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Geld - der unverstandene Faktor

Geld - der unverstandene Faktor

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Ein Referat von Falko Kraft.

Geld - der unverstandene Faktor von Falko Kraft steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.
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Ohne einen verstetigten Geldumlauf ist die effektive Steuerung der Geldmenge äußerst
schwierig bis unmöglich. Bis heute ist der Umlauf des Geldes innerhalb der Volkswirtschaft
nicht gesichert, was die Bemühungen zur Kaufkraftstabilität erheblich erschwert.

Weder die Vergrößerung der Geldmenge noch die Verkleinerung ist durch die Notenbank
wirklich zu leisten. Vergrößert werden kann die Bargeldmenge nur durch eine
Mehrnachfrage seitens der Geschäftsbanken, letztendlich also der Marktteilnehmer. Doch
selbst mit dieser Ausweitung durch das neu herausgegebene Geld ist nicht garantiert, dass
dieses auch nachfragewirksam eingesetzt wird. Ebenso kann das Geld gehortet werden oder
in Spekulationskassen verschwinden. Wird dieser Entzug von Geld aus dem
Wirtschaftskreislauf dann zum Anlass einer erneuten Geldausgabe durch die Notenbank,
kann es schnell zur Inflation kommen. Denn das zurückgehaltene Geld kann durch seinen
„Besitzer“ ja jederzeit wieder in den Markt eingebracht werden ohne dass die Notenbank
darauf Einfluss hat. Und genau hier liegt das Problem: in der heutigen Gesetzgebung ist Geld
das Privateigentum jedes Einzelnen dessen Leistung damit quittiert wurde. Jeder kann es
horten, verbrennen, vernichten, es unbefristet dem Kreislauf entziehen, damit machen was
er will. Die Geschäftsbanken, die das Geld von der Zentralbank geliehen haben, müssen auch
dann noch zahlen, wenn das Geld schon seit Jahren nicht mehr existiert. Das schlägt sich
dann letztendlich auf die Kosten für die Kreditnehmer nieder.

Auch die Verringerung der Geldmenge ist für die Notenbank eine schwierige Aufgabe. Zwar
kann die Notenbank durch den Verkauf von Gold, Devisen und ähnlichem dem Geldkreislauf
Bargeld entziehen, doch müssen sie gleichzeitig immer wieder neues Geld an die Banken
ausgeben, wenn dies vom Marktteilnehmer am Schalter verlangt wird. Tun die Notenbanken
dies nicht, so geraten die Geschäftsbanken schließlich in Liquiditätsengpässe. Aufgrund der
Zahlungsunfähigkeit der Banken kommt es zu panikartigen Abhebungen, da jeder sein
Erspartes in Sicherheit bringen will. Das wiederum hat Bankenpleiten zur Folge, die sich
verheerend auf die gesamte Volkswirtschaft auswirken können.

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3.3 Die Geschäftsbanken und ihre Aufgaben

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Banken: den überwiegend
privatwirtschaftlichen Geschäftsbanken und den, meist in staatlichem Besitz befindlichen,
Noten- oder Zentralbanken (auf die ich in Kapitel 3.2 näher eingehe). Die wichtigsten
Aufgaben der ca. 2 700 in Deutschland ansässigen Geschäftsbanken sind die Vermittlung von
Krediten zwischen Sparern und Kreditnehmern, die Abwicklung des bargeldlosen
Zahlungsverkehrs sowie der Umschlag von Bargeld. Ihre Gewinne erschließen sich
hauptsächlich aus dem Zinsgeschäft. Außerdem sind viele Banken Anteilseigner großer
Unternehmen und im Spekulationsgeschäft tätig.

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