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Walliser Bote Dienstag, 5. November 2013

SPORT
Frauen-Eishockey | Drei Testspiele der Nati

BERGDORF-EM

BDM | DV und Preisverteilung in Staldenried

2016 in Morzine-Avoriaz
Die 3. Bergdorf-Europameisterschaft im Fussball wird vom 2. bis 5. Juni 2016 in Frankreich, in Morzine-Avoriaz (F) auf 1500 Meter Höhe stattfinden. FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, der zu den Gründern dieses originellsten europäischen Fussballwettbewerbs gehört, sieht darin eine Initiative, die völkerverbindende Idee des Fussballs zu stärken. UEFA und SFV bezeichnen das Turnier in Morzine-Avoriaz erneut als einen idealen Auftakt für die UEFA EURO 2016™, die in Frankreich stattfinden wird. Die 1. Bergdorf-EM fand 2008 im Oberwalliser Bergdorf Gspon auf 2008 Meter Höhe statt, die Bergdorf-EM 2012 in Kleinarl (A) auf 1014 Metern. An beiden bisherigen BergdorfEuropameisterschaften beteiligten sich Amateurteams aus zwölf europäischen Ländern (Österreich, Ukraine, Polen, Tschechien, Dänemark, Italien, Deutschland, Niederlande, Frankreich, Schweden, Spanien und der Schweiz). Der Europameistertitel der Bergdörfer ging wie an den offiziellen Europameisterschaften jeweils an Spanien. | wb
SAC SWISS TEAM

Grosse Neuerungen
Am Samstag konnte die BDM-Saison 2013 offiziell und erfolgreich abgeschlossen werden. Die DV stand im Zeichen von Erneuerungswahlen und brachte einige wegweisende Neuerungen im Wettspielreglement mit sich.
Bei der Delegiertenversammlung konnten neben den zahlreich anwesenden Vertretern der Vereine auch viele Ehrenmitglieder und Gäste begrüsst werden. Im Vorstand der technischen Kommission kam es zu zwei Wechseln. Die beiden langjährigen und erfahrenen Vorstandsmitglieder, Schiedsrichterobmann Marcel Ammann und Präsident Andreas Theiler, wurden von der DV würdig verabschiedet und durch Renato Salzgeber und Geri Zimmermann ersetzt. Renato Salzgeber wird neu die Geschicke als Schiedsrichterobmann übernehmen. Geri Zimmermann wird die BDM in den kommenden Jahren als Präsident führen und nach aussen vertreten. Die restlichen Mitglieder der technischen Kommission wurden mit Applaus für eine weitere Periode gewählt. Nach der Wahl der TK war eine Ersatzwahl in der Rekurskommission nötig. Der scheidende BDM-Präsident wurde als Mitglied und neuer Präsident in die Rekurskommission gewählt. Die Rechnungsrevisoren wurden in ihrem Amt ebenfalls per Akklamation bestätigt.

Williner und Lussier
Härtetest für die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft in der Vorbereitung auf Olympia: Die Schweizerinnen bestreiten in Tokyo am kommenden Wochenende drei Spiele in drei Tagen. Mit zwei Walliserinnen.
Der Trip nach Japan (das Team fliegt morgen, bestreitet drei Spiele und kehrt am Sonntag zurück) bedeutet in Sachen Belastung Neuland für die Nati. Headcoach Kammerer erwartet «ein aussergewöhnliches Turnier in ungewohnter Umgebung und einer Reihe von Unbekannten». Die Nacht vor dem ersten Spiel gegen Deutschland (Donnerstag, 18.00 Uhr Lokalzeit) werden die Schweizerinnen im Flieger verbringen. Für die 19-jährige Gliserin Karin Williner ist die Reise nach Japan das zweite wichtige internationale Stelldichein nach den Weltmeisterschaften im April in Ottawa. Zu ihrem ersten Einsatz hingegen wird die KanadaSchweizerin in Diensten des HC Siders, Barbara Lussier, kommen. Die 20-Jährige hat ihre reglementsgemässe, zweijährige Wartezeit, in der sie in der Schweizer Meisterschaft spielen musste, hinter sich und könnte auch in Sotschi für die Schweiz spielen. Für Kammerer und seinen Staff ist der Abstecher ein willkommener Härtetest, der unter Umständen die

