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FA K T E N Z U KOREA

Leben in Korea Wohnen Kleidung Essen Feste Religion Überblick über das Leben in Korea Gesellschaft

FAKTEN ZU KOREA

Sport Olympische Spiele in Seoul im Rückblick Platzierung im olympischen Medaillenspiegel FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Korea/Japan Nationale Sportveranstaltungen Beliebte Sportarten Traditionelle Sportarten Sportarten auf einen Blick Tourismus Reiseinformationen Verkehrsmittel Unterkunft Korea entdecken Einkaufen Tourismus auf einen Blick Korea und Natur Allgemein Geographie Bevölkerung Regierung Wirtschaft Nationales Symbol Klima und Wetter Topographie Küsten 4-Flüsse-Projekt Ramsar-Konvention über Feuchtbiotope Geschichte Gojoseon Drei Königreiche und Gaya Das Vereinigte Silla-Reich und Balhae Goryeo Joseon Die japanische Besatzung und Koreas Unabhängigkeitsbewegung Die Gründung der Republik Korea Geschichte Koreas im Überblick Verfassung und Regierung Verfassung Exekutive Legislative Judikative Unabhängige Organisationen Regionale Regierungen Verfassung und Regierung im Überblick www.korea.net Titeldesign Die Konsonanten des koreanischen Alphabets Hangeul wurden als Motiv für das Titeldesign dieses Buches verwendet. Hangeul ist ein phonetisches Alphabet, bestehend aus Konsonanten und Vokalen. Herausgegeben vom Koreanischen Kultur- und Informationsdienst

Sozialer Wohlstand Bildung Medien Gesellschaft auf einen Blick Kultur und Kunst UNESCO-Welterbe in Korea Bildende Künste Literatur Malerei Musik und Tanz Theater und Film Museen und Theater Überblick über Kultur und Kunst in Korea Wirtschaft Wirtschaftliche Lage Industrielle Innovation Wissenschaft und Technologie Information und Kommunikation Herausforderungen für die koreanische Wirtschaft Ausländische Direktinvestitionen (FDI) System zur Unterstützung von Investoren Logistik-Drehscheibe der Weltklasse Wirtschaftlicher Ausblick G20-Gipfel in Seoul und Korea Wirtschaft auf einen Blick Korea in der Welt Internationale Beziehungen Wirtschaftlicher Austausch Internationaler Frieden und internationale Zusammenarbeit Koreas Entwicklungshilfe Zukünftige politische Richtung Innerkoreanische Beziehungen Historischer Hintergrund Innerkoreanischer Austausch und Zusammenarbeit Industriekomplex Gaeseong Zusammenführungen getrennter Familien Innerkoreanische Beziehungen im Überblick

FAKTEN ZU KOREA
Ausgabe 2012 Copyright©1973 Herausgegeben vom Koreanischen Kultur- und Informationsdienst Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus / 15 Hyoja-ro Jongno-gu Seoul, Republik Korea Telefon 82-2-398-1914~20 Fax 82-2-398-1882 / Alle Rechte vorbehalten Veröffentlicht in Seoul ISBN 978-89-7375-560-8 03050 / Für nähere Informationen über Korea siehe folgende Webseiten: www.korea.net

FA K T E N Z U KOREA
한국의 어제와 오늘

InHaltsVerzeiCHnis

Leben in Korea
Wohnen Kleidung Essen Feste Religion Überblick über das Leben in Korea

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FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Korea/Japan Nationale Sportveranstaltungen Beliebte Sportarten Traditionelle Sportarten Sportarten auf einen Blick

Geschichte
Gojoseon Drei Königreiche und Gaya Das Vereinigte Silla-Reich und Balhae Goryeo Joseon Die japanische Besatzung und Koreas

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Investoren Logistik-Drehscheibe der Weltklasse Wirtschaftlicher Ausblick G20-Gipfel in Seoul und Korea Wirtschaft auf einen Blick

Korea in der Welt
Internationale Beziehungen Wirtschaftlicher Austausch Internationaler Frieden und internationale Zusammenarbeit

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Tourismus Gesellschaft
Sozialer Wohlstand Bildung Medien Gesellschaft auf einen Blick

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Unabhängigkeitsbewegung Die Gründung der Republik Korea Geschichte Koreas im Überblick

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Reiseinformationen Verkehrsmittel Unterkunft Korea entdecken Einkaufen Tourismus auf einen Blick

Verfassung und Regierung
Verfassung Exekutive Legislative

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Koreas Entwicklungshilfe Zukünftige politische Richtung

Kultur und Kunst
UNESCO-Welterbe in Korea Bildende Künste Literatur Malerei Musik und Tanz Theater und Film Museen und Theater Überblick über Kultur und Kunst in Korea

60 Korea und Natur
Allgemein Geographie Bevölkerung Regierung Wirtschaft Nationales Symbol Klima und Wetter Topographie Küsten

Innerkoreanische Beziehungen
Historischer Hintergrund Innerkoreanischer Austausch und Zusammenarbeit Industriekomplex Gaeseong Zusammenführungen getrennter

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Judikative Unabhängige Organisationen Regionale Regierungen Verfassung und Regierung im Überblick

Wirtschaft
Wirtschaftliche Lage Industrielle Innovation Wissenschaft und Technologie Information und Kommunikation Herausforderungen für die koreanische Wirtschaft Ausländische Direktinvestitionen (FDI) System zur Unterstützung von

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Familien Innerkoreanische Beziehungen im überblick Internet Links Sumber Photo

Sport
Olympische Spiele in Seoul im Rückblick Platzierung im olympischen Medaillenspiegel

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4-Flüsse-Projekt Ramsar-Konvention über Feuchtbiotope

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FA K T E N Z U KOREA
한국의 어제와 오늘

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Leben in Korea
한국인의 생활

Wohnen Kleidung Essen Feste Religion Überblick über das Leben in Korea

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Leben in Korea
한국인의 생활

Nähe der Küste und an Flussufern, bevor sie ins Landesinnere wanderten. Ihr Nahrungslieferant war hauptsächlich das Meer. Sie benutzten Netze, Angelhaken und Angelschnüre, um Fische und Schalentiere zu fangen. Auch die Jagd diente der Nahrungsbeschaffung. Pfeil- und Speerspitzen wurden an Ausgrabungsstätten aus dem Neolithikum gefunden. Später begannen die Men -schen, das Land zu kultivieren und benutzten hierfür Steinhacken, Sicheln und Mühlsteine. Der Reisanbau begann während des Bronzezeitalters, das in Korea bis

Es wird allgemein vermutet, dass die Menschen des Paläolithikums vor etwa 40.000 bis 50.000 Jahren die ersten waren, welche die koreanische Halbinsel besiedelten. Die Menschen des Neolithikums traten in Korea gegen 4.000 v. Chr. in Erscheinung. Auf der gesamten Halbinsel findet man konkrete Spuren ihrer Existenz aus der Zeit um 3.000 v. Chr. Man geht davon aus, dass sie die Vorfahren der heutigen Koreaner sind. Sie lebten zunächst in der

etwa 400 v. Chr. dauerte. Die Menschen lebten in dieser Zeit in Erdhöhlen, bestattet wurden sie überwiegend in Dolmen- und Steingräbern. Als die Landwirtschaft zum Hauptnahrungserwerb wurde, bildeten sich Dörfer, denen ein Anführer mit höchster Autorität vorstand. Um diese Gemeinschaften zu regieren, wurde die Einführung von Gesetzen erforderlich. In Go-Joseon (2.333 v. Chr. - 108 v. Chr.) wurde ein Gesetzeskodex, bestehend aus acht Artikeln, in Kraft gesetzt, von denen heute aber lediglich drei bekannt

Grubenhaus an Siedlungsplätzen, wo die Menschen des Neolithikums in der Periode von 4.000 – 3.000 v. Chr. auf der koreanischen Halbinsel vermutlich wohnten.

Ondol Die moderne Nutzung bezieht sich auf jegliche Art von Fußbodenheizung und folgt damit der traditionellen Lebensweise, auf dem Fußboden zu essen und zu schlafen.

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sind. Sie lauten wie folgt: 1. Jeder, der einen anderen tötet, soll sofort getötet werden. 2. Derjenige, der einem anderen körperlichen Schaden zufügt, muss diesen Schaden in Getreide ersetzen. 3. Derjenige, der das Eigentum eines anderen stiehlt, soll Sklave des Bestohlenen werden.

Wohnen
Die Form der traditionellen koreanischen Häuser, Hanok genannt, blieb von der Zeit der Drei Reiche bis in die späte Joseon-Zeit (1392 - 1910) relativ unverändert. Ondol, die einzigartige koreanische Fußbodenheizung, wurde zunächst im Norden verwendet. Rauch und Hitze wurden durch Rohre unter die Böden geleitet. Im wärmeren Süden fand dieses Heizungssystem bei Holzböden Anwendung. Die traditionellen Häuser bestanden im Wesentlichen aus Lehm und Holz. Giwa, spezielle schwarze Ziegel für die Dächer, wurden in der Regel aus rotem Lehm hergestellt. Der Sitz des Präsidenten wird heute aufgrund der blauen Dachziegel Cheongwadae (,,Blaues Haus’’ ) genannt. Zum Bau der traditionellen Häuser verwendete man keine Nägel, sondern hölzerne Pflöcke. Die Häuser der Oberschicht bestanden aus einer Reihe separater Räumlichkeiten. Ein Teil war für die Unterbringung der Frauen und Kinder bestimmt, ein anderer für die Männer der Familie und deren Gäste, ein weiterer für die Bediensteten. Sie alle wurden von einer Mauer umschlossen. Hinter dem Haus befand sich der Ahnenschrein der Familie. Gelegentlich wurde außerhalb der Mauer, an der Vorderseite des Hauses, auch ein Lotusteich angelegt.

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1-2. Bukchon (nördliches Dorf) im Viertel Gahoe-dong von Seoul. 3-4. Das Zuhause von Im Jin-su im Hanok-Stil, in Anseong, Provinz Gyeonggi-do.

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Die Form der Häuser im kälteren Norden unterschied sich von der im wärmeren Süden. Waren sie hier relativ einfach und L-förmig geschnitten, mit einem rechtwinkligen Flur und einer Küche an einem Ende sowie einem Zimmer am anderen Ende, so waren sie im Norden U-förmig oder quadratisch mit einem Garten in der Mitte angelegt. In den späten 1960er Jahren änderte sich die Form der Häuser rasch durch den Bau von Apartmenthäusern im westlichen Stil. Seit den 1970er Jahren schießen im ganzen Land Hochhäuser wie Pilze aus dem Boden, aber das Ondol-System blieb populär und heiße Wasserrohre ersetzten die Rauchableitungsrohre unter dem Fußboden.

ergänzt durch Hut, Gürtel und Schuhe. Die Frauen trugen eine Jeogori (kurze Jacke) mit zwei langen Bändern, die zu einem Knoten, Otgoreum, gebunden wurden, einen knöchellangen, um die Brust gewickelten Rock, Chima, einen Durumagi, ergänzt durch Beoseon, weiße Baumwollstrümpfe und Schuhe, deren Form an Boote erinnert. Diese Kleidung, bekannt als Hanbok, blieb in dieser Form Hunderte von Jahren für Männer und Frauen gleich, mit Ausnahme kleinerer Veränderungen in der Länge von Jeogori und Chima. Während des Koreakrieges (1950-1953) verbreitete sich die westliche Kleidung in Korea, und im Zuge der raschen Industrialisierung in den 1960er und 1970er Jahren wurde der Hanbok immer weniger getragen und für den Alltag als ungeeignet angesehen. In jüngster Zeit werben Hanbok-Liebhaber für dessen Wiederbelebung und kreieren moderne Formen, die einfacher zu tragen sind. Der traditionelle Hanbok wird in der Regel an Feiertagen, wie dem Neujahrsfest nach dem Mondkalender oder Chuseok, dem koreanischen

Kleidung
Die Koreaner begannen Kleider aus Hanf und Pfeilwurz zu weben und züchteten Seidenraupen für die Seidenproduktion. Während der Zeit der Drei Reiche trugen die Männer Jeogori (Jacke), Baji (Hose) und Durumagi (Mantel),

Die Kreationen von Modedesigner Lee Young-hee (links) Lee Sang Bong präsentiert Hangeul-Mode bei seiner Modenschau (rechts)

Traditionelles koreanisches Essen

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Erntedankfest, sowie bei Familienfesten, wie dem Hwangap, dem 60. Geburtstag, getragen.

Essen
Reis ist zwar immer noch das Grundnahrungsmittel der meisten Koreaner, die jüngere Generation bevorzugt jedoch häufig westliche Nahrungsmittel. Reis wird im Allgemeinen mit verschiedenen Beilagen serviert, meist mit gewürzten Gemüsesorten, Suppe, Eintopf und Fleisch. Bei einer traditionellen Mahlzeit darf Gimchi nicht fehlen, eine Mischung aus verschiedenen eingelegten Gemüsesorten wie Chinakohl, Rettich, grünen Zwiebeln und Gurken. Bestimmte Sorten Gimchi sind durch die Zugabe von rotem Paprikapulver scharf gewürzt, andere werden ohne dieses Gewürz hergestellt oder in eine wohlschmeckende Flüssigkeit eingelegt. Knoblauch als aromatische Zutat ist jedoch in allen Varianten enthalten.
Herstellung von Baechu-Gimchi
Hausfrauen bei der Gimchi-Herstellung (links) Baechu-Gimchi (rechts)

Ende November oder Anfang Dezember sind koreanische Familien mit der Zubereitung des Gimchi für die lange Winterzeit beschäftigt (Gimjang). Noch bis vor wenigen Jahrzehnten wurde der Gimchi-Vorrat in großen Gefäßen unter der Erde gelagert, um den Geschmack zu erhalten. Im modernen Korea haben Frauen oftmals weder Zeit, Gimchi zuzubereiten, noch den erforderlichen Außenraum zur Lagerung größerer Mengen. Dennoch ist Gimchi immer noch

1. Zutaten für Gimchi

2. Schneiden und waschen Sie Chinakohl und weichen Sie ihn in Salzwasser ein.

3. Entfernen Sie den Stumpf des Kohls.

4. Mischen Sie Gewürze mit gesalzenem und fermentiertem Fisch.

5. Verteilen Sie die Gewürze gleichmäßig zwischen den Blättern.

6. Wickeln Sie den gesamten Kohl ein und lagern Sie ihn an einem kühlen Ort.

Gekochter weißer Reis (Ssalbap mit verschiedenen Getreidearten) (links) Nudeln in Bohnensud (Kongguksu) (rechts)

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ein grundlegender Teil koreanischer Lebensweise: Unternehmen, die diese fermentierte Speise herstellen oder spezielle Gimchi-Kühlschränke verkaufen, erfreuen sich reger Nachfrage. Ebenso wie Gimchi erregte auch Doenjang (koreanische Bohnenpaste) aufgrund ihrer vor Krebs schützenden Eigenschaften die Aufmerksamkeit moderner Ernährungswissenschaftler. Früher bereiteten die Koreaner Doenjang zu Hause zu, indem sie gelbe Bohnen kochten, diese im Schatten trockneten, dann in Salzwasser einlegten und in der Sonne fermentieren ließen. Heute stellen nur noch wenige Familien Doenjang selbst her, die meisten kaufen industriell gefertigte Bohnenpaste. Bei Fleischgerichten sind marinierte und gegrillte Bulgogi (üblicherweise Rindfleisch) und Galbi (Rind- oder Schweinerippen) bei Ausländern sehr beliebt. Ssalbap (Gekochter weißer Reis): Weißer Reis wird von den Koreanern am häufigsten verzehrt. Frisch gekochter weißer Reis schmeckt großartig allein, wenn er aber mit Beilagen serviert wird, betont er den Geschmack und die

Gewürze der Beilagen. Haferbrei (Juk): Juk ist die älteste Speise Koreas. Das Getreide wird lange in Wasser gekocht. Es gibt verschiedene Arten von Haferbrei, abhängig von den Zutaten. Haferbrei ist bekömmlich und schont den Magen, ist äußerst nahrhaft und daher ideal für Kranke. Den geschäftigen Menschen von heute dient Juk als großartiger Frühstücksersatz. Nudeln: Italienische Spaghetti, japanische Soba und vietnamesische Reisnudeln - Länder auf der ganzen Welt haben ihre eigenen Nudelgerichte. Korea hat ebenfalls eine große Auswahl an Nudelgerichten, vor allem Kalguksu und Naengmyeon. Tang (Suppe), Jjigae (Eintopf) und Jeongol (Kasserollen): Koreanische Suppen, auch Tang genannt, werden zubereitet, indem verschiedene Zutaten in einem Topf gekocht werden. Jjigae und Jeongol sind ähnlich wie Suppe, aber Jjigae ist etwas fester und Jeongol ist eine Kasserolle aus Fleisch und Gemüse, die auf dem Tisch gekocht wird.

Tang, Eintopf und Kasserolle (links) Makgeolli, traditioneller Likör auf Reisbasis (rechts)

Reiskuchen (Tteok) (links) Omija-Tee aus der Frucht des Schisandra-Chinensis-Baumes (rechts)

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Banchan (Beilagen): Eine große Vielfalt an Beilagen wird bei koreanischen Mahlzeiten serviert. Reis und Suppe werden in separaten Töpfen serviert, aber Beilagen werden in kleinen Schüsseln in die Mitte des Tisches gestellt, damit sich jeder bedienen kann. Da jede Region Koreas verschiedene Gemüse und Zutaten produziert, gibt es hunderte verschiedener Beilagen. Traditioneller Likör: Traditioneller koreanischer Likör wird durch die Fermentierung verschiedener Getreide hergestellt. Das Fermentierungsverfahren ist ein wichtiger Bestandteil des gesamten Herstellungsprozesses von Likör, da dies über den Geruch und Geschmack des Endprodukts entscheidet. Abhängig vom Wetter und von der Region, in der er hergestellt wird, variieren die Liköre erheblich. Früchte und Kräuter können ebenfalls beigemischt werden, um den Geschmack zu verbessern. Es gibt Makgeolli (traditioneller Reiswein), Soju (Koreas bekanntester destillierter Likör) und Gwasilju (Fruchtwein). Regionale Speisen: Korea grenzt an drei Seiten ans Meer und 70 % des Landes ist bergig. Regionen innerhalb Koreas sind begrenzt von steilen Bergketten und Flüssen. Die klimatischen Bedingungen variieren innerhalb dieser Regionen und es gibt eine große Vielfalt natürlicher Produkte. Die physischen und klimatischen Unterschiede zwischen den Regionen Koreas sorgen für die Vielzahl an regionalen Esskulturen im Land. Tteok (Reiskuchen): Im Allgemeinen wird Reis als Hauptgericht
Tteokguk (Reiskuchensuppe) Viele Koreaner glauben, dass eine Schüssel Reiskuchensuppe zum Beginn des Neujahrsfestes Glück bringt.

Sebae ist ein Brauch und Neujahrsgruß, bei dem sich die Jüngeren vor den Älteren verneigen und ihnen damit Respekt zollen.

Eine Familie bei der Herstellung von Songpyeon, dem halbmondförmig gestalteten Reiskuchen, zu Chuseok

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gegessen, zu bestimmten Anlässen gibt es aber auch Reiskuchen. Bei Feierlichkeiten, Feiertagen und Geburtstagen sind Reiskuchen auf der Festtafel zu finden. Er besteht hauptsächlich aus weißem Reismehl und Zutaten wie Beifuß, rote Bohnen, Jujube, Bohnen und Kastanien werden zugefügt, damit für jeden Geschmack etwas dabei ist. Desserts: Ein Tablett mit Tee und Gebäck oder Hangwa wird Dagwasang genannt und kommt in der Regel am Ende einer Mahlzeit. Es kann auch als besondere Aufmerksamkeit für Gäste oder als Snack serviert werden. Im Herbst, Winter und Frühling wird heißer Tee mit verschiedenem Gebäck oder Keksen aus Früchten der Saison serviert. Im Sommer gibt es zu dem Gebäck und den Keksen gekühlten Fruchtsaft und frische Früchte.

heißens des neuen Jahres wurde auch nach der Zeit der Drei Reiche in etwas veränderter Form fortgeführt. In der Hektik des modernen Lebens sind viele der traditionellen Feiertage verloren gegangen. Einige werden jedoch immer noch mit großer Begeisterung gefeiert. Ein solcher Tag ist Seol, der erste Tag des Jahres nach dem Mondkalender, der nach westlicher Zeitrechnung auf Ende Januar oder Anfang Februar fällt. An diesem Tag versammelt sich die ganze Familie. Meist im Hanbok oder in Festtagskleidung vollzieht sie die Riten zum Gedenken der Ahnen. Anschließend verbeugen sich die jüngeren Familienmitglieder tief vor den Älteren. Ein weiterer wichtiger Feiertag ist Daeborum, der erste Vollmond des Jahres nach Seol. An diesem Tag beten die Bauern und Fischer für eine gute Ernte und einen reichen Fang, die übrige Bevölkerung bereitet besondere Speisen aus dem Gemüse der Saison zu. Auf diese Weise bittet sie um ein glückliches Jahr, in dem kein Unglück geschehen möge.

Feste
Früher waren Feste prunkvolle religiöse Feierlichkeiten. Schon vor der Zeit der Drei Reiche wurden Erntedankfeste in den kleineren vereinigten Königreichen zum ersten Mal offiziell gefeiert. Dazu zählten Yeonggo (Trommeln, die die Geister beschwören) aus Buyeo, Dongmaeng (Verehrung des Gründers) aus Goguryeo sowie Mucheon (Tanz zum Himmel) aus Dongye. In der Regel wurden die Feste im zehnten Monat nach dem Mondkalender gefeiert, nachdem die Ernte eingebracht war. Die Tradition des Erntedankfestes und des fröhlichen Willkommen-

Koreanische Teezeremonie
Das Hauptelement der koreanischen Teezeremonie ist die Ruhe und die Natürlichkeit, den Tee in entspanntem und formellem Rahmen zu genießen. Die Teezeremonien werden jetzt neu belebt als eine Form, Entspannung und Harmonie in einer schnelllebigen Welt zu finden und eine lange Tradition dieser immateriellen koreanischen Kunstform fortzusetzen.

Dol, Feierlichkeiten zum 1. Geburtstag

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An Dano, dem fünften Tag des fünften Monats, gehen die Bauern einen Tag lang nicht aufs Feld, sondern nehmen an den Feierlichkeiten teil, die das Ende der Aussaat kennzeichnen. Die Frauen waschen ihr Haar mit Wasser, in dem Irisblüten gekocht wurden und hoffen, auf diese Weise Unglück abzuwenden. Dano war in früheren Zeiten ein wichtiger Feiertag, das Interesse hat jedoch nachgelassen, mit Ausnahme einiger Provinzen. Chuseok, ein Vollmondtag im Herbst, der auf den fünfzehnten Tag des achten Monats nach dem Mondkalender fällt, ist einer der bedeutendsten koreanischen Feiertage, den die modernen Koreaner mit größter Ungeduld erwarten.

Autos drängen sich in endlosen Schlangen auf den Autobahnen, und nahezu alle Institutionen und Geschäfte sind drei Tage lang geschlossen. Alle Familienmitglieder kommen zusammen, sie erweisen ihren Ahnen Respekt und besuchen die Gräber ihrer Vorfahren. Diejenigen, die in den Städten leben, kehren in ihre Heimatorte zurück, um Chuseok zu feiern. Flug- und Bahntickets werden von den Heimkehrern im Allgemeinen schon Monate im Voraus gebucht. Weitere Feiertage sind Buddhas Geburtstag am achten Tag des vierten Monats nach dem Mondkalender und Weihnachten, das nicht nur die Christen, sondern die meisten jungen Leute feiern. An Buddhas Geburtstag zieht eine große Anzahl Buddhisten in einer Parade durch das Zentrum von Seoul, lotusförmige Laternen schmücken die Hauptstraßen der Stadt. Es gibt verschiedene Familienfeiern, die allen Koreanern wichtig

Feiertage
1. Jan. Neujahr Seollal (Mondkalender) Der erste Tag des Neuen Jahres. Der erste Tag des ersten Monats nach dem Mondkalender. Der Tag vor und nach Seollal ist auch ein offizieller Feiertag, so dass sich Seollal auf 3 Feiertage erstreckt. Dieser Tag erinnert an die große Unabhängigkeitsbewegung gegen die japanische Kolonialherrschaft 1919. n buddhistischen Tempeln finden feierliche Rituale statt. I Am Sonntag davor versammeln sich im Bezirk Jongno im Zentrum von Seoul viele Menschen zu einer großen Laternenparade. Ein Tag mit verschiedenen Feierlichkeiten für Kinder.  ie Nation gedenkt der Kriegstoten. Auf dem D Nationalfriedhof werden Gedenkgottesdienste abgehalten.  945 wurde Korea an diesem Tag von der 35-jährigen 1 Kolonialherrschaft Japans befreit. Es ist zugleich der Gründungstag der Republik Korea 1948. Dieses ist einer der größten nationalen Feiertage des Jahres. Die Familien halten zu Hause oder an Familiengräbern Gedenkfeierlichkeiten ab. Es ist ein wichtiger Bestandteil des Abends, den Vollmond zu betrachten und sich etwas zu wünschen. Gründung der Nation Korea durch Dangun, 2333 v. Chr.  Sowohl Christen als auch Nicht-Christen feiern diesen Tag wie im Westen.

sind und die fröhlich und ausgelassen begangen werden. Zu diesen gehören Baegil, der 100. Tag im Leben eines Kindes, Dol, der erste Geburtstag, und Hoegap oder Hwangap, der 60. Geburtstag, an dem sich der Lebenszyklus nach dem fernöstlichen Tierkreis vollenden soll. Diesen Festtagen kam eine besondere Bedeutung zu, als die Kindersterblichkeitsrate noch hoch und die Lebenserwartung niedrig war. Zu solchen großen Festen kamen selbst entfernte Verwandte, heute werden sie jedoch nur noch im engeren Familienkreis gefeiert. Immer mehr ältere Menschen gehen heute dazu über, den 60. Geburtstag, Hoegap, nicht zu Hause zu begehen, sondern auf eine andere Weise zu feiern, zum Beispiel auf einer Auslandsreise.

1. März 1. April

Tag der Unabhängigkeitsbewegung Buddhas Geburtstag (Mondkalender)

5. Mai 5. Juni

Tag der Kinder Volkstrauertag

15. Aug.  Tag der Befreiung

Chuseok: Koreanisches Erntedankfest (Mondkalender)

Religion
Anders als in manchen Ländern, in denen eine Religion dominierend ist, umfasst die koreanische Kultur eine Vielzahl religiöser Elemente, welche die Denk- und Verhaltensweisen der Menschen geprägt haben. In frühen historischen Epochen waren religiöse und politische Funktionen auf der koreanischen Halbinsel

3. Okt. 25. Dez

Nationalfeiertag Weihnachten

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miteinander verbunden, später wurden sie jedoch voneinander getrennt. Historisch betrachtet lebten die Koreaner unter dem Einfluss des Schamanismus, Buddhismus, Taoismus oder Konfuzianismus. In der Neuzeit hat sich das Christentum in Korea immer weiter verbreitet, was zu einer Veränderung der Lebenseinstellung mancher Menschen führte. Die Industrialisierung, die in Korea innerhalb zweier Jahrzehnte stattfand und nicht, wie im Westen, in zwei Jahrhunderten, löste ein beträchtliches Maß an Angst und Entfremdungsgefühlen aus und brachte eine innere Entwurzelung mit sich. Sie hat den Koreanern ihre Seelenruhe genommen und sie dazu gebracht, Trost in der Religion zu suchen. Infolgedessen ist die Zahl der Gläubigen merklich gestiegen, religiöse Institutionen wurden zu einflussreichen gesellschaftlichen Organisationen. Die Religionsfreiheit wird durch die koreanische Verfassung garantiert. Laut einer statistischen Erhebung von 2005 gehören 53,1 % der Koreaner einer Religionsgemeinschaft an. 43 % sind Buddhisten, gefolgt von Protestanten mit 34,5 % und Katholiken mit 20,6 %.

Buddhismus
Der Buddhismus ist eine mehr auf philosophischen Grundsätzen aufbauende Religion, die eine große Disziplin verlangt und deren Kernpunkt die persönliche Erlösung durch Wiedergeburt in einem endlosen Kreislauf der Reinkarnation ist. Der Buddhismus wurde in Korea 372 n. Chr. während des GoguryeoReiches durch einen Mönch namens Sundo eingeführt, der aus dem chinesischen Qin-Reich kam. 384 n. Chr. brachte der Mönch Malananda den Buddhismus aus dem östlichen Jin-Staat in China nach Baekje. Im Silla-Reich wurde der Buddhismus Mitte des 5. Jahrhunderts durch den Mönch Ado aus dem Goguryeo-Reich verbreitet. Diese Religion wurde von den Herrschern der Drei Reiche sehr gefördert, da sie als geistiger Halt für die Regierung nützlich zu sein schien. Buddha war das einzige Objekt der Verehrung, wie auch der König die einzige Autoritätsperson war. Unter dem Schutz des Königshofes wurden zahlreiche Tempel und Klöster gebaut, und die Zahl der Gläubigen nahm kontinuierlich zu. Im 6. Jahrhundert wanderten Mönche und Künstler mit Schriften und religiösen Kunstgegenständen nach Japan aus, um dort die Basis für eine frühe buddhistische Kultur zu schaffen. Als das Silla-Reich im Jahr 676 vereinigt wurde, war der Buddhismus Staatsreligion, obgleich die Regierungssysteme den konfuzianischen Regeln folgten. Die Förderung des Buddhismus durch den Königshof führte zu einer wahren Blütezeit der buddhistischen Kunst und des Tempelbaus. Zeugnis hiervon legen der Bulguksa-Tempel und andere Relikte in Gyeongju, der Hauptstadt des Silla-Reiches, ab. Der Einfluss des Buddhismus schwand, als der Adel sich zunehmend einem ausschweifenden Lebensstil hingab. Damals entwickelte sich eine neue Richtung, die des Seon- oder Zen-Buddhismus, dessen Ziel es ist, durch ein genügsames Leben die allgemeingültige Wahrheit zu finden. Die Herrscher des nachfolgenden Goryeo-Reichs waren noch größere Anhänger des Buddhismus. Während dieser Zeit setzte sich die Blütezeit in der

Religion
Eine Erhebung aus dem Jahr 2005 zeigt, dass die Hälfte der Bevölkerung aktiv eine Religion praktiziert. Innerhalb dieser Religionsgruppen dominieren der Buddhismus (43,0 %), der Protestantismus (34,5 %) und der Katholizismus (20,6 %). Die verbleibenden 1,9 % praktizieren vornehmlich den Konfuzianismus, den Schamanismus, den Islam und den Cheondogyo (Himmlischer Weg), eine heimische Religion.
Buddhismus Protestantismus Katholizismus Won-Buddhismus Konfuzianismus Cheondogyo Sonstige 129.907 104.575 45.835 201.401 5.146.147 8.616.438 10.726.463

Einheit: Personen Quelle: Koreanisches Amt für Statistik <www.kostat.go.kr>

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buddhistischen Kunst und Architektur durch die vorbehaltlose Unterstützung des Adels fort. Zu der Zeit wurde auch die Tripitaka Koreana geschaffen. Als Yi Seong-gye, der Gründer des Joseon-Reichs, einen Aufstand inszenierte und sich 1392 selbst zum König ernannte, versuchte er, den Einfluss des Buddhismus auf die Regierung zu beseitigen und übernahm die konfuzianische Lehre als Richtschnur für die Regierung und die moralischen Grundsätze. Während der 500 Jahre währenden Herrschaft des Joseon-Reichs stießen jegliche Bemühungen, den Buddhismus wieder aufleben zu lassen, auf heftigen Widerstand seitens der konfuzianischen Gelehrten und Beamten. Als Japan Korea 1910 gewaltsam annektierte, versuchte es, die buddhistischen Sekten Koreas mit denen Japans zu vereinigen. Diese Versuche schlugen jedoch fehl und führten sogar zu einem wieder erwachenden Interesse

der Koreaner am Buddhismus in der Form, wie er in ihrem Land üblich war. In den letzten Jahrzehnten konnte man eine Art Renaissance des Buddhismus erleben, der sich darum bemüht, die Veränderungen in der modernen Gesellschaft in den Glauben zu integrieren. Der Großteil der Mönche lebt im Gebirge und übt sich in Selbstdisziplin und Meditation, ein Teil jedoch zieht in die Städte, um dort den Glauben zu verkünden. Eine Vielzahl von Mönchen erforscht an Universitäten im In- und Ausland die buddhistischen Lehren. Der Seon- oder Zen-Buddhismus in Korea, der auf Meditation ausgerichtet ist, erfreut sich zunehmenden Interesses. Viele Ausländer treten in die Fußstapfen großer koreanischer Mönche und üben sich im Songgwangsa-Tempel in der Provinz Jeollanam-do sowie in Zentren des Zen-Buddhismus in Seoul und verschiedenen Provinzstädten in Selbstdisziplin.

Konfuzianismus
Der Konfuzianismus ist eine Morallehre und eine religiöse Anschauung, die von Konfuzius im 6. Jahrhundert v. Chr. begründet wurde. Im Grunde genommen handelt es sich um ein System von ethischen Begriffen — mildtätige Liebe, Rechtschaffenheit, Anstand und weise Führung — dazu geschaffen, ein geordnetes Leben in Familie und Gesellschaft zu ermöglichen. Im Konfuzianismus gab es keinen Gott, wie im frühen Buddhismus, doch mit der Zeit wurden die weisen und grundlegenden Prinzipien von den späteren Anhängern kanonisiert. Der Konfuzianismus gelangte zu Beginn der christlichen Zeitrechnung mit den ersten Aufzeichnungen in chinesischer Schrift ins Land. Überlieferungen aus den Drei Reichen Goguryeo, Baekje und Silla belegen, dass er bereits früh Einfluss ausübte. In Goguryeo wurde 372 eine staatliche Universität namens Taehak gegründet. Auf dem Land entstanden private konfuzianische Akademien. Im Königreich Baekje entstanden derartige Institutionen sogar noch früher.
Lotus-Laternenfestival Am Wochenende vor Buddhas Geburt (8. April nach dem Mondkalender) wird ein Laternenfest veranstaltet. <www.llf.or.kr>

Im Vereinigten Silla-Reich wurden Delegationen von Gelehrten nach Tang-China entsandt, um dort die Arbeit der Institutionen direkt zu verfolgen

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und umfangreiches Schriftgut über die dort behandelten Themen nach Korea zu bringen. In der Goryeo-Zeit im 10. Jahrhundert war der Buddhismus Staatsreligion, der Konfuzianismus bildete das philosophische und strukturelle Rückgrat des Staates. Bei der Prüfung für Beamte, Gwageo, die in Anlehnung an das chinesische System im späten 10. Jahrhundert eingeführt wurde, legte man großen Wert auf das Studium der klassischen Schriften des Konfuzius. In dieser Zeit prägten sich die konfuzianischen Werte tief in das Bewusstsein der Koreaner ein. Im 1392 gegründeten Joseon-Reich akzeptierte man den Konfuzianismus als offizielle Ideologie und entwickelte ein konfuzianisch geprägtes Erziehungs-, Verwaltungs- und Zeremoniensystem. Als westliche Mächte und Japan im späten 19. Jahrhundert anfingen, militärischen Druck auf Korea auszuüben, um eine Öffnung des Landes nach außen zu forcieren, bildeten die Konfuzianer ,,rechtschaffene Armeen”, um sich gegen die Aggression wehren zu können.

Es gab auch Kreise, die bestrebt waren, den Konfuzianismus zu reformieren und ihn an die veränderte Lebenssituation anzupassen. Diese Kreise begrüßten die westliche Zivilisation und wollten eine moderne, unabhängige Regierung etablieren. Auch während der japanischen Kolonialzeit traten viele der Reformer den Unabhängigkeitsbewegungen bei, um gegen das imperialistische Japan zu kämpfen. Heutzutage ist die Ahnenverehrung, wie Konfuzius sie lehrte, immer noch weit verbreitet, und die Ehrfurcht der Kinder vor den Eltern wird in der koreanischen Gesellschaft als hohe Tugend angesehen.

Katholizismus
Die Welle der christlichen Missionierung erreichte Korea im 17. Jahrhundert, als Kopien der Werke des katholischen Missionars Matteo Ricci in chinesischer Sprache von Peking aus durch die jährlich dorthin entsandte Tribut-Delegation

Gelehrte in traditioneller Kleidung studieren den konfuzianischen Kanon.

Myeong-dong-Kathedrale im Zentrum von Seoul <www.mdsd.or.kr>

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ins Land gelangten. Neben der Abhandlung religiöser Doktrinen beschäftigen sich diese Bücher auch mit Aspekten der westlichen Lehre, wie dem Sonnenkalender und anderen Themen, die das Interesse der Gelehrten der Silhak, der Schule des Praktischen Lernens, weckten. Im 18. Jahrhundert gab es bereits etliche Konvertiten unter diesen Gelehrten und ihren Familien. Es kamen aber keine Priester ins Land. 1794 reiste der erste chinesische Priester, Zhou Wenmo, nach Korea. Die Zahl der Konvertiten nahm weiter zu, obgleich die Verbreitung ausländischer Religionen auf koreanischem Boden immer noch gegen das Gesetz verstieß. Von Zeit zu Zeit gab es Verfolgungen. Im Jahr 1865, zwei Jahre nach der Amtsübernahme des ausländerfeindlichen Prinzregenten Daewongun, standen ein Dutzend koreanische Priester einer Gemeinde von 23.000 Gläubigen vor. 1925 wurden 79 Koreaner, die während der Verfolgungen in der JoseonZeit ihr Leben geopfert hatten, im Petersdom zu Rom selig gesprochen, weitere 24 wurden 1968 in diesen Kreis aufgenommen. Während des Koreakrieges (1950 - 1953) und auch danach nahm die Zahl katholischer Organisationen und Missionen zu. Die katholische Kirche in Korea wuchs schnell, ihre Hierarchie wurde 1962 begründet. 1984 feierte die römisch-katholische Kirche ihr zweihundertjähriges Bestehen in Korea. Zu diesem Anlass reiste Papst Johannes Paul II. nach Seoul, wo er 93 Koreaner und 10 französische Missionare heilig sprach. Es war das erste Mal, dass eine Heiligsprechung nicht im Vatikan stattfand. Damit hat Korea die viertgrößte Zahl an Heiligen weltweit, obwohl die Zahl der Katholiken nur langsam zunahm.

anderer protestantischer Konfessionen schlossen sich ihnen an. Sie leisteten ihren Beitrag in der koreanischen Gesellschaft, indem sie medizinische und erzieherische Dienste anboten und auf diese Weise ihren Glauben verbreiteten. Koreanische Protestanten, wie Dr. Seo Jae-pil, Yi Sang-jae und Yun Chi-ho, alles führende Persönlichkeiten in der Unabhängigkeitsbewegung, widmeten ihr Leben der Politik. Die protestantischen Privatschulen, wie die Yonhi- und die EwhaSchulen, dienten der Förderung des nationalistischen Gedankengutes. 1903 wurde neben anderen christlichen Organisationen auch der ,,Christliche Verein junger Männer” (CVJM) in Seoul gegründet. Diese Organisationen setzten sozialpolitische Programme um und regten an, dass ähnliche Vereinigungen junger Koreaner gebildet wurden. Sie dienten nicht allein politischen oder erzieherischen Zwecken, sondern weckten auch das soziale Bewusstsein gegenüber abergläubischen Praktiken und schlechten Gewohnheiten.

Protestantismus
1884 kam Horace N. Allen, ein Mediziner und presbyterianischer Missionar, aus den USA nach Korea. Die Amerikaner Horace G. Underwood, ebenfalls Presbyterianer, und Henry G. Appenzeller, ein Missionar aus der methodistisch-episkopalischen Kirche, folgten im nächsten Jahr. Vertreter
Gottesdienst zur Einweihung der restaurierten Kirche

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Gleichzeitig traten sie für die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Abschaffung des Konkubinats und die Vereinfachung von Vorschriften bezüglich der Zeremonien ein.

Islam
Trotz der Handelsbeziehungen und des diplomatischen Austausches zwischen der Goryeo-Dynastie und der islamischen Welt lösten sich diese Kontakte während der Joseon-Dynastie auf. Die ersten Koreaner, die mit dem Islam in Berührung kamen, waren jene, die Anfang des 20. Jahrhunderts während der japanischen Kolonialherrschaft in den Nordosten Chinas zogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte eine Handvoll von ihnen, nunmehr zum Islam übergetreten, nach Korea zurück. Sie hatten jedoch keine Möglichkeit, Gottesdienste abzuhalten. Das änderte sich erst, als türkische UN-Streitkräfte während des Koreakrieges nach Korea kamen und ihnen die Teilnahme an ihren Gottesdiensten erlaubten. Im September 1955 wurde der Islam in Korea mit einem Gottesdienst offiziell eingeführt. Danach fand die Wahl des ersten koreanischen Imam statt. Die Zahl der dem Islam angehörigen Gläubigen nahm weiter zu, so dass 1967 eine neue Organisation, die ,,Muslimische Gemeinschaft Koreas”, entstand und 1976 eine Hauptmoschee in Seoul eingeweiht wurde.

Heimische Religionen
Der Zusammenbruch der Joseon-Dynastie und die japanische Besetzung waren Auslöser für die Entstehung verschiedener neuer Glaubensrichtungen. Der Won-Buddhismus wurde mit dem Versprechen gegründet, alle empfindsamen und leidenden Wesen in ein ewiges Paradies zu führen. Es ist ein Glaube, der auf moralischer Lehre, seelischer Kraft und dem Streben nach Wahrheit basiert. Die Bezeichnung Won-Buddhismus, koreanisch Wonbulgyo, ist eine Zusammenstellung aus Wörtern, die Wahrheit, Erleuchtung und Lehren bedeuten: ,,Won” bedeutet ,,einheitlicher Zirkel” und symbolisiert die endgültige Wahrheit. ,,Bul” bedeutet ,,erleuchten” und ,,gyo” heißt ,,die Wahrheit lehren”. Aus diesem Grund handelt es sich beim Won-Buddhismus um eine Religion, welche die wahrhafte Erleuchtung und die Anwendung dieses Wissens im alltäglichen Leben einfordert. In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts entstand eine Glaubensrichtung, die man als Cheondogyo bezeichnete und die sich vor allem auf technologische und soziale Probleme konzentrierte, um ein Gegengewicht zu der überhand nehmenden Konkurrenz aus dem Ausland zu bilden. Damals nannte man sie Donghak (östliche Lehre) als Gegenbegriff zur ,,westlichen Lehre”. Cheondogyo basiert auf dem Prinzip des Innaecheon, das heißt, der Mensch ist identisch mit ,,Haneullim”, dem Gott des Cheondogyo, jedoch nicht gleich Gott. Die Gedanken eines jeden Menschen kreisen um ,,Haneullim”, die Quelle seiner Göttlichkeit, während geistiges Training ihn mit Gott eins werden lässt. Daejonggyo, eine nationale Religion, die Dangun verehrt, spielte bei der Führung der Unabhängigkeitsbewegung in den 10er und 20er Jahren des 20. Jahrhunderts eine entscheidende Rolle.

Zentral-Moschee Seoul in Hannamdong

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Überblick über das Leben der Koreaner
Die Schönheit Koreas

Häuser

Koreanische Gärten versuchen, die Naturlandschaften wie z. B. Berge, Wasserläufe und Felder nachzubilden. Sie sind im Allgemeinen klein, aber streben nach einer idealen Harmonie zwischen Natur und Menschen. Bei den Koreanern ist die Natur selbst perfekt und ein absolutes Wesen, welches das Leben erneuert und fortsetzt. Daher ist es entscheidend, dass der Garten in einer Weise gestaltet ist, welche die Natur möglichst nicht beeinträchtigt.

Kleidung

Hanbok ist seit mehreren tausend Jahren die traditionelle koreanische Kleidung. Vor der Einführung westlicher Kleidung vor 100 Jahren war Hanbok die Alltagskleidung. Männer trugen Jeogori (Jacke) und Baji (Hosen). Frauen trugen Jeogori (kurze Jacke) und Chima (Rock). In der heutigen Zeit wird der Hanbok in der Regel an besonderen Tagen wie Hochzeit, dem 60. bzw. 70. Geburtstag sowie an Feiertagen, wie dem Neujahrsfest nach dem Mondkalender oder Chuseok, dem koreanischen Erntedankfest, getragen.

Essen

Koreanisches Essen ist nahrhaft, und viele Gerichte sind fermentiert. Daher ist es gut für die Gesundheit. Auch sind seine vor Krebs schützenden Eigenschaften bekannt. Gimchi ist das berühmteste Gericht aus Korea und darf bei keiner Mahlzeit fehlen. Für Gimchi wird Chinakohl gesalzen und fermentiert, weshalb Gimchi reich an Vitaminen und Mineralien ist. Als Hauptgerichten sind Galbi und Bulgogi

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2
Gesellschaft
사회

Sozialer Wohlstand Bildung Medien Gesellschaft auf einen Blick

2
Gesellschaft
사회

76,4 % im Jahr 2010. In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre vollzogen sich auf dem koreanischen Arbeitsmarkt eine Reihe von Veränderungen. Korea trat mit seinen arbeitsintensiven Industrien wie der Textil- und Schuhherstellung als Mitbewerber auf dem globalen Markt ein. In den 1970ern und 1980ern konzentrierte sich die Regierung auf die Qualifizierung von Arbeitskräften

Sozialer Wohlstand Beschäftigung
Die Beschäftigungsstruktur in Südkorea hat sich seit Beginn der Industrialisierung Anfang der 1960er Jahre einem erheblichen Wandel unterzogen. 1963 waren 63 % der Erwerbstätigen in der Land- und Forstwirtschaft und in der Fischerei beschäftigt. Diese Zahl ist jedoch im Jahr 2010 auf 6,6 % gesunken. Im Gegenzug stieg die Zahl der Erwerbstätigen, die im tertiären Sektor (Dienstleistungssektor) beschäftigt sind, von 28,3 % im Jahr 1963 auf
In einem Trainingszentrum der Schwerindustrie erhalten ausländische Ingenieure Unterricht über den Bau und Betrieb von Kraftwerken.

Beschäftigungsstruktur nach Wirtschaftssektor

2010 6,6% 2009 7,0% 2008 7,2% 2000 10,6% 1990 17,9% 1980 34,0% 1970 50,4%

17,0% 16,4% 17,4% 20,4% 27,6% 22,5% 14,3%

76,4% 76,6% 75,4% 69,0% 54,5% 43,5% 35,3%

Entwicklung in der Beschäftigung
Jahr
2001

Bevölkerung über Wirtschaftlich aktive Bevölkerung 15 Jahre Gesamt Beschäftigt Arbeitslos 36.579 36.963 37.340 37.717 38.300 38.762 39.170 39.598 40.092 40.590 22.471 22.921 22.957 23.417 23.743 23.978 24.216 24.347 24.394 24.748 21.572 22.169 22.139 22.557 22.856 23.151 23.433 23.577 23.506 23.829 899 752 818 860 887 827 783 769 889 920

Anteil wirtschaftliche Aktivität 61,4 62,0 61,5 62,1 62,0 61,9 61,8 61,5 60,8 61,0

Arbeitslosenquote

Quelle: Koreanisches Statistikamt Anmerkung: Der Begriff „primär,, bezieht sich auf die Bereiche Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei, „sekundär,, auf die Bereiche Bergbau und Produktion und „tertiär,, auf den Bereich des Sozialkapitals (SOC) und andere Dienstleistungssektoren.

