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Albertz Numeri Teil 1 ZAW.2011

Albertz Numeri Teil 1 ZAW.2011

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Das Buch Numeri jenseits der Quellentheorie Eine Redaktionsgeschichte von Num 20–24 (Teil I

)
Rainer Albertz
(Am Stenpatt 8, D-48341 Altenberge; albertz@uni-muenster.de)

1. Die Schwierigkeiten der Quellentheorie mit dem Numeribuch Die klassische Drei-Quellentheorie, die zuerst an den Texten des Buches Genesis entwickelt wurde, hatte schon immer Schwierigkeiten, die Entstehung des Numeribuches angemessen zu erklären. Viele Beobachtungen, die ganz unterschiedlichen Inhalte dieses Buches, das Fehlen eines klaren Aufbaus,1 die Unklarheit seiner chronologischen und topographischen Angaben2 und das seltsame Durcheinander von narrativen und legislativen Abschnitten3 weisen in Richtung auf einen komplizierten Entstehungsprozess, den dieses Buch durchlaufen haben muss. Zu seiner Aufhellung bot aber das relativ schlichte Modell dreier Quellen und zwei bis drei sie verbindender Redaktoren nur ein begrenztes Erklärungspotential; ja, die Quellentheorie konnte eigentlich nie erklären, warum das Buch Numeri ein so ganz anderes Aussehen als die Bücher Genesis oder Exodus aufweist, obgleich nach ihr hier wie dort dieselben Quellen zugrunde lagen und die gleichen Redaktoren arbeiteten. Bekanntlich stellte schon M. Noth 1966 in der Einleitung seines Numeri-Kommentares fest: »Nimmt man das 4. Mosebuch für sich, so käme man nicht so
T. Römer, Israel’s Sojourn in the Wilderness and the Construction of the Book of Numbers, in: R. Rezetko u. a. (Hg.), Reflection and Refraction. Studies in Biblical Historiography in Honour of A. Graeme Auld, VT.S 113, 2007, 419–445, bemerkt dazu zutreffend: »Numbers is indeed the only book of the Pentateuch where commentators need several pages to justify their idea of the structure of the book and to refute others« (427); vgl. z. B. die Diskussion der kontroversen Gliederungsvorschläge bei J.-L. Ska, Introduction to Reading the Pentateuch, 2006, 35–38. Vgl. Ska, Introduction (Anm. 1), 36; so scheint etwa die 40-jährige Wüstenwanderung, die JHWH Israel für die Verschmähung des gelobten Landes auferlegte (Num 14,20–25), für den Autor von Num 21,4 ff. nach dem Kadesch-Aufenthalt, für den Autor von Num 33 dagegen vor demselben stattzufinden (vgl. V. 19–36). Während im Eingangs- (Num 1–10) und Schlussteil (Num 25–36) des Buches die legislativen und listenartigen Texte vorherrschen, wechseln im Mittelteil (Num 11–24) narrative und legislative Abschnitte (vgl. Num 15; 18; 19) in bunter Folge ab. DOI 10.1515/ZAW.2011.011

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ZAW 123. Bd., S. 171–183 © Walter de Gruyter 2011

11–22. Numeri (Anm.und redaktionsgeschichtlichen Modell: 1.9.13. 3–5. 238 f.. 2. Numeri. 7). Ich sehe fünf Hauptschwächen der Quellentheorie gegenüber einem flexiblen kompositions. Numeri: Kapitel 10. ohne den besonderen Charakter dieses Buches zu berücksichtigen. Seebass. doch weisen sie erhebliche Anteile des Textes späten Redaktionsschichten zu. Buch (Anm. in: T. Teilband: Numeri 10. Das Buch Numeri in der heutigen Pentateuchdiskussion. die Beschränkung auf drei wesentliche redaktionelle Ebenen. BK IV/2. eine strukturelle Schwäche der Quellentheorie unübersehbar: Da in ihrem Rahmen nie klar definierte Redaktionsschichten und Sigla jenseits der drei Quellen. so gelehrt sie sind. Vgl. Teilband: Numeri 22.2–36. das Festhalten an der ursprünglichen Selbständigkeit der Quellen selbst dort. Noth bezeichnete selber eine Vielzahl von Passagen des Numeribuches als ›nicht-quellenhaft« und rechnete mit ihrer späten Entstehung. 2. Ders. 2004. und die Übersicht: Ders.7 Seebass scheut sich nicht. dass bei ihm nur noch weniger als der halbe Textbestand des Buches mit Hilfe der Quellentheorie erklärt wird..12.. v. Dabei wird in beiden Kommentaren. . 4). den Geltungsbereich der Quellentheorie im Numeribuch einzuschränken. Chr.172 Rainer Albertz leicht auf den Gedanken ›durchlaufender Quellen‹. hinzu kommen noch einige recht umfangreiche Nachträge. Alters und Charakters (›Fragmentenhypothese‹). Das vierte Buch Mose. 1966. 238 f. 4 5 6 7 8 9 M. BK IV/3. 3. die Texte des Numeribuches einfach auf die Quellen J.11–36. Buch Mose. mehr als die Hälfte der Texte im Numeribuch dieser späten Redaktion zuzuweisen. sie auch hier zu verwenden.8 Dies bedeutet.«4 Nur weil das Numeribuch Teil des Pentateuch ist und die Quellentheorie gute Resultate an anderer Stelle erbracht hatte. Seebass.). Seebass einer Numeri-Komposition. 2007. Doch warnte er davor. Jh. wo gegenseitige Bezugnahmen offensichtlich sind. S.1. Jh.2. Noth. ihrer möglichen Ergänzungen und Redaktoren ausgearbeitet worden sind. obgleich es durchaus einer weiteren Differenzierung bedürfte. ATD 7. 2003. Das 4. 2008. 8. Schmidt. Abgesehen vom Deuteronomium. 234–259. fühlte sich Noth berechtigt. The Book of Leviticus and Numbers.9 wird das »nicht-quellenhafte« Material mehr oder minder pauschal einer einzigen späten Schicht zugewiesen. das immer als eine Ergänzung zu den Quellenwerken angesehen wurde. Numeri. ATD 7. L. die er in die erste Hälfte des 4. H. datiert. S. bes. so L. BEThL 215. Die beiden jüngsten deutschen Kommentare zum Numeribuch folgen zwar noch dem Paradigma der Quellentheorie. aber noch bis in hellenistische Zeit mehrfach ergänzt sieht. Schmidt der Pentateuchredaktion. 9. sondern eher auf den Gedanken an eine unsystematische Zusammenstellung von zahllosen Überlieferungsstücken sehr verschiedenen Inhalts.5 Damit begann schon er. Noth. Römer (Hg. E oder P aufteilen zu wollen.6 und H. die er überhaupt erst an das Ende des 4. die Aufstellung. setzt. Numeri.