Nati-Aufgebot. Karin Williner.
FOTO ZVG

entscheidenden Mosaiksteine für die Selektionen für Sotschi bringen kann. Die Ziele sind hoch gesetzt, trotz erschwerten Bedingungen: «Wir haben uns für die drei Spiele einiges vorgenommen, sowohl resultatmässig als auch im technisch/taktidm schen Bereich.»
Das Aufgebot. Tor: Florence Schelling (Bülach), Janine Alder (Winterthur). – Feldspielerinnen: Laura Benz (ZSC), Romy Eggimann (Lugano), Sarah Forster (Lugano), Angela Frautschi (ZSC), Barbara Lussier (Bomo Thun/Siders), Alina Müller (ZSC/Winterthur), Kathrin Nabholz (ZSC), Evelina Raselli (Lugano), Dominique Rüegg (Weinfelden/Uzwil), Ophélie Ryser (Uni Neuchâtel), Andrea Schranz (Bomo Thun), Anja Stiefel (Lugano), Sandra Thalmann (Reinach), Meyrl Vaucher (Uni Neuchâtel), Karin Williner (Uni Neuchâtel), Sabrina Zollinger (ZSC). Die A-Nati-Spiele in Japan 7. November, 11.00 Uhr Schweizer Zeit: Schweiz - Deutschland. 8. November, 11.00 Uhr: Schweiz - Tschechien. 9. November, 11.00 Uhr: Japan - Schweiz.

Preisträger und Vorstand. Die Preisträger mit Ehrengast Stephan Lehmann (oben) und der neue Vorstand der BDM. FOTOS ZVG

Tony Sbalbi ist neuer Trainer
Tony Sbalbi aus Passy (FRA) ist der neue Trainer im Bereich Skitourenrennen beim Schweizer Alpen-Club SAC. Er tritt die Nachfolge von Grégory Gachet an. Der Franzose Tony Sbalbi ist der neue Trainer der Elite-Nationalmannschaft Skitourenrennen vom Schweizer AlpenClub SAC. Der erfahrene Trainer und Bergführer wohnt in Passy, am Fusse des Mont Blanc. Er nimmt sein Amt ab sofort in Angriff. Der 44-Jährige verfügt über ein Trainerdiplom der 3. Stufe des italienischen Wintersport-Verbandes FISI (Federazione Italiana Sport Invernali). Zusätzlich zu seiner 40-Prozent-Stelle beim SAC arbeitet er als Bergführer für die «Groupe Militaire de Haute Montagne de Chamonix». Als ehemaliger Läufer der französischen Nationalmannschaft ist er bestens gerüstet für diese Aufgabe. Er bringt internationale Erfahrung im Spitzensport Skitourenrennen mit und ist höchst motiviert, die Schweizer Athleten im Hinblick auf die Heim-Weltmeisterschaften 2015 und an den internationalen Wettkämpfen zu betreuen. | wb
HC RED ICE MARTINACH

Einführung der Rückpassregel
Während der vergangenen Saison war eine Wettspielreglement-Kommission im Einsatz mit dem Ziel, der diesjährigen DV ein überarbeitetes Wettspielreglement zur Abstimmung zu unterbreiten. So konnten interessante Neuerungen zur Abstimmung gebracht werden. Die Einfüh-

rung der Rückpassregel stellt dabei die wohl wichtigste Neuerung dar. Daneben hat die DV beschlossen, die Entscheidungsspiele um Meister, Auf- oder Abstieg in Zukunft nicht mehr durchzuführen. Auch soll es in der Gruppe C möglich werden, sechs Auswechslungen pro Spiel vornehmen zu können. Dies in dem Sinne, dass Nachwuchsspieler zu mehr Einsatzzeit kommen sollen. In einem zweiten Anlauf wurde die vermehrt zur Diskussion stehende Spielberechtigung für Spieler mit Permis B oder L gelockert. Neu dürfen zwei Spieler mit genanntem Status auf dem Spielfeld im Einsatz stehen. Dies darf als wichtiges Zeichen der Integration gedeutet werden. Die diversen Grussbotschaften des Ehrenpräsidenten, aus dem Kreis der DV und seitens der geladenen Gäste bildeten einen schönen Abschluss der Delegiertenversammlung.