2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010

4,0 3,3 3,6 3,7 3,7 3,5 3,2 3,2 3,6 3,7

Einheit: tausend Personen, % Quelle: Koreanisches Statistikamt <www.kostat.go.kr>

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und die Schaffung von Arbeitsplätzen für gering qualifizierte Arbeiter, um dem durch die Industrialisierung entstandenen Mangel an Arbeitskräften zu begegnen. In der zweiten Hälfte der 1980er begann die Politik, ihren Schwerpunkt auf die Förderung von Wohlstand und Chancengleichheit zu legen. Als Folge wurden das Mindestlohngesetz (1986), das Gesetz für Chancengleichheit bei der Einstellung (1987), das Gesetz zur Förderung der Beschäftigung und Berufsausbildung von Behinderten (1990) sowie weitere Maßnahmen verabschiedet. In den frühen 1990er Jahren verabschiedete die Regierung mehrere größere Gesetze wie das Arbeitslosenversicherungsgesetz (1993), das Beschäftigungspolitiksgesetz (1995) und das Berufsausbildungsförderungsgesetz, um das durch ein Abschwächen des Wirtschaftswachstums verursachte Problem der Arbeitslosigkeit systematisch anzugehen. Als weitere Maßnahme gegen die Arbeitslosigkeit festigte die Regierung im Oktober 1999 das soziale Sicherheitsnetz, indem sie die Arbeitslosenversicherung auf alle Arbeitskräfte einschließlich Teilzeitbeschäftigte und Zeitarbeitnehmer ausweitete. Der Anwendungsbereich Individueller Aktionspläne (IAP) für Arbeitslosengeldempfänger wurde auf jeweils jüngere und ältere Menschen ausgedehnt, um diese bei ihrer Suche nach neuer Arbeit zu unterstützen. Als Antwort auf den steigenden Bedarf an lebenslanger Weiterbildung hat die Regierung die Investitionen in die berufliche Bildung ausgeweitet. Um auf die Probleme durch anhaltend niedrige Geburtenraten und eine Überalterung der arbeitenden Bevölkerung zu reagieren, hat die Regierung verschiedene Maßnahmen eingeführt, um die Beschäftigungsquote von Frauen zu erhöhen. Diese Maßnahmen umfassen etwa die Reduzierung von Diskriminierung in der Beschäftigung und die Unterstützung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zudem wird das Problem der Unterbrechung der beruflichen Tätigkeit aufgrund von Schwangerschaft und Geburt in Angriff genommen. Eine Reihe von Maßnahmen wurde ergriffen, um die Lage der

Beschäftigung von Senioren auszuweiten und zu stabilisieren. Dazu gehören die Erhöhung des Rentenalters, eine Reform des Lohnsystems und eine Reduzierung der Altersdiskriminierung.

Wohnungswesen
Wie in anderen Ländern auch ging in Korea die Industrialisierung mit der Urbanisierung einher. 1960 lebten nur 27,7 % der Bevölkerung Koreas in Städten. Im Jahr 2000 waren 88,3 % aller Koreaner Stadtbewohner. Jedoch ist dieser Trend rückläufig: 2005 lebten 81,5 % der Bevölkerung Koreas in Städten. Dieser rapide Anstieg der Bevölkerung in den Ballungsgebieten führte zu einer Wohnungsknappheit und zu in die Höhe schießenden Grundstückspreisen. Um das Problem des Wohnungsmangels zu lösen und die

Ein Apartmentkomplex in Seoul Im Zuge der Modernisierung und mit dem Aufkommen der Kernfamilie sind Apartments aufgrund ihres Komforts die beliebteste Wohnform bei Stadtbewohnern geworden.

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Wohnungspreise zu stabilisieren, stand die Erhöhung des Bestands an Flächen für den Wohnungsbau und der Bau kleiner Wohneinheiten für die Regierung an vorderster Stelle. Zu diesem Zweck wird sie Regulierungen für die Sanierung und den Umbau lockern. Ebenso wird der 2008 gefasste Plan umgesetzt, bis zum Jahr 2018 1,5 Millionen „Bogeumjari,,-Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Die Regierung hat von 2000 bis 2008 schon 600.000 bis 700.000 Wohneinheiten bereitgestellt. Steigende Wohnungspreise und ein moderner Lebensstil haben dazu geführt, dass die Anzahl von Menschen, die in Apartmenthäusern wohnen, kontinuierlich zunimmt. 1985 waren nur 13,5 % aller Wohneinheiten Apartments, 2005 waren es 52,5 %. In Korea befinden sich die meisten Apartments, wie die Eigentumswohnungen in den USA, im Besitz einzelner Familien.

83,8 Jahre für Frauen erhöht. Die Kinder- als auch die Müttersterblichkeitsrate haben drastisch abgenommen. Diese Verbesserungen sind sowohl auf eine bessere Ernährung als auch auf eine verbesserte Gesundheitsversorgung zurückzuführen. Die nationalen Gesundheitsausgaben pro Kopf, die 1985 58.140 Euro betrugen, lagen 2007 bei 865.937 Euro. Ein Gesundheitswesen in Form von Krankenversicherung und medizinischer Unterstützung wurde erstmals 1977 eingeführt. Allerdings waren nur 29,5 % der Bevölkerung von diesem System erfasst. Im Dezember 2008 hatten 96,6 % der Bevölkerung eine Krankenversicherung. Dadurch blieben 3,4 % mit Anspruch auf direkte unterschiedlichen Zeilen stehen. Die Versorgung mit Krankenhäusern und medizinischem Personal hat sich kontinuierlich verbessert. Die Zahl der Krankenhäuser und Kliniken (einschließlich Krankenhäuser und Kliniken traditioneller Kräuterheilkunde)

Gesundheitswesen
Einhergehend mit Koreas Erfolg in der wirtschaftlichen Entwicklung hat sich der Gesundheitszustand der Koreaner in den letzten vier Jahrzehnten erheblich verbessert. Im Jahr 1960 betrug die Lebenserwartung für Männer 51 Jahre und für Frauen 54 Jahre. 2009 hat sich diese Zahl auf 77 Jahre für Männer und

Status Wohnungsbau
2010 2009 2008 2006 2000 1990 1980 1970 115 212 433 750 387 382 371 470

Einheit: Tausend Quelle: Ministerium für Land, Transport und maritime Angelegenheiten <www.mltm.go.kr>

Eine Patientin aus dem Ausland bekommt im Rahmen des medizinischen Tourismus einen Gesundheitscheck

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betrug 1975 insgesamt 11.183. Sie erhöhte sich 2007 auf 52.914. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der zugelassenen Ärzte, die 1975 bei 19.588 lag, im Jahr 2009 auf 116.693. Korea rühmt sich erstklassiger medizinischer Leistungen auf Gebieten wie der Behandlung von Magenkrebs, der Lebertransplantation und der Schönheitschirurgie. Die Kombination aus hochentwickelter Medizintechnologie und geringen medizinischen Kosten hat zu einem signifikanten Anstieg von Touristen aus dem Ausland geführt, Korea rühmt sich erstklassiger medizinischer Leistungen (herausragender weg, da Doppelung). Die koreanische Regierung hat auch den Aufbau einer Infrastruktur unterstützt, mit der internationale Patienten über ein medizinisches Callcenter Service aus einer Hand erhalten können. Das Medical Call Center bietet Patienten aus dem Ausland 24 Stunden am Tag Beratung in fünf Sprachen (Tel.: 82-15777-129). Dort können die Patienten Beschwerden über Unannehmlichkeiten oder Fehlverhalten bei ihrer Behandlung in Korea anführen.

einer staatlichen Rente 1988 und die Einführung eines Arbeitslosenversicherungssystems 1995. Damit hat die Regierung die Grundsteine für ein umfassendes Netz der sozialen Sicherheit gelegt. Alle in Korea wohnhaften Personen sind automatisch vom System der staatlichen Rente erfasst, unabhängig von ihrem Einkommen. Während die oben genannten Systeme darauf abzielen, der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung Mindestgarantien zu schaffen, gibt es auch eine Reihe von Wohlfahrtsprogrammen für die wirtschaftlich inaktiven Menschen. Diese öffentlichen Untersützungsprogramme bestehen hauptsächlich aus zwei Teilen: Unterstützung bei den Lebenshaltungskosten und der medizinischen Versorgung. Aufgrund des hohen Lebensstandards und der Verbesserung im Gesundheitswesen ist das Durchschnittsalter der Koreaner stark angestiegen. Dadurch hat sich auch die Zahl der Senioren im Laufe der Jahre stark erhöht. 1960 stellten Menschen über 65 Jahre einen Anteil von 2,9 % der

Soziale Sicherheit
Seit Ende der 1980er Jahre sind verschiedene Systeme der sozialen Sicherung umgesetzt worden. Dazu gehörten die Ausweitung der Krankenversicherung und der medizinischen Unterstützung auf die gesamte Bevölkerung, die Einführung

Einheit: Personen
2005 2000 1995 1990 1985 144 191 228 433 314 450

Quelle: Ministerium für Gesundheit und Soziales <www.mw.go.kr> Anmerkung: Medizinisches Personal umfasst Ärzte, Zahnärzte, Ärzte der fernöstlichen Medizin, zugelassene Apotheker, Hebammen und Krankenpflegepersonal.

Respektvoller Umgang mit Senioren

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Die vier Sozialversicherungsprogramme
Programm Staatliche Rente Krankenversicherung Arbeitslosenversicherung Arbeitsunfallversicherung
Quelle: www.4insure.or.kr

Korea ist bereits Vertragsstaat der UN-Behindertenrechtskonvention.
Hauptzweck Einkommenssicherung Medizinische Versorgung Unterstützung für Arbeitslose Ausgleich für Arbeitsunfälle

Jahr der Einführung 1988 1977 1995 1964

In dieser Hinsicht sicherte das im April 2008 erlassene Gesetz über das Diskriminierungsverbot von Behinderten Korea den Status als erst zweites Land in Asien, das solch ein Gesetz verabschiedete.

Frauen
In der traditionellen koreanischen Gesellschaft war die Rolle der Frau auf das Haus beschränkt. Von Kindesbeinen an wurden Frauen die Tugenden

Gesamtbevölkerung Koreas dar. Dieser Anteil ist Ende 2009 auf 10,7 % angestiegen. Es wird erwartet, dass er 2018 auf 14,3 % ansteigt. Es wurden Maßnahmen zur Verbesserung des Wohls von Senioren eingeführt: Bereitstellung direkter Unterstützung für Familien, deren Einkommen unter der Grenze des Existenzminimums liegen, sowie die Erweiterung der Beschäftigungsmöglichkeiten für Senioren durch Schaffung geeigneter Arbeitsplätze und die Einrichtung von Arbeitsvermittlungsstellen. Das Gesundheitsversorgungssystem für Senioren ist mit einem LangzeitPflegeversicherungssystem und der Eröffnung verschiedener öffentlicher Einrichtungen gestärkt worden. Unter dem im Januar 2008 eingeführten System der Basis-Altersrente haben nun einkommensschwache Menschen über 65 ein Anrecht auf Rente. Das im Juli 2007 eingeführte LangzeitPflegeversicherungssystem für Ältere soll den Gesundheitszustand älterer Menschen verbessern und sie finanziell entlasten, besonders diejenigen, die an Altersdemenz und Lähmungen leiden. Mit der Stärkung sozialer Sicherungsmaßnahmen sind auch große Verbesserungen im Bereich der Behindertenfürsorge erzielt worden. Behinderungen werden in 15 Kategorien eingeteilt. 2008 waren 2,43 Millionen Menschen von einer Gesamtbevölkerung von 49 Millionen als Behinderte erfasst. Die Regierung stellt Behindertenbeihilfen für Erwachsene und Kinder bereit und unternimmt Anstrengungen, um die Zahl der Arbeitsplätze für Behinderte zu erhöhen.

der Unterordnung und Geduld als Vorbereitung auf ihre zukünftige Rolle als Ehefrau und Mutter beigebracht. Frauen konnten im Allgemeinen nicht so aktiv wie Männer an der Gesellschaft teilnehmen, und ihre Rolle war auf Haushaltsangelegenheiten beschränkt. Im März 2005 mac hte die Regierung mit der Absc haffung

Yi So-yeon war die erste Koreanerin im Weltall und verbrachte elf Tage auf der internationalen Raumstation.

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des Haushaltsvorstandssystems, das ein bedeutendes Beispiel für die Diskriminierung von Frauen war, einen weiteren großen Schritt in Richtung einer Gesellschaft, in der Frauen und Männer gleichberechtigt sind. Die Abschaffung dieses Systems legte den Grundstein für eine neue Familienkultur auf Grundlage demokratischer Werte und Gleichberechtigung. Im Zuge des wirtschaftlichen Fortschritts und der Verbesserung der Lebensbedingungen der Koreaner erhöhte sich auch der Bildungsstand von Frauen. In Korea ist das Besuchen von Grund- und Mittelschule gesetzlich vorgeschrieben und kostenlos. 2005 besuchten 100 % der Kinder im Land die Grundschule. Es besuchten fast ebenso viele Jungen wie Mädchen die Mittelund Oberschule. Insgesamt gingen 81,6 % der Oberschulabsolventen weiter auf ein College oder eine Hochschule, bei den Oberschulabsolventinnen waren es 82,4 %. Somit besuchen mehr Schülerinnen als Schüler eine Hochschule. Mit der Industrialisierung hat sich die Zahl der erwerbstätigen

Frauen von 37,2 % im Jahr 1965 auf 49,4 % im Jahr 2010 erhöht. 1975 waren nur 2 % der Frauen als Fach- oder Führungskräfte tätig, während 3,7 % als Büroangestellte arbeiteten. 2010 arbeiteten 21 % aller weiblichen Erwerbstätigen als Fach- oder Führungskräfte und weitere 17,8 % als Büroangestellte. Heute sind Frauen in vielen Bereichen aktiv und leisten einen maßgeblichen gesellschaftlichen Beitrag. In letzter Zeit haben Frauen entscheidende Schritte im Bereich des Parlaments getan. Zum Beispiel hat sich die Anzahl weiblicher Parlamentsabgeordneter erheblich erhöht: In der 16. Nationalversammlung (2000-2004) gab es 16 weibliche Abgeordnete (5,9 %), und diese Zahl hat sich auf 43 (14, 4%) in der 18. Nationalversammlung (2008-2012) erhöht. Bei den jüngsten Anwaltsprüfungen waren 41,5 % aller erfolgreichen Kandidaten Frauen. Die Prüfungen für den höheren Dienst und den diplomatischen Dienst bestanden jeweils 47,7 % und 60 % Frauen. Fast alle von ihnen wurden als Richterinnen, Staatsanwältinnen, Staatsbeamtinnen oder Diplomatinnen eingestellt.

Bildung
Koreaner legen traditionell großen Wert auf Bildung als ein Mittel der Selbsterfüllung und des sozialen Aufstiegs. Moderne Schulen wurden in den 1880er Jahren eingeführt. Nach Gründung der Republik Korea im Jahre 1948 unternahm die Regierung Anstrengungen, das moderne Bildungssystem zu stärken, indem sie eine sechsjährige Grundschulpflicht einführte. Heute rühmt sich Korea einer der höchsten Alphabetisierungsraten der Welt. Der hohe Stellenwert der Bildung wird oft als Basis für Koreas rapides Wirtschaftswachstum während der letzten vier Jahrzehnte genannt. Denn aus dem Bildungssystem gehen die qualifizierten Arbeitskräfte sowie die in verschiedenen beruflichen Bereichen benötigten Forscher, Ingenieure und
Staatsanwältinnen haben sich für ihre offizielle Ernennung am Regierungskomplex Gwacheon versammelt.

Spezialisten hervor.

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Das Schulsystem
Das Schulsystem in Korea besteht aus ein bis drei Jahren Kindergarten und Vorschule, sechs Jahren Grundschule, drei Jahren Mittelschule, drei Jahren Oberschule und vier Jahren College oder Hochschule, an denen die Abschlüsse B.A. oder B.S. erworben werden können. Hinzu kommen Graduiertenstudienprogramme für die Abschlüsse M.A., M.S. und Doktor. Es gibt auch Junior-Colleges und berufsbildende Colleges mit einer Dauer von zwei bis drei Jahren. Es besteht eine Grundschulpflicht mit einer Einschulungsrate von nahezu 100 %. 2004 wurde landesweit eine Mittelschulpflicht von drei Jahren eingeführt.

2010 gab es in Korea 411 Hochschulen mit insgesamt 3,64 Millionen Studenten und 77.697 Fakultätsmitgliedern.

Koreastudien
Der Begriff der Koreastudien tauchte zum ersten Mal nach der nationalen Befreiung 1948 im Zuge der Bemühungen der akademischen Gemeinde auf, die Forschung über Korea, einschließlich seiner Geschichte, Gesellschaft, Kultur und seines politischen Systems, zu verstärken. Während der 35 Jahre dauernden japanischen Besatzung wurde die akademische Forschung über Korea unterdrückt. Da die Anzahl der Akademiker aus dem Ausland, die über Korea forschen, in den letzten Jahren zunimmt, hat die Regierung die Forschungs- und

Bildungssystem
Vorschule Grundschule Alter 4~6 7~12
Grundschule Sonderschule

Bildungsaktivitäten mit der Gründung der Akademie für Koreastudien im Jahr
Sekundarstufe 13~15 15~18 Höhere Bildung 19~29
Graduiertenschule Gemischte Hochschule Technisches College Luft- und Raumfahrt-Hochschule Junior-College Pädagogische Hochschule Industrielle Hochschule College und Universität Oberschule Luft- und Raumfahrt-Oberschule Oberschule an Industrie-Unternehmen angegliedert Berufsbildende Oberschule Sonderschule Gemischte Schule

Kindergarten

Mittelschule Sonderschule Gemischte Schule Grundschüler zeigen ihre selbstgemalten Bilder von Dokdo, dem östlichsten Gebiet Koreas

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1978 und der Graduiertenschule für Koreastudien zwei Jahre später unterstützt. Bis zum Februar 2010 wurden an dieser staatlichen Akademie 567 Magister- und 299 Doktortitel in vier Bereichen verliehen: Geisteswissenschaft, Kultur und Kunst, Sozialwissenschaft und Internationale Koreastudien. Während des Schuljahres sind an der Akademie 220 koreanische und ausländische Studenten für die Master- und Doktorandenprogramme eingeschrieben. Ausländische Absolventen kehren in ihre Heimatländer zurück und sind als Professoren oder Forscher der Koreastudien tätig. Koreastudien erhalten vermehrt Aufmerksamkeit im Ausland. Zurzeit gibt es diesbezügliche Kurse an 735 Universitäten in China, Japan, den Vereinigten Staaten, Russland, Frankreich, Deutschland, Thailand, Vietnam, Polen, Dänemark, der Schweiz, der Ukraine, Ungarn und anderswo.

Medien Zeitungen und Nachrichtenagenturen
Das moderne koreanische Zeitungswesen ist weit über ein Jahrhundert alt. Koreas erste moderne Zeitung, die Dongnipsinmun (Unabhängigkeitszeitung) wurde 1896 von Dr. Philip Jaisohn (auf Koreanisch Seo Jae-pil) gegründet. Die Dongnipsinmum war ein zweisprachiges Blatt mit einer Auflage von 300 Stück, die dreimal wöchentlich auf vier kleinformatigen Seiten gedruckt wurde. Die ersten drei Seiten waren auf Koreanisch und die letzte Seite auf Englisch. Über die nächsten Jahrzehnte war es die größte Herausforderung für die koreanischen Zeitungen, das Nationalgefühl des koreanischen Volkes aufrechtzuerhalten und den Koreanern die Augen für die sich rapide wandelnde Welt zu öffnen. Die Zeitschriften spielten eine wesentliche Rolle in den Unabhängigkeitsbewegungen während der Zeit der japanischen Kolonialherrschaft (1910-1945). Die Chosun Ilbo und die Dong-a Ilbo sind die zwei ältesten Zeitschriften Koreas, beide wurden in der Folge der Unabhängigkeitsbewegung des ersten März gegründet. Koreanische Zeitungsverlage haben in den letzten Jahren bedeutende Summen in moderne Druckanlagen und -ausrüstung investiert. Die meisten landesweiten Tageszeitungen verwenden computergesteuerte Setz- und Bearbeitungsprogramme mit Mehrfarbendruckfähigkeit. Die Nachrichtenagentur Yonhap hat darüber hinaus 49 Auslandsbüros in Europa, Nordamerika, dem Mittleren Osten, Südostasien und Südamerika.

Fernsehen
Die Fernsehübertragung begann in Korea 1956 mit der Eröffnung eines privaten und kommerziellen Senders in Seoul. Diese erste Fernsehstation wurde allerdings 1959 von einem Feuer zerstört. Im Dezember 1961 wurde
Unterricht über die koreanische Kultur hilft Schülern aus dem Ausland, den Rhythmus traditioneller Musik zu erfassen

der öffentlich-rechtliche Fernsehsender KBS-TV als erstes umfassendes Fernsehprogramm in Korea eröffnet. Die Munhwa Broadcasting Corporation

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gründete im August 1969 MBC-TV, einen weiteren landesweiten Sender. SBS (Seoul Boradcasting System), ein privater Sender, nahm 1990 die Sendetätigkeit auf. Die Fernsehsender KBS, MBC, SBS und EBS begannen in der zweiten Hälfte des Jahres 2001 mit der Ausstrahlung digitaler Programme im Stadtgebiet Seoul. 2002 wurde die Ausstrahlung auf den Großraum Seoul und die umliegenden Gebiete ausgeweitet. 1990 wurde das Kabelfernsehen versuchsweise in Betrieb genommen. Da die öffentliche Nachfrage nach mehr Informationen und einer breiteren Unterhaltungsauswahl weiter stieg, erhöhte sich der Bedarf an Kabelfernsehen. Ende 2009 konnten 15,2 Millionen Abonnenten 120 Kabelkanäle empfangen. Die Entwicklung von IPTV (Internet Protocol Television) hat Korea ebenfalls den Weg geebnet, führend auf dem Gebiet der Informationstechnologie zu werden. Laut der Korea Communications Commission (KCC) gibt es seit Ende 2010 3,086 Millionen IPTV-Abonnenten.

Radio
Zurzeit gibt es insgesamt 54 Radiosender in der Republik Korea. Trotz der zunehmenden Popularität des Fernsehens steigt die Zahl der Radiohörer in Korea weiterhin an.

Zeitungen und Nachrichtenagenturen
Medien Korea Times Korea Herald JoongAng Daily Sprache Englisch Englisch Englisch Englisch, Chinesisch, Arabisch Englisch, Chinesisch, Japanisch Homepage www.koreatimes.co.kr www.koreaherald.co.kr joongangdaily.joins.com

Arirang TV KBS worldnet
(Stand Februar 2011)

www.arirang.co.kr www.kbsworld.net

Die erste Ausgabe der Dongnipsinmum (Die Unabhängige) vom 7. April 1896. Sie war die erste in Hangeul verfasste Zeitung in Privatbesitz.

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Gesellschaft auf einen Blick
Beschäftigung nach Bildungsstufe
Einheit: tausend Personen Quelle: Koreanisches Statistikamt, 2010 <www.kostat.go.kr>

Geburtenrate (2010)
Einheit: Personen Quelle: Koreanisches Statistikamt, 2010 <www.kostat.go.kr>

Mittel- und Oberschüler, die im Ausland eine Schule besuchen
Einheit: Personen Quelle: Koreanisches Institut für Bildungsentwicklung <www.kedi.re.kr>

Absolventen mit College-, Universitäts- oder höherem Abschluss

9.275
Absolventen mit Oberschulabschluss

4,53

9.618
Absolventen mit Mittelschul- oder niedrigerem Abschluss

2,82 1,57 1,47

15.697 15.327 14.818 12.252 1,19 1,15 1,22 9.749

4.936

1970

1980 1990 2000 2008 2009 2010

3.692 2.024
1995 2000 2005 2006 2007 2008 2009

Das Durchschnittsalter von Neuverheirateten betrug im Jahr 2010 31,8 Jahre bei Männern und 28,9 Jahre bei Frauen.

Die Lebenserwartung betrug im Jahr 2009 77,0 Jahre bei Männern und 83,8 Jahre bei Frauen.

Die Anzahl der Kindergärten in Korea wuchs von 901 im Jahr 1980 auf 8.388 im Jahr 2010.

Zeit, die Hochschüler für Aktivitäten verwenden
Quelle: Koreanisches Statistikamt, 2009 <www.kostat.go.kr>
14% Sozialleben/ Erholung und Freizeit

Lebenserwartung
6.4% Sonstiges

Die Anzahl der Mittelschüler, die auf die Oberschule wechselten, betrug im Jahr 2010 99,7 %.

Einheit: Jahre Quelle: Gesundheitsdaten der OECD, 2010

77,0
Día (24 HR)

2009

83,8 86,1 80,4
Frau

79,3
41.2% Lernen

2008 2007

38.2% Körperpflege

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Mann

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Kultur und Kunst
문화와 예술

UNESCO-Welterbe in Korea Bildende Künste Literatur Malerei Musik und Tanz Theater und Film Museen und Theater Überblick über Kultur und Kunst in Korea
Szene aus ,,The One”, ein moderner Tanz inspiriert vom koreanischen traditionellen Tanz (Lee Jeong-yun, Chef-Tänzer des nationalen koreanischen Tanzensembles und Kim Joo-won, Chef-Tänzerin des koreanischen Nationalballetts)

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Kultur und Kunst
문화와 예술

Holzblöcke der Tripitaka Koreana zum Druck buddhistischer Schriften, das Janggyeongpanjeon (die alte Lagerstätte dieser Holzblöcke) im Haeinsa-Tempel in der Provinz Gyeongsangnamdo und den Jongmyo-Schrein in Seoul. Der Changdeokgung-Palast in Seoul und die Festung Hwaseong in Suwon wurden 1997 ebenfalls Liste aufgenommen. Im Jahr 2000 wurden zwei weitere koreanische Kulturschätze in die Liste aufgenommen: die prähistorischen Dolmen in Gochang, Hwasun und Ganghwa und das gesamte Gebiet von Gyeongju, der Hauptstadt des alten Silla-Reiches (57 v. Chr. - 935 n. Chr.), wo

Die Koreaner haben aufgrund der topographischen Besonderheiten ihres Landes — eine Halbinsel, die aus dem größten Kontinent der Welt hervorragt — verschiedene spezifische Eigenheiten entwickelt. Die ozeanischen und kontinentalen Einflüsse prägten die Identität der Bewohner, die wiederum Kunst und Kultur prägte. Im Lauf von Jahrtausenden haben sich die Koreaner und die vorherrschenden Kulturen des asiatischen Kontinents gegenseitig beeinflusst, trotz der peripheren Lage Koreas im Nordosten. Es ist bemerkenswert, dass das Land eine ganz eigene, ausgeprägte Kultur entwickelt hat, obwohl es religiöse Strömungen und Traditionen aus anderen asiatischen Regionen aufgenommen hat. Man spricht in diesem Zusammenhang von der ,,Zentralität der koreanischen Kultur”. Aufgrund dieser topographischen Einflüsse entwickelten die Koreaner einen friedliebenden und gleichzeitig dynamischen Charakter und schufen so eine Kultur, die gleichzeitig kontemplativ und dynamisch, lebensbejahend und gefühlsbetont ist.

unzählige Kulturschätze und historische Stätten sorgfältig erhalten werden. 2007 bezeichnete die UNESCO Koreas Vulkaninsel Jejudo und ihre Lavagrotten als ,,eine naturgegebene Besonderheit von außergewöhnlicher Schönheit, die Zeugnis von der Geschichte unseres Planeten ablegt”. 2009 wurden 40 königliche Gräber der Liste hinzugefügt. Sie waren gemäß der alten Theorie der Prophezeiung angelegt worden, die ihrerseits auf der Topografie basiert, die im Englischen unter ihrem chinesischen Namen Feng Shui bekannt ist. Der Tempel Bulguksa und die Seokguram-Grotte wurden zur Zeit des

UNESCO-Welterbe in Korea Welterbe
Die UNESCO hat in Anerkennung der Einzigartigkeit der koreanischen Kultur einige ihrer Kulturschätze auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt. 1995 nahm die UNESCO den Bulguksa-Tempel und die Seokguram-Grotte, beide in Gyeongju in der Provinz Geongsangbuk-do gelegen, ebenso auf wie die
Der majestätische Eingang zum Bulguksa-Tempel in Gyeongju. Die UNESCO hat im Jahr 1995 den Bulguksa-Tempel auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt.

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Silla-Königreichs ab dem Jahr 751 über einen Zeitraum von 23 Jahren vom Obersten Minister, Kim Dae-seong (701- 774), erbaut. Es ist überliefert, dass Kim als Sohn eines Obersten Ministers wiedergeboren wurde, weil er in seinem vorherigen Leben der rechtschaffene Sohn einer armen Witwe war. Er selbst wurde Oberster Minister, trat aber im Jahr 750 von diesem Amt zurück, um den Bau des Tempels Bulguksa zu überwachen und so die Eltern seines derzeitigen Lebens zu ehren. Zur Ehrung der Eltern seines frühreren Lebens ließ er die Seokguram-Grotte erbauen. Bulguksa diente der öffentlichen Verehrung der Bevölkerung und die Seokguram-Grotte der persönlichen Verehrung des Königs. Errichtet auf einer Reihe von Steinterrassen, scheint der Tempel auf natürliche Weise aus dem felsigen Terrain der bewaldeten Ausläufer des Tohamsan-Berges herauszuragen. Zum Bulguksa-Tempel gehören die Seokgatap- (Pagode des historischen Buddha) und die Dabotap-Pagode (Pagode der vielen Schätze), die Cheongungyo- (Brücke der blauen Wolke), die Baegungyo - (Brücke der weißen Wolke) und die Chilbogyo-Brücke (Brücke der

sieben Schätze) — die drei Treppen werden Brücken genannt, da sie symbolisch von der diesseitigen Welt in das Land Buddhas, Bulguk, führen. Ferner finden sich inner- und außerhalb der Tempelanlagen einige vergoldete BuddhaStatuen und andere herausragende Kunstschätze. Zwei der schönsten Pagoden Koreas findet man im Hof der Daeungjeon-Halle. Die 8,3 Meter hohe Seokgatab-Pagode (Pagode des Sakyamuni) und die 10,5 Meter hohe Dabotab-Pagode (Pagode der zahlreichen Schätze) wurden beide um 756 erbaut. Die Seokgatab-Pagode zeichnet sich durch einen insgesamt eher maskulinen, schlichten Charakter aus. Ihre erhabene Würde deutet auf den geistigen Aufstieg durch die Befolgung der Lehren des Sakyamuni hin. Die Dabotab-Pagode ist reich verziert, von eher femininer Ausstrahlung und symbolisiert die Komplexität der Welt. Die Seokguram-Grotte wurde im Laufe der Jahre mehrfach neu gestaltet. Sie ist eine künstlich geschaffene Steingrotte, in der sich 38 Buddhastatuen befinden. Wie die Bauwerke in der Nähe des Bulguksa-Tempels

Hauptbuddha in der Seokguram-Grotte

Janggyeonpanjeon des Haeinsa-Tempels als Aufbewahrungsort der Tripitaka Koreana

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ist auch sie aus Granit. Die Seokguram-Grotte besteht aus einem rechtwinkligen Vorraum und einer runden Innenkammer mit einem kuppelförmigen Dach. Beide Räume werden durch einen rechtwinkligen Durchgang miteinander verbunden. Die aus einem einzigen Granitblock gemeißelte, 3,5 Meter hohe Hauptstatue zeigt einen mit gekreuzten Beinen sitzenden Buddha auf einem Lotusthron, dessen Gesicht nach Osten gewandt ist. Seine Augen sind in stiller Meditation geschlossen, und ein gelassener und allwissender Ausdruck spiegelt sich in seinem Gesicht wider. Die Seokguram-Grotte aus der Silla-Zeit ist ein Beispiel dafür, wie groß das Wissen auf den Gebieten der Architektur, Mathematik, Geometrie und Physik zu jener Zeit schon war, und wie gut es gelungen ist, diese Kenntnisse mit Religion und Kunst harmonisch zu verbinden. Die Seokuram-Grotte ist eines der größten buddhistischen Meisterwerke Koreas. Das Janggyeonpanjeon, eine zweistöckige Halle im Bereich des HaeinsaTempels, dient als Aufbewahrungsort der Tripitaka Koreana, die aus 81.258 hölzernen Druckplatten besteht und die Goryeo-Version des buddhistischen Kanons enthält. Mit der präzisen Wiedergabe von mehr als 52 Millionen chinesischen Schriftzeichen gilt sie als eine der ältesten und umfassendsten Sammlungen der Lehren Buddhas, die heute in der Welt existieren. Der Jongmyo-Schrein wurde 1395, drei Jahre nach Beginn der JoseonZeit, errichtet, um die sterblichen Überreste der Könige und Königinnen aufzubewahren. Die traditionellen Ahnengedenkfeiern werden jeden ersten

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1.  Der Changdeokgung-Palast wurde in der Zeit der Joseon-Dynastie errichtet (gelegen in Jongno-gu, Seoul). 2.  Dolmen – Repräsentative Typen der Gräber aus der Bronzezeit auf der koreanischen Halbinsel. 3.  Die Festung Hwaseong in Suwon – ein einzigartiges Beispiel für die Kombination der militärischen Architektur der westlichen und östlichen Welt. 4. Grabstätten der Silla-Dynastie in Gyeongju (gelegen im historischen Bezirk). 5.  Jongmyo-Schrein – Der konfuzianische königliche Schrein beherbergt königliche Ahnentafeln aus der Zeit der Joseon-Dynastie.

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Sonntag im Mai am Jongmyo-Schrein abgehalten. Während dieser Zeremonie wird eine besondere Musik, die so genannte Jongmyo Jeryeak, gespielt. Der Changdeokgung-Palast wurde 1405 errichtet. Er brannte 1592 während der japanischen Invasion nieder und wurde später erneut aufgebaut. Der Palast an sich ist ein Meisterwerk; der hintere Garten, Huwon, auch Biwon (Geheimer Garten) genannt, ist jedoch aufgrund seiner wunderschön gestalteten Anlagen besonders erwähnenswert. In diesem Garten, der fast drei Viertel des insgesamt 405.636 m² großen Palastgrundstücks umfasst, sind inmitten eines dichten Waldes auf geschmackvolle Weise malerische Pavillons und Hallen, Lotusteiche, einzigartig geformte Felsen, Steinbrücken, Treppen, Kanäle und Springbrunnen angelegt. Sie alle sind wichtige Bestandteile eines traditionellen Gartens im koreanischen Stil. Die Festung Hwaseong wurde 1796, nach 34 Monaten Bauzeit, in Suwon südlich von Seoul fertiggestellt. In die Konstruktion der Festung flossen sowohl die neuesten Technologien und Theorien über militärische Verteidigung ein, als auch ästhetische Prinzipien, um Hwaseong zur fortschrittlichsten Festung der damaligen Zeit zu machen. Sie erstreckte sich über bergiges Gelände und Flachland und umschloss städtisches Gebiet. Hwaseong umfasste vier Haupttore, einige kleinere Tore, Gefechtsstände, Beobachtungstürme, Festungsmauern, Wachposten und Bunker. Die 5.743 Meter lange Festungsmauer ist größtenteils noch erhalten.

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1.  Das Dorf Hahoe ist das älteste Klandorf in Korea und wurde 2010 auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO gesetzt. 2-3.  Die Vulkaninsel Jeju-do hat zu einem verbesserten Verständnis der Vulkane der Welt und des Ökosystems sehr viel beigetragen. Die schönen Landschaften, die Biodiversität und die geographischen Merkmale des Hallasan-Berges machen ihrem Status als Welterbe alle Ehre. 4.  Gyeongneung – eines der königlichen Gräber der Joseon-Dynastie (Gräber des Königs Heonjong und seiner Königinnen).

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Das historische Gebiet Gyeongju und die Dolmenstätten der Gemeinden Gochang, Jeollabuk-do, Hwasun, Jeollanam-do, und Ganghwa in der Provinz Gyeonggi-do wurden 2000 ebenfalls der Liste hinzugefügt. Gyeongju war für mehrere tausend Jahre die Hauptstadt des Königreiches Silla; das Gebiet wird aufgrund des Reichtums an historischen Besitztümern als ,,Museum ohne Wände” bezeichnet. Die Vulkaninsel Jeju und die Lavagrotten umfassen zusammen drei Orte (Geomunoreum, Seongsan Ilchulbong, Hallasan) auf einer Fläche von 18.846 ha. Einer dieser Orte ist Geomunoreum, das mit seinen vielfarbigen Karbonatdecken und -böden sowie seinen schwarzen Lavawänden als das schönste Lavahöhlensystem überhaupt gilt. Ein weiterer Ort ist der festungsähnliche Krater Seongsan Ilchulbong, der sich aus dem Ozean erhebt, und Hallasan, Südkoreas höchster Berg, mit seinen Wasserfällen, vielgestaltigen Felsformationen und seinem kleinen Kratersee. Diese Orte überragender Schönheit bezeugen ebenfalls die Geschichte des Planeten, seine Besonderheiten und Prozesse, die unsere Welt gestalteten. Die königlichen Gräber der Joseon-Dynastie wurden in Anlehnung an die Prinzipien des Konfuzianismus, der herrschenden Ideologie der Zeit, und des ,,Pungsu”, der koreanischen Version der geografischen Weissagung, erbaut, die in China als Feng Shui bekannt ist. Sie sind von einer Art Schönheit, die in den Gräbern anderer Länder kaum zu finden ist. Die Gräber werden als Zeugen gepriesen, die aufgrund der räumlichen Gestaltung, des architektonischen Designs, der Nutzung und der Größe der Steinobjekte die Ansichten über die Natur und über das Universum während der Joseon-Zeit reflektieren. Der kulturelle Wert der Gräber wird auch in der Aufrechterhaltung der Ahnenbräuche während der langen Geschichte der Joseon-Dynastie bis heute sichtbar. Im Juli 2010 hat die Kommission des Weltkulturerbes auf der 34. Versammlung in Brasilia, Brasilien, die Aufnahme der Dörfer Hahoe und Yangdong wegen ihres einzigartigen kulturellen Wertes als Weltkulturerbe bestätigt. Beide befinden sich in der Provinz Gyeongsangbuk-do und stehen

für die Wahrung des zivilen Lebens der Konfuzius-orientierten, Klan-zentrierten Joseon-Ära.

Memory-of-the-World-Register
1997 legte die UNESCO ein Register zum Schutz bedrohter Aufzeichnungen und Dokumente an, mit dem Ziel, solche Schriften zu erhalten, die zum Zeitpunkt ihrer Entstehung neue technologische Horizonte eröffneten. In dieses Register wurden aus Koreas schriftlichen Hinterlassenschaften das Hunminjeongeum (Korrekte Laute zur Unterweisung des Volkes), das Joseonwangjosillok (Annalen der Joseon-Dynastie), das Buljo Jikjisimcheyojeol (Ausgewählte Predigten buddhistischer Weiser und Seon-Meister), das Seungjeongwon Ilgi (Tagebücher des königlichen Sekretariats), die hölzernen Druckplatten der Tripitaka Koreana, diverse buddhistische Schriften, Uigwe (Königliche Protokolle der Joseon-Dynastie) und Donguibogam (Prinzipien und Anwendung der östlichen Medizin) aufgenommen. Das Hunminjeongeum war ein wichtiges Lehrbuch für den Unterricht des Hangeul, des koreanischen Alphabetes, das von König Sejong dem Großen, dem vierten König der Joseon-Zeit (Regierungszeit: 1418 - 1450), entwickelt

Hunminjeongeum Herausgegeben im Jahr 1446, dem 28. Jahr des Königs Sejong. Es zeichnet die Prinzipien von Hangeul auf.

Buljo Jikjisimcheyojeol Publiziert im Jahr 1377 ist es das weltweit älteste Buch, das mit beweglichen Metall-Lettern gedruckt wurde.

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wurde. Das neue Alphabet wurde 1446 eingeführt. Das Joseonwangjosillok entstand aus der Tradition, für jede Regentschaft ein historisches Dokument anzulegen. Es beginnt 1413 mit den Annalen von König Taejo, dem Gründer und ersten König des Joseon-Reichs, und wurde bis 1910, also dem Ende der Joseon-Dynastie, fortgeführt. Diese Annalen wurden von den Historikern des ,,Amtes für die Sammlung von Annalen” (Chunchugwan) aufgezeichnet. Um ihren Erhalt zu gewährleisten, fertigte man Kopien an, die in speziellen Lagerstätten im ganzen Land aufbewahrt wurden. Das Buljo Jikjisimcheyojeol, das 1372 von dem Mönch Baegun (12981374) verfasst wurde, enthält die Grundlagen des Seon- (Zen-) Buddhismus. Die Schlüsselwörter des Titels ,,Jikjisimche” wurden einer berühmten Redensart über das Erlangen der Erleuchtung durch das Praktizieren des Seon entnommen. Ein Schlusswort auf der letzten Seite des Buches besagt, dass es 1377 mit beweglichen Metall-Lettern im Tempel Heungdeoksa gedruckt wurde, etwa 80 Jahre vor dem Druck der Gutenberg-Bibel in Deutschland. Es ist also das älteste, mit beweglichen Metall-Lettern gedruckte Buch der Welt. Das Seungjeongwon, das Königliche Sekretariat zur Zeit des Königreichs Joseon, war verantwortlich für das Verfassen des Seungjeongwonilgi, eines detaillierten Berichts über die täglichen Ereignisse und den offiziellen

Zeitplan des Königshofes, der vom ersten König des Joseon-Reiches Taejo (Regierungszeit: 1392 - 1398) bis zum 27. König Sunjong, d. h. bis zum letzten König (Regierungszeit: 1907 - 1910), geschrieben wurde. Heute existieren allerdings nur 3.243 dieser Tagebücher. In den Seungjeongwonilgi ist die größte Sammlung von authentischen, historischen Informationen und Staatsgeheimnissen des Königreichs Joseon enthalten. Sie dienten als Primärquelle für die Annalen des Königreichs Joseon, ihr historischer Wert ist also noch größer als der der Annalen. Bei der Goryeo Daejanggyeong (Goryeo-Dynastie-Tripitaka), die modernen Wissenschaftlern als ,,Tripitaka Koreana” bekannt ist, handelt es sich um eine Sammlung der Tripitaka (buddhistische Schriften). Im Auftrag der Könige der Goryeo-Dynastie (918 - 1392) wurde sie im 13. Jahrhundert in 81.258 hölzerne Druckplatten geschnitzt. Sie wird gegenwärtig im HaeinsaTempel in der Provinz Gyeongsangnam-do aufbewahrt. Eine einzigartige Form von dokumentarischer Hinterlassenschaft ist die Uigwe, eine Sammlung Königlicher Protokolle der 500 Jahre währenden Joseon-Dynastie. Als umfassende und systematische Sammlung von Schriften und Bildern handelt es sich um detaillierte Beschreibungen bedeutender Feierlichkeiten und Riten am Hof der Joseon-Ära. Ihr besonderer Stil der

Uigwe Königliche Protokolle aus der JoseonDynastie

Donguibogam, herausgegeben 1610 von Heo Jun (1539-1615), ist das beste Buch der orientalischen Medizin in der koreanischen Geschichte und wurde im Juli 2009 auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO gesetzt.

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dokumentarischen Hinterlassenschaft ist nirgendwo sonst auf der Welt zu finden. Donguibogam (Prinzipien und Anwendung der östlichen Medizin) ist eine Enzyklopädie des medizinischen Wissens und der Behandlungstechniken, zusammengefasst und Anfang des 17. Jahrhunderts von Heo Jun (1539 - 1615) herausgegeben, mit Unterstützung von Medizinexperten und Literaten, gemäß den Anweisungen des königlichen Hofes. Die Arbeit zeigt die Entwicklung der Medizin in Ostasien und darüber hinaus. In Bezug auf das Gesundheitssystem wurden Vorbilder der präventiven Medizin und der öffentlichen Gesundheitsfürsorge durch den Staat entwickelt, bei denen es sich praktisch um beispiellose Ideen handelte.

Könige und Königinnen der Joseon-Zeit am königlichen Ahnenschrein Jongmyo, der ihre Ahnentafeln beherbergt, abgehalten wurden. Jongmyojeryeak, die königliche rituelle Ahnenmusik, wurde während der Riten aufgeführt. Botaepyeong (,,Großen Frieden bewahren”) war eine aus elf Teilen bestehende Suite, die von rituellem Tanz begleitet war und die zivilen Errungenschaften der Gründer der Dynastie pries. Jeongdaeeop (,,eine große Dynastie gründen”) war eine Suite aus 15 Teilen, die die militärischen Errungenschaften rühmte. Diese beiden Werke wurden 1447 verfasst. Zwei zusätzliche Stücke, die als Jongmyoakjang bekannt sind, entstanden einige Jahre später. Hunderte von Priestern, Musikern, Tänzern und Dienern nehmen an dem Ereignis teil, das die Feierlichkeit und Großartigkeit konfuzianischer Rituale widerspiegelt. Es ist ein seltenes Beispiel für ein immaterielles kulturelles Meisterwerk, das seine Originalform 500 Jahre beibehalten hat. Pansori ist ein Genre des musikalischen Geschichtenerzählens, das von einem Sänger mit Trommelbegleitung aufgeführt wird. Diese volkstümlichen,

Immaterielles Kulturerbe
Zum Schutz des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit beschloss die UNESCO 1998, auch Meisterwerke aus diesem Bereich in ein Register aufzunehmen. Seit der ersten Bekanntmachung dieses Beschlusses im Jahr 2001 wurden drei immaterielle Kulturschätze Koreas zu Meisterwerken erklärt. Zu diesen gehören Jongmyojerye und Jongmyojeryeak (königliche Ahnenriten und königlich rituelle Musik), Pansori (Epischer Gesang) und das GangneungDanoje-Festival. Im Jahr 2010 fügt die UNESCO Gagok zu ihrer Liste hinzu, lyrische Liedtexte, die von einem Orchester begleitet werden; Daemokjang, traditionelle Holzarchitektur und Falknerei. Als die Konvention zum Schutz des immateriellen Kulturerbes im Jahr 2003 übernommen wurde, wurden alle Gegenstände, die als Meisterwerke eingestuft waren, automatisch in die repräsentativen Liste immateriellen Kulturerbes im Jahr 2008 aufgenommen. Im Jahr 2009 wurden fünf Gegenstände neu in die repräsentative Liste aufgenommen, zu ihnen zählen Ganggangsullae (Kreistanz), Namsadang (Theater der Vagabunden), die Riten des Geiergipfels, Jeju (Riten für die Göttin des Windes) und der Tanz Cheoyong. Jongmyojerye sind die Ahnengedenkriten, die für die Unterhaltung der

Jongmyojeryeak (königliche rituelle Ahnenmusik)

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epischen Einzelgesänge, die durch einen ausdrucksstarken Gesang, durch stilisierte Sprache und nachahmende Gesten charakterisiert sind, schließen sowohl aristokratische als auch volkstümliche Kultur ein. Das Wort Pansori setzt sich aus den Bestandteilen Pan (ein öffentlicher Platz, wo sich Menschen versammeln) und Sori (Lied) zusammen. Aufführungen können bis zu acht Stunden dauern, bei denen ein Sänger oder eine Sängerin Texte improvisiert, die sowohl ländliche Dialekte als auch gelehrte literarische Ausdrücke enthalten. Die Vertonung, die Charaktere und die Szenarien des Pansori stammen aus der Joseon-Zeit. Das Danoje-Fest, das gefeiert wird, um für eine gute Ernte zu beten, fällt auf den fünften Tag des fünften Monats nach dem Mondkalender und kennzeichnet das Ende der Gerste- und Reispflanzzeit. Traditionell war dies neben dem Neujahrstag und Chuseok, dem Erntefest, einer der drei wichtigsten Feiertage. Das Gangneung-Danoje-Fest ist das größte traditionelle Fest in Korea. Es findet in der Provinz Gangwon-do, hauptsächlich in der Stadt Gangneung, statt. Es wird im vierten bis Anfang des fünften Monats nach dem Mondkalender gefeiert, dauert also fast vier Wochen. Musik, Tanz, Literatur und Schauspiel haben einen hohen künstlerischen Wert, da das Fest schon seit

fast tausend Jahren veranstaltet wird und die Geschichte und das Leben des einfachen Volkes widerspiegelt. Das Fest schließt auch religiöse koreanische Traditionen des Konfuzianismus, des Schamanismus, des Buddhismus und des Taoismus ein und präsentiert eine Vielfalt von Zeremonien und Aufführungen. Traditionell wurde der Kreistanz Ganggangsullae in Korea nachts aufgeführt, als Teil repräsentativer, saisonaler Feiertage und Festivals, wie Seollal, Daeboreum (der erste Vollmond des neuen Jahres im Mondkalender), Danoje, Baekjung (buddhistische Zeremonie am 15. Juli zu Ehren der Seelen der Toten), Chuseok und Junggu (Feier am 9. September des Mondkalenders). Der Kreistanz Ganggangsullae ist eine primitive Kunstform, die Lied, Tanz und Musik verbindet und zu einer koreanischen Ballade aufgeführt werden kann. Die Aufführung des Ganggangsullae Kreistanzes involviert tanzende Frauen, die sich an der Hand halten. Während eine Dame als Leadsängerin (Sori) fungiert, antwortet der Rest der Frauen in der Gruppe der Leadsängerin mit der nächsten Zeile des Lieds. Die Folklore und der Volkstanz in dieser Kunst werden von Volksmusik begleitet, die auf traditionellen koreanischen Instrumenten gespielt wird, wie Buk (Trommel) und Janggu (Trommel in Form einer Sanduhr). Jeju Chilmeoridang Yeongdeunggut (Jeju-Riten für die Göttin des Windes)

Pansori ist ein Genre des musikalischen Geschichtenerzählens, das von einem Sänger mit Trommelbegleitung aufgeführt wird.

