CHRISTLICHE MEISTER

IGNATIUS VON LOYOLA

DIE EXERZITIEN

JOHANNES

12. Auflage 1999 ©Johannes Verlag Einsiedeln, Freiburg Mit kirchlicher Druckerlaubnis des Bischöflichen Ordinariates Basel vom 2. April 1946 Druck: Kösel, Kempten ISBN 3 89411 028 7

Seele Christi, heilige mich. Leib Christi, rette mich. Blut Christi, berausche mich. Wasser der Seite Christi, wasche mich. Leiden Christi, stärke mich. O guter Jesus, erhöre mich. In Deinen Wunden verberge mich. Von Dir laß nimmer scheiden mich. Vom bösen Feind beschütze mich. Zur Stunde meines Todes rufe mich. Und zu Dir kommen heiße mich, Daß ich mit Deinen Heiligen lobe Dich, Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

BEMERKUNGEN zur Erlangung einiger Kenntnis über die folgenden geistlichen Übungen und zur Hilfe sowohl für den, der sie zu geben, wie für den, der sie zu empfangen hat. DIE ERSTE BEMERKUNG. Unter geistlichen Übungen versteht man jede Art, das Gewissen zu erforschen, sich zu besinnen (meditar), zu betrachten (contemplar), mündlich und im Geiste zu beten und andere geistige Tätigkeiten, wie später erklärt wird. Denn wie Lustwandeln, Ausschreiten und Laufen körperliche Übungen sind, so nennt man geistliche Übungen jede Weise, die Seele vorzubereiten und in Bereitstellung zu setzen (disponer), dazu hin, alle ungeordneten Hinneigungen von sich zu tun, und nachdem sie abgelegt sind, den göttlichen Willen zu suchen und zu finden in der Einrichtung (disposiciön) des eigenen Lebens zum Heile der Seele. DIE ZWEITE. Jener, der einem anderen Weise und Ordnung für die Besinnung oder Betrachtung vorlegt, soll getreu die Geschichte erzählen, über die die Betrachtung oder Besinnung gehalten werden soll, indem er die Hauptpunkte mit kurzer und inbegriffshafter Erklärung durcheilt. Denn wenn der Betrachtende die wahre Grundlage der Geschichte so kennenlernt, daß er selbständig sie überdenken und auf ihren Grund dringen kann, und wenn er dabei irgend etwas findet, was die Geschichte ein wenig mehr erhellt und kosten läßt — mag dies nun durch eigenes Eindringen sein, oder sofern die Einsicht durch göttliche Kraft erleuchtet wird —, so gewährt dies mehr Geschmack und geistliche Frucht, als wenn der, der die Übungen gibt, den Sinn der Geschichte viel erklärt und ausgeweitet hätte; denn nicht das Vielwissen sättigt die Seele und gibt ihr Genüge, sondern das Fühlen und Kosten der Dinge von innen. DIE DRITTE. Da wir bei allen folgenden geistlichen Übungen die Akte der Einsicht im Nachdenken, die des Willens im Hingeneigt- und Hingezogenwerden gebrauchen, so sollten wir beachten, daß bei den Akten des Willens, wenn wir mündlich oder im Geist mit Gott Unserem Herrn oder mit Seinen Heiligen reden, von unserer Seite jeweils größere Ehrfurcht erfordert ist, als wenn wir die Einsicht zum Einsehen gebrauchen. DIE VIERTE. Wenn auch für die folgenden Übungen vier Wochen angesetzt werden, entsprechend den vier Teilen, in welche die Übungen eingeteilt werden, nämlich einen ersten: die Erwägung (consideración) und Betrachtung (contemplaciòn) der Sünden, einen zweiten: das Leben Unseres Herrn bis einschließlich zum Palmtag, einen dritten: die Passion Christi Unseres Herrn, einen vierten: die Auferstehung und Himmelfahrt unter Beifügung der drei Gebetsweisen — ist das doch nicht so zu verstehen, daß jede Woche notwendig sieben oder acht Tage umfassen muß. Denn da es vorkommt, daß in der ersten Woche manche zögernder sind im Finden dessen, was sie suchen: Zerknirschung, Schmerz, Tränen über ihre Sünden; wie ferner die einen eifriger sind als die andern und mehr von verschiedenen Geistern umherbewegt und geprüft, ist es erfordert, die Woche das eine Mal abzukürzen, das andere Mal zu verlängern. Und so werde es auch in den andern folgenden Wochen gehalten, indem man alles gemäß der jeweiligen Lage einzurichten sucht. Doch sollen die Übungen in ungefähr dreißig Tagen zum Abschluß gebracht werden. DIE FÜNFTE. Dem, der die Übungen empfängt, ist es sehr nützlich, mit großer Seele und mit Weitherzigkeit (con grande animo y liberalidad) seinem Schöpfer und Herrn gegenüber in sie einzutreten, Ihm sein ganzes Streben und seine Freiheit darbringend, damit Seine Göttliche

daß der Empfangende unter dem Schein des Guten angefochten und versucht wird. und wenn sie grob und offen getäuscht wird. je nach der Dringlichkeit. DIE SECHSTE. wenn ihr etwa Hindernisse vorgestellt werden. dann achte der Exerzitiengeber darauf.. als da sind Beschwerlichkeiten. viel ermahnen. was er in der zweiten Woche zu tun haben wird. DIE ZEHNTE. daß seine Seele befriedigt bleibe in Gedanken. in geistlichen Dingen nicht bewandert ist. DIE NEUNTE. DIE ACHTE. ob er sie mit Sorgfalt beachte. Menschenfurcht und Zittern um weltliche Ehre und so fort. 316f. sondern daß er in der ersten so sehr sich bemühe. daß die Stunde einer solchen Betrachtung. dann ist es an der Zeit. die sich in den Übungen der ersten Woche befindet. Für den sich Übenden ist es gut. DIE ZWÖLFTE. DIE ELFTE. eine volle Stunde in den Übungen bestanden zu haben. 73f. Von Trost und Trostlosigkeit wird Nr. weil ihr Stoff zu fein und zu hoch ist. DIE SIEBTE. dafür zu sorgen. der den Übungen der zweiten Woche entspricht. keinerlei geistliche Bewegungen stattfinden. und nicht so sehr auf dem Weg der Reinigung. Sieht der Exerzitiengeber. und er nicht von verschiedenen Geistern getrieben wird. was er sucht. sondern mild und sanft. der den Übungen der ersten Woche entspricht. und wie. und eher mehr als weniger. Denn für gewöhnlich versucht der Feind der menschlichen Natur dann mehr unter dem Schein des Guten. in bezug auf die Trostlosigkeiten und Listen des Feindes oder auf die Tröstungen die Regeln der ersten und der zweiten Woche über die Kenntnis der verschiedenen Geister erklären. daß sich der Empfangende in Trostlosigkeit und Anfechtung befindet. der sie empfängt. als ob er in der zweiten nichts Gutes mehr zu finden hoffte. Der Exerzitiengeber soll den. sich auf die kommende Tröstung vorzubereiten und in Bereitschaft zu stellen (disponer). da er in jeder der fünf täglichen Übungen oder Betrachtungen eine Stunde lang zu verweilen hat. die er in ihm spürt. Nr. und desgleichen um die Zusätze. daß in der Seele dessen. wenn einer sich auf dem Weg der Erleuchtung übt. von den Zusätzen Nr. Besinnung oder des Gebetes abgekürzt . als da sind Tröstungen oder Trostlosigkeiten. gehandelt. indem er ihm Mut und Kraft für die Zukunft einflößt. das zu erlangen. im Dienste Unseres Herrn voranzuschreiten. ihm die erwähnten Regeln der zweiten Woche zu erklären. Denn der Feind pflegt nicht wenig dahin zu wirken. so begegne er ihm nicht hart und rauh. 313f. Wenn die Person. die Trugwerke des Feindes der menschlichen Natur aufdeckt und ihm die Wege weist. daß er während der ersten Woche nichts von dem erfährt. ihr nicht die Regeln der zweiten Woche über die verschiedenen Geister vorzulegen. so sehr werden ihr die der zweiten Woche schaden. Der Exerzitiengeber kann dem Empfangenden. Denn so nützlich ihr die Regeln der ersten Woche sein werden. muß er ihn viel um die Übungen fragen: ob er sie zu den festgesetzten Zeiten halte. als daß sie ihn fassen könnte. über alle diese Dinge soll er sich im einzelnen erkundigen.Majestät sowohl seiner Person wie seines gesamten Besitzes gemäß Ihrem Heiligsten Willen sich bediene. Wenn der Exerzitiengeber gewahrt. der sie empfängt. Wenn der Exerzitiengeber spürt.

dazu bewegen dürfen. um gegen die Trostlosigkeit anzugehen und die Anfechtung zu besiegen. So soll sie. sondern. sehr angemessen. daß der Empfangende getröstet und in großem Eifer vorangeht. das eine oder andere zu begehren oder zu behalten. Dergestalt. so ist es doch innerhalb der geistlichen Übungen beim Suchen des göttlichen Willens jeweils mehr entsprechend und viel besser. unmittelbar den Schöpfer mit Seinem Geschöpf wirken lasse und das Geschöpf mit seinem Schöpfer und Herrn. eine ganze Stunde in der Betrachtung zu bestehen. finden kann. noch auch mehr zu einem Stand oder einer Lebensweise als zu einer andern. auf dem sie Ihm fürderhin je besser dienen kann. sie auszufüllen. DIE SIEBZEHNTE. Seine göttliche Majestät ordne ihre Begierden und wandle ihre ursprüngliche Neigung so. die persönlichen Gedanken und Sünden des Empfangenden auszuforschen und kennenzulernen. falls eine solche Seele ungeordneterweise an einer Sache hängt oder zu ihr hinneigt. immer ein wenig mehr als die volle Stunde ausharren. Enthaltsamkeit. damit er sich daran gewöhne. daß der einzige Grund. DIE FÜNFZEHNTE. sie zu Seiner Liebe und Seinem Lobpreis umfange und sie zu jenem Weg hin bereite (disponer). Denn obwohl es wahr ist. und obwohl ein gutes Werk. in welchem. sei der ausschließliche Dienst. DIE VIERZEHNTE. ein Amt oder eine kirchliche Pfründe zu erlangen oder zu behalten. daß Er selber. ist es. Ordensstand und jede Art von evangelischer Vollkommenheit zu erwählen. sondern zu eigenen Vorteilen und zeitlichen Interessen. daß einer einen andern richtigerweise zum Ergreifen des Ordensstandes bewegen kann. Jungfräulichkeit. deren Eignung mit Recht angenommen werden kann. die Ehre und Glorie Seiner Göttlichen Majestät. daß . Zu diesem Zweck. so soll er ihn zuvorkommend warnen. das ohne Gelübde verrichtet wird. daß der Exerzitiengeber sich weder zu der einen noch zu der andern Seite hinwende und hinneige. irgendein unbedachtes und verfrühtes Versprechen oder Gelübde abzulegen. DIE SECHZEHNTE. wozu sie die ungeordnete Neigung hat. der Schöpfer und Herr. das auf Grund eines Gelübdes getan wird. Wenn der Exerzitiengeber sieht. Es ist sehr nützlich. wieviel Hilfe oder Hemmung einer bei der Ausführung dessen. nämlich eine solche Würde und Ehrenstelle oder irgendeine andere Sache nicht anzustreben. Denn wenn wir auch außerhalb der Exerzitien erlaubterund verdienstlicherweise alle jene. die Gelübde des Gehorsams. in der Mitte stehend wie eine Waage. und darauf. dem Feind nicht nur zu widerstehen.werde. Darum soll der sich Übende. Weiter ist zu beachten: Wenn es zur Zeit der Tröstung leicht ist. sich Seiner Ihm hingegebenen Seele mitteile. was er versprechen möchte. indem sie in Gebeten und andern geistlichen Übungen hindrängt und von Gott Unserem Herrn das Gegenteil erbittet. der Armut und der Keuschheit abgelegt werden. wenn sie zum Beispiel das Verlangen hat. daß der Exerzitiengeber einerseits nicht versuche. zum Gegenteil hin sich stimmen (affectarse). hinzubewegen. sich mit Aufbietung aller ihrer Kräfte zum Gegenteil dessen. und dies nicht um der Ehre und Glorie Gottes Unseres Herrn noch um des geistlichen Vorteils der Seele willen. wie bekannt ist. sondern ihn auch niederzuschlagen. so ist doch gar sehr auf die persönliche Lage und Veranlagung zu achten. DIE DREIZEHNTE. Und je mehr er ihn als von leichtem Wesen kennt. so ist es zur Zeit der Trostlosigkeit sehr schwer. um so mehr muß er ihn im voraus warnen und ermahnen. es sei denn. Der Exerzitiengeber darf den Empfangenden nicht mehr zur Armut oder zu einem Versprechen hin bewegen als zu deren Gegenteil. verdienstlicher ist als eines. daß nämlich der Schöpfer und Herr je sicherer in Seinem Geschöpf wirke.

damit er sich in dem. die besondere. zumal wenn bei andern ein größerer Nutzen erzielt werden kann und die Zeit nicht für alles reicht. die sie empfangen wollen.). und nachher die allgemeine Prüfung erläutern. Diese Weise eignet sich mehr bei solchen. den [rechten Gebrauch der] fünf Sinne und die Werke der Barmherzigkeit erklären soll. An drei Tagen soll er jeden Morgen eine Stunde lang die Betrachtung von der ersten. Wer deshalb [nur] verlangt. zweiten und dritten Sünde halten (Nr. dem kann man die besondere und nachher die allgemeine Prüfung (Nr. was er gewonnen hat. das vorgelegt werden. daß man ihm behilflich sei. Im Verlauf der drei Betrachtungen erkläre man ihm die zehn Zusätze und halte dann die gleiche Folge ein für die Geheimnisse Christi Unseres Herrn. die außerhalb der ersten Woche liegen. noch besser alle acht Tage die Kommunion zu empfangen. damit nicht einem. alle vierzehn Tage. die er nicht ohne Überspannung seiner Kräfte zu tragen und aus denen er keinen Nutzen zu ziehen vermag. Die vorliegenden Übungen haben sich an die Voraussetzungen (disposicion) derer. die der Not einer so bewegten Seele angepaßt und zugemessen sind. Dem. wenn er sich dazu angeregt fühlt. wie sie später bei den Übungen selbst ausführlich erklärt werden. die Kirchengebote.) vorlegen. 45f. in der sie einander folgen. die einfacheren und ungebildeten Geistes sind. nämlich an ihr Alter. in der er sich zur Verfügung stellen will (disponer). wozu der Mensch geschaffen ist. woraus er jeweils mehr Nutzen und Fortschritt ziehen kann. der aber doch Bildung und gute Begabung besitzt. dann an drei weiteren Tagen die Betrachtung von der Aufreihung der Sünden (Nr. und daß deshalb von ihm nicht viel Frucht zu erwarten steht. oder. Er wird dabei für gewöhnlich um so mehr vorankommen. Desgleichen soll einem jeden entsprechend der Weise.) [betrachtend] zu beten.er aber anderseits getreu unterrichtet werde über die verschiedenen Regungen und Gedanken. DIE ACHTZEHNTE. Man empfehle ihm auch. so ist es angemessener. 65f. anzupassen. der von Dingen der Öffentlichkeit oder von wichtigen Geschäften in Anspruch genommen ist. und dazu die Anweisung.). wenn es ihm möglich ist. die die verschiedenen Geister jenem einflößen. (Nr. Dinge vorgetragen werden. ihre Bildung oder ihre Begabung. die Hauptsünden usw. erhalte. So kann er ihm entsprechend seinem größeren oder geringeren Vorankommen verschiedene geistliche Übungen vorlegen.). ihm sodann einige Anleitungen zur Prüfung des Gewissens und zum öfteren Beichten als bisher vorzulegen. 24f. gebe man für die Übungen anderthalb Stunden [täglich]. 55f. für die Zeit einer halben Stunde. indem er zum . ihm nur einige von diesen leichten Übungen zu geben. je mehr er sich abseits abscheidet von allen Freunden und Bekannten und von aller irdischen Sorge. mögen die ganzen geistlichen Übungen in der Ordnung gegeben werden. 238f. daß der Empfänger einen kleinen geistigen Horizont (de poco subjecto) oder kleine natürliche Fassungskraft besitzt. bis er zur Beichte seiner Sünden gelange. Einem. DIE NEUNZEHNTE. morgens eine halbe Stunde über die Gebote. Doch gehe der Exerzitiengeber nicht darüber hinaus und trete nicht in den Stoff der Erwählung ein noch in irgendwelche andern Übungen. der ungebildet oder von geringem geistigem Umfang ist. man kann ihm weiter. man erkläre ihm. alle acht Tage seine Sünden zu beichten und. DIE ZWANZIGSTE. hierauf handle er an drei weiteren Tagen zur gleichen Stunde von den der Sünde entsprechenden Strafen (Nr. sich zu unterrichten und bis zu einem gewissen Grade der Beruhigung seiner Seele zu gelangen. der ungehinderter ist und soweit als immer möglich voranzukommen wünscht. wobei man ihnen die verschiedenen Gebote und desgleichen die Hauptsünden. Sieht ferner der Exerzitiengeber. und die Weise zu beichten und das Sakrament zu empfangen.

bestimmen zu lassen. einander jeweils mehr helfen und fördern. haben sie vorauszusetzen. um daselbst so zurückgezogen als möglich zu leben. ohne sich durch irgendeine Neigung. und wenn er sie übel versteht. Zweitens: indem er so abseits abgeschieden steht und seine Einsicht nicht auf die Vielfalt der Dinge zersplittert. und sich ein anderes Haus oder Zimmer wählt. daß jeder gute Christ mehr bereit sein muß. Vermag er sie aber nicht zu retten. das er bewohnt hat. unter vielen andern. GEISTLICHE ÜBUNGEN dazu hin. Damit sowohl der. wie jener sie versteht. uns allen geschaffenen Dingen gegenüber gleichmütig (indiferentes) zu .Beispiel das Haus verläßt. Aus dieser Abgeschiedenheit ergeben sich. die ungeordnet wäre. ohne Furcht. Die andern Dinge auf Erden sind zum Menschen hin geschaffen. um so geeigneter macht sie sich. Gnaden und Gaben zu empfangen von Seiner Göttlichen und Höchsten Güte. als sie ihm zu seinem Ziele hin helfen. genügt dies aber nicht. daß er Gelegenheit hat. verdient nicht wenig vor Seiner Göttlichen Majestät. so verbessere er ihn mit Liebe. Gott Unseren Herrn zu loben. wie der. und so seine Seele zu retten. so forsche er nach. und soweit zu lassen. der die geistlichen Übungen gibt. ihrem Schöpfer und Herrn zu nahen und an Ihn zu rühren. zu dem hin er geschaffen ist. Drittens: Je mehr unsere Seele sich allein und abseits abgeschieden findet. und um ihm bei der Verfolgung seines Zieles zu helfen. sich selbst zu überwinden und sein Leben zu ordnen. Ihn zu verehren und Ihm zu dienen. als sie zu verdammen. und je mehr sie sich so an Ihn bindet. Hieraus folgt. drei besondere Vorteile: Erstens: der Mensch. Darum ist es notwendig. der sie empfängt. in der Weise. um mit Eifer und Sorgfalt das zu verfolgen. um so mehr stellt sie sich bereit (se dispone). PRINZIP UND FUNDAMENT Der Mensch ist geschaffen dazu hin. zum Dienst und zum Lobpreis Gottes Unseres Herrn. sich rette. der sich abseits abscheidet von vielen Freunden und Bekannten und nicht minder von vielen nicht gut geordneten Geschäften. als sie ihn daran hindern. was er so sehr ersehnt. bedient er sich seiner natürlichen Fähigkeiten in größerer Freiheit. eine Aussage des Nächsten zu retten. sie richtig verstehend. täglich zu Messe und Vesper zu gehen. von seinen Verwandten daran gehindert zu werden. sondern seine ganze Sorge auf eine einzige Sache richtet: seinem Schöpfer zu dienen und in seiner eigenen Seele voranzukommen. so suche er alle passenden Mittel. daß der Mensch sie soweit zu gebrauchen hat. daß jener.

und sich in Zukunft zu bessern. [ERSTE WOCHE] BESONDERE UND TÄGLICHE PRÜFUNG begreift in sich drei Zeiten und eine zweimalige Selbstprüfung. schlage er sich mit der Hand an die Brust. was er tut. Ehre nicht mehr als Ehrlosigkeit. wie oft er in die besondere Sünde oder den Fehler gefallen ist. und trage auf der zweiten Linie desselben Schemas soviel Punkte ein. Es folgen vier Zusätze. will sagen von der ersten zur zweiten Prüfung gebessert hat. langes Leben nicht mehr als kurzes. verglichen mit der vorigen Woche. oder Zeitraum um Zeitraum. und sehe nach. ohne daß diese merken. merke auf der ersten Linie des Schemas so viele Punkte an. sich vor jener besonderen Sünde oder dem Fehler zu hüten. DER VIERTE: Er vergleiche die eine Woche mit der andern und sehe nach.machen. ob er sich in der jetzigen. ob er sich von der ersten zur zweiten Linie. Reichtum nicht mehr als Armut. so sehe er abends nach. gebessert hat. Was auch in Gegenwart vieler geschehen kann. überall dort. Er halte also die erste Prüfung. ob er sich vom einen zum andern Tag gebessert hat. DER DRITTE: Er vergleiche den zweiten Tag mit dem ersten. um je rascher jene besondere Sünde oder den Fehler zu lassen. und nehme sich hierauf von neuem vor. sich bis zur zweiten Prüfung. einzig das ersehnend und erwählend. sich zu erinnern. zu dem wir geschaffen sind. und dementsprechend in allen übrigen Dingen. wo dies der Freiheit unseres Wahlvermögens eingeräumt und nicht verboten ist. DER ZWEITE: Da die erste Linie des Schemas die erste. . angefangen bei der ersten Prüfung bis zur gegenwärtigen zweiten. DIE ERSTE ZEIT ist. als die Zahl der Rückfälle in die besondere Sünde oder den Fehler beträgt. von dem er sich freizumachen und zu bessern strebt. daß wir von unserer Seite Gesundheit nicht mehr als Krankheit begehren. aus Schmerz. indem er Rechenschaft von seiner Seele fordert über die besondere Sache. was uns jeweils mehr zu dem Ziele hin fördert. ERSTER ZUSATZ: Sooft der Mensch in jene besondere Sünde oder in den Fehler gefallen ist. dergestalt. das heißt die beiden heutigen Prüfungen mit den beiden gestrigen. DIE ZWEITE: nach dem Mittagessen von Gott Unserem Herrn erbitten. daß der Mensch am Morgen sogleich beim Aufstehen den Vorsatz fasse. die er halten wird. die zweite Linie die zweite Prüfung bedeutet. übergehe Stunde um Stunde. die er sich vornahm und von der er sich zu befreien und zu bessern wünscht. als der Zahl der Rückfälle in die besondere Sünde oder den Fehler entspricht. zu bessern. angefangen von der Stunde des Aufstehens bis zu Stunde und Augenblick der gegenwärtigen Prüfung. gefallen zu sein. DIE DRITTE ZEIT: nach dem Abendessen halte er die zweite Prüfung auf die gleiche Weise von Stunde zu Stunde. was der Mensch sucht: die Gnade.

während die beiden andern von außen kommen: der eine vom guten. das zweite kleine. wenn mir derselbe schlechte Gedanke kommt. und so fort. wenn derselbe Gedanke. zweitens wegen des Mehr an . das dritte den Dienstag. Die zweite Art. und der Mensch leiht ihm das Ohr. die von außen kommen. Ich setze voraus. den Montag. VOM GEDANKEN Auf zweierlei Art kann man bei schlechten Gedanken. eine Todsünde zu begehen. und ich widerstehe ihm. diesem Gedanken widerstehe ich alsbald. nachher der Zustimmung entsprechend zu handeln. der andere vom bösen Geist. Einmal so: es kommt ein Gedanke. G _______________________________ g ---------------------------------------------g ---------------------------------------------g ---------------------------------------------g ---------------------------------------------g ---------------------------------------------g ---------------------------------------------- ALLGEMEINE PRÜFUNG DES GEWISSENS um sich zu reinigen und besser zu beichten. oder die Tat auszuführen. Läßlich sündigt man. Und diese zweite Weise hat größeres Verdienst als die erste. in der Absicht. die mein eigen sind und allein meiner Freiheit und meinem Willen entspringen. Die zweite Art zu verdienen ist. Tödlich sündigt man auf zweierlei Art: erstens so. verdienstlich werden. eine Todsünde zu tun. daß man Zustimmung zu einem schlechten Gedanken gibt. falls man könnte. wieder und wieder. und diese Art ist aus drei Gründen schwerer: erstens wegen des Mehr an Zeit. oder wenn einige Nachlässigkeit im Verwerfen eines solchen Gedankens vorhanden ist.BEMERKUNG: Das große G am Anfang des Schemas bedeutet den Sonntag. indem er ein wenig dabei verweilt oder einiges sinnliche Wohlgefallen davon empfängt. tödlich zu sündigen. bis der Gedanke überwunden weicht. ist. er kommt aber zurück. kommt. daß es dreierlei Gedanken in mir gibt: solche. wenn jene Sünde in die Tat übergeht. und er bleibt überwunden. und ich widerstehe beständig.

