkte er. son- dern hinten an.' Ein anderer Engel kam und führte noch zwei Pferde herbei. In diesem Augenblick erwachte Meister Pfriem.' Wirklich kam ein Engel und spannte zwei Pferde vor.' Bald hernach erblickte er zwei Engel. 'Ganz gut. klopfte er heftig an die Pforte: 'es wundert mich. welche Wasser aus einem Brunnen in ein Faß schöpften. 'aber zwei Pferde bringen den Wagen nicht heraus. aber einer von den Himmelsbewohnern hatte ihn am Kragen gepackt und schob ihn mit unwiderstehlicher Gewalt hinaus. wer so ungestüm Einlaß begehrte.' meinte Pfriem. 'was machst du da? hat man je. Meister Pfriem.' sprach er zu sich selbst. man klopft sich die Knöchel wund. wenn man nur damit durchkommt. wie ich schon bemerkt habe. sie stoßen nirgend an.' sprach er zu dem Mann. 'ich weiß schon. Als er anlangte. so kann man dergleichen unnütze Dinge tun. machts einem Spaß. der dabeistand. Ihr seids. sondern quer. 'daß sie nicht einen Ring am Tor haben. solange die Welt steht. was sich ziemt. Indem erblickte er zwei Engel.

und der König war in großer Freude. und sagte zu ihm 'wünsche dir ein schönes Schloß mit einem Garten. der war schon so groß.' Und kaum waren die Worte aus dem Munde des Knaben. Da ging er hinaus. und raubte es. . und ihn damit in große Not bringen. Es ist nur ein Glück. Der Koch aber dachte bei sich 'hat das Kind wünschliche Gedanken und ich bin hier. Da kam ein Engel vom Himmel und sprach 'gib dich zufrieden. Da kam der alte Koch. daß du so allein bist. Aber Gott schickte zwei Engel vom Himmel in Gestalt von weißen Tauben. Da trug er das Kind fort an einen verborgenen Ort. die vier Beine zum Laufen haben. was er gewünscht hatte. und tropfte ihr das Blut auf die Schürze und das Kleid. daß ich nicht wirklich gestorben bin. und sollte verschmachten. und ließ seine Gemahlin hineinsetzen und vermauern. Es kam ihm aber der Gedanke.' Die Nelke Es war eine Königin. Und als der König das Blut an der Schürze sah. nahm das Mädchen beiseit und sprach 'diese Nacht. so könnte es mich leicht ins Unglück stürzen.' Da wünschte sie der Königssohn herbei. glaubte er es und geriet in einen solchen Zorn. da sollte sie sieben Jahre sitzen. daß man die Pferde zugleich hinten und vorn anspannt? frei- lich.wer kann geduldig mit ansehen. wünsche dir eine schöne Jungfrau zur Gesellschaft.' Sie ging zum König und sagte ihm die fröhliche Botschaft. daß es ihr auf dem Schoß lag und sie entschlief. daß das Kind wünschliche Gedanken hatte. daß sie keine Kinder gebar. und nahm ein Huhn und zerriß es. und wusch sich da bei einem klaren Brunnen. der Königssohn könnte einmal wünschen. daß er sprechen konnte. ohne Essen und Trinken. aber wer kann das wissen? Es ist übrigens eine gewaltige Dummheit. Pferden. bei seinem Vater zu sein. das wird er erhalten. er möchte ihr einen Sohn oder eine Tochter bescheren. und lief zum König und klagte die Königin an. die mußten täglich zweimal zu ihr fliegen und ihr das Essen bringen. gebar sie einen Sohn. wenn der Knabe schläft. wie sie kein Maler malen konnte. und war so schön. in den weder Sonne noch Mond schien. bis die sieben Jahre herum waren. die hatte unser Herrgott verschlossen.' Da machte er sich vom Schloß weg und ging zu dem Knaben. Nun ging sie alle Morgen mit dem Kind in den Tiergarten. und sie stand gleich vor ihm. noch ein paar Flügel anzuheften. sie hatten Flügel. sonst machen sie mir im Haus lauter verkehrtes Zeug. so geh an sein Bett und stoß ihm das Messer ins Herz. Es geschah einstmals. denn was er sich wünscht auf der Welt. und was dazu gehört. Ober eine Zeit sprach der Koch zu ihm es ist nicht gut. du sollst einen Sohn haben mit wünschlichen Gedanken. der wußte. und als die Zeit herum war. und der alte Koch ging auf die Jagd wie ein vornehmer Mann. wo es eine Amme tränken mußte. Da ging sie alle Morgen in den Garten und bat zu Gott im Himmel. sie habe ihr Kind von den wilden Tieren rauben lassen. so stand alles da. Aber ich muß aufstehen. daß er einen tiefen Turm bauen ließ. Nun spielten die beiden zusammen und hatten sich von Herzen lieb. als das Kind schon ein wenig älter war.

' Weil es also ihr Wille nicht recht war. und nahm Herz und Zunge.' 'Ach.' und meinte. die fraß er. und der Pudelhund mußte mitlaufen. so war der Alte in einen Pudelhund verwandelt. Da zog er fort.' Darauf ging er fort. und wenn du das nicht tust. und ließ sich anmelden als ein fremder Jäger. es hatte sich aber auf der ganzen Grenze und Gegend niemals Wild aufgehalten. und die Jäger mußten es schießen. der an einem Ende offen blieb. wo seine Mutter darinsaß. Nun ging er zu dem Turm. als er nur auf der königlichen Tafel brauchen könnte.' Als er weggegangen war. willst du mit mir gehen. Sprach er 'ich bin Euer lieber Sohn. warum hast du mich töten wollen? nun will ich dir dein Urteil sprechen. Da sprach der Jäger. so hatte sie es nicht get- an und sprach 'was soll ich ein unschuldiges Blut ums Leben bringen.und bring mir Herz und Zunge von ihm. und draußen hieß er sie einen großen Kreis schließen. Antwor- tete der König ja. Da stieg er hinauf und sah hinein und rief 'herzliebste Mutter. so kostet dichs selbst dein Leben. oder seid Ihr tot?' Sie antwortete 'ich habe ja eben gegessen und bin noch satt.' Da trat der Bösewicht herein und sprach 'wo ist Herz und Zunge von dem Knaben?. wenn er gelernt wäre und ihm Wildbret schaffen könnte. und weil der Turm so hoch war. und ob sie noch am Leben wäre. ob er könnte Dienste bei ihm haben. und was soll ich in einem fremden Lande machen. die Engel wären da. daß ihm die Lohe aus dem Hals herausschlug. aber der Königssohn warf die Decke ab und sprach 'du alter Sünder. und zog in sein Vaterland. und sollst glühende Kohlen fressen. Endlich sprach er zu dem Mädchen 'ich will heim in mein Vaterland. Du sollst ein schwarzer Pudelhund werden und eine goldene Kette um den Hals haben. er wollte ihm so viel Wild schaffen. und die Köche mußten lebendige Kohlen heraufbringen. Als- bald kamen zweihundert und etliche Stück Wildbret in den Kreis gelaufen. sollte er herkom- men. daß dir die Lohe zum Hals herausschlägt. und als sie den Alten kommen sah. 'der Weg ist so weit.' Nun stieg er herab und ging zu seinem Herrn Vater. ließ sie sich eine kleine Hirschkuh herbeiholen und ließ sie schlachten. die bis obenhin reichte. so sollst du dein Leben verlieren. und dann stellte er sich hinein und fing an zu wünschen. und als er am andern Tag wiederkam. Das Mädchen reichte ihm den Teller. Dann hieß er die Jägerei zusammenkommen. und sie doch voneinander nicht lassen wollten. wünschte er sie zu einer schönen Nelke und steckte sie bei sich. und legte sie auf einen Teller. wo ich unbekannt bin. Frau Königin. das noch niemand beleidigt hat?' Sprach der Koch wieder 'wo du es nicht tust.' Und wie er die Worte ausgesprochen hatte. Da gingen sie mit. den die wilden Tiere Euch sollen vom Schoß geraubt haben: aber ich bin noch am Leben und will Euch bald erretten. seid Ihr noch am Leben. wünschte er eine Leiter herbei.' antwortete sie. Da ward alles auf sechzig Bauernwagen geladen und dem König heim . sprach sie zu dem Knaben 'leg dich ins Bett und zieh die Decke über dich. Nun blieb der Königssohn noch eine kleine Zeit da und dachte an seine Mutter. so will ich dich ernähren. und hatte eine goldene Kette um den Hals. sie sollten alle mit ihm hinaus in den Wald gehen.

der alte Koch. so fing auch schon der Marschall an und sprach 'königliche Majestät. sondern der Bösewicht. die soll- ten die Frau Königin holen und an die königliche Tafel bringen. ich bin ein schlechter Jägerbursch.' Da stand der Jäger auf und sprach.' Der König aber bestand darauf und sagte 'du sollst dich neben mich setzen.' und ließ glühende Kohlen bringen. 'gnädigster Herr Vater. und die wilden Tiere haben ihn nicht geraubt. wie er ihn sah. die ihr das Essen in den Turm . und stellte sie auf die königliche Tafel und sie war so schön. wollt Ihr auch das Mädchen sehen. davon will ich nichts hören. ob er ihn in sein- er wahren Gestalt sehen wollte.' Er antwortete 'Herr König. der mich im Turm erhal- ten hat. Der König aber schickte zwei Kammerfrauen und zwei Diener hinab in den Turm. das mich so zärtlich aufgezogen hat und mich hernach ums Leben bringen sollte.' bis er es tat. sprach er zu dem Jäger 'weil du so geschickt bist. da stand sie da und war so schön.' und wünschte sie zu einer Jungfrau. als sie eingeschlafen war. hat es getan. Darauf fragte er den König. wie geht es wohl der Frau Königin im Turm. von ihrem Schoß weggenommen und ihre Schürze mit dem Blut eines Huhns betropft. dachte er an seine liebste Frau Mutter. ob sie wohl noch am Leben wäre oder verschmachtet.' Sprach der Sohn 'gnädigster Herr Vater.gefahren. die mußte er angesichts aller fressen. und ich bin ihr Sohn.' Und griff in die Tasche und holte die Nelke. da stand er alsbald mit der weißen Schürze und dem Messer an der Seite. Nun empfand der König große Freude darüber und bestellte. Der König. daß nur einer von des Königs ersten Dienern von ihr anfinge und fragte. ob sie wohl noch am Leben oder verschmachtet ist?' Aber der König antwortete 'sie hat mir meinen lieben Sohn von den wilden Tieren zerreißen lassen. ich will sie Euch zeigen in Gestalt einer schönen Blume. der hat mich. daß ihm die Lohe aus dem Hals schlug. da konnte er einmal seine Tafel mit Wildbret zieren. aß sie nichts mehr und sagte 'der gnädige barmherzige Gott. wir leben hier in Freuden. Als sie aber dahin geführt ward. nachdem er lange Jahre keins gehabt hatte. wie der König nie eine gesehen hatte.' Da lebte sie noch drei Tage und starb dann selig. und wünschte ihn wieder zum Koch. ich will sie gerne sehen. und wünschte. Kaum hatte er es gewünscht. D arauf sprach der Jäger weiter 'Herr Vater. sie ist noch am Leben. und machte ein großes Gastmahl.' Darauf nahm er den Hund mit dem goldenen Halsband und sprach 'das ist der Bösewicht. wird mich bald erlösen. obgleich sein eigenes Leben auf dem Spiel stand?' Antwortete der König 'ja. Wie er da saß. es aber nicht getan hat. daß kein Maler sie hätte schöner malen können. Wie sie alle beis- ammen waren. Ew. Darauf sprach der Sohn 'nun will ich sie auch in ihrer wahren Gestalt zeigen. es sollte des andern Tags seine ganze Hofhaltung bei ihm speisen. Majestät halte zu Gnaden. da folgten ihr die zwei weißen Tauben nach. ward zornig und befahl. wie es wohl der Frau Königin im Turm ginge. daß er in den tiefsten Kerker sollte geworfen werden. und als sie begraben ward. so sollst du neben mir sitzen.

faßte er sich ein Herz und erzählte ihr. es sollte ihm leichter ums Herz werden. so fand er keine Ruhe. was ihm begegnet war. 'wenn ich mein Kind verlier- en soll? aber was kann ich tun?' Auch die Verwandten. Indessen kehrte das Glück in das Haus des Müllers wieder ein. und er eilte getröstet und gutes M utes nach seiner Mühle. daß er sich nicht zu raten wüßte. Er war voll Kummer. Als er über dem Mühldamm dahinschritt. Der alte König ließ den Koch in vier Stücke zerreißen. als du je gewesen bist. und er hörte in dem Weiher etwas rauschen. warum er so traurig wäre. er sah wohl. Der Müller stand wie vom Blitz gerührt. das sich langsam aus dem Wasser erhob. Er wendete sich um und erblickte ein schönes Weib. ob er davongehen oder stehen bleiben sollte. in der er saß.' 'Was kann das anders sein. ging hinaus ins Freie und dachte. sein Eigentum nennen. und wußte vor Furcht nicht. und als sie ihn fragte 'warum freust du dich nicht über den schönen Knaben?' so erzählte er ihr. so schwand er von Jahr zu Jahr wieder hin. sondern wälzte sich voll Sorgen in seinem Bett. Aber die Nixe ließ ihre sanfte Stimme hören. aber jetzt so arm wäre. nannte ihn bei Na- men und fragte. Aber Unglück kommt über Nacht: wie ihr Reichtum gewachsen war. und zu- letzt konnte der Müller kaum noch die Mühle. als er sie aber so freundlich sprechen hörte. flossen an beiden Seiten herab und bedeckten ihren weißen Leib. Er sah wohl. die er als Blume in der Tasche mitgebracht hatte. die herbeigekommen waren. und wenn er sich nach der Arbeit des Tages niederlegte. Eines Morgens stand er schon vor Tagesan- bruch auf. und ob sie noch leben. und ihr Wohlstand nahm von Jahr zu Jahr noch zu. aber der Gram zehrte an seinem Herzen. Die Nixe im Teich Es war einmal ein Müller. und setzten sich auf ihr Grab. Sie hatten Geld und Gut. daß du mir geben willst. 'Was hilft mir Glück und Reichtum. Mit gesenktem Haupt trat er zu dem Bett seiner Frau. und was für ein Versprechen er der Nixe gegeben hatte. Die Nixe stieg wieder in das Wasser hinab. Glück zu wünschen.gebracht hatten und Engel vom Himmel waren. gelang. das steht bei Gott.' fügte er hinzu. Noch hatte er sie nicht er- reicht.' dachte der Müller. daß die tückische Nixe das gewußt und ihn betrogen hatte. er sollte sich freuen. Der Müller war anfangs verstummt. 'Sei ruhig. daß er sonst in Glück und Reichtum gelebt hätte. als ob Kisten und Kasten von selbst sich füllten und das Geld im Schrank . die sie über den Schultern mit ihren za- rten Händen gefaßt hatte. nur mußt du mir versprechen. wußten keinen Rat. was sie verlangte. es war. Was er unternahm.' antwortete die Nixe. der führte mit seiner Frau ein vergnügtes Leben. Ihre langen Haare. was eben in deinem Hause jung geworden ist. 'als ein junger Hund oder ein junges Kätzchen?' und sagte ihr zu. brach eben der erste Sonnenstrahl hervor. seine Frau hätte ihm einen kleinen Knaben geboren. 'ich will dich reicher und glücklicher machen. daß es die Nixe des Teichs war. Der Sohn heiratete die schöne Jungfrau. und er starb bald. da trat die Magd aus der Haustüre und rief ihm zu.

Der Spiegel des Wassers blieb ruhig. zu dem Wasser. die Luft mild. der Regen schlug ihr ins Gesicht und der Wind zauste ihr langes Haar. schenkte er ihm ein kleines Haus. Als es Abend war und der Jäger nicht nach Haus kam.über Nacht sich mehrte. Er bemerkte nicht. Als er aus- gelernt hatte und ein tüchtiger Jäger geworden war. ohne Rast und Ruhe. daß er sich vor den Nachstellungen der Nixe in acht nehmen müßte und nicht in die Nähe des Weihers sich wagen dürfte.' sagte er zu ihm. daß die Wellen über ihm zusammenschlugen. Der Himmel war blau. Sie ging darauf zu und öffnete die Türe. bot sich ein ganz anderer Anblick dar. da konnte sie nicht länger an dem Unglück zweifeln. die er der Nixe getan hatte. manchmal einen heftigen Schrei ausstoßend. Sie stieg zwischen großen Felsblöcken angstvoll aufwärts. Kaum aber hatte er sie hineingetaucht. bunt beblümten Wiese stand eine reinliche Hütte. Als das Tier aus dem Wald in das freie Feld aus- bog. Dornen und Ranken hakten sich an ihre Füße. nachdem er das Tier ausgeweidet hatte. Einstmals verfolgte der Jäger ein Reh. nahm ihn der Herr des Dorfes in seine Dienste. so geriet seine Frau in Angst. Aber er konnte sich nicht ungestört darüber freuen: die Zusage. 'wenn du das Wasser berührst. Als sie die Anhöhe erreicht hatte. In dem Dorf war ein schönes und treues Mädchen. Sie eilte zu dem Wasser. und rief ihn aufs neue: sie schalt die Nixe mit harten Worten. und als sein Herr das bemerkte. fürchtete er. Der Knabe wuchs zum Jüngling heran und kam bei einem Jäger in die Lehre. Bald überkam sie ein Traum.' Doch als Jahr auf Jahr verging und die Nixe sich nicht wieder zeigte. Endlich waren ihre Kräfte zu Ende: sie sank zur Erde nieder und verfiel in einen tiefen Schlaf. Sooft er an dem Teich vorbeikam. daß er sich in der Nähe des gefährlichen Weihers befand. Sie ging aus. aber keine Antwort erfolgte. Es dauerte nicht lange. um seine mit Blut befleckten Hände zu waschen. der Boden senkte sich sanft hinab und auf einer grünen. als die Nixe emporstieg. so fing der Müller an sich zu beruhigen. so kommt eine Hand heraus. 'hüte dich. umkreiste sie ihn immer von neuem. quälte sein Herz. und da er ihr oft erzählt hatte. manchmal still. aber vergeblich: sie eilte hinüber auf die andere Seite des Weihers. hascht dich und zieht dich hinab. lebten ruhig und glücklich und liebten sich von Herzen. Mit schnellen Schritten. manchmal in leisem Wimmern. nur das halbe Gesicht des Mondes blickte unbeweglich zu ihr herauf. was geschehen war. da saß eine Alte mit . Wehklagend und händeringend rief sie ihren Liebsten mit Namen. so war sein Reichtum größer als je zuvor. sie möchte auftauchen und ihn an seine Schuld mahnen. und als sie am Ufer seine Jägertasche liegen fand. Die arme Frau verließ den Teich nicht. die beiden hielten Hochzeit. das gefiel dem Jäger. Den Knaben selbst ließ er nicht in die Nähe des Wassers. und ging. setzte er ihm nach und streckte es endlich mit einem Schuß nieder. so ahnte sie schon. ihn zu suchen. lachend mit ihren nassen Armen ihn umschlang und so schnell hinabzog.

dem Traume Folge zu leisten. 'daß ich meinen Liebsten nur erblicke. auf den Grund zu sinken. und du wirst sehen. und du wirst sehen. In demselben Augenblick kam eine zweite Welle herangerauscht und bedeckte das Haupt des Mannes. Wenn du aber fertig bist. Er breitete voll Verlangen seine Arme nach ihr aus. was hilft es mir.' Die Frau tat. und führte die Flöte mit sich fort. Harre. blas ein schönes Lied darauf. setze dich am Rand nieder und strähle dein langes schwarzes Haar mit diesem Kamm. Kaum lag die Flöte auf dem Sand. und als sie fertig war. wie sie es in der Nacht gesehen hatte. was ihr begegnet war. 'Du mußt ein Unglück erlebt haben. 'Tröste dich. rollte an das Ufer und führte den Kamm mit sich fort. so brauste es aus der Tiefe: eine Welle erhob sich. auch der Mann bis zur Hälfte des Leibes stieg hervor. schaute aber seine Frau mit traurigen Blicken an. eine Welle erhob sich. und die weise Frau gab ihr ein goldenes Spinnrad.' Die Frau erzählte ihr unter Tränen. so brauste es aus der Tiefe. Sie stieg mühsam den Berg hinauf. dann nimm das Spinnrad. und es war alles so. doch der Traum zeigte ihr die Hütte der Alten. so teilte sich der Wasserspiegel. Abermals machte sie sich am nächsten Morgen auf den Weg und klagte der weisen Frau ihr Leid. bis der Vollmond aufgestiegen ist. und nicht bloß der Kopf. Es dauerte nicht länger.' sagte die Unglückliche.' sagte die Alte. setzte sich nieder und kämmte ihre langen schwarzen Haare mit dem goldenen Kamm. legte sie ihn an den Rand des Wassers nieder. dann nimm diese Flöte. zog heran. so stelle das Spinnrad nahe an das Wasser. als der Kamm nötig hatte. 'ich will dir helfen: da hast du einen goldenen Kamm. wie die Alte gesagt hatte.es ist noch nicht alles vollbracht. so lege ihn am Ufer nieder. Sie machte sich auf den Weg. aber der Traum führte sie zum drittenmal in das Haus der Alten. tröstete sie und sprach . da ging sie hinaus an den Weiher. auf den sie sich setzen sollte. Trostlos kehrte die Frau zurück. Endlich er- schien die leuchtende Scheibe am Himmel. 'Ach. die ihr freundlich winkte. 'weil du meine einsame Hütte aufsuchst.' sagte sie.' Die Frau kehrte zurück. Die Alte empfing sie freundlich und zeigte ihr einen Stuhl. Der Tag war schon angebrochen. Alles war verschwunden. was geschieht. der Weiher lag so ruhig wie zu- vor. dann geh zu dem Weiher. setze dich an das Ufer.' Der Gram erfüllte aufs neue ihr Herz. und wenn du damit fertig bist. aber die Zeit bis zum Vollmond verstrich ihr langsam. Die Alte gab ihr eine goldene Flöte und sprach 'harre. In dem Augenblick erwachte die arme Frau. und der Kopf des Jägers stieg in die Höhe. bedeckte ihn und zog ihn wieder hinab. Er sprach nicht. harre bis der Vollmond kommt. und wenn du fertig bist. Bald darauf teilte sich das Wasser. bis der Vollmond wiederkommt. aber eine zweite Welle rauschte heran.weißen Haaren. um ihn wieder zu verlieren. du wirst sehen. Nicht lange. und nur das Gesicht des Vollmondes glänzte darauf. und sie entschloß sich gleich. was . setze dich an das Ufer und spinn die Spule voll. was geschieht. so lege sie auf den Sand.

'Ach. sie befanden sich unter fremden Menschen. wo das andere geblieben war. Als wieder einmal der Frühling aus der Erde hervorgebrochen war. so erhob sich mit entsetzlichem Brausen der ganze Weiher und strömte mit reißender Gewalt in das weite Feld hinein. aber trauriges Lied. so kam ihre menschliche Gestalt zurück. Bei Erschaffung der Welt hatte das nächtliche Licht ausgereicht. Von nun an trieben sie jeden Tag ihre Herde nebeneinander: sie sprachen nicht viel. Als- bald stieg mit einem Wasserstrahl der Kopf und der ganze Leib des Mannes in die Höhe. und es war ihm. die ihre Heimat nicht kannten. als ich zum letztenmal dieses Lied auf der Flöte blies und das Haupt meines Liebsten aus dem Wasser hervorkam. Er erblickte an einem fernen Bergesabhang eine Herde und trieb seine Schafe nach der Gegend hin. 'so schien auch der Vollmond. Sobald der Vollmond sich zeigte. erkannte sie ihn auch. aber sie fühlten sich getröstet. Um sich das Leben zu erhalten. doch freuten sie sich. Schnell sprang er ans Ufer. trug sie das goldene Spinnrad an das Ufer und spann emsig. und ob sie glückselig waren. bemerkte er. so brauste es noch heftiger als sonst in der Tiefe des Wassers. aber sie erkannten sich nicht. die sie erreicht hatte. Sie trieben lange Jahre ihre Herden durch Feld und Wald und waren voll Trauer und Sehn- sucht. Sie kamen in einem Tal zusammen. sie in eine Kröte. denn es ging dort niemals der Mond auf. und in dem Augenblick waren sie verwandelt.geschieht. aber sie riß sie beide voneinander und führte sie weit weg. bis der Flachs zu Ende und die Spule mit dem Faden ganz angefüllt war. faßte seine Frau an der Hand und entfloh. 'Warum weinst du?' fragte er.' Die Frau befolgte alles genau. Kaum aber stand das Rad am Ufer. als der Vollmond am Him- mel schien und die Schafe schon ruhten. Schon sahen die Fliehenden ihren Tod vor Augen. daß sie nicht mehr so einsam waren. Aber kaum hatten sie sich eine kleine Strecke entfernt. eine mächtige Welle eilte herbei und trug das Rad mit sich fort. er in einen Frosch. wo die Nacht immer dunkel und der Himmel wie ein schwarzes Tuch darüber gebreitet war. Hohe Berge und tiefe Täler lagen zwischen ihnen. Aber keiner wußte. Als er fertig war. holte der Schäfer die Flöte aus seiner Tasche und blies ein schönes. und kein Stern blinkte in der Finsternis. Sie umarmten und küßten sich. er erkannte seine liebste Frau: und als sie ihn anschaute und der Mond auf sein Gesicht schi- en. Die Flut. zogen beide an einem Tag mit ihren Herden aus. mußten beide die Schafe hüten. Der Mond Vorzeiten gab es ein Land. Als das Wasser sich verlaufen hatte und beide wieder den trocknen Boden berührten. braucht keiner zu fragen. als fiele eine Decke von den Augen. und der Zufall wollte. daß sie einander entgegenzogen. konnte sie nicht töten.' antwortete sie. Aus diesem . daß die Schäferin bitter- lich weinte. da rief die Frau in ihrer Angst die Hilfe der Alten an. Eines Abends.' Er sah sie an.

wurden lustig und nahmen ihre alte Lebensweise wieder an. ward ihm das zweite Viertel mitgegeben. Das Licht des Mondes nahm ab. trat die alte Finsternis wieder ein. damit er immer hell brennt. bohrte ein Loch in den Mond. deckten sie ein Tuch darüber. Die Wan- derer standen still und fragten einen Bauer. damit niemand den Raub bemerken sollte. Alte und Junge freuten sich. und als der vierte ins Grab kam. auf einem Eichbaum eine leuchtende Kugel stand. Aber sie wurden alte Greise. Noch schwächer ward es nach dem Tod des dritten. Dafür erhält er von uns wöchentlich einen Taler. daß der vierte Teil des Mondes als sein Eigentum ihm mit in das Grab sollte gegeben werden.' sprach der dritte. Sie er- hoben sich. die Toten unruhig und erwachten aus ihrem Schlaf. der da mit seinem Wagen vorbeifuhr. daß sie den Glanz der Sonne nicht ertragen hätten. 'wir wollen Wagen und Pferde holen und den Mond wegführen. zog ein Seil hindurch und ließ ihn herab. wo sie Wein forderten. der gleichfalls seinen Teil mitnahm. und die kleinen Wichtelmänner tanzten in ihren roten Röckchen auf den Wiesen den Ringeltanz. das in den Sarg gelegt ward. 'Das ist der Mond. als die neue Lampe ihr Licht über alle Felder leuchten ließ und Stuben und Kammern damit erfüllte. Sie können sich hier einen andern kaufen. und der dritte stieg den Baum hinauf. andere liefen in die Wirtshäuser. Als aber die Teile des Monds in der Unterwelt sich wieder vereinigten. Er muß täglich Öl aufgießen und ihn rein erhalten.Land gingen einmal vier Bursche auf die Wanderschaft und gelangten in ein anderes Reich. Als der zweite starb. wir haben daheim einen Eichbaum. 'unser Schultheiß hat ihn für drei Taler gekauft und an den Eichbaum befestigt. daran können wir sie hängen. sagte der eine von ihnen 'diese Lampe könnten wir brauchen. die weit und breit ein sanftes Licht ausgoß. Als die glänzende Kugel auf dem Wagen lag.' 'Ich kann gut klettern. und das Licht minderte sich. Als er gestorben war. verordnete er. wo abends. denn ihre Augen waren so schwach geworden. Was für eine Freude. Sie erstaunten. aber noch nicht merklich. Sie brachten ihn glücklich in ihr Land und stellten ihn auf eine hohe Eiche. Ein Teil ging zum Spiel und Tanz. stießen sie mit den Köpfen zusammen. Man konnte dabei alles wohl sehen und unterscheiden. Die vier versorgten den Mond mit Öl. tob- . wenn es auch nicht so glänzend wie die Sonne war. wenn wir nachts nicht in der Finsternis herumtappen!' 'Wißt ihr was?' sprach der zweite. stieg der Schultheiß auf den Baum und schnitt mit der Heckenschere ein Viertel ab. und als der eine erkrankte und seinen Tod voraussah. wenn die Sonne hinter den Bergen verschwunden war. Wenn die Leute abends ohne Laterne ausgingen. sich betranken. 'ich will ihn schon herunterholen!' Der vierte brachte einen Wagen mit Pferden herbei. Die Zwerge kamen aus den Felsenhöhlen hervor.' antwortete dieser.' Als der Bauer weggefahren war. der ebenso groß ist. putzten den Docht und erhielten wöchentlich ihren Taler. was das für ein Licht sei. als sie wieder sehen konnten: das Mondlicht war ihnen genug. wo immer Dunkelheit geherrscht hatte. so wurden dort.

er möchte ihm erlauben auszuziehen. und je weiter er ritt.' ging zum kranken König und bat ihn. gingen hinunter in den Schloßgarten und weinten.' und ritt weiter. es war nicht möglich. bis der König einwilligte. Aber der Zwerg verwünschte ihn. 'das brauchst du nicht zu wissen. Sie sagten ihm. und niemand glaubte. so wird er wieder gesund: es ist aber schwer zu finden.' und dachte bei sich 'ist mein Bruder tot. Da sie aber nicht kamen. Der kranke König wartete lange Zeit auf ihn.' Der König wollt ihn anfangs auch nicht ziehen lassen. das ist das Wasser des Lebens. aber er kam nicht. Da begegnete ihnen ein alter Mann. so bin ich meinem Vater der liebste und erbe das Reich. daß er mit dem Leben davonkäme. Der Prinz dachte in seinem Herzen 'bringe ich das Wasser. ihr Vater wäre so krank. den sein Bruder eingeschlagen hatte. der war krank. stand da ein Zwerg auf dem Wege. der fragte sie nach ihrem Kummer. 'Kleiner Knirps. daß er wohl sterben würde. 'die Gefahr dabei ist zu groß. So gehts aber den Hochmütigen. . so fällt das Reich mir zu. so setzte er sich auf sein Pferd und ritt durch das Himmelstor hinab in die Unter- welt.' sagte der Prinz.' und ritt fort. und begegnete auch dem Zwerg. Der Prinz geriet bald hernach in eine Bergschlucht. und er saß da wie eingesperrt. und endlich ward der Weg so eng. laßt mich aus- ziehen und das Wasser suchen.' Er bat aber so lange. zurückjagen sollten. wenn er mit seinen Gesellen den Aufenthalt der Seligen stürmen wollte.' sagte der Prinz ganz stolz. um das Wasser des Lebens zu suchen. glaubte. 'Nein. Der Prinz zog also auf demselben Weg fort. der rief ihn an und sprach 'wo hinaus so geschwind?. Er hatte aber drei Söhne. denn es wollte ihm nichts helfen. die Unterwelt wäre in Aufruhr geraten. das Pferd zu wenden oder aus dem Sattel zu steigen. der das Himmelstor bewacht. den er oben am Himmel aufhing. der ihn anhielt und fragte.' sprach der König. wenn er davon trinkt.ten und zankten. Der Lärm ward im- mer ärger und drang endlich bis in den Himmel hinauf.' Der älteste sagte 'ich will es schon finden. Da sprach der Alte 'ich weiß ein Mittel. Da brachte er die Toten zur Ruhe. die den bösen Feind. daß er keinen Schritt weiter konnte. und als er eine Zeitlang fortgeritten war. ohne sich weiter umzusehen. Das kleine Männchen aber war zornig geworden und hatte einen bösen Wunsch getan. Da sagte der zweite Sohn 'Vater. die waren darüber betrübt. 'das brauchst du nicht zu wissen. und endlich ihre Knüppel aufhoben und sich prügelten. und er geriet wie der andere in eine Bergschlucht und konnte nicht vorwärts und rückwärts. hieß sie sich wieder in ihre Gräber legen und nahm den Mond mit fort. lieber will ich sterben.' Also machte er sich auf. 'Dummer Knirps. denn das könnte ihn allein heilen. je enger taten sich die Berge zusammen. Das Wasser des Lebens Es war einmal ein König. wohin er so eilig wollte. Der heilige Petrus. und rief die himmlischen Heerscharen zusammen. endlich gab er nach.

daß es ihm noch ein Stück von der Ferse wegnahm. nahm die Rute und das Brot. so werden sie still. kannst du mir nicht sagen. er hätte sie erlöst und sollte ihr ganzes Reich haben. Da sprang er ganz ers- chrocken auf. schlug es dreiviertel auf zwölf. denen zog er die Ringe vom Finger. Als auch der zweite Sohn ausblieb.' Der Prinz dankte ihm. 'Weil du dich betragen hast. Also legte er sich und schlief ein: als er erwachte. dann lag da ein Schwert und ein Brot. ging heimwärts und kam wieder an dem Zwerg vorbei. als sie ihn sah. Es quillt aus einem Brunnen in dem Hofe eines verwünschten Schlosses. und der König mußte ihn endlich ziehen lassen. da schlugs zwölf. wo das zu finden ist?. wollt er erst ein wenig ausruhen. Und als er anlangte. war alles so. 'Nein. so erbot sich der jüngste. Als er dem Zwerg begegnete und dieser fragte. auszuziehen und das Wasser zu holen. und dann eile dich und hol von dem Wasser des Lebens. Er aber war froh. eh es zwö lf schlüge. sprach er 'damit hast du großes Gut gewonnen. wo meine zwei Brüder sind? sie sind früher als ich nach dem Wasser des Lebens ausgezogen und sind nicht wiedergekommen. und wenn er in einem Jahre wiederkäme. denn mein Vater ist sterbenskrank. wohin er so eilig wolle. und weil er müde war. die freute sich. die den Rachen aufsper- ren. und eilte. nicht übermütig wie deine falschen Brüder.' 'Zwischen zwei Bergen stecken sie eingeschlossen. er müßte sich aber eilen und daraus schöpfen. gab ihm Rede und Antwort und sagte 'ich suche das Wasser des Lebens. weil sie so übermütig waren. bevor es zwölf schlägt. das nahm er weg. wenn du aber jedem ein Brot hineinwirfst. Das Tor sprang beim dritten Rutenschlag auf. und als er die Löwen mit dem Brot gesänftigt hatte.' sprach der Zwerg. küßte ihn und sagte.' Da bat der Prinz so lange. so hielt er an.' 'Weißt du auch. Da ging er weiter und kam endlich in ein Zimmer. aber er warnte ihn und sprach 'hüte dich vor ihnen. lief zu dem Brunnen und schöpfte daraus mit einem Becher. wo ein schönes frischgedecktes Bett stand. so sollte ihre Hochzeit gefeiert werden. und machte sich auf den Weg. bis der Zwerg sie wieder losließ. wo der Brunnen wäre mit dem Lebenswasser. daß er fortkam. wenn ich dir nicht eine eiserne Rute gebe und zwei Laiberchen Brot. wie der Zwerg gesagt hatte. Mit der Rute schlag dreimal an das eiserne Tor des Schlosses.' . so will ich dir Auskunft geben und dir sagen. sonst schlägt das Tor wieder zu und du bist eingesperrt. wie sichs geziemt. das Brot aber wird niemals all. und das Tor schlug so heftig zu.' Der Prinz wollte ohne seine Brüder nicht zu dem Vater nach Haus kommen und sprach 'lieber Zwerg.' sagte der Prinz. aber du dringst nicht hinein. 'dahin habe ich sie verwünscht. wie du zu dem Wasser des Lebens gelangst. Und weiter kam er in ein Zimmer. Wie er eben zum eisernen Tor hinausging. der daneben stand. mit dem Schwert kannst du ganze Heere schlagen. darin stand eine schöne Jungfrau. daß er das Wasser des Lebens erlangt hatte. Als dieser das Schwert und das Brot sah. sie haben ein böses Herz. Dann sagte sie ihm auch. so wird es aufspringen: inwendig liegen zwei Löwen. trat er in das Schloß und kam in einen großen schönen Saal: darin saßen verwünschte Prinzen.

verspotteten ihn und sagten 'du hast zwar das Wasser des Lebens gefunden. Da nahm der Prinz sein Brot und Schwert wieder zurück. dafür wird ihm unser Vater das Reich geben. Und wie er darüber jammerte. bis er einmal fest eingeschlafen war. mußte des Königs Jäger mitgehen. aber du hast die Mühe gehabt und wir den Lohn. da gossen sie das Wasser des Lebens aus dem Becher und nahmen es für sich. das uns gebührt. so soll dirs geschenkt sein. Danach ritten sie zusammen fort und gerieten in ein Land. Da ging der Prinz zu ihm und gab ihm das Brot. ihm aber gossen sie bitteres Meerwasser hinein. freute er sich und erzählte ihnen. während du auf dem Meere eingeschlafen warst. du hättest klüger sein und die Augen aufbehalten sollen. damit er daraus trinken und gesund werden sollte. und die drei Brüder ritten weiter. Also ließ er den Hof versammeln und das Urteil über ihn sprechen. und der Jäger so traurig aussah. Sie warteten. sie brächten ihm das rechte Wasser des Lebens und reichten es ihm. Sie kamen aber noch in zwei Länder. wie es ihm ergangen wäre.' Der alte König war zornig über seinen jüngsten Sohn und glaubte. der Vater glaubt dir doch nicht. Draußen. er hätte ihm nach dem Leben getrachtet. und er wird unser Glück wegnehmen. was fehlt dir?' Der Jäger sprach 'ich kanns nicht sagen und soll es doch. sagte der Prinz zu ihm 'lieber Jäger. schweigst du aber. wo Hunger und Krieg war. Kaum hatte er davon getrunken. Aber hüte dich. als sie ganz allein im Wald waren. daß er das Wasser des Lebens gefunden und einen Becher voll mitgenommen und eine schöne Prinzessin erlöst hätte. da holt sich einer von uns die schöne Königstochter. daß sie ihn verderben wollten. Und danach setzten sie sich auf ein Schiff und fuhren übers Meer. und da gab der Prinz den Königen jedesmal sein Brot und Schwert. so fühlte er seine Krankheit verschwinden. kamen die beiden ältesten Söhne und klagten den jüngsten an. so ward er noch kränker als zuvor. er hätte ihn vergiften wollen. womit er sein ganzes Reich speiste und sättigte: und dann gab ihm der Prinz auch das Schwert. brachte der jüngste dem kranken König seinen Becher. Danach gingen die beiden zu dem jüngsten. dann sollte Hochzeit gehalten werden. Als der Prinz nun einmal auf die Jagd ritt und nichts Böses vermutete. damit schlug er die Heere seiner Feinde und konnte nun in Ruhe und Frieden leben. . wo Hunger und Krieg herrschten. Kaum aber hatte er ein wenig von dem bit- tern Meerwasser getrunken. und er bekäme ein großes Reich. und der König glaubte schon. und übers Jahr. Als seine Brüder kamen. Als sie nun daheim ankamen.' Da sprach der Prinz 'sage heraus. so groß war die Not. er müßte verderben. so sollst du noch obendrein dein Leben ver- lieren. da sprachen die beiden ältesten unter sich 'der jüngste hat das Wasser des Lebens gefunden und wir nicht.' Da wurden sie rachsüchtig und verabredeten miteinander. daß du nichts davon verrätst. und war stark und gesund wie in sein- en jungen Tagen. wir haben dirs genommen. und hatte nun drei Reiche gerettet. daß er heimlich sollte erschossen werden. Während der Fahrt. die wollte ein Jahr lang auf ihn warten. und wenn du ein einziges Wort sagst.

dachte der älteste. gib mir dafür dein schlechtes. und sagte ihren Leuten. wie tut mirs so leid. sagten die Leute. erzählte sie ihm.' Da tauschten sie die Kleider. der Prinz aber ging weiter in den Wald hinein. 'ich soll Euch totschießen.' lenkte ab und ritt links nebenher. und er ließ in allen Reichen verkündigen. und sah die goldene Straße gar nicht. sein Sohn dürfte wieder- kommen und sollte in Gnaden aufgenommen werden. der wäre der rechte nicht. Da fiel dem König ein Stein von dem Herzen. Wie er aber vor das Tor kam. aber sie hatten sich aufs Meer gesetzt und waren fort- geschifft und kamen ihr Lebtag nicht wieder. und dachte immer an sie und wäre gerne schon bei ihr gewesen. da kamen zu dem alten König drei Wagen mit Gold und Edelsteinen für seinen jüngsten Sohn: sie waren aber von den drei Königen geschickt. Da dachte der alte König 'sollte mein Sohn unschuldig gewesen sein?. das wäre der rechte. ich hätte doch nicht nach Euch schießen können. der König hat mirs befohlen. er sollte wieder fortgehen. Und als sie vorbei war. und den sollten sie einlassen. wie es zugegangen war. ich will dirs verzeihen. und wie der zur goldenen Straße kam und das Pferd den einen Fuß da- raufgesetzt hatte. Also machte er sich auf. daß sein Vater ihn zu sich entboten und ihm verziehen hätte. Als nun das Jahr ganz herum war. die mit des Prinzen Schwert die Feinde geschlagen und mit seinem Brot ihr Land ernährt hatten. sagten die Leute zu ihm. Also ritt er fort. er sollte wieder fortgehen. sprach der Jäger. dachte er 'es wäre jammerschade. sagte der Jäger. wollte der dritte aus dem Wald fort zu seiner Liebsten reiten und bei ihr sein Leid vergessen. er wäre der rechte nicht. Wie er aber vor das Tor kam. wer darauf geradeswegs zu ihr geritten käme. 'ich konnte es nicht übers Herz bringen. Der alte König woll te sie strafen. laß mich leben. da geb ich dir mein königliches Kleid. dachte er 'das wäre jammerschade. wie seine Brüder ihn betrogen und er doch dazu geschwiegen hätte. und ward die Hochzeit gehalten mit großer Glückseligkeit. wenn du darauf rittest.' 'Er lebt noch'. daß ich ihn habe töten lassen. und die sich dankbar bezeigen wollten. und den sollten sie auch nicht einlassen. Da ritt er hin und sagte ihm alles. die war ganz golden und glänzend. zur Königstochter gehen und sich für ihren Erlöser ausgeben. und die Königstochter empfing ihn mit Freuden und sagte. Als nun die Zeit bald herum war.' Der Jäger sagte 'das will ich gerne tun. da bekäme er sie zur Gemahlin und das Reich daneben. wer aber daneben käme.' 'Ach'. Da ritt sein Pferd mitten darüber hin. ward es aufgetan. und sprach zu seinen Leuten 'wäre er noch am Leben.' und sagte dem König. und als er vor das Tor kam. und als er vor das Schloß kam und die schöne goldene Straße sah. er wollte sich eilen. Euern Befehl auszuführen. Über eine Zeit. er wäre der rechte nicht. er wär ihr Erlöser und der Herr des Königreichs. das könnte etwas abtreten.' lenkte ab und ritt rechts nebenher. und der Jäger ging heim.' Da erschrak der Prinz und sprach 'lieber Jäger. . Bald darauf machte sich der zweite Prinz auf. Die Königstochter aber ließ eine Straße vor ihrem Schloß machen.was es ist.

nachdem er sein Gebet verrichtet hatte und sich zur Arbeit niedersetzen wollte. aber die Nixe wußte sich daran festzuhalten und kam zuletzt doch drüber. also . daß sie unmöglich darüber konnte. waren die Kinder längst weit entflohen. das war am Morgen verarbeitet. befahl sich dem lieben Gott und schlief ein. und das Mädchen warf eine Bürste hinter sich. das gab einen großen Bürstenberg mit tausend und tausend Stacheln. Und als die Kirche vorbei war. und weil ihm die Schuhe so gut ge- fielen. denn als er aufstand. und die Wassernixe mußte sich wieder in ihren Brunnen trollen. Wie das die Kinder sahen. Er verwunderte sich und wußte nicht. was er abends zuschnitt. sah die Nixe. endlich aber kam sie doch hinüber. und wie sie so spiel- ten. so glatt. und setzte ihnen mit großen Sprüngen nach. Morgens. Er nahm die Schuhe in die Hand. Da warf das Mädchen einen Spiegel hinterwärts. Er fand frühmorgens auch die vier Paar fertig. Die Wassernixe Ein Brüderchen und ein Schwesterchen spielten an einem Brunnen. Die Kinder erblickten sie aber von weitem.' Bis sie aber wiederkam und das Glas aufgehauen hatte. und es blieben auch nicht die Käufer aus. da entflohen sie. gerade als wenn es ein Meisterstück sein sollte. Die Wichtelmänner Erstes Märchen Es war ein Schuster ohne seine Schuld so arm geworden. die wollte er den nächsten Morgen in Arbeit nehmen. Da dachte sie 'ich will geschwind nach Haus gehen und meine Axt holen und den Spiegelberg entzweihauen. so bezahlte er mehr als gewöhnlich dafür. und weil er ein gutes Gewissen hatte. Dem Mädchen gab sie ver- wirrten garstigen Flachs zu spinnen. über den die Nixe mit großer Müh klettern mußte. jetzt sollt ihr mir brav arbeiten. welches einen Spiegelberg gab. der Junge aber sollte einen Baum mit einer stumpfen Axt hauen. und nichts zu essen bekamen sie als steinharte Klöße. daß sie warteten. Da war unten eine Wassernixe. und so gings immer fort. aber er brauchte es nicht. daß die Vögel ausgeflogen waren. und der Schuster konnte von dem Geld Leder zu zwei Paar Schuhen erhandeln. die ihm so viel Geld gaben. das gab einen großen Kammberg mit tausendmal tausend Zinken. der war so glatt. bis eines Sonntags die Nixe in der Kirche war. daß er Leder zu vier Paar Schuhen einkaufen konnte. und es mußte Wasser in ein hohles Faß schleppen. die sprach 'jezt habe ich euch. Nun schnitt er am Abend die Schuhe zu. was er dazu sagen sollte. waren sie schon fertig. daß kein Stich daran falsch war. so legte er sich ruhig zu Bett. daß ihm endlich nichts mehr übrig blieb als Leder zu einem einzigen Paar Schuhe. Da wurden zuletzt die Kinder so ungeduldig. warf der Knabe einen Kamm hinter sich.' und führte sie mit sich fort. Bald darauf trat auch schon ein Käufer ein. um sie näher zu betrachten: sie waren so sauber gearbeitet. Er schnitt sie abends zu und wollte den nächsten Morgen mit frischem Mut an die Arbeit gehen. plumpsten sie beide hinein. so standen die beiden Schuhe ganz fertig auf seinem Tisch.

Am andern Morgen sprach die Frau 'die kleinen Männer haben uns reich gemacht. Von nun an kamen sie nicht wieder. so etwas dürfte man nicht abschlagen. darauf verbargen sie sich in den Stubenecken. nahmen alle zugeschnittene Arbeit zu sich und fingen an. legten sie die Ges- chenke statt der zugeschnittenen Arbeit zusammen auf den Tisch und versteckten sich dann. die da aufgehängt waren. Um Mitternacht kamen sie herangesprungen und wollten sich gleich an die Arbeit machen. die baten das Mädchen. auch jedem ein Paar Strümpfe stricken. Als es Mitternacht war. dann sprangen sie schnell fort.daß er bald wieder sein ehrliches Auskommen hatte und endlich ein wohlhabender Mann ward.' Der Mann sprach 'das bin ich wohl zufrieden. was er unternahm. daß er vor Schlafengehen zu seiner Frau sprach 'wie wärs. mach du jedem ein Paar Schühlein dazu. Zweites Märchen Es war einmal ein armes Dienstmädchen. haben nichts am Leib und müssen frieren. wie sich die Männlein dazu anstellen würden. um mit anzusehen. sondern die niedlichen Kleidungsstücke fanden. wie sie alles fertig hatten. und weil sie ihm sagten. setzten sich vor des Schusters T isch. strichen die schönen Kleider am Leib und sangen 'sind wir nicht Knaben glatt und fein? was sollen wir länger Schuster sein!' Dann hüpften und tanzten sie. wer uns solche hilfreiche Hand leistet?' Die Frau wars zufrieden und steckte ein Licht an. Eines Morgens. wir müßten uns doch dankbar dafür bezeigen. und sprangen über Stühle und Bänke. da kamen zwei kleine niedliche nackte Männlein. endlich auf vieles Zureden. Mit der größten Geschwindigkeit zogen sie sich an. Da kamen drei Wichtelmänner und führten es in einen hohlen Berg. hinter den Kleidern. ihnen ein Kind aus der Taufe zu heben. solang er lebte. so stellte es den Besen in die Ecke und brachte den Brief seiner Herrschaft. Sie ließen nicht nach. und weil es nicht lesen konnte. Wams und Höslein für sie nähen.' und abends. und da war es eine Einladung von den Wichtelmännern. Rock. als sie aber kein zugeschnittenes Leder. verwunderten sie sich erst. bis alles zu Ende gebracht war und fertig auf dem Tische stand. Das Mädchen wußte nicht. zu nähen. wenn wir diese Nacht aufblieben. wo die Kleinen lebten. als der Mann wieder zugeschnitten hatte. Weißt du was? Ich will Hemdlein. um zu sehen. Sie laufen so herum. kehrte alle Tage das Haus und schüttete das Kehricht auf einen großen Haufen vor die Türe. was es tun sollte. als es eben wieder an die Arbeit gehen wollte. zu klopfen. und gaben acht. so willigte es ein. und es glückte ihm alles. das war fleißig und reinlich. dann aber bezeigten sie eine gewaltige Freude. fand es einen Brief darauf. dem Schuster aber ging es wohl. Es . daß der Schuster vor Verwunderung die Augen nicht ab- wenden konnte. mit ihren Fingerlein so behend und schnell zu stechen. Nun geschah es eines Abends nicht lange vor Weihnachten. Endlich tanzten sie zur Tür hinaus.

daß sie beide durch den Wald gingen. aber so zierlich und prächtig. da sprach der Wolf 'Rotfuchs. und seine vorige Herrschaft war in der Zeit gestorben. wie die Nachbarin gesagt hatte. Da kamen fremde Leute aus dem Haus. dann sei es aus mit ihm. so wollen wir eins holen. Es blieb also und verlebte die Zeit in Lust und Freude. brachte es dem Wolf und machte sich fort. drei Tage bei ihnen zu bleiben. daß er hinkend und heulend bei dem Fuchs ankam. und wenn er lache. Endlich wollte es sich auf den Rückweg machen. oder ich fresse dich selber auf. der noch in der Ecke stand. Da fanden sie den Wolf und schlugen ihn so erbärmlich. Der Wolf und der Fuchs Der Wolf hatte den Fuchs bei sich. der nichts als essen und trinken wollte. und der Fuchs stahl das Lämmlein. 'Du hast mich schön angeführt. daß es nicht zu sagen ist. und fing an zu kehren. daß jemand in Schalen kocht. die Wiege war von Elfenbein. weil er der schwächste war. setzten es auf den Herd und nahmen den Wechselbalg wieder mit fort.' Da antwortete der Fuchs 'ich weiß einen Bauernhof. wer es wäre und was es da zu tun hätte. und hab nicht gesehen. Da fraß es der Wolf auf. die Decken waren mit Gold gestickt. sondern wollte das an- dere dazu haben und ging. Das Mädchen stand nun Gevatter und wollte dann wieder nach Haus gehen. auf den Herd setzen. Die Kindbetterin lag in einem Bett von schwarzem Ebenholz mit Knöpfen von Perlen. es zu holen. Da war es nicht drei Tage.' Dem Wolf war das recht. Die Frau tat alles. wollte es seine Arbeit beginnen. und ein Wech- selbalg mit dickem Kopf und starren Augen hineingelegt. Die Nachbarin sagte. schaff mir was zu fressen. hast du Lust.war da alles klein. die fragten. kam auf einmal eine Menge von Wichtelmännerchen. das mußte der Fuchs tun. ward es die Mutter vom Lämmlein gewahr und fing an entsetzlich zu schreien und zu bIäen. Wie sie die Eierschalen mit Wasser über das Feuer setzte. Weil er es aber so ungeschickt machte. Indem er lachte. daß die Bauern herbeigelaufen kamen.' Und fing an darüber zu lachen. Als es nach Haus kam. da steckten sie ihm die Taschen erst ganz voll Gold und führten es hernach wieder zum Berge heraus. sie sollte den Wechselbalg in die Küche tragen. Feuer anmachen und in zwei Eierschalen Wasser kochen: das bringe den Wechselbalg zum Lachen. Drittes Märchen Einer Mutter war ihr Kind von den Wichtelmännern aus der Wiege geholt. wo ein paar junge Lämmlein sind. wie es gemeint hatte. sie gingen hin. Es trug sich zu. sondern sieben Jahre bei den kleinen Männern im Berge gewesen. die Badwanne von Gold. und der Fuchs wäre gerne des Herrn los gewesen. die brachten das rechte Kind. die Wichtelmännlein baten es aber inständig. sprach der Klotzkopf 'nun bin ich so alt wie der Westerwald. 'ich . war aber damit noch nicht zufrieden.' sprach er. nahm den Besen in die Hand. In ihrer Not ging sie zu ihrer Nachbarin und fragte sie um Rat. und was der Wolf wollte. und die Kleinen taten ihm alles zuliebe.

'Was hast du mich garstig angeführt!.' Der Fuchs antwortete 'ich weiß einen Mann. schaff mir was zu fressen. warum rennst du so hin und her. aber er hatte sich so dick gefressen. Da kam der Bauer mit einem Knüppel und schlug ihn tot. war mit einem Satz zum Loch draußen: der Wolf wollte nach. Da war nun Fleisch im Überfluß.' ging hin und riß geradezu die ganze Schüssel herunter. Der Fuchs. zog dann sechs Pfannkuchen herab und brachte sie dem Wolf.' 'Meinetwegen. wenn ich nicht fort kann. da backt die Frau heut abend Pfannkuchen. ob sein Leib noch schmal genug wäre.' Am andern Tag gingen sie wieder ins Feld. sprach der gierige Wolf abermals 'Rotfuchs. und der Fuchs schlich ums Haus herum. oder ich fresse dich selber auf. guckte und schnupperte so lange. der den Lärm von des Fuchses Sprüngen gehört hatte. und zeigte ihm die Schliche und Wege. 'friß nur nicht zuviel. durch welches sie gekommen waren.wollte das andere Lamm holen. was Zeug wollte halten. wo die Schüssel stand. als sie beisammen draußen waren und der Wolf mit Mühe nur forthinkte. son- dern stecken blieb. der hat geschlachtet. und der Wolf machte sich gleich daran und dachte 'bis ich aufhöre. ob niemand kommt. daß sie in Stücke zersprang. oder ich fresse dich selber auf. Sprach der Wolf 'lieber Fuchs. die eilten herbei und schlugen ihn. sag mir. hats Zeit. schaff mir was zu fressen. lief aber oft zu dem Loch. und das gesalzene Fleisch liegt in einem Faß im Keller. das wollen wir holen. 'Da hast du zu fressen. daß er den alten Nimmersatt los war. rief sie die Leute. sprach er doch wieder 'Rotfuchs.' ant- wortete der Listige. daß er mit zwei lahmen Beinen laut heulend zum Fuchs in den Wald hinauskam. durchzuschlüpfen. wir wollen uns davon holen. auf welchen sie endlich in den Keller gelangten. in den Keller. als bis das Faß leer ist.' Sprach der Wolf 'aber ich will gleich mitge- hen.' Indem kam der Bauer. daß die Frau herauskam.' Da antwortete der Fuchs 'ich weiß ein Bauernhaus.' Der Fuchs ließ sichs auch gut schmecken. wie er ihn sah.' Sie gingen hin.' Am dritten Tag.' Da sagte der Wolf 'ich gehe nicht eher fort. kein Tier könnte ihm widerstehen. und versuchte. da haben mich die Bauern erwischt und haben mich weich geschlagen. Da antwortete der Wolf 'wenn ich nur einmal einen Menschen zu sehen bekäme. Der Wolf hatte die Pfannkuchen in einem Augenblick hinuntergeschluckt und sprach 'sie schmecken nach mehr. 'die Bauern haben mich erwischt und mir die Haut gegerbt. Der Fuchs aber sprang in den Wald und war froh. rief er. bis er ausfindig machte.' Der Fuchs antwortete 'warum bist du so ein Nimmersatt. und springst hinaus und herein?' 'Ich muß doch sehen. um sich vor ihm zu erhalten. und sie müßten List gebrauchen.' sprach der Fuchs. und als sie den Wolf sah. daß er nicht mehr durch konnte.' Der Fuchs aber antwortete 'warum bist du so ein Nimmersatt.' sprach er zu ihm und ging seiner Wege. damit du mir hilfst. ich wollte doch auf ihn losge- . Der Wolf und der Mensch Der Fuchs erzählte einmal dem Wolf von der Stärke des Menschen. Da gabs einen gewaltigen Lärm. blickte überall herum.

und trabten wieder ab. der Jäger.' sprach der Wolf. 'was du für ein Prahl- hans bist: du wirfst das Beil so weit.' sprach der Fuchs. 'Ist das ein Mensch?' fragte der Wolf. ich aber will mich fort in meine Höhle machen. wie du meinst. 'du mußt warten.' antwortete der Fuchs. ihr seid unehrliche Kinder. und wollten ihre Jungen ätzen. daß ich beinah tot wäre liegen geblieben. da hörte der Bär so schönen Gesang von einem Vogel und sprach 'Bruder Wolf. rief der Bär. und ging nach einer kurzen Weile wieder vor. daß ich keine Kugel geladen habe. Zuerst kam ein alter abgedankter Soldat. als er ihn erblickte.' Wie das die jungen Zaunkönige . 'komm nur morgen früh zu mir. 'Nein. komm und führe mich hin. aber der Wolf hielt ihn am Ärmel und sagte 'nein. was ist das für ein Vogel. da flog mirs um die Nase wie Blitz und Hagelwetter.' legte an und schoß dem Wolf das Schrot ins Gesicht. mit Geheul zu dem Fuchs zurücklief. über und über blutend.' 'Dazu kann ich dir helfen. Der Wolf verbiß den Schmerz und rückte dem Jäger zu Leibe: da zog dieser seinen blanken Hirschfänger und gab ihm links und rechts ein paar Hiebe.' Der Wolf ging nun auf den Menschen los. Da waren König und Königin richtig ausgeflogen: er guckte hinein und sah fünf oder sechs Junge. damit hat er so auf mich losgeschlagen. Der Bär wäre gerne nun gleich hinterdrein gegangen. 'Ist das der königliche Palast!. den der Jäger alle Tage ging. und der Fuchs brachte ihn hinaus auf den Weg. und wie ich ganz nah war. wo das Nest stand.' sprach der Fuchs. die Doppelflinte auf dem Rücken und den Hirschfänger an der Seite. 'Ist das ein Mensch?' 'Nein.hen. der so schön singt?' 'Das ist der König der Vögel. das hat mich ganz entsetzlich gekitzelt: danach pustete er noch einmal in den Stock. 'so möcht ich auch gerne seinen königlichen Palast sehen. so will ich dir einen zeigen. 'wie bist du mit dem Menschen fertig worden?' 'Ach. 'vor dem müssen wir uns nei- gen.' sagte der Bär. bis Herr und Frau Königin wieder fort sind.' sagte der Wolf. 'Wenn das ist. da zog er eine blanke Rippe aus dem Leib.' 'Siehst du. auf den mußt du losge- hen. bis die Frau Königin kommt. doch ließ er sich nicht schrecken und ging vorwärts: da gab ihm der Jäger die zweite Ladung. daß er.' 'Das geht nicht so.' Danach kam ein kleiner Knabe. sprach 'es ist schade. Der Wolf verzog das Gesicht gewaltig. 'das ist einer gewesen.' Endlich kam der Jäger. daß dus nicht wieder holen kannst.' antwortete der Wolf.' sprach der Fuchs. Bruder Wolf.' Der Zaunkönig und der Bär Zur Sommerszeit gingen einmal der Bär und der Wolf im Wald spazieren. der zur Schule wollte. wollte den königlichen Palast sehen. du mußt warten. 'Nun.' Also nahmen sie das Loch in acht. dort kommt ein Mensch.' Bald darauf kam die Frau Königin und hatte Futter im Schnabel. die lagen darin. 'das ist ein erbärmlicher Palast! ihr seid auch keine Königskinder. erst nahm er einen Stock von der Schulter und blies hinein. das will erst einer wer- den. Der Bär aber hatte keine Ruhe. und der Herr König auch.' Der Wolf stellte sich frühzeitig ein. da flog mir etwas ins Gesicht.' es war aber der Zaunkönig. Sprach der Fuchs zum Wolf 'siehst du. 'so hab ich mir die Stärke des Menschen nicht vorgestellt.

Wie nun der Fuchs den ersten Stich bekam. die schnurrte. alles wäre verloren. Wie das die Tiere sahen. du sollst General sein und uns anführen. Als nun die Zeit kam. daß einem angst und bange ward. flog sie wieder heim und verriet dem Zaunkönig alles haarklein. und sollten wir verhungern.' Da sagte der alte König 'seid nu r ruhig. jeder in seine Höhle: und hatten die Vögel die Sch- lacht gewonnen. hu. Hornissen. das sind wir nicht. wer der kommandierende General des Feindes wäre. Reh. nicht allein die Vögel groß und klein. und fingen an zu laufen. unsere Eltern sind ehr- liche Leute. und als ihre Eltern wieder Futter brachten. Die jungen Zaunkönige aber schrien und lärmten fort. das soll ausgemacht werden. Ochs. wo der Feind sich versammelte. Bienen und Flie- gen mußten herbei. wo der Krieg angehen sollte. schwärmte im Wald. Der Zaunkönig aber berief alles. ob wir ehrliche Kinder sind oder nicht: der Bär ist da gewesen und hat uns gescholten.' Also war dem Bären der Krieg angekündigt. du bist der Schlauste unter allem Getier. daß die Erde zitterte. Hirsch. und ihr müßt darauflos marschieren: laß ich ihn aber herunterhängen. Die Mücke war die Listig- ste von allen. schrie und schwärmte. wenn ich den Schwanz in die Höhe halte.' sagte der Fuchs.' Flog darauf mit der Frau Königin dem Bären vor seine Höhle und rief hinein 'alter Brummbär. so geht die Sache gut. . der sieht aus fast wie ein roter Federbusch. wurden sie gewaltig bös und schrien 'nein. Rind.' Als die Mücke das gehört hatte. Als der Tag anbrach. Da stand der Bär. da schickte der Zaunkönig Kund- schafter aus. schrie und nahm den Schwanz zwischen die Beine. wo die Parole ausgegeben wurde. Zaunkönig mit seiner Armee kam auch durch die Luft daher. und was die Erde sonst alles trägt. das wollen wir in einem blutigen Krieg ausmachen. daß er das eine Bein aufhob.hörten. so lauft. sie sollte sich dem Fuchs unter den Schwanz setzen und aus Leibeskräften stechen. wo die Schlacht sollte geliefert werden. sondern auch die Mücken. 'aber was für Zeichen wollen wir verabreden?' Niemand wußte es. doch ertrug ers und hielt den Schwanz noch in der Höhe: beim zweiten Stich mußte er ihn einen Augenblick herunterlassen: beim dritten aber konnte er sich nicht mehr halten. das soll ausgemacht werden mit dir. und ward alles vierfüßige Getier berufen. Esel. was in der Luft fliegt. sagten sie 'wir rühren kein Fliegenbeinchen an. Bär. Da sprach der Fuchs 'ich habe einen schönen langen buschigen Schwanz.' Dem Bär und dem Wolf ward angst. bis ihr erst ausgemacht habt. Der Zaunkönig aber schickte die Hornisse hinab. rief den Fuchs vor sich und sprach 'Fuchs. sie kehrten um und setzten sich in ihre Höhlen. warum hast du meine Kinder gescholten? das soll dir übel bekommen. meinten sie. und setzte sich endlich unter ein Blatt auf den Baum. zuckte er.' 'Gut. und gingen sie da von beiden Seiten aneinander. was ihr könnt. da kam das vierfüßige Getier dahergerennt mit Gebraus.

setzten sich zusammen. der die Luft und die Erde austrocknet. womit ich ihn beleidigt habe. und jeden Abend trug er noch zur Ehre Gottes ein paar Eimer Wasser den Berg hinauf. womit er wohl könnte gesündigt haben. prüfte sein Herz und bedachte. seid fröhlich. die dir der . seinen Augen sichtbar. Da aß und trank er nicht. Als der Einsiedler in seiner Frömmigkeit schon zu einem hohen Alter gekommen war. daß sie ehrliche Kinder sind. damit ich Buße täte und mein Herz auch wieder fröhlich würde!' Da fing das Vöglein an zu sprechen und sagte 'du hast unrecht getan. wir haben den Krieg gewonnen. wenn die Arbeit vollendet war. Da flog der Herr König und die Frau Königin heim zu ihren Kindern und riefen 'Kinder. da trug es sich zu. das sang so schön und herrlich. Die drei grünen Zweige Es war einmal ein Einsiedler. Manches Tier wurde damit getränkt und manche Pflanze damit erquickt.' Da flog der Zaunkönig vor das Loch des Bären und rief 'Brummbär. aber nachts. zählte seine Schritte und brachte ihm. sonst sollen dir die Rippen im Leib zertreten wer- den. sein Essen. weil du einen armen Sünder verdammt hast. aßen und tranken und machten sich lust- ig bis in die späte Nacht hinein. mit ihm hinauf. Er sprach so vor sich hin 'jetzt widerfährt diesem sein Recht. darum zürnt dir der Herr.' Da stand der Engel neben ihm und hatte einen trockenen Ast in der Hand und sprach 'diesen trockenen Ast sollst du so lange tragen. daß wir ehrliche Kinder sind. erschien der Engel nicht. die vor den Menschen scheuen. wie man einen armen Sünder zum Galgen führte. sollst du ihn unter dein Haupt legen. der ihn sonst begleitete. hörte er ein Vöglein.' Abends.' Die jungen Zaunkönige aber sagten 'noch essen wir nicht. bis drei grüne Zweige aus ihm hervorsprießen. er allein hält Gericht. kreisen dann hoch und suchen mit ihren scharfen Augen nach einem Trunk. da ward er noch betrübter und sprach 'wie singst du so fröhlich! dir zürnt der Herr nicht: ach. eßt und trinkt nach Herzenslust. Da ers- chrak er. denn auf den Anhöhen weht beständig ein harter Wind. weil Gott also zürne. und brachte ihm auch nicht seine Speise. wenn du mir sagen könntest. aber er wußte es nicht. Und weil der Ein- siedler so fromm war. daß er einmal von weitem sah. Doch wenn du Buße tun und deine Sünde bereuen willst. warf sich nieder auf die Erde und betete Tag und Nacht. Jetzt waren die jungen Zaunkönige erst zufrieden. wenn du sch- lafen willst. der Bär soll erst vors Nest kommen und Ab- bitte tun und soll sagen. du sollst vor das Nest zu meinen Kindern gehen und Abbitte tun und sagen. so wie jener Prophet auf Gottes Geheiß von den Raben gespeiset ward. und die wilden Vögel. der zum Galgen geführt wurde. so wird er dir verzeihen. als er das Wasser den Berg hinauftrug. so ging ein Engel Gottes. Und als er einmal in dem Walde so recht bitterlich weinte. der lebte in einem Walde an dem Fuße eines Berges und brachte seine Zeit in Gebet und guten Werken zu. Das ist die Buße. Dein Brot sollst du dir an den Türen erbitten und in demselben Hause nicht länger als eine Nacht verweilen.' Da kroch der Bär in der größten Angst hin und tat Abbitte.

wenn der Herr ein einziges Wort also bestraft. Sie zündeten ein Feuer an. Also hatte ihn der Herr wieder in Gnaden zu sich aufgenommen. was du zur Welt bringst. denn als er einen armen Sünder auf dem Gang nach dem Gericht gesehen. daß Gott ihm zürne. wie er mit einem einzigen Wort schon so gesündigt habe. Ich habe drei Söhne. lärmten und tobten. als was man ihm an den Türen reichte. Den Räubern ward von seiner Erzählung das Herz so gewaltig gerührt.' Da nahm der Einsiedler das Stück Holz und ging in die Welt zurück. Die zwölf Brüder Es war einmal ein König und eine Königin. da erzählte er ihr. daß er es zur Buße mit sich herumtrage und nachts zu einem Kissen brauche. Da legte sich der Mann unter die Treppe und das Stück Holz unter seinen Kopf. das waren aber lauter Buben. ich darf nicht. so sollen die zwölf Buben sterben. und eine alte Frau saß darin. und manche Türe blieb ihm verschlossen. wenn ich auch wollte.' Er ließ auch zwölf Särge . und er für diese Schuld jetzt büße. Da sprach er 'gute Frau. diesem widerfahre sein Recht. die er so lange nicht gesehen hatte.Herr auflegt.' und die Frau war mitleidig und ließ sich bewegen. und als das die Höhle erleuchtete und sie einen Mann unter der Treppe liegen sahen. ein Mädchen ist. der seine Schuld büßt.' und aus dem trocknen Holz. wenn sie von ihrem Raubzug heim kommen und finden Euch. Einmal war er vom Morgen bis Abend von Türe zu Türe gegangen. da ging er hinaus in einen Wald und fand endlich eine angebaute Höhle. niemand wollte ihn die Nacht beherbergen. daß sie über ihr bisheriges Leben ers- chraken. nachdem er die drei Sünder bekehrt hatte. also daß er oft ganze Tage lang keinen Krumen Brot bekam. die lebten in Frieden miteinander und hatten zwölf Kinder.' Da sprach der Einsiedler 'laßt mich nur bleiben.' Aber sie antwor- tete 'nein. Er habe den Herrn beleidigt. wenn sie vor ihm im Gericht erscheinen. Wie die Alte das sah. Nun sprach der König zu seiner Frau 'wenn das dreizehnte Kind. manche Bitte aber ward nicht gehört.' Die Räuber fragten 'was hat er getan? Alter. wie wird es meinen Söhnen ergehen. in sich gingen und mit herzlicher Reue ihre Buße begannen. Da fing die Frau an zu wein- en und rief 'ach.' Um Mitternacht kamen die Räuber heim. fragte sie nach der Ursache. sie werden Euch und mir nichts tun. die sind bös und wild.' riefen sie.' Der Alte erhob sich und sagte ihnen. ir- gend jemand aufzunehmen?' Da sprach die Mutter 'laßt ihn. niemand hatte ihm etwas gegeben. Er aß und trank nichts. geri- eten sie in Zorn und schrien ihre Mutter an 'wer ist der Mann? haben wirs nicht verboten. so würden sie uns beide um- bringen. auf welchem sein Haupt lag' waren drei grüne Zweige hoch emporgewachsen. behaltet mich diese Nacht in Euerm Hause. legte sich wieder zum Schlafe unter die Treppe. damit sein Reichtum groß wird und das Königreich ihm allein zufällt. erzähl uns deine Sünden. habe er gesagt. Der Einsiedler. es ist ein armer Sünder. Am Morgen aber fand man ihn tot.

und dann flieht fort. so will ich eine weiße Fahne aufstecken. der mußte es ihnen zurecht machen. wir andernwollen ausgehen und Essen holen. und in jedem lag das Totenkißchen.' Sie aber sprach 'geh mit deinen elf Brüdern hinaus in den Wald. Benjamin. so sollt ihr allesamt getötet und darin begraben werden. In dem Häuschen lebten sie zehn Jahre zusammen. war nun herangewachsen. geboren hatte. und die Zeit ward ihnen nicht lang. Wie die Brüder das hörten. da sah er. zu ihr sprach 'liebe Mutter. und mitten drein. daß sie alle sterben sollten. die waren schon mit Hobelspänen gefüllt. war gut von Herzen und schön von Angesicht und hatte einen goldenen Stern auf der Stirne. daß wir uns rächen wollen: wo wir ein Mädchen finden. niemand etwas davon zu sagen. und was zu essen stand: das bra- chten sie dem Benjamin. denn wenn ich ein Mädchen zur Welt bringe.' Nun zogen sie in den Wald und schossen Hasen. während sie das sprach. du bist der jüngste und schwächste. und einer setze sich immer auf den höchsten Baum. und ließ sie in eine verschlossene Stube bringen. wir wollen uns schon helfen und wollen fortgehen. saß auf der höchsten Eiche und schaute nach dem Turm. im Winter. Einmal. und der liebe Gott behüte euch. wie eine Fahne aufgesteckt wurde: es war aber nicht die weiße. Alle Nacht will ich aufstehen und für euch beten. bis sie ging und die Stube aufschloß. so tröstete sie der Sohn und sagte 'weine nicht. fanden sie ein kleines verwünschtes Häuschen. Darauf sprach sie 'mein liebster Benjamin. der im- mer bei ihr war. der zu finden ist. und halte Wacht und schaue nach dem Turm hier im Schloß. Einer hielt um den andern Wache. im Sommer. das leer stand. und den sie nach der Bibel Benjamin nannte. sah es darunter zwölf Mannshemden und fragte seine Mutter . und du. Da sprachen sie 'hier wollen wir wohnen. so schnell ihr könnt. war- um bist du so traurig?' 'Liebstes Kind. liebe Mutter.' Darauf gingen sie tiefer in den Wald hinein. das ihre Mutter. so will ich eine rote Fahne aufstecken.' antwortete sie. und ihm die zwölf mit Hobelspänen schon gefüllten Totenladen zeigte. Die Mutter aber saß nun den ganzen Tag und trauerte. diese Särge hat dein Vater für dich und deine elf Brüder machen lassen. damit sie ihren Hunger stillen konnten. die verkündete.' Er ließ ihr aber keine Ruhe. Vögel und Täuberchen.' Nachdem sie also ihre Söhne gesegnet hatte. gingen sie hinaus in den Wald. soll sein rotes Blut fließen. du sollst daheim bleiben und haushalten. Als elf Tage herum waren und die Reihe an Benjamin kam. 'ich darf dirs nicht sagen. Gebär ich ein Söhnlein. als große Wäsche war.' Und als sie weinte. Das Töchterchen. daß ihr nicht in der Hitze schmachtet. wurden sie zornig und sprachen 'sollten wir um eines Mädchens willen den Tod leiden! wir schwören. sondern die rote Blutfahne. wilde Rehe. die Königin. dann gab er der Königin den Schlüssel und ge- bot ihr. daß ihr an einem Feuer euch wärmen könnt. wo er am dunkelsten war.machen. so daß der kleinste Sohn. und dann dürft ihr wiederkommen: gebär ich ein Töchterlein.

Nun blieb sie bei Benjamin zu Haus und half ihm in der Arbeit. Die elfe zogen in den Wald. dann will ich schon einig mit ihnen werden. und wie es Nacht ward. Da trat es hinein und fand einen jungen Knaben. königliche Kleider trug und einen Stern auf der Stirne hatte. Da antwortete sie 'ich bin eine Königstochter und suche meine zwölf Brüder und will gehen. nicht soll getötet werden?' 'Ja. kamen die andern von der Jagd.' Sprach das Mädchen 'wo sind meine zwölf Brüder. es ist noch ein Vorbehalt da. und war so schön. der fragte 'wo kommst du her und wo willst du hin?' und erstaunte. weil wir um ein Mädchen unser Königreich verlassen mußten. Es ging den ganzen Tag. fielen ihr um den Hals und küßten sie und hatten sie vom Herzen lieb. und am Abend kam es zu dem verwünschten Häuschen. Da sah Benjamin. 'waren für deine Brüder bestimmt. also daß die Mahlzeit immer fertig war.' 'So erzähle uns. .' Also tat sie. und Benjamin auch. Da freueten sie sich alle.' Sie antwor- tete 'das weiß Gott. wir hatten verabredet.' riefen alle.' Da sprach er 'unsere Schwester ist da. Da sagte das Mädchen 'liebe Mutter. 'das soll Gnade haben. eh du geboren warst. 'du sollst nicht sterben. Vögel und Täuberchen.' 'Nein.' und hub die Bütte auf.' Da sagte sie 'ich will gerne sterben. bis ich sie finde.' antwortete er.' riefen sie. erzähl uns nur. daß ein jedes Mädchen. weine nicht.' Nun nahm es die zwölf Hemden und ging fort und geradezu in den großen Wald hinein. zart und fein. Rehe. Sprach er weiter 'ihr seid im Walde gewesen. Sie suchte das Holz zum Kochen und die Kräuter zum Gemüs.' Sie zeigte ihm auch die zwölf Hemden. fragten sie 'was gibts Neues?' Sprach Benjamin 'wißt ihr nichts?' 'Nein. die gehören deinen zwölf Brüdern. das uns begegnet. bis die elf Brüder kommen. und sie küßten und herzten einander vor großer Liebe. Hernach sprach er 'liebe Schwester. und zeigte ihm die zwölf Särge mit den Hobelspänen und den Totenkißchen. und die Mahlzeit war bereit. so weit der Himmel blau ist. Antwortete er 'versprecht ihr mir auch.' und erzählte ihm. Und als sie am Tische saßen und aßen. und die Königstochter kam hervor in ihren k&ou ml. setze dich unter diese Bütte. daß es seine Schwester war. daß es zubereitet wurde. fingen Gewild.'wem gehören diese zwölf Hemden. wo sie sind: sie irren in der Welt herum. ich habe noch niemals von ihnen gehört. daß das erste Mädchen.' Da nahm sie das Mädchen und schloß ihm das Zimmer auf. und weiß doch mehr als ihr. wenn ich damit meine zwölf Brüder erlösen kann.' sprach sie. und stellte die Töpfe ans Feuer. daß sie so schön war. und ich bin daheim geblieben. ich will gehen und meine Brüder suchen.' antworteten sie. die ihnen gehörten.' Und sie fing an zu weinen vor Freude. das uns begegnete. und die Schwester und Benjamin sorgten. sterben sollte. für den Vater sind sie doch viel zu klein?' Da antwortete sie mit schwerem Herzen 'liebes Kind. dein jüngster Bruder. aber sie sind heimlich fortgegangen. 'Diese Särge. und sprach 'ich bin Ben- jamin. wie sich alles zugetragen hatte. damit sie zu essen hatten.niglichen Kleidern mit dem goldenen Stern auf der Stirne.

Es war aber ein kleines Gärtchen an dem verwünschten Häuschen. schrie und bellte hinauf. setzten sie sich. der hat ein böses Gewissen. Da stieg er selbst auf den Baum. daß der König sich endlich überreden ließ und sie zum Tod verurteilte. und war so entzückt über ihre Schönheit.wenn die elfe kamen. wer weiß. die sprach 'mein Kind. Da ward die Hochzeit mit großer Pracht und Freude gefeiert: aber die Braut sprach nicht und lachte nicht. brach die zwölf Blumen ab und dachte jedem aufs Essen eine zu schenken. was für gottlose Streiche sie heimlich treibt. setzte sie auf sein Pferd und führte sie heim. . das ist aber so schwer. nickte aber ein wenig mit dem Kopf. fing die Mutter des Königs. Sie hielt auch sonst Ordnung im Häuschen. setzte sich darauf und spann.' Da sprach das Mädchen in seinem Herzen 'ich weiß gewiß. und wie sie nun alle beisammen waren. darfst nicht sprechen und nicht lachen. die man auch Studenten heißt: nun wollte sie ihren Brüdern ein Vergnügen machen. was hast du angefangen? warum hast du die zwölf weißen Blumen nicht stehen lassen? das waren deine Brüder. so stand eine alte Frau neben ihm. das du dir mitgebracht hast. die junge Königin zu verleumden und sprach zum König 'es ist ein gemeines Bettelmädchen. daß ich meine Brüder erlöse. Auf eine Zeit hatten die beiden daheim eine schöne Kost zurechtgemacht. Sie gab keine Antwort. sprang herum. aber wer nicht lacht. Da kam der König herbei und sah die schöne Königstochter mit dem goldenen Stern auf der Stirne. Als sie ein paar Jahre miteinander vergnügt gelebt hatten. Da war nun das arme Mädchen allein in dem wilden Wald. denn du mußt sieben Jahre stumm sein. die sind nun auf immer in Raben verwandelt.' sagte die Alte 'es ist keins auf der ganzen Welt als eins. an. und die Brüder waren immer zufrieden und lebten in großer Einigkeit mit ihr. und wie es sich um- sah. daß er ihr zurief. wo das Mädchen darauf saß.' und ging und suchte einen hohen Baum. ob sie seine Gemahlin werden wollet. und es fehlt nur eine Stunde an den sieben Jahren. der lief zu dem Baum. Wenn sie stumm ist und nicht sprechen kann. so ist alles umsonst. und sprach nicht und lachte nicht.' Der König wollte zuerst nicht daran glauben. aber die Alte trieb es so lange und beschuldigte sie so viel böser Dinge. darin standen zwölf Lilienblu- men. der hatte einen großen Windhund. aßen und tranken und waren voller Freude.' Das Mädchen sprach weinend 'ist denn kein Mittel. so könnte sie doch einmal lachen. und deine Brüder werden von dem einen Wort getötet. und deckte die Bettlein hübsch weiß und rein. trug sie herab. in demselben Augenblick waren die zwölf Brüder in zwölf Raben verwandelt und flogen über den Wald hin fort. daß ein König in dem Walde jagte. die eine böse Frau war. daß du sie damit nicht befreien wirst. und sprichst du ein einziges Wort. und das Haus mit dem Garten war auch ver- schwunden. sie zu erlösen?' 'Nein. Nun trugs sich zu. Wie sie aber die Blumen abgebrochen hatte.

so wollen wir uns als gute Gesellen zusammenhal- ten und. Sie machte also auf ihrem Herd ein Feuer zurecht. Die böse Stiefmutter ward vor Gericht gestellt und in ein Faß gesteckt.' 'Wäre mir denn ein besser Schicksal zuteil geworden?' sprach das Stroh. Der Strohhalm fand guten Rat und sprach 'ich will mich querüber legen. und küßten und herzten sie.' antwortete die Bohne. und das Feuer an ihren Kleidern mit roten Zungen leckte. erzählte sie dem Könige. machten ihre liebe Schwester frei. Kohle und Bohne In einem Dorfe wohnte eine arme alte Frau. und da keine Brücke oder Steg da war. weil er sie noch immer so lieb hatte. und damit es desto schneller brennen sollte. die von hitziger . und hätte ich das nicht mit Gewalt durchgesetzt. die sie erlöst hatte. und zwölf Raben kamen hergezogen und senkten sich nieder: und wie sie die Erde berührten. 'weil wir so glücklich dem Tode entronnen sind. und sie lebten nun alle zusammen in Einigkeit bis an ihren Tod. da sie ihren Mund auftun und reden durfte. so war mir der Tod gewiß: ich wäre zu Asche verbrannt. Da ließ sich in der Luft ein Geschwirr hören. Glücklicherweise bin ich ihr zwischen den Fingern durchgeschlüpft. wie meine Kam- eraden. Nun aber. als er hörte. bald danach sprang auch eine glühende Kohle vom Herd zu den beiden herab.' 'Was sollen wir aber nun anfangen?' sprach die Kohle. ich wäre ohne Barmherzigkeit zu Brei gekocht worden. sechzig hat sie auf einmal gepackt und ums Leben gebracht. so wußten sie nicht. Als sie die Bohnen in den Topf schüttete.' Der Strohhalm streckte sich also von einem Ufer zum andern. Bald aber kamen sie an einen kleinen Bach. Da fing der Strohhalm an und sprach 'liebe Freunde. das mit siedendem Öl und giftigen Schlangen angefüllt war. zündete sie es mit einer Handvoll Stroh an. Strohhalm. aber hätte mich die Alte in den Topf gebracht. und sie machten sich miteinander auf den Weg. von wannen kommt ihr her?' Die Kohle antwortete 'ich bin zu gutem Glück dem Feuer entsprungen. und starb eines bösen Todes. so könnt ihr auf mir wie auf einer Brücke hinübergehen. Sie rissen das Feuer auseinander. die auf dem Boden neben einen Strohhalm zu liegen kam. gemeinschaftlich auswandern und in ein fremdes Land ziehen. die hatte ein Gericht Bohnen zusammengeb- racht und wollte sie kochen. Und als sie schon an den Pfahl festgebunden war. wie sie hinüberkommen sollten. warum sie stumm gewesen wäre und niemals gelacht hätte. darin sollte sie verbrannt werden: und der König stand oben am Fenster und sah mit weinenden Augen zu. Der König freute sich. damit uns hier nicht wieder ein neues Unglück ereilt. Nun ward im Hof ein großes Feuer angezündet. löschten die Flammen. waren es ihre zwölf Brüder. und die Kohle. entfiel ihr unbemerkt eine. daß sie unschuldigwar. da war eben der letzte Augenblick von den sieben Jahren ver- flossen.' Die Bohne sagte 'ich bin auch noch mit heiler Haut davongekommen. 'alle meine Brüder hat die Alte in Feuer und Rauch aufgehen lassen. 'Ich meine.' Der Vorschlag gefiel den beiden andern.

der gut gekleidet war und einen grünen Jägerrock trug. so würden sie nicht lange halten. ließ sich neben ihm auf das Gras nieder und streckte seine Beine aus. ob ich hier umkomme oder im Wald vor Hun- . denn finden sie euch. Die Bohne. sah aber auf einem abgehauenen Baumstamm einen Mann sitzen. 'Wir suchen ein Nachtquartier.' antwortete die Alte. aber da er schwarzen Zwirn gebraucht hatte. trippelte auch ganz keck auf die neugebaute Brücke. so holte er Nadel und Zwirn heraus und nähte sie zusammen. Eines Tages ging er. und sie gingen zusammen fort. da wirds etwas zu essen geben. und ein altes Weib öffnete. so haben seit der Zeit alle Bohnen eine schwarze Naht. Aber. immer ins Feld hinein und gelangte endlich in einen Wald. bevor sie heim kommen. Bruder Wichsstiefel.' sprach der Soldat. Schau die meinigen an. wir wollen beieinander bleiben und den Weg suchen. 'Wir kommen aus dem Wald nicht heraus. ohne auf Weg und Steg zu achten. daß sie zerplatzte. die vorsichtigerweise noch auf dem Ufer zurückgeblieben war. 'gleich und gleich gesellt sich gern. 'ich habe seit zwei Tagen keinen Bissen genossen. so zog er umher und bat gute Leute um ein Almosen.' 'So geht dirs ja wie mir. der auf der Wanderschaft war. der Hunger treibt mich fort.' sprach der Soldat. kümmert sich auch um nichts. Auf seinen Schultern hing ein alter Wettermantel. wenn nicht zu gutem Glück ein Schneider. und es ist mir einerlei. Die Bo- hne bedankte sich bei ihm aufs schönste. denn der meinige ist so leer wie ein alter Torn- ister. du hast feine Stiefel an. und gab den Geist auf. so seid ihr verloren.' antwor- tete der Jäger. 'Ich sehe.' Nach einer Weile stand der Soldat auf und sprach 'ich kann nicht länger bleiben. konnte nicht aufhören und lachte so gewaltig. daß ihr euch fortmacht. 'das ist ein Räuberhaus. die glänzend gewichst sind. der sich vor nichts fürchtet. mußte über die Geschichte lachen. sich an dem Bach ausgeruht hätte. 'aber ich sehe dort in der Ferne ein Licht schimmern. Er wußte nicht. zischte. Als sie aber in die Mitte gekommen war und unter ihr das Wasser rauschen hörte. Die Stiefel von Büffelleder Ein Soldat. 'wenn du aber her- umziehen müßtest wie ich.' sagte er zu dem Jäger.' Der Jäger lächelte ein wenig. wo hinaus geht der Weg?' 'Ich weiß es selber nicht. klopften an die Türe. und ihr tut am klügsten.' 'Es wird so schlimm nicht sein.' 'Hier könnt ihr nicht bleiben.' sprach der Soldat. immer weiter.' antwortete der Soldat. bis die Nacht ein- brach. Nun war es ebenfalls um sie geschehen. und da er nichts gelernt hatte und nichts verdienen konnte. Der Soldat reichte ihm die Hand. zerbrach in zwei Stücke und fiel in den Bach: die Kohle rutschte nach.' Sie fanden ein Steinhaus. gehen aber durch dick und dünn. Der Strohhalm aber fing an zu brennen.Natur war. die sind von Büffelleder und haben schon lange gedient. 'ich habe mich in dem Wald verirrt. 'und etwas Unterfutter für den Magen. und ein Paar Reiterstiefeln von Büffelleder waren ihm auch noch geblieben. wie sie ins Wasser kam. wo er war. ward ihr doch angst: sie blieb stehen und getraute sich nicht weiter. So einer hatte sein- en Abschied erhalten. Weil er ein mitleidiges Herz hatte.

du kannst noch andere Kunststücke. ihr Herren. und rief der Alten zu 'hol eine Flasche aus dem Keller. 'Bruder Wichsstiefel. warfen sie Messer und Gabel hin. Essen sollst du haben. ging . Kaum waren die Worte heraus.' aber der J&a uml. und einen bessern Braten kannst du zu Haus nicht haben.' 'Du bringst uns ums Leben. wenn sie etwas übrig lassen und eingeschlafen sind. so soll die Alte uns den nächsten Weg nach der Stadt zeigen. und forderten mit Ungestüm das Essen. als bis er wieder für drei Tage gegessen hatte. iß und trink.ger sterbe. Die Räuber sahen dem Soldaten mit Erstaunen zu und sagten 'der Kerl macht keine Umstände. gut. her- nach könnt ihr mit mir machen. Komm.' Der Jäger wollte nicht folgen. und zwar von dem besten.' sprach der Jäger und hielt ihn am Arm.' 'Nur manierlich. ich setze mich an den Tisch und esse mit. Die Alte trug einen großen Braten herein. daß es knallte. 'du wirst hungrig sein so gut als ich. 'Aha. Endlich. rief 'ihr sollt alle leben. Die sitzen da fest und sperren das Maul vor Verwunderung auf: sie dürfen sich aber nicht rühren. und damit wir einen kurzen Marsch haben. aber das Maul auf und die rechte Hand in der Höhe.' Kaum saßen sie in der Ecke.' Der Soldat zog den Pfropfen heraus. bis ich es erlaube. komm und iß. du sollst dein blaues Wunder sehen: jetzt will ich eine Gesundheit auf die ganze Sippschaft ausbringen. setzte sich an den Tisch und fing an tapfer in den Braten einzuhauen. als der Tag kam.' 'Oho. es wird nicht gleich an den Kragen gehen. Als die Räuber das hörten. was ihr wollt.' 'Das wird sich finden.' Die Alte mußte noch eine Flasche von dem besten holen. und der Soldat stand nicht eher auf.' rief er dem Jäger zu. und der Anführer sprach 'ich sehe. das wäre zu früh abmarschiert. 'sitzt ihr in der Ecke? was wollt ihr hier? seid ihr als Kundschafter ausgeschickt? wartet. ihr sollt an einem dürren Ast das Fliegen lernen. aber hernach mußt du sterben. Bruderherz. und die Räuber ließen sichs wohl schmecken. so will ichs euch zustecken. du fürchtest dich nicht. ging mit der Flasche zu dem Jäger und sprach 'gib acht.' und tat einen herzhaften Zug. sprangen auf und ent- deckten die beiden hinter dem Ofen.ger wollte nicht essen. hatten das Maul offen und streckten den rechten Arm in die Höhe. so saßen sie alle bewegungslos. aber nun komm und laß uns heim gehen. Bruderherz. gebt mir zu essen.' Die Räuber stutzten. Ich gehe herein. nun schafft auch einen guten Trunk herbei.' Die Alte hatte Mitleiden und sagte 'kriecht hinter den Ofen.' Der Anführer war in der Laune.' Hernach sprach er 'das Essen wäre schon gut. Bruder. Aber der Soldat fing an laut zu husten. daß wir das Zelt abbrechen. so kamen zwölf Räuber hereingestürmt. setzten sich an den Tisch.' Als sie dort angelangt waren. sagte er zum Jäger 'ich halts nicht länger aus. sagte er 'nun ist es Zeit. aber der Soldat zog ihn am Ärmel mit sich 'komm. als wären sie von Stein.' sagte der Soldat. der schon gedeckt war.' Dann schwenkte er die Flasche über den Köpfen der Räuber.' riefen sie. Der Jäger sprach zu dem Soldaten 'ich sehe.' sprach der Soldat. wir haben den Feind geschlagen und wollen erst Beute machen. 'mich hungert. Als der Geruch von der Speise dem Soldaten in die Nase stieg. sich das auch noch gefallen zu lassen.

