Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich

zugestanden.
97
5. Massenausgleich
5.1 Einführung
Ziel des Massenausgleichs ist: Massenwirkung auf Grund von rotierenden und oszillierenden
Massen (Massenkräfte und –momente durch Trägheit der bewegten Massen) auf die
Umgebung sollen klein gehalten werden. Das Fundament wird entlastet! Dabei können
einzelne Gelenke, die Antriebswelle oder sonstige Bauteile durchaus durch den
Massenausgleich dynamisch höher belastet werden (Nebenwirkung!, Fragen Sie Ihren Arzt
oder Apotheker!).
Im technischen Sprachgebrauch unterscheidet man zwischen den Begriffen „Auswuchten“ und
„Massenausgleich“.
Das „Auswuchten“ bezieht sich auf die Kompensation der Massenwirkung bei Rotoren mit
Hilfe von Ausgleichsgewichten (oder Entfernen von Masse durch Bohren)
Rotoren sind z.B. Trommeln von Zentrifugen, Welle und Laufrad einer Kreiselpumpe, Rotor
eines Turboverdichters, Elektromotoren, Turbinen von Zahnarztbohrern. Unwuchten
entstehen infolge von Fertigungsungenauigkeiten und Materialinhomogenitäten.
Zur Bestimmung der Lagerkräfte/Fundamentkräfte können das NEWTONsche Gesetz
(Impulssatz) und die EULER-Gln. (Drallsatz in rot. Koordinaten) herangezogen werden (s.
Kapitel 3). Man unterscheidet die statische und die dynamische Unwucht.
ω
S
A
e
ρ
ω
x
y
z
S
i
i
i
B
C
Bild 5.1: Prinzipdarstellung von statischer (oben) und dynamischer Unwucht (unten)
Die Unwuchtkräfte laufen stets mit der entsprechenden Winkelgeschwindigkeit ω des
entsprechenden Maschinenteils um. Bei Getrieben können also mehrere
Winkelgeschwindigkeiten gemäß den vorkommenden Übersetzungsverhältnissen vorhanden
sein.
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
98
Man spricht von einem starren Rotor bzw. vom Auswuchten eines starren Rotors, wenn er
sich wie ein starrer Körper verhält, d. h. keine (nennenswerten) elastischen Deformationen
auftreten. Ein starrer Rotor kann vollständig durch Anbringen von Wuchtgewichten in 2
Ebenen (Wuchtebenen) ausgewuchtet werden. Damit lassen sich die statische und die
dynamische Unwucht beseitigen.
Praktisch kann ein Rotor als starr angesehen werden, wenn sich die Drehzahl unterhalb der
halben kleinsten kritischen Drehzahl des Rotors befindet. Die kleinste kritische Drehzahl
entspricht der ersten Eigenfrequenz des Rotors (hierzu später Genaueres).

