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Pressemitteilun

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HERAUSGEBER: Hauptzollamt Düsseldorf

Am Stufstock 1 – 7
KONTAKT: Michael Walk
40231 Düsseldorf
TELEFON: 0211 / 2101 233
TELEFAX: 0211 / 2101 222
E-MAIL: presse-zoll@hzad.bfinv.de
INTERNET: www.zoll.de

Nr. 11 vom 20. Oktober 2009


Zollbeamte finden Stockdegen im Reisegepäck
Zollbeamte am Düsseldorfer Flughafen finden einen Stockdegen im Gepäck
eines Tunesien-Urlaubers

Einen Stockdegen wollte ein 61-jähriger Mann Ende September von seinem
Tunesien Urlaub mit nach Deutschland bringen.
Zollbeamte durchleuchteten das Gepäck des Reisenden und konnten die Waffe auf
diese Weise leicht erkennen.
„Die über 30cm lange Klinge des als Spazierstock getarnten Degens kann zu
schwerwiegenden Verletzungen führen, wenn dieser tatsächlich als Waffe
eingesetzt wird“, so Michael Walk, Pressesprecher des Hauptzollamts Düsseldorf.

Der Beschuldigte wollte sich ohne seinen Anwalt zunächst nicht zum Vorgang
äußern. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das
Waffengesetz und wegen Bannbruchs (Einfuhr von verbotenen Gegenständen).
Die sichergestellte Waffe wird nach Abschluss des Verfahrens vernichtet.

Rechtlicher Hintergrund:
Nach §2 Absatz 3 des Waffengesetzes (WaffG) in Verbindung mit der Waffenliste
(Anlage 2 zum WaffG) ist u. a. der Umgang mit Hieb- oder Stoßwaffen verboten, die
ihrer Form nach geeignet sind, einen anderen (harmlosen) Gegenstand
vorzutäuschen, oder die mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs verkleidet
sind.
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Das Strafmaß reicht gemäß §52 Absatz 3 in Verbindung mit Anlage 2, Nr. 1.3.1 des
WaffG von einer Geldstrafe bis zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe.