Tiefgründungen, Pfähle und Anker

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Lehrstuhl für Grundbau, Bodenmechanik, Felsmechanik und Tunnelbau

N Tiefgründungen, Pfähle und Anker N.1 Allgemeines Aus dem Entwurf und der Statik eines Bauwerks ergeben sich z.B. an der Bauwerksunterkante oder für die Systemlinie eines Stützbauwerkes Auflager, an denen definierte Kräfte mit in der Regel begrenzten Verformungen in den Untergrund eingeleitet werden müssen. Ist der an dieser Stelle anstehende Boden nicht geeignet, die Kräfte mit den zugelassenen geringen Verformungen aufzunehmen, ist es häufig zweckmäßig, die Lasten innerhalb des Baugrunds mit Hilfe von Konstruktionselementen weiterzuleiten und sie in größerer Tiefe oder größerem Abstand vom primären Lastpunkt in den Untergrund einzuleiten. Hierzu sind Pfeiler, Brunnengründungen, Pfähle oder Schlitzwandelemente bzw. bei Zugkräften, die an einer freien Oberfläche vom Boden gar nicht aufgenommen werden können, auch Anker geeignet. Bei diesen Tragelementen werden neben Kontakt-Druckspannungen (Spitzendruck) in der Regel auch Scherspannungen (Mantelreibung) zwischen Bauteil und Untergrund in Anspruch genommen. Diese Vorlesungseinheit befasst sich mit Gründungselementen, welche ihre Lasten innerhalb des Baugrunds unterhalb bzw. außerhalb der frei zugänglichen Oberfläche abtragen. N.2 Fundamenttieferführungen, Pfeilergründungen Vor allem bei kleineren Bauvorhaben, bei denen die Baustelleneinrichtung für eine Pfahlgründung im Vergleich zu den unmittelbaren Herstellkosten von Pfählen sehr hoch sind, können Fundamentvertiefungen mit Hilfe von in der Regel unbewehrtem Beton eine wirtschaftliche Form einer Tiefgründung darstellen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Qualität des Baugrunds im Bereich weniger Meter unterhalb der Baugrubensohle deutlich günstiger wird. Allein aufgrund der größeren Einbindetiefe vergrößern sich die aufnehmbaren Sohlspannungen tiefgeführter Fundamente gegenüber einfachen Flachgründungen. Darüber hinaus kann es bautechnisch genutzt werden, dass häufig zur Tiefe hin günstigere Baugrundeigenschaften vorliegen. Bei geringen Vertiefungsmaßen (bis etwa 1 m) spricht man von Fundamenttieferführungen. Sie werden gerne dort veranlasst, wo die – sich aufgrund üblicher Fundamentabmessungen ergebende – Fundamentsohle im Bereich eines Schichtwechsels liegt und erst vor Ort entschieden werden kann, wo genau die Gründungssohle liegen muss, um die Qualität des besseren, tieferen Untergrundes nutzen zu können. In diesem Fall wird das Fundament für die Bodenkennwerte der tieferen Schicht dimensioniert, für die Einbindetiefe jedoch die höchstmögliche Lage der Schichtgrenze berücksichtigt. Bei größeren Tieferführungen, die planmäßig tiefer liegende, für eine Lastabtragung günstigere Schichten erreichen sollen, spricht man von Pfeilergründungen bzw. Gründungspfeilern. Gelegentlich wird auch hier der Begriff Brunnengründung dann verwendet, wenn die ausgehobenen Fundamentgruben – z.B. bei Wasserzutritten in nichtbindigen Böden – beim Aushub verbaut werden müssen. Beim Abteufen wird dann im Schutz von z.B. Betonfertigteilringen ausgehoben, die dabei zunehmend in den Boden hinabgedrückt werden. Diese Herstelltechnik stammt aus dem Brunnenbau. Für Senkkastengründungen ist sie konsequent weiterentwickelt worden, siehe Abschnitt N.3. Nachweise: Wenn mit Hilfe von Gründungspfeilern Lasten auf tiefer liegende günstigere Schichten tiefgeführt werden, ermöglicht dies im Vergleich zu einer Flachgründung eine Gründungsdimensionierung mit deutlich höheren Sohldruckspannungen, wobei wie bei einer Flachgründung Grundbruch- und Setzungsnachweise zu führen sind und die klaffende Fuge nachzuweisen ist. Bei Grundbruchberechnungen sollte die rechnerisch eingesetzte Einbindetiefe maximal auf die zweifache kleinste Fundamentbreite begrenzt werden, da bei großen Einbindetiefen hinsichtlich des Grundbruchverhaltens ein lokaler Versagensmechanismus im Sohlbereich zu erwarten ist, also ein Mechanismus, der nicht mehr bis zur Geländeoberfläche reicht. Zur Abtragung horizontaler Lasten und von Momenten können neben der Reibung in der Sohlfläche auch Erddruckänderungen auf den Seitenflächen herangezogen werden. Anmerkungen zum Entwurf: Streifenlasten sollten nicht auf ganzer Länge tiefgeführt werden. Wirtschaftlicher ist, sie punktuell tiefzuführen und die Wände als lastübertragende Scheiben auszubilden. Dabei ist der Aufwand für die Fundamentherstellung und für die Bewehrung in den wandartigen Trägern zu optimieren. Unter Streifenlasten sind rechteckförmige Gründungspfeiler, die mit ihrer langen Seite in Richtung der Streifen orientiert sind, gegenüber runden von Vorteil. Es ist zweckmäßig, nur den obersten Fundamentbereich mit einer planmäßig vorgegebenen Dicke bewehrt herzustellen und die Tieferführung mit unbewehrtem Beton auszuführen. Damit lässt sich am einfachsten eine variable Anpassung an die natürlichen Gegebenheiten erreichen.

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Herstellung: Gründungspfeiler können mit Hilfe eines Baggers mit hydraulischem Schließgreifer hergestellt werden. Die dazu eingesetzten Geräte sind im Vergleich zu Pfahlbohrgeräten leicht, was hinsichtlich der Vorbereitung des Arbeitsplanums vorteilhaft ist. Mit üblichen Greifern sind Mindest-Pfeilerquerschnitte von 0,6 m mal 1,5 m zu beachten. Bei Rundlochgreifern sind Durchmesser ab 0,9 m, vereinzelt auch 0,75 m verfügbar. Bei Grubentiefen von über 4 m ist eine Greifarmverlängerung möglich und vorzusehen, dann sind Tiefen von bis zu 10 m erreichbar. Bei geringer Standfestigkeit von oberflächennah anstehenden Böden sind Rundlochgreifer gegenüber Greifern mit rechteckförmigem Aushubquerschnitt vorzuziehen, da runde Schächte gegenüber rechteckförmigen eine höhere Stabilität aufweisen. Bei Rundlochpfeilern können außerdem einfach Schutzverrohrungen eingesetzt werden Bei geringem Nachbruch ist ein Mehrverbrauch an Füllbeton eventuell günstiger als der Einsatz einer Verrohrung. Auch wenn die Grubenwände nicht verbaut werden müssen, da der Boden vorübergehend standfest ist, dürfen die Gruben nicht betreten werden, da die Grubenwände im Sinn von DIN 4124 nicht ausreichend standsicher sind. Grundwasser: Falls in eine ausgehobene Pfeilergrube Grundwasser einfließt, ist es entweder kurz vor dem Betonieren abzupumpen oder der Beton muss mit einem Schüttrohr (Kontraktorverfahren) eingebracht werden, damit eine Entmischung ausgeschlossen ist. Bei aggressiven Grundwässern und um eine Verbindung zweier übereinanderliegender Grundwasserstockwerke entlang des Pfeilerschaftes zu vermeiden, kann es notwendig sein, die Betonrezeptur vorrangig hinsichtlich der Wasserundurchlässigkeit und Beständigkeit auszulegen und auf den Einsatz von "Magerbeton" zu verzichten. N.3 Senkkasten- und Brunnengründungen sowie Caissons N.3.1 Allgemeine Hinweise Eine Brunnengründung oder ein Senkkasten besteht aus einem Hohlkasten ohne Bodenplatte, der durch Aushub des innen anstehenden Bodens infolge seines Eigengewichts – gelegentlich auch mit Hilfe von zusätzlichem Ballast oder verankerter Zugstangen – bis auf eine planmäßige Tiefe (Absenkziel) abgesenkt werden kann. Das Gründungsverfahren hat seinen Namen von der Technik des Brunnenbaus im Lockergestein. Die erste Gründung dieser Art wurde in Deutschland 1854 bei den Pfeilern der ersten festen Rheinbrücke bei Kehl angewendet. Wird der Senkkasten im Sohlbereich mit einer Druckkammer versehen, in der der Boden unter Druckluft im Trockenen gelöst wird, spricht man von einem Caisson oder Druckluft-Senkkasten. Der Kasten hat, Bild N03.10, unten eine Schneide mit innerer Schräge und einem 3 cm bis 5 cm breiten Überstand außen in etwa 3 m Höhe, um zwar zunächst eine Führung im Boden sicherzustellen, dann aber die Mantelreibung zu begrenzen. Das Aufstocken der Wände und das Absenken erfolgen so, dass der Absenkvorgang möglichst nur kurz unterbrochen werden muss, z.B. mit Hilfe von Gleit- oder Kletterschalungen. Gesichtspunkte für die Wahl einer Brunnengründung:

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Man kann eine tiefliegende Flächengründung herstellen, ohne einen Baugrubenverbau zu benötigen. Die Gründung kann unter dem Grundwasserspiegel hergestellt werden, ohne dass eine Grundwasser-Absenkung erforderlich ist. Senkkastengründungen bieten sich im offenen Wasser als Verfahren an, die eine Kontrolle der Gründungssohle und eine sichere große Aufstandsfläche z.B. für Brückenpfeiler ermöglichen. Sie können bei Bedarf unterhalb des Absenkzieles durch eine Pfahlgründung ergänzt werden. Die Brunnengründung schafft untertage Nutzraum, wenn der Kasten nach dem Absenken durch eine Sohlplatte wasserdicht abgeschlossen wird. Der Senkkasten kann große Horizontalkräfte verformungsarm übertragen. Dabei steht die Lastabtragung über die Sohle im Vordergrund. Sie wird ergänzt um mobilisierbare Erdwiderstandkräfte an den Außenwänden, wobei dort zunächst der Kraftschluss im Freischnittbereich entstehen muss.

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Bild N03.10: ausgesteifter Senkkasten

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Er kann ganz oder teilweise vorgefertigt und schwimmend ("Schwimmkasten") zur Einbaustelle gebracht werden, falls diese im offenen Wasser liegt. Eine Brunnengründung erfordert keine speziellen Maschinen und kaum Facharbeiter: das Verfahren eignet sich daher gut für den Einsatz in Entwicklungsländern.

Nachteile sind:

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In der unmittelbaren Umgebung des Senkkastens muss mit Setzungen gerechnet werden. Die Brunnengründung hat typische Herstelltoleranzen von etwa 10 cm in der Höhe und 1 % in der Lotabweichung. Der zeitliche Bauablauf ist nur ungenau vorhersehbar. Hindernisse unter der Schneide müssen mit Taucherhilfe beseitigt werden. Beim Durchfahren fließgefährdeter Bodenarten können rückschreitende Grundbrüche zum Einfließen des Bodens in den Senkkasten führen. Beim Absenken am Hang hat der Kasten die Tendenz, in der Richtung des Böschungsschubes auszuwandern. Der Querschnitt muss über die Höhe gleich bleiben, wenn der Aushub im Greiferbetrieb erfolgen soll.

N.3.2 Gesichtspunkte beim Entwurf Senkkästen können für alle erforderlichen Tiefen entworfen werden, und auch hinsichtlich der Grundrissabmessungen gibt es kaum Einschränkungen. Allerdings ist zu beachten, dass der Kasten wegen der im Boden möglichen Zwängungskräfte sehr steif ausgebildet werden muss, was bei Kästen mit großer Fläche und kleiner Höhe schwierig ist. Alle Wände müssen ohne Unterbrechung über die volle Höhe als Scheiben wirken, wobei die inneren Aussteifungswände oberhalb der Schneide enden, um das Absenken nicht zu behindern. Diese inneren Scheiben werden in Abständen von 4 m bis 5 m eingefügt. Die Außenwände werden dick gehalten (z.B. 60 cm), um das nötige Gewicht als Ballast zu bekommen. Wenn der Boden im Innern ausgebaggert werden soll, muss der Grundrissquerschnitt oberhalb des Schneidenteils unverändert bleiben. Wenn hingegen das Saugspülverfahren angewendet wird, kann man die Grundrissfläche zwecks Verbesserung der Standsicherheit auch nach unten hin vergrößern. Der statisch günstigste Querschnitt im Hinblick auf ein lotrechtes Absenken ist die Kreisform. Mindestens sollte versucht werden, dem Senkkasten eine doppeltsymmetrische Grundrissform, etwa eine rechteckige, zu geben, um eine möglichst gleichförmige Schneidenbelastung zu bekommen und die Zwangskräfte, die der Boden während des Absenkens auf den Kasten ausübt, gleichmäßig zu verteilen. Der Entwurf beginnt mit der Festlegung der Grundrissabmessungen, die entweder durch den Verwendungszweck oder durch die Standsicherheitsforderungen bestimmt sind. Eine iterative Erarbeitung der günstigsten Abmessungen ist unvermeidlich. Am besten geht man von der Funktion des Kastens aus und legt die Gründungstiefe nach den Baugrundaufschlüssen fest. Dann berechnet man die – soweit vorhanden – seitliche Bodenstützung durch Ansatz eines zunächst zu schätzenden mobilisierten Erdwiderstands auf der belasteten und des Erddrucks auf der entlasteten Seite und rechnet diese Reaktionskraft und das zugehörige Moment in die äußeren Lasten mit ein. Mit diesen, auf die Sohle bezogenen Lasten wird die Erfüllung der Standsicherheitsforderungen geprüft. Danach werden die Setzung und die Verkantung berechnet. Die Abschätzung der mobilisierten Erddruckkräfte muss im Zusammenhang mit zugehörigen berechneten Verformungen in der Regel iterativ erfolgen, um die Gleichgewichts- und Verträglichkeitsbedingungen erfüllen zu können. Unter Umständen, d.h. bei ständig einseitig wirkenden Horizontalkräften, kann die Exzentrizität der Resultierenden in der Sohlfläche dadurch verringert werden, dass die obere Konstruktion (z. B. Brückenpfeiler) exzentrisch auf dem Brunnen angeordnet wird. Dabei muss die mögliche Abweichung von der Soll-Lage berücksichtigt werden.

dessen Böschung durch z. N. 45° sind typisch. dass nicht durch Ungenauigkeit beim Einschalen eine leichte Lotabweichung nach außen entsteht. zum anderen.3. Das Erdmodell-Verfahren wird vorzugsweise bei Druckluft-Senkkästen angewendet (seit 1953). denn wenn sich der Kasten dabei schief stellt. Es empfiehlt sich daher.B. aus ½ NP 24 mit 1cm 12 Überstand außen Bild N03. weil das sofort eine Keilwirkung beim Absenken provoziert. Durch wechselnde Richtungen der Reibungskräfte bedingt – einmal wenn der Kasten sich senkt.3 Brunnenschneide Die Schneide wird durch eine Profilstahl-Vorschneide gepanzert. Beim Absenken an Land oder von einer künstlichen Aufschüttung aus wird im Allgemeinen versucht. Das Umsetzen muss einigermaßen symmetrisch erfolgen. Bild N03. Dabei genügt es nicht. weil man dort den Aufwand für die Unterschalung der Arbeitskammerdecke spart und.20. so dass sich der Querschnitt nach oben verjüngte.4 Bauverfahren Beim Absenken im offenen Wasser muss entweder zuerst eine feste Plattform (Aufschüttung im Flachwasser. vor allem bei weicherem Untergrund. Luftkammern) an die Einbaustelle gebracht. eine Spritzbetonversiegelung zu schützen ist. Eine Variante besteht darin. Gerüst) gebaut oder der Brunnenkörper in Teilen oder im Ganzen vorgefertigt mittels Schwimmhilfen (Ponton o. bei dem das Gewicht des Senkkastens voll von der Schneide getragen wird.20: Brunnenschneide und Vorschneide mit Statisch muss die Schneide als horizontal tragender Balken (beim Stahlprofil Kreisprofil als Druckring) bemessen werden. zugeschalt und betoniert. gleichmäßig verteilte (wenn auch größere) Lasten hat. muss er erst wieder ins Lot gebracht werden.ä.3. Infolge plötzlicher Verformungen kann es auch zu Bodenverflüssigungen kommen. provisorischer Sohlschluss. den Bereich der Schneide für einen mit dem Erddruckbeiwert K = 1 ermittelten Erddruck zu bemessen. Dann wird der Bewehrungskorb mit der angeschweißten Vorschneide auf ein Bankett aus unbewehrtem Beton oder eine Pallung aus Holz. der die äußeren Erddrücke zu tragen hat. Für die erste Absenkphase muss auch der Lastfall untersucht werden. Dann beginnt der Absenkvorgang selbst. der bodenmechanisch eine planmäßig erzeugte Folge von Grundbrüchen ist. Man muss aber darauf achten. Pfähle und Anker Seite N. und zwar konzentriert auf wenige Stützpunkte. damit örtliche Kerbspannungen beim Aufsetzen auf Hindernissen ohne Schaden ausgeglichen werden können. der Pallung erfolgt symmetrisch von beiden Seiten und von der Mitte aus zu den Viertelspunkten der Schneidenwand hin fortschreitend. eine schwimmfähige Stahlschalung für den Senkkasten vorzufertigen (Schneidenbeton als Ballast) und am Absenkort die Wände zu betonieren. um die Führung des Senkkastens im Boden zu gewährleisten. Darauf wird heute verzichtet. . Der innere Anzugswinkel der Schneide ist ein Kompromiss hinsichtlich der Zugänglichkeit zum Boden beim Lösen im Schneidenbereich. Der Außenfläche der Schneide gab man früher zur Erleichterung des Absenkens eine Neigung gegen das Lot.B. Als erstes muss die Schneidenlagerung entfernt werden. wenn der Boden unter der Schneide beim Absenken durch Grundbruch versagt und der darüber anstehende seitliche Boden etwas nachsackt – können zusätzliche horizontale Zwangsbeanspruchungen entstehen.oder Betonschwellen gestellt. beim Verfahren mit Innenschalung durch Entfernen der Rüststützen.) oder selbstschwimmend (z. den Erdruhedruck anzusetzen. Nach erreichter Zielfestigkeit des Betons wird die Last auf die Schneide umgesetzt: beim Erdkernverfahren durch Ausräumen des Bodens.4 N. statisch konstruktiver Gesichtspunkte und der Herstellung der Schneide auf einem Erdmodell. Dies ist der kritischste Zwischenzustand.Tiefgründungen. dort in Führungen auf Grund gesetzt und dann abgesenkt werden. 1:1 Vorschneide z. Das Entfernen des Banketts bzw. die Innenschalung des Schneidenteils durch ein Erdmodell zu ersetzen.B.

B.30). Außerdem muss der Wasserspiegel im Innern des Brunnens durch Zupumpen von Wasser stets höher gehalten werden als der GW-Spiegel außen.oder Sattellagerung der Wände gerechnet werden muss. und muss dann nachweisen. Um einen Brunnen nach einer Betriebspause wieder in Gang zu bringen. dass sich die Bemessungsregeln von PAPROTH (1966) in der Praxis bewährt haben.5 Anmerkung: Der Anfangszustand ist auch für die Bemessung der Wandscheiben auf Biegung maßgebend. Sobald der Suspensionsspiegel im Ringspalt höher ist als der GWSpiegel. weil sie in dem engen Spalt nach wenigen Metern Sinktiefe gelieren würde.50). Zusatzballast Bild N03.50 Bild N03. ohne Bewehrung auszukommen.30: Senkkasten mit verankerten Zugstanoder Zuganker (Bild N03. kommen als Hilfen in Frage: Reibungsminderung oberhalb der Schneide.40: Ausbildung der Spüldüsen. oben durch einen Deckel abschließen und dann innen den Luftdruck absenken: der atmosphärische Luftdruck wirkt dann als Ballast. die über der Schneide nach oben gerichtet und in einem typischen Abstand von 1 m angeordnet werden. Die Tonsuspension soll bei Kastenhöhen über etwa 8 m nicht von oben eingefüllt werden. dass immer eine nach unten treibende Last vorhanden ist. da der Kasten seine geringste Höhe hat und andererseits mit Mulden. Die Absenktoleranz für die Höhe kann vertraglich mit ± 5 cm festgelegt werden.) gibt LINGENFELSER (1992). Behinderung beim Einbringen des Betons im Kontraktorverfahren) versucht man. ERLER (1982) weist darauf hin. Hinweise zur Bemessung der Spüleinrichtung (Spüldruck. dass die Auftriebskräfte mit einem Druckgewölbe aufgenommen werden können. Die Absenkgeschwindigkeit ist vor allem vom Lösen – unter Wasser schwer kontrollierbar – und Fördern des Bodens abhängig. Die Gründungsarbeiten enden mit dem Einbringen einer Betonplombe im Schneidenbereich. Da die Bewehrung von Unterwasserbeton zu einem stark erhöhten Herstellaufwand führt (Tauchereinsatz.3.50: Reibungsverminderung: Bentonitzugabe im Schneidenbereich .Tiefgründungen. kann das Aufstocken durch Fertigteile bei kleineren Querschnitten vorteilhaft sein. Verhindern des Aufschwimmens der Bewehrung im fließenden Beton. Der Kasten sinkt ruckweise (Haftreibung > Gleitreibung). rechteckige Senkkästen sind empfindlich gegen parallelogrammartige Verformungen und erhalten deswegen während des Absenkens eine diagonale Aussteifung aus Stahlträgern. N. Da Aushub und Betonieren sich gegenseitig behindern. Pfähle und Anker Seite N. Detail siehe Bild N03.5 Maßnahmen zur Reibungsverminderung Die Reibung am Brunnenumfang kann durch eine aufsteigende Füllung des Ringspalts mit thixotroper Flüssigkeit herabgesetzt werden. Auch aus diesem Grund sollte eine Schneidenhöhe von 3 m nicht unterschritten werden. Absenk. kann man ihn z.und Betoniergeschwindigkeit müssen so aufeinander abgestimmt sein.40 und N03. Große. die auch innerhalb der Wände des gen zur Absenkhilfe Senkkastens angeordnet werden können. beginnt das Risiko des hydraulischen Grundbruchs um die Schneide herum in den Brunnen. Rohrführung usw. Behinderung beim Absaugen der entstehenden Schlammwalze. Wenn das Gewicht zum Absenken nicht reicht. Steigleitung Steigleitung Ring- 1“ 2“ Ringleitung 1“ Verpressleitung (Abstand 1m) leitung Bild N03. Dazu braucht man einen Ring von Spüldüsen (Bilder N03.

N. Der Nachteil sind die hohen Lohnund Zusatzkosten. bessere Einflussnahme auf die Bewegung des Kastens) und im Endzustand (Prüfung der Tragfähigkeit des erreichten Baugrunds).3. so dass der Boden vor Ort in trockener Baugrube ausgehoben werden kann. Caisson Die Druckluft-Senkkastengründung (auch Caisson) ist dadurch gekennzeichnet.3. die sich aus den Arbeitsschutzbestimmungen bei Druckluftarbeiten ergeben.Tiefgründungen. Pfähle und Anker Seite N. Suspension 5 – 10 - qr über Schneide (kN/m ) qr unterhalb (kN/m ) 2 10 – 30 20 – 40 Tabelle N03. gleichzeitig und ohne gegenseitige Behinderung absenken und betonieren zu können.60: Absenken eines Druckluft-Senkkastens . in den kleineren Setzungen in der Umgebung der Baustelle und in der Möglichkeit. Da sich Qr theoretisch nicht zuverlässig voraussagen lässt. dass der Innenraum einer Brunnengründung teilweise (Arbeitskammer im Schneidenbereich) oder im Ganzen durch Luftüberdruck trockengelegt wird. Bodenart nichtbindig 2 bindig 5 – 40 10 – 50 Schlamm 2 – 10 - thix.. ERLER δa = .10: Erfahrungswerte für Reibung an Senkkästen Die großen Unterschiede ergeben sich daher.7 Druckluft-Senkkasten. dass dabei nicht nach der Lagerungsdichte bzw.0)·ϕ.6 Absenkdiagramm Qs in Abhängigkeit von der momentanen Absenktiefe z. Der Vorteil im Vergleich zur Brunnengründung liegt in der Zugänglichkeit der Sohle während des Baus (Beseitigung von Hindernissen immer möglich. Bild N03..5 . Zum Vergleich werden die Vertikalkomponenten des Erddrucks – für solche Fälle für (1982) nennt die Werte δa < 0 ! – berechnet.6 N. Das Verfahren wurde 1841 von dem französischen Ingenieur TRIGER erfunden und wird seit 1911 in Deutschland angewendet (BACHUS. Sie ist die Differenz zwischen Gewichtslast G und Mantelreibungskraft Qr und soll stets > 50 kN/m bleiben.10). 1961). wird in der Praxis von einfachen Erfahrungswerten ausgegangen Das Absenkdiagramm ist eine graphische Darstellung der Schneidenlast (Tabelle N03.(0. 1. Konsistenz unterschieden wird.

um eine Sicherheit gegen hydraulische Grundbrüche zu haben.ä. erhöhte Brandschutzmaßnahmen und die stete Bereitstellung einer Krankenschleuse ab einem Arbeitsdruck von 20 mWS. Bei langem Aufenthalt unter hohem Druck (Isokompressionsphase) nimmt das Blut einen erhöhten Anteil an gelöster Luft auf. Die dadurch bedingte Beschleunigung des Bodentransports führt dazu. den Senkkasten auszusteifen. Auch die Schwierigkeit. Wenn der Füllbeton nicht nur als "Bodenersatz".B. das Lösen geschieht heute eher mit Spüldüsen oder kleinen Baggern. dass – sofern nicht hydraulisch gefördert wird – die kombinierte Personen. noch eine ganze Reihe von Anforderungen an die Baustelle.60 durch zwei getrennte Schleusen ersetzt wird. N. Wird der Druck zu rasch abgesenkt.60 zeigt die prinzipiellen Merkmale. entfällt hier durch die Arbeitskammerdecke.0 h beträgt und so mit vier Mannschaften ein Durchlaufbetrieb aufrecht erhalten werden kann. und das Fördern weitgehend durch Spülen (4 bis 8 bar. Verbleibende Hohlräume werden verpresst. - Die "Verordnung über Arbeiten in Druckluft" der TBG (1997) regelt neben Arbeits. kommt es zu einer Anreicherung von Stickstoff im Blut.und Materialschleuse wie in Bild N03. was zu Vergiftungserscheinungen (Tiefenrausch) führen kann. damit der Druck nicht ansteigt und den Kasten anhebt.B. muss man ihn an der Kammerdecke verankern: Die Anker sind während des Absenkens umgebogen und werden vor dem Betonieren in ihre Soll-Lage gebracht. Eine Wirtschaftlichkeitsgrenze z. bilden sich in den Gefäßen feine Gasbläschen. wobei der damit gewonnene Raum zum Ballastieren mit Sand o. wobei zu beachten ist. Auch DruckluftSenkkästen in Kreisringform wurden ausgeführt (LINGENFELSER.und Ausschleusungszeiten. der während des Absenkens 2 . BACHUS (1961) berichtet von einem Trockendock in Le Havre. 1992). Zuschläge nach Sieblinie E. Die Abmessungen von Druckluft-Senkkästen sind in weiten Grenzen variabel.7 Druckluft-Senkkästen können lotrecht (Regelfall) und schräg (maximal 3:1) abgesenkt werden. dass der lichte Querschnitt der Arbeitskammer sich nicht nach oben fortsetzen muss. die sich bei Beatmung mit Sauerstoff verkürzen. da hier die tägliche Arbeitszeit gerade 6. nach schonendem Sprengen. Es können drei unterschiedliche Krankheitsbilder auftreten: - Beim Einschleusen in den Hochdruckbereich (Kompressionsphase) verringert sich das Gasvolumen in den Körperhöhlen. Ohne Spezialverfahren (Sättigungstauchen) ist ein maximaler Arbeitsdruck von 36 mWS zulässig. keine Arbeitsfugen. . Beim Ausschleusen (Dekompressionsphase) muss der gelöste Stickstoff wieder ausgeschieden werden. sondern mit einem schmaleren Schaft gearbeitet werden kann. das 1925 als Druckluft-Senkkasten mit 66 m Breite und 345 m Länge gebaut wurde. dass der Luftüberdruck das Wasser eher aus dem Frischbeton austreibt als sonst.3. genutzt werden kann. pneumatisch oder hydraulisch) oder durch kleine Flurförderer.Tiefgründungen. Deshalb sind beim Ausschleusen der Arbeiter genaue Zeiten einzuhalten. Wände und Decke der Arbeitskammer müssen aus einem luftundurchlässigen Beton bestehen (350 3 kg/m Zement. Während des Einpumpens des Betons muss eine Entlüftung der Arbeitskammer möglich sein. 1961). Pfähle und Anker Seite N. was zu Gelenkschmerzen und Kreislaufbeschwerden führt. Die Arbeitskammerdecke muss im Bauzustand für den Luftdruck in der Arbeitskammer berechnet werden.8 Arbeitsschutz-Vorschriften bei Arbeiten unter Druckluft Arbeiten unter Druckluft stellen eine große Belastung für den menschlichen Organismus dar. Ein konstruktiver Vorteil gegenüber der offenen Senkkastengründung liegt darin. wie z. werden die Arbeitszeiten unter Druckluft begrenzt. wie sie in Bild N03. Bild N03.70 dargestellt sind. es kann ein Barotrauma auftreten. Während der Sauerstoff absorbiert wird. sondern als Teil des Senkastens statisch in Rechnung gestellt werden soll.4 m höher gehalten wird als der Wasserdruck an der Schneide. BACHUS. vgl. Nach dem Absenken wird Beton in die Arbeitskammer gepumpt. die nur die Öffnungen für die Schachtrohre enthält. Letzteres ist auch beim Fugenschluss zu beachten. im Tunnelbau stellt ein Überdruck von 17 mWS dar. Um diese zu vermeiden. evtl.