ihrem Schöpfer und Herrn Aufwartung und Ehrfurcht zu bieten als die Unvollkommenen. Notwendigkeit und Ehrfurcht beim Geschöpf als beim Schöpfer zu schwören. etwas Geschaffenes zu nennen. Darum ist es mehr den Vollkommenen gestattet. Ich verstehe darunter ein solches. wenn einen Fehler. Nichts sagen. eine Sünde dagegen. so ist die Rede nie müßig. so ist es weniger leicht. beim Geschöpf zu schwören. sündige ich tödlich. wenn sie beim Geschöpf schwören. wenn einer von Dingen redet. dem Schöpfer Ehrfurcht und Aufwartung zu erweisen. was förderlich ist. so ist es doch schwieriger. es sei denn mit Wahrheit. Denn die Absicht. als im beschwörenden Anruf des Schöpfers und Herrn selbst. die nicht öffentlich bekannt ist. und so sind sie. Gegenwart und Macht. zeige ich meinen eigenen Fehler. wenn es schlechtgerichtet oder nutzlos geredet ist. so kann man auf zwei Arten über die Sünde oder die Verfehlung eines anderen reden: Erstens: wenn die Sünde eine öffentliche ist. Denn wenn ich eine Todsünde aufdecke. läßlich. wenn man eine beliebige Wahrheit bekräftigt. oder ist die Absicht diese. nicht so behutsam und besorgt. führt in sich selber zu einer größeren Aufwartung und Ehrfurcht als die Absicht. Drittens: bei einem ständigen Schwören beim Geschöpf ist Abgötterei bei den Unvollkommenen mehr zu befürchten als bei den Vollkommenen. der eigenen oder fremden Seele oder dem Leib oder den zeitlichen Gütern zu nützen. wenn wir beim Schöpfer.Anstrengung. weder beim Schöpfer noch beim Geschöpf. als den Unvollkommenen. ein Geschöpf anzurufen. Ehrfurcht besteht dann. Notwendigkeit liegt nicht dann vor. wenn es wohlgeordnet ist. gebührend mit Wahrheit. was verleumdet oder ins Gerede bringt. Redet man daher im ganzen um dessentwillen. zu überdenken und anzuschauen Gott Unsern Herrn in jedem Geschöpf gemäß Seiner eigenen Wesenheit. drittens wegen dem größeren Schaden für beide Personen. Zweitens: schwört man bei einem Geschöpf. das weder mir noch einem anderen nützt. als wenn wir beim Geschöpf schwören. Vielmehr liegt in allem Gesprochenen dann ein Verdienst. sondern wenn diese von etwelcher Bedeutung ist für das Fortkommen der Seele oder des Leibes oder der zeitlichen Güter. macht uns die Absicht. Gott Unsern Herrn zu nennen. auch dann nicht. aus folgenden Gründen: Erstens: Wenn wir bei irgendeinem Geschöpf schwören wollen. Dabei ist zu beachten: obgleich wir bei einem vermessenen Eid schwerer sündigen. denn die Vollkommenen pflegen auf Grund dauernder Betrachtung (contemplación) und der Erleuchtung der Einsicht mehr zu erwägen. als die Absicht. jeweils mehr geeignet und vorbereitet. VOM WORT Nicht schwören. aus Notwendigkeit und mit Ehrfurcht. Kein müßiges Wort reden. die Wahrheit zu sagen oder sie mit Notwendigkeit auszusprechen. etwa über eine öffentliche Dirne oder über einen . den Herrn und Schöpfer aller Dinge anzurufen. Ist die Absicht gut. wenn ich eine läßliche aufdecke. noch auf eine solche Absicht sich hinrichten läßt. wie wenn ein Ordensmann vom Krieg oder von Handelsgeschäften spricht. wenn man beim Nennen seines Schöpfers und Herrn sich besinnt und Ihm so die geschuldete Ehre und Achtung erweist. die außerhalb seines Standes liegen.

die bei der besonderen Prüfung dargelegt wurde. und zuerst über die Gedanken. dann aber über die Worte. mit denen man umgeht. wenn man Ursache wird. in derselben Folge. die Sünden zu erkennen und von sich zu werfen. nicht verpflichtet ist. wie die für den Frieden. . DER DRITTE: Rechenschaft fordern von seiner Seele. WEISE. Unter Anempfehlungen der Obern verstehe ich zum Beispiel Kreuzzugsbullen und andere Ablaßbullen. dann über die Werke. VOM WERK GENERALBEICHTE UND KOMMUNION Als Gegenstand werden genommen: die zehn Gebote. Was immer gegen eines dieser drei Stücke ins Werk gesetzt wird. er werde ihm behilflich sein können.richterlichen Urteilsspruch oder über einen öffentlichen Irrtum. unter manchen andern drei Vorteile für die gegenwärtige Zeit: Der erste: Obwohl der. der sie freiwillig ablegen will. Vater Unser. Stunde um Stunde. Denn man sündigt nicht wenig. Der zweite: Weil in solchen geistlichen Übungen die Sünden und ihre Bosheit sich jeweils innerlicher erkennen lassen als zur Zeit. ist gemäß der größeren oder geringeren Beschaffenheit größere oder geringere Sünde. der alle Jahre beichtet. Zeit um Zeit. da der Mensch sich nicht so den innern Dingen hingab. so hat er doch. vorausgesetzt. DIE ALLGEMEINE PRÜFUNG ZU MACHEN Sie enthält fünf Punkte DER ERSTE PUNKT ist: Gott Unserem Herrn Dank sagen für die empfangenen Wohltaten. Zweitens: wenn eine verborgene Sünde jemandem aufgedeckt wird. eine Generalbeichte abzulegen. DER FÜNFTE: Besserung sich vornehmen mit Seiner Gnade. oder wenn man selber dagegen handelt. gewährt werden. wenn er sie ablegt. die Gebote der Kirche und die Anempfehlungen der Obern. daß man Vermutungen oder gute Gründe hat anzunehmen. welche beichten und das Heiligste Sakrament empfangen. damit dieser dem Gefallenen helfe und ihn aufrichte. DER ZWEITE: Gnade erbitten. die denen. der die Seelen ansteckt. DER VIERTE: Verzeihung erbitten von Gott Unserem Herrn für die Verfehlungen. angefangen von der Stunde des Aufstehens bis zur gegenwärtigen Prüfung. mehr Gewinn und Verdienst infolge des jeweils größeren lebendigen Schmerzes über die sämtlichen Sünden und Bosheiten seines gesamten Lebens. Aus der Generalbeichte ergeben sich für den. daß etwas gegen so fromme Ermahnungen und Anempfehlungen unserer Vorgesetzten geschieht.

Die erste Einstellung ist die Zurichtung des Schauplatzes (composición viendo el lugar). ist Freude mit dem sich freuenden Christus zu erbitten. handelt sie vom Leiden. Handelt also die Betrachtung von der Auferstehung. Die zweite ist: Erbitten von Gott Unserm Herrn. In der vorliegenden Betrachtung wird Beschämung und Verwirrung über mich selbst zu erbitten sein. mit der Schau der Einbildung den leiblichen Ort zu sehen. daß alle meine Absichten. die Zurichtung darin bestehen wird. darum hat er auch mehr Gewinn und Verdienst. Leiblichen Ort nenne ich zum Beispiel einen Tempel oder einen Berg. und wie oft ich es verdient hätte. das nie geändert wird. Handlungen und Beschäftigungen rein im Dienst und in der Verherrlichung Seiner Göttlichen Majestät geordnet seien. Der dritte: es ist folgerichtig. Tränen und Folter mit dem gequälten Christus zu erbitten. DER ERSTE PUNKT wird sein: Das Gedächtnis auf die erste Sünde hinwenden. die die Sünde der Engel war. man auch je geeigneter und besser vorbereitet ist. ich meine den ganzen Menschen. dann auf das Gleiche die Einsicht durch Nachdenken. Das Vorbereitungsgebet ist: von Gott Unserem Herrn die Gnade erbitten dazu hin. so besteht die Zurichtung darin. Betrachtet man über Unanschauliches. DIE ERSTE ÜBUNG ist eine Besinnung mit den drei Fähigkeiten über die erste. ist Leiden. angesichts dessen. die sich zuweilen nach dem vorliegenden Stoff abwandeln. wie viele um einer einzigen Todsünde willen verdammt sind. auf dem Jesus Christus oder Unsere Herrin sich befinden. wie etwa beim Anschauen Christi Unseres Herrn. das Heiligste Sakrament zu empfangen. welcher anschaubar ist. . an dem sich die zu betrachtende Sache befindet. was ich betrachten will. als er sonst gehabt hätte. zweite und dritte Sünde. wie hier über die Sünden. und der ganze Mensch in diesem Erdental wie verbannt unter unvernünftige Tiere. sondern auch dazu. Vor allen Betrachtungen ist stets das Vorbereitungsgebet zu verrichten. daß bei der Betrachtung oder bei der Besinnung über einen sichtbaren Gegenstand. Diese Generalbeichte wird je besser unmittelbar nach den Übungen der ersten Woche abgelegt. daß je besser man gebeichtet hat und je besser man gestimmt ist (dispuesto). wie er zusammengesetzt ist aus Seele und Leib. dessen Empfang nicht nur dazu hilft. wie meine Seele eingekerkert ist in diesem verweslichen Leibe. mit der Schau der Einbildung zu sehen und zu betrachten.und er jetzt jeweils mehr Kenntnis und Schmerz über sie gewinnt. nicht in die Sünde zu fallen. Hier ist zu bemerken. im Wachstum der Gnade erhalten zu werden. schließlich den Willen. Sie enthält nach einem Vorbereitungsgebet und zwei Einstellungen drei Hauptpunkte und ein Gespräch. und die erwähnten beiden Einstellungen. Bemerkung. für immer verdammt zu werden ob meiner so vielen Sünden. Die Bitte hat sich nach dem vorliegenden Stoff zu richten. je nachdem. was ich begehre und ersehne.

DER DRITTE: Noch einmal dasselbe tun. Ich soll mir also die Sünde der Engel ins Gedächtnis rufen: wie sie in der Gnade geschaffen wurden. Und angesichts des so Zugerichteten und so ans Kreuz Gehefteten durchgehen. Entsprechend mit der Einsicht je mehr ins einzelne gehen und den Willen in der schon gesagten Weise anwenden. die auf Grund geringerer Sünden. in Fellgewande gekleidet und aus dem Paradies geworfen. wie wegen dieser Sünde sie so lange Zeit büßen mußten und so großes Verderben in das Menschengeschlecht kam. und sie das Verbot erhalten hatten. Sie enthält nach einem Vorbereitungsgebet und zwei Einstellungen fünf Punkte und ein Gespräch.indem ich willentlich das Ganze zu erinnern und einzusehen suche. anläßlich der dritten besonderen Sünde des jeweils Einzelnen. da solche Mengen sich auf die Hölle zu bewegen. was sich dargeboten hat. wie nämlich. vom Baum der Erkenntnis zu essen. bald um eine Gnade bittend. Also dasselbe tun anläßlich der dritten. was ich für Christus tun soll. ins Gedächtnis rufen. wie im Sündigen und Angehen gegen die unendliche Güte [der Sünder] für immer verdammt wurde. worauf sie. bald seine An liegen mitteilend und dafür Rat erbittend. Entsprechend dasselbe je mehr im einzelnen mit der Einsicht überdenken und dementsprechend die Affekte je mehr mit dem Willen bewegen. . aber sich ihrer Freiheit nicht bedienen wollten. besonderen Sünde: sich ins Gedächtnis rufen die Schwere und Bosheit der Sünde gegen seinen Schöpfer und Herrn. um ihrem Schöpfer und Herrn Ehrfurcht und Gehorsam zu erweisen. Und ein Vater Unser beten. DER ZWEITE: Dasselbe nochmals tun. nachdem Adam auf dem Damaszenerfeld geschaffen und ins irdische Paradies gesetzt und Eva aus seiner Rippe erschaffen worden war. Sich zum Menschen zu machen und vom ewigen Leben zum zeitlichen Tod [niederzusteigen] und so für meine Sünden zu sterben. Das Gespräch wird mit richtigen Worten gehalten. wie oft hätte ich sie verdient für so viele. Dann den Blick auf mich selber richten und betrachten. sich ins Gedächtnis rufend. was ich für Christus tue. was ich für Christus getan habe. ihr ganzes Leben in vieler Mühsal und vieler Buße verlebten. die unserer Stammeltern. der wegen einer Todsünde in die Hölle kam. mit dem Verstand überlegen. bald sich wegen eines begangenen Fehlers anklagend. nämlich die drei Fähigkeiten auf die Sünde Adams und Evas hinwenden. Sich also die zweite Sünde. die sie verloren hatten. so wie ein Freund mit seinem Freunde spricht oder ein Knecht zu seinem Herrn. als ich sie beging [verdammt wurden]. sondern in Hochmut gerieten. sie dennoch davon aßen. um durch den Vergleich der einen Engelssünde mit meinen so vielen Sünden mich je mehr in Scham zu senken und zu verwirren: wenn nämlich jene für eine Sünde in die Hölle kamen. Christus Unseren Herrn sich gegenwärtig und am Kreuz hängend vorstellen und ein Gespräch halten: wie Er denn als Schöpfer dazu kam. ohne die Urstandsgerechtigkeit. aus der Gnade in Bosheit sich verwandelten und vom Himmel in die Hölle geschleudert wurden. DIE ZWEITE ÜBUNG ist eine Besinnung über die Sünden. und unzähliger anderer. und auf die besagte Weise mit dem Willen schließen.

Wo ich gewohnt habe. [wie sie mir dienten]. durch Betrachtung der Abscheulichkeit und Bosheit. Vater Unser. Seine Gerechtigkeit mit meiner Ungerechtigkeit. die Früchte. ganz abgesehen davon. DER DRITTE: Erwägen. um mich für immer darin zu peinigen. Vögel. Jahr um Jahr und Zeit um Zeit überblickend. die jede begangene Todsünde in sich enthält. Zweitens: was für eine Bedeutung die Menschen schon haben verglichen mit den Engeln und den Heiligen des Paradieses. als Schwert der göttlichen Gerechtigkeit. Drittens: erwägen. in welchem ich gelebt habe. und sich Besserung für die Zukunft vornehmen mit Seiner Gnade. seine Allmacht mit meiner Zerfallenheit. DER ERSTE PUNKT ist die Aufreihung der Sünden. bei welchen ich größere Tröstung oder Trostlosigkeit spürte oder größeres Fühlen im [Heiligen] Geiste. indem sie neue Höllen schuf. den Ort und das Haus zu betrachten. Fische und andern Tiere. Dann werde ich drei Gespräche in folgender Weise halten: . DER VIERTE: Sich besinnen. jene Punkte anmerkend und bei ihnen verweilend. wie sie bedacht waren. mich dennoch ertragen und behütet und für mich gebetet haben. Die erste Einstellung ist die gleiche Zurichtung. Erstens: was ich schon bin im Vergleich zur Gesamtheit der Menschen. den ich mit andern gepflogen habe. die Sonne. daß sie verboten ist. zweitens den Umgang. Sich also Gedächtnis rufen alle Sünden meines Lebens. hier um einen großen und durchdringenden Schmerz und um Tränen über meine Sünden. daß Er mir bis jetzt das Leben geschenkt hat. aus dem so viele Sünden und Bosheiten entquollen sind und ein so überaus schandbares Gift. wobei drei Gespräche gehalten werden. Die zweite ist: Bitten um was ich begehre. DIE DRITTE ÜBUNG ist eine Wiederholung der ersten und zweiten Übung. wer ich bin. DER ZWEITE: Die Sünden wägen. wer Gott ist. wie sie. Alle Geschöpfe durchgehen. Fünftens: mich ansehen als eine eiternde Wunde und ein Geschwür. nach seinen Eigenschaften und durch Vergleichen mit ihrem Gegenteil in mir: Seine Weisheit mit meiner Ignoranz. Was kann ich allein dann noch sein? Viertens: meine ganze Zersetzung und Fäulnis dem Leib nach betrachten. Hierzu ist dreierlei behilflich: erstlich. für mich einzutreten und Fürbitte zu leisten. Seine Güte mit meiner Boshaftigkeit. wie sie mich am Leben gelassen und in ihm erhalten haben: die Engel. wie sie sich nicht auftat. die Sterne. drittens das Amt.Das Vorbereitungsgebet ist dasselbe. Nach dem Vorbereitungsgebet und den zwei Einstellungen ist die erste und zweite Übung zu wiederholen. der Mond. Schließen mit einem Gespräch der Barmherzigkeit. der Himmel. was für eine Bedeutung die ganze Schöpfung schon hat verglichen mit Gott. die Heiligen. und die Erde. gegen den ich gesündigt habe. DER FÜNFTE: Staunender Ausruf mit steigernder Erregung. Über legen und Danksagen Unserem Herrn. mich zu verschlingen. indem ich mich mit Hilfe von Vergleichen immer geringer mache.

Lästerungen gegen Christus Unseren Herrn und gegen alle Seine Heiligen. DER ZWEITE: Hören mit den Ohren Weinen. . daß sie mir von ihrem Sohn und Herrn die Gnade erlange zu drei Dingen hin: erstens. DER FÜNFTE: Tasten mit dem Getast. weil die Einsicht [diesmal] ohne Zerstreuung mit aufmerksamer Hingebung jene Dinge überdenken und sich erinnernd einprägen soll. DER ERSTE PUNKT wird sein: Sehen mit der Schau der Einbildung die großen Flammen. daß ich die Unordnung meiner Handlungen fühle. Hier mit der Schau der Einbildung die Länge. Hierauf ein Anima Christi. Weite und Tiefe der Hölle sehen. Drittens bitten um Erkenntnis der Welt. es mir gewähre. damit Er selbst.DAS ERSTE GESPRÄCH: Zu Unserer Herrin. damit Er es mir vom Vater erwirke. Wehklagen. DAS DRITTE: auf gleiche Weise zum Vater. DER VIERTE: Schmecken mit dem Geschmack bittere Dinge wie Tränen. wie die Feuergluten die Seelen erfassen und entzünden. Ich sage [verdichtende] Wiederholung. daß ich eine innere Durchdrungenheit von meiner Sünde und einen Abscheu davor in mir spüre. Hierauf ein Ave Maria. DAS ZWEITE: auf gleiche Weise zum Sohne. Trübsal und den Wurm des Gewissens. Geheul. die die Verdammten erleiden. daß wenn ich wegen meiner Fehler die Liebe des Ewigen Herrn vergäße. der Ewige Herr. Geschrei. Zweitens. Schwefel und Faulendes. mir wenigstens die Furcht vor der Strafe dazu verhelfe. wobei dieselben drei Aussprachen gehalten werden. Das Vorbereitungsgebet ist das gewohnte. die sie in den vorigen Übungen betrachtet hat. damit ich dieselbe verabscheuend mich bessere und mich ordne. Hierauf ein Vater Unser. nicht in die Sünde zu fallen. damit ich mit Abscheu die weltlichen und eitlen Dinge von mir entferne. und die Seelen wie in brennenden Leibern. Hier das innere Fühlen der Strafe erbitten. DIE VIERTE ÜBUNG ist die [verdichtende] Wiederholung der dritten. DER DRITTE: Riechen mit dem Geruch Rauch. Die zweite: bitten um was ich begehre. Die erste Einstellung: Zurichtung. Sie enthält nach Vorbereitungsgebet und den Einstellungen fünf Punkte und ein Gespräch. DIE FÜNFTE ÜBUNG ist die Besinnung über die Hölle. zu dem Zweck.

während der Dauer eines Ave Maria überlegen. wie Gott Unser Herr mich anschaut usf. die fünfte eine Stunde vor dem Abendessen. werde ich mich auf die Zeit eines Vater Unser hinstellen und.Im Gespräch zu Christus Unserem Herrn sich der Seelen erinnern. so gehe ich nicht weiter. Diese Verteilung der Stunden möchte ich während der ganzen vier Wochen mehr oder weniger eingehalten wissen. was ich in der ersten Übung um Mitternacht betrachten werde. daß Er mich nicht durch Abbruch meines Lebens in eine von diesen Gruppen fallen ließ. um vor dem Angesicht des höchsten Ewigen Richters zu erscheinen. was ich begehre. indem ich mich in die Beschämung über meine so zahlreichen Sünden hineinziehe und mir dazu verschiedene Beispiele vorhalte. weil er den.. DER ZWEITE: Beim Erwachen nicht diesen oder jenen Gedanken Raum geben. die ich zu halten habe. schamübergossen und verwirrt. immer von der Absicht geleitet. Zum Schluß ein Vater Unser. die fünf Übungen oder deren weniger durchzuführen. Verfassung und Anlage der Person. wie etwa ein Edelmann sich im Angesicht seines Königs und dessen gesamten Hofes befände. daß Er mir bisher ständig so große Pietät und Barmherzigkeit zugewendet hat. das zu suchen. die zweite während Seines Lebens. und mir als Beispiel vorstellen. die dritte vor oder nach der Messe. DER DRITTE: Einen Schritt oder zwei vor dem Ort. je nachdem Alter. Und ebenso. an dem ich die Betrachtung oder Besinnung zu halten beabsichtige. und mich innerlich vor Ihm verneigen oder demütigen. die einen. erwägen. DER ERSTE ZUSATZ ist: Nach dem Zu-Bett-Gehen. die vierte zur Stunde der Vesper. die dritte nach Seinem Leben auf dieser Welt. weil sie trotz ihres Glaubens nicht seinen Geboten gemäß handelten. von dem er früher viele Gaben und Gunsterweise empfangen hatte. jedenfalls vor dem Mittagessen. was ich begehre. was man sucht. die sich übt. Unter solchen und anderen dem Gegenstand entsprechenden Gedanken kleide ich mich an. drei Gruppen unterscheidend: die erste vor Seiner Ankunft. den Geist nach oben gerichtet. die in der Hölle sind. kurz durchgehen. sondern sich sogleich dem zuwenden. Dabei Dank sagen. ZUSÄTZE um die Übungen jeweils besser zu machen und um jeweils besser das zu finden. weil sie nicht an seine Ankunft glaubten. da ich einschlafen möchte. Die erste Übung soll um Mitternacht stattfinden. oder sitzend oder stehend. und dabei die Übung. DER VIERTE: Die Betrachtung selbst auf den Knien beginnen oder hingestreckt auf die Erde oder liegend mit dem Blick nach oben. die zweite beim Aufstehen in der Frühe. . Entsprechend bei der zweiten Übung: mich als einen gefesselten großen Verbrecher betrachten: als ginge ich in Ketten einher. tief beleidigt hat. Dabei werden wir auf zweierlei achten: Erstens: finde ich kniend. wie die Eingekerkerten und Eingeketteten und schon Todeswürdigen vor ihrem irdischen Richter erscheinen. wann und zu welchem Zweck ich aufzustehen gedenke. die andern. ebenso wenn zu Boden gestreckt usf. es erlauben.

