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Die Strecke war eigentlich nicht neu für mich, aber ich mußte mich doch ziemlich konzentrieren, weil, es war mitten in der Nacht und goß volle Kanne. Die Scheibenwischer brachtens auch nicht mehr so; sie verschmierten eher die ganze Angelegenheit, ohne irgendwelche klareren Sichtverhältnisse zu schaffen. Neue Wischerblätter wären nicht verkehrt gewesen. Aber Nachts um zwei welche zu organisieren, ist nicht so einfach. Besonders, wenn man über einsame Landstraßen düst, wo sowieso weit und breit kein Mensch rumläuft. Mein vierzehn Jahre alter Taunus namens Murphy, den mir ein Kumpel für fünfhundert Flocken, und das Versprechen, ihn gut zu behandeln, vertickt hatte, lief sahnemäßig. Nur daß die Reifen etwa so abgefahren waren wie Nina Hagen und so wenig Profil hatten, wie eine Rede von Ronald Reagan. Ist übel, zu fahren, wenn die Sicht gleich Null ist. Aber das hielt mich nicht davon ab, knapp unter Lichtgeschwindigkeit durch die Gegend zu brettern. Kann sein, daß das leichtsinnig war, aber es war ja sonst nichts los auf den Straßen. Genaugenommen schienen Murphy und ich offenbar die Einzigen zu sein, die sich um diesen Zeit noch in der Botanik rumtrieben. Irgendwie wirkte alles sehr unheimlich. Ich meine, die menschenleeren Straßen und die orangefarbenen Straßenfunzeln, die an den Kreuzungen standen. Es törnte meine Phantasie unheimlich an, und ich stellte mir vor, daß ich auf irgendeiner anderen Welt wäre und mit meinem kleinen Raumjet durch einen Ionensturm düste, oder so. Wenn es etwas gibt, auf das ich abfahre, dann ist es Science-Fiction. Etwas von Pink Floyd hätte jetzt ganz gut gepaßt, oder auch Schuberts Unvollendete. Aber ich hatte beides nicht auf Band. Deswegen zog ich mir "The Kick Inside" rein, was auch ganz gut paßte. Diese merkwürdigen Klangwelten und Akkordabenteuer, dieser sehnsüchtige Gesang von der alten Kate sehr merkwürdiges Feeling ergab das alles. Voll unkonkret, aber ziemlich intensiv. Abgesehen von dieser exotischen Stimmung war ich eher mies drauf; ich war gerade zu Hause abgehauen, weil mein Alter mal wieder auf dem Autoritätstrip gewesen war und es reichlich Trouble gegeben hatte. Ich will nicht näher auf Details eingehen, aber es war alles reichlich öde. Dazu kam noch der Dauerfrust meines trostlosen Liebeslebens, und der wurde durch diese einsame Dunkelfahrt auch nicht viel besser. Jedenfalls ging ich, insgesamt betrachtet, ganz schön am Stock stimmungsmäßig. Andererseits hat so eine Weltuntergangsstimmung auch irgendeinen Reiz. Ich meine, man spürt zumindest, daß man noch lebt, wenn irgendwelche ganz starken Empfindungen einen über das normale Gefühlseinerlei hinausheben und man die Tragik der ganzen Welt fast körperlich zu spüren scheint. Zwar hat so eine nächtliche Landstraße im Grunde nicht mehr Bezug zum Kosmos, als eine Schnecke zum Autofahren, aber das , was ich spürte, war so stark, daß es nicht einfach nur die Landstraße sein konnte, die auf mein Brustbein drückte.

Aber dann stand so ein Typ von Anhalter am Grünstreifen, und da es das einzige Wesen war, das im Moment die kosmische Tragik dieser Landstraße mit mir teilte, ging ich in den Anker. Vielleicht hatte irgend jemand etwas spitz gekriegt, wie ich drauf war. Andererseits lag es vielleicht auch ganz einfach nur daran, daß um diese Zeit kein Zug mehr ging. Man muß ziemlich sinnig bremsen, bei solchem Wetter, wenn man nicht einen doppelten Rittberger auf der Fahrbahn machen will. Es dauerte eine Weile, bis meine Dose auf Null war, und ich mußte noch eine Ecke zurückfahren. Der Typ kam entgegengelaufen und ich machte die rechte Tür von innen auf, weil der Griff draußen so seine speziellen Mucken hatte. "Nimmst mich ´n Stück mit?" fragte er. "Nee. Ich habe nur meine Bremsen getestet." Manchmal habe ich coole Sprüche drauf. Besonders bei Trampern, die fragen, ob man sie mitnimmt. Er faßte das jedenfalls korrekt auf und stieg ein, nachdem er kurz gelacht und mich dabei ganz nett angesehen hatte. Das war etwas entschieden Positives in dieser ganzen Trostlosigkeit. Er hatte so dunkle Knopfaugen, die tierisch aussahen. Er schnaufte gewaltig und aus seinen nassen Haaren tropfte es. Er war grob gepeilt etwa mein Jahrgang und sah nicht schlecht aus. Allerdings beschlugen die Scheiben wie wild, seit er an Bord war. Ich schaltete zwar das Gebläse von Murphy an, was aber auch Banane war. "Schon lange gewartet?" fragte ich, hauptsächlich, um überhaupt etwas zu sagen. "Geht so. Ich wollte gerade zurückschwimmen." Ich mußte etwas lachen und fand, daß er ganz gut drauf war, wenn man Zeit und Witterungsverhältnisse unserer Unterhaltung berücksichtigte. Obwohl - Unterhaltung war übertrieben, denn sie war damit auch schon vorbei. Er schnaufte nur noch und in der Kiste verbreitete sich der Geruch von nassen Haaren. Null Ahnung, ob er auf die Musik von Kate Bush stand, aber ich konnte mich zu nichts anderem entschließen, obwohl ich etwas populäreres hätte abspulen sollen. "So spät noch unterwegs?" fragte ich, weil es schade gewesen wäre, wenn wir uns die ganze Zeit nur angeödet hätten. "Naja. Ich war noch auf 'ner Fete und um diese Zeit läuft nicht mehr viel ab - bundesbahnmäßig." Darauf fiel mir nichts anderes ein, als ein knappes "Stimmt!" und die Frage "Wo mußt'n hin", halb aus Neugier und halb, um das Gespräch in Gang zu halten. Ich hatte den Eindruck, daß er mich überrascht ansah, obwohl das bei dem Licht schwer

Schließlich war er im Augenblick der Einzige. Aber erstens war um diese Zeit sowieso alles tot und zweitens traute ich mich nicht. wie ist der Job so? Sicher auch nicht ganz einfach?" "Ooch. Man gewöhnt sich ja an vieles.auszumachen war. "Zu den Anstalten. Er verabschiedete sich mit einem Wahnsinnslächeln aus seinen braunen Knopfaugen und knallte die Tür zu. wenn zwei so unterschiedliche Sachen im Raum stehen und keiner sagt was. ihm etwas zu erzählen. weil ich meine Haare ziemlich kurz trage. Ich meine. daß ich bei der Konkurrenz war. Ich bin da sensibel." Das passierte mir nicht zum erstenmal. daß ich nicht beim Bund bin. daß er mich nicht im Regen stehen ließ und so eine Art Brücke baute. Außerdem. worauf ich wieder nur ein "Stimmt!" abließ. Besonders bei Leuten. weil er wirklich nett gewesen war und es frustrierend war. "Naja. nun wieder alleine zu sein." Es war ganz nett. immer noch etwas überrascht. Ich habe aber auch keine Triebe. "Wieso? Wo mußt Du denn hin?" fragte er. "Zivildienst?" hakte er dann noch mal nach. Es tat mir fast ein bißchen weh. Ich hab' mich für zwei Jahre verpflichtet. Hoffentlich hatte er nichts dagegen. oder so. wenn man erst mal die Grundausbildung hinter sich hat. Ist zumindest als Lebenserfahrung nicht übel. daß die Leute denken. was ihn nicht interessierte. Ich beschränkte mich also darauf. einen kleinen Umweg für ihn zu fahren und ihn direkt vorm Kasernentor rauszulassen. "Und." "Kann ich mir vorstellen. aber was soll's. weil's da mehr Kohle gibt. worauf er nickte und weiter durch die Windschutzscheibe peilte. weil es ein ungutes Gefühl ist. mir 'ne Wahnsinnsmatte stehen zu lassen. die ich ganz nett finde. wie zwischen einer Sandburg und einem Kinderpopo. Sonst fahr ich da auch nicht so drauf ab. . ihn zu fragen. ich wäre auch beim Bund. konnte es leicht zu Meinungsverschiedenheiten kommen. als er 'ne Biege machte. weil er eine Zeitlang nichts mehr sagte und ich auch keinen Bock hatte." sagte ich deshalb nur kurz. nur damit man mir ansieht. Reibungspunkte gab es sicher so viele. um ein Bier mit ihm zu trinken. der mich von meinen Frustgefühlen abhielt." Mehr reizte ihn das Thema scheinbar nicht. "Und wie ist das beim Bund so?" fragte ich ihn nach einer Weile. "Zur Kaserne. wenn man zu tief in die Sache einstieg. Auf einmal wäre ich ganz gerne noch mit ihm irgendwohin gefahren. schiebt man 'ne ruhige Kugel.

daß es sogar weh tut. im Suff. Die Dinger waren jetzt überflüssig. in der ich wohnte und holte mir nasse Turnschuhe. wenn ein Anhalter hinter einem Kasernentor verschwindet. wie das Gelände hieß. Ich stellte Murphy auf dem ungepflasterten Parkplatz ab. um in Richtung Anstalten zu düsen. Mich überkamen die merkwürdigsten Gedanken. Über die Eisenbahnbrücke. und weil es keine erfreuliche Aussicht war. oder an ihren freien Tagen zu Hause. Meine Bude lag im ersten Stock. War nicht übel. daß ich ihn nicht näher kannte. und ich verdrängte diese vagen Ausschweifungen meines Unterbewußtseins wieder dahin. wo ich wohnte. Ich schlüsselte meine Tür auf und nahm das Namensschild ab und diese Scheibe. sie mittendrin abzuschalten.Ich sah noch zu. Irgendwann hatte ich mich überwunden. Grausame und unmenschliche Vorstellungen von Versuchen mit Behinderten während der Nazizeit und andere unkonkrete Dinge. Er war wirklich eine dufte Type. Irgendwie erinnerten mich die immer an Konzentrationslager. wenn es nicht regnet. in denen die Stationen sind. der Gephardshof mit seiner schlappen Wegebeleuchtung und den alten Holzbaracken. daß es Frevel gewesen wäre. als ich vor sechzehn Monaten hier aufgekreuzt war. auszusteigen und lief in Rekordzeit zu der alten Bude. oder weiß der Henker. bei dem Wetter auszusteigen. Er drehte sich noch mal kurz um und winkte. aber das half auch nicht viel bei kleinen Wiederaufführungen der Sintflut. der voller Pfützen war und blieb noch eine Weile sitzen. weil ich mit dem Job so gut wie durch war. Ich sah kaum was. Jedenfalls war das mein erster Eindruck gewesen. bei Freunden. weil die Musik so schön war. Ziemlich . Zu Hause. rein vom Äußerlichen. obwohl ich auch nicht viel verpaßte. als ich so über das nächtliche Gehege hüpfte. Sie besang "Old England" und ich wendete meine Badewanne. Dann war ich wieder alleine mit Kate Bush und meinem Frust. dem Wachhabenden seine Hundemarke zeigte und wegen des Regens ziemlich schnell reingelassen wurde. wie er auf das Tor zulief. Ich machte das Licht in der Bude an und die Tür hinter mir zu. wo sie hergekommen waren und konzentrierte mich wieder mehr auf die Pfützenausweichmanöver. auf der man mit einem drehbaren Pfeil einstellen konnte. Es war vollkommen ruhig hier oben. Ich erwiderte die Verabschiedung mit der Lichthupe und fand es schade. wenn man es nüchtern betrachtete. Voll der trübselige Anblick. wo von einem langen. Aber in dieser Nacht lungerten doch einige unheimliche Vorstellungen in meiner Birne rum. Auf Station. übermorgen noch einmal Frühdienst und dann war Sense. Hier. Ich hatte zwar eine ganz schön lange Zeit hier abgerissen und mich voll an die Behinderten gewöhnt. die unheimlich sportiv aussieht. besonders. der Raum. Es war nicht mehr sehr weit bis zum Gephardshof. in Bremen. Teufel! Manchmal ist man so einsam. Ich hatte zwar eine rote Regenjacke mit. kahlen und linoliumbelegten Flur die einzelnen Zimmer abgingen. Andererseits bin ich ein mehr sachlicher Typ. wo. Vermutlich waren alle am Ratzen. wo man sich gerade rumtrieb. den Innenstadtring links lassend und dann noch ein paar hundert Meter.

Der Abfluß war ewig verstopft gewesen und nach mehreren. kümmerte sich kein Schwanz darum. wenn man sich hinter den Ohren wusch. und die meisten Pfleger . ihn zu rufen und eben diese Direktverbindung zum Eimer eingebaut. wenn man es von der spaßigen Seite sah. erzählte er einem. seinerzeit hier auf dem Gephardshof so was wie Elektrizität eingeführt zu haben. darunter ein Eimer. Das Leben könnte sonst wesentlich unkomplizierter sein. in den das Wasser lief. daß nicht alle Menschen so locker drauf sind. aber der war so spießig gewesen. Manchmal standen alle Türen offen und man konnte einfach zu jemandem gehen. so. daß die Leute ohne ihn hier immer noch mit Petroleumlampen durch die Gegend laufen würden. naja. Ansonsten ruhiger Nachtverlauf. Zivis dürfen das zwar eigentlich nicht. Er rannte immer mit einem Zigarrenstummel im Kopf durch das Gehege und war mächtig stolz darauf. Man konnte zusammen Tee trinken. wie die Nachtwache da unten jetzt am Wirbeln war und voll in Panik versuchte. Hier hatte ich wesentlich angenehmere Nachbarn. Um diese Zeit war das schon nervend. Hauptsächlich Zivis. wie man früher gebaut hatte. wie ich. daß ich hier nicht mehr wohnen konnte. Chloralhydrat verabreicht. wohnten hier oben. Ich ließ mich auf die Matratze fallen und bedauerte den Umstand. der ganz cool drauf war. Auf einmal begann in der Station schräg unter meinem Fenster einer der Patienten. Ziemlich laut und aggressiv. aber solange nichts passierte. obwohl man hier daran gewöhnt war. bis auf eine. An der Decke hing eine nackte Glühlampe. nur vorübergehend wirksamen Reparaturversuchen des Hausmeisters hatte ich schließlich aufgegeben. zu schreien. üble Angelegenheit. daß ich ihn schon an meinem ersten Tag weggeworfen hatte. "Patient soundso gegen drei Uhr unruhig. etwas erzählen oder auch einfach nur zusammen rumsitzen. Bald würde ich wieder in dem kleinen Loch neben dem Schlafzimmer meiner Eltern wohnen müssen. Ich habe auch mal Nachtwache schieben müssen. Der kümmerte sich offenbar aber nicht viel darum und lärmte weiter. Seitdem hatte sich allerdings auf dem Gebiet nicht viel getan und immer. Jedenfalls waren alle Wände weiß. Denn von so einem Krach werden natürlich auch die anderen Jungens auf der Station wach und dann breitet sich die totale Unruhe aus." Jede Nacht mußte irgendwas ins Nachtwachenbuch eingetragen werden. wenn irgendwas hinüber war. Stank zwar tierisch. wo sich niemand die Hirnwindungen deswegen verbog. Im Nachtwachenbuch würde morgen vermutlich stehen. Es hatte zwar mal einen Lampenschirm gegeben. An der einen Wand war das Waschbecken. aber was soll's? Ich mußte an den Hausmeister denken. so was. den Typ zu beruhigen. Schade. ohne etwas Bestimmtes auf der Pfanne haben zu müssen. und die waren zum größten Teil sehr in Ordnung. Es war meine erste eigene Bude gewesen. War wohl im Krieg mal als Krankenzimmer verwendet worden. was ich so machte. Ich konnte mir ziemlich genau vorstellen. Der mußte dann alle paar Tage im Klo ausgeleert werden.groß und hoch. Musik hören. die einen blassen Gelbton auftrug.

Keine. mein Leiden über seins zu stellen. Eigentlich hätte ich schon lange müde sein müssen. Irgendwie war alles trostlos. Ich meine. Aber da hatte ich eigentlich keine Sorgen mit. dachte ich schon. Aber es war ja auch niemand da. Die Leute denken immer. Ich machte die Zimmertür auf und das Licht im Flur an. dauernd alleine sein zu müssen. aber vermutlich nicht. da ich wohl keine Ruhe haben würde. Der Regen lief immer noch die Fensterscheibe hinunter und manchmal knackte es leise in der Heizung. . nüchtern betrachtet. sich etwas anderes dafür auszudenken. Ich versuchte ein paarmal. wie meine. daß ich mit 'ner Tapete im Bett lag. der um diese Zeit mies drauf war. bis die Nachtwache die Sache im Griff hatte und der ruhige Nachtverlauf wieder hergestellt war. Ich hatte es mit . das wäre der totale Ernstfall. Dann konnte ich die Tür wieder zu machen.Alles roger' oder . wenn das etwas gebracht hätte. bis sie in den Flur gedüst war.Nichts Besonderes' versucht. sie mit einem gezielten Schlag zu killen. aber mein Gehirn machte mal wieder Überstunden und es lief nichts ab mit einratzen. Jedenfalls ist es herbe. Dann zog ich auch gleich die nassen Klamotten aus. also zog ich nur meine Leisetreter aus und deckte mich zu. Jedenfalls hätte ich auch schreien können. als . als mich der Stationsleiter zum ersten Mal durch den Laden geführt hatte. was der Junge da unten für Trouble hatte und wahrscheinlich waren seine Probleme auch nicht so differenziert. jemanden zu haben. Das war im Grunde das. Ich mußte an die Zeit denken. Ich war voll schlapp und hatte überhaupt keine Triebe.hatten nichts anderes drauf. zu dem man mal zärtlich sein konnte. Aber eigentlich gab es keinen Grund. Ich hatte eine ganze Menge Erfahrungen gemacht. Mir war jedenfalls ziemlich ungut zumute. Eine einsame Fliege düste um die Funzel und zog ab und zu eine größere Bahn durchs ganze Zimmer. Fliegen stehen unheimlich auf Beleuchtung und tatsächlich dauerte es nicht lange. Jedenfalls dauerte es da unten ziemlich lange. weil ich ziemlich extreme Sachen erlebt hatte. daß man von so einem Job mit Behinderten leicht Alpträume und so was bekommt.' Allerdings ist es auch nicht so einfach. aber am Dritten Abend fiel mir auch schon nichts Originelles mehr ein. Scheinbar war ich nicht der Einzige. hier. Dann versuchte ich es mit einem Trick. hier. noch mal aufzustehen. Klar. die sich so ohne Weiteres auflisten lassen. was mir am meisten fehlte. der sich darüber aufregen konnte.ruhiger Nachtverlauf. aber sie nervte mich mit der Zeit doch. man kann mich inzwischen nur noch schwer aus der Fassung bringen. Eigentlich hätte ich mich über sie freuen müssen. da ich mit ihr immerhin nicht ganz so alleine war. bis ich das Problem erledigt hatte. aber sie war flugtechnisch tierisch gut drauf. die ich hier verbracht hatte und die nun bald vorbei war. machte die Funzel aus und legte mich in die Kiste. um meine Klamotten auszuziehen. um mich liebzuhalten. Vielleicht wäre dann jemand gekommen. als ich hier angefangen hatte. aber manchmal mußte man hier mit ziemlich harten Situationen fertig werden und das übte nicht schlecht. Null Ahnung. Es war keine schlechte Zeit.

Allerdings brauchte ich meinen Charakter nicht zu festigen. Überall hockten oder liefen irgendwelche wirr aussehende Typen herum. Irgendwann fing ich an. in so 'ner Kluft Dienst zu schieben. einige apathisch. Schweiß und anderen Sachen. wenn man es nüchtern betrachtet. auch wenn es um Zustände geht. kahlen Korridor herum. Holzwänden und ein paar auf Spanplatten geklebten Kalenderfotos zur Verzierung. die sich in der Kaffeepause über ganz normale Dinge unterhielten. denn ich glaube. als er bemerkte. Jedenfalls wachte ich nicht mehr auf. daß so ein Job auf Dauer doch abfärben würde. Aber das geht einem wohl immer so. . wie man sich denen gegenüber verhalten soll. Fernsehen oder Beischlaf. auch daran. was für ein Quatsch auf einmal scheinbar einen Sinn ergibt. nur. Ist wohl 'ne Schutzfunktion. wenn man sich erst mal dran gewöhnt hatte. daß es ein Pfleger gewesen war. daß man auf einmal völlig unbeteiligt wird. oder so. Dabei war es. die weißen Kittel für das Personal wieder einzuführen. aber eigentlich waren es alles ganz normale Leute. Naja. andere hektisch und nervös. irgendwelchen zusammenhanglosen Schwachsinn zu denken. Die waren nämlich gerade dabei. die Arbeit. Später habe ich mich dann ziemlich schnell dran gewöhnt. zum Beispiel die Gemeinschaftstoilette durchzufeudeln. da ich sowieso aufhörte. Es war alles ganz locker. ich hatte erst schon befürchtet. Ich meine.n witziges Feeling. daß mir das überhaupt nicht auffiel. um meine letzten Gedanken aufzurollen. weil sie nichts anderes kannten. wenn man kurz vor dem Einschlafen wieder aufwacht. Ist schon witzig. weil der neue Chefarzt jemandem mal doppelte Portion Valium verordnet hatte und es ziemlich peinlich für ihn war. von einem Haufen solcher Gestalten umgeben zu sein. oder was weiß ich. Ist 'ne ziemlich harte Vorstellung.Einige von den Typen kamen gleich an und wollten mich umarmen. wenn man einschläft. wie Autos. Angeblich aus hygienischen Gründen. Die Kollegen waren auch alle ganz gut drauf. über die die meisten sich aufregen würden. Dann mußte ich an die Story mit den Kitteln denken. Ist . wenn man es nicht gewöhnt ist. Die meisten waren hier aufgewachsen und die meisten würden hier wohl auch den Löffel abgeben. indem ich mich weigerte. Man muß nur mal versuchen. Ist herbe. und seitdem wurde das mit dem Pfleger-Look wieder Vorschrift. während sie gerade auf vier Pötten lief. Der war ziemlich lang und bestand aus einem rötlichen Linoliumfußboden. Beziehungsweise wenn man etwas abgestumpft war. Die Leute machten sich natürlich überhaupt nichts daraus. seine letzten Gedanken zu analysieren. wenn man überhaupt nicht weiß. Andere waren voll scheu und drückten sich auf dem trostlosen. Aus einem Lautsprecher quäkte ständig ein mieses Radioprogramm und überall muffte es nach Urin. . sondern schlief ziemlich tief und fest bis zum nächsten Morgen. ohne das könnte man das gar nicht aushalten.

Wir Zivis bekamen immer so eine Kiste voller Brot. machen einen ganz schönen Krach. Und einschlafen konnte ich auch nicht mehr. Auf dem Gephardshof mußte mir dann ausgerechnet der unangenehmste Typ aus dem ganzen Laden über den Weg laufen. "Guten Morgen. so daß ich fast alles wegwerfen mußte. woher er es hatte. die morgens zur Beschäftigungstherapie gehen. die früher üblich war. Weiß der Geier. Einer von den Typen sang jeden Morgen mit einem Wahnsinnssopran irgendein altes Volkslied. Er hatte wohl etwas spitz gekriegt. daß das Cut war. Waren Sie einkaufen?" Die Frage war mindestens ebenso überflüssig. Schon aus Zwanzig Metern Entfernung machte er mich an. was immer das für Wesen waren. auf denen einige . wie der Gesang von irgendwelchen Qrks oder Muhans. die eigentlich noch eine Runde knacken können. ihm mit einer Plastiktüte in der Hand hinter her zu laufen. Kann sein. Bruder Schröder. Mit der Zeit entwickelte ich aber einen animalischen Kohldampf. ihm meinen Dienstplan vorzulesen und sagte gar nichts. weil er das Ganze noch ein paarmal wiederholte. um mir was Eßbares in den Kopf zu stecken. Es war ein ziemliches Durcheinander unartikulierter Laute und das Rufen der Pfleger. Jedenfalls fahr ich unheimlich ab. jedenfalls erzeugte es auf einmal so eine fremdartige Stimmung in mir. wenn einer zu weit voraus lief oder zurückblieb. Also packte ich massenhaft von dem Zeug in den Einkaufswagen. Ich löhnte und nahm mir einen Türkenkoffer. mit verschlungenen Wegen und Parkbänken. daß das schon ein fortgeschrittenes Stadium von Humor ist. Butter. Ich hatte keinen Grund. Ich hatte aber auch keinen Bock. Das hielt ihn aber auch nicht davon ab.Bruder". der irgendwann stärker wurde. der ein gutes Dutzend Lichtjahre entfernt war. auf solche Stimmungen. um mir was zum Beißen zu holen. Aber einige von den Behinderten peilten das nie. Milch. für einen geistig Behinderten. dieses Feeling aufrechtzuerhalten. brummte nur eine Art "Ja". mir den ganzen Weg nachzulaufen. "Brauchen Sie nicht mehr zu arbeiten. Die Kassiererin war voll unbeteiligt. Hauptsächlich ernähre ich mich von Haferflocken und Yoghurt. und ich lag eine ganze Weile nur so da und versuchte. aber mich ödete es tierisch an. Ich stand also träge auf. Ich drehte mich um und er machte blitzschnell 'ne Biege. Als ich an ihm vorbeigegangen war. Nur war die Milch natürlich sauer und der Pest sonstwie gealtert. Das Gelände war so ähnlich. Wurst. als sie die Preise eintippte. Also zog ich mich an und tigerte zum Supermarkt. als wenn ich auf einem Planeten war.2 Die Patienten. ab und zu. um die ganzen Sachen mitzukriegen. um Leute. wach zu machen. Ich hatte keinen großen Bock auf eine Unterhaltung mit dem Typ. wie ein Park. So. als meine Schlappheit. weil ich auch keine Triebe hatte. Käse und was weiß ich. Es war. daß meine Zeit hier um war. boxte er mich von hinten in den Rücken. wie sein dazugehöriges Grinsen. Jedenfalls genug. Scheinbar fand es das unheimlich spaßig. Bruder?" fragte er. aufzustehen. und die Anrede . weil im Grunde überhaupt nichts anlag.

Ich lag also nur so da und ließ mir die Geräusche ins Ohr laufen. was das eigentlich exakt ist und meistens wird es auch für alles mögliche andere verwendet. daß ich viel mehr auf Jungens abfahre. wenn nichts anderes anlag. Aber was auch immer es bedeutete. zu regnen und das fand ich schon wieder ganz gemütlich. Bruder. Das war schon irre. Dann schien es anzufangen. auf was für einem Wochentag man geboren war." hinterher und gesellte sich dann wieder zu den anderen. Bei mir lief da absolut nichts ab. Zum Glück wußte er genau. Was die Mädchen betrifft . weil es nicht schlecht gewesen wäre. zugegeben. in dem ein Gnom lag. daß das "n ganz schöner Hammer ist und ziemlich peinlich. einen hübschen Jungen anzumachen. daß sie es viel einfacher haben. Ich vermißte meine Stereoanlage. . wer von den fünfzehnjährigen Jungens heutzutage noch keine Mieze hat. Und niemand weiß so genau. sich jetzt Terje Rhypdals "Whenever you seem to be far away" reinzuziehen. aber es ist nun mal Sache. was ich machen könnte. rief mir der Typ noch ein "Auf Wiedersehen. als ich zum Beispiel.kuriose Gestalten rumhingen. Einer konnte einem zum Beispiel genau sagen. Ich meine. daß ich mir nichts aus Mädchen mache. Andererseits war es auch nicht verkehrt. Ich meine mein schlappes Liebesleben. das Zwitschern der Vögel und so. Das einzige. Dann kam uns ein Mädchen entgegen. Manchmal schnallt man voll ab. das einen Karren vor sich herschob. ist. und dann legte ich mich wieder auf meine Matratze. Den Stimmensalat der Behinderten. die wirklich alle stimmten. der muß schon reichlich bescheuert sein. daß er nicht in die Personalwohnungen durfte. Oder so wie ich. darüber zu reden. was ich mit denen zu tun habe. Oben zog ich mir erst mal was zu Essen rein. das mich meistens beschäftigte. weil ich überhaupt keine Idee hatte. wenn man so was mitkriegt. Einige von den Behinderten hatten wirklich heiße Sachen drauf. als einen Freund zu haben.ich habe nichts gegen sie. wo man sich mehr für seine Mitmenschen interessiert. Liebe ist "n großes Wort. Als ich endlich den Eingang von meiner Bude erreicht hatte. obwohl ich mir nichts mehr wünschte. aber ich konnte mich zu nichts anderem entschließen und deswegen kam ich früher oder später zu dem unausweichlichen Thema. irgendwie. zumal der ganze Aufwand mit Lautsprechern und so entfiel. Es war ziemlich verhängnisvoll. daß ich jetzt hier liegen konnte. daß ich sie darum beneide. Dabei bin ich schon ungefähr dreiundzwanzig Lenze auf diesem Planeten und damit schon einige Jahre in einem Alter. Das Problem bei mir ist nämlich. Ich meine. aber sie lassen mich eben vollkommen kalt. Ich weiß. wenn man ihm das Datum sagte. der dauernd irgendwelche Bruchstücke von Rilke-Versen von sich gab. es lief nichts ab auf dem Gebiet. Und er hatte alle möglichen Daten von Ereignissen im Kopf. nur mal so auf den Sound der Natur zu achten. nur so dazuliegen und die Gedanken treiben zu lassen. als sandkastenmäßig.

hatte ich ganz schön damit zu kämpfen. Sicher kann sich das niemand vorstellen. und außerdem gab es in der Schule eben diesen Mario. hoffte ich. Aber es ist gar nicht so einfach. die nach jedem Monat angesagt waren. wie meine Klassenkameraden in der Schule Leute. Einerseits die sexuellen. so wie ich war. Es hätte wohl schon eher etwas mit t Verliebtsein zu tun. denn mit dem Traumjob mit in der Welt rumjetten und so. Und immer. auf die ich unheimlich abfuhr. da war dann auf einmal alles nicht mehr so einfach. als ihn näher kennenzulernen. daß die Zeit bald um war und freute mich auf die zwei Wochen Berufsschule. was ich denn so werden wollte. Vor der Pubertät war das alles nicht so schlimm. Nur. zumal ich ziemlich sensibel bin. Das hat mir ganz schön gestunken. Aber man kann nicht einfach das Handtuch wegwerfen und dann nicht wissen. Ich kann auch nicht sagen. dunkle. zu streicheln. Zuerst mal muß man selber damit fertig werden. Jedenfalls ist es nicht so einfach. Und mit der Zeit bekam ich auch mit. wirklich. die man noch am leichtesten abreagieren konnte. zog mir regelmäßig die Schuhe aus. wußte ich noch gar nicht so genau. aber auch der Wunsch. zärtlich und schön war. Statt dessen gab es eine uralte Dunkelkammer. was ich am meisten an ihm mochte. Nur. Mario war ein hübscher Junge. der Mario nicht kennt. daß man drauf stand? Irgendwie mußte man da eine Möglichkeit finden und als ich in der Berufsschule Mario kennenlernte. und da ist es gar nicht so einfach. Und ich hatte die größte Zeit meiner Jugend wohl damit verbracht. Der Unterricht war die reinste Erholung gegen diesen Psychoterror. hatte die Fotolehre natürlich überhaupt nichts zu tun. auf dem Gebiet. wie soll man sie kennenlernen? Immerhin gab es eine ganze Menge Vorurteile gegen Leute. Obwohl das nicht der richtige Ausdruck ist. wenn ich im Labor hockte. Ein ganz sanftes. damit fertig zu werden. daß jemand dahinter käme. wie sollte man da ran kommen. so jemanden kennenzulernen. wie mich. was ich für ihn übrig hatte. bei bestimmten Typen kribbelig zu werden. Fotograf zu werden. mich zu tarnen und ich hatte einen tierischen Horror davor. wie mich. und der Alte machte ständig aus allem so eine persönliche Sache. Obwohl das auch ein blöder Ausdruck ist. Von da an fing ich an. was man sonst will. wozu ich überhaupt Bock hatte. jemanden einfach nur liebzuhalten. und er hatte so ein wunderschönes Gesicht. eigentlich. weder mit Liebe. Aber die Triebe waren natürlich da. wenn niemand dahinter kommen durfte. sondern anfing. wie er lachte. ganz locker jemanden anzumachen. was man sich so vorstellt. daß alle anderen Jungens immer den Mädchen nachpfiffen und ich damit überhaupt nichts anfangen konnte.der lieb. Und dazu war er zwar klein. Ich hatte das mit dem Abi nicht gepackt. weil irgendwas ständig nicht schnell oder gut genug war. Das war eine Kombination. oder was weiß ich. aber ganz schön kräftig gebaut. fast edles Gesicht. daß man anders ist. mich zu verstecken. . Die Art. und als meine Alten dann wissen wollten. oder auch einfach nur mit Sex. Jedenfalls wünschte ich mir nichts mehr. obwohl es massenhaft hübsche Typen gibt. Das war keine besonders gute Entscheidung. samtige Haare und tierisch braune Augen. Deswegen hat sich auch in meiner gesamten Jugend überhaupt nichts abgespielt. ich meine dieser kräftige Körper und sein sanftes Wesen. daß ich einer von denen war. die verachtet wurden oder über die man sich lustig machte. weil man als Kind solche Sachen ganz locker sieht und nicht sexuell. der einem gefällt. Deshalb entschied ich mich irgendwann dazu. in der man Paßbilder abziehen durfte und dazu dauernd Druck vom Chef. mich selber zu akzeptieren. Aber als ich dann nach und nach dahinter kam. daß ich so war. ansahen und es war ziemlich herbe.

wenn derjenige.'ne Menge Fotos von ihr. oder ähnlicher Interessen. deswegen mußte ich einfach versuchen. Deswegen benutzte ich sie irgendwann wieder als Decke. mal nicht. . die auf ihn wartete. und deshalb schaffte ich das mit der Zeit auch. wenn sich unsere Arme oder Beine zufällig berührten. Wir mochten die gleiche Musik und so weiter. direkt neben ihm zu sitzen. ihn streicheln zu können und einfach nur seine Nähe zu fühlen. wenn jemand seine Schulfreunde mal mit nach Hause nimmt. Obwohl das ziemlich kindisch war . mal zog er sie weg. Aber wir kannten uns damals noch nicht näher. Es wäre jetzt wirklich die optimale Maßnahme gewesen. denen bedeutet Schönheit nicht so übermäßig viel. dann und wann. ich meine. die vermutlich nicht so einfach in Erfüllung gehen würden. davon dachte. Ich meine.'ne Tasse Tee trinken und seine Plattensammlung sichten. liebevolle Geschenke herum. wie jemand aussieht. Aber mich machte das immer ganz schön kribbelig. wenn man so mitbekommt. Es war ziemlich aufregend. wenn zwei hübsche Menschen sich lieben. obwohl es natürlich auch wieder eine ganze Menge neuer Wünsche erweckte. weil ich ganz gute Sprüche drauf hatte. zog sie mir bis über die Rübe und wünschte mir. kraftvoller Körper war. warmer. das tat mir weh. Natürlich war es nicht nur sein Aussehen. Ich hatte da keine Probleme mit. daß es etwas zu bedeuten hatte. daß es sein schöner.Es gibt Leute. in jeder Hinsicht.nüchtern betrachtet. irgendwie. wenn jemand tierisch doof ist? Davon gibt es ja auch genug Leute. ich konnte mir schon vorstellen. wie jemand. es hat nichts Besonderes zu bedeuten. Ich meine. wie schön es sein kann. Jedenfalls kamen die meisten Leute mit mir ganz gut zurecht. die sie sich gemacht hatten und er hatte . wegen ihrer Schönheit. Ich knüllte meine Bettdecke zusammen und stellte mir vor. daß er sich immer nur mit anderen Leuten gut verstand. der schön ist. auch. ihn näher kennenzulernen. genauso wenig dafür kann. Scheiß drauf. Ich kam aber ziemlich schnell dahinter. Das war ganz normal. und irgendwo sicher auch nicht verkehrt bin. Andererseits war es eben nur eine textile Angelegenheit und auf Dauer nicht sehr befriedigend. Aber Mario war ganz gut drauf. Es ist herbe. daß er irgendwo eine hübsche Mieze hatte. Ich meine. daß man sie auch lieben konnte. Ihm war das offenbar egal. denn was nützt ein hübsches Gesicht. vielen ist es egal. als Schönheit. Irgendwann hatte dann sein Tischnachbar bei seiner Lehrstelle das Handtuch geworfen. Für mich ist das etwas Heilige . Woher sollte ich auch wissen. und so. und wenn man selber davon ausgeschlossen ist. überall standen kleine. was die Mieze. der nicht so schön ist. weil er ständig Zoff mit dem Meister hatte und ich nutzte die Gelegenheit einfach aus. Ich genoß vor allem die Augenblicke. aber für mich gab es nichts Schöneres. Obwohl ich irgendwo natürlich hoffte. . für eine Mieze. überhaupt nicht da zu sein. Wir hatten eine ganze Menge gleicher. Daß die beiden jederzeit ganz nah beieinander sein durften und ihre Feelings austauschen konnten. neben der ich vorher gesessen hatte. mit Mario in Kontakt zu kommen. Ich kann in solchen Augenblicken unheimlich zärtlich zu Bettdecken sein. Aber gerade das tat weh. daß er nicht solo war. Nur. Sie sah gar nicht schlecht aus. ich konnte eigentlich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen. was Sache war? Irgendwann nach der Schule hatte er mich mal eingeladen. mich auf den frei gewordenen Platz neben ihm zu setzen.