Der König aber reichte ihm die Hand und sprach 'du bist ein braver Soldat und hast mir das Leben gerettet. kommt mit. ich will schon für dich sorgen. jetzt wollen wir als Nachzügler in aller Ruhe hinterher marschieren.' Der Jäger aber nahm einen von der Mannschaft beiseite und gab ihm noch eine Bestellung mit. wurden aber niedergeworfen und an Händen und Füßen mit Stricken gebunden. der drei Söhne hatte und nur eine einzige Ziege.' 'Hier ist er. heute kehrt er zurück. Ein- mal brachte sie der äIteste auf den Kirchhof. ich mag kein Blatt: meh! meh!' . 'ich bin der König und habe meine Ankunft melden lassen. Und wenn du einmal ein Stück guten Braten essen willst. fiel auf die Knie und bat ihn um Vergebung. wie sich eine Menge Menschen aus dem Stadttor drängten.' Der Soldat führte sie an und sprach zu dem Jäger 'du mußt wieder mit zurück: und zusehen. wo die schönsten Kräuter standen. 'Was soll das heißen?' sprach er ganz verwundert zu dem Jäger. Dann sah er.' Tischchen deck dich. so gut als in dem Räuberhaus. 'ich sehe ihn nicht.' sprach der Soldat. Abends. Augenblicklich hatten sie ihre Bewegung wieder. so sollst du erst bei mir Erlaubnis dazu holen. bist du satt?' Die Ziege antwortete 'ich bin so satt. so sah der Soldat. Dann hieß sie der Soldat wie Säcke auf einen Wagen werfen und sagte 'fahrt sie nur gleich vor das Gefängnis. Willst du aber eine Gesundheit ausbringen. 'daß der König lange Zeit aus seinem Reich entfernt war. daß man die königlichen Kleider sehen konnte. ließ sie da fressen und herumspringen. wir wollen es ausheben. Aber die Ziege. fragte er 'Ziege.er zu seinen alten Kameraden und sprach 'ich habe draußen im Wald ein Nest voll Galgenvögel aufgefunden. so komm nur in die königliche Küche.' Er stellte die Mannschaft rings um die Räuber herum.' Dann öffnete er seinen Jägerrock. 'wir haben den Feind glücklich überrumpelt und uns wohl genährt. Du sollst keine Not mehr leiden.' antwor- tete er. weil sie alle zusammen mit ihrer Milch ernährte. daß die ganze Leibwache herangezogen kam. daß er ihn in der Unwissenheit wie seinesgleichen behandelt und ihn mit solchem Namen angeredet habe. als es Zeit war heimzugehen. schwenkte sie über ihnen her und rief 'ihr sollt alle leben!. Der Soldat erschrak. Goldesel und Knüppel aus dem Sack Vor Zeiten war ein Schneider. trank einen Schluck. Die Söhne taten das auch nach der Reihe.' 'Aber wo ist der König?' sprach der Soldat.' Als sie sich der Stadt näherten. lautes Freudengeschrei erhuben und grüne Zweige in der Luft schwangen. 'Bruder Wichsstiefel. mußte ihr gutes Futter haben und täglich hinaus auf die Weide geführt werden.' antwortete der Jäger. 'Weißt du nicht. und da gehen ihm alle entgegen. dann nahm er die Flasche. wie sie flattern. wenn wir s ie an den Füßen packen.

fragte er 'Ziege. ging hinab und fragte 'Ziege. bist du auch satt?' Die Ziege antwortete 'wovon sollt ich satt sein? ich sprang nur über Gräbelein. streichelte das liebe Tier und fragte 'Ziege. rief der Schneider. 'die ist so satt.' sagte der alte Schneider. zog sie heim und band sie im Stall fest. sie mag kein Blatt.' Der Vater aber wollte sich selbst überzeugen.' an- twortete der Sohn.' sprach der Junge. Abends. 'die ist so satt. 'Nun. und hast sie hungern lassen?' und in seinem Zorne nahm er die Elle von der Wand und jagte ihn mit Schlägen hinaus. sie mag kein Blatt. Am andern Tag war die Reihe am zweiten Sohn.' Der Schneider traute nicht. und fand kein einzig Blättelein: meh! meh!. und die Ziege fraß sie rein ab. Die Reihe kam jetzt an den dritten Sohn.' antwortete der Sohn. suchte Buschwerk mit dem schönsten Laube aus. der wollte seine Sache gut machen. und fand kein einzig Blättelein: meh!' 'Der gottlose Bösewicht!' schrie der Schneider.' Der Schneider wollte sich darauf nicht verlassen. die Ziege wäre satt. faßte sie am Strickchen. 'hat die Ziege ihr gehöriges Futter?' 'O. ging hinab in den Stall.' sagte der Junge. 'Nun. fragte er 'Ziege. 'So komm nach Haus. als er heim wollte. lief hinauf und sprach zu dem Jungen 'ei. sagst. bist du auch satt?' Die Ziege antwortete 'wovon sollt ich satt sein? ich sprang nur über Gräbelein. 'hat die Ziege ihr gehöriges Futter?' 'O.' sprach der Junge. bist du auch satt?' Das boshafte Tier antwortete 'wovon sollt ich satt sein? . 'hat die Ziege ihr gehöriges Futter?' 'O. als er heim wollte. führte sie in den Stall und band sie fest. wo lauter gute Kräuter standen. Abends. sie mag kein Blatt.' sagte der alte Schneider. 'die ist so satt. der suchte an der Gartenhecke einen Platz aus. du Lügner. bist du satt?' Die Ziege antwortete 'ich bin so satt' ich mag kein Blatt: meh! meh!' 'So komm nach Haus. ging hinab in den Stall und fragte 'Ziege.' sagte der alte Schneider. bist du auch satt?' Die Ziege antwortete 'ich bin so satt ich mag kein Blatt: meh! meh!' 'So komm nach Haus. und ließ die Ziege daran fressen.' antwortete der Sohn. 'Nun. führte sie in den Stall und band sie fest. 'so ein frommes Tier hungern zu lassen!' lief hinauf und schlug mit der Elle den Jungen zur Haustüre hinaus. 'Was muß ich hören!.

und schor sie so glatt wie seine flache Hand. schenkte ihm der Meister ein Tischchen. liebkoste die Ziege und sprach 'komm. Der älteste war zu einem Schreiner in die Lehre gegangen. und ließ sie weiden bis zum Abend. daß er seine drei Söhne ohne Ursache verstoßen hatte. führte sie in den Stall und band sie fest. das gar kein besonderes Ansehen hatte und von gewöhnlichem Holz war: aber es hatte eine gute Eigenschaft. rief der Schneider. und fand kein einzig Blättelein: meh! meh!' 'O die Lügenbrut!. daß einem das Herz lachte. Und weil die Elle zu ehrenvoll gewesen wäre. holte sein Bartmesser. Der Schneider.' Er nahm sie am Strick und brachte sie zu grünen Hecken und unter Schafrippe. dich fortzujagen ist noch zu wenig. 'Da kannst du dich einmal nach Herzenslust sättigen. 'einer so gottlos und pflichtvergessen wie der an- dere! ihr sollt mich nicht länger zum Narren haben!' und vor Zorn ganz außer sich sprang er hinauf und gerbte dem armen Jungen mit der Elle den Rücken so gewaltig. daß er zum Haus hinaussprang. so viel Platz hatten. ich sprang nur über Gräbelein.' so war das gute Tischchen auf einmal mit einem saubern Tüchlein bedeckt. Am andern Morgen ging er hinab in den Stall. daß sie in gewaltigen Sprüngen davonlief. Da fragte er 'Ziege. aber niemand wußte. 'Wart. Der alte Schneider war nun mit seiner Ziege allein. daß er wandern sollte. bist du satt?' Sie antwortete 'ich bin so satt. verfiel in große Traurigkeit und hätte seine Söhne gerne wiedergehabt. Als er wegging. seifte der Ziege den Kopf ein. als er so ganz einsam in seinem Hause saß. . Wenn man es hinstellte und sprach 'Tischchen. deck dich. und was sonst die Ziegen gerne fressen. und Schüsseln mit Gesottenem und Gebratenem. mein liebes Tierlein. und Messer und Gabel daneben. und ein großes Glas mit rotem Wein leuchtete. kehrte er sich noch einmal um und sagte 'nun bist du doch einmal satt!' Aber die Ziege machte es ihm nicht besser und rief 'wie sollt ich satt sein? ich sprang nur über Gräbelein und fand kein einzig Blättelein: meh! meh!' Als der Schneider das hörte' stutzte er und sah wohl.' In einer Hast sprang er hinauf.' rief er. 'du undankbares Geschöpf. wo sie hingeraten waren.' sagte der Schneider. und als seine Zeit herum war. ich mag kein Blatt: meh! meh!' 'So komm nach Haus. ich will dich zeichnen. und stand da ein Teller.' sprach er zu ihr. daß du dich unter ehrbaren Schneidern nicht mehr darfst se- hen lassen. da lernte er fleißig und unver- drossen. ich will dich selbst zur Weide führen. holte er die Peitsche und versetzte ihr solche Hiebe.

' Der Schreiner und seine Gesellschaft waren lustig bis in die späte Nacht. was sein Herz begehrte. und sage ihm. packte sein Tischchen auf. 'wenn ich es hinstelle. und der junge Geselle ging auch zu Bett und stellte sein Wünschtischchen an die Wand. und die Gäste. stell- te es vor sich und sprach 'deck dich. wie es gemeint war.' Der Schneider betrachtete es von allen Seiten und sagte 'daran hast du kein Meisterstück gemacht. deck dich. nahm er sein Tischchen vom Rücken. Er aber stellte sein hölzernes Tischchen mitten in die Stube und sprach 'Tischchen. wo er Lust hatte.' zog guter Dinge in der Welt umher und bekümmerte sich gar nicht darum. . 'Vater. 'Nein.' antwortete der Sohn.' antwortete der Schreiner. der ihn mit großer Freude empfing. er wollte zu seinem Vater zurückkehren.' sprach der Schreiner.' Sie lachten und meinten.' 'Ein gutes Handwerk. das Beste. wenn eine Schüssel leer geworden war.' 'Aber es ist ein Tischchen deck dich. dachte aber 'einen solchen Koch könntest du in deiner Wirtschaft wohl brauchen. er triebe seinen Spaß mit ihnen. ließen sich nicht zweimal bitten. 'Zugegriffen. wie sie der Wirt nicht hätte herbeischaffen können. das mit Gästen angefüllt war: sie hießen ihn willkommen und luden ihn ein. 'aber was hast du von deiner Wanderschaft mitgebracht?' 'Vater. sondern im Felde. lieber sollt ihr meine Gäste sein.' so war alles da. als sie sahen.' erwiderte der Alte. er wußte gar nicht. Endlich kam es ihm in den Sinn.' Als die Gesellschaft beisammen war. die sollen sich einmal laben und erquicken. daß er auf dem Heimweg abends in ein Wirtshaus kam. Am andern Morgen zahlte der Schreiner sein Schlafgeld. und mit dem Tischchen deck dich würde er ihn gerne wieder aufnehmen. so stehen gleich die schönsten Gerichte darauf und ein Wein dabei . Zu Mittag kam er bei seinem Vater an. es fiel ihm ein. 'die paar Bissen will ich euch nicht vor dem Munde nehmen. es solle sich decken. dachte gar nicht daran. ob ein Wirtshaus gut oder schlecht und ob et- was darin zu finden war oder nicht. Es trug sich zu. im Wald. Der Wirt stand in einer Ecke und sah dem Dinge zu. was hast du gelernt?' sagte er zu ihm. mein lieber Sohn. was er sagen sollte. sich zu ihnen zu setzen und mit ihnen zu essen. und ging seiner Wege. Dem Wirte aber ließen seine Gedanken keine Ruhe. der das Herz erfreut. endlich legten sie sich schlafen. zogen ihre Messer und griffen tapfer zu. was ich mitgeb- racht habe. 'Nun. ist das Tischchen. so stellte sich gleich von selbst eine volle an ihren Platz. denn das Tischchen macht sie alle satt. sonst würde er schwerlich noch etwas bekommen. daß in seiner Rumpelkammer ein altes Tischchen stände. Ladet nur alle Verwandte und Freunde ein. sein Zorn würde sich gelegt haben. und wovon der Geruch den Gästen lieblich in die Nase stieg.' Augenblicklich war es mit Speisen besetzt. ich bin ein Schreiner geworden. auf einer Wiese. liebe Freunde. so kehrte er gar nicht ein. daß er ein falsches hätte. Wenn es ihm gefiel. rückten heran.Der junge Gesell dachte 'damit hast du genug für dein Lebtag. das gerade so aussähe: das holte er ganz sachte herbei und vertauschte es mit dem Wünschtischchen. Und was sie am meisten verwun- derte. das ist ein altes und schlechtes Tischchen. so gut.

daß er in dasselbe Wirtshaus geriet. in welchem seinem Bruder das Tischchen vertauscht war. hätte nicht viel zu verzehren: als aber der Fremde in die Tasche griff. Den folgenden Morgen in . war neugierig. was er schuldig wäre. führte den Münzmeister weg und band einen andern Esel an seine Stelle. der Wirt aber schlich in der Nacht herab in den Stall. daß es ordentlich auf die Erde herabregnete. 'Wartet einen Au- genblick. meinen Grauschimmel führe ich selbst in den Stall und binde ihn auch selbst an.' Dem Wirt kam es wun- derlich vor und er meinte. der junge Geselle aber sprach 'gebt Euch keine Mühe. hinten und vorn. dankte dem Meister und zog in die Welt. so regnete es Goldstücke. was das heißen sollte. Die Verwandten aber lachten ihn aus und mußten un- getrunken und ungegessen wieder heim wandern.' 'Das ist eine schöne Sache. zwei Goldstücke herausholte und sagte.' und augenblicklich fing das Tier an. der die Sprache nicht ver- steht. schlich ihm nach. brauchte er nur zu seinem Esel 'Bricklebrit. und er hatte weiter keine Mühe. daß ihm das Tischchen vertauscht war. Nach der Mahlzeit fragte der Gast. denn er hatte immer einen vollen Beutel. 'ich will nur gehen und Gold holen. Der Ge selle griff in die Tasche. dachte er 'du mußt deinen Vater aufsuchen. Als er seine Jahre herum hatte. der seinen Esel selbst besorgen müßte. Der Vater holte seine Lappen wieder her- bei und schneiderte fort. so schen- ke ich dir einen Esel von einer besondern Art. und schämte sich. der Sohn aber ging bei einem Meister in die Arbeit. Herr Wirt.' sprach er. deck dich. er zieht nicht am Wagen und trägt auch keine Säcke. sprach der Meister 'weil du dich so wohl gehalten hast. denn ich muß wissen. einer. und der Wirt wollte ihm das Tier abnehmen und anbinden.' 'Wozu ist er denn nütze?' fragte der junge Geselle.stellte er sein Tischchen mitten in die Stube und sprach 'Tischchen. 'da sind die Dukaten bald geprägt! so ein Geldbeutel ist nicht übel!' Der Gast bezahlte seine Zeche und legte sich schlafen. als sie von der Erde aufzuheben. noch ein paar Goldstücke müßte er zulegen.' sprach der Geselle. das er auftreiben konnte. rief 'Bricklebrit. 'Ei der tausend. Da merkte der arme Geselle. der Wirt wollte die doppelte Kreide nicht sparen und sagte. wenn du mit dem Goldesel kommst. zu sagen. Wo er hinkam.' antwortete der Müller. so guckte er durch ein Astloch. so machte er große Augen. und je teurer je lieber. Wenn er Gold nötig hatte. Der Fremde breitete unter dem Esel das Tuch aus. Gold zu speien von hinten und vorn. aber sein Gold war eben zu Ende.' sagte der Wirt. 'Er speit Gold. Er führte seinen Esel an der Hand. war ihm das Beste gut genug. lief und suchte das Beste. 'wenn du ihn auf ein Tuch stellst und sprichst 'Bricklebrit. wo er steht. Der Wirt wußte nicht. so wird er seinen Zorn vergessen und dich gut aufnehmen.' nahm aber das Tischtuch mit. daß er wie ein Lügner dastand. Als er sich eine Zeitlang in der Welt umgesehen hatte. er sollte nur etwas Gutes für ihn einkaufen.' Aber das Tischchen regte sich nicht und blieb so leer wie ein anderer Tisch. und da der Gast die Stalltüre zuriegelte. Der zweite Sohn war zu einem Müller gekommen und bei ihm in die Lehre gegangen.' Es trug sich zu.' so speit dir das gute Tier Goldstücke aus.

' sagte der Vater. Es blieb nichts übrig. so sprach er 'Knüppel. so sprich nur 'Knüppel.' 'Esel gibts hier genug.' alsbald sprang der Knüppel heraus und klopfte einem nach dem andern den Rock oder Wams gleich auf dem Rücken aus. daß. Der junge Drechsler langte zur Abendzeit in dem Wirtshaus an. die so arm heimgingen. Da machte der arme Müller ein langes Gesicht. der sich freute.' sprang selbst fort und rief die Verwandten herbei. und bat die Verwandten um Verzeihung. und wenn ihm jemand zu nahe kam und auf den Leib wollte. einen Sack und sagte 'es liegt ein Knüppel darin. 'hat dir jemand etwas zuleid getan. breitete sein Tuch aus. Sobald sie beisammen waren. 'dann brauch ich mich mit der Nadel nicht weiter zu quälen. und weil es ein kun- streiches Handwerk ist. 'Jetzt gebt acht. 'man findet wohl ein Tischchen deck dich. als er ihn wiedersah. 'Was hast du von deiner Wanderschaft mitgebracht?' 'Weiter nichts als einen Esel. und es zeigte sich. Er legte seinen Ranzen vor sich auf den Tisch und fing an zu erzählen. weil er sich so wohl gehalten.' 'Das laß ich mir gefallen. Mittags kam er bei seinem Vater an. 'Ja.' sagte der Schneider.' sagte er. wo seine Brüder waren betrogen worden. und wie sie der Wirt noch am letzten Abende um ihre schönen Wünschdinge gebracht hätte. und eher läßt er nicht ab. aber das ist alles nichts gegen den Schatz. denn es bringts nicht jeder Esel so weit. hieß sie der Müller Platz machen. mußte er am längsten lernen. aus dem Sack. Der dritte Bruder war zu einem Drechsler in die Lehre gegangen. sondern ein Goldesel: wenn ich sage 'Bricklebrit. mein Sohn?' fragte der Alte. wie schlimm es ihnen ergangen wäre. sah. Laßt nur alle Ver- wandte herbeirufen. und brachte den Esel in die Stube.der Frühe zog der Geselle mit seinem Esel ab und meinte. bis er ihn ausgezogen hatte. eh sichs einer versah.' antwortete er. einen Goldesel und dergleichen: lauter gute Dinge. als bis du sagst 'Knüppel. 'aber es ist kein gemeiner Esel. 'Was ist aus dir geworden. was er alles Merkwürdiges in der Welt gesehen habe. als sie gekommen waren. aber was soll der Knüppel darin? der macht ihn nur schwer. was herabfiel. den ich mir erworben habe und mit mir da in meinem Sack . die Reihe schon an ihm war. und er kann mir gute Dienste leisten.' sagte er und rief 'Bricklebrit. daß er betrogen war.' so springt dir der Knüppel heraus unter die Leute und tanzt ihnen so lustig auf dem Rücken herum. Als der Drechsler nun ausgelernt hatte und wandern sollte. so schenkte ihm sein Meister. der Alte mußte wieder nach der Nadel greifen. ich mache sie alle zu reichen Leuten.' antwortete der Meister.' Der Gesell dankte ihm. in den Sack.' so speit Euch das gute Tier ein ganzes Tuch voll Goldstücke.' 'Das will ich dir sagen. die ich nicht verachte. und wartete nicht erst.' 'Ja.' aber es waren keine Goldstücke. daß das Tier nichts von der Kunst verstand. 'Ein Müller. er hätte seinen Goldesel. und das ging so geschwind.' an- twortete der Sohn. hing den Sack um. Seine Brüder aber meldeten ihm in einem Briefe. aus dem Sack. daß sie sich acht Tage lang nicht regen und bewegen können. und ihn gerne aufnahm. und der Junge sich bei einem Müller verdingen. 'da wäre mir doch eine gute Ziege lieber gewesen.' 'Den Sack kann ich umhängen. lieber Vater.

deck dich. daß sie nicht mehr tragen konnten. der es nicht gut mit mir meint. so war es gedeckt und mit den schönsten Schüsseln reichlich besetzt. einen schlimmen Tanz. Der Wirt schrie zum Erbarmen. laßt nur den verwünschten Kobold wieder in den Sack kriechen.' 'Ein kunstreiches Handwerk.' rief der Wirt ganz kleinlaut. Seht Ihr. aus dem Sack. und rieb ihm die Nähte. aber hüte dich vor Schaden!' dann rief er 'Knüppel. Der Wirt.) Dann holte der Drechsler das Tischchen und sagte 'lieber Bruder. dem Wirt auf den Leib. nun sprich mit ihm.' 'Aber einen solchen nicht.' und augenblicklich sprangen die Goldstücke auf das Tuch herab. mit diesem Knüppel habe ich das Tischchen deck dich und den Goldesel wieder herbeigeschafft. als käme ein Platzregen. 'einen Knüppel in dem Sack. 'ich bin ein Drechsler ge- worden. ich will sie speisen und tränken und will ihnen die Taschen noch mit Gold füllen.' antwortete der Sohn. so soll der Tanz von neuem angehen.' 'Was!. als bis alle so viel hatten. Da sprach der Drechsler 'wo du das Tischchen deck dich und den Goldesel nicht wieder herausgibst. und läßt nicht eher nach. ging herbei. wie nun der Wirt eben einen herzhaften Ruck tun wollte. aber je lauter er schrie. führte den Goldesel herein und sagte zu seinem Bruder 'nun.' Alsbald fuhr das Knüppelchen heraus. 'was hast du von der Wanderschaft mitgebracht?' 'Ein kostbares Stück. die der diebische Wirt meinen Brüdern abgenommen hatte. Der Drechsler zog am andern Morgen mit dem Tischchen deck dich und dem Goldesel heim zu seinem Vater. der Gast läge in tiefem Schlaf. sprich mit ihm. Jetzt laßt sie beide rufen und ladet alle Verwandten ein. als bis er auf der Erde liegt und um gut Wetter bit- tet.' antwortete er. desto kräftiger schlug der Knüppel ihm den Takt dazu auf dem Rücken.' Der Müller sagte 'Bricklebrit. 'ich gebe alles gerne wieder heraus. 'einen Knüppel! das ist der Mühe wert! den kannst du dir von je- dem Baume abhauen. streckte sich der Gast auf die Bank und legte seinen Sack als Kopfkissen unter.' Da sprach der Geselle 'ich will Gnade für Recht ergehen lassen. lieber Bruder. und der Esel hörte nicht eher auf. und fragte auch ihn. rückte und zog ganz sachte und vorsichtig an dem Sack.' so springt der Knüppel heraus und macht mit dem. lieber Vater. was er in der Fremde gelernt hätte. gesagt. 'Lieber Vater.' 'Ach nein. aus dem Sack. brachte aber doch die Verwandten zusammen. den sollte ich billig auch noch haben. Der Schneider freute sich. 'der Sack ist wohl mit lauter Ed elsteinen angefüllt.' Und kaum hatte der Schreiner 'Tischchen. wie der gute Schneider noch keine in . als er meinte.' sagte der Vater. denn aller guten Dinge sind drei. (Ich sehe dirs an.führe.' Der alte Schneider wollte nicht recht trauen. lieber Vater: sage ich 'Knüppel. daß es eine Art hatte. Da deckte der Drechsler ein Tuch in die Stube. rief der Vater. in den Sack!' und ließ ihn ruhen.' Der Wirt spitzte die Ohren: 'was in aller Welt mag das sein?' dachte er.' Als Schlafenszeit war. Der Drechsler aber hatte schon lange darauf gewartet. bis er endlich erschöpft zur Erde fiel. rief er 'Knüppel. als er ihn wiedersah. ob er ihn vielleicht wegziehen und einen andern unterlegen könnte. Da ward eine Mahlzeit gehalten. du wärst auch gerne dabei gewesen.

ich bin ein armes schwaches Geschöpf. sprach sie 'Bär. daß er erschrak und wieder zurücklief. Sie schämte sich. du machst ja ein gewaltig verdrießlich Gesicht. was machst du für ein Gesicht?' 'Ach. Wo ist aber die Ziege hingekommen. und da der Fuchs ganz verstört aussah. und waren alle lustig und vergnügt. Der Eisenofen Zur Zeit. Elle und Bügeleisen in einen Schrank.' 'Das wollen wir bald austreiben. und da sie merkte. daß sie aufsprang. wo das Wünschen noch geholfen hat.' antwortete der Bär. und konnte ihn niemand erlösen. daß ich euch helfen kann. Der Schneider verschloß Nadel und Zwirn. unters- chrieb sie sich doch zu tun. 'es sitzt ein grim- miges Tier mit Glotzaugen in dem Hause des Roten. und weiß niemand auf diese Stunde. Der Bär begegnete ihm.' Da erschrak sie und dachte 'lieber Gott.' Da sprachs aus dem Eisenofen 'ich will dir wieder nach Hause verhelfen. Bruder Fuchs. und lebte mit seinen drei Söhnen in Freude und Herrlichkeit. und wir können es nicht herausjagen. was soll ich mit dem Eisenofen anfangen!' Weil sie aber gerne wieder zu ihrem Vater heim wollte. neun Tage war sie so herumgegangen und stand zuletzt vor dem eisernen Kasten.' Dann gab er ihr jemand zum Gefährten. daß sie einen kahlen Kopf hatte. der ging nebenher und sprach nicht. 'meh! meh!' schrie. wandelte ihn ebenfalls Furcht an: er wollte mit dem grimmigen Tiere nichts zu tun haben und nahm Reißaus. und die ganze Verwandtschaft blieb beisammen bis in die Nacht. daß es ihm in seiner Haut nicht wohl zumute war. 'ein grimmig Tier sitzt in meiner Höhle und hat mich mit feurigen Augen angeglotzt. ging mit zu der Höhle und schaute hinein. ward ein Königssohn von einer alten Hexe verwünscht. Die Biene begegnete ihm. daß der Schneider seine drei Söhne fortjagte? Das will ich dir sagen.' antwortete der Rote. Bär. und will dich heiraten. setzte sich der Ziege auf den glatten geschorenen Kopf und stach sie so ge- waltig.' sprach der Bär.' Die Biene sprach 'du dauerst mich. als er aber die feurigen Augen erblickte. Da brachte er viele Jahre zu. Einmal kam eine Königstochter in den Wald. so sprach er 'was ist dir. Ich bin ein größerer Königssohn als du eine Königstochter. daß er im Walde in einem großen Eisenofen sitzen sollte. Da kam eine Stimme heraus und fragte sie 'wo kommst du her' und wo willst du hin?' Sie antwortete 'ich habe meines Vaters Königreich verloren und kann nicht wieder nach Haus kommen. und wie toll in die Welt hineinlief. lief in eine Fuchshöhle und verkroch sich hinein. die hatte sich irre gegangen und konnte ihres Vaters Reich nicht wiederfinden. was er verlangte. und zwar in einer kurzen Zeit' wenn du willst unterschreiben zu tun' was ich verlange. in zwei Stunden nach . funkelten ihm ein paar große Augen aus der Dunkelheit entgegen. wo ist deine Lustigkeit geblieben?' 'Du hast gut reden. Er sprach aber 'du sollst wiederkommen.' Sie flog in die Fuchshöhle. wo sie hingelaufen ist. er brachte sie aber. die schuld war. ein Messer mitbringen und ein Loch in das Eisen schrappen. aber ich glaube doch. Als der Fuchs nach Haus kam.seinem Hause erlebt hat te. das ihr im Wege nicht anguckt.

sie mußte ihr Versprechen halten. ihn erlösen und heiraten. Da erschrak der alte König und die Tochter weinte. Da guckte sie hinein und sah einen so schönen Jüngling. geh gleich fort und laß die Königstochter kommen. ach. der glimmerte in Gold und Edelsteinen. und dann sollte sie wiederkommen. und nicht mehr darin eingeschlossen. denn er hatte nur die einzige Tochter. doch sollte sie nicht mehr mit ihrem Vater sprechen als drei Worte. steckte ein Messer ein und ging zu dem Eisenofen in den Wald hinaus. Wie sie nun angekommen war. ich höre meines Vaters Hörnchen tüten. als die Königstochter wiederkam.' 'So bist du eine Müllerstochter. Nun. du bist meine Braut und hast mich erlöst. Wie nun der Tag anbrach. und wenn sie nicht käme. und wie zwei Stunden vorbei waren. konnte aber nicht das geringste herabbringen. wie mirs gegangen hat! ich wäre nicht wieder nach Haus gekommen aus dem großen wilden Walde. hub sie an zu schrappen. daß er heraus konnte. Wie nun der Tag anbrach.' 'So bist du eine Schweinehirtentochter. die war noch schöner als die Müllerstochter. ich höre meines Vaters Mühle rappeln. riefs in dem Eisenofen 'mich deucht. sollte im ganzen Reich alles zerfallen und einstürzen und kein Stein auf dem andern bleiben. der draußen wollte sie nicht. und der alte König fiel ihr um den Hals und küßte sie.' Als die Königstochter das hörte. sie brachte aber nichts davon. und das Eisen gab nach. dem habe ich mich müssen dafür unterschreiben. und sag ihr. wenn ich nicht wäre bei einen eisernen Ofen gekommen. es sollt ihr widerfahren. Sie war aber sehr betrübt und sprach 'lieber Vater. Da nahm sie Abschied von ihr- em Vater. Sie hatten aber noch eine Schweinehirtentochter. es ist Tag draußen. riefs im Ofen 'mich deucht. Also ward sie hinausgebracht und mußte auch vierundzwanzig Stunden lang schrappen. dann geh gleich hinaus und laß die Königstochter herkommen. daß ich wollte wieder zu ihm zurückkehren. was ich ihr versprochen hätte.' Da ging sie hin und sagte dem alten König. an ihre Stelle nehmen. Sie schrappte auch vierundzwanzig Stunden lang. da verschwand alsbald der Eisenofen und ward weit weg gerückt über gläserne Berge und schneidende Schwerter. Da sprach er 'du bist mein und ich bin dein. aber sie bat sich aus.' Da antwortete sie 'das deucht mich auch. sie wollten die Müllerstochter. führten die hinaus. Beratschlagten sich also. die sc hön wäre. sie sollte an dem Eisenofen schaben. fing sie an zu weinen. da schrappte sie noch weiter fort und machte das Loch so groß. der wollten sie ein Stück Geld geben. es ist Tag draußen. daß sie noch einmal dürfte zu ihrem Vater gehen. daß er ihr recht in der Seele gefiel. sie sprach aber mehr als drei Worte.' Da antwortete sie 'das deucht mich auch. er wollte seine Tochter. ich meine. hatte sie schon ein kleines Loch geschabt. es war aber nun nicht anders. Nun war große Freude im Schloß. damit sie für die Königstochter zum eisernen Ofen ginge.Haus. ich meine. Also ging sie heim. daß er beinahe in eine Ohnmacht gefallen wäre. Danach nahm sie Abschied von ihrem Vater und . gaben ihr ein Messer und sagten. doch der Königssohn war erlöst. und der Königssohn erlaubte es ihr.' Da erschrak der alte König so sehr.' Er wollte sie mit sich in sein Reich führen.

nämlich drei große Nadeln. bring mir die große Schachtel her. Hutzelbeins Hündchen. die sollte sie recht in acht nehmen. aber nicht viel.' stieg vom Baum und ging dem Lichtchen nach. Als der Tag kam.nahm etwas Geld mit. und Teller und Becher waren von Silber. Dachte sie 'ach. denn sie müßte über einen hohen gläsernen Berg und über drei schneidende Schwerter und über ein großes Wasser. . Hutzelbein. so sah sie nichts darin als dicke und kleine Itschen (Kröten). und war viel Gras darum gewachsen. Hiermit reiste sie ab. und gab ihr die alte Itsche drei Nadeln aus der großen Schachtel. die sollte sie mitneh- men. wenn sie das durchsetzte. allein der war nicht zu finden. setzte sie sich auf einen kleinen Baum und gedachte darauf die Nacht hinzubringen. da legte sie sich hinein und schlief in Gottes Namen. sah sie von fern ein kleines Lichtchen und dachte 'ach. nicht mehr als drei Worte zu sprechen. da wär ich wohl erlöst. laß geschwind sehen' wer draußen wär. Hutzelbeins Hündchen. wäre der Ofen weg samt dem Königssohn. und sie mußte sich setzen. hutzel hin und her. bis sie ihn fände.' Da ging die kleine hin und brachte die Schachtel herbeigetragen. schön gedeckt mit Wein und Braten. und weil sie das Gebot übertreten hätte. und brachten sie zu einem schönen gemachten Bett. aber einen Tisch. da ward ihr Hunger so groß. Alsbald rief die Dicke 'Jungfer grün und klein. Als nun Mitternacht herankam. wie es ihr gegangen wäre. stieg sie auf. wo kommst du hier hin!. das war wie Seide und Sammet. Da kam sie zu einem kleinen alten Häuschen. ging wieder in den großen Wald und suchte den Eisen- ofen. Neun Tage suchte sie. denn sie hatte nichts mehr zu leben. Da sprach die alte Dicke 'Jungfer grün und klein. daß sie sich nicht zu helfen wußte. und stand ein kleines Häufchen Holz davor. Hernach gaben sie ihr Essen und Trinken.' Da kam eine kleine Itsche herbeigegangen und machte ihr auf. nun wollte sie so lange suchen und über Berg und Tal wandern. hießen alle sie willkommen. Und als es Abend ward. Hutzelbein. ein Pflugrad und drei Nüsse. sie würden ihr nötig tun. auf dem Weg aber betete sie. hutzel hin und her. Nun gab sie hiermit drei Teile (Stücke). guckte durchs Fenster hinein. würde sie ihren Liebsten wiederkriegen. Sie fragten 'wo kommt Ihr her? wo wollt Ihr hin?' Da erzählte sie alles. weil sie sich vor den wilden Tieren fürchtete. Wie sie eintrat. Da nahm sie sich das Herz und klopfte an.

Sie ging hinein und hielt um einen Dienst an. und als sie hinüber war. ehe ich dich gefunden habe.und wie sie vor den gläsernen Berg kam. daß sie ihn nicht er- wecken konnte. sie wär eine arme Magd und wollte sich gerne ver- mieten. die wollte er heiraten. biß sie die zweite Nuß auf. Aber Geld wollte das Mädchen nicht und bat sich aus. Also ward sie angenommen zum Küchenmädchen für gerin- gen Lohn. wollte sie . Wies nun d ie Braut hörte.' Die Bedient en saßen vor der Stubentüre und hörten. steckte sie die drei Nadeln als hinter die Füße und dann wieder vorwärts. daß es noch einmal in der Kammer des Bräutigams schlafen dürfte. Sie gab aber dem Mann ein Glas Wein. Das Küchenmädchen weinte aber die ganze Nacht und rief 'ich habe dich erlöst aus einem Walde und aus einem eisernen Ofen. wollte sie es kaufen. und sagtens am Morgen ihrem Herrn. in das sie einen Schlaftrunk getan hatte. daß er nichts hören konnte. wie das die Braut sah. und willst mich doch nicht hören. denn er dachte. kam sie und hielt um das Kleid an und wollte es kaufen und sagte. da stellte sie sich auf ihr Pflugrad und rollte hinüber. über drei schneidende Schwerter und über ein großes Wasser. Sie weinte die ganze Nacht und rief 'ich habe dich erlöst aus dem wilden Wald und aus einem eisernen Ofen. wie sie aufgewaschen hatte und fertig war. ehe ich dich gefunden habe. bin ichs auch. Die Braut gab ihm aber einen Schlaftrunk. der so glatt war. und er schlief so fest. biß sie die dritte Nuß auf. Abends. Also gingen beide in die Kammer schlafen' und er schlief so fest. und wie sie übergefahren war. steckte sie sie an einen Ort. fühlte sie in die Tasche und fand die drei Nüsse. da war ein noch schöneres Kleid drin.' sprach er. sie wußte aber. Wie die Braut das sah. es wäre kein Kleid für eine Dienstmagd. nämlich eine Nacht in der Kammer ihres Bräutigams zu schlafen. in ein großes schönes Schloß. wie sie so die ganze Nacht weinte. den sie wohl in acht nahm. sie wollts nicht verkaufen. doch wann sie ihr einerlei (ein Ding) wollte erlauben. sagte sie zu ihrem Bräutigam 'das närrische Mädchen will in deiner Kammer schlafen. den sie erlöst hatte aus dem eisernen Ofen im großen Wald. und du willst mich doch nicht hören. Danach kam sie vor die drei schneidenden Schwerter. und gelangte so hinüber. ich habe dich gesucht und bin gegangen über einen gläsernen Berg. und sagtens am Morgen ihrem Herrn. siehe.' 'Wenn dus zufrieden bist. so sollte sies haben. wie sie so die ganze Nacht weinte. daß der Königssohn drinne war. sie wäre längst gestorben. da war ein stolzes königliches Kleid drin. Da sprach sie nein. weil das Kleid so schön war und sie noch keins so hatte. da war noch ein weit schöneres Kleid drin. das starrte von purem Gold. über drei schneidende Schwerter und über ein großes Wasser. Und als sie am dritten Abend aufgewaschen hatte. Biß eine auf und wollte den Kern essen. Endlich kam sie vor ein großes Wasser. ich habe dich gesucht und bin gegangen über einen gläsernen Berg. Nun hatte der Königssohn schon wieder eine andere an der Seite. Wies nun Abend war. Und wie sie im andern Abend aufgewaschen hatte. Die Braue erlaubt es ihr.' Die Bedienten saßen vor der Stubentüre und hörten. welche ihr die alte Itsche gegeben hatte.

'wenn sie nicht recht gescheit ist. holte sie ein Stühlchen und stellte es vors Faß. da steckten sie die drei Nadeln hinein. Die oben warteten auf den Trank. So gelangten sie endlich zu dem alten kleinen Häuschen. Da fing die kluge Else an zu weinen und sprach 'wenn ich den Hans kriege. und wir schick- en das Kind in den Keller.es haben. Die kluge Else Es war ein Mann. und wir kriegen ein Kind. Weil aber der Alte jammerte.' 'Ja. aber wie sie hineintraten.' so sprang der Königssohn auf und sprach 'du bist die rechte. 'wenn nur einer käme. geh in den Keller und hol Bier. daß er allein bleiben sollte. Als sie unten war. 'die hat Zwirn im Kopf. und vor den drei schneidenden Schwertern. Der Königssohn aber hütete sich und ließ den Schlaftrunk vorbeilaufen. daß es hier soll Bier zapfen. und während der Zeit. die sieht den Wind auf der Gasse laufen und hört die Fliegen husten. und der falschen Braut nahmen sie die Kleider weg. Da ward Vermählung gehalten. wars ein großes Schloß. daß das Bier hineinlief.' Endlich kam von weither einer.' sprach der Hans. daß die kluge Else auch recht gescheit wäre.' Da saß sie und weinte und schrie aus Leibeskräften über das bevor- stehende Unglück. sah oben an die Wand hinauf und erblickte nach vielem Hin. da setzten sie sich aufs Pflugrad. sprach die Mutter 'Else. Dann stellte sie die Kanne vor sich und drehte den Hahn auf. damit sie sich nicht zu bücken brauchte und ihrem Rücken etwa nicht wehe täte und unverhofften Schaden nähme. sprach der Vater 'wir wollen sie heiraten lassen. und das ist groß. die hieß die kluge Else. so fällt ihm die Kreuzhacke auf den Kopf und schlägts tot.' Als sie nun zu Tisch saßen und gegessen hatten.' . damit ihr die Zeit ja nicht lang würde. welche die Maurer da aus Versehen hatten stecken lassen. und sie blieben in dem Schloß. Da kam eine Maus. der hieß Hans. 'O. der hatte eine Tochter. Als sie nun erwachsen war. ich habe dich erlöst aus dem grausamen wilden Walde und aus einem eisernen Ofen.' 'Ja.' Darauf setzte er sich noch in der Nacht mit ihr in einen Wagen. wollte sie doch ihre Augen nicht müßig lassen. daß sie nicht aufstehen konnte. da schifften sie hinüber. und hatten zwei Königreiche und lebten in gutem Ehestand.' und die Mutter sagte 'ach. wo die Else bleibt. und ich bin dein. Als sie zu dem großen Wasser kamen. der sie haben wollte.' Da nahm die kluge Else den Krug von der Wand.und Herschauen eine Kreuzhacke gerade über sich. Das Märchen war aus. und hielt um sie an. er machte aber die Bedingung. ging in den Keller und klappte unterwegs brav mit dem Deckel.' sprach der Vater. das Mädchen aber gab es nur hin. Wie sie nun anfing zu weinen und zu rufen 'liebster Schatz.' sagte die Mutter. die Itschen waren alle erlöst und lauter Königskinder und waren in voller Freude. wenn es zum drittenmal dürfte in der Kammer des Bräutigams schlafen. aber die kluge Else kam immer nicht. so nehm ich sie nicht. Da sprach die Frau zur Magd 'geh doch hinunter in den Keller und sieh. so fuhren sie weg und holten ihn zu sich. du bist mein. und vor dem gläsernen Berg. das war viel größer als ihres Vaters Schloß.

und wir kriegen ein Kind. geh du ins Feld und schneid das Korn. saßen da fünfe und schrien und jammerten ganz erbärmlich. da niemand wiederkommen wollte. wo die Else und die Magd bleibt. und soll hier Trinken zapfen. setzte sich zu ihr und fing auch an laut zu heulen.chte und von der Kreuzhacke könnte totgeschlagen werden. ich will ausgehen arbeiten und uns Geld verdienen. du mußt auch hingehen und sehen. und er die Ursache hörte. und die droben durstig nach dem Trank waren. und alle da beieinander saßen und weinten. 'Was für ein Unglück ist denn geschehen?. was haben wir für eine kluge Else!' setzte sich hin und weinte mit. da saß die kluge Else und die Magd. da kann ihm ja die Kreuzhacke. Oben war- teten sie auf den Knecht.' Die Frau ging hinab und fand alle drei in Wehklagen. setzte sich und weinte auch mit. die da oben ist stecken geblieben. und die Kreuzhacke fiele herab. wo die Else bleibt. als die Magd nicht wiederkam. und das ist groß. sprach er 'Frau. daß das Kind der Else schuld wäre. und weinten beide zusammen. wenn sie herabfallen sollte.' sprach die Else. und Bier zapfen sollte.' sprach die Else. sprach der Mann zum Knecht 'geh doch hinunter in den Keller und sieh. so fällt ihm die Kreuzhacke auf den Kopf und schlägts tot. 'soll ich nicht weinen? wenn ich den Hans kriege. den Kopf zerschlagen. Der Bräutigam blieb lange oben allein.' Da sprach der Knecht 'was haben wir für eine kluge Else!. so will ich dich haben.' 'Ja. 'Ach. Bier zu zapfen: da rief er 'was für eine kluge Else!.' packte sie bei der Hand und nahm sie mit hinauf und hielt Hochzeit mit ihr. lieber Hans. sollen wir da nicht weinen?' 'Nun. und das ist groß. und fragte nach der Ursache. 'Else. Trinken zu zapfen. einer immer besser als der andere. 'Ach. und soll hier Trinken zapfen. wo sie herabfiele. wenn es gerade zur Zeit. Da fragte er 'was weint ihr denn?' 'Ach. als aber seine Frau nicht wiederkam und sein Durst immer stärker ward.' Als er hinabkam. so fällt ihm vielleicht die Kreuzhacke auf den Kopf und schlägt es tot. wo die Else bleibt. wenn es erst groß wäre. Da sprach die Mutter gleichfalls 'ach. mein lieber . sprach er 'ich muß nur selber in den Keller gehn und sehen.' antwortete sie. Als sie den Hans eine Weile hatte. dar- unter säße. was weinst du?' fragte die Magd. daß wir Brot haben. weil du so eine kluge Else bist. 'soll ich nicht weinen? wenn ich den Hans kriege und wir kriegen ein Kind. als er aber immer nicht kam.Die Magd ging und fand sie vor dem Fasse sitzend und laut schreie nd. fragte er. da erzählte ihr die Else auch. und es ist groß. und wir schickens vielleicht hierher. 'mehr Verstand ist für meinen Haushalt nicht nötig.' sprach Hans.' Der Knecht ging hinab. das sie vielleicht einmal zur Welt br& auml. Über eine Weile. daß es liegen bleibt. sprach der Mann zur Frau 'geh doch hinunter in den Keller und sieh.' Als er aber in den Keller kam. dachte er 'sie werden unten auf dich warten. 'wann wir einander heiraten und haben ein Kind.' Da sprach die Magd 'was haben wir für eine kluge Else!' setzte sich zu ihr und fing auch an über das Unglück zu weinen. daß ihr zukünftiges Kind wohl würde von der Kreuzhacke totgeschlagen werden. Der Mann oben wartete noch ein Weilchen. was sie vorhaben.

' Nachdem der Hans fort war. redete ihn an und fragte »wie kann ich wohl in den Himmel kom- men?«. den sie tat. sondern betete zu dem Herrn. der des Weges daherkam. als aber die Leute das Klingeln der Schellen hörten. dann bin ichs nicht. rappelte es um sie herum. schloß die Haustüre zu und setzte sich auf seinen Stuhl und arbeitete. Als die sieben Jahre herum waren. sondern sie lag im Korn und schlief. sprach sie wieder 'was tu ich? schneid ich ehr. ob sie auch wirklich die kluge Else wäre. kochte sie sich einen guten Brei und nahm ihn mit ins Feld. und als sie aufstand.' Da erschrak sie und sprach 'ach Gott. daß sie nicht einmal nach Haus kommt und ißt. Der Hans war längst zu Haus.' Nun aß sie ihren Topf mit Brei aus. da kam er wieder an seines Vaters Schloß. 'sie ist drinnen. daß ich wiedergekommen bin«. Aber die Diener glaubten es nicht. erwachte die kluge Else. Endlich. sondern wenn du hungerst. Er sah den Himmel an. und die Schellen klingelten bei jedem Schritte.' antwortete Hans. Er nahm nichts als ein wenig Essen. und stand eine Zeitlang zweifelhaft: endlich dachte sie 'ich will nach Haus gehen und fragen. ich will erst essen. wollten sie nicht aufmachen. die werdens ja wissen. und sprach 'bin ichs. und sie schlief noch immer fort. oder bin ichs nicht?' Sie wußte aber nicht. ich will erst schlafen. daß er ihn einmal in seinen Himmel aufnehmen wollte. lachten und ließen ihn .r. und niemand hat sie wieder gesehen. aber die Else wollte nicht kommen. da seufzte er und sprach »wie wohl muß einem erst da oben im Himmel sein!« Da erblickte er einen armen greisen Mann. Leg an meine zerrissenen Kleider. ob ichs bin oder ob ichs nicht bin. wandere sieben Jahre in der Welt und lerne ihr Elend kennen: nimm kein Geld. Als sie vor den Acker kam. und holte ein Vogelgarn mit kleinen Schellen und hängte es um sie herum. ist die Else drinnen?.' und ging vor eine andere T& uuml. was sie geschnitten hätte: aber es war nichts geschnitten. so wirst du dich dem Himmel nähern«. der war so schön rein und blau. sprach sie zu sich selbst 'was tu ich? schneid ich ehr? oder eß ich ehr? hei. Armut und Demut führen zum Himmel Es war einmal ein Königssohn.' Da legte sie sich ins Korn und schlief ein. aber die war ver- schlossen: da klopfte sie an das Fenster und rief 'Hans. bitt mitleidige Herzen um ein Stückchen Brot. Da eilte Hans geschwind heim. die ist so fleißig. das will ich tun. 'Ja. da sprach er 'was hab ich für eine kluge Else. aber niemand erkannte ihn. ging hinaus in die weite Welt und duldete groß Elend. Da lief sie fort zum Dorfe hinaus. ging der Hans hinaus und wollte sehen. und sie konnte nirgends unterkommen. Der Mann antwortete »durch Armut und Demut. Dann lief er heim.' Als sie aber noch immer aus- blieb und es Abend ward. ward irre. was sie darauf antworten sollte. Da zog der Königssohn seinen prächtigen Rock aus und hing dafür das Bettlerge- wand um. als es schon ganz dunkel war.' Sie lief vor ihre Haustüre. der ging hinaus in das Feld und war nachdenklich und traurig. sprach nichts. oder schlaf ich ehr? hei. Er sprach zu den Dienern »geht und sage meinen Eltern.Hans. Da erschrak sie. und als sie dick satt war.

darauf steht seine Geschichte auf geschrieben. auf der anderen eine Lilie heraus. so fehlte doch etwas an seinem Glück: er hatte mit seiner Frau keine Kinder. Fleisch und Wecke. Da ließ ihm die Königin aus Mitleid einen Platz unter der Treppe anweisen und ihm täglich durch zwei Diener Essen bringen. Öfters.' Da kriegte seine Frau ein Kind.' Als er getauft war. dann gab er der . Da ward er endlich zornig. was er ihr sollte mitbringen. sagte der Pfarrer 'der kann wegen seiner Stacheln in kein ordentlich Bett kommen. und als er nach Haus kam.stehen. das war oben ein Igel und unten ein Junge. und als sie das Kind sah. So lag er da hinter dem Ofen acht Jahre. Endlich sagte er auch 'Hans mein Igel. gab er der Frau. fangen von selbst alle Glocken in der Stadt und in der Gegend an zu läuten. was er ihr gekauft hatte. aber er starb nicht. Da schrieb er einen Brief an seine Mutter und beschrieb ihr darin all sein Elend.' sprach sie.' Da sprach der Mann 'was kann das alles helfen. doch konnte er davon eine Zeitlang leben. in der einen Hand eine Rose. was willst du denn haben?' 'Väterchen. aber wie reich er war. Der Geistliche geht nach der Messe zu dem armen Mann unter der Treppe. sondern blieb da liegen. was er für ihn bekam. und sein Vater war ihn müde und dachte. dabei war er ganz geduldig. behielts für sich oder gabs den Hunden und brachte dem Schwachen. du hast uns verwünscht. bis endlich einer von ihnen hinging und es den Königskindern sagte. daß in der Stadt ein Markt war.' Da ward hinter dem Ofen ein wenig Stroh zurecht gemacht und Hans mein Igel darauf gelegt. Als aber seine Krankheit zunahm. Nun trug es sich zu. Abgezehrten nur Wasser. daß er ihr Sohn wäre. aber wir können keinen Gevatter dazu nehmen. bis er immer schwächer ward. Hans mein Igel Es war einmal ein Bauer. die wollte ein paar Toffeln und Zwickelstrümpfe. ich möchte sie so gerne wiedersehen«. da fragte er seine Frau. der hatte Geld und Gut genug. Er konnte auch an der Mutter nicht trinken. Sie wollten auch nicht. denn er hätte sie mit seinen Stacheln gestochen. getauft muß der Junge werden.' Die Frau sprach 'wir können ihn auch nicht anders taufen als Hans mein Iigel.' Wie nun der Bauer wieder nach Haus kam. sprach er 'ich will ein Kind haben. 'Ein wenig Fleisch und ein paar Wecke. wenn er nur stürbe. und der Bauer wollte hingehen. so liegt er da tot. Als er begraben war. in der anderen eine Lilie. spotteten sie und fragten. Darauf fragte er die Magd. aber diese glaubten es nicht und bekümmerten sich nicht darum. doch der andere war ehrlich und brachte ihm. und soll- ts ein Igel sein. und neben ihm ein Papier. wuchs auf der einen Seite des Grabes eine Rose. was zum Haushalt gehört. Aber der eine war bös und sprach »was soll dem Bettler das gute Essen!«. aber er sagte nicht. wenn er mit den andern Bauern in die Stadt ging. erschrak sie und sprach 'siehst du.' sprach er. daß sie herabkommen. Da sprach er »geht und sagts meinen Brüdern. Wie es nun unter der halben Messe ist. Es war wenig. da begehrte er das heilige Abendmahl zu empfangen. 'bring mir doch einen Dudelsack mit. warum er keine Kinder hätte.

was ihm zuerst begegnete am königlichen Hofe. was ich will. warum er da säße. und das Tier hätte auf einem Hahn wie auf einem Pferde gesessen und schöne Musik gemacht. Da ging der Laufer hin unter den Baum und sah den Göckelhahn sitzen und Hans mein Igel oben drauf. sah aber nichts als ein kleines Tier auf dem Baum oben sitzen. Da stieg Hans mein Igel vom Baum und sprach. Da stieg Hans mein Igel mit dem Hahn . der hatte sich verirrt und hörte die Musik: da verwunderte er sich darüber und schickte seinen Bedienten hin. er hätte aber geschrieben. wo der Weg in sein Königreich ginge. da saß er und hütete die Esel und Schweine. das wäre gut.' Da war der Vater froh. Seine Tochter aber. er sollte einmal zusehen. denn Hans mein Igel könnt es doch nicht lesen. saß auf dem Baum und blies auf seinem Dudelsack. Und wie Hans mein Igel den Dudelsack hatte. was er da oben vorhätte. zeigte ihm Hans mein Igel den Weg. bis die Herde ganz groß war. und saß lange Jahre. auf dem ein Igel saß. Einmal kam ein König vorbeigefahren. und ich kann schreiben. endlich ging er hinter den Ofen und gab dem Hans mein Igel den Dudelsack. Darüber war die Prinzessin froh und sagte. das war wie ein Göckelhahn. und wußte nicht wieder nach Haus zu kommen. 'Ich hüte meine Esel und Schweine. Im Wald aber mußte der Hahn mit ihm auf einen hohen Baum fliegen. wie es ihm gegangen wäre. daß ein anderer König gefahren kam mit seinen Bedienten und Laufern. ritt fort. Nun geschah es. die wollt er draußen im Walde hüten. nahm auch Schweine und Esel mit. daß sie ihm entgegen- lief und ihn küßte. und daß er einem wunderlichen Tier hätte verschreiben sollen. sie hätten sich verirrt und könnten nicht wieder ins Königreich. war immer lustig. denn sie wäre doch nimmermehr hingegangen. die war sehr schön. Da dachte der König 'das kann ich leicht tun. und der machte die Musik. Da hörte er gleichfalls die schöne Musik von weitem und sprach zu seinem Laufer. was das wohl wäre. weil der Wald so groß war. Er guckte sich um. war so voll Freuden. Der Laufer fragte ihn. er wollte den Weg zeigen. Wenn er aber auf dem Baum saß. wo die Musik herkäme. und als er fertig war. sobald er nach Haus käme. was ihm daheim zuerst begegnen würde. Hans mein Igel verstehts doch nicht. und er kam glücklich nach Haus. und wußte sein Vater nichts von ihm. geht doch vor die Schmiede und laßt mir meinen Göckel hahn beschlagen. daß er ihn los werden sollte. und hatte sich verirrt. aber was ist Euer Begehren?' Der Laufer sagte.' Da nahm der König Feder und Tinte und schrieb etwas auf. ob er ihnen den Weg nicht zeigen wollte. und ließ ihm den Hahn beschlagen. es sollts nicht haben. Da gedachte er an Hans mein Igel und erzählte ihr. dann will ich fort- reiten und will nimmermehr wiederkommen. und ob er nicht wüßte. sprach er 'Väterchen. Da sprach der König zum Bedienten. blies er seinen Dudelsack und machte Mu- sik. setzte sich Hans mein Igel darauf. er sollte sich einmal umgucken. wenn der König ihm wollte verschreiben und versprechen. Hans mein Igel aber hütete die Esel und Schweine. er sollte fragen.Magd die Toffeln und die Zwickelstrümpfe. und als es geschehen war. wie sie ihn von weitem sah.

und gelangte der König glücklich wieder in sein Reich. er aber hätte ihm dafür versprochen. was er versprochen hätte. was ihm am k&oum l. aber als er durch einen großen Wald gefahren wäre. Sie setzte sich ein. hu! da war ein Gemetzel und ein Hacken. ritt er auf dem Göckelhahn voraus und zeigte ihm den Weg. Nun hatte er eine einzige Tochter. dann nahmen sie Abschied und zogen fort. denn er käme mit einer so großen Herde. daß mans zwei Stunden weit hören konnte. und rief ihm zu. die lief ihm entgegen. Sie fragte ihn auch. Hans mein Igel aber hütete seine Schweine.niglichen Hofe zuerst begegnete. Da versprach sie ihm aber. als er das hörte. der nur schlachten wollte. Als nun Hans mein Igel daher- geritten kam. er wolle ihm den Weg zeigen. trieb die Schweine vor sich her ins Dorf und ließ schlachten. da erzählte er ihr. ihrem alten Vater zuliebe. und ihr Vater gab ihr einen Wagen mit sechs Pferden und herrliche Bedienten. drangen sie mit den Bajonetten auf ihn ein' aber er gab dem Hahn die Sporen. über das Tor hin vor des Königs Fenster. sie möchte zu ihm hinausge- hen. rittlings auf einem Hahn in einem hohen Baum gesessen und schöne Musik gemacht. die war sehr schön. was ihm zu Haus vor seinem königlichen Schlosse das erste begegnen würde. sonst so wollt er ihm und seiner Tochter das Leben nehmen. war große Freude darüber.vom Baum herunter. ließ er sich da nieder. Danach sagte Hans mein Igel 'Väterchen.' Da ließ der Vater den Göckelhahn beschlagen und war froh. halb wie ein Igel. wann er käme. damit er nicht ins Schloß käme. Da gab der König seiner Tochter gute Worte. da hatte der König befohlen. und das wäre sie. Geld und Gut. Es ging aber an- . sie wollte gerne mit ihm gehen. Hans mein Igel aber setzte sich auf seinen Göckelhahn. flog auf. er hätte sich verirrt und wäre beinahe gar nicht wiedergekommen. fiel ihm um den Hals und küßte ihn und freute sich. daß ihr alter Vater wiederkam. Wie er auf den Hof kam. und Hans mein Igel mit seinem Hahn und Dudelsack neben sie. hätte einer. hauen und stechen. und sagte zu dem alten König. dann reit ich fort und komme mein Lebtag nicht wieder. daß der ganze Wald voll war. halb wie ein Mensch. und wurden ihrer so viel. er sollte es haben. und hätte einen Dudelsack bei sich. laßt mir meinen Göckelhahn noch einmal vor der Schmiede beschlagen. sie sollten alle Ställe im Dorf räumen. wenn einer käme auf einem Hahn geritten. daß Hans mein Igel nicht wiederkommen wollte. er sollt ihm geben. Der König sagte 'ja' und unterschrieb sich dem Hans mein Igel. und ließ seinem Vater sagen. der hätte ihm fortgeholfen und den Weg gezeigt. denn er dachte. und das täte ihm nun so leid. Als das geschehen war. Da war sein Vater betrübt. Da wollte Hans mein Igel nicht länger im Walde leben. daß jeder schlachten könnte. damit sie ihm und sich das Leben rettete. und der König dachte. wenn er ihm zu eigen geben wollte. Hans mein Igel wäre schon lange gestorben. dann sollten alle auf ihn schießen. Da zog sie sich weiß an. er kriegte sie nicht wieder zu sehen. wo er so lange in der Welt gewesen wäre. und die Schweine bekamen wieder Sch- weine. Hans mein Igel ritt fort in das erste Königreich.

würde er aus seiner Igelshaut herauskriechen und sie vor dem Bett liegen lassen: dann sollten die Männer hurtig herbeispringen und sie ins Feuer werfen. geh hin. denn als sie ein Stück Wegs von der Stadt waren. Wie das die Königstochter sah. daß sie wollten schlafen gehen. aß mit ihnen. und stach sie mit seiner Igelhaut. der Vater aber sprach. Da gab er sich zu erkennen. ich will dich nicht. Hans mein Igel aber ritt weiter auf seinem Göckelhahn und mit seinem Dudelsack nach dem zweiten Königreich. der wäre aber wie ein Igel mit Stacheln geboren worden. und am andern Morgen stiegen sie mit Freuden auf. sie dachte aber. Der gestohlene Heller Es saß einmal ein Vater mit seiner Frau und seinen Kindern mittags am Tisch. Da ward Hans mein Igel von ihr bewillkommt. Vivat rufen. ihn frei hereinführen. und war ein schöner junger Herr. Wie ihn nun die Königstochter sah. sie hätte es ihrem Vater versprochen. er hätte nur einen gehabt. aber er war kohlschwarz wie gebrannt. und wann er in die Kammer einginge und sich ins Bett legen wollte. Und wie sie so saßen. wo er dem König auch den Weg gezeigt hatte. und ihn ins königliche Schloß bringen. sagte 'das ist der Lohn für eure Falschheit. sollten sie das Gewehr präsentieren. sie sollte sich nicht fürchten. und sie aßen und tranken. weil er doch gar zu wunderlich aussah. und war sie beschimpft ihr Lebtag. sondern . und es zwölf Uhr schlug. der wusch ihn mit guten Salben und balsamierte ihn. wenn einer käme wie Hans mein Igel. er hätte keinen. der zum Besuch gekommen war. ganz blasses Kindlein hereinkommen. war sie froh. da sah der Fremde die Tür aufgehen und ein schneeweiß gekleidetes. als er dachte. und als sie das Feuer verzehrt hatte. Es blickte sich nicht um und sprach auch nichts. da zog ihr Hans mein Igel die schönen Kleider aus. bis sie ganz blutig war. fuhr er mit seiner Gemahlin zu seinem Vater und sagte. Der aber hatte be- stellt. und wäre in die Welt gegangen. er wäre sein Sohn. aßen und tranken. es geschähe ihr kein Leid. da fürchtete sie sich sehr vor seinen Stacheln: er aber sprach. war sie erschrocken. da ward er weiß. und geht vor Gustchen sein Haus. Wie etliche Jahre herum waren. auch dabeibleiben. und lag da im Bett ganz als ein Mensch gestaltet. und sagte zu dem alten König.' und jagte sie damit nach Haus. und der alte Vater freute sich und ging mit ihm in sein Königreich. und ein guter Freund. Mein Märchen ist aus. da war er erlöst. da ging er in die Kammer. Wies nun Abend ward. er sollte vier Mann bestellen. und sie setzte sich zu seiner Seite. es wäre nicht anders. und ward mit ihr vermählt. und er mußte mit an die königliche Tafel ge- hen. bis sie vom Feuer verzehrt wäre. Der König schickte zu seinem Arzt.ders. streifte die Ig- elshaut ab und ließ sie vor dem Bette liegen: da kamen die Männer und holten sie geschwind und warfen sie ins Feuer. die sollten wachen vor der Kammertüre und ein großes Feuer anmachen. Wie die Glocke nun elfe schlug. und ward die Vermählung erst recht gefeiert. und Hans mein Igel bekam das Königreich von dem alten König.

' Sie brachen die Dielen auf und fanden zwei Heller. Das verdroß ihn zuletzt. keine andere Natur haben. und da hatte es im Grabe keine Ruhe gehabt. Wie der Teufel das vernahm. wollte auch schaffen und machte die Geiße mit feinen langen Schwänzen. es hatte aber gedacht 'dafür kannst du dir einen Zwieback kaufen. verschwand es. und nachher ist das Kind nicht wieder gesehen worden.' Mit Toben und Fluchen entwich der Teufel und wollte die Eiche suchen. und mußt mirs teuer zahlen.' Der Herr antwortete 'was hattest du es zu Schaden erschaffen!' Der Teufel sagte 'ich mußte das: gleichwie selbst mein Sinn auf Schaden geht. 'Ich habe es nicht gesehen. um sie einem armen Manne zu geben. und die Mutter und die Kinder alle sahen auch nichts.' 'Ich zahl dirs. wie sie bald einen fruchtbaren Baum benagten.' die Heller behalten und in die Dielenritzen versteckt. bald die edlen Reben beschädigten. 'und wüßte auch nicht. Des Herrn und des Teufels Getier Gott der Herr hatte alle Tiere erschaffen und sich die Wölfe zu seinen Hunden auserwählet: bloß der Geiß hatte er vergessen. da mußte der Teufel hineingehen und sie mit vieler Mühe losknüpfen. und bes- chrieb das Kind genau. Da richtete sich der Teufel an. trat er vor den Herrn und sprach 'dein Geschöpf hat mir das meine zerrissen. ging zur Kammertüre. daß Gott der Herr zusah. Da mußte er sein Schuld fahren lassen. wem das schöne Kind gehörte. Nun stand der Fremde auf. ehe er sie befand. wie es aber den Fremden bemerkte. öffnete sie ein wenig und schaute hinein. bald andere zarte Pflanzen verderbten. das alle Mittag in die Kammer ginge.' Als das Eichenlaub abgefallen war.ging geradezu in die Kammer nebenan. Wenn sie nun zur Weide gin- gen. um nach den Hellern zu suchen. Das jammerte ihn. wem es gehören könnte. blieben sie gewöhnlich mit ihren Schwänzen in den Dornhecken hängen. so daß er aus Güte und Gnaden seine Wölfe dran hetzte. Bald darauf kam es zurück und ging ebenso still wieder zur Türe hinaus. waren derweil wieder alle andere Eichen voll grüner Blätter. und als er wiederkam. was er gesehen hatte. stach . die hat noch alles ihr Laub. Da sah er das Kind auf der Erde sitzen und emsig mit den Fingern in den Dielenritzen graben und wühlen. Nun erzählte er. Am zweiten und dritten Tag kam es auf ebendiese Weise. die da gingen. bald zerrissen.' antwortete er. wie es wiederkam. der sah es aber nicht. das vor vier Wochen gestorben ist. sobald das Eichenlaub abfällt.' Am andern Tage. das ist mein liebes Kind. dein Geld ist schon gezählt. konnte. was ich erschaffen. zeigte es der Fremde dem Vater. irrte sechs Monate in der Wüstenei. wie noch heut des Tags an den Stümpfen zu sehen ist. welche die Geiße. und war alle Mittage gekommen. da erkannte es die Mutter und sagte 'ach. aber es geschah. Nun ließ er sie zwar allein weiden. Da fragte endlich der Fremde den Vater. Der Herr aber sprach 'in der Kirche zu Konstantinopel steht eine hohe Eiche. Die Eltern gaben darauf das Geld einem Armen. die hatte einmal das Kind von der Mutter erhalten. war her und biß jeder Geiß den Schwanz ab. dann komm. kam der Teufel und forderte seine Schuld.

Der Pfarrer ging ihm nach und hörte. wie er sprach 'lieber Gott. über Berg und Tal. das aus Holz geschnitten war.' antwortete das Bild. daß er seine Speise der Mutter Gottes bra- chte. lieber Gott. wie er aber wieder aufstehen konnte. der bat ihn hinzugehen und das Bild zu fragen. dachte er 'das ist der liebe Gott. 'du allein. dick und stark ward. das ist mir genug. knieten und beteten. und wunderten sich sehr. ich bin froh. ohne abzuweichen. Nach einiger Zeit wurde der Knabe krank und kam acht Tage lang nicht aus dem Bett.' Da ging der Küster zum Pfarrer und sagte ihm.im Zorn allen übrigen Geißen die Augen aus und setzte ihnen seine eigenen ein.' Der Knabe freute sich darüber und sagte es dem Pfarrer. wie die Leute zu dem Muttergottesbild mit dem Jesuskind. Nun blieb er in der Kirche. blieb in der Kirche und ging dem Kleinen nach. merkten die Leute. weil es glaubte. ob es auch Lust hätte zu arbeiten. fiel er um und war tot und war zur ewigen Hochzeit. Die himmlische Hochzeit Es hörte einmal ein armer Bauernjunge in der Kirche. ich gehe nicht wieder hinaus. daß das Bild zunahm. und das Bild fing auch an. das war der Knabe zufrieden. und nächsten Sonntag. es wäre ein Kind in der Kirche. Endlich führte ihn sein Weg in eine große Stadt. und als er sah. immer gerade.' antwortete der Kleine. Der Pfarrer konnt es auch nicht begreifen. Wie ein paar Wochen herum waren. und mitten in die Kirche. ob er auch dürfte mitkommen.' Da ant- wortete ihm das Bild und sprach 'ich habe deinen guten Willen gesehen. so wollen wir es darin lassen. ans Arbeiten wäre er gewöhnt. wie der Pfarrer sprach 'wer da will ins Himmelreich kommen. 'Nein. es wäre im Himmelreich.' Darauf ging er hin und fragte. nächsten Sonntag sollst du mit mir auf die Hochzeit kommen. und ging im- merzu. nimms nicht übel.' und sprach 'hör einmal. da sah er. wie das Abendmahl an ihn kam. kamen. Als der Gottesdienst vorbei war und der Küster ihn hinausgehen hieß. wo eben Gottesdienst gehalten wurde. muß immer geradaus gehen.' Von nun an brachte er dem Bilde jeden Tag die Hälfte von seinem Essen. das wollte nicht wieder heraus. Darum haben alle Geißen Teufelsaugen und abgebissene Schwänze. daß ich endlich im Himmel bin.' Der Pfarrer wollte ihn erst vorbereiten und ihm das Abendmahl geben.' Da machte er sich auf. setzte sich hin und war von Herzen froh. wie der Knabe sein Brot mit der Mutter Gottes teilte und diese es auch annahm. und er nimmt gern ihre Gestalt an. 'Ja. Der Pfarrer sprach 'wenn es das glaubt. was bist du mager! gewiß lassen dich die Leute hungern: ich will dir aber jeden Tag mein halbes Essen bringen. ant- wortete er 'nein. aber aus dem Himmel ginge er nicht wieder heraus. Das Hirtenbüblein . daß ich dir so lange nichts gebracht habe: ich war aber krank und konnte nicht aufstehen. nun wäre er im Himmel angelangt. Wie er nun all die Herrlichkeit sah. meinte er. war sein erstes. die Speise zu genießen.

so will ich dich ansehen wie mein eigen Kind. der sprach 'was mache sie. und du sollst bei mir in meinem königlichen Schloß wohnen. ich wache. daß der alte Fuchs gestorben war. und wollte er sie in Versuchung führen. als wenn er mausetot wäre.' Sprach der König 'du hast die drei Fragen aufgelöst wie ein Weiser und sollst fortan bei mir in meinem königlichen Schlosse wohnen. der hat eine Stunde in die Höhe. Er streckte sich unter die Bank.' Die Hochzeit der Frau Füchsin Erstes Märchen Es war einmal ein alter Fuchs mit neun Schwänzen. das war wegen seiner weisen Antworten. so will ich Euch sagen. zählt sie nur. wenn man darauf blickte. daß sie kaum zu sehen und fast gar nicht zu zählen waren und einem die Augen vergingen. eine Stunde in die Breite und eine Stunde in die Tiefe. Die Frau Füchsin ging auf ihre Kammer. schloß sich ein. Sprach der König 'die dritte Frage lautet: wie viel Sekunden hat die Ewigkeit?' Da sagte das Hirtenbüblein 'in Hinterpommern liegt der Demant- berg. dann ist die erste Sekunde von der Ewigkeit vorbei. Als es nun bekannt ward. die Jungfer Katze. das ich nicht erst gezählt habe. Da sprach er zu ihm 'kannst du mir auf drei Fragen. und wenn der ganze Berg abgewetzt ist. der glaubte. und ich will dich ansehen wie mein eigenes Kind. was ich mache? . sie ging und machte auf.' und dann machte es mit der Feder so viel feine Punkte darauf. Es war einmal ein Hirtenbübchen. Will er wissen.' Sprach der König 'die andere Frage lautet: wie viel Sterne stehen am Himmel?' Das Hintenbübchen sagte 'gebt mir einen großen Bogen weiß Papier. regte kein Glied und stellte sich. Jungfer Katze? schläft se oder wacht se?' Sie antwortete 'ich schlafe nicht. so meldeten sich die Freier. dahin kommt alle hundert Jahr ein Vöglein und wetzt sein Schnäbelein daran. und ihre Magd. Der König des Landes hörte auch davon. damit kein Tröpflein mehr daraus ins Meer lauft. glaubte es nicht und ließ das Bübchen kommen. als hier Punkte auf dem Papier. Da hörte die Magd. laßt alle Flüsse auf der Erde verstopfen. und da wars ein junger Fuchs. wie viel Tropfen im Meere sind. daß jemand vor der Haustüre stand und anklopfte.' Aber niemand war dazu imstand. weit und breit berühmt. saß auf dem Herd und kochte. die es auf alle Fragen gab. Antwort geben. Da- rauf sprach es 'so viel Sterne stehen am Himmel. die ich dir vorlegen will. seine Frau wäre ihm nicht treu.' Sprach das Büblein 'wie lauten die drei Fragen?' Der König sagte 'die erste lautet: wie viel Tropfen Wasser sind in dem Weltmeer?' Das Hirtenbüblein antwortete 'Herr König.

Ich koche warm Bier, tue Butter hinein:
will der Herr mein Gast sein?'
'Ich bedanke mich, Jungfer,' sagte der Fuchs, 'was macht die Frau Füchsin?' Die Magd
antwortete
'sie sitze auf ihrer Kammer,
sie beklagt ihren Jammer,
weint ihre Äuglein seidenrot,
weil der alte Herr Fuchs ist tot.'
'Sag sie ihr doch, Jungfer, es wäre ein junger Fuchs da, der wollte sie gerne freien.'
'Schon gut, junger Herr.'
Da ging die Katz die Tripp die Trapp,
Da schlug die Tür die Klipp die Klapp.
'Frau Füchsin, sind Sie da?'
'Ach ja, mein Kätzchen, ja.'
'Es ist ein Freier draus.'
'Mein Kind, wie siehe er aus?
Hat er denn auch neun so schöne Zeiselschwänze wie der selige Herr Fuchs?' 'Ach nein,'
antwortete die Katze, 'er hat nur einen.' 'So will ich ihn nicht haben.'
Die Jungfer Katze ging hinab und schickte den Freier fort. Bald darauf klopfte es wieder
an, und war ein anderer Fuchs vor der Türe, der wollte die Frau Füchsin freien; er hatte zwei
Schwänze; aber es ging ihm nicht besser als dem ersten. Danach kamen noch andere, immer
mit einem Schwanz mehr, die alle abgewiesen wurden, bis zuletzt einer kam, der neun
Schwänze hatte wie der alte Herr Fuchs. Als die Witwe das hörte, sprach sie voll Freude zu
der Katze
'nun macht mir Tor und Türe auf,
und kehrt den alten Herrn Fuchs hinaus.'
Als aber eben die Hochzeit sollte gefeiert werden, da regte sich der alte Herr Fuchs unter
der Bank, prügelte das ganze Gesindel durch und jagte es mit der Frau Füchsin zum Haus
hinaus.
Zweites Märchen
Als der alte Herr Fuchs gestorben war, kam der Wolf als Freier, klopfte an die Türe, und
die Katze, die als Magd bei der Frau Füchsin diente, machte auf. Der Wolf grüßte sie und
sprach
'guten Tag, Frau Katz von Kehrewitz,
wie kommts, daß sie alleine sitzt?

was macht sie Gutes da?'
Die Katze antwortete
'brock mir Wecke und Milch ein:
will der Herr mein Gast sein?'
'Dank schön, Frau Katze,' antwortete der Wolf, 'die Frau Füchsin nicht zu Haus?'
Die Katze sprach
'sie sitzt droben in der Kammer,
beweint ihren Jammer,
beweint ihre große Not,
daß der alte Herr Fuchs ist tot.'
Der Wolf antwortete
'will sie haben einen andern Mann,
so soll sie nur herunter gan.'
Die Katz, die lief die Trepp hinan'
und ließ ihr Zeilchen rummer gan,
bis sie kam vor den langen Saal:
klopft an mit ihren fünf goldenen Ringen.
'Frau Füchsin, ist sie drinnen?
Will sie haben einen andern Mann,
so soll sie nur herunter gan.'
Die Frau Füchsin fragte
'hat der Herr rote Höslein an, und hat er ein spitz Mäulchen?' 'Nein,' antwortete die Katze.
'So kann er mir nicht dienen.'
Als der Wolf abgewiesen war, kam ein Hund, ein Hirsch, ein Hase, ein Bär, ein Löwe, und
nacheinander alle Waldtiere. Aber es fehlte immer eine von den guten Eigenschaften, die der
alte Herr Fuchs gehabt hatte, und die Katze mußte den Freier jedesmal wegschicken. Endlich
kam ein junger Fuchs. Da sprach die Frau Füchsin 'hat der Herr rote Höslein an, und hat er
ein spitz Mäulchen?' 'Ja,' sagte die Katze, 'das hat er.' 'So soll er heraufkommen,' sprach die
Frau Füchsin, und hieß die Magd das Hochzeitsfest bereiten.
'Katze, kehr die Stube aus,
und schmeiß den alten Fuchs zum Fenster hinaus.
Bracht so manche dicke fette Maus,
fraß sie immer alleine,
gab mir aber keine.'
Da ward die Hochzeit gehalten mit dem jungen Herrn Fuchs, und ward gejubelt und get-
anzt, und wenn sie nicht aufgehört haben, so tanzen sie noch.

Von dem Tode des Hühnchens
Auf eine Zeit ging das Hühnchen mit dem Hähnchen in den Nußberg, und sie machten
miteinander aus, wer einen Nußkern fände, sollte ihn mit dem andern teilen. Nun fand das
Hühnchen eine große große Nuß, sagte aber nichts davon und wollte den Kern allein essen.
Der Kern war aber so dick, daß es ihn nicht hinunterschlucken konnte und er ihm im Hals
stecken blieb, daß ihm angst wurde, es müßte ersticken. Da schrie das Hühnchen
'Hähnchen, ich bitte dich lauf, was du kannst, und hol mir Wasser, sonst erstick ich.' Das
Hähnchen lief, was es konnte, zum Brunnen und sprach 'Born, du sollst mir Wasser geben;
das Hühnchen liegt auf dem Nußberg, hat einen großen Nußkern geschluckt und will erstick-
en.' Der Brunnen antwortete 'lauf erst hin zur Braut und laß dir rote Seide geben.' Das
Hähnchen lief zur Braut 'Braut, du sollst mir rote Seide geben: rote Seide will ich dem
Brunnen geben, der Brunnen soll mir Wasser geben, das Wasser will ich dem Hühnchen brin-
gen, das liegt auf dem Nußberg, hat einen großen Nußkern geschluckt und will daran erstick-
en.' Die Braut antwortete 'lauf erst und hol mir mein Kränzlein, das blieb an einer Weide
hängen.' Da lief das Hähnchen zur Weide und zog das Kränzlein von dem Ast und brachte es
der Braut, und die Braut gab ihm rote Seide dafür, die brachte es dem Brunnen, der gab ihm
Wasser dafür. Da brachte das Hähnchen das Wasser zum Hühnchen, wie es aber hinkam,
war dieweil das Hühnchen erstickt, und lag da tot und regte sich nicht. Da ward das
Hähnchen so traurig, daß es laut schrie, und kamen alle Tiere und beklagten das Hühnchen;
und sechs Mäuse bauten einen kleinen Wagen, das Hühnchen darin zum Grabe zu fahren;
und als der Wagen fertig war, spannten sie sich davor, und das Hähnchen fuhr. Auf dem
Wege aber kam der Fuchs 'wo willst du hin, Hähnchen?' 'Ich will mein Hühn chen begraben.'
'Darf ich mitfahren?'
'Ja, aber setz dich hinten auf den Wagen, vorn könnens meine Pferdchen nicht vertragen.'
Da setzte sich der Fuchs hintenauf, dann der Wolf, der Bär, der Hirsch, der Löwe und alle
Tiere in dem Wald. So ging die Fahrt fort, da kamen sie an einen Bach. 'Wie sollen wir nun
hinüber?' sagte das Hähnchen. Da lag ein Strohhalm am Bach, der sagte 'ich will mich quer
darüberlegen, so könnt ihr über mich fahren.' Wie aber die sechs Mäuse auf die Brücke ka-
men, rutschte der Strohhalm aus und fiel ins Wasser, und die sechs Mäuse fielen alle hinein
und ertranken. Da ging die Not von neuem an, und kam eine Kohle und sagte 'ich bin groß
genug, ich will mich darüberlegen, und ihr sollt über mich fahren.' Die Kohle legte sich auch
an das Wasser, aber sie berührte es unglücklicherweise ein wenig, da zischte sie, verlöschte
und war tot. Wie das ein Stein sah, erbarmte er sich und wollte dem Hähnchen helfen, und
legte sich über das Wasser. Da zog nun das Hähnchen den Wagen selber, wie es ihn aber
bald drüben hatte, und war mit dem toten Hühnchen auf dem Land und wollte die andern, die
hintenauf saßen, auch heranziehen, da waren ihrer zuviel geworden, und der Wagen fiel

zurück, und alles fiel miteinander in das Wasser und ertrank. Da war das Hähnchen noch al-
lein mit dem toten Hühnchen, und grub ihm ein Grab und legte es hinein, und machte einen
Hügel darüber, auf den setzte es sich und grämte sich so lang, bis es auch starb; und da war
alles tot.
Der Hund und der Sperling
Ein Schäferhund hatte keinen guten Herrn, sondern einen, der ihn Hunger leiden ließ. Wie
ers nicht länger bei ihm aushalten konnte, ging er ganz traurig fort. Auf der Straße begegnete
ihm ein Sperling, der sprach 'Bruder Hund, warum bist du so traurig?' Antwortete der Hund
'ich bin hungrig und habe nichts zu fressen.' Da sprach der Sperling 'lieber Bruder, komm mit
in die Stadt, so will ich dich satt machen.' Also gingen sie zusammen in die Stadt, und als sie
vor einen Fleischerladen kamen, sprach der Sperling zum Hunde 'da bleib stehen, ich will dir
ein Stück Fleisch herunterpicken,' setzte sich auf den Laden, schaute sich um, ob ihn auch
niemand bemerkte, und pickte, zog und zerrte so lang an einem Stück, das am Rande lag, bis
es herunterrutschte. Da packte es der Hund, lief in eine Ecke und fraß es auf. Sprach der
Sperling 'nun komm mit zu einem andern Laden, da will ich dir noch ein Stück herunterholen,
damit du satt wirst.' Als der Hund auch das zweite Stück gefressen hatte, fragte der Sperling
'Bruder Hund, bist du nun satt?' 'Ja, Fleisch bin ich satt,' antwortete er, 'aber ich habe noch
kein Brot gekriegt.' Sprach der Sperling 'das sollst du auch haben, komm nur mit.' Da führte er
ihn an einen Bäckerladen und pickte an ein paar Brötchen, bis sie herunterrollten, und als der
Hund noch mehr wollte, führte er ihn zu einem andern und holte ihm noch einmal Brot herab.
Wie das verzehrt war, sprach der Sperling 'Bruder Hund, bist du nun satt?' 'Ja,' antwortete er,
'nun wollen wir ein bißchen vor die Stadt gehen.'
Da gingen sie beide hinaus auf die Landstraße. Es war aber warmes Wetter, und als sie
ein Eckchen gegangen waren, sprach der Hund 'ich bin müde und möchte gerne schlafen.'
'Ja, schlaf nur,' antwortete der Sperling, 'ich will mich derweil auf einen Zweig setzen.' Der
Hund legte sich also auf die Straße und schlief fest ein. Während er da lag und schlief, kam
ein Fuhrmann herangefahren, der hatte einen Wagen mit drei Pferden, und hatte zwei Fässer
Wein geladen. Der Sperling aber sah' daß er nicht ausbiegen wollte' sondern in der
Fahrgleise blieb, in welcher der Hund lag, da rief er 'Fuhrmann, tus nicht, oder ich mache dich
arm.' Der Fuhrmann aber brummte vor sich 'du wirst mich nicht arm machen,' knallte mit der
Peitsche und trieb den Wagen über den Hund, daß ihn die Räder totfuhren. Da rief der Sper-
ling 'du hast mir meinen Bruder Hund totgefahren, das soll dich Karre und Gaul kosten.' 'Ja,
Karre und Gaul,' sagte der Fuhrmann, 'was könntest du mir schaden!' und fuhr weiter. Da
kroch der Sperling unter das Wagentuch und pickte an dem einen Spundloch so lange, bis er
den Spund losbrachte: da lief der ganze Wein heraus, ohne daß es der Fuhrmann merkte.
Und als er einmal hinter sich blickte, sah er, daß der Wagen tröpfelte, untersuchte die Fässer

und fand, daß eins leer war. 'Ach, ich armer Mann!' rief er. 'Noch nicht arm genug,' sprach der
Sperling und flog dem einen Pferd auf den Kopf und pickte ihm die Augen aus. Als der Fuhr-
mann das sah, zog er seine Hacke heraus und wollte den Sperling treffen, aber der Sperling
flog in die Höhe, und der Fuhrmann traf seinen Gaul auf den Kopf, daß er tot hinfiel. 'Ach, ich
armer Mann!' rief er. 'Noch nicht arm genug,' sprach der Sperling, und als der Fuhrmann mit
den zwei Pferden weiterfuhr, kroch der Sperling wieder unter das Tuch und pickte den Spund
auch am zweiten Faß los, daß aller Wein herausschwankte. Als es der Fuhrmann gewahr
wurde, rief er wieder 'ach, ich armer Mann!' aber der Sperling antwortete 'noch nicht arm
genug,' setzte sich dem zweiten Pferd auf den Kopf und pickte ihm die Augen aus. Der Fuhr-
mann lief herbei und holte mit seiner Hacke aus, aber der Sperling flog in die Höhe, da traf
der Schlag das Pferd, daß es hinfiel. 'Ach, ich armer Mann!' 'Noch nicht arm genug,' sprach
der Sperling, setzte sich auch dem dritten Pferd auf den Kopf und pickte ihm nach den Au-
gen. Der Fuhrmann schlug in seinem Zorn, ohne umzusehen, auf den Sperling los, traf ihn
aber nicht, sondern schlug auch sein drittes Pferd tot. 'Ach, ich armer Mann!' rief er. 'Noch
nicht arm genug,' antwortete der Sperling, 'jetzt will ich dich daheim arm machen,' und flog
fort.
Der Fuhrmann mußte den Wagen stehen lassen und ging voll Zorn und Arger heim. 'Ach,'
sprach er zu seiner Frau, 'was hab ich Unglück gehabt! der Wein ist ausgelaufen, und die
Pferde sind alle drei tot.' 'Ach, Mann,' antwortete sie, 'was für ein böser Vogel ist ins Haus
gekommen! er hat alle Vögel auf der Welt zusammengebracht, und die sind droben über un-
sern Weizen hergefallen und fressen ihn auf.' Da stieg er hinauf, und tausend und tausend
Vögel saßen auf dem Boden und hatten den Weizen aufgefressen, und der Sperling saß mit-
ten darunter. Da rief der Fuhrmann 'ach, ich armer Mann!' 'Noch nicht arm genug,' antwortete
der Sperling, 'Fuhrmann, es kostet dir noch dein Leben,' und flog hinaus.
Da hatte der Fuhrmann all sein Gut verloren, ging hinab in die Stube, setzte sich hinter
den Ofen und zwar ganz bös und giftig. Der Sperling aber saß draußen vor dem Fenster und
rief 'Fuhrmann, es kostet dir dein Leben.' Da griff der Fuhrmann die Hacke und warf sie nach
dem Sperling: aber er schlug nur die Fensterscheiben entzwei und traf den Vogel nicht. Der
Sperling hüpfte nun herein, setzte sich auf den Ofen und rief 'Fuhrmann, es kostet dir dein
Leben.' Dieser, ganz toll und blind vor Wut, schlägt den Ofen entzwei, und so fort, wie der
Sperling von einem Ort zum andern fliegt, sein ganzes Hausgerät, Spieglein, Bänke, Tisch,
und zuletzt die Wände seines Hauses, und kann ihn nicht treffen. Endlich aber erwischt er ihn
doch mit der Hand. Da sprach seine Frau 'soll ich ihn totschlagen?' 'Nein,' rief er, 'das wäre zu
gelind, der soll viel mörderlicher sterben, ich will ihn verschlingen,' und nimmt ihn, und versch-
lingt ihn auf einmal. Der Sperling aber fängt an in seinem Leibe zu flattern, flattert wieder
herauf, dem Mann in den Mund: da streckte er den Kopf heraus und ruft 'Fuhrmann, es kostet

dir doch dein Leben.' Der Fuhrmann reicht seiner Frau die Hacke und spricht 'Frau, schlag
mir den Vogel im Munde tot.' Die Frau schlägt zu, schlägt aber fehl, und schlägt dem Fuhr-
mann gerade auf den Kopf, so daß er tot hinfällt. Der Sperling aber fliegt auf und davon.
Die zwölf Jäger
Es war einmal ein Königssohn, der hatte eine Braut und hatte sie sehr lieb. Als er nun bei
ihr saß und ganz vergnügt war, da kam die Nachricht, daß sein Vater todkrank läge und ihn
noch vor seinem Ende zu sehen verlangte. Da sprach er zu seiner Liebsten 'ich muß nun fort
und muß dich verlassen, da geb ich dir einen Ring zu meinem Andenken. Wann ich König
bin, komm ich wieder und hol dich heim.' Da ritt er fort, und als er bei seinem Vater anlangte,
war dieser sterbens krank und dem Tode nah. Er sprach zu ihm 'liebster Sohn, ich habe dich
vor meinem Ende noch einmal sehen wollen, versprich mir, nach meinem Willen dich zu ver-
heiraten,' und nannte ihm eine gewisse Königstochter, die sollte seine Gemahlin werden. Der
Sohn war so betrübt, daß er sich gar nicht bedachte, sondern sprach 'ja, lieber Vater, was Eu-
er Wille ist, soll geschehen,' und darauf schloß der König die Augen und starb.
Als nun der Sohn zum König ausgerufen und die Trauerzeit verflossen war, mußte er das
Versprechen halten, das er seinem Vater gegeben hatte, und ließ um die Königstochter wer-
ben, und sie ward ihm auch zugesagt. Das hörte seine erste Braut und grämte sich über die
Untreue so sehr, daß sie fast verging. Da sprach ihr Vater zu ihr 'liebstes Kind, warum bist du
so traurig? was du dir wünschest, das sollst du haben.' Sie bedachte sich einen Augenblick,
dann sprach sie 'lieber Vater, ich wünsche mir elf Mädchen, von Angesicht, Gestalt und
Wuchs mir völlig gleich.' Sprach der König 'wenns möglich ist, soll dein Wunsch erfüllt wer-
den,' und ließ in seinem ganzen Reich so lange suchen, bis elf Jungfrauen gefunden waren,
seiner Tochter von Angesicht, Gestalt und Wuchs völlig gleich.
Als sie zu der Königstochter kamen, ließ diese zwölf Jägerkleider machen, eins wie das
andere, und die elf Jungfrauen mußten die Jägerkleider anziehen, und sie selber zog das
zwölfte an. Darauf nahm sie Abschied von ihrem Vater und ritt mit ihnen fort und ritt an den
Hof ihres ehemaligen Bräutigams, den sie so sehr liebte. Da fragte sie an, ob er Jäger
brauchte, und ob er sie nicht alle zusammen in seinen Dienst nehmen wollte. Der König sah
sie an und erkannte sie nicht; weil es aber so schöne Leute waren, sprach er ja, er wollte sie
gerne nehmen; und da waren sie die zwölf Jäger des Königs.
Der König aber hatte einen Löwen, das war ein wunderliches Tier, denn er wußte alles
Verborgene und Heimliche. Es trug sich zu, daß er eines Abends zum König sprach 'du
meinst, du hättest da zwölf Jäger?' 'Ja,' sagte der König, 'zwölf Jäger sinds.' Sprach der Löwe
weiter 'du irrst dich, das sind zwölf Mädchen.' Antwortete der König 'das ist nimmermehr
wahr, wie willst du mir das beweisen?' 'O, laß nur Erbsen in dein Vorzimmer streuen,' antwor-
tete der Löwe, 'da wirst dus gleich sehen. Männer haben einen festen Tritt, wenn die über

Erbsen hingehen, regt sich keine, aber Mädchen, die trippeln und trappeln und schlurfeln, und
die Erbsen rollen.' Dem König gefiel der Rat wohl, und er ließ die Erbsen streuen.
Es war aber ein Diener des Königs, der war den Jägern gut, und wie er hörte, daß sie soll-
ten auf die Probe gestellt werden, ging er hin und erzählte ihnen alles wieder und sprach 'der
Löwe will dem König weismachen, ihr wärt Mädchen.' Da dankte ihm die Königstochter und
sprach hernach zu ihren Jungfrauen 'tut euch Gewalt an und tretet fest auf die Erbsen.' Als
nun der König am andern Morgen die zwölf Jäger zu sich rufen ließ, und sie ins Vorzimmer
kamen, wo die Erbsen lagen, so traten sie so fest darauf und hatten einen so sichern starken
Gang, daß auch nicht eine rollte oder sich bewegte. Da gingen sie wieder fort, und der König
sprach zum Löwen 'du hast mich belogen, sie gehen ja wie Männer.' Antwortete der Löwe 'sie
habens gewußt, daß sie sollten auf die Probe gestellt werden, und haben sich Gewalt anget-
an. Laß nur einmal zwölf Spinnräder ins Vorzimmer bringen, so werden sie herzukommen
und werden sich daran freuen, und das tut kein Mann.' Dem König gefiel der Rat, und er ließ
die Spinnräder ins Vorzimmer stellen.
Der Diener aber, ders redlich mit den Jägern meinte, ging hin und entdeckte ihnen den
Anschlag. Da sprach die Königstochter, als sie allein waren, zu ihren elf Mädchen 'tut euch
Gewalt an und blickt euch nicht um nach den Spinnrädern.' Wie nun der König am andern
Morgen seine zwölf Jäger rufen ließ, so kamen sie durch das Vorzimmer und sahen die
Spinnräder gar nicht an. Da sprach der König wiederum zum Löwen 'du hast mich belogen,
es sind Männer, denn sie haben die Spinnräder nicht angesehen.' Der Löwe antwortete 'sie
habens gewußt, daß sie sollten auf die Probe gestellt werden, und haben sich Gewalt anget-
an.' Der König aber wollte dem Löwen nicht mehr glauben.
Die zwölf Jäger folgten dem König beständig zur Jagd, und er hatte sie je länger je lieber.
Nun geschah es, daß, als sie einmal auf der Jagd waren, Nachricht kam, die Braut des
Königs wäre im Anzug. Wie die rechte Braut das hörte, tats ihr so weh, daß es ihr fast das
Herz abstieß, und sie ohnmächtig auf die Erde fiel. Der König meinte, seinem lieben Jäger sei
etwas begegnet, lief hinzu und wollte ihm helfen, und zog ihm den Handschuh aus. Da
erblickte er den Ring, den er seiner ersten Braut gegeben, und als er ihr in das Gesicht sah,
erkannte er sie. Da ward sein Herz so gerührt, daß er sie küßte, und als sie die Augen auf-
schlug, sprach er 'du bist mein und ich bin dein, und kein Mensch auf der Welt kann das
ändern.' Zu der andern Braut aber schickte er einen Boten und ließ sie bitten, in ihr Reich
zurückzukehren, denn er habe schon eine Gemahlin, und wer einen alten SchIüssel
wiedergefunden habe, brauche den neuen nicht. Darauf ward die Hochzeit gefeiert, und der
Löwe kam wieder in Gnade, weil er doch die Wahrheit gesagt hatte.
Der heilige Joseph im Walde

