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In deiner Stimme Zuschauer bin ich nur am Schauspiel

dieser Welt
In deiner Stimme Klang gefangen liegt Gleich einem schlichten Blatt, wenn kalter
mein Herz, Regen fällt,
In deinen blauen Blicken versunken meine Bin bloß ein grüner Tropfen im tiefen
Seele, Meer verborgen
Sooft ich an dich denke, erfüllt es mich voll Bin Nebel über Berge an einem
Schmerz, Frühlingsmorgen.
Im Stillen, einsam wein ich und bitterlich
ich flehe: Ein Sehnsuchtsruf bin ich und nur das
Flötenspiel,
An meinem Tor vorüber vergeh’ nicht wie Ein Fels, ein grauer Schatten, ein
ein Traum, Wanderer ohne Ziel,
Laß deine warmen Augen auf mein Gesicht Was ich auch bin, eins bin ich nicht, die
verweilen, Liebe deines Lebens,
In deines Herzens Wohnung find auch für Wär’ ich die ganze Schöpfung, es wäre
mich ein Raum, doch vergebens.
Laß deine Sinne zu mir wie Sommerwinde
eilen! *******************

Und wenn an manchem Abend mich


Trübsal überfällt Ich suche
Wenn aller Schmuck der Schöpfung mir
scheint blaß und vergebens, Ein Wanderer von Nirgendsher nach
So sing mir deine Lieder, die Lieder dieser Nirgendshin
Welt Bin ich und such´ auf meiner Reise
Und schenk mir deine Liebe, die größte Durchs Ödland dieses Daseins meinen
dieses Lebens. Lebenssinn.

Vielleicht wirst du nur lachen und bleiben Ich bin ein Pilger über Welt und Zeiten
wirst du fern, Und such´ auf diesem engen Pfade
Vielleicht wirst du nur kalt, abweichend Der Liebe Quellen in unbegränzten
mich betrachten Weiten.
Ein Sandkorn wenn ich wäre, wär ich
irgendein Stern Ich bin ein grüner Tropfen und komm vom
Du würdest dies erblicken, darauf würdest Regen her,
du achten. Geleit sind mir die Wolken;
Durch Sturm und Nebel such´ ich meinen
*************** Weg zum Meer.

Ein Sandkorn Ich bin ein Schatten nur und du das Nichts,
ein Traum
Ein Sandkorn bin ich nur in diesem fernen Der mir umklammert meine Seele,
All, Ein Wahnsinn bleibst du, ich ein Schatten
Geleit sind mir die Sterne und deren Echo in dem leeren Raum.
Schall,
Ganz einem Pilger gleich wandere ich *****************
durch die Zeiten
Und such’den Pfad zur Liebe in
unbegränzten Weiten.

1
Kehr um Das Lied und Liebe soll begleiten.
Fels
Kehr um, kehr um, begib dich nicht auf
diese Reise Bin ein Fels, du bist die Welle,
Verweil noch einen Augenblick oder ein Aus der Tiefe, aus dem Meere
Jahr, Steigst empor zu mir, ins Leere.
Beschreit, beschreit den Garten meiner
Seele leise Bin die Schlucht, du bist die Quelle,
Wo Liebeslichter leuchten, mild und klar. Zu mir sachte quillst du nieder,
Flüsterst deine Wasserlieder.
Tritt ein, tritt ein du meines Herzens sanfte
Süße Bin der Berg, du bist der Nebel,
Und ruhe in dem Schatten meiner Bei dem sanfsten Hauch des Windes
Sehnsucht, sacht, Du mein Nebel, du verschwindest.
Dir schenken, schenken werd ich alle
meine Küsse Bin ein Traum,du bleibst ein Schatten
Verweile in dem Mondschein dieser Nacht. Und entfernt stets voneinander
Bleiben wir, zwei fremde Wanderer.
Sing mir, sing mir die allerschönsten
Liebeslieder *****************
Gleich einem Vogel wohl, der nestet in
dem Wald, Regnerische Märznacht
Laß deinen Kopf auf meinem Schoße
sorglos nieder Es jagen jammernd talwärts
Lausch auf das Echo das im Meer Himmelstränen,
erschallt. Wild stöhnend peitscht sie der Wirbelwind,
Betrübt, die Herze an dem Felse lehnen,
Verzicht’verzicht, mein Freund auf jenes Nur schwere Wolken über Diesseits sind.
ferne Wandern,
In deiner hellen Blicke Hauch mein Geist Auf manchem steilen Pfade meines Lebens
verhüll, Begab ich mich und sucht der Liebe Quell,
Laß Alltags Rost und Lärm und Mühe Doch unnütz bleibt dies Wandern und
allen andern, vergebens
Mit deinem Dasein mir das Leben füll. Im Ödland meines Daseins ist’s nie hell.

Gleich einem Pfeil des allzukurzen


Traumes
Das Lied Verschwindest du in die Unendlichkeit,
Verzweifelt in der Leere dieses Raumes
Nie klang bis jetzt in diesem grünen Raum Blick ich auf das Verfließen meiner Zeit.
Das Lied das ich zu singen strebte
Bloß Pein des Wünschens brannt’ in jedem Kein Ziel, kein Hort find ich auf meiner
Traum Reise,
Den mir die Nacht großzügig webte. Verzichten aber will ich nicht darauf,
Durch Nebel, Sturm und Schatten eine
Umsonst such´ ich der Worte Schmied zu Weise
sein Sanft tönt im Abgrund meines Herzens
Um meine Dichtung zu gestalten, auf.
Betrübt verhüll ich mein Gesicht und wein
Da alller anderer Lieder schallten. *****************

