Separatabdruek

aus:

Die Philosophie
im Beginn des 20. Jahrhunderts.
Fcstsclirift für Kiino Fisclier.
2.

Band.

C'aii

Winters Universitätsbuchbandlung
1905.

in

Heidelberg.

Rechtsphilosophie.
Von

Emil Lask.

Trotz der so lebliaften Beschäftigung unserer Zeit mit den Problemen des Gesellschaftslebens zeigt die eigentliche Spekulation

der Gegenwart

gerade

auf rechts-

und sozialphilosophischem

Gebiet nur eine geringe Selbständigkeit und immer noch eine starke Abhängigkeit von den großen Systembildungen des deutschen Idealismus.

Das mag zur Eechtfertigung dafür dienen, daß bei der Darstellung derjenigen modernen rechtsphilosophischen Theorien, die überhaupt noch die Fühlung mit den letzten Fragen der Weltanschauung bewahrt haben (Abschnitt I), zuweilen auf Kant und Hegel zurückverwiesen wurde. Ungeachtet eines solchen Mangels an Originalität in den grundlegenden Problemen
ist

jedoch

der

Stand

der

Rechtsphilosophie

zwanzigsten Jahrhunderts kein trostloser.

im Beginn des Denn die gerade in

der jüngsten
philosophie
Streit

Zeit

lebhaft beginnende,

äußerst zukunftsreiche

methodologische

Bewegung (Abschnitt II) wird die Eechtsvon neuem zu der Erkenntnis zwingen, daß aller

die bloße Methodologie

Methode empirischer Kulturwissenschaften über hinausweist und erst in einem System überempirischer Werte seine endgültige Entscheidung findet.
die

um

m

2

Kechtsphilosophie.

Abschnitt

I.

Die Philosophie des Rechts.
a)

Die Methode.
erst das

Auch der Eechtswissenschaft hat
Befreiung aus

neunzehnte JahrSeit-

hundert die volle Selbständigkeit und, wie es scheint, endgültige
der metaphysischen Spekulation gebracht.

dem

besteht eine klare Scheidung, aber immer noch ein starkes

gegenseitiges Mißtrauen zwischen „philosophischer" und „historischer" Richtung.

Wer

sich nicht mit „allgemeiner Rechtslehre"

oder

sonstigen

verallgemeinernden Sublimierungen empirischer
will,

Wissenschaftsergebnisse begnügen

sondern es heute noch

wagt, von der Rechtsphilosophie die Ergrün düng einer absoluten

Bedeutung des Rechts und seiner Beziehungen zu anderen unbedingten Werten zu verlangen, der verfällt von vornherein

dem

schweren Verdacht der „naturrechtlichen Ketzerei".
lich

Muß

wirk-

so

hat darum die Lebensfrage der modernen Rechtsstets

philosophie

gelautet

— jede

nicht empiristische

Philo-

sophie

des Rechts mit der alten, durch

eine glänzende Ent-

faltung der positiven Wissenschaft bei Seite geschobenen

Meta-

physik

des Rechts zusammenfallen?

Das Naturrecht war eine Frage nach dem absoluten Sinn
von Recht und Gerechtigkeit, und dadurch wurde
weites zu

einem

und problemgeschichtlichen Prinzip, dessen unvergängliche wenn auch methodisch noch so Bedeutung durch keinerlei unentbehrliche Berichtigungen wesentlich getrübt werden kann. Diese absolute, transzendentalphilosophische Tendenz hat mit ihm jede denkbare Wert Spekulation, auch jede „kritische",

gemeinsam.
Grundverschieden wird dagegen von der Naturrechtsmetaphysik und von der kritischen Rechtsphilosophie das Verhältnis

zwischen Wert und Wirklichkeit bestimmt, und diese Differenz^
die unmittelbar ins

Leben

eingreift

und doch auf
zurückgeht,

tiefe

Gegendie

sätze

der

theoretischen

Philosophie

eröffnet

Möglichkeit, eine scharfe Abgrenzung zwischen

dem Naturrecht

und einer metaphysikfreien Rechtsphilosophie vorzunehmen. Der kritischen Wertlehre gilt im Unterschiede zu jeder
platonisierenden Zweiweltentheorie
die

empirische Wirklichkeit

Rechtsphilosophie.

3

als einzig-e

Art der Eealität, zugleich aber als Schauplatz oder Substrat überempirischer Werte, allgemeingültiger Bedeutungen.
es

Einweltentheorie zu, nur einerlei Art von Recht: die empirische Rechtswirklichkeit. Aber aus der notwendigen Auseinanderhaltung von Wert und empirischem Wertsubstrat folgt die

Sie läßt deshalb auch nur eine juristische

nach ihr gibt

grundlegende Zweidimensionalität der Betrachtungsweise, der Dualismus philosophischer und empirischer Methode. Die
Philosophie
betrachtet die Wirklichkeit lediglich unter dem Gesichtspunkte ihres absoluten Wertgehaltes, die Empirie lediglich unter dem ihrer tatsächlichen Inhaltlichkeit. Die Rechts-

philosophie

muß nach

dieser

Anschauung Eechtswert-,

die

emals

pirische Rechtswissenschaft Rechtswirklichkeitsbetrachtung sein.

Allein die

prinzipielle

Stellung der Rechtsphilosophie

Wertspekulation bedarf noch einer Präzisierung durch
allgemeine Bemerkungen

einige

über die verschiedenen Erscheinungsdes kritischen Duasich

formen des Wertes.
lismus von

Auf dem Standpunkt
lassen

Wert und Wirklichkeit

nämlich zwei
des Wertes Der Wert kann

Ausprägungen,
entweder
das
als

gleichsam zwei Aggregatzustände

schon formallogisch leicht voneinander scheiden.

Werteinmaligkeit
mannigfaltige
als

ebenso einzigartig sein wie

unendlich

empirische Wirklichkeitssubstrat,

Wertgemeinsamkeit einer Mehrheit zukommen. Fast die gesamte Philosophie hat es mit der letzteren Wertart, mit Wertgemeinsamkeiten also oder Wert typen zu tun, und es gilt mit Recht als ihre Aufgabe, den idealen Kosmos, das nach Über- und Unterordnung abgestufte Reich solcher formaler Bedeutungen,
einzelner

an dem er „haftet", oder

Wirklichkeitsinhalte

z.

B. der theoretischen, ethischen, ästhetischen, in seiner

matischen

Gliederung zu enthüllen.

systeDaß aber der Werttjq^us

die einzige logische

Form
sein

des Wertes sein müsse, ist ein bloßes,

wenn auch durch

Alter ehrwürdiges

schlechterdings nicht einzusehen

Vorurteil. Es ist und niemals eine Begründung

dafür auch nur versucht worden,
Geltens, die

warum

die

Absolutheit des
die logische

Allgemeingültigkeit des Wertes an

g e m e i n begriff lichkeit gebunden sein soll, warum sie nicht ebensogut auch die der unvergleichbaren Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit an sich tragen könne. Die Erhabenheit des Wertes wird durch diese zweite Möglichkeit in
Struktur
der
1 1

A

keiner

Weise berührt; der Wert kann

als

Wertindividualität
1*

daß der Wert haltsfülle des der Gestalt der Werteinmaligkeit hinter der unendlich mannigfaltigen In- Empirischen zurücksteht. der sich den übrigen koordinieren läßt. individualität wohl die Einmaligkeit. in gänzliche Durchdrungenheit und Homogeneität übergeführt sein. Ob es freilich einen eigentümlichen Wert des Rechtes gibt. um nichts weniger eine über alle empirische Wirklichkeit heraus- gehobene. die Religionsphilosophie und die übrigen philosophischen Disziplinen nur Werttypuslehre sein kann. B. die Urteilslehre die all- gemeingültige Bedeutungsformel ergründet.) Alle Isoliertheit. Es bereits in wurde schon angedeutet. wie lich man ihn auch schließim Verhältnis zu den formalen Werten teleologisch rangieren aller mag. Der Wert in der Gestalt der Werteinmaligkeit. daß die Wertteilt. so sucht die Rechtsphilosophie die allgemeingültige Rechtswertformel. oder in welchen sonstigen Beziehungen der Rechtswert zu anderen Werten steht nicht — danach soll jetzt noch gefragt werden. Der Werttypus vollends entfernt sich von der konkreten Gegebenheit noch weiter. wofür als sich schon formallogisches Symptom anführen der liei^e. muß. Schon daraus wird klar. spezifischen Bestimmtheit der einzelnen typischen Wertbedeutungen (der theoretischen.4 Rechtsphilosophie. die Ästhetik. oder wie . Wie z. der aus lauter Gliedindividualitäten zusammen- gesetzten einmaligen Wertreihe. Vereinzelung und gleichsam Bedürftigkeit des Inhaltes muß in konkrete Allseitigkeit. da er ja für eine unbegrenzte Zahl einzelner Verwirklichungsfälle die absolute Vorbildlichkeit in sich zusammenfaßt. daß die Eechtsphilosophie als Lehre vom spezifischen Rechts wert ebenso wie die Logik. er kann eine in ebenderselben Höhe über ihr schwe- bende Sphäre bedeuten wie der Werttjqms. den systematisch gegliederten Inbegriff von Postulaten. die in jedem Urteil gemäß seinem absoluten Wahrheitszwecke stecken muß. höchstens eine Art Parallelstruktur würde auch in diesem Fall zwischen Wert und Wirklichkeit bestehen. methodische Verhältnis Hier kommt es vorläufig nur auf das des Werttypus zur Empirie an. Das verleiht ihm im Gegensatz zur unwiederholbaren Werteinmaligkeit den Cha- rakter der Wertformel. den formalen absoluten Zweck jedes einzelnen geschichtlichen Rechts. der ethischen usw. nicht aber auch die un- endliche Mannigfaltigkeit empirischen Wirklichkeit Also lediglich eine ganz unvollkommene Analogie. die an jede empirische Rechtswirklichkeit ergehen. jenseits stehen.

der einen juristischen und einen sozialen Rechtsbegriff. lichungsprodukt. sondern auch in den verschiedenen das Recht behandelngriffsbildung ist den Einzelwissenschaften gebildet. Eine Art des Geltens erscheint darum hier „empirische Realität" und folglich als naturrechtliches Verding- Das Hypostasieren wirkt in diesem Falle als .Rechtsphilosophie. ist jedes Naturrecht metaphysischer Ratio- nalismus. die Frage nach seinem Eingespanntsein in einen Weltanschauungszusammenhang. Es gibt einen philosophischen. — gegangen waren. muß man sich erst darüber verständigen. das ist die Zu weit und philosophie als vieldeutig ist es deshalb. Hegel. auch das Naturrecht in eine formelle und eine materielle Vermischung von Wert und Wirklichkeit ist nichts Die formelle Rechtspositivität anderes als eine x4.rt als des Gelten s. Untersuchung des kulturwissenschaftlichen Wirklichkeitsbegriffs eingehen zu müssen. materiellen teilung dürfte — in die Unterarten der formellen und der Positivität zu zerlegen. Bestets das Produkt einer bestimmten Methode. 5 Rechtsphilosophie Recht des Rechtes. tischen Auseinanderhaltung von Im Gegensatz zur kri- Wert und Wirklichkeit und zur Lehre von der Unableitbarkeit des geschichtlich Gegebenen aus der abstrakten Wertformel erstrebt die rationale Metaphysik eine Hj^postasierung überempirischer Werte zu realen selb- ständigen Lebensmächten und dadurch eine Überbriickung und Vermengung In diesem Sinne von Wert und Wirklichkeit. das richtige Recht Aufsuchung des transzendentalen Ortes oder der typischen Wertbeziehungen des Rechts. Entsprechend dieser Einzerfallen. ist. Stammler sagt. B. Stahl und Bruns voransich vorläufig darauf beschränken. unbedingt nötig gerichteten um den Kontrast mit dem metaphysisch Naturrecht klar hervortreten zu lassen. Die allgemeinsten Kriterien Wertspekulation als sollten bisher nur soweit herausgearbeitet werden. kann man zur Entscheidung dieser Frage den komplizierten Begriff der Rechtswirklichkeit in Übereinstimmung mit Erörterungen von Bergbohm. wenn man die Rechts- Lehre vom „Begriif des Rechts" definiert. Ohne auf eine methodologische fassen. Ein „Begriff"' des Rechts wird darum nicht nur in der Philosophie. Um aber diesen Kern aller Naturrechtlerei in Schärfe zu er- was denn auf dem Gebiete des Rechtes „empirische Realität" im Gegensatz zum bloßen Werte bedeuten kann. dem hierin z. es hypostasiert Rechtswerte zu Rechtswirklichkeiten.

einer absoluten Normativität in eine empirische oder kurz als Verwandlung der Vernünftigkeit in die äußere Verbindlichkeit des Eechts. sammenhang lichkeit repräsentiert zersetzt Eechtskriterium. der Vergangenheit und in der Gegenwart rechtsphilosophische Theorien. Gutberiet Allein es gibt in wie sie z. aus der „Eecht" emaniert ohne und gegen menschliche Satzung. B. Es ist Bergbohms Verdienst gewesen. so muß das Naturrecht im sein. ja den bloß verdächtigen Ansätzen zur Naturrechtsgläubigkeit innerhalb der neueren Eechtswissenschaft nachgegangen katholischen V. Ein ausdrückliches Bekenntnis zum formellen Naturrecht findet sich jedoch heute fast nur in der Eechtsphilosophie. Denn in der äußeren unbedingten Verbindlichkeit für Gemeinschaftsorgane und Gemeinschaftsglieder besteht das Wesen der positiven Eechtsnorm. zu sein. also aus seiner rein ideellen Dignität — emanatistisch — hervorgehen. materiellen Sinne dem materiellen Positivitätsmoment lichkeit des Eechts verderblich oder der empirischen InhaltIn diesem Fall kann . mit dem Naturrecht zusammenwerfen. und an seine Steile tritt die Vernunft als eine höhere formelle Eechtsquelle. so daß also mit der Vernunft nicht über- einstimmendes Eecht auch formell nichtig wird. man ohne sie die weiteres als natur- auch wenn metaphysische Eechts- Will man nicht jeden Glauben an absolute Maßstäbe des Eechts. Gerade dieser Zuzwischen Gemeinschaftsautorität und Verbinddas formelle wird. die rechtlich bezeichnet. das ebenso wie jenes im Gegensatz zur kritischen Wertspekulation steht. gerade den formell naturrechtlichen Spuren. Nun lautet die daran anknüpfende These des formellen ßechtspositivismus. daß diese positive Normativität den Grund einer ihres menschlichen bindenden Charakters lediglich in der Autorität Gemeinschaft findet.6 Eechtsphilosophie. Dadurch scheidet das Kriterium der Gemeinschaftsautorität gänzlich aus. Wie das formelle Naturrecht in einer Verdunklung der Wirklichkeitsform des Eechts. Umdeutung. quellenlehre ausdrücklich ablehnen. so muß es neben dem formellen Naturrecht noch ein materielles geben. läßt das vom die Naturrecht Das Naturrecht nämlich äußere Gebundenheit der Gemeinschaftsglieder unvermittelt aus der absoluten Bedeutung eines Eechtspostulates. von Cathrein. seines spezifischen Norm- charakters bestand.der einen Geltungsart in eine andere. also überhaupt alle Arten von Wertbetrachtung. Hertling. und anderen vertreten wird.

