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Der Abend kleiner Dinge

Motto:

Wenn an manchem müden Abend, in manchem öden Raum des


Alltags Rost die Seele zu verhüllen droht,
So segele übers tiefe Meer der Unendlichkeit, fern von jedem Ufer,
fern von jedem Weg,
Bis dahin wo das Grenzlose und die Ewigkeit sich für einen
Augenblick din Hände reichen

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An einem Abend setzte ich mich, ermüdet vom langen Wandern,


auf einen moosumhüllten Stein. Die Dämmerung ließ sich sachte über
diesen kleinen Erdenraum nieder, schleichte geräuschlos übers Wasser,
verhüllte allmählig die gesamte lärmende Schöpfung in Ruhe. Ich lehnte
mit halbgeschlossenen Augen am hohlen Baumstamm und lauschte auf
die winzigen Geräusche, die heimlich ins Schweigen versanken.
In der Ruhe der grauenden Dämmerung wollte ich plötzlich dieses
wunderschöne Bild malen, doch merkte ich, daß ich nur die Farben
hatte, nicht auch den Pinsel. Dann dachte ich, jenes Flüstern und
Wispern, jenes Plätschern und Rauschen in die enge Festung der
Dichtung zu verbergen, doch hatte ich nur die Töne, es fehlte mir das
Schreibzeug. Darum entschied ich, Farben und Töne
zusammenzupflechten, Gedanke dem ich, einem kleinen Kind gleich,
vergnügt zunickte.
Ich horchte auf das Rufen des schwarzen Sees, über dem sich kein
Lüftchen regte und kein Wasserschlag das stille Wasser kräuselte, bloß
ein paar Enten zogen friedlich ihre Bahnen hinweg. Das Gezwitscher in
den Ästen wurde für einen Augenblick sehr laut, da die kleine Vogelwelt
unruhig hin- und herwimmelte um sich ein gemütliches Nachtplätzchen
auszusuchen. Die Dämmerung verweilte noch ein wenig unter den
weißen Kerzen der Kastanien und neben dem alten Stein, auf dem ich
saß, waren Grasholme und Löwenzahn nebeneinander eingenickt. Eine
Weidenrute versuchte vergebens mit ihrem zarten Zittern
vorübergehende Kreise auf dem Wasserspiegel in Bewegung zu
bringen, indem eine Grille auf dem Weidenblatt ihr Zirpen sorglos
fortsetzte. Ein paar Wolken machten sich lautlos bereit, als müßten sie
der Nacht behilflich sein, den Himmel zu verdunkeln. Drüben, wo die
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Dorfstraße beginnt, umschwirrte eine Hand voll Glühwürmchen das
fahle Licht der Straßenlanterne und in der Ferne weinte ein einsamer
Hund seinen Kummer in die Abendstille.
Der Abend kleiner Dinge. Jene kleine Dinge für die der stets beeilte
Mensch keine Zeit hat, diese zu betrachten, zu belauschen. Der Duft der
feuchten Erde, der Schaum umherschwebenden Kastanienblüten. Die
Stille, wenn der Bach da, hinten sachte rauscht, wenn die Grille auf
einem Kleeblatt ihre Weise zirpt.
Ein winziger Grasholm reckte, ganz gerade, seine Spitze zum
Himmel empor, ungestört von jenem viel winzigerem Käferchen, das
sich hartnäckig bemühte, die ungeheuere, riesige, grüne und lebendige
Säule hinaufzusteigen. Ich beugte mich neugierig hinunter; auf welche
wichtige Reise hatte sich dieser kleine Käfer zur nächtlichen Stunde
begeben? Und wenn er die entfernte Spitze des Grasholms erreicht
hatte, was wollte er weiter tun? Beinahe atemlos verfolgte ich das
mühsame Klettern und plötzlich war er dort, oben. Er hielt einen
Augenblick inne, drehte sich umher um die weite Landschaft aus allen
Himmelsrichtungen beobachten zu können, kratzte mit dem linken
Fühler sein Köpfchen, dann glitt er geräuschlos den langen Holm
hinunter.
Man konnte die Zufriedenheit, die ihn erfüllte, aus seinem raschen
Hinuntertrippeln vermuten. Er hate seine Neugierde befriedigt, er hatte
eine schwindelige Höhe erreicht, jene unüberschreitbare Grenze
zwischen Erde und Himmel, er hatte in seine Seele – falls, natürlich, ein
Käferchen mit einer Seele ausgestattet war, das wunderbare
Grenzenlose eingeschlossen und es mit der schweren, rostigen Kette
des Begränzten versiegelt. Er kehrte auf seine irdische Welt zurück,
schlüpfte unter ein auf dieser seiner Erde gefallenes Kastanienblatt, zog
ein braunes Erdkörnchen herbei, das ihm als Decke diente und schlief
erschöpft ein. Ein Fühler bewegte sich rhytmisch, wahrscheinlich setzte
er träumend seine Reise fort, weit weg, über alle Grenzen; er muß im
Traum die rostige Kette, die das Unbegrenzte versiegelte, gebrochen
haben.
Ich erhob die Blicke. Farben und Töne ruhten; die schimmernden
Himmelslichter waren die einzigen beweglichen Wächter der
unbeweglichen, allumhüllenden Nacht.
Wie kann denn jemand den Abend dieser kleinen Dinge mit einem
dumpfen Knall vertreiben wollen?