Und somit führ ich meine Reise fort


Bis auf das Ende aller Zeiten
Und hoffe auf das kleine Zauberwort
2
Das Meer
Du Wanderer Es war Morgen und ich stand
Am Meeresrand,
Auf dem engen Pfad des Lebens Die Sonne leuchtete so heiß
Suchst du deines Daseins Sinn, Die blauen Wellen wurden weiß,
Deine Reise scheint vergebens Die Luft webte aus Wasser und Licht
Führt bloß über Nirgends hin. Den grünen Schleiher des Lebens.
Doch plötzlich platzte eine Welle am Fels,
Dich auf deinem Weg begleiten Weit, irgendwo in der Mitte des Schleihers
Vieler Blicke, doch nur Schmerz Brach ein Sonnenpfeil
Und das Nichts der leeren Weiten Und das Lebenstuch riß.
Fest umklammern dir das Herz.
*****************
Einem Rieseln sachter Quellen
Gleicht das Flüstern deiner Worte Zuviel
Doch das Siedeln wilder Wellen
Wählt sich aus dein Herz zum Horte. Zuviel Waser, zuviel Hitze
Zuviel Frost, zuviele Witze,
***************** Zuviel Kummer, zuviel Haß
Überfluß und Übermaß.
Auf deinem Wandern
Zuviel Reichtum, zuviel Armut
Auf deinem Wandern dich begleite Und der Mann der gar nichts tut
Stets Morgentau und Rosenduft Und der Mann der bloß nur spricht
All´ meine Sehnsucht bis ins Weite Scheint zuviel ein Bösewicht.
Dir folgt ganz sachte und dich ruft.
Zuviel Lärm, mal zuviel Ruhe,
Beschreit´ den Garten meines Herzes, Zuviel Staub auf unsere Schuhe,
Verweil dort für die Ewigkeit, Zuviel Ruhm, auch zuviel Neid,
Entfern die Schatten meines Schmerzes, Zuviel für die Ewigkeit.
Verlaß mich nicht in Einsamkeit.
Wenig Frieden, wenig Liebe
Tief in das Blaue deines Blickes Doch zuviele Übertriebe,
Laß mich verhüllen mein Gesicht, Nur das Ich und nur das Geld
Du bist die Quelle meines Glückes, Herrschen zuviel auf der Welt.
Bist meine Seele, mein Gedicht.
*****************
Und kehrst du eines Tages wieder,
Von diener Reise bring zurück Lebensbilder in vier Jahreszeiten
Die sanften Töne deiner Lieder,
Dein helles Lächeln, deine Musik. Kühl, bald warm und weißer
Blütenschaum
***************** Bedeckt die Welt, ein kleiner Raum,
Voll Hoffnung und voll Zweifel,
gedankenlos, voll Sorgen
So steh´n wir da und warten stets einen
neuen Morgen.

Der heiße Sand, so glühend kalt,


Ein tiefes Echo aus dem Meer erschallt,
Ein weißer Fels, da fern, doch nah,
Und deine Augen darin ich meine Liebe
sah.

3
Rote Sonne, Blätter gelb und rot, Lebensstrom
Wer hilft dem Herz wohl aus der Not,
Entzückt, erschreckt, verliebt, verhaßt Lebensstrom, fließ nicht so schnell,
zugleich Mein Boot ist klein, mein Boot ist leicht,
Entfärbt sich alles, krampfhaft bleich. Fließ nur sachte, Welle nach Well´,
Gib Acht, dein Wasser in mein Boot reicht.
Der Weg voll Schnee, so kalt, so heiß
Grauzitternde Schatten schleichen leis´ Und steht ein Fels in deinem Wege,
Dumpfes Grollen, ein lauter Schrei, So lenke mein Boot, lenke es ab,
Ist wohl noch Platz da für uns zwei?* Fließ nicht zu langsam, auch nicht zu
träge,
***************** Sonst denk´ ich an die Boote die dein
Wasser vergrab.
Gedanken
Erst warst du ein Bach, rieseltest fein,
Und niemals kann man glücklich sein Wurdest ein Fluß, träumtest vom Meer,
Als im Geheimen und allein Als Strom bist du stark, doch immer rein,
Und scheint die Sonne und leuchten Sterne Erreichst bald die See, beeil dich nicht
Bist ewig freudig, auch nah, auch ferne. sehr.

Wer kann dir nur entgegenstehen Lebensstrom, an das Ufer fahre mein Boot,
Wenn deine Augen Freiheit sehen? Fahre mein Boot, fahr es hinüber;
Wer kann es wagen dir zu rauben Ach! Da liegen Kummer und Not,
Die Lebenslichter deiner Augen? Was ich sehe macht mir nur übel.

Von deinem Lichte schenke Licht Lebensstrom, ich erfuhr den rechten Weg,
Denen die´m Dunkeln neigen ihr Gesicht, In deine Mitte behalte mein Boot,
Und denke nicht an Raum und Zeit, Da gibt´s weder Brücke noch Steg,
Im All ist alles Ewigkeit. Doch bin ich ferne von Sünde und Not.

An irdische Ketten fessele dich nicht, (26.10.1987)


Auch neige niemals dein helles Gesicht, *****************
Tief in die Seele blick nur hinein, Sikh
Entferne die Sünde, behalte sie rein.
Glauben sind nicht leere Worte,
***************** Heilig ist, wem alle gleich,
Herbst Bloß Besuch an heilige Orte,
Bewegungslos zu steh´n und bleich,
Regentropfen, Himmelstränen Wanderer auf fremden Steg
Fallen traurig übers Feld, Oder Pilger an dem Bade, nein;
Gelbe Blätter sich nach Sonne sehnen, Nur findest du den Glaubensweg
Grauer Nebel umfaßt die Welt. Wenn durch den Kot der Welt du bleibest
rein.
Herzensbrechend stöhnen Winde
Durch den leeren Wald, (übersetzt 15.11.1987)
Wolkenfetzen rollen geschwinde, *****************
Dieses Bild scheint ewig alt.