oder so. Aber man kann sich auch daran gewöhnen und es einfach als die umgangssprachliche Variation von Homosexuell ansehen. über Kunstgeschichte. ich habe ziemlich unanständige Gedanken. Ich hatte nämlich die gleichen Vorurteile anerzogen bekommen. Jedenfalls haben mich diese knackigen Helden ganz schön angemacht. die meine Alten im Bücherregal hatten. ganz selbstverständlich anwendet. und ließen einem keine Ruhe. Natürlich spielten auch bei Mario erotische Sachen eine Geige. immer viel zu wenig beachtet. die eigentlich als Schimpfworte gemeint sind. dann und wann. Naja klar. wenn man älter wird. das mich umgepolt haben könnte. Die waren ständig da. weil es eben eine allgemeingültige Bezeichnung ist. soweit ich mich auch zurückerinnern kann. woher es wohl kommt. Natürlich ist das Ansichtssache. diese Dinge locker zu sehen. und dann kann man sich wieder mit anderen Dingen beschäftigen. Genauso. Eigentlich ist es ein Schimpfwort. sich da abzureagieren. Aber wenn man Druck auf dem Gebiet hat. wenn man Begriffe. ob ich es von meinen Alten geerbt habe oder ob es böse Umwelteinflüsse waren. für sich selber. wie mindestens sechsundneunzig Prozent der restlichen Zivilisation auch. daß es kein Wort dafür gibt. Schade. Ich peilte das damals noch nicht. sosehr ich auch darüber nachdenke. Deswegen benutze ich lieber den Ausdruck "Schwul". das den Tatbestand angenehmer nennt. dann nimmt man ihnen die Schärfe. Aber es waren eben auch noch andere Dinge und ich glaube. Ich weiß es nicht. die nicht davon betroffen sind. Homosexuell. die waren nicht nach fünf Minuten weg. Ich hatte schon immer was für Typen übrig. Und dann mußte ich an diese Schwarte denken. Es war mir auch ziemlich egal. das klingt so wissenschaftlich. wenn ein Polizist sich als Bulle bezeichnet. Da waren die heißen Onkeldoktor Spiele mit einem Jungen aus der Nachbarschaft. eigentlich. ohne überhaupt zu wissen. das Wort dafür unterstützt das ja auch ziemlich viel. das will ich nicht leugnen. Und das in einem Alter. Und mit Vorurteilen ist es nur für Leute einfach. bestimmte Dinge in den Griff zu kriegen. ziemlich übel. die werden. Es ist übel. daß das Heldenbilder aus dem Dritten Reich waren. Unheimlich muskulös und ganz glatt und so. aber Körper von Frauen erschienen mir dagegen immer ziemlich schlapp und langweilig. Ziemlich raffinierte Methode. als ich noch nicht einmal zur Schule ging. wie ich es gut finde. finde ich. wenn über Homosexualität geredet wird. sich mit Sex zu beschäftigen. analysierend. daß das aus der Mode kommt. Ich meine. Allerdings ist Sex für mich weniger das. Mir fällt jedenfalls kein einschneidendes Erlebnis ein. Klar. ist es eine Sache von fünf Minuten. Jedenfalls waren massenhaft Bilder von Aktskulpturen drin. Aber solche Dinge. wie ich sie für Mario übrig hatte. was im Vordergrund steht. Ich bin ja auch kein Heiliger. woher dieses merkwürdige Kribbeln überhaupt kam. Ich habe mir diese Helden stundenlang angesehen und war ziemlich aufgeregt dabei. oder was weiß ich. daß ich so bin.Manchmal denke ich darüber nach. obwohl der auch ziemlich blöde ist. Aber es ist gar nicht so einfach. Ich glaube. und im übrigen sage ich zu meinem Auto ja auch nicht "Kraftfahrzeug" sondern Mühle. . Die Sexualität von Kindern wird viel zu wenig beachtet.

die vorbeitigerte. Zwar wollte ich mich an diesem chauvinistischen Spiel nicht unbedingt beteiligen. wir nichts daraus zu machen. Das war dann wieder ganz gut. Beim Autoscooter war immer ganz fetzige Musik. wenn die Klangqualität auch unter aller Sau war. Einfach Leute. das Mario dabei war und ich genoß es. wie es mit der wäre und so. das wäre wohl eher peinlich gewesen. so ganz nah bei ihm zu sein. es ging ganz gut ab. Ich meine. zumal ich da überall nicht mitreden konnte. aber man kommt sich irgendwie schlapp vor. daß ich so zwischen den Autoscooters hätte tanzen können. aber es ödete mich doch etwas an.' Ich freute mich. meine ich damit natürlich keine tiefgehenden Beziehungen.Ja. daß ich die ganze Welt hätte umarmen können. Ich konnte ja nicht gut den hübschen Typen hinterherpfeifen. ob es anspruchsvolle Musik war oder nicht. Toto war angesagt und Imagination.Music and Lights'. Ich sagte immer nur . mit vielen zu feiern. Wenn ich Freunde Sage. um nicht aufzufallen und versuchte. Irgendwann stand dann seine Tussi an der Umrandung und winkte. wenn man da nicht mitbieten kann. Pop Musik kann auch ganz schön unter die Haut gehen.Wir müssen genau in die Stoßzeit geraten sein. und irgendwelche Sprüche abließen. Mario war nur am Lachen. das sich hier jeder massenhaft reinzog. Sie spielten die Hitparade rauf und runter. und egal. eben. Und nach der nächsten Runde lief . mit mir Autoscooter zu fahren. Ziemlich ländlich. die ab und zu vorbeiliefen. Ich meine. und ich war so gut drauf. Obwohl es mich ärgerte. weil ich ständig irgendwelche unpassenden Bemerkungen von mir gab.Da vorne kriegen wir nie ne Parklücke' oder . aber eine ganz gute Gelegenheit. Im Grunde war es mir ja egal. Dauernd rempelten wir andere Wagen an und grölten dann tierisch rum. und daß wir beide so gut drauf waren. wie . Das war zum Teil dem Bier zu verdanken.3 Witzige Angelegenheit. Die Sonne knallte voll auf den Platz und die Stimmung war ganz gut. Manchmal machte ich die Augen zu und genoß seine Nähe und den Sound von .Ja'. daß meine Freunde jeder Mieze nachpfiffen. Das Schönste war. daß ich von dem Gebiet ausgeschlossen war. Schließlich ist es in so einem Gerät ziemlich eng. Ich hing mit ein paar Freunden beim Autoscooter rum. Auf einmal war ich wieder ganz gut drauf. wenn sich unsere Blicke trafen und er lächelte. Ich meine. n. Irgendwann wurde mir das alles zu blöd und ich lud Mario ein. daß er lachte. so ein Schützenfest auf dem Land. Es nervte ein bißchen. Zusammen mit der Musik war das so stark. die sich Platten von einem ausleihen und total versypht wieder zurückgeben.

Ich konnte mir denken. Ich kannte ihn eigentlich gar nicht näher. deswegen und wußte nicht so. weil ich dauernd das Gefühl hatte. daß er schwul war.' sagte er dazu. Wenn so was bekannt wird. Ich war ziemlich unsicher. Andererseits hielt ich es auch nicht lange zu Hause aus. Mir wurde die Entscheidung allerdings abgenommen. was in ihm vorging. während die sich da oben amüsierten. ich würde irgend etwas verpassen.er zu ihr und ich war auf einmal nur noch Nebensache. und da ich die Chips vom Eintritt ja gespart hatte. aber es ging mir gewaltig an die Nieren. als ich erst mal wieder im Kreis meiner Freunde war. Dann ließ ich ihn stehen. mich etwas zurückzuhalten. die mir zu Hause zu schaffen machte. Irgendwann machte Mario mit seiner Freundin 'ne Biege und irgendwo tat mir das weh. Vielleicht bildete ich mir das auch nur ein. als er mir so nachsah. Auf jeden Fall ging es mir ziemlich dreckig. Außerdem war es ein schönes Gefühl. dann weiß es in so einem Nest gleich jeder. . sah er mir auch mit einem etwas gequälten Lächeln nach. daß ich nicht alleine war. wie er mit ihr rummachte. Ich war nicht besonders an Alkh gewöhnt und merkte schon. Und als ich mich nach ihm umdrehte. daß ich noch etwas hätte bei ihm bleiben sollen. ist ja klar. grüßte er immer ganz locker und flockig. jedenfalls schleuste er mich irgendwie rein. wie ich langsam schwindelig wurde und versuchte ab da. Andererseits ist ein Heiermann eine Menge Geld für diese Art von Spießer-Kultur. Aber das war ziemlich schnell vergessen. Ein bißchen ein schlechtes Gewissen hatte ich dabei. ihm später mal einen auszugeben. Ich will gar nicht näher auf meine Weltuntergangsstimmung eingehen. weil ich das Gefühl hatte. was eigentlich auch voll nett war. Auf dem Weg nach Hause liefen mir massenhaft Schützen über den Weg. als dieser Typ von Postbote auf mich zukam. Selbst die Härtefälle aus dem Dorf legten durch ihre Uniform eine sagenhafte Würde an den Tag und erst durch reichlich Bier und Korn fanden sie im Laufe des Tages wieder in ihre alte Form zurück. wie Du da draußen so rumstehst. Nur manchmal. Ich bedankte mich bei ihm und versprach ihm. aber ich . Jedenfalls hatte ich irgendwie das ungute Gefühl.Das kann man ja gar nicht mit ansehen. Er hatte wohl Beziehungen zu dem Typ am Eingang. um meine Freunde zu suchen. wie er mit seinem alten Drahtesel durch die Gegend schob und Briefe in fremde Häuser steckte. Ich mußte gleich einen ausgeben. Jedenfalls war ich ganz gut drauf und freute mich. Und irgendwann machte ich deshalb 'ne Biege. daß er ganz gerne noch etwas mit mir zusammen geblieben wäre. wozu ich allerdings auch keine Triebe hatte. mit Mario anzustoßen. Im Festzelt gab es zwar nur die hohle Musik von einer sehr mittelmäßigen Bumskapelle. Gegen Abend bin ich also wieder hochgegangen. Die meisten meiner Freunde schmuggelten sich mit irgendwelchen Tricks ins Zelt. wenn man ihn morgens traf. wie ich mich verhalten sollte. weil es nämlich das Gerücht über ihn gab. hatte ich auch nichts dagegen. Danach gab er einen aus und so ging das 'ne Zeitlang weiter. aber das ganze Dorf traf sich am Abend hier und meistens ging das ganz gut ab.

Aber ich bin einfach nicht der Typ für solche Szenen.ich bin gerade in der richtigen Stimmung. mit einer männlich. was ich sagte. Deswegen war es eine ganz schöne Leistung. so freute ich mich. so etwas wie Charakter zu trainieren. . Ich peilte erst nicht. wenn sich nach jemand auf die Kosten anderer amüsieren möchte . weil der Typ früher mal ziemlich an der Flasche gehangen hatte und erst seit kurzem ganz davon weg war und sich jetzt nur noch Cola reinpfiff.versuchte. was die wollten. ihn zum Trinken zu überreden. ich hätte sogar ziemlich alt ausgesehen. wenn ich etwas. nicht daran zu denken. Er war offenbar ohne seine Mieze wiedergekommen und ich freute mich tierisch darüber. Obwohl dies wirklich die Gelegenheit gewesen wäre. Wenn ich jetzt John Wayne gewesen wäre. als die anderen. Er war unheimlich nett zu mir und wir liefen eine ganze Zeitlang gemeinsam durch das Zelt. daß er es geschafft hatte. Ich glaube. Alles war irgendwie zähflüssig. bekam ich auf einmal ganz schön Respekt vor ihm. oder so.' Das alles ganz cool. daß er wegen seiner Probleme angefangen hatte. aber ich beschäftigte mich sehr damit. Ich wußte ja. hätte einen von denen zusammengeschlagen und gesagt: 'Okay. Einer von den Schützen legte seinen Arm um seinen Hals und machte einen auf tuntig und die anderen waren nur so am Grölen. die sich unter dem Einfluß von Alkh ständig in den Armen lagen und versicherten: 'Du bist . als ich das so mit ansehen mußte. ob Marios Zärtlichkeit nicht auch für mich da sein konnte. und die anderen es verstanden. daß sie dauernd versuchten. Das war 'ne ganz schöne Leistung. Abgesehen von diesem Phänomen beschäftigte mich die Frage. wie ich das beurteilen sollte. Ich bin halt nicht John Wayne. anders zu sein. aber jetzt. die um diesen Postboten rumstanden.n dufter Kumpel'. oder so jemand. Und dann fiel mir diese Gruppe von Spießern auf. Es wurde immer später und ich spürte schon reichlich. vom Sprit wegzukommen. Wir trafen alle möglichen Leute. daß die sich über seine Veranlagung lustig machten. Ich hätte mit ihm tanzen können. in den Schützenverein einzutreten. Irgendwie hatte ich ein ganz ohnmächtiges und trauriges Gefühl im Bauch. Es hatte sicher nichts zu bedeuten. wo ich so darüber nachdachte. wie die meisten anderen. wäre ich da hingegangen. Ich lief ein Stück durch das Festzelt und dann sah ich Mario wieder. daß er sich auch nicht soweit prostituiert hatte. wie sich die Typen über ihn lustig machten.rauchigen Stimme und einem finsterem. und so. Dazu kam. Ich meine. aber ich freute mich. Außerdem rechnete ich es ihm hoch an. einigermaßen ohne Fehler herausgebracht hatte. In so einem Dorf ist es ein hartes Brot. so daß ich gleich einen ausgab. noch einen festen Blick. daß Maria alleine zurückgekommen war und nun bei mir blieb. zu saufen. Schließlich sah ich auch jede Menge Schützen. ich hörte die Stimmen. daß Maria trotzdem bei mir blieb und sich nicht von mir absonderte. daß er eine Freundin hatte und sicher hatte es nichts zu bedeuten. wenn ich da mitgemischt hätte. aber festen Blick in den Augen. Ich konnte mir gut vorstellen. wie durch ein Kanalrohr und freute mich immer. Aber ich hatte weder eine rauchige Stimme. er hatte bestimmt kein sehr glückliches Liebesleben. Ich hatte mir nie viel Gedanken um den Typ gemacht. Das war besonders übel. wie der Alkh mir Schwierigkeiten machte. aber dann kam ich dahinter.

Besonders. die er sich zulegen wollte. da der Alkoholspiegel bei uns beiden so schwindelerregend hoch lag. das Zelt abzubauen. daß ich ihm keinen ausgegeben hatte. Und er hatte nichts dagegen. "Hast es nicht leicht gehabt. Es schien ihn nicht stutzig zu machen. andererseits auch auf Distanz halten. Es war eigentlich die optimale Gelegenheit. Konnte ich verstehen. als ich ihn danach fragte. daß ich dann irgendwann einen Schritt machen mußte. war ich fieberhaft mit mir am kämpfen. Draußen war es schon fast wieder hell. Dann lief mir der Typ von Postbote über den Weg und beschwerte sich scherzhaft. wenn er auf einmal mehr von mir wollte. ihn daraufhin anzusprechen. Aber er schien froh zu sein. . da der Sprit uns beide alles nicht mehr so eng sehen ließ. was passiert wäre.. und welche Beobachtungen dafür gesprochen hatten und welche dagegen. Ziemlich frustriert ging ich dann nach Hause und überlegte mir dauernd." sagte er und versuchte zu lächeln. klang seine Stimme reichlich down. wenn. Nie daran.'nein. Er trieb sich dann gelegentlich in einschlägigen Kneipen rum. Allerdings packte ich das nicht. Ich wollte ihn trösten. wo er in die eine Richtung mußte und ich in die andere. Die Arbeiter waren schon dabei. der ihm das klar machte. daß er jemanden hatte. Vielleicht half es ihm. wenn man. daß man auch ehrliche Gefühle haben kann. der ihm zuhörte. darüber zu reden. Auf dem Weg erzählte er mir dann etwas von einer Cross-Maschine. Er gab nur ein dumpfes . ob er nicht noch mit zu mir kommen wollte. Aber obwohl er scherzte. im Leben. mit Liebe und so. nach dem. Und gerade. Spätestens da hätte ich ihn fragen sollen. "Das war nicht besonders nett von den Leuten. was?" sagte ich deshalb. wäre er fast gegangen worden.." Jetzt suchte er nach Vokabeln. mal mit mir durchs Gelände zu fahren. und als das bei der Post rauskam. wovon natürlich auch nichts besser wurde. Dadurch ist er dann an den Alkh gekommen. aber er fand wohl keine. Wir mußten erst mal 'ne Runde pinkeln und stellten uns irgendwo in die Landschaft. "Die Leute denken immer nur an die unanständigen Sachen. daß er vielleicht sogar darauf eingegangen wäre. Das Einzige. was?" . die die Sache irgendwie angenehmer umschrieben. ihm anzukündigen.Tja' von sich und wir gingen eine Weile schweigend nebeneinander her. In seiner Jugend hatte sich voll nichts abgespielt. als reden. daß ich ihn noch ein Stück begleiten wollte. Irgendwann kamen wir bei der Stelle an. weil es nicht gut war. als er gegen vier Uhr endlich aufbrechen wollte. was ich mitgekriegt hatte.Das Problem war nur. und nach und nach erzählte er mir dann seine halbe Lebensgeschichte. war dies die beste Gelegenheit. Immerhin brachte ich den Mut auf.

als ihm zuzuhören. Er hatte auch keinen Versuch gemacht." strich er mir kurz mit der Hand über die Rübe. eigentlich. und blonde Haare. daß dieses Lächeln nie erwidert worden ist. aber was blieb ihm übrig? Er hatte ziemlich edle Vorstellungen. Er hatte ein hübsches Gesicht gehabt. daß er voll in Ordnung ist. Von Liebe und Treue und so. war sicher ganz schön echt. Ich meine. um sich ab und zu abzureagieren. Irgendwann waren wir dann bei seiner Bude angelangt. jeder Mensch braucht doch mal jemanden. Junge.Normale'. daß ich auch alt werden würde. Und wenn ich mir vorstellte. und das war ganz schön anständig. wenn man sich überlegte. daß mein Leben bisher auch nicht viel anders verlaufen war. Und seine Sehnsucht nach jemandem. Ich mußte daran denken. wie er. . Dann hat er mir ein altes Paßbild von sich gezeigt. und es war ganz schön herbe. mehr von mir zu verlangen. Jetzt sah er nicht mehr so hübsch aus. offenbar. Jedenfalls finde ich. als er achtzehn war. Es widerte ihn an. aber eigentlich war es auch ganz nett.was er hatte. der gerne mit einem zusammen ist. ohne je so was. der seine Feelings erwiderte. Nur als er sagte: "Komm' gut zu liegen. zuerst. aber er hatte nie so etwas gehabt. Jedenfalls kenne ich massenhaft . wie Zärtlichkeit zu erfahren .das war echt hart. um für ein paar Scheine Abenteuer mit irgendwelchen Strichern zu erleben. wenn man seine Lebensstory bedenkt. Aber es war ein schönes Gesicht mit einem sonnigen Lächeln. Das machte mich ziemlich nervös. jemanden. Und das ist eine ganz schöne Leistung. die nicht halb so viel Feeling haben. der nett zu einem ist. wobei der Haarschnitt allerdings zu der Zeit noch reichlich spießig gewesen war. waren Pornohefte und er gurkte ab und zu in die City.

mich mit ihm anzulegen. beziehungsweise." Da fiel mir nicht viel zu ein. daß er geklopft hatte. was die Maske von meiner Freundlichkeit hielt. Eher notgedrungen ließ ich ihn rein. aber ich war selbst zu schlapp. Ich brummte nur irgendwas und haute mich wieder auf meine Matratze. Dann fing ich an zu überlegen. Jedenfalls kam er rein. (Mit Ganges ist nicht der Fluß in Indien gemeint. weil ich ihm seine Freiheit beschnitt. bis er anstelle eine Abflußrepariergerätes eine Fluppe rausholte und sie gleich geübt entflammte. ich wußte nicht. als ich auf meiner Matratze rumlag. Ich war zwar so mies drauf. obwohl das keineswegs der Grund war. die sehen das so. Er sah unrasiert und ziemlich dumm aus. dann woll´n wir mal. daß ich es sogar drauf an kommen lassen hätte. aber erstens war ich zu faul dazu und zweitens wurde mir die Entscheidung abgenommen. um mich abzulenken. außer wenn es Berti gewesen wäre. sondern eine grammatikalische Sonderform von Gang. in seinem Blaumann rumzuwühlen. sie ignorieren lieber. der blonde Zivi vom Ende des Ganges. wie er die verschiedensten Teile aus seiner Kiste kramte und sich an dem Abfluß zu schaffen machte. als zuzugucken. aber möglicherweise wäre er dann gleich total sauer geworden. obwohl ich von einem funktionoblem Abfluß nun überhaupt nichts hatte und es außerdem viel schöner ist. daß ich ihn ganz gerne mochte. um was . mich dazu durchzuringen. wie so'n Typ mit ner Rohrzange umgehen kann. aber da ich sowieso nicht gut drauf war.) Berti war tierisch in Ordnung und. Er sagte nichts dazu. Es gibt Raucher. abgesehen davon. Eigentlich hätte ich ihn überreden sollen. "Ich soll den Abfluß reparieren. aber auf alle Fälle nicht gegen meine Tür. Dann fing er an. Ich beobachtete eine Zeitlang." sagte er so brühwarm.4 Es war keine besonders erfreuliche Stimmung. in der ich mich so befand. als jemand gegen die Tür pochte. Eigentlich hätte ich irgend etwas unternehmen sollen. war es mir auch egal. knallte seine Werkzeugkiste neben das Waschbecken auf den Sisalteppich und sagte: "Na. als Nikotinschwaden zwischen Matratze und Waschbecken. ob er geklopft hatte. daß Ding wieder auszumachen. Dort stand nämlich so ein Typ von Handwerker rum. Ich meine. weil es für mich nichts Ätzenderes gibt. schließlich konnte ich ihn nicht einfach wieder wegschicken. als sich in ihrem Nikotingenuß einschränken zu lassen. wie möglich. zu hoffen. hatte ich ihm neulich ein paar Mäuse geliehen. daß ich das eine Rohr abmontiert hatte. in seinem Frust auf der Matratze zu liegen. Das ging mir schon wieder tierisch auf die Nüsse. Ich hatte eigentlich kaum Triebe zu einer Unterhaltung. ob ich in die Küche gegen sollte. Er hatte jedoch nicht. was ich schon wieder ganz gut fand. daß sie die gesunden Lungen von Nichtrauchern gefährden.

daß ich was dagegen habe. wenn dir so ´n Typ mit ´ner Kalaschnikov gegenüber steht. während er hier rumturnte. daß Du Zivildienst machst. "Was machst Du hier? Zivildienst?" Ich brummte nur eine Art "Ja" und fragte mich gleichzeitig.. "Friedliebend! So so! Friedliebend. bis er die nächste Frage abließ. obwohl ich natürlich wußte. daß Du Pazifist bist. warum ich nicht zum Bund wollte. wenn Du weißt. wenn man angegriffen wird. Ich glaube aber eher.. bei denen man weiß. dann werde ich zu nichts anderem erzogen. wird es Dir nicht viel helfen. wie man sich verteidigt. das peilte ich sofort. dann hast Du wesentlich bessere Karten. "Und warum hast Du verweigert? Ich meine. "Wenn ich zum Bund gehe. aber wie soll man so was jemandem beibiegen." Er ließ sich Zeit. als dazu. "Ich bin eben ein friedliebender Mensch. "Ich verstehe die Einstellung nicht richtig. daß der andere nach dem Gespräch genauso von der Richtigkeit seiner Einstellung überzeugt sein wird. wer will schon Krieg? Aber um den Frieden zu sichern. wenn Du sagst. wo jemand den Abfluß repariert. in der Zeit. wie andere Jungens auch?" Ich hatte zwei Gewissensprüfungen abgerissen. Und irgendwas Bestimmtes wollte er abchecken. daß der Typ erst mal die Leute alle macht. Und die Jungens halten ihren Kopf doch im Ernstfall auch für Dich hin. Die . Ich meine." "Aber man muß sich doch verteidigen können. Zumal. Aber bevor ich mich entschlossen hatte." Jetzt ging schon die Art von Gespräch los. aber wieso gehst Du nicht zum Bund. daß ihm das nicht genügen würde. und in die Küche ging. um darzulegen. Das bin ich eigentlich auch. Und das muß ich nicht haben. was er wollte. sich auf so ein Interview einzulassen. wenn man überhaupt keine Triebe hat. warum ich nicht einfach aufstand. Deswegen nervte mich das Ganze auch tierisch.zu futtern." "Möglich. um das zu formulieren. wie vorher. dazu ist doch der Bund da. wie man am besten andere Leute umnietet." "Aber wenn es zu einem Krieg kommt. Nicht. hat niemand gute Karten. die bewaffnet sind. oder vielleicht brauchte er sie einfach. Andererseits ärgerte ich mich über diese Einstellung. Es dauerte eine ganze Weile." "Wenn es zu einem Krieg kommt. Schließlich. fing er eine Art Verlegenheitsunterhaltung an." versuchte ich also die Superkurzfassung.

aber er sagte eine Weile nichts dazu. Ist doch ätzend. Schweden oder was weiß ich ausradiert? Aber die leben mit ihrem neutralem Status. würde ich spätestens nach zwei Minuten und siebenundzwanzig Sekunden die Kanone weglegen und ein Eis essen gehen. aber die Jungens vom Bund sind im Notfall bereit. Aber möchtest Du so leben. Warum können nicht alle friedlich miteinander leben? Ich meine." "Warum haben die dann noch nicht längst Länder. Aber ich lehne halt dieses ganze System ab. Sie war dem Klempner ein paar mal um die Beine gestrichen und dann zu mir gekommen. Während des Gesprächs war die Katze. stell Dir doch mal vor. wirst Du schnell begreifen. wenn ich einer von den beiden wäre. "Es ist sicherlich kein glücklicher Zustand. Ich konnte so etwas einfach nicht verstehen. was sie mit einem tierischen Schnurren quittierte. ist doch. Und bei dieser intensiv gezeigten Zuneigung und Zärtlichkeit war es auch schwer zu verstehen. warum die Menschen nicht auch so sein konnten. zu sterben." "Ich würde im Kriegsfall auch sterben. Die einzige Möglichkeit zu überleben. was ein bißchen verächtlich klang. daß wir uns wehren. sie zu streicheln." "Du bist wohl irgendwie lebensmüde. mit Waffengewalt sich von anderen Ideologien abgrenzen zu können. wie die da drüben? Haben die irgendwelche Freiheiten. sich gegenseitig zu bedrohen. dann haben die doch gar keine Zeit mehr. und ich habe dann angefangen. der zwar immer wieder weglief. zwei Revolverhelden stehen sich auf der Straße gegenüber und halten die Engelmacher in Hüfthöhe aufeinander gerichtet. Also. warum sie sich ständig bedrohten. und Waffen entwickelten. das dadurch gekennzeichnet ist. daß die Menschen glauben. oder es war wohl eher ein Kater. mit denen sie die gesamte Menschheit zig-fach auslöschen konnten. Voller Zärtlichkeit hatte sie sich gegen mein Bein gedrückt. als wir es hier jemals sein können. So was haut mich einfach um. Ich überlegte. und zwar vermutlich wesentlich beruhigter. die mir so total unverständlich war. oder was. und sich daran langgeschmiegt. wenn wir abrüsten würden. wie die Schweiz. die sind ihm doch gar nicht so gefährlich. Wenn Du Dich mal mit dem Kommunismus beschäftigst. daß der Kommunismus einmal auf der ganzen Welt herrschen soll. über diese Scheiß Einstellung. als wollte sie unserem Gespräch eine andere Wendung geben. wenn die uns angreifen. auch für Dich. jedenfalls das Vieh vom Hausmeister durch die halboffene Tür gekommen." Er lachte. daß einer der Grundsätze von denen ist. Was meinst Du. So schnell kannst Du gar nicht kucken. so was. Ich streichelte wieder den Kater. Und warum gibt es im nahen Osten ständig Kriege. die für uns selbstverständlich sind?" In mir stieg während des ganzen Gesprächs irgend so ein Ärger hoch. mit dem Wettrüsten. Aber er war schneller. aber regelmäßig wieder kam und gestreichelt . und das jahrelang. aus irgendeinem Grund zu töten. aber ich bin nicht bereit. ob ich diese bedingungslose Zuneigung der Katze in das Gespräch reinbringen sollte. Zum Teufel. bei denen Zig-Tausende ständig draufgehen. irgend etwas anderes zu machen. Sie kam. und gegen die ich trotzdem nicht ankam. wie schnell der Osten uns ausgelöscht hätte. Ihr ganzes Leben besteht nur daraus.Unbewaffneten. Österreich. obwohl beide Seiten etwa gleich stark gerüstet sind?" "Du kennst die Russen nicht. denen klarzumachen.

daß man den Frieden nur aufrechterhalten kann. Warum sollte man als Einzelner nicht damit anfangen. die Realitäten zu verändern. ihm so was klarzumachen. wenn niemand bereit war. außer davor. daß ihm der Himmel auf den Kopf fällt. daß man sich den Mund fusselig reden kann. was ich gesagt hatte. ständig gestreichelt zu werden. und sah mich finster an. Ich mußte an Mario denken. wahrscheinlich in der Hoffnung. Diese Welt gibt es eben nicht. wie mit jedem anderen? "Warum glaubt Ihr nur alle. warum sollte man nicht auch mit einem Russen genausogut Tee trinken und Musik hören können. wird doch erst die Möglichkeit geschaffen. im Kleinen anzufangen. alles würde besser und schöner sein und niemand bräuchte Angst vor etwas zu haben. was er tun kann. ohne daß es irgend etwas ändert. die könnten für soziale und kulturelle Sachen ausgegeben werden. Ich meine. so einen Freund wollte ich haben. Ein Kerl. Die Mieze hinterher. daß ich dadurch ein besserer Mensch geworden wäre. Ich hätte ihn noch fragen können. Warum konnten nicht alle Menschen so sein? Ich meine. Kann ich verstehen." "Ich glaube nicht. daß wir solche schrecklichen Waffen haben. er wäre auch für den Frieden. Zum Teufel. wie freundlich er immer zu allen war. Wenn alle so denken würden. Ich meine. Es hätte schon einer ziemlich ausgefuchsten Argumentation bedurft. als Schießübungen auf Pappkameraden zu veranstalten. was irgendwelchen Leuten wenigstens irgend etwas brachte? Aber ich schätze. wenn man die Möglichkeit hat. Euch für den Frieden einzusetzen? Und dadurch." Der Typ hatte seine Werkzeuge wieder eingepackt. die ständig für Rüstung ausgegeben werden. warum er dann nicht mitarbeitete. aber diese könnten niemals dazu führen. und statt dessen lieber etwas zu tun. zu sagen. Die Arbeitslosigkeit könnte abgeschafft werden. oder seh ich das falsch?" sagte er und nahm seine Kiste und verschwand. und daran. dann könnte es zwar weiterhin Konflikte geben. wenn er angegriffen wird. es ist sicherlich schön. daß er ihr irgendwas zu Futtern besorgte. daß Du Dich hier mit den behinderten Jungens rumschlägst. wenn sie nicht schon viel eher irgendwann einmal geschehen war. daß man Pazifist ist. Aber es ist nun mal eine permanente Bedrohung da. und im Ernstfall nützt es nichts. Jedenfalls schöner. daß ich es nicht respektiere.werden wollte und es tierisch zu genießen schien. warum er." "Du bist ein Träumer. wenn er sagte. die Armut und Hunger auch. "Es ist ja nicht so. der gar nicht genug Zärtlichkeit bekommen konnte. der weiß. daß ein kleiner Konflikt die ganze Menschheit vernichtet. die Leute auf der anderen Seite alle möglichst perfekt umnieten zu können? Ihr alle wollt doch angeblich Frieden. Und die Milliardensummen. Und wir müssen halt einmal mit den Realitäten leben. Ich hatte es ja gewußt: er hatte nichts von dem geblickt. warum seid ihr dann nicht bereit. das hätte sicherlich einen Kerl aus Dir gemacht. dann würde es auch noch in Hunderttausend Jahren noch die ständige Bedrohung der totalen Zerstörung geben. damit hätte ich bei ihm auch nicht viel losgemacht. Bestimmte Einstellungen sind so verkrustet. Dann doch lieber kämpfen. daß auch nur ein einziger Mensch dabei draufgeht. oder andere Zivis. Du hättest mal zum Bund gehen sollen. . erst gar keine Waffe in die Hand zu nehmen. wie ich.

da alles furchtbar frustrierend war. aber ich mußte trotzdem pausenlos darüber nachdenken und mir fielen noch tausend Sachen ein. obwohl man sich eigentlich über solche Dummheit nicht ärgern sollte. aber es hätte vermutlich trotzdem nichts gebracht.Ich war kurz aufgestanden. Ich war tierisch aufgeregt. die ich ihm einleuchtender hätte erklären können. Jedenfalls bin ich irgendwann mit diesem Ärger und dem angestrengten Suchen nach neuen. Eigentlich ist es Schwachsinn. was wohl das Beste war. So was kann mich aufregen. Aber man ist so hilflos. zum Teufel. um die Tür zuzumachen und hatte mich wieder hingehauen. sich über so etwas aufzuregen. . weltbewegenden Argumenten ein bißchen eingeratzt. dabei.