Tiefgründungen. so bildet sich Nebel. da hier nicht auf Schleusungszeiten geachtet werden muss. müssen auf der Baustelle große Kompressorenstationen vorgehalten werden.8 Zum Ein. Um den Druck in der Arbeitskammer konstant halten zu können. Wird beim Ausschleusen der Druck schnell abgelassen. Auch bei Sprengungen in der Kammer muss diese geräumt und darf erst wieder betreten werden. stecken gebliebene Senkkästen durch kurzfristiges Absenken des Luftdrucks in der Kammer wieder in Gang zu bringen. Ausschleusen von Material stehen neben den Personen-Schleusen immer separate Schleusen zur Verfügung. Oft wird auf Baustellen auch versucht. Bild N03. wenn die Sprenggase durch die Bewetterung entfernt sind.bzw.70: Arbeits.und Schleusungszeiten bei Druckluftarbeiten . Dabei muss aber die Mannschaft in die Schleuse zurück. da sich die Luft auf Grund der Druckreduzierung abkühlt. Pfähle und Anker Seite N.

CSV-Pfähle. Drücken oder Bohren erzeugten Hohlraum hergestellt wird. in entsprechender Vorbereitung (EN 12699 und EN 14199): - DIN 1054: Allgemeine Bestimmungen DIN 4014: Bohrpfähle DIN EN 1536 (06/1999): "Bohrpfähle" mit DIN Fachbericht "Anwendungsdokument zu DIN EN 1536" DIN 4026: Verdrängungspfähle DIN EN 12699 (05/2001) "Verdrängungspfähle" DIN 4128: Verpresspfähle (Ortbeton. aber in der hiesigen Praxis bisher wenig Bedeutung haben. Bauverfahren N. vermörtelte Schottersäulen. Greifen am Bauwerk so große Horizontallasten – womöglich aus wechselnden Richtungen – an. Auch Spundbohlen werden hier mit behandelt.1 Allgemeine Hinweise Ein Pfahl ist ein stabförmiges Bauelement.4 Pfahlgründungen N. aggressives Grundwasser. da sie wie Fertigpfähle eingebracht werden und auch hinsichtlich der Lastabtragung – zumindest vertikal – wie Pfähle wirken. Schließen besondere Baugrundmerkmale (z. unterliegt die Ausführung sehr detaillierten Qualitätsforderungen. Der Übergang von diesen Strukturen zu unbewehrten Pfählen ist fließend.1. das durch Schlagen (Rammen) oder Drücken als Fertigteil im Boden bis auf eine planmäßige Tiefe gebracht werden muss oder das an der Einbaustelle in einem durch Rammen. Darüber hinaus gibt es auch Schraubenpfähle.1 Herstellung von Pfählen. wenn es bereits unter Last steht. artesischer Wasserüberdruck. die drehend und drückend in den Boden eingebracht werden. Pfahlarten.B. Eindeutige Abgrenzungen sind .Tiefgründungen. Hindernisse. N. Betonsäulen.2.2 Übergang von der Baugrundverbesserung zu Pfählen In Vorlesung M.4. wurden Verfahren vorgestellt und behandelt. bei denen pfahlähnliche Strukturen geschaffen werden.4. wenn das dadurch verursachte Verschiebungsmaß auf hinreichend kleine Werte begrenzt bleibt.1.und Verbundpfähle) mit kleinem Durchmesser.nicht immer möglich. die im Verbund mit dem Boden die Belastbarkeit und das Verformungsverhalten des Baugrunds verbessern: Schottersäulen.9 N. In der Bundesrepublik Deutschland sind hierzu verbindlich (durch Einführungserlass) bzw. für SpezialAusführungen an eine bauaufsichtliche Zulassung gebunden sind. DIN EN 14199 (05/2005): "Mikropfähle" Die folgenden Teilabschnitte befassen sich mit den gängigen Typen und Herstellverfahren. Weiterführende Literatur siehe FRANKE (1992).vor allem hinsichtlich des tatsächlichen Tragverhaltens .10 ) gerechnet werden? Stahlbetonpfähle kommen in solchen Fällen allenfalls dann in Frage. N. Pfähle und Anker Seite N. dass Schrägpfähle notwendig sind? (Bohrpfähle können nur eingeschränkt geneigt ausgeführt werden. Da das fertige Element nicht mehr sichtbar ist oder allenfalls wieder sichtbar wird (Spundbohle).4. "Baugrundverbesserung". Fließsandschichten) bestimmte Materialien oder Verfahren aus? Ist die Baustelle mit dem erforderlichen Gerät zugänglich? Herstellung an Land oder im Wasser? Ist das Bauwerk sehr setzungsempfindlich oder kann es die für bestimmte Pfahlarten unvermeidlichen Erstsetzungen ertragen? Müssen Probebelastungen vorgesehen werden? Können die erforderlichen Pfähle innerhalb der verfügbaren Bauzeit risikofrei hergestellt werden? . Sand-Bindemittel-Pfähle und Mixed-In-Place-Elemente.) Muss mit Seitendrücken (siehe N.4. Kalksäulen. die für die marktgängigen Arten genormt.1.4.3 Auswahlkriterien für Pfähle Bei der Auswahl eines Pfahltyps sind folgende Gesichtspunkte zu prüfen: - Sind die Bauwerkslasten in der Sohlfläche des Bauwerks großflächig verteilt oder punktweise konzentriert? Konzentrierte Lasten verlangen konzentrierte Stützung (Schwerlastpfähle).

aus dem insbesondere die bleibende Eindringung s in der letzten Hitze bzw. Wegen der Details wird auf DREES (1991) verwiesen.1.1·s). k = 0. wobei die Eindringung je Hitze (1 Hitze = 10 Rammschläge) registriert und die aufgewendete Rammarbeit daraus abgeleitet und mit den vorausgesetzten Baugrundverhältnissen verglichen wird. ob er eine größt-zulässige Eindringung e eingehalten hat bzw.10 - Kann der gewählte Pfahl mit den verfügbaren Geräten in der erforderlichen Länge hergestellt werden. Es wird mit einem an einem Mäkler (Führungsschiene) geführten Rammbär schnell. Bild N04. indem die Kosten auf 1 stgdm (steigenden Meter) Pfahllänge und 1 MN Tragkraft bezogen werden. Holzrammpfähle sind nur unterhalb des Grundwasserspiegels dauerhaft und werden daher heute praktisch nur für Bauhilfsmaßnahmen (Gerüste) verwendet. ob bei zu großen Werten e die Grenzlast mittels Gleichung N04. Stahl-Rammpfähle: Als Stahl-Rammpfahl verwendet man entweder ein gewalztes (Träger-) Profil oder ein spiralgeschweißtes Rohr oder ein aus Spundbohlen zusammengesetztes Rohr oder ein aus Spundbohlen zusammengesetztes Kastenprofil. über Kopf (begrenzt) und zurückgeneigt werden kann.4 Gerammte. N. Stahlbeton.Tiefgründungen. Die Querbewehrung ist eine durchgehende Wendel mit kleinerer Ganghöhe im Kopfbereich mit Rücksicht auf die Rammschläge.10). für jeden Pfahl die (dynamische) Pfahltraglast ableiten. lassen sich alle Neigungen bis zu 1:1 und Rammpunkte in dem vom Fahrgleis bedienbaren Bereich ausführen. Beispiel siehe Bild N04. Spannbeton (selten) oder Stahl. Wenn erschwerende Umstände wegfallen. wie in Skandinavien häufig.Gewicht von Pfahl + Rammhaube.4. bzw. die in sehr großem Umfang – auch für Einfamilienhäuser – zur Ausführung gelangen. Die Aufstockung des Pfahls ist möglich. der Mittelwert von s über die letzten 3 Hitzen zu entnehmen sind.und Luftschall-Emission usw. erhält der unterste Abschnitt einen Schuh mit einem Stahldorn. dann ist nach SCHENCK (1951) Q dyn = e ⋅ s x ⋅ ⎡− 1 + (1 + 2 ⋅ C ⋅ A / s x ⋅ e 2 ) ⎤ ⎢ ⎥ ⎣ ⎦ wo (N04. dazu muss die Bewehrung am Kopf so weit freigestemmt werden.(Dieselbär) oder langsamschlagend (Dampframmbär) in den Boden eingetrieben. Daraus lässt sich. falls eine Probebelastung zum Vergleich vorliegt. Ortbeton-Bohrpfählen und Stahlrammpfählen. gefolgt von Ortbeton-Rammpfählen. e [cm] die bleibende Eindringung pro Schlag (= 0. sx = EA/L die axiale Pfahlsteifigkeit (Pfahl + Baugrund als einheitliches Federsystem gewertet). Bild N04. Spannbeton oder Stahl und die Spundbohle aus Holz (selten).)? Bestehen Ramm. C = (R + k²·G) / (R+G) der Wirkungsgrad des Rammschlages ist (R .10 berichtigt werden muss.20 dargestellte Rammpfahl sehr wirtschaftlich: quadratischer Querschnitt 34/34 bis 40/40 cm in C45/55 bei maximal 25 m Pfahllänge. die Pfähle auf unebenem Fels aufstehen. daher bei größeren Längen auch Rechteckprofil.3 . dass Stahlbeton-Fertigpfähle am billigsten sind. nicht zu großen Rammtiefen und gut rammfähigem tragfähigem Boden ist der in Bild N04.40.6 empirische Stoßzahl. dass sie gestoßen werden kann oder es kommen einbetonierte Koppel-Endstücke (Stahlteile) zum Einsatz. FRANKE. Das Rammstück erhält eine Rammhaube mit einem Hartholzfutter. In den Niederlanden geht die Entwicklung zu vorgespannten Pfählen mit Querschnitten von 15/15 cm (Nadelpfähle). 1992).30). Die Mindestbewehrung ist 0. Für jeden Pfahl muss ein Rammprotokoll angefertigt werden. Da der Mäkler. schließen die geforderten Pfahllängen aus Transportgründen die Verwendung von Fertigpfählen aus? Ist mit Einsprüchen gegen das Herstellverfahren zu rechnen (Körper. Stahlbeton bzw. Die Stöße müssen mindestens die gleiche Biegesteifigkeit haben wie der Pfahlquerschnitt selbst. .11. kann vermutet werden. 0. Pfähle und Anker Seite N. Für die durchgehende Bewehrung ist meist der Transportzustand maßgebend. vorgefertigte Elemente Die für eine Rammung in Frage kommenden vorgefertigten Bauelemente sind der Rammpfahl aus Holz. s.8 % des Pfahlquerschnitts. G . Siehe dazu die Profiltabellen der Hersteller.a. die mit Hilfe von Bolzen oder Stoßverschraubungen eine Sofort-Verbindung erlauben (Kupplungspfahl.Schlaggewicht. Man stellt an Hand der Probebelastung das Verhältnis n = QL / Qdyn ("Eichfaktor") fest und kann damit für jeden gerammten Pfahl prüfen. Es sei A [MN·m] die aufgewandte Rammarbeit je Schlag..oder andere Einbring-Hindernisse? Sind Einbringen und Ziehen einer Verrohrung (für tiefe Bohrpfähle) sicher möglich? Die unter Beachtung dieser Gesichtspunkte in Frage kommenden Pfahltypen werden schließlich auf ihre Wirtschaftlichkeit hin miteinander verglichen. Falls. Bild N04. Stahlbeton-Rammpfähle: Bei leichterer Bebauung.10 zeigt exemplarisch typische Rammstellungen: die Ramme fährt entweder selbst die Rammpunkte ab oder wird auf ein fahrbares (Rammunterwagen) oder festes Gerüst gestellt.

12 mm dick. wie sie sich gerade noch einschweißen lässt. sie werden durch Auftrennen der IPB 600 und Einsetzen von Stegblechstreifen hergestellt. Bild N04. da sich der Boden dann nicht mehr genügend zwischen Flügelflansch und Pfahlschaft verspannt. 1966) Bild N04.Tiefgründungen.und Kastenpfähle werden nach der Rammung bis zur Oberfläche des tragfähigen Bodens innen freigespült und dann mit Sand oder Beton verfüllt.50. Höhere Profile können jedoch im Lieferwerk bestellt werden. Auch Kombinationen aus Trägerprofilen im unteren Teil und darüber Rohrprofilen sind ausgeführt worden.10: Einsatz von Rammen im Hafenbau (SCHENCK. wenn der obere Pfahlteil frei im Wasser steht (gleichmäßige Steifigkeit nach allen Richtungen). der Pfahl im oberen. Stahlrohrpfähle erhalten im Fußbereich zur Aussteifung und im Hinblick auf eine Verspannung des Bodens im Rohr (Fläche für Spitzendruckansatz. um Material zu sparen. So wird. nicht mittragenden Boden nach den Regeln des Stahlbaus unter Ausnutzung der zulässigen Stahlspannung bemessen.11: Ausrichtungsmöglichkeiten für Mäkler und Rammgut (SCHENCK.11 Die I-Profile haben normalerweise Steghöhen bis zu 600 mm.4. im tragenden unteren Boden dagegen durch angeschweißte Flügel verstärkt. Die Stahlrohre sind in DIN 2448 bzw.2. Bild N04. Der Stahlrammpfahl ist zwar in der Lieferung teuer. Pfähle und Anker Seite N. hat aber den Vorteil großer Biegesteifigkeit und Variabilität. DIN 2458 genormt (Norm-Durchmesser bei der Bemessung beachten!). 1966) . wobei der halbierte PSP 600 L eine besonders wirtschaftliche Flügelform ergibt: Größere Steghöhen des Flügels würden problematisch. Anmerkung: Die Rohr.2 ) eine Blechauskreuzung.50. Auch Trägerprofile können mit Flügeln versehen werden. siehe N. die mindestens 50 cm lang. Bild N04. bei größeren Rohrdurchmessern aber so lang ist.

bzw. je nach Hauptbewehrung mit 4. Bild N04. Zu den Gebrauchslasten (Druck) siehe Abschnitt N.oder 8schlössiger Kupplung Bild N04.5 Ortbeton-Rammpfähle Bild N04. Die Rammrohre bleiben mit ihrem Durchmesser unter 60 cm.60 zeigt die Phasen der Herstellung. der die Tragfähigkeit erhöht. ca. Beim Franki-Pfahl lässt man ein Gewicht im Innern des Rohres auf einen Beton-Pfropfen am Pfahlfuß fallen (Innenrohrrammung). Pfähle und Anker Seite N. . in der Regel sind es 40 bis 50 cm. 1989) N. 30 % dieser Werte bei Zuglast. spricht man von einem Ortbeton-Rammpfahl.20: Stahlbeton-Rammpfahl (SCHENCK.30: Details eines Kupplungspfahls (nach KEMPFERT/SMOLTCZYK.3.4. 2001) Bild N04. Bei Verwendung eines Betonpfropfens kann ein (gegenüber dem Rammrohr deutlich vergrößerter) ausgerammter Pfahlfuß hergestellt werden.12 oberer Pfahl Steckverbindungen Kopfplatte des unteren Pfahles aus Stahl.2 .Transportösen b .50: Auskreuzung am Fuß eines Stahlrammpfahles Wenn ein mit geschlossener Spitze in den Boden gerammtes Rohr anschließend bewehrt und bei gleichzeitigem Ziehen des Rohres betoniert wird. Das Eindringmaß in den letzten Hitzen lässt einen sicheren Rückschluss auf die Pfahltragfähigkeit zu und ist das Indiz für eine ausreichende Rammtiefe. 1966) a . Der Erfinder dieses Pfahltyps war der Belgier FRANKIGNOUL.1.2. Der Fußabschluss kann aber auch durch eine verlorene Fußplatte erfolgen.Öse zum Aufnehmen und Zuführen an die Ramme Bild N04. weswegen der Pfahl oft auch als Franki-Pfahl bezeichnet wird.40: (zusammengesetzte) Profile von StahlRammelementen (nach HOESCH SpundwandhandbuchProfiltafeln. in diesem Fall wird eine Außenrammung durchgeführt.4.Tiefgründungen.

rütteln. 2007) N. auf weichem Untergrund eine kräftige Tragschicht (typisch: kräftiges Geotextil und 40 cm Schotter) aufzubringen.4. trocken . . Bild N04. Daher ist es notwendig. bei dem sich die Ramme auf 2 Pratzen beiderseits des Rohres abstützt. Der für den Untergrund kritische Lastfall ist das Ziehen des Rammrohres. Ein weiterer Vorteil ist die Anpassungsfähigkeit der Pfahllänge an die beim Rammen festgestellte Situation. Bild N04.Tiefgründungen. Als Beispiel zeigt Bild N04.60: Herstellen eines Ortbetonrammpfahles mit Innenrammung (FRANKI Grundbau. Werkbild. Das Einbringen des Betons in das Rammrohr beim Ziehen: flüssig .13 Die Ramme hat ein Raupen. Der Ortbeton-Rammpfahl bietet in verdichtungsfähigen Böden gegenüber Fertig-Rammpfählen den Vorteil. dass der neben dem gerade gerammten Pfahl anstehende Boden nach oben verdrängt wird und dadurch der noch junge Beton der zuvor hergestellten Pfähle beschädigt wird. Pfähle und Anker Seite N.stampfen muss daher mit den anstehenden Böden abgestimmt werden.6 Pfahlherstellung durch Einrütteln Mit Vibratoren können Spundbohlen und Pfähle oder Rohre zum Betonieren von Pfählen in Böden mit Ip < 10 % und höchstens mitteldichter Lagerung sehr wirtschaftlich auf Tiefe gebracht werden (kleiner Geräteaufwand).80 das vom Hersteller angegebene LeistungsDiagramm. dass die Baugrundfestigkeit in der Umgebung des Fußes gezielt vergleichmäßigt werden kann.70 den Geräteaufsatz des MÜLLER-Vibrators von KRUPP. besteht die Gefahr. damit das 50 t schwere Gerät nicht einbricht.oder Schreitfahrwerk und fährt am Rammort eine Grundplatte aus.1. Wenn eine größere Anzahl von Pfählen in engem Abstand gerammt wird. In sehr weichen Böden kann eingebrachter Pfahlbeton weit nach außen ausweichen und Fehlstellen im Pfahl bedingen.

4.100). Pfähle und Anker Seite N. System L. c.12 m Länge lassen sich mit einer Batterie hydraulischer Pressen. System Klammt. 1981). Druckkraft 2. findet aber auch seine Anwendungsgrenze.100: Einpressen von Pfählen (FRANKI Grundbau. leichter Vibrator. MÜLLER & SÖHNE (KRUPP BAUTECHNIK.0 MN.65 MN) abteufen.80: Nomogramm zur Bestimmung der erforderlichen Fliehkraft (KRUPP BAUTECHNIK. wenn genügend Reaktionskraft zur Verfügung steht.oder Nachgründungsarbeiten wirtschaftliche Bedeutung: die Pfähle werden in Abschnitten geringer Höhe unter einem bestehenden Bauwerk in den Boden gepresst (Bild N04. Eignungsversuche auf der Baustelle sollten vor Beginn der eigentlichen Arbeit vorgenommen werden.90: System "Pilemaster" (SCHENCK. Bild N04.B. 1982) Bild N04. b. Vorteil: der Pressendruck gibt in jeder Phase die Grenzlast des Pfahles an.90. sobald die Zugkraft der Reaktionsbohlen oder die Knicksicherheit der gepressten Bohle erschöpft sind.7 Pfahlherstellung durch Einpressen Pfähle wie Spundbohlen können auch mit Hilfe hydraulischer Pressen in den Boden gebracht werden. Dieses "Bohrpressverfahren" ist weniger vom Bodenwiderstand abhängig. wobei jeweils 2 Bohlen gedrückt.1. (max. mittelschwerer Vibrator. d. Werkbild. schwerer Vibrator.25 MN. siehe z.70: a. die übrigen als Reaktionspfähle benutzt werden. Auch Spundbohlen von etwa 8 .Tiefgründungen. Zugkraft 1.14 Bild N04. 1981) 0 1 (MN) Fliehkraft 2 Pfahlmasse (t) 1 10 Widerstand des Bodens (m Rammtiefe) 2 3 20 leicht mittel schwer 4 5 t Bild N04. Druckkraft hier 1. 2007) . max. Bild N04. arbeitet mit 2 zusätzlichen Entlastungsbohrungen durch in den Spundwand-Wellentälern angesetzte Schneckenbohrungen (HORNUNG. Ein deutsches Verfahren. Weitere Hinweise finden sich bei DREES (1991). Geräte-Anordnung. N. Daher hat das Einpressen von Pfählen insbesondere bei Unterfangungs. Max. 1976).

