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Ted Andrews - Kleines Lehrbuch Für Heiler

Ted Andrews - Kleines Lehrbuch Für Heiler

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05/04/2015

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original

Ted Andrews

Kleines
Lehrbuch für
Heiler
Energietechniken, um
sich und andere zu
heilen
scanned 01/2008
corrected MR Soft
Krankheit steht immer in Zusammenhang mit emotionalen oder
gedanklichen Blockaden, die unserem Körper Energie rauben und uns
anfällig für Beschwerden machen.
Ted Andrews stellt verschiedene Techniken vor, um solche
Blockaden aufzulösen und den natürlichen Energiefluss im Körper
wiederherzustellen – beispielsweise mit Farben, Klängen, Düften,
Blüten- oder Edelsteinessenzen.
Der Autor erläutert die Arbeit mit Chakren und Meridianen und zeigt,
wie sich Beschwerden auf feinstofflicher Ebene durch
Energieübertragung mit den Händen lindern lassen. Energetische
Therapien sind weder kompliziert, noch haben sie mit Zauberei zu
tun.

ISBN: 3-442-21737-7
Original: The Healer’s Manual
Ulla Rahn-Huber
Verlag: Wilhelm Goldmann
Erscheinungsjahr: 2006
Umschlaggestaltung: Design Team München
Umschlagmotiv: Francene Hart

Dieses E-Book ist nicht zum Verkauf bestimmt!!!
TED ANDREWS
Kleines Lehrbuch
für Heiler
Energietechniken, um sich
und andere zu heilen
Aus dem Englischen
von Ulla Rahn-Huber
GOLDMANN
A R K A N A
Buch
Krankheit tritt dann auf, wenn der Mensch aus seinem natürli-
chen Gleichgewicht geraten ist. Meist sind es negative Emotio-
nen, die zu körperlichen Störungen führen. Doch jeder Mensch
verfügt über die Kraft, sich selbst und andere zu heilen. Ted
Andrews betrachtet den Körper als Indikator bzw. Landkarte
für seelische Probleme. Ausführlich geht er auf die verschlüs-
selte Bedeutung von Körpersymptomen ein und beschreibt,
was sich hinter Entzündungen, Hautproblemen, Erschöpfungs-
zuständen oder Drüsenerkrankungen verbirgt.
In einem zweiten Schritt stellt er spirituelle Heilweisen vor, die
jeder erlernen kann, um den eigenen Körper, aber auch den
anderer Menschen wieder mit vitaler, ausgewogener Energie zu
versorgen.
Andrews beschreibt Topographie und Funktionsweise des fein-
stofflichen Körpers und demonstriert wirksame Techniken, um
die eigene Energie Schritt für Schritt zu steigern. Wie kann
man die Energie der Handchakras erwecken und sie dann für
die Arbeit an den Meridianen nutzen? Farben und Edelsteine
dienen ihm ebenso als energetische »Nahrung« wie Elixiere
(Bachblüten und Edelsteintinkturen), Duftöle oder Klänge.
J ede Methode veranschaulicht er mit Anwendungsbeispielen,
so dass sein Buch eine unschätzbare Hilfe für alle darstellt, die
konventionelle Behandlungsmethoden durch energetische Ar-
beit unterstützen möchten.
Der Anhang bietet Tipps zur Fernheilung sowie eine ausführli-
che Liste körperlicher und seelischer Störungen mit den jeweils
passenden »Schwingungs-Arzneien«. Mit diesem Buch kann
jeder den Einstieg in die energetische Heilkunst finden.
Autor
Ted Andrews ist Heiler, Lehrer und Autor im Bereich der
Metaphysik und Spiritualität. Nach einer Ausbildung als
Pianist setzte er sich intensiv mit allen bekannten
Methoden spiritueller Heilkunst auseinander, ließ sich als
Hypnotherapeut ausbilden, lernte Akupressur und
Kräuterheilkunde. In seinen Büchern verbindet er diese
Themen zu einem sinnvollen Ganzen. Sein Buch »Die
Aura sehen und heilen« ist auch in Deutschland ein
Bestseller.
Inhalt
Einleitung
»Heiler, heile dich selbst!« .................................................... 9 
TEIL EINS
Ganzheitliche Gesundheit und das Wesen des Menschen 18 
Kapitel 1
Ganzheitliche Gesundheit ................................................................ 19
Kapitel 2
Die tiefere Bedeutung des Körpers .................................................. 38
Kapitel 3
Das menschliche Energiesystem ...................................................... 91
TEIL ZWEI
Energetisches Heilen über den Tastsinn .......................... 114 
Kapitel 4 Heilen durch Handauflegen............................................ 115
Kapitel 5 Das Wunder der Meridiane ............................................ 141
TEIL DREI
Energetisches Heilen über den Sehsinn ........................... 171 
Kapitel 6
Bedeutung und Kraft der Farben ................................................... 172
Kapitel 7
Einfache Farbtherapien .................................................................. 199
TEIL VIER
Energetisches Heilen über den Hörsinn ........................... 218 
Kapitel 8
Die Prinzipien der heilenden Klänge ............................................. 219
Kapitel 9
Die Technik des Tönens und die Klangtherapie im Gruppenkontext
....................................................................................................... 240
TEIL FÜNF
Energetisches Heilen über den Geschmackssinn ............ 265 
Kapitel 10
Die Kraft von Blüten- und Edelsteinessenzen ............................... 266
Kapitel 11
Zubereitung und Einsatz von Heilessenzen ................................... 285
TEIL SECHS
Energetisches Heilen über den Geruchssinn ................... 304 
Kapitel 12
Die Magie der Räucherstoffe und ätherischen Öle ........................ 305
Kapitel 13
Die gebräuchlichsten Heilaromen und ihre Einsatzmöglichkeiten 319
Nachwort
Die Verantwortung des Heilers .................................................. 335
Anhang ................................................................................ 342 
Schmerzempfinden und -therapie .................................................. 343
Energetische Fernheilung .............................................................. 344
Die häufigsten Gesundheitsstörungen und ihre Therapien ............ 351
Bibliographie ................................................................................. 355
Herstellerverzeichnis und Bezugsquellen für Blüten- und
Edelsteinessenzen .......................................................................... 359
Register .......................................................................................... 359


9
Einleitung
»Heiler, heile dich selbst!«
J eder kann heilen. J eder kann lernen, sich selbst und an-
deren Energien zuzuführen, die den Heilungsprozess be-
schleunigen und unterstützen. Die Übertragung kann auf
physische, emotionale, mentale und spirituelle Weise
erfolgen.
Das Wesen des Menschen ist etwas höchst Merkwür-
diges.
Unseren Regenerations- und Verjüngungskräften sind
einzig durch unsere Wahrnehmung Grenzen gesetzt. Wie
viel Energie dem Einzelnen im Leben zur Verfügung steht
– sei es auf der körperlichen oder geistigen Ebene – hängt
allein von dem Maß ab, in dem er sich selbst und anderen
Liebe zu schenken vermag.
In unserer modernen Zeit gibt es unzählige Heil- und
Therapiemethoden. Und mit wem man auch spricht, ein
jeder hält eine ganz bestimmte für die wirkungsvollste. In
der Tat stimmt es ja auch, dass stets diejenige die aller-
beste ist, die einem selbst am meisten hilft. J eder von uns
ist einzigartig und verfügt über ein individuelles Energie-
system, so dass jede Form der Verallgemeinerung kontra-
produktiv erscheinen muss. Es bringt nichts, sämtliche
Symptome, Probleme, Ursachen und Heilverfahren über
einen Kamm zu scheren.
10
Als kreative Wesen liegt es an uns selbst, die Therapie
oder Kombination von Therapien herauszufinden, die uns
in unserer Individualität am besten gerecht wird. Dies
erfordert Zeit und Aufmerksamkeit – etwas, das man
heutzutage meist nur ungern investiert. Ich bin immer
wieder überrascht, wie wenig viele Menschen über ihren
eigenen Körper und seine Funktionen wissen.
Die meisten haben irgendwann die Verantwortung für
sich selbst an andere – zum Beispiel Ärzte – abgegeben.
Doch Ärzte sind keine Götter. Mag sein, dass sie mehr
über den Körper wissen als die meisten anderen, doch
keiner weiß mehr über Ihren Körper als Sie selbst. Leider
achten jedoch nur die wenigsten auf die subtilen Signale
des Körpers. Wir haben in unserer Gesellschaft einen
Punkt erreicht, an dem wir nicht zuletzt angesichts explo-
dierender Kosten im Gesundheitswesen wieder mehr Ver-
antwortung für uns übernehmen und uns selbst um unse-
ren Körper kümmern müssen.
Über dem Eingangsportal des Apollontempels in Del-
phi – eines jener exklusiven Zentren des Lernens, Heilens
und spirituellen Lebens – prangten nur drei Worte: »Er-
kenne dich selbst!« In diesem knappen Satz liegt das gan-
ze Geheimnis allen Lernens und der Schlüssel zur Har-
monie in sämtlichen Lebensbereichen. »Erkenne dich
selbst« – so einfach diese Aufforderung klingen mag, so
schwierig ist es für viele, ihr nachzukommen. Die meisten
Menschen sind nicht bereit, sich die Zeit zu nehmen, sich
mit sich selbst zu befassen, und so geben sie diese Ver-
11
antwortung – und damit gleichzeitig die Macht – an ande-
re ab. Sie bezahlen andere dafür, sich um sie zu kümmern
und etwas über sie in Erfahrung zu bringen. Das ist bei-
nahe so, als würde man einen anderen beauftragen, für
einen zu essen, auf die Toilette zu gehen usw. Theoretisch
mag das vorteilhaft klingen, aber in der Praxis ist es un-
möglich.
J ede Form der Heilung kommt von innen. Der Körper
verfügt über ein enormes Selbstheilungspotenzial. Zuge-
geben, aufgrund genetischer oder karmischer Dispositio-
nen kann es gewisse Veranlagungen oder Anfälligkeiten
für bestimmte Gesundheitsstörungen geben. Und gewiss
kann die klassische Schulmedizin als Katalysator fungie-
ren, um solche Beschwerden auszugleichen. An der Ursa-
che des Problems aber ändert sie meist nichts.
In der modernen Medizin herrscht immer noch weitge-
hende Unklarheit darüber, wie es zum Ausbruch einer
Krankheit kommt. Warum befällt sie den einen Men-
schen, während sie andere verschont? Was macht den
einen anfälliger für bestimmte Beschwerden? Begriffe
wie »Virus«, »Bakterien« und »Abwehrschwäche« liefern
hierfür keine wirkliche Erklärung. Wir sind auf Schritt
und Tritt von Viren und Bakterien umgeben, und so stellt
sich die Frage, warum sie uns manchmal krank machen,
während sie uns ein andermal nichts anhaben können.
Dieses Buch soll keinesfalls eine ärztliche Behandlung
ersetzen. Auch sind die beschriebenen Methoden nicht als
Therapieanweisung zu verstehen. Es geht lediglich darum,
12
alternative Behandlungsmöglichkeiten vorzustellen. Sie
können für sich allein oder in Verbindung mit schulmedi-
zinischen Heilverfahren eingesetzt werden. Dabei werden
ausschließlich solche Methoden – ob traditioneller oder
sonstiger Art – vorgestellt, die sich in der Praxis bewährt
haben.
Es gibt Situationen, in denen eine klassische schulme-
dizinische Behandlung (einschließlich der Chirurgie) un-
verzichtbar für die gesundheitliche Wiederherstellung
eines Patienten ist. Sich aber ausschließlich darauf zu
verlassen hieße, die Augen vor jener göttlichen Heilquelle
zu verschließen, die das Universum für uns bereithält. Es
wäre so, als würden wir diese Kraft aufgrund eines ver-
meintlich schädlichen Einflusses schmähen. Und es hieße,
dass Heilung nur von bestimmten Menschen ausgehen
könnte und nur für bestimmte Menschen zugänglich wäre.
Dieses Handbuch ist als Hilfe für all jene gedacht,
welche die in jedem Menschen angelegten Heilkräfte aus
eigener Erfahrung kennen lernen möchten. Es zeigt, dass
jeder aktiv zu seiner Genesung beitragen kann, indem er
seine Wahrnehmung schult, sein Wissen vertieft und Ei-
genverantwortung übernimmt. Wir können einiges tun,
um unsere Schmerzen und Beschwerden zu lindern, eine
schulmedizinische Behandlung zu unterstützen und uns
auf allen Ebenen in Balance zu bringen. Wir können heil
werden!
Die in diesem Buch beschriebenen Techniken sind le-
diglich als Anregungen zu verstehen. Sie wurden im Lau-
13
fe der Geschichte von vielen Menschen eingesetzt und
sind ausnahmslos erlernbar. Es bedarf keiner besonderen
»Gabe«, um mit ihnen arbeiten zu können. Sie sind ein-
fach und praktisch handhabbar, und man braucht keine
großartige Ausbildung, um sie einsetzen zu können. Dies
ist ein Handbuch zur Selbsthilfe. Es ist weder Allheil-
noch Universalmittel, sondern zeigt, dass Sie auf wesent-
lich mehr Bereiche Ihres Lebens heilerisch Einfluss neh-
men können, als Sie es je für möglich gehalten hätten.
Im Volksmund heißt es, Gesundheit sei das halbe Le-
ben.
Leider wissen wir unsere Gesundheit oft erst dann zu
schätzen, wenn sie uns abhanden gekommen ist. Denken
wir nur daran, wie oft wir uns vorgenommen haben, etwas
in unserem Leben zu ändern oder eine schlechte Ange-
wohnheit abzulegen. Meistens werden solche guten Vor-
sätze gefasst, wenn wir krank sind oder es uns auf andere
Weise schlecht geht. Kaum aber sind wir über den Berg,
rücken sie in den Hintergrund oder geraten ganz in Ver-
gessenheit. Wir ignorieren die Tatsache, dass sich unser
Körper aufgelehnt und uns mit einer Krankheit geschla-
gen hat, um auf sich aufmerksam zu machen.
Gesundheit und Wohlbefinden wiederherzustellen,
kostet einiges an Mühe. Zwar stimmt es, dass der Körper
über eine erstaunliche natürliche Regenerationsfähigkeit
verfügt; aber mit der Zeit kann sich diese verringern –
besonders dann, wenn wir nichts tun, um sie zu unterstüt-
zen. Aus eigener Kraft kann der Körper nur einen be-
14
stimmten Beitrag leisten.
Helfen wir ihm nicht, könnte es gut sein, dass sich
schwerere Krankheitsbilder entwickeln, die radikalere
Behandlungen erforderlich machen. Irgendwann kommt
dann der Punkt, an dem wir nicht mehr heilen, sondern
nur noch Beschwerden lindern können.
Die Arbeit mit traditionellen energetischen Heilweisen
dient mehreren Zwecken. Sie öffnet unser Bewusstsein
dafür, wie der Mensch auf anderen als nur der physischen
Ebene funktioniert und lässt uns praktisch erfahren, dass
wir durch gezielten Einsatz ganzheitlicher Techniken
Einfluss auf den Körper nehmen können. Darüber hinaus
zeigt sie uns, was wir über uns lernen und an uns verän-
dern müssen und wie wir uns und unseren Körper bewusst
in den Griff bekommen können.
Die moderne Medizin führt uns in einen Teufelskreis.
Wir bekommen Beschwerden (die in Wirklichkeit Aus-
druck eines tiefer liegenden Problems sind) und behan-
deln die Symptome. Diese verschwinden zwar, doch bin-
nen kürzester Zeit tut es uns an anderer Stelle weh. J etzt
behandeln wir diese Schmerzen, und so drehen wir uns
weiter im Kreis. Erst wenn wir aufhören, Gesundheit als
etwas rein Physisches zu definieren und unsere Be-
schwerden nicht mehr allein durch den Griff nach der
Pillenschachtel zu kurieren suchen, werden wir den Teu-
felskreis durchbrechen.
Für echte Gesundheit gibt es kein schnelles Rezept.
Natürlich können wir einiges tun, um die unangenehmen
15
Begleiterscheinungen eines Schnupfens in den Griff zu
bekommen; aber an dem, was unsere Nasenschleimhäute
anfällig werden ließ, ändert das nichts. Wir müssen ler-
nen, dass ein Schnupfen nichts anderes ist, als ein Entgif-
tungsvorgang, durch den sich unser Körper von Toxinen
befreit. Er ist Teil eines natürlichen Selbstreinigungspro-
zesses. Nehmen wir ein Medikament, um den Schnupfen
zu unterdrücken, hindern wir den Körper daran, die Gift-
stoffe loszuwerden. Diese werden im Gewebe gespeichert
und lösen irgendwann sehr viel gravierendere Beschwer-
den aus.
Es ist höchste Zeit, dass wir uns mit den Kräften und
Ursachen befassen, die hinter unseren Krankheiten ste-
cken. Sie zu erkennen und zu begreifen, wie sie unser
physisches Wohlbefinden beeinflussen, ist einer der
Hauptgründe für eine Auseinandersetzung mit alternati-
ven Heilweisen. Solche Techniken haben weit mehr als
einen rein spirituellen Wert. Sie basieren vielmehr auf der
physischen Realität und funktionieren auf der Grundlage
der universalen Naturgesetze.
Heilung, so wie sie in diesem Handbuch gelehrt wird,
beinhaltet das Auffinden und Beseitigen von Energieblo-
ckaden – auf der physischen wie auf allen anderen Ebe-
nen. Um dies tun zu können, müssen wir unser Bewuss-
tsein für die metaphysische Natur des menschlichen Kör-
pers und seines Energiesystems öffnen. J ede Form von
Energieblockade – und ganz besonders die längerfristigen
– sowie jeder falsche Umgang mit unserem Körper führt
16
zu Funktionsstörungen. In diesem Buch werden einfache
Möglichkeiten zur Auflösung solcher Blockaden und zur
Beseitigung der damit einhergehenden Störungen gezeigt.
Die uns dazu zur Verfügung stehenden Methoden sind
vielfältig. Manche erfordern eine intensivere Auseinan-
dersetzung bzw. Ausbildung, andere sind schneller zu
erlernen.
Doch können die hier vorgestellten Techniken von je-
dem ohne Studium der metaphysischen Zusammenhänge
eingesetzt werden, denn sie eröffnen uns einen Zugang zu
unseren heilenden Fähigkeiten – und sei es nur, um Kopf-
schmerzen zu lindern. Sie sind weder kompliziert, noch
basieren sie auf Zauberei oder anderen geheimnisvollen
Praktiken.
Wenn wir diese Erfahrung erst einmal gemacht haben,
ändert sich unser Leben von Grund auf. Die ganze Welt
nimmt auf einmal eine andere, tiefere Bedeutung an. Un-
sere Gedanken, Worte und Taten werden in dem Maße
bedeutsamer, wie wir deren Zusammenspiel mit der phy-
sischen Welt durchschauen. Und auf einmal wird offen-
bar, welchen Anteil wir selbst an jeder Form von Krank-
heit haben. Damit eröffnen sich ungeahnte Einflussmög-
lichkeiten. Wir erkennen, wie auf allen Ebenen und in
allen Dimensionen im Inneren wie im Äußeren das Leben
und die Energie pulsieren.
Eine der grundlegenden Aufgaben in diesem Lernpro-
zess besteht darin, den göttlichen Funken in uns zu erken-
nen.
17
Wir müssen begreifen, dass das Leben für einen rei-
bungslosen Verlauf konzipiert ist. Es liegt an uns, Wege
zu finden, uns seinem Fluss nicht entgegenzustellen.
Wenn ein Gebet erhört wird oder Menschen Heilung er-
fahren, rufen sie: »Es ist etwas Unfassbares geschehen!«
In Wahrheit aber ist es normal, dass Gebete erhört wer-
den. Dass Wunder geschehen, ist die Regel, nicht die
Ausnahme. Heilung soll geschehen. Wirklich unfassbar
wäre es, wenn es anders wäre.
Während unserer Kindheit gab es für uns keine Be-
schränkungen. Alles schien möglich. Wir müssen lernen,
die Welt wieder in ihrer ganzen Großartigkeit zu entde-
cken – so als sähen wir sie zum ersten Mal. In unserem
Leben muss Raum für Abenteuer, Freude und Magie ge-
schaffen werden. Mögen Sie durch dieses Buch in Ihrem
Leben eine Wiedergeburt von Gesundheit, Farbe und
Licht erfahren, so dass Sie irgendwann auch anderen den
Weg leuchten können!
18
TEIL EINS

Ganzheitliche Gesundheit
und das Wesen
des Menschen
Ein Mensch wird gesund,
wenn er es leid ist, krank zu sein.

LAOTSE, Tao te king
19
Kapitel 1
Ganzheitliche Gesundheit
Gesundheit ist, wenn sich die wesentlichen Elemente un-
seres Seins – Körper, Geist und Seele – mit unserem Um-
feld und allem, was uns begegnet, in optimaler Balance
befinden. Der Begriff »Heilung« leitet sich vom griechi-
schen »holos« ab, was so viel wie »ganz« oder »ganzheit-
lich« bedeutet. Heilung ist Ganzheit – und zwar nicht nur
im Sinne körperlicher Unversehrtheit. Vielmehr umfasst
sie alle Ebenen, die unser Wesen ausmachen: die physi-
sche ebenso wie die emotionale, mentale und spirituelle.
Auch nur einen dieser Aspekte außer Acht zu lassen hie-
ße, uns ein Stück Gesundheit vorzuenthalten.
Welche geistige Lehre wir auch immer betrachten, nir-
gends fehlt die Aufforderung, uns nach innen zu wenden.
Sie gilt auch im Hinblick auf unsere Gesundheit. Alle
Heilung kommt von innen! Der Körper heilt sich selbst.
Dieser Prozess kann jedoch von außen eingeleitet und auf
diese Weise in Gang gesetzt werden.
Bevor echte Heilung geschehen kann, müssen be-
stimmte Bedingungen erfüllt sein:

Wir müssen unsere grundsätzlichen Konstitutionspa-
rameter kennen und wissen, wo unsere Stärken und
Schwächen liegen. Wir müssen lernen, unseren Körper,
20
seine Reaktionen auf äußere Einflüsse sowie seine Haupt-
stärken und -schwächen einzuschätzen, um zu wissen,
was wir ihm zumuten können und was nicht. Beschwer-
den manifestieren sich in den allermeisten Fällen an
Schwachstellen des Körpers, wie sie sich infolge von
Belastungen oder womöglich sogar einer genetischen
Disposition ergeben.
Dass wir solche Anfälligkeiten haben, hat nichts damit
zu tun, »vom Schicksal zu einer Krankheit verdammt zu
sein«.
Selbst wenn unsere körperliche Konstitution bestimmte
biologische Schwächen aufweist, muss das nicht zwang-
släufig heißen, dass wir tatsächlich krank werden oder
Beschwerden bekommen. Sind wir uns solcher Schwach-
punkte und Anfälligkeiten bewusst, können wir Maßnah-
men ergreifen, um diese Bereiche gezielt zu stärken und
Unausgewogenheiten gegenzusteuern.
Unsere Grundkonstitution mag zwar durch genetische
Einflüsse geprägt sein, dennoch können wir sehr viel tun,
um unsere körperliche Verfassung positiv zu beeinflus-
sen. Aus diesem Grund ist es so wichtig, die spezifischen
Funktions- und Reaktionsweisen unseres Körpers in all
ihren Aspekten kennen zu lernen.

Wir müssen sämtliche körperliche Erscheinungen als
Symptome tieferer Ursachen zu deuten lernen. J ede
Form von physischer Unausgewogenheit oder Krankheit
ist lediglich ein Symptom, das durch eine tiefere Ursache
21
– beispielsweise ein emotionales oder mentales Muster
oder Stress – hervorgerufen wurde.
Wir neigen dazu, unsere negativen Muster und Un-
stimmigkeiten so lange zu ignorieren, bis wir mit der Na-
se regelrecht darauf gestoßen werden. In den meisten
Fällen sind physische Beschwerden nichts anderes als ein
Schrei des Körpers nach Aufmerksamkeit. Dies ist seine
Art, uns zu sagen, dass etwas in unserem Leben nicht in
Ordnung ist.

Wir müssen die Verantwortung für uns selbst über-
nehmen und nach Alternativen suchen, die grundle-
gende Veränderungen in unserem Leben bewirken.
Auf unserer Suche nach Genesung und Balance müssen
wir bereit sein, unseren Blickwinkel zu weiten und alter-
native Wege zu gehen. Die Suche nach solchen Alternati-
ven gestaltet sich nicht immer rasch und mühelos, doch
sind sie erst einmal gefunden, lassen sich damit – korrekte
Anwendung vorausgesetzt – Symptome und ihre Ursa-
chen effizient beseitigen.
Es gibt immer Alternativen. Uns stehen so viele Heil-
methoden, Therapien und Mittel zur Verfügung! Ein jeder
von uns muss herausfinden, welche Methode oder Kom-
bination von Methoden seinem Energiehaushalt, seiner
physischen Disposition usw. am meisten entspricht. Bis-
weilen müssen wir Anleihen bei den verschiedensten Ver-
fahren nehmen, um zu einer für uns optimalen Behand-
lungsform zu kommen.
22
Das Wichtigste ist dabei, jeweils die therapeutischen
Mittel einzusetzen, die zum aktuellen Zeitpunkt die ma-
ximale Wirkung entfalten.
Bei der Suche nach den für uns persönlich am besten
geeigneten Behandlungsalternativen sind sämtliche As-
pekte unseres Wesens mit einzubeziehen: Unsere emotio-
nale Veranlagung, unsere Gedankenmuster und unsere
spirituelle Weltsicht sind für unsere Gesundheit ebenso
wichtig wie der konkrete Zustand der diversen physiolo-
gischen Systeme, Gewebe und Organe. Was auch immer
unsere Beweggründe sein mögen – die Angst vor Krank-
heit, der Wunsch nach Genesung oder die Ausrichtung
auf ein gesünderes, energievolleres Leben – stets muss
der ganze Mensch im Mittelpunkt stehen: physisch eben-
so wie feinstofflich.

Um gesund und fit zu bleiben, müssen wir vernünftig
leben. Menschen, die sich auf der spirituellen Suche be-
finden, neigen oft dazu, die physische Ebene zu vernach-
lässigen. Es ist ein gängiges Missverständnis, dass ein
nach geistigen Prinzipien ausgerichteter Lebensstil auto-
matisch auch für körperliches Wohlbefinden sorgt. In
Wahrheit muss beides Hand in Hand gehen. In allen alten
Schriften wird der Körper als Tempel bezeichnet – ein
Tempel, der gepflegt sein will. Wie spirituell unsere Ge-
danken auch sein mögen, wenn wir unserem physischen
Leib nicht die notwendige Aufmerksamkeit zuteil werden
lassen, stellen sich immer Probleme ein. Ein guter Um-
23
gang mit dem Körper sollte zumindest folgende Punkte
beinhalten:
a) ausgewogene Ernährung
b) ausreichende Bewegung
c) genügend Ruhe
d) richtige Atmung

Ein Mensch mag so begabt und spirituell erleuchtet sein,
wie er will – ist er nicht bereit, seinem Körper diese vier
Grundbedürfnisse zu erfüllen, muss er mit Krankheit
rechnen.

Die Metaphysik und ihre Wirkungen auf die Gesundheit

Der Mensch ist ein multidimensionales Wesen. Er funk-
tioniert gleichzeitig auf der physischen, emotionalen,
mentalen und spirituellen Ebene. Um wirklich gesund zu
sein, müssen wir lernen, auf welche Weise diese Sphären
zusammenspielen und wie sich dieses Ineinandergreifen
auf unser Wohlbefinden insgesamt auswirkt.
»Metaphysisch« bedeutet »über das Physische hinaus-
gehend« und impliziert, dass es über das Konkrete hinaus-
reichende ursächliche Zusammenhänge gibt. Der Mensch
neigt dazu, sich selbst aus einer eingeschränkten Perspek-
tive heraus zu betrachten. Wir sind im Fleisch gefangen.
Wir mögen noch so hochtrabende Reden über die Seele
oder den Geist im Munde führen – wir sind und bleiben
physische Wesen. Wir denken, fühlen, handeln und rea-
24
gieren aus unserer physischen Wahrnehmung heraus.
Aber obwohl unsere Gedanken und Gefühle nicht konkret
greifbar sind, beeinflussen sie doch unsere körperliche
Befindlichkeit und unsere Weltsicht und nehmen damit
großen Einfluss auf unser physisches Wohlbefinden.
Krankheit hat in den meisten Fällen eine tiefere Ursa-
che. Sie entsteht normalerweise nicht im physischen Leib
oder dem Umfeld, in dem er sich bewegt. Die Dinge, de-
nen wir in der konkreten Welt eine pathogene Wirkung
zuschreiben (Viren, Bakterien usw.) sind immer da. Es
müssen erst metaphysische Aspekte hinzukommen, die
uns anfällig machen, so dass sie ihre krank machende
Wirkung entfalten können. Wenn emotionale, verhal-
tensmäßige oder gedankliche Unausgewogenheiten an
den natürlichen Energiereserven unseres Körpers zehren,
wächst die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns erkälten oder
irgendeine andere Form von Beschwerden entwickeln.
Selbst wenn eine Krankheit auf mangelnde Bewegung
oder ungesunde Ernährung zurückzuführen ist, sollten die
emotionalen und mentalen Ursachen solcher negativen
Angewohnheiten näher betrachtet werden.
Die Kabbala, eine alte mystische hebräische Lehre,
kennt spezifische Bezeichnungen für die unterschiedliche
Art und Weise, in der Gott im Universum und durch uns
Menschen hindurch agiert und sich manifestiert. Im Zent-
rum des Weltengebäudes – im Herzen des Lebensbaums –
steht der göttliche Name J ehovah Aloah ve-Daath. Frei
übersetzt bedeutet dies »Gott, wie er sich in der Sphäre
25
des Geistes manifestiert«. Kern unseres Lebens, unserer
Gesundheit und unseres Wohlbefindens ist der Geist. Die
Art und Weise, wie wir denken, setzt die Energien für das
in Bewegung, was wir anschließend erfahren. Dies gilt in
ganz besonderem Maße im Hinblick auf unsere Gesund-
heit.
Es gibt einen Bereich in unserem Unbewussten, der so
unmittelbar wie ein Kind auf all unsere Gedanken und
Äußerungen reagiert. Von ihm hängt die Aufrechterhal-
tung unserer Gesundheit ab, denn hier werden unsere
Gedanken, Gefühle und Reaktionen so ausgerichtet, dass
sie sich manifestieren können. Geben wir Sätze von uns
wie: »J eden Winter kriege ich zweimal die Grippe«, so
wird dies von dieser Schaltstelle im Unbewussten – denn
nichts anderes ist unser inneres Kind – aufgegriffen und
an unser physisches Energiesystem weitergemeldet. Naht
dann die kalte J ahreszeit, ist die Wahrscheinlichkeit groß,
dass uns die Viren tatsächlich wie vorausgesagt zweimal
niederstrecken. Unsere Gedanken, Gefühle und Worte
werden zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung, denn
nur allzu oft manifestieren sie sich auf ganz konkrete
Weise im Organismus.
Unser inneres Kind steuert einen Großteil dessen, was
sich in unserem Körper und unserer Umgebung abspielt.
Es reagiert direkt auf unsere Gedanken, Gefühle und Äu-
ßerungen. Wir erzählen unseren Freunden, dass wir zehn
Kilo verloren haben, und unser inneres Kind spitzt die
Ohren. »Verloren? Verloren?« Sofort macht es sich auf
26
die Suche nach dem abhanden gekommenen Gewicht, und
in aller Regel legt es noch ein paar Extrapfunde obend-
rauf, für den Fall, dass wir die zehn Kilo noch einmal
irgendwo verlieren sollten.
Wenn wir unser inneres Kind ständig kritisieren, brau-
chen wir uns nicht zu wundern, wenn in unserem Leben
alles schief geht. Keiner ist gern mit jemandem zusam-
men, der ständig etwas an einem auszusetzen hat. Was
wollen wir? Unser inneres Kind fertig machen oder gut
für es sorgen und es lieben? Genau an diesem Punkt ent-
scheidet sich, ob wir die Eigenverantwortung für unser
Wohlbefinden übernehmen.
Ob wir gesund sind oder nicht, liegt an uns selbst.
Manch einer von uns mag sagen, dass er nichts dafür
kann, wie er sich fühlt oder über sich denkt. Und er klagt
womöglich, dass es ihm noch nie wirklich gut gegangen
sei im Leben. Das ist sicherlich traurig. Aber noch trauri-
ger wäre es, wenn man solche Muster aufrechterhielte,
obwohl man sie ändern kann. An der Vergangenheit kön-
nen wir nichts ändern, aber unsere Zukunft – und insbe-
sondere unser künftiges Wohlbefinden – wird von unse-
ren aktuellen Gedanken und Gefühlen geprägt. Ändern
wir unsere Vorstellungen, so ändern wir unsere Welt.
Wenn wir anfangen, mit heilenden Energien zu arbei-
ten, wird uns zunehmend klar, dass die Ursache für die
meisten Unausgewogenheiten in mangelnder Liebe uns
selbst gegenüber zu suchen ist. Wenn wir einmal bewusst
hinschauen, ist es leicht, Beispiele hierfür zu finden. Wir
27
plagen uns mit Selbstvorwürfen und -kritik. Wir sagen
uns, dass wir zu dick, zu dünn, zu alt, zu jung, zu klein, zu
groß sind. Wir trinken zu viel oder nehmen Drogen. Wir
weigern uns, uns ausreichend zu bewegen. Wir essen das
Falsche. Wir machen uns selbst für alles und jedes ver-
antwortlich. Wir vergleichen uns ständig mit anderen. Wir
drücken uns vor Entscheidungen. Wir reiten auf Fehlern
herum, die wir einmal gemacht haben. Wir reden uns ein,
nicht gut genug für all die vielen Dinge zu sein, die wir
gern tun oder erreichen würden.
Wir sollten uns endlich klar machen, dass wir und nur
wir ganz allein die Verantwortung für unsere Gedanken
und Gefühle tragen. Und wir sind es, die nachher mit den
Konsequenzen unseres Tuns leben müssen, seien sie gut,
schlecht oder neutral. Wenn wir weiter auf das Negative
starren, schaffen wir damit ein Ungleichgewicht in unse-
rem emotionalen und mentalen Sein – ein Ungleichge-
wicht, das sich letztlich auch auf unser physisches Wohl-
befinden auswirken wird.
Während sich die meisten Schulmediziner in erster Li-
nie mit der körperlichen Ebene befassen, gilt das Augen-
merk des Heilers allen Aspekten des menschlichen Ener-
giesystems. Ein guter Heiler wird sowohl an der Linde-
rung der physischen Symptome als auch an der metaphy-
sischen Ursache arbeiten. Um dies zu erreichen, versucht
er, sich auf die vitalen – physischen wie spirituellen –
Kräfte einzustimmen, um auf diese Weise zum Kanal für
heilende Energien zu werden. Durch den Einsatz dieser
28
Energien kann Heilung geschehen. Sie zielgerichtet ein-
zusetzen, ist eine erlernbare Fähigkeit. J eder, der etwas
für sein Wohlbefinden tun möchte, kann sie entfalten. J e
besser ihm dies gelingt, desto größer die Heilwirkung.
(Siehe: »Die wichtigsten natürlichen und spirituellen
Heilmittel und -methoden im Überblick«.)
Damit dieses Heilungskonzept funktioniert, muss eine
Voraussetzung erfüllt sein: Der Patient, der die positiven
Energien empfängt, muss geheilt werden wollen. Leider
finden nur allzu viele Menschen Gefallen daran, krank zu
sein. Sie genießen die Aufmerksamkeit. Sie freuen sich
darüber, eine Ausrede dafür zu haben, bestimmte Dinge in
ihrem Leben tun oder unterlassen zu können. Es gefällt
ihnen, etwas zu haben, worauf sie die Schuld für ihr eige-
nes Versagen schieben können, nach dem Motto: »Wenn
ich nicht immer so krank gewesen wäre, hätte ich so viel
erreichen können.«

Die wichtigsten natürlichen und spirituellen Heilmittel
und -methoden im Überblick
Natürliche Heilmittel und -
methoden
Handauflegen
Arzneien Aromatherapie
Massage Farb- und Lichttherapie
Manuelle Therapien Klangtherapie
(z. B. Rolfing) Vitamintherapie
Krankengymnastik Blütenessenzen
Psychotherapie
29
Chiropraktik Spirituelle Heilmittel und -
methoden
Phytotherapie Gebet
Chirurgie Meditation
Akupunktur und Akupressur Phantasiereisen
Homöopathie Selbsterkenntnis
Ernährung Arbeit mit Anrufungen En-
geln/Geistführern
Radionik Spirituelle Segnungen
Trager-Therapie Traumarbeit
Reiki Reinkarnationstherapie
Polarity Glaube
Rebirthing Affirmationen
Körperübungen
(Yoga, Tai-Chi, usw.)


Für viele ist Krankheit eine Möglichkeit aufzugeben, ohne
es in aller Öffentlichkeit zugeben oder zu den eigenen
Unzulänglichkeiten stehen zu müssen. Krankheit ist eine
gesellschaftlich akzeptable Entschuldigung. Darum sagen
manche auch, Krebs sei eine legitimierte Form des Sui-
zids. Wer einen Tumor entwickelt, braucht keine Stigma-
tisierung als Selbstmörder zu befürchten. Er kann sich aus
dieser Welt davonmachen und dabei den Eindruck erwe-
cken, einen geradezu heroischen Kampf im Angesicht des
Todes zu führen. So ist dies für manche ein Hintertür-
chen, durch das sie sich der Verantwortung für ihr Leben
entziehen.
30
Andererseits kann sich eine solche Krankheit auch aus
anderen Gründen entwickeln, und wir sollten uns hüten,
vorschnelle Schlüsse zu ziehen oder gar Schuldzuweisun-
gen zu machen. J eder Fall ist anders gelagert, und das
Leiden des einen Menschen ist nicht bedeutender oder
unbedeutender als das eines anderen. Es kommt einzig
und allein darauf an herauszufinden, warum der Körper
aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Es gibt viele Gründe, warum Menschen sich in Situa-
tionen bringen, welche die Manifestation von Krankheit
begünstigen. Sie tun es:
• um sich eine Chance zur Weiterentwicklung und zum
Lernen zu geben.
• um in sich selbst und anderen Mitgefühl zu erwecken.
um etwas über individuelle Verantwortung zu erfahren.
• um ein Vehikel für jenen Übergang zu schaffen, den
wir Tod nennen.
• um in den Genuss der Liebe und Zuwendung anderer
zu kommen.
• um anderen die Möglichkeit zum Lernen zu geben.
• um zu einer neuen Wahrnehmung des Lebens und sei-
ner Zusammenhänge zu gelangen.
• um den Körper von Giftstoffen zu reinigen, die von
außen auf ihn einwirken, zum Beispiel Schadstoffe.

Warum jemand krank wird, ist von Fall zu Fall verschie-
den, und es gehört mit zur Verantwortung eines Heilers,
die Muster offen zu legen, die den Hintergrund für das
31
physische Ungleichgewicht bilden.
Der menschliche Organismus hat die natürliche Fähig-
keit, sich selbst innerhalb bestimmter Parameter zu stabi-
lisieren und im Gleichgewicht zu halten. Dieses Phäno-
men wird mit dem Fachbegriff der Homöostase beschrie-
ben.
Wir inkarnieren in die verschiedensten Lebensumstän-
de, um diese Selbstregulierungsfähigkeit zu testen und im
Laufe der Zeit durch Übung weiter auszubauen und zu
vertiefen.
Aus diesem Grund sehen wir uns in unserem Dasein so
oft mit Widrigkeiten, Veränderungen und Fehlentwick-
lungen konfrontiert. In dem Maße, wie wir lernen, im
Fluss und Rhythmus des Lebens zu bleiben, ohne aus dem
Gleichgewicht zu geraten, wächst unser Energiepotenzial.
Verweigern wir uns hingegen den Lebenserfahrungen und
Veränderungen – zum Guten wie zum Schlechten hin –
baut sich Stress auf, den wir verinnerlichen. Genau dieser
Stress stellt die Hauptursache für jegliches Krankheitsge-
schehen dar.
Krankheit hat immer auch einen positiven Aspekt. Die
damit einhergehenden Beschwerden liefern Hinweise
darauf, an welcher Stelle das körperliche Gleichgewicht
gestört ist oder wo in unserem Leben Stressfaktoren wir-
ken. Sie helfen uns, die negativen Energien zu erkennen,
denen wir auf anderen Seinsebenen den Boden bereiten.
Im Rahmen des ganzheitlichen Heilungsprozesses erfah-
ren wir, welche Ursachen für unseren Zustand verantwort-
32
lich sind und welche Lernaufgaben sich damit verknüp-
fen. Geht eine Behandlung nicht den tieferen Ursachen
auf den Grund, werden nur die Symptome gelindert. In-
folgedessen suchen die aus der Harmonie geratenen Ener-
gien im Körper nach einem anderen Ventil, so dass die
Krankheit erneut auftritt – anders oder anderswo, meist
aber in verstärkter Form.
Die Wirkung moderner Medikamente setzt bei den
Symptomen an. Sie greift schnell und gründlich, so dass
die Beschwerden und äußeren Anzeichen für die zugrun-
de liegende Krankheit bald verschwunden sind. Rein
oberflächlich bringen sie Linderung, doch es handelt sich
hierbei um nichts anderes als eine Form von »Fast Food
Medizin«. Vorübergehend werden die unangenehmen
Begleiterscheinungen der Krankheit gemildert. Das ent-
bindet uns von unserer Verantwortung für den Heilungs-
prozess und erspart es uns, unserem Körper Zeit zur Ge-
nesung zu geben.
Langfristig aber können sich hieraus Probleme erge-
ben, weil wir die Warnsignale unseres Körpers überde-
cken und nicht mehr merken, dass wir an irgendeiner Stel-
le Stress verinnerlichen. Am deutlichsten wird dies, wenn
wir uns die Art und Weise anschauen, wie in unserer
westlichen Welt eine Erkältung behandelt wird. Ein
Schnupfen mag störend und unangenehm sein, gleichzei-
tig aber ist er eine Möglichkeit für den Körper, sich von
Giftstoffen zu befreien. Nehmen wir Medikamente, um
die Nase freizubekommen, unterbrechen wir diesen
33
Selbstreinigungsprozess und verhindern so, dass die
schädlichen Substanzen ausgeschieden werden.
Es kommt vor, dass der Körper eine so genannte »Hei-
lungskrise« durchmacht, besonders dann, wenn wir an-
fangen, bewusst etwas für uns und unsere Gesundheit zu
tun. So kann es beispielsweise geschehen, dass wir uns
ein Bewegungsprogramm auferlegen oder unsere Essge-
wohnheiten umstellen, nur um ein paar Wochen später
mit Grippe oder einer anderen Krankheit im Bett zu lie-
gen. Heilungskrisen dienen der Entgiftung und Stärkung
des Körpers und sind natürliche Reaktionen auf unser
Bemühen, heil zu werden.
Einflüsse aus unserem Umfeld und ungesunde Lebens-
gewohnheiten führen zu einer Ansammlung von Giftstof-
fen in unserem Körper. Diese schädlichen Substanzen
setzen sich wie Schlamm auf dem Boden eines Flusses ab.
Wenn wir uns daranmachen, uns körperlich in Form zu
bringen, wird dieser Schlamm aufgewirbelt und an die
Oberfläche gebracht. Und das ist gut so, denn auf diese
Weise können wir ihn herausfiltern und in der Folge mehr
Vitalität und Lebenskraft aufbauen. Leider aber nehmen
viele diese Heilungskrise zum Anlass, ihre Bemühungen
wieder einzustellen, statt sie als Signal dafür zu werten,
dass der Körper darauf anspricht und sich die Mühe lohnt.
Zugegeben, am Anfang kann es ziemlich anstrengend
sein, sich auf den Pfad der Heilung zu begeben. Auf lange
Sicht aber können wir nur davon profitieren.
Zu einer Heilungskrise kommt es immer dann, wenn
34
der Körper der Entgiftung bedarf. Er weiß, wann wir über
die notwendige Kraft verfügen, dem Schock standzuhal-
ten, und wird den Zeitpunkt entsprechend wählen. So
treten die Beschwerden oft dann auf, wenn es uns gut geht
und wir Zeit haben.
(Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen
ausgerechnet im Urlaub krank werden.) Behalten wir an-
schließend unseren gesünderen Lebensstil bei, kann sich
der Körper auf natürliche Weise von den anfallenden
Giftstoffen und Schlacken befreien, so dass es keiner wei-
teren Heilungskrise bedarf.
Daneben gibt es ein weiteres Phänomen, das gelegent-
lich als »Krankheitskrise« bezeichnet wird. Es stellt sich
immer dann ein, wenn der Körper voller Toxine, Schla-
cken und Schleim ist. Die Grenze des Aushaltbaren ist
erreicht, und es kommt zur Krise. Diese kann sich auf
unterschiedlichste Weise manifestieren. Vielleicht haben
wir alle bisherigen Warnsignale in den Wind geschrieben
– und Warnsignale gibt es immer! Vielleicht haben wir an
unserem Körper durch zu wenig Schlaf, ungesundes Es-
sen, mangelnde Bewegung usw.
Raubbau getrieben. Hat die Belastung des Körpers ein
kritisches Maß erreicht, kommt es zu einer Vermehrung
von Krankheitserregern. Der Vergiftungsgrad steigt, und
der Körper braucht ein Ventil: Er findet es in seinen
Schwachpunkten.
Krankheit tritt auf, wenn sich körperliche Kräfte und
Vitalität auf dem Tiefpunkt befinden. Diese Art der Krise
35
hat eine lebensrettende Funktion. Es handelt sich hier um
eine zwangsweise Entgiftung – und zwar eine ausgespro-
chen massive, denn sie äußert sich in einer Schädigung
von Organen, der Entstehung bösartiger Tumoren, einer
Blutvergiftung oder in Form anderer traumatischer Er-
scheinungen. J e nachdem, wie lange wir unserem Körper
die erforderliche Zuwendung verweigert haben, kann eine
solche Krankheit Wochen oder gar Monate andauern.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich solche Krank-
heitskrisen mit dem Beginn der kalten J ahreszeit einstel-
len. Ist unser Körper der Kälte ausgesetzt, zieht sich jede
Zelle zusammen, wodurch es zu einer zwangsweisen Aus-
scheidung von Giftstoffen kommt. Die Heftigkeit der
Erkrankung zwingt den Patienten in der Regel dazu, sich
selbst und seine Verhaltensweisen zu überdenken. Dies ist
der Grund, warum Menschen nach einem Herzinfarkt
oder im Angesicht der Diagnose Krebs oft solch dramati-
sche Veränderungen in ihrem Leben vornehmen. Die Kri-
se wird als Warnschuss und Aufforderung zur Neubesin-
nung verstanden.
Die traditionellen Heiler wussten, wie wichtig es ist,
den ganzen Menschen und nicht nur die Symptome zu
behandeln. Sie erkannten, dass man auf alles achten und
sämtliche Abläufe im Körper im Blick behalten muss, um
jeweils die richtigen Methoden zu finden, die seine phy-
siologischen Funktionen wiederherstellen können. Sie
waren sich der Bedeutung des spirituellen Aspekts im
Rahmen des individuellen Heilungsprozesses bewusst.
36
Auf welcher Ebene auch immer sich Krankheit manifes-
tiert – stets ist sie für uns eine Möglichkeit, zu lernen und
auf diese Weise eine höhere Bewusstseinsstufe zu errei-
chen. Der Prozess, den wir während der Genesung durch-
laufen, spiegelt unsere Fähigkeit wider, uns auf neue
Perspektiven einzulassen.
Im Zen-Buddhismus gibt es einen wunderbaren Drei-
zeiler, der dies zum Ausdruck bringt:

Ich hacke Holz.
Ich trage Wasser.
Das ist meine Magie.

In diesem Vers steckt die Erkenntnis, dass in der physi-
schen Welt alles und jedes magische Kraft besitzt. Es ist
magisch, weil der Mensch ein geistiges Wesen ist, das
sich durch den physischen Leib manifestiert. Wenn wir in
der Lage sind, etwas so Großartiges wie den menschli-
chen Leib konkret Gestalt annehmen zu lassen, sollte es
uns doch gewiss auch gelingen, ein wenig mehr Gesund-
heit, Fülle, Wohlstand und Zufriedenheit in unser Leben
zu bringen.
Eine alte esoterische Weisheit besagt: »Die Energie
folgt den Gedanken.« Dort, wo wir unsere Gedanken hin-
lenken, manifestiert sich die Energie. Ändern wir unsere
Vorstellungen, verändern wir damit die Welt. Wir müssen
anfangen, uns auf die unendlichen Möglichkeiten, auf all
das Lohnenswerte und Segensreiche zu konzentrieren, das
37
uns das Leben zu bieten hat, statt immer auf unsere eigene
Begrenztheit zu starren. In dem Maße, wie uns dies ge-
lingt, werden wir uns nicht mehr als Sklave unserer Le-
bensumstände oder unseres Körpers empfinden. Wir kön-
nen Licht, Energie und Gesundheit in unser eigenes Le-
ben und das Leben unserer Mitmenschen bringen. Nichts
anderes ist die Aufgabe des Heilers.
38
Kapitel 2
Die tiefere Bedeutung des Körpers
Unser Körper ist mehr als eine simple physische Hülle zur
Aufbewahrung von Organen & Co. Seine Bedeutung geht
weit über das hinaus, was wir gemeinhin denken. Nicht
nur sämtliche irdischen, sondern auch die himmlischen
Energien kommen durch ihn zum Ausdruck. Hören wir
auf, den Körper bloß als ein physisches Instrument zu
betrachten, das wir brauchen, um hier auf Erden existieren
zu können, gewinnen wir an Gesundheit und gleichzeitig
an Macht über unser Leben.
Unser Körper ist ein Mikrokosmos. Er ist nicht nur
Teil des Universums, sondern ein eigenständiges, energe-
tisches Universum für sich. Das bedeutet: Unsere Hände
sind nicht nur ein Instrument zum Greifen und Festhalten;
unsere Beine sind mehr als ein Apparat zum Stehen und
Gehen; das Herz ist mehr als eine Blutpumpe. Die Bedeu-
tung eines jeden Körperteils reicht weit über seine rein
physische Funktion hinaus.
J eder Aspekt unseres Körpers hat eine tiefere oder ver-
borgene Bedeutungsebene. Hier befinden sich die Punkte,
durch welche die universalen Energien fließen und sich
manifestieren. Hier vollzieht sich das dynamische Spiel
zwischen unseren mentalen, emotionalen und spirituellen
Haltungen und Energien.
39
Die Astrologie und ihre körperlichen Entsprechungen
Planet Körperliche Entsprechung
Sonne Herz, Rücken
Mond Magen, weibliche Brust, Verdauungsap-
parat
Merkur Hände, Arme, Nervensystem, Solarple-
xus
Venus Hals, Stimme, Lenden, Venen, Nieren
Mars Kopf, Sexualorgane, Muskulatur
J upiter Hüfte, Oberschenkel, Leber
Saturn Skelett, Knie, Zähne
Uranus Fußgelenke, Unterschenkel, Hirn-
Rückenmark- System
Neptun Füße
Pluto Fortpflanzungsorgane
Sternzeichen Körperliche Entsprechung
Widder Kopf, Gesicht
Stier Nacken, Hals
Zwillinge Hände, Lunge
Krebs weibliche Brust, Magen
Löwe Herz
J ungfrau Darm
Waage Nieren, Eierstöcke
Skorpion Sexualorgane
Schütze Hüfte, Oberschenkel
Steinbock Knie
Wassermann Fußgelenke, Unterschenkel
Fische Füße
40
Wir reagieren empfindsam auf die Energien in unserer
Umgebung – Energien, die wir in der einen oder anderen
Form in uns aufnehmen (beispielsweise beim Essen,
Trinken, Atmen) oder die von außen auf uns einwirken
(durch andere Menschen und deren Haltungen und Stand-
punkte, durch Umwelteinflüsse, Geräusche usw.).
Unser Körper fungiert als Resonanzgefäß und Monitor
für diese Schwingungen. Er kann mit beinahe jeder Ener-
gieform – ob positiver oder negativer Art – in Resonanz
treten. Unter normalen Umständen besitzt er die natürli-
che Fähigkeit, negative Einflüsse abzuwehren, bevor sie
zum Problem werden.
Gleichzeitig lässt sich der Energiestatus am Körper wie
an einem Monitor ablesen: Er produziert Symptome, die
uns als Rückmeldung auf der physischen Ebene dienen.
Wirken positive Einflüsse und Energien auf uns ein, füh-
len wir uns stark und vital. Nehmen dagegen die negati-
ven Einflüsse überhand, verlieren wir an Lebenskraft; wir
bekommen Schmerzen, werden krank oder entwickeln
irgendeine andere Form des körperlichen Unwohlseins.
Lenkt der Körper unsere Aufmerksamkeit auf diese Weise
auf einen physischen Problembereich, gibt er uns damit
immer auch zu erkennen, dass in unserem Leben generell
etwas nicht stimmt.
Ist das bei Ihnen der Fall, machen Sie sich zunächst
mit der Funktion der betroffenen Körperteile und -
Systeme sowie den physiologischen Abläufen im Orga-
nismus vertraut, und suchen Sie dann nach etwaigen tiefe-
41
ren Bedeutungen, die in diesem Zusammenhang relevant
sein könnten. Fragen Sie sich: »Welche symbolische Be-
deutung könnte das Krankheitsbild haben?« Leiden wir
beispielsweise immer wieder unter Krämpfen in den Hän-
den, so wissen wir, dass Krämpfe immer mit einer unge-
lösten Muskelanspannung zu tun haben.
Dass die Hände betroffen sind, deutet vermutlich auf
etwas oder jemanden hin, an dem wir uns festzuklammern
versuchen. Müssen wir unseren Griff lösen und irgendei-
ne Vorstellung, einen Menschen oder ein Ziel zumindest
ein Stück weit loslassen? Was auch immer es sein mag, es
ist nicht gut für uns, sonst würden wir nicht mit dem ne-
gativen Symptom der Krämpfe darauf reagieren.
Um die tieferen Ursachen für ein Problem oder eine
Krankheit zu ergründen und herauszufinden, was wir dar-
aus lernen können, müssen wir uns drei Fragen stellen:
• Wie sieht das physische Symptom aus, und welche
verborgene Bedeutung könnte dahinter stehen?
• An welchem Organ bzw. Körperteil manifestiert sich
das Symptom? Wodurch kennzeichnet sich seine nor-
male, gesunde Funktion und wodurch die aufgetretene
Fehlfunktion?
• Zu welchem umfassenderen System gehört das betref-
fende Organ bzw. der Körperteil, und welche tiefere
Bedeutung könnte es haben, dass das Symptom ausge-
rechnet hier zutage tritt?
J e umfassender wir diese drei Fragen beantworten
können, desto einfacher ist es, das physische Symptom
42
mitsamt seiner Grundursache zu beseitigen, so dass das
Wiederauftreten ähnlicher Probleme verhindert wird. Auf
diese Weise werden wir nicht nur gesund, sondern gewin-
nen gleichzeitig neue Erkenntnisse. Schließlich können
wir – wie bereits an anderer Stelle erwähnt – aus jeder
Krankheit etwas lernen.

Die tiefere Bedeutung der wichtigs-
ten Symptome

Die Symptome, die wir im Verlauf einer Krankheit entwi-
ckeln, sagen viel über den emotionalen, mentalen und
spirituellen Hintergrund aus, der zur Störung des Gleich-
gewichts beigetragen hat. Die Ausführungen dieses Kapi-
tels sind nicht als diagnostisches Hilfsmittel gedacht.
Vielmehr werden die häufigsten Symptome beschrieben,
wie sie in Verbindung mit den unterschiedlichsten ge-
sundheitlichen Störungen auftreten können. Die angege-
benen tieferen Bedeutungen erheben keinesfalls den Ans-
pruch auf Vollständigkeit. Sie sollen lediglich als Aus-
gangspunkt für die Überlegung dienen, was genau in Ih-
rem Leben eine Krankheit ausgelöst haben könnte. Es
geht also vor allem darum, die für Sie persönlich gelten-
den Assoziationen wachzurufen.
Bitte bedenken Sie, dass die meisten Symptome eine
physische Ursache haben, die es zu beseitigen gilt. So
können Krämpfe beispielsweise durch einen Mangel an
Kalzium oder/ und Magnesium in der Ernährung ausge-
43
löst werden. Durch eine erhöhte Zufuhr dieser Mineralien
können wir das Problem zwar in den Griff bekommen;
gelingt es uns aber nicht, zur Wurzel des Übels vorzud-
ringen und herauszufinden, warum es zu dieser Mangeler-
scheinung gekommen ist, wird es aller Wahrscheinlich-
keit nach irgendwann einmal wieder auftauchen.
Natürlich muss eine körperliche Störung auch auf der
körperlichen Ebene behandelt werden. Dennoch gibt es
eine metaphysische Ursache, ohne die das Problem wo-
möglich gar nicht erst aufgetaucht wäre. Wir müssen he-
rausfinden, welche emotionalen, mentalen oder spirituel-
len Einflüsse an dem Krankheitsgeschehen beteiligt sind.
Nur wenn dies gewährleistet ist, kommen wir mit unse-
rem therapeutischen Ansatz über eine reine »Heftpflaster-
Medizin« hinaus und werden dem Anspruch der Ganz-
heitlichkeit und vorbeugenden Behandlungsweise gerecht.

Blutstau
siehe Verstopfung

Entzündungen
Entzündungen äußern sich durch Rötung, Schwellung,
Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Wärme und eine all-
gemeine Funktionsstörung in einem bestimmten Körper-
bereich, in der Regel als Reaktion auf eine Verletzung.
Diese Definition liefert bereits einige Hinweise auf die
tiefere Bedeutung entzündlicher Prozesse.
Welche Verletzung ist Ihnen (durch einen Menschen,
44
die äußeren Umstände, bestimmte Verhaltensweisen, Ne-
gativität usw.) zugefügt worden? Haben sich in Ihrem
Inneren Gefühle des Ärgers und der Frustration gegenü-
ber bestimmten Menschen oder Situationen aufgestaut,
für die Sie bislang kein Ventil gefunden haben? Welche
störenden Faktoren hindern Sie daran, in Ihrem Leben
Frieden und Ruhe zu finden? Hadern Sie mit ihrem Leben
bzw. bestimmten Lebensumständen? Sind Sie überkritisch
mit sich selbst, oder setzen Sie sich überzogener Kritik
durch andere aus? Sind Sie mit sich selbst aus dem einen
oder anderen Grund im Augenblick unzufrieden? Wehren
Sie sich, sich von bestimmten alten Mustern zu lösen (be-
sonders wenn die Entzündung immer wieder auftritt)?

Erkältungen und Fieber
Mit Erkältungen geht in der Regel ein Gefühl der Kälte
und des Fröstelns sowie oftmals schwankendes Fieber
einher. Fieber ist eine ungewöhnliche Erhöhung der Kör-
pertemperatur und tritt oft in Verbindung mit einem er-
höhten Puls auf. Beide Symptome – Erkältung und Fieber
– zeigen, dass der Körper versucht, etwas loszuwerden
und zu verbrennen, um wieder ins Gleichgewicht zu
kommen.
In diesem Krankheitsbild spiegeln sich zwei Grundre-
geln der Physik wider: Wollen wir Materie in Geist um-
wandeln, müssen wir das Energieniveau – etwa durch
Hitzeeinwirkung – anheben. Soll hingegen Geist zu Mate-
rie werden, müssen wir ihn kondensieren – ein Verdich-
45
tungsprozess, wie er sich beispielsweise unter dem zu-
sammenziehenden Effekt von Kälte vollziehen kann. So
brauchen wir Hitze, um Eis in Dampf zu verwandeln, aber
Kälte, um Dampf zu Eis werden zu lassen.
Fieber entsteht immer dann, wenn Materie in Geist
verwandelt wird. Durch die Erhöhung der Temperatur und
die Beschleunigung des Pulses versucht der Körper, Gift-
stoffe zu verbrennen. Gleichzeitig können sich die fein-
stofflichen Körper ausdehnen und dadurch Distanz zum
physischen Leib gewinnen, so dass sie durchlässig für
einen erhöhten Zustrom von Energie werden, um so den
Heilungsprozess zu unterstützen (vgl. Ausführungen zu
den feinstofflichen Körpern im nächsten Kapitel).
Eine Erkältung deutet auf die Umwandlung von Geist
in Materie oder die erneute Ausrichtung der geistigen auf
die physische Ebene hin. Das Gefühl des Fröstelns, das
sich bei Erkältungen oft einstellt, ist ein Zeichen dafür,
dass die feinstofflichen Körper wieder in das physische
Gefäß zurückgezogen werden.
Stärkere Fieberattacken können darauf hindeuten, dass
wir dabei sind, den Bezug zur geistigen Ebene zu verlie-
ren. Sie könnten Ausdruck dafür sein, dass sich im Körper
ein schädlicher Stau von Schlackenstoffen gebildet hat.
Der erhöhte Puls könnte für ein Bedürfnis des Körpers
nach Stimulation und vermehrter Aktivität sprechen. Ha-
ben Sie sich in letzter Zeit weniger bewegt als sonst? Ha-
ben Sie bestimmte Angelegenheiten auf die lange Bank
geschoben? Haben sich in Ihrem Leben bestimmte Dinge
46
angestaut oder angesammelt? Haben Sie sich – außer auf
der rein physischen Ebene – vernachlässigt? Geht in Ih-
rem Leben manches in eine »heiße Phase«, ohne dass Sie
entsprechend reagieren? Brodeln in Ihnen »heiße« Lei-
denschaften, die Sie nicht zum Ausdruck bringen? Halten
Sie irgendeinen Ärger zurück, der sich ein Ventil suchen
muss, wenn es nicht zu größeren Problemen kommen
soll?
Auch eine Erkältung kann vielfältige Ursachen haben.
Sie ist mit einer Kontraktion, einem Zusammenziehen
verbunden. Ziehen Sie sich aus irgendeinem Grund in
sich selbst zurück? Und wenn Sie dies tun, gibt es etwas,
wovor Sie sich zurückziehen? Waren Sie in letzter Zeit
zerstreuter oder fahriger als sonst, und brauchen Sie den
Rückzug, um sich wieder zu erden? Gab es in Ihrem Le-
ben so viel Aktivität, dass Ihnen keine Zeit für sich selbst
blieb? Sind die Dinge und Aktivitäten in Ihrem Leben
durcheinander geraten und unorganisiert? Versuchen Sie,
eine neue Form von Ordnung in Ihrem Leben zu etablie-
ren? Passiert so vieles ringsum, dass Sie Schwierigkeiten
haben, alles aufzunehmen? Gibt es ein Gefühl der Unsi-
cherheit – so als ob man Sie in einer Angelegenheit im
Regen (oder besser: in der Kälte) stehen lassen würde?