Sinne das während umgekehrt das Naturrecht im formellen Moment wolü stets involvieren wird. Vielmehr die in der Geschichte der Naturrechtstheorien so häufig auftretende natu- Unterströmung lediglich als eine Naturrechtsgedankens zu begreifen. An dieses Moment wird meist gedacht. In dem Worte „Naturrecht" stecken eben mehrere selten genügend — geschiedene Bedeutungen von „Natur". das spekulative Prinzip Abart des materiellen Ebenso nämlich wie der unveränderliche Vernunftwert kann die überall gleiche „Natur" abgeben für die Herausreißung und Isolierung abstrakter Partialinhalte aus der konkreten Fülle des Gegebenen. schöpfend gehalten daß Hier läge also ein materielle materielle ausschließlich materielles Naturrecht vor. nur in der individuellen Inhaltsfülle Konkretheit der positiven glaubt der Naturrechtler einen Bestand von Rechtsnormen deduzieren zu können. . die der metaphysischen Hypostasierung. und geschichtlich bedingten Rechtsbestimmungen liegen. also gerade in demjenigen Moment.Kechtsphilosopliie. ausschließlich seiner Inhaltlichkeit nach wird. 7 die „Realität". „Natur" bedeutet erstens zumal im formellen Naturrecbtsbegriff die Allgemeingültigkeit oder Absolutheit im Gegensatz zur bloß relativen Geltung der menschlichen Satzung und zweitens die inhaltliche — Allgemeinheit entweder der Vernunft oder der Natur im Gegensatz zur individuellen Besonderheit. sondern naturgesetzliche Ab- straktionen werden dann zu selbständigen Realitäten verdichtet. wohl möglich. das nach der kritischen Anschauung die transzendentale Prärogative der empirischen WirkAus einem System abstrakter Wertformeln lichkeit ausmacht. der seiner Inhaltlichkeit nach Zusammenhänge einer weiteren Individualisierung nicht bedarf und ohne jede Berücksichtigung konkreter historischer überall als Es ist dabei sehr Recht eingeführt zu werden geeignet ist. Nicht Wertformeln. daß ein solcher Inbegriff von aufgestellten Sätzen für fertig und erihm hingegen die formelle R e c h t s qualität nach der Meinung seines Urhebers erst durch Einführung seitens der positiven Gesetzgebung zuwachsen soll. Das Naturrecht ist unhistorischer Rationalismus und Metaphysik.verfällt. keineswegs aber braucht es mit einer naturalistiist schen Metaphysik ralistische zusammenzufallen. wenn dem Naturrecht die Aufstellung eines für alle Zeiten und Völker gültigen Idealkodex zum Vorwurf gemacht wird.

daß wenn auch man es zusammen- in seiner Totalität lieber als ein empiristisches oder positivisti- sches denn als ein rein „historisches" terminologisch fassen möchte. zu sein. Es luten ist notwendig. wie neuerdings wiederum Bergbohm gezeigt hat. ein Ziel für den Gesetzgeber. Trendelenburg. die gesamte Polemik gegen die Ungeschichtlichkeit des Naturrechts an einer Scheidung des formellen und des materiellen Moments. nicht aber eine keit" lediglich einen äußerlich verbindliche Norm erfüllt für das die Zusammenleben der Menschen Wertspekulation die bedeuten kann. Im übrigen das bei ganzen Opposition gegen das Naturrecht vorwaltende Interesse so formalistisch und so sehr auf die Reinhaltung des — empiristischen — Rechts begriffes gerichtet. hat mit dem Prinzip der Geschichtlichkeit nur sofern einen gewissen Zusammenhang. Freilich krankt. auf die Berg- bohm das Kriterium der historischen Methode ausschließlich stellen will. In neuester Zeit hat vor allem Stammler die Einordnung des Rechts in absolute zum mindesten Zweckzusammenhänge mit der Ansicht zu vereinigen gewußt. daß die „formale Gesetzmäßigkeit" oder „gegenständliche RichtigMaßstab für oder eine unbedingte Anforderung an das Recht. dem Natiirrecht die eng-ere Bedeutung" einer hypostasieren den Metaphysik überhaupt zu im Unterschiede zur absogeben. als der Begriif der posi- tiven Rechtsquelle . So kritische Forderung Bergbohms. Wertbetraclitung- Nur bei dieser Fassung läßt sich die einmütige Auflehnung der positiven Wissenschaft gegen das Naturrecht schon aus allgemeinsten erkenntnistheoretischen Gründen rechtfertigen. ungenügenden Gerade abin- die forniell-positivistische Rechtsquellenlehre jedoch. B. Lasson haben den Empirismus auf sich wirken — — lassen und eine Versöhnung der Spekulation mit der positiven Rechtswissenschaft angestrebt. Philosophie des positiven Rechts Eine klarere Erfassung der Ziele rechtsphilosophischer Forschung bahnt sich jetzt hauptsächlich dadurch an. auf die Erforderlichkeit eines „äußerlich erkennbaren" „geschichtlich nachweisbaren" ist Rechtsbildungsdieser prozesses hinausläuft. daß das in der Gegenwart vor allem von Fundamentalprinzip aller philosopischen Windelband geltend gemachte Besinnung.8 Eechtsphilosophie. die Scheidung . Stahl. Fast sämtliche Anhänger absoluter rechtsphilosophischer Wertprinzipien im neunzehnten Jahrhundert so z.

auch bei den Vertretern der Rechts. Stammler und Stau- dinger stehen. haben die hieraus notwendig folgende Orientierungslosigkeit kürlichkeit der naturalistischen Ausleseprinzipien gegeißelt.Kechtsphilosophie. 9 von Wert. die sie zu erforschen hat. weisen deshalb nicht nur diejenige Disparatheit gegenüber den Wirklichkeitszusammenhängen auf. Diese „Neukantische Bewegung". In der Gruppe der Neukantianer macht sich dabei ein starker Intellektualismus in der philosophischen Fragestellung bemerkbar. die überhaupt zwischen Wert und Wirklichkeit besteht. hänge. Werttypu sichre der systeDie ßedeutungszusammen- matischen Wertwissenschaft an. alle Wertprobleme zu halten. beginnt sich jetzt auch innerhalb des Sozialismus auszubreiten und zählt Marxisten wie Struve und ihren Weltmann zu Anhängern. der neuesten Zeit hat der m^arxistische Naturalismus eine methodische „Rückkehr zu Kant" auf sozialphilosopischem Gebiet hervorgerufen. absolutem Sinn des Sozialen selbst und methodischer Form der empirischen Sozialwissenschaft oft un- unterscheidbar ineinander über. der der empi- sondern entbehren überdies jenes partiellen Parallelismus Struktur^ der zwischen der Werteinmaligkeit und . Allein die Grenzlinie zwischen Philosophie und Empirie wird überall streng beobachtet. die Neigung. für rein erkenntniskritische oder methodologische In den Erörterungen über die „Gesetzmäßigkeit" und oberste „Einheit" des Sozialen gehen die Bedeutungen von sozial- philosophischer Methode. die sie durch die „systematische" Er- wägung über die absolute Berechtigung des kausal nicht verdrängt. wonach der allgemeinen Naturgesetzlich- keit heimlich zugleich eine Wertbedeutung untergeschoben wird. wie VorLänder an deren Spitze Cohen.und Wirklichkeitsbetrachtung. wie Stahl und Lasson. sie nennt. sondern ergänzt sehen will. Im engsten methodischen Zusammenhang mit dem der kritischen Begriff Rechtsphilosophie steht die gleichfalls durch Stammler von neuem aufgeworfene Frage nach der Berechtigung einer mit absoluten Maßstäben richtenden und dadurch von der empiristischen Disziplin gleichen Die Rechtsphilosophie gehört als Namens unterschiedenen Politik. und WillIn Hegel und nach ihm viele Spätere. Fast das gesamte vorkantische Naturrecht hatte sich von der für den Naturalismus typischen Verscliwommenheit noch nicht frei zu machen gewußt. Natorp. Sie kämpft gegen die Alleinherrschaft der Entstandenen „genetischen" Erklärung.und Sozialphilosophie immer mehr Anerkennung gewinnt.

muß ebenso energisch betont werden daß die Spekulation sich dann sofort gegen denselben Empirismus und zwar insbesondere gegen den historischen. Die Vergleichung von Rechtsphilosophie und Rechtsmetaeine Prüfung des individuell Wert. daß diese doch wenigstens als sein Substrat angesehen werden darf. weit entfernt. den Empirismus abzulehnen. auf die es systematischen Rechtsphilosophie verständlich. daß jede Werttypuslehre zwei Möglichkeiten des Operierens mit zuläßt: ein dem formalen Werte reines Systematisieren der absoluten Bedeutungen ein bloßes untereinander. Systematik bedeutet somit das Verfahren der Politik ein Kon- frontieren des einzelnen Falles mit dem formalen Gegebenen auf seine Übereinstimmung mit dem formalen Endzweck. der Wert wird zur Norm oder zum Postulat. Beim ersten Anblick scheint in der Tat der Dualismus wertender und nichtwertender Betrachtung durch die Existenz den der historischen Kulturwissenschaften durchbrochen zu werden. Es ist ja ein in der Gegenwart weit verbreiteter Wahn. selbst als Philosophie aufzutreten. so ist es nicht zu verwundern. Stammler in letzter Linie allein ankommt. Nichtsdestoweniger zeigt auch der Werttypus darin eine der Wirklichkeit gleichsam zugekehrte Seite. außerdem ein Berücksichtigen der einzelnen WertverDadurch wird die Stellung der Rechtspolitik. daß gerade auf aus sozial. sobald er sich anmaßte. Um trotzdem auch deren komplizierteren empiristischen Charakter . Die Folge davon ist. Da jedoch gerade aller rechtsphilosophischen Betrachtung der Gedanke an eine durch menschlichen Willen realisierbare Einführung der Werte ins Leben immanent ist. daß in diesen Disziplinen die Wirklichkeit mit Rücksicht auf objektive Kulturbedeutungen bearbeitet wird.und rechtsphilosophischem Gebiet Grundgedanken der „historischen Schule" sich eine Weltanschauung gewinnen lasse. — physik hat ergeben. ihn vielmehr bestätigt und Allein die Kehrseite hiervon : begründet. also selbst und Verweilen im Reiche der Werte wirklichungen. wenn man bedenkt. zur rein In der Politik gerät der Wert unter den Gesichtspunkt der Verwirklichung im einzelnen. daß die kritische Wertspekulation. daß auf diesem Gebiete der normative Hintergrund des WertLn Unterschied zur reinen begriftes von vornherein heimisch ist. Der Wertbegritf ist das sachliche Prius des Normbegriffs.^Q Kechtsphilosophie. zu wehren hatte. risehen Wirklichkeit immerhin noch statt hat.

die zwischen Sinn und Sein liegt. Wer der Geschichte Wertmaßstäbe entnehmen der müßte konse- quenterweise als alles das für wertvoll halten. sondern lediglich als rein theoretische Wert- beziehung. eine inkonsequente. Gewiß besteht ein Parallelismus der Struktur. müßte als naturwissenschaftlich man die gesamte syste- matische Philosophie. wie man die Werteinmaligkeit historisch nennt. als ob diese Kennzeichnung dem Histo- Unrecht Besagt nicht der Gedanke der Wertein- maligkeit. übersieht. Ethik. die als sich Weltanschauung gebärdet. Logik. tut. aufzufassen also als Mittel der bloßen Wirklichkeitsumformung sei. Bei beiden erscheint nämlich Individuelles um seiner Bedeutung willen zusammengeschlossen und herausgehoben. er müßte. Ästhetik. daß beide durch die unendliche Kluft voneinander unter- schieden sind. Aber diese Ähnlichkeit ist doch keine Identität! Mit demselben Recht. Die Aufgabe der Kulturwissenschaften besteht nicht darin. Wer Wertindi- vidualität und historische Faktizität miteinander vermengt. es also ein historisches gegründet Werten gibt? Diese Annahme würde auf eine schwere Täuschung sein. daß historische Konla-etheit und Individualität in das Reich der Werte selbst eingedrungen ist. was dem Historiker Wissenscliaftler als sammenhangs stischen zur Darstellung des historischen Zubedeutsam erscheint. die absolute Geltung darin. 11 aufs schärfste herauszustellen. eine gewisse formallogische Analogie wie zwischen Werteinmaligkeit und empirischer Wirklichkeit so auch zwischen Werteinmaligkeit und historischer Tatsächlichkeit. daß hier die Berücksichtigung der Kulturbedeutungen nicht als direkte Wertbeurteilung. bezeichnen — mallogische Analogie besteht zweifellos auch zwischen denn eine gewisse fordem Wert- typus und der naturgesetzlichen Allgemeinheit. hat Rickert hervorgehoben. Der Historismus ist in der Tat nichts anderes als eine empirische Wissenschaftsmethode. die der Kulturbedeutungen zu ergründen. Als bloßes Pro- . einfach das Produkt einer empiri- Tendenz verabsolutieren. Doch rismus scheint. die sich dem ursprünglichen Wirklichkeitsmaterial gegenüber ein methodologisches Ausleseprodukt darstellt. will. wenn man es methodologischer ausdrückt. dogmatische Art des Werfens. Darin gleicht er genau dem Naturalismus. es unkon- trollierte.Rechtsphilosophie. Religionsphilosophie. allerdings sondern bloß empirische und zeitliche Tatsächlichkeit schon als ihres Auftretens herauszuarbeiten.

die Beibehaltung des Momentes der Werteinmaligkeit müsse unbedingt auch zur Verabsolutierung der bloß zeitlichen Gegebenheit führen. Auch Erzeugung der Wertindividualität Wertreihe ist und die Konstruktion der einmaligen ein schöpfe- risches Verfahren. kausalverknüpften. gar wohl als ein Orientierungsmittel beim Suchen nach dem absoluten Werte dienen. Die geschichtliche Tatsächlichkeit. ein lichkeit. In ihm ist folglich das Moment der Zeitlichkeit und die hrutale Zufälligkeit des empirischen Grade-So-Seins noch gar nicht überwunden. als in dem überhaupt die empirische Wirklichkeit das Substrat für alle Wertbetrachtung. Und daraus daß der geschichtlichen Wirklichkeit oder individuelle Wert nicht Nur auf dieses prinzipielle und formal methodische Verhältnis kommt es hier an. daß nicht die Welt- . In der Eegion der Wertzusammenhänge dagegen darf von zeitlichen Beziehungen nicht mehr die Rede sein. Ja. diikt der historischen Begriffsbildung stellt die einmalig-e Kultur- entwicklung einen zeitlichen. man kann bei aller Ablehnung des Historismus sogar zugeben. populärer und ungenauer Redeweise mag von absoluten histori- schen V/erten gesprochen werden.12 Eechtsphilosopüie. Materiell wird durch diese formellen Auseinanderhaltungen die Bedeutung des geschichtswissenschaftlichen Strebens um keines Haares Breite herabgesetzt. und hierin kann kein Unterschied bestehen zwischen der Werteinmaligkeit und dem System der Werttypen. daß man immer glaubte. gewährt so- mit von sich aus kein Prinzip einer Heraushebung des absoluten Wertes. aber in keinem änstritten deren Sinne. Herausschauen des Wertes aus der Zeitfolgt. ist es. daß die in in letzter Linie das Regulativ auch der empirischen Geschichtsliegt. In als solcher auch der konkrete einfach entnommen werden kann. Schauplatz was ja gar nicht bewerden soll. sondern bietet dem Werte lediglich einen dar: die historische Tatsächlichkeit kann. Alle seit je vom Piatonismus des Werfens ausgegangenen Angriffe gegen die Möglichkeit der Wertindividualität stammen ja daher. realen Znsammen- hang dar. auch für die die S3^ste- matische. zitätsstruktur als immer noch in der bloßen Zeitlichkeit befangen und in dieser ihrer formellen Fakti- sich überall gleich bleibend. abgibt. schreibung in dem Glauben an absolute Werteinmaligkeiten Aber gerade dadurch wird ja bestätigt. Pflicht des Philosophen aber solchen Ausdrücken enthaltene quaternio terminorum zu durchschauen.