B. dass in einer maschinell hergestellten Bohrung ein unbewehrter oder bewehrter. seltener Polymersuspension) zum Einsatz. Das Bohrrohr (die Verrohrung) wird nach Abteufen der Bohrung unmittelbar nach bzw. wird meist eine Verrohrung. ob dies einen Einfluss auf die Mantelreibung hat.120 ein Beispiel für die Pfahlherstellung.8 Bohrpfähle Ein Bohrpfahl ist dadurch gekennzeichnet. Tonsuspension (Bentonit). Hier ist daher im Einzelfall zu prüfen.4. Um das Bohrloch im Bereich nicht standfesten Untergrundes zu stützen. alternativ eine Stützflüssigkeit eingesetzt. in denen er standfest ist. Zu ihrer Aufbereitung ist zusätzliches Gerät erforderlich. Bild N04. Bild N04. Die Einrichtungen zum Einbringen und Ziehen der Bohrrohre sind heute bei Pfählen mit kleinen und mittleren Durchmessern und Tiefen am Trägergerät angebaut und nutzen dieselben Hydraulikmotoren. meist örtlich betonierter Pfahl hergestellt wird. Bild N04.110: Pfahlbohrmaschinen (ULRICH. Wenn der Boden standfest ist.Tiefgründungen.1. . 1991) Zur Stützung von Bohrlöchern kommen auch Stützflüssigkeiten (z. 1991). parallel mit dem Betonieren oder Auffüllen des Bohrloches wieder gezogen. an der Erdwand verbleibt bei Einsatz von Tonsuspension beim Betonieren ein Bentonit-Film. kann auf das Bohrrohr verzichtet werden. bzw. ab Tiefen.110 zeigt übliche Bohrverfahren (ULRICH.15 N. Pfähle und Anker Seite N. Unter Umständen genügt daher eine kurze Ansatzverrohrung in den Deckschichten.

ohne unnötig viel Bohraufwand und Beton im Schaftbereich aufzuwenden. um Bohrlöcher herzustellen. keilförmiges Fundament. Schrägpfahlbohrungen sind verfahrensbedingt nur begrenzt möglich: bei kleineren Durchmessern 4:1. Beim Entwurf von Bohrpfahlgründungen müssen die verfügbaren Bohrrohre beachtet werden. bei größeren bis 6:1 abnehmend. in Sonderfällen bis 400 cm ausführbar. evtl.57 m (führt zu 10 m2 Fläche) begrenzt. Daher sollte das Bohrrohr stets der Bodenförderung vorauseilen und es werden in der Regel keine Spülhilfen für das Lösen der Böden im Bohrrohr verwendet. Kiessand. in nichtbindigen Böden auf den 2-fachen Schaftdurchmesser. Sie werden horizontal im Bohrlochtiefsten Bild N04. bis sich der Pfahl geringfügig anhebt. dass er aufgrund der großen Schütthöhen bzw. Im Zusammenhang mit Träger-Verbau-Systemen werden die gleichen Pfahlbohrgeräte verwendet. Fußaufweitungen resultieren aus dem Bestreben. Zweckmäßig ist darüber hinaus ein Wasserüberdruck. Störungen des Bodens neben der Bohrung müssen klein gehalten werden. Die Tragfähigkeit des Pfahles wird also durch diese Art der Vorspannung wesentlich erhöht bei gleichzeitiger Minimierung der Verformungen.oder Gummikissen zum Einsatz gebracht. Fußaufweitungen mittels Spezialgreifern sind möglich. solange der Boden entweder selbst standfest ist oder (suspensionsgestützt) stabilisiert werden kann: Der Durchmesser der Aufweitung ist nach DIN EN 1536 in bindigen standfesten Böden auf den dreifachen Schaftdurchmesser bzw. mit denen das Bohrgut gelöst und gefördert wird. . muss unterhalb des Grundwasserspiegels stets mit einer Wasserauflast im Bohrloch gearbeitet werden. Das gleiche Ziel kann auch mit Mantel. Pfahlherstellung unterhalb des Grundwasserspiegels: Um einen hydraulischen Grundbruch des Bodens in das Bohrloch hinein zu verhüten. Verrohrungsmaschinen für Schrägpfähle benötigen ein stabiles. Pfahldurchmesser: ds = 30 cm (bis 10 m Länge zulässig) bis 200 cm (bis 60 m und mehr möglich). Bei Fußverpressungen werden auch Stahl.Tiefgründungen. Schappen (Bohreimer) und Greifer gebräuchlich. der ausreicht. Daher werden Pfähle mit Hilfe eines Schüttrohres im Kontraktorverfahren betoniert. 120 und 150 cm sind gebräuchlich. Hier wird beim Ziehen der Bohrrohre eine geeignete Bohrlochverfüllung (z. Es werden sehr steife Verrohrungen benötigt. mit der Tiefe beibehalten zu können. die Kontaktfläche zum Boden zu vergrößern. Eine Zementeinpressung in den Untergrund über diese Injektionsrohre verfestigt den Baugrund um den Pfahl und erhöht die Verspannung zwischen Pfahl und Baugrund. maximal 3. die beim Aufsteigen auch Bohrgut mitreißt. durch hochhydraulischen Kalk etwas verfestigt) eingebracht. welches ebenso wie die Bohrwerkzeuge von der Schwerkraft in die Vertikale gezogen wird.120: Herstellen eines Bohrpfahls mit Fußaufweitung angeordnet und nach Abbinden des Pfahlbetons unter Druck verfüllt. in die dann Stahlträger für den Verbau eingestellt werden (am Fuß in eine Betonplombe).16 Als Bohrwerkzeuge sind Bohrschnecken. Hierbei ist das Lufthebeverfahren besonders effektiv. Durchmesser von 60. den "Kolbeneffekt" beim Ziehen des Bohrwerkzeugs auszugleichen. Pfähle und Anker Seite N. 90. In das Tiefste eines wassergefüllten Bohrloches wird Luft eingeblasen. Bei Meißelbohrungen muss eine zusätzliche Bohrgutförderung installiert werden (Greifer oder Spülung). Betonieren: Der Beton von Bohrpfählen muss so eingebracht werden. Rollenmeißel werden gerne gemeinsam mit Spülförderungen verwendet.B.und Fußverpressungen verfolgt werden. Weitere Regeln bestehen zur Flankenneigung. um die Richtung eines Bohrrohres. Sie verspannen den Pfahlfuß. Dazu werden mit der Pfahlbewehrung Injektionsrohre eingebracht. Dadurch können in nahezu verdoppeltem Umfang Mantelreibungskräfte genutzt werden und wesentliche Verformungen zur Mobilisierung des Spitzendrucks sind vorweggenommen. im Grundwasser nicht entmischt.

bei Schnecken mit kleiner Seele kann ein Bewehrungskorb in den Frischbeton eingerüttelt werden.4. Mikropfähle Ein Verpresspfahl (Mikropfahl) ist ein Ortbetonpfahl so kleinen Durchmessers. je kleiner ds ist. Pfähle und Anker Seite N. dass meist nicht mehr Beton mit einem Schüttrohr. aber als "unbewehrt" mit konstruktiver Mindestbewehrung ø 12. oft Gewindestäbe mit Stabdurchmessern zwischen 20 mm und 63 mm. aus Hangkriechen oder Bodenbewegungen infolge seitlicher Baugrundbelastungen) denkbar sind (Bemessung nach DIN 1045. jedoch Bügeldurchmesser ≥ 8 mm.130: Herstellung eines Schneckenbohrpfahles (FRANKE. In die Bohrung wird eine Bewehrung eingebaut. .9 Verpresspfähle. in den Querschnitt hineinragende Steine blockierend und müssen durch Meißeln oder Sprengen zerkleinert werden. Während gleichmäßig anstehender Fels zwar die Bohrarbeit erschwert. Gegebenenfalls Beschränkung auf 2 m lange Anschlussbewehrung im Kopfbereich. EN 14199. Schneckenbohrpfähle sind nur vertikal und mit begrenzter Länge herstellbar. Durchmesser bis herunter zu 8 cm sind ausgeführt worden.17 Bewehrung: Bewehrung ist nur erforderlich. sie aber nicht behindert.B. Nach Abbinden der Mantelmischung wird der Kontakt zum Boden oft mit Hilfe einer Verpressung von Zementsuspension optimiert. Risiko von Nacharbeiten). 1992) Herstellungs-Toleranzen: 5 cm bis 2 cm am Bohransatzpunkt. bei dem der in die Schneckenwindungen eingebohrte Boden die Stützung bringt.Tiefgründungen.1. sind lockere Steinlagen oder einzelne. Bild N04.5 % in der Neigung (je weniger Toleranz. wenn planmäßig Querkräfte aufzunehmen sind (Bemessung nach DIN 1045. Die technischen Regeln nennt DIN 4128 bzw. muss in das Bohrrohr eine Hülse eingestellt werden. Bohrhindernisse: sind um so schwieriger zu räumen. a < 20 cm).140. Bei Schnecken mit großem Innenrohr (Seele) wird Bewehrung durch die Seele eingeführt. Die Herstellungsweise des ursprünglich in Italien für Unterfangungsarbeiten entwickelten und als Wurzelpfahl bezeichneten Ortbetonpfahls zeigt Bild N04.130. 2 % bis 0. Abstände unter 25 cm) oder unplanmäßige Querkräfte (z. Der Beton wird beim Ziehen der Schnecke am Fuß mit 2 bis 4 bar Überdruck eingepresst. Schneckenbohrpfähle werden mit Hilfe von Bohrungen mit langer Schnecke. desto teurer: steife Bohrrohre ohne Vorverformung. deren Scherfestigkeit cu < 15 kN/m² ist. Das aus einer Exzentrizität resultierende Kopfmoment muss in der Bemessung von Pfahl oder Pfahlkopfplatte berücksichtigt werden. N. Hülse als Hilfsschalung: Wenn Deckschichten anstehen. Dann spricht man auch von GEWIPfählen. dann aber sehr wirtschaftlich. Das gilt auch für den Fall. sondern ein Mörtel oder eine Suspension eingebracht wird (Mantelmischung). damit der Frischbeton beim Ziehen des Bohrrohres nicht seitlich in den breiigen Boden wegrutscht und im oberhalb liegenden Pfahlbeton Fehlstellen verursacht. Messaufwand. dass der Pfahl oben teilweise frei im Wasser steht. Bild N04. Das Verfahren setzt zur Vermeidung von Bodenentzug beim Bohren und zur Sicherstellung eines nicht abgerissenen. durchgehenden Betonkörpers große Erfahrung der Mannschaft voraus. hergestellt.

bis zu 75° gegen das Lot. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit. falls das wirtschaftlicher oder zur Begrenzung von Verformungen. durch den eine Bauwerkslast in den Baugrund eingeleitet wird.4. allerdings müssen ab α = 15° ausreichend steife Bohrrohre eingesetzt werden. Pfähle und Anker Seite N.140: Herstellung eines Verpresspfahls (Firmenbild Held & Francke) Die Geräte (Ankerbohrgeräte) gibt es mit so geringer Bauhöhe. Bild N04. übernimmt am Kopf die Last Q und über seine Länge gegebenenfalls auch noch durch Bodenverschiebungen infolge seitlicher Flächenlasten verursachte Seitendrücke.4.bezogen auf die Wirkungsfläche . als negativ. um ein Durchhängen zu vermeiden. Der Verbund kann sich auf den Lastübertragungsbereich beschränken. dass die Pfähle noch bei einer Raumhöhe von nur 1. Damit ist nicht ausgeschlossen. Weitere Informationen enthält Vorlesung R. Als Reaktionskräfte bzw. um später tieferreichende Nachbarbauvorhaben zu ermöglichen) zweckmäßig ist. mit dem Bohrgerät auch Fels und Beton durchbohren zu können. wenn die tragfähige Bodenschicht von den Fundamenten des Bauwerks nicht unmittelbar erreicht wird.2. also etwa in einem Keller oder einem Stollen.2 Tragverhalten von Pfählen N. wenn sie den Pfahl belastet.1 Begriffe und Sicherheitsanforderungen Ein Pfahl ist ein stützender Stab. In der neuen europäischen Normung werden die Begriffe Mantelreibung verwendet. zur Erhöhung der Sicherheit oder aus anderen Gründen (z. dass auch eine an sich tragfähige Flachgründung durch eine Pfahlgründung ersetzt werden kann. Bei den Verbundpfählen wird ein durchgehendes.als Reaktionsspannungen wirken der Spitzendruck am Pfahlfuß und die Mantelreibung. . Der Pfahl. Die Kraftübertragung in den Baugrund wird durch Verpressen mit Beton oder Zementmörtel erreicht. .80 m hergestellt werden können. wenn sie den Pfahl stützt. weil sich der Boden relativ zum Pfahl setzt (negative Mantelreibung). oberhalb genügt die Hohlraumfüllung mit TonZement-Suspension.Tiefgründungen. "Spezialverfahren". Pfahlgründungen gehören deswegen zu den Tiefgründungen. vorgefertigtes Tragglied aus Stahl. N. Abschnitt Unterfangungen.150. Verpresspfähle können stark geneigt werden.B.18 Bild N04. Auch bei flach geneigten Pfählen muss die einwandfreie Säuberung. Rb und qb (b für base) für den Spitzendruck sowie Rs und qs (s für shaft) für die Die Mantelreibung wird als positiv definiert. Stahlbeton oder Spannbeton in das Bohrloch eingebracht. Entlüftung und Verpressung der Bohrungen stets gewährleistet sein.

4. Dabei kann das Versagen sowohl aus der Überbeanspruchung des Baugrunds (äußere Tragfähigkeit) als auch aus der Überbeanspruchung des Pfahlmaterials (innere Tragfähigkeit) oder aus einem Knicken resultieren.k R2. Pfähle und Anker Seite N. der Pfahlwiderstand im Grenzzustand der Tragfähigkeit bzw. seltener eine Zugkraft oder eine zwischen Druck und Zug wechselnde Last. die bei einer Probebelastung maximal erreichte Last. Bild N04.150: Einwirkungen und Widerstände an einem Pfahl - Kriechlast QC zulässige Last Qzul zulässige Pfahllast beim Konzept mit globalen Sicherheiten. wenn seine Setzungen bzw. Hebungen stark überproportional anwachsen oder unbestimmt werden. Beim Partialsicherheitskonzept nach EC 7 und DIN 1054:2005 muss gezeigt werden.20·ξ 1.Tiefgründungen. der DIN 1054:2005 gelten folgende Zeichen und Begriffe: - R R1 R1. selbst wenn es nicht zu einem Versagen kommt. "Grundlagen geotechnischer Entwürfe und Ausführungen". Bei Pfahlgründungen ist außer der Gebrauchstauglichkeit (Grenzzustand 2) vor allem der Grenzzustand 1B des Versagens von Bauwerken und Bauteilen maßgebend.4.k R1.19 Die Pfahlkraft Q ist meist eine Druckkraft.10: Teilsicherheitsbeiwerte für Pfahlwiderstände entsprechend DIN 1054:2005 . in der Regel wegen eines zugehörigen Teilsicherheitsbeiwertes von 1 identisch zu R2.40·ξ Pfahlwiderstände. die auf die Einwirkungen zu beziehen sind. (Grenzzustand 1B) Pfahldruckwiderstand bei Probebelastung Pfahlzugwiderstand bei Probebelastung Pfahlwiderstand auf Druck und Zug aufgrund von Erfahrungswerten Formelzeichen γPc γPt γP Tabelle N04.2.2. Last. oder aus rechnerisch festgelegten Arbeitslinien mit empirisch festgelegten Werten für Spitzendruck und Mantelreibung (siehe Abschnitt N.2 ) ermittelt.d Widerstand (in der Regel axialer Widerstand) eines Einzelpfahls Pfahlwiderstand im Grenzzustand der Tragfähigkeit Charakteristischer Pfahlwiderstand im Grenzzustand der Tragfähigkeit Bemessungswert des Pfahlwiderstandes im Grenzzustand der Tragfähigkeit Pfahlwiderstand im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit Charakteristischer Pfahlwiderstand im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit Bemessungswert des Pfahlwiderstandes im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit. bei der deutliche Kriechverformungen des Pfahles unter konstanter Last messbar werden. bei der die Pfahlkopfbewegungen deutlich überproportional zuzunehmen beginnen. Last. die das vollständige Versagen des Pfahles herbeiführt. bzw. Ein Pfahl versagt. siehe Vorlesung J. Hinsichtlich der Teilsicherheitsbeiwerte. Man unterscheidet hinsichtlich des Pfahltragverhaltens zwischen: - Bruchlast QP Grenzlast QL oder Qg Last. der sich aus dem charakteristischen Wert durch Division mit einem Teilsicherheitsbeiwert γ und einem Streuungsfaktor ξ (ksi) ergibt.d R2 R2. bzw. der Gebrauchstauglichkeit wird entweder aus konkret durchgeführten Probebelastungen (siehe Abschnitt N. Im Zusammenhang mit Nachweisen des EC 7 bzw. Hier gilt für die Pfahlwiderstände: Teilsicherheitsbeiwert (lastfallunabängig) 1.4 ).k.30·ξ 1. Die Grenzlast. dass die Bemessungseinwirkung auf einen Pfahl kleiner ist als der Bemessungswert des Pfahlwiderstandes.

ist dem Streuungsfaktor Δξ = 0. bei welcher Pfahl und Boden in unterschiedlicher Art gegeneinander verspannt werden (z. dass die Setzung des Pfahles innerhalb einer Pfahlgruppe größer ist als die Setzung des einzeln stehenden Pfahles.15 bei einer Probebelastung. bis zum kraftschlüssigen Verbund zum Boden.05 bei zwei Probebelastungen und ξ = 1.2. Im Eurocode 7 sind in Abschnitt 7. Daher stellt man unabhängig von der Pfahlart fest. ist die Ermittlung aus horizontalen Normalspannungen dagegen üblich und zulässig. Die Größe der Mantelreibung hängt von der Scherfestigkeit des Baugrunds und damit neben der Kohäsion auch von der senkrecht zur Pfahloberfläche wirkenden effektiven Normalspannung ab. Bild N04.B. die zur Lastabtragung ansetzbare Mantelreibung zuverlässig rechnerisch aus einer durch Erddruckermittlung gewonnenen waagerechten Normalspannung ableiten zu wollen. dass sich der Maximalwert der Mantelreibungskraft bei kleineren Setzungen einstellt als der Maximalwert des Spitzendrucks. über eine starre Kopfplatte auf mehrere Pfähle verteilen.0 bei mehr als zwei Probebelastungen.2 Tragverhalten bei axialer Belastung Wenn eine axiale Last auf einen Pfahl wirkt.oder Wechsellasten ausgesetzt sind. ist dann aber gleichzeitig noch vom Variationskoeffizienten der Probebelastungsergebnisse abhängig. dass Wechsellasten die Tragfähigkeit von Pfählen wesentlich herabsetzen können. Dabei muss berücksichtigt werden. Stauchungen und Scherverformungen in dem durch die Kraftübertragung beanspruchten Bodenvolumen. Es ist deswegen aussichtslos. ξ = 1. Bei statischen Probebelastungen gilt ξ = 1. Diese hängt ausgeprägt von der Herstellungsart des Pfahls ab. siehe Bild N04. Aus Versuchen an verpressten Mikropfählen an der TU München ist bekannt. das dies am Beispiel eines Stahlrammpfahls zeigt.6. Ein weiterer Zuschlag Δξ = 0. die mehr als 20 % des charakteristischen Pfahlwiderstandes R2k im Gebrauchszustand ausmachen. darf der Streuungsfaktor auf den Mittelwert der Probebelastungsergebnisse bezogen werden.160: Entwicklung von Mantelreibung und Spitzendruck mit der Pfahlsetzung Für die Abschätzung der negativen Mantelreibung.2 die Streuungsfaktoren etwas abweichend von DIN 1054 und stets unter Bezug auf Mittelwerte von Probebelastungsergebnissen geregelt.160. N. Man berechnet dann die Vertikalspannung an einer mittleren Stelle des betroffenen Pfahlmantels und multipliziert sie mit dem Beiwert Ko·tan ϕ . weitere Gleitungen zwischen Boden und Pfahlmantel bei konstantem Scherwiderstand. Die zur Weckung der Mantelreibung nötige Relativverschiebung ist klein. müssen daher weitere Abminderungen vorgenommen werden.1 hinzu zu addieren.B. Wenn Pfähle Schwell. Bei Pfahlgruppen. ist die kleinste ermittelte Grenzlast maßgebend und mit ξ abzumindern. das mit steigender Last mehrere Anteile enthält: - Gleitung mit zunehmender Reibung an der Mantelfläche.B. Je zwei dynamische Probebelastungen haben dasselbe Gewicht wie eine statische Probebelastung. Besteht eine Gründung aus voneinander unabhängig wirksamen Einzelpfählen. hydrostatischer Druck von flüssigem Beton). die Lasten z.4. die sich meist in den oberen Pfahlabschnitten entwickelt. Pfähle und Anker Seite N.1 zum Streuungsfaktor ist erforderlich. wobei eine Kalibrierung der dynamischen Probebelastungen an einer statischen Probebelastung erforderlich ist.2. Rammvorgang. der wegen der gegenläufigen Abhängigkeit der Faktoren K0 und tan ϕ von ϕ relativ unempfindlich gegenüber ϕ ist. Wenn diese Kalibrierung nicht auf demselben Baugelände stattfindet. . wenn nur ein direktes (einfaches) Verfahren (z. Bei Pfählen großen Durchmessers ist für die Festlegung der Bemessungslast in der Regel nicht mehr der Sicherheitsabstand zum Versagen. sondern die Begrenzung der Verformungen (Gebrauchstauglichkeit) maßgebend. siehe Anhang D in DIN 1054:2005 und SCHWARZ (2002). Stauchungen und Scherverformungen im Pfahlfußbereich. CASE-Formel) bei der Auswertung der dynamischen Pfahlprobebelastung angewandt wird.20 Der Streuungsfaktor hängt von der Art und der Anzahl von Probebelastungen ab. entwickelt sich im tragenden Baugrund ein Verschiebungsfeld.Tiefgründungen.

Die Form des nichtlinearen Verlaufs der Last-Setzungs-Kurve variiert bei Rammpfählen in Sand in relativ engen Grenzen. In der neuen Normung wird dabei nicht von zulässigen Pfahllasten gesprochen.8 Q/QP rechnerischern Wege nicht zuverlässig voraussagen. Auch der mögliche Spitzendruck lässt sich heute noch nicht ausreichend sicher rechnerisch bestimmen.1 ) und die Beachtung verträglicher Verformungen. Anwendung der Sicherheitsbeiwerte entsprechend DIN 1054 bzw.B. Feststellen der Grenzlast. siehe Tabelle . die für besondere Pfahlarten in Normen oder allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen unter Beachtung klarer Randbedingungen festgelegt sind. 1953) qc / fs = 100 hat sich auch bei den Rammpfählen als gute erste Schätzung erwiesen.2. Diese Werte liegen teilweise sehr auf der sicheren Seite. so dass es sich bei größeren Pfahlgründungen häufig wirtschaftlich lohnen wird.k (charakteristischer Spitzendruck im Grenzzustand qs1.4 0. in den Niederlanden damit begnügt. EC 7 (siehe Abschnitt N.2. siehe etwa MEISSNER (1982). Pfähle und Anker Seite N. Drucksondierungen zu machen und damit Spitzendruck und Mantelreibung zu messen.207. Stahl oder Stahlbeton (Normen) und Ortbetonrammpfähle (spezifische Zulassung) auszugsweise wiedergegeben. 0 Für Rammpfähle liegt in den Küstenländern inzwischen so viel an Erfahrungsmaterial vor. den Einfluss des Durchmessers auf die Traglast ausführen. die Tragfähigkeit im Einzelfall durch Probebelastungen auf der Baustelle oder mit Hilfe spezifischer örtlicher Erfahrungen nachzuweisen.4. Hafenbau) und erfahrenen Planern und Gutachtern verfügbar ist. - N.. Unter bestimmten geotechnischen Voraussetzungen anwendbare Werte sind im Anhang der DIN 1054:2005 genannt. dass die Setzung des Bodens um den Pfahl mit der Tiefe abklingt. wie sie nachfolgend genannt werden und Anwendung der Sicherheitsregeln wie zuvor.2.k (charakteristische Mantelreibung im Grenzzustand der Tragfähigkeit) zu.21 Es ist zu beachten. Nachfolgend sind derartige Festlegungen für Rammpfähle aus Holz.3 Tragfähigkeit verschiedenartiger Pfähle und zulässige Pfahlbelastung Eine Vielzahl von Probebelastungen haben bei regelmäßig hergestellten Pfählen einen breiten Erfahrungsschatz hinsichtlich der Pfahltragfähigkeit verfügbar gemacht.4.B. früher in den Normen DIN 4014 (Bohrpfähle) und DIN 4026 (Rammpfähle). N.170: zunehmende Verformungen bei Annäherung an die Pfahltraglast (SKEMPTON et al.170 zeigt. Die Sonde dient gewissermaßen als Modellversuch für einen Rammpfahl.4.h. Anmerkung: Das mit der Sonde für Sand typischerweise festzustellende Verhältnis zwischen dem Spitzenwiderstand und der lokalen Mantelreibung von 2 4 s[cm] Bild N04.3. einschlägig tätigen Bauherrn (z.20. die negative Mantelreibung kann nur oberhalb dieses Punktes auftreten. S. 1992. der bei Spezialtiefbaufirmen. Somit existiert ein "neutraler Punkt". Die zulässige Belastung von Pfählen kann daher häufig unter Nutzung dieser Erfahrungen – und mit der dann gebotenen Vorsicht – bereits in der Planungsphase festgelegt werden. werden Daten zur Berechnung der Arbeitslinie angegeben. Rückgriff auf Erfahrungswerte von Mantelreibung und Spitzendruck im Grenzzustand. Für die Festlegung zulässiger Pfahllasten bestehen folgende Möglichkeiten: - Durchführen bauwerksspezifischer Pfahlprobebelastungen.1 Rammpfähle Allgemeine Erfahrungswerte für Rammpfähle lassen Vorbemessungen und den Vergleich verschiedener RammpfahlTypen auf der Grundlage empirisch gesicherter Mittelwerte für der Tragfähigkeit) und N04. Die sich hieraus ergebenden zulässigen Pfahllasten haben stets Vorrang vor anderen Ermittlungen zulässiger Lasten. in dem die Relativverschiebung 0 ist. d. Man kann zwar.Tiefgründungen. qb1. sondern von "charakteristischen Pfahllasten im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit".B. Anmerkung: Bei FRANKE. wie Bild N04. Nutzung zulässiger Pfahllasten. für homogenen Baugrund und genau definierte Ausgangszustände mit Hilfe numerischer Verfahren Parameterstudien über z. dass man sich z. die Pfahlsetzung lässt sich aber auf 0 0. während die Setzung des Pfahles selbst im Wesentlichen – bis auf die geringen Stauchungen des Pfahlmaterials – die Setzung des Pfahlfußes ist.

k·As) Hieraus lässt sich mit Hilfe eines Teilsicherheitsbeiwertes von wert des Pfahlwiderstands R1.20: Grenzwerte von Mantelreibung Spitzendruck qs1.k·As).4 3-6 3.Pfähle mit pfähle betonpfähle 3) I-Querpfähle schnitt 2) 20 .k (b für base) bei Rammpfählen (nach FRANKE.10 >10 50 .5 4-9 8 . Die Verspannung stellt sich ein.7. 1 für Grenzzustand 1B und k für charakteristisch) und qb1.5 3-6 Ic nach DIN 18122 Ic = 0.k [kN/m ] (für abgewickelten Umfang) StahlHolzStahlStahlrohrpfähle mit pfähle betonpfähle. Nach der alten Norm ließ sich eine zulässige Pfahlkraft angeben: Qzul = 1/η·(qb1. beruht darauf.R.5 3 .10 0-2 1.180.5 .d.k = (qb1.90 80 .5 .d errechnen: γP = 1.35 35 .75 2 . siehe Bild N04. Es sind jeweils Ab die effektive Spitzendruckfläche und As die effektive Abwicklungsfläche zum Ansatz der Mantelreibung entsprechend Bild N04.5 - 1.20 20 .75 5 . Tabelle N04.10 1. Daher wird bei sehr großen offenen Rammpfahlquerschnitten eine Auskreuzung eingeschweißt.k die Rammtiefe in der tragfähigen Schicht (siehe DIN 4026) Für norddeutschen Geschiebemergel kann i.50 40 .100 1) 2) 3) 4) 5) Für Kastenweiten oder Rohrdurchmesser ≤ 500 mm Für Profilweiten < 350 mm: bei höheren Profilen Stege einschweißen Für Stahlkastenpfähle mit geschlossenem Fuß siehe Stahlbetonpfähle Für qs1.7.80 2-6 5-9 8 .55 50 . solange der Durchmesser des verspannten Bodens unter etwa 60 cm bleibt.80 20 .d = 1/γP·(qb1.65 20 .k ist das die Einbindetiefe t. Pfähle und Anker Seite N.30 30 .20 ein Bemessungs- R1.5 .5 2-5 3.65 60 20 .6.5 .70 60 .75 .10 > 10 2 mittlere Mantelreibung qs1.4 entsprechend Tabelle N04.3 2.3.k·As).k·Ab + qs1.5 6-9 Geschiebemergel 5) halbfest bis fest 80 . rechte Beispiele.7.k (s für shaft. 1992 und SCHENCK.180.k·Ab + qs1.1 bis 5 5 .5 . die Konsistenzzahl Ic wegen zu hohem Überkornanteils nicht mehr nach DIN 18122 bestimmt werden und ist auf der Grundlage örtlicher Erfahrungen einzuschätzen. der dem Boden zusätzliche Möglichkeiten der Verspannung bietet. für qb1.k·Ab + qs1.5 . .45 40 .50 40 .5 4-8 1.5 .70 50 .k [MN/m2] (für umrissenen Umfang des Pfahlfußes) HolzStahlStahlrohr. 1966) Damit ergibt sich entsprechend dem Sprachgebrauch der DIN 1054:2005 als rechnerischer charakteristischer Pfahlwiderstand im Grenzzustand der Tragfähigkeit: R1.4 3 .45 40 . Das dabei übliche Einrechnen ganz oder teilweise eingeschlossener Flächen in der Spitze.100 30 .5 .Tiefgründungen.45 40 . dass sich der Boden zwischen starren Rändern verspannt und wie ein Teil des Pfahles mitwirkt.0.75 Ic=0. I-Querpfähle offene schnitt Kasten1) pfähle Spitzendruck qb1.22 Bodenart Bereich unter OK der tragfähigen Schicht 4) (m) nichtbindige Böden bis 5 5 .