Es war einmal eine Mutter, die hatte drei Töchter, davon war die älteste unartig und bös,
die zweite schon viel besser, obgleich sie auch ihre Fehler hatte, die jüngste aber war ein
frommes gutes Kind. Die Mutter war aber so wunderlich, daß sie gerade die älteste Tochter
am liebsten hatte und die jüngste nicht leiden konnte. Daher schickte sie das arme Mädchen
oft hinaus in einen großen Wald, um es sich vom Hals zu schaffen, denn sie dachte, es würde
sich verirren und nimmermehr wiederkommen. Aber der Schutzengel, den jedes fromme Kind
hat, verließ es nicht, sondern brachte es immer wieder auf den rechten Weg. Einmal indessen
tat das Schutzenglein, als wenn es nicht bei der Hand wäre, und das Kind konnte sich nicht
wieder aus dem Walde herausfinden. Es ging immer fort, bis es Abend wurde, da sah es in
der Ferne ein Lichtlein brennen, lief darauf zu und kam vor eine kleine Hütte. Es klopfte an,
die Türe ging auf, und es gelangte zu einer zweiten Türe, wo es wieder anklopfte. Ein alter
Mann, der einen schneeweißen Bart hatte und ehrwürdig aussah, machte ihm auf, und das
war niemand anders als der heilige Joseph. Er sprach ganz freundlich 'komm, liebes Kind,
setze dich ans Feuer auf mein Stühlchen und wärme dich, ich will dir klar Wässerchen holen,
wenn du Durst hast; zu essen aber hab ich hier im Walde nichts für dich als ein paar
Würzelcher, die mußt du dir erst schaben und kochen.' Da reichte ihm der heilige Joseph die
Wurzeln: das Mädchen schrappte sie säuberlich ab, dann holte es ein Stückchen
Pfannkuchen und das Brot, das ihm seine Mutter mitgegeben hatte, und tat alles zusammen
in einem Kesselchen beis Feuer und kochte sich ein Mus. Als das fertig war, sprach der hei-
lige Joseph 'ich bin so hungrig, gib mir etwas von deinem Essen.' Da war das Kind bereitwillig
und gab ihm mehr, als es für sich behielt, doch war Gottes Segen dabei, daß es satt ward.
Als sie nun geges sen hatten, sprach der heilige Joseph 'nun wollen wir zu Bett gehen: ich
habe aber nur ein Bett, lege du dich hinein, ich will mich ins Stroh auf die Erde legen.' 'Nein,'
antwortete es, 'bleib du nur in deinem Bett, für mich ist das Stroh weich genug.' Der heilige
Joseph aber nahm das Kind auf den Arm und trug es ins Bettchen, da tat es sein Gebet und
schlief ein. Am andern Morgen, als es aufwachte, wollte es dem heiligen Joseph guten Mor-
gen sagen, aber es sah ihn nicht. Da stand es auf und suchte ihn, konnte ihn aber in keiner
Ecke finden: endlich gewahrte es hinter der Tür einen Sack mit Geld, so schwer, als es ihn
nur tragen konnte, darauf stand geschrieben, das wäre für das Kind, das heute nacht hier
geschlafen hätte. Da nahm es den Sack und sprang damit fort und kam auch glücklich zu
seiner Mutter, und weil es ihr alle das Geld schenkte, so konnte sie nicht anders, sie mußte
mit ihm zufrieden sein.
Am folgenden Tag bekam das zweite Kind auch Lust, in den Wald zu gehen. Die Mutter
gab ihm ein viel größeres Stück Pfannkuchen und Brot mit. Es erging ihm nun gerade wie
dem ersten Kinde. Abends kam es in das Hüttchen des heiligen Joseph, der ihm Wurzeln zu
einem Mus reichte. Als das fertig war, sprach er gleichfalls zu ihm 'ich bin so hungrig, gib mir

etwas von deinem Essen.' Da antwortete das Kind 'iß als mit.' Als ihm danach der heilige
Joseph sein Bett anbot und sich aufs Stroh legen wollte, antwortete es 'nein, leg dich als mit
ins Bett, wir haben ja beide wohl Platz darin.' Der heilige Joseph nahm es auf den Arm, legte
es ins Bettchen und legte sich ins Stroh. Morgens, als das Kind aufwachte und den heiligen
Joseph suchte, war er verschwunden, aber hinter der Türe fand es ein Säckchen mit Geld,
das war händelang, und darauf stand geschrieben, es wäre für das Kind, das heute nacht hier
geschlafen hätte. Da nahm es das Säckchen und lief damit heim, und brachte es seiner Mut-
ter, doch behielt es heimlich ein paar Stücke für sich.
Nun war die älteste Tochter neugierig geworden und wollte den folgenden Morgen auch
hinaus in den Wald. Die Mutter gab ihr Pfannkuchen mit, so viel sie wollte, Brot und auch
Käse dazu. Abends fand sie den heiligen Joseph in seinem Hüttchen gerade so, wie ihn die
zwei andern gefunden hatten. Als das Mus fertig war und der heilige Joseph sprach 'ich bin
so hungrig, gib mir etwas von deinem Essen,' antwortete das Mädchen 'warte, bis ich satt bin,
was ich dann überig lasse, das sollst du haben.' Es aß aber beinah alles auf, und der heilige
Joseph mußte das Schüsselchen ausschrappen. Der gute Alte bot ihm hernach sein Bett an
und wollte auf dem Stroh liegen, das nahm es ohne Widerrede an, legte sich in das Bettchen
und ließ dem Greis das harte Stroh. Am andern Morgen, wie es aufwachte, war der heilige
Joseph nicht zu finden, doch darüber machte es sich keine Sorgen: es suchte hinter der Türe
nach einem Geldsack. Es kam ihm vor, als läge etwas auf der Erde, doch weil es nicht recht
unterscheiden konnte, was es war, bückte es sich und stieß mit seiner Nase daran. Aber es
blieb an der Nase hangen, und wie es sich aufrichtete, sah es zu seinem Schrecken, daß es
noch eine zweite Nase war, die an der seinen festhing. Da hub es an zu schreien und zu
heulen, aber das half nichts, es mußte immer auf seine Nase sehen, wie die so weit hinaus-
stand. Da lief es in einem Geschrei fort, bis es dem heiligen Joseph begegnete, dem fiel es
zu Füßen und bat so lange, bis er aus Mitleid ihm die Nase wieder abnahm und noch zwei
Pfennige schenkte. Als es daheim ankam, stand vor der Türe seine Mutter und fragte 'was
hast du geschenkt kriegt?' Da log es und antwortete 'einen großen Sack voll Gelds, aber ich
habe ihn unterwegs verloren.' 'Verloren!, rief die Mutter, 'o den wollen wir schon wiederfind-
en,' nahm es bei der Hand und wollte mit ihm suchen. Zuerst fing es an zu weinen und wollte
nicht mitgehen, endlich aber ging es mit, doch a uf dem Wege kamen so viele Eidechsen und
Schlangen auf sie beide los, daß sie sich nicht zu retten wußten, sie stachen auch endlich
das böse Kind tot, und die Mutter stachen sie in den Fuß, weil sie es nicht besser erzogen
hatte.
Das junggeglühte Männlein
Zur Zeit, da unser Herr noch auf Erden ging, kehrte er eines Abends mit dem heiligen Pet-
rus bei einem Schmied ein und bekam willig Herberge. Nun geschahs, daß ein armer Bettel-

mann, von Alter und Gebrechen hart gedrückt, in dieses Haus kam und vom Schmied Al-
mosen forderte. Des erbarmte sich Petrus und sprach 'Herr und Meister, so dirs gefällt, heil
ihm doch seine Plage, daß er sich selbst sein Brot möge gewinnen.' Sanftmütig sprach der
Herr 'Schmied, leih mir deine Esse und lege mir Kohlen an, so will ich den alten kranken
Mann zu dieser Zeit verjüngen.' Der Schmied war ganz bereit, und St. Petrus zog die Bälge,
und als das Kohlenfeuer auffunkte, groß und hoch, nahm unser Herr das alte Männlein,
schobs in die Esse, mitten ins rote Feuer, daß es drin glühte wie ein Rosenstock, und Gott
lobte mit lauter Stimme. Nachdem trat der Herr zum Löschtrog, zog das glühende Männlein
hinein, daß das Wasser über ihn zusammenschlug, und nachdem ers fein sittig abgekühlt,
gab er ihm seinen Segen: siehe, zuhand sprang das Männlein heraus, zart, gerade, gesund
und wie von zwanzig Jahren. Der Schmied, der eben und genau zugesehen hatte, lud sie alle
zum Nachtmahl. Er hatte aber eine alte halbblinde bucklichte Schwieger, die machte sich zum
Jüngling hin und forschte ernstlich, ob ihn das Feuer hart gebrennet habe. Nie sei ihm besser
gewesen, antwortete jener, er habe da in der Glut gesessen wie in einem kühlen Tau.
Was der Jüngling gesagt hatte, das klang die ganze Nacht in den Ohren der alten Frau,
und als der Herr frühmorgens die Straße weitergezogen war und dem Schmied wohl gedankt
hatte, meinte dieser, er könnte seine alte Schwieger auch jung machen, da er fein ordentlich
alles mit angesehen habe und es in seine Kunst schlage. Rief sie deshalb an, ob sie auch wie
ein Mägdlein von achtzehn Jahren in Sprüngen daher wollte gehen. Sie sprach 'von ganzem
Herzen,' weil es dem Jüngling auch so sanft angekommen war. Machte also der Schmied
große Glut und stieß die Alte hinein, die sich hin und wieder bog und grausames Mordges-
chrei anstimmte. 'Sitz still, was schreist und hüpfst du, ich will erst weidlich zublasen.' Zog
damit die Bälge von neuem, bis ihr alle Haderlumpen brannten. Das alte Weib schrie ohne
Ruhe, und der Schmied dachte 'Kunst geht nicht recht zu,' nahm sie heraus und warf sie in
den Löschtrog. Da schrie sie ganz überlaut, daß es droben im Haus die Schmiedin und ihre
Schnur hörten: die liefen beide die Stiegen herab, und sahen die Alte heulend und maulend
ganz zusammengeschnurrt im Trog liegen, das Angesicht gerunzelt, gefaltet und ungeschaf-
fen. Darob sich die zwei, die beide mit Kindern gingen, so entsetzten, daß sie noch dieselbe
Nacht zwei Junge gebaren, die waren nicht wie Menschen geschaffen, sondern wie Affen,
liefen zum Wald hinein; und von ihnen stammt das Geschlecht der Affen her.
Das Rätsel
Es war einmal ein Königssohn, der bekam Lust, in der Welt umherzuziehen, und nahm
niemand mit als einen treuen Diener. Eines Tags geriet er in einen großen Wald, und als der
Abend kam, konnte er keine Herberge finden und wußte nicht, wo er die Nacht zubringen soll-
te. Da sah er ein Mädchen, das nach einem kleinen Häuschen zuging, und als er näher kam,
sah er, daß das Mädchen jung und schön war. Er redete es an und sprach 'liebes Kind, kann

und sie aßen zusammen eine Schüssel mit Suppe. denn dem Raben hatte sich das Gift von dem Pferdefleisch mitgeteilt. Der Diener gab dem Wirt den Raben. so müßte er sich das Haupt abschlagen lassen. Der Diener lief seinem Herrn nach und erzählte ihm. Nun zogen sie in dem Walde den ganzen Tag weiter. doch weil es finster ward und er nicht weiter konnte. so trat er ein. und ritt mit seinem Diener weiter. ich will euch erst einen Abschiedstrank reichen. und das Gift spritzte auf das Pferd. ritt der Königssohn fort. Bei Anbruch der Nacht fanden sie ein Wirtshaus und gingen hinein.' Während sie ihn holte. Die Tochter warnte die beiden. Sie öffnete dem Fremden alle Türen und zeigte ihm die angehäuften Schätze. Nachdem sie lange herumgezogen waren.' sagte der Diener. sprach die Alte 'warte einen Augenblick. sich auch nicht fürchtete. tötete den Raben und nahm ihn mit. vorsichtig zu sein. ob wir heute noch etwas Besseres finden. konnten aber nicht herauskommen. das sie nicht erraten könnte. daß er zu dem Hause einer Hexe gekommen war.' schnarrte sie und tat ganz freundlich. war allein noch zugegen. daß das Tier gleich tot hinst ürzte. wer ihr ein Rätsel vor- legte. die hatte bekanntmachen lassen. Als sie sich zur Abreise fertig machten und der Königssohn schon zu Pferde saß. Der Königssohn aber sagte. der sollte ihr Gemahl werden: erriete sie es aber. und war so heftig. die es redlich meinte und an den gottlosen Dingen keinen Teil genommen hatte. und der Diener. geht nicht hinein. worin eine schöne.' Da merkte er wohl. so fielen sie alle tot nieder. bei welchen sie in einem kleinen Topf etwas kochte. denn die Alte braue böse Getränke.' sagte das Mädchen mit trauriger Stimme. den er zum Abendessen bereiten sollte. kamen sie in eine Stadt. Es war nun niemand mehr im Hause übrig als die Tochter des Wirts.' 'Warum soll ich nicht?' fragte der Königssohn. was geschehen war. als die böse Hexe mit dem Trank kam. und in der Dunkelheit kamen zwölf Mörder und wollten die Fremden umbringen und berauben. Wie er aber zu dem toten Pferde kam. nichts zu essen und nichts zu trinken. und der Wirt und die Hexe setzten sich zu ihnen. aber in dem Augenblick sprang das Glas.ich und mein Diener in dem Häuschen für die Nacht ein Unterkommen finden?' 'Ach ja. aber übermütige Königstochter war. sie . 'laßt euch nieder und ruht euch aus. 'das könnt ihr wohl. Drei Tage hatte sie Zeit. Sie schliefen ruhig bis zum frühen Morgen. sich zu besinnen. saß schon ein Rabe darauf und fraß davon. in die das Fleisch des Raben gehackt war. setzten sie sich zu Tisch. der seinen Sattel festschnallen mußte. 'Das bring deinem Herrn. sie möchte alles behalten.' sagte sie. Das Mädchen seufzte und sprach 'meine Stiefmutter treibt böse Künste. er wollte nichts davon. 'Guten Abend. Sie waren aber in eine Mördergrube geraten. Kaum aber hatten sie ein paar Bissen hinuntergeschluckt. sie meints nicht gut mit den Fremden. wollte aber den Sattel nicht im Stich lassen und lief zurück. um ihn zu holen. Ehe sie sich aber ans Werk machten. aber ich rate euch nicht dazu. 'Wer weiß.' Sie blies die Kohlen an. Die Alte saß auf einem Lehnstuhl beim Feuer und sah mit ihren roten Augen die Fremden an.

aber er hielt ihren Mantel fest. der dritte war ein kleiner unnützer Springinsfeld. und als die Magd herankam. ihre Weisheit war zu Ende. riß er ihr den Mantel ab. Da sprachen die zwei andern zu ihm 'bleib nur zu Haus. da kam die Königstochter selbst. sie sann und sann. was ist das?' 'Das sind zwölf Mörder. Nun glaubte der Herr für die dritte Nacht sicher zu sein und legte sich in sein Bett. Am andern Morgen verkündigte die Königstochter. von ihrer großen Schönheit geblendet.' Da wurden die drei Mäntel von dem Diener herbeigebracht. daß sie ihn zurücklassen mußte. und dachte. daß sie immer die vorgelegten Rätsel vor der bestimmten Zeit erriet. und als die Richter den nebelgrauen erblickten. so wirds Euer Hochzeitsmantel sein. die sollte sehen. denn woher sollts ihm sonst kommen. der von einem toten und vergifteten Pferde fraß und davon starb. Aber der Jüngling bat sich Gehör aus und sagte 'sie ist in der Nacht zu mir gesch- lichen und hat mich ausgefragt. davon meinten die zwei äItesten. Sie ließ auch bekanntmachen. hatte einen nebelgrauen Mantel umgetan und setzte sich neben ihn. aber meinte. denn sonst hätte sie es nicht erraten. sie habe das Rätsel erraten. und wenn ers nicht erraten konnte. Da sie sich nicht zu helfen wußte. aber sie brachte es nicht heraus: sie schlug ihre Rätselbücher auf.' Sie wußte nicht. die den Raben verzehrten und daran starben. wer da wollte. sie hätten so manchen feinen Stich getan und hättens getroffen. Da trat er vor sie hin und gab ihr sein Rätsel auf. der nicht einmal sein Handwerk verstand. als der Königssohn anlangte und. 'was ist das. so redete sie ihn an und hoffte. er schliefe und träumte. da sollte sie seine Träume behorchen. 'einer schlug keinen und schlug doch zwölfe. er müßte dabei Glück haben.' Weiter fragte sie 'und schlug doch zwölfe. in den sie sich verhüllt hatte. aber der Diener nahm auch ihr den Mantel weg und jagte sie mit Ruten hinaus. und jagte sie mit Ruten hinaus.war aber so klug. sie müßtens auch hier treffen. wollte sie sich fortschleichen. Und als sie dachte. in das Schlafgemach des Herrn zu schleichen. wer ihr Rätsel löste. Endlich fanden sich auch drei Schneider zusammen. Aber der kluge Diener hatte sich statt des Herrn ins Bett gelegt. er rede vielleicht im Schlaf und verrate das Rätsel. und möchte kommen. kam ein Freier. was das war. da könnts ihnen nicht fehlen.' sagte er. sollte sich mit ihr vermählen.' Vom klugen Schneiderlein Es war einmal eine Prinzessin gewaltig stolz.' Als sie das Rätsel wußte. so sagten sie 'laßt den Mantel sticken mit Gold und Silber. du . sein Leben daransetzen wollte. ob es ihr mit Horchen besser glückte. so ward er mit Spott fortgeschickt. er werde im Traume antworten. befahl sie ihrer Magd. wie viele tun: aber er war wach und verstand und hörte alles sehr wohl.' Die Richter sprachen 'bringt uns ein Wahrzeichen. den die Königstochter zu tragen pflegte. Da fragte sie 'einer schlug keinen. Schon waren neune auf diese Weise umgekommen. In der zweiten Nacht schickte die Königstochter ihre Kammerjungfer. so gab sie ihm etwas zu raten auf. und ließ die zwölf Richter kommen und löste es vor ihnen. aber es stand nicht darin: kurz. was ist das?' Er antwortete 'ein Rabe.

'hast so ein großes Maul und kannst die kleine Nuß nicht aufbeißen. war ganz vergnügt und sprach 'frisch gewagt ist halb gewonnen.wirst mit deinem bißchen Verstande nicht weit kommen. denn der Bär hatte noch keinen Menschen lebendig gelassen.' Das Schneiderlein ließ sich aber nicht irre machen und sagte. Wie der Bär das sah. 'was bist du für ein dummer Klotz! kannst nicht einmal die Nüsse aufbeißen. es hätte einmal seinen Kopf darauf gesetzt und wollte sich schon helfen. sachte. daß man ihn wohl in eine Nadel fädeln könnte. Der Bär wollt auch gleich auf den kleinen Kerl los und ihm mit seiner Tatze einen guten Willkommen geben.' 'Falsch geraten. Als ihr das Herz wiederkam. bei dem sollst du die Nacht zubringen. Da sprach die Prinzessin 'ich habe zweierlei Haar auf dem Kopf. beiß mir die Nüsse auf. er mochte beißen. und ging dahin. ich müßts auch können. was du für ein Kerl bist.' sprach das Schneiderlein. unten im Stall liegt ein Bär.' und sprach zum Schneiderlein 'mein. wenn ich dann morgen aufstehe. die hätten einen feinen Verstand. der weiß es sicherlich. konnte aber nichts aufbringen. war sie entzwei. denn das Schneiderlein hatte es getroffen. Aber du glaubst auch nicht.' sprach das Schneiderlein.' sagte die Prinzessin. damit wollte sie das Schneiderlein loswerden. und sie hatte fest geglaubt. und wäre vor Schrecken beinah hingefallen. so ists braun und rot.' Wie die Prinzessin das hörte. das würde kein Mensch auf der Welt herausbringen. wie er wollte. 'ich will dich schon zur Ruhe bringen. Das Schneiderlein ließ sich nicht abschrecken.' Als nun der Abend kam.' sprach der Bär. Der Bär steckte sie ins Maul. und das sind die zweierlei Farben.' Da nahm es die Steine. Wie das vorbei war. wie meines Herrn Vaters Bratenrock. ich mein.' dachte er.' 'Da siehst du. ward sie blaß. steckte dafür eine Nuß in den Mund und knack. der ihm unter die Tatzen gekommen war. als wäre die ganze Welt sein. sie sollte ihnen ihre Rätsel vorle- gen: es wären die rechten Leute angekommen.' Da sagte der zweite 'ists nicht schwarz und weiß. sprach sie 'damit hast du mich noch nicht gewonnen. 'Sachte.' Da holte es ganz gemächlich.' Da trat das Schneiderlein keck hervor und sprach 'die Prinzessin hat ein silbernes und ein goldenes Haar auf dem Kopf. biß sie auf und aß die Kerne. 'Ei. als hätt es keine Sorgen. 'Ich muß das Ding noch einmal probieren. es waren aber keine Nüsse. und der Bär arbeitete und biß aus allen Leibeskräften hinein.' Da gab ihm das Schneiderlein abermals Wackersteine. und du bist noch lebendig. 'wenn ichs so ansehe. wie Tuch. war hurtig. antworte der zweite. welsche Nüsse aus der Tasche. du mußt noch eins tun. sondern Wackersteine. so sollst du mich heiraten. 'es wird schwarz und weiß sein. holte das . Da meldeten sich alle drei bei der Prinzessin und sagten.' Die Prinzessin sprach 'falsch geraten. dem seh ichs an. das man Kümmel und Salz nennt. ward mein Schneiderlein hinunter zum Bären gebracht. Das Schneiderlein griff in die Tasche und reichte ihm eine Handvoll. daß er sie aufgebracht hat. kriegte er Lust und wollte auch Nüsse haben. 'antworte der dritte. von was für Farben ist das?' 'Wenns weiter nichts ist.' Sie dachte aber.' sagte der erste.

wie sie aber nach dem Stall guckt. 'das möcht ich auch verstehen. in den Stall und schraubten den Bären los. hopsasa.' Das Schneiderlein war fix.' brauchte Gewalt und schlug ihn so lange. daß er keinen Heller Zehrgeld hatte. Geld hab ich keins und nicht mehr als acht Heller. vivallalera!' 'So geigen. und war die Armut bei ihm so groß.' sprach der Bä r. mit der Linken leg ich die Finger auf und mit der Rechten streich ich mit dem Bogen drauf los. und stieß Gott aus seinem Herzen. als sie am Abend den Bären so gewaltig brummen hörte. Die Prinzessin hörte ihn schnauben und brummen: es ward ihr angst und sie rief 'ach. glaubte nicht an- ders. sooft ich Lust hätte.' Der Schneider aber sprach 'du hast doch Geld. und da dachte er. damit ich tanzen könnte. bezahlt einen Taler. darin mußte sie mit dem Schneiderlein zur Kirche fahren. so steht das Schneiderlein ganz munter davor und ist gesund wie ein Fisch im Wasser. In der Zeit begegnete ihm auf dem Weg ein Jude. und die Prinzessin ward ihm an die Hand getraut.' Da sagte der Jude 'schenkt mir doch das Leben. drehte er um und lief fort. und lebte er mit ihr vergnügt wie eine Heidlerche. so- viel er wollte. Was meinst du dazu? Willst du mir Unterricht darin geben?' 'Von Herzen gern. Die Prinzessin.Schneiderlein eine Violine unter dem Rock hervor und spielte sich ein Stückchen darauf. Die klare Sonne bringts an den Tag Ein Schneidergesell reiste in der Welt auf sein Handwerk herum. Da konnte sie nun kein Wort mehr dagegen sagen. der Bär ist hinter uns und will dich holen.' sagte das Schneiderlein. Und wie der Jude nun sterben wollte. und der Bär legte seine Tatzen darauf. Wie sie eingestiegen waren. Aber weis einmal deine Tatzen her. Am Mor- gen stand sie ganz unbesorgt und vergnügt auf. . stellte sich auf den Kopf. die sind gewaltig lang. als er brummte vor Freuden und hätte dem Schneider den Garaus gemacht. und das soll auch heraus. bis ich mit der Schere komme. gingen die beiden andern Schneider.' Wie der Bär das sah. und als er ein Weilchen getanzt hatte. und konnte er einmal keine Arbeit finden. so sollst du wieder hinein.' Da ward ein Schraub- stock herbeigeholt. steckte die Beine zum Fen- ster hinaus und rief 'siehst du den Schraubstock? wann du nicht gehst. daß er zum Schneiderlein sprach 'hör. die ein falsches Herz hatten und ihm sein Glück nicht gönnten.' ließ den Bären brummen. das Schneiderlein aber schraubte sie fest und sprach 'nun warte. konnte er es nicht lassen und fing an zu tanzen. und sollte sie da vermählt werden. Wers nicht glaubt. und der König ließ einen Wagen kommen. weil sies öffentlich versprochen hatte. oder ich schlag dich tot. sprach er das letzte Wort 'die klare Sonne wird es an den Tag bringen!. Als der Bär die Musik vernahm. ging auf ihn los und sprach 'gib mir dein Geld. 'wenn du Geschick dazu hast. ist das Geigen schwer?' 'Kinderleicht. Mein Schneiderlein fuhr da ruhig in die Kirche. der hätte viel Geld bei sich. legte sich in die Ecke auf ein Bund Stroh und schlief ein. gefiel ihm das Ding so wohl. siehst du. da gehts lustig. Der Bär in voller Wut rannte hinter dem Wagen her. bis er nah am Tod war. ich muß dir die Nägel ein wenig abschneiden.

und hätt an der Wand geblinkt und Kringel gemacht. er fand aber nicht mehr als die acht Heller. wie er auf der Wanderschaft ganz abgerissen und ohne Geld gewesen. wußte es die ganze Stadt. und die jungen Leute hatten den Haushalt allein.' 'Was ist das. ging sie zu ihrer Gevatterin und vertraute ihr die Geschichte. sonst käm er um sein Leben. als sie schon zwei Kinder hatten. eine ver- lorene Kuh zu suchen. starben Schwiegervater und Schwiegermut- ter. und der Jude habe in der letzten Todesangst die Worte gesprochen 'die klare Sonne wirds an den Tag bringen!' Nun hätts die Sonne eben gern an den Tag bringen wollen. mußt du mirs sagen. der hatte eine schöne Tochter. 'die Kuh habe ich nicht gefunden. Über lang. der im weitem Feld auf. und als er ihn in die Unter- schale ausgegossen hatte und eben trinken wollte. wie der Mann auf dem Tisch vor dem Fenster saß.' sagte der Herr. nach der ich dich ausgeschickt habe?. es sollts kein Mensch wieder erfahren. habe er einen Juden erschlagen. da schien die Sonne darauf. 'Nun. lieber Hans. und der Widerschein blinkte oben an der Wand so hin und her und machte Kringel daran.und starb damit. in die verliebte er sich und heiratete sie und lebte in einer guten vergnügten Ehe. Herr. Da erzählte er. endlich erblickte er den Knecht. Er blieb lange aus. er läßt sich in seinem Dienste doch keine Mühe verdrießen.' 'Was hast du denn gesucht. machte sich selbst auf und woll- te sich nach ihm umsehen. und wie wohl steht es mit seinem Hause. sie hätts aber nicht gekonnt. und der Schneider kam vor das Gericht und ward gerichtet. als er ihn eingeholt hatte.' Sie aber sprach 'wenn du mich lieb hast.' Als er aber gar nicht wiederkommen wollte. vor langen Jahren. und das habe ich auch glücklich gefunden. aber auch nicht gesucht. brachte ihm die Frau den Kaffee. 'hast du die Kuh gefunden. Als er sich aber zur Arbeit gesetzt hatte. Eines Morgens. befürchtete der Herr. der auf seine Worte zwar hört. 'Nein.' und gab ihm die allerbesten Worte. Da sah der Schneider hinauf und sprach 'ja. wenn er einen klugen Knecht hat. und der Herr dachte 'der treue Hans. wie der Jude gesagt hatte. was ist denn das? was meinst du damit?' Er antwortete 'das darf ich dir nicht sagen. Da brachte es doch die klare Sonne an den Tag. das versprach sie auch. trug ihn hinter einen Busch und zog weiter auf sein Handwerk. ehe aber drei Tage vergingen. sie dürfte sie aber keinem Menschen wiedersagen. und ließ ihm keine Ruhe. aber nicht danach tut und lieber seiner eigenen Weisheit folgt. Wie er nun lange Zeit gereist war. lieber Mann. Danach bat er sie noch besonders. Der kluge Knecht Wie glücklich ist der Herr. sie dürfte es niemand sagen. Er mußte lange suchen. Hans?.' antwortete er. 'Drei Am- . Da packte er ihn auf. Hans?' 'Etwas Besseres.und ablief. es möchte ihm etwas zugestoßen sein. Der Schneidergesell griff ihm in die Tasche und suchte nach Geld. Ein solcher kluger Hans ward einmal von seinem Herrn ausgeschickt. die wills gern an den Tag bringen und kanns nicht!' Die Frau sprach 'ei. kam er in eine Stadt bei einem Meister in Arbeit.

daß er mir die Haare vom Kopf ausriß und wegschwemmte.' Der sechste sprach 'schämt euch. die den ganzen Tag nichts getan hatten. ich erschrecke vor keiner Arbeit.seln. wenn ich des Tags ein Fuder hinausfahre. Schaden der Art habe ich schon mehr gehabt. Ruft der Herr. sondern legten sich ins Gras und rühmten sich ihrer Faulheit. 'Und wo sind sie?' fragte der Herr. damit ich meine Kräfte spare.' antwortete der kluge Knecht. Dafür lege ich mich in den Haferkasten und schlafe vier Stunden. als hätte ich es nicht gehört. es schadet nichts. so suche ich mir schon einen Ruheplatz aus. Früh aufstehn ist nicht meine Sache. und damit wars gut. Hernach strecke ich wohl einen Fuß heraus und fahre damit dem Pferd ein paarmal über den Leib. aber ich lege mich drei Wochen hin und ziehe nicht einmal meine Kleider aus. ob nicht andere da wären. so ist es gestriegelt und geputzt. Hernach fange ich ganz gemächlich an und frage. Will ich eine Treppe ersteigen. Zuletzt kam ein Platzregen. das bekommt mir am besten. wer wird da viel Umstände machen? Aber der Dienst ist mir doch noch zu beschwerlich. und sehe eigentlich nur zu: aber das ist mir auch noch zuviel. Die Sorge für den Leib ist meine Hauptarbeit: ich esse nicht wenig und trinke desto mehr. Ich legte mich in die Sonne und schlief.' Der fünfte sprach 'was will das sagen! denkt euch. bis ich es vollends hinaufwerfe. so gebe ich ihm kein Futter und sage. so ziehe ich einen Fuß . Nehmt euch daran ein Beispiel. ich soll den Mist aus dem Pferdestall fortschaffen und auf den Wagen laden. bekümmert euch nicht um euern Herrn und seine Befehle. und gehe auch dann recht langsam. aber weshalb aufstehen? ich ließ es in Gottes Namen fortregnen.' Der zweite sprach 'ich habe ein Pferd zu besorgen. und zwar so heftig. tut lieber. die können mir immerhin von den Füßen abfallen. so hebe ich es nur halb in die Höhe und ruhe erst eine Viertelstunde. und habe ich etwas auf die Gabel genommen. So läßt sich das Leben ertragen. und ich ein Loch in den Schädel bekam. wenn es gegen Mittag geht. und wozu ihr Lust habt. so dämmere ich erst eine Stunde herum. was euch einfällt. und wenn ich nicht will. Wenn ich vier Mahlzeiten gehalten habe.' Der dritte sprach 'wozu sich mit Arbeit plagen? dabei kommt nichts heraus. die mir helfen könnten. Ich habe keine Lust. wollten sich am Abend nicht noch anstrengen. und ruft er zum zweitenmal. bis ich mich erhebe. Die lasse ich dann die Ha uptarbeit tun. es habe schon gefressen. Der erste sprach 'was geht mich eure Faulheit an. Ich lasse es langsam angehen. 'Eine sehe ich. aber ich lasse ihm das Gebiß im Maul. die andere höre ich. bis ich wieder Hunger empfinde. Die zwölf faulen Knechte Zwölf Knechte. und die dritte jage ich. dann werdet ihr ebenso weise handeln wie der kluge Hans. so faste ich eine kurze Zeit. ich habe mit meiner eigenen zu tun. so tue ich. Ich legte ein Pflaster darauf. mich totzuarbeiten. Wozu Schnallen an die Schuhe. so warte ich noch eine Zeitlang.' antwortete der Knecht. Es ist übrig genug.' Der vierte sprach 'soll ich eine Arbeit angre- ifen. Es fing an zu tröpfeln.

und das war recht. wo auf einer Pritsche sechs nebeneinander lagen und schliefen: ich legte mich zu ihnen und schlief auch. das Geschirr war weg. so gebe ich mir nicht die Mühe. Es gingen aber zwei reichbeladene Schiffe von ihm . Unser drei lagen auf einem Fahrweg. und wollten sie mich heim haben. so mußten sie mich wegtragen. Ich war nicht wieder zu wecken. daß ich allein ein munterer Kerl bin. Es war einer vorbeigekommen. dann zähle ich die übrigen. wer will sich die Mühe geben.' Der König vom goldenen Berg Ein Kaufmann. damit ich weiß. so müßten mich vier stämmige Männer mit allen Kräften fortschieben. Doch versäume ich nichts. Auch ein Krug stand dabei. war mir zu viel. er gab mir den Abschied und wollte mich auch nicht länger be- halten. krochen mir zu der Nase herein und zu dem Mund wieder heraus. wenn man schleicht. ich blieb den ganzen Tag liegen wie ein Stock. der hatte alles fortgetragen. Ich hatte keine Lust. ein gebrochenes Bein und geschwollene Waden. der hatte zwei Kinder. die ich im Staub liegen ließ. das Geschmeiß wegzujagen.' Der elfte sprach 'gestern habe ich meinen Dienst aufgesagt. und als ich erwachte. und wäre fast Hungers gestorben.' Der neunte sprach 'das ist was Rechts! heute lag das Brot vor mir.nach dem andern langsam auf die erste Stufe herauf. einen Buben und ein Mädchen. soviel das möglich ist.' Der achte sprach 'ich sehe wohl. und ich hatte die Beine aus- gestreckt. Ich ließ ihn stehen und streckte mich wieder aufs Stroh. danach zu greifen. meinem Herrn die schweren Bücher noch länger herbeizuholen und wieder wegzutragen: das nahm den ganzen Tag kein Ende. wo ich ruhen muß. aber so groß und schwer. hatte sich das Pferd beinahe losgerissen. ich machte mir ein Lager von Stroh darauf und schlief richtig ein. Der Herr kam endlich selbst und schob den Wagen heraus. Soll ich fortkommen. sondern dort und schliefe in guter Ruh. Mich nur umzudrehen. und wäre er nicht gekommen. liegt ein Stein vor mir. meine Beine aufzuheben und darüber hinwegzuschreiten. das Rückenseil. Zaum und Gebiß. Ich hätte die Beine freilich zurückziehen können.' Der zehnte sprach 'mir hat die Faulheit Schaden gebracht. aber ich war zu faul.' Der zwölfte sprach 'heute mußte ich mit dem Wagen über Feld fahren. und bin ich naß. Dazu war der Wagen in eine Pfütze geraten und stand fest.' Der siebente sprach 'bei mir geht das nicht: mein Herr sieht auf meine Arbeit. nur ist er den ganzen Tag nicht zu Haus. ich lege mich auf die Erde nieder. so läge ich nicht hier. und die Räder gingen mir darüber. bis mich die Sonne wieder ausgetrocknet hat: höchstens drehe ich mich so. denn seine Kleider. Kummet. Aber die Wahrheit zu sagen. die waren beide noch klein und konnten noch nicht laufen. voll Kot und Schmutz. Ich kam dahin. Da kam jemand mit einem Wagen. so bleibe ich liegen. waren von den Motten zerfressen. aber ich hörte den Wagen nicht kommen: die Mücken summten mir um die Ohren. daß sie auf mich scheinen kann. ich laufe. daß ich ihn nicht in die Höhe heben mochte und lieber Durst litt. Die Zügel rutschten mir aus der Hand.

wollt ich dir es wohl sagen.auf dem Meer. und der Sohn machte einen Kreis und stellte sich mit seinem Vater hinein. soviel du willst. dadurch viel Geld zu gewinnen. ging er hinaus auf den Acker. Da sprach der Sohn 'o Vater.' sagte das Männchen.und abging. ward ein größerer Kaufmann als vorher und ließ Gott einen guten Mann sein. da sah er einen großen Haufen Geld lie- gen. einem schwarzen Männchen zugesagt und vieles Geld dafür bekommen. so daß man ihm die Angst im Gesicht sehen konnte. der Schwarze hat keine Macht über mich. kaufte ein. was er verschrieben hatte: weil er aber immer noch kein Geld in seinen Kisten und Kasten fand. zu ihm herbeiwackelte und ihn an den Beinen fest packte.' Da erzählte der Kaufmann. und als die Stunde kam. Je näher aber die zwölf Jahre herbeikamen. sollst du Geld haben. Einen Monat nachher ging er auf den Boden und wollte altes Zinn zusammensuchen und verkaufen. Da kam das schwarze Männchen und sprach zu dem Alten 'hast du mit- gebracht. Da fragte ihn der Sohn einmal. dachte er. was ihm fehlte: der Vater wollte es nicht sagen. laßt Euch nicht bang sein. und wie er da so auf. er hätte ihn. Unterdessen ward der Junge groß und dabei klug und ges- cheit. sie wären versunken.' 'Wer weiß. ohne zu wissen.' antwor- tete das schwarze Männchen 'vielleicht helf ich dir. 'Bekümmere dich nicht. und hätte er nichts mehr übrig als diesen Acker.' Der Sohn ließ sich von dem Geistlichen segnen. Nun war er wieder guter Dinge. 'mein Recht geb ich nicht auf. und sein ganzes Vermögen war darin. das. daß ihm sein ganzer Reichtum auf dem Meer zugrunde gegangen wäre. wenn zwölf Jahre herum wären. und wie er meinte. ausliefern. stand auf einmal ein kleines schwarzes Männchen neben ihm und fragte. was dir zu Haus am ersten widers Bein stößt. und was er sich so sehr zu Herzen nähme. je sorgvoller ward der Kaufmann. gib die Handschrift heraus. Als er nach Haus kam. was er verspräche. was du mir versprochen hast?' Er schwieg still. Da erschrak der Vater.' 'Nein. Da war er nun statt eines reichen Mannes ein armer Mann und hatte nichts mehr übrig als einen Acker vor der Stadt. aber der Sohn fragte 'was willst du hier?' Da sagte das schwarze Männchen 'ich habe mit deinem Vater zu sprechen und nicht mit dir.' Der Sohn antwortete 'du hast meinen Vater betrogen und verführt. das soll schon gut werden. in zwölf Jahren hierher auf den Platz zu bring- en. und nun müßte er ihn. kam die Nachricht. Um sich sein Unglück ein wenig aus den Gedanken zu schlagen.' Da redeten sie .' sagte das schwarze Männchen. 'wenn du mir versprichst. gab dem schwarzen Mann Handschrift und Siegel darüber und ging nach Haus. und er wußte nun. Da sprach der Kaufmann 'wenn du mir helfen könntest. aber jener hielt so lange an. gingen sie zusammen hinaus auf den Acker. es wäre nur ein Spaß von dem Männchen gewesen. daß er sich an den Bänken hielt. bis er ihm endlich sagte. Er hätte seine Handschrift mit Siegel darüber gegeben.' Der Kaufmann dachte 'was kann das anders sein als mein Hund?' aber an seinen kleinen Jungen dachte er nicht und sagte ja. da freute sich sein kleiner Junge so sehr darüber. denn es fiel ihm sein Versprechen ein. warum er so traurig wäre.

und sein Herz ward bewegt. und der Vater glaubte. um zwölf Uhr müssen sie wieder fort. bis er in die let- zte Kammer kam. die kam mit dem Wasser des Lebens und machte ihn wieder lebendig. und du mußt es erlösen. Und in der zweiten Nacht werden wieder zwölf andere kommen. bis es endlich an einem unbekannten Ufer festsitzen blieb. und der Jüngling saß sicher darin. und er war König vom goldenen Berge. Beim Abschied gab sie ihm noch einen Wünschring und sprach 'nimm diesen Ring und steck ihn an deinen Finger. aber sie waren leer. Die Königin wollte ihn aber nicht fortlassen und sagte 'ich weiß schon. und dann bist du wieder lebendig und gesund wie zuvor. die mit Ketten behangen sind. so bin ich erlöst. und in der dritten Nacht ward die Schlange zu ein- er schönen Königstochter. war es verwünscht: er ging durch alle Zimmer. Das Schiffchen schlug um. und so floß es lange. und der Vater sollte es mit seinem eigenen Fuß fortstoßen. und der Vater mußte es mit seinem eigenen Fuß fortstoßen. Da wurde ihre Hochzeit gehalten. so wirst du alsbald dahin versetzt. Wie er aber hineintrat. daß du ihn nicht gebrauchst. und die Königin gebar einen schönen Knaben.' 'Wie kann ich das?' fragte er. damit be- streiche ich dich. wie sie ihn sah. ging heim und trauerte um ihn. laß alles geschehen. die Decke aber im Wasser. da sch- weig aber still und gib ihnen keine Antwort. bis sie einwilligte. sah ein schönes Schloß vor sich liegen und ging darauf los. setzte sich in ein Schiffchen. das auf einem hinabwärts fließenden Wasser stände. da fiel ihm sein Vater ein. daß es mein Unglück ist. da lag eine Schlange darin und ringelte sich.' Da sprach er 'gerne will ich dich erlösen. endlich wurden sie einig. mein Erlöser? auf dich habe ich schon zwölf Jahre gewartet. so daß der unterste Teil oben war.noch lange miteinander. sondern floß ruhig fort. Also lebten sie vergnügt zusammen. ihn einmal heimzusuchen. Die Schlange aber war eine verwünschte Jungfrau. sollte sich in ein Schiffchen setzen. 'Heute nacht kommen zwölf schwarze Männer. was du hier machst.' er ließ ihr aber keine Ruhe. wie sie gesagt hatte: die schwarzen Männer konnten ihm kein Wort abzwingen. wo du dich hinwünschest. Und dann fiel sie ihm um den Hals und küßte ihn. sein Sohn wäre verloren. und laß sie mit dir machen. und er wünschte.' Es geschah nun alles so. und sprach zu ihm 'kommst du. und habe in einer Flasche das Wasser des Lebens. und war Jubel und Freude im ganzen Schloß. die werden dir den Kopf abhauen: aber um zwölf Uhr ist ihre Macht vorbei. Das Schiffchen aber versank nicht. Ich komme zu dir. Acht Jahre waren schon herum. weil er nicht dem Erbfeind und nicht mehr seinem Vater zugehörte. und dann sollte der Sohn dem Wasser überlassen bleiben. Da stieg er ans Land. der Sohn. nur mußt du mir versprechen. mich von hier weg zu deinem Vater zu wünschen. steckte den Ring an seinen Finger und wünschte sich heim vor die . nur rede nicht. und wenn du dann ausgehalten und kein Wörtchen gesprochen hast. schlagen und stechen.' Er versprach ihr das. was sie wollen: sie werden dich quälen. in der dritten vierundzwanzig. die freute sich. die werden dich fragen. Da nahm er Abschied von seinem Vater. dies Reich ist verwünscht.

daß es sein Sohn wäre. Er sagte 'ich habe es unachtsam getan und nicht mit bösem Willen. und sprach dann 'ich bin müde. und sagte. als gäbe sie nach. 'die würden sagen. lag er da ganz verlassen.' Da legte er seinen Kopf auf ihren Schoß und sie lauste ihn ein wenig. und sie hätten einen schönen Sohn von sieben Jahren. tauschte mit diesem die Kleider und zog den alten Schäferrock an und ging also ungestört in die Stadt ein. so wollte er ihm einen Teller voll zu essen geben. er hätte sein Wort gebrochen und hätte sie unglücklich gemacht. bis er einschlief.' und redete ihr zu. wenn einer den in die Hand nahm und sprach 'Köpf alle runter. daß es ihr Sohn wäre. er hätte zwar einen Sohn gehabt. vor dem drei Riesen standen und miteinander stritten. da sahen sie die Himbeere unter seinem rechten Arm und zweifelten nicht mehr. und sagte. Da sprach der Schäfer zu seinen Eltern 'ich bin wahrhaftig euer Sohn. wo sein Vater lebte.' so lagen alle Köpfe auf der Erde. Darauf erzählte er ihnen. die klagte und weinte. wie sie ihres Vaters Erbe teilen sollten. . sie stellte sich auch. zweitens aus einem Mantel. nur der Toffel stand noch da zum Wahrzeichen. daß er ein armer dürftiger Schäfer wäre. riefen sie ihn an und sagten. kleine Menschen hätten klugen Sinn. weil sie nicht wußten. wer den anzog. 'Nach Haus zu deinen Eltern kannst du nicht wieder ge- hen. und eine Königstochter wäre seine Gemahlin. bis du in dein Königreich kommst. den Ring herum und wünschte beide. Als sie ihn vorbeigehen sahen. Da führte er sie hinaus vor die Stadt auf den Acker und zeigte ihr das Wasser. seine Gemahlin und sein Kind. Die Erbschaft aber best- and aus einem Degen.' Er streifte das Hemd zurück. Da sprach der Vater 'nun und nimmermehr ist das wahr: das ist mir ein schöner König. er wäre König vom goldenen Berge.' dachte er. setze dich nieder. woran ihr mich erkennen könnt?' 'Ja. wollten ihn die Schildwachen nicht einlassen. gab er sich zu erkennen. der in einem zerlumpten Schäferrock hergeht.Stadt. weil er seltsame und doch so reiche und prächtige Kleider anhatte. Da ging er auf einen Berg.' sagte die Mutter. Im Augenblick befand er sich auch dort und wollte in die Stadt: wie er aber vors Tor kam. Als er eingeschlafen war. wo das Schiffchen war abgestoßen worden. und seine Gemahlin und das Kind waren fort und der Ring vom Finger auch. zog sie erst den Ring von seinem Finger. er sollte ihnen die Erbschaft verteilen. In dem Augenblick waren sie auch da. Als er erwachte. ohne an sein Versprechen zu denken. Als er zu seinem Vater kam. du willst aufpacken und ge- hen. aber die Königin. ich will ein wenig auf deinem Schoß schlafen. zu sich. du wärst ein Hexenmeister. 'unser Sohn hatte eine Himbeere unter dem rechten Arm. wißt ihr kein Mal an meinem Leibe. aber sie hatte Böses im Sinn. der aber glaubte nimmermehr. dann zog sie den Fuß unter ihm weg und ließ nur den Toffel zurück: hierauf nahm sie ihr Kind in den Arm und wünschte sich wieder in ihr Königreich. wo ein Schäfer hütete.' Also ging er fort und kam endlich zu einem Berg.' Da ward der Sohn zornig und drehte. der wäre aber längst tot: doch weil er sähe. nur meiner nicht.

war unsichtbar. die da ver- sammelt waren.' sprach er. Als er in den Saal eintrat.' Da gaben sie ihm auch die Stiefeln. sie sprachen aber 'nein. Sie aber saß in der Mitte in prächtigen Kleidern auf einem königlichen Sessel und hatte die Krone auf dem Haupt. aber er zog sein Schwert und sprach 'Köpf alle runter. und als er ihn umgehängt hatte.' Da gaben sie ihm den Mantel. hörte er Freudengeschrei. und niemand sah ihn. Da ward sie bestürzt und schämte sie sich. du Betrügerin.' 'Nein.' Doch gaben sie es ihm unter der Bedingung. so war man im Augenblick da. und das Schwert zerschnitt den Stamm eines Baumes wie einen Strohhalm. die waren immer tiefer in Armut geraten. Habe ich das an dir verdient?' Da machte er sich sichtbar. stand auf und ging in ihre Kammer und weinte. Nun wollt er noch die Stiefeln haben. und war also ihr Erbe geteilt. Der Ranzen. Er sagte 'gebt mir die drei Stücke. höhnten und verlachten ihn: er aber gab kurze Worte und sprach 'wollt ihr hinaus oder nicht?' Da wollten sie ihn fangen und drangen auf ihn ein. war er unsichtbar und war in eine Fliege verwandelt. ' und alsbald verschwand er vor den Augen der Riesen. sie gaben ihr immer. drittens aus ein Paar Stiefeln. das geben wir nicht! wenn du sprächst 'Köpf alle runter. Wenn sie ihr ein Stück Fleisch auf den Teller legten. daß sie Hunger leiden mußten und nichts mehr zu beißen und zu brechen hat- . Dann nahm er wieder seine Gestalt an und sprach 'der Mantel ist gut. Da ward er zornig und sprach 'die Falsche. das Hütlein und das Hörnlein Es waren einmal drei Brüder. Er stellte sich hinter sie. und die Leute sagten ihm. und endlich war die Not so groß. wenn du sie angezogen hättest und wünschtest dich oben auf den Berg. er aber ging hinter ihr her. Das tat er. Fürsten und Räte. sie hat mich betrogen und mich verlassen. lachten und scherzten. seine Gemahlin feierte ihre Hochzeit mit einem andern. nun gebt mir das Schwert. daß ers an einem Baum probieren sollte. die geben wir nicht weg. und er war allein der Herr und war wieder König vom goldenen Berge. so wären unsere Köpfe alle herab und du allein hättest den deinigen noch. war da eine große Tafel mit köstlichen Speisen besetzt. so dachte er an nichts als an seine Frau und sein Kind und sprach so vor sich hin 'ach wäre ich auf dem goldenen Berg. nahm er ihn weg und aß es: und wenn sie ihr ein Glas Wein einschenkten. Als er nah beim Schloß war. ob sie noch in gutem Stande sind.' Da rollten alle Köpfe zur Erde. 'das will ich nicht tun. der wahre König ist gekommen!' Die Könige. Geigen und Flöten. Da sprach sie 'ist denn der Teufel über mir.' Sie sagten 'nein. so stünden wir da unten und hätten nichts. nur meiner nicht!. ging in den Saal und rief 'die Hochzeit ist aus. damit ich probier- en könnte. als ich eingeschlafen war. oder kam mein Erlöser nie?' Da schlug er ihr ins Angesicht und sagte 'kam dein Erlöser nie? er ist über dir. wenn man die angezogen hatte und sich wohin wünschte.' Da hing er seinen Mantel um und ging unsichtbar ins Schloß hinein. und sie hatte doch immer nichts. nahm ers weg und tranks aus. denn Teller und Glas verschwanden augenblicklich. nur meiner nicht. Wie er nun alle drei Stücke hatte. und die Gäste aßen und tranken.

daß du abermals mit guten Speisen besetzt wärest. 'ist mein Wunsch zu rechter Zeit erfüllt worden. Die beiden andern aber sprachen 'wir verlangen vom Glück noch etwas mehr als bloßes Silber. und er dachte 'wenn ich nur noch einmal meinen Leib ersättigen könnte. aber das Glück war ihnen noch nicht begegnet. dachte er 'es wäre doch schade. Der dritte aber sprach 'Silber und Gold. der mit Speisen reichlich besetzt war. 'Jetzt merke ich.' sprach er. Nachdem sie abermals ein paar Tage gegangen waren. als nur Platz hatten. 'soll ich mir von dem Golde so viel nehmen.' rührten es nicht an und gingen weiter.' Als er herabkam.' Er zog weiter. und als sie näher kamen. und als er drei Tage gegangen war. als der Hunger sich wieder regte. so kamen sie zu einem Berg. 'Diesmal. und abends. Das Tüchlein war ihm aber noch nicht genug. daß ich mein Lebtag genug habe. und waren schon weite Wege und über viele Grashälmerchen gegangen. wer das Essen geb- racht und wer es gekocht hätte. Als er fertig war. besann sich und war ungewiß.' sagte er. wollte er sein Tüchlein auf die Probe stellen breitete es aus und sagte 'so wünsche ich. Da begab er sich von dem Baume wieder heru nterzusteigen. Eines Abends traf er in einem einsamen Walde einen schwarz bestaubten Köhler. sagte seinem Bruder Lebewohl und ging heim. 'Was soll ich tun?' sprach er. so standen so viel Schüsseln mit dem schönsten Essen darauf. um sich daheim zur Ruhe zu setzen. sah er nichts als die Gipfel der Bäume. 'Guten Abend. das rührt mich nicht: ich will meinem Glück nicht absagen.' und ohne zu fragen. damit wollte er seine Mahlzeit halten. füllte in seine Taschen. aber so weit sein Auge reichte. nahte er sich dem Tisch und aß mit Lust. Da stieg er auf einen hohen Baum. und mitten darin war ein Berg. daß es ein Tüchleindeckdich war. Da sprachen sie 'es kann so nicht bleiben: es ist besser. ob er da oben Waldes Ende sehen möchte.' legte es säuberlich zusammen und steckte es ein. kehrte dann um und ging wieder nach Haus. wir gehen in die Welt und suchen unser Glück. du Schwar- . wenn das feine Tischtüchlein hier in dem Walde verderben sollte. 'in welcher Küche für mich gekocht wird. Darauf ging er weiter. sah er mit Erstaunen unter dem Baum ein- en Tisch. Der zweite Bruder stand.' und kaum war der Wunsch über seine Lippen gekommen. du sollst mir lieber sein als der Berg von Silber und Gold'' denn er sah wohl.' Sie machten sich also auf. was hinein wollte. so sahen sie. und hatte Kartoffeln am Feuer stehen.' Er nahm von dem Silber. der brannte da Kohlen. soviel er nur tragen konnte. der ganz von Gold war. bis er seinen Hun- ger gestillt hatte. so kam er in einen Wald. der noch größer war als die vorigen und gar kein Ende nehmen wollte. Da sprach der älteste 'nun habe ich das gewünschte Glück gefunden und verlange kein größeres. vielleicht ist mir etwas Besseres beschert. daß der Berg ganz von Silber war. und da er nichts zu essen und zu trinken fand. Da gelangten sie eines Tages in einen großen Wald. so war er nahe daran zu verschmachten. aber der Hunger quälte ihn. die ihm entgegendampften. sondern er wollte lieber noch in der Welt herumwandern und weiter sein Glück versuchen. oder soll ich weitergehen?' Endlich faßte er einen Entschluß.ten.

'Kartoffeln mit Salz. der bei dem Feuer seine Abendmahlzeit bereitete.' ant- . Mir nützt das Hütlein nichts. du hast auf einen Gast nicht gerechnet. Nach dem Essen sprach der Kohlenbrenner 'da oben auf der Kammbank liegt ein altes abgegriffenes Hütlein. 'ich will dir die Mahlzeit nicht wegnehmen. und war so warm. so wollen wir tauschen. a bgenommen. so setz dich zu mir nieder. aber ohne Schmalz. so will ich ihn für das Tüchlein geben. ohne viel zu fragen. Der Köhler machte große Augen. 'und jeden Abend Kartoffeln. 'wenns nicht anders sein kann.' 'Nein.zamsel. das vollbringen sie. aber wenn du mit mir vorlieb nehmen willst. daß niemand dagegen bestehen kann.' erwiderte der Köhler. und schießen alles darnieder. der zwar alt und unscheinbar ist.' sagte er.' er- widerte er. Er hieß sie wieder abziehen. als wären zwölfe nebeneinander aufgeführt. Ich will dir einen Tausch vorschlagen. hast du Lust dazu und willst mein Gast sein?' 'Schönen Dank. wo mir niemand etwas Gutes kocht.' und alsbald stand da Gesottenes und Gebratenes. die haben Ober. Alsbald traten die sieben Kriegshelden vor ihn. dein Tüchlein hat meinen Beifall. 'so gut. das wäre so etwas für mich in dem Walde. das gleich mit den schönsten Gerichten besetzt war. Als sie abge- gessen hatten. das Glück würde ihm noch heller scheinen. 'Willst du mit mir essen. in dem aber wunderbare Kräfte stecken.' antwor- tete er.' 'Und doch solls ein Essen sein.' 'Das läßt sich hören. 'wenn du mit der Hand darauf klopfst. ließ sich aber nicht lange bitten. so sollst du ein- geladen sein.' antwortete der Reisende.und Untergewehr. so kommt jedesmal ein Gefreiter mit sechs Mann. und für dein Tischtuch will ichs wohl hingeben. sondern langte zu und schob immer größere Bissen in sein schwarzes Maul hinein. und ein paar Stunden im Umkreis ist niemand. und gar nicht lange. und der Gefreite sprach 'was verlangt mein Herr und Gebieter?' 'Marschiert im Eilschritt zu dem Köhler und fordert mein Wünschtüchlein zurück. 'Das will ich dir sagen. so gehen die Feldschlangen.' sagte er.' 'Meinetwegen. hing ihn um und nahm Abschied.' antwortete er.' 'Erst muß ich wissen. als wenn es eben aus der Küche käme. da ich ihn doch nicht mehr brauche. 'ich sehe. ging weiter und hoffte.' antwortete der Köhler. Bei Sonnenuntergang kam er zu einem anderen Köhler. und was du befiehlst.' Darauf holte er sein Tüchlein aus dem Ranzen. deck dich. da in der Ecke hängt ein Soldatenranzen.' gab dem Köhler das Tüchlein.' Sie machten links um.' 'Wer soll di r anrichten?' sprach der Köhler. so brachten sie das Verlangte und hatten es dem Köhler. 'für diesmal sollst du mein Gast sein. wie du noch keins gekostet hast. 'wie geht dirs in deiner Einsamkeit?' 'Einen Tag wie den andern. Als er ein Stück Wegs gegangen war.' deckte sein Tüchlein auf.' sagte der rußige Geselle. hob den Ranzen von dem Haken. daß du nichts bei dir hast. breitete es auf die Erde und sprach 'Tüchlein. das hat seltsame Eigenschaften: wenn das einer aufsetzt und dreht es auf dem Kopf herum. wollte er die Wunderkräfte seines Ranzens versuchen und klopfte darauf. schmunzelte der Köhler und sagte 'hör. was das für wunderbare Kräfte sind. Sie aßen und tranken zusammen und waren guter Dinge. der dir etwas geben könnte.

Da geriet er in Zorn. kam er zu einem dritten Köhler. so klopfte er auf seinen Ranzen. und seine Soldaten mußten ihm das Tüchlein wieder holen. und um noch schneller fertig zu werden. Wegs gegangen. das schäbige Hütlein auf dem Kopf und den alten Ranzen auf dem Rücken.' sprach er.' Als er daheim anlangte. der ward unwillig. daß ich heimkehre und sehe. endlich alle Städte und Dörfer übern Haufen. das Haus seiner Brüder zu umzingeln. lie&szli g. weil er aber in einem halb zerrissenen Rock kam. und es ist Zeit. sichs aber hernach von seiner Mannschaft wieder abfordern. die Leute liefen zusammen und wollten den beiden in der Not Beistand leisten. aber sie konnten gegen die Soldaten nichts ausrichten. Nachdem er abermals einen Tag gegangen war. wer er wäre. so fielen alle Mauern und Festungswerke. Er gab dem Köhler zwar das Tüchlein dafür. aber sie konnte noch weniger ausrichten. 'als bis mir der König seine Tochter zur Frau gibt. nahm das Hütlein. Er befahl ihnen. der Silber und Gold verschmähte. und für sich ein besseres Glück verlangte: der kommt gewiß in voller Pracht als ein mächtiger König angefahren' nicht als ein Bettelmann. setzte es auf und ließ sein Tüchlein zurück. und des Königs Leute wurden geschla- gen und in die Flucht gejagt. Kaum aber war er ein Stück. Er ließ ihn aber von seinem Wunschtüchlein mitessen. so wollten sie ihn nicht für ihren Bruder anerkennen. 'und es ist mir. Er trat bei ihnen ein.wortete er.' dachte er. so daß er endlich Ranzen. 'bin ich ein gemachter Mann. drehte er ein paarmal sein Hütlein auf dem Kopfe herum. Wenn man da- rauf blies.' und schickte am andern Tage eine größere Schar gegen ihn aus. klopfte auf seinen Ranzen so lange.' Seine Gedanken hatten ihn auch nicht betrogen.' sprach er. Es entstand ein gewaltiger Lärm. da fing das schwere Geschütz an zu spielen. und zwei sollten Haselgerten mitnehmen und den beiden Übermütigen die Haut auf dem Leib so lange weich gerben. 'Jetzt. Er stellte noch mehr Volk entgegen. Es geschah endlich dem Könige Meldung davon. daß er ihm zuletzt ein Hörnlein dafür bot. die schlug den Hauptmann mit seinen Leuten zurück. und dieser sprach zu einer Tochter 'Muß ist eine harte . Der König sprach 'der hergelaufene Kerl ist noch zu bändigen. Hütlein und Hörnlein beisammen hatte. der ihn nicht anders als die vorigen zu ungeschmälzten Kartoffeln einlud. der sollte den Ruhestörer aus der Stadt jagen: aber der Mann mit dem Ranzen hatte bald eine größere Mannschaft zusammen. bis hundert und fünfzig Mann in Reih und Glied vor ihm standen. als wäre mein Glück noch nicht zu Ende. das noch ganz andere Eigenschaften hatte als das Hütlein.' Das ließ er dem König verkündigen. 'Es kommt eins zum andern. daß sie mit blutigen Nasen abziehen mußten. Sie spotteten und sagten 'du gibst dich für unsern Bruder aus. wie es meinen Brüdern ergeht. bis sie wüßten.' und jagten ihn zur Türe hinaus. und ich in seinem Namen das ganze Reich beherrsche. 'Jetzt mache ich nicht eher Frieden . und das schmeckte dem Köhler so gut. hatten sich seine Brüder von ihrem Silber und Gold ein schönes Haus gebaut und lebten in Saus und Braus. und ließ einen Hauptmann mit seiner Schar ausrücken.

Weil sie so be- weglich bat und sich zu bessern versprach. so ließ er sich überreden und bewilligte ihr Frieden. und in großem Zorne blies er aus allen Kräften hinein. sprach sie 'wenn du nur den schlechten Ranzen ablegen wolltest. Mauern. daß ich mich deiner schämen muß. daß er ihr vertraute. 'dieser Ranzen ist mein größter Schatz. Da wäre er verloren gewesen. wartete sie . so muß ich dich hingeben. Und wenn er das Hörnlein nicht abgesetzt und nur noch ein wenig länger geblasen hätte. wie sie ihr Mann erkannt .' und verriet ihr. die auf dem Felde standen. aber die Königstochter war verdrießlich. Da widerstand ihm niemand mehr. nahm ihm aber mit Behendigkeit den Ranzen von der Schulter und lief damit fort. fürchte ich keine Macht der Welt. Da fiel sie ihm um den Hals. und schlugen den König und die Königstochter tot. werde ich erlöst und fürder bei dir bleiben. wenn auch einer den Ranzen in seine Gewalt bekäme. und wußte ihn nach einiger Zeit so zu betören. als hätte sie ihn sehr lieb. als sich der Tag nahete und sie wiederum zu ihren Gespielen auf das Feld gehen und eine Blume werden mußte. sie sollten ihren vorigen Herrn festnehmen und aus dem königlichen Palast fortführen. wenn er nicht das Hütlein gehabt hätte. Sie gehorchten. doch deren eine durfte des Nachts in ihrem Hause sein. die ihn ganz zum Lande hinausjagen sollten. Sie tat freundlich mit ihm. solange das alte Hütlein noch sein wäre. Städte und Dörfer. stellte sich an. Sie wäre ihn gerne wieder los gewesen und sann Tag und Nacht. daß ihr Gemahl ein gemeiner Mann war. und die falsche Frau ließ noch mehr Leute hinter ihm herziehen. Alsbald fiel alles zusammen. Aber noch war ihm das Hörnlein übrig. Da sprach sie auf eine Zeit zu ihrem Mann.' als dann auch geschah. mit welchen Wunderkräften er begabt war.' antwortete er. Nun ist die Frage. Kaum aber waren seine Hände frei.' 'Liebes Kind. Festungswerk. der einen schäbigen Hut trug und einen alten Ranzen umhängen hatte. Da dachte sie 'sollten seine Wunderkräfte wohl in dem Ranzen stecken?' verstellte sich und liebkoste ihn. als daß ich tue.' Die Hochzeit ward also gefeiert. bis er eingeschlafen war. so schwenkte er es ein paarmal: alsbald fing das Geschütz an zu donnern und schlug alles nieder. klopfte sie darauf und befahl den Kriegsleuten. solange ich den habe. Sobald sie allein war. 'so du heute vormittag kommst und mich abbrichst. er verunziert dich so sehr. so wäre alles über den Haufen gestürzt und kein Stein auf dem andern geblieben. wie sie das bew- erkstelligen könnte. Rätselmärchen Drei Frauen waren verwandelt in Blumen. dann nahm sie ihm das Hütlein weg und ließ ihn hinaus auf die Straße werfen. und als sein Herz weich geworden war. als wenn sie ihn küssen wollte. was er verlangt? will ich Frieden haben und die Krone auf meinem Haupte behalten. so könnte er doch nichts gegen ihn ausrichten. und er setzte sich zum König über das ganze Reich. und die Königstochter mußte selbst kommen und um Gnade bitten.Nuß: was bleibt mir anders übrig. Als sie das Geheimnis wußte.

du junge Braut. das gefiel ihm nicht. Plötzlich rief eine Stimme 'kehr um. Das Mädchen aber hatte ihn nicht so recht lieb. der ging es nach. und damit es den Weg bezeichnen könnte. sie wäre versorgt und gut verheiratet: er dachte 'kommt ein ordentlicher Freier und hält um sie an. da . kehr um. fühlte sie ein Grauen in ihrem Herzen. es wußte selbst nicht recht. daß die Stimme von einem Vogel kam. bis es mitten in den Wald kam. wo Euer Haus ist. es könnte den Weg dahin nicht finden.' Das Mädchen blickte auf und sah. Der Bräutigam sagte 'künftigen Sonntag mußt du hinaus zu mir kommen. Du meinst. wo er am dunkelsten war. die bald Hochzeit macht. ward ihm so angst. warf aber bei jedem Schritt rechts und links ein paar Erb- sen auf die Erde. und damit du den Weg durch den Wald findest. denn es sah so finster und unheimlich aus.' Es suchte Ausreden und meinte.habe. der schi- en sehr reich zu sein. du wärst eine Braut.' sprach das Mädchen. da saß eine steinalte Frau.' Nicht lange. Antwort: 'dieweil sie die Nacht in ihrem Haus und nicht auf dem Feld war. steckte es sich beide Taschen voll Erbsen und Linsen. so will ich sie ihm geben. 'ob mein Bräutigam hier wohnt?' 'Ach. An dem Eingang des Waldes war Asche gestreut. aber du wirst die Hochzeit mit dem Tode halten. du bist in einem Mörderhaus. da stand ein einsames Haus. Es trat hinein.' antwor- tete die Alte. aber es war alles leer und keine Menschenseele zu finden. fiel der Tau nicht auf sie als auf die andern zwei. und hatte kein Vertrauen zu ihm: sooft sie ihn ansah oder an ihn dachte. aber es war niemand darin und herrschte die größte Stille. warum.' Der Räuberbräutigam Es war einmal ein Müller. der hatte eine schöne Tochter. Nochmals rief er 'kehr um.' Als der Sonntag kam und das Mädchen sich auf den Weg machen sollte. so wünschte er.' Da sprach der Bräutigam 'mein Haus ist draußen im dunkeln Wald. Es ging fast den ganzen Tag. und als sie herangewachsen war. so kam ein Freier. Endlich kam sie auch in den Keller. so die Blumen ganz gleich und ohne Unterschied waren. du junge Braut. 'Könnt Ihr mir nicht sagen. der da in einem Bauer an der Wand hing. Einmal sprach er zu ihr 'du bist meine Braut und besuchst mich nicht einmal.' Das Mädchen antwortete 'ich weiß nicht. du bist in einem Mörderhaus. und da der Müller nichts an ihm auszusetzen wußte.' Da ging die schöne Braut weiter aus einer Stube in die andere und ging durch das ganze Haus. du armes Kind. wie eine Braut ihren Bräutigam lieb haben soll. die wackelte mit dem Kopfe. 'wo bist du hingeraten! du bist in einer Mördergrube. so versprach er ihm seine Tochter. dabei sie der Mann erkannte. ich habe die Gäste schon eingeladen. so will ich dir Asche streuen. Siehst du. kehr um.

Einer von ihnen bemerkte an dem kleinen Fin- ger der Gemordeten einen goldenen Ring. denn es sind Menschenfresser. so schnell sie konnten. so bist du verloren. Die gestreute Asche hatte der Wind weggeweht. da war keine Menschenseele darin. weißt du nichts? erzähl uns auch etwas. aus der Mördergrube fort. 'Sei wie ein Mäuschen still. und zeigten im Mondschein den Weg. ein Glas roten und ein Glas gelben. und als er sich nicht gleich abziehen ließ. Wie sie bei Tische saßen. davon zersprang ihr das Herz. die Alte stieg mit ihr hinauf. wo die Hochzeit sollte gehalten werden. der rief . Ich ging allein durch einen Wald und kam endlich zu einem Haus. ein Glas weißen. Aber Gott half ihr. legten sie auf einen Tisch. Sie brachten eine andere Jungfrau mitgeschleppt.' sagte sie. Der Räuber nahm ein Licht und wollte ihn suchen. konnte ihn aber nicht finden. Sie gingen die ganze Nacht. und die Alte tröpfelte ihnen einen Schlaftrunk in den Wein.' Da sprachen die Räuber 'die Alte hat recht. erschien der Bräutigam. und laßt das Suchen bis morgen: der Finger läuft euch nicht fort. so nahm er ein Beil und hackte den Finger ab: aber der Finger sprang in die Höhe über das Faß hin- weg und fiel der Braut gerade in den Schoß. ward einem jeden aufgegeben. und mußte über die Schlafenden wegschreiten.' Kaum war das geschehen. waren trunken und hörten nicht auf ihr Schreien und Jammern. was für ein Schicksal ihr die Räuber zugedacht hatten. Die arme Braut hinter dem Faß zitterte und bebte. wenn sie dich in ihrer Gewalt haben. so zerhacken sie dich ohne Barmherzigkeit. daß sie sich bald in den Keller hinlegten.hab ich einen großen Kessel mit Wasser aufsetzen müssen. denn sie sah wohl. und sie eilten. daß sie glücklich durch- kam. drei Gläser voll. Als die Braut das hörte. aber die Erbsen und Linsen hatten gekeimt und waren aufgegangen. aber an der Wand war ein Vogel in einem Bauer. bis sie morgens in der Mühle ankamen. öffnete die Türe. ich habe schon lange auf eine Gelegenheit gewartet. Da erzählte das Mädchen seinem Vater alles. Wenn ich nicht Mitleid mit dir habe und dich rette. wenn die Räuber schlafen. Da sprach ein anderer 'hast du auch schon hinter dem großen Fasse gesucht?' Aber die Alte rief 'kommt und eßt. etwas zu erzählen. Nachts. wollen wir entfliehen. zerhackten ihren schönen Leib in Stücke und streuten Salz darüber. kochen dich und essen dich. wo man es nicht sehen konnte. wie es sich zugetragen hatte. kam sie hinter dem Faß hervor. der Müller aber hatte alle seine Verwandte und Bekannte einladen lassen.' ließen vom Suchen ab. Sie gaben ihr Wein zu trinken. Als der Tag kam. und hatte große Angst. Die Braut saß still und redete nichts. Da sprach der Bräutigam zur Braut 'nun. Darauf rissen sie ihr die feinen Kleider ab. so kam die gottlose Rotte nach Haus. 'rege dich nicht und bewege dich nicht. sonst ists um dich ges- chehen. sie möchte einen aufwecken. mein Herz. schliefen und schnarchten.' Darauf führte es die Alte hinter ein großes Faß. die da reihenweise auf der Erde lagen. setzten sich zum Es- sen.' Sie antwortete 'so will ich einen Traum erzählen.

das träumte mir nur. Der Schneider wisperte 'ich will mich um- schauen. davon zersprang ihr das Herz. ver- lie er seine Werkstatt. Der Riese und der Schneider Einem Schneider. aber die Gäste hielten ihn fest und überlieferten ihn den Gerichten. du winziges Fliegenbein.' Und rief es noch einmal. als er in die Nähe kam. und will dich dann kochen und essen.' sagte der Riese. Der Räuber. warum das nicht? was krieg ich aber für einen Lohn?' 'Was du für einen Lohn kriegst?' sagte der Riese. denn der Turm hatte Beine. Ich fragte sie 'wohnt mein Bräutigam in diesem Haus?' Sie antwortete 'ach. sprang in einem Satz über den steilen Berg und stand als ein großmächtiger Riese vor dem Schneider. daß an dem Goldfinger noch ein Ring steckte. 'was ist das?' und weil ihn die Neugierde gewaltig stach. der bei der Erzählung ganz kreideweiß geworden war. Darauf zogen sie ihr die feinen Kleider ab. und kaum war ich da verborgen. ein wenig auszugehen und sich in dem Wald umzuschauen.' 'Wenns sein muß. 'so kannst du ja bei mir im Dienst eintreten. bald da' bald dort.' rief der mit einer Stimme. und alle waren leer.' Mein Schatz. du armes Kind. das träumte mir nur. da saß eine steinalte Frau darin. erblickte er in der blauen Ferne einen steilen Berg und dahinter einen himmelhohen Turm. und es war so unheimlich darin. sprang auf und wollte entfliehen. 'Was willst du hier. Mein Schatz. aber der Finger sprang in die Höhe und sprang hinter das große Faß und fiel mir in den Schoß. roten und gelben. zerhackten ihren schönen Leib auf einem Tisch in Stücke und bestreu- ten ihn mit Salz. Mein Schatz. der gaben sie dreierlei Wein zu trinken. Sobald er nur konnte. aber er will dich zerhacken und töten. Da ward er und seine ganze Bande für ihre Schandtaten gerichtet. Da ging ich durch alle Stuben. und wenns ein Schaltjahr ist. 'Potz Blitz!. Was sperrte er aber Maul und Augen auf. rief der Schneider. du bist in eine Mördergrube geraten. so kamen die Räuber heim und schleppten eine Jungfrau mit sich. die wackelte mit dem Kopfe. dein Bräutigam wohnt hier. immer fort und fort. Jährlich dreihundertfünfundsechzig Tage.' 'Wenns um die Zeit ist. Und einer von den Räubern sah.' Bei diesen Worten zog sie ihn hervor und zeigte ihn den Anwesenden. und weil er schwer abzuziehen war. Als er nun draußen war. als wenns von allen Seiten donnerte. Aber die alte Frau versteckte mich hinter ein großes Faß. Und da ist der Finger mit dem Ring. der aus einem wilden und finstern Wald hervorragte. kam es in den Sinn. ich stieg endlich hinab in den Keller. 'kehr um. das träumte mir nur. so ging er frisch drauf los. Mein Schatz. so nahm er ein Beil und hieb ihn ab. das träumte mir nur. . der ein großer Prahler war. aber ein schlechter Zahler. du bist in einem Mörderhaus. wanderte seinen Weg über Brücke und Steg. weißen. 'das sollst du hören. kehr um. ob ich mein Stückchen Brot in dem Wald verdienen kann. du junge Braut.

sie herabzubie- gen. Kommt Zeit. das ist kein Diener für dich. Sei auf deiner Hut.und herdachte. der ein bißchen tölpisch und albern war. der hat einen Alraun im Leib. 'Was?' rief der Hasenfuß von einem Riesen und war heftig ers- chrocken. um sich den verwünschten Hexenmeister von Diener je eher je lieber vom Hals zu schaffen. mit allem. um den ringsherum eine Menge Weidenbäume standen.' Husch. in dem Wald ein paar Scheite Holz zu hauen und heim zu tragen. 'Was? den ganzen Wald mit jung und alt. alter Hans. hielt den Atem ein und machte sich schwer. Sei auf deiner Hut. saß das Schneiderlein oben. weil er zum Unglück kein Bügeleisen in die Tasche gesteckt hatte. befahl ihm der Riese.noch einen obendrein. Da sprach der Riese 'hör einmal. Ich such mich bald wieder loszu- machen. zwei oder drei wilde Schweine zum Abendessen zu schießen. 'Was? den Brunnen mitsamt der Quelle?' brummte der Riese. 'der Kerl kann mehr als Äpfel braten. den ganzen Wald mit jung und alt. mit allem.' 'Warum nicht lieber gleich den Brunnen mitsamt der Quelle?' fragte der Prahlhans und ging mit dem Krug zum Wasser. befahl ihm der Riese. in den Bart hinein und fing an sich zu fürchten. 'Warum nicht lieber den ganzen Wald mit einem Streich. knorzig und glatt? und den Brunnen mitsamt der Quelle?' brummte der leichtgläubige Riese in den Bart und fürchtete sich noch mehr. wie ers anfangen sollte. kleiner Halunke.' antwortete der Schneider und dachte in seinem Sinn 'man muß sich strecken nach seiner Decke. was er hat. das ist kein Diener für dich. und ging das Holz hauen. 'Warum nicht lieber gleich tausend auf einen Schuß. alter Hans. Am andern Morgen gingen der Riese und der Schneider zu einem Sumpf. knorzig und glatt?' fragte das Schneiderlein.' Als der Schneider das Wasser gebracht hatte. daß er die ganze Nacht kein Auge zutun konnte und hin.' Der Riese fürchtete sich so gewaltig. und die alle hierher?' fragte der hoffärtige Schneider.' Wie der Schneider das Holz geb- racht hatte. 'der Kerl kann mehr als Äpfel braten: der hat einen Alraun im Leib. kommt Rat. und hol mir einen Krug Wasser. Schneider. ich möchte um mein Leben gern sehen. so schwer. Als er aber wieder Atem schöpfen mußte. was er hat. 'laß es nur für heute gut sein und lege dich schlafen. da schnellte sie ihn. daß sich die Gerte niederbog. zu großer Freude . ob du imstand bist. setz dich auf eine von den Weidenruten.' Darauf sprach der Riese zu ihm 'geh. Ist dir das recht?' 'Meinetwegen.

'du sollst sie auch haben. Sorge nur. In der Nacht kam die Alte geschlichen. Herr. Rohrdommel und Wiedekopf 'Wo weidet Ihr Eure Herde am liebsten?' fragte einer einen alten Kuhhirten. ob auch jemand vornen lag. mein Kind. Deine Stiefschwester hat längst den Tod verdient. sie hörten nicht auf seinen Ruf. sprach sie zu ihm 'höre. (bunte Kuh. wo das Gras nicht zu fett ist und nicht zu mager. 'Up. Er rief 'bunt. und seine Kühe wurden mager und ka- men nicht zu Kräften. 'Hier. Wenn er nicht wieder heruntergefallen ist. und dann faßte sie die Axt mit beiden Händen. doch vergebens. 'Sei still. 'das ist der Rohrdommel.' und der Wiedehopf 'up. mit der linken fühlte sie erst. schrie er. die der andern gefiel. herüm. der war sonst ein Hirte. hieb und hieb ihrem eigenen Kinde den Kopf ab. konnte Rohr- dommel seine Kühe nicht zusammenbringen. sie wollte und müßte die Schürze haben. wenn sie schläft. wenn es nicht gerade in einer Ecke gestanden und alles mit angehört hätte. stand das Mädchen auf und ging zu seinem Liebsten. up. damit sie sich hinten hinlegen konnte. und klopfte an seine Türe. up!' Der Liebste Roland Es war einmal eine Frau. so wird er wohl noch oben in der Luft herumschweben. weil sie ihre Stieftochter war. und als Schlafenszeit gekommen war. liebster Ro- land. Der Wiedehopf aber trieb das Vieh auf hohe dürre Berge. herum). Zu einer Zeit hatte die Stieftochter eine schöne Schürze. weil sie ihre rechte Tochter war. so matt und kraftlos war es ge- worden. sie waren übermütig und sprangen ihm davon. heute nacht. da schob es sie sachte vornen hin und nahm den Platz hinten an der Wand. Wenn es Abend war und die Hirten heimwärts trieben.' 'Warum nicht?' fragte der Herr. und hatte zwei Töchter. daß man ihn gar nicht mehr sehen konnte. Als sie fortgegangen war. eine häßlich und böse. Als er herauskam. als sie aber eingeschlafen war. davon wurden seine Kühe mutig und wild. herüm. up!. wo sie keine Herde mehr hüten. so komm ich und haue ihr den Kopf ab.' sprach die Alte. und die liebte sie. wo der Wind mit dem Sand spielt. mußte es zuerst ins Bett steigen. Noch heute. aber es half nicht. wenn man kein Maß hält. wir müssen eilig flüchten. Der Rohrdommel hütete seine Herde auf fetten grünen Wiesen. die haßte sie. die Stiefmutter hat mich totschlagen wollen. sie blieben auf dem Sand liegen. und schieb sie recht vornen hin. es tut sonst kein gut. schreit Rohrdommel 'bunt. der Ro- land hieß. so daß sie neidisch war und ihrer Mutter sagte. up. Es durfte den ganzen Tag nicht zur Türe hinaus. die war eine rechte Hexe. Wiedehopf aber konnte sein Vieh nicht auf die Beine bringen. und eine schön und gut. 'Hört Ihr dort von der Wiese her den dumpfen Ruf?' antwortete der Hirt.des Riesen so weit in die Höhe. wo Blumen im Überfluß standen. und der Wiedehopf war es auch. in der recht- en Hand hielt sie eine Axt. daß du hinten ins Bett zu liegen kommst.' Um das arme Mädchen war es geschehen. So gehts. hat aber ihr ei- . Ich will Euch die Geschichte erzählen.

' antwortete der eine Blutstropfen. so hatte sie beide eingeholt. und damit mich niemand erkennt. und die Alte mußte abends unverrichteter Sache wieder umkehren. hier im Bette. Darauf nahm das Mädchen mit seinem Liebsten Roland wieder die natürliche Gestalt an. und da sie weit in die Welt schauen konnte. rief sie ihre Tochter. wer die Blume war. Kommt der Tag. verwandelte mit dem Zauberstab seinen Liebsten Roland in einen See. und dem sie selbst den Kopf abgehauen hatte. Die Hexe stellte sich ans Ufer. Als sie nun erlöst waren. die Ente herbeizulocken: aber die Ente ließ sich nicht lock- en.' 'So will ich derweil hier bleiben. erblickte sie ihre Stieftochter. Da rief sie 'wo bist du?' 'Ei. Je schneller er spielte. hier in der Küche. denn es war ein Zaubertanz. Darauf eilte es mit seinem Liebsten fort. die mitten auf dem See schwamm. bis sie tot liegen blieb. hier auf der Treppe.' 'Aber ich rate dir. Das Mädchen aber. desto ge- waltigere Sprünge mußte sie machen. und sie gingen die ganze Nacht weiter bis zu Tagesanbruch. und sie sieht. 'wenn ihr auch schon weit weg seid. einen in die Küche und einen auf die Treppe.' rief sie. und. wenn sie uns nachsetzt und verfolgt. da kehr ich. 'und auf dich warten. Da rief sie noch einmal 'wo bist du?' 'Ach. 'ich will dazu aufspielen. mußte sie so lange tanzen. sonst können wir uns nicht retten. und es dauerte nicht lange. sich selbst aber in eine Ente. die mitten in einer Dornhecke stand. was sie getan hat. Die Alte ging hinaus.' rief der dritte Blutstropfen. da wärm ich mich. Sie ging in die Küche. Die Hexe geriet in Wut. und da er nicht aufhörte. wie es die Alte daherschreiten sah. und wollte ihr die Schürze geben. sprach Roland 'nun will ich zu meinem Vater gehen und die Hochzeit bestellen. aber sie kam nicht.' sagte Roland. sie mußte tanzen. 'Das soll euch nichts helfen.' Das Mädchen holte den Zauberstab. aber sie fand niemand. und die Dornen rissen ihr die Kleider vom Leibe. ihr entflieht mir doch nicht. sprang ans Fenster. so kam die Hexe herangeschritten und sprach zu dem Spielmann 'lieber Spielmann. sie mochte wollen oder nicht. 'daß du erst ihren Zauberstab wegnimmst. darf ich mir wohl die schöne Blume abbrechen?' 'O ja. sah aber niemand auf der Treppe und rief abermals 'wo bist du?' 'Ei. die mit ihrem Liebsten Roland forteilte. Nicht lange.' Sie zog ihre Meilenstiefeln an.genes Kind getroffen.' Als sie nun mit Hast in die Hecke kroch und die Blume brechen wollte.' sagte das Mädchen.' antwortete er. stachen sie blutig und wund. Sie ging in die Kammer ans Bett. so sind wir verloren. Da verwandelte sich das Mädchen in eine schöne Blume. seinen Liebsten Roland aber in einen Geigen- spieler. warf Brotbrock- en hinein und gab sich alle Mühe.' . denn sie wußte wohl. und dann nahm es den toten Kopf und tröpfelte drei Blutstropfen auf die Erde. in welchen sie mit jedem Schritt eine Stunde machte. da schlaf ich. so fing er an aufzuspielen. Was sah sie da? Ihr eigenes Kind. einen vors Bett. das in seinem Blute schwamm. Als nun am Morgen die alte Hexe aufgestanden war. will ich mich in einen roten Feldstein verwandeln.' rief der zweite Blutstropfen.

ob es ihn heiraten wollte. so brach er sie ab. aber die andern kamen und hol- ten es herbei. Da hielt das treue Mädchen Hochzeit mit seinem Liebsten Roland. daß ein Schäfer auf dem Felde seine Schafe hütete und die Blume sah. und er zu Ro- lands Ohren kam.Da ging Roland fort. so war schon alle Arbeit getan: die Stube war gekehrt. und es konnte sich auch niemand in der kleinen Hütte versteckt haben. Nun kam die Zeit heran. das ist die rechte Braut.' Der Schäfer tat. die es dahin brachte. und wenn du etwas siehst. und war sein Leid zu Ende und fing seine Freude an. als es davon hörte. und weil sie so schön war. war der Tisch gedeckt und ein gutes Essen aufgetragen. wie das zuging. Als aber Roland heim kam. gib einmal morgens in aller Frühe acht. so sprang er auf und rief 'die Stimme kenne ich. denn er sah niemals einen Menschen in seinem Haus. so ward es traurig und verwandelte sich in eine Blume und dachte 'es wird ja wohl einer dahergehen und mich umtreten. Wenn aber die Reihe kam. da konnte es nicht anders. daß es meinte. Das treue Mädchen. das Herz im Leibe würde ihm zerspringen. eben als der Tag anbrach. was es will. daß Roland Hochzeit halten sollte: da ward nach altem Brauch im Lande bekanntgemacht. geriet er in die Fallstricke einer andern. wie sie gesagt hatte. Das arme Mädchen stand lange Zeit. Wenn er morgens auf- stand. Tische und Bänke abgeputzt. Feuer auf den Herd gemacht und Wasser getragen. Es erzählte ihm sein Schicksal. daß es die Blume gewesen wäre und seinen Haushalt bisher besorgt hätte. fragte er.' denn es wollte seinem Liebsten Roland. doch treu bleiben: aber es versprach. so trat es zurück. das bekannte ihm. Schnell sprang er hinzu und warf ein weißes Tuch darüber. daß er das Mädchen vergaß.' Es trug sich aber zu. so wirf schnell ein weißes Tuch darüber. daß es nicht weggehen. Er konnte nicht begreifen. und ein schönes Mädchen stand vor ihm. und legte sie in seinen Kasten. es mag sein. aber zuletzt ward ihm doch angst. wenn er heim kam. und das Mädchen stand als ein roter Stein auf dem Felde und wartete auf seinen Liebsten. als er aber endlich gar nicht wiederkam. und wollte nicht hingehen. sah er. obgleich er es verlassen hatte. das war pIötzlich in sein Herz wieder heim gekommen. Von der Zeit ging es wunderlich in des Schäfers Hause zu. und am andern Morgen. Die gute Aufwartung gefiel ihm freilich. und weil es ihm gefiel. und mittags. was er vergessen hatte und ihm aus dem Sinn ver- schwunden war. Aber wie es seinen Gesang anfing. ob sich etwas in der Stube regt. so daß er zu einer weisen Frau ging und sie um Rat fragte. nahm sie mit sich.' Alles. bis es allein noch übrig war. eine andere begehr ich nicht. dann wird der Zauber gehemmt. ward so traurig. Alsbald war die Verwandlung vorbei. sondern ihm fernerhin haushalten wollte. Die weise Frau sprach 'es steckt Zauberei dahinter. daß alle Mädchen sich einfinden und zu Ehren des Brautpaars sin- gen sollten. wie sich der Kasten auftat und die Blume herauskam. . daß es singen sollte. aber es antwortete 'nein.

Da wollte der Arme sich aus seiner Not helfen. denn hätte sein Bruder so viel für eine Rübe bekommen. Ich habe noch einen Bruder. ich bin ein armer Soldat. Also mußte der Reiche seines Bruders Rübe auf einen Wagen le- gen und nach Haus fahren lassen. die dienten beide als Soldaten. die mußten sich in einen Hinterhalt stellen. der würde ihm ein viel größeres Gegengeschenk machen. spannte zwei Ochsen vor. der andere arm. aus was für Samen mag die gewachsen sein? oder dir geräts allein und du bist ein Glückskind. und wird auch nimmer wieder gesehen werden. und obs sein Glück oder sein Unglück wäre.' Da schenkte er ihm eine Menge Gold.' Also lud er sie auf den Wagen. Also grub und hackte er sein Stückchen Acker und säte Rübsamen. Er gewann Mörder. er wüßte ihm nichts wiederzugeben. den Sold- atenrock an den Nagel hing und das Land baute. denn nimmer war so eine gesehen. Der Same ging auf. nahm Gold und Pferde und brachte sie dem König und meinte nicht anders. was wirst du Großes dafür bekom- men. der ist reich. und Euch. den wollen wir mitein- ander heben und teilen. Als dieser hörte. was sein Bruder mit einer einzigen Rübe erworben hatte. und willst du sie selber essen. daß du wohl deinem reichen Bruder gleich kommst. du bringst sie dem König und machst ihm eine Verehrung damit. 'mir ist viel Wunderliches vor die Augen gekommen. 'ein Glückskind bin ich nicht. so daß des andern Bruders Reichtum gar nicht konnte damit verglichen werden. zog den Soldatenrock aus und ward ein Bauer. ich aber.' Der andere ließ sichs auch gefallen und ging ohne Arg mit. 'Was ist das für ein seltsam Ding?' sagte der König. Er wollts aber noch viel ges- cheiter anfangen. stürzten die Mörder über ihn her. wie er sich auch ein solches Glück zuwenden könnte. und war der eine reich. der. Daheim wußte er nicht. weil er sich nicht mehr ernähren konnte. und es wuchs da eine Rübe. bin von aller Welt vergessen. Zuletzt war sie so groß. und der Bauer wußte nicht. Äcker. was er damit anfangen sollte.' Da empfand der König Mitleid mit ihm und sprach 'deiner Armut sollst du über- hobe und so von mir beschenkt werden. beneidete er ihn und sann hin und her. auch wohl bekannt. Herr König. banden ihn und wollten ihn an einen .' sagte der Bauer. das seltener und besser wäre als die große Rübe. an wem er seinen Zorn und Ärger auslassen sollte. Der König nahm das Geschenk und sagte. was würde es ihm für so schöne Dinge nicht alles tragen. ich weiß einen heimlichen Schatz. die ward groß und stark und zusehends dicker und wollte gar nicht aufhören zu wachsen. seinen Bruder zu töten. so tun die kleinen Rüben denselben Dienst: am besten ist. und zwei Ochsen daran ziehen mußten. so daß sie eine Fürstin aller Rüben heißen konnte. Wiesen und Herden und ma chte ihn steinreich. weil ich nichts habe. bis ihm böse Gedanken kamen und er beschloß. und darauf ging er zu seinem Bruder und sprach 'lieber Bruder. daß sie allein einen ganzen Wagen anfüllte. brachte sie an den Hof und schenkte sie dem König. Endlich dachte er 'verkaufst du sie. aber so ein Ungetüm noch nicht. Als sie aber hinauskamen. Die Rübe Es waren einmal zwei Brüder.' 'Ach nein.

Das Männchen sagte zu ihm 'was fehlt dir? du siehst ja so trübselig aus. mußt du den Sack am Strick herunterlassen. sieben Jahre sollst du mir dienen. daß ihnen der Schrecken in den Leib fuhr und sie über Hals und Kopf ihren Gefan- genen in den Sack steckten.' Der Schüler guckte sich überall um. so sollst du eingehen. das war aber der Teufel. wodurch er den Kopf stecken konnte. herabsteigen und weiser sein als alle Menschen.' packte ihn beim Kopf. könnt ich nicht auch ein wenig in den Sack kommen?' Oben der antwortete. rief er 'sei mir gegrüßt zu guter Stunde. dann rief er selber 'nun zieh mich recht geschwind hinauf. als gäbe er endlich nach. 'Halt!. sein Durst nach Weisheit wäre gar zu groß. band den Sack auf und befreite ihn. das Wehen aller Winde. der ihn wieder herablassen mußte. so sollst du für dein Lebtag genug haben. bis er ein Loch im Sack hatte.Baum hängen. begegnete ihm ein kleines Männchen. der fröhlich sein Lied sin- gend durch den Wald auf der Straße daherritt.' Also ließ der Schüler ihn herunter. aber kein Geld. und als er ein Weilchen gegangen war. daß einer unter ihm vorbeiging. du würdest fühlen. als tät ers nicht gerne. der Weisheit: in kurzer Zeit habe ich große Dinge gelernt.' und wollt geradstehend in den Sack einschreiten. den Sand im Meer. 'so gehts nicht an.' Der Teufel sagte 'willst du dich bei mir vermieten und mein Knecht sein. Wärst du einmal darin. ritt fort. am Ast hinaufwanden und die Flucht ergriffen.' Als der Schüler ein wenig gewartet hatte. sagte der andere. Vögel und Steine. und machst gute Er- fahrung. Des Teufels rußiger Bruder Ein abgedankter Soldat hatte nichts zu leben und wußte sich nicht mehr zu helfen. ein junger Geselle. dann schwengelte er ihn in der Luft und sprach 'wie stehts. steckte ihn umgekehrt in den Sack. 'eine kleine Weile will ich dich wohl hineinlassen für Lohn und gute Worte. er- staunte und sprach 'gesegnet sei die Stunde. so werde ich ausgelernt haben. Indem sie eben darüber waren. Da stellte sich der oben. endlich sprach er 'wer ruft mir?' Da antwortete er aus dem Wipfel 'erhebe deine Augen. daß er doch möchte hineingelassen wer- den. schickte aber nach einer Stunde jemand.' Damit stieg er auf des Schülers Pferd. hernach bist du wieder frei. wo ich dich gefunden habe. Wer aber des Wegs kam. dagegen sind alle Schulen ein Wind: um ein weniges. schnürte zu und zog den Jünger der Weisheit am Strick baumwärts. bis du klüger wirst. Heilung der Krankheit. Ich verstehe die Ge- stirne und Himmelszeichen. sitze also fein ruhig. wußte nicht. es ist ein Stück übrig. Da ging er hinaus in den Wald. und sprach 'damit ich aus dem Haus der Weisheit heraus kann. erscholl aus der Ferne lauter Gesang und Huf- schlag. was für Herrlichkeit aus dem Sack der Weisheit fließt. wie er das alles hörte. aber du mußt doch noch eine Stunde warten. wo die Stimme herschallte.' Da sprach der Soldat 'ich habe Hunger. Wie der oben nun merkte. war nichts als ein fahrender Schüler. Er aber arbeitete oben. schon fühlst du. die Kräfte der Kräuter. ich sitze hier oben im Sack. das ich erst lernen muß. war ihm die Zeit zu lang und er bat. Aber eins sag ich . mein lieber Geselle? siehe. daß dir die Weisheit kommt.' Der Schüler.

' ließ geschwind den Deckel fallen.' sprach er. und es kochte und brutzelte darin.dir. mit un- geschnittenen Nägeln und mit trüben Augen. wenn es ihm der Teufel nicht so streng verboten hätte: endlich konnte er sich nicht mehr anhalten. Wie der alte Teufel wiederkam.' 'Aber du hast auch in die Kes- sel geguckt. Vo- gel. jetzt hab ich dich. nicht schnippen. geh und raffe dir deinen Ranzen voll Kehrdreck und nimms mit nach Haus. alles. Nun wollte er auch sehen. wer du wärst. und der Soldat trat seinen Dienst an. keine Nägel und Haare ab- schneiden und kein Wasser aus den Augen wischen.' Da ging nun der alte Teufel wieder hinaus auf seine Wanderung. und war ein gewaltiges Feuer darunter. kämmte sich nicht. treff ich dich hier? du hast mich gehabt. Danach ging er zum zweiten Kessel. sonst war dein Leben verloren.' sagte der Soldat. das führte ihn geradewegs in die Hölle hinein.' machte den Deckel wieder zu und trug noch einen Klotz herbei. 'treff ich dich hier? du hast mich gehabt. wie es be- fohlen war. Du sollst auch gehen ungewaschen und ungekämmt. wusch sich nicht. wo die Höllenbraten drinsäßen. Vogel. wer im dritten Kessel säße.' und ging mit dem Männchen fort.' Sprach der Teufel 'damit du deinen verdienten Lohn kriegst. ich wills schon besorgen. schürte das Feuer und legte noch frisch zu. kam der Teufel und sagte 'nun.' und wenn du gefragt wirst. Der Soldat sprach 'es ist gut. was hast du gemacht?' 'Ich habe das Feuer unter den Kesseln geschürt. Als nun die Zeit vollends herum war. Der Soldat schaute sich nun einmal recht um. sah er nach. legte Feuer zu. jetzt hab ich dich. was er zu tun hätte: er müßte das Feuer schüren unter den Kesseln. mit langen Haaren am Kopf und am Bart. da standen die Kessel rings herum in der Hölle. zeigte sich zufrieden und ging zum zweitenmal fort. den Kehrdreck hinter die Türe tragen und überall auf Ordnung sehen: aber guckte er ein einziges Mal in die Kessel hinein.' Der Soldat sprach 'frisch dran. wenns nicht anders sein kann. es wäre nur ein halbes Jahr gewesen. Da sah er seinen ehemali- gen Unteroffizier darin sitzen: 'aha. daß er meinte. da saß sein Fähnrich darin: 'aha. hob ihn auch ein wenig auf und guckte. Vogel. hob vom er- sten Kessel ein klein bißchen den Deckel auf und guckte hinein. du darfst dich nicht waschen. Hans. da wars gar ein General: 'aha. und die sieben Jahre waren ihm so kurz. Dann sagte es ihm. ob alles geschehen war. willst du wieder heim?' 'Ja. jetzt hab ich dich. dein Glück ist. was mein Vater daheim macht.' holte den Blasbalg und ließ das Höllenfeuer recht unter ihm flackern. der sollte ihm erst recht heiß machen. jetzt ist die Zeit herum. schnitt sich die Nägel und Haare nicht und wischte sich kein Wasser aus den Augen. nicht kämmen. woher du kämst. treff ich dich hier? du hast mich gehabt. sollst du sagen 'aus der Hölle. schnippte sich nicht. das Haus rein halten. und wenn du gefragt wirst. so würde es ihm schlimm ergehen. daß du noch Holz zugelegt hast. ich habe gekehrt und den Kehrdreck hinter die Türe getragen. sollst du sagen 'des . Also tat er sieben Jahr seinen Dienst in der Hölle. kehrte und trug den Kehrdreck hinter die Türe. Er hätte für sein Leben gerne hineingeschaut. 'ich wollt auch gerne se- hen.