. an der Erfüllung dieses einen Oder es herrschte die Ansicht vor.der Geschichte. individualethischen abgeleiteter Wert innewohne. zeitlose Normen geglaubt hat. sondern sein unsterbliches Verdienst gewesen. artigen „sozialen" Werttypus neben Nur wenn es einen eigendem individualethischen gibt. ist das genaue Gegenstück des Naturrechts. durch die historische Aufklärung der Gegenwart widerlegbarer Irrtum. /i/^. sondern höchstens umgekehrt Geschichte der Weltanschauung zu entnehmen ist. gemeinsamen Grundlage hat sich eine doppelte Möglichkeit der Einordnung des Rechts in Wertzusammenhänge ergeben. daß das Recht die äußere Regulierung menschlichen Verhaltens zur Erreichung eines inhaltlich wertvollen Zustandes sei. ist nicht. wie viele meinen. Der Historismus und das macht seine strat. fährlichste die modernste. verbreitetste und ge- Form des Relativismus. ein eigentümlicher nicht erst irgendwie vom klar. ^ . und der Sinn dieser Auf des Gemeinschaftslebens allein Ideales gemessen. ein der Historismus aus solutheit des Wertes hervorzaubern. • 13 die anschauuug. prinzipielle Bedeutung aus. >" b) Die einzelnen Richtungen. Entweder wurde sein Endzweck ausschließlich in der Vollendung der ethischen Persönlichkeit gesucht. Der Historismus andrerseits liche — Er nicht etwa die Historie und die geschicht- Rechtsauffassung selbst ist — zerstört alle Philosophie und Weltanschauung. Naturrecht und Historismus sind die beiden Klippen. Daß es aber überhaupt an übergeschichtliche. aller Den Ausgangspunkt kulation neueren rechtsphilosophischen Spe- bildet die auch von Kant angenommene Begriffsbestimmung. vor denen die Rechtsphilosophie sich hüten muß. Das Natur- recht will aus der Absolutheit des Wertes das empirische Sub- dem empirischen Substrat die AbDas Naturrecht zerstört die Selbständigkeit der Werte zwar durch die Hypostasierung des Empirischen. die Nivellierung aller Werte.EeclitspMlosophie. Es ist welche Bedeutung der Gegensatz dieser Weltanschauungen gerade für die Rechtsphilosophie haben mußte. daß der Ordnung und den Einrichtungen der menschlichen Gemeinexistenz eine eigene Herrlichkeit. Das Recht ge- hört seiner reich der empirischen Stellung nach zweifellos in den Be- „sozialen" Institutionen.

die unbestrittene empirisch-soziale Bedeutung des Rechts auch ein Korrelat in der Sphäre des absoluten Wertes Nur in diesem Fall steht es nicht lediglich in einer mechanischen Beziehung zu einem seiner eigenen sozialen Struktur fremden individualethischen Werttypus. Wenn nämlich wie haftet. wie schon bei Plato. hat darum den ethischen Individualismus als gesellschaftsphilosophischen Atom Is- mus bei charakterisieren zu können geglaubt. Der rechtsphilosophische Hegelianismus. als ein in den Bau des Ganzen sich notwendig einfügendes Glied. sondern. sie stellt dem personalen Werttypus einen gleichsam sachlichen gegenüber. ohne dabei die vom achtzehnten Jahrhundert erkämpfte Anerkennung des Individuums als eines absoluten Selbstzweckes preisgeben zu müssen. einen eigenen absoluten Sinn der zipiell ausgeschlossen. so gilt auch schließlich das Zweckgebiet des Eechts ein eigentümlicher Wert korreRecht selbst nicht mehr bloß als Mittel. Mit dieser antiken Idee einer „substanziellen Sittlichkeit" hat Hegel den Individualismus des Christentums und der Neuzeit in einer höchsten Synthese zu vereinigen gesucht. wenngleich es auch nach dieser Anschauung noch keineswegs zum Endzweck verabsolutiert zu werden braucht. sondern ebenso wie dem sozialen spondiert. Die gesamte Rechtsphilosophie des neunzehnten Jahrhunderts hat sich damit abgemüht. nicht des einzelnen Menschen Vollendung ist der Endzweck des gesellschaftlichen Daseins. wie man die über den Individualismus Kants und des achtzehnten Jahrhunderts hinausgehende Spekulation nennen darf. aber nur als ein aufgehobenes „Moment". Kant der Wert ungeachtet seiner ausschließlich an der einzelnen alle überindividuellen Geltung Persönlichkeit so werden damit den isolierten Wertpunkten etwa überbauten aus der Region des absoluten AVertes prin- Zusammenhänge listischen Gegenüber einem solchen rein personaWertsystem kennzeichnet sich die neue Weltanschauung zunächst als eine Verkündigung transpersonaler Werte. sondern gleichzeitig als ein Bestandteil im gegliederten Bau des „objektiven Geistes". Ihre.14 Kechtsphilosophie. Nicht an Willen und Tat der Persönlichkeit ergeht die absolute Anforderung. Das Recht der individuellen Freiheit soll bei ihm anerkannt sein. kann darum erhalten. an die gegenständliche Ordnung der „sittlichen Welt" selbst. sozialen Zusammenhänge zu behaupten. In der Gegenwart ist der Kampf dieser Weltanschauungen noch um .

alle Ansätze einer Kulturphilosophie haben sich im Grunde darum gedreht. ob er den übrigen Werten zu koordinieren oder endlich in eine besondere Gruppe von „Kulturwerten" einzureihen ist. sind insbesondere all Fragen geblieben. ob der transpersonale Wert des gesellschaftlichen Lebens dem ethischen Werte als Unterart anzugliedern.näher g-ebracht. will er trotzdem ausschließlich in den Dienst der individual- ethischen Norm' stellen. den Sozialismus an den „Gemeinschaftsgedanken" der Kantischen Ethik anzuknüpfen. gilt Als das Absolute an allen sozialen Listitutionen so die „Gemeinschaft" im Sinne einer bloßen Koexistenz von individiialer Sittlichkeit.und Sozialethik. über Nationalismus und Kosmopolitismus. durch besondere methodologische Kategorien konstituierten Gegenstand einer spezifisch sozialwisseuschaftlichen Erkenntnis zu begreifen. Alle Diskussionen über Individual. einer schafter als allgemeingültig angesehen dieselbe Verschmelzung dessen. korrespondiert keine eigentümliche Wertstruktur. Sie konnten nur deshalb gelingen. kann auch das Endziel des sozialen Lebens nur in der Vereinigung des pflichtmäßigen Wollens aller. auf Grund deren die ethisch individualistische Rechtsphilosophie aller Zeiten den Vertrag als die Willensüber- einstimmung autonomer Wesen zum einzigen Recht- fertigungsprinzip der sozialen Gebilde erhoben hat. Durch diese Unterscheidung zwischen empirischer und Wert- struktur des Sozialen fällt auch Licht auf die neueren Versuche. Bei ihm findet sich das entscheidende Argument des Kantianismus: da das unbedingte Gesetz für den Menschen der freie. 15 Ungelöst keinen Schritt seiner Entscheidung. was an den Bestrebungen der Gemeinwerden darf. nur durch das Pflichtbewußtsein motivierte Wille ist. weil das. Hier herrscht Anschauung. pirischen Struktur des Sozialen. in der „Ge- meinschaft frei wollender Menschen" bestehen. das soziale Ideal und die absolute Aufgabe der Rechtsordnung darf in gi'oßes der Gegenwart Stammler angesehen werden. über Staat und Recht. deren Eigentümlichkeit Der emStammler im methodologischen Interesse so sehr unterstreicht. ob dem Wertt3'pus des Sozialen eine selbständige Stelle in einem umfassenden Wertdie system gebührt.Rechtsphilosophie. x\ls — Musterbeispiel eines rechtsphilosophischen Kantianismus Ein so Gewicht er auch darauf legt. das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen als einen eigentümlichen. . über die soziale Frage.

in keiner Hinsicht den individualistischen Gedankenkreis „Menschheit" bedeutet bei Kant nicht die konalle krete Menschengemeinschaft. in denen die Forderung einer zentralistischen Wirtschaftsorganisation gerade als Kon„sozialen" sequenz einer auch im Sinne des Wertes Weltan- auftritt. daß nunmehr eine Fülle eigenartiger Ziele und Vorbilder. daß durch den Hegelianismus das System der gesellschaftlichen Endzwecke eine viel konkretere Gestalt annahm. eine eigene Pracht und Vollendung des menschlichen Gesamtdaseins ersehnt. Bereits bei Schelliug. Die den einzelnen Lebensverhältnissen wie Eigentum. Daneben gibt es allerdings auch sozialistische Systeme. daß das Menschengeschlecht als seine nur Ganzes durch die Gattung. sondern den abstrakten Menschenwert. Hier wird an ein selb- ständiges Urbild des Geraeinlebens geglaubt. soll sich die Rechtsordnung genau anpassen und deshalb sich selbst zu einem „organischen Ganzen" oder einem „Organismus" zusammenschließen. Mit dieser Anschauung verband sich eine Polemik gegen die ausschließliche Ableitung der gesellschaftlichen Welt aus dem . Staat innewohnende Bestimmung {relog) das „objektive und reale Prinzip der Rechtsphilosophie" werden. eine neue Welt von Lebensaufgaben uad Bestim- mungen entdeckt sei. Trendelenburg und in der Krauseschen Schule wird be- ständig hervorgehoben. Schleiermacher. Wirtschaftsordnungindividualistischen als Und ebenso k a n n sich die g-anze Kontroverse über individualistische und sozialistische eine interne Angelegenheit einer rein Weltanschauung abspielen. ihr folgt kein anderer „Ge- verlangt die Kantisclie Ethik. Nicht daß wir sie als Nebenmenschen als Glieder. Von besonderer Bedeutung für eine Erneuerung der Rechtsist es geworden. meinschaftsgedanke" als der Stammlers. was man hierbei noch überschreitet. Familie. sondern daß wir Repräsentanten Aus der Menschheit hochhalten. für eine sozialistische Weltanschauung* ausgab.16 RechtspliüosopMe. sondern den Lebensverhältnissen der menschlichen Gemeinschaft als solcher eigentümlich sind. Lassalle und Rodbertus begründen als Anhänger von Fichte und Hegel das Eingreifen des Staates in das schauung Wirtschaftsleben damit. nicht durch die einzelnen reali- sierbaren Aufgaben zu erfüllen habe. den in ihnen sich aus- drückenden „weltökonomischen Ideen". — philosophie Stahl. Hegel. die nicht dem einzelnen in seiner Ver- einzelung zukommen. Der reichen Gliederung dieser Zwecke und „Güter". soll Stand.

Es besteht nicht nur eine Komprädikabilität. daß auch im Bereiche der Eechtslehre sich der atomisierend-individualistische Geist der in Aufklärung der begriftlichen Zertrümmerung aller genossenschaftlichen die Eechtswissen- Rechtsgebilde bewährt hat. ihre Ablehnung der Alleinherrschaft individualrechtlicher Prinzipien oft durch die So- Weltanschauung des Hegelianismus zu begründen gesucht. sondern es muß auch nach der Ansicht des rechtsphilosophischen als Hegelianismus die Idee der Persönlichkeit das oberste telog der Eechtsordnung in den Bestand des Gemeinethos mit aufge- nommen werden. Gierke hat eingehend gezeigt. gleichfalls allgemein anerkannt. nicht z. wenn man Ahrens glauben darf. Kants und Hegels abstrakte Auffassung auf die positive Jurisprudenz ausgeübt haben. eine inter- Die Reaktion gegen die philosophische Zurückführung aller Eechtsgebilde auf Willens. Hegels und. Einen weiteren Beleg dafür. Umgekehrt hat insbesondere die Staatsrechtslehre. schaft. Gierke durch eine individualistische Ethik. die Eousseaus.und Freiheitskollektiva essante Parallele zu ist dem in der Mitte des neunzehnten Jahrder positiven Ihering hunderts namentlich von Ihering geführten selbst hat die Krausesche Schule flußlose als eine Kampf Wissenschaft gegen den juristischen Willensformalismus. auch Stahls gewesen. sondern nur durch die Idee eines eigenen sozialen Werttypus spekulativ fundiert werden. — freilich recht ein- — Yorläuferin in der Bekämpfung der sog.Kechtsphilosopliie. Willens- theorie erwähnt. B. durcli die aber die Kantische Ethik selbst keineswegs getroffen werden sollte. wie ihn vertritt. in erster Linie sie zur Neben der hier wirksam gewordenen historischen Schule haben Andrerseits ist lebendigeren Erfassung und konkreteren Behandlung des die Eechts beigetragen. Von größerem Einfluß auf die positive Wissen- schaft sind jedoch die Spekulationen Schellings.und PersönliclikeitsbegTiff. eine gegenseitige Ergänzungs- hedürftigkeit zwischen Kantischer und Hegelscher Wertungsart. 17 "Willens. starke Wirkung. wie die Spekulationen über die Struktur der sozialen Welt von der reinen Wertbetrachtung bis in die methodologischen Begriffsbildungsprobleme hinüberreichen. kann in der Tat der juristische Genosseuschaftsbegriff. Denn nur die Annahme eines besonderen ge2 . enthält vor allem die Entwicklung des Korporationsbegriffs. fern überhaupt Verbindungslinien von den methodologischen Problemen zu letzten Weltanschauungsfragen hinaufreichen.

Diese empirischen Zusammenhänge leugnet ja auch kein ethischer Individualist. denen sich noch ein Wertmoment abgewinnen läßt.- 18 sellschaftliclien Eeclitspliilosophie. Gleichzeitig mit dem philosophischen Willensdogma beseitigt der Hegelianismus noch eine andere Konsequenz der Kantischen Rechtsphilosophie. So muß denn auch die von Stahl und anderen angebahnte konkretere Zweck rischer abgegrenzt werden gegen die gegenwärtig zum Gemeingut gewordene empirisch-teleologische Lehre von der sozialen Funktion des Rechts und seiner Abhängigkeit von den theorie reinlich Interessen der Gesellschaft. Über dem tiefen Zusammenhang zwischen methodologischen und reinen Wertproblemen darf allei'dings auf der anderen Seite niemals die formelle Diskrepanz übersehen werden. Doch dieser Vorwurf braucht den rechtsphilosophischen Hegelianismus an sich nicht zu schrecken. Die Grenzlinie aber zwischen den nur empirischen und denjenigen Bestandteilen der empirischen Wirklichkeit. die infolge grundsätzlicher Verschiedenheit ihrer Ziele stets zwischen empi- und philosophischer Begiiffsbildung besteht. Es kann streng genommen nur als selbst empirische Maschinerie zur Erhaltung überempirischer Freilieitszwecke begriffen werden. Er leugnet nur^ Eine daß ihnen absolute Wertzusammenhänge korrespondieren. Denn in formalmethodischer Hinsicht droht er dem einen Wertgebiet nicht weniger als dem anderen. Dem Dualismus philosophischer und empirischer Betrachtungsweise ist ja prinzipiell die Gesamtheit der erfahrbaren Gegenstände unterworfen: auch die das Material der individualistischen Ethik bildenden Willensprozesse bieten eine empirische Seite dar. Es läßt sich deshalb. von der Summierung von Einzelgebilden unterschiedener Wertgauzheiten. in beiden Fällen aber die entgegengesetzte Anschauung als Verabsolutierung bloß empirischer Erscheinungen von nur relativer Geltung verwerfen. in die Wertregion hineinragende Beziehung wird er hier ent- weder überhaupt bestreiten oder nur eine solche zwischen dem Eecht und dem individualen Persönlichkeitswert zulassen. eindeutig zu bestimmen das gehört bereits zu den axiomatischen und unwiderlegbaren Entscheidungen einer jeden in — sich gesclilossenen Weltanschauung. Zwecksystems ermög-licht in letzter Linie die Konstruktion selbständiger. soll es überhaupt . Nach individualistischer Auffassung muß das Recht seiner sozialen Struktur nach gänzlich aus der Wertsphäre herausfallen.