Maskentanz beim Gangneung-DanojeFestival

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ist ein Schamanenritual (gut) das am Chilmeoridang Schrein durchgeführt wird, in Geonip-dong, Jeju. Geonip-dong ist ein kleines Dorf auf der Insel Jejudo, deren Bewohner ihren Lebensunterhalt mit Fischen, Muschelsammeln und der Arbeit als Haenyeo (weibliche Taucher) verdienen. Traditionell haben die Dorfbewohner Schamanenrituale durchgeführt, in denen sie für das Dorf um Frieden und eine gute Ernte zum Gott des Friedens und der Göttin des Meeres gebetet haben. Zu einer bestimmten Zeit wurden auf der ganzen Insel Jeju Riten abgehalten, um Yeongdeung (Göttin des Windes) um ein ruhiges Meer und reichen Fang zu bitten. In dieser Hinsicht umfasst der Ritus, bekannt als Jeju Chilmeoridang Yeongdeunggut, sowohl den Glauben der Haenyeo als auch den Volksglauben in Verbindung mit Yeongdeung. Seine Einzigartigkeit und der wissenschaftliche Wert liegen in der Tatsache begründet, dass es der einzige Ritus ist, der für Haenyeo durchgeführt wird. Namsadangnori (Theater der Namsadang-Vagabunden) bezieht sich im Allgemeinen auf Aufführungen der Namsadangpae, einer umherziehenden Schauspieltruppe von 40 oder mehr Männern. Ausgelegt auf normale Menschen, wurde der Namsadangnori in ländlichen Gebieten oder Vorstädten aufgeführt. Mit anderen Worten konnten die Wurzeln des Namsadangnori zurückverfolgt werden bis zur bürgerlichen Schicht, solche Aufführungen wurden für sie vorbereitet und durchgeführt. Diese Aufführungen sollten die Massen aufmuntern, die unter der Unterdrückung zu leiden hatten, und sie

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1.  Cheoyongmu (Tanz von Cheoyong) ist ein Tanz, der mit einer Maske von Cheoyong aufgeführt wird. 2.  Yeongsanjae (Riten des Geiergipfels) bezieht sich auf eine buddhistische Zeremonie, die im Allgemeinen am 49. Tag nach dem Tod einer Person aufgeführt wird, um der Seele des Verstorbenen zu helfen, den Weg ins Nirwana zu finden. 3.  Jeju Chilmeoridang Yeongdeunggut (Jeju-Riten für die Göttin des Windes) ist ein Schamanenritual (gut), das am Chilmeoridang Schrein durchgeführt wird. 4.  Der Ganggangsullae-Kreistanz ist eine primitive Kunstform, die Lied, Tanz und Musik verbindet.

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boten durch ihren sozial relevanten Humor auch eine Möglichkeit der Kritik an der Unsterblichkeit der Yangban (Adelsklasse), und dienten als Katalysator für die Entwicklung des Bewusstseins der Minjeong (Menschen). Yeongsanjae (Riten des Geiergipfels) bezieht sich auf eine buddhistische Zeremonie, die im Allgemeinen am 49. Tag nach dem Tod einer Person aufgeführt wird, um der Seele des Verstorbenen zu helfen, den Weg ins Nirwana zu finden. Der Ursprung liegt in einem Brauch, der von Sakyamuni am Gridhrakuta in Indien durchgeführt wird. Letzterer predigte die LotusSutra, und Yeongsanjaenun symbolisiert die Reproduktion von Yeongsan Hoesang (Versammlung von Sakyamuni, die am Geiergipfel predigen). Als ein leuchtendes Beispiel für die traditionelle Kultur Koreas soll Yeongsanjae nicht nur den Seelen der Verstorbenen helfen, sondern auch den Lebenden, damit diese erleuchtet werden mit der Wahrheit von Buddha und ihnen dabei geholfen wird, mit weltlichen Angelegenheiten umzugehen. Diese Veranstaltung ist weniger eine Aufführung als vielmehr eine majestätische buddhistische Zeremonie, an der alle mit einbezogen werden. Cheoyongmu (Tanz von Cheoyong) ist ein Tanz, der mit einer Maske von Cheoyong aufgeführt wird. Es ist das einzige Menuett, das auf der

Bühne aufgeführt wird und bei dem Masken menschenähnlicher Gestalten getragen werden. Dieser Maskentanz basiert auf der Legende von Cheoyong in Verbindung mit der Herrschaft von König Heongang (ca. 875 - 886), Herscher über das Vereinigte Silla. Cheoyong soll das Singen und Tanzen genutzt haben, um die bösen Geister (Gott der Pest) auszutreiben, die seine Frau verführt haben. Der Cheoyong-Tanz soll auch das Böse fernhalten, basierend auf den Theorien des Yin-Yang und der fünf Elemente. Mit kraftvollen und farbigen Tanzbewegungen strahlen die dynamischen Bewegungen des Tanzes ein Gefühl von Großherzigkeit und Lebhaftigkeit aus, das sich zusammen mit den Masken entfaltet. Gagok (langes lyrisches Lied) ist ein Genre der koreanischen traditionellen Gesangsmusik, das von einer kleinen Gruppe koreanischer traditioneller Musikinstrumente begleitet wird. Anders als Pansori (Singspiel), Minyo (Volkslieder) und Japga (verschiedene Lieder) ist Gagok keine Form der klassischen Musik, die den Namen Jeongga oder ,richtiges Lied’ trägt. Gagok erlebte seine Blüte während der Joseon-Periode. Es nutzt Sijo, traditionelle koreanische Poesie, als Liedtexte, wodurch ein Blick auf den Geist der Koreaner vor langer Zeit und deren Wertschätzung der Künste geworfen werden kann. In

Namsadangnori (Theater der Namsadang-Vagabunden) bezieht sich im Allgemeinen auf Aufführungen der Namsadangpae, einer Landstreichergruppe von 40 oder mehr Männern.

Gagok (langes lyrisches Lied) ist ein Genre der koreanischen traditionellen Gesangsmusik, die von einer kleinen Gruppe koreanischer traditioneller Musikinstrumente begleitet wird.

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modernen Zeiten wurde Gagok als Lied entwickelt, das sowohl der Sänger als auch das Publikum genießen. Daemokjang bezieht sich auf Zimmermeister oder Handwerker, die wichtige Gebäude bauen, wie Paläste, Tempel und Häuser, bzw. auf deren Handwerk. Daemokjang kann als traditioneller Titel angesehen werden, der heute dem eines Architekten entspricht. Die Aufnahme von Daemokjang in die Liste der immateriellen Kulturgüter ist bedeutend, da es die erste Form des koreanischen Handwerks ist, das aufgenommen wurde. Die Restaurierung des Changdeokgung-Palastes, einem UNESCO-Weltkulturerbe, und die erst kürzlich erfolgte Restaurierung des Gwanghwamun- und Sungnyemun-Tores wurde von Daemokjang durchgeführt. Falknerei, die traditionelle Aktivität des Haltens und Trainierens von Falken und anderen Greifvögeln, um Wild oder Geflügel für den Jäger zu fangen, ist eine der ältesten bekannten Jagdsportarten. Die Aufnahme der Falknerei in die Liste der UNESCO der immateriellen Kulturgüter ist für Korea bedeutend, da die Falknerei mit 10 anderen Ländern geteilt wird, einschließlich der

Vereinten Arabischen Emirate, Belgien, Frankreich und der Mongolei. Seiltanz ist eine weitverbreitete Form der Unterhaltung, die sich in den meisten Ländern ausschließlich auf akrobatische Fertigkeiten konzentriert. Die traditionelle koreanische darstellende Kunst Jultagi unterscheidet sich insofern, als dass sie von Musik und dem geistreichen Dialog zwischen dem Seiltänzer und einem auf dem Boden stehenden Clown begleitet wird. Jultagi wird unter freiem Himmel aufgeführt. Der Seiltänzer trägt eine Reihe akrobatischer Kunststücke auf dem Seil nebst Possen, Imitationen, Gesang und Tanz vor, während der Clown den Seiltänzer in ein lustiges Wortgeplänkel verstrickt und eine Gruppe Musiker die Unterhaltung mit Musik begleitet. Der Seiltänzer beginnt mit einfacheren Kunststücken und geht allmählich zu immer schwierigerer Akrobatik über. Dabei zeigt er ungefähr vierzig verschiedene Seiltanzkunststücke in einer Vorführung, die mehrere Stunden dauern kann. Heutzutage werden Seiltanzartisten häufig zu lokalen Festivals eingeladen, besonders im Frühling und im Herbst. Aktuell liegt die Verbreitung des Seiltanzes in Korea hauptsächlich in der Hand der Jultagi-Schutzvereinigung in

Daemokjang bezieht sich auf Zimmerleute oder Handwerker, die wichtige Gebäude bauen, wie Paläste, Tempel und Häuser, oder auf deren Handwerk. (links) Falknerei, die traditionelle Aktivität des Haltens und Trainierens von Falken und anderen Greifvögeln, um Wild oder Geflügel für den Jäger zu fangen, ist eine der ältesten bekannten Jagdsportarten. (rechts)

Ein Jultagi-Seiltanzakrobat benutzt einen Fächer, um sein Gleichgewicht zu halten. (links) Zwei Taekkyeon-Meister treten gegeneinander im offenen Feld an. (rechts)

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der Provinz Gyeonggi. Es gibt zwei Arten von Training: Unterricht durch einen Meister, der die Praktizierenden unterrichtet und Schüler aufnimmt, sowie öffentlicher Unterricht in verschiedenen Formen wie Schultraining, Erfahrungsklassen und Sommerlager. Taekkyeon ist eine traditionelle koreanische Kampfkunst, in der fließende, rhythmische und tanzartige Bewegungen eingesetzt werden, um den Gegner zu treffen oder zu Fall zu bringen. Die graziösen Bewegungen eines gut ausgebildeten Taekkyeon-Sportlers sind eher sanft und kreisförmig als gerade und starr, können jedoch mit enormer Gelenkigkeit und Stärke förmlich explodieren. Die Füße spielen eine ebenso wichtige Rolle wie die Hände. Trotz des sanften Eindrucks, den Taekkyon macht, ist es eine wirkungsvolle Kampfkunst, die unter Einsatz aller verfügbaren Kampfmethoden ein breites Spektrum an offensiven und defensiven Fertigkeiten betont. Es lehrt auch Bedachtsamkeit: Ein erfahrener Taekkyon-Sportler kann seinen Gegner schnell dominieren, aber ein wahrer Meister bringt seinen Gegner zum Rückzug, ohne Schaden zuzufügen. Als ein Teil der saisonalen landwirtschaftlichen Traditionen stärkt Taekkyeon das Zusammenwachsen der Gemeinschaft, und als ein Sport, der allen zugänglich ist, spielt Taekkyeon eine wichtige Rolle bei der Förderung der öffentlichen Gesundheit. Taekkyeon wird auch von einer großen Anzahl von Menschen täglich praktiziert. Es gibt zurzeit schätzungsweise fünfzig anerkannte Taekkyeon-Lehrer, und die Koreanische Takkyeon-Vereinigung spielt eine wichtige Rolle bei der Verbreitung und Förderung dieser traditionellen Kampfkunst. Das Weben von Mosi in Hansan wird von Frauen in dieser Region in der Provinz Süd-Chungcheong weitergegeben. Die Region zeichnet sich durch fruchtbares Land und Seewinde aus, wodurch die Ramie-Pflanze üppig gedeiht. Zum Weben von Ramie-Stoff gehört eine Reihe von Verarbeitungsschritten wie das Ernten, Kochen und Bleichen der Ramie-Pflanzen, das Fadenspinnen aus den Ramie-Fasern sowie das Weben auf einem traditionellen Webstuhl. Ramie-

Stoff ist angenehm bei heißen Temperaturen und wird für die Produktion einer Vielfalt von Kleidungsstücken - von Abendanzügen und Militäruniformen bis hin zu Trauergewändern - genutzt. Durch das Weiß des gebleichten RamieStoffs sowie seine edle Qualität und Eleganz ist er für hochwertige als auch für Alltagskleidung geeignet. Das Weben von Mosi findet traditionell in kleinen, von Frauen geführten Familienbetrieben statt, in denen die Mütter ihre Erfahrung und die Techniken an ihre Töchter oder Schwiegertöchter weitergeben. Die Tradition verbindet auch die Gemeinde stärker, da Nachbarn in einem bestimmten Teil der Stadt zusammenkommen und gemeinsam arbeiten. Zurzeit sind etwa 500 Menschen in den unterschiedlichen Bereichen des Webens von erlesenem Ramie tätig. Weitere Schätze der UNESCO in Korea finden Sie unter www.cha.go.kr.

Der Mosi-Stoff, feiner Ramie-Stoff, der aus der Region Hansan in der Provinz Süd-Chungcheong stammt, wird aus den Spelzen von Ramiepflanzen gewebt. Mosi ist traditioneller Stoff für Sommerkleidung und wird längst als ein Symbol für die koreanische ästhetische Tradition angesehen.

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Bildende Künste
Obwohl die Menschen in der Altsteinzeit begannen, die koreanische Halbinsel zu besiedeln, deuten bestehende Überreste darauf hin, dass die Wurzeln der Bildenden Künste bis in die Jungsteinzeit zurückreichen (6.000 v. Chr. - 1.000 v. Chr.). Felsgravuren in einer Flussuferklippe namens Bangudae in Ulsan an der Südostküste zeigen anschauliche Darstellungen von Tieren. Sie sind eine bemerkenswerte Kunstform aus prähistorischer Zeit. Der ästhetische Sinn dieser Ära spiegelt sich auch in den Waben- und Aubergine-Mustern auf den Töpferwaren des täglichen Gebrauchs wider. In der Bronzezeit (1.000 v. Chr. - 300 v. Chr.) wurden vielfältige Bronzewaren hergestellt, darunter Spiegel, Glocken und Anhänger. Von den meisten Produkten wird angenommen, dass sie eine Machtstellung anzeigen oder Ehrfurcht erwecken sollten oder zu religiösen Zwecken entworfen wurden. Während der Epoche der Drei Reiche Goguryeo (37 v. Chr. - 668 n. Chr.), Baekje (18 v. Chr. - 660 n. Chr.) und Silla (57 v. Chr. - 935 n. Chr.) brachte jedes Reich unter dem Einfluss seiner eigenen einzigartigen geographischen,

politischen und gesellschaftlichen Umstände verschiedene Bildende Künste hervor. Wandmalereien der Gräber des Goguryeo-Reiches, die vornehmlich in der Nähe von Jiban und Pjöngjang gefunden wurden, geben uns eine Vorstellung von der Kunst dieses Königreiches. Die Malereien an den vier Wänden und den Decken der Grabkammern zeigen Figuren, die in glitzernden Farben und in dynamischen Bewegungen festgehalten wurden und bilden Vorstellungen vom Leben auf der Erde und im Jenseits ab. Die Kunst des Königreiches Baekje wird am besten durch die sachte Oberflächenbehandlung und das warme Lächeln charakterisiert, wie die in einen Fels gravierte buddhistische Trias in Seosan in der Provinz Chungcheongnam-do verdeutlicht. Archäologen haben prächtige Sammlungen von Goldschmuck gefunden, einschließlich Kronen, Ohrringe, Halsketten und Bänder aus den Gräbern von Silla, die sichtbarer Ausdruck von Macht sind. In den Gräbern wurden Goldfäden und -granulate sowie prachtvolle Schmuckstücke gefunden, welche von den hoch entwickelten künstlerischen Fertigkeiten dieses Königreiches zeugen. In der Zwischenzeit führte die offizielle Anerkennung des Buddhismus während der Zeit der Drei Reiche zur Errichtung buddhistischer Statuen. Ein bedeutsames Beispiel ist die Statue von Maitreya (der Buddha der Zukunft), der sitzend in Meditation versunken ist und seine Wange mit seinem Finger berührt. Während des Vereinten Silla-Reichs (676 - 935) entstand eine ausgefeilte künstlerische Kultur, die aufgrund des kulturellen Austausches mit der Tang-Dynastie (618-907) Chinas deren Einfluss deutlich widerspiegelte. Dennoch war der Buddhismus eine starke Triebkraft für die kulturelle Entwicklung Sillas. Die Seokguram-Grotte, eines der bedeutendsten Zeugnisse der Bildenden Kunst zur Zeit des Vereinten Silla-Reiches, ist ein einzigartiges Meisterstück in Bezug auf die majestätisch anmutenden Figuren, ihre realistische und einzigartige Ausdrucksform. Darüber hinaus haben sich die Künstler des Silla-Reiches auch durch die Herstellung von Tempelglocken

Muryangsujeon- Das älteste Holzbauwerk in Korea

hervorgetan. Bronze-Glocken, wie die Göttliche Glocke von König Seongdeok,

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die Ende des 8. Jahrhunderts hergestellt wurde, sind sehr bekannt für ihre eleganten Muster, ihren vollen Klang und ihre beeindruckende Größe. Der hohe Stand der Kunst während des Goryeo-Reiches (918 - 1392) wird am besten an den Seladon-Produkten deutlich. Die jadegrüne Farbe und die eleganten Muster des Goryeo-Seladon sind bestechend schön und unterscheiden sich sehr von den chinesischen Keramikprodukten. Zudem wurde Goryeo-Seladon in vielfältiger Form hergestellt. Bis zur ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts war das Goryeo-Seladon für seine klare Farbe bekannt, während in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts die Technik des Eingravierens von Mustern in den Ton und das anschließende Ausfüllen der Einbuchtungen mit weiß oder schwarz geschlämmtem Ton als wichtigstes Charakteristikum aufkam. Die gegenwärtig älteste Holzstruktur aus dieser Epoche ist die Muryangsujeon (Halle des ewigen Lebens) im Buseoksa-Tempel in Yeongju in der Provinz Gyeongsangbuk-do. Es wird angenommen, dass sie im 14. Jahrhundert gebaut wurde. Es gibt zwei vorherrschende Arten von architektonischen Holzkonstruktionen aus dieser Zeit: Jusimpo (Säulenstützen zur Stabilisierung der Decke) und Dapo (Halterungen, die auf den Balken zwischen Trägern und Säulen befestigt werden). Das Dapo-System wurde eigens für die Errichtung großer Bauwerke entwickelt. Diese beiden Konstruktionsformen blieben bis in die Joseon-Dynastie die Grundlage für Holzbauten. Buncheong, aus grauem Ton gefertigtes Steingut, das mit einer weiß geschlämmten Tonbeschichtung verziert ist, war eine in der Joseon-Dynastie hergestellte Art von Keramik. Sie wurde mit einer Seladon-ähnlichen, graublauen Glasur überzogen. Auch weißes und blau-weißes Porzellan ist typisch für diese Epoche. Buncheong-Waren wurden von einfachen Menschen im Alltag verwendet. Sie sind mit aufgelockerten Mustern verziert. Weißes Porzellan, das eine perfekte Harmonie zwischen Rundungen und raffinierten Farbtönen darstellt, ist ein Beispiel für vollendete Schönheit. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts offenbarte das blau-weiße Porzellan dank der in blauer
Maitreya (der Buddha der Zukunft) aus Gold und Bronze Anfang des 7. Jahrhunderts in der Epoche der Drei Reiche, Nationalschatz Nr. 83 Die Göttliche Glocke von König Seongdeok (Ende des 8. Jahrhunderts) ist die größte in Korea. Goldkrone aus der SillaZeit Deckengemälde in Ssangyeongchong (die Grabstätte der doppelten Säulen) aus der Goguryeo-Ära

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Kobaltfarbe gemalten pittoresken Muster auf weißem Porzellan ein exzellentes ästhetisches Gespür. Während der Joseon-Dynastie (1392 - 1910) florierte die traditionelle Bauweise, die im Einklang mit der Naturlandschaft stehen sollte, in großer Vielfalt und Perfektion. Das Stadttor Sungnyemun (auch bekannt als Namdaemun) im Zentrum von Seoul ist ein besonders geschätztes Beispiel für den architektonischen Stil der frühen Joseon-Dynastie. Sungnyemun und zahlreiche Tempel sowie Palastgebäude werden unter Anwendung traditioneller Methoden wieder aufgebaut oder saniert. Westliche Architektur setzte sich erst Ende des 19. Jahrhunderts durch, als Kirchen und Amtssitze ausländischer Gesandtschaften von Architekten und Ingenieuren aus dem Ausland gebaut wurden. Mit der Industrialisierung und Urbanisierung Koreas seit den 1960er Jahren hat die Regierung Baupläne vorangetrieben, wodurch viele wunderschöne alte Gebäude zerstört und durch unansehnliche Gebäude ersetzt wurden. Allerdings hat es in jüngster Zeit engagierte Diskussionen darüber gegeben, die dazu geführt haben, dass man wieder anfängt, darauf zu achten, dass ein Bauwerk harmonisch in die Landschaft passen sollte.
Seladon-Vase mit eingearbeitetem Ton aus der Zeit der Goryeo-Dynastie Sedalon-Krug in Form einer Schildkröte

Literatur
Die koreanische Literatur wird im Allgemeinen chronologisch in klassische und moderne Epochen unterteilt. Die klassische Literatur entwickelte sich vor dem Hintergrund des traditionellen Volksglaubens der Koreaner; sie wurde auch vom Taoismus, vom Konfuzianismus und am meisten vom Buddhismus beeinflusst. Während der Joseon-Zeit war der Einfluss des Konfuzianismus am größten. Im Gegensatz dazu entwickelte sich die moderne Literatur Koreas aus dem Kontakt mit der westlichen Kultur und folgte dem Trend der Modernisierung . Nicht nur christliches Gedankengut, sondern auch verschiedene künstlerische Strömungen und Einflüsse wurden aus dem Westen
Blau-weiße Porzellanvase mit Bambus- und Kieferbaum-Muster aus der Zeit der Joseon-Dynasie Buncheong-Flasche mit PfingstrosenDesign (Joseon-Dynastie)

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übernommen. Als die Bewegungen ,,Neue Erziehung” und ,,Nationale Bewegung für Sprache und Kultur” entstanden, verlor die chinesische Schrift, die bis dahin von der herrschenden Klasse verwendet wurde, ihre soziokulturelle Funktion. Die Hyangga-Dichtung der Silla-Zeit markiert den Beginn einer einzigartigen poetischen Form in der koreanischen Literatur. Die Hyangga wurden in der Hyangchal-Schrift aufgezeichnet, in der die koreanische Sprache unter Verwendung von ,,Klang” (eum) und ,,Bedeutung” (hun) der chinesischen Schriftzeichen geschrieben wurde. Vierzehn Gedichte im Hyangga-Stil sind in den Samgungnyusa (Denkwürdiges aus den Drei Reichen) überliefert. Charakteristisch für die Literatur der Goryeo-Zeit sind der zunehmende Gebrauch von chinesischen Schriftzeichen, das Verschwinden des Hyangga-Stils und das Auftreten der Goryeogayo (Goryeo-Lieder), die bis zur Joseon-Zeit in mündlicher Form überliefert wurden.

Die Entstehung des koreanischen Alphabetes Hangeul in der frühen Joseon-Zeit markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der koreanischen Literatur. Die Partituren (Akjang) solcher Lieder wie Yongbieocheonga (Lieder der am Himmel fliegenden Drachen) wurden in koreanischer Schrift dokumentiert. Das Sijo (aktuelle Melodie) ist repräsentativ für die Dichtung der Joseon-Zeit. Diese Gedichtform wurde bereits in der späten GoryeoZeit entwickelt, fand jedoch erst während der Joseon-Zeit und dem dann vorherrschenden Neo-Konfuzianismus, der während der Song-Dynastie in China zum Tragen kam, weite Verbreitung. Eine andere Form der Dichtung jener Zeit waren die Gasa. Diese zählen zwar zur Kategorie der Gedichte, doch werden in ihnen nicht nur menschliche Gefühle zum Ausdruck gebracht, sondern häufig auch moralische Lehren erteilt. Zu den ersten klassischen Erzählungen zählen die Geumosinhwa (Erzählungen von Geumo), von Kim Si-seup in chinesischen Schriftzeichen verfasst, und die Honggildongjeon (Geschichten von Hong Gil-dong), die Heo Gyun in Hangeul schrieb. Mit der Zeit wurde die koreanische Schrift Hangeul immer häufiger verwendet, was zur Entwicklung der koreanischen Sprach- und Literaturforschung führte. Die moderne koreanische Literatur entwickelte sich vor dem Hintergrund der zerfallenden feudalistischen Gesellschaft der JoseonZeit und der Einführung neuer Ideen aus dem Westen. Als neue Gedichtformen in der modernen Literatur Koreas wurden die Changga (Neue Liedform) und die Sincheshi (Neue Dichtung) gefeiert.

Honggildongjeon (Geschichten von Hong Gil-dong) Hongildongjeon, der erste Roman, der in Hangeul veröffentlicht wurde, ist eine sozialkritische Arbeit, in der die Ungerechtigkeiten der JoseonGesellschaft, wie die diskriminierende Behandlung nichtehelicher Kinder und die klassenspezifischen Unterschiede, vernichtend angeprangert werden.

Yongbieocheonga (Lieder der am Himmel fliegenden Drachen) Die Partitur (Akjang) ist eine Lobrede auf die Vorfahren, welche die Joseon-Dynastie gegründet haben. Die Vorfahren werden dabei mit tief eingewurzelten Bäumen und einem tiefen Brunnen voll Wasser verglichen.

Malerei
Obwohl koreanische Maler aus der Zeit der Drei Reiche ein bestimmtes Niveau an Fertigkeiten zeigten, sind die meisten Gemälde verloren gegangen, weil sie auf Papier gemalt waren. Deshalb ist es nur möglich, eine begrenzte Anzahl von Gemälden aus dieser Zeit, wie die Wandgemälde der Grabstätten, zu bewundern. In Ergänzung zu den Wandgemälden von Goguryeo verweisen die

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Sansumunjeon Tonziegel aus dem Königreich Baekje, auf dem die Landschaft als Relief dargestellt wird

Landschaftsgemälde auf den Fliesen der Gräber in Baekje sowie das Gemälde vom Fliegenden Pferd des Silla-Reiches auf die Charakteristika und die Qualität der Gemälde aus der Zeit der Drei Reiche. Diese Arbeiten zeigen dynamische und kräftige Linien, eine harmonische Komposition und charakteristische Besonderheiten jener Zeit. Aus dem Vereinten Silla-Reich sind nur wenige Gemälde erhalten. Dennoch bezeugen die Illustrationen der Lehren der Avatamsaka Sutra (Blumengirlanden-Sutra) die Verfeinerung der Gemälde dieses Zeitalters. Charakteristisch für diese Illustrationen ist eine feine, sehr lebhafte Linienführung. Sowohl die dekorative Kunst als auch die buddhistische Malerei erlebten während der Goryeo-Dynastie ihre Blütezeit. In dieser Epoche entstand eine große Vielfalt an Gemälden. Bei den aus dieser Zeit erhaltenen Arbeiten handelt es sich vornehmlich um buddhistische Malereien des 13. und 14. Jahrhunderts. Auffallend an diesen Gemälden sind die eleganten Posen, die Darstellung feiner Kleiderfalten und die Verwendung edler Farben. Die Gemälde

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1. G  eumgangsan-do, Panoramablick auf das Geumgang-Gebirge, gemalt von Jeong Seon, Künstler der Joseon-Dynastie 2. ,,Elster und Tiger”, ein beliebtes Thema in der Volksmalerei 3. ,,Ssireum” (Koreanischer Ringkampf) von Kim Hongdo, Künstler der Joseon-Dynastie 4. F  iguren an den Wänden von Muyongchong (Grabstätte) aus der Zeit des Königreiches Goguryeo

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spiegeln die Blütezeit des Buddhismus wider. Die größten Fortschritte machte die koreanische Malerei zur Zeit der Joseon-Dynastie. Ausgebildete, professionelle Maler und Künstler spielten eine führende Rolle bei der Entwicklung der Malerei. Insbesondere trugen das Wirtschaftswachstum, die politische Stabilität und die ideologische Entwicklung im 18. Jahrhundert dazu bei, dass sich der einzigartige koreanische Malstil durchsetzen konnte. Dieser Trend ist bei der Landschaftsmalerei und der Genremalereien mit säkularen Themen zu beobachten. Jeong Seon (1676 - 1758) und Kim Hong-do (1745 - ?) gelten als zwei führende Maler jener Zeit. Angeregt von Gemälden aus China (Südschule) bemalte Jeong Seon seine Leinwände mit pittoresken Berglandschaften Koreas und schuf einen unverkennbaren koreanischen Stil. Von allen koreanischen Künstlern hatte er den größten Einfluss auf die Entwicklung des Geschmacks der Intellektuellen dieser Zeit, und dies ist bis heute so geblieben. Eines seiner Meisterstücke ist ,,Panoramablick auf das Geumgang-Gebirge”. Mittlerweile finden die Gemälde von Kim Hong-do immer größeren Anklang, weil er das tägliche Leben der Bauern, Künstler und Händler

eingefangen hat. Seine genauen und heiteren Darstellungen stechen hervor. In den späten Jahren der Joseon-Dynastie haben sich die Malstile immer mehr durchgesetzt. Ungeschulte Maler tauchten auf und schufen Werke im Stil der Volksmalerei, um die große Nachfrage innerhalb der Bevölkerung zu befriedigen. Diese Gemälde zeugen von einer zwanglosen Verwendung bunter Farben sowie stark vereinfachter und stilisierter Muster. Nach der gewaltsamen Annexion Koreas durch Japan im Jahr 1910 wurden die traditionellen Maltechniken nach und nach durch westliche Techniken der Ölmalerei verdrängt, die während dieser Zeit eingeführt wurden und später vorherrschend waren. Nach der Befreiung Koreas von der japanischen Herrschaft im Jahr 1945 wurde die Tradition der koreanischen Malerei von einer Reihe herausragender Künstler wieder aufgenommen. Gleichzeitig trugen viele koreanische Künstler, die eine Ausbildung in Europa und den Vereinigten Staaten genossen hatten, dazu bei, dass ihr Heimatland mit den zeitgenössischen Trends in der Welt mithalten konnte. In den 1950er Jahren spielte eine staatliche Institution, die ,,Nationalausstellung”, eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung der koreanischen Kunst. In der ,,Nationalausstellung” herrschte eine eher formelle und akademische Atmosphäre, und man neigte dazu, Bilder im gegenständlichen Stil auszustellen. Junge Künstler, die in ihren Werken nach Kreativität strebten, versuchten, Kunst im Einklang mit dem neuen Zeitalter zu schaffen. In den späten 1960er Jahren fand ein Wandel in der koreanischen Malerei in Richtung geometrische Abstraktion statt. Eine andere Gruppe von Künstlern zeigte großes Interesse an Themen, die sich mit der natürlichen Einheit von Mensch und Natur beschäftigen. Koreanische Bilder der 1980er Jahre sind zum großen Teil eine Reaktion auf den Modernismus der 1970er Jahre. In dieser Zeit wollten die Künstler mit ihrer Kunst zu den herrschenden sozialen Verhältnissen Stellung nehmen. Von diesem Zeitpunkt an interessierte man sich für die Moderne und die PostModerne.

,,Electronic Superhighway: Continental U.S., Alaska, Hawaii” von dem berühmten Videokünstler Paik Nam-june, ausgestellt im Smithsonian, Washington, D.C.

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1995 fand die erste Internationale Biennale in Gwangju, der Hauptstadt der Provinz Jeollanam-do, statt. Dieses Ereignis bot modernen koreanischen Künstlern die Gelegenheit, mit führenden Persönlichkeiten der internationalen Kunstwelt zusammenzutreffen. Eine der bekanntesten Ausstellungen war die Videokunst von Paik Nam-june. Heutzutage wird in Korea sowohl traditionelle Malerei als auch Malerei im westlichen Stil gelehrt, und man findet Bilder beider Stilrichtungen. Daher sind die Koreaner im künstlerischen Bereich besonders vielseitig orientiert. Viele koreanische Maler arbeiten in New York, Paris und anderen Zentren der zeitgenössischen Kunst.

Zither aus der chinesischen Jin-Dynastie. Ebenfalls erwähnenswert ist die Gayageum (Gaya-Zither), die während der Gaya-Zeit (42 - 562) populär war. Die zwölfsaitige Gayageum wird auch heute noch in Korea gespielt. Das Goryeo-Reich folgte in seinen früheren Jahren der musikalischen Tradition des Silla-Reiches, später entwickelte es jedoch verschiedene Stilrichtungen. Es gab drei Arten von Musik im Goryeo-Reich: Dangak, die Musik der chinesischen Tang-Dynastie, Hyangak oder Dorfmusik und Aak oder Hofmusik. Teile der Goryeo-Musik wurden in der Joseon-Zeit übernommen und werden auch heute noch bei Zeremonien, speziell zur Ahnenverehrung, gespielt. Wie in der Musik übernahm man während des Goryeo-Reichs auch im Bereich des Tanzes zunächst die Tradition der Drei Reiche. Später bereicherte man die Musik- und Tanzdarbietungen durch die Einführung von Hoftänzen und religiösen Tänzen aus der chinesischen Song-Dynastie. Während der Joseon-Zeit war die Musik ein wesentliches Element bei Ritualen und Zeremonien. Zu Beginn des Joseon-Reichs begründeten die Koreaner zwei Einrichtungen, die sich mit Musik beschäftigten und bemühten sich, musikalische Aufzeichnungen zusammenzustellen. Aufgrund dieser Bemühungen wurde 1493 ein Verzeichnis der Musik, Akhakgwebeom, erstellt. Es unterteilte die Musik, die am Hof gespielt wurde, in drei Kategorien: zeremonielle Musik, chinesische Musik und heimische Lieder. Insbesondere während der Regentschaft König Sejongs wurden die Partituren

Musik und Tanz
Musik und Tanz dienten der religiösen Verehrung. Diese Tradition wurde während der Zeit der Drei Reiche fortgeführt. In dieser Zeit wurden mehr als 30 Musikinstrumente gespielt. Besonders erwähnenswert ist die Hyeonhakgeum (schwarze Kranich-Zither), die Wang San-ak aus dem Goguryeo-Reich baute. Als Vorlage diente die siebensaitige

Percussion-Instrumente für Samulnori

Kkwaenggwari

Pungmul janggu

Samulnori ist ein aus vier verschiedenen Instrumenten bestehendes PercussionEnsemble: Kkwaenggwari (kleiner MetallGong), Jing (großer Metall-Gong), Janggo (Stundenglastrommel) und Buk (Fasstrommel).

Soribuk

Jing Aufführung der nationalen klassischen Hofmusik Sujecheon (Langes Leben so ewig wie die Himmel)

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für einzelne Musikinstrumente neu geschrieben. Neben der Hofmusik pflegte man die Traditionen der Dangak und Hyangak weiter. Volkstänze, wie Bauern-, Schamanen- und Mönchstänze, wurden gegen Ende der Joseon-Zeit beliebt, ebenso wie der Maskentanz, bekannt als Sandaenori, und der Puppentanz. Die Maskentänze, in denen tänzerische Elemente mit Liedern und Erzählungen kombiniert wurden, beinhalteten schamanistische Elemente und richteten sich daher vor allen Dingen an die Landbevölkerung. Die Aufführungen enthielten oft satirische Passagen, die den Adel verspotteten, was das Publikum besonders amüsierte. Der traditionelle Tanz war stark durch konfuzianische und buddhistische Einflüsse geprägt. Der konfuzianische Einfluss wirkte sich oft repressiv aus, während der Buddhismus mehr Toleranz zuließ, was bei den wunderschönen Hoftänzen und den zahlreichen Schamanentänzen für die Seelen der Toten zum Ausdruck kommt. Durch die japanische Besatzung ging eine große Zahl traditioneller

Tänze verloren, ebenso wie durch die rasche Industrialisierung und Urbanisierung Koreas in den 1960er und 1970er Jahren. Erst in den 1980er Jahren begannen die Koreaner über eine Renaissance dieser lang vergessenen Tänze nachzudenken. Von den 56 ursprünglich existierenden Hoftänzen sind heute nur noch wenige bekannt. Zu diesen zählen der Cheoyongmu (Maskentanz) aus der Silla-Zeit, der Hakchum (Kranichtanz) aus der Goryeo-Zeit und der Chunaengjeon (Tanz der Nachtigall im Frühling) aus der Joseon-Zeit. Um deren Erhalt zu sichern, erklärte die Regierung alle diese Tänze zu ,,Immateriellen Kulturgütern”. Den Tänzern wurde der Titel ,,Menschliche Kulturgüter” verliehen, die höchste Auszeichnung für diejenigen, die traditionelle Künste und traditionelles Kunsthandwerk meisterhaft beherrschen. Die Entwicklung des modernen Tanzes ist solchen Pionieren wie Jo Taek-won und Choe Seung-hui zu verdanken, die während der japanischen Kolonialzeit aktiv waren. Nach der Befreiung wurde 1946 die Ballett-

Rain (Sänger, Tänzer, Modell und Schauspieler)

Ballerina Kang Sue Jin des Stuttgarter Balletts

Sängerin Jo Su-mi

Dirigent und Pianist Chung Myung-whun

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Gesellschaft von Seoul als erste Institution für Ballett und modernen Tanz gegründet. 1893 hörten die Koreaner zum ersten Mal westliche Musik in Form einer christlichen Hymne, ab 1904 unterrichtete man westliche Musik an den Schulen. Changga, eine neue Art von Liedern, die zu westlichen Melodien gesungen wurden, erfreute sich im ganzen Land einer zunehmenden Popularität. Als die Nation durch die erzwungene Öffnung gegenüber dem Westen und die lange japanische Kolonialherrschaft schwere Zeiten erlebte, sangen die Koreaner die Changga, um der Liebe zu ihrem Land Ausdruck zu verleihen, den Geist der Unabhängigkeit zu stärken und Bildung und Kultur zu fördern. 1919 komponierte Hong Nan-pa das Lied Bongseonhwa (,,Balsamine”) als Changga. Nach der Befreiung Koreas 1945 wurde das erste westliche Orchester gegründet, die Koreanische Philharmonische Orchestergesellschaft. Heute gibt es in Seoul und in den Provinzen etwa 50 große Orchester. Eine wachsende Zahl koreanischer Musiker tritt im In- und Ausland

auf. Das Publikum zollt ihnen höchstes Lob, und sie werden bei anerkannten internationalen Wettbewerben mit Auszeichnungen geehrt. Zu diesen bemerkenswerten Künstlern zählt auch das Chung-Trio, bestehend aus dem Dirigenten und Pianisten Chung Myung-whun, der Cellistin Chung Myung-wha und der Violinistin Chung Kyung-wha. Unter den Sängerinnen und Sängern haben sich die Sopranistinnen Jo Sumi, Shin Young-ok und Hong Hyegyong eindrucksvoll auf den internationalen Bühnen präsentiert. Sie spielten Hauptrollen an der New Yorker Metropolitan Opera und auf anderen berühmten Bühnen und haben mit weltbekannten Plattenfirmen Aufnahmen gemacht. Im August 1997 wurde das Musical ,,Die letzte Kaiserin”, in dem die letzten Jahre der koreanischen Monarchie und der Kaiserin Myeongseong dargestellt werden, unter großem Beifall der amerikanischen Presse in New York inszeniert. Das Musical ist als epische Erzählung besonders geeignet, den Amerikanern, insbesondere den Korea-Amerikanern, die koreanische Geschichte

Die letzte Kaiserin Ein Musical, das den tragischen Untergang der koreanischen Monarchie und der Kaiserin Myeongseong erzählt

The Ballerina in Love with the B-boy Mit einer dynamischen Breakdance-Aufführung wurde ,,The Ballerina in Love with the B-boy” auf der Bühne vom Off Broadway Theatre gezeigt. Bei dieser pantomimischen Aufführung spielte ,,Extreme Crew”, B-Boy-Weltmeister und zugleich Sieger des Battle of the Year 2007.

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und Kultur näher zu bringen. Um die traditionelle koreanische Musik und die Darstellenden Künste zu pflegen und weiterzuentwickeln, wurde 1951 das Staatliche Institut für Traditionelle Darstellende Künste gegründet. 1993 eröffnete die Regierung die Koreanische Nationaluniversität für Kunst, um eine Ausbildung auf Weltklasseniveau im Bereich Kunst anzubieten und professionelle Künstler auszubilden. Die Universität besteht aus sechs Instituten: Musik, Schauspiel, Tanz, Visuelle Kunst, Film und Multimedia und traditionelle koreanische Kunst. Öffentliche und private Kunstzentren, wie das Seoul Arts Center (Kunstzentrum Seoul) und das LG Arts Center (LG-Kunstzentrum), haben dem koreanischen Publikum verschiedene Aufführungen aus der ganzen Welt nahe gebracht. Seit 2004 haben Mitglieder des Koreanischen Festival-Netzwerkes der Darstellenden Künste Einladungen an ausländische Ensembles ausgesprochen, Festivals ausgewertet, Informationen über Darstellende Künste ausgetauscht

und Veranstaltungen koproduziert. 2005 wurde die ,,Performing Arts Market in Seoul” (PAMS) gegründet, eine Institution, die sowohl koreanische als auch internationale Künstlergruppen fördert.

Theater und Film
Musik und Tanz spielen eine wesentliche Rolle bei allen traditionellen Theateraufführungen. Koreanische Schauspiele haben ihren Ursprung in prähistorischen religiösen Riten. Ein gutes Beispiel für diese klassische Theaterform ist der Maskentanz, Sandaenori, eine Kombination von Tanz, Lied und Erzählung mit satirischen und humoristischen Einlagen. Je nach Region mit kleineren Variationen in Stil, Dialog und Kostümen, erfreute er sich bis ins frühe 20. Jahrhundert großer Beliebtheit bei der Landbevölkerung. Pansori, die langen dramatischen Lieder, und die schamanistischen Rituale, bekannt als ,,Gut”, zogen ebenfalls ein großes Publikum an. Sie alle werden auch heute noch aufgeführt, wenn auch nicht besonders häufig. Es gibt einige Institutionen, die verschiedene Darstellende Künste unter einem Dach anbieten, so z. B. das Jeong-dong-Theater im Zentrum Seouls, das eine Reihe traditioneller Darstellender Künste, Dramen und Musik präsentiert. Die erste Aufführung eines Singeuk (Neues Schauspiel), eine veränderte Form des Maskentanzes und anderer traditioneller Schauspielformen, fand im Dezember 1902 statt. Das moderne Schauspiel fasste jedoch erst ab den 1910er Jahren Fuß in Korea, nämlich 1908 nach der Eröffnung des ersten Theaters im westlichen Stil in Seoul. Dieses Theater, Wongaksa, war bis November 1909 geöffnet. Theatergruppen wie Hyeoksindan und Munsuseong wurden von denen ins Leben gerufen, die nach ihrem Studium aus Japan zurückkehrten und SinpaSchauspiele (Neue Welle) inszenierten. Diese neuen Schauspiele standen im Gegensatz zu denen der Alten Welle (Gupa), den Kabuki-Schauspielen aus Japan. Die neuen Theaterstücke beschäftigten sich zunächst mit politischen und militärischen Themen, später gab es auch Detektivgeschichten, Seifenopern

JUMP Diese dynamische Show vereint die alte koreanische Kampfkunst Taekwondo mit Taekkyeon und anderen asiatischen Kampfkünsten. JUMP gewann den Comedy-Preis beim Edinburgh Fringe Festival 2006. Im selben Jahr wurden Prinz Charles und der BBC bei der Royal Variety Performance Auszüge aus dieser Show vorgestellt. <www.hijump.co.kr>

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und Tragödien. Während das Interesse an den Sinpa-Schauspielen langsam nachließ, wurde eine echte neue Welle von Theaterstücken von den Künstlern gefördert, die sich um das Wongaksa scharten. Durch sie hob sich der Vorhang für das moderne Schauspiel. 1922 wurde Towolhoe, ein Theaterkreis, gebildet, der durch 87 Aufführungen dem ganzen Land die neuen Schauspiele näher brachte. Bis in die 1930er Jahre waren solche Schauspiele populär, das Interesse ließ jedoch während der sozialpolitischen Unruhen in den 1940er und 1950er Jahren nach. Im darauf folgenden Jahrzehnt erlosch es durch die rasch zunehmende Produktion von Filmen und das Aufkommen des Fernsehens nahezu völlig. In den 1970er Jahren begann eine Gruppe junger Künstler mit dem Studium und der Adaption der Stilrichtungen und Themen der traditionellen Theaterkunst, wie den Maskentänzen, den schamanistischen Ritualen

und dem Pansori. Die Stiftung für Koreanische Kunst und Kultur ( jetzt Koreanischer Kunstrat) unterstützte ein jährlich stattfindendes Theaterfestival, um lokale Aufführungen zu fördern. Gegenwärtig ist eine große Zahl von Schauspieltruppen das ganze Jahr hindurch aktiv; in den kleinen Theatern entlang der Daehangno-Straße im Zentrum Seouls beschäftigen sie sich mit allen Genres, von Komödien bis zu historischen Schauspielen. Einige Inszenierungen sind sehr erfolgreich, so dass ihre Spielzeit verlängert wird. 1919 wurde der erste, in Korea produzierte Film dem Publikum vorgestellt. Er trug den Titel ,,Gerechte Rache” und war ein so genanntes KinoSchauspiel, das gleichzeitig mit einer Bühnenaufführung gezeigt wurde. 1923 entstand der erste Spielfilm mit dem Titel ,,Schwur im Mondschein”. 1926 drehte der charismatische Schauspieler und Regisseur Na Ungyu den Film ,,Arirang”, ein filmischer Protest gegen die Unterdrückung durch die Japaner, der vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Nach dem Ende des Koreakrieges 1953 wuchs die koreanische Filmindustrie allmählich und erfreute sich ein Jahrzehnt lang eines

Koreanische Fernsehdramen

erfolgreichen Geschäfts. Dann stagnierte sie jedoch in den darauf folgenden zwei Jahrzehnten, vornehmlich aufgrund der raschen Verbreitung des Fernsehens. Seit den frühen 1980er Jahren erlebte die Filmindustrie jedoch einen neuen Aufschwung, den sie hauptsächlich einigen jungen Regisseuren zu verdanken hat, die auf die alten Stereotypen verzichteten und mutig genug waren, neue Wege zu beschreiten. Ihre Bemühungen hatten Erfolg und fanden bei verschiedenen internationalen Festivals Anerkennung, u. a. in Cannes, Chicago, Berlin, Venedig, London, Tokio und Moskau. Dieser positive Trend verstärkte sich, da immer mehr koreanische Regisseure Filme produzierten, die einzigartige koreanische Geschichten erzählen, die einzigartige koreanische Geschichten erzählen und Menschen in aller Welt ansprechen. Ende 2000 war mit ,,Chunhyangjeon” (,,Das Lied der treuen Chunhyang”) unter der Regie von Im Kwon-taek zum ersten Mal ein koreanischer Film beim Filmfestival in Cannes vertreten. Vier weitere Filme liefen außerhalb

Winter Sonata (2002, KBS) ,,Winter Sonata” war der zweite Teil der KBSFernsehserie ,,Endless Love”. Er wurde auf dem japanischen Fernsehsender NHK ausgestrahlt und verhalf Hallyu (koreanische Popkultur) in Japan und Asien zum Durchbruch.