0 m in eine tragfähige Schicht.0 12. annähernd halbfester bindiger Boden: IC ≥ 1.k für gerammte Fertigteile aus Stahl. die sich zur Tiefe fortsetzt. siehe Tabellen C.2 dürfen nur für auf Druck beanspruchte Pfähle verwendet werden.0 5.5 15 ≥ 25 Zwischenwerte dürfen geradlinig interpoliert werden.0 Bruchwert qs1. dass die Pfähle mindestens 5 m in den Baugrund und mindestens 3 m in tragfähigen Baugrund einbinden müssen.0 bzw.170 Tabelle C.180: Beispiele zur Bestimmung der maßgebenden Mantelfläche As (obere Reihe) und der maßgebenden Spitzenfläche Ab (untere Reihe) DIN 1054:2005.2 (Namen der Tabellen aus der Norm). .k in MN/m2 2. Mittlerer Spitzenwiderstand qc der Drucksonde in MN/m2 7. siehe Text der Norm.3 bis C.1: Pfahlspitzenwiderstand qb1.Tiefgründungen.k ≥ 150 kN/m2. Sie gelten für Fertigverdrängungspfähle aus Stahlbeton und Spannbeton mit Ds = 0. Die genannten charakteristischen Pfahlwiderstände dürfen bei Böden mit deutlich besseren als den genannten Eigenschaften noch um bis zu 25 % erhöht werden.5 15 ≥ 25 Pfahlspitzenwiderstand qb1.5.k also für den Grenzzustand der Gebrauchsfähigkeit an. Darüber hinaus gibt DIN 1054:2005 charakteristische Pfahlwiderstände R2. Dabei sind folgende Anforderungen an den Boden im Bereich der tragfähigen Schicht einzuhalten: - ausreichend tragfähiger nichtbindiger Boden: Spitzenwiderstand der Drucksonde von qc ≥ 10 MN/m2. entsprechenden Kantenlängen rechteckiger oder quadratischer Pfähle ohne Fuß. Mittlerer Spitzenwiderstand qc der Drucksonde in MN/m2 7. Anhang C.130 0. Wichtige Voraussetzung ist. Zwischenwerte dürfen geradlinig interpoliert werden.k der Pfahlmantelreibung in MN/m2 0. cu.oder Spannbeton in nichtbindigen Böden Tabelle C. Praktisch gesehen sind die genannten Werte also zulässige Pfahllasten. siehe Tabellen C. Bei Anwendung dieser Werte kann ein weiterer Nachweis für den Grenzzustand 1B der Tragfähigkeit entfallen.20 bis 0. einbinden.2: Pfahlmantelreibung qs1. Pfähle und Anker Seite N.1 und C.50 m bzw.23 Bild N04.070 0.oder Spannbeton in nichtbindigen Böden Die Werte nach Tabelle C. nennt entsprechende Werte für den Pfahlspitzenwiderstand und die Pfahlmantelreibung für gerammte Fertigteile in nichtbindigen Böden in Abhängigkeit vom mittleren Spitzenwiderstand der Drucksonde.k für gerammte Fertigteile aus Stahl. die mindestens 3.

Tiefgründungen, Pfähle und Anker

Seite N.24

Einbindetiefe in den tragfähigen Boden [m] 3,00 4,00 5,00 Einbindetiefe in den tragfähigen Böden [m] 3,00 4,00 5,00 6,00
a

15 100 150 --

R2k in kN Pfahlfußdurchmesser Db in cm 20 25 30 150 200 300 200 300 400 R2k in kN Seitenlänge α a s in cm 300 400 500

35 400 500 600 Tabelle C.3: Charakteristische Pfahlwiderstände

R2k von gerammten Verdrängungspfählen aus Holz in nichtbindigen und bindigen Böden

Zwischenwerte dürfen geradlinig interpoliert werden.

20 200 250 -

25 250 350 400 -

30 350 450 550 650

35 450 600 700 800

40 550 700 850 1000

Tabelle C.4: Charakteristische Pfahlwiderstände

Zwischenwerte dürfen geradlinig interpoliert werden. Gilt auch für annähernd quadratische Querschnitte, wobei dann die mittlere Seitenlänge einzusetzen ist.

R2k von gerammten Verdrängungspfählen mit quadratischem Querschnitt aus Stahlbeton und Spannbeton in bindigen Böden.

Einbindetiefe in den tragfähigen Boden [m]

R2,k in kN Stahlträgerprofile a Breite oder Höhe in cm 30 40 Stahlrohrpfähle b und c Stahlkastenpfähle D bzw. as in cm c 35 bzw. 30 350 450 550 650 700 800 40 bzw. 35 450 600 700 800 900 1000 45 bzw. 40 550 700 850 1000 1100 1200

3,00 4,00 5,00 6,00 7,00 8,00

--450 550 600 700

--550 650 750 850

Zwischenwerte dürfen geradlinig interpoliert werden.
a b

Breite I-Träger mit Höhe:Breite = 1:1 z.B. HEB Profile

Die Tabellenwerte gelten für Pfähle mit geschlossener Spitze. Bei unten offenen Pfählen dürfen 90 % der Tabellenwerte angesetzt werden, wenn sich mit Sicherheit innerhalb des Pfahles ein fester Bodenpfropfen bildet.

D äußerer Durchmesser eines Stahlrohrpfahles bzw. mittlerer Durchmesser eines zusammengesetzten radialsymmetrischen Pfahles: as mittlere Seitenlänge von annähernd quadratischen oder flächeninhaltsgleichen rechteckigen Kastenpfählen.

c

Tabelle C.5: Charakteristischen Pfahlwiderstände R2,k von gerammten Verdrängungspfählen aus Stahl in nichtbindigen und bindigen Böden

N.4.2.3.2 Ortbetonrammpfähle, System Franki Für Ortbetonrammpfähle mit Innenrammung im Rammrohr auf einen Betonpfropfen am unteren Rohrende, hat die Fa. Frankipfahl im Rahmen der bauaufsichtlichen Zulassung zulässige Pfahllasten verankert, die in Abhängigkeit vom Durchmesser des Rammrohres, von der Einbringenergie und der Ausbildung eines ausgerammten Fußes festgelegt sind.

Tiefgründungen, Pfähle und Anker

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Durchmesser des Rammrohres

da

mm t m MN m m
3

335 1,25 6,5 0,90 135 0,25 0,70

400 2,00 6,5 1,25 125 0,37 0,83

420 2,20 6,5 1,35 125 0,40 0,87

500 3,00 6,5 1,60 125 0,45 0,90

560 3,90 6,5 2,00 125 0,58 1,05

610 4,50 6,5 2,40 125 0,70 1,15

Rammbärmasse M Fallhöhe h zulässige Drucklast erforderliche Schlagzahl für 2 m Eindringung erforderliches Fußbetonvolumen (nach Jörß) rechnerischer 6⋅V DF = Fußdurchmesser π ⋅h (nach Jörß) zulässige Zuglast für N = 150 N = 250

m

Mindesteinbindelänge 5,0 m; Einbindung in tragfähige Schicht bei Druck > 2 m, bei Zug > 3 m; Mindestabstand in Fußnähe: 3,5 da; Erhöhung der Schlagzahlen in bindigen Böden: nbind. = 1,2·n; bei geneigten Pfählen z.B. 4 : 1 n4:1 = 1,3·n

MN MN

0,15 0,25

0,22 0,36

0,24 0,40

0,30 0,50

0,38 0,63

0,43 0,71

Tabelle N04.30: Tragfähigkeit von Ortbetonrammpfählen (zul Q); Erfahrungswerte für "System Franki" in nichtbindigen Böden

Bild N04.190: Angaben zur Tragfähigkeit von Pfahlfußverbreiterungen bei Ortbetonrammpfählen System Franki (Werkbild Franki Grundbau, 1993)

Tiefgründungen, Pfähle und Anker

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N.4.2.3.3 Bohrpfähle Die Tragfähigkeit von Bohrpfählen setzt sich ebenfalls aus Spitzendruck und Mantelreibung zusammen. Dazu bietet die DIN 1054:2005 eine am Setzungsverhalten orientierte Berechnungsmethode an, deren Materialwerte allerdings sehr auf der sicheren Seite festgelegt wurden. Bei diesem Vorgehen wird eine rechnerische Arbeitslinie konstruiert, Bild N04.200. Sie setzt sich aus einer rechnerischen Mobilisierung des Spitzendrucks und der Mantelreibung zusammen, wobei die beiden Anteile in unterschiedlicher Weise mit den Verformungen wachsen. Für den Spitzendruck sind in den Tabellen jeweils drei setzungsabhängige Werte angegeben, wobei die Grenzsetzung

Pfahlwiderstand Rk ssg 0,02 Ds 0,03 Ds Pfahlkopfsetzung sg

Rs,k(s)

Rb,k(s)

Rk(s)

sg für den Spitzendruck mit sg = 0,1·D (mit D = Pfahldurchmesser)
angegeben ist. Für die Mantelreibung geht man davon aus, dass ihr Bruchwert bei vergleichsweise geringen Verformungen wird. Sie errechnet sich zu Grenz-Mantelreibung Rs,k(ssg) in MN).

ssg erreicht

sg= 0,1 Ds

ssg = 0,5·(1 + Rs,k(ssg)) ≤ 3 cm (mit
Bild N04.200: Rechnerische Festlegung der Arbeitslinie von Bohrpfählen (nach DIN 1054:2005)

Folgende Tabellen B.1 bis B.4 aus DIN 1054:2005, Anhang B: bodenabhängige Angaben für Spitzendruck und Mantelreibung bei Bohrpfählen, sind anzuwenden bei der rechnerischen Festlegung der Arbeitslinie nach Bild N04.200: bezogene Pfahlkopfsetzung Pfahlspitzenwiderstand qbk in MN/m2 Bei einem mittleren Spitzenwiderstand

s / D s bzw. s / Dh
0,02 0,03 0,10 ( = s g )

qc, der Drucksonde in MN/m2
10 0,70 0,90 2,00 15 1,05 1,35 3,00 20 1,40 1,80 3,50 25 1,75 2,25 4,00

Tabelle B.1: Pfahlspitzenwiderstand qbk Zwischenwerte dürfen geradlinig interpoliert werden. Bei Bohrpfählen mit Fußverbreiterung sind die Werte auf 75 % abzumin- für nichtbindige Böden dern.

bezogene Pfahlkopfsetzung

Pfahlspitzenwiderstand qbk in MN/m2 Bei einer Scherfestigkeit cuk, des undränierten Bodens in MN/m2 0,10 0,20 0,35 0,45 0,80 0,90 1,10 1,50

s / D s bzw. s / Dh
0,02 0,03 0,10 ( = s g )

Zwischenwerte dürfen geradlinig interpoliert werden. Bei BohrTabelle B.2: Pfahlspitzenwiderstand qbk pfählen mit Fußverbreiterung sind die Werte auf 75 % abzuminfür bindige Böden dern.

der auf Fels steht. Pfähle und Anker Seite N. Es ist daher ein Gebot der Wirtschaftlichkeit. bei der endgültigen Bemessung von Pfahlgründungen in halbfestem bis festem bindigen Boden von regionalen Erfahrungswerten oder Probebelastungs-Ergebnissen auszugehen..k und Pfahlmantelreibung qs. 1993).5 0. das sind Pfähle mit Durchmessern kleiner 0. Tabellen B.40: Pfahlspitzenwiderstand qb.5 1. Wenn sich umgekehrt mit der Pfahlspitze kein genügend fester Grund erreichen lässt. Im Regelfall sollten jedoch statt Anwendung dieser Werte Probebelastungen an mindestens zwei Pfählen. Wenn bei einem Bohrpfahl. können entsprechend DIN 1054:2005 Grenzmantelreibungswerte zur Anwendung gelangen. Schwimmende Pfahlgründungen sollten bevorzugt mit planmäßiger Mitwirkung einer Sohlplatte (Kombinierte Pfahl-Platten-Gründung) verwendet werden.40.0 0. siehe Tabelle N04.060 Tabelle B.k und die Mantelreibung qs.k in Abhängigkeit von der einaxialen Druckfestigkeit des Gesteins qu.k [MN/m2] 0.3 m. von einer schwebenden oder schwimmenden Pfahlgründung.4: Pfahlmantelreibung qsk für bindige Böden Bei vorbelasteten bindigen Böden haben sich die Werte der o.3: Pfahlmantelreibung qsk für nichtbindige Böden ≥ 20 Zwischenwerte dürfen geradlinig interpoliert werden.k der Pfahlmantelreibung in MN/m2 0. Da hier der Verbund zum Boden durch ein Verpressen mit Zementsuspension gegenüber normalen Bohrpfählen verbessert wird. wenigstens an 3 % aller Pfähle ausgeführt werden. kann nur die Mantelreibung zur Tragfähigkeit beitragen.27 mittlerer Spitzenwiderstand qc . dass höhere Pfahlkräfte genutzt werden können. siehe Tabelle N04.50.040 0. PfahlspitzenBruchwert der Einaxiale Pfahlmantelreibung widerstand Druckfestigkeit qs.120 ≥ 15 Zwischenwerte dürfen geradlinig interpoliert werden. "Interaktion"). Scherfestigkeit cu.g.10 Bruchwert qs.080 0. die über den zuletzt genannten Bruchwerten für Bohrpfähle liegen. der Drucksonde in MN/m2 0 5 10 Bruchwert qs.2 und B. die in Probebelastungen ermittelten Werte lagen durchweg sehr viel höher.k des undränierten Bodens in MN/m2 0.025 0. nur mit einem Spitzendruck zu rechnen ist. auch als Verpresspfähle oder Gewi-Pfähle bezeichnet.025 0.Tiefgründungen. spricht man von einem Spitzendruckpfahl.0 5. weil ihre Setzungen nur sehr ungenau vorhersehbar sind (siehe Vorlesungseinheit L. spricht man von einem Reibungspfahl bzw. Tabelle B.040 0.1 5.k (Grenzspannungen) für Bohrpfähle im Fels (DIN 1054:2005) Bei verpressten Mikropfählen.5 20 10 0.4 nicht bewährt (RUMPELT et al.k [MN/m2] qu [MN/m2] qb. Für Bohrpfähle im Fels enthält DIN 1054:2005 Grenzwerte für den Pfahlspitzenwiderstand qb. Sie dürften häufig auch dazu führen. .5 Zwischenwerte dürfen linear interpoliert werden Tabelle N04.k der Pfahlmantelreibung in MN/m2 0 0.

Wenn man also die Mantelreibung im Zugversuch bestimmt. Bei Zugbeanspruchung bilden sich räumlich gekrümmte Schalen aus. weil der Verbund zwischen Pfahlmantel und Boden reißt oder dadurch.220.k [MN/m2] 0. v=0 v>0 dx n a = dx · σ z n qt = dx · σ qt Ausgangszustand Belastungszustand Bild N04. kann man auch für Zugpfähle eine Arbeitslinie bei Vorbemessungen aufstellen.210: Schalenmodell für Zuglasteinleitung (QUARG-VONSCHEIDT. dass sich im Boden ein Aufbruchkörper bildet.zumindest oberflächennah .k ≥ 150 kN/m2 N. Eine Modellvorstellung für Aufbruchkörper gibt QUARGVONSCHEIDT (2000) an. bei ungünstiger veränderlicher Einwirkung gilt γQ.stb = 0.kleiner als die am Druckpfahl wirkende.20 0. Scherfestigkeit im undränierten Zustand cu.stb charakteristische Zugkraft mit Teilsicherheitsbeiwert. wobei er den Boden um den Zugpfahl im Ruhezustand als Zylinderschalen ansieht. der bei einsetzender Hebungsbewegung nicht sofort aufgehoben ist.dst = 1.220) gekennzeichneten rechnerischen Volumen aus und vernachlässigt den Scherwiderstand an dessen Mantelfläche.0 bzw.2. Mit den Werten der Tabellen B.k bei verpressten Mikropfählen (DIN 1054:2005) Spitzenwiderstand qc > 10 MN/m2 der Drucksonde ** Konsistenzzahl Ic >1. wenn für den Boden ein Stoffgesetz mit Berücksichtigung der behinderten Dilatanz zugrundegelegt würde. siehe oben. Der Zugpfahl versagt entweder. Keinesfalls sollte aber auf der Baustelle auf Zugversuche verzichtet werden.4 der DIN 1054:2005.4.3 und B.10 Tabelle N04.5 charakteristische Eigengewichtskraft (gerechnet mit unterem 5-%-Fraktil-Wert der Wichte) Teilsicherheitsbeiwert für günstige ständige Einwirkungen mit γG. ssg um 30 % zu erhöhen. aber dafür einen größeren Scherwiderstand. Zusätzlich muss der Aufbruchkörper erdstatisch nachgewiesen werden. Pfähle und Anker Seite N. Die wirkliche Bruchfläche hat eher den mit "b" skizzierten gekrümmten Verlauf – hat also ein kleineres Gewicht.stb Qk γQ. die sich auf den Pfahl abstützen (Bild N04.4 Zugpfähle Bei Zugpfählen entfällt der Spitzendruck. Bild N04.28 Bodenart Mittel. wobei empfohlen wird. 2000) Bild N04.dst ≤ Gk·γG.210).40 bzw.9 Bei der Berechnung von G geht man von einem durch den Umriss "a" (Bild N04.3.15 0. qs1. Die Grenzzustandsgleichung lautet: Qk·γQ. liegt man auf der sicheren Seite. in der Praxis muss also ein Zugversuch als Beweis dienen.und Grobkies * Sand und Kiessand * Bindiger Boden ** * Lagerungsdichte D ≥ 0.Tiefgründungen.dst Gk γG.50: Charakteristische Werte für die Pfahlmantelreibung qs1.220: Aufbruchkörper bei Zugbelastung von Pfählen . außerdem ist die Mantelreibung . Der Verbundbruch lässt sich bodenmechanisch nur nachweisen.

und Zeit-SetzungsDiagramme von Pfahlprobebelastungen. Die Verschiebung wird an 3 Punkten gemessen. Die weiteren Bilder N04. Es ist zweckmäßig. Aus den Messungen in verschiedenen Tiefen lassen sich die Verteilung der Normalkraft im Pfahl ermitteln und damit Mantelreibung und Spitzendruck voneinander trennen. das allerdings bei Reibungspfählen zeitlich erweitert werden muss.4 Axiale Pfahlprobebelastung Axiale Probebelastungen werden ausgeführt. Axiale Pfahlprobebelastungen werden als statische oder dynamische Belastungen vorgenommen. um ein Abweichen von der axialen Richtung beim Pressen sofort zu bemerken (Gefahr für die Pressen!). 3 Db) liegen und über eine Traversenkonstruktion die Lasteinleitung in den Probepfahl erlauben. Totlasten (Betonquader oder Sandsäcke. Dabei werden entweder Bauwerkspfähle untersucht. Für die Belastung soll immer eine hydraulische Presse verwendet werden. soll so ausgelegt werden. oder besondere Prüfpfähle an Stellen. mindestens zwei Probebelastungen durchzuführen. die einen oberen Pfahlteil (Lastabtragung nur über Mantelreibung) und einen unteren Pfahlteil (Lastabtragung: Mantelreibung und Spitzendruck) auseinander drückt.5-fache.260 und N04. die für die Baugrundbeschaffenheit ein eher ungünstiges als durchschnittliches Beispiel geben. Nachfolgend wird die in Deutschland gebräuchlichste Art der statischen Probebelastung mit Traversen und Zugverankerung vorgestellt. Unter der Plattform sorgt ein Graben für den Zugang zum Pfahl. Presse im Pfahl.2. um die Last-Setzungs-Linie Q(s) für eine aktuelle Baugrundsituation zu messen. Sehr zu empfehlen ist zusätzlich die Messung der Verschiebung (in einer oder zwei mittleren Pfahltiefen und) am Pfahlfuß mit Vertikal-Extensometern (Metallstange in einem Hüllrohr) (Bild N04. die in gewissem Abstand zum Probepfahl (mindestens 2. mit dem Nivellier). Bild N04.2. N. die auf einer Plattform über dem Pfahl liegen. führt dies – unabhängig von komplexen Messeinrichtungen im Pfahl – zu zusätzlichen Aussagen über die Aufteilung von Mantelreibung und Spitzendruck. dass möglichst die 2. Die hydraulische Presse stützt sich gegen die ballastierte Plattform ab und drückt dabei den Pfahl in den Boden. Bild N04. evtl. Hinsichtlich des Reaktionssystems ist bei vertikalen statischen Pfahlprobebelastungen zu unterscheiden zwischen: - Reaktionsankern. Es ist mindestens die Pfahlkopfverschiebung zu messen (mit Messuhren gegen ein stabil und unabhängig gegründetes Gerüst und zusätzlich z. Wenn sich dabei die untersuchten Pfähle hinsichtlich Länge oder Durchmesser unterscheiden.4.240.29 N. Zur Kraftmessung dient der Druck an der hydraulischen Presse und zusätzlich eine Kraftmessdose.1 Statische Probebelastung mit Verankerung Bild N04.230: Mess-Systeme bei vertikaler Pfahlprobebelastung Die Versuchseinrichtung.5 m bzw. Ebenso wird die Bewegung der Reaktionslagerpunkte geodätisch kontrolliert. auch Bauwerke).230) oder alternativ die Messung der Pfahlstauchung in zwei oder mehreren Querschnitten (z. Pfähle und Anker Seite N.250 zeigt das empfohlene Belastungsprogramm.oder Zugmesszelle zwischen Pfahlkopf und hydraulischer Presse erfolgen. Die Kraftmessung soll durch eine Druck. falls sie zum Zeitpunkt des Versuchs verfügbar sind und durch den Versuch nicht in ihrem Tragverhalten beeinträchtigt werden. mit DMS).Tiefgründungen. .270 zeigen typische Last-Setzungs. aufgebracht werden kann.2-fache Gebrauchslast.B.4. Gelegentlich wird auch mit speziellen Kraftmessdosen am Pfahlfuß der Spitzendruck gemessen.4. mindestens aber die 1.B.

Das auf diese Weise entwickelte Diagramm zeigt eine Kurve mit einer ziemlich abrupten Krümmungsänderung.30' innerhalb der letzten 30 min des i-ten Lastintervalls protokolliert und Q als Funktion dieser Wertefolge aufgetragen wird. nicht vorbelastete Pfähle.B. allerdings wird sich ein derartiger Pfahl unter erneuter Last weniger setzen als benachbarte. wenn dazu Probebelastungen an Bauwerkspfählen ausgeführt werden. beachte: a ≥ 4·B bzw.270: typisches Zeit-Setzungs-Diagramm Für jede Laststufe wird die Endsetzung ermittelt und in ein Diagramm Q(s) eingetragen. indem die Setzungszunahme Δsi. da ein Zugpfahl nach einem Versagen in der Regel nur noch eingeschränkt tragfähig ist. aus der eine Kriechlast QC abgeleitet werden kann.280: Diagramm zur Bestimmung der Kriechlast Qc (HOUSEL.280.5 m Bild N04. ≥ 2. Bild N04. Außerdem wird das Kriechverhalten kontrolliert. Bild N04.Tiefgründungen. die Kriechlast QC nicht überschreiten. Bei einer Abnahmekontrolle auf der Baustelle soll.30 Bild N04. bei der der Pfahl versagt (z. Pfähle und Anker Seite N.25-fachen Wert der Bemessungslast bzw.250: empfohlenes Belastungsprogramm für Pfahlprobebelastung Bild N04. die im Versuch erreichte Last oder die Last. 1966) .260: typisches Last-Setzungs-Diagramm Bild N04. bei der die Setzung s so groß ist wie 10 % des Pfahldurchmessers. die Versuchslast bei Zugpfählen den 1. Bei Druckpfählen ist auch nach einer Probebelastung bis zur Grenzlast keine Einschränkung in der Tragfähigkeit zu erwarten. Als rechnerische Grenz- last QL nimmt man entweder die Last.240: Pfahlprobebelastung mit verankertem Reaktionssystem. im Zugversuch).

In einer Tiefe von einem bis zwei Pfahldurchmessern unterhalb des Pfahlkopfes wird die Beschleunigung mit einem Beschleunigungsmessgerät und die Dehnung des Pfahls mit Hilfe eines aufgeklebten Dehnmessstreifens (DMS) während des (mehrfachen) Durchlaufens der eingeleiteten Stoßwelle durch den Pfahl aufgezeichnet. auch bei einem nur sehr kleinen Stoßimpuls z. Knicken ist auch dann zu untersuchen. Bei großen Bauvorhaben mit vielen Pfählen und mit hinsichtlich der Pfahllastabtragung nicht genau bekannten Baugrundverhältnissen. . bei denen z. z. einer statischen Belastung aber nicht gleichwertig. darf die rechnerische Grenzlast im Verhältnis der Durchmesser umgerechnet werden. Pfähle und Anker Seite N. Integritätstests Wesentlich kostengünstiger als statische Probebelastungen. auf Baustellen. N. Die Auswertung des Durchlaufens einer Stoßwelle durch einen Pfahl erlaubt auf jeden Fall. sind dynamische Pfahlprobebelastungen.und Zugwellen durchlaufen wird.4. obwohl diese Modellähnlichkeit nur für die Mantelreibungsanteile ausreichend abgesichert ist.und Zugwellen und damit die Berechnung des Widerstandes an den Reflektionsstellen.B. Die Geschwindigkeit c der Ausbreitung der Stoßwelle ist mit c= E im Beton eine Materialkonstante. schätzt man nach SCHIEL (1960) die Lage dieses Punktes mit Hilfe der elastischen Länge L* nach Gleichung L04. vom Fallgewicht initiierte Druck-Stoßwelle am Pfahlfuß als reine Druckwelle reflektiert.2. Dynamische Probebelastungen sind aussagekräftig und hilfreich. die teilweise frei stehen.290 (oben) skizzierten unterschiedlichen Lagerungsbedingungen der Pfahlköpfe zu prüfen. DIN 1054:2005 nennt eine undränierte Scherfestigkeit von cu ≤ 15 kN/m2 als Untersuchungskriterium. in allen Zwischenfällen als Kombination aus Druck. Die zwei unabhängig registrierten Messsignale erlauben die Unterscheidung der Druck. die durch Z = E · A / c ρ (A = Fläche) definiert ist. Mit zunehmender Stützwirkung des seitlichen Bodens nimmt die Knicklast erheblich zu. mit einem Hammer. Hier reicht es. auf denen sonst eine Probebelastung gar nicht vorgenommen würde.40 wie folgt ab (Bild N04. ist es zweckmäßig. Dazu lässt man eine schwere Fallmasse auf den Pfahlkopf schlagen. müssen auf Knicken untersucht werden. dass der Pfahl von Druck. N. Gerüstpfähle im Wasser. die Beschleunigung des Pfahlkopfes über die Zeit zu registrieren und die Reflexionszeiten des Hammerschlagsignals auszuwerten.31 Wenn Probebelastungen an Pfählen mit einem kleineren (aber stets mit mindestens dem halben) Durchmesser als dem der Bauwerkspfähle durchgeführt werden müssen. Wegen der deutlichen Abhängigkeit der Böden von den Zeiteinflüssen einer Belastung sollte man dynamische Pfahlprobebelastungen vor allem ergänzend zu statischen Belastungen einsetzen bzw. ergibt multipliziert mit der Geschwindigkeit v eines Pfahlteilchens (die aus der Integration des Messsignals des Beschleunigungsaufnehmers gewonnen werden kann) ebenfalls ein Maß für die Pfahlkraft. Die dynamische Steifigkeit des Pfahls (Impedanz).290): Fall a: Kopf gegen Verschiebung und Verdrehung gehalten: Fall b: Kopf nur gegen Verschiebung gehalten: Fall c: Kopf nur gegen Verdrehung gehalten: Fall d: Kopf frei beweglich: Damit ergibt sich die Knicklast: Qk lk = 0. aber ohne Möglichkeit zur abgesicherten Ermittlung des Verformungsverhaltens.5·(h + L*) lk = (h + L*) / 2 lk = h + L* lk = 2·(h + L*) = (π2 / lk2)·(EI)p .Tiefgründungen.5 Knicken von Pfählen Pfähle.2 Dynamische axiale Probebelastungen. Da der Einspannpunkt eines Pfahles unterhalb der Bodenoberfläche liegt.4.und Zugwellen. Es sind die in Bild N04. einige wenige Pfähle statisch und dynamisch zu testen und aufgrund dieser Kalibrierung weitere Probebelastungen aus Wirtschaftlichkeitsgründen dynamisch durchzuführen. da die Stoßwelle an jeder Pfahleinschnürung oder an jedem nennenswerten Riss im Pfahl messbar reflektiert wird. 3 % aller Pfähle probebelastet werden sollen. Bei starrem Untergrund wird die durch den Pfahl laufende. bei sehr nachgiebigem Untergrund als Zugwelle. die Prüfung der Integrität eines Pfahles.2. die den Pfahl um einige Millimeter in den Boden eintreiben soll.4. Man sollte sich merken.B. Pfahl-E-Modul und Pfahlquerschnitt ergibt sich die im Pfahl wirksame Kraft. Aus dem Verlauf der zwei Signale über die Zeit lässt sich die am Pfahlfuß durch den Fußwiderstand aufgenommene Pfahlkraft und die am Pfahlmantel in den Baugrund übertragene Kraft bei vereinfachten Annahmen zur Dämpfung theoretisch ermitteln. Aus dem Produkt von Dehnung (DMS-Signal).B. wenn Pfähle in flüssigen oder breiigen Böden stehen.