g. Bd.13 so ist es kein Wunder. Vgl. Kompositionen unterschieden werden können. die P ergänzt und verändert habe.22–29) sind durch eine nichtpriesterliche durchbrochen (20. die das unterschiedliche literarische Profil.S 124. 75–101.4–9. 1. Das ganze Interesse lag auf der Herausarbeitung von Pg. in: Ders. in: J. auch wenn der genaue Anfang und das genaue Ende der einzelnen Quellenwerke bis heute umstritten blieben. mit der Postulierung der Redaktionsarbeit einer »Holiness School« (HS).10 eine Annahme. ist mit einer mehrfachen Abfolge von nicht-priesterlichen und priesterlichen Redaktionen zu rechnen. dass die nicht-priesterlichen Schichten weitgehend als vorpriesterlich betrachtet werden. 21.4–9. The Land of Israel in the Bible. die ungenauen und von den einzelnen Forschern unterschiedlich gebrauchten Sigla Ps und Pss.14–21.10–20. die Rede von den »durchlaufenden Quellen«. 1971.21–35 scheinen keine sinnvolle Geschehensfolge darzustellen. doch wurde dieser Ansatz bis heute nicht kritisch ausgearbeitet und für eine Weiterentwicklung des Quellenmodells fruchtbar gemacht. um J und E im Unterschied zu P zu bezeichnen.14–21). das Faktum. Understanding the Pentateuch by Structuring the Desert.und Altertumskunde. 2. History and Theology (Festschrift Noort). 124–135). Knohl. die unbewiesene Annahme. Frevel.Das Buch Numeri jenseits der Quellentheorie 173 3.4–9.1–3.1–13. Vgl. Aufsätze zur biblischen Landes. 4. Noch einen Schritt weiter ging jüngst C.1–3 ein. The Sanctuary of Silence. die nicht Bestandteil der alten Quellen war (ebd. er möchte die Abschnitte Num 21. Einen ersten Ansatz in die o.10–20 als redaktionelle Verarbeitung älterer oder jüngerer mündlicher Überlieferung begreifen. Zusammengehörige priesterliche Passagen (Num 20.).14 Die beiden Kapitel sind literarisch mit der Bileam-Erzählung (Num 22–24) verbun10 11 12 13 14 Vgl. dass diese literarischen Schichten mehr oder minder die gesamte Pentateuch-Erzählung enthalten haben müssten. dass die Theorie nie genau genug dahingehend ausgearbeitet wurde. Als »redaktionell« stufte er dabei 21. Die relative Chronologie der Texteinheiten von Num 20–24 Die Kapitel 20 und 21 gehören zu den schwierigsten Passagen des Numeribuches. C. tendenziell einebnet.12 Insbesondere im Numeribuch. das viel spätes Textmaterial enthält. das jedem der fünf Bücher zukommt. schon 1940 an diesem Kapitel aufzeigen wollen. 2009. dass ältere. The Priestly Torah and the Holiness School. 111–135. dass auch das Erklärungspotential der Quellentheorie hier schon bald an seine Grenzen stieß. Nu 21 als Glied der »Hexateuch«-Erzählung. So hat M. . und auch die nicht-priesterlichen Passagen 20. daß hier vielmehr die redaktionelle Arbeit tiefer eingegriffen und spätere Ergänzungen einen breiteren Raum eingenommen haben. van Ruiten / J. VT. de Vos (Hg. als man gewöhnlich annimmt« (93).1–3.. den Begriff »die alten Quellen«. »daß in Nu 21 mit der einfachen Zerlegung des überlieferten Bestandes in die vor allem aus Gn und Ex bekannten ›Quellen‹ nicht durchzukommen ist. das Vorurteil.11 5. 1995. Richtung lieferte I. jüngere und sehr späte priesterliche Schichten bzw. Noth.10–20 und die Stellung von 21.. Numbers 21 as a Compositional Joint.

Israel schlägt Sihon.2: »Als Balak ben Zippor all das sah. um Israel zu verfluchen und zu dezimieren. Israel zu segnen. 21. die Bedrohung durch beißende Schlangen. Num 20–24 besteht aus 10 kleineren und größeren textlichen Einheiten: 1. den König der Amoriter. dass die beiden Erzählungen über das Wasserwunder (V.22–29 4. warum Aaron und Mose vor der Einwanderung in das verheißene Land starben die nicht-priesterliche Erzählung darüber.10–20 7. Israel muss abdrehen die priesterliche Erzählung vom Tode Aarons auf dem Berg Hor als Folge des Strafurteils JHWHs in 20. der König von Moab. und lässt sich in seinem Land nieder ein kurzer nicht-priesterlicher Bericht darüber. wird durch ein heilendes Schlangensymbol gestoppt ein nicht-priesterliches Itinerar. das in Richtung auf den Gipfel des Pisga liegt die nicht-priesterliche Erzählung darüber. wie Balak.33–35 22. die Israel in die Gefilde Moabs gegenüber von Jericho führt die ausführliche nicht-priesterliche Bileam-Erzählung darüber. das Israel zu einem Tal in der Steppe Moabs führt. 1–13) und über den Tod Aarons (V. mit Feindschaft beantwortet wird. zurückgewiesen wird. 21. 21.1–7). schlug eine priesterliche Itinerar-Notiz. 21. dieses erringt aufgrund eines Bann-Gelübdes den Sieg. 10. Ex 17.25 Schon eine oberflächliche Durchsicht der priesterlichen Abschnitte von Num 20 lässt erkennen. eine abschließende Ankündigung.1 22.4–9 6. wie Israel Og.1–13 die priesterliche Erzählung vom Wasserwunder in KadeschMeriba (vgl. Eleasars Einsetzung zum Nachfolger die nicht-priesterliche Notiz von einem Angriff der Kanaanäer auf Israel. den expliziten Rückbezug in Num 22. Horma-Ätiologie die nicht-priesterliche Erzählung von Israels letzten Klagen gegen Gott und Mose in der Wüste. dass Moab und Edom ihr unsolidarisches Verhalten gegenüber Israel später vergolten werden wird 2. den König von Basan. den Seher Bileam engagiert. wie Israels Bitte. JHWHs Strafe. das Land der Amoriter zu durchziehen.21–32 8.15 der einzigen Erzählkomposition im Numeribuch. 21. 20. 20.und redaktionskritische Untersuchung. Edom zu durchziehen. 22–29) ursprünglich 15 Vgl. wie Israels Bitte.174 Rainer Albertz den.1–3 5.14–21 3. 9. 20.19. JHWH zwingt Bileam. So eignen sich diese Kapitel besonders für eine neue kompositions.2–24. was Israel den Amoritern angetan hatte«. .12. die zu begründen sucht.