m
u
ε

m
u
ε
m
u
2
m
u
2
ε ε
0 0

m
u
ε
m
u
2
m
u
2
ε ε
Ausgangssituation: Rotor mit Urunwucht
Ausgleich des starren Rotors in 2 Ebenen
Elastische Verformung des lediglich als Starrkörper
ausgewuchteten Rotors nahe der 1. biegekritischen Drehzahl
Bild 5.2: Auftreten elast. Verformungen eines nur als Starrkörper ausgewuchteten Rotors
In der Nähe der kritischen Drehzahlen können durch Resonanzüberhöhungen ganz erhebliche
elastische Verformungen auftreten. Der Auswuchtzustand eines „elastischen Rotors“ ändert
sich dann mit der Drehzahl infolge der Deformation. Zum Auswuchten eines elastischen
Rotors benötigt man n+2 Wuchtebenen, wobei sich n aus der Anzahl der Resonanzfrequenzen
(=kritische Drehzahlen), die im interessierenden Drehzahlbereich liegen, ergibt.
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
99
Der Begriff „Massenausgleich“ im engeren Sinne bezieht sich auf den Ausgleich von
Kraftwirkungen bei Mechanismen. Mechanismen mit rotierender Antriebskurbel führen in der
Regel keine harmonischen, sondern periodische Bewegungen aus.
Die FOURIER-Zerlegung liefert die entsprechenden Anteile der Erregerkräfte zu den
Erregerkreisfrequenzen ω, 2ω, 3ω, ... (Grundkreisfrequenz +2., 3., ... Harmonische).
Der Massenausgleich erfolgt in zwei Schritten:
a) Berechnung der Massenkräfte und –momente, die von den in Bewegung befindlichen
Massen hervorgerufen werden,
b) Beseitigung oder Reduktion dieser Massenwirkung durch geeignete konstruktive
Maßnahmen. J e nachdem, ob der Ausgleich vollständig oder nur teilweise gelingt,
unterscheidet man zwischen vollständigem oder harmonischem Ausgleich.
Exemplarisch soll die Vorgehensweise an einem ungeschränkten Schubkurbelgetriebe gezeigt
werden.
5.2 Massenkräfte und –momente an der Einzylindermaschine
Als Voraussetzung soll gelten: Es handele sich um einen ungeschränkten Kurbeltrieb, d. h.
Kolbenlängsachse und Kurbelwellenachse schneiden sich und die Winkelgeschwindigkeit sei
konstant: . konst · ω
Bild 5.3: Schubkurbeltrieb, schematische Darstellung
Im Wesentlichen besteht der Kurbeltrieb aus 3 massebehafteten Teilen:
• Kolben,
• Pleuel und
• Kurbelwelle
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
100
5.2.1 Ersatzsystem
S
A
m
B
m
A
B
S
m
AB
r
A
r
B
r
S
r
AS
r
O
Bild 5.4: Zweimassen-Ersatzsystem für einen Starrkörper
Zur Berechnung der Massenkräfte auf die Lagerung und damit auf die Umgebung wird das
Pleuel durch ein 2-Massen-Ersatzmodell abgebildet, das hinsichtlich der Translation kinetisch
die gleichen Eigenschaften besitzen soll, wie der ursprüngliche Starrkörper.
Bei dem Ersatzmodell sollen die Massen auf die zwei Punkte A, B verteilt werden. S ist der
Schwerpunkt des Starrkörpers.
Vorgehensweise:
Der Starrkörper sei durch die Gesamtmasse m und das Trägheitsmoment
s
J bezgl. der
Drehachse durch den Schwerpunkt charakterisiert.
Das Ersatzmodell bestehe aus zwei Punktmassen in A und B. Für die Gesamtmasse (1) und
die Schwerpunktlage (2) gelte (vgl. Kap.3.1)
1.
B A
m m m + · (5.2.1)
2.
B B A A S
r m r m r m + · (5.2.2)
Für die Ortsvektoren ist weiterhin:
AB A B
r r r + · und (5.2.3)
AS A S
r r r + · (5.2.4)
Wenn ursprüngliches System und Ersatzsystem bzgl. der Translation die gleichen kinetischen
Eigenschaften besitzen sollen, dann bedeutet dies, dass der Impuls, bzw. dessen Ableitung
gleich sein müssen: p p
Ersatz
! ! · . Dabei gilt, wie in Kapitel 3 gezeigt, dass der Impuls sich
aus dem Produkt aus Gesamtmasse und Schwerpunktgeschwindigkeit ergibt.
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
101
Für die Ableitung gilt dementsprechend:
Ersatz s
p r m p ! ! ! ! · · (5.2.5)
mit
B B A A Ersatz
r m r m p ! ! ! ! ! + · (5.2.6)
Es zeigt sich aber, dass für dieses vereinfachte Ersatzmodell i.A.
2
SB B
2
AS A sErsatz s
r m r m J J + · ≠ (5.2.7)
Die Ausrechnung der beiden Massen
B A
m , m ergibt unter Verwendung von Gl.(5.2.1),(5.2.3)
( )
AB B A AB A B A A s
r m r m r r m r m r m + · + + · (5.2.8)
und mit Gl. (5.2.4)
AB B
r m r m
AS
· (5.2.9)
Die letzte Gl. von links mit
T
AB
r multipliziert, ergibt
2
1 2 1
2
2 1
r
r r
m m
s
T
s
· (5.2.10)
Das Skalarprodukt ist wegen der parallelen Vektoren (γ =0)
AS AB AS AB AS
T
A
r r r r r r · · γ cos (5.2.11)
womit sich die Massenverteilung

,
_

¸
¸
− · − ·
·
AB
AS
B A
AB
AS
B
r
r
m m m m
r
r
m m
1 (5.2.12)
ergibt.
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
102
x
B
y
A
α
β
r
S’
s

l
s
s
,
, S
,,
F
y
M
z
0
S
F
x
x
B
y
A
α
β
r
m +m’
A A
m +m
B
,, ,
S’
s

l
Bild 5.5: Schubkurbeltrieb : Geometrie, Kräfte und Aufteilung der Massen
Anwendung auf den Kurbeltrieb (s.Bild 5.5):
1) Kurbelwellenkröpfung:
Masse m , Verteilung auf die Punkte O und A

