1. Die „Kantische gedankenlose Inkonsequenz“ KANT, I. Kritik der reinen Vernunft, I, Bd.

3, B29: «es [gibt] zwei Stämme der menschlichen Erkenntnis [...], die vielleicht aus einer gemeinschaftlichen, aber uns unbekannten Wurzel entspringen, nämlich Sinnlichkeit und Verstand, durch deren erstere uns Gegenstände gegeben, durch den zweiten aber gedacht werden.» HEGEL, G. W. F. Wissenschaft der Logik, I, Bd. 5, s. 52: «Es ist dies Resultat, in seiner positiven Seite aufgefasst, nichts anderes als die innere Negativität derselben, als ihre sich selbst bewegende Seele, das Prinzip aller natürlichen und geistigen Lebendigkeit überhaupt. Aber sowie nur bei der abstrakt-negativen Seite des Dialektischen stehengeblieben wird, so ist das Resultat nur das Bekannte, dass die Vernunft unfähig sei, das Unendliche zu erkennen; —ein sonderbares Resultat, indem das Unendliche das Vernünftige ist, zu sagen, die Vernunft sei nicht fähig, das Vernünftige zu erkennen» HEGEL, G. W. F. Vorlesungen der Geschichte der Philosophie, III, Bd. 20, s. 389: «Die Fichtesche Philosophie hat den großen Vorzug und das Wichtige, aufgestellt zu haben, dass Philosophie Wissenschaft aus höchstem Grundsatz sein muss, woraus alle Bestimmungen notwendig abgeleitet sind. Das Große ist die Einheit des Prinzips und der Versuch, wissenschaftlich konsequent den ganzen Inhalt des Bewusstseins daraus zu entwickeln oder, wie man es nannte, die ganze Welt zu konstruieren. Man hat sich darüber aufgehalten. Es ist Bedürfnis der Philosophie, eine lebendige Idee zu enthalten. Die Welt ist eine Blume, die aus einem Samenkorn ewig hervorgeht»

2. Eine Vernunft die «fähig [sei], das Vernünftige zu erkennen» JACOBI, F. H. Über den transzendentalen Idealismus, Bd. 2, s. 291: «Ich muss gestehen, dass dieser Anstand mich bei dem Studio der Kantischen Philosophie nicht wenig aufgehalten hat, [...] weil ich unaufhörlich darüber irre wurde, dass ich ohne jene Voraussetzung in das System nicht hineinkommen, und mit jener Voraussetzung darin nicht bleiben konnte.» HYPPOLITE, J. Logique et existence, s. 9: «Die Hegelsche Logik geht davon aus einer Identifizierung zwischen das Denken und die gedachte Sache. Die Sache, das Sein, ist es nicht darüber hinaus

Diese spekulative Logik Hegels dehnt die transzendentale Logik Kants aus.des Denkens und das Denken ist es nicht eine subjektive Reflexion. die für das Sein fremde wäre. mittels die Austreibung des Gespenst des Dings an sich. das immer unsere Reflexion lauern und zugunsten eines Glaubens und eines NichtWissens unseres Wissen begrenzen würde» [Die Übersetzung ist meins] .