Erschöpfung
Fühlen wir uns erschöpft, heißt das schlicht und einfach,
dass wir müde sind, und zwar nicht nur auf der körperli-
chen Ebene. Es kann darin eine Art »Lebensmüdigkeit«
47
zum Ausdruck kommen, die an den physischen Energiere-
serven zehrt. Was sind Sie in Ihrem Leben leid? Die Ar-
beit, den Partner, den ständigen Stress in der Familie …?
Haben Sie keine Freude an dem, was Sie tun, fühlen
Sie sich bald erschöpft. Nehmen Sie sich in Ihrem Leben
nicht ausreichend Zeit für erfreuliche Dinge? Kommt der
Spaß in Ihrem Alltag zu kurz? Haben Sie vergessen, dass
der Mensch Zeit zum Spielen braucht? Erschöpfungszu-
stände können die Aufforderung beinhalten, unser Dasein
spielerischer zu gestalten.

Fieber
siehe Erkältungen

Infektionen
Infektionen sind ein Zeichen dafür, dass der Körper insge-
samt oder teilweise mit Giftstoffen belastet ist. Womög-
lich beginnen verinnerlichte Negativität, Ärger oder Äng-
ste auf die körperliche Ebene durchzuschlagen und ma-
chen Sie anfällig für die Ausbreitung von Krankheitserre-
gern. Beschäftigen Sie »vergiftete« Gedanken? Plagen Sie
Ängste oder Sorgen? Setzen Ihnen in Ihrem Umfeld Dis-
harmonie und Negativität zu? Gibt es Menschen, Situa-
tionen oder äußere Umstände, die Ihnen nicht gut tun und
denen Sie trotzdem Zutritt zu Ihrem Leben gewähren?
Welche schlechten Angewohnheiten könnten die Einlage-
rung von Giftstoffen in Ihrem Körper begünstigen?
Infizieren bedeutet »anstecken« oder einen Menschen,
48
ein Organ, eine Wunde usw. »mit Krankheitserregern zu
versetzen« bzw. mit etwas zu belasten, das deren Qualität,
Wesen oder Zustand beeinträchtigt. Diese Definition ver-
rät uns, welche Frage wir uns stellen sollten, um den tiefe-
ren Sinn einer Infektion zu klären: Wer oder was hat uns
in jüngster Zeit so belastet, dass unsere Lebensqualität,
unsere Seele oder unser Körper darunter zu leiden hatte?

Krämpfe
Ein Krampf ist eine plötzliche, unwillkürliche Kontrakti-
on eines Muskels bzw. einer Muskelgruppe. Auf der phy-
sischen Ebene gibt es die verschiedensten Ursachen hier-
für, vom Kalzium- oder/und Magnesiummangel über eine
Überbeanspruchung der Muskulatur ohne vorheriges
Aufwärmen bis hin zu einer zu geringen Nahrungs- oder
Sauerstoffzufuhr.
Daneben gibt es metaphysische Konstellationen, die
das Auftreten von Krämpfen begünstigen können. Hinter
der heftigen Muskelkontraktion, also einem Zusammen-
ziehen und Festhalten, steht oft eine Angstreaktion oder
auch die Weigerung, sich ausreichende Entspannung zu
gönnen. Tritt ein Krampf auf, hat dies mit zu starker Ans-
pannung zu tun.
Alles wird nach innen gezogen und zurückgehalten.
Der Ort, an dem sich ein Krampf manifestiert, kann
wertvollen Aufschluss geben. Krämpfe in der Hand kön-
nen darauf hinweisen, dass wir zu stark an etwas festhal-
ten, das wir nicht loslassen möchten. Durch den Krampf
49
versucht uns der Körper mitzuteilen, dass wir uns ent-
spannen und locker lassen müssen. Betrifft er die Beine,
heißt das womöglich, dass wir uns zu viel Bewegung oder
Arbeit zumuten. Krämpfe in den Händen und Beinen tre-
ten nicht selten bei Workaholics und »Superhausfrauen«
auf.
Bei Menstruationskrämpfen ist es nicht so einfach, die
genaue Ursache zu finden. Bei vielen Frauen ist die Inten-
sität der Beschwerden von Mal zu Mal unterschiedlich.
Um die Problembereiche einzukreisen, ist es hilfreich,
über mehrere Monate hinweg Aufzeichnungen über die
Aktivitäten, Emotionen und allgemeine Lebenssituation
zu führen. Menstruationskrämpfe könnten aber auch mit
Problemen im Zusammenhang mit der eigenen Weiblich-
keit zu tun haben.

Reizungen
Bei Reizungen handelt es sich um eine mildere Form der
Entzündung. Einige der Symptome sind identisch, so dass
Sie sich die gleichen Fragen stellen sollten. Kommen
allerdings Brennen und J uckreiz hinzu, sollte dies bei der
Erforschung der Ursachen ebenfalls mit einbezogen wer-
den.
Gibt es irgendetwas in Ihrem Leben, das Sie innerlich
aufzehrt oder ständig reizt? Hegen Sie eine heimliche
Sehnsucht oder einen unerfüllten Wunsch (etwas, das Sie
»jucken« würde)? Womit sind Sie unzufrieden in Ihrem
Leben? Gibt es da irgendetwas, das brennend erledigt
50
werden müsste; irgendetwas, das Sie immer noch
»piekst«? Wer oder was reizt oder irritiert Sie zurzeit am
allermeisten? Haben Sie Angst, dass Ihre Bedürfnisse und
Sehnsüchte unerfüllt bleiben könnten? Sind sie unglück-
lich mit Ihrer derzeitigen Lebenssituation?

Schmerzen
Schmerzen treten in den verschiedensten Varianten auf,
und so ist es bisweilen nicht ganz einfach, die Auslöser
bzw. begünstigenden Faktoren zu finden. Im Allgemeinen
deuten sie auf Emotionen wie Schuld, alte Verletzungen,
eine überkritische Einstellung anderen oder sich selbst
gegenüber, Sehnsüchte, Widerstände gegen neue Ent-
wicklungen und Veränderungen oder ein Gefühl man-
gelnder Freiheit hin.
Der Ort, an dem die Schmerzen auftreten, lässt wichti-
ge Rückschlüsse zu. So haben Kopfschmerzen womöglich
damit zu tun, wie wir über uns selbst denken. Herz-
schmerzen könnten ein Hinweis darauf sein, was wir für
uns selbst empfinden oder auch nicht empfinden; auch
könnte ein mangelnder Ausdruck von Liebe dahinter ste-
cken. Und wenn jemand das Gefühl hat, dass ihm ein
anderer »im Nacken sitzt«, könnte es durchaus passieren,
dass er Halsschmerzen oder Verspannungen im Nacken-
bereich entwickelt.
Es gibt chronische und akute Schmerzzustände. Chro-
nische Schmerzen halten sich hartnäckig und kehren im-
mer wieder. Hintergrund könnte die Weigerung sein, sich
51
auf Veränderungen einzulassen. Auch dauernde Ängste
und überkommene Verhaltensmuster kommen als mögli-
che Ursachen infrage. Akute Schmerzen treten kurzfristig
auf und sind oft heftig und intensiv. Sie stellen einen lau-
ten Schrei des Körpers nach Aufmerksamkeit dar. Beide
Formen können mit einer Empfindlichkeit gegenüber
Kritik oder einer Überforderung durch allzu viele Details
zu tun haben.
Wie genau fühlen sich Ihre Schmerzen an? Ist es eher
ein Ziehen oder Klopfen? Ist der Schmerz gleichmäßig?
Stechend? Die genaue Beobachtung kann wertvolle Hin-
weise darauf liefern, was hinter dem körperlichen Symp-
tom stecken könnte. Sehnen Sie sich nach etwas? Fehlt es
Ihnen an Liebe und Zuwendung? Sind Sie mit sich selbst
unzufrieden oder bekommen Sie nicht genug Bestätigung
durch andere? Bestrafen Sie sich selbst, oder leiden Sie
unter Schuldgefühlen? Sind Sie überkritisch oder nicht
liebevoll genug mit sich selbst? Schränken Sie sich in
Ihrer Persönlichkeit oder Ihrem Handlungsspielraum un-
nötig ein? Gibt es zurzeit jemanden oder etwas in Ihrem
Leben, der oder das Ihnen wehtut? Oder bei chronischen
Schmerzen: Gibt es jemanden oder etwas in Ihrem Leben,
der oder das Sie dauernd verletzt?

Schwellungen
Schwellungen sind in vielen Fällen Ausdruck für eine
Blockade in unseren Verhaltensweisen oder Entwick-
lungsprozessen.
52
Wer in alten Mustern festhängt, hat oft immer wieder
mit Schwellungen zu tun. Wichtig ist auch der Ort, an
dem die Symptome auftreten: Sind beispielsweise die
Fesseln durch Wassereinlagerungen geschwollen, kann
das ein Hinweis auf eine innerliche Weigerung sein, im
Leben voranzuschreiten (das Wasser ist nicht in Bewe-
gung) oder andere vorwärts gehen zu lassen.
Eine Schwellung kann auch das Verhaftetsein an über-
kommenen Mustern und Vorstellungen widerspiegeln.
Gelegentlich geht es aber auch um Themen im Zusam-
menhang mit dem Selbstbewusstsein. Blasen wir uns in
unserer Wichtigkeit allzu sehr auf? Lassen wir auf diese
Weise eine Wachstumschance oder Möglichkeit zur Wei-
terentwicklung ungenutzt verstreichen? Blähen wir eine
Angelegenheit über Gebühr auf? Reagieren wir zu emo-
tional, so dass der gesunde Menschenverstand und der
Realitätsbezug zu kurz kommen? Dringen wir in die An-
gelegenheiten anderer oder in fremde Bereiche ein, in
denen wir nichts zu suchen haben?

Übelkeit
Übelkeit ist ein Gefühl des Unwohlseins im Magen, das
mit Brechreiz einhergehen kann. Es gibt vielfältige tiefere
Ursachen, die als Auslöser dafür infrage kommen, und
wenn sie auftritt, kann uns das wertvolle Aufschlüsse über
uns geben.
Was hängt uns in unserem Leben zum Hals heraus?
Was ist uns begegnet, das wir nicht verdauen können?
53
Was versuchen wir loszuwerden oder auszuspucken (bei
Erbrechen)? Haben wir Angst vor Zurückweisung? Spü-
ren wir eine innerliche Abwehr gegenüber etwas oder
jemandem? Fühlen wir uns unsicher oder ungeschützt?
Gibt es etwas, das wir so nicht schlucken mögen?

Verschleimung
siehe Verstopfung

Verstopfung, Verschleimung, Blutstau
Bei einer Verstopfung ist ein Teil des Körpers über Ge-
bühr gefüllt und entsprechend überlastet – ob es sich um
eine Verdauungsstörung handelt oder um die Stauung von
Blut oder Schleim in einem Gefäß oder Organ, wie er am
häufigsten in den Nasennebenhöhlen oder der Lunge auf-
tritt.
Der Ort, an dem sich die Verstopfung bzw. der Bluts-
tau manifestiert, sagt viel darüber aus, womit wir uns
überlasten.
Tritt das Symptom im Kopfbereich auf, sagt uns das
etwas über unsere momentanen Gedanken. Staut sich
Ärger in uns auf? Ist unser Kopf zum Bersten voll mit
Sorgen, Zweifeln und Ängsten?
Tritt der Stau im Bereich der Lunge auf, so dass es uns
schwer fällt zu atmen, sollten wir uns fragen, ob wir viel-
leicht unsere Emotionen zurückhalten. Eine Verschlei-
mung der Bronchien könnte als unterdrücktes oder inner-
liches Weinen gedeutet werden und die Aufforderung
54
beinhalten, es endlich herauszulassen. Verwehren wir
allzu vielen Dingen oder Menschen den Zugang zu unse-
rem Leben? Oder sind es andere, die ihnen den Zugang zu
uns blockieren? Fühlen wir uns etwa nicht berechtigt, den
uns zustehenden Raum einzunehmen, und verstellen wir
uns dadurch selbst den Weg? Ist unser Herz von Depres-
sion oder Traurigkeit erfüllt, die wir nach außen hin nicht
zeigen? Auch dies könnte zu einem inneren Stau führen.
Haben wir Angst, das Leben (den Atem) in uns einzulas-
sen, und machen wir deshalb in unserer Lunge die Schot-
ten dicht? Fühlen wir uns von irgendetwas in die Ecke
gedrängt? Oder üben wir selbst in irgendeiner Weise
Druck aus?
Ist der Darm verstopft, deutet das oft auf eine Weige-
rung hin, sich von alten Vorstellungen, Emotionen und
Mustern zu trennen, die uns nicht mehr gut tun. Wer in
der Vergangenheit festhängt und sich Veränderungen
widersetzt, hat häufig mit Verstopfung zu tun.

Dies sind nur einige der Deutungsmöglichkeiten für die
wichtigsten Symptome. Eine sorgfältige Analyse Ihrer
Beschwerden wird Ihnen mit Sicherheit weitere wertvolle
Erkenntnisse bringen. Verlassen Sie jedoch bei Ihren Er-
klärungsversuchen nie den Boden der Realität. Wenn sich
beispielsweise ein fröhliches, gesundes Kind beim Spie-
len am Fuß verletzt hat und sich die Wunde leicht entzün-
det, dann fangen Sie nicht an darüber nachzugrübeln,
welche seelischen Umstände das Kind dazu gebracht ha-
55
ben könnten, sich selbst zu verletzen.
Unfälle passieren nun einmal, und solange wir hier auf
der Erde leben, lässt sich nicht alles kontrollieren. Auf
vieles allerdings können wir durchaus Einfluss nehmen,
und je bewusster uns dies wird, desto gesünder bleiben
wir. Wir sollten versuchen, möglichst viel über uns selbst
zu erfahren, und lernen, im Krankheitsfall die Reaktionen
unseres Körpers auf äußere Einflüsse zu deuten.

Die tiefere Bedeutung der wichtigsten Organe und Kör-
perbereiche

Nicht nur die Symptome lassen Rückschlüsse auf die in
unserem Leben wirksamen Energien zu, sondern auch die
jeweils betroffenen Körperteile und Organe. Der Körper
wird häufig als Mikrokosmos betrachtet – als einzigarti-
ger, symbolischer Ausdruck bestimmter Kräfte, die in
unserem Leben wirken.
Der Bereich, in dem bestimmte Beschwerden auftre-
ten, zeigt an, wo Unausgewogenheiten im Zusammenspiel
dieser Kräfte und Energien bestehen.
Es lohnt sich, sich einmal ausführlich mit den einzel-
nen Körperteilen zu befassen und sich mit deren Funktion
sowie den Systemen vertraut zu machen, in die sie einge-
bettet sind.
Eine solche Betrachtung kann nämlich Hinweise dar-
auf liefern, wie ausgewogen oder unausgewogen wir mit
unseren natürlichen Ressourcen umgehen.
56
Die folgenden Beschreibungen erheben keinen Ans-
pruch auf Vollständigkeit, sondern sollen Ihnen lediglich
als Orientierungshilfe zur Selbstanalyse dienen. Sie mö-
gen Sie dabei unterstützen, die Verantwortung für Ihre
Gesundheit und Ihr Leben selbst zu übernehmen.

Anus
Der Anus ist die Öffnung, durch welche die Ausschei-
dungen den Körper verlassen. Dies ist die Stelle, über die
wir Abfälle und andere nicht mehr benötigte Stoffe nach
außen abgeben.
Auf der symbolischen Ebene steht der Anus für das
Freisetzen und Loslassen. Schmerzen oder J uckreiz in
diesem Bereich können Hinweise darauf sein, dass wir
uns innerlich von etwas oder jemandem lösen möchten.
Halten wir an etwas fest, das uns nicht mehr gut tut?
Klammern wir uns an die Vergangenheit? Lassen wir das
Leben an uns vorbeiziehen – beobachten wir es nur, statt
voll und ganz daran teilzunehmen? Fühlen wir uns über-
lastet, oder haben wir Angst loszulassen? Weisen wir
zurück, was das Leben uns zu bieten hat? Fühlen wir uns
von jemandem oder etwas in unserem Leben zurückge-
wiesen?

Arme
Die oberen Gliedmaßen symbolisieren unsere Fähigkeit,
dem Leben mit offenen Armen zu begegnen und es mit all
seinen Erfahrungsmöglichkeiten willkommen zu heißen.
57
Sie stehen für Aktivität, Arbeit und Spiel. Wer starke
Arme hat, kann nicht nur die im Alltag anfallenden Dinge
gut meistern, sondern sich auch in neue Höhen hinauf-
schwingen.
Bei Beschwerden im Bereich der Arme stellt sich die
Frage, ob wir in unserem Tun womöglich unsere Reich-
weite überschritten haben. Oder greifen wir jemandem
nicht unter die Arme, obwohl wir es tun sollten? Hätten
wir Lust, zuzuschlagen? Machen wir andere dafür ver-
antwortlich, dass wir etwas nicht erreichen oder festhalten
können? Laden wir uns zu viel Verantwortung auf, oder
geben wir zu viel davon ab? Fühlen wir uns hoffnungslos,
und haben wir das Gefühl, niemand könnte uns mehr hel-
fen? Haben wir den Eindruck, wir könnten uns mit eige-
ner Kraft nicht mehr aus einer Sache herausziehen?

Augen
Als unser Sehorgan sind die Augen Symbol für Visionen
und Hellsichtigkeit. Sie gelten als Fenster zur Seele. Ist
unser Blick getrübt? Was ist es, das wir nicht sehen wol-
len? In welchem Zusammenhang ist unsere Wahrneh-
mung verzerrt? Sehen wir wie durch einen Schleier (im
Falle von Star-Erkrankungen)? Was wollen wir in unse-
rem Leben verschleiern? Können wir in unserem aktuel-
len oder künftigen Leben keinen Lichtblick entdecken?
Bei Weitsichtigkeit: Fällt es uns schwer, die Dinge in
unserer unmittelbaren Nähe anzuschauen? Sind wir zu
sehr auf die Zukunft – das noch nicht Manifeste – fixiert?
58
Mit dem Älterwerden kommt es bei vielen Menschen zu
einer Erstarrung der Augenlinse, so dass Weitsichtigkeit
entsteht. Werden wir mit zunehmenden J ahren selbst star-
rer; kommt uns die Flexibilität mehr und mehr abhanden?
Bei Kurzsichtigkeit können wir im Nahbereich gut se-
hen, aber alles, was in der Ferne liegt, verschwimmt.
Verwenden wir allzu viel Aufmerksamkeit auf unsere
eigene Person? Weigern wir uns, den größeren Zusam-
menhang zu erkennen? Haben wir Angst, vorauszuschau-
en und uns mit der Zukunft zu befassen?

Bauchspeicheldrüse
Die Bauchspeicheldrüse sondert neben verschiedenen
Verdauungssäften das Hormon Insulin ab, das den Blut-
zuckerspiegel im Körper reguliert. Sie ist zuständig für
die Aufspaltung und Umwandlung der Nahrung in drei
verschiedene Bestandteile: Kohlehydrate, Fett und Ei-
weiß.
Auf der symbolischen Ebene steht die Bauchspeichel-
drüse nicht nur für unsere Fähigkeit, das Süße in unserem
Leben wahrzunehmen, sondern auch die auf uns einwir-
kenden Eindrücke und Erlebnisse in aufnehmbare Einzel-
elemente zu zerlegen. Damit steht sie für unsere Fähig-
keit, aus Erfahrungen zu lernen. Bei Beschwerden in die-
sem Bereich sollten wir uns und unser Leben grundsätz-
lich überprüfen. Finden wir nicht die Zeit, die Süße des
Lebens zu kosten? Weigern wir uns anzuerkennen, dass in
jeder Situation immer auch etwas Positives steckt? Kön-
59
nen wir vor lauter Frustration das Gute im Leben nicht
erkennen und genießen? Ärgern wir uns über uns selbst,
oder fühlen wir uns vom Leben ausgeschlossen? Hadern
wir mit uns, oder haben wir das Gefühl, das Wunderbare
nicht verdient zu haben? Haben wir nicht erkannt, dass
sowohl das Bittere als auch das Süße im Leben ihre Be-
rechtigung haben? Geht es in unserem Leben immer nur
um Arbeit, und bleibt das Vergnügen auf der Strecke?

Beine
Die Beine erlauben es uns, in jede beliebige Richtung zu
gehen. Sie sind die Säulen, auf denen wir balancieren, um
bei jeder unserer Bewegungen das Gleichgewicht zu halten.
Gleichzeitig symbolisieren die Beine unsere Fähigkeit,
voranzuschreiten, uns weiterzuentwickeln und höher hi-
naufzuschwingen.
Ohne Beine könnten wir nicht mit den Füßen auf dem
Boden stehen und den Kopf in den Himmel recken – ähn-
lich wie ein Baum. Treten Probleme in diesem Bereich
auf, sollten wir unser Leben überprüfen und uns folgende
Fragen stellen: Fehlt es uns in bestimmten neuen Lebens-
bereichen an Ausgewogenheit? Widersetzen wir uns der
Bewegung oder der Veränderung? Blockieren wir anderen
den Weg, oder lassen wir es zu, dass andere uns im Weg
stehen? Konzentrieren wir uns aus Angst vor der Zukunft
ausschließlich auf die Gegenwart oder gar die Vergan-
genheit? Heucheln wir uns selbst oder anderen etwas vor,
indem wir das eine sagen und etwas ganz anderes tun?
60
Fühlen wir uns in unserem gegenwärtigen Umfeld unsi-
cher?

Blase
Die Harnblase ist ein glatter Muskelsack, in dem sich der
Urin sammelt, bevor er aus dem Körper ausgeschieden
wird. Probleme in diesem Bereich werden in der Regel
durch Ängste und Zorn ausgelöst oder verstärkt. Hat Ih-
nen irgendwer bzw. haben Sie irgendjemandem »ans Bein
gepinkelt«? Blasenschwäche hat oft mit Ängsten zu tun –
vor allem mit Kindheitsängsten, die nie wirklich aufgelöst
wurden. Auch die Furcht, Vergangenes loszulassen, das
nicht mehr hilfreich ist (selbst wenn es sich vertraut und
darum sicher anfühlt), kann zu Blasenproblemen führen.
Wer nach dem Motto handelt: »Und wenn es noch so
schrecklich ist – auf altbekanntem Terrain fühle ich mich
sicher«, könnte sich leicht Beschwerden im Ausschei-
dungstrakt und speziell im Blasenbereich einhandeln.

Blut
Als unser Lebenssaft ist Blut generell von großer Wich-
tigkeit, und so ist auch eine Vielzahl von tieferen Bedeu-
tungen daran geknüpft. Es ist nicht nur Sinnbild für den
Strom der Lebensenergie, sondern auch Träger der Le-
bensessenz und der Persönlichkeitsmuster des Indivi-
duums – seien es vergangene oder gegenwärtige. Dies ist
der Grund, warum das Blut in so vielen alten mystischen
Riten eine Rolle spielt. Vitalität und Lebensfreude werden
61
ebenfalls durch das Blut symbolisiert.
Auch hinter Beschwerdebildern wie Bluthochdruck
oder Blutdruckschwäche steckt eine verborgene Bot-
schaft. Bluthochdruck lässt oftmals auf länger währende,
ungelöste emotionale Probleme oder ein Gefühl des inne-
ren Aufruhrs schließen. Es gelingt dem Betreffenden
nicht, die Vergangenheit loszulassen. Stattdessen köchelt
sie ständig auf kleiner Flamme vor sich hin. So kommt es
häufig vor, dass Menschen mit hohem Blutdruck in alten,
überkommenen Mustern und Emotionen feststecken und
im Leben nicht voranschreiten.
Ein zu niedriger Blutdruck lässt auf eine Apathie
und/oder Angst vor Veränderungen im Leben schließen.
Der Leitspruch der Betroffenen lautet nicht selten: »Was
soll’s!«
Blutinfektionen und Anämie sind ebenfalls häufig auf-
tretende Krankheitsbilder. Bei einer Infektion sollten wir
uns fragen, von welchen toxischen Gedanken wir uns
unsere Vitalität beeinträchtigen lassen. Vergeuden wir
unsere primäre Lebenskraft auf ungesunde Weise (etwa
durch schlechte Angewohnheiten)? Eine Anämie entsteht
durch einen Mangel an roten Blutkörperchen. Hier lautet
die Frage, ob wir uns in unseren vitalen Aktivitäten be-
schränken, oder auch, ob wir Angst haben, loszulassen
und das Leben zu genießen?

Brust, weibliche
Als Milch spendendes Organ ist die weibliche Brust
62
Symbol für das Nähren und Versorgen, für Mütterlichkeit
und Sexualität. Auch bei Beschwerden in diesem Bereich
ist die Frage nach den tieferen Ursachen zu stellen: Haben
wir alte Wunden genährt? Trauern wir, oder übergehen
wir unsere Trauer (man denke nur an den alten Brauch
Trauernder, sich gegen die Brust zu schlagen)? Fühlen
wir uns von den uns nahe stehenden Menschen nicht aus-
reichend umsorgt? Haben wir Angst, erwachsen und reif
zu werden (analog zu dem Prozess, der sich mit der Ent-
wicklung der Brust vollzieht)? Neigen wir dazu, unsere
Mitmenschen übermäßig zu bemuttern oder mit Zuwen-
dung zu überschütten? Weigern wir uns, uns so zu entwi-
ckeln, wie es am besten für uns selbst wäre?

Darm
Der Darm ist Teil des Verdauungssystems und nimmt das
untere Segment des Verdauungskanals ein. Im Dünndarm
werden die Nährstoffe verdaut und aufgenommen, im
Dickdarm Wasser absorbiert und Verdauungsendprodukte
ausgeschieden.
Beschwerden im Darmbereich können entstehen, wenn
ein Mensch Schwierigkeiten hat, bestimmte Dinge oder
auch Lebenserfahrungen anzunehmen oder weiterzugeben.
Verweigern wir eine wichtige Lernaufgabe? Begegnen uns
die gleichen Lektionen immer wieder, so wie sich der Vor-
gang der Nahrungsaufnahme stets aufs Neue vollzieht?
Halten wir an etwas Altem krampfhaft fest, oder lassen wir
eine bestimmte Situation nicht vorüberziehen? Klammern
63
wir uns an die Vergangenheit, und versuchen wir, unsere
emotionale Nahrung aus etwas zu ziehen, das uns nicht
länger nähren kann? Trennen wir uns nicht von jemandem
oder etwas, der oder das uns nicht mehr gut tut? Nehmen
wir uns nicht die Zeit, neue Erfahrungen zu verdauen? Sind
wir mit uns selbst unzufrieden und darum blind für das,
was das Leben uns zu bieten hat? Müssen wir lernen, dass
es Raum und Zeit genug für alles gibt, was wir tun wollen?

Ellbogen
siehe Knie

Füße
Die Füße sind die Basis, die es uns ermöglicht, zu stehen
und uns bequem von einem Ort zum anderen zu bewegen.
Am untersten Punkt des Körpers – also am Fundament des
Bauwerks Mensch – angeordnet, symbolisieren sie Stabili-
tät und Standfestigkeit. Ohne sie wären wir zum aufrechten
Gang nicht fähig. Falls Beschwerden auftreten: Was ver-
ändert sich gerade in unserem Leben? Entgleitet uns eine
Freundschaft? Weigern wir uns, einen Schritt vorwärts zu
tun, obwohl sich uns die Gelegenheit dazu bietet? Bewegen
wir uns in Bereichen, in denen wir eigentlich nichts verlo-
ren haben? Weist unsere grundsätzliche Sicht von uns
selbst und unserem Leben Schwächen auf? Sind wir nicht
so aufrecht, wie wir es sein sollten? Gibt es andere Men-
schen, die uns unseren Vorgarten zertrampeln? Brauchen
wir einen festeren Standpunkt im Leben?
64
Fußgelenke
Die Fußgelenke sind der Verbindungspunkt zwischen
Füßen und Beinen. Sie lassen Bewegung nach vorn
und/oder oben zu. Symbolisch stehen sie für das stützende
Element in der Bewegung. Sind Ihre Fußgelenke stark
oder schwach? Was sagt dies über das Maß an Bewegung
aus, das es in Ihrem Leben gibt? Von Bedeutung ist auch
die Tatsache, dass die Fußgelenke einen rechten Winkel
zwischen Füßen und Unterschenkel bilden, denn dies
spiegelt das gleichzeitige Agieren in zwei Dimensionen
bzw. auf zwei Ebenen wider. Es erinnert uns daran, dass
wir uns in der physischen Welt bewegen und gleichzeitig
nach der spirituellen Dimension greifen. Sind wir auf
beiden Ebenen zu Hause? Versuchen wir, ein Leben in
einer Art klösterlicher Zurückgezogenheit zu leben? Ver-
lieren wir in unserem Streben nach spiritueller Weiter-
entwicklung die Verbindung zur Erde? Verschließen wir
uns der Spiritualität, und geben wir der materiellen Welt
allzu großen Vorrang? Verhindern oder verweigern wir
Bewegung in einer bestimmten Richtung?

Gallenblase
Die Gallenblase ist eine Art kleiner Beutel, in dem die
von der Leber abgesonderte Gallenflüssigkeit gespeichert
wird, bis der Organismus sie zur Fettverdauung benötigt.
Ein Problem in diesem Bereich könnte darauf hindeuten,
dass wir etwas zu schnell zu verdauen versuchen. Auch
könnte es heißen, dass wir irgendein Erlebnis nicht richtig
65
verdauen können und die damit einhergehende Lektion
nicht begriffen haben. Wenn sich Gallensteine bilden,
halten wir vielleicht an harten Gedanken und bitteren
Erfahrungen fest, statt nach vorn zu schauen. Womöglich
verharren wir in der Vergangenheit, statt uns auf die Zu-
kunft zu freuen und erwartungsvoll voranzuschreiten.

Gehirn
Das Gehirn ist das Hauptrechenzentrum unseres Nerven-
systems. Es ist der zentrale Sitz unserer Gedanken, unse-
res Gedächtnisses, unseres analytischen Verstandes, unse-
rer Intuition usw. Das jeweils betroffene Gehirnareal kann
Hinweise darauf liefern, wo die Ursachen des Problems
liegen. In vielen alten Glaubenssystemen gelten Gehirn
und Schädel als das Tor, durch das der Geist im Augen-
blick der Geburt in den Körper einzieht und durch das er
ihn beim Tod verlässt. Physische Beschwerden können
auf Probleme im Bereich unserer Gedanken hinweisen.
Halten wir an Gedanken fest, die uns nicht gut tun? Sind
unsere Gedanken bösartig oder verzerrt?

Gesäß
siehe Hüfte

Geschlechtsorgane
Die Geschlechtsorgane sind das Zentrum unserer urei-
genen schöpferischen Lebenskraft – ein Ort der Kreativi-
tät, Geburt und Heilung. Hier ruht die feurige Schlange
66
Kundalini – ein Bild, das die Urenergie symbolisiert, die
in der DNA-Spirale verborgen liegt.
In der westlichen Welt haben die Geschlechtsorgane
viel von ihrer mystischen Bedeutung verloren. Dennoch
sollten wir nicht vergessen, dass der Sexualtrieb Ausdruck
der schöpferischen Kraft ist, aus der wir in all unserem
Tun und in jedem Lebensbereich schöpfen. In den meis-
ten Traditionen symbolisieren die männlichen Ge-
schlechtsorgane die aktive, gebende, die weiblichen die
passive, empfangende Kraft.
Bei Beschwerden in diesem Bereich sollten wir nicht
nur unsere generelle Haltung der Sexualität gegenüber
überprüfen, sondern uns auch fragen, inwiefern wir die
uns angeborene Kreativität zum Ausdruck bringen bzw.
inwieweit sie blockiert ist. Fühlen Sie sich wohl in Ihrer
Haut? Akzeptieren Sie Ihre Gefühle? Sind Sie mit dem
Geschlecht einverstanden, mit dem Sie zur Welt gekom-
men sind? Verspüren Sie Ärger gegenüber Ihrem Partner,
Lebensgefährten oder Geliebten? Kommt in Ihrem Leben
die Kreativität zu kurz? Unterdrücken Sie sie etwa selbst?
Lösen Ihre sexuellen Bedürfnisse und Wünsche Gewis-
senskonflikte in Ihnen aus? Lassen Sie sich von anderen
(auch der Gesellschaft) Ihr sexuelles Verhalten diktieren?
Fühlen Sie sich in Ihrem Intimleben unterstützt oder allein
gelassen? Haben Sie Schwierigkeiten mit Intimität?

Hals
Im Hals sind unter anderem die Speise- und Luftröhre, der
67
Rachen, der Kehlkopf und die Mandeln untergebracht. Er
dient als Kanal sowohl für das Schlucken als auch das
Atmen und Sprechen.
Symbolisch betrachtet hat der Hals mit allem zu tun,
was wir schlucken und von uns geben können. Damit hat
er viel mit unserem kreativen Ausdruck zu tun. Halsbe-
schwerden können Hinweis sein auf unterdrückten Ärger,
unausgelebte Kreativität und hartnäckige Sturheit (die
Weigerung, sich zu ändern oder flexibel zu sein). Auch
lassen sie auf die Neigung schließen, in die eigenen Worte
unablässig Kritik, Gift und/ oder Zorn mit einfließen zu
lassen. Auch wenn ein Mensch immer das Gefühl hat, im
Leben zu kurz zu kommen, könnte das ein Auslöser für
Halsbeschwerden sein.
Die Fragen, die bei der Suche nach den Ursachen zu
stellen sind, richten sich nach dem jeweils betroffenen
Bereich. So dient der Kehlkopf der Stimmbildung und ist
zudem wichtig für das Atmungsgeschehen. Treten hier
Beschwerden auf, sollten wir uns überlegen, ob wir wo-
möglich Schwierigkeiten haben, etwas zu schlucken, das
uns von anderen aufgetischt wird. Oder schlucken wir
einen Kommentar hinunter, statt ihn offen auszusprechen?
Drücken wir uns nicht richtig aus? Haben wir Angst, das
Wort zu erheben? Überlassen wir es anderen, für uns das
Wort zu ergreifen? Haben wir Hemmungen, frei und of-
fen über unsere Wünsche und Sehnsüchte etc. zu spre-
chen?

68
Hände und Finger
Mit Fingern und Händen berühren, streicheln und behan-
deln wir. Wir benutzen sie, um zu geben und zu nehmen,
anzuziehen und abzustoßen, zu greifen und uns etwas
vom Leibe zu halten. Wir können sie zum Segen oder im
Zorn erheben. In der traditionellen Symbolik wurde vor
allem der jeweiligen Handposition große Wichtigkeit
zugemessen, und auch jeder Finger hatte seine eigene
Bedeutung.
Bei Beschwerden in diesem Bereich sollten wir uns
folgende Fragen stellen: Was wollen wir nicht berühren?
Von wem oder wovon wollen wir uns nicht berühren las-
sen? Halten wir zu sehr an etwas oder jemandem fest?
Lassen wir los, obwohl wir es nicht tun sollten? Haben
wir das Gefühl, aus irgendeinem Grund in die Opferrolle
geraten zu sein? Lassen wir uns von anderen Menschen
Dinge aus der Hand nehmen, die wir besser selbst regeln
sollten? Mischen wir uns in die Angelegenheiten anderer
ein, und nehmen wir deren Leben in die Hand, obwohl
wir es besser nicht tun sollten?

Harnblase
siehe Blase

Haut
Als äußere Umhüllung des Körpers stellt die Haut unser
größtes Sinnesorgan dar. Sie ist empfindsam und schüt-
zend zugleich. Auf der symbolischen Ebene steht sie für
69
Sensibilität und Selbstwert. Da sich die Zellen der Haut
permanent erneuern, ist sie außerdem Sinnbild für Geburt
und Wiedergeburt.
Hautprobleme sollten immer Anlass für eine intensive
Selbstüberprüfung sein. Reagieren wir übersensibel auf
das, was uns in unserem Leben begegnet? Empfinden wir
andere in ihrem Umgang mit uns als unsensibel? Haben
wir den Kontakt zu anderen verloren? Fühlen wir uns im
Augenblick nicht wohl in unserer Haut? Sind wir unzuf-
rieden mit uns oder der Situation, in der wir uns zurzeit
befinden? Fühlen wir uns ungeliebt oder nicht liebens-
wert? Haben wir Angst, verletzt zu werden? Versuchen
wir, unsere Sinne taub für äußere Einflüsse zu machen?
Übernehmen wir die Verantwortung dafür, wer, was und
wo wir sind? Fühlen wir uns in unserer Individualität
bedroht? Müssen wir uns besser schützen? Fühlen wir uns
eingesperrt oder in unserem Handlungsspielraum ein-
geengt?

Herz
Das Herz ist das Hauptorgan des Kreislaufsystems. Es ist
der Sitz des Lebens und der Seele und steht im Zentrum
von Heilung und Liebe. Das Herz ist der Sitz der Sonne
im Körper – ein altes Symbol für unsere Gefühle und
Emotionen. Es ist gefüllt und arbeitet mit Blut, unserem
Lebenssaft.
Herzbeschwerden deuten häufig auf Probleme in der
Art und Weise hin, wie wir mit Liebe und Emotionen
70
umgehen, sie erfahren und zum Ausdruck bringen. Hat
sich unser Herz gegenüber einem Menschen oder einer
bestimmten Angelegenheit verhärtet? Unterdrücken wir
unsere liebevollen Gefühle oder halten sie andere uns
gegenüber zurück? Beschneiden wir uns in unserer Le-
bensfreude? Lassen wir es zu, dass andere unsere Liebe
und Gefühle als Speerspitze gegen uns verwenden? Grei-
fen wir andere offen oder verdeckt dafür an, auf welche
Weise sie ihre Liebe zum Ausdruck bringen? Haben wir
das Gefühl, immer Liebe geben und zeigen zu müssen –
selbst jenen Menschen gegenüber, die es offenbar nicht zu
schätzen wissen oder nicht einmal nur zur Kenntnis neh-
men? Glauben wir, dass wir uns immer für andere einset-
zen, für sie kämpfen und uns für sie opfern müssen? Ha-
ben wir eine ungesunde Neigung zum Märtyrertum?

Hüfte und Gesäß
Hüfte und Gesäß sind Symbole für Gleichgewicht, Sexua-
lität und Kraft. Bei der Aufrechterhaltung des Gleichge-
wichts kommt der Hüfte eine besondere Bedeutung zu,
und zwar speziell im Zusammenhang mit der Vorwärt-
sbewegung. Hüftbeschwerden könnten folglich darauf
hinweisen, dass es uns schwer fällt, im Leben voranzu-
schreiten. Sind wir aus dem Gleichgewicht geraten oder
sind wir unsicher, welchen Schritt wir als Nächstes tun
sollen? Lassen wir uns durch unsere Ängste abhalten,
vorwärtszugehen?
Im Hinblick auf Kraft und Sexualität spielen Hüfte und
71
Gesäß eine gleichermaßen wichtige Rolle. Ist der Bereich
fest und straff, lässt das auf einen klaren, ausgewogenen
Umgang mit diesem Thema schließen. Ist er eher
schwammig und füllig, könnte das für diesbezügliche
Unsicherheiten sprechen.
Zögern wir, voranzuschreiten? Bewegen wir uns nicht
so kraftvoll vorwärts, wie wir könnten? Setzen wir unsere
Energie und Kraft für unproduktive Ziele ein?

Knie und Ellbogen
Alle Gelenke, und somit auch Knie und Ellbogen, ermög-
lichen den reibungslosen Bewegungsablauf der Gliedma-
ßen.
Sie sind nicht nur für die Bewegung selbst unerläss-
lich, sondern erlauben uns auch, die Richtung unseres
Handelns zu ändern. Darum sind sie Symbol für Flexibili-
tät, Dynamik und Mobilität.
Treten Gelenkprobleme auf, sollten wir uns fragen, ob
wir zu starr und unflexibel sind. Zögern wir, neue Dinge
oder Ansätze auszuprobieren? Wagen wir uns nicht in
neue Richtungen vor? Ist der Richtungswechsel, den wir
uns vorgenommen haben, zu schmerzhaft oder mit zu
großer Unsicherheit verbunden? Sind wir selbst oder an-
dere zu unnachgiebig, unabhängig davon, ob eine Sache
nun richtig ist oder nicht? Können wir im Zusammenhang
mit früheren Entscheidungen uns selbst oder anderen
nicht verzeihen? Sind wir nicht bereit, uns zu strecken,
um neue Höhen und neue Ziele zu erreichen?
72
Knochen
Knochen bilden das tragende Gerüst des Körpers. Sie
geben uns Fundament und Struktur zugleich. Daneben
werden sie als Symbol für den Spross des Lebens, ja so-
gar für die Wiederauferstehung gesehen. Beschwerden im
Bereich der Knochen weisen darauf hin, dass in unserem
Leben etwas mit unserem Fundament bzw. unserer Struk-
tur nicht stimmt. Womöglich müssen wir gewisse »Um-
bauten« vornehmen, um wieder ins Lot zu kommen. Was
muss von Grund auf erneuert werden? Auch Autoritäts-
probleme können sich als Symptom im Skelettbereich
manifestieren.
Die Wirbelsäule wird oft mit dem großen Lebensbaum
verglichen. Sie ist die tragende Säule des Körpers. Be-
kommen wir von anderen nicht die Unterstützung, die wir
brauchen? Oder geben wir anderen nicht die Unterstüt-
zung, die sie brauchen? An welcher Art von Unterstüt-
zung mangelt es uns? Brauchen wir finanzielle Hilfe?
Liebe? Emotionale oder sexuelle Zuwendung? Haben wir
das Gefühl, dass uns die anderen immer in den Rücken
fallen? Laden wir uns zu viel auf? Fehlt uns der Mut, zu
unseren Überzeugungen zu stehen, und zeigen wir »kein
Rückgrat«?

Leber
Die Leber ist die Drüse, in der das Gallensekret gebildet
wird – eine Flüssigkeit, die dank der darin enthaltenen
Salze reinigend wirkt: Mit ihrer Hilfe wird das Blut ent-
73
giftet, denn sie spaltet die darin enthaltenen Substanzen so
auf, dass die Nieren die noch vorhandenen Nährstoffe
wieder dem Körper zuführen, die Schadstoffe hingegen
aus dem Körper ausleiten können. Die Leber ist wichtig
fürs Immunsystem.
Leberbeschwerden haben vielfach mit starken negati-
ven Emotionen zu tun, die der Betreffende nicht ausrei-
chend verarbeitet hat. (Daher der Spruch: »Es ist ihm eine
Laus über die Leber gelaufen«.) Tief sitzende Wut und
eine chronische Veranlagung zur Kritik sich selbst und
anderen gegenüber kann die Leberfunktion schwächen.
Versuchen wir, uns selbst über etwas Negatives in unse-
rem Leben hinwegzutäuschen? Weigern wir uns, in einer
bestimmten Angelegenheit reinen Tisch zu machen? Sind
wir ständiger Nörgelei und Kritik ausgesetzt? Haben wir
das Gefühl, es nie wirklich recht machen zu können? Zö-
gern wir, mit der Vergangenheit aufzuräumen und im
Leben voranzuschreiten? Suhlen wir uns in Selbstmitleid
und Hass? Tun wir nicht, was wir tun könnten, um uns
selbst zu helfen? Weigern wir uns, die Initiative zu ergrei-
fen (schließlich spielt die Leber eine wichtige Rolle im
gesamten Stoffwechsel)?

Lunge
Die Lunge ist das Atmungsorgan, über das sich der Aus-
tausch von Gasen vollzieht – sowohl nach außen hin, in-
dem Sauerstoff ein- und Kohlendioxid ausgeatmet wird,
als auch nach innen, indem die Resorption des Sauerstoffs
74
durch die Zellen sichergestellt wird.
In der Mystik wird dem Atem in allen Kulturen der
Welt große Bedeutung beigemessen. Über ihn nehmen
wir Kraft und Leben in uns auf. Ein- und Ausatmung sind
ein Prozess der wechselnden Involution und Evolution
und damit Sinnbild für die Integration von Leben und
Geist.
Atemprobleme können auf eine gewisse Unfähigkeit
hindeuten, Lebensenergie aufzunehmen und zum Aus-
druck zu bringen. Fühlen wir uns in irgendeinem Bereich
unseres Lebens bedrängt oder erdrückt? Bedrängen oder
erdrücken wir andere? Haben wir das Gefühl, an irgen-
deinem Aspekt des Lebens nicht teilhaben zu dürfen?
Gestehen wir uns selbst das Recht dazu nicht zu, oder
erweckt man absichtlich dieses Gefühl in uns? Unterdrü-
cken wir Tränen (was sich oft durch asthmatische Be-
schwerden äußert, bei denen die Luftzirkulation blockiert
ist)? Fühlen wir uns eingesperrt? Gärt etwas in Lebensbe-
reichen, die ebenso wichtig für uns sind wie die Luft zum
Atmen, zum Beispiel in der Familie oder im beruflichen
Umfeld? Leben wir nicht aus vollen Zügen? Fühlen wir
uns von unseren Mitmenschen nicht gewürdigt und will-
kommen?

Magen
Als Hauptorgan zur Aufnahme, Verdünnung und Verdau-
ung der Nahrung ist der Magen eine Art Vorratsspeicher.
Auf der symbolischen Ebene steht er für Gedanken, Vor-
75
stellungen und Ideen, die wir uns erschließen können.
Dies ist das Reservoir, aus dem wir schöpfen, um Neues
zu erfahren und uns unbekannte Welten zu erschließen.
Magenbeschwerden deuten vielfach auf Probleme da-
mit hin, die Erfahrungen und Erlebnisse zu verdauen, die
uns im Außen begegnen. Haben wir Angst, Neues an uns
heranzulassen? Halten wir an etwas fest, das nicht mehr
förderlich oder »nährend« für uns ist? Verspüren wir die
nagende Angst, nicht gut genug zu sein? Fällt es uns
schwer, uns so anzunehmen, wie wir sind? Sind wir mit
uns selbst unzufrieden? Haben wir Schwierigkeiten damit,
neue Ideen, Konzepte und Perspektiven zu übernehmen
und in die Praxis umzusetzen?

Mund und Zähne
Als der Ort, an dem die Nahrung in unseren Körper ge-
langt und damit dem Verdauungsprozess zugeführt wird,
kommt dem Mund große Symbolkraft zu. Gleichzeitig ist
er unser Sprachorgan, das uns befähigt, uns auszudrücken
und zu kommunizieren. Eine ähnliche Doppelfunktion
kommt den Zähnen zu. Einerseits spielen sie bei der Zer-
kleinerung der Nahrung am Anfang des Verdauungspro-
zesses eine zentrale Rolle, andererseits brauchen wir sie,
um uns klar und deutlich artikulieren zu können.
Treten Beschwerden im Bereich von Mund und Zäh-
nen auf, sind eine ganze Reihe von möglichen Ursachen
in Betracht zu ziehen. Folgende Fragen können zur Klä-
rung beitragen: Nehmen wir nicht das in uns auf, was uns
76
angemessen nährt? Ernähren wir uns von Müll? Verwen-
den wir zu viel Zeit darauf, Sachverhalte durchzukauen,
statt Entscheidungen zu treffen und zu handeln? Lassen
wir es zu, dass das, was andere über uns sagen, innerlich
an uns nagt (was häufig zu Zahnproblemen führt)? Plagen
uns nagende Zweifel oder Selbstvorwürfe, weil wir etwas
nicht gesagt haben? Sollten wir vorsichtiger damit sein,
was wir zu wem sagen? Übernehmen wir allzu leicht die
Worte oder Argumente anderer? Versagen wir uns dem
kreativen Selbstausdruck? Starren wir noch immer zäh-
neknirschend auf etwas, das wir längst hinter uns lassen
sollten?

Nacken und Schultern
Der Nacken ist der Verbindungspunkt zwischen Kopf und
Rumpf, zwischen oben und unten. Gemeinsam mit den
Schultern bildet er die Brücke zwischen beiden, und Brü-
cken jedweder Form und Art wurde von jeher große
Symbolkraft beigemessen. Sie ermöglichen es uns, Ab-
gründe zu überqueren und uns Neuland zu erschließen.
Über sie können wir uns hin und her bewegen. Aus die-
sem Grund haben der Nacken und die Schultern viel mit
der Flexibilität unserer Gedanken und unserer Wahrneh-
mung zu tun. Bei Beschwerden im Schulter- und Nacken-
bereich sollten wir uns folgende Fragen stellen: Sind wir
zu unflexibel in unserem Denken? Sind wir zu starr? Ha-
ben wir Angst zu sehen, was neben oder hinter uns ist?
Laden wir uns zu viel Verantwortung auf die Schultern?
77
Übernehmen wir Verantwortung für etwas, das uns gar
nichts angeht? Weigern wir uns, fremde Standpunkte oder
Perspektiven anzuschauen? Lassen wir uns davon beeint-
rächtigen, dass andere die Welt nicht aus unserem Blick-
winkel betrachten?

Nase
In der Nase wird die eingeatmete Luft gereinigt und an-
gewärmt, so dass sie leichter von der Lunge aufgenom-
men werden kann. Als Riechorgan symbolisiert sie unsere
Fähigkeit, uns selbst und unser Gegenüber zu erkennen
und unser beiderseitiges Bemühen auf angemessene Wei-
se und aus der richtigen Perspektive zu sehen. Gleichzei-
tig kann die Nase für unsere Fähigkeit stehen, Grenzen zu
setzen.
Die Nase selbst ist Symbol für unsere Intuition, unser
höheres Urteilsvermögen. Bei Problemen in diesem Be-
reich können folgende Fragen hilfreich sein: Haben wir
das Gefühl, von anderen nicht anerkannt zu werden? Er-
kennen wir andere nicht gebührend an? Stecken wir unse-
re Nase in Dinge, die uns nichts angehen? Oder stecken
andere die Nase allzu tief in unsere Angelegenheiten?
Fällt es uns schwer, den Einsatz und Energieaufwand
abzuschätzen, der zur Bewältigung unseres Alltags opti-
mal wäre?

Nebenhöhlen
Bei den Nebenhöhlen handelt es sich um Hohlräume
78
im Inneren des Kopfes. Sie dienen einerseits zur Erwär-
mung und Befeuchtung der Atemluft und andererseits als
Resonanzkörper, die der Stimme zusätzliches Klangvo-
lumen geben. Bei Beschwerden in diesem Bereich sollten
wir uns fragen: Lassen wir uns von anderen irritieren oder
ärgern? Nehmen in unserem Leben die nervigen, dishar-
monischen Aspekte überhand? Hören uns die Menschen,
mit denen wir zu tun haben, nicht richtig zu? Verursachen
unsere Worte Reibung und Irritationen? Oder geben die
Worte anderer (besonders der uns nahe stehenden Perso-
nen) Anlass zu Reibung und Irritationen? Fühlen wir uns
blockiert von Menschen, die entweder kein offenes Ohr
für uns haben oder uns ihre Hilfe versagen, wenn es dar-
um geht, die Wogen in unserem Leben zu glätten? Wer-
den wir von anderen kritisiert? Kritisieren wir andere?
Sind wir überkritisch mit uns selbst?

Nieren
Die Nieren sind die Urin ausscheidenden Drüsen. In ihnen
wird das Blutplasma gefiltert, um die vom Körper nicht
mehr benötigten Substanzen von den noch benötigten zu
trennen. Nierenprobleme deuten in vielen Fällen auf man-
gelndes kritisches Urteilsvermögen hin. Vielleicht liegen
wir mit unserer Einschätzung daneben. Erkennen wir
nicht, wer oder was für uns zuträglich ist? Sind wir blind
dafür, was das Leben uns an Gutem zu bieten hat? Sehen
wir nicht, dass wir aus jeder Situation immer auch etwas
Positives ziehen oder lernen können? Sind wir zu kritisch
79
uns selbst oder anderen gegenüber? Suhlen wir uns in
unseren Enttäuschungen und Rückschlägen, statt sie als
Entwicklungschancen zu nutzen? Oder nähern wir uns
allem und jedem mit einer rosaroten Brille, so dass wir
immer nur das Gute sehen?

Ohren
Die Ohren fungieren nicht nur als Hörorgane, sondern
sind gleichzeitig Sitz unseres Gleichgewichtszentrums.
Bei Problemen in diesem Bereich sind folgende Fragen zu
stellen: Was wollen wir nicht hören? Was würden wir
gern hören, bekommen es aber nicht zu hören? Geht es in
unserem Umfeld so hektisch zu, dass wir den Überblick
verloren haben? Hören wir nicht auf unsere innere Stim-
me, obwohl wir es unbedingt tun sollten? Lassen wir es
zu, dass die Worte und Taten anderer uns aus dem
Gleichgewicht bringen? Folgen wir eher den Ratschlägen
anderer als unserer eigenen inneren Stimme? Kapseln wir
uns ab, oder fühlen wir uns von anderen ausgeschlossen?
Sind wir allzu dickköpfig, und wollen wir keinen anderen
als den eigenen Standpunkt hören? Oder sind wir ständig
mit Menschen zusammen, die eine derartige Verbohrtheit
an den Tag legen?

Schultern
siehe Nacken

80
Zähne
siehe Mund

Die tiefere Bedeutung
der wichtigsten Körpersysteme

Nachdem wir geklärt haben, welche Zusammenhänge
zwischen dem Krankheitssymptom und der hauptsächlich
betroffenen Körperregion bestehen, sollten wir nun klä-
ren, in welchem übergeordneten Gesamtsystem die Stö-
rung auftritt.
Denn obgleich sich physische Probleme oft besonders
massiv in einem Organ bzw. Körperteil äußern, ist die
Beeinträchtigung in aller Regel in einem systemischen
Zusammenhang zu sehen.
Das Wissen um die Aufgabe und Funktion des betrof-
fenen Systems und dessen tiefere Bedeutung kann wert-
volle Erkenntnisse über die Ursache einer Krankheit lie-
fern. Dies gilt besonders dann, wenn zwar immer wieder
unterschiedliche Symptome auftreten, es aber meist zur
Beeinträchtigung ein und desselben Systems kommt. So
kann es beispielsweise passieren, dass sich die Krank-
heitszeichen stets im Bereich der Atmung, des Ver-
dauungsapparats etc. manifestieren. Solche systemgebun-
denen Muster zu erkennen, ist für einen ganzheitlichen
Heilungsansatz unerlässlich, denn ein gestörtes System
lässt in vielen Fällen auf eine besondere Anfälligkeit in
eben diesem Bereich schließen, so dass es sich empfiehlt,
81
hier zusätzliche Vorbeugungsmaßnahmen zu treffen.
Die folgende Beschreibung der wichtigsten Körpersys-
teme und deren tieferer Bedeutung soll Ihnen helfen zu
verstehen, wie sich seelische Einflüsse auf Ihr Leben und
Ihre Gesundheit auswirken können.

Atmungsapparat
Dieses System ist für die Aufnahme von Sauerstoff und
die Ausscheidung von Kohlendioxid zuständig und regu-
liert jeglichen Gasaustausch im Körper. Die zugehörigen
Hauptorgane sind Lunge, Kehlkopf, Luftröhre, Bron-
chien.
Die Atmung ist lebenswichtig. Treten hier Probleme
auf, wird damit häufig die Frage nach der Daseinsberech-
tigung aufgeworfen. Haben wir das Gefühl, keinen Ans-
pruch auf das Leben zu haben, das wir führen? Fühlen wir
uns schuldig wegen der Art und Weise, wie wir leben?
Hindert man uns daran, das Leben zu führen, das am bes-
ten für uns wäre? Unterdrücken wir unsere Lebendigkeit
und unsere Emotionen? Stimmt das Verhältnis zwischen
Geben und Nehmen in unserem Leben? Bekommen wir
genauso viel zurück, wie wir geben, oder ist die Belastung
eher einseitig?

Ausscheidungssystem
Dieses System hat die Funktion des Filterns und Aus-
scheidens und umfasst als wichtigste Organe die Nieren,
die Harnblase und den Dickdarm. Eine Störung in diesem
82
Bereich hat mit den Dingen zu tun, bei denen uns das
Loslassen schwer fällt.
Haben wir Angst, die Vergangenheit hinter uns zu las-
sen? Halten wir an altem Ärger fest? Können wir nicht
unterscheiden, was gut für uns ist und was nicht? Fürch-
ten wir uns, einen Menschen oder eine Sache loszulassen?
Haben wir Angst, nicht mehr gebraucht zu werden?
Fürchten wir uns vor dem, was uns das Neue bringen
könnte, und halten wir deshalb an überkommenen Ideen,
Einstellungen und Traditionen fest?

Endokrines System
Im Rahmen des körperlichen Energiehaushalts spielt die-
ses System mit die wichtigste Rolle überhaupt. Es ist für
sämtliche Drüsenfunktionen im Körper zuständig und
arbeitet eng mit dem Nervensystem zusammen, um die
Abläufe im Körper zu koordinieren, aufeinander abzu-
stimmen, zu steuern und zu überwachen. Die Drüsen ge-
ben Hormone an den Blutkreislauf ab, die als biochemi-
sche Katalysatoren wirken und die Aufgabe haben, die
Tätigkeit der verschiedenen Organe anzuregen oder zu
dämpfen.
Entstehen Probleme in diesem Bereich, sollten wir
überprüfen, wie wir auf bestimmte Menschen oder Situa-
tionen reagieren, die uns im Leben begegnen. Neigen wir
zu Überreaktionen? Sind wir in unseren Reaktionen ge-
hemmt? Reagieren wir unangemessen auf das Leben?
Das endokrine System und seine Wirkungen im Körper
83
sind immer noch nicht im Einzelnen erforscht, und wenn-
gleich es hier gesondert behandelt wird, sind seine Funk-
tionen doch auf komplexe Weise mit allen anderen Sys-
temen verwoben. Viele Drüsen werden darum in Verbin-
dung mit anderen funktionalen Einheiten gesehen. So
werden die Hoden, Eierstöcke und Brustdrüsen oft im
Zusammenhang mit dem Fortpflanzungssystem betrach-
tet, obwohl sie auch zum endokrinen System gehören.
Dies macht deutlich, dass die Körperfunktionen und Or-
gane auf ganzheitliche Weise zusammenwirken.
Die Aufgaben der endokrinen Drüsen sind vielfältiger
Natur. Kein Organ kann sich der Beeinflussung durch sie
entziehen, da die von ihnen abgegebenen Sekrete die Ak-
tivität sämtlicher Zellen beeinflussen und deren Funkti-
onsgeschwindigkeit und Leistung regulieren. Gleichzeitig
spielen sie eine wichtige Rolle für die Arbeit der Chakren,
so dass sie auch in unseren feinstofflichen Energiehaus-
halt eingreifen (Näheres über das Chakren-System finden
Sie in Kapitel 3).
Es gibt unzählige Drüsen im Körper. Die wichtigsten
sind die Hypophyse, die Schilddrüse, die Nebennieren,
die Thymusdrüse, die Epiphyse, die Eierstöcke und die
Hoden. Daneben gibt es weitere Hormone produzierende
Drüsen, wie die Brustdrüse, die Inselzellen der Bauch-
speicheldrüse, die Nebenschilddrüse und den Hypothala-
mus. J ede von ihnen hat ihre eigene, ganz spezifische
Aufgabe und arbeitet doch in engem Zusammenspiel mit
allen anderen. Tritt eine Drüsenstörung auf, empfiehlt
84
sich eine sorgfältige Betrachtung der jeweils betroffenen,
individuellen Funktion, um sich Klarheit über etwaige
krankheitsbegünstigende Faktoren zu verschaffen. Die
nachfolgenden Hinweise sollen dabei als Anhaltspunkte
dienen:
Die Hypophyse ist die Steuerungszentrale, die nicht
nur Einfluss auf die Tätigkeit aller anderen wichtigen
Drüsen, sondern auch auf das Immunsystem nimmt. Tre-
ten hier Schwierigkeiten auf, hat das häufig mit der Frage
zu tun, wie unser Leben organisiert und geordnet ist. Mi-
schen sich andere allzu sehr in unsere Angelegenheiten
ein? Kümmern wir uns nicht aktiv genug darum, unser
Leben so zu gestalten, wie es am besten für uns ist? Neh-
men uns andere immer wieder Entscheidungen ab, oder
treffen wir häufig Entscheidungen für andere? Diese Drü-
se hat viel mit dem Thema Kontrolle und unserem Um-
gang damit zu tun.
Die Schilddrüse steuert die Stoffwechselrate und über-
nimmt damit im Körper die Funktion eines Thermostats.
Ist sie in ihrer Funktion gestört, deutet das auf Themen im
Zusammenhang mit dem Selbstausdruck hin. Sie steht in
Verbindung mit dem Hals-Chakra, und eine Hyperaktivi-
tät deutet auf eine Unausgewogenheit in diesem Bereich
hin. Ein träger Stoffwechsel könnte bedeuten, dass wir in
unserem kreativen Selbstausdruck ebenfalls eine gewisse
Trägheit an den Tag legen. Schöpfen wir unsere Aus-
drucksfähigkeit nicht aus? Tun wir nicht, was wir tun
sollten oder wollen? Setzen wir unsere Kraft gar nicht
85
oder nicht auf angemessene Weise ein?
Die Nebennieren dienen unserem Eigenerhalt und
Selbstschutz. Sie tragen nicht nur zur Aufspaltung von
Nahrungseiweiß im Körper bei, sondern kurbeln gleich-
zeitig in Notzeiten und Gefahrensituationen den Stoff-
wechsel an und übernehmen damit eine Art Feuerwehr-
funktion. Sind sie überlastet, kann das eine Auswirkung
von lang anhaltenden Ängsten und Sorgen sein. Versäu-
men wir es, uns wichtigen Angelegenheiten in unserem
eigenen oder dem Leben nahe stehender Menschen ge-
bührend zu widmen? Gehen andere nicht auf unsere An-
liegen ein?
Die Thymusdrüse steht in enger Verbindung mit dem
Immunsystem. Im Falle einer erhöhten Krankheitsanfäl-
ligkeit sollten wir uns darum folgende Fragen stellen:
Meinen wir, besser als andere und deshalb immun gegen
die Auswirkungen unserer Lebensweise zu sein? Erken-
nen wir nicht, dass sich unser Tun auf alle Ebenen unseres
Daseins auswirkt? Befassen wir uns mit Angelegenheiten
und Problemen, die uns nichts angehen? Stecken wir an-
dere mit unseren Gedanken und Taten an? Lassen wir uns
von den Gedanken und Taten anderer anstecken? Haben
wir die Fähigkeit verloren, das Angenehme und Vorteil-
hafte im Leben zu entdecken?
Die Epiphyse steht in enger Verbindung mit dem Ner-
vensystem, wenngleich in ihr selbst keinerlei Nervenzel-
len nachgewiesen werden können. So steht sie symbolisch
für unsere Offenheit gegenüber Wahrnehmungen jenseits
86
der physischen Ebene. Gleichzeitig hat sie mit den sexuel-
len Funktionen des – physischen wie spirituellen – Wach-
stums zu tun.
Setzen wir unsere mentalen und physischen (sexuellen)
Energien auf angemessene Weise ein? Sehen wir nicht,
was sich direkt vor unseren Augen abspielt? Wissen wir
unsere sexuellen und metaphysischen Energien nicht ge-
nügend zu würdigen, weil wir uns am liebsten als aus-
schließlich spirituelle Wesen betrachten würden? Sind wir
mit anderen oder andere mit uns nicht mitfühlend genug?