,
_

¸
¸ −
· ·
r
s r
m m
r
s
m m
o A
; (5.2.13)
Anmerkung: O ist Fixpunkt, d. h. auch für O m
o
· erfüllt, da O r · ! !
2) Pleuel:
Masse m‘, Verteilung auf die Punkte A und B

,
_

¸
¸

− ′ · ′

′ · ′
l
s
m m
l
s
m m
A
B
1
(5.2.14)
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
103
3) Kolben:
Masse m“; die Verschiebung nach B ist erlaubt, da der Kolben nur eine translatorische
Bewegung ausführt, die durch B verläuft.
m m
B
′ ′ · ′ ′ (5.2.15)
Der Zusammenhang zwischen den x-Koordinaten ist
s x x
S B
′ ′ − ·
′ ′
und entsprechend für den Ortsvektor

,
_

¸
¸
·

,
_

¸
¸
·
0
0
0
0
"
"
s
s
B
B
x
r
x
r
Nach Ableiten ergibt sich sofort die Äquivalenz der Kraftwirkung:
"
"
"
"
damit und
s
B
s B
r m r m r r
B
! ! ! ! ! ! ! ! · ·
5.2.2 Massenkräfte
Für das ursprüngliche und das Ersatzsystem gilt nun , dass
Massenkräfte des Ersatzsystems =Massenkräfte des Ursprungssystems, da die
Impulsableitung für beide identisch sind
Wir gehen vom Ersatzmodell, Bild 5.5 (rechts), mit den auf drei Punkte konzentrierten
Massen aus. Die momentane Lage der Punkte A und B ist mit t ω α · , ω =konst.

,
_

¸
¸
·

,
_

¸
¸
·
0
0
x
r ;
0
t sin
t cos
r r
B
B A
ω
ω
(5.2.16)
In Kap. 2 „Kinematik“ (handgeschriebenes Beispiel) wurde der Kurbeltrieb bereits
untersucht. Für eine Koordinate, die vom oberen Totpunkt (OT) aus zählt, hatten wir
gefunden dass
( )

,
_

¸
¸
− − + − · α λ α
2 2
sin 1 1 cos 1 l r x
OT
mit
l
r
· λ (5.2.17)
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
104
Für die hier verwendete Koordinate x‘‘ gilt dann
oT
x l r x − + ·
"
α λ α
2 2
sin 1 l cos r − + ·
,
_

¸
¸
− + · α λ
λ
α
2 2
sin 1
1
cos r
Für die Beschleunigungen des Kolbens können wir dann schreiben:
B oT
x x x ! ! ! ! ! ! · − ·
"
(5.2.18)
Für
OT
x! ! hatten wir bei der kinematischen Berechnung seinerzeit gefunden, dass
1
( ) α λ α ω 2 cos cos
2
+ · r x
OT
! !
also:
( ) a r x
B
2 cos cos
2
λ α ω + − · ! ! (5.2.19)
Die Beschleunigungen für die Punkte A und B ist dann
( )

,
_

¸
¸ + −
·
O
O
r
r
B
α λ α ω 2 cos cos
2
! ! (5.2.20)

,
_

¸
¸
− ·

,
_

¸
¸
− ·
O
sin
cos
r
O
t sin
t cos
r r
2 2
A
α
α
ω ω
ω
ω ! ! (5.2.21)

1
Dies folgte aus dem Abbruch der Reihenentwicklung von
.. _
8
1
2
1
1 1 sin 1
2 2 2
z z z a − − · − · − λ nach dem linearen Glied unter der
Voraussetzung, dass ( ) 1 ≤ z , was aber wegen 1 < ·
l
r
λ erfüllt ist. Außerdem ist
( ) a a 2 cos 1
2
1
sin
2
− ·
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
105
Aus dem Impulssatz folgt die Kraft, die notwendig ist, diese Bewegung zu realisieren. Sie
muss durch die Umgebung (die Kolbenwand und die Kurbelwellenlagerung) aufgebracht
werden:
∑ ∑
· ·
· · · ·
2
1
2
1 i
i i
i
p p r m F ! ! ! !
( )
B A
A
A
r m m r m m F
B
! ! ! !