Dae Jang-geum (2003, MBC) Diese Fernsehserie basiert lose auf der Geschichte einer historischen Figur aus der Zeit der Joseon-Dynastie und erzählt die Geschichte von Jang-geum, Koreas erster weiblicher Ärztin am Königshof.

IRIS (2009, KBS) IRIS ist das erste BlockbusterSpionage-Actiondrama Koreas, das die Geschichte von Agenten erzählt, deren Mission darin besteht, einen zweiten koreanischen Krieg zu verhindern.

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des Wettbewerbs. Der Film ,,Seom – Die Insel” von Kim Ki-duk lief bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig im Wettbewerb. Im Jahr 2001 wurden der Film ,,Joint Security Area” von Park Chan-wook für die Berlinale und der Film ,,Adress Unknown” von Kim Ki-duk für die Internationalen Filmfestspiele in Venedig nominiert. Der Filmregisseur Park Chan-wook wurde 2004 beim Filmfestival in Cannes für seinen Film ,,Old Boy” mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Er gewann auch im Jahr 2005 beim Internationalen Filmfestival in Bangkok die Auszeichnung ,,Bester Regisseur” für seinen Film ,,Old Boy” sowie im Jahr 2006 für seinen Film ,,Lady Vengeance”. Das öffentliche Interesse am Film ist stark gestiegen. Kommunal-

verwaltungen oder private Organisationen in Korea organisieren einige internationale Filmfestivals, darunter das Internationale Filmfestival in Busan, das Internationale Festival des Fantastischen Films in Bucheon, das Internationale Filmfestival in Jeonju und das Frauenfilmfestival in Seoul. Wie in anderen Ländern verzeichnet auch das koreanische Kino einen bemerkenswerten Zuwachs im Bereich der Animation und des Cartoons. Mehr als 200 Firmen sind im Produktionsbereich dieser modernen Gattungen tätig. Die Film-, Video-, Animations- und Online-Industrie erlebt zurzeit einen Boom in Korea, der noch dadurch angeheizt wird, dass Internetdienste über Hochgeschwindigkeitsnetze zur Verfügung stehen. 2007 wurden, nach starken Reduzierungen beim Leinwand-Quotensystem im Vorjahr, 392 Spielfilme in Korea gezeigt; das bedeutete einen 60-prozentigen Anstieg gegenüber 2003. Davon waren fast 30 Prozent oder 112 Spielfilme koreanische Produktionen.

Museen und Theater
In Korea gibt es eine Vielzahl kultureller Einrichtungen, in denen sich die Menschen das ganze Jahr hindurch an Ausstellungen und Aufführungen erfreuen können. Dort kann man einen ersten Eindruck von den kulturellen und künstlerischen Errungenschaften Koreas in der Vergangenheit und Gegenwart gewinnen, da sie sowohl traditionelle als auch moderne Trends und Stilrichtungen berücksichtigen. Von großen Museen mit internationalem Standard bis hin zu kleinen Theatern, in denen sich die Akteure zwanglos unter das Publikum mischen und interagieren können, findet man eine Vielzahl von Einrichtungen verschiedener Größe, so dass jede den unterschiedlichen
Secret Sunshine (2007, Regie: Lee Chang-dong) Die Geschichte handelt von einer Frau, die den Tod ihres Mannes und ihres Kindes zu verkraften versucht. Jeon Do-yeon gewann bei den Filmfestspielen in Cannes 2007 den Preis als beste Schauspielerin. Poetry (2010, unter der Regie von Lee Chang-dong) Der Film ,,Poetry”erzählt die Geschichte einer älteren Dame mit Namen Mi-ja, welche sich um ihren Enkel kümmern muss, während sie sich auf ihren letzten Lebensabschnitt vorbereitet und Trost beim Schreiben von Gedichten findet. Der Film gewann den Preis für das beste Drehbuch bei den Filmfestspielen von Cannes 2010.

Interessen und Vorlieben ihres Zielpublikums gerecht werden kann. Im Jahr 2009 machte sich das stetige Wachstum auch in der Filmindustrie bemerkbar. Der Gesamtumsatz an der Theaterkasse betrug zum ersten Mal eine Billion Won. Danach erreichte er sogar eine Billion und 928 Milliarden Won. Neben den Kassenschlagern wie z. B. ,,Haeundae” (,,Tsunami -

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Die Todeswelle”), der von 10 Millionen Menschen gesehen wurde, und ,,Take Off”, für den 8 Millionen Tickets verkauft wurden, hat sich die koreanische Filmindustrie ausgeglichener entwickelt. Im Jahr 2009 wurde z. B. der Independent Film ,,Breathless” beim 38. Internationalen Filmfestival in Rotterdam mit dem Preis VPRO Tiger ausgezeichnet. Ein anderer Independentfilm, ,,Daytime Drinking”, wurde ebenfalls 2008 beim Internationalen Film Festival Locarno mit dem NETPAC-Preis ausgezeichnet. Es gibt 344 Museen in Korea, von denen 29 von der Regierung gegründet wurden und zentral geleitet werden: Hierzu gehören auch das Koreanische Nationalmuseum, das Nationalmuseum für Volkskunde in der Innenstadt von Seoul und das Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst. Zusätzlich zu den nationalen und öffentlichen Museen gibt es 91 College- und Universitätsmuseen und mehr als 336 private Museen, die von Privatpersonen, religiösen Organisationen oder Firmen gegründet wurden. In den meisten Fällen bestehen diese Sammlungen aus Kunstgegenständen, die zusammenzutragen eine Aufgabe ist, die viel Leidenschaft erfordert und zumeist ein Leben lang währt. Diese Sammlungen reichen von volkstümlicher Malerei, Büchern, religiösen Gegenständen, Möbeln und

Stickereien bis zu traditionellen Gewändern. In den letzten Jahren entstanden Museen mit ungewöhnlichen Sammlungen, wie das Gimchi-Museum, das sich ganz auf Gimchi spezialisiert hat, eine typisch koreanische Speise. Korea hat ungefähr 80 Mehrzwecktheater. Das 1950 gegründete Nationaltheater liegt am Fuße des Berges Namsan im Zentrum von Seoul. Mit dem Ziel, die traditionelle Kultur und die zeitgenössischen Darstellenden Künste zu pflegen und weiterzuentwickeln, hat es ein halbes Jahrhundert voller Probleme überstanden und ist nun zu Recht stolz auf seine vier Theatertruppen, die in der Regel etwa 35 Vorstellungen pro Jahr geben. Zu diesen vier Theatergruppen gehören das Nationale Schauspielensemble, das Nationale Changgeuk-Ensemble (koreanisches Musikdrama), das Nationale Tanzensemble und das Nationalorchester für Traditionelle Musik. Sie alle sind häufig im In- und Ausland mit besonderen Aufführungen zu sehen. Abgesehen von diesen vier Gruppen sind auch drei weitere sehr aktiv, die Nationale Operngesellschaft, die Nationale Ballettgesellschaft und der Nationalchor. Diese drei Ensembles sind seit Februar 2000 unabhängig und haben ihren Sitz im Seouler Kunstzentrum. Das Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst liegt in einem

Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst <www.moca.go.kr>

Nationalmuseum von Korea <www.museum.go.kr>

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malerischen Park südlich von Seoul und zeigt eine umfangreiche Sammlung koreanischer und westlicher Kunst des 20. Jahrhunderts. In den letzten zwei Jahrzehnten ist die Zahl der Kunstgalerien aufgrund des zunehmenden öffentlichen Interesses an den Bildenden Künste stark gestiegen. Galerien verschiedener Größe, die unterschiedliche Stilrichtungen präsentieren, findet man in großer Zahl in solchen Gegenden wie Insa-dong in der Innenstadt von Seoul, Sagan-dong in der Nähe des GyeongbokgungPalastes und Cheongdam-dong im Süden von Seoul. Koreas größtes Mehrzwecktheater ist das Sejong-Kulturzentrum im Zentrum der Hauptstadt. Diesem 1978 eröffneten städtischen Kulturzentrum sind das Philharmonische Orchester Seoul, das Städtische Orchester für traditionelle Musik, der Städtische Chor, die Städtische Theatergesellschaft, die Städtische Musicalgesellschaft, die Städtische Tanzgesellschaft, die Städtische Operngesellschaft, der Städtische Mädchen- und Jungenchor sowie das Seouler Jugendphilharmonie-Orchester angegliedert. Der Hauptsaal des SejongKulturzentrums bietet 3.800 Menschen Platz, die dort befindliche Orgel ist eine der besten der Welt. Das Seouler Kunstzentrum im Süden der Stadt ist Koreas erstes Kunst-

und Kulturzentrum. Das Zentrum mit einer Gesamtfläche von 234.385 m² und einer bebauten Fläche von 120.951 m² wurde in drei Phasen von 1988 bis 1993 eröffnet. Das Opernhaus mit seiner schönen Architektur hat drei separate Theater. Das Operntheater mit 2.278 Sitzen ist für große Opern, Ballette und ähnliche Aufführungen konzipiert. Das Towol-Theater mit 669 Sitzen ist ein mittelgroßes Theater für Theaterstücke, kleinere Opern und modernen Tanz. Das Jayu-Theater, in dem maximal 350 Personen Platz finden, ist für experimentelle und avantgardistische Aufführungen vorgesehen. In der großen Konzerthalle mit 2.600 Plätzen können große Orchester auftreten, in der kleinen mit 380 Plätzen finden Solo- oder Kammerkonzerte statt. Zudem gibt es in dem Zentrum eine Kunstgalerie, eine Kalligraphiehalle, eine Kunstbibliothek, ein Freilichttheater und ein Filmarchiv. Seit seiner Fertigstellung gilt das Seouler Kunstzentrum bei Künstlern aus allen Bereichen als einzigartiger Ort, an dem Werke voller Kreativität gefördert und aufgeführt werden. Als Institution von Weltrang spielt das Zentrum nun eine entscheidende Rolle dabei, die koreanische Kultur ins nächste Jahrhundert zu führen.

Sejong-Center im Zentrum von Seoul <www.sejongpac.or.kr>

Das Opernhaus und der Komplex des Kunstzentrums Seoul <www.sac.or.kr>

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Überblick über Kultur und Kunst in Korea
Hallyu: Koreanische Welle
Hallyu, die koreanische Welle, bedeutet das wachsende Interesse an der populären als auch traditionellen koreanischen Kultur in Asien und Europa, im Nahen Osten und den USA.

Koreanische Unterhaltungskünstler

Schauspieler

Schauspielerin

Sänger und Sängerin

Künstler und Künsterin

Wichtige Filmfestivals in Korea

Internationales Filmfestival Busan Das Internationale Filmfestival Busan, das Zentrum der asiatischen Filme, feierte 2011 seinen 16. Geburtstag. Auf diesem Festival, wo sich Dokumentarfilme, Zeichentrickfilme, kommerzielle Filme, unabhängige Filme, Analogfilme usw. treffen, ziehen die Filmregisseure bzw. Schauspielerinnen und Schauspieler aus Asien die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich. <www.biff.kr>

Internationales Festival des Fantastischen Films in Bucheon (PiFan) PiFan findet im Juli eines jeden Jahres in Bucheon in Gyeonggi-do statt. PiFan, das 1997 seine Premiere feierte, legt seinen Fokus auf Horror, Krimi, Mystery und Fantasy, vor allem auf Filme, die in Korea und in anderen asiatischen Ländern produziert wurden. <www.pifan.com>

Internationales Filmfestival in Jeonju Das Internationale Filmfestival in Jeonju fördert die Möglichkeiten digitaler Filme. Neben den Aufführungen von verschiedenen Kurzfilmen aus der ganzen Welt werden drei Regisseure, die für dieses Filmfestival die digitalen Kurzfilme produzieren, mit 5000 Won pro Jahr gefördert. <www.jiff.or.kr>

Jang Dong-gun

Lee Young-ae

Rain

Sarah Chang

Bae Yong Joon

Jeon do-youn

BoA

Paik Nam-june (†)

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Sport
스포츠

Olympische Spiele in Seoul im Rückblick Platzierung im olympischen Medaillenspiegel FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Korea/Japan Nationale Sportveranstaltungen Beliebte Sportarten Traditionelle Sportarten Sportarten auf einen Blick

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Sport
스포츠

Ausrichtung der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2002 gemeinsam mit Japan. Darüber hinaus wurde Daegu zum Austragungsort der IAAF LeichtathletikWeltmeisterschaften 2011 gewählt, eins der drei größten Sportereignisse der Welt neben den Olympischen Spielen und der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft. Angesichts seiner Größe und Einwohnerzahl zeigt Korea in internationalen Sportwettbewerben eine herausragende Leistung. Korea hat sich als erstes Land in Asien siebenmal für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert.

Traditionell erfreuen sich Koreaner an einer Vielzahl sportlicher Aktivitäten und Spiele, und der eindrucksvolle ökonomische Aufschwung der letzten Jahre hat das Interesse am Sport noch erheblich verstärkt. Immer mehr Koreaner treiben Sport oder nehmen an Sportwettkämpfen als Zuschauer teil. Zu den beachtlichsten Errungenschaften auf nationaler Ebene zählen die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 1988 in Seoul und die

Olympische Spiele in Seoul im Rückblick
Nach 16 Veranstaltungstagen vom 17. September bis 2. Oktober 1988 gingen die 24. Olympischen Sommerspiele in Seoul unter dem Motto „Frieden, Harmonie und Fortschritt“ erfolgreich zu Ende. Während der bis dahin größten Olympischen Spiele kamen 13.000 Athleten und Funktionäre aus 160 Nationen zusammen, um die erhabenen Ziele von Harmonie und Frieden zu vertreten

Platzierung und Anzahl der Goldmedaillen, die Südkorea bei den Olympischen Sommerspielen gewann
Anzahl der Goldmedaillen Platzierung

Montreal

L.A.

Seoul

Barcelona Atlanta

Sydney

Athen

Beijing

Die Olympische Flamme bei den Sommerspielen 1988 in Seoul

Quelle: Internationales Olympisches Komitee <www.olympic.org> *Keine Teilnahme an den Olympischen Spielen 1980 in Moskau

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und damit die Grenzen zwischen Ost und West, Nord und Süd zu überwinden. Während dieser ersten Olympischen Spiele ohne Boykott seit 12 Jahren traten ideologische Spaltung und nationales Interesse in den Hintergrund. Somit kehrte die olympische Bewegung zu ihrem ursprünglichen Fundament zurück. Korea verfügt heutzutage, zum Teil dank der Olympischen Spiele 1988 in Seoul, über viele Sportanlagen von Weltrang, die sich überwiegend in Seoul und Busan befinden, wo die olympischen Veranstaltungen stattfanden. Der Seouler Sportkomplex, der eine Fläche von 545.000 Quadratmeter einnimmt, umfasst das Olympische Stadion mit 100.000 Sitzen, zwei Sporthallen für Basketball und Boxen, eine Schwimmhalle, ein Baseballstadion und einen Aufwärmplatz. Im Olympischen Park, der sich auf einer riesigen Fläche von 1,5 Millionen Quadratkilometer im Südosten von Seoul erstreckt, befinden sich ein

Velodrom mit 6.000 Sitzplätzen, drei Sporthallen, zwei Sportstätten für Fechten und Gewichtheben, Schwimmhallen und ein Tennisplatz. Einer der wichtigsten Trainingsorte für die Athleten des Landes ist das Taereung-Sportlerdorf am östlichen Stadtrand von Seoul. Dieses Dorf, das auf einer 7 Hektar großen Fläche inmitten eines wunderschönen Waldgebiets erbaut wurde, verfügt über eine Eislaufbahn, eine Schwimmhalle, einen Schießplatz und Sporthallen für Ringkampf, Boxen und Gewichtheben.

Platzierung im olympischen Medaillenspiegel
Korea nimmt aktiv an vielen internationalen Sportwettkämpfen teil und war 1948 zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen in London dabei. 1936 hatte ein koreanischer Marathonläufer, Sohn Kee-jeong, eine Goldmedaille bei der Olympiade in Berlin gewonnen, doch er gehörte dem japanischen Team an,

Gesamtzahl der Goldmedaillen bei Olympischen Sommerspielen nach Sportart (1936-2008)
Bogenschießen Ringkampf Judo Taekwondo Badminton Boxen Schießen Tischtennis Gewichtheben Handball Marathon Fechten Schwimmen Baseball
16 10 9 9 6 3 3 3 3 2 2 1 1 1

Mo Tae-bum

Lee Sang-hwa

Lee Seung-hun

Lee Jeong-su

Quelle: Internationales Olympisches Komitee

Goldmedaillengewinner im Eisschnelllauf und Shorttrack bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver

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da sich Korea zu der Zeit unter japanischer Kolonialherrschaft befand. Koreas Sportler haben kontinuierlich ihren Durchschnitt bei den Olympischen Spielen verbessert. Bei den Spielen 1976 in Montreal nahm Korea Platz 19 von mehr als 100 Teilnehmernationen ein. In Los Angeles 1984 erreichte Korea Platz 10 von 140 Nationen, und bei den Olympischen Sommerspielen in Seoul erlangte Korea Platz 4 von 160 Nationen. Korea kam auf den siebten Platz im Medaillenspiegel während der Olympischen Spiele 1992 in Barcelona. Diese Spiele werden den Koreanern in Erinnerung bleiben, besonders da Hwang Young-jo eine Goldmedaille im Marathonlauf gewann. Damit war er der erste Marathonläufer des Landes, der bei einer Olympiade unter koreanischer Nationalflagge die Goldmedaille gewann. Bei den Olympischen Spielen in Barcelona 1992 belegte Korea mit zwölf Gold-, fünf Silber- und zwölf Bronzemedaillen den siebten Platz. Korea nahm bei den Olympischen Spielen in Atlanta 1996 mit sieben Gold-, 15 Silber- und fünf Bronzemedaillen den 10. Platz ein und bei den Olympischen Spielen in

Sydney vier Jahre später mit acht Gold-, neun Silber- und elf Bronzemedaillen den 12. Platz. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen gewann Korea neun Gold-, zwölf Silber- und neun Bronzemedaillen und kam damit auf Platz 9. Bei den Spielen 2008 in Beijing belegte Korea Platz 7 mit 13 Gold-, 10 Silber- und 8 Bronzemedaillen. Bei den Olympischen Spielen 2008 verzeichnete Korea die bisher herausragendste Leistung. Dazu gehören die erste Goldmedaille im Schwimmen für Park Tae-hwan, 9 direkte Siege sowie die Goldmedaille für das Baseballteam und 5 Weltrekorde durch Jang Mi-ran im Gewichtheben über 75 Kilogramm der Frauen. Korea kam bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver mit sechs Gold-, sechs Silber- und zwei Bronzemedaillen auf Platz fünf. Zusätzlich zu zwei im Shorttrack gewonnenen Goldmedaillen nahm Korea drei weitere Goldmedaillen im Eisschnelllauf mit nach Hause. Die GoldmedaillenErfolge wurden mit Kim Yu-nas historischem Sieg im Eiskunstlauf der Frauen abgerundet. Korea war Gastgeber der Olympischen Sommerspiele Seoul 1988,

Pyeongchang zum Gastgeber der Olympischen Winterspiele 2018 gewählt Jacques Rogge, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, verkündete am 6. Juli 2011 (Südafrika, Ortszeit) die Entscheidung für Pyeongchang als Gastgeber der Olympischen Winterspiele 2018. Damit wird Südkorea neben Italien, Deutschland, Frankreich, Japan und Russland das erst sechste Land sein, dass die vier größten Sportveranstaltungen der Welt austrägt: die Olympischen Sommer- und Winterspiele, die Fußball-Weltmeisterschaft und die Leichtathletik-Weltmeisterschaften.

Die Koreaner erinnern sich immer noch gerne an den siegreichen Augenblick bei der FIFA FußballWeltmeisterschaft 2002 in Korea/Japan, als die koreanische Nationalmannschaft das Halbfinale erreichte. (links) Eine riesige Menge in roten T-Shirts feuert ihr Team auf dem Seoul Plaza während der FIFA FußballWeltmeisterschaft 2002 an. (rechts)

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der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Korea/ Japan 2002 sowie der IAAF Leichtathletik-Weltmeisterschaften Daegu 2011 und bereitet sich zurzeit auf die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang vor. Damit ist Korea eins von nur einem halben Dutzend Ländern, denen der „Grand Slam“ gelungen ist, Gastgeber dieser vier größten internationalen Sportwettbewerbe zu sein. Das Bestreben der Koreaner, ihren Beitrag zum Weltfrieden durch Sport zu leisten, wird auch in den kommenden Jahren fortgesetzt.

beide Teams überstanden die Gruppenphase. Das japanische Team erreichte das Achtelfinale, und das koreanische Team verblüffte die Welt mit dem Erreichen des Halbfinales. Bis zu diesem Turnier hatte noch nie ein asiatisches Land derartige Erfolge bei einer Fußball-Weltmeisterschaft verzeichnen können. Für Koreas dynamischen Einsatz waren auf und jenseits des Fußballplatzes mehrere Ursachen zu finden. Nach dem Kampf gegen die Finanzkrise 1997 war es eine erhebende Leistung, die auch heute noch die Widerstandskraft des Landes symbolisiert. Sowohl die Regierung als auch der private Sektor profitierten von dieser nicht leicht errungenen Schwungkraft. Die ausländischen Medien riefen Korea zum größten Gewinner der FIFAWeltmeisterschaft 2002 aus. Koreanische Fans beeindruckten die Zuschauer mit ihrem enthusiastischen und friedlichen Zujubeln in den Straßen. Insgesamt gingen 22 Millionen Koreaner landesweit auf die Straße, um die koreanische Nationalmannschaft anzufeuern. Die Zahl der Zuschauer erreichte 4,3

FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Korea/Japan
Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft ging nach einem erfolgreichen Monat am 30. Juni 2002 zu Ende. Die erste FIFA Fußball-Weltmeisterschaft des 21. Jahrhunderts bestand aus 64 Begegnungen und endete ohne befürchtete Zwischenfälle durch Hooligans oder terroristische Anschläge. Die Nationalmannschaften Koreas und Japans spielten vortrefflich, und

Das tapfer kämpfende koreanische Team bei der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika

Das Nationale Sportfest

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Millionen beim Achtelfinale gegen Italien, 5 Millionen beim Viertelfinale gegen Spanien und 6,5 Millionen beim Halbfinale gegen Deutschland. Selbst zum Spiel um den dritten Platz gegen die Türkei kamen 2,17 Millionen Zuschauer. Während der sieben Spiele versammelten sich über 10 Millionen Menschen in den Straßen, was 88 % der Bevölkerung der Hauptstadt entspricht. 1983 war Korea das erste Land in Asien, das eine professionelle Fußballliga gründete. Diese änderte 1993 ihren Namen zu K-League. Heute besteht die Liga aus 16 Mannschaften, in denen seit der Saison 1996 auch Spieler aus dem Ausland mitspielen können.

an. Große Städte wie Seoul, Busan, Daegu, Gwangju und Incheon richten im Wechsel das Sportfest aus. Das Nationale Sportfest der Kinder wird ebenfalls jedes Jahr für Grund- und Mittelschüler ausgerichtet und zieht 10.000 Jungen und Mädchen aus dem gesamten Land an. Das in jedem Januar veranstaltete Nationale Wintersportfest umfasst die Disziplinen Eisschnelllauf, Eiskunstlauf, Eishockey und Biathlon. Eine weitere jährliche Veranstaltung ist das Nationale Sportfest für Menschen mit Behinderungen. Seit 1981 in jedem Jahr stattfindend, bringt es Menschen aus dem ganzen Land zusammen und bietet ihnen die Gelegenheit, ihre sportlichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Skifahren und Snowboarden haben sich in den letzten Jahren unter Koreas Jugend schnell zu beliebten Sportarten entwickelt. Die Skisaison ist in

Nationale Sportveranstaltungen
Das Nationale Sportfest wird im Oktober jeden Jahres veranstaltet, und Teilnehmer aus dem ganzen Land treten in 39 Disziplinen gegeneinander

Choi Kyung-ju gewinnt die Players Championship der PGA Tour.

Shin Ji-yai ist die erste koreanische Golferin, die die LPGA Evian Masters Championship gewann.

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Korea recht kurz und dauert von Ende Dezember bis Anfang März. Während dieser Zeit verbinden Shuttle-Busse und -Züge Seoul mit den umliegenden Skigebieten. Im Februar jeden Jahres findet im Skigebiet YongPyong ein Sportfest für Ausländer statt. Einige tausend Touristen aus südostasiatischen Ländern besuchen im Winter Korea, um in den im ganzen Land verteilten Wintersportgebieten Ski zu fahren, zu snowboarden oder Schlittschuh zu laufen.

Die koreanische Baseball-Nationalmannschaft gewann die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2008 in Beijing und die Silbermedaille beim World Baseball Classic (WBC) 2009. Koreanischer Baseball befindet sich eindeutig im Aufstieg, was die vielen koreanischen Baseballspieler, wie zum Beispiel Choo Shin-soo, Lim Chang-Yong und Kim Tae-kyun, beweisen, die in den professionellen Ligen in den Vereinigten Staaten oder Japan spielen. Aus Korea kommen auch eine ganze Reihe Golfer von Weltklasse. So

Beliebte Sportarten
Koreaner gehören bei den Olympischen Spielen als auch bei anderen großen internationalen Wettbewerben zu den Spitzensportlern in Sportarten wie Baseball, Golf, Bogenschießen, Schießen, Tischtennis, Shorttrack, Eiskunstlauf und Schwimmen.

Park Tae-hwan setzt zu seinem dynamischen Sprung während der Schwimm-Weltmeisterschaften an.

Kim Yu-na gewann die Goldmedaille im Eiskunstlauf bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver.

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haben mehrere Golferinnen, darunter Pak Se-ri, Kim Mi-hyun und Shin Jiyai, die renommierten LPGA und U.S. Women’s Open Golf Championships gewonnen. Während Choi Kyung-Ju bei zwei Veranstaltungen der PGA Tour 2002 gewann, siegte Yang Yong-eun bei der PGA Tour Honda Classic 2009. Im Tennis war Lee Hyung-taik der erste Koreaner, der bei einem großen internationalen Turnier siegte, als er im Januar 2003 die Adidas International in Sydney gewann. Zwei junge Koreaner haben sich und ihrem Land im Schwimmen und Eiskunstlauf einen Namen gemacht. Park Tae-hwan hat drei Gold-, eine Silber- und drei Bronzemedaillen bei den Asien-Spielen 2006 in Doha gewonnen, wo er zwei neue asiatische Rekorde aufstellte. Bei den SchwimmWeltmeisterschaften 2007 in Sydney gewann er Gold im 400-m-Freistil und Bronze im 200-m-Freistil. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Beijing gewann Park die Goldmedaille im 400-m-Freistil der Männer und war damit der erste koreanische Goldmedaillengewinner im Schwimmen. Auch gewann er die Silbermedaille im 200-m-Freistil der Männer. Kim Yu-na hatte bereits die Bronzemedaille bei den EiskunstlaufWeltmeisterschaften 2007 und 2008 gewonnen, als sie bei den ISUWeltmeisterschaften 2009 in Vancouver Gold holte. Sie sicherte sich auch den Spitzenplatz auf dem Podest bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Los Angeles im März 2009, wo sie mit einem Ergebnis von 207,71 Punkten einen neuen Weltrekord aufstellte. Sie gewann die Goldmedaille im Eiskunstlauf bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver und stellte währenddessen mit 228,56 Punkten einen neuen Weltrekord auf. Hinzu kommen die einheimischen Sportligen wie die Koreanische Profi-Fußballliga (K-League), die Koreanische Baseball-Organisation (KBO), die Koreanische Basketballliga (KBL) und die Koreanische Volleyballliga (V-League), die die Fans begeistern, welche in die Stadien strömen, um ihre Lieblingsmannschaften zu sehen.

Traditionelle Sportarten
Es ist belegt, dass Koreaner im Altertum zahlreiche traditionelle Sportarten ausübten, wie etwa Drachensteigen, Tauziehen, Geune, Jegichagi, Neolddwigi sowie Taekwondo und Ssireum. Taekwondo gehört zu den traditionellen Sportarten, die in der modernen Zeit eine Wiederbelebung erfahren. Die Kampfkunst wird auf der ganzen Welt praktiziert und ist die einzige olympische Disziplin, die aus Korea stammt. Beim Taekwondo wird der ganze Körper eingesetzt, insbesondere die Hände und die Füße. Es stärkt nicht nicht nur das körperliche Wohlbefinden, sondern dient auch der Charakter-Entwicklung mittels physischem und geistigem Training in Kombination mit Disziplintechniken. Diese Kampfkunst zur Selbstverteidigung ist im letzten Vierteljahrhundert zu einer populären Sportart geworden, und gut 3.000 koreanische Lehrer unterrichten nun Taekwondo in mehr als 150 Ländern. Taekwondo kann als eine Methode zur systematischen Selbstverteidigung mittels Einsatzes der Körperreflexe bis hin zu zeremoniellen Spielen zurückverfolgt werden, die während religiöser Veranstaltungen in der Zeit der Stammesstaaten abgehalten wurden. Im Verlauf religiöser Zeremonien wie Yeonggo, Dongmaeng (eine Art Erntedankfest) oder Mucheon (Tanz für den Himmel) praktizierten die Koreaner im Altertum eine einzigartige körperliche Übung, aus der sich Taekwondo entwickelte. In Korea gehören 3,8 Millionen Mitglieder dem Taekwondo-Verband an. Damit ist dieser der größte Verband im Koreanischen Sportrat. Die World Taekwondo Federation (WTF) mit Hauptsitz in Seoul wurde 1980 offiziell als Dachverband dieses Sports vom Internationalen Olympischen Komitee anerkannt. Taekwondo war als Demonstrationssport bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul vertreten, ein Zeichen seiner weltweiten Beliebtheit. Es wurde bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney zu einer olympischen Sportart mit offizieller Medaillenwertung. Der frühere olympische

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Taekwondosportler Moon Dae-sung wurde bei den Oylmpischen Spielen in Beijing als Mitglied der Atheletenkommission in das Internationale Olympische Komitee (IOC) gewählt. Ssireum, eine traditionelle koreanische Form des Ringens, ist ein Volkssportwettkampf, bei dem sich zwei Kontrahenten gegenseitig am Satba (ein um Hüfte und Schenkel gebundener Stoffgurt) festhalten und mittels Stärke und verschiedener Kampftechniken versuchen, den Gegner zu Boden zu ringen. Die Geschichte des Ssireum hat ihren Anfang in der Zeit, als sich menschliche Gemeinschaften zu bilden begannen. In primitiven Gesellschaften waren die Menschen nicht nur zur Selbstverteidigung sondern auch zur Nahrungssicherung gezwungen, gegen wilde Tiere zu kämpfen. Hinzu kamen unvermeidliche Konflikte mit anderen Stämmen. Aus diesen Gründen begannen die Menschen zum Selbstschutz mit dem Einüben verschiedener

Kampfkunstformen. Der endgültige Sieger eines Ssireum-Turniers bekam nach altem Brauch einen Stier als Preis. Dieser war nicht nur ein Symbol der Stärke, sondern stellte in einer Agrargesellschaft auch ein Vermögen dar. Ssireum ist zu einem Sport mit professionellen Teams geworden, die reguläre Turniere bestreiten. Allerdings ist seine Beliebtheit etwas zurückgegangen, da im Fernsehen bevorzugt spektakulärere Kampfsportarten übertragen werden, die ihren Ursprung im Ausland haben. Der Koreanische Ssireum-Verband versucht, die Begeisterung im Land an dem traditionellen Sport wieder zu beleben, indem er nationale Meisterschaften fördert und Richtlinien und Regeln entwickelt, die den Sport für die Zuschauer interessanter gestalten sollen.

Taekwondo hat sich mittlerweile als internationale Sportart etabliert.

Ssireum - eine Form traditionellen koreanischen Ringkampfes

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Sportarten auf einen Blick
Sport: Eine Form der Begegnung, die auf der ganzen Welt verstanden wird
Traditionell erfreuen sich Koreaner an einer Vielzahl sportlicher Aktivitäten und Spiele, und der eindrucksvolle ökonomische Aufschwung der letzten Jahre hat das Interesse am Sport noch erheblich verstärkt. Immer mehr Koreaner treiben Sport oder nehmen als Zuschauer an Sportwettkämpfen teil.

Koreanische Sportstars
Handball Baseball Schwimmen Golf

Athletische Triple Crown

Yun Kyung-shin

Choo Shin-soo

Park Tae-hwan

Shin Ji-yai

Eiskunstlauf
1988: Olympische Spiele in Seoul Nach 16 Veranstaltungstagen vom 17. September bis zum 2. Oktober 1988 gingen die 24. Olympischen Sommerspiele in Seoul unter dem Motto „Frieden, Harmonie und Fortschritt“ erfolgreich zu Ende. 2002: FIFA FußballWeltmeisterschaft in Korea / Japan Korea war 2002 das erste asiatische Land, das das Halbfinale der FußballWeltmeisterschaft erreichte. 2011: IAAF LeichtathletikWeltmeisterschaften in Daegu Daegu wurde zur Gastgeberstadt der IAAF LeichtathletikWeltmeisterschaften 2011 gewählt.

Fußball

Kim Yu-na

Park Ji-sung

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Tourismus
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Reiseinformationen Verkehrsmittel Unterkunft Korea entdecken Einkaufen Tourismus auf einen Blick

Jeju Olle, beliebte Wanderwege auf Jejudo

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Tourismus
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mit Korea hat, können ohne Visum ein bis sechs Monate bleiben. Besucher, die in Korea arbeiten oder für längere Zeit bleiben möchten, brauchen vor der Einreise ein Visum und müssen sich innerhalb von 90 Tagen nach der Ankunft eine Aufenthaltsgenehmigung von der lokalen Einwanderungsbehörde holen. (Die von der Regierung unterstützte Website www.korea.net führt Links zu ausführlicheren Informationen auf.) Währung: Koreas Währung ist der Won, den es zu 1.000- (0,67 Euro), 5.000-,

Mit seiner landschaftlichen Schönheit und seinem einzigartigen kulturellen und geschichtlichen Erbe hat Korea Besuchern viel zu bieten. Korea, die Halbinsel mit vier unterschiedlichen Jahreszeiten, wartet mit malerischen Tälern, Bergen, Flüssen und Stränden auf. In dieser wunderschönen Natur gibt es zahlreiche alte Tempel und Schreine, königliche Paläste, Skulpturen, Pagoden, archäologische Stätten, Festungen, Museumsdörfer und Museen.

10.000- und 50.000-Won-Scheinen und zu 10-, 50-, 100- und 500-WonMünzen gibt. Banken sind im Allgemeinen montags bis freitags von 9.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Bankautomaten stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Die meisten größeren Geschäfte, Hotels und Restaurants in Korea akzeptieren die international wichtigsten Kreditkarten. Allerdings ist es ratsam, immer etwas Bargeld bei sich zu haben, da viele kleinere Betriebe und Geschäfte keine Kreditkartenabrechnung vornehmen können.

Reiseinformationen
Visum: Viele Touristen können Korea ohne Visum 30 Tage lang besuchen, wenn sie bei Einreise einen Rückfahrschein oder ein Rückflugticket vorlegen. Viele Reisende aus anderen Ländern, deren Regierung ein gegenseitiges Abkommen
KRW 50.000 KRW 10.000 KRW 5.000 KRW 1.000 Währung

Besucher
2010 2009 2008 2007 2006 2005 2000 1995 1990 2.959 3.753 5.322 6.155 6.023 6.891 6.448 7.818 8.798

Besucher nach Nationalität (2010)
34,4% 21,3% 4,6%

7,3% 7,4%

Korea-Touristen-Information 1330: Touristen aus dem Ausland erhalten überall in Korea bei Wahl der Nr. 1330 sofortige Unterstützung. Quelle: Koreanische Tourismus-Organisation <www.visitkorea.or.kr>

In tausend Personen Quelle: Koreanische Tourismus-Organisation <www.visitkorea.or.kr>

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Tier- und Pflanzenquarantäne: Alle importierten Tiere, Pflanzen und daraus hergestellte Produkte unterliegen bei Ankunft am Flug- oder Seehafen der Quarantäne.

Mit der Fähre: Verschiedene Unternehmen wie Pukwan Ferry, Korea Ferry und Korea Marine Express bieten regelmäßige Fährverbindungen zwischen Busan und den japanischen Häfen Shimonoseki, Fukuoka und Hakata an. Eine weitere Fährverbindung besteht zwischen Incheon und den chinesischen Häfen Tianjin und Weihai.

Verkehrsmittel Anreise nach Korea
Mit dem Flugzeug: Korea ist mit allen großen Hauptstädten auf der Welt entweder durch Direktflüge oder Anschlussflüge von großen internationalen Flughäfen in Ostasien verbunden. Circa 52 internationale Fluglinien bieten regelmäßige Verbindungen mit wöchentlich über 1.876 Flügen von und nach Korea an. Korea hat acht internationale Flughäfen: den im März 2001 eröffneten Internationalen Flughafen Incheon, Gimpo in Seoul, Gimhae in Busan sowie Jeju, Cheongju, Daegu, Yangyang und Muan. Von Gimhae und Jeju gibt es Direktflüge von und nach Tokio, Fukuoka, Nagoya und Osaka in Japan. Spezielle Flughafenbusse fahren zwischen 4.30 und 22.30 Uhr alle 15 - 30 Minuten von verschiedenen Punkten in Seoul. Sie sind eine preisgünstige Alternative zur KAL-Limousinenbuslinie, die den internationalen Flughafen Incheon mit ungefähr 20 der größten Hotels in Seoul verbindet.

Verkehrsmittel in Korea
Inlandsflüge: Die meisten Ziele im Inland sind in nicht einmal einer Flugstunde von Seoul aus zu erreichen. Der Flughafen Gimpo liegt zwischen der westlichen Region Seouls und dem neueren internationalen Flughafen Incheon und wird hauptsächlich für Inlandsflüge und Kurzstreckenflüge nach Japan und China genutzt. Alle Flüge innerhalb des Landes werden von Korean Air, Asiana Airlines und einigen inländischen Billigfluglinien getätigt. Bahn: Das koreanische Eisenbahnunternehmen Korea Railroad (KORAIL) betreibt drei Arten von Zügen - Hochgeschwindigkeits- (KTX), Express(Saemaeul) und Regionalzüge (Mugunhwa) sowie ein ausgedehntes landesweites Streckennetz. Die KTX-Züge verbinden Seoul mit Daejeon, Ost-Daegu, Busan, Gwangju und Mokpo. Die meisten beliebten Reiseziele

Internationaler Flughafen Incheon

Die Fähre Seonghee der Pukwan Ferry pendelt zwischen Busan und Shimonoseki in Japan.

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können entweder direkt oder mit einem einzigen Umsteigen erreicht werden. Besuchen Sie die Website der Korea Railroad (www.korail.go.kr), wo Sie weitere Informationen über kombinierte Zug- und Fährtickets sowie verfügbare Bahnpässe finden. (Anmerkung: Bahnpässe sind nur für einreisende Touristen erhältlich und müssen von zertifizierten Korail-Anbietern im Ausland erworben werden.) Regional- und Stadtbus: Ein Netz aus normalen Überland- sowie ExpressFernbussen verbindet so gut wie jede Stadt und Gemeinde im Land. Normale Überlandbusse sind die preiswerteste Möglichkeit, im Land zu reisen, allerdings

machen sie häufig Halt. Der Preis für ein Busticket beträgt 700 - 1.800 Won (0,47 - 1,20 Euro). Auf der Website „www.visitkorea.or.kr” finden Sie ausführliche Informationen hierzu. Express-Fernbus: Express-Fernbusse fahren ihr Ziel direkt an und halten nur alle paar Stunden an Autobahnraststätten. Zwei Arten von Bussen verbinden jede größere Stadt im Land. Normale Busse haben vier Sitze pro Reihe. Die teureren Deluxe-Busse haben nur drei Sitze pro Reihe und bieten Annehmlichkeiten wie Telefon und Filme. Auf einigen Linien fahren auch bei Nacht Deluxe-Expressbusse. Seoul verfügt über drei Überlandbusbahnhöfe mit Verbindungen in verschiedene Landesteile: den Haupt-Expressbusbahnhof an den U-Bahnlinien 3, 7 und 9, den Nambu-Busbahnhof an der U-Bahnlinie 3 in Gangnam und den Dong (Ost)-Seoul-Busbahnhof in der Nähe der Station Gangbyeon an der Linie 2. Der Express-Busbahnhof in Busan befindet sich im östlichen Stadtgebiet.

KTX (Korea Train eXpress): Die Hochgeschwindigkeitszüge gibt es seit April 2004.

U-Bahn: Die U-Bahn ist die effizienteste und praktischste Art der Fortbewegung in Seoul, Busan, Daegu, Gwangju, Incheon und Daejeon. U-Bahnen sind zum Hauptverkehrsmittel in diesen Städten geworden und bieten eine schnelle,

Flughafenbahn (AREX)
AREX ist Koreas größtes privates Investitionsprojekt und erstes Bahnstrecken-Infrastruktur-Projekt. Es ist eine Reaktion auf den ansteigenden Flugverkehr als auch den Bedarf nach weiteren Möglichkeiten öffentlicher Transportmittel. Weitere Informationen über AREX finden Sie hier: www.arex.or.kr.

sichere und komfortable Fahrt. Die Seouler Metro verbindet die Stadtteile mit den umliegenden Gebieten und Trabantenstädten. Preise für ein U-Bahn-Ticket hängen vom Ziel ab, der Grundpreis liegt bei 1.000 Won (0,67 Euro). Fahrgäste können mit einer als T-money bezeichneten Kundenkarte den Fahrpreis für Busse oder U-Bahnen bequem bezahlen und kostenlos umsteigen.

AREX-Linienplan (Phase 1)
Internationaler Flughafen Incheon Containerterminal Unseo Geomam Gyeyang
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Internationaler Flughafen Incheon

Internationaler Flughafen Gimpo

Die Seouler U-Bahn eröffnete die Linie 1 im Jahr 1974, und heute gibt es neun Linien. Die U-Bahn ist das am stärksten in Anspruch genommene öffentliche Verkehrsmittel in Seoul.

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Taxi: Es gibt zwei Arten von Taxis: normale und Deluxe-Taxis. Fahrpreise richten sich nach der Entfernung und Dauer. Die schwarzen Deluxe-Taxis sind komfortabler, bieten besseren Service und sind daher etwas teurer als die normalen Taxis. Beinahe alle Taxis sind mit einem kostenlosen Dolmetschersystem ausgestattet, auf das man mit einem Mobiltelefon zugreifen kann, falls Fahrgast und Fahrer Verständigungsprobleme haben. Mietauto: Autofahren kann eine spannende und effiziente Möglichkeit der Fortbewegung in Korea sein. Ein ausgedehntes Netz an Straßen und Autobahnen steht zur Verfügung, was bedeutet, dass jede Ecke des Landes leicht zu erreichen ist. Fahrer müssen folgende Voraussetzungen erfüllen: - Mindestens ein Jahr Fahrpraxis - Internationaler Führerschein - Mindestens 21 Jahre alt - Gültiger Reisepass Mietpreise variieren je nach Art des Autos zwischen 60.000 und 460.000 Won (40,14 - 307,75 Euro). Die Geschwindigkeitsbegrenzung beträgt 60 km/h auf den meisten Stadtstraßen und 80 - 100 km/h auf den Autobahnen.
Taxis

Fähre: Eine der erfreulichsten Arten, Korea zu bereisen. Beliebte Routen zwischen dem Festland und den Inseln sind die Verbindungen Busan - Jejudo, Mokpo - Hongdo und Pohang - Ulleungdo. Die zwischen Busan und Yeosu verkehrenden Schiffe bieten viele mögliche Zwischenstopps an den Häfen der Südküste und dem Hallyeo Maritime National Park. Besuchen Sie die Website „www.visitkorea.or.kr”, wo Sie weitere Informationen über Verkehrsmittel und andere touristische Themen finden.