fassen. Den Vorzug der Konsequenz hat gegenüber dem Schwanken Kants zweifellos Fichtes viel strengere Deduktion des Rechtsbegriffs aus einer logischen Analyse des „sinnlichen Yernunfts- wesens"". Freilich hat die Kautische Richtung sich nie darauf beschränkt. des . In der Gegenwart hat in Übereinstim- mung mit Fichtes immanentem Idealismus vor allem Schuppe das metajuristische Apriori des Rechts zu finden gesucht. Dabei verläßt Schuppe in den grunddie legenden rechtsphilosophischen Konstruktionen niemals das charakteristische Schema des Kantianismus. 1 transzendental charakterisiert werden. besonders des Persönlichkeitsbegriffs. In diesem Sinne ist das Recht von Jellinek freilich in einem mehr empirisch-soziologischen Zunoch so geringe — und in — . in strenger Folgerichtigkeit das substantielle Wesen des Rechts Stets lediglich als konträren Gegensatz zur ethischen Innerlichkeit.9 Eechtsphilosophie. herrschte auch hier die Überzeugung.. nur durch lauter nega- tive Prädikate ausdrücken. ohne zur ethischen Wertschätzung des An-sich-Guten. sowie die ausschließliche Erläuterung des Rechtlichen durch Yergleichung mit dem Ethischen. dessen Auflösung empi- rischen Rechtsverhältnisse und Rechtsinstitute in lauter intelligible Freiheitsbeziehungen sich schwer mit der gleichzeitigen Behauptung der Äußerlichkeit des Rechts in Einklang bringen läßt. die sämtlich von einer bloßen Kontrastierung mit der Moral hergenommen sind. Das läßt der Heiligkeit sich besonders aller deutlich schon bei Kant verfolgen. als bloße Äußerlichkeit und Erzwingbarkeit zu hat. Auch die transzendentale Charakterisierung vermag ihm nunmehr eine tuell — wenn auch even- positive Bedeutung zuzuschreiben ihm die wertvollen Gestaltungen des menschlichen Gemeinlebens in wenn auch noch so primitiver und veräußerlichter Form wiederzuerkennen. des Bewußtseins überhaupt. Nach ein- ihm bleibt der rechtliche Standpunkt bei der Bejahung der zelnen „räumlich-zeitlichen Bewußtseins-Konkretion"' stehen. Auch bei Hegel und Stahl trifft man die zuerst von Fichte transzendental deduzierte empirische Färbung mancher Rechtsbegriffe. Entgegensetzung von abstrakter Wertallgemeinheit und einzelnen empirisch-konkreten Exemplaren. daß das Recht der Zwecke Anteil denen es selbst an dient. — Erst durch die Einführung eines besonderen sozialen Werttypus wird das Recht selbst als eine soziale Erscheinung in den Bereich des Wertes hineinverlegt. an. überzugehen.bestimmten materialen Ichs".

. daß das Recht zwar die abstrakteste und des sozialen Werttypus. Um die Notwendigkeit einer rechtlichen Eegulierung des Gemeinschaftslebens zu zeigen. ist Minimum bereits der entscheidende Schritt über die bloß nega- tive Charakterisierung der Kantischen Rechtsphilosophie hinaus getan. Minimum" bezeichnet worden. und diese Merkmale ergeben zusammen mit der Abstraktheit zugleich den starren traditionellen Charakter des Rechts. sondern nur in seinen äußeren dürftigsten Umrissen aus- zudrücken vermag. mit der ausdrücklichen Bemerkung. gehalt des Gemeinethos nicht in Aus der Ab- straktheit geht ferner hervor. nämlich die Spaltung des Erkennens in allgemeine Begriffe Wahrnehmungen. kann restlosen Wechseldurchdringung man zunächst die Idee einer sittlicher von individueller In Be- tätigung und objektivem Ethos fingieren. als — „ethisches Ähnlich haben Hegelianer wie Lasson das Eecht nunft und Sittlichkeit geschildert. aber doch des Gemeinethos repräsentieren formalste Gestalt innerhalb immerhin schon ein soll. Die Sicherung des Bestandes der sittlichen Welt erfordert aber außerdem die Erzwingbarkeit und Äußerlichkeit der rechtlichen Imperative. desto schärfer hervortreten zu lassen.20 sammenliange Kechtsphilosophie. bereits von als den noch in die Natürlichkeit versenkten Geist. und konkrete Analog mag das praktische Idealbild uns daran erinnern. der es zu einer die Generationen und geschichtlichen Wandlungen eines Volkes überdauernden Lebensgestaltung macht. daß eine solche Würdigung der individualethischen Anschauung verschlossen bleiben müsse. Philosophie dient die hiermit vergleichbare kritisch ersonnene Fiktion des intuitiven Verstandes dazu. daß alle er- fahrbare Gemeinschaftsordnung sich nur durch die Aufstellung formaler. einer dem Idealzustande Geraein- vollendeten Ausgeglichenheit der menschlichen existenz müßten die einzelnen die jedem Augenblicke intuitiv erkennen Endzwecke der Gesamtheit in und in unwandelbarer In der theoretischen pflichtmäßiger Gesinnung freiwillig erfüllen. die sittliche Komplikation des Einzelfalles nicht be- rücksichtigender Vorschriften aufrecht erhalten läßt. Dadurch also. die uns allein be- schiedene Art der Bewältigung des theoretischen Zieles. als eine erste Stufe der Ver- Glänzend ist diese Auffassung dem noch jetzt einflußreichen Stahl vertreten worden. daß die Rechtsordnung den Ideen- seinem vollen konkreten Be- stände.

seiner über ab- strakteren Regeln und Berechtigungen mit absoluter Souveränität hinweggeht. Viel eher könnte man ihm einen ungerechten Haß gegen alle abstrakte und „formelle" Gesetzgebung vorwerfen. ist das Recht zur Wirklichkeit geworden. prinzipiell das Systematische und Wert typische als kommene und ergänzungsbedürftige Vorstufe der eine unvoll- absolut ge- sättigten Totalität zeigt sich und Homogeneität des Wertes anzusehen. die konkrete Individualität unter die Gewalt der abstrakten Freiheit und des abstrakten Staates zu beugen. alle Götter und alle Geister in dem Pantheon der Weltherrschaft zu versammeln. Das denn auch darin. stets als ein aus den substantiellen geistigen Zusammenhängen herausgerissenes Atom Durchv/eg vermag er ja das Abstrakte nur heit mit als ein der wahren konkreten Unendlichkeit Entfremdetes und wegen seiner Leer- dem Moment der Negativität Behaftetes zu würdigen. die trotzigem Selbstbewußtsein ist. ebenso aber auch die konkreten Gestalten der Völkerindividuen dem abstrakten Staatsbegriffe einzuverleiben und sie unter dieser Allgemeinheit zu „zerdrücken". nach dessen Ansicht das Recht des Weltgeistes. der erste und noch das neunzehnte Jahrhundert. Es war der weltgeschicht- Beruf des Römertums. Stelle in der Hier erhält die Rechtsordnung ihre genaue als eine immer konkreter werdenden Reihe der objektiven eigentümliche Entwicklungsstufe das konalle Kulturzwecke und wird des „Geistes" begriffen.Rechtsphilosophie. daß er die „Person" im rechtlichen aus der lebendigen menschlichen Individualität das Sinne. daß in Hegels Lehre auch die in der Jurisprudenz des neunzehnten Jahrhunderts . Rechtsfähigkeit heraussondert. das eitle spröde Selbst. Hegel. Er in vergleicht den Standpunkt des Rechts mit der ^^'eltanschauung des späteren Griechentums. soweit solchen Spekulationen überhaupt zugänglich war. die bei allen absolut identische Abstraktum der Persönlichkeit oder charakterisiert. die ihn dazu verleitet. kreteste „Recht". An dieser Stelle sei gleich bemerkt. beherrschende dem Recht seinen transzendentalen Ort in einem System ist sozialen Werttypen anzuweisen. war trotz Vergötterung sachlicher trans- personaler Institutionen weit davon entfernt. 21 es Der Versuch. in der sich befriedigte Einzelnheit. von der Philosophie Hegels ausgegangen. sittlichen in aus dem Leben der Substanz herausgetreten Was durch dem liche Stoizismus nur in der Reflexion das Ansich war. die bloß rechtlichen Formen des Kulturlebens zu verabsolutieren.

alle und Unebenheiten gegeneinander gibt allen Mienen. das durchaus Sichselbstgleiche.22 häufig Eechtsphilosophie. methodologische Fassung des Eechts- formalismus wurzelt. einem Zu- stande. des w^issenschaftlichen Das Recht erzeugt eine den Begriff der juristischen „Person". Geld. Habsucht. Recht seinen organischen Charakter licher dient es dem Prinzip der „Gesellschaft" und immer ausschließd. eigentlich will. die Tatkraft der Männer und der Nationen lähmenden Zwang der Gesetze. daß das abstrakte Gesetz. in deren Besitz die Zeitalter „gläubig fortgehen auf der angetretenen Bahn". über ihr wie eine begriffliche Gattungseinheit. die ein konkretes Urbild des Gemeinlebens postulieren. Bildung. und Staatsstreiche hat man mit Fichtes Argument zu verteidigen gesucht. diesem „caput mortuiim der Menschheit". wovon jedoch erst im nächsten Abschnitt die Rede Gerade bei den Denkern also. das Unheil der Gegenwart erblicken wollen. daß die rationalen und systematisierbaren Formen der Gesellschaftsordnung. die Ungleichheit und das Niemals-Ruhe-Halten Alle Revolutionen der menschlichen Dinge gerecht zu ordnen. h. die der konkreten Vielheit nicht wie die Einheit des organischen Wesens zugrunde res steht. in dem die von allen ursprünglichen und natürlichen Verbindungen losgelösten Individuen nur durch die absti-akt ver- nünftigen Erwägungen gegenseitigen Nutzens und Entgeltes in . eine Fiktion und Konstruktion Denkens. begegnende sein soll. . Ahnlich das spätere Rom: Die Herrschaft über Städte der einen Stadt. mußte von jeher die Tendenz bestehen. In unserer Zeit hat Tönnies die Abstraktheit des Rechts nicht bloß als ein methodologisches Problem behandelt. die Güter. „was die Vaterlandsliebe des Aufblühens des Ewigen und Göttlichen in der Welt. ungenügend sei." Mit Fichte oft übereinstimmend hat Lagarde in dem unpersönlichen. sondern in ein Gesamtbild d_er sozialen es wie Hegel schildert den Erdkreis nähert Unterschiede gleiche Welt einzuzeichnen gesucht. die Rechtsordnung wegen ihres lediglich regulativen und orga- nisatorischen Ideales Charakters für ein bloßes Surrogat des sozialen zu halten. eine universitas post rem und extra Immer mehr streift in den letzten Jahrhunderten das ab. Wie oft ist der Ausspruch Piatos zitiert worden. sondern „mechanische Einheit". nur Mittel. liegt. schleift alle ab. Bedingung und Gerüst dessen sind. in der Herrschaft von staatlichen Institutionen und Konstitutionen.

daß also die Persönliclikeit sich ihres W^esens zwar mit gewissen Partikelchen immer mehr unpersönlichen Organisationen unter- ordne. im Rechte die Verkörperung eines aller Ursprünglichkeit der Formalismus zu sehen. Allein Simmel glaubt. dagegen desto schärfer ein nicht zu verdingl lebender Per- sönlichkeitskern sich von allen seinen absplitterbaren Bruchteilen unterscheide und unangreifbar erhalte. 23 diese Bezielnmgen zueinander treten. der jedoch das Recht nur in gelegentlichen Ausführungen berücksichtigt. hält es ähnlich wie Tönnies für ein Symptom der gerade in der Gegenwart immer mehr um sich greifenden Rationalisierung des Lebens. die erst B. schafft der ungebrochenen Einheit der Lebensinteressen beruht. Die Emanzipation der Individuen aus allen ursprünglichen Gemeinschaftsbanden. den Grund für den Zusammenschluß wesentlich ge- trennter. Neben solcher Neigung. unterscheidet sich jedoch von Hegels eine viel ganz kulturphilosophischer Tendenz durch naturalistischere Färbung. das Recht die technischen Formen z. Auch Simmel. deren bereites Werkzeug auch innerhalb der Recht insbesondere das römische war. Während alles Gemeinschaftsleben auf der Universalität. daß der moderne Entpersonalisierungsprozeß nur die Außenseiten des Lebens ergreift. Durch Konstruktion des sozialen Rationalismus erhält der in der spekulativen Würdigung- Hegels auch für die Philosophie so einflußreich gewordene Gesellschaftsbegriif der klassischen Nationalökonomie seine extremste philosophische Formulierung. hat nach Tönnies ihre höchste Verkörperung im modernen christlichen Kultur das — — Staat gefunden. Vergleichbar mit der es die Intellektualität einer- und mit dem Geld andrerseits zeige Gleichgültigkeit gegen individuelle Eigenart und ziehe aus der konkreten Ganzheit der Erlebnisse einen abstrakten. die allgemeine Auflösung und Nivellierung. rein wirtschaftlicher Zwecke. Sie ist ihrer Struktur nach das Analogon zu Hegels Begriffen des substantiellen Geistes und der sittlichen Totalität. allgemeinen Faktor heraus. nur in diesem einen Punkt übereinstimmender Willkür- sphären abgeben. durch die Betonung des Naturhaften und Ursprünglichen. für die Isolierung und ge- sonderte Verfolgung einseitiger. Dem System der gesellschaftlichen als Abstraktionen stellt Tönnies die „Gemeinschaft" organischen Typus des Sozialen gegenüber. der sich aus einem echten Gemeinwesen in eine gesellschaftlich-kapitalistische Vereinigung verwandelt habe.Kechtsphilosophie. der einzelnen .

so kann sie als Muster dienen für den Gedanken sich als einer rein ideellen „Allheit". Kant und Hegel Ersetzt können durch die solche „absoluten Strafrechtstheorien" niemals „relativen" werden. Denn da dieser Terminus einfach die Absolutheit und Apriorität des Eechts als solche aussagen will. geht auf zurück. die selbständige Einheit von ihrer diskreten. Wofern Gerechtigkeit wirklich eine eigentümliche und in sich wertvolle Idee ausdrücken soll. Es wäre aber vergeblich. der Ein- heit der Handlung und der Person. daß in der Bestrafung des Verbrechers die Majestät des Gesetzes wiederhergestellt werde. die nach den ver- schiedenen Weltanschauungen an das Recht gestellt werden. hat sich stets die spekulative Anerkennung einer eigentümlichen positiven Wertbedeutung des Kechts aufrechterhalten und in der Gerechtigkeitsidee von jeher ihren allgemeinsten Ausdruck gefunden. Ganz im Sinne Hegels sollen die Partikularitäten der Rassen und Stände als Vertretungen der lediglich gesellschaftlichen „Mehrheit" oder Kollektivität und als . Wie das Recht sachlich in der Ethik begründet ist.und Staatswissenschaft liefern das „methodische Vorbild" für die ethischen Begriffe der reinen We r t einheit . wird durch die Einführung dieses Begriffs die ausschließliche Persönlichkeitswertung zu- gunsten einer Idealisierung des Gemeinlebeiis im Prinzip bereits durchbrochen. so soll nach ihm methodisch die Ethik an der Rechtswissenschaft orientiert werden. schwerer als bei der Einzel- persönlichkeit. Eine engere Bedeutung hat der Gerechtigkeitsbegriif in den Lehren des Strafrechts angenommen. in sinnliche Einzelheiten zerfallenden Wirklichkeitsunterlage abhebt. Auch im Strafrecht brauchen die Fragen nach dem letzten Sinn und nach dem empirischen „Zweck" einer sozialen Institution einander nicht ins Gehege zu kommen.24 Eechtsphilosophie. das hier aus einer fällt. Deutlich zeigt sich das bei dem Kantianer Cohen. Rechts. Da nämlich bei der „juristischen Person" die Ver- mengung mit dem heit sinnlichen Substrat. Selbst jede Rechtsphilosophie — auch die von Kant selbst — des Kantiarrismus die enthält darum Ansätze zu einem Hinausstreben über den sozialphilosophischen Personalismus. Mehr- von Individuen besteht. der „echten Einheit des Willens". Die einst so einflußreiche Auffassung. und der Kultur feindlich ist. eine einheitliche Definition der Gerechtigkeit versuchen zu wollen. so sind in ihm all die Anforderungen zusammengedrängt.