,
_

¸
¸
+ + + ·
"
'
'
( ) ( )

,
_

¸
¸ +
+ −

,
_

¸
¸
+ − ·
O
O
2 cos cos
r m m
O
sin
cos
r m m F
2 "
'
B
2
A A
'
α λ α
ω α
α
ω (5.2.22)
x-Komponente:
( ) ( )( ) [ ] α λ α α ω 2 cos cos cos
" 2
' '
+ + + + − · m m m m r F
B A
A x
( ) ( ) [ ] α λ α ω 2 cos cos
" ' " ' ' 2
m m m m m m r F
B B A A x
+ + + + + − ·
( ) ( ) [ ] α λ α ω 2 cos cos '
" ' " 2
m m m m m r F
B A x
+ + + + − · (5.2.23a)
y-Komponente:
( ) α ω sin
'
2
A
A y
m m r F + − · (5.2.23b)
z-Komponente:
0 ·
z
F (5.2.23c)
Man erkennt:
in
y
F kommt mit α =ω t nur die Grundfrequenz ω vor (umlauffrequenter Anteil), während
in
x
F außerdem noch ein doppelt-umlauffrequenter Anteil durch die Kolbenmasse und ein
Massenanteil durch das Pleuel auftritt ( ) t 2 cos ω
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
106
Die Kraft F (mit ihren Komponenten
z y x
F F F , , ) ist die resultierende Kraft, die auf das
System (den Kurbeltrieb) als Zwangskraft wirken muss, damit sich das System in der
beschriebenen Weise bewegt. Die Kräfte werden über das Kurbellager O und die Führung
des Kolbens auf den Kurbeltrieb ausgeübt.
Umgekehrt sind die Kraftwirkungen aufgrund der Trägheit der bewegten Massen
(Massenkräfte) auf das Kurbelwellenlager und die Kolbenführung
i i Tx
x m F F
x
! !

− · − · ;
i i y Ty
y m F F ! !

− · − ·
( ) ( ) [ ] t 2 cos m m t cos m m m m r F
" '
B
" '
B
'
A A
2
Tx
ω λ ω ω + + + + + · (5.2.24a)
( ) t sin m m r F
'
A A
2
Ty
ω ω + · (5.2.24b)
5.2.3 Ausgleich der Massenkräfte
5.2.3.1 Ausgleich durch Gegengewichte
Man unterscheidet zwischen
- vollständigem und
- harmonischem Ausgleich
Vollständiger Massenausgleich liegt vor, wenn der Gesamtschwerpunkt trotz der
Mechanismenbewegung in Ruhe bleibt. Dieses ist häufig schwer zu realisieren. Beim
harmonischen Ausgleich versucht man, nur die störenden Harmonischen auszugleichen.
Beim Schubkurbeltrieb wird der Ausgleich durch Gegengewichte an den beiden Kurbel-
wangen durchgeführt.
Der Schwerpunkt * S der Zusatzmassen (aus Symmetriegründen meist zwei) liegt gegenüber
von ( ) O bzgl A . , die Größe der Zusatzmassen beträgt zusammen m*. Die Lage von * S wird
durch den Ortsvektor