14–21 von Dtn 2. gehört zum priesterlichen Text (Num 20.26 wird vom priesterlichen Autor und Redaktor Kadesch als Ziel (he-locale!) der weiteren Wanderungen angesprochen. Studien zur Redaktionsgeschichte des Numeribuches im Kontext von Hexateuch und Pentateuch. die gerne der nicht-priesterlichen Überlieferung zugeschrieben wird. 17). Löst man sich von dieser Annahme und weist den Text einer Schicht zu.16b). worin auch immer der Autor die Sünde von Mose und Aaron in der komplizierten Darstellung von V. dass Num 20. 275–279. und Schmidt. Van Seters trat dieser frühen Ansetzung entgegen. Numeri (Anm. V. Ex 4. Achenbach. Und die Verwendung des Glaubensmotivs. . allerdings wird sich im Folgenden Achenbachs Zuweisung des Textes zum Pentateuchredaktor nicht bestätigen.9. 10–11 genau festmachen wollte. aber schon in 13.11). Composition des Hexateuch und der historischen Bücher des Alten Testaments (1899). nur als nachträgliche Überarbeitung vorstellen konnte.: JE und Pentateuchredaktion. von wo die Israeliten zum Berg Hor aufbrechen (V. Schmidt. 13. Insbesondere Num 20. 7). Frevel. Die Vollendung der Tora. Numeri II (Anm. sein Land durchziehen zu dürfen (Num 20. 2003. zeigt nur. 14.24) verbunden. 16 17 18 Wenn C. HBS 23. Wellhausen. von wo die Boten nach Edom gesandt werden (V. 328–330.17 Diese eng verbundenen priesterlichen Erzählungen sind in der vorliegenden Form durch die nicht-priesterliche Erzählung von Israels Bitte an den König von Edom. dann zerstört er aus dem Zwang der Quellentheorie heraus den Skopos der Erzählung. Pentateuchbearbeitung ist (Gen 15. dass die Priestergrundschrift das Glaubensmotiv sonst nicht kenne. 4.31. so wird der Text weitgehend einheitlich. a. 36–40.1–13 vor allem mit dem Argument streichen will. So etwa Wellhausen. unterbrochen. 106–108. R. 12 aus Num 21. 293: J oder E und JE.6. 2000.Das Buch Numeri jenseits der Quellentheorie 175 zusammengehörten. Num 14. Numeri (Anm. 308–317. 94 f. Zwar ist die priesterliche Version der Kundschaftergeschichte in der Wüste Paran lokalisiert (13. das sonst charakteristisch für die spät-dtr. die die nicht-priesterliche Überlieferung kannte. vgl. 6).14–21). V.13) unter der Annahme. 12 wird zunächst an Aaron exekutiert.11a. V. Auch diese ist in Kadesch lokalisiert.26–28 und wahrscheinlich auch von Jdc 11.1–7 (V. 19. Composition (Anm.: J und E. Numeri (Anm.5. 12 markiert eindeutig ihren Höhepunkt. so schon J. 4). Mit Blick auf das Land die Schöpfung erinnern.16–18 abhängig sei. 88–91.18 Erst J. weil man sich die Zitate aus und Anspielungen an Ex 17. 130 f. vielleicht von JE überarbeitet. 10–11). Noth.344. 3a. Das göttliche Strafurteil über Mose und Aaron von V. u. 1963. indem er aufgrund stilistischer Merkmale nachzuweisen suchte. Beide Teile der Erzählung sind durch die gleiche Ortslage Kadesch (20. 14.6. Numeri II (Anm. – Auch die Lokalisierung des Wasserwunders in KadeschMeriba. vgl. Seebass. 6). Meist wurde die Erzählung vom gescheiterten Edom-Durchzug einer der alten Quellen zugewiesen.1.22a) und Meriba (V. 22b). dass der priesterliche Autor diese Bearbeitungsschicht kennt.1–13 wurde komplizierten literarkritischen Operationen unterworfen. Die Lokalisierung der Perikope in Kadesch bestätigt auch der spät-priesterliche Autor von Num 33.31.16 Der Vers 24 bezieht sich unmittelbar auf den Ungehorsam der beiden Führer zurück (V.3). dass der Text der selbständigen Priestergrundschrift angehöre. 7). und immer noch Seebass.13).8bα. Aufl. 108: J. BZAR 3. Zum Ende der Priestergrundschrift.