um so zum rechten Mittelmaß zu gelangen. wenn schlecht. außer beim Empfang und beim Abschied der Person. solange ich mich im Zimmer aufhalte. Gott Unserem Herrn Dank sagen und es ein andermal ebenso machen. ohne ängstliche Sorge weitergehen zu müssen. Die äußere. sei es auf-und-abgehend. so werde ich nach der Ursache sehen. Es scheint aber jeweils gelegener und sicherer in der Buße zu sein. werde ich. aber keine Schwäche. und je mehr und mehr. sofern nur dabei das Subjekt nicht verdorben wird. was zum Lachen reizt. desto größer und besser ist es. Die dritte ist Züchtigung des Fleisches. aus der es kam. bis ich mir genuggetan habe. bereuen. das Überflüssige an Weichlichem und Verzärtelndem zu lassen. als auf eine andere Weise. ist Züchtigung für die begangenen Sünden und wird vorzüglich auf drei Weisen geübt: Die erste betrifft die Nahrung. desto besser. sei es sitzend. Buße ist es vielmehr. Buße ist es. DER FÜNFTE: Nach Abschluß der Übung werde ich während einer Viertelstunde. daß der Schmerz im Fleisch fühlbar sei und nicht innen in das Gebein eindringe. die selben oder andere nicht wieder zu begehen. wie es mir in der Betrachtung oder Besinnung ergangen ist. bei dem ich finde. sich mit dünnen Stricken zu geißeln. ruhig verweilen. noch merkliche Schwäche sich zeigt. sondern Mäßigkeit. . mit der ich zu sprechen habe. DER SECHSTE: Nicht an Dinge denken wollen. wenn wir vom Zukommenden lassen. die in eine innere und in eine äußere sich einteilt. Schmerz zu tragen über seine Sünden. nachsehen. die Freude und Fröhlichkeit erregen. außer um das Officium zu beten. derart. daß man in Schmerz sein und Pein fühlen will. DER ACHTE: Nicht lachen und nichts sagen. durch Geißeln. Die innere besteht darin. wie an den Himmel. mit dem festen Vorsatz. Die zweite betrifft die Weise des Schlafens. so ist das noch keine Buße. die eine Frucht der vorigen ist. denn um Pein. um zu lesen oder zu essen. Fenster und Türen schließe. um mich künftig zu bessern. Darum scheint es jeweils passender zu sein. sofern dabei nur das Subjekt nicht verdorben wird. und entsprechend mehr den Tod und das Gericht sich ins Gedächtnis rufen. daß Schmerz entsteht. Vielmehr sich vor Augen halten. indem ich. noch merkliche Schwäche sich zeigt. und je mehr und mehr.. zuviel zu schlafen.Zweitens: bei jenem Punkt. wenn man nicht gerade die fehlerhafte Gewohnheit hat. DER NEUNTE: Die Augen zügeln [um niemanden anzublicken]. sich Verwunden oder andere Arten von Strengheiten. die innen eine erhebliche Schwäche verursachen würde. und habe ich sie gefunden. die äußern Schmerz bereiten. DER ZEHNTE ZUSATZ ist die Buße. wenn gut. durch Tragen von Bußhemden oder Stricken oder eisernen Gürteln über dem Fleisch. Auch hier ist es keine Buße. ist jeder Gedanke an Wonniges und Frohes hinderlich. indem man ihm spürbare Schmerzen zufügt. Auch lasse man nicht ab vom zukömmlichen Maß des Schlafes. Wenn wir hier das Überflüssige lassen. Schmerz und Tränen um unserer Sünden willen zu spüren. wenn man bezüglich der Art des Schlafens vom Zukömmlichen läßt. was ich begehre. die Auferstehung usf. DER SIEBTE: Mich aller Helligkeit berauben.

oder reiche Tränen über sie oder über die Peinen und Schmerzen. sondern schnell und voll Bereitschaft (presto y diligente). in der Meinung. zu erfüllen Seinen Heiligsten Willen. weil es nämlich einigen zukommt. wie Tränen. dritten und vierten Woche. die ich begehre. und anderen weniger. Hier mit den inneren Augen schauen die Synagogen. und zwei oder drei weitere nicht. um die Fehler und Nachlässigkeiten in der Verrichtung der Übungen zu lassen. Erstens zur Genugtuung für die begangenen Sünden. DIE VIERTE: Die besondere Prüfung wird gemacht. zu erlangen. die Christus Unser Herr in Seiner Passion erlitt. ebenso in der zweiten. in der Weise. daß wir abwechselnd zwei oder drei Tage Buße tun. [ZWEITE WOCHE] DER RUF des irdischen Königs dient dazu. daß ich nicht taub sei auf Seinen Ruf hin. die sich übt. im Schlaf und in den andern Formen der Buße eine Änderung vorzunehmen. ist es häufig von Nutzen. wie etwa. Und zu den anderen Malen tun wir sie im Gegenteil maßlos. Die erste Einstellung ist die Zurichtung des Schauplatzes. Buße zu tun aus sinnlicher [Eigen-] liebe oder aus der irrigen Ansicht. noch nicht findet. mehr Buße zu tun. Die zweite: Die Gnade erbitten. wie zu Hause usf. DIE ZWEITE: Es ist zu beachten. Das Vorbereitungsgebet ist das gewohnte. von Gott Unserm . was ihm entspricht. gibt Er häufig bei solchem Wechsel einem jeden das Gespür für das. daß der erste und zweite Zusatz bei den Übungen um Mitternacht und am Morgen anzuwenden sind. Tröstungen usf. Unsern Herrn um die Gnade bitten. der Körper könne es aushalten. Der vierte Zusatz wird nie in der Kirche in Gegenwart anderer Anwendung finden. im Essen. oder um die Lösung irgendeines Zweifels. in dem man sich befindet. DIE DRITTE: Wenn die Person. und nicht bei denen zu andern Tageszeiten. das Leben des Ewigen Königs zu betrachten.. damit die Sinnlichkeit der Vernunft gehorche und alle unteren Teile jeweils mehr den höheren unterworfen seien: drittens um eine Gnade oder Gabe. durch welche Christus Unser Herr predigend hindurchzog. was sie begehrt. zu suchen und zu finden. daß das menschliche Subjekt sie ohne merkliche Schwäche nicht werde ertragen können. wenn man innere Zerknirschung über seine Sünden begehrt. zweitens um sich selbst zu überwinden. und auch weil wir es häufig unterlassen. die man begehrt und ersehnt.ERSTE BEMERKUNG: Die äußeren Bußübungen werden hauptsächlich für drei Wirkungen verrichtet. [ERSTER TEIL] DER ERSTE PUNKT ist: Sich einen menschlichen König vor Augen stellen. sondern im Verborgenen. Und da Gott Unser Herr unsere Natur jeweils unendlich besser kennt. Städte und Burgen. Hier wird es sein.

. hat sich anzustrengen mit mir. der äußeren wie der geistigen. daß alle. vor der ganzen Welt gerügt und für einen entarteten Ritter (perverso caballero) angesehen zu werden. wie sehr einer. und daß es mein belegter Entschluß ist. das ganze Land der Ungläubigen mir zu unterwerfen (conquistar).oder Abendessen. entsprechend den drei angeführten Punkten. die Urteil und Vernunft haben. dem alle Fürsten und alle Christenmenschen Ehrfurcht erweisen und gehorchen. ZUM DRITTEN: Jene. der den Antrag eines solchen Königs nicht annähme. damit er. wert wäre. hat mit der gleichen Speise zufrieden zu sein. . Diese Übung findet zweimal am selben Tage statt: morgens nachdem Aufstehen und eine Stunde vor dem Mittag. DER DRITTE: Erwägen. Gleichfalls hat er wie ich bei Tag sich anzustrengen und bei Nacht zu wachen usf. ich bringe Dir mein Angebot dar mit Deiner Gunst und Hilfe. wie dieser König alle die Seinen anredet und spricht: Mein Wille ist es. Wer deshalb mit mir kommen will. und Angebote von jeweils größerem Wert und größerer Bedeutung darbringen. die gesamte Welt und sämtliche Feinde zu unterwerfen. wie er teilhatte an den Mühen.Herrn selber erwählt. [ZWEITER TEIL] Der zweite Teil dieser Übung besteht in der Anwendung des erwähnten Beispiels vom irdischen König auf Christus Unseren Herrn. ebenso mit Trank und Kleidung usf. so auch mir in der Glorie folge. um wieviel mehr ist es dann der Erwägung würdig. DER ZWEITE: Sehen. ZUM ZWEITEN: Erwägen. zu sehen. Deshalb: wer mit mir kommen will. was die guten Untertanen einem so freigebigen und menschenfreundlichen König antworten müssen. Und zum ERSTEN PUNKT: Wenn wir schon einen solchen Ruf des irdischen Königs an seine Untertanen in Erwägung ziehen. wie er mir in der Mühsal folgte. den Ewigen König. Christus Unseren Herrn. sofern Deine Heiligste Majestät mich erwählen und aufnehmen will zu solchem Leben und Stand. wofern es nur zu Deinem größten Dienst und Lobpreis gereicht. und folgerichtig. werden nicht nur ihre Person zu den Mühen anbieten. die sich mehr ergreifen lassen (affectar) und auszeichnen wollen (senalar) in ungeteiltem Dienst ihres Ewigen Königs und Uneingeschränkten Herrn. ihre ganze Person für jene Mühen anbieten werden. Dir nachzustreben im Ausstehen alles Unrechts und aller Schmach und aller Armut. an die Er als ganze und an den je Einzelnen im besonderen Seinen Ruf ergehen läßt und spricht: Mein Wille ist es. sondern angehen gegen ihre eigene Sinnlichkeit und ihre Liebe zu Fleisch und Welt. und so in die Glorie meines Vaters einzugehen. angesichts Deiner unendlichen Güte und in Gegenwart Deiner glorreichen Mutter und aller heiligen Männer und Frauen des himmlischen Hofes: daß ich wünsche und ersehne. damit er nachher mit mir zusammen am Siege Anteil habe. indem sie sprechen: Ewiger Herr aller Dinge. und vor Ihm die gesamte und vollständige Welt. wie ich sie habe.

[letztere jedoch] mit den Abwandlungen. um aus ihren Worten einen Nutzen zu ziehen. Die erste Einstellung ist. anzumerken. in ihrer Ewigkeit beschlossen. den Engel Gabriel zu Unserer Herrin sandten (vgl. unten Nr. Die dritte: Bitten um was ich begehre: hier bitten um die innere Erkenntnis des Herrn. die einen und die andern. und. Die zweite: Zurichtung des Schauplatzes. die andern sterbend usf. daß ich jeweils mehr Ihn liebe und Ihm nachfolge. wie sie schwören und lästern usf. um aus solchem Anblick einen Nutzen zu ziehen. in so großer Verschiedenheit der Tracht wie des Benehmens. wie es von Anfang an gebetet wurde. was die Personen über dem Antlitz der Erde hin sprechen. Hier. Dann sich darüber besinnen. drei Punkte und eine Aussprache. und die gleichen drei Einstellungen auch in dieser und den folgenden Wochen vorzunehmen sind. sehend wie alle zur Hölle abstiegen. Hier schauen die gesamte Weite des Erdenrundes. daß das gleiche Vorbereitungsgebet. ERSTER TAG ERSTE BETRACHTUNG: VON DER MENSCHWERDUNG Sie enthält das Vorbereitungsgebet. um das Menschengeschlecht zu retten. wie Sie das ganze Erdenrund überblicken und alle Völker in so großer Blindheit dahinleben und sterben und zur Hölle fahren sehen. Zweitens: Sehen und erwägen die drei Personen wie auf Ihrem Königsstuhl oder Thron Seiner Göttlichen Majestät. drei Einstellungen. dazu hin. Das Vorbereitungsgebet wie gewohnt. der sie grüßt. die einen weinend und die andern lachend. der für mich Sich zum Menschen gemacht hat. den ich betrachten soll. DER ZWEITE: Hören.» Weiter. und nachher im besondern das Haus und die Zimmer Unserer Herrin in der Stadt Nazareth in der Provinz Galiläa. die einen weiß und die andern schwarz. DER ERSTE PUNKT ist: Sehen die Personen. wie die drei Göttlichen Personen die ganze Fläche oder das gesamte Erdenrund voll von Menschen überschauten und. Und zuerst die über dem Erdkreis. den Vorgang vergegenwärtigen. was die göttlichen Personen sagen. als die Fülle der Zeit gekommen war. Drittens: Sehen Unsere Herrin und den Engel. Es ist hier der Ort. die einen gesund und die andern krank. auf dem so viele und so verschiedenartige Völker wohnen. die einen geborenwerdend. . nämlich: «Laßt uns die Erlösung des Menschengeschlechts wirken usf. wie der vorliegende Stoff sie bedingt. 262). und sich besinnen. die einen im Frieden und die andern im Krieg. ohne Veränderung. daß die zweite Person sich zum Menschen mache. In gleicher Weise. was der Engel und Unsere Herrin reden.Für die zweite Woche und die folgenden ist es sehr nützlich. wie sie sich miteinander unterhalten. zuweilen in den Büchern der Nachfolge Christi oder in den Evangelien und den Leben der Heiligen zu lesen.

ein Rind mit sich führend. mit Josef und einer Magd. wie geräumig. Ebenso die Stätte oder Höhle der Geburt betrachten. und ein Vater Unser beten. wie sie sich anstrengen. Die dritte ist unverändert und wird verrichtet wie bei der vorhergehenden Betrachtung. um aus all dem einen Nutzen zu ziehen. Die zweite: Zurichtung des Schauplatzes. . wie sie zur Hölle fahren usf. nach frommer Betrachtungsweise auf einer Eselin sitzend. zu einem armseligen wertlosen Dienerlein. von Schmähungen und Anwürfen am Kreuze sterbe. Die erste Einstellung ist der geschichtliche Vorgang. Schließen mit einer Aussprache. und wie ihre Ausstattung war. wird er bitten. was sie reden. 264). was die göttlichen Personen tun. wie sie einander schlagen und töten. von Nazareth fortzieht. Nr. oder dem Ewigen Wort. als ob ich dabei gegenwärtig wäre. In gleicher Weise. von Hunger und Durst. nachdem es geboren ist. Zum Schluß eine Aussprache halten. was jeder in sich verspürt. mit der größtmöglichen Ergebenheit und Ehrfurcht. etwa wie sie reisen. um nach Bethlehem zu gehen und den Tribut zu entrichten. Dann sich darüber besinnen. um je bessere Nachfolge und Nachahmung Unseres Herrn. Gemäß dem. Und ebenso was der Engel und Unsere Herrin tun wie nämlich der Engel sein Amt als Gesandter ausübt und Unsere Herrin sich demütigt und der Göttlichen Majestät Dank sagt. Hier wie Unsere Herrin. wie niedrig. ermessend ihre Länge und Breite. das Fleisch geworden ist. wie in der vorhergehenden Betrachtung. sehen also Unsere Herrin und Josef und die Magd und das Jesuskind. daß der Herr in der größten Armut geboren werde. was ich den drei Göttlichen Personen sagen soll. und ob der Weg eben ist oder durch Täler und über Hügel führt. DER DRITTE: Schauen und erwägen. Dann mich besinnend einigen Nutzen im Geiste gewinnen. Ich mache mich. nämlich die Heiligste Menschwerdung wirken usf. ZWEITE BETRACHTUNG: VON DER GEBURT Das gewohnte Vorbereitungsgebet. etwa im neunten Monat ihrer Erwartung. Sich überlegen.Der Dritte: Das Tun der Personen über dem Antlitz der Erde betrachten. was sie tun. DER ERSTE PUNKT ist: Sehen die Personen. den der Kaiser allen jenen Ländern auferlegt hatte (Vgl. und mit einem Vater Unser. und mich in mir selbst besinnend einigen Nutzen gewinnen. Dann mich in mir selbst besinnen. das sie anstaunt und betrachtet und in ihren Nöten bedient. dazu hin. der soeben Fleisch geworden ist. wie eng. um einigen Nutzen zu ziehen. und alles das für mich. wie hoch sie ist. Hier mit den innern Augen die Straße von Nazareth nach Bethlehem sehen. von Hitze und Kälte. oder Unserer Mutter und Herrin. DER ZWEITE: Betrachten und erwägen. und am Ende von soviel Mühen.

der Seele und ihrer Tugenden und des Ganzen. bei denen man eine bestimmte Einsicht. die Form aber beibehalten wird. die fünf Sinne der Einbildung auf die erste und zweite Betrachtung anzuwenden. DIE FÜNFTE BETRACHTUNG wird die Anwendung der fünf Sinne auf die erste und die zweite Betrachtung sein. DER ZWEITE: Hören mit dem Gehör. Die Übung ist mit einer Aussprache zu beenden wie die erste und zweite Betrachtung. Nach dem Vorbereitungsgebet und den drei Einstellungen ist es von Nutzen. daß . Bei dieser Wiederholung und jeder folgenden wird die gleiche Ordnung des Vorgehens eingehalten wie bei den Wiederholungen der ersten Woche. Nach dem Vorbereitungsgebet und den drei Einstellungen findet eine Wiederholung der ersten und zweiten Übung statt. entsprechend der Person. und sich zurückbesinnend in sich selbst daraus einigen Nutzen ziehen. und mit einem Vater Unser.DIE DRITTE BETRACHTUNG wird die Wiederholung der ersten und zweiten Übung sein. und aus der Sicht einigen Nutzen ziehen. Tröstung oder Trostlosigkeit gespürt hat. was sie reden oder reden können. in Besinnung und Betrachtung (meditando y contemplando) ihrer besonderen Umstände. DIE VIERTE BETRACHTUNG wird die Wiederholung der ersten und zweiten sein. wobei stets einige jeweils wichtigere Punkte beachtet werden. DER VIERTE: Tasten mit dem Getast. wie etwa umfangen und küssen die Orte. daraus Nutzen zu ziehen. sich zurückbesinnend auf sich selbst und daraus Nutzen ziehend. so daß der Stoff gewandelt. wie die vorige Wiederholung gehalten wurde. welche die Personen betreten oder wo sie sich niederlassen. [BEMERKUNGEN] DIE ERSTE BEMERKUNG: Für diese ganze Woche und für die folgenden ist zu beachten. in der gleichen Weise. Am Ende wird gleicherweise ein Gespräch gehalten und ein Vater Unser gesagt. DER DRITTE: Riechen und schmecken mit dem Geruch und dem Geschmack den unendlichen Duft und die unendliche Süßigkeit der Gottheit. die man betrachtet hat. auf folgende Weise: DER ERSTE PUNKT ist: Schauen die Personen mit den inneren Augen. immer besorgend.

daß man während der Dauer einer Stunde in jeder der fünf Übungen verweilt. so ist zu beachten. Auf diese Weise sollen alle zehn Zusätze mit großer Sorgfalt beobachtet werden. die ich zu halten habe. angefangen von Seiner Menschwerdung bis zu dem Abschnitt der Geheimnis. eine weitere vor dem Mittagessen. je mehr das menschgewordene Ewige Wort kennenzulernen. soll Sorge tragen. Im zweiten wird es heißen: Sobald ich erwache. sodann zur Zeit der Vesper eine Wiederholung über die vorigen. 268) und die Flucht nach . als es ihm nützlich und behilflich sein kann. damit die Beschäftigung mit dem einen Geheimnis nicht die Beschäftigung mit dem andern störe. mit der Sehnsucht. der sich übt. Im zehnten Zusatz soll der. alt oder schwach ist. DIE ZWEITE: Die erste Übung von der Menschwerdung findet um Mitternacht statt. ehe ich dazu hintrete. sondern eine Betrachtung in der Frühe zu halten. wohin und vor wessen Angesicht ich mich begebe. der zweite. das zu finden. Die nämliche Ordnung wird in allem Folgenden eingehalten werden. was er begehrt. andere nicht. siebte und zum Teil der zehnte abgewandelt werden. die zweite in der Morgenfrühe. um Ihm je besser zu dienen und nach-zu-folgen. und zwar so. Der siebte wird sein: Der sich übt. auf die folgende Weise: Sobald ich mich erinnere. DIE FÜNFTE: Bei allen Übungen. DIE VIERTE: Während dieser zweiten Woche müssen von den zehn Zusätzen. den Geheimnissen entsprechend sich verhalten. oder wiewohl bei guter Gesundheit. mir die Betrachtung. vor Augen stellen. daß ich für jetzt kein Geheimnis lese. bei dessen Betrachtung ich eben stehe. ZWEITER TAG Als erste und zweite Betrachtung ist die Darstellung im Tempel (Nr. die er betrachtet. die vierte zur Zeit der Vesper und die fünfte eine Stunde vor dem Abendessen.ich nur jenes Geheimnis lesen soll. Dann gehe ich zum dritten Zusatz über und trete in die Betrachtung ein. es mit Dunkelheit und Helle so zu halten und vom guten und schlechten Wetter soweit Gebrauch zu machen. denn einige davon verlangen die Verrichtung von Buße. und fasse ein wenig die vorzunehmende Übung zusammen. dessen Betrachtung ich unmittelbar vorzunehmen habe. eine andere zur Zeit der Messe. daß es besser ist. DIE DRITTE: Wenn die Person. ausgenommen die um Mitternacht und die am frühen Morgen. vor Augen. von der ersten Woche her etwas ermüdet ist. wird der zweite Zusatz durch einen gleichwertigen ersetzt. die die Übung macht. Der sechste wird sein: Häufig das Leben und die Geheimnisse Christi Unseres Herrn ins Gedächtnis ziehen. sechste. die dritte zur Stunde der Messe. und schließlich die Anwendung der Sinne vor dem Abendessen. daß die Stunde der vorgeschriebenen Übung gekommen ist. stelle ich mir. mit dem ich mich an dem bestimmten Tag oder zur bestimmten Stunde nicht abzugeben habe. dergestalt. in dieser zweiten Woche wenigstens einige Male nicht um Mitternacht aufzustehen. die in der ersten Woche angeführt wurden.

Ägypten als in die Verbannung (Nr. 269) zu nehmen. Über diese zwei Betrachtungen werden zwei Wiederholungen gemacht und ebenso eine Anwendung der fünf Sinne, in der gleichen Weise wie am vorhergehenden Tag. „Zuweilen ist es zweckdienlich, selbst wenn der sich Übende kraftvoll und wohlgestimmt ist, vom zweiten Tag bis zum vierten einschließlich etwas zu ändern, um jeweils besser das zu finden, was er begehrt: indem man nur eine Betrachtung in der Frühe, eine zweite zur Stunde der Messe hält, hierauf eine Wiederholung über beide zur Zeit der Vesper und eine Anwendung der Sinne vor dem Abendessen.

DRITTER TAG Wie das Kind Jesus seinen Eltern in Nazareth Untertan war (Nr. 271), und wie sie ihn darauf im Tempel fanden (Nr. 272). Entsprechend die beiden Wiederholungen, und die fünf Sinne anwenden.

EINLEITENDES ZUR ERWÄGUNG DER STÄNDE Nachdem wir das Beispiel betrachtet haben, das Christus Unser Herr uns zum ersten Stand hin, der in der Befolgung der Gebote besteht, gegeben hat, indem Er Seinen Eltern untenan war, und gleicherweise zum zweiten Stand hin, der in der Vollkommenheit des Evangeliums besteht, da Er im Tempel zurückblieb und Seinen Nährvater und Seine natürliche Mutter verließ, um frei zu sein im reinen Dienst Seines Ewigen Vaters, beginnen wir nun, in Verbindung mit der Betrachtung Seines Lebens, forschend zu erspüren und bittend zu erfragen, in welchem Leben oder Stand Seine Göttliche Majestät Sich unser zu bedienen wünscht. Wir werden deshalb, als eine gewisse Einführung hierzu, in der nächstfolgenden Übung die Sinnesrichtung Unseres Herrn betrachten und die entsprechend entgegengesetzte des Feindes der menschlichen Natur, und wie wir uns bereiten sollen (disponer), damit wir in jedem Stand oder Leben, das Gott Unser Herr uns schenkt, um es zu erwählen, zur Vollkommenheit gelangen können.

VIERTER TAG: BESINNUNG ÜBER ZWEI BANNER das eine Christi, des höchsten Befehlshabers und Unser Herrn, das andere Luzifers, des Todfeindes unserer menschlichen Natur. Das Vorbereitungsgebet ist das gewohnte. Die erste Einstellung ist der Vorgang. Hier wird es sein, wie Christus ruft und alle unter Sein Banner zu sammeln wünscht, Luzifer im Gegenteil unter das seine. Die zweite: Zurichtung des Schauplatzes. Hier ein großes Heerlager in der Gegend von Jerusalem sehen, wo der oberste Befehlshaber der Guten, Christus Unser Herr, weilt; ein anderes Heerlager in der Gegend von Babylon,

wo der Häuptling der Feinde, Luzifer, sich befindet. Die dritte: Bitten um was ich begehre. Hier bitten um die Erkenntnis der Betrügereien des bösen Häuptlings, um Hilfe, mich davor zu bewahren, um Erkenntnis des wahren Lebens, das der höchste und wahrhaftige Befehlshaber zeigt, und um die Gnade, Ihm nachzufolgen.

[ERSTER TEIL] DER ERSTE PUNKT ist: Sich vorstellen, wie sich der Anführer aller Feinde in jenem großen Heerlager von Babylon hinsetzt auf einen großmächtigen Thron aus Feuer und Rauch, in einer Gestalt von Schauer und Schrecken. DER ZWEITE: Erwägen, wie er unzählige Dämonen zusammenruft, und wie er sie ausstreut, die einen in diese, die andern in jene Stadt, und so über die ganze Welt hin, ohne irgendeinen Landstrich, einen Ort, eine Stadt oder irgendeinen einzelnen Menschen zu übergehen. DER DRITTE: Erwägen die Rede, die er an sie richtet, und wie er sie anspornt, Netze und Ketten auszuwerfen; und zwar sollen sie zuerst durch Begierde nach Reichtum in Versuchung führen, wie er bei den meisten zu tun pflegt, damit sie desto leichter zu eitler Ehre der Welt und von da zu ausgewachsenem Hochmut gelangen. Die erste Stufe soll also die Reichtümer sein, die zweite die Ehre, die dritte der Hochmut, und über diese drei Stufen führt er sie ein zu allen übrigen Lastern.