.32 Bild N04.4. Nach gut 20000 Lastwechseln wurden die Verformungen rasch größer. der einer Druck.2. Bei einmaliger Beanspruchung liegt das Tragvermögen eines über Mantelreibung tragenden Pfahles zwischen der ZugGrenztraglast und der Druck-Grenztraglast. was praktisch und im Vergleich zu den ersten Verformungen als Versagen anzusehen ist. so reduziert sich seine Tragfähigkeit deutlich. der durch wechselnde Mantelreibung eine wechselnde Scherbeanspruchung erfährt.Zug.und Kontraktanzvorgänge im Boden seitlich des Pfahls. Diese 2-fache statische Grenzzuglast wird daher als Bezug für Aussagen zur Tragfähigkeitsminderung von Pfählen unter zyklischer axialer Beanspruchung verwendet. Ursache sind wohl kumulierte Dilatanz. ob die Wechselbelastung nur im Druckbereich. Dabei ist von untergeordneter Bedeutung.Wechselbelastung ausgesetzt wurde.290: Knickfälle (oben) mit den zugehörigen Knicklängen (unten) (SCHIEL. Die mögliche Bandbreite der Tragfähigkeit entspricht also etwa der 2-fachen Grenzzuglast. Die Bandbreite betrug 55 % der Bezugslast (2-fache Grenzzuglast). 1960) N.Tiefgründungen. nur im Zugbereich oder im Wechsel zwischen Druck und Zug stattfindet. Pfähle und Anker Seite N. bei etwa 24000 Lastwechseln wurden 10 mm Hebung / 9 mm Setzung erreicht.6 Tragverhalten bei zyklischer axialer Beanspruchung Wird ein Pfahl in axialer Richtung häufig belastet und wieder entlastet.300 zeigt das Verhalten eines Pfahles. also einer zyklischen Belastung unterworfen. SCHWARZ (2002) hat das Phänomen großmaßstäblich an Verpresspfählen in Sand untersucht. Zunächst lagen die Verformungen des Pfahlkopfes zwischen 4 mm Setzung und 1 mm Hebung. Bild N04.

ohne eine besondere Bemessung in Kauf genommen. 2. dass die Pfähle überwiegend axial beansprucht werden. Bohrpfähle mit Durchmessern über 60 cm.B. den Bettungsmodul ks mit ks = Es / d (Es .k 0. Bezugslast 10 mm bei ca. stark geneigt eingebracht zu werden. nennenswerte Biegemomente aufzunehmen.Steifemodul. d .56·R2z.00·R2z. Stabverpresspfähle usw.Bild N04.7 Tragverhalten bei Biegebeanspruchung Viele Pfahlarten sind nach Abmessung und Baustoff nicht in der Lage. bei der die Bandbreite der zyklischen Lasten zwischen 10 % und 55 % der Bezugslast lag. sind in der Regel auch geeignet.33 Hebung [mm] Hebung [mm] Wechselbelastung: 55% der statischen Bezugslast 10 mm Kriterium erreicht N = 24059 N = 60815 Anzahl Lastwechsel [N] Lastwechsel [log N] 100000 200000 1Mio 2 Mio Setzung [mm] 5 mm Kriterium erreicht 28 % der stat. 95 kN 37 % der stat. Es wird nicht unterschieden.k 0. ob die zyklischen Lasten als Schwellbelastung (nur Druck bzw. Dazu kann iterativ eine Abminderung des Bettungsmoduls im Pfahlkopfbereich erforderlich sein. . Zu erwartende Lastwechselzahl 1 100 10 000 100 000 Charakteristische Lastspanne 1.und Schrägpfählen – derart konstruiert werden. 2002) Bild N04. mit der Momente aus z. unplanmäßigen Exzentrizitäten oder Baugrundbewegungen abgedeckt werden. nur Zug) oder als Wechselbelastung (Druck/Zug) auftreten. Pfahlgründungen mit derartigen Pfählen sollen – durch Kombination von Lot. Dazu wird der Pfahl als elastisch gebetteter Balken berechnet und es ist in erster Näherung üblich. Üblich ist dabei ein Ansatz mit b = 3·d. z. es gilt jedoch der Zusammenhang.Pfahldurchmesser) anzusetzen.310: Verhalten verschieden beanspruchter Pfähle unter scher axialer Belastung zyklischer axialer Belastung (nach SCHWARZ. Bezugslast Setzung [mm] Drucklastabfall auf ca. Pfähle und Anker Seite N. Bezugslast 55 % der stat. derartige Pfähle auch planmäßig auf Biegung zu beanspruchen und dafür zu bemessen. dass die Anzahl der möglichen Lastwechsel umso größer wird.B.4. Die entsprechenden Pfahlarten: schlanke Stahl-Ramm-Profile.0 Mio LW Bild N04. die wenige Prozent der Axialkräfte nicht überschreiten. Daher ist es heute üblich. Auch bei vergleichsweise kleinen Wechsellasten wird die Tragfähigkeit des Pfahls bei dauerhafter Beanspruchung deutlich reduziert.k 0. können nur mit Zusatzaufwand stark geneigt werden. aus der sich mit Hilfe von Teilsicherheitsbeiwerten Bemessungswerte ergeben. Sie haben aber gleichzeitig ein gutes Biegetragvermögen.68·R2z. Pfähle mit größeren Querschnittsabmessungen.2.60: charakteristische Lastspannen bei zyklischer Belastung (DIN 1054:2005) Werte gelten für verpresste Mikropfähle in nichtbindigen Böden oberhalb des Grundwasserspiegels ≥1 000 000 N. Oberflächennah ist zu kontrollieren.40·R2z. Ihre Biegesteifigkeit wird dann als Tragreserve angesehen.k Tabelle N04. In DIN 1054:2005. Dieser variiert also entsprechend den Bodeneigenschaften mit der Tiefe. Bei der Ermittlung des Erdwiderstandes kann eine mitwirkende Breite des Bodens seitlich "vor" dem Pfahl zum Ansatz gebracht werden. im Anhang D (informativ) wird das Tragverhalten axial zyklisch beanspruchter Pfähle durch eine Reduktion der charakteristischen Lastspanne.Tiefgründungen.k 0.310 zeigt die Ergebnisse weiterer Versuche. dass die durch die Bettung im Boden geweckten Spannungen den Erdwiderstand nicht überschreiten. in Abhängigkeit von der Anzahl der erwarteten Lastwechsel berücksichtigt.80·R2z.300: Verhalten eines Pfahles unter zykli. Sinngemäß werden dann Horizontalkräfte. je kleiner die Lastbandbreite ist.

2. Sie werden in der Regel nicht als elastisch gebettete Balken berechnet.4. .9 Einspannung von Pfählen im Baugrund Bei konstantem Steifemodul Es und daraus abgeleitetem Bettungsmodul errechnet sich die "elastische Länge" eines im Boden eingespannten Pfahles zu L*4 ≈ (E·I)p / Es .2. mit denen im Hafenbau Schiffsanpralllasten aufgenommen werden. Beispiel: Der Ansatz eines konstanten Bettungsmoduls an der Pfahlwandung bei einem starren Pfahl legt den Drehpunkt im unteren Drittelspunkt der Pfahllänge fest. Sie wirken als eingespannte Biegefeder und sollen einen großen Federweg (d. bei denen die Beanspruchungen aus Horizontalkräften gegenüber denen aus Vertikalkräften in der Regel überwiegen. wie die folgende Rechnung zeigt (siehe dazu auch Bild N04.40 und Abschnitt N. Für derartige Konstruktionen hat BLUM (1932) eine Berechnungsmethode für die erforderliche Einspanntiefe im Baugrund vorgeschlagen. In besonderem Umfang planmäßig biegebeanspruchte Pfähle sind Dalbenpfähle. Lösung für 2 l1 − 3 ⋅ l2 − 2⋅ 2 3 l1 l3 2 =0 l1 2 ⋅ l3 2 =0 l2 = ½ · l1 − 3 ⋅ l1 ⋅ l 2 − 2 N. Pfähle und Anker Seite N. sollte er im tragenden Boden mit etwa 2·L* einbinden.4.34 Auch Trägerpfähle von Baugrubenverbauten sind planmäßig biegebeanspruchte Pfähle. Gleichgewichtsbetrachtungen und empirische Regelungen ermittelt.5) worin (E·I)p die Biegesteifigkeit des Pfahles ist. Pfahlbreite = b 2 v 1 ⋅ l1 ⋅2 2⋅3 + v 2 ⋅ l2 2 ⋅2 2⋅3 ) − H ⋅ l1 = 0 (1a) (2a) 1 2 2 ⋅ k s ⋅ b ⋅ ( v 1 ⋅ l1 − v 2 ⋅ l1 ⋅ l 2 ) − H ⋅ l1 = 0 1 ⋅k s 3 2 ⋅ b ⋅ ( v 1 ⋅ l1 + v 2 ⋅ l2 2 ) − H ⋅ l1 = 0 Bild N04.4. Auflagerbedingungen. ein großes Arbeitsvermögen) haben.320) Bei einem kurzen gedrungenen Pfahl (starr) kann durch Messung von Kopfverschiebung und Kopfverdrehung die Gültigkeit eines Ansatzes konstanter Bettung überprüft und die Größe des Bettungsmoduls rückgerechnet werden: σh = k s ⋅ v (1) (2) ΣH = 0 ΣMA = 0 ks ⋅ b ⋅ ( ks ⋅ b ⋅ ( v 1 ⋅ l1 v 2 ⋅ l2 − )−H = 0 2 2 Bettungsmodul ks = konst. Die erforderliche Einbindetiefe kann aber besser wie nachfolgend dargestellt in Abhängigkeit von den abzutragenden Lasten aus Erddruckbetrachtungen und über das Gleichgewicht der horizontalen Kräfte und der Momente bestimmt werden. vielmehr wird ihre Belastung über Erddruckannahmen. (vgl. lastbezogener Entwicklung und Verlauf ableiten.2.h.Tiefgründungen. N.320 (3) (4) 2 3 ⋅ v 1 ⋅ l1 − 3 ⋅ v 2 ⋅ l1 ⋅ l2 = 2 2 ⋅ v 1 ⋅ l1 + 2 ⋅ v 2 ⋅ l2 2 v 2 l2 = v 1 l1 v2 = l2 ⋅ v1 l1 (3a) 2 v 1 ⋅ l1 − 3 ⋅ v 1 ⋅ l2 − 2 ⋅ v1 ⋅ 2 l3 2 =0 l1 1. Gleichung L04.8 Horizontale Pfahlprobebelastung Horizontale Pfahlprobebelastungen können einfacher als vertikale dadurch erreicht werden. Um für ein statisches System einen Pfahl im Boden als eingespannt ansetzen zu können. Aus der Messung der Kopfverschiebung und der Kopfverdrehung der belasteten Pfähle lassen sich Aussagen zum Bettungsmodul am Pfahlmantel hinsichtlich Größe. dass zwei Pfähle beispielsweise auseinandergedrückt werden.

350 dargestellt. Es ist leicht vorstellbar. stellt sich. aber nirgends überschritten werden kann.350: große äußere Horizontalkräfte (ZTV-Lsw 88. Nachfolgend dargestellte Überlegungen stammen aus den "Entwurfs. Bei großen Kräften ist nahe der Geländeoberfläche bei großen Verformungen kein oder nur ein kleiner Spannungszuwachs zu verzeichnen. der als lokale Größe anzusehen ist und zu dem anhand der obigen Bilder Folgendes bemerkt werden kann: Bei kleinen Kräften sind die Spannungsänderungen noch etwa proportional zu den Verformungen. kann also ein zutreffender. je nach der Richtung der wirksamen Reibungskräfte. Da sich der Bettungsmodulverlauf während der Belastungsgeschichte verändert hat. Nach der Herstellung eines Pfahles wirkt ohne äußere Belastung allseitig rings um den Pfahl der Erdruhedruck bzw.35 Auch bei üblicherweise pfahlgegründeten Lärmschutzwänden werden die Pfähle fast ausschließlich horizontal. wiederum lokal.340 und N04. belastet. der Bettungsmodulverlauf kann noch etwa konstant über die Pfahlhöhe angesetzt werden. Der Quotient aus Spannungsänderungen und Verformungsänderungen ist als Bettungsmodul definiert.340: geringe äußere Horizontalkräfte (ZTV-Lsw 88. mit zunehmender Tiefe bedarf es dazu größerer Beanspruchungen. Jetzt ist demnach ein mit der Tiefe anwachsender Bettungsmodul festzustellen. die zur Mobilisierung der Erddruckkräfte benötigt werden. wobei - die Gleichgewichtsbedingungen und die Verträglichkeitsbedingungen exakt erfüllt werden müssen und gleichzeitig die Scherfestigkeit im Boden lokal oder im Grenzfall überall zwar erreicht. ein durch den Betonierdruck vorgegebener Erddruck (Bild N04. . 1997) Die zugehörigen Pfahlverschiebungen sind nicht dargestellt. dass zwischen den Spannungsänderungen und den Verschiebungen kein linear proportionaler Zusammenhang bestehen kann.und Berechnungsgrundlagen für Bohrpfahlgründungen und Stahlpfosten von Lärmschutzwänden an Straßen. kann der Pfahl als biegestarr angesehen werden. von der Belastungsgeschichte unabhängiger Bettungsmodulverlauf nicht angegeben werden. 1997) Bild N04. sonst würde dort der Erdwiderstand überschritten. In größerer Tiefe sind die Verschiebungen kleiner. die Spannungsänderungen dagegen größer.Tiefgründungen. Nahe der Geländeoberkante wird der Grenzzustand des Bodens schon bei kleinen Spannungen und Verschiebungen erreicht.und Verkehrswesen. Pfähle und Anker Seite N. Im Vergleich zu den großen Verschiebungen. in diesem Fall durch Wind. 1997) Bild N04.330). der aktive oder der passive Erddruck ein. Die Entwicklung der horizontalen Spannungen am Pfahlmantel mit zunehmender äußerer Belastung des Pfahles ist qualitativ in den Bildern N04. Infolge einer Horizontallast und einem am Pfahlkopf angreifenden Moment ändert sich die Erddruckbeanspruchung am Pfahl.330: keine äußeren Horizontalkräfte (ZTV-Lsw 88. Ergänzungen zu den Zusätzlichen Technischen Vorschriften und Richtlinien für die Ausführung von Lärmschutzwänden an Straßen (ZTV-Lsw 88)" der Forschungsgesellschaft für Straßen. Wenn die im Boden wirksamen Spannungen lokal die Scherfestigkeit des Bodenmaterials erreichen. Bild N04. an der Pfahlwandung.

350 für den Grenzzustand in die idealisierte Form von Bild N04.5 · t2 / (tan ϑ + tan β) c' ϕ' K0 K0 = 1 – sin ϕ' . wenn die Kräfte die aufzunehmenden äußeren Lasten multipliziert mit einem Sicherheitsfaktor. räumlicher Anteil = F · c' Reibungskraft.36 Geht man davon aus. Hgr und Mgr sind messungen t und Δt ermittelt werden. Für die Berechnung der Erdwiderstandskräfte werden als besondere mögliche Randbedingungen die Lage des Pfahls in einer beliebig geneigten Böschung.33 · t · γ · Ko · tan ϕ' · F = Ce + 2 · (Cr + Rr) Kohäsionskraft. Aus den dargestellten Gleichgewichtsbedingungen können die Ab- Ep1 und Ep2 als räumliche Erdwiderstandskräfte bekannt sind. so kann Bild N04.370: Erdwiderstandsermittlung am Pfahl in der Böschung (KEMPFERT / SMOLTCZYK.360 überführt werden. die dieses Element aus dem Boden herauszuschieben vermag. berücksichtigt.370). dass der aktive Erddruck im Vergleich zum Erdwiderstand vernachlässigt werden kann. der auch kleiner als der Böschungswinkel sein darf. räumlicher Anteil = 0. 2001) Es gelten die Bezeichnungen: Ep G Q Ce Cr Rr C b l F Erdwiderstandskraft Gewicht Reaktionskraft in der Bruchfuge = l · b · c' Kohäsionskraft. Pfähle und Anker Seite N. Aufsicht Schnitt Krafteck Bild N04. Die Schnittflächen sind nicht identisch mit den Begrenzungsflächen eines Bruchkörpers. ebener Anteil Pfahldurchmesser = Bruchkörperbreite Länge der Bruchfuge Seitenfläche des Bruchkörpers Kohäsion Reibungswinkel Ruhedruckbeiwert = t / (tan ϑ + tan β) / cos ϑ = 0. Dabei sind alle Kräfte in ebenen Prüf-Schnittflächen eingetragen. Bild N04. da das dargestellte Verfahren im Zusammenhang mit Lärmschutzwänden auf Straßendämmen entwickelt wurde. Gesucht wird die Kraft Ep.Tiefgründungen. Gleichgewichtsbedingungen (ZTV-Lsw 88. wenn auf beiden Seiten des Pfahls die kleine hervorgehobene Belastungsfläche ergänzt wird. kohäsiver Boden und ein Reibungswinkel.360: idealisierte und vereinfachte Erddruckverteilung. 1997) Die Betrachtung wird an einem räumlichen Element vorgenommen (Bild N04.

390. durch die der einzelne Pfahl unmittelbar auf Biegung beansprucht wird. kann im Rahmen der Fehler der Eingangsgrößen vernachlässigt werden. dieser Wert festgelegt worden. Da es sich um ein grundbruchähnliches Versagen des Bodens handelt und wie beim Grundbruchnachweis entsprechend DIN 4017 die Sicherheit auf die Last bezogen wurde. Bild N04. δ sollte mit δ < ½ ϕ' angesetzt werden. Über die erforderliche Größe des Global-Sicherheitsbeiwertes η kann diskutiert werden. lässt sich ein globaler Sicherheitsbeiwert η = 2 begründen. FEDDERS (1978).C · cos ϑ . Der Fehler. 2001) E ph = E p ⋅ cos δ Die maßgebende Kraft Ep für eine bekannte Pfahltiefe t ergibt sich aus einer Minimalwertbestimmung bei Variation von ϑ.4. muss der Seitendruck statisch nachgewiesen werden. Pfähle und Anker Seite N. Sofern die Stahlbeton-Bemessung auf Gebrauchslasten abgestimmt ist. Für die Gründung von Lärmschutzwänden an Bundesfernstraßen ist aufgrund von langjährigen positiven Erfahrungen mit Längen. bei der Dammschüttung hinter einem Brückenwiderlager.B. indem die Spannung ep1 auch auf der Pfahlrückseite als zutreffend (trotz anderer Böschungsgeometrie) und zusätzlich als konstant angeDer Wandreibungswinkel nommen wird.380 gilt: Ep · cos δ . angesetzt werden.Q · sin (ϑ + ϕ) = 0 Ep · sin δ . 2 nachträglich geschütteter Damm Falls sich bei Ansatz charakteristischer Werte für die Scherparameter (EC7. Dann kann eine Ermittlung der Böschungs.Tiefgründungen. welches auch am Zentrum Geotechnik erhältlich ist. .Q · cos (ϑ + ϕ) + G = 0 und nach einigen Umformungen Ep ⎡ cos ϑ sin ϑ ⎤ G C⋅⎢ + ⎥ + cos (ϑ + ϕ) sin ( ϑ + ϕ ) cos ( ϑ + ϕ ) ⎣ ⎦ = cos δ sin δ − sin (ϑ + ϕ) cos (ϑ + ϕ) Bild N04.2. kommt es bei Böden mit geringer Scherfestigkeit und hohem Wassersättigungsgrad zu seitlichen Verschiebungen.C · sin ϑ .9) der Fall ergibt. Bei Böden mit einer Konsistenzzahl IC ≤ 0.37 Die Kräfte G. C und R können aus geometrischen Bedingungen ermittelt werden.4 rückrechnen ließen.380: Geometrie des Bruchkörpers (KEMPFERT / SMOLTCZYK. 7. N. Bild N04. da bei den geringen Vertikallasten des Wandsystems aus Gleichgewichtsgründen die Wandreibung begrenzt ist. wie z. müssen die Pfahlschnittgrößen aus den Grenzbelastungen entsprechend angepasst werden.a.390 dargestellten Fall muss die horizontale Stützkraft des Widerlagers auf den Dammkörper. die sich mit einer globalen Sicherheit von η = 1. Mit den Bezeichnungen aus Bild N04. die über die Pfähle bereitgestellt wird. dass die Grenzzustandsgleichung knapp erfüllt ist – insbesondere bei Böden mit Vgl >15 % und w ≥ 75 % –. Anmerkung: Beim Geländebruchnachweis für den in Bild N04.390: Dammschüttung auf weichen Böden neben pfahlgegründetem Widerlager 1 Widerlager. DIN 4084) für den Zustand ohne eine Verdübelungswirkung der Pfähle vorgenommen werden. Zur Beurteilung dieses Risikos müssen die Scherparameter des weichen Bodens bekannt sein. Mit den äußeren Lasten und den Erddruckangaben können auch die Pfahlschnittgrößen aus Gleichgewichtsbedingungen ermittelt werden. Geländebruchsicherheit (s.bzw. der durch Annahme einer dreieckförmigen Erddruckverteilung entsteht.25 ist der Nachweis immer zu führen. Die Minimalwertbestimmung sowie die Berechnung aller geometrischen Größen werden am einfachsten mit Hilfe eines kleinen EDV-Programms geschehen.10 Seitendruck auf Pfähle Wenn die Geländeoberfläche neben bestehenden Pfahlgründungen belastet wird. Ep2 kann vereinfacht ermittelt werden.

sondern einen globalen viskosen Fließvorgang handelt.410 erhält dann der Pfahl. 1963) p = (1 + 1. Er erfüllt die Gleichgewichtsbedingungen und klingt mit dem Pfahlabstand rasch ab. dass die Schubspannung an den Flanken des Pfahls nicht größer als cu werden kann.B. ob es im Boden zur vollen Plastifizierung (kein statisches Gleichgewicht) oder zu nur eingeschränkt plastischen Verschiebungen kommt. Bild N04.Tiefgründungen. unabhängig von seiner Länge in Anströmrichtung den Druck Bild N04. z. dass es sich in Wirklichkeit nicht um lokales plastisches Fließen. dazu die Lösung von PRANDTL für den zwischen zwei Platten gepressten plastischen Körper). das nach dem Foto umgezeichnete Bild N04.5·cu = 7. Fall 2: Verschiebung des weichen Bodens bis zu einem Ruhezustand. Durch die Bedingung. an der Rückseite eine entsprechende Zugspannung auf.5·π + 0.420.5 ergibt sich p = 5·1. siehe z. unterscheidet man zwei Fälle: Fall 1: Der Pfahl "durchpflügt" den Boden.420: Verschiebungsbild eines Bodens nach Pfahlumströmung (WENZ.430. nicht aber die Druckspannung erhöht. 1960) cu anzusetzen. wobei die Auflast entgegen der Auffassung von DE BEER/ WALLAYS (1972) nur die Fließgeschwindigkeit. Bei dieser Betrachtungsweise wird der Pfahl nur durch die lokalen Spannungsänderungen (Zwänge) belastet. Fall 1: BRINCH HANSEN/LUNDGREN (1960) schlugen als erste vor. WENZ (1963) ging prinzipiell auch von der Vorstellung des Grundbruchs aus. befindet sich der ganze weiche Boden im Fließzustand (vgl. zeigen dagegen. Den wirklichen Zustand des Bodens kann man sich aus zwei Teilzuständen zusammengesetzt denken: a. nicht durch die quer zum Pfahl homogene allgemeine Normalspannung aus dem Teilzustand a.. Bei Ansatz des Gleitlinienfeldes (b) in Bild Bild N04. diesen Fall als einen horizontalen Grundbruch anzusehen und den Fließdruck p proportional zu Bild N04.3·cu . ist er statisch bestimmt.0)·cu . Bei diesem Denkmodell bleibt die Mitwirkung des Bodens neben und hinter der Lastplatte unberücksichtigt. wie sie sich aus der Spannungsumlagerung zwangsläufig ergeben müssen. Die von WENZ gemessenen Verschiebungsbilder. Pfähle und Anker Seite N. der an ihm plastisch vorbeifließt.5·π + 1)·cu = 8. 1963) p = (2. Ihnen entsprechen neben dem Pfahl jeweils die Spannungen mit dem umgekehrten Vorzeichen.38 Je nachdem. Mit dem Grundbruch- beiwert Nc = 2 + π ≈ 5 für einen wassergesättigten. An der Stirnseite tritt eine Normaldruckspannung. Beiträge zum Druck liefern nur die dreieckigen und die Kreissektor-Bereiche. wobei der Pfahl je nach seiner Steifigkeit ganz oder teilweise mitgenommen wird. Dem überlagert sich b.400.5·cu .410: Gleitlinienfeld bei Umströmung eines Pfahls (WENZ.3..410) und verwendete die Lösung für den ideal glatten Pfahlmantel (2 symmetrische Dreiecke vor der Lastplatte). durch den Pfahl verursachter Spannungszustand in der Art von Bild N04.430: Spannungszustand neben umströmtem Pfahl . ein lokaler. erstbelasteten Boden und einem "Tiefenbeiwert" 1. Bild N04. verlängerte aber das Gleitlinienfeld um den Pfahl herum (Bild N04.4.400: Fließdruck um einen Pfahl aus dem Gedankenmodell eines horizontalen Grundbruchs (BRINCH HANSEN/LUNDGREN.B. Je nach Völligkeit des Schubspannungsverlaufs längs der Flanken erhält man beim quadratischen Pfahl einen Druck Bild N04.

ohne dass die Pfähle im Material versagen? Frage 2: Kann die Verdübelungskraft in den tragenden Boden eingeleitet werden.450: Erhöhung des Seitendrucks auf Pfähle bei enger Pfahlstellung (WENZ. . Dieser Weg ist nur in gering scherfesten Böden (geringe Erdwiderstandskraft) sinnvoll. Fall 2: Kennzeichnend ist hierbei. erhöht sich nach WENZ (1963) der Druck in Abhängigkeit vom Verbauverhältnis. Ein anderer Weg.450 zeigt. Umgekehrt können Pfähle aber auch daraufhin bemessen werden. Maßgebend ist der kleinste ermittelte Wert p. wie es Bild N04. dass die Pfähle unter Umständen schon durch andere Einwirkungen teilweise ausgelastet sein können und deswegen nur noch beschränkt zusätzliche Spannungen aufnehmen können. besteht darin.4. Als Pfahlbelastung verbleibt (Bild N04. geteilt durch die Anzahl der quer zur Kraftrichtung stehenden Pfähle ist. bei letzteren ist die Breite b gleich dem Pfahldurchmesser. dass der cu-Wert von der Anströmge- schwindigkeit abhängt (LEINENKUGEL / NAHRGANG. Bild N04. den wesentlichen Anteil an der Verformungsarbeit leistet. Bodenmechanisch ergeben sich zwei Fragen: Frage 1: Wie dicht müssen Pfähle eines bestimmten Profils gesetzt werden.2. Die Pfähle tragen nur untergeordnet zu einer Lastabtragung bei. planmäßig derartige Einwirkungen aufzufangen. die vom Boden allein nicht aufgenommen werden können. p = ea(q) . um eine Bodenmasse zu stabilisieren. oder die Gesamtbreite des Pfahlrostes. wo- - der Pfahlabstand a. dass der Boden über Scherverformungen.440: Horizontalbelastung von nicht umflossenen Pfählen aus einer Erddruckbetrachtung P = p ⋅ B . N. Der mit Pfählen durchsetzte Bodenkörper unter der Gründung erfährt entsprechende Erddruckbelastungen. ea als Last zu nehmen und den Pfahl als elastisch gebettet zu rechnen.ep . Die Kraft je stgdm ist beim allein stehenden Pfahl bei die wirksame Breite entweder Bild N04. damit die gewünschte Wirkung erzielt wird. wenn der Pfahlbock die Lasten zur Tiefe ableiten muss. weil nur er physikalisch möglich ist. Das Diagramm gilt für quadratische wie runde Pfähle. ohne dass dieser versagt? In beiden Fällen darf nicht vergessen werden.440). 1978. die bergseits den aktiven und talseits den passiven Erddruck (teil-)mobilisieren. 1984) gehen dagegen jetzt von p = 7·cu (früher: 10) aus. oder die 3-fache Pfahlbreite 3·b. SCHMIEDEL. 1963) Wenn der Pfahl in einer Gruppe steht. Pfähle und Anker Seite N.39 Die "Empfehlungen des Arbeitskreises Seitendruck auf Pfähle" (FEDDERS.Tiefgründungen. Eine erhebliche Unsicherheit liegt darin. also bei langfristigen Vorgängen viel kleiner sein dürfte als bei der Messung im Labor oder mit der Flügelsonde im Feld. der die Eigensteifigkeit des Pfahles berücksichtigt. Dem trägt im übrigen auch der Korrekturbeiwert von BJERRUM Rechnung.11 Pfähle als Dübel Der zuletzt behandelte Seitendruck auf Pfähle stellt eine unerwünschte Beanspruchung dar. 1974).