Meistens blieb es dabei. und sich schlapp und unzufrieden zu fühlen. als Eremit wäre ich eine ziemliche Niete gewesen. was ich noch weniger drauf hatte. Ich stellte meine Kiste irgendwo ins Halteverbot. wenn mir so ein hübscher Bengel über die Turnschuhe stolperte. Es ist irgendwie ein frustrierendes Gefühl. Und vielleicht lief mir ja auch der Wahnsinnstyp über den Weg. Zumindest war die Wahrscheinlichkeit höher. Im trüben Licht der Bahnhofszwiebel. was man mit der anderen Hälfte des Tages anfangen kann. Es hatte aufgehört zu pinkeln. Tag war nicht mehr richtig. daß mir das überhaupt nichts nützte. Das Bar-O-Meter ist direkt am Bahnhofsplatz. etwas von diesen kosmischen Empfindungen in mich aufzunehmen. tummelten sich ein paar Gestalten um einen Haufen Zeitungen. Das war der Laden. Ich meine.jedenfalls überkam mich dann manchmal so ein komisches Feeling von. die Disco aufzusuchen. den ich annehmen wurde.. . Irgendwas gewaltiges und kosmisches. die auf viertel vor zwei stand. den ich zu diesem Zwecke ab und zu frequentierte. aber ich war ziemlich schlapp drauf. ging ich mir selbst ganz schön auf die Nüsse. auf der Matratze liegen zu bleiben. Allerdings war dieses Gefühl an diesem Abend auch wieder nicht so stark. mitten in der Nacht aufzustehen. Allerdings wußte ich auch nicht. ich weiß auch nicht. Allerdings war mir auch ziemlich klar. denjenigen dann auch anzusprechen. Es wäre wohl unheimlich sportiv gewesen. die einen manchmal überkommen. die paarhundert Meter zu Fuß zu laufen. einen drauf zu machen. wie diesem ziemlich mittelmäßig sind. und ich dann ziemlich frustriert wieder nach hause fuhr.. obwohl die Möglichkeiten dazu in einem Kaff. Es gab nur eine Disco. als daß es mich davon abgehalten hätte. wenn man so alleine unter dem Mond steht. daß ich ziemlich aufgeregt war. wie ein Sprung von einem zehnMeter-Brett in der Badeanstalt. Aber das war etwas. als wenn ich weiterhin schlapp in meiner Bude rumhing. daß man nicht weiß. und dann so abgeschlafft ist. wenn man den halben Tag verpennt. Also entschied ich mich dazu. Ich ging zu meiner Mühle. die ganze Zeit absolut nichts zu tun. die Sterne und der weite Himmel über einem . was ich tun konnte. Das war so ungefähr der letzte Job. solange ich es nicht packte. was. Ich stand eine Weile nur so da und versuchte. Das heißt. Am liebsten hätte ich mich wieder umgedreht. aber es ist nicht besonders befriedigend.5 Ich glaube. in dem er ad hoc ansprang. weil alle Parkplätze besetzt waren. wenn mir so ein Typ in der Disco oder sonstwo begegnete. und ein fast voller Mond schien durch die aufgelockerte Wolkendecke. Es brachte nur überhaupt keine Erregung. um zum Bar-O-Meter zu düsen. um Zeitungen in fremde Häuser zu stecken. in der sich allerdings manchmal ganz schön hübsche Kinder rumtrieben. das all diese kleinen Erdenprobleme total belanglos erscheinen ließ. weil. Denn inzwischen war es draußen dunkel. Und Murphy gab meiner Faulheit auch noch Nahrung. Ist ranzige Vorstellung. nachdem ich irgendwann abends wieder aufgewacht war und voll schlapp auf meiner Matratze rumlag. und weitergeratzt. en.

daß es kaum wirksame Mittel dagegen gibt. oder zumindest der beste Freund von so jemandem zu sein und aufregende Abenteuer mit ihm zu bestehen. Ich meine. Es waren mal wieder einige Leute da. Ich ging auf den Eingang vom Bar-O-Meter zu. mit einer Handvoll Pickeln im Gesicht so etwas. man Zurückhaltung hübschen Gesicht und jedem Blick. Ich selber bin zwar nicht häßlich. Aber wenn man so aussieht. die sehen so gut aus. wie Schnupfen oder Pickel wirksam zu bekämpfen.Ein paar Meter weiter stand ein Taxi. entweder selber so auszusehen. die so schön waren. die Tür aufzumachen. Ich stellte mir vor. Herbe. Ich ging also rein und versuchte. daß es einem die Schuhe auszog. und der Fahrer war gerade damit beschäftigt. das kann einen schon verwirren. Sie wechseln einem das Herz aus oder transplantieren einem den Fuß. es gibt wirklich Typen. daß ihr die Taxifahrer nachts an die Hecke pinkeln. Es war ziemlich dunkel in dem Laden. wie Sex-Appeal auszustrahlen. oder so. weil es eine unangenehme Vorstellung ist. Ich meine. obwohl ich ganz gerne auch gut aussehen würde. Ich wollte erst mal abchecken. ich wäre Gary Cooper oder so jemand und schlenderte locker. der einem hier begegnete. ich stellte mir also vor. abgesehen von dem roten und bunten Licht. Andererseits ist es vielleicht auch ganz gut so. um bei den Leuten anzukommen. neue. daß man sich wünscht. um für seine Mitmenschen interessant zu sein. Dabei haben die Medizinmänner doch alles mögliche drauf. Ich weiß nicht. oder so. und es ist dann schwer. wie ich zum Beispiel. aber auch nicht gerade umwerfend schön. mir nichts anmerken zu lassen. die es bestimmt reichlich ätzend gefunden hätte. aufregende Menschen. Ich meine. Das war bei mir aber schon immer so. Aber sie schaffen es nicht. sich nichts anmerken zu lassen. . so viele. ich hatte reichlich Probleme mit Pickeln. an eine Hecke zu pinkeln. weil. anstatt reinzugehen. wenn je und reinkommt. daß ich nicht so ein Schönling bin. warum ich mir so viel aus Schönheit mache. Aus den Lautsprechern dröhnten die wuchtigen Trommeln der Gruppe UB 40. aber bestimmt durch das Gewühl. Insofern ist es vielleicht doch von Vorteil für meine Entwicklung gewesen. Andererseits. Das ist so'ne Art Reggae und fetzt unheimlich los. Jemand. Die Leute auf Tanzfläche flippten auch ganz schön rum. hat es ja gar nicht nötig. weil er so'n hübscher Bengel ist. Denn wer weiß. seinen Gefühlen freien Lauf ließ. ich meine. Aber es ist wirklich schwierig. was alles so rumlief und deshalb eine Runde durch den Schuppen drehen. wenn man immer nur vor irgendwelchen An Läden stehen bleibt. konnte man seine Visage hinterher wegwerfen. daß alle Leute erst mal zur Tür gucken. der dauernd alles in der Arsch geschoben kriegt. wenn sie gewußt hätte. sich andere Qualitäten anzueignen. solche üblen Sachen. heutzutage. und zögerte etwas. was aus mir geworden wäre. denken die Leute irgendwann. daß man Dope zu verkaufen hat. muß man sich schon etwas Mühe geben. wenn alle Leute mich wegen meines Aussehens lieben würden. Das erfordert eine gewisse Mimik. daß in dem Haus dahinter eine alte Oma wohnte. das die Tanzfläche beleuchtete und sich dauernd veränderte.

machte er plötzlich 'ne Biege. welche Schwierigkeiten ich während meiner Kindheit hatte. und ihn zu fragen. Keine Ahnung. hart zu bleiben und wurde mit der Zeit auch etwas lockerer. oder nur mal aufs . Ich war auf einmal ganz aufgeregt. Oder wie ätzend sich die meisten Menschen einrichten. weil meine Bewegungen reichlich taktlos waren. wurde die Leere durch seine Abwesenheit etwas kompensiert. denn wenn ich heute abend jemanden kennenlernen wollte. warum die Menschen ihre Umwelt so häßlich gestalten. um da ein bißchen mitzumischen. ist sicher auch eine Frage von Geld. Oder ich muß nur an Campingplätze denken. Ich ging also ein bißchen auf die Tanzfläche. Andererseits war ich ja aus genau diesem Grunde hierher gekommen. mein Vorhaben nicht wieder fallenzulassen. ob er ein Bier mit mir trinken wollte. Ich hätte ihm einfach folgen sollen. aber meine gesamte Energie war bei meiner ersten Selbstüberredung drauf gegangen und ich mußte mich jetzt erst mal beruhigen. und ihn zu fragen.Ich erinnere mich noch. wie häßlich die Welt war. als mir überall auffiel. eine Drehung mit dem Oberkörper. Musik bekommt dann eine völlig neue Dimension. Zum Beispiel das Bad von meinen Alten. der ist nicht ganz edel im Schädel. seidig schimmernde Haare. was er sich vornimmt. hinzugehen.. weil er gar nicht in meine Richtung gesehen hatte. Aber wer glaubt. Allerdings war ziemlich unwahrscheinlich. auch durchzieht. wäre natürlich gewesen. Meine Pumpe hatte auf einmal einen Wahnsinns-Rhytmus drauf. Ab und zu ein kleiner Sprung. oder ein Nicken mit der Birne im Takt der verschiedenen Beats. stellte ich mich wieder an die Seite und kam mir reichlich blöd vor. fiel mir auf einmal dieser süße Junge auf.. warum. Schließlich würde es ja auch nicht so schlimm sein. wo sich die Menschen betätigt hatten. der neben der Tanzfläche stand und mit verträumten Augen auf die bunten Lichter blickte. Und ich redete mir so lange ein. Ich überlegte die ganze Zeit. daß er mit seinen Augen von einem Typ wie mir träumte. daß ich ein Mann war. wie häßlich so eine Stadt aussieht. so etwas abzuchecken. daß ich tanzte. daß ich so etwas drauf habe. zu ihm zu gehen. zu verstehen. ein hübsches Gesicht und die verträumtesten Augen. Fast so. mir nichts daraus zu machen und ging in seine Richtung. wie UB-40. Die einfachste Methode. aber dadurch. wenn er dann nein sagte. So was häßliches. Aber ich versuchte einfach. Als ich so darüber nachdachte. zum Trocknen aufgehängte Wäsche und ein total öder Duschvorhang. Naja. Zwar mußte ich die ganze Zeit an den Typ denken. die man sich denken kann. bis ich den ernsthaften Entschluß gefaßt hatte. Es war allerdings reine Adrenalinverschwendung. Er hatte dunkle. Aber ich versuchte. machte mich es immer ganz schön fertig. wie man sich einrichten kann. dann ihn. Allerdings hatte ich reichlich Probleme. Als ich total naßgeschwitzt war. die sich auf dem Boden spiegelten. Zuerst hatte ich das gar nicht drauf und kam mir reichlich blöd vor. aber daran dachte ich damals noch nicht. der das. seinen Körper passend zur Musik zu bewegen. Wenn ich mal mit meinen Eltern in die Stadt fuhr. Nach Hause. Denn als ich fast bei ihm war. Es bringt Bock. wohin er gegangen sein konnte. Es hatte wohl nichts mit mir zu tun. ein Boiler an der blau gestrichenen Wand.

daß ich fast Schwierigkeiten beim Atmen hatte. aber ich konnte ihn nirgendwo entdecken.Scheißhaus? Und wenn er weg war. andere Leute kennenzulernen. daß sich in meinem Liebesleben nichts abspielte. daß man eventuell Interesse an ihm hat ? Jedenfalls immer. ich habe ganz gute Sprüche drauf. noch jemanden kennenzulernen. ab und zu mal wieder hierher zu kommen. ob so einer an einem Interesse hat. ob er ein Bier mit mir trinken wollte. wenn er mir nachgeblickt hätte. Ich meine dieser Junge mit den verträumten Augen. zu lächeln oder ihm zuzuzwinkern oder sonst irgendwelche Gesichtsgymnastik zu betreiben. seine Feelings zu verbergen und sich nichts anmerken zu lassen. Ich meine. den Typ zu fragen. die vorhat. aber ich war kaum enttäuscht. wenn ich irgend einen hübschen Typ ansprechen wohl Außerdem ist es in einer Disco viel zu laut. bis mir die Beine weh taten. daß ich nun wieder alleine nach Hause düsen konnte. obwohl es ganz schön lange gedauert hatte. die ich irgendwie gut fand. Der hier wäre es andererseits aber auch wert gewesen. Eigentlich hätte ich ihn jetzt ansprechen müssen. Und sie würden zumindest damit rechnen. Ich brachte es einfach nicht fertig. Also nahm ich irgendwann meine Weste. Ich setzte mich erst mal in meine Mühle und versuchte. aber trotzdem ging es mir gewaltig auf den Keks. Und dann war er auf einmal wieder da. Ich sah mich noch einmal zu dem Typ um. daß die Luft ziemlich mies war. Ich habe mich mindestens so gründlich umgesehen. Der Nikotinspiegel war so hoch. ob er sich eventuell umdrehte. den ChampsÉlysées während der Rush-hour zu überqueren. wie Napoleon auf der Flucht. Außer. denn solange ich mich davor drückte. Das ist ganz schön stressig. Schließlich war ich nicht auf den Mund gefallen. die Leute anzusprechen. Wie soll man dann jemandem signalisieren. der ganzen Sache einen positiven Aspekt . aber andererseits bringt es Bock und ungesund ist es sicherlich auch nicht. Also tanzte ich weiter. sah ich blitzschnell woanders hin. solange brauchte ich mich auch nicht zu wundern. wie eine alte Oma. Dabei wäre es doch wirklich total simpel gewesen. Die Schweißtropfen liefen mir von der Stirn und die Hose klebte an den Beinen fest. Er hatte sich wohl was zu Trinken geholt. halt. sollte ich dann wieder herkommen. Eigentlich war es doch nichts Schlimmes. Ich war verärgert über mich selber. Zum Teufel. Eigentlich lag zwar alles nur an mir. Irgendwann nervte mich das Ganze tierisch an. um ihn wiederzusehen? Eigentlich lohnte es sich ja gar nicht. weil die Musik unheimlich gut war. die eindeutig war. wenn man sein ganzes Leben gelernt hat. die meisten Leute gingen doch vermutlich mit der Vorstellung in eine Disco. aber das ist nicht so einfach. Dann versuchte ich so was wie Blickkontakt aufzunehmen. weil ich ja nicht mehr lange in diesem Gebiet sein würde. Ich meine. Ich tanzte so lange. oder nicht. daß es ziemlich unwahrscheinlich gewesen wäre. auch mal von einem Jungen angesprochen zu werden. manchmal. Trotzdem hatte ich immer Schiß vor der Reaktion des anderen. um sich mit jemandem zu unterhalten. Es war ganz schön herbe. wenn man nur wüßte. weil mir schon klar war. aber irgendwie war der Dampf raus. die ich irgendwo hingelegt hatte und verließ den Schuppen mit einem Tempo. Nur versagt das alles. wenn sich unsere Blicke trafen.

mein Geld in Schlaftabletten anzulegen. und über Klosprüche nachzudenken. bevor ich die Löffel abgab. als irgend ein mieser Job. Hauptsache ich muß nicht irgendwo langsam und qualvoll in einem Krankenhaus abkratzen. Ich fahre ganz gerne Auto. obwohl ich fast ständig total frustriert war. Eigentlich ist es komisch. wenn er kommt ist es schon okay. bis ich irgendwas anderes gefunden hatte. Aber vermutlich oh hatte gedacht. sie ständig zu tragen. woher ich diese Vorstellung vom Jenseits hatte. Und das wollte ich zumindest noch mal erleben. Ich wäre beinahe rübergegangen. War wohl alles tot. Aber sonst meine ich. den man in Ermangelung eines Körpers auch nicht liebhalten konnte. weil ich so heiß vom Tanzen war. Denn erstens wußte ich nicht so recht. . daß er eine Wahnsinnstour nach Hamburg de oder so bekommen würde. sich irgendwie abzulenken. Jedenfalls konnte ich mich nicht entschließen. was mich exakt davon abhielt. über den Job und so. wenn ich gesagt hätte. kann ich mich auch nicht darüber ärgern. Außerdem würde es einem eine Menge Leiden ersparen. daß es noch andere Leute gab. als ich noch keinen Lappen gehabt hatte. wo man morgens um acht auf der Matte stehen muß. als in der Bude zu hocken und sich Selbstmordgedanken durch den Kopf zu jagen. Andererseits war es blöde. auf alle Fälle hielt sie mich aber davon ab. Und da wäre er bestimmt reichlich sauer geworden. was man tun muß.' Man muß immer das Positive an den Dingen sehen. aber ich bin nun mal so. Immer noch besser. Wenn ich auch nicht genau wußte. wohin und zweitens beschlug meine Brille wie wild. wenn ich bei ihm eingestiegen wäre. wenn es mich nicht gibt. daß ich zuviel Rücksicht auf die Leute nehme. Ich meine. Ich meine. Früher. weil ich ein bißchen kurzsichtig bin. hier in der Kiste zu hocken. loszufahren. Kann sein. Zumindest. die sich Nachts in der Disco rumtrieben. Und außerdem war es immer besser. um 'ne Runde mit dem Taxi-Driver zu reden. und daß es dort keinen Mario gab. Wahrscheinlich las er jeden lausigen Artikel in der Wümme-Times und löste das Kreuzworträtsel. Eigentlich habe ich keine Angst vorm Tod. um diese Zeit. . Aber dazu hätte man schon ein gewaltiges Abstraktionsvermögen haben müssen. Es war eigentlich keine schlechte Idee. Ich brauche eine Brille beim Fahren. war ich manchmal mit der Kiste von meinem Alten durch die Gegend gegurkt. der im Bar-O-Meter an den Kacheln im Scheißhaus stand. desto länger bist Du tot. als ich sie aufgesetzt hatte. Und bestimmt war ich nicht der Einzige. Taxifahrer zu werden. Das war tierisch aufregend.Je früher Du stirbst. daß ich nur ein bißchen plaudern wollte. Vielleicht weil ich eitel bin. Ich hatte mir den Schlüssel geklemmt und bin dann mitten in der Nacht aufgestanden und losgedüst. eigentlich. Ich hatte aber auch keinen Bock. daß ich gesehen hatte. Vermutlich war es die Vorstellung. Ich weiß zwar nicht so genau. Ich meine. daß jede Liebe im Jenseits körperlos ist. dachte ich nie ernsthaft an Selbstmord. Der Taxifahrer stand auch immer noch da.abzugewinnen. außer den Leuten an die Hecke zu pinkeln. Dazu fiel mir dieser Spruch ein. Das einzige Tröstliche an dem ganzen Abend war gewesen. der allein war.

damit sie mich nicht mit Fragen durchlöcherten. erzählte ich ihnen." gab ich darauf zurück. wo sie waren. ich erfahre solche Sachen immer erst. mit den beiden ins Konzert zu fahren. er ist nie sehr aktuell. Schade. ich mochte die Art. Wir waren ziemlich vorne an der Bühne. Totales Gedränge. Ich meine. Er war voll gut drauf und locker. was kulturelle Veranstaltungen betrifft. wenn sie mal einen drauf machen wollten. bei einem Konzert von Mike Oldfield. Und er. der alte Michael Altfeld steht da ganz cool. Oder genauer. Ich steh' hier nur zur Verzierung. so eine Stimmung mit jemandem mitzuerleben. während er auf der Klampfe die härtesten Solos bringt. "Genau. wie er lachte. wenn sich jemand für Details interessiert. daß Du nicht mit warst. das wäre sicherlich sehr stark gewesen. War echt gut. da liefen mir Bertold und seine Mieze über den Standort. da gibt's nichts. Ganz schön hart. "Na. Manchmal muß ich auch ein bißchen auf die Kacke hauen. Berti war auch Zivi in den Anstalten und ich mochte ihn ganz gerne. "Wo. Aber dufte Sache. mit mir zu den Anstalten zu fahren. aber sie lachten beide darüber. wenn sie gerade gelaufen sind. Aber mein Informationsspiegel ist nicht besonders hoch. den man ganz gut abkann. was nicht besonders komisch war. Vermutlich waren sie mit einem Zug aus Bremen gekommen.Ich wollte gerade meine Mühle anwerfen. Der ist schon fähig. weil es sicher ein schönerer Abend gewesen wäre. Er . Weiß der Henker. Ich hätte auch gerne jemanden gehabt." Ich fand´s auch schade. die Augen dicht. als sich alleine Selbstmordgedanken durch den Kopf zu jagen. weil das bei Murphy schon eine gewisse Fingerfertigkeit voraussetzt. daß sie nicht alleine in die Disco gehen mußten. in der Stadthalle?" fragte ich. wir waren in Bremen." Es ging mir ganz schön an die Nieren. Nicht. daß jemand was Falsches denkt. Alter? Hast Du auf jemanden gewartet?" "Nee. Jedenfalls beneidete ich sie darum. Und nachher sind die da alle rumgeflippt. Und dann haben die im Zuschauerraum alle ihre Feuerzeuge angemacht. Ich ärgerte mich. Ich machte ihnen die Tür auf. mit dem ich zusammen was unternehmen konnte. War echt gut. während ich Murphys letzte Kraftreserven forderte. Es wäre einfach schön gewesen. daß ich im Barometer war. daß ich nicht dabei gewesen war. Ich lud sie ein. mit Berti in dem Gedränge. Ich bin schließlich auch nur ein Mensch. daß ich das verpaßt hatte. War gerammelt voll. und. "Und wo kommt Ihr her?" "Oh." "Und? Gut?" "Affengeil.

. Ich meine. nicht. oder so. was mir auch schon wieder an die Nieren ging. daß ich es ihr nicht gegönnt hätte. Aber irgendwo gab es mir einen kleinen Stich in der Gegend um die Pumpe. breiten Kinn. Es war nicht viel Verkehr und so waren wir ziemlich schnell beim Gephardshof. Auf dem Weg zu unserer Bude legte Berti seinen Arm um seine Mieze. blonde Haare und ein hübsches Gesicht mit einem sehr kernigen.hatte lange.

die irgendwo ganz niedlich war. wenn er frei hatte und zu Hause war. fragten sie mich. wie in einem Waschsalon. seinen Radiowecker auf viertel vor sechs zu stellen. Ich bin nicht gerade verrückt nach Tee. die Sicherungen rauszudrehen. und es gibt durchaus auch hübschere Leute. Überall lagen alle möglichen Sachen herum. wenn ich auf einmal wieder alleine gewesen wäre. zum Beispiel. "Der Tee ist fertig. Das ging. Und wenn am Tag die Sonne durchs Fenster schien. Dafür hatte er es voll drauf. der gut drauf ist und einem Gelegenheit gibt. Er war damit beschäftigt. ob ich noch einen Tee mit ihnen trinken wollte." kam es dann aus der Küche. Bis einer auf den Trichter gekommen war. aber in seiner Nähe fühlte ich mich immer ganz wohl. "Ja. Aber jeder Ort ist gemütlich. nur mußten dann sämtliche Radiowecker neu eingenordet werden. In der Gemeinschaftsküche war es etwa so gemütlich. das Teil abzustellen. schlüsselte er seine Bude auf. weil das im Moment am besten zu meiner Stimmung paßte. Andererseits würde ich mich vermutlich wieder ziemlich suicidmäßig gefühlt haben. weil es mir zeigte. und man mußte seinen Radar einschalten. weil er morgen Frühdienst hatte. Dafür hatte er jede Menge gute Scheiben. Und dann ging Morgens ein tierisches Getöse los und keiner konnte die Karre abstellen. "Hast Du morgen auch Dienst?" fragte er mich. daß er gefragt hatte.6 Als wir oben waren. Er hatte einen total festen Schlaf." Ich freute mich. . um genau zu sein. flockige Art. wenn jemand. sein Fenster zu gestalten. Seine Musikanlage war Banane. Ich war zu ihm ins Zimmer gekommen. Es hing eine ganze Menge Gemüse davor und eine große Glaskugel. Ich meine. als seiner Ische in den Teekessel zu gucken. Letzte Tag. in der es ziemlich chaotisch aussah. Während seine Mieze einen Tee ansetze. um überhaupt wach zu werden. Ich will nicht sagen. Phil Collins und Peter Green. daß ich in ihn verliebt war. wie Berti da ist. wenn man nicht auf irgend etwas treten wollte. Ich mochte seine lockere. Manchmal vergaß er. jemand. was ich machte. daß er das Ding immer volle Kanne aufreißen mußte. in der sich das Licht brach. morgen. diesen Zustand mit ihm zu teilen. Ich legte die Scheibe "Vensters" von Harry Sacksioni auf. weil mir das mehr gab. leuchtete das Grünzeug und es sah echt gut aus. daß es ihm nicht ganz gleichgültig war.

als ob er lachte. eine Rolle im Wasser zu machen. Meistens merkt man. was Sache war. Jedenfalls hat Junker den erst mal rausgefischt und dann lag Albrecht da 'ne ganze Weile an der Kante und hat nichts gesagt. wenn ich mich ein paar Minuten über Wasser halten konnte. Natürlich nur die. das ist so'n Epileptiker und der macht immer 'ne Riesenshow davon." sagte Berti. von innen heraus tun. Ganz natürlich. Bei mir läuft auch erst mal alles oben durch die Birne. "Mal seh'n. In der Schule hatte ich sogar einen tierischen Horror davor. mit den Jungens eine Art von Freistilwasserball zu spielen. damit bist Du ja jetzt durch." Das war nun echt das Letzte. sondern tat es einfach. Berti lachte tierisch. Das haben nicht viele Leute drauf. wenn einer ausflippte. Wir hatten voll die Panikgefühle. sondern es war ganz locker und da hatte ich zum ersten Mal rausgefunden. und es war ganz schön. Das stimmte. was ablaufen würde. was sie machen.Wir gingen rüber. "Und der eine. War immer 'ne schöne Sache. weil man es von ihnen erwartet. "Ich hab' das erst gar nicht gepeilt. um dann andere zu überraschen. war der wieder auf'm Sender. wo ich Triebe zu hatte. So hart kann es also nicht gewesen sein. Aber Berti war nicht primitiv. Mittwochs werden die Behinderten immer mit dem Bus zum Baden gefahren. hinter dem Ladentisch zu stehen und absoluten Laien zu erklären. oder ganz nach unten zu tauchen. eigentlich. obwohl beide gerollt werden. Einige Leute mögen das als primitiv bezeichnen. "Und was hast Du jetzt so vor?" Das war 'ne gute Frage. wo jeder seine speziellen Unfähigkeiten an den Tag legte. und gestern springt der rein und kommt nicht wieder hoch. daß sie nur lachen. und auf dem Weg erzählte er von seinem Dienst am Vormittag. warum ein Kleinbildfilm kein Rollfilm ist. obwohl ich das Baden mit den Jungens doch vermissen würde. Ich bin eigentlich keine Wasserratte. wie er lachen sollte. der bleibt wohl nächstes Mal besser zu Hause. Na. den müßtest Du auch kennen. mit den Jungens Baden zu fahren. weil die Lehrer immer von dem sportlichen Standart der meisten Jungens ausgingen. er hatte so ein offenes und fröhliches Lachen.' und bums. weil ich am anderen Ende vom Becken war. die nicht an einen AOKShopper gefesselt sind. oder dachte lange darüber nach. Vielleicht bekomme ich ja einen Job in irgendeinem Fotoladen. Er tat nicht so. wenn er ins Wasser springt. Ich meine. oder beim Anblick von H20 einen Anfall bekommen. Wir wußte ja gar nicht. die alles. Aber meistens war es ganz witzig. außer. "Naja. wie schön das ist. Jedenfalls hat Junker dann gesagt . Aber beim Baden mit den Jungens wurde nichts verlangt." An der Stelle fing er heiter an zu lachen. oder was . Albrecht. Deswegen mag ich Typen. kannst' Dir vorstellen.Ja. Er war einfach natürlich und das mochte ich. Jedenfalls. und das verdirbt eigentlich schon alles. weil ich in der nächsten Zeit erst mal durchhängen würde und ich selber nicht wußte. und ich schon froh war.

und irgendwie mußte man da doch einen Dreh dran kriegen. daß ich in JEMANDEN unglücklich . Und wozu sollte ich das Abi schaffen. irgendwie selbständig zu sein. ob und wie sich das arrangieren lassen würde. Ich hatte ihm nicht gerade auf die Nase binden wollen. wenn ich nicht mal an die Hochschule kam? Ich bin dann in den Mathestunden immer mit ein paar Leuten Kaffeetrinken gegangen. über trostlose Zukunftsperspektiven zu parlieren und Bertis Freundin goß mir erst mal . wofür. Es wäre optimal. wenn ich meine wahren Probleme vom Stapel gelassen hätte. wenn ich später keine Anstellung bekommen würde. weil er unbedingt wissen wollte. Nur. Null Ahnung. wenn ich mich mit solchen abstrakten Dachen näher beschäftigen soll. daß nichts laufen würde. ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben. waren meine Chancen dann besser. ich erzählte immer. Deswegen antwortete ich so ausweichend. Jedenfalls ließ sich irgendwann nicht mehr verheimlichen. und seine Mieze sah das sicher auch nicht so eng. um mir den immer größer werdenden Berg von unverständlichen Sachen reinzutun. weil sie das alles voll rafften.weiß ich. Mein Alter wollte mich vor die Tür setzten. daß der Zug abgefahren war. Die beiden schienen zu merken. daß ich schwul war. Ich muß wenigstens einsehen. In der zwölften Klasse hatte ich das Handtuch abgegeben. daß ich 'ne unerwiderte Liebe hatte und so. Sicher würde er mich nicht verurteilen. wie ich es jahrelang geübt hatte. daß die meisten anderen sich das leisten konnten. obwohl ich überhaupt keine Ahnung hatte. Es gab reichlich Trouble zu Hause. Ich hätte es einfach sagen sollen. Aber ich hatte einfach nicht den richtigen Drive. zum Teufel. weil ich die Sache mit der Mathe irgendwann nicht mehr geblickt hatte. davon leben zu können. wofür so was gut sein soll. Aber die Leute erwarten halt. fotomäßig.n neuen Becher Tee ein. nicht arbeitslos zu werden? Wozu sollte ich studieren. warum ich keine Mieze hatte." "Hast Du sie denn schon mal gefragt?" Das war ein spezifisches Problem von mir. Ich war nicht schlecht drauf. Irgendwann hat mein Enthusiasmus jedenfalls nicht mehr ausgereicht. daß ich überhaupt keine hatte. daß ich kein Abi hatte. dann konnte ich ja zwischendurch Taxifahren. und ihnen der Unterricht viel zu lahm war. Und wenn ich das Abi hatte. Die Vorstellung gefiel mir ganz gut. abimäßig. was in diesen Zeiten wahrscheinlich war. "Und wie ist das mit Deiner Mieze so? Tut sich da was?" fragte er nach einer Weile. Das war voll herbe. Integralrechnung und Exponentialfunktionen. daß ich nicht viel Bock hatte. wenn ich nicht weiter machte. Aber irgendwann kam auch er dahinter. weil gut ein Drittel der Klasse in den Mathestunden Schmacht auf Kaffee hatten. weil ich ihm mal erzählt hatte. hauptsächlich. Und wenn das nicht möglich war. so was zu bringen. "Spielt sich nichts ab. daß man irgendeine Perspektive hat und es war schlimm genug. "Und willst nicht studieren?" fragte Berti und ich erzählte ihm zum zehnten Mal.

was so dick war. und daran. und ich nicht wollte. Ich kniete mit dem Rücken zur Tür neben dem Plattenspieler.verliebt war. offen zu sagen. aber es war eben nicht üblich. Es ist zugleich sehnsüchtig und harmonisch und andererseits herbe und jazzig. Und ich verliere ungern die Haltung. über irgendwas zu reden. und die Leute schlossen immer automatisch darauf. daß Berti mich so ein bißchen verstand. daß ich nie jemanden hatte. der ins Zimmer gekommen war.Ancient Saga' ist mein Lieblingsstück. Sie schienen zu spüren. nicht loszuheulen. Keine Ahnung. Obwohl ich das Gefühl hatte. Irgendwie war es unendlich traurig. . was Sache war. Eigentlich machte ich mir ja nichts daraus. Und daß ich noch nicht mal darüber reden konnte. "Starke Scheibe. Ich weiß nicht. ich hätte dann voll losgeheult. daß sie mich verstehen würden und mich sogar trösten wollten. überall lagen die besten Scheiben ohne Pelle auf dem Boden und verstaubten. was in mir vorging. Das Stück . den ich mal liebhalten konnte. daß ich eine MIEZE wollte. aber mehr über mich selber. weil ich es nicht drauf hatte. Berti kniete sich neben mich auf den Boden und sagte: "Alles nicht so einfach. Er ging nicht besonders gut mit den Dingern um. um 'ne andere Scheibe aufzulegen. Ich war es auch. Ich wollte mich nicht umdrehen. wo vorne der alte Dampfer auf dem Cover ist. "Ich weiß es einfach. und daß SIE sich nicht für mich enthusiasmieren konnte. aber ich hatte wohl nicht gelernt. daß seine Mieze auch im Türrahmen stand. und daß sich DIE PERSON nicht für mich interessierte. wie ich es geschafft habe. was?" fragte Berti. was üblich ist. Ich hatte den vagen Eindruck." sagte ich und es klang bestimmt ganz schön sauer. weil mir auf einmal ziemlich zum Heulen war. Ich mußte an Mario denken. aber eben doch nicht ganz. Ich suchte diese Platte von PASSPORT raus. warum ich nicht zu meinen Gefühle stand. aber ich schätze. obwohl ich nicht sicher war. und am liebsten hätte ich es ihnen gesagt. daß er das mitkriegte." Und das machte mich noch viel trauriger. Ich war voll nervös und ging erst mal auf Bertis Bude. eigentlich. oder nicht.

wo man jede Menge Raumschiffe umnieten konnte. von allen Seiten kamen feindliche UFOs an und Raumminen und so. als wir schließlich auseinandergingen. Ich wäre zwar gerne noch ein bißchen mit den beiden zusammen geblieben. Ich machte mir nicht viele Gedanken darum. Mein Alter verlor manchmal die Beherrschung und ab und zu flogen dann irgendwelche Lebensmittel durch die Gegend. aber mir hätte ich es Auch gegönnt. Jedenfalls trieb ich mich in dieser Zeit ziemlich viel in diesem Laden rum. weil ich dauernd daran denken mußte. wenn man länger als zehn Sekunden überleben will. Es bringt einfach Bock. weil ich darauf angewiesen war. An dem Tag war voll tote Hose in dem Jugendtreff und deswegen nahm ich mir erst mal dieses Weltraumspiel vor. Ich ging wieder auf meine Bude und war total frustig drauf. daß er mir gar nichts zu sagen hatte. oder so. Mit der linken Hand konnte man die Fahrtrichtung des eigenen Schiffes steuern und mit der rechten den roten Knopf betätigen. Irgend so ein verdammter Aufklärer war mir voll von hinten in die Maschine gejagt und da war . bis ich meine erste Mühle in atomaren Staub verwandelt hatte. aber Berti hatte nun mal Frühdienst und es war klar. Und dann mußte ich natürlich an Boris denken. und an was weiß ich. aber vermutlich hatte es zu Hause mal wieder Zoff gegeben. Nicht. Jedenfalls muß man schon hervorragend gut drauf sein. daß ich Berties Mieze das nicht gegönnt hätte. Boris hatte ich vor drei Jahren im Jugendzentrum in unserem Nest kennengelernt. Und man tut niemandem weh. Ich weiß nicht mehr. daß die beiden sich jetzt gemütlich zusammen auf die Matratze hauen würden und sich sicher noch eine Weile streicheln würden und so. Sie hatten so einen Bildschirmapparat. ging es gleich los.7 Es war reichlich spät in der Nacht. der heute mit seiner Freundin irgendwo zelten wollte. daß er immer auf Sachen rumritt. Es ist einfach eine Herausforderung an die Reaktion. Es gibt Leute. Dinger machen aggressiv. zusammen mit Boris in einem kleinen zwei-MannZelt zu liegen und den Regen auf das Zeltdach tropfen zu hören. aber das ist totaler Schwachsinn. Trotzdem dauerte es nicht sehr lange. Aber es brachte eben Bock. die sagen. und schließlich sind es auch nur Lichtpunkte. die man zerstört. Allerdings war ich nicht gerade eine Koryphäe auf der Mattscheibe. Und ich stellte es mir ganz schön gemütlich vor. zu Hause zu wohnen und ich meinem Alten nicht einfach erzählen konnte. Und nachdem ich eine Mark investiert hatte. die ich überhaupt nicht einsehen konnte. wenn man eine Mark in den Schlitz investierte. Besonders. um der dicken Luft zu Zause zu entgehen. Das war eine schwere Zeit für mich. daß er zwischendurch noch ´ne Runde Knacken wollte. ob das das richtige Spielzeug für einen pazifistisch veranlagten Menschen ist. zum Teufel. Er hatte mir etwas zu sagen. warum ich in dem Laden gewesen war. Und ich war gewaltig am Wirbeln. damit. nur.