*****************

4
Dem Knecht

Denke nicht, fühle nicht, sprich auch nicht, Eure Herrscher


Bloß neige kleinlaut dein Gesicht,
Durch´s Leben trag du deine Bürde Zwei Gesellen, Geld und Amt
Und rede niemals niemandem von Würde. Sind mir als Herrscher gut bekannt
Unter Menschen frech und streng,
Sie alle haben doch ihr Recht, Ihre Ansichten sind eng.
Du aber, stehst da nur als Knecht,
So lasse dir von allen alles sagen Erster läßt arm Arme sterben
Um Erklärung hast du nicht zu fragen. Und den Reichen Reichtum erben,
Daß die anderen verschmachten,
Wenn so im Leben es geeignet ist Will er keinesfalls beachten.
Da heißt´s, das Leben ist ein großer Mist,
Wenn da zwei, drei regieren wollen Zweiter meint man hat den Rücken
Dann können viele Tausende nur grollen. Um sich stets vor ihm zu bücken,
Ob man Recht hat oder nicht
Und wehe dir, du armer Knecht Für ihn bleibt man bloß ein Wicht.
Falls du verlangen willst dein Recht,
Mit Schimpf und Faust wirst du verehrt Doch ich sag euch, gebt nicht Acht
Damit sich ja kein Knecht mehr wehrt. Auf die Macht und Niedertracht,
(24.01.1988) Alles endet auf der Welt,
Auch das Amt und auch das Geld.
Die goldene Epoche (24.0
(Δουλος σάς) 1.1988)

Er ist der Herr, hat viele Amte, *****************


Viel Geld, viel Abseits
Übermut, viele
Gesandte, Abseits, wenn vom Schlimmen, Bösen
Neigt kleinlaut euer Haupt und Rücken, Du deine Seele kannst erlösen,
Vor diesem Mann hat man sich zu bücken. Abseits, wenn von Haß und Neid
Du fliehst in die Einsamkeit,
Sie ist die Herrin, seine Frau, gibt Acht, Abseits, wenn die Racheglut
Sie hat der Frechheit und des Geldes Nie entflammt in deinem Blut,
Macht, Abseits, wenn Gewinn zuliebe
So schleppt nur schüchtern ihr Gepäck, Du nicht übst List und Betrüge,
Für sie seid ihr ein großer Dreck. Abseits, wenn auf deinem Lebensweg
Du nicht sinkst in Sumpf und Dreck.
Und ihr, ihr seid des Geldes Knechte,
Könnt murren, könnt weinen, habt doch (1988)
keine Rechte,
Der Herren Krümel können euch *****************
entzücken,
Doch dafür habt ihr euch zu bücken. Glauben
***************** Ich glaube an die Quellen des Lebens unde
der Liebe
Ich glaube an die Sonne und scheue
Übertriebe,
Ich glaube an das Grüne der Wiesen und
der Wälder,
Ich glaube an die Weite der Steppe und der
Felder.
5
Ich liebe jede Knospe die mir der Frühling Herz, du strahlst ja voller Würde,
schenkt, Prachtvoll ist dein schlichter Hort,
Ich glaube an das Steuer, das mir mein Trägst durchs Leben deine Bürde,
Leben lenkt, Glaubst an jedes reine Wort.
Ich liebe jede Wurzel wodurch das Neue
quillt, *****************
Ich liebe auch die Lerche, die ihre Weise
trillt. Dem Dichter
Ich bete an die Sterne, die alle Nacht Einem Sphynx aus alten Zeiten
erblüh´n Gleichst du stumm und starr und blind
Ich bete an die Augen, die´n meiner Seele Und es saust aus dunkeln Weiten
glüh´n, Um dich eisig Winterwind.
Ich bete an das Meer, es soll mich weiter
führen, Doch dein Herz schwört dieser Menschheit
Ich bete für die Kinder, die mir mein Tiefe Treue, heiße Liebe,
Herze rühren. Ungeachtet ihrer Falschheit,
Ungeachtet ihrer Triebe.
*****************
Durch die Wüste einer Stunde
Staub auf den Straßen, Du verstreust Perlen und Seide,
Lärm auf dem Markte, Bringst uns Himmels heil´ge Kunde,
Füße und Hände des Lebens... Uns erlöst von Not und Leide.

***************** In den Kelch kosmischer Strahlen


Blicktest du einst tief hinein,
Das Menschenherz Aus hohem Gewölbe schallen
Tausend Sternelieder drein.
Herz, ich will dein Bildnis malen,
Deine Kammern muß ich kennen, Überwindest sanft und weise
Alle Zinsen sollst mir zahlen, Jene See, genannt der Qual
Deine Sünden will ich nennen. Und in Mitleid trägst du leise
Deiner Seele Friedenswahl.
Ja, du bist des Menschen Steuer
Denn dein Wille ist Gesetz, Prachtvoll dichtende Gestalt
Auch bist du ein Ungeheuer, Stets getreu bleib deinem Licht,
Spinnst der Rache schwarzes Netz. Heben werden viele bald
Dich anbetend, ihr Gesicht.
Herz, du bist ein Knecht der Liebe,
Für sie schlägst du mit Gewalt, Denn dich fesseln Göttersketten
Bist berühmt für Übertriebe, An der Erde warmer Brust,
Denkst du wirst niemals mehr alt. Kannst von ihnen dich nicht retten,
Sei davon ewig bewußt.
Kühnes Herz, du Held der Menschheit,
Stets des Sieges sehnst du dich, Wenn die kurze Spanne Zeit
Fechtest bloß für deine Freiheit, Ist verflossen, heiter, trübe,
Nie die Hoffnung von dir wich. Es weilt über Ewigkeit
Leuchtend mild und rein die Liebe.
Herz, ich nenn dich wilder Feind jetzt
Denn du brachst den Gätterschwur,
Weil du Mord und Plünderei schätzt, *****************
Betest an die Hölle nur.
6
Ein Wanderer Was, du Welt, du flehst um Gnade?
Deine Kinder sind dir schade?
Ein Wanderer durch den Lebenswald Nein, ihn kannst du nicht betrügen;
Blickt fragend gegen Morgenrot, Was du sprichst sind leere Lügen;
Er war mal jung, wird einmal alt, Was er wünscht? Dich zu vernichten,
Er kennt auch Liebe, kennt auch Not. Seiner Wut nach sollst dich richten!