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Das Werden der Dichtung

Motto
Das Lied das ich zu singen strebte, schallte bis jetzt noch nie in die
grüne Luft dieses Raumes,
Ich suchte auf meiner Reise meine Dichtung zu gestalten und
umzugestalten,
Doch schmieden sich die Worte nicht in gewünschter Form, der
Takt war nicht derjenige meines Herzens.
Die Pein des Wünschens entflammte bloß in Großmut und
Hartnäckigkeit eines Traumes
Und somit führe ich meine Reise immer fort, über unzählige
Zeiten, über unbegrenzten Welten,
Bis das Lied, das meine Seele zu singen wünscht, in die grüne Luft
dieses Raumes schallen wird

Die Jagd

Ein Schauspiel in der hohlen, schwarzen Grotte des


Unterbewußtseins…
Ineinander geflechtete Farben die sich in zitternden Tönen
verwandeln um in grenzenlosen Wörtern zu münden, all´ dies
versunken in dem unberührten Abgrund der Geistesbühne. Ein
unbegreifliches Etwas, das schlaftrunkene Augen auf sich hemmen will,
das entflammte, träumende Seelen, einem nächtlichen Dieb gleich, sich
aneignen will.
Draußen, in der mondlosen Einsamkeit starrt ein Zuschauer auf
das jetzt namenlose Wunder. Beim letzten Schall eines noch lange nicht
vollendeten Tones erhebt sich dieser Einzige entschlossen, hastig,
ungeachtet der müden Finsternis, durchzieht den engen Pfad des
Zögerns, beschreitet die zugleich hinab – und hinaufsteigende Treppe,
durchbohrt scharfen Blickes die ineinander geflechteten Farben der
zitternden Tönen, die in das grenzenlose Wort münden und hält inne.
Dieser unbenannte Zuschauer duckt sich am Rande der fremden
Wunderwiese und lauert. Regungslos, jede kleinste Ader gespannt,
heftet er seine geduldlosen Blicke auf das geistliche Wild, das da, vor
ihm, seine listige, lockernde, schmeichelnde Weise tanzt. Dieses Wild,
das ihn verspottet, sich nähert und sich entfernt, seine Qual mit jedem
geräuschlosen Schritt, den es tut, vermehrt.
Plötzlich merkt er das schmuckvolle Wort, das allerschmuckvollste,
das für einen seltenen Augenblick in jenem Hin – und Hertanzen ruht,
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und zuckt kurz in die Höhe, schießt einem ungebändigten Pfeil gleich
vorwärts, überfällt den zum Wort gewordenen bunten Ton, erwischt
diesen heftig beim Nacken, lacht seinem eigenen irrsinnigen Ebenbild
großmutig zu und verschlingt mit einem einzigen gierigen Schluck das
lang in seinem flammenden Herzen ausgedachte Geschöpf.
Ein lauter Erlösungsseufzer quillt aus der Brust des weltlichen
Zuschauers. Er hat´s. Ihm ist es nun erlaubt sich als göttlicher
Zuschauer zu betrachten, die seltsame Gabe des Schaffens strömt in
seinen schwachen Händen, er kann endlich zu jeder Zeit Farben
flechten, Töne vermischen um somit flüchtige Worte in die Burg der
Dichtung einzudrängen,
Der ehemalige Zuschauer ist zum Schöpfer geworden. Seine
Schöpfung? Jenes farbige Bühnenspiel, darin er der allerwichtigste
Schauspieler seines Augenblicks ist.