Tiefgründungen. Zunächst wird eine Böschungsbruchuntersuchung ohne Dübel durchgeführt. dass er den Pfahl mindestens teilweise einspannt und sich auf der Rutschfläche wie ein starrer Körper bewegt. die Grenzzustandsgleichung also nicht erfüllt ist. um die Lage der ungünstigsten Bruchfläche zu ermitteln. Dabei möge sich ergeben. Zur Stabilisierung werden daher im aktiven Teil des Rutschkörpers.460: Ermittlung der Dübelkraft im Hinblick auf die Pfahlbemessung a) v0 soll auf ein zulässiges Maß v1 reduziert werden.01 für Lehme (wF < 30 %) bis 0.2: Eine vorhandene Böschung zeigt Kriechbewegungen und soll daher stabilisiert werden. Nach SCHWARZ (1987) berechnet man das Gewicht G [kN/m] des Rutschkörpers (Begrenzung ist in diesen Fällen meist geologisch vorgegeben) und erhält die BemessungsQuerkraft b) Q d = Ivα ⋅ G ⋅ sin ϑ ⋅ ln( v 0 / v 1 ) Die Proportionalitätskonstante Ivα wird dabei als Viskositätsindex bezeichnet und hat bodenspezifische Werte von 0. 1/ 3)⋅ h . die zur Erfüllung des Gleichgewichts nötigen Querkräfte angebracht. Im Fall a) (Bild N04.470: Versagensformen einer durch Dübel zu sichernden Böschung: a) Rutschmasse voll plastifiziert. dass an der Koppelstelle die Stabverformung stetig verlaufen muss. Bild N04.1: Eine Böschung soll im Zuge einer Baumaßnahme hergestellt werden. dass der Ausnutzungsgrad 1/f > 1 ist. Die Größe des unbekannten Randmomentes ergibt sich aus der Bedingung.480) teilt man den Dübelstab in zwei Hälften und berechnet ihn in beiden Hälften als elastisch gebetteten Stab mit einer Randkraft Bild N04. Mit dem Rechenmodell der elastischen Bettung ergibt sich das Bemessungsmoment Md = (Qd / n) ⋅ L* + ( 1/ 2 bzw.470 zeigt. Frage 1: Fall 1.480)wird die unter Frage 1 ermittelte Querkraft auf n Pfähle verteilt und die Kraft Qd/n in eine Lastfläche e1(x) oder e2(x) umgerechnet. möglichst im Tiefpunkt der Rutschfläche. Die vorhandene Kriechgeschwindigkeit Bild N04. Bild N04. Fall 1. b) Rutschmasse bewegt sich als starrer Körper [ ] Q0 = Qd/n und einem unbekannten Randmoment M0. dass die Bemessung der Dübel sehr davon abhängt.06 für hochaktive Tone. Frage 2: Bild N04.480: Ermittlung der Dübelkräfte . Pfähle und Anker Seite N.40 Das Problem wird im Folgenden als ebenes BöschungsbruchProblem behandelt. ob sie den rutschenden Boden als Kragarm bremsen soll oder ob der rutschende Boden eine so hohe Konsistenz hat. ϑ ist der Neigungswinkel der Rutschfläche und entspricht also bei oberflächennahen Verschiebungen in etwa dem Böschungswinkel β. Im Fall b) (Bild N04.460.

Einbringkriterien sind zu beachten: Lärm.4. An Beanspruchungen kommen in Frage: - vertikal durch äußere lotrechte Lasten (Druck): Einzelpfahl. Zugänglichkeit. Erdbeben. Erschütterungen. dass beim Herstellen von Pfahlgruppen aufgrund der Herstellreihenfolge (erst tiefe Pfähle. Einleiten von Gebäudelasten in tieferliegende tragfähige Schichten Vergleichmäßigung und Verringerung von Verformungen bei Gründungen Pfähle benötigen im Grundriss eventuell weniger Platz als Flachgründungen Abgraben neben einem pfahlgegründeten Bauwerk ist einfacher zu realisieren als neben einer Flachgründung Zugpfähle können der Auftriebssicherung dienen Verbau mit Pfählen und Pfahlgründungen lassen sich gelegentlich kombinieren große H-Lasten bei geringen V-Lasten (z. Bei der Anordnung von Pfählen in der Gruppe sind Abstände zueinander einzuhalten. Eine Ausnahme stellen Kombinierte Pfahl-Platten-Gründungen dar. pH-Wert) und Wässern sind zu beachten und evtl.Tiefgründungen. Andererseits sollen die verfügbaren Traglasten der Pfähle möglichst optimal ausgenutzt werden. dass die Lasten einer Stütze von einem einzigen Pfahl abgetragen werden. Ortbeton).2 Zur Beanspruchung von Pfählen Die Beanspruchung von Pfählen muss mit ausreichendem Sicherheitsabstand geringer sein als ihre innere und äußere Tragfähigkeit. Rammpfähle (Holz. in der Gruppe bei Auftriebssicherung vertikal durch verformungsbedingten Zwang: negative Mantelreibung. DIN 1054:2005 und die Materialnormen (allgemein) sowie die Zulassungen enthalten viele Detailregelungen und sind als technische Regelwerke zu beachten. horizontal am Schaft: Seitendruck. Pfähle und Anker Seite N. Anpassung der Pfahlneigung an die Lastneigung. zu berücksichtigen. die selbst auch wie eine Flächengründung wirken können. Gründung von Lärmschutzwänden) begünstigen Pfähle Pfähle können auch als Dübel wirken (Böschungsstabilisierung bei Widerlagern) Für den Regelfall gibt DIN 1054:2005 vor. etc. darf also nicht angesetzt werden. Stahlbeton. Außerdem sind Verformungskriterien zu beachten. Angriffe aus aggressiven Böden (Kontamination. dann flache Pfähle) (Arbeiten von der Mitte nach außen) keine vorab hergestellten Pfähle beschädigt werden. Besonders bei tiefliegenden tragfähigen Schichten oder besonderen Ansprüchen an geringe Verformungen sind Maßnahmen zur Tragfähigkeitserhöhung (Mantelverpressung. bei der Materialauswahl zu berücksichtigen. Fußaufweitung. Mikropfähle.B. N. So lässt sich der Aufwand für andernfalls erforderliche Pfahlkopfkonstruktionen gering halten. Herstelltoleranzen haben Auswirkung auf die Pfahlbelastung.3 Entwurf und Berechnungen von Gründungen auf Pfählen N. Das Tragverhalten des einzelnen Pfahls ist zu prüfen: Aufsitzen auf Fels. Um Lasten möglichst direkt in den Baugrund einleiten zu können. in folgenden Fällen zweckmäßig: - Überbrücken nicht tragfähiger Schichten. ihre gegenseitige Interaktion zu beachten. angeschweißte Flügel bei Stahlrammpfählen etc. Presspfähle) sind die Wirtschaftlichkeit und die Beachtung der örtlichen Randbedingungen (Platz. Stahl. Bei der Auswahl der Pfahlarten: Bohrpfähle. Sonderpfähle (z. dynamisch . Weiterhin werden auf einer Baustelle zur Minimierung der Baustelleneinrichtung nur möglichst wenige verschiedene Pfahldurchmesser und in der Regel immer nur eine Pfahlart eingesetzt. sieht man bei der Gründung von Hochbauten gerne vor. Rammbarkeit. Pfahlgruppe. Einbinden in tragfähigen Boden. Gips. schwimmende Pfahlgründung.4. Eine mittragende Wirkung von Bauteilen.41 N. bei der die Interaktion von Pfählen und einer Bodenplatte planmäßig zur wirtschaftlichen Verformungsminimierung dieses Gründungssystems genutzt wird. dass die Lasten eines Bauwerks bei einer Pfahlgründung allein durch die Pfähle in den Baugrund einzuleiten sind. Wind.3. Interaktionen horizontal am Kopf: Erddruck-Differenzkräfte. Vor allem bei Bohrpfählen sind Variationen in der Länge möglich. Umverteilungen vertikal durch äußere Zugkräfte: eher einzeln bei Verankerungen.B. Belastbarkeit der Arbeitsebene) maßgebend. Fußverpressung.B.) zu erwägen.3.4. Dübelwirkung Transport mit Biegung von Fertigpfählen Beanspruchung beim Einbringen.1 Zur Wahl von Pfahlgründungen Pfahlgründungen sind z.

B. gelten folgende Berechnungsannahmen: - die Pfahlrostplatte ist im Verhältnis zu den Pfählen so steif. bei dem eine Gruppe von Pfählen durch eine Kopfplatte zu einer Tiefgründung für ein Bauwerk verbunden ist.3. die Pfahlrostplatte sehr biegeweich ist wie z. Wie bei den Flachgründungen kann auch bei Pfahlgründungen die Kopfplatte in einzelne Elemente aufgeteilt werden: Pfahlböcke. Pfähle und Anker Seite N. Begriffe. die Pfähle äußere Kräfte und Momente durch ihre Biegesteifigkeit in den Baugrund einleiten müssen (Kopf. da dann ihre Tragfähigkeit und der Verschiebungs. Pfahlroste ohne Lotpfähle. je tiefer die tragende Schicht liegt.42 N. Die Bezeichnung stammt aus einer Zeit. sondern entlang des gesamten Pfahlmantels an den Untergrund abgeben ("schwimmende Pfahlgründung") oder wenn die Pfahlrostplatte selbst planmäßig mit zur Lasteinleitung beiträgt (kombinierte Pfahl-Platten Gründung). d.h.B.4. B. dass keiner ihrer Pfähle bei irgendeinem Lastfall auf Zug beansprucht wird. dass die Pfähle nur als annähernd momentenfreie Stützstäbe wirken.Tiefgründungen.4.490 skizzierte statische Modell. Bild N04.oder Fußeinspannung) – insbesondere. wenn sich Wechselbeanspruchungen zwischen Druck und Zug nicht vermeiden lassen. wenn äußere Kräfte wie z.4 Statische Berechnung von Pfahlrosten mit axial belasteten Pfählen N. die tragende Bodenschicht ist im Verhältnis zur Pfahlkopfbewegung setzungsfrei.1 Berechnungsannahmen Wenn eine Pfahlgründung so konstruiert wird. bei aufgelösten Konstruktionen bzw. wenn die Pfahlfußpunkte bleibende Verschiebungen (Setzungen) erfahren. Vereinfachungen sind nicht mehr zulässig. bei Stützmauern). - . wird man horizontale Lasten des Bauwerks durch Schrägpfähle in den Boden übertragen: bei wechselnder Richtung der H-Lasten nach allen 4 Richtungen und möglichst symmetrisch.3 Pfahlroste: Allgemeines. 1992). Allgemein wird man aus wirtschaftlichen Gründen bemüht sein so zu konstruieren. Die o. sonst auch einseitig entsprechend einer vorherrschenden Lastrichtung (z. Konstruktions-Gesichtspunkte Unter einem Pfahlrost versteht man ein Gründungssystem.490: Pfahlbock = Gedankenmodell mit Pendelstäben und starrer Pfahlkopfplatte Mit diesen Annahmen ergibt sich das in Bild N04.4. dass sie sich statisch wie ein starrer Körper verhält. Wo das ausführbar ist. Pfahlböcke werden möglichst so entworfen. die ein deutlich von Pfählen verschiedenes LastVerformungs-Verhalten aufweisen.4. die Pfähle ihre Lasten nicht primär im Fußbereich. die Pfähle gelten an Kopf und Fuß als gelenkig gelagert. Erddrücke unmittelbar am Pfahl angreifen.und Verdrehungswiderstand der Gründung größer sind.3. ihr Verformungsverhalten geht rechnerisch in die Steifigkeit der Pfähle mit ein. das Bauwerk zusätzlich durch Elemente wie z. Dies entspricht dem Bettungsmodul-Ansatz bei Flächengründungen. Die mit der erstgenannten Annahme errechneten Pfahlkräfte werden durch die Nachgiebigkeit der Pfahlrostplatte umgelagert. nur mit paarweise symmetrischen Schrägpfählen. das Verhältnis der Zugkraft zur Druckkraft klein zu halten. haben sich in Erdbebenzonen bewährt (SCHENCK / SMOLTCZYK / LÄCHLER. die Pfähle wirken wie voneinander unabhängige elastische Federn und verhalten sich linear-elastisch. wenn die Pfähle sehr steif sind (Beispiel: Großbohrpfähle). wobei die letztere Annahme um so besser zutrifft. N. als Holzpfähle durch einen Balkenrost zimmermannsmäßig verbunden wurden. eine gegenseitige Beeinflussung bleibt außer Ansatz. dass die Pfähle entweder nur oder doch überwiegend axial durch Normalkräfte und erst in zweiter Linie auf Biegung beansprucht werden. Mindestens wird man versuchen.B. Anker.3. gestützt wird.g.

Momente zu übertragen vermögen. Es ist um so ungenauer..oder Verschiebungsmöglichkeiten hat.500: statisch bestimmter räumlicher Pfahlrost Bild N04. Daher ist ein Pfahlbock mit ausschließlich 10:1 geneigten Pfählen ein fast "degeneriertes System". wenn man sie (Bild N04.4. ΣM um A ergibt Q2. Q6 berechnen. Bild N04. dessen Pfähle nur Normalkräfte aufnehmen.560 Beispiele für ebene Pfahlböcke. Pfähle und Anker Seite N. sondern werden durch H-Lasten schon sehr stark auf Biegung beansprucht.510: statisch bestimmter ebener Pfahlrost Aus den 3 Bedingungen des ebenen Gleichgewichts lassen sich dann die 3 unbekannten Pfahlkräfte berechnen. Bild N04.540 und Bild N04. ΣM um C ergibt dann Q3.3. wenn er durch 6 Pfähle so gestützt wird. Das geht am einfachsten.Tiefgründungen. die Pfähle in mindestens 3 voneinander unabhängigen Ebenen stehen.500). dass (Bild N04.520) zu 3 Gruppen je paralleler Pfähle zusammenfassen kann. Pfähle.530 zeigt einen 5-pfähligen Pfahlrost. wenn er durch 3 Pfähle so gestützt wird. Bild N04.550 zeigen Beispiele degenerierter Systeme. Analog gibt Bild N04. 1960). wenn er Dreh. SCHIEL (1960) bezeichnet kinematisch unbestimmte Pfahlsysteme als degenerierte Systeme. dass sich höchstens 3 Pfähle in einem Punkt schneiden (Bild N04. mit denen die eingezeichneten Lasten unverträglich sind (SCHIEL. höchstens 2 Pfähle parallel zueinander stehen. Dieses Verfahren kann näherungsweise auch bei mehr als 3 Pfählen angewendet werden.2 Statische und kinematische Bestimmtheit bei Pfahlrosten Ein räumlicher Pfahlrost.510) - sich höchstens 2 Pfähle in einem Punkt schneiden. der keine Momente um die x-Achse aufnimmt: diese Momente sind hier also eine unverträgliche Belastung. wirken praktisch nicht mehr wie Schrägpfähle.4.. Bild N04. Aus den 6 räumlichen Gleichgewichtsbedingungen lassen sich dann die 6 Pfahlkräfte Q1 . Solche Systeme können nur einen Teil der 3 äußeren Kräfte und 3 äußeren Momente übertragen. indem man 3 voneinander unabhängige MomentenGleichgewichtsbedingungen um die Schnittpunkte der Pfähle oder der Pfähle mit der Lastresultierenden benutzt: ΣM um B ergibt Q1.520: Zusammenfassen von Pfählen für statische Bestimmtheit Bild N04. kinematisch unbestimmt für Momente um die x-Achse . die nur wenig gegen das Lot geneigt sind. ist statisch bestimmt. Bockwirkungen im eigentlichen Sinn verlangen Pfahlneigungen von mindestens 6:1.530: 5 pfähliger Pfahlrost. für die durch Pfahlnormalkräfte allein kein Gleichgewicht hergestellt werden kann.43 N. Ein ebener Pfahlrost ist statisch bestimmt. - höchstens 3 Pfähle zueinander parallel stehen. die nur 3 Kräfte bzw. je weiter der einzelne Pfahl von der Gruppenachse entfernt steht (Versatzmoment!) Ein räumlicher Pfahlrost ist kinematisch unbestimmt.

Die Geometrie wird nach Bild N04. zi} festgelegt und in den Pfahlplan eingetragen. Bohrgerät) für die Herstellung eines Pfahles einrichtet. In der Herstellebene werden die Durchstoßpunkte der Pfahlachsen durch die Koordinaten {xi.570: Beispiel für eine stark durch Horizontalkräfte beanspruchte Pfahlgründung N.4. als n:1 = cot αi:1 eingetra{pxi. werden im Pfahlplan außerdem der horizontale Richtungswinkel ωi (rechtsdrehend positiv) und die Pfahlneigung als Neigungswinkel gen. xi= const für alle Pfähle ist. Wenn.3 Allgemeine Berechnung von Pfahlrosten mit axial belasteten Pfählen Ein System habe mehr als 6 Pfähle und sei kinematisch bestimmt. wie man auf der Baustelle das Pfahlgerät (Ramme.540: Pfahlbock kann keine Momente übertragen Bild N04. sind die Komponenten dieses Richtungsvektors durch die in Bild N04.44 Bild N04.560: degenerierte Pfahlsysteme Bild N04. z und x als vertikaler Achse wird entweder in die Herstell-Ebene oder in eine Ebene gelegt. y. in der sich Systemachsen schneiden. genügt es.580 eingetragenen Strecken gegeben: . In Übereinstimmung mit der Art. praxisgerechter. wie in der Regel. die Pfahlplatte leistet keinen Beitrag (im Rahmen dieser Berechnung) zur elastischen Arbeit. αi oder.3.580: geometrische Festlegungen für räumliche Pfahlrostberechnung Die Achsrichtung des Pfahles ist dann durch Wenn die Länge AB = 1 als Bezugslänge genommen wird.pyi. Pfähle und Anker Seite N. diesen Wert. yi.pzi} definiert.580 festgelegt: der 0-Punkt des Koordinatensystems mit den Koordinaten x. auf NN bezogen.4. Bild N04.Tiefgründungen. nur einmal im Plan anzugeben.550: Pfahlrost kann keine HLasten und kein Moment um die xAchse aufnehmen Bild N04. Die Verwendung von x als senkrechte Achse geht auf SCHIEL (1960) zurück.

Tiefgründungen. leistet eine Pfahlkraft (N04. Ry.bzw. Länge L) angesehen wird.R z .R y . v y . 1 bei einer Pfahlkopfverschiebung vi die äußere Arbeit 1·vi .40).p y . Rz und einem R a = y RR z − z RR y R b = z RR x − x RR z R c = x RR y − y RR x zu einem 6-Komponenten-Vektor zusammengefasst: (N04.50) {R}T = {R x . Momentenkomponenten sein. Um außerdem die Momentwirkung der Pfahlnormalkraft in Bezug auf 0 festzulegen. Beispielsweise ergibt das Gleichgewicht der Kräfte in senkrechter Richtung: Rx = Σi (pxi⋅Qi) = Σi (pxi⋅si⋅vi) (N04. pbi. (Richtungscosinus von AB gegen z) + pyi2 + pzi2 = 1. Unter Einsetzen von Gleichung N04. Elastizitätsmodul E. ermittelt man den Rotor der Pfahlachse rot{pi} = {pai.80). kann mittels des Hookeschen Gesetzes aus vi die Pfahlnormalkraft Qi abgeleitet werden: Qi = (E⋅A / L)i ⋅ vi = si⋅vi = si⋅{p}i⋅{v}T womit die Verknüpfung der einzelnen Pfahlkraft mit der Bewegung der starren Kopfplatte hergestellt ist.R c } Ebenso die gesuchte Verschiebung und Drehung der Kopfplatte: (N04. (N04. {v}T = {v x .80 erhält man ein lineares Gleichungssystem zur Berechnung der Komponenten des Verschiebungszustands: . pci} mit den Komponenten p ai = y ip zi − z ip yi p bi = z ip xi − x ip zi p ci = x ip yi − y ip xi Drehung um die x-Achse Drehung um die y-Achse Drehung um die z-Achse (N04. Pfähle und Anker Seite N.45 pxi = cos αi pyi = sin αi · cos ωi pzi = sin αi · sin ωi Somit ist pxi 2 (Richtungscosinus von AB gegen x) (Richtungscosinus von AB gegen y) (N04.100). v z . bestehend aus einer resultierenden Kraft mit den Komponenten Rx. resultierenden Moment mit den Komponenten (N04. = äußere Arbeit der Kopfplatte am Pfahl i {p}i ⋅ {v}T (N04.R a .A.p c }i Analog werden die äußeren Lasten. Diese ist gleich der Summe der Arbeiten aller 6 Komponenten von {p}i: 1 ⋅ v i = p xi v x + p yi v y + p zi v z + p ai v a + p bi v b + p ci v c = inn.p a .pb .p z . Richtungs. v c } Da die äußere und innere Arbeit des Systems gleich sein müssen. Gleichgewichtsbedingungen: Jede Komponente von {R}T muss gleich der Summe aller entsprechenden Pfahlkraft. v a .70).R b . Da der Pfahl als linear-elastische Feder (Querschnittsfläche A.und Drehvektor werden im Weiteren zu einem Vektor mit 6 Komponenten zusammengefasst: {p}i T = {p x . v b .90).30).20).60).