Fortpflanzungssystem
Dieses System hat nicht nur mit der Aufrechterhaltung der
Spezies zu tun, sondern spielt darüber hinaus bei der Er-
neuerung beschädigter oder abgestorbener Zellen eine
wichtige Rolle. Damit ist es der essenziellste aller körper-
lichen Funktionsbereiche und gleichzeitig derjenige mit
dem höchsten kreativen Potenzial. Er umfasst Penis, Ho-
den, Hodensack etc. als männliche bzw. Eierstöcke, Ge-
bärmutter, Klitoris, Vagina, Brustdrüsen etc. als weibliche
Organe.
Treten Beschwerden in diesem System auf, lässt das
auf Probleme in unserem kreativen und produktiven Le-
bensausdruck schließen. Haben wir die richtige Einstel-
lung zum Thema Produktivität? Nehmen wir uns ausrei-
chend Zeit für Kreativität und Lebensfreude – also für
jene Art von Aktivitäten, die uns wieder jung werden
lassen und bei denen wir uns regenerieren? Haben wir
87
Probleme mit unserer Sexualität, und fällt es uns schwer,
sie zum Ausdruck zu bringen? Leben wir sie nicht wirk-
lich aus? Sind wir zufrieden mit dem Geschlecht, mit dem
wir geboren wurden?

Herz-Kreislauf-System
Dieses System wird im Wesentlichen aus drei Komponen-
ten gebildet: der Flüssigkeit, welche die Nährstoffe durch
den Körper transportiert (Blut), einer Umwälzpumpe für
diese Flüssigkeit (Herz) und den Gefäßen, durch die sie
hindurchströmt (Arterien, Venen, Kapillargefäße).
Kommt es zu Störungen im Bereich des Herz-
Kreislauf-Systems, sind diese in der Regel auf mangelnde
Vitalität in irgendeinem Lebensbereich zurückzuführen.
Fast immer haben die hier auftretenden Beschwerden mit
Emotionen zu tun, die entweder allzu leicht und ungehin-
dert fließen dürfen (Mangel an Kontrolle) oder am Flie-
ßen gehindert werden. In letzterem Fall stauen sie sich
innerlich auf, so dass Bluthochdruck entstehen kann. Sind
wir in der Vergangenheit gefangen und fürchten wir uns,
voranzuschreiten? Gelingt es uns nicht, alte emotionale
Angelegenheiten zu klären? Geben wir uns einer defätisti-
schen Lebenseinstellung hin?

Muskulatur
Mobilität ist eines der primären Merkmale aller Lebewe-
sen. Die Muskulatur ermöglicht uns nicht nur, uns im
Raum zu bewegen, sondern sie spielt gleichzeitig beim
88
Transport der Nährstoffe durch den Körper eine wichtige
Rolle. Es gibt die Skelett- bzw. gestreifte Muskulatur,
welche willkürlich aktiviert werden kann, und die glatte
Muskulatur, die sich unserer Kontrolle entzieht. Wo tritt
das Problem auf? Allein die Antwort auf diese Frage kann
wertvolle Hinweise liefern.
Unter welcher Art von Muskelbeschwerden leiden
wir? Bei einer Verstauchung beispielsweise ist ein Gelenk
überdehnt worden. Versuchen wir, über unsere Leistungs-
grenze hinauszugehen? Greifen wir zu weit? Eine Zerrung
entsteht bei Überbeanspruchung des Muskels. Wo in un-
serem Leben muten wir uns zu viel zu? Warum muss der
Körper uns zuerst lahm legen, damit wir uns Zeit für uns
selbst nehmen? Vergessen Sie nie, dass stets alle drei
Aspekte – Symptom, Organ bzw. Körperteil und System –
in die Ursachenforschung einzubeziehen sind.

Nervensystem
Dies ist das körpereigene Kommunikations- und Steue-
rungssystem, in dem die Aktivitäten sämtlicher Organe
koordiniert und alle Informationen gespeichert werden. Es
besitzt zwei Hauptmerkmale: 1. Reizempfindlichkeit, das
heißt die Fähigkeit, auf innere und äußere Veränderungen
zu reagieren, und 2 Leitfähigkeit, die es ermöglicht, Sig-
nale entlang der Nervenfasern weiterzuleiten. Wichtigste
Organe sind das Gehirn, das Rückenmark und das vegeta-
tive Nervensystem.
Beschwerden in diesem Bereich können verschiedene
89
Ursachen haben. Versuchen wir, zu viele Aktivitäten auf
einmal in unserem Alltag unterzubringen? Fehlt es uns an
ausreichender Beschäftigung? Reagieren wir überemp-
findlich auf Kritik von außen? Sind wir selbst allzu kri-
tisch anderen gegenüber? Formulieren wir unsere Bedürf-
nisse nicht klar und deutlich? Oder tun andere dies uns
gegenüber nicht? Verschließen wir uns neuen Möglich-
keiten?

Skelett
Mit Hilfe des aus Knochen und Knorpeln bestehenden
Skelettsystems wird chemische in mechanische Energie
umgesetzt. Neben ihrer Struktur gebenden Funktion sind
die Knochen für die Bewegungsabläufe des Körpers un-
verzichtbar. Sie stützen das Weichgewebe, schützen le-
benswichtige Organe, tragen zur Blutbildung bei und die-
nen als Mineralienspeicher.
Störungen in diesem System geben Anlass, einmal zu
überprüfen, wem oder was wir in unserem Leben Schutz
gewähren oder verwehren. Bei Knochenbrüchen sollten
wir uns fragen, welche Organe der betroffene Knochen
schützt und welche Bedeutung diese haben. Fühlen wir
uns in unserem Leben generell unterstützt, oder mangelt
es uns an Unterstützung? Woran krankt die Struktur unse-
res Lebens?

Verdauungsapparat
Der Verdauungsapparat ist für die Umwandlung der zuge-
90
führten Nahrung und Flüssigkeit in die Nährstoffe und
Energie zuständig, die der Körper zur Aufrechterhaltung
seiner diversen Funktionen benötigt. Wichtigste Bestand-
teile sind die Speiseröhre, der Magen, der Darm, die Le-
ber, die Bauchspeicheldrüse und die Gallenblase. Das
System hat zwei Hauptfunktionen: Aufnahme und Zufüh-
rung.
Störungen im Bereich des Verdauungsapparats sollten
uns veranlassen, unsere Essgewohnheiten ebenso unter
die Lupe zu nehmen wie die Art und Weise, wie wir im
Leben ganz allgemein Dinge an uns heranlassen oder in
uns aufnehmen.
Was lassen wir an uns heran bzw. in uns eindringen,
das uns nicht gut tut? Oder andersherum: Was sollten wir
besser an uns heran- bzw. in uns eindringen lassen, was
wir derzeit von uns fern halten? Verschließen wir uns vor
neuen Ideen, die sich uns präsentieren? Nutzen wir nicht,
was uns das Leben bietet? Gehen wir verschwenderisch
mit unseren Ressourcen um?
91
Kapitel 3
Das menschliche Energiesystem
Der menschliche Körper ist ein energetisches System.
Sowohl die alten als auch die modernen Wissenschaften
sind sich darin einig, dass alles Leben aus Schwingung
besteht. Diese Schwingung ergibt sich aus der Bewegung
der Elektronen und Protonen eines jeden Atoms in jedem
Molekül einer jeden Substanz. Schwingung durchdringt
Gegenstände ebenso wie Tiere und Menschen oder die
Atmosphäre, die uns umgibt.
Zwar ist die Schwingungsfrequenz des Lebendigen ak-
tiver, dynamischer und wechselhafter als die der unbeleb-
ten Materie, doch nachweisbar ist Schwingung überall.
Der Mensch ist von einer Vielzahl von Energiefeldern
umgeben, die von ihm abstrahlen und mit dem physischen
Leib und seinen diversen Funktionen interagieren. Bei
den Emanationen handelt es sich unter anderem um Licht
und elektrische Wellen, thermische Abstrahlungen, Klang
sowie magnetische und elektromagnetische Schwingun-
gen. Zu den Aufgaben eines ganzheitlich arbeitenden
Heilers gehört es, die Art, Intensität und Kombination von
Energien festzustellen, die den Heilungsprozess am effi-
zientesten unterstützen können.
Der Mensch ist von einer Aura umgeben, die aus zwei
verschiedenen Elementen gebildet wird: den feinstoffli-
92

Die menschliche Aura und die Energieemanationen des Körpers
Der physische Leib ist von einer ganzen Reihe von Energiefeldern
und deren Emanationen umgeben. Hierzu gehören unter anderem
Licht und elektrische Wellen, Wärme und thermische Abstrahlungen,
Klang sowie magnetische und elektromagnetische Schwingungen.
Zusammen mit den feinstofflichen Körpern bilden diese die Aura und
das Energiesystem des Menschen.
93
chen Körpern, wie sie in der traditionellen Metaphysik
beschrieben werden, und den energetischen Emanationen
des Körpers selbst.
Bei den feinstofflichen Körpern handelt es sich um
energetische Hüllen von unterschiedlicher Schwingungs-
intensität, welche die Physis umgeben und durchdringen.
Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Aktivitäten der Seele
im irdischen Leben zu koordinieren und zu steuern. Die
östliche Philosophie kennt sechs dieser feinstofflichen
Körper. Manche westlichen Traditionen sprechen von
vieren, in denen wiederum jeweils vier Einzelelemente
zusammengefasst sind, die insgesamt den Geistkörper
bilden (siehe Abbildung auf der nachfolgenden Seite).
Wir wollen uns hier bei der Betrachtung des menschli-
chen Energiesystems auf vier Aspekte des Körpers kon-
zentrieren: den physischen, den astralen (emotionalen),
den mentalen und den geistigen. Wollen wir wirklich
gesund sein, müssen diese vier in Einklang miteinander
sein. Psychische und physische Probleme entstehen, so-
bald das Gleichgewicht zwischen den feinstofflichen
Körpern und dem physischen Leib gestört ist, wie dies
beispielsweise durch Traumata, Stress, starke Emotionen
oder unangemessene mentale Haltungen geschehen kann.
Aus diesem Grund kommt es darauf an, auf allen Ebenen
gleichzeitig anzusetzen und etwas für das physische, emo-
tionale, mentale und geistige bzw. spirituelle Wohlbefin-
den zu tun.
Ist die Balance innerhalb einer einzelnen Ebene ge-
94

Die Bildung der feinstofflichen Körper im Inkarnationsprozess
Unsere Seele verringert ihre Schwingungsintensität stufenweise, um
sich in ihr physisches Vehikel hineinbegeben zu können, ohne es zu
verzehren. Diese Abstufung bleibt in Form der feinstofflichen Körper
erhalten, die sich als energetische Hüllen rings um den sich entwi-
ckelnden physischen Leib legen, um sich auf diese Weise möglichst
eng mit ihm verbinden zu können. Das Bewusstsein geht zwar bereits
im Augenblick der Empfängnis mit der Physis in Kontakt, doch erst
im Laufe der Zeit nimmt diese Verbindung an Intensität zu.
95
stört, wird sich dies letztlich immer auch auf der physi-
schen Ebene manifestieren, da diese eine Art Sammelge-
fäß für sämtliche feinstoffliche Einflüsse ist. Nur hier
können wir Emotionen sowie mentale und geistige Ener-
gien umsetzen und zum Ausdruck bringen. Die Physis ist
die Ebene, auf der wir leben und wo das Leben für uns
erfahrbar ist.
Sämtliche Organe, Gewebe und Systeme unseres Kör-
pers werden von ähnlich schwingenden Atomen gebildet.
Nehmen wir etwas Störendes – zum Beispiel Allergene
oder Schadstoffe in der Nahrung – in uns auf, kann dies
das normale Schwingungsmuster des gesamten Körpers
oder eines einzelnen Systems durcheinander bringen. Auf
gleiche Weise kann eine unausgewogene emotionale oder
mentale Haltung in die natürliche Schwingungsbalance
eingreifen und den Einklang zwischen feinstofflichen
Körpern und physischem Leib stören. Geschieht dies,
braucht der Körper etwas, um wieder zu seiner ursprüng-
lichen energetischen Ausgewogenheit zurückfinden zu
können.
So genannte Schwingungsheilmittel können dazu die-
nen, einen Problembereich kurzfristig wieder ins Lot zu
bringen.
Es handelt sich dabei um subtile energetische Stimu-
lanzien, die in das menschliche Energiesystem eingreifen,
um das physische, emotionale, mentale und spirituelle
Wohlbefinden wiederherzustellen bzw. zu stabilisieren.
Durch gezielte Verabreichung des richtigen Schwingungs-
96

Schwache und starke Energiefelder
J e stärker und dynamischer die Aura, desto gesünder der Mensch und
desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass ihm äußere Einflüsse
etwas anhaben können.
97
heilmittels im jeweils gestörten Bereich kann das durch-
einander geratene Gleichgewicht vorübergehend wieder-
hergestellt werden.
Stimmt die Balance, ist der Körper sehr viel besser in
der Lage, Toxine auszuscheiden und negative Einflüsse
abzuwehren, welche die physiologischen Funktionsabläu-
fe stören können. Mit Hilfe von Schwingungsheilmitteln
lässt sich der Energiefluss neu beleben. Es wird oft über-
sehen, dass der Körper sehr gut für sich selbst zu sorgen
weiß. Leider stehen wir ihm bisweilen dabei im Weg. Wir
führen ihm die falsche Nahrung zu, überfordern ihn mit
zu viel Arbeit, verweigern ihm die Ruhe, die er braucht,
setzen ihn Stress und Negativität aus und halten an Emo-
tionen und Einstellungen fest, die den Energiefluss un-
terbrechen und so Schwächen und Unausgewogenheiten
verursachen können. Da der Körper ein Energiesystem ist,
können wir energetische Schwingungen einsetzen, um in
seine Befindlichkeit einzugreifen. Zu den gebräuchlich-
sten und zugleich wirksamsten Schwingungsheilmitteln
gehören Klänge, Farben, Düfte, Blüten- und Edelsteines-
senzen, Kristalle, Edelsteine und natürlich unsere Gedan-
ken.
Energetisches Heilen durch das Chakren‐System 

Chakren
*
sind die Vermittlungszentrale für alle im Körper

*
Chakra (pl. Chakren) ist das Sanskrit-Wort für »Rad« und dient
98
zirkulierenden und von außen einströmenden Energien.
Hier erfolgt der Austausch zwischen elektromagnetischen
und feinstofflichen Impulsen ebenso wie die Umsetzung
und Verteilung der Energien auf die verschiedenen physi-
schen, emotionalen, mentalen und spirituellen Aufgaben.

Das Chakren-System
Die Chakren steuern sämtliche in den Körper ein- und aus ihm aus-
strömende Energien und verteilen sie so, dass sie für die einzelnen
physischen, emotionalen und geistigen Funktionen zur Verfügung
stehen. In der Aura zeigen sich die sieben Haupt-Chakren als Orte
verstärkter elektromagnetischer Aktivität. Auch an den Händen und
Füßen befinden sich solche Energiezentren.

als Bezeichnung für die Energiewirbel im Energiekörper des
Menschen.
99

Die Anbindung der Chakren an die Wirbelsäule
Die Chakren können mit Schwingungen »geimpft« werden, die erst an
einzelne Wirbel übertragen und dann über die Nervenbahnen zu den
jeweils angeschlossenen Organen, Geweben usw. gelangen. Auf die-
sem Weg können etwaige Unausgewogenheiten ausgeglichen werden.
100
Wenngleich sie nicht zum physischen Körper gehören,
sorgen sie für die Anbindung der feinstofflichen Energie-
felder, die uns umgeben und durchdringen, an die körper-
lichen Funktionen. Und obwohl die moderne Wissen-
schaft die Chakren gern als »esoterischen Humbug« abtut,
hat sie doch den Nachweis erbracht, dass der Körper just
an jenen Stellen, an denen sie sich befinden, verstärkte
elektromagnetische Abstrahlungen aufweist.
Die Verbindung zwischen Chakren und physischem
Leib wird in erster Linie über die endokrinen Drüsen und
das Rückenmarkssystem gewährleistet. Die entlang der
Wirbelsäule angeordneten Zentren sorgen dafür, dass die
Energien über Nervenbahnen und Kreislauf im Körper
verteilt werden, so dass alle Organe, Gewebe und Zellen
ausreichend versorgt sind, um ihre diversen Aufgaben
erfüllen zu können.
In Phasen der inneren Unausgewogenheit versuchen
die Chakren, mehr Energie und Lebenskraft durch die
Aura und die feinstofflichen Körper auf die physische
Ebene zu ziehen, um die Störung zu beheben. Wird die
Unausgewogenheit nicht korrigiert, können die Chakren
selbst mit der Zeit aus der Balance geraten und ge-
schwächt werden. Dann sind sie entweder nicht mehr in
der Lage, Energie durch die Aura und die feinstofflichen
Körper in den physischen Körper zu ziehen; oder sie rea-
gieren hyperaktiv, so dass es zu einer Überreizung der
entsprechenden Körpersysteme kommt. In beiden Fällen
ist dies im Allgemeinen der Punkt, an dem sich physische
101
Probleme zu manifestieren beginnen.
Um eine gesundheitliche Störung zu behandeln, müs-
sen wir zuallererst dafür sorgen, dass das feinstoffliche
Energiesystem insgesamt und damit der natürliche Ener-
giestrom zum physischen Körper wieder ins Lot kommt.
Vielfach reicht es schon, die Funktion des Chakras wie-
derherzustellen.
Dann kann sich der Körper ganz darauf konzentrieren,
die physischen Auswirkungen des Ungleichgewichts zu
korrigieren. Am effizientesten lassen sich die Chakren-
Funktion und damit die physischen Systeme mit Hilfe von
Schwingungsheilmitteln wiederherstellen. Hierzu gehören
Klänge, Farben, Düfte, heilende Berührungen, Kristalle
und Edelsteine sowie Blütenessenzen. Spezifische Schwin-
gungen können eingesetzt werden, um sowohl eine Über-
als auch eine Unterfunktion der Chakren auszugleichen.
Vergessen wir nicht, dass sich jegliche Unausgewo-
genheit im Energiefeld eines Menschen in Form von phy-
sischen, emotionalen, mentalen und/oder geistigen Prob-
lemen äußern kann. Deshalb ist es wichtig, die metaphysi-
schen und physischen Aspekte der einzelnen Chakren
sowie deren Reaktionsweise auf die unterschiedlichsten
Ausdrucksformen von Schwingung zu betrachten und zu
begreifen. Im Folgenden finden Sie eine entsprechende
Übersicht. Vom nächsten Kapitel an werden wir uns da-
mit befassen, wie die hier genannten Schwingungsheil-
mittel sowie andere Energieformen in der Praxis ange-
wandt werden können, um Heilung zu bewirken.
102
Lebensenergie-Ströme

Energieübertragung durch die Chakren
Die natürliche Lebenskraft der feinstofflichen Körper strömt in das
jeweils zugeordnete Chakra und wird dort über den entsprechenden
Anbindungspunkt an der Wirbelsäule in den Blutkreislauf und weiter
zu den Organen geleitet. Bei der Umwandlung von Nahrung in Energie
kehrt sich dieser Prozess um: Jetzt werden das Energiefeld und die
feinstofflichen Körper, die den physischen Leib umhüllen, gestärkt und
energetisiert, damit sie ihre jeweiligen Aufgaben erfüllen können.
103
Lebensenergie-Ströme

Blockade des Energiestroms

104
Das Basis-Chakra

Heilige Schwingungen zum Ausgleich und zur Stimu-
lation
• Ton: c’
• Bass- und Schlaginstrumente
• Vokal: UH / Farbe: Rot / Stein: Rauchquarz / Duft:
Glyzinie

Physische Wirkungen
Das Basis-Chakra befindet sich am unteren Ende der
Wirbelsäule im Bereich des Steißbeins. Es ist unser pri-
märes Lebenskraftzentrum, ist funktionell an den Kreis-
lauf, das Fortpflanzungssystem und die unteren Extremi-
täten gekoppelt und beeinflusst die Tätigkeit von Hoden
und Eierstöcken, Beinen und Füßen sowie des gesamten
Beckenbereichs.

Metaphysische Wirkungen
Dies ist das Zentrum der lebensspendenden Kraft und Sitz
der Kundalini. Richtig stimuliert kann uns das Basis-
Chakra Zugang zu Begabungen aus früheren Leben ge-
währen und Ängste lindern.

Emotionale/mentale Haltungen, die eine Fehlfunktion
auslösen oder anzeigen
Rückwärtsgewandtheit; Aggressivität, Streitlust; Neigung,
andere zu manipulieren; Impulsivität; Rücksichtslosigkeit;
105
Unfähigkeit, Grenzen zu erkennen; Schroffheit; Sensati-
onsgier; besitzergreifendes und Territorialverhalten; Gier
nach Bestätigung; unüberlegtes Handeln; Machtbewuss-
tsein; permanentes Aktivsein (Hyperaktivität); Weige-
rung, andere zu loben und anzuerkennen; Neigung, andere
herumzukommandieren; Sexbesessenheit.

Das Milz-Chakra

Heilige Schwingungen zum Ausgleich und zur Stimu-
lation
• Ton:d’
• Bass- und Schlaginstrumente, Blech- und Holzblasin-
strumente
• Vokal: OO / Farbe: Orange / Stein: Karneol, Achat /
Duft: Patchouli und Gardenie

Physische Wirkungen
Das Milz-Chakra ist teilweise an die Funktion der Neben-
nieren gekoppelt und spielt daneben eine wichtige Rolle für
das Fortpflanzungssystem sowie die gesamte Muskulatur.
Es nimmt Einfluss auf die Ausscheidungsorgane, die Tä-
tigkeit von Milz, Blase, Bauchspeicheldrüse und Nieren
und ist für die Entgiftung des Körpers von Bedeutung.

Metaphysische Wirkungen
Dies ist das Zentrum der Gefühle und Emotionen. Es ist
mit unserem kreativen Potenzial verbunden und hat prä-
106
genden Einfluss auf unsere Persönlichkeit. Bei entspre-
chender Stimulation kann es uns den Zugang zu Energien
und Wesenheiten in der Astralsphäre eröffnen.

Emotionale/mentale Haltungen, die eine Fehlfunktion
auslösen oder anzeigen
Selbstsucht und Arroganz; Lüsternheit; Stolz; Eingebilde-
theit; Eitelkeit; Sehnsucht nach Zugehörigkeit, gepaart
mit der Neigung, sich mit den Ellbogen Zugang zu ver-
schaffen; mangelndes Vertrauen; Mitläufertum; Angst
davor, was andere denken; Unfähigkeit, mit anderen zu-
rechtzukommen; übertriebenes Statusdenken; Expansi-
onsdrang ohne entsprechenden geistigen Hintergrund;
Machtbesessenheit; unsoziales Verhalten.

Der Solarplexus

Heilige Schwingungen zum Ausgleich und zur Stimu-
lation
• Ton: e’
• Flöten, Holzblasinstrumente, Saiteninstrumente, Klavier
• Vokal: AO / Farbe: Gelb / Stein: Zitrin, Topas / Duft:
Rosmarin

Physische Wirkungen
Dieses Chakra korrespondiert mit dem physischen Solar-
plexus, zu dem der Verdauungsapparat, die Nebennieren,
der Magen, Leber und Gallenblase gehören. Es unterstützt
107
den Körper bei der Aufnahme von Nährstoffen. Gleich-
zeitig steht es mit den Funktionen der linken Gehirnhälfte
in Zusammenhang. Viele schwere Krankheiten, Geschwü-
re, Darmbeschwerden und psychosomatische Erkrankun-
gen können durch eine Harmonisierung dieses Zentrums
gelindert werden.

Metaphysische Wirkungen
Der Solarplexus ist für die Ausübung hellsichtiger Fähig-
keiten und den Umgang mit übersinnlichen Energien von
Bedeutung. Es bestehen Verbindungen zur rationalen
Ebene. Bei einer Aktivierung dieses Chakras können Be-
gabungen und Talente anderer Seelen zum Vorschein
kommen. Auch um uns auf den Einfluss der Naturelemen-
te in unserem Leben einzustimmen, empfiehlt es sich, mit
diesem Chakra zu arbeiten.

Emotionale/mentale Haltungen, die eine Fehlfunktion
auslösen oder anzeigen
Gefühl der mangelnden Anerkennung; Distanziertheit;
Dogmatismus; Angst vor der Übermacht der Gruppe;
Isoliertheit; eingeengte Lebensperspektive; große Pläne,
die aber nicht umgesetzt werden; ständiges Bedürfnis
nach Neuem, nach Veränderung; Voreingenommenheit;
überkritisches Verhalten; andere mental unter Druck set-
zen; Glaube an die eigene Unfehlbarkeit, Absolutheits-
anspruch.

108
Das Herz-Chakra
Heilige Schwingungen zum Ausgleich und zur Stimu-
lation
• Ton: f’
• Harfe, Orgel, Flöte, Windspiele sowie sämtliche Sai-
teninstrumente
• Vokal: AA / Farbe: Grün und Rosa / Stein: Rosen-
quarz, Turmalin / Duft: Rose

Physische Wirkungen
Das Herz-Chakra ist für die Thymusdrüse und das gesam-
te Immunsystem von Bedeutung. Es ist an die Funktion
von Herz und Kreislauf gekoppelt, beeinflusst die Auf-
nahme von Nährstoffen sowie die Geweberegeneration
und spielt bei allen Herz- und Kinderkrankheiten eine
Rolle. Außerdem steht es mit den Funktionen der rechten
Gehirnhälfte in Verbindung.

Metaphysische Wirkungen
Dieses Zentrum spielt eine Vermittlerrolle im Chakren-
System und ist unverzichtbar für den Ausdruck von unei-
gennütziger Liebe und heilenden Energien. Richtig stimu-
liert, öffnet es unseren Blick für die verborgenen Kräfte
von Pflanzen und Tieren und erweckt unser Feingefühl
für die Empfindungen und Befindlichkeiten anderer.



109
Emotionale/mentale Haltungen, die eine Fehlfunktion
auslösen oder anzeigen
Wut; Abhängigkeit von der Anerkennung und Bestäti-
gung durch andere; Unfähigkeit, den eigenen Willen
durchzusetzen; finanzielle und emotionale Unsicherheit;
Geiz; vereinnahmende Liebe; besitzergreifendes Verhal-
ten; Eifersucht und Neid; Selbstzweifel; Neigung, immer
anderen die Schuld zuzuweisen; Misstrauen dem Leben
gegenüber.

Das Hals-Chakra
Heilige Schwingungen zum Ausgleich und zur Stimu-
lation
• Ton: g’
• Harfe, Orgel, Klavier, hohe Streichinstrumente
• Vokal: AA, EE, II, UU / Farbe: Blau / Stein: Türkis /
Duft: Lorbeer und Glyzinie

Physische Wirkungen
Das Hals-Chakra steht mit der Funktion von Hals, Speise-
röhre, Mund und Zähnen, Schilddrüse und Nebenschild-
drüse in Verbindung. Es nimmt Einfluss auf den At-
mungsapparat, die Bronchien, die stimmbildenden Organe
und den Verdauungskanal.

Metaphysische Wirkungen
Dieses Zentrum steht im Zusammenhang mit den Funk-
tionen der rechten Gehirnhälfte und dem kreativen Poten-
110
zial.
Bei entsprechender Stimulation verschafft es uns Zugang
zur Hellhörigkeit und weist Wege zu mehr Reichtum und
Fülle im Leben. Außerdem ermöglicht es uns das Lesen
fremder Gedanken (Telepathie) und öffnet unser Bewuss-
tsein für Einsichten in die wahren Gesetze der Natur.

Emotionale/mentale Haltungen, die eine Fehlfunktion
auslösen oder anzeigen
Ständiges Nachgeben gegenüber Vorgesetzten; Gefangen-
sein in fixen Ideen; Klammern an Traditionen; permanen-
tes Bedürfnis nach Regeln und Überwachung durch ande-
re; Rigidität und Dogmatismus; Widerstand gegen Verän-
derungen; Melancholie; Fanatismus; Starrköpfigkeit und
Sturheit; autoritäres Verhalten; Reaktionsschwäche.

Das Stirn-Chakra
Heilige Schwingungen zum Ausgleich und zur Stimu-
lation
• Ton: a’
• Harfe, Orgel, Klavier, Windspiele und hohe Streichin-
strumente
• Vokal: IH / Farbe: Indigo / Stein: Lapislazuli, Fluorit /
Duft: Eukalyptus

Physische Wirkungen
Das Stirn-Chakra hat mit der Funktion der Hypophyse
und dem gesamten endokrinen System zu tun. Daneben
111
gibt es Verbindungen zum Immunsystem, zu Nebenhöh-
len, Augen und Ohren sowie zum Gesicht im Allgemei-
nen. Es beeinflusst die Hirnsynapsen und fungiert als
Vermittler zwischen beiden Gehirnhälften.

Metaphysische Wirkungen
Dieses Zentrum ist zuständig für unsere Hellsichtigkeit
und den gesamten Körpermagnetismus (den weiblichen
Aspekt unserer Energien). Es öffnet uns für vertiefte, kla-
rere Wahrnehmungen und spielt eine wichtige Rolle im
Prozess der Imagination und kreativen Visualisation.
Auch kann es uns Zugang zu spirituellen Visionen ver-
schaffen.

Emotionale/mentale Haltungen, die eine Fehlfunktion
auslösen oder anzeigen
Sorgen; Angst vor dem Unbewussten; Faszination für
fremde Intelligenzleistungen; Neigung, den Partner zu
idealisieren; Ungeduld; Unpünktlichkeit; Aberglaube;
Ineffizienz; Unfähigkeit, im Hier und J etzt zu leben; Ab-
gehobenheit; Vergesslichkeit; Angst vor der Zukunft;
Disziplinlosigkeit; Introvertiertheit; Beeindruckbarkeit;
Unfähigkeit, den Worten Taten folgen zu lassen.

Das Kronen-Chakra
• Heilige Schwingungen zum Ausgleich und zur Sti-
mulation
• Ton: h’
112
• Harfe, Orgel, Klavier, Windspiele, hohe Streichinstru-
mente
• Vokal: IH / Farbe: Violett / Stein: Amethyst / Duft:
Weihrauch und Flieder

Physische Wirkungen
Das Kronen-Chakra ist an die Funktion des Nervensys-
tems und des gesamten Skeletts gekoppelt. Es hat Einfluss
auf die Epiphyse, sämtliche Nervenbahnen und Synapsen.
Daneben spielt es beim Ausgleich der Funktionen beider
Gehirnhälften eine Rolle.

Metaphysische Wirkungen
Dieses Chakra bildet das Verbindungsglied zu unserer
spirituellen Essenz. Es richtet uns auf die höheren Kräfte
des Universums aus und reinigt unsere feinstofflichen
Körper, um sie auf ihre Aufgabe als eigenständige Be-
wusstseins-Vehikel vorzubereiten. Über dieses Zentrum
können wir Zugang zu sämtlichen früheren Leben be-
kommen und erkennen, wie uns diese an den aktuellen
Punkt unserer jetzigen Inkarnation geführt haben. Auch
bei der Integration von geistigem und physischem Selbst
im gegenwärtigen Lebenszusammenhang leistet es unver-
zichtbare Dienste.

Emotionale/mentale Haltungen, die eine Fehlfunktion
auslösen oder anzeigen
Das Gefühl, missverstanden zu werden; Unfähigkeit, län-
113
gerfristige, tiefe Beziehungen einzugehen; intensive eroti-
sche Phantasien; Bedürfnis nach Mitgefühl; Scham,
Selbstverleugnung und Selbsterniedrigung; negatives
Selbstbild; Tagträumerei; Bedürfnis, beliebt oder unab-
kömmlich zu sein; mangelndes Verständnis für das Be-
dürfnis nach Zärtlichkeit.
114
TEIL ZWEI

Energetisches Heilen
über den Tastsinn
115
Kapitel 4
Heilen durch Handauflegen
Die meisten Menschen nehmen gerade eben so viel wahr,
wie für sie und ihr Leben unmittelbar notwendig ist. Nur
die Allerwenigsten betrachten ihren Körper als energeti-
sches System, und es herrscht die weit verbreitete Einstel-
lung: »Wozu sich Zeit für sich selbst nehmen? Es gibt
schließlich Ärzte.« Damit aber geben wir nicht nur unsere
Verantwortung, sondern auch einen großen Teil der uns
angeborenen Macht ab, Herr über unsere eigene Gesund-
heit zu sein. Angesichts dieser Sorglosigkeit im Umgang
mit dem physischen Körper und dessen Energien ist es
nicht verwunderlich, dass es so viele Vorurteile gegen das
gesamte Konzept der feinstofflichen Energien gibt.
Wir können jedoch lernen, mit diesen Energien umzu-
gehen und wahrzunehmen, dass ihre Wirkung nicht an der
Hautoberfläche endet. Unsere Hände sind unsere sensi-
belsten Tastinstrumente. Entwickeln wir ihre Feinfühlig-
keit, können wir die subtilen Energie-Emanationen des
Körpers erspüren und in den Körper hineinlenken.
Für diese Fähigkeit, heilende Energien durch die Hän-
de auf den Körper zu übertragen, gibt es die verschiedens-
ten Begriffe. Früher sprach man oft von »königlicher Be-
rührung«, heute benutzt man gelegentlich den englischen
Begriff »Therapeutic Touch«. Für unsere Zwecke er-
116
scheint jedoch der schlichte Begriff des Handauflegens
am zweckmäßigsten. Er steht für eine Methode, bei der
menschliche und spirituelle Energien zu Heilzwecken mit
den Händen zielgerichtet gelenkt werden.
Im Folgenden werden wir nicht nur lernen, Unausge-
wogenheiten im Körper und seiner unmittelbaren Umge-
bung mit den Händen zu erspüren, sondern auch Schwin-
gungen zu übertragen, um die Balance wiederherzustel-
len. Unsere Hände fungieren dabei als Katalysatoren, die
in dem von uns behandelten Menschen die natürlichen
Selbstheilungskräfte aktivieren.
Diese Form des energetischen Heilens lässt sich am ef-
fizientesten zur Schmerzbehandlung und zur allgemeinen
Entspannung einsetzen. Wenn Sie sich irgendwo stoßen
oder sich das Knie aufschlagen, was tun Sie dann als Ers-
tes? Sie drücken mit der Hand gegen die verletzte Stelle.
Dies hilft, das unangenehme Gefühl zu lindern. Unsere
Hände sind natürliche Heilinstrumente, und jeder kann
diese Fähigkeit weiterentwickeln.
Wie so oft, wenn wir eine derart subtile Technik zu
Heilzwecken einsetzen, bekommen wir es mit unseren
Glaubenssätzen zu tun. Unabhängig von greifbaren Resul-
taten oder wissenschaftlichen Belegen – wenn ein Mensch
glaubt, dass so etwas nicht möglich sei, ist es mitunter
schwierig, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Die meisten
Menschen sind noch nie in ihrem Leben mit dem Thema
»feinstoffliche Energien« in Berührung gekommen. Wer-
den sie tatsächlich einmal Zeuge ihres Wirkens, schreiben
117
sie das Erlebte dem puren Zufall oder einer überborden-
den Phantasie zu.
Die in diesem Kapitel vorgestellten Übungen und
Techniken dienen nicht nur dazu, Ihre Feinfühligkeit zu
erhöhen.
Sie sollen Ihnen auch dabei helfen, sich von hinderli-
chen Gedanken und Vorstellungen zu lösen, die Sie mög-
licherweise selbst in diesem Zusammenhang hegen.
Die zu erzielenden Ergebnisse sind von Mensch zu
Mensch verschieden. Ausdauer ist der Schlüssel zum Er-
folg, denn jeder hat diese Kräfte und kann etwas damit
bewirken. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es Ih-
nen nicht von Anfang an gelingen sollte, die feinstoffli-
chen Energien mit den Händen zu erspüren. Um Talente
zu entfalten, bedarf es immer der Zeit und Übung. Die
Fähigkeit, mit feinstofflichen Heilenergien umzugehen,
hat über J ahre hinweg in Ihnen geschlummert. J etzt gilt
es, sie langsam aber beharrlich zum Leben zu erwecken.
Wenn Sie am Ball bleiben, ist Ihnen der Erfolg gewiss!
Mit dem Entschluss, Ihre heilerischen Fähigkeiten zu
entfalten, gehen Sie sich selbst und anderen gegenüber
eine Verpflichtung ein. Gehen Sie mit dem entsprechen-
den Ernst an die Sache heran, und machen Sie sich be-
wusst, dass Sie sich auf einen lebenslangen Pfad der per-
sönlichen Weiterentwicklung begeben. Sie beginnen ei-
nen Prozess, in dessen Verlauf Sie viel über sich selbst
und andere erfahren werden – und der Sie in manch heili-
ge Halle der Wahrnehmung führen wird.
118
Es empfiehlt sich, sich bei der bevorstehenden Arbeit
mit einem Partner zusammenzutun, um objektive Rück-
meldungen zu bekommen. Auch sollten Sie lernen, sich
auf entspannte Weise zu konzentrieren. Etwas erzwingen
zu wollen, erweist sich oft als hinderlich. Lernen Sie zu
meditieren und innerlich zur Ruhe zu kommen, bevor Sie
mit den Übungen beginnen. Planen Sie jeweils eine kurze
progressive Entspannung ein. Nehmen Sie sich ein paar
Augenblicke Zeit, schließen Sie die Augen, und atmen Sie
tief bis ins Zwerchfell hinunter. Lassen Sie dann Ihre
Aufmerksamkeit nach und nach in jedes einzelne Körper-
teil wandern, von den Füßen bis hinauf zum Scheitel.
Schicken Sie in Gedanken Wärme und Entspannung dor-
thin. Schauen Sie, spüren Sie, visualisieren Sie.
Je entspannter Sie sind, desto tiefer Ihre Konzentration
und desto empfindsamer werden Sie für die subtilen Ener-
gien, mit denen Sie arbeiten wollen. Entspannung bringt
den Menschen in einen hypersensiblen Versenkungszu-
stand. Wenn Sie je erlebt haben, wie es ist, vom Klingeln
des Telefons oder einem anderen plötzlich auftretenden
Geräusch aus einem Tagtraum gerissen zu werden, kennen
Sie diesen zumindest ansatzweise aus eigener Erfahrung.
In diesem veränderten Bewusstseinszustand nehmen wir
äußere Energien deutlicher wahr. Das Klingeln des Tele-
fons klingt lauter, Gerüche wirken intensiver, Licht und
Farben leuchten heller. Auch der Tastsinn ist geschärft.
Darum kann uns Entspannung helfen, die Energien mit den
Händen effizienter wahrzunehmen und zu lenken.
119
Übung 1 
Die eigenen feinstofflichen Energien spüren und 
erfahren 
Bei dieser Übung geht es darum, die eigene Sensibilität
für die subtilen Emanationen zu schärfen, die den physi-
schen Körper umgeben. Sie können diese Übung entwe-
der allein durchführen oder in eine Partnerübung abwan-
deln.
1. Setzen Sie sich bequem hin, und führen Sie eine Ihnen
vertraute Entspannungsübung durch. Besonders zu
empfehlen ist hier die Progressive Muskelentspannung.
2. Reiben Sie die Handflächen etwa fünfzehn bis dreißig
Sekunden lang fest gegeneinander. Die Hände sind
überaus sensible Instrumente, die eigene kleine Chak-
ren aufweisen. Diese werden durch das Reiben stimu-
liert und somit feinfühliger.
3. Halten Sie die Hände mit zueinander weisenden Hand-
flächen in etwa dreißig bis vierzig Zentimetern Ab-
stand vor dem Körper. Die Distanz zwischen den Hän-
den sollte etwa sechzig Zentimeter betragen.
4. Bewegen Sie die Hände jetzt langsam aufeinander zu,
bis sie einander fast berühren.
5. Vergrößern Sie die Distanz wieder auf etwa zehn Zen-
timeter. Wiederholen Sie dieses Hin und Her zwischen
engem und weitem Abstand mehrere Male. Bewegen
Sie die Hände langsam, ruhig und bewusst. Sehen Sie
sich dazu die Abbildung auf der übernächsten Seite an.
120
6. Achten Sie während dieser Übung darauf, was Sie in
den Händen spüren. Baut sich etwa ein Druckgefühl
auf? Oder empfinden Sie Zähigkeit, ein Kribbeln, ei-
nen Widerstand? Vielleicht fühlen Sie auch Wärme,
Kälte oder ein Pulsieren.
7. Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit, um das Erspürte
genau zu definieren. Machen Sie sich keine Gedanken
darüber, ob Sie sich das Ganze bloß einbilden oder
dass Sie möglicherweise etwas anderes fühlen als an-
dere. Es ist in Ordnung, wenn das so ist. Vergessen Sie
nicht, dass das Energiesystem des Menschen etwas
höchst Individuelles ist und jeder die Dinge daher
zwangsläufig auf seine Weise wahrnimmt. Und
schließlich arbeiten Sie daran, Ihre subtile Wahrneh-
mungsfähigkeit zu schulen.
8. Diese Übung hilft gleichzeitig, die Konzentration zu
verbessern. Auch lässt sie uns erkennen, dass das eige-
ne Energiefeld nicht an der Hautoberfläche endet. Es
empfiehlt sich, Notizen zu Ihren Eindrücken und Er-
fahrungen bei dieser Übung zu machen. So haben Sie
eine Vergleichsbasis, anhand derer Sie die im Laufe
der Zeit gemachten Fortschritte im Umgang mit fein-
stofflichen Energien kontrollieren können.
9. Nun gehen Sie noch einen Schritt weiter. Entblößen
Sie den schwächeren Ihrer Arme, und halten Sie die
stärkere Hand mit der Handfläche nach unten im Ab-
stand von etwa dreißig Zentimetern darüber (siehe Ab-
bildung auf der nächsten Seite).
121
Die eigenen feinstofflichen Energien spüren und
erfahren


Durch das langsame Zueinander- und Auseinanderbewegen der Hän-
de ballen sich die im Raum vorhandenen Energien zusammen, so
dass sie deutlicher spürbar werden. Durch diese Übung werden die
Hände empfindsamer für solche subtilen Schwingungen.


In dem Maße, wie die Hände an Feinfühligkeit gewinnen, können wir
mit ihnen auch die Aura-Energien erspüren, die von anderen Körper-
teilen abstrahlen. Sie äußern sich z. B. durch ein Gefühl von Wärme
oder Druck oder ein Kribbeln in den Händen.
122
10. Führen Sie die Hand langsam immer näher heran.
Achten Sie gleichzeitig darauf, was Sie spüren. Wie
nah kommen Sie dem Arm, bis Sie die von ihm abge-
strahlte Energie fühlen? Dies kann sich wie bereits
oben beschrieben durch Empfindungen wie Druck,
Widerstand, Kälte, Wärme, Kribbeln usw. äußern.
Vielleicht nehmen Sie es in diesem Fall weniger stark
wahr, aber irgendetwas müsste zu spüren sein. Ge-
lingt es Ihnen nicht, machen Sie die Übung noch
einmal ganz langsam von vorn. Schließlich wollen
Sie Ihre Fähigkeit wecken, die feinstofflichen Ener-
gien ringsum bewusst wahrzunehmen.

Übung 2 
Senden und Erspüren von Energiemustern 

Ein alter esoterischer Lehrsatz lautet: »Die Energie folgt
stets dem Geist.« Mit anderen Worten: »Wenn wir an
etwas denken, lenken wir damit gleichzeitig unsere Ener-
gie in diese Richtung. Unsere Energien bleiben stets im
Einklang mit unseren Gedanken. Wenn wir uns sagen,
dass wir im Winter immer zweimal die Grippe bekom-
men, programmiert sich der Körper automatisch so, dass
er entsprechend anfällig wird, so dass unsere Prognose
tatsächlich eintrifft.
Tag für Tag durchleben wir eine breite Palette von Ge-
danken und Emotionen. Diejenigen, denen wir wiederholt
123
ausgesetzt sind oder die wir immer wieder zum Ausdruck
bringen, hinterlassen ihre Spuren in unserem Energie-
haushalt.
Auch von außen auf uns einwirkende Energien können
unser Energiefeld beeinflussen und uns damit aus der
Balance bringen. Es kann sich hier um alle möglichen
Muster handeln – seien es Wut, Lust oder Kaufzwang,
Wärme und Freundschaft oder Manipulation. J e sensibler
wir für unser eigenes Energiefeld werden, desto leichter
fällt es uns, mögliche Störfaktoren zu erkennen und unter
Kontrolle zu bringen.
Mit der folgenden Übung soll die Achtsamkeit für den
Einfluss äußerer Energien geschult werden. Mit zuneh-
mender Sensibilität kann es uns gelingen, negative Muster
abzuwehren und den eigenen Energiehaushalt wieder ins
Lot zu bringen. Wir können lernen zu heilen.
1. Setzen Sie sich bequem hin, und nehmen Sie sich eini-
ge Minuten Zeit, um sich zu entspannen. Wenn Sie
möchten, können Sie die Augen während der Übung
geschlossen halten.
2. Halten Sie eine Hand mit der Handfläche nach oben,
und richten Sie den Zeigefinger der anderen Hand dar-
auf. Die Fingerspitze sollte ungefähr acht bis fünfzehn
Zentimeter Abstand zur Handfläche haben.
3. Atmen Sie langsam und tief ein und aus, und stellen
Sie sich dabei vor, wie sich in der Hand mit dem aus-
gestreckten Finger nach und nach immer mehr Energie
aufbaut.
124
4. Nachdem Sie das eine Weile gemacht haben, fangen
Sie an, den Zeigefinger langsam in einem kleinen
Kreis zu bewegen. Stellen Sie sich dabei vor, wie sich
die aus dem Finger ausströmenden Energien zu einer
Spirale formen, die bis zur geöffneten Handfläche der
anderen Hand reicht. Machen Sie sich keine Gedanken
darüber, ob Sie sich das alles nur einbilden. Es geht
hier lediglich um den Nachweis, dass Energie tatsäch-
lich den Gedanken folgt.
5. Achten Sie darauf, was Sie in der Handfläche spüren.
Wie bei der vorigen Übung können die Empfindungen
von Person zu Person unterschiedlich sein. Womöglich
fühlen Sie, wie es an einer kleinen, kreisrunden Stelle
wärmer wird; vielleicht spüren Sie aber auch einen
Widerstand, einen Druck oder ein Kribbeln an der
Handfläche. Manchmal kann es helfen, falls noch nicht
geschehen, jetzt doch die Augen zu schließen, um sich
besser konzentrieren zu können. J e mehr es Ihnen ge-
lingt, die Energien in Ihrer Vorstellung zu bündeln und
auszurichten, desto stärker werden die Empfindungen.
6. Nachdem Sie diese Übung abgeschlossen haben, wie-
derholen Sie sie noch einmal am entblößten Unterarm.
Visualisieren Sie, wie Sie die Energie durch den Finger
spiralförmig darauf projizieren. Achten Sie auf die da-
bei entstehenden Empfindungen. Im Laufe der Zeit
und mit zunehmender Erfahrung werden Sie feststel-
len, dass sie im Prinzip immer gleich bleiben, jedoch
an Intensität gewinnen. Mit Übungen wie dieser trai-
125
nieren Sie, solche Empfindungen zu erkennen, so dass
Sie merken, wenn etwas von außen auf Ihr Energiefeld
einwirkt.

Senden und Erspüren von Energiemustern


126
7. Sehr hilfreich ist diese Übung auch, wenn Sie sie
gemeinsam mit einem Partner durchführen, und zwar
besonders Senden und Erspüren von feinstofflichen
Energiemustern dann, wenn Sie gerade erst damit an-
gefangen haben, die Energieübertragung mit den
Händen zu erlernen. Bitten Sie Ihren Partner, sich vor
Sie zu stellen und Ihnen den Rücken zuzuwenden.
Halten Sie eine oder beide Hände mit geöffneter
Handfläche in etwa fünfzehn bis dreißig Zentimetern
Abstand vor seinen Rücken.
Atmen Sie langsam und rhythmisch ein und aus. Vi-
sualisieren Sie – spüren Sie –, wie Ihre Energie beim
Einatmen durch Ihren Körper hindurch in die Hände
hineingezogen wird und beim Ausatmen über Ihre
Handflächen zum Rücken Ihres Partners strömt. Be-
wegen Sie die Hände in Form eines einfachen geo-
metrischen Musters – Kreis, Quadrat, Dreieck usw.
Lenken Sie den Energiestrahl aus Ihren Händen so,
dass dieses Energiemuster auf den Rücken Ihres
Partners gezeichnet wird. Lassen Sie in sich die
Überzeugung wachsen, dass er genau spürt, was Sie
da tun.
Konzentrieren Sie sich ganz darauf, die Energie zu
projizieren. Manchmal hilft es, sie sich als einen
warmen, roten Lichtstrahl vorzustellen, damit der
Partner sie deutlicher spüren kann. Scheuen Sie sich
nicht zu experimentieren.
8. Nun soll Ihr Partner versuchen, das von Ihnen ge-
127
wählte Energiemuster zu erraten. Hören Sie genau zu,
wie er es beschreibt und wie er die Übung erlebt hat.
Vergleichen Sie seine Aussagen mit Ihren Erfahrun-
gen aus den anderen Übungen. Wo sind die Gemein-
samkeiten? Wo die Unterschiede? Was können Sie
tun oder haben Sie getan, um die Empfindungen zu
verstärken und genauer identifizierbar zu machen?
Tauschen Sie dann die Plätze, und lassen Sie sich von
Ihrem Partner ein Muster auf den Rücken zeichnen.
Tauschen Sie sich anschließend noch einmal aus, um
die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede in Ihren
Empfindungen herauszufinden.
9. Vergrößern Sie dann schrittweise die Distanz. Wel-
ches ist der maximale Abstand, bis zu dem die Ener-
giemuster noch spürbar sind? Fühlt es sich anders an,
wenn die Hände weiter weg sind? Indem Sie sich die
jeweiligen Wahrnehmungen bewusst machen, ver-
bessern Sie Ihr Gefühl für die feinstofflichen Ener-
gien und deren Wirkungen auf Sie.
10. Machen Sie Ihre eigenen Experimente mit
dieser Übung. Visualisieren Sie, wie Farben aus Ihren
Handflächen bzw. Fingern strömen. (Näheres zum
Thema Farbtherapie finden Sie in Kapitel 7.) Welche
Farben werden am deutlichsten wahrgenommen? Be-
netzen Sie Ihre Handflächen mit verschiedenen Aro-
maölen (siehe die Kapitel zum Thema Aromathera-
pie). Verstärkt dies die Empfindungen? Was passiert,
wenn Sie tönen und sich vorstellen, wie die Schall-
128
wellen durch ihre Hände strömen? Finden Sie heraus,
welche Methode Ihnen persönlich am besten hilft,
sensibler für feinstoffliche Energien zu werden und
diese bewusst zu lenken.
Übung 3 
Die Sensibilität der Hände erhöhen 

Unsere Hände können energetische Unterschiede und
Veränderungen sehr leicht wahrnehmen. Wir alle haben
das schon erlebt: Wenn wir einen Menschen berühren
oder ihm die Hand schütteln, vermittelt uns das einen
deutlichen Eindruck von seiner Person.
Die Arbeit mit Farbkarten ist eine der effizientesten
Möglichkeiten, die Sensibilität unserer Hände zu entfalten
bzw. zu überprüfen. Mit den Wirkungen von Farben wer-
den wir uns noch an anderer Stelle eingehend befassen. In
diesem Zusammenhang genügt es, sich vor Augen zu
führen, dass jede Farbe eine eigene Ausdrucksform von
Energie mit jeweils ganz spezifischen Eigenschaften und
Merkmalen darstellt.
1. Besorgen Sie sich einen Satz von Karteikarten und
malen Sie diese auf einer Seite mit Marker, Filzstift o.
Ä. an. Verwenden Sie pro Karte immer nur eine Farbe.
Auf der Rückseite können Sie die Eigenschaften der
Farbe notieren. Beginnen Sie zunächst nur mit den
Farben des Regenbogens, also mit Rot, Orange, Gelb,
Grün, Blau, Indigo und Violett.
129
2. Kommen Sie innerlich zur Ruhe. Entspannen Sie sich.
Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, um sich die
Karten eingehend anzuschauen. Konzentrieren Sie sich
auf die jeweilige Farbe, und lesen Sie sich ihre Eigen-
schaften durch.
3. Mischen Sie die Farbkarten mit geschlossenen Augen
Achten Sie darauf, dass die Farbseite nach oben weist.
Ziehen Sie eine der Karten und halten Sie eine oder
beide Handflächen darüber. Bleiben Sie entspannt.
Überlassen Sie das Spüren ganz Ihren Händen. Fühlt es
sich warm oder kühl an? Ein Wärmegefühl deutet auf
das rot-orangefarbene, ein Kältegefühl auf das blaue
Spektrum hin.
4. Was spüren Sie noch, während Sie die Hand über die
Farbkarte halten? Glauben Sie zu wissen, um welche
Farbe es sich handelt? Ist da ein Kribbeln? Machen
sich an einer anderen Stelle des Körpers irgendwelche
Empfindungen bemerkbar? Achten Sie auf alles, auch
wenn es Ihnen noch so merkwürdig erscheint. Erst mit
diesen Details werden Sie sich im Laufe der Zeit die
betreffende Farbe erschließen und wissen, wie sie
wirkt und wofür sie sich anwenden lässt.
5. Mit zunehmender Übung werden Sie in der Lage sein,
eine Farbe allein über die damit einhergehenden Emp-
findungen zu identifizieren. Denken Sie daran, dass Sie
es hier mit feinstofflichen Schwingungen zu tun haben
und Sie Ihre Sensibilität für die subtilen Energiefelder
in Ihrer Umgebung erhöhen möchten.
130

Die Sensibilität der Hände entfalten


Farben mit den Händen erspüren lernen


In dem Maße, wie wir lernen, unseren Händen Energie entströmen zu
lassen, können wir durch das Projizieren von Farben Temperaturän-
derungen bewirken: Rot wärmt, Blau kühlt.
131
Übung 4 
Die Energieprojektionsfähigkeit verbessern 

Mit dieser Übung können Sie lernen, Energien mit den
Händen zu projizieren. Denken Sie an den Leitsatz: »Die
Energie folgt immer dem Geist.« Wenn wir an etwas den-
ken, gehen unsere Energien automatisch in eben diese
Richtung. Konzentrieren wir uns auf eine Farbe, pendeln
sich die Energie-Emanationen des Körpers so ein, dass
eine Resonanz zu der Farbschwingung entsteht. Um die-
ses Phänomen praktisch zu demonstrieren, genügt ein
schlichtes Außenthermometer.
1. Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, um zu ent-
spannen und sich zu sammeln.
2. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Hände, und
reiben Sie sie etwa fünfzehn bis dreißig Sekunden lang
fest aneinander. Auf diese Weise werden die Chakren
in den Händen aktiviert und sensibilisiert.
3. Nehmen Sie nun das Thermometer, und halten Sie es
entweder in den Händen, oder stellen Sie es so auf,
dass die Handflächen je etwa fünf bis acht Zentimeter
Abstand dazu haben. (Siehe Zeichnung auf der vorigen
Seite.)
4. Atmen Sie langsam und rhythmisch ein und aus. Vi-
sualisieren Sie, wie sich Ihr Körper beim Einatmen mit
leuchtender, warmer, feurig roter Energie füllt. Stellen
Sie sich vor, wie sie in Ihren Händen zusammenfließt.
Und spüren Sie, wie sie beim Ausatmen durch Ihre
132
Handflächen zum Thermometer strömt. Visualisieren
Sie, sehen Sie, spüren Sie, projizieren Sie! Stellen Sie
sich vor, wie die rote Wärme aus Ihren Händen fließt
und das Thermometer umhüllt. Machen Sie dies etwa
drei bis fünf Minuten lang, und schauen Sie, um wie
viel Grad Sie das Quecksilber zum Steigen bringen
können.
5. Ziehen Sie dann die Hände zurück, und visualisieren
Sie, wie Sie und Ihr Körper langsam wieder zum Nor-
malzustand zurückfinden. Lassen Sie auch die Ther-
mometeranzeige wieder auf Zimmertemperatur sinken.
6. Fangen Sie erneut an, rhythmisch ein- und auszuatmen,
und stellen Sie sich diesmal beim Einatmen vor, wie
kalte, eisblaue Energie in Ihren Körper strömt. Visuali-
sieren Sie, wie sich diese in Ihren Händen sammelt und
beim Ausatmen das Thermometer umhüllt. Spüren Sie,
wie sich die eisige Energie aus Ihren Händen wie ein
kalter Nordwind ausbreitet, und schauen Sie, um wie
viel Grad Sie das Quecksilber innerhalb von drei bis
fünf Minuten zum Sinken bringen können.
7. Erfreuen Sie sich an dieser Übung, und praktizieren
Sie sie so oft wie möglich. Sie ist der konkrete Beweis
dafür, dass Sie mit Ihren Gedanken die Energie-
Emanationen aus Ihren Händen beeinflussen und len-
ken können. Sie lernen, Energien unterschiedlicher
Frequenzen zu projizieren.
133
Die Praxis des Handauflegens 
Bei den vorangegangenen Übungen ist deutlich gewor-
den, dass die in unserem Körper zirkulierenden Energien
nicht an der Hautoberfläche Halt machen und wir unsere
Hände für die uns umgebenden feinstofflichen Energie-
felder sensibilisieren können. Auch hat sich gezeigt, dass
wir mit Hilfe der Atmung und gedanklichen Zentrierung
über unsere Hände Energien aussenden können.
Beim Handauflegen machen wir uns die feinstofflichen
Energien aus der Umgebung zunutze. Es ist eine Heilwei-
se, für die – anders als der Begriff vielleicht vermuten
lässt – kein tatsächlicher körperlicher Kontakt vonnöten
ist, wenngleich dieser in manchen Fällen durchaus ver-
stärkend wirken kann.
(Ein Beispiel hierfür finden Sie im nächsten Kapitel im
Zusammenhang mit der Meridiantherapie.)
Es handelt sich hier um eine Therapieform, die von je-
her eher dem Bereich des geistigen Heilens zugerechnet
wird. Leider sind viele Menschen davon überzeugt, dass
geistiges Heilen eine reine Glaubensfrage sei und der
Heiler auf irgendeine göttliche Macht ausgerichtet sein
müsse. Doch wenngleich die Qualität der Energieübertra-
gung hiervon durchaus profitieren kann, hängt die Wirk-
samkeit des Handauflegens weder vom Glauben noch von
höheren Einflüssen ab. (Es sei denn, wir gehen davon aus,
dass das Göttliche in jedem von uns wirkt und für uns alle
zugänglich ist.)
Wie genau sich der Heilungsprozess vollzieht, ist nach
134
wie vor weitgehend unbekannt. Trotzdem müssen wir
anerkennen, dass bestimmte Handlungen bestimmte Re-
sultate nach sich ziehen. Ein jeder von uns ist in der Lage,
Veränderungen im Energiehaushalt – seien sie physischer
oder feinstofflicher Natur – zu bewirken, auch wenn wir
nicht genau verstehen, warum dies so ist. Es ist eine Fä-
higkeit, die uns allen angeboren ist. Es liegt an uns, ge-
eignete Techniken zu suchen und zu entwickeln, um diese
Energien für die unterschiedlichsten Zwecke zu aktivieren
und zu kanalisieren.
Vergessen wir nicht, dass Heilung sich stets innerlich
vollzieht. Der Mensch heilt sich selbst. Als Heiler mögen
wir Katalysator sein – ein Assistent, der den Selbsthei-
lungskräften des Behandelten auf die Sprünge hilft – aber
der Heilungsprozess selbst muss in seinem Inneren ge-
schehen.
Bevor Sie mit der eigentlichen Behandlung beginnen,
sollten Sie unbedingt alle notwendigen Informationen
zusammengetragen haben. Zuerst müssen Sie den Krank-
heitsprozess begreifen und verstehen, welche metaphysi-
schen Ursachen sich dahinter verbergen. Machen Sie kei-
ne Versprechungen.
Erklären Sie dem Menschen, den Sie behandeln möch-
ten, wie unser Energiesystem funktioniert. Führen Sie
einige der weiter hinten im Buch beschriebenen Muskel-
tests durch, um ihm die metaphysische Natur von Energie
zu demonstrieren.
Behandeln Sie nie, wenn Sie müde oder krank sind. Es
135
stimmt zwar, dass wir durch die Arbeit mit anderen auch
uns selbst heilen und harmonisieren können. Dennoch
können durch unsere Krankheit mentale Blockaden ent-
stehen, so dass unsere Empfangsbereitschaft für heilende
Energien möglicherweise herabgesetzt ist.
Die Technik des Handauflegens umfasst zwei Schritte.
Um uns einen Eindruck zu verschaffen, spüren wir zu-
nächst mit den Händen mögliche Problembereiche auf.
(Beachten Sie dass nur der Arzt Diagnosen stellen darf.
Uns geht es lediglich darum, unsere Eindrücke von
Schwankungen im Energiefeld des Behandelten zu be-
schreiben.) Anschließend setzen wir unsere Energien ge-
zielt ein, um eine Heilung oder Harmonisierung zu bewir-
ken.
Die erste Phase hilft uns zu beurteilen, wo Unausge-
wogenheiten im physischen oder feinstofflichen Energie-
haushalt des Behandelten zu finden sind. Ist der physische
Körper aus dem Gleichgewicht geraten, kommt es auch
zu Störungen in der feinstofflichen Energiehülle. Die be-
troffene Stelle weist dann eine andere Temperatur auf
oder fühlt sich anders an als der übrige Körper (Sie spüren
z. B. einen Druck oder Schwammigkeit). Der Schlüssel
zum Erfolg liegt darin, möglichst alle Veränderungen und
Unterschiede wahrzunehmen, wie subtil sie auch immer
sein mögen.
Während der anschließenden Therapiephase werden
Energien projiziert, um die Unausgewogenheiten auszug-
leichen.
136
Dies kann auf spezifische Weise geschehen, beispiels-
weise indem Schwingungen durch bestimmte Chakren
und ihre physiologischen Systeme geleitet werden; oder
es geschieht generell, indem der gesamte Körper mit
Heilenergien durchflutet wird. J eder Mensch ist anders,
und Sie müssen lernen, auf Ihr Gespür und Ihre Flexibili-
tät im Umgang mit den Energien anderer zu vertrauen.
Mit der Zeit und zunehmender Übung wird Ihnen dies
immer leichter fallen.
1. Beginnen Sie immer damit, sich zu zentrieren. Kom-
men Sie zur Ruhe. Wenden Sie eine Ihnen vertraute
Entspannungsmethode an, oder meditieren Sie, bevor
Sie sich dem Menschen zuwenden, den Sie behandeln
möchten.
2. Der Behandelte kann entweder vor Ihnen sitzen, stehen
oder auf dem Rücken liegen. Die Haltung, die für Sie
beide am bequemsten ist, verspricht die besten Resul-
tate. Reiben Sie Ihre Hände fünfzehn bis dreißig Se-
kunden lang fest gegeneinander, um die Chakren in
den Handflächen zu aktivieren.
3. Beginnen Sie die Behandlung stets an der Vorderseite
des Körpers. Halten Sie die Hände im Abstand von et-
wa sieben bis fünfzehn Zentimetern über den Behan-
delten. Es ist nicht wichtig, wo Sie anfangen, wenn-
gleich es oft am natürlichsten erscheint, am Kopf zu
beginnen und sich von dort aus zu den Füßen vorzuar-
beiten. Nehmen Sie sich erst die eine, dann die andere
Seite des Körpers vor, und führen Sie die Hände lang-
137
sam Stück für Stück nach unten. Achten Sie auf alle
Empfindungen, die Sie dabei haben. Werten Sie sie
nicht. Nehmen Sie sie nur zur Kenntnis, merken Sie sie
sich, und fahren Sie fort. Nehmen Sie sich für jeden
Körperbereich etwa zehn bis fünfzehn Sekunden Zeit.
4. Scannen Sie erst die gesamte Vorderseite und dann die
Rückseite des Körpers auf diese Weise ab. Registrieren
Sie alle Eindrücke und etwaigen Unterschiede.
5. Nachdem Sie den ganzen Körper auf diese Weise ab-
getastet haben, überprüfen Sie Ihre Empfindungen
noch einmal an den Stellen, an denen Sie sich unsicher
waren.
6. Nehmen Sie sich dann ein paar Minuten Zeit, um dem
Behandelten von Ihren Erfahrungen zu berichten und
ihm zu sagen, an welchen Stellen Sie energetische
Veränderungen wahrgenommen haben. Trauen Sie
sich ruhig, um Rückmeldung zu bitten und nachzufra-
gen, ob möglicherweise Probleme an den genannten
Stellen aufgetreten sind. Auf diese Weise erhalten Sie
eine Bestätigung für den »Tastbefund« Ihrer Hände
und können so mit der Zeit zunehmend Vertrauen in
Ihre Fähigkeiten entwickeln.
Einige Interpretationshilfen für häufige Empfindungen:
a. Wärme oder Hitze: Entzündung oder hyperaktiver
(d. h. energetisch überversorgter) Bereich. Könnte
auch auf ein chronisches oder kürzlich aufgetretenes
akutes Beschwerdebild hindeuten. Zeigt manchmal
auch eine Stelle an, an der sich Stress in Form einer
138
physischen Unausgewogenheit äußert.
b. Verdickung oder Schwere: erhöhter Druck oder
Stauung. Kann auf eine Blockade oder ein Hinder-
nis im Energiestrom oder Funktionsablauf eines Or-
gans oder Systems hinweisen. Deutet unter Um-
ständen auf einen besonders empfindlichen Bereich
hin, den der Körper zum Schutz mit einer zusätzli-
chen aurischen Energieschicht abgepolstert hat.
c. Kühle: spricht oft für eine energetische Blockade in
einem bestimmten Organ, System oder Bereich.
Kann auch Hinweis für mangelnde Durchblutung
oder verminderten Energiefluss sein. Ist in vielen
Fällen Symptom für eine Stauung.
7. J etzt ist es an der Zeit, mit der Harmonisierung des
Energiefelds zu beginnen und mit den Händen Heil-
schwingungen in die Problemzonen zu projizieren.
Atmen Sie rhythmisch ein und aus. Lassen Sie den
Atem hörbar ausströmen, um auf diese Weise den
Energiestrom zu verstärken. Konzentrieren Sie sich
darauf, die Energie durch Ihre Hände strömen zu las-
sen, um die Beschwerden zu lindern und zu heilen. Vi-
sualisieren Sie beim Einatmen, wie universelle Heil-
energie in Sie einströmt. Sie können sie sich als Farbe
oder in jeder anderen gewünschten Form vorstellen.
Lassen Sie diese Energie mit dem Ausatmen aus den
Händen fließen, um den problematischen Bereich so-
wie das gesamte damit verbundene System zu reinigen,
zu harmonisieren und zu heilen.
139


Heilung durch Berührung
So werden Sie zum Kanal für heilende Energien: Beim Einatmen
ziehen Sie Energien in sich herab, die Sie über die Hände wieder
abgeben, um den Behandelten zu heilen und zu harmonisieren. Wenn
Sie sich dabei auf eine bestimmte Farbe konzentrieren, nehmen die
von Ihnen projizierten Schwingungen deren Frequenz an, so dass der
Behandelte gewissermaßen die Farbe in sich aufnimmt. Dieser Pro-
zess dient nicht nur der Heilung und Harmonisierung, sondern öffnet
Sie gleichzeitig für eine erhöhte Intuition und Sensibilität.