Kadesch-Barnea lag dann durchaus in Reichweite der Südwestgrenze der Provinz. theoretisch durchaus mögliche Erklärung wird durch die Art der zweiten Verknüpfung in 20. You Shall Not Abhor an Edomite for He is Your Brother. als er eine ältere nicht-priesterliche Erzählung (20.23: »Da sprach JHWH zu Mose und Aaron am Berg Hor. miteinander ausgleichen wollen. R. J. 13–21. Van Seters. V. Gese / H. wie archäologische Funde belegen. und Anfang des 6. 143–149. Doch eine solche. Edelmann (Hg. Geht man jedoch von der Zeit des Erzählers aus. The Yahwist as Historian in Exodus-Numbers. . wir sind in Kadesch. die zweite in V. Hier teilt Mose dem König von Edom mit: »Siehe.« Die beiden adverbialen Bestimmungen des Ortes sind Dubletten. 37). vgl.. folgendermaßen. einer Stadt in der Nähe zu deiner Grenze (lvbg ). Die eine. ebd. In Num 20 finden sich nämlich zwei literarische Verknüpfungen. 182–197. The Conquest of Sihon’s Kingdom. Erst am Ende des 7. Jh. aber immerhin zwischen 20 und 30 Prozent. breitete sich. Chr. Archaeological and Biblical Studies 3. Ders. Rüger (Hg. die Beiträge von D. hatte Num 20. Noth. da sich das edomitische Siedlungsgebiet im 13. der Anteil der Bewohner mit edomitischer Herkunft betrug im 4. 23b sei von einem Redaktor eingefügt worden. JBL 91 (1972). dann hätte die Feststellung mehr Anhalt an der Realität. in: H. den Text den alten Quellen abgesprochen und frühestens in die Zeit Josias datiert. sich hier abzeichnet. Hier heißt es in Num 20.176 Rainer Albertz doch indem er die Passage seinem spät-exilischen Jahwisten zuwies. die edomitische Kultur in den östlichen Negev aus. Edelman. Jh. wobei vereinzelte Funde edomitischer Keramik auch aus Kadesch-Barnea belegt sind (s. weil die persische Provinz Idumäa das ganze südliche judäische Bergland. dessen Ansetzung in das 5. Chr. A Literary Examination.). Num 20. Kadesch und Hor auf der einen Seite und Edom auf der anderen Seite.« Wieweit diese Feststellung geographisch zutrifft.19 Doch solche vor-priesterlichen Zuweisungen lassen sich nicht halten. 1–11.). Schon M. die sich in der priesterlichen Erzählung findet. welche die unterschiedlichen Ortsangaben. 23b* (ohne rmXl ) hat keinerlei Funktion im Kontext der priesterlichen Erzählung.–12. 1973. P. J. 1994. A. 189–191. auf das südliche Ostjordanland beschränkte. Barlett. I. die Schephela und den nördlichen Negev umfasste.16b massiv in Frage gestellt. hielt er immer noch an einer vor-priesterlichen Datierung des Textes fest. Überlieferungsgeschichte des Pentateuch. Wort und Geschichte (Festschrift Elliger). In seinen Bahnen hat dann S. 225. Knauf-Belleri in: D. 1995.20 entscheidend ist die Einsicht. The Life of Moses. ohne allerdings daraus literargeschichtliche Konsequenzen zu ziehen. Beit Arieh. bes. AOAT 18.14–21) in den jüngeren priesterlichen Kontext einschob. Nun könnte man annehmen. spielt keine Rolle. v. dass sie literarisch fest 19 20 S. Beit Arieh und E. Jh. V. V.. an der Grenze (lvbg ) des Landes Edom.14–21 als »ein gemachtes Verbindungsstück ohne alte erzählerische Tradition« charakterisiert. hatte die Provinz eine multi-ethnische Bevölkerung. Soweit aus den aramäischen Ostraca aus der südlichen Schephela und dem Negev erkennbar. v. Mittmann. 93–118. Jh. Für die erzählte Zeit wäre die Feststellung von Num 20. die allein den Berg Hor im Blick hat. Zur Siedlungsgeschichte der Edomiter vgl.16 in der Tat verwunderlich. 1948. 33–40.14–21 – eine redaktionelle Kompilation. Edom and Seir in History and Tradition. 386–393. ist eindeutig sekundär.

die dort mühsam redaktionell erst hergestellt wird. Dozeman und W.C. Die Revision des Edombildes in Numeri XX 14–21. B.. Für W. E. 145–156. Diese Möglichkeit wurde schon aufgrund anderer Gesichtspunkte von V. Oswald erwogen. diese Verknüpfung stammt von dem Autor von Num 20. vgl.21 Meiner Meinung nach ist sie – aus den genannten Gründen – zwingend. d. JBL 97 (1978).19–26 erinnert. B.19–26. Da nun beide Verknüpfungen denselben Ausdruck lvbg »Grenze. S. T. Zudem deutet er die östliche Umwanderung von Moab und Edom.). Israel in der Wüste. R. Abschied vom Jahwisten.. die in V. dass die Sihon-Erzählung eine ganz ähnliche Sprache wie die Edom-Erzählung spricht. auch die Kritik von J. bes. 183–189.. 19). Schmid / M.E. Barlett.C.18.10–20 wahrscheinlich gemeint ist. Fritz. The Onomasticon of Mareshah in the Persian and Hellenistic Periods. Idumea in the Late Persian Period (Fourth Century B. 1970. der seine Erzählung zwischen die priesterlichen Erzählungen einschob und mit ihnen verklammerte. 17 schon selbstverständlich voraussetzt.14–20 einzuordnen. h. 228). N. Dozeman. 1990.Das Buch Numeri jenseits der Quellentheorie 177 in der nicht-priesterlichen Erzählung verankert ist. Studien zur Komposition des Pentateuch. Lipschits / G. 118–121. Kloner / I. Jdc 11. VT 50 (2000). Witte (Hg. Fritz. Geography and Ideology in the Wilderness Journey from Kadesh through Transjordan.. Die Komposition des Hexateuch in der jüngsten Diskussion. 29.). Conquest (Anm. Daraus folgt: Num 20. Damit wird aber der Schluss unausweichlich: Da die eine Verknüpfung fest im nicht-priesterlichen Text verankert ist (V.22 Auch wenn nicht alle seine Beobachtungen zwingend sind. V. 347–351. 393–404. The Conquest of Sihon’s Kingdom. A Literary Re-Examination. ebd. C. dieser Text ist meiner Meinung nach zeitlich nach Num 20. in diesem Sinne eindeutig aus. Oswald.23 so sind doch die sprachlichen Bezüge zwischen den bei- 21 22 23 A.14–21. stammen sie wahrscheinlich von demselben Autor. Van Seters.). Knoppers / R. müssen beide vom Autor der Edom-Erzählung stammen. E. T. 19).E.25 ausgehenden Erzähllinie. 16b) und die andere sekundär zu ihrem priesterlichen Kontext steht. die in dem schwierigen Itinerar Num 21. Er war selber der Redaktor. Van Seters hat im Einzelnen aufgezeigt. E. Blum.26–37 und Jdc 11. in: O. Life (Anm. 2007. Eine solche eindeutige literargeschichtliche Einordnung von Num 20.14–21 hat nun auch für die verwandte Sihon-Erzählung (Num 21. Eshel. Blum. S. in: J.14–21 setzt die priesterlichen Erzählungen des Kapitels voraus und muss darum nach-priesterlich eingeordnet werden. da er die Nähe von Kadesch zu Edom. Schon J. BZAW 189. Ders. Gebiet« verwenden. .21–32) unmittelbare Konsequenzen. ist neben dem negativen Edombild schon die merkwürdige Einpassung der Erzählung in die Priesterschrift ein Argument. in V. 173–189. Gertz / K. Albertz (Hg. Judah and the Judeans in the Fourth Century B. 218–232. eine Annäherung der »eigentlich weit auseinander liegenden Lokalitäten Kadesch und Edom« erzwinge (ebd. BZAW 315. Das gilt insbesondere für die textlichen Bezüge zu Jdc 11. 186 f. die stark an Dtn 2. 139–144. 16 f. Stern. 2002. Traditionsgeschichtliche Untersuchung der Wüstenüberlieferung des Jahwisten. Im Vordergrund steht hier die Diskontinuität zu der von Num 14. MThSt 7. S.