Es war aber ein alter König im Land. Dem Wirt aber stand der Ranzen voll Gold vor Augen und ließ ihm keine Ruhe. und sollst aussehen so greulich wie ich' Da gab ihm der Wirt das Gold und noch mehr dazu. daß er dem Hans seine äIteste Tochter zur Ehe versprach.' und als er mit ihm fertig war. sprach sie 'eh ich das tät.' und kehrte wieder um. Es trug sich zu. bis er in der Nacht hinschlich und ihn wegstahl. und den kleinen Hans. kämmen. 'Aus der Hölle. Als die aber hörte. Er faßte sich aber kurz. ging herum und machte Musik. weil Hans so entsetzlich aussah. Vor dem Wirtshaus stand der Wirt.' Da gab ihm der König die jüngste.' 'Wer bist du?' 'Dem Teufel sein rußiger Bruder. und legte sich endlich schlafen. ging er und klinkte selber die Türe auf. wie er ihm aber das Gold zeigte. und als der alte König gestorben war. und wie ihn der herankommen sah' erschrak er. ärger als eine Vogelscheuche. der erst zwei Jahre alt war. nur still davon zu sein. und bat ihn. gab er ihm den Ranzen wieder voll Kehrdreck und sprach 'geh hin und sage dem Wirt. die Haare und Nägel schneiden und die Augen auswischen. so kommst du in die Hölle an meinen Platz. Wie nun Hans am andern Morgen aufstand. dachte 'du bist ohne Schuld unglücklich gewesen. wollt ich lieber ins tiefste Wasser gehen.' sprach er. kaufte sich einen schlechten Linnenkittel auf den Leib. ich will dich waschen. Da . da war sein Ranzen weg. Tannenreiser zu lesen. Da ließ sich Hans die beste Stube geben und köstlich aufwarten. gibst dus nicht wieder. was der Teufel sagte. und lebten in einem abseits gelegenen Tale ganz allein. er sollte dir dein Gold wieder herausgeben. hob er seinen Ranzen vom Rücken und wollt ihn ausschütten: wie er ihn aber öffnete.' Hans ging hinauf und sprach zum Wirt 'du hast mein Gold gestohlen. Der starke Hans Es war einmal ein Mann und eine Frau. die hatten nur ein einziges Kind. und mein König auch. vor dem mußt er spielen.' Nun wollte der Wirt ihn nicht einlassen. die wollts ihrem Vater zuliebe gerne tun. aber er war mit seinem Lohn gar nicht zufrieden. Hans machte sich auf den Weg heim zu seinem Vater. und also bekam des Teufels rußiger Bruder die Königstochter. auch das ganze Reich. den Wirt bezahlen und weitergehen wollte. mitnahm. daß die Mutter einmal ins Holz ging. wie ihm der Teufel geheißen hatte. und der geriet darüber in solche Freude. und Hans war nun ein reicher Mann. 'Das hätte ich mir nicht gedacht. wusch sich aber nicht und kämmte sich nicht. Der Teufel sagte 'setze dich. Er rief ihn an und fragte 'woher kommst du?. denn das hatte er beim Teufel in der Hölle gelernt. und er sollte an deinem Platz das Feuer schüren. daß sie so einen gemeinen Kerl im weißen Kittel heiraten sollte. so war der Kehrdreck pures Gold geworden.' Der Soldat schwieg still und tat. Sobald er nun wieder oben im Wald war. schnippen. aß und trank sich satt. war vergnügt und ging in die Stadt hinein. sonst wollt ich kommen und ihn abholen.Teufels rußiger Bruder und mein König auch. geradezu in die Hölle: da klagte er dem alten Teufel seine Not und bat ihn um Hilfe.

schwieg und dachte 'ich will noch ein Jahr warten und es dann noch einmal versuchen. Darauf gaben sie ihr etwas zu essen und zeigten ihr ein Bett. das sie in der Höhle fand. sie mit ihrem Kinde freizulassen. daß Hans unter den Tisch rollte. wischte den Staub ab. holte er sein- en Knüttel wieder hervor. daß Hans nicht sollte zu seinem Vater kommen. Sie mußten durch einen langen dunkelen Gang und kamen endlich in eine große Höhle. lesen. wer mein Vater ist. die von einem Feuer. ich will und muß es wissen. Als Hans neun Jahr alt war. aber es dauerte .' Als das Jahr herum war. machte er sich aus einem Tannenast einen starken Knüttel und versteckte ihn hinter das Bett: dann ging er zu seiner Mutter und sprach 'liebe Mutter. erleuchtet war. Die Mutter erzählte ihm Geschichten und lehrte ihn in einem alten Ritterbuch. und in der Mitte stand ein schwarzer Tisch. sie täten ihr nichts zuleid. wo eine Türe war. wer sein Vater wäre. Säbel und andere Mordgewehre. herbei.' Nachts kamen die Räuber heim. wo Jahr aus Jahr ein kein Mensch hinkam. damit er nicht das Heimweh bekäme. und obenan saß der Haupt- mann. redete sie an und sagte. daß er unter den Tisch kugelte. aber sie müßte das Hauswesen besorgen. und fingen an die Köpfe zu hängen. tranken Wein. und wenn du mirs nicht gleich sagst. Der Hauptmann gab ihm abermals eine so kräftige Ohrfeige. sie sollte nur ruhig und ohne Angst sein. Hans machte sich wieder auf. betrachtete ihn und sprach 'es ist ein tüchtiger wackerer Knüttel. Die Frau blieb viele Jahre bei den Räubern. stellte sich vor den Hauptmann und sagte 'jetzt will ich wissen. das auf dem Herd brannte. so schlag ich dich nieder.' Da lachte der Hauptmann und gab dem Hans eine Ohrfeige. wo sie mit ihrem Kinde schlafen könnte. Da holte der Hans seinen Knüttel herbei. vielleicht gehts besser. an welche die Räuber klopften. sage mir jetzt einmal. als die Räuber von ihr- em Raubzug heimkehrten. Die arme Frau bat die Räuber inständig. daß die gottlosen Räuber den Hans doch nicht fortlassen würden. aber es hätte ihr fast das Herz zer- sprengt. die in dem Lichte blinkten. sie wußte auch. wer mein Vater ist. holte Hans seinen Knüttel hervor. Nachdem sie etwa zwei Stunden durch Stauden und Dörner sich hatten durcharbeiten müssen. als er die Frau sah. so sollte sie es nicht schlimm bei ihnen haben.' Die Mutter schwieg still und wollte es ihm nicht sagen. stellte sich wieder vor den Hauptmann und fragte ihn. In der Nacht. und wenn sie alles in Ordnung hielte. kamen sie zu einem Felsen. und Hans ward groß und stark. so ging sie immer weiter mit ihm in den Wald hinein. Plötzlich sprangen aus dem Gebüsch zwei Räuber hervor. und die sich alsbald öffnete.es gerade in der Frühlingszeit war und das Kind seine Freude an den bunten Blumen hatte. aber das Herz der Räuber war von Stein: sie hörten nicht auf ihr Bitten und Flehen und trieben sie mit Gewalt an weiterzugehen. einen Krug nach dem anderen. Dieser kam. An der Wand hingen Schwerter. an dem vier andere Räuber saßen und spielten. packten die Mutter und das Kind und führten sie tief in den schwarzen Wald.

der den Baum gepackt hatte und ihn wie eine Weidenrute umdrehte. daß bei jedem Schlag der Erdboden zitterte. und der schwere Sack sank in den Keller hinab. und als sie ein paar Stunden gegangen waren. Blumen und Vögel und die Morgensonne am Himmel erblickte. und der war doch auch nicht klein.' 'Laßt Euch keine grauen Haare darüber wachsen. 'Gott behüte uns. Silber. Als Hans mit seiner Arbeit fertig war. lieber Vater. und was er sonst noch für schöne Sachen fand. zusammen. und wenn er hinter dem Pflug ging und ihn in die Erde hineinschob. Da hörte er etwas knistern und knastern. Hans ackerte die Feld- er. so hatten die Stiere fast nicht nötig zu ziehen.' Als der verlangte Stab fertig war. so kamen sie glücklich in ihr einsames Tal und zu ihrem Häuschen. wir wollen gehen und ihn suchen. vor dem stand ein . war doch einen Kopf größer als sein Vater. 'komm. daß Hans sein Sohn war. 'da in dem Sack steckt mehr. Sie verließen die Höhle. als wenn er nicht recht gescheit wäre. Bald darauf kamen sie zu einem mächtigen Felsen. die von unten bis oben wie ein Seil gewunden war: und wie er die Augen in die Höhe richtete. aber kaum hatte Hans seinen Sack auf die Ofenbank gesetzt.' Der Kerl kletterte von oben herab und war einen ganzen Kopf größer als Hans. und hörte. und Hans holte einen großen Mehlsack. bis wir ihn finden. bis er voll war.' antwortete die Mutter. Sie gingen darauf weiter und hörten etwas klopfen und hämmern.' rief der Vater. obgleich erst zwölf Jahr alt.' Sie nahm dem Hauptmann den Schlüssel zu der Eingangstüre ab. und den grünen Wald.' und rief ihm zu.' 'Lieber Hans.' 'Das laß ich mir gefallen. als er aus der Finsternis heraus in das Tageslicht kam. 'Du heißest jetzt Tannendreher. 'der hat Kräfte. Der Vater saß unter der Türe. aber jetzt muß ich auch wissen. Die Mutter suchte den Weg nach Haus. 'was machst du da droben?' Der Kerl antwortete 'ich habe gestern Reiswellen zusammengetragen und will mir ein Seil dazu drehen. so fing das ganze Haus an zu krachen. die er beide längst für tot gehalten hatte. so war er wieder oben und schlug mit seinem Knüttel auf den Hauptmann und die Räuber.' dachte Hans. zog fort und kam in einen tiefen und finstern Wald. verließ er seines Vaters Haus. Sie gingen zusammen in das Stübchen. ein neues Haus zu bauen. daß sie Arme und Beine nicht mehr regen konnten. so erblickte er einen großen Kerl. packte Gold. 'laß du das gut sein und komm mit mir. wer mein Vater ist.' Der Vater und Hans fingen auch gleich an. damit ich in die Fremde gehen kann. er weinte vor Freude. Vieh zu erhandeln und Land zu kaufen und zu wirtschaften. Die Mutter stand in einer Ecke und war voll Verwunderung über seine Tapferkeit und Stärke. 'was ist das? jetzt hast du unser Häuschen zerbrochen. ging er zu seiner Mutter und sagte 'jetzt ist mirs Ernst gewesen. 'He!.' sagte Hans zu ihm. als er seine Frau erkannte. Aber Hans. die Bank brach ein und dann auch der Fußboden. aber was tat Hans die Augen auf. Den nächsten Frühling sagte Hans 'Vater. rief Hans. behaltet alles Geld und laßt mir einen zentnerschweren Spazierstab machen. schaute um sich und sah eine Tanne. Er stand da und staunte alles an. als für ein neues Haus nötig ist. und nahm ihn dann auf den Rücken.' antwortete Hans.nicht lange. so st ark.

so können sies auch einmal mit der kleinen Kratzbürste versuchen. und dachte 'wenn sie daheim bleiben. daß er sich nicht wehren konnte. verlangte er nochmals Fleisch. kam das Männchen und forderte ohne weiteres ein Stück Fleisch. damit sollte er zu- frieden sein. 'den kannst du auch noch brauchen. und der gutmütige Hans gab es ihm und sagte. wie sichs gebührte. Das Männlein ging nicht eher fort. Den ersten Tag blieb der Tannendreher daheim. du sollst der Felsenklipperer heißen!' Er willigte ein. Und wie er so herumging. und dem ging es gerade so wie dem Tannendre- her. daß jeden Tag. weil er ihm kein Fleisch hatte geben wollen. Wölfe und anderes Ungez- iefer der Art. tat seine Arbeit in der Küche. Nun verabredeten sie. da wurden die wilden Tiere aufgeschreckt und liefen vor ihnen weg. als bis es seinen Zorn völlig an ihm ausgelassen hatte. da steckten sie es an einen Spieß. Der Zwerg forderte aber zum drittenmal.' antwortete er. sah es ihm der Tannendreher wohl an. der den nächsten Tag daheim bleiben mußte. Als der Tannendreher beim Kochen beschäftigt war. daß es gleich nieder- fiel. damit ich Ruhe habe. Da dachte Hans 'es ist ein armer Wicht. die er bekom- men hatte. 'du brauchst kein Fleisch. so kommen Bären.' und der bloße Gedanke machte ihm schon Vergnügen. als das kleine unscheinbare Männlein an ihm hinaufsprang und mit Fäusten so auf ihn losschlug. Als es der Zwerg verzehrt hatte. und wo sie hinkamen. Als Hans fragte. sprang ein Wildschwein auf ihn los: er gab ihm aber mit seinem Stab einen Schlag.' 'Ei ja wohl. Dann nahm er es auf die Schulter und brachte es hinauf. da will ich mir ein Haus bauen und mich hineinlegen. 'Pack dich. und Hans und der Felsenklipperer gingen auf die Jagd.' sagte Hans und . die schnuppern und schnuffeln an mir herum und lassen mich nicht schlafen. er ward von dem Männlein übel zugerichtet. was er er- fahren hatte. Den fol- genden Tag blieb der Steinklipperer daheim.' dachte Hans. Als die andern abends nach Haus kamen.' und sprach zu ihm 'laß das Hausbauen gut sein und geh mit mir. Am andern Morgen ging Hans hinab in den Garten. Abends kamen sie in ein altes verlassenes Schloß. ich will ihm von meinem Anteil geben. Duckmäuser. der war ganz verwildert und stand voll Dörner und Gebüsch. da wäre noch ein schönes Stück.Riese und schlug mit der Faust große Stücke davon ab. antwortete er 'wenn ich nachts schlafen will. für jeden neun Pfund Fleisch. damit die andern nicht zu kurz kommen.' und reichte ihm ein Stück Fleisch. sagte ihnen der Tannendreher nichts von dem alten Männchen und den SchIägen. der Reihe nach. 'Du wirst unverschämt. aber beide schwiegen still und dachten 'der Hans muß auch von der Suppe kos- ten. und als er oben stand und den Kessel abschaumte. und sie strichen alle drei durch den Wald hin. zur Erde fiel un d nach Atem schnappte. machten sich einen Braten zurecht und waren guter Dinge.' Der Hans. Als die zwei andern von der Jagd heimkamen. zwei auf die Jagd gehen sollten und einer daheim bleiben und kochen.' Aber wie verwunderte sich der Tannendreher. was er da vorhätte. stiegen hinauf und legten sich in den Saal schlafen. kam ein kleines altes zusammengeschrumpeltes Männchen zu ihm auf das Schloß und forderte Fleisch.

nein so schön. ihr seid so groß und habt euch von dem Zwerge SchIäge geben lassen. warum seid ihr so geizig mit eurem Fleisch gewesen. so wäre es sein Tod gewesen. und ließen den Hans mit seinem Stab im Korb hinab. Hans wollte ihm nachlaufen.gab ihm nichts. und als er ihn am Finger umdrehte. 'daß du da unten verschmachten sollst. und wie er hin und her dachte. Die beiden andern. so lang er war. daß es nicht zu sagen ist. aber er kam an den unrechten. Der Korb kam wieder herab. Da wollte der boshafte Zwerg an ihm hinaufspringen und ihn wie den Tannendreher und Felsenklipperer behandeln. Als Hans auf dem Grund angelangt war. als flöge er hinauf. er wäre ihr Herr. wunderten sich. sie sollten ihn hinauftragen. er fand keinen Rat. in welche der Zwerg geschlüpft war. Er erzählte ihnen. Er blickte in die Höhe und sah da Luftgeister schweben. ein paar Hiebe. 'Es ist doch traurig. der glänzte und schimmerte. Hans kehrte nun heim. Hans gab ihm. hatte sich aber die Stelle gemerkt. Hans lachte und sagte 'es ist euch ganz recht. dann aber sagte er. sie wäre eine Königstochter. fiel aber. Hans eilte ihm bis in den Wald nach und sah. Da zog er ihn ab und steckte ihn an. Darauf setzte Hans die Jungfrau in den Korb und ließ sie hinaufziehen. so war kein Mensch mehr zu sehen. und es war nicht anders. wer weiß. daß er tot niedersank. über ihn hin. Alsbald fielen die Ketten von der Jungfrau ab. und er hätte ihr Leid und Drang- sal genug angetan. und sah. daß er die Schloßtreppe hinabsprang. wie er sich aus der Tiefe herausarbeiten sollte. und neben ihr saß der Zwerg und grinste den Hans an wie eine Meerkatze. fand er eine Türe. die sagten. aber es ist eine Schande. ohne sich anzustrengen. Als er sich wieder aufgerichtet hatte. kam er wieder zu dem Kämmerchen. Als er aber oben war. Aber nun wußte er nicht. was sie ge- gen dich im Schild führen. und hätte Hans wirklich darin gesessen. und das war sein Glück. und da verschwiegen sie nicht Iänger. daß Hans großes Mitleid empfand und dachte 'du mußt sie aus der Gewalt des bösen Zwerges erlösen. Sie aber war mit Ketten gebunden und blickte ihn so traurig an. Hans war anfangs ganz verstummt. Augenblicklich gehorchten sie. denn als der Korb halb in der Höhe war. was sein Begehren wäre. daß der Zwerg einen Ring am Finger hatte.' Und als er so auf. als sie nach Haus kamen. und als er in das Schloß . die ein wilder Graf aus ihrer Heimat geraubt und hier in den Felsen eingesperrt hätte. saß da eine bildschöne Jungfrau. wo die Jungfrau gesessen hatte. wie er in eine Felsenhöhle schlüpfte. weil sie nichts von ihm hätte wissen wollen: den Zwerg aber hätte der Graf zum Wächter gesetzt. ließen sie ihn fallen. und fragten. aber Hans traute den beiden Gesellen nicht und dachte 'sie haben sich schon falsch gezeigt und dir nichts von dem Zwerg gesagt. Sie erzählte ihm. war ihm der Zwerg voraus. und als er sie öffnete. was sich zugetragen hatte. daß Hans so wohlauf war.und abging. so hörte er plötzlich etwas über seinem Kopf rauschen.' Da legte er seinen Stab in den Korb.' und gab ihm einen Streich mit seinem Stab.' Sie nahmen darauf Korb und Seil und gingen alle drei zu der Felsenhöhle. wie es ihnen ergan- gen war.' sagte er. und Hans war wie verzückt über ihre Schönheit.

schloß der König die Tür zu und verriegelte sie. das an den Schlafsaal stieß. Den zweiten und dritten Abend gings nicht anders. Da drehte er noch zu rechter Zeit den Ring. so fand er auch dort niemand. bis er zu dem Meeresstrand kam. und haben sich alle gewaltig gefreut. Er ward wohl aufgenommen und abends in ein Zimmer geführt. und mußt tun. Nun trug sichs zu. Der Tannendreher und der Felsenklipperer waren fort- geeilt und hatten die schöne Jungfrau mitgeführt. und als er am Morgen aufwachte. der dir abends gebracht wird. 'du mußt den Wein nicht trinken. daß ihre Schuhe zertanzt waren. wie das zugegangen war. Hans lief und lief in einem fort. der sollte sich eine davon zur Frau wählen und nach seinem Tod König sein: wer sich aber meldete und es nach drei Tagen und Nächten nicht herausbrächte. alsbald kamen die Luftgeister und trugen ihn so schnell wie der Blitz in das Schiffchen. Wenn er aber am Mor- gen die Türe aufschloß.' sprach er. Da schwang er seinen Stab und gab den bösen Gesellen den verdienten Lohn und warf sie hinab ins Wasser. dann aber ruderte er mit der schönen Jungfrau. da erblickte er weit weit auf dem Wasser ein Schiffchen.' 'Das ist so schwer nicht. der hatte zwölf Töchter. Die zertanzten Schuhe Es war einmal ein König. da kamen die Luftgeister und sagten ihm. daß er fast ertrunken wäre. die zwei wären auf dem Meer. und damit sie nichts heimlich treiben konnten oder zu einem andern Ort hinausgingen. und niemand konnte herausbringen.' sagte die Alte. und er sollte acht haben. wo ihre Betten nebeneinander standen. sie mußten aber alle ihr Leben lassen. Sein Bett war da aufgeschlagen. daß ein armer Soldat. mitsamt seinem Stab ins Wasser und fing an zu schwimmen. und danach König zu wer- den. Aber Hans drehte den Ring. Und im heftigen Zorn sprang er. sich auf dem Weg nach der Stadt be- fand. so sah er. so meldete sich ein Königssohn und erbot sich.ging. Da begegnete ihm eine alte Frau. und da ward ihm sein Haupt ohne Barmherzigkeit abgeschlagen. der eine Wunde hatte und nicht mehr dienen konnte. die in den größten Ängsten gewesen war. waren alle zwölfe zum Tanz gewesen. wo er hin wollte. Es kamen hernach noch viele und meldeten sich zu dem Wagestück. das Wagnis zu unternehmen. wo die Königstöchter ihre Schuhe vertanzen. wo sie hingingen und tanzten. in wel- chem seine treulosen Gefährten saßen. ohne sich zu bes- innen. 'Ich weiß selber nicht recht. wo sie in der Nacht tanzten. aber der zentnerschwere Stab zog ihn tief hinab. Nicht lange. und abends wenn sie darin lagen. Sie schliefen zusammen in einem Saal. wo der König wohnte. die fragte ihn. heim zu ihrem Vater und ihrer Mut- ter und ward mit ihr verhe iratet. Dem Königssohn fiels aber wie Blei auf die Augen und er schlief ein.' Darauf gab sie ihm ein . als wärst du fest eingeschlafen. und die er zum zweiten Male befreit hatte. der hätte sein Leben verwirkt. und setzte im Scherz hinzu 'ich hätte wohl Lust. aus- findig zu machen. denn ihre Schuhe standen da und hatten Löcher in den Sohlen. eine immer schöner als die andere. war auch die Saaltüre offen gelassen. Da ließ der König ausrufen. wers könnte ausfindig machen.

'du bist an einem Haken hängen geblieben. es ist mir . das Schiff ist heute viel schwerer.' sagte die älteste.' Wie der Soldat den guten Rat bekommen hatte. eine nach de r andern' die älteste voran. fing er an zu schnarchen wie im tiefsten Schlaf. lachten. Kisten und Kasten. Das hörten die zwölf Königstöchter. der alles mit angesehen hatte. vor den König ging und sich als Freier meldete. die hatten auf die zwölfe gewartet. ließ den Wein da hineinlaufen. 'als vom warmen Wetter. weil wir unsere Prinzen bald erlöst haben. Der Soldat. und die älteste sprach 'der hätte auch sein Leben sparen können. und als er zu Bette gehen wollte. Hast du vergessen. 'die sich immer fürchtet. Abends zur Schlafenszeit ward er in das Vorzimmer geführt.' Da gingen sie vollends hinab. wo alle Blätter von Gold. so daß er ein Herz faßte.' sprach die jüngste.' sagte die älteste. Die jüngste rief wieder 'es ist nicht richtig. daß die jüngste vor Schrecken zusammenfuhr: aber die älteste blieb dabei. aber der hatte die Augen zugetan. darauf standen zwölf Schifflein. Nur die jüngste sagte 'ich weiß nicht. und holten prächtige Kleider heraus: putzten sich vor den Spiegeln.' Sie kamen darauf in einem Baumgang. da waren alle Blätter von Silber und schimmerten und glänzten. Mitten auf der Treppe trat er ihr ein wenig aufs Kleid. standen sie in einem wunderprächtigen Baumgang. und als er ein Weilchen gelegen hatte.Mäntelchen und sprach 'wenn du das umhängst. und endlich in einen dritten. der Lümmel wäre doch nicht aufgewacht. Da ging die äIteste an ihr Bett und klopfte daran: alsbald sank es in die Erde.' und brach einen Zweig davon ab: da fuhr ein gewaltiger Krach aus dem Baume. und trank keinen Tropfen. und ich muß aus allen Kräften rudern. und wurden ihm königliche Kleider angetan. rührte und regte sich nicht. und sie glaubten nun ganz sicher zu sein. Da sprach der Prinz 'ich weiß nicht. so bist du unsichtbar und kannst den zwölfen dann nachschleichen. öffneten Schränke. wo sie klarer Demant war- en: von beiden brach er einen Zweig ab. Dann legte er sich nieder. wards Ernst bei ihm. kam die älteste und brachte ihm einen Becher Wein: aber er hatte sich einen Schwamm unter das Kinn gebunden. hing sein Mäntelchen um und stieg hinter der jüngsten mit hinab. aber mir ist so wun- derlich zumut: gewiß widerfährt uns ein Unglück.' Danach standen sie auf. wie viel Königssöhne schon umsonst dagewesen sind? dem Soldaten hätt ich nicht einmal brauchen einen Schlaftrunk zu geben. da erschrak sie und rief 'was ist das? wer hält mich am Kleid?' 'Sei nicht so einfältig. der Soldat aber setzte sich mit der jüngsten ein. wenn ich es fortbrin- gen soll. und sie stiegen durch die Öffnung hinab. Der Soldat dachte 'du willst dir ein Wahrzeichen mit- nehmen. habt ihr den Knall gehört?' Die älteste aber sprach 'das sind Freudenschüsse.' Wie sie alle fertig waren. Er ward so gut aufgenommen wie die andern auch. Sie gin- gen weiter und kamen zu einem großen Wasser. ihr freut euch. und in je- dem Schifflein saß ein schöner Prinz. und jeder nahm eine zu sich. wobei es jedesmal krachte. und wie sie unten waren. sahen sie erst nach dem Soldaten.' 'Wovon sollte das kommen.' 'Du bist eine Schneegans. sprangen herum und freuten sich auf den Tanz. es wären Freudenschüsse. zauderte nicht lange.

sahen sies für gut an. und jeder Prinz tanzte mit seiner Liebsten. Die Prinzen fuhren sie über das Wasser wieder zurück. Als die Stunde gekommen war. Die sieben Schwaben Einmal waren sieben Schwaben beisammen. stellten die zertanzten Schuhe unter das Bett und legten sich nieder. wo alle Schuhe durchgetanzt waren und sie aufhören mußten. Aber die Prinzen wurden auf so viel Tage wieder verwünscht. traten ein. Das drittemal aber nahm er zum Wahrzeichen einen Becher mit.auch so heiß zumut. sondern das wunderliche Wesen noch mit ansehen. Sie tanzten da bis drei Uhr am andern Morgen. Damit sie aber auch mit bewaffneter Hand und sicher gingen. und der Soldat setzte sich diesmal vornen hin zur ältesten. wo er antworten soll- te. der sechste der Hans. so mußten sie alles eingestehen. Darauf fragte ihn der König. Am Ufer nahmen sie von ihren Prinzen Abschied und versprachen. schnarchte er schon wieder so laut. der zweite der Jackli. aber die älteste brachte sie immer zum Schweigen. bis die Schuhe entzwei waren. und sie tanzten jedesmal. Sie ruderten hinüber. und als die zwölf langsam und müde heraufgetrippelt kamen. und wenn eine einen Becher mit Wein hielt. lief der Soldat voraus und legte sich in sein Bett. die hatten alle siebene sich vorgenommen. und sie sprachen 'vor dem sind wir sicher. und holte die Wahrzeichen hervor. der erste war der Herr Schulz. der Soldat aber tanzte unsichtbar mit. so gebt mir die älteste. daß sie sich zwar nur einen einzi- gen. wie es zugegangen war. daß sies alle hören konnten. und da sie sahen. und der jüngsten ward auch angst darüber. Diesen Spieß faßten sie alle siebene zusammen an. brachten sie weg. die Welt zu durchziehen.' Da ward noch am selbigen Tage die Hochzeit gehalten und ihm das Reich nach des Königs Tode versprochen. ob der Soldat die Wahrheit gesagt hätte. was er sagen würde. in der folgenden Nacht wiederzukommen. Abenteuer zu suchen und große Taten zu vollbringen. steckte er die drei Zweige und den Becher zu sich und ging vor den König. der siebente der Veitli. als sie Nächte mit den zwölfen getanzt hatten. Da ließ der König seine Töchter kommen und fragte sie. Da war alles wie das erstemal. daß er leer war. das mußte der Herr Schulz . vorn ging der kühnste und männlichste. und ging die zweite und die dritte Nacht wieder mit. so trank er ihn aus.' Da taten sie ihre schönen Kleider aus. der vierte der Jergli. die zwölfe aber standen hinter der Türe und horchten. aber recht starken und langen Spieß machen ließen. woraus eine lustige Musik erschallte von Pauken und Trompeten. welche er zur Frau haben woll- te. Als der König die Frage tat 'wo haben meine zwölf Töchter ihre Schuhe in der Nacht vertanzt?' so antwortete er 'mit zwölf Prinzen in einem unterirdischen Schloß.' berichtete. wenn sie ihn an den Mund brachte. E r antwortete 'ich bin nicht mehr jung. Als sie an der Treppe waren. der dritte der Marli. der fünfte der Michal. Am andern Morgen wollte der Soldat nichts sagen. daß sie verraten waren und leugnen nichts half.' Jenseits des Wassers aber stand ein schönes hellerleuchtetes Schloß.

horcht. auch noch ein gut Stück bis in das Dorf hatten. kann aber mit der er- sten nicht verglichen werden. weil er aber gerade auf die Zinken eines Rechen sprang. daß sie betrogen waren: und damit die Geschichte nicht unter die Leute käme. das Ungeheuer setzte ihnen nach und verschlänge sie alle mit Haut und Haar. gibst du dich. daß er fast den Spieß hätte fallen lassen und ihm der Angstschweiß am ganzen Leibe ausbrach. bischt stets der letscht beim Drachehetze. und dann folgten die andern nach der Reihe. Denn so sie fliehen wollten.sein. Hierauf zogen sie weiter. die Flucht zu ergreifen. ich höre eine Trommel!' Der Jackli. der hinter ihm den Spieß hielt.' Endlich. der sie binden und fortführen wollte. und dem ich weiß nicht was für ein Geruch in die Nase kam. so geb ich mich auch. so fuhr ihm der Stiel ins Gesicht und gab ihm einen ungewaschenen Schlag.' Aber der Hans wußt ihn zu treffen und sprach 'beim Element. daß in der Dämmerung auf einer Wiese ein großer Roßkäfer oder eine Hornisse nicht weit von ihnen hinter einer Staude vorbeiflog und feindlich brummelte.' rief er seinen Gesellen. Nach etlichen Tagen trug sie ihr Weg durch ein Brachfeld. frisch gewagt ist halb gewonnen!' faßten alle siebene den Spieß an' der Herr Schulz vorn und der Veitli hinten. der vom Heumachen da liegen geblieben war. wie kein Feind da war. so geb ich mich auch. Nun geschah es. ich ergeb mich!. ich ergeb mich. und sprang im Hui über einen Zaun. wollte losbrechen und rief 'stoß zu in aller Schwabe Name. und sie nicht genarrt und gespottet würden. da saß ein Hase in der Sonne und schlief. als sie im Heumonat eines Tags einen weiten Weg gegangen waren. o wei. 'O wei. denn ich schmeck das Pulver und den Zündstrick. 'Horcht. Der Herr Schulz wollte den Spieß noch immer anhalten. und hatte die großen gläsernen Augen starr aufstehen. der Veitli aber war hinten ganz mutig geworden. die sie erlebten. du hascht gut schwätze. bis einer unverhofft das Maul auftäte. Da erschraken sie bei dem Anblick des grausamen und wilden Tieres insgesamt und hielten Rat. sprach 'etwas ist ohne Zweifel vorhanden. ver- schwuren sie sich untereinander. und der Veitli war der letzte. Also sprachen sie 'wir müssen einen großen und gefährlichen Kampf bestehen. sonst wünsch i. wo sie über Nacht bleiben mußten. Die zweite Gefährlichkeit. 'Gott. so lang davon stillzuschweigen. 'nimm mich gefangen.' Der Michal rief . Der Herr Schulz erschrak. was zu tun das wenigst Gefährliche wäre. daß ihr möcht erlahme.' Bei diesen Worten hub der Herr Schulz an. Die andern sechs hüpften auch alle einer über den andern herzu und schrien 'gibst du dich. streckte die Ohren in die Höhe.' schrie der Herr Schulz. merkten sie. war zu besorgen.

Als ihn der Herr Schulz so feldflüchtig sah. wat. Weil die sieben Schwaben dessen unberichtet war- en. gang du voran. denn ihm gebührt die Ehr allei.' Der Marli hatte da einen guten Gedanken und sagte zum Veitli 'gang. sich auf den Weg zu machen und in die Mosel hineinzugehen.' Da nahm sich der Herr Schulz ein Herz und sprach gravitätisch 'so zieht denn herzhaft in den Streit. Veitli. weil er der vorderste war. der muß der erschte sei.' Drauf kam an den Jergli die Reihe. und ein Frosch setzte sich dabei und quakte 'wat. der sprach 'ischt er es nit. 'es wird nit fehle um ein Haar' so ischt es wohl der Teufel gar. was sie wollten. ein mosiges.' Der Veitli hörte aber nicht drauf. und niemand von dem Schwabenbund wieder nach Haus kam. gang. schrie er in großer Angst 'hau. der Herr Schulz. Veitli. der jenseits des Wassers seine Arbeit vollbrachte. hurlehau! hau! hauhau!. erschrak und sprang eilig davon. warum wir nicht auch?' Sprangen darum eilig alle zusammen in das Wasser und ertranken. . da rief er voll Freude 'potz.' Die sechs andern hörten das drüben und sprachen 'unser Gesell. so versank er in den Schlamm und in die antreibenden tiefen Wellen.' Da gingen sie insgesamt auf den Drachen los. Nicht lang. Der Mann verstand wegen der Weite und wegen ihrer Sprache nicht. sondern man an mehrern Orten sich muß in Schiffen überfahren lassen. darüber nicht viel Brücken sind. wate durchs Wasser. wat. Davon er wachte der Has. und fragte auf sein Trierisch 'wat? wat!. und der Jackli sagte 'der Schulz. kann er hinüberwaten. Der Herr Schulz segnete sich und rief Gott um Beistand an: wie aber das alles nicht helfen wollte und er dem Feind immer näher kam. hieran erkennt man tapfre Leut. lueg.' Der Schwabenbund suchte aber weiter Abenteuer und kam an die Mosel. er spräche nicht anders als 'wate. i will dahinte vor di stahn.' und hub an. ruft uns. also daß ein Frosch ihrer sechse ums Leben brachte. riefen sie einem Mann. stilles und tiefes Wasser. Da meinte der Herr Schulz. wie man doch hinüberkommen könnte. lueg' was isch das? das Ungehüer ischt a Has. zu. so ischts sei Muter oder des Teufels Stiefbruder. seinen Hut aber jagte der Wind hinüber an das jenseitige Ufer.

Es lag so verborgen. Die Kinder. wie Ihr eine auf der Welt finden könnt. da sah er. aber sie gefiel ihm doch nicht. und der Weg war so schwer zu finden. hielt er still und blickte um sich. was er draußen ganz allein in dem Walde zu schaffen habe. daß der Königin seine Abwesenheit auffiel. so wickelte es sich von selbst los und zeigte ihm den Weg. Eure Gemahlin zu werden. und das Knäuel zeigte ihr den Weg.' 'Was ist das für eine Bedingung?' fragte der König. bis sie herausgebracht hatte. und wie das ihren Leib berührt hatte. ihr lieber Vater käme zu ihnen. das allein den Weg zeigen könnte.' sprach er zu ihr.' Der König in der Angst seines Herzens willigte ein. daß ihm niemand von seinen Leuten folgen konnte. Als der Abend herankam. so kommt Ihr nimmermehr aus dem Wald und müßt darin Hungers sterben. und er konnte sie ohne heimliches Grausen nicht ansehen. sechs Knaben und ein Mädchen.' sagte die Alte. zeigte ihm die Alte den Weg. wenn ihm nicht eine weise Frau ein Knäuel Garn von wunderbarer Eigenschaft geschenkt hätte. die er über alles auf der Welt liebte. daß er ihn selbst nicht gefunden hätte. wollt Ihr die zur Frau Königin machen. nahm sie die Hemdchen und ging in den Wald. Nachdem er das Mädchen zu sich aufs Pferd gehoben hatte. daß er sich verirrt hatte. 'die so schön ist. Nun hatte sie keine Ruhe. die aus der Ferne jemand kommen sahen. Die Königin ging ganz vergnügt nach Haus und glaubte ihre Stiefkinder los zu sein. Da warf sie über ein jedes eins von den Hemdchen. und der König gelangte wieder in sein königliches Schloß. wenn er das vor sich hinwarf. Und als der König einmal auf die Jagd geritten war. so brachte er sie in ein einsames Schloß. Da sah er eine alte Frau mit wackelndem Kopfe. verwandelten sie sich in Schwäne und flogen über den Wald hinweg. meinten. und dann machte sie kleine weißseidene Hemdchen. und hatte von seiner ersten Gemahlin sieben Kinder. und die Alte führte ihn zu ihrem Häuschen. Der König ging aber so oft hinaus zu seinen lieben Kindern. und da sie von ihrer Mutter die Hexenkünste gelernt hatte. Sie gab seinen Dienern viel Geld. das war aber eine Hexe. Der König war schon einmal verheiratet gewesen. Weil er nun fürchtete. und sprangen ihm voll Freude entgegen. 'Ich habe eine Tochter. daß sie sehr schön war. 'das kann ich wohl. wo ihre Tochter beim Feuer saß. Herr König. Die sechs Schwäne Es jagte einmal ein König in einem großen Wald und jagte einem Wild so eifrig nach. 'Liebe Frau. wo der König das Knäuel aufbewahrte. so nähete sie einen Zauber hinein. und wohl verdient.' antwortete sie. und er sah wohl. so zeige ich Euch den Weg aus dem Walde. wo die Hochzeit gefeiert wurde. und die verrieten ihr das Geheimnis und sagten ihr auch von dem Knäuel. aber es ist eine Bedingung dabei. Er suchte einen Ausgang. sie war neugierig und wollte wissen. wenn Ihr die nicht erfüllt. das mitten in einem Walde stand. aber das . als wenn sie ihn erwartet hätte. konnte aber keinen finden. die Stiefmutter möchte sie nicht gut behandeln und ihnen gar ein Leid antun. Sie empfing den König. 'könnt Ihr mir nicht den Weg durch den Wald zeigen?' 'O ja. die auf ihn zukam.

Sie setzten sich auf den Boden. 'Wo sind deine Brüder?' fragte der König. er fand aber nieman d als das Mädchen. Das arme Mädchen dachte 'meines Bleibens ist nicht länger hier. Du darfst sechs Jahre lang nicht sprechen und nicht lachen. und ihre Schwanenhaut streifte sich ab wie ein Hemd. so wollte er es mit fort- nehmen.' sprachen sie zu ihm.' Und als die Brüder das gesprochen hatten. und weil er fürchtete. und wenn es auch sein Leben kostete. seine Brüder zu erlösen. wenn die heim kommen und finden dich. freute sich und kroch unter dem Bett hervor.Mädchen war ihr mit den Brüdern nicht entgegen gelaufen. aber er dachte nicht. sammelte Stern- blumen und fing an zu nähen. und haben in dieser Zeit un- sere menschliche Gestalt. entfloh es. 'Hier kann deines Bleibens nicht sein. hörte es ein Rauschen und sah. Die Brüder waren nicht weniger erfreut. legte sich auf den harten Boden und wollte die Nacht da zubringen. aber dann werden wir wieder in Schwäne verwandelt. Da sah sie das Mädchen an und erkannte ihre Brüder.' antwortete es. und zum Lachen harte es keine . die sie in dem Hof hatten fallen lassen. daß es aus seinem Fen- sterlein mit angesehen habe. und bliesen einander an und bliesen sich alle Federn ab. Aber es hatte Angst vor der Stiefmutter. und sie flogen als Schwäne wieder zum Fenster hinaus. so ist alle Arbeit verloren. stieg hinauf und fand eine Stube mit sechs kleinen Betten. Am andern Morgen ging es aus. und mußt in der Zeit sechs Hemdchen für uns aus Sternblumen zusammennähen.' 'Könnt ihr mich denn nicht beschützen?' fragte das Schwesterchen. ging mitten in den Wald und setzte sich auf einen Baum und brachte da die Nacht zu. ich will gehen und meine Brüder suchen. aber es getraute nicht sich in eins zu legen. und zeigte ihm die Federn. An- dern Tags kam der König und wollte seine Kinder besuchen. und die es aufge- lesen hatte. bis es vor Müdigkeit nicht weiter konnte. und ging gerade in den Wald hinein. lieber Vater. 'die Bedingungen sind zu schwer.' Das Schwesterchen weinte und sagte 'könnt ihr denn nicht erlöst werden?' 'Ach nein. 'denn wir können nur eine Viertelstunde lang jeden Abend unsere Schwanenhaut ablegen. 'die sind fort und haben mich allein zurückgelassen. Es verließ die Wildhütte.' und erzählte ihm. sondern kroch unter eins. 'das ist eine Herberge für Räuber. als sie ihr Schwesterchen erblickten. aber ihre Freude war von kurzer Dauer. wie seine Brüder als Schwäne über den Wald weggeflogen wären. Kommt ein einziges Wort aus deinem Munde. daß sechs Schwäne zum Fenster hereingeflogen ka- men.' Und als die Nacht kam. und bat den König. Es ging die ganze Nacht durch und auch den andern Tag in einem fort. Das Mädchen aber faßte den festen Entschluß. daß die Königin die böse Tat vollbracht hätte. daß es nur noch diese Nacht im Waldschloß bleiben dürfte. 'Nein' antworteten sie. und sie wußte nichts von ihm. 'Ach.' antworteten sie. Der König trauerte. das Mädchen würde ihm auch geraubt. Reden konnte es mit niemand. Da sah es eine Wildhütte. so ermorden sie dich. war die Viertelstunde herum. Als aber die Sonne bald untergehen wollte.

Lust: es saß da und sah nur auf seine Arbeit. Als es schon lange Zeit da zugebracht hatte,
geschah es, daß der König des Landes in dem Wald jagte und seine Jäger zu dem Baum ka-
men, auf welchem das Mädchen saß. Sie riefen es an und sagten 'wer bist du?' Es gab aber
keine Antwort. 'Komm herab zu uns,' sagten sie, 'wir wollen dir nichts zuleid tun.' Es schüttelte
bloß mit dem Kopf. Als sie es weiter mit Fragen bedrängten, so warf es ihnen seine goldene
Halskette herab und dachte sie damit zufrieden zu stellen. Sie ließen aber nicht ab, da warf
es ihnen seinen Gürtel herab, und als auch das nichts half, seine Strumpfbänder, und nach
und nach alles, was es anhatte und entbehren konnte, so daß es nichts mehr als sein Hem-
dlein behielt. Die Jäger ließen sich aber damit nicht abweisen, stiegen auf den Baum, hoben
das Mädchen herab und führten es vor den König. Der König fragte 'wer bist du? was machst
du auf dem Baum?' Aber es antwortete nicht. Er fragte es in allen Sprachen, die er wußte,
aber es blieb stumm wie ein Fisch. Weil es aber so schön war, so ward des Königs Herz
gerührt, und er faßte eine große Liebe zu ihm. Er tat ihm seinen Mantel um, nahm es vor sich
aufs Pferd und brachte es in sein Schloß. Da ließ er ihm reiche Kleider antun, und es strahlte
in seiner Schönheit wie der helle Tag, aber es war kein Wort aus ihm herauszubringen. Er
setzte es bei Tisch an seine Seite, und seine bescheidenen Mienen und seine Sittsamkeit ge-
fielen ihm so sehr, daß er sprach 'diese begehre ich zu heiraten und keine andere auf der
Welt,' und nach einigen Tagen vermählte er sich mit ihr.
Der König aber hatte eine böse Mutter, die war unzufrieden mit dieser Heirat und sprach
schlecht von der jungen Königin. 'Wer weiß, wo die Dirne her ist,' sagte sie, 'die nicht reden
kann: sie ist eines Königs nicht würdig.' Über ein Jahr, als die Königin das erste Kind zur Welt
brachte, nahm es ihr die Alte weg und bestrich ihr im Schlafe den Mund mit Blut. Da ging sie
zum König und klagte sie an, sie wäre eine Menschenfresserin. Der König wollte es nicht
glauben und litt nicht, daß man ihr ein Leid antat. Sie saß aber beständig und nähete an den
Hemdchen, und achtete auf nichts anderes. Das nächstemal, als sie wieder einen schönen
Knaben gebar, übte die falsche Schwiegermutter denselben Betrug aus, aber der König kon-
nte sich nicht entschließen, ihren Reden Glauben beizumessen. Er sprach 'sie ist zu fromm
und gut, als daß sie so etwas tun könnte, wäre sie nicht stumm und könnte sie sich verteidi-
gen, so würde ihre Unschuld an den Tag kommen.' Als aber das drittemal die Alte das neuge-
borne Kind raubte und die Königin anklagte, die kein Wort zu ihrer Verteidigung vorbrachte,
so konnte der König nicht anders, er mußte sie dem Gericht übergeben, und das verurteilte
sie, den Tod durchs Feuer zu erleiden.
Als der Tag herankam, wo das Urteil sollte vollzogen werden, da war zugleich der letzte
Tag von den sechs Jahren herum, in welchem sie nicht sprechen und nicht lachen durfte, und
sie hatte ihre lieben Brüder aus der Macht des Zaubers befreit. Die sechs Hemden waren fer-
tig geworden, nur daß an dem letzten der linke Ärmel noch fehlte. Als sie nun zum Scheiter-

haufen geführt wurde, legte sie die Hemden auf ihren Arm, und als sie oben stand und das
Feuer eben sollte angezündet werden, so schaute sie sich um, da kamen sechs Schwäne
durch die Luft dahergezogen. Da sah sie, daß ihre Erlösung nahte, und ihr Herz regte sich in
Freude. Die Schwäne rauschten zu ihr her und senkten sich herab, so daß sie ihnen die
Hemden überwerfen konnte: und wie sie davon berührt wurden, fielen die Schwanenhäute
ab, und ihre Brüder standen leibhaftig vor ihr und waren frisch und schön; nur dem jüngsten
fehlte der linke Arm, und er hatte dafür einen Schwanenflügel am Rücken. Sie herzten und
küßten sich, und die Königin ging zu dem Könige, der ganz bestürzt war, und fing an zu reden
und sagte 'liebster Gemahl' nun darf ich sprechen und dir offenbaren, daß ich unschuldig bin
und fälschlich angeklagt,' und erzählte ihm von dem Betrug der Alten, die ihre drei Kinder
weggenommen und verborgen hätte. Da wurden sie zu großer Freude des Königs herbeige-
holt, und die böse Schwiegermutter wurde zur Strafe auf den Scheiterhaufen gebunden und
zu Asche verbrannt. Der König aber und die Königin mit ihren sechs Brüdern lebten lange
Jahre in Glück und Frieden.
Sechse kommen durch die ganze Welt
Es war einmal ein Mann, der verstand allerlei Künste: er diente im Krieg, und hielt sich
brav und tapfer, aber als der Krieg zu Ende war, bekam er den Abschied und drei Heller
Zehrgeld auf den Weg. 'Wart,' sprach er, 'das laß ich mir nicht gefallen, finde ich die rechten
Leute, so soll mir der König noch die Schätze des ganzen Landes herausgeben.' Da ging er
voll Zorn in den Wald, und sah einen darin stehen, der hatte sechs Bäume ausgerupft, als
wärens Kornhalme. Sprach er zu ihm 'willst du mein Diener sein und mit mir ziehen?' 'Ja,' ant-
wortete er, 'aber erst will ich meiner Mutter das Wellchen Holz heimbringen,' und nahm einen
von den Bäumen und wickelte ihn um die fünf andern, hob die Welle auf die Schulter und trug
sie fort. Dann kam er wieder und ging mit seinem Herrn, der sprach 'wir zwei sollten wohl
durch die ganze Welt kommen.' Und als sie ein Weilchen gegangen waren, fanden sie einen
Jäger, der lag auf den Knien, hatte die Büchse angelegt und zielte. Sprach der Herr zu ihm
'Jäger, was willst du schießen?' Er antwortete 'zwei Meilen von hier sitzt eine Fliege auf dem
Ast eines Eichbaums, der will ich das linke Auge herausschießen.' 'O' geh mit mir,' sprach der
Mann, 'wenn wir drei zusammen sind, sollten wir wohl durch die ganze Welt kommen.' Der
Jäger war bereit und ging mit ihm, und sie kamen zu sieben Windmühlen, deren Flügel
trieben ganz hastig herum, und ging doch links und rechts kein Wind, und bewegte sich kein
Blättchen. Da sprach der Mann 'ich weiß nicht, was die Windmühle treibt, es regt sich ja kein
Lüftchen,' und ging mit seinen Dienern weiter, und als sie zwei Meilen fortgegangen waren,
sahen sie einen auf einem Baum sitzen, der hielt das eine Nasenloch zu und blies aus dem
andern. 'Mein, was treibst du da oben?' fragte der Mann. Er antwortete 'zwei Meilen von hier
stehen sieben Windmühlen, seht, die blase ich an, daß sie laufen.' 'O, geh mit mir,' sprach der

Mann, 'wenn wir vier zusammen sind, sollten wir wohl durch die ganze Welt kommen.' Da
stieg der Bläser herab und ging mit, und über eine Zeit sahen sie einen, der stand da auf
einem Bein, und hatte das andere abgeschnallt und neben sich gelegt. Da sprach der Herr
'du hast dirs ja bequem gemacht zum Ausruhen.' 'Ich bin ein Laufer,' antwortete er, 'und damit
ich nicht gar zu schnell springe, habe ich mir das eine Bein abgeschnallt; wenn ich mit zwei
Beinen laufe, so gehts geschwinder, als ein Vogel fliegt.' 'O, geh mit mir, wenn wir fünf
zusammen sind, sollten wir wohl durch die ganze Welt kommen.' Da ging er mit, und gar nicht
lang, so begegneten sie einem, der hatte ein Hütchen auf, hatte es aber ganz auf dem einen
Ohr sitzen. Da sprach der Herr zu ihm 'manierlich! manierlich! häng deinen Hut doch nicht auf
ein Ohr, du siehst ja aus wie ein Hans Narr.' 'Ich darfs nicht tun,' sprach der andere, 'denn
setz ich meinen Hut gerad, so kommt ein gewaltiger Frost, und die Vögel unter dem Himmel
erfrieren und fallen tot zur Erde.' 'O, geh mit mir,' sprach der Herr, 'wenn wir sechs zusammen
sind, sollten wir wohl durch die ganze Welt kommen.'
Nun gingen die sechse in eine Stadt, wo der König hatte bekanntmachen lassen, wer mit
seiner Tochter in die Wette laufen wollte und den Sieg davontrüge, der sollte ihr Gemahl wer-
den; wer aber verlöre, müßte auch seinen Kopf hergeben. Da meldete sich der Mann und
sprach 'ich will aber meinen Diener für mich laufen lassen.' Der König antwortete 'dann mußt
du auch noch dessen Leben zum Pfand setzen, also daß sein und dein Kopf für den Sieg
haften.' Als das verabredet
und festgemacht war, schnallte der Mann dem Laufer das andere Bein an und sprach zu
ihm 'nun sei hurtig und hilf, daß wir siegen.' Es war aber bestimmt, daß, wer am ersten
Wasser aus einem weit abgelegenen Brunnen brächte, der sollte Sieger sein. Nun bekam der
Laufer einen Krug und die Königstochter auch einen, und sie fingen zu gleicher Zeit zu laufen
an: aber in einem Augenblick, als die Königstochter erst eine kleine Strecke fort war, konnte
den Laufer schon kein Zuschauer mehr sehen, und es war nicht anders, als wäre der Wind
vorbeigesaust. In kurzer Zeit langte er bei dem Brunnen an, schöpfte den Krug voll Wasser
und kehrte wieder um. Mitten aber auf dem Heimweg überkam ihn eine Müdigkeit, da setzte
er den Krug hin, legte sich nieder und schlief ein. Er hatte aber einen Pferdeschädel, der da
auf der Erde lag, zum Kopfkissen gemacht, damit er hart läge und bald wieder erwachte. In-
dessen war die Königstochter, die auch gut laufen konnte, so gut es ein gewöhnlicher
Mensch vermag, bei dem Brunnen angelangt, und eilte mit ihrem Krug voll Wasser zurück;
und als sie den Laufer da liegen und schlafen sah, war sie froh und sprach 'der Feind ist in
meine Hände gegeben,' leerte seinen Krug aus und sprang weiter. Nun wäre alles verloren
gewesen, wenn nicht zu gutem Glück der Jäger mit seinen scharfen Augen oben auf dem
Schloß gestanden und alles mit angesehen hätte. Da sprach er 'die Königstochter soll doch
gegen uns nicht aufkommen,' lud seine Büchse und schoß so geschickt, daß er dem Laufer

den Pferdeschädel unter dem Kopf wegschoß, ohne ihm weh zu tun. Da erwachte der Laufer,
sprang in die Höhe und sah, daß sein Krug leer und die Königstochter schon weit voraus war.
Aber er verlor den Mut nicht, lief mit dem Krug wieder zum Brunnen zurück, schöpfte aufs
neue Wasser und war noch zehn Minuten eher als die Königstochter daheim. 'Seht ihr,'
sprach er, 'jet zt hab ich erst die Beine aufgehoben, vorher wars gar kein Laufen zu nennen.'
Den König aber kränkte es, und seine Tochter noch mehr, daß sie so ein gemeiner
abgedankter Soldat davontragen sollte; sie ratschlagten miteinander, wie sie ihn samt seinen
Gesellen los würden. Da sprach der König zu ihr 'ich habe ein Mittel gefunden, laß dir nicht
bang sein, sie sollen nicht wieder heimkommen.' Und sprach zu ihnen 'ihr sollt euch nun
zusammen lustig machen, essen und trinken,' und führte sie zu einer Stube, die hatte einen
Boden von Eisen, und die Türen waren auch von Eisen, und die Fenster waren mit eisernen
Stäben verwahrt. In der Stube war eine Tafel mit köstlichen Speisen besetzt, da sprach der
König zu ihnen 'geht hinein und laßts euch wohl sein.' Und wie sie darinnen waren, ließ er die
Türe verschließen und verriegeln. Dann ließ er den Koch kommen und befahl ihm, ein Feuer
so lang unter die Stube zu machen, bis das Eisen glühend würde. Das tat der Koch, und es
fing an und ward den sechsen in der Stube, während sie an der Tafel saßen, ganz warm, und
sie meinten, das käme vom Essen; als aber die Hitze immer größer ward und sie hinaus woll-
ten, Türe und Fenster aber verschlossen fanden, da merkten sie, daß der König Böses im
Sinne gehabt hatte und sie ersticken wollte. 'Es soll ihm aber nicht gelingen,' sprach der mit
dem Hütchen, 'ich will einen Frost kommen lassen, vor dem sich das Feuer schämen und
verkriechen soll.' Da setzte er sein Hütchen gerade, und alsobald fiel ein Frost, daß alle Hitze
verschwand und die Speisen auf den Schüsseln anfingen zu frieren. Als nun ein paar Stun-
den herum waren, und der König glaubte, sie wären in der Hitze verschmachtet, ließ er die
Türe öffnen und wollte selbst nach ihnen sehen. Aber wie die Türe aufging, standen sie alle
sechs da, frisch und gesund, und sagten, es wäre ihnen lieb, daß sie heraus könnten, sich zu
wärmen, denn bei der gr oßen Kälte in der Stube frören die Speisen in den Schüsseln fest.
Da ging der König voll Zorn hinab zu dem Koch, schalt ihn und fragte, warum er nicht getan
hätte, was ihm wäre befohlen worden. Der Koch aber antwortete 'es ist Glut genug da, seht
nur selbst.' Da sah der König, daß ein gewaltiges Feuer unter der Eisenstube brannte, und
merkte, daß er den sechsen auf diese Weise nichts anhaben könnte.
Nun sann der König aufs neue, wie er der bösen Gäste los würde, ließ den Meister kom-
men und sprach 'willst du Gold nehmen, und dein Recht auf meine Tochter aufgeben, so
sollst du haben, soviel du willst.' 'O ja, Herr König,' antwortete er, 'gebt mir soviel, als mein
Diener tragen kann, so verlange ich Eure Tochter nicht.' Das war der König zufrieden, und
jener sprach weiter 'so will ich in vierzehn Tagen kommen und es holen.' Darauf rief er alle
Schneider aus dem ganzen Reich herbei, die mußten vierzehn Tage lang sitzen und einen

Sack nähen. Und als er fertig war, mußte der Starke, welcher Bäume ausrupfen konnte, den
Sack auf die Schulter nehmen und mit ihm zu dem König gehen. Da sprach der König 'was ist
das für ein gewaltiger Kerl, der den hausgroßen Ballen Leinwand auf der Schulter trägt?' ers-
chrak und dachte 'was wird der für Gold wegschleppen!' Da hieß er eine Tonne Gold herbrin-
gen, die mußten sechzehn der stärksten Männer tragen, aber der Starke packte sie mit einer
Hand, steckte sie in den Sack und sprach 'warum bringt ihr nicht gleich mehr, das deckt ja
kaum den Boden.' Da ließ der König nach und nach seinen ganzen Schatz herbeitragen, den
schob der Starke in den Sack hinein, und der Sack ward davon noch nicht zur Hälfte voll.
'Schafft mehr herbei,' rief er, 'die paar Brocken füllen nicht.' Da mußten noch siebentausend
Wagen mit Gold in dem ganzen Reich zusammengefahren werden: die schob der Starke
samt den vorgespannten Ochsen in seinen Sack. 'Ich wills nicht lange besehen,' sprach er,
'und nehmen, was kommt, damit der Sack nur voll wird.' Wie alles darin stak, ging doch noch
viel hinein, da sprach er 'ich will dem Ding nur ein Ende machen, man bindet wohl einmal ein-
en Sack zu, wenn er auch noch nicht voll ist.' Dann huckte er ihn auf den Rücken und ging
mit seinen Gesellen fort.
Als der König nun sah, wie der einzige Mann des ganzen Landes Reichtum forttrug, ward
er zornig und ließ seine Reiterei aufsitzen, die sollten den sechsen nachjagen, und hatten Be-
fehl, dem Starken den Sack wieder abzunehmen. Zwei Regimenter holten sie bald ein und
riefen ihnen zu 'ihr seid Gefangene, legt den Sack mit dem Gold nieder, oder ihr werdet
zusammengehauen.' 'Was sagt ihr?' sprach der Bläser, 'wir wären Gefangene? eher sollt ihr
sämtlich in der Luft herumtanzen,' hielt das eine Nasenloch zu und blies mit dem andern die
beiden Regimenter an, da fuhren sie auseinander und in die blaue Luft über alle Berge weg,
der eine hierhin, der andere dorthin. Ein Feldwebel rief um Gnade, er hätte neun Wunden und
wäre ein braver Kerl, der den Schimpf nicht verdiente. Da ließ der Bläser ein wenig nach, so
daß er ohne Schaden wieder herabkam, dann sprach er zu ihm 'nun geh heim zum König und
sag, er sollte nur noch mehr Reiterei schicken, ich wollte sie alle in die Luft blasen.' Der
König, als er den Bescheid vernahm, sprach 'laßt die Kerle gehen, die haben etwas an sich.'
Da brachten die sechs den Reichtum heim, teilten ihn unter sich und lebten vergnügt bis an
ihr Ende.
Die sieben Raben
Ein Mann hatte sieben Söhne und immer noch kein Töchterchen, so sehr er sichs auch
wünschte; endlich gab ihm seine Frau wieder gute Hoffnung zu einem Kinde, und wies zur
Welt kam, war es auch ein Mädchen. Die Freude war groß, aber das Kind war schmächtig
und klein, und sollte wegen seiner Schwachheit die Nottaufe haben. Der Vater schickte einen
der Knaben eilends zur Quelle, Taufwasser zu holen: die andern sechs liefen mit, und weil
jeder der erste beim Schöpfen sein wollte, so fiel ihnen der Krug in den Brunnen. Da standen

sie und wußten nicht, was sie tun sollten, und keiner getraute sich heim. Als sie immer nicht
zurückkamen, ward der Vater ungeduldig und sprach 'gewiß haben sies wieder über ein Spiel
vergessen, die gottlosen Jungen.' Es ward ihm angst, das Mädchen müßte ungetauft ver-
scheiden, und im Ärger rief er 'ich wollte, daß die Jungen alle zu Raben würden.' Kaum war
das Wort ausgeredet, so hörte er ein Geschwirr über seinem Haupt in der Luft, blickte in die
Höhe und sah sieben kohlschwarze Raben auf- und davonfliegen.
Die Eltern konnten die Verwünschung nicht mehr zurücknehmen, und so traurig sie über
den Verlust ihrer sieben Söhne waren, trösteten sie sich doch einigermaßen durch ihr liebes
Töchterchen, das bald zu Kräften kam, und mit jedem Tage schöner ward. Es wußte lange
Zeit nicht einmal, daß es Geschwister gehabt hatte, denn die Eltern hüteten sich, ihrer zu
erwähnen, bis es eines Tags von ungefähr die Leute von sich sprechen hörte, das Mädchen
wäre wohl schön, aber doch eigentlich schuld an dem Unglück seiner sieben Brüder. Da ward
es ganz betrübt, ging zu Vater und Mutter und fragte, ob es denn Brüder gehabt hätte, und
wo sie hingeraten wären. Nun durften die Eltern das Geheimnis nicht länger verschweigen,
sagten jedoch, es sei so des Himmels Verhängnis und seine Geburt nur der unschuldige
Anlaß gewesen. Allein das Mädchen machte sich täglich ein Gewissen daraus und glaubte,
es müßte seine Geschwister wieder erlösen. Es hatte nicht Ruhe und Rast, bis es sich heim-
lich aufmachte und in die weite Welt ging, seine Brüder irgendwo aufzuspüren und zu be-
freien, es möchte kosten, was es wollte. Es nahm nichts mit sich als ein Ringlein von seinen
Eltern zum Andenken, einen Laib Brot für den Hunger, ein Krüglein Wasser für den Durst und
ein Stühlchen für die Müdigkeit.
Nun ging es immerzu, weit weit, bis an der Welt Ende. Da kam es zur Sonne, aber die war
zu heiß und fürchterlich, und fraß die kleinen Kinder. Eilig lief es weg und lief hin zu dem
Mond, aber der war gar zu kalt und auch grausig und bös, und als er das Kind merkte, sprach
er 'ich rieche rieche Menschenfleisch.' Da machte es sich geschwind fort und kam zu den
Sternen, die waren ihm freundlich und gut, und jeder saß auf seinem besondern Stühlchen.
Der Morgenstern aber stand auf, gab ihm ein Hinkelbeinchen und sprach 'wenn du das Be-
inchen nicht hast, kannst du den Glasberg nicht aufschließen, und in dem Glasberg, da sind
deine Brüder.'
Das Mädchen nahm das Beinchen, wickelte es wohl in ein Tüchlein, und ging wieder fort,
so lange, bis es an den Glasberg kam. Das Tor war verschlossen und es wollte das Beinchen
hervorholen, aber wie es das Tüchlein aufmachte, so war es leer, und es hatte das Geschenk
der guten Sterne verloren. Was sollte es nun anfangen? seine Brüder wollte es erretten und
hatte keinen SchIüssel zum Glasberg. Das gute Schwesterchen nahm ein Messer, schnitt
sich ein kleines Fingerchen ab, steckte es in das Tor und schloß glücklich auf. Als es
eingegangen war, kam ihm ein Zwerglein entgegen, das sprach 'mein Kind, was suchst du?'

'Ich suche meine Brüder, die sieben Raben,' antwortete es. Der Zwerg sprach 'die Herren
Raben sind nicht zu Haus, aber willst du hier so lang warten, bis sie kommen, so tritt ein.' Da-
rauf trug das Zwerglein die Speise der Raben herein auf sieben Tellerchen und in sieben
Becherchen, und von jedem Tellerchen aß das Schwesterchen ein Bröckchen, und aus je-
dem Becherchen trank es ein SchIückchen; in das letzte Becherchen aber ließ es das
Ringlein fallen, das es mitgenommen hatte.
Auf einmal hörte es in der Luft ein Geschwirr und ein Geweh, da sprach das Zwerglein
'jetzt kommen die Herren Raben heim geflogen.' Da kamen sie, wollten essen und trinken,
und suchten ihre Tellerchen und Becherchen. Da sprach einer nach dem andern 'wer hat von
meinem Tellerchen gegessen? wer hat aus meinem Becherchen getrunken? das ist eines
Menschen Mund gewesen.' Und wie der siebente auf den Grund des Bechers kam, rollte ihm
das Ringlein entgegen. Da sah er es an und erkannte, daß es ein Ring von Vater und Mutter
war, und sprach 'Gott gebe, unser Schwesterlein wäre da, so wären wir erlöst.' Wie das
Mädchen, das hinter der Türe stand und lauschte, den Wunsch hörte, so trat es hervor, und
da bekamen alle die Raben ihre menschliche Gestalt wieder. Und sie herzten und küßten ein-
ander, und zogen fröhlich heim.
Simeliberg
Es waren zwei Brüder, einer war reich, der andere arm. Der Reiche aber gab dem Armen
nichts, und er mußte sich vom Kornhandel kümmerlich ernähren; da ging es ihm oft so
schlecht, daß er für seine Frau und Kinder kein Brot hatte. Einmal fuhr er mit seinem Karren
durch den Wald, da erblickte er zur Seite einen großen kahlen Berg, und weil er den noch nie
gesehen hatte, hielt er still und betrachtete ihn mit Verwunderung. Wie er so stand, sah er
zwölf wilde große Männer daherkommen: weil er nun glaubte, das wären Räuber, schob er
seinen Karren ins Gebüsch und stieg auf einen Baum und wartete, was da geschehen würde.
Die zwölf Männer gingen aber vor den Berg und riefen 'Berg Semsi, Berg Semsi , tu dich auf.'
Alsbald tat sich der kahle Berg in der Mitte voneinander und die zwölfe gingen hinein, und wie
sie drin waren, schloß er sich zu. Über eine kleine Weile aber tat er sich wieder auf, und die
Männer kamen heraus und trugen schwere Säcke auf dem Rücken, und wie sie alle wieder
am Tageslicht waren, sprachen sie 'Berg Semsi, Berg Semsi, tu dich zu.' Da fuhr der Berg
zusammen und war kein Eingang
mehr an ihm zu sehen, und die zwölfe gingen fort. Als sie ihm nun ganz aus den Augen
waren, stieg der Arme vom Baum herunter und war neugierig, was wohl im Berge Heimliches
verborgen wäre. Also ging er davor und sprach 'Berg Semsi , Berg Semsi , tu dich auf,' und
der Berg tat sich auch vor ihm auf. Da trat er hinein, und der ganze Berg war eine Höhle voll
Silber und Gold, und hinten lagen große Haufen Perlen und blitzende Edelsteine, wie Korn
aufgeschüttet. Der Arme wußte gar nicht, was er anfangen sollte, und ob er sich etwas von

und halfen ihm alle Schätze nichts mehr. sprach er gleichfalls 'Berg Semsi .' sagte der andere.' da schloß sich der Berg und er fuhr mit seinem Karren nach Haus. woher der Reichtum käme. und als sie ihn sahen. und konnte nicht begreifen. tu dich zu. aber wir konnten dich nicht fan- gen.' aber er mochte bitten um sein Leben und sagen. aber je länger er nachsann. Der Reiche aber ließ gleich einen Wagen anspannen. wie e s zugegangen war. Der Reiche aber war schon lange neidisch über sein Vermögen und den schönen Haushalt. lebte fröhlich und redlich. eine große Be- lohnung: aber das Tier war so groß und stark. wer das Wildschwein ein- . tu dich auf. so wollt er ihn beim Gericht verklagen. fuhr hinaus. mein Bruder wars. Als aber das Geld zu Ende war. endlich füllte er sich die Taschen mit Gold.den Schätzen nehmen dürfte. lieh einen Scheffel und holte sich von neuem. weil aber Herz und Sinn ganz voll von den Schätzen waren. borgte er bei seinem Bruder abermals den Scheffel. wir hättens nicht gemerkt. und er wußte lange nicht. Da lagen die Reichtümer alle vor ihm. Am Abend tat sich der Berg auf und die zwölf Räuber kamen herein. Als er wieder herauskam. lachten sie und riefen 'Vogel.' Da rief er 'ich wars nicht. ging er zu seinem Bruder. was er wollte. Wie er sich zum drittenmal et- was holen wollte. Er erzählte ihm nun alles. die Perlen und Edel- steine aber ließ er liegen. Der singende Knochen Es war einmal in einem Lande große Klage über ein Wildschwein. rief er 'Berg Semsi . den er sich ein- gerichtet hatte. Berg Simeli . gab den Armen und tat jedermann Gutes. hatte er darüber den Namen des Berges vergessen und rief 'Berg Simeli . Berg Semsi . und der Berg regte sich nicht und blieb verschlossen. Da zeigte er ihm das Goldstück und drohte ihm. und wie er das Maß zurückbekam. doch rührte er von den großen Schätzen nichts an. das Vieh tötete und den Menschen mit seinen Hauern den Leib aufriß. daß sich niemand in die Nähe des Waldes wagte. sie schlugen ihm das Haupt ab. Da ward ihm angst. endlich lud er Edelsteine auf. Endlich ließ der König bekanntmachen. Da dachte er eine List aus und bestrich den Boden mit Pech. zum drittenmal sollst du nicht wieder heraus. Der König versprach einem jeden. meinst du. tu dich auf. Nun brauchte er nicht mehr zu sorgen und konnte mit seinem Golde für Frau und Kind Brot und auch Wein dazu kaufen. soviel er tragen konnte. Wie er vor den Berg kam. haben wir dich endlich. so war ein Goldstück daran hängen geblieben. das den Bauern die Äcker umwühlte. und er ging hinein. desto mehr verwirrten sich seine Gedanken. worin es hauste. Er wollte seine Last hinausbring- en. daß du zweimal hereingekommen bist. wozu er am ersten greifen sollte. wenn er nicht die Wahrheit sagte. Alsbald ging er zu seinem Bruder und fragte ihn 'was hast du mit dem Scheffel gemessen?' 'Korn und Ger- ste. wollte die Gelegenheit besser benutzen und ganz andere Schätze mitbringen. und was sein Bruder mit dem Scheffel anfinge.' Aber das war der rechte Name nicht. Berg Semsi . der das Land von dieser Plage befreien würde.' Der Berg tat sich auf.

daß ihm das Herz entzwei- geschnitten ward. Als der jüngste Bruder nicht wiederkommen wollte. Der König sagte 'damit ihr desto sicherer das Tier findet. die meldeten sich und wollten das Wagnis übernehmen. so erblickte er das Tier.' Da ging der älteste von Abend und der jüngste von Morgen hinein. er hielt ihm aber den Spieß entgegen. Weil aber vor Gott nichts verborgen bleibt. der nichts Arges dahinter vermutete. ließ der älteste den jüngsten vorangehen. lieber Bruder. der listig und klug war. da gingen sie zusammen fort. aus gutem Herzen. sagte er 'das Schwein wird ihm den Leib aufgerissen haben. so trat ein kleines Männlein zu ihm. Der äIteste hielt ihn bis zum Abend zurück. es wird dir keinen Schaden zufügen. Da nahm er das Ungetüm auf die Schulter. das ihm einen Spieß gegeben. Als er zum erst- enmal darauf geblasen hatte. womit er das Schwein getötet hätte. so sollt ihr von entgegengesetzten Seiten in den Wald gehen. worauf er die Tochter des Königs zur Gemahlin erhielt. er hätte es getötet. Er rief ihm zu 'komm doch herein. nahm dann das Schwein und brachte es dem König mit dem Vorgeben. der mit seiner Beute beladen aus dem Wald kam. weil dein Herz unschuldig und gut ist: damit kannst du getrost auf das wilde Schwein eingehen.' und das glaubte jedermann. ging heimwärts und wollte es dem Könige bringen. solle seine einzige Tochter zur Gemahlin haben. stand da am Eingang ein Haus. erst wollte er sich einen rechten Mut trinken. daß er tot hinab stürzte. das auf ihn losrannte. Als sie aber in der Dunkelheit zu der Brücke über einen Bach kamen. Als er auf der andern Seite des Waldes herauskam. Der älteste. das hielt einen schwarzen Spieß in der Hand und sprach 'diesen Spieß gebe ich dir. Als er nun den jüngsten erblickte. tat es aus Hochmut. so fing das Knöchlein zu großer Verwunderung des Hirten von selbst an zu singen . Und als der jüngste ein Weilchen gegangen war. das gäbe ein gutes Mundstück. Nach langen Jahren trieb ein Hirt einmal seine Herde über die Brücke und sah unten im Sande ein schneeweißes Knöchlein liegen und dachte. Söhne eines armen Mannes. Nicht lange. sollte auch diese schwarze Tat ans Licht kom- men. Er begrub ihn unter der Brücke. so ließ ihm sein neidisches und boshaftes Herz keine Ruhe. ging hinein und erzählte ihm von dem guten Männlein. Da stieg er herab. der unschuldig und dumm war. hob es auf und schnitzte ein Mundstück daraus für sein Horn. ruhe dich aus und stärke dich mit einem Becher Wein. der jüngste. wo die Leute sich mit Tanz und Wein lustig machten. und in seiner blinden Wut rannte es so gewaltig hinein. und als er mitten über dem Wasser war. Nun lebten zwei Brüder in dem Lande.' Der jüngste. das Schwein liefe ihm doch nicht fort. gab er ihm von hinten einen Schlag. Sein äItester Bruder war da eingetreten und hatte gedacht.' Er dankte dem Männlein.fange oder töte. nahm den Spieß auf die Schultern und ging ohne Furcht weiter.

um das wilde Schwein. daß sie an Schönheit von jemand sollte übertroffen werden. du bläst auf meinem Knöchelein. aber sie war stolz und übermütig. Als diese einmal ihren Spiegel fragte 'Spieglein. Es war eine schöne Frau. 'Ach. dachte sie bei sich 'hätt ich ein Kind so weiß wie Schnee. Sie hatte einen wunderbaren Spiegel. fing das Hörnchen abermals an sein Liedchen zu singen. und als es sieben Jahre alt war. Und wie das Kind ge- boren war. und so schwarz wie das Holz an dem Rahmen. du liebes Hirtelein. und konnte nicht leiden. Und wie sie so nähte und nach dem Schnee aufblickte.' Als er damit vor den König kam. Und weil das Rote im weißen Schnee so schön aussah. so rot wie Blut. da saß eine Königin an einem Fenster. wer ist die Schönste im ganzen Land?' so antwortete der Spiegel 'Frau Königin. unter der Brücke begraben. daß der Spiegel die Wahrheit sagte. Über ein Jahr nahm sich der König eine andere Gemahlin. Der König verstand es wohl. das war so weiß wie Schnee. sprach sie 'Spieglein. für des Königs Töchterlein. das muß ich dem Herrn König bringen.' Da war sie zufrieden. wenn sie vor den trat und sich dar- in beschaute. da kam das ganze Gerippe des Erschlagenen zum Vorschein. und so schwarzhaarig wie Eben- holz. war es so schön wie der klare Tag. stach sie sich mit der Nadel in den Finger. Spieglein an der Wand. Spieglein an der Wand. und ward darum das Sneewittchen (Schneeweißchen) genannt. die Gebeine des Gemordeten aber wurden auf den Kirchhof in ein schönes Grab zur Ruhe gelegt.' Bald darauf bekam sie ein Töchterlein.' 'Was für ein wunderliches Hörnchen. . mein Bruder hat mich erschlagen. 'das von selber singt. und es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee. starb die Königin. Sneewittchen Es war einmal mitten im Winder. Der böse Bruder konnte die Tat nicht leugnen.' sagte der Hirt. und ließ die Erde unter der Brücke aufgraben. Ihr seid die Schönste im Land. denn sie wußte. und nähte. das einen Rahmen von schwarzem Ebenholz hatte. und die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab. Sneewittchen aber wuchs heran und wurde immer schöner. und schöner als die Königin selbst. so rot wie Blut. ward in einen Sack genäht und lebendig ersäuft.

' 'Die wilden Tiere werden dich bald gefressen haben. daß es alle Blätter an den Bäumen ansah und nicht wußte.' Da erschrak die Königin und ward gelb und grün vor Neid.' dachte er. weil es so hungrig und durstig war. bis endlich das siebente recht war: und darin blieb es liegen. sie hätte Sneewittchens Lunge und Leber gegessen. Als es ganz dunkel geworden war. Da fing es an zu laufen und lief über die spitzen Steine und durch die Dornen. und sieben Becherlein. weil es so müde war. Da rief sie einen Jäger und sprach 'bring das Kind hinaus in den Wald. und ward ihm so angst. das waren die sieben Zwerge. denn es wollte nicht einem allein alles wegnehmen. die in den Bergen nach Erz hackten und gruben. das eine war zu lang. Es lief. und brachte sie als Wahrzeichen der Königin mit. Du sollst es töten und mir Lunge und Leber zum Wahrzeichen mitbringen. solange nur die Füße noch fort kon- nten. Sneewittchen. kamen die Herren von dem Häuslein. aber Sneewittchen ist tausendmal schöner als Ihr. du armes Kind. nahm Lunge und Leber heraus. lieber Jäger. aber keins paßte. hatte der Jäger Mitleid und sprach 'so lauf hin. aber so zierlich und reinlich. stach er ihn ab. Von Stund an. und als er den Hirschfänger gezogen hatte und Sneewittchens unschuldiges Herz durchbohren woll- te. Und der Neid und Hochmut wuchsen wie ein Unkraut in ihrem Herzen immer höher. Ihr seid die Schönste hier. Hernach. das andere zu kurz. und doch wars ihm. aß von jedem Tellerlein ein wenig Gemüs und Brot. Sie zündeten ihre sieben Lichtlein an. legte es sich in ein Bettchen. ich will in den wilden Wald laufen und nimmermehr wieder heim kommen. ferner sieben Messerlein und Gäblein.' Und weil es so schön war. Der Koch mußte sie in Salz kochen. laß mir mein Leben. sich zu ruhen. Und als gerade ein junger Frischling daherge- sprungen kam. kehrte sich ihr das Herz im Leibe herum. aber sie taten ihm nichts. daß sie Tag und Nacht keine Ruhe mehr hatte. so haßte sie das Mädchen. und trank aus jedem Becherlein einen Tropfen Wein. Da stand ein weißgedecktes Tischlein mit sieben kleinen Tellern.' Der Jäger gehorchte und führte es hinaus. ich wills nicht mehr vor meinen Augen sehen. da sah es ein kleines Häuschen und ging hinein. wenn sie Snee- wittchen erblickte. und wie es nun hell im Häuslein ward. In dem Häuschen war alles klein. bis es bald Abend werden wollte. und das boshafte Weib aß sie auf und meinte. befahl sich Gott und schlief ein. daß jemand darin gewesen . weil er es nicht zu töten brauchte. wer ist die Schönste im ganzen Land?' so antwortete er 'Frau Königin. als wär ein Stein von seinem Herzen gewälzt. wie es sich helfen sollte. daß es nicht zu sagen ist. An der Wand waren sieben Bettlein nebeneinander aufgestellt und schneeweiße Laken darüber gedeckt. jedes Tellerlein mit seinem Löffelein. Nun war das arme Kind in dem großen Wald mutterseelig allein. fing es an zu weinen und sprach 'ach. sahen sie. und die wilden Tiere sprangen an ihm vorbei.

nähen und stricken. Ihr seid die Schönste hier. aber Sneewittchen über den Bergen bei den sieben Zwergen . Der siebente Zwerg aber schlief bei seinen Gesellen. so kannst du bei uns bleiben. abends kamen sie wieder. die wird bald wissen. bei jedem eine Stunde. betten. da sprach er 'wer hat in mein Bettchen getreten?' Die andern kamen gelaufen und riefen 'in meinem hat auch jemand gelegen. daß du hier bist. waschen. wer ist die Schönste im ganzen Land?' Da antwortete der Spiegel 'Frau Königin. da warnten es die guten Zwerglein und sprachen 'hüte dich vor deiner Stiefmutter. 'was ist das Kind so schön!' und hatten so große Freude. laß ja niemand herein.' Der siebente aber. Nun rief er die andern. daß sie es nicht aufweckten. und wie es die sieben Zwerge sah. die kamen herbeigelaufen. als sie wäre wieder die erste und Allerschönste. Sie waren aber freundlich und fragten 'wie heißt du?' 'Ich heiße Sneewittchen. dachte nicht anders. 'von Herzen gern. bis es endlich ihr Häuslein gefun- den hätte. erschrak es.' Die Königin aber. erblickte Sneewittchen. nachdem sie Sneewittchens Lunge und Leber glaubte gegessen zu haben. das lag darin und schlief. Spieglein an der Wand.' sagte Sneewittchen. und es soll dir an nichts fehlen. holten ihre sieben Lichtlein und beleuchteten Sneewittchen. Den Tag über war das Mädchen allein.' 'Ja. und da wär es gelaufen den ganzen Tag. sondern im Bettlein fortschlafen ließen. Als es Morgen war. 'Ei. erwachte Sneewittchen. 'Wie bist du in unser Haus gekommen?' sprachen weiter die Zwerge.war.' antwortete es. und willst du alles ordentlich und reinlich halten. der Jäger hätte ihm aber das Leben geschenkt. wie sie es verlassen hatten. kochen. du mein Gott!' riefen sie. Da erzählte es ihnen. Der erste sprach 'wer hat auf meinem Stühlchen gesessen?' Der zweite 'wer hat von meinem Teller- chen gegessen?' Der dritte 'wer hat von meinem Brötchen genommen?' Der vierte 'wer hat von meinem Gemüschen gegessen?' Der fünfte 'wer hat mit meinem Gäbelchen gestochen?' Der sechste 'wer hat mit meinem Messerchen geschnitten?' Der siebente 'wer hat aus meinem Becherlein getrunken?' Dann sah sich der erste um und sah. als er in sein Bett sah. daß auf seinem Bett eine kleine Delle war.' und blieb bei ihnen. trat vor ihren Spiegel und sprach 'Spieglein. und da mußte ihr Essen bereit sein. daß seine Stiefmutter es hätte wollen umbringen lassen. Die Zwerge sprachen 'willst du unsern Haushalt versehen. und schrien vor Verwunderung. da war die Nacht herum. denn es stand nicht alles so in der Ordnung. du mein Gott! ei. Es hielt ihnen das Haus in Ordnung: morgens gingen sie in die Berge und suchten Erz und Gold.

aber wie ers- chraken sie. liebe Frau. zur Abendzeit. färbte sie sich das Gesicht. Sie hoben es in die Höhe. was geschehen war.' antwortete sie. riegelte die Türe auf und kaufte sich den hübschen Schnürriemen. und kleidete sich wie eine alte Krämerin. als es nach Haus gekommen war. was habt Ihr zu verkaufen?' 'Gute Ware. klopfte an die Türe und rief 'schöne Ware feil! feil!' Sneewittchen guckte zum Fenster heraus und rief 'guten Tag.' sprach sie und eilte hinaus. lief ihr alles Blut zum Herzen. daß der Jäger sie betrogen hatte und Sneewittchen noch am Leben war. daß es zu fest geschnürt war. denn solange sie nicht die Schönste war im ganzen Land. und es für tot hinfiel.' dachte Sneewittchen.' Als sie das hörte. Nicht lange darauf. sprac- hen sie 'die alte Krämerfrau war niemand als die gottlose Königin: hüte dich und laß keinen Menschen herein. denn sie sah wohl. ist noch tausendmal schöner als Ihr. Als die Zwerge hörten.' sprach die Alte. und war ganz unkenntlich. und weil sie sahen. Und da sann und sann sie aufs neue. ging vor den Spiegel und fragte 'Spieglein. und merkte.' Sneewittchen hatte kein Arg. daß Sneewittchen wieder lebendig geworden war. denn sie wußte. kamen die sieben Zwerge nach Haus. wie sie es umbringen wollte. daß dem Sneewittchen der Atem verging. In dieser Gestalt ging sie über die sieben Berge zu den sieben Zwergen. ließ ihr der Neid keine Ruhe. 'Kind.' und mit Hexenkünsten. Dann verkleidete sie sich und nahm die Gestalt eines andern alten Weibes an. das dich zugrunde richten soll. machte sie einen giftigen Kamm. als wäre es tot. Spieglein an der Wand. aber Sneewittchen über den Bergen bei den sieben Zwergen ist noch tausendmal schöner als Ihr. wer ist die Schönste im ganzen Land?' Da antwortete er wie sonst 'Frau Königin' Ihr seid die Schönste hier. der aus bunter Seide geflochten war. klopfte an die Türe . die sie verstand. 'Nun bist du die Schönste gewesen.' Da erschrak sie. schnitten sie den Schnürriemen entzwei: da fing es an ein wenig zu atmen. ich will dich einmal ordentlich schnüren.' und holte einen hervor. und ward nach und nach wieder lebendig. 'Nun aber. 'will ich etwas aus- sinnen. schöne Ware. Und als sie sich endlich etwas ausgedacht hatte. So ging sie hin über die sieben Berge zu den sieben Zwergen.' Das böse Weib aber. und es regte und be- wegte sich nicht. daß der Spiegel wahrheit sprach. und ließ sich mit dem neuen Schnürriemen schnüren: aber die Alte schnürte geschwind und schnürte so fest. so erschrak sie. stellte sich vor sie. als sie ihr liebes Sneewittchen auf der Erde liegen sahen. 'wie du aussiehst! komm.' sprach sie. wenn wir nicht bei dir sind. 'Die ehrliche Frau kann ich hereinlassen. 'Schnürriemen von allen Farben.

Als sie des Kaufs einig waren. und ließ die Alte gewähren. 'siehst du. einen will ich dir schenken. Zum Glück aber war es bald Abend. Da warnten sie es noch einmal. Als der Apfel fertig war. hatten sie gleich die Stiefmutter in Verdacht. aber kaum hatte sie den Kamm in die Haare gesteckt. ich darf niemand hereinlassen. färbte sie sich das Gesicht und verkleidete sich in eine Bauersfrau.' antwortete die Bäuerin. den weißen will ich essen. und als es sah. Äußerlich sah er schön aus. als das Gift darin wirkte.' sprach die Alte.' sprach das boshafte Weib. so konnte es nicht länger widerstehen. und fanden den giftigen Kamm. Da.' rief sie. 'Du Ausbund von Schönheit.und rief 'gute Ware feil! feil!' Sneewittchen schaute heraus und sprach 'geht nur weiter.' 'Das Ansehen wird dir doch erlaubt sein. und machte da einen giftigen giftigen Apfel. Sneewittchen lüsterte den schönen Apfel an. der mußte sterben. aber Sneewittchen über den Bergen bei den sieben Zwergen ist noch tausendmal schöner als Ihr. suchten nach.' 'Mir auch recht. Spieglein an der Wand. da schneide ich den Apfel in zwei Teile. die sieben Zwerge haben mirs ver- boten. weiß mit roten Backen. daß die Bäuerin davon aß. aber wer ein Stückchen davon aß. wer ist die Schönste im ganzen Land?' Da antwortete er wie vorher 'Frau Königin.' Der Apfel war aber so künstlich gemacht. Sneewittchen streckte den Kopf zum Fenster heraus und sprach 'ich darf keinen Menschen einlassen. Kaum aber hatte es einen Bissen davon . zog den giftigen Kamm heraus und hielt ihn in die Höhe. und so ging sie über die sieben Berge zu den sieben Zwergen. streckte die Hand hinaus und nahm die giftige Hälfte.' Das arme Sneewittchen dachte an nichts. der ihn erblickte. daß es sich betören ließ und die Türe öffnete. wo niemand hinkam. und das Mädchen ohne Besinnung niederfiel. den roten Backen iß du. zitterte und bebte sie vor Zorn.' Darauf ging sie in eine ganz ver- borgene einsame Kammer. Ihr seid die Schönste hier. 'ich darf nichts annehmen. Lust danach bekam. Als sie Sneewittchen wie tot auf der Erde liegen sahen. so kam Sneewittchen wieder zu sich und erzählte.' 'Nein. daß der rote Backen allein vergiftet war. 'jetzt ists um dich geschehen. 'und wenn es mein eignes Leben kostet. sprach die Alte 'nun will ich dich einmal ordentlich kämmen. daß jeder. auf seiner Hut zu sein und niemand die Türe zu öffnen. Sie klopfte an. 'Sneewittchen soll ster- ben.' Als sie den Spiegel so reden hörte.' 'Fürchtest du dich vor Gift?' sprach die Alte. was vorgegangen war.' sprach Sneewittchen. Da gefiel er dem Kinde so gut. 'meine Äpfel will ich schon los werden.' und ging fort. und kaum hatten sie ihn herausgezogen. wo die sieben Zwerglein nach Haus kamen. Die Königin stellte sich daheim vor den Spiegel und sprach 'Spieglein.