Durchs mürbe Dickicht bahnt er sich Weg, Er wär´ ein Irre, hätt´ nicht Recht?
Auf weichem Moos läßt er sich nieder, Dummer Witz, der klingt zu schlecht.
Sei es auch finster, er kennt den Steg, Alle Fäuste sind vergebens
Die Nachtigall trillt ihre Lieder. In der letzten Stund´ des Lebens!
Falsche Welt – wird sie erschießen,
Umschleicht ihn Müh´ und Einsamkeit Mögen Blut und Tränen fließen,
So betet er an alle Sterne, Mögen Rauch und Asche scweben,
Die Lichter hoch sind sein Geleit, Nichts gewährt der Welt das Leben!
Sie ziehen mit ihm in die Ferne.
(1988)
Und schlägt die Stunde, erlischet er *****************
Am steilen Ufer, auf´s alte Moos,
Es leuchten, dann, der Lichter mehr; Freiheit
Ade, du Wanderer! Das war dein Los.
Wenn deine Bäume Früchte tragen,
***************** Wenn deine Vögel singen,
Dann will ich dich, oh Menschheit, fragen
Einsamkeit Warum nicht Lieder klingen?

Einsamkeit vernichtet dich Wenn kalte Regenstropfen fallen


Wenn die Liebe von dir weicht, Und Wolken eilig sausen,
Einsamkeit ist fürchterlich Warum dann, eure Schüsse knallen?
Wenn die Leere dich umschleicht. Warum die Menschenmeere brausen?

Schneesturm saust in deinem Herze Wenn durch den Schlamm des Lebens
Wenn die Kälte dich umarmt, Du deine Füße treibst,
Schneesturm schenkt dir tausend Da scheint alles vergebens,
Schmerze, Wenn du nur taubstaumm bleibst.
In das Ödland dich verbannt.

Nirgendshin dein Wandern führt dich, Wenn hoch zum blauen Himmel
Bist nur Geisel deiner Zeit, Du deine Blicke hebst,
Nirgendshin, das klingt so schrecklich Enfliehst aus dem Gewimmel,
Wenn dein Frieden stets bleibt weit. Um Freiheit du dich strebst.
(16.03.1988)
***************** *****************

Des Rächers Scwur Sintflut

Ach, der Mensch er schreit um Rache, Nächtliche Schatten schleichen umher,


Überfällt ihn Hasses Drache, Menschen und Tiere, immer mehr,
Messer, Schwert, Pulver, Pistolen, Erschrocken, sie fliehen au ihrem Hort
Alle die hat er befohlen, Und suchen auf dieser Welt einen sicheren
Schauerwelt dich zu erschießen, Ort.
Mögen Blut und Tränen fließen.
7
Mensch, das vergißt du so leicht.

Die Antwort mein Freund,


Es brausen Gewässer, es sausen die Winde, Sie weht in dem Wind,
Es kracht die Erde, es rächt sich der Die Antwort weht in dem Wind.
Himmel,
Es nahet das Unglück, es nahet Weißt du wieviele Berge die Erde gebar,
geschwinde, Heute merkst du, sie sind nicht mehr da,
Es heulen auch Wölfe in diesem Weißt du wieviel Volk der Krieg schon
Gewimmel. geraubt
Weil es nicht wollte neigen sein Haupt,
Es rieseln die Ströme hoch zu den Sternen Weißt du warum es stest kämpft wie ein
Und stürzen zur Hölle verlassene Herze, Held,
Es brüllet au unendlichen Weiten Weil es an Mut ihm nicht fehlt.
Das Echo des Untergangs!
(1980) Die Antwort mein Freund,
Sie weht in dem Wind,
***************** Die Antwort weht in dem Wind.

Lebensbilder – Serie Weißt du wie weit der Weg immer führt


(198 Bis man den Himmel einmal berührt,
5) Weißt du wie oft ein Kind weinen kann
Die Bilder unseres Lebens ziehen Bis es wird eines Tages zum Mann,
In grauenvollen Schatten hin, Weißt du wie oft übers Leben der Tod hat
Ah, auch Musik und Dichtung fliehen, gelacht
Ich merke nun, daß ich alleine bin. Bis endlich wir sind mal erwacht.

Ja, hier die Leute die´s Geld verstreuen Die Antwort mein Freund
Und da, diejenigen die sich laben, Die ich jetzt gewählt,
Auch dort, die stinken wie die Säue, Frieden sei auf unserer Welt.
Drüben, die schuften und nichts haben. (übersetzt,16.06.2002)
*****************
Und hier liegt Kot und Gold zusammen,
Ewig verdammtes Ehepaar; Meine Reise
Der Reiche gönnt kein´ Heller einem
Armen, Bin ein Pilger zwischen Sternen
Drum Haß und Neid die Mordsucht drauf Such´ die Liebe in den Fernen
gebar. Ewig wandere ich durch die Zeiten,
Laß´ die Sehnsucht mich begleiten.
Wie jeder brüllt, wie jeder schreit, Eines Tages werd´ ich sterben
Aus Todesangst, um Teufelswillen Und dann bleiben nur noch Scherben
Und suchet Zank und suchet Streit Und der Schatten eines Traumes
Um damit eifrig die Welt zu führen. In der Öde dieses Raumes.