8. Wenden Sie sich als Nächstes dem Chakra bzw. den
Chakren zu, die der Problemzone zugeordnet sind. Bei
Magenproblemen beispielsweise halten Sie die Hände
zuerst über den Problembereich selbst, bevor Sie mit
Hilfe von Visualisierungen das gesamte Verdauungs-
system harmonisieren und heilen. Anschließend lassen
Sie die Hände – und mit Ihnen Ihre Aufmerksamkeit –
zum Solarplexus wandern, der für die Steuerung der
Energien im Verdauungssystem und Magenbereich zu-
140
ständig ist. Projizieren Sie ausgleichende, stärkende
Energien in dieses Chakra.
9. Stärken und energetisieren Sie nun jeweils einige Mi-
nuten lang jedes der sieben Haupt-Chakren, beginnend
mit dem Basis-Chakra. Zur Verstärkung des Effekts
können Sie dabei die jeweils zugeordnete Farbe visua-
lisieren. Auf diese Weise harmonisieren Sie das ge-
samte Chakren-System und fördern den Heilungspro-
zess insgesamt.

Wenden Sie sich zum Abschluss dem Kopfbereich zu und
visualisieren Sie, wie kristallene Energie in Sie einströmt.
Projizieren Sie diese in den behandelten Menschen hinein.
Spüren Sie, wie sie in ihn einfließt und jede seiner Zellen
durchdringt. Visualisieren Sie, wie sie ihn strahlend um-
hüllt und ihn mit Kraft und Lebendigkeit erfüllt.
Führen Sie sich vor Augen, dass Sie bei dieser Thera-
piemethode nicht mit Ihren eigenen Energien arbeiten.
Durch das rhythmische Ein- und Ausatmen nehmen Sie
universelle Energie in sich auf und übertragen sie auf die
behandelte Person.
141
Kapitel 5
Das Wunder der Meridiane
Der traditionelle östliche Weg zur wahren Gesundheit ist
ein durch und durch ganzheitlicher. Sämtliche Prinzipien
des Heilens, dargelegt im »Klassiker des Gelben Kaisers
zur Inneren Medizin«, sind auf die Wiederherstellung der
Balance ausgerichtet. Sie basieren auf der Überzeugung,
dass alles mit allem verbunden ist. Für die Gesundheit
spielen die inneren wie die äußeren Zusammenhänge eine
Rolle. Im Inneren geht es um das Zusammenspiel aller
Organe und Abläufe im Körper, im Äußeren um die
Wechselbeziehung zwischen dem Individuum und seiner
Umgebung. Weder das eine noch das andere darf die Ge-
sundheitsfürsorge vernachlässigen.
Die Chinesen gehen von der Existenz zweier Energie-
quellen aus. Da ist zum einen »Iei«, die Energie, die wir
uns über die Nahrung sowie generell alles Nährende zu-
führen, und die über die Blutbahnen durch den Körper
zirkuliert. Zum anderen ist da »Chi«, die universelle Le-
benskraft, die durch die Meridiane fließt.
Der Transport von Chi durch den Körper erfolgt über
gut ausgebaute Leitbahnen – die so genannten Meridiane
–, die an bestimmten Energiepunkten zusammenfließen.
Die Meridiane sind eng mit den Nervenbahnen des vege-
tativen Nervensystems verbunden, die ihrerseits mit allen
142
Organen und Körperteilen in Verbindung stehen. Gelingt
es uns also, diese Energieleitbahnen zu beruhigen, zu
harmonisieren und zu stimulieren, können wir damit
gleichzeitig Einfluss auf den gesamten Organismus neh-
men.
Die Energieleitbahnen bzw. Meridiane wurden ver-
messen und kartografiert und lassen sich ertasten. Entlang
ihres Verlaufs befinden sich spezielle elektromagnetische
Punkte (die für Akupunktur und Akupressur verwendet
werden). Benannt werden die Meridiane nach dem Organ
bzw. System, mit dem sie am engsten in Zusammenhang
stehen.
Insgesamt gibt es vierzehn Meridiane. Zwölf davon ver-
laufen auf beiden Seiten des Körpers, und die beiden üb-
rigen entlang der Mittellinie. J eder dieser Meridiane folgt
einem klar definierten Weg, und die Energie fließt darin
jeweils in einer spezifischen Richtung. Diese Energieleit-
bahnen sind es, die es dem Akupunkteur erlauben, Kopf-
schmerzen mit Nadelstichen in die Hand zu heilen: Der
von den Nadeln erzeugte Energieimpuls wird über den
Meridian weitergeleitet und stellt auf seinem Weg den
korrekten Energiefluss wieder her, so dass die Kopf-
schmerzen verschwinden.
J eder Meridian hat einen Anfang und ein Ende. Das Ende
des einen ist mit dem Anfang des nächsten verbunden.
Auf diese Weise bilden sämtliche Meridiane ein zusam-
menhängendes System – eine Endlosschleife frei fließen-
der Energie.
143

Der Weg des Chi durch den Körper
Ein Problem in einem Meridian und den ihm zugeordneten Orga-
nen könnte von einer Blockade im vorausgehenden Meridian ausge-
löst worden sein. Die Ursache für Atembeschwerden (Lungenmeri-
dian) könnte also im Lebermeridian zu finden sein.

Unausgewogenheiten – seien sie physischer, emotiona-
ler, mentaler oder geistiger Natur – können diesen Ener-
giefluss behindern und im Laufe der Zeit zu Krankheit
führen.
Eine Störung in einem Organ oder System kann durch
ein Problem in dem dazugehörigen Meridian ausgelöst
werden oder umgekehrt. Die Ursache für die Beschwer-
den kann aber auch in dem bzw. den vorausgehenden
Meridian(en) liegen.
Wenn wir einen Fluss durch einen Damm stauen,
trocknet das dahinter liegende Flussbett aus, so dass eine
144
Vielzahl von Problemen entstehen kann. Erst wenn der
natürliche Zustrom wiederhergestellt ist, verschwinden
auch die Probleme.
Soll der Körper gesund bleiben, müssen die Meridiane
intakt und der freie Durchfluss von Energie gewährleistet
sein.
Einer der wichtigsten Aspekte der Meridiantherapien
ist das Wissen um die drei Polaritäten, die jeglicher Ener-
gie zugrunde liegen: positiv/elektrisch (Yang), nega-
tiv/magnetisch (Yin) und neutral. Yin und Yang sind die
elektromagnetischen Polaritäten des Körpers. Sie sind eng
miteinander verwoben, und die Qualität ihres Zusammen-
spiels bestimmt, wie gut der Organismus insgesamt funk-
tioniert und wir unseren Alltag bestreiten können.
Yin und Yang sind entgegengesetzte Kräfte ein und
derselben Einheit – sie stehen einander diametral gegenü-
ber und ergänzen sich zugleich. Sie existieren parallel
zueinander und können sich unter günstigen Bedingungen
gegenseitig positiv beeinflussen. So können Yang-
Krankheiten und -Beschwerden durch eine Stimulation
des Yin ausgeglichen bzw. geheilt werden und Yin-
Krankheiten und -Beschwerden durch eine Stimulation
des Yang.
Yang ist der positive, aktive, elektrische Aspekt des
Chi im Körper, Yin dagegen der passive, empfängliche,
magnetische. Nur wenn die Wechselbeziehung zwischen
beiden Polaritäten intakt ist, funktioniert unser Organis-
mus problemlos. Sind sie in Balance, können die Energien
145
ungehindert fließen und agieren, es treten keine gesund-
heitlichen Störungen auf.
*
Die Yang-Energien breiten sich nach oben und außen
entlang der Arme, der Beine und des Rumpfs aus, wäh-
rend sich die Yin-Energien nach unten entlang der Arme,
der Beine und des Rumpfs zusammenziehen. Wie die
Planeten um die Sonne und die Elektronen und Protonen
um den Atomkern kreisen, so kreist die Energie in den
Yin- und Yang-Meridianen um die Mittelachse des Kör-
pers. Entlang dieser Mittelachse verlaufen die beiden
neutralen Meridiane: das Konzeptions- und das Lenkerge-
fäß. Ersteres steuert den Lungen-, Milz-, Herz-, Nieren-,
Herz-Kreislaufund Lebermeridian, zweiteres den Dick-
darm-, Magen-, Dünndarm-, Blasen- und Gallenblasen-
meridian sowie den Dreifachen Erwärmer. (Die Funktion
der Meridiane und ihre energetischen Entsprechungen
werden ebenso wie mögliche Therapieformen an anderer
Stelle in diesem Kapitel behandelt.) J edem Yin-Meridian
mit seinen Organen steht ein Yang-Meridian mit seinen

*
Die Quantenphysik und die Entwicklung der Supraleiter haben
wesentlich zur Erhellung dieses Prozesses beigetragen. Ein Perpe-
tuum mobile kann unter normalen Umständen nicht funktionieren, da
kein ungehinderter Durchfluss von Elektronen möglich ist. In der
»Maschine Mensch« können die entstehenden Reibungsverluste zu
Krankheiten und Alterungsprozessen führen. Durch die Arbeit mit
den Meridianen wird die Aktivität der Lebenskraft-Elektronen ähn-
lich wie in einem Supraleiter beschleunigt, so dass die Energie frei
durch den Organismus strömen kann. Auf diese Weise verbessert sich
der Gesundheitszustand und Unausgewogenheiten wird vorgebeugt.
146
Organen gegenüber. Die Energien durchfließen erst den
einen Meridian von Anfang bis Ende und folgen dann
dem Verlauf des ihm zugeordneten Partners. Die Paarun-
gen sehen wie folgt aus:

YIN YANG
Lunge Dickdarm
Milz Magen
Herz Dünndarm
Nieren Blase
Herz-
Kreislauf
Dreifacher
Erwärmer
Leber Gallenblase

Im Rahmen der Meridian-Therapie ist es sinnvoll,
nicht nur mit den Leitbahnen zu arbeiten, die in direktem
Zusammenhang mit den Problembereichen stehen, son-
dern gleichzeitig den vorausgehenden sowie den Partner-
Meridian mitzubehandeln. So können Atembeschwerden
zum einen durch eine direkte Stärkung des Lungenmeri-
dians gelindert werden; zum anderen sollten aber auch der
Lebermeridian, der diesem im Energiekreislauf voran-
geht, sowie der Dickdarmmeridian als entgegengesetzter
Pol stimuliert werden. Auf diese Weise kann die Polari-
tätsbalance des Lungenmeridians wiederhergestellt wer-
den.
Vergessen wir nie, dass der Mensch ein ganzheitliches,
energetisches Wesen ist. Alles ist mit allem verbunden.
147
Statt lediglich Symptome zu behandeln, müssen wir das
physiologische Gleichgewicht wiederherstellen und die
Ursachen für die Beschwerden beseitigen. Und genau dies
ist es, was wir durch das Handauflegen auf die Meridiane
erreichen können.

Die Praxis der Meridiantherapie

Übung 1 
Abtasten der Meridiane 

Mit dieser Übung wird der gesamte Stoffwechsel harmo-
nisiert und sein natürlicher Rhythmus und Kreislauf wie-
derhergestellt. Es empfiehlt sich, sie täglich oder zumin-
dest wöchentlich morgens durchzuführen. Besonders
wichtig ist sie, wenn akute physische Beschwerden auftre-
ten, denn sie stabilisiert den gesamten Energiehaushalt.
Für diese Technik können Sie mit den Händen entwe-
der direkten Hautkontakt aufnehmen oder etwas Abstand
zum Körper halten. In ersterem Fall empfiehlt es sich, mit
dem Zeigefinger zu arbeiten und leichten Druck auszuü-
ben. Alternativ können Sie auch einen – vorzugsweise
rund geschliffenen – Kristall oder Edelstein verwenden.
Wenn Sie ernstlich krank, sehr müde oder gestresst
sind, ist Ihr Energiehaushalt aller Wahrscheinlichkeit
nach aus der Balance geraten. Das Abtasten bzw. -fahren
148
der Meridiane kann helfen, das natürliche Gleichgewicht
wiederherzustellen. Auch im Falle einer Drogen- oder
Medikamenten-Abhängigkeit ist diese Übung hilfreich.
Die Zufuhr körperfremder chemischer Verbindungen
kann das interne Kommunikationssystem des Organismus
durcheinander bringen und auf diese Weise den natürli-
chen Energiefluss insgesamt stören.

149
Lungenmeridian
Lage: Entlang der Vorderseite der Ober- und Unterarme
bis zur Daumenspitze
Einflussbereich: Lunge, Geruchssinn, Nebenhöhlen,
Schleimproduktion, Haut
Krankheiten, die auf eine Störung hinweisen: chronischer
Husten, Bronchialbeschwerden, Atembeschwerden, Hals-
entzündung, Fieber, Grippe, Asthma, Bronchitis usw.
Polarität: Yin
Zeit maximaler Aktivität: 3.00-5.00
Uhr
Kritische Jahreszeit: Herbst
Schwingungsheilmittel: Weiß und
helle Blautöne / AH und II / durch-
dringende Düfte
Metaphysische Lern-
aufgabe: Loslassen

150
Dickdarmmeridian
Lage: Vom Zeigefinger aus entlang der Außenseite des
Arms und über die Schulter seitlich am Hals hinauf bis
zur Unterseite der Nasenspitze
Einflussbereich: Darm, Nebenhöhlen, Zähne, Schleim-
produktion im Verdauungsapparat, Geruchssinn, Nase
Krankheiten, die auf eine Störung hinweisen: Bauch-
schmerzen, Verstopfung, Fieber, Zahnschmerzen, Durch-
fall und Halsentzündung
Polarität: Yang
Zeit maximaler Aktivität: 5.00-
7.00 Uhr
Kritische Jahreszeit: Herbst
Schwingungsheilmittel: Weiß
und Gelb / AO und IH / durchdrin-
gende Düfte (Nelke)
Metaphysische Lernaufgabe: Los-
lassen

151
Magenmeridian
Lage: Vom unteren Lidrand aus zum
Kiefer und in einem Kreis um das Auge
herum, dann nach unten zum Nacken,
quer über den Brustkorb, den Bauch und
entlang der Vorderseite von Bein und
Fuß bis hin zum zweiten Zeh
Einflussbereich: Magen, Verdauungs-
apparat, Sehsinn, Geschmackssinn,
Menstruation, Knie, Speichelprodukti-
on
Krankheiten, die auf eine Störung hin-
weisen: Allgemeine Darmbeschwerden,
Erbrechen, Magenschmerzen, Gesichts-
lähmung, Knieschmerzen, Gastritis, Ver-
dauungsbeschwerden
Polarität: Yang
Zeit maximaler Aktivität: 7.00-9.00 Uhr
Kritische Jahreszeit: Altweibersommer
und Feuchtphasen
Schwingungsheilmittel: Gelb / OO und
AA / Sämtliche Methoden, die den Ge-
schmackssinn stimulieren
Metaphysische Lernaufgabe: Mitgefühl
und Nachdenklichkeit

152
Milzmeridian
Lage: Von der Mitte des großen Zehs aus-
gehend das Bein hinauf, über den Ober-
schenkel zum Magen und seitlich am
Brustkorb entlang nach oben, dann bis in
die Achselhöhle abfallend
Einflussbereich: Milz, Bauchspeicheldrüse,
Menstruation, Nebennieren, Lendenbereich
und männliche Geschlechtsorgane, unterer
Zwerchfellbereich, Geschmackssinn
Krankheiten, die auf eine Störung hinwei-
sen: Gastritis, Verdauungsstörungen, Blä-
hungen im Abdominalbereich, Geschwüre,
Erbrechen, Schmerzen in den unteren
Gliedmaßen, Zyklusunregelmäßigkeiten,
Impotenz, Anämie, allgemeine Erschöp-
fungszustände
Polarität: Yin
Zeit maximaler Aktivität: 9.00-11.00 Uhr
Kritische Jahreszeit: Altweibersommer und
Feuchtphasen
Schwingungsheilmittel: Orange- und Gelb-
töne / OO / süße, minzige Düfte
Metaphysische Lernaufgabe: Nachdenk-
lichkeit und Mitgefühl (in zu geringer oder
zu starker Ausprägung)
153
Herzmeridian
Lage: Ausgehend von der Achselhöhle entlang der Arm-
mittellinie bis hin zum kleinen Finger
Einflussbereich: Herz, Sprache, Schulter, Kreislauf,
Schweißdrüsen und Zunge
Krankheiten, die auf eine Störung hinweisen: Bronchial-
schmerzen, Herzrasen, Angina, Gelbsucht, Schmerzen im
Armbereich, Herzbeschwerden, Schlaflosigkeit, Hysterie
Polarität: Yin
Zeit maximaler Aktivität: 11.00-
13.00 Uhr
Kritische Jahreszeit: Sommer
Schwingungsheilmittel: Rot, Ro-
sa, Gold / AH / Rosenduft und
Bitteraromen
Metaphysische Lernaufgabe:
Innere Freude

154
Dünndarmmeridian
Lage: Vom kleinen Finger ausgehend außen am Arm
entlang nach oben, in einer Zickzacklinie über die Schul-
ter zum Hals und hinauf ins Gesicht
Einflussbereich: Dünndarm, Unterbauch, Schultern, Hals,
Sprache
Krankheiten, die auf eine Störung hinweisen:
Darmbeschwerden, Schulter-, Bauch-, Ohren-
schmerzen, Tinnitus, Mandelentzündung, Taub-
heit
Polarität: Yang
Zeit maximaler Aktivität: 13.00-
15.00 Uhr
Kritische Jahreszeit: Sommer
und generell alle Hitzeperioden
Schwingungsheilmittel: Rot und
Blau / AO und IH / Bitteraro-
men
Metaphysische Lernaufgabe:
Innere Freude
155
Blasenmeridian
Lage: Ausgehend von der Augenmitte nach oben über den
Kopf, dann doppelastig senkrecht hinunter über den Rück-
en bis zum Steißbein bzw. vom Schulterblatt über das Ge-
säß, die Ober- und Unterschenkel bis zum kleinen Zeh
Einflussbereich: Harnblase,
Gehör, Sehfähigkeit, Hals,
Rücken, Rückseite der Beine,
Gesäß, Nebenhöhlen
Krankheiten, die auf eine
Störung hinweisen: Kopf-
schmerzen, Erkältung,
Schnupfen, Störungen der
Harnblasenentleerung, Ischias,
Rückenbeschwerden, Mens-
truationsbeschwerden, Nacken-
schmerzen
Polarität: Yang
Zeit maximaler Aktivität:
15.00-17.00 Uhr
Kritische Jahreszeit: Winter
und alle Kälteperioden
Schwingungsheilmittel:
Schwarz / UH und die Tonlei-
ter / Lavendel
Metaphysische Lernaufgabe:
Überwindung von Ängsten
und Zorn
156
Nierenmeridian
Lage: Von der Fußsohle aus an der Innenseite des Beins
entlang, über Bauch und Brustbein bis hinauf zum
Schlüsselbein
Einflussbereich: Nieren, Knochen, Füße und Innenseite
der Beine, Lendenbereich und Zwerchfell
Krankheiten, die auf eine Störung
hinweisen: Nierenversagen, Blut-
hochdruck, Verstopfung, Schmer-
zen im Lendenbereich, Emphyse-
me (übermäßig oder an unge-
wohnter Stelle auftretende Luft),
Zyklusunregelmäßigkeiten,
Schluckauf
Polarität: Yin
Zeit maximaler Aktivität: 17.00-
19.00 Uhr
Kritische Jahreszeit: Winter und
alle Kälteperioden
Schwingungsheilmittel: Schwarz
und Gelb / OH und UH / Duft von
Minze und Orange
Metaphysische Lernaufgabe:
Überwindung von Ängsten und
Zorn

157
Herzkreislaufmeridian
Lage: Neben der Achselhöhle auf der Brust beginnend, an
der Innenseite des Arms entlang bis zur Spitze des Mittel-
fingers
Einflussbereich: Blutkreislauf, Brust, Wachstum, Kom-
munikation, Herz
Krankheiten, die auf eine Störung hinweisen: Bronchial-
schmerzen, Angina, Schläfrigkeit, Husten, Händezittern,
Kreislaufbeschwerden, Herzrhyth-
musstörungen
Polarität: Yin
Zeit maximaler Aktivität: 19.00-21.00
Uhr
Kritische Jahreszeit: Sommer und
alle Hitzeperioden
Schwingungsheilmittel: Rot
und Grün / AH / blumige und
minzige Düfte
Metaphysische Lernaufgabe:
Wachstum durch Kommunika-
tion und Beziehungen

158
Dreifacher Erwärmer
Lage: Vom Ringfinger entlang der Außenseite des Armes
und über die Schulter, seitlich am Hals hinauf, um die
Ohren herum bis zum Ende der Augenbraue
Einflussbereich: Kreislauf, Ohren, Zähne, Sehvermögen,
Gesicht und Kopf
Krankheiten, die auf eine Störung hinweisen: Kopf-
schmerzen, Halsschmerzen, Hörprobleme, Gesichtsläh-
mung, Zahnschmerzen, TMJ -Syndrom (Schmerzzustände
in den Unterkiefergelenken)
Polarität: Yang
Zeit maximaler Aktivität: 21.00-23.00 Uhr
Kritische Jahreszeit: Som-
mer und alle Hitzeperioden
Schwingungsheilmittel: Rot
/ AH und IH / Zimt, Laven-
del und Gewürznelke
Metaphysische Lernaufga-
be: Kommunikation und
Wachstum in Beziehungen

159
Gallenblasenmeridian
Lage: Vom seitlichen Augenrand erst quer
über den Bereich von Schläfe und Stirn,
dann seitlich an der Brust entlang und in
großen Zickzacklinien abwärts bis zur Len-
dengegend und an Bein und Fuß entlang bis
zum vierten Zeh
Einflussbereich: Gallenblase, Gehirn, Seh-
vermögen, sämtliche Organe und Körpertei-
le an den Körperseiten
Krankheiten, die auf eine Störung hinwei-
sen: Gallensteine, Kopfschmerzen, Migrä-
ne, Sehstörungen, Schwindel, verstopfte
Nase, Erkältung, Blinddarmentzündung,
Lähmungserscheinungen, Hepatitis
Polarität: Yang
Zeit maximaler Aktivität: 23.00-1.00 Uhr
Kritische Jahreszeit: Frühling und alle win-
digen Wetterlagen
Schwingungsheilmittel: Grün / OH und AO
/ saure Aromen
Metaphysische Lernaufgabe: Zorn über-
winden, Entscheidungen treffen und den
eigenen Willen angemessen zum Ausdruck
bringen

160
Lebermeridian
Lage: Vom großen Zeh über den Fuß an der
Innenseite des Beines entlang, über den Bauch
bis unter die Brust zwischen der 6. und 7. Rip-
pe
Einflussbereich: Leber, Muskulatur, In-
nenseite der Beine, Lendenbereich,
Zwerchfell und Rippen
Krankheiten, die auf eine Störung hinwei-
sen: Leberbeschwerden, Hepatitis,
Bauchschmerzen, Erbrechen, Entzündung
der Bauchspeicheldrüse, Gelbsucht, Zyk-
lusunregelmäßigkeiten, Leistenbruch
Polarität: Yin
Zeit maximaler Aktivität: 1.00-3.00 Uhr
Kritische Jahreszeit: Frühling und alle
windigen Wetterlagen
Schwingungsheilmittel: Grün und Blau-
grün / II / Düfte wie Salbei, Gewürznelke
und die meisten säuerlichen Aromen
Metaphysische Lernaufgabe: Zorn über-
winden und den eigenen Willen angemes-
sen zum Ausdruck bringen

161
Lenkergefäß
Lage: Vom Kreuzbein ausgehend die Wirbelsäule entlang
den Nacken hinauf, über den Kopf, dann in der Gesichts-
mitte hinab über die Nase zur Oberlippe; der Endpunkt
liegt innen im Mund unmittelbar hinter den vorderen
Schneidezähnen.
Einflussbereich: Wirbelsäule, Nervensystem, Skelett,
Anus und Sexualorgane, Gehirn und Gesicht
Krankheiten, die auf eine Störung hinweisen: Nervenstö-
rungen, Lähmungen, sexuelle Störungen, Kopf-, Rücken-
schmerzen, Fieber, Geistes-
krankheiten, Schockzustände
und Koma
Polarität: Neutral
Zeit maximaler Aktivität:
24 Stunden am Tag
Kritische Jahreszeit: Das
ganze J ahr hindurch
Schwingungsheilmittel:
Regenbogenfarben / Töne
der Tonleiter / Düfte, die auf
das Nervensystem wirken
(Lavendel, Eukalyptus usw.)
Metaphysische Lernaufgabe:
Entwicklung der Fähigkeit,
das Leben insgesamt oder
einen bestimmten Aspekt
davon selbstbestimmt zu meistern
162
Konzeptionsgefäß
Lage: Vom Damm zwischen Anus und Genitalien ausge-
hend entlang der vorderen Körpermitte nach oben bis zur
Zungenspitze
Einflussbereich: Sexual- und Fortpflanzungsorgane,
Menstruation, männliches und weibliches Hormonsystem,
Herz-Kreislauf-System und Atmung
Krankheiten, die auf eine Störung hinweisen: Sexuelle
Störungen, Leistenbruch, Probleme im Bereich der
Fortpflanzungsorgane, Bronchialbeschwerden, Aus-
drucksstörungen, Beschwerden im Bereich der Speiseröh-
re, Bronchitis
Polarität: Neutral
Zeit maximaler Aktivität: 24
Stunden am Tag
Kritische Jahreszeit: Das
ganze J ahr hindurch
Schwingungsheilmittel: Re-
genbogenfarben / Töne der
Tonleiter / die meisten Blüten-
düfte, speziell Flieder
Metaphysische Lernaufga-
be: Entfaltung des kreativen
Ausdrucks auf allen Ebenen

163
1. Kommen Sie innerlich zur Ruhe. Entspannen Sie sich
mit einer Methode Ihrer Wahl. Beginnen Sie dann mit
der rhythmischen Atmung. Visualisieren Sie, und ma-
chen Sie sich bewusst, dass Sie Energie in Ihren Kör-
per aufnehmen und durch ihn projizieren können.
2. Wenden Sie sich als Erstes dem Lungenmeridian zu.
Halten Sie die Hände über einen seiner Endpunkte. Se-
hen und spüren Sie, wie mit dem Atem Energie in Sie
einströmt und durch Ihre Hände in den Meridian fließt,
so dass dieser gestärkt und harmonisiert wird. Folgen
Sie dann mit den Händen langsam dem Meridianver-
lauf. Nehmen Sie sich Zeit für das Abtasten bzw. -
fahren der Energieleitbahn. Vertrauen Sie Ihrem Ge-
spür. Ihre innere Stimme wird Ihnen sagen, wie schnell
oder langsam Sie die Hände bewegen sollen.
3. Sobald Sie den Endpunkt des Meridians erreicht ha-
ben, halten Sie kurz inne, um die Hände dann in um-
gekehrter Richtung wieder zum Anfangspunkt zurück-
zubewegen. Durch das Abfahren der Meridiane in bei-
den Richtungen stellen Sie sicher, dass keine Blocka-
den vorhanden sind. Bedenken Sie, dass es bei dieser
Übung lediglich darum geht, den natürlichen Energie-
fluss im Körper wiederherzustellen.
4. Nehmen Sie sich dann auf die gleiche Weise nachei-
nander alle weiteren Meridiane vor. Achten Sie dabei
auf die korrekte Reihenfolge: Lunge, Dickdarm, Ma-
gen, Milz, Herz, Dünndarm, Blase, Nieren, Herz-
Kreislauf, Dreifacher Erwärmer, Gallenblase und Le-
164
ber (vgl. Abbildung auf Seite 136).
5. Als Letztes kommen Lenker- und Konzeptionsgefäß an
die Reihe. Halten Sie beim Abfahren dieser Meridiane
jeweils im Bereich der sieben Chakren kurz inne, um
diese zusätzlich mit Energie zu versorgen.
6. Alternativ hierzu können Sie die Meridiane auch mit
dem Zeigefinger oder einem abgerundeten Kristall in
direktem Hautkontakt abfahren. Dies lässt die Wirkung
für den Behandelten womöglich noch deutlicher spür-
bar werden.
Übung 2 
Störungen im Meridianbereich aufspüren 

Oft genügt einfache Meridianarbeit, um gesundheitliche
Probleme zu lindern. Achten Sie auf die Zeit, wann das
Symptom am häufigsten oder intensivsten auftritt. Diese
Beobachtung lässt Rückschlüsse darauf zu, welcher Meri-
dian blockiert bzw. überaktiv ist. Verschlimmern sich die
Beschwerden beispielsweise gegen 2.00 Uhr morgens,
liegt aller Wahrscheinlichkeit nach eine Unausgewogen-
heit im Lebermeridian vor, da dies die Zeit seiner maxi-
malen Aktivität ist (vgl. die Übersichtstafeln der einzel-
nen Meridiane). Bei der Behandlung sollte diesem darum
besondere Aufmerksamkeit zuteil werden. Auch sollten
Sie sich dem vorangehenden Meridian intensiver widmen,
denn: Ist eine Sektion des Energiesystems gestört, wirkt
sich dies meist auch auf die darauf folgende aus.
165
In diesem Fall sollte also der Gallenblasenmeridian zu-
sätzlich energetisiert werden.
1. Stellen Sie zunächst fest, welche Leitbahnen belastet
sind, bevor Sie sich entspannen.
2. Beginnen Sie die Behandlung mit dem Abfahren der
gestörten Meridiane. Wenn wir bei dem obigen Bei-
spiel bleiben, würden Sie sich also zunächst dem Gal-
lenblasen- und Lebermeridian zuwenden. Projizieren
Sie die Energie mit den Händen, so wie Sie es gelernt
haben. Dadurch werden die spezifischen Probleme in
diesen zwei Leitbahnen behoben.
3. Behandeln Sie anschließend sämtliche Meridiane wie
in Übung 1 »Abtasten der Meridiane« beschrieben,
und zwar beginnend mit dem Lungenmeridian.
4. Wenn Sie möchten, können Sie anschließend noch ein
weiteres Mal die Meridiane energetisieren, die das
Krankheitssymptom verursacht haben bzw. in denen es
sich manifestiert hat.
5. Halten Sie nicht krampfhaft an diesem Schema fest.
Achten Sie lieber darauf, welche Einsichten sich Ihnen
während der Behandlung eröffnen, und variieren Sie
Ihre Vorgehensweise entsprechend. Vielleicht haben
Sie das Gefühl, es wäre besser, zunächst sämtliche Me-
ridiane einmal abzufahren und sich erst dann auf die
gestörten Bereiche zu konzentrieren; und womöglich
ist es dann angezeigt, zum Schluss den kompletten
Zyklus zu wiederholen, um den Energiefluss im ge-
samten Körper abschließend noch einmal zu stärken.
166
Übung 3 
Yin‐ und Yang‐Ausgleich 

Wie beschrieben, weist jeder Meridian eine ganz be-
stimmte Polarität auf. Mit Ausnahme des Lenker- und
Konzeptionsgefäßes sind sie entweder Yin oder Yang. J e
ein Yin- und ein Yang-Meridian bilden ein Paar; beide
beeinflussen sich gegenseitig und balancieren als Gegen-
pol die Aktivität des Partner-Meridians aus.
Häufig kann eine Unausgewogenheit in einem Yin-
Meridian (Lunge, Milz, Herz, Nieren, Herz-Kreislauf und
Leber) durch die Behandlung des Yang-Partners (Dick-
darm, Magen, Dünndarm, Blase, Dreifacher Erwärmer,
Gallenblase) ausgeglichen werden. Wenn also ein Prob-
lem im Lungenmeridian vorliegt, sollten Sie immer auch
den Dickdarmmeridian energetisieren. Ist einer der beiden
aus der Balance geraten, so ist es der andere mit Sicher-
heit auch. Eine Überfunktion des einen bedingt die Unter-
funktion des anderen und umgekehrt.
1. Stellen Sie fest, welcher Meridian aus der Balance
geraten ist und die physischen Beschwerden verur-
sacht. Ermitteln Sie dann den Partner-Meridian (siehe
Übersicht auf Seite 138).
2. Entspannen und zentrieren Sie sich. Atmen Sie rhyth-
misch ein und aus.
3. Behandeln Sie den betroffenen Meridian mit den Hän-
den, und visualisieren Sie, wie er wieder in einen Zu-
stand der Balance kommt. Wenden Sie sich anschlie-
167
ßend dem Partner-Meridian zu, und behandeln Sie die-
sen ebenfalls mit den Händen.
4. Fahren Sie abschließend den kompletten Meridiankreis
ab.
Übung 4 
Den Chi‐Kreislauf in den Meridianen stimulieren 
Bei dieser Übung wird mit den beiden neutralen Meridia-
nen gearbeitet. Sie hilft, die Polaritäten im gesamten Kör-
per auszugleichen, und harmonisiert und balanciert
gleichzeitig die Funktionen der Chakren sowie sämtlicher
ihnen zugeordneter Organe und Systeme. Damit bewirkt
sie eine generelle Energetisierung und Stresslinderung.
Sie können diese Übung sehr gut an sich selbst durch-
führen. Besonders effizient ist sie, wenn Sie sie morgens
im Freien machen. Der Energiestrom durch alle wichtigen
Organe und das gesamte Nervensystem wird dabei ange-
regt. Zellwachstum und -heilung werden stimuliert, Blo-
ckaden gelöst und der gesamte Organismus vitalisiert.
Wie bereits gezeigt, verläuft das Lenkergefäß entlang
der Wirbelsäule den Rücken hinauf und dann über den
Kopf nach vorn. Das Konzeptionsgefäß führt an der Vor-
derseite des Körpers hinauf und endet unmittelbar hinter
den Schneidezähnen. Die Verbindung zwischen beiden
lässt sich mit der Zunge herstellen. Sie funktioniert wie
eine Art Schalter, mit dessen Hilfe sich der Strom in den
beiden Leitbahnen kurzschließen lässt, so dass eine Ener-
gieschleife entsteht.
168

Position zur Stimulierung des Chi-Kreislaufs in den Meridianen

1. Setzen Sie sich mit geradem Rücken hin. Die Füße
stehen flach auf dem Boden.

2. Zentrieren Sie sich. Führen Sie gegebenenfalls eine
Entspannungsübung durch.

3. Berühren Sie die obere Gaumenwölbung unmittelbar
hinter den Schneidezähnen mit der Zungenspitze. Auf
diese Weise stellen Sie eine Verbindung zwischen
Lenker- und Konzeptionsgefäß her, so dass ein unun-
terbrochener Energiekreis entsteht.

4. Atmen Sie langsam und rhythmisch ein und aus – ein
durch die Nase und aus durch den Mund.
169

Atmen entlang der mikrokosmischen Kreisbahn
J eder Kreis, den die Energie auf ihrem Weg entlang der Meridiane
beschreibt, stimuliert die Chakren und unterstützt die Rechtsdrehung
der Energiewirbel. Dabei werden gleichzeitig die physischen Kräfte
in den jeweils zugeordneten Bereichen gestärkt. Atmen Sie zunächst
rhythmisch ein und aus, um Ihren Energiepegel anzuheben. Spüren
Sie dann, wie die Energie zunächst an der Wirbelsäule entlang nach
oben steigt, bevor sie an der Körpermitte entlang nach unten fällt.
Fühlen Sie, wie die Chakren energetisiert werden, während die Ener-
gie auf diese Weise zirkuliert. Um die Wirkung zusätzlich zu stei-
gern, können Sie sich die Energiewirbel in den einzelnen Chakren
jeweils in einer anderen Farbe vorstellen.
170
5. Visualisieren Sie, wie die Energie entlang einer Kreis-
bahn durch diese beiden Meridiane zirkuliert. Lenken
Sie sie ganz bewusst. Spüren Sie, wie sie beim Einat-
men an der Wirbelsäule entlang nach oben steigt und
über den Kopf hinweg am Gesicht hinunterfließt. Spü-
ren Sie, wie sie von der Zunge den Hals hinab, durch
die Brust, am Nabel vorbei, durch die Lenden bis zum
Steißbein und dann wieder nach oben die Wirbelsäule
entlangströmt.

6. Atmen Sie ruhig und gleichmäßig weiter. Konzentrie-
ren Sie sich ganz auf den Energiestrom und darauf, wie
die Energie unablässig entlang dieser Kreisbahn zirku-
liert.

7. Sie werden merken, wie Ihnen langsam warm wird.
Dies ist ein Zeichen für den vermehrten Energiefluss.
Machen Sie diese Übung etwa fünf bis zehn Minuten
lang.
171
TEIL DREI

Energetisches Heilen
über den Sehsinn
172
Kapitel 6
Bedeutung und Kraft der Farben
Farben bieten ein ganz eigenes Erfahrungsfeld. Sie er-
freuen nicht nur das Auge, sondern beeinflussen uns dar-
über hinaus auf den verschiedensten Ebenen. J ede Farbe
kann physisch, emotional, mental und geistig auf uns wir-
ken. Manche lindern, andere stimulieren.
Das Göttliche und die Geistwesen werden immer wie-
der als Licht beschrieben, und eben dieses spirituelle
Licht, das uns umgibt und erfüllt, wird von uns Menschen
als optischer Reiz über die Augen aufgenommen und so
erfahrbar. So nehmen die meisten von uns auch die Es-
senz der Farben über den Sehsinn wahr, wenngleich man-
che sie sehr viel dynamischer spüren als andere oder die
subtilen Ausdrucksformen des Lichts, die wir Farbe nen-
nen, sogar hören können. Die Farben sind es, die das
Wunder des Lichts für uns erfahrbar machen.
Oft sind wir uns gar nicht bewusst, welch weit rei-
chende Wirkungen die Farben auf uns haben. Sie sind
aufs Engste mit jedem einzelnen, ganz besonders aber
dem visuellen Aspekt unseres Lebens verbunden. Sie
haben einen festen Platz in unserer Sprache und unserer
Kultur und nehmen Einfluss auf unsere Gesundheit. Wie
gern ziehen wir sie als Metapher zur Beschreibung von
Befindlichkeiten und Emotionen, Haltungen und spirituel-
173
len Erfahrungen heran. So reden wir davon,
• dass wir die Welt manchmal durch eine rosarote Brille
betrachten;
• dass jemand vor Wut Rot sieht,
• dass jemand einen Tag blaumacht, wenn er keine Lust
zu arbeiten hat,
• dass jemand grün vor Neid wird oder
• dass er goldene Zeiten durchlebt.

Farben lassen niemanden kalt. Manche mögen wir lieber
als andere, und manche können wir überhaupt nicht lei-
den. Womöglich legen wir uns abends bestimmte Klei-
dungsstücke für den nächsten Tag heraus, nur um nach
dem Aufwachen festzustellen, dass wir sie doch nicht
anziehen möchten, weil wir uns darin heute nicht wohl
fühlen würden.
Haben Sie sich je gefragt, warum das so ist? Die geläu-
figste Erklärung für dieses Phänomen ist wohl die, dass
wir uns auch bei der Wahl unserer Kleidung zu den Far-
ben hingezogen fühlen, die wir jeweils am dringendsten
brauchen. Suchen wir sie schon am Vorabend aus, greifen
wir intuitiv zu den Tönen, die uns zu diesem Zeitpunkt
gut tun würden. Aber durch den nächtlichen Schlaf hat
sich unser energetischer Zustand verändert. Wir sind aus-
geruhter und mehr in Balance, so dass die gewählten Far-
ben dem morgendlichen Gemütszustand einfach nicht
mehr entsprechen.
Oft treffen wir unsere Farbauswahl rein aus dem
174
Bauch heraus, doch mit etwas Übung können wir unsere
Entscheidung ganz bewusst im Hinblick auf die jeweils
beabsichtigten psychologischen oder spirituellen Wirkun-
gen fällen. Wie oft hat man uns gesagt, dass uns bestimm-
te Farben gut stehen? Wie oft haben wir das Gleiche zu
anderen gesagt? Dass wir so etwas bemerken, lässt auf
eine Farben-Sensibilität schließen, der wir allerdings
meistens keine größere Beachtung schenken.
Es gibt bestimmte Lebensphasen, in denen ganz be-
stimmte Farben in unserer Garderobe dominieren, und je
nach J ahreszeit tragen wir manche Töne lieber als andere.
Instinktiv wissen wir, welche Farben wir wann brauchen.
J eder von uns hat ein eigenes, individuelles Energiesys-
tem und einen ganz spezifischen Biorhythmus. Darum ist
es wichtig, im Hinblick auf die Farbwahl nicht irgendwel-
chen modischen Trends nachzujagen, sondern uns von
unserer Intuition leiten zu lassen. Anhand der physischen
und metaphysischen Wirkungen, die den gewählten Far-
ben zugesprochen werden, können wir dann Rückschlüsse
darauf ziehen, welche Muster in unserem Leben gerade
aktuell werden oder in welche Richtung wir uns bewegen.
Es gibt zum Beispiel Menschen, die im Herbst generell
Herbstfarben (dunklere, erdige Töne) und im Frühling
Frühlingsfarben (eher pastellige Töne) tragen. Sie bleiben
dieser Regel selbst dann treu, wenn sie im Herbst Lust auf
Frühlingsfarben hätten. Marketingstrategen reden uns noch
dazu ein, dass man in der warmen Jahreszeit außer zu spe-
ziellen Anlässen keine dunklen Sachen tragen dürfe. Fragt
175
man nach logischen Gründen für diese Kleidervorschriften,
erhält man sehr wahrscheinlich die Auskunft, dunkle Töne
wirkten isolierend und seien darum in der heißen J ahreszeit
zu warm. Und doch kann es auch im Frühling oder im
Sommer Tage geben, an denen es uns gut tut, schwarz zu
tragen. Womöglich brauchen wir genau diese Energie, um
uns zu erden oder abzugrenzen oder auch, um uns inmitten
der Alltagshektik in ein Gefühl des Friedens zu hüllen
(weitere Informationen zur Farbe schwarz weiter hinten in
diesem Kapitel). Haben Farben eine größere Wirkung auf
uns, als wir gemeinhin annehmen? Können Farben Einfluss
auf unser physisches, emotionales, mentales und geistiges
Wohlbefinden ausüben?
Die Antwort lautet: J a! Wir müssen nur lernen, unsere
Reaktionen darauf zu deuten. Sie brauchen sich bloß ein-
mal die folgenden einfachen Fragen zu stellen:
• Welches ist Ihre Lieblingsfarbe?
• Wie fühlen Sie sich, wenn Sie sie tragen? Was macht
dabei den Unterschied zu anderen Farben aus?
• Gibt es Farben, die Sie generell stärker ansprechen als
andere?
• Gibt es Farben, die Sie überhaupt nicht gern tragen?
• Gibt es Farben, die Sie generell nicht mögen?
Es kann sehr hilfreich sein, einen Monat lang ein Farbta-
gebuch zu fuhren. Notieren Sie darin, in welchen Farben
Sie sich jeweils gekleidet haben, und machen Sie sich
abends Notizen zu den Aktivitäten des Tages und deren
Verlauf. Versuchen Sie, im Laufe des Monats die glei-
176
chen Farben mindestens zwei- bis dreimal zu tragen, und
schauen Sie am Monatsende, ob es zwischen diesen Ta-
gen irgendwelche Parallelen gibt.
Gab es Tage, an denen Sie besonders produktiv waren
oder an denen es hektischer zuging als sonst? Tage, an
denen Sie voller Energie waren oder die Sie als schreck-
lich anstrengend erlebten? Welche Farben trugen Sie an
diesen Tagen? Gab es Farben, auf die Sie häufiger Lust
hatten als auf andere?
Befassen Sie sich dann mit den Eigenschaften von
Licht und Farben. Lesen Sie nach, welche esoterischen
Aspekte damit verbunden sind. Sie sollten deuten können,
warum Sie für Ihre Kleidung eine bestimmte Farbwahl
getroffen haben. J e mehr Sie über dieses Thema wissen,
desto eher können Sie die sich daraus ergebenden subtilen
Wirkungen auf Ihr Leben erkennen und verstehen, warum
Sie bestimmte Farben wählen – für Ihre Kleidung, die
Wände Ihres Arbeitszimmers, Ihr Auto usw.
Bedenken Sie, dass Farbe eine Eigenschaft des Lichts
ist. Durch die Brechung wird Licht in Wellen unterschied-
licher Länge oder Frequenz zerlegt, so dass wir die ein-
zelnen Farben erhalten. Wenn wir ein Prisma ins Sonnen-
licht halten, werden die Strahlen so zerlegt, dass auf der
anderen Seite die Farben des Regenbogens sichtbar wer-
den. Aus ihnen setzt sich das Spektrum des Lichts zu-
sammen. Es gibt eine Vielzahl von Schattierungen, die
jeweils ganz spezielle Eigenschaften aufweisen.
Da jede Farbe – d. h. jede Lichtfrequenz – ihre eigenen
177
Charakteristika hat, wirkt sie auf jeweils ganz besondere
Weise auf die verschiedenen Energien der menschlichen
Essenz. Diejenigen, die dem höheren Frequenzspektrum
des Lichts angehören, sprechen die höherfrequenten Be-
reiche des Gehirns an. Solche mit niedrigerer Frequenz
nehmen Einfluss auf die dem niedrigeren Bandbereich
zugeordneten Systeme und Energien des physischen Kör-
pers. Die folgende Tabelle gibt einen groben Überblick
darüber, wie die einzelnen Lichtfrequenzen auf den unter-
schiedlichen Ebenen auf uns wirken:

physisch beruhigend = Grün, Hellblau
belebend = Orange
stimulierend = Rot
emotional beruhigend = Himmelblau, Türkis
belebend = Pfirsich
stimulierend = Orange
mental beruhigend = Indigo
belebend = Smaragdgrün
stimulierend = Gelb
geistig beruhigend = Blau
belebend = Gold
stimulierend = Violett, Lila

Farbe ist die konzentrierte Form einer bestimmten Licht-
frequenz. Sie kann stimulierend oder deprimierend, kons-
178
truktiv oder destruktiv, anziehend oder abstoßend wirken.
Jede Farbe hat ihren spezifischen Effekt und kann zum
Zweck der Heilung und des Ausgleichs ebenso wie zur Ak-
tivierung tieferer Bewusstseinsebenen eingesetzt werden.
Um mit Farben heilen zu lernen, sind zwei Dinge zu
tun: Zum einen müssen Sie sich die jeweiligen individuel-
len Eigenschaften einprägen. Dabei helfen Ihnen die Aus-
führungen in diesem Kapitel. Zum anderen müssen Sie
sich mit speziellen Techniken zur Farbprojektion und -
absorption vertraut machen, wie sie im nächsten Kapitel
vorgestellt werden.
Wenn Sie Farben für therapeutische Zwecke nutzen
wollen, müssen Sie an Ihrer Sensibilität arbeiten und ein-
schlägiges Wissen aufbauen. J e besser Sie über sie Be-
scheid wissen, desto leichter wird es Ihnen fallen, sie als
Mittel zur Heilung und energetischen Harmonisierung
einzusetzen. In einem meiner früheren Bücher, Mit Far-
ben heilen. Mehr Lebenskraft durch Licht, habe ich eine
Reihe von Übungen beschrieben, um das Gespür für Far-
ben und Licht zu verbessern.
Es würde den Rahmen dieses Buches sprengen, diese
noch einmal im Einzelnen aufzuführen. Die folgenden
Anregungen zur Schulung der Sensibilität mögen an die-
ser Stelle genügen:

Mit Farben spielen
Im Grunde geht es darum, sich mit all den verschiede-
nen Farbschattierungen vertraut zu machen, die es gibt:
179
Besorgen Sie sich eine 64er-Packung Wachsmalkreide.
Die meisten Menschen kennen diese Stifte aus ihrer
Kindheit, und wenn ich die Farben beschreiben soll, die
ich beim Auralesen oder Heilen sehe, beziehe ich mich
auch heute noch gern auf diese Palette. Alternativ können
Sie jedoch auch jeden anderen Satz von Buntstiften oder
Markern nehmen.
Spielen Sie mit den Farben, zeichnen Sie damit. Kau-
fen Sie sich ein Malbuch, und malen Sie es aus. Halten
Sie sich nicht an die natürlichen Farben der Objekte. Sind
beispielsweise Tiere abgebildet, dann geben Sie ihnen
doch ruhig einmal eine Phantasiefarbe, die Ihnen gerade
in den Sinn kommt. Sie können sie auch ganz bunt aus-
malen. Achten Sie während des Malens darauf, wie Sie
sich fühlen. Welche Farben sagen Ihnen am meisten zu?
Befassen Sie sich mit ihnen. Besorgen Sie sich eine »Ma-
len-nach-Zahlen«-Vorlage, und ignorieren Sie beim Aus-
malen die angegebenen Farbnummern. Verwenden Sie
die Farben, auf die Sie Lust haben, auch wenn sie noch so
ungewöhnlich sind. Genießen Sie das kreative Schaffen.
Der Umgang mit Farben kann tief beglückend sein. Sie
werden überrascht sein, wie leicht es ist, sich auf das
Ausmalen einzulassen und dabei die Zeit zu vergessen.

Legen Sie einen Farbkreis an
Zeichnen Sie einen großen Kreis auf einen Bogen Pa-
pier. Unterteilen Sie diesen in so viele Abschnitte, wie Sie
möchten (mindestens zwölf). Malen Sie jeden davon in
180
einer anderen Farbe aus. Sie können einen Abschnitt für
jede Farbe in Ihrer Stifte-Palette vorsehen. Halten Sie
beim Ausmalen keine bestimmte Reihenfolge ein. Wäh-
rend des Malens spüren Sie ganz automatisch, welche
Töne besser und welche weniger gut zueinander passen,
denn Ihr Farbgefühl verfeinert sich zusehends.
Da bei dieser Übung so viele Farben zum Einsatz
kommen, wirkt sie wunderbar ausgleichend und beruhi-
gend. Sie gleicht die Chakren aus und bringt die feinstoff-
lichen Energieströme in Körper, Geist und Seele in Ein-
klang. Malen Sie weitere kleinere Farbkreise, in denen Sie
nur zwei oder drei Farben miteinander kombinieren. Spü-
ren Sie nach, welche Gefühle diese in Ihnen auslösen.
Achten Sie auf Ihren Körper, Ihre Emotionen und Ihren
Gemütszustand vor, während und nach dem Malen. Sie
werden über die Wirkungen erstaunt sein!

Die Bedeutung der Farben
Die im Folgenden beschriebenen Assoziationen und
Einsatzmöglichkeiten sollen lediglich als Orientierungs-
hilfe dienen. Sie sind nicht in Stein gemeißelt, sondern
sollen Ihnen den Einstieg in den eigenständigen Umgang
mit Farben erleichtern. Im Laufe der Zeit werden Sie
merken, dass Sie mit manchen Tönen effizienter arbeiten
können als mit anderen. Auch werden Sie erleben, dass
manche Farben je nach Tagesverfassung womöglich gar
nicht wirken. Denken Sie daran, dass jeder Mensch einzi-
gartig ist und entsprechend individuell reagiert.
181
In solchen Fällen gilt es, zu experimentieren und auf
die eigene Intuition zu vertrauen, um die besten Farben
bzw. Farbkombinationen herauszufinden. Vergessen Sie
nicht, dass sich auch hier die Therapie stets an den Be-
sonderheiten des Einzelfalls orientieren muss.
Führen Sie sich stets vor Augen, dass für den Körper
und die Chakren sämtliche Farben von Bedeutung sind.
Den Chakren wird zwar oft eine bestimmte Farbe zu-
geordnet, die von ihnen besonders häufig und intensiv
gebraucht wird. In dem Maße aber, wie Sie tiefer in die
Materie eindringen, werden Sie feststellen, dass manche
Energiezentren und die dazugehörigen physiologischen
Systeme daneben auch andere Farben benötigen. J eder
Mensch ist nun einmal verschieden, so dass das Hei-
lungskonzept jeweils individuell angepasst werden muss.
Erst mit zunehmender Erfahrung werden Sie herausfin-
den, welche Methode oder Kombination von Methoden in
Ihrem persönlichen Fall am besten funktioniert.
Und noch etwas ist zu bedenken: Männer und Frauen
reagieren unterschiedlich auf Farben. Nehmen wir zum
Beispiel Rot. Auf Männer wirkt eher das rot-
orangefarbene Spektrum anziehend und belebend. Frauen
dagegen sprechen meist besser auf rot-violette Töne an.
Obwohl die meisten Männer kein Rosa mögen, finden
Frauen Männer oft besonders attraktiv, wenn sie sich in
dieser Farbe kleiden. Wer seine Wirkung auf das andere
Geschlecht verstärken möchte, kann bewusst Farben wäh-
len, die ihm die größtmögliche Aufmerksamkeit sichern.
182
Wie immer reicht auch die Wirkung der Farben weit über
das Physische hinaus. In den meisten Buchhandlungen
und Bibliotheken gibt es eine ganze Reihe von Büchern
über die Psychologie der Farben, deren Lektüre auch all
jenen ans Herz zu legen ist, die sich aus therapeutischem
Interesse mit dem Thema befassen.

Weiß
Stichworte: Läuterung, Reinigung, Öffnung
Physischer Anwendungsbereich: Sämtliche Körpersys-
teme. Weiß beinhaltet das komplette Lichtspektrum. Es
wirkt stärkend und kann zur Läuterung und Reinigung des
gesamten Energiesystems eingesetzt werden. Es kann die
höhere Kreativität im Menschen erwecken. Bestehen
Zweifel darüber, welche Farbe einzusetzen ist, können Sie
mit Weiß kaum etwas falsch machen. Auch empfiehlt es
sich, das Energiesystem des Behandelten jeweils am An-
fang und Ende einer Therapiesitzung mit Weiß zu stabili-
sieren und generell zu stärken. Während der Behandlung
eingesetzt, verstärkt Weiß die Wirkung aller anderen Far-
ben.

Schwarz
Stichworte: Schutz, Erdung, Stärkung
Physischer Anwendungsbereich: Bei der Arbeit mit
Polaritäten ist schwarz gut in Kombination mit Weiß ein-
setzbar. Auch Schwarz enthält sämtliche Farben des
Spektrums. In der Vergangenheit hat es bezüglich dieser
183
Farbe einige Verwirrung gegeben. Viele Menschen haben
Angst, Schwarz zu Therapie- und Heilzwecken zu ver-
wenden, doch ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dies
manchmal durchaus sinnvoll sein kann. Schwarz wirkt
schützend. Besonders auf extrem sensible Menschen hat
es einen erdenden und beruhigenden Effekt. Gleichzeitig
aktiviert und stärkt es die magnetischen oder weiblichen
Energien im Körper.
Schwarz sollte stets sparsam eingesetzt werden, da ein
Übermaß Depressionen auslösen oder verstärken kann.
Am effizientesten wirkt es, wenn man es in Kombination
mit Weiß zum Ausgleich der Polaritäten verwendet, und
zwar insbesondere wenn dem Behandelten die Kontrolle
über sein Leben zu entgleiten droht. Dabei wird das Un-
terbewusstsein aktiviert und in die Lage versetzt, die Din-
ge des Lebens – und seien sie noch so verrückt – wieder
in die richtige Perspektive zu rücken. Für sich allein wird
Schwarz nur selten verwendet. Meist erfolgt der Einsatz
in Kombination mit einer anderen Farbe.