da konnte ich ihm ja nicht viel beibringen. daß es für ihn reizvoll wäre. Während er die Galaxis unsicher machte. Da gehört schon einiges zu. ich mußte den Kontakt irgendwie intensivieren. mit dem Auto durch die Gegend zu düsen und sich vorzustellen. Mann. vielleicht brachte es ihm Bock. das es weg kam. Aber das ließ ihn scheinbar völlig kalt. daß sie tatsächlich individuell auf jede Situation reagieren.Wenn Du die Hunderttausend Punkte voll hast. Also schoß ich vier von den Dingern ab und das fünfte sah zu. Jedenfalls war ich gerade voll in Action. So weit kam ich allerdings nie. mit den UFOs. dieser blonde Wuschelkopf konnte einen ganz schön nervös machen. daß die Feindschiffe überhaupt nicht zu Potte kamen.daran dachte ich noch gar nicht. vielleicht siebzehn oder so. als ich meine Nervosität wieder einigermaßen im Griff hatte. Der High Score lag bei guten neunzigtausend. da ein formierter Angriff von fünf Zerstörern angesagt war. Er war nicht übermäßig groß. Ich meine. Es gingen Tausend Sachen vor in meinem Kopf. womit der Koloß zu einem riesigen Feuerball wurde und sich verflüchtigte. womit ich natürlich weg vom Fenster war. Er sah noch sehr jung aus. um ihn ins Bett zu bringen . Das brachte mein Herz fast noch mehr zum Bubbern. Er machte das voll systematisch und traf dann in den Reaktor. als wenn er seit der Taufe nichts anderes gemacht hatte und steckte eine Münze in die Kiste. Aber wer weiß. Seine Haut sah braun und gesund aus und ich wurde ziemlich nervös. Jetzt wäre es nicht schlecht gewesen. betrachtete ich ihn von schräg hinten. Auf alle Fälle mußte ich zusehen. Nur düste ich dabei voll in eine Raummine. aber allzuviel hatte ich auch noch nicht anzubieten. so. Er ließ ihnen total M keine Chance. Das faszinierende an diesen Apparaten ist ja. daß man die anderen kleinen Mühlen in Schach hält. Gleichzeitig muß man natürlich aufpassen. weil ich vermutlich sowieso nichts Senkrechtes zur Sprache gebracht hätte und machte den Hocker vor der Killerautomaten frei. wenn man gerade mit einer Handvoll UFOs zu tun hat. Und dann räumte er erst mal auf. mich näher kennenzulernen. daß ich ihn irgendwie näher kennenlernen würde. Und in seinen ausgewaschenen Jeans steckte ein sagenhaft runder. Es war nämlich ein verdammt hübscher Junge. Und dann fragte er mich mit diesem umwerfenden. Sind verdammt tückisch. Ich sagte überhaupt nichts. als sich dieser Typ neben mich stellte Allerdings kann man sich nicht um zwischenmenschliche Beziehungen kümmern. wenn ich eine eigene Bude gehabt hätte. Er sagte sowas. Vor allem hoffte ich. Er lachte kurz und griff dann das riesige Mutterschiff an. Aber so ein Stümper. ob er jetzt mal könnte. . weil man erst die Außenwände anknabbern muß und dann durch einen ganz engen Schacht genau in die Energieaggregate feuern muß. Und er machte das so routiniert. Man hat drei Schiffe zur Verfügung und mit dem zweiten kam ich auch etwas weiter. nicht. was?' sagte ich. als die gesamte Feindflotte in dem Kasten. wie . wie ich in Sachen Weltraumkrieg. Blonde Haare und ein hübsches Gesicht und scheinbar ganz gut gebaut.Bei Dir haben die UFOs nicht viel zu melden. . Ich meine. gehört Dir dann der Apparat?' . es wäre ein Raumjet. Ich war zwar älter. Aber ich wollte ihn unbedingt näher kennenlernen.natürlich alles zu spät. daß mir diese Chance nicht entging. Dann drehte ich meine Birne erst mal so weit rum. diese Dinger. Das gab natürlich massenhaft Punkte. knackiger Hintern. Ein rundes Dutzend Feindschiffe mußte dran glauben und ich hatte knappe sechstausend Punkte.Danke' und hockte sich hinter das Gerät. hatte aber ganz schön kräftige Schultern. daß ich den Typ anvisieren konnte. jungenhaften Lächeln.

daß er ganz nett und ganz hübsch wäre und sie würde sich das Angebot überlegen. es war so ein offenes und fröhliches Lachen. und machten eine Art politische Rock. Er hatte einen schönen Mund. Ich erinnere mich noch an das eine Rockkonzert in der Unimensa. einige Leute im Saal aufstanden. weil Boris sagte: . als ein Sonnenuntergang im Teufelsmoor. in dem Augenblick. Und auf dem Heimweg waren wir beide wirklich tierisch gut drauf.´ Das haut natürlich ganz schön rein. was sie heute Nacht machen würde und solche Sachen. Irgendwann hatte er den High-Score des Tages erreicht und er trug seinen Namen ein. die Mieze anzumachen. fröhliche Lachen. Er fragte sie gleich. etwas mit ihm zu unternehmen. .' Das Lachen. aber es ist schon alles voll entwickelt. Boris.Er lachte wieder dieses offene. das er daraufhin abließ. wie alt er wäre und er sagte: . Ich war ganz gut drauf. daß dann von irgendwoher eine Mieze auftauchte und ihm von hinten die Arme um den Bauch legte. in der folgenden Zeit mein gesamtes Taschengeld in den Killerautomaten zu stecken. Ein Stück hieß . die ihn anhimmeln. Auf alle Fälle hatten wir auf vielen Gebieten die gleiche Wellenlänge. So was kann einem durch und durch gehen. wenn so eine Riesen Masse Leute sich einig sind über bestimmte Dinge.' Das war keine gute Entscheidung. Das ist mir dann schon wieder ganz schön an die Nieren gegangen obwohl es ja ziemlich naheliegend war. BORIS hieß er demnach. daß ich bei ihm wohl . fragte er.Nicht schlecht. ob er bei ihr Chancen hatte. wie er die intimsten Vorzüge seines Körpers so unverhohlen darbot . Dummerweise stand dann eine Anhalterin an der Straße und ich hielt auch noch an. sich irgend etwas Unauffälliges auszudenken. Hübsche Typen sind erfahrungsgemäß immer von einem guten Duzend Weibern umlagert. und ihn auf diese Art und Weise dann des öfteren zu sehen. Und manchmal hatten wir eine Menge Spaß. die in dem Text aufgefordert wurde. fast siebzehn. Jedenfalls war das noch schöner. Ich meine. daß einem die Fußnägel hochklappten. Mit dem Steuerhebel konnte man das Alphabet durchsausen lassen und mit dem Feuerknopf den gewünschten Buchstaben einprogrammieren. ob sie nicht wisse. daß ich eine Blechkiste hatte.da war mir schon klar. Die Gruppe ist total fähig. der sich über seinen Lippen abzeichnete.Die nehmen wir mit. aufzustehen. Und wir haben uns echt gut verstanden. Allerdings hielt mich das auch nicht weiter davon ab.Naja. Er hatte auch einige Sprüche drauf und war manchmal wirklich ganz schön komisch. In dem Zusammenhang war natürlich sehr günstig. denn unterwegs fing Boris dann an. Ich meine. zog mir ganz schön die Socken aus. eine. wie dann bei jeder Gruppe. Dann fragte sie ihn. um herauszufinden. Und als sie nicht direkt darauf einging. Sie lachte und sagte. Aber das Schönste an dem Konzert war natürlich. Nur. Die Gruppe hieß BOTS und kam aus Holland. das Boris bei mir war. Noch ganz bartlos. Er machte sich gar nicht die Mühe. was gut wäre und solche Sprüche. weil ich ihn so des öfteren dazu überreden konnte.Aufstehen' und es war echt tierisch. wenn man so was mitkriegt. ´Schätze. damit wirst Du in die Weltraumgeschichte eingehen. wenn man von dem dünnen blonden Flaum absah." sagte ich. wenn sich jemand für Details interessiert.

aber im Augenblick war sowieso keine gute Gelegenheit für ein ernstes Gespräch. dann konnte ich nicht einfach mit ihm am Ufer der Hamme schmusen. mal mit mir zu schmusen. als eine schwangere Antilope. Am Tag darauf hatte ich mir dann fest vorgenommen. daß es wohl keinen Zweck hätte. Und wenn er dazu so heiter und offen lachte. Jedenfalls holte ich in der Zeit all das nach und das war nicht von übel. Ich habe wirklich sehr oft davon geträumt. einzusehen. aber ein Körper. und zu versuchen.Muscheln. mit ihm irgendwo ganz allein auf einer Bananeninsel zu leben und den ganzen Tag mit ihm zu schmusen. wenn ich immer nur von ihm träumen könnte und so. dann träumte ich davon. ab er ich fühlte mich auf einmal jünger. aber selbst. oder so was. aber dann war er gerade voll im Aufbrechen und fragte mich. weil ich inzwischen erkannt hätte. Es brachte jedenfalls eine Menge Spaß. daß er mich auch gerne hätte. als in der Zeit. daß ich damals angehalten habe. sonnengebräunte Körper und dazu dieses niedliche Gesicht mit den blonden Haaren auf der Rübe. und daß es mir nur weh tun würde. Ich bin zwar kein Wasserfreak. ihm zu sagen. weil dann auf einmal . im Wasser rumzutoben. ihn zu vergessen.n ziemlich versyphter Fluß. Ich wollte ihm sagen. Allerdings hoffte ich natürlich irgendwo. wenn wir weiter befreundet blieben. Aber da spielte sich nichts ab. Und daß wollte ich ihm auch sagen. was angesagt war. oder so. wie die anderen auch. ob ich nicht mitkommen wollte. Was Sache war. wie ich mich fühlte. seine Haut zu fühlen und seine kräftigen Arme um mich zu spüren. Oh Mann! Dieser kräftige. die jede Minute bei ihm war und ihm die Arme um den Torso legte.schlechte Karten haben würde. Ich meine. Nur. wenn ich irgendwie das mal in den Griff kriegen sollte. um mal abzuchecken. der voller Minderwertigkeitsgefühle steckte und deshalb nie so locker drauf war. Ich war damals schon einundzwanzig. Er hatte wirklich ganz schön was in den . das. Sie haben dann noch ihre Adressen ausgetauscht und. Ich bin echt mit dem festen Vorsatz zu ihm gegangen. wenn ich an ihrer Stelle sein könnte und seine ? könnte. wenn ich auch nicht viel besser schwimmen konnte. Nur ich war immer ungeheuer traurig dabei. aber irgendwann hat Boris mich mal reingeschubst. seinen Körper zu spüren. also bin ich mitgefahren. obwohl das unwahrscheinlich war. es wäre wirklich am vernünftigsten gewesen. Niemand dachte sich was dabei und es war voll normal. war absolut nicht normal. weil ich genauso rumalberte und jeden totalen Schwachsinn mitmachte. So ich so jung war. daß er mir dann sagen würde. das war schon nett. mal ganz ernsthaft mit Boris zu reden. daß ich ihn nicht haben könnte. und da? er auch nicht dagegen hätte. Erst sechzehn Jahre alt. die Hamme und bei hygienischer und toxikologischer Betrachtung dürfte man das Wasser eigentlich nicht mal angucken. wie in dieser Zeit. daß ich null Chancen bei ihm hätte. wie ein Bär. wenn ich an Boris dachte. zum Baden. was ich dabei fühlte. Ich kam mir dabei fast wie ein normaler Junge vor. Ist . weil ich auch gerne dieses Glück gehabt hätte. und von da an war es auch egal. Aber ich glaube. das muß man schon sagen. naja. Boris hat diese Freundin heute immer noch. denn dafür hatte er ja seine Mieze. In meiner Schulzeit war ich ein ziemlicher Waschlappen. ich hatte selten soviel Spaß. Ich könnte mir stundenlang in den Arsch beißen.

was ich mir unter der totalen Happyness vorstelle. eine totale Verachtung bei den meisten Menschen auslösen würde. das Zeugs literweise herzustellen und dann zu verticken. als es auf einmal tierisch zu gießen anfing. Jedenfalls als ich so neben ihm lag und der Kahn so langsam hin und her schaukelte.' oder so was. immer so einen bitteren Beigeschmack haben. Er hatte so einen alten Holzkahn mit Außenborder. Wir waren alleine mit seinem Kahn auf dem Weg zur Pionierbrücke. daß die mich nachher wegen Verführung Minderjähriger einbuchten konnten. wie der Regen auf die Abdeckung tropfte. vielleicht hätte er es aber auch schön gefunden. Manchmal sind wir auch mit Boris´ Boot die Hamme entlang gefahren. Er lag mit dem Bauch auf der Matratze und auf seinem breiten. ist es doch ganz schön herbe. Boris hatte nur seine Jeanshose an und sonst nichts. daß er möglicherweise gleich eine mittlere Herzattacke gekriegt hätte. Ich meine die ganze Situation alleine in dem Kahn. mit denen wir uns so gut verstanden.alle Freunde. ´Guckt Euch die beiden Schwulen an. war wirklich sehr gemütlich es war gar nicht so ganz ausgeschlossen. Obwohl diese trüben Gedanken auch da immer dabei waren und ich mich nie so recht an allem freuen konnte. weil ständig diese unerfüllbare Sehnsucht nach einer intensiveren Beziehung zu Boris mitruderte. Jedenfalls war Boris wie wild am Wirbeln. Es war echt sagenhaft schön. Es ist wirklich trostlos. Einmal war ich fast soweit. ihn spüren zu lassen. . mit so einer Veranlagung fertig zu werden . was wiederum sehr schön war. weil es den ganzen Tag etwas bedeckt war. andererseits wäre es noch viel schöner gewesen. daß er seine Plane über den Kahn packte. daß er dann wer weiß was dachte und mich ins Wasser schubste. mit dem er die ganze Gegend von Melchiors Hütte bis zur Teufelsmoorschleuse unsicher machte. Es ist wirklich schade. Seine blonde Birne lag auf seinen starken Armen und er stöhnte über die Hitze. So was ist herbe. wie sehr man sich auch immer bemüht. daß es ihn nicht auch irgendwie erotisiert hatte. da hätte ich ihn am liebsten umarmt. mit so was ständig leben zu müssen. wenn irgend jemand dahinter gekommen wäre. daß doch. mit ihm Boot zu fahren. sich nichts daraus zu machen. Das kam so überraschend. Ich wischte einmal kurz mit der Hand über seinen Rücken. aber sonst nur schwül. Selbst. Aber ich hatte so einen Horror davor. Und dann blieb uns nicht weiter übrig. Was die Leute sagen. um den Schweiß zu sammeln und dann fragte ich ihn. oder sonst was. wie mit einem hübschen blonden Freund am Ufer der Hamme zu liegen und zu schmusen. irgendwelche hohlen Bemerkungen machen würden. daß so schöne Dinge. Er lachte nur. wenn man sich vornimmt. ob er vorhabe. Und gegen solche Vorurteile ist man echt machtlos.ständig wird einem jede Situation vermiest von irgendwelchen Einschränkungen. was ich für ihn empfand. etwas Verbotenes zu tun. braungebrannten Rücken liefen die Schweißtropfen nur so runter. Schließlich sind diese Vorurteile gegenüber Schwulen ja so tief verwurzelt. Dabei selbst wenn er nichts dagegen gehabt hätte. als nebeneinander in seinem Boot zu liegen und zuzuhören. Und nun kam da die ganze Nässe aus dem bißchen Wolkendecke. ich meine. stand immer noch das Problem da rum. jetzt noch mehr Schweiß auf seinem Rücken und seinen kräftigen Schultern zu sammeln.

als mich mein Radiowecker um Viertel vor sechs mit einem lausigen Schlager aus irgendeinem Traum riß.' . Um fünf vor kam ich endlich in die Socken. dem ich ein kurzes . Also blieb ich noch eine Weile liegen. wenn man morgens schon die häßliche Wirklichkeit blicken muß. als ich das Ding aufmachte. denn ich hatte mich in dem Streifen total gut gefühlt. Ich mußte mir wohl wieder auf Station irgendwas Eßbares zurecht schustern.8 Besonders viel hatte ich in der Nacht garantiert nicht geschlafen. daß einer der Behinderter mal 'ne Biege machte. Ein Glöckchen über dem Schott bimmelte. daß man nur noch ein paar Minuten übrig hat. Auf dem Weg zur Station lief mir ein Kollege von einer anderen Station über den Weg. die Standart-Antwort auf so eine Frage abzudrücken. wenn ich vor dem Dienst noch was Eßbares in den Kopf stecken wollte. Das erinnerte mich wieder so ein bißchen an Science-fiction. das Stück noch zu Ende zu träumen. Ich zog mich im Dunklen an. aber man kann sich solche Stimmungen natürlich nicht in Ruhe reinziehen. daß dies vorerst der letzte Tag war.Na? Ausgeschlafen?' fragte die Tante und meine geistige Energie reichte um diese Zeit gerade dazu aus. Das einzig Tröstliche an der ganzen Sache war. sich von der Ruhe der Nacht in die totale Hektik zu stürzen. wenn man weiß. dabei wäre es schön gewesen. weil es eine gewisse Überwindung kostet. Eigentlich hätte ich langsam in die Hufe kommen müsse. 'Nee. weil es ganz schön öde ist. Das war für den Fall. Jetzt blieb mir auch die grelle Helligkeit der Neonlampen nicht mehr erspart und ich mußte blinzeln. jedenfalls war ich ziemlich sauer. Aber es war ein bewölkter Tag und so war es um diese Zeit noch ziemlich trübe draußen. aber ich bin ein Morgenmuffel.Moin' ins Ohr schob. Die Nachtwache kam mir gerade mit einem Bündel nasser Nachthemden unter der Achsel entgegen. Ich lauschte auf die verschiedenen Geräusche. weil ein Tag schon so gut wie gelaufen ist. Ich stellte erst mal die ätzende Musik aus. abgebrochen. Außerdem stieg mir gleich wieder der üble Stationsgeruch in die Nase. Das Rascheln der Blätter und die ersten Schreie der Behinderten aus den fernen Stationen. wenn man ihn mit Peter Alexander oder so was beginnt. Vor der Stationstür blieb ich kurz stehen. es war eigentlich schon nicht mehr dunkel. wo ich um sechs Uhr auf der Matte stehen mußte. Ab und zu schielte ich zu den rot leuchtenden Ziffern meines Radioweckers. Das heißt. Da blieb natürlich keine Zeit mehr zum Frühstück. wovon ich geträumt hatte. Ich hatte natürlich auch sofort vollkommen vergessen. .

Sieht schon komisch aus. Ziemlich brutal eigentlich. gehen die Knoten total schwer auf und dabei stinkt das bestialisch. den ich mir hier so angewöhnt hatte. Peter anzuziehen. wann sie wollten und schließlich was das kein Hotel. der schon auf der Entwässerungsanlage gewesen war. Mit einem geübten Griff um den Oberkörper hob er ihn aus dem Bett und stützte ihn auf dem Weg zum Klo. hier. das klitschnaß war und warf es auf den Haufen in der Mitte des Raumes. Für die meisten gab es nur graue Gummizughosen und lausige Hemden. . kämen die ja zum Frühstück. Konnte ich eigentlich gut verstehen. wenn jemand die Dinger Naß gemacht hat. Von Peter fehlte natürlich wieder ein Schuh. Deshalb zog ich ihm irgendwann die Bett decke weg und schubste ihn von der Matratze. war Norbert. Jedenfalls habe ich für einen Morgenmuffel eine ganz schöne Vehemenz daran gelegt. Ich hatte keinen besonderen Bock. Karl-Heinz drehte sich erst mal um und zog sich die Decke über die Rübe. Nach und nach kamen die Leute langsam in die Senkrechte und die meisten hingen schon auf dem Klo. Die meisten hier mußten angezogen werden. Bis auf Karl-Heinz. der Epileptiker mit den XBeinen gab erst mal einen grenzenlos leidenden Laut von sich. Ich machte mich erst mal auf die Suche in sämtlichen Räumen der Station. aber wenn man auf so was Rücksicht nehmen würde. Die Gummizughosen waren am einfachsten zu wechseln und der Vorteil wog hier schwerer. aber es gab um diese Zeit kaum eine Möglichkeit. In . als eine elegante Erscheinung. Besonders.' Er humpelte unbeholfen los und ich zog erst mal das Bettlaken ab. so'n Typ in so´m weißen Nachthemd.Damit war die Begrüßungszeremonie erst mal beendet. . solche Leute zu verarzten. daß alles so einwandfrei klappte. Dann fing ich an. In der Zwischenzeit fing ich an. sagte kurz . überhaupt irgendwas zu machen. der Morgens schon gut drauf war. der so gut wie überhaupt nichts konnte. Ich ging also in die dritte Schlafkammer und machte die Funzel an. als ginge ihn das alles nichts an. Peter.Komm in die Socken.Und dann ab auf Toilette. Das ist einer der übelsten Jobs vom ganzen Tag. sich vor unangenehmen Dingen zu drücken.' sagte ich in einem ziemlich barschem Kasernenhofton. Der lag mit seinen knappen zwei Zentnern Lebendgewicht unter der Bettdecke und in seinem eigenen Urin und tat so. Einer von den Kollegen kam in den Raum. bei ein paar Leuten die Windeln aufzuknoten. Die Klamotten waren echt nicht besonders modisch. Der einzige. weil sie das selber nicht packten.Morgen' und kümmerte sich dann um Walter. weil nur die wenigsten noch Verwandte hatten. Aber der Typ wollte immer noch nicht aufstehen. Karl-Heinz. der gleich fröhlich pfeifend aus dem Bett sprang und erst mal zum Scheißhaus rannte. die ab und zu mal ein paar schicke Discoplünnen vorbei brachten. Es war ja auch unwahrscheinlich.

Also schlüsselte ich erst mal die Küche auf. weil er sonst die ganze Nacht rumlief. und es war irgendwie wie eine Aufführung von Becket oder Brecht. beim Essen. Als Peter fertig war. oder was weiß ich. den Rest zu waschen und zu kämmen. Eigentlich hätte man ihn festbinden müssen. Es gab jeden Morgen die gleich Show. aber die waren hier nichts anderes gewöhnt. Ich versuchte eine Weile. wo die Nachtwache immer noch damit beschäftigt war. weil es sinnlos war. Ziemlich modern jedenfalls. lief er solange rum. oder so. was ihm aber nicht viel gab. schob sie sich rein und dann fiel ihm wieder alles aus dem Kopf. um das Frühstück vorzubereiten. als ich die Sache an der Bank befestigt hatte. Jedenfalls biß er sich sofort in die Hand. obwohl er es eigentlich konnte. wickelte ihn einmal um sein Bein. wollte er sich natürlich nicht anziehen. im Duschraum. der mal wieder zu überhaupt nichts Bock hatte. Ich hockte mich also neben ihn auf die Bank und gab ihm ab und zu einen Löffel von dem Zeug. bis man ihn doch besser anband. Bernhard zog sich die Tunke gleich auf ex rein und hustete dann wieder alles raus. Ist'n elendiges Zeug. zu versuchen. Er mußte Nachts immer mit Lederriemen ans Bettgestell gebunden werden. wenn man ihn nicht festmachte. fing er an zu spachteln. daß er nicht einschlafen konnte. weil er ziemlich sorgfältig kaute. war er auch nicht. Er hatte sich gleich wieder in die Kiste gepackt. Naja. nur um seine Ruhe zu haben. Karl-Heinz zu füttern. daß ihn jemand festband. so nach und nach kamen alle in die Socken und die Kollegen waren fleißig dabei. Also schnappte ich mir eine von diesen Riesenkannen mit Muckefuck und kippte jedem erst mal was ein. diejenigen abzuduschen. weil. denen andere Tischsitten beizubiegen.den Tagesräumen war er nicht. Er hatte keine Beißer und bekam immer so eine Pampe aus Muckefuck und zermanschtem Brot. bevor man ihm nicht einen Riemen ums Bein geschnallt hatte. war er mit dem Frühstück durch. Null Ahnung. Gerhard mußte immer rumlaufen. Schließlich fand ich ihn auf dem Scheißhaus. Frank wollte mal wieder keine Handbewegung tun und wartete darauf. wie man jemandem so was abgewöhnen soll. und würde wahrscheinlich eher verhungern. ihm das abzugewöhnen. was ihm aber nicht genügte. Das war vielleicht 'ne Maske. aber dann fing er am Ende auch so an. Jedenfalls holte ich irgendwann einen Gürtel aus dem Wandschrank. Kalle schnappte sich blitzschnell eine Schnitte von seinem Gegenüber. Währenddessen beobachtete ich die anderen Masken so ein bißchen. Nach und nach kamen die Freaks an und setzten sich hin. Ich packte einen Stapel Plastikbecher auf die Tische in den Tagesräumen und danach Plastikteller. was ein öder Job war. Eigentlich sollten wir ihm die Macke wieder abgewöhnen. wenn ihn jemand zu etwas zwingen wollte. aber das war ja jetzt auch nicht mehr mein Problem. aber er war ziemlich hartnäckig. Ich seufzte ein bißchen. als sich etwas zwischen die Kiemen zu schieben. ihm die Schnitte bis an den Mund zu fuhren. Dann überwand ich mich dazu. Erst. Und inzwischen hatte er sich so dran gewöhnt. ohne festgebunden zu sein. Ein Kollege kam schon mit den Broten an und verteilte sie unters Volk. indem er fortan . die in der Nacht in die Windeln gemacht hatten. wie Frank und drehte die Strafmaßnahmen einfach um. mußte ich erst mal Frank verarzten. Es war schwer. Innerhalb von einer halben Minute. nachdem ein Kollege ihn rausgeschmissen hatte und jetzt. nachdem ich ihn wieder in der Senkrechten hatte.

Klar würde ich das. weil auf einmal Oliver reingedüst kam. Gerhard fing tierisch an zu bluten. Dann schnappte ich mir zwei von den Jungens." meinte er. der Gerhard zum Arzt bringen sollte. die man kennt. kam ich gerade noch zu spät. um Nachschub zu holen. Dann hörten wir draußen den Wagen anhalten. Draußen war es noch etwas trübe. der sich auf den Linoliumboden gehockt hatte. . die sich inzwischen mit seiner roten Tunke vollgesogen hatten. denn er setzte sich gleich wieder hin. als ob es schön werden würde. aber es sah so aus. Er hatte es sogar schon gebracht. Jetzt war nämlich erst mal Frühstückspause angesagt. Aber das kratzte ihn nicht weiter. "Kaum haben wir ihm den Helm wieder abgenommen. Dabei achtete ich zu wenig auf die Tür. Bei ihm kam regelmäßig jede Reaktion zu spät. daß meine Zeit rum war und fragte. bevor der gerade reinbeißen konnte. Der Fahrer kam rein und sagte: "Na. einem Pfleger mal eine Stulle wegzunehmen. Er war über die Gräten von Jürgen gestolpert.nicht mehr ohne sie leben wollte. Er rief einen Wagen an. wenn man raus ist. ob ich denn mal rumkommen würde. "Das ist wieder typisch. die aus seinem Plastikteller gefallenen Brotstücke wieder einzusammeln. als würde sie das Wasser krampfartig erbrechen. die zur Beschäftigungstherapie gebracht werden mußten. um mitzukriegen. Ich steh' nicht so auf solche Fleischerarbeiten. Einer von den Kollegen sah sich den Fall an und stellte fest. schon wieder ein Fall von Selbstüberlistung?" Ich sah noch zu. legt der sich wieder hin. daß die Wunde wohl genäht werden müßte. wie Gerhard umkippte und mit der Rübe genau auf die Stahlkante der Fußmattenumrandung donnerte. ein bißchen frische Sonne zu schnappen und teilte sich dazu ein. Zurück auf der Station ging ich erst mal zur Küche und setzte einen Kaffee an. und sich ein Brötchen von einem Kollegen schnappte. weiß ich nicht. obwohl man so was meistens schnell vergißt. Es ist 'ne schöne Sache. Jedenfalls. Er versuchte noch. Ob es so was bringt. Und seitdem fiel er nicht mehr hin. die besser gewesen wäre. daß er das Teil wohl nicht mehr bräuchte. Und gerade vor ein paar Tagen hatte der Chefarzt gemeint. und ein Kollege von einer anderen Station meinte das auch. aber ein anderer Kollege betrachtete das als willkommene Gelegenheit. mit dem er tierisch doof aussah. Es klang so." Früher hatte Gerhard so einen Lederhelm gehabt. wo sie Tüten kleben oder irgendwelche anderen öden Jobs verrichten mußten. er sich reichlich doof beim Einsteigen anstellte und wie sie losdüsten. Leute zu treffen. an seinem Lätzchen kaute und den Unfall gar nicht beachtete. wie sie Gerhard zu der grauen Anstaltsmühle brachten. Allerdings war er dabei wohl doch etwas schwindelig. Die Kaffeemaschine machte einen enormen Krach. Aber ich wußte auch keine Methode. als ich aufstand. Er wußte scheinbar auch. weil er sich dauernd hinpackte.

Ich preßte nur indigniert die Lippen zusammen und ging wieder zur Küche. der in einem alles zu einer heftigen Erwiderung zusammenzieht. "Schmeckt aber trotzdem ganz gut. als er die Reste von seinem Frühstück sah und strickte sich eine neue Schnitte aus dem Lebensmittelvorrat der Behinderten. Von dem Tacker ging das Gespräch dann zu einem Werkzeug. was?" sagte sie in einem ziemlich unangenehmen Tonfall. und so was Schlimmes ist das nun auch wieder nicht. wie die so was brachte. . mir die eine oder andere Schicht anzudrehen. Ich nahm ihm den Rest wieder ab. mit der Nadel durch die Haut zu kommen. daß seine Kopfhaut schon reichlich vernarbt war. Aber als ich ihn erwischt hatte. daß ich mich von jetzt an nur noch um eine Schicht kümmern würde. Die eine Schwester war wohl nicht besonders gut drauf. "Da wär' so'n Tacker nicht schlecht. Ich versorgte mich auch aus der Quelle. was angeblich besser war. "Naja. mich aus der Diensteinteilung rauszuhalten und beobachtete das Chaos. den sie hier wieder ablassen mußte. obwohl es offiziell nicht erlaubt war." sagte ich und alle waren am Lachen.Ich rannte Oliver hinterher. Er hatte schöne. worauf ich sagte. weil ich bis jetzt noch nicht ans Frühstück gedacht hatte. Diese Angst zeigte. Irgend jemand fing an. und der Kollege sah das nicht so eng. Der Kollege lachte nur. Dann kamen langsam alle zum Frühstück zusammen. Wahrscheinlich bekam sie zu Hause von ihrem Alten immer Druck. über die gestiegenen Baukosten und Handwerkerlöhne zu allgemeinen Betrachtungen über die hohe Arbeitslosigkeit und von da folgerichtig zu der Einteilung des Dienstplanes . Ich hatte wirklich schon reichlich oft Kaffee gebrodelt. um die Lackschicht meiner Mühle. daß der eine dem anderen mal leihen mußte. obwohl er eigentlich nicht mehr zu gebrauchen war. Ich hatte nämlich vergessen. blaugraue Augen und mir wurde ganz komisch zumute als er mich so ansah. weil so was die Stimmung nicht gerade hebt. Ich genoß das seltene Glück. Danach war das Gespräch etwas fade." Es nervte tierisch. Aber die Mutti mußte immer aus allem einen Lehrfilm machen. von Gerhard zu sprechen und davon." kam mir der eine Kollege zu Hilfe. Sie versuchten noch scherzhaft. die Kanten von den Filtertüten umzuknicken. Ihnen am letzten Tag noch was beibringen zu wollen. daß hier so etwas noch oft genug praktiziert wurde. so als wartete er auf eine Tracht Prügel. "Sie haben wohl auch noch nie Kaffee gemacht. auf der die Scheibe Mettwurst schon fehlte. hockte er auf dem Boden und hielt mir ängstlich die angebissene Hälfte hin. Er blickte mich mit großen Augen an. Sogar die Alte mit den Haaren auf den Zähnen. von den vielen Platzwunden und daß der Medizinmann sicher Schwierigkeiten haben würde. was ich sehr in Ordnung fand. wenn man die Kanten nicht umknickt. hat wohl keinen Zweck. das sich hinter dem Türrahmen abspielte.

wie problemlos Betten bauen wäre und warum ich das nie lernen würde. was in denen vorgeht. Allerdings wurde selten jemand durch solche Ernstfall-Stationen. etwas abzustauben. Dabei sah er ihr wohl so tief in die Augen. und so. wie unsere geführt. Währenddessen machte die Kollegin die Medikamente fertig. das Ganze. Immerhin ist es auch nicht so angenehm. Aber hier auf Station war eben wichtig. aber ich als einfacher Zivi hatte kaum eine Möglichkeit. Als er meinen Blick wahrnahm. Er kam mit seinem Betreuer in die Küche und machte mit seiner etwas kaputten Ausdrucksweise auf seinen Unfall aufmerksam. wahrscheinlich um abzuchecken. daß die den ganzen Tag irgendwo in der Ecke hingen und fast überhaupt nichts vom Leben mitkriegten. wieder an die Arbeit zu gehen. War schon witzig. Man kann immer daran erkennen. Das ist manchmal ganz schön herbe. Sie teilte auch gleich die anstehenden Jobs ein. ob er Chancen hatte. vom Personal in Ruhe gelassen zu werden. als Betten bauen. Nach einer Weile meinte die Kollegin. für wie kompetent sich jemand hält. Zu Anfang fand ich das ziemlich hart. Für sich selber Medikamente fertig machen und der Rest Betten machen. wenn die Typen einen .Dauernd lief irgend jemand vorbei und warf einen mehr oder weniger langen Blick in die Küche. noch anhalten würde. wenn irgendwo eine Ecke rausguckte. Zum Teufel. etwas daran zu ändern und Ambitionen zu einem Aufständischen hatte ich auch nicht. daß die ihr Leben lang nur so am Rande des Bewußtseins verbrachten. wie Hamlet in der Friedhofszene. Man achtete hier ziemlich auf solche Äußerlichkeiten. daß man einen Ackergaul damit lahmlegen könnte und dann waren die so groggy. wie häufig er an die Pflicht erinnert. Ein anderer Kollege packte ihn dann am Handgelenk und führte ihn sanft. Besucher bekamen hauptsächlich die Stationen zu sehen. würde öfters mal einer ausklinken und man müßte vor einer Pflegerlaufbahn eine Ausbildung im Nahkampf mitmachen. legte er den Kopf zurück und setzte ein irres Grinsen auf. weil die teilweise so viel kriegen. Ich würde auch lieber die Zaubertränke und Pillen fertig machen. Dann kam Manfred rein. und hier mußte immer alles top sein. damit sie nicht den ganzen Tag rumflippen. Er hatte ein Riesenpflaster auf der Verletzung. Wohl für den Fall. dann sollte sie es doch machen. daß sie lachen mußte und die Fluppe fallenließ. Sie machte immer einen Film davon. Manchmal fragt man sich. daß mal eine Führung durch gemacht wurde. Für mich gibt es nichts Ätzenderes. aber bestimmt wieder auf den Flur. daß der Tag einigermaßen reibungslos über die Bühne lief. wie lange das Phänomen. Ich mache nicht mal mein eigens Bett. wo die Patienten Reitunterricht bekommen und für zwei von denen ein Pädagoge zur Verfügung steht. beugte sich ganz tief zu der Kollegin herunter und deutete mit der Hand auf den Mund. Und wenn die nicht dauern einen mit der chemischen Keule kriegen würden. Dabei erzählte sie mir immer. fast so. "Hast Du hingefallen?" Dabei streckte er in theatralischer Geste die Hand aus. daß es Zeit wäre. Dann kam der Wagen mit Gerhard wieder. Die Jungens bekommen hier nämlich massenhaft irgendwelche Pharmadinger verpaßt. Oliver saß lauernd auf der gegenüberliegenden Seite und überlegte.