,
_

¸
¸
− ·
O
t sin
t cos
s r
* *
s
ω
ω
(5.2.25)
beschrieben. Man erkennt, dass der Term ( )r m m
A A
'
+ damit um * * s m reduziert werden
kann.
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
107
x
B
y
s
*
0
S*
m*
A
α
Bild 5.6: Schubkurbeltrieb mit Ausgleichsmassen
Mit den beiden Abkürzungen
( ) r m m Q
A A A
′ + · ( ) r m m Q
B B
′ ′ + ′ · (5.2.26)
erhält man für die Kraftkomponenten
( ) [ ] t 2 cos Q t cos * s * m Q Q F
B B A
2
x
ω λ ω ω + − + − · (5.2.27a)
und
( ) t sin * s * m Q F
A
2
y
ω ω − − · (5.2.27b)
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
108
Leider muss man an dieser Stelle erkennen, dass mit den Ausgleichsmassen in dieser Form
nur auf die umlauf-frequenten Terme Einfluss nehmen kann. Die höherfrequenten Anteile (in
unserer Rechnung wurden nur noch der doppelt-umlauffrequente Term mitgenommen) lassen
sich durch mit ω umlaufende Ausgleichsgewichte nicht beseitigen.
Bislang wurde noch nichts darüber gesagt, wie groß das Produkt m*s* gewählt werden muss.
J e nach Zielvorgabe lassen sich verschiedene Fälle untersuchen:
• Beseitigung der Querkraft
Dazu wird
* * s m Q
A
· (5.2.28)
gewählt. Aus Gleichung (5.2.27) folgt dann unmittelbar
[ ] t 2 cos t cos Q F
B
2
x
ω λ ω ω + −
·
(5.2.29a)
und
0 ·
y
F (5.2.29b)
• Beseitigung der Längskraft 1. Ordnung
In diesem Fall setzen wir
* * s m Q Q
B A
· + (5.2.30)
gewählt. Aus Gleichung (5.2.27) folgt dann unmittelbar
t 2 cos Q F
B
2
x
ω λ ω − · (5.2.31a)
und
t sin Q F
B
2
y
ω ω + · (5.2.31b)
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
109
• Kompromisslösung
Diese Variante bewegt sich zwischen den beiden anderen Fällen und deckt diese als
Grenzfälle ab. Der Ausgleich wird durch
* *s m kQ Q
B A
· + mit 1 0 ≤ ≤ k (5.2.32)
bestimmt. Die Kräfte sind dann
( ) [ ] t 2 cos t cos k 1 Q F
B
2
x
ω λ ω ω + − − · (5.2.33a)
und
t sin kQ F
B
2
y
ω ω + · (5.2.33b)
Häufig wird k =0.5 gewählt.
In den nachfolgenden Bildern 5.7 und 5.8 sind die Verläufe für die Kräfte für k=0, 1 und 0.5
dargestellt. Die durchgezogenen Linien stellen die Kräfte vor dem Massenausgleich, die
unterbrochenen Linien die Kräfte nach dem Ausgleich dar.
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
110
0 100 200 300 400 500 600 700 800
-1000
-500
0
500
1000
1500
Kräfte auf die Kurbelwelle: Komponenten F
x
F
y
bei K =0
Kurbelwinkel [Grad]
F [N]
0 100 200 300 400 500 600 700 800
-1000
-500
0
500
1000
1500
Kräfte auf die Kurbelwelle: Komponenten F
x
F
y
bei K =1
Kurbelwinkel [Grad]
F [N]
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
111
0 100 200 300 400 500 600 700 800
-1000
-500
0
500
1000
1500
Kräfte auf die Kurbelwelle: Komponenten F
x
F
y
bei K =0.5
Kurbelwinkel [Grad]
F [N]
0 100 200 300 400 500 600 700 800
0
200
400
600
800
1000
1200
Kräfte auf die Kurbelwelle F und F
aus
bei K =0.5
Kurbelwinkel [Grad]
F [N]
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
112
5.2.3.2 Ausgleich durch zusätzliche umlaufende Ausgleichsmassen
Diese Methode ist technisch wesentlich aufwendiger, es wird aber ein verbesserter Ausgleich
erreicht. Zunächst werden Gegengewichte an den Kurbelwangen, wie eben besprochen,
angebracht, wobei k =0 gesetzt wird. Damit ist Q
A
ausgeglichen. Die verbleibenden Kräfte
sind durch die Gleichung (5.2.27) bestimmt. Die Querkraft ist bereits vollständig eliminiert.