Der Königssohn sagte voll Freude 'du bist bei mir. sucht- en. und von dem Schüttern fuhr der giftige Apfelgrütz. kämmten ihm die Haare. den Sneewittchen abgebissen hatte. als wenn es schliefe. Es geschah aber. Sie hoben es auf. Und die Tiere kamen auch und beweinten Sneewittchen. dann ein Rabe.' Wie er so sprach. Die Zwerglein. aus dem Hals. aber es sah noch so frisch aus wie ein lebender Mensch. Er sah auf dem Berg den Sarg und das schöne Sneewittchen darin. was sich zugetragen hatte. Sie legten es auf eine Bahre und setzten sich alle siebene daran und beweinten es. und es ging kein Atem mehr aus seinem Mund. ob sie was Giftiges fänden. und einer von ihnen blieb immer dabei und bewachte ihn. Nun lag Sneewittchen lange lange Zeit in dem Sarg und verweste nicht. denn es war noch so weiß als Schnee. wer ist die Schönste im ganzen Land?' so antwortete er endlich 'Frau Königin. was ihr dafür haben wollt. daß ein Königssohn in den Wald geriet und zu dem Zwergenhaus kam. 'Ach Gott. so rot als Blut. sondern sah aus. Dann setzten sie den Sarg hinaus auf den Berg. hob den Deckel vom Sarg in die Höhe. und schrieben mit goldenen Buchstaben seinen Namen darauf. und daß es eine Königstochter wäre. und richtete sich auf. daß sie über einen Strauch stolperten.im Mund. daß man es von allen Seiten sehen konnte. Und nicht lange. erst eine Eule. zuletzt ein Täubchen. Da geschah es. und so schwar- zhaarig wie Ebenholz. und es war tot. und hatte noch seine schönen roten Backen. denn ich kann nicht leben.' Da hatte ihr neidisches Herz Ruhe. rot wie Blut.' Da sprach er 'so schenkt mir ihn. Da wollten sie es begraben. wo bin ich?' rief es. Spieglein an der Wand.' Aber die Zwerge antworteten 'wir geben ihn nicht um alles Gold in der Welt. ich will es ehren und hochachten wie mein Liebstes. so gut ein neidisches Herz Ruhe haben kann. empfanden die guten Zwerglein Mitleiden mit ihm und gaben ihm den Sarg. Sie sprachen 'das können wir nicht in die schwarze Erde versenken. schnürten es auf. Ihr seid die Schönste im Land. ich will euch geben. das liebe Kind war tot und blieb tot. Da betrachtete es die Königin mit grausigen Blicken und lachte überlaut und sprach 'weiß wie Schnee. so fiel es tot zur Erde nieder. was mit goldenen Buchstaben darauf geschrieben war. Der Königssohn ließ ihn nun von seinen Dienern auf den Schultern forttragen. aber es half alles nichts. fanden Sneewittchen auf der Erde lie- gen. da zu über nachten.' und erzählte. schwarz wie Ebenholz! dies- mal können dich die Zwerge nicht wieder erwecken. wuschen es mit Wasser und Wein. und las. ohne Sneewittchen zu sehen. und sprach 'ich habe dich .' Und als sie daheim den Spiegel befragte 'Spieglein. legten es hinein. so öffnete es die Augen. und weinten drei Tage lang. und war wieder lebendig. Da sprach er zu den Zwergen 'laßt mir den Sarg. wie sie abends nach Haus kamen.' und ließen einen durchsichtigen Sarg von Glas machen.

geschwinde Leut! bist du um die Weltkinder gewesen. siehe und brauchs nur recht wohl und trau dir nicht zuviel. wo er sich den Sommer über aufgehalten und wie er sich ernähret hätte. 'Ach. wenn Leut in Gärten umhergehen. und vor Angst und Schrecken stand sie da und konnte sich nicht regen.' Da war ihm Sneewittchen gut und ging mit ihm. die inwendig hohl sind und oben ein Löchlein haben.' sagte der Vater. aber es ist große Gefahr dabei. Und wie sie hineintrat. daß er sie nicht vor allerlei Gefahr erst ver- warnet und ihnen gute Lehren fürgesagt habe. die lange grüne Stangen tragen. darum habe fortan deiner wohl acht.' spricht der Vater. wenn dann ein grün Blättlein aufs Löchlein mit Wachs geklebt wäre?' spricht der Sohn. 'Wo hast du das gesehen?' 'In eines Kaufmanns Garten. bis die Kirschen reif wurden. mein Sohn. sie kommen aber alle glücklich in Windbraus davon. Nun ist dem Alten leid.' Da stieß das böse Weib einen Fluch aus. Sie wollte zuerst gar nicht auf die Hochzeit kommen: doch ließ es ihr keine Ruhe. und sonderlich. du sollst meine Gemahlin werden. meine lieben Söhne. komm mit mir in meines Vaters Schloß.lieber als alles auf der Welt. was habe ihr mir den Sommer über Sorge gemacht. Wie sie sich nun mit schönen Kleidern angetan hatte. 'Ich habe mich in den Gärten gehalten.' 'Ja. bis sie tot zur Erde fiel. 'O mein Sohn. 'die Schnabelweid ist nicht bös. 'Kaufleut. erkannte sie Sneewittchen. Wie sie nun flügge sind. weil seine Söhne in die Welt kommen. trat sie vor den Spiegel und sprach 'Spieglein' Spieglein an der Wand' wer ist die Schönste im ganzen Land?' Der Spiegel antwortete 'Frau Königin' Ihr seid die Schönste hier. und ward ihr so angst. Räuplein und Würmlein gesucht. so angst. daß sie sich nicht zu lassen wußte.' 'Ach. dieweil ihr ohne meine Lehre in Winde kamet. höret meine Worte und folget eurem Vater und sehet euch wohl vor: kleine Vöglein haben große Gefährlichkeit auszustehen!' Darauf fragte er den ältern. Der Sperling und seine vier Kinder Ein Sperling hatte vier Junge in einem Schwalbennest. die führe er voll Freuden mit sich heim. Aufn Herbst kommen in einem Weizenacker viel Sperlinge zusammen. so hast du Weltgeschmeidigkeit genug gelernt. allda trifft der Alte seine vier Jungen an.' . stoßen böse Buben das Nest ein. sie mußte fort und die junge Königin sehen.' sagt der Junge. Aber es waren schon eiserne Pantoffeln über Kohlenfeuer gestellt und wurden mit Zangen herein- getragen und vor sie hingestellt. und ihre Hochzeit ward mit großer Pracht und Herrlichkeit angeordnet. Zu dem Fest wurde aber auch Sneewittchens gottlose Stiefmutter eingeladen. Da mußte sie in die rotglühenden Schuhe treten und so lange tanzen. aber die junge Königin ist tausendmal schöner als Ihr. mein Vater.

da hat mich der Vater aller Sperlinge den Sommer über ernährt und behütet vor allem Unglück und grimmigen Vögeln. 'eine feine Nahrung. die Welt hat viel grober und böser Vögel. fleuchst du in die Kirchen und hilfest Spinnen und die sum- .' 'Wahr ists.oder Handstein im Busen oder Tasche trüge?' 'Wo hast du dies gesehen?' 'Bei den Bergleuten.' 'O. aber merk gleichwohl auf die Schanz und siehe fleißig auf. die krumme Schnäbel und lange Krallen haben und nur auf arme Vöglein lauern und sie ver- schlucken: halt dich zu deinesgleichen und lies die Spinnlein und Räuplein von den Bäumen oder Häuslein. da man den Hafer schwingt. Bergbuben haben manchen Sper- ling mit Kobold umbracht.' Der Vater nimmt den dritten auch vor sich 'wo hast du dein Heil versuche?' 'Auf den Fahr- wegen und Landstraßen hab ich Kübel und Seil eingeworfen und da bisweilen ein Körnlein oder Gräuplein angetroffen. wenn sie ausfahren. sonderlich wenn sich einer bücket und einen Stein aufheben will. halt dich zum Roßstall. bleib du bei mir. mein Sohn. da las ich den Sommer die Fliegen und Spinnen von den Fenstern ab und hörte diese Sprüch predigen. und kein Sperber. Sperber. Habicht. Seiden. beim Roßbuben. 'Zu Hof. du warst allzeit der alberst und schwächest. mein lieber Vater. der auch der jungen Räblein Geschrei und Gebet höret. führen sie gemeinlich Hand- steine bei sich. Hofbuben. Harnisch.' 'Wo hast du das gesehen?' sagte der Alte.' 'Du. kam ich in eine Kirche. böse Buben! bist du zu Hof und um die Herren gewesen und hast keine Federn da gelassen. Darauf befragt er den andern 'wo hast du dein Wesen gehabt?' 'Zu Hofe. Fahr hin und nimm deiner Sachen gleichwohl gut acht.' 'Ja.' sage der Vater. 'wenn aber einer zuvor einen Wand. da bleibt auch mancher behenken.' 'Traun! mein lieber Sohn. Kauzen und Blaufüß sind. anschlägige Leut! bist du um Bergburschen gewesen. denn ohne seinen Willen fällt auch kein Sper- ling oder Schneekünglein auf die Erde. da viel Gold. so kann dirs Glück mit gutem Fried auch dein täglich Körnlein bescheren. 'Sperling und alberne Vöglein dienen nicht an diesem Ort. Vater. Wehr. Aar oder Weih wird ihm nicht schaden. Werkleut. so bIeibst du lang zufrieden. wenn er zumal sich und seine ehrliche Nahrung dem lieben Gott all Abend und Mor- gen treulich befiehlt.' 'Dies ist ja.' sagte dieser Sohn. der kommt lang hin. wer sich nährt ohn andrer Leut Schaden. da ist dir nicht lang zu bleiben.' sage der Sohn.' 'Bergleut.' Endlich komme der Vater an jüngsten Sohn 'du mein liebes Gackennestle. Sammet.' spricht der Sohn. welcher aller Wald. 'wenn aber die Stalljungen Hebritzen machen und ihre Maschen und Schlingen ins Stroh binden. so hast du etwas gesehen und erfahren.und Dorfvöglein Schöpfer und Erhalter ist. lieber Vater.' 'Wo hast du dies gelernt?' Antwortet der Sohn 'wie mich der große Windbraus von dir wegriß. so hast du ziemlich gelernt und wirst dich in der Welt wohl wissen auszureißen. doch siehe dich um und auf: die Wölfe fressen auch oft die gescheiten Hündlein. oder wo man drischet.

senden Fliegen aufräumen und zirpst zu Gott wie die jungen Räblein und befiehlst dich dem ewigen Schöpfer. schweigt. bog von der einen Seite ein Haselnußbäumchen zur Erde herab und trat mit dem Fuß auf die Spitze.' sprach der Spielmann. betet.' Der Spiel- mann hieß ihn mitgehen. Da hielt der Spielmann still. und wenn die ganze Welt voll wilder tückischer Vögel wäre. der ging durch einen Wald mutterselig allein und dachte hin und her.' Der Fuchs gehorchte und der Spielmann band ihm die Pfote an den linken Stamm. Füchslein. so kam ein Fuchs durch die Bäume dahergeschlichen. du lieber Spielmann. was fiedelst du so schön! das möchte ich auch lernen. wenn du etwas lernen willst. der innen hohl und in der Mitte aufgerissen war. 'Ach. ich will einen guten Gesellen herbeiholen. brauche Glimpf. tut gemach. so wirst du wohl bleiben. 'du mußt nur alles tun. ka- men sie auf einen Fußweg.' sagte der Spielmann und ging seines Weges. dem will Gore Schutz und Helfer sein. 'ich will dir gehorchen. Denn wer dem Herrn befiehlt seine Sach. leidet. 'nach dem trage ich kein Verlangen. 'du mußt nur alles tun.' Da nahm er die Geige vom Rücken und fiedelte eins. .' Der Fuchs kam zu ihm heran und sprach 'ei. 'Sieh her.' antwortete ihm der Spielmann. sprach er zu sich selbst 'mir wird hier im Walde Zeit und Weile lang. kamen sie an einen alten Eichbaum. ein Wolf kommt! nach dem trage ich kein Verlangen.' Der wunderliche Spielmann Es war einmal ein wunderlicher Spielmann. du lieber Spielmann.' nahm seine Geige und fiedelte wieder in den Wald hinein. so kam ein Wolf durch das Dickicht dahergetrabt.' sagte der Spielmann. zu dessen beiden Seiten hohe Sträuche standen. und als sie ein Stück Wegs zusammen gegangen waren. 'Ach. und als sie ein Stück Wegs gegangen waren. Nicht lange. wie ein Schüler seinem Meister. was ich dich heiße.' sprach der Wolf. 'ich will dir gehorchen. daß er wie ein Gefangener da liegen bleiben mußte. wie ein Schüler seinem Meister. 'Warte da so lange. dann bog er von der andern Seite noch ein Bäumchen herab und sprach 'wohlan. Über eine Weile sprach er abermals zu sich selber 'mir wird hier im Walde Zeit und Weile lang. was ich dich heiße. wartet. so lege die Vorderpfoten in diesen Spalt.' 'Das ist bald gelernt. so reich mir deine linke Vorderpfote. bis ich wiederkomme. daß es durch die Bäume schallte. Nicht lange.' sprach der Spielmann.' 'O Spielmann. sagte der Spielmann. was fiedelst du so schön! das möcht ich auch lernen.' sagte der Spielmann: aber der Wolf schritt näher und sprach zu ihm 'ei. 'willst du fiedeln lernen. ich will einen andern Gesellen herbeiholen.' antwortete der Fuchs.' Der Wolf gehorchte.' 'Das ist bald gelernt.' 'O Spiel- mann. und als für seine Gedanken nichts mehr übrig war. aber der Spielmann hob schnell einen Stein auf und keilte ihm die beiden Pfoten mit einem Schlag so fest. bewahrt Glaub und gut Gewissen rein. ein Fuchs kommt!.' 'Folge mir.

bis ich wiederkomme. und das Häschen ge- horchte. 'denn einen Menschen suchte ich und keine wilden Tiere.' sagte der Spielmann und ging seines Weges. Der Spielmann hatte auf seinem Weg abermals seine Fiedel erklingen lassen. Als ihn der Fuchs laufen sah. 'Warte da so lange.' Sie gingen ein Stück Wegs zusammen. bis er die Pfoten frei gemacht und wieder aus der Spalte gezogen hatte. Da kam ein Häschen dahergesprungen. und es mochte ziehen und zerren. es schnitt sich nur den Faden in den weichen Hals.' 'Das ist bald gelernt. daß sie etwas Böses im Schilde führten. der hüte sich.' 'O Spielmann. Der Spielmann band dem Häschen einen langen Bindfaden um den Hals. so hatte sich der Bindfaden zwanzigmal um den Stamm gewickelt. ließ er los. Und als er nachgesehen hatte. und die Bäumchen. ich will einen an- dern Gesellen herbeiholen. kamen der Wolf. Der Wolf indessen hatte gerückt. bis sie zu einer lichten Stelle im Wald kamen. Die Töne drangen zu den Ohren eines armen Holzhauers. Sie fanden das gebundene Häschen. als wollte er sagen 'wer an ihn will. und ihm das Herz vor Freude aufging.' Der Wolf zog die Bäumchen herab. und wollte ihn zerreißen. jetzt spring mir zwanzigmal um den Baum herum. der mit ihm ging und an dem Spielmann Rache nehmen wollte. ein Hase kommt!' sagte der Spielmann. daß es in der Luft schwebte und zappelte. das möcht ich auch lernen. und dann suchten alle zusammen ihren Feind auf. wie es wollte. bis ich wiederkomme. der alsbald. 'ich will dir gehorchen. 'du mußt nur alles tun. und er merkte wohl. und mit dem Beil unter dem Arme herankam.' nahm seine Geige.' sprach er. Häschen. er mochte wollen oder nicht. 'nun reich mir die rechte.' sprach der Spielmann und ging weiter. 'was fiedelst du so schön. du lieber Spielmann. Und wie er so stand. und wie es zwanzigmal herumgelaufen war. Da erhob er seine blinkende Axt und stellte sich vor den Spielmann. 'Endlich kommt doch der rechte Geselle.' die band er ihm an den rechten Stamm.'Füchslein.' sagte der Spielmann. 'Warte da so lang. wo ein Espenbaum stand. das sie ebenfalls erlösten. der hat es .' rief der Spielmann. der Fuchs und das Häslein heran.' sprach der Spielmann. was ich dich heiße. und so lange gearbeitet. an dem Stein gebissen. und der Klang erschallte durch den Wald. ob die Knoten der Stricke auch fest genug waren.' 'Ei. und das Häschen war gefangen. daß der arme Mann wie bezaubert dastand.' sagte das Häschen. 'Munter. biß die Schnüre entzwei und machte den Fuchs frei. von der Arbeit abließ. Voll Zorn und Wut eilte er hinter dem Spielmann her. 'Ach. gezogen. die Musik zu hören. der Spielmann hat mich betrogen. wovon er das andere Ende an den Baum knüpfte. komm mir zur Hilfe. wie ein Schüler seinem Meister. Wiederum sprach er zu sich 'Zeit und Weile wird mir hier im Walde lang.' Und fing an und spielte so schön und lieblich. 'den wollte ich nicht haben. fuhren in die Höhe und schnellten das Füchslein hinauf. fing er an zu jammern und schrie aus Leibeskräften 'Bruder Wolf. und dies- mal war er glücklicher gewesen.' antwortete das Häslein.

wie er überall tat. was es tat. aber es spann so lange. Er hielt das Pferd an und sah durch das Fenster. hielt es zur Arbeit an und erzog es in aller Frömmigkeit. rief das Kind an ihr Bett und sagte 'liebe Tochter. Eine arme sollte er nicht wählen und eine reiche wollte er nicht. Es blickte auf. fragte er. so wird dirs wohl gehen. Am Ende des Dorfes wohnte in einem Häuschen ganz allein seine Pate. als ob sich der Flachs in der Kammer von selbst mehrte.mit mir zu tun. so fand sich gleich ein Käufer. Spindel. Dann trat es ans Fenster.' Da ward den Tieren angst. damit kannst du dir dein Brot verdienen. sagten sie. so daß sie keine Not empfand und andern noch etwas mitteilen konnte. und als der Königssohn sich näherte. Als er zu dem Haus der Armen kam. Er sah sie an. Da sprach er 'die soll meine Frau werden. durch das die helle Sonne schien. Das Mädchen lebte nun in dem kleinen Haus ganz allein. die zugleich die ärmste und die reichste ist. schlug die Augen nieder und spann weiter. ward es über und über rot. daß mein Ende her- annaht. ob der Faden diesmal ganz gleich ward. das Mädchen an dem Spinnrad sitzen und emsig spinnen. ich fühle. wäre das Mädchen. dem starb Vater und Mutter. darin bist du vor Wind und Wetter geschützt. als es noch ein kleines Kind war. sprach kein Wort und ritt weiter. Es war. stand das Mädchen nicht an der Türe. Weberschiffchen und Nadel Es war einmal ein Mädchen. und als sie zur Erde bestattet wurde. wo das Mädchen lebte. ruhte der Segen der guten Alten. sondern saß in seinem Stübchen. bis der Königssohn wieder weg- geritten war. Das Mädchen setzte sich wieder in seine Stube zur Arbeit und spann weiter.' Darauf schloß sie die Augen. Die Alte nahm das verlassene Kind zu sich. ich hinterlasse dir das Häuschen. wenn es bei der Arbeit saß. öffnete es und sagte 'es ist so heiß in der Stube. ging das Mädchen bitterlich weinend hinter dem Sarg und erwies ihr die letzte Ehre. stand sie auf.' aber es blickte ihm nach. und auf allem. die sich von Spinnen. Die Reiche saß vor der Haustür in vollem Putz. Als das Mädchen fünfzehn Jahre alt war.' Als er in das Dorf kam. den die Alte manchmal gesagt hatte. wer in dem Ort die reichste und die ärmste wäre. spann. solange es noch die weißen Federn an seinem Hut erkennen konnte. und liefen in den Wald zurück. der es reichlich bezahlte. und als es bemerkte. der Spielmann aber spielte dem Manne noch eins zum Dank und zog dann weiter. Um diese Zeit zog der Sohn des Königs im Land umher und wollte sich eine Braut suchen. Weberschiffchen und Nadel. webte und nähte. segnete es und sprach 'behalt nur Gott in dem Herzen. und wenn sie ein Stück Tuch oder einen Teppich gewebt oder ein Hemd genäht hatte.' Sie legte noch die Hände auf seinen Kopf. Sie nannten ihm die reichste zuerst: die ärmste. daß der Königssohn hereinschaute. erkrankte sie. war fleißig. und es sang so vor sich hin . das in dem kleinen Haus ganz am Ende wohnte. weiß ich nicht. Da kam ihm ein Spruch in den Sinn. dazu Spindel. ging ihm entgegen und neigte sich vor ihm. Weben und Nähen ernährte.

und es war. aber sie reichte ihm die Hand. Weber- schiffchen und Nadel wurden in der Schatzkammer verwahrt und in großen Ehren gehalten. und als er in die Stube trat. schritt über den Teppich in das Haus herein. Das Mädchen. 'Spindel. so war sie ihm aus den Augen entschwunden. hob sie auf sein Pferd und brachte sie in das königliche Schloß. Schiffchen. Vor der Türschwelle aber fing es an einen Teppich zu weben. Die Spindel aber tanzte immer weiter. Er stieg ab. hatte sie den Königssohn erreicht. so schnell wie der Blitz. und als es vor Verwunderung aufstand und ihr nachblickte. webe fein.' Da sprang ihr die Nadel aus den Fingern und flog in der Stube hin und her. Kaum hatte die Nadel den letzten Stich getan. als daß sie ge- sungen hätten. Spindel. du sollst meine Braut sein. Das Schiffchen sprang hin und her. so sah es. stand das Mädchen da in seinem ärmlichen Kleid. und eben als der Faden zu Ende war. Spindel. und an den Fenstern hingen seidene Vorhänge herab.' Alsbald sprang ihr das Schiffchen aus der Hand und sprang zur Türe hinaus. Es war nicht anders. aber es glühte darin wie eine Rose im Busch. Weil das Schiffchen fortgelaufen war. alsbald überzogen sich Tisch und Bänke mit grünem Tuch. so sah das Mädchen schon durch das Fenster die weißen Federn von dem Hut des Königssohns. Mach das Haus dem Freier rein. 'Du bist die ärmste und auch die reichste. Auf beiden Seiten blühten Rosen und Lilien. 'die Spindel will mir wohl den Weg zeigen?' dre- hte sein Pferd um und ritt an dem goldenen Faden zurück. als wenn unsichtbare Geister arbeiteten. Nadel.' Was geschah? Die Spindel sprang ihm augenblicklich aus der Hand und zur Türe hinaus. schöner. Nicht lange. Das Mädchen aber saß an seiner Arbeit und sang 'Schiffchen. nahm das Weberschiffchen in die Hand. es fehlte nichts. 'komm mit mir. und in der Mitte auf goldenem Grund stiegen grüne Ranken herauf. daß sie lustig in das Feld hineintanzte und einen glänzenden goldenen Faden hinter sich herzog. wo die Hochzeit mit großer Freude gefeiert ward. geh du aus. als wüchse alles von selber.' Sie schwieg. führte sie hinaus. als man je einen gesehen hat. spitz und fein. hatte sich das Mädchen zum Nähen hingesetzt: es hielt die Nadel in der Hand und sang 'Nadel. da es keine Spindel mehr hatte. Da gab er ihr einen Kuß. bring den Freier in mein Haus. setzte sich an den Webstuhl und fing an zu weben. . die Stühle mit Sammet. 'Was sehe ich?' rief er. führ den Freier mir herein. darin sprangen Hasen und Kaninchen: Hirsche und Rehe streckten die Köpfe dazwischen: oben in den Zweigen saßen bunte Vögel. den die Spindel an dem goldenen Faden herbeigeholt hatte.' sprach er zu ihr.

so schlägt mich die Stiefmutter. bis der Abend kam. die sie mit ihren dürren Händen kaum berührte. ich bin gekommen. Da stützte es einmal die Ellbogen auf den Tisch.' Das Mädchen blickte auf und eine alte Frau stand neben ihm. Da trat die Stiefmutter herein und staunte über die vollbrachte Arbeit. daß es unmöglich war.' Da sie so herzlich sprach. immer war sie unzufrieden. als wie sie ihm eine immer größere Last aufbürden und das Leben recht sauer machen wollte. 'die Kreatur kann mehr als Brot essen. und ich weiß. daß ihm eine Last auf die andere gelegt würde und es mit den aufgegebenen Arbeiten nicht mehr zu Ende kommen könnte. immer war es nicht genug. 'Siehst du. so stoben sie auseinander. die sollst du abschleißen. mein Kind. sprach sie. Bald war sie mit den zwölf Pfund fertig. aber die gute Alte sprach 'sei unbesorge. Sie faßte das Mädchen freundlich an der Hand und sprach 'vertraue mir nur an. Die Alte setzte sich an den Tisch bei die Federn. mit der Arbeit in einem Tage zu Ende zu kommen. so wartet eine Tracht Schläge auf dich. sie hat mirs angedroht. und wenn du nicht heute abend damit fertig bist. Als das Mädchen erwachte. wenn man fleißig ist? hättest du nicht noch etwas anderes vornehmen können? aber da sitzest du und legst die Hände in den Schoß. Aber es konnte damit das Herz der bösen Frau nicht rühren. du könntest den ganzen Tag faulenzen?' Das arme Mädchen setzte sich zu der Arbeit nieder. und es mußte sie wieder auflesen und von neuem an- fangen. lagen große schneeweiße Haufen aufgetürmt. Eines Tages sagte sie zu ihm 'da hast du zwölf Pfund Federn. und die Stiefmutter tat ihm alles gebrannte Herzeleid an. so ging es unverdrossen daran und tat. die sprach 'tröste dich. Die wahre Braut Es war einmal ein Mädchen. Je fleißiger es arbeitete. das war jung und schön. Trulle. ich will derweil deine Arbeit verrichten. je mehr ward ihm aufgelegt. aber seine Mutter war ihm früh gestorben. dir zu helfen. und sie hatte keinen andern Gedanken. Meinst du. ruhe dich aus. was in sein- en Kräften stand. denn es sah wohl. aber die Tränen flossen ihm dabei über die Wangen herab. der sich meiner erbarmt?' Indem hörte es eine sanfte Stimme. ich muß ihr schwerere Arbeit aufle- gen. Wenn sie ihm eine Arbeit auftrug. was dich drückt. Wenn es ein Häufchen Federn vor sich liegen hatte und es seufzte oder schlug in seiner Angst die Hände zusammen. hu! wie flogen sie von den Kielen ab. sie hält Wort. und alles war im Zimmer reinlich aufgeräumt. aber die Alte war verschwunden. Das Mädchen dankte Gott und saß still. legte sein Gesicht in beide Hände und rief 'ist denn niemand auf Gottes Erdboden. 'was man ausrichtet. 'Wenn ich mit diesen Federn heute abend nicht fertig bin.' Das Mädchen legte sich auf sein Bett und schlief bald ein. so erzählte ihr das Mädchen von seinem traurigen Leben. mein Kind.' Als sie hinaus- ging.' Ihre Tränen fingen wieder an zu fließen.' sprach sie.' . sie mochte noch so schwer sein.

so kannst du selbst darin wohnen. weiß ich nicht. geh in das Gebüsch und lege dich schlafen. drehte sich schon die große Wetterfahne wie eine goldene Jungfrau mit fliegen- dem Gewand auf der Spitze des Turms. kristallne Kronleuchter hingen von der Bühne herab und spiegelten sich in de m glatten Boden: grüne Papageien saßen in goldenen Käfigen und fremde Vögel. mein Kind. was dir bevorsteht. Allmählich ward der Teich leer.' schrie die Stiefmutter. rückten zusammen und standen da.' Das Mädchen nahm den Löffel und sah' daß er durchlöchert war. Am dritten Morgen sprach sie zu dem Mädchen 'dort in der Ebene mußt du mir ein schönes Schloß bauen. aber sie sann etwas Neues aus. und wenn etwas fehlt. Die Sonne . rührte die Alte die grauen Felsen an. doch hoffte es auf den Beistand der guten Alten. 'kannst du mit einem durchlöcherten Löffel einen Teich ausschöpfen. berührte sie nur den Teich: wie ein Dunst stieg das Wasser in die Höhe und vermischte sich mit den Wolken. als ob unzählige Hände unsichtbar arbeiteten und Stein auf Stein legten. buntgestickte Stühle standen da und reichverzierte Armsessel an Tischen von Marmor. Und wenn du damit abends nicht zu Rand gekommen bist. Der Boden dröhnte. 'Du hättest längst fertig sein sol- len.' Als die Alte allein war. ich will deine Arbeit schon tun. daß die Arbeit vollbracht wäre.' sagte sie und ward blaß vor Ärger. Am andern Morgen rief sie das Mädchen und sprach 'da hast du einen Löffel. und als es in das Tal kam. so sah es nur noch die Fische. als wenn ein König da einziehen sollte. in das seine Tränen fielen. Aber die gute Alte erschien wieder. Alsbald regten sie sich. als hätten Riesen die Mauer gebaut: darauf erhob sich das Gebäude. Sie ließ auch nicht lange auf sich warten. Es setzte sich nieder und weinte. die in dem Schlamm zappelten. und als das Mädchen vor Sonnenuntergang erwachte und herbeikam.' Sie trieb das Mädchen fort. sei es das Geringste in Küche oder Keller. die lieblich sangen: überall war eine Pracht.' Als das Mädchen weggegangen war. was erfolgt. kam und sprach ihm Trost ein 'lege dich nur dort in den Schatten und schlaf. Es machte sich gleich an die Arbeit. Es ging zu der Stiefmutter und zeigte ihr an. Das Innere des Schlosses war bis zum Abend vol- lendet. und zum Abend muß es fertig sein. Wie es die Alte anfing. kniete am Wasser. so weißt du. so kannst du auch ein Schloß bauen. und als es Mittag war. damit schöpfe mir den großen Teich aus. der bei dem Garten liegt. Wenn es dir Freude macht. und wenn er es auch nicht gewesen wäre. mit aller seiner Kraft konnte es den kleinsten nicht einmal bewegen. und schöpfte. aber die Wände der Zimmer waren mit Seide und Sammet bezogen. und als sie die Ursache von seinem Kummer erfuhr. Noch heute will ich es beziehen. ich will dir das Schloß schon bauen. so lagen da die Felsen übereinander aufgetürmt. es hätte nimmer- mehr damit den Teich ausgeschöpft. große Säulen stiegen von selbst in die Höhe und stellten sich nebeneinander in Ordnung. sprach sie 'sei getrost. und es war. so weißt du. Auf dem Dach legten sich die Ziegeln zurecht.' Das Mädchen erschrak und sagte 'wie kann ich ein so großes Werk vollbringen?' 'Ich dulde keinen Widerspruch.

wollte eben untergehen. 'wie leicht dirs geworden ist. daß das Schloß fertig wäre. so sollst du deiner Strafe nicht entge- hen. Als es die Pracht der Zimmer erblickte. die Truhen waren mit Gold und Silber oder mit Perlen und Edelsteinen angefüllt. so wird dirs schlimm ergehen. selbst nicht der Kohlenkasten und die Wassereimer. . ich bitte dich. und laß dich von keiner andern auf diesen Backen küssen. blieb es wie erstarrt stehen. 'Ach. der ihr Herz zu rühren wußte. 'Gleich will ich einziehen.' sagte sie zu dem Mädchen.' Sie ging durch alle Zimmer und spürte in allen Ecken. 'wenn sie doch endlich zufriedengestellt wäre und mir das Leben nicht länger zur Qual machen wollte. Es wußte sich in der ersten Zeit gar nicht in seinem Glück zu finden. als das Mädchen erwachte und ihm der Glanz von tausend Lichtern entgegenleuchtete. da sagte er zu ihr 'ich will heimziehen und die Einwilligung meines Vaters zu unserer Vermählung holen.' Das Mädchen blieb unter der Linde sitzen. und an den Wänden das blanke Geschirr von Messing aufgestellt. aber kaum hatte sie zwei Schritte getan. wie lang es so gestanden hätte. ich hätte dir etwas Schwereres aufgeben sollen. Bald ging der Ruf von der Schönheit und dem Reichtum des Mädchens durch die ganze Welt.' Aber das Feuer brannte auf dem Herd. 'Küche und Keller muß noch untersucht werden. bis du wieder zurückkommst. nieder. aber er kam nicht wieder zurück. und es hatte keinen Wunsch.' sagte sie und erhob sich von ihrem Sitz. Die Treppe war mit rotem Tuch belegt und das goldene Geländer mit blühenden Bäumen besetzt. aber sie konnte nichts auffinden. in wenigen Stunden bin ich wieder zurück. den es nicht erfüllen konnte. Mit schnellen Schritten kam es heran und trat durch das geöffnete Tor in das Schloß. 'wo der nicht mit Weinfässern reichlich angefüllt ist. In dem Schloßgarten stand eine grüne Linde. Alle Tage meldeten sich Freier. bis die Sonne unterging. wenn ihm nicht der Gedanke an die Stiefmutter gekom- men wäre. in den Töpfen kochten die Speisen. Das Mädchen hörte einen Schrei. Als sie in das Schloß eintrat.' sprach es zu sich selbst. Sie saß drei Tage von Morgen bis Abend und erwartete ihn. 'Jetzt wollen wir hinab- steigen. um ihr zu Hilfe zu kommen.' Das Mädchen ging und zeigte ihr an. 'Siehst du. Nichts fehlte.' Sie hob selbst die Falltüre auf und stieg die T reppe hinab. schöne Kleider hingen in den Schränken. und es fand sie entseelt auf dem Boden liegen. und sie verlobte sich mit ihm. Ich will hier unter der Linde warten. aber vergeblich. und hast du etwas vergessen. aber keiner gefiel ihr. Nun gehörte das prächtige Schloß dem Mädchen ganz allein. so stürzte die schwere Falltüre. 'Wo ist der Eingang zum Keller?' rief sie. aber sie war hinabgestürzt. die nur angelehnt war. hob die Türe schnell auf.' sprach sie und sah das Mädchen mit boshaften Blicken an. darunter saßen sie eines Tages vertraulich zusammen. Kluft und Schippe waren angelehnt. mußte sie die Hand vor die Augen halten' so blendete sie der Glanz. harre mein hier unter dieser Linde. ob etwas fehlte oder mangelhaft wäre.' Das Mädchen küßte ihn auf den linken Backen und sprach 'bleib mir treu. Endlich kam auch der Sohn eines Königs. Wer weiß.

als bis ich ihn gefunden habe. eins mit glänzenden Sternen gestickt. 'er kennt mich nicht mehr. Der Weg nach der Stadt ging an dem Dorf vorbei. und vergrub ihre Kleider und Edelsteine unter einem Stein. Kälbchen. Sie hatte ein Kälbchen. hielt dann die Hand vor die Augen. Sie fragte allerorten nach ihrem Bräutigam. das gewöhnte sie an sich.' sagte sie. war traurig und voll Sehnsucht nach ihrem Geliebten. vergiß nicht deine Hirtin wieder. wo das Mädchen wohnte. aber niemand hatte ihn gesehen. wie der Königssohn die Braut vergaß. sprach sie zum Kälbchen 'Kälbchen. fütterte es aus der Hand. blickte er herab und hielt sein Pferd an. aber als sie ihn ansah. wie der Königssohn die Braut vergaß. Kälbchen. aber schnell ritt er weiter und war bald verschwunden.' Als er die Stimme vernahm. Als er in ihrer Nähe war. als ob ihr ein scharfes Messer in das Herz schnitte. band eine Hand- voll Edelsteine in ihr Tuch und machte sich auf. so sagte sie 'gewiß ist ihm ein Unglück begegnet. niemand wußte von ihm. das dritte mit goldenen Sonnen. die unter der grünen Linde saß. unter dem es seine Schätze . knie nieder. als wollte er sich auf etwas besinnen. als sie einmal ihre Herde austrieb. vergiß nicht deine Hirtin wieder. Weit und breit wanderte sie durch die Welt.' Sie packte drei von ihren schönsten Kleidern zusammen. Er saß stolz auf seinem Pferd und sah sie nicht an. und als der Abend kam. Als sie ein paar Jahre einsam und kummervoll gelebt hatte. die unter der grünen Linde saß. das zweite mit silbernen Monden. und das ganze Land ward dazu eingeladen.' sagte sie. er wäre mir treu geblieben. Endlich vermietete sie sich bei einem Bauer als Hirtin. Bald darauf sollte an dem Hofe des Königs drei Tage lang ein großes Fest gefeiert wer- den. und es trug sich zu. aber er hat mich vergessen. knie nieder.' und ihre Trauer ward immer größer. und wenn sie sprach 'Kälbchen.' dachte das Mädchen. 'Ach. 'Nun will ich das letzte versuchen. daß der Bräutigam vorüberzog. ich will ausgehen und ihn suchen und nicht eher wiederkommen.' so kniete das Kälbchen nieder und ward von ihr gestreichelt. 'Ach. so verbreitete sich im Lande das Gerücht. so erkannte sie ihren Liebsten. daß die Tochter des Königs ihre Hochzeit feiern wollte. Es war. Nun lebte sie als eine Hirtin. Er schaute der Hirtin ins Gesicht.Als er am vierten Tag noch nicht da war. hütete ihre Herde.' Am andern Tag kam er wieder des Wegs. aber sie fand ihn nicht. 'ich glaubte. ging es zu dem Stein.

tat sie in eine Bratpfanne. Schon von weitem glänzten die erleuchteten Fenster. Am andern Abend nahm sie das Kleid mit den silbernen Monden heraus und steckte ein- en Halbmond von Edelsteinen in ihre Haare. 'mir ist. wer sie war. Als wäre der Wind vorgespannt. hatte sie das Sternenkleid an.' 'Geh nur.' 'Weißt du nicht. Als das Fest vorüber war. Friederchen. Auf der Treppe blühten die Blumen. 'hier ist meines Bleibens nicht länger. legte Butter dazu und stellte sie übers Feuer. Als sie zum drittenmal erschien. und Haarband und Gürtel waren Sterne von Edelsteinen. Sie holte das Kleid mit den goldnen Sonnen hervor. da fiel ihm . Ehe sie wegging. Katherlieschen. will dirs schon recht machen. den letzten Abend nochmals zum Fest zu kommen. und der Priester war- tete. legte es an und schmückte sich mit den Edelsteinen.' antwortete die Katherlies. die hieß Katherlieschen. Der Königssohn ging ihr entgegen. Die Wurst fing an zu braten und zu brutzeln.vergraben hatte. Als sie auf dem Fest sich zeigte. sie schüttelte ihre Piste und sendete ihre Düfte herab. 'geh nur. wo sie ihr Hirten- kleid wieder anlegte. Als sie in den hell erleuchteten Saal trat. 'was ich tat. und eine Frau.' antwortete sie. als wenn ich dich schon lange gekannt hätte. schwärmten unzählige Glühwürmer darin. aber in dem Saal stand der ganze Hof versammelt. so eilten die Pferde zu dem Wunderschloß. aber niemand wußte. mußte sie ihm ver- sprechen. wer du bist. doch er erkannte sie nicht. 'Sage mir nur. wendeten sich alle Augen nach ihr.' sprach er. Der Königssohn hatte schon lange auf sie gewartet und drängte sich zu ihr hin. Der Frieder und das Katherlieschen Es war ein Mann. hielt den Pfannenstiel und hatte so seine Gedanken. So ging sie nach der Stadt und ward in der Dunkelheit von niemand bemerkt. der hieß Frieder. und sie fielen in langen Locken an ihr herab. wichen alle voll Verwunderung zurück. und ein frischer Trunk dabei für den Durst. Als sie bei der Linde vorbeifuhren. um den Bräutigam mit der wahren Braut zu vermählen.' sagte er zu ihr. daß er an die andere Braut gar nicht mehr dachte. aber der Königssohn eilte ihr entgegen. holte sie eine Wurst aus dem Schornstein. und ganz voll Liebe erfüllt tanzte er mit ihr allein und blickte keine andere mehr an.' reichte ihr die Hand und führte sie hinab zu dem Wagen. aus dem Zimmer schallte der Gesang der fremden Vögel. 'Komm. die sie unter einem Tuch verborgen hatte. Eines Tages sprach der Frieder 'ich will jetzt zu Acker. wann ich wiederkomme. band sie auf. und er erkannte die wahre Braut. Er führte sie zum Tanz und war so entzückt über ihre Schönheit. Katherlieschen stand dabei. muß etwas Gebratenes auf dem Tisch stehen für den Hunger. als du von mir schiedest?' Da trat sie zu ihm heran und küßte ihn auf den linken Back- en: in dem Augenblick fiel es wie Schuppen von seinen Augen. Ihre Haare.' Als nun die Essenszeit herbeirückte. die hatten ein- ander geheiratet und lebten zusammen als junge Eheleute. das bei jedem ihrer Sch- ritte funkelte. verschwand sie im Gedränge und eilte vor Tagesanbruch in das Dorf.

und als die Kanne voll und sonst kein Platz da war. und während ich dem Hund nachsprang.' sprach es. sonst geht dirs schlimm. der könnte die Wurst aus der Pfanne holen.' Nun hatte er eine hübsche Summe Taler zusammengebracht. als der Frieder fort war. ins Dorf und fragten bei der jungen . freute es sich gewaltig über seine Arbeit und sagte 'wies so reinlich und sauber hier aus- sieht!' Um Mittagszeit kam der Frieder heim. da fiel ihm ein 'holla. du kämst mir recht!. 'Nun. aber daß du mir ja davonbleibst. so lief es in den Keller und hörte nicht eher auf. trug den Sack herab und warf ihn gerade auf die Kanne voll Bier. 'Hin ist hin!' sprach Katherlieschen. und im Hui war es die Kellertreppe hinauf. als bis das ganze Faß leer war.' Sprach sie 'nein. 'wer zu rechter Zeit was spart. nicht faul. Friederchen' das habe ich nicht gewußt. 'Ja. der Hund oben ist nicht beigetan. die will ich in einen Topf tun und im Stall unter der Kuhkrippe vergraben. aber der Hund war geschwinder als Katherlieschen. Als es fertig war. 'Spuk. Friederchen. ließ auch die Wurst nicht fahren. der hats hernach in der Not. kehrte um' und weil es sich müde gelaufen hatte. 'ich wollte dir ja eine Wurst braten. ging hinab in den Keller und zapfte Bier. nahm eine Kanne. Katherlieschen sah schon auf der Treppe das Unglück. aber sei nur zufrieden' der Keller ist wieder ganz trocken. die wechselte er in Gold ein und sprach zum Katherlieschen 'siehst du' das sind gelbe Gickelinge. Friederchen. 'was fängst du jetzt an. und Katherlieschen sah ihm zu.' sprach Katherlieschen.' Nun. von der letzten Kirmes stände noch ein Sack mit schönem Weizenmehl auf dem Boden. Katherlieschen' das hättest du nicht tun müssen! läßt die Wurst wegholen und das Bier aus dem Faß laufen. daß sie umstürzte und der Trunk des Frieders auch im Keller schwamm. aber während ich das Bier dazu zapfte.' und zerstreute das Mehl im ganzen Keller. hat sie der Hund aus der Pfanne weggeholt. das wollte es herabholen und in das Bier streuen.' antwortete sie.' rief es. da kamen Krämer. hättest mirs sagen müssen. ging es hübsch langsam und kühlte sich ab. daß es der Frieder nic ht merkt!' Es besann sich ein Weilchen. die irdene Näpfe und Töpfe feil hatten.ein 'bis die Wurst fertig wird. derweil könntest du ja im Keller den Trunk zapfen.' Sprach der Frieder 'Katherlieschen. und als ich das Bier mit dem Weizenmehl auftrocknen wollte. und verschüttest obendrein unser feines Mehl!' 'Ja. 'Es ist ganz recht. 'wo eins ist. Doch Katherlieschen. muß das andere auch sein. wills gewiß nicht tun. so mußt du dich besser vorsehen.' stieg auf den Boden.' Also stellte es den Pfannenstiel fest. setzte ihm nach und jagte ihn ein gut Stück ins Feld. aber der Spitz hatte die Wurst schon im Maul und schleifte sie auf der Erde mit sich fort. Während der Zeit lief das Bier aus dem Faß immerzu' denn Katherlieschen hatte den Hahn nicht umgedre- ht.' Der Mann dachte 'geht das so mit deiner Frau. ist das Bier ausgelaufen. was hast du mir zurecht gemacht?' 'Ach. Frau. hab ich die Kanne auch noch umgestoßen. endlich fiel ihm ein. Das Bier lief in die Kanne. sondern über die Äcker hinhüpfen.

' 'Ja.' Also nahm es einen andern Käs und rollte ihn hinab. daß wir auf dem Weg was zu essen haben.' So geht in den Stall und grabt unter der Kuhkrippe.' 'Ja' Friederchen.' 'So komm'. ich wollt noch . sie müßte das neue Geschirr auch brauchen: weil nun in der Küche ohnehin kein Mangel daran war. meint ihr. rollte ihm ein Käse aus der Tasche den Berg hinab. daß sie kämen. Wie der Frieder kam und den neuen Zierat sah. Katherlieschen meinte. sprach es 'ich weiß nicht.' sprach Katherlieschen. 'was sie das arme Erdreich zerrissen.' Und aus mitleidigem Herzen nahm es seine Butter und bestrich die Gleisen. ich gehe nicht wieder hinab. 'Da sehe einer. daß er sie herbeiruft. der dritte hat den Weg nicht gefunden und sich verirrt.' Katherlieschen stand ein Weilchen und besann sich' da sprach sie 'hör. hättest mirs vorher sagen sollen. es war eitel Gold. und weil der Frieder besser zu Fuß war. sprach er 'Katherlieschen.' 'Gelbe Gickelinge. damit sie von den Rädern nicht so gedrückt würden: und wie es sich bei seiner Barmherzigkeit so bückte. ich will nur den vierten schicken. aber könnt ihr gelbe Gickelinge brauchen. wollen hinter den Dieben herlaufen. Da packten sie auf damit. und das waren die letzten. 'Ist mein Vorteil.' Die Spitzbuben gingen hin. ging Katherlieschen hintennach. Friederchen. Sprach das Katherlieschen 'ich habe den Weg schon einmal herauf gemacht. bin selber nicht dabeigegangen.' sprach Katherlieschen.' ich darf nicht dabeige- hen. Eine Zeit- lang blieb es stehen und lauerte. schlug sie jedem Topf den Boden aus und steckte sie insgesamt zum Zierat auf die Zaunpfähle rings ums Haus herum. ihr bleibt fein lange aus. hab ich ja ein Stück voraus. 'wir wollens versuchen. ihr lieben Leute. das hättest du nicht tun sollen. es mag ein anderer hinlaufen und ihn wieder holen. Friederchen. ob sie nichts zu handeln hätte. sprach es 'o.' dachte es. Da ward das Katherlieschen ärgerlich und warf noch den fünften und sechsten hinab.' 'Ach. und war all unser Vermögen. nimm aber Butter und Käse mit. ihr seid gut nach dem Tod schicken.' Der vierte machte es aber nicht besser als der dritte. 'Habs gekauft. 'ich hab kein Geld und kann nichts kaufen. 'was hast du gemacht! das war- en keine Gickelinge. so werdet ihr die gelben Gickelinge finden. die Krämer haben sichs herausgraben müssen. so will ich wohl kaufen.' antwortete sie' 'das hab ich nicht gewußt.' Als sie alle drei ausblieben. wo auf beiden Seiten des Wegs tiefe Fahrgleisen waren. für die gelben Gick- elinge' die unter der Kuhkrippe steckten. 'O. geschunden und gedrückt haben! das wird sein Lebtag nicht wieder heil.Frau an. wills mitnehmen. liefen fort und ließen Töpfe und Näpfe im Hause stehen. als sie aber immer nicht kamen. da ließ es noch einen dritten hinab- laufen und dachte 'vielleicht warten sie auf Gesellschaft und gehen nicht gern allein.' Nun kam es an einen Berg. gruben und fanden eitel Gold. Die Käse aber kamen nicht wieder. was hast du gemacht?. rechts und links.' sprach der Frieder. sprach der Frieder. warum nicht? laßt sie einmal sehen. Friederchen. Frau. was das vorstellen soll! doch kanns ja sein. 'wenn wir umkehren.' Sie machten sich fort. das Gold wollen wir schon wiederkriegen.

ihr könnt mir nachlaufen. gib einmal her. Katherlieschen. Jetzt ists zu spät. die Hutzeln wären schuld.' antwortete er. hast du die Haustüre. ins Henkers Namen!' Da rollten die Hutzeln zwischen den Ästen herab. einer lief mir fort. ich will hier auf dich warten. bring auch etwas anderes zu essen mit. Butter und Käse schmeckt ihm wohl nicht. und die Dinge finden. Friederchen. Friederchen. so kamen die Kerle daher' die forttragen' was nicht mitgehen will. dachte es. ehe sie verloren sind. 'was hab ich für eine kluge Frau! hebt die Türe unten aus. 'mit der Butter hab ich die Fahrgleisen geschmiert. Der Frieder stieg von der andern Seite herab und sammelte Steine' stieg damit wieder hinauf und wollte die Diebe totwerfen. 'Ach.' 'Nein. hättest mirs vorher sagen sollen. machten sich ein Feuer an und wollten ihre Beute teilen. die But- ter an den Weg schmieren und die Käse den Berg hinabrollen.' 'Ach.' Sprach der Frieder 'das hättest du nicht tun sollen. da kannst du das Haus selber verwahren. ehe wir weitergehen.' 'Nun so tus.' 'Die Türe will ich tragen. 'sie könnten uns verraten. und die Spitzbuben riefen 'es ist bald Morgen.' Katherlieschen ging zurück und dachte 'Friederchen will etwas anderes zu essen. Gott. fragte der Mann. jetzt nicht. sie sollten ihn rufen. und .' Sie reichte ihm das trockene Brot. Kaum aber saßen sie oben. auf dem Frieder und Katherlieschen saßen. ich muß' sie drücken mich gar zu sehr. wie du fortgegangen bist?' 'Nein. Katherlieschen nahm sich Zeit zum Weg und dachte 'desto länger ruht sich Friederchen aus. was du mitgenommen hast.' 'So geh wieder heim und bewahr erst das Haus. und weil sie so schwer drückte. noch einmal nach Haus zu gehen. aber die Hutzeln und der Essigkrug werden mir zu schwer: ich hänge sie an die Türe. aber hast du die Türe hierher gebracht. so will ich ein Tuch voll Hutzeln und einen Krug Essig zum Trunk mitnehmen. hast du auch unser Haus verwahrt. daß alles hineinlaufen kann. aber sie fanden sie nicht. ihr habt jüngere Beine als ich.' Als es ihn wieder erreicht hatte.' Katherlieschen ging fort und fand den Frieder.' 'Ach' Friederchen. Friederchen. so sollst du sie auch ferner tragen.' Nun gingen sie in den Wald und suchten die Spitzbuben. Weils endlich dunkel ward.' Da aßen sie das trockne Brot zusammen. sprach es 'da. der war stehen geblieben und hatte gewartet.' sagte Katherlieschen. ich muß die Hutzeln hinabwerfen. stiegen sie auf einen Baum und wollten da übernachten.länger auf euch war ten? ich gehe meiner Wege. weil er gerne was essen wollte. Friederchen. Sie ließen sich gerade unter dem Baum nieder.' 'Ja. und der Frieder sagte 'Katherlieschen. Katherlieschen. 'Nun. und die Käse werden bald kommen. 'Wo ist Butter und Käse?.' sprach er.' Katherlieschen hatte die Türe noch immer auf der Schulter. wenn es die Türe in Sicherheit gebracht hätte. Friederchen. müßte das Haus wohl bewahrt sein. da hab ich die andern nachgeschickt. der Wind schüttelt die Tannäpfel herunter. und riegelt sie oben zu.' Danach riegelte es die Obertüre zu' aber die Untertüre hob es aus' nahm sie auf die Schulter und glaubte. die mag sie tragen. Die Steine aber trafen nicht. hättest mirs sagen müssen. und sprach 'Friederchen.

' 'Ach. Schürze.' 'Nun so tus ins Henkers Namen!' Da schüttete es den Essig aus. weil die Türe noch immer drückte' sprach Katherlieschen 'ach. und beide eilten fort. klopfte an ihres Mannes Fenster und rief 'Friederchen?' 'Was ist denn?' 'Möcht gern wissen. Da sprachen sie zu ihm 'vorm Dorfe hat der Pfarrer Rüben auf dem Feld. fanden sie all ihr Gold wieder und trugens heim. das darfst du nicht. Draußen fand Katherlieschen Spitzbuben.' Dachten die Spitzbuben 'das wird gut werden. eh ich schneid? hei. Katherlieschen ging vor die Häuser und rief 'Leute. wie die zwei herunterkamen. ich laß sie fallen. das wäre der Teufel.' 'Nein. daß er die Kerle bespritzte. Frucht schneiden. Katherlieschen. was mich so drückt?' und sprach 'Friederchen. Rock und Hemd. nun mußt du aber auch fleißig sein und arbeiten.' antwortete der Frieder. wills schon tun. Friederchen. 'es wird wohl drin liegen und schlafen. ob Katherlies- chen drinnen ist. die wollten stehlen. der so in den Rüben wühlte. es könnte uns verraten. ich muß die Türe hinabwerfen. sie wären Katherlieschen wieder los.' Eine Weile danach. will ins Feld gehen.' 'Ach Gott.' 'Ach. Sie sprachen untereinander 'der Tau tröpfelt schon herunter. ich muß. halt sie ja fest. Und als sie bei das Land kamen.' Endlich dachte Katherlieschen 'sollte es wohl die Türe sein.' 'Ach. und der Pfarrer konnte vor großer Angst mit seinem lahmen . habt ihr was? wir wollen stehlen. Katherlieschen. Friederchen. der Teufel!' rief der Pfarrer. 'Ach.' Als Katherlieschen im Feld war' sprachs mit sich selber 'eß ich. sprach der Frieder 'Katherlieschen. Friederchen.' Sprach sie 'gut.' Katherlieschen ging hin aufs Land und fing an zu rup- fen. Lief fort ins Dorf zum Pfar- rer und sprach 'Herr Pfarrer. und fing an zu schneiden und schnitt halb träumend alle seine Kleider entzwei.' Sprach der Mann 'so will ich Euch hockeln. geh hin und rupf uns Rüben. er drückt mich gar zu sehr. stand es halb nackigt da und sprach zu sich selber 'bin ichs. eh ich schneid. ich muß. 'so laß sie fallen ins Teufels Namen!' Da fiel sie herunter mit starkem Gepolter' und die Kerle unten riefen 'der Teufel kommt vom Baum herab' rissen aus und ließen alles im Stich.die Kerle unten sprachen 'die Vögel misten. Katherlieschen. sie drückt mich gar zu sehr. Frühmorgens.' Die Spitzbuben meinten.' 'Ja. ich muß den Essig ausschütten. ja. Da ging es bei sie und sprach 'ich will euch helfen stehlen. in Eurem Rübenland ist der Teufel und rupft. Wie Katherlieschen nach langem Schlaf wieder erwachte. machte sich das Katherlieschen auf und reckte sich in die Höhe. 'ich habe einen lahmen Fuß. und warens zufrieden.' und wünschten.' und hockelte ihn hinaus.' 'Ei' antwortete Frieder ärgerlich. jetzt nicht. da lief Katherlieschen ins Dorf hinein.' antwor- tete der Pfarrer.' 'Nein.' und lief fort. ich kann nicht hinaus und ihn wegbannen. oder schlaf ich. es wüßte die Gelegenheit des Orts. Da kam ein Mann vorbei. ich bins nicht!' Unterdessen wards Nacht. Als sie wieder zu Haus waren. sahs und stand still und dachte.' 'Nein. dann bin ich gewiß schon zu Haus.' 'Ja. Friederchen. Friederchen. ich will ehr essen!' Da aß Katherlieschen und ward überm Essen schläfrig. sie könnte uns verraten. war aber so faul und hob sich nicht in die Höhe. oder bin ichs nicht? ach.

Wie ein Pfeil schoß der Hecht dahin und mit ihm der Hering. 'wen is vör?' 'Der Hering. wo der Ausgang war. Die Kristallkugel Es war einmal eine Zauberin. daß auf dem Schloß der goldenen Sonne eine verwünschte Königstochter säße. Keiner kehrte sich an den andern. die winkten ihm mit der Hand. und der Stärkere gab dem Schwächeren einen Schlag mit dem Schwanz. 'De nackte Hiering?' rief die Neidische. wie er zuweilen einen mächtigen Wasserstrahl in die Höhe warf. Und da sein Herz ohne Furcht war. oder er verschlang ihn ohne weiteres. Auf einmal ertönte der Ruf 'der Hering ist vor! der Hering ist vor. da geriet er in einen großen Wald und wußte nicht. der ihn gehockt hatte.' war die Antwort. daß keine Ordnung in ihrem Reich herrschte. worauf sie alle zusammen aufbrachen. wenn wir einen König hätten. Auch die Scholle schwamm mit und hoffte das Ziel zu erreichen. sie wollten ihr ihre Macht rauben. sprachen sie 'wir streiten um einen Hut. in einen Bären oder einen Wolf. 'de nackte Hier- ing?' Seit der Zeit steht der Scholle zur Strafe das Maul schief. und man sah ihn manch- mal am Himmel in großen Kreisen auf. Da verwandelte sie den ältesten in einen Adler. der am schnellsten die Fluten durchstreichen und dem Schwachen Hilfe bringen könnte. schwamm rechts und links.Fuße gerader laufen als der Mann. Er war schon lange Zeit herumgezogen und hatte es nicht finden können. daß er weit wegfuhr. der Barsch. wie es ihm einfiel. so faßte er den Entschluß. das Schloß von der goldenen Sonne aufzusuchen. Der dritte Sohn. und da wir beide gleich stark sind. der Gründling. dann dürfte keiner mehr kom- men. die Karpfe. so kann keiner den andern überwältigen: die kleinen Menschen sind klüger . Die Scholle Die Fische waren schon lange unzufrieden.und niederschweben. Sie stellten sich also am Ufer in Reihe und Glied auf. Auf einmal erblickte er in der Ferne zwei Riesen. fuhr zwis- chen denen durch. wem er zugehören soll. oder sperrte ihnen den Weg. der mußte auf einem Felsengebirge hausen. und der Hecht gab mit dem Schwanz ein Zeichen. Den zweiten verwandelte sie in einen Walfisch. und man sah nur. sie möchte ihn auch in ein reißendes Tier verwan- deln. Er hatte aber gehört. und wie sie alle heißen. mit seinen gesunden Beinen.' sagten sie und vereinigten sich.' 'Wen is vör?' schrie verdrießlich die platte mißgünstige Scholle. die weit zurückgeblieben war. die hatte drei Söhne. 'Wie schön wäre es. und als er zu ihnen kam. den zu ihrem Herrn zu wählen. der Hering. der lebte im tiefen Meer. Beide hatten nur zwei Stunden jeden Tag ihre menschliche Gestalt. die sich brüderlich liebten: aber die Alte traute ihnen nicht und dachte. schon dreiundzwanzig Jünglinge wären eines jämmerlichen Todes gestorben und nur noch einer übrig. die auf Erlösung har- rte: es müßte aber jeder sein Leben daran wagen. die zusammenbleiben wollten. der Recht und Gerechtigkeit bei uns übte. da er fürchtete. so ging er heimlich fort.

' sprach die Königstochter. so wird sich aus ihm ein feuriger Vo- gel erheben. Einmal seufzte er aus Herzensgrund und rief 'ach. der zwischen den Wolken daherzog' stürzte auf ihn herab. Er läßt aber das Ei nicht fallen.' Sie gab ihm den Spiegel in die Hand. so zündet es und verbrennt alles in seiner Nähe. hinabgehst. und du junges Blut. wer den aufsetzt. Ach. so wird unten an einer Quelle ein wilder Auerochs stehen. und wenn ich euch dann rufe. so lauft um die Wette. so daß er in der Bedrängnis das Ei fallen ließ. sondern auf eine Fischerhütte.' Er setzte den Hut auf und ging fort. Nach langem Kampf stieß er ihm sein Schwert in den Leib.' Der Jüngling stieg hinab zu der Quelle. bis er dazu gedrängt wird. 'Du weißt nicht. wohin er will. so stand er auf einem ho- hen Berg vor dem Tor des Schlosses.' 'Mich kann nichts abhalten.' erwiderte sie.' 'Du sollst alles wissen. vergaß die Riesen und ging immer weiter. dem soll er gehören. der bricht damit seine Macht.' 'Wie könnt ihr euch um einen alten Hut streiten?. Augenblicklich erhob sich aus ihm der Feuervogel und wollte fortfliegen. mit dem mußt du kämpfen. der zeigt dir mein Bild. daher wollen wir dir die Entscheidung überlassen. wo der Auerochse schnaubte und ihn anbrüllte. aber der Adler. Aber wie erschrak er. was er für Eigenschaften hat. wie es in Wahrheit ist. und sah. und die . jagte ihn nach dem Meer hin und stieß ihn mit seinem Schnabel an. aber damit du weißt.als wir. 'ich will ein Stück Wegs gehen. und all deine Mühe ist vergeblich gewesen. es ist ein Wünschhut. 'schon so mancher ist darum in seinen Tod gegangen. der läßt sich nicht irre machen. so schau in den Spiegel. sagte der Jüngling. wäre ich doch auf dem Schloß der goldenen Sonne!' Und kaum waren die Worte über seine Lippen. die am Ufer stand. wie ihr vor Traurigkeit die Tränen über die Wangen rollten. wenn du dich in die großen Gefährlichkeiten begibst. die auf der Welt war. 'Seid Ihr die Königstochter. auf dem das Schloß steht. 'wenn du den Berg. und im Augenblick ist er dort. 'Ach. der trägt in seinem Leib ein glühendes Ei. und ich kehre in meine wahre Gestalt zurück. trübe Augen und rote Haare. und das Ei selbst zerschmilzt und mit ihm die kristallne Kugel. 'das ist meine Gestalt nicht. Er trat hinein und ging durch alle Zimmer.' sprach er.' setzte sie hinzu. der Bruder des Jünglings. Da sprach er 'wie kannst du erlöst werden? ich scheue keine Gefahr. was ich tun muß. Und wenn es dir glückt. als er sie anblickte: sie hatte ein aschgraues Gesicht voll Runzeln. und wer am ersten bei mir ist. Es fiel aber nicht in das Meer. deren Schönheit alle Welt rühmt?' rief er aus. der kann sich hinwünschen.' sagte der Jüngling. und er sank nieder.' 'Gebt mir d en Hut. und in dem Ei steckt als Dotter die Kristallkugel. bis er in dem letzten die Königstochter fand. du jammerst mich.' Sie sprach 'wer die kristall- ne Kugel erlangt und hält sie dem Zauberer vor. 'aber sage mir. dachte aber an die Königstochter. ihn zu töten. die Augen der Menschen können mich nur in dieser Häßlichkeit erblicken. und er sah darin das Abbild der schönsten Jungfrau. fällt es aber auf die Erde. wie ich aussehe.

über ein Weilchen wirst du an einen Baum kommen.' nahm die Büchse von der Schulter. darauf sitzen neun Vögel. die sie mir ver- sprochen hat. und als er daherging und auf dem Blatt pfiff. und verschluck es ganz. Da lege du deine Büchse an und schieß mitten drunter: den Mantel werden sie dir wohl fallen lassen. du bist wohl lustig und vergnügt. der ging in den Wald auf Anstand. Den Mantel nimm mit dir. das redete ihn an und sprach 'guten Tag. schnitt den .' Der Jäger dankte der weisen Frau und dachte bei sich 'schöne Dinge. lieber Jäger. als wollts ein jeder allein haben. wie das Mütterchen gesagt hat. aber die alte Frau hielt ihn an und sprach 'höre. die rissen mit den Schnäbeln und Füßen ein Tuch herum. aber ich leide Hunger und Durst. Der andere Bruder. der Walfisch. Da tat der Jäger. lieber Jäger. und er konnte die Kristallkugel unversehrt herausnehmen. aber die Schale war von der pIötzlichen Abkühlung durch das kalte Wasser zerbröckelt. wenns nur auch all so einträfe.' Da dauerte den Jäger das arme Mütterchen. hörte er über sich in den Ästen ein Geschrei und Gezwitscher. Als der Brand gelöscht war.fing gleich an zu rauchen und wollte in Flammen aufgehen.' Doch wie er etwa hundert Schritte gegangen war. Aus dem toten Vogel nimm das Herz heraus. dann wirst du allen und jeden Morgen früh beim Aufstehen ein Goldstück unter deinem Kopfkissen finden. Nun wollte er weitergehen. Der Krautesel Es war einmal ein junger Jäger. Als der Jüngling zu dem Zauberer ging und sie ihm vorhielt. so stand sie da in vollem Glanz ihrer Schönheit. und der Mantel sank ebenfalls herunter. und beide wechselten voll Freude ihre Ringe miteinander. für dein gutes Herz will ich dir ein Geschenk machen: geh nur immer deiner Wege. daß er aufschauete: da sah er einen Haufen Vögel.' Da eilte der Jüngling zu der Königstochter. Auch deinen Brüdern kannst du die menschliche Gestalt damit zurückgeben. 'Nun. daß er in seine Tasche griff und ihr nach seinem Vermögen etwas reichte.' sprach der Jäger. wie ihm die Alte geheißen hatte. aber einer fiel tot herab. zerrten und balgten sich. es ist ein Wun- schmantel. daß die Federn herumflogen. und du bist von nun an der König vom Schloß der goldenen Sonne. aber auch einer von den Vögeln wird getroffen sein und tot herabstürzen. legte an und tat seinen Schuß mitten hinein. was ich dir sage. war herangeschwommen und hatte das Wasser in die Höhe getrieben. so sagte dieser 'meine Macht ist zerstört. wenn du ihn um die Schultern wirfst. die haben einen Mantel in den Krallen und raufen sich darum. es kommt ja gerade so. schrien. und als er in ihr Zimmer trat. Da erhoben sich im Meer haushohe Wellen. Alsbald nahm das Getier mit großem Schreien die Flucht. kam ein altes häßliches Mütterchen. brauchst du dich nur an einen Ort zu wünschen. 'das ist wunderlich. und im Augenblick bist du dort. strömten über die Hütte und bezwangen das Feuer. suchte der Jüngling nach dem Ei und fand es glücklicherweise: es war noch nicht geschmolzen. Er hatte ein frisches und fröhliches Herz. gib mir doch ein Almosen.

mein Herzenstöchterchen: uns steht das besser an als ihm. In einem Fenster desselben stand eine Alte mit einer wunderschönen Jungfrau und schaute herab. als sich mit dem Mädchen die Zeit zu vertreiben. brach er das Herz des Vogels aus dem Leibe. aber den Wunschmantel müssen wir ihm auch abnehmen. Er trat in das Haus ein und ward freundlich empfangen und höflich bewirtet.' Sie richteten einen Trank zu. Von nun an fand er kein Gold mehr unter seinem Kopfkissen. Da sprach die alte Hexe 'das Vogelherz haben wir. ich will einmal ausruhen und in das schöne Schloß einkehren. der hat einen wunderbaren Schatz im Leib. das mußte ihn dem Jäger reichen. und wie der zu Ende war. hing seinen Jägerranzen und seine Flinte um und zog in die Welt. Es trug sich zu. deshalb liegt jeden Morgen ein Goldstück unter seinem Kopfkissen.' Eigent- lich aber war die Ursache. das selten auf der Welt gefunden wird. daß er eines Tages durch einen dicken Wald kam. und zuletzt drohte sie und sprach mit zornigen Augen 'und wenn du mir nicht gehorchst. Sprach es 'nun. erblickte er das Mädchen und sprach zu sich 'ich bin nun so lang herumgezogen. ob sie auch eingetroffen wäre.' Sie erzählt. ihr. endlich aber dachte er 'was hilft mir all mein Gold.' Da ward die Alte bös und sprach 'so ein Mantel ist ein wun- derbares Ding. da war er so in das Hexenmädchen verliebt. und am andern Morgen fand er wieder eins.' Da nahm er den Becher. als er aufwachte. Am andern Morgen. wenn es ihr nicht gehorchte. tat sie ihn in einen Becher und gab ihn dem Mädchen. wie es damit beschaffen wäre. daß er an nichts anders mehr dachte und nur nach ihren Augen sah. so bist du unglücklich. Es dauerte nicht lange. Die Alte aber war eine Hexe und sprach zu dem Mädchen 'dort kommt einer aus dem Wald. und wie der gekocht war. da schimmerte ihm das Goldstück entgegen. den müssen wir darum berücken. Das Mädchen mußte es heimlich fortschaffen und dann selbst verschlucken. und er wollte sehen. daß er an nichts anders dachte. fiel ihm die Verheißung ein. das tat er gerne. wenn er aufstand.Vogel auf. wenn es ihm fehlt. den soll und muß ich haben. er hat ja doch seinen Reichtum verloren. trink mir zu. wenn ich daheim bleibe? ich will ausziehen und mich in der Welt umsehen.' Da nahm er von seinen Eltern Abschied. Wie er aber sein Kopfkissen in die Höhe hob. lag in der Ebene vor ihm ein ansehnliches Schloß. wo es die Alte jeden Morgen holte: aber er war so verliebt und vernarrt. sollte es ihm schlimm erge- . schluckte es hinunter und nahm den Mantel mit nach Haus. Da sprach die Alte 'nun müssen wir das Vogelherz haben. er wird nichts spüren. Er sammelte sich einen Haufen Gold. Er hat ein Vogelherz bei sich. und wie sie darum zu spielen hätte.' Sie gab dem Mädchen Anschläge und sagte. und wie er den Trank geschluckt hatte. sondern es lag unter dem Kissen des Mädchens. denn die Alte wollte es haben. suchte das Herz. daß er ein Auge auf das schöne Bild geworfen hatte. mein Liebster. und was sie verlangte.' Antwortete das Mädchen 'den wollen wir ihm lassen. Geld hab ich ja vollauf.' Als nun der Jäger näher kam. und so weiter jedesmal.

Als aber der Jäger seinen Schlaf ausgetan hatte und aufwachte. ich bin so müde. und er saß nicht lange.' Endlich dachte er 'zur Not kann ich von dem Salat essen. da band es ihm den Mantel von den Schultern und hing ihn sich selbst um. sah er.' Unter diesem Gespräch gingen sie vorüber. kommen hin. der schmeckt nicht sonderlich. so sah er ihrer drei daherschreiten. ein Mensch nimmermehr. 'wie ist die Un- treue so groß auf der Welt!' saß da in Sorge und Herzeleid und wußte nicht. so war ihm so wunderlich zumute. Nun kamen die Riesen herbei. die fliegen.' Der dritte aber sprach verächtlich 'das wäre der Mühe wert! laßt ihn nur leben. daß seine Liebste ihn betrogen und auf dem wilden Gebirg allein gelassen hatte. so schwebte eine Wolke heran.hen. aber wer kann sie holen! Nur die Vögel. Ich trage so groß Verlangen danach. aber hier seh ich keinen Apfel und keine Birne und keinerlei Obst. und er legte sein Haupt in ihren Schoß und schlief ein. wird mich aber erfrischen. als wäre es ganz traurig. Da legte er sich nieder. die darauf wohnten und ihr Wesen trieben. 'den Kummer will ich dir bald vom Herzen nehmen. Wie er entschlafen war. und sobald sie fort waren. also daß er zwischen Kohl und Gemüsen sanft auf den Boden kam. stellte sich einmal ans Fenster und schaute in die weite Gegend. Nun hatte es aber die Alte durch ihre Hexenkunst be- wirkt. Da schimmerte das edele Gestein von allen Seiten.' sagte der Jäger. ergriff ihn.' 'Hast du weiter nichts zu klagen. daß dem Jäger die Augen schwer wurden. Fragte der Jäger 'was stehst du so traurig?. Es wuch- . Als er ein Weilchen da gesessen hatte. als wäre er in tiefen Schlaf versunken. was er anfangen sollte. mein Schatz. Er sprach zu dem Mädchen 'wir wollen ein wenig niedersitzen und ruhen. überall nichts als Krautwerk. daß.' Also suchte er sich ein schönes Haupt aus und aß davon. und im Augenblick saßen sie auch beide drauf. daß ich mich nicht mehr auf den Füßen erhal- ten kann.' sprach er. dann senkte sie sich und ließ sich über einen großen. und er fühlte sich ganz verändert. Da sah der Jäger sich um und sprach 'wenn ich nur etwas zu essen hätte. und mit dem Weiterkommen wirds schwer fallen.' Da setzten sie sich. trug ihn fort und zog eine Zeitlang am Himmel her.' Damit faßte er sie unter seinen Mantel und wünschte sich hinüber auf den Granatenberg. der Jäger aber hatte auf ihre Worte gemerkt. und wenn er höher steigt bis auf die Bergspitze. 'da gegenüber liegt der Granatenberg. daß es eine Freude war anzusehen. 'O. aber kaum hatte er ein paar Bissen hin- abgeschluckt.' gab es zur Antwort. hier kann er nicht bleiben. und der erste stieß ihn mit dem Fuß an und sprach 'was liegt da für ein Erdwurm und beschaut sich in- wendig?' Der zweite sprach 'tritt ihn tot. wenn ich daran denke. wo die köstlichen Edelsteine wachsen. Da tat es nach dem Geheiß der Alten. rings mit Mauern umgebenen Krautgarten nieder. 'Ach. las die Granaten und Steine auf und wünschte sich damit nach Haus. so packen ihn die Wolken und tragen ihn fort. stand er auf und klimmte den Berggipfel hinauf. ich ganz traurig bin. Der Berg aber gehörte wilden und ungeheuern Riesen. und sie lasen die schönsten und kostbarsten Stücke zusammen. ich bin so hun- grig.

und es doch auch lüstern danach war. der unter der Sonne wächst. und als niemand mit dem Salat kam. aber die Sonnenhitze brennt gar zu stark. und sie lief als eine Eselin hinab in den Hof. und sie aß ein paar Blätter. ward sie lüstern und sprach 'lieber Lands- mann. Nun kam die Magd in die Küche. die Lust zu versuchen. Ich bin auch so glücklich gewesen. Die Hexe dachte an nichts Arges. unterwegs aber über- fie sie.' Dann steckte er die Häupter zu sich. fand er es glücklicherweise wieder. kaum aber waren sie verschluckt. und kehrte in seine menschliche Gestalt zurück. bis es auf dem Tisch stand.' sprach er. kletterte über die Mauer und ging fort. 'und kann nicht weiter. 'die zwei haben ihr Teil weg.sen ihm vier Beine. und der Mund wässerte ihr so sehr nach dem neuen Gericht. daß sie selbst in die Küche ging und es zubereitete.' 'Warum nicht?' antwortete er. 'Schon recht. Alsbald zeigte sich die Wunderkraft. so fühlte er aufs neue eine Veränderung. ging in das Schloß und bat um eine Herberge. nach alter Gewohnheit. Als er am andern Morgen erwachte. sah den fertigen Salat da stehen und wollte ihn auftragen. Doch weil er dabei immer noch großen Hunger spürte und ihm der saftige Salat nach seiner jetzigen Natur gut schmeckte.' sprach er. brach er ein Haupt von dem bösen und eins von dem guten Salat ab und dachte 'das soll mir zu dem Meinigen wieder helfen und die Treulosigkeit bestrafen. Da bräunte er sich schnell sein Gesicht.' machte seinen Sack auf und reichte ihr das böse hin. ihn zu finden. konnte sie nicht warten. laßt mich doch den wunderbaren Salat versuchen.' Da aß sie davon und war alsbald wie die übrigen . und sie ward ebenfalls zu einer Eselin und lief hinaus zu der Al- ten. so war auch die menschliche Gestalt verloren. so aß er mit großer Gier immerzu. sprach es 'ich weiß nicht.' Wie er hinabkam.' Da dachte der Jäger 'das Kraut wird schon gewirkt haben.' Fragte die Hexe 'Landsmann.' Als die Alte von dem köstlichen Salat hörte. daß er in einen Esel verwandelt war.' und sprach 'ich will nach der Küche gehen und mich erkundigen. und was ist Euer Geschäft?' Er antwortete 'ich bin ein Bote des Königs und war ausgeschickt. der Salat aber lag auf der Erde. und er sah mit Schrecken. Der Bote saß in der Zeit bei dem schönen Mädchen. das Schloß seiner Liebsten zu suchen. 'Ich bring Euch selbst das köstliche Essen. Als er ein paar Tage herumgestrichen war. Endlich gelangte er an eine andere Art Salat. wo der Salat bleibt. Als es fertig war. wer seid Ihr.' und hob die übrigen Blätter auf. ein dicker Kopf und zwei lange Ohren. den köstlichsten Salat zu suchen. Nun legte sich der Jäger nieder und schlief seine Müdigkeit aus. sondern sie nahm gleich ein paar Blätter und steckte sie in den Mund. und trage ihn bei mir.' sprach er. 'damit Ihr nicht länger zu warten braucht. aber kaum hatte er etwas davon verschluckt. legte sie auf die Schüssel und brachte sie dem Mädchen. ob ich es weiterbringen werde. sah er die zwei Eselinnen im Hof herumlaufen. 'ich habe zwei Häupter mitgebracht und will Euch eins geben. daß mir das zarte Kraut zu welken droht und ich nicht weiß. daß ihn seine eigene Mutter nicht erkannt hätte. 'Ich bin so müde. und die Schüssel mit Salat fiel auf die Erde.

daß die alte Eselin. Es trug sich zu. bis er zu einer Mühle kam.' Sprach der Müller 'warum das nicht? wie soll ich sie aber hal- ten?' Da sagte der Jäger. und weil er müde war. Er klopfte an das Fenster. sah er auf dem Hof des Riesenspielwerk liegen: das waren ein paar mächtige Ku- geln und Kegel. und was er nötig hatte. er sollte sie wieder hertreiben. und ich werde wunderliche Dinge genug sehen. der Müller steckte den Kopf heraus und fragte. Und wie sie kamen. gab er ihnen von dem guten Salat zu fressen.' Da ward er anderes Sinnes und sprach 'behalt es nur. Nach ein paar Tagen kam der Müller und sprach. es ist doch einerlei. keinmal Schläge und dreimal zu fressen. verzeiht mir. was ich Böses an Euch getan. ließ den Zorn fahren und sprach zum Müller. und für das Vogelherz will ich einen Brechtrunk einnehmen. gestorben sei. setzte er sich vor die Türe und ruhte. denn ich will dich zu meiner treuen Ehegemahlin annehmen. die nur Schläge bekommen hätte und nur einmal zu fressen. Euer Wunschmantel hängt in einem Schrank. Und als er seine Augen so hin.' Also nahm er von sein- en Eltern Abschied und ging fort. daß das Mädchen sollte geschlagen werden. so groß als ein Mensch. dem gefiels nicht mehr daheim in seines Vaters Haus. denn er konnte es doch nicht über das Herz bringen. welche die Magd war. er müßte melden. so zahl ich dafür. und sie halten.' Er band sie alle drei an ein Seil und trieb sie fort. aber sie sind so traurig. und sie lebten vergnügt mitein- ander bis an ihren Tod. und weil er vor nichts Furcht hatte. von Morgen bis Abend.ihrer menschlichen Gestalt beraubt und lief als eine Eselin in den Hof.' antwortete er. 'Ich habe drei böse Tiere. was sein Begehren wäre. ging er hinab in den Hof und sprach 'jetzt sollt ihr den Lohn für eure Un- treue empfangen. 'sind zwar nicht gestorben und kriegen auch dreimal zu fressen. der jüngern. Wollt Ihr sie bei Euch nehmen. der sich vor nichts fürchtet Es war einmal ein Königssohn. und das war die Hexe. daß es nicht lange mit ihnen dauern kann. Futter und Lager geben.und herge- hen ließ. mein Liebster. und der jüngsten.' Da erbarmte sich der Jäger. wo hinaus ihn der Weg führte. stellte die Kegel .' Und da ward Hochzeit gehalten. welche das Mädchen war. Über ein Weilchen bekam er Lust. Nachdem sich der Jäger sein Angesicht gewaschen hatte. wie ich Euch sage. Darauf ging er zurück in das Schloß. was Ihr verlangt. einmal Schläge und dreimal Futter.' sagte er weiter. immerzu. Da fiel das schöne Mädchen vor ihm auf die Knie und sprach 'ach. und es war ihm einerlei. das fand er alles darin. daß er vor eines Riesen Haus kam. also daß ihn die Verwandelten erkennen konnten. 'Die zwei andern. so dachte er 'ich will in die weite Welt gehen. da wird mir Zeit und Weile nicht lang. daß sie wieder zu Menschen wurden. sollte er täglich dreimal Schläge und einmal zu fressen geben. denn ich habe Euch von Herzen lieb. 'die ich nicht länger behalten mag. es ist gegen meinen Willen geschehen. der alten Eselin. Der Königssohn. meine Mutter hatte mich dazu gezwungen.

' antwortete der Riese. und das ist noch keinem geglückt. den Apfel herunterzuholen. ich bin weit in der Welt umhergegangen und kann den Baum nicht finden. sondern er folgte ihm demütig als seinem Herrn. sondern er trat über sie weg. Der Ring schloß sich fest an seinen Arm. den sie verlangt hatte. Da nahm er Abschied von dem Riesen. Er kletterte an dem Stamm in die Höhe. und wie er nach einem Apfel reichen wollte. 'und ich weiß nicht. die verlangt danach. aber nicht in Wut und Wildheit. Als er mit dem Apfel von dem Baum wieder herabgestiegen war. was mich abhal- ten soll. streckte seinen Kopf zum Fenster heraus und erblickte ein- en Menschen. Es war eine schöne und kluge Jungfrau.' sprach der Königssohn. als er herankam. und vor dem Gitter liegen wilde Tiere. du meinst wohl. sah er einen Ring davor hängen. aber er steckte seine Hand ohne Mühe hindurch und brach den Apfel. wozu ich Lust habe. eilte zu seiner Braut und gab ihr den Apfel.' Der Riese kam herab.' 'Was willst du damit?' sprach der Königssohn. und da sie den Ring nicht an seinem Arm sah. der davor gelegen hatte. so ist er doch noch nicht dein: es hängt ein Ring davor. und war guter Dinge. sprach sie 'ich glaube nicht eher. 'aber ich habe eine Braut.auf und schob mit den Kugeln danach. und der Löwe. sah dem Kegeln ganz verwundert zu und sprach 'Menschenkind. und doch mit seinen Kegeln spielte. 'Ich will den Apfel nicht für mich.' 'Mich werden sie schon einlassen.' Der Riese sprach 'du meinst wohl. Sie erwachten auch nicht. aber sie hatten die Köpfe gesenkt und schliefen. . wollte er nicht über das Gitter klet- tern.' sagte der Königssohn. bis er endlich den Wundergarten fand. der nicht größer war als andere. und die roten Äpfel leuchteten an den listen. so geh und hol mir einen Apfel vom Baum des Lebens. schrie und rief. wenn er den Apfel erreichen und ab- brechen will. ging fort über Berg und Tal. das wäre so leicht? der Garten. die halten Wache und lassen keinen Menschen hinein. durch Felder und Wälder. daß sein Wunsch so bald erfüllt war. Da stand mitten inne der Baum des Lebens. Der Königssohn brachte dem Riesen den versprochenen Apfel und sprach 'siehst du. Der Riese hörte den Lärm. Da ging er hinaus. sondern faßte das große Tor und brauchte nur einmal daran zu schütteln. gelangst du auch in den Garten und siehst den Apfel am Baum hängen. wenn du der Art bist. ist von einem eisernen Gitter umgeben.' 'Ich will ihn schon finden. wenn die Kegel fielen. stieg über das Gitter und kam glücklich in den Garten. wie auf einmal eine gewaltige Kraft durch seine Adern drang.' Der Riese war froh. eins neben dem andern. und er fühlte. 'Ja. 'was kegelst du mit meinen Kegeln? wer hat dir die Stärke dazu gegeben?' Der Königssohn schaute auf.' 'Mir solls schon glücken. worin der Baum steht. Die Tiere lagen ringsumher. war wach ge- worden und sprang ihm nach. ich habe ihn ohne Mühe geholt. du hättest allein starke Arme? ich kann alles. 'Würmchen. sah den Riesen an und sprach 'o du Klotz. so sprang es mit Krachen auf.' sagte der Königssohn.' rief er. durch den muß einer die Hand stecken.

'Wo der Apfel ist. muß auch der Ring sein. an dem ein klarer Bach floß. der den Diebs- tahl bemerkt hatte. dann flog es auf. es wäre ein leichtes. und ich kann ihm den Ring abziehen. war blind und wußte sich nicht zu helfen. daß seine List vergeblich gewesen war. so mußt du mit mir darum kämpfen. und führte ihn auf die Spitze eines hohen Felsens. faßte ihn bei der Hand wie jemand. Da erkannte der Königssohn den Wink Gottes. strich ohne anzustoßen zwis- chen den Bäumen hin. wir wollen im Flusse baden und uns abkühlen. Er forderte also den Ring von ihm. der die böse Absicht merkte. der von Falschheit nichts wußte.' sprach der Riese. der ihn leiten wollte. Dann ließ er ihn stehen und dachte 'noch ein paar Sch- ritte weiter. aber der Löwe. als hätte es sein Gesicht wiederbekommen. hielt ihn am Kleide fest und zog ihn allmählich wieder zurück. Da sann der Riese auf eine List und sprach 'mir ist warm geworden bei dem Kampf. Nun stand da der arme Königssohn.' Der Königssohn. aber der Königssohn weigerte sich.' und meinte. Kaum hatten ein paar Tröpfchen die Augenhöhlen benetzt. so stürzt er sich tot.' Aber der treue Löwe hatte seinen Herrn nicht verlassen.daß du den Apfel geholt hast. als bis ich den Ring an deinem Arm erblicke. Als der Riese kam und den Toten berauben wollte. 'gibst du ihn nicht gutwillig. aber der Löwe stieß den Riesen. so konnte er wieder etwas sehen und bemerkte ein Vöglein. stieß sich aber an einem Baumstamm: hierauf ließ es sich in das Wasser herab und badete sich darin. Da kam der Riese wieder herbei. setzte dem Riesen nach. der Löwe aber legte sich und spritzte mit seiner Tatze ihm das Wasser ins Antlitz. faßte den Königssohn und führte ihn auf einem andern Weg nochmals zu dem Abgrund: aber der Löwe. streifte mit seinen Kleidern auch den Ring vom Arm und sprang in den Fluß. und dir auch. überfiel er ihn und stach ihm beide Augen aus.' Sie rangen lange Zeit miteinander. neigte sich herab zu dem Wasser und wusch und badete sich . Als sie nahe zum Rand gekommen waren.' Der Riese sagte 'ich brauche nur heim zu gehen und ihn zu holen. Das treue Tier zog seinen Herrn wieder von dem Abgrund zurück und leitete ihn zu einem Baum. das flog ganz nah vorbei. und als der Königssohn beschäftigt war. was er nicht gutwillig geben wollte. seine Kleider wieder anzuziehen. Der Königssohn setzte sich da nieder. daß er hinabstürzte und zerschmettert auf den Boden fiel. 'Ist denn ein so schwaches Menschenkind nicht zu verderben!' sprach er zornig zu sich selbst. sah er. riß den Ring ihm aus der Hand und brachte ihn seinem Herrn zurück. eh wir wieder anfangen. Alsbald griff der Riese nach dem Ring und lief damit fort. ließ der Riese die Hand des Blinden fahren und wollte ihn allein zurücklassen. ging mit ihm zu dem Wasser. den die Za- uberkraft des Ringes stärkte. nichts anhaben. dem schwachen Menschen mit Gewalt wegzunehmen. Da stellte sich der Riese hinter einen Eichbaum. aber der Riese konnte dem Königssohn. half seinem Herrn auch hier aus der Gefahr.

Sie trug in ihrer Hand eine kleine Flasche. aber die war die schlimmste. das Leben dürfen sie dir nicht nehmen. wie sie nie gewesen waren. du hinter dem Ofen. Sie sprach 'eine Nacht hast du glücklich ausgehalten. schlugen und quälten ihn. Und als er sich aufrichtete. stachen.' Also ging er fröhlich in das Schloß. aber es darf keine Furcht in dein Herz kommen. hatte er seine Augen wieder so hell und rein.' Da sprach der Königssohn 'ich fürchte mich nicht. daß ich verliere. so bin ich erlöst. Die Jungfrau antwortete 'drei Nächte mußt du in dem großen Saal des verwünschten Schlosses zubringen. Der Königssohn blieb ganz ruhig sitzen und hatte keine Furcht: doch endlich sprangen die Teufel von der Erde auf und fielen über ihn her. der nicht zu uns gehört. Sie taten. aber sie war ganz schwarz. Der Königssohn dankte Gott für die große Gnade und zog mit seinem Löwen weiter in der Welt herum. erschien die Jungfrau und heilte ihn mit dem Leben- swasser.' Da ging sie wieder weg. setzte er sich in den großen Saal und wartete. In der folgenden Nacht kamen die Teufel und fingen ihr Spiel aufs neue an: sie fielen über den Königssohn her und schlugen ihn viel härter als in der vorigen Nacht. und als die Morgenröte anbrach. Wenn einer verlor. Gegen Morgen verschwanden sie. daß er vor ein Schloß kam. Doch da er alles still ertrug. daß sein Leib voll Wunden war. welches verwünscht war. zwickten. Der Teufelsspuk kam wieder: 'bist du noch da?' schrien sie.darin das Gesicht. da fing plötzlich ein großer Lärm an. setzten sich mitten in die Stube. Wenn sie dich auf das ärgste quälen und du hältst es aus. der ist schuld. damit wusch sie ihn. es ist einer da. daß dir der Atem stehen bleibt. mußten sie von ihm lassen. Sie zerrten ihn auf dem Boden herum. daß er sich ihrer nicht erwehren konnte. aber er gab keinen Laut von sich. der über mich geworfen ist. und im Weggehen bemerkte er.' sagte ein anderer. so daß es niemand ohne Schrecken hätte anhören können. Nun trug es sich zu. ich komme. Das Schreien ward immer größer.' 'Was soll ich tun?' sprach der Königssohn. wie alle Schmerzen verschwanden und frische Kraft in seine Adern drang. machten ein Feuer an und fingen an zu spielen. ohne einen Laut von dir zu geben. und alsbald fühlte er. warfen ihn hin und her und zogen ihn an Armen und Beinen. als ob sie ihn nicht sähen. sah er mit Freuden. sprach er 'es ist nicht richtig. als wollten sie ihn zerreißen: aber er duldete alles und . und er war so abgemattet. daß ihre Füße weiß geworden waren. daß sie schon weiß geworden war bis zu den Fingerspitzen. aber noch zwei stehen dir bevor. und aus allen Ecken und Winkeln kamen kleine Teufel herbei. Nun hatte er nur noch eine Nacht auszuhalten. Sie redete ihn an und sprach 'ach könntest du mich erlösen aus dem bösen Zauber. worin Wasser des Lebens war.' Sie stachen und schlugen ihn. Und als sie wegging.' 'Wart. 'du sollst gepeinigt werden. und als es dunkel ward. und es waren so viele. da trat die schwarze Jungfrau zu ihm herein. daß er kaum seine Glieder regen konnte: als aber der Tag anbrach. Es war aber still bis Mitternacht. ich wills mit Gottes Hilfe versuchen. In dem Tor stand eine Jungfrau von schöner Gestalt und feinem Antlitz.

und in langer Zeit meldete sich niemand. ich will dir das bewilligen. Die Königstochter war vergnügt und dachte 'ich werde nun für mein Lebtag frei bleiben. was über und unter der Erde war. es sollte niemand ihr Gemahl werden. Das Meerhäschen Es war einmal eine Königstochter. Da setzten sie sich nieder. Endlich verschwanden die Teufel. Der älteste glaubte sicher zu sein. im großen Saale wäre die Tafel schon zubereitet und die Speisen aufgetra- gen. 'und schwing dein Schwert dreimal über die Treppe. auch so gnädig sein. Es standen schon siebenundneunzig Pfähle mit toten Häuptern vor dem Schloß. da war das ganze Schloß vom Z auber befreit. Der zweite kroch in den Keller des Schlosses. Da ergriff er seine Büchse und ging hinaus auf die Jagd. eben wollte er losdrücken. aber es wird dir nicht glücken. als wäre er aus einem Schlaf erwacht. und so immer weiter. in dem dritten noch deutlicher. und die Jungfrau war eine reiche Königstochter. ließ ihn herausziehen und ihm das Haupt abschlagen. Weil er so schön war und so herzlich bat. ich will dirs vergel- . aßen und tranken zusammen. Wer es aber versuche und sie entdecke ihn. Aber auf einmal war er von allen Schmerzen befreit und fühlte sich frisch und gesund. und wie er die Augen aufschlug. 'Steh auf. aber auch diesen erblickte sie aus dem ersten Fenster.' Den folgenden Tag sann er lange nach. und es war um ihn ges- chehen: sein Haupt kam auf den neunundneunzigsten Pfahl. die hatte in ihrem Schloß hoch unter der Zinne einen Saal mit zwölf Fenstern. so sah er die Jungfrau neben sich stehen. da rief der Rabe 'schieß nicht. Weil sie aber stolz war.' Und als er das getan hatte. die war schneeweiß und schön wie der helle Tag. sich niemand unterwerfen wollte und die Herrschaft allein behalten. so wolle er sich nichts mehr aus seinem Leben machen. wo sie alles sah. so sagte sie 'ja. aber sie erblickte ihn schon aus dem ersten Fenster. bis in dem zwölften. so ist alles erlöst. Er sah einen Raben und nahm ihn aufs Korn. ihn zu finden.' Da erschienen drei Brüder vor ihr und kündigten ihr an. so ließ sie bekanntmachen. Aus dem ersten sah sie schon schärfer als andere Menschen. wie er sich verstecken wollte. um die Jungfrau zu sehen. und ihr nichts verborgen bleiben konnte. wenn er in ein Kalkloch krieche. aber es war vergeb- lich. in dem zweiten noch besser. es ihm zweimal zu schenken.' sprach sie. daß es ihr unmöglich wäre. die gingen nach allen Himmelsgegenden. aber er lag da ohnmächtig und regte sich nicht: er konnte auch nicht die Augen aufheben.gab keinen Laut von sich. sie möchte ihm einen Tag Bedenkzeit geben. und abends ward in großen Freuden die Hochzeit gefeiert. so werde ihm das Haupt abgeschla- gen und auf einen Pfahl gesteckt. und wenn sie hinaufstieg und umherschaute. der sich nicht so vor ihr verstecken könnte. die hereinkam und ihn mit dem Wasser des Lebens benetzte und begoß. Da trat der jüngste vor sie hin und bat. wenn sie ihn entdecke: mißlinge es ihm zum drittenmal. so konnte sie ihr ganzes Reich übersehen. Die Diener ka- men und sagten. daß sie ihr Glück versuchen wollten.

' Nun kam die Zeit.' Er tat es zwar. auch im elften sah sie ihn nicht und war bestürzt. der hinkte. und ward in ein kleines Meerhäschen verwandelt. Der Fuchs sprach 'laß ab. und der Jüngling mußte herauskommen. wenn du es nicht besser machst. auch nicht in den folgenden. Er schoß und verfehlte ihn.' Er ver- schluckte ihn und fuhr hinab auf den Grund des Sees. wohin ich mich verkriechen soll. endlich rief er 'ich habs heraus! ich will dich in meinem Bauch verschließen.' Am folgenden Tag ging er an den See. und da es Abend war. er wußte nicht wohin. Es kann sich jeder denken.ten!' Er setzte ab. Am andern Tag sollte er sich verkriechen. kehrte er heim. ich will dirs vergelten!' Der Jüngling ließ ihn laufen. tauchte sich hinein und kam als ein Marktkrämer und Tierhändler heraus.' Der Rabe senkte den Kopf und bedachte sich lange. Sie ließ den Fisch fangen und töten. Endlich schnarrte er 'ich habs heraus!' Er holte ein Ei aus seinem Nest. zerlegte es in zwei Teile und schloß den Jüngling hinein: dann machte er es wieder ganz und setzte sich darauf. Sie sprach 'Zweimal ist dirs geschenkt. Bevor er es ihr hinreichte. da rief der Fuchs 'komm lieber her und zieh mir den Dorn aus dem Fuß. Sie trat nach der . Endlich rief er 'ich habs heraus!' Er ging mit ihm zu einer Quelle. kaufte sie es und gab dem Kaufmann viel Geld dafür.' antwortete der Fuchs und machte ein bedenkliches Gesicht. 'ich habe dich leben lassen. wohin soll ich mich verbergen. Sie ließ den Raben schießen. wollte aber dann den Fuchs töten und ihm den Balg abziehen. Als er angelegt hatte. rief den Fisch herbei und sprach 'ich habe dich leben lassen. Zuletzt kam auch die Königstochter.' An dem letzten Tag ging er mit schwerem Herzen aufs Feld und begegnete dem Fuchs. rief der Fisch 'schieß nicht. doch im elften erblickte sie ihn. nun sage. konnte sie ihn nicht entdecken. um es anzusehen. ging weiter und begegnete einem Fuchs. und der Jüngling kam zum Vorschein. Die Königstochter blickte durch ihre Fenster.' 'Ein schweres Stück. ich will dirs vergelten!' Er ließ ihn untertauchen. das Ei holen und zerbrechen. Er ging in den Wald zu dem Raben und sprach 'ich habe dich leben lassen. Als die Königstochter an das erste Fenster trat. wie ihm zumut war. ging weiter und kam an einen See. Sie sprach 'einmal ist es dir geschenkt. doch endlich im zwölften entdeckte sie ihn.' Der Fisch besann sich. Es lief viel Volk zusammen. 'Du weißt alle Schlupfwinkel zu finden. wo er einen großen Fisch überraschte. aber dein Haupt wird wohl auf den hundertsten Pfahl kommen. wo sie ihn suchen sollte. damit mich die Königstochter nicht sieht. jetzt sage mir. und es fing an ihr bange zu werden. der aus der Tiefe herauf an die Oberfläche des Wassers gekommen war. wohin ich mich verstecken soll. so bist du verloren. damit mich die Königstochter nicht sieht. so krieche schnell unter ihren Zopf. jetzt rat mir. Der Jüngling mußte sich auch in das Wasser tauchen. sagte er zu ihm 'wenn die Königstochter ans Fenster geht. damit mich die Königstochter nicht findet. Der Kaufmann zog in die Stadt und zeigte das artige Tier- chen. aber wie er sich auch den Kopf darüber zer- brach.' sprach er. und weil sie großen Gefallen daran hatte.

aber er wollte nichts lernen und machte lauter böse Streiche. daß das Glas in allen Fenstern in tausend Stücke zersprang und das ganze Schloß erzitterte.' antwortete der Bauer. zuletzt lief er mir fort. 'warum bindet Ihr den krummen knorrichten Baum. klug und verschlagen. vornehme Herren haben manchmal solch ein Gelüsten. Bereitet mir Kartoffel. und so glaubte sie. er habe alles aus eigener Kunst getan und hatte Achtung vor ihm.' fragte der Fremde. 'Habt Ihr keine Kinder. damit will ich mich zu Euerm Tisch setzen. oben und in der Mitte mit einem Strohseil fest an den Pfahl. oder gar ein Herzog. setzte es in ein Loch und stieß einen Pfahl daneben: und als er Erde hineingeschaufelt und sie festgestampft hatte. Er erzählte ihr niemals. nicht auch an einen Pfahl wie diesen. Der Fremde reichte dem Alten die Hand und sagte 'ich wünsche nichts als einmal ein ländliches Gericht zu genießen. 'ich habe freilich einen Sohn gehabt. der dort in der Ecke fast bis auf den Boden gebück t liegt. damit er strack . aus dem ein reichgekleideter Herr stieg. da packte sie es. und wollten von der Arbeit ein wenig ausruhen. das muß wahr sein!' Der Jüngling ging geradezu in das Schloß. wie Ihr sie zu essen pflegt. band er den Stamm unten. trat zu dem Herrn und fragte.' In dem Garten hatte er Löcher gegraben und wollte jetzt Bäume einsetzen. und beide eilten zur Quelle. wo sie sich untertauchten und ihre wahre Gestalt zurückerhielten.Reihe an die Fenster vom ersten bis zum elften und sah ihn nicht. wie sie die Bauern essen. Der Bauer stand auf. Der Jüngling dankte dem Fuchs und sprach 'der Rabe und der Fisch sind blitzdumm gegen dich. Sie ging zurück und fühlte das Meerhäschen unter ihrem Zopf. 'die Euch bei der Arbeit behilflich sein könnten?' 'Nein.' Der Alte nahm ein Bäumchen.' Der Bauer lächelte und sagte 'Ihr seid ein Graf oder Fürst. wo ich noch etwas zu schaffen habe.' sprach der Herr. Während sie bei der Arbeit stand. und er war jetzt der König und Herr des ganzen Reichs. warf es zu Boden und rief 'fort mir aus den Augen!' Es lief zum Kaufmann. 'Aber sagt mir. du weißt die rechten Pfiffe.' Die Frau ging in die Küche. Die Königstochter wartete schon auf ihn und fügte sich ihrem Schicksal. war sie voll Angst und Zorn und schlug es so gewaltig zu. 'aber der ist schon seit langer Zeit in die weite Welt gegangen. denn sie dachte bei sich 'der kann doch mehr als du!' Der Meisterdieb Eines Tages saß vor einem ärmlichen Hause ein alter Mann mit seiner Frau. und sie fing an Kartoffeln zu waschen und zu reiben und wollte Klöße daraus bereiten. Die Hochzeit ward gefeiert. mit vier Rappen be- spannter Wagen herbeigefahren. Da kam auf einmal ein prächtiger. wohin er sich zum drittenmal versteckt und wer ihm geholfen hatte. und sie mit Freude verzehren. und worin er ihm dienen könnte. sagte der Bauer zu dem Fremden 'kommt einstwei- len mit mir in meinen Hausgarten. und seitdem habe ich nichts von ihm gehört. Als sie ihn auch bei dem zwölften nicht sah.' setzte er hinzu. Euer Wunsch soll aber erfüllt werden. was sein Verlangen wäre. Es war ein ungeratener Junge.

ein Meisterdieb zu sein. 'aber er hat ein Zeichen an sich. Der Vater sprach 'wenn unser Herr.' Als er dies gesagt hatte. Aber erschreckt Euch nicht. So auch.' 'Seid ohne Sorge. 'du bist wahrhaftig mein Sohn.' Sie setzten sich an den Tisch.' 'Würdet Ihr ihn noch erkennen.' 'Es ist wie bei Euerm Sohn. deshalb will ich Gnade für Recht ergehen lassen und nachsichtig mit dir verfahren.' Er führte ihn zu der Mutter. daß er ein Meisterdieb geworden wäre. das ist mein. erfährt. ein Muttermal auf der Schulter.' setzte er hinzu. List und Gewandtheit haben kann. 'der junge Baum war an keinen Pfahl gebunden und ist krumm gewachsen: jetzt ist er zu alt. denn ich verstehe mein Handwerk. set- zte sich der Meisterdieb in seinen Wagen und fuhr nach dem Schloß. und meine Augen haben ihn noch einmal gesehen.' sagte der Vater. so flossen ihr zwei Ströme über das Gesicht. Endlich sagte sie 'wenn er auch ein Dieb geworden ist. daß ich stehle wie ein gemein- er Dieb. Endlich sprach er 'du bist mein Pate. ich nehme nur vom Oberfluß der Reichen.' antwortete der Bauer. was ich ohne Mühe. seit er fortgegangen ist. . weil er ihn für einen vornehmen Mann hielt. er wird nicht wieder gerad.' 'Ach. als daß ich ihnen etwas nehme. Für mich gibt es weder Schloß noch Riegel: wonach mich gelüstet. entblößte seine Schulter und zeigte dem Bauer die Bohne. und als sie hörte. wie er noch jung war. er wird mir nichts tun. daß es ihr Sohn war. Ihr redet. wer du bist und was du treibst. solange sie jung sind. 'Herr Gott. 'es gefällt mir doch nicht. ich sage dir. ich bin ein Meisterdieb. Als aber der Fremde sich zu erkennen gab. es nimmt kein gutes Ende. den kann niemand mehr gerad machen: Bäume muß man ziehen. der Graf drüben im Schlosse. daß Ihr Euch mit der Gärtnerei nicht abgegeben habt. 'hättet Ihr den gezogen. du bist ein großer Herr geworden und lebst in Reichtum und Überfluß! auf welchem Weg bist du dazu gelangt?' 'Ach. das rühre ich nicht an. jetzt wird er auch hart und knorzig geworden sein.' und die Liebe zu seinem Kind regte sich in seinem Herzen. weinte sie vor Freude.' sagte der Fremde. so ist er doch mein Sohn.' rief der Alte. Vater. ein Dieb bleibt ein Dieb .' Als die Abendzeit sich näherte. mein Vater. so wäre er nicht fortgelaufen.' 'Freilich. Weil du dich rühmst. wenn er vor Euch träte?' fragte der Fremde. so nimmt er dich nicht auf die Arme und wiegt dich darin. mein Sohn. zog der Fremde den Rock aus. Der Graf empfing ihn mit Artigkeit. wie Ihrs versteht: man sieht wohl. 'es ist schon lange. Ich will heute noch selbst zu ihm gehen. das wie eine Bohne aussieht. so will ich deine Kunst auf die Probe stellen. Glaubt nicht. und er aß mit seinen Eltern wieder einmal die schlechte Kost. 'Aber.' ant- wortete der Alte. 'wie kannst du mein Sohn sein. die er lange nicht gegessen hatte. er wird sich verändert haben.wächst?' Der Alte lächelte und sagte 'Herr. Arme Leute sind sicher: ich gebe ihnen lieber. als er dich am Taufstein hielt. als er ihr aber sagte. Wie ich das alles erworben habe? ich bin ein Dieb ge- worden. sondern er läßt dich am Galgen- strick schaukeln. so erbleichte er und schwieg eine Zeitlang ganz still.' erwiderte der Sohn. 'Am Gesicht schwerlich. wie er tat. Der Baum dort ist alt und verknorzt.