[ZWEITER TEIL] Entsprechend als Gegensatz hat man sich vorzustellen den höchsten und wahren Befehlshaber, der da ist Christus Unser Herr. DER ERSTE PUNKT ist: Erwägen, wie Christus Unser Herr Sich im großen Heerlager in der Gegend von Jerusalem niederläßt, an einem unscheinbaren Ort, schön und anmutig. DER ZWEITE: Erwägen, wie der Herr der ganzen Welt so viele Personen, Apostel, Jünger usf. erwählt und sie in die ganze Welt sendet, damit sie Seine heilige Lehre durch alle Stände und alle Lebenslagen hindurch ausstreuen. DER DRITTE: Erwägen die Rede, die Christus Unser Herr an alle Seine Diener und Freunde richtet, welche Er zu solcher Fahrt aussendet, wie Er ihnen empfiehlt, sie möchten allen zu helfen suchen, indem sie zuerst zu höchster Armut im Geiste hin bewegen und, wenn Seine Göttliche Majestät daran Gefallen fände und sie erwählen wollte, nicht minder zu äußerer Armut; zweitens zum Verlangen nach Schmähungen und Verachtetwerden, denn aus diesen beiden Dingen ergibt sich die Demut. So daß drei Stufen entstehen: die erste Armut gegen Reichtum, die zweite Schmähungen und Verachtetwerden gegen die weltliche Ehre, die dritte Demut gegen Hochmut, und über diese drei Stufen müssen sie einführen in alle andern Tugenden.

Ein Gespräch zu Unserer Herrin, daß sie mir von ihrem Sohn und Herrn die Gnade erlange, unter Sein Banner aufgenommen zu werden, zuerst in der größten Armut im Geist, und falls Seine Göttliche Majestät daran Gefallen fände und mich erwählen und annehmen wollte, nicht minder zu äußerer Armut; zweitens im Erleiden von Schimpf und Unrecht, um Ihm darin jeweils mehr nachzufolgen, wofern ich das erdulden kann ohne irgend jemandes Sünde noch ein Mißfallen Seiner Göttlichen Majestät. Und damit verbunden ein Ave Maria. Dasselbe nochmals vom Sohn erbitten, daß Er es mir vom Vater erlange, und damit verbunden ein Anima Christi beten. Dasselbe nochmals vom Vater erbitten, daß Er es mir gewähre, und ein Vater Unser beten. Diese Übung findet um Mitternacht statt und dann ein zweites Mal am frühen Morgen. Über das gleiche werden zwei Wiederholungen gehalten zur Zeit der Messe und zur Zeit der Vesper. Den Schluß bilden jeweils die drei Gespräche zu Unserer Herrin, zum Sohn und zum Vater. Und vor dem Abendessen wird die folgende Besinnung über die drei Menschengruppen gehalten.

BESINNUNG ÜBER DREI MENSCHENGRUPPEN Sie wird am gleichen vierten Tag gehalten, dazu hin, das Je-Bessere zu umfangen. Das gewohnte Vorbereitungsgebet. Die erste Einstellung ist der Vorgang. Drei Gruppen von Menschen, und jede von ihnen hat zehntausend Dukaten erworben; aber nicht rein und wie sie gesollt hätte, aus Liebe zu Gott. Alle suchen ihr Heil und den Frieden in Gott Unserem Herrn zu finden, indem sie ablassen von der Last und dem Hemmschuh, der sie daran hindert und der in der Anhänglichkeit an das [rechtmäßig] erworbene Gut besteht. Die zweite ist die Zurichtung des Schauplatzes. Hier mich selber sehen, wie ich angesichts Gottes Unseres Herrn und aller Seiner Heiligen stehe, um das zu ersehnen und zu erkennen, was Seiner Göttlichen Güte jeweils willkommener ist. Die dritte: Bitten um was ich begehre. Hier bitten um die Gnade, das erwählen zu können, was jeweils mehr dient zur Glorie Seiner Göttlichen Majestät und zum Heil meiner Seele.

DIE ERSTE GRUPPE möchte von der Anhänglichkeit an die erworbene Sache lassen, um dadurch in Frieden Gott Unseren Herrn zu finden und sich gerettet zu wissen. Aber sie wendet die Mittel dazu nicht an bis zur Stunde des Todes. DIE ZWEITE will von der Anhänglichkeit lassen, aber sie will so davon lassen, daß sie im Besitz der erworbenen Sache bleibt, in der Weise, daß Gott dorthin kommen soll, wohin sie selbst will; und sie entscheidet sich nicht dazu, die Sache aufzugeben, um zu gehen, auch nicht, wenn dies der bessere Stand für sie wäre. DIE DRITTE will von der Anhänglichkeit lassen, aber sie will so davon lassen, daß ebensowenig

Und inzwischen will sie ihre Sorgfalt daran wenden. ein zweites Mal in der Frühe gehalten. alles der Neigung nach zu verlassen. so daß die Sehnsucht. je nachdem Gott Unser Herr es in ihren Willen legt und es dem Einzelnen besser erscheint zum Dienst und Lobpreis Seiner Göttlichen Majestät.und Abendessen wird gehalten über die Fehler und Nachlässigkeiten bei den Übungen und Zusätzen des gegenwärtigen Tages. die erworbene Sache zu behalten als sie nicht zu behalten. wie dies alles bei der Betrachtung von der Menschwerdung und von der Geburt erklärt worden ist. 275). FÜNFTER TAG Betrachtung über den Weggang Christi Unseres Herrn von Nazareth zum Jordan. und vor dem Abendessen die Anwendung auf sie der fünf Sinne. und [zu sagen]. weder diese noch irgendeine andere Sache zu wollen. es zur Auslöschung einer solchen ungeordneten Neigung sehr nützlich ist. auch wenn gegen das Fleisch wäre. einschließlich [der Versuchung]. In allem wird die gleiche Ordnung wie am fünften Tag eingehalten (Nr. und wie Er getauft wurde (Nr. Diese Betrachtung wird einmal um Mitternacht. 273). jeweils besser Gott Unserem Herrn dienen zu können. und wir nicht gleichmütig sind gegenüber Armut oder Reichtum. [SECHSTER BIS ZWÖLFTER TAG] AM SECHSTEN TAG: Betrachtung wie Christus Unser Herr vom Jordan in die Wüste ging. indem sie ihre Kraft daran setzt. Die drei nämlichen Aussprachen halten wie in der vorhergehenden Betrachtung (contemplación) über die zwei Banner. ebenso an den folgenden Tagen. wenn wir eine Abneigung oder ein Widerstreben gegen die äußere Armut verspüren. dann folgen zwei Wiederholungen darüber zur Zeit der Messe und der Vesper. den Schluß bilden die drei Aussprachen aus den drei Menschengruppen. 274). außer wenn einzig der Dienst Unseres Herrn sie bewegt. . aus der dort beigefügten Bemerkung. in den Gesprächen zu bitten. Die besondere Prüfung nach dem Mittag. AM SIEBTEN: Wie Sankt Andreas und andere Christus Unserem Herrn nachfolgen (Nr. sie zur Annahme oder zum Lassen der Sache bestimmt.eine Neigung sie bestimmt. Es ist anzumerken. wofern es nur zum Dienst und Lobpreis Seiner Göttlichen Güte gereiche. Sie will sie vielmehr einzig wollen oder nicht wollen. daß. bzw. der Herr möge einen zu äußerer Armut erwählen. Jeder dieser fünf Übungen wird das gewohnte Vorbereitungsgebet und die Einstellungen vorausgestellt. man wünsche es und bitte darum und erflehe es.

das heißt mit dem fünften Tag. die Hirten. so werden die Geheimnisse der Heimsuchung Unserer Herrin bei Sankt Elisabeth. je nach der Zeit. und sofern Lobpreis und Verherrlichung der Göttlichen Majestät gleich bleibt. oder je nach dem Nutzen. 287). Werden sie eingeschränkt. ausgedehnt oder eingeschränkt werden. AM ZWÖLFTEN: Von dem Palmtag ( Nr. das mich unter Todsünde verpflichtet. DIE ERSTE WEISE der Demütigung ist notwendig zum ewigen Heil. DIE DRITTE: Bevor ein Mensch in die Erwählungen eintritt. daß ich nicht mehr wünsche und ersehne. Er wird im folgenden dargelegt werden. AM ELFTEN: Von der Auferweckung des Lazarus (Nr. oder wenn es mein eigenes zeitliches Leben gälte — nicht auf den Gedanken käme. wie nachher gesagt wird. diese mit eingerechnet. 280). Werden sie ausgedehnt. die über die acht Seligkeiten handelt (Nr. 285). ERSTE BEMERKUNG: Die Betrachtungen dieser zweiten Woche können. wird er. DIE ZWEITE ist vollkommenere Demütigung als die erste: wenn ich mich nämlich an dem finde. sei es ein göttliches oder ein menschliches. den er daraus zieht.AM ACHTEN: Von der Bergpredigt. später jeweils besser und jeweils vollständiger zu betrachten. Reichtum als Armut zu besitzen. mit großem Vorteil erwägen und achten auf die folgenden: DREI WEISEN DER DEMÜTIGUNG Er wird sie während des ganzen Tages immer wieder überlesen und die entsprechenden Aussprachen halten. und daß ich dabei nicht um alles Geschaffene noch um den Verlust meines eigenen Lebens auf den Gedanken käme. derart. die Beschneidung des Jesuskindes und die drei Könige. um . Ich muß mich nämlich so weit herabsetzen und so weit erniedrigen. denn hier soll [nur] eine Einführung und Anleitung geboten werden dazu hin. eine läßliche Sünde zu begehen. AM ZEHNTEN: Wie der Herr im Tempel lehrte (Nr. ein Gebot zu übertreten. DIE ZWEITE: Der Stoff der Erwählungen (la materia de las elecciones) beginnt nach der Betrachtung [vom Weggang des Herrn] von Nazareth an den Jordan. AM NEUNTEN: Wie Christus Unser Herr Seinen Jüngern auf den Wogen des Meeres erschien (Nr. die erste und zweite Weise einschließend. und so noch weitere hinzugenommen. dazu hin. 288). in allem dem Gesetz Gottes Unseres Herrn zu gehorchen. DIE DRITTE ist ganz vollkommene Demütigung: wenn ich nämlich. um sich zur wahren Lehre Christi hin zustimmen (affectarse). daß ich — auch wenn man mich zum Herrn aller geschaffenen Dinge in dieser Welt machte. Ehre als Unehre zu suchen. langes Leben als kurzes zu begehren. die ein jeder darauf verwenden will. so kann auch von den angeführten Geheimnissen etwas weggelassen werden. wo es für den Dienst Gottes Unseres Herrn gleich bleibt. 278). als es mir möglich ist.

der zuerst als ein solcher angesehen wurde. wozu ich geschaffen bin. zuletzt. muß so beschaffen sein. denn für weise und klug in dieser Welt. wenn sie einmal stattgehabt hat. So ist es bei der Ehe. und daß sie im Bereich der Heiligen Mutter. für den ist es sehr nützlich. was sie an erster Stelle ergreifen sollten. der das Ziel ist. und erst nachträglich. welcher Dienst Gottes doch das Ziel ist. und dann an zweiter Stelle Gott Unserm Herrn in diesem Ehestand zu dienen. das Auge unserer Ausrichtung (intención) einfach sein. die Ehe usf. je mehr mit dem armen Christus Armut wünsche und erwähle als Reichtum. DER DRITTE: In der unwandelbaren Erwählung kann. in sich indifferent oder gut sind. daß es mir zum Ziel hin helfe. was unter eine unwandelbare Erwählung fällt. als einzig der Dienst und Lobpreis Gottes Unseres Herrn und das ewige Heil meiner Seele. was ein Mittel ist. nämlich hin zum Lobpreis Gottes Unseres Herrn und zum Heil meiner Seele. nichts weiter erwählt werden. DER ERSTE PUNKT: ES ist notwendig. Sie ergreifen also das. sondern sie wollen. indem er die Bitte ausspricht. dergleichen Mittel zu wählen oder sie liegen zu lassen. daß Gott geraden Weges ihren ungeordneten Neigungen entgegenkomme. Unser Herr wolle ihn in diese dritte je größere und je bessere Demütigung erwählen. Was immer ich also erwähle. wofern dabei Dienst und Lobpreis Seiner Göttlichen Majestät gleich oder größer ist. und je mehr darnach verlange. Und ich soll nicht das Ziel zum Mittel hin ordnen und ziehen. irdische Güter annehmen oder sie von sich werfen. wie etwa kirchliche Pfründen annehmen oder sie lassen. der hierarchischen Kirche mitstreiten und nicht schlecht sind oder ihr widerstreitend. soweit sie von uns abhängt. denn an erster Stelle haben wir uns den Dienst Gottes vorzunehmen. falls dies für mich das Bessere ist. So kommt es vor. DER ZWEITE: Es gibt einiges. . was unter eine wandelbare Erwählung fällt. daß viele zuerst die Wahl treffen zu heiraten. Es gibt anderes. als ein Tor und Narr angesehen zu werden um Christi willen. denn sie kann nicht rückgängig gemacht werden. über die wir Erwählung zu halten wünschen. EINLEITENDES ZUM VOLLZUG DER ERWÄHLUNG Bei jeder guten Wahl muß. So darf nichts mich bewegen. die drei anläßlich der drei Menschengruppen erwähnten Gespräche zu halten. Sie streben also nicht geraden Weges zu Gott. Wer diese dritte Demütigung zu erlangen wünscht. zu dem hin ich geschaffen bin. je mehr mit dem schmacherfüllten Christus Schmach als Ehrenerweise.Christus Unserem Herrn je mehr nachzufolgen und ihm der Tat nach ähnlicher zu werden. wie das Priestertum. daß alle Dinge. Desgleichen gibt es andere. ZUR KENNTNISNAHME WORÜBER DIE ERWÄHLUNG ZU GESCHEHEN HAT enthält vier Punkte und eine Bemerkung. um Ihm je mehr nachzufolgen. sondern das Mittel zum Ziel. indem es einzig allein das anschaut. die Pfründe zu empfangen oder zu heiraten. deren erster Wille auf die Erlangung von Pfründen geht und die erst nachträglich Gott in diesen dienen wollen. und so machen sie denn aus dem Ziel ein Mittel und aus dem Mittel ein Ziel.

eine neue Wahl zu treffen. die unter die veränderliche Wahl fallen. wenn die Wahl nicht in der gesollten und geordneten Weise. ohne Beimischung des Fleisches oder irgendeiner andern ungeordneten Neigung. Dies nur ist zu beachten. oder irgendeine . eine ruhige Zeit. etwa ein Amt oder eine Pfründe. innerhalb seiner Erwählung ein gutes Leben zu führen. es erwägt einer zuerst. daß. sondern er vervollkommne sich in dieser. über die ich Erwählung zu halten wünsche. Wurde aber die wandelbare Erwählung nicht aufrichtig und in guter Ordnung vollzogen. die Erwählung [jetzt] in der rechten Weise zu vollziehen. nämlich um Gott Unseren Herrn zu lobpreisen und seine Seele zu retten. wählt er als Mittel ein Leben oder einen Stand innerhalb der Grenzen der Kirche. Gar viele täuschen sich in dieser Hinsicht. dem folgt. indem sie aus einer schiefen oder schlechten Wahl eine göttliche Berufung machen. ohne dem Fleische oder der Welt anzuhangen. was gezeigt wird. so ist kein Grund. man dies bereuen und darnach trachten soll. enthält sechs Punkte in sich.beim Priestertum usf. Wenn sich die Erwählung nicht in der ersten oder zwei ten Zeit vollzog. daß daraus merkliche und Gott sehr willkommene Früchte entspringen. wenn nämlich die Seele nicht von verschiedenen Geistern hin und her bewegt wird und von ihren natürlichen Fähigkeiten in Freiheit und Ruhe Gebrauch macht. und von solchem Wunsche beseelt. denn sie ist eine ungeordnete und schiefe Wahl. wenn Gott Unser Herr den Willen so bewegt und an sich zieht. ohne zu zweifeln oder auch nur zweifeln zu können. Ich sagte. um dadurch gefördert zu werden im Dienst seines Herrn und bei der Erlösung seiner Seele. DIE DRITTE ist ruhig. soweit er kann. wie Sankt Paulus und Sankt Matthäus taten. DIE ERSTE ART gesunde und gute Erwählung zu treffen. ist immer lauter und durchsichtig (limpia). denn jegliche Berufung. die von Gott kommt. Eine solche Wahl scheint aber keine göttliche Berufung zu sein. BEMERKUNG. wenn anders einer wünscht. DIE ZWEITE: wenn Klarheit und Einsicht genug empfangen wird. DIE ERSTE ZEIT ist. DER VIERTE: Hat jemand die Erwählung auf gesollte und geordnete Weise in Dingen getroffen. von der Erfahrung in Tröstung und Trostlosigkeit her und aus der Erfahrung der Unterscheidung der verschiedenen Geister. dann folgen für die [verbleibende] dritte Zeit ZWEI ARTEN sie vorzunehmen. daß eine Ihm ergebene Seele. DREI ZEITEN in deren jeder eine gesunde und gute Wahl gehalten werden kann. wozu hin der Mensch geboren ist. nicht ohne ungeordnete Anhänglichkeiten geschehen ist. so ist es von Nutzen. die anzunehmen oder liegenzulassen sind. DER ERSTE PUNKT ist: Mir die Sache vorzulegen. als sie Christus Unserem Herrn nachfolgten.

einzig seinen Schöpfer und Herrn zum Grund hat. so daß ich nicht mehr geneigt oder angetan bin. daß jene Liebe. und so soll nach der stärkeren vernunfthaften Regung. damit Seine Göttliche Majestät sie annehme und bekräftigen wolle. der sie getroffen hat. die mich bewegt hat. zusehen. eine bestimmte Sache zu wählen. Gleicherweise auf der andern Seite verfahren: nämlich die Vorteile und den Nutzen des Nichtbesitzes betrachten und umgekehrt die Nachteile und Gefahren desselben Nichtbesitzes. sich das Ziel vorzulegen. daß der Wählende zuerst in sich spürt. dergestalt. wieviele Vorteile und Nutzen mir erwachsen. die unter die wandelbare Erwählung fällt. nicht. was ich ihm sagen würde. DER VIERTE: Erwägen durch Überlegen der Gründe. nicht aber nach irgendeiner sinnlichen Regung die Entscheidung über die vorgelegte Sache getroffen werden. so soll der. wie die größere oder geringere Liebe für die Sache. und ihm alle erreichbare Vollendung wünschen. einzig auf den Lobpreis Gottes Unseres Herrn und das Heil meiner Seele hin. DIE ZWEITE ART gesunde und gute Erwählung zu treffen. mehr sie zu lassen als sie zu nehmen. daß es mehr zur Ehre und zum Lobpreis Gottes Unseres Herrn und zur Rettung meiner Seele dient. das da ist. enthält vier Regeln und eine Bemerkung. das ich dann . zu dem hin ich geschaffen bin. um dem folgen zu können.andere Sache. und was mehr zu Seinem Lobpreis und Seiner Verherrlichung gereicht. sich mit großer Sorgfalt zum Gebet vor Gott Unsern Herrn begeben und ihm diese Wahl darbringen. DER DRITTE: Erbitten von Gott Unserm Herrn. 183 DER SECHSTE: Ist so die Erwählung oder Entscheidung getroffen. dann umgekehrt erwägen die Nachteile und Gefahren. daß ich mich vielmehr wie im Gleichgewicht der Waage befinde. wohin sich die Vernunft jeweils mehr hinneigt. von dem ich spüre. die vorgestellte Sache zu nehmen als sie zu lassen. sofern sie zu Ihrem je größeren Dienst und Lobpreis gereicht. DIE ERSTE REGEL ist. von oben herabsteige aus der Liebe Gottes. die in der Annahme liegen. was ich in der vorgelegten Sache tun soll. Gott Unsern Herrn zu lobpreisen und meine Seele zu retten. ohne irgendeine ungeordnete Anhänglichkeit. DER FÜNFTE: Nachdem ich so überlegt und die vorgestellte Sache nach allen Seiten hin erwogen habe. wenn ich das vorgelegte Amt oder die Pfründe annehme. Er wolle meinen Willen bewegen und mir das in die Seele legen. bedenke ich die Form und das Maß. die er erwählt. Dann erwägen. und dabei sich gleichmütig (indiferente) zu finden. DIE DRITTE: Als wäre ich in der Todesstunde. den ich nie gesehen noch gekannt habe. indem ich gut und getreu mit meinem Verstand überlege und dann Seinem Heiligsten und Wohlgefälligen Willen entsprechend wähle. DER ZWEITE: Es ist notwendig. daß er tun und erwählen solle zur je größeren Ehre Gottes Unseres Herrn und zur größeren Vollendung seiner Seele: und ebenso handle ich selbst und halte mich an die Regel. DIE ZWEITE: Einen Menschen sich vorstellen. die ich für den anderen aufstelle.

treffe ich meine Wahl und bringe sie Gott Unserem Herrn dar. und die Regel. wie groß der Haushalt und Hausstand sein soll. wie jeder von ihnen sein Leben und seinen Stand bessern und neu formen kann. wenn man ihnen an Stelle einer Wahl eine Art und Weise vorlegt. Man stellt dem Betreffenden also seine Geschöpflichkeit vor. muß er anhand der dargelegten Übungen und der Arten der Wahl viel nachsinnen und überlegen. Das gewohnte Vorbereitungsgebet. Sie enthält ein Vorbereitungsgebet. entsprechend dem sechsten Punkt der ersten Art zu wählen. Desgleichen bezüglich seines Vermögens: wieviel er davon für seine Familie und sein Haus verwenden soll und wieviel zur Verteilung an die Armen und für andere gute Zwecke. die ich dann befolgt haben möchte. wie mir am Tage des Gerichtes zumute sein wird. wie ich dann wünschte in der vorliegenden Sache entschieden zu haben. 289). DIE VIERTE: Ich betrachte und erwäge. als er herausspringt aus seiner Eigenliebe. ist es von großem Nutzen. Um zu diesem Ziel zu gelangen und es zu erreichen. um mich dann voller Freude und Wonne zu finden. sein Leben und seinen Stand zur Verherrlichung und zum Lobpreis Gottes Unseres Herrn und zum Heil seiner Seele. die einer wandelbaren Wahl unterliegen. drei Einstellungen. . diesen durch Wort und Beispiel lehren müsse.hinsichtlich der jetzigen Wahl wünschte eingehalten zu haben. Und er wünsche und suche dabei nichts anderes als im Ganzen und durch das Ganze den jeweils größeren Lobpreis und die Verherrlichung Gottes Unseres Herrn. die eine kirchliche Würde bekleiden oder im Ehestand leben — ob sie nun Überfluß haben an irdischen Gütern oder nicht — und daher keine Zeit oder keinen sehr bereiten Willen haben. eine Erwählung über Dinge zu treffen. nehme ich jetzt an. seinem Eigenwillen und seinem Eigennutz. den er führt. ZUR BESSERUNG UND NEUFORMUNG DES EIGENEN LEBENS UND STANDES Dies ist zu beachten: für solche. und ich überlege. sechs Punkte und eine Aussprache. BEMERKUNG Nachdem ich diese Richtlinien zu meinem ewigen Heil und Frieden angenommen habe. wie er jenen lenken und leiten. daß er in allen Dingen des Geistes soweit gefördert werden wird. und danach richte ich mich und treffe im ganzen meine Entscheidung. [DRITTE WOCHE] [ERSTER TAG] DIE ERSTE BETRACHTUNG um Mitternacht ist: wie Christus Unser Herr von Bethanien nach Jerusalem ging zum letzten Abendmahl (Nr. Denn es bedenke ein jeder.

was Christus Unser Herr in Seiner Menschheit leidet oder leiden will. und am Ende ein Vater Unser. ein weiteres zum Vater. das eine zur Mutter. ob ich zu trauern oder mich zu freuen begehre über das. ob eng. ob geräumig. DIE ZWEITE BETRACHTUNG in der Frühe: geht vom Abendmahl bis zum Garten einschließlich. . Sorge tragen. um das Abendmahl zu rüsten. und mich in mir selbst besinnend. was ich betrachte. Hier den Weg von Bethanien nach Jerusalem sehen. zu trauern und zu weinen. daß die heiligste Menschheit so übergrausam leidet. daraus einigen Gewinn zu ziehen. wie Er dann. DER ERSTE PUNKT: Schauen die Personen beim Abendmahl. besondere Dinge ersehne. DER FÜNFTE: Erwägen. nachdem Judas gegangen war. Schließlich bitte ich um das. Und wie sie es duldet. da sie ihre Feinde vernichten könnte und es nicht tut. die auf die Menschengruppen folgt. ob so oder anders. seinen Herrn zu verkaufen. DER SECHSTE: Erwägen. an sie eine Rede hielt.. oder wenn der Stoff oder die Andacht dazu bewegt. denn um meiner Sünden willen geht der Herr zum Leiden. Es ist zu beachten. DER VIERTE: Erwägen. wie die Gottheit sich verbirgt. Die dritte: Bitten um was ich begehre: hier Leid. und einigen Gewinn daraus ziehen. DER ZWEITE: Hören. was sie reden. ein anderes zum Sohn. was sie tun.Die erste Einstellung ist die Erinnerung der Geschichte. wie schon früher zum Teil erklärt worden ist. und dieselbe Mühe mir geben bei den folgenden Punkten. und dann selber mit den andern Jüngern dazu hinging. So kann man ein einziges Gespräch mit Christus Unserem Herrn halten. der zur Betrachtung vorliegt. Das ist hier: wie Christus Unser Herr von Bethanien aus zwei Jünger sandte. DER DRITTE: Zusehen. in derselben Weise. ob eben usf. Seinen Jüngern die Füße wusch und ihnen Seinen Heiligsten Leib und Sein kostbares Blut reichte und. einigen Gewinn aus ihnen zu ziehen. was ich eindringlicher in Bezug auf bestimmte. und wieder suchen. wie [der Herr] das alles um meiner Sünden willen leidet usf. Die zweite: Zurichtung des Schauplatzes. zu leiden. ob ich mich nach dieser oder jener Seite zu disponieren wünsche. ob breit. daß wir bei den Gesprächen uns unterreden und bitten sollen gemäß dem vorliegenden Stoff. drei Gespräche. Ergriffenheit und Beschämung. nachdem Er das Osterlamm gegessen und das Mahl beendet. Hier nun mit aller Kraft einsetzen und mich anstrengen. je nach dem Abschnitt. und was ich für Ihn tun und leiden soll. Beschließen mit einer Aussprache zu Christus Unserem Herrn. Entsprechend das Gemach des Mahles. das heißt dementsprechend. ob eng. wie in der zweiten Woche gesagt wurde bei der Betrachtung von den zwei Bannern und in der Bemerkung.