Stephan Lehmann als Ehrengast
Bei der Preisverteilung am Abend führte Gemeindepräsident Dominik Abgottspon souverän durchs Programm. Die Torschützenkönige, Aufsteiger und Meister wurden offiziell geehrt und durften die Preise und Wanderpokale von der FC-Sitten-Torhüterlegende Stephan Lehmann in Empfang nehmen. Anschliessend blieb genügend Zeit, die abgelaufene Saison im Kreise der BDM-Familie gemütlich ausklingen zu lassen. Der FC Gspon zeichnete sich während des ganzen Tages als umsichtiger und gut vorbereiteter Organisator aus und überliess nichts dem Zufall. Für den grossartigen Rahmen bei der diesjährigen DV und Preisverteilung wurde den Organisatoren bestens gedankt. Die BDM geht nun in die wohlverdiente Winterpause und wird im Frühjahr zu einer nächsten erfolgreichen Bergdorf-Fussat ballmeisterschaft starten.

Frauen-Eishockey: Auf Playoff-Kurs
Lugano geht als Leader in die Masterround der Schweizer FrauenEishockey-Meisterschaft: Die Tessinerinnen haben die Qualifikation mit nur einer Niederlage gegen Uni Neuchâtel beendet. Alle drei Oberwalliserinnen – Céline Abgottspon, die Luganeser Verteidigerin, die in ihrer ersten NLA-Saison nach 9 Spielen auf eine beachtliche Skorerbilanz von 2 Toren und 5 Assists kommt, wie auch Karin Williner (1/4) mit Uni Neuchâtel und Jacqueline Kalbermatter mit Bomo Thun – sind weiterhin auf Playoff-Kurs. dm
Frauen. NLA. Reinach - ZSC Lions 0:9 (0:3, 0:3, 0:3). Lugano - Weinfelden 6:1 (2:0, 4:1, 0:0). Reinach - Bomo Thun 3:6 (0:5, 1:1, 2:0). – Rangliste nach Qualifikation (je 10 Spiele): 1. Lugano 27 (Punkte für die Masterround: 14). 2. ZSC Lions 24 (12). 3. Uni Neuchâtel 18 (9). 4. Bomo Thun 14 (7). 5. Reinach 7 (4). 6. Weinfelden 0.

Schwimmen | «Red-Fish-Challenge» in Neuenburg

Der OW88 überzeugte
Mit einem eindrücklichen Teilnehmerfeld von 700 Schwimmern und über 3500 Einzelstarts präsentierte sich die «Red-Fish-Challenge» in Neuenburg als Grossanlass, der auch im Wettkampfkalender des Schwimmvereins Oberwallis OW88 jeweils rot angestrichen wird.
Am Wochenende reiste Cheftrainer Damian Steffen mit neun Schwimmerinnen und Schwimmern zwischen 13 und 17 Jahren an diesen renommierten Wettkampf, an dem sich die besten Schweizer Nachwuchsschwimmer messen. Für die OW88Schwimmer war dies nach einer zweimonatigen Trainingsphase zu Beginn der neuen Schwimmsaison eine wichtige Standortbestimmung. Bei diesem zweiten Wettkampf setzte sich Trainer Steffen neben der kontinuierlichen Verbesserung der persönlichen Bestzeiten sowohl einzelne Medaillenränge als auch das Erreichen neuer Westschweizer Limiten zum Ziel.