das philosophische Bewusstsein erkennt dies. was ich aber vor mir habe. F. Ich bin tätig. Das sind zwei entgegengesetzte Richtungen. W. s. F. sie als absolute Identität zu begreifen. Glauben und Wissen. ich stelle ihn groß vor usw. Einheit setzend. das «aus höchstem Grundsatz sein muss. Perzipieren heißt mehr Empfinden. woraus alle Bestimmungen notwendig abgeleitet sind» HEGEL.]. 2. s. G. Vorlesungen der Geschichte der Philosophie. ist indessen bei Kant nicht so genau auseinandergesetzt. Bd. diese Bestimmungen sind also durch mich gesetzt. und dieser negative Charakter ließe zu. 20. Ich finde sich aber in seiner Tätigkeit gehemmt. G. F. Bd. 399: «Ein Gegenstand ist viereckig. Meinem gewöhnlichen Bewusstsein sind diese Bestimmungen gegeben. III. ss. damit die bei der Einbildungskraft am lebhaftesten hervortretende. Das. W. F. ich nehme sie. 20. W.. das weiß das gemeine Bewusstsein nicht. s.» HEGEL. Ein System. sondern an die Wand. – der Gegenstand ist. gehe hinaus. 317: «In dieser allgemeinen Bestimmung ist die Vernunft aus der Sphäre der relativen Identität des Verstandes allerdings erhoben. das ganze leere. das ist nur ein durch mich Gesetztes. 388: «Diesen Mangel. [. 20. beide sind in mir. dieses Setzen erkenne ich im philosophischen Bewusstsein. 404-405: «Ebenso deduziert Fichte nun das Vorstellen. durch die es dem ganzen System an spekulativer Einheit fehlt.. beim . Ich empfinde. hat Fichte aufgehoben. findet eine Grenze. Vorlesungen der Geschichte der Philosophie. abstrakte Ich. so bin ich Einbildungskraft. Bd.. Vorlesungen der Geschichte der Philosophie. G. und dann das Apperzipieren. die Kantische gedankenlose Inkonsequenz.. pp. Bd.» HEGEL. III. III. 20. W: F. Vorlesungen der Geschichte der Philosophie. Wenn ich die Wand sehe. Hinaus und Hinein. ich schwebe zwischen beiden. Selbstbewusstsein bin ich. G. W. dies ist das Bestimmen überhaut. geht in sich zurück. Vorstellen. das ist eine barbarische Exposition.]» HEGEL. das tue ich selbst. Apperzipieren ist mehr die Tätigkeit. wodurch etwas in mein Bewusstsein gesetzt wird. III. dass sie an mich kommen.3. aber sie ist auch nur erhoben worden. das Sehen ist aber meine Tätigkeit. so denke ich nicht ans Sehen. 343-344: «Ich soll „begleiten―. – Das Ich als theoretisch ist tätig [. will sie vereinigen.» HEGEL. G. Bd. Dass ich das Eine bin und als denkend tätig.

Aber es ist in diesem Bestimmen auch ein Negatives vorhanden. Setzende.].Verstand schon depotenzierte spekulative Idee bei der Vernunft vollends ganz zur formalen Identität herabsinke. W. ist unendlich. s.. dies ist ein Widerspruch» .. F. das heißt. VGPh.» HEGEL. ich ist unendlich. ist denkend. [. G. identisch mit sich. und ich ist selbst gleich. Ich finde mich bestimmt. 403: «Beim Idealprinzip der Fichteschen Philosophie bin ich als das bestimmende. findet sich aber mit einem Nicht-Ich. Fichte sagt nun.