um das. auch nicht wenn sie gut und heilig sind. ob so oder anders. wie sie in der vergangenen Woche gehalten wurde. auf dieselbe Weise. Und wie das Geheimnis es verlangt. wie Er dreimal ein Gebet an den Vater richtete und Seine Jünger aus dem Schlaf aufweckte. zum Tal Josaphat niederstieg. wohin ich gehen will und wozu. sondern mich selber zu Schmerz und Pein und Zerbrochenheit hinlenken. Der zweite wird lauten: Gleich beim Erwachen stelle ich mir vor Augen. wird er an jedem Tag fünf oder weniger Übungen vornehmen. der sich übt. die Er litt vom Augenblick Seiner Geburt an bis zum Geheimnis der Passion. bei dem ich gerade stehe. Zermalmung mit Christus dem Zermalmten. Sankt Petrus dem Malchus das Ohr abhieb und Christus es wieder an seine Stelle setzte. die Christus für mich litt. Die besondere Prüfung sei über die vorliegenden Übungen angestellt. Tränen. Mühsale und Schmerzen Christi Unseres Herrn ins Gedächtnis ziehe. Der sechste wird also geändert. Judas Ihm den Friedenskuß gab. wo Er das Abendmahl gehalten hatte. Die erste Einstellung ist die Geschichte. Schweiß wie Blutstropfen schwitzte. [BEMERKUNGEN] Je nach dem Alter. Die dritte: bitten um was ich begehre. je nach dem vorliegenden Stoff. inwendige Pein über die so große Pein. Bei dieser zweiten Betrachtung soll. . und fasse mir kurz die Betrachtung zusammen. und in gleicher Weise den Garten: ob breit. für die Punkte und das Gespräch auf gleiche Weise verfahren werden wie in der ersten Betrachtung vom Abendmahl. wie Er gleich einem Übeltäter gefangen wird und sie Ihn durch das Tal hinunter und den Hügel hinauf zum Hause des Annas schleppen. dann vor dem Abendessen die Anwendung der Sinne über die vorgenannten Betrachtungen. nach Verrichtung des Vorbereitungsgebets und der drei angeführten Einstellungen. Die zweite ist die Zurichtung des Schauplatzes. zur Stunde der Messe und der Vesper werden zwei Wiederholungen gehalten über die erste und die zweite Betrachtung. indem ich häufig die Anstrengungen. daß man keine angenehmen Gedanken herbeizurufen sucht. wie Er sich dann zum Gebet begab. während des Aufstehens und Ankleidens mich in Trauer und Schmerz zu versetzen über so großen Schmerz und so großes Leid Christi Unseres Herrn. werde ich mich anstrengen. wie dies in der zweiten Woche gesagt und erklärt worden ist. Hier wie Christus Unser Herr mit Seinen elf Jüngern vom Berg Sion. Während dieser dritten Woche bedürfen der zweite und der sechste Zusatz einer Änderung. Immer aber sollen das Vorbereitungsgebet und die drei Einstellungen vorausgeschickt werden. wie Auferstehung und Himmelsherrlichkeit. der Verfassung und Anlage dessen. wie dann bei Seiner Stimme die Feinde zu Boden fielen. acht von ihnen an einem Ort des Tales und die drei andern an einer Stelle des Gartens zurückließ. Hier betrachten den Weg vom Sionsberg zum Tal Josaphat. die ich machen will.Das gewohnte Vorbereitungsgebet. was in der Leidenswoche zu erbitten ansteht: Schmerz mit Christus dem Schmerzhaften. ob lang.

in der zweiten die Fußwaschung. erwägen. 291). so oft man nur kann. wie gesagt ist. dann die beiden Wiederholungen und die Sinne. weggelegt und abgeschieden von der Seele. DER SIEBTE TAG Betrachtung des gesamten Leidens auf einmal. und wo und wie er begraben wurde. 292). 295). wobei man bis zur Hälfte der Geheimnisse im Haus des Pilatus betrachtet. 293). in der vierten die Rede. in der Übung um Mitternacht und in der Frühe. und in der Frühe von seiner Kreuzerhebung bis zu Seiner Aufgabe des Geistes (Nr. 294). wie schon gesagt ist. nachdem ihr Sohn gestorben war. und dann auf der andern Seite die der Jünger. DER SECHSTE TAG Um Mitternacht von der Kreuzabnahme bis zum Grab einschließlich (Nr. in der Art. DER FÜNFTE TAG Um Mitternacht vom Hause des Pilatus bis zur Kreuzigung des Herrn (Nr. In gleicher Weise nehme er nach Beendigung der Passion einen ganzen Tag die erste Hälfte der ganzen Passion. nämlich in der ersten Betrachtung nur das Abendmahl. 296). so soll er bei jeder Betrachtung weniger Geheimnisse nehmen. in der dritten die Darreichung des Sakramentes an die Jünger. Desgleichen betrachten die Einsamkeit Unserer Herrin mit so großem Schmerz und Ermüdung. am zweiten Tag die andere Hälfte. und am dritten Tag die ganze Passion. dann die beiden Wiederholungen und die Anwendung der Sinne. . 297). dann in der Übung am Morgen die noch übrigen Geheimnisse im selben Hause. an Stelle der beiden Wiederholungen und der Sinne den ganzen Tag über.DER ZWEITE TAG Um Mitternacht wird die Betrachtung sein über [die Geschehnisse] vom Garten bis zum Hause des Annas einschließlich (Nr. dann die Wiederholungen und die Sinne in der gleichen Weise. BEMERKUNG Wenn jemand mehr Zeit auf die Passion verwenden will. 298). und in der Frühe vom Grab einschließlich bis zum Hause. DER DRITTE TAG Um Mitternacht vom Hause des Kaiphas bis zu Pilatus einschließlich (Nr. und in der Frühe von Pilatus zu Herodes einschließlich (Nr. wie schon gesagt ist. DER VIERTE TAG Um Mitternacht von Herodes zu Pilatus (Nr. und die Wiederholungen und die Sinne. die der Herr ihnen hielt. wie der Heiligste Leib Christi Unseres Herrn liegen gelassen blieb. wo Unsere Herrin weilte. und so fort durch die übrigen Betrachtungen und Geheimnisse. und in der Frühe über die vom Hause des Annas bis zum Hause des Kaiphas einschließlich (Nr.

DIE DRITTE: Bei den Gerichten muß eine größere und vollständigere Enthaltsamkeit beobachtet werden. je nachdem er mehr Nutzen daraus ziehen zu können meint. daß man sich vom Brot weniger zu enthalten braucht. Tröstungen und göttlichen Eingebungen erspüren wird. . und in jeder Übung ein bestimmtes Geheimnis Christi Unseres Herrn durchgeht. wie Er trinkt. die ihm zukommt. und daß man aus lauter Eßlust zu hastig sei. gröbere Speisen zu essen. denn hier ist sowohl die Eßlust bereiter zur Unordnung wie die Versuchung mehr auf dem Sprung. weil der Mensch. Und so kann die Enthaltsamkeit bei den Gerichten. die man auszuführen hat. die er in Speise und Trank einhalten soll. und für die Zeit vor dem Abendessen das Haus des Pilatus. der bei solcher Enthaltsamkeit nicht mehr die genügende Körperkraft und Disposition für die geistlichen Übungen in sich vorfindet. etwa das Leben der Heiligen oder eine andere fromme Betrachtung oder irgendeine geistliche Beschäftigung. was man ißt. was seinem leiblichen Unterhalt angemessener ist. leicht dazu gelangen wird. sondern jeden Tag fünf verschiedene Übungen hält. so daß er die Wiederholungen und die Anwendung der Sinne nicht macht. weil er. dann so. weil man so in sein Verhalten und seine Beherrschung jeweils mehr Gleichmaß und Ordnung bringt. Ihn nachzuahmen. was von Nutzen ist. gilt. weil es keine Speise ist. um Unordnung zu vermeiden. daß der ganze Sinn auf das gerichtet sei. DIE FÜNFTE: Während man ißt. Und nachdem er so die ganze Passion beendet hat. man sei Herr seiner selbst sowohl in der Weise. daß man ausgesuchtere in geringerer Menge genießt. man schaue Christus Unserem Herrn zu.Wer dagegen bei der Passion mehr abzukürzen wünscht. nicht selten die innern Fühlungen. zur Zeit der Messe das Haus des Annas. nach der die Eßlust so ungeordnet zu begehren pflegt oder zu der die Versuchung so anreizt wie zu den andern Speisen. wie Er blickt. DIE SECHSTE: Zuweilen kann man während des Essens auch eine andere Erwägung nehmen. kann er an einem andern Tage die ganze Passion auf einmal in einer oder mehreren Übungen durchgehen. dergestalt. denn richtet man darauf sein Augenmerk. DIE VIERTE: Vorausgesetzt. und was schädlich ist. daß der Verstand vornehmlich mit der Erwägung Unseres Herrn und nur nebenbei mit dem Unterhalt des Körpers beschäftigt sei. [etwas Besonderes] auszusuchen. zur Zeit der Vesper das Haus des Kaiphas. sich so fördernd und bereitend (disponendose). DIE SIEBTE: Vor allem hüte man sich davor. daß man sich gewöhnt. daß es zugelassen. genau zuzusehen. in Krankheit zu fallen. aus zweierlei Art geschehen: einmal so. durch die ihm die Mitte gewiesen wird. er desto rascher zu der Mitte gelangt. Darum gilt es. und trachte. so wird man weniger Ergötzung und Genuß aus der leiblichen Speise ziehen. stelle man sich vor. daß der Mensch sich davor in acht nimmt. daß es abgetan werde. in der Frühe den Garten. wie Er mit Seinen Aposteln zusammen ißt. REGELN. daß je mehr er sich vom Zukömmlichen entzieht. wie Er redet. zweitens. zu entscheiden. UM SICH KÜNFTIG IM ESSEN ZU ORDNEN DIE ERSTE REGEL ist. nehme um Mitternacht das Abendmahl. DIE ZWEITE: In Bezug auf das Trinken scheint die Enthaltsamkeit angemessener zu sein als beim Essen des Brotes. und dies aus zwei Gründen: erstlich.

die selige Seele zur Hölle abstieg. Die dritte: Bitten um was ich begehre. [VIERTE WOCHE] ERSTE BETRACHTUNG WIE CHRISTUS UNSER HERR ERSCHIEN UNSERER HERRIN Das gewohnte Vorbereitungsgebet.oder Abendessen oder zu einer andern Stunde. dessen Teile im einzelnen betrachtend. und damit verglichen die Art. wie bezüglich der Menge. daß man sich nach dieser ersten Betrachtung über die . die man nimmt. bis zur Himmelfahrt einschließlich. Die erste Einstellung ist die Geschichte. die dem vorliegenden Stoff entsprechen. nach dem Mittag. jeweils besser zu besiegen. und über die man nachher um keiner Eßlust noch Versuchung willen hinausgehen soll. die zu nehmen tunlich sei. nunmehr in der Heiligsten Auferstehung so wunderbar aufleuchtet und sich offenbart durch deren wahre und heiligste Wirkungen. Schließen mit einem oder mehreren Gesprächen. [BEMERKUNGEN] In den folgenden Betrachtungen gehe man alle Geheimnisse der Auferstehung in der unten angegebenen Weise durch. bei sich selbst für die nächste Mittag. wie wir sie beim Abendmahl Unseres Herrn hatten. dergestalt. DER ERSTE. mich innig (intensamente) zu freuen und fröhlich zu sein über so große Herrlichkeit und Freude Christi Unseres Herrn.oder Abendmahlzeit. den Gebetsraum usf. ZWEITE UND DRITTE PUNKT seien die gewohnten. VIERTER PUNKT: Erwägen. Hier: die Anlage des Heiligen Grabes und die Stätte oder das Haus Unserer Herrin sehen. Die zweite ist die Zurichtung des Schauplatzes. da man keine Begierde nach Essen verspürt. die sich in der Passion zu verbergen schien. während Gott stets mit ihm vereint war. so auch das Zimmer. wie ein Freund seinen Freund zu trösten pflegt. im Gegenteil: um jede ungeordnete Begierde oder Versuchung des Feindes. und einem Vater Unser. esse man weniger. wie die Gottheit. nützt es viel. FÜNFTER PUNKT: Betrachten das Trösteramt. und wahre im übrigen in der ganzen Woche der Auferstehung dieselbe Form und Art. die zum Mehressen anreizt. gleichfalls mit der Gottheit geeint. das Christus Unser Herr ausübt. Hier also bitten um die Gnade.wie man ißt. Hier: wie nachdem Christus am Kreuz aushauchte und der Leib von der Seele getrennt liegen blieb. wie sie während der ganzen Leidenswoche gehalten wurde. und so fort jeden Tag. von dort die gerechten Seelen entließ und zum Grabe zurückkehrend und auferstehend seiner gebenedeiten Mutter mit Leib und Seele erschien. die Menge festzulegen. DIE ACHTE: Um alle Unordnung abzulegen.

die ich zu halten vorhabe. im Winter Sonnenschein oder Wärme des Feuers. indem man bei den wichtigeren Teilen und dort. auf zwei Dinge zu achten. daß die Liebe mehr in die Werke gelegt werden muß als in die Worte. siebte und zehnte abzuwandeln. vorzusetzen und festzulegen. auch die (unten folgenden) Zusätze bleiben sich gleich.Auferstehung richtet. die zweite zur Stunde der Messe oder vor dem Mittagessen. so kann doch der Betrachtende auch mehr oder weniger Punkte ansetzen. Der siebte: Helligkeit und Annehmlichkeiten der Jahrzeit benützen. je nachdem er sich dabei besser befindet. Der sechste: Ins Gedächtnis rufen und überdenken Dinge. Der zehnte: An Stelle der Buße achte man auf Maßhaltung und auf die Mitte in allen Dingen. sechste. so im Frühling und Sommer die erfrischende Kühle. die vierte vor dem Abendessen als Anwendung der Sinne über die drei Übungen desselben Tages. vor Beginn der Betrachtung eine bestimmte Anzahl von Punkten. die dritte zur Zeit der Vesper. oder von dem. und als Gegenstück dazu der Geliebte dem Liebenden. denn diese sind stets zu beobachten. aufmerkt und ruhend verweilt. an Stelle der zweiten Wiederholung. und so teilt immer einer dem andern mit. außer man befände sich in von der Kirche gebotenen Fasten und in Tagen der Enthaltung. daß der Liebende dem Geliebten gibt und mitteilt. die zur geistlichen Ergötzung und Freude und Heiterkeit bewegen. So kann man sich in allem übrigen nach der Weise der Leidenswoche richten: in den Wiederholungen. ZWEITE BEMERKUNG: Für gewöhnlich ist es in der vierten Woche angemessener als in den drei vergangenen. was er hat oder kann. wie zum Beispiel die himmlische Seligkeit. Der zweite wird sein: Sogleich beim Erwachen sich die Betrachtung vor Augen stellen. es könne ihr dienen. derart. er es dem gibt. die man durchgehen will. Hierzu hilft es viel. vier und nicht fünf Übungen zu halten: die erste sogleich beim Aufstehen in der Frühe. Das zweite: Die Liebe besteht in der Mitteilung von beiden Teilen her. Das erste ist. was er hat. der es nicht hat. insoweit die Seele denkt oder vermutet. . wo man jeweils größere Bewegungen und geistlichen Geschmack gespürt hat.. bewegt zu werden und fröhlich über so große Wonne und Fröhlichkeit Christi Unseres Herrn. zum Beispiel drei oder fünf usf. das will heißen. um sich in ihrem Schöpfer und Herrn zu erfreuen. [Die VIERTE:] Während dieser vierten Woche sind von den zehn Zusätzen der zweite. der Zusammenziehung oder Ausdehnung der Geheimnisse usf. BETRACHTUNG ZUR ERLANGUNG DER LIEBE Zuerst ziemt es sich. wenn kein rechtmäßiges Hindernis vorliegt. DIE DRITTE: Obschon bei allen Betrachtungen eine bestimmte Anzahl von Punkten gegeben wird. Die Einstellungen je nach dem vorgelegten Stoff und die fünf Punkte seien dieselben. indem ich wünsche. an Stelle der ersten Wiederholung. daß wenn der eine Wissen oder Ehren oder Reichtümer besitzt.

. wie Großes Gott Unser Herr für mich getan und wie viel Er mir von dem gegeben hat. das ist mir genug. und mich selber damit. in den Tieren sinnliches Fühlen.Das [Vorbereitungs-] gebet ist das gewohnte. Sich selbst mir zu geben. der mühselige Arbeit verrichtet. der mit großer Hingabe darbietet: Nimm Dir. Hier sehen. Und so auch in mir: wie Er mir Dasein gibt. Frömmigkeit. so wie auch meine beschränkte Kraft von der höchsten und unendlichen oben herab. mich durchseelt. das heißt. wie im ersten Punkt gesagt ist. Herr. Güte. wie Gott in den Geschöpfen wohnt. was ich von meiner Seite schuldigerweise darbieten und geben muß Seiner Göttlichen Majestät. indem ich mit großer Hingebung wäge. die für mich eintreten. oder auf eine andere. verfüge nach Deinem ganzen Willen. und folgerichtig. DER ERSTE PUNKT ist: Ins Gedächtnis rufen die empfangenen Wohltaten der Schöpfung. der Erlösung und der besonderen Gaben. und übernimm meine ganze Freiheit. in den Elementen Dasein. Herden usf. in den Menschen geistige Einsicht verleihend. Er verhält Sich wie einer. vor den Heiligen. meinen Verstand und meinen ganzen Willen. mein ganzes Haben und Besitzen. Die erste Einstellung ist die Zurichtung. Hier bitten um innere Erkenntnis der so großen empfangenen Wohltaten. wie Er desgleichen einen Tempel aus mir macht. Pflanzen. indem er das Dasein gibt und erhält. wie ich stehe vor Gott Unserm Herrn. Elementen. Und abermals zurückbesinnen auf mich selbst. so wie einer. Wachstum und sinnliches Leben verleiht usf. wie Gott sich anstrengt und müht um meinetwillen in allen geschaffenen Dingen auf der Welt. nämlich alles. in den Pflanzen wachsendes Leben. und so auch [unsere] Gerechtigkeit. was Er besitzt. Dann zum Ende zurückbesinnen auf mich selbst in der gesagten Weise. was ich habe. wende ich es zurück. So in den Himmeln. DER DRITTE: Erwägen. DREI WEISEN ZU BETEN DIE ERSTE WEISE: .. zu Dir. wie alles Gut und alle Gabe absteigt von oben. gib mir Deine Liebe und Gnade. vor seinen Engeln. Und dann zurückbesinnen auf mich selbst und mit viel Begründung und Gerechtigkeit erwägen. Herr. DER ZWEITE: Erwägen. Barmherzigkeit usf. mein Gedächtnis. daß ich in ganz dankbarem Anerkennen in allem Seine Göttliche Majestät lieben und Ihr dienen könne. Früchten. vom Quell die Wasser usf. da ich zu einem Gleichnis und Bild Seiner Göttlichen Majestät geschaffen bin. wie von der Sonne absteigen die Strahlen. wie sehr derselbe Herr danach verlangt. Die zweite: Bitten um was ich begehre. Dann zurückbesinnen auf mich selbst. dazu hin. mir Sinne erweckt und geistige Einsicht verleiht. Schließen mit einer Aussprache und einem Vater Unser. Und auf dieselbe Weise geschehe bei jedem folgenden Punkte. DER VIERTE: Schauen. Du hast es mir gegeben. soweit Er es nur vermag gemäß Seiner Göttlichen Herablassung. in der Art. wenn ich diese als die bessere spüre. das Gesamte ist Dein.

das Vorbereitungsgebet in der genannten Weise verrichtet. zum Beispiel Gott Unsern Herrn bitten. Bei der ersten Weise des Gebetes erwägen und überlegen. während es vorher um zu haltende Gebote ging. je nach dem vorliegenden Gegenstand. Bei [der Erwägung über] die sieben Hauptsünden wird. daß es sich hier um zu meidende Sünden handelt. klage ich mich darüber an. in heiligen Übungen die sieben entgegengesetzten Tugenden zu erwerben und zu bewahren. Finde ich in dieser Zeit meine Fehler. mit dem Unterschied. Und auf diese Weise wird bei jedem der zehn Gebote verfahren. und vollkommene Einsicht in sie verlangen. nehme der Betreffende sich vor und sorge dafür. Nachdem die besagte Durchforschung aller Gebote beendet ist. Und ebenso Gnade und Hilfe erbitten. das Vorbereitungsgebet und das Gespräch hält. wie es jeweils besser erscheint. als Maß die Zeit nehmend. und mit der Bitte um Gnade und Hilfe zu künftiger Besserung schließen mit einem Gespräch zu Gott Unserem Herrn. lange Zeit dabei zu verweilen. wie ich das erste Gebot gehalten habe und worin ich gefehlt habe. Zuerst soll das dem zweiten Zusatz der zweiten Woche Entsprechende geschehen. mich künftig zu bessern. indem man den Zusatz befolgt. wohin man geht und zu welchem Zweck. drei Vater Unser und drei Ave Maria zu beten. soll er sich auch mehr oder weniger lang bei dessen Erwägung oder Erforschung aufhalten. und zur je größeren Glorie und Lobpreis Seiner Göttlichen Majestät. ist es nicht nötig. Ebenso sei die angegebene Ordnung und Regel beibehalten. die sieben Hauptsünden. um sie je besser zu halten. sondern je nachdem einer findet. und um sie jeweils besser zu meiden. worin ich gegen die zehn Gebote gefehlt habe. Diese Gebetsweise ist mehr dazu da. daß er in einem Gebot mehr oder weniger gestrauchelt sei. als dazu. so bitte ich dafür um Verzeihung und Nachlaß und sage ein Vater Unser. die man braucht. Bei den drei Fähigkeiten der Seele werde die gleiche Ordnung und Regel eingehalten wie bei den Geboten. daß ich erkennen könne.Über die Gebote [und andere Gegenstände] DIE ERSTE WEISE ZU beten ist über DIE ZEHN GEBOTE. Und ebenso soll bei den Hauptsünden vorgegangen werden. sowie die Aussprache. Drittens über DIE FÄHIGKEITEN DER SEELE. bei dem er keinerlei Gewohnheit des Sündigens findet. Dieser selbe Zusatz wird zu Beginn jeder Gebetsweise beachtet. nämlich: vor dem Eintreten in das Gebet ruhe der Geist ein wenig. Bei den fünf Sinnen des Leibes wird man sich . um sich dadurch vorzubereiten und voranzukommen und ihr Gebet zu einem wohlgefälligen zu machen. man setzt sich oder geht umher. Ein Einführungsgebet. Maß und Übungsformen an die Hand zu geben. der Seele Rahmen. betrachte man ihr Gegenteil. eine bestimmte Gestalt und Weise des Betens selber zu vermitteln. Um die bei den Hauptsünden begangenen Fehler jeweils besser kennenzulernen. Dabei ist zu bemerken: Wenn einer zur Betrachtung eines Gebotes kommt. Zweitens über Die HAUPTSÜNDEN. und erwägt. die drei Fähigkeiten der Seele und die fünf leiblichen Sinne. Viertens über DIE FÜNF SINNE DES LEIBES. nach dem Zusatz.