Die Farben des Regenbogens

Rot
Stichworte: Stärkung der Lebenskraft, des Willens und
der Sexualität; stimulierend
Physischer Anwendungsbereich: Kreislaufsystem und
Sexualität. Rot wirkt anregend auf den allgemeinen Ener-
giepegel des Stoffwechsels und der unteren Extremitäten
184
sowie im Zusammenhang mit den meisten Beschwerden,
die das Blut betreffen. Es ist eine generell stimulierende
Farbe, die speziell das Basis-Chakra energetisiert. Es
wirkt wärmend und aktivierend und erweckt unsere Le-
benskraft auf der körperlichen Ebene. Eingesetzt wird es
bei Erkältungen, Kreislaufschwäche, Anämie und Ver-
schleimungsbeschwerden. Rot stärkt die physischen
Energien und den Willen des Menschen. Es kann tiefere
Leidenschaften und Gefühle wecken – von sexueller Be-
gierde und Liebe über Mut bis hin zu Hass und Rache.
Zu viel Rot kann zu übermäßiger Stimulation führen
und bestimmte Beschwerden verschlimmern. Hoher Blut-
druck deutet auf zu viel rote Energie im System hin. Rot
kann zur Erhöhung der Körpertemperatur und Energeti-
sierung des Blutes eingesetzt werden. Um es auszuglei-
chen, wird die Farbe Grün verwendet.

Orange
Stichworte: Aktivierung, Aufrichtung, Optimismus,
Mobilisierung von Energiereserven
Physischer Anwendungsbereich: Muskulatur, Aus-
scheidungssystem, psychosomatische Krankheitsbilder.
Orange wirkt auf das Milz-Chakra. Es ist die Farbe der
Freude, Weisheit und Kreativität, weckt Gefühle der so-
zialen Verbundenheit und beeinflusst unsere emotionale
Gesundheit. Ein Übermaß an Orange führt zu einer Über-
reizung der Nerven und sollte mit blau-grünen Tönen
ausgeglichen werden. Therapeutisch kann die Farbe bei
185
Beschwerden im Bereich von Milz, Bauchspeicheldrüse,
Magen, Darm, Nebennieren, Nahrungsaufnahme und
Depression eingesetzt werden.
Menschen, die sich emotional wie gelähmt fühlen, tut
diese Farbe gut – besonders, wenn man pfirsichfarbene
Schattierungen wählt. Die Farbe Pfirsich oder Apricot
stärkt die Aura und vermittelt ein Gefühl der zusätzlichen
emotionalen Abfederung im Genesungsprozess. Ebenso
wie die meisten anderen Töne des Orange-Spektrums
kann es zur Belebung des physischen Körpers eingesetzt
werden. Nach überstandener Krankheit wirkt es dank
seiner positiven Wirkung auf die Ausscheidungsorgane
überaus tonisierend.

Gelb
Stichworte: Geistige Aktivität, intellektuelle Stärke
und Kapazität, Erwachen
physischer Anwendungsbereich: Verdauungssystem,
Magen-Darm-Trakt, Nebennieren, linke Gehirnhälfte.
Gelb beeinflusst in erster Linie das Solarplexus-Chakra.
Es wirkt geistig stimulierend und kann bei Depressionen
eingesetzt werden, da es Begeisterung und Lebensfreude
zu wecken vermag. Gleichzeitig ist es dank seiner positi-
ven Wirkung auf Magen, Darm, Nieren sowie den Ma-
gen-Darm- bzw.
Verdauungstrakt insgesamt zur Behandlung von Ver-
dauungsstörungen hilfreich. Auch die meisten Formen
von Kopfschmerz lassen sich mit Gelb lindern. Goldgelbe
186
Töne wirken wohltuend auf Körper und Geist. Sie können
zur Erhöhung der Lernbereitschaft und -fähigkeit einge-
setzt werden.
Gelb fällt auf. Es ist eine der Farben, die einem in der
Regel zuerst ins Auge springen. Es kann Ängste und geis-
tige Anspannung erzeugen bzw. anzeigen. Ein Übermaß
an Gelb sollte mit Farben aus dem Blau-Spektrum aus-
geglichen werden.

Grün
Stichworte: Gleichgewicht, Wachstum, Beruhigung
Physischer Anwendungsbereich: Kreislaufsystem,
Sympathikus, psychosomatische Beschwerdebilder. Grün
sollte wegen seiner wachstumsanregenden Eigenschaften
nie zur Behandlung von Tumoren, Krebs oder anderen
bösartigen Krankheiten eingesetzt werden. Grün ist die
auf unserem Planeten am häufigsten vorkommende Farbe.
Es wirkt ausgleichend auf unseren Energiehaushalt und
kann zur Steigerung der Sensibilität und des Einfühlungs-
vermögens eingesetzt werden. Auf der körperlichen Ebe-
ne wirkt es besonders bei entzündlichen Prozessen lin-
dernd, aber auch auf das vegetative Nervensystem hat es
einen beruhigenden Effekt. Hellere, eher bläuliche Grün-
töne sind universell für die meisten Heilzwecke einsetz-
bar. Auch zur Erweckung von Freundlichkeit, Hoffnung,
Glaube und Frieden kann Grün genutzt werden. Bei geis-
tiger Überanstrengung wirkt es beruhigend und vitalisie-
rend.
187
Grün hat eine starke Wirkung auf das Herz-Chakra und
kann zur Behandlung von Herzbeschwerden, Bluthoch-
druck, Geschwüren, Erschöpfung und Kopfschmerzen
eingesetzt werden.

Blau
Stichworte: Frieden, Glaube, höhere Ziele, kreativer
Ausdruck
Physischer Anwendungsbereich: Atmungsapparat, Au-
gen, Ohren, Nase, Hals, Venen. Blau wirkt kühlend auf
den Organismus. Es entspannt, beruhigt den Energiefluss
im Körper und hat antiseptische Eigenschaften. Auf die
Atmungsorgane hat es einen stärkenden, ausgleichenden
Effekt. Hilfreich ist es bei hohem Blutdruck, Halsbe-
schwerden aller Art und bei Venenproblemen. Asthma,
Gelbsucht und Rheuma lassen sich damit ebenso wir-
kungsvoll behandeln wie Windpocken und Kinderkrank-
heiten aller Art. Generell leistet die Farbe bei der Behand-
lung von Kindern gute Dienste.
Blau kann zur Erweckung der Intuition ebenso wie zur
Linderung von Einsamkeitsgefühlen eingesetzt werden.
Es fördert den künstlerischen Ausdruck und die Inspirati-
on und ist besonders wirkungsvoll in Kombination mit
den warmen Farben des Rot-Orange-Spektrums.

Indigo
Stichworte: Integration, Reinigung, veränderte Be-
wusstseinszustände
188
Physischer Anwendungsbereich: Hormon- und
Fortpflanzungssystem, Infektionen sowie die meisten
Beschwerden im Kopf- und Gesichtsbereich. Indigo und
dunklere Blautöne sind dynamische Heilfarben, die so-
wohl auf der spirituellen als auch der physischen Ebene
wirksam sind. Sie aktivieren das Stirn-Chakra und wirken
ausgleichend auf sämtliche Beschwerden, die mit diesem
Energiezentrum in Zusammenhang stehen. Außerdem
haben sie einen stärkenden Effekt auf das Lymph-, Drü-
sen- und Immunsystem. Als hervorragendes Blutreini-
gungsmittel kann Indigo zur körperlichen Entgiftung ein-
gesetzt werden. Auch bei Beschwerden im Lungenbereich
ist es hilfreich. Gleichzeitig ist es eine Farbe, die harmo-
nisierend auf die beiden Gehirnhälften sowie sämtliche
sie verbindenden Synapsen wirkt.
Indigo lässt sich gut zur Behandlung sämtlicher Be-
schwerden im Gesichtsbereich (einschließlich Augen,
Ohren, Nase, Mund und Nebenhöhlen) einsetzen. Es hat
eine beruhigende Wirkung und kann in der Meditation
verwendet werden, um tiefere Bewusstseinszustände zu
erreichen. Unter seinem Einfluss wachsen Hingabebereit-
schaft und Intuition. Obsessionen können sich auflösen.
Ein Übermaß an Indigo kann Depressionen und ein Ge-
fühl der sozialen Isolation auslösen. Zum Ausgleich emp-
fehlen sich sanfte Orangetöne.

Violett
Stichworte: Reinigung, Transformation, gelebte Spiri-
189
tualität
Physischer Anwendungsbereich: Skelett und Nerven-
system, Venen, Krebs und Tumorerkrankungen. Violett
energetisiert das Kronen-Chakra. Es stärkt Knochen und
Nerven, wirkt ausgesprochen antiseptisch und reinigt den
Körper sowohl physisch als auch spirituell. Außerdem
trägt es zu einem Ausgleich der Energien zwischen diesen
beiden Ebenen bei. Bei Krebserkrankungen lässt sich die
Farbe wirksam einsetzen. Arthritische Beschwerden kön-
nen mit ins Blau gehenden Schattierungen gelindert wer-
den. Violett unterstützt den Körper bei der Aufnahme von
Nähr- und Mineralstoffen.
Inspiration und Bescheidenheit werden unter dem Ein-
fluss dieser Farbe ebenso stimuliert wie die Traumaktivi-
tät. In der Meditation kann sie uns den Zugang zu frühe-
ren Leben erleichtern, und zwar besonders zu jenen, die in
unser heutiges Leben hineinwirken. Echtes Violett setzt
sich je zur Hälfte aus Blau und Rot zusammen. Damit
bildet es eine Brücke zwischen dem Physischen und dem
Spirituellen und erinnert uns daran, dass beide Aspekte in
unserem Dasein Raum haben sollten. So hilft uns die Far-
be, den weltlichen Aspekt des Lebens (einschließlich des
physischen Wohlbefindens) so mit dem spirituellen in
Einklang zu bringen, dass wir niemals den Realitätsbezug
verlieren.

190
Andere Farben mit Heilwirkung

Aqua (Türkis und andere helle Blau-Grün-
Töne)
Stichwort: Universell einsetzbar
Physischer Anwendungsbereich: Atmungsapparat und
Stoffwechsel. Aqua wirkt kühlend auf den Organismus
und lässt sich daher zur Linderung fiebriger Erkrankun-
gen ebenso wie zur Beruhigung sämtlicher physiologi-
scher Systeme einsetzen. Auch bei entzündlichen Prozes-
sen erweist sich der kühlende Effekt als vorteilhaft. In
dieser Farbe sind die Vorzüge von Blau und Grün vereint.
Sie vitalisiert den Organismus, wirkt reinigend und kann
zur Behandlung von Hautproblemen, Halsbeschwerden,
akuten Schmerzzuständen und hier insbesondere Ohren-
schmerzen eingesetzt werden. Atmungsbeschwerden las-
sen sich damit lindern, so dass Aqua in der Behandlung
von Asthma und Bronchitis einen festen Platz haben sollte
– und zwar ganz besonders, wenn Kinder betroffen sind.
Regelmäßig durchgeführt, können Atemmeditationen mit
Aqua das Auftreten starker Asthmaanfälle verhindern.

Blau (Königsblau)
Stichwort: Reinigung
Physischer Anwendungsbereich: Unterstützt den Or-
ganismus bei der Sauerstoffaufnahme, da es sowohl auf
der externen als auch der internen Ebene den Gasaus-
tausch erleichtert.
191
Es schafft geistige Klarheit und kann hilfreich bei phy-
sischen Beschwerden sein, die das Gehirn betreffen. Dar-
über hinaus wirkt es lindernd bei Depressionen und psy-
chosomatischen Beschwerden.

Braun
Stichworte: Erdung und Stabilisierung
Physischer Anwendungsbereich: Auch Braun ist eine
wirksame Heilfarbe. Besonders empfehlenswert ist sie zur
Stabilisierung von Erregungszuständen aller Art. Sie be-
ruhigt und erdet in Phasen der emotionalen und extremen
geistigen Belastung. Mit Braun lässt sich der gesunde
Menschenverstand wecken und das kritische Urteilsver-
mögen stärken.
Es ist die Farbe, die uns auf den Boden der Tatsachen
bringt und damit jeder Form von »Abgehobenheit« entge-
genwirkt. Wenn Braun in der menschlichen Aura zu se-
hen ist, kann das auf eine Notwendigkeit zur Erdung hin-
deuten.
Nimmt es Schattierungen an, die ich hier einmal salopp
als »Kotzbraun« bezeichnen will, lässt das meist auf einen
Infektionsherd im Körper bzw. einen entzündlichen Pro-
zess in dem Bereich schließen, über dem sich die Farbe in
der Aura zeigt. Braun kann zur Stabilisierung sämtlicher
physiologischen Systeme eingesetzt werden. Auch einer
Hyperaktivität bei Kindern lässt sich damit effizient ent-
gegenwirken, und zwar besonders mit Farbkombinationen
von Rostrot bis hin zu tiefem Dunkelbraun.
192
Gold
Stichworte: Stärkung und Öffnung
physischer Anwendungsbereich: Immunsystem, Herz.
Gold lässt sich mit anderen Farben kombinieren, um de-
ren positive Wirkungen zu verstärken, ohne eine Überrei-
zung des Organismus zu riskieren. Auf das Herz wirkt es
ausgesprochen tonisierend; darum kann es bei Herzbe-
schwerden aller Art eingesetzt werden, speziell auch zur
Stärkung nach operativen Eingriffen. Gold stärkt sämtli-
che Energien, welche das Immunsystem betreffen. So
hilft es, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und auf
diese Weise den Zustand des physiologischen Gleichge-
wichts im Körper wiederherzustellen. Gleichzeitig wird
unter dem Einfluss dieser Farbe die Begeisterungsfähig-
keit gestärkt.

Zitronengelb
Stichwort: Geistige Stimulation
Physischer Anwendungsbereich: Verdauungssystem,
linke Gehirnhälfte. Zitronengelb wirkt vitalisierend und
stimulierend auf das Gehirn und kann daher mit Erfolg
bei der Behandlung von speziell in diesem Bereich auftre-
tenden Krankheitsbildern wie Alzheimer, Altersverwirrt-
heit usw. eingesetzt werden. Auch zur generellen Stimula-
tion der natürlichen zerebralen Leistungsfähigkeit kann es
gute Dienste leisten. Zitronengelb enthält stets Grünantei-
le, die mit ihrer reinigenden Wirkung dazu beitragen,
Gifte an die Oberfläche zu schwemmen, damit diese aus-
193
geschieden werden können. Dies betrifft physische wie
emotionale Gifte gleichermaßen. Auch zur Behandlung
von Verdauungsproblemen sowie Blinddarmentzündung
kann die Farbe eingesetzt werden. Sie unterstützt den
natürlichen Verdauungsprozess und verbessert die Nähr-
stoffaufnahme durch den Körper. Auf diese Weise wirkt
sie sich positiv auf die Gewebe und den Knochenbau aus.

Rosa
Stichwort: Linderung
Physischer Anwendungsbereich: Hautprobleme und
Entzündungen, Immunsystem. Rosa wirkt auf sämtlichen
Ebenen – der physischen wie allen anderen – beruhigend.
Im mentalen und emotionalen Bereich kann es eingesetzt
werden, um Gefühle des Zorns und der Vernachlässigung
zu lindern. Auch lassen sich damit Mitgefühl und Liebe
erwecken und ein Zustand der inneren Reinheit herstellen.
Im Rahmen der Meditation eingesetzt, verleiht uns diese
Farbe Einsicht in tiefere Wahrheiten. Emotional schenkt
uns Rosa ein Gefühl des Trostes. Auf der physischen
Ebene ist es vor allem bei der Behandlung von Hautprob-
lemen wirksam, besonders in Kombination mit Aqua.
Gleichzeitig stimuliert es die Thymusdrüse und die Im-
munabwehr.

Lila
Stichwort: Intensive Reinigung
physischer Anwendungsbereich: Körperliche Entgif-
194
tung. Die Farbe Lila wird von vielen Menschen wegen
ihres hohen Schwingungsniveaus geschätzt, dem sie ihre
reinigende Wirkung verdankt. Ihr Einsatz ist immer dann
angezeigt, wenn es um eine starke Entgiftung des Körpers
geht – beispielsweise im Fall von Krebserkrankungen
oder Vorstufen von Krebs. Aufgrund seiner hohen
Schwingung sollte Lila stets sparsam verwendet werden.
Im Übermaß eingesetzt, kann es Depressionen auslösen
oder verschlimmern.
Lila wirkt stimulierend bei Venenleiden. Darüber hi-
naus kann es bei Kopfschmerzen Linderung verschaffen.
Die Farben des Rot-Lila-Spektrums sind hilfreich zum
Ausgleich der körperlichen Polaritäten; die Farben des
Blau-Lila-Spektrums unterstützen Schrumpfungsprozesse
(wichtig bei Tumorerkrankungen) und wirken kühlend
und lindernd bei Entzündungen.

Silber
Stichworte: Öffnung und intuitive Klärung
Physischer Anwendungsbereich: Klärung von Krank-
heitsursachen. Ähnlich wie Weiß kann auch Silber die
Wirkung anderer Farben verstärken. In der Meditation
eingesetzt, kann es dazu beitragen, Klarheit über die me-
taphysischen Ursachen von Krankheiten oder Beschwer-
den zu erhalten und so die Rückfallneigung zu reduzieren.
Bleiben nämlich die Gründe, die hinter einem Krank-
heitsgeschehen stecken, unerkannt, ist die Wahrschein-
lichkeit für ein erneutes Auftreten der Probleme hoch.
195
Silber kann außerdem verwendet werden, um die kreative
Vorstellungskraft zu erwecken bzw. effizienter einzuset-
zen. Es wirkt stimulierend und balancierend auf die weib-
lichen Energien, und hier vor allem auf die Yin-
Meridiane.

Häufige Beschwerdebilder und die
dazugehörigen Heilfarben

Die nachstehende Übersicht ist als Orientierungshilfe
gedacht; sie ist keinesfalls bindend. Die vorgeschlagenen
Farben sollen Ihnen lediglich als Ausgangspunkt für eige-
ne Erfahrungen mit dieser Therapieform dienen. Auch
sollen sie die schulmedizinische Behandlung nicht erset-
zen. Vielmehr will ich Ihnen das Instrumentarium an die
Hand geben, um selbst im Heilungsprozess aktiv zu wer-
den. Nutzen Sie die Tabelle also als Grundlage, um Ihr
eigenes Farbsystem zu entwickeln.
Finden Sie heraus, was bei Ihnen persönlich am besten
funktioniert. Bedenken Sie, dass Sie die einzelnen Farben
unter Umständen in unterschiedlicher Intensität anwenden
müssen. Was genau im Einzelfall hilft, lässt sich oft nur
durch Experimentieren herausfinden.
Setzen Sie jeweils zu Beginn und zum Abschluss einer
Sitzung die Farbe Weiß ein. Dies verstärkt nicht nur die
Wirkung der Behandlung, sondern harmonisiert gleichzei-
tig, so dass sich die Beschwerden durch die Behandlung
auf keinen Fall verschlimmern können. Führen Sie sich
196
stets vor Augen, dass die Farben des Rot-Spektrums auf
der physischen Ebene stimulierend und wärmend wirken.
Blautöne beeinflussen die geistige Ebene und haben einen
kühlenden und reinigenden Effekt. Gelbtöne dienen als
Brücke zwischen beiden, denn sie wirken auf der seeli-
schen Ebene. Und alle drei gemeinsam bieten die Mög-
lichkeit, Körper, Seele und Geist zu heilen.

Häufige Beschwerdebilder
und die dazugehörigen Heilfarben
Beschwerdebild Heilfarben
Abszesse Blau, Blau-Violett
AIDS Rot, Indigo und Violett, gefolgt
von Rosa und Gold
Akne Rosa, Rot-Violett
Alkoholabhängigkeit Indigo, Gelb
Allergien Indigo, sanfte Orangetöne
Alzheimer Königsblau, Blau-Lila, gefolgt von
Gelb
Anämie Rot
Angstzustände Hellblau
Appetit, übermäßiger Indigo
Appetitlosigkeit Gelb, Zitrone
Arthritis Violett, Blau-Violett
Asthma Blau, Orange
Aufstoßen Gelb, Zitrone
Augenprobleme Indigo, Königsblau
BauchkrämpfeGelb, Zitrone
Blasen Puder oder Eisblau
Blasenbeschwerden Gelb-Orange
197
Blutdruck, hoher Blau, Grün
Blutdruck, niedriger Rot, Rot-Orange
Blutungen Blau-Grün
Bronchitis Blau, Blau-Grün, Türkis
Brustbeschwerden Rosa, Rot-Violett
Darmbeschwerden Gelb-Orange
Diabetes Violett
Ekzeme Zitrone
Entzündungen Blau
Epilepsie Türkis, dunkle Blautöne
Erkältungen Rot
Fieber Blau
Geschwüre Grün
Grippe Dunkelblau, Türkis, Violett
Hämorrhoiden Dunkelblau
Hautausschläge Zitrone und Türkis
Hautprobleme Rosa, Blau-Violett, Türkis
Herzbeschwerden Grün, Rosa
Heuschnupfen Rot-Orange
Infektionen Violett
Knochenbeschwerden Violett, Zitrone
Krebs Blau, Blau-Violett, gefolgt von
Rosa
Leber Kombinationen von Blau und Gelb
Leukämie Violett
Lungenentzündung Rot und Rot-Orange in Kombina-
tion mit Indigo
Menstruationsbeschweden Kombinationen von sanften Rot-
und Blau-Grün-Tönen
Nervenbeschwerden Grün, Blau-Grün-Töne
Nierenbeschwerden Gelb, Gelb-Orange
198
Parkinson Indigo
Schmerzen (Kopf) Blau, Grün
Schmerzen (Muskeln) Pastelltöne im Orangebereich
Schmerzen (Ohren) Türkis
Schmerzen (Zähne) Blau, Blau-Violett
Schwellungen Blassblau, Eisblau
Übelkeit Eisblau
Verbrennungen Blau, Blau-Grün
Verdauungsbeschwerden Gelb, Zitronengelb
Wachstumsbeschwerden Violett, Blau-Violett
199
Kapitel 7
Einfache Farbtherapien
In der Farbtherapie ist die Wahl der jeweils am besten
geeigneten Farben bisweilen noch am leichtesten zu tref-
fen. Zu wissen, auf welche Weise, in welcher Kombinati-
on und wie lange sie anzuwenden sind, ist dagegen nicht
immer ganz einfach zu sagen, zumal die Antwort auf die-
se Frage von Fall zu Fall unterschiedlich ausfällt. Die
Anwendungsdauer variiert je nach Befinden und Be-
schwerdebild. Vertrauen Sie auf Ihre Intuition, Ihr Ur-
teilsvermögen und die Reaktion des Behandelten. Begin-
nen Sie zunächst mit fünf bis zehn Minuten pro Farbe. In
den allermeisten Fällen dürfte das ausreichen.
Manchmal aber kann es nötig sein, die Behandlung
über mehrere Sitzungen auszudehnen, die entweder im
Laufe des Tages, der Woche oder auch über einen länge-
ren Zeitraum hinweg zu wiederholen sind. Seien Sie in
diesem Punkt ganz flexibel.
Auch die Anwendungsmethode hängt vom Einzelfall
ab. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, Farben
einzusetzen. Manche Farbtherapeuten arbeiten mit Stoff-
mustern, andere wickeln ihre Klienten in farbige Handtü-
cher ein. Wieder andere empfehlen, sich um des gesund-
heitlichen Wohlbefindens willen in bestimmten Farben zu
kleiden. Manche arbeiten mit farbigem Licht oder auch
200
mit Projektoren, die mit farbigen Filtern bestückt werden.
In diesem Kapitel werden vier Techniken der Farbanwen-
dung beschrieben, die Anfänger wie fortgeschrittene
Farbtherapeuten gleichermaßen mit Erfolg einsetzen kön-
nen:
• Regenbogen-Visualisation
• Farbprojektion mit den Händen
• Atemmeditation mit Farben
• Farbtherapie für die Chakren

Beschränken Sie sich in Ihrer Arbeit nicht auf die be-
schriebenen Methoden. Verändern und adaptieren Sie sie
und finden Sie heraus, welche Vorgehensweise bei Ihnen
persönlich am besten funktioniert.
Therapiemethode Nr. 1 
Regenbogen‐Visualisation 
Es gibt viele Varianten zu dieser Übung. Scheuen Sie sich
also nicht, sie Ihren Bedürfnissen entsprechend abzuwan-
deln. Es ist sinnvoll, sie regelmäßig, am besten täglich,
durchzuführen. Sie wirkt stärkend und heilend auf sämtli-
che Systeme und Energien im Körper, und zwar sowohl
auf der physischen wie auf der geistigen Ebene.

1. Setzen oder stellen Sie sich hin, was immer für Sie
bequemer und angenehmer ist. Schließen Sie die Au-
gen, und nehmen Sie drei tiefe, lange Atemzüge. Spü-
201
ren Sie, wie bei jedem Ausatmen etwas mehr Anspan-
nung von Ihnen abfällt.
2. Lassen Sie nun vor Ihrem geistigen Auge einen Re-
genbogen entstehen, der sich über Ihrem Kopf am
Himmel wölbt. Visualisieren Sie, wie eine Kristallku-
gel aus rotem Licht in einer kreiselnden Bewegung aus
diesem Regenbogen heraus von oben durch den Kopf
in Ihren Körper eindringt. Stellen Sie sich vor, wie Sie
nach und nach von dieser Spirale aus lebendiger roter
Energie erfüllt werden, die in Ihrem Körper immer
weiter nach unten sinkt und dabei nach und nach jeden
Bereich mit ihren heilenden Schwingungen durch-
dringt.
3. Konzentrieren Sie sich auf diese glühende, kristallene
Energie. Lassen Sie sie in ihrer kreiselnden Bewegung
bis hinab in die Füße fließen und Sie mit ihren
Schwingungen erfüllen, bis Sie sich schließlich ganz in
dieser Farbe sehen. Sobald die Kristallkugel aus rotem
Licht die Füße erreicht, löst sie sich auf, und die rote
Energie, die sie zurücklässt, wird von Ihrem Körper
aufgenommen. Sobald auch der letzte Rest an Farbe
aufgesogen ist, visualisieren Sie, wie sich eine orange-
farbene Kristallkugel aus dem Regenbogen über Ihrem
Kopf löst. Stellen Sie sich vor, wie auch sie in einer
kreiselnden Bewegung in Ihren Körper eindringt und
Sie ihrerseits von Kopf bis Fuß mit lebendiger orange-
farbener Energie durchflutet. Sobald die Kugel in den
Füßen angelangt ist, löst auch sie sich auf, und die
202
orangefarbene Energie wird von Ihrem Körper absor-
biert.
Setzen Sie die Übung mit allen übrigen Farben des Re-
genbogens fort: Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett.
Visualisieren Sie, wie der Körper nach und nach von
jeder einzelnen dieser Farben durchflutet wird und die-
se dann absorbiert.
4. Wenn Sie als letzte Farbe Violett in Ihren Körper ge-
sogen haben, sehen Sie, wie Ihr Körper Lebendigkeit,
Vitalität und Energie ausstrahlt. Spüren Sie, wie Sie
harmonisiert und geheilt werden. Stellen Sie sich dann
vor, wie sich der Regenbogen über Ihnen zu bewegen
beginnt, wie er immer weiter nach unten sinkt, bis er
Ihren Körper schließlich als dauerhafte, schützende
Hülle umschließt. Seien Sie gewiss, dass jedes Mal,
wenn Sie diese Übung wiederholen, der Regenbogen
in Ihnen und um Sie herum stärker wird und Sie auf
diese Weise immer lebendiger, gesünder und energie-
voller werden.
Therapiemethode Nr. 2 
Farbprojektion mit den Händen 
Wie wir an anderer Stelle gesehen haben, können wir mit
den Händen Energie übertragen. Konzentrieren wir uns
dabei zusätzlich auf eine bestimmte Farbschwingung,
erhöht das noch einmal die Wirksamkeit dieser Methode.
Haben Sie sich erst für die Farbe entschieden, die Sie
anwenden möchten, ist deren Projektion denkbar einfach:
203
1. Entspannen und zentrieren Sie sich.
2. Beginnen Sie, rhythmisch ein- und auszuatmen. Visua-
lisieren Sie dabei, wie sich Ihr Körper nach und nach
mit Energie füllt und wie sich diese in den Händen zu-
sammenzieht Stellen Sie sich diese Energie zunächst
als reines, kristallenes, weißes Licht vor.
3. Projizieren Sie diese Energie nun so, wie Sie es gelernt
haben, auf den Körper der zu behandelnden Person,
um sämtliche Systeme ihres Organismus zu stärken.
4. Halten Sie kurz inne, bis vor Ihrem geistigen Auge die
Farbe Gestalt angenommen hat, die Sie für die Be-
handlung ausgewählt haben. Während Sie weiter
rhythmisch ein- und ausatmen, spüren Sie, wie sich
diese Farbschwingung in Ihrem Körper ausbreitet und
Sie schließlich ganz erfüllt.
5. Sehen Sie vor Ihrem geistigen Auge, wie die Farbe
beim Einatmen in Sie ein- und beim Ausatmen aus Ih-
nen ausströmt. Wie Sie wissen, folgt die Energie im-
mer dem Geist. Wenn Sie sich auf eine bestimmte Far-
be konzentrieren, nimmt die mit den Händen projizier-
te Energie deren Schwingung an.
6. Setzen Sie die Visualisation so lange fort, bis Sie das
Gefühl haben, der gestörte Körperbereich sei harmoni-
siert und geheilt. Projizieren Sie nach einer kleinen
Pause mit den Händen noch einmal wie zu Beginn rei-
nes, kristallenes, weißes Licht. Dies unterstützt zusätz-
lich die Wirkung der gewählten Heilfarbe und stärkt so
erneut das körperliche Wohlbefinden.
204
Beispielbehandlung: Farbprojektion mit den Händen
Zu den am häufigsten auftretenden Beschwerdebildern
gehören zweifellos Kopfschmerzen. Diese sind zugleich
eines derjenigen Symptome, die sich am leichtesten mit
Farben auflösen lassen. Bei Kopfschmerzen liegt in den
meisten Fällen eine Überreizung des Stirn- oder Kronen-
Chakras vor. Durch eine Abkühlung dieser beiden Ener-
giezentren lassen sich die Schmerzen in den meisten Fäl-
len lindern, wenn nicht vollständig beseitigen.
Für diese Übung projizieren wir mit den Händen ein
weiches, kühles Blau oder eine Kombination aus Blau
und Grün.
Bei stärkeren Schmerzen, wie sie beispielsweise bei
Migräne auftreten, kann auch Indigo hilfreich sein.
Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um sich zu ent-
spannen. Fangen Sie dann an, langsam in einem für Sie
angenehmen Rhythmus ein- und auszuatmen. Spüren Sie,
wie beim Einatmen universelle, blaue Energie in Sie ein-
strömt und in Ihre Hände fließt.
Bitten Sie die betreffende Person, sich vor Sie hinzu-
setzen, die Augen zu schließen und sich zu entspannen.
Halten Sie Ihre Hände jeweils im Abstand von etwa fünf
bis acht Zentimetern vor ihre Stirn bzw. ihren Hinterkopf
(siehe Abbildung auf der nächsten Seite).
Atmen Sie weiter rhythmisch ein und aus. Spüren Sie,
wie die kühle blaue Energie aus Ihren Händen strömt.
Visualisieren Sie, wie sie den Kopf des Behandelten um-
hüllt und durchdringt. Stellen Sie sich vor, wie sie den
205
schmerzenden Bereich beruhigt, lindert und harmonisiert.
Manchmal kann es hilf reich sein, sich das Blau in Form
einer entsprechend gefärbten Aspirin-Tablette vorzustel-
len.
Führen Sie die Hände nun zu den Seiten des Kopfes.
Oft ist ein Energiestau in den Schläfen Ursache für die
Kopfschmerzen. Behandeln Sie diesen Bereich drei bis
fünf Minuten lang.
Viel länger dauert es meist nicht, bis sich eine spürbare
Besserung einstellt.

Kopfschmerzen durch Farbprojektion mit den Händen heilen
Energie folgt dem Geist. Wenn wir uns auf eine bestimmte Farbe
konzentrieren, überträgt sich deren Schwingung auf die Energie, die
wir mit den Händen projizieren. Die gewählte Farbe hat also Einfluss
auf die Art von Energie, die wir weitergeben. So können wir die
verschiedensten Beschwerden allein mit den Händen heilen oder
lindern.

206
Therapiemethode Nr. 3 
Atemmeditation mit Farben 
Wer eine einfache und doch wirksame Form der (Eigen-)
Farbtherapie sucht, für den bietet sich die Atemmeditation
an. Im Freien oder am offenen Fenster durchgeführt, ist
sie noch effizienter. Denken Sie daran, dass Luft im Kör-
per in Energie umgewandelt wird. Deren Schwingungs-
frequenz und Intensität hängt weitgehend von unseren
Gedanken ab. Beim Atmen unterschiedliche Farben zu
visualisieren kann bei verschiedenen Beschwerdebildern
hilfreich sein.
Noch ein Wort zur Atmung: Bei der richtigen Atmung
ist immer das Zwerchfell beteiligt. Legen Sie sich die
Hände sanft auf den Nabelbereich, und atmen Sie tief ein.
Spüren Sie, wie sie sich nach außen bewegen? Atmen Sie
langsam aus. Gehen die Hände dabei nach innen mit? Ist
dies der Fall, atmen Sie richtig. Die meisten Menschen
atmen nur in den oberen Brustraum. Dabei gelangt die
Luft nicht tief genug in den Körper, so dass zu wenig
Energie aufgenommen wird.

1. Machen Sie es sich bequem. Vielleicht ist es Ihnen am
angenehmsten, im Sitzen zu meditieren. Dann sollten
Sie auf jeden Fall darauf achten, dass Ihre Wirbelsäule
aufrecht ist. Legen Sie die Zungenspitze unmittelbar
hinter den vorderen Schneidezähnen an den Gaumen,
um das Konzeptions- mit dem Lenkergefäß zu verbin-
den.
207

Richtiges rhythmisches Atmen
Atmen Sie durch die Nase ein, und zählen Sie dabei bis zu einer
bestimmten Zahl. Halten Sie den Atem genauso lang an und atmen
Sie dann ebenso lang durch den Mund wieder aus. Bei jedem Einat-
men sollten Sie spüren, wie sich das Zwerchfell weitet.
208
2. Atmen Sie langsam durch die Nase ein, und zählen Sie
dabei bis fünf oder sechs. Halten Sie den Atem an, und
zählen Sie ebenfalls bis fünf oder sechs. Atmen Sie
wieder aus, und zählen Sie erneut bis fünf oder sechs
… Atmen Sie auf diese Weise, bis Sie einen langsa-
men, angenehmen Rhythmus gefunden haben.
3. Visualisieren Sie nun beim Einatmen, wie die einströ-
mende Luft die von Ihnen gewählte Farbe annimmt.
Stellen Sie sich vor, wie diese Farbe mit jedem Atem-
zug intensiver wird. Spüren und sehen Sie vor Ihrem
geistigen Auge, wie sie nach und nach Ihren ganzen
Körper erfüllt und sich dort immer stärker konzentriert.
Visualisieren Sie, wie sie den Bereich, welcher der
Heilung bedarf, mit ihren lindernden und harmonisie-
renden Kräften erfüllt. Schon fünf bis zehn Minuten
dieser Atemmeditation können genügen, um die ers-
taunlichsten Ergebnisse zu erzielen.
4. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Farbe Sie
wählen sollen, dann atmen Sie reines, kristallenes,
weißes Licht ein. Ebenfalls möglich ist es, einfach mit
den sieben Farben des Regenbogens zu arbeiten, nach
und nach die Chakren zu harmonisieren und damit den
gesamten Organismus zu energetisieren. Bedenken Sie
aber, dass die verschiedenen Farben auch bei der
Atemmeditation unterschiedliche Wirkungen haben:

Roter Atem
Energetisierend und wärmend. Wirkt bei Erkältungen
209
und Nebenhöhlenentzündungen. Entzieht den Schleim-
häuten Feuchtigkeit. Erhöht den allgemeinen Energiepe-
gel. Kann als schnelle Hilfe bei allen Grippe- und Erkäl-
tungssymptomen eingesetzt werden.

Rosafarbener Atem
Hilfreich bei allen Hautproblemen und bei Wasserein-
lagerungen im Gewebe. Lindert Gefühle des Zorns und
der Einsamkeit. Kann generell zur Behandlung der meis-
ten emotionalen und mentalen Spannungszustände einge-
setzt werden.

Orangefarbener Atem
Sorgt für emotionalen Ausgleich. Heilt Muskelbe-
schwerden. Kann bei manchen Formen von Atembe-
schwerden Linderung bringen. Weckt die Kreativität und
bringt die Lebensfreude zurück. Kombiniert bzw. ge-
mischt mit Rosa (=Pfirsich) wirkt er besonders wohl-
tuend auf die gesamte Muskulatur. Pfirsichfarbener Atem
kann uns außerdem widerstandsfähiger gegen unange-
nehme äußere Bedingungen machen.

Gelber Atem
Verbessert Lernbereitschaft und Gedächtnisleistung.
Unterstützt die Verdauung und den Gasaustausch. Gelb-
töne mit Goldanteil haben eine universelle Heilwirkung.
Über den Atem aufgenommen, bringen sie Linderung bei
Beschwerden im Kopfbereich.
210
Grüner Atem
Lindert nervliche Anspannung. Stärkt das Gefühl, aus-
reichend versorgt zu sein. Über die Atmung aufgenom-
men, können blassgrüne Töne den Weitblick schärfen und
uns helfen, schlechte Angewohnheiten zu überwinden.
Grüner Atem wirkt lindernd und kühlend auf die meisten
Körpersysteme, sollte aber nicht bei Krebs und Tumorer-
krankungen eingesetzt werden.

Blauer Atem
Beruhigend und lindernd. Bringt Erleichterung bei
Atembeschwerden. Weckt künstlerisches Talent. Wirkt
generell heilend auf Kinder. Leidet ein Kind unter Atem-
beschwerden, ist es sehr hilfreich, wenn es die Atemmedi-
tation mit der Farbe Blau erlernt.

Dunkelblauer Atem
Unterstützt den Heilungsprozess nach chirurgischen
Eingriffen. In Kombination mit einer Spur Grün fördert
die Farbe die Knochenheilung. Kann einen stärkenden
Effekt auf das endokrine System haben.

Türkisfarbener Atem
Lindert Atembeschwerden. Ist gut bei Arthritis. Kom-
biniert mit Rosa hilft die Farbe, ungesunde Essgewohn-
heiten zu überwinden. Sollte ebenso wie blauer Atem von
Kindern visualisiert werden, die unter asthmatischen oder
anderen Atembeschwerden leiden.
211
Violetter Atem
Stärkt den Knochenbau und das Nervensystem. Reinigt
den Körper und unterstützt Entgiftungsprozesse. Erleich-
tert die Einstimmung auf die geistige Ebene. Violetter
Atem kann helfen, den physischen und mentalen Aspekt
des menschlichen Energiesystems in Einklang zu bringen.

Lilafarbener Atem
Unterstützt die körperliche Entgiftung. Hilft, starke
Obsessionen und negative Gefühle zu überwinden. Am
effizientesten in Kombination mit Weiß. Kann eine vorü-
bergehende Linderung von Infektions- und Grippesymp-
tomen bewirken.

Wenn Sie gelernt haben, den Atem zu kontrollieren und
mit ihm Farbenergien ins Fließen zu bringen, können Sie
diese Heilwirkung auch anderen Menschen zugute kom-
men lassen, indem Sie Ihren Atem auf sie lenken.

1. Entscheiden Sie, welche Farbe in der jeweiligen Situa-
tion am geeignetsten ist.
2. Bitten Sie die zu behandelnde Person, sich auf den
Rücken zu legen.
3. Stellen Sie fest, welcher Bereich gestört ist.
4. Legen Sie ein Stück Stoff in der geeigneten Farbe auf
die betreffende Stelle.
5. Halten Sie es sanft fest und fangen Sie an, rhythmisch
ein- und auszuatmen, um Ihren Energiepegel zu erhö-
212
hen.
6. Visualisieren und spüren Sie, wie sich die Schwingung
der Farbe in Ihnen ausbreitet.
7. Bringen Sie den Mund zu dem Stück Stoff und hau-
chen Sie es kräftig an. Visualisieren und spüren Sie,
wie die Energie Ihres farbigen Atems den Körper des
Behandelten durchdringt und harmonisiert. Die Wärme
des Atems dient als Katalysator zur Aktivierung der
Farbschwingungen.
8. Beatmen Sie die betreffende Stelle mehre-
re Minuten lang oder bis Sie den Eindruck haben, dass
das Gleichgewicht wiederhergestellt ist. Mit dieser
Methode der Farbübertragung lassen sich Schmerzen
auf effiziente Weise lindern. Sie wirkt bei Kopf-
schmerzen ebenso wie bei Krämpfen und nervlicher
Überreizung. Alternativ können Sie auch die Chakren
mit der gewählten Farbe beatmen.
Therapiemethode Nr. 4 
Chakrenausgleich mit Farben 
Die alten Meister mahnten ihre Schüler zu steter Achtsam-
keit. Im Grunde forderten sie sie damit zu nichts anderem
auf, als bewusst die unterschiedlichen Emotionen und Hal-
tungen zu registrieren, denen sie im Laufe des Tages bei
sich selbst oder anderen begegneten. Auf diese Weise
konnten sie abends herausfinden, welches Chakra bzw.
welche Chakren aller Wahrscheinlichkeit nach aus der
Balance geraten waren, und sie wieder ins Gleichgewicht
213
bringen. So wurde eine Verinnerlichung von Unausgewo-
genheiten verhindert, die auf lange Sicht ihren Nieder-
schlag in physischen Beschwerden hätten finden können.
Wir können es ihnen gleichtun, wenn wir uns noch
einmal die an anderer Stelle in diesem Buch aufgeführten
Zuordnungen der Chakren vor Augen führen. Dort sind
die Emotionen und mentalen Haltungen genannt, welche
die einzelnen Energiezentren aus dem Gleichgewicht
bringen können. Indem wir abends Rückschau auf den
Tag halten, um herauszufinden, welche Chakren beeint-
rächtigt sein könnten, wird es uns möglich, entsprechende
Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Und hier bietet sich die
Farbtherapie als eine einfache und gleichzeitig effektive
Behandlungsmöglichkeit an.
Mit Hilfe von Farben können wir unsere Chakren täg-
lich harmonisieren und stärken. Dies kann zum Beispiel
mit der oben beschriebenen Atemmeditation geschehen.
Bei einer anderen, etwas komplizierteren Methode arbei-
ten wir mit Dias: Man setzt sich aufrecht vor einen Pro-
jektor und lässt sich mit der gewählten Farbe bestrahlen.
Wenngleich solche Dias in manchen Esoterikläden erhält-
lich sind, wird man sie doch in der Regel selbst herstellen
müssen. Hierzu benötigt man leere Diarähmchen, wie sie
in jedem Fotogeschäft erhältlich sind, und verschieden-
farbige Lichtfilter aus dem Theaterbeleuchtungsbedarf.
Eine der einfachsten Möglichkeiten für den Chakre-
nausgleich mit Farben bieten jedoch Textilmuster, wie sie
für wenig Geld in jedem Stoffgeschäft erhältlich sind. Oft
214
werden hier kleine Filz- oder Stoffquadrate angeboten. Es
gibt sie in allen Farben des Regenbogens, so dass Sie
damit alle sieben Chakren behandeln können. Auch ande-
re Farbtöne sind zu haben. Wenn Sie sich eine kleine
Sammlung anlegen, steht Ihnen damit ein preiswertes
Instrument für den schnellen, täglichen Chakrenausgleich
zur Verfügung.


Heilung mit farbigen Dias

1. Sorgen Sie dafür, das Sie etwa fünfzehn bis zwanzig
Minuten lang ungestört sind. Länger werden Sie in den
seltensten Fällen brauchen. Stellen Sie sicher, dass das
Telefon ausgesteckt ist.
2. Legen Sie sich auf den Rücken. Halten Sie sieben
Stoffmuster – je eines für jedes der Haupt-Chakren be-
reit: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Vio-
lett.
215
3. Schließen Sie die Augen, und entspannen Sie sich.
Atmen Sie ein paar Mal langsam und tief ein und aus.
Sobald Sie spüren, dass Sie tiefer in die Entspannung
sinken, beginnen Sie, die Ereignisse des Tages Revue
passieren zu lassen. Fangen Sie mit dem Augenblick
an, als Sie sich zu dieser Übung hinlegten, und gehen
Sie dann in Ihrer Betrachtung schrittweise zurück bis
zum Aufwachen am Morgen Wenn Sie sich die Ereig-
nisse des Tages in dieser umgekehrten Reihenfolge in
Erinnerung rufen, schärft das die Konzentration und
hilft, möglichst wenige Ereignisse oder Begebenheiten
zu vergessen.
4. Welches waren die dominanten Emotionen und Hal-
tungen, die Sie bei sich und anderen Menschen wahr-
genommen haben? Welche Chakren könnten davon
beeinträchtigt worden sein? Lesen Sie hierzu die Aus-
führungen, die weiter vorn in diesem Buch zu den
Chakren gegeben werden.
5. Nachdem die Bewertung abgeschlossen ist, wählen Sie
die Stoffquadrate in den Farben der belasteten Chakren
aus und legen sie auf die entsprechenden Körperpar-
tien.
6. Visualisieren Sie, wie die Farbe durch das erste Ener-
giezentrum aufgenommen wird und den Körper durch-
strömt. Liegen Sie still da in der Gewissheit, dass das
Chakra sowie alle ihm zugeordneten Organe und Sys-
teme harmonisiert und ausgeglichen werden. Atmen
Sie tief ein, und nehmen Sie mit jedem Atemzug die
216
Farbe des Stoffes in das Chakra auf, um es wieder ins
Gleichgewicht zu bringen. Bleiben Sie etwa drei bis
fünf Minuten bei dieser Visualisation – oder so lange,
bis Sie das Gefühl haben, die Harmonisierung sei ab-
geschlossen.
7. Wiederholen Sie die Übung mit allen anderen Chak-
ren, die gestört sein könnten.
8. Legen Sie nun alle sieben Stoffquadrate auf die Chak-
ren Atmen Sie tief, und lassen Sie die Regenbogen-
energien in Ihren Körper einströmen. Liegen Sie still
da in der Gewissheit, dass die einzelnen Chakren ge-
stärkt, ausgeglichen und untereinander harmonisiert
werden, während Ihr Energiesystem insgesamt gestärkt
wird. Spüren Sie, wie sich absolute Harmonie einstellt.
Führen Sie sich vor Augen, dass durch das Wirken der
Farben alle physiologischen Aspekte des Organismus
Heilung erfahren. Bleiben Sie etwa fünf bis zehn Mi-
nuten bei dieser Visualisation – oder auch so lange, bis
Sie sich innerlich völlig ausgeglichen, energetisch auf-
geladen und in Ihrer Mitte fühlen.
217
Chakrenausgleich mit Farben

Legen Sie die farbigen
Stoffquadrate zunächst auf die
Chakren, bei denen Sie eine
Belastung vermuten.
Legen Sie anschließend je ein
farbiges Stoffquadrat auf jedes
der sieben Haupt-Chakren.
Achten Sie darauf, dass Sie die
jeweils passende Farbe wählen.
Bleiben Sie ein paar Minuten still
liegen, um Ihrem Körper
Gelegenheit zu geben, die Ener-
gie in sich aufzunehmen.
218
TEIL VIER

Energetisches Heilen
über den Hörsinn
219
Kapitel 8
Die Prinzipien der heilenden Klänge
Heilende Klänge – ob als Gebet, Musik, Gesang, Be-
schwörung oder Chant – sind Lebenskraft. Von jeher
werden sie als direkte Verbindung zwischen dem Men-
schen und dem Göttlichen betrachtet. In allen Mysterien-
schulen wurden die Schüler im Umgang mit dem kreati-
ven, heilenden Medium des Klangs unterwiesen.
Auch in unserer heutigen Zeit tragen akustische Ein-
flüsse wesentlich zu unserem Gesundheits- und Bewuss-
tseinszustand bei. Im Unterschied zu den Allerweltsge-
räuschen, die tagtäglich an unser Ohr dringen, führt die
konzentrierte Arbeit mit heiligen Klängen zu Harmonie
statt Disharmonie.
Wenn wir lernen, spezifische Heilklänge zu erzeugen
und über die Energiezentren (Chakren) in den physischen
Körper zu lenken, kann dies die innere Balance wieder-
herstellen.
Unser gesamtes Energiesystem wird gestärkt, wir wer-
den auf allen Ebenen gesünder und können uns von nega-
tiven Eigenschaften und Mustern lösen, die auf der physi-
schen und feinstofflichen Ebene entstanden sind. Um dies
zu tun, müssen wir zunächst die acht Grundprinzipien der
heilenden Klänge verstehen:

220
• Das Resonanzprinzip
• Das Rhythmusprinzip
• Das Melodieprinzip
• Das Harmonieprinzip
• Das Prinzip der Tonhöhe
• Das Prinzip der Klangfarbe
• Das Prinzip der Kumulation und der körperlichen
Wahrnehmbarkeit akustischer Effekte
• Das Prinzip »Klang =Energie«
Das Resonanzprinzip 
Resonanz ist das wichtigste Heilungsprinzip von Klang
und Musik. Resonanz beschreibt die Fähigkeit von
Klangwellen, Körper zum Mitschwingen zu bringen. Das
Resonanzprinzip ist die Erklärung dafür, dass wir manche
Menschen sympathisch und andere unsympathisch finden
oder dass uns manche Umstände in unserem Lebensum-
feld mehr behagen als andere. Gleichzeitig ist es dasjeni-
ge Prinzip, das es uns ermöglicht, von der physischen
Ebene aus mit Wesenheiten und Energien aus der geisti-
gen Welt oder ätherischen Dimensionen in Kontakt zu
treten und uns auf sie einzustimmen.
Am leichtesten lässt sich das Prinzip der Resonanz mit
Hilfe von Stimmgabel und Klavier demonstrieren: Schla-
gen wir eine auf A gestimmte Stimmgabel an, heben den
Klavierdeckel ab und streichen sanft mit der Hand über
die Saiten, werden wir feststellen, dass die Saite des ein-
221
gestrichenen A ebenfalls schwingt. Die Schwingung der
Stimmgabel hat also eine Reaktion der Saite mit der glei-
chen Eigenfrequenz ausgelöst Auf noch einfachere Weise
zeigt sich dies, wenn wir uns ans Klavier setzen und das
linke Pedal betätigen. Singen wir nun mit lauter Stimme
einen Ton, den wir drei bis fünf Sekunden lang halten,
hören wir, wie die Saiten in einem ähnlichen Frequenzbe-
reich zu schwingen beginnen.
J ede einzelne Zelle unseres Organismus wirkt wie ein
Resonanzkörper und kann auf jeden Klang, der sie von
außen erreicht, reagieren. Unsere Organe sind Zellver-
bände, in denen sich Zellen mit ähnlicher Eigenfrequenz
zusammengefunden haben, die gemeinschaftlich auf ganz
bestimmte Schwingungen reagieren. So sprechen auch die
verschiedenen Systeme im Organismus auf Schallwellen
an – ebenso wie unser emotionales, mentales und geisti-
ges Bewusstsein. Der menschliche Körper ist ein bioelekt-
risches System, das sich mit Hilfe von Klängen verän-
dern, stärken und/oder harmonisieren lässt. Dass dies so
ist, verdanken wir dem Prinzip der Resonanz.
Wenn wir lernen, unsere Stimme zu lenken und zu
kontrollieren, bestimmte Musikinstrumente zu spielen
oder verschiedene Klänge und Musikformen einzusetzen,
können wir damit ein großes Maß an Mitschwingung in
unserem Körper und unserem Geist erzeugen. Im Falle
von Unausgewogenheiten können wir dank des Reso-
nanzprinzips mit Hilfe von Klang das natürliche Gleich-
gewicht und damit auch die natürlichen Funktionsparame-
222
ter wiederherstellen.
Mitschwingung oder Resonanz tritt auf, wenn zwei
oder mehrere Körper die gleiche oder eine ähnliche Ei-
genfrequenz haben und sich so aufeinander einstimmen.
Der Mensch hat eine angeborene universale Resonanzbe-
reitschaft
*
. Dabei kommt es sehr darauf an, inwiefern wir
willens und bereit sind, auf eine bestimmte Frequenz an-
zusprechen.
Dies verrät viel über die Beziehungen, die wir einge-
hen. Es ist unserer Fähigkeit zum Mitschwingen zu ver-
danken, dass sich in Gruppen eine Harmonie einstellt und
wir auf die Energien anderer reagieren. Treffen sich
Gleichgesinnte, die sich einem gemeinsamen Ziel ver-
pflichtet fühlen, dient diese gemeinsame Sache als Me-
dium, welches die Mitglieder der Gruppe in Mitschwin-
gung bringt.
Erzwungene Resonanz tritt auf, wenn zwei Energiesys-
teme unterschiedlicher Frequenz miteinander in Kontakt
kommen und die stärkere der beiden Schwingungen der

*
Vergessen wir nicht, dass der Mensch ein Mikrokosmos ist, der das
Universum im Kleinen abbildet. Das bedeutet, dass wir sämtliche
Energien und Frequenzen zu einem gewissen Grad in uns tragen.
Damit haben wir die natürliche Fähigkeit, mit jeder Schwingung im
Universum in Resonanz zu treten. Dies kann sowohl auf der physi-
schen wie auch auf der nichtphysischen Ebene geschehen, und es
können Energien innerhalb oder außerhalb des wahrnehmbaren Be-
reichs beteiligt sein. Selbst Schwingungen, die physisch nicht spürbar
sind, können wahrgenommen werden, wenn wir unsere intuitive und
physische Sensibilität schärfen.
223
schwächeren quasi übergestülpt wird. Dieses Phänomen
hat sowohl positive als auch negative Auswirkungen.
Viele Formen und Manifestationen von kultischer Aktivi-
tät, mentaler Manipulation oder geistigem Missbrauch
sind das Ergebnis von erzwungener Resonanz. Auch
Gruppendruck, wie er beispielsweise unter gleichaltrigen
J ugendlichen ausgelöst wird, basiert auf diesem Prinzip.
Die kumulierte Kraft der Gruppe überwältigt die Schwin-
gung des Individuums und zwingt es, mit der Mehrheit in
Resonanz zu gehen.
Richtig verstanden und korrekt eingesetzt, können mit
Hilfe von erzwungener Resonanz aber gleichzeitig
Unausgewogenheiten im Körper überwunden und auf
diese Weise die natürliche Funktion der beeinträchtigten
Organe und Systeme – und damit der Zustand des physio-
logischen Gleichgewichts – wiederhergestellt werden.
Das Rhythmusprinzip 
Rhythmus ist der Puls des Lebens, der in sämtliche physi-
sche Zustandsformen hineinwirkt. Im indianischen
Brauchtum symbolisieren Trommeln den Herzschlag von
Mutter Erde. Rhythmus kann eingesetzt werden, um den
menschlichen Puls zu normalisieren und auszugleichen.
Sind wir einem gleichmäßigen, konstanten Rhythmus
ausgesetzt, so überträgt sich dieser auf unseren Körper. Ist
das Gleichmaß des natürlichen Pulsschlags gestört, kann
es mit Hilfe ruhiger, regelmäßiger Rhythmen wiederher-
gestellt werden. Menschen, die unter Herzbeschwerden
224
leiden, empfinden daher Barockmusik als besonders
wohltuend: Die harmonischen, fast »mathematischen«
Kompositionen wirken lindernd und heilsam auf das
Herz.
Therapeutisch eingesetzt, können Rhythmen (von
Trommeln, Rasseln, Glocken usw.) den Körper energeti-
sieren. Werden sie durch Schlaginstrumente erzeugt, akti-
vieren sie das Basis- und das Milz-Chakra, die mit dem
Kreislauf und der elementaren Lebenskraft in Verbindung
stehen und als Zentren unserer Sexualität dem physischen
Ausdruck unserer spirituellen Vitalität dienen. Rhythmen
können den Herzschlag beschleunigen oder verlangsamen
und so auch alle durch ihn beeinflussten Organe stimulie-
ren oder beruhigen.
Trommeln werden von jeher in den verschiedensten
physischen und metaphysischen Zusammenhängen einge-
setzt. Sei es die zu rituellen Zwecken verwendete tibeti-
sche Damaru, die nordafrikanische Tar oder die keltische
Bhodran – Trommel und Rhythmen haben sowohl heilen-
de als auch spirituelle Bedeutung. Das Leben ist von den
unterschiedlichsten Rhythmen geprägt – im Inneren wie
im Äußeren –, und es ist Teil unserer spirituellen Suche,
herauszufinden, welche von ihnen zu uns gehören. Die
Schamanen wussten um dieses Prinzip und ließen es in
ihre Lehren einfließen. Ihm verdanken sie ihre Fähigkeit
zu heilen und sowohl in den Himmel als auch in die Hölle
zu reisen.
Es ist hoch erfreulich, dass das Trommeln in unserer
225
heutigen Zeit ein solches Comeback feiert. J eder kann
lernen, einen einfachen Rhythmus zu schlagen. Man
braucht kein Profi zu sein und kann selbst den Takt fin-
den, der einem persönlich am meisten liegt; und Musik,
die uns gut tut, ist heilsam und erleuchtend zugleich. Um
eine Trommel kennen zu lernen, muss man sie spielen –
dies gilt ganz konkret, aber auch als Metapher für ein
gesundes Leben.
Trommelrhythmen können eine Resonanz in unserem
biologischen Rhythmus erzeugen. Eine Art »Mitziehef-
fekt« entsteht, so dass sich unsere normale Stoffwechsel-
rate ändert und dem von der Musik vorgegebenen Zeit-
maß folgt.
Nach und nach zeigt die Wissenschaft, wie unter-
schiedliche Rhythmen auf die einzelnen physiologischen
Systeme einwirken. Ich kenne mehrere Forscher, die den
Herz- und Atemrhythmus von Tieren studieren und mit
Hilfe von Trommeln zu imitieren versuchen, um auf diese
Weise in Resonanz mit ihnen gehen zu können. Wenn
man bedenkt, dass bei bestimmten Tierarten manche un-
serer Beschwerdebilder niemals auftreten, könnte sich die
über Trommeln vermittelte Resonanz als Schlüssel zur
Behandlung oder Linderung von bislang als unheilbar
geltenden Krankheiten erweisen.
Wie die Trommel gehört auch die Rassel zu den ältesten
Instrumenten, die zu Heilzwecken eingesetzt werden. Sie
hat eine reinigende Wirkung und wird zum Aufbrechen
von verhärteten Energiemustern verwendet, die sich in
226