Um die restlichen Kräfte zu beseitigen, werden paarweise gegenläufig drehende
Exzentermassen m
e
montiert, dabei heben sich die aus diesen zusätzlich angebrachten
Querkräfte auf und die verschiedenen Harmonischen der Längskraft F
x,n
können ausgeglichen
werden. Die Anteile der Trägheitskraft, die zu den verschiedenen Frequenzen ω, 2ω, 3ω, ...
gehören, lassen sich nun allgemein als
) cos(
2
,
t n A Q F
n B n Tx
ω ω · (5.2.34)
anschreiben. Die ersten beiden Harmonischen (n = 1,2) der Massenkräfte sind
dementsprechend
) cos( ) cos(
2
1
2
1 ,
t Q t A Q F
B B Tx
ω ω ω ω · · 1
1
· A (5.2.35a)
) 2 cos( ) 2 cos(
2
2
2
2 ,
t Q t A Q F
B B Tx
ω λ ω ω ω · · λ ·
2
A (5.2.35b)
Die Gewichtungen A
1/2
erhält man durch Vergleich mit den bisherigen Ergebnissen.
Entsprechend muss man den Schwerpunktsabstand e und die Exzentermasse m
e
wählen, so
dass sich die Trägheitskräfte aus Kurbeltrieb und Ausgleichsmassen gegenseitig eliminieren.
Die x-Koordinate des Exzentermassenschwerpunktes ist:
) t n cos( e x
n , me
ω − · n=1,2,... (5.2.36)
und die Beschleunigung und Trägheitskraft pro Masse (wegen der paarweisen Anordnung
werden 2 benötigt)
) t n cos( n e x
2 2
n , me
ω ω · ! ! ; (5.2.37)
) t n cos( n e m x m F
2 2
e n , me e n , Tme
ω ω − · − · ! ! (5.2.38)
• Ausgleich der 1. Harmonischen ( n = 1)
Wir fordern, dass die Zusatzmassen die Massenkraft des Kurbeltriebs ausgleichen:
0 2
1 , 1 ,
· +
Tme Tx
F F (5.2.39)
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
113
was nach Einsetzen von Gl. (5.2.35a) und (5.2.38) sowie (5.2.26)
( ) ( ) r m m Q e m
B B e
′ ′ + ′ · ·
1
2 (5.2.40)
ergibt. Damit kann das Produkt (m
e
e)
1
aus Pleuel- und Kolbenmasse sowie dem
Kurbelradius für den Ausgleich des umlauffrequenten Anteils bestimmt werden.
• Ausgleich der 2. Harmonischen ( n = 2)
Analoge Vorgehensweise wie im vorigen Abschnitt liefert für n =2
( ) r m m Q e m
B B e
′ ′ + ′ · ·
4 4
) ( 2
2
λ λ
(5.2.41)
Damit die 2. Harmonische kompensiert werden kann, müssen die beiden Massen m
e2
mit
der doppelten Drehzahl bzw. Kreisfrequenz 2ω rotieren. Dies erreicht man mit einer
entsprechenden Übersetzung.
Beispiele für eine Realisierung des Massenausgleichs für die ersten beiden Harmonischen
sind in den folgenden Abbildungen gezeigt.
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
114
Ausgleich der Längskraft (1. Harmonische)
mittels umlaufender Ausgleichsmassen
Ausgleich der Längskraft (2. Harmonische)
mittels umlaufender Ausgleichsmassen
Ausgleich der Längskraft (1. und 2. Harmonische)
mittels umlaufender Ausgleichsmassen
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
115
5.2.4 Umlaufmoment
Das bislang betrachtete Ersatzmodell für das Pleuel, basierend auf einer Aufteilung der Masse
auf zwei Ersatzmassen m´
A
und m´
B
war ein äquivalentes Modell, um die translatorische
Bewegung genau zu beschreiben.. Wir haben gesehen, dass das tatsächliche Trägheitsmoment
dabei i. A. nicht richtig wiedergegeben wird. Vielmehr ruft das Pleuel, das ja sowohl eine
translatorische als auch rotatorische Bewegung (Winkel β) ausführt, zusätzlich zu den
Massenkräften ein Massenmoment M
Tz
um die Kurbelwellenachse hervor. Dieses Moment
wird als Umlaufmoment bezeichnet. Kolben und Kurbelwelle liefern keinen Beitrag zum
Umlaufmoment, wie wir noch sehen werden.
Mit einem Dreimassenmodell bestehend aus m´