Und auf gleiche Art verhalte er sich bei jedem Worte des Vater Unser oder irgendeines anderen Gebetes. der bei der ersten Gebetsweise befolgt wurde. Derselbe Zusatz. so daß man sich eine Zeitlang immer in einem von ihnen übt. und nach der Erwägung jedes Sinnes sage er ein Ave Maria oder ein Vater Unser. und ist es beendet. daß. und der größeren Andacht. so wende man sich in wenigen Worten an die Person. DIE ZWEITE ist. der empfehle sich ihr im Vorbereitungsgebet. auch wenn die Stunde mit dem Gefundenen zu Ende geht. und dann fange er bei dem unmittelbar folgenden Wort an zu betrachten. wird auch in der zweiten Geltung haben. so soll dasselbe mit dem Ave Maria und dann mit den übrigen Gebeten getan werden. der sie verrichten will. wenn jemand in der Betrachtung des Vater Unser bei einem Wort oder zweien reichen Stoff zum Denken und Kosten und Trost findet. der empfehle sich im Vorbereitungsgebet Seiner Göttlichen Majestät. kniend oder sitzend. und wer im Gebrauch der Sinne Unsere Herrin nachahmen möchte. Vergleiche. er am nächsten Tag. so sage er ein Ave Maria. deren man sich . an die das [zu betrachtende] Gebet gerichtet ist. DIE ERSTE REGEL ist. DIE ZWEITE WEISE ZU BETEN ist die Betrachtung der Sinne jedes einzelnen Wortes eines Gebetes. das er nach dieser Gebetsweise zu beten wünscht. die so erreicht wird. Das Vorbereitungsgebet hat der Person zu entsprechen. mündlich oder im Geist. die er so findet. und nach der Erwägung jedes Sinnes sage er ein Ave Maria. Wer im Gebrauch seiner Sinne Christus Unseren Herrn zum Vorbild nehmen will. wenn er bei einem Wort oder zweien des Vater Unser eine ganze Stunde verweilte. Empfindung oder Tröstung bei den auf dieses Wort bezüglichen Erwägungen findet. wenn er wieder zum Gebet zurückkehren will. daß er in der beschriebenen Weise eine Stunde beim ganzen Vater Unser verweile. nicht umherschweifenden Augen das Wort Vater spricht und bei der Erwägung dieses Wortes solange verharrt. er nicht besorgt sein soll. Die zweite Weise des Betens ist nun. und bitte sie um die Tugenden oder Gnaden. daß jener. an die das Gebet gerichtet war. als er Bedeutungen. daß. auf daß sie ihm von ihrem Sohn und Herrn Gnade hierzu erlange. Zu beachten ist: Wurde in einem oder mehreren Tagen das Vater Unser beendet. weiter zu gehen. mit geschlossenen oder auf einen Ort gerichteten.stets an die gleiche Ordnung halten und nur den Gegenstand ändern. je nach der besseren Disposition. jenes Wort oder die zwei auf die gewöhnliche Weise sprechen soll. das Anima Christi oder Salve Regina. auf die gewöhnliche Art. Ist sie vorbei. gemäß dem in der zweiten Regel Gesagten. DIE DRITTE ist. den Glauben. so sage er den Rest des Vater Unser auf die gewöhnliche Art. Zweite Bemerkung: Ist das Gebet beendet.

bete man das Ave Maria nach dem Zeitmaß und die andern Gebete auf gewöhnliche Weise. voll der Gnade. [dagegen] die andern Gebete. das Ave Maria. Und man wird zumeist bei jedem Geheimnis drei Punkte finden. kann sämtliche angeführten Gebete oder einen Teil von ihnen auf diese Art beten. Die dritte Weise des Gebetes ist.jeweils bedürftiger fühlt. daß die in Anführungszeichen stehenden Worte jeweils dem Evangelium selbst entnommen sind. indem man ein Wort des Vater Unser oder eines anderen Gebetes. und daß man in der Zwischenzeit vom einen zum anderen Atemzug vor allem auf die Bedeutung des betreffenden Wortes achtet. Und nach der gleichen Form und Regel wird man bei den übrigen Worten des Vater Unser verfahren.» DER ZWEITE: Der Engel bestärkt. da man zu beten wünscht. hat einen Sohn in ihrem Alter empfangen. indem er die Empfängnis Sankt Johannes des Täufers kundtut mit den Worten: «Und siehe. deine Verwandte. ERSTE REGEL: Am andern Tag oder zu einer andern Stunde. indem er die gleiche Ordnung des Atmens im Zeitmaß einhält. DIE GEHEIMNISSE DES LEBENS CHRISTI UNSERES HERRN Bei allen folgenden Geheimnissen ist zu beachten. spricht. an die man es richtet. den Glauben und das Salve Regina auf die gewöhnliche Art beten. du wirst empfangen in deinem Leibe und einen Sohn gebären. Elisabeth.» . oder auf die eigene Niedrigkeit oder den Unterschied so großer Hoheit zu so großer eigener Niedrigkeit. ZWEITE: Wer jeweils mehr beim Gebet nach dem Zeitmaß zu verweilen wünscht. was er Unserer Herrin gesagt hat. derart. die Besinnung und Betrachtung darüber mit größerer Leichtigkeit zu verrichten. Anima Christi. daß der Engel Sankt Gabriel Unsere Herrin grüßt und ihr die Empfängnis Christi Unseres Herrn kundgibt. daß zwischen zwei Atemzügen jeweils nur ein Wort gesagt wird. das verrichtet wird. und verfahre entsprechend auch mit den übrigen. DIE DRITTE WEISE ZU BETEN geschieht nach dem Zeitmaß (por compás) Der Zusatz bleibt derselbe wie bei der ersten und zweiten Weise des Betens. daß man bei jedem Atemzug oder Luftschöpfen im Geiste betet. zu dem Zweck. wie sie erklärt worden ist. Das Vorbereitungsgebet bleibt so wie bei der zweiten Weise des Betens. DIE VERKÜNDIGUNG UNSERES HERRN DER ERSTE PUNKT ist. oder auf die Person. «Es trat der Engel zu Maria herein und sprach zu ihr: Gegrüßt seist du.

» ZWEITENS: Unsere Herrin singt den Lobgesang und spricht: «Großpreise meine Seele den Herrn.2 ERSTENS: Die Geburt Christi Unseres Herrn wird den Hirten durch den Engel kundgetan: «Ich verkünde euch eine große Freude. die gesegneten Leibes war. spürte Sankt Johannes der Täufer.DER DRITTE: Es antwortete dem Engel Unsere Herrin: «Siehe. «Josef zog von Galiläa nach Bethlehem hinauf.» . mir geschehe nach deinem Wort. der im Schoße seiner Mutter weilte. frohlockte das Kind in ihrem Schoße. «Und da Maria den Gruß Elisabeths vernahm.» DIE HEIMSUCHUNG UNSERER HERRIN BEI ELISABETH Luk.2 ERSTENS: Unsere Herrin und ihr Bräutigam Josef gehen von Nazareth nach Bethlehem. ich bin eine Magd des Herrn. seinem ihm verlobten Weibe. den Besuch Unserer Herrin.» DRITTENS: «Die Hirten kehrten zurück.1 ERSTENS: Als Unsere Herrin Elisabeth besuchte.» ZWEITENS: «Sie gebar ihren erstgeborenen Sohn und wickelte Ihn in Windeln und legte Ihn in die Krippe. denn heute ist geboren der Erlöser der Welt.» DRITTENS: «Es erschien eine Menge himmlischer Heerscharen.» DIE GEBURT CHRISTI UNSERES HERRN Luk. um dem Kaiser Unterwürfigkeit zu erzeigen.» DRITTENS: «Maria blieb bei Elisabeth etwa drei Monate und kehrte dann nach Hause zurück. und voll des Heiligen Geistes rief Elisabeth mit lauter Stimme und sprach: Benedeit seist du unter den Weibern und benedeit sei die Frucht deines Leibes. die sprachen: Glorie sei Gott in den Himmeln. mit Maria.» DIE HIRTEN Luk. das in die Krippe gelegt war. «Sie kamen eilends und fanden Maria und Josef und das Kind.» ZWEITENS: Die Hirten gehen nach Bethlehem. preisend und lobend den Herrn.

ZWEITENS: «Sein Name ward Jesus genannt. ZWEITENS: Als Simeon in den Tempel kam.» DRITTENS: Sie geben das Kind Seiner Mutter zurück.2 ERSTENS: Sie beschnitten den Knaben Jesus. nach Ägypten zu fliehen: «Steh auf und . welche mitlitt mit dem Blute. DIE DREI MAGIER-KÖNIGE Mt. und sie kehrten auf anderem Wege in ihre Gegend zurück.» DIE FLUCHT NACH ÄGYPTEN Mt.2 ERSTENS: Sie bringen das Kind Jesus zum Tempel. Gold. beteten Ihn an und boten Ihm Gaben dar. nicht zu Herodes zurückzugehen. Und vor ihrem Tode mahnte ein Engel Josef. sich vom Sterne leiten lassend. damit Er dem Herrn als Erstgeborener dargestellt werde. und darum ließ er die Unschuldigen Kinder töten. um Jesus anzubeten. bevor Er im Mutterschoße empfangen wurde.2 ERSTENS: Die drei Magier-Könige.2 ERSTENS: Herodes suchte das Kind Jesus zu töten.DIE BESCHNEIDUNG Luk. mit den Worten: «Wir haben Seinen Stern im Osten gesehen und kamen.» DRITTENS: «Sie erhielten im Schlaf die Antwort.» DIE REINIGUNG UNSERER HERRIN UND DIE DARSTELLUNG DES KNABEN JESUS Luk. entlassest Du Deinen Diener im Frieden. und sie opferten für Ihn «ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben». Herr. kamen. die auf die Erlösung Israels hofften. Weihrauch und Myrrhe.» ZWEITENS: Sie beteten Ihn an und brachten Ihm Gaben dar: «Sie fielen nieder auf die Erde. wie Er vom Engel genannt wurde.» DRITTENS: Anna «kam hinzu und pries den Herrn und redete von Ihm zu allen. das ihrem Sohn entströmte. «nahm er Ihn in seine Arme» und sprach: «Nun. um Ihn anzubeten.

» DRITTENS: Er scheint das Zimmermannshandwerk ausgeübt zu haben. ging von Nazareth nach Jerusalem hinauf. der Sohn des Herodes. ZWEITENS: Christus Unser Herr blieb in Jerusalem. «Steh auf und nimm das Kind und Seine Mutter und geh ins Land Israel. Alter und Gnade.nimm das Kind und Seine Mutter und fliehe nach Ägypten. in dem zu sein.» DRITTENS: «Er blieb dort bis zum Tode des Herodes. mitten unter den Lehrern sitzend. DAS LEBEN CHRISTI UNSERES HERRN VOM ZWÖLFTEN BIS ZUM DREISSIGSTEN JAHR Luk. wo Er gewesen sei.2 ERSTENS: Christus Unser Herr. und als Seine Eltern Ihn fragten.» ZWEITENS: «Er stand auf und kam in das Land Israel. nach Israel zurückzukehren. zog er sich nach Nazareth zurück. und Seine Eltern wußten es nicht. wie Sankt Markus im sechsten Kapitel anzudeuten scheint: «Ist Dieser nicht der Zimmermann?» DAS AUFTRETEN DES ZWÖLFJÄHRIGEN JESUS IM TEMPEL Luk.» DRITTENS: Weil Archelaus.2 ERSTENS: Der Engel mahnt Josef. was Meines Vaters ist?» DIE TAUFE CHRISTI . DRITTENS: Nach Verlauf der drei Tage fanden sie Ihn disputierend im Tempel. ZWEITENS: «Er nahm zu an Weisheit.2 ERSTENS: Er war gehorsam Seinen Eltern. zwölf Jahre alt.» ZWEITENS: Er machte sich auf nach Ägypten.» DIE RÜCKKEHR CHRISTI UNSERES HERRN AUS ÄGYPTEN Mt. daß es Mir geziemt. «Er stand auf in der Nacht und brach nach Ägypten auf. antwortete Er: «Wißt ihr nicht. in Judäa herrschte.

denn so ziemt es sich für uns. so sag. deren besondere Berufung im Evangelium nicht erwähnt wird. Drittens die Gaben und Gnaden.» DRITTENS: ES erschien der Heilige Geist und die Stimme des Vaters. wie im ersten Kapitel Sankt Johannis steht. um zu einer gewissen Kenntnis zu gelangen. um Christus Unserem Herrn für immerdar nachzufolgen: Sankt Matthäus im vierten Kapitel und Sankt Markus im ersten. wo Er vierzig Tage und vierzig Nächte fastete. durch die sie über alle Väter des Neuen und des Alten Bundes erhoben wurden. ZWEITENS: Sankt Johannes taufte Christus Unsern Herrn.4 ERSTENS: Nachdem Jesus getauft worden war. daß diese Steine Brot werden. Mt. Ein erstes Mal. Zweitens die Würde. ZWEITENS: Er berief Philippus. ging Er in die Wüste. Ein drittes Mal. DRITTENS: Er berief die andern Apostel. um Christus einigermaßen nachzufolgen mit dem Vorsatz.» DIE VERSUCHUNG CHRISTI Luk. was sie verlassen hatten. DAS ERSTE WUNDER BEI DER HOCHZEIT VON KANA IN GALILÄA . die vom Himmel her bezeugte: «Das ist Mein geliebter Sohn. Ihn zu taufen. wo Sankt Johannes der Täufer weilte. und Matthäus. daß wir alle Gerechtigkeit erfüllen.4. kam Er von Nazareth an den Jordan. wieder zum Besitz dessen zurückzukehren.» DIE BERUFUNG DER APOSTEL ERSTENS: Dreimal scheinen Sankt Petrus und Sankt Andreas gerufen worden zu sein. was Du siehst.» DRITTENS: «Es kamen Engel zu Ihm und dienten Ihm. und da er sich entschuldigen wollte. Ein zweites Mal.3 ERSTENS: Nachdem Christus Unser Herr von Seiner gebenedeiten Mutter Abschied genommen hatte. erwiderte Christus: «Laß es jetzt. das erhellt aus dem ersten Kapitel Sankt Johannis. alles das. stürze Dich von hier herab. an dem Ich Mein Wohlgefallen habe. zu der sie so lieblich berufen wurden.Mt. wie Sankt Lukas im fünften Kapitel erzählt. ZWEITENS: Er wurde zu dreien Malen vom Feinde versucht: «Der Versucher trat an Ihn heran und sagte: Wenn Du der Sohn Gottes bist. weil er sich für unwürdig hielt. wenn Du niederfallend auf die Erde mich anbetest. will ich Dir geben. Dabei sind noch drei andere Dinge zu erwägen: Erstens wie die Apostel von ungebildetem und niedrigem Herkommen waren. wie es Matthäus selbst im neunten Kapitel berichtet.

2 ERSTENS: Er trieb alle Händler aus dem Tempel hinaus mit einer aus Stricken gemachten Geißel.» CHRISTUS UNSER HERR STILLT DEN STURM AUF DEM MEER Mt. DRITTENS: Den Armen.» DRITTENS: Er erweist Sich nicht als Übertreter des Gesetzes. der im Himmel ist. die Sanften. die im Tempel waren.» DIE BERGPREDIGT CHRISTI Mt. «Ich sage euch: liebet eure Feinde und tut Gutes denen. die Hunger und Durst nach der Gerechtigkeit leiden.5 ERSTENS: Zu Seinen geliebten Jüngern einzeln genommen spricht Er von den acht Seligkeiten. nicht Ehebruch zu treiben. die euch hassen. und Seine Jünger glaubten an Ihn. «Selig die Armen im Geiste. sondern als Erfüller.» ZWEITENS: Er ermahnt sie. ZWEITENS: Seine erschreckten Jünger wecken Ihn auf.» CHRISTUS TREIBT DIE HÄNDLER AUS DEM TEMPEL Joh. Er aber tadelt sie um ihrer Kleingläubigkeit willen mit den Worten: «Was seid ihr furchtsam. ZWEITENS: Die Mutter macht den Sohn auf das Fehlen des Weines aufmerksam mit den Worten: «Sie haben keinen Wein. ihre Talente gut zu brauchen: «So leuchte euer Licht vor den Menschen. die Tauben verkauften.8 ERSTENS: Während Christus Unser Herr auf dem Meere schlief.2 ERSTENS: Christus Unser Herr mit Seinen Jüngern wurde zur Hochzeit geladen.Joh. die reinen Herzens sind. erhob sich ein großer Sturm. was immer Er euch sagt.» DRITTENS: «Er verwandelte das Wasser in Wein und offenbarte Seine Herrlichkeit. sagte Er sanft: «Schafft diese Dinge von hier weg und macht nicht aus Meinem Haus ein Kaufhaus. ihr Kleingläubigen?» . die Barmherzigen. die Trauernden. ZWEITENS: Er stürzte die Tische und Gelder der reichen Kaufleute um. nicht falsch zu schwören und die Feinde zu lieben erklärt. die Friedfertigen und die Verfolgung leiden. daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater verherrlichen.» Und sie trug den Dienern auf: «Tut. nicht zu töten. indem Er das Gebot.

ZWEITENS: Sie stand hinter dem Herrn zu Seinen Füßen und begann sie mit Tränen zu benetzen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen.l4 ERSTENS: Vom Berg aus hieß Christus Unser Herr Seine Jünger sich in das Schifflein begeben.» Er gab ihnen auch den Stoff der Predigt: «Geht hin und predigt: Schon hat sich das Himmelreich genaht. begann Er allein zu beten. und da er ob seines Zweifelns zu sinken begann. DRITTENS: Da Christus zu ihnen sagte: «Ich bin es. und die Jünger dachten. fürchtet euch nicht».7 ERSTENS: Magdalena tritt ein. das gebt umsonst. was ihr umsonst empfangt. sich zu legen. . und sie küßte Seine Füße und salbte sie mit Narde.DRITTENS: Er gebot den Winden und dem Meere. legte sich der Wind. auf dem Wasser wandelnd. worüber die Menschen sich wunderten und sprachen: «Wer ist Dieser.» DRITTENS: Er gibt ihnen die Weise des Wanderns: «Wollet weder Gold noch Silber besitzen. es sei ein Gespenst. ging Sankt Petrus auf Sein Geheiß zu Ihm. dem die Winde und das Meer gehorchen?» CHRISTUS WANDELT AUF DEM MEER Mt. ZWEITENS: Das Schifflein wurde von den Wellen bekämpft. ZWEITENS: Er belehrt sie über Klugheit und Geduld: «Siehe. Ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe. beruhigte sich das Meer. wo Christus Unser Herr im Hause des Pharisäers zu Tische saß.10 ERSTENS: Christus ruft Seine geliebten Jünger zu Sich und gibt ihnen die Macht. die bösen Geister aus den Körpern der Menschen auszutreiben und alle Krankheiten zu heilen. und da jene aufhörten. und nachdem Er die Menge entlassen hatte. sie trug ein Alabastergefäß voller Narde. darum seid klug wie die Schlangen und einfach wie die Tauben.» DIE BEKEHRUNG DER MAGDALENA Luk. DIE AUSSENDUNG DER APOSTEL ZUR PREDIGT Mt. und als sie darauf in das Schifflein stiegen. Christus aber kam auf dem Wasser wandelnd zu ihm. befreite ihn Christus Unser Herr und verwies ihm seinen geringen Glauben.

daß Lazarus krank sei. wer an Mich glaubt. bitten die Jünger Christus.11 ERSTENS: Martha und Maria lassen Christus Unsern Herrn wissen. ZWEITENS: Er redete mit Moses und Elias.» DIE VERKLÄRUNG CHRISTI Mt. auch wenn er gestorben ist. ZWEITENS: Christus Unser Herr trug [den Jüngern] auf.DRITTENS: Da der Pharisäer Magdalena beschuldigte.» CHRISTUS UNSER HERR GIBT FÜNFTAUSEND MENSCHEN ZU ESSEN Mt. DRITTENS: «Sie aßen und wurden satt. fordert Er von der einen wie von der andern den Glauben. fielen sie vor Furcht auf ihr Antlitz. spricht Christus zu ihrer Verteidigung die Worte: «Ihr werden viele Sünden vergeben.l7 ERSTENS: Christus Unser Herr nahm Seine geliebten Jünger Petrus. daß Er die Menge der Menschen. Ihn sollt ihr hören. geh hin im Frieden. man solle drei Hütten bauen. brach sie und gab sie Seinen Jüngern.» DIE AUFERSTEHUNG DES LAZARUS Joh. komm heraus.» DRITTENS: Er erweckt ihn. Jakobus und Johannes als Seine Begleiter mit und wurde verklärt. sich zum Essen zu lagern. bis der Menschensohn aufersteht. nachdem Er geweint und gebetet hat. weil sie viel geliebt hat. ZWEITENS: Bevor Er ihn auferweckt. DRITTENS: Als Sankt Petrus sagte. und gebot den Leuten. Und Er sprach zu dem Weibe: Dein Glaube hat dir geholfen. wird leben.l4 ERSTENS: Da es bereits spät wurde. damit das Wunder augenscheinlicher sei. und es blieben zwölf Körbe übrig. Sagt niemand von diesem Gesicht. entlasse. die um Ihn waren. und die Jünger gaben sie der Menge.» . Brot zu bringen.» Und als die Jünger diese Stimme vernahmen. Die Art der Auferweckung aber war die eines Befehls an ihn: «Lazarus. und Christus Unser Herr rührte sie an und sprach zu ihnen: «Erhebt euch und fürchtet euch nicht. die sprach: «Dieser ist Mein geliebter Sohn. mit den Worten: «Ich bin die Auferstehung und das Leben. Auf diese Nachricht hin entzog Er Sich zwei Tage. ertönte eine Stimme vom Himmel. Und Er segnete die Brote. und Sein Antlitz erstrahlte wie die Sonne und Seine Kleider wie der Schnee.

21 ERSTENS: Der Herr sendet [die Jünger] nach der Eselin und dem Füllen. DRITTENS: Judas murrt und sagt: «Wozu diese Vergeudung der Narde?» Aber Christus entschuldigt ein zweites Mal Magdalena. weil niemand in Jerusalem war.l9 ERSTENS: Er hielt Sich täglich im Tempel auf und lehrte daselbst. und sogleich wird er sie lassen. auch dem Judas. indem Er spricht: «Was seid ihr diesem Weibe lästig. DRITTENS: Sie ziehen hinaus um Ihn zu empfangen und breiten auf dem Weg ihre Kleider aus und Zweige von den Bäumen und rufen: «Rette uns. Sohn Davids! Gebenedeit. die mit den Kleidern der Apostel bedeckt war.26. der Ihn aufgenommen hätte.l3 ERSTENS: Er aß das Osterlamm mit Seinen zwölf Aposteln. DAS ABENDMAHL Mt. Du wäschst mir die Füße?» Aber Sankt Petrus wußte nicht. so erwidert: der Herr braucht sie. denen Er Seinen Tod voraussagte: «In Wahrheit sage Ich euch: einer von euch wird Mich verraten. und wenn jemand euch etwas sagt.» ZWEITENS: Er bestieg die Eselin. mit den Worten: «Löst sie und bringt sie Mir.DAS MAHL VON BETHANIEN Mt. der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!» DIE PREDIGT IM TEMPEL Luk. zusammen mit Lazarus. ZWEITENS: Maria gießt Narde über das Haupt Christi aus. Joh.» ZWEITENS: Er wusch Seinen Jüngern die Füße. ZWEITENS: Nach der Predigt ging Er nach Bethanien zurück. der bei der Erwägung der Majestät des Herrn und seiner eigenen Niedrigkeit es nicht zulassen wollte und sagte: «Herr. Er begann bei Sankt Petrus.26 ERSTENS: Der Herr nimmt im Hause Simons des Aussätzigen. da sie ein gutes Werk an Mir getan hat?» PALMSONNTAG Mt. daß der Herr . ein Mahl ein.

mit den Worten: «Nehmet hin und esset. aber der sanfte Herr sagte zu ihm: «Stecke dein Schwert an seinen Platz!». gehe dieser Kelch an Mir vorüber. doch nicht Mein Wille geschehe.22. die voller Furcht waren. DRITTENS: Er kam in solche Angst. die auf die Erde rannen». Ihn einmal verleugnete.14 ERSTENS: Nachdem das Mahl beendet und der Hymnus gesungen war. und Er schwitzte so reichlich Blut. während Ich doch täglich mit euch im Tempel weilte und lehrte. und Er heilte die Wunde des Knechtes. «Und Er sprach zu ihnen: Wie nach einem Räuber seid ihr ausgezogen mit Knütteln und Waffen. DIE GEHEIMNISSE VOM ABENDMAHL BIS ZUM GARTEN EINSCHLIESSLICH Mt. und indem Er die acht in Gethsemani zurückließ.» Und als Er ihnen sagte: «Wen sucht ihr?». um Christus Unsern Herrn zu verraten. indes Ich dorthin gehe. daß Sankt Lukas sagt: «Sein Schweiß war wie Blutstropfen. daß Seine Kleider schon voll Blut waren. Mk. da fielen die Feinde zu Boden. wo Sankt Petrus. wenn es möglich ist. Mk. DIE GEHEIMNISSE VOM GARTEN BIS ZUM HAUSE DES ANNAS EINSCHLIESSLICH Mt. wie Ich getan habe. begab Sich der Herr mit Seinen Jüngern. um Mich gefangenzunehmen. um zu beten. auf daß ihr tut. ZWEITENS: Sankt Petrus verwundete einen Knecht des Hohenpriesters. und da habt ihr Mich nicht ergriffen.26.» Und Er geriet in Todesangst und betete inständiger. Luk.hierin ein Beispiel der Demut gab und darum sagte: «Ich habe euch ein Beispiel gegeben. DRITTENS: Verlassen von Seinen Jüngern wird Er zu Annas geschleppt.» DRITTENS: Er setzte das heiligste Opfer der Eucharistie ein als das höchste Zeichen Seiner Liebe. der Ihm von ferne gefolgt war. was voraussetzt. Und Christus wurde ein Backenstreich verabfolgt mit den Worten: «So antwortest Du dem Hohenpriester?» DIE GEHEIMNISSE VOM HAUSE DES ANNAS BIS ZUM HAUSE DES KAIPHAS EINSCHLIESSLICH .» ZWEITENS: Begleitet von Sankt Petrus. ging Judas hinaus.» Nachdem das Mahl beendet war.14 ERSTENS: Der Herr läßt Sich von Judas küssen und wie ein Räuber gefangennehmen. zum Ölberg. Sankt Jakobus und Sankt Johannes betete Er dreimal zum Herrn und sprach: «Vater.26. sondern der Deine. daß Er sagte: «Traurig ist Meine Seele bis zum Tode». sagte Er: «Setzt euch hier nieder.