Negative Energiemuster aufbrechen
J e nach Kulturkreis und Krankheitsbild wird die Rassel auf verschie-
dene Weise eingesetzt. Ungeachtet der lokalen Unterschiede ist die
Anwendung jedoch in bestimmten Punkten immer gleich: Erst wird
mit der Rassel ein kompletter Kreis um den zu behandelnden Men-
schen beschrieben, um negative Energiemuster aufzubrechen, die sich
im Ätherleib verfestigt haben. Anschließend wird sie am Körper
entlang erst nach oben und dann nach unten geführt, um die Energien
in den Chakren zu lösen. Dies macht es dem Behandler leichter, den
Organismus anschließend mit anderen Methoden von negativen
Schwingungen zu befreien.
227
unserer Aura festgesetzt haben. Diese Muster, die Sie sich
wie das Grieseln auf dem Fernsehschirm vorstellen kön-
nen, beeinträchtigen die physiologische Funktion des
Organismus und dessen natürliche Stoffwechseltätigkeit.
Die Rassel ist denkbar einfach einzusetzen. Man geht
im Kreis um den zu behandelnden Menschen herum und
schüttelt sie dabei, um energetische Schlacken und Ver-
krustungen zu lösen. Dann wird sie im gleichen Schüttel-
rhythmus an den zentralen Meridianen – dem Lenker- und
dem Konzeptionsgefäß – hinauf und hinunter geführt. Auf
diese Weise werden verhärtete Energiemuster aufgebro-
chen, so dass sie sich leichter mit den an anderer Stelle
beschriebenen energetischen Heilweisen beseitigen las-
sen.
Das Melodieprinzip 
Eine Melodie wird erst möglich, indem Verbindungen
entstehen, und öffnet uns daher die Augen dafür, dass
alles mit allem verbunden ist. Ein Ton allein macht noch
keine Melodie. Sie entsteht erst, wenn sich einer an den
anderen reiht. Und ob gesprochen, gesungen oder auf
einem Instrument gespielt – eine Melodie wirkt beruhi-
gend und hilft krank machenden emotionalen und menta-
len Stress zu lösen.
Neben dem Stress abbauenden hat sie auch einen
Schmerz lindernden Effekt. Wer hat es noch nicht erlebt,
wie eine Mutter ihrem weinenden Kind mit sanfter Stim-
me ein Lied vorsingt oder -summt? (Wiegt sie es dabei
228
noch im Arm, bringt sie außerdem Rhythmus ins Spiel,
was zusätzlich beruhigend auf das Kind wirkt.) Auf diese
Weise baut sie eine energetische Verbindung zwischen
sich und dem Kind auf, so dass Schmerzen oder Unbeha-
gen gelindert werden. Dies ist eine sanfte Form der er-
zwungenen Resonanz. Um uns selbst heilende Energien
zuteil werden zu lassen, brauchen wir uns nur selbst eine
einfache Melodie vorzusingen oder -zusummen. Auf dem
Heimweg von der Arbeit beispielsweise können wir so
unsere energetische Balance wiederherstellen und uns von
schädlichen Mustern befreien, die sich unter Umständen
während des Tages in unserer Aura verfestigt haben.
Eine Melodie setzt sich aus Einzeltönen zusammen,
die uns auf den verschiedensten Ebenen berühren. Nähe-
res zu deren spezifischen Wirkungen finden Sie im näch-
sten Kapitel. Hier kommt es lediglich darauf an, eine
leichte, einfache Tonfolge zu wählen. Man muss auch gar
nicht lange singen, summen bzw. sich die Melodie anhö-
ren. Wer je erlebt hat, wie ein Kind nach ein oder zwei
Strophen von Brahms »Guten Abend, gute Nacht« in
friedlichen Schlummer versinkt, wird verstehen, was ich
meine. Melodien sind optimal geeignet, um uns zu ent-
spannen und physischer Krankheit vorzubeugen.
Das Harmonieprinzip 
Harmonien beeinflussen uns in erster Linie auf der fein-
stofflichen, geistigen Ebene, denn sie erleichtern die Aus-
richtung der physischen auf die spirituellen Energien. In
229
ihnen sind der körperliche, emotionale, mentale und geis-
tige Aspekt des Klangs vereint. Für die therapeutische
Arbeit gilt der Grundsatz: J e schlichter die Harmonie,
desto besser.
Ein Akkord besteht aus drei oder mehr Noten, die
gleichzeitig angeschlagen werden. Mehrere Töne fließen
zu einer Schwingungseinheit zusammen, die ein einzelner
Ton in dieser Form nicht erzeugen kann. Dieser Zusam-
menklang stabilisiert sämtliche Systeme im Körper und
bringt sie untereinander in Resonanz.
Die Arbeit mit Harmonien ist der Schlüssel zum
alchemistischen Prozess – der Schlüssel zur Veränderung,
Transformation, Mehrung, Minderung und Verschiebung
von Energien auf allen Ebenen. Sie ermöglicht es uns,
ernstliche Störungen im Organismus aufzulösen und ver-
änderte Bewusstseinszustände herbeizuführen. Finden wir
die richtige, harmonische Kombination von Ton und
Rhythmus, können wir eine dynamische Resonanz erzeu-
gen, die selbst große Unausgewogenheiten zu beseitigen
vermag.
Harmonie spiegelt sich in allen Aspekten des Lebens
wider. Besonders deutlich wird ihr Einfluss bei der Ent-
faltung medialer Fähigkeiten: Wenn wir an der Entfaltung
einer Gabe (einem Ton) arbeiten, erwachen dadurch au-
tomatisch andere, die sich harmonisch mit der ersten er-
gänzen. Bereiche und Systeme, die damit im Zusammen-
hang stehen, entwickeln sich und werden gestärkt. Wir
sprechen hier von der spirituellen Harmonielehre.
230
Das Prinzip der Tonhöhe 
Bei der Arbeit mit heilenden Klängen ist auch die Tonhö-
he zu berücksichtigen, die von der Geschwindigkeit ab-
hängt, mit der eine Schallwelle vibriert. J e schneller die
Welle, desto höher der Ton. Heben wir unser physisches
und geistiges Energieniveau an, erhöhen wir also unsere
Schwingungsfrequenz, öffnen wir uns der Heilung.
Die Arbeit mit unterschiedlichen Tonhöhen kann hel-
fen, verfestigte Energiemuster aufzubrechen, die uns in
unserer Entwicklung, Wahrnehmungsfähigkeit und Ge-
sundheit behindern. J edes Chakra spricht auf eine ganz
spezifische Tonhöhe an, von der auch die jeweils zu-
geordneten Organe und Körpersysteme beeinflusst wer-
den. Ist ein Organ und das dazugehörige Energiezentrum
zu aktiv oder zu träge, können wir seine Funktion mit
Hilfe eines Tons in einer bestimmten Höhe wieder norma-
lisieren.
Die Zuordnung der Tonhöhen zu den Chakren folgt
ganz einfach der Tonleiter (siehe Übersicht auf der über-
nächsten Seite). Die jeweiligen Töne können gesungen,
auf einem Instrument gespielt oder durch das Anhören
eines in der entsprechenden Tonart geschriebenen Musik-
stücks akustisch aufgenommen werden. Wenn wir lernen,
mit der eigenen Stimme verschieden hohe Töne zu bilden,
kann auch das dazu beitragen, unseren Energiehaushalt
und natürlichen physiologischen Zustand wiederherzustel-
len. Etwas so Schlichtes wie das Singen oder Summen der
Tonleiter kann unser Energiesystem stabilisieren und
231
Krankheiten vorbeugen. Die einzelnen Methoden der
Klangtherapie werden im nächsten Kapitel eingehend
beschrieben.
Das Prinzip der Klangfarbe 
Qualität, spezifische Eigenschaften und Klangwirkung
werden unter dem Begriff »Klangfarbe« zusammenge-
fasst, der auch in der Klangtherapie eine Rolle spielt. Es
geht hier um die Unterscheidungsmerkmale, anhand derer
sich Geräusche identifizieren und Stimmen oder Instru-
mente auseinander halten lassen. J eder Ton und jedes
Instrument haben ihre eigene unverwechselbare klangli-
che Identität.
Neben der Variation der Tonhöhe stellt das Spiel mit
der Klangfarbe mit die kreativste Möglichkeit zur Aus-
gestaltung der Klangtherapie dar. Die Klangfarbe provo-
ziert Reaktionen der Konsonanz oder Dissonanz, d. h. des
Zusammen- oder Missklangs – zwei Begriffe, die be-
schreiben, wie Körper, Seele und Geist auf äußere Stimuli
ansprechen. Verschiedene Instrumente, Stimmen usw.
haben eine unterschiedliche Wirkung auf die Chakren und
Körpersysteme (siehe Übersicht auf der folgenden Seite).
Stellt sich in unserem Inneren Konsonanz auf die
Klangfarbe eines über die Stimme oder auf andere Weise
an uns herangetragenen Tons ein, bauen wir eine positive
Verbindung dazu auf. Die Zellen in unserem Körper er-
kennen, welche Klänge uns gut tun und reagieren entspre-
chend. Wenn jemand mit dem Fingernagel über eine Tafel
232

Metaphysische Prinzipien der heilenden Klänge

233
kratzt, entsteht ein Geräusch mit einer harten, an den Ner-
ven zerrenden Klangfarbe, während die Bambusflöte ei-
nen sanften, nervenberuhigenden Klang hat.
Stellt sich Dissonanz ein, macht unser Energiesystem
Töne aus, die nicht in Harmonie zu uns sind. Es kann sich
hier um Musik handeln, aber auch um gesprochene Worte:
übermäßige Kritik, Quengelei usw. Wenn wir nicht auf die
Signale unseres Körpers achten, können schädliche Klänge
und Geräusche unnötig an unseren Kräften zehren.
Wer lernen will, therapeutisch mit Klängen zu arbeiten
muss zunächst einmal lernen, die Klangfarbe seiner eige-
nen Stimme so weit zu kontrollieren, dass er damit auf
Wunsch Konsonanz oder Dissonanz erzeugen kann. Den
meisten Menschen ist diese Fähigkeit von Natur aus ge-
geben. Wenn wir in Ruhe gelassen werden möchten,
schlagen wir automatisch harschere Töne an, die andere
als schrill und abweisend empfinden. Sind wir hingegen
freundlich gestimmt, klingt unsere Stimme gleich sanfter,
verbindlicher und wärmer.
Durch Übung können wir lernen, allein durch die Ver-
änderung das Timbres unserer Stimme physiologische
und geistige Veränderungen in uns selbst und anderen zu
bewirken. Auch mit dem gezielten Einsatz der Klangfarbe
unterschiedlicher Musikinstrumente können wir dies er-
reichen. Im nächsten Kapitel werden einige spezielle
Möglichkeiten aufgezeigt, um die Klangfarbe unserer
Stimme speziell auf die gewünschten Heilzwecke abzu-
stimmen.
234
Das Prinzip der Kumulation und der körper‐
lichen Wahrnehmbarkeit akustischer Effekte 
Töne haben eine kumulative Wirkung. J e mehr wir wohl-
tuenden Klängen ausgesetzt sind, desto größer und blei-
bender ist ihre Wirkung auf unser Energiesystem. J e mehr
schädliche Geräusche uns erreichen, desto stärker die
negativen Auswirkungen auf alle Ebenen unseres Seins.
Unser Körper kann zwischen wohltuenden und schäd-
lichen Geräuschen unterscheiden. Die daraus resultieren-
den Reaktionen erfassen die Systeme und Funktionen des
Körpers ebenso wie unsere emotionale, mentale und geis-
tige Befindlichkeit. Wenn wir kritisiert werden, ducken
wir uns dann nicht instinktiv und ziehen den Kopf ein?
Unser Körper reagiert auf das gesprochene Wort. Halten
wir nicht den Atem an und verkrampfen uns innerlich,
wenn wir das Krachen eines Autounfalls hören? J edes
Geräusch provoziert eine körperliche Reaktion, die jedoch
leider meist unbeachtet bleibt. Die Arbeit mit ganzheitli-
chen Heilweisen und Schwingungstherapien sollte uns
lehren, achtsamer zu werden. Wir wissen, welche Klänge
uns gut tun. Wir fühlen uns zu den Menschen hingezogen,
die gut über uns sprechen, und wir kaufen uns die Musik-
CDs, die wir gern hören. Wenn wir genauer darauf acht-
en, können wir herausfinden, welche akustischen Reize
eine positive Wirkung auf uns haben und welche wir
vermeiden oder beseitigen sollten.
235
Das Prinzip »Klang = Energie« 
Aus welcher Quelle er auch stammt: Klang ist immer
Energie und kann als solche mit anderen Energien intera-
gieren. In welcher Form er auch zu uns kommt – ob als
Instrumentalmusik, als Gesang usw. – er ist auf jeden Fall
ein effizientes Mittel, um Einfluss auf die elektromagneti-
schen Felder und Impulse des Organismus und seines
Umfelds zu nehmen.
Tritt also eine Unausgewogenheit in den natürlichen
elektromagnetischen Parametern des Körpers auf (ob
durch die Fehlfunktion eines Organs oder eines ganzen
Systems), können wir mit Hilfe einer bestimmten Klang-
form oder Kombination mehrerer Klangformen das natür-
liche physiologische Gleichgewicht wiederherstellen und
auf diese Weise Schmerzen lindern und Heilung bewir-
ken.
Weil Klang eine Form von Energie ist, kann er verän-
derte Bewusstseinszustände auslösen, aus denen heraus
wir die metaphysischen Ursachen hinter einem physi-
schen Problem leichter erkennen können. Er wirkt näm-
lich auf die Muster der menschlichen Gehirnwellen ein
und fördert so Konzentration und Entspannung, Lernbe-
reitschaft und Kreativität. Gleichzeitig wird der Zugang
zur psycho-spirituellen Wahrnehmung erleichtert.
236
Allgemeine Regeln zur 
Anwendung der Klangtherapie 
Bei der Arbeit mit Klängen und Tönen gibt es keine »op-
timale Methode«. Als Grundregel gilt jedoch, dass eine
Sitzung mindestens fünfzehn Minuten dauern sollte. Sie
können beliebig viele Einzelbehandlungen hintereinander
vornehmen, doch mehr als zweimal täglich dürften diese
in der Regel nicht nötig sein. Vergessen Sie nicht, dass
Töne einen kumulativen Effekt haben, d. h. selbst wenn
sich nicht immer ein sofortiger, greifbarer Erfolg einstellt,
wird die Wirkung auf längere Sicht nicht ausbleiben.
Probieren Sie die verschiedensten Techniken aus. Mu-
sik und Klang sind wohltuend für den Menschen. Es lohnt
sich, sich eingehend mit den Wirkungen der Musik auf
unseren Körper zu befassen. J e mehr wir wissen, desto
größer sind unsere Möglichkeiten.
Sie können die nachstehend beschriebenen Techniken
als eine Art »generellen Balsam« bei sämtlichen Be-
schwerden ansehen. Im Einzelfall lassen sich damit aber
auch spezifische Probleme lindern. Entscheiden Sie zu-
nächst, welche Chakren betroffen sind. Wählen Sie dann
die entsprechenden Töne aus. Welche Farben oder ande-
ren energetischen Heilweisen können zusätzlich unters-
tützend wirken? Trauen Sie sich ruhig, mehrere Schwin-
gungstherapien miteinander zu kombinieren. Die Wirkung
kann dadurch entscheidend verbessert werden.

1. Singen Sie die Tonleiter, um alle Chakren zu harmoni-
237
sieren und auszugleichen. Sollte es Ihnen anfangs
schwer fallen, die richtigen Töne zu treffen, üben Sie
so lange, bis es Ihnen gut gelingt. Dies ist der hörbare
Beweis dafür, dass Sie Ihre innere Balance gefunden
haben. Denken Sie daran, dass wir in der Lage sind,
die Töne zu erkennen, die uns gut tun und Linderung
bringen.
2. Hören Sie klassische Musik in der Tonlage, die spezi-
ell auf das Chakra abgestimmt ist, mit dem Sie sich be-
fassen möchten (Machen Sie sich keine Gedanken,
wenn ein Werk in einer Halbtonlage geschrieben ist:
der Klang ist immer noch nahe genug an der benötig-
ten Frequenz, um heilend zu wirken). Zum Beispiel:

Basis-Chakra c’ Brahms Symphonie Nr. 1 in c-
Moll
Milz-Chakra d’ Mahlers Symphonie Nr. 1 in D-
Dur
Solarplexus e’ Mozarts Symphonie Nr. 39 in Es-
Dur
Herz-Chakra f’ Bachs Brandenburgische Konzer-
te Nr. 1 und 2 in F-Dur
Hals-Chakra g’ Bachs Brandenburgische Konzer-
te Nr. 3 und 4 in C-Dur
Stirn-Chakra a’ Mendelssohns Streichquartett in
A-Dur
Kronen-
Chakra
b’ Bachs Brandenburgisches Kon-
zert Nr. 6 in B-Dur
238
3. Lernen Sie, ein Musikinstrument zu spielen. Es ist nie
zu spät, damit anzufangen! Manche sind relativ leicht
zu erlernen. Block- und Bambusflöte sind nur zwei
Beispiele. Sie brauchen ja nicht wie ein Profi zu spie-
len. Es genügt, wenn Sie die für Heilung und energeti-
schen Ausgleich erforderlichen Töne hervorbringen
können. Spielen Sie den Ton, der dem jeweils gestör-
ten Chakra zugeordnet ist, und wiederholen oder halten
Sie ihn einige Minuten lang. Spielen Sie zum Ab-
schluss die Tonleiter.
4. Es werden heutzutage vielerorts preiswerte Synthesizer
angeboten, auf denen sich verschiedene Klangfarben
und Tonhöhen erzeugen lassen. Wenn Sie sich ein sol-
ches Gerät anschaffen, können Sie experimentieren
und herausfinden, welches Instrument Sie vom Klang
her am meisten anspricht. Die meisten modernen Syn-
thesizer verfügen über Percussion-Funktionen und um-
fangreiche Klangdatenbanken, so dass sie im Rahmen
der Klangtherapie hervorragende Dienste leisten kön-
nen.
5. Besorgen Sie sich eine Stimmpfeife, wie sie im Musi-
kalienhandel für wenig Geld erhältlich sind. Spielen
Sie sich die Töne von Zeit zu Zeit vor, um Ihre innere
Balance wiederherzustellen. Wenn Ihnen im Laufe des
Tages im Inneren oder von außen bestimmte belasten-
de Emotionen oder Haltungen begegnet sind, stellen
Sie fest, welche Chakren dadurch beeinträchtigt sein
könnten, so wie es an anderer Stelle beschrieben wur-
239
de. Nehmen Sie sich am Abend ein paar Minuten Zeit,
um mit der Stimmpfeife den entsprechenden Aus-
gleichston zu erzeugen, und visualisieren Sie, wie die-
ser von Ihrem Körper aufgenommen wird.
6. Übertragen Sie Töne und Klänge auch mit Hilfe der
Hände. Wenn Sie einen anderen Menschen behandeln,
stellen Sie zunächst fest, welches Chakra aus dem
Gleichgewicht geraten ist. Halten Sie Ihre Hände darü-
ber, und atmen Sie rhythmisch ein und aus. Summen
Sie beim Ausatmen den diesem Chakra zugeordneten
Ton, während Sie gleichzeitig mit den Händen heilen-
de Energie übertragen. Spüren Sie, wie die Schallwel-
len den Körper durchdringen. Diese Technik wirkt
noch effektiver, wenn Sie die im nächsten Kapitel be-
schriebene Technik des Tönens anwenden. Zur weite-
ren Verstärkung können Sie sich den Ton während der
Behandlung zusätzlich als Farbe vorstellen. Die ent-
sprechenden Zuordnungen von Ton, Farbe und Chakra
können Sie der Tabelle auf Seite 233 entnehmen.
240
Kapitel 9
Die Technik des Tönens und die
Klangtherapie im Gruppenkontext
Wir können Musik in den verschiedensten Formen – ob
als Rhythmen oder Töne, Instrumentalspiel oder Gesang –
einsetzen, um auf die physiologischen Abläufe im Orga-
nismus Einfluss zu nehmen. Um dies zu tun, muss man
nicht einmal über ein besonderes Wissen oder Können
verfügen. J eder Mensch ist von Natur aus musikalisch.
Vom Augenblick der Empfängnis an wurden wir von
Musik begleitet und genährt – von den Klängen, die uns
im Mutterleib durch das Fruchtwasser erreichten bis zum
rhythmischen Schlagen unseres eigenen Herzens. Musik
und Rhythmus sind das Leben selbst.
Musik ist heilsam, und so sollten wir sie ganz bewusst
und aktiv in unser persönliches Gesundheitsvorsorgeprog-
ramm mit einbeziehen. Selbst wenn jemand kaum in der
Lage ist, einen Ton zu halten oder ein Instrument zu spie-
len, gibt es doch einfache Möglichkeiten der therapeuti-
schen Arbeit, die auch ihm offen stehen: Solange wir eine
Stimme haben, um zu sprechen, können wir uns der hei-
lenden Klänge bedienen.
Gerade die Stimme birgt ein enormes therapeutisches
Potenzial. Es gibt kaum einen Ort auf der Welt, an dem
241
man nicht seit alters her an die Heilkraft der menschlichen
Stimme glaubt. Schamanen und Heilige aus archaischen
Kulturen redeten in einer Art Geistersprache, um mit hö-
heren Intelligenzen zu kommunizieren und auf diesem
Weg Auskunft über die jeweils geeigneten Heilmittel zu
bekommen.
Die Huichol-Indianer sind überzeugt, dass von der
Seele ein hochfrequenter zischender oder pfeifender Laut
ausgeht. Da sich die Seele – so ihr Glaube – in Zeiten der
Krankheit aus dem Körper löst, imitiert der Schamane
eben diesen Laut, um sie zurückzulocken und auf diese
Weise Heilung zu bewirken.
Pythagoras erkannte, dass die menschliche Stimme be-
trächtliche therapeutische Kraft besitzt. Kranke behandel-
te er, in dem er ihnen Gedichte vorlas, und seine Studen-
ten lehrte er, dass sich mit geschulter, angenehm modu-
lierter Stimme, wohlgesetzten Worten und dem damit
einhergehenden Metrum das körperliche und seelische
Gleichgewicht wiederherstellen lässt.
Das Mantra-Yoga ist eine Selbstverwirklichungstech-
nik, bei der durch Tönen und Chanten innere Klänge (so
genannte Nadas) aus dem Schlaf erweckt werden sollen.
Dem tibetischen Glauben zufolge ist das wichtigste Mu-
sikinstrument die menschliche Stimme, und die Schama-
nen in Tibet haben gelernt, durch Projektion von Vokal-
klängen innere Schwingungen zu erzeugen. Kopf und
Brustraum dienen ihnen als Resonanzkörper, so dass der
Klang im Geist und im Körper weiterschwingt, wenn das
242
Chanten vorbei ist.
Wie die Noten der Tonleiter, so sprechen auch Vokal-
klänge jeweils ganz bestimmte Körperbereiche an, wenn
wir uns beim Einatmen mit der Kraft unserer Imagination
darauf konzentrieren (siehe Zuordnungstabelle auf der
nächsten Seite).

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244
Wichtig ist, dass der Vokal während der Visualisierung
still im Inneren – also mental – getönt wird, wie dies auch
bei vielen anderen metaphysischen Klangtechniken oder
Formen der Mantren-Rezitation geschieht. Ohne diesen
dem äußeren Klang vorausgehenden mentalen Klang ist
die Wirkung deutlich geringer.
Der Prozess des gelenkten Tönens, wie er auf Seite
236ff. beschrieben wird, arbeitet mit beiden Phasen und
ist für jeden problemlos erlern- und anwendbar, der eine
Stimme hat, um zu sprechen. Beim Einatmen konzentrie-
ren wir uns in Gedanken auf die betroffene Körperregion,
während wir den damit assoziierten Vokal still im Inneren
tönen. Beim Ausatmen nehmen wir die Stimme dazu und
lassen den Vokal ertönen.
Die Wirksamkeit dieser Technik wird verständlich,
wenn wir uns vor Augen führen, dass wir den Atem mit
unseren Gedanken mehr oder weniger tief in den betrof-
fenen Körperbereich lenken. Auf diese Weise wird er von
Prana-Energie durchdrungen, die in Kombination mit den
Vokalklängen bestimmte innere Regionen des Körpers
oder des Bewusstseins zu öffnen vermag (siehe Tabelle
auf Seite 235).
Mit Hilfe unserer Gedanken und unserer Vorstellungs-
kraft können wir den gesamten Körper mit Klängen erfül-
len und ihn auf diese Weise wieder in all seinen Aspekten
ins Gleichgewicht bringen. Vokale sind daher eine gute
Alternative zur Musik, wenn es darum geht, die Chakren
und die dazugehörigen Organe und Systeme zu harmoni-
245
sieren und zu stimulieren.
Viele Menschen verweigern sich der Arbeit mit hei-
lenden Klängen und schieben die unterschiedlichsten
Gründe vor: dass sie kein Instrument beherrschen oder
nicht singen können; dass sie keine Bibliothek in der Nä-
he haben, in der sie sich Musik in der geeigneten Tonlage
ausleihen könnten; dass sie sich keine Stimmpfeife leisten
könnten (obwohl die wirklich nicht viel kostet) oder was
auch immer. Doch ich behaupte: Man muss nur sprechen
können, um die heilende Wirkung der Klänge für sich zu
nutzen.

Die Wirkungen der Vokale
Vokal Klang Chakren Aktivierte Energien
A AH Herz Brustraum, Lunge, Kreislauf,
Herz, Blut (Liebe, Heilung, Aus-
gleich, Akasha-Gedächtnis)


AA Hals Hals, Atmung, Mund, Speiseröhre
usw.
(kreativer Ausdruck, Hellhörig-
keit)


AO Solarple-
xus
Magen, Verdauung, linke Ge-
hirnhälfte, Darm (Inspiration,
Feinfühligkeit, Medialität)
E EH Medulla
oblongata
Ausgleich der Gehirnhälften,
geistige Klarheit (Beherrschung
der Emotionen durch den Ver-
stand, »Herzensbildung«)


EE Hals Hals, Atmung, Mund, Speiseröhre
usw.
246
(kreativer Ausdruck, Hellhörig-
keit)
I IH Stirn Stirnhöhle, Nebenhöhlen, Gehirn,
Hypophyse (Hellsichtigkeit, drit-
tes Auge, spirituelle Vision)




Krone Skelett, Epiphyse (Christusbe-
wusstsein)


II Hals Hals, Atmung, Mund, Speiseröhre
usw.
(kreativer Ausdruck, Hellhörig-
keit)
O OO Milz Muskulatur, Fortpflanzungsorga-
ne, Nabelbereich (Kreativität,
Energiereserven, höhere Emotio-
nen)


AO Solarple-
xus
Magen, Verdauung, linke Ge-
hirnhälfte, Darm (Inspiration,
Feinfühligkeit, Medialität)
U UH Basis Genitalien, Becken, Unterleib,
Kreislauf (Vitalität, Lebenskraft,
Kundalini)


UU Hals Hals, Atmung, Mund, Speiseröhre
usw.
(kreativer Ausdruck, Hellhörig-
keit)
Gelenktes Tönen 
Beim Tönen werden Klänge und Töne (ob gesungene
oder gesprochene) mit Hilfe der Stimme in Vibrationen
versetzt, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Die
247
Technik wirkt reinigend und harmonisierend und kann
eingesetzt werden, um das natürliche physiologische
Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen. Besonders
wirksam ist sie, wenn sie in Kombination mit anderen
energetischen Heilweisen eingesetzt wird. Im Rahmen der
Selbstheilung ist das Tönen eine der effizientesten Me-
thoden schlechthin, da wir dazu das kreativste aller Mu-
sikinstrumente nutzen: die menschliche Stimme.
Die Stimme setzt Kräfte frei. Diese Kräfte folgen unse-
ren Gedanken, so dass wir die Energie bewusst in ganz
bestimmte Bereiche des Körpers lenken können. Entwe-
der wir nutzen die Schwingungen zum Chakrenausgleich
oder wir konzentrieren uns auf eine bestimmte Problem-
zone, indem wir einen speziell darauf abgestimmten Vo-
kallaut wählen. Auch hier gilt der alte Lehrsatz: »Die
Energie folgt dem Geist.«
Denken wir an etwas, fließt automatisch Energie in
diese Richtung. Richten wir uns während des Tönens auf
einen bestimmten Fokus aus, lenken wir die Schallwellen
zu ihm hin.
Zweck des Tönens ist es, unser natürliches Schwin-
gungsmuster sowohl auf der körperlichen als auch auf der
feinstofflichen Ebene wiederherzustellen, so dass sich
unsere geistige Essenz umfassender in der physischen
Welt manifestieren kann. Die Stimme gehört zwar zum
Körper, ist aber das Instrument des spirituellen Selbst. Da
wir mehr sind als ein rein physisches Wesen, müssen wir
lernen, sie zu nutzen, um uns damit Zugang zu höherem
248
Bewusstsein und wahrer Gesundheit zu verschaffen.
1. Wählen Sie den Vokal aus, den Sie tönen möchten.
Beziehen Sie sich bei Ihrer Auswahl entweder auf die
konkrete Problemzone und das dazugehörige Chakra
oder auf die während des Tages erlebten Emotionen
und Haltungen.
2. Gleichgültig ob Sie für sich selbst oder einen anderen
Menschen tönen möchten, machen Sie es sich zu-
nächst bequem. Ob Sie die Übung im Stehen, Sitzen
oder Liegen machen, spielt keine Rolle. Achten Sie
nur darauf, dass Ihre Wirbelsäule gerade ist.
3. Konzentrieren Sie sich auf die Körperregion, in die
Sie den Ton projizieren möchten. Atmen Sie langsam
ein, und tönen Sie dabei mental, also ohne Stimme,
den gewählten Vokal. Halten Sie den Atem kurz an,
und atmen Sie dann langsam und hörbar tönend wie-
der aus. Lenken Sie auch diesen Ton in die gewählte
Körperregion. Wenn Sie sich selbst behandeln, kön-
nen Sie sich entweder in Gedanken auf diesen Be-
reich konzentrieren oder während des Tönens die
Hände auflegen.
4. Tönen Sie auf die Art und Weise, die Ihnen am meis-
ten zusagt. Es gibt keine Vorschriften darüber, wie
lange Sie den Ton halten und projizieren oder wie
laut Sie tönen sollten. Überlassen Sie es Ihrer Stim-
me, die für sie passende Tonhöhe und Lautstärke zu
finden. Versuchen Sie nach Möglichkeit, die Phasen
des mentalen und hörbaren Tönens etwa gleich lang
249
zu halten.
5. Wenn Sie möchten, können Sie den gewählten Vokal
in der dem jeweiligen Chakra zugeordneten Tonhöhe
singen. Möglicherweise lässt sich die Wirkung da-
durch erhöhen, aber für das therapeutische Ergebnis
ist es nicht wirklich von Belang.
6. Denken Sie daran, mit dem Einatem mental und mit
dem Ausatem hörbar zu Tönen. Ohne Stimme, mit
Stimme. Ein, aus. Spirituell, physisch. Auf diese
Weise können Sie die Dynamik des heiligen Klanges
erwecken.
7. Achten Sie auf Ihre Stimme. Sie funktioniert wie ein
Echolot, das Ihnen Rückmeldung gibt. Klingt sie brü-
chig oder schwankt sie, wiederholen Sie den Ton so
lange, bis der Klang klar und stabil wird. Dies ist der
hörbare Beweis dafür, dass die Harmonisierung funk-
tioniert. Tönen Sie danach noch einige Minuten wei-
ter.
8. Am Anfang und am Ende einer jeden Sitzung können
Sie nacheinander die Vokale aller Chakren tönen.
Dazwischen können Sie mit den für die spezifischen
Problemzonen gewählten Lauten arbeiten.
9. Es ist ebenfalls eine gute Übung, mindestens einmal
am Tag die Vokale für die einzelnen Chakren von un-
ten nach oben zu tönen. Das dauert nicht lang und
hilft Ihnen, in der Balance zu bleiben. Wiederholen
Sie jeden Laut mehrere Male, bevor Sie zum näch-
sten Chakra wechseln.
250
10. Probieren Sie verschiedene Vorgehensweisen aus.
Übertragen Sie während des Tönens heilende Ener-
gien mit den Händen. Visualisieren Sie, wie Sie mit
dem Laut auch die Farbe des Chakras verströmen.
Kombinieren Sie die verschiedenen energetischen
Heilweisen, die Sie beherrschen. Sie verstärken sich
gegenseitig in ihrer Wirkung.

Der Atem spielt eine wichtige Rolle beim gelenkten Tö-
nen. J edes Mal, wenn wir Luft holen, um Energie in uns
aufzunehmen, wird dabei ein Bild oder Gedanke in das
Unterbewusstsein übertragen. Sämtliche Aspekte des Tö-
nens haben mit dem Atmen zu tun. Atem ist Leben. Wenn
wir uns unser Atemmuster bewusst machen, können wir
es besser kontrollieren. Durch das Tönen werden wir
nicht nur innerlich ausgeglichener; auch unsere Atmung
wir fließender, gesünder und harmonischer.
Experimentieren Sie mit dem Tönen. Nehmen Sie den
ersten Vokal Ihres Vornamens. Schließen Sie die Augen,
und lassen Sie den Laut langsam erklingen. Lassen Sie
Ihre Stimme die Lautstärke und die Länge des Klangs
selbst bestimmen. Üben Sie so lange, bis Sie Ihre natürli-
che Tonhöhe gefunden haben. Auf diese Weise erweitern
Sie das Klangvolumen Ihrer Stimme. Sie werden sehen,
dass sich dieser Ton nach einer Woche von ganz allein
einstellt – und genau diesen sollten Sie zehn bis zwölf
Mal tönen, um den Körper zu harmonisieren und den
Geist zu beruhigen.
251
Arbeiten Sie auf diese Weise mit sämtlichen Vokalen.
Beginnen Sie mit dem Basis-Chakra, und tönen Sie den
entsprechenden Laut fünf bis zehn Mal. Sprechen Sie auf
diese Weise nacheinander alle Chakren an. Versuchen Sie
auch, den Vokal in verschiedenen Tonhöhen zu tönen.
Verwenden Sie dazu eine Stimmpfeife.
Achten Sie darauf, an welchen Stellen Ihnen das Tönen
Schwierigkeiten bereitet. Wo bricht die Stimme, wo
schwankt sie? Wie bereits erwähnt, gibt uns die Stimme
Rückmeldung wie ein Sonar. Klingt sie brüchig oder
schwankt sie, deutet das auf Unausgewogenheiten hin.
Setzen Sie die Übung fort, bis sich die Stimme stabilisiert,
denn das deutet darauf hin, dass das Gleichgewicht wie-
derhergestellt ist. Diese Art des Feedbacks gilt sowohl für
die Selbstheilung als auch für die Behandlung anderer.
Spüren Sie den Klang an irgendeiner Stelle Ihres Kör-
pers? Wie fühlt sich das an? Ist es angenehm? Prickelnd?
Energetisierend? Entspannend? Beschreiben Sie das Ge-
fühl so genau wie möglich. Lassen Sie sich nicht entmuti-
gen, wenn Ihnen nicht sofort die richtigen Worte einfal-
len. Zu tönen ist immer ein Lernprozess – ein Prozess, der
uns hilft, gesund zu werden und Selbstbewusstsein aufzu-
bauen. Wie bei allen energetischen Heilweisen ist auch
hier Entspannung das A und O.
Das Einzigartige an der Arbeit mit heiligen Klängen
aber ist, dass sich die Entspannung während des Tuns
ganz von allein einstellt. Man kann nicht mit Tönen arbei-
ten, ohne dabei Stress abzubauen.
252
Klangtherapie im Gruppenkontext 

In den alten Weisheitsschulen gab es spezielle Heilungs-
räume und -tempel. Klang und Musik gehörten dort ganz
selbstverständlich zum Alltag. Neben dem Chanten, dem
Sprechen von Mantren oder dem Vortragen von Gedich-
ten wurden auch »Lieder« gesungen. Das Tönen war
ebenfalls gängige Praxis: Gruppen von Heilern kamen
zusammen, um für einen Kranken stimmliche Klänge zu
erzeugen, zu denen dieser eine besondere Affinität hatte.
Oft handelte es sich dabei um Töne, die in seinem Namen
oder seinem Horoskop vorkamen.
Weiter intensiviert wurde der Effekt des Tönens durch
die praktische Anwendung des Wissens um die heilige
Geometrie und ihre Wirkungen auf die elektrischen
Schwingungen eines Ortes. Manche geometrischen For-
men, so wusste man, haben eine verstärkende, andere eine
abschwächende Wirkung auf die Energien im Raum.
Es fällt vielen Menschen schwer zu glauben, dass die
Geometrie irgendeinen Einfluss auf uns haben könnte.
Doch sehen Sie sich einmal Ihr eigenes Zuhause an. In
welchem Raum halten Sie sich am meisten auf? Es könnte
gut sein, dass dessen Grundriss beruhigend auf Ihr elekt-
romagnetisches Feld wirkt. Schauen Sie sich zum Ver-
gleich Form und Winkel des Bereichs Ihrer Wohnung an,
in dem Sie am seltensten sind oder sich am wenigsten
wohl fühlen.
Es heißt, Pythagoras sei in der Lage gewesen, die Form
253
eines Raumes, eines Gebäudes oder sogar einer Stadt in
Musik zu übersetzen. Wenn man bedenkt, dass jeder mu-
sikalischen Komposition ein mathematisches Muster zu-
grunde liegt, das die Folge der einzelnen Töne bestimmt,
oder dass auch bei der Umsetzung von Klang in elektri-
sche Signale Mathematik im Spiel ist, eröffnen sich auf
einmal ungeahnte Möglichkeiten. Es würde den Rahmen
dieses Buches sprengen, uns mit alledem auseinander zu
setzen, doch für Interessierte finden sich im Literaturver-
zeichnis eine Reihe einschlägiger Quellen.
Wie also kann selbst jemand, der wenig über Musik
oder Geometrie weiß, diese zu Heilungszwecken für sich
nutzen? Eine der besten Möglichkeiten bietet zweifellos
das Tönen in der Gruppe. Wann immer sich Gleichge-
sinnte zusammenfinden, steigt der Energiepegel exponen-
tiell an. Wer also lernen will, Schwingungen zu projizie-
ren und erfahrbar zu machen, sollte dies in einer Gruppe
tun. Diese bietet einen geradezu idealen Rahmen zur Ent-
faltung heilender Fähigkeiten.
Die Heiler einer Gruppe können sich während des Tö-
nens in den verschiedensten Formationen um den zu be-
handelnden Menschen versammeln. In Indien kennt man
so genannte Yantras – heilige Muster, die als optische
Hilfe zur Fokussierung des Geistes herangezogen werden.
Während des Heilens oder Betens wird die mit dem Yant-
ra assoziierte Energie herbeigerufen und durch das
gleichzeitige Tönen in der Physis verankert. Auf diese
Weise erhalten die heilenden Klangschwingungen einen
254
zusätzlichen stimulierenden Impuls. Wenn sich die Grup-
penmitglieder in einer bestimmten geometrischen Form
um den zu behandelnden Menschen versammeln, entsteht
im Inneren dieses Musters ein Energiewirbel, der durch
das Tönen in Bewegung gesetzt wird.
Die Teilnahme an Meditations- und Heilgruppen kann
nicht nur sehr viel Freude bereiten, sondern dem Einzel-
nen darüber hinaus auch spannende Erfahrungen vermit-
teln. Sie ist eine wunderbare Möglichkeit, die Wirkungen
der heiligen Klänge am eigenen Leib zu erfahren. Wäh-
rend sich die Gruppenmitglieder in den verschiedenen
geometrischen Formen aufstellen, kann ein Teilnehmer
nach dem anderen in die Mitte treten. Dadurch entsteht
eine überaus wohltuende Harmonie im Raum. So emp-
fiehlt es sich, Gruppenzeremonien oder -rituale generell
mit dem Tönen zu beginnen.
Auch für die Fernheilung mit Klängen bietet sich die
Gruppenarbeit an. J e nach anstehendem Problem wählen
die Teilnehmer gemeinsam die geometrische Form und
die Töne aus, die im Einzelfall am geeignetsten erschei-
nen. Danach visualisieren sie, dass der zu behandelnde
Mensch seinen Platz in der Mitte der Gruppe einnimmt.
Ist ein Foto von ihm vorhanden, kann es in der Mitte auf-
gestellt werden, um den Aufbau der Verbindung zu er-
leichtern. Während des Tönens wird dann visualisiert, wie
die von der Gruppe projizierte Energie zu der betreffen-
den Person strömt.

255
Die Symbolik geometrischer Muster

Es lohnt sich, sich mit der Symbolik der unterschiedlichen
geometrischen Formen zu befassen, um sie in der Grup-
penarbeit sinnvoll einsetzen zu können. Die folgende
Übersicht ist als Beispiel gedacht. Das ganze Spektrum
der mit den unterschiedlichen Mustern verbundenen
Energien ist darin nicht einmal annähernd erschöpfend
behandelt. Passen Sie die vorgeschlagenen Formationen
an die Größe Ihrer Gruppe an und scheuen Sie sich nicht,
alle möglichen anderen Varianten auszuprobieren.

Quadrat
Positionieren sich die Gruppenmitglie-
der während des Tönens im Quadrat rings
um den zu behandelnden Menschen, wird
dessen Energiehaushalt stabilisiert und
harmonisiert. Die Formation wirkt beruhigend und er-
dend. Gleichzeitig stärkt und stimuliert sie die Lebens-
kraft des Basis-Chakras.

Dreieck
Das Dreieck wirkt generell verstärkend
und intensivierend auf die Tonschwingun-
gen. Es x spricht besonders das Milz-
Chakra an und kann eingesetzt werden,
um das Energiesystem des Behandelten ganz nach Bedarf
256
entweder anzukurbeln oder zu beruhigen. Auch wird die
reinigende Wirkung des Tönens durch diese Formation
unterstützt.

Kreis
Der Kreis ist die natürlichste, perfektes-
te aller Formen. Während des Tönens ent-
steht in seinem Inneren ein Energiewirbel
der Ganzheitlichkeit und Totalität, der das
Göttliche mit dem Menschlichen, das In-
nere mit dem Äußeren verbinden kann. Der Kreis wirkt
harmonisierend auf alle Körpersysteme und kann die Tö-
ne so verstärken, dass neues Leben, Gesundheit und
Energie erweckt werden. Symbolisch steht der Kreis für
die Gebärmutter. Besonders bei Problemen im Bereich
des Solarplexus bietet sich diese Formation an. Darüber
hinaus empfiehlt sie sich immer dann, wenn kein anderes
Muster zu passen scheint.


Kreuz
Das Kreuz bringt eine Form von Ener-
gie hervor, welche die vier Elemente des
Körpers – Feuer, Wasser, Luft und Erde –
ausgleicht und balanciert. Wird in dieser
Formation getönt, spricht das vor allem das Herz-Chakra
an. Dabei kommt es zu einer tieferen Verbindung und
257
Harmonisierung der vier Seinszustände des Menschen,
des physischen, emotionalen, mentalen wie des geistig-
spirituellen. Gleichzeitig vollzieht sich ein Polaritätsaus-
gleich im elektromagnetischen Feld des Behandelten,
wobei die männlichen und weiblichen Aspekte balanciert
werden. Überdies werden sämtliche Meridiane während
des Tönens stabilisiert.

Halbmond
Diese Formation bietet sich zum Tönen
immer dann an, wenn es darum geht,
Probleme im emotionalen Bereich und im
Selbstausdruck zu heilen. Energetisch
steht der Halbmond im Zusammenhang mit dem Hals-
Chakra und allen damit assoziierten Schwingungen. Wäh-
rend des Tönens werden speziell die weiblichen Kräfte
der Erleuchtung, kreativen Imagination und Intuition er-
weckt. Doch die verstärkende Wirkung des Halbmonds
auf die Klangwellen ist so universell, dass sich diese
Formation generell für das Tönen anbietet.

Sechszackiger Stern
Finden die Gruppenmitglieder zum Tö-
nen in dieser Formation zusammen, stellen
sie eine Verbindung zwischen Herz und
Verstand, zwischen niederen und höheren
Schwingungen, zwischen Göttlichem und
258
Geistigem her. Es kommt zu einer Ausrichtung der fein-
stofflichen auf die physischen Energien.
Besonders stark angesprochen werden das Stirn- und
das Herz-Chakra. Empfehlenswert ist diese Form, wenn
es um den Aufbau einer stärkenden, schützenden Ener-
giehülle geht. Auch stimuliert sie das innere solare Feuer
der Selbstheilungskräfte.

Fünfzackiger Stern
Im Rahmen des Tönens eingesetzt,
wirkt diese Formation ausgleichend und
erdend. Als besonders effizient hat sie sich
immer dann erwiesen, wenn ein Mensch
die Bodenhaftung verloren hat und »abgehoben« er-
scheint. Es entsteht eine gebündelte energetische Kraft,
die in Kombination mit Klang und Musik mächtige hei-
lende Engel herbeiruft, und zwar besonders die so ge-
nannten Seraphim.

Siebenzackiger Stern
Dies ist eine extrem heilsame Formati-
on, die sich beim Tönen auf allen Ebenen
positiv auswirkt. Sieben ist die mystische
Zahl, die eine Harmonisierung aller Chak-
ren, feinstofflichen Körper und physiologischen Systeme
des Organismus bewirkt. Der im Inneren dieses Sterns
entstehende Wirbel unterstützt die energetische Wirkung
259
der sieben wichtigsten Planeten. Gleichzeitig wirkt er
emotional beruhigend und kann universell zur Stärkung
der Selbstheilungskräfte von Kindern eingesetzt werden.
(Nicht zu Unrecht spricht man gelegentlich auch vom
Stern der heiligen Brigitta, die als Schutzpatronin der
Kinder verehrt wird.)

Unabhängig von der jeweils gewählten Formation sitzt
oder liegt der Behandelte stets in der Mitte, dem Ort der
größten Empfänglichkeit. Hier befindet sich gewisserma-
ßen der Kern des Kreises, in dem sich die Liebe konzent-
riert – und nichts anderes stellen die heilenden Klang-
energien dar, die von den anderen Gruppenmitgliedern
dorthin geschickt werden. Zentriert zu sein, ist die Grund-
voraussetzung, um Gesundheit und innere Balance wie-
derherstellen zu können.

Gruppenheilung in der Praxis 

1. Treffen Sie sich mit einer Gruppe von Gleichgesinn-
ten. Es reicht aus, wenn diese über das Grundwissen
verfugen, das in diesen beiden Kapiteln zum Thema
»Heilen mit Klängen« vorgestellt wird. Wie viele
Menschen teilnehmen, bleibt der Gruppe selbst über-
lassen. J e mehr es sind, desto leichter ist es, bestimm-
te geometrische Formationen zu stellen. Auch poten-
ziert sich mit der Anzahl der Personen die energeti-
260
sche Wirkung des Prozesses. Ein weiterer Vorteil von
größeren Gruppen: Wenn der eine oder andere Teil-
nehmer im Laufe der Wochen einmal einen Termin
nicht wahrnehmen kann, kann die Heilungsarbeit
trotzdem fortgesetzt werden.
2. Vereinbaren Sie einen festen Termin für Ihre Treffen.
Einmal in der Woche wäre gut: Der Abstand ist kurz
genug, um noch eine Rückmeldung über die Sitzung
der vergangenen Woche geben zu können, und lang
genug, um Zeit für eigene Experimente zu lassen.
Regelmäßigkeit wirkt positiv auf den Zusammenhalt
der Gruppe – und je stärker die Gruppe, desto inten-
siver der Heilungsprozess.
3. Für den Anfang erscheint es sinnvoll, sich nicht
gleich der Heilung anderer Menschen zuzuwenden.
Besser ist es, sich erst vier- oder fünfmal zu treffen,
um Harmonie in der Gruppe herzustellen und jedem
Mitglied Gelegenheit zu geben, selbst einmal in die
Rolle des Behandelten zu schlüpfen, so dass jeder am
eigenen Leib gespürt hat, wie sich das Tönen anfühlt.
4. Bilden Sie einen Kreis, um die Einheit der Gruppe
herzustellen. Beginnen Sie jede Ihrer Sitzungen mit
dem Prozess des gelenkten Tönens. Gehen Sie da-
nach in der Gruppe die Vokalklänge für jedes einzel-
ne Chakra durch, wobei Sie jeden Ton mindestens
drei- bis viermal wiederholen sollten. Auf diese Wei-
se stimmt sich die Gruppe aufeinander ein – eine
Grundvoraussetzung dafür, dass sie als Katalysator
261
im Heilungsprozess dienen kann. Nach einigen Sit-
zungen stellt sich von ganz allein eine einheitliche
Lautstärke, Tonhöhe und -länge ein, und mit der Zeit
wird es immer einfacher, dieses typische Gruppen-
maß zu finden.
5. Bevor Sie sich der Arbeit mit Außenstehenden zu-
wenden, empfiehlt es sich, erst alle Mitglieder zu be-
handeln. J e größer die Erfahrung einer Gruppe bezüg-
lich der Wirkungen der einzelnen Töne, desto selbst-
bewusster kann sie ihre Energien zur Behandlung von
Menschen einsetzen, die nicht zu ihrem Zirkel gehö-
ren. Eine der besten Übungen ist es, abwechselnd den
Platz in der Mitte einzunehmen, während die anderen
Gruppenmitglieder tönen. Der Behandelte kann sitzen
oder liegen, ganz wie es ihm am bequemsten ist. Die
Gruppe stellt sich in einer der beschriebenen geomet-
rischen Formen rings um ihn auf und projiziert na-
cheinander die Töne für jedes einzelne Chakra, wäh-
rend er selbst still ist und mit geschlossenen Augen in
sich hineinspürt. Dann wird abgewechselt, bis jeder
Teilnehmer an der Reihe war. Diese Übung sollte na-
cheinander mit allen geometrischen Formen durchge-
führt werden. J e nachdem wie groß die Gruppe ist,
kann es angezeigt sein, jede Woche eine neue Form
auszuprobieren.
6. Wenn alle Teilnehmer an der Reihe waren, nehmen
Sie sich Zeit, um über die Wirkungen zu sprechen.
Tauschen Sie sich darüber aus, was Sie erlebt und ge-
262
fühlt haben. Achten Sie besonders darauf, ob es ir-
gendwelche übereinstimmenden Empfindungen gab.
Haben Sie den Eindruck, dass von bestimmten For-
men für die Gruppe insgesamt ein dynamischerer Ef-
fekt ausgeht als von anderen? Ist dies der Fall, könnte
sie für die Gruppenenergie besonders zuträglich sein.
7. Erinnern Sie sich gegenseitig immer wieder daran, in
den Tagen nach der Sitzung auf Ihren persönlichen
Energiepegel zu achten – physisch ebenso wie emo-
tional, mental und spirituell. Besprechen Sie Ihre Be-
obachtungen in der darauf folgenden Woche. Auf
diese Weise werden nicht nur die kurz-, sondern auch
die längerfristigen Wirkungen offenbar.
8. Stellen Sie sich zum Abschluss einer jeden Sitzung
wiederum im Kreis auf, um noch einmal die Chakren
zu harmonisieren. Eine gute Idee ist es, sich beim
Tönen diesmal in der umgekehrten Reihenfolge vom
Kronen-Chakra nach unten bis zum Wurzel-Chakra
vorzuarbeiten, da dies die Teilnehmer erdet, bevor
Sie wieder in ihren Alltag zurückkehren.
9. Scheuen Sie sich nicht, die verschiedensten Möglich-
keiten auszuprobieren. Vergessen Sie nicht, dass es in
den ersten Wochen darum geht, die Gruppe in Har-
monie zu bringen und zu lernen, miteinander zu ar-
beiten. Der Austausch von persönlichen Beobachtun-
gen und Erfahrungen ist von grundlegender Bedeu-
tung, um zu verstehen, wie das Tönen auf die Grup-
penmitglieder selbst und die Menschen wirkt, die Sie
263
in ihrem Heilungsprozess unterstützen möchten.
Gleichzeitig erleichtert es Ihnen, dem Hilfesuchenden
zu erklären, was er von einer Behandlung erwarten
kann und was nicht.
10. Wenn Sie einen Außenstehenden behandeln, sollte
sich die Gruppe zunächst auf die jeweilige Vorge-
hensweise einigen. Eine Möglichkeit wäre, sich zu-
nächst im Kreis um den Betreffenden aufzustellen
und nacheinander alle Chakren durchzutönen. An-
schließend können Sie die Formation wählen, die an-
gesichts seines Zustands bzw. gesundheitlichen Prob-
lems am sinnvollsten erscheint, und die Töne rezitie-
ren, die speziell das am stärksten beeinträchtigte
Chakra ansprechen. Am Ende dieser spezifischen
Behandlungsphase können Sie sich noch einmal alle
in einem Kreis um den Behandelten aufstellen und
die sieben Chakren durchtönen, um die Heilwirkung
zu verstärken.
11. Haben Sie keine Angst zu improvisieren. J eder
Mensch, den Sie behandeln, ist anders. Selbst wenn
die Gruppe eine bestimmte, eingespielte Vorgehens-
weise hat, kann es nötig sein, diese auf die speziellen
Bedürfnisse des Behandelten abzustimmen. Manch-
mal sind solche Entscheidungen rein intuitiver Natur.
Soll ein Außenstehender behandelt werden, ist es von
Vorteil, wenn die Gruppe bereits etwa dreißig bis
fünfundvierzig Minuten vor seinem Eintreffen zu-
sammentrifft.
264
12. Organisieren Sie die Leitung der Gruppe nach dem
Rotationsprinzip: J ede Woche soll ein anderes Grup-
penmitglied das Tönen anleiten und sich von seiner
Intuition sagen lassen, wie lange ein Ton zu halten
oder ein bestimmtes Chakra zu stimulieren ist.

Die oben gegebenen Regeln sind lediglich als Anregung
gedacht. Beim Bilden und Aufrechterhalten einer solchen
Gruppe werden immer wieder kleinere Fragen auftau-
chen, die sich aber im Einzelfall meist leicht regeln las-
sen. Was für die Gruppe insgesamt am besten ist, ist auch
für den Heilungsprozess am besten. Es ist ratsam, Auf-
zeichnungen darüber zu machen, wer sich wann hilfesu-
chend an die Gruppe gewandt hat. Auch kann es sinnvoll
sein, sich von Zeit zu Zeit ein Bild über die Heilungser-
folge zu machen. Die meisten Menschen, für die Sie ge-
tönt haben, sind sicherlich nur zu gern bereit, Ihnen
Rückmeldung zu geben – und sei es in Form einer Wei-
terempfehlung. In dem Maße, wie dies geschieht, wächst
auch die energetische Ausstrahlung der Gruppe, und mit
der Zeit werden Sie zu einer wahrhaft heilsamen Kraft im
Leben anderer Menschen und der Welt insgesamt.
265
TEIL FÜNF

Energetisches Heilen über
den Geschmackssinn
266
Kapitel 10
Die Kraft von Blüten- und
Edelsteinessenzen
Blüten- und Edelsteinessenzen sind energetische »Arznei-
en«. Sie können von jedem hergestellt und eingenommen
werden. Ohne die Wirkung klassischer oder alternativer
Medikamente auch nur im Geringsten zu beeinträchtigen,
greifen sie dynamisch in den ganzheitlichen Heilungspro-
zess ein:
• Sie können uns dabei unterstützen, die Lernaufgabe zu
erkennen, die sich hinter einer Krankheit oder Schwie-
rigkeit verbirgt.
• Sie können helfen, unser physiologisches Gleichge-
wicht wiederherzustellen und emotionale, mentale und
geistig-spirituelle Zustände zu lösen, die mit unserem
Beschwerdebild in Zusammenhang stehen.
• Sie können uns neue Wahrnehmungsebenen eröffnen –
und zwar nicht nur im Hinblick auf unsere Gesundheit.
Ihr Einfluss reicht auch in Bereiche wie Medialität,
Kreativität und Spiritualität hinein und erleichtert de-
ren Integration in unsere physische Lebenssituation.
• Sie erleichtern es uns, uns auf unsere Umgebung ein-
zustellen. Da sie aus den Elementen der Natur herges-
tellt sind, wächst durch ihre Anwendung unser Ver-
267
ständnis für das komplexe Zusammenspiel zwischen
Mensch und Natur.
• Sie machen uns sensibler für unsere feinstofflichen
Aspekte und deren Wirkungen auf unser physisches
Dasein.
• Sie helfen uns dabei, unser Deva-Bewusstsein zu ent-
falten – ein tiefes Verständnis für die archetypischen
Energiemuster, die in der Natur und durch die Natur
hindurch wirken. Diese Muster sind es, die es jeder
Blume und Pflanze, jedem Stein und Kristall erlauben,
ihre Einzigartigkeit zu entfalten und gleichzeitig in
Harmonie mit der Natur und dem Menschen zu sein.
• Blüten- und Edelsteinessenzen fungieren als Katalysa-
toren zur Transformation emotionaler, mentaler und
geistig-spiritueller Zustände und wirken damit auch
auf unser physisches Sein ein. (Sie wirken nicht, indem
sie sich dem physischen Körper quasi auf Umwegen
nähern, sondern vielmehr dadurch, dass sie Einfluss
auf das Energiesystem an dessen Basis nehmen.)

In den 1930er Jahren gab der Londoner Arzt Dr. Edward
Bach seine lukrative Praxis auf, um in der Pflanzenwelt
nach Heilmitteln zu suchen, mit denen sich die Lebenskraft
des Menschen wiederherstellen ließe. Er sammelte Blüten
von den verschiedensten Pflanzen und Bäumen und verar-
beitete sie zu Essenzen, mit denen sich negative Gemütszu-
stände beseitigen ließen. Er strebte nach dem Einfachen
und fing zunächst damit an, Gemüts-, Stimmungs- und
268
Persönlichkeitszustände zu beschreiben, um anschließend
ein geeignetes Blütenmittel dafür auszuwählen.
Seine 38 Original-Blütenmittel sind das Ergebnis von
Selbstversuchen. Dr. Bach galt als extrem sensitiver
Mensch, und es soll ihm genügt haben, sich eine Blüte auf
die Zunge zu legen, um nach kurzer Zeit exakt den Ge-
mütszustand zu kennen, der sich damit heilen ließ. Auf
diese Weise verfeinerte er das Wissen, das er sich durch
das Studium der Homöopathie angeeignet hatte, deren
wichtigstes Prinzip es ist, »Gleiches mit Gleichem zu
heilen«.
Anders als in der Kräuterheilkunde werden Blütenes-
senzen nicht aus dem physischen Pflanzenmaterial her-
gestellt. Stattdessen wird die in der Pflanze und durch sie
hindurch wirkende Energie in einem simplen alchemisti-
schen Verfahren extrahiert. Die Mittel sind im wahrsten
Sinne des Wortes »einfach«, wie Dr. Bach sie nannte. Sie
haben keinerlei körperliche Nebenwirkungen und basie-
ren einzig und allein auf den reinen Elementen der Natur.
Die Pflanzen, die zu ihrer Herstellung benötigt werden,
wachsen wild in Wald, Flur und Feld. Man muss sich nur
die Mühe machen, sie zu suchen. Im Idealfall sollten die
Blüten in ihrem natürlichen Umfeld geerntet werden und
nicht chemisch behandelt worden sein.
Blüten- und Edelsteinessenzen tun nur Gutes: Sie sind
weder schädlich, noch kommt es zu Wechselwirkungen
mit anderen Medikamenten. Sie können auf gar keinen
Fall unerwünschte Reaktionen auslösen. Zwar habe ich
269
gelegentlich Klagen über Nebenwirkungen gehört, doch
diese klingen meist so: »Ich kann mit der vielen Energie
nicht umgehen.«
Die 38 Blütenessenzen von Dr. Bach
*
Agrimony (Odermennig) – Wenn quälende Gedanken
und innere Unruhe hinter einer Fassade verborgen wer-
den; schafft inneren Frieden.
Aspen (Zitterpappel) – Bei Ängstlichkeiten und Vorah-
nungen; öffnet für neue Erfahrungen.
Beech (Rotbuche) – Bei Kritiksucht; stärkt Akzeptanz
und Toleranz.
Centaury (Tausendgüldenkraut) – Bei Willensschwäche;
erweckt die innere Stärke.
Cerato (Bleiwurz) – Bei mangelndem Vertrauen; stärkt
das Vertrauen in die innere Führung.
Cherry Plum (Kirschpflaume) – Bei Angst vor Zusam-
menbruch oder Schock; macht Mut in Stress-Situationen.
Chestnut Bud (Knospe der Rosskastanie) -Wenn immer
wieder die gleichen Fehler gemacht werden; schärft das
Bewusstsein für die Lernaufgaben des Lebens.

*
Adaptiert nach der Kurz-Charakteristik der Blüten-Essenzen von
Dr. Bach. Abdruck mit Genehmigung von Ellon Bach, Inc. Die in der
Übersicht enthaltenen Angaben wurden der zum Thema Bachblüten
verfügbaren Literatur entnommen. Heilversprechen sind daraus nicht
abzuleiten. Zur vertiefenden Information wird auf die Bibliographie
am Ende dieses Buches verwiesen.
270
Chicory (Wegwarte) – Bei besitzergreifender Persönlich-
keitshaltung und Neigung zum Märtyrertum; schafft den
Ausgleich zwischen Geben und Nehmen.
Clematis (Weiße Waldrebe) – Für Tagträumer, die immer
mit ihren Gedanken woanders sind; erdet und stärkt die
Inspiration in praktischen Dingen.
Crab Apple (Holzapfel) – Wenn man sich schämt oder
innerlich oder äußerlich beschmutzt, unrein oder infiziert
fühlt; bringt Harmonie und innere Reinigung.
Elm (Ulme) – Bei dem Gefühl, seiner Aufgabe oder Ver-
antwortung nicht gewachsen zu sein; stärkt das Selbstbe-
wusstsein.
Gentian (Herbstenzian) – Wenn man sich leicht entmuti-
gen lässt und unter Selbstzweifeln leidet; stärkt Ausdauer
und Zuversicht.
Gorse (Stechginster) – Bei Verzweiflung und Hoffnung-
slosigkeit; erweckt Vertrauen und Hoffnung.
Heather (Schottisches Heidekraut) – Bei Selbstbezogen-
heit und der Unfähigkeit zuzuhören; stärkt die Einfühl-
samkeit in andere und die Fähigkeit zuzuhören.
Holly (Stechpalme) – Bei Eifersucht, Hass und Rachege-
fühlen; erweckt Mitgefühl.
Honeysuckle (Jelängerjelieber, Geißblatt) – Bei Sehn-
sucht nach Vergangenem; erleichtert das Loslassen von
Altem.
Hornbeam (Weißbuche) – Bei dem Gefühl, dem Alltag
nicht gewachsen zu sein; stärkt das Vertrauen in die eige-
nen Kräfte und Fähigkeiten.
271
Impatiens (Drüsentragendes Springkraut) – Bei Unge-
duld und Reizbarkeit; weckt Geduld und Verständnis.
Larch (Lärche) – Bei mangelndem Selbstvertrauen und
Minderwertigkeitskomplexen; stärkt das Vertrauen und
den kreativen Selbstausdruck.
Mimulus (Gefleckte Gauklerblume) – Bei Ängsten und
Schüchternheit; weckt Mut und Selbstvertrauen.
Mustard (Wilder Senf) – In Perioden von tiefer Traurig-
keit und Depression; schenkt Freude und Seelenfrieden.
Oak (Eiche) – Bei Verzweiflung und Niedergeschlagen-
heit; verleiht Tapferkeit, Durchhaltevermögen und Kraft.
Olive (Olive) – Bei geistiger und körperlicher Erschöp-
fung; schenkt neue Vitalität.
Pine (Schottische Kiefer) – Bei Selbstvorwürfen und
Schuldgefühlen; erweckt positive Gefühle der Selbstak-
zeptanz.
Red Chestnut (Rote Kastanie) – Bei übertriebener Sorge
und Angst; vermittelt ein Gefühl von Ruhe und Gelassen-
heit.
Rock Rose (Gelbes Sonnenröschen) – Bei akuten Angst-
zuständen und Panikgefühlen; macht Mut, über sich selbst
hinauszuwachsen.
Rock Water (Wasser aus heilkräftigen Quellen) – Bei
mangelnder Flexibilität und Selbstverleugnung; fördert
Flexibilität, Spontaneität und die Fähigkeit, gut für sich
selbst zu sorgen.
Scleranthus (Einjähriger Knäuel) – Bei Unsicherheit und
Unschlüssigkeit; verleiht mehr Entschlossenheit.
272
Star of Bethlehem (Doldiger Milchstern) – Nach
Schocks und traumatischen Erlebnissen; heilt Traumata.
Sweet Chestnut (Esskastanie) – In verzweifelten Situa-
tionen, in denen man seine letzten Kraftreserven mobili-
siert; weckt Vertrauen im Tal der Finsternis.
Vervain (Eisenkraut) – Bei Neigung zu Fanatismus und
Übereifer; bringt Entspannung und Mäßigung.
Vine (Weinrebe) – Bei Neigung zu dominierendem, un-
flexiblem Verhalten; erweckt sensible Führungsqualitäten
und Respekt.
Walnut (Walnuss) – In Phasen des Übergangs und Neu-
beginns und bei übermäßiger Sensibilität; verleiht Objek-
tivität und innere Unabhängigkeit.
Water Violet (Sumpfwasserfeder) – Bei übertriebenem
Stolz und Überheblichkeitsgefühlen; weckt Demut und
die Bereitschaft zu dienen.
White Chestnut (Rosskastanie) – Wenn bestimmte Ge-
danken und Sorgen unaufhörlich im Kopf kreisen; schafft
Ruhe und gedankliche Klarheit.
Wild Oat (Waldtrespe) – Bei Unzufriedenheit mit den
eigenen Leistungen; gibt dem Leben eine Richtung.
Wild Rose (Heckenrose) – Bei Teilnahmslosigkeit und
Apathie; erweckt Enthusiasmus und Lebensfreude.
Willow (Gelbe Weide) – Bei innerem Groll und Verbitte-
rung; weckt das Verantwortungsbewusstsein und die Be-
reitschaft, Schuldgefühle loszulassen.