108: J.17aβ und 21.23. Noth.ykXlm xl> in 20. Es ist 24 25 26 27 28 Vgl.33–35) ohne jede literarische Unebenheit an die Sihon-Erzählung anschließt. . Chr. ähnlich schon Mittmann. Studien (Anm.178 Rainer Albertz den Numeri-Erzählungen so eng.21–32) zu folgern.17aα und 21. eher in das 7.22. Entsprechend hat man sie beide auch früher meist denselben Quellenwerken zugeschrieben. Timm. Moab zwischen den Mächten. dass der kurze Bericht über den König Og von Basan (Num 21.22aα.31).14–21 nunmehr feststeht. darum wurde sein Land erobert und von den Israeliten besiedelt (V. der Bitte um Durchzug durch das fremde Territorium. 2003. 26–43.17). 120 f. Wellhausen. ÄAT 17.rkbv hd>b hun /rbi Xl in 20. 20. ist eine solche mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für die Sihon-Erzählung (Num 21.26 Doch spricht gegen eine solche Lösung.21). 339.23. 146.128 f. H. S.. 21). Das Hesbonlied. 17). zwei unterschiedlichen literarischen Schichten zuweisen zu wollen. Jh. 1989.22aα und tXrql Xjyv in 20. Allerdings hat sich längst gezeigt. dass er eine literarische Abhängigkeit der ersteren von der letzteren annahm. die einander. v. S. 6). Jh. nur leicht abgewandelt finden sich die Ausdrücke lX . frühestens in das 6. die identischen Wendungen rXb ym ht>n Xl [v ] in Num 20. Achenbach richtig feststellt. wie man früher annahm.17bβ und 21.22bβ. 166: J oder E. nicht vom Weg abzuweichen (21. Numeri (Anm. Num 21. Es wäre nun aber misslich.14). setzt es an das Ende des 8. Blum. Composition (Anm. Kompilation (Anm.24 dass sie entweder literarisch voneinander abhängen oder von dem gleichen Autor stammen. 7). „jrXb rbi in 20. »wie ein Diptychon aus Mißerfolgs. wie R.18. und in beiden wird darauf die negative Reaktion des fremden Königs geschildert (21.17bα und 21.27aβ–30 und die Geschichte der Stadt Hesbon. Schmitt. Achenbach. Seebass. Blum. vgl. Jh.28 Die vorgetragene Sicht wird durch die Beobachtung bestätigt.20 und 21. 20.14 und 21. Schmidt.26–30).27 Da aber die nach-priesterliche Ansetzung von Num 20. 19). er selber weist darum ihren Grundstock auch derselben Redaktionsschicht zu (Hexateuchredaktion). 24. Studien zu historischen Denkmälern. Numeri II (Anm.: E.21.22bα und „l [v ]bg rbin=r>X di in 20. nicht so alt ist.und Erfolgsgeschichte entsprechen«. der Aussendung der Boten (21. 344. 20. 89.17aα und 21. dass das eingearbeitete Siegeslied (Num 21. „ln „lmh „rd [b ] in 20. 38.22aβ.21. ZDPV 104 (1988). ausgerechnet zwei so eng zusammengehörige Erzählungen. ebd. 17). 112 f.. Vgl. 351: E. verbunden mit dem Versprechen. auch wenn diese teilweise ältere Überlieferung enthält.. Dabei ist die Sihon-Erzählung zu einer regelrechten Gegengeschichte zur Edom-Erzählung stilisiert: Weil Sihon noch aggressiver auf Israels Bitte reagierte als der König von Edom. Vollendung (Anm.25 Nun meinte E.. eine vor-deuteronomische Ansetzung der Sihon-Erzählung dadurch verteidigen zu können. dass die Ähnlichkeit der beiden Erzählungen bis in die Erzählstruktur hineinreicht: Beide beginnen mit einer ähnlichen Abfolge von Motiven. S. der für die Edom-Erzählung durchaus eine nach-priesterliche Datierung in Erwägung zog.-C. . 4). Numeri (Anm.