' 'Herr Graf. 'hier ist ein Mütterchen. Du hast doch kein Nachtlager und nimmst es an. und wenn ich Eure Aufgabe nicht löse. zum andern sollst du mir und meiner Gemahlin.' antwortete sie. Merke dir alles wohl. wie Euch gefällt. bis die Quelle versiegte. Dort kaufte er einer alten Bauer- frau die Kleider ab und zog sie an. schlief und blies mit dem Mund wie ein Schmiedebalg. Sie schenkte ein. so mußt du mit des Seilers Tochter Hochzeit halten. und als er ein Glas gekostet hatte. und wärme dich bei uns. bog sich aber mit dem Kopf fast bis auf den Hals des Pferdes. Dann färbte er sich das Gesicht braun und malte sich noch Runzeln hinein. Der. 'Einen guten Schluck Wein. Kameraden. soviel verlangt ward. schwankenden Sch- ritten zu dem Schloß des Grafen. und ging mit bedächtigen.' Die Alte trippelte herbei. der so alt ist wie sie selber. und die andern fol- gten seinem Beispiel. wenn wir eingeschlafen sind. Es war schon dunkel. Einer hatte sich auf das gesattelte Leibpferd gesetzt. blieb zwar sitzen. bat.' 'Nur her damit. so trink ich lieber ein Glas mehr.' Der Meister begab sich in die zunächst liegende Stadt. als er anlangte: er setzte sich in den Hof auf einen Stein. 'Heda. er sank nieder und fing an zu schnarchen. so schwer Ihr wollt. 'denkt Euch drei Stücke aus. Vor der Türe des Pferdestalls lagen Soldaten um ein Feuer: einer von ihnen bemerkte die Frau und rief ihr zu 'komm näher. das Bettuch unter dem Leib wegnehmen. fing an zu husten wie eine alte brustkranke Frau und rieb die Hände. Endlich füllte er ein Fäßchen mit altem Ungarwein. 'ich ernähre mich mit dem Handel. altes Mütterchen.' rief einer denen zu. Die Soldaten draußen waren schon längst eingeschlafen. dann sprach er 'wohlan. . das hat Wein. der wärmt euch den Magen noch besser als unser Feuer. so daß ihn kein Mensch wiedererkannt hätte. nehmt auch einen Schluck. legte sich nieder und schnarchte noch laut- er. so fiel dem einen d er Zaum aus der Hand. ohne daß wirs merken. rief er 'wenn der Wein gut ist. welcher im Sattel saß. die in dem Stall saßen. du alte Schachtel?' fragte einer. für Geld und gute Worte gebe ich Euch gerne ein Glas.' sagte der Soldat. und das Gekrächze der Raben soll deine Musik dabei sein. lagen auf der Erde und regten sich nicht. ein dritter hatte den Schwanz gepackt.wenn du aber nicht bestehst. ihr die Kötze vom Rücken zu heben. 'Was hast du da in deinem Fäßchen.' Der Graf sann einige Augenblicke nach.' antwortete der Meister.' ließ sich nochmals einschenken. so tut mit mir. ein anderer hielt den Zaum in der Hand. in welchen ein starker Schlaftrunk gemischt war. zum ersten sollst du mir mein Leibpferd aus dem Stalle stehlen. und setzte sich zu ihnen ans Feuer. als wären sie von Stein. der andere ließ den Schwanz los.' Die Alte trug ihr Fäßchen in den Stall. Das Fäßchen legte er auf eine Kötze. denn es geht dir an den Hals. wo du es findest. als wenn er fröre. und dazu meiner Gemahlin den Trauring vom Finger: zum dritten und letzten sollst du mir den Pfarrer und Küster aus der Kirche wegstehlen. Nicht lange. die er auf den Rücken nahm.

' Die Gräfin gab ihm das Tuch. dann sprach er 'einmal ist dirs gelungen. gab er dem einen statt des Zaums ein Seil in die Hand und dem andern. der den Schwanz gehalten hatte. schloß sie die Hand mit dem Trauring fest zu.' Der Meisterdieb aber ging in der Dunkelheit hinaus zu dem Galgen. steigt er aber zum Fenster ein. sprengte der Meister auf dem gestohlenen Pferd zu dem Schloß. 'Liebe Frau.' Der Graf mußte lachen. 'hier ist das Pferd. wie schön Eure Soldaten daliegen und schlafen. bevor der Tag anbricht. so schieße ich ihn nieder. dann schlug er die Seile um den Pfosten und machte sie fest. damit die Sache nicht ruchbar wird. Der Graf war eben aufgestanden und blickte aus dem Fenster. auch mit den ar- men Eltern habe ich Mitleid. Er wußte aber guten Rat. Dort fing er an ein Loch zu graben. Das Pferd hatte er bald von der Kette losge- bunden. selbst im Garten begraben. die in Ringen an der Wand hingen. führte es dann vorsichtig hinaus. Ich will ihn. wie der Graf aus dem Fenster auf die Leiter stieg. das ich glücklich aus dem Stall geholt habe.' dachte der Dieb. Dort stellte er eine Leiter an das Schlafgemach. aber er ist doch mein Pate und mehr ein Schelm als ein Bösewicht gewesen: ich will ihn der öffentlichen Schande nicht preisgeben. setzte den Toten auf seine Schultern und fing an hinaufzusteigen. aber wenn er über das steinerne Pflaster des Hofs geritten wäre. so behandle ich dich auch wie einen Dieb. so werdet Ihr sehen. Als der Tag angebrochen war. wie bequem sichs Eure Wächter gemacht haben. von dem Strick ab und trug ihn auf dem Rücken nach dem Schloß. knüpfte ein paar Seile. ich bleibe wach und will den Dieb erwarten. aber was sollte er mit dem.' Als die Gräfin abends zu Bette gegangen war. eine Pistole auf ihn los: alsbald ließ der Meister den armen Sünder herabfallen. 'Jetzt. drückte der Graf. wenn du mir als Dieb begegnest. anfangen? Herunterwerfen woll- te er ihn nicht. der auf dem Rücken des Pferdes saß. so hätte man den Lärm im Schloß gehört. daß der Meister deutlich sehen kon- nte. er hätte erwachen und ein Geschrei erheben können.' fing er mit der Stimme des Grafen an. Gib mir auch das Bettuch. 'Weißt du was. ist der günstige Augenblick gekommen. 'der Dieb ist tot. und der Graf sagte 'alle Türen sind verschlossen und verriegelt. der da hing. geradezu ins Schlafgemach der Gräfin. daß es ihm geglückt war. Herr Graf. schwang sich auf und jagte davon. schnitt einen armen Sünder. der in seinem Bett lauerte. Die Nacht war von dem Mond so weit erhellt. an den Sattel fest und zog den schlafenden Reiter mit dem Sattel in die Höhe. Als er so hoch gekommen war.' sagte der . Schaut nur. er schnallte die Sattelgurt auf. aber das zweitemal wirds nicht so glücklich ablaufen. und wenn Ihr in den Stall gehen wollt.' rief er ihm zu. daß der Kopf des Toten in dem Fenster er- schien. einen Strohwisch. herabkam und den Toten in den Garten trug.' schlich behende aus seinem Winkel und stieg die Leiter hinauf. in das er ihn legen wollte. so will ich die Leiche einhüllen und ihn wie einen Hund verscharren. Und ich warne dich. Er umwickelte ihm also zuvor die Hufen mit alten Lappen. sprang selbst die Leiter herab und versteckte sich in eine Ecke. 'Guten Morgen. Als der Meisterdieb sah.

wie es zugegangen war. Die Turmuhr schlug eben zwölf: als der letzte Schlag verklungen war. und als sie die Lichter erblickten. einem Bündel unter dem Arm und einer Laterne in der Hand zu der Dorfkirche gegangen.' Der Meister lächelte und gab keine Antwort.' und erzählte ausführlich. gib mir noch den Ring. machte es mit diesem ebenso und fuhr fort. Was zog der Graf für ein langes Gesicht. bevor der Graf im Garten mit seiner Totengräberarbeit fertig war. hat- ten es zuerst vernommen. der jüngste Tag ist nahe: hört an. holte einen Krebs heraus und klebte ihm ein Wachslichtchen auf den Rücken. merkten sie. nahm er den Sack. Der Pfarrer und der Küster. Hierauf zog er ein langes schwarzes Gewand an. bis auch der letzte aus dem Sacke war.' sagte der Dieb. draußen auf dem Gottesacker wandeln die Gestorbenen und sammeln ihre Gebeine zusam- men. Herr Pfarrer. hört an. so hilft dir alles nichts. Seht ihr. wenn wir die Gelegenheit benutzten und zusammen vor dem Einbruch des jüngsten Tags auf eine leichte Art in den Himmel kämen.' Der Pfar- . das wie eine Mönchskutte aussah. Er setzte sich auf den Gotte- sacker.' erwiderte der Pfarrer. der Unglückliche hat sein Leben gewagt. In dem Sack hatte er Krebse. die Welt geht unter. 'das sind auch meine Gedanken gewesen: habt I hr Lust. in dem Bündel aber kurze Wachslichter. setzte den Krebs auf den Boden und ließ ihn kriechen. 'Aber noch bist du nicht zu Ende. Kommt.' Das Geschrei erschallte durch das ganze Dorf. Sie hörten der Predigt eine Weile zu. ging in die Kirche und stieg auf die Kanzel. daß etwas Ungewöhnliches vorging.' antwortete der Küster. kam er mit einem langen Sack auf dem Rücken.' setzte er hinzu. und klebte sich einen grauen Bart an das Kinn. die zunächst an der Kirche wohnten.' Sie wollte dem Grafen nicht entgegen sein. 'ich habe eine Anwandlung von Großmut. in dem die Krebse gewesen waren. der die Himmelstüre öffnet und schließt. rief er mit lauter gellender Stimme 'hört an. und der Graf mußte ihm zugestehen. Wer mit mir in den Himmel will. Als die Nacht eingebrochen war.' 'Ja. und wenn dir das nicht gelingt. 'sondern den armen Sünder am Galgen. habt den Vortritt. so wollen wir uns auf den Weg machen. so zog sie doch den Ring vom Finger und reichte ihn hin. Der Dieb machte sich mit beiden Stücken fort und kam glücklich nach Haus. ihr sündigen Menschen. und hat dich wieder lebendig gemacht?' 'Mich habt Ihr nicht begraben. in das ich selbst dich gelegt habe. 'du hast noch die dritte Aufgabe zu lösen. Er holte einen zweiten aus dem Sack. 'wer hat dich aus dem Grab geholt. und obgleich sie es ungern tat. Ich bin Petrus. der krieche in den Sack. ich folge nach. da stieß der Küster den Pfarrer an und sprach 'es wäre nicht übel.Dieb weiter. 'aber Ihr. und traten sie in die Kirche ein. so mag er ihn ins Grab mitnehmen.' 'Freilich. dann zündete er das Lichtchen an. die auf dem Gottesacker umher- wandelten. 'Kannst du hexen?' sagte er zu ihm. Als er endlich ganz un- kenntlich war. das Ende aller Dinge ist gekommen. daß er ein gescheiter und listiger Dieb wäre. kommt und kriecht in den Sack. als am andern Morgen der Meister kam und ihm das Bettuch und den Ring brachte.

Bald darauf aber. und als die Tauben flatterten. daß er auch die dritte Aufgabe gelöst und den Pfarrer und Küster aus der Kirche weggeführt hätte. denn wenn du dich wieder darin betreten läßt. das war so schön und lieblich. rief er 'jetzt gehts schon durch die nassen Wolken. ging wieder in die weite Welt. darüber konnte sich die Mutter nicht trösten und weinte Tag und Nacht. daß er die Wahrheit gesagt hatte. die alle darauf fallen. sagte er 'hört ihr.rer schritt also vor und stieg auf die Kanzel. Der Pfarrer kroch zuerst hinein. Am andern Morgen begab er sich zu dem Grafen und sagte ihm. wo der Meister den Sack öffnete. ohne mit ihm gut zu sein. und mit dem Kränzchen auf dem Kopf. daß es plötzlich krank ward. und sie hatte es auch lieber als alles auf der Welt.' und als er sie endlich die Schloßtreppe hinaufzog. packte ihn am Bausch und schleifte ihn die Kanzeltreppe hinab: sooft die Köpfe der beiden Toren auf die Stufen aufschlugen.' Der Graf stieg selbst hinauf und überzeugte sich. sprach er 'du bist ein Erzdieb und hast deine Sache gewonnen. schob er den Sack in den Taubenschlag. 'Sie liegen in einem Sack oben auf dem Taubenschlag und bilden sich ein. . zeigte sich das Kind nachts an den Plätzen.' Als er oben angelangt war. und ich habe Ruhe in meinem Grab. so kannst du auf deine Erhöhung am Galgen rechnen. 'Wo hast du sie gelassen?' fragte der Herr. so rief er 'jetzt sind wir auf der Himmelstreppe und werden bald im Vorhof sein. daß es niemand ansehen konnte. setzte sich zu ihren Füßen auf das Bett und sprach 'ach Mutter. und niemand hat wieder etwas von ihm gehört. denn mein Totenhemdchen wird nicht trocken von deinen Tränen. weinte die Mutter.' Der Erzdieb nahm Abschied von seinen Eltern. Gleich band der Meister den Sack fest zu. Und in der andern Nacht kam das Kindchen wieder. höre doch auf zu weinen. hielt in der Hand ein Lichtchen und sagte 'siehst du. nun ist mein Hem- dchen bald trocken. sie wären im Himmel. war es verschwunden. Das Totenhemdchen Es hatte eine Mutter ein Büblein von sieben Jahren. kam es in einer Nacht mit seinem weißen Totenhemdchen. nachdem es begraben war. dann der Küster. in welchem es in den Sarg gelegt war.' Da befahl die Mutter dem lieben Gott ihr Leid und ertrug es still und geduldig.' Dann zog er sie auf gleiche Weise durch das Dorf. und weinte nicht mehr. rief er 'jetzt gehts schon über die Berge. so weinte es auch. als sie das hörte. aber mache. Nun geschah es. und wenn der Mor- gen kam. und das Kind kam nicht wieder. sonst kann ich in meinem Sarge nicht einschlafen. wo es sonst im Leben gesessen und gespielt hatte. daß du aus meinem Land fortkommst.' Da erschrak die Mutter. Als aber die Mutter gar nicht aufhören wollte zu weinen. Für diesmal kommst du mit heiler Haut davon. und der liebe Gott es zu sich nahm. wie die Engel sich freuen und mit den Fittichen schlagen?' Dann schob er den Riegel vor und ging fort. und wenn sie durch Pfützen kamen. sondern schlief in seinem unterirdischen Bettchen. Als er den Pfarrer und Küster aus dem Gefängnis befreit hatte.

du könntest gegen sie et- was ausrichten?' sprach der Trommler.' Er holte es aus seiner Tasche und reichte es ihr in der Dunkelheit hin.' sprach der Trommler.' 'Der Weg geht durch den großen Wald.' 'Oho. Ich bitte dich. das kann ich. 'ich habe Mitleid mit dir. niemand sehen.' 'Sei ruhig. 'vielleicht kann ich dir helfen. 'Sie wollen dir den Garaus machen und den Wald von einem Ungetüm.' antwortete die Stimme. und war so groß wie eine Tanne.' erwiderte die Stimme. Er ging heim. Trommeler. daß die Vögel aus den Bäumen mit Geschrei aufflogen.' sprach er und steckte eins davon in die Tasche. Sie erfaßte es hastig und wollte damit fort. 'Weile einen Augenblick. der nach dem Glasberg führt. so kommst du nicht hinauf. als nennte jemand seinen Namen. Meine Schwestern haben sich fortgemacht.' 'Ach.' sagte er. Als er eben einschlafen wollte. als schwebte eine Gestalt vor seinem Bett auf und ab. da es finstere Nacht war. 'ich bin die Tochter eines mächtigen Königs. 'Gib mir mein Hemdchen zurück. armes Kind.' 'Helfen kannst du mir nur. 'wenn du mir sagst. so springt er fort und versteckt sich: wie du dich aber niederlegst und schläfst. und ich fürchte mich vor nichts.' rief er ihm zu. 'das du mir gestern abend am See weggen- ommen hast. Der Trommler Eines Abends ging ein junger Trommler ganz allein auf dem Feld und kam an einen See.' Darauf hörte er. 'Was für feines Leinen. wie du bist. die ihm zurief 'Trommeler. war es ihm. da sah er an dem Ufer drei Stückchen weiße Leinewand liegen. säubern.' antwortete sie.' antwortete er. Aber zu dem Glasberg kommst du nicht. wer du bist. gib mir mein Hemdchen wieder. 'Du Wicht. 'weil viele Tausende hinter mir herkom- men.' sagte der Riese.' 'Du sollst es wiederhaben' sprach der Trommler. wie sie fortschwirrte. und wenn du auch ganz nahe daran wärst. ich aber habe zurückbleiben müssen. Bei Anbruch des Tages machte sich der Trommler auf.' sagte der Trommler. 'ich trete euch wie Ameisen tot. Er horchte und vernahm eine leise Stimme. um einen zu packen. Nicht lange. in dem die Menschenfresser hausen. aber ohne mein Hemdchen kann ich nicht wieder fortfliegen. 'was trommelst du hier und weckst mich aus dem besten Schlaf?' 'Ich trommle. aber es kam ihm vor. wenn du auf den Glasberg steigst und mich aus der Gewalt der Hexe befreist.' Er konnte. hing seine Trommel um und ging ohne Furcht geradezu in den Wald hinein.' 'Meinst du. so dachte er 'ich muß die Langschläfer aufwecken. so kommen sie aus allen . 'mehr darf ich dir nicht sag en. Als er ein Weilchen gegangen war und keinen Riesen erblickte. so erhob sich auch ein Riese in die Höhe. 'wenn du dich bückst. damit sie den Weg wissen. Aber ich weiß den Weg nicht. aber ich bin in die Gewalt einer Hexe geraten und bin auf den Glasberg gebannt.' hing die Trommel vor und schlug einen Wirbel. wach auf. 'Was willst du?' fragte er. Jeden Tag muß ich mit meinen zwei Schwestern im See baden.' 'Was ich will. dachte nicht weiter an seinen Fund und legte sich zu Bett. 'ich will dirs gerne zurückgeben.' 'Was wollen die hier in meinem Wald?' fragte der Riese. der im Gras gelegen und geschlafen hatte.

' sprach der Ries e. der ist im Augenblick an- gelangt. aber vergeblich. es wuchsen ihm keine Flügel. Wölfen und Bären drücke ich die Gurgel zusammen. 'zankt euch um einen Sattel und habt kein Pferd dazu. Er ging auf sie zu und sah. ich will dich tragen. so sags mir.' 'Hör. 'Was seid ihr für Narren. erblickte er nicht weit von sich zwei Männer.' sprach er. aber der Riese schüttelte mit dem Kopf.' sagte der Trommler. wer zuerst dort ist. der so hoch war.' 'Der Sattel ist wert.' Nach einer Weile stand ein zweiter Riese am Weg. um hin- aufzukommen.' Der Riese hob ihn hinauf. daß man darum streitet. Dann kam er zurück und sprach 'jetzt lauft nach dem Ziel. ich will dir wohl etwas zu Gefallen tun. der vor ihnen auf der Erde lag. kleiner Kerl. aber was half das Wünschen. Indem er so stand und sich nicht zu helfen wußte.' dachte er.' und er war es auch. darauf zu reiten. der nahm den Trommler dem ersten ab und steckte ihn in sein Knopfloch. brummte etwas in den Bart und ging in den Wald zurück. ging eine Strecke weit und steckte einen weißen Stab in die Erde. er rutschte immer wieder herab. und sie sollen dich diesmal in Ruhe lassen. Der Riese tat noch ein paar Schritte. Dann kamen sie zu einem dritten. aber vor den Erdwürmern kann ich mich nicht schützen. er sollte ihn auch auf die Spitze des Glasberges tragen. ist an mir.' 'Den Streit will ich bald austragen. daß ich dich und deine Gesellen in Zukunft in Ruhe lassen will. wo- hin du verlangst. ich verspreche dir.' sprach er. Wurm.' sprach der Trommler.' antwortete der eine von den Männern. Jeder hat einen Hammer von Stahl am Gürtel stecken' damit schlagen sie dir den Schädel ein. und wärs am Ende der Welt. der re- . hielt sich daran und schaute ganz lustig umher. und hast du noch einen Wunsch. Der Trommler verlangte. da ging der Trommler oben auf und ab und sah über die Bäume hinaus.' 'Du hast lange Beine. und als er in blauer Ferne einen Berg erblickte. so will ich den Meinigen ein Zeichen zum Rückzug geben. als wenn drei Berge au- feinandergesetzt wären. aber der andere will es nicht zulassen. und dabei so glatt wie ein Spiegel. wo ihn der Riese absetzte. die Reihe. der nahm ihn aus dem Knopfloch und setzte ihn auf den Rand seines Hutes.' 'Komm her. 'Wer jetzt ein Vogel wäre. 'und kannst schneller laufen als ich.' Der Riese ward verdrießlich und dachte 'wenn ich mich mit dem listigen Volk befasse. Nun stand der arme Trommler vor dem Berg. und der Trommler fing oben an nach Herzenslust auf der Trommel zu wirbeln. Der Trommler faßte den Knopf. 'zieh wieder ab. so waren sie an dem Fuß des Berges angelangt. so dachte er 'das ist gewiß der Glasberg.Gebüschen herbei und kriechen an dir hinauf. Er fing an zu klettern. der wie eine Schüssel groß war. die heftig miteinander stritten. daß das andere Volk zurückgehen soll. 'setz dich auf meine Schulter. trag mich zum Glasberge. so könnte es doch zu meinem Schaden aus- schlagen. und wußte keinen Rat. Der Riese dachte 'das wird das Zeichen sein. 'wer darauf sitzt und wünscht sich irgendwohin. Der Sattel gehört uns gemeinschaftlich. wie er den Wunsch ausgesprochen hat. daß sie wegen eines Sat- tels uneins waren. und den jeder von ihnen haben wollte.

sondern ganz allein. was fehlt dir?' Er blickte es an und sah.' 'Bleib hier. Am Morgen. und wenn sie noch so schwer ist.' sagte das Mädchen. so ist die Arbeit getan. die hier wohnen soll. 'ich scheue keine Arbeit. daß alles vollbracht war.' antwortete der Trommler. reichte ihn dem Trommler hin und sagte 'jetzt geh an die Arbeit und schöpfe den Teich draußen mit diesem Fingerhut aus: aber ehe es Nacht wird. Da kam ein Mädchen aus dem Haus gegangen. Wenn du wieder aufwachst. eine Königstochter zu suchen. und alle Fische. wie wird es mit den andern werden? Ich bin ausgegan- gen. öffnete eine Alte mit braunem Gesicht und roten Augen die Türe. nahm die Alte einen Fingerhut von ihrem dürren Finger. was sein Begehren wäre. Sie stellte sich. dahinter aber ein finsterer Wald. aber ich habe sie nicht gefunden. und ehe man die Hand umdrehte. daß es wunderschön war. aber kaum waren sie ein paar Schritte weg.' 'Warum nicht?' ant- wortete er. dann fragte sie. und vor dem Haus lag ein großer Fischteich. sah er mit Erstaunen. daß alles geschehen ist. es war alles still. stellte ihm ein Körbchen mit Essen hin und sprach 'du sitzest da so traurig. und die Fische schnalzten. die in dem Wasser sind.' sagte er. Er trat an die Türe und klopfte an. dachte er 'es ist alles umsonst. 'wenn du dafür drei Arbeiten verrichten willst. Aber das Mädchen sprach 'einer von den Fischen liegt nicht bei seinesgleichen. ging aber zu dem Teich und fing an zu schöpfen. wünschte sich auf den Glasberg.er Nebel in die Höhe und zog mit den andern Wolken fort. und ist einerlei. und als sie die Frage getan hatte. Du bist müde. aber was kann man mit einem Fingerhut bei einem großen Wasser ausrichten. Als der Trommler erwachte. so warf er ihr den Fisch ins Gesicht. so schwang sich der Trommler auf den Sattel. 'ich kann die erste Arbeit nicht vollbringen. was sie verlangt hat. war er dort. ob ich arbeite oder nicht. Sobald ihm die Augen zufielen. als er ausgeschlafen hatte. müssen nach ihrer Art und Größe ausgesucht und nebeneinandergelegt sein. Kost und Nachtlager. Als er zum drittenmal geklopft hatte. alte Hexe. und die Wolken zogen ganz nah über seinem Haupt weg. Er schöpfte den gan- zen Morgen. sprangen ans Ufer und legten sich nebeneinander. sie hatte eine Br ille auf ihrer langen Nase und sah ihn scharf an. ich will weitergehen. so wird sie fragen 'was soll dieser Fisch allein?' Dann wirf ihr den Fisch ins An- gesicht und sprich 'der soll für dich sein.itet zuerst. 'Das sollst du haben. 'Ach. Fische heraus. drehte sie einen Wunschring und sprach 'Wasser herauf.' Abends kam die Alte. mußt du fertig sein.' 'Das ist eine seltsame Arbeit. Wenn die Alte heute abend kommt und sieht. 'Einlaß.' Beide setzten sich in Trab. jeder nach seiner Größe und Art.' hielt ein und setzte sich nieder.' sagte die Alte.' Die Alte ließ ihn ein. da stand ein altes stein- ernes Haus. als merkte sie es . nur der Wind raschelte in den Bäumen. und wenn man tausend Jahre schöpft? Als es Mittag war. Menschen und Tiere sah er nicht.' Alsbald stieg das Wasser wie ein wei&s zlig. gab ihm Essen und abends ein gutes Bett.' sagte der Trommler.' Der Trommler ließ sich das nicht zweimal sagen. 'ich will dir aus deiner Not helfen. lege deinen Kopf in meinen Schoß und schlaf.. Auf dem Berg oben war eine Ebene.

Aber die Axt war von Blei. 'hu! mich friert. 'wenn die Hexe kommt. da wird mir wohl. Als er aufwachte. das Holz spaltete sich von selbst und legte sich in Klaftern zusammen. das ihm in der Not geholfen hatte: und an den seidenen goldglänzenden Kleidern.' Der Trommler besann sich nicht lange. es anzünden und verbrennen. Nur munter hinein.' Das Mädchen ging fort.' sagte sie 'aber das ist ein Feuer. es war als ob unsichtbare Riesen die Arbeit vollbrächten. sprang mitten in die Flammen.' sprach das Mädchen. 'und schlaf. wenn du alles getan hast. so ist die Arbeit getan. der Schläger und die Keile waren von Blech. das Holz in Scheite spalten und in Klaftern legen. der will nicht brennen. die es anhatte. Er trug den Klotz heraus und legte ihn hin. wird sie dir allerlei auftragen: tust du ohne Furcht. die ihre Zungen bis in den Himmel ausstreckte. so verwandelte es sich. aber wenn die Alte heute abend kommt und fragt. aber sie blickte ihn mit boshaften Augen an. da packte er die Alte mit beiden . das Holz ist geklaftert und gelegt. ich muß dir schwerere Arbeit geben. das brennt. und die Alte kam herangeschlichen. Aber dort liegt ein Klotz. Bei seinem Erwachen brannte der ganze Holzstoß in einer ungeheuern Flamme. aber mittags kam das Mädchen wieder mit dem Essen und tröstete ihn. wohin du willst. Er wußte sich nicht zu helfen. du Hexe.' Die Alte kam. nur ein einziger Ast ist übrig. und am Abend muß alles fertig sein. in dem Augenblick sank der ganze Wald mit Krachen zusam- men. Heute mußt du den ganzen Wald umhauen. einen Schläger und zwei Keile.' Eben wollte sie auf das Mädchen losgehen und es fortziehen. Als er anfing zu hauen.nicht. Doch das Mädchen verließ ihn nicht in der Not: es brachte ihm mittags seine Speise. und das schöne Mädchen stand vor ihm. 'siehst d u. was sie verlangt. so kann sie dir nichts anhaben: fürchtest du dich aber. du Hexe. und schwieg still. nicht einmal die Haare konnten sie ihm versengen. so packt dich das Feuer und verzehrt dich. 'wie leicht die Arbeit war: aber für wen liegt der Ast noch da?' 'Für dich. Hast du das noch getan. so legte sich die Axt um. 'Hör mich an. Kaum aber hatte das Holz die Erde berührt. daß es die Königstochter war. Zuletzt. du hättest s ie. aber du hast sie noch nicht. und SchIäger und Keile drückten sich zusammen. Am andern Morgen sprach sie 'gestern hast du es zu leicht gehabt. den hol mir heraus. legte er seinen Kopf in den Schoß und schlief ein. aber sie taten ihm nichts. so packe sie mit beiden Händen und wirf sie mitten in die Glut.' antwortete er und gab ihr einen Schlag damit.' Sie drehte ihren Wunschring. Aber die Alte lachte giftig und sprach 'du meinst. wenn du aufwachst. aber wie kann ein einziger Mensch einen gan- zen Wald zusammentragen? die Arbeit rückte nicht fort. was der Ast solle. sagte das Mädchen 'siehst du.' sprach sie. merkte er wohl. Aber sie tat.' sagte sie.' Er stand mit Anbruch des Tages auf und fing an das Holz herbeizuholen.' Sie gab ihm eine Axt. so bist du frei und kannst ziehen. lachte höhnisch und sprach 'morgen früh sollst du alles Holz auf einen Haufen legen. das wärmt mir die alten Knochen. 'Lege dein- en Kopf in meinen Schoß. so gib ihr damit einen Schlag und sprich 'der soll für dich sein. und als er gegessen hatte. als fühlte sie es nicht.

' Als der erste . Sie ließen Gold und Silber liegen und nahmen nur die Edelsteine. Die Eltern wußten gar nicht. von Gärten. Und als es fertig war. waren drei lange Jahre gewesen.' 'Ach. und als sie sah. ich will bald zurück sein. Er leerte seine Taschen aus und legte Hände voll der größten Edelsteine auf den Tisch. daß er sein Leben daran gesetzt hatte.' Da sprach sie 'ich will versuchen. ob ich sein Herz wiedergewinne. verschwa nd ihm jeder Gedanke an die Königstochter. Als es Abend ward. sprach sie 'gewiß hat er seine Eltern auf die rechte Wange geküßt und hat mich vergessen. Da gab er sich zu erkennen. aber er kannte sie nicht mehr. in drei Tagen soll die Hochzeit sein. 'ich will erst zu mein- en Eltern gehen und ihnen Nachricht geben. 'ich brauche nur an meinem Wunschring zu drehen. denn sonst wirst du alles vergessen. Die Königstochter blickte darauf den Trommler an. Jeden Abend ging sie in die Stadt und ging an seinem Haus vorüber: er sah sie manchmal. Die arme Königstochter hatte lange vor der Stadt gestanden und auf die Rückkehr des Jünglings gewartet.' sagte die Königstochter. die über ihr zusam- menschlugen.' 'Wohlan.' Sie führte ihn in das Haus. harre mein hier auf dem Feld. die mit ihren Schätzen angefüllt waren. nimm dich in acht. und er war so bewegt in seinem Herzen. wie die Leute sagten 'morgen wird seine Hochzeit gefeiert. 'ich bitte dich. An Reichtümern fehlt es uns nicht. als freuten sie sich. sagte die Mutter 'ich habe ein Mädchen für dich ausgesucht. 'so wünsch uns vor das Stadttor.' sagte sie. die er auf dem Glasberg zugebracht hatte. Versprichst du mir deine Treue. was sie mit dem Reichtum an- fangen sollten. und seine Eltern fielen ihm vor Freude um den Hals.' 'Der alte Sattel gefällt mir nicht. Da baute der Vater ein prächtiges Schloß. küsse deine El- tern bei deiner Ankunft nicht auf die rechte Wange. so hatte er sich verändert. sie wünschte sich in ein einsames Waldhäuschen und wollte nicht wieder an den Hof ihres Vaters zurück. was die Eltern wollten. so sind wir zu Haus. Endlich hörte sie. um sie zu erlösen. und ich bleibe hier allein und verlassen auf dem Feld zurück. Sie wollte nicht länger auf dem Glasberg bleiben. hob sie in die Höhe und warf sie den Flammen in den Rachen. Wie er ihnen aber den Kuß auf die rechte Wange gegeben hatte. und bedachte. so reichte sie ihm die Hand und sprach 'du hast alles für mich gewagt. als wenn ein Fürst darin wohnen sollte. Wäldern und Wiesen umgeben. so sollst du mein Gemahl werden.' Im Nu waren sie dort. wußte niemand.Händen.' antwortete der Trommler. daß er sie auf beide Wangen küßte und an die Worte des Mädchens nicht dachte. Als er in sein väterliches Haus trat.' Der Sohn war mit allem zufrieden. wer er war.' Ihr Herz war voll Trauer.''Wie kann ich dich vergessen?' sagte er und versprach ihr in die Hand. was die Hexe hier zusammengetragen hat. daß sie eine Hexe verzehren sollten. recht bald wiederzukommen. aber ich will auch für dich alles tun. daß es ein schöner Jüngling war. wir haben genug an dem. da standen Kisten und Kasten. so fliegen wir hinab wie Vögel. da sprach er zu ihr 'setze dich zu mir auf meinen Sattel. denn die drei Tage. der Trommler aber sprach.

das so zart war wie der Mondschein. am meisten die Braut.' Aber es war alles vergeblich. ganz außer sich und sprach 'ich soll und muß es haben. ob sie es ihr verkaufen wollte. wovon er in tiefen Schlaf verfiel. war die Braut über die Pracht des Kleides.Hochzeitstag gefeiert ward. war nicht zu erwecken. etwas davon zu vernehmen. Als nun alles still geworden war.' Die Braut konnte ihr Verlangen nicht bezwingen und willigte ein.' Das Mädchen gab es.' Als sie mit dem Kleid. Traurig ging sie den Morgen wieder zurück in ihr Waldbaus. wie die andern. daß es ihm nicht möglich gewesen wäre. und da schöne Kleider ihre größte Lust waren. 'aber wenn ich die erste Nacht vor der Türe verweilen darf. wo der Bräutigam schläft. so trat sie in den Saal. Trommler. da drehte sie ihren Wunschring und sprach 'ein Kleid so glänzend wie die Sonne. Trommler. das die andern weit übertraf. und als der Morgen anbrach. öffnete sie ein wenig und rief hinein 'Trommler. bei dem Fest erschien. als wenn es aus lauter Sonnenstrahlen gewebt wäre.' antwortete sie. Am zweiten Abend drehte sie ihren Wunschring und sprach 'ein Kleid so silbern als der Mond. hör mich an' hast du mich denn ganz vergessen? hast du auf dem Glasberg nicht bei mir gesessen? habe ich vor der Hexe nicht bewahrt dein Leben? hast du mir auf Treue nicht die Hand gegeben? Trommler. auch die zweite Nacht vor der Türe der Schlafkammer zubringen zu dürfen. Trommler' hör mich an. von dem Schlaftrunk betäubt.' Aber der Trommler. so will ich es hingeben. der Trommler wachte nicht auf. erregte sie wieder das Verlangen der Braut und gab es ihr für die Erlaubnis. weil sie ihm einen Schlaftrunk in den Wein geschüttet hätten. Als alle Gäste sich versammelt hatten. 'Für Geld nicht. so kauerte sich die Königstochter vor die Türe der Schlafkammer. aber sie mischte dem Bräutigam einen Schlaftrunk in seinen Nachtwein. die .' Als sie sich darin auf dem Fest zeigte. für die Erlaubnis.' Alsbald lag das Kleid vor ihr und war so glänzend. Aber die Leute im Haus hatten die Klage des fremden Mädchens gehört und erzählten dem Bräutigam davon: sie sagten ihm auch. Trommler. hör mich an' hast du mich denn ganz vergessen? hast du auf dem Glasberg nicht bei mir gesessen? habe ich vor der Hexe nicht bewahrt dein Leben? hast du mir auf Treue nicht die Hand gegeben? Trommler. Am dritten Abend drehte die Königstochter den Wunschring und sprach 'ein Kleid flimmernd wie Sterne. hör mich an. Jedermann wunderte sich über das schöne Kleid. mußte die Königstochter unverrichteter Dinge wieder fortgehen. so ging sie zu der Fremden und fragte. Da rief sie in nächtlicher Stille 'Trommler.

den ich meinen Eltern in der Freude meines Herzens auf die rechte Wange gegeben habe.Nacht vor der Türe des Bräutigams zuzubringen. 'Das ist meine rechte Braut. der hat mich betäubt. 'wie habe ich so treulos handeln können. dor häst!. Die Vögel wollten sich nun über die Sache besprechen. so sprach es 'help. Nur einer von ihnen. und bei einigen wie Musik ohne Worte. Eule und Krähe.' Zu dieser Zeit hatten auch die Vögel ihre eigene Sprache. aber der Kuß. vom Achtel drei Sechter. da hatte jeder Klang noch Sinn und Bedeutung. nahm die Königstochter bei der Hand und führte sie zu dem Bett seiner Eltern. was soll ich sie alle nennen? selbst der Kuckuck kam und der . Fing das Räderwerk der Mühle an zu klap- pern. willigten ein. als sie hörten. die jedermann verstand. Herr Gott! help.' Er sprang auf.und herfliegend rief er 'wo bliew ick? wo bliew ick?' Er zog sich zurück in einsame und unbesuchte Sümpfe und zeigte sich nicht wieder unter seinesgleichen. Der Zaunkönig In den alten Zeiten. jetzt lautet es nur wie ein Zwitschern. so hörte er eine sanfte Stimme.' Die Eltern. hör mich an. Kreischen und Pfeifen. Wenn der Hammer des Schmieds ertönte. wie alles sich zugetragen hatte.' rief er. Lerche und Sperling. sie wollten nicht länger ohne Herrn sein und ein- en unter sich zu ihrem König wählen. die ihn anrief 'Trommler' Trommler' hör mich an' hast du mich denn ganz vergessen? hast du auf dem Glasberg nicht bei mir gesessen? habe ich vor der Hexe nicht bewahrt dein Leben? hast du mir auf Treue nicht die Hand gegeben? Trommler' Trommler. Adler und Buchfinke. und an einem schönen Maimor- gen kamen sie alle aus Wäldern und Feldern zusammen.' sprach er. 'Ach. so sprach er 'dor häst! dor. Und als alles im Haus still geworden war. der ist schuld daran. Die erste Braut behielt die schönen Kleider zur Entschädigung und gab sich zufrieden. 'wenn ich die andere heirate. Da wurden die Lichter im Saal wieder angezündet. der ihm vor dem Schlafengehen gereicht wurde. so sprach sie hochdeutsch und fragte erst langsam 'wer ist da? wer ist da?' dann antwortete sie schnell 'der Müller! der Müller!' und endlich ganz geschwind 'stiehlt tapfer. Wenn der Hobel des Tischlers schnarrte. und angstvoll hin. die Freunde und Verwandten eingeladen wiederzukommen. sondern goß ihn hinter das Bett. so rief er 'smiet mi to! smiet mi to!. und die wahre Hochzeit ward mit großer Freude gefeiert. Es kam aber den Vögeln in den Sinn. Der Bräutigam aber trank den Wein nicht. Herr Gott!' und war der Müller ein Betrüger. so tue ich großes Unrecht. und ließ die Mühle an. war dagegen: frei hatte er gelebt und frei wollte er sterben.' Plötzlich kam ihm das Gedächtnis wieder. stiehlt tapfer. Pauken und Trompeten herbeigeholt. der Kiebitz.

' 'Ausgenommen ich. sie wollten gleich an diesem schönen Morgen aufsteigen. daß er der Sonne hätte die Augen aushacken können.Wiedehopf.' es sollte alles friedlich abgehen. Und als er sah. der sich in die Brustfedern des Adlers verkrochen hatte.' erzählte ihr auch. schlüpfte hinab und rief mit seiner feinen Stimme heraus 'König bün ick! König bün ick!' 'Du unser König?' riefen die Vögel noch zorniger. legte er seine Flügel zusammen. Die Vögel unter ihm riefen ihm alle gleich zu 'du mußt unser König sein. ihn in seinem Loch gefangen zu halten und auszuhungern. der am tiefsten in die Erde fallen könnte. aber keiner konnte es dem Adler gleich tun. daß die andern nicht zu ihm herauf konnten. Als es aber Abend geworden war und die Vögel von der Anstrengung beim Fliegen große Müdigkeit empfanden. so dachte er 'was willst du noch höher fliegen. natt. keiner ist höher geflogen als du. so stieg er auf und stieg so hoch. Die Eule ward als Wache davor gestellt: sie sollte den Schelm nicht herauslassen. sein Küster. verrenkte sich aber die Beine und watschelte fort zum nahen Teiche mit dem Ausruf 'Pracherwerk! Pracherwerk!' Der Kleine ohne Namen aber suchte ein Mäuseloch. als wenn eine schwarze Wolke dahinzöge. weil er sich immer ein paar Tage früher hören läßt. daß der König sein sollte. mischte sich unter die Schar. da konnte ich nicht mehr. es würden deshalb viel Tränen vergossen werden. natt! natt. Die kleinern Vögel aber blieben bald zurück. konnten nicht weiter und fielen wieder auf die Erde. und es sah aus. Die Eule allein blieb . verwunderte sich über die große Versammlung. der im Gebüsch saß. als er das hörte. Es ward nun beschlossen. warnend 'natt. natt!' weil er meinte.' schrie der kleine Kerl ohne Namen. wat is den dar to don?' gackerte es. Die größern hieltens länger aus. sank herab und rief un- ten mit feiner durchdringender Stimme 'König bün ick! König bün ick!' 'Du unser König?. Ein Laubfrosch. Es ward aber beschlossen.' Sie machten eine andere Bedingung. Das Huhn. der noch keinen Namen hatte. 'meinst du. Und da er nicht müde war. du bist doch der König. wat. das zufällig von der ganzen Sache nichts gehört hatte. aber der Hahn beruhigte seine liebe Henne und sagte 'luter riek Lüd. was sie vorhätten. sie sprang in einen Graben.' und fing an sich wieder herabzulassen. Der Staub stieg da von dem Felde auf. schrien die Vögel zornig. rief. 'Wat. Als er aber so weit gekommen war. aber der Abend kam. so lieb ihr das Leben wäre. es war ein gewaltiges Sausen und Brausen und Fittichschlagen. Wie klatschte da die Gans mit ihrer breiten Brust wieder auf das Land! Wie scharrte der Hahn schnell ein Loch! Die Ente kam am schlimmsten weg. so gingen sie mit Weib und Kind zu Bett. der sollte ihr König sein. der am höchsten fliegen könnte. Die Krähe aber sagte 'Quark ok.' Auf ein gegebenes Zeichen erhob sich also die ganze Schar in die Lüfte. deine Listen sollten gelten?' Sie beschlossen. 'durch Ränke und Listen hast du es dahin ge- bracht. daß er Gott auf seinem Stuhle konnte sitzen sehen. der so heißt. dam- it niemand hinterher sagen könnte 'ich wäre wohl noch höher geflogen. auch ein ganz kleiner Vogel. natt. der stieg so hoch.

Die Alte dachte aber auf nichts. es ginge ihm an den Kragen. aber sie konnten nicht vollbringen. Es trug sich zu. daß es der Bauch eines Menschen war. sprach er voll Herzenstraurigkeit zu ihm 'zieh hin und versuche dein Glück. daß er von weitem auf der Erde et- was liegen sah wie einen großen Heuhaufen. stand er auf von seinem Lager. haßt aber und verfolgt die Mäuse. daß sie dem Zaunkönig nicht zu gehorchen brauchte. ward gesund und machte sich fröhlich auf den Weg. der Bauch . Viele waren von der Schönheit der Jungfrau verblendet und wagten es wohl.' Da legte der Sohn sich nieder und ward sterbenskrank. und sobald die beiden Augen zu waren. vergaß sie das andere aufzutun. und das Haupt ward ihnen abgeschlagen. wer ihre Tochter haben wollte. steigt sie in die Lüfte und ruft 'ach. 'gehst du fort. so gehst du in deinen Tod. ich weiß dir sonst nicht zu helfen. Ein Königssohn. Aber als sie das eine Auge wieder zumachte. der hatte auch von der großen Schönheit der Jungfrau gehört und sprach zu seinem Vater 'laßt mich hinziehen. als er über eine Heide zu reiten kam. ruft er wohl zuweilen 'König bün ick!. Dann tat die Eule das eine Auge wieder auf und das andere zu. Niemand aber war froher als die Lerche. und woll- te so die ganze Nacht abwechseln.bei dem Mäuseloch stehen und blickte mit ihren großen Augen unverwandt hinein. wo is dat schön! schön is dat! schön! schön! ach. Der kleine Kerl guckte mit dem Kopf heraus und wollte wegwitschen. daß keine Hoffnung mehr war. weil er fürchtet.' Wie der Sohn das hörte.' antwortete der König. als wie sie die Menschen ins Verderben locken könnte.' 'Nimmermehr. und wie er sich näherte. oder er müßte sterben. weil sie solche böse Löcher machen. wo is dat schön!' Die sechs Diener Vorzeiten lebte eine alte Königin. sie mußten nieder- knien. und kein Arzt konnte ihm helfen. und wenn ein Freier kam. Indessen war sie auch müde geworden und dachte 'ein Auge kannst du wohl zutun. und dann war keine Gnade. der sich dahingestreckt hatte. Der Kleine merkte das bald und schlüpfte weg. was die Alte ihnen auflegte. so sprach sie. konnte er unter- scheiden. Wie sich die Sonne blicken läßt. schlief sie ein. da wachst ja noch mit dem andern. ich will um sie werben. und wenn er ganz sicher ist. wenn er erwischt würde. und er zog den Kopf wieder zurück. und ihre Tochter war das schönste Mädchen unter der Sonne. die war eine Zauberin. Als der Vater sah. und lag sieben Jahre lang. Er schlüpft in den Zäunen herum. Von der Zeit an darf sich die Eule nicht mehr am Tage sehen lassen. sonst sind die an- dern Vögel hinter ihr her und zerzausen ihr das Fell. und deshalb nennen ihn die andern Vögel aus Spott Zaunkönig. müßte zuvor einen Bund (eine Aufgabe) lösen. und der kleine Bösewicht soll nicht aus seinem Loch heraus!' Also tat sie das eine Auge zu und schaute mit dem andern steif auf das Mäuseloch. aber die Eule trat gleich davor. Sie fliegt nur zur Nachtzeit aus. Auch der kleine Vogel läßt sich nicht gerne sehen.

und bin größer als der höchste Berg auf Erden. aber das Ende konnten sie nicht sehen.' Fragte der Königssohn 'sage mir. 'Ich horche. der hatte die Augen zugebunden. bin ich noch dreitausendmal so lang. welche die schöne Tochter hat?' Da antwortete er 'ich höre das Schwert sausen.' 'Ach. der lag mitten im heißen Sonnenschein und zitterte und fror am gan- zen Leibe. 'ich kann dich brauchen. wenn ich mich recht auseinander tue. das Gras sogar hör ich wachsen.' 'Wenn das ist. komm mit mir.' antwortete der Mann.' sprach der Dicke. und der Frost dringt mir durch alle Knochen: und je kälter es ist.aber sah aus wie ein kleiner Berg. bin ich noch dreitausend- mal so dick. 'das will nichts sagen. 'ich kann dich brauchen. denn so einer fehlte mir noch. der lag da auf der Erde und hatte das Ohr auf den Rasen gelegt. 'Ei. desto mehr frier ich. Ich will Euch gerne dienen.' antwortete der Mann. schaute sich um und schaute über alle Berge hinaus. Als sie eine gute Strecke fortgegangen waren. 'Wonach horchst du so aufmerksam?' 'Ich horche nach dem. 'so kann ich dich brauchen. 'aber wenn du mir dienen willst.' Der Königssohn sprach 'ich kann dich brauchen.' Sie zogen weiter und fanden einen Mann.' Sie zogen weiter und fanden einen am Weg sitzen.' Nun zogen sie weiter und sahen einen Mann stehen.' 'Komm mit. desto heißer wird mir: mitten im Eis kann ichs vor Hitze und mitten im Feuer vor Kälte nicht aushalten. das springt auseinander.' antwortete der Mann. was hörst du am Hofe der al- ten Königin.' . 'ich darf die Binde nicht abnehmen.' antwortete der Lange. so will ich Euch gern dienen.' sprach der Königssohn. wie er den Reisenden erblickte. so komm mit mir. was eben in der Welt sich zuträgt.' Der Königssohn antwortete 'was soll ich mit einem so ungefügen Mann anfangen?' 'O.' sprach der Königssohn.' Der Königssohn sprach 'willst du.' sagte der Königssohn. Täler und Berge hinaus und durch die ganze Welt sehen kann.' antwortete der Königssohn. komm mit mir. das einem Freier den Kopf abschlägt.' 'Komm mit. wenn ich meine Gliedmaßen erst recht ausstrecke. denn was ich mit meinen Augen ansehe. so komm mit.' sprach der Königssohn. 'meine Natur ist ganz anderer Art. 'Wie kannst du frieren?' sprach der Königssohn. 'und die Sonne scheint so warm. Sprach der Königssohn zu ihm 'hast du bIöde Augen. der machte einen langen Hals. daß du nicht in das Licht sehen kannst?' 'Nein. daß ich über alle Wälder und Felder. so nehmt mich in Eure Dienste. und über eine Weile fanden sie einen andern. Kann Euch das nützen. denn meinen Ohren entgeht nichts. Sprach der Königssohn 'wonach siehst du so eifrig?' Der Mann antwortete 'ich habe so helle Augen. kamen sie zu dem Leib und endlich auch zu dem Kopf. so daß ihm kein Glied stillstand. Der Dicke. Fragte der Königssohn 'was machst du da?. richtete sich in die Höhe und sprach 'wenn Ihr jemand braucht.' Da zogen sie weiter und sahen einmal ein paar Füße da liegen und auch etwas von den Beinen. je heißer es ist.' 'Du bist ein wunderlicher Kerl. 'das ist noch gar nichts.' Da ging der Dicke hinter dem Königssohn her. 'was bist du für ein langer Strick!' 'O. wenn Ihr mich annehmen wollt. so gewaltig ist mein Blick.

Der Lange bückte sich ein wenig und holte den Ring mit der Hand heraus. Da ward der Königssohn froh. und sprach 'wer weiß.' schaute in das Meer hinab und sagte 'dort hängt er an einem spitzen Stein.' Die Alte lachte boshaft un d antwortete 'einen darfst du dir dazu laden. Nun zog der Königssohn mit seinen sechs Dienern in die Stadt ein. so sollst du der Herr und Gemahl meiner Tochter werden. der zweite Bund wäre gelöst. und sprach 'dreimal will ich dir einen Bund aufgeben. Knochen und Hörnern verzehren: und unten im Keller liegen dreihundert Fässer Wein. und ist sie dann nicht mehr in deinen Armen. was Ihr mir auferlegt. aber weit- er keinen. und bleibt von den Ochsen ein Haar und von dem Wein ein Tröpfchen übrig. 'Daß du mir einen Ring herbeibringst. was für eine .' Da ging der Königssohn zu seinen Dienern und sprach zu dem Dicken 'du sollst heute mein Gast sein und dich einmal satt essen. daß es trocken ward wie eine Wiese.' Da tat sich der Dicke voneinander und aß die dreihundert Ochsen.' 'Heut abend. daß ein so schöner Jüngling wieder in ihre Netze fiel. Sie erstaunte und sprach 'ja. daß du nicht einschläfst: ich komme Schlag zwölf Uhr. wie die Alte gesagt hatte.' und dachte 'du sollst mir nicht entgehen und wirst deinen Kopf nicht oben behalten. die mußt du mit Haut und Haar.' 'Was soll das er- ste sein?' fragte er. ob weiter nichts als das Frühstück da wäre: den Wein aber trank er gleich aus den Fässern.' rief der Dicke. Siehst du. Er sagte nicht. und trank den letzten Tropfen vom Nagel herunter. Sie verwunderte sich und sprach 'so weit hats noch keiner gebracht. wenn ich ihn nur sehen könnte.' sprach sie. ich will wohl meine Augen offen behalten.' 'Wenns weiter nichts ist. Iösest du ihn jedesmal. wo die alte Königin lebte.' Der Lange trug sie hin und sprach 'ich wollte ihn wohl herausholen.' doch rief er seine Diener. legte sich nieder und hielt seinen Mund ans Wasser: da fielen die Wellen hinein wie in einen Ab- grund. so hast du verloren. ohne daß er ein Glas nötig hatte. als er den Ring hatte. ein Ring soll aus dem Roten Meer geholt werden. wer er wäre. dort auf der Wiese vor meinem Schlosse. aber es ist noch ein Bund übrig. 'bring ich meine Tochter zu dir in deine Kammer. es ist der rechte Ring: den ersten Bund hast du glücklich gelöst.' Da ging der Königssohn heim zu seinen Dienern und sprach 'der erste Bund ist nicht leicht. nun schafft Rat.' Der Königssohn dachte 'der Bund ist leicht. und brachte ihn der Alten.' Die Zauberin freute sich. Als die Mahlzeit zu Ende war. aber er sprach 'wollt Ihr mir Eure schöne Tochter geben. den ich ins Rote Meer habe fallen lassen. und er trank das ganze Meer aus. so hüte dich.' Da sprach der mit den hellen Augen 'ich will sehen. und du sollst sie mit deinem Arm umschlin- gen: und wenn ihr da beisammen sitzt. damit du Gesellschaft hast. so will ich vollbringen. daß kein Haar übrig blieb. und fragte.' Sprach der Königssohn 'darf ich mir keine Gäste dazu laden? ohne Gesellschaft schmeckt keine Mahlzeit. ging der Königssohn zur Alten und sagte ihr. wo er liegt. die mußt du dazu austrinken. erzählte ihnen. aber nun kommt der zweite. so ist mir dein Leben verfallen. da weiden dreihundert fette Ochsen.

kam die alte Zauberin herbeigeschlichen. und sie er- wachten alle wieder. aber der Mond schien durchs Fen- ster auf ihr Angesicht. bis alles Holz verzehrt war. keiner seiner Diener würde sich für ihn verbrennen. und der Dicke stellte sich vor die Türe. und dann wäre sie frei. bis einer bereit wäre. waren sie vor dem verwünschten Felsen.' da horchte er einen Augenblick und dann sprach er 'sie sitzt in einem Felsen dreihundert Stunden von hier.' antwortete der Lange. Langer. damit wir den Felsen wegschaffen. also daß keine lebendige Seele herein konnte. wenn du dich aufrichtest. saßen sie alle wieder wie vorher und waren munter und guter Dinge. Da nahm der Lange die Jungfrau auf den Arm. und im Augenblick. die drei Bünde wären gelöst. haltet Wache und sorgt. und als . so zersprang der Felsen in tausend Stücke. und dann schlang sich der Lange um sie beide in einen Kreis.' Da ward das stolze Herz der Jungfrau mit Zorn erfüllt und sann auf Rache. und bejammert ihr Schicksal. der muß auch daran. Das dauerte bis elf Uhr. der sich nur umschaute. Er tat nichts als sie anschauen.' setzten ihn mitten auf den Holzstoß und steckten ihn an. Vorsicht ist gut. der kann mehr als ich. erschrak sie und sprach 'da ist einer. war voll Freude und Liebe.' 'Ja. machte ein höhnisches Gesicht. sie würde aber nicht eher seine Gemahlin werden. daß du gemeinem Volk gehorchen sollst und dir einen Gemahl nicht nach deinem Gefallen wählen darfst. da&szli g. trug sie in einem Nu zurück. 'O Jammer und Unglück. Alsbald nahm der Lange dem andern die Binde von den Augen. Als es zwölf schlug. und in dem Augenblick war auch die Jungfrau entrückt.List dahinter steckt. daß die Jungfrau nicht wieder aus meiner Kammer kommt.' rief der Königssohn. nur der Frost- ige noch nicht. und die Jungfrau sprach kein Wort. sich mitten in das Holz zu setzen und das Feuer auszuhalten. Da sprach sie ihr ins Ohr 'Schande für dich. und aus Liebe zu ihr würde er selber sich hineinsetzen. Sie dachte. Da begann das Feuer zu brennen und brannte drei Tage. sie einschliefen. da warf die Alte einen Zauber über alle. und es kam keine Müdigkeit in seine Augen. und eh es zwölfe schlug. ich will horchen. kam die Alte mit ihrer Tochter und führte sie in die Arme des Königssohns. holte ebenso schnell auch noch seinen Kameraden. wie man eine Hand umwendet.' und glaubte.' Als die Nacht einbrach. Nun schliefen sie hart bis ein Viertel vor zwölf. daß er ihre wunderbare Schönheit sehen konnte.' Da huckte der Lange den mit verbundenen Augen auf. ihre Tochter säße dreihundert Stunden weit im Felsen. da war der Zauber kraftlos.' Aber sie durfte nichts einwenden und mußte ihm die Jungfrau zusagen. Die Diener aber sprachen 'wir haben alle etwas getan. 'aber der mit den scharfen Augen muß mitgehen. so bist du mit ein paar Schritten dort. Sie ließ am an- dern Morgen dreihundert Malter Holz zusammenfahren und sprach zu dem Königssohn. Da saßen sie beide. als wollte sie sagen 'nun ist er mein. Als sie aber ihre Tochter in den Armen des Königssohns erblickte. 'nun bin ich verloren!' Die treuen Diener fingen auch an zu klagen. Du allein kannst helfen. aber der Horcher sprach 'seid still.

das sollte alles niedermachen. hätt ichs Euch gar nicht gegeben. und sprach 'wenn nicht Euer Mann wäre. wer ihr Mann wäre. er wäre wirklich ein Schweinehirt. und der mit der Herde dort. mit Bändern und Schnüren einen kleinen Handel zu treiben. und hütete mit ihm die Herde und dachte 'ich habe es verdient mit meinem Übermut und Stolz. in der Nacht sollten sie ihr die königlichen Kleider wegnehmen. da entstand ein großer See.' Dann stieg er mit ihr in das Wirtshaus ab. das er getrunken hatte.' Das dauerte acht Tage. zitterte wie ein Espenlaub und sprach 'einen solchen Frost habe ich mein Lebtage nicht ausgehalten. Doktor Allwissend . wollte. Als die Zauberin das vernahm.die Flammen sich legten. schickte sie ihre geharnischten Reiter. wir wollen weiter ziehen und unser Glück versuchen.' und schickte ihr Kriegsvolk nach. sprach er zu seiner Frau 'weißt du auch recht. denn die Füße waren ihr wund geworden.' Nun war keine Aussicht mehr zu finden. er wäre auch dabei gewesen. wer ich bin? ich bin kein Königssohn. und ist eben ausgegangen.' Nun ward erst die Hochzeit gefeiert. Sie erkannte ihn aber nicht. da sprangen sie auseinander wie Glas. worin die Kriegsvölker stecken blieben und ertranken. und ders erzählt hat. und die Wirtin gab ihr einen alten Rock und ein Paar alte wollene Strümpfe. Wie sie nun am Morgen aufwachte. und wenn er länger gedauert hätte. Nun fuhren sie ungestört weiter. stand der Frostige mitten in der Asche. stand da ihr Mann in königlichen Kleidern. dabei tat sie noch. vor dem hütete ein Schweinehirt seine Herde: wie sie dahin kamen. Da kamen ein paar Leute und fragten.' antwortete sie. Der Horcher aber hatte die Ohren ges- pitzt und die heimlichen Reden der Alten vernommen. sie küßte und sprach 'ich habe so viel für dich gelitten. bis er ihr um den Hals fiel. und wie sie in den Saal kam. wir wollen Euch zu ihm hinführen. 'Was fangen wir an?' sprach er zu dem Dicken. sondern ein Schweinehirt.' Eine halbe Stunde vor dem Schloß war ein Dorf. da konnte sie es nicht mehr aushalten. als wärs ein großes Geschenk. da hast du auch für mich leiden sollen. der guckte die Feinde ein bißchen scharf an.' und brachten sie ins Schloß hinauf.' Da glaubte sie. so wäre ich erstarrt. Als sie aber nach der Kirche fuhren. und als die beiden in der Kirche eingesegnet waren. die schöne Jungfrau mußte den unbekannten Jüngling zum Gemahl nehmen. 'Ja. das ist mein Vater: wir zwei müssen auch daran und ihm helfen hüten. aber der Horcher hörte das Rasseln ihrer Rüstung und band dem einen die Augen auf. hatte sie nichts anzutun.' Sie sprachen aber 'kommt einmal mit. und ihr die Tochter zurückbringen. nahmen die sechs Diener ihren Abschied und sprachen zu ihrem Herrn 'Eure Wünsche sind erfüllt. ob sie wüßte. Ihr habt uns nicht mehr nötig. spie einmal oder zweimal hinter dem Wagen einen Teil von dem Meereswasser aus. sprach die Alte 'ich kann die Schande nicht ertragen. und sagte heimlich zu den Wirtsleuten. was ihm vorkäme. aber der wußte Rat. 'er ist ein Schweinehirt.

Es war einmal ein armer Bauer namens Krebs. fuhr hinaus ins Dorf und fragte bei ihm an. der Bauer sagte wieder 'Grete. stieß der Bauer seine Frau an und sagte 'Grete. Als sie auf den adligen Hof kamen. und er machte.' Der Herr war das zufrieden und ließ sie beide in den Wagen sitzen. Wie nun der erste Bediente mit einer Schüssel schönem Essen kam. Da ward ihm von dem Doktor Allwissend gesagt. wo das Geld versteckt lag. und sie fuhren zusammen fort.' 'O ja. nun weiß er auch.' sagte er und setzte sich mit ihr hinter den Tisch. welcher das erste Essen brächte. was darunter läge. er hätte damit sagen wollen 'das ist der erste Dieb. Als er nun ein wenig gedoktert hatte.' Der Bauer tat alles. und sprach 'ach. ward ihm angst. die Grete.' Der zweite wollte gar nicht herein. das ist der zweite. er mußte aber doch. rief er 'da. Wie er nun mit seiner Schüssel hereinkam.' 'So sollte er mitgehen und das gestohlene Geld wiederschaffen. Also ließ der Herr seinen Wagen anspannen. Der Bediente aber mein te. er möchte ein- mal herauskommen. da sollte er erst mitessen. saß der Doktor gerade zu Tisch: da sah der Bauer. wies ihm geheißen war. wußte nicht.' Dem Bedienten ward ebenfalls angst. und das Herz ging ihm danach auf. 'Ja. Wie er nun hinauskam. zweitens mache deinen Wagen und deine zwei Ochsen zu Geld und schaff dir damit Kleider an und was sonst zur Doktorei gehört.' sagte der Doktor. aber seine Frau. wenn er sie nicht verraten wollte: es ginge ihnen sonst an den Hals. er weiß es.' und laß das oben über deine Haustür nageln. setzte sich an den . das war der erste. ging wieder hinein. und der Herr sprach zum Doktor.' Dem Bedienten aber ward gewaltig angst und er blinzelte den Doktor an. Dem dritten gings nicht besser. wo vorn ein Göckelhahn drin ist. Wie ihm nun das Geld ausbezahlt wurde. aber die Grete. drittens laß dir ein Schild malen mit den Worten 'ich bin der Doktor Allwissend. ob er der Doktor Allwissend wäre. es wäre derjenige. wer das Geld hat. 'Erstlich kauf dir ein Abcbuch. Der Bauer sah die Schüssel an. und er sagte draußen zu seinen Kameraden 'der Doktor weiß alles. der fuhr mit zwei Ochsen ein Fuder Holz in die Stadt und verkaufte es für zwei Taler an einen Doktor. wie er sich helfen sollte. seine Frau. wir kommen übel an: er hat gesagt. Damit war der Doktor zufrieden. aber noch nicht viel. müßte auch mit.' und meinte. ich wäre der erste.' und weil ers nun wirklich war. 'das ist bald geschehen. gestanden sie ihm alle viere. Sie führten ihn auch hin. der in dem und dem Dorfe wohnte und auch wissen müßte. so ist eins. 'Ja. und er wäre auch gern ein Doktor gewesen. war der Tisch gedeckt. wo das Geld hingekommen wäre.' 'Was muß ich tun?' fragte der Bauer. ob er nicht auch könnte ein Doktor werden. Also blieb er noch ein Weilchen stehen und fragte endlich. ward einem reichen großen Herrn Geld gestohlen. ich armer Krebs!' Wie der Herr das hörte.' Der vierte mußte eine ver- deckte Schüssel hereintragen. sie hätten das Geld gestohlen: sie wolltens ja gerne herausgeben und ihm eine schwere Summe dazu. auch. daß er hinauskam. es waren aber Krebse. 'O ja. er sollte seine Kunst zeigen und raten. das ist der dritte. wie er schön aß und trank. stieß der Bauer seine Frau an 'Grete. der wär er.

wo das Geld steckt.' Es währte nicht lang. 'der kommt wie gerufen. riß dem Pferd. wie sie die beste Gelegenheit finden sollten. der soll das Haus haben. der dritte aber ein Fechtmeister werden.' sagte der Barbier. sprach er 'du bist doch darin und mußt auch heraus. denn er dachte bei sich 'fürchtest du dich vor einem Hieb. was ich kann. bIätterte hin und her und suchte den Göckelhahn. sagte aber nicht. der zweite ein Barbier. schäumte so lange. der hatte drei Söhne und weiter nichts im Vermögen als das Haus. biß aber die Zähne zusammen und ließ sichs nicht verdrießen. so kriegst du das Haus nimmermehr. nun will ich in meinem Buch suchen. und der älteste wollte ein Hufschmied. 'Das gefällt mir. Nun hätte jeder gerne nach seinem Tode das Haus gehabt. Die drei Brüder Es war ein Mann. 'Ei.' sagte der Vater. wer das beste Meisterstück macht. und er sprach zu seinen Söhnen 'geht in die Welt und versucht euch.' nahm Becken und Seife.Tisch und sprach 'Herr.' Der Barbier rasierte lauter vornehme Herren und meinte auch. sprang voller Schrecken heraus und rief 'der Mann weiß alles. Darauf bestimmten sie eine Zeit. bis der Hase in die Nähe kam. wie ers anfangen sollte. so kam ein Herr in einem Wagen da- hergerennt in vollem Tagen 'Nun sollt Ihr sehen. Da fiel ihm endlich ein Rat ein.' Der fünfte Bediente aber kroch in den Ofen und wollte hören. Es traf sich auch. saßen beisammen und ratschlagten. so ist das Haus dein. wor- in er wohnte. er wäre gemeint. dem Vater war aber einer so lieb als der andere. ob der Doktor noch mehr wüßte. wenn ihr dann wieder- kommt. ich weiß nicht. kam auf einmal ein Hase übers Feld dahergelaufen. wo sie wieder nach Haus zusammenkommen wollten.' sprach der Huf- schmied. Der Fechtmeister kriegte manchen Hieb. wo das Geld lag.' Das waren die Söhne zufrieden. daß jeder einen tüchtigen Meister fand. dann seifte er ihn in vollem Laufe ein. daß er keinem zu nahe tät. 'Du bist ein ganzer Kerl. weils von seinen Voreltern war. und rasierte ihm auch in vollem Laufe ein Stutzbärtchen. da wußte er nicht. Wie sie so saßen. wers gestohlen hatte.' Als nun die gesetzte Zeit herum war. und dabei schnitt er ihn nicht und tat ihm an keinem Haare weh. wo er was Rechtschaffenes lernte. das Haus wäre schon sein. Der Schmied mußte des Königs Pferde beschlagen und dachte 'nun kann dirs nicht fehlen. du kriegst das Haus. das in einem fortjagte. sprang dem Wagen nach. Der saß aber und schlug sein Abcbuch auf. und lerne jeder sein Handwerk. ihre Kunst zu zei- gen. verkaufen wollte er das Haus auch nicht.' sprach der Vater. bekam von beiden Seiten viel Geld zur Belohnung und ward ein berühmter Mann.' Da glaubte der im Ofen. 'du machst deine Sachen so gut wie dein Bruder. 'wenn sich die andern nicht gewaltig angreifen. kamen sie bei ihrem Vater wieder zusam- men: sie wußten aber nicht. Weil er ihn nicht gleich finden konnte. sonst hätte er das Geld unter sie geteilt. wem ich das Haus .' Nun zeigte der Doktor Allwissend dem Herrn. und zogen fort. die vier Hufeisen ab und schlug ihm auch im Jagen vier neue wieder an. Vater.

daß er sterben wollte. schwang er den Degen immer schneller und blieb so trocken. daß kein Tropfen auf ihn fiel: und als der Regen stärker ward. Da sprach sie zu des Mannes Tochter 'hör. So lebten sie vergnügt bis in ihr Alter zusammen.' Das Mädchen ging nach Haus und erzählte seinem Vater. und eine Frau. welchen er zum König nach seinem Tode bestimmen sollte. was die Frau gesagt hatte.' Endlich. als säß er unter Dach und Fach. so mag ich sie nicht zutun. rief er sie vor sein Bett und sprach 'liebe Kinder. Wie der Vater das sah. weil er keinen Entschluß fassen konnte. sprach er 'du hast es am weitesten geb- racht und sollst der König sein. laßt mich auch einmal gewähren. zog er seinen Degen und schwenkte ihn in Kreuzhieben über seinen Kopf. und als der eine krank ward und starb.' Der dritte sprach 'Vater. und hätte den Strick schon um den Hals. denn ich bin so faul. und die Frau hatte auch eine Tochter. wenn ich liege und will schlafen. erstaunte er und sprach 'du hast das be- ste Meisterstück gemacht. das Reich gehört mir. mich zu wärmen. so gehört das Reich mir. Der Mann sprach 'was soll ich tun? das Heiraten ist eine Freude und ist auch eine Qual. dann sollst du jeden Morgen dich in Milch waschen und Wein trinken. der starb ihr Mann. meine Tochter aber soll sich in Wasser waschen und Wasser trinken. eh ich die Beine zurückzöge. denn ich bin so faul. zog er sein- . Die Mädchen waren miteinander bekannt und gingen zusammen spazieren und kamen hernach zu der Frau ins Haus. das Haus ist dein. denn ich bin so faul. Da wurden sie. wie sie vorher gelobt hatten. ehe ich meine Hand erhübe zum Strick.' Da sprach der dritte 'Vater. wenn ich beim Feuer sitze. und einer gäbe mir ein scharfes Messer in die Hand. ich wollt ihn heiraten. sollt ich aufgehängt werden. weil sie so geschickt gewesen waren und sich so lieb gehabt hatten.' Da sprach der älteste 'Vater. die waren ihm alle gleich lieb. und endlich so stark. und da sie so gut ausgelernt hatten und so geschickt waren.' Wie der Vater das hörte. grämten sich die zwei andern so sehr darüber. dem starb seine Frau. daß sie auch krank wurden und bald starben. und der Mann hatte eine Tochter. Als die Zeit kam.' Die drei Männlein im Walde Es war ein Mann.' Die beiden andern Brüder waren damit zufrieden. blieben sie alle drei zusammen im Haus und trieben ihr Handwerk. verdienten sie viel Geld. Die drei Faulen Ein König hatte drei Söhne. das Reich ist mein. damit ich einschlafe. und es fällt mir ein Tropfen in die Augen.geben soll. so ließ ich mir eher die Fersen verbrennen. so ließ ich mich eher aufhenken. der soll nach mir König werden. sag deinem Vater.' und weil es anfing zu regnen. alle drei zusammen in ein Grab gelegt. ich habe etwas bei mir bedacht. und er wußte nicht. als ob man mit Mulden vom Himmel gösse.' Der zweite sprach 'Vater. und weil sie sich einander so lieb hatten. das will ich euch eröffnen: welcher von euch der faulste ist. damit ich den Strick zerschneiden dürfte.

Am andern Morgen. da stand vor des Mannes Tochter Milch zum Waschen und Wein zum Trinken. Auch war sie neidisch.' antwor- tete es. 'ich soll ein Körbchen voll Erdbeeren suchen und darf nicht eher nach Hause kom- .' sagte das Mädchen. teilte sein Stückchen Brot entzwei und gab ihnen die Hälfte. tat das Papierkleid an und ging mit dem Körbchen hinaus. ich habe Verlangen danach. und war kein grünes Hälmchen zu merken. Da stieg er selbst hinauf. vor der Frau Tochter aber stand Wasser zum Waschen und Wasser zum Trinken.' Nun war das Mädchen gehorsam. daß einem der Atem friert: da weht ja der Wind hindurch. Als es in den Wald kam. als es steinhart gefroren hatte und Berg und Tal vollgeschneit lag. so will ich wieder eine Frau nehmen.' sprach es. geh hinaus in den Wald und hol mir ein Körbchen voll Erdbeeren. Da war nichts als Schnee die Weite und Breite. und der Stiefel ward voll bis obenhin. als die beiden Mädchen sich aufmachten. Und warum soll ich in dem Papi- erkleide gehen? es ist draußen so kalt. und laß dich nicht eher wieder sehen.' 'Gerne. und Milch zum Waschen und Wein zum Trinken vor der Frau Tochter.' 'Willst du mir noch widersprechen?' sagte die Stiefmutter. 'im Winter wachsen ja keine Erdbeeren. wies ausgefallen war. ging er zu der Witwe und freite sie. und die Dornen reißen mirs vom Leib. daraus guckten drei kleine Haulemännerchen. Die Frau ward ihrer Stieftochter spinnefeind und wußte nicht.en Stiefel aus und sagte 'nimm diesen Stiefel. häng ihn an den großen Nagel und gieß dann Wasser hinein. weil ihre Stieftochter schön und lieblich war. Sie fragten 'was willst du zur Winterzeit in deinem dünnen Kleidchen hier im Wald?' 'Ach. machte die Frau ein Kleid von Papier.' 'Du lieber Gott. Am zweiten Morgen stand Wasser zum Waschen und Wasser zum Trinken so gut vor des Mannes Tochter als vor der Frau Tochter.' und dachte 'draußen wirds erfrieren und verhungern und mir nimmermehr wieder vor die Augen kommen.' Das Mädchen tat. sah es ein kleines Häuschen. Sie riefen herein.' Dann gab sie ihm noch ein Stückchen hartes Brot und sprach 'davon kannst du den Tag über essen. als bis du das Körbchen voll Erdbeeren hast. wie ihm geheißen war: aber das Wasser zog das Loch zusammen. und der Schnee hat auch alles zugedeckt. der hat in der Sohle ein Loch. Es verkündete seinem Vater. Die Haulemännerchen sprachen 'gib uns auch etwas davon. daß es seine Richtigkeit hatte. so will ich nicht. und es trat in die Stube und setzte sich auf die Bank am Ofen. und als er sah. läufts aber durch. Hält er das Wasser. Einmal im Winter. Es wünschte ihnen die Tageszeit und klopfte bescheidentlich an die Tür. wie sie es ihr von einem Tag zum andern schlimmer machen sollte. da wollte es sich wärmen und sein Frühstück essen. und dabei bliebs. und die Hochzeit ward gehalten. geh damit auf den Boden. rief das Mädchen und sprach 'da zieh das Kleid an. 'mach daß du fortkommst. die Erde ist gefroren. Und am dritten Morgen stand Wasser zum Waschen und Wasser zum Trinken vor des Mannes Tochter. ihre rechte Tochter aber häßlich und widerlich.

' antwortete es. Die drei kleinen Haulemänner guckten wieder.' Als es sein Brot gegessen hatte.' Das Mädchen suchte draußen nach Erdbeeren. daß ihm bei jedem Wort. als es aber keine fand. gab jedem die Hand und lief nach Haus. weil es so unartig ist und ein böses neidisches Herz hat. daß es jeden Tag häßlicher wird. nähte ihm einen prächtigen Pelzrock. den es anziehen mußte.' riefen die Kleinen. 'Nun sehe einer den Obermut. wie kann ich andern noch davon abgeben?' Als es nun fertig war mit dem Essen. gaben sie ihm einen Besen und sprachen 'kehre damit an der Hintertüre den Schnee weg. was ihm im Walde begegnet war. setzte sich an den Ofen und fing an. daß es gefunden hat? lauter reife Erdheeren. stolperte es in die Stube hinein. daß ein König kom- mt und es zu seiner Gemahlin nimmt. daß es eines unglücklichen Todes stirbt.' Wie es sah. fiel ihm gleich ein Goldstück aus dem Mund. ging es verdrießlich nach Haus. eine Kröte aus dem Munde springt. aber es antwortete 'es schickt mir selber nicht. Da sprachen die kleinen Männer untereinander 'was sollen wir ihm schenken. Wie es eintrat und 'guten Abend' sagte. Das Mädchen ging in den Wald und gerade auf das kleine Häuschen zu. so daß alle einen Abscheu vor ihm bekamen. das niemand etwas gönnt?' Der erste sprach 'ich schenk ihm. weil es so artig und gut ist und sein Brot mit uns geteilt hat?' Da sagte der erste 'ich schenk ihm. Die Mutter: 'nein.' Der dritte sprach 'ich schenk ihm.' Weil sie ihr aber keine Ruhe ließ.' Wie es aber draußen war. 'ich bin eure Magd nicht. das es sprach.' rief die Stiefschwester. du könntest mir erfrieren. Darauf erzählte es. es ist zu kalt. 'das Geld so hinzuwerfen. da sprang ihm bei jedem Wort eine Kröte aus dem Mund.' 'Ei. kehrte mit dem Besen den Schnee hinter dem kleinen Hause weg. daß sie ihm nichts schenken wollten. sprachen sie 'da hast du einen Besen. sooft es ein Wort spricht. Da raffte es in sein- er Freude sein Körbchen voll.' Der zweite sprach 'ich schenk ihm. das es spricht. und wollte der Stiefmutter das Verlangte bringen. Und wie es den Mund auftat und seiner Mutter erzählen wollte. und was glaubt ihr wohl. so daß bald die ganze Stube damit bedeckt ward. daß es jeden Tag schöner wird.' Der dritte sprach 'ich schenk ihm. wie die Haulemännerchen gesagt hatten. aber bei jedem Worte. und gab ihm Butterbrot und Kuchen mit auf den Weg.' Das Mädchen aber tat.' Der zweite sprach 'ich schenk ihm.' aber heimlich war sie neidisch darüber und wollte auch hinaus in den Wald und Erdbeeren suchen. ging es zur Türe hinaus. als bis ich es mitbringe. 'Gib uns etwas davon. und ohne sich nach ihnen umzusehen und ohne sie zu grüßen. die ganz dunkelrot aus dem Schnee hervorkamen. sprachen die drei Männerchen untereinander 'was sollen wir ihm schenken. sein Butterbrot und seinen Kuchen zu essen. mein liebes Töchterchen. kehrt euch selber. .men. daß Goldstücke ihm aus dem Mund fallen. gab sie endlich nach. aber es grüßte sie nicht. was ihm im Walde begegnet war. kehr uns draußen vor der Hintertür rein. dankte den kleinen Männern. fielen ihm die Goldstücke aus dem Mund.

und als die Stiefmutter von dem großen Glücke gehört hatte. sprach er 'willst du mit mir fahren?' 'Ach ja. ein Eisloch hauen und das Garn schlittern. wie es die kleinen Männlein dem Mädchen geschenkt hatten. aber die Alte sprach. Ihr müßt sie heute ruhen lassen. und sie ihm Antwort gab. Also stieg es in den Wagen und fuhr mit dem König fort. worin der König saß. und wie er mit seiner Frau sprach. End- lich nahm sie einen Kessel. jetzt geht das nicht. so kam sie mit ihrer Tochter in das Schloß und tat. Nun ärgerte sich die Stiefmutter noch viel mehr und dachte nur darauf. und gab ihm eine Axt dazu. Es war gehorsam. sprach sie 'was machen meine Gäste?' Da antwortete der Küchenjunge 'sie schlafen feste!' Fragte sie weiter 'was macht mein Kindelein?' . denn es war froh. sprang bei jedem Wort eine Kröte hervor. wie sie der Tochter des Mannes alles Herzeleid antun wollte. Darauf legte sich ihre häßliche Tochter ins Bett. sie liegt in starkem Schweiß. und die Alte deckte sie zu bis über den Kopf. hing sie es dem armen Mädchen auf die Schulter. und ihre Tochter packte sie an den Füßen. damit sollte es auf den gefrorenen Fluß gehen. Der Wagen hielt still und der König fragte 'mein Kind. wie es so gar schön war. daß es der Mutter und Schwester aus den Augen kommen sollte. ward die Hochzeit mit großer Pracht gefeiert. was machst du. schläfst du oder wachst du?' Und als er keine Antwort gab. und als er sah. still. und als sie auf sein Schloß gekommen waren. die sprach 'König. und würde sich schon wieder verlieren. ging hin und hackte ein Loch in das Eis. Als der König wieder zurückkam und mit seiner Frau sprechen wollte. packte das böse Weib die Königin am Kopf.' antwortete es. Da fragte er.' Da fühlte der König Mitleiden. wie eine Ente durch die Gosse geschwommen kam. von Herzen gern. kam ein prächtiger Wagen hergefahren. und als es mitten im Hacken war. das hätte sie von dem starken Schweiß gekriegt. hoben sie aus dem Bett und warfen sie zum Fenster hinaus in den vorbeifließenden Strom. Als aber der König einmal hinausgegan- gen und sonst niemand zugegen war. deren Schönheit doch alle Tage größer ward. Als es gesotten war. In der Nacht aber sah der Küchenjunge. was das wäre. während sonst ein Goldstück herausgefallen war.' Der König dachte nichts Böses dabei und kam erst am andern Morgen wieder. rief die Alte 'still. als wollte sie einen Besuch machen. Über ein Jahr gebar die junge Königin einen Sohn. setzte ihn zum Feuer und sott Garn darin. wer bist du und was machst du da?' 'Ich bin ein armes Mädchen und schlittere Garn.

wo das Kind getauft werden sollte. gab ihm zu trinken. So kam sie zwei Nächte. deckte es zu und schwamm als Ente wieder durch die Gosse fort. das mit Nägeln ausgeschlagen ist. der kam mit seinem Schwert und schwang es dreimal über dem Geist: und beim drittenmal stand seine Gemahlin vor ihm. mußt du doch sehen. Da dachte der Bauer 'weil die Gelegenheit da ist. Der Metzger bezahlte ihn. daß er nicht mit zum Tor hinein konnte. wuchsen fort. wie gehandelt war. der den andern aus dem Bett trägt und ins Wasser wirft?' 'Nichts Besseres. der wollt ihm dann für jedes Korn einen Brabanter Taler aufzählen.' Da ging sie in der Königin Gestalt hinauf. richtig aus. Nun war der König in großer Freude. und trug das Maß Rübsamen auf dem Rücken herbei. und schaute das mit an. Und als es getauft war. daß er sollte dem Metzger ein Maß Rübsamen bringen. daß die Engel oben Hafer droschen. daß ihn eben einer umhauen wollte. so hätte er einen Brabanter Taler mehr gehabt. worauf er stand' anfing zu wackeln. als daß er die Spreu vom Hafer nahm.' ließ ein solches Faß holen und die Alte mit ihrer Tochter hineinsteck- en. daß er sein Schwert nimmt und auf der Schwelle dreimal über mir schwingt. war aus dem Korn ein Baum gewachsen. die da herum im Himmel lagen' und ließ sich an dem Seil herunter. merkte er.' Also stieg er hinauf und sah. der reichte bis an den Himmel. dann ward der Boden zugehämmert und das Faß bergab gekullert. und den Berg hinab ins Wasser rollt. dem überließ er sie. daß der Baum. Indessen. und als er nach Haus wollte. Antwortete er 'es schläft in der Wiege fein. Er kam aber . er hielt aber die Königin in einer Kammer verborgen bis auf den Sonntag. Das heiß ich gut verkauft! Der Bauer ging nun heim.' Da sagte der König 'du hast dein Urteil gesprochen. und schlossen sie den Handel dergestalt. und daraus einen Strick drehte. wie sie vorher gewesen war. Als er auf den Acker kam.' antwortete die Alte. Der Dreschflegel vom Himmel Es zog einmal ein Bauer mit einem Paar Ochsen zum Pflügen aus. da fingen den beiden Tieren die Hörner an zu wachsen. guckte hinunter und sah. lebendig und gesund. Zu gutem Glück kam gerade ein Metzger daher. waren sie so groß. hätte der Bauer das Korn nicht verloren. sprach er 'was gehört einem Menschen. wie er so schaute. was die Engel da droben machen. die haufen- weis da lag. bis es in den Fluß roll- te. frisch.' Da lief der Küchenjunge und sagte es dem König. wie er wieder des Wegs zurückkam. schüttelte ihm sein Bettchen. das wär ein böses Ding' dachte er. auch griff er nach einer Hacke und einem Dreschflegel. und in der Not wußt er sich nicht besser zu helfen. in der dritten sprach sie zu dem Küchenjungen 'geh und sage dem König. 'als daß man den Bösewicht in ein Faß steckt. 'Wenn du da herabstürztest. unterwegs verlor er aber aus dem Sack ein Körnchen. und ihnen einmal unter die Augen gucken.

als er sah. sie sollte den ersten besten Bettler zum Manne nehmen. dich dem ersten be- sten Bettelmann zu geben. 'grünes Holz. 'das Weinfaß!' sprach sie. ward er zornig und schwur. 'der Zinshahn!' der sechste war nicht gerad genug. daß ihr kein Freier gut genug war. die da versammelt waren. König Drosselbart Ein König hatte eine Tochter. Ein paar Tage darauf hub ein Spielmann an unter dem Fenster zu singen.' Der vierte zu blaß. aber der König sagte 'ich habe den Eid getan. Nun ward die Königstochter durch die Reihen geführt. hinterm Ofen getrocknet!' Und so hatte sie an einem jeden etwas auszusetzen. Sie wurden alle in eine Reihe nach Rang und Stand geordnet. 'lang und schwank hat keinen Gang.' Der Bettelmann führte sie an der Hand hinaus. die war über alle Maßen schön. sprach er 'laßt ihn heraufkommen. Grafen und Freiherrn. der Pfarrer ward geholt. und sie mußte mit ihm zu Fuß fortgehen. . da fragte sie 'ach. daß ich dir meine Tochter da zur Frau geben will. denn er hackte sich damit eine Treppe. sprach der König 'nun schickt sichs nicht. aber an jedem hatte sie etwas auszusetzen. zuletzt die Edelleute. erst kamen die Könige. so daß niemand an seiner Erzählung mehr zwei feln kon- nte. den will ich auch halten. und da war es ein rechtes Glück. 'kurz und dick hat kein Geschick. Einmal ließ der König ein großes Fest anstellen. 'Ei.' Da trat der Spielmann in seinen schmutzigen verlumpten Kleidern herein. daß seine Tochter nichts tat als über die Leute spotten. und bat. und ladete dazu aus der Nähe und Ferne die heiratslustigen Männer ein. Als sie in einen großen Wald kamen.' Die Königstochter erschrak. Als das geschehen war. wem gehört der schöne Wald?' 'Der gehört dem König Drosselbart. als er fertig war. um eine milde Gabe. Der andere zu lang. und alle Freier.' rief sie und lachte. besonders aber machte sie sich über einen guten König lustig. stieg in die Höhe und brachte den Dreschflegel zum Wahrzeichen mit. sang vor dem König und seiner Tochter. daß er die Hacke hatte. wie die Drossel einen Schnabel. Sie wies einen nach dem andern ab. 'der bleiche Tod!' der fünfte zu rot. aber dabei so stolz und übermütig. Der eine war ihr zu dick. Der König sprach 'dein Gesang hat mir so wohl gefallen.' Der dritte zu kurz. die Fürsten.' Es half keine Einrede. und trieb noch dazu Spott mit ihnen. der vor seine Türe käme. dann die Herzöge. und seit der Zeit bekam er den Namen Drosselbart. Der alte König aber. du kannst nur mit deinem Manne fortziehen. verschmähte. um damit ein geringes Almosen zu verdienen.unten auf der Erde gerade in ein tiefes tiefes Loch.. und sie mußte sich gleich mit dem Spielmann trauen lassen. Als es der König hörte. daß du als ein Bettelweib noch Iänger in meinem Schloß bleibst. der ganz oben stand und dem das Kinn ein wenig krumm gewachsen war. 'der hat ein Kinn.

'wenn auf den Markt Leute aus meines Vaters Reich kommen. vielleicht kannst du das besser. 'Wo sind die Diener?' sprach die Königstochter. 'spinn lieber. wie werden sie mich verspotten!' Aber es half nichts. daß du mir mein Essen kochst. 'Siehst du. legten sie sich zu Bett: aber am Morgen trieb er sie schon ganz früh heraus. wenn sie nicht Hungers sterben . Nun will ichs versuchen. so wär sie dein. Gott. Da sprach der Mann 'Frau. und sehen mich da sitzen und feil halten. Ein paar Tage lebten sie auf diese Art schlecht und recht. so wär er dein. was ist das Haus so klein! wem mag das elende winzige Häuschen sein?' Der Spielmann antwortete 'das ist mein und dein Haus. daß wir hier zehren und nichts verdienen.' 'Ach. aber der harte Faden schnitt ihr bald in die weichen Finger. schnitt Weiden und brachte sie heim: da fing sie an zu flechten. hätt ich genommen den König Drosselbart!' 'Es gefällt mir gar nicht. 'Ich sehe. 'du mußt selber tun.' dachte sie. hättst du'n genommen. und der Bettelmann mußte selber mit Hand anlegen. was du willst getan haben. ach. mit dir bin ich schlimm angekommen. sie mußte sich fügen.' sprach der Mann.' 'Ich arme Jungfer zart. hätt ich genommen den König Drosselbart!' Dann kamen sie durch eine große Stadt. Als sie die schmale Kost verzehrt hatten. daß es noch so leidlich ging. hättst du'n genommen.' Die Königstochter verstand aber nichts vom Feueranmachen und Kochen.' Sie setzte sich hin und versuchte zu spinnen.' Sie mußte sich bücken.' sprach der Spielmann. hättst du'n genommen. 'daß du dir immer einen andern zum Mann wünschest: bin ich dir nicht gut genug?' Endlich kamen sie an ein ganz kleines Häuschen. Mach nur gleich Feuer an und stell Wasser auf. hätt ich genommen den König Drosselbart!' Darauf kamen sie über eine Wiese.' sprach der Mann. und einen Handel mit Töpfen und irdenem Geschirr anfangen: du sollst dich auf den Markt setzen und die Ware feil halten. da fragte sie wieder 'wem gehört die schöne grüne Wiese?' 'Sie gehört dem König Drosselbart. weil sie das Haus besorgen sollte. ach. wo wir zusammen wohnen. das geht nicht. so wär sie dein. daß das Blut daran herunterlief.' 'Ich arme Jungfer zart' ach. 'Was Diener!' antwortete der Bettelmann. damit sie zu der niedrigen Tür hineinkam. da sprach sie 'ach. aber die harten Weiden stachen ihr die zarten Hände wund. ich bin ganz müde. Du sollst Körbe flechten.' 'Ich arme Jungfer zart. so ge- hts nicht länger. da fragte sie wieder 'wem gehört diese schöne große Stadt?' 'Sie gehört dem König Drosselbart. und zehrten ihren Vorrat auf.' Er ging aus. 'du taugst zu keiner Arbeit.