Eechtsphilosophie. — So gehen in der Gegenwart die Ansichten über die absolute Bedeutung des Rechts noch weit auseinander. Kulturbegriff'e. Recht und Gerechtigkeit sind das eigentliche Reich der überempirischen Zwecke. Recht und Staat sind Gebilde des Geistes. Das . enthält nur ein Gleichnis. Es muß aber eigens darauf hingewiesen werden. von jeder beliebigen sozialen Wirklichkeit zu gelten beansprucht. von den Schranken des Eigensinns und der Selbstsucht. Zweitens aber unterscheidet sich das Soziale auch von der Werteinmaligkeit. Der formale Gerechtigkeitsgedanke triumphiert bei ihm über das konkretere Werten. daß der wenn auch noch so „konkret" gefaßte Hegeische Begriff der sozialen Welt in doppelter Hinsicht einen lediglich formalen Sinn hat. Nur die Begriffsbestimmung der Rechtsphilosophie als Werttypuslehre hat sich an den verschiedenen Richtungen dieser Disziplin gleichmäßig bewährt. daß auch aus dem konkreten Wert die empirische Besonderheit nicht rationalistisch konstruiert werden kann. sie gedie Erlösung des Wollens währen von seiner Zwiespältigkeit und Unberechenbarkeit. die ethischen Grundbegriffe „mit ausschließlicher Rücksicht auf Recht und Staat" konstruieren zu wollen. seines Apriorismus. Einheit des weit. und deshalb bewahrt selbst der Patriotismus trotz der Erhabenheit des Kulturbegrifis Vaterland noch den naturalistischen Beigeschmack der bloßen „Affekterweiterung". ethische das Volk dagegen ist ein Produkt der Natur. und seine Eingliederung in ein System der Kulturwerte bleibt der Philosophie der Zukunft überlassen. Hegels reinen Ivulturbegriö" des Volkes lehnt Cohen ab. vom Werte gebraucht. woraus gleichzeitig hervorgeht. und zwar dadurch. Die ethischen Handlungen des Staates selbst vollziehen sich in den Gesetzen. seiner Reinheit. deutet nur eine gewisse Wertfärbung symbolisch an. die in ihrer Heiligkeit und ausnahmslosen Allgemeinheit als unersetzliche Leitbegriffe für das Selbstbewußtsein des reinen Willens zu gelten haben. daß es wegen seines werttypischen Charakters als ein Inbegriff idealer Anforderungen von allem denkbaren Gemeinschaftsleben. 25 der „bezwingenden Cohen geht sogar so in letzter Linie bloß naturhafte Elemente Staats" unterworfen werden. Der Formalismus des Rechts wird bei Cohen gerade zum Symptom seiner absoluten Werthaftigkeit. Zunächst muß beim „objektiven Geist" als bei einem Wert begriff von aller „Konkretheit" des Empirischen abgesehen werden: das Wort „konkret".

dem empirischen WertsubEs nimmt im Reiche der Werte eine eigentümliche Zwischenstellung ein. und darum sollten niemals die Worte in Vergessenheit geraten. Mit der „Konkretheit" des sozialen Werttypus kehrt dieselbe Komplikation wieder. daß man während des gesamten neunzehnten Jahrhunderts den politischen Tendenzen der Restauration nichts Tieferes entgegenzusetzen wußte. Konkret erscheint es als eine Welt neuer transpersonaler Werte im Verhältnis zur exklusiven Einförmigkeit des individualen Persönlichkeitstypus und abstrakt oder formal als wiederholbare Wertallgemeinheit im Unterschiede zur einmaligen Werttotalität. das tritt explizite und in Dogmen gefaßt als Philosophie Was der Eestauration auf. der ja nur von der Vermengung der empirischen mit der Wertkonkretheit lebt. warum der Historismus. in denen Kuno Fischer am Schluß seines Werkes über Hegel gezeigt hat. der Historismus als unreflektierte Wertungsart im Sinne hat.26 Rechtsphilosophie. dagegen formal gegenüber der jedesmaligen individuellen Gesamtbestimmung der Gesellschaft selbst. gerade auf rechtsso verführerisch und sozialphilosophischem Gebiet geworden ist. Als ein Muster konkreter Staatsauffassung verharrt sie dennoch in den Schranken des Griechentums. . das — zuerst von Schelling ein Spezifikum der christlichen Spekulation bezeichnet worden — als ist. ohne gehoben zum Prinzip der ein- maligen Wertreihe vorzudringen. solcher Den schroflsten Gegen- zu Verabsolutierung der politischen Gegebenheit die Lehre Hegels dar mit ihrem unerbittlichen Kampf gegen die Leerheit der bloßen Endlichkeit. Aus dieser mittleren hat. gegen die Unvernunft der einzelnen empirischen Diesheit. die Entwicklung des Weltgeistes in seiner bewußten. die bei der Verquickung der Werteinmaligkeit mit dem Historismus vorlag. als die Hegeische Philosophie. und es wird nunmehr erklärlich. logisch entfalteten Form. was Windelband hervor- daß die gesellschaftlichen A¥erte inhaltlich aussehen vom Standpunkt der Pflicht des einzelnen. Soziale ist somit formal gegenüber strat und formal geg-enüber der Werteinmaligkeit. Stellung folgt. Nach dieser bilden die empirisch erdie wachsenen legitimen soluten tatz stellt staatlichen alle Organisationsformen un- verrückbare Schranke. an der Kritik und Messung mit ab- Wertmaßstäben verstummen muß. Das vorzüglichste historische Beispiel für ebendasselbe Verhältnis bietet die Platonische Sozialethik dar.

und die positive Jurisprudenz hat sehr wertvolle Beiträge hierzu geliefert. So ordnet sich der gesamte Stoff der Rechtsphilosophie dem einheitlichen Begriff der Philosophie als der kritischen Wertlehre unter. daß die kultur- . sondern in die Philosophie der Wissenschaft. Im ersten Abschnitt ist von der rechtsphilosophischen Be- und vom Wertbegriif des Eechts selbst die Rede die philosophische „Methode" durch Kontrastierungmit der empirischen zu beleuchten. streng methodisch angesehen. (Abschnitt Ib) vom Wert des Rechtes selbst und endlich vom Wissenschaftswert der RechtsII). Um der Form der philosophischen Wissenschaft wird dadurch ver- gleichbar mit der Lehre von den speziellen Formen der empiri- schen Wissenschaft. sondern von dem Werttypus Wissenschaft. Er zerfällt in die Lehre vom Wissenschaftswert der Rechtsphilosophie (Abschnitt la). Lehre. gerade das gegenAvärtig bei weitem am meisten kultivierte Gebiet der Rechtsphilosophie. also mit der Methodologie im engeren Sinne. Die Methodenlehre der Philosophie ist die Frage nach dem Wissenschafts wert der Philosophie. Erkenntnis oder Wissenschaft subsumieren. Handelt sie doch unmittelbar nicht von dem Werttypus Recht. Die Lehre von griffsbildiing gewesen.Kechtsphilosopliie. wie sehr dieser Ausschnitt aus der speziellen Wissenschaftslehre in sachlicher Hinsicht trotzdem in den Rahmen der „RechtsDie Logik der Rechtswissenschaft ist philosophie" hineinpaßt. Die Methodologie der empirischen Eechtswissenschaft gehört. beide unter den Gesichtspunkt der Betrachtung. empirie (Abschnitt Die neuerer Rechtswissenschaft ist ein Zweig der empirischen „Kulturwissenschaften". nicht in die Philosophie des Rechts. mußten wir Philosophie und Empirie miteinander vergleichen und zu diesem Behufe beide auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Zeit Die über diese Wissenschaftsgruppe in angestellten Untersuchungen Averden darum das für allgemeinste Fundament eine methodologische Kritik der Rechtswissenschaft bilden können. Es braucht nicht ausgeführt zu werden. Bereits im ersten Abschnitt wurde an die Auffassung Rickerts angeknüpft. 27 Abschnitt IL Die Methodologie der Rechtswissenscliaft.

methodologischer Die Einsicht in den schon öfter erwähnten Parallelismus und reiner Werti)robleme der analog wie . mag auch letzterer sich zu sämtlichen empirischen Kulturwissenschaften in demselben Sinne als regulatives Prinzip verhalten wie es früher bereits von der Wert- einmaligkeit im Verhältnis zur empirischen Geschichtsschreibung zugestanden wurde.28 Kechtsphilosophie. so läßt sich überhaupt eine rein methodologisch interessierte Sonderung der kulturAvissen- Gruppe ohne gleichzeitige Anerkennung absoluter Kulturwerte immerhin denken. bei Stammler miteinander verträglich fanden. wissenschaftlich angesehene Welt durch eine rein theoretische Beziehung' der unmittelbaren Wirklichkeit auf Kulturbedeutungen entsteht. Um die orientierenden Verbindung-slinien zwischen der Logik der Rechtswissenschaft und den kulturwissenschaftlichen Grundbegriifen allmählich herauszupräparieren. in den unvergleichbaren und unzerlegbaren Bedeutsamkeiten des Individuellen wieder verschwinden zu Gegebenen t}T3ische lassen.und WeltanschauungsWie wir die Behauptung einer eigenartigen sozialen Wissenschaftsstruktur mit der Leugnung — einer selbständigen sozialen Wertstruktur — z. kann uns wiederum vor einer Vermengung des empirischen Kulturbegriffs als eines einzelwissenschaftlichen Ausleseprinzips mit begriff der Kultur bewahren. Unter erkenntnistheoretischen Gesichtspunkten gilt die . Zur Verhütung von Mißverständnissen mag hinzugefügt werden.und historischer Methode so zwischen philosophischer und empirisch-kulturwissenschaftlicher Syste- matik stattfindet. B. zwischen Vv'erteinmaligkeits. daß sich von diesen allgemeinbegrifflichen Wissenschaften das naturwissenschaftliche durch gänzliches Abstraktions- und Systematisierungsprinzip Absehen von Kulturbedeutungen hinlänglich unterscheidet. sondern um sie gerade in ihrer ausdrücklich isolierten formellen Struktur zu Leitbegrift'en der einzelnen Kulturdisziplinen zu erheben. um sie nicht. müssen wir zunächst zwischen einer historischen und einer systematischen Tendenz innerhalb der Kulturwissenschaften unterscheiden. wie die Geschichte es tut. dem absoluten Wert. Die systematisierenden Disziplinen lösen aus der Komplexität des Kulturmomente heraus. Man wird somit die methodologischempiristische „Kulturbedeutung" und den absoluten „Kulschaftlichen turwert" zum mindesten in formalmethodischer Hinsicht auseinanderhalten müssen.

29 Die Wirkliclikeit als ein Erzeugnis kategorialer Synthesen. Auf jeden Fall wird darum der Wissenschaft immer noch die Aufgabe zufallen. nicht erst von der WissenAuch der Methodolog schaft gegeneinander abgegrenzt werden. in den Ereignissen der Weltgeschichte. Der Kopernikanische Beruf der AVissenschaft kann also zwar eingeschränkt und verhüllt. B. eine schon auf Kulturbedeutungen bezogene Welt. B. liche Rolle Der Einwand liegt so nahe. Sprache usw. daß den großen historischen Ereignissen ihre weltgeschicht- doch nicht erst durch den Geschichtsschreiber zu- diktiert wird. Allein wieweit auch diese „vorwissenschaftliche Begriff"sbildung'-. in den Atomen und Naturgesetzen Produkte der naturwissenschaftlichen. daß die Heraushebung einer spezifisch kultur- wissenschaftlichen liche Welt zum Teil bereits in das vorwissenschaft- Denken fällt. als das Material der Kulturwissenschaften ohne weiteres die unmittelbar gegebene Wirklichkeit zu betrachten. zum Material Nun verschwimmen . von jeder Art der Wertbeziehung freie Wirklichkeit ward der eigentlichen Kultur Wissenschaften. Dem ungeübten Blick wird es nicht leicht. unbestimmte Versuche zu präzisen. aber niemals dadurch ganz in Frage gestellt werden. z. in der von ihm bereits vorgefundenen primitiven Disziplinierung des Stoffes gleichsam Vorarbeiten der wissenschaftlichen Tätigkeit anzuerkennen. nicht die ursprüngliche. wie Rickert sie nennt. stets muß ihr die eigentliche begriffliche Schärfe und wissenschaftliche Strenge fehlen. Methodologie überträgt diesen Kopernikanischen Standpunkt auf die Schöpfungen der einzelwissenschaftlichen Auslesetätigkeit und sieht z. in den rechtlichen. Die Tatsache der vorwissenschaftlichen Bearbeitung verbietet es. und diese komplexe Kulturrealität. die verschiedenen Kulturtypen exakt voneinander zu sondern feineren und sie sodann in den einzelnen Disziplinen zu systematischen Verästelungen fortzugestalten. Zwischen diese und das von der Wissenschaft erstrebte Endziel schiebt sich vielmehr in den meisten Fällen. Recht.Rechtsphilosophie. den Kopernikanischen Grund- gedanken überall streng festzuhalten. begrifflich fixierten Ergebnissen weiterzubilden. daß die verschiedenen tyi)ischen Kulturbedeutungen wie Wirtschaft. einem Halbfabrikate vergleichbar. im einzelnen Fall bereits gediehen sein mag. staatlichen und wirtschaftlichen Phänomen Produkte der kulturwissenschaftlichen Begriffsbildung. wird in der Tat nicht umhin können.

sondern zuweilen direkt auf die „Kulturwirklichkeit". zuspitzt. nicht nur in der Nebenordnung. zu richten vermag. das in seiner völligen und unvermischten Reinheit erst einer letzten abstraktesten Analyse erfaßbar wäre. gerichtete weniger steht natürlich auch die auf die Kulturmächte selbst methodologische Untersuchung unverwechselbar den das gleiche Objekt behandelnden Einzelwissenschaften gegenüber. sie postuliert.und UnterB. wie Simmel Isoliertheit Endergebnisse der übrigen Disziplinen zu ihrem Ausgangspunkt hätte und sich zu ihnen wie ihr „allgemeiner Teil" verhielte. sondern auch in ordnung stehen können. in sämtlichen Kultur- z. die die .30 Kechtsphilosophie. und außerdem wird sehr häufig die vom vor- wissenschaftlichen Bewußtsein abgebrochene Tätigkeit von der Wissenschaft zwar rektifiziert und vervollkommnet. nicht nur auf die Sozial Wissenschaften . Es wird sich später her- daß insbesondere zwischen der Methodologie der vor- wissenschaftlichen und der der wissenschaftlichen Rechtsbegriffe keine grundsätzliche Trennung vorgenommen werden darf soll Über die Gliederung der systematischen Kulturwissenschaften an dieser Stelle nur die allgemeine Andeutung Platz finden. sondern auf das Soziale selbst und entNichtsdesto- sprechend auf das Recht usw. einer „Soziologie". So dürfte tj'pen das dem Verhältnis dem der Über. aber trotz- dem in der g'leichen sich ßichtung wieder aufgenommen. sondern auch die einzelnen Kulturgebiete selbst als geronnene theoretische Vernunft. die Gesichtspunkte Aus diesem Grunde lassen methodologischer Kritik von der wissenschaftlichen auf die vorwissenschaftliche Funktion übertragen. eben als Verkörperungen von schaftlichen — allerdings vorwissen- Das führt merkwürdigen widerspruchsvollen Resulzu dem und scheinbar tate. da sie sich von diesen durch ihre andersartige Absicht deutlich unterscheidet und alle von ihr aufgeworfenen Fragen auf Be- griffsbildungs Probleme ausstellen. sich nicht nur auf die Kulturwissenschaften. aber die Grenzen zwischen vorwissen schaftlich er und wissenschaftlicher Bearbeitung-. die zelnen Disziplinen konstituieren. und darum können vom einseitig methodologischen Standpunkt aus nicht nur die Kultur Wissenschaften. daß die Methodologie unter Umständen etwas anderes zu ihrem Untersuchungsobjekt hat als Wissen Schaftsformen. als Leitbegriffe die ein- daß die verschiedenen Kulturt3'pen. daß sie — „Begriffsbiidungen" angesehen werden. Moment des Sozialen stecken.