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Das Licht

In der mondlosen Finsternis kauert sich das Wesen auf die Erde,
ganz nahe dem grünen Herzen der zitternden Weide. Das alte Moos
bietet ein weiches Bett an. Ringsum, in der Unendlichkeit der Schöpfung
steht alles regungslos, in jene steinerne Starre der Zeitlosigkeit
versunken, bloß die müde Stille allein, sie schleicht geschmeidig, einer
blinden Schlange gleich, durch die Weiden.
Nur jenes einzige Wesen atmet die etwas feuchte Luft dieser Nacht
tief ein. Mühevoll ist das bisherige Wandern gewesen. Mit
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schlaftrunkenen Blicken betrachtet es das Ineinanderfließen seiner
eigenen Gedanken. Diese Gedanken, sie gehen, stehen, schweben,
tanzen, singen lachen, brüllen, streiten. Sie sind alle lebendig, sie haben
alle ihren eigenen Willen, ihre Unabhängigkeit, sie bilden eine noch
unerforschte Wellt, ein seltsames Gewimmel, das das vom langen Weg
erschöpfte Wesen nicht ruhen läßt.
Irgendein Gedanke springt aus dem Schatten der Tiefe hervor,
wird für eine viel zu kurze Spanne Zeit vom blendenden Licht des
Begreifens bestrahlt, um dann sofort wieder in die endlose Grotte des
Unterbewußtseins zu verschwinden. Das halb eingeschlummerte Wesen
fragt sich selbst ob man wohl solche rasche Gedanken verfolgen oder
gar festhalten kann. Zweifelhaft! Es kreist alles so schnell umher, alles
scheint so verwirrend.
Das träge Gewicht des Schlafes läßt sich über die Augen des
Wesens nieder, näher, noch näher, der Schlaf empfängt es auf seinem
Schoß, er verisnkt das schlichte Wesen in die goldene Wiege der
Träume…
Gleich einem Pfeil schießt das grelle Licht hervor, es nähert sich
mit kosmischer Geschwindigikeit dem Wesen, das sich ein wenig
furchtsam, doch unendlich neugierig erhebt, sich um einen Schritt
zurückzieht und dieses unbekannte Etwas atemlos verfolgt. Das
goldene Licht fällt zur Erde, vor den gelehmten Füßen des Wesens. Aus
dem weißen Lichtherz strömen zur selben Zeit unzählige Farben, die
einem Feuerwerk gleich in die düstere Finsternis dringen, diese in
zahllose Scherben zerbrechen und im Schall einer ungewöhnlichen
Musik alle Sinne des Wesens erwecken. Wie ein kleines Kind, das im
bunten Sommergarten mit zarten Schmetterlingen spielt, rennt das
Wesen zwischen Farbenteilchen und Dunkelheitssplitter umher. Es faßt
lachend die Farben an, es flechtet die zauberhaften Töne der Lieder zu
Kränzen und schmuckt sich damit den Kopf, hängt diese um den Hals.
Gibt es wohl Müdigkeit, gibt es wohl Erschöpfung? Das Wesen hat
diese Begriffe vergessen. Nicht einmal Erde und Himmel gibt es noch,
es gibt keine Grenzen im Raum und in der Zeit. Weil es eigentlich weder
Raum noch Zeit gibt. Es gibt nur das allumfassende Licht, das das
Wesen mehr und mehr umhüllt, dieses gewaltige Licht, das alles, was
es berührt, in Licht umwandelt. Das Wesen wird zum Licht, aus allen
seinen Adern quilt Licht, seine Seele wächst zu einem riesigen Lichtball,
der in sich schnell und schneller alle Lichter der Ewigkeit einschließt. In
diesem klaren Licht sind alle Gedanken bemerkbar, begreiflich. Und das
leuchtende Wesen versteht alles, die Vergangenheit, die Gegenwart
und die Zukunft. Da doch alles eins ist.
Alle Gedanken des Dieseits und Jenseits stehen bewegungslos,
alles wird so leicht und verständlich. Ein Gleichgewicht. Und das Wesen
lacht. Es kann nun zurückkehren, zu seiner zitternden Weide. Es besitzt
nun alles um aus den dünnen Weidenruten die wundervollste Welt zu
flechten.
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Das Wesen wird zum Schöpfer seiner eigenen Welt. Die
Seelenswelt.