Er aber antwortete ihm nichts. ZWEITENS: Jesus blieb jene ganze Nacht gebunden. DRITTENS: Die Ihn gebunden hielten. DIE GEHEIMNISSE VOM HAUS DES KAIPHAS BIS ZU DEM DES PILATUS EINSCHLIESSLICH Mt. ZWEITENS: Pilatus ergriff Jesus und geißelte Ihn. ZWEITENS: Herodes fragte neugierig nach vielem. wie Er unser Volk zu verderben suchte und verbot. . dem Kaiser Steuern zu zahlen. Luk.23.» DRITTENS: ES wurde Ihm Barabbas der Räuber vorgezogen. sie kleideten Ihn mit Purpur. Mk. obwohl die Schriftgelehrten und Priester Ihn beständig anklagten. wer ist es. dem Tetrarchen von Galiläa.» DIE GEHEIMNISSE VOM HAUSE DES PILATUS BIS ZU DEM DES HERODES ERSTENS: Pilatus sandte Jesus den Galiläer zu Herodes. und vor diesem klagen sie Ihn an mit den Worten: «Diesen haben wir dabei betroffen.27. «ging er hinaus und weinte bitter». die vorher Feinde gewesen waren.ERSTENS: Sie schleppen Ihn gebunden vom Hause des Annas zum Hause des Kaiphas. Luk.l5 ERSTENS: Die ganze Menge der Juden schleppt Ihn zu Pilatus. DRITTENS: Herodes ließ Ihm ein weißes Kleid anziehen und verspottete Ihn mit seinem Gefolge. König der Juden. Mk.23. verhöhnten Ihn überdies noch. und die Soldaten machten eine Krone aus Dornen und setzten sie Ihm aufs Haupt. Aber da der Herr ihn anschaute. sagte er: «Ich finde keinerlei Schuld.l5. Joh.» Und sie gaben Ihm Backenstreiche. sondern Barabbas.27. der Dich schlug?».l9 ERSTENS: Herodes sendet Ihn zurück an Pilatus. weshalb sie Freunde wurden. «Sie schrien alle und riefen: Nicht Diesen gib frei.» ZWEITENS: Nachdem Pilatus Ihn mehrere Male verhört hatte. DIE GEHEIMNISSE VOM HAUSE DES HERODES BIS ZU DEM DES PILATUS Mt. und sie schlugen Ihn und verhüllten Ihm das Antlitz und gaben Ihm Backenstreiche und fragten Ihn: «Weissage uns. wo Sankt Petrus Ihn zweimal verleugnet. traten zu Ihm und sagten: «Sei gegrüßt. und ähnliche Lästerungen stießen sie gegen Ihn aus.

anempfahl Sankt Johannes Seine Mutter und Seiner Mutter Sankt Johannes. DRITTENS: Es wurden Wächter aufgestellt. König der Juden. der den Tempel Gottes zerstört! Steige herab vom Kreuz!» Seine Kleider wurden verteilt und Seine Seite mit der Lanze durchstochen. daß Er verlassen sei.». in Deine Hände befehle ich Meinen Geist. und sie gaben Ihm Galle und Essig. welch ein Mensch. auf dem Richterstuhl sitzend. nachdem die Juden Ihn als König verleugnet hatten mit den Worten: «Wir haben keinen König als den Kaiser. vergab dem Schacher.» ZWEITENS: Die Sonne verfinsterte sich. sagte mit lauter Stimme: «Ich dürste». Er sagte: «Es ist vollbracht. übergab ihnen Jesus zur Kreuzigung. DRITTENS: Sie kreuzigten Ihn mitten zwischen zwei Räubern und brachten diese Überschrift an: «Jesus von Nazareth. DIE GEHEIMNISSE VOM KREUZ BIS ZUM GRAB EINSCHLIESSLICH ERSTENS: Er wurde vom Kreuz abgenommen von Josef und Nikodemus. gesalbt und begraben. in Gegenwart Seiner Schmerzhaften Mutter. Und Pilatus sagte: Seht. ZWEITENS: Sein Leib wurde zum Grabe gebracht. .l9 ERSTENS: Er sprach die sieben Worte am Kreuz: Er betete für die.» DIE GEHEIMNISSE AM KREUZ Joh.l9 ERSTENS: Pilatus.DRITTENS: Er führte Ihn hinaus vor aller Augen: «Jesus also ging hinaus mit der Dornenkrone und dem Purpurmantel. wurde Simon von Cyrene gezwungen. die Felsen spalteten sich. der Vorhang des Tempels zerriß von oben bis unten in zwei Teile. die Gräber taten sich auf.» ZWEITENS: Er trug das Kreuz auf Seinen Schultern. kreuzige Ihn. schrien sie und riefen: «Kreuzige.» Und als die Priester Ihn sahen. und es floß Wasser und Blut heraus. die Ihn gekreuzigt hatten.» DIE GEHEIMNISSE VOM HAUSE DES PILATUS BIS ZUM KREUZE EINSCHLIESSLICH Joh. Er sagte: «Vater. und da Er es nicht tragen konnte. Er sagte. DRITTENS: Sie lästerten Ihn und sprachen: «Du bist der. es hinter Jesus her zu tragen.

» DIE VIERTE ERSCHEINUNG Luk. Er sei so vielen andern erschienen. DIE DRITTE ERSCHEINUNG Mt. daß Christus auferstanden war. eilte Sankt Petrus rasch zum Grabe. Obgleich dies in der Schrift nicht ausdrücklich gesagt ist. denn dort werden sie Mich sehen.24 ERSTENS: Als er von den Frauen vernommen hatte. mit dem Willen. und darum sagten die Apostel: «Der Herr ist wahrhaft erstanden und dem Simon erschienen. hat es doch als ausgesprochen zu gelten. DRITTENS: Während Sankt Petrus darüber nachsann.» . und sonst nichts. daß sie nach Galiläa gehen. den Jüngern die Auferstehung des Herrn zu melden.28 ERSTENS: Die Marien gehen mit Furcht und großer Freude vom Grabe weg. weil gesagt wird. Denn die Schrift setzt voraus. erschien ihm Christus. ZWEITENS: Eintretend in das Grab sah er nur die Tücher. die beim Grabe geblieben war nach dem Weggang der andern. wie geschrieben steht: «Seid auch ihr ohne Einsicht?» DIE ZWEITE ERSCHEINUNG ERSTENS: Sehr früh am Morgen gehen Maria Magdalena.DIE AUFERSTEHUNG CHRISTI UNSERES HERRN SEINE ERSTE ERSCHEINUNG ERSTENS: Er erschien der Jungfrau Maria. fielen Ihm zu Füßen und beteten Ihn an. mit denen der Leib Christi Unseres Herrn bedeckt gewesen war. daß wir Verstand haben.» Und sie traten heran.» DRITTENS: Er erschien der Maria. Geht hin und kündet Meinen Brüdern. ZWEITENS: Christus Unser Herr erschien ihnen unterwegs J redete sie an: «Seid gegrüßt. DRITTENS: Jesus sagte zu ihnen: «Fürchtet euch nicht. die [Mutter des] Jakobus und Salome zum Grab. Er ist nicht hier. der sagt: «Ihr sucht Jesus von Nazareth? Er ist schon auferstanden. indem sie sagten: «Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabmals wegnehmen?» ZWEITENS: Sie sehen den Stein weggehoben und den Engel.

20 ERSTENS: Der ungläubige Sankt Thomas sagt. sie aber kehrten zurück und sagten den Jüngern. mit Ausnahme von Sankt Thomas.» Und Christus sagte zu ihm: Selig. indem Er an der Schrift zeigt. die nach Emmaus gingen und von Christus sprachen. wie sie Ihn bei der Kommunion erkannt hatten. ZWEITENS: Er tadelt sie. DIE SECHSTE ERSCHEINUNG Joh.» DIE ACHTE ERSCHEINUNG Joh. glaube ich nicht.» ZWEITENS: Jesus erscheint ihnen acht Tage später bei verschlossenen Türen und sagt zu Sankt Thomas: «Lege deinen Finger hierher und siehe die Wahrheit und sei nicht ungläubig. weil er bei der vorigen Erscheinung abwesend war: «Wenn ich Ihn nicht sehe. ZWEITENS: Jesus erschien ihnen bei geschlossenen Türen. denen ihr die Sünden nachlassen werdet. bis Er beim Reichen der Kommunion entschwand. denen sind sie nachgelassen. das alles zu glauben. und in ihrer Mitte stehend sagt Er: «Der Friede sei mit euch.» DRITTENS: Sankt Thomas glaubte und sagte: «Mein Herr und mein Gott.20 ERSTENS: Die Jünger waren versammelt «aus Furcht vor den Juden». die nicht schauten und doch geglaubt haben.24 ERSTENS: Er erscheint den Jüngern. die ihr trägen Herzens seid.» DRITTENS: Er gibt ihnen den Heiligen Geist mit den Worten: «Empfanget den Heiligen Geist. sondern gläubig.DIE FÜNFTE ERSCHEINUNG Luk. was die Propheten verkündet haben! Mußte nicht Christus leiden und so in Seine Herrlichkeit eingehen?» DRITTENS: Auf ihre Bitte hin bleibt Er dort und weilt bei innen.21 . daß Christus sterben und auferstehen mußte: «O ihr Unverständigen.» DIE SIEBTE ERSCHEINUNG Joh.

» Und dieser warf sich ins Meer und kam zu Christus. «konnten sie es nicht ziehen wegen der Menge der Fische». Kor.» DIE ZEHNTE ERSCHEINUNG 1. mit den Worten: «Geht und lehrt alle Völker.» DRITTENS: Er sandte sie in die ganze Welt zum Predigen.» DIE ZWÖLFTE ERSCHEINUNG Er erschien dem Josef von Arimathäa.15 «Dann erschien er dem Jakobus. indem ihr sie tauft im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. ZWEITENS: Auf Grund dieses Wunders erkannte Ihn Sankt Johannes und sagte zu Sankt Petrus: «Es ist der Herr. ZWEITENS: Christus erscheint ihnen und sagt: «Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden.28 ERSTENS: Die Jünger begeben sich auf das Geheiß des Herrn hin auf den Berg Tabor.» DIE ELFTE ERSCHEINUNG 1. und Er empfahl Sankt Petrus die Schafe. die fischen gegangen waren und die ganze Nacht nichts gefangen hatten.» DIE NEUNTE ERSCHEINUNG Mt. DRITTENS: Er gab ihnen ein Stück von einem gebratenen Fisch und eine Honigscheibe zu essen. Kor. wie frommerweise betrachtet und im Leben der Heiligen gelesen wird. und Er sagte zu ihm: «Weide meine Schafe.ERSTENS: Jesus erscheint sieben Seiner Jünger.15 «Danach wurde Er von mehr als fünfhundert Brüdern zugleich gesehen. . als sie aber das Netz auf Sein Geheiß hin auswarfen. nachdem Er ihn zuvor dreimal Über die Liebe geprüft hatte.

Vom geistlichen Trost. DIE DRITTE. Der gute Geist verfährt bei solchen in entgegengesetzter Weise. den Er verheißen hatte. indem er mit falschen Gründen beunruhigt. Und dem guten Geist ist es eigen. Denen. zu beißen. erschien Er viele Male den Jüngern und verkehrte mit ihnen. DIE ZWEITE. DIE SCHLECHTEN. in Jerusalem den Heiligen Geist zu erwarten. Tröstungen. damit man im Tun des Guten weiter voranschreite. hat eine Weise statt. DIE IN DER SEELE SICH VERURSACHEN. die der ersten Regel entgegengesetzt ist. indem er alle Hindernisse leicht macht und weghebt. Mut und Kraft. sagen ihnen die Engel: «Männer von Galiläa. die entschieden voranmachen in der Reinigung von ihren Sünden und die im Dienste Gottes Unseres Herrn vom Guten zum je Besseren übergehen. Tränen. VON DER HIMMELFAHRT CHRISTI UNSERES HERRN Apg. traurig zu stimmen und Hindernisse zu legen. er stachelt sie auf und gibt ihnen Gewissensbisse im innern Instinkt der Vernunft. DRITTENS: Während sie zum Himmel aufschauen. DIE GUTEN. UM SIE AUFZUNEHMEN. Ich rede von Trost. Sie eignen sich mehr für die erste Woche. Bei denen. was steht ihr da und schaut zum Himmel? Dieser Jesus.1 ERSTENS: Nachdem Er während des Zeitraums von vierzig Tagen den Jüngern erschienen war und viele Beweise und Zeichen verrichtet und vom Reiche Gottes gesprochen hatte. trug Er ihnen auf. indem er Bilder sinnlicher Ergötzungen und Lüste hervorruft. wie ihr Ihn zum Himmel fahren saht. «und in ihrer Gegenwart wurde Er emporgehoben und eine Wolke ließ Ihn vor ihrem Blick entschwinden». damit man nicht weiter vorrücke.DIE DREIZEHNTE ERSCHEINUNG [DIE UNTERSCHEIDUNG DER GEISTER] 1. der von euren Blicken weg in den Himmel gehoben worden ist. wenn in der Seele eine innere . Kor. DIE ERSTE REGEL. um sie jeweils mehr in ihren Lastern und Sünden zu bewahren und zunehmen zu lassen. Denn nun ist es dem bösen Geiste eigen.» REGELN. UM SIE ZU VERWERFEN. pflegt der Böse Feind gemeinhin augenscheinliche Lust vorzustellen. Seinen Leib wieder zu nehmen. die von Todsünde zu Todsünde gehen. UM EINIGERMASSEN DIE VERSCHIEDENEN BEWEGUNGEN ZU ERKLÄREN UND ZU ERSPÜREN.15 Er erschien Sankt Paulus nach der Himmelfahrt: «Zuletzt erschien Er auch mir wie einer Fehlgeburt. ZWEITENS: Er führte sie auf den Ölberg.» Er erschien der Seele nach auch den heiligen Vätern in der Unterwelt und nachdem Er sie von dort fortgeführt und zurückgekehrt war. Er wird so wiederkehren. Einsprechungen und Ruhe zu geben.

oder in der Entscheidung. es inwendig zu erleben. und wir uns nicht . da ihm der Herr zwar seine große Glut. träge oder nachlässig in unseren geistlichen Übungen sind: so zieht sich durch unsere Schuld der geistliche Trost von uns zurück. daß wir uns mehr dem Gebet. die ihn zur Liebe Seines Herrn bewegen. Hinneigung zu den niedrigen und erdhaften Dingen. uns selber entschieden gegen eben diese Trostlosigkeit hin zu ändern. bei welcher die Seele in Liebe zu ihrem Schöpfer und Herrn zu entbrennen beginnt und demzufolge kein geschaffenes Ding auf dem Antlitz der Erde mehr in sich zu lieben vermag. die ihm stets verbleibt. erwäge. an Hoffnung. Desgleichen: wenn einer Tränen vergießt. in der man im vorausgehenden Troste stand. so etwa. Ich nenne Trostlosigkeit alles. dabei aber sorgsam die Mittel gegen solche Trostlosigkeit anwenden. daß es nicht unsere Sache ist. die der Trostlosigkeit entspringen. so sind auch die Gedanken. Wer in Trostlosigkeit ist. es sei denn im Schöpfer ihrer aller. Er kann es nämlich mit der göttlichen Hilfe. Wer in Trostlosigkeit ist. um uns die wahre Kenntnis und Einsicht zu geben. die den ihn überkommenden Quälereien entgegenwirkt.Bewegung sich verursacht. entgegengesetzt den Gedanken. intensive Liebe. die zum Mangel an Glauben. DIE FÜNFTE. uns viel prüfen und in irgendeiner angemessenen Weise freigebiger Buße tun. Glaube und Liebe. an Liebe bewegen. Denn wie der Trost das Gegenteil der Trostlosigkeit ist. DIE SIEBTE. Verwirrung in ihr. indem sie ihn besänftigt und befriedet in seinem Schöpfer und Herrn. dazuhin. und jede innere Freudigkeit. DIE ACHTE. um das Rechte zu treffen. Der dritte. lau. in der Geduld auszuharren. Drei Gründe sind es vornehmlich. so ist es doch sehr von Nutzen. ihm aber die zum ewigen Heil genügende Gnade gelassen hat. der Betrachtung hingeben. wobei sich die Seele ganz träg. DIE SECHSTE. auch wenn er sie nicht deutlich spürt. sondern fest und beständig in den Vorsätzen und der Entscheidung stehen. gebe sich Mühe. Unruhe verschiedener Getriebenheiten und Anfechtungen. Von der geistlichen Trostlosigkeit. auf dessen Ratschläge hin wir den Weg nie finden können. große Hingabe. sondern daß es ganz eine Gabe und Gnade Gottes Unseres Herrn ist. die ihn zu den himmlischen Dingen ruft und zieht und zum eigenen Heil seiner Seele. wie der Herr ihn zur Probe in seinen natürlichen Fähigkeiten gelassen hat zu dem Zweck. traurig findet und wie getrennt von ihrem Schöpfer und Herrn. damit Gott uns erprobe. als da ist: Verfinsterung der Seele. weil wir lau. wie in der sechsten Regel gesagt worden ist. warum wir uns trostlos finden. Und er möge bedenken. DIE NEUNTE. so in der Trostlosigkeit der böse. die aus dem Trost entstehen. daß er den verschiedenen Antrieben und Anfechtungen des Feindes widerstehe. Und endlich nenne ich Trost jede Zunahme von Hoffnung. die besondere Liebe und die intensive Gnade entzogen. wie weit wir sind und in welchem Ausmaß wir uns ausgeben in seinem Dienst und Lobpreis ohne einen so großen Sold an Tröstungen und besonderen Gnaden. daß er gar bald wieder getröstet sein wird. Der zweite. DIE VIERTE. sei es aus Schmerz über seine Sünden oder über das Leiden Christi Unseres Herrn oder über andere unmittelbar auf Seinen Dienst und Lobpreis hin geordnete Dinge. Denn wie uns im Trost jeweils mehr der gute Geist führt und berät. Zur Zeit der Trostlosigkeit soll man nie eine Änderung treffen. Tränen oder irgendeinen andern geistlichen Trost uns zu verschaffen oder zu erhalten. Der erste. Sollen wir in der Trostlosigkeit die früheren Vorsätze nicht ändern. was zur dritten Regel in Gegensatz steht. in denen man am Tag vor dieser Trostlosigkeit stand.

Der Feind verhält sich wie ein Weib. um allen seinen Feinden zu widerstehen. und wo er uns schwächer und ungeschützter zu unserem ewigen Heil hin findet. uns einzunehmen. wenn der Mensch. die seine Betrügereien und Bosheiten kennt. kardinalen und moralischen Tugenden. daß er mit seiner begonnenen Bosheit nicht zum Ziel gelangen kann. seine Kräfte sind schwach. so daß seine Versuchungen die Flucht ergreifen. indem er geradenwegs das Gegenteil tut. die später kommen wird. da seine klaren Betrügereien offen zutage liegen. den Wunsch hat. der sich in geistlichen Dingen übt. DIE GEISTER NOCH GENAUER ZU UNTERSCHEIDEN Sie eignen sich mehr für die zweite Woche. so ist es auch dem Feinde eigen. so grämt ihn das sehr. wenn aber der Mann zu weichen beginnt und den Mut sinken läßt. die starke Stirne gegen seine Versuchungen zeigt. Wer getröstet ist. dann gibt es auf der ganzen Welt keine so wilde Bestie wie den Feind der menschlichen Natur. daß er sein Vorhaben nicht mehr ausführen kann. Er verhält sich auch wie ein Häuptling. Rache und Wildheit des Weibes übergroß und maßlos werden. DIE ZWÖLFTE. sorge sich zu demütigen und zu erniedrigen soviel er kann. indem er die Kräfte bei seinem Schöpfer und Herrn sich holt. indem er für dann neue Kräfte sammelt. beim Streit mit einem Mann den Mut zu verlieren und die Flucht zu ergreifen. Und im Gegenteil bedenke. ebenso umschleicht auch der Feind der menschlichen Natur rings alle unsere theologischen. dort führt er seinen Schlag gegen uns und trachtet. indem er bedenkt. wenn er seine Listen und Einflüsterungen der gerechten Seele einflößt. wenn die Tochter dem Vater oder die Gattin dem Gatten seine eitlen Worte und seine verkommene Absicht aufdeckt. der einen Platz bezwingen und ausrauben will. um sie dann an der schwächsten Stelle anzugreifen. daß diese im geheimen empfangen und festgehalten werden. Zorn. Wer im Trost ist. denn er begreift. daß seine Worte und Einflüsterungen geheim bleiben. . wenn er mit ausgewachsener Bosheit seine tückische Absicht verfolgt. REGELN ZU DEM ZWECK. zusammenzusinken und den Mut zu verlieren. wie wenig er wert ist zur Zeit der Trostlosigkeit ohne diese besondere Gnade oder Tröstung. indem wir die Andacht oder andere Teile des geistlichen Trostes uns selber zuschreiben. wenn hingegen der sich Übende anfängt. Desgleichen verhält er sich wie ein eitler Verliebter: er wünscht verborgen zu sein und nicht entdeckt zu werden. daß er viel vermag mit der Gnade. die genügt. weil er leicht begreift. Furcht zu hegen und beim Ausstehen der Versuchungen den Mut zu verlieren. und es ihm sehr mißfällt.in ein fremdes Haus einnisten und unsern Geist in irgendeinem Stolz oder eitelm Ruhm aufblähen. aber er will gerne stark erscheinen. der sich an die Tochter eines guten Vaters oder an die Gattin eines guten Gatten heranmacht und sie zum Bösen überredet. Denn wie dieser falsche Mensch. ebenso wünscht und begehrt auch der Feind der menschlichen Natur. DIE DREIZEHNTE. wenn der Mann ihr die starke Stirne zeigt. DIE ELFTE. DIE ZEHNTE. Denn wie es Weiberart ist. Wie ein Hauptmann oder Anführer im Feld Stellung bezieht und Kräfte und Lage der Burg ausspäht. entdeckt sie sie aber ihrem guten Beichtvater oder einer andern geistlichen Person. DIE VIERZEHNTE. bedenke. wer in der Trostlosigkeit ist. wie er sich in der Trostlosigkeit benehmen werde.