auf bestimmt- geartete Kulturbedeutungen bezogene Welt zu begreifen. wissenschaftliche Verwandlung der erkenntnis- — — theoretischen „Wirklichkeit" in eine abstrakte. Und auch hier ist es die Aufgabe der Wissenschaft. Hold v. Die Heraus- lösung homogenen Kulturmaterial. nur geringe Ansätze finden. das in solcher . Ferneck u. a. sich angeschlossen haben. genauer von Normbedeutungen auf seinen „dogmatischen Gehalt" hin geprüft werden kann. Schon die Sozialtheorie des Rechts isoliert freilich wie alle formalistischen Kulturwissenschaften ein Abstraktum aus der konkreten sozialen Totalität. und dem russischen Juristen Fachmann. ohne zunächst den methodischen Dualismus zu berücksichtigen. Ihering von dieser z. als sozialer Lebensvorgang angesehen oder als Komplex von Bedeutungen. daß das Recht entweder als realer Kulturfaktor. in dem von Teilausschnitten sie in dem komplexen konkrete Zusammenhänge eingeaus bettet sind. dem alle Rechtserforschnng unter- worfen Jellinek. zeigt uns das allgemeinste klasse. auf eine Scheidung zwischen Jurisprudenz und Sozialtheorie des Rechts gedrungen. fruchtbaren Gegenüberstellung bei früheren Schriftstellern. z. die Abgrenzung eines spezifischen Rechtsgebietes als z.und Urteilstheorien zu stützen und die sozialwissenschaftlichen Begriffe als den Niederschlag verschiedener Erkenntniszwecke zu würdigen gewußt. dem Gegenwart hat vor allem Kistiakowski. Man kann nun in der Methodologie der Rechtswissenschaft keinen Schritt vorwärts tun. der unter Schema der Wissenschafts- anderem die Rechtswissenschaft angehört. Kistiakowski hat die Bekämpfung des methodologischen Synkretismus durch logische Begriffs. vorwissenschaftliche. T. der Hypostasierung gegenüber den Kopernikanischen Gesichtspunkt hervorzukehren. die ist es Aufgabe der Methodologie. ist und den man mit sich bereits Fug In der das ABC der juristischen Methodologie nennen könnte. Auch die Isolierung des Rechtsgebietes und überdies seine Hypostasierung zu einer realiter abgesonderten Lebeusraacht wird bereits vom vorwissenschaftlichen Bewußtsein geleistet.Kechtsphilosophie. Der rechtswissenschaftliche Methodendualismus beruht darauf. B. dem vorwissenschaftlichen Ausleseprozeß erst die begriif liehe Schärfe zu verleihen. T. während bei Knapp. 31 Kulturdisziplin Durch den Gedanken der formalistischen wird die methodologische Struktur aller Arten von Rechtswissenschaft schon in unbestimmten Umrissen erkennbar.

bei denen die künstliche Entfremdung von dem im ursprünglichen Wirklichkeitssubist. ^rkenntnistheoretischen Sinne strat noch unendlich viel v/eiter fortgeschritten scheuen wir bilden uns nicht als Realitäten anzusprechen. so argumentieren wir. Ganz derselben Weise durchschauen wir ja. sobald wir einmal methodologisch darüber nachdenken. Dessenungeachtet hören wir nicht auf. das Recht im juristischen Sinne als Inbegriff von nur gedachten Bedeutungen. Aber auch disziplinen. und es braucht sich. Umgebung realiter nicht Allein ungeachtet dieser klar erkannten Abstraktheit i projizieren wir das s o z alle a 1 wissenschaftlich gedachte Recht wie „realen" Kulturerscheinungen dennoch gleichsam in die Fläche der Wirklichkeit.32 Eechtsphilosophie. um in sofort als volle lebendige Wirklichkeit zu erscheinen. trotz ihrer Einbuße an Inhaltlichkeit beit und trotz ihrer gleichsam entstellenden Bezogenanzusehen. Die. Losgelöstheit von der außerrechtliclien existiert. die wir den konkreten gegenüberstellen. . Wir den eigentümlichen Begriff der Kulturrealität und zwar in diesem Falle der abstrakten Kulturrealitäten Part i a 1 realität. inwieweit die kulturwissenschaftliche Bearbeitung bloß bis zu den auf Kulturbedeutungen bezogenen „Realitäten" vordringt und inwieweit sie •das Reich reiner losgelöster Bedeutungen selbst zu ihrem Endziel macht. auch den Abstand. schon von Plato erkannte Gegensätzlichkeit von Realität und Bedeutung muß hier in einem ganz eingeschränkten empiristischen Sinne für die Methodologie fruchtbar gemacht werden. Sie wird sich nämlich vor einer durchgehends die Frage vorzulegen haben. der so- gar noch die komplexe und angeblich konkrete Kulturwirklichkeit von dem Konkretissimum der erkenntnistheoretischen Wirklichkeit trennt. bloß mit bestimmten anderen Partialrealitäten zu verbinden. diese me- thodisch herauspräparierte Kulturwelt. nämlich für die Rechtswissenschaft durch die Punkte steht nun Trennung von Sozialtheorie und Jurisprudenz. was auf Kulturbedeutungen. Auf einem Gebiete ist dies bereits mit dem größten Erfolg durchgesetzt worden. der Geschichte die An diesem Logik der formalistischen Kulturdisziplinen ihrer schwierigsten Aufgaben. als Wirklichkeit der liinsichtlich konkreten historischen Realitäten wohl jeder die Objekte der einzelnen formalistischen Kultur- unbedenklich zugeben dürfte. Das Recht im sozialen Sinne gilt als „realer" Kulturfaktor. wie Lotze glaubt.

Gar keinen Sinn hat es dagegen. Neuerdings hat der Marxist Einordnung des Rechts in den Kausalnexus aller nichtrechtlichen Phänomene. das stets in den konki-eten und abstrakten Kulturrealitäten sowie in den Realitäten des ge- wöhnlichen „Lebens" liegen muß. zu meinen. Für den Juristen oder ist darum begrifflich Grenzregulierung sie die soziologische "bloße rechtsgeschichtliche eine Voraussetzung und Vorarbeit — mag auch aus wissen- schaftstechnischen Gründen von ihm selbst mit besorgt werden. In der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts entstand eine allgemeine. Die Methodologie der soziologischen Rechtstheorien geht jedoch so sehr in der allgemeinen Logik der sozialwissenschaftlichen Kulturdisziplinen auf. Denn ihm kommt es Inhalt der Normen. daß 3 sie in .des Rechts gegen Sitte. in einen systematischen Zusammen- hang briugen. um die realen Lebensverhältnisse unbekümmerten „Dogmatik". die bloß gilt. sie könne sich mit anderen isolierbaren Seiten des Kulturlebens zu einer selbständigen Eealität ergänzen.Eechtsphilosophie. eine lebhafte Bewegung in der Rechtswissenschaft. die sich in der allmählichen Entwicklung der Schriften Ihering's Karner die deutlich widerspiegelt. wie man glaubte. Zu den bekanntesten gehört die Marxistische sozialwissenschaftlichen Rechtstheorien Lehre. als lediglich darauf an. auch von Nationalökonomen unterstützte Auflehnung gegen die Alleinherrschaft einer. Die juristische Isolierungs- und Systematisierungstendenz ist darum von der typisierenden Methode der meisten übrigen Sozialwissenschaften noch unterschieden und kann erst im folgenden genauer charakterisiert werden. die Erforschung seiner „sozialen Wirksamkeit" für das einzige der Wissenschaft würdige Thema erklärt gegenüber jeder bloß dogmatisch-technischen Bewältigung des juristischen Stoffes. den gedankenmäßigen die auf Grund sozialtheoretischen Urteils „Recht" zu erkannt sind. Die These vom mit juristischen „Rechts- formalismus" kann sich somit nur auf eine ideelle Vergleichung juristischer Bedeutungen dem vom Recht ergriffenen vor- juristischen „Substrat" beziehen. 33 Die Abstraktheit der juristischen Welt muß deshalb in einem komplizierteren Sinne behauptet werden als die der sozialtheoretisch erforschbaren Objekte. von einer Norm. Der Sozialtheoretiker oder auch der Eechtshistoriker nimmt eine „reale" Abgrenzung. Gewohnheit und andere Lebensäußerungen eines Volkes vor.

Kohlrausch. die Der genaueren Betrachtung der juristischen Methode muß Bemerkung vorausgeschickt werden. In der Entgegensetzung von Realitäts. Eltzbacher allgemeinste Methodendualismus zur Charakterisierung — der Jurisprudenz verwertet worden. zwischen seinem philosophischen und seinem empirischen Sinn^ übersehen würde und dadurch die Jurisprudenz als „Normwissenschaft" etwa unvermerkt in einen Gegensatz zu den rein em- Gewiß hat die Jurisprudenz ebenso wie die Philosophie nicht ein Existierendes. und Kistiakowski zuweilen Höchdie den Anschein hat. unmittelbar aus dem absoluten Werte Linie folgert. stens die formelle Naturrechtstheorie. Allein es gäbe keine ver- derblichere Verwischung methodologischer Grenzlinien. hat er in der Jurisprudenz seinen formellen Grund in positiver Anordnung durch Gemeinschaftswiilen. Kistiakowski. nicht ein Seiendes. von Bedeutungen darstellen.und Bedeutungsforschung zeigt sich der Paralleiismus philosophischer und empiristischer Wissenschaftstendenzen in seiner verwirrendsten stalt. daß die Existenz einer Begriffsbildung vorwissenschaftlichen nirgends eine so große . und häufig z. Bedeutendes. — B. Ge- Nur allzunahe liegt der Gedanke an den letzten spekula- tiven Gegensatz von Sollen und Sein. die das juristische Sollen hätte Grund. ein Befolgung Heischendes zum Objekt. dieser ist von Jellinek. für die es keine empirische Autorität gibt. Jurisprudenz mit den „Normwissenschaften" der Logik und der Ethik in eine juristische eines rein Für uns dagegen kann die Wissenschaft nur die ganz unvergleichbare Methode empiristischen Operierens mit einer gedachten Welt zu stellen. wie Das von Stammler und Eltzbacher Zusammenhange mit Recht hervorgehobene des tatsächlichen Bestehens^ es bei Jellinek Moment der empirischen Gegebenheit. gerade in ist nicht diesem etwa. sondern ein bloß pirischen Disziplinen geriete. sondern ein Seinsollendes. unserer auf die Methodologie der Jurisprudenz sich beschränken- den Darstellung nicht weiter berücksichtigt werden kann. Normen und Naturgesetzen^ normativer und genetischer Betrachtungsweise.34 EechtsphilosopMe. Aber während dieser Sollenscharakter in der Philosophie einer absoluten Werthaftigkeit ent- stammt. als wenn Kluft über all den die unbezweifelbaren Vieldeutigkeit Analogien des und Parallelitäten die andrerseits Normbegriffes. bloß für die soziale Seinslehre. sondern grade auch für die juristische Sollenslehre vom Recht relevant.

35 Rolle spielt wie auf juristischem Gebiet. Mit BeGedanken hat Rickert den Zweck des der im juristischen Sinne „wesentlichen" 3* . von der Wissenschaft selbst absieht die sich als begrilfsbildender Faktor auch nur annähernd mit — Es gibt — wenn man Das Recht selbst nimmt bereits sich und der außerrechtlichen \Mrklichkeit vor und bildet Begriife von so hoher technischer Vollendung.und Kultursubstrat. hat zwei Hauptthemata: sie untersucht in erster Linie der Jurisprudenz also die zum ümprägung Begriife und einheitliche Stellungnahme des Rechts und vorjuristischen Lebens. Dem Lebens. das von der Jurisprudenz stets angewandte teleologische Prinzip auch in der methodologischen Besinnung ausdrücklich zum Bewußtsein zu bringen. Schon das Substrat des Bereiche des praktischen sowie es Rechts fällt ja fast niemals mit der ursprünglichen psychophy- sischen Gegebenheit zusammen. als Kritik sowohl der rechtlichen als der rechtswissenschaftlichen die eigentümliche Begrifi's- bildung. — Die juristische Methodologie im weiteren Sinne.Rechtsphilosophie. in zweiter Linie den systematischen Zusammenhang der oder die juristischen untereinander Systemform der Jurisprudenz. dem Recht vergieicheu weitgehende eine Auseinandersetzung zwischen nach von denen der Wissenschaft unterscheiden und der wissenschaftlichen Bearbeitung zuweilen nichts anderes als die bloße Fortsetzung des vom Gesetz begonnenen Formungsprozesses übrig lassen. ist der höheren vielmehr durch- weg schon von Rechts als teleologischen nützung Iheringscher Prinzip Momenten durchsetzt. der sozialen und wirtschaftlichen. Insbesondere hat Jellinek Sigwarts Ausführungen über teleologische Einheitsprinzipien für eine „Kritik der juristischen Urteilskraft" zu verAvenden gesucht. Sind doch auch umgekehrt zu allen Zeiten ErgebAlle nisse der Wissenschaft zu kodifiziertem Recht geworden. Die neueren Ansätze zu einer Logik der Rechtswissenschaft haben hauptsächlich den Erfolg gehabt. bisherigen Versuche einer juristischen Methodenlehre von Ihering begritfsbildenden Geist anerkannt im Recht selbst steckenden und deshalb häufig zwischen einer Logik des Rechts und einer Logik der Rechtswissenschaft bis zur Gegenwart haben diesen nicht einmal terminologisch einen L^nterschied gemacht. daß sie sich oft nur dem Grade ließe. des vorrechtlichen Materials in Rechts- begrifie. genossenschaftlichen Gebilde angehörend. keine Kultureischeinung-.