Unterkunft
Besucher in Korea können aus einem breiten Angebot an Unterkünften wählen, darunter Hotels, Gasthäuser, Jugendherbergen, Privatunterkünfte und Ferienwohnungen. Es besteht eine umfangreiche Hotelauswahl. Die Preise beginnen im unteren Bereich bei etwa 80.000 Won (53,52 Euro) pro Nacht, können jedoch in Deluxe-Hotels bei 170.000 Won (113,73 Euro) aufwärts liegen. Eine zunehmende Anzahl an Hotels bietet seinen Gästen Freizeiteinrichtungen wie Schwimmbecken, Saunas, Indoor-Golfanlagen, Bowlingbahnen und Fitness-Center. Hinzu kommen spannende und abwechslungsreiche saisonale Sonderaktionen und Pauschalangebote während des ganzen Jahres. Gasthäuser und Jugendherbergen bieten eine preisgünstige Art der Unterkunft mit sauberen und einfachen Zimmern. Die Preise richten sich nach Service und Einrichtung. Der Aufenthalt in einer Jugendherberge kann einen günstigen Preis von 10.000 - 22.000 Won (6,69 - 14,71 Euro) pro Nacht haben, der in einem Gasthaus 30.000 - 60.000 Won (20,07 - 40,14 Euro). Goodstay ist ein vom Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus und der Koreanischen Tourismus-Organisation unterstütztes, verlässliches und erschwingliches Unterkunftsangebot. Nach internationalen Standards wurden Motels und Gasthäuser und erwiesenen Qualitätsdienstleistungen aufgenommen. Die Preise sind moderat mit 50.000 - 100.000 Won (33,45 66,90 Euro) pro Nacht unter der Woche. Bislang haben landesweit über 277

Normales Taxi: Der Preis beträgt 2.400 Won für die ersten 2 Kilometer und 100 Won für alle zusätzlichen 144 Meter (Seoul). Die Taxis können überall in der Stadt angefordert werden und treffen innerhalb von fünf Minuten ein.

Deluxe-Taxi: Deluxe-Taxis sind schwarz und haben ein gelbes Schild auf dem Dach. Sie bieten einen besseren Service und berechnen 4.500 Won für die ersten 3 Kilometer und 200 Won für alle zusätzlichen 164 Meter.

Taxi-Van: Taxi-Vans für acht Passagiere stehen ebenfalls zur Verfügung.

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Einrichtungen das Goodstay-Gütesiegel erhalten, sodass sichergestellt ist, dass vom Rucksack- bis zum Geschäftsreisenden alle einen angenehmen Aufenthalt in Korea haben. Ferienwohnungen bieten Bequemlichkeit und Komfort dank ihrer privaten Kochbereiche und Seminarräume, Schwimmbäder und Freizeiteinrichtungen sowie ihrer Nähe zu Restaurants und Supermärkten. Zumeist sind sie in der Nähe von Skiresorts, berühmten Bergen, Parks und Stränden zu finden und sehr geräumig. Sie werden während der Hauptsaison ausschließlich an ResortMitglieder vermietet, doch in der Nebensaison ist eine Vermietung an NichtMitglieder möglich. Je nach Ausstattung gibt es erhebliche Kostenunterschiede, doch eine Ferienwohnung kostet üblicherweise 80.000 - 150.000 Won (53,52 – 100,35 Euro) pro Nacht. Allerdings gibt es Luxus-Ferienwohnungen, deren

Preise bei 200.000 Won (133,80 Euro) pro Nacht anfangen. Pensionen sind eine neue Art der Unterkunft, die es seit Kurzem in Korea gibt. Sie finden sich üblicherweise in Touristengegenden mit malerischer Szenerie und Landschaft. Es handelt sich um Häuser oder Katen im europäischen Stil, die eine hervorragende Möglichkeit zum Erholen und Ausspannen in der Natur bieten. Es gibt von Villen bis einfachen Blockhütten viele Arten von Pensionen, und sie werden bei Paaren und Familien immer beliebter. Einige koreanische Familien bieten auch zu einem sehr günstigen Preis oder sogar kostenlos Gastaufenthalte an, da sie Freundschaften mit Menschen aus anderen Ländern schließen wollen. Dies ist eine tolle Gelegenheit, sich mit Koreanern anzufreunden und das koreanische Familienleben hautnah zu erleben. Hanok (Traditionelle koreanische Häuser) sind architektonische Perlen, in denen sich eine Wohnhauskultur herauskristallisiert, die sich seit tausenden von Jahren auf der koreanischen Halbinsel entwickelt hat. Sie sind wahre Kunstwerke. Ein ausgeklügelter Grundriss, elegante Details und ein einfaches und doch exquisites Äußeres sind allen koreanischen Häusern gemein. Nirgendwo sonst zeigt sich das herausragende Gespür der Koreaner für

Tempelaufenthalte
Das moderne Leben ist schnelllebig und anstrengend. Wir leben in einer hektischen Welt und sind immer in Eile, irgendwohin zu gelangen. Tempelaufenthaltsprogramme wie das im Samhwasa-Tempel gönnen Ihnen eine Pause vom turbulenten Alltag und bieten Gelegenheit, sich ohne die Zwänge des urbanen Lebens auf Stille und Meditation zu konzentrieren. Zurzeit nehmen landesweit 109 Tempel an dem Programm teil. Ein Basisübernachtungsprogramm kann zu einem Halbtagesprogramm (3,5 Stunden) vereinfacht oder zu einem 3- bis 4-Tageprogramm erweitert werden. Elf Tempel sind immer für Einzelteilnehmer geöffnet, während Gruppen das ganze Jahr über reservieren sollten. Die meisten Tempel befinden sich in National- oder Regionalparks und Bergen. Daher bieten diese Programme den Teilnehmern eine hervorragende Chance, sich in der Ruhe der Natur zu entspannen, aufzutanken und sich zu sammeln. Besuchen Sie für weitere Informationen über Tempelaufenthaltsprogramme: www.templestay.com.

Pensionen in der Provinz Gangwon-do

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optische Gestaltung besser als in den Häusern, die sie bauen, in denen leerer Raum seine eigene Ästhetik hat und Harmonie allgegenwärtig ist. Das Wesen eines traditionellen koreanischen Hauses liegt allerdings in seiner Eigenschaft, sich nahtlos in seine natürliche Umgebung einzufügen. Diese Eigenschaft ermöglicht es seinen Bewohnern, im Einklang mit und als Teil der Natur zu leben. So ist es kein Wunder, dass sich jeder Tag in einem traditionellen koreanischen Haus wie ein weiterer Schritt auf der kunstvollen Reise des Lebens anfühlt. Auf dem Lande vermieten einige Familien sehr günstig Zimmer an Reisende. Die Preise von 15.000 - 30.000 Won (12,97 - 25,94 US-Dollar) richten sich nach der Saison und der Qualität der Zimmer. Da solche „Minbak” häufig in bescheidenen Privathaushalten angeboten werden, haben die Zimmer kein eigenes Badezimmer und die Gäste schlafen für gewöhnlich auf traditionelle koreanische Art auf dem Boden. Oftmals ist ein vollwertiges Frühstück im Angebot enthalten, was besonders beim Besuch kleinerer Städte ohne Restaurants sehr angenehm ist. BENIKEA, was für „Best Night in Korea” (Beste Nacht in Korea) steht, ist die Marke für eine Hotelkette mit neuartigem Konzept, das die besten und komfortabelsten Hotels in Korea zusammenbringt. Vierundvierzig Hotels

in der Deluxe-Kategorie oder darunter nehmen derzeit an BENIKEA teil. Ziel dieser Hotelkette, die hochwertige Unterkünfte zu erschwinglichen Preisen bietet, ist es, Koreas touristische Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, indem mittleren Hotels mit niedrigen Preisen mehr Gäste zugeführt werden und die Unterbringungs-Infrastruktur verbessert wird. Lesen Sie weiter, um mehr über die Vorteile von BENIKEA zu erfahren, welches Reisenden eine optimale Lösung für die Übernachtung bietet, wohin die Reise in Korea auch gehen mag. BENIKEAs vierundvierzig teilnehmende Hotels liegen in allen meistbereisten Städten und Regionen im Land, einschließlich Seoul, Busan, Gangwon und Jeju. Ein Ausbau des Netzes ist geplant, da weitere Hotels der Kette beitreten. BENIKEA bietet für jeden Geschmack etwas: ob Hotels samt günstiger Verkehrsanbindung, Hotels in der Innenstadt, die sich hervorragend für eine Städtetour eignen, Hotels in der Nähe von Flughäfen, Hotels an der Küste mit Blick auf den Ozean oder Hotels bei heißen Quellen und Skiorten BENIKEA ist überall dort, wo die Attraktionen sind.

Korea entdecken Seoul
Seoul, die am Hangang (Fluss) gelegene Hauptstadt Koreas, hat sich zu einer pulsierenden Metropole mit mehr als 10 Millionen Einwohnern entwickelt. Mit den Jahren ist die Stadt im Zuge der Urbanisierung und Industrialisierung stark gewachsen und wächst weiterhin als das florierende Zentrum der politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und bildungstechnischen Aktivitäten des Landes. Seoul ist die zehntgrößte Stadt der Welt. In ihr existieren Vergangenheit und Gegenwart auf faszinierende Weise nebeneinander: Jahrhundertealte Paläste, Stadttore, Schreine, Gärten und unschätzbare Kunstsammlungen zeugen von ihrer glänzenden Vergangenheit, während die gleißenden Fassaden der hoch aufragenden Wolkenkratzer und der unermüdliche Verkehr ihre lebhafte Gegenwart repräsentieren. Die Altstadt war von vier inneren und vier äußeren Bergen umschlossen.

BENIKEA bietet Unterkünfte für jeden Geschmack und ist überall dort, wo Attraktionen zu finden sind. <www.benikea.co.kr>

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Bugaksan im Norden, Naksan im Osten, Inwangsan im Westen und Namsan im Süden sind „die inneren Berge”, da sie sich ursprünglich innerhalb der alten Stadtmauern der Joseon-Hauptstadt befanden. Die vier äußeren Berge sind der Bukhansan im Norden, der Yongmasan im Osten, der Deogyangsan im Westen und der Gwanaksan im Süden. Jeder Berg besitzt seine eigene einzigartige Schönheit mit malerischer Landschaft und einem spektakulären Blick auf Seoul. Es gibt auch zahlreiche Bergquellen, mit deren klarem und sauberem Wasser sich erschöpfte Wanderer kostenlos erfrischen können. Zu den Attraktionen, die man in Seoul unbedingt gesehen haben muss, gehören die alten Königspaläste der Joseon-Dynastie: Gyeongbokgung, Deoksugung , Changdeokgung und Changgyeonggung . Jongmyo, der Ahnenschrein der Joseon-Dynastie, und der an Changdeokgung angrenzende Huwon (Hinterer Garten, auch bekannt als Geheimer Garten) sind berühmt für ihre landschaftlich wunderschön gestalteten Gärten und klassischen Anlagen. Eine der beliebtesten Gegenden für Touristen im alten Stadtzentrum

von Seoul ist Insa-dong. Dieser Stadtteil mit seinen Antiquitätenläden, Kunstgalerien, traditionellen Teehäusern, Restaurants und Buchläden lockt sowohl Gelegenheitskäufer als auch interessierte Sammler. Andere für Besucher sehr empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind das Koreanische Nationalmuseum, das Nationale Zentrum für traditionelle darstellende Künste, das Sejong-Zentrum für darstellende Künste, die Ho-AmKunsthalle und das Korea House. Das Nationalmuseum für zeitgenössische Kunst in Gwacheon, einer Trabantenstadt im Süden, ist ebenfalls einen Besuch wert. Im Namsan-Park im Herzen Seouls können Besucher vom N Seoul Tower einen Panorama-Blick über die gesamte Stadt genießen und sich unten in einem nachgebauten Hanok-Dorf umschauen. Besucher können in zahlreichen Parks in Seoul wie dem Olympic Park, Seoul Grand Park, Seoul Forest und Hangang River Trail ausspannen, spazieren gehen oder Fahrräder ausleihen. Diese Parks gehören zu den versteckten Schätzen in Seoul, die von Einheimischen gerne genutzt, doch von Touristen häufig übersehen werden. Natürlich ist auch die koreanische Küche ein absolutes Muss bei einer Reise auf die Halbinsel, entweder in einem modernen oder traditionellen Restaurant. Hervorragendes chinesisches oder japanisches Essen steht ebenso zur Auswahl wie französische, italienische, thailändische, pakistanische und viele andere Küchen. Seoul verfügt über ein aktives Nachtleben mit Clubs, Cafés und Dach-Lounges. Einen fantastischen Blick auf die Stadt bei Nacht hat man bei einer Tour mit dem Seoul City Tour Bus oder auf dem Hangang, wo die Ausflugsboote langsam den Windungen des Flusses durch ein von Hochhäusern gesäumtes Tal folgen.

Umgebung Seouls und Provinz Gyeonggi-do
Die Provinz Gyeonggi-do liegt in der westlichen Zentralregion der koreanischen
Straße Teheran-ro - Zentrum der Joint-Ventures in Seoul

Halbinsel. Der Hangang fließt durch die Mitte der Provinz und teilt sie in eine

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bergige Nordhälfte und eine Südhälfte mit offenen Feldern. Während Seoul seine Besucher mit den zahlreichen Dingen, die es zu sehen und zu erleben gibt, beschäftigt hält, kann diese Gegend außerhalb von Seoul eine erfrischende Pause bieten, bei der man neue Energie auftankt. Die Uferlinie der Küstenregionen verläuft gewunden entlang der Strände, und zu ihr gehören zahllose größere und kleinere Buchten, Kaps und Inseln. Die Buchten Namyangman und Asanman, Gimpo, die Festung Hwaseong sowie die Inseln Ganghwado und Yeongjongdo gehören zu den Sehenswürdigkeiten, für die sich ein Trip außerhalb Seouls lohnt. Das Goldglöckchen, die Blume der Provinz, symbolisiert Wohlstand und blüht weithin in der Region. Weniger als eine Autostunde von Seoul entfernt befindet sich das Koreanische Volkskundedorf. In diesem Museumsdorf wird das koreanische Alltagsleben vergangener Tage wieder zum Leben erweckt. Es wurde 1973 eröffnet und umfasst mittlerweile nahezu jeden Aspekt koreanischer Traditionen. Häuser sind ausgestellt, die typisch sind für die verschiedenen Provinzen, und auf dem Dorfplatz finden regelmäßig Aufführungen mit Seiltanz, Hochzeits- und Beerdigungsprozessionen, Drachenflugwettbewerbe

sowie Volkstanz statt. Man kann auch Schmieden, Schreinern, Töpfern und anderen Handwerkern in ihren Werkstätten bei der Arbeit zusehen. In Suwon, angrenzend an das traditionelle Dorf, liegt die Festung Hwaseong, eine befestigte Stadt aus der Joseon-Dynastie, die in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurde. Yongin Everland, ein weitläufiger Freizeit-Komplex, ist ein hochmoderner Vergnügungspark mit einem Wasserpark und Spas und somit im Sommer ideal zur Erholung für alle Altersgruppen geeignet. Die Insel Ganghwado liegt in der Mündung des Hangang nördlich vom Hafen Incheon. Die fünftgrößte Insel Koreas ist reich an Geschichte und schöner Natur. Die wichtigsten historischen Monumente sind ein Altar, den Dangun, Koreas legendärer Gründer, errichtet haben soll, sowie Festungen, alte Mauern, ein Seladon-Ofen aus der Goryeo-Dynastie im 13. Jahrhundert und der Tempel Jeondeungsa. Nur 56 km mit dem Bus nördlich von Seoul entfernt liegt das Dorf des Waffenstillstandsabkommens Panmunjeom, in dem am 27. Juli 1953 das Koreanische Waffenstillstandsabkommen unterschrieben wurde,

Gyeongbokgung (Palast) ist wohl der schönste und bleibt der majestätischste der fünf Paläste in der Hauptstadt.

Der Seoul City Tourbus stellt auf Stadtrundfahrten den Besuchern die Hauptstadt Koreas vor <www.seoulcitybus.com>

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das die heftigen Gefechte des Koreakrieges beendete. Heute ist es eine gemeinsame Sicherheitszone unter der Verwaltung von UN-Kommando und nordkoreanischen Wachen. Besucher werden von UN-Kommando und nordkoreanischen Wachen.

und Leben in der Zukunft” bot die ITE ihren Besuchern eine breite Palette an Veranstaltungen neben einer Anzahl faszinierender Ausstellungen und nützlichen Informationen. Die Ostküste, die sich über eine Länge von 390 km von Hwajinpo bis Busan erstreckt, ist zerklüftet und bergig und bietet einige der atemberaubendsten Landschaften in Korea. Durch Skifahren und andere Wintersportarten ist die Gegend das ganze Jahr über ein beliebtes Reiseziel. Um den Bedürfnissen von mehr als 1 Million Besuchern pro Jahr entgegenzukommen, verfügen einige Skiorte jetzt über Schneemaschinen, wodurch die Saison von Dezember bis März verlängert wurde. Andere Freizeitaktivitäten umfassen Schwimmen im Sommer und Klettern im Herbst. Die Strände, die sanft ins seichte Wasser laufen, das nur eine geringe Strömung hat, gehören vielleicht zu den ausgezeichnetsten in ganz Korea. Der Berg Seoraksan, der zum Geumgangsan-Gebirge gehört, zieht Besucher mit seiner herrlichen Pracht an. Er ist das ganze Jahr hindurch beeindruckend und farbenprächtig und ist Heimat des Asiatischen Schwarzbären, dem

Östliche Region
Die Provinz Gangwon-do liegt in der östlichen Zentralregion der koreanischen Halbinsel. Ein Großteil der Fläche ist von dichten Wäldern bedeckt und bietet eine Fülle malerischer Natur mit weniger Wohngebieten als in anderen Provinzen. Sowohl die abgelegenen bewaldeten Berge und Schluchten als auch die kleinen Küstenstädtchen der Provinz sind reich an landschaftlicher Pracht. Mit diesen natürlichen Bedingungen war Gangwon-do im Januar 1999 ein idealer Austragungsort für die 4. Asiatischen Winterspiele. Vom 11. September bis zum 30. Oktober 1999 fand hier die Internationale Reisemesse (ITE) statt. Über 2 Millionen Besucher aus aller Welt und dem ganzen Land nahmen an diesen Veranstaltungen teil. Unter dem Motto „Mensch, Natur

Die 18 Kilometer lange Incheon-Brücke verbindet den Internationalen Flughafen Incheon und die New Songdo International City.

Koreanisches Volkskundedorf in Yongin Mit einem Gang durch das 1 km² große Museumsdorf können Besucher in natürlicher Atmosphäre 270 traditionelle Häuser besichtigen, die verschiedene Regionen repräsentieren.

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Symbol der Provinz Gangwon-do und eine der bedrohtesten Tierarten der Welt. Andere beliebte Orte sind der Cheoksan, Osaek und die heißen Quellen des Seorak-Waterpia in und um den Seoraksan-Nationalpark sowie die Wiedervereinigungs-Observatorien entlang der DMZ, von denen man einen guten Blick auf das nordkoreanische Territorium hat. Und jeden August treffen sich Puppentheatergruppen aus aller Welt in der Hauptstadt von Gangwon-do zum Chuncheon-Puppentheaterfestival. Die Insel Ulleungdo 217 km nordöstlich von Pohang ist ein erloschener Vulkan, der sich markant aus dem Ostmeer erhebt. Dokdo, der östlichste Punkt Koreas, liegt 87,4 km südöstlich von Ulleungdo entfernt und ist eine Verwaltungseinheit von Ulleungdo. 90 km im Südosten vom Ulleungdo liegt im Ostmeer die Insel Dokdo, ein Teil von Ulleongdo. Sie besteht aus Dongdo (Ostinsel) und Seodo (Westinsel) und ist von 39 kleineren Felseninseln umgeben. Dongdo und Seodo stehen sich in einem Abstand von 150 m gegenüber, und die durchschnittliche Wassertiefe zwischen den beiden Inseln beträgt 10 m. Dokdo verfügt über

einige Meereshöhlen wie zum Beispiel Hyeongjegul und Cheonjanggul. Kalte und warme Strömungen treffen im umliegenden Meer zusammen und bilden die ideale Umgebung für eine Fülle von Meereslebewesen. Es sind auch viele Vögel wie der Swinhoe-Wellenläufer, der Weißgesicht-Sturmtaucher und die Japanmöwe zu finden. Da die gesamte Insel eine Naturschutzzone ist, bietet ein Besuch von Dokdo die Möglichkeit, die schöne Natur der Insel zu genießen. Sie können Seodo von der Werft aus betrachten oder einen Spaziergang machen, um unnachahmlich geformte Felsen und einzigartige Möwen zu beobachten. Um nach Dokdo zu gelangen, muss man zuerst nach Ulleongdo reisen. Fähren nach Ulleungdo legen an den Häfen Muko in der Provinz Gangwon-do oder Pohang in der Provinz Gyeongsangbuk-do ab. Die Häfen sind circa 161 km und 217 km von Ulleungdo entfernt, und die Reisezeit auf der Fähre beträgt jeweils ungefähr 2 Stunden und 20 Minuten und 3 Stunden. * Tour-Information: +82-54-790-6454 (Koreanisch, Englisch)

Zentralregion

Das Dorf des Waffenstillstandsabkommens Panmunjeom in der DMZ in Paju, Provinz Gyeonggido: Hier fanden die 1951 begonnenen Friedensgespräche sowie die Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommen 1953 statt. Bis zum heutigen Tage gibt es hier Nord-Süd-Gespräche.

Wintersport Skiresorts erfüllen beste Schneebedingungen und sind mit modernen Anlagen für Ski-Enthusiasten ausgerüstet.

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Die Provinzen Chungcheongbuk-do und Chungcheongnam-do liegen im Zentrum der Halbinsel. Chungcheongbuk-do ist die einzige komplett von Land umgebene Provinz des Landes. Mit der Fertigstellung des Regierungskomplexes in ihrer Provinzhauptstadt Daejeon und dem neu eröffneten Flughafen in Chungcheongbuk-dos Provinzhauptstadt Cheongju werden beide Provinzen im Landesinneren zu Zentren der heimischen Wirtschaft ausgebaut. Daejeon ist ungefähr zwei Autostunden von Seoul entfernt und ein Knotenpunkt für die Bahnverbindungen Seoul-Busan und SeoulGwangju-Mokpo. Die Stadt entwickelt sich schnell zu einem von Koreas wissenschaftlichen und technologischen Hauptzentren. Der Expopark, wo die Internationale Daejon-Expo ‘93 stattfand, wurde erneuert und zu einem öffentlichen Wissenschaftspark umgebaut. In Buyeo, der letzten Hauptstadt des Königreichs Baekje (18 v. Chr. 660 n. Chr.), befindet sich das Buyeo-Nationalmuseum, das eine umfangreiche Sammlung von etwa 7.000 Relikten aus der Baekje-Periode beherbergt. Der Fluss Geumgang fließt am Geryongsan vorbei, einem der

bekanntesten Berge der Region. Als das ursprüngliche Zentrum der BaekjeKultur ist das Gebiet reich an kulturellen Artefakten und historischen Relikten. Verstreut zwischen den vielen Gipfeln und Kämmen des Sobaeksan (Berg) finden sich viele nationale Schätze und historische Stätten. Dazu gehören die siebenstöckige Steinpagode des Yongdusa (Tempel), die Palsangjeon-Holzpagode, Sangdangsanseong (Festung) und Admiral Yi Sun-sins Chungnyeolsa-Schrein. Viele weitere berühmte Tempel, heiße Quellen, Nationalparks und Naturwunder warten darauf, entdeckt zu werden. Der Chungjuho (See) bietet viel Gelegenheit zum Wassersport in Zentralkorea. Passagierschiffe fahren zwischen Chungju und Danyang und bieten den Gästen einen herrlichen Blick auf die umliegenden Berge. Die Gosudonggul (Höhle) bezaubert Besucher mit glitzernden Stalaktiten in allen Formen und Größen. Die ChungjuObstplantagen sind ein Hauptlieferant des Landes für köstliche Äpfel. Gelber Tabak ist auch eine Spezialität der Region, und der Ginseng der Gegend hat einen weltweiten Ruf.

Südwestliche Region

Seoraksan (Berg) Aufgrund seiner malerischen Natur und seltenen Tier- und Pflanzenarten einer der beliebtesten Berge für Touristen.

Dokdo Dongdo und Seodo stehen sich in einem Abstand von 150 Metern gegenüber. Die durchschnittliche Wassertiefe zwischen den beiden Inseln beträgt 10 Meter.

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Koreas südwestliche Region umfasst die Provinzen Jeollabuk-do und Jeollanamdo. Die Region ist relativ eben mit weiten Reisfeldern. Entlang der zerklüfteten Küste finden sich viele kleine Häfen. Es ist ein fruchtbares und warmes Gebiet, geschützt von hohen Bergen im Osten und Norden sowie ruhigem Meer und vielen Inseln im Westen und Süden. Aufgrund des Einflusses von kontinentalem als auch ozeanischem Klima ist das Wetter in der Region sehr wechselhaft. Jeonju ist bekannt für Bibimbap, ein traditionelles Reisgericht mit verschiedenen Gemüsen, und Hanji, traditionelles, aus der Borke des Maulbeerbaumes hergestelltes Papier. Der Vogel der Provinz ist die Elster, zu der es eine rührende Legende gibt. Dieser Legende nach bauen Elstern am siebten Tag des siebten Mondmonats eine Brücke über die Milchstraße, indem sie Zweige und Kiesel in ihrem Schnabel tragen. Dadurch können sich die Liebenden Gyeonu und Jingnyeo wiedersehen, die sich nur einmal im Jahr treffen dürfen. Namwon ist nicht nur das Tor zum Jirisan-Nationalpark, sondern auch das berühmte Zuhause von Chunhyang, einer von Koreas legendären

Heldinnen. Chunhyangga, ein narrativer Heldengesang (auf Koreanisch Pansori genannt) über die Treue ihrer Liebe gehört zu den beliebtesten Aufführungen in Korea. Der Jirisan (Berg) ist der zweithöchste Gipfel in Korea. Seine Untergruppe ist weitläufig und ersteckt sich auch über die drei Provinzen Jeollanam-do, Jeollabuk-do und Gyeongsangnam-do. Der Deogyusan-Nationalpark bietet einen herrlichen Ausblick auf das 30 Kilometer lange Mujugucheondong-Tal, zu dem das Muju-Skiresort gehört. Das Gwangju-Nationalmuseum beherbergt eine Sammlung chinesischer Keramiken, die aus einem 700 Jahre alten chinesischen Handelsschiff vor der Küste Sinans geborgen wurden. Damyang, 22 km nördlich von Gwangju, ist das Zentrum der Bambuszucht und des Bambushandwerks. Das Damyang-Bambusmuseum ist das einzige Museum der Welt, das ausschließlich dem Bambus gewidmet ist. Weitere touristische Attraktionen und Museen wie das HwangtohyeonSiegesfeld, Gochang-eupseong (Festung), die Hünengrabstätten in den Landkreisen Gochang und Hwasun und das Gangam-Kalligraphie-Museum sind

Der Fluss Namhangang bei Chungju, Provinz Chungcheongbuk-do

Vogelbeobachtung Die Stadt Seosan südwestlich von Seoul ist mit der Bucht Cheonsu und den renaturierten Seen und Reisfeldern eines der besten Gebiete zur Vogelbeobachtung in Ostasien.

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Symbole des historischen und literarischen Charakters der Provinz. Auf der Insel Jindo 350 Kilometer südlich von Seoul können Besucher die koreanische Version des Moses-Wunders erleben. Das Meer zwischen dem Küstendorf Hoedong-ri auf Jindo und der nahegelegenen Insel Modo teilt sich zweimal jedes Jahr im März oder April und wieder Mitte Juli zwei Stunden lang, wobei ein begehbarer Pfad von 2,8 Kilometern Länge und 40 Metern Breite entsteht. Jindo ist auch bekannt für die einheimische koreanische Hunderasse Jindogae, die als Naturmonument Nr. 53 aufgenommen wurde.

Region. Ferner ist das gesamte Gebiet der Stadt Gyeongju, die alte Hauptstadt des Königreichs Silla (57 v. Chr. - 935 n. Chr.), jetzt ein außergewöhnliches Freilichtmuseum. Königsgruften, Tempelstätten mit verwitterten Steinpagoden und Festungsruinen liegen über das gesamte Stadtgebiet verstreut und bergen viele antike Schätze. Die wichtigsten architektonischen Stätten sind der Tempel Bulguksa und die Grotte Seokguram in der Nähe. Beide wurden im achten Jahrhundert fertiggestellt und sind beispielhaft für hoch entwickelte buddhistische Kunst. Sie wurden 1995 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Andere wichtige historische Stätten sind der Daereungwon-Grabhügel-Park, Oreung (Fünf Gräber), das Cheomseongdae-Observatorium, General Kim Yu-sins Grab und der Berg Namsan, der mit buddhistischen Abbildungen, Pagoden und Tempelruinen übersät ist. Das Gyeongju-Nationalmuseum beherbergt antike Schätze aus Gyeongju und der Umgebung.

Südöstliche Region
Koreas südöstliche Region, die die Provinzen Gyeongsangbuk-do und Gyeongsangnam-do umfasst, ist reich an Touristenattraktionen, kulturellen Schätzen und historischen Stätten. Der Hallyeo-Meeresnationalpark und die Berge Jirisan und Gayasan gehören zu den herausragenden Naturschätzen der

Das Meeresteilungsfestival Jindo findet einmal im Jahr im März oder April statt, wenn sich das Meer teilt und eine Stunde lang der Weg zu einer Insel freigelegt wird. Dadurch werden jedes Jahr über eine Million Touristen aus dem In- und Ausland angezogen. <http://miraclesea.jindo.go.kr/>

Im Mai findet in Boseong das jährliche Grünteefestival statt, auf dem Tee, Musik und Azaleen in Harmonie zusammenkommen. <http://dahyang.boseong.go.kr/>

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Jeonju Bibimbap
Jeonju Bibimbap ist warmer Reis serviert mit rohem, gehacktem Rindfleisch, Sojasprossen, Spinat, Salatchrysanthemen, Adlerfarn, Chinesischen Glockenblumenwurzeln, Brunnenkresse, Shiitake-Pilzen und einem rohen Ei. Die Zutaten werden mit Gochujang (einer Paste aus Pfefferschoten und Sojabohnen) vermischt. Dieses beliebte Gericht steht mit seinen herrlichen Farben und vorzüglichem Geschmack für die Küche aus Jeolla-do.

Der Jagalchi-Fischmarkt, einer der bekanntesten Märkte Koreas, liegt direkt an den Piers, wo aus Fischereischiffen die tägliche Fracht gelöscht wird. Der Markt bietet Besuchern eine spektakuläre Attraktion in den frühen Morgenstunden, wenn Käufer und Verkäufer um den Fang des Tages feilschen. Andong ist einer der letzten lebendigen Überreste des alten Koreas, eine Schatztruhe konfuzianischer Tradition. Hahoe, ein kleines Dorf in der Nähe von Andong, das 2010 auf die UNESCO-Welterbeliste gesetzt wurde, ist bekannt für seine einmaligen traditionellen Masken und für das Maskentanzdrama Hahoe-talchum. Dosan Seowon, einem der berühmtesten Gelehrten Koreas,

Das Bomun Lake Resort, 6 km entfernt von den östlichen Vororten der Stadt, ist ein Tourismuskomplex mit mehreren erstklassigen Hotels und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Der Tempel Haeinsa ist berühmt für seine 80.000 Holzdruckplatten aus dem 13. Jahrhundert, mit denen die Tripitaka Koreana gedruckt wurde. Die Tripitaka Koreana ist als die umfassendste buddhistische Schriftensammlung in Ostasien bekannt. Nicht weit entfernt vom historischen Gyeongju befinden sich die wachsenden Industriestädte Pohang und Ulsan. Pohang ist die Heimat der POSCO-Stahlwerke, während Ulsan industrielle Basis für Hyundai ist, einer der führenden Großkonzerne in Korea. Weiter südlich liegt Busan, Koreas Haupthafen und zweitgrößte Stadt.

gegründet wurde, befindet sich ebenfalls in der Nähe. 2006 wurden im Westen und Norden große internationale Tourismus- und Resort-Komplexe mit hochmodernen Erholungs- und Freizeitanlagen eröffnet.

Ein Flachrelief mit einer Gruppe Schutzgottheiten schmückt die Wände der Vorkammer in der SeokguramGrotte.

Seokgatap Die dreistöckige Seokgatap(Sakyamuni)-Pagode zeigt ihren herben und doch eleganten Stil.

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Die Gwangan-Brücke ist eine Hängebrücke in Haeundae-gu, Busan. Diese 7,42 Kilometer lange Konstruktion ist Koreas erste zweistöckige Meeresbrücke.

Im Dorf Hahoe in Andong, einem Klandorf der Ryu-Familie von Pungsan, wird die traditionelle koreanische Lebensweise erhalten. Hahoe wurde im Juli 2010 in die Weltkulturerbeliste aufgenommen. (links) Königin Elizabeth II. bei einem Besuch in Hahoe 1999 (rechts)

Insel Jeju und südliche Küstenregionen
Innerhalb einer Flugstunde von Seoul, Busan oder Daegu können KoreaReisende in eine Gegend mit völlig anderem Charakter eintauchen. Jejudo ist Koreas einzige Inselprovinz und als eines der bestgeschützten Gebiete des Landes bekannt. Die Insel ist Koreas beliebtestes Hochzeitsreiseziel. Die aufgrund ihrer Vulkanlandschaften, malerischen subtropischen Gegenden, Sandstrände, Wasserfälle und Wanderwege als „Kleines Hawaii” bekannte Insel ist eine der weltweit zehntbeliebtesten Touristenattraktionen mit über sieben Millionen Besuchern im Jahr. Jejudo zeichnet sich durch ein subtropisches Klima und eine vollkommen andere Pflanzenwelt und Landschaft als auf dem Festland aus. Sie ist der Lebensraum von über 2.000 Arten. Der Hauptberg ist der 1.950 Meter hohe Hallasan, ein mit einem großen Krater gekrönter, inaktiver Vulkan. Vor vielen Jahren bildeten Lavaströme aus diesem Vulkan durch den sich schnell

abkühlenden Basalt Tunnel, Säulen und andere ungewöhnliche Formen. Beliebte Ausflugsziele sind das Jeju-Volks- und Naturkundemuseum, das JungmunResort, die Cheonjiyeon-Wasserfälle, die Jeju Fantasy Gardens und die OlleWanderwege. Jejudos strohgedeckte Häuser mit Wänden aus Lavagestein bieten Besuchern einen einmaligen Einblick in die einzigartige Volkskultur der Insel. Sie stehen für die natürliche Umgebung der Insel, die von starken Winden geprägt ist, und dem rustikalem Lebensstil der Bewohner. Etwas näher am Festland säumen mehr als 3.000 kleinere Inseln die kurvenreiche Süd- und Westküste. Die Fertigstellung der Honam- und NamhaeAutobahnen im Jahre 1973 hat diese malerischen Küsten leichter zugänglich gemacht. Die Gegenden um Jinhae, Tongyeong, Jinju und Namhae gehören zu den empfohlenen Höhepunkten. Die südliche Grenze der koreanischen Halbinsel ist eine zerklüftete Küste mit vielen kleinen und größeren Buchten und kleinen und großen Inseln.

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solch einem traditionellen Markt empfiehlt es sich, ein langsames Tempo einzuschlagen, eine Kleinigkeit an einem der Straßenstände zu essen und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Nehmen Sie koreanisches Geld mit, da diese Geschäfte ausländische Währungen oder Kreditkarten wahrscheinlich nicht akzeptieren werden. Gyeongdong, Gwangjang und Namdaemun gehören zu Seouls bekanntesten Märkten.

Kaufhäuser
Der Hallasan (Berg) mit seinem Kratersee erhebt sich in der Mitte von Jejudo.

Koreanische Kaufhäuser veranstalten in jeder der vier Jahreszeiten Schlussverkäufe. Im Allgemeinen hat jedes Kaufhaus eine zweiwöchige Schlussverkaufsphase im Januar, April, Mai und Oktober. Es empfiehlt sich, sich über die Ankündigungen und Details der Schlussverkäufe im Internet zu informieren. Sie können auch über die Korea-Touristeninformation (+82-2) 1330 die genauen Termine dieser Schlussverkaufsphasen erfahren.

Einkaufen
Südkorea ist als Einkaufsparadies mit großer Auswahl und günstigen Preisen bekannt. Touristen können notwendige Artikel und Souvenirs in den hunderten von Geschäften der Kaufhäuser und Einkaufspassagen in Seoul sowie den Großstädten im ganzen Land kaufen. Gerne gekaufte Artikel sind Schmuck, Ginseng, Pelze, Seide, antike Truhen, Keramik, Lackwaren, Kupferwaren, Stickarbeiten und viele weitere einzigartige koreanische Produkte.

Bekleidungsgroßmärkte (Bekleidungseinkaufszentrum)
Die vor allem in Dongdaemon gelegenen Bekleidungsgroßmärkte werden immer mehr zu Koreas führenden Einkaufszentren, wenn es um den Kauf von Bekleidung geht. Tausende kleine Geschäfte in modernen Anlagen haben bis zum Tagesanbruch geöffnet und ziehen viele kleidungsbewusste Käufer bei Nacht an.

Traditionelle Märkte
Auf traditionellen Märkten kann man althergebrachte koreanische Einkaufskultur erleben. Hier sind ausschließlich einstöckige Gebäude sowie Handkarren voller interessanter Waren zu finden. Bei einem Einkauf auf

Traditionelle Märkte Hier können Sie zu günstigeren Preisen als in Discountern und in freundlicher Atmosphäre einkaufen.

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Große Discounter
Diese Märkte haben ein ähnliches Warenangebot wie Kaufhäuser, jedoch zu niedrigeren Preisen. Ein Unterschied besteht darin, dass die Discounter keine Luxuskleidermarken im Sortiment haben. Zu den größten Discountern in Korea gehören E-mart, Homeplus (vorher Homever), Lotte Mart und Kim’s Club.

Insa-dong
Insa-dong ist genau der richtige Ort, um das traditionelle Korea zu sehen und zu spüren. Die Straßen sind voller Kunstwerke, koreanischer Antiquitäten, traditioneller Teehäuser und Restaurants, in denen man die einzigartige Kultur Koreas erleben kann. Es gibt auch viele Souvenirshops, die traditionelle Geschenke führen. * S tation Jonggak (Seoul, U-Bahnlinie 1), Station Anguk (Seoul, U-Bahnlinie 3), Station Jongno 3 (sam)-ga (Seoul, U-Bahnlinie 1, 3 oder 5)

Myeong-dong
Myeong-dong ist mehr als ein Einkaufsviertel. Vielmehr ähnelt es einem Freizeitpark mit spannenden Angeboten rund um die Uhr. Hier ist von großen Kaufhäusern über kleine Geschäfte bis hin zu Straßenhändlern, die alle möglichen Waren anbieten, alles zu finden. Es gibt auch eine große Auswahl an Imbissen, reizenden Cafés und Kinos, weshalb es niemals langweilig wird. In Myeong-dong werden mit Sicherheit all Ihre Einkaufswünsche erfüllt. * Station Myeong-dong (Seoul, U-Bahnlinie 4), Station Euljiro 1-ga (Seoul, U-Bahnlinie 2)

Itaewon
Die Wurzeln des Einkaufsviertels Itawoen liegen in den 60er Jahren. Ursprünglich war es hauptsächlich ein Einkaufsdistrikt für Besucher und Ausländer in Korea, heute allerdings kauft jedermann dort ein. Itaewon ist besonders beliebt bei koreanischen Modefans und Trendsettern, die das Viertel

Myeong-dong - Ein Einkaufsviertel im Zentrum Seouls. Hier können Sie die neueste Designermode oder Luxusmarken kaufen. Es ist eines der beliebtesten Touristenviertel bei Gästen aus dem Ausland.

Insa-dong - Diese Straße steht für die traditionelle Kultur und ist immer voller Besucher aus dem Ausland. Hier finden sich Galerien, traditionelle Handwerks- und Teeläden sowie koreanische Restaurants.

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besuchen, um neue und einzigartige Artikel zu entdecken. Die hier ansässigen Antiquitätenläden sollte man sich nicht entgehen lassen.

Ewha-Frauenuniversität, Hongik-Universität und Apgujeong-dong
In Korea setzen nicht nur etablierte Designer Modetrends: Auch junge und aufstrebende Designer tragen zur heutigen Mode bei. In der Gegend der EwhaFrauenuniversität, Hongik-Universität und Apgujeong kann man junge Designer sehen, die ihre Kreationen an Straßenständen verkaufen. Diese ehrgeizigen Unternehmer tragen zum Leben und zur Vitalität auf Koreas Straßen bei und schaffen einen Wandel in Koreas Modebranche. *Station Ewha Womans University (Seoul, U-Bahnlinie 2), Station Hongik University (Seoul, U-Bahnlinie 2), Station Apgujeong (Seoul, U-Bahnlinie 3, Ausgang 2)

Die Märkte Dongdaemun und Namdaemun
Die Märkte Dongdaemun und Namdaemun gehören wahrscheinlich zu den belebtesten Gegenden in Seoul. Hier herrscht ein Riesenandrang von ausländischen Besuchern und Einheimischen auf der Suche nach einem tollen Schnäppchen. Von Kleidung bis hin zu Kunstgras ist alles zu finden. Nach einem langen Einkaufstag werden die Düfte von den Straßenimbissen in den Gassen dafür sorgen, dass Sie einen noch größeren Appetit bekommen. * D ongdaemun-Markt: Station Dongdaemun History & Culture Park (Seoul, U-Bahnlinie 2, 4 oder 5), Station Dongdaemun (Seoul, U-Bahnlinie 1 or 4) * Namdaemun-Markt: Station City Hall (Seoul, U-Bahnlinie 1 oder 2), Station Hoehyeon (Seoul, U-Bahnlinie 4)

Weitere Informationen
•Seoul Global Center: 82-2-1688-0120 <global.seoul.go.kr> •Seoul Express-Busbahnhof: 82-2-535-4151 •Korea Railroad-Informationszentrum: 82-1544-7788 •Internationaler Flughafen Incheon: 82-1577-2600 •CALT (City Airport, Logis & Travel, Korea): 82-2-551-0077~8 •Korean Air: 82-1588-2001 •Asiana Airlines: 82-1588-8000, 82-2-2669-8000 •Touristen-Beschwerdezentrum: 82-2-735-0101

http://www.visitkorea.or.kr
Dieses riesige Webangebot der Koreanischen Tourismus-Organisation stellt Informationen in zwölf Sprachen zur Verfügung. Reisende finden dort umfassende Informationen zu Tourismus, Kultur, Einkaufen, Festivals und Veranstaltungen aus einer Hand (einschließlich Reservierungen).

Der Hongdae Free Market ist ein Basar, auf dem ausschließlich von Hand gefertigte Waren angeboten werden.

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Tourismus auf einen Blick
Koreanische Festivals
Von den tausenden Festivals, die in ganz Korea gefeiert werden, hat das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus eine kurze Liste der besten Festivals auf Grundlage ihrer Bekanntheit und ihres einzigartigen Charakters zusammengestellt. In der Kategorie der charakteristischsten Festivals in Korea führten jeweils das Namgang-Laternenfestival Jinju und das Seladon-Festival Gangjin die Liste an.

Provinz Chungcheongnam-do 1. Heungtaryeong-Tanzfestival Cheonan Datum: 02. - 07. 10. 2012 Veranstaltungsort: Samgeori-Hauptbühne, Arario-Platz, Cheonan 2. Insam-Festival Geumsan (GinsengFestival Geumsan) Datum: 14. - 23. 09. 2012 Veranstaltungsort: Ginseng-und-KräuterStraße und Ginseng-Expoplatz, Geumsan Provinz Gangwon-do 3. Sancheoneo (Bergforelle)-Eisfestival Hwacheon Das Sancheoneo(Bergforelle)-Eisfestival Hwacheon ist ein einzigartiges Winterfestival, das seit 2006 über eine Million Besucher pro Jahr anzieht. Zu den Hauptaktivitäten des Festivals gehören Eisfußball, Eisfischen, Köderfischen, Schneeskulpturen, Schlittenfahren, ein kreativer Schlittenbastelwettbewerb, Eiszüge und das Aufhängen von Laternen in Bergforellenform in den Straßen. Datum: 07. - 29. 01. 2012 Veranstaltungsort: Hwacheon, HwacheonFlussufer 4. Internationales Pantomimenfestival Chuncheon Datum: 20. - 27. 05. 2012 Veranstaltungsort: Chuncheon 5. Kiefernpilzfestival Yangyang Yangyang ist Koreas Hauptanbauregion für Kiefernpilze. Während des Festivals begleiten Pilzexperten die Besucher und helfen ihnen beim Pflücken der Song-i (Kiefernpilze). Die Besucher können während ihres Aufenthalts in Yangyang die klare Luft der frischen Kiefernwälder und die spektakuläre Natur genießen. Datum: 03. - 07. 10. 2012 Veranstaltungsort: Ufer des NamdaecheonFlusses und Yangyang-Markt, Yangyang

Provinz Gyeongsangnam-do 6. Wildtee-Kultur-Festival Hadong Datum: 02. - 06. 05. 2012 Veranstaltungsort: Teefeld von Hwagaemyeon und Teekultur-Zentrum, Hadong 7. Namgang-Laternenfestival Jinju Die Tradition, Laternen auf dem Fluss Namgang treiben zu lassen, geht bis zur japanischen Invasion Koreas im Jahr 1592 zurück. Besucher können sowohl Events wie das Aufhängen von Wunschlaternen und Feuerwerk über dem Fluss als auch Veranstaltungen wie die Internationale Laternenmesse genießen. Datum: 01. - 14. 10. 2012 Veranstaltungsort: Flussufer des Namgang, Jinju Provinz Jeollabuk-do 8. Horizontfestival Gimje Datum: 10. - 14. 10. 2012 Veranstaltungsort: Byeokgolje Gwangjang (Plaza), Gimje Provinz Jeollanam-do 9. Schmetterlingsfestival Hampyeong Datum: 27. 04. - 08. 05. 2012 Veranstaltungsort: Cheonsubyeon-Park, Hampyeong 10. Seladon-Festival Gangjin Dank seiner Nähe zum Meer sind Gangjins Klima, Boden und Ressourcen perfekt für die Töpferei geeignet, weshalb es die Hauptstadt von Koreas Seladon-Kultur ist. Die 500-jährige Seladon-Kultur blüht seit der Goryeo-Dynastie. Das SeladonporzellanFestival wirbt seit 1996 für das koreanische Seladon und das Dorf. Datum: 28.07. - 05.08.2012 Veranstaltungsort: Seladon-Doyoji-Gebiet Goryo

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Weitere Informationen über koreanische Festivals finden Sie auf der folgenden Website: http://www.visitkorea.or.kr

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Korea und seine Natur
한국과 자연

Allgemein Geographie Bevölkerung Regierung Wirtschaft Nationales Symbol Klima und Wetter Topographie Küsten 4-Flüsse-Projekt Ramsar-Konvention über Feuchtbiotope

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Herbst in Daegwallyeong, Provinz Gwangwon-do

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Korea und seine Natur
한국과 자연

Bevölkerung
Einwohnerzahl: 48,87 Millionen (Südkorea) (Stand 2010) * Ansässige Ausländer (einschließlich Kurzzeit-Gastarbeiter): 1,2 Millionen Durchschnittsalter: 38 Jahre (Stand 2010) Erwerbstätige Bevölkerung: 24,5 Millionen (2010) Bevölkerungswachstums rate: 0,26 % (Stand 2010) Lebenserwartung: Männer 77 Jahre, Frauen 83,8 Jahre (Stand 2009) Religion: Nach einer Erhebung aus dem Jahr 2005 praktiziert die Hälfte

Allgemein
Bezeichnung: Republik Korea (Südkorea) Hauptstadt: Seoul (10,4 Millionen Einwohner) (Stand 2010) Nationalflagge: Taegeukgi Nationalblume: Mugunghwa (Hibiskus) Währung: Won (1 US-Dollar = 1.156,3 Won) (Stand 2010) Sprache: Koreanisch (Schrift: Hangeul)

der Bevölkerung eine Religion. Davon bilden Buddhisten mit 10.726.463, Protestanten mit 8.616.438 und Katholiken mit 5.146.147 Anhängern die größten Religionsgruppen.