B
und m´
C
lässt sich ein für diesen
Zweck geeignetes Ersatzmodell aufstellen. Dabei besitzen die Massen m´
A
und


B
die
gleiche Position wie beim Zweimassenersatzmodell (aber unterschiedliche Größe) und die
mittlere Masse m´
C
wird im Schwerpunkt des Pleuel positioniert.
Folgende drei Bedingungen müssen gelten:
m m m m
C B A
′ · ′ + ′ + ′ (5.2.42a)
) ( s l m s m
B A
′ − ′ · ′ ′ (5.2.42b)
2
B
2
A s
) s l ( m s m J ′ − ′ + ′ ′ · ′ (5.2.42c)
wobei m´ die Gesamtmasse und J ´
S
das Trägheitsmoment des Pleuels bzgl. seines
Schwerpunktes ist. Die Auflösung der drei Gleichungen nach den Ersatzmassen liefert:
l s
J
m
S
A


· ′
;
) s l ( l
J
m
S
B
′ −

· ′
;
) s l ( s
J
m m
S
C
′ − ′

− ′ · ′
(5.2.43)
x
B
y
A
α
β
r
m +m’
A A
m +m
B
,, ,
C
m’
C
Bild 5.9: Kurbeltrieb mit Pleuel als Dreimassensystem
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
116
Auf dieses Dreimassenersatzmodell wenden wir jetzt den Drallsatz mit dem Ursprung „0“
als Bezugspunkt an,
o o
L M
!
·
Der Drall einer Punktmasse ist (s. Kap.3), wobei r der Ortsvektor ist:
v m x r p x r L · ·
Die Drallableitung ist allgemein:
( ) r m r a m r v m x r L ! !
!
× · × · ·

Die Anwendung auf unser Schubkurbeltriebmodell mit dem Pleuel als Dreimassensystem
(Bild 5.9) liefert
( ) ( )
B B B B C C C A A A A ges
r m m r r m r r m m r L ! ! ! ! ! !
!
′ ′ + ′ × + ′ × + ′ + × ·
, 0
(5.2.44)
Von diesen drei Termen bleibt nur der mittlere übrig, da für die Ortsvektoren und die
Beschleunigungsvektoren gilt:
A A
r r ! ! || (für ω =konst.) und
B B
r r ! ! || für beliebige ω , so
dass die entsprechenden Kreuzprodukte Null werden. Es verbleibt:
C C C ges
r m r L ! !
!
′ × ·
, 0
(5.2.45)
Den Ortsvektor können wir zusammensetzen aus
AC A C
r r r + · (5.2.46a)

,
_

¸
¸
− ′ +

,
_

¸
¸
·
0
sin
cos
0
sin
cos
β
β
α
α
s r r
C
(5.2.46b)
Setzen wir jetzt die bereits gefundenen kinematischen Zusammenhänge zwischen α und β
einschließlich der Reihenentwicklung für λ =r / l < 1 ein, so erhält man

,
_

¸
¸
′ −
+ − ′ +
·

,
_

¸
¸
·
0
sin ) (
) 2 cos
4 4
1 ( cos
2 2
α λ
α
λ λ
α
s r
s r
z
y
x
r
C
C
C
C
(5.2.47)
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
117
Zweimaliges Ableiten liefert die Beschleunigung

,
_

¸
¸
′ −
′ +
− ·

,
_

¸
¸
·
0
sin ) (
2 cos cos
2
2
α λ
α λ α
ω s r
s r
z
y
x
r
C
C
C
C
! !
! !
! !
! ! (5.2.48)
Das äußere Moment um die Kurbelwellenlängsachse (z-Achse) folgt aus dem Drallsatz
C C C ges
r m r L M ! !
!
′ × · ·
, 0 0
(5.2.49)
Die Ausrechnung des Kreuzproduktes liefert die interessierende z-Komponente (die anderen
Komponenten sind Null)
( )
C C C C C z
x y y x m M ! ! ! ! − ′ ·
, 0
(5.2.50)
mit den entsprechenden Vektorkomponenten nach Gl. (5.2.47) und (5.2.48).
Das Massenmoment, das ist die Momentenwirkung infolge der Massenträgheit, um die z-
Achse des Kurbeltriebs auf die Umgebung, wird durch
( )
C C C C C z T
x y y x m M ! ! ! ! − ′ − ·
, 0
(5.2.51)
beschrieben. Dies ist das gesuchte Umlaufmoment. Die Ausrechnung liefert allerdings
zunächst wenig handliche Ausdrücke. Nach einigen Umformungen erhält man
1
1
]
1

¸

− − ′ ′ − ′ − · ) 2 cos
4
3
4
1 ( sin ) (
2
2
2
, 0
α λ
λ
α λ ω s s r m M
C z T
(5.2.52)
Mit l r λ · und dem Additionstheorem
2
( ) ) sin( ) sin(
2
1
cos sin δ α δ α δ α + + − ·
ergibt sich für δ =2α
( ) ) 3 sin( ) sin(
2
1
2 cos sin α α α α + − ·
schließlich ein wesentlich einfacherer Ausdruck für das Umlaufmoment
1
1
]
1

¸

,
_

¸
¸
+ ′ − ′ ′ − · α λ α
λ
λ ω 3 sin
8
3
sin
8
1 ) (
2
2
2
, 0
s l s m M
C z T
(5.2.53)
Man erkennt hier sehr schön, dass ein einfach-drehzahlfrequenter und ein dreifach-
drehzahlfrequenter Ausdruck vorkommt.