Sechs Podestplätze
Die Medaillenhoffnungen wurden mit sechs Podestplätzen mehr als erfüllt, und auch die streng angesetzten Zeitlimiten für die kommenden Westschweizer Meisterschaften in Montreux wurden von mehreren Schwimmern erreicht. Liz Konan (2001) bot wie bereits in der vergangenen Schwimmsaison eindrückliche Leistungen und schwamm sich über 100 m Freistil (1:12,60), 50 m Rücken (38:83), 50 m Delphin (35:96) und 100 m Delphin (1:24,15) viermal aufs Podest. Über 100 m Rücken verpasste sie eine weitere Medaille nur knapp. Laura Aquilino (2000) erreichte über 50 m Delphin (35:19) die grösste persönliche Verbesserung innerhalb ihres Vereins. Auch sie konnte sich in jedem Rennen steigern und so die bereits im Mai 2013 geschwommene Westschweizer Limite nochmals um einige Hundertstel unterbieten. Im 100-m-Lagenrennen zeigte Aquilino in 1:19,16 ebenfalls eine gute Leistung und unterbot damit die Zeitlimite von 1:22,00 deutlich.

Trainingsmatch gegen Yaroslavl
Der HC Red Ice Martinach nutzt die Meisterschaftspause zu einem Trainingsmatch. Der Unterwalliser NLB-Klub trifft am Freitag, 8. November, auf die russische Equipe von Lokomotiv Yaroslavl, aktuell in der Gruppe West der Kontinental Hockey League im 11. Rang klassiert. Der Match beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintrittspreis wurde einheitlich auf fünf Franken festgelegt, Abos behalten ihre Gültigkeit. | wb

Anja Kummer (2000) liess über 100 m Delphin (1:18,74) die meisten Konkurrentinnen klar hinter sich und erreichte den ausgezeichneten zweiten Platz. Auch sie konnte ihre gute Form in allen Rennen bestätigen und wird mit der bereits im September geschwommenen Limite über 100 m Lagen (1:21,19) im Februar ebenfalls in Montreux dabei sein. Auch Enja Kluser (2000) sicherte sich mit ebenfalls starken Leistungen (100 m Lagen in 1:19,67, 100 m Rücken in 1:17,92) ihre Teilnahme an den Westschweizer Meisterschaften. Zwei weitere Limiten über 200 m Rücken (2:49,42) und über 100 m Freistil (1:10,89) verpasste sie nur knapp.

Erfolgreich. Die OW88-Teilnehmer in Neuenburg.

FOTO ZVG

Limiten und Bestzeiten
Joelle Moritz (1999) durfte sich über 50 m Delphin (30:06) als Siegerin feiern lassen. Auch sie zeigte in allen Rennen beeindruckende Leistungen. Bereits im September sicherte sie sich über 100 m Lagen (1:15,00) die Teilnahme in Montreux. Nun kamen am Wochenende noch die

beiden Limiten für 100 m Freistil (1:06,53) und 200 m Lagen (2:48,39) dazu. Über 100 m Rücken (1:18,04) fehlten ihr gerade einmal vier Hundertstel. Paolo Andenmatten (2000) zeigte gegenüber den vergangenen Wettkämpfen eine klare Steigerung. Auch er konnte alle seine persönlichen Bestzeiten unterbieten. Bryan Morisod (1998), der in diesem Jahr neu für den OW88 startet, verbesserte sich im 100m-Freistilrennen (1:05,83) um rund fünf Sekunden. Dario Schnidrig (1996) tastete sich mit einem guten Rennen über 100 m Freistil (1:00,94) erstmals an die «magische Minutengrenze» he-

ran, und auch im 200-m-Rückenrennen (2:42,38) zeigte er einen guten Wettkampf. Ramon Lochmatter (1996) kämpfte sich nach einer langen, gesundheitlich bedingten Trainingspause wieder zurück. Sein Ziel war es, die persönlichen Zeiten zu bestätigen, was ihm gelang. Über 50 m Delphin (29:26) reichte es sogar für eine neue Bestzeit. Ein nächstes «Kräftemessen» wird am 7./8. Dezember in Plans-les-Ouates (Genf) stattfinden, der OW88 wird mit seinen jüngsten Wettkampfschwimmern ebenfalls dabei sein. Weitere Resultate unter www. ow88.ch. | wb

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