). C.1.Das Buch Numeri jenseits der Quellentheorie 179 in der Forschung weitgehender Konsens. 198 f. Studien (Anm. Der Segen Bileams – eine redaktionsgeschichtliche Problemanzeige zum »Jahwisten« in Num 22–24. 128. 22aβb dann pluralisch fortgesetzt wird. Schmid / M. BK V (3. Ohne eine anderweitig begründete Richtung der Bezüge bleiben solche textlichen Beobachtungen oft uneindeutig. gewinnen eine ganze Reihe von Beobachtungen. scheint es derselbe Autor gewesen zu sein. Gertz / K. Weil Israel am Ende von Num 21 in das nördliche Ostjordanland (Basan) gezogen war. dass dieser Bericht eine Übernahme aus Dtn 3. verwendete der Redaktor die priesterliche Itinerar-Notiz von Num 22. etc. wie mit der dtr. 25.14b-19). 1994. um das Volk in die Gefilde Moabs zurückzuführen. Die Sprüche V. gegenüber Num 21.1–7) deutlich reduziert.25. Vorlage geltend gemacht hatten. Ausblendung der theologischen Dimension in der Sihon. 20–24 stellen noch spätere Erweiterungen dar. Lieferung). 2002. Parallele (Dtn 2. Auch diese Beobachtung unterstützt die These. der eine ältere Bileam-Komposition in seine Bearbeitung des Numeribuches einbezog. 200. AThANT 67.1–3 darstellt. erst ihre volle Überzeugungskraft: Der singularische Beginn der Botschaft in Num 21.30 Wie der Rückbezug von Num 22. Witte.27aα. weil hier Mose Subjekt der Sendung ist (Rose. Allerdings ist in ihm die theologische Dimension gegenüber seiner dtr. dass Reduktion bzw.30–36) geltend gemacht worden. So etwa Perlitt. Es ist in der Forschung gerne der säkulare Charakter der Sihon-Erzählung im Unterschied zur dezidiert theologischen Sicht der dtr. den Zusammenhang zwischen Num 24.22aα. Abschied vom Jahwisten. Witte (Hg. BZAW 315. Og-Tradition in Num 21. Deuteronomist und Jahwist. Untersuchungen zu den Berührungspunkten beider Literaturwerke. Conquest (Anm. Nachdem durch die Schichtenfolge in Num 20 die zeitliche Priorität von Dtn 2 f.33–35 umgegangen wird. für eine literarische Abhängigkeit der Sihon-Og-Erzählung von der dtr. Rose. 21). die Van Seters. sie setzt beim Leser offenbar die Kenntnis des Eroberungsberichtes von Dtn 2. um ihre zeitliche Priorität zu begründen. 1981. ebd. obwohl bisher im Text von solchen Städten gar keine Rede war. Die Komposition des Hexateuch in der jüngsten Diskussion. Oder die seltsame Rede von der Eroberung »dieser Städte« in Num 21. genauso wie in der Sihon-Erzählung.und übrigens auch in der Edom-Erzählung als ein bewusstes Stilmittel des hier tätigen Autors angesehen werden muss.29 Die Weise. der bei Israel als Subjekt der Sendung überrascht und auch in V. legt die Einsicht nahe. Vgl. 310). obgleich er selber später die Diffe- 29 30 31 . Sehr wahrscheinlich wurde auch der vierte Bileam-Spruch (Num 24. dass dieser nicht-priesterliche Autor und Redaktor schon die priesterliche Bearbeitung dieser Kapitel voraussetzt. die Sinn macht.21–35 begründet ist.. 19) und M. Es fehlt die Erwähnung des Bannes. der nach gängiger Meinung einen Einschub in die Erzählkomposition darstellt31 und von den übrigen Sprüchen abweicht. in: J.. Blum. vgl.2 auf die Sihon. 189). erklärt sich durch die identische singularische Formulierung in Dtn 2. Vorlage (Dtn 3. 191–213..26–28.14a und V. 308–310.32–36 voraus (Van Seters.und Og-Erzählung zeigt. M. Deuteronomium. ebd.

das geschaffen wurde. 108 f.10–20 an der Sihon-Erzählung vorbeiführt. Teil des Beitrags.. im 2.g. Die sonstige Vorgeschichte der Bileam-Komposition kann hier unberücksichtigt bleiben.20 weit über die Situation hinausreicht. denn der Arnon ist die Grenze Moabs. hier ist der Satz »›der‹ herabblickt auf die Fläche der Einöde« (verbessert nach Sam. Wellhausen erkannte. Schon J. 10 km Luftlinie). Vollendung (Anm.21–32 vorausgesetzt ist. durch den die Wüste. sondern auch das unsolidarische Verhalten der Edomiter (20. findet sich in ihm (V. die in 21. Teil des Beitrags. Denn welcher Redaktor sollte einen halbwegs passenden Anschluss nachträglich bewusst zerstört haben? Zu den sachlichen Problemen des Itinerars s. u. in der die Sihon-Erzählung spielt. das »im Tal. 140. mit den folgenden Worten charakterisiert wird: »(die Wüste). um die Lücke zwischen Wüsten. das in der Steppe Moabs (liegt). dass man das Itinerar in V. Bei Num 21. in der die Israeliten jenseits des Oberlaufes des Arnon lagern. obgleich er damit seiner These.« Die ausufernde Syntax und die sachliche Abschweifung weisen auf eine nachträgliche Einfügung dieser Bemerkung. Schmidt. Methodisch fragwürdig ist es. Composition (Anm. in der nicht nur die Fluch-Attacke der Moabiter.32 nicht auf die Gegend von Hesbon zuläuft. 20a). wie die falsche feminine Verbform in MT zeigt.. 20–24 wieder einebnet (ebd.10–20 sei ein »redaktionelles Werk«.und Landnahme-Erzählungen »recht und schlecht auszugleichen« (ebd. Numeri (Anm. Beide Örtlichkeiten sind zwar nicht allzu weit voneinander entfernt (ca.28. Seebass. Vgl. 357. 7). 13 abschneidet und V. so etwa Achenbach. der schon die renzen zwischen 24. einen besseren geographischen Übergang zur Sihon-Erzählung dadurch zu schaffen.33 Obwohl das Itinerar Num 21. im 2.17 f. entstammt er wahrscheinlich einer schlecht lesbaren Glosse. 32 33 . 338. Von der bisher behandelten nicht-priesterlichen Schicht muss noch eine weitere nicht-priesterliche Redaktionsschicht unterschieden werden. 108. will diesen Tatbestand nicht leugnen. 6). 13aβb) ein Hinweis auf das Siedlungsgebiet der Amoriter. Num 21. Wellhausen. u.14–21) vergolten werden würde (24.180 Rainer Albertz vom Bearbeiter selber formuliert. (in Richtung auf) den Gipfel des Pisga« endet (V. Numeri II (Anm. die ausgeht von der Grenze der Amoriter. 14–20 einem späteren Ergänzer zuschreibt. um auf eine Zukunft vorauszuschauen. Der literarische Bruch zwischen beiden Schichten wird daran erkennbar. eigentlich widerspricht. weist aus diesem Grund das Itinerar folgerichtig einer anderen Quelle zu (J) als die Sihon-Erzählung (E). 17). 4).10–20. 17). Numeri (Anm. zwischen Moab und den Amoritern. Zu weiteren Eingriffen des o. sind die Aktivitäten der Sihonund Og-Erzählung noch fest an das Ostjordanland gebunden. dass 21. 206). und LXX) auf den Berg Pe^or bezogen.14b-19 und V. doch während die Lage des Pisga an der Kante des östlichen Grabenbruchs schon nach Westen weist. dass das Itinerar 21.). Die gleich zweimalige Verwendung des Begriffes lvbg weist auf den gleichen Autor. 139). Auch Noth.20b handelt es sich wahrscheinlich um eine nachträgliche Angleichung an Num 23.. Redaktors s.