Da kam plötzlich ein trunkener Husar da- hergejagt. und davon nährten sie sich. und stellte es um sich her und hielt feil. denn sie sah. viele gaben ihr das Geld. was sie anfangen sollte. solange es dauerte. Ihr Sträuben half nichts. aber sie weigerte sich und erschrak. und bezahlten. um deinen . und immer einer schöner als der andere hereintrat. aber auf der Treppe holte sie ein Mann ein und brachte sie zurück: und wie sie ihn ansah. Als nun die Lichter angezündet waren. Er sprach ihr freundlich zu 'fürchte dich nicht. und sie war so beschämt. 'laß nur das Weinen. Sie sprang zur Türe hinaus und wollte entfliehen. warfen ihr Diener manchmal ein paar Brocken zu. 'Ach. und von welchen der Geruch zu ihr aufstieg. ich sehe wohl. und sie haben mir versprochen. da dachte sie mit betrübtem Herzen an ihr Schicksal und verwünschte ihren Stolz und Übermut. die tat sie in ihr Töpfchen und wollte es heimtragen.' Nun ward die Königstochter eine Küchenmagd. 'was wird mein Mann dazu sagen!' Sie lief heim und erzählte ihm das Unglück. die da ein. Und als er die schöne Frau in der Türe stehen sah. weil sie schön war. was sie forderte: ja. bin ich auch gewesen.und ausgetragen wurden. sind eins: dir zuliebe habe ich mich so verstellt. an welchem die Taschen hingen. sie wollten dich dazu neh- men. mußte dem Koch zur Hand gehen und die sauerste Arbeit tun. 'Wer setzt sich auch an die Ecke des Marktes mit irdenem Geschirr!' sprach der Mann. ich und der Spielmann. Auf einmal trat der Königssohn herein. Es trug sich zu. gern ihre Ware ab. und der Husar. daß es der König Drosselbart war. denn die Leute kauften der Frau. daß die Suppe floß und die Brocken umher- sprangen. daß alles in tausend Scherben zersprang. du bist zu keiner ordentlichen Arbeit zu geb- rauchen. daß die Hochzeit des ältesten Königssohnes sollte gefeiert werden. ob sie nicht eine Küchenmagd brauchen könnten. daß sie sich lieber tausend Klafter unter die Erde gewünscht hätte. Das erstemal gings gut. da handelte der Mann wieder eine Menge neues Geschirr ein. war es wieder der König Drosselbart. stellte sich vor die Saaltüre und wollte zusehen. war in Samt und Seide gekleidet und hatte goldene Ketten um den Hals. Da bin ich in unseres Königs Schloß gewesen und habe gefragt. entstand ein allgemeines Gelächter und Spotten. und ließen ihr die Töpfe noch dazu . Von den köstlichen Speisen. Sie setzte sich damit an eine Ecke des Marktes. Und wie das die Leute sahen. da ging die arme Frau hinauf. der um sie gefreit und den sie mit Spott abgew- iesen hatte. der mit dir in dem elenden Häuschen gewohnt hat. Nun lebten sie von dem Erworbenen. Das alles ist geschehen.wollten. und alles voll Pracht und Herrlichkeit war. Sie machte sich in beiden Taschen ein Töpfchen fest. der sie erniedrigt und in so große Armut gestürzt hatte. wie wird mirs ergehen!' rief sie. ergriff er sie bei der Hand und wollte mit ihr tanzen. der dir die Töpfe entzweigeritten hat. Sie fing an zu weinen und wußte vor Angst nicht. darin brachte sie nach Haus was ihr von dem Übriggebliebenen zuteil ward. und ritt geradezu in die Töpfe hinein. er zog sie in den Saal: da zerriß das Band. dafür bekommst du freies Essen. und die Töpfe fielen heraus.

die bösen Tage sind vorüber. und das Kind hatte nun erst Ruhe unter der Erde. so kann ich eine nach der andern auffressen. ich will so lange warten. Da mußte die Mutter selbst zum Grabe gehen und mit der Rute aufs Ärmchen schlagen. sondern fing auch an 'ga! ga!' Die dritte und vierte folgte ihr. und ihr Vater kam und der ganze Hof. das spann sie nicht fertig. so half das nicht. und wünschten ihr Glück zu ihrer Vermählung mit dem König Drosselbart.' Er aber sprach 'tröste dich. zog es sich hinein.' Endlich nahm sich eine das Herz und sagte 'sollen wir armen Gänse doch einmal unser jung frisch Leben lassen. womit du mich verspottet hast. und die Frau war so faul. du und ich. ihr sitzt hübsch beisammen.stolzen Sinn zu beugen und dich für deinen Hochmut zu strafen. sondern ließ alles auf dem Klauel gewickelt liegen.' Die Gänse gackerten vor Schrecken. bis die Reihe an sie kam. wartete die zweite nicht.' sagte der Fuchs' 'das ist billig. jetzt wollen wir unsere Hochzeit feiern. und die rechte Freude fing jetzt erst an. und in kurzem lag es auf dem Totenbettchen. und das Ärmchen kam immer wieder heraus. haspelte sie nicht. daß sie immer nichts arbeiten wollte: und was ihr der Mann zu spinnen gab. wo eine Herde schöner fetter Gänse saß. immer 'ga! ga!' und weil sie gar nicht aufhören wollte.' Da kamen die Kammerfrauen und taten ihr die prächtigsten Kleider an. fingen an zu jammern und kläglich um ihr Leben zu bitten. Schalt sie nun der Mann. damit wir nicht in unsern Sünden sterben: her- nach wollen wir uns auch in eine Reihe stellen. so war sie mit ihrem Maul doch vornen und sprach 'ei. deine Frau zu sein. so erzeige uns die ein- zige Gnade und erlaub uns noch ein Gebet. und wie sie das getan hatte.' 'Ja. so kam auf einmal sein Ärmchen wieder hervor und reichte in die Höhe.' Da weinte sie bitterlich und sagte 'ich habe großes Unrecht gehabt und bin nicht wert.) Die faule Spinnerin Auf einem Dorfe lebte ein Mann und eine Frau. Als es nun ins Grab versenkt und die Erde über es hingedeckt war. Ich wollte. damit du dir immer die fetteste aussuchen kannst. ihr müßt sterben. und was sie auch spann. und bald gackerten sie alle zusammen. Der Fuchs aber wollte auf nichts hören und sprach 'da ist keine Gnade. was seine Mutter haben wollte. Darum hatte der liebe Gott kein Wohlgefallen an ihm und ließ es krank werden. sie beten aber alleweile noch immer fort. Der Fuchs und die Gänse Der Fuchs kam einmal auf eine Wiese. wir wären auch dabei gewesen. wie sollt ich . soll das Märchen weitererzählt werden. sprangen auf. und wenn sie es hineinlegten und frische Erde darüber taten. und kein Arzt konnte ihm helfen. da lachte er und sprach 'ich komme ja wie gerufen. (Und wenn sie aus- gebetet haben. Das eigensinnige Kind Es war einmal ein Kind eigensinnig und tat nicht. und ist eine fromme Bitte: betet.' Also fing die erste ein recht langes Gebet an.

Sie besann sich ein bißchen. 'so will ich in den Wald gehen und Haspelholz holen.' sprach er. daß das gesponnene Garn da auf dem Klauel liegen bleibt. geh du erst in den Wald und schaff mir einen. 'weil wir doch zu keinem Haspel kommen. der verdirbt. und ließ sie von nun an damit in Ruhe. Bald hernach fing der Mann doch wieder an.' dachte aber bei sich auf einen neuen Streich. der stirbt' wer da haspelt. Frühmorgens stand sie auf.' 'Ja.' Also ergriff er die Axt von neuem und wollte zuhauen.' sagte er.' sprach er endlich. und ließ es immerzu kochen.' sprach sie. kam ihm das Herz wieder. machte Feuer an und stellte den Kessel bei. wo er sie nicht sehen konnte und rief hinauf 'wer Haspelholz haut.' sagte der Mann. und du wirfst ihn herunter. wer da haspelt. da will ich dir den Klauel hinaufwerfen. und alle Lust war ihm vergangen. sich über die Unordnung im Hause zu ärgern. nun muß es auch gekocht werden. und sie lief dem Manne heimlich nach in den Wald.' Der Frau ward wieder angst. allein statt des Garns legte sie einen Klumpen Werg hinein. tat sie unschuldig. damit sie eher nach Haus käme. da ich keinen Haspel habe. der stirbt. der verdirbt. da kam ihr ein guter Einfall. 'Ei was. daß er daraus einen Haspel machte. das Holz auszulesen und zu hauen. was das wohl zu bedeuten hätte.' Der Mann horchte. der verdirbt. . Wie aber ein Weilchen vorbei war. als wäre nichts vorgefallen. 'ich sehe wohl. 'was wirds gewesen sein! es hat dir in den Ohren geklungen. Aber zum drittenmal riefs und sprachs laut 'wer Haspelholz haut. der stirbt. wenn er das Holz hätte. der noch zu Bette lag. und sie abhaspeln und dann wieder frisch spinnen müßte. so daß er eilends den Baum her- unterstieg und sich auf den Heimweg machte.' Da hatte ers genug. so gibts doch einen Strang. legte die Axt eine Weile nieder und dachte nach.' sagte der Mann. Wie er nun auf einen Baum gestiegen war. sprach er 'das Garn ist nun gesträngt. mache dir keine unnötige Furcht. Die Frau lief. da riefs wieder von unten herauf 'wer Haspelholz haut. 'es ist doch eine Schande. das geht. schlich sie darunter in das Gebüsch. und sagte 'nun.' erzählte ihr. Wie er nun in die Stube trat. kriegte angst und bang und sann dem Ding nach. auf Nebenwegen.' 'Wenns daran liegt.' Da fürchtete sich die Frau. was sie konnte. und er langte zum drittenmal nach der Axt und wollte zuhauen. so stell dich auf den Boden und ich steh unten. Also taten sie das. bringst du ein gutes Haspelholz?' 'Nein. sie sprach zwar 'ja wir wollens gleich morgen früh kochen. was ihm im Walde begegnet war. 'Frau.haspeln. und wie sie fertig waren. wer da haspelt. es geht mit dem Haspeln nicht. Darauf ging sie zum Manne.' 'Weißt du was.' Er hielt ein.

führte er sie vor sein Schloß. wußte er nicht. so schnell er konnte. denn wo der Hahn kräht. was sein Begehren wäre. Die dicke Itsche fragte. Nun ging der eine Bruder rechts. daß neben der Feder eine Falltüre lag. der hatte drei Söhne' davon waren zwei klug und gescheit. laß geschwind sehen. steh derweil auf und sieh nach dem Garn. so sollt ihr ziehen. Die drei Federn Es war einmal ein König. wo sie niedergefallen war. Hurzelbeins Hündchen. wird das Garn zu Werg. das im Kessel überm Feuer steht: aber du mußts beizeit tun. Der Dummling setzte sich nieder und war traurig. Hutzelbein. und wer mir den feinsten Tep- pich bringt. wie es inwendig rief 'Jungfer grün und klein. der andere ging links. gib wohl acht. welcher von seinen Söhnen nach ihm das Reich erben sollte. und ging in die Küche. die andere nach Westen. sondern fiel bald zur Erde.' . bleiben mußte. so erblickte er mit Schrecken nichts als einen Klumpen Werg. war einfältig und hieß nur der Dummling. blies drei Federn in die Luft und sprach 'wie die fliegen. er hätts versehen und wäre schuld daran. Da bemerkte er auf einmal. Hutzel hin und her. Da kam er vor eine andere Türe.' Die eine Feder flog nach Osten. Da schwieg der arme Mann mäuschenstill. und er sah eine große dicke Itsche (Kröte) sitzen und rings um sie eine Menge kleiner Itschen.' Und damit es keinen Streit unter ihnen gab. Da sprach er zu ihnen 'zieht aus. da. der soll nach meinem Tod König sein. der bei der dritten Feder. Hutzelbeins Hündchen. Wie er aber zum Kessel kam und hineinsah. und du sähest nicht nach. Er hob sie in die Höhe. fand eine Treppe und stieg hinab. die dritte flog aber geradeaus. und sie lachten den Dummling aus. Er antwortete 'ich hätte gerne den schönsten und feinsten Teppich.' Der Mann war bei der Hand und wollte nichts versäumen.' Da rief sie eine junge und sprach 'Jungfer grün und klein' Hutzelbein. wer draußen wär. Hutzel hin und her. Aber das mußt du selbst sagen.' Die Türe tat sich auf. es war eine garstige Frau. und flog nicht weit. Als der König alt und schwach ward und an sein Ende dachte. klopfte an und hörte. und sprach in Zukunft gar nicht mehr von Garn und Spinnen. stand eilends auf. dachte.und sprach zu ihm 'ich muß einmal ausgehen. bring mir die große Schachtel her. aber der dritte sprach nicht viel.

Da sprach der Dummling ganz traurig 'was soll ich damit anfangen?' Die Itsche antwortete 'setze nur eine von meinen kleinen Itschen hinein. und baten ihn. den König zu quälen. nahmen dem ersten besten Schäfersweib. und die sechs Mäuschen zu Pferden. eine schöne Frau zu suchen.' sprachen sie.' 'Ei. dem es in allen Dingen an Verstand fehlte.' Die zwei ältesten ließen nicht ab. so ward sie zu einem wunderschönen Fräulein. Die drei Federn blies er nochmals in die Luft. so sprach der Vater abermals 'ihm gehört das Reich. unmöglich könnte der Dummling. Sie ließ sich gleich ihre große Schachtel holen. staunte er und sprach 'wenn es dem Recht nach gehen soll. wie oben auf der Erde keiner konnte gewebt werden. daß ihn kein Goldschmied auf der Erde hätte machen können. denen sie nachgehen sollten. die Rübe zur Kutsche. die hatten sich gar keine Mühe gegeben.' Aber die zwei andern ließen dem Vater keine Ruhe und sprachen. König werden. sondern schlugen einem alten Wagenring die Nägel aus und brachten ihn dem König. der einen goldenen Ring suchen wollte. aber kaum saß sie darin. Als der König sie erblickte. und blies drei Federn in die Luft. Da stieg er wieder hinab zu der dicken Itsche und sagte ihr.' antwortete die Itsche.' Da griff er auf Gerate- wohl eine aus dem Kreis und setzte sie in die gelbe Kutsche. der mir den schönsten Ring bringt. so schön und so fein. Da ging der Dummling ohne weiteres hinab zu der dicken Itsche und sprach 'ich soll die schönste Frau heimbringen.' Aber die zwei ältesten . und sie flogen wie die vorigemale. Die zwei ältesten zogen wieder nach Osten und Westen. gaben sich gar keine Mühe. jagte mit den Pferden davon und brachte sie zu dem König. und gab ihm daraus einen Ring.' Sie gab ihm eine ausgehöhlte gelbe Rübe mit sechs Mäuschen bespannt. Seine Brüder kamen nach. der die schönste Frau heimbrächte . das ihnen begegnete. Da sagte der Vater 'der soll das Reich erben. Die beiden andern hatten aber ihren jüngsten Bruder für so albern gehalten. und als der König den sah. Die junge Itsche holte die Schachtel. und die dicke Itsche machte sie auf und gab dem Dummling einen Teppich daraus. daß sie glaubten.' führte die drei Brüder hinaus. daß er den schönsten Ring brauchte. er würde gar nichts finden und aufbringen. aber du sollst sie doch haben. sprach er 'dem jüngsten gehört das Reich nach meinem Tod. bis er noch eine dritte Bedingung machte und den Ausspruch tat. die groben Tücher vom Leib und trugen sie dem König heim. sondern die ersten besten Bauernweiber mitgenommen. Zu derselben Zeit kam auch der Dummling zurück und brachte seinen schönen Teppich. der sollte das Reich haben. und für den Dummling flog die Feder geradeaus und fiel neben der Erdtüre nieder. 'die schönste Frau! die ist nicht gleich zur Hand. er möchte eine neue Bedingung machen. Als aber der Dummling seinen goldenen Ring vorzeigte. der glänzte von Edel- steinen und war so schön. Die zwei ältesten lachten über den Dummling. so gehört dem jüngsten das Königreich. 'Was sollen wir uns mit Suchen groß Mühe geben. Da dankte er ihr und stieg wieder hinauf. Da küßte er sie.

die meinten. der war ein Soldat. Da schloß das Mädchen den Schrank auf und holte ihm etwas. da sah es wohl.' Sie hatten aber eine Salbe. sprangen auch durch den Ring. er wollte seine Hand abschneiden und morgen früh wieder anheilen: der zweite sprach. fand den Schrank offen.' sprach der Soldat. der da mitten in dem Saal hing. den ihm der Wirt aufzuheben gegeben hatte. wie wird mirs morgen früh ergehen!.betäubten die Ohren des Königs aufs neue mit ihrem Geschrei 'wir könnens nicht zugeben. das heilte zusammen. waren aber so plump. die drei Feldscherer und alle Leute im Haus schliefen. Darauf packte er die Katze und stach ihr die Augen aus. und er ging hin. Da sagte es erschrocken zu seinem Schatz 'ach. dessen Frau durch einen Ring springen könnte. 'so habt ihr ausgelernt. was ihr könnt. Der Wirt fragte. daß der Teller. was will ich armes Mädchen anfangen! Die Hand ist fort. 'ich will dir aus der Not helfen: es hängt ein Dieb draußen am Galgen. schnitt dem ar- men Sünder die rechte Hand ab und brachte sie herbei. kam der Soldat und wollte was zu essen haben. und aller Widerspruch mußte aufhören. wie sie gesagt hat- ten. er wollte seine Augen ausstechen und morgen früh wieder einheilen.' Der alte König gab das auch noch zu. legtens zusammen auf einen Teller und gabens dem Wirt: der Wirt gabs einem Mädchen. setzte sich zum Liebsten an Tisch. Als nun der Soldat gegessen hatte und das Mädchen das Gerät aufheben und den Schrank zuschließen wollte. Also erhielt er die Krone und hat lange in Weisheit geherrscht. der sollte den Vorzug haben. und sie schwätzten miteinander. Die drei Feldscherer Drei Feldscherer reisten in der Welt. aber das zarte Fräulein springt sich tot. Herz und Auge vom Leibe. Da sprangen die zwei Bauernweiber. trugen sie beständig bei sich. das Herz und die Augen der drei Feldscherer und lief damit hinaus. 'Wir ziehen auf unsere Kunst in der Welt herum. dem will ich die Hand abschneiden. 'Sei still. Wie nun der Wirt. kam die Katze hereingeschlichen. die sind stark genug. das sollts in den Schrank stellen und wohl aufheben. und sprang so leicht hindurch wie ein Reh.' und verlangten. nahm die Hand. Da sprach der erste. er wollte sein Herz ausreißen und morgen früh wieder anheilen: der dritte sprach.' 'Zeigt mir doch einmal. wo sie übernachten wollten. 'Könnt ihr das. 'Habt ihr nicht geschlachtet und liegt das . das Herz und die Augen sind auch fort. Da schnitten sie Hand. ihre Kunst ausgelernt zu haben.' sagte der Wirt. welche Hand wars denn?. wo sie her wären und hinaus wollten. Sie dachten 'die Bauern- weiber können das wohl. und das Fläschchen. und ka- men in ein Wirtshaus. wo sie drin war. 'Die rechte. daß sie fielen und ihre groben Arme und Beine entzwei- brachen. die Schranktüre zu- zumachen. das der Dummling mitgebracht hatte. ledig war. Darauf sprang das schöne Fräulein. nun fehlte nur noch das Herz.' sprach der Wirt. Wie es so vergnügt saß und an kein Unglück dachte.' Da gab ihm das Mädchen ein scharfes Messer. was sie damit bestrichen. daß der Dummling König wird. Das Mädchen aber hatte einen heim- lichen Schatz. und über der großen Liebe vergaß es.

Herz und Augen lägen. ging hinunter und holte ein Schweineherz. sie hätten aber doch lieber ihr richtig Werk gehabt. sie hätten ihr richtig Werk nicht wiedergekriegt. ists so finster. was ist das? das sind meine Augen nicht. und als ihr Liebster darauf Abschied genommen hatte. wo sie zu einer andern Herberge kamen.' sagte er. daß man keine Hand vor Augen sehen kann. und wie sie daliegen. Der eine sahs und sprach 'Kamerad. der eine hätte eine Diebshand. weckte die andern und sprach 'Brüder. seht ihr die weißen Mäuschen.' Sie legten sich danach sch- lafen.' sagte das Mädchen. sonst ließen sie ihm den roten Hahn übers Haus fliegen: da gab er. er wollte sie bei jedermann rühmen und empfehlen. ich mag wollen oder nicht. er sollte ihnen viel Geld geben. Der Wirt sprach. es sollte ihnen den Teller holen. wir haben das Unsrige nicht wiedergekriegt. und kam nicht wieder. schaut einmal auf. war es zum Hinterpförtchen fortgelaufen. rieb die Augen und sagte zu dem andern 'Kamerad. konnten aber nichts sehen. daran müßte das Mädchen schuld sein.' sagte der Soldat. 'Nun. Der Wirt aber stand dabei. Der zweite nahm die Katzenaugen und heilte sie ein: der dritte machte das Schweineherz fest. Das Mädchen tat alles zusammen auf den Teller und stellte ihn in den Schrank. als die Feldscherer aufstanden. daß ich nicht falle. zuckte ein paarmal mit dem Arm.Schweinefleisch nicht im Keller?' 'Ja. Da sprach er 'es ist mit uns nicht richtig. Da sprachen die drei. das ist gut. und die drei zogen damit fort. leite mich doch einer.' Also machten sie sich am andern Morgen dahin auf und sagten dem Wirt. Morgens. was machst du? stehlen darfst du nicht. Der mit der Diebshand ging um ihn herum. Sie traten zusammen in die Wirtsstube. so blieb der mit dem Schweineherzen gar nicht bei ihnen. Wie sie so dahingingen. sagten sie dem Mädchen. lief er hin und schnüffelte darin herum. da saß in einer Ecke ein reicher Herr vorm Tisch und zählte Geld. legte es sich ruhig ins Bett. ich sehe ja nichts.' Da gingen sie mit Mühe fort bis zum Abend. dergleichen hätt er noch nicht gesehen. der hat uns betrogen. der zweite Katzenaugen und der dritte ein Schweineherz. wo der dickste Unrat lag. Es war für ihr Lebtag genug. 'was kann ich dafür! es zuckt mir in der Hand' ich muß zugreifen. son- dern wo eine Ecke war. Der zweite stellte sich auch wunderlich an. Die zwei richteten sich auf. aber wie das die drei hatte kommen sehen. griff er in den Haufen hinein und nahm eine Handvoll Geld heraus. und der erste hielt sich die Diebshand an und bestrich sie mit seiner Salbe. Darauf bezahlten sie ihre Zeche und reisten weiter. alsbald war sie ihm angewachsen. aber das half nichts. schäm dich!' 'Ei. Die andern wollten ihn an dem Rockschlippen zurückhalten. wie Schweine tun. die da herumlaufen?. . er riß sich los und lief hin. Da brachte es ihn aus dem Schrank. wie der Herr sich umwendete. wir müssen zurück nach dem Wirt. bewunderte ihre Kunst und sagte. darauf Hand. Auf einmal erwachte der mit den Katzenaugen. was er hatte und nur aufbringen konnte. und wollte es rufen. endlich.

Eines Tages erschien er vor der Türe eines Mannes. rührte er sie nur an. die Stuben glänzten von Silber und Gold. sie wollte vorübergehen. und sie meinte. und ein blinkendes Beil lag da- rauf. sie wischte und schabte.' sprach er. da sagte er 'ich muß fortreisen und dich eine kurze Zeit allein lassen. Dein Leben ist zu Ende. aber sie zitterte dabei. Darauf eilte er mit starken Schritten fort und trug sie in einen finstern Wald zu seinem Haus. die dieser kleine Schlüssel da aufschließt. und versprach. daß sie in der Blutkammer gewesen war. als wollte er milde Gaben darin sammeln. sie steckte ihn ein und drehte ein wenig. da sprang die Türe auf. denn sie kamen nie wieder zum Vorschein. Sie erschrak so sehr. ging wieder in Gestalt eines armen Mannes vor das Haus und bettelte. war der Schlüssel und das Ei. es wird dir wohl ge- fallen bei mir. Da brachte ihm die zweite ein Stück Brot. als sie hineintrat? ein groß es blutiges Becken stand in der Mitte. Sie holte es wieder heraus und wischte das Blut ab. der drei schöne Töchter hatte. schlug ihr das Haupt auf dem Blocke ab und zerhackte sie. aber vergeblich. Es erging ihr nicht besser als ihrer .' Er warf sie nieder. das verbiet ich dir bei Lebensstrafe. aber sie konnte es nicht herunterkriegen. es kam den Augenblick wieder zum Vorschein.' Sie nahm die Schlüssel und das Ei. Nicht lange. er fing sie wie die erste durch bloßes Anrühren und trug sie fort. sie hätte nie so große Pracht gesehen. 'Jetzt will ich mir die zweite holen. ging sie in dem Haus herum von un- ten bis oben und besah alles. was sie nur wünschte. Als er fort war. und sie mußte in seine Kötze springen. denn ginge es ver- loren. das sie in der Hand hielt. daß ihr Blut auf dem Boden dahinfloß. hineinplumpte. und das erste. Er bat um ein bißchen Essen. und darin la- gen tote zerhauene Menschen.' Auch gab er ihr ein Ei und sprach 'das Ei verwahre mir sorgfältig und trag es lieber beständig bei dir. so würde ein großes Unglück daraus entstehen. Sie besah den Schlüssel. und er sah gleich an den roten Flecken. das mitten darin stand.' sprach der Hexenmeister. 'Bist du gegen meinen Willen in die Kammer gegangen. Dann warf er sie zu den übrigen ins Becken.' Das dauerte ein paar Tage. du kannst überall hingehen und alles betrachten. und fing die schönen Mädchen. nur nicht in eine Stube. Kein Mensch wußte. er sah aus wie ein anderer. wo er sie hin- brachte. alles wohl auszurichten. daneben stand ein Holzblock. daß das Ei. und sprach 'mein Schatz. Fitchers Vogel Es war einmal ein Hexenmeister. der nahm die Gestalt eines armen Mannes an. da sind die Hausschlüssel. Aber was erblickte sie. Sie reichte es ihm hin. aber die Neugierde ließ ihr keine Ruhe. du hast alles. sah aus wie ein armer schwacher Bettler und trug eine Kötze auf dem Rücken. 'so sollst du gegen deinen Willen wieder hinein. so kam der Mann von der Reise zurück. In dem Haus war alles prächtig: er gab ihr. was dein Herz begehrt. schleifte sie an den Haaren hin. was er forderte. Endlich kam sie auch zu der verbotenen Tür. ging vor die Häuser und bettelte. und als die älteste herauskam und ihm ein Stück Brot reichen wollte.

Da freuten sie sich. ich schaue durch mein Fensterlein und habe acht. aber daß du mir unterwegs nicht stehen bleibst und ruhest. 'Wohlan. küßten und herzten ein- ander. steckte sie sich in ein Faß mit Honig. du sollst meine Braut sein. er drückte ihn aber so schwer. was sie verlangte. Leib. öffnete die Blutkammer und schaute hinein. Kopf. dann besah sie das Haus und ging zuletzt in die verbotene Kammer. dann rief sie den Hex- enmeister herein und s prach 'nun trag den Korb fort. und mußte es bei seiner Rückkehr mit dem Leben büßen. Als er ihr die Schlüssel und das Ei gegeben hatte und fortgereist war. wo ich euch retten kann: der Bösewicht soll euch selbst wieder heimtragen. schnitt das Bett auf und wälzte sich darin. willst du gleich weiter. setzte ihm einen Schmuck auf und einen Blumenkranz. und machte sich wieder auf.Schwester. sich zu regen. und unterwegs begegnete ihr ein Teil der Hochzeitsgäste. trug ihn oben vors Bodenloch und ließ ihn da hinausschauen. aber sobald ihr zu Hause seid. Aber sie hub an und suchte die Glieder zusammen und legte sie zurecht. Er ging nun und holte die dritte. Nochmals wollte er sich setzen. und da mußte er fort.' Er meinte.' Er hatte jetzt keine Macht mehr über sie und mußte tun. willst du gleich weiter. bis er endlich stöhnend und außer Atem den Korb mit dem Gold und den beiden Mädchen in ihrer Eltern Haus brachte. die aber war klug und listig. und sagte 'der Augenblick ist da. da fingen die Glieder an. aber gleich rief eine im Korbe 'ich schaue durch mein Fensterlein und sehe. Als alles bereit war. die fragten . daß du ruhst. sie ließ sich von ihrer Neugierde verleiten. die sie in einem Kämmerlein versteckt hatte. und schlossen sich aneinander. Arme und Beine. die Braut rief ihm das zu. daß sie aussah wie ein wunderlicher Vogel und kein Mensch sie erkennen konnte. daß ihm der Schweiß über das Angesicht lief. Dann nahm sie einen Totenkopf mit grinsenden Zähnen. und als er keine Spur von Blut daran entdecken konnte. Da setzte er sich nieder und wollte ein wenig ruhen.' Sie setzte beide in einen Korb und deckte sie mit Gold ganz zu. Ach. Und als nichts mehr fehlte.'du sollst vorher einen Korb voll Gold meinem Vater und meiner Mut- ter bringen und es selbst auf deinem Rücken hintragen. Der Mann forderte bei seiner Ankunft gleich Schlüssel und Ei.' Dann lief sie zu ihren Schwestern. sendet mir Hilfe. und beide Mädchen öffneten die Augen und waren wieder lebendig. sprach er 'du hast die Probe bestanden. was erblickte sie! ihre beiden lieben Schwestern lagen da in dem Becken jämmerlich ermordet und zerhackt. derweil will ich die Hochzeit bestel- len. aber es rief gleich 'ich schaue durch mein Fensterlein und sehe. Daheim aber ordnete die Braut das Hochzeitsfest an und ließ die Freunde des Hexen- meisters dazu einladen.' Der Hexenmeister hob den Korb auf seinen Rücken und ging damit fort.' Und sooft er stillstand. Da ging sie zum Haus hinaus. daß du ruhst. rief es.' antwortete sie. daß nichts von ihnen zu sehen war. verwahrte sie das Ei erst sorgfältig.

die das hörten. Als der Herr. Aber wie die Menschen sind.bis fünfhundertfältig.' Die Umstehenden.' Der Bräutigam schaute hinauf und sah den geputzten Totenkopf. zürnte er und sprach 'fortan soll der Kornhalm keine Ähre mehr tragen: die Menschen sind der himmlischen Gabe nicht länger wert.oder sechzigfältig. fiel in eine Pfütze und beschmutzte sein Kleidchen. Wie er aber samt seinen Gästen ins Haus gegangen war. da langten die Brüder und Verwandte der Braut an. Eines Tages ging eine Frau an einem Kornfeld vorbei. 'Er ist doch nahe mit uns verwandt. fielen auf die Knie und flehten. 'hat einen guten Verstand und viel Geschicklichkeit. die zu ihrer Rettung gesendet waren. der ihr Elend voraussah. Der Herr. da meinte er. erschraken. und guckt zum Bodenloch heraus. doch der unschuldigen Hühner wegen. die sonst verhun- gern müßten. sondern vier. so lang war auch die Ähre. Die Kornähre Vorzeiten. es wäre seine Braut. Er fragte wie die an- dern 'du Fitchers Vogel. daß er noch etwas möchte an dem Halm stehen lassen: wenn sie selbst es auch nicht verdienten. Also blieb noch oben die Ähre übrig. Da wuchsen die Körner am Halm von unten bis oben hinauf: so lang er war.' 'Was macht denn da die junge Braut?' 'Hat gekehrt von unten bis oben das Haus. Da riß die Mutter eine Handvoll der schönen Ähren ab und reinigte ihm damit das Kleid. wo kommst du her?' 'Ich komme von Fitze Fitchers Hause her. und ihr kleines Kind.' sprach sie. das neben ihr sprang. werden gleichgültig und leichtsinnig. er kann mein Söhnlein unterrichten und ihm in der Welt forthelfen. 'du Fitchers Vogel. also daß der Hexenmeister mitsamt seinem Gesindel verbrennen mußte.' Endlich begegnete ihr der Bräutigam. als Gott noch selbst auf Erden wandelte. da war die Fruchtbarkeit des Bodens viel größer als sie jetzt ist: damals trugen die Ähren nicht fünfzig. das sah. der langsam zurückwanderte. im Überfluß achten sie des Segens nicht mehr.' Der Fuchs erschien auch . Sie schlossen alle Türen des Hauses zu. erbarmte sich und gewährte die Bitte. der eben vorüberkam. der von Gott kommt. und guckt zum Bodenloch heraus. wie sie jetzt wächst. und nickte ihr zu und grüßte sie freundlich. Der Fuchs und die Frau Gevatterin Die Wölfin brachte ein Junges zur Welt und ließ den Fuchs zu Gevatter einladen.' 'Was macht denn da die junge Braut?' 'Hat gekehrt von unten bis oben das Haus. daß niemand entfliehen konnte. wo kommst du her?' 'Ich komme von Fitze Fitchers Hause her. und steckten es an.

ich will dich lehren. Die Katze sprang behend auf einen Baum und setzte sich in den Gipfel. Du jammerst mich. es ist unsere Pflicht. und laßt Euch den Braten wohl bekommen. ob er eine Antwort geben sollte.' Er ging aber nicht hin. Da rief er ihr zu 'lebt woh l. 'Bindet den Sack auf. 'Ei. die Ihr mir erzeigt. 'Was ist das für eine Kunst?' fragte der Fuchs. aber die Hunde hatten ihn schon gepackt und hielten ihn fest. Endlich entkam sie doch und schleppte sich hinaus: da lag der Fuchs. und gilt viel in der Welt. Herr Fuchs.' so sprach sie ihm freund- lich zu. ich danke Euch für die Ehre. du Hungerleider und Mäusejäger. wie mirs gehe? was hast du gelernt? wieviel Künste verstehst du?' 'Ich verstehe nur eine einzige. daß Ihr Eure Freude daran haben sollt. und den ganz gesunden und heilen Gevatter langsam bis zu ihrem Haus trug. woraus wir leicht ein gutes Stück holen können. was kommt dir in den Sinn? du unterstehst dich zu fragen. betrachtete die Katze von Kopf bis zu Füßen und wußte lange nicht. tat ganz kläglich und sprach 'ach. und weil sie dachte 'er ist gescheit und wohl erfahren. lieber Herr Fuchs.' Bei dem Fest ließ er sichs schmecken und machte sich ganz lustig. 'Guten Tag. wo Äste und Laubwerk sie völlig verbargen.ganz ehrbar und sprach 'liebwerte Frau Gevatterin. Die Wölfin kroch in den Stall.' Die Wölfin konnte selbst nur langsam fort. daß die Katze in einem Walde dem Herrn Fuchs begegnete. damit es auch zu Kräften kommt. 'Wenn die Hunde hinter mir her sind' so kann ich auf einen Baum springen und mich retten. so daß die Bauern gelaufen kamen. wie gehts? wie stehts? wie schlagt Ihr Euch durch in dieser teuren Zeit?' Der Fuchs. Ich weiß einen Schafstall. Herr Fuchs. sondern ließ sich am Eingang des Waldes nieder.' 'Ist das alles?' sagte der Fuchs' 'ich bin Herr über hun- dert Künste und habe überdies noch einen Sack voll Liste. Der Fuchs und die Katze Es trug sich zu. ich will mich aber auch so halten. daß sie ihn auf ihren Rücken nahm. ob ich etwa ein Hühnlein erwische. und sie ging mit dem Fuchs hinaus nach dem Bauernhof. Ihr müßt gute Nahrung haben. für das Kindlein zu sorgen.' antwortete bescheidentlich die Katze. liebe Frau Gevatterin. 'Ihr bleibt mit Euren hundert Künsten stecken.' rief die Katze. wenn Ihr nicht wollt. ich will mich derweil auf der anderen Seite umsehen. da lag ein Hund und machte Lärm. Hättet Ihr heraufkriechen . du buntscheckiger Narr. wie ist mirs schlimm ergangen! die Bauern haben mich überfallen und mir alle Glieder zerschlagen. doch hatte sie große Sorge für den Fuchs. komm mit mir. wie man den Hunden entgeht.' rief ihm die Katze zu.' Der Wölfin gefiel das Liedlein. daß ich auf dem Platz liegen bleiben und verschmachten soll. streckte die Beine und ruhte sich.' lachte sie gewaltig aus und sprang fort. bindet den Sack auf. so müßt Ihr mich forttragen. Endlich sprach er 'o du armse- liger Bartputzer. alles Hochmutes voll. liebe Frau Gevatterin. Er zeigte ihr den Stall aus der Ferne und sprach 'dort werdet Ihr ungesehen hineinkriechen können. die Frau Gevatterin ertappten und eine scharfe Lauge von ungebrannter Asche über ihr Fell gossen. hernach sagte er 'liebe Frau Gev- atterin.' Indem kam ein Jäger mit vier Hunden dah- er.

' Das Pferd tat. 'Der Trost war schlecht.' Der Löwe ging mit. hielt er ganz still. zieh.' und jagte es damit ins weite Feld.' Der Fuchs sprach 'da will ich dir helfen.' 'Ohne allen Trost?' fragte der Fuchs. was ich ihm für Dienste in so vielen Jahren geleistet habe. zog und schleppte ihn über das Feld vor seines Herrn Tür. so will ich dich behalten. Da begegnete ihm der Fuchs und sprach 'was hängst du so den Kopf und gehst so einsam herum?' 'Ach. weißt du was? ich wills mit dem Schweif an dich binden. daß es m it keiner Kraft zu zerreißen war. da kannst du eine fette Mahlzeit halten. und wie er in den Wald kam. dort ein wenig Schutz vor dem Wetter zu suchen. mein Herr hat vergessen. klopfte er dem Pferd auf die Schulter und sprach 'zieh. hatte es mit seinem Schnabel weggenommen und auf den .' Dem Löwen gefiel der Rat. und weil ich nicht recht mehr ackern kann. Es war aber die Mutter mit dem Kinde unter dem Baum eingeschlafen. und hat mich fortgejagt. der Fuchs aber ging zum Löwen. Der Fuchs aber band mit des Pferdes Sch- weif dem Löwen die Beine zusammen und drehte und schnürte alles so wohl und stark. und wie sie bei dem Pferd standen. als wärst du tot. daß die Vögel in dem ganzen Wald vor Schrecken aufflogen. das war alt geworden und konnte keine Dienste mehr tun. besann er sich eines Bessern und sprach zu dem Pferd 'du sollst bei mir bleiben und es gut haben. leg dich nur hin. komm doch mit hinaus. Wie der Herr das sah. sprach der Fuchs 'hier hast dus doch nicht nach deiner Gemächlichkeit. daß ich das nicht vermag. der ging in den Wald auf die Jagd. aber er weiß wohl. er stellte sich hin. jetzt aber mach dich fort aus meinem Stall. Er ging dem Schreien nach und kam endlich zu einem hohen Baum. wollt er mich behalten. daß ich ihm einen Löwen brächte. Das Pferd war traurig und ging nach dem Wald zu. bis es starb. daß du mir ein- en Löwen hierher bringst. so kannst dus in deine Höhle ziehen und in al- ler Ruhe verzehren. und sprach 'da draußen liegt ein totes Pferd. und damit ihm der Fuchs das Pferd festknüpfen könnte. strecke dich aus und rege dich nicht. und ein Raubvogel hatte das Kind in ihrem Schoße gesehen: da war er hinzugeflogen. da wollte ihm sein Herr nichts mehr zu fressen geben und sprach 'brauchen kann ich dich freilich nicht mehr.' antwortete das Pferd. hörte er schreien. 'Geiz und Treue wohnen nicht beisammen in einem Haus. will er mir kein Futter mehr geben. aber das Pferd ließ ihn brüllen.können wie ich' so wärs nicht um Euer Leben geschehen.' Der Fuchs und das Pferd Es hatte ein Bauer ein treues Pferd. indes mein ich es gut mit dir. und oben darauf saß ein kleines Kind. als obs ein kleines Kind wäre. wenn ich noch so stark wäre. Der Löwe fing an zu brüllen. der seine Höhle nicht weit davon hatte.' und gab ihm satt zu fressen. was der Fuchs verlangte. Schimmel. er hat gesagt. zeigst du dich noch so stark. Als er nun sein Werk vollendet hatte. Fundevogel Es war einmal ein Förster.' Da sprang das Pferd mit einmal auf und zog den Löwen mit sich fort.

uns anziehen und zusammen fortgehen. und als sie die drei Knechte von weitem laufen sahen. und ich zum Röschen darauf. so sprach die Köchin 'morgen früh. wenn der Förster heim kommt und sieht. so sagte sie. die Kinder aber nir- gend. wollte sie den Kessel voll Wasser sieden. und will ihn darin kochen. warum sie das täte.' Des andern Morgens in aller Frühe stieg der Förster auf und ging auf die Jagd. . so verlaß ich dich auch nicht. wurde Fundevogel geheißen. da fragte ich sie. Fundevogel und Lenchen hatten sich so lieb. Lenchen sah es und sprach 'hör einmal. sie wollte es keinem Menschen wiedersagen. so war nichts da als ein Rosenstrauch und ein Röschen oben drauf. ich wollte es gewiß keinem Menschen sagen: da sagte sie. und weil es ein Vogel weggetragen hatte. wenn der Förster auf die Jagd ist' da koche ich das Wasser. so wollte sie es mir wohl sagen: sprach ich.hohen Baum gesetzt. wollte den Fundevogel holen und ihn hineinwerfen.' So sprach Fundevogel 'nun und nimmermehr. die alte Sanne schleppte gestern abend so viel Eimer Wasser ins Haus. so will ich dirs wohl sagen.' so sprach der Fundevogel 'nun und nimmermehr. Der Förster stieg hinauf. lagen die Kinder noch im Bett. Die Kinder aber saßen vor dem Wald. alte Sanne' was trägst du denn so viel Wasser zu?' 'Wenn dus keinem Menschen wiedersagen willst. werfe ich den Fundevogel nein.' Also standen die beiden Kinder auf. nein so lieb. sondern vielemal hinaus an den Brunnen.' Wie nun die drei Knechte vor den Wald ka- men. Aber als sie hineinkam und zu den Betten trat. die nahm eines Abends zwei Eimer und fing an Wasser zu schleppen.' und gingen heim und sagten der Köchin. waren die Kinder alle beide fort: da wurde ihr grausam angst. wenn eins das andere nicht sah. ging die Köchin in die Schlafkammer. dich hineinwerfen und kochen. und wenns im Kessel siedet. Da sprachen sie 'hier ist nichts zu machen.' Er brachte es also heim. morgen früh. zogen sich geschwind an und gingen fort.' Da schickte die Köchin drei Knechte nach. daß. das auf dem Baum gefunden worden war. und sie sprach vor sich 'was will ich nun sagen. sprach Lenchen zum Fundevogel 'verläßt du mich nicht.' Da sagte Lenchen nein. daß die Kinder weg sind? Geschwind hintennach. wenn ich es keinem Menschen sagen wollte.' Da sprach Lenchen 'ich will es dir nur sagen. holte das Kind herunter und dachte 'du willst das Kind mit nach Haus nehmen und mit deinem Lenchen zusammen aufziehn. ward es traurig. und ging nicht einmal. wenn der Vater auf die Jagd wäre. so verlaß ich dich auch nicht. und die zwei Kinder wuchsen miteinander auf. Das aber. die sollten laufen und die Kinder einfangen.' Da sagte Lenchen 'werde du zum Rosenstöckchen. Wir wollen aber geschwind aufstehen. Da sprach Lenchen zum Fundevogel 'verläßt du mich nicht. Wie nun das Wasser im Kessel kochte. Der Förster hatte aber eine alte Köchin. und als er weg war. daß wir sie wiederkriegen.

und jeden Morgen nahm die Alte ihre Krücke und wackelte in den Wald. und wenn sie nicht gestorben sind. da sprach Lenchen 'Fundevogel. Da gingen die Kinder zusammen nach Haus und waren herzlich froh. brach sich das wilde Obst ab. ihr hättet das Rosenstöckchen sollen entz- weischneiden und das Röschen abbrechen und mit nach Haus bringen. laßt uns nach Hause gehen. Da schalt die alte Köchin 'ihr Einfaltspinsel. fragte die Köchin. daß ich das Gras schleppe. lieber Lands- mann. die schwere Last müßte sie zu Boden drücken. mehr als man ihm bei seinen hohen Jahren zu- getraut hätte. so grüßte sie ganz freundlich 'guten Tag. Da sprach Lenchen 'Fundevogel. heute ist schönes Wetter. sie hätten nichts gefunden als eine Kirche. und als sie den Teich sah. Die Kinder sahen aber die drei Knechte von weitem kommen. 'Ihr Narren. Man hätte meinen sol- len. und er war voll Freude und .' schalt die Köchin.' Sprach Lenchen 'so werde du eine Kirche und ich die Krone darin. sammelte Gras für seine Gänse.' Doch die Leute begegneten ihr nicht gerne und nahmen lieber einen Umweg. so verlaß ich dich auch nicht. 'warum habt ihr nicht die Kirche zerbrochen und die Krone mit heim gebracht?' Nun machte sich die alte Köchin selbst auf die Beine und ging mit den drei Knechten den Kindern nach. verläßt du mich nicht. Die Gänsehirtin am Brunnen Es war einmal ein steinaltes Mütterchen. Ja. aber sie brachte sie immer glücklich nach Haus.' Eines Morgens ging ein hübscher junger Mann durch den Wald. geschwind und tuts. so verlaß ich di ch auch nicht. Die Sonne schien hell. ob sie nichts gefunden hätten: so sagten sie nein. leben sie noch. verläßt du mich nicht.' Die Köchin aber kam herzu. Da war aber das Mütterchen ganz geschäftig. da wäre eine Krone darin gewesen. und wenn ein Vater mit seinem Knaben an ihr vorüberging. und trug alles auf seinem Rücken heim. Die Einöde war von einem großen Wald umgeben. die Vögel sangen.' Sprach Lenchen 'werde zum Teich und ich die Ente drauf. Wenn ihr jemand begegnete.' Wie sie nach Haus kamen.sie hätten nichts in der Welt gesehen als nur ein Rosenstöckchen und ein Röschen oben da- rauf. und die Köchin wackelte hintennach. die hats faustdick hinter den Ohren: es ist eine Hexe.' Fundevogel sagte 'nun und nimmermehr. Sie sprachen also zueinander 'was sollen wir hier machen. Die Kinder sahen sie aber von weitem kommen. und ein kühles Lüftchen strich durch das Laub. so weit es mit den Händen reichen konnte. aber jeder muß seine Last auf den Rücken nehmen. Aber die Ente kam schnell geschwommen. so sprach er leise zu ihm 'nimm dich in acht vor der Alten. legte sie sich drüberhin und wollte ihn aussaufen.' Wie nun die drei Knechte dahinkainen. faßte sie mit ihrem Schnabel beim Kopf und zog sie ins Wasser hinein: da mußte die alte Hexe ertrinken. war nichts da als eine Kirche und eine Krone darin.' Da sprach der Fundevogel 'nun und nim- mermehr.' Sie mußten also zum zweitenmal hinaus und suchen. das lebte mit seiner Herde Gänse in einer Einöde zwischen Bergen und hatte da ein kleines Haus. Ihr wundert Euch.

Auch ist mein Haus nicht so weit von hier: hinter dem Berge dort steht es auf einer Heide.' sagte der Graf und wollte das Tragtuch abwerfen. 'so soll mirs lieb sein. wozu Euch das gut ist. wars noch auszuhal- ten. Die Alte lachte dazu und sprang ganz vergnügt auf ihrer Krücke herum. es geht nicht leicht. aber er konnte es nicht wieder loswerden. und die Äpfel und Birnen haben ein Gewicht.' antwortete er. 'der junge Herr will nicht tragen. lieber Herr. du wirst unverschämt. Mit schönen Worten sind sie bei der Hand. die am Boden auf den Knien saß und Gras mit einer Sichel abschnitt. als wären sie lebendig. 'Aber Mütterchen. Eine Stunde weit werdet Ihr freilich gehen müssen. Was steht Ihr da. Aber beim Bauer heißts schau dich nicht um. es wird Euch ein leichtes sein. aber wenns Ernst wird. aber was macht Euch das aus! Dort die Äpfel und Birnen müßt Ihr auch tragen. es geht ganz leicht. hebt die Beine auf. so wollen sie sich aus dem Staub machen. 'Seht Ihr. 'der Bündel drückt ja so schwer. 'wie kannst du das alles fortschaf- fen?. so will ich Euer Bündel aufnehmen. und daneben standen zwei Körbe. als er bei ihr stehen blieb. Er drehte und wendete sich. Es nimmt Euch niemand den Bündel wieder ab.' antwortete der Graf und machte ein schmerzliches Gesicht. 'wenn wir angelangt sind. Eine ganze Last hatte sie schon in ihr Tragtuch geschoben. aber damit Ihr seht. Wollt Ihr mir helfen?' sprach sie. aber als sie an den Berg kamen und steigen mußten. da gings über seine Kräfte. ich kann kaum atmen.' Er hatte Lust. lieber Herr. 'zwar ist mein Vater kein Bauer. 'Ihr habt noch einen geraden Buckel und junge Beine. 'sondern ein reicher Graf. daß die Bauern nicht allein tragen können.' Der junge Mann empfand Mitleiden mit der Alten. 'Erzürnt Euch nicht. so könne Ihr ausruhen. die mit wilden Birnen und Äpfeln angefüllt waren. 'und zaudert. was ich alte Frau schon so oft fortgeschleppt habe.Lust.' fuhr sie fort.' Es kam dem jungen Grafen doch ein wenig bedenk- lich vor. 'Nein.' sagte sie. 'ich kann nicht weiter.' Solange er auf ebener Erde ging.' sagte er. Noch war ihm kein Mensch begegnet. aber die Alte ließ es nicht zu. und die Steine hinter seinen Füßen hinabrollten.' sprach er. als er plötzlich die alte Hexe erblickte. als wären lauter Wackersteine darin. aber jetzt müßt Ihr vorwärts. 'Mütterchen.' sprach sie. 'Seht einmal. aber er bemühte sich vergeblich: es hing so fest an seinem Rücken.' antwortete sie. dein Buckel ist krumm. Wer weiß. als wären sie von Blei. 'reicher Leute Kinder brauchen es nicht. Die Schweißtropfen standen ihm auf der Stirne und liefen ihm bald heiß. 'Ihr werdet ja so rot im Gesicht wie ein Zinshahn. aber die Alte ließ ihn nicht wieder los. packte ihm das Tragtuch auf den Rücken und hing ihm die beiden Körbe an den Arm. Tragt Euern Bündel mit .' 'Nichts da. bald kalt über den Rücken hinab. 'Ich muß sie tragen.' 'Alte.' sprach sie. Wie bald seid Ihr da hinaufgesprungen. ich will ein wenig ruhen. als er von einer Stunde Wegs hörte.' sprach sie spöttisch. als wenn es angewach- sen wäre.' 'Wollt Ihrs versuchen. alles wieder abzulegen.' antwortete die Alte.

' Hinter der Herde mit einer Rute in der Hand ging eine bejahrte Trulle. 'Steh auf. 'mir ist nichts Böses begegnet.' Was wollte er machen? er mußte sich in sein Schicksal fügen und geduldig hinter der Alten herschleichen. Freilich habe ich dirs sauer genug gemacht. Der Jüngling streckte sich auf die Bank unter einem wilden Apfelbaum. Jetzt will ich dir deinen Lohn geben. 'Frau Mutter. Sie schien immer flinker zu werden und ihm seine Last immer schwerer. der liebe Herr da hat mir meine Last getragen. sah ihn ganz freundlich an und sprach 'nun set- zt Euch auf die Bank vor die Türe und ruht Euch aus.' sprach sie zur Alten. das aus einem einzigen Smaragd geschnitten war.' 'Bewahre. man muß nicht Öl ins Feuer gießen. so schlug ihn die Alte mit einer Gerte und mit Brennesseln auf die Beine.' Damit steckte sie ihm ein Büchslein in die Hand. 'Solch ein Schätzchen. ob er wein- en oder lachen sollte. kam die Alte und schüttelte ihn wach. wildem Thymian und tausend andern Blu- men übersät war: mittendurch rauschte ein klarer Bach. hat er mich selbst noch auf den Rücken genommen. 'es wird dir Glück .Geduld. liefen ihr entgegen und schrien ihr 'wulle. wenn wir zu Hause angelangt sind. Ihr habt Euern Lohn redlich verdient. daß du mit einem jungen Herrn allein bist. 'und wenn es dreißig Jahre jünger wäre.' Der Graf wußte nicht. so will ich Euch schon ein gutes Trinkgeld geben. stark und groß. wulle. auf dem die Sonne glitzerte: und die weißen Gänse gingen auf und ab spazieren oder pudelten sich im Wasser. im Gegenteil. Auf einmal tat sie einen Satz.' sagte sie. 'Es ist recht lieb- lich hier. denk d ir.' Indessen hätschelte und streichelte die Alte ihre Gänse wie Kinder und ging dann mit ihrer Tochter in das Haus. 'hier kannst du nicht bleiben.' Endlich rutschte die Alte herab. Wenn nur kein Windstoß kommt und bIäst mir meine Beine vom Leib weg. Als die Gänse die Alte erblickten. die mit Himmelsschlüsseln. 'aber ich bin so müde. 'Bewahrs wohl. sprang auf das Tragtuch und setzte sich obendarauf. Die Luft war lau und mild: ringsumher breitete sich eine grüne Wiese aus.' sagte er. nahm dem jungen Mann den Bündel vom Rücken und die Körbe vom Arm. könnte doch mein Herz nicht rühren. der soll auch. als er eben niedersinken wollte.' Dann sprach sie zu der Gänsehirtin 'geh du ins Haus hinein. mein Töchterchen. daß ich die Augen nicht aufbehalten mag: ich will ein wenig schlafen.' Als er ein Weilchen geschlafen hatte. denn sie sind mürb wie Zunder. aber häßlich wie die Nacht. er könnte sich in dich verlieben. als ich müde war. nicht ausbleiben.' dachte er. aber wenn er nicht fortging.' er- widerte sie. da hast du etwas anderes. so hatte sie doch mehr Gewicht als die dickste Bauerndirne. es schickt sich nicht. 'ist Euch etwas begegnet? Ihr seid so lange ausgeblieben. Der Weg ist uns auch gar nicht lang geworden. Unter beständigem Ächzen stieg er den Berg hinauf und langte endlich bei dem Haus der Alten an. wir sind lustig gewesen und haben immer Spaß miteinander gemacht. wie zaundürre sie war.' setzte sie hinzu. Dem Jünglinge zitterten die Knie. mein Töchterchen. Geld und Gut brauchst du nicht. streckten sie die Flügel in die Höhe und die Hälse voraus. aber das Leben hats doch nicht gekostet.

die mich umgeben. ohne nach dem schönen Töchterchen auch nur einmal umzublicken. sie sollten ihn freilassen. zog das smaragdene Gefäß aus der Tasche und legte es der Königin zu Füßen. wie ihrs meint. sie hätte ihn am liebsten. ward er in das königliche Schloß geführt. Da fragte der Vater 'und du.' Die älteste sprach 'ich habe den Vater so lieb wie den süßesten Zucker. Wie hat sie geweint.' Die jüngste aber schwieg. wie lieb hast du mich?. ich will heute bestimmen. und zwei Knechte mu ßten sie hinaus in den wilden Wald führen. der jüngsten aber ließ er einen Sack mit Salz auf den Rücken binden. es war als wenn die Sonne aufging. ehe er sich herausfinden konnte. Als er schon eine Strecke weg war. 'Ich weiß es nicht. Der König sprach 'meine Töchter. so dankte er der Alten für ihr Geschenk und machte sich auf den Weg.' Die zweite 'ich habe den Vater so lieb wie mein schönstes Kleid. da schlug die Königin die Augen auf und rief. fing sie bitterlich an zu weinen und sprach 'was hilft mir Glanz und Ehre. Da hättet Ihr sehen sollen. hörte er noch aus der Ferne das lustige Geschrei der Gänse. wo der König und die Königin auf dem Thron saßen. daß sie alle Welt für ein Wunder hielt.' Da teilte er das Reich zwischen den beiden ältesten. Kaum aber hatte sie es geöffnet und hineingeblickt. 'wie lieb ihr mich habt? daran werde ichs sehen. die ihr . Der Graf ließ sich auf ein Knie nieder. 'und kann meine Liebe mit nichts vergleichen. Wir haben alle für sie gefle- ht und gebeten.' Jede sagte. die soll das Beste haben. so fiel sie wie tot zur Erde. Da kam er in eine große Stadt. da ließ der König alle drei Schwestern vor seinen Thron kommen. und weil ihn niemand kannte. und er mußte ihr das Büchslein hinaufreichen. 'aber der Zorn des Königs war nicht zu erweichen. und jedermann sollte hinausgehen. Ihr alle habt mich lieb. darum habe ich den Vater so lieb wie Salz. und ihr Haar so glänzend wie Sonnen- strahlen.' Aber der Vater bestand darauf. wann mein letzter Tag kommt. sondern lauter Perlen und Edelsteine.' Der Graf sprang auf. sie wollte insgeheim mit ihm reden. so soll deine Liebe auch mit Salz belohnt werden.bringen. 'Könnt ihr mirs nicht ausdrücken. so rot wie Apfelblüte. als sie uns verlassen mußte! der ganze Weg ist mit Perlen besät worden. aber welche mich von euch am liebsten hat. Als die Königin allein war. Da sagte sie endlich 'die beste Speise schmeckt mir nicht ohne Salz. Wenn sie weinte.' antwortete sie. und da er fühlte.' er- widerte der König. was die Leute für Augen machten. Der Graf mußte drei Tage in der Wildnis herumirren. mein liebstes Kind. Sie war so weiß wie Schnee. ich weiß nicht. davon war die jüngste so schön. Der Graf ward von den Dienern des Königs festgehalten und sollte in das Gefängnis geführt werden. daß er ganz frisch und wieder bei Kräften war. jeden Morgen erwache ich mit Sorgen und Kummer. was eine jede nach meinem Tode erhalten soll.' sagte die Königin. sie müßte etwas nennen. geriet er in Zorn und sprach 'wenn du mich so liebst als Salz. Ich habe drei Töchter gehabt. so fielen nicht Tränen aus ihren Augen. als die jüngste eintrat. Sie hieß ihn aufstehen. Als sie fünfzehn Jahr alt war.' Als der König das hörte.

und die Wangen schim- merten in sanfter Röte wie die Apfelblüte. und ein Span. sie sei noch am Leben und habe sich in einer Höhle versteckt oder bei mitleidigen Menschen Schutz gefunden. als ich Euer Smaragdbüchslein aufmachte. der unten am Herd brannte. und da könnt Ihr Euch vorstellen. So saßen beide zwei Stunden. daß sie die wilden Tiere gefressen haben.' Sie stand auf und ging hinaus. so lag eine Perle darin. Töchterchen. So saß es da und wäre lange sitzen geblieben. Über die Wiesen immer weiter bis in das Tal. Die Alte schaute nur ein wenig in die Höhe. Aber das schöne Mädchen war traurig. über ihre ganze Gestalt. Bald hernach trat auch die Tochter herein. die dreimal 'uhu. Es war eine alte Nachteule. Die Tochter setzte sich nieder. Sie zog eine Haut ab. und hat das arme Kind in dem ganzen Wald suchen lassen. bei dem drei alte Eichbäume standen. die ihm nicht geheuer vorgekommen wäre und eine Hexe sein müßte. Die Alte saß draußen in der Einöde bei ihrem Spinnrad und spann. Als sie fertig war. Nur die Augen blitzten heraus so glänzend wie die Sterne am Himmel. die Gänse kamen heim von der Weide und ließen ihr heiseres Gekreisch hören. nahm ihr Spinnrad und drehte den Faden so flink wie ein junges Mädchen. gerade der Art. Aber wie war das Mädchen verwandelt! So was habt ihr nie gesehen! Als der graue Zopf abfiel. Es setzte sich nieder und weinte bitterlich. Aber stellt Euch vor. damit sie wieder im Mondschein bleichen und trocknen sollte. dann sprach sie 'jetzt ists Zeit. Wo ist sie denn hingegangen?. da müßten sie auch Nachricht von ihrer Tochter finden. daß er sie von der Alten im Walde erhalten hätte. bückte sich dann zu dem Brunnen und fing an sich zu waschen. manchmal tröste ich mich mit der Hoffnung. tauchte sie auch die Haut in das Wasser und legte sie dann auf die Wiese.aus den Augen geflossen sind. daß du hinausgehst. Eine Träne nach der andern drang aus seinen Augen und rollte zwischen den langen Haaren auf den Boden. wo die Perle gewesen wäre. aber niemand konnte sie finden. schrie. Wenn ich denke. die auf ihrem Gesicht lag. tu deine Arbeit. als wärs ein Mantel. und es war so hell. die Alte aufzusuchen. Auf einmal wards draußen laut. und sprac- hen kein Wort miteinander.' Der Graf erzählte ihr. wie mir der Anblick das Herz bewegt hat. wie sie meiner Tochter aus den Augen geflossen sind. Ihr sollt mir sagen. so weiß ich mich vor Traurigkeit nicht zu fassen. Endlich raschelte etwas am Fenster und zwei feurige Augen glotzten herein. wie Ihr zu der Perle gekommen seid. wenn es nicht in den Ästen des . gab ein sparsames Licht. sie dachten. daß man eine Stecknadel hätte finden können. Der König und die Königin faßten den Entschluß. von ihrem Kinde aber hätte er nichts gehört und gesehen. Aber die Alte dankte ihr kaum und schüttelte nur ein wenig mit dem Kopf. Endlich kam sie zu einem Brunnen. Der Mond war indessen rund und groß über dem Berg aufgestiegen. da quollen die goldenen Haare wie Sonnenstrahlen hervor und breiteten sich. Den König hat bald hernach seine große Härte gereut. Es war schon dunkel geworden.

' Aber ich muß wieder von dem König und der Königin erzählen. rief er. Der Mond ward gerade von einer schwarzen Wolke bedeckt. Deinetwegen sei ohne Sorgen. das du trugst. bis die Dunkelheit einbrach.' sagte sie zu dem Mädchen. Kaum daß er zu atmen wagte.' sprach das Mädchen. so soll mir die andere auch nicht entgehen. die den Berg herab- wandelte. muß Haus und Stube sauber sein: darum halt mich nicht auf in meiner Arbeit. und mit dem Lohn. da stieg er auf einen Baum und wollte da übernachten. geh in deine Kammer. nimm die Haut vom Gesicht und zieh das seidene Kleid an. die er früher bei dem Haus der Alten gesehen hatte. die Haut ablegte und sich wusch. Mutter.' Wie er- staunte er aber. die mit dem Grafen aus- gezogen waren und die Alte in der Einöde aufsuchen wollten. 'Ich sage dir nochmals. denn er war besorgt. was ihm begegnet war. Aber sie setzte sich nicht wieder zu dem Spinnrad. als befände er sich auf dem rechten Weg.' 'Denkst du nicht daran. und im Augenblick war das Mädchen wieder in die alte Haut geschlüpft.' Das Mädchen erschrak und sagte 'ach. und dann harre in deiner Kammer.' antwortete das Mädchen.' fuhr die Alte fort. wohin ich mich wenden kann. Rede kein Wort weiter. Die Alte stand vor der Türe. Der Graf war nachts in dem Walde von ihnen abgekommen. aber er streckte den Hals zwischen dem Laub so . wir können nicht Iänger beisammen bleiben.' Die Alte wollte dem Mädchen nicht sagen. Sie sprang auf wie ein Reh.nahestehenden Baumes geknittert und gerauscht hätte.' 'Aber sagt mir nur. welche Stunde es ist?. bis ich dich rufe. 'wenn ich aber ausziehe. das den Schuß des Jägers vernimmt. und mußte allein weitergehen. wirst du auch zufrieden sein. 'aber schon elf Uhr vorbei. störe mich nicht in meiner Arbeit. und habe ich erst die eine Hexe. 'da kommt sie. als sie zu dem Brunnen trat. und Ihr seid immer zufrieden mit mir gewesen: schickt mich nicht fort. daß es die Gänsehirtin war. und sie so schön war. du sollst ein Dach finden. als die golden- en Haare über sie herabfielen. so erblickte er eine Gestalt. sondern sie holte einen Besen und fing an zu kehren und zu scheuern. wie er noch niemand auf der Welt gese- hen hatte. und das Mädchen wollte ihr erzählen. Als der Mond die Gegend erhellte. den ich dir geben will. 'daß du heute vor drei Jahren zu mir gekommen bist? Deine Zeit ist aus. 'Meines Bleibens ist nicht länger hier. aber er konnte doch sehen. das der Wind ausbläst. Ich habe alles getan. was ihm be- vorstand. unter dem du wohnen kannst. und verschwand wie ein Licht. Er ging immer fort.' sprach sie zu ihm. liebe Mutter. als du zu mir kamst. 'Aber.' Sie führte es in die Stube und zündete einen neuen Span an. 'Noch nicht Mitternacht. er möchte sich verirren. 'warum fangt Ihr in so später Stunde die Arbeit an? was habt Ihr vor!' 'Weißt du denn. was Ihr verlangt habt. was ist vor?' fragte das Mädchen weiter. Am andern Tag kam es ihm vor. 'Es muß alles rein und sauber sein. Zitternd wie ein Espenlaub lief sie zu dem Haus zurück. fragte die Alte. wollt Ihr mich verstoßen? wo soll ich hin? ich habe keine Freunde und keine Heimat. aber die Alte lachte freundlich und sagte 'ich weiß schon alles. 'Oho!. Sie hatte keine Rute in der Hand.

als er nur konnte. Der Graf erzählte ihnen. Der junge Graf stand neben ihnen. und in demselben Augenblick schlüpfte das Mädchen in die Haut. die hatten aus der Ferne das Licht in dem Häuschen der Alten erblickt und waren drauf zugegangen.weit vor. und die Bedienten liefen hin und her. 'Sie braucht nichts. daß das ihre verlorene Tochter gewesen wäre. Sie schauten zum Fenster hinein. Und zum Lohn für ihre Dienste gebe ich ihr mein Häuschen. Er war noch nicht lange gegangen. da saß die Alte ganz still und spann. so war sie seinen Blicken entzogen. das sind lauter Perlen. so sah er in der Dämmerung zwei Gestalten über die Wiese wandeln. endlich faßten sie sich ein Herz und klopften leise ans Fenster. ward sie so rot im Gesicht wie eine Moosrose. was er für Wunderdinge bei dem Brunnen gesehen hätte.' Da ging die Türe auf. und die Königstochter trat heraus in ihrem seidenen Gewand mit ihren goldenen Haaren und ihren leuchtenden Augen. hatten den Kopf in die Flügel gesteckt und schliefen.' Als die Alte das gesagt hatte. Es war der König und die Königin. in der ihr gelebt habt. Sie schauten das alles eine Zeitlang an. und eine königliche Tafel war gedeckt. Sie ging auf ihren Vater und ihre Mutter zu. als sie im Meer gefunden werden. Ob er sich zu weit überbog. hinlänglich gestraft. sprach die Alte 'den weiten Weg hättet ihr euch sparen können. als ob ein Engel vom Himmel käme. sie stand auf und rief ganz freundlich 'nur herein. als wenn da die kleinen Nebelmännlein wohnten. was soll ich dir geben?. 'ich schenke ihr die Tränen. . Voll Freude gingen sie weiter und ka- men bald bei dem Häuschen an: die Gänse saßen ringsherum. nickte mit dem Kopf und sah sich nicht um. Ihr aber seid durch die Angst. und da der Mond sich zugleich bedeckte. mein Königreich habe ich verschenkt. so stieg der Graf von dem Baum herab und eilte ihr mit be- henden Schritten nach. Ihre Tochter aber sahen sie nicht. und als sie ihn erblickte. Die Alte schien sie erwartet zu haben. oder sonst schuld war. Es war ganz sauber in der Stube. und als sie sich umsahen. sondern ihr reines Herz behalten. mein Töchterchen. Der König sprach 'liebes Kind. die sie um euch geweint hat. Ihr hats nichts geschadet. fiel ihnen um den Hals und küßte sie: es war nicht anders. sie hat drei Jahre lang die Gänse hüten müssen: sie hat nichts Böses dabei gelernt. Es knatterte ein wenig in den Wänden. und sind mehr wert als eu- er ganzes Königreich. sprang wie ein Reh davon. sie mußten alle vor Freude weinen.' Dann ging sie an die Kammer und rief 'komm heraus. Kaum war sie verschwunden. und sie zweifelten nicht. schöner. verschwand sie vor ihren Augen. ich kenne euch schon. das so gut und liebreich ist. nicht vor drei Jahren ungerechterweise verstoßen hättet.' Als sie in die Stube eingetreten waren. pIötzlich krachte der Ast.' sagte die Alte. wenn ihr euer Kind. war das Häuschen in einen prächtigen Palast verwandelt. und keine regte sich nicht. die keinen Staub auf den Füßen tragen. und schaute sie mit unverwandten Blicken an. sie wußte selbst nicht warum. und es war.

und sie sind zusammen in dem Schloß geblieben und haben da in aller Glückseligkeit gelebt. solange Gott wollte. setzte sich aufs Pferd und zog nun fort zu ihrem Bräutigam. und sie hatte eine schöne Tochter. der war ihr Gemahl schon lange Jahre gestorben. daß sie bluteten: darauf hielt sie ein weißes Läppchen unter und ließ drei Tropfen Blut hineinfallen. Wie nun die Abschiedsstunde da war. legt Euch ans Wasser und trinkt. welche die Alte zu sich genommen hatte. Becher und Kleinode. sondern eine weise Frau. empfand sie heißen Durst und sprach zu ihrer Kammerjungfer 'steig ab. welche mitreiten und die Braut in die Hände des Bräutigams über- liefer sollte. Wasser aus dem Bache.' Aber die Königsbraut war demütig. lauter Mädchen waren (es brauchts niemand übelzunehmen). den du für mich mitgenommen hast. sonst könnten die Armen bald reich werden. Gold und Silber. Perlen zu weinen statt der Tränen. die es gut meinte. Wahrscheinlich ist sie es auch gewesen. ich möchte gern einmal trinken. denn sie hatte ihr Kind von Herzen lieb. kurz alles. und durfte nicht aus dem goldenen Becher trinken. Da sie eine Stunde geritten waren. aber das Pferd der Königstochter hieß Falada und konnte sprechen. wurde sie weit über Feld an einen Königssohn versprochen. sagte nichts und stieg wieder zu . war das Gedächtnis schwach geworden: sie hatte das übrige vergessen. die sie mir erzählt hat. was nur zu einem königlichen Brautschatz gehörte. gab sie der Tochter und sprach 'liebes Kind.' 'Wenn Ihr Durst habt. Die Gänsemagd Es lebte einmal eine alte Königin. 'so steigt selber ab. und ob sie jetzt ihre menschliche Gestalt wieder erhielten und als Dienerinnen bei der jungen Königin blieben. und jede bekam ein Pferd zur Reise. die schöne Königstochter ist mit dem Grafen vermählt worden. Wie die erwuchs. Heutzutage kommt das nicht mehr vor. das weiß ich nicht genau. die bei dem Häuschen gehütet wurden. sie werden dir unterwegs not tun. wo sie vermählt werden sollten und das Kind in das fremde Reich abreisen mußte.' sprach die Kammerjungfer. das Herz im Leibe tät ihr zerspringen. Auch gab sie ihr eine Kammerjungfer bei.' Also nahmen beide voneinander betrübten Abschied: das Läppchen steckte die Königstochter in ihren Busen vor sich. aber meiner Großmutter. und schöpfe mir mit meinem Becher. aber ich vermute es doch.' Da stieg die Königstochter vor großem Durst herunter. wie die Leute glaubten. Ich glaube immer. packte ihr die Alte gar viel köstliches Gerät und Geschmeide ein. Soviel ist gewiß. Als nun die Zeit kam. daß die Alte keine Hexe war. begab sich die alte Mut- ter in ihre Schlafkammer. Da sprach sie 'ach Gott!' da antworteten die drei Blutstropfen 'wenn das deine Mutter wüßte. verwahre sie wohl. neigte sich über das Wasser im Bach und trank. ich mag Eure Magd nicht sein. Ob die schneeweißen Gänse. Die Geschichte geht noch weiter. nahm ein Messerlein und schnitt damit in ihre Finger. die der Königstochter schon bei der Geburt die Gabe verliehen hat.

Bald aber sprach die falsche Braut zu dem jungen König 'liebster Gemahl. so trinkt allein. als daß er sagte 'da hab ich so einen kleinen Jungen. aus dem Busen und floß mit dem Wasser fort. daß sie nicht müßig stehe.' denn sie hatte al- ler bösen Worte längst vergessen. daß sie Gewalt über die Braut bekäme: denn damit. dem mag sie helfen. da kam es auch der rechten Königstochter zu Ohr. wie sie fein war. Die Kammerfrau stieg nun auf Falada und die wahre Braut auf das schlechte Roß. die königlichen Kleider auszuziehen und ihre schlechten anzulegen. Die Kammerjungfer hatte aber zugesehen und freute sich. das da hieß Falada. und wenn sie diesen Eid nicht abgelegt hätte. fiel ihr das Läppchen. wäre sie auf der Stelle umgebracht worden. weinte und sprach 'ach Gott!' und die Blutstropfen antworteten wiederum 'wenn das deine Mutter wüßte.' Der Junge hieß Kürdchen (Konrädchen). den Hals abhauen. Dann befahl ihr die Kammerfrau mit harten Worten.' Eigenetlich aber fürchtete sie. worin die drei Tropfen waren.' Er antwortete 'das will ich gerne tun.' 'Nun so laßt den Schinder rufen und da dem Pferde. wie sie mit der Königstochter umgegangen war. ich bitte Euch. daß das Pferd sprechen möchte. sagte die Kammerfrau 'auf Falada gehör ich. Als sie nun wieder auf ihr Pferd steigen woll- te. rief sie noch einmal ihr- er Kammerjungfer 'steig ab und gib mir aus meinem Goldbecher zu trinken.' Da stieg die Königstochter hernieder vor großem Durst. Da schaute der alte König am Fenster und sah sie im Hof halten und sah. gebe der Magd was zu arbeiten. und sie ver- . war sie schwach und machtlos geworden. hob die Kammerfrau vom Pferde und meinte. ich mag nicht Eure Magd sein. So ritten sie etliche Meilen weiter fort. das Herz im Leibe tät ihr zerspringen. aber der Tag war warm. Nun war das so weit geraten. tut mir einen Gefallen.' und das mußte sie sich gefallen lassen. die wahre Königstochter aber mußte unten stehen bleiben. Aber Falada sah das alles an und nahms wohl in acht.' Aber der alte König hatte keine Arbeit für sie und wußte nichts. daß dies e die Blutstropfen verloren hatte. ohne daß sie es in ihrer großen Angst merkte. worauf ich hergeritten bin. und end- lich mußte sie sich unter freiem Himmel verschwören.Pferde. der hütet die Gänse. sie wäre seine Gemahlin: sie ward die Treppe hinaufgeführt.' Und wie sie so trank und sich recht überlehnte. und sie durstete bald von neuem. bis sie endlich in dem königlichen Schloß eintrafen. Da war große Freude über ihre Ankunft. und so zogen sie weiter. und wer sie wäre. Die Kammerjungfer sprach aber noch hochmütiger 'wollt Ihr trinken. und auf meinen Gaul gehörst du. Da sie nun an einen Wasserfluß kamen. die Sonne stach. und der Königssohn sprang ihnen entgegen. die sie bei sich hätte und da unten im Hofe stände. daß sie am königlichen Hof keinem Menschen etwas davon sprechen wollte. legte sich über das fließende Wasser. 'Die hab ich mir unterwegs mitgenommen zur Gesellschafe. daß es geschehen und der treue Falada sterben sollte. zart und gar schön: ging alsbald hin ins königliche Gemach und fragte die Braut nach der. dem mußte die wahre Braut helfen Gänse hüten. weil es mich unterwegs geärgert hat.

da du hangest. sprach sie im Vorbei- gehen 'o du Falada' da du hangest. bis daß es Abend ward. wo sie abends und morgens mit den Gänsen durch mußte. weh. war sie mit dem Kämmen und Auf- setzen fertig. und laß'n sich mit jagen. das sie ihm bezahlen wollet. Windchen. daß sie ihn doch noch mehr als einmal sehen könnte. ihr Herz tät ihr zerspringen. dann gingen sie nach Haus. wenn er ihr einen kleinen Dienst erwiese. daß er dem Kürdchen sein Hütchen wegwehte über alle Land.sprach dem Schinder heimlich ein Stück Geld. bis ich mich geflochten und geschnatzt.' Da zog sie still weiter zur Stadt hinaus. und Kürdchen lief und wollte danach greifen. da du gangest. hieb den Kopf ab und nagelte ihn unter das finstere Tor fest. 'unter das finstere Tor möchte er dem Falada seinen Kopf hin- nageln. wie sie und wollte ihr ein paar ausraufen. Den andern Morgen. In der Stadt war ein großes finsteres Tor. die waren eitel Gold. ihr Herz tät ihr zerspringen.' Also versprach das der Schindersknecht zu tun. und er konnte keine Haare kriegen.' Und in dem Feld setzte sie sich wieder auf die Wiese und fing an ihr Haar auszukämmen. .' Und da kam ein so starker Wind. saß sie nieder und machte ihre Haare auf. sprach die Jungfrau 'o du Falada. und wieder aufgesatzt. und Kürdchen sah sie und freute sich. Da war Kürdchen bös und sprach nicht mit ihr. Und wenn sie auf der Wiese angekommen war.' Falada antwortete 'o du Jungfer Königin. Des Morgens früh. weh. wie sie unter dem finstern Tor hinaustrieben. nimm Kürdchen sein Hütchen. da sprach sie schnell 'weh. und es mußte ihm nachlaufen. und so hüteten sie die Gänse. nimm Kürdchen sein Hütchen. Windchen. wenn das deine Mutter wüßte. und sie trieben die Gänse aufs Feld. Bis es wiederkam.' da antwortete der Kopf 'o du Jungfer Königin. wenn das deine Mutter wüßte. da sie und Kürdchen unterm Tor hinaustrieben. da du gangest. Da sprach sie 'weh.

bis daß ich mich geflochten und gesschnatzt. den nächsten Tag wieder hinauszutreiben. und so hüteten sie die Gänse. weh. Der alte König befahl ihm. faß Kürdchen sein Hütchen.' da antwortet der Kopf 'o du Königsjungfer. setzte sich hinter das finstere Tor und hörte da. wie es Morgen war. wie sie mit dem Haupt des Falada sprach: und dann ging er ihr auch nach in das Feld und barg sich in einem Busch auf der Wiese. die strahlten von Glanz. und wieder aufgesatzt. daß Kürdchen nachlaufen mußte.' Da befahl ihm der alte König zu erzählen. wenn das deine Mutter wüßte. und als abends die Gänsemagd heim kam. wies ihm denn mit ihr ginge. das Herz tät ihr zerspringen. hatte sie längst ihr Haar zurecht. und wie nach einer Weile sie sich setzte und ihre Haare losflocht. und die Magd kämmte und flocht ihre Locken still fort. und laß'n sich mit jagen.' 'Warum denn?' fragte der alte König. bis es Abend ward. warum sie dem allem so täte. und als es wiederkam. welches der alte König alles beobachtete. wenn wir unter dem finsteren Tor mit der Herde durchkommen. und wieder aufgesatzt. und wie es da dem Hut im Winde nachlaufen müßte. so . Da sprach er 'wenn du mirs nicht sagen willst. Da sah er nun bald mit seinen eigenen Augen. Gleich sprach sie wieder 'weh. nachdem sie heim gekommen waren. 'Das darf ich Euch nicht sagen. Da sagte Kürdchen 'morgens.' Er drang in sie und ließ ihr keinen Frieden. Windchen.' Da kam ein Windstoß und fuhr mit Kürdchens Hut weg. zu dem redet sie 'Falada. so ist da ein Gaulskopf an der Wand. rief er sie bei- seite und fragte.' Und so erzählte Kürdchen weiter. Abends aber. bis ich mich geflochten und geschnatzt. und er selbst. Darauf ging er unbemerkt zurück. und laß'n sich mit jagen. wie die Gänsemagd und der Gänsejunge die Herde getrieben brachte. denn so hab ich mich unter freiem Himmel verschworen. das ärgert mich den ganzen Tag.' Da wehte der Wind und wehte ihm das Hütchen vom Kopf weit weg. weil ich sonst um mein Leben gekommen wäre. und darf auch keinem Menschen mein Leid klagen. aber er konnte nichts aus ihr herausbringen. was auf der Gänsewiese geschähe. ging Kürdchen vor den alten König und sagte 'mit dem Mädchen will ich nicht länger Gänse hüten. da du gangest. daß es weit zu laufen hatte. und es konnte keins davon erwischen. 'Ei. da du hangest.

Einmal ward . und eine falsche Kammerjungfer hat mich mit Gewalt dahingebracht.' Der alte König stand aber außen an der Ofenröhre. und danach soll dir widerfahren.' 'Das bist du. und den er- sten. Er wußte nicht. und hat meinen Platz bei meinem Bräutigam eingenommen. ging hinaus vor das Tor.klag dem Eisenofen da dein Leid. die Königstochter zur einen Seite und die Kammerjungfer zur andern. Wenn das meine Mutter wüßte. Da kroch sie in den Eisenofen.' Der Mann konnte von nun an immer sagen. aber die Kammerjungfer war verblendet und erkan- nte jene nicht mehr in dem glänzenden Schmuck. was eine solche wert wäre. als er ihre Schönheit und Tugend erblickte. so gib dem Kranken von dem Wasser. lauerte ihr zu und hörte. wie sie so schön war. der ihm begegnete. Als er aufgewacht war. und bin doch eine Königstochter. was sie sprach. Der Herr Gevatter Ein armer Mann hatte so viel Kinder. schüttete ihr Herz aus und sprach 'da sitze ich nun von aller Welt verlassen. ob ein Kranker zu retten war oder nicht. und es schien ein Wunder. Da kam er wieder herein und hieß sie aus dem Ofen gehen. die sie Gasse auf. Da wurden ihr königliche Kleider anget- an. was er anfangen sollte. und ein großes Mahl wurde angestellt. beschloß er dem Traume zu folgen. und ich muß als Gänsemagd gemeine Dienste tun.' sprach der alte König. Steht er beim Kopf. du mußt nur sehen. zu Gevatter bitten. daß er die falsche Braut hätte: die wäre bloß ein Kammermädchen. den er bitten konnte. das Herz im Leib tät ihr zerspringen. bat er zu Gevatter. und als er noch eins bekam. und er wird gesund werden. daß er schon alle Welt zu Gevatter gebeten hatte. erzählte damit den ganzen Verlauf und fragte 'welches Urteils ist diese würdig?' Da sprach die falsche Braut 'die ist nichts Besseres wert. zu dem alle Leute und guten Freunde gebeten wurden. Der alte König rief seinen Sohn und of- fenbarte ihm. steht er aber bei den Füßen. die wahre aber stände hier. gab der alte König der Kammerfrau ein Rätsel auf. wo der Tod steht. fing an zu jammern und zu weinen. vermählte sich der junge König mit seiner rechten Gemahlin. Der Fremde schenkte ihm ein Gläschen mit Wasser und sagte 'das ist ein wunderbares Wasser. Obenan saß der Bräutigam. Als sie nun gegessen und getrunken hatten und gutes Muts waren. er sollte vor das Tor gehen und den ersten. Da träumte ihm. und beide beherrschten ihr Reich in Frieden und Seligkeit. so ist alle Mühe vergebens.' und ging fort. legte sich in seiner Betrübnis nieder und schlief ein. der ihm begegnete.' Und als das Urteil vollzogen war. Gasse ab zu Tode schleifen. als die gewesene Gänsemagd. Der junge König war herzensfroh. damit kannst du die Kranken gesund machen. ward berühmt durch seine Kunst und verdiente viel Geld. 'und hast dein eigen Urteil gefunden. das inwendig mit spitzen Nägeln beschlagen ist: und zwei weiße Pferde müssen vorgespannt werden. als daß sie splitternackt ausgezogen und in ein Faß gesteckt wird. er muß sterben. die den Herrn so und so betrogen hätte. daß ich meine königlichen Kleider habe ablegen müssen. so war niemand mehr übrig.

die britzelten in der Pfanne. war eine so wunderliche Wirtschaft darin.' 'Aber auf der zweiten Treppe sah ich tote Finger liegen. die britzelten.' sagte der Gevatter. aber das drittemal stand der Tod bei den Füßen. die sprachen miteinander. Als er die Türe aufmachte und hineinging. Er fragte 'wo wohnt der Herr Gevatter?. Als er aber ins Haus kam. der ein paar lange Hörner hatte. der arbeitete vom Morgen bis in die späte Nacht. lernst du etwas Rechtschaffenes. sah er den Tod bei dem Kopfe stehen und heilte es mit dem Wasser.' Als er auf die zweite Treppe kam. und er mußte . das der Vater erworben hatte.' Auf der drit- ten Treppe lag ein Haufen toter Köpfe. die wiesen ihn wieder eine Treppe höher. und da sah ich Euch. 'das war der Knecht und die Magd. Da sprach der Mann 'Herr Gevatter. wenn meine Glieder steif geworden sind und ich daheimsitzen muß. legte sich der Gevat- ter geschwind aufs Bett und deckte sich zu. und backten sich selber. guckte ich durch das Schlüsselloch einer Tür. doch aber noch nicht in allem vollkommen war.' Und als er die fünfte hinaufgestiegen war.' 'Auf der vierten sah ich Fische in der Pfanne. sah er eine Menge toter Finger liegen.' 'Wie seid Ihr so einfältig. sprach er zu seinem Jungen 'du bist mein einziges Kind' ich will das Geld. und blieb eine Zeitlang dort. da mußte das Kind sterben.' 'Ei.' 'Ei. 'Und als ich die fünfte Treppe heraufgekommen war. Auf der ersten Treppe zankten sich Schippe und Besen. Einer aus den Fingern antwortete 'eine Treppe höher. so zankten sich Schippe und Besen miteinander und schlugen gewaltig aufeinander los. und backten sich selber. was ist für eine wunderliche Wirtschaft in Eurem Hause? als ich auf Eure erste Treppe kam. und als er eintrat. und schmissen gewaltig au- feinander los. Er fragte sie 'wo wohnt der Herr Gevatter?' Der Besen antwortete 'eine Treppe höher. so war das bißchen Armut. so kannst du mich im Alter ernähren. da sah er den Gevatter. Als er sich endlich etwas Geld zusammengespart hatte. und wer weiß. was ihm der Herr Gevatter sonst angetan hätte. draufgegangen.' 'Auf der dritten Treppe lag ein Haufen Totenköpfe. Der Mann wollte doch einmal seinen Gevatter besuchen und ihm erzählen. das ich mit saurem Schweiß erworben habe. so kam er vor eine Stube und guckte durch das Schlüsselloch. Sie sprachen auch 'eine Treppe höher. Geist im Glas Es war einmal ein armer Holzhacker. das waren Krautköpfe. und Ihr hattet lange Hörner. zu deinem Unterricht anwenden. kamen die Fische und trugen sich selber auf. Auf der vier- ten Treppe sah er Fische über dem Feuer stehen. Als er ein paar Schulen durchgelernt hatte.' Dem Mann wurde angst. so daß ihn seine Lehrer rühmten. das ist nicht wahr.' Da ging der Junge auf eine hohe Schule und lernte fleißig. und er lief fort. Gevatter. wie es mit dem Wasser gegangen war. wie seid Ihr albern! das waren Skorzenerwurzeln.er zu dem Kind des Königs gerufen. und so war es auch bei dem zweitenmal.' 'Dummer Mann.' Wie er das gesagt hatte.