Werbung und Nachrichten kamen. Er wirkte ein bißchen wie ein großer Teddybär. eigentlich. Die hatten so einen alten Philips Elektrorasenmäher. um den Patienten das Unkraut aus dem Gesicht zu nehmen. so einen fremden Hals zu bearbeiten. Hauptsache es war schön rhytmisch. aus dem Musik. Und wenn Musik an war. braunen Augen sehen zu können. weißer Stoff und Lederriemen. weil ich sehen wollte. ängstliche. daß man in Sicherheit kam. Ich hatte irgendwann mal eine Kassette mitgebracht. Er kam immer erst. Im Moment war Christian aber gut drauf. Grün umwaberte Pupillen. große dunkle. Irgendwann war allerdings absolut kein einziges Härchen mehr über. süßes Gesicht und so 'ne Art Schmollmund. Es hat eben alles im Leben seine zwei bis drei Seiten. als ihn austoben lassen. immer noch besser. mit denen man sie auf dem Rücken zuschnallen konnte. verwirrte. solche Augen hauen mich regelmäßig um. ihm eine Schutzjacke anzulegen. Unheimlich kräftiger. lustige. Allerdings konnte er auch tierisch aggressiv werden. der ihn nicht so anödete. Ihm war es egal. sanfte. Ist 'ne komische Sache. Die Dinger hießen hier nicht Zwangsjacken. Graue.Anfall kriegen. teilnahmslose. große braune Augen. aber sonst eher plump gebaut. daß man ihm irgendwo weh tat. Man muß sich erst dran gewöhnen. Aber inzwischen hatte ich das ganz gut drauf. Dann warf er mit Stühlen durch die Gegend und man mußte sehen. schnappte ich mir den Rasierer. Es gibt alle mögliche Arten von Augen. Das Radioprogramm ist meistens total öde. Der Job ging noch ganz gut ab und solange ich etwas zu tun hatte. ob er die lieber hörte. Mit'm unheimlich breiten Kreuz. wenn die Leute den Kopf heben. Faszinierende Sache. in seine Lieblingsecke unter dem Lautsprecher. Es kann einer noch so bekloppt sein. um ihm möglichst lange in die schönen. wenn ihm irgendwas nicht paßte. konnte mir keiner einen Vorwurf machen. Er war immer der Erste beim Rasieren. Er hatte ein einfaches. Dann konnte man nichts weiter machen. mit ein paar Härchen auf dem Bauch. Nachdem die Schlafkammern fertig waren. Also suchte sich jeder den Job aus. und er schob erst mal ab. Stell ich mir ganz schön herbe vor. das man hätte wegsäbeln können. den ich neben die Steckdose in den Tagesraum gestellt hatte. aber unheimlich sanfte. mit so'm Rasiermesser rumzusäbeln. aber das war dem ziemlich egal. Süßer Junge. mit Musik von Mike Oldfield und Alan Parsons. wenn da einer eine empfindliche Stelle am Hals hat und rumflippt. daß er immer ganz nervös auf dem Hocker hin und her rutschte. Peter kam gleich als erster angetigert und setzte sich auf den Hocker. als ich ihm zum Rasieren holte. wie die das früher gemacht hatten. Irgendwie mochte ich ihn ganz gerne und rasierte ihn immer besonders ausgiebig. als den Leuten mit Schaum und Klinge im Gesicht rumzuwerken. eigentlich. drehte er die braunen Knopfaugen in Richtung Decke und drehte seinen Körper langsam hin und her. sanfte Lider und markige Augenbrauen. obwohl er so einen Horror hatte. ernste. wenn man ihn holte. Naja. ob es Heino war oder vernünftige Mucke. und mit den Medikamenten wurde das weitgehend verhindert. Aber das ließ ihn völlig kalt. aufmerksame. Vermutlich mußten die sich immer massenhaft Pflaster und Blutstillende Mittel unter den Arm klemmen. weil es selbst mit drei kräftigen Pflegern dann nicht möglich war. damit man sie am Hals rasieren kann und man ihnen von oben in die angespannten Augen sehen kann. obwohl es im Grunde natürlich welche Waren. bei dem Job. . Blaue. leere. Am schönsten sind Christians Augen.

obwohl er sprechen. . . nur um was zu sagen. setzte ich mich ein bißchen neben Alexander auf die Bank. Denn Alexander war viel zu schlapp. vielleicht tat ich es ja . Es gab mal wieder Eintopf. Ich war froh. ging mir nicht in die Birne. um sich zu wehren. das Mittagessen verlief so ähnlich. Naja. nur daß sich aus Single-Pot noch leichter irgendwelche Schweinereien fabrizieren lassen. irgendeinen Job in einem Fotolader zu kriegen. der tierisch dampfte. Er hatte wohl sehr an ihr gehangen. Ich Trottel sagte auch noch ja. mein ich. Auf dieser Station war es wichtiger. ein anderer verschüttete alles und so weiter. Einer hustete das ganze Zeugs wieder aus. wie ich mich mit Alexander beschäftigte. daß es keinen besonderen Bock brachte. die zweimal im Jahr aufkreuzte und einen Stapel Schokolade unter der Achsel hatte. als aus Brot und Muckefuck. war unheimlich nett zu mir und bedauerte. obwohl es gleich auf der Station auch noch eine Kaffeepause geben würde. Kann sein. daß ich nun nicht mehr kommen würde. Ich ärgerte mich noch ein bißchen über den bevormundenden Ton der Tante. wie das Frühstück. Dann ging ich selber zum Mittagessen in die Kantine. wobei es schon eines gewissen Abstraktionsvermögens bedurfte. daß er da oben einiges mitkriegte. was?' scherzte ein Kollege. um ihn zu besuchen. was ich nun machen würde und ich sagte ihr. Seit ihrem Tod kam fast niemand mehr. ja sogar lesen und Schreiben konnte. Nachdem ich den Rasierer wieder weggepackt hatte. Deshalb sagte ich auch nichts und ging zur Küche.Wir haben Mittel. Naja. ich sollte mich hier fest anstellen lassen. Darauf meinte sie. Herr Kollege?' Die Kollegin stand in der Tür und beobachtete mich. Sie bot mir noch einen Kaffee an. daß ich mit der Sache hier durch war und die meinte. daß er sich jetzt jeglicher Kommunikation entzog. Die war vielleicht witzig. wenn er über so was lachen konnte und da war es herbe. daß ich ja jederzeit zurückkommen könnte. aber dann versuchte. das Lachen zu unterdrücken. als daß man sich mit den Patienten beschäftigte. nachdem Oliver und ein paar andere Spezialisten die Schokolade konfisziert hatten.Zum Schluß nahm ich Holger und Franz dran. sich mit so 'ner Tante zu unterhalten. außer einer Tante von ihm. Ich will nicht näher darauf eingehen. Jedenfalls zeugte es davon.Haben Sie nichts zu tun. Er fabrizierte nie einen Ton. Sie fragte mich. die beiden Mahlzeiten nicht in einen Topf zu werfen . deswegen versuchte ich manchmal. Obwohl das ganze mit Hygiene sowieso nicht allzuviel zu tun hatte. wobei er tierisch zu lachen anfing. wer weiß. Sie zum Reden zu bringen?" sagte ich deshalb. aber daß er deswegen überhaupt nicht mehr redete. Die Tante. als ich den Riesenkübel aus Edelstahl aufmachte. Er war ein ziemliches Nervenbündel und reagierte ziemlich komisch. ihn zu provozieren. machte er einen auf Stummfisch. wie die Station aussah. Aber seit seine Alte über den Jordan gegangen war. aber im Moment freute ich mich über das nette Angebot. da draußen bereits der Essenswagen vorgefahren war und nun das Mittagessen auf dem Plan stand. um hier zu arbeiten. . weil die sich regelmäßig in den Bart sabberten. die in der Kantine servierte.geistig.Schon wieder Single-Pot. daß ich versuchen würde. wenn man sich mit ihm beschäftigte. daß die Fenster sauber waren.

Sibirien. Das wäre ein Fall gewesen. ging ich wieder auf Station und die eine Kollegin blickte mich ziemlich finster an. in so einem Laden zu landen. und die Pfleger. was man sich unter der totalen Hölle vorstellte. Vielleicht bekam ich ja keinen Fotojob. Auf der Station wurde auch mal zugeschlagen. Für uns alle war Sibirien das. Dann mußte Oliver unbedingt durch den klitschnassen Flur laufen und legte sich gleich lang. wie daß er keine Triebe hatte. waren die draußen auf dem Flur auch so gut wie durch. was auf ihn selber zurückzuführen war. Das bedeutete so viel. Und abgesehen davon war die Zeit hier in den Anstalten auch nicht die Schlechteste. Vermutlich hatte sie mit der Stoppuhr in der Hand abgecheckt. Ich meine es gab Millionen Behinderte in der Bundesrepublik und so weit ist das gar nicht weg. Immerhin hätte man ja auch das Glück haben können. um den sich keiner besonders riß. Wenn jetzt jemand denkt. mit Schmierseife und . wurde aber gleich wieder ernst. schnappte ich ihn mir.Nasser den Linoliumfußboden zu bearbeiten. Den ganzen langen Korridor und die Tagesräume durch. Das war ein Job. Irgendwie gibt es einem was. Und als die Kollegin daraufhin fragte. wie lange ich zum Mittagessen gewesen war.tatsächlich irgendwann. um den Kaffee anzusetzen.' Sie lachte ein bißchen. Bevor sie anfing. wo die Härtefälle hinkamen. Oliver sah mich mit seinen großen Augen an. Es stank bestialisch. setzte ihn auf den Holzstuhl und zog ihm die Hose über die Quanken Der Pullover war auch klitschnaß und ich zog ihn auch aus. möglichst in den Bauch. die Sandalen aus. Ich war ziemlich ausgeglichen in der Zeit. irgend etwas selber zu tun. Vor der Kaffeepause mußte jetzt nur noch der Flur gewischt werden. daß das für jemanden wie mich eine reizvolle Situation ist der hat sich geschnitten. Immer noch besser. als den Flur zu wischen. Sie sagte aber nichts. ging ich selber in die Besenkammer und schnappte mir einen Feudel Die anderen fingen schon an. wie dreckig es einem auch gehen könnte und insofern kann man sich jeden Tag freuen. Nachdem ich mich herzlich von ihr verabschiedet hatte. um ihn in der Wäschekammer umzuziehen. die sich irgendwann mal daneben benommen hatten. Erst mal stank alles tierisch und außerdem hätte es eine Menge Zoff gegeben. der fegt. Ich wischte hinterher trocken. die auch mit Medikamenten nichts von ihrem Aggressionstrieb verloren und die ständig sich selber oder andere ernsthaft gefährdeten. irgendwie vehementer auf das Wischen zu drängen. Als er wieder flott war. Jedenfalls hatte ich keine Triebe. sagte ein anderer Typ cool: . daß man einigermaßen fit ist und alle Murmeln beisammen hat. nachdem ein Kollege vorher mit einem Abzieher das Meiste von der Suppe in den Abfluß dirigierte. ob keiner fegen wollte. wenn man dauernd sieht. bei dem man berechnen konnte. da zu landen und ich zog Oliver eine andere Unterhose und die anderen Klamotten über. wo man sofort nach Sibirien gekommen wäre. Ist 'ne elende Arbeit und das jeden Tag. Also zog ich ihm die graue Gummizughose runter.Wer frägt. daß er sich ausziehen sollte. weil es im Moment keine anderen Jobs mehr gab. da gab es keine blauen Flecken. als ich ihm sagte. Und die Unterhose war scheinbar schon vorher naß gewesen. so nannten wir eine Station. weil da weder von den Patienten noch vom Personal irgend jemand bei war. was als nächstes kam. Seine ganzen Klamotten waren naß und da sich sonst niemand in der Nähe aufhielt. Ich packte die nassen Plünnen in den Wäschesack und ging dann wieder in die Küche. . Die Patienten. wenn dann jemand reingekommen wäre. Er blickte mich aber nur treudoof an und ich zog ihm auch die Unterhose runter.

Besonders von Christian. Dann war der Kaffee fertig und ich stellte die Tassen auf den Tisch. Nur ganz kurz trafen sich unsere Augen.Draußen war ganz schönes Wetter.' Ich lachte kurz und sagte ihm dann. Man mußte dabei nur aufpassen. damit nicht irgend jemand irgendwas kaputt machte. als sie zurückkam und sich mit an den Tisch setzte. Ziemlich mild und abgesehen von ein paar Haufenwolken knallte die Sonne voll auf die Landschaft. wobei sie ziemliche Schwierigkeiten hatte. gleich wieder fallen ließ. Alexander war ganz verwirrt. Deswegen trugen zwei Kollegen einen Tisch nach draußen in den Garten. Hierbei mußte man vorsichtig sein. wieder ernst zu kucken. Dann stellte ich noch einen Sonnenschirm auf und die sommerliche Stimmung wollte einfach nicht aufhören. die meisten ließen nur irgendwann eine Bemerkung über das geile Wetter ab. war dann aber so erschrocken von seiner Reaktion. Von der anderen Station rief ein Kollege rüber: . obwohl ich schon voll bis oben hin war.Na. eigentlich. Er checkte nicht. Die Patienten durften auch raus und Ball spielen oder sich einfach aufs Gras setzen. wodurch die Pille nach einem kleinem Bogen in der Luft wieder runterfiel. der es mit einer Hand fing und gleich wieder wegwarf. der immer noch im dunklen Tagesraum stand und sich nach der Musik im Radio hin und her drehte. Ich seufzte und holte es wieder. indem er nur die flache Hand blitzartig hochbewegte. als ich ihm die Pille zuwarf. Dann kam ein anderer . Die anderen Kollegen grinsten amüsiert und hatten Mühe. Darauf beneidete der mich tierisch. nur war es langsam schon ziemlich viel und als dann noch die letzten Reste verteilt wurden. daß ich mich von ihm verabschiedet wollte und ließ sich nicht ablenken. Der Kollege mit dem geklauten Brötchen lachte nur und sagte: . Dann stand er linkisch davor und blickte mit schiefgelegtem Kopf auf das Leder. Thomas meinte das wohl auch. daß er sie. spielte ich 'ne Runde Ball mit ein paar Jungens. weil ich ihn echt gerne mochte. Dann warf ich es zu Rainer. daß das mein letzter Tag war. Nach all den verregneten Tagen war das wirklich ein umwerfendes Naturerlebnis. Irgendwann war die Schicht dann um und ich verabschiedete mich von den Leuten. Der Kaffee schmeckte ganz gut. Er fing sie zwar auf. Verständlich. alles ganz grün und warm und sehr Sommermäßig. bekam ich noch eine dritte Tasse angedreht. der mit bloßen Händen die Luft aus so einem lassen konnte. weil er sich gleich im Garten voll auszog. Bis der Kaffee durch war. hast auch Dienst? Das würd´ mir aber stinken. daß Erhard den Ball nicht in die Finger bekam. Das war eine schöne Stimmung. Das tat irgendwo ein bißchen weh. ihm beim Hoseanziehen nicht an irgendwelche edlen Teile zu kommen. Und da drüben war einer. weil der das Ding gleich über den Zaun in den Garten der Nachbarstation warf.' Die Kollegen konnte so einen Männerstrip allerdings nicht zulassen und ging zu Thomas und zog ihn wieder an.Der will wohl nahtlos braun werden. Es wurde nicht viel geredet.

Kollege in den Tagesraum, der auch Feierabend hatte und ich sagte nur kurz: "Tschüs Teddy.' Es brauchte nicht unbedingt aufzufallen, daß ich ihn besonders lieb hatte. Der Kollege begleitete mich noch auf dem Weg zu meiner Bude und wünschte mir dann alles Gute für meinen Lebensweg und ich versprach, ab und zu mal reinzugucken. Ich nahm mir das auch fest vor, weil ich die Leute alle irgendwie gerne mochte, aber meistens vergißt man so was sehr schnell. Ich ging auf meine Bude und wollte mich noch 'ne Runde hinlegen, weil ich in der Nacht nicht viel geknackt hatte, aber durch den vielen Kaffee war ich so aufgedreht, daß ich es im Bett nicht aushielt. Also stand ich wieder auf, als ich merkte, daß es keinen Zweck hatte und überlegte, was ich jetzt mit meiner freien Zeit anfangen konnte.

9

Wenn man es nüchtern betrachtet, ist eine der elementarsten Beschäftigungen im Leben doch die, die Langeweile zu vertreiben. Zumindest, wenn man nicht gerade arbeiten muß oder sonst was zu tun hat. Deswegen wurde das Fernsehen erfunden, aber erstens hatte ich keine Glotze auf meiner Bude und zweitens machte ich mir auch nicht mehr viel daraus. Früher, als ich noch jünger war, habe ich viel ferngesehen, aber inzwischen ödete es mich reichlich an. Jedenfalls habe ich oft das Problem, daß ich nicht weiß, was ich machen soll. Nicht, daß ich mich nicht alleine mit meinen Gedanken beschäftigen konnte - das hatte ich vielen, deren Leben nur aus Arbeiten, Fernsehen, Schlafen und Saufen besteht, immerhin voraus - aber es waren reichlich trübe Gedanken, meistens, und dann ist es ein Fluch, wenn man sich nichts aus Fernsehen macht. Ich versuchte es bei Berti und Stefan, weil sie mich vielleicht etwas aufgemuntert hätten, oder auch, weil ich meinen Frust mit ihnen teilen konnte, aber sie waren beide nicht da. Dann kam mir die Idee, nach Bremen zu fahren. Irgendwas würde es da schon geben, was mich auf andere Gedanken brachte. Außerdem hatte ich gerade Kohle gekriegt, eine Art Abfindung nach dem Zivildienst und ich konnte also auch irgend etwas käuflich erwerben, was ja auch eine Möglichkeit ist, eine Zeitlang an was anderes zu denken. Ich fuhr mit Murphy zum Bahnhof, weil man von hier aus schneller und billiger mit dem Zug nach Bremen kam. Die ganze Fahrt über beobachtete ich nur die Landschaft, die draußen vorbeigezogen wurde. Ganz schön, teilweise, aber trübes Wetter. Auf dem Bremer Hauptbahnhof hatte ich dann auf einmal das Gefühl, daß der Tag nicht weniger frustrierend sein würde, wenn ich in der City war. Null Ahnung, warum mich der Bahnhof anödete. Ich tigerte erst mal los, und versuchte, mir nichts daraus zu machen. Überall hingen Wahlplakate rum. Ich weiß nicht mehr, wer oder was gewählt wurde, nur, daß die politischen Aussichten so oder so trübselig waren. Ich meine, es war im Grunde schnuppe, welche Partei gewählt wurde. Alle kümmerten sich in erster Linie darum, daß sie wiedergewählt wurden, und daß ihre Diäten nicht zu knapp bemessen wurden. Früher hatten sie mich mal beeindruckt, Helmut Schmidt und Willy Brandt, die Art, wie sie redeten und es war cool, wie sie sich gaben, so als könnte sie nichts erschüttern. Inzwischen finde ich, daß es wohl auch nicht so schwer ist, sich durch nichts erschüttern zu lassen, wenn alles, was man tut, letzten Endes ein Konkurrieren mit der anderen Partei war, und man darin eine gewisse Routine hatte. Schade, daß nicht alle Leute so drauf waren, wie Berti, Stefan oder Boris. Ich meine, das Leben wäre viel unkomplizierter und schöner, und eine Regierung war gar nicht unbedingt nötig, wenn alle so locker wären, wie sie. Zumindest keine Regierung, die hauptsächlich versuchte, an der Macht zu

bleiben. Für die meisten Politiker waren nur die Entscheidungen wichtig, die mit der Verteilung von Geld zu tun hatten, und da möglichst von unten nach oben. Die Probleme, die durchs Geldmachen entstehen, kommen immer erst ziemlich zum Schluß. Warum gab es keinen Bundeskanzler, der Jeans trägt, der ein Fan von Konstantin Wecker ist, und der im Bundestag Frisbee spielt? Klar, Politik ist nichts für Romantiker und Träumer, aber ein paar menschliche Sachen würden in einer Regierung sicher auch nicht schaden. Aber da alle menschlichen Sachen großzügig übergangen wurden, interessierte es mich auch nicht so sehr, wer oder was gewählt wurde. Dann kam ich an diesem Fotoladen vorbei, und da war ein Objektiv angeboten, das ein echtes Sahnestück war und ziemlich günstig. Irgendwie habe ich immer mit meinem Gewissen zu kämpfen, wenn ich größere Summen Geld auf den Kopf haue, aber ich beruhigte mich damit, daß es immerhin für mich eine Art Handwerkszeug war und holte mir das Teil. Dann tigerte ich ein bißchen durch die Gegend, hing in Plattenläden rum und so. Und auf einmal stand ich vor diesem Porno Schuppen. Eigentlich sollte man an so etwas ziemlich schnell vorbei gehen, weil es kaum etwas Mieseres gibt, als so was. Andererseits, wenn man keine Möglichkeiten hat, seine Triebe irgendwie im Gebüsch oder sonstwie auszuleben, kann einen so was schon kribbelig machen. Schließlich bin ich nicht der Papst. Ich hatte mir so was schon ab und zu reingezogen, weil es so einfach war, und die zur Verfügung stehende Knete das einzige Kriterium war, das einen daran hinderte, an so was ranzukommen, außer wenn man unter achtzehn war. Aber ich war lange volljährig und da ich ganz allein war, und es mir allenfalls beim Verkäufer peinlich sein konnte, spielte ich eine Ganze Weile mit der Idee, einfach mal reinzugucken. Andererseits, naja, irgendwo habe ich auch die Angst, daß es einen verdirbt. Ich meine, wenn man schon alles Mögliche in Pornos gesehen hat, ist man am Ende vielleicht schon viel zu abgenudelt, wenn man einfach mal nur einen einfachen, hübschen Typ im Bett hat. Ich weiß nicht, ob es einen abstumpft, aber vermutlich schon. Ich wäre fast reingegangen. Aber auf einmal düsten diese Mannschaftswagen von den Bullen an mir vorbei, und reichlich viele Werder-Taxis. Diese Grünweißen, jedenfalls. Es waren ziemlich viele, und das machte mich irgendwie stutzig. Und dann fiel mir diese Menschenmenge auf, die da an der Unterführung zur Stadthalle rumstand. Ich bin nicht neugierig, eigentlich, aber es interessierte mich doch, was da los war, und ich ging da mal rüber. Die Unterführung war gesperrt, und keiner konnte durch. Die Leute diskutierten wild mit den Jungens von der Trachtengruppe. Einer wohnte in dem Gebiet, und sagte einem von den Grünen ziemlich deutliche Worte, als der ihn nicht durchlassen wollte. Dann bekam ich mit, was Sache war; in der Stadthalle war eine Wahlveranstaltung der Konservativen angesagt, und irgendein hohes Tier sollte ,n paar Takte reden, und er hatte in letzter Zeit ziemlich viele Lebensmittel ins Gesicht bekommen, bei solchen Gelegenheiten, und die Bullen sollten wohl sicherstellen, daß er diesmal seine Rede halten konnte, ohne nachher eine Gemüsestand aufmachen zu können.

aber wenn ich es mir nüchtern überlegte. hat man auch wieder ein ziemlich exaktes Gefühl dafür. der man war. Und es wäre keineswegs ausgeschlossen gewesen. und mir vorstellen konnte. Aber im Augenblick waren sie nicht dazu da. Und wenn die schon vor der Wahl so eingeschränkt wurde. wenn man auf einmal einen bestimmten Teil der Stadt nicht mehr betreten durfte. Ein paar ganz junge Typen waren unter den Jungens und ein ganz hübscher. Mit ihren Helmen und Plastikschilden erinnerten sie mich ein bißchen an die Römer aus Asterix und Obelix. Allerdings wußte ich nicht. und dabei sah auf unserer Seite niemand nach einem Terroristen aus. auf einmal mit dieser erschreckenden Präsentation von Macht verunstaltet zu sehen. es war eigentlich gar kein weiter Weg. hätte ich ja auch irgendwann im Leben mal auf den Trichter gekommen sein können. als würden sie auf einen Kampf warten. wie sollte es dann erst nach der Wahl werden? Immer mehr Bullen wurden angekarrt. was verboten war. sondern sie schienen darauf zu warten. die Einkaufsstraßen. ihre Gummiknüppel gegen . Vielleicht hätte ich zu einer anderen Zeit und unter anderen Umständen sogar einen guten Nazi abgegeben. wegen so einer Maske. Auf jedem Wahlplakat stand mindestens einmal das Wort Freiheit. was einen eigentlich zu dem machte. Andererseits. und auch. Andererseits sind Polizisten ja auch dazu da. Die sahen jedenfalls alle so aus. als ich so vor den Römern stand. Wenn ich daran dachte. daß ich auch einer von denen geworden wäre . weil das ja immerhin eine Beschneidung der Freiheit war. Sie hatten schon das gesamte Gebiet um den Hauptbahnhof abgeriegelt. Nicht. daß es stark wäre. und nur so eine Wahnsinns Linse. wie weit ich bei meinem Zivildienst schon abgestumpft war und ich die Jungens manchmal mit einem Wahnsinns Kasernenhofton durch die Gegend scheuchte . die etwas gemacht hatten. wo man sich sonst nur schnödem Konsumrausch hingab. Man konnte es fast körperlich spüren. und irgendwie machte sich eine merkwürdige Stimmung breit. die zu bestrafen. denen zu helfen. Die Bullen in ihren Kampfanzügen hätten auch ein tierisches Foto abgegeben. ob ich mich mit so jemandem hätte anfreunden können. mit der Zeit. Jedenfalls. Scheiße. Dann fing es an zu nieseln. war sicher auch erhebend. Bulle zu sein. einem Schwachen zu helfen. und sich nicht selber helfen können. ganz cool und männlich in einer Uniform rumzulaufen und von allen respektiert zu werden. wenn man so eine Kette von Bullen vor sich hat. daß ich was für so was übrig habe. War vielleicht nicht mal ein schlechtes Gefühl. Ich meine. was die Stimmung noch unterstrich. über der ganzen Stadt. um auf einmal auf der anderen Seite zu stehen. daß was im Busch war. Ich stellte mir. in ihren Uniformen.naja. auf welcher Seite man steht. die angegriffen werden. wie sie sich fühlten. fragte ich mich. und es war ein komisches Gefühl. Und das einzig Positive an der ganzen Sache waren die Reflexionen der blinkenden blauen Lichter auf dem nassen Kopfsteinpflaster.Ich fand das ziemlich herbe. daß ich keine Kamera dabei hatte. Es war eine erschreckende Vorstellung. das auch geil finden zu können.

irgendwelche einsetzen zu wollen, die was gegen den Typ von den Konservativen hatten. Und die konnte ich auch irgendwo verstehen. Die Light-Show, die die Werder-Taxis boten, wurde immer imposanter, als es dunkler wurde. Aber auch immer beklemmender. Und dann konnte man diesen Hubschrauber ankommen hören und alle schienen zu wissen, daß das dieser Politiker war, wegen dem dieser ganze Aufstand angesetzt worden war. Irgendwie fühlte ich mich auf einmal mit den anderen Passanten, die so herumstanden, mehr verbunden, als sonst. Ich meine, ich fühlte, daß ich zu denen gehörte, die von der Staatsgewalt in ihrem gewöhnlichen Einkaufsbummel abrupt gestört worden waren. Am liebsten hätte ich irgend jemanden angesprochen, aber man ist es so gewohnt, daß man andere Menschen in einer Stadt möglichst nicht beachtet, und die Situation war noch nicht so außergewöhnlich, daß man diese Verhaltensweisen über Bord werfen konnte. Und dann wollten die Bullen wohl vorsorglich alle potentiellen Terroristen abschrecken, denn sie klopften auf einmal alle mit ihren Gummiknüppeln auf die Plastikschilde und rannten dann auf die Leute zu. Es gab erst mal voll Panik, weil niemand sich vorstellen konnte, daß man tatsächlich gefährdet war. Und ich war auch immer noch der festen Überzeugung, daß ich ja in einem Rechtsstaat lebte, und keine ernsthafte Gefahr bestand. Aber als dann diese Polizeikette angedüst kam, bin ich auch ganz schön gelaufen. Inzwischen konnte man auch die ersten Leute sehen, die scheinbar auf so einen Kampf vorbereitet waren. Es war aber nur eine Handvoll Typen, die mit Ölzeug und Helmen bekleidet war und mit Steinen auf die Grünen warf. Allerdings schien mir der Aufwand für die paar Leute doch ziemlich groß. Ich war zwar auch nicht dafür, daß sie mit Steinen warfen, aber ich spürte selber an mir auch, daß dieser unverhältnismäßig große Polizeieinsatz einen aggressiv machte. Ich meine, ich spürte ganz genau, auf welcher Seite ich stand. Und auf einmal waren wir eingenebelt. Die Polizisten hatten wohl eine Tränengasbombe geworfen oder so was, jedenfalls tränten mir auf einmal die Augen und ich hatte Mühe, zu sehen, wohin ich lief. Ich wollte nur möglichst schnell weg. Es kam mir auf einmal alles ziemlich Kriegsmäßig vor. Die blinkenden blauen Lichter, die Menge von uniformierten Leuten, die Nebelschwaden und der Lärm von Maschinen und menschlichen Stimmen. Und dann wurden noch Wasserwerfer eingesetzt. Ich lief noch weiter zurück, da ich auch keinen Bock hatte, klitschnaß in einer fremden Stadt rumzulaufen. Ein paar ältere Tanten, die bestimmt keine anarchistischen Ambitionen hatten, wurden auf einmal voll von dem Wasserstrahl getroffen und wußten vor Verwirrung gar nicht, wohin sie laufen sollten. Nun war mir ziemlich klar, daß das nicht mehr gerechtfertigt war. Ich meine, daß harmlose Bürger von der Polizei gejagt werden, nur weil irgendein konservativer Politiker in Ruhe eine Rede halten will, ist schon ein ganz schön dicker Egon, wenn man es nüchtern betrachtet. Ich war langsam stinksauer und als mir ein Wahlplakat von dem Typ im Weg stand, habe ich einen großen Fetzen abgerissen. Das war zwar bestimmt keine Heldentat, aber ich war echt langsam aggressiv.

Die beiden Omas, die Klitschnaß angehumpelt kamen, konnten einem echt leid tun. Allerdings wußte ich auch nicht, wie ich ihnen helfen sollte. Sie waren böse am schimpfen, wie denn so was möglich sei und ich hoffte, daß sie bei der Nächsten Wahl berücksichtigen würden, was sie hier erlebt hatten. Trotzdem würden morgen in der Zeitung nur Bilder sein von den Vermummten, die mit Steinen geworfen hatten und der Polizeieinsatz würde gelobt werden, da er die Sicherheit des Politikers gewährleistet hatte. Nach und nach löste sich die ganze Panik auf und die Bullen schoben ab. Ich ging langsam wieder zum Bahnhof, weil ich ja irgendwann wieder nach Hause mußte. Es war allerdings schon nach Mitternacht und als ich mir den Fahrplan so betrachtete, checkte ich bald, , daß der nächste Zug in meine Richtung erst morgens früh um fünf ging. Jetzt war ich natürlich erst recht sauer und ich hatte Lust, zur Polizei zu gehen und zu fragen wo ich diese Nacht verbringen sollte, da sie schließlich daran Schuld war, daß ich den Bahnhof nicht erreichen konnte. Ich meinte eine Zeitlang echt, daß ich einen Anspruch darauf hatte, daß sie mir irgendwas zum Schlafen besorgten. Ich hätte sogar in einer Zelle übernachtet. Das wäre ganz schön kernig gewesen. Überall um den Bahnhof standen Leute herum, die mit den Bullen diskutierten. Und in den Mannschaftswagen konnte man die Bierdosen zischen hören und die Feuerzeuge klicken. Ich gesellte mich zu einem der Gespräche zwischen Passanten und Ordnungshütern. Der Bulle war ganz cool drauf und erklärte nur, daß sie ja persönlich überhaupt nichts gegen die Leute hätten, daß sie es sogar gut fänden, wenn Leute ihre Meinung demonstrierten, aber sie hätten ja nur ihren Befehlen gehorcht und außerdem sei durch ihren massiven Einsatz verhindert worden, daß irgend jemand ernsthaft zu Schaden gekommen sei. Ich tigerte eine Weile um die Gruppe herum, weil ich dem Typ gerne noch erzählen wollte, in welche saubere Situation ich nun geraten sei, und weil ich Bock hatte, mich mit ihm anzulegen. Ich war immer noch ziemlich sauer auf die Bullen, weil ich fand, daß sie nicht das Recht hatten, harmlose Passanten so zu behandeln. Dummerweise habe ich mich dann nicht getraut, ihn anzusprechen, weil zu viele Leute dabei waren und auch keine richtige Pause entstand, in der man dazwischen hauen konnte. Ich hatte einfach nicht den richtigen Drive. Deswegen bin ich irgendwann wieder abgedreht . Jetzt mußte ich mich langsam darum kümmern, wie ich nach Hause kam. Ich wollte meine Alten anrufen, damit die mich abholen konnten, aber sie kamen nicht an den Draht. Sie hören das Gerät im Schlafzimmer nicht und sie gingen meistens sehr früh in die Penntüte. Dann machte mich so ein Penner an. Er sah ziemlich abgerissen aus und roch reichlich nach Fusel, trotzdem habe ich nichts gegen solche Leute, weil sie meistens nicht viel dafür können, daß sie nicht im Columbus Hotel wohnen. ,So fängt das an,' sagte er und erzählte mir dann, wie er das noch aus dem Krieg kannte und so. Er hatte ganz korrekte Ansichten und blickte das voll, wie sich in unserem demokratischen Staat langsam faschistische Tendenzen abzeichneten und was für ein schlechtes Zeichen das ist, wenn der Staat mit solchen Mitteln verhindert, daß die Leute ihren Unwillen über bestimmte Politiker ausdrücken können.

Dann machte er mich noch um fünfzig Pfennig leichter. Er sagte, daß er das für die Straßenbahn brauchte, weil er aus dem Bahnhofsgebiet verschwunden müßte, weil er sonst wegen Stadtstreicherei eingelocht werden würde. Allerdings schätze ich, daß er das Geld vermutlich eher in Sprit anlegen würde, aber das war mir im Moment auch egal. Immerhin war es ganz gut gewesen, daß man sich mit jemandem Über die ganze Scheiße unterhalten konnte, wenn er auch Schwierigkeiten gehabt hatte, sich irgendwie besonders gut auszudrücken. Dann wollte ich mit dem Bus an die Stadtgrenze fahren und von da an versuchen, weiterzutrampen. Es dauerte eine ganze Weile, bis ein Bus fuhr und die Fahrt war auch reichlich öde. Der Bus schaukelte reichlich und man hörte das komische Surren des Motors und des automatischen Getriebes. Ab und zu sagte eine Tonbandstimme die Haltestellen an. Der Bus leerte sich nach und nach und ich war so ziemlich der Einzige, der bis zur Endstation durch fuhr. Und als ich das Gerät dann verlassen hatte und allein an der Straßenecke stand, kam ich mir sehr beschissen vor. Es war kalt und ich hatte nur meine dünne Regenjacke an. Die Kreuzung war von einer dieser orange-farbenen Straßenfunzeln beleuchtet, und sonst war alles dunkel und verlassen. Nur ganz vereinzelt kam ein Auto vorbeigedüst und von den Spießern hielt noch nicht einmal einer an. Ich stand etwa eine halbe Stunde da und kam mir reichlich blöd vor, wenn die dicken Kisten so vorbeigurkten. Und irgendwann hatte ich die Schnauze voll, weil ich keine Triebe hatte, die ganze Nacht da rum zu stehen. Deswegen bin ich irgendwann zu Fuß losgegangen, obwohl das mehr als zehn Kilometer Strecke waren. Aber es ist immer noch besser, man tut irgendwas, um voranzukommen, als irgendwo rumzustehen und nicht zu wissen, ob irgendwann mal jemand vorbeikommt, der die korrekte Einstellung zu Anhaltern hat.

stundenlang durch die Nacht zu laufen. der anderer Meinung war. Nun hat man als junger Typ kaum die Möglichkeit. die ich mitgekriegt hatte. Ich bedauerte daß er nicht bei mir war und mit mir gezwungen war. wenn man sich dazu bekennt. die einen wirklichen Sinn machen. Andererseits würden sich diese Vorurteile nie abbauen . Wäre die optimale Gelegenheit gewesen. überhaupt erst mal damit klar zu kommen. Zustände zu verbessern. mich dazu zu bekennen und sogar missionarisch tätig zu werden. wenn sich diejenigen. das man für richtig hielt und notfalls jedem die Faust in die dritten Zähne zu rammen. daß alle halbe Stunde. Und wenn man sich überlegt. Aber ich mußte irgendwann zumindest aufhören. bis auf einige alte Vorurteile. abgesehen davon. sich vor der Aufgabe zu drücken. wie die Nacht. Aber in unserer Zeit sollten doch eigentlich alle Menschen die Möglichkeit haben. Jedenfalls gehörte es auch zu der Vorstellung von Männlichkeit. oder so. die davon betroffen waren. weil jedes Gefühl von Stolz und Würde total hinüber ist. daß sich die demokratischen Grundrechte schon wieder an der Exekutive wetzen mußten. Eigentlich hatte ich viel zu viel Horror davor. daß ich schwul bin. und wem das zu dick ist. dann sind es doch eigentlich nur alle Bemühungen. die Welt zu verändern. und ich beschäftigte mich die ganze Zeit mit Sachen die mindestens genauso dunkel waren.10 Es wurde ein ziemlich trostloser Fußmarsch von groben zwei Stunden Dauer. daß man mutig für das einstand. besser die Schnauze zu halten und in ein Kloster zu gehen oder ein einsamer. schwul zu sein und ich konnte es mir kaum vorstellen. Zuerst war ich noch mit dem Polizeieinsatz beschäftigt. Klar. aber angesehener Ritter zu werden. Weit und breit war kein Mensch. Ich meine. sich frei zu entfalten. mit ihm mal ernst zu reden. ich war halt mit einer sehr konkreten Vorstellung von Männlichkeit erzogen worden und schwul zu sein paßte da absolut nicht hinein. Trotzdem ist es auch keine gute Ausrede. würde ich mich schon damit abgefunden haben. die Welt zu verbessern. mich zu verstecken. daß irgend jemand dahinter kam. Später drifteten meine Gedanken dann wieder mehr in Richtung Boris und den damit zusammenhängenden Dunkelheiten. Allerdings war ich davon noch weit entfernt. Es war total dunkel. zu denen auch die gegenüber Schwulen gehörten. nur weil sie so überwältigend groß und unüberschaubar ist. wodurch die Angelegenheit allerdings nicht weniger einsam wurde. nicht dafür einsetzten. weil sich sonst nie etwas ändern würde. Es hatte lange Jahre gedauert. ein Auto vorbeigedüst kam. . und trübseligen Gedanken darüber. wenn ich im Mittelalter gelebt hätte. unter denen irgendwelche Leute leiden müssen. was für Dinge im Leben es eigentlich überhaupt gibt. der schwer an seiner Rüstung und seinem tiefsten Geheimnis zu tragen hat. Aber in unserer Welt waren die meisten Sachen aus dem Mittelalter schon ziemlich ausgemerzt.