273
In diesem Fall sollte der Betreffende sich fragen, welche
Motive sich hinter seinem Kranksein verbergen und ob er
auch wirklich gesund werden will. Denken wir daran,
dass uns nicht nur die Krankheit selbst, sondern auch un-
sere Reaktion darauf etwas über uns selbst verrät. Das
Schlimmste, was uns mit diesen Mitteln passieren kann,
ist, dass sie gar nichts bewirken. Im besten Falle aber
bringen sie Heilung und Erkenntnis.
Für Blüten- und Edelsteinessenzen gibt es ebenso viele
Einsatzmöglichkeiten, wie es unterschiedliche Blüten und
Steine gibt. J ede Pflanze und jeder Stein hat eine eigene
Persönlichkeit und Schwingungsfrequenz sowie ein ganz
spezifisches energetisches Muster. Darum wirken sie in
jeweils ganz unterschiedlicher Weise auf den Menschen.
Um mehr über das energetische Muster einer Blüte oder
eines Steins zu erfahren, ist es hilfreich, sich mit deren
Farbe, Form usw. zu befassen.
Zur Herstellung der Essenzen wird genau dieses ener-
getische Muster auf eine Flüssigkeit übertragen, die ein-
gesetzt wird, um das Schwingungsmuster des behandelten
Menschen zu verändern, zu transformieren oder durch ein
neues zu ersetzen, das dem Betreffenden hilft, seine per-
sönlichen Aufgaben und Ziele zu erreichen.
Ganz gleich, wie man sie einnimmt, die Wirkung von
Blüten- und Edelsteinessenzen ist immer positiv. Den-
noch lässt sich der Heilungsverlauf im Einzelfall nicht
voraussagen. Viele spüren sofort etwas – beispielsweise
den Abbau von Spannungen. Andere können sich auf
274
einmal mit bestimmten Aspekten ihrer Persönlichkeit
konfrontieren, welche die Krankheit mit verursacht haben.
In manchen Fällen kann es bis zu einer Woche dauern, bis
sich erste Effekte zeigen. Wie auch immer die Reaktionen
beim Einzelnen ausfallen, es ist in jedem Fall ausgespro-
chen hilfreich, sich während der Einnahme der Essenzen
selbst genau zu beobachten oder sogar therapeutisch be-
gleiten zu lassen.
Es ist wichtig, die Verbindung zwischen seelischer
Verfassung und physiologischer Reaktion des Organis-
mus zu erkennen – im Guten wie im Schlechten. Blüten-
und Edelsteinessenzen können uns helfen, dies deutlicher
wahrzunehmen. Heilung bedeutet nicht nur die Beseiti-
gung von physischem Unwohlsein oder Leid, sondern hat
auch damit zu tun, die tiefere Bedeutung der Krankheit zu
verstehen. Die Essenzen bereiten den Boden für diesen
Selbsterkenntnisprozess. Wenn wir wahrhaft gesund wer-
den wollen, müssen wir bereit sein, uns zu verändern.
Blüten- und Edelsteinmittel öffnen das Bewusstsein für
das höhere Selbst. Sie lösen innere Widerstände und Blo-
ckaden und leiten damit den ganzheitlichen Heilungspro-
zess ein.
Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über weitere
Blüten- und Edelsteinessenzen. Diese ist keinesfalls voll-
ständig, denn es gibt Hunderte von Blütenmitteln, und aus
jedem beliebigen Kristall, Edel- oder Halbedelstein lassen
sich Essenzen herstellen. Die Beschreibungen sowie die
angegebenen Wirkungen und Eigenschaften liefern nicht
275
mehr als eine Grundaussage, die Ihnen jedoch als Aus-
gangspunkt für Ihre Arbeit dienen kann. Wenn Sie sich
eingehender über dieses Thema informieren möchten,
finden Sie in der Bibliographie einige Werke, in denen die
Blüten- und Edelsteinessenzen umfassend behandelt wer-
den.
Lesen und lernen Sie so viel wie möglich über Blüten
und Edelsteine, denn diese Informationen verraten viel
über die Eigenschaften der daraus hergestellten Mittel. Es
gibt viele Firmen, die solche Essenzen kommerziell ver-
treiben, doch es kann nur von Vorteil sein, sie selbst her-
zustellen – und sei es nur ein einziges Mal. Auf diese
Weise bekommen Sie ein Gefühl für den alchemistischen
Prozess der Natur und seine Wirkungen auf unsere natür-
lichen Energien. Näheres zur Herstellungsweise erfahren
Sie im nächsten Kapitel.
Beispiele für kalifornische Blütenmittel
und deren Wirkungen
*
Angelica (Engelwurz) – Öffnet für die Wohltaten der
geistigen Welten und die Engelkräfte.
Blackberry (Brombeere) – Unterstützt die Manifestation

*
Adaptiert und zusammengefasst nach der Mittelübersicht der Firma
The Flower Essence Society, einem Unternehmen der Earth-Spirit,
Inc., P.O. Box 459, Nevada City, CA 95959, USA. Genehmigter
Abdruck.
276
von kreativer Inspiration und eröffnet neue Bewusstseins-
ebenen.
Calendula (Ringelblume) – Weckt die Heilkraft der Wor-
te.
California Poppy (Goldmohn) – Für höhere Intuition;
hilft, sich mit dem Reich der Natur zu verbinden und die
Aura zu sehen.
Chaparral (Jochblatt) – Eröffnet die tieferen Schichten
des medialen Bewusstseins und der Traumwahrnehmung;
fördert die Entgiftung des Organismus.
Indian Paintbrush (Indianischer Malpinsel) – Fördert
den künstlerischen und kreativen Ausdruck.
Iris (Iris)- Regt die kreative Vorstellungskraft an und
schenkt Inspiration; weckt künstlerische Fähigkeiten.
Lavender (Lavendel) – Wirkt beruhigend auf die Nerven,
dämpft extreme Offenheit für mediale und spirituelle Er-
fahrungen.
Lotus (Lotus) – Für Inspiration, Intuition und Heilung;
verstärkt die Wirkung der anderen Essenzen.
Mugwort (Beifuß) – Vertieft das Bewusstsein für spiri-
tuelle Einflüsse und hilft bei der Traumdeutung; macht
uns die eigenen medialen Energien bewusster.
Rose (Rose) – Weckt Liebe und Inspiration; hilft, uns auf
die Hierarchien der Engel und das Göttlich-Weibliche
einzustimmen.
Rosemary (Rosmarin) – Unterstützt bei kontrollierten,
außerkörperlichen Erfahrungen; schärft den Verstand.
Sage (Salbei) – Öffnet für Erfahrungen auf der inneren
277
Ebene; verlangsamt den Alterungsprozess; schafft Ver-
ständnis für die Erfahrungen des Lebens.
Saint John’s Wort (Johanniskraut) – Öffnet uns für die
göttliche Führung; schenkt uns die Gabe des luziden
Träumens; verstärkt die medialen Energien; wirkt unters-
tützend bei außerkörperlichen Erfahrungen.
Shasta Daisy (Margerite) – Öffnet den Intellekt für die
spirituelle Dimension; lässt uns den größeren Zusammen-
hang der Dinge erkennen.
Star Tulip (Katzenohr) – Macht uns empfänglicher für
die Einflüsse der geistigen Welt und der Astrologie; er-
weckt die weiblichen Aspekte der Phantasie und der Intui-
tion.
Sunflower (Sonnenblume) – Wirkt ausgleichend auf das
Ego und erweckt das innere Licht der göttlichen Inspirati-
on; lässt uns das Potenzial der Seele erkennen.
Violet (Veilchen) – Stimmt uns energetisch auf das Feen-
reich ein; schafft Wärme und weist uns den Weg zu höhe-
rer Spiritualität.
Wild Rose (Heckenrose) – Lässt uns Apathie überwinden
und hilft uns, die spirituelle Dimension in die physische
zu integrieren; wirkt als Stärkungsmittel bei langwierigen
Erkrankungen.
Yarrow (Weiße Schafgarbe) – Wirkt schützend bei me-
dialen Erfahrungen und übermäßiger Sensitivität; stärkt
die Aura; schenkt emotionale Klarheit; lindert Stress.

278
Beispiele für Edelsteinessenzen und 
deren Verwendungsmöglichkeiten 
In den letzten J ahren hat der Einsatz von Kristallen, Edel-
und Halbedelsteinen zur Heilung und Erschließung höhe-
rer Bewusstseinsebenen sehr an Bedeutung gewonnen.
Die Minerale sind zugleich Symbol und Quelle ganz spe-
zifischer Energiemuster. Wer um ihre grundsätzlichen
Eigenschaften und ihre energetische Ausstrahlung weiß,
kann sich ein gutes Bild von den Wirkungen der damit
erzeugten Essenzen machen, denn im Herstellungsprozess
werden ebendiese Charakteristika auf die Flüssigkeit
übertragen.
Basis-Chakra
Rauchquarz
Rauchquarz-Essenz wirkt stimulierend, ausgleichend
und reinigend auf das Basis-Chakra. Sie zieht Energie aus
dem Kronen-Chakra herab, so dass diese im Leben prakti-
schen Ausdruck finden kann. Gleichzeitig wirkt sie er-
dend auf das Gefühl der Liebe. Unter ihrem Einfluss wird
das gesamte Aura-Feld gestärkt und von Schlacken be-
freit, die sich dort im Kontakt mit anderen Menschen und
der Umwelt abgelagert haben.
Milz-Chakra
Karneol (und fast alle orangefarbenen Steine)
Essenzen, die mit einem Karneol oder anderen orange-
farbenen Steinen hergestellt werden, wecken kreative und
279
künstlerische Energien, die wir in allen Bereichen unseres
Lebens nutzbringend einsetzen können. Sie helfen uns,
die Fähigkeit zu entfalten, unsere Pläne zu verwirklichen.
In der Meditation eingesetzt, wirken Sie zentrierend, so
dass wir uns besser auf unsere Ziele und Absichten kon-
zentrieren können.
Gleichzeitig aktivieren sie die magnetischen Polaritä-
ten und stärken unsere Anziehungskraft für bestimmte
Energien. Im Hinblick auf unsere Gesundheit empfiehlt
sich die Einnahme dieser Essenzen bei allen Beschwer-
den, die mit dem Milz-Chakra in Zusammenhang stehen.
Auch wenn wir wissen möchten, ob eine Krankheit ihre
Ursprünge in einem früheren Leben hat, kann das Mittel
von Nutzen sein.
Solarplexus-Chakra
Zitrin
Zitrin-Essenz wirkt ausgleichend auf den Verstand und
überbrückt die Kluft zwischen dem Verstand und den
höheren mentalen und intuitiven Bewusstseinsebenen.
Physiologisch gesehen beeinflusst sie sämtliche Systeme,
die dem Solarplexus zugeordnet werden, insbesondere
aber das Verdauungssystem. Wie die Karneol-Essenz
aktiviert auch sie die magnetischen Polaritäten des Kör-
pers und unterstützt die Yin-Meridiane. Zitrin-Essenz
lässt uns unsere höheren Ziele und den wahren Stellen-
wert von Gesundheit erkennen und zeigt uns, wie wir sie
erhalten können.

280
Herz-Chakra
Rosenquarz
Rosenquarz-Essenz ist ein sanftes und zugleich starkes
Heilmittel. Sie löst Zorn und andere negative Emotionen,
die sich im Herzen festgesetzt haben und sich auf der
physischen Ebene in Form von Krankheitssymptomen
manifestieren. An ihre Stelle rückt ein Gefühl des inneren
Friedens und der Erfülltheit. Generell ist die Essenz zu
empfehlen, wenn sich emotionale Probleme über physi-
sche Beschwerden Ausdruck verschaffen und zur Behand-
lung seelischer Verletzungen im Zusammenhang mit ver-
gangenen Ereignissen und Erlebnissen wie unerwiderter
Liebe oder Zurückweisung. Sie kann darüber hinaus zur
emotionalen Klärung und Auflösung vergessener Erinne-
rungsspuren und Energien eingesetzt werden, die uns in
unserer Weiterentwicklung blockieren.

Malachit (wie generell alle grünen Steine)
Malachit-Essenz erweckt die Kreativität ebenso wie
die Energie und Fähigkeit zur Veränderung. Sie hilft, die
Wahrheit ans Licht zu bringen, und kann in der Meditati-
on eingesetzt werden, um die Konzentration auf ein be-
stimmtes Problem zu erhöhen. Nicht empfehlenswert ist
die Verwendung bei Tumor- oder Krebserkrankungen, da
sie wachstumsfördernd wirkt.
Die Essenz unterstützt die Funktion der Thymusdrüse
und des Immunsystems. Gleichzeitig kräftigt und stimu-
liert sie die Aura, so dass eine neue Offenheit für Gele-
281
genheiten zur persönlichen Weiterentwicklung entsteht.
Überdies wird das innere Gleichgewicht gestärkt.
Hals-Chakra
Türkis
Türkis-Essenz bringt den emotionalen und kreativen
Ausdruck ins Gleichgewicht und lindert alle Unausgewo-
genheiten, die mit dem Hals-Chakra in Zusammenhang
stehen. Besonders effizient ist die Anwendung bei Atem-
beschwerden.
Die Essenz steigert die Sensibilität und kann eingesetzt
werden, um sowohl den künstlerischen Selbstausdruck als
auch die Fähigkeit des Hellhörens zu stimulieren. Für
Menschen, die in einem negativen Umfeld leben und ar-
beiten, dient sie zum Schutz. Gleiches gilt für all jene, die
emotional mit den Problemen anderer belastet sind. Tür-
kis-Essenz fördert die Heilung auf allen Ebenen.
Stirn-Chakra
Sodalit
Der Sodalit ist der dichteste aller dunkelblauen Steine
und zugleich derjenige mit der tiefsten Erdverbindung.
Wird er zur Herstellung einer Essenz verwendet, fördert
er die tiefe gedankliche Versenkung, klärt den Kopf und
macht ihn frei, um wieder richtig arbeiten zu können.
Unter dem Einfluss dieses Mittels fällt es uns leichter zu
erkennen, welche unserer Angewohnheiten zu physischen
Beschwerden geführt haben könnten. Es hilft uns, uns in
jeder Situation intelligent zu verhalten und sowohl bezüg-
282
lich unserer Gesundheit als auch ganz allgemein logische
Schlussfolgerungen zu ziehen.

Lapislazuli
Lapislazuli-Essenz wirkt in hohem Maße reinigend auf
den Geist und die Aura. Sie kann verwendet werden, um
unbewusste Blockaden aufzulösen, die uns daran hindern,
uns tiefere Bewusstseinsebenen zu erschließen und ge-
sundheitliches Wohlbefinden zu erlangen. Bei der Entfal-
tung telepathischer Fähigkeiten hilft sie uns ebenso wie
beim Erkennen der physischen Aufgaben, denen wir uns
stellen müssen, um uns den spirituellen Pfad zu eröffnen.
Sämtliche Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem
Stirn-Chakra stehen, können damit gelindert werden.

Fluorit
Auch Fluorit-Essenz ist ein hervorragendes Mittel für
das Stirn-Chakra und sämtliche damit assoziierten Be-
schwerdebilder. Sie ist multidimensional in ihrer Wir-
kung. Zum einen verstärkt sie das Energiemuster der Au-
ra, so dass wir neue Chancen entdecken können. Zum
anderen hilft sie uns, die metaphysischen Hintergründe
unserer physischen Beschwerden zu erkennen. Auch in
der Meridianarbeit lässt sie sich hervorragend einsetzen,
da sie die körperlichen Polaritäten in Balance bringt und
auf diese Weise für einen Ausgleich von Yin und Yang
sorgt. Die beiden Gehirnhälften und die Nervensynapsen,
welche die Verbindung zwischen ihnen herstellen, werden
283
durch die Einnahme der Essenz ins Gleichgewicht ge-
bracht.
Blauer Fluorit bringt den Geist zur Ruhe. Lilafarbener
Fluorit fördert die Hingabe, so dass es uns leichter fällt,
mit dem Göttlichen in Verbindung zu treten. Gelber Fluo-
rit lässt uns unsere Lebenserfahrungen und ihren Einfluss
auf unsere Gesundheit verstehen. Weißer Fluorit wirkt
reinigend auf allen Ebenen und hilft uns, unsere kreativen
Energien mit denen des Universums zu verbinden und auf
diese Weise den Heilungsprozess zu unterstützen.
Kronen-Chakra
Amethyst
Der Amethyst ist hervorragend zur Herstellung von
Edelsteinessenzen geeignet. Er wirkt auf allen Ebenen
reinigend und klärend – er bewirkt sogar fast so etwas wie
eine Blutwäsche.
Wird die Essenz im Rahmen der Meditation eingesetzt,
weckt sie Verständnis und Intuition, und zwar ganz be-
sonders im Hinblick auf gesundheitliche Probleme. Sie
lässt uns demütiger werden und hilft uns, Ängste zu
überwinden. Unter ihrem Einfluss öffnen wir uns für be-
wusste Astralprojektionen.
Weitere wichtige Edelsteinessenzen
Bergkristall
Dieses Mittel verstärkt die Wirkung aller anderen Blü-
ten- und Edelsteinessenzen. Es wirkt ausgleichend und
energetisierend auf alle Chakren und ist ein gutes allge-
284
meines Stärkungsmittel. Gleichzeitig eröffnet es uns tiefe-
re spirituelle Einsichten und hilft uns, diese auf der physi-
schen Ebene umzusetzen.
Bergkristall-Essenz harmonisiert und stärkt die Aura
und ist eine der am leichtesten herstellbaren und dennoch
wirksamsten Mittel, das sich in Kristallschalen ansetzen
lässt.

Mondstein
Mondstein-Essenz tut praktisch jedem Menschen gut.
Sie erweckt die weiblichen Energien, und weil unser Pla-
net weiblich ist, ist sie damit förderlich für alles Leben.
Sie wirkt emotional ausgleichend und kann uns helfen,
uns von der niederen emotionalen Ebene hin zu höheren
Ausdrucksformen zu bewegen. Beim Überschreiten neuer
Schwellen im Rahmen unseres medialen und spirituellen
Wachstums bringt uns die Essenz innere Harmonie. Bei
Frauen wirkt sie lindernd bei Menstruationsbeschwerden
und generell stärkend auf den Hormonhaushalt und die
weiblichen Organe. Männern hilft sie, ihr Gespür für
weibliche Energien zu verbessern und diese zum Aus-
druck zu bringen. Mondstein-Essenz schafft Seelenfrie-
den.
285
Kapitel 11
Zubereitung und Einsatz
von Heilessenzen
Zur Herstellung von Blüten- und Edelsteinessenzen wer-
den die Pflanzen oder Mineralien entweder in eine Schale
(vorzugsweise aus Quarzkristall) gelegt und entweder
mehrere Stunden der prallen Sonne ausgesetzt oder scho-
nend ausgekocht. Beide Methoden werden später in die-
sem Kapitel detailliert beschrieben. Dabei wird die Le-
bensessenz oder Energiematrix der Blüten bzw. Steine im
Wasser gelöst und in ihrer Wirkung potenziert. So ent-
steht die »Mutteressenz«. Sie wird zur Haltbarmachung
mit Weinbrand oder einem anderen hochprozentigen und
möglichst neutralen Alkohol versetzt.
Aus diesem Konzentrat werden die Vorratsfläschchen
– so genannte »Stock bottles« – hergestellt. Dazu gibt
man zwei Tropfen der Mutteressenz in ein zuvor mit rei-
nem, chemisch unbelastetem Wasser gefülltes 20-ml-
Fläschchen mit Pipettenverschluss. Auch hier wird ein
Teelöffel Weinbrand als Konservierungsmittel zugesetzt.
Hieraus wiederum wird das Einnahmefläschchen ge-
mischt. Das Mischungsverhältnis ist das gleiche: zwei
Tropfen aus der Vorratsflasche für ein 20-ml-Fläschchen
mit Wasser und Alkohol. Anders als man vielleicht mei-
286
nen könnte, werden die Blüten- und Edelsteinessenzen
durch diese Verdünnung in ihrer Wirkung nicht abge-
schwächt, sondern potenziert, ähnlich wie dies bei ho-
möopathischen Medikamenten der Fall ist.
*
Aus diesem

*
In seinem Buch »Mensch und Materie« (Klostermann, 1987) beschreibt
Dr. Ernst Lehrs den Potenzierungsprozess, wie er bei der Herstellung von
Homöopathika zur Anwendung kommt, wie folgt: Eine Urtinktur –
beispielsweise ein Pflanzenpresssaft – wird mit neun Teilen destilliertem
Wasser vermischt und verschüttelt. Das ist die so genannte Dl-Potenz
(Mischungsverhältnis 1:10). Daraus wird ein Teil entnommen und wieder
mit neun Teilen Wasser zu D2 verschüttelt (Mischungsverhältnis 1:100).
Dieser Prozess wird so oft wie nötig wiederholt.
Die Potenzierung kann beliebig lange fortgeführt werden, ohne dass die
verwendete Ursubstanz je ihre physiologische Wirksamkeit verliert. Im
Gegenteil: Sobald die ursprüngliche Wirkung durch die »Verdünnung« auf
ein Minimum gesenkt wird, verleiht ihr jeder weitere Verdünnungsschritt
zusätzliche Kraft, um andere, noch stärkere – in der Regel entgegengesetzte
– Reaktionen auszulösen. Diese zweite Wirkung steigert sich mit jedem
Verschüttelungsschritt bis zu einem variablen Maximum.
Dieser Potenzierungsprozess zeigt, dass eine Substanz durch wiederholte
räumliche Expansion über die Schwelle der Materie geführt und auf eine
rein funktionale Ebene gehoben werden kann. In diesem Licht gewinnt
die Potenzierung physischer Substanzen eine Bedeutung, die weit über
deren medizinische Anwendung hinausgeht.
Aus diesem Grund lautet das erste Gebot der Homöopathie, »Gleiches
mit Gleichem« zu heilen. Krankheitssymptome werden mit stark »ver-
dünnten« Substanzen behandelt, die bei unverdünnter Einnahme selbst
ähnliche Symptome hervorrufen würden. Durch den Potenzierungspro-
zess wechselt die Substanz von der Ursache zur Wirkung über. Das
Symbol der Unendlichkeit spiegelt dies wider. Wird eine Substanz po-
tenziert, verkehrt sie sich in ihr Gegenteil. Die Heilwirkung wird durch
die Befreiung des energetischen Urkerns möglich. Wir werden mit einem
archetypischen Energiemuster in Kontakt gebracht, auf das der Körper
harmonisch reagieren kann.
287
Einnahmefläschchen kann man die Essenz entweder di-
rekt oder verdünnt in einem Glas Wasser einnehmen. Es
genügen vier bis sieben Tropfen, die in der Regel viermal
am Tag, bei Bedarf auch häufiger, genommen werden.


Ursachen – Verdünnung – Wirkungen (Potenzierung)

Mutteressenz Vorratsfläschchen Einnahmefläschchen

Wer energetische »Arzneien« wie Blüten- und Edelstein-
essenzen einnehmen will, muss sich von so mancher gän-
gigen Einstellung der Medizin gegenüber verabschieden.
Das Motto »viel hilft viel« hat hier keine Gültigkeit. Es
genügt völlig, die Tropfen morgens nach dem Aufstehen,
abends vor dem Schlafengehen und vielleicht ein- oder
zweimal zwischendurch einzunehmen. Auch lässt sich bei
Blüten- und Edelsteinessenzen eine Wirkungssteigerung
nicht so sehr durch eine Erhöhung der Dosis, als vielmehr
häufigere Einnahme erzielen. So werden bei akuten Be-
schwerden kurze Einnahmeintervalle empfohlen, um den
Transformationsprozess zu beschleunigen. Bedenken Sie
aber, dass jeder Mensch energetisch einzigartig ist und
man daher immer erst ein wenig experimentieren muss,
um herauszufinden, was im Einzelfall am besten hilft.
288
Herstellung von Blüten‐ und Edelsteinessenzen 

Mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung können
Sie Blüten- und Edelsteinessenzen ganz leicht selbst hers-
tellen:
1. Wenn Sie eine Quarzkristallschale besitzen, ist dies
das ideale Gefäß zur Herstellung der Mittel. Zur Not
reicht auch eine einfache Glasschlüssel, wenngleich
durch den Bleigehalt ein Großteil des Lichtspektrums
blockiert wird. Es dauert deshalb länger, die Energie-
matrix des Pflanzenmaterials bzw. des Steins auf die
Flüssigkeit zu übertragen, und die Mittel sind weniger
stark. Quarzkristallschalen sind in vielen Esoterikläden
erhältlich. Sie wirken nicht nur dynamisierend und
damit wirkungsverstärkend auf die Essenzen, sondern
sind im Rahmen des ganzheitlichen Heilens und der
spirituellen Arbeit auch darüber hinaus für die vielfäl-
tigsten Zwecke verwendbar.
2. Reinigen Sie die Schale zunächst mit einem milden
Spülmittel und Wasser.
3. Nehmen Sie sich Zeit, um zu meditieren und sich in-
nerlich auf die Natur einzuschwingen. Wenn Sie eine
Blütenessenz herstellen möchten, setzen Sie sich dazu
in die Nähe des Fundorts der Pflanze; wenn Sie eine
Edelsteinessenz ansetzen wollen, dann nehmen Sie die
Mineralien einfach mit nach draußen. Das Aufsuchen
solcher Plätze ist eine gute Art, um in Resonanz mit
dem Herstellungsprozess zu gehen.
289
4. Wenn Sie mit Edelsteinen arbeiten möchten, ist es am
besten, rohe, ungeschliffene Exemplare zu wählen.
Sollten Sie keine solchen zur Verfügung haben, ist das
aber auch nicht schlimm. Sie sollten nur nicht verges-
sen, die Steine vorher sorgfältig zu reinigen. Legen Sie
sie vierundzwanzig bis achtundvierzig Stunden lang in
ein Gefäß mit Meersalz, bevor Sie die Essenz ansetzen.
Dabei werden nicht nur alte Programmierungen ent-
fernt, sondern die Steine werden auch aufgeladen, so
dass ihr Energiemuster besser in die Flüssigkeit über-
tragen werden kann.
5. Wenn Sie mit Blüten arbeiten, dann achten Sie darauf,
dass Sie nur optimal entfaltete Exemplare verwenden,
die Sie frühmorgens ernten. Die Morgensonne hat eine
besonders vitalisierende Kraft. Für gewöhnlich ge-
winnt die ultraviolette Strahlung nach 12 Uhr an Inten-
sität, so dass das Prana in der Luft abnimmt.
6. Stellen Sie Wasser in geeigneter Qualität bereit. Für
Blütenmittel ist klares, chemisch unbehandeltes
Quellwasser optimal. Für Edelsteinessenzen hingegen
ist eher destilliertes Wasser zu empfehlen.
7. Stellen Sie die Schale in die pralle Sonne. Sie sollten
einen Tag mit strahlend blauem Himmel wählen. Gie-
ßen Sie etwa einen Viertelliter Wasser in die Schale.
Ist es eine aus Quarzkristall, dann schlagen Sie sie
sacht an – ich persönlich empfehle zwölfmal, symbo-
lisch für den Weg der Sonne durch den Tierkreis. J e
mehr zusätzliche Bedeutung wir in den Prozess hinein-
290
legen, desto stärker laden sich die Essenzen auf. Das
Anschlagen der Schale trägt außerdem dazu bei, das
Wasser von etwaigen energetischen oder gedanklichen
Verunreinigungen zu befreien.
8. Wählen Sie die Blüten aus, und lassen Sie sie vorsich-
tig ins Wasser gleiten. (In manchen Quellen wird emp-
fohlen, die Blüten nicht mit den Händen zu berühren,
sondern einen Zweig oder ein Blatt zu Hilfe zu neh-
men.) Legen Sie so viele Blüten in die Schale, bis die
Wasseroberfläche bedeckt ist, und achten Sie darauf,
dass alle Blüten in Kontakt mit dem Wasser sind. Stel-
len Sie die Schale so auf, dass über mehrere Stunden
hinweg kein Schatten auf sie fällt.
9. Frühestens nach drei Stunden – oder wenn die Blüten
zu welken beginnen – können Sie das Pflanzenmaterial
aus dem Wasser entfernen. Verwenden Sie dazu einen
der abgepflückten Blütenstängel oder einen Kristall-
stab. Am besten wäre es, die Blüten als Zeichen des
Respekts rings um Büsche und Pflanzen im Garten
auszulegen, sie zu segnen und auf diese Weise der Na-
tur zurückzugeben. Wenn Sie mit Edelsteinen arbeiten,
empfiehlt es sich, die Schale etwas länger in der Sonne
stehen zu lassen. Manche meinen, man solle den
Weinbrand bereits in dieser Phase der Herstellung hin-
zufügen, da er mehr Energie aus den Steinen ziehen
würde als destilliertes Wasser. Wenn Sie mich fragen,
sind die Unterschiede in Bezug auf die Wirkung mini-
mal. Aus hygienischer Sicht aber spricht alles dafür,
291
den Weinbrand von Anfang an zuzusetzen. Bei rohen,
ungeschliffenen Steinen sitzt nämlich oft Schmutz in
den Ritzen, und der Alkohol verhindert eine Verkei-
mung der Essenz.
10. Sofern Sie mit einer Quarzkristallschale arbeiten,
schlagen Sie diese erneut sacht an. (Wenn Steine darin
liegen, sollten Sie dies besonders vorsichtig tun, denn
es könnten disharmonische Schwingungen entstehen,
welche die Schale zum Bersten bringen.) Füllen Sie
anschließend den Inhalt mit Hilfe eines sauberen, ge-
gebenenfalls mit einem Baumwolltuch ausgelegten
Trichters in eine dunkelbraune Glasflasche um. Dunk-
les Glas ist besser geeignet, die Lebendigkeit und
Energie der Essenz zu bewahren als klares.
11. Fügen Sie Weinbrand hinzu. Der Anteil sollte
etwa 25 bis 50 Prozent betragen. Dies ist die Mutteres-
senz, aus der die Vorrats- und Einnahmefläschchen ge-
zogen werden.
12. An nicht ganz so sonnigen Tagen oder in
Schlechtwetterperioden bietet sich die Kochmethode
zur Herstellung von Essenzen an. Ernten Sie in diesem
Fall die Blüten bei so viel Sonnenschein wie möglich,
geben Sie sie in einen sauberen Topf, und bedecken
Sie sie mit Wasser.
13. Lassen Sie das Wasser einmal kurz aufwallen und
dann bei geöffnetem Deckel etwa eine halbe Stunde
lang leicht köcheln. Stellen Sie den Topf anschließend
zum Abkühlen ins Freie, und seihen Sie dann die Flüs-
292
sigkeit durch ein Baumwolltuch ab, um den Satz zu
entfernen, der sich während des Kochens gebildet hat.
Möglicherweise müssen Sie diesen Vorgang mehrmals
wiederholen, bis alle Schwebstoffe beseitigt sind. Da-
nach erst füllen Sie die Essenz in eine saubere Schale
um.
14. Wenn Sie mit einer Kristallschale arbeiten, schla-
gen Sie sie drei bis fünf Minuten lang immer wieder
sacht an, und stellen Sie sie anschließend für etwa eine
Stunde nach draußen. Ob die Sonne scheint oder nicht,
ist in diesem Fall unwichtig. Wenn Sie eine normale
Glasschüssel verwenden, brauchen Sie sie nicht anzu-
schlagen, sondern können sie gleich ins Freie stellen.
An der frischen Luft regeneriert sich der energetische
Abdruck, der sich unter Umständen durch die Erhit-
zung abgeschwächt hat bzw. verloren gegangen ist.
15. Fahren Sie anschließend mit Schritt 10 und 11
fort, um die Mutteressenz herzustellen.

Durch die praktische Erfahrung mit der Zubereitung
kommt Ihnen vielleicht die eine oder andere Idee, wie
man das Verfahren verändern könnte. Folgen Sie solchen
Eingebungen.
Blüten- und Edelsteinessenzen bringen uns in Kontakt
mit unserer Intuition und unseren feinstofflichen Ener-
gien. Deshalb ist es wichtig, den sich daraus ergebenden
Impulsen auch nachzugeben. J e tiefer Sie sich auf den
Herstellungsprozess einlassen, und je mehr Sie ihn gemäß
293
Ihrer ganz persönlichen Bedürfnisse abwandeln, desto
wirksamer sind die Essenzen, und desto dynamischer
werden die Reaktionen auf deren Einnahme sein.
Aufbewahrung und Aufladung von Heilessenzen 

1. Verwenden Sie zur Aufbewahrung von Heilessenzen
ausschließlich braune Glasflaschen. Sie filtern Licht
(insbesondere künstliches) aus, das mit der Zeit die
energetische Aufladung verblassen ließe.
2. Schütteln Sie die Flasche vor der Einnahme. Auf diese
Weise aktivieren Sie die Energie, die in Phasen, in de-
nen die Essenz nicht verwendet wird, sozusagen »ein-
schläft«.
3. Die Vorrats- und Einnahmefläschchen sollten mit ei-
nem Pipettenverschluss versehen sein. Auf diese Weise
können Sie exakter und damit sparsamer dosieren, so
dass Sie länger etwas von Ihren Essenzen haben. Pipet-
tenfläschchen sind in Apotheken und Drogerien erhält-
lich. Auch die Vertreiber von fertigen Blüten- und
Edelsteinessenzen haben oft leere Fläschchen mit im
Sortiment.
4. Achten Sie darauf, dass Sie beim Einnehmen direkt aus
der Flasche – vier bis sieben Tropfen unter die Zunge –
die Pipette nicht mit dem Mund berühren, da sonst
Bakterien in die Essenz gelangen könnten. Halten Sie
die Fläschchen von Zeit zu Zeit gegen das Licht. Wenn
etwas in der Flüssigkeit schwimmt, deutet dies auf eine
294
Verkeimung hin, und Sie sollten die Essenz nicht mehr
verwenden.
5. Von Zeit zu Zeit können die Essenzen neu aufgeladen
werden. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist, die Fläsch-
chen auf einem Untersetzer in eine Kristallschale zu
stellen und diese mehrere Minuten lang anzuschlagen.
Alternativ hierzu können Sie sie auch ab und zu unter
eine Pyramide stellen. Um die energetische Ladung zu
erhalten, können Sie auch einen winzigen Bergkristall
mit ins Fläschchen geben, denn Bergkristalle sind dy-
namische Energieverstärker.
6. Die Mutteressenz und die Vorratsfläschchen sollten
etwa alle drei Monate neu aufgeladen werden. Auf die-
se Weise bleibt die Energiematrix lebendig.
7. Achten Sie darauf, sämtliche Schalen und Werkzeuge
nach der Herstellung einer Essenz sorgfältig zu reini-
gen, bevor Sie die nächste ansetzen, um Vermischun-
gen zu vermeiden. Auch wenn die zufällig entstehende
Kombination durchaus wirksam sein könnte, sind Sie
so nicht in der Lage, sie genau zu identifizieren und
gezielt einzusetzen.
Auswahl der richtigen Essenzen 

Die Auswahl der richtigen Blüten- und Edelsteinessenzen
ist relativ einfach. Wenn es darum geht, bestimmte Ver-
haltensweisen oder Persönlichkeitsmerkmale zu verän-
dern, ist es in erster Linie wichtig, sich selbst zu beobach-
295
ten. Alles Übrige ist eine Frage des gesunden Menschen-
verstands. Wie reagieren Sie auf die verschiedenen Situa-
tionen und Menschen in Ihrem Leben? Welche Eigen-
schaften und Fähigkeiten möchten Sie entwickeln? Wel-
che Chakren sind aller Wahrscheinlichkeit nach beeint-
rächtigt? Sich diese und ähnliche Fragen zu stellen, kann
wertvolle Hinweise auf die passende(n) Essenz(en) geben.
Im Idealfall sollten Sie die Essenzen selbst für sich
auswählen und dies nicht jemand anderem überlassen.
Therapeutische Beratungen und Blüten-/Edelstein-
Readings können Ihnen zwar wertvolle Einsichten vermit-
teln und Perspektiven eröffnen, aber letztlich sind Sie
selbst für sich verantwortlich. »Erkenne dich selbst« lau-
tete die Maxime der alten Mysterienschulen in Delphi –
eine Maxime, die auch und gerade für den Einsatz von
Blüten- und Edelsteinessenzen gilt. Wenn die Mittel ihre
ganze Dynamik und Heilkraft entfalten sollen, ist ein be-
sonderes Maß an Selbstbeobachtung und -Verantwortung
erforderlich. Sie lehren den Menschen, mit seinem Inne-
ren in Kontakt zu treten. Wenn Sie die jeweils geeigneten
Essenzen selbst auswählen, müssen Sie sich damit ausei-
nander setzen, welche Veränderungen notwendig sind und
welche Eigenschaften Ihnen bei deren Umsetzung am
meisten helfen könnten.
Zur Auswahl von Essenzen stehen im Wesentlichen
zwei Methoden zur Verfügung: Entweder Sie gehen mit
dem Verstand an die Sache heran, oder Sie lassen sich
von Ihrer Intuition leiten. Auch eine Kombination von
296
beidem ist möglich. Für welchen Ansatz Sie sich auch
entscheiden, es gibt in beiden Fällen jeweils ganz spezifi-
sche Techniken, um zu dem gewünschten Ergebnis zu
kommen.
Wenn Sie sich in Ihrer Wahl vom Verstand leiten las-
sen möchten, wenden Sie den oben beschriebenen Prozess
der Selbstbeobachtung und -reflexion an. Betrachten Sie
die Muster, die für Ihr Leben prägend sind. Welche Fehler
machen Sie immer wieder? Wie reagieren Sie in bestimm-
ten Situationen? Wie reagieren Sie auf die Menschen, mit
denen Sie zu tun haben? Welche Stimmung(en) dominie-
ren? (Diese Fragen sollten Sie sich besonders rückbli-
ckend auf die Zeit mehrere Wochen vor Ausbruch der
Krankheit stellen.) Beobachten Sie sich. Machen Sie sich
Ihre Bedürfnisse und Herausforderungen klar. Bedenken
Sie dabei, dass für jede einzelne Essenz irgendwann in
unserem Leben der Punkt kommt, an dem gerade ihre
Eigenschaften gefragt sind.
Dr. Edward Bach ging es darum, die Medizin zu ent-
mystifizieren und ein System zu entwickeln, das jeder
verstehen und anwenden kann, dem an einer Verbesse-
rung seines gesundheitlichen Wohlbefindens gelegen ist.
Lesen Sie sich die Beschreibung der einzelnen Essenzen
in diesem Buch und den im Literaturverzeichnis angege-
benen Werken durch. Notieren Sie die Essenzen, die Ihrer
Persönlichkeitsstruktur oder den Anforderungen und
Emotionen, denen Sie momentan ausgesetzt sind, am
ehesten entsprechen. Schreiben Sie auch diejenigen auf,
297
die für Eigenschaften stehen, welche Sie entfalten möch-
ten.
Gehen Sie dann Ihre Liste durch, und überlegen Sie,
welche Sie am dringendsten benötigen. Wenn Sie sich
nicht entscheiden können, geben Sie für jede Essenz eine
Bewertung auf einer Skala von 1 bis 10 ab (1 =niedrigste
Priorität; 10 =höchste Priorität). Sie brauchen sich nicht
auf eine einzige Essenz zu beschränken, da die Mittel
kombiniert werden können. Es empfiehlt sich jedoch,
nicht mehr als maximal sieben gleichzeitig zu verwenden,
damit sie sich nicht in ihrer Wirkung behindern.
Die zweite Auswahlmethode stützt sich auf die Intuiti-
on. Wer sich für diesen Ansatz entscheidet, kann das ge-
eignete Mittel zum Beispiel in der Meditation ermitteln.
Manche führen auch die Hände durch die Aura des zu
behandelnden Menschen oder halten sie über die Fläsch-
chen mit den Essenzen, um die magnetische Anziehung
bzw. Abstoßung zu »ertasten«.
Am einfachsten aber ist die Auswahl mit Hilfe der Ra-
diästhesie, einer Methode, bei der das richtige Mittel auf
intuitive Weise mittels Wünschelrute oder Pendel ermit-
telt wird. Es wird also ein Instrument eingesetzt, um zu
prüfen, ob die Schwingungen der Essenz im Einklang mit
denen des betreffenden Menschen sind. Dieses Austesten
des Mittels ist ein hellseherischer Prozess – wir verbinden
uns mit unserer göttlichen Natur, um zu wissen, was gut
für uns (oder eine andere Person) ist. Es funktioniert nur,
wenn wir innerlich objektiv bleiben. J eder kann das Pen-
298
deln und »Wünscheln« lernen und dabei eine hohe Treff-
sicherheit erreichen.
Herstellung und Verwendung eines Pendels 

Von allen radiästhetischen Instrumenten ist das Pendel am
einfachsten herzustellen und zu handhaben. Wir brauchen
nur irgendeinen symmetrischen Gegenstand an einem
Faden oder einer Kette zu befestigen und ihn über das
betreffende Objekt zu halten. Die Art und Weise, in der es
zu schwingen beginnt, gibt uns Antwort auf unsere Fra-
gen.
Handhabung eines Pendels 
1. Zeichnen Sie einen Kreis auf ein Blatt Papier, und
ziehen Sie eine waagerechte und eine senkrechte Linie
hindurch. Sie können auch noch einen zusätzlichen
kleinen Kreis in die Mitte malen, in dem eine Patien-
tenprobe – falls Sie für einen anderen Menschen pen-
deln – oder das Fläschchen mit der Essenz Platz hat
(siehe auch Abbildungen auf Seite 287). Mit ein wenig
Geschick können Sie diesen Kreis in ein wirksames In-
strument zur Selbsterkenntnis verwandeln.
2. Legen Sie die Bedeutung der einzelnen Richtungen
oder Bewegungen fest. Soll das Auf- und Abschwin-
gen von oben nach unten »J a« bedeuten? Soll das Hin-
und Herschwingen von links nach rechts »Nein« hei-
ßen? Die Pendelbewegungen haben die Bedeutung, die
299
Sie ihnen geben. Wenn Sie sich einmal für eine Bedeu-
tung entschieden haben, bleiben Sie dabei, wann im-
mer Sie das Pendel benutzen. Auf diese Weise legen
Sie die Regeln dafür fest, wie Ihre Intuition mit Ihrem
Verstand kommunizieren soll, denn die Pendelbewe-
gungen sind nichts anderes als eine Form der Symbol-
sprache. Übliche Zuordnungen sind:
- Hin und her entlang der waagerechten Linie =
Nein.
- Auf und ab entlang der senkrechten Linie =J a.
- Bewegung im Uhrzeigersinn =J a.
- Bewegung im Gegenuhrzeigersinn =Nein.

3. Üben Sie erst eine Weile mit dem Pendel, bevor Sie es
einsetzen, um Blüten- und Edelsteinessenzen für sich
und andere auszutesten. Legen Sie das Blatt mit dem
Kreis flach auf den Tisch. Stützen Sie den Ellbogen
auf dem Tisch ab, so dass Sie die Hand ruhig über dem
Kreis halten können. Halten Sie den Faden des Pendels
zwischen Daumen und Zeigefinger; das Gewicht soll
300
etwa zwei bis fünf Zentimeter über der Kreismitte
schweben. Stellen Sie sich einige J a-/ Nein-Fragen, de-
ren Antworten Sie bereits kennen. Schubsen Sie das
Pendel zunächst so an, dass es in der Richtung der kor-
rekten Antwort schwingt. Auf diese Weise senden Sie
eine Botschaft an Ihr intuitives Bewusstsein und lassen
es wissen, wie es mit Ihnen über das Pendel in Kom-
munikation treten kann.
4. Stellen Sie nun die Essenz in den inneren Kreis, und
halten Sie das Pendel darüber. Achten Sie darauf, dass
es sich nicht bewegt. Jetzt können Sie Ihre Frage stellen,
etwa: »Brauche ich diese Blüten-/Edelsteinessenz?«,
»Braucht Person X diese Blüten-/Edelsteinessenz?« Die
Richtung und Intensität des Pendelausschlags gibt Ihnen
die Antwort, denn Sie treten intuitiv in Interaktion mit
der Energie der Essenz, und dabei wird das Pendel auf
ganz bestimmte Weise in Bewegung gesetzt. Wenn es
Ihnen lieber ist, können Sie das Fläschchen mit der Es-
senz auch in der einen und das Pendel in der anderen
Hand halten. Es ist ebenfalls möglich, für einen anderen
Menschen in dessen Abwesenheit ein Mittel auszutes-
ten. In diesem Fall wird neben die Essenz eine Patien-
tenprobe (irgendetwas, das den Betreffenden symboli-
siert) im Inneren des Kreises platziert. Anschließend
können Sie Ihre Frage stellen. Vergessen Sie nicht, dass
die hier beschriebene Vorgehensweise lediglich eine
von vielen Möglichkeiten ist, um rasch Zugang zur ei-
genen Intuition zu finden.
301

Auswahl von Essenzen mit dem Pendel
Stellen Sie die Essenz wie oben abgebildet in den inneren Kreis,
halten Sie das Pendel darüber, und fragen Sie, ob sie Ihnen in Ihrer
momentanen Situation gut tut. Alternativ können Sie das Fläschchen
auch in der einen und das Pendel in der anderen Hand halten.

302
5. Auch wenn es darum geht, die richtige Dosierung zu
ermitteln oder geeignete Mittelkombinationen auszu-
testen, können Sie mit dem Pendel arbeiten. Sie brau-
chen bloß zu fragen. Formulieren Sie Ihre Fragen so
präzise wie möglich, und achten Sie darauf, dass sie
mit J a oder Nein beantwortet werden können: »Tun
mir diese drei Mittel in dieser Kombination gut?«,
»Soll ich diese Essenzen viermal am Tag einnehmen?,
Oder fünfmal?« usw.

Das Pendel ist ein Instrument, um mit dem Unterbewuss-
tsein – dem Sitz unserer intuitiven Energien – in Kommu-
nikation zu treten. Die von dort kommenden Impulse
werden über das Nervensystem weitergeleitet und an das
Pendel weitergegeben, so dass es zu schwingen beginnt.
Wir versetzen das Pendel also durch eine vom Unterbe-
wusstsein ausgelöste, unwillkürliche Muskelreaktion in
Bewegung. Muskelaktivität schafft elektrische Impulse,
die in diesem Fall über die Hand auf das Pendel übertra-
gen werden, so dass es auf ganz spezifische Weise aus-
schlägt.
Ein letzter Hinweis zu Blüten‐ und Edelsteines‐
senzen 
Kinder reagieren besonders gut auf energetische Heilmit-
tel wie Blüten- und Edelsteinessenzen. Ihr Energiesystem
ist insgesamt noch stärker magnetisch, und darum nehmen
sie äußere Schwingungen leichter auf.
303
Besonders in der vorbeugenden Behandlung können
die Essenzen bei Kindern gute Dienste leisten. Sie stärken
das Immunsystem, wirken ausgleichend und tragen dazu
bei, dass das Kind im Einklang mit seinen intuitiven Kräf-
ten bleibt. Bei der Behandlung von Kindern ist es ange-
sichts der größeren Sensibilität empfehlenswert, sich bei
Mittelkombinationen auf möglichst wenige Essenzen zu
beschränken.
Ebenfalls hilfreich sind die Essenzen, um Haustiere
von ihren kleinen »Marotten« zu heilen. Mischen Sie
einfach ein paar Tropfen des gewählten Mittels unter das
Futter oder geben Sie sie in den Wassernapf.
304
TEIL SECHS

Energetisches Heilen
über den Geruchssinn
305
Kapitel 12
Die Magie der Räucherstoffe und
ätherischen Öle
Die Behandlung mit ätherischen Ölen und das Abbrennen
von Räucherwerk gehören zu den angenehmsten und
wirksamsten Methoden, um unseren Energiepegel auf
allen Ebenen anzuheben. Indem wir lernen, das Schwin-
gungspotenzial aromatischer Substanzen sinnvoll einzu-
setzen, eröffnen wir uns den Zugang zu Energie- und
Kraftquellen, aus denen wir größeres Wohlbefinden
schöpfen können. Der Umgang mit Ölen und Räucher-
stoffen ist weder kompliziert noch esoterisch.
J eder Mensch ist von einem individuellen energeti-
schen Feld umhüllt, der so genannten Aura. Greifen wir
von außen in dieses Feld ein, können wir dadurch interne
Reaktionen auslösen. Auf diese Weise wird es möglich,
die verschiedensten Veränderungen – seien sie gesund-
heitlicher oder anderer Art – zu bewirken. Wie Farben,
Klänge und Gedanken sind auch Düfte eine Schwin-
gungskraft, die nicht schwer zu erklären ist. Wir müssen
eigentlich nur drei allgemeine Grundprinzipien verstehen,
deren Gültigkeit sich am Beispiel von Aromastoffen
leicht demonstrieren lässt. Mit dem ersten haben wir uns
bereits an anderer Stelle befasst: Die Energie folgt stets
306
dem Geist. Lenken wir unsere Gedanken auf einen Punkt,
schicken wir damit gleichzeitig unsere Energien dorthin.
Wählen wir dabei zudem einen Fokus, der in Einklang mit
den Gedanken ist, wird die Energie zusätzlich verstärkt
und vergrößert, so dass die Reaktionen noch dynamischer
ausfallen. Gleichzeitig wächst unsere Konzentration.
Dies bringt ein zweites Prinzip ins Spiel, das so ge-
nannte »Analogiegesetz«. Es lautet: »Wie oben, so unten;
wie unten, so oben.« Was wir auf einer Ebene tun, wirkt
sich auch auf allen anderen Ebenen auf uns aus. Alle Din-
ge und energetischen Ausdrucksformen stehen in irgen-
deiner Form miteinander in Resonanz. Die Schwingun-
gen, die wir mit der Kraft unserer Gedanken bündeln und
mit ganzheitlichen Heilmethoden (also der Arbeit mit
Farben, Klängen, Essenzen, Düften usw.) zusätzlich ver-
stärken, suchen ähnliche Schwingungsmuster – egal, ob
außerhalb oder innerhalb des Körpers – und lösen dort
eine Reaktion aus.
Hinter diesem zweiten Prinzip verbirgt sich das dritte,
das so genannte »Anziehungsgesetz«, das sich mit dem
Satz »Gleich und gleich gesellt sich gern« umschreiben
lässt. Der Körper ist ein Mikrokosmos, und wir können
Düfte einsetzen, die in der Aura wirksam werden und so
im Inneren die Energiemuster anziehen, die gerade ge-
braucht werden. Auf diese Weise kann der Organismus
insgesamt, ein einzelnes Organ oder auch eine Körper-
funktion gestärkt werden. Auch können wir uns den Zu-
gang zu Kreativität und Intuition eröffnen, wenn wir wis-
307
sen, welche Kraft nötig ist, um ebendiese Reaktion zu
bewirken. Im nächsten Kapitel werden über dreißig Düfte
(d. h. aromatische Kräfte) vorgestellt, die zur Stimulie-
rung von Körper und Geist und damit zur Erlangung eines
größeren Wohlbefindens eingesetzt werden können.
Wenn wir lernen, mit ätherischen Ölen und Räucher-
stoffen umzugehen, können wir um uns herum ein starkes,
lebendiges Energiefeld schaffen. Wir können Gesundheit
und inneres Gleichgewicht wiederherstellen und angebo-
rene Talente und Fähigkeiten wecken.
Entfaltet ein ätherisches Öl oder Räucherwerk seinen
Duft, greift es in die Schwingungsfrequenz von Mensch
und Umgebung ein. Die stärksten Wirkungen sind dabei
im ätherischen, astralen und mentalen Energiefeld zu ver-
zeichnen.
Öle und Räucherstoffe werden eingesetzt, um Zustän-
den des Unwohlseins sowie Krankheiten – seien sie phy-
sischer, emotionaler oder mentaler Natur – entgegenzu-
wirken. Manche ätherischen Öle töten Bakterien und
Krankheitskeime in der Luft, an den Wänden oder im
menschlichen Körper ab.
Die Duftinformation gelangt vor allem über die Riech-
nerven in den Körper, die mit dem Stirn-Chakra und der
Hypophyse – der Steuerungsdrüse des endokrinen Sys-
tems – in Verbindung stehen.
Nicht immer gehen wir sofort in Resonanz mit einem
Duft, aber wenn wir ihn wiederholt einsetzen, schwingen
wir uns mehr und mehr auf ihn ein. Dies liegt daran, dass
308
Aromen in der Lage sind, mit der Zeit just zu dem Aspekt
in unserem Energiesystem vorzudringen, zu dem sie na-
türlicherweise in Resonanz stehen. Auf diese Weise lässt
sich die meist physisch gesteuerte Barriere überwinden,
die uns einen Duft als unangenehm oder gar abstoßend
empfinden lässt.
Räucherstoffe 

Die meisten der überlieferten Rezepturen für Räuchermi-
schungen arbeiten mit Harzen, Hölzern, Rinden, getrock-
neten Kräutern und Pflanzen, um ein jeweils typisches
Aroma zu erzeugen. Wenn Sie nähere Einzelheiten zu
diesem Thema wissen möchten, verweise ich Sie auf die
Bibliographie am Ende dieses Buches.
Räucherwerk ist ein wunderbares Mittel zur Bewuss-
tseinserweiterung. Es gibt den alten Glauben, dass be-
stimmte Engel sich zu ganz spezifischen Räucherstoffen
hingezogen fühlen.
Entfalten sie ihren Rauch, steigen mit ihm die Gedan-
ken und Gebete des Menschen in das Reich der Engel auf,
um dort empfangen zu werden.
Therapeutisch können Räucherstoffe eingesetzt wer-
den, um die Aura zu reinigen, die Meridiane zu öffnen
und zu stimulieren und spirituellen Beistand für den Hei-
lungsprozess herbeizurufen. Es gibt im Wesentlichen
zwei Arten:

309
Aktive Räucherstoffe haben eine Impuls gebende, stimu-
lierende Wirkung. Oft werden sie in Ritualen und in der
medialen Arbeit für Anrufungen und Materialisierungen
eingesetzt. Sie heben das Energieniveau und erweitern das
Bewusstsein und können bei gesundheitlichen Problemen
eingesetzt werden, die auf einen verlangsamten oder trä-
gen Stoffwechsel zurückzuführen sind. Durch aktive Räu-
cherstoffe können die Yang-Meridiane stimuliert werden.
Beispiele hierfür sind Weihrauch, Salbei und Räucher-
stoffe, die Minzöle enthalten.

Passive Räucherstoffe wirken entspannend und lindernd.
Sie stärken die magnetischen oder Yin-Qualitäten des
Menschen. Unter ihrem Einfluss öffnen wir uns. Werden
sie in der Heilmeditation angewandt, fällt es uns leichter,
in uns zu gehen und die tieferen Ursachen für etwaige
Unausgewogenheiten zu erkennen. Sie wirken lindernd
auf entzündliche Prozesse aller Art und beruhigend bei
Stoffwechselüberreaktionen.
Beispiele hierfür sind Sandelholz, Rose und Patchouli.

Manche Menschen betrachten Räucherwerk lediglich als
eine Art Hintergrund zur Meditation, doch es gibt andere,
welche die bewusste Arbeit mit den dazugehörigen Ge-
dankenformen als integralen Bestandteil des spirituellen
Prozesses betrachten. Räucherstoffe können zu den ver-
schiedensten Zwecken eingesetzt werden:
• Unangenehme Gerüche lassen sich mit ihrer Hilfe
310
überdecken oder neutralisieren. In früheren Zeiten
wurde Räucherwerk oft intensiv eingesetzt, um den
Geruch von Toten zu neutralisieren, die zur Bestattung
vorbereitet wurden. Konfuzius sagte einmal, Kerzen
würden das Herz des Menschen erleuchten und Räu-
cherwerk mit seinem Duft üble Gerüche vertreiben.
• Es heißt, man könne mit Wohlgerüchen das Wohlge-
fallen bestimmter Gottheiten und göttlicher Kräfte er-
regen.
• Auch beim Gebet sind Räucherstoffe hilfreich. Wenn
der Rauch zum Himmel aufsteigt, trägt er die Bitte des
Betenden zum Göttlichen.
• Räucherstoffe schaffen eine Atmosphäre, die förder-
lich für den Heilungsprozess ist und in Resonanz zu
jenen Kräften steht, die höhere Wesenheiten anziehen.
So kennt die indianische Kultur beispielsweise die
Kommunikation mittels Feuerzeichen. In anderen Ri-
tualen werden Räucherstoffe eingesetzt, um die Umge-
bung und die Aura der an der Zeremonie teilnehmen-
den Menschen zu reinigen.
• Räucherungen können auch zur Heilung Kranker ge-
nutzt werden, denn sie reinigen die Aura und greifen in
die Meridiantätigkeit ein.
• Mit Hilfe von Räucherstoffen kann die meditative Ver-
senkung verstärkt und der Zugang zu höheren Bewuss-
tseinsebenen eröffnet werden.
• Außerdem werden Räucherstoffe verwendet, um Ein-
gebungen zu empfangen, Zuneigung zu gewinnen,
311
Freundschaften zu vertiefen, geschäftlichen Erfolg zu
sichern und sogar Astralprojektionen zu bewirken. Es
gibt kaum einen Lebensbereich, in dem sie sich nicht
nutzbringend einsetzen ließen.

Die geläufigste Art, Räucherstoffe zu verwenden, ist wohl
das Abbrennen von Räucherstäbchen. Leider ist immer
noch billige Ware auf dem Markt, die giftige Substanzen
enthält, weiche beim Abbrennen in die Atmosphäre ge-
langen. Bei guten Räucherstäbchen finden Sie jedoch in
der Regel Hinweise wie »frei von toxischen Inhaltsstof-
fen« und/oder »aus natürlichen Substanzen«. Als Alterna-
tive zu gekaufter Ware können Sie auch im Handel erhält-
liche Räucherkohle verwenden und lose getrocknete
Kräuter, Rindenstücke, Harze und andere pulverisierte
Substanzen darauf verräuchern. Die Wirkung ist nicht so
lang anhaltend wie bei Räucherstäbchen, aber der Duft ist
oft authentischer und aromatischer.
Im Prinzip reicht es aus, an dem Platz, an dem Sie ar-
beiten, Räucherstäbchen abzubrennen oder eine Räucher-
schale aufzustellen. Um die Wirkung zu steigern, können
Sie sich zusätzlich den Rauch zufächeln oder bestimmte
Körperteile gezielt beräuchern. Wer Räucherungen zu
Heilzwecken vornehmen will, kommt nicht umhin, selbst
ein wenig zu experimentieren, um eigene Erfahrungen zu
sammeln, doch dies lohnt sich schon allein deswegen,
weil der Prozess auf diese Weise wesentlich genussvoller
wird.
312
Ätherische Öle 
Solange der Mensch denken kann, wurden ätherische Öle
verwendet, und zwar in erster Linie zur Heilung von
Krankheiten. Doch auch andere Verwendungsmöglichkei-
ten sind überliefert. So wurden die geistig anregenden
Eigenschaften der Aromaöle genutzt, um eine spirituelle
Öffnung und seelische Aufrichtung zu bewirken. In Ab-
hängigkeit zum jeweils gewählten Aromastoff wirken
ätherische Öle nämlich nicht nur in der Atmosphäre, son-
dern auch unmittelbar in unserer Aura, was wiederum
Veränderungen in unserem internen Energiesystem nach
sich zieht.
Auch in der Sterbebegleitung finden ätherische Öle seit
alters her Verwendung. Sie sollen den natürlichen Über-
gang vom Leben zum Tod erleichtern, indem sie den
Körper von den niederen Einflüssen befreien und ihn für
die höheren öffnen. Der Körper – und insbesondere die
Chakren – wurde früher mit ganz bestimmten Ölen ge-
salbt und so versiegelt, um zu verhindern, dass sich nach
dem Tod fremde Wesenheiten über die Kraftzentren Zu-
gang zum Körper verschafften und sich der sterblichen
Hülle bemächtigten.
Die meisten ätherischen Öle werden durch ein aufwän-
diges Destillationsverfahren gewonnen. Dabei entstehen
hochwirksame, stark aromatische Essenzen, die dank ihrer
Heilwirkungen als Grundlage für einen eigenen Zweig der
ganzheitlichen Medizin – die Aromatherapie – dienen.
Der wichtigste Vorzug der Öle war und ist bis zum heuti-
313
gen Tag ihre Fähigkeit, dem Menschen Linderung bei den
verschiedensten Krankheiten zu verschaffen.
Generell unterscheidet man die Aromen von ätheri-
schen Ölen nach Kopf- und Basisnote. Die Düfte der Ba-
sisnote sind schwer, intensiv, oftmals moschusartig und
ein wenig erdig. Sie wirken nicht so schnell wie die Aro-
men der Kopfnote, dafür hält der Effekt länger an. Bei
hyperaktiven Menschen lassen sich mit diesen Ölen in der
Regel gute Erfolge erzielen.
Düfte der Kopfnote sind leichter, süßer und luftiger.
Sie sind in ihrer Wirkung wesentlich unmittelbarer, ver-
flüchtigen sich dafür aber auch sehr viel schneller, so dass
der Effekt nicht so lange anhält wie bei den Basisnoten. In
Mischungen verschiedener Öle werden sie meist als Ers-
tes wahrgenommen. Besonders vorteilhaft ist ihr Einsatz
bei eher trägen Menschen.
Eine Möglichkeit, mit ätherischen Ölen zu arbeiten,
besteht in der Herstellung von Duftmischungen, in denen
Aromen der Kopf- und der Basisnote kombiniert werden.
Das ist der beste Weg, um exakt die Mischung zu kreie-
ren, die bei einem selbst optimal wirkt.
So können Sie ätherische Öle verwenden 

1. Ätherische Öle sind hochwirksame Essenzen. Sie
sollten also vorsichtig damit umgehen und nicht ein-
fach die Nase an die Flasche halten und tief einatmen.
Es könnte sonst passieren, dass Sie sich die Riech-
314
nerven verätzen. Geben Sie lieber einen Tropfen auf
einen Wattebausch, und führen Sie diesen langsam an
die Nase heran. Sie können auch das Fläschchen auf-
schrauben und sich den entweichenden Duft mit der
Hand zufächeln. Wenn Sie unmittelbar nacheinander
an mehreren Essenzen riechen, kann der Geruchssinn
vorübergehend abstumpfen.
2. Ätherische Öle können auch als Parfum verwendet
werden. Auch in diesem Fall sollten Sie jedoch eine
gewisse Vorsicht walten lassen, denn manche Essen-
zen sind so aggressiv, dass sie Hautreizungen verur-
sachen können. Darum empfiehlt es sich, sie zu ver-
dünnen. Auch sollten Sie zum Testen der Verträg-
lichkeit immer erst einen Tropfen auf die Innenseite
des Armes geben, bevor Sie das Öl an empfindliche-
ren Stellen auftragen.
3. Ein Tropfen des ätherischen Öls (vorzugsweise ver-
dünnt) kann direkt auf den jeweiligen Problembereich
geträufelt und einmassiert werden.
4. Sie können auch einen Tropfen ätherischen Öls in
einem kleinen Behälter mit etwas Wasser vermischen
und damit den Meridian einreiben, der auf das ge-
wählte Aroma am stärksten anspricht.
5. Ätherische Öle haben eine stark antibakterielle Wir-
kung. Deshalb sind sie hervorragend als Zusatz zu
Reinigungsmitteln für Böden, Kacheln usw. geeignet.
Sie können die Öle auch dem Waschmittel beigeben.
6. Ein Bad mit ätherischen Ölen wirkt nicht nur heil-
315
sam, sondern auch überaus wohltuend. Einige Trop-
fen pro Wanne genügen. Auf diese Weise werden Sie
ganz von dem Aroma umhüllt, und wenn Sie aus dem
Wasser steigen, bleibt die Essenz und damit die
Energie an Ihrem Körper haften.
7. Ätherische Öle können als Raumspray versprüht oder
in Potpourris geträufelt werden, um einen Raum über
längere Zeit hinweg mit einem bestimmten Aroma zu
beduften.
8. Eine gute Möglichkeit besteht auch darin, einen oder
zwei Tropfen des Öls in eine kleine Schale mit Was-
ser zu geben und neben das Bett zu stellen. Auf diese
Weise können Sie sich im Schlaf aromatherapeutisch
behandeln.
9. Es sind spezielle Duftlämpchen im Handel erhältlich,
bei denen ein oder zwei Tropfen Öl genügen, um ei-
nen Raum über längere Zeit hinweg zu aromatisieren.
Sie sind also sparsamer im Verbrauch als alle anderen
Methoden.
10. Alternativ hierzu können sie auch einen oder zwei
Tropfen Öl auf eine Glühbirne träufeln. Wenn Sie die
Lampe einschalten, entsteht genügend Hitze, um die
Essenz verdampfen zu lassen, so dass sich das Aroma
im Raum verteilt.