Denn dass die Wahrheit.» 4. hat die Hegelsche Philosophie zum Inhalt. bei Hegel: Das System. s. Die Äußere Entzweiung des Seins: Das Sein und das Anderssein HEGEL. 6. II. 24: «Das Andere ist hier [im Wesen] also nicht das Sein mit der Negation oder Grenze.ADORNO. aufgestellt zu haben. W. Wissenschaft der Logik. s. nicht als ein solcher Grundsatz. s. s. 23: «Das Einverständnis mit Fichte reicht darüber nicht hinaus: „Die Fichteschen Philosophie hat en großen Vorzug und das Wichtige. abstoßendes Negieren ihrer selbst. so ist die an sich seiende Unmittelbarkeit das Negative oder Bestimmte gegen sie.]―. F. das unmittelbar als Bestimmen das Aufheben seiner selbst.» HEGEL. Das ist aber das genaue Gegenteil des Fichteschen Versuchs der Welt aus der reinen Identität. Wissenschaft der Logik. F. dass das Verfahren der Philosophie nur der Begriffliche Artikulation des Prozesses sein kann. Bd. 6. als ein Urprinzip sich aussprechen lasse. der einen ursprünglichen Setzung herzuleiten. Weniges könnte das in sich widerspruchsvolle Verhältnis Hegels zum Idealismus. W. W. prägnanter bekunden als diese Sätze.. 22: «Die Negativität ist die Negativität an sich. außer dem Wesen ist er nicht. G. woraus alle Bestimmungen notwendig abgeleitet sind. G. G. II. Denn er hatte sich davon überzeugt. und sicherte damit zugleich die ihm eigentümliche Methode eines spekulativen Rationalismus. sie ist ihre Beziehung auf sich. Wissenschaft der Logik. 6. D. 19: «Das Sein des Scheins besteht allein in dem aufgehobensein des Seins. Rückkehr in sich ist» .» HENRICH. denen er nahe genug und verpflichtet gewesen war. und außer seiner Nichtigkeit. Th. sondern die Negation mit der Negation. aber sie ist negative Beziehung auf sich. [. Drei Studien zu Hegel. in seiner Nichtigkeit. Er ist das Negative gesetzt als Negatives. Bd. diese Nichtigkeit hat es im Wesen.» HEGEL. so ist sie an sich Unmittelbarkeit. Hegel im Kontext. sondern die dynamische Totalität aller sich auseinander vermöge ihres Widerspruchs erzeugenden Sätze sei. Aber diese Bestimmtheit ist selbst die absolute Negativität und dies Bestimmen. W. F.. 95: «In diesem Sinne schied sich Hegel durch seine Programmformel auch von den subtilsten Theorien über Weltgründe und Ursprungsprinzipien. dessen Höchste Erhebung und dessen Umschlagspunkt er erreicht hat. dass Philosophie Wissenschaft aus höchstem Grundsatz sein muss. dem absoluten Subjekt. s. Bd. II.

Es und das Andere seiner sind gleichermaßen es selber.» . s.. W. was gewöhnlich Logik genannt worden. I. wenn auch nichtige. 134: «Zum einen ist es zu zeigen. Diese Struktur ist auch bereits als »einfache unendliche Beziehung auf sich. Die innere Zerrissenheit des Wesens: Der Schein und das Wesen HENRICH. würde zum Teil dem entsprechen. 105-106: «Die Logik des Wesens beginnt mit zwei Abschnitten. 5. Bestimmtheit gegen es. Hegel wollte schon dort gezeigt haben.].). Bd. / Dieser Nachweis ist mit der Entwicklung des Begriffs der Reflexion gegeben. Damit ist zugleich auch der eigentliche Charakter dessen bestimmt. in der Weise. was absolute Negativität heißt. Das. dass man auch sagen kann. D. Hegel im Kontext. sobald die Bedeutungsidentifikation erfolgt ist.5. verhüllt er es doch nur und ist eine. 59: «Kant hat in neueren Zeiten dem. erfüllt aber diese Struktur durchaus nicht. Die Grundlage ist aus sich selbst zugleich Bestimmtheit und die Bestimmtheit deshalb ihr gegenüber nicht äußerlich und selbständig. dass in der Selbstbeziehung der Subjektivität jeder beiden Relata die ganze Beziehung einschließt. (I. Ab-stoßen ihrer von sich« beschrieben..» 6. in denen Bestimmungen des Wesens gegeben werden. die Unverträglichkeit ihrer mit sich selbst. Und der Schein. die Wesenslogik mit der Kategorie der Identität beginnen zu lassen. Was unter dem Titel „Wesentliches― und „Schein― am Anfang des folgenden Buches auftritt. was sich bereits am Ende der Seinslogik ergeben hatte. die offensichtlich hinter dem zurückbleiben. Wesentlich wird etwas unter ihm externen Gesichtspunkten. dass eines sich von sich unterscheidet und in der Entgegensetzung gegen sich nur zu sich selber verhält. Infolge ihrer kann gesagt werden.nicht seine eigene Selbstbestimmung. 15 ff. Hegel im Kontext. internes Moment. Wissenschaft der Logik. ss. G. 397 3. McTaggart hat deshalb vorgeschlagen. s. sondern nur das eigene Fürsichsein der Grundlage und somit wesentliches. . [. was bei ihm die transzendentale Logik ist. obgleich er keinen vom Wesen abhebbaren Bestand hat. dass diese Beziehung den Begriff eines jeden der Relata vollständig ausmacht. noch eine. wie die Enzyklopädie es tut.» HENRICH. was hier objektive Logik genannt worden. D. nämlich eine transzendentale Logik gegenübergestellt. F. Die Antwort Hegels auf Kant als immanente Antwort des Denkens auf das Denkens selbst HEGEL. und zwar so. dass sich die Differenz einer ansichseienden Grundlage von Bestimmungen auf der einen Seite und ihrem Wechselverhältnis zueinander auf der anderen als unhaltbar erwiesen habe.