***************** Eines Abends laß mich wieder


Lauschen auf die alten Lieder;
Die Antwort weht im Wind Steh´ am Ufer ich und weine
Werden Lieder Kieselsteine.
Weißt du wie lange ein Atom immer irrt Doch wohin ich immer reise
Bis zu einem Menschen er wird, Hören werd´ ich diese Weise,
Weißt du wieviele Meere ein Stern nur Werd´ die Hoffnung nie verlieren
durchzieht Wohin Wolken mich auch führen.
Bis man sein Licht einmal sieht,
Weißt du wie in die Luft eine Kugel stets Bin ein Splitter ich des Lichtes
reicht, Und das Echo des Gedichtes,
8
Meine Liebe lässt mich leiden, Wer jener, der dir lenkt das schlichte Boot
Doch ich kann sie nicht vermeiden. des Lebens,
Bin der Tropfen tief im Meere Und wer umschleicht geräuschlos dich stets
Und der Fels in blauer Leere, um Mitternacht,
Tränenfluß strömend zur Erde Wen suchst im Seelengarten du so
Bis zum Nichts ich einmal werde. angstvoll doch vergebens?
(21.
06.2002) Wann wirst das Ende spüren im
grenzenlosen All,
Die Kerze Wann ruhen wirst du am Ufer dieser
Ewigkeit,
Ich bin nur eine Kerze in jener dunkeln Wann hören wirst des Echos allerletzten
Ecke, Schall,
Nur ein schmales Licht in dem nächtlichen Wann wirst du zu dem Tropfen im Strom
Verstecke; de alten Zeit?
Zitternd brennt die Feuerseele in dem
Abgrund eines Traumes (18.07.2002)
Und sucht fragend deine Blicke in der
Stille dieses Raumes. *****************
Eines Tages wird erlischen diese Kerze,
dieses Licht, Das Werden
Nimmermehr wird sie bescheinen deine
Augen, dein Gesicht, Auf einen schwarzen Fels in sturmversunk
Dann verloren bleibst für ewig, nur ein ´ner Nacht
Schatten, nur ein Splitter, Fiel eine grüne Träne vom Wolkenhaus
Ich der Rauch der schlichten Kerze, hinab,
weiterschwebend im Gewitter. Sie rollte,wohl getrieben von einer fremden
Macht
(23.06.2002) Die ihr nun Geist und Seele und
Menschenleben gab.
*****************
Sie blickte jeden Morgen ins Dasein tief
Fragen hinein
Und lauschte auf das Flüstern der Wellen
In welchen dunkeln Winkel verbanntest du rings umher,
dein Herz, So goldig strahlt´ die Sonne, so finster
Durch welchen stummen Wald führtest du schwieg ihr Stein,
deine Schritte, Sie dachte, all´ die Schöpfung wär´ dies
Aus welcher tiefen Höhle quoll denn empor verlor´ne Meer.
dein Schmerz,
An welchen Gott des Irrtums richtest du „Werd´ ich wohl jemals segeln über die
deine Bitte? blauen Weiten“?
Fragte sie den Vogel, der ins Grenzenlose
Warum durchströmten Tränen dir gestern stieß
dein Gesicht, Und starrte auf die Spuren aller vergess
Warum durchziehst du einsam das Tal der ´nen Zeiten;
starren Weiden, „Wann wohl“? fragte den Wind sie, der
Weshalb verhüllst dein Leben du ins ewige eilig sie verließ.
Gedicht,
Warum läßt dich das Nichts des Daseins *****************
immer leiden?

Wer ist´s der tief im Abgrund auf deine


Träume wacht,

9
(8.09.2002)

Im Wald meiner Seele *****************

Beschreite ich den stillen Pfad des Abends Nächtliches Sehnen


Durch den in Dämmerung versunk`nen
Wald, Dir folgt mein Herz wenn weißer
Begleitet mich das Echo eines Namens, Sonnenschimmer
Zur Seite steht mir eine Traumgestalt. Vom blauen Meere strahlt,
Dir folgt mein Herz wenn nachts der
Und ruhe ich bei jenen Silberquellen Mondesflimmer
Woher das Flüstern aller Schöpfung Des Baches Spiegel malt.
schallt,
Erblick dein Antlitz ich in tausend Wellen, Dich rufe ich wenn auf dem fremden Wege
Wohl von der Hand des Schicksals dort Der Staub im Wirbel saust,
gemalt. Dich rufe ich wenn überm schmalen Stege
Der Wasserfall laut braust.
Es schleicht das Schweigen durch die
starren Bäume, Dich höre ich wenn jenes müde Rauschen
Durch Wolkenspalten quillt des Mondes Empor am Felse steigt;
Schein Um Mitternacht verschwinde ich zu
Vergessen in dem Tal verlor´ner Träume lauschen
Zähl ich die Tränen die ich um dich wein. Die Ruh`, wenn alles schweigt.

(8.09.2002) An dich denk` ich und seist du noch so


fern,
***************** Bist meiner Seele nah,
Der Morgen graut, es lischt der Glanz der
Sehnsucht Sterne,
Wärst du,Geliebter, da!
Im traumtrunkenen Garten des Herzes (14.09.2002)
Erwacht ein unbekanntes Sehnen, *****************
Versunken inmitten des Schmerzes, Winterreise
Umzingelt vom Flusse der Tränen.
Liegt versunken Berg und Tal
Ein Etwas, das nie sich gestaltet Tief im Nebelglanz,
Doch strebt es, beharrlich, zu werden, Dort, die Wolken wieder mal
Ein Nichts, das im Nirgends veraltet, Winden sich im Tanz.
Ein Ganzes das ewig war Scherben.
Such´ den Pfad ich durch den Wald,
Erinnerung zerrt am Saume der Zeiten, Durch die Einsamkeit,
Ein Rätsel,das jagt durchs Gewitter, Hör´ das Echo wie es schallt,
Verloren liegt in pfadlosen Weiten, Fließt hinweg die Zeit.
Im täuschenden Nebel ein Splitter.
Alle Gipfel schimmern weiß,
Prachtvoll scheint der Schnee,
Verzweifelt, entflammt im nächtlichen Meine Seele zitternd, leis`
Meere Singt ihr Lied, ihr Weh.
Dies Etwas, im Mondschein verborgen,
Es lauert aufs Blühen und starrt in die Weit und weiter treibt der Wind,
Leere, Treibt mich durch die Nacht,
Erwartet geduldig den taufrischen Nur die Stille, sie schleicht blind,
Morgen. Nur mein Herz, es wacht.