Weiß der Henker. war es immer noch nicht einfacher. alleine des Nachts durch die Botanik zu tigern." sagte ich ausweichend. wenn sie irgendwo an der Duftnote eines Kollegen hängen blieben. Ich nutze an einem Abend also die Gelegenheit aus. daß ich keine Mieze . Aber sie als Menschenkennerin hatte voll geblickt. und sie hatte für alles Verständnis. bei denen ich davon ausgehen konnte. sie zu begleiten. damit. ihr Alter hatte die gute Ausrede. das ist nicht so einfach. Sie hatte nichts dagegen. als andere Jungens. " "Dir bleibt auch nichts verborgen. die im Tiefflug über den Weyerberg donnerten. als daß wir sie führten. was sie schon ahnte. wenn es ihr gelang. Jeden Abend mußte jemand bei denen die Hunde ausführen. Daß man mich akzeptieren würde. wie bei diesem Gewaltmarsch von der Demo nach Hause. würde sie mir keinen Schritt entgegen kommen. Man konnte ganz gut mit ihr reden. Es war nicht gerade meine Art. Ich fing ziemlich umständlich an. Schließlich ist es für eine Frau auch Risiko. selbst wenn sie etwas vermutete. was ich zwanzig Jahre lang kein einziges Mal gedurft hatte. arbeiten zu müssen und Boris selber lag Abends lieber vor der Glotzbeule. die so ähnlich war. daß ich anders auf sie reagierte. Schließlich war ich nicht so cool drauf. daß ich sie durch die dunkle Nacht begleitete. Niemand riß sich besonders darum. was?" sagte ich und sie lachte. daß es dunkel war. obwohl ich so war. der in der Beziehung viel los hatte. daß ich ein gutes Beispiel für einen Schwulen war. und ich fragte mich. und es ihm zu erzählen. weil ich mir fest vorgenommen hatte. Trotzdem half mir das auch nicht viel. "Naja. weil alles in mir darauf drängte. zu jedem zu gehen. sie einzuweihen. Ich war froh. oder so. daß ihr sicher schon aufgefallen war. Und wer wollte jemandem. Und wenn es nur eine Hundeleine war. Jemand. was Sache war. Aber ich wollte wenigstens langsam anfangen. wieviel sie wußte. zu sagen. andererseits hatte ich so eine Angst davor. ein paar Leute einzuweihen. Obwohl sie den Anfang gemacht hatte. wie ihm schon etwas mit barschem Ton in die Hand drückend. jemanden mit ihrer Menschenkenntnis zu verblüffen." "Die Wahrheit ist nie einfach. und ich ihr nicht in die Augen sehen mußte. Manchmal andererseits mußte man sie mit Gewalt wegziehen. daß sie eine korrekte Einstellung zu den Dingen hatten. außer für die Düsenjäger. So gut kannte ich sie auch. Also hatten wir uns die Viecher geschnappt. Sie lachte immer. daß ich nur ganz nervös ab und zu eine Bemerkung über die Hundemachte. Allerdings. war Boris' Mutter. Zuerst natürlich die Leute." sagte sie. ihr zu sagen: "Ich bin schwul und liebe Deinen Sohn. die uns fast mehr zogen. Vielleicht hatte sie als Frau gespürt. Ich war ziemlich aufgeregt. daß ich was auf der Pfanne hatte und sagte nach einer Weile: "Nun fang' schon an .Irgendwann wollte ich soweit sein. mich mit irgend jemandem über meine Probleme zu unterhalten.

Es war das erste Mal in meinem Leben. daß ich nicht auf Mädchen stehe. Nur eins erzählte ich ihr nicht: daß ich ihren Sohn liebte. "Du kannst Dir sicher schon denken. die mir in den Sinn kamen. die gleich losdüsten. aber dann kamen mir alle Vokabeln. und wie ich darunter litt. aber sie ging sowieso nicht darauf ein. daß ich mit ihr darüber reden konnte. Und dann mußte ich losheulen. daß es für sie kein Akt war. was. Kaninchen jagen. was für Feelings ich für Boris hatte. "Ja.hatte und so. was Sache war. aber mit ihm . als ich es endlich heraus hatte. Sie sagte eine ganze Weile überhaupt nichts." sagte sie nach einer Weile. aber die Frage wäre ziemlich heuchlerisch gewesen. Keine Ahnung. Erst wollte ich sie fragen. Auch wenn sie noch so tolerant war und alles verstand. "Naja. mit der Einsamkeit und der unglücklichen Liebe zu Mario. So leicht war sie garantiert nicht zu schockieren. auch wenn ich mir Mühe gab. "Es ist so. ziemlich ätzend vor." Der Anfang war schon ganz gut gewesen. daß sie mich verstand und daß sie es akzeptierte. dann würde sie als Mutter sicher versuchen wollen. Und dann blubberte alles aus mir raus. wie mir zu schützen und ihn von mir fernzuhalten. daß ich öfters nach Boris fragte. Wir hatten die Hunde losgeleint. aber ich wußte nicht. worum es geht" Das war ein ziemlich plumper Versuch. auch wenn man keine Vorurteile hatte. warum. ihren Sohn vor so einem. mit jemandem darüber gesprochen zu haben. Vielleicht. Es war mir in dem Augenblick auch ziemlich egal. ob sie nun schockiert wäre. Aber ich brauchte ihr gar nichts zu sagen. das ist nicht so einfach. Sie hatte schon so viele verliebte Freundinnen ihres Sohnes erlebt.. Das sagte eigentlich nicht viel. mir nichts anmerken zu lassen. Sie raffte das auch ohne meine Hilfe. als nach seinem Bruder. aber war es nicht. oder weiß der Geier. Aber ich will. aber ich hatte das Gefühl. aber er nicht. daß Du es sagst. und alles. wenn er nicht da war. Es gab eigentlich keinen Ausdruck dafür. Das war nicht besonders genial. daß ich seltener kam. zu peilen. daß ich Boris liebte. Aber wenn ich ihr sagte. wie befangen ich in seiner Gegenwart war. Es war einfach entsetzlich traurig.. daß ich ihn massenhaft zum Eis-Essen einlud. wie ich es sonst machen sollte." Eigentlich hätte es jetzt einfacher sein sollen. Sicher war ihr aufgefallen. der nicht irgendwie nach etwas Unanständigem klang. ich bin. "Kann sein." Meine Pumpe war ganz schön am Rattern. weil sie merkte.

zu heulen. daß er es wußte. Und außerdem wollte ich es ihm SAGEN. Zwar wollte ich. daß er spürte. die ich nicht mal selbst entziffern kann. Es war mein Job und niemand konnte mir das abnehmen. naja. Ich möchte. Es geht einfach darum. und er hätte vor mir Respekt haben müssen und nicht umgekehrt. was in mir für ihn schlug. Tiere haben wirklich ganz merkwürdige Sinne. Aber das spielte sich natürlich nicht ab. "Lieber Boris. Andererseits hatte ich natürlich irgendwo die ganz kleine Hoffnung in mir gehabt. um mich zu trösten. Aber immer. hatte ich gemerkt. Ich wollte. sondern kämpfen? Dann kamen die Hunde angedüst. Es war nicht besonders männlich. daß ich seine Unbefangenheit und seine Fröhlichkeit nicht mit so etwas belasten konnte. mit ihm darüber zu reden. nicht weinen. daß ich es mir immer vergebens vornehmen würde. Aber sie gab wohl nicht viel auf solche Eigenschaften. Ich wollte ihm einen Brief schreiben. Ich brauchte einige Versuche. daß sich unangenehme Dinge von selbst erledigen. mehr. was war Männlichkeit anderes. Kriege führen. Aber ich möchte Dir etwas sagen. Um genau zu sein brachte ich überhaupt nichts Senkrechtes auf den Schnürsenkel. warum ich so eine Angst vor seiner Reaktion hatte. Ich weiß. Ich meine. was ich Dir nicht sagen kann. was in mir vorging. daß die meisten . daß ich selber zu meinen Gefühlen stand und den Mut hatte.nicht. Schließlich. fühlte ich mich ganz gut. als Saufen. als hätten sie meinen Liebeskummer bis zu den Kaninchenlöchern gespürt und waren ganz schnell gekommen. Man hofft immer. daß sie mal mit Boris reden würde und ihm die Sache verklugfiedeln. sich prügeln. Jedenfalls nachdem ich die Tränensache wieder einigermaßen im Griff hatte. daß Du jetzt nicht schockiert bist. Aber ich wollte. daß meine Pumpe nur für ihn arbeitete. ihm selber zu verklickern. die man in absoluter Dunkelheit nicht sehen und über größere Entfernungen auch nicht hören kann. daß ich es ihm nicht sagen würde. damit es keine Mißverständnisse und Unklarheiten zwischen uns gibt. zum Teufel. wenn ich es mir vorgenommen hatte. daß er mich verstand. sprangen an uns hoch und winselten. daß ich Dich sehr gerne mag. vielleicht mich trösten würde. aber ich habe eine ziemlich miese Klaue. Eigentlich sehen wir uns ja oft genug. Wir hatten ziemlich ausführlich über alles geredet und auch darüber. Aber das war gar nicht so einfach. Eigentlich war ich ja älter als er. Aber ich hatte vor nichts mehr Angst. Es war. Trotzdem kamen sie an. Ich brachte das einfach nicht und ich spürte. als das normalerweise bei Freunden üblich ist. sicher wunderst Du Dich. mit dem Klang meiner Stimme. daß er dann gar nichts mehr mit mir zu tun haben wollte. weil ich es jemandem erzählt hatte. daß sie Sachen merken. Also habe ich mir irgendwann meinen Kassettenrecorder geschnappt und dem Mikrofon alles erzählt. was ich für ihn übrig hatte. als ihn mit so etwas zu belasten. von mir so eine Kassette zu kriegen. daß er wußte. bevor wir beide im Rentenalter waren. daß Du weißt. bis ich das so einigermaßen auf der Reihe hatte. Ich hoffe. wie wichtig es wäre. und trotzdem nicht kleiner geworden war. Null Ahnung. was in mir vorgeht. aber ich war sicher. aber ich wollte ihm auch nicht zu nahe treten und riskieren.

als ich so über die nächtliche Landstraße tippelte und an Boris denken mußte. daß Du meine Gefühle erwiderst. sondern hatte die Freiheit. bis heute nicht. Er hatte nichts dazu gesagt. als ich. sehr starke Zuneigung zu sehen. Ich hoffte. Es ist sicher schwer für jemanden. aber ich kann mir auch nicht vorstellen. der Dir verfallen ist. auf einmal. Also mußte es irgend etwas geben. oder so. Andererseits tröstete mich das alles auch nicht so sehr. und daß wir weiterhin Freunde sein können. Ich hoffe. Ich weiß. daß es Dich nicht zu sehr abstößt. aber laß mich bitte spüren. weil sie immer etwas perverses und Krankhaftes darunter verstehen. es als einfache. Und in den nächsten Tagen war ich ziemlich aufgeregt. Du hast jetzt keine Angst. daß Du weißt. aber vielleicht bildete ich mir das auch nur ein. ihm ein Gespräch aufzudrängen. daß so starke Gefühle nicht völlig unerwidert blieben. daß irgendein Brief oder ein Anruf kommen würde. Und mir ist klar. wie es ist. Versuch doch. mit so einer Veranlagung. daß er nicht mehr so unbefangen lächelte. Dich zu verführen. der von allen geliebt wird. es gibt Menschen. ob es einen Gott gibt.Menschen nicht viel übrig haben. Darum geht es nicht. wenn man seine Gefühle ständig verbergen muß. unter freiem Himmel zu leiden. daß Du nicht auch diese Vorurteile hast. irgend jemand oder irgend etwas müßte doch dafür zuständig sein. Ich hoffe sehr. Jedenfalls war ich ziemlich traurig. Und ich hoffe. und ich hoffe. Ich meine. daß er mich verstand. Ich möchte nur. und ich hatte auch keine Triebe. den man mal liebhalten kann. das war einfach nicht korrekt. und traurig. okay? Bleib so. obwohl ich so immer noch genauso in der Luft hing. daß ich nicht der Erste und Einzige bin. das mir zeigte. aber es kam nichts. die sind noch viel schlimmer dran. Irgendwie hatte ich in der folgenden Zeit das Gefühl. darüber zu sprechen. Zum Teufel. für Leute. wenn es Dir unangenehm ist. ob wir weiterhin Freunde bleiben können. Aber ich möchte. Ich bin sehr gerne mit Dir zusammen. Immerhin mußte ich nicht hungern. an der nichts Unanständiges ist. das das alles geschaffen hatte und dann sollte sich dieses Etwas doch auch ein bißchen darum kümmern. daß Du es akzeptieren kannst. was ja auch kein Wunder ist. Ich hab' Dich lieb. wie früher. zu verstehen. was Trumpf ist. wie Boris' Nase nur aus einem Klumpen Urmaterie entstanden sein soll. Irgendwann bin ich dann mal wieder zum Tee zu ihnen gekommen und Boris war furchtbar befangen. Ich habe keine Ahnung." Ich war ziemlich aufgeregt. daß Du weißt. weil Du so schön und dufte drauf bist. wie vorher. . wenn ich auch auf dem Weg mit der Zeit einen ganz schönen Kohldampf entwickelte. Du brauchst Dich nicht unbedingt dazu zu äußern. daß ich auch nicht erwarten kann. irgend etwas. als ich die Kassette dann in der Nacht in den Briefkasten vor seinem Elternhaus gesteckt hatte. wenn Du nicht da bist. wie es in mir aussieht. auch nicht in Millionen von Jahren. und ich war auch nicht in einem Gefängnis. daß man nicht so entsetzlich leiden mußte. Klar. daß ich vorhabe. obwohl man sie am liebsten mit allen teilen möchte. daß so etwas Schönes. wenn man immer alleine sein muß und nie jemanden hat.

Ich meine. weil es ja eigentlich zierlich spät war. Klar. das ist schon saustark. Das is'n sagenhaft dufter Wein.' sagte Berti. Ich sagte ja schon. daß die beiden auf waren.Au ja. so eine Morgenstimmung mit Nebel und allem. der gegenüber von meiner Bude wohnte Ich war ziemlich überrascht.'' Bertis Sprüche können einem manchmal die Schuhe ausziehen. Berti hatte eine Flasche Wein in der Hand.11 Ich war ganz schön geschlaucht. Obwohl ich total müde war.n ganz duftes Feeling. Jedenfalls war das ein . Dazu kam dieser Morgennebel. am Tag zwitschern die auch. also sind wir zusammen ins Moor gefahren. jemandem wie Berti etwas abzuschlagen. jedenfalls kamen sie mir reichlich schwindelig vor. Eigentlich bin ich ein Einzelgänger. oder ziemlich früh . Ich schnappte mir meine Kamera und wollte gerade wieder abschließen. Und. Dabei war der Wein eher mittelmäßig. daß ich ihn ganz gerne mochte. Im Sommer wird es früh hell. So eine Morgendämmerung im Nebel ist eine Saustarke Angelegenheit. Außerdem wollte ich natürlich meine neue Linse austesten. daß Berti so gut drauf war. besonders als Fotograf. da träumt der Papst von. er hatte bestimmt nicht mehr als drei Mark gekostet. Ich meine. So was muckt unheimlich. da kamen Bertold und Stefan an. Aber ich fand es ganz dufte. als ich endlich in dem Kaff ankam. wollte ich noch meine Kamera holen. trink auch was. Stefan ist der andere Zivi. wenn alle anderen noch poofen." Eigentlich wollte ich nichts trinken. . Wir hielten auf einer kleinen Brücke. von wo man es betrachtete. Das war irgendwo . aber da knallt die Sonne voll auf die Landschaft und überall ist Hektik und Lärm. . besonders wenn man Fotograf ist. Also bin ich erst mal möglichst schnell zu meiner Bude gelaufen. "Hier.Wo willst'n hin?' fragte Stefan. aber es ist schwer. um ein bißchen zu fotografieren. da fahr'n wir mit.Fotografieren?' . wenn er knülle ist.je nachdem. der über den Feldern lag. ist er ganz niedlich. aber die beiden kümmerten sich nicht besonders darum. bevor ich Stefans Frage beantwortet hatte. mitten in die Landschaft. das gab sicher mordsmäßige Bilder. Scheinbar hatten sie die Nacht durchgezecht. Ich meine der dunkelblaue Himmel und die Vögel. . Aber so um vier Uhr morgens ganz allein in der Botanik. daß er mir dauernd die Weinflasche unter die Nase hielt. Er kam immer ganz dicht an mich ran und legte mir die Hand auf die Schulter und so. Es wurde bereits langsam hell. zum fotografieren. obwohl mir die Füße schon weh taten.Der Wein ist so gut. Andererseits war es ganz schön aufdringlich. damit die Bilder nicht verwackelten. weil ich ja noch mit Murphy losdüsen wollte. Da konnte ich die Kamera aufs Geländer stellen. die massenhaft zu zwitschern anfingen.

Wäre nicht schlecht gewesen. Der Himmel war fast violett. weil Berti mir sonst keine Ruhe ließ. daß ich ihn nicht ganz umarmte. Hundertprozentig. Stefan mußte unbedingt ins Schilf pinkeln. Wir hatten ganz gute Flugbedingungen. . Bis Berti die Scheibe genau im Teich versenkte. Obwohl. Er war unheimlich lieb zu mir. Wir spielen 'ne Runde Frisbee. Echt. mit Schilf am Rand und durch den Nebel bekam alles so was Duftiges.. was schon eine besondere Leistung war. sondern schleuderten immer fröhlich drauf los. Sie .Wenn das Gottfried wüßte.. Alter. Der Nebel verschwand auch nach und nach. die auf dem Rücksitz lag. wäre ich ganz schön happy gewesen. der irgendwo vor einer . ob die beiden betrunken genug waren. deswegen sind wir irgendwann abgehauen. die beiden hatten ja auch reichlich getrunken. immerhin war der ja auch echt.' Es gab total heiße Farben. Nur. Vorteilhaft war natürlich auch. daß jemand erfuhr. aber das meiste seiner Freundlichkeit war wohl dem Alkh zu verdanken. das Gefühl von seiner Nähe zu genießen. "Hey. wie ich empfand. . Dann war da so ein kleiner Fluß. und reizte irgendwann nicht mehr so sehr. Auf dem Heimweg haben wir uns dann einen Beutel Brötchen geklemmt. Deshalb bin ich auch gleich in den Anker gegangen. halt an. Ich besorg die 'ne neue. und zwischendurch mußte ich ab und zu einen Schluck aus der Flasche nehmen. .Das ist saustark! Das hat auch nur Gottfried drauf.' sagte Berti dazu. Kein Wunder. Natürlich hatte keiner so recht Triebe. daß er voll breit war. Wir haben dann die Scheibe 'ne ganze Zeitlang durch die Luft geworfen. Bertis Meinung zur Natur wurde mal wieder von einem witzigen Spruch begleitet. Das war echt nicht schlecht. aber ich weiß nicht. die Scheibe wieder aus dem Wasser zu holen. Dann sind wir weitergefahren. Nur. Ich versuchte. weil kaum Wind war. wie Berti sein. das war natürlich viel zu kurz und ich mußte mich ganz schön zurückhalten. .Das tut mir leid.Bist Du sauer?' Wie kann man sauer auf jemanden. da wir mindestens hundert Meter vom Wasser weg waren. Dafür konnte er öfter 'ne Scheibe ins Wasser werfen. weil Stefan meine Frisbee-Scheibe entdeckte. trafen weder noch fingen sie ein einziges Mal das Ding. Ich hatte immer noch einen ganz schönen Horror davor. Berti tat das unheimlich leid und er legte mir seinen Arm um die Schulter. Wenn ich nicht gewußt hätte. Ich habe wie ein Wahnsinniger fotografiert. Alkohol kann einem ganz schön zu schaffen machen. die beiden waren nicht besonders gut drauf. . um es nicht als ungewöhnlich zu identifizieren. die beiden merkten das niedrige Niveau des Spiels gar nicht. aber kein Stück kitschig. daß man bei dem Nebel die Hochöfen von Klöckner und die Hochspannungsleitungen nicht sehen konnte.sagenhaftes Licht und die Fotos wurden bestimmt spitzenmäßig. Nur sind wir nicht weit gekommen.' Frisbee ist nur gut.

Das machte mich ziemlich nervös. Nicht. aber es war ja auch irgendwo unbequem. schmeckt aber nach Kaffee. Es ist ziemlich anstrengend. Mann. Als er weg war. Können wir öfter mal machen. mit Brötchen. aber er raffte nicht mal was. Allerdings versuchte ich es ziemlich vorsichtig. weil ich nicht so recht wußte. so ganz ruhig auf einer Matrazenhälfte zu liegen. Die beiden waren ständig am gähnen und ich war auch ganz schön müde. allerdings ohne mir den Arm um die Schulter zu legen. kräftige Schultern. Er knackte seelenruhig auf meiner Matratze und atmete ganz ruhig. Ich traute mich nicht.' sagte Berti. Ich versuchte. daß ich ihn nicht wachgekriegt hatte. ihn aufzuwecken. als wäre Nitroglyzerin in der Matratze.Das macht doch nichts. schließlich hatte er sich in mein Bett gelegt und nicht umgekehrt. was ich jetzt machen sollte. Draußen war es schon richtig Tag und die Vögel zwitscherten. Netter Junge. Es wäre natürlich reizvoll gewesen. daß Bertold längst nicht mehr auf' Sender war. wenn auch der Kaffee von Stefan ziemlich traurig war. neben ihm zu liegen. weil der Gedanke.' Aber dufter Typ. aber ich hatte einen ziemlichen Horror davor. im Prinzip.bewußtseinsmäßig.' Als wir damit fertig waren. Aber man konnte ihn trinken. Nur. Ich überlegte mir. mit ihm in einem Bett zu liegen. dann konnte ich am nächsten Tag immerhin sagen. mich zu ihm zu legen. aber es war tierisch gemütlich. . wenn sich jemand für Details interessiert. ihn aufzuwecken. daß jemand was Falsches denkt. daß er aufwachte und einen mittleren Schock kriegte. Das war auch nicht schlecht. wie ein Stein. Außerdem konnte ich ja am nächsten Morgen alles mit dem Wein rechtfertigen. wie verrückt. das Gefühl zu genießen. . allerdings. weil er sich so eingeigelt hatte. Ich bewegte mich so vorsichtig. uns noch ein richtiges Spießerfrühstück reinzuziehen. Leute. Es war ziemlich eng. Ich hatte zwar tierisch viel Panik. aber er schlief.Haustür lag. daß er seine Brühe gleich über den ganzen Tisch kippte. daß ich wenigstens den Versuch machen sollte. Ganz vorsichtig habe ich mich dann neben ihn gelegt. Sein Kopf lag neben meinem Arm und unsere Beine berührten sich. eigentlich. Marmelade und Kaffee. das bei ihm zu tun und zu sagen: . aber es dauerte nicht besonders lange. und ich steh' nicht auf so'n Unkraut im Gesicht. dann war ich weg . als ich die Decke über uns beide legte. . so aufgeweichte Brötchen und Kaffee auf der Marmelade. ich wollte mich nur ganz einfach neben ihn legen. ziemlich reizvoll war. Und.So'n Frühstück ist superstark. daß er aufwachte. Witzbold. Aber immerhin war es nicht das Schlechteste.' sagte Stefan und machte 'ne Biege. daß er sich so gut wie nie rasierte. ihn zu wecken. Ich fragte mich. .Sieht nach Regen aus. Ist ziemlich übel. mich zu bewegen. Die beiden kamen gleich nach und machten es sich in meinem Zimmer bequem. außer. seht zu. obwohl ich am liebsten noch meinen Arm um ihn gelegt hätte. schnallte ich erst. Berti legte sich auf meine Matratze und Stefan hockte sich auf die Erde. was wäre dann. Deswegen nützte ich die Gelegenheit. stellte ich die Butter wieder in den Kühlschrank und packte erst mal die Kamera in meine Bude. Berti entschuldigte sich schon wieder.Ich will langsam mal nach'm Bett hin.' Er hatte schöne. wenn man zusammen aufwachte Andererseits war es blöde. wie man dabei einschlafen sollte. Stefan hatte die Idee.

und es war ein ziemlich unangenehmes Gefühl. Frauen hätten eine Antenne für so was. Ich ging erst mal aufs Klo. daß man schwul ist. bis man meine Position als einigermaßen Senkrecht bezeichnen konnte. wenn ich mir etwas davon nahm. dann in die Gemeinschaftsküche. Hoffentlich dachte er nun nichts Schlimmes. von der ich mich sowieso noch verabschieden wollte. Ich hätte wenigstens versucht haben sollen. aber trotzdem beschäftigte es mich total. geistig. Als ich hier angefangen hatte. da es draußen trübe aussah und tigerte zum Parkplatz. ob ich darüber reden wollte. Es beschäftigte meine Gehirnwindungen eine ziemliche Zeit. Irgendwie hatte ich das Bedürfnis. Ich versuchte. Es dauerte eine ganze Weile. die nassen Dinger anzuziehen. Dann fiel mir auf einmal ziemlich heiß ein. Sie meinte. bis ich mich dazu entschließen konnte. als ich peilte. bis sie vorbei waren. meinen Arm um seinen Bauch zu legen. Jedenfalls war ich tierisch aufgeregt.12 Ich knackte ziemlich lang. und noch kein Schwein kannte. wo er steckte. weil ich abchecken wollte. für ihr Alter. wo es wiederum eine Zeit dauerte. so dicht neben jemandem geschlafen zu haben. Sie war ganz gut in Ordnung. sich die Birne über so was zu zermanschen. als er neben mir aufgewacht war. was er sich wohl in seinem hübschen Kopf gedacht hatte. daß ich nicht der Einzige gewesen war. und irgendwann hatte sie mich gefragt. bis ich zu der Einstellung gelangt war. Dann fiel mir Christa ein. Jedenfalls war es kurz nach zwei. als ich eingeschlafen war. aber er war wohl nicht da. Zwar sah er meistens alles nicht so eng. Null Ahnung. aber ich hatte nun mal keine anderen. und ich nahm also meine Regenjacke. bis ich auf den Trichter kam. Aber solche Gelegenheiten lähmten mich immer so lange. als ich mit verschlafenen Augen nach meiner Armbandzwiebel suchte und mühsam die Zeigerkonstellationen ablas. was sie meinte. und dann dauerte es mindestens noch mal ebensolange. Dann klopfte ich bei Berti an der Tür. Christa ist 'ne Bekannte von meinen Alten. aber er hatte sehr wahrscheinlich nichts dagegen. Ich hatte zuerst nicht geschnallt. wie er auf den Matratzendoppel reagierte. daß sie wohl mein Liebesleben meinte. denn wie soll man verheimlichen. wenn Frauen solche Spezialempfänger haben? . aber richtig happy konnte ich damit auch nicht werden. eine Schnitte mit Honig zu bestreichen und in den Kopf zu stecken. hatte ich sie ein paar mal besucht. was ganz schön übel war. daß es sinnlos war. der meine Matratze bevölkert hatte. oder so. das Feeling zu genießen. daß Berti weg war. Die Turnschuhe waren noch naß von dem letzten Morgen. mich mit jemandem auszutauschen. den ich ganz gerne mochte. Das Zeug gehörte Stefan. weil ich sonst niemanden hatte. zu dem ich gehen konnte.

Sie schlüsselte die Tür auf und fing an. mit so jemandem zu reden. daß ich ihr ja sagen wollte. was nützt es einem. daß ich ihn mochte. ich hatte Angst. sagte ich ihr das. wie "gestern ging's noch". die man lieben konnte. Ich hab keine Ahnung. wenn man weiß. sich tierisch zu freuen. wenn ich mit jemanden über Boris reden wollte. als ich drin war. wenn man da so wenig zu erzählen hat? . Weiter ging sie nicht darauf ein. weil sie reich an grauen Zellen war und wußte. "Und was macht die Liebe?" fragte sie dann. daß ich heulen mußte. aber nett eingerichtet war. als ich selber. Es nützt einem überhaupt nichts. wenn man von jemandem. Mit Sicherheit würde sie auf ihn zu sprechen kommen. und sie fand ihn auch ganz hübsch. warum. obwohl sie meinte. Aber meistens sind es dufte Gespräche. "Oh. daß sie nicht da war. Sie verstand mich manchmal besser. außer seinem hübschen Gesicht. was die Leute an Tee finden. dann hörte ich Schritte auf dem Flur. obwohl sie den Hang hatte. was Boris machte. Für mich war es das aber nicht. und so. daß ich hauptsächlich zu ihr kam. Dann rannte sie als erstes in die Kochgelegenheit. "Komm rein. bevor es in Vergessenheit geriet. das nicht besonders aufregend. Junge. daß ich mit meinem Dienst durch war. Wahrscheinlich wollte sie mir erleichtern. Andererseits konnte sie gut verstehen. als sie mich identifiziert hatte. was ich darauf sagen sollte und brummte nur undefinierbar. So was kann so ein Foto natürlich nicht vermitteln. Schätze. Ich meine. Sie wohnte in so einem Reihenhaus. um Teewasser anzusetzen. Ich betätigte ihren Zweitongong und hoffte auf einmal. "Wie geht's Dir denn so?" Ich wollte so einen Spruch ablassen. daß das Aussehen alleine ja eher nebensächlich sein müsse. Dann fiel mir ein. die man bei solchen Aufgußgetränken führt. Ich hatte ihr ein Bild von ihm gezeigt. Außerdem hatte Boris ja noch andere Eigenschaften. obwohl ich sein Lächeln per Überraschungsschuß ganz gut eingefangen hatte. wie Boris nicht loskommt. wenn sie mich fragte. und da unser Gespräch später sicher in eine andere Richtung gehen würde. Aber was soll man auf so was schon antworten.Aber für sie war das voll in Ordnung und es tat gut. Aber sie stellte solche Fragen nicht einfach nur aus Gewohnheit. ist schon um. um sich um den Tee zu kümmern. die Zeit?" gab sie darauf zurück und war schon wieder unterwegs. was ich auf der Pfanne hatte. Ich weiß nicht." sagte sie und knallte die Tür hinter mir zu. zum Teufel. Es dauerte eine Weile. Aber ich wußte nicht so recht. solche Probleme zu theoretisieren. zu sagen. wenn man verliebt ist. daß es auf Projektion beruht. daß Du kommst. Schön. was einem überhaupt nichts nützt.

Und gerade jetzt war sie endlich mit ihrem Tee fertig und setzte sich mir gegenüber. aber es nervte mich jedenfalls." setzte sie wieder zu reden an. "Wir haben uns nie darüber unterhalten. zwischen uns. Er meint das bestimmt nicht persönlich. der mir am meisten Trouble bereitete."Tut sich immer noch nichts?" "Nee. daß sie mir anmerkte. aber es ist irgendwie ganz schön herbe. wobei ich Mühe hatte. daß man unkonzentriert ist. ihn noch mal anzusprechen. Ich meine. wie früher.. um mit Dir zu schmusen. eine Zeitlang. und Du kannst nicht von ihm erwarten. wenn sie ihn noch etwas länger zubereitet hätte. Er kommt mich auch nicht mehr von selbst besuchen und ich muß mich schon aufdrängen." Sie lachte kurz über den Spruch und verschwand schon wieder in der Küche. Aber jetzt. "Nimm Dir das doch nicht so zu Herzen. da sonst leicht der Eindruck entsteht. die Tendenz. und ich habe auch nur zwei bis fünf von den Dingern verdrückt. wenn ich mal was mit ihm unternehmen will.. Jedenfalls. daß er zu Dir kommt. nichts zu verschlabbern. was in mir vorging und war ganz ruhig. und ich stellte die Tasse wieder hin. Er hat halt genauso. der mich tröstete. daß der Tee noch nicht fertig war. weil ich auf einmal das unbestimmte Feeling hatte. Sie schien zu merken. Jedenfalls war er die erste Zeit ziemlich befangen und ich hab das Gefühl. Dabei wäre es mir auf einmal angenehmer gewesen. So eine Teezubereitung ist ganz schön hinderlich. In der Zwischenzeit hatte sie eine Dose mit Keksen aufgemacht und mir welche angeboten. das verstehe ich wohl. darüber zu reden. Und das wollte ich. die man angefangen hat. Wenn ich daran denke." Ich nippte etwas von dem Tee. er ist nicht mehr so locker.. "Das ist schon schwierig für Dich. "Wie hat er denn auf den Brief reagiert. Die waren allerdings so hart." Man sollte Sätze. es ist nicht mehr so. wie ich. die vom Rand der Teekanne herunter baumelten. und waren tierisch gut drauf.. unangenehmen Sachen aus dem Weg zu gehen und ich hab' auch nicht den Mut. das Thema aber schon angeschnitten. Ich brauche kein Mitleid. wie ich drauf war. immer zu ende sprechen. Ich wollte nicht. Immer noch die alte Einer-Kiste. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein. aber mir war auf einmal ganz beschissen zumute und am liebsten hätte ich mich irgendwo zwischen die Sitzelemente verkrümelt. . zum Teufel. wie der Gesichtsausdruck von Clint Eastwood. wie das früher war . Aber ich hätte in solchen Augenblicken ganz gern jemand gehabt. wenn man sich ernst unterhalten will. aber der war tierisch heiß. daß mir gleich irgendwelche Flüssigkeiten in die Augen treten wurden. Weiß der Henker. Er ist halt unsicher.manchmal sind wir Arm in Arm durch die Gegend gelaufen. was es brachte. den Du ihm geschrieben hast?" Damit hatte sie genau den Punkt angeschnitten. Ich betrachtete die kleinen Papierschildchen.

was hat man davon. Die Gewissensprüfung hatte er auch beim ersten Mal gleich abgehakt."Du bist ja auch nicht so locker. Dich auch woanders umzutun. der mit so einem Riesenhammer ankommt. weil Du nicht so locker bist. als gagreich war. wenn man mal einen hübschen. daß sie mir jetzt mein Horoskop vorlas. der es gar nicht nötig hatte. sich etwas besser auf die zweite vorzubereiten. so unbefangen zu sein. und hat es natürlich gar nicht nötig. Das ist nicht so einfach. ohne daß etwas passiert. Aber weil Du Dich instinktiv dagegen wehrst. was gut war. knackigen Typ hat. der hat es doch gar nicht nötig. um so was mehr cool anzugehen." Sie lachte wieder. "Als Steinbock brauchst Du Dir gar keine Hoffnungen zu machen. daß jeder etwas für sich Passendes darin finden kann und ganz erstaunt über dieses Phänomen ist. Ich meine. wenn man selber schon alt und schrumpelig ist? . dabei hätte ich ihm gerne geholfen. Das ist ein verdammter Teufelskreis: Du strahlst dauernd Hunger aus. obwohl die Vorstellung. Er bekam alles mit einem Lächeln." Sie blickte das alles voll. und dadurch nie jemanden kennenlernst. daß einige Leute alles so in den Hintern geschoben bekommen. was Du willst. und Du kriegst nichts." gab sie mit einem Wahnsinnstonfall zurück. daß Du das nicht so gut kannst. Der hat ja genug Freunde und Freundinnen. Boris zu vergessen. aber das Alter. Vermutlich würden Mädchen auf so einen Typ. oder?" sagte ich. mit so tiefen Gefühlen. viel eher abfahren. da kannst Du machen. Aber ich schätze. alles andere. wenn Du ihn mal ganz locker zu irgendwelchen Spielereien verführen würdest. noch so viele Jahre mit so viel Kummer leben zu müssen. weil Du diesen Hunger ausstrahlst. sich um einen Freund zu kümmern. wirst Du auch immer kribbeliger. mit denen alles viel unkomplizierter ist. Ich meine. für sie war ich noch jung und knackig. daß Boris so ein Strahlemann war. Vor dreißig läuft da sowieso nichts ab. Aber so was strahlt man halt auch aus und die Leute merken so was. und Dich nach anderen hübschen Kindern umzuschauen. um durchzukommen. Vielleicht hättest Du vielleicht sogar mehr Erfolg. hatte ich schon meilenweit überschritten. "Und meine Jugend geht vorbei. sich mit so unbequemen Sachen abzugeben. Aber als Steinbock hast Du es nun mal schwer. um wieder auf die Ernsthaftigkeit meiner Probleme zurückzukommen. und die Leute davor Angst haben. beim Baden. auf das ich so abfuhr. Und außerdem. Aber so ein Sonnyboy. Eigentlich war es tierisch unfair. und andere ewig leiden müssen. Das ist für mich alles ziemlicher Humbug. jemanden kennenzulernen. obwohl in Deiner Situation natürlich das Beste wäre. weil es mir noch gefehlt hatte. wie Dich." Sie lachte dabei. wie Boris einer ist. Du bist ja auch schon so entsetzlich alt. diese Sachen sind immer so raffiniert abgefaßt. oder was weiß ich. Naja. wirst Du immer Schwierigkeiten haben. ohne sich groß vorzubereiten und in den kritischen Fächern hatte wahrscheinlich genügt. weil Du nichts zu Essen hast. "Oh. den Lehrer anzulächeln. "Und gerade. Und gerade vor so ernsten Gefühlen haben die meisten Menschen Angst. sich um irgend etwas zu kümmern. Das Abi hatte er so gepackt.