F. Jene Metaphysik unterließ dies und zog sich daher den gerechten Vorwurf zu. Bd. sie ohne Kritik gebraucht zu haben. die sie nicht nach der abstrakten Form der Apriorität gegen das Aposteriorische. für welchen Unterschied unsere Sprache glücklicherweise den verschiedenen Ausdruck gerettet hat. das Ens begreift sowohl Sein als Wesen in sich. s. s. sondern sie selbst in ihrem besonderen Inhalte betrachtet. aufeinander bezogen. G. sondern dass die Trennung das Absolute sei. G. zunächst aus der Vorstellung genommenen Substrate. als welche das wissenschaftliche Gebäude über die Welt war.der Teil jener Metaphysik. 61-62: «Die objektive Logik tritt damit vielmehr an die Stelle der vormaligen Metaphysik. ob und wie sie fähig seien. Aber die Logik betrachtet diese Formen frei von jenen Substraten. W. oder vielmehr des Vernünftigen zu sein.» HEGEL. Freiheit und Notwendigkeit. W. absolute und empirische Notwendigkeit. intelligible und sinnliche Welt. . 320: «Die Auflösung der dynamischen Antinomien aber blieb nicht bloß negativ.eine Kritik. zu fassen suchte und die Bestimmungen des Denkens das Wesentliche der Betrachtungsweise ausmachten. nach Kantischem Ausdruck. 2. Glauben und Wissen. die Seele. F. Aber ihre Trennung ist von Kant nicht zu diesem Behuf so rein gemacht worden. den Subjekten der Vorstellung. der die Natur des Ens überhaupt erforschen sollte. ohne die vorgängige Untersuchung. Die Auflösung lautet dahin. und ihre Natur und Wert an und für sich selbst. das nur durch Gedanken aufgeführt sein sollte. Bestimmungen des Dings-an-sich. als diese mit den reinen Denkformen die besonderen. an deren Stelle die objektive Logik tritt. Vorlesungen der Geschichte der Philosophie. Bd. diese Gegensätze nicht auf diese dürftige Weise zu beziehen. sie hebt den Widerstreit dadurch. der intelligiblen auf die sinnliche Welt ist allerdings die völlige reine Trennung derselben ein Verdienst. III.Die objektive Logik ist daher die wahrhafte Kritik derselben . I.HEGEL. so ist [es] erstens unmittelbar die Ontologie. sie ganz außer aller Gemeinschaft gedacht. sondern sie als absolut ungleichartig. wider streiten sie sich nicht» HEGEL. . 20. die Welt. daß ihre absolute Identität ganz rein gesetzt werde. und vor dem dürftigen und haltungslosen Beziehen der Freiheit auf die Notwendigkeit.Wenn wir auf die letzte Gestalt der Ausbildung dieser Wissenschaft Rücksicht nehmen.Alsdann aber begreift die objektive Logik auch die übrige Metaphysik insofern in sich. produzieren eine Antinomie. dass sie ihn absolut macht. 5. . ss. Gott. außer aller Gemeinschaft seiend zu denken. 359 . Bd. Wissenschaft der Logik. . sondern bekennt den absoluten Dualismus dieser Philosophie.

es wäre schade. Der transzendentale Idealismus löst also den Widerspruch gar nicht auf. Dass aber der Geist (das Höchste) der Widerspruch ist.» . wenn sie sich wiedersprächen. das soll keine schade sein.«Das ist so viel Zärtlichkeit für die Dinge.

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