Regierung
Politisches System: Republik mit einem Präsidenten, der für eine einmalige Amtszeit von fünf Jahren direkt vom Volk gewählt wird. Gewaltenteilung zwischen der Exekutive, der Legislative (Einkammer-Nationalversammlung) und der Judikative. Präsident: Lee Myung-bak seit 2008 Wahlrecht: Allgemein mit 19 Jahren Wahlen: Präsidentschaftswahlen alle 5 Jahre Wahl der Nationalversammlung alle 4 Jahre Kommunalwahlen alle 4 Jahre

Geographie
Lage: Korea liegt in der Mitte Nordostasiens als Knotenpunkt zwischen Japan, dem äußersten Osten Russlands und China Gebiet: Koreanische Halbinsel: 223.343 km² Südkorea: 100.210 km² Höchste Berge: Baekdusan (Nordkorea) 2.744 m, Hallasan 1.950 m Längste Flüsse: Amnokgang (Nordkorea) 790 km, Nakdonggang 521,5 km, Dumangang 521 km (Nordkorea) , Hangang 481,7 km Großstädte: Seoul (10,4 Millionen), Busan (3,6 Millionen), Incheon (2,7 Millionen), Daegu (2,5 Millionen), Daejeon (1,5 Millionen), Gwangju (1,4 Millionen), Ulsan (1,1 Millionen) (2010) Klima: Gemäßigt mit 4 unterschiedlichen Jahreszeiten

Wirtschaft
Bruttoinlandsprodukt: 1,014 Milliarden US-Dollar (Stand 2010) Bruttonationaleinkommen pro Kopf: 20.759 (Stand 2010) BIP-Wachstumsrate: 6,2 % (Stand 2010) Devisenreserven: 291,5 Milliarden US-Dollar (Stand 2010) Exporte: 441,5 Milliarden US-Dollar (Stand 2010) Importe: 400,6 Milliarden US-Dollar (Stand 2010) Wichtigste Industrieerzeugnisse: Halbleiter, Kraftfahrzeuge, Schiffe, Unterhaltungselektronik, mobile Telekommunikationsmittel, Stahl und Chemikalien.

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Nationales Symbol Nationalflagge
Die koreanische Flagge wird Taegeukgi genannt. Die Flagge stellt die Prinzipien des Yin und Yang aus der asiatischen Philosophie symbolisch dar. Der Kreis in der Mitte der Flagge ist in zwei gleiche Hälften unterteilt. Die obere rote Hälfte steht für die agierenden kosmischen Kräfte des Yang. Umgekehrt steht die untere blaue Hälfte für die reagierenden kosmischen Kräfte des Yin. Diese beiden Kräfte verkörpern kontinuierliche Bewegung, Balance und Harmonie, die die Sphäre des Unendlichen kennzeichnen. Der Kreis ist von vier Trigrammen umgeben, eines in jeder Ecke. Jedes Trigramm symbolisiert eines der vier universalen Elemente: Himmel, Erde, Feuer und Wasser. Das koreanische Alphabet
Hangeul besteht aus zehn Vokalen und vierzehn Konsonanten. Konsonanten
g, k n d, t r, l m b, p s ng j ch k t p h

Dank Hangeul hat Korea eine Alphabetisierungsrate von nahezu 100 %. Das logisch aufgebaute und leicht zu schreibende Alphabet hat dem Land auch einen Vorteil im Computerzeitalter verschafft.

Vokale

Nationalflagge Taegeukgi

Nationalblume Mugunghwa (Hibiskus)

a

ya

eo yeo

o

yo

u

yu

eu

i

Sprache
Alle Koreaner habe dieselbe Sprache und dieselbe Schrift. Dies war ein entscheidender Faktor in der Ausbildung ihrer starken nationalen Identität. Die Wörter und die Aussprache der Menschen in der Region in und um Seoul werden als koreanische Standardsprache bezeichnet. Unter den regionalen Dialekten ist der von den Menschen auf der Insel Jejudo an der Südküste gesprochene der prägnanteste. Die Schrift Hangeul besteht aus zehn Vokalen und vierzehn Konsonanten, die zu vielen verschiedenen Silbengruppierungen kombiniert werden können. Die Schrift ist einfach und doch systematisch und umfassend, weshalb sie als eine der am logischsten aufgebauten Schriftsysteme der Welt gilt. Hangeul ist leicht zu lernen und zu schreiben, was einen großen Beitrag zur hohen Alphabetisierungsrate und hoch entwickelten Publikationsbranche in Korea geleistet hat.

Abhängig vom Vokal werden Silben in Hangeul entweder von links nach rechts (하) oder von oben nach unten geschrieben (구) Es besteht die Möglichkeit, unten ein oder zwei zusätzliche Buchstaben einzufügen (한, 국). Bsp.)

Gam sa ham ni da

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Klima und Wetter
Die Republik Korea liegt zwischen dem 33. und 38. Grad nördlicher Breite und dem 126. und 132. Grad östlicher Länge. Das Land hat ein kontinentales Klima mit sehr kalten, trockenen Wintern und sehr heißen, schwülen Sommern. Die Winter werden von Westwinden aus Sibirien und dem Mongolischen Plateau beeinflusst, während sich die Sommer wegen der warmen Winde vom Pazifischen Ozean allgemein durch ein ozeanisches Klima auszeichnen. Korea hat vier unterschiedliche Jahreszeiten, obwohl Frühling und Herbst eher kurz sind. Der Frühling setzt Anfang April ein und geht über den ganzen Mai. Der heiße und schwüle Sommer beginnt im Juni und dauert ungefähr vier Monate. Die sommerliche Regensaison währt von Ende Juni bis Mitte Juli. Der Sommer endet im späten September und weicht frischen, klaren Herbsttagen, die bis Ende Oktober anhalten. Im November wird es kälter, und im Dezember setzt

ein sehr kalter Winter ein, der bis Ende Februar dauert.

Topographie
Südkorea liegt jenseits des Ostmeers Japan und jenseits des Gelben Meers China gegenüber. Im Norden befindet sich jenseits der demilitarisierten Zone (DMZ) Nordkorea. Das Taebaek-Gebirge, das als das Rückgrat der koreanischen Halbinsel bezeichnet wird, erstreckt sich entlang der Ostküste und fällt steil in das Ostmeer hinab. An der West- und Ostküste senken sich die Berge nach und nach zu den Küstenebenen herunter, die von großen Flüssen durchzogen werden. Die relativ weiten Ebenen dehnen sich von den Unter- und Mittelläufen der Flüsse aus. Zum Taebak-Gebirge gehören viele der höchsten Berge Koreas. Der berühmteste und malerischste ist der Seoraksan. Ein

Frühling auf dem Bonghwasan (oben) Sommer auf dem Seoraksan (unten)

Herbst auf dem Gayasan (oben) Winter auf dem Jirisan (unten)

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Monatliche Durchschnittstemperatur und Niederschlagsmenge in Seoul
Niederschlag (mm) Durchschnittstemperatur (℃) 17,4 12,1 5, 2 -2,5 21,6 Jan. -0,3 23,6 Feb. 45,8 Mär. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. 77,0 102,2 49,3 53,0 133,3 137,6 0,2 24,9 24,9 21,9 327,9 25,4 348,0 20,8 14,4 6,9

Russland

China

Nordkorea
Okt. Nov. Dez.

Quelle: Koreanisches Wetteramt <www.kma.go.kr>

Ausläufer des Taebaek-Gebirges erstreckt sich nach Südwesten und gipfelt im Jirisan-Massiv. Dies ist das Sobaek-Gebirge. Der höchste Berg in der Republik Korea ist der Hallasan, ein schlafender Vulkan im Zentrum der Insel Jejudo. Die größten Flüsse in Südkorea sind der Hangang, Geumgang, Yeongsangang, Seomjingang und Nakdonggang. Der jährliche Niederschlag in Korea beträgt 1.245 mm, was 1,4 mal höher ist als der weltweite Durchschnitt. Allerdings liegt der Niederschlag pro Kopf nur bei einem Achtel des globalen Durchschnitts. Wassermanagement ist in Südkorea schwierig, da 60 % der jährlichen Niederschlagsmenge bei Fluten oder sintflutartigen Regenfällen verlorengeht, während die Flüsse in der Trockenzeit austrocknen. Verschärfend kommt hinzu, dass aufgrund von Bevölkerungswachstum, wirtschaftlicher Entwicklung und veränderter Lebensgewohnheiten der Wasserverbrauch stark angestiegen ist.
Koreanische Halbinsel
Geografische Extrempunkte Orte
(Links unten) Maßstab 1:5.200.000

Ostmeer

Gelbes Meer

LEGENDE

Japan

Koordinaten 43°00’42”N 33°06’43”N 131°52’22”E 124°10’51”E

Küsten
Korea ist eine Halbinsel: Im Westen liegt das Gelbe Meer, im Osten das Ostmeer und im Süden die Koreastraße. Südlich von Koreas größter Insel liegt das Ostchinesische Meer. An der West- und Südküste finden sich tief

Nördlichster Punkt Südlichster Punkt Östlichster Punkt Westlichster Punkt

Pungseo-ri (Yuwonjin), Provinz Hamgyeongbuk-do Marado (Insel), Autonome Provinz Jeju Dokdo (Insel), Provinz Gyeongsangbuk-do Bidanseom (Insel), Provinz Pyeonganbuk-do

Quelle: Nationales Geographie-Institut

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jährlichen Niederschlags fällt in den Monaten Juni bis September. Davon gehen 42 % aufgrund von Verdunstung und 31 % im Meer verloren. Da 70 % der koreanischen Landfläche aus Bergen besteht, verlaufen die Flüsse steil und das Regenwasser wird schnell ins Meer getragen. Die Schwankung der Wassermengen in den Flüssen ist so groß, dass im Sommer häufig Fluten eintreten und in der Trockenzeit Wasserknappheit herrscht. Nach dem Water Poverty Index (WPI - Wasserarmutsindex) liegt Korea von 29 OECD-Ländern auf Platz 20, und bei der Verfügbarkeit von Trinkwasser pro Kopf auf Platz 129 von 153 Ländern weltweit. Aus diesem Grund wurde 2008 das Projekt zur Sanierung der vier Hauptflüsse gestartet. Mit diesem Projekt sollen Deiche verbessert, das Ökosystem an
Der Nationalpark Hallyeohaesang, der sich von Geoje, Provinz Gyeongsangnam-do, bis nach Yeosu, Provinz Jeollanam-do, erstreckt, ist Koreas erster Meerespark, der 1968 zum Nationalpark erhoben wurde. Jährlich werden von der wunderschönen Kombination aus Meer, zahlreichen Inseln und malerischer Küste über eine Million Besucher angezogen.

den Strömen wiederhergestellt, kleine und mittlere Dämme und Reservoirs errichtet, Fahrradwege gebaut und Wasserwege geschaffen werden. Das Projekt wird bis 2012 insgesamt 14 Billionen Won kosten und soll pro Jahr 1,3 Billionen Liter Wasser sichern. Flussbetten, die im Zuge der Industrialisierung des Landes verschmutzt wurden, werden ausgebaggert, um die Wiederbelebung der Fluss-

eingeschnittene Riasküstenlinien mit einem riesigen Gezeitenhub. Infolge der relativen Ebenheit ist das Wattenmeer sehr groß. Durch die vielen Inseln, die wie Punkte im Meer liegen, wird es Dadohae, das „Meer der vielen Inseln,, genannt. Die Ostküste hingegen ist sehr gerade, das Wasser tief und der Gezeitenhub gering. Entlang der Küste befinden sich Sanddünen und Lagunen, und im äußeren Osten im Ostmeer liegen die vulkanischen Inseln Ulleungdo und Dokdo.

Ökosysteme zu unterstützen. Es sollen ökologische Flüsse mit einer Länge von 929 Kilometern, 35 ökologische Feuchtbiotopeparks und 24 Fischwege erschaffen werden, um das Leben und die Ökosysteme der Flüsse zu erhalten und zu schützen sowie die Artenvielfalt zu erhöhen. Im UN-Umweltprogramm heißt es: „Koreas Versuch, mithilfe des Projekts zur Sanierung der vier Hauptflüsse die Umwelt wiederherzustellen, ist lobenswert.,, Da durch den Klimawandel häufigere und weitreichendere Dürren und Fluten auftreten werden, steht im UN-Umweltprogramm, dass „weitere WassermanagementMaßnahmen erforderlich sind,,. Es wird erwartet, dass das Projekt eine Hilfe bei der Behebung von Wasserknappheit und bei der Förderung der kommunalen Wirtschaft sein wird.

4-Flüsse-Projekt
Das Gesamteinzugsgebiet der vier Hauptflüsse - Hangang, Geumgang, Nakdonggang und Yeongsangang - bildet das Herzstück der Republik Korea und umfasst 63,7 % der gesamten Landfläche. Die Fläche macht 62 % der Bevölkerung, 67 % des BIP, 53,7 % des landwirtschaftlich nutzbaren Landes und 62,2 % der potenziellen Wasserressourcen aus. Ungefähr 70 % des

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Ramsar-Konvention über Feuchtbiotope
Das 21. Jahrhundert steht im Zeichen der Umwelt. Während weltweit die Einigkeit gegen Umweltzerstörung wächst, nimmt das Interesse der Menschen an Umwelt und Ökologie zu und das Thema nachhaltige Entwicklung rückt mit jedem Tag mehr in den Mittelpunkt. Korea ist dem Umweltschutz verpflichtet. Dieser ist sogar integraler Bestandteil der Entwicklung der Nation.

Suncheonman-Bucht
Die Suncheonman-Bucht grenzt an Boseong, Goheung, Yeosu und Suncheon. Die Bucht entstand durch das Absinken eines Ausläufers des Sobaek-Gebirges, welcher sich bis zu den Halbinseln Goheungbando und Yeosubando erstreckt. Die tief eingeschnittene Küstenlinie der taschenförmigen Bucht verläuft über 58,7 km. Sie ist von Norden nach Süden 30 km und von Osten nach Westen 22 km lang. In der Bucht liegen verstreut viele kleine und größere Inseln. Flüsse wie der Isacheon, Okcheoncheon, Dongcheon, Beolgyocheon, Yeonhwacheon und Seonggicheon münden in die Bucht. Die Gegend ist von einem ozeanischen Klima mit relativ hohem Niederschlag von 1.308 mm

Upo-Feuchtbiotop
Das Upo-Feuchtbiotop in Changnyeong, Provinz Gyeongsangnam-do, ist das größte Auen-Feuchtbiotop in der Republik Korea. Es erstreckt sich über 2,3 km² und hat einen Umfang von 7,5 km. Im Feuchtbiotop leben 340 Pflanzenarten, darunter die Stachelseerose (Euryale ferox), 62 Vogelarten und 28 Fischarten, die von der koreanischen Regierung zum Schutz auf die Liste der gefährdeten Arten gesetzt wurden. Das Feuchtbiotop wurde am 2. März 1998 in die Ramsar-Liste der Feuchtbiotope von internationaler Bedeutung aufgenommen.

pro Jahr bestimmt. Das Feuchtbiotop hat nicht nur eine äußerst schöne Landschaft zu bieten, sondern ist das einzige vollkommen intakte Küstenbiotop unter allen großen Küsten-Feuchtbiotopen in Korea. Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten leben in diesem Gebiet, in dem das Süßwasser der Flüsse auf das Salzwasser der Meere trifft. Etwa 200 Vogelarten wie der Mönchskranich (Grus monacha), Schneereiher (Egretta eulophotes), die Baikalente (Anas formosa) und die Kappenmöwe (Larus saundersi) überwintern hier. Im Januar 2006 wurde die Suncheonman-Bucht in die Ramsar-Liste der Feuchtbiotope von internationaler Bedeutung aufgenommen.

Upo-Feuchtbiotop - Das größte Auen-Feuchtbiotop in Korea wurde 1998 in die Ramsar-Liste der Feuchtbiotope von internationaler Bedeutung aufgenommen.

Suncheonman-Bucht - Das Ökosystem ist intakt, und einige der seltensten Vogelarten der Welt überwintern hier. 2006 in die Ramsar-Liste der Feuchtbiotope von internationaler Bedeutung aufgenommen.

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Geschichte
역사

Gojoseon Drei Königreiche und Gaya Das Vereinigte Silla-Reich und Balhae Goryeo Joseon Die japanische Besatzung und Koreas Unabhängigkeitsbewegung Die Gründung der Republik Korea Geschichte Koreas im Überblick

Straucheibisch. Im Hintergrund ist eine Insel mit der Form der koreanischen Halbinsel. (Seonam maeul, Yeongwol, Gangwon-do)

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Geschichte
역사

Mandschurei gehörenden Provinz Liaoning sowie im Nordwesten Koreas. Diese Stämme wurden von Stammesführern regiert. Dangun, der legendäre Gründer des koreanischen Volkes, vereinte diese Stämme und gründete so das Königreich Gojoseon (2333 v. Chr.). Das Gründungsdatum belegt, dass Korea auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Dieses geschichtliche Erbe erfüllt die Koreaner mit einem Stolz, der ihnen die Kraft verleiht, schwierige Zeiten zu überstehen.

Gojoseon
Vor etwa 700.000 Jahren begannen Menschen, die koreanische Halbinsel und die umliegenden Gegenden zu besiedeln. Die Jungsteinzeit begann vor etwa 8.000 Jahren. In verschiedenen Gebieten der koreanischen Halbinsel können Relikte aus dieser Epoche gefunden werden, vor allem in den Küstengebieten und in der Nähe großer Flüsse. D i e B ro n ze ze i t b e ga n n e t wa 2 0 0 0 b i s 1 5 0 0 v. C h r. i n d e r heutigen Mongolei und auf der koreanischen Halbinsel. Im Laufe der sich weiterentwickelnden Zivilisation bildeten sich viele Stämme in der zur

Drei Königreiche und Gaya (5. Jahrhundert)

Goguryeo

Prähistorische Zeit auf der koreanischen Halbinsel
Paläolithikum Zeit Werkzeuge Vor etwa 70.000 Jahren Neolithikum Gegen 8000 v. Chr. Bronzezeit Gegen 1000 v. Chr.
Usan Dokdo Gelbes Meer Ungjin (Gongju) Sabi (Buyeo) Baekje Silla Gaya Geumseong (Gyeongju) Pyongyang Ostmeer

Steinwerkzeuge, beinerne Polierte Steinwerkzeuge, Bronze Werkzeuge Tonwaren Landwirtschaft, Privateigentum Viehhaltung - Besiedlung Erd- und Höhlenhäuser Stammesgesellschaft, gleichberechtigte Gesellschaft Ebenerdige Häuser Klassengesellschaft, Anerkennung des Privateigentums

Wirtschaftliche Jagen, Sammeln Nomadenleben Aktivitäten Wohnen Gesellschaft Höhle, Berghütten Gruppengesellschaft, gleichberechtigte Gesellschaft Faustkeil, Schaber

Relikte

Kamm-Muster-Tonwaren, Nicht-dekorative beinerne Nadel Tonwaren, mandolinenförmiger Bronzedolch

Tamna

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Drei Königreiche und Gaya
Di e S t a d t s t a a t e n wie de rum bi lde ten im La ufe d e r Z e i t g r ö ß e re Stammesverbände mit komplexeren politischen Strukturen, die schließlich zur Bildung von Königreichen führten. Von diesen Stammesverbänden entwickelte sich Goguryeo als erster zu einem Königreich (37 v. Chr. - 668 n. Chr.), das am mittleren Lauf des Flusses Amnokgang (Yalu) lag. Im Zuge der Eroberungskriege, die von Gwanggaeto dem Großen (Regierungszeit 391 - 413) und König Jangsu (Regierungszeit 413 - 491) angeführt wurden, war Goguryeo in der Lage, breite Landstriche zu besetzen, welche die Mandschurei und große Teile der koreanischen Halbinsel umfassten. Im Anschluss daran wurde ein Reich mit perfekten politischen Systemen gebildet. Das Königreich Baekje (18 v. Chr. - 660 n. Chr.) entstand aus einem Stadtstaat, der südlich des Flusses Hangang, ganz in der Nähe des heutigen Seoul, lag. In der Anfangszeit war Baekje ein verbündetes Reich ähnlich wie Goguryeo. Während der Herrschaft von König Geunchogo (346 n. Chr. - 375 n. Chr.) entwickelte sich Baekje zu einem zentralisierten aristokratischen Staat.

Das Königreich Silla (57 v. Chr. - 935 n. Chr.), das am weitesten im Süden lag, war zunächst das schwächste und am wenigsten entwickelte der drei Reiche. Da es aufgrund seiner geographischen Lage nicht im chinesischen Einflussbereich lag, war es aufgeschlossener gegenüber Praktiken und Ideen, die nicht aus China kamen. Die Gesellschaftsstruktur basierte auf einer fortschrittlichen, betont klassenbewussten buddhistischen Ordnung. Das

Das Vereinigte Silla-Reich und Balhae (8. Jahrhundert)

Balhae

Sanggyeong

Ostmeer Pyongyang

Gelbes Meer

Silla

Usan Dokdo

Geumseong (Gyeongju)

Rüstung und Helm Die Rüstung für Kämpfer von Gaya wurde aus langen rechteckigen Stahlplatten hergestellt, die mit Nägeln verbunden sind.

Immyeon munui wadang Ein Dachziegel mit lächelndem Gesicht (Vereinigtes Silla)

Tamna

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Militär bestand aus einem einzigartigen Korps junger aristokratischer Krieger, die sich Hwarang (,,Blume der Jugend”) nannten. Die Ursprünge des Königreichs Gaya (42 - 562) liegen in einer Art Konföderation, die sich nach dem Aufeinandertreffen verschiedener Stämme aus dem Gebiet des Nakdonggang-Flusses bildete.

umfasste nicht nur Flüchtlinge aus Goguryeo, sondern auch eine große MoheBevölkerung. Das Regierungssystem von Balhae war nach dem Vorbild der Verwaltungsstruktur des Königreiches Goguryeo geschaffen worden. Darüber hinaus hatte die hoch entwickelte Kultur Balhaes ihre Wurzeln in der Goguryeos. Das Balhae-Reich erlebte seine Blütezeit in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts, als es ein umfangreiches Territorium besetzte, das im Norden bis an den Fluss Amur und im Westen bis nach Kaiyuan, eine Stadt

Das Vereinigte Silla-Reich und Balhae
Mitte des 6. Jahrhunderts brachte das Silla-Reich das gesamte benachbarte Gaya-Königreich unter seine Kontrolle. Nach der Bildung eines Bündnisses mit der Tang-Dynastie Chinas war Silla in der Lage, Baekje im Jahr 660 und Goguryeo im Jahr 668 zu unterwerfen. Die Vereinigung der koreanischen Halbinsel war offiziell mit dem Sieg über die Tang-Dynastie durch Silla im Jahr 676 beendet. Silla erreichte die Blütezeit seiner Macht und seines Wohlstands Mitte des achten Jahrhunderts. Es war bestrebt, ein vollkommenes buddhistisches Land zu schaffen. So wurde der prächtige Bulguksa-Tempel in der Zeit des Vereinigten Silla-Reiches errichtet. 698 gründeten Flüchtlinge aus Goguryeo das Königreich Balhae im südlichen Zentrum der Mandschurei. Diese neue Einheit, bekannt als Balhae,

Goryeo (11. Jahrhundert)

Seogyeong (Pyongyang)

Ostmeer

Gelbes Meer

Gaegyeong (Gaeseong) Namgyeong (Seoul)

Usan Dokdo

Donggyeong (Gyeongju)

Tamna

Restaurierte Geumsok Hwalja (Bewegliche Metalllettern) aus der Goryeo-Epoche

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in der Mandschurei, reichte. Es nahm diplomatische Beziehungen mit dem Osmanischen Reich und Japan auf. Das Balhae-Reich existierte bis 926, dann wurde es von den Khitanen überrannt. Danach zogen viele Mitglieder der herrschenden Klasse, die zumeist Koreaner waren, nach Süden und siedelten sich in dem neu gegründeten Goryeo-Reich an.

koreanischen Kunsthandwerkern, die gesamten buddhistischen Schriften in große hölzerne Druckplatten zu schnitzen. Mit diesen mehr als 80.000 hölzernen Druckplatten wollte man sich den Schutz vor mongolischen Eindringlingen erflehen. Heute wird diese sogenannte Tripitaka Koreana im Haeinsa-Tempel aufbewahrt.

Goryeo
Das Königreich Goryeo (918 - 1392) war von Wang Geon, einem General, gegründet worden, der unter Gungye, einem aufständischen Prinzen des SillaReiches, gedient hatte. Er wählte seine Heimatstadt Songak (das heutige Gaeseong in Nordkorea) zur Hauptstadt. Er nannte sein Reich Goryeo. Sein vordringlichtes Ziel war es, das dem Goguryeo-Reich verlorengegangene Territorium im Nordosten von China zurückzuerobern. Von dem Namen Goryeo leitet sich das heutige Wort Korea ab. Es gelang dem Goryeo-Reich nicht, das verlorene Land zurückzuerobern; auf kultureller Ebene leistete es jedoch Bewundernswertes, wie zum Beispiel die Herstellung von Cheongja, dem blau-grünen Seladon-Porzellan. Zudem erlebte der Buddhismus im Goryeo-Reich eine Blütezeit. Nicht weniger bedeutsam war die Erfindung der ersten beweglichen Metall-Lettern im Jahr 1234, zwei Jahrhunderte vor Gutenberg. Zur gleichen Zeit gelang es talentierten

Joseon
General Yi Seong-gye stürzte 1392 die Goryeo-Dynastie und gründete ein neues Reich, das Joseon genannt wurde. Die ersten Herrscher von Joseon

Die Joseon-Dynastie (15. Jahrhundert)

Hamgil-do (Hamgyeong-do) Pyeongan-do Pyongyang Hamheung Ostmeer

Hwanghae-do Gangwon-do Haeju Gyeonggi-do Gelbes Meer Hanseong (Seoul) Wonju

Ulleungdo Dokdo

Chungcheong-do Gongju Jeonju Jeolla-do Gyeongsang-do Daegu

Gyeongguk daejeon (Nationales Gesetzbuch) – Gesetzbuch, das die Struktur und Funktion der Regierung von Joseon festlegte. (links) Zeichnungen eines Geobukseon, das als erstes gepanzertes Schlachtschiff der Welt gilt. (rechts)

Jejudo

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unterstützten anstelle des Buddhismus den Konfuzianismus als Leitphilosophie, um den in der Goryeo-Zeit stark gewordenen Einfluss des Buddhismus zurückzudrängen. Die Joseon-Herrscher regierten die Dynastie auf Basis eines sehr ausgewogenen politischen Systems. Die staatliche Leistungsprüfung für Beamte wurde fest institutionalisiert. Diese Prüfung war der Maßstab für das soziale und intellektuelle Leben während der Joseon-Zeit. Der geistigen Ausbildung wurde absoluter Vorrang eingeräumt, wohingegen Handel und Wirtschaft innerhalb der konfuzianisch orientierten Gesellschaft keinen hohen Stellenwert hatten. Während der Herrschaft des vierten Joseon-Monarchen, König Sejongs des Großen (1418 - 1450), erlebte Korea eine noch nie da gewesene Blütezeit. Unter seiner Leitung erarbeiteten Gelehrte der königlichen Akademie das koreanische Alphabet Hangeul. Damals nannte man es Hunminjeongeum, was so viel bedeutet wie ,,korrekte Laute zur Unterweisung des Volkes”. König Sejong hatte großes Interesse an der Astronomie. Auf sein Betreiben hin wurden Sonnenuhren, Wasseruhren, Himmelsgloben und astronomische Karten hergestellt. Als Teil der Bemühungen, eine Regierungsstruktur Joseons zu entwickeln, führte König Sejo (Regierungszeit: 1455 - 1468) ein Rechtssystem ein und veranlasste die Erstellung des Gyeongguk Daejon (Kodex). Die Regierungsform der Joseon-Dynastie wurde offiziell mit der nachfolgenden Fertigstellung des Gyeongguk Daejeon in der Zeit der Herrschaft Königs Seongjong (Regierungszeit: 1469 - 1494) eingeführt. 1592 fielen die Japaner in das Joseon-Reich ein, um von dort aus nach China vorzudringen. Zur See leistete Admiral Yi Sun-sin (1545 - 1598), eine der am meisten geachteten historischen Persönlichkeiten in Korea, mit brillanten Seemanövern erfolgreich Widerstand gegen die Japaner. Er setzte dabei die Geobukseon, die ,,Schildkrötenschiffe” ein, von denen man annimmt, dass sie die ersten gepanzerten Kriegsschiffe der Welt waren.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts entstand unter liberal gesinnten Gelehrten im Beamtenstand die so genannte Silhak-Bewegung, deren Ziel es war, der praktischen Ausbildung eine größere Priorität einzuräumen, um eine moderne Nation aufzubauen. Hauptanliegen dieser Bewegung waren Verbesserungen in der Landwirtschaft und der Industrie sowie radikale Reformen bei der Landverteilung. Die konservativen Aristokraten, die an der Macht waren, zeigten sich jedoch nicht bereit, derart drastische Veränderungen hinzunehmen. Gegen Ende der Joseon-Zeit kam es innerhalb des Regierungsapparates und der oberen Schichten immer wieder zu Auseinandersetzungen. König Yeongjo (Regierungszeit: 1724 - 1776) setzte diesen eine Politik des Ausgleichs entgegen, wobei es ihm gelang, die Autorität des Hofes und die politische Stabilität aufrechtzuerhalten. König Jeongjo, der von 1776 bis 1800 regierte, führte diese Politik des Ausgleichs fort. Er gründete Gyujanggak (die Königliche Bibliothek), um dort Schriften und Aufzeichnungen des Hofes aufzubewahren. Darüber hinaus führte er weitere politische und kulturelle Reformen durch. In dieser Zeit erlangte die Silhak-Bewegung ihre größte Bedeutung. Eine Reihe von führenden Gelehrten schlugen in progressiven Schriften Verbesserungen in der Landwirtschaft und der Industrie vor; aber nur wenige ihrer Ideen wurden von der Regierung übernommen.

Die japanische Besatzung und Koreas Unabhängigkeitsbewegung
Im 19. Jahrhundert blieb Korea ein ,,Einsiedler-Königreich”, das sich weigerte, westlichen Forderungen nach diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen nachzugeben. Einige asiatische und europäische Länder wetteiferten darum, ihre imperialistischen Interessen durchzusetzen und Einfluss auf die koreanische Halbinsel zu gewinnen. Nachdem Japan die Kriege gegen China und Russland gewonnen hatte, annektierte es Korea und stellte es 1910 unter seine Kolonialherrschaft.

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Diese bewirkte, dass sich das Nationalgefühl der Koreaner immer stärker entwickelte. Koreanische Intellektuelle waren empört über die Politik der Japaner, deren Ziel es war, die Koreaner völlig zu assimilieren. Sie verboten sogar, dass an den Schulen Koreanisch gelehrt wurde. Am 1. März 1919 kam es landesweit zu Aufständen gegen die Japaner, wobei tausende Menschen ihr Leben verloren. Die Unabhängigkeitsbewegung schlug zwar fehl, stärkte aber das Zusammengehörigkeitsgefühl und den Patriotismus der Koreaner und führte schließlich zur Gründung einer Exilregierung in Schanghai und zu einem organisierten bewaffneten Kampf gegen die japanischen Kolonialherren in der Mandschurei. Noch immer wird an jedem 1. März, einem nationalen Feiertag, dieser Unabhängigkeitsbewegung gedacht. Während der gesamten Kolonialzeit beuteten die Japaner Korea wirtschaftlich aus. Der Lebensstandard der Koreaner hatte sich unter der Kolonialherrschaft bis zu Japans Niederlage im Zweiten Weltkrieg 1945 zusehends verschlechtert.

Die Gründung der Republik Korea
Mit Freude und großer Erleichterung reagierten die Koreaner auf die Niederlage der Japaner im Zweiten Weltkrieg. Die Freude währte jedoch nicht lange, denn die Befreiung von den Japanern brachte nicht die lang ersehnte Unabhängigkeit, für die man so sehr gekämpft hatte. Durch den nun beginnenden Kalten Krieg kam es zur Teilung des Landes in zwei ideologisch entgegengesetzte Lager. Die Bemühungen der Koreaner, eine unabhängige Regierung einzusetzen, wurden durchkreuzt, als die Amerikaner den Süden besetzten und im Norden die Sowjetunion die Kontrolle übernahm. Im November 1947 verabschiedete die Vollversammlung der Vereinten Nationen eine Resolution, die in Korea allgemeine Wahlen unter der Aufsicht einer UN-Kommission vorsah. Die Sowjetunion weigerte sich jedoch, diese Resolution anzuerkennen, und verwehrte der Kommission den Zugang zum nordkoreanischen Territorium. Daraufhin verabschiedete die UN-Vollversammlung eine neue Resolution, die besagte, dass in den Gebieten, die für die UN-Kommission zugänglich waren, Wahlen stattfinden sollten. Am 10. Mai 1948 fanden die ersten Wahlen südlich des 38. Breitengrades statt. Dieser Breitengrad trennte von nun an die koreanische Halbinsel in Nord und Süd. Syngman Rhee, der ein in den USA ausgebildeter Intellektueller und ein früherer Vertreter der Unabhängigkeitsbewegung war, wurde 1948 zum ersten Präsidenten der Republik Korea gewählt. Syngman Rhee hatte großen Einfluss darauf, dass in Südkorea eine eigenständige Regierung gegründet wurde. Dann wurden in Korea die Demokratie und die Marktwirtschaft gefördert. Parallel dazu etablierte sich nördlich des 38. Breitengrades ein kommunistisches Regime unter der Führung von Kim Il-sung. Am 25. Juni 1950 fiel Nordkorea ohne gerechtfertigten Grund auf breiter Front im Süden ein und löste so einen Krieg aus, der drei Jahre lang

Kim Gu, Präsident der Exilregierung von Korea in Schanghai (links) Hochrangige Beamte der Exilregierung Koreas in Schanghai posieren 1945 für ein Erinnerungsfoto (rechts)

dauerte. Amerikaner, Chinesen und weitere ausländische Streitkräfte griffen in den Krieg ein. Die gesamte Halbinsel wurde verwüstet. Im Juli 1953 wurde ein

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Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Trotz aller historischen Errungenschaften wurde Syngman Rhee im Jahr 1960 durch die Studentenbewegung aus Protest gegen seine lange Herrschaft und seinen Wahlbetrug von der Macht verdrängt. Koreas wachstums- und exportorientierte wirtschaftliche Entwicklung seit den 1960er Jahren unter der Herrschaft von Präsident Park Chunghee, der aus dem Militär stammte, war derart bemerkenswert, dass sie mit der Bezeichnung ,,Das Wunder vom Han-Fluss” gewürdigt wurde. Aber nach 18-jähriger autoritärer Herrschaft wurde Park Chung-hee im Jahr 1979 ermordet. Dann wurde Südkorea nochmals von einem anderen Präsidenten regiert, der auch aus dem Militär stammte. Erst 1987 wurde die direkte Präsidentenwahl wiederhergestellt. Aber bis 1993 gelang es nicht, eine zivile demokratische Regierung wiederherzustellen. 1988 richtete Seoul erfolgreich die Olympischen Spiele aus. 2002 war Korea zusammen mit Japan Gastgeber der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft. Durch internationalen Handel und Austausch konnte Korea der Welt einen Eindruck von seinem

reichen kulturellen Erbe, seiner Liebe zur Kunst und dem hohen Stand seiner modernen Technologien vermitteln. Heute ist Korea etwa die zwölftgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, und die Nation ist entschlossen, im neuen Jahrtausend ihre Stellung als eine global führende Wirtschaftsmacht weiter auszubauen. 2010 hat Korea z. B. das Gipfeltreffen der G20-Staaten erfolgreich veranstaltet. Die Republik Korea hat immer das Ziel verfolgt, Demokratie und Marktwirtschaft weiter zu entwickeln. Obwohl das Erbe des Kalten Krieges auf dieser Halbinsel immer noch fortbesteht und Korea auch durch die globale Wirtschaftskrise beeinflusst wird, ist es heute bereit, diese Herausforderungen zu bewältigen und einen neuen wirtschaftlichen Anfang zu machen. Korea sieht einer glänzenden Zukunft entgegen.

Syngman Rhee, der erste Präsident der Republik Korea (links) Eine besondere Zeremonie anlässlich der Einsetzung der Regierung der Republik Korea am 15. August 1948. (rechts)

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Geschichte Koreas im Überblick
Geschichte Koreas
Die Geschichte Koreas begann mit der Gründung von Gojoseon (2333 v. Chr.). Korea hat eine 5000-jährige Geschichte. Es hat sich mit den umgebenden Großmächten engagiert, ausgetauscht und zugleich eine eigene Kultur entwickelt.
Drei Königreiche Silla (57 v. Chr. - 935 n. Chr.) Baekje (18 v. Chr. - 660 n. Chr.) Goguryeo (37 v. Chr. - 668 n. Chr.) Das Vereinigte Silla (676-935)
Joseon-Dynastie (1392-1910)

G20-Gipfel 2010 in Seoul

Seokguram-Grotte

Goryeo-Dynastie (918-1392) Verbündete Reiche von Samhan (Drei Han-Staaten)

Gojoseon Bronzezeit

Hunminjeongeum Das Hunminjeongeum war ein Lehrbuch für den Unterricht des Hangeul, des koreanischen Alphabetes, das von König Sejong dem Großen, dem vierten König der JoseonZeit (Regierungszeit: 1418 - 1450), entwickelt wurde.

FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2002 Korea / Japan

Mandolinenförmiger Bronzedolch Paläolithikum Neolithikum Korea v. Chr. CHINA Bronzezeit Zhou (1046-256) 5000 2000 1000 500 200 100 Eisenzeit Buyeo

Wandgemälde zum Thema Jagen aus der Muyongchong-Grabstätte (Kopie) Das Wandgemälde stellt einen berittenen Kämpfer dar. Er jagt Hirsch und Tiger. In der Goguryeo-Zeit (37 v. Chr. -668 n. Chr.) war das Reiten eine sehr wichtige Aktivität für das Wohl des Landes.

Die 24. Olympischen Spiele in Seoul (1988) Janggyeongpanjeon im Bereich des HaeinsaTempels als Aufbewahrungsort der Tripitaka Koreana Die Tripitaka Koreana ist eine der ältesten und umfassendsten Sammlungen der Lehren Buddhas, die heute in der Welt existiert, und wurde in der Zeit der Goryeo-Dynastie (918 - 1392) in 81.258 hölzerne Druckplatten geschnitzt. Koreakrieg (1950-53) Gründung der Republik Korea (1948) Daehan-Reich (1897-1910)

Gaya (42 - 562)

Balhae (698-926)

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Shang-Dynastie (1600 -1046)

Zeit der kriegführenden Staaten (475-221) Qin-Dynastie (221-206) West-Han-Dynastie (206 v. Chr. - 25 n. Chr.) Ost-Han-Dynastie (25-220)

Sui-Dynastie (581-618)

Tang-Dynastie (618-907)

Song-Dynastie (960-1279) Wudai-Dynastien (Fünf Dynastien) (907-960)

Ming-Dynastie (1368-1644) Yuan-Dynastie (1271-1368)

Qing-Dynastie (1616-1911)

Nan-bei-ChaoDynastie (420-589)
Sanguo-Zeit (drei Königreiche) (220-280) Jin-Dynastie (265-420)

Gründung der Volksrepublik China (1949)

Frühlings- und Herbstzeit (770-476)

Gründung der Republik China (1912)

DER WESTEN Zivilisation in Mesopotamien Königreich Ägypten Geburt von Jesus Christus Römisches Reich. Das Christentum wurde zur Staatsreligion erklärt (392) Teilung des Römischen Reiches in zwei Teile (395) Julius Caesar (101-44) Gründung des Königreichs in England (449) Mohammed (570-632) Der Erste Kreuzzug (1096-99) Marco Polo (1254-1324) Magna Carta (1215) Karl der Große, Erster römischer Kaiser (800) Der Hundertjährige Krieg (1334-1434) Gutenbergs Druckverfahren (1455) Kolumbus entdeckte Amerika (1492) Beginn der Reformation durch Martin Luther (1517) Erster Weltkrieg (1914-18) Zweiter Weltkrieg (1939-45) Amerikanischer Bürgerkrieg (1861-65) Amerikanische Revolution (1776) Französische Revolution (1789-1793) Der Dreißigjährige Krieg (1618-48)

Griechische Zivilisation Gründung des Römischen Reiches (735)

Der 1. Punische Krieg (264-241) Sokrates (470-399) Der 2. Punische Krieg (219-201) Alexander der Große (356-323) Der 3. Punische Krieg (149-146)

Hedschra (622), Beginn der islamischen Ära.

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Verfassung und Regierung
헌법과 정부

Verfassung Exekutive Legislative Judikative Unabhängige Organisationen Regionale Regierungen Verfassung und Regierung im Überblick

Gwanghwamun-Platz (Seoul)

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Verfassung und Regierung
헌법과 정부

beigetragen, Korea zu einem freien demokratischen Land zu machen. Die Verfassung besteht aus einer Präambel, 130 Artikeln und sechs zusätzlichen Bestimmungen. Sie ist in zehn Kapitel aufgeteilt: Allgemeine Bestimmungen, Rechte und Pflichten der Bürger, die Nationalversammlung, die Exekutive, das Rechtswesen, das Verfassungsgericht, die Wahlen, die Kommunalverwaltung, die Wirtschaft und Verfassungsänderungen. Zu den grundlegenden Bestimmungen der Verfassung gehört die Souveränität des Volkes, die Gewaltentrennung, die Verfolgung des Ziels einer

Verfassung
Auf dem Weg zur Demokratie hat Korea Zeiten der politischen Unruhe erlebt, was dazu führte, dass die Verfassung neun Mal geändert wurde, das letzte Mal am 29. Oktober 1987. Die Annahme der jetzigen Verfassung ist ein großer Fortschritt in Richtung einer vollständigen Demokratisierung. Abgesehen von der üblichen Überarbeitung einer Verfassung sind einige Veränderungen besonders hervorzuheben, so beispielsweise die Beschränkung der Macht des Präsidenten, die Stärkung der Macht der Legislative sowie einige Bestimmungen zum Schutz der Menschenrechte. Insbesondere haben die Gründung eines unabhängigen Verfassungsgerichts und dessen erfolgreiche Arbeit entscheidend dazu

friedlichen und demokratischen Wiedervereinigung Süd- und Nordkoreas, das Streben nach Frieden und Zusammenarbeit auf internationaler Ebene, die Pflicht, die Gesetze zu achten, und die Verpflichtung des Staates, für das öffentliche Wohl zu sorgen. Eine Verfassungsänderung bedarf einer besonderen Vorgehensweise, die sich von anderen Formen der Gesetzgebung unterscheidet. Eine Verfassungsänderung kann nur vom Präsidenten oder von der Mehrheit der Nationalversammlung vorgeschlagen werden. Eine Verfassungsänderung wird nur wirksam, wenn sie von der Nationalversammlung und im Rahmen einer Volksabstimmung akzeptiert wird. Bei der vorherigen Abstimmung in der Nationalversammlung müssen mindestens zwei Drittel ihrer Mitglieder für die Verfassungsänderung stimmen, bei der folgenden Volksabstimmung mehr als die Hälfte aller Wähler abstimmen und mehr als die Hälfte dieser Wähler eine Verfassungsänderung befürworten.

Exekutive Der Präsident
Der Präsident der Republik Korea, der in allgemeiner Wahl direkt vom Volk gewählt wird, steht an der Spitze der Exekutive. Der Präsident amtiert für die Dauer einer fünfjährigen Legislaturperiode;
Das Manuskript der ersten Verfassung der Republik Korea

eine Verlängerung der Amtszeit ist nicht möglich. Mit der Begrenzung der Amtszeit auf fünf Jahre soll verhindert werden, dass sich jemand an der Macht

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festhält und sein Amt nicht aufgibt. Sollte der Präsident während seiner Amtszeit sterben oder sein Amt nicht mehr ausüben können, übernimmt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der Premierminister oder ein Mitglied des Kabinetts vorübergehend die Aufgaben des Präsidenten. In dem gegenwärtigen politischen System hat der Präsident fünf wichtige Aufgaben: Er ist erstens als Staatsoberhaupt verantwortlich für innere Angelegenheiten und vertritt den Staat auch nach außen. Er empfängt ausländische Diplomaten, er verleiht Orden und andere Auszeichnungen und hat das Recht, jemanden zu begnadigen. Es ist seine Pflicht, die Unabhängigkeit und die territoriale Unversehrtheit sowie den Weiterbestand des Staates und die Einhaltung der Verfassung sicherzustellen; zu seinen besonderen Pflichten gehört es, für die friedliche Wiedervereinigung Koreas einzutreten. Zweitens ist der Präsident oberster Chef der Verwaltung; als solcher setzt er Gesetze in Kraft, die von der Legislative verabschiedet wurden und erlässt Anordnungen und Dekrete zur Ausarbeitung von Gesetzen. Der Präsident

ist der Vorsitzende des Kabinetts. Er hat die Befugnis, Beamte sowie den Premierminister und die Leiter von staatlichen Behörden und Dienststellen zu ernennen. Drittens ist der Präsident oberster Befehlshaber der Streitkräfte und kann als solcher den Krieg erklären. Er hat auch umfassende Befugnisse auf dem Gebiet der Militärpolitik. Viertens ist der Präsident verantwortlich für die Außenpolitik. Er hat das Recht, diplomatische Gesandte zu akkreditieren oder zu entsenden und Verträge mit anderen Nationen zu schließen. Schließlich ist der Präsident der höchstrangige Politiker und der entscheidende Gesetzgeber des Landes. Er kann der Nationalversammlung Gesetzesentwürfe vorschlagen und den Gesetzgebern persönlich oder schriftlich seine Stellungnahme zu bestimmten Gesetzesentwürfen mitteilen. Der Präsident hat nicht das Recht, die Nationalversammlung aufzulösen; andererseits aber kann die Nationalversammlung den Präsidenten verpflichten,

Cheong Wa Dae (Präsidialamt) <www.president.go.kr>

Präsident Lee Myung-bak und First Lady Kim Yoon-ok

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sich an die Verfassung zu halten und andernfalls ein Amtsenthebungsverfahren einleiten.

sie beteiligen sich an politischen Entscheidungsprozessen, sie können im Namen des Präsidenten handeln und jederzeit an den Sitzungen der Nationalversammlung teilnehmen, um ihren Standpunkt darzulegen. Die Mitglieder des Kabinetts sind allein gegenüber dem Präsidenten verantwortlich. Abgesehen vom Kabinett unterstehen dem Präsidenten mehrere Behörden direkt, die für die Festlegung und Umsetzung nationaler Politik zuständig sind: Das Amt für Rechnungsprüfung und Inspektion Korea, der Staatliche Nachrichtendienst und das Komitee für Kommunikationswesen. Die Leiter dieser Behörden werden direkt vom Präsidenten ernannt. Die Ernennung des Vorsitzenden für das Amt für Rechnungsprüfung und Inspektion bedarf allerdings der Zustimmung der Nationalversammlung. Das Amt für Rechnungsprüfung und Inspektion ist verantwortlich für die Rechnungsprüfung von Regierungsbehörden des Landes und der Kommunen, von staatlichen Gesellschaften und ähnlichen Organisationen. Das Amt hat auch das Recht, Machtmissbrauch oder Fehlverhalten von Staatsbediensteten aufzudecken. Die Ergebnisse solcher Untersuchungen werden sowohl dem Präsidenten als auch der Nationalversammlung vorgelegt, obwohl das Amt dem Präsidenten direkt untersteht. Der Staatliche Nachrichtendienst hat den Auftrag, Nachrichtenmaterial im In- und Ausland sowie Informationen über subversive und kriminelle internationale Aktivitäten zu sammeln. Er plant und koordiniert die nachrichtendienstlichen und sicherheitspolitischen Aktivitäten der Regierung. Das Komitee für Kommunikationswesen besteht aus fünf ständigen Mitgliedern, die die Behörde führen und sich bei Entscheidungen untereinander abstimmen müssen. Es handelt sich um die höchste Instanz, die für das Rundfunksystem, die Telekommunikation und das Internetfernsehen (IPTV) zuständig ist.