2
Bronstein,Semendjajew: Taschenbuch der Mathematik
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
118
In erster Näherung gilt
α λ ω sin ) (
2
, 0
s l s m M
C z T
′ − ′ ′ − ≈ (5.2.54)
5.2.5 Ausgleich des Umlaufmomentes
Das Umlaufmoment wird um so kleiner, je kleiner m’
C
wird:
0
, 0

z T
M für 0 → ′
C
m (5.2.55)
Im Idealfall gilt nach Gl.(5.2.43) für 0 · ′
C
m für den Zusammenhang zwischen Pleuelmasse
und seinem Massenträgheitsmoment:
( ) m i m s l s J
2
S
′ ′ · ′ ′ − ′ · ′ (5.2.56)
mit i‘ als Trägheitsradius. Dieser Forderung nach einem kleinen Wert für m‘
C
kann man
nachkommen, wenn die Gesamtmasse m‘ des realen Pleuels auf die Enden (A, B)
konzentriert sind.
Für ein vorhandenes Pleuel kann man die Bedingung mittels Pendelversuchen überprüfen.
Man misst jeweils die Eigenfrequenz
A
ω bzw.
B
ω der Pendelschwingungen, wobei man
einmal das Pleuel um den Punkt A, einmal um Punkt B pendeln lässt. Im Idealfall ergeben
sich die Eigenkreisfrequenzen zu

l
g
B A
· · ω ω (5.2.57)
Bild 5.10: Pendelversuch
Wie man erkennt, ist hier ein Ausgleich mit Gegengewichten nicht möglich.
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
119
5.3 Mehrzylindermaschinen
J e nach Bauart unterscheidet man zwischen
• Reihenmotoren
• Boxermotoren
• V-Motoren
• Sternmotoren
• Fächermotoren
Beim Reihenmotor haben alle Zylinderbohrungen die gleiche Richtung (x-Achse). Die
Kurbelwellenanordnung ist so gestaltet, dass die Kurbeln einen regelmäßigen Stern bilden.
Um bei p Zylindern eine gleichmäßige Zündfolge zu gewährleisten, beträgt der Winkel bei 2-
Takt-Motoren 2π/p, bei 4-Takt-Motoren 4π/p.
Die Massenkräfte und –momente ergeben sich bei einer Mehrzylindermaschine aus der
Überlagerung der Massenkräfte und -momente der einzelnen Zylinder.
Bild 5.11: V- und Sternanordnung der Zylinder
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
120
r
l
α
Zylinder Nr. i
z
x
y
a
i
F
y
T
i
F
x T
i
M
x
T
i
M
y
T
i
M
z
T
i
Bild 5.12: Zum Kräfte- und Momentenbeitrag des i-ten Zylinders bei einer
Mehrzylindermaschine
Die resultierende Massenkraft und das resultierende Umlaufmoment ergibt durch Summation
über alle p Zylinder. Dabei ist zu beachten, dass jeder Zylinder mit seinem individuellen
Winkel gemäß der entsprechenden Kurbelwellenkröpfung berücksichtigt wird:
i i i
t
0 0
α ω α α α + · + · (5.2.58)
Dies lässt sich leicht über den Anfangswinkel
i 0
α bewerkstelligen. Die resultierende Kraft
und das Umlaufmoment ist dann:
) ( ) (
1
i
p
i
Txi Tx
F F α α

·
· (5.2.59a)
) ( ) (
1
i
p
i
Tyi Ty
F F α α

·
· (5.2.59b)
) ( ) (
1
i
p
i
Tzi Tz
M M α α

·
· (5.2.60)
Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhaltes nicht gestattet soweit nicht ausdrücklich zugestanden.
121
Zusätzlich zum Umlaufmoment treten nun aber noch zwei weitere Momente um die x- bzw.
um die y-Achse auf (s. Bild 5.12):

das Längsmoment M
x

das Kippmoment M
y
Zählen wir a
i
stets positiv in +z-Richtung, dann ergibt sich das Längsmoment

·
− ·
p
i
i Tyi i Tx
F a M
1
) ( ) ( α α (5.2.61)
und das Kippmoment
) ( ) (
1
i
p
i
Txi i Ty
F a M α α

·
· (5.2.62)
Beispiel: Zweizylinder-Motor (in Vorlesung)

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