Sbc2) vc = (SbbRc . da die bei einfachen Bauwerken geringen H-Kräfte (Winddruck) auch bei schlanken Pfählen über Pfahlbiegung an den Baugrund seitlich der Pfähle abgegeben werden können. wie in Bild N04.. + p ci v c ) ⋅ si Die Koeffizienten des Gleichungssystems bilden die Steifigkeitsmatrix des Pfahlrostes...110 auch abgekürzt schreiben als {R} = [Skl]·{v} mit der Lösung Die Pfahlkraft ist (N04. wird auch Sbc . Es wird häufig im Hochbau verwendet.4..4. aber nicht hinreichende Rechenkontrolle kann über die Gleichgewichtsbedingungen erfolgen..46 R x = ∑ip xi (p xi v x + p yi v y + .SbcRc)/(SbbScc..SbcRc)/(SbbScc. 5 % (LF 2) der V-Kräfte kann entsprechend DIN 1054 auf Einzelnachweise für die H-Kräfte verzichtet werden. Dann ist Sxb = 0 und Sxc = 0. Um das Gleichungssystem zu entkoppeln..590) kann nur Rx. legt man den 0-Punkt des Koordinatensystems zweckmäßigerweise in den Schwerpunkt.590: Pfahlrost mit nur senkrechten Pfählen mit der Lösung vx = Rx/Sxx vb = (SccRb . + p ci v c ) ⋅ s i · · (N04. dass vy = vz = va = 0 ist. ist s i = const = s und kann bei der Lösung der Gleichung N04.3.. {v} = [Skl]-1·{R} Qi = si·(pxivx + pyivy + . Sie erhalten die Abkürzung Skl = Σi (si·pki·pli) = Slk (Beispiel hierzu siehe im Folgenden) (N04.140).4 Sonderfälle biegespannungsfreier Pfahlsysteme Pfahlrost mit nur senkrechten Pfählen Das System (Bild N04. nur Pfähle mit annähernd gleicher Federsteifigkeit hat.110). (N04.. Rechnerisch geht man davon aus. Wenn man.590. und es verbleibt das Gleichungssystem ⎧R x ⎫ S xx ⎪ ⎪ ⎨R b ⎬ = 0 ⎪R ⎪ 0 ⎩ c⎭ 0 S bb S cb 0 S bc S cc ⎧v x ⎫ ⎪ ⎪ ⋅ ⎨v b ⎬ ⎪v ⎪ ⎩ c⎭ Bild N04. Bei H-Kräften von weniger als 3 % (LF 1) bzw. Wenn. muss aber bei der späteren Berechnung der tatsächlichen Pfahlkopfbewegung wieder mit seinem wahren Wert einmultipliziert werden. + p ci v c ) ⋅ s i R y = ∑ip yi (p xi v x + p yi v y + ..Tiefgründungen. Damit lässt sich Gleichung N04. N. Pfähle und Anker Seite N.130). Rb = Rx⋅ez und Rc = Rx⋅ey übernehmen. R c = ∑ip ci (p xi v x + p yi v y + . das System außerdem symmetrisch ist. wie in den meisten Fällen.110a) (N04.Sbc2) = 0.120)..110 auch = 1 gesetzt werden. + pcivc) Eine notwendige.

wenn die Pfahlkopfplatte um den Betrag 1 in x-Richtung verschoben wird und Sxy die dabei erforderliche Haltekraft in y-Richtung.110) auf pb = 0). Die Steifigkeitsanteile beim Pfahl 2 ergeben sich aus folgender Überlegung: Um eine Vertikalverschiebung des Kopfpunktes um 1 zu erzwingen. muss der Pfahl um cos α2 verkürzt und er muss etwas verdreht werden. Sxx ist z. Die dabei in ihm geweckte Kraft cos α2·s2 teilt sich entsprechend den Angaben im Bild auf. B.B. Die Elemente der Steifigkeitsmatrix sind Kräfte.610: Beispiel für die Ermittlung der Elemente für die Steifigkeitsmatrix . vx Sxx Syx Scx vy Sxy Syy Scy vc Sxc Syc Scc = Rx = Ry = Rc Bild N04.Tiefgründungen. y gelegt wird.610 dargestellte System (akademisches Beispiel) ist die Ermittlung der Steifigkeitsmatrix einmal im Detail dargestellt. die Kraft in x-Richtung. kann das Sys- tem nur Lasten Rx.47 Ebener Pfahlrost Wenn der Pfahlrost z. in die Ebene x.600: ebener Pfahlrost mit axial belasteten Pfählen (akademisches) Anschauungs-Beispiel Für das im Bild N04. Pfähle und Anker Seite N. Ry und Rc aufnehmen (pz = pa = Damit reduziert sich das Gleichungssystem (N04. Bild N04. in der dabei keine Verschiebung auftritt.

150).4. Bild N04. zi mit dem Ursprung in Oi festgelegt. lautet die Lösung wegen Σ(cos2ωi) = Σ(sin2ωi) = ½·n s⋅vx = Rx/(n⋅cos2αn + m). Biegesteifigkeit und Querkraftsteifigkeit mit eingehen. dass der Pfahl einen symmetrischen Querschnitt hat. Legt man aber. vy. m Lotpfähle und n Schrägpfähle zu setzen. s⋅vc = 2·Rc/(m⋅y02) (1 ≤ i ≤ n): Bild N04. so dass die Lösung lautet: v x = R x / S xx v a = R a / S aa 2 v y = (R y S cc − R c S yc ) / (S yy S cc − S yc ) v c = (R c S yy − R y S yc ) / (S yy S cc − S yc 2 ) v z = (R z S bb − R b S bz ) / (S zz S bb − S bz 2 ) v b = (R b S zz − R z S bz ) / (S zz S bb − S bz 2 ) (N04.48 Kinematisch bestimmter.630: Bezeichnungen und Bezugssysteme . Pfähle und Anker Seite N. s⋅vy = 2·Ry/(n⋅sin2αn). in den auch die Torsionssteifigkeit. dann hat diese Matrix nur Elemente in ihrer Hauptdiagonalen: ⎡s x ⎤ ⎢ ⎥ 0⎥ ⎢ sy ⎥ sz [si ] = ⎢ ⎢ ⎥ sa ⎢ ⎥ sb ⎥ ⎢0 ⎢ sc ⎥ ⎣ ⎦ (N04.620: axialsymmetrischer Pfahlrost (N04. Für jeden Pfahl i wird. doppelt-symmetrischer räumlicher Pfahlrost Von den 21 Koeffizienten Skl verschwinden 13. Axialsymmetrischer Pfahlrost (Bild N04.620) Häufig angewendet bei Turmgründungen. Bild N04. ein lokales Bezugssystem xi.165). Bei willkürlicher Wahl des lokalen Bezugssystems wäre [s]i eine symmetrische Matrix mit 21 Elementen.5 Statische Berechnung mit biegesteifen Pfählen Bei der Berücksichtigung der Biegesteifigkeit von Pfählen in der statischen Berechnung eines Pfahlrostes kann man nach SCHIEL (1960) in prinzipiell gleicher Weise vorgehen wie bei nur axial beanspruchten Pfählen. wie im Bild. yi.Tiefgründungen.160) N. Falls alle Pfähle gleich sind (si = const = s). m ≥ 4. xi in die Pfahlachse und Oi in den elastischen Schwerpunkt des Pfahles und nimmt man außerdem an.3. Mit Rücksicht auf die Hund M-Lasten empfiehlt es sich. Es bleiben nur 3 Komponenten vx. wo n. wobei aber die skalare Größe si (Pfahlsteifigkeit bei axialer Last) hier durch einen Tensor [s]i zu ersetzen ist. vc aus einem vollständig entkoppelten Gleichungssystem zu berechnen.630.

Momentenrichtung y .49 Anmerkung: Der elastische Schwerpunkt ist derjenige Punkt der Pfahlachse.n Einzelpfähle müssen in das Bezugssystem (x. Die Elemente in Gleichung N04. wenn sie eine reine Translation senkrecht zur Pfahlachse hervorrufen soll. Die Steifigkeitsmatrizen aller i = 1. [T]i = [ {p}xi.. p xx = p yx = cos α sin α ⋅ sin ω p xy = p zy = − sin α cos α ⋅ sin ω p xz = p yx = 0 sin ω (N04. {p}ai.ist.ist. y.ist. wo L* die aus den Pfahldaten EIz zu berechnende elastische Länge . sa liefert nur einen ver= 1. La ≈ Lx. der Widerstand eines am Kopf eingespannten Pfahls gegen eine Verdrehung * vc = 1. p cy = x 0 ⋅ p yy − y 0 ⋅ p xy . Drehung von hi des Pfahls in Bezug auf g des Pfahlrostes an.ist. An die Stelle des Vektors Transformationsmatrix [T]i für jeden Pfahl i: {p} in Gleichung N04. wo Lx die bei dieser Beanspruchung wirksame Pfahllänge ist.5⋅L*3 bei Kopfgelenkanschluss. . wo L* die aus den Pfahldaten EIy zu berechnende elastische Länge . Zu unterscheiden sind Kopfeinspan- sy = 12EIz/Ly3 mit Ly3 = (h+L*)3 + 2L*3 bei Kopfeinspannung. {p}ci ] = p xxi p xyi p xzi p yxi p yyi p yzi p zxi p zyi p zzi p axi p ayi p azi p bxi p byi p bzi p cxi p cyi p czi 0 0 0 0 0 0 0 p xxi p xyi p xzi p yxi p yyi p yzi p zxi p zyi p zzi Die Zahlen pghi geben die Richtung bzw. wo Lb = h+L* und der Widerstand des Pfahls gegen eine Verdrehung va = 1 mit schwindend geringen Beitrag und wird gewöhnlich vernachlässigt. z) der Pfahlrostplatte umgerechnet und zur Gesamtsteifigkeitsmatrix aufsummiert werden. sy = 3EIz/Ly3 sz mit Ly 3 = (h+L*)3 + 0.Momentenrichtung z . Pfähle und Anker Seite N. {p}zi. in dessen Höhe eine mit dem Fundamentblock starr verbundene Kraft angreifen muss. {p}bi. * der Widerstand eines am Kopf eingespannten Pfahls gegen eine Verdrehung vb L die aus den Pfahldaten EIy zu berechnende elastische Länge .180) p yx = sin α ⋅ cos ω p yy = cos α ⋅ cos ω p yx = cos ω p ax = y 0 ⋅ p zx − z 0 ⋅ p yx p ay = y 0 ⋅ p zy − z 0 ⋅ p yy p az = y 0 ⋅ p zz − z 0 ⋅ p yz p bx = z0 ⋅ p xx − x 0 ⋅ p zx p by = z 0 ⋅ p xy − x 0 ⋅ p zy p bz = z 0 ⋅ p xz − x 0 ⋅ p zz p cx = x0 ⋅ p yx − y 0 ⋅ p xx .. der Widerstand gegen eine Verschiebung nung und Kopfgelenkanschluss sy vy = 1 des Punktes Oi .Momentenrichtung y . sz = 3EIy/Lz3 sa = GIt/La sb = EIy/Lb sc = EIz/Lc mit Lz 3 = (h+L*)3 + 0. wo Lc = h+L* und L die aus den Pfahldaten zu berechnende elastische Länge .Tiefgründungen.170). {p}yi. Bei der wirksamen Pfahllänge ist in der Regel zusätzlich zur Stabsteifigkeit des Pfahles eine Federsteifigkeit des an der Pfahlverformung beteiligten Bodens mit zu berücksichtigen. p cz = x 0 ⋅ p yz − y 0 ⋅ p xz .Momentenrichtung z . Zu unterscheiden sind wieder Kopfein- der Widerstand gegen eine Verschiebung vz spannung und Kopfgelenkanschluss sz = 12EIy/Lz3 mit Lz3 = (h+L*)3 + 2L*3 bei Kopfeinspannung. = 1 des Punktes Oi .165 haben dabei folgende Bedeutung: sx = E⋅A/Lx Widerstand gegen eine Verschiebung vx = 1.80 tritt jetzt eine 0 0 (N04.5⋅L*3 bei Kopfgelenkanschluss.

Tiefgründungen. Pfähle und Anker Seite N. Gleichgewichtsbedingung {R} = ∑ {R}i {R} = ∑ ({p}i ⋅ si ⋅ v i ) 5. Gleichung N04.{p}yi .. wie nachstehende Gegenüberstellung der Rechengänge mit und ohne Biegung zeigt: Logischer Schritt 1. Aufgrund des Stoffgesetzes (HOOKE) Ansatz für Pfahlkraft 2.y-Ebene gewählt.. y und c übrig..p y ... In [s]i .190) = . d.p c }i δQ i v i = {δR} i {v} = δQ i {p} i ⋅ {v} t T {Q}i = [s]i ⋅ {v}i {R}i = [T]i ⋅ {Q}i Ti = [{p}xi ..{p}]i v i = {p} i ⋅ {v} T {δQ}T i ⋅ {v}i = {δR}T i ⋅ {v} T T = [T ]i ⋅ {δQ}i ⋅ {v} T T = {δQ} i ⋅ [T ] i ⋅ {v} {v}i = [T ]Ti ⋅ {v} {R} = ∑ [T] i ⋅ [s] i ⋅ {v}i S = ∑ [T ]i ⋅ [s]i ⋅ [T ]i T 4. es ist (Bild N04. Sonderfälle biegesteifer Pfahlsysteme Ebener Pfahlrost Für die Projektion des ebenen Pfahlrostes wird die x. [T]i ⋅ [s]i · ⋅ [T ] T i ⎡p xx p yx 0 0 0 p cx ⎤ ⎢ ⎥ ⎢p xy p yy 0 0 0 p cy ⎥ ⎢ 0 0 p zz p az p bz 0 ⎥ ⎢ 0 0 0 p p 0 ⎥ xx yx ⎢ ⎥ ⎢ 0 0 0 p xy p yy 0 ⎥ ⎢ 0 0 0 0 0 p ⎥ zz ⎦ ⎣ ⎡a11 a12 0 ⎢ ⎢a 21 a 22 0 ⎢ 0 0 0 ⎢ 0 0 0 ⎢ ⎢ 0 0 0 ⎢a a 0 ⎣ 61 62 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 a16 ⎤ ⎥ a 26 ⎥ 0 ⎥ 0 ⎥ ⎥ 0 ⎥ a 66 ⎥ ⎦ ⎡s x p xx s y p xy 0 ⎢ ⎢s x p xy s y p yy 0 ⎢ 0 0 0 ⎢ 0 0 0 ⎢ 0 0 ⎢ 0 ⎢ ⎣s x p cx s y p cy 0 0 0 0 0 0 0 0 0 ⎤ ⎥ 0 0 ⎥ 0 0 ⎥ 0 0 ⎥ ⎥ 0 0 ⎥ ⎥ 0 s c p zz ⎦ (N04.. Dadurch bleiben von [T ]i nach Multiplikation mit ωi = π und z0 si auch nur die Spalten x. Daher Steifigkeitsmatrix [S] = ∑ ({p}i ⋅ si {p}iT ) Für praktische Berechnungen stehen Rechenprogramme zur Verfügung....50 Im Übrigen bleibt der Rechengang gleich.h. Prinzip der virtuellen Arbeit ergibt Pfahlkopfverschiebung in Abhängigkeit von der Verschiebung der Kopfplatte Pfahlsystem ohne Biegung Pfahlsystem mit Biegung Qi = si ⋅ v i {R}i = {p}i Qi {p}i = {p x .. sy und sc übrig. Transformation der Qi in das Gesamtsystem ergibt Pfahlschnittlasten in Gesamtkoordinaten 3. bleiben nur die Glieder sx.165.460) ωi = 0 oder = 0.

und heißt daher "or- = [T]T. so dass sc hier auch vernachlässigt werden könnte.4·sy2·x02 = 4·sx·sy·r2.51 Die Elemente agh sind: a11 = sx⋅pxx2 + sy⋅pxy2 a21 = a12 = sx⋅pxxpyx + sy⋅pxypyy a22 = sx⋅pyx2 + sy⋅pyy2 a61 = a16 = sx⋅pxxpcx + sy⋅pxypcy a62 = a26 = sx⋅pyxpcx + sy⋅pyypcy a66 = sx⋅pcx2 + sy⋅pcy2 + sc⋅pzz2 wird elementweise über alle n Pfähle summiert: Sik = sx⋅cos2α + sy⋅sin2α = ±(sx . Deswegen ist [T] -1 (N04.Syc2 = 2·(sx·sin2α + sy·cos2α)·2·sy·h'2 .und Spaltenvektoren zueinander rechtwinklig sind.Rc·x0) / (2·sx·r2) vc = [Rc·(sx·sin α + sy·cos α) . Anmerkung: Der Beitrag von sc zu a66 ist klein. ob der Pfahl eine Richtung im Sinne +y oder -y hat!). Nenner-Determinante: Syy·Scc Lösung: .r⋅cosα einfachen sich zu: = 0 und x0⋅cosα + r⋅sinα = h'. {Q}i = [T ]i−1[s]i {v} = [T ]iT [s]i {v} thogonal". Beispiel: Symmetrischer Pfahlbock mit 2 Pfählen (Bild N04. biegesteifer Pfahlrost Das Gleichungssystem lautet hier: vx S xx 0 0 vy 0 S yy S yc vc 0 S cy S cc = Rx Ry Rc (N04.640) Hier ist x0⋅sinα .210). dass dieser Pfahlbock nur dann ein Moment aufnehmen kann.sy)⋅sinα⋅cosα = sx⋅sin2α + sy⋅cos2α = ±[sxcosα⋅(x0⋅sinα . Nachdem die Elemente für jeden Pfahl errechnet sind (man beachte. vx = Rx / [2·(sx·cos2α + sy·sin2α)] vy = (Ry·h'2 .r⋅cosα)2 + sy⋅(x0⋅cosα + r⋅sinα)2 + sc = Σaik.r⋅cosα) .Ry·sy·x0] / (2·sx·sy⋅·r ) Schnittlasten der Pfähle: 2 2 2 (N04.r⋅cosα) + sycosα⋅(x0⋅cosα + r⋅sinα) = sx⋅(x0⋅sinα . Bild N04. Pfähle und Anker Seite N. .640: symmetrischer. Sxx = Σa11 = 2·(s·cos2α + sy·sin2α) Sxy = Syx = 0 Syy = 2·(sx·sin2α + sy·cos2α) Man sieht an Scy und Scc.191). dass alle Zeilen. wenn sy und sc vorhanden sind.220) Anmerkung: T hat die Eigenschaft.sysinα⋅(x0⋅cosα + r⋅sinα)] = sxsinα⋅(x0⋅sinα . Die Koeffizienten a6i verS cx = 0 S cy = 2s y x 0 S cc = 2s y h′ 2 (− 1)s y r a 61 = ± a 62 = sy x0 a 66 = s y h′ 2 + s c Ferner ist somit: (N04.Tiefgründungen.200).

die für die Bemessung maßgebend sind. N. muss ein Mindestabstand zum Nachbarpfahl eingehalten werden. wenigstens in dem Bereich. Sie unterscheiden sich von ersteren durch die Versatzmomente aus der Querkraft Qy und dem Hebelarm h0 = h'.3. Mit Gleichung N04. Das Einspannmoment besteht also aus dem Versatzmoment der Querkraft und einem zusätzlichen Anteil aus der Drehung der Kopfplatte um 0. in dem Lasten in den Baugrund übertragen werden.2 lautet daher die Steifigkeitsmatrix der Pfähle (SCHENCK / SMOLTCZYK / LÄCHLER. Auch bei der Herstellung von Pfählen ist zu beachten. Praktisch interessieren die Schnittkräfte an den Einspannpunkten. Für den Einspannquerschnitt Q1. erhält man die Schnittkräfte in Höhe der elastischen Schwerpunkte O1 bzw.6 Pfahlabstände.4.6.Tiefgründungen.650: Abstandsregeln für Rammpfähle . Gruppenwirkung von Pfählen Stehen Pfähle in einer Gruppe. 1992): ⎡s x [S]i = ⎢ ⎢0 ⎢0 ⎣ 0 sy h0 s y ⎤ 0 ⎥ h0 s y ⎥ 2 sc + h0 sy ⎥ ⎦ (N04. O2.250). Pfähle und Anker Seite N.h". Einbindetiefen. Nach dem Einsetzen in Gleichung N04. N. so beeinflussen sie sich sowohl bei vertikaler als auch bei horizontaler Belastung gegenseitig. Wenn die Tragfähigkeit eines Pfahles als Einzelpfahl voll genutzt werden soll.230).160 eingesetzt wird. Im Extremfall können vor allem bei Verdrängungspfählen auch fertige Nachbarpfähle zerstört werden.210 folgt weiter Q x = s x cos α ⋅ v x ± sin α ⋅ v y + (x 0 sin α − r cos α )v c = s x v x cos α ± v y sin α Qy = sy 2 Q c = s y − sin α ⋅ h 0 v x ± h 0 cos α ⋅ v y ± h 0 (x 0 cos α + r ⋅ sin α ) + h 0 ⋅ vc = [ [ [− sin α ⋅ v [ ] x ± cos α ⋅ v y ± (x 0 cos α + r ⋅ sin α )v c = s y − v x sin α ± v y cos α ± h′v c { ] [ [ ] } ] ] = s y h 0 − v x sin α ± v y cos α ± (h′ + h 0 )v c = Q y h 0 ± s y h 0 v c 2 ] (N04.1 Abstandsregelungen für Rammpfählen (DIN 4026) Bild N04.4.220 erhält man ⎧Q x ⎫ ⎪ ⎪ ⎨Q y ⎬ = ⎪Q ⎪ ⎩ c⎭ ⎡ s x p xx ⎢ ⎢ s y p xy ⎢h s p ⎣ 0 y xy s x p yx s y p yy h 0 s y p yy ⎤ ⎧v x ⎫ ⎥ ⎪ ⎪ s y p cy ⎥ ⋅ ⎨v y ⎬ 2 ⎪ ⎪ h 0 s y p cy + h 0 s y p zz ⎥ ⎦ ⎩v c ⎭ s x p cx (N04. dass das Einbringen eines Pfahles zur Beeinträchtigung des Tragverhaltens von Nachbarpfählen führen kann.240).3.52 Wenn für si die Matrix N04.

müssen die zulässigen Pfahlkräfte abgemindert werden. Bei einer tangierenden Pfahlwand (Abstand 1·D. N. Auch bei Fels sollte indessen nicht unter 0. Durch Interpolation ergeben sich für Pfahlreihen mit wiederholten engen Pfahlabständen die in folgender Tabelle genannten Abminderungsfaktoren. mit dem die Lastübertragung des Einzelpfahles in den Untergrund beschrieben ist. Für Bauhilfsmaßnahmen gelten diese Forderungen nicht. Falls Tiefenstaffelungen nicht zu vermeiden sind.5·D 0.96 3.6. Abstand der Pfahlachsen (D = Durchmesser 1. Die Mindest-Einbindetiefe ist für alle Pfahlarten 3 m.4.0·D 1. Wenn die Pfähle dichter stehen.4 Gruppenwirkung bei horizontaler Belastung DIN 4014 nennt im Abschnitt 7. die auf Fels aufgestellt werden.4.3.6. die den Erdwiderstand nennenswert mobilisieren müssen.7 0. sollen tiefere Pfähle vor flacheren hergestellt werden. die Spitzendruckabminderung nach DIN 4014 beträgt 0. Die Mantelfläche für zwei tangierende Pfähle reduziert sich auf das Verhältnis (2 + π) / (2·π) = 0. Falls nur zwei Pfähle zueinander geringe Abstände aufweisen. Bei der Abschätzung des Verformungsverhaltens einer Pfahlgruppe ist es üblich. doch empfiehlt es sich.6.2 . Diese Regelungen sollten nur bei vergleichsweise geringen Horizontallasten Anwendung finden.9.82. auf 60 % abzumindern.89 2. bezogen auf die Pfahlachsen.6.4.0 Tabelle N. muss sichergestellt sein. abhängig vom Verhältnis der Pfahldurchmesser zum Rastermaß der Pfahlabstände und der Kraftrichtung (frontal oder quer).80 m.3 Abstandsregelungen und Einbindetiefen bei Verpresspfählen (DIN 4128) Mindestabstand: 0.3 ("Pfahlgruppen") Abminderungsfaktoren für die horizontale Einwirkung auf den Pfahl in einer Pfahlgruppe.3.Tiefgründungen. Pfähle und Anker Seite N. .0 1.70: Abminderungsfaktoren der Traglast bei benachbarten Pfählen.4.04. Bei Pfählen. es sei denn. sind räumliche Finite-Element-Berechnungen zweckmäßig. Um bei steileren Staffelungen weitere Abminderungen der Tragfähigkeiten zu vermeiden.5·D 0.5 m Einbindetiefe gegangen werden.6 Pfahlreihe bei zwei benachbar0. sind die Reduktionen geringer.93 2.64 und der Spitzendruck ist nach DIN 4014. Die Setzungen dieser virtuellen Lasteinleitungsfläche werden dann dem Einzelpfahlverhalten.3.0·D bei Pfählen in einer 0. dass der Pfahl auf Fels steht oder ein besonderer Nachweis (Probebelastung) geführt wird. Hinsichtlich der Tiefenabstufung benachbarter Pfähle empfiehlt DIN 1054. Setzungsberechnungen für eine virtuelle Lasteinleitungsebene durchzuführen. die Abstände aus Bild N04. D = Pfahldurchmesser) reduzieren sich die anteiligen Mantelflächen auf das Maß 2 / π = 0. ausgeführt werden.3.650 sinngemäß auch bei Bohrpfählen zu berücksichtigen.85 ten Einzelpfählen 1.53 N. überlagert. die in der Tiefe des Schwerpunktes der Lasteinleitung liegt. Bei größeren Lasten.4. Gruppenwirkung bei vertikaler Belastung: Hinsichtlich der zulässigen Pfahlbelastungen bei Pfählen in einer Gruppe siehe Abschnitt N. Auch hier sind in der folgenden Tabelle durch Interpolation gewonnene Abminderungsfaktoren bezogen auf die Tragfähigkeit eines Einzelpfahles angegeben. Um die stark nichtlinearen und sehr komplexen Interaktionen zu erfassen. Ersatzweise können Berechnungen in horizontalen und vertikalen ebenen Schnitten oder an einem Ersatz-Starrkörper hilfreich sein.8 0. sollten Tiefenstaffelungen nicht steiler als unter einer 45°-Linie. dass die gesamte Pfahlfußfläche auf dem Fels aufsteht.2 Abstandsregelungen für Bohrpfähle (DIN 4014) Für vertikale Einwirkungen bestehen keine bindenden Empfehlungen zu Pfahlabständen. Tabelle 6.0·D 0. eine möglichst gleichmäßige Gründungstiefe anzustreben.9 0. werden detaillierte Betrachtungen erforderlich (Beispiel: Fender-Konstruktionen gegen Schiffsanprall). bezogen auf die Einzelpfahltragfähigkeit eines Bohrpfahles Die Mindesteinbindetiefe von Bohrpfählen in die lastabtragenden Schichten ergibt sich aus den Nachweisen der Tragfähigkeit mit den Werten des Spitzendruckes und der Mantelreibung. N.