36 Kechtsphilosophie. was in den Bereich des Rechts gerät.und Kollektivbegriffe. Puchta und Stahl erkannt worden. den Schranken der wertund zweckbeziehenden Methode gelingt. Die „Sache" ist mit dem Körper ebensowenig identisch wie die „Person" mit dem Menschen. Zwei einander durchdringende Momente konstituieren das spezifisch juristische Verhalten gegenüber der Wirklichkeit: Die von Zweckbeziehungen geleitete Umsetzung des realen Substrats . von Wertbeziehungen freien Charakter einbüßt. oft auch Auffassung des Lebens unerhörte Gliederungsmöglichkeiten. In derselben Weise wird was hier nicht genauer dargestellt werden kann die Gesamtheit der dem Recht zugänglichen Gegenstände gleichsam mit einem teleologischen Gespinnst über- — — zogen. wie der die Jurisprudenz. die erst in letzter Zeit durch aufschlußreiche Untersuchungen Kistiakowskis in ein neues Stadium gekommen ist. So viel aber ist von den meisten Juristen und Rechtsphilosophen seit Savigny. daß man einen Unterschied machen müsse zwischen den vom Recht unverändert beibehaltenen. Sogar die physischen Objekte fallen nicht in der Totalität ihrer Qualitäten. was naturalistisch eine nur kollektive Vielheit ist. neue Synthesen. Was naturalistisch ein Kontinuum ist. dieser Präzisierungsprozeß gerade in sondern — was Gierke gelegentlich der Vergleichung römischer und germanischer Rechtsbegriffe besonders stark betont hat nur mit dem Inbegriff ihrer zur Willensherrschaft ge- — eigneten Seiten unter das Recht. den modifizierten und endlich den neu geschaffenen Begriffen und daß alles. neue Einheits. der doch begriffliche Exaktheit nachgerühmt wird. von bloßer Summierung verschiedene Die unentbehrlichste Vorbedingung für das Verist die bis ständnis der juristischen Einheitsprinzipien vor kurzem noch ganz vernachlässigte Durchforschung der sozialwissenschaftlichen Ding.und Individualisierungs- und prinzipien kennt. daß hier wie stets der Wissenschaft Aufgabe erwächst. kann juristisch ein Diskretum. Begriffsmerkmale bezeichnet. juristisch eine Einheit sein. die unbestimmte Allgemeinheit des vorwissenschaftlichen Denkens zu überwinden. daß die geformte Welt ganz andersartige. seinen naturalistischen. für die erkennt- nistheoretische für die naturalistische Betrachtung. Rümelin sowie Zitelmann haben darauf hingewiesen. und G. Die Methodologie wird in Zukunft noch genauer zu ergründen haben. Das juristisch methodologisch Bedeutsame hieran ist.

Aber auch im übrigen findet sich bei Hegel allenthalben die Erkenntnis Versuch. die vorzüglichen gedrängten Puchtas ergänzende Darstellung der Generaliund Gleichmachungstendenz des Rechts und seiner Zerstückelung des unmittelbaren Totaleindrucks. als Komplex von Normen oder als „Recht im objektiven Sinne" für die Me- thodologie in Betracht käme. wenn auch über das des juristischen Ziel hinausgehender strahierens Abund Isolierens begrifflich zu bestimmen. ersten dem der Ruhm einer umfassenden Untersuchung über den Rechtsformalismus zwischen manchen Bestand- gebührt. die Eigenart des Formalismus und der „Praktikabilität" (Ihering). als wenn das Recht nur in seiner fertigen. den Konflikt zwischen dem Nationaund dem abstrakten Staats. die Völker der Von Bemerkungen sierungs- Ihering stammt die eingehendste. Glänzend hat bereits Ihering diese zersetzende Funktion von Eecht und Rechtswissenschaft geschildert. Schon die von Kant und Hegel besonders für das Privatrecht vertretene Reduzierung aller Rechtsbeziehungen auf Willensverhältnisse war ein erster. durch das damaligen Zeit „zermalmt und zerrieben" wurden.und Rechtsprinzip. leicht und gleichmäßig realisiert zu werden. ein Werk. Des allgemein angenommenen. Recht und vorrechtliche ^^'irklich- keit schienen sich als einander niemals berührende und nur nach Darauf ist den logischen Beziehungen ihrer Inhaltlichkeit in abstracto miteinander vergleichbare Reiche gegenüber zu stehen. 37 Gedankenwelt reiner Bedeutungen und die damit verbundene Herausfaserung bloßer Teilinhalte aus der Totalität des in eine Erlebbaren. nämlich bisher noch gar nicht Bezug genommen worden. in Kodifikationen formulierbaren Gestalt.Eechtsphilosophie. darf als eine Vermittlung teilen der rechtsphilosophischen Spekulation Hegels und der po- sitiven Wissenschaft des neunzehnten Jahrhunderts betrachtet werden. Stellung litäts- Genau wie Hegel hat Ihering die universalhistorische Roms gezeichnet. von Lassalle weiter ausgebauten Dogmas von der Entdeckung der abstrakten Persönlichkeit durch das Römertum wurde bereits im ersten Abschnitt gedacht. der tech- nischen Geeignetheit des Rechts. daß das Recht als „Recht im subjektiven Sinne" und zwar in der . mit der seine Bestimmtheit und Gleichmäßigkeit sowie seine Erhebung über den bloßen Gefühlsstandpunkt zusammenhängt. Unsere bisherige Darstellung könnte vielleicht den Anschein erwecken. zusammengedrängten. Sein „Geist des römischen Rechts".

dienen. konkreten" Rechtsverhältnisse und sonstigen subjektiven ßechtsbeziehungen gleichsam in die Mannigfaltigkeit und Vereinzelung des realen Lebens hineingerissen wird. das den Schein realen Fürsichbestehens jener uns vortäuscht und ihre liypostasierung im naiven Bewußtsein denn auch stets veranlaßt. in ihrer exakten Struktur noch in reiner Bedeutungen wenig erforschte und nur dem zersetzenden Geiste des Methodologen erfaßbare Erscheinung geltend: das Verwachsensein abstrakter Inhalte mit konkreten Trägern. B. es von den realen Trägern. z. Kreide usw.38 Rechtsphilosophie. in die Zeitlichkeit hineingezogenen Zustande gilt es als ein Reich zu begreifen. denen es sich festzusetzen pflegt. Auf naturwissenschaftlichem Gebiet stellen z. Eine solche Vorspiegelung selbständiger Existenz wiederholt sich in allen Sphären der Erkenntnis: bei der „konkreten" Kulturrealität gegenüber der Wirklichkeit im erkenntnistheoretischen Sinne. und so entsteht licher das neue Problem der Verschlingung von recht- Bedeutung und realem Substrat im Einzelfall Auch das Recht in seinem individualisierten und konkretisierten. um zur mathematischen Individualität dieser Figur zu gelangen. Wandtafel. Gerade das letzte Beispiel mag zur Veranschaulichung unseres juristischen Problems Kristallisationen Gebilden dar. Wie man Kreises bei der erst realen sinnenfälligen Individualität von den empirischen Hilfsmitteln der Zeichnung wie Papier. rechtlichen — Bedeutungen gegenüber den ihnen als Substrat dienenden psychophysischen oder Kultur. Marx hat damit Zusammenhängendes in seinen Ausführungen über den Fetischcharakter der Ware berührt.und Lebens r e a 1 i t ä t e n. eines muß man von dem realen Gesamtbestande . die astronomischen Objekte analoge bloß quantitativer Beziehungen an konkreten und ähnlich verhalten sich die zeichnerischen Darstellungen geometrischer Figuren zu den in ihnen ausgedrückten rein mathematischen Verhältnissen. Bei diesem Versuch macht sich eine allgemeine. und Simmel hat ausführlich von den „realen Abstraktionen". bei den abstrakten komplexen Kulturrealität und endlich bei den — z. Parti alrealitäten gegenüber der von der gleichsam symbolischen Vergegenständlichung abstrakter Sozialfunktionen in objektiven Einrichtungen gehandelt. B. Form der „einzelneu. abzulösen. Tinte. absehen muß. Auch in diese Seite des Verhältnisses zwischen Recht und Wirklich- keit muß die methodologische Kritik hineinleuchten. so B.

sind auf diese merkAvürdige Verquickung und geradezu an die Metaphysik des Okkasionalisraus Wechselwirkung zwischen der Welt des Seienden und des Geltenden aufmerksam geworden und haben versucht.Kechtsphilosophie. eine Auch metho- dem Gebiete V. wie Kold v. der „Rechtswelt" zu begreifen. Thon. ob die Welten des Seins und des Geltens Recht im objektiven Sinne und auf eine Identifikation von Recht und Normbedeutung zugeschnitten sei oder überhaupt von irgend einer der „allgemeinen Rechtslehre" schroffe Gegenüberstellung der einseitig auf das . der sonstigen Gestaltungen will des Schuppe dagegen die Kategorien der Dingheit der Kausalität unterschiedslos auf die vom Grunde" und psychophysische und die Satzes Rechtswelt angewandt wissen. kurz des Zusammenhanges in Zitelmaun erklärt sich für eine kausale Verknüpftheit der rechtlichen Erscheinungen. „trotz ihrer Konki'etisierung". Zitelmaun erinnernde u. Rechtsverletzungen usw. die. das bei den nur scheinbar konkreten Tatsachen" Kechtsakten. Kohlrausch und Ferneck polemisieren gegen die Vermengung des tatsächlichen Vorgangs als „realen Substrats" mit seiner „juristidologische Hold schen Seite". stets vorliegt. für eine nur nach der Analogie der „natürlichen" geschaffene „eigene juristische" Kausalität. Einander-Bedingens. die Denkformen des Entstehens. beginnt jetzt Revision des Tatbestandbegriffs. B. eines einzelnen Kaufes erst die Einzelheiten des physischen Ereignisses. die Besonderheit der historischen Situation usw. die psychischen Begleiterscheinungen. aber. „ju- schen ristischen Individualität dieses Eechtsgeschäftes Vortrefflich hat Brodmann den komplexen Charakter der und „Tatbestände". um zur juristivorzudringen. a. das beständige Ineinandeigreifen von lebendiger Wirklichkeit und rechtlicher Bedeutung gekennzeichnet. Vergehens. Rechtsfolgen. da es nach seiner Logik nur auf die Möglichkeit einer wie auch immer gearteten einheitlichen Zusammenfassung auf von des Bewußtseinsinhalten Strafrechts ankommt. 39 z. die sich mit „keiner deckt. niemals ihren abstrakten Charakter verliert. Ferneck treffend hervorhebt. wie er selbst hinzufügt. Auch Schloßmann. Eechtsausübungen. abziehen. Der Hinweis auf mittelbar die diese unmittelbar die Rechtsprechung Rechts^uissenschaft und angehende Verflechtung der lebendigen konkretisierten sollte Rechtswelt mit der Wirklichkeit als vor allem dem Mißverständnisse vorbeugen.

angehörenden Theorie über das Verhältnis zwischen objektivem und subjektivem Recht abhänge. Noch fehlt jeder Versuch. Phänomen von be- Jellinek hat darauf hingewiesen. Hier wird die Methodologie der Zukunft ein weites Feld für ihre Tätigkeit vorfinden. daß eine Untersuchung über die Verwendung. Freilich w^ar ein solches Jurisprudenz um so weniger zu erwarten. da in der Jurisprudenz das mit den psychischen Begriffen verschmolzene praktische Moment. von dem die naturalistische Psychologie gerade abzusehen hat. welche die Rechtsordnung den Willen sakten der Individuen machen kann. daß schied zwischen man den Unterdem sehr ver- dem rein psychologischen und änderlichen juristischen Willensbegriff zu wenig beachtete. Vielleicht eine Auseinandersetzung zwischen psychologischen können durch und teleologi- schen Bestandteilen beide Wissenschaften an methodologischer Selbsterkenntnis gewinnen. daß auch der Streit zwischen „Willens-" und „Zweckdogma" erst durch eine eingehende Berücksichtigung der hier gleichfalls hineinspielenden teleologischen Begriffsbildung entschieden w^erden kann. daß prudenz die ist deshalb vorzüglich zu dem Nachweis irreführenderweise „Geisteswissenschaften" genannten Dis- ziplinen keineswegs in einer Analyse psychischer stehen. Gerade die Jurisgeeignet. ist Diese durch Ihering berühmt gewordene Kontroverse dadurch noch . zur Feststellung sei. Die teleologische Färbung sämtlicher Eechtsbegriffe läßt vom bloß naturasich am besten an den Veränderungen und unberechtigten Introlistisch-psychologischen Standpunkt aus — — jektionen studieren. die höchste ihm überhaupt beschiedene Stufe begrifflicher Präzision erreicht. die juristi- sche Verarbeitung psychologischer Begriife in ihre wahrhaft psychologisch-naturalistischen und in ihre teleologischen Elemente zu zerlegen. Es gibt in der Tat kaum ein juristisches Einzelproblem. Nur angedeutet mag noch werden. dessen methodologische der juristischen Grundbegriffe unentbehrlich Beurteilung bisher nicht daran laboriert hat.40 Rechtsphilosophie. die die Rechtsordnung an den psj^chischen Realitäten vorzunehmen genötigt für die juristische ist. Das psychische Sein erst ist Betrachtung in genau demselben Sinn ein bloßes in die praktische Welt des Handelns die hineinzuver- arbeitendes Material wie Körperwelt. Unternehmen von der als bisher die Logik allgemein an- der Psychologie ebensowenig wie diese selbst zu erkannten Ergebnissen gekommen ist.

daß ein präziser erkenntnistheoretischer Kausalbegriff zwar der Ausgangspunkt. unter Anlehnung an hat sich Windelbands und Rickerts Wissenscliaftsklassifikationen begreift er die Jurisprudenz als eine Art der kulturwisseuschaftlichen Wertbeziehung. daß bisher trotz Anläufe dazu niemals eine klare Antwort darauf gegeben wurde. Verant- .Rechtsphilosophie. wie Laband mit größter Schärfe betont. nicht aber der ausschließliche Zielpunkt strafrechtlicher Untersucliungen sein kann. — wie es iu der zivil- und straf- rechtlichen Literatur häufig geschieht tive nachträgliche — auf die durch „objekso viel verhandelte Prognose" ermittelte „Vorhersehbarkeit" oder „Berechenbarkeit" eines Erfolges. E. und Kohlrausch hat das von Jellinek eines Prinzip der teleologischen Begritfsbildung besonders für den Bedes Erfolges (als „Ausschnitts aus der Reihe der sinnen fälligen Folgen unter einem juristisch relevanten Gesichts- punkt") fruchtbar zu machen gesucht. daß die Einsicht in die Unzulänglichkeit des methodologischen Psj'chologismus sich allmählich auszubreiten beginnt. B. in Zweckmäßigkeits. „jenseits" der dogmatischen Rechtsbegriffe liegt und deshalb nur in den Bereich der Sozialtheorie fällt oder ob es sich hier in die um ein Hineinragen metajuristisch-sozialer Faktoren juristische Begrilfs- bildung handelt. sucht aber dabei manche Bestandteile auch der systematischen Strafrechtswissenschaft stark der „idiographischen" Methode anzunähern. Vorsatz. Erfreuliche Anzeichen dafür. Hier ist überall bereits die richtige Auffassung angebahnt. daß die rechtlich bedeutsame „Adäquatheit" einer Verursachung nur auf praktische. Mayer gegen die Alleinherrschaft des kriminalistischen Naturalismus gewandt. dem Gebiet des Ansicht ausge- Liepmann hat die sprochen. ob der Zweck. sind in jüngster Zeit auf Strafrechts hervorgetreten. daß die Lösung des strafrechtlichen Kausalitätsproblems postulierte von der Erkenntnis spezifisch juristischer Ausleseprinzipien ab- hängig griff ist. Streit Auch der des sich über die Anwendbarkeit in „philosophischen" Kausal- begriffs der Jurisprudenz dürfte durch die Einsicht schlichten lassen. 41 aller Übermäßig verwirrt worden. Begriffe wie Es sei nur an pflichtwidrige Willensbetätigung. sten Am schärf- M.und Gerechtigkeitserwägungen begründete Kriterien abgestellt werden kann. Endlich untersteht auch das Verhältnis zwischen Etliik und Jurisprudenz der methodologischen Kritik. z.