10
Schneesturm stöhnt am Erdenrand
Wo das Sein zerbricht,
Drüben liegt ein fremdes Land
Im verlor´nen Licht. Herbst
Werd´ ich kehren wohl zurück Peitscht der Wind die Himmelstränen,
In des Alltags Spiel? Jagd sie wütend übers Feld,
Werd´ bezwingen ich mein Glück, Zittert durch die Luft ein Sehnen,
Finden werd´ ein Ziel? Naß, betrübt, so scheint die Welt.

Oder wird die Dunkelheit Sagt das Kind: „Die Fenster weinen
Trösten dies, mein Herz, Und so furchtbar stöhnt der Wind,
Wird das Fließen dieser Zeit Wer läßt nicht die Sonne scheinen,
Stillen meinen Schmerz? Warum bleibt der Himmel blind?

Doch der Morgen, sieh´, er graut, In der Nacht die kaum vergangen
Jagt hinweg den Traum; Blickt` herab zu mir ein Licht,
Schmilzt der Schnee, der Gletscher taut Ich versucht` es aufzufangen,
Und der Wind saust kaum. Es bestrahlte mein Gesicht.

***************** Und als morgens ich erwachte


War das Kleid des Himmels blau,
Morgen Alle Farben blühten sachte,
Wer malt nun die Erde grau?“
Siehst im Walde wie die Weiden
Sich geschmeidig leise winden, Aus dem Abgrund alter Zeiten
Sonnenstrahlen sanft und seiden Sich gestaltet dieses Bild,
Wie sie schleichen durch die Linden? Aus dem Nebel jener Weiten
Flüstert eine Stimme mild:
Fühlst den Duft der Morgentränen
Wie er quillt aus allen Blumen, „Herbst ist´s nun und jener Regen
Durch die Luft das grüne Sehnen Ist das Singen einer Macht,
Wie`s erwacht und Bienen summen? Die verstreut auf allen Wegen
Auf dich, Kind, für ewig wacht!“
Wie die weißen Gipfel schimmern
Wenn die Nebel sich erheben, (12.10.2002)
Silberbächer wie sie flimmern,
Wolken, wie hinweg sie schweben? *****************

Jene Röte prachtvoll gleiten So leer


Siehst du sie aus blauem Meere,
Das Erblühen aller Zeiten So leer,
Merkst du`s aus der grauen Leere? Das dichte, grelle Grün umher,
Der Weg der meine Schritte führt,
Blickst den Seemann über Wellen Das Ziel das man doch nie berührt,
Weitersegeln ohne Sorgen? Die Weiden, dort, am Wasserrand,
Du, im Boot, fährst zu den Quellen Gedanken in das Nichts verbannt,
Des Gedichtes früh am Morgen. Das Echo das vom Berg her schallt,
Ein Dichter der mit Tönen malt,
(11.10.2002) Ihm scheint die Schöpfung himmelsschwer,
So leer…
*****************
So leer,
Der Sonnenpfeil erscheint nicht mehr,
Die Dämmerung die`m Walde spielt,
11
Die Nacht die aus dem Abgrund quillt, Schon prachtvoll rot der Morgen graut,
Der letzte Schimmer der mir winkt, Ein Seufzer stöhnt und stöhnet laut,
In meine Seele heimlich sinkt, Es rauscht das Meer, nein, nur mein Herz
Die Schatten schleichend, lautlos, schnell, Gefesselt liegt`s im tiefen Schnerz,
Im Grenzenlosen ist`s nie hell, In weißem Licht, in Lieb` verbannt
Es schmerzt die Einsamkeit so sehr, Wohl von des Schicksals strenger Hand
So leer… Und alles leuchtet blendend, grell,
So hell.
So leer,
Das dumpfe Grollen tief im Meer, So weiß
Der weiße Fels im Mondesschein, Schimmert am Erdenrand das Eis,
Im All, die Lichter so allein, Der Schneesturm rollt vom Berg hinab,
Das Rauschen, Flüstern und der Wind, Vesinkt die Welt ins bleiche Grab
Der Sturm, er tanzt verrückt und blind, Und täuscht die Sinne, täuscht Verstand,
Das Wellenheer das kämpft und siegt Treibt mich ins ferne Lügenland,
Und Boote in den Wirbel zieht; Wo Wissen und Unwissenheit
Ein Seufzer stöhnt vom Schlunde her, Zermalmen meine Ewigkeit;
So leer. Der Nebel deckt die Welt ganz leis,
So weiß.
So leer, 04.02.2003
Der Traum den nutzlos ich begehr`, *****************
Der Schatten der mich nachts umhüllt
Die Sehnsucht die mein Herz mir füllt Frühling
Das Lächeln deiner Augen, blau,
Die Seele, der ich, Narr, vetrau, Im Frühling weißer Blütenstaub
Ein Wahnsinn ist`s, ein Irrtum auch Schwebte umher ganz sachte,
Gejagt hinweg gleich einem Rauch; Ein Zwitschern zog durchs grüne Laub
Das Schweigen quält mich und daher Und meine Seele lachte.
So leer.
Der Tau, er glitzerte im Gras,
So weit So lieblich sang die Meise
Der lange Pfad der Einsamkeit, Am Ufer, wo ich gestern saß
Im dunkelkalten öden Raum Erschöpft von meiner Reise.
Pflecht` ich alleine meinen Traum;
In Tränen tauch` ich Schreibzeug ein Wie lang sollt`ich gewandert sein
Und bete an den Mondesschein, Allein durch Schnee und Kälte
Er solle führen stets zurück Bis dieser warme Sonnenschein
Dich, mein Geliebter, dich, mein Glück; Mein trübes Herz erhellte?
Unendlich schwer verfließt die Zeit,
So weit. Ich blick nun auf die Gräser hin
Die stolz empor sich heben
So sacht Und denke an der Stille Sinn
Mein Geist umarmt von schwarzer Nacht Und denke an das Leben.
Schleicht durch die Klüfte dieser Zeit
Verborgen in Vergessenheit; Ich weiß daß jeder bunte Strauch
Von Nirgendsher nach Nirgendshin Wird welken immer wieder,
Irrt ziellos mein verrückter Sinn, Mein Leben wird verfließen auch
Mein Boot, es gleitet Well` nach Well` Und schweigen werden Lieder.
Zurück ins Nichts, zur Anfangsquell`,
Ein Stern bestrahlt mich sanft und lacht Den Wind hör ich am Wasserrand,
So sacht. Sein Flüstern durch die Weiden,
Schon bin ich weit, im Märchenland,
- Die Luft so zart und seiden.
So hell
Die Dämmerung verschwindet schnell, Ein Schatten streift übers Gesicht,
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Der Schatten alter Zeiten
Die ich wollt` fesseln ins Gedicht,
Das Trugbild leerer Weiten.
xxx
Verschwind, Gespenst der Einsamkeit,
Du, Wächter meiner Nächte, Ich bin nur das Begrenzte im grenzenlosen
Verfolgen tun seit Ewigkeit All,
Mich deine schwarzen Mächte. Du bist nur das Echo des grenzenlosen Alls
im begrenzten Ich;
Siehst nicht, es strahlt der Lenz im Mai, Ich bin nur ein durch die Zeit wandernder
Erfüllt mei Herz mit Blumen, Schatten,
Du aber, brichst es stets entzwei, Du bist nur der Schatten einer meiner
Du möchtest es vermummen. Schritte durch die Zeit…