indem es ihr den Frieden. zu entfernen. indem er Scheingründe. Und sie soll das tun. Der böse dagegen berührt sie spitz und scharf und mit Gedröhn und Unruhe. Einzig Gott Unser Herr kann ohne vorausgehenden Grund der Seele Trost geben. Spitzfindigkeiten und anhaltende Täuschungen beizieht. gegen solche geistliche Fröhlichkeit und Tröstung anzukämpfen. Denn ist sie entgegengesetzt. bis er sie schließlich zu seiner gottlosen Absicht verführte. und er dann nach und nach dafür sorgte. die vom Schlechten ins je Schlechtere voranschreiten. DIE FÜNFTE. zu betrachten: wie es anfing. will sagen: gute und heilige Gedanken. indem er die Seele in seine verdeckten Betrügereien und verkehrten Absichten hinzieht. die er eingab. da sie. ist es. aber zu entgegengesetztem Ziele hin: der gute Engel zu ihrer Förderung. Sind Anfang. wie gesagt wurde. Ohne Grund soll heißen: ohne vorausgehendes Fühlen oder Erkennen irgendeines Gegenstandes. DIE ACHTE. und um sie zuletzt zu seiner verwerflichen Absicht und Bosheit hinzuziehen. Mittels eines [solchen] Grundes kann sowohl der gute wie der böse Engel die Seele trösten. leicht und lind wie ein Tropfen Wassers. ist sie gleich. der . auf daß sie wachse und aufsteige vom Guten zum je Besseren. aus ihr hinauszugehen sie so zu bewegen. werden von den besagten Geistern in entgegengesetzter Weise berührt. DIE SIEBTE. dann aber ganz allmählich zu seinem eigenen Ziele überzugehen. daß Er sie ganz in die Liebe zu Seiner Göttlichen Majestät hineinzieht. so ist es der Person. daß sie aus der geistlichen Anmut und Freude. herabstieg. die sie vorher hatte. dann ist dies ein Zeichen des guten Engels. von Gott Unserem Herrn allein herstammt. die von ihm versucht wurde. Ist die Tröstung ohne Grund und somit ein Betrug ausgeschlossen. oder wenn es die Seele schwächt oder verwirrt. Wenn aber einer im Ablauf seiner Gedanken bei einer schlechten oder ablenkenden Sache endet oder bei etwas weniger Gutem als dem. Bei denen. Die Art des bösen Engels. Mitte und Ende gut und hingerichtet auf etwas ganz Gutes. um auf Grund einer solchen erkannten und vermerkten Erfahrung sich künftig vor seinen gewohnten Betrügereien hüten zu können. wie wenn der Tropfen Wassers auf einen Stein fällt. wegnimmt. die einer solchen gerechten Seele angepaßt sind. Die Ursache davon ist. zu dem er hinführt. nützlich. dem Feind unseres Fortschritts und ewigen Heils. in sie einzutreten. Wir müssen sehr achtgeben auf den Verlauf der Gedanken. Es ist Gott und Seinen Engeln in ihren Anregungen eigen. einzuflößen. DIE VIERTE. was die Seele sich vorher vorgenommen hatte zu tun. so soll doch die geistliche Person. Wenn der Feind der menschlichen Natur an seinem Schlangenschwanz gespürt und erkannt ward und am bösen Ende. denn es ist dem Schöpfer vorbehalten.DIE ERSTE. mit der frommen Seele einzutreten und mit sich selbst auszutreten. so treten sie mit Geräusch und Sensation und Fühlbarkeit ein. DIE ZWEITE. berührt der gute Engel die Seele sanft. daß es vom bösen Geiste herstammt. darin sie sich befand. und der böse Engel zum Gegenteil. DIE DRITTE. Jene. sofort den Verlauf der guten Gedanken. die Stille und Ruhe. so ist dies ein klares Zeichen. der sich in die Gestalt eines Engels des Lichtes verwandelt. der ihr vermittels der Akte ihres Verstandes und Willens eine solche Tröstung herbeiführen würde. die vom Guten zum je Bessern voranschreiten. DIE SECHSTE. daß die Disposition der Seele diesen Engeln entweder entgegengesetzt oder gleich ist. so tritt der Geist schweigend ein wie in sein eigenes Haus bei offener Tür. dessen Art es ist. der in einen Schwamm eindringt. die der Feind herbeiführt. wahre geistliche Freude und Fröhlichkeit zu geben und alle Trauer und Verwirrung.

die nicht unmittelbar von Gott Unserem Herrn gegeben sind. die ich dann befolgt haben möchte.Gott solche Tröstung gibt. nicht mehr und nicht weniger. die mich bewegt und das Almosen geben läßt. Gott hervorstrahlt. mit großer Wachsamkeit und Sorgfalt zusehen und die eigentliche Zeit der aktuell sich vollziehenden Tröstung (actual consolación) von der nachfolgenden Zeit unterscheiden. Und danach mich regelnd. von der Liebe Gottes Unseres Herrn. die zum Teil schon bei den Gegenständen der Erwählungen genannt worden sind. daß er in seiner Art der Austeilung die rechte Mitte halte zur größeren Ehre Gottes Unseres Herrn und zur größeren Vollkommenheit seiner Seele. Und wie ich möchte. wie ich dann dieses Auftrags und der Bürde dieses Amtes mich entledigt haben möchte. DIE VIERTE. Ich will. Betrachtend. werde ich sie einhalten bei dem Vollzug meiner Almosenverteilung. die ich zu solchen Personen verspüre. DIE DRITTE. Fühlt sich jemand zu gewissen Personen hingeneigt und von ihnen angezogen. und die darum sehr genau untersucht werden müssen. bevor er nicht ihnen gemäß seine ungeordnete Neigung ganz abgelegt und von sich getan hat. Denn nicht selten bildet sie in dieser zweiten Zeit durch eigene Überlegungen auf Grund von Gewohnheiten und von Folgerungen aus [ihren eigenen] Begriffen und Urteilen oder durch den guten oder den bösen Geist verschiedene Vorsätze und Ansichten. und er gebe das Almosen nicht. als wäre ich schon in der Todesstunde. DIE FÜNFTE. dergestalt. um Gottes willen ist. so kann doch ein Zweifel entstehen über das Maß: wieviel er nämlich von dem. indem ich mich an die Regel und das Maß halte. und ob es nicht schuldhaft und Übermaß ist. so halte er sich zurück und überlege gut die vier obgenannten Regeln. Diesbezüglich kann man sich in seinem Leben und Stand bessern nach den . in der die Seele noch glüht und von der Gunsterweisung und dem von der vergangenen Tröstung Übriggelassenen beseligt ist. und die Regel. DIE ZWEITE. die ich dann im Dienst meiner Vermögensverwaltung eingehalten zu haben wünschte. und daß aus dem Grunde. Güter Gottes Unseres Herrn in Verwaltung zu nehmen. gut überlegen. was er andern auszuteilen hat. die er innehat. und wünsche ihm alle Vollkommenheit in dem Amt und Stand. falls jemand von Gott Unserem Herrn zu solchem Auftrag gerufen ist. für sich selber nehmen und verwenden darf. Almosen zu verteilen habe. Wenn es auch keine Sünde ist. befolge ich jetzt. DIE ERSTE REGEL. das ich dem andern wünsche und das ich für richtig erachte. bevor man ihnen volles Zutrauen schenkt oder sie in die Tat umsetzt. wie die mehr oder weniger große Liebe. Ich will mir einen Menschen vorstellen. indem er an ihnen seine Neigungen prüft und erprobt. daß ich zuerst in mir wahrnehme. aus welchem ich sie liebend vorziehe. von oben absteigen. Wenn ich an Verwandte oder Freunde oder an Personen. ist auf vier Dinge zu achten. den ich nie gesehen noch gekannt habe. DIE SECHSTE. Erstens muß die Liebe. um sie auszuteilen. zu denen ich eine Zuneigung habe. die Form und das Maß erwägen. IM DIENST DER ALMOSENVERTEILUNG sollen folgende Regeln beachtet werden. so werde ich selber es tun. wie ich mich fände am Tag des Gerichtes.

daß sie nachher sich viel weniger oder gar nichts mehr daraus macht. der zufällig auf ein aus Strohhalmen gebildetes Kreuz tritt. Nachdem ich auf jenes Kreuz getreten bin und unterdessen irgend etwas anderes gedacht oder gesagt oder getan habe. und. Dies nun ist ein eigentlicher Skrupel und eine Versuchung. nach dem Ausspruch Gregors: «Guten Gemütern eignet es. wo keinerlei Schuld ist. und doch fühle ich mich dabei verwirrt. etwas sei Sünde. ich hätte gesündigt. sofern ich nämlich zweifle und zugleich auch nicht zweifle. so besorgt der Feind. was die eigene Person und den eigenen Haushalt angeht. was Sünde scheint. die sich geistlichen Übungen hingibt. darauf bedacht sein. Der zweite dagegen in der zweiten Bemerkung ist während einiger Zeit von nicht geringem Nutzen für die Seele. Der erste Skrupel in der ersten Bemerkung ist völlig aus dem Sinn zu schlagen. je mehr man sich einschränkt und vergeringert. sie in etwas fallen zu lassen. wenn sie zuvor noch einige Scheu besaß. DIE ZWEITE. Ist die Seele grob. er habe gesündigt. ich meine: wenn ich frei aufstelle. ob eine Seele grob oder fein ist. Und ist sie fein. die ihr Vermögen in drei Teile teilten und den ersten den Armen gaben. den dritten nahmen zum Unterhalt ihrer selbst und ihrer Familie. wo keine ist. . wie etwa bei einem Wort oder einem geringsten Gedanken. kommt mir von außen her der Gedanke. die der Feind setzt. wie es wohl vorkommen kann.obgenannten Regeln. unserem Vorbild und unserer Regel. um sie je mehr zu verwirren und zugrunde zu richten. UM SKRUPELN UND EINFLÜSTERUNGEN UNSERES FEINDES ZU MERKEN UND ZU ERKENNEN sind folgende Bemerkungen dienlich. So haben wir für die Ehe das Beispiel Sankt Joachims und Sankt Annas. indem er sie sehr von allem Anschein der Sünde scheidet. DIE ERSTE. was keine Sünde ist. dann besorgt der Feind. Doch ist das genau gesprochen ein falsches Urteil und noch kein wirklicher Skrupel. den zweiten für Tempelamt und -dienst. weil er im ganzen Irrtum ist. und je mehr man sich nähert unserem Hohenpriester. bestimmt und geboten. was aus unserem eigenen freien Urteil hervorgeht. daß einer. Er reinigt und läutert eine solche Seele sogar in hohem Maße. wenn er nicht zuwege bringt. daß der Hausrat des Bischofs wertlos und arm sei. daß eine Seele keine tödlichen oder läßlichen Sünden in sich einläßt. dort Schuld zu erkennen. daß sie aus Todsünden wenig Aufheben macht. noch irgendeinen Schein überlegter Sünde. in dem. sie je mehr zu vergröbern. Anderseits scheint es mir. Dasselbe ist für jede Lebensweise zu beachten. Man nennt nicht selten Skrupel. sie [wenigstens] eine Sünde sich einbilden zu lassen. DIE DRITTE. wenn sie vorher kein Wesen aus läßlichen Sünden machte. so besorgt er. DIE SIEBTE. indem man dabei auf die Lage und den Stand der Person schaut und sie mitberücksichtigt. Dementsprechend hat das dritte Konzil von Karthago. Christus Unserem Herrn. dort. Aus den erwähnten und aus vielen andern Gründen ist es immer je besser und je sicherer. Wenn er zum Beispiel sieht. dem Sankt Augustin beiwohnte. sich das Urteil bildet. Der Feind achtet sehr darauf. ich hätte nicht gesündigt.» DIE VIERTE.er wird zum Beispiel. sie je mehr ins Äußerste zu verfeinern.

sich in der Mitte zu festigen. unter den erforderten und geschuldeten Bedingungen. Die Seele. soll man in Dingen. Loben das öftere Hören der Messe. die Jungfräulichkeit und die Enthaltsamkeit. so besorge sie. muß immerdar in der dem Feind entgegengesetzten Weise verfahren.» [DIE KIRCHLICHE GESINNUNG] UM DAS WAHRE FÜHLEN ZU ERLANGEN. DIE FÜNFTE. DIE ZWEITE. Das heißt: versucht der Feind die Seele zu vergröbern. und nicht so sehr wie eines von diesen die Ehe. im Bereich der Meinung unserer Obern liegt und zur Ehre Gottes Unseres Herrn gereicht. DIE SECHSTE. Loben Bestimmungen über Fasten und Abstinenz wie in der Fastenzeit. DIE SECHSTE. etwa Kaufmann oder Ehegatte zu werden. der Keuschheit und anderer Vollkommenheiten der Übergebühr. etwas zu reden oder zu tun. ebenso Gesänge. dann soll sie geradenwegs jener Versuchung entgegenhandeln. und viel besser noch alle acht Tage. DAS WIR IN DER DIENSTTUENDEN KIRCHE HABEN SOLLEN werden die folgenden Regeln beachtet. Loben mit Nachdruck die Orden. DIE ERSTE. und es kommt ein Gedanke oder eine Versuchung von außen. und wenn sie sieht. Psalmen und lange Gebete innerhalb und außerhalb der Kirche. DIE DRITTE. Sucht der Feind sie entsprechend bis ins Äußerste zu verfeinern. so besorge die Seele. Wallfahrten. was im Bereich der Kirche. noch höre ich deinetwegen auf. Loben die religiösen Gelübde des Gehorsams. der Armut. die auf die evangelische Vollkommenheit zustreben. Ablässe. kein Gelübde ablegen. die sich von ihr entfernen. sich zu verfeinern. Und es ist zu bemerken: da das Gelübde Dinge betrifft. DIE VIERTE. Loben die Beichte beim Priester und den Empfang des Heiligsten Sakramentes einmal im Jahr. Kreuzzugsbullen und das Anzünden von Kerzen in den Kirchen. und ihr wie Bernhard antworten: «Weder fing ich deinetwegen an. ebenso die zu bestimmten Zeiten angeordneten Stunden für das ganze Officium Divinum. in allem zu gehorchen der wahren Braut Christi Unseres Herrn.. dazu hin. dann soll sie ihren Verstand zu Gott ihrem Schöpfer und Herrn erheben. um in allem ruhig zu werden. DIE SIEBTE. daß es Sein schuldiger Dienst ist oder wenigstens nicht dagegen verstößt. Scheingründe vorstellend wie eiteln Ruhm oder irgend etwas anderes usf. und viel mehr noch jeden Monat. die da ist Unsere Heilige Mutter. die im geistlichen Leben voranzukommen wünscht. jene Sache nicht zu sagen oder zu tun. Loben die Reliquien der Heiligen. und für jede Andacht und alle kanonischen Hören. Jubiläen. In Absehung jeglichen [privaten] Urteils müssen wir den Geist gerüstet und bereit halten. an . Wenn eine solche Seele den guten Willen hat.DIE FÜNFTE. die Hierarchische Kirche. indem man jenen Verehrung erzeigt und zu diesen betet. Loben auch Stationsandachten.

um Gründe zu ihrer Verteidigung zu finden und in keiner Weise zum Widerstand gegen sie. DIE ZEHNTE. auch Unsere Heilige Mutter die Kirche gelenkt und regiert wird. gutzuheißen und zu loben sowohl die Anordnungen und Anempfehlungen wie die Sitten unserer Obern. so kann es von Nutzen sein. Wir dürfen nie die Gewohnheit haben. da sie selbst von der göttlichen Kraft erleuchtet und eingestrahlt sind. daß zwischen Christus Unserem Herrn. DIE NEUNTE. Wir müssen uns hüten. so würde doch ein Reden dagegen. sei es in öffentlicher Predigt oder im Gespräch mit dem gemeinen Volk. ebenso Bilder. er ist ein anderer Sankt Franziskus oder noch größer. stets bereiten Geistes. meine guten oder schlechten . über alle diese Dinge zu reden und sich zu unterhalten. Sankt Gregor usf. das Gemüt anzuregen. über die schlechten Sitten mit solchen Personen zu sprechen. haben sie nicht nur die wahre Einsicht in die Heilige Schrift und die positiven Heiligen Kirchenlehrer sich zu Nutzen gemacht. die ihnen abhelfen können. Heiligkeit usf. der Kirche. DIE ZWÖLFTE. dem Bräutigam. wie man wohl bisweilen sagen hört: ob ich gerettet oder verdammt bin. Wir müssen jeweils mehr bereit sein. Wie es also Schaden bringt. viel über die Prädestination zu reden. in Abwesenheit der Vorgesetzten vor dem gemeinen Mann übel von ihnen zu reden. Sankt Bonaventura und dem Sentenzenmeister mehr eigen. denn man irrt darin nicht wenig. einige von ihnen sind oder waren nicht entsprechend. Ebenso Buße. um in allem Gott Unseren Herrn zu lieben und Ihm zu dienen. DIE ELFTE. Denn da die scholastischen Lehrer der neueren Zeit angehören. der uns zum Heil unserer Seelen leitet und lenkt. so ist es den scholastischen. Wiewohl es vollkommen wahr ist. der Kirche. und der Braut. an Vigilien. daß das gemeine Volk nicht in einen Irrtum gerate. um in allem das Rechte zu treffen. wenn die Hierarchische Kirche es so definiert. die zum ewigen Heil notwendigen Dinge für unsere Zeiten zu umgrenzen und zu erklären und alle Irrtümer und Irrlehren besser zu bekämpfen und aufzudecken. DIE FÜNFZEHNTE. weltliche oder geistliche. Loben die Ausschmückung und den Bau von Kirchen. Wir müssen. ein zweiter Sankt Paulus an Güte. der die Zehn Gebote erließ. sich entrüsten. Loben endlich alle Vorschriften der Kirche. der gleiche Geist waltet. sondern auch äußere. Denn gesetzt auch. Hilfe an den Konzilien. Denn wir glauben. daß niemand ohne prädestiniert zu sein und ohne Glauben und Gnade sich retten kann. ist bereits vorherbestimmt. den Kanones und Konstitutionen Unserer Heiligen Mutter. was sie darstellen. ist doch sehr achtzugeben auf die Art. Freitags und Samstags. mehr eigen ist. Vergleiche anzustellen zwischen den heute Lebenden und den Seligen früherer Zeiten. Wenn aber auf irgendeine Weise oder irgendeinmal die Rede darauf kommt. Loben die positive wie die scholastische Lehrweise. das ich sehe. DIE DREIZEHNTE. nicht nur innere. wenn man etwa sagt: dieser weiß mehr als Sankt Augustinus. immer festhalten: ich glaube. weil durch denselben Geist Unsern Herrn.Quatember. mehr Murren und Anstoß erregen als Nutzen. wie Sankt Thomas. Sankt Augustinus. DIE ACHTE. Denn wie es den positiven Lehrern wie Sankt Hieronymus. schwarz ist. sondern finden. und sie verehren gemäß dem. dann rede man so. würde doch das Volk nur über seine Vorgesetzten. daß das Weiße. DIE VIERZEHNTE.

43. So war es vor allem notwendig. weil sie eins ist mit der Göttlichen Liebe. spärlich und in genauer Berechnung. sei es nachher. Erst so erhält die erste Person.und Erbauungsbuch sind.). daß daraus das Gift entsteht. Nr. durch bestimmte Unterstreichungen bewußt werden zu . die unpersönlichen Infinitive stehen zu lassen und sie nicht (wie die meisten bisherigen Übersetzungen) durch Ich. die zum Heil und geistlichen Fortschritt ihrer Seelen hinführen. DIE ACHTZEHNTE. wo der Mensch etwas Besseres und Nützlicheres nicht erreicht. sollen wir doch auch die Furcht vor Seiner Göttlichen Majestät sehr loben. Nr. Auslegungen oder Anmerkungen zugänglicher zu machen. 66ff. zumal nicht in unseren so gefährlichen Zeiten. und ist er einmal von ihr befreit. aber nicht der Art und solcher Weise. NACHWORT ZUR ÜBERSETZUNG Die vorliegende neue Übersetzung der Exerzitien erstrebt nichts weiter als eine schlichte Wiedergabe des spanischen Urtextes. gegenüber 46-51). weil nicht nur die kindliche Furcht eine fromme und heilige Sache ist. Ebenso muß man sich in acht nehmen. daß die Geistlichen Übungen kein Lese.oder Man. wurde jeder Versuch unterlassen. um sie geben zu können. Damit werden sie träge und lässig in ihren Werken. daß die Werke und die freie Wahl irgendeine Einbuße erleiden oder für nichts erachtet werden. den knappen. so gelangt er leicht zur kindlichen Furcht. Desgleichen sollen wir nicht so breit und mit solchem Nachdruck von der Gnade reden. sei es vor des Glaubens Formung durch die Liebe. B. B. den Komparativ. Kürze und Unpersönlichkeit. die Gott Unserem Herrn ganz angenehm und gefällig ist. Zum wirklichen Verständnis reicht die Lektüre des durch einige Anmerkungen versehenen Textes nicht hin: man muß die Exerzitien machen. Vom Gedanken ausgehend. durch vieles und nachdrückliches Reden vom Glauben ohne irgendwelche Unterscheidung und Erklärung dem Volke Anlaß zu geben. 52. ihm viel hilft aus der Todsünde herauszukommen. Statt den Text zu glossieren wurde diesmal der Versuch unternommen. DIE SIEBZEHNTE. sondern weil auch die knechtliche Furcht.Konstruktionen wiederzugeben (vgl. um sie kennenzulernen. jenes formale Element. deren die hinreißende Glut des Gehaltes notwendig bedarf.Werke ändern also nichts daran. Obgleich man den großen Dienst für Gott Unsern Herrn aus reiner Liebe über alles zu schätzen hat. die Freiheit aufzuheben. ganz unliterarischen Text durch Erweiterungen. z. Sodann schien es notwendig. in den Werken lau und träge zu werden. ihr ganzes Gewicht. und sie aufs gründlichste studieren. das das ganze Werk von Anfang bis zu Ende durchwaltet. wirklich verwendet wird (z. DIE SECHZEHNTE. um sich darin sowohl zu verhüllen wie auszudrücken. Man kann von Glaube und Gnade mit dem Beistand der göttlichen Hilfe so viel reden als zum je größeren Lobpreis Seiner Göttlichen Majestät möglich ist. nach Möglichkeit den echten Tonfall des Originals wiederzugeben: die fast unnachahmliche adelige Strenge. dort wo sie.

die wir nach Möglichkeit dankbar übernahmen. die denen der « Ratio meditandi» Roothaans analog wären — zu beachten ist. (In: Deus semper major. jedem statischen Positiv und Superlativ abhold.) ist als die nach oben offene Steigerung der eigentliche Lebensund Denkrhythmus des Gründers der Gesellschaft Jesu. F. dort wo es anging.). Die hergebrachte Numerierung wurde beibehalten. zum geistigen Kennwort der Exerzitien. aber auch das unterscheidend Geschöpfliche Gott gegenüber (ad majorem Dei gloriam) ausgedrückt sieht. «contemplación» (im Anschluß an Raitz v. A. Geistliche Übungen und erläuternde Texte. (ebd. Frentz) mit Betrachtung (nicht mit Beschauung wie bei Feder oder Anschauung wie bei Przywara) wiedergegeben wurde.). Seemann o. Roothaan.J. 23).J. in der Unabschließbarkeit des Mehr das unterscheidend Göttliche (Deus semper major). Bernhard Köhler (Berlin-Leipzig. Freiburg-Basel-Köln 1966). durch die Form «je mehr» oder «jeweils mehr» kenntlich zu machen.). die deutschen von Joh. Regensburg. Feder eine solche «in gefälligem deutschen Gewand» für weitere Kreise (VIII) gibt. ihn (wie schon Erich Przywara es tat). Handmann S. Nr. Przywara S. Feder S. haben sich insbesondere Köhler und Przywara um die Wiedergabe des authentischen Tones des Büchleins bemüht. wobei nur — um Mißverständnissen vorzubeugen. So wird dieser offene Komparativ. Weinhandl (Recht. Schöningh 1926). Frentz S. (mit Roothaans Erläuterungen.lassen. Karrer (Paderborn. 1932 durchgesehen von E. Seither veröffentlichte Ausgaben: Ignatius. Mit einem Geleitwort von Karl Rahner (Herder. O. Alles in eckigen Klammern Stehende ist der Verdeutlichung halber vom Übersetzer hinzugetan.J. . Der Komparativ (más. Przywaras Übersetzung bringt durch eine minutiöse Angleichung an den Wortlaut des Urtextes sehr oft feine Schattierungen heraus. der auch alle Briefe Ignatius und seine Konstitutionen formt. Freiburg. Geistliche Übungen. Raitz v. daß Betrachtung hier als Artund nicht als Gattungsbegriff zu fassen ist mit einer von Ignatius genau umgrenzten Methodik (Nr. der. etwas glanzlose und stark auslegende Übertragung. München 1921) und E.J. Von früheren Übersetzungen wurden herangezogen: die lateinische von P. Manz 1904). Übersetzt und erläutert von Peter Knauer (Verlag Styria. Herder. Köhler dürfte in dieser Beziehung das Beste geleistet haben. mejor usw. J. Graz-Wien-Köln 1978). wenn unsere Übersetzung sich auch um der flüssigen Lesbarkeit willen viel stärker an den überkommenen Sprachgebrauch halten mußte. obwohl er an einzelnen Stellen (als Nichtkatholik) den Wortsinn nicht trifft. und es schien angemessen. Die verschiedenen Arten des kontemplativen Gebetes wurden so wiedergegeben. Ähnlich mußte die im spanischen «para» liegende Dynamik oft ins Licht gesetzt werden durch das ausdrücklichere «dazu hin» statt bloßem «um zu» (vgl. Während Karrer mehr eine glättende Paraphrase (mit Umstellungen und Zusammenziehungen des Textes) bietet. Handmann eine solide. 1921. 1938-1940). Weinhandl seine Wiedergabe auf den Ton des «deutschen Gemütes» stimmt. Ignatius von Loyola. l0lff. Übertragung und Erklärung von Adolf Haas. Einige für den Urtext besonders bezeichnende Worte und Wendungen wurden der größeren Eindringlichkeit halber in runden Klammern beigefügt. daß «meditación» mit Besinnung. «consideración» mit Erwägung.

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