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Krähen und Sitar

Die Krähen ziehen mühsam hinweg, vom heftigen Wind unter die
graue Wolkendecke fast vorwärts getrieben, indem der kalte Regen das
schwarze Gefieder gnadenlos peitscht. Ich verfolge dieses stumme
Vorüberfliegen, das manchmal in einem scheinbar verzweifelten Kreisen
innehält, um sogleich wieder ein hartnäckiges Vorwärtsziehen zu
werden. Manche erschöpften Vögel fassen sich an die dünnen, kahlen
Äste, deren Spitzen sich seltsam im Rhytmus der auf dem Sitar
gespielten Musik zu wiegen scheinen.
Die eigenartigen Töne des Sitars und der immer raschere Takt der
Tabla verleihen der Vogelschar, den Ästen und den dichten
Regentropfen ihren merkwürdigen Rhytmus. Als ob plötzlich die ganze
Welt zu einem unendlichen Strom geworden wäre, dessen Wellen aus
unzähligen Tonteilchen bestehen, der immer weiter gleitet und alle sich
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auf seinem Weg befindenden Dinge großzügig umfasst um selbst zum
sonderbarsten Weg zu werden.
Alles gleicht irgendwie diesem allumfassenden Musikstrom, der
von Nirgendsher nach Nirgendshin zu fließen scheint. Genau wie die
schwarze Krähenschar, wie der ungebändigte Wind dessen
schwermütiges Stöhnen die Musik des Sitars begleitet und somit den
bloßen Ästen Gelegenheit zum Tanzen anleitet.
Ist etwa dieser nicht der allerschönste Weg, der nie endet, der
nirgendshin führt? Wenn man an Dingen und Gegebenheiten
vorübergeht, diese für einen flüchtigen Augenblick betrachtet um sie im
nächsten Moment in die Dämmerung des Gewesenen zu verdrängen.
Alles kommt und vergeht und kehrt wieder um ebenfalls zu zerfallen,
nur der Weg bleibt unverändert, dieser aus allen Tönen der
Unendlichkeit gebildete Weg.
Jene Krähen da, draußen, sie beharren im Hin – und Herwandern,
sie beharren darauf ihre ständige Reise zu unternehmen. Bei keinem
Flug sind die Dinge gleich, jedes Mal weht ein anderer Wind, jedes Mal
ballen sich andere Wolken über ihre Köpfchen, immer wieder fallen
andere Blätter und andere Grasholme erheben sachte ihre Häupter
empor. Doch der Weg ist der gleiche.
Wohin ich eigentlich genau will? Wahrscheinlich nirgendshin
genau. Ich bin bloß, hier, jetzt und betrachte das Vorüberfliegen der
Krähen und höre diese ungewöhnliche schwermütige Musik und
plötzlich weiß ich dass hier zugleich dort und jetzt zugleich
gestern und morgen bedeutet, ich bin mir bewußt dass ich ewig
weiter auf diesem endlosen Weg wandere auf dem, obwohl ich mit
jedem Schritt ein neues Erdkörnchen berühre, alles unverändert bleibt.
Weil ich mit jedem Atemzug den Weg erneut beschreite, obwohl ich
diesen noch nie verlassen habe. Weil alles einen unbegreiflichen,
rätselhaften Kreislauf darstellt, in dem wir nichts anderes als Wanderer
und zugleich Zuschauer sind.
Wer hat das Schauspiel zusammengefasst, wer hat mich oder dich
als Wanderer und zugleich Zuschauer bestimmt? Hat es wohl jemand
getan? Und hat es überhaupt einen Sinn dieses zu wissen, darüber zu
grübeln?
Für dich nicht, da du zu jenen Vielen gehörst, die solches nutzloses
Grübeln als Zeitverlust betrachten. Für mich nicht, weil ich doch nur
entlang des unbegrenzten Weges weiter wandere und mir das
geheimnisvolle Schauspiel umher mit meinen ewigen Kinderaugen
anschaue.Dieser Musikstrom, dieser mein Weg, er fließt weiter…

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Liebesgedanken

Entferne die alltägliche Eile und ruhe deine tiefen Blicke in meine
dunklen Augen.
Mein Allerliebster, die Tore meines Herzens bleiben offen, eile
nicht vorbei wie der Pfeil eines kurzen Traumes.
O, mein Geliebter, einziger Freund, die Tore meines Herzens sind
offen in Erwartung deines Kommens. Beschreite den Rosengarten
meiner Seele und einem Singvogel gleich, neste im Schatten meiner
Sehnsucht

Im entfernsten Winkel deines Lebensgartens blüht, im Schatten


der Einsamkeit, die kleinste und schlichteste Blume.
Sie wartet in sehnsuchtsvoller Stille von dir bemerkt und gepflückt
zu werden.
Aber wird wohl jemals diese zarte Blume einen Platz in deinem
Kranze finden?

Draußen, in stürmischer Nacht begeb´ ich mich auf die Reise der
Liebe, mein Freund,
Durch die irrvolle Tiefe des Schattens such´ ich den Weg zu dir,
mein Freund,
Auf dem fremden, mühevollen Pfad des Lebenswaldes fürcht´ ich
bloß dein Schweigen, mein Freund
Und die Traurigkeit bedrängt mich beim Gedanken, du könntest
die Augen schließen, mein Freund, achtlos meines sehnsuchtvollen
Liebesrufes.

Warum, mein Herz, fesselst du dich an Nichts und führst dies


schwere Nichts mit in dein kleines Boot? Du könntest dieses
unbeschreibliche Nichts mit einem Wink von dir entfernen, oder es in
tausend Stücke zerbrechen. Doch du segelst entlang des ewigen

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Flusses von Nirgendsher nach Nirgendshin mit zitternder Furcht, dieses
unbegreifliche Nichts könnte dir geraubt werden!