Er wollte damit seine SihonErzählung besser einbinden. Der Wallfahrtsweg zum Sinai (Nu 33). ab. 14). Doch sei daran erinnert. begründeten Tendenz in der neueren Forschung.27). So war Kadesch vielleicht der ursprüngliche Ort der nicht-priesterlichen Version (vgl.y „rd )!« Es besteht teilweise eine wörtliche Übereinstimmung. S.4a beginnt auch jene mit einem kurzen Itinerar: »Darauf brachen sie auf (icn ) vom Berg Hor auf dem Weg zum Schilfmeer ([vc=. 14). Noth. bes. die Verse Num 21. Bd. 1. auch im Itinerar 21.4–9) ist keinerlei literarischer Bruch erkennbar.13aβb eindeutig sekundär in ihren Kontext eingefügt wurde. hingen von 33. weil vom spätpriesterlichen Itinerar Num 33 abhängig.16b. Numeri (Anm. Dtn 1. 1971. 107 f. 21). Nun ist nicht ganz sicher.und Altertumskunde.. M. dass Noths Urteil. 63–65: Hier konnten die in Num 21. darum gehört auch sie sehr wahrscheinlich zur gleichen literarischen Schicht. weil Noth sie für seine Rekonstruktion des postulierten Wallfahrtsweges benötigte. In 21. ist das Itinerar 21.10 f.22–29 voraussetzt.46). 128–130 u.4 verankert. Doch wird diese eigentümlicherweise in 13. um einen besseren Übergang zu 34 35 Dieses Ergebnis widerspricht der von Noth. in der priesterlichen Version war es die Wüste Paran (13. mit seiner aus heutiger Sicht durchaus fragwürdigen These zusammenhängt.10–20 im Ganzen oder zu großen Teilen als ein ganz spätes redaktionelles Stück zu betrachten. sogar noch nach der Endredaktion des Pentateuch anzusetzen sei (ebd.43 f.26 mit Kadesch in Beziehung gesetzt.10 f. dass Israels Marsch zum Schilfmeer in 21. 84–91. Frevel. Blum darauf hingewiesen. an dem Aaron starb (20. 6). . Nu 21 (Anm. a.34 Zwischen dem Itinerar und der vorangehenden Erzählung von der ehernen Schlange (Num 21. Blum.y „rd ). beide Verse stammen wahrscheinlich von demselben Autor.3).35 mit dem JHWH auf die Verweigerung der Einwanderung in das verheißene Land reagierte: »Morgen wendet euch um und brecht auf (icn ) in die Wüste auf dem Weg zum Schilfmeer ([vc=. Studien (Anm.Das Buch Numeri jenseits der Quellentheorie 181 Verknüpfungen in 20. das. Schmidt. vgl. könnte ein Hinweis darauf sein. 118. in: Ders.4 genau dem zornigen Befehl von 14.. Understanding (Anm.. dass sich aus Num 33 noch ein älterer Wallfahrtsweg zum Sinai rekonstruieren lasse.und Edom-Erzählungen anzusetzen. das Itinerar Num 21. E.1–13. Aufsätze zur biblischen Landes. 55–74.23b* anbrachte. dass auch die zweite nicht-priesterliche Redaktionsschicht die priesterlichen Erzählungen von 20. aber ganz sicher nicht der Berg Hor! Dieser wurde wahrscheinlich erst von dem priesterlichen Autor.25 entspricht.« Dieser Rückbezug auf den Ort. Da die Verknüpfung in 21. a.23. genannten Orte ’Obot und ^Ijje-Abarim nicht zur Gruppe der aus den biblischen Erzählungen übernommenen Ortsnamen des spätpriesterlichen Itinerars gehören. 94).10–20* früher als die Sihon. vgl. der seine Erzählung vom Tod Aarons auf dem Berg Hor in einen nicht-priesterlichen Kontext einfügte. Doch hat u. wo die nicht-priesterliche Kundschafter-Erzählung (Num 13–14) lokalisiert war. um das Land Edom zu umrunden (bbc ).