Stahlkastenpfahl mit Stahlbetonplatte Betonfüllung Sandfüllung Bild N04.Tiefgründungen. 1 x d realisieren. ohne dass das Kopfmoment durch eine entsprechende Bewehrung (Stahlbetonpfähle) oder angeschweißte Laschen (Stahlpfähle) übertragen werden müsste.54 N. Allerdings entspricht diese Konstruktionsform vorerst noch nicht den eingeführten Regeln des Massivbaus bzw. Stahlträgerpfahl mit Stahlbetonplatte min. Bei Druckpfählen genügt also die in der Kopfplatte vorhandene Biegebewehrung.oder -zugkraft in die Pfahlkopfplatte einzuleiten. 3b. Selbst Kopfeinspannungen lassen sich durch stumpfes Einbinden des Pfahlkopfes über eine Länge von ca. sehr viel größer ist als die Festigkeit eines Betonwürfels. Holzpfahl mit Stahlbetonplatte >15 cm Zuganschluss 2. Druckanschluss 1. Nach Untersuchungen von LÄCHLER (1977) – und entsprechende Untersuchungen liegen von anderer Seite auch für Spundbohlen vor – erübrigt sich jedoch selbst bei Stahlpfählen eine besondere Kopfplatte.3. 1966) . dessen Normfestigkeit bestimmt wird. ergänzt durch eine über dem Pfahlkopf eingelegte Wendel.4. Stahlbaus.7 Pfahlkopfanschluss Bild N04.660 ist eine Zusammenstellung der konventionellen konstruktiven Maßnahmen. Stahlbetonpfahl mit Stahlbetonplatte ≈d 3a. Pfähle und Anker Seite N.660: Anschluss von Pfählen an Pfahlkopfplatten (SCHENK. in den der Pfahl einbindet. 10 bis 15 cm bei voller Kopfeinspannung: Platte volltragend angeschweisst oder Einbindelänge ≥ 30cm. da die Festigkeit des Stahlbetonkörpers. um eine Pfahldruck.

auf dem anstehenden Boden verlegt. Als Drittes kommt die Standsicherheit des Systems Anker + Bodenvolumen hinzu.h.Permanentanker. durch die zwei Punkte in ihrer räumlichen Lage zueinander in der Verankerungsrichtung festgelegt werden. während sich der zweite. noch unbelasteten Spundwand montiert oder. der Ankerpunkt.2 Herstellverfahren Bild N05.55 N. der Spannpunkt.150 mm).10: Anker. Der zweite Punkt wird entweder konstruktiv wie ein Spannpunkt oder über eine in den Boden eingesetzte Ankerplatte (oder -wand) oder durch einen Verpresskörper hergestellt (Bild N05. Hinsichtlich der Tragfähigkeit wird unterschieden zwischen der Tragfähigkeit im Zugglied selbst und der äußeren Tragfähigkeit des Ankers im Boden. die in jeder räumlichen Richtung und in Längen bis über 50 m ausführbar ist.Litzenanker. Die technischen Regeln für geotechnische Anker enthält DIN 4125.B. a) - nach der Art des Spannstahls: Stabanker . Von den beiden Punkten liegt mindestens einer. im Innern des Bodenvolumens befinden kann. Der Spannpunkt wird in der Form des Ankerkopfes realisiert.5. muss die Bohrung am Bohrlochmund mit einem Packer verschlossen werden.5. In der Geotechnik liegen Anker innerhalb des Bodens. "Stützbauwerke und Verbau". Pfähle und Anker Seite N. Dabei wird unterschieden: nach der Nutzungsdauer: Temporäranker für eine Nutzungsdauer bis zu 2 Jahren . Eine sehr viel allgemeinere Anwendung im Grundbau finden Verpressanker.und Biegetragfähigkeit. Die untere Skizze zeigt den Verpressanker. d. Um das Auslaufen der Suspension bei der Bohrlochverfüllung zu verhindern. im Tunnelbau) nicht möglich ist. Wenn das (z.1 Allgemeine Hinweise Ein Anker ist eine zugfeste Verbindung ohne Druck. gibt man den Ankern eine Neigung von 10°. Sie erfordern zunächst eine Bohrung (ø 80 . so dass die beiden fixierten Punkte ein Teilvolumen des Bodens zusammendrücken (Bild N05. die ihre Kraft über einen Verpresskörper als Ankerpunkt in den Boden übertragen. Zu Spundwandverankerungen siehe Vorlesungseinheit Q. Ankerstähle. bei dem der Anker ein Rundstahl mit aufgewalztem Gewinde ist (Spundwandanker).20: Anker spannt einen Bodenkörper zusammen Spundwandanker werden entweder an der frei im Wasser stehenden. b) Bild N05.Tiefgründungen.5 Anker N. der abgesehen von Spundwandverankerungen heute die Regel ist. im Fall der zunächst voll im Boden steckenden Spundwand.10). Im Bild oben ist das Fangedamm-Prinzip mit zwei Spannpunkten (= Ankerpunkten) skizziert. der seine Kraft über eine massive Platte oder einen Balken auf den Boden überträgt.20). b) mit Verpresskörper N. auf einer freien Oberfläche oder Wandfläche. a) mit Ankerwand (hier Fangedamm). .

oder Drehschlagbohrung b) Überlagerungsbohrung c) Schneckenbohrung d) Unverrohrte Bohrung mit Vollbohrkrone Bild N05.50: Arbeitsbereich einer Bohrlafette (Werkbild BILFINGER BERGER) . bei gegen Wasserzutritt empfindlichen Bodenarten. haben einen im Detail nicht quantifizierbaren. sondern herausgefördert werden muss. a) Dreh. die eine Vermessung des Bohrloches oder eine Ortung des Bohrkopfes voraussetzen und bei denen eine Richtungssteuerung des Bohrkopfes möglich ist. Bohrgeschwindigkeit etc. Das dargestellte Gerät hat ein Betriebsgewicht von 4. sind deutlich höhere Bohrgenauigkeiten erreichbar. Bei üblichen Bohrverfahren muss mit Richtungsabweichungen bis etwa 5 % im dichtgelagerten Lockergestein gerechnet werden.. Luftspülung. 2001) Bild N05. oder Felsbohrungen. b) und Wasserspülung bzw. aber hohen Einfluss auf die Traglast eines Verpressankers. Mit speziellen Bohrverfahren.50 zeigen ein Beispiel für ein Ankerbohrgerät. c. d).40 und N05.30: Bohrverfahren zur Ankerherstellung ohne und mit Verrohrung (OSTERMAYER.40: mögliche Verschwenkungen einer Bohrlafette (Werkbild BILFINGER BERGER) Bild N05. Das Bohrverfahren: Art der Spülung. Bohrwerkzeug.56 Bild N05.5 m (längs) sowie eine Gesamtlänge von 5. um einen Eindruck von den Abmessungen und den Richtungsmöglichkeiten zu geben. wenn das Bohrklein nicht seitlich verdrückt werden kann. Eine Stabilisierung des Bohrlochs mit Tonsuspension ist ebenfalls möglich.63 m.Tiefgründungen.2 m (quer) × 2.4 t. Die Bilder N05.30 stellt die bohrtechnischen Möglichkeiten zusammen: verrohrte Bohrungen im Lockergestein mit geringer Kohäsion (a. In gut standfesten Bodenarten kann auf eine Verrohrung verzichtet werden (Schneckenbohrung. Verdrängung bzw. Förderung. Pfähle und Anker Seite N. eine Aufstandfläche von 2.

57 Über jede Bohrung ist ein Bohrprotokoll zu führen. mit Zementmörtel gefülltes Bohrloch f) Nachverpressen nach Erhärtung der ersten Bohrlochfüllung Bild N05. wobei dort Zugrisse in Kauf genommen werden müssen. nach 3 bis 10 Tagen belastbar. 2. ohne dass der Zementkörper im Verpressbereich und Bohrlochverfüllbereich voneinander getrennt wird. Am baugrubenseitigen Ende des Verpresskörpers wird ein Packer gesetzt (im Fall einer Verrohrung muss diese so weit gezogen werden). oder indirekt über eine Fußplatte o. Spülwasserverbrauchs. so dass dieser auf Druck beansprucht wird (Druckrohranker). Pfähle und Anker Seite N. Eine Kontrolle der Qualität und Art des Bodens durch Beobachtung des Bohrguts ist in der Regel nicht oder nur stark eingeschränkt möglich. Darin sind die Beobachtungen des Bohrwiderstands. festzuhalten. Um die Länge des Verpresskörpers entsprechend den statischen Annahmen zu begrenzen. je nach Zementart. Das Bohrloch wird zunächst voll verpresst und anschließend bis auf den Verpresskörper wieder freigespült. sind drei Wege gangbar: 1. Die Bereiche des Verpresskörpers und des ebenfalls mit Zementsuspension verfüllten Bohrloches werden durch eine nachgiebige Schaumstoffmanschette voneinander getrennt. Wird außerhalb des planmäßigen Verpresskörpers das Stahlzugglied nur mit einem Hüllrohr ummantelt. Bohrklein-Anfalls usw. die sich auf den Verpresskörper abstützt. 3. a) Einführen des Zuggliedes in das Bohrrohr b) Verpressen von Zementmörtel und Ziehen des Bohrrohrs c) Wasser. trägt auch der Verfüllbereich mit zur Kraftübertragung bei (ähnlich wie Druckrohranker).Tiefgründungen. Es wird eine Vielzahl von verschiedenen AnkerKonstruktionen angeboten. In vielen Böden führt eine (mehrfache) Nachverpressung zur deutlichen Steigerung der Tragfähigkeit. Der Verpressanker ist.ä. Die Kraftübertragung erfolgt in jedem Fall entweder direkt über Schub durch den Verpresskörper. Nach dem Bohren wird das Stahlzugglied eingeschoben und der Verpresskörper durch Injizieren von Zementmörtel hergestellt. 2001) .oder Bentonitspülung zur Begrenzung des Verpresskörpers d) fertiger Anker e) Einführen des Zuggliedes in ein unverrohrt hergestelltes.60: Einbau und Verpressen eines Ankers (OSTERMAYER..

Bei Verpressankern lassen sich mehrere Risikoklassen unterscheiden: Klasse 1: Anker für temporäre Zwecke aus Baustahl oder Betonstahl mit ø > 16 mm des einzelnen Stabes: kein besonderer Schutz erforderlich. B.5. Eine bodenmechanische Berechnung der Ankerkraft ist nach aktuellem Stand der Technik nicht sicher möglich. falls das Grundwasser nicht aggressiv ist. Grundwasser nicht aggressiv: einfacher Korrosionsschutz in dem nicht vom Verpressmörtel umschlossenen Teil des Ankers.5 mm ≤ ø ≤ 16 mm. die ebenfalls mit einem dauerplastischen Stoff ausgepresst wird. Das gleiche gilt für Anker aus Vorspannstahl. z. siehe Bild N05.3 Korrosionsschutz Der Korrosionsschutz bei Spundwandankern wird durch einen Dicken-Zuschlag gewährleistet.70 von OSTERMAYER (1991). Klasse 2: Klasse 3: Wegen der Einzelheiten sei auf DIN 4125 und die Zulassungsbescheide des Instituts für Bautechnik verwiesen. sondern nur noch von der Scherfestigkeit bei behinderter Dilatanz (WERNICK.61: Ankerkopfausbildung (Werkbild BAUER AG) N.58 N. 1. Bild N05. Für leicht zu definierende Bodenarten wie Sand oder Kies gibt es inzwischen Erfahrungsdiagramme wie das in Bild N05. Für Gebirgsanker gilt DIN 21521 Teil 1. wobei der Ringraum mit einem dauerplastischen Stoff ausgepresst wird. Besondere konstruktive Sorgfalt erfordert der Übergang vom Anker zum Ankerkopf: der gesamte Kopfbereich wird in eine hülsenartige Kammer eingeschlossen. Insgesamt ist festzustellen: - 1 MN im bindigen Boden. Pfähle und Anker Seite N. Sehr viel zurückhaltender sind Erfahrungsdiagramme für bindige Bodenarten anzuwenden. Bild N05. 1991) . Eine Beschädigung der Korrosionsschutz-Maßnahme während des Transports.Tiefgründungen. Anker für temporäre Zwecke aus Baustahl oder Betonstahl mit 9.5.4 Kraftübertragung vom Verpressanker in den Boden Der Verpresskörper hat 100 bis 150 mm ø und 4 bis 10 m Länge und kann Zugkräfte in der Größenordnung von bis zu 4 MN im Fels übertragen: Um den Ankerkörper herum entwickelt sich im Boden ein Eigenspannungszustand. Bild N05. durch eine diffusionsdichte und korrosionsbeständige Ummantelung im Herstellerwerk oder durch ein Hüllrohr gleicher Eigenschaft. Temporäranker in aggressivem Grundwasser und Daueranker: Beschichtung auf ganzer Länge. durch eine Hostalen-Beschichtung des Ankerstahls im Herstellerwerk. Einbau und Spannens muss ausgeschlossen sein. der ab etwa 4 m Abstand von der Geländeoberfläche nicht mehr von der Auflast abhängig ist. 1978).5 MN im nichtbindigen Boden.80 kann allenfalls für Vorbemessungen verwendet werden und soll die Tendenz der abnehmenden Mantelreibung bei zunehmender Verpresskörperlänge verdeutlichen.70: Traglasten von Ankern in nichtbindigen Böden (OSTERMAYER.61. also auch im Verpressbereich.

10) aus der Auftragung der Ankerkopfverschiebung s über dem Logarithmus der Zeit t. bei Ton eine etwa 2-fache Sicherheit gegen Versagen überschritten wird.5. Die Grenzlast wächst nicht linear proportional mit der Länge des Verpresskörpers: Längen über 7 m sind wegen des progressiven Bruchs längs des Verpresskörpers im Allgemeinen unwirtschaftlich (OSTERMAYER / SCHEELE. wenn bei Sand eine etwa 1.90 gibt Erfahrungsdaten für ks. ob ihre Zugkraft durch Relaxation im Laufe der Zeit abnimmt. Bild N05. wie ks exponentiell ansteigt. Im bindigen Boden lässt sich die Tragkraft durch Nachverpressen beträchtlich erhöhen.h. Es ist deutlich zu sehen.90: Kriechmaße ks von Ankern bei Annäherung an den Bruch (OSTERMAYER.Tiefgründungen. Bei nichtbindigen Böden ist der Durchmesser des Verpresskörpers im Rahmen der gängigen Maße zwischen 100 und 150 mm ohne Einfluss auf die Grenzlast. Im bindigen Boden nimmt die Nutzlast eines Ankers mit wachsender Plastizität ab. 1977). Bild N05.und gegebenenfalls auch in den Abnahmeprüfungen auf der Baustelle kontrolliert werden. Im bindigen Boden ist die Mantelreibung unabhängig vom Durchmesser des Verpresskörpers. Man bestimmt auch hier das Kriechmaß k s = (s 2 − s1 ) / lg ( t 2 / t 1 ) (N05. Konsistenz des Bodens. 1991) N. .5 Spannkraftverlust durch Kriechen Wie bei der Pfahlprobebelastung muss auch bei Ankern nach DIN 4125 in Eignungs. Ungleichkörnige Sande tragen mehr als gleichkörnige.59 - Die Grenzlast eines Verpressankers wächst mit der Scherfestigkeit.h. entgegen der entsprechenden Aussage für nichtbindige Böden nimmt hier die Grenzlast mit dem Durchmesser zu. mit der Lagerungsdichte bzw.80: Mantelreibung von Ankerverpresskörpern in bindigen Böden (OSTERMAYER. 1991) Bild N05. d.5-fache. Pfähle und Anker Seite N. d.

falls nicht zwecks Minimierung der Bodenverformungen weiter vorgespannt werden soll – dann geht man mit der Vorlast bis auf die 1. Wenn dynamische Lasten möglich sind. dass die Standsicherheit eines Tragsystems bei Ausfall der Anker noch über 1 liegt.Tiefgründungen. dass unter der Gebrauchslast ein Kriechmaß von 0.50-fachen Gebrauchslast.60 Bei zum Kriechen neigenden Böden wird deswegen die rechnerische Grenzlast nach einem Kriechmaß ks = 2 mm festgelegt. ehe er abgenommen werden kann. Abnahmeprüfung: Jeder Temporäranker wird mit der 1. Die beiden ersten Anteile spielen für ks keine Rolle. Wenn dieser Wert z.5 mm bedeutet anschaulich.6 mm nicht überschritten wird. der durch 1. Gemessen werden die Arbeitslinie und ks.100: Messeinrichtung zur Ankerprüfung (OSTERMAYER. bei Dauerankern auf 2/3 abgemindert wird. muss so konstruiert werden. Aus den für die Eignungsprüfung in DIN 4125 vorgeschriebenen 3 Versuchsergebnissen ergeben sich der Mittelwert.33-fachen Gebrauchslast. muss man diese durch Entlasten und Wiederbelasten des Ankers bestimmen. Dagegen werden Verpressanker nur zugelassen. wobei die Anker nach dem Versuch ausgegraben und einer Werkstoffprüfung unterzogen worden sein müssen (Grundsatzprüfung). Anker weiter belastet bis zur - 1. wenn die einwandfreie Herstellbarkeit des Ankers durch amtlich überwachte Herstellung von Ankern in je einem nichtbindigen und einem bindigen Boden. wenn die Schwell-Last kleiner als 20 % der Gebrauchslast ist. Bei Temporärankern wird außerdem jeder 20. Die Ankerkopf-Verschiebung s besteht aus - der elastischen Dehnung des Ankers und Stauchung des Verpresskörpers. wenn Erdruhedruck.6 Probebelastungen Spundwandanker können wie andere Stahlbau-Elemente auch ohne eine besondere Grundsatzprüfung eingesetzt werden. Dies wird analog zum Zeiteinfluss geprüft. Nach der Abnahme werden die Anker auf ihre Festlegelast gespannt und festgemacht. Ein Kriechmaß von 0. was einem Kraftverlust von etwa 12 % bei einem Vorspannstahl 835/ 1030 entspricht. und der kleinste der 3 Werte. Eine Entfestigung ist nicht zu befürchten. Da hierfür nur die elastische Dehnung des Ankers von Belang ist. Sie entspricht maximal der Gebrauchslast. die aus statischen Gründen unbedingt einzuhalten ist.5. jeder Daueranker mit der 1.B. indem man s als Funktion des Logarithmus der Lastwechsel aufträgt. dass der Ankerkopf im Zeitraum zwischen 30 min und 50 Jahren 3 mm nachgibt. 1991) schiebungsmaß s die freie Ankerlänge lfSt rückgerechnet.100: Eignungsprüfung: Kontrolle der Eignung des Ankers unter den speziellen Baustellenbedingungen an 3 Ankern. Bild N05. Auch die Häufigkeit einer Last (Schwell-Beanspruchung) kann die Gebrauchslast begrenzen.5-fachen Gebrauchslast geprüft. um im Hinblick auf das Partialsicherheitskonzept den cha- . das vor allem bei nichtbindigen Böden zu beachten ist. ist erreicht. geprüft ist. der Herstellung des Schubverbunds zwischen Verpresskörper und Boden. Bei der Abnahmeprüfung wird auch aus dem Ver- Bild N05. N.2-fachen.1 zu teilen ist. dass sich die Reduktion der Scherfestigkeit durch dynamische Lasten in entsprechendem Umfang auch auf die Ankerkraft auswirkt. Auf der Baustelle werden Eignungs. mindestens 3 Stück.und Abnahmeprüfungen vorgenommen. der durch 1. Über die Relaxation infolge dynamischer Lasten ist bisher wenig bekannt. doch wird man davon auszugehen haben. die im Gegensatz zur Grundsatzprüfung nicht ausgegraben zu werden brauchen.3. Man erhält ein Schwellmaß kn. 1. der Verformung des Bodenvolumens zwischen den Spannpunkten. wenn aktiver Erddruck seiner Dimensionierung zugrunde liegt.2-fache Gebrauchslast. Pfähle und Anker Seite N.

110.120: Ankerversagen durch ausbrechenden Erdkeil Bei oberflächennah eingebauten Ankerplatten muss der Nachweis geführt werden können. Einen verwandten Fall des Versagens zeigt Bild N05.130: hier löst ein Zuganker im Boden den Grundbruch aus. N. wenn sich das konstruktiv erreichen lässt. als sie den aktiven Erddruck auf die Bild N05.5 m herunterzugehen. mit dem Abstand nicht unter 1.5.61 Ak der Ankerkraft zu bestimmen. weil der Boden im Fall des Bruchs mitgenommen wird. bei tiefliegenden Ankern entstehen walzenförmige Bruchmechanismen.7 Gegenseitige Beeinflussung von Ankern Wie aus Modellversuchen in Sand und theoretischen Überlegungen hervorgeht (WERNER.5. Der Bruchköreiner Zugverankerung (OSTERMAYER.130: Versagen des Bodenkörpers bei Ankerplatten ungünstig beeinflusst. ob es sich um Spundwandanker oder Verpressanker handelt. Bei Verpressankern wird als Ankerpunkt der Schwerpunkt (praktisch: Mittelpunkt) des Verpresskörpers angesehen. dass der Bemessungswert der Ankerkraft A durch die Differenz der Bemessungswerte von Erdwiderstand und Erddruck aufgenommen werden kann (Bild N05.120). welche die Geländeoberfläche nicht erreichen.1 Versagen oberflächennaher Anker durch Grundbruch (ausbrechenden Erdkeil) Bild N05.5. Der Bemessungswert Ad ergibt sich daraus für Temporäranker über einen Partialsicherheitsbeiwert γm = 1. N. braucht man eine gegenseitige Beeinträchtigung des Tragverhaltens bei Verpressankern dann nicht mehr zu befürchten. Eine Kontrolle der Gruppenwirkung wird bei Ankerabständen unter 1 m erforderlich ("Gruppenprüfung"). Besondere Probleme dieser Art ergeben sich bei Wandecken durch einander kreuzende Ankerlagen.25.5. Diese Nachweise sind unabhängig davon. für Daueranker über γm = 1.Tiefgründungen.8 Standsicherheit des rückverhängten Bodenvolumens Bild N05.8. Bild N05. rakteristischen Wert N.110: Wirkung von Ankern bei ausspringender Ecke (OSTERMAYER. 1991) Bei der Untersuchung der Standsicherheit des aus Zugankern und dem vorgespannten Bodenvolumen bestehenden Systems müssen verschiedene Versagens-Möglichkeiten untersucht werden. 1975). Die Verkehrslast auf der Geländeoberfläche wird beim Nachweis hochliegender Anker nur insoweit angesetzt. Die Verpresskörper dürfen (a) nicht im aktiven Gleitkeil der parallel zu den Ankern verlaufenden Wand liegen. 1991) per reicht am Ankerpunkt bis zur Geländeoberfläche. Pfähle und Anker Seite N. wenn ihr Abstand größer ist als ihr 10-facher Durchmesser im Verpresskörper. Es empfiehlt sich aber. . andernfalls müssen (b) die Zusatz-Erddrücke aus den Verpresskörpern auf die Wand berücksichtigt werden. Ein Versagen dieser Form ist nur bei oberflächennahen Ankern möglich.

Wenn die Wand am Fuß eingespannt ist. siehe Bild N05.2 Versagen in der tiefen Gleitfuge Um eine Wand im Boden mit Ankern rückzuhängen. Bild N05. Die zweite Art der Sicherheitsdefinition ist die Ermittlung der maximal möglichen Ankerkraft Bild N05.150: Nachweis in der tiefen Gleitfuge Beim Nachweis wird ein Erdkörper betrachtet. Pfähle und Anker Seite N.150). 1996. Sie geht auf KRANZ (1940) zurück. welcher die mögliche Richtung von Q definiert. man spricht vom Versagen in der tiefen Gleitfuge.9): "Nachweis der tiefen Gleitfuge".4.151: Nachweis in der tiefen Gleitfuge mit Wasserdruck Amögl bei Ausnutzung der vollen Scherfestigkeit in der tiefen Gleitfuge und ihr Vergleich mit der vorhandenen Ankerkraft Avorh. ist daher besser überschaubar und sollte vorgezogen werden.62 N. der sich bei freier Fußlagerung ergeben würde (EAU. Beim diesem Versagen handelt es sich um eine Form des Geländebruchs.Tiefgründungen. muss ein ausreichend großes Bodenvolumen hinter der Wand mit herangezogen werden.5. Abschnitt 8. Ea darf nur in der Größe eingesetzt werden. welche geometrische Form der Bruchfläche maßgebend ist. Mit dem Schnitt hinter der Wand wird der Anker geschnitten und die Ankerkraft geht in die Betrachtung im Krafteck ein. die durch die geradlials Bruch mit mehreren Bruchkörpern nige Verbindung des Ankerpunktes mit demjenigen Punkt F der zu verankernden Wand festliegt. . Als Sicherheit kann das Verhältnis zwischen dem Reibungswinkel ϕ (eingezeichnet als ϕmögl). und dem mobilisierten Winkel ϕvorh definiert werden. In der Praxis untersucht man häufig näherungsweise eine ebene Bild N05. dem Ankerpunkt des Verpresskörpers und dem unteren Querkraft-Nullpunkt der Wand.8. Der Nachweis zur mobilisierten Scherfestigkeit in der tiefen Gleitfuge entspricht stärker den üblichen grundbautechnischen Gepflogenheiten. woraus sich die Richtung der Kraft Q ergibt. gilt als tiefe Gleitfuge die Verbindung zwischen der Unterkante D der Ankerwand bzw. Dabei ist offen. sonst versagt die Wand gemeinsam mit dem hinter ihr liegenden Bodenkörper. die für die Berechnung der erforderlichen Ankerkraft A maßgebend gewesen ist.150 (ganz rechts) wird das Krafteck mit der tatsächlichen Ankerkraft geschlossen. Der Nachweis kann auf zwei Arten geführt werden.140: Geländebruch und Versagen in der tiefen Gleitfuge Bruchfläche (Bild N05. In Bild N05. der hinter der gestützten Wand herausgeschnitten wird.140.

6 Zugfundamente N. Bild N05.B. Zuglasten aufzunehmen.63 Bild N05. der Fuß muss dann über die Bewehrung an den Pfahlschaft angeschlossen sein.1 Allgemeine Hinweise Ein Zugfundament ist entweder ein Fundamentblock. Bei mehrfach verankerten Baugrubenwänden wird der Nachweis für jeden Anker einzeln geführt. Auch Bohrpfähle mit angeschnittenem Fuß werden verwendet. gelegentlich auch aus Schlitzwandabschnitten. der wie ein Ankerstein kraft seines Eigengewichts imstande ist.10 dargestellten Varianten.Tiefgründungen.160 auf den Fall des geschichteten Bodens. Alle kürzeren Anker müssen zusätzlich zum betrachteten Anker in ihrer Kraftwirkung mit erfasst werden.6. Längere Anker als der betrachtete werden bei der für den Nachweis gewählten Schnittführung zweimal geschnitten und fallen aus der Betrachtung heraus. die in Bild N06. oder die Kopfplatte einer Verankerungskonstruktion aus Pfählen oder Ankern. Daraus ergeben sich besonders im Freileitungsbau z. und selbst da wird man prüfen.10: Zugfundamente für Freileitungsmaste . Die erstgenannten Zugfundamente kommen nur für kleinere Lasten in Frage.160: Nachweis in der tiefen Gleitfuge bei geschichtetem Boden N. In der Regel wird versucht. das Eigengewicht des anstehenden Bodens selbst als Gegengewicht zu aktivieren. ob der Injektionszuganker als Daueranker nicht wirtschaftlicher ist. falls die Leitung reißt. Pfähle und Anker Seite N. Maßgebend für Freileitungsmaste ist nicht die DIN 1054. Maßgebender Lastfall bei den Freileitungsmasten ist der einseitige Zug. Eine ständig einseitige Beanspruchung tritt bei Abspannmasten auf. sondern vorerst noch Bild N06.151 zeigt die Übertragung des Nachweises auf eine Situation mit Grundwasser im Boden hinter der Wand und Bild N05.

NA ist ein Tragfähigkeitsbeiwert. Bild N06.2-fachen Gebrauchslast als Zugkraft an 5 % aller Einzelfundamente stichprobenartig geprüft.B.6. Es wird empfohlen.5·Qz zu bemessen und die Tragfähigkeit mit einer Probebelastung zu prüfen. durch den im Boden ein Druckbereich über dem Anker und ein Bereich minderer Druckspannungen an den Seiten entsteht: Es gilt: Qz = G1 + NA ·γ·d mit A . wie es z.Tiefgründungen. der dem Diagramm in Bild N06. N.20 als Funktion von t/d.2 Erdstatischer Nachweis Bild N06.5-fache Sicherheit nachzuweisen ist. mit 0.Querschnitt des Ankerkörpers. Anmerkung: Bei Freileitungsmasten wird bisher die Sicherheit durch Anbringen einer 1. von GRUHLE (1981) bei Modellversuchen in Sand beobachtet und ausgewertet wurde: über dem Ankerkörper (G1) steht nicht nur das darüber liegende Bodengewicht G2. γ .Durchmesser von A.64 die VDE 0210. das Partialsicherheitskonzept des EC7 unter Beachtung der Angaben zu Einwirkungen im EC1 auch auf diese Zugfundamente anzuwenden. sondern auch der seitliche Schubwiderstand zur Verfügung. wobei eine 1. also der Einbindetiefe. d .20 stellt das Bruchversagen eines Ankerelements im Boden dar.Bodenwichte. es empfiehlt sich jedoch. Pfähle und Anker Seite N. entnommen werden kann.20: Tragverhalten von erdeingebundenen Ankerplatten .

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