In Zweifel und Unsicherheit *****************


Willst meinen Geist versinken,
Doch sieh, zu dieser Frühlingszeit Abstrakter Abend
Die Knospen, die mir winken.
Die Schatten der Abendämmerung
Im Frühling weißer Fliederstaub Umschleihern meine Gedanken,
Umhüllte mich ganz sachte, Flüstern meiner Seele,
Die Meise sang im grünen Laub Schleichen wie die Stille
Und meine Seele lachte. In mein Herz hinein.
(1.05.2003)
Zu Töne gewordene Farben
***************** Pflechte ich in Gedichte,
Verstreu´ ich auf Blumen,
Unvernunft Hör ich im Gewitter
Meiner Sehnsucht schrein.
Neugierig zu sein,
Vertrauen zu haben, Das Rauschen dunkler Meereswellen
Den Schleiher der Träume zu weben Versinkt mich in Vergessenheit,
Und damit den Verstand zu verhüllen Läßt Hoffnungen segeln,
Um somit aus der Wirklichkeit zu Führt mein Boot stets weiter
entfliehen, Unter Mondesschein.
Fliederblumen in die Festung des Gedichts
zu verbergen Das Schweigen tiefer Ewigkeiten
Um diese eine Ewigkeit im Herz Erinnert mich an das Wandern,
aufzubewahren, Verfolgt meine Schritte,
Das Nichts ins Alles zu verwandeln Begleitet mein Leben,
Und nachts dieses Alles herbeizurufen Deutet auf´s Dasein.
Um in dessen Betrachtung einzuschlafen, (11.05.2003)
Sich in den Schatten der eigenen Seele zu
verlieben *****************
Und solches Trugbild nicht zu entfernen,
Durch den Wald des Irrtums zu wandern Verlier nicht
Und nie auf den Tadel der Umwelt zu
achten, Verlier nicht den Weg
Diese Gedanken niederzuschreiben in dem trockenen Sand der Gewohnheit,
Ohne jemals eine Antwort zu erwarten, wer weiß
All´ das bedeutet der Höhepunkt wann die Kette gelöst wird
Der Unvernunft. und dein Boot
wie der letzte Schimmer
(8.05.2003) der sinkenden Sonne
***************** in die Nacht verschwinden wird.
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Wenn dich Sehnsucht überfällt
***************** Fühule ihn den wilden Wind
Der die Wolken jagt geschwind,
Schatten durch das Abendtrot,
Farben Schau, sie wehen eilig fort,
Sieh, es strahlet Morgenschein
Ich pflücke einen Sonnenstrahl dir so sacht ins Herz hinein.
(oder mehrere, wer kennt die Zahl)
und tauche ihn ins blaue Weltmeer Wenn die Stille dich umarmt,
(wo anfangs alles war leer), Denk, es winkt die Ewigkeit,
es blüht der grüne Schleiher des Lebens Denk, es führt dein Weg noch weit,
(den einige zerreißen vergebens) Denk an di ebesternete nacht,
mit dem ich meine Augen verhülle An die allerhöchste Macht
(und ihn winde um meine Gefühle) Die die Sinne dir umhüllt
damit die Finsternis sie niemals berührt Un dein Selbst mit Liebe füllt.
(jene Finsternis, die eure Schritte führt). (22.10.2003)
*****************
*****************

Meinen abgestumpften Mitmenschen Analyse zum Thema Liebe


Ihr sagt Es gibt Leute die in Liebe leben,
Daß euer Tag zu heiß sei Es gibt Leute die um liebe flehen,
Zu schwül eure Nacht Es gibt leute die über Liebe scherzen
Und eure Schritte Und Liebe kann manchmal schmerzen,
Im Staub der Straßenmitte Es gibt Leute die um Liebe streiten
Seien wie Blei. Und Leute die Liebe vereiteln,
es gibt Leute die Liebe verachten
Ihr fragt Und Leute die Liebe betrrachten;
Ob jemals kalter Regenfluß Es gibt Leute die Liebe verhöhnen
Euch spüle die Stirn Und Leute die sich an Liebe gewöhnen,
Spannung vertreibe Es gibt Leute die Liebe verschwenden
Aus eurem müden Leibe Und Liebe kann Leute verändern;
Verhüllt in Ruß. Für manche ist Liebe eine leere Geschichte
Und manche schreiben über Liebe
Ihr kennt Gedichte,
Die Geheimnisse der Welt Doch sind die Gewänder der Liebe
Und meint ihr habt Recht Stets unvernünftige Übertribe.
Doch im Gewitter (22.10.2003)
Seid ihr jeder ein Splitter
Der ins Nichts fällt. *****************
(13.05.2003)
Oktober
*****************
Kastanien schimmern feuerrot
Auswege Und Regen peitscht die Bläter,
Der Winter um die Ecke droht,
Wenn dich Traurigkeit umgibt Betrübend, grau das Wetter.
Hol den alten Pinsel her,
Tauche ihn ins blaue Meer, Es beugt der Wind den Pappelbaum,
Tauche ihn ins grell Grün. So einsam diese Gassen,
In die Knospen die noch blüh´n Nur ich träum immer jenen Traum
Tauche ihn ins gelbe Licht, Ich kann ihn nicht verlassen.
Male bunt dies dein Gedicht.
Den Herbst vergessen kann ich nicht
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In dem die Liebe blühte
Und meiner Seele schenkte Licht
Mein Herz, verrückt, es glühte.