' sagte der Vater.' antwortete der Schüler ohne Furcht. 'macht Euch darüber keine Gedanken. Er hob sie in die Höhe und hielt sie ge- gen das Licht. sprach der Vater 'wir wollen rasten und Mittag halten.' riefs von neuem. hernach gehts noch einmal so gut. als hörte er eine Stimme. so groß wie der halbe Baum.' antwortete der Sohn. 'der leiht Euch seine Axt so lange. bleib hier und setze dich zu mir.' rief der .' Da borgte der Vater beim Nachbar eine Axt. da sah er ein Ding. hernach bist du müde und kannst den Arm nicht mehr aufheben. um etwas am Malterholz (am Zuhauen und Aufrichten) zu verdienen. doch es war ihm. gingen sie zusammen hinaus in den Wald. du hältst das nicht aus. und der Schüler.' 'Ja.' sprach der Vater betrübt. laß mich heraus. ich habe auch nur eine Axt und kein Geld übrig. 'Weißt du. nahm den Pfropfen von der Flasche ab. unter dem Baum aufzuräumen und bei den Wurzeln zu suchen. um noch eine zu kaufen. und am andern Morgen. Er blieb stehen und sah sie an und dachte 'es muß doch mancher Vogel sein Nest hineingebaut haben.' Der Sohn nahm sein Brot in die Hand und sprach 'ruht Euch nur aus. 'ich kann dir nichts mehr geben und kann in der teuern Zeit auch keinen Heller mehr verdienen als das tägliche Brot. Als nun die Sonne über ihnen stand. 'das sollte dir beschwerlich ankommen. Da rief er 'wo bist du?' Die Stimme antwortete 'ich stecke da unten bei den Eichwurzeln. mein Sohn. bei Anbruch des Tags. Vater' ich bin nicht müde. als ob die Stimme unten aus der Erde hervorkäme. laß mich heraus. und wuchs so schnell. bis ich mir selbst eine verdient habe. Laß mich heraus. du bist an harte Arbeit nicht gewöhnt.' 'Geht nur zum Nachbar. ich will in dem Wald ein wenig auf und abgehen und Vogelnester suchen. so wirds zu meinem Besten ausschlagen. die gewiß schon viele hundert Jahre alt war. ich will mich schon drein schicken.' 'O du Geck. konnte aber nichts entdecken.' rief er mit einer fürchterlichen Stimme. wie es mit so einem recht dumpfen Ton rief 'laß mich heraus laß mich heraus. Er horchte und vernahm.' Der Sohn aber ging in den Wald. bis er endlich zu einer großen gefährlichen Eiche kam. so sprach der Sohn 'ich will mit Euch gehen und Euch helfen. Alsbald stieg ein Geist heraus und fing an zu wachsen.' antwortete der Sohn. 'was willst du da herumlaufen.' Der Schüler fing an.' Als der Vater hinaus in den Wald wollte. das sprang darin auf und nieder. bis er endlich in einer kleinen Höhlung eine Glasflasche entdeckte. der an nichts Böses dachte. und die keine fünf Menschen umspannt hätten. vor dem Schüler stand. 'Ach.' Er sah sich ringsum.wieder zu ihm heimkehren. ob er etwa ein Nest entdeckte. daß er in wenigen Augenblicken als ein entsetzlicher Kerl.' 'Lieber Vater. Der Sohn half dem Vater und war ganz munter und frisch dabei. 'wie soll ich das wissen?' 'So will ich dirs sagen. daß du mich herausgelassen hast?' 'Nein. 'Laß mich heraus.' sprach der Vater. wenn Gottes Wille also ist.' Da deuchte ihn auf einmal. So ging er hin und her. 'was dein Lohn dafür ist. aß sein Brot. war ganz fröhlich und sah in die grünen Zweige hinein. gleich einem Frosch gestaltet.

laß mich doch heraus. 'deinen verdienten Lohn. 'ich wills wagen. den sollst du haben. aber weil das Eisen in Silber .' Der Geist dankte ihm für seine Erlösung. 'warum hast du die Arbeit vergessen? Ich habe es ja gleich gesagt. ganz wie ein Pflaster.' 'Gebt Euch zufrieden.' antwortete der Schüler. es hat seine Richtigkeit. 'Nun sollst du deinen Lohn haben. so drückte der Schüler den abgezo- genen Pfropfen wieder auf und warf die Flasche unter die Eichwurzeln an ihren alten Platz. 'zum zweiten Male nicht.' rief der Geist.' antwortete der Schüler.' 'Sachte. 'jetzt können wir uns trennen.Geist.' 'Wenn du mich frei machst. 'Wo bist du herumgelaufen?' sprach der Vater. 'ich will dir nichts tun. 'du würdest mich betrügen wie das erstemal.' 'Nein. 'den Hals muß ich dir dafür brechen. vielleicht hält er Wort und anhaben soll er mir doch nichts.' 'Ja nachholen.' Der Schüler dachte. wer mich losläßt. so heilt sie und wenn du mit dem andern Ende Stahl und Eisen bestreichst. und sagte 'wenn du mit dem einen Ende eine Wunde bestreichst. mein Kopf aber soll vor dir wohl fest- stehen. Nun wollte der Schüler zu seinem Vater zurückgehen. nein. Kaum aber war er darin.' 'Du verscherzest dein Glück. bestrich die Axt damit und tat einen gewaltigen Hieb.' antwor- tete der Schüler.' 'Nein.' sprach er zum Geist. so wird es in Silber verwandelt. sondern dich reichlich belohnen. daß du nichts zustande bringen würdest. Vater' den Baum da will ich gleich umhauen' daß er krachen soll. 'so hätte ich dich stecken lassen. daß du wirklich in der klein- en Flasche gesessen hast. 'Nun. was du willst. den laß ich nicht los. und daß du der rechte Geist bist. und der Geist stieg wie das vorigemal heraus. und dann magst du mit mir anfangen. 'so geschwind geht das nicht' erst muß ich auch wissen.' Da nahm er den Pfropfen ab. und reichte dem Schüler einen kleinen Lappen.' 'Habt acht. kannst du auch wieder hinein. und der Geist war betrogen. so will ichs glauben. daß du dein Lebtag genug hast.' zog sich zusammen und machte sich so dünn und klein.' antwortete der Schüler. laß mich doch heraus. da müssen mehr Leute gefrag t werden. und der Schüler dankte dem Geist für sein Geschenk und ging zurück zu seinem Vater.' 'Mehr Leute hin. Denkst du.' 'Das muß ich erst versuchen. also daß er durch dieselbe Öffnung und durch den Hals der Flasche wieder hineinkroch. aber der Geist rief ganz kläglich 'ach. es war zu meiner Strafe. 'so will ich dir so viel geben. ich bin der großmächtige Merkurins. ich wills nachholen. wenn ich ihn wieder eingefangen habe.' sprach der Vater zornig.' Der Geist sprach voll Hochmut 'das ist eine geringe Kunst. mehr Leute her. wie er anfangs gewesen war. ich wäre aus Gnade da so lange Zeit eingeschlossen worden. ging an einen Baum.' sprach der Schüler.' Da nahm er sein Pflaster.' rief der Geist. dehnte sich auseinander und ward groß wie ein Riese. wer mir einmal nach dem Leben gestrebt hat. dem muß ich den Hals brechen. 'das hat keine Art.' sprach er.' sprach der Geist.' 'Das hättest du mir früher sagen sollen. Vater. ritzte die Rinde mit seiner Axt und bestrich sie mit dem einen Ende des Pflasters: alsbald schloß sie sich wieder zusammen und war geheilt.

geht und fragt. so ließ der Vater sich endlich bereden und ging mit ihm heim. das ist der Nutzen. wo er herkäme und wo er hin wollte. ich kann doch nichts mehr arbeiten. aber vom Holzhacken hast du keinen Verstand. lebt nach Eurer Bequemlichkeit. der probierte sie.' Der Sohn nahm die Axt und trug sie in die Stadt zu einem Goldschmied.' 'Werdet nicht bös. seht einmal. ich weiß den Weg nicht allein. Also zog er herum und suchte Arbeit.' Der Schüler sprach 'gebt mir. die ist ganz schief geworden. ward er der berühmteste Doktor auf der ganzen Welt. 'das bin ich zufrieden.' rief der Vater.' ant- wortete der Alte. das ist das Doppelte und ist genug. ob er ihn als Lehrling annehmen wollte. Vater. wir wollen lieber Feierabend machen. das übrige will ich Euch borgen.' Weil sich der Zorn gelegt hatte.' 'O. wenn du mit mir gehen willst. 'Ja.' antwortete der Sohn.' 'Ei was. Auf eine Zeit.' 'So gebt ihm zwei Taler zwölf Groschen. als was ich dir gebe.' sprach der Alte. sechs Groschen. um sie dem Nachbar zu bezahlen. den ich von deiner Arbeit habe. aber er kriegte Lust zur Jägerei. das sind Studentenkniffe. Er wär ein Schlossergesell. sagte der Bursch. und weil er mit seinem Pflaster alle Wunden heilen konnte. so viel habe ich nicht bar. was der Nachbar für die Axt haben will. Der Goldschmied gab ihm dreihundert Taler und blieb einhundert schuldig. 'die Axt will ich schon bezahlen. 'einen Taler. womit. 'wie bist du zu dem Reichtum gekommen?' Da erzählte er ihm. so legte sich die Scheide um. er wollte jetzt in die Welt gehen und sich versuchen. du Dummbart. und wie er im Vertrauen auf sein Glück einen so reichen Fang getan hätte Mit dem übrigen Geld aber zog er wieder hin auf die hohe Schule und lernte weiter. ich bin zum erstenmal hier in dem Wald.' sagte der Vater. 'wovon willst du sie bezahlen? du hast nichts. Darauf ging der Schüler heim und sprach 'Vater. das übrige muß ich verdienen. legte sie auf die Waage und sprach 'sie ist vierhundert Taler wert.verwandelt war. wie alles zugegangen wäre. ich wollte die Hände in den Schoß legen wie du? ich muß noch schaffen.' 'Mein Gott.' und gab ihm etwas Geld auf die Reise.' antwortete er. 'O ja. aber das Handwerk gefiele ihm nicht mehr. und hätte Lust zur Jägerei. ich habe Geld. 'meinst du.' Da . der fragte.' 'Vater. seht Ihr. da wollt ihm das Schlosserwerk nicht mehr folgen und stand ihm auch nicht mehr an. du kannst dich aber heim packen.' 'Das weiß ich schon. Da sprach er zum Sohn 'geh und verkauf die verschändete Axt und sieh zu.' Da erschrak der Vater und sprach 'ach. was hast du gemacht! nun muß ich die Axt bezahlen und weiß nicht. die dir im Kopf stecken. ich habe Geld im Überfluß. was habt Ihr mir für eine schlechte Axt gegeben. 'Ei. geht doch mit mir. Da begegnete ihm auf der Wanderschaft ein Jäger in grünem Kleide. der hatte die Schlosserhantierung gelernt und sprach zu seinem Vater. was Ihr habt.' und gab dem Vater ein- hundert Taler und sprach 'es soll Euch niemals fehlen.' Über ein Weilchen sprach der Schüler 'Vater. was du dafür kriegst. Der gelernte Jäger Es war einmal ein junger Bursch.

unterstehst du dich. Da ging er fort und kam in einen sehr großen Wald. wacht auch alles am königlichen Hofe auf und deshalb können wir nicht hineinkommen. Da sprachen sie. vor dem Wald sei ein großes Wasser. bis er sie riefe. freuten sie sich und meinten. Danach wollte er sich weiter versuchen. so einer wäre uns nützlich. wir wollen dir nichts tun. so traf er ohn- fehlbar. aber der Jäger wollte erst se- hen' wie die Sache beschaffen war. das fängt gleich an zu bellen. sie hätten die Königstochter schon gewiß.' riß ein Stück herab und wollt es in den M und stecken. schoß es ihm der Jäger abermals weg. Nun kletterte er her- unter.ging der junge Bursch mit. Gegen Mitternacht zu. Wie die Riesen das sahen. Wie er eben anbeißen wollte. als nach einem Zeichen. daß es ein gewaltiges Feuer war. das Hündchen totzuschießen?' 'Ja. vermietete sich etliche Jahre bei ihm und lernte die Jägerei. setzte ihn wieder auf und zog geradewegs fort. und sobald das bellt. Da sprachen die Riesen 'das muß ein guter Schütze sein. wo es war.' Da trat der Bursch herzu und sagte. 'das ist mir ein kleiner Spaß. sie sollten haußen bleiben. und wir holen dich mit Gewalt. 'da weht mir der Wind das Stück aus der Hand. Je weiter er ging.' sprach er.' Der Riese nahm sich das dritte Stück. so bist du verloren. . der den Bissen vor dem Maul wegschießt. 'Ja.' und nahm sich ein anderes.' Danach setzte er sich auf ein Schiff und fuhr über das Wasser. wann sich jemand nähert. da gab der Riese dem. Wies Abend war. und in dem Turm säß eine schöne Königstochter. konnte es aber nicht in der Hand behalten. und wie er bald beim Land war.' und riefen laut 'komm herbei. daß er danach gehen wollte. 'die will ich bald geschafft haben. der Jäger schoß es ihm heraus. und won- ach er mit seiner Büchse ziele. aber er kriegte seine Windbüchse und schoß es tot. ging auf seinen Hut los.' sprach er.' sprach der Riese. aber kommst du nicht.' sprach der andere. wenn er mit ihnen gehen wollte. damit er aus den wilden Tieren käme.' Sagten sie weiter 'es ist aber noch etwas dabei' es liegt ein kleines Hündchen dort. von dem konnte er in einem Tag das Ende nicht finden. sollte ers gut haben. Doch nahm er erst noch seinen Hut und warf ihn nach dem Licht zu herunter. kam das Hündlein gelaufen und wollte bel- len. wenn er damit einen Schuß tat. je größer ward das Licht. die woll- ten sie gern rauben. da sah er durch die Äste darauf hin und behielt in acht. 'es wird dirs ein Scharfschütz weggeschossen haben. setze dich zu uns ans Feuer und iß dich satt. Nun sprach der eine 'ich muß doch schmecken. setzte er sich auf einen hohen Baum. er wäre ein gelernter Jäger. ob das Fleisch bald zu essen ist. 'Nun ja. und sprach. eine Ohrfeige und rief zornig 'was reißt du mir mein Stück weg?' 'Ich habe es nicht weggerissen. deuchte ihn. sah er. aber der Jäger schoß es ihm aus der Hand. dahinter ständ ein Turm. du Scharfschütze. der neben ihm saß. schimmerte ein kleines Lichtchen von weitem. die hatte aber die Eigenschaft. und wie er nahe dabeikam. und erzählten ihm. das treffe er auch sicher und gewiß. wann er herabgestiegen wäre. und der Jäger gab ihm nichts zum Lohn als eine Windbüchse. und saßen drei Riesen dabei und hatten einen Ochsen am Spieß und ließen ihn braten.

und duns (zog) ihn dann vollends hinein. und dann nahm er auch den rechten Pantoffel mit des Königs Namen und steckte ihn hinein. und wie sie ihr Hemd ansah. und sie war ganz in ihr Hemd eingenäht: da schnitt er auch ein Stückchen von dem Hemd ab und steckte es zu dem andern. zog den Kopf herein und hieb ihn mit seinem Säbel in einem Streich ab. Nun lag die Jungfrau noch immer und schlief. Nun hatte er einen Hauptmann. könnte alles ums Leben bringen.' Wie sie nun aufstand und ihre Pantoffeln anziehen wollte. und endlich auch dem dritten.Da ging er in das Schloß. den brach er auf. wird mich schon erreichen. warteten auf ihn und dachten. und es stand darin. wer das wohl gewesen wäre. das mir Gott bescheren will. daß er die schöne Jungfrau von ihren Feinden befreit hatte. war ein Stückchen heraus. ohne sie anzurühren. Da sagte sie 'lieber Vater. aber da wäre ein Loch. und schnitt ihnen die Zun- gen aus und steckte sie in seinen Ranzen. die da tot la- gen. Soldaten und alles. Da nahm der Jäger eine Schere und schnitt den rechten Schlippen ab und tat ihn in seinen Ranzen. da war der rechte weg. und schlief alles. ich weiß es nicht. der die Riesen ums Leben gebracht hätte. standen die Riesen noch draußen. Er rief ihnen aber zu. alles mit goldenen Buchstaben. und als er wieder ans Tor kam. auf der rechten Seite ihres Vaters Name. auf dem rechten stand ihres Vaters Name mit einem Stern und auf dem linken ihr eigener Name mit einem Stern. er würde die Königstochter bringen. weckte sie auf und fragte.' Er schaute sich weiter um. hing ihn um und ging weiter: da kam er in das Zimmer. mit Gold ausge- stickt. durch welches sie kriechen müßten. die haben Böses im Sinn. da standen unter dem Bett ein paar Pantoffeln. und war ein goldener Stern darauf und des Königs Name. die Jungfrau wäre schon in seiner Gewalt: die Türe könnte er ihnen aber nicht aufmachen. erblickte er die drei Riesen. ich habe geschlafen. und wie sie ihr Halstuch betrachtete. und war froh.' Der König in dem Schloß aber. Dann ging er in die Schlafkammer seiner Tochter. Wie er das erste Zimmer aufmachte. Dann rief er den zweiten und hieb ihm gleichfalls das Haupt ab. Der König ließ den ganzen Hof zusammenkommen. Da dachte er 'ich will heim gehen zu meinem Vater und ihm zeigen. doch tat er das alles. war es durchschnitten und fehlte der rechte Schlippen. der . da wickelte der Jäger des Riesen Haar um seine Hand. und fragte. Da nahm er den Säbel von der Wand. auf der linken ihr Name. hing da ein Säbel an der Wand. daneben aber lag auf einem Tisch ein ver- siegelter Brief. was ihm vorkäme. daß er still stand und sie betrachtete und den Atem anhielt. was ich schon getan habe. dann will ich in der Welt herumziehen. wo die Königstochter lag und schlief: und sie war so schön. was da war. Nun kam der erste näher. wer den Säbel hätte. Sie hatte auch ein großes Halstuch um. sie sollten hereinkom- men. das Glück. und es war mäuschenstill darin. von Seide. Dann ging er fort und ließ sie ungestört schlafen. als er aufwachte. der war von purem Silber. Er dachte bei sich selbst 'wie darf ich eine unschuldige Jungfrau in die Gewalt der wilden Riesen bringen. wer seine Tochter befreit und die Riesen ums Leben gebracht hätte.

sollte er seine Tochter auch heiraten. wollte sie es bezahlen.' und holte zum Zeichen ihre Zungen aus dem Ranzen. darauf stand geschrieben 'heute umsonst. Fragte er. da säße eine Jungfrau. wie will ich nun dem Töpfer bezahlen. wo er den Degen her hätte. 'habe ich drei Riesen den Kopf abgehauen.' Der König aber hatte sie damit zwingen wollen . trat so in das Häuschen hinein und ließ sich etwas zu essen geben. schrie und jammerte und sagte. der Jäger wäre der rechte. sie sollte sich an eine Ecke damit setzen und es verkaufen. der sie erlöst hätte. er hätte es getan.' Da fragte sie ihn. wenn sie den nicht heiraten wollte. statt dessen ging sie wieder zum Töpfer und fragte ihn. es wäre ihm lieb. da sagte er 'ich reise in der Welt herum. und borgte sich einen Kram irden Werk. die kochte umsonst.' Als das Häuschen fertig war. wo er herkäme und hin wollte. sie wollte in die Welt hineingehen.' Da saß sie lange Zeit. ward vor die Türe ein Schild gehängt. daß alles in tausend Stücke ginge. und das stände vor der Türe an einem Schild. womit er den drei Riesen den Kopf abgehauen hatte. Nun sagte der König. dafür. Das hörte auch der Jäger und dachte 'das wär etwas für dich. Da war sie voll Freude und sagte. Er antwortete nein.' Er nahm also seine Windbüchse und seinen Ranzen. will ich lieber in die Welt gehen. 'Ja. ging in den Wald und fand auch das Häuschen mit dem Schild 'heute umsonst.' antwortete sie. ob sie des Königs Tochter wäre. er wäre derjenige. Da sprach er 'ich will dir draußen in dem Wald ein Häuschen bauen lassen. da stände ja ihres Vaters Name darauf. da konnte er nicht mehr zweifeln und sagte. morgen für Geld. Sie fragte. sie versprach ihm auch. es war aber auch bildschön. so er das vollbracht hätte. den Hauptmann zu heiraten.' Da sprach der König. Da ging sie zu ihrem Vater. so weit als mich meine Beine tragen. Dann bestellte er etliche Bauerwagen. was er damals im Schloß als Wahrzeichen mitgenommen hatte. und sprach es sich in der Welt herum. Und wie der alte König die Wahrzeichen alle sah. morgen für Geld. Da tat sie ihre königlichen Kleider aus und ging zu einem Töpfer. du darfst aber kein Geld nehmen. Die Jungfrau aber sagte 'lieber Vater. Darauf gingen sie zusammen zum alten König und holten ihn h erbei. du bist doch arm und hast kein Geld. den Schlippen vom Halstuch und das Stück vom Hemd. darin sollst du dein Lebtag sitzen und für jedermann kochen. worin noch alles steckte. wenn sies am Abend verkauft hätte. sie sollte erst das vorige bezahlen. ob er ihr noch einmal borgen wollte. dann zeigte er ihr auch den Pantoffel. Er freute sich über das schöne Mädchen. und sie sollte zu einem Töpfer gehen und einen Handel mit irdenem Geschirr anfangen.' Er hatte aber den Degen umhängen.war einäugig und ein häßlicher Mensch. die sollten mitten durchfahren. kamen die Wagen und zer- brachen ihn zu lauter Scherben. daß ich den heiraten soll. der sie von den Riesen erlöst hätte. 'Mit diesem Säbel. daß er . und sie führte ihn in ihre Kammer und sagte ihm. sollte sie die königlichen Kleider ausziehen und Bauernkleider antun und fortgehen. Da sprach der alte König. der sagte. Sie fing an zu weinen und sprach 'ach Gott.' sprach er. Wie nun die Königstochter ihren Kram auf die Straße hingestellt hatte.

Wie sie gegessen und getrunken hatten. wenns Morgen oder Abend war. und wieviel er dafür verlangte. er wollte ihm etwas aufgeben. wo er aber hinkam. in den Dörfern hörte er mehr als einen krähen. dem dritten eine Katze. er hätte drei Riesen ums Leben geb- racht. was der wert wäre.' Da sagte der König. 'Ich bin schon alt. war der Hahn schon bekannt: in den Städten sah er ihn schon von weitem auf den Türmen sitzen und sich mit dem Wind umdrehen.' antwortete er. daß ihm widerführe. da wollte ich euch vor meinem Ende noch versorgen. kam der Haupt- mann auf die linke Seite der Königstochter zu sitzen. Geld hab ich nicht. dann gibts gewiß anderes Wetter. die Königstochter aber mit dem Jäger vermählt. sprach der alte König zum Hauptmann. Danach holte er seinen Vater und seine Mutter herbei. daß ihr es verständig anwendet: sucht euch nur ein Land. aber nachts.' und fragte weiter. wo die Leute nichts von einem Hahn wußten. 'Ein Spottgeld für ein so kostbares Tier. so ist euer Glück gemacht.' riefen sie . daß er auf eine Insel kam. wußte sich keiner aus der Zeit herauszufinden. und nach des alten Königs Tod bekam er das Reich.' sagte der König 'jedes Getier hat eine Zunge. und die lebten in Freude bei ihrem Sohn. ob das Tier nicht feil wäre. so richtet euch darauf ein. wo die Zungen der Riesen wären.' 'Nicht so. 'Etwa so viel. so geht die Sonne bald auf. und niemand wollte sich über das Tier wundern. 'was für ein stolzes Tier. und wenns das letztemal ruft. Sie fragten ihn.' sagte er. es kommt aber bloß darauf an.wüßte. der Jäger aber auf die rechte: und der Hauptmann meinte. Sie wußten wohl. als würde er sein Glück damit machen. er hätte sich selber sein Urteil gesprochen. Darauf kleideten sie ihn. und trägt Sporn wie ein Ritter: es ruft euch des Nachts dreimal zu bestimmter Zeit an.' Den Leuten gefiel das wohl. es hat eine rubinrote Krone auf dem Kopf. und er müßte zusehen. 'und mein Tod ist nah. als wenn er ein fremder Herr wäre. wie das zuginge? Da sagte der Hauptmann 'sie werden keine gehabt haben. und wären keine in ihren Köpfen. und er gefragt würde. wenn sies nicht verschliefen. und ward der Hauptmann gefänglich gesetzt und dann in vier Stücke zerrissen. wo dergleichen Dinge noch unbekannt sind. als ein Esel Gold trägt. wie der Hahn um zwei. 'Seht. Als sie nun zu Tisch gingen. und was ich euch jetzt gebe. und der König ließ ein Gastmahl anstellen.' Nach dem Tode des Vaters ging der äIteste mit seinem Hahn aus. Antwortete der Hauptmann 'der gehört in Stücken zerrissen zu werden. das wäre ein fremder Herr und wäre zum Besuch gekommen. das sollte er erraten: wenn einer spräche. so daß es nicht das Ansehen hatte.' sprach er. wie alles zugegangen wäre. sie schliefen eine ganze Nacht nicht und hörten mit großer Freude. dem zweiten eine Sense. scheint wenig wert. sogar ihre Zeit nicht ein- zuteilen verstanden. und er sollte sie nun auch zur Gemahlin haben. Endlich aber geriets ihm doch. darüber freute sich die Jungfrau von Herzen. vier und sechs Uhr laut und vernehmlich die Zeit abrief. Wenns aber bei hellem Tag ruft. Die drei Glückskinder Ein Vater ließ einmal seine drei Söhne vor sich kommen und schenkte dem ersten einen Hahn.

daß sie nicht mehr zu zählen waren.' sprachen die . was zu tun das beste wäre. Die Leute jammerten gewaltig über die Plage. war nichts auszurichten. miau. Wenn dort das Korn reif war. wo die Leute nichts von einer Sense wußten. Die Katze machte sich in dem königlichen Schlosse mit den Mäusen eine rechte Lust und biß so viele tot. Endlich ward ihr von der Arbeit heiß und sie bekam Durst: da blieb sie stehen. daß Gewalt gegen sie gebraucht würde. daß dort noch niemals eine gesehen war und doch die Mäuse so überhand genommen hatten.' Der Edelknabe ver- stand 'durchaus. Als er mit dem Reichtum heim kam. was gefordert wurde. Da fing nun die Katze ihre Jagd an und hatte bald ein paar Säle gereinigt. drehte den Kopf in die Höhe und schrie 'miau. das Schloß zu verlassen. was sie mit ihren Zähnen nur packen konnten. mancher schoß darüber hinaus. denn überall begegneten ihm Bauern und hatten so gut eine Sense auf der Schulter als er. Sie waren willig. daß die neugebornen Jungen meist im Wasser ersäuft wurden. als unser Leben einem solchen Untier preisgeben.' Es hatte aber nicht das Ansehen danach. oder zu gewärtigen. an das Übel sind wir gewöhnt. Unten hielt der König Rat. dabei ging viel zugrund. Es ging ihm wie den andern. durchaus nicht. das war ein mit Gold beladener Maulesel. ein anderer traf statt des Halms die Ähren und schoß sie fort. 'Nun. Die Katze aber.' und überbrachte dem König die Antwort. einen Herold an die Katze abzuschicken und sie aufzufordern. dem war Gold aufgeladen. erschraken und liefen in ihrer Angst sämtlich zum Schloß hinaus.' Ein Edelknabe mußte hinaufgehen und die Katze fragen. und die Leute baten den König. es gab al- lerorten Katzen. Endlich ließ er sich auf eine Insel überschiffen. und obendrein gabs einen lästerlichen Lärm. das Wundertier für sein Reich zu kaufen. daß die Leute Maul und Nase vor Verwunderung aufsperrten. Die Räte sagten 'lieber wollen wir uns von den Mäusen plagen lassen. zuletzt ward beschlossen. was er ver- langte. Das war nun ein un- gewisses Ding. verwunderten sich seine Brüder. ob sie das Schloß gutwillig räumen wollte.' Der König samt allen seinen Leuten. deren Durst nur noch größer geworden war. soviel es tragen konnte. und es traf sich glücklicherweise. solange er auf dem festen Lande blieb. ihm dafür zu geben. so fuhren sie Kanonen vor den Feldern auf. daß sie auf den Tischen und Bänken tanzten. und schossens herunter.insgesamt und gaben ihm gerne. antwortete bloß 'miau. und waren ihrer so viel. der König selbst wußte sich in seinem Schlosse nicht dagegen zu retten: in allen Ecken pfiffen Mäuse und zernagten. als sie das seltsame Geschrei vernahmen. Nun wollte der dritte Bruder seine Katze auch an den rechten Mann bringen. Da stellte sich der Mann hin und mähte es so still und so geschwind nieder. und der zweite sprach 'so will ich mich doch aufmachen und sehen. miau. der Hausherr mochte da- heim sein oder nicht. und er bekam ein Pferd. was er gefordert hatte. und der dritte Bruder kam mit den allergrößten Schätzen heim. ob ich meine Sense auch so gut lossch- lagen kann. Der König gab gerne. Doch zuletzt glückte es ihm auch auf einer Insel.

so hab ich selber nichts. Als das Feuer in den Saal kam. daß er mußte heimgehen und sich verbinden lassen.' Der Dummling aber bat so lange. Darauf ging der zweite Sohn in den Wald. pack dich deiner Wege. Dort steht ein alter Baum. Holz hauen. ich bin so hungrig und durstig. .' ließ das Männlein stehen und ging fort. Das war aber von dem grauen Männchen gekommen.' Da setzten sie sich. begegnete ihm gleich- falls das alte graue Männchen. einen Baum zu be- hauen. 'soll sie der Gewalt weichen. sprang sie glücklich zum Fen- ster hinaus. begegnete ihm ein altes graues Männlein.' Darauf nahm das Männlein Abschied. dauerte es nicht lange. hieb er sich ins Bein. das bot ihm einen guten Tag und sprach 'gib mir doch ein Stück Kuchen aus deiner Tasche. wie dem äItesten. Als er nun anfing.' Es wurden Kanonen aufgeführt und das Haus in Brand geschossen. pack dich deiner Wege. Nun aßen und tranken sie. den hau ab. daß er mußte nach Haus getragen werden.' Antwortete der Dummling 'ich habe aber nur Aschenkuchen und saueres Bier.Räte.' Der kluge Sohn aber ant- wortete 'geb ich dir meinen Kuchen und meinen Wein. und dazu eine Flasche saures Bier. und das sauere Bier war ein guter Wein. und als der Dummling seinen Aschen- kuchen herausholte. Als er in den Wald kam. durch Schaden wirst du klug werden. so wars ein feiner Eierkuchen.' Antwortete der Vater 'deine Brüder haben sich Schaden dabei getan. Es geschah. und laß mich einen Schluck von deinem Wein trinken. Da sagte der Dummling 'Vater. wo die Katze saß. und eh er ging. Aber der zweite Sohn sprach auch ganz verständig 'was ich dir gebe. das geht mir selber ab. davon hieß der jüngste der Dummling.' ließ das Männlein stehen und ging fort. ein- en Eierkuchen und eine Flasche Wein. und wurde verachtet und verspottet. Dem begegnete gleichfalls das alte graue Männchen und hielt um ein Stückchen Kuchen und einen Trunk Wein an. so will ich dir Glück bescheren. so wollen wir uns setzen und essen. und bei jeder Gelegenheit zurückgesetzt. gab ihm noch seine Mutter ein- en schönen feinen Eierkuchen und eine Flasche Wein mit. Als er in den Wald kam. wenn dir das recht ist. bis er endlich sagte 'geh nur hin. du verstehst nichts davon. und danach sprach das Männlein 'weil du ein gutes Herz hast und von dem Deinigen gerne mitteilst. daß der älteste in den Wald gehen wollte. der war mit Wasser in der Asche ge- backen. so wirst du in den Wurzeln etwas finden. die Belagerer hörten aber nicht eher auf. grüßte ihn und sprach 'gib mir ein Stück von deinem Kuchen und einen Trunk aus deiner Flasche. und die Mutter gab ihm. Die goldene Gans Es war ein Mann. so hieb er fehl. damit er nicht Hunger und Durst erlitte. ich bin so hungrig und durstig.' Die Mutter gab ihm einen Kuchen. als bis das ganze Schloß in Grund und Boden geschossen war. und die Axt fuhr ihm in den Arm. Die Strafe blieb nicht aus' als er ein paar Hiebe am Baum getan. laß mich einmal hinausgehen und Holz hauen. laß dich davon. der hatte drei Söhne.

ging hinaus in den Wald. nahm sie mit sich und ging in ein Wirtshaus. da herrschte ein König. als er das hörte. und wie sie ihre Schwester angerührt hatte. sie möchten ihn und den Küster losmachen. Er kam darauf in eine Stadt. Der Wirt hatte aber drei Töchter. dachte 'sind die dabei. Am andern Morgen nahm der Dummling die Gans in den Arm. kamen zwei Bauern mit ihren Hacken vom Feld: da rief der Pfarrer sie an und bat. und sah den Herrn Pfarrer. bleib weg. er müßte ihm erst einen Mann bringen. wohinaus so geschwind? vergeßt nicht. so blieb sie festhängen. warum sie wegbleiben sollte. .' und sprang herzu. der drei Mädchen auf dem Fuß folgte. wie er sie aber anrührte. Da verlangte sie der Dummling zur Braut. da wollte er übernachten. ums Himmelswillen. Wie die fünf so hintereinander hertrabten. die dem Dummling mit der Gans nachliefen. so blieb sie an ihr hängen. so blieben sie hängen. sprach er 'schämt euch. blieb aber auch festhängen. die war so ernsthaft. blieb er gleichfalls hängen und mußte selber hinterdrein laufen. die hatte Federn von reinem Gold. so kann ich auch dabei sein. was das für ein wunderlicher Vogel wäre. daß sie niemand zum Lachen bringen konnte. der hatte eine Tochter. schickt sich das?' Damit faßte er die jüngste an die Hand und wollte sie zurückziehen. der einen Keller voll Wein austrinken könnte. Die älteste dachte 'es wird sich schon eine Gelegenheit finden. Kaum aber hatten sie den Küster angerührt. wo ich mir eine Feder ausziehen kann.' lief auf ihn zu und faßte ihn am Ärmel. als sich eine goldene Feder zu holen: kaum aber hatte sie ihre Schwester angerührt. das könnte ihm wohl helfen. Endlich kam auch die dritte in gleicher Absicht: da schrieen die andern 'bleib weg. Nicht lange. Der Dummling ging hin und hieb den Baum um' und wie er fiel. wies ihm in die Beine kam. ging mit seiner Gans und ihrem Anhang vor die Königstochter. der sollte sie heiraten. und als diese die sieben Menschen immer hintereinander herlaufen sah. aber Finger und Hand blieben ihr daran festhängen. Herr Pfar- rer. daß wir heute noch eine Kindtaufe haben. Bald danach kam die zweite und hatte keinen andern Gedanken. so kam der Küster daher. Mitten auf dem Felde begegnete ihnen der Pfar- rer. faßte sie die Gans beim Flügel. was lauft ihr dem jungen Bursch durchs Feld nach. wer sie könnte zum Lachen bringen. und waren ihrer nun siebene. er machte allerlei Einwendungen und sagte. und auf der Stelle. So mußten sie die Nacht bei der Gans zubringen. die sahen die Gans.' Aber sie begriff nicht. ging fort und bekümmerte sich nicht um die drei Mädchen. links und rechts. Er hob sie heraus. waren neugierig. fing sie überlaut an zu lachen und wollte gar nicht wieder aufhören. Sie mußten immer hinter ihm drein laufen. und hätten gar gern eine von sein- en goldenen Federn gehabt. die daranhingen. Da verwunderte er sich und rief 'ei. Darum hatte er ein Gesetz gegeben. ihr garstigen Mädchen. Der Dummling dachte an das graue Männchen. saß in den Wurzeln eine Gans. und als er den Aufzug sah. Der Dummling.' und als der Dummling einmal hinausgegangen war. aber dem König gefiel der Schwiegersohn nicht.

dem er seinen Kuchen gegeben hatte.' sagte er.' .' Und wenn sie nach Hause kam. konnte er ihm seine Tochter nicht länger vorenthalten. der einen Berg voll Brot aufessen könnte. und lebte lange Zeit vergnügt mit seiner Gemahlin. der König aber ärgerte sich. das alles tu ich. du sollst satt haben. 'komm nur mit mir. was er sich so sehr zu Herzen nähme. wies Essen schmeckt. machte ein grämliches Gesicht und sagte 'ich habe einen ganzen Backofen voll Raspelbrot gegessen' aber was hilft das. so versuchte sie das Beste. und sprach 'die Köchin muß wissen. und ich muß mich nur zuschnüren' wenn ich nicht Hungers ster- ben soll. das zu Land und zu Wasser fahren könnte: 'sowie du aber damit angesegelt kommst. und wenn sie damit ausging.' Der Dummling ging geradeswegs in den Wald. Die Hochzeit ward gefeiert. da saß das alte graue Männchen. und machte neue Bedingungen: er müßte erst einen Mann schaffen. und der Mann machte sich über die großen Fässer. du sollst dich satt essen. 'so sollst du gleich meine Tochter zur Gemahlin haben. sah er einen Mann sitzen.' sagte der Dummling. und weil der Wein auch Lust zum Essen macht. der machte ein ganz betrübtes Gesicht. ein Faß Wein habe ich zwar ausgeleert. Der Dummling verlangte abermals seine Braut. hatte er den ganzen Keller ausgetrunken. nach des Königs Tod erbte der Dummling das Reich. seine Tochter davontra- gen sollte.' Der Dummling war froh darüber und sprach 'mach dich auf und geh mit mir.' Er führte ihn darauf in des Königs Keller. bis sie satt war. der König aber suchte noch einmal Ausflucht und verlangte ein Schiff. fing an zu essen. Der Dummling besann sich nicht lange. der hatte alles Mehl aus dem ganzen Reich zusammenfahren und einen ungeheuern Berg davon backen lassen: der Mann aber aus dem Walde stellte sich davor. daß ihm die Hüften weh taten. trank und trank. Der Dummling forderte zum drittenmal seine Braut. und in einem Tag war der ganze Berg verschwunden.' Da gab er ihm das Schiff. Da antwortete er 'ich habe so großen Durst. weil du barmherzig gegen mich gewesen bist. was sie kochte. und als der König das sah.' Er führte ihn an den Hof des Königs. so drehte sie sich hin und her. den jedermann einen Dummling nannte. ich will dir auch das Schiff geben. und ehe ein Tag herum war. die trug Schuhe mit roten Absätzen. Der Dummling fragte. so lang. wenn man so großen Hunger hat wie ich: mein Magen bleibt leer. das zu Land und zu Wasser fuhr. da saß auf demselben Platz ein Mann. Das kluge Gretel Es war eine Köchin. war ganz fröhlich und dachte 'du bist doch ein schönes Mädel. und kann ihn nicht löschen. aber was ist ein Tropfen auf einem heißen Stein?' 'Da kann ich dir helfen. die hieß Gretel. daß ein schlechter Bursch. sondern ging gleich hinaus in den Wald. das kalte Wasser vertrage ich nicht. und sagte 'ich habe für dich getrunken und gegessen. so trank sie aus Fröhlichkeit einen Schluck Wein.wo er den Baum abgehauen hatte. der schnürte sich den Leib mit einem Riemen zusammen.

Gretel. sei guter Dinge. ging es wieder und schaute nach dem Herrn und sah ihn nich t.' sprachs weiter. Indem kam der Gast. aber der Gast war noch nicht gekommen. wills schon zurichten.' Also tat es noch einen herzhaften Trunk. wenn ich noch einen Trunk tue. 'Wer weiß. ist aber Jammer und Schade. hielt es den Finger an den Mund und sprach 'still! still! macht geschwind. und brachte sie. wenn . ich eß ihn weg. rupfte sie.' antwortete Gretel. legte Gretel den Spieß mit den Hühnern beiseite und dachte 'so lange da beim Feuer stehen macht schwitzen und durstig.' Lief hinab. besser ists. und wetzte es auf dem Gang.' Wie die zwei Flügel verzehrt waren. und ließ das zweite Huhn wieder zum andern laufen. Nun ging es und stellte die Hühner wieder übers Feuer. Weil aber der Braten so gut roch. kam der Herr dahergegangen und rief 'eil dich.' 'Wills schon machen. Gretel. Herr. damit sie braten sollten. richte mir zwei Hühner fein wohl zu. daß Ihr wieder fortkommt.' Sprach der Herr 'so will ich nur selbst laufen und den Gast holen. was sind die Hühner so gut! ist ja Sünd und Schand. tu noch einen frischen Trunk und iß es vollends auf. sonst merkt der Herr. 'und ist nicht gut abbrechen. wann die kommen! derweil spring ich in den Keller und tue einen Schluck.' 'Ja. Der Herr sah indessen. nahm das große Messer. Wie es so im besten Essen war.' antwortete Gretel. dachte es 'der andere muß auch herab. Da rief Gretel dem Herrn 'kommt der Gast nicht. Herr. ich glaube.' und tat einen guten Zug. Gretel. hast du Ruhe: warum soll die gute Gottesgabe umkommen?' Also lief es noch einmal in den Keller. womit er die Hühner zer- schneiden wollte. muß das andere auch sein. wo sie am besten im Saft sind. steckte sie an den Spieß. wer weiß. tat einen ehrbaren Trunk. der Gast kommt gleich nach. ob der Herr mit dem Gast noch nicht käm. brühte sie. Gretl lief und schaute. 'sie kommen wohl gar nicht und sind wo eingekehrt. wer da war. 'Der Wein hängt aneinander. dachte 'der eine Flügel verbrennt. das eine ist doch angegriffen.' fiel ihm ein. sah Gretel das andere an und sprach 'wo das eine ist.' Da sprachs 'hei.' und tat noch einen ernsthaften Zug. wenn sie nicht bald gegessen werden. aber es sah niemand: stellte sich wieder zu den Hühnern. wies gegen Abend ging. und als es den Gast sah. die zwei gehören zusammen: was dem einen recht ist. Nun stachs die Hühner ab. daß der Herr einmal zu ihr sagte 'Gretel. setzte einen Krug an. dachte Gretel 'es könnte etwas fehlen. Die Hühner fingen an braun und gar zu werden. so muß ich die Hühner vom Feuer tun. zum Feuer. strich sie mit Butter und trieb den Spieß lustig herum. wenns all ist. so sollte mirs nicht schaden. daß man sie nicht gleich ißt!' Lief zum Fenster. und aß das eine Huhn in aller Freudigkeit auf. versucht muß er werden!' schleckte mit dem Finger und sprach 'ei. das ist dem andern billig. Es trug sich zu. sprach 'Gott gesegnes dir. ob der Tisch wohl gedeckt war. heut abend kommt ein Gast. Wie das eine Huhn hinunter war und der Herr noch immer nicht kam.' Also schnitt es ihn ab und aß ihn auf. und er schmeckte ihm. und wie es damit fertig war. daß etwas fehlt. klopfte sittig und höflich an der Haustüre.' Als der Herr den Rücken gekehrt hatte.

die Ohren taub. Wie sie da so sitzen. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte. damit er sie beide heim brächte. Einmal auch konnten seine zitterigen Hände das Schüsselchen nicht festhalten.' 'Das ist feine Weise!' sprach der Herr. 'Was machst du da?' fragte der Vater. die Stie- gen wieder hinab. sagte 'ja. damit mir was zu essen geblieben wäre.' Der Gast hörte das Wetzen und eilte. da trat ein alter Mann zu ihm. so seid Ihr unglücklich. 'Ich mache ein Tröglein. wenn ich groß bin. Gretel? was meinst du damit?' 'Ja. schüttete er Suppe auf das Tischtuch. da sah er betrübt nach dem Tisch. er hat Euch zwar zum Nachtessen einge- laden. Da lief er hinter ihm her.' 'Was kann das anders sein als mein Apfelbaum?' dachte der Müller. und schrie 'nur eins! nur eins!' und meinte. als hörte er es nicht. Gretel war nicht faul. wenn du mir versprichst. daraus mußte er nun essen. Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor. er sagte aber nichts und seufzte nur.' antwortete das Kind. und sie gaben ihm sein Essen in ein irdenes Schüsselchen und noch dazu nicht einmal satt. von der Schüssel genommen und ist damit fortgelaufen. und sprach 'was quälst du dich mit Holzhacken. Hört nur. 'wenn er mir dann wenigstens das eine gelassen hätte. lief schreiend zu dem Herrn und rief 'da habt Ihr einen schönen Gast eingeladen!' 'Ei. und lief. die ich eben auftragen wollte.' und verschrieb es dem fremden Manne. ich will dich reich machen.' Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an' fingen endlich an zu weinen. den er noch niemals gesehen hatte. wenn er ein wenig verschüttete. der Gast sollte ihm nur ein Huhn lassen und nicht alle beide nehmen: der Gast aber meinte nicht anders. Einmal war er in den Wald gegangen. warum. als Euch die beiden Ohren abzuschneiden. und deswegen mußte sich der alte Großvater endlich hinter den Ofen in die Ecke setzen. wie er das Messer dazu wetzt. was hinter deiner Mühle steht. Der aber lachte höhnisch und sagte 'nach drei . es fiel zur Erde und zerbrach. holten alsofort den alten Großvater an den Tisch und ließen ihn von nun an immer mitessen. und die Knie zitterten ihm.Euch mein Herr erwischt. und ward ihm leid um die schönen Hühner. sagten auch nichts. Da kaufte sie ihm ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Heller.' sagte es. Holz zu holen. 'der hat mir beide Hühner. dem waren die Augen trüb geworden. als er sollte eins von seinen Ohren hergeben. er sollte bleiben. so trägt der kleine Enkel von vier Jahren auf der Erde kleine Brettlein zusammen. und es floß ihm auch etwas wieder aus dem Mund. was er konnte. Der alte Großvater und der Enkel Es war einmal ein steinalter Mann. Die junge Frau schalt. aber der Gast tat. Das Mädchen ohne Hände Ein Müller war nach und nach in Armut geraten und hatte nichts mehr als seine Mühle und einen großen Apfelbaum dahinter. 'daraus sollen Vater und Mutter essen. als wenn Feuer unter ihm brennte. das Messer noch immer in der Hand.' Er rief ihm nach. aber er hat nichts anders im Sinn. und die Augen wurden ihm naß.

ich bin Euer Kind. Da konnte er ihr wie- derum nicht nahen und sprach wütend zu dem Müller 'hau ihr die Hände ab. 'das ist der Teufel gewesen: den Apfelbaum hat er nicht gemeint. so führt mich der Teufel fort. Da ging er zu dem Mädchen und sagte 'mein Kind. wo sie der Böse holen wollte. Müller. Als nun die Zeit herum war.' Sie antwortete 'lieber Vater. und er versprach. daß sie doch ganz rein waren. damit sie sich nicht mehr waschen kann. und in der Angst hab ich es ihm versprochen. als ich brauche. und beim Mondschimmer sah sie.' Er antwortete 'das kommt von einem fremden Manne. Und weil sie den gan- zen Tag gegangen war und keinen Bissen genossen hatte. wenn ich dir nicht beide Hände abhaue. Mann. wie es zugegangen ist. bis es Nacht ward. und der Tag kam. Zornig sprach er zum Müller 'tu ihr alles Wasser weg. daß Bäume voll schöner Früchte darin standen.' Die Müllerstochter war ein schönes und frommes Mädchen und lebte die drei Jahre in Gottesfurcht und ohne Sünde.' 'Ach. aber er konnte ihr nicht nahekommen. Der Teufel erschien ganz frühe.' und ging fort.' Dem Vater ward angst. denn es war ein Wasser darum. ich will dich zei- tlebens aufs köstlichste halten. was ich Böses an dir tue. Als der Müller nach Haus kam. so dachte sie 'ach. macht mit mir. Da mußte er weichen und hatte alles Recht auf sie verloren.Jahren will ich kommen und abholen. sondern unsere Tochter. sonst kann ich ihr nichts anhaben. ihm zu ge- horchen. denn sonst habe ich keine Gewalt über sie. ich habe ihm dagegen verschrieben. und ich hole dich selber. so bist du mein. aber sie hatte so lange und so viel auf die Stümpfe geweint. Der Müller sprach zu ihr 'ich habe so großes Gut durch dich gewonnen. kein Mensch hats hereingebracht. und mit Sonnenaufgang machte sie sich auf den Weg und ging den ganzen Tag. sonst muß ich ver- . damit ich etwas von den Früchten äße.' Der Müller fürchtete sich und tat es. der mir im Walde begegnet ist und mir große Schätze verheißen hat. und sie waren ganz rein. die stand hinter der Mühle und kehrte den Hof.' sagte die Frau erschrocken. aber sie konnte nicht hinein. Da kam sie zu einem königlichen Garten. da wusch sie sich rein und machte mit Kreide einen Kranz um sich.' Der Müller entsetzte sich und antwortete 'wie könnt ich meinem eigenen Kinde die Hände abhauen!' Da drohte ihm der Böse und sprach 'wo du es nicht tust. woher kommt der plötzliche Reichtum in unser Haus? auf einmal sind alle Kisten und Kasten voll. und der Hunger sie quälte. trat ihm seine Frau entgegen und sprach 'sage mir. wäre ich darin.' Darauf ließ sie sich die verstümmelten Arme auf den Rücken binden. und ich weiß nicht.' Sie antwortete aber 'hier kann ich nicht bleiben: ich will fortge- hen: mitleidige Menschen werden mir schon so viel geben. aber sie hatte auf ihre Hände geweint. Am andern Morgen kam der Teufel wieder. Der Teufel kam zum drittenmal. was hinter der Mühle steht: den großen Apfelbaum können wir wohl dafür geben. was mir gehört. Hilf mir doch in meiner Not und verzeihe mir.' Darauf legte sie beide Hände hin und ließ sie sich abhauen. was Ihr wollt.

damit der Geist durch den Graben gehen konnte. so will ich diese Nacht bei dir wachen.' Da kniete sie nieder. der soll- te den Geist anreden. da befahl er die junge Königin sein- er Mutter und sprach 'wenn sie ins Kindbett kommt. nicht gefragt und nicht gerufen. wo sie hingekommen wäre: sie läge nicht unter dem Baume und wäre doch weg. und aß wieder mit dem Munde eine Birne ab. nachdem er die Birne gegessen hatte?' Der Gärtner antwortete 'es kam jemand in schneeweißem Kleide vom Himmel. liebte er sie von Herzen. Da antwortete der Gärtner 'vorige Nacht kam ein Geist herein. und weil sie so schön und fromm war. . und vertauschte den Brief mit einem andern. Nun ging sie in den Garten. trat zu dem Baum.' Der König sprach 'verhält es sich.schmachten. der hat die Schleuse zugemacht und das Wasser ge- hemmt.' Er nahm sie mit sich in sein königliches Schloß.' Nun gebar sie einen schönen Sohn.' Als es dunkel ward. dem der Garten gehörte. aber sie waren alle gezählt. Da schrieb es die alte Mutter eilig und meldete ihm die frohe Nachricht. da zählte er und sah. so habe ich mich gefürchtet. rief Gott den Herrn an und betete. Sie sah einen Baum mit Obst. Und weil es ein Engel muß gewesen sein. so haltet und verpflegt sie wohl und schreibt mirs gleich in einem Briefe. fürchtete er sich und meinte. Der Bote aber ruhte unterwegs an einem Bache. kam der König in den Garten. von allen verlassen. Als sie die Birne gegessen hatte. und fragte den Gärtner. Da kam der Teufel. so daß der Graben trocken ward und sie hindurchgehen konnte. Da ging der Priester hervor und sprach 'bist du von Gott gekommen oder von der Welt? bist du ein Geist oder ein Mensch?' Sie antwortete 'ich bin kein Geist. schlief er ein. darin stand. Der Gärtner sah es mit an. das waren schöne Birnen. Als der Geist die Birne gegessen hatte. Auf einmal kam ein En- gel daher.' D er König sprach 'wie ist der Geist über das Wasser hereingekommen? und wo ist er hingegangen. und ging und versteckte sich in das Gebüsch. schwieg still und getraute nicht zu rufen oder den Geist anzureden. Alle drei setzten sich unter den Baum und gaben acht. und brachte einen Priester mit. Der König. Um Mitternacht kam das Mädchen aus dem Gebüsch gekrochen. daß eine der Birnen fehlte.' Der König sprach 'wenn du von aller Welt verlassen bist. daß die Königin einen Wechselbalg zur Welt gebracht hätte. ließ ihr silberne Hände machen und nahm sie zu seiner Gemahlin. kam am andern Morgen herab. wie du sagst. und da er von dem langen Wege ermüdet war. weil aber der Engel dabeistand. der machte eine Schleuse in dem Wasser zu. Da trat sie hinzu und aß eine mit dem Munde vom Baume ab. der hatte keine Hände und aß eine mit dem Munde ab. welcher der frommen Königin immer zu schaden trachtete. sondern ein armer Mensch. neben ihr aber stand der Engel im weißen Kleide. so will ich dich nicht verlassen. war sie gesättigt. nur von Gott nicht. und der Engel ging mit ihr. ist er wieder zurückgegangen. Nach einem Jahre mußte der König über Feld ziehen. das Mädchen wäre ein Geist. ihren Hunger zu stillen. aber nicht mehr.

sie lebt noch. Zunge und Augen. Aber die alte Mutter weinte. die sprach 'willkommen. Da kam der Teufel abermals und legte ihm einen andern Brief in die Tasche. und nicht essen und nicht trinken. Der Bote ging mit dem Brief zurück. daß so unschuldiges Blut sollte vergossen werden.' und führte sie hinein.' Da sprach der König 'ich will gehen. daß ich zwei unschuldige Seelen ums Leben brin- gen sollte!' und zeigte ihm die beiden Briefe. aber länger darfst du nicht hier bleiben: geh mit deinem Kinde in die weite Welt hinein und komm nie wieder zurück. bis ich meine liebe Frau und mein Kind wiedergefunden habe. Da sprach die arme Frau 'woher weißt du. und durch Gottes Gnade wegen ihrer Frömmigkeit wuchsen ihr die abge- hauenen Hände wieder. und der Engel des Herrn erschien ihr und führte sie zu einem kleinen Haus. und sprach weiter 'ich habe getan.' und wies ihm die Wahrzeichen. daß ich eine Königin war?' Die weiße Jungfrau antwortete 'ich bin ein Engel. die der Böse verfälscht hatte. und legte ihn dann auf ein schönes gemachtes Bettchen. daß er seine Frau mit dem Kinde sehen wollte. Frau Königin. und die arme Frau ging mit weiniglichen Au- gen fort. wie der König befiehlt. in die weite Welt zu gehen. und sie geheißen. weil du so zornig über sie wärst. doch schrieb er zur Antwort. Die alte Mutter erschrak heftig. damit er trank. Da fing die alte Mutter an zu weinen und sprach 'du böser Mann. und sein erstes war. Der König kam endlich aus dem Felde wieder nach Haus. deiner Frau aber habe ich ihr Kind auf den Rücken gebunden. konnte es nicht glauben und schrieb dem Könige noch einmal. da setzte sie sich auf ihre Knie und betete zu Gott. ruhte an der nämlichen Stelle und schlief wieder ein.' Da blieb sie in dem Hause sieben Jahre. darin stand. nie wieder hierher zu kommen. Sie kam in einen großen wilden Wald. und war wohl verpflegt. und sie hat versprechen müssen. aber sie bekam keine andere Antwort. daß es die alte Mutter erbarmte und sie zu ihm sprach 'gib dich zufrieden. Da band sie ihr den kleinen Knaben von dem Rücken und hielt ihn an ihre Brust. sie sollten zum Wahrzeichen Zunge und Augen der Königin aufheben.Als der König den Brief las. was hast du mir geschrieben. sie sollten die Königin mit ihrem Kinde töten.' Aus dem Häuschen kam eine schneeweiße Jungfrau. Da fing der König an noch viel bitterlicher zu weinen über seine arme Frau und sein Söhnlein. sie sollten die Königin wohl halten und pflegen bis zu seiner Ankunft. wenn sie nicht in der Zeit umgekommen oder Hungers gestorben sind. Ich habe eine Hirschkuh heimlich schlachten lassen und von dieser die Wahrzeichen genommen. daran war ein Schildchen mit den Worten 'hier wohnt ein jeder frei. Dann sprach sie zu der Königin 'ich kann dich nicht töten lassen. so weit der Himmel blau ist.' Sie band ihr das Kind auf den Rücken. erschrak er und betrübte sich sehr. wie du befohlen hast. schnitt ihr Zunge und Augen aus und hob sie auf. ließ in der Nacht eine Hirschkuh holen. von Gott gesandt. als sie den Brief erhielt. dich und dein Kind zu verpflegen. weil der Teufel dem Boten jedesmal einen falschen Brief unterschob: und in dem letzten Briefe stand noch.' .

und suchte sie in allen Steinklip- pen und Felsenhöhlen. Da sprach sie 'Schmerzenreich. wo die Königin mit ihrem Sohne saß. Da sagte sie 'ich bin deine Frau. an die sieben Jahre lang. Das hörte der König im Schlummer und ließ das Tuch noch einmal gerne fallen. Sie äscherte sich ab von Morgen bis Abend und lud ihrem Mann. Es war aber alles umsonst. Da sah er erst gewiß. Die hagere Liese Ganz anders als der faule Heinz und die dicke Trine. wer sie wäre. Herr König. und das ist dein Sohn Schmerzen- reich. nahm ihn bei der Hand. führte ihn hinein und sprach 'seid willkommen. und suche meine Frau mit ihrem Kinde. aber Gott erhielt ihn.' und fragte ihn. wo er herkäme. Er antwor- tete 'ich bin bald sieben Jahre umhergezogen. da hast du gesagt. sie wäre verschmachtet. mein Vater wär im Himmel und wäre der liebe Gott: wie soll ich einen so wilden Mann kennen? der ist mein Vater nicht. daß es seine liebe Frau und sein liebes Kind war.' Da ging sie hin. dachte die hagere Liese. Er aß nicht und trank nicht während dieser ganzen Zeit.' und der Engel ging in die Kammer.' Das Kind hob es auf und deckte es wieder über sein Gesicht. ich habe ja keinen Vater auf der Welt.' Wie der König das hörte. heb deinem Vater das Tuch auf und decke ihm sein Gesicht wieder zu. Ich habe das Beten gelernt. Da legte er sich schlafen.' Und er sah ihre lebendigen Hände und sprach 'meine Frau hatte silberne Hände. Da ward das Knäbchen un- geduldig und sagte 'liebe Mutter. wo er lag. dem langen Lenz. die sich von nichts aus ihrer Ruhe bringen ließen. Darauf zog der König umher. Darauf ging der Engel in die Kammer.' Da kam die weiße Jungfrau heraus. ich kann sie aber nicht finden. Eines Abends. und sagte 'ein schwerer Stein ist von meinem Herzen gefallen. aber er fand sie nicht und dachte. der du bist im Himmel. Da war große Freude überall. den sie gewöhnlich Schmerzenreich nannte. daran das Schildchen war mit den Worten 'hier wohnt jeder frei. holte die silbernen Hände und zeigte sie ihm. unser Vater.' Der Engel bot ihm Essen und Trinken an. daß er schwerer zu tragen hatte als ein Es- el an drei Säcken. richtete er sich auf und fragte. Sie stieß ihren Mann mit dem Ellenbogen in die Seite und . und sie lebten vergnügt bis an ihr seliges Ende. und das Tuch fiel ihm vom Angesicht. und sprach zu ihr 'geh heraus mitsamt deinem Kinde. als sie im Bette lag und vor Müdigkeit kaum ein Glied regen konnte.' Sie antwortete 'die natürlichen Hände hat mir der gnädige Gott wieder wachsen lassen. wie kann ich meinem Vater das Gesicht zudecken. ließen sie die Gedanken doch nicht einschlafen.' Da speiste sie der Engel Gottes noch einmal zusammen. sie hatten nichts und kamen zu nichts. und wollte nur ein wenig ruhen. und der König und die Königin hielten noch einmal Hochzeit. und deckte ein Tuch über sein Gesicht. und dann gingen sie nach Haus zu seiner alten Mutter. er nahm es aber nicht. und küßte sie und war froh. dein Gemahl ist gekommen. Endlich kam er in einen großen Wald und fand darin das kleine Häuschen. so viel Arbeit auf.

'du willst mir drohen. daß sie mit ihren aufgehobenen Kleidern mitten in einem blaublühenden Flachsfeld . hob ihre Kleider auf und wollte durchwaten. ruft ein Mann. oder ob sie ausging. was es war. Auf einmal kamen sie an einen stark angeschwollenen Bach. neben ihr ganz spöttisch 'ei! wo hast du deine Augen.' 'Was.' 'Freilich. seht ihr nicht. war geputzt und ging in einem großen Zug über das Feld nach dem Ort.' sagte die Frau. du Strick. und jagten den Hexenmeister mit Schimpf und Schande fort. und das war der Zauberer. Wie sie nun eben im Wasser so steht. wenn du dein Vorhaben ausführst. Nun war aber ein Mädchen.' 'Die Milch ist nicht für dich. und wir es gut verkaufen können. Da ließ er auch einen Hahn einherschreiten. das schadet nichts. 'woher ich den Gulden nehmen soll. 'wenn die Kuh ein Kälbchen bringt. Lenz. Da gingen ihr die Augen auf. Da war die Braut flink. 'es mag schaden oder nicht. 'aber ein wenig Milch nehmen wir doch. meinst du. mit der andern drückte er ihr den Kopf auf das Kissen. daß du das für ein Wasser hältst?. das weiß ich nicht. den du von mir willst geschenkt haben. und sie sah. Da rief es 'ihr Leute. den sie finden wollte.' Sie wol lte ihm in die Haare fallen. bis sie vor großer Müdigkeit eingeschlafen war. Ob sie am andern Morgen beim Erwachen fortfuhr zu zanken.' rief sie. daß der Balken nichts war als ein Strohhalm. das hatte eben ein vierblättriges Kleeblatt gefunden und war dadurch klug geworden. du fauler Heinz.' 'Wer hat dich gelehrt mit Kühen umgehen?' sprach die Frau.' fügte er hinzu. Du langer Lenz. ließ sie schimpfen und hielt sie so lange. so wollte ich einen dazu borgen. so tust du wohl. was ich gedache habe? wenn ich einen Gulden fände. was der Hahn da trägt. und war keine Brücke und kein Steg. 'wir lassen das Kalb saugen. oder ich hänge dir eine Maultasche an. so werde ich doch manchmal zu meiner Erquickung einen Trank Milch erhalten.' sagte der Mann. Der Hahnenbalken Es war einmal ein Zauberer.' Nach einiger Zeit hielt das Mädchen Hochzeit. darüber zu ge- hen. den Gulden zu suchen. 'sei still. Er aber. damit es groß und fett wird.' Alsbald verschwand der Zauber. und du kannst dafür eine Kuh kaufen.sprach 'hörst du.' antwortete der Mann. und du solltest mir auch noch einen geben: sobald ich dann die vier Gulden beisammen hätte. als wäre er federleicht. aber der lange Lenz richtete sich auf. ich will es nicht haben: und wenn du dich auf den Kopf stellst.' sprach er. der stand mitten in einer großen Menge Volks und voll- brachte seine Wunderdinge. 'ich weiß zwar nicht. voll innerlichen Zornes. wo die Kirche stand.' 'Ich freue mich.' Dem Mann gefiel das recht gut. der hob einen schweren Balken und trug ihn. aber wenn du dennoch das Geld zusammenbringst. weil du nicht zu ersättigen bist. so daß kein Blendwerk vor ihm bestehen konnte. sprach 'ich will mich schon rächen. packte mit der einen Hand die dürren Arme der hagern Liese zusammen. so wollte ich eine junge Kuh kaufen. du kriegst keinen Tropfen Milch.' 'Frau. das ist ein bloßer Strohhalm und kein Balken. und sah. du wolltest verzehren. was ich mit Mühe erwerbe. du Nimmersatt. und die Leute sahen. und einer mir geschenkt würde.

Der gute Handel Ein Bauer. ak. du sagst ‹was. die schlachtete er. ak. der hatte seine Kuh auf den Markt getrieben und für sieben Taler verkauft. 'Nun wenn du dabei beharrst. sprach zu sich 'horch. was. ein groß Maul habt ihr und könnt schreien. 'Es ist kein . aber die Frösche riefen noch 'ak. ich kanns euch vorzählen. Auf dem Heimweg mußte er an einem Teich vorbei. Da sahen es die Leute auch allesamt und jagten sie mit Schimpf und Gelächter fort. Aber es wollte niemand kommen und auszahlen. rief er ihnen zu 'dummes Vieh. Als er nun mit dem Fleisch zu der Stadt kam.' holt das Geld aus der Tasche und zählte die sieben Taler ab.' sprach er für sich. ich merke wohl. ak.' Die Frösche blieben aber bei ihrem 'ak. und das Fell hätte er obendrein. keine acht. ak. und da hörte er schon von weitem. ak.' Der Hund antwortete nichts als 'was.' Als drei Tage herum waren. schnupperte und bellte 'was.' sprach der Hund. 'wollt ihrs besser wissen als ich.' Darauf lud er das Fleisch ab und kehrte wieder um: die Hunde machten sich darüber her und bellten laut 'was. ak.' 'Nun. die ich gelöst habe. sonst geht dirs schlimm: du kannst mirs nur hin- ausbringen. und machte die Rechnung. aber der große muß mir einstehen. Die Frösche kehrten sich aber nicht an seine Rechnung und riefen abermals 'ak. weil du etwas von dem Fleisch verlangst. ak. ak.stand. ak' und warfen auch das Geld nicht wieder heraus. das ihr seid! wißt ihrs nicht besser? sieben Taler sinds und keine acht. ihr Klotzaugen. dachte der Bauer 'heute abend hast du dein Geld in der Tasche. 'die schreien auch ins Haberfeld hinein: sieben sinds. wie die Frösche riefen 'ak. wenn er das Fleisch gut verkaufte.' 'Ja. was. wenn ich dirs geben wollte. ich kenne dich wohl und weiß. so zählt selber. wasŠ. was. ich wollte da stehen bis ihr fertig wärt?' Damit ging er fort. der es von weitem hörte. bis sie fertig wären und ihm das Seinige wiederbrächten. aber sieben Taler könnt ihr nicht zählen: meint ihr. war vor dem Tore ein ganzes Rudel Hunde zusammengelaufen. ak. ak' hinter ihm her. Er blieb stehen und wollte warten.' und warf ihnen das Geld miteinander ins Wasser hinein. daß er ganz verdrießlich heimkam.' 'Ei.' Als er zu dem Wasser herankam. Er wartete noch eine gute Weile. bei wem du dienst: aber das sage ich dir. wenn ihrs nicht glauben wollt. was. bis der Abend anbrach und er nach Haus mußte. was. ak. könnte er so viel lösen' als die beiden Kühe wert wären.' Als er gar nicht aufhören wollte. ihr Dickköpfe. Ober eine Zeit erhandelte er sich wieder eine Kuh.' rief der Bauer ganz bös. sprach der Bauer zu ihm 'ja. daß einem die Ohren weh tun. jetzt verlangen sie alle was. aber die Frösche be- harrten auf ihrem Sinn. so will ich dirs lassen.' und war ganz vergnügt. was. schrieen immerfort 'ak.' Der Bauer. immer vierund- zwanzig Groschen auf einen. da sollt ich aber schön ankommen. ak. da schimpfte er die Frösche aus und rief 'ihr Wasserpatscher. in drei Tagen muß ich mein Geld haben. ak. voran ein großer Windhund: der sprang um das Fleisch. ak.' 'Willst dus auch nicht wegfressen und für deine Kameraden da gutstehen?' 'Was.

von Rechts wegen gebührt mir gar nichts. Er ward vor den König geführt. 'was könnt Ihr von einem Ochsen anders erwarten als Rindfleisch!' 'Warte.' 'Ach. der in der Nähe gestanden und das Gespräch mit angehört hatte. 'es gibt noch Gerechtigkeit auf der Welt!' und ging in das königliche Schloß und bat sich Gehör aus. lief dem Bauer nach. 'er soll seine fünfhundert haben. 'du sollst einen andern Lohn haben. und der Metzger hat mich dafür mit dem Stock bezahlt. 'fünfhundert werden mir ausgezahlt.' Ein Jude. hielt ihn beim Rock und sprach 'Gotteswunder. daß er in die Stadt zu dem Fleischer ging und sein Geld forderte. der da saß mit seiner Tochter und fragte. als eben über dich. Jetzt pack dich fort. 'dreihundert kannst du noch haben. es wäre ein Spaß.' sprach dieser. was wollt Ihr mit den harten Talern?' 'Mauschel.' sprach der Soldat. Nach Verlauf der drei Tage ging der Bauer. 'Zieht ihm den Rock aus.Verlaß mehr auf jemand. 'ich will sie gar nicht: ich habe daheim nur eine einzige Frau. Du kannst Gott für dein Glück danken.' 'Hör. griff nach einem Besenstiel und jagte ihn hinaus. melde dich in drei Tagen beim König.' 'O. aber dafür sollst du meine Tochter zur Frau haben: ihr Lebtag hat sie noch nicht gelacht. dem Befehl des Königs gemäß. und der König sprach zu ihm 'recht kann ich dir hier nicht geben.' Wie der Bauer hinaus vor die Tür kam. verlangten das Ihrige. Herr König. was ihm für ein Leid widerfahren wäre. und erhielten die Schläge richtig zugemessen. gib mirs gleich in Münze. und ich habe sie dem versprochen. was seid Ihr ein Glückskind! ich wills Euch wechseln. das mein ich. und dreihundert hat mir der Jude eingewechselt. und laß dirs aufzählen. ich will mein Geld: hat der große Hund Euch nicht die ganze geschlachtete Kuh vor drei Tagen heimgebracht?' Da ward der Fleischer zornig.' Da ward der König zornig und sagte 'du bist ein Grobian. zweihundert habe ich an die Schildwache ver- schenkt. sprach die Schildwache 'du hast die Königstochter zum Lachen gebracht. und endlich riß ihm die Geduld. 'Ach. 'so sollst du zweihundert haben. da wirst du was Rechtes bekommen haben.' sagte der Bauer. Der Fleischer meinte.' antwortete der Bauer.' 'Ja. 'gib mir etwas davon! was willst du mit all dem Geld anfangen!' 'Weil dus bist.' sprach der Bauer. aber in drei Tagen komm wieder. als ob in jedem Winkel eine stände. 'sie gehören nicht mehr mein.' antwortete der Bauer. und die ist mir schon zuviel: wenn ich nach Haus komme. vor den König.' sagte der Bauer. der sie zum Lachen brächte.' Indem kam der Soldat und der Jude herein. so sollen dir fünfhundert vollgezählt werden. wie es zugegangen war.' Der Jude freute sich über das Profitchen und brachte die Summe in schlechten Groschen. 'Wart. ich wills Euch umsetzen in Scheidemünz. Darüber fing die Königstochter laut an zu lachen.' erwiderte der König. so ist mir nicht anders. wo drei so viel wert sind als zwei gute. Der Soldat ertrugs . aber der Bauer sagte 'Spaß beiseite. das sie dem Bauer abgewonnen hätten.' sprach er. heute über drei Tage wirst du dafür beim König bezahlt werden.' antwor- tete der Bauer. 'die Frösche und die Hunde haben mir das Meinige genommen.' sagte er.' sprach der Bauer.' 'Ach.' und erzählte weitläufig.

was ich hätte. ich hätte seinen Rock an.' sprach der Jude für sich. wie Ihr geht und steht. 'Ihr sollt gleich zum Herrn König kommen. daß wir ihm schreiben.' antwortete der Bauer. die hatten es verabredet. was sich schickt.' und ließ ihm noch etwas in harten Talern nachzahlen. Der König hielt dem Bauer die bösen Reden vor. dem geht kein wahres Wort aus dem Munde. so wollen wir beim Herbergsvater ausmachen. Der Jude war ihm nachgeschlichen und hörte. ein Mann. damit Ihr vor den Herrn König treten kon- ntet?' Wie der König das hörte. wenn der Zorn des Königs verraucht wäre. keine Arbeit finden.' Die drei Handwerksburschen Es waren drei Handwerksburschen. so sprach er 'ich will Euch für die kurze Zeit einen schönen Rock leihen aus bloßer Freund- schaft. der Kerl da ist imstand und behauptet. was ich so auf gut Glück eingesteckt habe!' 'Gott bewahre. wo wir hinkommen. zog den Rock vom Juden an und ging mit ihm fort. Auf eine Zeit aber fanden sie bei ihren Meistern kein Verdienst mehr.' Als der König von den Reden des Bauern hörte. so käme er um seine Belohnung und der Bauer um seine Strafe. und füllte in seine weiten Taschen. und er wird obendrein noch bestraft.' 'Was soll mir das?. sollte in dem alten Lumpenrock hingehen?' Der Jude. bevor er dir zuteil ward.' sprach der Bauer. 'ist der Rock nicht mein? hab ich ihn Euch nicht aus bloßer Freundschaft geborg t. und da aller Zorn ver- schwunden war. da krieg ich eine Belohnung. was tut der Mensch nicht alles aus Liebe!' Der Bauer ließ sich das gefallen. so wüßte ich. Der Jude lief zum Bauer.' 'Ich weiß besser. sprach er 'weil du deinen Lohn schon verloren hast. wo wir . wie er mit sich allein brummte 'nun hat mich der Spitzbube von König doch hinters Licht geführt! hätte er mir nicht selbst das Geld geben können. ist immer gelo- gen. 'der spricht despektierlich von un- serm Herrn. so will ich dir einen Ersatz geben: geh in meine Schatzkammer und hol dir Geld. soviel du willst. daß der Bauer ohne einen andern Rock nicht wegzubringen war. der so viel Geld in der Tasche hat. wie kann ich nun wissen. so daß sie endlich ganz abgerissen waren und nichts zu leben hatten. als er sah. meinst du. mich oder den Bauer. Da sprach der eine 'was sollen wir anfangen? hier bleiben können wir nicht länger. geriet er in Zorn und hieß den Juden hingehen und den Sünder herbeiholen. schrie der Jude. ich lauf und gebs an. wies schmeckte: der Jude aber tat jämmerlich 'au weih geschrien! sind das die harten Taler?' Der König mußte über den Bauer lachen. wir wollen wieder wandern. Der Bauer aber ging in dem guten Rock und mit dem guten Geld in der Tasche heim und sprach 'diesmal hab ichs getrof- fen. sprach er 'einen hat der Jude gewiß betrogen. 'was ein Jude sagt. Danach ging er ins Wirtshaus und überzählte sein Geld.geduldig und wußte schon. die der Jude hinterbracht hatte. ob das richtig ist. 'Ach.' Der Bauer ließ sich das nicht zweimal sagen. und weil er fürchtete. was nur hinein wollte. 'erst laß ich mir einen neuen Rock machen. und wenn wir in der Stadt. auf ihrer Wanderung beis- ammen zu bleiben und immer in einer Stadt zu arbeiten.

und sie hatten eine Holzaxt und schlugen den reichen Kaufmann tot. 'ich habe keinen Teil an euch. so wollen wir uns trennen. wer sie wären. Wie er den Mantelsack in seine Stube trug.' der dritte 'und das war recht. und als er da einen Pferdefuß und einen Menschenfuß erblickte.' sprach der Mann. und der Teufel sagte ihnen. 'sie sind nicht recht klug. als er gefordert hatte. was er verlangte. Sie gingen hinein.' Das sollten sie immer hinterein- ander sagen. wollte er sich nicht mit ihm einlassen. daß er schwer von Gold war. der Kaufmann aber kam oben hin in eine besondere Stube. 'alle drei bezahlen. das sind sie auch. daß ein großer Kaufmann kam mit vielem Geld.' sagte der Wirt. da sind die drei närrischen Handwerksbursche.' das schien den andern auch das beste. so wäre gleich alles Geld verschwunden: solange sie es aber befolgten. solls euch an Geld und Arbeit nicht fehlen. Darauf gab er den drei Handwerkern unten ein Lager.' 'Ja.' Der zweite 'ums Geld.wenns unserer Seele und Seligkeit nicht schadet.' Sie bezahlten aber noch mehr. sollten ihre Taschen im- mer voll sein. nach vollbrachtem Mord legten sie sich wieder schlafen. heb er mir mein Geld auf. gabs großen Lärm. es ist nicht auf euch abgesehen. Die Gäste sahen das mit an und sprachen 'die Leute müssen toll sein. der sprach 'Herr Wirt. sondern auf eines anderen Seele. und dessen Maß nur vollaufen soll. Zum Anfang gab er ihnen auch gleich soviel.' Das tat der Wirt. 'wenn ihr tun wollt. sie schliefen alle.' der zweite 'ums Geld. der fragte.' Der andere aber hatte nach seinen Füßen gesehen. Nach dem Essen mußte die Bezahlung geschehen.' sagte der Wirt.' Sie sahen aber und wußten alles. und überträten sie das Gebot. fühlte er. willigten sie ein. und das war recht.' 'Ja. der Wirt kam ihnen entge- gen und fragte 'wollt ihr etwas zu essen?' Der erste antwortete 'wir alle drei.' 'Jawohl wars recht. die möchten mirs stehlen. Wies nun Tag war. kam er mit seiner Frau.' der zweite 'ums Geld. weiter aber dürften sie kein Wort sprechen. und dann wollen wir uns trennen. Der Teufel aber sprach 'gebt euch zufrieden. so wollen wirs wohl tun.' Weil sie nun sicher waren. Der dritte 'und das war recht.' 'Freilich ists recht.' antwortete der Mann.' So blieben sie eine Zeitlang in dem Wirtshaus und sprachen kein ander Wort als 'wir alle drei. als sie tragen konnten. da kam ihnen auf dem Weg ein reich gekleideter Mann entgegen. Da .' der dritte 'und das war recht.' Der eine sprach . was ich euch sage. der Kaufmann lag tot im Bett und schwamm in seinem Blut.uns aufhalten. Als Mitternacht war und der Wirt dachte. was darin vorging. und ohne Geld kann ich nichts geben.' sagte der Wirt. und hieß sie in die Stadt in das und das Wirtshaus gehen.' 'Nein. und einer vom andern Nachricht haben kann. 'das mein ich auch. der schon halb mein ist. Sie zogen fort.' sagte der Wirt. 'Wir sind Handwerksleute und suchen Arbeit: wir haben uns bisher zusammengehalten.' 'Das hat keine Not. Es ward ihnen nun gut Essen und Trinken gebracht und wohl aufgewartet. ums Geld.' 'Das versteht sich. der erste sollte auf jede Frage antworten 'wir alle drei. Es trug sich zu. da hielt der Wirt dem einen die Rechnung hin' der sprach 'wir alle drei. wenn wir aber keine mehr finden.' sagte der Wirt. ja ihr sollt große Herren werden und in Kutschen fahren.

Mutter.' sagte der erste. Adies. 'habt ihr euch nicht der Sünde gescheut?' 'Und das war recht.' Also wurden sie hinausgebracht. Da sprach der Schar- frichter 'es kommt Gnade.' Sie wurden also ins Gefängnis gebracht.' 'Ihr Bösewichter.' 'Was hat dir Gretel gegeben?' 'Nadel gegeben.' 'Was hast du ihr gebracht?. Hans. ward ihnen doch angst. da hängen noch viele andere. 'Bei der Gretel gewesen. 'sie gestehens selber. und der Wirt mußte mit in den Kreis treten.' Da sprach der älteste 'wir haben den Kaufmann nicht getötet. Hans?' 'In Heuwagen gesteckt. kam auf einmal eine Kutsche mit vier blutroten Füchsen bespannt. 'und das war recht. .' 'Das hast du dumm gemacht. es soll euch kein Haar gekrümmt werden.' der zweite. ihr seid aber frei und habt Geld für euer Lebtag. Gretel. Hans spricht 'adies.' sprach der Wirt. 'führt sie gleich zum Tod.' Gretel schenkt dem Hans eine Nadel.' 'Machs gut. Wo bist du gewesen?. Hans.' 'Wo hast du die Nadel. Da trat der Teufel heraus als ein sehr vornehmer Herr.' 'Guten Tag. und sollten gerichtet werden. Gretel.' 'Tut nichts.' und ward aus dem Wagen 'Gnade! Gnade!' gerufen.' und deutete auf den Wirt. Da sprach der Teufel zu den dreien 'nun hab ich die Seele. u nd als sie dem Richter das berichtet hatten. der Mörder steht da im Kreis.' Der gescheite Hans Hansens Mutter fragt 'wohin.' 'Adies. prächtig gekleidet. sagt heraus. Wie sie nun von den Henkersknechten gefaßt und oben aufs Gerüst geführt wurden.' Hans nimmt die Nadel. was ihr gesehen und gehört habt. die fanden es. gegeben hat. wies gesagt war. die ich haben wollte. Hans. Mutter.' 'Guten Abend. daß das Feuer aus den Steinen sprang. 'Da hört ihrs nun. aus dem Fenster aber winkte einer mit einem weißen Tuche. wo der Scharfrichter mit bloßem Schwerte stand.' der dritte. Hans. Was bringst du Gutes?' 'Bring nichts. und sprach 'ihr drei seid un- schuldig.' 'Sie haben bekannt und sind noch halsstarrig dazu.' sprach der Richter. der Wirt aber sprach 'das haben die drei tollen Handwerker get- an. Hans. Hans. Wie sie nun sahen. Der Wirt aber ließ sie rufen und sagte zu ihnen 'habt ihr den Kaufmann getötet?' 'Wir alle drei. daß es so ernsthaft ging.' sagte der Richter.' Da schickte der Richter die Henkersknechte hin. 'zum Wahrzeichen geht hin in seinen Keller. steckt sie in einen Heuwagen und geht hinter dem Wagen her nach Haus.' Hans kommt zur Gretel.' Am andern Morgen wurden sie vor Gericht geführt: da sprach der Richter 'seid ihr die Mörder?' 'Wir alle drei. 'Guten Tag. die er ums Leben gebracht.' 'Schon gut machen. ihr dürft nun sprechen. 'Nichts gebracht.' 'Warum habt ihr den Kaufmann er- schlagen?' 'Ums Geld. mußtest die Nadel an den Ärmel stecken.' Die Gä ste bestätigten es und sagten 'niemand anders kanns gewesen sein. gegeben han. ließ er den Wirt hinaufführen und ihm das Haupt abschlagen. 'Guten Abend.' 'Adies. 'ums Geld. aber nachts kam der Teufel und sprach 'haltet nur noch einen Tag aus' und verscherzt euer Glück nicht. Hans?' Hans antwortet 'zur Gretel. und fuhr.liefen alle Gäste zusammen.

' 'Guten Tag. 'Stück Speck gegeben. besser machen.' 'Wohin. 'Ziege gegeben.' 'Was hast du ihr gebracht?. Mutter.' 'Guten Tag. 'Bring nichts.' 'Wo hast du den Speck. Adies. Was bringst du Gutes?' 'Bring nichts. Hans. Gretel. mußtest das Messer in die Tasche stecken. 'Adies. Hunde weggeholt. und ist nichts mehr daran.' 'Machs gut.' 'Guten Tag.' 'Was hast du ihr gebracht?' 'Nichts gebracht. ist sie erstickt.' Hans kommt zur Gretel.' 'Guten Abend. gegeben hat. Hans.' 'Machs gut.' 'Machs gut. 'Nichts gebracht.' 'Adies. Mutter. Hans?. hat er das Seil an der Hand. 'Zur Gretel. Die Hunde kommen und fressen den Speck ab. steckts an den Ärmel und geht nach Haus. Wie er nach Haus kommt. mußtest den Speck auf dem Kopf tragen.besser machen. gegeben hat.' Gretel schenkt dem Hans ein Stück Speck. Mutter.' 'Tut nichts.' 'Wo hast das Messer. 'Guten Abend. Adies.' 'Wohin' Hans?' 'Zur Gretel. Hans?' 'In die Tasche gesteckt.' 'Adies Hans.' 'Machs gut. Mutter.' Hans nimmt das Messer. Was bringst du Gutes?' 'Bring nichts. 'Guten Tag. Gretel. Gretel. Mutter.' Gretel schenkt dem Hans eine junge Ziege. Hans. Hans. Wie er nach Hause kommt.' Hans nimmt den Speck. 'Adies.' Hans kommt zur Gretel. Hans.' 'Wohin.' 'Wo hast du die Ziege.' Gretel schenkt dem Hans ein Messer. mußtest die Ziege an ein Seil binden. Hans. Hans. 'Bei der Gretel gewesen. 'Zur Gretel.' 'Schon gut machen. besser machen. Adies. gegeben han.' Hans kommt zur Gretel. Mutter. gegeben han.' 'Das hast du dumm gemacht. Hans?' 'An den Ärmel gesteckt. 'Guten Abend. gegeben han. bindet ihn an ein Seil und schleifts hinter sich her.' 'Was hat dir Gretel gegeben?. 'Zur Gretel.' 'Was hast du ihr gebracht?' 'Nichts gebracht. Hans?' 'Ans Seil ge- bunden. bindet ihr die Beine und steckt sie in die Tasche.' 'Was hat dir Gretel gegeben?.' 'Schon gut machen. Hans. Hans. Gretel.' 'Adies. Wo bist du gewesen?. Hans. besser machen. Mutter. Hans.' 'Schon gut machen.' 'Was hat dir Gretel gegeben?' 'Messer gegeben.' 'Das hast du dumm gemacht' Hans. Hans?.' . Was bringst du Gutes?.' 'Adies. Hans. heim geführt. Hans. Hans. 'Guten Abend.' 'Adies.' 'Tut nichts. Mutter. Wo bist du gewesen?. Gretel. Hans. Hans. 'Guten Tag.' 'Adies.' Schon gut machen.' 'Adies. 'Guten Tag. Mutter. Wo bist du gewesen?' 'Bei der Gretel gewesen.' 'Das hast du dumm gemacht.' Hans nimmt die Ziege. Adies.' 'Wohin. 'Adies.' 'Tut nichts.' 'Guten Abend. 'Bei der Gretel gewesen. Hans. Mutter. Gretel. Mut- ter. Hans.' 'Guten Abend. Hans?. gegeben hat.

'das will ich alles ausrichten. leitet sie.' 'Das hast du dumm gemacht. und geh mir nicht von der Stelle bis ich wiederkomme.' Da wollte der Geizhals die gute Gelegenheit .' 'Schon gut machen.' 'Tut nichts.' 'Machs gut. das brocke in die Milch. mußtest ihr freundliche Augen zuwerfen. Wo bist du gewesen?' 'Bei der Gretel gewesen. mit mir hinzugehen. 'Guten Tag. Mutter. Adies. Gras vorgeworfen. Was bringst du Gutes?' 'Bring nichts. und hat wohl einzubrocken. setzt es auf den Kopf.' 'Guten Abend. 'mein junger Vetter sitzt warm. Gesicht zertreten. Hans.' Gretel sagt zum Hans 'ich will mit dir gehn. Hans. mitgegangen.' Fragte der geizige Vater 'wie siehts aus mit seinem Vermögen? hat er auch was einzubrocken?' 'Lieber Freund. soll Euch zur Stunde gezeigt werden. der Euch ge- fallen wird. 'Guten Abend. Hans. Hans. besser machen. führt sie vor die Raufe und knüpft sie fest.' Hans geht in den Stall.' antwortete der Werber. 'Bei der Gretel gewesen.' 'Adies. 'Guten Tag. 'Auf den Kopf gesetzt. Hans.' 'Was hat dir Gretel gegeben?' 'Nichts gegeben. Hans. Hans kommt zur Gretel. Da setzte er den Hans hinter den Ofen und ließ ihn gut einheizen. mußtest das Kalb leiten und an die Raufe stellen. bindet sie an ein Seil.' und schlug sich dabei auf seine geplackte Hose. vor die Raufe gebunden. Gretel. Er sollte auch nicht weniger Placken (wie man die Güter nannte) zählen als ich. Hans?' 'Zur Gretel. sticht allen Kälbern und Schafen die Augen aus und wirft sie der Gretel ins Gesicht.' 'Was hat dir Gretel gegeben?' 'Kalb gegeben.' Hans nimmt das Kalb. Gretel. dem wollte sein Vetter gern eine reiche Frau werben. reißt sich los und läuft fort.' sprach der Hans.' 'Was hast du ihr gebracht?' 'Nichts gebracht. der hieß Hans. wie ich sage. Dann holte er einen Topf Milch und eine gute Menge Weißbrot.' Nun zog der Werber ein paar alte verplackte Hosen an.' 'Guten Tag.' 'Guten Abend.' 'Wo hast du das Kalb. Da wird Gretel böse. ging ins andere Dorf zu einer reichen Bauerntochter und sprach 'wollt Ihr nicht meinen Vetter Hans heiraten? Ihr kriegt einen wackern und gescheiten Mann.' 'Das hast du dumm gemacht. gegeben han. hat einen guten schönen Pfennig in der Hand. Gretel. und bleib da sitzen. 'Am Seil geleitet. und das Weißbrot. bess- er machen.' 'Adies. den Heller da halt fest. gab ihm einen neugemünzten glänzenden Heller in die Hand und sprach 'Hans. Mutter.' 'Guten Tag' Hans.' 'Tut nichts.' Gretel schenkt dem Hans ein Kalb. gegeben hat. 'Wollt Ihr Euch die Mühe nehmen. 'Adies.' Hans kommt zur Gretel. daß alles so ist. Mutter. Was bringst du Gutes?' 'Bring nichts.' 'Was hast du ihr gebracht?' 'Nichts gebracht. Hans heiratet Es war einmal ein junger Bauer. Hans.' 'Wo hast du die Gretel gelassen?. und das Kalb zertritt ihm das Gesicht. 'Guten Abend. Darauf geht Hans zu seiner Mutter. Wo bist du gewesen?.' Hans nimmt die Gretel. Hans.' 'Ja. Hans?. gegeben han.' 'Wohin. und ist Hansens Braut gewesen. Mutter.

' sprach Hans ganz laut. setzte ihn auf die Schulter und machte sich auf den Weg nach Haus. da sagten sie klink! und sprangen entzwei. da stieß ich an einen Stein.' Der Herr antwortete 'du hast mir treu und ehrlich gedient. und fing an mit der Zunge zu schnalzen und hopp hopp zu rufen. der die Äcker von der Landstraße trennte. 'Jawohl bin ich darauf gewesen. und er ist mir abgeschmolzen.' 'Von Herzen gern. so habe ich weiter nichts gegen die Heirat.' sagte der Reiter.' und gab ihm ein Stück Gold. gebt mir meinen Lohn. aber ich kann den Kopf dabei nicht gerad halten. schauet nur danach. gab ihm die Zügel fest in die Hände und sprach 'wenns nun recht geschwind soll gehen. nun wollte ich gerne wieder heim zu meiner Mutter. 'wir wollen tauschen: ich gebe dir mein Pferd.' sprach Hans. da kam ich durch Dornen. der das gehört hatte. es sollte noch schneller gehen. 'Bist du auch auf der Hochzeit gewesen?.' Der Reiter stieg ab.' antwortete er. deutete Hans mit dem Finger und schlug dann an einen großen oder kleinen Placken seines Kittels und sprach 'der Placken ist mein und jener auch. Das Pferd setzte sich in starken Trab. Über ein Weilchen fiels ihm ein. Hans zog ein Tüchlein aus der Tasche.' 'Weißt du was. da kam die Sonne. Das Pferd wäre auch durchgegangen. der frisch und fröhlich auf einem muntern Pferd vorbeitrabte. Mein Kopfputz war von Schnee.' Da gingen sie zusammen ins Feld. so mußt du mit der Zunge schnalzen und hopp hopp rufen. 'Ach.' Hans im Glück Hans hatte sieben Jahre bei seinem Herrn gedient. spart die Schuh. mein Schatz.' Nun ward die Hochzeit an dem bestimmten Tag gefeiert. sondern auf sein Kleid schauen. das so groß als Hansens Kopf war. das wäre sein eigen. meine Pantof- fel waren von Glas. zog Hans erst sein sonntägliches Kleid aus und seinen verplackten Kittel an und sprach 'ich könnte mir das gute Kleid verunehren. die rissen mir es ab. und als die junge Frau ins Feld ge- hen und die Güter des Bräutigams sehen wollte. wickelte den Klumpen hinein. mein Kleid war von Spinneweb. 'da habe ich einen Klumpen heim zu tragen: es ist zwar Gold.nicht fahren lassen und sprach 'wenn dem so ist. warum laufst du auch zu Fuß?' 'Ich muß ja wohl. und kommt fort. meine Zeit ist herum. wenn es nicht ein Bauer auf gehalten hätte.' Der Reiter. und wo sich auf dem Weg der Weinstock abzeichnete. und in vollem Staat. so soll der Lohn sein. nahm das Gold und half dem Hans hinauf. auch drückt mirs auf die Schulter. 'was ist das Reiten ein schönes Ding! da sitzt einer wie auf einem Stuhl. stößt sich an keinen Stein. Ihr müßt Euch damit schlep- pen. da sprach er zu ihm 'Herr. als er auf dem Pferde saß und so frank und frei dahinritt. und du gibst mir deinen Klumpen. kam ihm ein Reiter in die Augen. er weiß nicht wie. wie der Dienst war.' und wollte damit sag en. hielt an und rief 'ei. Wie er so dahinging und immer ein Bein vor das andere setzte. Hans. und ehe sichs Hans versah' war er abgeworfen und lag in einem Graben. oder Äcker und Wiesen abgeteilt waren. 'aber ich sage Euch. die Frau sollte nicht in das weite Feld gaffen. .' Hans war seelenfroh.

. 'Was sind das für Streiche!' rief er und half dem guten Hans auf. But- ter und Käse dazu essen. aber wie er sich auch bemühte. was vorgefallen war. Butter und Käse jeden Tag gewiß. immer nach dem Dorfe seiner Mutter zu. ei. ich setze mich nun und nimmer- mehr wieder auf.der des Weges kam und eine Kuh vor sich hertrieb. sein Mittags. 'jetzt will ich meine Kuh melken und mich an der Milch laben.' 'Gott lohn Euch Eure Freundschaft. so melk ich meine Kuh und trinke Milch. Hans erzählte. 'Euch zuliebe will ich tauschen und will Euch das Schwein für die Kuh lassen.' Hans willigte mit tausend Freuden ein: der Bauer schwang sich aufs Pferd und ritt eilig davon. Herz. hab ich Durst. daß er zu Boden taumelte und eine Zeitlang sich gar nicht bes- innen konnte. Glücklicherweise kam gerade ein Metzger des Weges. was er bei sich hatte. der auf einem Schuhkarren ein junges Schwein liegen hatte.und Abendbrot. so gab ihm das ungeduldige Tier endlich mit einem der Hinterfüße einen sol- chen Schlag vor den Kopf. Hans. Dann trieb er seine Kuh weiter. was verlangst du mehr?' Als er zu einem Wirtshaus kam. sooft mirs beliebe. das Reiten. so will ich Euch wohl die Kuh für das Pferd vertauschen. es ist mir nicht saftig genug. übergab ihm die Kuh. 'geschieht Euch so ein großer Gefallen. wer so ein junges Schwein hätte! das schmeckt anders. und daran wird mirs noch nicht fehlen. Was gäb ich darum. dabei noch die Würste. 'wer hätte das gedacht! es ist freilich gut. das ist ein altes Tier. aß in der großen Freude alles. und da er keinen Eimer hatte. wenn man so ein Tier ins Haus abschlachten kann. Da ward es ihm ganz heiß. da kann einer mit Gemächlichkeit hinterhergehen. wenn man auf so eine Mähre gerät.' 'Hört. daß man den Hals brechen kann. so kann ich. wenn ich so eine Kuh hätte!' 'Nun. wie diese. je näher der Mittag kam. das höchstens noch zum Ziehen taugt oder zum Schlachten. wo er war. die wohl noch eine Stunde dauerte. Er war aber verdrießlich und sprach zu dem Bauer 'es ist ein schlechter Spaß. Der Metzger reichte ihm seine Flasche und sprach 'da trinkt einmal und erholt Euch. in die Hand geben. Und weil er sich ungeschickt dabei anstellte. zumal. 'Dem Ding ist zu helfen'' dachte Hans. Da lob ich mir Eure Kuh. rein auf. und Hans befand sich in einer Heide. Die Kuh will wohl keine Milch geben.' sprach da der Metzger.' sprach Hans. Hans trieb seine Kuh ruhig vor sich her und bedachte den glücklichen Handel. und ließ sich für seine let- zten paar Heller ein halbes Glas Bier einschenken.' Er band sie an einen dürren Baum.' sprach der Bauer.' 'Ei. ließ sich das Schweinchen vom Kar- ren losmachen und den Strick. woran es gebunden war. so stellte er seine Ledermütze unter. Hans suchte seine Glieder zusammen und machte sich wieder auf die Beine. 'Hab ich nur ein Stück Brot. und hat obendrein seine Milch. so daß ihm vor Durst die Zunge am Gaumen klebte.' sprach Hans und strich sich die Haare über den Kopf. Die Hitze ward drückender. Ja. was gibts für Fleisch! aber ich mache mir aus dem Kuhfleisch nicht viel. die stößt und einen herabwirft. machte er halt. es kam kein Tropfen Milch zum Vorschein.

Sie boten einander die Zeit. und er sang dazu.' fing er darauf an. stand da ein Scherenschleifer mit seinem Karren.' 'Und das Pferd?' 'Dafür hab ich . Der Bursch erzählte ihm. und Hans fing an.' 'Und die Kuh?' 'Die hab ich für ein Pferd bekommen. 'ach Gott. und es wäre ein schlimmer Handel. und endlich die schönen weißen Federn. seiner Sorgen entledigt. Ihr wißt hier herum bessern Bescheid. von seinem Glück zu erzählen.' Dem guten Hans ward bang. und darauf will ich wohl ungewiegt einschlafen.' 'Ja. 'Hebt einmal. so würde sie doch gleich wieder gutgemacht. In dem Dorfe. muß sich das Fett von beiden Seiten abwischen. weil Ihr so lustig bei Eurem Schleifen seid. wie ihm doch alles nach Wunsch ginge. 'habe ich noch Vorteil bei dem Tausch: erstlich den guten Braten. Was wird meine Mutter eine Freude haben!' Als er durch das letzte Dorf gekommen war. Ich fürchte.' 'Ja. 'Hört. wenn sie Euch mit dem Schwein erwischten: das Geringste ist. sooft er in die Tasche greift. die herausträu feln wird. hernach die Menge von Fett. daß er die Gans zu einem Kindtaufschmaus brächte.' antwortete der Bursche.' sprach er mit sich selbst. durch das ich gekommen bin. schüttelte auch wohl mit dem Kopf. 'ich schleife die Schere und drehe geschwind. ist eben dem Schulzen eins aus dem Stall gestohlen worden. Wer in den Braten beißt. die laß ich mir in mein Kopfkissen stopfen. 'wie schwer sie ist.' sprach Hans.' Hans blieb stehen und sah ihm zu. begegnete ihm ja eine Verdrießlichkeit. das gibt Gänsefettbrot auf ein Vierteljahr. 'mit Eurem Sch- weine mags nicht ganz richtig sein. ich fürchte. und wie er immer so vorteilhaft get- auscht hätte. die ist aber auch acht Wochen lang genudelt worden. nehmt mein Schwein da und laßt mir Eure Gans. mit der Gans unter dem Arme der Heimat zu. 'aber ich will doch nicht schuld sein. und wog sie mit der einen Hand. 'das Handwerk hat einen güldenen Boden.' fuhr er fort und packte sie bei den Flügeln. Ein rechter Schleifer ist ein Mann. der trug eine schöne weiße Gans unter dem Arm. 'helft mir aus der Not. aber mein Schwein ist auch keine Sau. auch Geld darin findet.' 'Ich muß schon etwas aufs Spiel setzen. Hans zog weiter und überdachte. Es gesellte sich danach ein Bursch zu ihm. der.' Indessen sah sich der Bursch nach allen Seiten ganz bedenklich um.' Er nahm also das Seil in die Hand und trieb das Schwein schnell auf einen Seitenweg fort: der gute Hans aber ging. sondern für mein Schwein eingetauscht.' 'Und das Schwein?' 'Das hab ich für eine Kuh gekriegt. 'die hat ihr Gewicht. daß Ihr ins Unglück geratet. Aber wo habt Ihr die schöne Gans gekauft?' 'Die hab ich nicht gekauft. 'Wenn ichs recht überlege. endlich redete er ihn an und sprach 'Euch gehts wohl. Ihr habts da in der Hand.' antwortete der Scherenschleifer. daß Ihr ins finstere Loch gesteckt werdet. sein Rad schnurrte.' sprach er. und hänge mein Mäntelchen nach dem Wind. Sie haben Leute ausgeschickt.

so habt Ihr Euer Glück gemacht. so war es so verdrießlich. wenn ein kleiner Knoten im Flachs war. daß er ihm auch diese Gnade noch erwiesen und ihn auf eine so gute Art. reinigte . wenn er sie gerade jetzt nicht zu tragen brauchte. auf. trifft mir ein.' 'Wie soll ich das anfangen?' sprach Hans. bis er daheim bei seiner Mutter war. Da hab ich einen. stieß ein klein wenig an. 'könnt Ihrs nun dahin bringen. begann er müde zu werden. es gleich einen ganzen Haufen mit herausriß und neben sich zur Erde schlickerte. Er konnte endlich nur mit Mühe weitergehen und mußte jeden Augenblick halt machen. Wenn es spinnen sollte.' Hans lud den Stein auf und ging mit vergnügtem Herzen weiter. Hans. 'Nun. wie einem Sonntagskind. 'da habt Ihr noch einen tüchtigen Stein dazu. sooft ich in die Tasche greife. Wie eine Schnecke kam er zu einem Feldbrunnen geschlichen. wollt Ihr das?' 'Wie könnt Ihr noch fragen. dazu gehört eigentlich nichts als ein Wetzstein. Darauf setzte er sich nieder und wollte sich zum Trinken bücken. Nun hatte es ein Dienstmädchen. was ich wünsche. was brauche ich da länger zu sorgen?' reichte ihm die Gans hin.' rief er aus. und ohne daß er sich einen Vorwurf zu machen brauchte. legte er sie bedächtig neben sich auf den Rand des Brunnens.' 'Ihr habt Euch jederzeit zu helfen gewußt. wenn Ihr auf- steht.' sprach der Schleifer. die ihm allein noch hinderlich gewesen wären. und beide Steine plumpten hinab. 'So glücklich wie ich. das andere find- et sich schon von selbst. sprang vor Freuden auf. wollte da ruhen und sich mit einem frischen Trunk laben: damit er aber die Steine im Niedersitzen nicht beschädigte. da er allen Vorrat auf einmal in der Freude über die erhandelte Kuh aufgezehrt hatte. auf dem sichs gut schlagen läßt und Ihr Eure alten Nägel gerade klopfen könnt. 'gibt es keinen Menschen unter der Sonne. da versah ers. auch plagte ihn der Hunger. habe ich Geld. 'Ihr müßt ein Schleifer werden wie ich. als er sie mit seinen Augen in die Tiefe hatte versinken sehen. daß. das war schön.' rief er aus 'alles. der ist zwar ein wenig schadhaft. weil er seit Tagesanbruch auf den Beinen gewesen war. das war arbeitsam.' ant- wortete Hans. 'ich werde ja zum glücklichsten Menschen auf Erden. kniete dann nieder und dankte Gott mit Tränen in den Augen. dabei drückten ihn die Steine ganz erbärmlich. 'ich muß in einer Glückshaut geboren sein. so groß als mein Kopf. das war mein Lohn für sieben Jahre Dienst. der neben ihm lag. Die Schlickerlinge Es war einmal ein Mädchen.' Indessen. einen Klumpen Gold. Da konnte er sich des Gedankens nicht erwehren. daß Ihr das Geld in der Tasche springen hört. wie gut es wäre.' Mit leichtem Herzen und frei von aller Last sprang er nun fort.' 'Und das Gold?' 'Ei. dafür sollt Ihr mir aber auch weiter nichts als Eure Gans geben. Nehmt ihn und hebt ihn ordendich auf. suchte den weggeworfenen Flachs zusammen. von den schweren Steinen befreit hätte. seine Augen leuchteten vor Freude. und nahm den Wetzstein in Empfang. aber faul und nachlässig.' sprach der Schleifer und hob einen gewöhnlichen schweren Feldstein. gegeben.

ging zu jener und wählte sie zu seiner Frau. Nur dann und wann ging er mit hinaus und sagte 'es geschieht bloß.' meinten sie und willigten ein.' rief er aus. 'und ein mühseliges Geschäft. durch die Hecke in einen Garten dringt oder gar davonläuft. so eine Ziege Jahr aus Jahr ein bis in den späten Herbst ins Feld zu treiben.' sagte er. so seufzte er dennoch.' sprach sie eines Tages. Die Eltern besannen sich nicht lange. Da erzählte sie ihm.' Aber die dicke Trine war nicht minder faul. setzte seine müden Glieder in Bewegung. sammelte seine Gedanken und überlegte. und der gibt uns einen Bienenstock dafür? den Bienenstock stellen wir an einen sonnigen Platz hinter das Haus und bekümmern uns weiter nicht darum. unserm Nachbar. wat kann dat Mäken springen in minen Slickerlingen!' Das hörte der Bräutigam und fragte die Braut. spann ihn fein und ließ sich ein hübsches Kleid daraus weben. wenn er nach vollbrachtem Tagewerk abends nach Hause