daß einem der Draht aus der Mütze kommt. daß ich alleine dahinsiechen mußte. weil man nicht in Ruhe leiden kann."Naja." Manchmal habe ich sagenhaft theatralische Sachen drauf. das tat mir wirklich weh. sondern ich spürte sie dauernd. wie trostlos die Vorstellung war. darüber zu reden. Das an sich war nicht so hart. aber den wenigsten begegnet tatsächlich mal einer. "Irgendwann wird Dir auch einer begegnen. Manchmal stellte ich mir vor. Aber ich bin gerade gut genug für ihn. "Und gerade bei Euch gilt Jugend ja besonders viel. aber das alles brachte mir Boris nicht näher. Bei solchen Gedanken zog sich richtig die Gegend um meine Pumpe irgendwie zusammen und tat echt weh. Aber er war nicht für mich da. Aber ein wirklicher Freund wäre wirklich sehr viel erfreulicher gewesen. daß irgendwann ein Atomkrieg die ganze Menschheit auslöschen würde. im Leben. Ihr träumt immer von einem schönen Prinzen. Aber das würde Boris nie begreifen. lächelt und ist nett zu seinen Verehrerinnen. und ich wollte auf einmal nur noch alleine sein. Wir haben noch eine ganze Weile so geredet. wovon allerdings meine Situation auch nicht viel erfreulicher wurde. Wenn es Tragik gibt. in Murphy jemanden zu sehen. Warum läufst Du nicht in langen Umhängen rum. aber wenn ich daran dachte." "Aber das ist ja gerade so herbe. der nur ganz für Dich da ist. geschweige denn zum Anlaß nehmen." sagte sie und zwinkerte mich zuversichtlich an. dann ist es so was. ihm Platten zu leihen oder ihn zum Kino einzuladen. während er zusammen mit seiner Mieze sterben konnte. aber noch schöner wäre es gewesen. der mein Freund war und nur meiner." gab sie schließlich zu. Schon. Aber irgendwann gab es mir nicht mehr viel. wenn einem dauernd Tee nachgegossen wird. mir zu helfen. jünger werden wir alle nicht. Die Herzschmerzen waren überhaupt nicht fiktiv. wenn Boris mich trösten würde. Vielleicht brauchte ich das Leiden. und allein das tat weh. "Du als Orakel. damit man das auch erkennt?" Sie lachte reichlich. Irgendwann hatte ich mich dann von Christa verabschiedet und versuchte. wie sie früher einmal gesagt hatte. es tat ganz gut. mein Traumprinz läuft seit drei Jahren ständig vor meiner Nase rum. .

wie ich.' oder origineller: . und daß es deswegen nichts Schlimmes sein kann. Und zwar genaugenommen unters Gleichgesinnte. wie Boris im letzten Sommer durch die Botanik gelaufen war. Baujahr 45. daß ich zu blöd bin. und da ich nur so jemanden suchte. so ganz romantisch. aber es ist schwer. auf der Suche nach Liebe oder zumindest nach etwas. das so ähnlich war. so eine Anzeige aufzugeben. daß es jede Menge Leute gibt. die ihrer Anzeige nach wahre Traumtypen sein mußten. Man sollte denken. technisch und optisch einwandfrei sucht jüngeres Modell mit duftem Blechkleid und intaktem Innenleben zwecks gemeinsamer Spritztouren. Nur mit 'ner . Es soll schließlich niemand denken. wie in einem Roman oder Film. Zwar wäre es besser gewesen. Ein paarmal hatte ich mich verabredet. etwas gegen mein trostloses Liebesleben zu unternehmen. auf diese Art seinen Traumprinzen zu finden. Viel Erfolg hatte ich bisher ja nicht gehabt. aber das war ziemlich öde. unter denen ich suchen mußte auch denkbar beschissen. Jedenfalls gab es massenhaft Anzeigen in so Veranstaltungsheften. Aber wenn man sie dann traf. beziehungsweise etwas Sinnvolles. daß man sich lieber nicht allzuviele Hoffnungen macht. Ich mußte daran denken. Die natürliche Art. als die Erfahrung. wußte man gleich. Vielleicht hätte ich wenigstens da mal meine Neugier befriedigen können und mit einem von denen . weil man sich schließlich unter dem Aspekt kennengelernt hatte. Zwar gab es scheinbar reichlich viele Leute. . irgend etwas Produktives zu tun. und dann bleiben einem noch schwule Kneipen und Kontaktanzeigen. Allerdings waren die Umstände. Zum Beispiel die. Ich hatte zwar ein schlechtes Gewissen. in die Stadt zu fahren. daß jemand wie Boris es gar nicht nötig hatte. daß der es nicht war. sich was auszudenken. wie ich es mir vorgestellt hatte. die jede Nacht auf Achse sind.' Ein paar mal hatte ich es versucht. das lief nicht so. daß einem das die Arbeit erleichtert. sich kennenzulernen und sich zu verlieben. mit Leuten. ist logisch. was Sinn macht.komplett ausgestatteter Oldtimer. und wußte dabei genau. sich mal wieder zu melden. Ein paar mal habe ich so was durchgespielt. TÜV abgenommen.13 Wenn man vor sich selber fliehen will und nach Ausreden sucht. die die gleichen Suchprobleme hatten. wenn man sich auch mal unter die Nachteulen mischt. fallen einem genug ein. aber trotzdem war ich immer nervös. ist man natürlich ganz schön verwöhnt. Dann saß man da. aber es war einfach überhaupt nicht so. Aber es ist nicht mehr dabei herausgekommen. als ich beschloß. Und ich raffte das irgendwann. vergaß ich das irgendwann mit den Chiffreanzeigen. war nervös. Naja.Einsamer Boy sucht lieben Freund zum Schmusen und Anderem. daß beide jemanden zum wer weiß was suchten. Man versprach sich dann. Ich hatte wohl zu hohe Ansprüche. Wenn man Leute wie Mario oder Boris kennt. auf so eine Anzeige zu antworten.das erste Mal' hinter mich bringen können. Das mit den Annoncen hatte ich abgehakt. aber ich wollte mich ein bißchen unters Volk mischen. daß man das nur so sagte.

trieb ich mich erst mal in allen möglichen Discos rum. daß ich in einer Stunde wieder auf der Gegenfahrbahn zurückdüsen würde. die ich eigentlich nicht besonders mochte. in den man sich unglücklich verlieben konnte. Das zog mir alles ganz schön die Sandalen aus. und sonst gar nichts. das Egalité zu frequentieren. oder wie es ist. kein Vollmond oder irgendwas. aber vielleicht verirrte sich ja auch mal ein junger. ob ich Ärger hätte. wie solche weichen Lippen schmecken oder blonde Haare riechen. daß ja möglicherweise zufällig gerade in der Nacht mein Traumtyp da rumhing. Das war das eine witzige in dem Moment. braune Haut und die feinen Härchen auf dem gewölbten Bauch. Es war eine ziemlich öde Nacht. und möglicherweise von einem großen. Kein Regen. so einem Typ tief in die blauen Augen zu sehen und zu sagen . und so. als ich Murphy anwarf. wie jetzt war ich schon in der Nacht nach Bremen gedüst. Er hatte wirklich einen edlen Körper. Aber wenn das so weiterging.ich hab Dich lieb. Aber das war so unwahrscheinlich. Er meinte damit wohl. in der Hoffnung. Schon möglich. die gerade ihr coming out hatten und sich in der Szene umsahen.' Die andere Möglichkeit waren einschlägige Kneipen. Ich bedankte mich bei den Jungens in der Kiste und ging total durcheinander weiter. um in Richtung Bremen zu düsen. und schon gar kein hübscher. da hängen meistens nur Leute rum. als er die grün-weiße Mühle gesichtet hatte.roten Turnhose an. Das ist so 'ne einschlägige Kneipe. hübscher Typ dahin. aber manchmal tauchten da auch junge Typen auf. Genau das wollte ich haben. Das andere war. ob ich ihm mal warm entgegen kommen konnte. Und die ganze Zeit über war ich ziemlich sicher. Denn hier im Kaff gab es ungefähr so viele schwule Kneipen. und nichts anderes. daß im gleichen Augenblick eine Streifenkutsche neben uns hielt und der Fahrer mich fragte. daß er Feuer für seine Kippe haben wollte. Als ich in der City angekommen war. was die Sache wenigstens stimmungsmäßig belastet hätte. Total frustriert. Vermutlich düsten die Bullen die ganze Nacht durchs Viertel und achteten darauf. der auch auf der Suche war. wie sich solche Haut anfühlt. Auf diese Hoffnung berief ich mich. Einfach nur dunkel. weil hier hauptsächlich Typen rumhockten. Man hatte eben so seine Erfahrungen. Ich meine. die was fürs Bettgestell abschleppen wollten. Auf dem Weg durch die finsteren Straßen von Bremen tickte mich im Vorbeigehen so ein Typ an und fragte. diese makellose. das war schon Spitze. Aber an dem Abend reizte mich keiner so recht. schlanken Zivi träumte. Irgendwann spät in der Nacht entschied ich mich dann. Ich hatte die ganze Hand voller Stempelabdrücke. wenn man Eintritt gelöhnt hatte. wie sechs Richtige im Halma. worauf sich der andere Hänger gleich verdrückte. die was für die Nacht zum Abschleppen suchen. wie im Vatikan. die in der Sonne golden leuchteten. Ich meine. die man überall bekam. . würde ich nie dahinterkommen. obwohl das auch nicht das Gelbe vom Ei ist. gehofft. daß der Typ tatsächlich was anderes von mir gewollt hatte und kalte Füße bekommen hatte. daß mir irgendwo ein hübscher Bengel über den Weg lief. Man macht schon was mit in so 'ner Stadt. Auch kein Anhalter. ob irgendwo irgend jemand irgendwen anmachte.

daß ich doch noch ein bißchen besser ausgesehen habe. jedenfalls war ich inzwischen so weit. aber es gibt eines. daß irgendein hübscher Bengel auftauchen würde und mich liebevoll aus der üblen Situation befreien würde. Irgendwann wollte ich schließlich mal wissen. . daß ich weit weg wohnen würde und. mit dem ich. wie okay. . Leute anzumachen. Allerdings schien er noch einigermaßen jung zu sein und auch schlank oder so in der Richtung. Das hatte ich schon abgecheckt. von dem ich mich verführen gelassen hatte. daß er morgen nicht arbeiten müsse und ich ihm. den ich manchmal von mir habe. daß er nicht gleich abgewiesen worden war. aber er war es offen gestanden auch nicht. Ich meine. daß er mir 'ne Cola zapfen sollte und war ganz nervös. mit wem und warum. Ich hatte gerade mal wieder an meiner Tunke genippt. das ist ja auch eine Erfahrung. der hinter der Theke arbeitete. wie das so ist. Er bot mir auch eine an. mußte ich daran denken. Er war stink-normal. die ich in den letzten zwanzig Jahren geführt hatte. Ich hockte mich an die Bar und sagte ihm. oder so und er orderte zwei dieser Getränke. was mich voll kalt läßt: Rauchen. Er hatte leichtes Spiel mit mir und als er gelöhnt hatte.Na? So allein hier?' Hübsch war er gerade nicht und seine Art. Das war mit Sicherheit eine der miesesten Unterhaltungen. daß es mir fast egal war. wie das so ist und deswegen erleichterte ich ihm die Arbeit. Dabei waren nur ältere Semester da. daß es einfacher war. Klar. wie ich hier das erste mal jemand kennengelernt hatte. weil ich voll nervös war und mir dachte.Kann sein. Aber es war wohl gerade keiner frei.mir. fand ich auch nicht umwerfend. Als ich da so rumsaß. und außerdem wurde ich von allen Seiten beäugt. Es macht nur ungesunde Luft und führt zu nichts. weil er mich dabei so nett ansah. Vermutlich war ich auch eine Art Leckerbissen für ihn. als mich so ein Typ anschnackte.Trinkst Du einen Pernod mit mir?' fragte er. ich bin nicht besonders schön. ich schätze.' erwiderte ich. Dann erzählte er . daß das davon abhinge. Aber schließlich wollte ich ja mal wissen. Er plapperte ziemlich überflüssiges Zeug.' fuhr er fort. wo es auch nur ging. Mietwohnungen in Städten sind meistens . Ich hoffte in dem Moment ganz stark. nicht sicher wäre. Er arbeitete hier nur.Ich klingelte an der Tür vom Egalité und wurde von dem ganz hübscher Jungen. seitdem ich aufgekreuzt war. vermutlich war er auch nervös. machten wir uns auf den Weg zu seiner Bude. als er. die man nicht erst im Rentenalter machen sollte. Ich hatte mir ein Bier nach dem anderen reingezogen. .Ich hab Dich hier noch nie gesehen. ob ich noch fahren konnte. um Knete zu machen.:Was hast Du denn hoch so vor?' fragte er und ich sagte darauf. Er schien ganz happy zu sein. meine Ansprüche zu vergessen und auch den Eindruck von Würde. Ich versuchte jedenfalls. Er hockte sich neben mich und zündete sich eine Nikotinstange an. weil ich ihn ganz nett fand. . . wenn ich einen in der Birne hatte. Ich nuschelte so was. oder besser. reingelassen. .

war es auch nicht übel. ob ich in der Nacht richtig geknackt hatte. . wonach. Ich war einfach zu verkrampft. Ich weiß nicht.war und so was schmeckt man halt. Ich weiß zwar nicht. Jedenfalls haben wir uns eine ganze Weile auf der Auslegeware rumgekullert. aber ich wollte nur so schnell wie möglich weg.ziemlich frustrierend. Er kam ganz schön in Fahrt. Dann meinte er. Steh ich eigentlich nicht. daß ich ein bißchen spitz wurde. Ich verschwand noch mal auf dem Scheißhaus. Das Klo war auch frustrierend. bei mir. was einer für ein Kraut einer raucht. Ich bat ihn. Man muß verdammt leise sein. weil er mich drückte. weil mich seine Optik nicht gerade anmachte. Aber nun konnte ich schlecht zurück. im Treppenhaus und alle paar Sekunden geht das Licht wieder aus. uni die Biere und den Anisschnaps abzulassen. Diesmal hatte ich etwas mehr Erfolg und irgendwo . so drauf. aber mir war im Moment sowieso alles ziemlich Schnuppe. Das war ziemlich übel. In seiner Bude roch es unangenehm. aber ich mochte die Luft nicht besonders. sondern versuchte mir vorzustellen. Im hellen Tageslicht blieb mir auch in meiner Eigenschaft als Ästhet nichts erspart und ich wollte nur noch schnell aufstehen und 'ne Biege machen. mich zu küssen. daß es wohl verdammt warm wäre und zog sein Hemd aus. hatte er eine Platte aufgelegt. Dabei wurde er wieder wach und kam noch mal in Fahrt. Ich konnte natürlich ich überhaupt nicht knacken. Als ich wieder in seine Stube kam. Außerdem war ich inzwischen so weit. jedenfalls war ich am nächsten Morgen ziemlich fertig. Dummerweise war ich total verkrampft und es spielte sich absolut nichts ab. daß e etwas kommt. weil er Raucher . Er arbeitete sich mit seinen Streicheleien immer tiefer und öffnete dabei mit raffinierter Systematik die verschiedenen Textilverschlüsse. Er wollte allerdings noch unbedingt mit mir frühstücken. das Licht auszumachen. wie auf der dritten Plattform des Eifelturm im November. Aber ich sagte ihm. Das war natürlich die totale Lüge. wenn man vom Land kommt. Ich lehnte mich mit dem Rücken gegen seine Schulter und ließ mich weiter streicheln. weil ich eigentlich zu jeder Tageszeit etwas esse. Es ist schon ätzend wenn man beim ersten Mundkontakt sagen kann. Irgendwann hatten wir uns dann bis zum Bett vorgearbeitet und sämtliche Klamotten irgendwo unterwegs auf der Strecke gelassen. weil ihm das sehr entgegen kam. Ich war nur vollkommen naßgeschwitzt und versuchte mich aus seinem Arm herauszuwinden. daß ich morgens nie was essen würde. Dann fing er noch an. vermutlich seine Verführungsscheibe Etwas von Liza Minelli. Ich sah ihn nicht an. es wäre die Hand von Boris. mir mit der Hand über die Rübe zu streicheln. Dabei war es ungefähr so warm. kommt es garantiert nicht. Jedenfalls hatte er zumindest seinen Spaß gehabt und schlief ziemlich schnell danach ein. Er freute sich darüber. Dann fing er an. Irgendwann gaben wir die verschwitzten Versuche auf. aber das klappte keine Sekunde. Es ging mir genauso" wie mit der Urinprobe bei der Musterung: wenn bei mir jemand darauf wartet. Scheinbar machte er so was öfters. Aber was soll's? Bei anderen Leuten riecht es eben anders.

sonst kriegt man in hunderttausend Jahren keinen ab. An den Typ mußte ich jedenfalls denken. Ich war in einer ziemlich aggressiven Stimmung. daß ich bei meinen Eltern wohnte und ich ihm deswegen nicht meine Telefonnummer geben konnte. "Trinkst Du ein Bier mit mir?" fragte er. habe ich den Zettel allerdings in einen dieser überfüllten Papierkörbe geschmissen. nur nicht auf mich. Deshalb ließ ich mir seine geben und versprach. "Oooch das ist aber gar nicht nett von Dir. sagte ich deshalb und blickte ihm dabei ganz kurz. daß ausgerechnet heute mein Glückstag war. . versuchte er es weiter." "Kann sein. denn der Typ drehte sich wieder weg und ich hatte reichlich Mühe. Aber immerhin war er der Partner meiner ersten zwei-Komponenten-Nacht. wie die Stange des Weltmeisters im Stabhochsprung direkt nach dem Loslassen. aber in diesem Augenblick durfte ich keine Sekunde freundlich sein. dann kommt es hier zu keinem unangenehmen Zwischenfall. nur daß meine Stimme dabei etwa so stark zitterte. Eigentlich bin ich ungern unfreundlich. muß hartnäckig sein. oder?' . als ich an diesem Abend im Egalité hockte und hoffte. eigentlich. aber ich sagte ihm. und das konnte man ja auch nicht so einfach ignorieren.Es macht Dir doch hoffentlich nichts aus. Aber ich meine es so und es ist besser. mir nichts anmerken zu lassen. wenn an Du Dich damit abfindest. sonst dachte er eventuell noch. "Vergiß es" ." Das war zwar unheimlich cool gesagt. ihn mal anzukabeln. . "Komm. Auf alle Fälle war es wohl deutlich genug gewesen. wie sie massenhaft in einer Stadt stehen. Aber er gab immer noch nicht auf. Allerdings war ziemlich unwahrscheinlich. oder weil solche Filme eher unrealistisch sind. Wenn Humphrey Bogart so etwas gebracht hätte. wäre er voll ruhig dabei gewesen. und ich habe bestimmt noch nie so schnell 'nein danke' gesagt. Er war wohl mehr einer von den hartgesottenen. wie der. Aber vielleicht bin ich auch zu leicht aus der Fassung zu bringen. Statt dessen drehte sich der Macker neben mir auffällig zu mir rum und berührte mich irgendwie am Meniskus. aber fest an. daß er Chancen bei mir hatte. Kein Wunder. Entweder weil das ein unheimlich hartgesottener Typ war. stell Dich nicht so an" . daß wir uns wiedersehen. .Er wollte. falls sich jemand für Details interessiert. Als ich endlich draußen war. daß ich hier neben Dir stehe. und dabei hätte er mein Daddy sein können. wenn man so aussieht. daß mein Traumtyp aufkreuzte. Das war ein gutes Wortspiel.Meinetwegen kannst Du überall stehen.

Die Übung bestand darin. Ich bin dann total alleine über den Weyerberg getigert. daß ich bei ihm keine Chance haben wurde. Am Ende der Theke wartete eine hübsche Mieze darauf. die sich da rumtrieben. dachte ich erst schon. daß ich löhnen wollte. erfolgreich angemacht worden ist. und die Pärchen auf dem Hügel sich liebhielten. dieses ständige Suchen nach etwas. Es hielt sich auch niemand mehr in dem Laden auf. Aber langsam kannte ich sie alle auswendig und irgendwann kam ich auf den Trichter. so einsam war diese Nacht. wenn man es nüchtern betrachtet. daß man bei ihm eventuell Chancen hatte. meine Magenwände weiterhin mit Cola zu benetzen. Das war wirklich trostlos gewesen. war ich schon wieder am Wanken. Das zog mir wieder fast die Socken aus. Ich habe literweise Tränen geheult. Irgendein stinkreicher Schwuler hatte ihn auf seine Insel im Mittelmeer oder was weiß ich mitgenommen. mit dem ich gerne zusammen gewesen wäre. das alles ist wirklich sehr trostlos. das nie kam. Ich gab ihm die Knete für die Colas und als ich mich verabschiedete. aber ich blieb bei meinem Entschluß. diese dauernden ergebnislosen Versuchen. daß es die Nacht auf Pfingsten war. lächelte er mir kurz zu. Ich winkte den hübschen Typen hinter der Theke heran und sagte. Seit einigen Wochen war er verschwunden. bis ich auf den Trichter kam. Allerdings wußte ich. und so was wie einen keinen Baum abluden. Aber es war niemand da. und da er in dem schwulen Laden arbeitete. Er war total normal. aber dann von einem älteren Typen. der genügend Chips hatte. bei dem es reizvoll gewesen wäre. Und nüchtern war ich ja noch. und daß das wohl Maibaumpflanzer waren. daß die jungen Typen in so einem Nest einen jungen Baum vor das Haus einer heimlichen oder unheimlichen Geliebten pflanzen. also gab es eigentlich keinen Grund mehr. Peter hatte das süßeste Lächeln. den ich kannte. Und es ist frustrierend. Es dauerte eine gewaltige Zeit. Die Welt ist wirklich ungerecht. hinter die Tapete zu kucken. auf einmal. Auf dem Heimweg kam ich mir ähnlich öde vor. das man sich vorstellen kann. und kurz vor zwölf fing es leise an zu schneien. Ich meine. der auch mal hier gearbeitet hatte. um damit ihrer Neigung ein Denkmal zu setzen. Auf der Wasserkuppe waren tausend Leute fröhlich und ausgelassen am Feiern. weil ich irgendwo eingeladen war. Ich mußte an Peter denken. jemanden anzusprechen. und ging alleine wieder nach Hause. Hatte man aber nicht. wurde ich unendlich traurig. Ich war unheimlich verliebt in ihn. . weil er nur auf Miezen stand. weil ein paar Leute um den Anhänger herum standen. daß er mit jemandem wie mir nichts anfangen konnte. Mich machte das mächtig stutzig. und als es um Mitternacht überall zu Krachen und Knallen anfing. wie letzte Silvesternacht.14 Das einzig Interessante an dem Abend waren die Etiketten der Whiskeyflaschen. daß ich den Abend scheinbar vergessen konnte. die mir gegenüberstanden. die mit Panikbeleuchtung am Fahrbahnrand stand. daß er Feierabend hatte. Und auch sonst war niemand dagewesen. Als er mich aus seinen süßen blauen Augen ansah. als mir bereits die zweite Kiste auf der Straße auffiel. Ich hatte bei Boris aber der war bei einer Fete bei seiner Mieze und Mario war auch irgendwo eingeladen. weil mir auf einmal alles sagenhaft sinnlos und frustrierend vorkam. Daran dachte ich gerade.

damit das Ding auch richtig anwächst. mußte ich mich wohl mit dem abfinden. daß Boris von der Sache Wind bekam und sich vielleicht ein bis drei Gedanken über mich machte. Viel Erde hing absolut nicht dran. um als Maibaum anerkannt zu werden. Aber ich hatte reichlich Trouble. Noch herber war der Gedanke. aber das mit dem Bäumchen war absolut nicht so einfach. oder wenn der Zeitungsausträger gerade sein Blatt in den Briefkasten schob. wer denn dieses merkwürdige Gewächs in den Garten gestellt habe. Keine schlechte Sitte eigentlich. daß diese Tradition ja auch für mich die beste Gelegenheit war. Ich beschäftigte meine grauen Zellen ziemlich lange damit. eigentlich. Außerdem war es sicher tierisch cool. jungfräuliche Gewächse stehen. Ich düste erst mal in Richtung Elternhaus. was sie davon hielt. Zwar etwas altmodisch und bäuerlich. Dafür kam viel Bewegung in die Botanik. und Ansprüche an Art und Aussehen vermutlich eh vernachlässigen mußte. aber immerhin hatte es etwas mit zwischenmenschlichen Beziehungen zu tun und das ist immer gut. wenn die Hunde anfingen. Den fand ich auch ziemlich schnell in der Abstellkammer. wenn man immer mit Turnschuhen rumläuft. Meine gärtnerischen Talente waren ohnehin nicht besonders spitzenmäßig. und außerdem war es total finster. Später schnallte ich. die auch auf die Idee mit dem Pflänzchen gekommen waren und sich nun gegenseitig die Gewächse um die Ohren hauten. wenn irgendwo im Haus jemand aus dem Bett fiel und mich bei meiner sportiven Betätigung beobachtete. so einen verdammten Spaten in durchwachsenen Mutterboden zu bekommen. Jedenfalls entschied ich mich irgendwann dafür. Immerhin wäre es ziemlich peinlich gewesen. aber da ich nicht rechtzeitig auf den Gedanken gekommen war. Ich packte das Zeugs in meine Blechkiste und gurkte in Richtung Boris. daß er an der Teezeremonie gar nicht teilnahm. als ich die Kelle endlich durch die Grassode bekam. Lustige Vorstellung. daß Boris noch andere heimlich Liebhaber hatte. Möglich war auch. um mich mit einem Spaten zu bewaffnen. weil jetzt der spannendste Teil kam. und so. am nächsten Tag zum Tee zu kommen und ganz ahnungslos zu fragen. aber immerhin war die Wurzel noch ganz. Irgendwann entdeckte ich dann einen in der Nähe der Wäscheleine. . Ich war voll aufgeregt. daß ich vermutlich froh sein mußte. besonders. Schließlich konnte ich um diese Zeit nicht in irgendeinen Gärtnerladen gehen und einen gut abgehangenen Maibaum holen. was war. und statt dessen mit seiner Mieze beim Eisessen oder sonst wo war. Allerdings war mir ziemlich egal. Mir war nur wichtig. knackigen Maibäumen einzudecken. In reichlicher Entfernung vom Haus stellte ich meine Mühle ab und schlich mich langsam näher. bis ich auf den Dreh kam. wenn ich mit dem Gewächs unterm Arm in der Einfahrt stand. auch so eine Aktion zu starten. Es dauerte eine ganze Weile. das Gewächs überhaupt herauszubekommen. wie denn so ein Gewächs überhaupt aussehen muß . meine Zuneigung zu Boris zu formulieren.Allerdings artet so was in den meisten Fällen in ein Riesen Besäufnis aus. Er sah zwar ziemlich mickrig aus. Wir hatten zwar ein total großes Grundstück und vor meinem geistigen Objektiv sah ich an jeder Ecke kleine. Aber es war absolut nicht garantiert. daß er das überhaupt raffte. überhaupt irgendwo einen passenden Jungbaum zu finden. Außerdem. mich mit frischen. Immerhin was. allerdings waren sie tatsächlich ziemlich rar. Normal muß man bei so einem Maibaum wohl eine Menge Erde um die Wurzel mitnehmen. Wahrscheinlich würde Boris Mutter weise in sich hineinschmunzeln und mir einen indignierten Blick über den Tisch schieben. zu bellen. Es ist ein ganz schön harter Job. deshalb war ich ziemlich happy. und ich war ziemlich aufgeregt bei dem Gedanken.

Also suchte ich mir eine Stelle aus. zumindest. aber irgendwann hatte ich es doch geschafft und das Ding steckte in der Erde. wenn es auch ziemlich mickrig aussah. so ein nächtliches Abenteuer. Ein Glück. macht 'ne Menge Krach. doch einigermaßen zufrieden. Und vermutlich hätte ich es eher als Beleidigung aufgefaßt. aber so an Ort und Stelle hatte ich doch einen ganz schönen Horror. daß jemand aufwachte. wenn man drauf achtete. so eine botanische Tätigkeit zu einem naja. Entweder war es mit ihrer Wachsamkeit nicht besonders weit her. daß die Hunde nichts sagten. . der nur einen Maibaum pflanzt. es entsprach keineswegs der Schönheit von Boris und wurde meinen Feelings total nicht gerecht. So ein Loch zu graben.Kann einen ganz schön nervös machen. aber möglichst weit weg vom Haus war. Andererseits muß man die Probleme bei der Maibaumbeschaffung bedenken und so gesehen war ich nachher. als ich wieder bei meiner Kiste war. Ich meine. Ursprünglich wollte ich den Baum mitten vor das Küchenfenster pflanzen. immerhin mittelmäßigen Ergebnis gebracht zu haben. wenn mir jemand so'n Krüppel vor die Bude gesetzt hätte. Sogar meine Turnschuhe machten einen Höllenlärm auf dem Weg. oder sie identifizierten mich als alten Kumpel. wie auch immer man es betrachtete. die zwar noch auf dem Hof.

Dann zog ich mich an und packte meinen ganzen Rempel zusammen. mich mal zu besuchen oder sich zumindest mal zu melden. Ich hätte zwar noch darauf warten können. Ich legte also einen Zettel auf den Küchentisch. aber die waren beide nicht da. da Berti meistens die Scheibe gar nicht einstellte. Ich zog mir die Bettdecke über die Rübe.es war ungefähr so die Zeit. aber im Moment hatte ich keinen Draht dazu. zu warten. Ich wollte mich noch von Berti und Stefan verabschieden. aber das half auch nicht viel. aufzustehen. daß mich die Anstalten anödeten. Es war ebensogut möglich. Nicht. dabei war es doch eigentlich ihr Job. daß er bei seiner Mieze. als so ganz ohne was abzuhauen. der eigentlich ganz witzig klingt. daß er Dienst schob. weil ich jetzt wohl nicht mehr herkommen würde. weil sie vorn Ackern scheinbar so gestreßt waren. daß es schöner gewesen war. die draußen auf dem Flur rumschrubbten und sich lautstark dabei unterhielten. Dann hörte ich. Da konnte ich endlich auf den Entsafter und massenhaft Flüssigkeit ablassen. und daran. Die eine hatte zwar so einen schwäbischen Slang drauf. aber ich sah bestimmt reichlich alt aus und außerdem würden sie sich hinterher das Maul darüber zerreißen. wie die draußen alles auf Hochglanz brachten.aber ich hatte nicht viel Triebe. aber ich hatte null Triebe. Der einzige Grund. War zwar kein umwerfender Schrieb. daß einer von den beiden aufkreuzte . wie sie in die Küche direkt neben meiner Bude gingen und Stühle rumschoben und das Geschirr zusammenstellten. weil ich gerade vorher etwas sehr Schönes von Boris geträumt hatte und jetzt wußte ich nicht mehr was. Ich mußte an meine nächtlichen Discobesuche und den ganzen Quatsch denken. war. Also blieb ich noch liegen und hörte mir an. den beiden Gewitterhexen über den Feudel zu stolpern. weil ich dringend mußte. in dem ich mich von ihnen verabschiedete und sie einlud.15 Ich war ziemlich sauer. Irgendwann waren die beiden Tanten fertig mit ihrer Teepause und schoben ab. der jetzt endgültig hinüber war. möglichst schnell 'ne Biege machen zu wollen. daß sie erst mal einen Tee ansetzten und über alle möglichen überflüssigen Dinge redeten. oder so. Die waren zwar immer ganz nett zu mir. Nur. Genaugenommen hatte ich auf einmal das Gefühl. Es ging mir jedenfalls alles voll auf die Nüsse. besonders wegen dem Traum. daß ich mir hauptsächlich selber auf den Keks ging. was man aber nicht überbewerten durfte. auf Station. Dabei waren sie ständig am rummosern. wo die Frühschicht rum ist . zu Hause oder weiß der Geier wo war. Ich schätze vielmehr. Das dauerte allerdings noch 'ne halbe Ewigkeit. warum ich so lange in den Federn lag. ob ich noch schreiben sollte. Bertis Scheibe zeigte an. als wach im Bett zu liegen und sich den Lärm eines mittleren Putzgeschwaders anzuhören. daß ich sie beide sehr dufte fand. wie dreckig alles war. als ich am nächsten Morgen von den beiden Putzfrauen geweckt wurde. wie sinnlos . aber besser. sauberzumachen. Ich überlegte mir noch. aber ich ließ es schließlich sein.

Mir fiel absolut nichts Brauchbares ein. daß man ihm hätte sagen können. Ich wollte es möglichst schnell hinter mich bringen und außerdem hatte ich ja schon etwas Übung im Erzählen von solchen Dingen. wenn man sie im Dunklen beredet. jugendlichen Lächeln. daß ich mir nichts daraus machte. für Frieden und Gerechtigkeit zu sorgen und so. wie wohl meine Alte reagieren würde. wie ich es bei Boris Alten gehabt hatte. die tiefliegenden braunen Augen und das alles verformte sich zu diesem offenen. wenn man sich überlegt. mit diesem hübschen Bengel befreundet zu sein. wenn ich nach drei Tagen nach Hause käme. daß man das immer nur im Vorbeilaufen sehen konnte. oder so. lockeren. oder was weiß ich. blieb aus. daß man die Bewegung mit bloßem Auge kaum wahrnehmen konnte. Bei bestimmten Dingen ist es besser. und wer weiß. Spät in der Nacht bin ich zu ihr ans Bett gegangen. Trotzdem würde ich den Laden wohl irgendwie vermissen. verstanden zu werden. die so langsam fuhren. Ich blieb kurz stehen und versuchte. die Welt irgendwie zu verbessern. Andererseits war es auch wieder ziemlich frustrierend.das alles war. Irgendwann verschwand er dann hinter dem Wäschereigebäude und mir war ziemlich wehmütig um die Pumpe. waren es nur ein paar grüne Wiesen mit verschlungenen Wegen und ein paar häßlichen Gebäuden darauf. und daß wahrscheinlich irgendeine Mieze das sagenhafte Glück hatte. das Feeling von Abschied möglichst lange anzuhalten. mit solchen Gedanken kann man am Besten gleich in die Kiste springen. Unterwegs machte ich mir Gedanken darüber. ob sie sich Sorgen gemacht hatte. Vielleicht hatte sie ja gedacht. Sie sprang traumhaft gut an und ich bretterte in Richtung Heimat. Ich meine. daß es mir regelmäßig die Schuhe auszog. Sie wußte auch über meinen Liebeskummer Bescheid. weil ich mich nicht abgemeldet hatte. kein einziger Anhalter und jede Menge Sonntagsfahrer. Ich tigerte zu meiner Kiste. Er hatte so einen rot-schwarzen Helm auf und jedesmal spielte sich hinter seinem Visier so ein spitzenmäßiges Lächeln ab. und dazu hatte ich auch keinen Bock. Das ist immer der beste Einstieg in so 'ne Sache und es dauerte gar nicht sehr lange. daß ich auf Jungens geeicht bin. wenn man es nüchtern betrachtete. nur um ein bißchen länger was von diesem Lächeln zu haben. Manchmal kommt man zu keinem Ergebnis. wenn ihr Sohn einfach abhaut. daß ich keine Mieze hatte. das Gefühl. sanfte Haut umzu. daß ich mir das Leben genommen hatte. Auf dem Weg zu meiner Mühle lief mir der Sohn vom Hausmeister über den Weg mit seinem Mofa. und die machte auch keinen Ärger. Dieser schöne Mund. was sich eine Mutter so alles denkt. außer Moin. So was kann einen voll happy machen. Das Einzige wäre vielleicht. was Sinn hat. Ich hatte ihr auch irgendwann erzählt. Immerhin war mein Abschied von den Anstalten um ein Lächeln bereichert worden. man sollte eigentlich mehr erwarten. Ich meine. sich überhaupt irgend etwas zu überlegen. wozu die ganze Übung eigentlich gut ist. manchmal ist es sogar schwierig. und daß das eben daran läge. da war ich mit der Sache durch. Ich fing auch wieder damit an. Umwerfend war das Gefühl allerdings nicht. Die Fahrt war reichlich öde. Nur. Nur. sonst hätte ich ihn noch angesprochen. wenn man nach sechzehn Monaten irgendwo 'ne Biege macht Allerdings. Aber wer kann das schon. Sie schwieg eine Weile und ich fühlte . diese weiche.

meine Alten sind halt sehr konservativ in bestimmten Dingen. und daß das nicht nur was mit Sexualhormonen zu tun hatte. aber daß man einen Freund lieben kann. es müßte jemanden geben. und scheinbar wäre ich mit dem Zustand ja unglücklich. wenn man als Junge in einen anderen Typ verknallt ist. warum ich einfach so abgehauen wäre. sie checkt das auch irgendwo. weil mir die Miss Universum noch nicht im Arm gelegen hat. und das nicht nur. mich über das Thema zu unterhalten. als einen hübschen Freund. Sonst lag nicht viel an. warum man abhaut. daß meinen Feelings weder mit Testesteron noch mit schönen. was man macht. der das alles von oben sieht. und verstand. Ich wollte ihr dann erzählen.mich auf einmal sagenhaft beschissen. Aber die Nacht war nur dunkel und es gab auch keinerlei Hinweise darauf. ist es nur der Gedanke. Sie konnte auch nicht begreifen. sie hätte das nur gesagt. Es ist einfach öde. wenn man so einen Hammer vom Stapel läßt und die Leute denken. ob ich sicher wäre. Und dann fing sie damit an. die das alles wieder zurecht biegen konnte. daß das. was sie sich unter Glücklichsein vorstellen. was ich fühlte. und bin erst mal nach draußen in den Garten gegangen. daß sie mal gelesen hätte. daß so was an einer Reihe falsch sortierter Hormone liegen könnte und daß es daher vielleicht sinnvoll wäre. Ich meine. Das war ganz schön herbe. Ich meine. und außerdem ziemlich religiös und in der Bibel findet man kaum Tips. daß man meint einen Anspruch auf irgendeine höhere. Ich war ziemlich schlecht drauf. daß es so sei. den ich ab und zu lieb halten konnte. Als ich zu Hause ankam. Inzwischen hat sich das alles eingerenkt. daß ich wirklich so fühlen würde. Naja. jemandem zu erzählen. Keine Post und keine Anrufe. netten Miezen beizukommen ist. wie ich leide. und das macht mich fast noch trauriger. wenn ich traurig bin. Und dann kam der absolute Hammer. Jetzt weiß sie. daß mein Wunsch nicht war. deswegen sagte ich kaum was. Sie möchte mich immer trösten. wie Boris oder Mario zu haben. daß ich unglücklich wäre. ausgleichende Gerechtigkeit zu haben. und ich glaube. Da steht zwar. wenn er nur einen Fisch für tausend Schnorrer übrig hat und da steht auch viel über Liebe und so. Jedenfalls konnte sie es scheinbar überhaupt nicht raffen. Es ist komisch. daß ich so war. und eine hübsche Freundin zu haben. mir mal eine Spritze reinjubeln zu lassen. sie meinte nämlich. daß das Quatsch war. um genau zu sein. davon steht in der Schwarte nichts. mein Mutter hat wohl eingesehen. und wovon ich träume. auch für jeden anderen zutreffen muß. als sie mich fragte. weil der liebe Gott ihn so wunderschön gemacht hat. sondern daß ich mir nichts mehr wünschte. Manchmal denke ich. sie ist unheimlich lieb zu mir. daß man noch nicht die richtige Mieze getroffen hat. hatte ich allerdings keine Triebe. was Jesus macht. daß die Leute immer davon ausgehen. aber ich brachte kaum etwas Senkrechtes zur Sprache. daß wenigstens da oben irgendeiner rumlief. weil sie nicht wollte. Ich meine. Jemand schien sich besonders um mich zu . aber wenn man es nüchtern betrachtet. Und daß mir vermutlich nur noch nicht die richtige Frau über die Fahrbahn gelaufen wäre und so. Sie sagt. normal zu sein.