Doch du bist nur ein fremdes Herz Augenblicke


Ein Trugbild meines Lebens,
Das mir mein Selbst versinkt in Schmerz, Es sind nur Augenblicke
An das ich denk vergebens. Diese Worte, diese Schritte
(23.10.2003) Diese Träume die wir träumen
Diese Zeit die wir versäumen,
***************** Diese Netze die wir spinnen,
Dieses Nichts das wir gewinnen.
Ek mandir – Ein Tempel
Es sind nur Augenblicke
(Mera atma ek mandir Diese Pfade, diese Wege,
jismen tum ek raja ho, Die wir Tag und Nacht betreten
sukh aur dukh tum deta ho Die Gedanken die wir kneten,
mera dil ke lye shanti do) Diese Töne die wir malen,
Alles das was wir bezahlen.
Einem Tempel gleicht mein Hez,
Darin wohnst als Gott nur du, Es sind nur Augenblicke
Schenkst mir Freude, schenkst mir Diese Augen, diese Lippen,
Schmerz, Diese Lächeln, diese Grinsen,
Meiner Seele schenkst du Ruh`. All´ der Unsinn den wir pinseln,
Alle Hofnung die wir hegen,
Gestern schien mein Pfad so lang, Alles was ans Herz wir legen.
Einsam dieser Weg und leer,
Tief der Abgrund, steil der Hang Es sind nur Augenblicke
Mühsam jenes Wandern, schwer. Diese Geister, diese Schatten,
Die um unsre Seele flattern,
Bis ich heut den Tempel fand Diese Liebe die wir wählen,
Der im Lichte herrlich strahlt, Die Gedichte die nie fehlen,
Dort am fernen Wasserrand, Diese Ruhe, diese Lieder
Schön mit Himmelblau bemahlt. Die wir singen, und der Flieder.

Als dahin ich länger schaut Es sind nur Augenblicke


Fühlt die Wärme ich so nah, Die den Lebensschleiher weben,
Wußt´, er war im Herz gebaut, Doch so viele hier auf Erden
Dieser Tempel war stets da. Diesen Schleiher stets verderben;
Dieses Glück und dieser Frieden
Nur zu öffnen war das Tor, Wurden viel zu oft vertrieben,
Zu beschreiten dessen Flur, Denn es ist schwer zu erkennen –
Doch ich tat es nie zuvor, Kurze Augenblicke rennen.
Durch die Nacht irrte ich nur. 2005
*****************
Nun begleitest immerfort
Du mein Wandern durch die Zeit,
Stehst mir bei an jedem Ort, Sehnsucht
Deutest mir die Ewigkeit.
(25.10.2003) Auf dem schmalen Pfad des Lebens
Bin ich Wandrer durch die Zeit,
***************** In der Ferne such vergebens
Ich der Liebe Ewigkeit.

Führt mein Weg mich über Meere,


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Führt mich durch den dichten Wald,
Fühl ich überall die Leere
Deren Echo um mich schallt.
Sinnlos
Manchmal hör ich sanfte Lieder
Die mir schleichen tief ins Herz, Warum versuchst du zu fangen
Doch sie schmelzen und nie wieder Das Wehen des Windes
Kehren sie, es bleibt der Schmerz. Das Flüstern des Feldes
Den Duft des Morgenrots
Doch gewöhnt bin ich an Tränen Den Schleiher der Wolken?
Die ich weine durch die Nacht,
Mein Gefährte ist das Sehnen Warum erhebst du die Hand
Bis das Morgenrot erwacht. Nach der verlorenen Zeit
Nach der schweigenden Sehnsucht
Un dann laß mein Boot ich gleiten Nach dem nutzlosen Gedanken
Über Dasein´s wilde See, Der einem zerbrochenen Krug gleicht?
Wind und Wolken mich begleiten,
Stöhnt im Abgrund schwer das Weh! Warum hieltest du inne
2005 In der Schwelle des Lichtes,
***************** Vor dem fremden Tore
Denn antworten wird dir
Niemand nirgerndwo.
Was ist Liebe

Was ist die Liebe?


Törrichter Scherz
im albernen Herz,
oder heißt es verführen,
den Himmel berühren,
verstreute Energie – ein Hirngespinst,
oder ein nutzloser Splitter
aus der Gabe der Götter.
Was ist die Liebe?
Die Spur eines Traumes
in der Leere des Raumes,
das was du wünschst zu glauben,
was du fürchtest, man könnte dir rauben,
oder eine ewig lodernde Kerze
leuchtend im Abgrund deiner Schmerze;
ein Schauspiel, eine Maske die lacht,
oder ein Dieb schleichend durch die Nacht.
Was ist die Liebe?
Ein Wanderer durch die Zeiten
durch die vergessenen Weiten,
eine Göttin im Schleiher des Lichts,
sie irrt verzweifelt durchs Nichts,
ein Fehler im Dasein, ein Trotz so gemein,
ist Liebe bloß Pein, Synonim für allein,
oder ist sie egoistischer Wille,
nein, Liebe ist das Rauschen der Stille!

(27.03.2005)

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