Das Kabinett
In Koreas präsidialem Regierungssystem regiert der Präsident mit Hilfe des Kabinetts, das aus 15 bis 30 Mitgliedern besteht und dessen Vorsitzender er ist. Er ist für alle wichtigen Regierungsentscheidungen allein verantwortlich. Der Präsident ernennt den Premierminister, der dann durch die Nationalversammlung bestätigt werden muss. Als zweitwichtigste Person nach dem Präsidenten hat der Premierminister in der Exekutive die Aufsicht über die Minister; er leitet auch das Büro zur Koordinierung der Politik, ist aber letztlich dem Präsidenten verpflichtet. Der Premierminister hat auch das Recht, sich an politischen Entscheidungsprozessen zu beteiligen und an den Versammlungen der Nationalversammlung teilzunehmen. Die Mitglieder des Kabinetts werden auf Vorschlag des Premierministers vom Präsidenten ernannt. Ihnen obliegt die Leitung ihrer Ministerien,

Legislative
Kabinettsitzung, der Präsident Lee Myung-bak vorsitzt

Die Gesetzgebungskompetenz liegt bei der Nationalversammlung, die aus einer

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Kammer besteht. Die Versammlung setzt sich aus 300 Mitgliedern zusammen, die für vier Jahre gewählt werden. Von 300 Mitgliedern werden 246 durch Volksabstimmung in den kommunalen Wahlbezirken gewählt, während die verbleibenden 54 Mitglieder ihre Sitze auf der Grundlage des Verhältniswahlsystems erhalten, innerhalb dessen jeder politischen Partei Sitze zugeteilt werden, die mindestens drei Prozent aller gültigen Stimmen oder mindestens fünf Sitze bei der Kommunalwahl gewonnen hat. Ziel dieses Wahlsystems ist es, die Stimmen der Menschen aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten zu berücksichtigen, um so die Kompetenz der Versammlung zu erhöhen. Um gewählt zu werden, muss ein Kandidat mindestens 25 Jahre alt sein. Aus jedem Wahlbezirk wird ein Kandidat mit der Mehrheit der Stimmen gewählt. Ein Mitglied der Nationalversammlung wird außerhalb der Nationalversammlung nicht verantwortlich gemacht für Meinungen, die es in der Kammer vertritt, oder für Stimmen, die es in der Kammer abgegeben hat.

Während einer Sitzung der Nationalversammlung darf keines ihrer Mitglieder ohne Zustimmung des gesamten Parlaments verhaftet werden, es sei denn, es wird bei einer kriminellen Tat in flagranti ertappt. Sollte ein Mitglied der Nationalversammlung direkt vor der Eröffnung einer Sitzung in Haft genommen worden sein, so muss es für die Zeit der Sitzung freigelassen werden, wenn die Nationalversammlung das verlangt. Es gibt reguläre und außerordentliche Sitzungen der Nationalversammlung. Gesetzmäßig vorgeschrieben ist eine reguläre Sitzung der Nationalversammlung pro Jahr, sie findet in der Zeit von September bis Ende Dezember statt. Außerordentliche Sitzungen können vom Präsidenten oder von mindestens einem Viertel der Mitglieder beantragt werden. Die Sitzungsperiode von regulären Parlamentsversammlungen ist auf 100 Tage beschränkt, die für außerordentliche Sitzungen auf 30 Tage. Wenn der Präsident eine außerordentliche Parlamentssitzung einberufen lässt, muss er bekannt geben, wie lange die Sitzung dauern wird und warum er sie einberufen hat.

Die Nationalversammlung

Eröffnungszeremonie einer normalen Sitzung der Nationalversammlung

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Mit Ausnahme der Fälle, in denen die Verfassung oder das Gesetz es anders vorsehen, ist eine Abstimmung im Parlament nur dann rechtsverbindlich, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder der Nationalversammlung anwesend ist, und wenn mehr als die Hälfte der anwesenden Mitglieder für einen Antrag stimmt. Wenn darüber unentschieden abgestimmt wird, gilt dieser als von der Nationalversammlung abgelehnt. Parlamentssitzungen sind öffentlich. Wenn jedoch mehr als die Hälfte der Parlamentsmitglieder gegen eine Beteiligung der Öffentlichkeit stimmt, oder wenn der Parlamentspräsident die Öffentlichkeit aus Gründen der nationalen Sicherheit ausschließen will, wird sie nicht zugelassen Laut Verfassung hat die Nationalversammlung eine Reihe von Aufgaben. Die wichtigste besteht im Erlass von Gesetzen. Zu den weiteren Funktionen der Nationalversammlung gehört es, den Staatshaushalt sowie außenpolitische Entscheidungen zu genehmigen, einer Kriegserklärung und der Stationierung einheimischer Truppen im Ausland oder ausländischer Truppen im Inland zuzustimmen, Staatsangelegenheiten zu überprüfen und Amtsenthebungsverfahren einzuleiten. Der Antrag zu einem Amtsenthebungsverfahren muss von mindestens einem Drittel der Parlamentsmitglieder eingebracht werden. Nur wenn die Mehrheit des Parlaments dem Antrag zustimmt, gilt er als angenommen. Der Antrag zur Amtsenthebung eines Präsidenten muss von der Mehrheit aller Parlamentsmitglieder eingebracht werden, und mindestens zwei Drittel aller Parlamentsmitglieder müssen für den Antrag stimmen. Die Nationalversammlung wählt einen Sprec her und zwei stellvertretende Sprecher für eine Amtszeit von zwei Jahren. Der Sprecher leitet die Parlamentssitzungen, vertritt das Parlament nach außen und überwacht die Verwaltung. Die stellvertretenden Sprecher stehen dem Sprecher zur Seite und vertreten ihn in Abwesenheit.

Judikative
Die Judikative besteht in Korea aus dem Obersten Gerichtshof, den Hohen Gerichtshöfen, den Bezirksgerichten, dem Patentgericht, dem Familiengericht sowie den Verwaltungs-, Land- und Amtsgerichten. Die Gerichte sprechen Recht in Zivil- und Strafsachen, bei rechtlichen Auseinandersetzungen in Verwaltungsund Wahlangelegenheiten sowie bei allen anderen Rechtsstreitigkeiten. Gleichzeitig wachen sie über das Grundbuchregister, die Einhaltung des Familienrechts, die Rechtmäßigkeit von Geldanlagen sowie über die Beamten des Justizwesens. Der Oberste Gerichtshof ist die höchste Instanz. Er entscheidet über eingelegte Rechtsmittel von niederen Instanzen und über Urteile von Kriegsgerichten. Der Oberste Richter wird vom Präsidenten mit Zustimmung der Nationalversammlung ernannt. Die Ernennung der anderen Richter erfolgt durch den Präsidenten auf Vorschlag des Obersten Richters. Die Amtszeit des

Oberster Gerichtshof Der Oberste Gerichtshof Koreas ist ein Symbol für die öffentliche Ordnung und die Demokratisierung des heutigen Koreas

218

219

Obersten Richters beträgt sechs Jahre, eine zweite Amtszeit ist ausgeschlossen. Der Oberste Richter muss sein Amt im Alter von 70 Jahren niederlegen. Die Amtszeit der anderen Richter beträgt ebenfalls sechs Jahre. Sie können aber wiedergewählt werden und müssen im Alter von 65 Jahren ihr Amt aufgeben. Die Hohen Gerichte sind Gerichte zweiter Instanz in Straf- und Zivilangelegenheiten sowie in Verwaltungsfällen, die von den Amts- und Familiengerichten an sie verwiesen werden. Das Patentgericht prüft Entscheidungen des Patentamts in zweiter Instanz. Auch in Patentfragen ist der Oberste Gerichtshof die letzte Instanz. Landgerichte, die in erster Instanz entscheiden, gibt es in Seoul und den folgenden dreizehn Städten: Incheon, Uijeongbu, Suwon, Chuncheon, Daejeon, Cheongju, Daegu, Busan, Changwon, Ulsan, Gwangju, Jeonju und Jeju. Das Familiengericht befasst sich mit allen Rechtsfällen, die Ehe, Jugendliche und den häuslichen Bereich betreffen. Das Verwaltungsgericht befasst sich mit Verwaltungsfällen. Außerhalb Seouls sind die Landgerichte auch für Verwaltungsfragen zuständig. Abgesehen von diesen Gerichten gibt es Militärgerichte, die bei Vergehen von Soldaten und zivilen Angehörigen des Militärs entscheiden.

Instanz bei Amtsenthebungsverfahren, fällt Urteile im Falle der Auflösung von politischen Parteien, schlichtet bei Kompetenzstreitigkeiten von Regierungsorganen und urteilt bei Verfassungsbeschwerden der Bürger. Es gibt neun Verfassungsrichter, die sechs Jahre im Amt bleiben und für die eine weitere Amtszeit möglich ist.

Nationale Wahlkommission
In Übereinstimmung mit Artikel 114 der Verfassung wurde die Nationale Wahlkommission als eine unabhängige Verfassungsbehörde gegründet. Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass Wahlen und Volksabstimmungen fair verlaufen. Ihr Status ist vergleichbar mit dem der Nationalversammlung, der Regierung, der Gerichte und des Verfassungsgerichtes. Die Amtszeit und der Status jedes Wahlbeauftragten werden verfassungsgemäß genau festgelegt. Es ist sichergestellt, dass die Wahlbeauftragten ihre Pflichten ohne jegliche Einmischung von außen erfüllen können.

Nationale Menschenrechtskommission
Die Kommission wurde 2001 als nationale Institution zur Verteidigung der Menschenrechte gegründet. Sie ist der Wahrung der Menschenrechte in einem weiteren Sinne, und zwar unter Einbeziehung der Würde, des Wertes und der Freiheit jedes Menschen, verpflichtet, wie es in den internationalen Menschenrechtskonventionen und Verträgen festgeschrieben ist, die Korea unterzeichnet hat. Die Kommission besteht aus 11 Beauftragten, einschließlich des Vorsitzenden, der drei ständigen Beauftragten und der sieben nichtständigen Beauftragten. Von den 11 Beauftragten werden vier von der Nationalversammlung gewählt, vier vom Präsidenten und drei vom Obersten Staatsrichter des Obersten Gerichtshofs ernannt und dann vom Präsidenten bestätigt.

Unabhängige Organisationen Das Verfassungsgericht
Das Verfassungsgericht wurde im September 1988 als wesentlicher Teil des konstitutionellen Systems gegründet. Entsprechend der Verfassung der Sechsten Republik, welcher der starke Wunsch des koreanischen Volkes nach Demokratie zugrunde lag, entstand das Verfassungsgericht, ein neues konstitutionelles System. Es soll dem besonderen Schutz der grundlegenden bürgerlichen Rechte Rechnung tragen und als Kontrolle der Staatsgewalt fungieren. Das Verfassungsgericht interpretiert die Verfassung und entscheidet über die Verfassungskonformität der Gesetze. Es entscheidet auch in letzter

220

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Regionale Regierungen
Der Artikel 117 der Verfassung der Republik Korea besagt, dass ,dass ,,die Kommunalverwaltungen sich mit Angelegenheiten zu befassen haben, die dem Wohl der Bürger dienen, dass es ihre Aufgabe ist, Grundbesitz zu verwalten, und im Rahmen der geltenden Gesetze Vorschriften bezüglich der lokalen Autonomie zu erlassen.” Die Leiter der Kommunalverwaltungen haben, sofern im Gesetz nicht anders vorgeschrieben, die Aufgabe, die Verwaltung innerhalb ihres Verwaltungsbezirks zu überwachen. Zu den Aufgaben der kommunalen Exekutive gehört es, die ihr von der Zentralregierung gestellten Aufgaben zu erledigen. Dazu gehört die Verwaltung von öffentlichen Einrichtungen und die Festsetzung und Erhebung von Kommunalsteuern sowie von Gebühren für öffentliche Dienstleitungen. Die Kommunalverwaltungen auf höherer Ebene haben auch die Aufgabe, zwischen der Regierung und den Kommunalverwaltungen auf niedrigerer Ebene zu vermitteln. Die Kommunalverwaltungen auf niedrigerer Ebene koordinieren ihre Dienstleistungen unter Berücksichtigung der Verwaltungsbezirke (-eup, -myeon und -dong), die als Außenstellen und Anlaufstellen für die Bewohner dienen. Sie sind in erster Linie mit den routinemäßigen Verwaltungstätigkeiten sowie mit sozialen Dienstleistungen beschäftigt.

Regionale Regierungen
7 Busan Verwaltungssitz: Jungang-ro Einwohnerzahl: 3,54 Millionen Fläche: 766 km² www.busan.go.kr

1 2 8 11 10 3

9

Provinz
8 Gyeonggi-do Verwaltungssitz: Suwon Einwohnerzahl: 11,46 Millionen Fläche: 10.186 km² www.gg.go.kr 9 Gangwon-do Verwaltungssitz: Chuncheon Einwohnerzahl: 1,51 Millionen Fläche: 20.569 km² www.provin.gangwon.kr 10 Chungcheongnam-do Verwaltungssitz: Daejeon Einwohnerzahl: 2,04 Millionen Fläche: 8.601 km² www.chungnam.net 11 Chungcheongbuk-do Verwaltungssitz: Cheongju Einwohnerzahl: 1,53 Millionen Fläche: 7.432 km² www.cb21.net 12 Jeollabuk-do Verwaltungssitz: Jeonju Einwohnerzahl: 1,85 Millionen Fläche: 8.601 km² www.jeonbuk.go.kr 13 Jeollanam-do Verwaltungssitz: Muan Einwohnerzahl: 1,91 Millionen Fläche: 10.2249 km² www.jeonnam.go.kr 14 Gyeongsangbuk-do Verwaltungssitz: Daegu Einwohnerzahl: 2,67 Millionen Fläche: 19.026 km² www.gyeongbuk.go.kr 15 Gyeongsangnam-do Verwaltungssitz: Changwon Einwohnerzahl: 3,25 Millionen Fläche: 10.533 km² www.gsnd.net 16 Jeju Sonder-/Selbstverwaltungsprovinz Verwaltungssitz: Jeju Einwohnerzahl: 0,56 Millionen Fläche: 1.848 km² www.jeju.go.kr

14

5 12 6 15 4 13 7

16

Hauptstädte und Großstädte
1 Seoul Verwaltungssitz: Sejong-daero Einwohnerzahl: 10,21 Millionen Fläche: 605 km² www.seoul.go.kr 2 Incheon Verwaltungssitz: Guwol-dong Einwohnerzahl: 2,71 Millionen Fläche: 1.007 km² www.incheon.go.kr 3 Daejeon Verwaltungssitz: Hyangchongil Einwohnerzahl: 1,48 Millionen Fläche: 540 km² www.metro.daejeon.go.kr 4 Gwangju Verwaltungssitz: Naebang-ro Einwohnerzahl: 1,43 Millionen Fläche: 501 km² www.gwangju.go.kr 5 Daegu Verwaltungssitz: Gongpyeongro Einwohnerzahl: 2,49 Millionen Fläche: 884 km² www.daegu.go.kr 6 Ulsan Verwaltungssitz: Jungang-ro Einwohnerzahl: 1,11 Millionen Fläche: 1.057 km² www.ulsan.go.kr

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223

Verfassung und Regierung im Überblick
Regierungsaufbau
Legislative Exekutive Judikative Verfassungsgericht

Ministerium für Ernährung, Land- und Forstwirtschaft sowie Fischfang

Präsident

• Amt für Regierungsprüfung und Inspektion •Staatlicher Nachrichtendienst

Komitee für Kommunikationswesen Rhee Syngman Der 1.,2. und 3. Präsident (1948 - 1960) Yun Bo-seon Der 4. Präsident (1960 - 1962) Park Chung-hee Der 5. bis 9. Präsident (1963 - 1979) Choi Kyu-hah Der 10. Präsident (1979-1980)

Premierminister • Staatsminister für besondere Angelegenheiten • Ministerium für Gesetzgebung • Amt zur Betreuung von Vaterlandsfreunden und Veteranen

• Kommission für fairen Handel • Kommission für Finanzdienstleistung • Kommission für Bürgerrechte

Ministerium für Strategie und Finanzen

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologie

Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Handel Ministerium für öffentliche Verwaltung und Sicherheit Ministerium für Gesundheit, Soziales und Familien

Ministerium für Wiedervereinigung

Justizministerium

Verteidigungsministerium

Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus

Chun Doo-hwan Der 11. und 12. Präsident (1980 - 1988)

Roh Tae-woo Der 13. Präsident (1988 - 1993)

Kim Young-sam Der 14. Präsident (1993 - 1998)

Kim Dae-jung Der 15. Präsident (1998 - 2003)

Ministerium für Ernährung, Landund Forstwirtschaft und Fischerei

Ministerium für wissensbasierte Wirtschaft

Umweltministerium

Arbeitsministerium

Ministerium für die Gleichstellung der Geschlechter

Ministerium für Land, Verkehr und maritime Angelegenheiten

Roh Moo-hyun Der 16. Präsident (2003 - 2008)

Lee Myung-bak Der 17. Präsident (2008 - )

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225

9
Wirtschaft
경제

Wirtschaftliche Lage Industrielle Innovation Wissenschaft und Technologie Information und Kommunikation Herausforderungen für die koreanische Wirtschaft Ausländische Direktinvestitionen (FDI) System zur Unterstützung von Investoren Logistik-Drehscheibe der Weltklasse Wirtschaftlicher Ausblick G20-Gipfel in Seoul und Korea Wirtschaft auf einen Blick

9
Wirtschaft
경제

Maßnahmen getroffen, um besser gegen mögliche Risiken im Bereich der Haushalte, Unternehmen und des Finanz- und Devisenmarkts gesichert zu sein, damit die Wirtschaft nicht durch äußere Erschütterungen getroffen wird. D a s ic h die B e s c h äf t igun g un t e rh a l b d e s Nive aus vor de r Krise befindet, setzt sich die Regierung mit Fiskalprojekten, eigenen Beschäftigungsförderprogrammen und der Einleitung eines Dienstleistungssektor -Entwicklungsplans für die Schaffung von sowohl lang- als auch kurzfristigen Arbeitsplätzen ein. Sie hat auch die Bemühungen um die Unterstützung

Wirtschaftliche Lage
Auf Basis der Erholung Koreas von der globalen Finanzkrise hat die Regierung kontinuierliche Anstrengungen unternommen, das Fundament für ein langfristiges Wachstum zu stärken und die Realwirtschaft anzukurbeln. Die Regierung steuert volkswirtschaftliche Maßnahmen auf eine flexible Weise, damit die wirtschaftliche Erholung weiter anhalten kann. Sie unternimmt auch Schritte, um das erneute Eintreten einer Krise zu verhindern. Dazu werden im In- und Ausland Risikofaktoren überwacht und gleichzeitig

einkommensschwacher Schichten mit Maßnahmen zur Preisstabilisierung, Bereitstellung kostengünstigen Wohnraums, Vitalisierung von Mikrokrediten und der Lebensgrundlagensicherung schwacher Bevölkerungsgruppen verstärkt. Dank der erfolgreichen Maßnahmen der Regierung konnte Korea im Jahr 2010 eine Wachstumsrate von 6,3 Prozent aufweisen - die höchste seit acht Jahren - und das Pro-Kopf-Einkommen ist wieder auf ein Niveau von 15.915 Euro zurückgekehrt. Die Inlandsnachfrage führte das Wachstum an, während die Bereiche privater Konsum und Infrastrukur-Investitionen hervorragende Zahlen verzeichneten. Die Exporte haben gemäß einer erhöhten Auslandsnachfrage im Rahmen globaler wirtschaftlicher Erholung zugenommen, was durch die

Wachstum Bruttoinlandsprodukt / Pro-Kopf-Bruttonationaleinkommen (BNE)
Einheit: Milliarden US-Dollar Einheit: US-Dollar

2010 2009 2008 2007 000 1990 1980 64 8 264 512 834

1.014

2010 2009 2008 17.175

20.759

931 1.049

19.231 21.695 10.841 6.147 1.645 254

2007 2000 1990 1980 1970

Wunder am Hangang (River) „Wunder am Hangang“ beschreibt das Wunder-Wirtschaftswachstum, mit dem Korea sich aus der Asche des Koreakrieges erhob

1970

Quelle: Bank von Korea

228

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erhöhte Wettbewerbsfähigkeit koreanischer Produkte gestützt wird. Korea hat einen Sprung nach vorn gemacht und ist nun die siebtgrößte Exportnation der Welt. Es erreichte zwei Jahre lang in Folge einen Handelsüberschuss von 32 Milliarden Euro. Infolge der Anstrengungen der Regierung, Arbeitsplätze zu schaffen, entstanden 323.000 neue Stellen. Führend dabei war der private Sektor mit einem Anstieg des Anteils an Vollzeitarbeitsplätzen und einer nachfolgenden Verbesserung der Arbeitsplatzqualität. Korea war auch ein erfolgreicher Gastgeber des G20-Gipfels 2010 und konnte das Bild des Landes weiter positiv bereichern. Der Gipfel war der erste, der von einem Nicht-G8-Land sowie einem asiatischen Land ausgerichtet wurde. Korea spielte als Vorsitzender eine Schlüsselrolle, schlug die „Korea-Initiative“ vor und trug zu wesentlichen Übereinkommen bei. Durch diesen Gipfel zeigte Korea seine diplomatischen Fähigkeiten und Führungsqualitäten, denn es übernahm eine Vermittlerrolle zwischen Industrieund Schwellenländern und spielte eine führende Rolle bei der Erstellung einer neuen internationalen Ordnung.

Industrielle Innovation
Als fünfzehntgrößte Wirtschaftsnation der Welt hat Südkorea in vielerlei Hinsicht eine Erfolgsgeschichte zu verzeichnen. 2010 betrug das koreanische Handelsvolumen 710 Milliarden Euro, was das Land zur siebtgrößten Exportnation der Welt macht. Im Bereich ausländischer Devisenreserven steht Korea auf Platz sechs der Weltrangliste. Wie bei anderen Ländern auch war Koreas Wirtschaft vom Abschwung der globalen Wirtschaft betroffen. Obwohl der Won 2008 fast ein Drittel seines Wertes einbüßte, sagte der Direktor des IWF-Regionalbüros für den Asien-Pazifik-Raum eine schnelle Erholung für Korea dank der ,verbesserten wirtschaftlichen Grundlage’ voraus. Koreas Wirtschaftswachstum wird von Schlüsselindustrien getragen, die auf der weltweiten Bühne Anerkennung gefunden haben. Korea ist global führend bei der Produktion von Displays und Halbleitern. Es ist auch die zweitgrößte Schiffbaunation der Welt. Derweil belegt es Platz zwei im Bereich der Mobiltelefone und Platz sechs im Bereich der Kraftfahrzeuge und Stahl. Koreas Schiffbausektor ist weiterhin führend in der Industrie und belegt weltweit den zweiten Platz im Hinblick auf Tonnage der gebauten Schiffe, Neuaufträge und Auftragsbestand. Auf Koreas Schiffbausektor entfallen zurzeit

Führende Handelsnationen, 2009
Vereinigte Staaten China Deutschland Japan Frankreich Niederlande Vereinigtes Königreich Italien Belgien Republik Korea

2.661 2.208 2.064 1.133 1.045

Für den Export aufgereihte Kraftfahrzeuge in Incheon, dem größten Hafen an der Westküste.

Einheit: Milliarden US-Dollar Quelle: Welthandelsorganisation

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231

ungefähr 34 % aller Schiffbauaufträge weltweit. Korea produziert als ein großer Automobilhersteller jährlich 4,2 Millionen Fahrzeuge. Seit Korea im Jahr 1978 mit dem Export von Kraftfahrzeugen begann, hat sich die Automobilindustrie des Landes in einer beachtlichen Geschwindigkeit entwickelt. Aufgrund der steigenden Beliebtheit koreanischer Automobile im Ausland haben koreanische Automobilhersteller damit begonnen, Produktionsstandorte im Ausland zu errichten. Mit fast 13 % des globalen Marktanteils ist Koreas Halbleiterindustrie im Spitzenbereich des Sektors zu finden, insbesondere im Hinblick auf FlashSpeicher und DRAM (Dynamic Random Access Memory). Koreas führende Halbleiterhersteller Samsung Electronics und Hynix belegten 2010 weltweit Platz eins und zwei. Alles in allem hatten die beiden Giganten einen Anteil von fast der Hälfte des globalen Markts. Zurückblickend hat sich Koreas Industriepolitik etwa jedes Jahrzehnt erheblich gewandelt. Dies führte die Wirtschaft in eine positive und erfolgreiche Richtung. Anfang der 1960er Jahre begann Korea, den Export zu fördern, indem

es entsprechende Gesetze und Regulierungen einführte und exportorientierte Entwicklungspläne aufstellte. In den 1970er Jahren war die chemische Industrie im Mittelpunkt der Industriepolitik des Landes. In den 1980er Jahren fand eine industrielle Umstrukturierung statt, die auf die Förderung kleinerer und mittlerer Unternehmen (SMEs) abzielte. Marktöffnung und -liberalisierung kennzeichneten die 1990er Jahre. Als 1997 die asiatische Finanzkrise ausbrach, brachte Korea mutige Reformen auf den Weg, um eine schnelle wirtschaftliche Erholung herbeizuführen. Koreanische Unternehmen ergriffen die Initiative, um die Transparenz zu erhöhen und globalen Standards zu entsprechen. Gleichzeitig wurden Maßnahmen eingeführt, um Unternehmensgründungen zu erleichtern. Seit 2000 steht die Innovation an oberster Stelle auf der nationalen Agenda. Um mehr Innovation zu bewirken, fördert Korea unternehmensfreundliche Maßnahmen sowie Maßnahmen zur Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Großunternehmen und SMEs. Koreas Hauptaugenmerk konzentriert sich auf die Ankurbelung der Wachstumsmotoren des Landes und die Erneuerung der industriellen Struktur. Um dies zu erreichen, plant Korea den weiteren Ausbau seines

Koreas Hauptprodukte
Jahr Autoproduktion (in tausend)
1997

Komponentensektors und wissensbasierten Dientleistungssektors.
Schiffbau-Aufträge Stahlproduktion (in tausend, gewichtete (1.000 Tonnen) Bruttoraumzahl) 5.124 5.430 9.808 6.701 15.934 15.558 12.978 21.422 32.823 18.475 4.762 11.999 42.554 41.042 43.107 45.390 46.309 47.520 47.820 48.455 51.328 53.322 48.572 58.362

Nach dem erfolgreichen Zustandekommens der Freihandelsabkommen mit den USA und der EU hofft Korea nun, weitere gegenseitig gewinnbringende Verträge mit anderen Handelspartnern abschließen zu können.

1999 2000 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010

2.818 2.843 3.115 3.148 3.178 3.469 3.699 3.840 4.086 3.827 3.513 4.272

Wissenschaft und Technologie
Zur Stimulierung der Entwicklung fortschrittlicher Wissenschaft und Technologie gründete die Regierung 1966 das Koreanische Institut für Wissenschaft und Technologie (KIST) und 1967 das Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MOST). In der Überzeugung, dass die Zukunft des Landes in der Entwicklung personeller Ressourcen und der Wissenschaftsund Technologieförderung liegt, gründete die Regierung am 29. Februar 2008

Quelle: Ministerium für wissensbasierte Wirtschaft <www.mke.go.kr>

232

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das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologie (MEST). Die Nationale Wissenschafts- und Technologiekommission (NSTC) wurde im April 2011 ins Leben gerufen. Sie ist für die Erstellung des Nationalen Wissenschafts- und Technikbasisplans zuständig sowie für die Koordination und Zusammenführung von behördenübergreifenden Wissenschafts- und Technologie-Maßnahmen auf Grundlage dieses Plans. Anfangs konzentrierte sich Koreas nationale Wissenschafts- und Technologiepolitik hauptsächlich auf die Einführung, Aufnahme und Anwendung ausländischer Technologien. In den 1980er Jahren allerdings verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Planung und Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im eigenen Land, um das Niveau wissenschaftlicher und technischer Fertigkeiten anzuheben. Dazu gehörten Programme zur Erhöhung der Investitionen in Forschung und Entwicklung, um hochspezialisiertes Personal in diesen Bereichen auszubilden. Seit den frühen 1990er Jahren konzentriert sich die Regierung auf drei

Bereiche: Förderung der Grundlagenforschung, Sicherstellung einer effizienten Verteilung und Nutzung der Forschungs- und Entwicklungsressourcen sowie eine Ausweitung der internationalen Zusammenarbeit. Mit diesen Maßnahmen soll Koreas technologische Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden. Seit Ende 2009 beliefen sich Koreas Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen auf 23,6 Milliarden Euro, was 3,57 % des Bruttosozialprodukts ausmacht. Südkorea wird sich auch weiterhin verstärkt an globalen Themen wie der Erhaltung der Umwelt und einer gesicherten Nahrungs-, Energie- und Gesundheitsversorgung beteiligen.

Information und Kommunikation
Südkorea gehört zu den führenden Nationen im Bereich der Informationsund Kommunkationstechnologie (IKT). Dies wird belegt durch die enorme Produktion und hohen Exportzahlen im Bereich der IKT, der WeltklasseTechnologie und der breiten Nutzung von Internet und mobilen Kommunikationsgeräten im Land. Produkte der IKT-Branche wie Computerchips und Mobiltelefone machen über 33 % der gesamten Exporte Koreas aus. Was die Kommunikationsdienste angeht, so besitzt nahezu jeder Südkoreaner zumindest ein Mobiltelefon. Ferner verfügt fast jeder Haushalt über einen Breitband-Internetanschluss. Alle Branchen - von der Nahrungsmittelindustrie bis zum öffentlichen Transport - sind stark abhängig von Computern und IKT. Heutzutage gehören koreanische Halbleiter, Mobiltelefone, TFT-LCDs und andere Produkte aufgrund ihrer hohen Qualität zu den begehrtetesten Produkten auf dem globalen Markt. Im Hinblick auf IKT-Statistiken haben sich in der koreanischen Gesellschaft zwischen 2001 und 2010 große Veränderungen ergeben: Die Anzahl der Inhaber eines Breitband-Internetanschlusses ist von 7,81 Millionen auf 37,01 Millionen gestiegen, während zugleich die Zahl der Internetnutzer von 24,38 Millionen auf 37,01 Millionen gestiegen ist. Der E-Commerce-

Das Smartphone ‘Galaxy S II’ und der Tablet-PC ‘Galaxy Tab 10.1’ mit der weltweit anerkannten Technologie des koreanischen Unternehmens Samsung.

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Umsatz wuchs ebenfalls zwischen 2001 und 2010 von 67 Milliarden Euro auf 514 Milliarden Euro.

bleiben, während Unternehmen, die sich nicht selbst erhalten, durch Unternehmensumstrukturierung abgewic kelt werden sollten. Die Regierung wird den Finanzmarkt aufmerksam überwachen, um plötzliche Kapitalbewegungen zu erkennen, die die Wirtschaft stören könnten, und Maßnahmen zur Verbesserung des Devisensektors initiieren. Da der Lebensstandard der Arbeiterklasse - obwohl er sich verbesserte - noch kein zufriedenstellendes Niveau erreicht hat, wird die Regierung ihre Bemühungen dahingehend verstärken, dass die Früchte der wirtschaftlichen Erholung auch bei den niedrigen Einkommensschichten ankommen. Das Land wird durch Schaffung von Arbeitsplätzen im privaten Sektor, Ausbildung und Berufsqualifizierung für benachteiligte Gruppen und Hilfe kleiner und mittlerer Unternehmen bei der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit ein solide Grundlage für ein geteiltes Wachstum legen. Währenddessen wird es weiterhin Anstrengungen unternehmen, Arbeitnehmer durch geringere Lebenshaltungskosten zu unterstützen und benachteiligte Gruppen zu schützen.

Herausforderungen für die koreanische Wirtschaft
Um sich selbst in eine der führenden Wirtschaftsnationen der Welt zu verwandeln, muss Korea die Makroökonomie auf solide Weise regeln, den Lebensunterhalt seiner Bürger stabilisieren und sich auf zukünftige Risiken vorbereiten. Als erstes ist es notwendig, eine flexible makroökonomische Politik umzusetzen, um Erschütterungen aus dem Ausland abzufangen und die Preisstabilität zu erhalten, während langfristige wirtschaftliche Erholung durch ein Wachstum des privaten Sektors gestützt wird. Die Finanzreform ist eine sehr wichtige Aufgabe, die Korea bewältigen muss, und diese betrifft Haushalte, Unternehmen und Finanzinstitute. Die Verschuldung privater Haushalte muss auf einem soliden Niveau

Internetnutzung
Inhaber eines Anschlusses für Hochgeschwindigkeitsinternet Internetnutzer

2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001 2000 3.870

17.224 16.349 15.060 14.710 14.043 12.191 11.921 11.178 10.405 7.806 19.040

37.010 36.580 36.190 34.820 34.120 33.010 31.580 29.220 26.270 24.380

Einheit: 1.000 Personen Quelle: Korea Communications Commission <www.kcc.go.kr>

Der Saemangeum-Damm (wahrscheinlich der längste von Menschenhand erbaute Damm der Welt) wird zurzeit als Knotenpunkt für die Erschließung grüner Energie gebaut.

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Angesichts einer niedrigen Geburtsrate und einer alternden Gesellschaft sowie abnehmendem Wachstumspotenzial, das zu einem Rückgang des Wirtschaftswachstums führen wird, muss Korea Wachstumsmotoren entwickeln und die Produktivität durch Umstrukturierung verbessern. Um dies zu erreichen, wird die Regierung anstreben, Markteintrittsbarrieren in Dienstleistungsbranchen mit großem Entwicklungs- und Beschäftigungspotenzial so schnell wie möglich zu senken. Weiterhin wird sie sich dafür einsetzen, das System zur Entwicklung personeller Ressourcen zu verbessern und die Arbeitsmarktflexibilität zu erhöhen, damit personelle Ressourcen bestmöglich eingesetzt werden können. Das Land muss seine Förderung grüner Forschung und Entwicklung ausweiten, um die Entwicklung von Zukunftswachstumsmotoren in umweltfreundlichen grünen Industrien zu fördern, und gleichzeitig seine Unterstützungssysteme für die Industrie, wie zum Beispiel finanzielle Unterstützung und Steueranreize, verbessern. Eine Erhöhung der Produktivität durch Marktöffnung beispielsweise anhand von Freihandelsabkommen ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Weiterhin muss Korea auf zukünftige Risiken wie eine alternde Gesellschaft und den Klimawandel vorbereitet sein. Korea wird weiterhin größte Anstrengungen unternehmen, um seine finanzielle Stabilität zu verbessern, damit es für eine alternde Gesellschaft und Änderungen in den innerkoreanischen

Beziehungen gerüstet ist. Zusätzlich muss Korea eine sich verändernde Nachfrage berücksichtigen, die mit dem demographischen Wandel einhergeht, und damit im Zusammenhang stehende Systeme wie Bildung, Gesundheitsund Wohnungswesen anpassen. Des Weiteren muss es aktiv Energie-Einsparung betreiben und gleichzeitig neue erneuerbare Energieressourcen entwickeln, um dem Klimawandel erfolgreich begegnen zu können.

Ausländische Direktinvestitionen (FDI)
Ausländische Direktinvestitionen (FDI) sind ein integraler Bestandteil der koreanischen Wirtschaft. Die Zahl der Unternehmen mit ausländischen Investitionen in Korea hat sich seit etwa dem letzten Jahrzehnt exponentiell erhöht. 1997 lag die Zahl unter 2.000, 2010 dagegen lag sie bei 14.000. Diese Unternehmen machen 13 Prozent des Umsatzes, 12 Prozent des gesamten Exports und 6 Prozent der Beschäftigung im produzierenden Sektor aus. Seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 1997 hat sich die koreanische Regierung aktiv um das Anziehen ausländischer Direktinvestitionen nach Korea bemüht. Die Annahme des Gesetzes zur Förderung ausländischer Investitionen hat diese Bemühungen stark unterstützt. Durch dieses Gesetz wurden 99,8 Prozent der koreanischen Industrie für ausländisches Kapital geöffnet und ein erheblicher Schutz der Interessen von Investoren wurde erzielt. Nach diesem Gesetz erhalten ausländische Investoren auch Anreize wie zum Beispiel Steuerbefreiungen, finanzielle Zuschüsse und günstiges Bauland. Um Korea zu einem unternehmensfreundlicheren Land zu machen,

Devisenreserven
2010 2009 2008 2007 1990 1980 1970 6,6 0,6 14,8 96,2 201,2 269,9 291,5

hat die Regierung einen umfassenden Plan zur Verbesserung des Rahmens ausländischer Investitionen erstellt. Dieser wird alle drei Jahre überprüft. Das Ministerium für wissensbasierte Wirtschaft übernimmt die führende Rolle bei der Umsetzung des Plans in Zusammenarbeit mit elf weiteren Ministerien und acht Behörden. Korea erreichte 2008 bis 2010 zahlreiche Erfolge: Reduzierung der Körperschaftssteuern, Einführung eines neuen Systems zum besseren Schutz

Einheit: Milliarden US-Dollar Quelle: Bank von Korea

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239

geistigen Eigentums, effizientere Organisation von Verwaltungsverfahren, Erleichterung bei der Einrichtung eines Industriekomplexes, Erhöhung des Höchstbetrags ausländischen Kapitals, das geliehen oder verliehen werden kann, ohne dass die Transaktion gemeldet werden muss, sowie Einführung internationaler Rechnungslegungsstandards. Gleichzeitig hat sich das Lebensumfeld für ausländische Geschäftsleute erheblich verbessert: Es gibt mehr Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, die ihren Bedürfnissen entsprechend eingerichtet sind, ein bequemeres Zollbearbeitungsverfahren für ausländische Geschäftsleute, die Korea besuchen oder in Korea leben, sowie mehr Dienstleistungen auf Englisch. Es gibt viele Unternehmen mit ausländischem Kapital, die im Einklang mit der koreanischen Wirtschaft erfolgreich Geschäfte machen. Der britische Einzelhändler Tesco hat eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte in Korea zu verzeichnen. Tescos koreanische Geschäfte machen ein Drittel des Gesamtumsatzes des Unternehmens im Ausland aus. Ein weiteres erfolgreiches Beispiel für ausländische Investitionen ist die Standard Chartered First Bank (SC First Bank). Nachdem sie mit dem Erwerb der First Bank durch 2,6 Milliarden

Euro im Januar 2005 in den koreanischen Markt eingetreten ist, ist sie nun der größte ausländische Investor auf dem Finanzmarkt in Korea. Die SC First Bank macht ein Fünftel des Gesamtvermögens der Standard Chartered Group aus. Seit 2005 sind zusätzliche 716 Millionen Euro in die Bank geflossen. Die Bedeutung der Bank wird deutlich durch die Tatsache, dass sie das einzige Unternehmen innerhalb der Gruppe ist, das dem Geschäftsführer von Standard Chartered direkt berichtet. Doch dies sind nur ein paar der Erfolgsgeschichten. Von Korea erhaltene ausländische Direktinvestitionen stiegen von 9,15 Milliarden Euro im Jahr 2009 auf 10,4 Milliarden Euro im Jahr 2010, und das Land zielt darauf ab, im Jahr 2011 12 Milliarden Euro anzuziehen. Es gibt ein wachsendes Interesse bei Investoren an Forschungsu n d E n t w i c k l u n g s e i n ri c h t u n ge n , L ogi s t i k ze n t re n u n d re gi o n a l e n Hauptgeschäftsstellen multinationaler Unternehmen. Großes Interesse seitens Bauteile- und Materialienunternehmen besteht auch an Koreas hochentwickeltem Elektroniksektor. Korea besitzt als Ziel ausländischer Direktinvestitionen mehrere Stärken. Es liegt innerhalb Ostsasiens an einem strategisch wichtigen Punkt. Die Region

Ausländische Direktinvestition (FDI)
2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001 6,5 9,1 11,3 10,5 11,2 11,6 12,8 11,5 11,7 13,1

Prof. Guy Sorman, ein Politikwissenschaftler an der Universität Paris, hielt im Juli 2010 eine Rede auf dem Seoul Global Forum.

Unit: Milliarden US-Dollar Quelle: Ministerium für wissensbasierte Wirtschaft <www.mke.go.kr>

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Ostasien ist Heimat für zwei Drittel der Weltbevölkerung, produziert ein Fünftel aller Güter der Welt und weist eine der höchsten Wirtschaftswachstumsraten der Welt auf. Es wird erwartet, dass Ostasien der größte Markt und das größte Produktionszentrum der Welt sowie einer der Hauptwachstumsmotoren für die Weltwirtschaft werden wird. Es gibt mehr als 61 Städte mit über 1 Million Einwohner, die von Seoul aus innerhalb von drei Flugstunden erreicht werden können. Dies macht Korea zu einem Tor zu einer beeindruckenden Vielfalt von Investitionszielen in Ostasien. Unternehmen können leicht in ausländische Märkte expandieren, nachdem sie Korea als Testumgebung genutzt haben. Bereits mehr als die Hälfte aller Fortune-500-Unternehmen ist in Korea präsent. In Korea sind einige der erfolgreichsten Industrien und Branchen der Welt angesiedelt. Beispiele dafür sind Kraftfahrzeuge, Stahl, Schiffbau, Halbleiter, Displays und IT. Nicht nur das, auch sind koreanische Bauunternehmen im Ausland äußerst erfolgreich. Koreanische Fernsehproduktionen und Popsongs werden vom Publikum in der gesamten asiatischen Region begeistert aufgenommen. Und Koreas Onlinespiele-Branche ist jetzt die zweitgrößte

der Welt. Eindeutig ist es eine kluge Entscheidung für die Zukunft, in Koreas hochentwickelte und schnell wachsende Industrien und Branchen zu investieren. Korea ist eines der aktivsten Länder der Welt bezüglich des Abschlusses von Freihandelsabkommen mit großen Wirtschaftsblöcken. Korea und die Vereinigten Staaten haben bereits einen Vertrag abgeschlossen, der in beiden Ländern die Ratifizierung erwartet. Ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union ist ratifiziert, und Korea bereitet sich auf Verhandlungen mit China und Japan vor. Koreas aktives Streben im Hinblick auf Freihandelsabkommen wird ausländischen Investoren mit Basis in Korea dabei helfen, effizienter Geschäfte auf dem Weltmarkt zu machen. Zu Koreas größten Stärken zählen auch sein exzellenter Pool an Humanressourcen und das hervorragende geschäftliche Umfeld. Die Begeisterung der Koreaner für Bildung ist auf der ganzen Welt bekannt. Jedes Jahr schließen in Korea etwa 100.000 Studenten ihr Studium der Naturwissenschaft oder Ingenieurwissenschaft ab. Auch verfügt Korea über die höchste Internetverbreitung der Welt dank einer allgegenwärtigen Internetpräsenz. Um zu betonen, wie bedeutend Investitionen für die Zukunft

Anzahl der Forscher
Einheit: tausend Personen Anzahl der Forscher pro 1.000 Berufstätigen

13,2

9,2 7,5 6,1 4,3 130 4,9 160 179 6,2 190 6,6 198 6,7 210 235 8,3 289 257

9,7 300 323

1998

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologie <www.mest.go.kr>

Das im Januar 2008 eröffnete Seoul Global Center bietet ausländischen Unternehmen in mehreren Sprachen Hilfe bei bürokratischen Angelegenheiten.

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243

des Landes sind, ist Korea entschlossen, alle Mittel einzusetzen, um den Bedürfnissen von Investoren zu entsprechen. Zu diesem Zweck bemüht sich Korea, das unternehmerische Umfeld für ausländische Investoren zu verbessern. Das Invest Korea Plaza (IKP) ist dafür ein gutes Beispiel. Es ist das erste Gründerzentrum für ausländische Investoren in Korea. Ausgelegt für die Geschäftsbedürfnisse des 21. Jahrhunderts, bietet es ausgestattete Büros und hochmoderne Konferenzanlagen. Hinzu kommt ein umfassender Service vor Ort, von Investment-Beratung durch Vertreter von Invest KOREA und anderen staatlichen Agenturen bis hin zu Orientierungsprogrammen über die koreanische Geschäftskultur sowie Informationen über das Alltagsleben. Dies alles wird in einem dynamischen internationalen Geschäftsumfeld geboten.

in Korea beschränkte sich einst auf den Schutz der einheimischen Dienstleistungsbranchen. Die Regierung hat allerdings eine Reihe von Maßnahmen zur letztendlich vollständigen Öffnung durchgeführt. Beispielsweise ist die Lebensversicherungsbranche nun komplett für ausländische Investoren geöffnet. Ausländische Banken stehen nicht mehr im Nachteil. Der Groß- und Einzelhandel steht Investitionen aus dem Ausland ebenfalls offen und unterliegt nur noch in bestimmten Bereichen gewissen Einschränkungen. Der Werbemarkt, einst nur für Jointventures mit ausländischer Minderheitsbeteiligung geöffnet, ist nun für ausländische Investoren vollständig zugänglich. Schutz geistigen Eigentums: Die Regierung erkennt klar, dass der strenge

System zur Unterstützung von Investoren
Alle derzeitigen Gesetze und Regulierungen bezüglich ausländischer Direktinvestitionen sind zu einem einzigen Gesetzeswerk zusammengefasst worden: das Gesetz zur Förderung ausländischer Investitionen (FIPA), welches im November 1998 in Kraft trat. Seit seines Inkrafttretens können ausländische Investoren Service aus einer Hand in Anspruch nehmen und sie genießen Gleichbehandlung. Verschiedene Anreize wie Steuerbefreiung und Steuererleichterung sind eingeführt worden, um ausländische Direktinvestitionen zu fördern. So sind beispielsweise die Körperschafts- und Einkommenssteuern über einen Zeitraum von sieben Jahren für Hightech-Unternehmen gesenkt oder erlassen worden. Grundstücke im Staatsbesitz können von Unternehmen mit ausländischem Kapital über einen Zeitraum von 50 Jahren günstig, in bestimmten Fällen sogar kostenlos, gepachtet werden. Auch wurden Freie Investmentzonen für großangelegte ausländische Direktinvestitionen eingerichtet. Die Regierung hebt weiterhin stufenweise Einfuhrbeschränkungen auf und verringert die Zahl der Waren, die Zöllen unterliegen. Dienstleistungssektor: Die Liberalisierung des Dienstleistungssektors

Schutz geistigen Eigentums grundlegend für die kooperativen wirtschaftlichen Beziehungen mit wichtigen Handelspartnern ist. Seit 1987 hat Korea fundamentale Reformen in Gang gesetzt, um den Schutz geistigen Eigentums zu stärken. Neue Urheberrechtsgesetze stellen einen umfassenden Schutz ausländischer und einheimischer Werke sicher. Das Urheberrecht erlischt 50 Jahre nach dem Tod eines Autors. Der Schutz gegen die Verletzung

Eine Arbeitssuchende im Gespräch mit einer Mitarbeiterin einer ausländischen Firma auf einer Jobmesse für Unternehmen mit ausländischem Kapital in Korea

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geistiger Eigentumsrechte ist durch spezifische Rechtsvorschriften auf Computersoftware ausgedehnt worden. Agrarmarkt: In Korea hat, wie in vielen Ländern, die Agrarpolitik weitreichende soziale und politische Folgen, was eine Öffnung dieses Sektors zu einer gewaltigen Herausforderung macht. Die sensible Haltung Koreas hinsichtlich der Landwirtschaft ist zum Teil darin begründet, dass koreanischen Bauern pro Kopf etwa nur ein Siebenundfünzigstel der Ertragsfläche wie den Bauern in den USA zur Verfügung steht. Dies bedeutet, dass koreanische Bauern nicht so wettbewerbsfähig sein können wie Bauern in den USA. Nichtsdestotrotz unternimmt die koreanische Regierung Anstrengungen, den heimischen Agrarmarkt weiter zu öffnen. Diese sind begleitet von Regierungsinitiativen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des koreanischen Agrarsektors. Um ihrer Verpflichtung zur Verbesserung des Marktzugangs für landwirtschaftliche Produkte nachzukommen, hat die Regierung im Dezember 1988 eine Arbeitsgruppe gegründet, die die Zeitpläne für die Liberalisierung des Handels mit Agrarprodukten bis 1991 überarbeiten sollte. Überarbeitete Pläne haben dabei geholfen, den Umfang der Liberalisierung zu erweitern und das Tempo der Marktöffnung zu beschleunigen.