Ex 24. Nu 21 (Anm. 22.4a.36 Ob auch die Horma-Episode (Num 21. 21.23b* (ohne rmXl ). der die Passagen Num 20.2–24.13aβb. abgesehen von rmXl ).16 f. auf der anderen Seite bildet sie eine Art von Gegen-Erzählung zu dem gescheiterten Eroberungsversuch in Num 14. Ex 33. Desgleichen knüpft seine Verwendung des Motivs vom »Zelt der Begegnung« in Num 20. 14).11).5. Dtn 31. ist das eine eher einfache Entschlüsselung der schwierigen literargeschichtlichen Verhältnisse.4* (nur »vom Berg Hor«).34 f.12 verwendet der priesterliche Autor einmalig das sonst seinem Milieu fremde Glaubensmotiv..1–13.6. sondern auch sonst in spät-dtr.3).24 f. So etwa in Num 20. Verglichen mit den komplizierten Vorschlägen.9).. 21. die der priesterlichen folgt.1–13. dass hier vorformulierte ältere Traditionen aufgenommen worden sind. Ex 4.1 angehören.1–3) der gleichen Redaktionsschicht angehört.21–35. die auf der Basis der Quellentheorie gemacht wurden. 22.7–11.(1–3. 40. Passagen des Pentateuch eine wichtige Rolle spielt (Gen 15. ihr gehören Num 21. 23b*..23) als auch an die Betonung der divinatorischen Funktion des Zeltes in der spät-dtr. Num 11.25 an. Offensichtlich hat er diese nicht-priesterliche Redaktionsschicht gekannt. 77 f. Lev 9. indem er vor einem Gebrauch der Quellenscheidung warnte. Abgesehen von einigen auszusondernden intertextuellen Verknüpfungen können mit ihr die Texteinheiten weitgehend zusammengehalten werden. Horma in 14. ist nicht sicher.45 und 21.)4–20* (ohne »vom Berg Hor« in V. 13aβb) an.22–29* (ohne V.. So ging die zweite nicht-priesterliche Bearbeitung wahrscheinlich der priesterlichen Redaktion voran.1.6–8 sowohl an die priesterliche Heiligtumstheologie (hvhy=dvbk .6. 19. Zu erinnern ist daran.8. die der priesterlichen vorangeht. 14. 4 und V.15). Tradition an (vgl.21–32.19. der »zu einer Schraube ohne Ende wird und sich zu Unrecht selbst ad absurdum führt. Auf der einen Seite unterbricht sie die direkte Beziehung zwischen der nicht-priesterlichen KundschafterErzählung und dem Itinerar in 21.10–20.« . 21.182 Rainer Albertz schaffen. die literarische Einheitlichkeit der Sihon-Erzählung verteidigte. aber die meisten von ihnen lassen sich durch die Annahme erklären.37 Dabei sollen vereinzelte spätere Ergänzungen hier und da gar nicht ausgeschlos- 36 37 Diese Schlussfolgerung wird durch andere Beobachtungen bestätigt: In Num 20.5.40–45 (vgl. – zweitens einer priesterlichen Schicht. Trotz dieser zuletzt genannten kleineren Unsicherheit lassen sich die Texte von Num 20–24 nahezu vollständig drei verschiedenen Redaktionsschichten zuweisen: – erstens einer nicht-priesterlichen Schicht.14–21. Natürlich bergen diese in sich noch eine ganze Anzahl kleinerer Ungereimtheiten. dass Noth. ihr gehören die Passagen Num 20.31.31. 12. – drittens einer nicht-priesterlichen Schicht. das nicht nur in der nicht-priesterlichen Kundschafter-Erzählung begegnet (14. vgl.

23b*.1–13.22–29* (apart from V.2–24.1.13aβb.(1–3. 22.and pre-Priestly layer in Num 21. 23b*). die wesentlichen Stufen der Literargeschichte von Num 20–24 aufzuhellen. Therefore the present study tries a fresh approach by using compositionaland redaction-historical methods for reconstructing the important stages of the literary history of Num 20–24. Drei Schichten lassen sich erkennen: 1.25.22–29* (ohne V.1. 22. die Entstehung des schwierigen Textbereiches Num 20–21 mithilfe der Quellentheorie zu erklären.21–35.)4–20* (sans »depuis le mont Hor« v. 4 et v. 21.und redaktionsgeschichtlichen Methodik versucht. les exégètes – depuis M.25. und 3. eine nicht. 23b*). a non.Das Buch Numeri jenseits der Quellentheorie 183 sen werden.19. 13aβb). Noth – se sont heurtés à de nettes limites.19. à laquelle se rattachent également les récits du refus de la traversée d’Edom et de la victoire sur Sihôn.ou non-sacerdotale en Num 21.2–24. Malgré tous leurs efforts en vue d’expliquer la formation de Num 20–21 par la théorie des sources.21–35. which includes the stories about the encounter with Edom and the victory over Sihon. second. qui nécessite un nouveau modèle d’interprétation. en vue d’éclairer les étapes essentielles de l’histoire littéraire de Num 20–24. On peut y distinguer trois couches: (1) une couche pré. 4 und V. and third. (3) une couche post.1–13. 4 and V.2–24. 22.23b*. Three layers can be detected: First. Bei ihrem Bemühen.and post-Priestly layer Num 20.19.(1–3.4* (seulement »depuis le mont Hor«).21–35.)4–20* (apart from »from mount Hor« V.14–21. 22. Biblical scholars have come up against limiting factors since the time of Noth.22–29* (sans v. 2. 23b*).(1–3.1–13. requires a new model of explanation. a non. eine nicht. 13aβb). 21. zu der auch die Erzählungen vom verweigerten Edom-Durchzug und vom Sieg über Sihon gehören. sind die Exegeten seit Noth an deutliche Grenzen gestoßen. Die in Teil I gewonnenen redaktionsgeschichtlichen Ergebnisse sollen in Teil II einem geeigneten Pentateuchmodell zugeordnet und damit identifiziert werden. 21.23b*. 13aβb). a Priestly layer in Num 20.4* (nur »vom Berg Hor«). 21.14–21. 22. 21. Darum wird hier mithilfe einer kompositions. 21.)4–20* (ohne »vom Berg Hor« in V.13aβb.14–21. . Especially the third layer. C’est pourquoi l’on tente ici de progresser à l’aide d’une méthode d’histoire de la composition et de la rédaction.et non-sacerdotale en Num 20. verlangt nach einem neuen Erklärungsmodell. eine priesterliche Schicht in Num 20.13aβb.und nach-priesterliche Schicht in Num 20.4* (only »from mount Hor«). C’est surtout cette troisième couche.25.und vor-priesterliche Schicht in Num 21. wird fortgesetzt Despite all efforts to explain the formation of the difficult passage Num 20–21 through the means of Source Theory. Besonders die dritte Schicht. (2) une couche sacerdotale en Num 20. aber sie haben im Vergleich zu den formativen Redaktionen weitaus weniger Gewicht.

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