Da die Kontroversen der positiven Wissenschaft in unserem dieser Zusammenhang logischer Stelle lediglich als Illustrierungen allgemeinster methodoin Betracht Anschauungen kommen. durch Zweckbeziehungen zusammengedachte Einheit. daß sie bei ausdrücklicher Anerkennung des abstrakten Charakters der Rechtswelt den schwierige Frage der Grad des Rechtsformalismus. hauptsächlich die Bedeutung. es Für das der Recht gibt eine nur . Verwertet man für (. wortlichkeit. so wird man mythologische Personifikation mehr darin finden wollen.und Gesamtperson zu treten.und der Gesamtpersönlichkeit. dagegen in vorjuristisch -teleologischer Beleuch- als selbständige. An diese teleologischen Gestaltungen der vorrechtlichen Realitäten lehnt sich mit Fug das Recht an und prägt in demselben Sinne im Reiche der juristischen Bedeutungen die Begriffe der Einzel. „Vorjuristische" logische in der In diesem Fall würde das Eegion der Werte liegen.lEidßaoig das Persönlichkeitsproblem gleichzeitig logischen den Begriff der teleokeine Willenseinheit. In keinem Fall bedeutet „Person" eine Fiktion. Das Substrat sowohl der Einzel. daß die von der Summe teleo- ihrer Mitglieder unterschiedene Personeneinheit einen im logischen Sinne einheitlichen Willen haben kann.. Die Forschungen Gierkes haben nämlich. also die so Anschmiegung der Rechtsbegriffe sich an das vorrechtliche Substrat bewußt zum Problem . Willensfreiheit erinnert. tung gleicherweise in beiden Fällen eine wissenschaftliche Abstraktion.als der Gesamtpersönlichkeit erscheint nach ihm in naturalistischer Bezwischen dürfte leuchtung gleicherweise als Aggregat oder Gewühl unverbundener Eealitäten. die methodo- Abgrenzung auf eine Vergleichung philosophischer und empiristischer Begriifsbildung hinauslaufen. alte Streitfrage der „juristischen Mit den Problemen der teleologischen Psychologie hängt die Person" und des Verhältnisses Einzeldie und Gesamtpersönlichkeit zusammen. Hier von Jellinek gefundene Lösung eine Klärung versprechen. nämlich als einheitliches Individuum und als einheitlicher Verband. unter einseitig methodologischen Gesichtspunkten betrachtet. so möge an zum Thema der juristischen Person nur noch die Polemik zwischen Gierke und Laband herangezogen werden.42 Eechtsphilosopliie. An die Stelle dg äklo yevog involvierenden Gegenüberstellung von „phj^sischer" und „juristischer Person" hat die von juristischer Einzel.juristische" Personen.

mögen die Gegensätze romanistischer und germanistischer. die die Rechtsordnimg mit der Gliederung. daß einzelnen in Genossenschaften innerhalb der juristischen Sphäre irgendwie auszuzeichnen. in Laband das eigentümliche Verhältnis der Eingliederung von Individuen Verbände gerade zu denjenigen Momenten zu zählen sei. folgen: als Nach zwei Richtungen läßt Anschmiegung des Rechts an sein Substrat verBeibehaltung eines gewissen Kernes der psychophy- sischen Gegebenheit — so wenn natürliche Unterschiede der Sachen oder der psychischen Erscheinungen irgendwie in die juristische Gedankenwelt wirksam hineinreichen oder zweitens — als Anlehnung an die schon teleologisch geformten Kulturrealitäten. Rosin und Stoerk halten die größere oder geringere Gleichartigkeit und Einförmigkeit der Zwecke für den Gradmesser des Formalismus. Als Beispiele dafür.und juristische Persönlichkeitsstruktur gerade i m P u n k t e der Eingliederung gänzlich auseinanderfallen müssen. warum soziale Substrat. deren Eigentümlichkeiten und Unterschiede sich eine solche bis zu einem gewissen Grade in die juristische Bedeutungssphäre zu transponieren. für rechtliche also präparierten Stoff darbieten.und und Lassen haben dies bemerkt bereits einen — . gäbe es kein anderes Substrat des Per- sönlichkeitsbegriffs als die koordinierten Einzelwesen. publizistischer Generalisierungsprinzipien zivilistischer und erwähnt werden. Auch gegenüber. . Allein es ist von vornherein gar niclit einzusehen. Hierbei ist von Wichtigkeit — Iheriug.der vorrechtlichen Welt vornimmt. dem Recht liegende soziale Eingeordnetheit des hat dagegen eingewandt. ist sie ja dennoch imstande. Jellinek Regelung Lebens. im juristischen Persönlichkeitsbegriff aber keinen korrespondierenden Ausdruck erhalten dürfen.Eechtsphilosophie. allerdings sie in der Polemik zwischen Laband und Gierke stehen sich in letzter Linie romanistische und germanistische Tendenzen Gierke macht der romanistischen Jurisprudenz den zuweilen metaphysisch eingekleideten Vorwurf. Trotz aller Veränclerungen und Xivellierung^en. 43 machen. daß die Lebensverhältnisse die typisch gestalteten. daß das Recht die Anpassung an den Formenreichtum des Lebens in verschiedenen Intensitätsgraden ausbilden kann. wobei sie die vor unverbundenen einander lediglich es durchaus verschmähe. daß als ganz so verfahre. die angehören. warum nicht zwischen der Gesamtperson und den Einzelpersonen personenrechtliche Beziehungen ausschließlich dem Leben .

erzeugt die .und Da kann auch bereits die „Technik" des Rechts selbst Systematisierungen des juristischen Stoffes in hoher Vollendung hervorbringt. soviel darf ausgemacht gelten. wenn sich von jeher Zweifel gegen die Wissenschaftlichkeit der diese Jurisprudenz erhoben haben. über die „Objektivität" und „Subjektivität" Sj^ntheseu der ineinander- greifenden werden. wieweit der juristische Formalismus ohne Schaden getrieben werden kann. von dem aus die einzelnen gleichsam übereinander gelagerten BegriffsbilduDgsschichten sich in ihrem verschiedenen Abstand von der gemeinsamen Wirldichkeitsbasis eindeutig beurteilen Erst dann wird auch über den Aufbau. Gierke von der juristischen Konstruktion die schmiegungsfähigkeit fordert und so Möglichkeit Einströmen neuer Gedanken lichkeit zu in die Kechtsbildung offen sucht er damit noch nicht die Kluft zwischen Recht und Wirk- überbrücken. wenn die Methodologie stets Fühlung mit der Erkenntnistheorie behält und in einem erkennt- nistheoretischen Wirklichkeitsbegriff den festen Punkt gewinnt. eine feinere Wenn Andas so für läßt. gehen die Ansichten über die Systemform der Jurisprudenz noch weit auseinander. hierin nicht eine ausschließliche Eigentümlichkeit es darf nicht der Rechts- wissenschaft gesehen werden.44 Kechtsphilosophie. daß die ihrer Jurisprudenz auf jeden Fall hinsichtlich müßte. die von den zwischen unverbundenen Individuen mög-lichen Eechtsverhältnissen abweichen. Selbständigkeit einen wesentlichen Vorzug vor der sonstigen Technik aufvveisen Während diese nämlich die in den Dienst ihrer prakti- schen Zwecke gestellten rein theoretischen Kenntnisse anders- woher und zwar den Naturwissenschaften entnimmt. und wundernehmen. wie er denn auch zwischen den „die tatsächliche zialen Unterlage der Rechtspersönlichkeit" bildenden so- Lebenszentren und ihrem Auftreten als „Verbandsper- sonen" im „Rechtsgebiet". dürfte einer einheitlicheren Erfassung erst zugänglich werden. Wissenschafts. konstruiert werden dürfen. ausdrücklich unterscheidet. — wissenschaftlichen Klarheit gewonnen Während über das Verhältnis der rechtlichen Begriffswelt zum vorreclitlichen Substrat eine gewisse Übereinstimmung herrscht. Welche Lösung heitliche Frage auch immer durch eine kulturwissenschaftlichen als ein- Fixierung des Erkenntnis- begriffs finden mag. Auch die Frage. insbesondere lassen.

namentlich gegenüber dem Trotz seines auch für die Wissenschaft richtunggebenden Charakters beansprucht das Gesetz dennoch in gewisser Hinsicht lediglich die Stellung eines bloßen Materials. „vom Gesetzgeber gewollten". Analogiebildung. an dem noch gedessen Zuverlässigkeit noch geprüft werden kann. Gesetz und Richter- amt usw. auch nur ein andeutendes Bild zu geben. nämlich eine Selbständigkeit gegenüber dem Recht. Gesetz und Gewohnheitsrecht. die den spezifisch juristischen Systematisierungsformen im Unterschiede zu den Systembildungen sonstiger Wissenschaften zukommt. das Logische im Recht anders als in seiner Durchdringung mit dem Praktischen zu verstehen. Mit der Forderung exakter Erforschung der logischen Struktur als sj'stembildenden im Leben sich nicht der Eechtswissenschaft wird der mit Recht verspotteten „Begriffsjurisprudenz" keineswegs das Wort eine geredet. Aufschlüsse erwartet. Freilich wird die Methodologie überall den praktischen Beruf des Eechts es sich Faktor anzuerkennen haben und dazu versteigen dürfen. außerhalb des Rahmens dieser Skizze. Man kann zunächst Gesetz. 45 Jurisprudenz alles zur Bewältigung ihrer praktischen Aufgabe Erforderliche durch eine nur ihr eigentümliche Begriffswelt. die wohl verlohnt. Lücken im Recht. methodologisch zu beleuchten.Rechtsphilosophie. von all Es liegt den gegenwärtigen Untersuchungen über Gesetzesauslegung. sich Am wenigsten ergiebig zeigt die gegenwärtige Me- thodologie. über die inhaltliche Eigenart. Nicht das Gesetz. also durchaus „positiven" Rechtsnormen erst ist Das Gesetz lichen durch zum Teil schöpferische Arbeit gewinnen muß. Es gibt ein Auseinanderfallen von Recht und Gesetz. in der Jurisprudenz selbständige Bedeutung einem formalen Sinne zuschreiben. wenn man von ihr über die materiale Selbständigkeit der Jurisprudenz. wohl immer noch zu den gelungensten Charakterisierungen des juristischen Denkens. der richterGesetzesanwendung und anderen Anhaltspunkten nur eins der Indizien. Iherings Ausführungen über die „Präzipitation der Rechtssätze zu Rechtsbegriffen" gehören trotz aller berechtigten Einwendungen. die man gegen ihre bilderreiche naturwissenschaftliche Terminologie erhoben hat. sondern das Recht bildet das Objekt schaft. aus denen die Jurisprudenz das dahinter steckende System der zu einer bestimmten Zeit und in einer bestimmten Gemeinschaft in Wahrheit „geltenden". Über . deutet. der Rechtswissen- neben dem Gewohnheitsrecht.

B. histori- Um sie genau zu bestimmen. die allgemeisten. . aber noch nicht zu einem logischen Ausdruck objektiviert worden sei. von G. Klassifikation in ihrer Anwendung so auf die Jurisprudenz dargestellt worden. Rümelin. daß die den juristisch geformten zu höheren tionen in S3'Stem. Menge gedanken- reicher Untersuchungen. Allein lehrreich solche Versuche einer ersten logischen Be- herrschung des Rechtsstoffes auch dividuelle juristische zw'eifellos sind. über seine a. Sodann aber erwachsen noch besondere Schwierigkeiten daraus. bemerkt worden.atischen Stoff' Bildungen fortgestaltenden Opera- ähnlicher. z. Reduktion. Desgleichen sind. von allen Wissenschaften geltenden logischen Schemata wie Deduktion. nur noch verwickelter er Weise von dem des Rechts durchherrscht werden wie die ursprünglichen.46 die Rechtsphilosophie. Aber es scheint trotzdem. dem vorrechtlichen Substrat gegenüber teleologischen Grundcharakter betätigten juristischen Bearbeitungsfunktionen. über gibt es eine die juristische „Konstruktion" u. B. daß diese Disziplin entweder als Geschichte der sozialen oder als Geschichte der juristischen Rechtswirklichkeit geschichte einen gedacht sein und endlich als Dogmen- Zweig der Wissenschaftsgeschichte bilden kann. von Wundt und neuerding-s besonders von Radbruch. die juristischen Abstraktionen im Zusammenhang mit der Totalität des Lebens zu begreifen. Induktion. Häufig wird übersehen. Kompliziert ist die methodische Stellung der Rechtsgeschichte. daß die Rechtsgeschichte. Es von Ihering und Arnold. gerade die in- Nuance dieser formallogischen Prinzipien ward dabei nicht immer scharf genug gekennzeichnet. sobald sie nicht im ausschließlichen Dienst ist oft. z. die Zerlegung- des Zusammeng-esetzten in einfachsten Bestandteile. die Tendenz haben muß. als ob dabei das eigentliche Geheimnis der juristischen Systemform zwar von dem durch die wissenschaftliche Praxis damit vertrauten Fachmann unmittelbar mitgefühlt. Umsetzung" der ursprünglichen imperativen Form in die wissenscliaftliclie Urteils- und Begriffsform. der Dogmatik steht. ein Analogon zu dem von Rickert untersuchten Begriff der Geschichtswissenschaft mit relativ naturwissenschaftlichen Bestandteilen. wird man den Begriff der schen Kulturdisziplin mit relativ systematischen Bestandteilen zu konstruieren haben. Auch hier ist die einseitige Orientierung der bisherigen Logik an den Naturwissenschaften der böse Schaden der Methodologie gewesen.

wie hier geischehen ist. wie Leist treffend bemerkt hat. Nicht hierüber. Überhaupt nicht zur vergleichenden. Der Dualismus sozialwissenschaftlicher und juristischer Be- trachtungsweise dringt auch in die obersten Begrilfe der rechtswissenschaftlichen Prinzipienlehre ein und erzeugt die Spaltung in eine allgemeine Soziallehre des Rechts und in eine allgemeine Jurisprudenz. das Verhältnis von Recht und Staat. B. gerichtete Forschung... allgemeinen Eechtslehre".Rechtsphilosophie. die auf einmalige Zusammenhänge zwischen verschiedenen Rechtsordnungen. die „arische Stammes- lehre lediglich ist Rechnet man. Hierbei muß dem bereits von Stammler bekämpften sehr verbreiteten Irrtum entgegengetreten werden. sondern allein über die rein methodologischen Versuche der Jurisprudenz. die allgemeine Rechtszum Untersuchnngsobjekt der Methodologie. also auf ein ausschließlich historisch Verwandtes. die For- derung. das „rationell Verwandte" zusammenstellenden Rechtswissenschaft gehört. rechtsgeschichte". und mit diesen Gegensätzen kreuzen sich die Unterschiede systematischer und historischer Methode. Recht und Zwang. die jetzt beide noch ungeschieden mit einer lehre" zusammeugev>'orfen werden. 47 Endlich hat die Logik der Jurisprudenz auch das Verlangen der Gegenwart nach einer . z. Menge anderer Wissenschaftsbruchstücke in der . objektivem und subjektivem Recht usw. betreffenden Probleme der empirischen liche den Wissenschaft überlassen. ihr eigenes Wesen zu verstehen^ . methodologisch zu analysieren. daß das Ganze der Rechtswissenschaft zu seinem „all- gemeinen Teil" komme. es könne die empirische Forschung durch bloße Steigerung und Generalisierung des Systematisierens plötzlich in „Philosophie" umschlagen.allgemeinen Rechts- Der allgemeinen Jurisprudenz stehen zwei einander gegenseitig ergänzende Mittel zu Gebote: die alle historischen Rechtsordnungen umspannende vergleichend dogmatische Behandlung und die aus einer Analyse der spezielleren Begriffe sich herausarbeitende Gewinnung der aber juristischen Grundbegriffe. so damit nicht nur die sozial wissenschaftliche und kulturgeschichtübrigen Behandlung der lebendigen Zusammenhänge des Rechts mit Lebensmächten aus der Philosophie verwiesen^ sondern es bleiben auch die allgemeinsten juristischen. sondern auch ethnologisch und soziologisch betrieben werden. Die Rechtsvergleichung kann nicht nur juristisch-dogmatisch.

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