Logistik-Drehscheibe der Weltklasse
Der im März 2001 eröffnete Internationale Flughafen Incheon verfügt über hochmoderne Anlagen und bietet seinen Kunden ein hochentwickeltes Verkehrsnetzwerk. Mit seiner strategischen Position ist der Flughafen bereit dafür, eine führende Logistik- und Transportdrehscheibe in Nordostasien zu werden. Expansionspläne für das Flughafengebiet umfassen ein zweites Passagier-Teminal, Einrichtung einer Freihandelszone und eines internationalen Geschäftszentrums. Der Internationale Flughafen Incheon wurde im jährlich durchgeführten Benchmarking-Test Airport Service Quality (ASQ) des Internationalen Flughafenrats, in dem 1.700 Flughäfen überprüft wurden, im sechsten Jahr in Folge als bester Flughafen ausgewählt. Der Internationale Flughafen Incheon hat seit seiner Öffnung 2001 einen kontinuierlichen Anstieg des Frachtaufkommens verzeichnet und ist nun der zweitgrößte Flughafen in diesem Bereich mit 3,7 Millionen Tonnen abgefertigter internationaler Luftfracht im Jahr 2010. Containerschiffe aus Korea steuern auf internationalen Seewegen Häfen in Süd- und Nordamerika, Europa, Australien, dem Nahen Osten und Afrika an. Ausländische Ozeanriesen, Kreuzfahrtschiffe und Passagierfrachter statten koreanischen Häfen häufige Besuche ab.

Vertreter ausländischer Unternehmen hören einen Beitrag auf dem von KOTRA veranstalteten ein Forum für ausländische Investitionen.

Hafen Gwangyang, eine Logistik-Drehscheibe Nordostasiens

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Das Frachtaufkommen stieg außerdem kontinuierlich an, von 11,89 Millionen Standardcontainern (TEU) im Jahr 2002 auf 16,34 Millionen TEU 2009, da in den Häfen Busan, Gwangyang und Incheon die Hafenanlagen erweitert und die Produktivität durch verbesserte Güterumschlagskapazitäten verbessert wurde. Insbesondere fertigte der Hafen Busan 13,26 Millionen TEU Frachtaufkommen ab. Damit liegt er das vierte Mal in Folge auf Platz fünf weltweit, was die Zahl der abgefertigten Container betrifft.

angeführt vom privaten Sektor, wird auf 280.000 prognostiziert. Allerdings bestehen Unsicherheitsfaktoren von außen, wie die instabile Lage im Nahen Osten, steigende Rohstoffpreise, die Katastrophe in Japan und die anhaltende europäische Finanzkrise. Die Regierung wird die wirtschaftliche Lage genau überwachen und weiterhin Bemühungen unternehmen, um die Erholung beizubehalten und die Preise stabil zu halten.

Wirtschaftlicher Ausblick
Es wird erwartet, dass starke Exporte, die von einer Erholung der globalen Wirtschaft gestützt werden, ein erhöhter Privatkonsum, der von einer Stabilisierung auf den einheimischen und ausländischen Finanzmärkten getragen wird, ein Anstieg der Beschäftigungsraten und Einkommen sowie kontinuierlich steigende Investitionen zu einem Wachstum der koreanischen Wirtschaft um fünf Prozent im Jahr 2011 geführt haben. Die Zahl der Neuanstellungen,

Internationales Geschäftsviertel Songdo (IBD) Songdo IBD ist ein internationales Geschäftszentrum, das auf 6 Quadratkilometer künstlich aufgeschüttetem Land entlang des Hafengebiets von Incheon entsteht. Es liegt 60 Kilometer südlich von Seoul und wird über eine 11 Kilometer lange Brücke mit dem Internationalen Flughafen Incheon verbunden.

Frachtaufkommen in Häfen und Umschlagquote
Frachtaufkommen Umschlagquote

Frachtaufkommen und Umschlagrate am Internationalen Flughafen Incheon
Frachtaufkommen Umschlagquote

35,4% 31,1%

34,9%

35,5%

36,3%

35,5%

35,1%

34,5% 17,93

35%

34,3% 19,37

46,7%

46,2%

46,4%

46,2%

44,2%

48,1%

50,1%

49,2%

47,2%

43,8% 2,67

26,9% 9,12 9,99 11,89

13,19

14,52

15,22

15,95

17,48

16,34 1,70 1,18 1,84

2,13

2,15

2,34

2,56

2,42

2,31

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

Einheit: Millionen TEU Quelle: Ministerium für Land, Transport und maritime Angelegenheiten <www.mltm.go.kr>

Einheit: Millionen Tonnen Quelle: Ministerium für Land, Transport und maritime Angelegenheiten

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G20-Gipfel in Seoul und Korea
Der G20-Gipfel wurde vom 11. bis 12. September unter dem Motto „Gemeinsames Wachstum jenseits der Krise“ abgehalten. Korea veranstaltete das Treffen zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Welt dabei war, die durch die Finanzkrise 2007 entfachte Rezession zu überwinden. Der Gipfel, der erste in Asien und von einem Nicht-G7-Land veranstaltete Gipfel, konzentrierte sich auf eine Agenda, die einen Beitrag zu Lösung globaler wirtschaftlicher Probleme leisten kann. Zu den Punkten, die diskutiert wurden, gehörten die Feinabstimmung des Systems des G20-Gipfels, die Umsetzung der auf dem G20-Gipfel in Pittsburgh getroffenen Vereinbarungen, die Entwicklung von Tagesordnungspunkten, die für die Institutionalisierung des G20Gipfels geeignet sind, die Erstellung eines globalen Kooperationssystems und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen G20-Mitglieds- und NichtMitgliedsstaaten. Korea spielte als Vorsitzender des Gipfels in Seoul als auch auf Grundlage seiner eigenen Erfahrungen hinsichtlich wirtschaftlicher Entwicklung und Krisenüberwindung eine Vermittlerrolle zwischen entwickelten und Schwellenländern. In einem Versuch, den Fokus der Diskussionen zu verlagern, die sich auf entwickelte Länder konzentriert hatten, betonte Korea Themen wie weltweite finanzielle Sicherheitsnetze, Reform der globalen Finanzsysteme und Fortschritte in der Entwicklung, die für aufstrebende Wirtschaftsnationen von Interesse sind. Die G20-Politiker nahmen in der koreanischen Hauptstadt die Seouler Erklärung an. In dieser Erklärung vereinbarten sie, bis zur zweiten Hälfte des Jahres 2011 ein vom Markt bestimmtes Wechselkurssystem und konkrete Richtlinien für die Leistungsbilanz einzuführen, um die gegenwärtigen Wechselkursprobleme und das globale Ungleichgewicht anzugehen. Die Erklärung umfasst Vereinbarungen über starke und nachhaltige Systeme der Zusammenarbeit für ein ausgewogenes Wachstum; die Reform der internationalen Finanzinstitutionen und finanziellen Sicherheitsnetze; die

Reform der Haushaltsordnung; die finanzielle Einbeziehung der Armen; Energie, Klimawandel und grünes Wachstum; Korruptionsbekämpfung; den G20Wirtschaftsgipfel sowie ein Zugehen auf aufstrebende Volkswirtschaften. Zusätzlich enthielt die Erklärung drei Anhänge: der Entwicklungskonsens von Seoul für gemeinsames Wachstum, der Mehrjährige Aktionsplan für Entwicklung und der Korruptionsbekämpfungs-Aktionsplan. Der Erklärung war auch ein Dokument mit dem Titel „Politische Verpflichtungen der G20Mitglieder“ beigefügt. Der G20-Gipfel zeigte die Anerkennung von Koreas Führung durch die internationale Gemeinschaft. Er ermöglichte Korea auch, kostbare immaterielle Werte durch eine Ausweitung seiner internationalen Netzwerke als auch durch die Erfahrung als Gastgeber der Konferenz zu gewinnen. Um an den Erfolg des Gipfels anzuknüpfen, wird Korea kontinuierliche Anstrengungen unternehmen, um Standards für eine Umstrukturierung des globalen Finanzsystems zu setzen.

Teilnehmer des G20-Gipfels in Seoul 2010 winken bei einem Fototermin in die Kamera.

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Wirtschaft auf einen Blick
In den letzten vier Jahrzehnten war Koreas eindrucksvolles Wirtschaftswachstum ein Teil dessen, was als „Wunder Ostasiens“ bezeichnet wird.

Hauptexportprodukte 2010

50,7
Halbleiter

49,1
Schiffe

Handelsvolumen
Einheit: Milliarden US-Dollar Quelle: Ministerium für wissensbasierte Wirtschaft <www.mke.go.kr>

857

892

35,4
Autos

32,6 728 687
Erdölprodukte Flachbildschirme und Sensoren

31,5

27,6
Schnurlose Kommunikationsgeräte

333

Automobilteile

19,0 17,1

Kunstharz

113 11
1974 1988 2000 2007 2008 2009 2010

Stahlblechprodukte

16,6

Computer

9,1

Einheit: Milliarden US-Dollar Quelle: Ministerium für wissensbasierte Wirtschaft < www.mke.go.kr>

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Korea in der Welt
세계속의 한국

Internationale Beziehungen Wirtschaftlicher Austausch Internationaler Frieden und internationale Zusammenarbeit Koreas Entwicklungshilfe Zukünftige politische Richtung

Freiwillige der NGO COPION (Zusammenarbeit und Teilnahme in Auslands-NGOs) und Schüler aus Kathmandu genießen das Wochenende in Nepal.

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Korea in der Welt
세계속의 한국

zu diesen Ländern, einschließlich der Sowjetunion und China, brachte einen wirklich globalen Aspekt in Südkoreas Diplomatie. Die krönende Leistung der Nordpolitik allerdings war der gleichzeitige Beitritt Süd- und Nordkoreas in die Vereinten Nationen im September 1991. Die Unterzeichnung des Übereinkommens über Aussöhnung , N i c h t a n g r i f f, A u s t a u s c h u n d Z u s a m m e n a r b e i t ( d a s N o rd - S ü d Grundlagenabkommen) und der Gemeinsamen Erklärung über die Entnuklearisierung der Koreanischen Halbinsel durch Süd- und Nordkorea im

Internationale Beziehungen
Die 1948 gegründete Republik Korea vertritt die Werte der Demokratie und freien Marktwirtschaft. Die Konfrontation des Kalten Krieges, die sich in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg anbahnte, teilte die Welt in zwei antagonistische Lager, und die Republik Korea schloss sich den Demokratien des Westens an. Während sich der Kalte Krieg verschärfte, konzentrierte sich die Republik Korea darauf, die Verbindungen zu traditionellen Verbündeten weiter zu festigen und kooperative Beziehungen mit Nationen der Dritten Welt aufzubauen. Seit den 70er Jahren ist die südkoreanische Diplomatie darauf ausgerichtet, die friedliche Wiedervereinigung der Halbinsel zu fördern. Zu diesem Zweck stärkte Südkorea die Bindungen mit Verbündeten und spielte eine aktive Rolle auf der internationalen Bühne. Nachdem Südkorea eine stabile Grundlage für seine Diplomatie geschaffen hatte, schmiedete es während der 80er Jahre weiterhin in einer Vielzahl von Bereichen kooperative Partnerschaften mit verschiedenen Nationen. In den späten 80ern und frühen 90ern reagierte es mit seiner der sogenannten „Nordpolitik,, schnell auf die epochalen Veränderungen in Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion, Veränderungen, die den Kalten Krieg wirksam beendeten. Dies führte zur Bildung diplomatischer Beziehungen mit Staaten des ehemaligen Ostblocks. Die Normalisierung der diplomatischen Beziehungen

Dezember 1991 diente dazu, den Weg zu einem friedlichen Nebeneinander und Gedeihen der beiden Koreas zu ebnen.

Wirtschaftlicher Austausch
Das Ende des Kalten Krieges leitete eine neue Tendenz in Form des Regionalismus ein. Länder, die ein exportorientiertes Wachstum verfolgten, sahen sich einem neuen internationalen Umfeld gegenüber. Koreas exportorientertes Wachstum war zu einem Großteil abhängig vom Handel mit hoch entwickelten Regionen wie den USA, Japan und der Europäischen Union. Diese Situation führte häufig zu Spannungen aufgrund

Präsident Lee Myung-bak hält eine Grundsatzrede auf der 64. Sitzung der UN-Vollversammlung am 23. September 2009 in New York.

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von Handelsungleichgewichten. Allerdings hat Koreas Abhängigkeit vom Handel mit hoch entwickelten Ländern kontinuierlich abgenommen, da sich der Handel mit Entwicklungsländern verstärkte. Durch die Verlagerung von arbeits- zu technologieintensiven Industrien ist zu erwarten, dass Südkorea den Handel mit Entwicklungsländern und osteuropäischen Nationen weiter ausbaut, da sich ihre Volkswirtschaften zunehmend gegenseitig ergänzen. Auf diese Weise leistet Korea einen größeren Beitrag zur globalen Ökonomie. Gemeinsam mit Industrienationen, die wesentliche Partner nicht nur im Handel sondern auch auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technologie bleiben, wird Korea danach streben, durch das gegenseitige Öffnen der Industrie-, Agrar- und Dienstleistungssektoren Interessenskonflikte zu minimieren. Globale Umweltfragen wie Klimawandel und Entwaldung haben sich zu neuen Herausforderungen für Menschen auf der ganzen Welt entwickelt. Angesichts dieser Herausforderung rief Präsident Lee Myung-bak 2008 das Motto „CO2-neutrales, grünes Wachstum,, als Koreas neue Vision für die nationale Entwicklung aus. Korea ist bestrebt, eine CO2-neutrale Gesellschaft mithilfe von grünen Technologien und Industrien zu werden, welche die Nachhaltigkeit erhöhen, während negative Umwelteinwirkungen minimiert werden. Südkorea unterstützt aktiv globale Bestrebungen im Kampf gegen den Klimawandel. Die Republik Korea ist der Liberalisierung des weltweiten Handels verpflichtet und beteiligt sich aktiv an den 2001 begonnenen Verhandlungen der Doha-Entwicklungsagenda. Mit Stand vom 1. Januar 2011 sind in Korea fünf Freihandelsabkommen (FTA) mit 16 Ländern in Kraft, einschließlich Chile, Singapur, EFTA, ASEAN und Indien. Korea hat auch FTA mit den USA, der EU und Peru unterschrieben, die auf parlamentarische Ratifizierung warten. Zurzeit laufen FTA-Verhandlungen mit Australien, Kanada, Kolumbien,

dem Golf-Kooperationsrat (GCC), Mexiko, Neuseeland und der Türkei. Korea bereitet sich auch auf mögliche Verhandlungen mit Japan, China, MERCOSUR (Gemeinsamer Markt Südamerikas), Israel, Vietnam und sechs zentralamerikanischen Staaten (Panama, Costa Rica, Guatemala, Honduras, Dominikanische Republik und El Salvador) vor.

Internationaler Frieden und internationale Zusammenarbeit
Seit Koreas Beitritt zu den Vereinten Nationen 1991 hat die Republik sowohl als regionaler Vermittler als auch als international einflussreicher Akteur eine immer aktivere Rolle bei der Lösung einer Bandbreite globaler Probleme gespielt. 1996 bis 1997 war Korea ein nic htständiges Mitglied des Sicherheitsrats. Während dieser Zeit spielte es eine wichtige Rolle beim Schutz von Zivilpersonen, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind. 2001 hatte

FTA Korea-EU Handelsminister Kim Jong-hoon und seine EU-Amtskollegin Catherine Ashton unterzeichneten den Text des Korea-EU-Freihandelsabkommens im Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel am 15. Oktober 2009.

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Korea die Präsidentschaft der 56. Sitzung der Vollversammlung inne, und 2006 wurde der frühere Außenminister Ban Ki-moon zum 8. Generalsekretär der Vereinten Nationen gewählt. Friedensmissionen haben sich als ein wichtiges und mächtiges I n s t r u m e n t d e r U N e r w i e s e n , u m N a t i o n e n z u h e l fe n , d i e v o n bewaffneten Konflikten zerrissen sind. Sich aufgrund seiner eigenen Wiederaufbauerfahrungen nach dem Krieg der Bedeutung internationalen Friedens und internationaler Sicherheit vollauf bewusst, hat Korea aktiv an sowohl UN-Friedensmissionen - an elf Missionen einschließlich der im Libanon und in Haiti - als auch an der Überwachung der Waffenruhe und vertrauensbildenden Maßnahmen mitgewirkt. Korea hat ebenfalls durch die Bereitstellung medizinischer Dienste und Hilfe bei regionalen Bauprojekten einen Beitrag zu den Hilfsinitiativen lokaler Gemeinden geleistet. Als starker Verfechter der Menschenrechte vertritt Korea deren universelle Werte als ein Kernstück seiner politischen Ziele. Korea hat sich als

ein Mitglied des UN-Menschenrechtsrats seit seiner Gründung im Juni 2006 engagiert an den Aktivitäten des Rats beteiligt, arbeitet mit der internationalen Gemeinschaft bei der Förderung der Menschenrechte zusammen und reagiert zeitnah und effizient auf schwere Menschenrechtsverletzungen. Darüber hinaus setzt sich Korea als Unterzeichner von sieben zentralen internationalen Menschenrechtskonventionen vollständig für die Förderung und den Schutz der Menschenrechte ein. Nachdrücklich der Förderung der Demokratie verpflichtet, nimmt Korea ferner an verschiedenen Initiativen auf regionaler und globaler Ebene teil, einschließlich der Gemeinschaft der Demokratien, dem Bali-Demokratieforum

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon Ban Ki-moon aus der Republik Korea, der achte Generalsekretär der Vereinten Nationen, bringt 37 Jahre an Erfahrung im Staatsdienst und auf internationaler Bühne in sein Amt mit. Zur Zeit seiner Wahl war Ban Handels- und Außenminister. Ban ist zum zweiten Mal zum Generalsekretär ernannt worden und trat am 1. Januar 2012 seine zweite fünfjährige Amtszeit an. „Mein Herz strömt über vor Dankbarkeit gegenüber meinem Land und Volk, das mir zu diesem Amt verholfen hat. Es war ein weiter Weg von meiner Jugend im kriegszerrütteten und notleidenden Korea bis zu diesem Podium und den ehrfurchtgebietenden Pflichten. Ich konnte diesen Weg gehen, da die UN meinem Volk in seiner dunkelsten Zeit beigestanden hat. Sie gab uns Hoffnung und Unterstützung, Sicherheit und Würde. Sie zeigte uns einen besseren Weg. Darum fühle ich mich heute zu Hause, wie viele Meilen und Jahre ich auch zurückgelegt haben mag.” (Auszug aus Generalsekretär Bans Dankesrede vor den Vereinten Nationen.)

Der verstorbene Dr. Lee Jong-wook (1945-2006) Vor seiner Arbeit als WHO-Generaldiraktor gehörte Dr. Lee zu den weltweit führenden Kräften im Kampf gegen die zwei größten Herausforderungen für die internationale Gesundheit und Entwicklung - Tuberkulose und durch Impfung zu verhindernde Krankheiten.

260

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und der Asien-Pazifik-Partnerschaft für Demokratie. Im Dezember 2010 wirkte Präsident Lee Myung-bak als gemeinsamer Vorsitzender mit dem indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono am 3. Bali-Demokratieforum mit und stellte Koreas Demokratisierungserfahrung vor, wobei er die Wichtigkeit von Demokratie beim Aufbau von Frieden und Stabilität betonte. Korea ist ebenfalls ein aktiver Unterstützer des internationalen Engagements für eine Stärkung der Regelungen für Abrüstung und Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen. Die jährliche internationale Konferenz, die von Korea und dem UN-Büro für Abrüstungsfragen seit 2002 gemeinsam abgehalten wird, der sogenannte „Jeju-Prozess,,, stellt eine wertvolle Plattform zur Diskussion verschiedener Themen im Bereich der Abrüstung und Nichtverbreitung von Kernwaffen dar. Koreas Beitritt zur Sicherheitsinitiative zur Unterbindung von Massenvernichtungswaffen (PSI) im Mai 2009 ist ein weiterer Ausdruck seiner Entschlossenheit, die globalen Anstrengungen im

Vorgehen gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen (WMD) und ihrer Vertriebswege zu unterstützen. Seitdem beteiligt sich Korea an PSIAktiviäten und -Veranstaltungen und wird sich weiterhin für die Stärkung des PSI-Nichtverbreitungsnetzwerks einsetzen. Als Teil seines Beitrags zur Versöhnung und Zusammenarbeit auf globaler Ebene hat sich Korea dem kulturellen Austausch mit dem Ausland in vollkommenem Umfang verpflichtet. Um das Bewusstsein für und das Verständnis der koreanischen Kultur und Kunst zu vertiefen, unterstützt die 1991 gegründete Korea-Stiftung Koreastudienprogramme sowie ein breites Spektrum internationaler Kulturprogramme im Ausland. Seit Start des G20-Gipfels im November 2008 inmitten einer beispiellosen globalen Finanz-und Wirtschaftskrise hat Korea sich aktiv daran beteiligt und die Rolle des G20-Gipfels als Hauptforum für internationale Wirtschaftskooperation unterstützt. Präsident Lee hat die Aufhebung von Handels- und Investmentbeschränkungen vorgeschlagen, um die Zunahme von Protektionismus zu verhindern, was auf dem Washington-Gipfel vereinbart und auf dem London-Gipfel erneut bestätigt wurde. Nachdem Korea die asiatische Finanzkrise in den späten 90er Jahren gemeistert hatte, half es dabei, die Richtung des G20-Gipfels vorzugeben, um das erneute Auftreten einer solchen Krise in der Zukunft zu verhindern. Als Ergebnis wurde Seoul als Gastgeber für den Gipfel im November 2010 ausgewählt. Diese Tatsache spiegelt die Anerkennung der internationalen Gemeinschaft für Koreas Anstrengungen und globale Führung wider.

Koreas Entwicklungshilfe
Von 1945 bis in die frühen 90er erhielt Korea von der internationalen Gemeinschaft verschiedene Formen der Entwicklungshilfe. Diese Hilfe diente als wertvolle Ressource für Koreas sagenhafte wirtschaftliche Entwicklung.
Der 1. Gipfel für nukleare Sicherheit kam in Washington, D.C. (2010) zusammen. Seoul wurde als Gastgeber des nächsten Gipfels im März 2012 gewählt.

Als Teil seines Beitrags zur internationalen Gemeinschaft legt Korea großen Wert auf aktive Entwicklungshilfe. Insbesondere strebt Korea danach, bei

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der Erfüllung der Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) der Vereinten Nationen zu helfen, und plant zu diesem Zweck einen schrittweisen Ausbau seiner öffentlichen Entwicklungshilfe (ODA). Im Jahr 2008 stellte Korea insgesamt 802 Millionen US-Dollar an Entwicklungshilfe zur Verfügung. Zurzeit werden Pläne ausgearbeitet, diesen Wert bis 2012 auf 0,15 % des Bruttonationaleinkommens (BNE) und bis 2015 auf 0,25 % zu erhöhen. Darüber hinaus trat Korea 2009 dem Ausschuss für Entwicklungshilfe (DAC) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bei und nahm die Arbeit am 1. Januar 2010 auf. Das Verwaltungssystem der öffentlichen Entwicklungshilfe Koreas umfasst bilaterale und multilaterale Hilfe. Bilaterale Hilfe teilt sich in Zuschüsse und Vorzugskredite. Zuschüsse, bestehend aus Darlehen und technischen Kooperationsprogrammen, werden durch die Koreanische Organisation für

internationale Zusammenarbeit (KOICA) nach den politischen Richtlinien des Außen- und Handelsministeriums (MOFAT) umgesetzt. Während ZuschussHilfsprogramme ausschließlich durch KOICA umgesetzt werden, werden einige technische Kooperationsprogramme von anderen Behörden und Organisationen durchgeführt. Vorzugskredite werden vom Koreanischen Fonds für wirtschaftliche Zusammenarbeit (EDCF) verwaltet, einem Programm der Export-Import-Bank von Korea (Korea EXIM Bank) unter der Aufsicht des Ministeriums für Strategie und Finanzen. Angesichts globaler humanitärer Themen wie Nahrungsmangel, Naturkatastrophen und gemeinsame Konflikte ist auch von Korea weitere Hilfe erforderlich. Es ist daher bestrebt...humanitäre Hilfe bereitzustellen und unternimmt Anstrengungen, seinen Hilfsbeitrag mit jedem Jahr zu erhöhen. Korea hat sich verpflichtet, in drei Jahren (2009 bis 2011) 100 Millionen US-Dollar an Nahrungsmittelhilfen und landwirtschaftlicher Entwicklungszusammenarbeit in Entwicklungsländern auszugeben, um so die globale Lebensmittelsicherheit zu erhöhen. Es stellte 2010 über 9 Millionen US-Dollar für von Katastrophen und Konflikten betroffene Länder wie Haiti, Chile und Pakistan bereit. Korea hat im September 2007 eine Solidaritätsabgabe auf Flugtickets eingeführt, die im Land als „Beitrag zur globalen Armutsbeseitigung,, bekannt ist. Die Idee einer Abgabe auf Flugtickets ist eine internationale Initiative zur innovativen Beschaffung von Mitteln für die Entwicklungsarbeit (Entwicklungs finanzierungsmechanismen). Der Beitrag zur globalen Armutsbeseitigung wird hauptsächlich dafür investiert, möglichst vielen Betroffenen in Afrika den Zugang zur Behandlung von HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria zu ermöglichen. Ein wesentlicher Teil wurde an UNITAID (die internationale Einrichtung zum Erwerb von Medikamenten) und GAVI (Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung)

KOICAs Freiwillige im Ausland Eine Frau, die sich zur Freiwilligenarbeit als Kunstlehrerin gemeldet hat, genießt gemeinsam mit ihren Schülern einen heiteren Augenblick während eines Handdruckunterrichts.

vergeben. Und der Rest fließt in die Unterstützung von Projekten koreanischer Entwicklungs-NGOs in den am wenigsten entwickelten Ländern Afrikas.

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Zukünftige politische Richtung
Im Einklang mit ihrer Vision eines „Globalen Koreas,, ist die Republik bestrebt, Diplomatie in aktiver Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft umzusetzen. Über nationale, religiöse und finanzielle Unterschiede hinweg fördert Korea Freundschaftsbande mit allen Nationen und Völkern. Unter Berücksichtigung der universellen Werte der Demokratie und freien Marktwirtschaft wird es sich weiterhin an den Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft für Frieden und die gerechte Verteilung von Wohlstand beteiligen. Die Republik Korea wird keine Mühen scheuen, die Beziehungen zu anderen Ländern zu fördern und zu vertiefen, nicht nur bei bilateralen Themen, sondern auch im Rahmen der Lösung globaler Herausforderungen. Während sich Korea durch die Förderung einer Politik des CO2-neutralen, grünen

Wachstums für eine sichere und stabile Rohstoff- und Energieversorgung einsetzt, strebt es eine wichtige Rolle im internationalen Kampf gegen den Klimawandel an. Im November 2010 war die Republik Korea Gastgeber des fünften G20Gipfels und stellte sein hervorragendes Engagement in der Anwendung von Maßnahmen zur Überwindung der Finanzkrise unter Beweis. So leistete die Republik einen Beitrag zur Erschaffung eines globalen Finanzsicherheitsnetzes und zur Planung der Beseitigung der globalen Armut und diente als Vermittler zwischen Entwicklungs- und entwickelten Ländern. Als Gastgeberland des Gipfels 2010 ist Korea bestrebt, seinen Teil zum Erreichen eines starken, nachhaltigen und ausgeglichenen globalen Wirtschaftswachstums beizutragen. Die Regierung der Republik Korea hat sich dazu verpflichtet, ihren Beitrag zur Förderung und zum Schutz universeller Werte wie dem internationalen Frieden und der Menschenrechte in einer Weise zu leisten, die Koreas wirtschaftlicher Größe und globalem Rang als verantwortungsvolles Mitglied der internationalen Gemeinschaft entspricht. Zu diesem Zwecke wird die Republik Korea sich aktiv an UN-Friedensmissionen beteiligen und seine öffentliche Entwicklungshilfe ausweiten.

Koreas bilaterale Entwicklungshilfe nach Regionen (2009)
Andere, 11,2% Ozeanien, 0,3% Asien, 55,4%

Afrika, 15,8% Amerika, 9,3%

Die Koreanische Organisation für internationale Zusammenarbeit (KOICA) konzentriert sich auf die Beseitigung der Armut und beteiligt sich aktiv an den Bemühungen, internationale Entwicklungsziele zu erreichen und globale Probleme zu lösen. Dazu gehören zum Beispiel nachhaltige sozioökonomische Entwicklung und verbesserte Regierungsführung in Entwicklungsländern.

Europa, 7,9%

Quelle: Internationale Entwicklungsstatistiken, Internetdatenbank, OECD.

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11
Innerkoreanische Beziehungen
남북 관계

Historischer Hintergrund Innerkoreanischer Austausch und Zusammenarbeit Industriekomplex Gaeseong Zusammenführungen getrennter Familien Innerkoreanische Beziehungen im Überblick

Die Freiheitsbrücke zwischen Nord- und Südkorea, eine ernüchternde Mahnung weil Korea ein getrenntes Land ist

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Innerkoreanische Beziehungen
남북 관계

nordkoreanischen Volksarmee am 25. Juni 1950 ausgelöst wurde. Nach dem Kriegsende wurde aus der „provisorisch” gezogenen Linie eine Grenze, die die Teilung des Landes auf Jahrzehnte hinaus festigte und die koreanische Halbinsel bis heute teilt. Auch nach der Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens 1953 setzte sich die Konfrontation des Kalten Krieges auf der koreanischen Halbinsel fort. Die Republik Korea setzte sich das Erreichen der Wiedervereinigung unter einem demokratischen System zum politischen Ziel der Politik gegenüber

Historischer Hintergrund
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Korea von der 35 Jahre dauernden Kolonialherrschaft befreit. Es geriet in den Sog des Kalten Krieges, der sich drastisch verschärfte, und entlang des 38. Breitengrades wurde das Land in zwei Teile geteilt. Danach kamen in Nord- und Südkorea ideologisch verfeindete Gruppen an die Regierung. Nach der Teilung des Landes kam es zum Koreakrieg, der durch die Grenzüberschreitung durch die Truppen der

Nordkorea, wohingegen die Demokratische Volksrepublik Korea auf die kommunistische Machtergreifung auf der gesamten koreanischen Halbinsel abzielte. Anfang der 1970er Jahre entspannte sich die Ost-West-Konfrontation allmählich. Angesichts der global aufkommenden friedlichen Stimmung trafen die beiden Koreas Maßnahmen zur Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen. Am 4. Juli 1972 wurde eine gemeinsame innerkoreanische

Gedenkstätte für die Veteranen des Koreakrieges in Washington, D.C.

Soldaten an der Demarkationslinie in der Entmilitarisierten Zone nahe Cheorwon

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Erklärung bekannt gegeben, und Kommunikation und Austausch zwischen Nord- und Südkorea kamen durch das Süd-Nord-Koordinierungskomitee (South-North Coordinating Committee) und das Rote Kreuz zustande. Aber beide Seiten konnten die Mauer des Misstrauens der letzten 20 Jahre nicht leicht niederreißen. Süd- und Nordkorea waren einem sich dramatisch verändernden internationalen Umfeld ausgesetzt und erlebten eine turbulente Zeit. Mitte der 1980er Jahre verkündeten kommunistische Staaten Reform und Öffnung, wodurch es zu einer Wende in den ungewissen und unruhigen innerkoreanischen Beziehungen kam. Trotz der dramatischen Veränderung der Weltordnung überwanden die Regierungen Süd- und Nordkoreas mit angemessenen Maßnahmen be i s p i e l l o s s c h w i erige Situationen. Im Septe m b e r 1 9 8 9 w urd e n „Wiedervereinigungsmaßnahmen für eine Gemeinschaft des koreanischen Volkes”, die neue Maßnahmen zur Verwirklichung der Nord-Süd-Einheit

darstellen, bekannt gegeben. Sie wurden in erster Linie im Rahmen der Förderung von Unabhängigkeit, Demokratie und Frieden ergriffen. Die Regierung Südkoreas bemühte sich darum, die Wiedervereinigung durch Austausch und Kooperation zu erreichen. Kurz nach der Annahme der Wiedervereinigungsmaßnahmen erließ die südkoreanische Regierung das Gesetz für Austausch und Kooperation zwischen Süd- und Nordkorea und richtete einen Kooperationsfonds zwischen Süd- und Nordkorea ein. Die gemeinsame Aufnahme Süd- und Nordkoreas in die Vereinten Nationen im August 1991 löste Anfang der 1990er Jahre große Hoffnungen auf die innerkoreanische Aussöhnung aus. Aber diese Versöhnungsstimmung verschwand, als Nordkorea im Jahr 1993 aus dem Atomwaffensperrvertrag (Nuclear Non-Proliferation Treaty, NPT) austrat und die erste Nuklearkrise verursachte. Beide Seiten hatten damals für 1994 ein innerkoreanisches Gipfeltreffen geplant, aber der starke Wunsch nach einem solchen Treffen ging nicht in Erfüllung, als Machtthaber Kim Il-sung plötzlich starb. Einige Jahre danach kühlten sich die innerkoreanischen Beziehungen drastisch ab und gerieten in eine Sackgasse. Während dieser Zeit sah sich Nordkorea mit schwerwiegenden wirtschaftlichen Problemen konfrontiert und die Bürger litten Not. Ende der 1990er Jahre führte die südkoreanische Regierung verschiedene Austausch- und Kooperationsprojekte mit Nordkorea durch und nach dem Prinzip einer Trennung von Politik und Wirtschaft erweiterte sie die humanitäre Unterstützung. Am 15. Juni 2000 fand das erste innerkoreanische Gipfeltreffen statt, was dem Austausch und der Kooperation zwischen Süd- und Nordkorea neuen Schwung gab. So errichteten die beiden Koreas den Gaeseong-Industriekomplex, verknüpften die innerkoreanischen Eisenbahn-Teilstrecken Gyeongui und Donghae und nahmen Touren zum

Die 5. Runde der Gespräche auf höchster Ebene im Jahr 1991

nordkoreanischen Geumgangsan-Gebirge auf. Bis zum Februar 2011 hatten

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im Rahmen des Austausches und der Kooperation 390.000 süd- und nordkoreanische Bürger die innerkoreanische Grenze, die Demarkationslinie, überschritten. Der Handelsumfang zwischen beiden Seiten belief sich auf 14,8 Milliarden US-Dollar und die Summe der humanitären Unterstützung erreichte 2,9 Milliarden US-Dollar. Aber wegen des Atomwaffentestes von Nordkorea im Oktober 2006 kühlten sich die verbesserten Beziehungen wieder ab und die Wirksamkeit der Politik gegenüber Nordkorea wurde stark in Zweifel gezogen. Ein Jahr nach dem Atomwaffentest wurde das zweite innerkoreanische Gipfeltreffen abgehalten, aber Süd- und Nordkorea konnten die Atomfrage nicht lösen, was Besorgnis bei der koreanischen Bevölkerung hervorrief. Im Jahr 2008 übernahm die Regierung Lee Myungbak die Amtsgeschäfte und verfolgte ihre Politik der ,Vision 3000’, der Entnuklearisierung und der Offenheit. Die Regierung Lee Myung-baks stellte eine Politik der Koexistenz und des gemeinsamen Wohlstands mit Nordkorea vor, die auf Maßnahmen der Versöhnung und Zusammenarbeit basierte. Diese Politik hat die Gründung eines neuen Friedensregimes auf der koreanischen Halbinsel zum Ziel. Demzufolge werden folgende Ziele angestrebt: die Lösung der nordkoreanischen Atomkrise, die Bildung einer innerkoreanischen Wirtschaftsgemeinschaft durch Wirtschaftskooperation, der Aufbau der nordkoreanischen Wirtschaft sowie Wohlergehen und Sicherheit koreanischer Bürger auf beiden Seiten der Grenze durch die Lösung humanitärer Angelegenheiten in Süd- und Nordkorea. Die nordkoreanische Regierung verweigerte aber die Kooperation, unterbrach das Gespräch mit Südkorea und entschied sich für eine militärische Provokation Südkoreas. Die südkoreanische Regierung ist entschlossen, die nordkoreanische Regierung zur Rechenschaft zu ziehen und die bisherige Politik fortzusetzen.

Selbstbewusstseins, der Vereinigung und des Wohlstands vom 7. Juli 1988 markierte einen offiziellen Beginn des innerkoreanischen Austausches und der Zusammenarbeit. Nach Austritt Nordkoreas aus dem Atomwaffensperrvertrag im März 1993 waren der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Südund Nordkorea vorläufig unterbrochen worden. Danach wurden aber diese Tätigkeiten wieder durchgeführt und bis heute weiter fortgesetzt. Bis 1989 gab es nur eine Person, die die Waffenstillstandslinie überscDie 5. Runde der Gespräche auf höchster Ebene im Jahr 1991hritt. Inzwischen beträgt die Anzahl derjenigen, die die Waffenstillstandslinie überquerten, 130.000. Das Handelsvolumen zwischen Süd- und Nordkorea ist von 19 Millionen USDollar im Jahr 1989 auf 1,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010 gestiegen. Die Gesamtsumme der humanitären Unterstützung von 1995 bis Ende 2010 beträgt ca. 2,9 Milliarden US-Dollar. Am 26. März 2010 war das Kriegsschiff Cheonan im Gelben Meer gesunken, bis zu 46 Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Dadurch

Innerkoreanischer Austausch und Zusammenarbeit
Die Bekanntgabe der Präsidialen Erklärung im Interesse des Nationalen
Freundschaftsfussballspiel zwischen Süd- und Nordkorea (2002)

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hat sich die Spannung auf der koreanischen Halbinsel wieder erhöht. Obwohl Nordkorea jede Verwicklung in den Vorfall zurückwies, war die internationale Ermittlungsgruppe zum Schluss gekommen, dass Nordkorea einen TorpedoAngriff auf das Schiff Cheonan ausgeübt hatte. Nach dem Vorfall mit dem Schiff Cheonan waren die Beziehungen zwischen Süd- und Nordkorea abgekühlt. Der gesamte Austausch zwischen den beiden Koreas wurde eingefroren. Unmittelbar nach Bekanntgabe des Untersuchungsergebnisses, das lautet, dass Nordkorea für den Vorfall mit dem Schiff Cheonan verantwortlich ist, führte Präsident Lee Myung-bak ,die Maßnahmen vom 24. Mai’ durch. Bis auf den Betrieb des Industriekomplexes Gaeseong und die rein humanitäre Unterstützung für die nordkoreanischen Bürger hat die südkoreanische Regierung alle Austauschtätigkeiten und Zusammenarbeiten zwischen Süd- und Nordkorea unterbrochen. Am 23. November 2010 hat das nordkoreanische Militär die militärischen Einrichtungen und die zivilen Wohngebiete auf der südkoreanischen Insel Yeonpyeongdo, die sich in der Nähe der nördlichen

Grenzlinie befindet, mit etwa 170 Artilleriegranaten und Raketen beschossen. Dabei wurden zwei südkoreanische Soldaten getötet und fünfzehn verletzt und zwei Zivilisten kamen ums Leben. Dadurch erlitt die Insel Yeonpyeongdo sehr große Schäden. Aufgrund des Angriffs auf die Insel Yeonpyeongdo verschärfte sich die Spannung auf der koreanischen Halbinsel. Die internationale Gesellschaft hat sich besorgt über die Provokation durch Nordkorea gezeigt. Die Vereinten Nationen erklärten, dass der Vorfall auf der Insel Yeonpyeongdo der schlimmste Vorfall nach dem Koreakrieg war.

Industriekomplex Gaeseong
Der Industriekomplex Gaeseong nahe der Grenzstadt Gaeseong in der nordkoreanischen Provinz Hwanghaebuk-do ist ein Wir tschaftskooperationsprojekt, das von beiden Koreas gemeinsam entwickelt und angestrebt wurde. Nach offiziellen innerkoreanischen Beratungen und einem

Produktion und Zahl der Beschäftigten im Industriekomplex Gaeseong
Wert der hergestellten Produkte (in Millionen Dollar) Zahl der nordkoreanischen Besch‰ftigten 38.931 29.489 22.538 15.584 7.621 3.657 0, 7 10,89 17,38 8.879 11.189 77,31 46,90 107,27 118,87 132,56 46.284 41.987 323,32

230,56

2005. 6 2005. 12 2006.6 2006.12 2007.6 2007.12 2008.6 2008.12 2009.12 2010.12

Quelle: Ministerium für Wiedervereinigung <www. unikorea.go.kr>

Nordkoreanische Arbeiterinnen im Industriekomplex Gaeseong

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Abkommen zwischen Hyundai Asan und Nordkorea begannen die Bauarbeiten am 22. August 2000. Es wurde im Juni 2003 fertiggestellt. Ab Juni 2004 starteten 15 Firmen auf dem Industriekomplex Gaeseong ihren Betrieb. Februar 2010 waren 21 Firmen auf dem Komplex tätig. In beiderseitigem Interesse vereint der Industriekomplex Gaeseong das Kapital und die Technologie des Südens mit der Arbeit und dem Grund und Boden des Nordens. Der Komplex verwandelt ein Gebiet der Konfrontation und der Spannungen schrittweise in eines des Friedens und der Kooperation. Die Waffenstillstandslinie überqueren täglich etwa 300 Fahrzeuge und 500 südkoreanische Mitarbeiter. 2010 wurden dort Waren im Wert von etwa 323 Millionen US-Dollar produziert, von denen fast 36 Millionen aus dem Exportgeschäft kamen. Die südkoreanische Regierung wird sich auf Basis der von beiden Koreas geschlossenen Abkommen darum bemühen, dass die Unternehmen ihren Geschäften in dem Komplex weiterhin nachgehen können.

Zusammenführungen getrennter Familien
Seit 2000 wurde das unmittelbare Treffen bzw. das Video-Treffen getrennter Familien in Süd- und Nordkorea 18 Mal durchgeführt. Dadurch haben sich etwa 21.000 Personen, die nach dem Koreakrieg mit ihren Familienmitgliedern keinen Kontakt mehr hatten, wiedergetroffen. Im Jahr 2008 hat Nordkorea das Gespräch zwischen Vertretern des Roten Kreuzes in Süd- und Nordkorea einseitig unterbrochen. Aber in den Gesprächen, die in den Jahren 2009 und 2010 zwischen Vertretern des Roten Kreuzes in Süd- und Nordkorea wieder abgehalten wurden, haben Süd- und Nordkorea vereinbart, die Zusammenführungen getrennter Familien wieder aufzunehmen. Im November 2010 sollte noch ein Gespräch zwischen Vertretern des Roten Kreuzes in Süd- und Nordkorea abgehalten werden, damit die Fragen der Zusammenführungen getrennter Familien, wie z. B. ein regelmäßiges Treffen, behandelt werden. Aber das Gespräch zwischen Süd- und Nordkorea wurde wegen des nordkoreanischen Angriffs auf die Insel Yeonpyeongdo unterbrochen. Die südkoreanische Regierung bemüht sich darum, dass ein regelmäßiges Treffen im 2008 erbauten Besucherzentrum im Laufe der Zeit zunehmend altern oder sterben werden. Sie ist auch der Meinung, dass die Frage der getrennten Familien möglichst schnell gelöst werden sollte, weil die Mitglieder der getrennten Familienim Laufe der Zeit zunehmend altern oder sterben werden. Daher werden die personenbezogenen Daten einschließlich des Schicksals von Familienmitgliedern stukturiert verwaltet, damit die getrennten Familien miteinander Briefe austauschen und ihre Heimat besuchen können.

Durch Nord und Süd getrennte Familien umarmen sich bei einem Wiedervereinigungstreffen

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Innerkoreanische Beziehungen im Überblick
Am 25. Juni 1950 hatte mit einem nordkoreanischen Angriff der Koreakrieg begonnen. Im Jahr 1953 wurde das Waffenstillstandsabkommen abgeschlossen. Ein erstaunliches Wirtschaftswachstum in Südkorea seit den 1960er Jahren beeinflussten die innerkoreanischen Beziehungen. Auf der Basis einer stabilen Wirtschaft konnte Südkorea das Gespräch und den Austausch mit Nordkorea vorschlagen. 13.-15. Juni 2000 Das erste innerkoreanische Gipfeltreffen 15. September 2000 Gemeinsamer Korea-Auftritt bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Sydney 30. Juni 2003 Der erste Spatenstich für den Industriekomplex Gaeseong

25. Juni 1950 Beginn des Koreakrieges

27. Juli 1953 Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens

4. Juli 1972 Die gemeinsame innerkoreanische Erklärung am 4. Juli

19. September 2005 Gemeinsame Erklärung über die Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel bei der vierten Runde der SechsParteien-Gespräche

2.-4. Oktober 2007 Das zweite innerkoreanische Gipfeltreffen

5. Dezember 2007 Beginn von Reisen nach Gaeseong für südkoreanische Touristen

30. November 1972 Die erste Sitzung des Süd-NordKoordinierungskomitees

20.-23. September 1985 Die erste Zusammenführung getrennter Familien

18. November 1998 Beginn von Reisen zum Geumgangsan-Berg für südkoreanische Touristen

11. Dezember 2007 Eröffnung der Eisenbahnlinien Gyeongui und Donghae (Güterzugbetrieb zwischen Munsan und Bongdong)

30. Oktober – 5. November 2010 Zusammenführung getrennter Familien am Geumgangsan-Gebirge

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Internet-Links

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Bildquellen

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