Dann fiel mir diese Anzeige von dem Konzert in der Unimensa auf. aber die Power war natürlich raus. So was muß man voll laut hören. Bis mein Alter aufkreuzte und einen sagenhaften Larry machte. Das ist die Sahnescheibe von . Auf jeden Fall geht das Stück wahnsinnig unter die Haut. Am Schönsten wäre es natürlich gewesen. Ich kletterte also die Treppe hoch und ging in seine Bude. daß so'ne Mucke für konservative Ohren etwas chaotisch klingt. Boris und ich sind früher oft zusammen in Rockkonzerte gegangen. eigentlich. Er sagte nur kurz . Ich tigerte erst mal zu meiner Bude und stellte die Anlage an.Yes'. daß ich das Feeling gerne mit ihm geteilt hätte. Ich wollte immer noch in . Ich nahm mir also das Käseblatt vor. Ich war tierisch gut drauf. weil ich so'n Lärm fabrizierte.Tales of Topographic Oceans' auf den Plattenteller. wenn man zu Hause wohnen muß und darauf angewiesen ist. Und Kaliber 38 ist 'ne irre gute Gruppe. daß es einem die Schuhe auszieht. Und Boris hatte bestimmt auch 'ne Antenne für diese Art von Musik. Und sonst gab es auch nichts. Die machen 'ne Top Musik. ohne was auf der Pfanne zu haben. Musikhören ist so ziemlich das Beste. weil ich ihn so gut fand. Und das war auch keine schlechte Idee. Also habe ich mir erst mal was zwischen die Kiemen geschoben. bevor ich mit ihm zusammentraf. Jedenfalls war ich schon wieder in der Stimmung abzuhauen. bei dem Stück. Besonders was Science-Fiction-Filme anbelangt. Ich war immer etwas aufgeregt. Ich habe mir dann den Kopfhörer über die Lauscher geklemmt. so was zu beschreiben. weil ich nie wußte. was im Kino so ablief. was ich machen konnte. was man sich antun kann. Das ist ziemlich traurig. was ich sagen sollte. Es ist wirklich eine ungünstige Situation. um mir den Rest von dem Stück reinzuziehen. Ich stellte die Karre auf volle Power und schwebte durch diese fremdartige Welt der Klänge und Geräusche. Ich meine. die Brille aufzusetzen. was es wert gewesen wäre. Im Moment hockte er gerade vor der Glotze und zog sich irgendeinen mittelmäßigen Krimi rein. um abzuchecken. wenn einen niemand vermißt. Viele Möglichkeiten gab es allerdings nicht. aber ich war immer total unsicher in seiner Gegenwart. Boris und ich sind unheimliche Kinofreaks. Mein Alter machte immer alles mit der Holzhammer-Methode und so was ist ganz schön frustrierend. mit Boris etwas loszumachen. wenn einen das Leben anödet. Ich packte . daß einem sein Alter nicht die Anlage vor die Tür stellt. aber es war schade. Seine Alte begrüßte mich und sagte gleich: "Boris ist oben. So 'ne Art funkigen Disco-Rock. daß mein intensives Feeling sich so schnell in Frust umwandelte. wie er gerade auf mich zu sprechen Rar. Also bin ich zu ihm gefahren. Ich überlegte mir.reißen. Aber der Streifen lief nicht.Hallo' . Und dann lachte sie. Ich hätte natürlich auch einfach so zu Boris gehen können. das sind Harmonien und Wechsel von Klang und Rhythmus. sonst kommt das nicht rüber." Sie wußte weswegen ich kam. Kann ja sein. weil sie mal wieder genau den Punkt getroffen hatte. aber ich versuchte einfach mir nichts daraus zu machen. Aber dann mußte ich ihm schon irgend etwas bieten.200l' mit ihm gehen. wenn man diesen musikalischen Fachslang nicht drauf hat. wenn ich nicht wußte. Ich hatte die schon mal irgendwo gehört. Es ist schwer.

aber mir wurde ganz traurig zumute. Und dann kam auf der Mattscheibe noch diese tierisch romantische Szene zwischen dem jungen Inspektor und der süßen Biene. Ich meine. daß ich in ihn verliebt war. wir haben uns früher wirklich tierisch gut verstanden und jetzt. Weil. Ich habe dann ziemlich schnell eine Biege gemacht. Nur daß ich mir dann Petersilie oder sonst was mitgenommen hätte. Und dann kreuzte noch seine Mieze auf. weil ich kaum etwas sehen konnte. daß sie etwas von meiner Verfassung spitz kriegten. lockere Art. Jedenfalls ging es mir ganz schön an die Nieren. weil die in der Glotzbeule ihre Feelings so vollendet ergreifend ausleben konnten. Aber es schien ihn nicht besonders zu interessieren. Ich saß eine Weile in meiner Kiste und konnte nicht losfahren. Boris und ich. Ich weiß nicht. er war immer so unbefangen und fröhlich und wenn ich ihm mit irgend so einem Gefühlshammer kommen würde. wenn ich ihn vor irgendeiner Katastrophe bewahrt hätte und er mir dann dankbar in die Arme gesunken wäre. Obwohl das für mich mehr Nebensache war. Und das machte mir ganz schön zu schaffen. zu strahlen und drückte sie kurz zur Begrüßung an sich. ich wäre auch in ein Konzert von Heino mit ihm gegangen. wie traurig ich mich auf einmal fühlte.Tschüs nach.und ließ sich nicht weiter von dem Streifen ablenken.Hey. wovon ich aber auch nicht fröhlicher wurde. Er fing auf einmal an. Ich hatte echt gewaltigen Horror vor seiner Reaktion. vor lauter Tränenflüssigkeit. Vielleicht hätte ich einfach heulen sollen. Vielleicht hätte er sogar was übrig gehabt für meine Feelings und mir vielleicht die Pfote auf das Schulterblatt gelegt und gesagt . und betrachtete seinen blonden Wuschelkopf und seine Schultern. Viel lieber hätte ich natürlich ganz dicht bei ihm gesessen und ihm die Arme um den Oberkörper gelegt. weil ich mich so auf sein offenes Lachen gefreut hatte. die er gerade vor irgendeinem Wüstling gerettet hatte. Das war 'ne ziemlich schlappe Begrüßung. Hey. wer wird denn weinen?' Nur ich hatte das eben nicht drauf. Aber das lief natürlich nicht ab. etwas mit mir zu unternehmen. Als der Film endlich abgespult war. ich mußte dabei natürlich an Boris denken und wie schön es gewesen wäre. Er rief mir ein vollkommen unbekümmertes . wer oder was angesagt war. meine Gefühle vor ihm auszubreiten. ob er Bock auf Rock hätte. ob sich jemand vorstellen kann. seitdem er wußte. Aber im Moment lief da wohl nichts ab. war alles Banane. weil es nichts Schöneres gibt. was man in die Lauscher stopfen konnte. weil ich nicht wollte. aber er hatte bestimmt nicht viel Sinn für so was. weil er nicht einmal fragte. War zwar alles reichlich kitschig. als seine fröhliche. obwohl eine schöne Vorstellung war. Ich meine. Also setzte ich mich schräg hinter ihn. daß es ihn überhaupt nicht reizte. wäre es mit seiner Unbekümmertheit natürlich Essig gewesen und ich kann so was nicht kaputt machen. . fragte ich ihn. Sehr heldenhaft alles und mit einer Wahnsinns-Weichmachermusik untermalt.

Aber als Manuel dann die Tür aufmachte und mit dieser jungen und unbekümmerten Art aus seinem hübschen Gesicht heraus lächelte. "Genaugenommen zur Uni. die meinen Frust nährten. Während er sich auf dem Beifahrersitz befestigte. wenn ich das noch richtig im Speicher hatte. um alten Frust zu vergessen und neuen anzubrechen. Es war ein Junge. Er trieb sich viel im Jugendzentrum rum. daß es mir immer weh tat. "Ist das Deine Kiste?" . ein makellos schönes Gesicht und ein Paar Augenbrauen. Jedenfalls war Manuel der angenehmste Grund. was ich getan haben sollte. das Ganze etwas lockerer zu sehen. da war das sofort vergessen.16 Als ich genügend Trübsal geblasen hatte. als der Typ vorbeizog und einen etwas finsteren Blick auf meiner Windschutzscheibe zurückließ. mich zu diesem Standpunkt durchzuringen. Das ist nicht so einfach. Ich war froh. aber Bremen liegt da ja in der Nähe. weil sie so hübsch waren. "Hallo! Fährst Du zufällig Richtung Bremen?" fragte er. aber jeder vernünftige Typ hätte sich gesagt. Dann wollte mein Schicksal mir doch etwas Erfreulich zukommen lassen. das ich gelegentlich frequentierte. Zwar fiel es mir schwer. Blonde Haare und irre blaue Augen. Sein Name war Manuel. aber ich versuchte. mit welchem unbeschwerten Lächeln sie darüber hinweggingen. daß ich wegen ihnen so entsetzlich litt. Und in seinem grobkarierten Flanellhemd verschwand ein kraftvoller Hals. mir vorzustellen. nutzte ich die Gelegenheit. Zwar war meine Stimmung immer noch eher mittelmäßig. daß ich das mit dem Autofahren erledigen mußte. sich so an eine Figur zu hängen und wäre solo zu dem Konzert gefahren. daß es Schwachsinn ist. jedenfalls stand auf einmal dieser junge Typ neben der Fahrbahn und hielt den Daumen in Richtung Uni. als er mit dem Anschnalltrick nicht zurechtkam. War mir mächtig unangenehm. versuchte ich. weil ich sonst total nicht gewußt hätte. Und er hier war einer von denen. stellte ich den Kompaß auf Richtung Uni und düste los. den ich mir vorstellen konnte. Beinahe hätte dabei mein Hintermann bei mir angedockt. Und wahrscheinlich war so ein Konzert die einzige Alternative zu einem gepflegten Selbstmordversuch. aber als ich es endlich gepeilt hatte. weil ich ziemlich dicht vor ihm hergefahren war. willst Du auch zu dem Konzert?" Er lächelt über beide glatten und braungebrannten Wangen und stieg ein. daß Boris Ablehnung nicht persönlich gemeint war." "Das ist ja stark. die ihm irgendwie etwas Verwegenes gaben. ihn kurz zu beäugen. eine Vollbremsung zu machen. den ich nur so vom Sehen kannte. wenn man verknallt ist. Und da war die miese Stimmung natürlich endgültig hinüber.

vor dem ins Tiefblaue reichenden Himmel. "Hoffentlich kriegen wir noch Tickets. Auf dem Parkplatz vor der Uni demonstrierte ich ihm meine Routine im Rückwärtseinparken und dann tigerten wir zu der Cafeteria. wenn jemand bei einem ist. Das hatte sicher nichts zu bedeuten. Naja. in dem Chaos. aber es sah so aus. wie unruhig ich auf der Fahrt war. die ich ablassen wollte. um abzuchecken. War ein heißes Gedränge. und die Bude mit den Lichtern überall sah nicht schlecht aus. ihn zu verlieren. So eine Uni ist nicht verkehrt. in dem Alter hat man nie Kohle. War zwar die totale Spießer Karosse gewesen. Wir unterhielten uns nicht viel. der meine Story so ein bißchen kennt. Und ich war nun mal älter. Aber das war schon mächtig lange her und heute war das schon wieder ganz korrekt. ist doch . verwarf ich die meisten Sachen. Es wurde schon dunkel. wo man noch unsicher gegenüber Älteren ist. Becken. Allerdings rechnete ich ständig damit. Wir wühlten uns durch den Eingang und ich hatte schon Angst. egal. wo die Konzerte meistens stattfanden. weil er ganz einfach in dem Alter war." "Wieso. . Mir fiel nicht viel ein."Tja. ist so ein Kasten aus Glas und Beton doch schöner. oder ob er sich jetzt absondern würde.und die Uni versetzte mich immer in so eine futuristische Stimmung. am Eingang. daß ihm irgendeine Mieze über den Weg lief und er mich dann ganz schnell vergaß." sagte ich zu Manuel. als ob man noch reinkam. langsam.ich habe ja schon erzählt. Immerhin war es sehr Positiv zu bemerken. würde ich was anderes fahren. Nachte ganz schön Druck. Ich glaube. bzw. Ich meine. Mit so was muß man immer rechnen. War ja auch nicht verkehrt. aber irgendwie hatte ich das Gefühl. und ich freute mich. früher. Bass. und er war wohl etwas schüchtern. Außerdem . daß er auch in meiner Nähe bleiben wollte. daß ihm die alte Badewanne gefiel. Als Antwort kramte er seinen Geldbeutel aus den engen Jeans und machte ein skeptisches Gesicht. ob das nun gut war oder nicht so. In dem Alter ist man leicht nervös in so 'ner Menschenmenge und freut sich. daß ich auf Science Fiction abfahre . hauptsächlich. jeder.und Snaredrum. in denen keine Bude zur anderen paßt. Auf der lange Fahrt gingen so alle möglichen Sachen in meinem Gehirn vor. Ist 'ne niedliche Art. Der Schlagzeuger war gerade beim Soundcheck und legte ein heißes Solo auf die verschiedenen Toms. auch wenn viele Leute moderne Bauart für unmenschlich und kalt halten.n heißes Gerät". die Bass und man konnte die Schwingungen sogar an der Erschütterung der Bauchdecke feststellen. ob er mit mir ins Konzert gehen wollte. "Trinkst n Bier mit?" fragte ich ihn. Aber bis jetzt sah es nicht danach aus und ich freute mich tierisch darüber. sagte er. schnell wieder. daß in diesem Fall ich derjenige war. kann sich ungefähr vorstellen. 'ne Frage zu beantworten. Wenn ich Autos klauen würde. bei solchen Typen. im Vergleich zu den meisten Städten.

weil die riesigen PA Boxen davor standen. weil ich bei so was nur schwer stillhalten kann. Das ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck. so zu tanzen. Und ich mußte mich auch beherrschen. Es dauerte eine ganze Weile. genau genommen. war ganz schön aufregend. daß er keine Mieze dabei hatte. "Oha! Das ist korrekt. Ist sicher ein starkes Feeling. was werden würde. hätte ich es spätestens jetzt gemerkt." sagte ich. Und als der Soundcheck dann abgeschlossen war. warum ich meinen Arm nicht nachführte. hätte ich sicher auch bald ein bißchen das Tanzbein geschwungen. jeder Trommelschlag körperlich spürbar wird. Wenn ich alleine hier gewesen wäre. Als dem Lead-Gitarristen die E-Saite riß. weil es mehr tierisch abging. und kratzte das ganze Silberpapier von dem grünen Flaschenhals ab. Ich glaube. laut genug. Irgendwie ist es ja problematisch. so was richtig einzupegeln. daß es nicht verzerrt." sagte er und sah mich dabei kurz. und dieser Blick aus seinem hübschen Gesicht machte mich für einen Augenblick voll happy. weil ich mit so einem Traumtyp zusammen war. Zu dem wuchtigen Rhythmus und den Klangharmonien kam natürlich noch der Anblick der Gruppe. Schön warm zumindest. man kann so ein Life-Konzert nicht in Schriftform rüberbringen. Wie man überhaupt sehr viel starke Sachen kaum entsprechen verbalisieren kann. wenn ich ihm total unsympathisch gewesen wäre. Aber egal. Wir liefen ein bißchen übers Parkett. tigerten die Jungens von der Gruppe alle auf die enge Bühne. die in wechselndes. Ich war nur reichlich nervös. da oben zu stehen. aber dafür sehr freundlich an. Wir fanden noch zwei zusammenhängende Stehplätze an der linken Peripherie des Saales und stellten uns zwischen die Menschenmasse. oder so. und ich nicht wußte. und so begrüßt zu werden. berührten sich unsere Arme. und es ging ein tierisches Getöse unter den Leuten los. das ist schon stark. daß man es nicht als dummes Rumgehüpfe deklassieren kann. aber nach einer Weile fingen die ersten Leute auf dem Parkett in der Mitte an zu tanzen. daß einem die Ohrläppchen schlackern und doch so. was Manuel für einen Eindruck von mir hatte. Aber ich glaube. Nach dem Drummer kam das Gebläse zum Soundcheck. und es war mir nicht gleichgültig. wenn er eine feste Freundin gehabt hätte. . Aber was sagt das schon? Eigentlich nicht viel. Ist scheinbar nicht so einfach. Das war ein ziemlich schönes Gefühl. Es dauert immer eine Zeit. Dann zählte der Drummer vier Takte vor und dann ging es los. um ihn aus seiner Verlegenheit zu befreien und holte zwei Becks. Die Flaschen waren schön kalt und beschlugen von oben bis unten. CALIBER 38 hat nämlich drei Bläser. im Takt mitschwingendes buntes Licht getaucht wurde. aber ich wußte nicht. Ich war nicht sicher. Zwei der Musiker konnten wir nicht sehen. Obwohl die das ja eigentlich auch schon ein bißchen eher hätten machen können. und ich war ganz gut drauf. was Manuel dazu sagen würde."Laß man stecken. bis die Stimmung sich etwas gelockert hat. ob es etwas zu bedeuten hatte. Diese Ungewißheit. Und er zog seinen Arm auch nicht weg. Wahrscheinlich hätte er sie ja mitgebracht. Jedenfalls wenn man auf einmal in so einen gewaltigen Berg von Klängen getaucht wird. Ich meine. bis er seine Stellung veränderte.

Aber ich traute mich ja nicht mal. Allerdings nützte dieser sportive Einsatz nicht viel. was?" Ich lächelte zurück und blickte wieder zu der Bühne. wenn er nicht mehr wollte. als Caliber 38. als wenn er voll breit wäre und fragte. während ich einwilligte. ob ich denn noch fahren könnte. Murphy sprang zum Glück gut an und blamierte mich nicht mit stundenlangen Genudel und anschließendem Überbrücken. Er bewegte den Kopf im Rhythmus der Musik und die Adern in seinem kräftigen Hals traten hervor. Und ich machte auch einen auf schwindelig und sagte: "Kein Problem. Er hatte einen ziemlich knackigen Hintern." Er lachte und ich konnte mich nicht dazu entschließen. Ich lächelte ihn gequält an. die Karten offen auf den Tisch zu legen. näher an die Bühne. Er tat so. Ich war wieder ziemlich intensiv mit meinen teils hoffnungsvollen. Andererseits mußte ich das irgendwie abchecken. lächelte er und rief mir zu: "Das fetzt ganz schön los. Und da mein momentaner Zustand zu neunundneunzig Prozent von ihm abhing. da alles sofort wieder beschlug und die ersten Kilometer zum reinsten Blindflug wurden. daß ich ihn von der Seite ansah. Wir unterhielten uns so gut wie fast gar nicht. wie sie ihn sangen. daß wir nichts mitgenommen haben. ihn im Scherz zu berühren. weil es draußen ziemlich kühl war und wir mußten erst mal ganz schön viel wischen. obwohl ich natürlich viel lieber eine mehr zärtliche Berührung gehabt hätte. seine Haare und seine kleine Stupsnase. hätte ich nichts davon gehabt. was er oft genug haben mußte. obwohl es natürlich das ehrlichste und von daher korrekteste gewesen wäre. Ich achtete nicht so auf den Text. nur um ihn zu berühren. wie lange ich noch bleiben wollte. Ein echtes Problem war. schien er auch nicht ganz asexuell zu sein. "Willst los?" fragte ich ihn und er sagte so was. Aber so was hatte ich nun mal nicht drauf. merkt man gar nicht. aber er bewegte doch seinen Körper ein bißchen im Rhythmus. noch hier zu bleiben. daß seine Nase mir wichtiger war. Wenn man so von Rhythmus umgeben ist. aber ich mich dann dauernd zurückhalten mußte. weil es mir auch nichts gab. Als er merkte. jedenfalls fragte Manuel mich auf einmal. seine schweißnasse Haut. wie sich die Zeiger seiner Uhr bewegen. Die Fenster waren total beschlagen. daß wir uns mal wiedersehen würden. Ein Wunder. Mir fiel nicht viel ein und ihm erging es wohl ähnlich. daß mich nur niedere Gefühle bewegten. wie naja. Es war nicht so mein Fall. Es wäre sicherlich die unauffälligste Art gewesen. aber ich stand unheimlich auf seinen Hals. wie ich das schaffen konnte. weil es ein ziemlich deutliches Zeichen dafür war. Die Musiker strahlten auch jede Menge Erotik aus. Kann sein. aber so. wahrscheinlich nicht mal ungewollt. Das war nicht zu seicht und auch nicht zu hart. was aber deutlich genug war. die Beine ganz dicht beisammen.Später ging er etwas vor. . wenn Du mich bis zum Auto stützt. wenn wir uns anfreunden würden. teils resignierenden Spekulationen beschäftigt. Ich wollte ihm ja auch nicht zu nahe treten. mich tatsächlich bei ihm aufzustützen. Er tanzte zwar nicht. Er schien auch ganz gut drauf zu sein und auf dem Weg zu meiner Dose alberten wir etwas rum. Ich legte eine Kassette von Mike Batt ein.

"Du kannst mich da vorne rausschmeißen. "Quatsch. hätte ich ihn ja noch zu mir einladen können . "Tja." sagte er und lächelte. Er dirigierte mich durch ein paar Nebenstraßen. daß er auch mal durchkabeln würde. vielleicht will ich dann ja auch gerade. Ich hätte ihn fragen können. obwohl ja damit gar nicht garantiert war. Es war jedenfalls alles ziemlich schwierig. Er hielt mir seinen Unterarm hin und sagte: "Schreib drauf." "Das ist 'ne Idee. daß ich nichts finden würde. Wenn ich jetzt eine eigene Bude gehabt hätte.Solche Freunde hatte ich genug. die in dem unwirklichen Licht des Vollmondes ganz schön hell wirkten. Vermutlich hatte er morgen schon alles vergessen." sagte ich deshalb nur." unterbrach er mich in meinen Spekulationen. Auf die Art konnte ich immerhin herausfinden. was zu Schreiben zu suchen und hatte auf einmal die Angst. aber sicher hätte er dann gleich gedacht. Obwohl mir das überhaupt nichts nützte." .aber ich wohnte ja noch zu Hause und es wäre sicher ganz schön unromantisch gewesen. Ich fahr Dich noch nach Hause. "Geschmacksache. Wenn Dich dann jemand vergewaltigt. aber meine verbale Kreativität verkrümelte sich in die hinterste Ecke meiner Rübe und mir fiel nicht das Geringste ein. und eine unerwiderte Liebe zur Zeit genügte voll. War n dufter Abend. ob ich ihn mal hätte fotografieren können. weil ich das ganze Haus aufwecken würde. aber nicht ein Fetzen Papier. schien aber nichts dagegen zu haben.Da wohnst Du? Schönes Haus. . Ziemlich nervös fing ich an. ein Kugelschreiber fand sich im Chaos von Murphys Handschuhfach. kannst Dich ja mal melden." Er lachte etwas über meine Begründung." "Stimmt! Wenn Du öfters in Konzerte fährst. wenn auf einmal mein Alter in die Bude gekommen wäre und einen Riesen-Larry gemacht hätte. wie ich einen späteren Kontakt herstellen konnte. mach ich mir ein Leben lang Vorwürfe. dann vielen Dank fürs Mitnehmen. wenn jetzt nicht der Grundstein für ein späteres Wiedersehen gelegt wurde. Ich hab's dann nicht mehr weit. Ich war krampfhaft am überlegen. Ganz abgesehen davon. wenn ich so spät in der Nacht noch einen so jungen Typ zu mir einlud. was er sich wohl denken würde. wo er wohnte. Immerhin." Diese Aufforderung machte mich fast glücklich.das heißt. Ich meine. daß ich Nacktaufnahmen von ihm machen wollte. Dann gib mir mal Deine Telefonnummer. wenn ich das gepackt hätte . Bis Manuel die Lösung einfiel.

was Sache ist und man es nicht mal drauf hat. ich mochte die Art. sehr beschäftigt mit der Überlegung. die schönen Augen und seinen Mund. sich zu bewegen. als er sich die Ziffern betrachtete. Er winkte noch mal durch die beschlagene Scheibe und lief zum Haus. wenn wir uns mal wiedersehen würden. sehr viel für Manuels Arm über. Und sonst kannst Du Dich ja mal melden. Hau rein!" und knallte die Tür zu. männlichen Eigenschaften durchscheinen ließ." "Hoffentlich sagst Du das nicht nur so aus Höflichkeit. ob ich nicht noch mal zurückfahren sollte und ihn fragen ." Er sagte nur ein enttäuschendes "Ja" dazu und um keine Verlegenheit aufkommen zu lassen. ich mochte dieses sonnige Lächeln. schob ich gleich nach: "Na gut. sondern nur niederes Verlangen nach seinem erotischen Körper. für mich war es jedenfalls ein ganz starker. von der Hitze des Konzerts und ich war reichlich nervös. Aber dieser gehörte eben Manuel. wie er sich ausdrückte und den Sound seiner Stimme. aber zugleich solche Offenheit und Freundlichkeit . die jungenhafte Art. seine Unbeschwertheit und seinen Namen. solche ganz einfachen Sachen abzuchecken. Ich meine. Manuel. aber auch für die Natürlichkeit. die die urigen. um ihn nicht an mich zu drücken. auf seine braune und makellose Haut und seine Art. und ich hatte sehr. daß wahre Liebe ~ nicht vom Äußeren eines Menschen abhängen sollte. vielleicht hatte ich in meinem Leben zu wenig davon bekommen. Währenddessen mußte ich mich ganz schön zusammenreißen. daß es keine hehre Verehrung seiner inneren Werte war. und es ist mir auch egal. Und träum was Schönes.Er hatte die Ärmel von seinem Flanell-Hemd noch hochgekrempelt. Ich hatte nun mal viel übrig für diese Art von Schönheit. "Na gut. es gab Milliarden Arme auf der Welt. wenn Du willst. oder ob er was für mich übrig hatte? Es ist eine verdammt blöde Angelegenheit. wenn man nie weiß. obwohl er absolut nichts Besonderes war. daß das alles nur ganz primitive Maßstäbe waren. ich fuhr voll ab. Vielleicht nur die Sehnsucht nach Zuneigung und Zärtlichkeit. Ich wendete die Kiste und fuhr langsam weg. für was andere es halten. Sein Arm fühlte sich schön kräftig an und an der Innenseite schimmerten die feinen Äderchen durch. wenigsten seinen Arm zu berühren. Mir ist es auch egal. als ich den Arm mit der einen Hand umfaßte und mit der anderen die Telefonnummer meiner Alten auf die weiche Unterlage kritzelte. Verdammt.ja. ich würde mich echt freuen. auf seine blonden Haare und seine Augenbrauen. Es war schön." Er lächelte wieder und sagte: "Du auch. ehrlicher Wunsch. Dann schlaf gut. Ich ruf mal an. was? Ob er noch mit zu mir kommen wollte. Ich weiß nicht. Er hatte wieder dieses offene. ob meine Empfindungen edle Sehnsucht oder primitives Verlangen war. unbeschwerte Lausbubenlächeln auf den Lippen und in den Augen. die ich anlegte. Ich meine. Kann sein.

den Mond durch die versyphten Scheiben angeglotzt und versucht. seine Nähe zu spüren und so.ganz leise sprach ich den Namen aus. daß sein Leben so ganz ohne irgend etwas Schönes verlaufen war. daß es bei mir besser laufen würde. als würde es nie einen anderen gegeben haben. als ob er von nichts wüßte. als ich zu Hause angekommen war. ob das etwas Gutes zu bedeuten hatte. ihn liebhalten zu können. mir vorzustellen. ob dieser Typ eben für mich da war. Und es gab wirklich kaum positive Hinweise darauf. Der Name Manuel war auf einmal so fest in meinem Speicher. bevor ich ihm Einzelheiten über meine Gefühlswelt erzählt hatte. . Dann mußte ich wieder daran denken. Null Ahnung. Und ich mußte an den Postboten aus unserem Nest denken und daran. in der ich das in seiner Gegenwart tun konnte. Aber ich hoffte ganz stark. Ganz sanft. Aber er tat so. diesen Typ als Freund zu haben. Ich sah zum Mond hinauf. Scheinheiliger Bursche! Manuel . daß irgendwann einmal eine Zeit kommen würde. daß auch Boris immer so nett und lieb zu mir gewesen war. wie es wäre. Ich habe noch eine ganze Weile in meiner Mühle gesessen.verbreitete. als könnte er mir irgendeinen Tip geben. Manuel sagen.

daß er mich nicht wirklich so toll fand.. knackigen Freund. d.h.Nachwort Es ist nun etwa 20 Jahre her. und diese Vertrautheit. finde mich auch schöner als wahrscheinlich 90 Prozent der Männer. einen wunderschönen. was ich mir wünsche. mein Liebesleben in den Griff zu kriegen. Selbst in spirituellen Kreisen gibt es noch die unterschiedlichsten (menschlichen) Stellungen [ :-) ] dazu. wo es einfach wunderschön war. einfach nur so. Naja. habe die beiden spirituellen Bücher "Entwirrungen" und "Zusammenhänge" geschrieben. Und obwohl ich dort die Überzeugung vertrete. hübscheren. wovon ich träume. Er kam am Wochenende. ich holte ihn vom Bus ab und wir fuhren zum Badesee. einmal hatte ich das Glück. oder vielleicht verlieben okay. die wohl ziemlich unbekannt ist. die meinen. wenn wir uns selber verändern. vielleicht nackt im Bett zu liegen und in UFO-Zeitschriften zu blättern oder so. Die meisten jungen Menschen gehen voll locker damit um. seine Sexualität zu befreien. ohne daß ich deswegen verurteilt werde.. Aber dennoch ist es eine der schwersten Dinge im Leben. Ich hatte kurze Zeit mal das Glück. fühle ich mich dann doch immer häßlich und denke. halten dann wieder Homosexualität als eben doch nicht natürlich. wie ich ihn. in der Öffentlichkeit. (Der kann mich ja gar nicht lieben) . daß ich letztlich zu einer Befreiung dessen kommen muß. etwas mit uns zu tun hat. der etwas Bodybuilduíng gemacht hat (nicht so übertrieben. Ich weiß. mich selbst zu lieben und schön zu finden. Vieles hat sich inzwischen geändert. Die Gesellschaft ist offener geworden. gefärbt) Lausejungen kennenzulernen. die offensichtlich auf viel positive Resonanz stoßen. wenn er auf mir lag und wir einen Orgasmus bekamen in einer Stellung. weil er einfach nur nackt auf mir lag und ich ihn überall spüren konnte und es unbeschreiblich geil war. Ich kann heute zu meiner Veranlagung stehen. daß ich diesen Roman geschrieben habe. gebräunte Haut hatte und irgendwie ganz süß war. der kann mich ja gar nicht lieben. anschließend zu mir. ich hatte leider die ganze Zeit das Gefühl. (den ich auch noch kannte) und war weg. daß wir alle Teil von Gott sind und das. bei der Arbeit. habe ich es nicht geschafft. und irgendwann nach nem halben Jahr verliebte er sich in einen jüngeren. von denen ich träume. aber bei denen. Sexualität sei gut. Ich versuche. ist nach wie vor in weiter Ferne. obwohl. daß wir unser Leben verändern können. aber den ausgeführten Sex denn doch als schmutzig. Dann zusammen da zu liegen. Wahrscheinlich hab ich ihn weggedacht. aber echt netter Body) glatte. nur ein paar glückliche Stunden zusammen zu sein mit einem hübschen. Inzwischen habe ich mich mit vielen neuen Gedanken befaßt. Das. was in unserem Leben auf uns zukommt. blonden (naja. Das gilt sicherlich nicht nur für Homosexualität. Einige.

Aber man sieht. . es ist nur eine Falle. was auf dem schwulen "Markt" schon ein Alter ist. wo man schon erheblich reduzierte Chancen hat. ich sollte es noch mal versuchen. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. wenn ich es mir eingestanden hätte. daß ich mich selber von Vorgaben befreien muß. schaffe es aber auch nie sehr lange und denke dann. Es bleibt also schwierig. nicht zu onanieren. aber es ist halt nur der Aspekt. So bin ich inzwischen 40 Jahre alt geworden.die eine oder andere Gelegenheit hätte es vielleicht doch gegeben. weil man sonst sicher manchmal ganz schön Probleme gekriegt hätte. Heute ist das ja schon viel lockerer als zu der Zeit meiner Pupertät. Dann habe ich ihn kennengelernt. denn das. Jetzt denke ich immer wieder. es ist Quatsch. da eine Klarheit reinzukriegen. ich denke. Denn warum sollte ich etwas unterdrücken. Ich weiß.. die wollen.. als würde ich nur Äußerlichkeiten suchen. Zumindest bei den hübschen. Aber vielleicht sind es ja auch irgendwelche bösen Kräfte. jungen Typen. von Vorbedingungen. Klar. warum kann es nicht noch mal so sein? Damals hatte ich ein paar Wochen mir vorgenommen. was mir offenbar ja doch Spaß macht. wenn man sie lange Zeit unterdrücken mußte. was ich mir erträume. Warum sollte es nicht möglich sein? Es ist schwer. es klingt so.Das ist jetzt schon 3 Jahre her und ich denke. Obwohl. Irgendwann hoffe ich. den ich am besten beschreiben kann. wäre so wunderschön. zu seinen Gefühle zu stehen. die ich mir selber stelle.. Eines Tages. daß ich mich von den Zwängen befreien kann. daß wir unsere sexuelle Energie überall "verspritzen"??? Es ist wirklich schwer. was alles für bescheuerte Gedanken kommen. im Nachhinein .

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