Ätherische Öle stellen eine effiziente Möglichkeit dar, um
Stimmungen zu beeinflussen oder eine bestimmte Atmos-
phäre zu schaffen. J e nach gewähltem Aroma können
316
Unbeschwertheit, Ernsthaftigkeit, Lebensfreude oder Hei-
lungsbereitschaft geweckt werden. Aus eigener Erfahrung
weiß ich, wie hilfreich dies ist, um einen Raum energe-
tisch für die Heilungs- oder Beratungsarbeit vorzuberei-
ten. Vor jeder Sitzung aromatisiere ich meinen Behand-
lungsraum mit einem zum jeweiligen Thema passenden
Duft. Wenn der Klient zur Tür hereinkommt, beeinflusst
die dadurch freigesetzte Energie sofort seine Aura und
erzeugt in ihm eine bestimmte Schwingungsfrequenz.
Meine Tätigkeit wird dadurch wesentlich erleichtert.
Ätherische Öle sind nicht nur hochwirksam. Der Um-
gang mit ihnen ist zudem auch ausgesprochen angenehm
und wohltuend. Allein das Herumexperimentieren, um die
richtige Mischung zu finden, ist eine reine Freude. Wäh-
rend wir in all den Düften schwelgen, wächst zugleich
unser Selbstvertrauen, weil wir konkret daran arbeiten,
uns selbst etwas Gutes zu tun.
Eine einfache Behandlungstechnik 
Wenn wir einen Menschen mit Ölen segnen, heilen
oder salben, kommt es sehr auf unsere innere Haltung und
Ernsthaftigkeit an. Um Krankheiten zu lindern oder nega-
tive Energien zu vertreiben, müssen wir zunächst überle-
gen, welche Aromen im jeweiligen Fall am besten geeig-
net sind. Analysieren Sie zu diesem Zweck die Verhal-
tensmuster, Emotionen oder physischen Symptome, und
bestimmen Sie die Chakren, die aller Wahrscheinlichkeit
nach beeinträchtigt sind. Aufgrund dieser Informationen
317
können Sie das richtige Öl bzw. die richtigen Öle auswäh-
len. Im nächsten Kapitel finden Sie eine Übersicht, die
Ihnen die Entscheidung erleichtern wird. Anschließend
verfahren Sie wie folgt:
1. Bereiten Sie sich zunächst selbst innerlich vor. Füh-
ren Sie eine Entspannungsübung durch, und achten
Sie darauf, dass Sie ausgeglichen und zentriert sind.
2. Bevor Ihr Klient eintrifft, reinigen Sie die Atmosphä-
re im Behandlungsraum. Sie können dazu entweder
ein stark reinigendes Räucherwerk verbrennen oder
den Raum mit einer der oben beschriebenen Metho-
den aromatisieren. Halten Sie diverse Düfte und sau-
bere Wattebäusche bereit.
3. Wenn Ihr Klient da ist, bitten Sie ihn, sich auf den
Rücken zu legen, die Augen zu schließen und mehr-
mals lange und ruhig tief ein- und auszuatmen. Sobald
er sich entspannt hat, erklären Sie ihm mit sanfter
Stimme, was Sie vorhaben und welche Düfte Sie ver-
wenden werden. Es ist wichtig, alle etwaigen Ängste
auszuräumen, bevor Sie mit der Arbeit beginnen.
4. Atmen Sie rhythmisch ein und aus. Visualisieren Sie,
wie sich Ihr Körper mit dynamischer Heilenergie füllt
– eine Energie, die Sie bei der Salbung an den Klien-
ten weitergeben, um die Wirkung der ätherischen Öle
zu verstärken.
5. Halten Sie den Wattebausch zwischen Daumen und
Mittelfinger, träufeln Sie etwas Öl darauf, und reiben
Sie damit die betreffende Stelle ein, sei es nun eine
318
spezielle Körperregion oder ein Chakra, das mögli-
cherweise beeinträchtigt ist.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, dies zu tun. Ent-
scheiden Sie selbst, was in der jeweiligen Situation
am passendsten ist. Vielleicht entdecken Sie aber
auch ein andere, ganz persönliche Vorgehensweise,
mit der Sie noch bessere Ergebnisse erzielen:
- Führen Sie den Wattebausch im Uhrzeigersinn in
kleinen Kreisen über den zu behandelnden Bereich;
- Tragen Sie das Öl entlang des Meridianverlaufs
auf den Körper auf;
- Wenn Sie ein Chakra behandeln, können Sie mit
dem Öl auch eine zu dem Energiezentrum passen-
de geometrische Form auf die entsprechende Kör-
perstelle zeichnen. In Kapitel 9 finden Sie eine
Übersicht über die entsprechenden Zuordnungen.
6. Im Idealfall sollte das Öl direkt auf die Haut aufgetra-
gen werden, doch manchmal können es die äußeren
Umstände, die Befindlichkeit des Klienten oder auch
das Taktgefühl erfordern, durch die Kleidung hindurch
zu arbeiten.
7. Nach der Behandlung einer speziellen Problemzone
kann es sinnvoll sein, noch einmal alle sieben Chakren
mit dem Öl zu salben. Wenn Sie möchten, können Sie
dabei gleichzeitig andere Techniken (Tönen, Arbeit
mit Farben, Handauflegen) anwenden. Die ätherischen
Öle wirken für sich allein und in Kombination mit an-
deren energetischen Heilweisen.
319
Kapitel 13
Die gebräuchlichsten Heilaromen
und ihre Einsatzmöglichkeiten
In diesem Kapitel werden einige der wirksamsten Aromen
zur Reinigung und Heilung vorgestellt. Die Beschreibun-
gen sind nicht dogmatisch zu verstehen. Sie sollen ledig-
lich zeigen, wie die Öle in der Vergangenheit eingesetzt
wurden und Ihnen Anregung und Orientierungshilfe ge-
ben, um eigene Erfahrungen mit der energetischen Hei-
lung über den Geruchssinn zu machen.

Apfelblüte
Ein Duft, der emotional beruhigt, ein Gefühl der Zufrie-
denheit vermittelt und uns in eine Aura des Erfolgs hüllt.
Er wirkt unterstützend in jedem Heilungskontext, reinigt
den Astralkörper und verschafft uns Klarheit bei physi-
schen Beschwerden, die eine Form von falsch verstandener
Liebe zum Hintergrund haben. In der Meditation hilft das
Aroma, mit dem Einhorn in Verbindung zu treten, das den
Mythen zufolge unter dem Apfelbaum lebt.

Citronella
Ein Duft, der schützend und stärkend auf die Aura
wirkt. Besonders stark ist der Effekt auf das Hals-Chakra
320
und alle damit in Verbindung stehenden Beschwerdebil-
der. Das Öl kann auch verwendet werden, um die sprach-
liche Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit zu stär-
ken, und tut damit allen Menschen gut, denen es schwer
fällt, ihre Gefühle auszudrücken.

Eukalyptus
Ein hochwirksames Öl, das in keinem Haushalt fehlen
sollte. Dank seiner guten Penetrationseigenschaften hilft
es besonders bei Beschwerden im Bereich von Lunge,
Nieren, Leber und nasalen Atemwegen. Deshalb kann es
mit Erfolg bei Asthma, Gelbsucht und Nebenhöhlenbe-
schwerden eingesetzt werden. Eukalyptus unterstützt die
Entgiftung des Organismus über die Ausscheidungsorga-
ne, harmonisiert das Herz-Chakra und stimuliert das Im-
munsystem. Auf der emotionalen Ebene lassen sich mit
diesem Aromaöl Gefühle wie Trauer und Feindseligkeit
deutlich lindern. Es stimuliert die Meridiane – speziell die
des Yin-Bereichs – und verstärkt die Wirkung anderer
energetischer Heilmittel. Träufelt man einige Tropfen in
eine Schale mit Wasser und stellt sie neben dem Bett auf,
bessert das nicht nur Schlaflosigkeit, sondern vertreibt
Albträume und wirkt emotional beruhigend und ausglei-
chend.

Flieder
Ein starkes Heilöl, das alle sieben Haupt-Chakren
harmonisiert und miteinander in Einklang bringt. Es för-
321
dert die geistige Klarheit und wirkt entspannend auf die
Muskulatur und überreizte Nerven. Flieder hat einen stär-
keren Effekt auf das Lenkergefäß, die Wirbelsäule sowie
die Körperhaltung und -flexibilität. Gleichzeitig bringt er
uns in Kontakt mit dem Feenreich, vor allem bei der
Herstellung von Blüten- und Edelsteinessenzen. Dieser
Duft kann eingesetzt werden, um Erinnerungen an frühere
Leben zu wecken – und zwar besonders solche, die Aus-
wirkungen auf unseren heutigen Gesundheitszustand ha-
ben. Gedächtnis und hellseherische Fähigkeiten werden
unter seinem Einfluss angeregt.

Frangipani (roter Jasmin)
Ein aurastärkendes Aromaöl, das dafür sorgt, dass an-
dere uns als selbstbewusster wahrnehmen. Es öffnet das
Hals-Chakra, so dass der Redefluss angeregt und Ge-
heimnisse leichter offenbart werden. Frangipani kann mit
seinem Duft einen vorübergehenden Polaritätsausgleich
bewirken. Es ist hervorragend zur Verwendung im Rah-
men der Meditation geeignet.

Gardenie
Ein aurastärkender Duft, der andere davon abhält, Un-
frieden in unser Leben zu bringen. Für Menschen, die in
heilenden oder beratenden Berufen tätig sind, ist das Öl
besonders hilfreich, da es der emotionalen Verstrickung
mit den Problemen anderer Menschen entgegenwirkt.
Wer mit emotional gestörten Menschen arbeitet, wird die
322
stabilisierende Wirkung der Gardenie zu schätzen wissen.
Sie vertreibt Negativität, so dass diese sich nicht im phy-
sischen Körper niederschlagen kann. Dank ihrer hohen
spirituellen Schwingung kann sie auch eingesetzt werden,
um uns mit den Naturgeistern in Kontakt zu bringen. Die
Entfaltung telepathischer Fähigkeiten fällt unter ihrem
Einfluss ebenfalls leichter.

Geißblatt
Ein Aroma, das sich positiv auf das Stirn- und Kronen-
Chakra auswirkt. Es hilft bei Gedächtnisschwäche und
wirkt ausgleichend auf die beiden Gehirnhälften. Geißb-
latt fördert die Flexibilität – auf der körperlichen, emotio-
nalen und mentalen Ebene. Auch die medialen Fähigkei-
ten werden unter dem Einfluss dieses Dufts gestärkt.

Gewürznelke
Mitte des neunzehnten J ahrhunderts wurde Gewürz-
nelkenöl dank seiner stark antiseptischen Eigenschaften
zur Bekämpfung des Tuberkulose-Erregers verwendet.
Auf der Schwingungsebene wirkt es harmonisierend und
trägt zur gleichmäßigen Verteilung der Energien von
Milz- und Herz-Chakra bei. Gleichzeitig unterstützt es die
Gedächtnisleistung und die Sehkraft und hilft bei Mus-
kelverspannungen oder nervlicher Überbeanspruchung.
Als Schutz gegen mediale Übergriffe und im Rahmen des
Exorzismus wurde die Gewürznelke früher ebenfalls ver-
wendet. Ihr Duft wirkt tröstend auf Trauernde.
323
Glyzinie
Okkultisten und Heiler schätzen diesen Duft, weil er
für ihre Arbeit förderliche Schwingungen verbreitet. Er
aktiviert das Herz- und Hals-Chakra, stärkt die Willens-
kraft und unterstützt das Immunsystem bei der Krank-
heitsabwehr. Um bei Zusammenkünften eine positive
Stimmung herzustellen, wusch man sich in früheren Zei-
ten mit Wasser, das mit Glyzinienaroma parfümiert war.
In der Meditation angewandt, hilft es uns zu erkennen,
welche Schritte wir ungeachtet der äußeren Umstände tun
können. Der Duft wirkt stimulierend auf sämtliche Meri-
diane und gleicht selbst stärkere Unausgewogenheiten im
Bereich der feinstofflichen Körper aus. Er lindert und
stabilisiert das Nervensystem und den Kreislauf.
Früher bezeichnete man ihn als »Muse des Dichters«,
da er den kreativen Ausdruck fördert. Glyzinie öffnet
zudem die spirituelle Wahrnehmung und Inspiration und
kann eingesetzt werden, um auf allen Ebenen – auch in
Gesundheitsfragen – tiefere Erkenntnisse zu erlangen.

Hyazinthe
Ein Duft, der das Konzeptionsgefäß stimuliert. Er hilft
bei Trauer und Depression und harmonisiert das Milz-
und Basis-Chakra sowie alle damit assoziierten Be-
schwerdebilder. Vorübergehend lassen sich die Yin- und
Yang-Meridiane damit ausgleichen. Hyazinthe wirkt ge-
gen Schlaflosigkeit und kann Geburtsschmerzen lindern.

324
Jasmin
Ein Duft, der im alten Persien als heilig galt. Er fördert die
Selbstachtung und wirkt stark auf Herz-Chakra und -
meridian. Jasmin hilft gegen Beschwerden im Nasen- und
Lungenbereich und verbessert den Geruchssinn, so dass
jeder, der sich intensiver mit Aromatherapie befasst, davon
profitieren kann. Das Öl fördert geistige Klarheit und prak-
tisches Denken. Außerdem kann es Geburten erleichtern.
In Zeiten großer Umwälzungen gibt es emotionalen Halt.

Kamille
Ein Aroma, welches das gesamte Nervensystem, den
Atmungsapparat, den Hormonhaushalt und den Nieren-
meridian stärkt. Es hilft, emotionale Anspannung aufzulö-
sen, die oft die Grundlage für physische Beschwerden
bildet. Kamille wirkt beruhigend auf den Magen und lässt
sich erfolgreich zur Behandlung des Magenmeridians
einsetzen. Sehr empfehlenswert ist die Anwendung bei
Säuglingskoliken. Der Duft gleicht die Polaritäten im
Meridianfluss aus und wirkt schützend auf das Energie-
feld. Das ätherische Öl weist viele der Heilwirkungen auf,
welche der Pflanze ganz allgemein zugeschrieben werden:
Stressabbau, Unterstützung der Verdauungstätigkeit usw.
Allergiker sollten vorsichtig mit diesem Aromaöl umge-
hen, da Kamille zur Familie der Korbblütler gehört.

325
Lavendel
Ein Aroma, das seit alters her wegen seiner magischen
Wirkungen geschätzt wird, denn es bietet Schutz – beson-
ders vor grausamer Behandlung durch den Lebenspartner.
Aufgrund seiner heilenden Eigenschaften sollte auch La-
vendelöl in keinem Haushalt fehlen. Es wirkt entspannend
und stressmindernd auf den gesamten Körper. Bei Kopf-
schmerzen lässt es sich ebenso einsetzen wie bei Schlaflo-
sigkeit, Verstauchungen, Nervenschmerzen, Arthritis,
Zahnschmerzen, Rheuma und Depressionen. Lavendel
aktiviert das Kronen-Chakra und regt die Medulla oblon-
gata (die Verbindung zwischen Stammhirn und Rücken-
mark) an, so dass die Geistesgegenwart erhöht wird. Dank
seiner reinigenden Wirkung auf die Meridiane ist es her-
vorragend zu deren Stimulation geeignet (siehe Kapitel
»Abtasten der Meridiane«). Der Duft des Lavendels er-
leichtert die visionäre Wahrnehmung und hilft, das emo-
tionale Gleichgewicht wiederherzustellen. In der Medita-
tion angewandt, lässt er uns erkennen, welche emotiona-
len Blockaden oder Konflikte die Ursache für gesundheit-
liche Probleme sind. Am besten entfaltet das Aroma seine
Wirkung, wenn man es dem Badewasser zusetzt.

Lorbeer
Ein recht durchdringendes Aroma, das gut bei Lun-
genbeschwerden hilft und damit generell zur Behandlung
des Lungenmeridians eingesetzt werden kann. Es wirkt
heilend und ausgleichend auf das Herz- und Hals-Chakra
326
und sämtliche damit assoziierten Symptome. Dank seiner
stark antiseptischen und schleimlösenden Eigenschaften
empfiehlt sich die Anwendung auch bei Erkältungskrank-
heiten.

Magnolie
Ein Duft, der das Herz- und Hals-Chakra stimuliert
und harmonisiert und daher alle damit assoziierten Be-
schwerdebilder und Organe positiv beeinflusst. Während
der Meditation im Kopfbereich aufgetragen, unterstützt er
die mediale Wahrnehmung, besonders wenn es darum
geht, verlorene Dinge wieder zu finden.

Muskatnuss
Der getrocknete Samenmantel der Muskatnuss, die
Muskatblüte, auch Mazis/Macis genannt, enthält halluzi-
nogene Bestandteile. Zu ätherischem Öl verarbeitet, regt
das Aroma das Verdauungssystem, den Magen und die
Darmmeridiane an und kann bei Durchfallerkrankungen
Linderung bringen.
Auch zur Behandlung von Rheuma und Erfrierungen
wird es verwendet.

Narzisse
Ein regelrecht betäubender, ja »narkotisierender« Duft
von stark entspannender, stress- und reizlindernder Wir-
kung. Besonders empfehlenswert ist er für Menschen,
denen es schwer fällt, nach Feierabend aus der Gedan-
327
kenmühle auszusteigen.
Dank des beruhigenden Effekts auf die linke Gehirn-
hälfte hilft Narzisse bei Schlafstörungen.

Nelke
Eines der ältesten und wirksamsten Heilöle überhaupt.
Früher war es üblich, Patienten damit am Kopf einzurei-
ben, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Das äthe-
rische Öl wirkt stimulierend auf den gesamten Stoffwech-
sel und Energiefluss im Körper. Es kann eine vorüberge-
hende Harmonisierung der Meridiane bewirken und be-
stehende Blockaden beseitigen. Gleichzeitig wirkt es
wunderbar tonisierend nach körperlicher und seelischer
Verausgabung. Dank des stärkenden Effekts auf die Aura
sinkt unsere Anfälligkeit gegenüber Fremdenergien.

Orange
Ein Duft, der uns hilft, emotionale Traumata loszulas-
sen, die den Hintergrund für chronische Krankheiten bil-
den. In Phasen der nervlichen Übererregung bringt er
Klarheit und Ruhe.
Er kann angewandt werden, um Träume auszulösen,
die uns Einblick in die tieferen Ursache für unsere Ängste
und Zweifel geben. Orange wirkt harmonisierend und
öffnend auf das Milz-Chakra und befreit uns von inneren
Zwängen aller Art.

328
Patchouli
Ein Aroma, das den Yin-Meridian harmonisiert und an-
regt. Da es das Basis- und Milz-Chakra anspricht, wirkt es
sich positiv auf alle hiermit assoziierten Beschwerdebilder
aus. Außerdem richtet es diese beiden unteren Energie-
zentren auf das Herz-Chakra aus und erweckt damit neue
Lebenskräfte.
Patchouli wirkt emotional beruhigend und stimmt
friedlich, so dass es immer dann eingesetzt werden kann,
wenn Streit in der Luft liegt. Der Duft gilt als aphrodisie-
rend, und zwar vor allem wegen seines stimulierenden
Effekts auf die weiblichen Energien im Körper. Empfeh-
lenswert ist er auch zur Linderung von Melancholie und
Esssucht.

Pfefferminze
Wegen ihrer heilkräftigen Wirkung werden Minzen oft
als »Freunde des Lebens« bezeichnet. Als Zimmerpflanze
gezogen, reinigen und energetisieren sie die Atmosphäre.
Der Duft der Pfefferminze klärt die Aura von energeti-
schen Stauungen und Schlacken, die sich im Kontakt mit
Fremdenergien gebildet haben. Er leistet wertvolle Diens-
te, um die Kundalini durch das Lenker- und Konzeptions-
gefäß zu leiten. Auf der körperlichen Ebene wirkt der
Duft krampflösend. Er erfrischt, wirkt geistig anregend
und hilft uns, Müdigkeit zu überwinden. Empfehlenswert
ist die Verwendung bei Asthma, Bronchitis und Ver-
dauungsbeschwerden.
329
Poleiminze
Ein Aroma, das Übelkeit, Kopfschmerzen, Menstruati-
onskrämpfe, Nervenbeschwerden und Hautprobleme lin-
dert. Es legt einen starken Schutzmantel um die Aura, so
dass negative Gedanken und Ausdrucksformen an uns
abprallen. Das Milz-Chakra und der Solarplexus werden
von dem Duft der Poleiminze ebenso gestärkt wie das
Konzeptions- und das Lenkergefäß.

Rose
Unter den Parfümeuren gilt die Rose als Königin unter
den Blumen. Als Heilmittel eingesetzt, aktiviert und be-
ruhigt der Duft der Rose alle Yin-Meridiane, vor allem
aber den Herz-Meridian. Auch auf das Herz-Chakra und
das Lenker- und Konzeptionsgefäß hat er eine starke Wir-
kung. Im Kopfbereich aufgetragen, stimuliert er das Kro-
nen-Chakra und fördert so die Bereitschaft für Liebe und
Heilung. Im therapeutischen Zusammenhang eingesetzt,
verstärkt er die Wirkung jeglicher anderer Behandlungs-
formen.

Rosmarin
Die im Mittelmeerraum heimische Pflanze wurde
mancherorts zur Wintersonnenwende den Elfen und ande-
ren freundlich gesonnenen Geistwesen geopfert. Ihr Duft
ist extrem wirksam, um einen klaren Kopf zu bekommen
und das emotionale Gleichgewicht wiederherzustellen. Er
aktiviert und harmonisiert das Solarplexus-Chakra und
330
stimuliert gleichzeitig das Stirn- und Kronen-Chakra, so
dass sich innerer Frieden einstellt. Während der Meditati-
on auf Kohle verräuchert, kann uns Rosmarin Wissen in
dem jeweils fokussierten Bereich erschließen.

Salbei
Ob in Räucherungen oder als ätherisches Öl verwen-
det, hat Salbei eine stark reinigende und harmonisierende
Wirkung. Er öffnet die Aura, damit spirituelle Energien
ungehindert in die Physis fließen können. Gleichzeitig
wirkt er erdend und schützt davor, auf der physischen
Ebene aus dem Gleichgewicht zu geraten. Der Duft des
Salbeis erweckt mediale Fähigkeiten und löst im Körper
gespeicherte Verspannungen. Der Verdauungsapparat
wird unter seinem Einfluss gestärkt, Herz-Chakra und
Solarplexus werden aktiviert. Salbei ist ein gutes allge-
meines Stärkungsmittel für das gesamte Meridiansystem.

Sandelholz
Ein altes, starkes Aroma, das harmonisierend und sti-
mulierend auf sämtliche Yin-Meridiane wirkt. Das ätheri-
sche Öl ist äußerst heilkräftig und hilft besonders gut bei
blauen Flecken. Zur Behandlung wird es einfach in die
Haut einmassiert. Verreibt man als Heiler vor dem Hand-
auflegen einen Tropfen des Öls in den Handflächen, hilft
dies, kosmische Energien zu channeln. Sandelholz kann
auch zu Schutzzwecken eingesetzt werden. Wird es in
Kombination mit Lavendel verräuchert, soll es helfen,
331
Geistwesen herbeizurufen. Bei jeglichem Tun unterstützt
der Duft von Sandelholz die Konzentrationsfähigkeit.

Thymian
Mitte des neunzehnten J ahrhunderts wurde Thymianöl
zur Bekämpfung von Typhus eingesetzt. Es aktiviert die
Thymusdrüse und stärkt das Immunsystem. Dank seines
beruhigenden Effekts auf das Stirn- und das Kronen-
Chakra hilft das Aromaöl bei Schlafstörungen und be-
schleunigt den Heilungsprozess. In der Meditation kann
es eingesetzt werden, um Erinnerungen an frühere Leben
wachzurufen und auf diese Weise die Hintergründe für
chronische Krankheiten zu erkennen. Thymian ist
schleimlösend und harntreibend. Er hat eine starke Wir-
kung auf den Lungen- und Blasenmeridian.

Tuberose
Ein exotischer Duft, der früher als »Gespielin der
Nacht« bezeichnet wurde. Angeblich konnten selbst die
Tugendhaftesten ihm nicht widerstehen. Das Aroma der
Tuberose bringt den Geist zur Ruhe. Es stimuliert das
Kronen-Chakra und bringt alle anderen Energiezentren
mit ihm in Einklang. Auf die Meridiane wirkt es ganz
allgemein tonisierend. Gleichzeitig hat es einen stärken-
den Effekt auf sämtliche Membranen und Gewebe. Das
Nervensystem wird unter seinem Einfluss sensibilisiert,
so dass wir die Wirkungen der Emotionen auf den physi-
schen Leib deutlicher wahrnehmen. Auch Inspiration und
332
mediale Fähigkeiten werden vom Duft der Tuberose ge-
weckt.

Veilchen
Die Blume gilt als Symbol der Bescheidenheit und
steht im okkulten Zusammenhang für die Dämmerung.
Dem Badewasser zugesetzt, verbreitet der Duft ein Gefühl
des allgemeinen Wohlbefindens. Das Öl lindert Schmer-
zen im Magenbereich, wenn man damit den Bauch mas-
siert. Auf den Magenmeridian wirkt es ebenso harmoni-
sierend wie auf den Blasenmeridian. Verdauungsstörun-
gen im Bereich des Solarplexus, die Schwindel und Kopf-
schmerzen nach sich ziehen können, werden durch Veil-
chenaroma gelindert. Sowohl der Duft als auch die Pflan-
ze selbst sind der Feenkönigin heilig. Im Volksglauben
heißt es, dass beim Pflücken des ersten wilden Veilchens
im Frühling unser innigster Wunsch in Erfüllung geht.

Weihrauch
Ein alter, heiliger Duft, der häufig zur Salbung von
Kranken, zur Reinigung der Atmosphäre und der Aura
eingesetzt wird. Er wirkt klärend und kann helfen, die
Gründe für innere Zwänge und Wege zu deren Überwin-
dung zu erkennen. Weihrauch verstärkt unser Gesund-
heitsbewusstsein. Er wirkt auf das Kronen-Chakra und
alle damit assoziierten Beschwerdebilder.

333
Wintergrün
Ein Duft, dem bannbrechende Kräfte nachgesagt wer-
den. Er bringt vorübergehend die feinstofflichen Energien
in Einklang mit der Physis und wirkt ausgleichend auf das
Milz-, Solarplexus- und Herz-Chakra. Gleichzeitig ver-
leiht er uns eine positivere Einstellung zu unserem Körper
und hilft uns, mit Krankheiten leichter umzugehen bzw.
sie zu überwinden.

Zimt
Ein Aroma, das die meisten anderen ätherischen Öle
und Räucherstoffe in ihrer Wirkung unterstützt. In Kom-
bination mit Sandelholz kann es die meditative Versen-
kung vertiefen.
Es wirkt auf allen Ebenen, ganz besonders aber auf die
Yang-Meridiane heilsam. Sehr empfehlenswert ist Zimt
auch, um sich vor medialen Übergriffen zu schützen.

Zitrone
Ein Duft, welcher der Überlieferung zufolge von vie-
len Medien genutzt wurde, um gute Geister herbeizuru-
fen. Er fördert die geistige Klarheit und hat einen starken
ausgleichenden Effekt auf die mentalen Energien. In Ver-
bindung mit der Farbtherapie angewandt, kann er seine
Wirkung am intensivsten entfalten. Besonders stark
spricht er den Solarplexus und sämtliche damit assoziier-
ten Beschwerdebilder an. Ganz allgemein wirkt Zitronen-
öl stressabbauend. Auf die Muskulatur wirkt es entspan-
334
nend, auf das lymphatische System reinigend. Dieses
Aroma stimuliert und kräftigt sämtliche Meridiane. Um
sich von Negativität zu reinigen, kann man ein paar Trop-
fen ins Waschwasser geben. Zitrone wirkt stark antibakte-
riell und regt die Produktion von weißen Blutkörperchen
an.
335
Nachwort
Die Verantwortung des Heilers
J ede Form von heilerischer Arbeit geht mit rechtlichen,
moralischen und karmischen Verantwortlichkeiten einher.
Nur Ärzte und Heilpraktiker – nicht jedoch Geistheiler –
sind berechtigt, Diagnosen zu stellen, Medikamente zu
verordnen, Behandlungen zu empfehlen oder Prognosen
zum Heilungsverlauf abzugeben. Selbst eine Aspirintab-
lette darf von niemand anderem verabreicht werden. So
können Sie lediglich Ratschläge geben und dem Ratsu-
chenden Methoden vorschlagen, die er einmal ausprobie-
ren könnte. Zwar können Sie bestimmte Therapieverfah-
ren anbieten, sollten aber unbedingt darauf achten, keine
Versprechungen bezüglich deren Wirksamkeit zu machen.
Ein Heiler – insbesondere einer, der sich mit energeti-
schen Methoden befasst – sollte niemals Energien zu ei-
nem Menschen schicken, ohne vorher dessen Erlaubnis
eingeholt zu haben. Es spielt keine Rolle, ob wir zu wis-
sen meinen, was ihm gut tun würde und was nicht. Ungef-
ragt zu behandeln stellt einen Eingriff in die Privatsphäre
dar. Denken wir daran, dass Krankheit für den Betreffen-
den immer mit einer Lernaufgabe verbunden ist. Greifen
wir ohne Erlaubnis ein, berauben wir ihn womöglich sei-
ner Chance, seine Lektion zu lernen und sich weiter-
zuentwickeln. Wenn Sie heilende Energien schicken oder
336
Gebete für andere sprechen, fügen Sie stets einen Satz wie
den folgenden hinzu: »Möge die Energie zum Wohle von
__________ dienen, so wie es seinem/ ihrem freien Wil-
len entspricht.« Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass
Sie nicht auf unzulässige Weise in das Karma oder den
Energiehaushalt des Betreffenden eingreifen.
Heilung bedeutet, nicht nur die Krankheitssymptome
zu behandeln, sondern auch die tieferen Ursachen aufzu-
decken und zu beseitigen. Im Wesentlichen sind diese auf
vier Ebenen zu suchen: der physischen, der psychischen,
der geistigen und/oder der karmischen.
Physische Ursachen ergeben sich als Reaktion auf das
konkrete Umfeld sowie durch die biologische Veranla-
gung des Einzelnen. In den meisten Fällen spiegelt sich
dies in der Art und Weise wieder, wie die Umgebung uns
»mitspielt« – sei es in Form tatsächlicher Umwelteinflüs-
se oder auch durch die Gedanken und Menschen, die uns
im Außen begegnen und die möglicherweise einen nega-
tiven Einfluss auf unseren Energiehaushalt haben.
Die meisten Krankheitsbilder aber haben eine psychi-
sche Ursache, die sich aus den Auswirkungen emotionaler
und mentaler Energien ergibt. Negative emotionale Zu-
stände und mentale Haltungen – seien es unsere eigenen
oder die der Menschen, mit denen wir zu tun haben –
zehren an unseren Kräften, wenn wir keine entsprechen-
den Schutzmaßnahmen ergreifen. Neben den psychischen
können auch geistige Ursachen den metaphysischen Hin-
tergrund für ein Krankheitsgeschehen bilden, beispiels-
337
weise wenn wir bestimmte Symptome anziehen, um uns
selbst zu höherer Erkenntnis und machtvollen neuen
Wahrnehmungen zu zwingen. Letzten Endes sind es ge-
nau diese Momente, welche die gravierendsten Umwäl-
zungen in unserem Leben auslösen.
Karmische Ursachen liegen dann vor, wenn wir uns
auf der Seelenebene entschlossen haben, uns in eine
dauerhafte Spirale des inneren Wachstums zu begeben.
Eigentlich könnte man auch die anderen drei Krankheits-
ursachen als karmisch einstufen: »Karma« ist das Sans-
krit-Wort für »tun«. J ede einzelne unserer Handlungen
bietet uns die Chance zur Weiterentwicklung. Darum
lassen sich letztlich alle Ursachen für Krankheit und Un-
wohlsein in die Kategorie »karmisch« einordnen.
Problematisch wird es, wenn man anfängt, Krankheit
als eine Art Vergeltung für Taten in früheren Leben zu
betrachten – eine Haltung, die viele metaphysische Heiler
in der Art und Weise zum Ausdruck bringen, wie Sie
Geburtsfehler und Behinderungen erklären. So soll einer,
der blind geboren wurde, in einem früheren Leben sein
Augenlicht entweder gar nicht oder nicht richtig genutzt
haben. Oder geistig Behinderten wird nachgesagt, sie
hätten sich im Vorleben über eben solche Menschen lustig
gemacht. Wir sollten in diesem Zusammenhang sehr vor-
sichtig mit Schuldzuweisungen sein. Erlebnisse in frühe-
ren Leben für aktuelle Lebensumstände verantwortlich zu
machen, kann oft eine Ausrede sein, um sich im Hier und
J etzt nicht wirklich Mühe zu geben. Natürlich mag es
338
gelegentlich solche Zusammenhänge geben, aber Karma
ist kein grausames, strafendes Prinzip. In den allermeisten
Fällen sind die Ursachen für Krankheiten und/oder Be-
hinderungen doch irgendwo in der Gegenwart zu suchen.
Ein alter okkulter Lehrsatz lautet: »Was nicht geheilt
werden kann, muss man aushalten.« Mag sein, dass eine
bestimmte Schwäche in einem Menschen angelegt ist.
Aufgabe des Heilers ist es aber lediglich, dem Betreffen-
den zu helfen, die Ursachen dafür aufzudecken – ganz
gleich, ob diese mit einem negativen Verhaltensmuster
oder einer Erfahrung aus dem Vorleben zu tun haben –
und ihm Wege aufzuzeigen, wie er damit angemessen
umgehen kann. Es gibt keine Krankheit, die sich nicht mit
ganzheitlichen Methoden auf irgendeine Weise lindern
ließe – jene, deren Ursachen in früheren Leben zu suchen
sind, bilden da keine Ausnahme.
Zur Verantwortung des Heilers gehört es auch, seinem
Klienten zu helfen, die Methode oder Kombination von
Methoden zu finden, die in seinem persönlichen Fall am
wirksamsten ist. Dazu muss er sich nicht nur mit dem
körperlichen Problem befassen, sondern auch mögliche
tiefere Ursachen aufdecken.
Der Heiler muss stets vor Augen haben, dass Heilung
immer von innen heraus geschieht. Er selbst kann aus
eigener Kraft niemanden heilen und darf folglich auch
keine Versprechungen oder Garantien für eine vollständi-
ge Genesung abgeben. Er ist lediglich Katalysator, der
Bewusstseinsveränderungen anregen und heilsame Pro-
339
zesse im Energiehaushalt des Klienten anstoßen kann. Der
Heiler kann den Klienten hilfreich begleiten, die Heilung
selbst aber findet im Inneren des Kranken statt.
Heiler sein bedeutet immer auch, Lehrer zu sein. Selbst
unter Menschen, die sich einer ganzheitlichen Lebenswei-
se verschrieben haben, kommt es immer wieder vor, dass
der eine oder andere die Behandlung und Heilung durch
andere sucht, ohne selbst bereit zu sein, die Dinge zu än-
dern, die für seinen Zustand verantwortlich sind. Ein Hei-
ler muss dies erkennen und zu verhindern wissen. Biswei-
len mag es in diesem Zusammenhang sogar notwendig
sein, eine Behandlung abzulehnen.
Diese Aussage mag nach mangelndem Mitgefühl klin-
gen, aber man erweist als Heiler niemandem einen Dienst,
wenn man ihm seine Lernaufgaben vorenthält. Wenn je-
mand mit Lungenbeschwerden zu uns kommt und trotz-
dem nicht mit dem Rauchen aufhört, sich nicht ausrei-
chend bewegt und so weiter, verschwenden wir nur unse-
re Zeit und Energie. Unsere Bemühungen sollen in einem
solchen Fall bloß als Heftpflaster für ein Übel dienen,
dem derjenige selbst nicht abhelfen mag. Wenn wir uns
immer wieder in diese Position drängen lassen, verlieren
wir dem betreffenden Menschen gegenüber unsere heile-
rische Kompetenz. Manchmal ist es auf einer tieferen,
seelischen Ebene das beste Zeichen unseres Mitgefühls,
wenn wir uns abgrenzen und zurückziehen.
Wer mit ganzheitlichen und energetischen Heilweisen
arbeitet, kann anderen zeigen, wie sie sich selbst helfen
340
können. Haben sie diese Erfahrung erst einmal gemacht,
wird sich ihr gesamtes Weltbild ändern. Dies ist der Au-
genblick, in dem echte Heilung geschieht. Um Heiler zu
sein, müssen wir selbst nicht unbedingt völlig gesund
sein. Wir sind schließlich alle Menschen. Aber es heißt
auch nicht, dass wir uns vernachlässigen dürften. Viele so
genannte »Geistheiler« kümmern sich nicht um ihren
physischen Körper. Sie essen zu viel, bewegen sich zu
wenig und geben sich schädlichen Angewohnheiten hin;
und doch haben sie das Gefühl, kein Problem mit ihrer
Gesundheit zu haben, weil sie ja ein spirituelles Leben
führen. Aber wenn ihnen nichts fehlt, heißt das bloß, dass
sich die Beschwerden noch nicht manifestiert haben.
Es ist hilfreich, sich einige einfache Fragen zu stellen:
»Würde ich mich, der ich meine Lebensweise kenne, von
mir selbst gern behandeln lassen?«, »Würde ich mich mit
Lungenbeschwerden jemandem anvertrauen, der Ketten-
raucher ist?« Keiner verlangt, dass ein Heiler perfekt sein
soll, aber er sollte zumindest daran arbeiten, seinen Ener-
giehaushalt auf allen Ebenen so gut es geht zu stärken und
gesund zu erhalten. Und hier gehören eine angemessene
Ernährung sowie ausreichend Ruhe, frische Luft und Be-
wegung unbedingt dazu.
Denken Sie daran, dass wir als Heiler Kanal für kosmi-
sche Energien sind. Wir leiten energetische Veränderun-
gen ein. Wenn wir selbst schwingungsmäßig nicht in der
Balance sind, welche Art von Behandlung können wir
dann geben? J e gesünder wir sind, desto dynamischer und
341
kräftiger sind die Energien, die uns durchströmen und von
uns weitergegeben werden, und desto eher können wir im
Leben des Behandelten als Katalysator fungieren.
Lernen Sie so viel wie möglich über das Energiesys-
tem des Menschen, doch bleiben Sie bei aller Erkenntnis
stets respektvoll und demütig. Halten Sie Ihr Wissen in
allerhöchsten Ehren, und setzen Sie es ein, um andere in
ihrem Leid zu unterstützen und ihnen zu helfen, ihr eige-
nes inneres Licht leuchten zu lassen. Heilen Sie zu aller-
erst sich selbst, und lassen Sie dann andere an Ihrem
Strahlen und Ihrer Gesundheit teilhaben!
342
Anhang
343
Schmerzempfinden und -therapie
Einem alten Sprichwort zufolge ist der einzige Schmerz,
der wirklich schwer zu ertragen ist, der Schmerz anderer.
Die ganzheitliche Medizin kennt viele Möglichkeiten, um
sowohl akute als auch chronische Schmerzzustände zu
lindern. In der folgenden Übersicht werden ganzheitlich-
alternative ebenso wie schulmedizinische Behandlungs-
methoden aufgeführt.
Verfahren zur Schmerztherapie
Aikido Irisdiagnose
Akupunktur/Akupressur Klangtherapie
Alexander-Technik Kräuterheilkunde
Applikation von Wärme/Kälte Kristalle/Edelsteine
Aromatherapie Lomi Lomi
Bewegung (Tanz, Yoga usw.) Massage
Bio-Feedback Mediale/spirituelle Versenkung
Blockade von Nervenleitbahnen Medikamentöse Therapie
Chiropraktik Meditation
Chirurgie Musik
Entspannungsmethoden Nervenstimulation
Ernährung Polarity
Farbtherapie Psionik/Radionik
Geführte Phantasiereisen Rolfing
Gestalttherapie Shiatsu
Handauflegen Trager
Homöopathie Verhaltenstherapie
Hypnose Sonstige
344
Energetische Fernheilung
Fernheilung – also Heilung, ohne dass die behandelte Per-
son anwesend ist – kann für den Betreffenden viel Segens-
reiches bewirken. Oft werden Menschen gebeten, für einen
anderen zu beten oder ihm heilende Energien zu schicken.
Um deren Wirksamkeit zu verstärken, lassen sich alle der
in diesem Buch beschriebenen Methoden einsetzen.
Das Phänomen der Fernheilung ist alles andere als neu.
Wenngleich es den Rahmen des logischen Denkens über-
schreitet, wird dabei dennoch keinesfalls der Boden der
Realität verlassen. Energie fließt auf allen Ebenen und
funktioniert auf vielfältige, uns häufig noch unverständli-
che Weise. Sie umgibt uns, durchdringt uns und ist Teil
von uns. Sie lässt sich kontrollieren und lenken, formen
und gestalten, speichern und verwenden. Sie lässt sich mit
der Kraft der Gedanken leiten.
Die Quantenphysik hat wesentlich dazu beigetragen,
das Phänomen der feinstofflichen Energien zu erklären.
Sie lehrt uns, dass alles Leben und jeder Ausdruck von
Energie miteinander verbunden sind. Und weil wir Ener-
gie sind und sich unsere Aktivität auf den verschiedensten
Ebenen und in den vielfältigsten Formen vollzieht, kön-
nen wir uns nicht durchs Leben bewegen, ohne dabei Ein-
fluss auf jegliche Existenz im Universum auszuüben –
selbst wenn wir diesen Einfluss auf den ersten Blick nicht
345
erkennen. Es hat sich herausgestellt, dass schon die reine
Beobachtung genügt, um Änderungen in uns selbst und
dem, was wir beobachteten, auszulösen. Durch höhere
Ausdrucksformen und die Konzentration auf besondere
Fokuspunkte kann Energie Raum und Zeit transzendieren.
So kommt es, dass wir bei der Fernheilung unabhängig
von der Uhrzeit und vom Aufenthaltsort des Behandelten
eine Nähe zu ihm aufbauen können.
Energetische Heilweisen können uns dabei helfen, uns
zu konzentrieren, auf den anderen einzustimmen und hei-
lende Schwingungen zu übertragen. Sie führen uns in
einen transzendenten Bewusstseinszustand, in dem sich
unser Fokus schärft und wir daher unsere medialen Ener-
gien besser bündeln können. Die Techniken des energeti-
schen Heilens unterstützen uns dabei, Herr über unseren
Geist zu werden und ihn kontrolliert einzusetzen.
Für die Fernheilung ist es hilfreich, eine so genannte Pa-
tientenprobe zu besitzen – ein Begriff, der ursprünglich aus
der Radionik stammt und definiert wird als »irgendetwas,
das die betreffende Person auf medialer Ebene repräsen-
tiert« (Charles W. Cosimano, »Psionics 101«, Levellyn
Publications, St. Paul, 1986, S. 82). Geeignet wären bei-
spielsweise ein Foto, eine Unterschrift, eine Blutprobe,
eine Haarsträhne oder was auch immer Sie in Kontakt mit
dem Behandelten bringt. Durch die Patientenprobe wird
eine Verbindung zwischen der rationalen und intuitiven
Ebene des Geistes aufgebaut und auf diesem Wege der
Prozess der Fernübertragung von Energie in Gang gesetzt.
346
Die Patientenprobe lässt in uns eine Gedankenform
entstehen, die effizienter auf den betreffenden Menschen
gelenkt werden kann. Auf diese Weise fällt es uns leicht-
er, mit ihm in Resonanz zu treten. Es entsteht eine Ver-
bindung jenseits des Physischen. Der Behandelte wird uns
in Erinnerung gerufen und betritt damit die Bühne unseres
Geistes, so dass es möglich wird, unabhängig von Zeit
und Raum heilende Energien zu ihm zu schicken.
Entscheiden Sie zuerst, welche energetischen Heilmit-
tel Sie bei dem Betreffenden anwenden möchten. Sie
können dies beispielsweise mit Hilfe eines Pendels tun.
1. Zur Fernheilung mit den Händen halten Sie die Hand-
flächen über die Patientenprobe und fangen an, rhyth-
misch ein- und auszuatmen. Visualisieren Sie dabei,
wie die Schwingungen durch Sie hindurch zu dem Be-
handelten strömen und ihm Heilung und Harmonie
bringen. Bleiben Sie fünf bis zehn Minuten lang bei
diesem Bild.
2. Für die Fernheilung mit Farben gibt es mehrere Mög-
lichkeiten:
- Sie halten die Patientenprobe in der Hand und vi-
sualisieren, wie die behandelte Person durch die
Farbe geheilt wird. Konzentrieren Sie sich darauf,
wie die Farbenergie von Ihnen abstrahlt und in den
anderen hineinfließt. Stellen Sie sich vor, wie die
Schwingungen ihn umhüllen und seinen Organis-
mus durchdringen. Bleiben Sie etwa zehn Minuten
lang bei diesem Bild.
347

Fernheilung mit Farben
Während Sie sich gedanklich oder mit Hilfe einer Patientenprobe auf
den zu behandelnden Menschen konzentrieren, schicken Sie Farben
zu ihm hin. Rhythmisches Ein- und Ausatmen hilft, die projizierten
Energien zu verstärken.
348

Fernheilung mit Kerzen
Legen Sie die Patientenprobe in die Mitte, und stellen Sie die farbi-
gen Kerzen rings herum auf. Die Farbschwingungen werden über die
Probe auf den Behandelten ausgerichtet und projiziert. Um die Wir-
kung zu verstärken, können Sie zusätzlich eine kleine weiße Kerze
auf die Patientenprobe stellen.

- Sie arbeiten mit einem Diaprojektor. Kleben Sie da-
zu die Patientenprobe auf ein Stück weißen Kartons,
und projizieren Sie je etwa dreißig Sekunden lang
die Farben für jedes der sieben Chakren darauf. Pro-
jizieren Sie anschließend etwa zehn bis fünfzehn
Minuten lang die Hauptheilungsfarbe darauf. Wäh-
renddessen können Sie sich mit anderen Dingen be-
schäftigen. Diese Behandlung kann auch gut über
Nacht durchgeführt werden.
- Sie arbeiten mit farbigen Kerzen. Legen Sie die Pa-
tientenprobe unter eine Kerze in der gewählten Far-
349
be oder stellen Sie mehrere Kerzen drum herum auf.
Die von dem Kerzenlicht abgegebenen Schwingun-
gen werden zu der von der Patientenprobe repräsen-
tierten Person getragen. Lassen Sie die Kerze(n)
fünfzehn bis dreißig Minuten am Tag oder auch
länger brennen.
3. Zur Fernheilung mit Klängen und Tönen werden die
Schallwellen genauso auf die Patientenprobe projiziert,
als würde es sich um die Person selbst handeln. Be-
sonders wirksam ist dies, wenn in der Gruppe gearbei-
tet wird. Legen Sie die Patientenprobe in die Mitte des
Heilungszirkels, und tönen Sie die für das Beschwer-
debild passenden Vokale etwa zehn Minuten lang.
4. Zur Fernheilung mit Blüten- und Edelsteinessenzen
oder ätherischen Ölen träufeln Sie im Laufe des Tages
immer wieder einen Tropfen des gewählten Dufts bzw.
Elixirs direkt auf die Patientenprobe. Das Energiemus-
ter wird durch einen Quantensprung von dort aus auf
den behandelten Menschen übertragen.

Wie bei jeder Heilbehandlung ist es gerade bei der Fern-
heilung wichtig, die begleitende Affirmation zu sprechen:
»Möge die Energie zum Wohle von … dienen, so wie es
seinem/ihrem freien Willen entspricht.« Auf diese Weise
ist sichergestellt, dass für die Weiterentwicklung des Be-
treffenden das Bestmögliche geschieht. Wir haben kein
Recht, in den freien Willen anderer einzugreifen, und mit
dieser Art von Behandlung können wir Menschen auf
350
höchst subtile, unmerkliche und doch in hohem Maße
reale Weise erreichen.
Haben Sie keine Angst zu experimentieren. Das ganze
Ausmaß der Wirkungen, die sich mit energetischen Heil-
weisen erzielen lassen, ist noch nicht erforscht. So unter-
schiedlich die Menschen, so verschieden sind die Metho-
den, auf die sie ansprechen. Führen Sie sich stets vor Au-
gen, dass ein jeder von uns sein eigenes, unverwechselba-
res Energiesystem hat, und scheuen Sie sich nicht, Ihre
Methoden der Fernheilung dementsprechend abzuwan-
deln.
351
Die häufigsten Gesundheitsstörungen
und ihre Therapien
Die nachstehenden Therapievorschläge sind als Anregun-
gen gedacht. Sie haben keinerlei bindenden Charakter,
sondern sollen Ihnen lediglich ein tieferes Verständnis
dafür vermitteln, wie energetische Heilweisen funktionie-
ren, und Ihnen damit einen Ausgangspunkt für Ihre Arbeit
geben. Die genannten Therapien sollen eine schulmedizi-
nische Behandlung nicht ersetzen, sondern Ihnen das In-
strumentarium an die Hand geben, um selbst im Gene-
sungsprozess aktiv zu werden. Scheuen Sie sich nicht, die
Vorschläge nach Ihren persönlichen Bedürfnissen zu va-
riieren. Lassen Sie sich bei der Anwendung von Ihrer
Intuition leiten.
Aus Platzgründen mussten manche Begriffe abgekürzt
werden. Steht in der Spalte »Meridian« zum Beispiel
»Darm«, so handelt es sich – falls nicht anders angegeben
– sowohl um den Dickdarm- als auch den Dünndarm-
Meridian. Unter »Klang« steht jeweils an erster Stelle die
Musiknote und an zweiter der Vokal. In ersterem Fall
können Sie zur Behandlung entweder diesen Ton spielen
oder ein in dieser Tonart geschriebenes klassisches Mu-
sikstück wählen. In der Spalte »Essenzen« finden Sie
jeweils an erster Stelle die Blüten- und an zweiter die
Edelsteinessenzen.

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355
Bibliographie
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Barnard, J ulian: Blüten für die Seele. Ludwig, Mün-
chen, 2001.
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naan, Keats Publishing, 1971.

Heilen mit Düften Beyerl, Paul: Master Book of Herbal-
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Cunningham, Scott: Das große Buch von Weihrauch,
Aromaölen und magischen Rezepturen. Goldmann, Mün-
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Ders.: Magical Herbalism. St. Paul, Llewellyn Publi-
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Fettner, Ann Tucker: Potpourri, Incense and other
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Herstellerverzeichnis und Bezugsquellen
für Blüten- und Edelsteinessenzen
Hersteller
Bachblüten
The Dr. Bach Centre
Mt. Vernon, Sotwell,
Wallingford, Oxon. OX10
OPZ
England
Kalifornische Blüten
The Flower Essence Socie-
ty
P.O.Box 320
Nevada City, A 95959,
USA
Tel. 001-916-9163
Bezugsquellen
Original-Bachblüten sind in Deutschland, Österreich und der
Schweiz über jede Apotheke zu beziehen.
DEVA, Fachgeschäft für
Blüten- und Energieessenzen
Häberlstraße 20
80337 München
Tel. 0049-(0)89-533337
www.deva-muenchen.de
Kräuter-Drogerie Egger
Unterstadt 28
CH-8200 Schaffhausen
Tel. 0041-52-6245030
www.chrueter-drogerie.ch
Blütenessenzen Milagra AG
Postfach 747
CH-2540 Grenchen
Tel. 0041-32-6539053
Bestellungen: 0800-557500
360
Register
Abstrahlungen, thermische (physischer
Leib) 86
Abszesse 187
Abtasten der Meridiane (Übung)
139-156
Achtsamkeit 116
Agrimony (Odermennig) 257
AIDS 187
Akne 187
Alkohol(abhängikeit) 90, 187
Allergien 187
Alzheimer 187
Amethyst-Essenz 270
»Analogiegesetz« 293
Anämie 187
Angelica (Engelwurz) 263
Angewohnheiten, schädliche/schlechte
90
- Heiler 326
Angstzustände 187
Anus 52
»Anziehungsgesetz« 293
Apfelblüte (Heilaroma) 306
Appetit, übermäßiger 187
Appetitlosigkeit 187
Aqua (Farbanwendung) 181
361
Arme 52f.
Arthritis 187
Aspen (Zitterpappel) 257
Asthma 187
Astrologie
- Entsprechungen, körperliche 36
Atem 239
-, blauer 201
-, dunkelblauer 201
-, gelber 200
-, grüner 200f.
- lenken 202f.
-, lilafarbener 202
-, rosafarbener 200
-, roter 199f.
-, türkisfarbener 201
-, violetter 201f.
Atembeschwerden 136
Atemmeditation mit Farben
(Farbtherapie) 197-203 siehe auch
Meditation
Atmen/ Atmung 21
- Kreisbahn, mikrokosmische 161
-, rhythmisches 198
Atmungsapparat 76
Aufstoßen 187
Augen 53f.
Augenprobleme 188
Aura 86, 292
Ausdauer, Erfolg durch 110
Ausscheidungssystem 76
362
Bach, Dr. Edward 255f„ 283
Bachblüten siehe Blütenessenzen
Bad mit ätherischen Ölen 301
Bakterien 294
Basis-Chakra 92f., 98f., 223, 265
Musikstück, klassisches 228
Vokale, Wirkung 235
Basisnote, Düfte 299f.
Bauchkrämpfe 188
Bauchspeicheldrüse 54f.
Beech (Rotbuche) 257
Behandlungstechnik mit Ölen 303ff.
Beifuß siehe Mugwort
Beine 55
Bergkristall-Essenz 270
Berührung, Heilung durch 131
Beschwerdebilder, häufige
-Heilfarben 186f., 187ff.
Bewegung 21, 90
Bewusstsein, kosmisches 223
Biorhythmus 166
Blackberry (Brombeere) 263
Blase 56
Blasen 188
Blasenbeschwerden 188
Blasenmeridian 147
Blau (Farbanwendung) 178f., 182
Blau-Grün-(Farb)töne, helle
(Farbanwendung) 181
Blut 56f.
Blutdruck (hoher/niedriger) 188
363
Blütenessenzen 254-271
Aufbewahrung 280f,
Aufladung 280f.
-Auswahl 281-284
Herstellung 275-279
Kinder 289
Pendeln, Auswahl durch 287
-von Dr. Bach 257
Blütenmittel, kalifornische (Wirkungen)
263f.
Blutstau 49ff.
Blutungen 188
Braun (Farbanwendung) 182f.
Brombeere siehe Blackberry
Bronchitis 188
Brust, weibliche 57f.
Brustbeschwerden 188
Brustwirbelsäule 93
Calendula (Ringelblume) 263
California Poppy (Goldmohn) 263
Centaury (Tausendgüldenkraut) 257
Chakren 91
Chakrenausgleich mit Farben
(Farbtherapie) 203-208, 207
Chakren-System 92f.
- Heilen, energetisches 91-97
Chaparral (J ochblatt) 263
Cherry Plum (Kirschpflaume) 257
Chestnut Bud (Knospe der Rosskastanie)
257
Chi (universelle Lebenskraft) 134
364
Chicory (Wegwarte) 257
Chi-Kreislauf in den Meridianen
stimulieren, Den (Übung) 159-162,
160
Citronella (Heilaroma) 306f.
Clematis (weiße Waldrebe) 257
Crab Apple (Holzapfel) 258
Darm 58
Darmbeschwerden 188
Diabetes 188
Dias, Heilung mit farbigen 205
Dickdarmmeridian 142
Dreieck, Symbolik 244
Dreifacher Erwärmer 150
Drogen 90
Duftlämpchen 302
Dünndarmmeridian 146
Edelsteinessenzen 254-271
Aufbewahrung 280f.
Aufladung 280f.
Auswahl 281-284
Herstellung 275-279
Kinder 289
Pendien, Auswahl durch 287
Verwendungsmöglichkeiten 265-271
Effekte, akustische
Wahrnehmbarkeit, körperliche 224f.
Eierstöcke 92
Eigenverantwortung 20f.
Eingebungen 297
Eisenkraut siehe Vervain
365
Ekzeme 188
Ellbogen 66f.
Elm (Ulme) 258
Empfindungen, Interpretationshilfen
130f.
Endokines System 77-80
Energie
- projizieren 128
- »Geistfolgeprinzip« 292
- n spüren und erfahren, Die eigenen
feinstofflichen (Übung) 112-115, 114
Energieemanationen, Körper 86
Energiefelder, menschliche
(schwache/starke) 90
Energiehaushalt, Unausgewogenheiten
128
Energieleitbahnen siehe Meridiane
Energiemuster
- aufbrechen (negative) 217
-n, Senden und Erspüren von (Übung)
115-120, 118
Energieprojektionsfähigkeit verbessern,
Die (Übung) 124f.
Energiestrom, Blockade 96
Energiesystem, menschliches 85-106
Energieübertragung durch Chakren 96
Engel, Reich der 295
Engelwurz siehe Angelica
Entspannung 90
Entzündungen 40f., 188
Epilepsie 188
366
Epiphyse 80, 92
Erkältungen 41ff., 188
Ernährung 21, 90
Erschöpfung 43f.
Essenz, spirituelle 88
Eukalyptus (Heilaroma) 307
Experimentieren mit Tönen 239
Fähigkeiten, mediale 223
Farbauswahl treffen 165
Farben
Bedeutung/Kraft 164-189
-.Spiel mit 170f.
Farbkreis anlegen 171f.
Farbprojektion mit den Händen (Farb-
therapie) 193-196
Kopfschmerzen (Beispielbehandlung)
195f.
Farbtagebuch führen 167
Farbtherapien, einfache 190-208
Fernheilung mit Klängen 243
Fieber 41ff., 188
Finger 63f.
Flieder (Heilaroma) 307f.
Fluorit-Essenz 269f.
Fortpflanzungssystem 80f.
Frangipani (Heilaroma) 308
Füße 59
Fußgelenke 59f.
Gallenblase 60
Gallenblasenmeridian 151
Gardenie (Heilaroma) 308f.
367
Gauklerblume, gefleckte siehe Mimulus
Gebet 296, 322
Gedanken 234
Gehirn 61
Geißblatt siehe auch Honeysuckle
- Heilaroma 309
Geistheiler 321
Geistkörper 88
Geistwesen 164
Gelb (Farbanwendung) 177 siehe auch
Zitronengelb
Gentian (Herbstenzian) 258
Gesäß 66
Geschlechtsorgane 61 f.
Geschwüre 188
Gesundheit, ganzheitliche 18-34
Gewürznelke (Heilaroma) 309
Glyzinie (Heilaroma) 309f.
Gold (Farbanwendung) 183
Goldmohn siehe California Poppy
Gorse (Stechginster) 258
Grippe 188
Grün (Farbanwendung) 177f,
Grundprinzipien, allgemeine 292f.
Gruppenheilung, Praxis 248-252
Halbmond, Symbolik 246
Hals 62
Hals-Chakra 92f., 103f., 223, 268
Musikstücke, klassische 228
Vokale, Wirkung 235
Halswirbelsäule 93
368
Haltbarmachung, Heilessenzen 272
Hämorrhoiden 188
Handauflegen 108-133
Praxis 126-133
Technik (Schritte) 128
Hände 63f.
Hände entfalten/erhöhen, Die Sensibi-
lität der (Übung) 121f., 123
Händen, Farbprojektion mit den (Farb-
therapie) 193-196
- Kopfschmerzen (Beispielbehandlung)
195f.
Harmonieprinzip 219f., 223
Harnblase siehe Blase
Haut 64f.
Hautausschläge/-probleme 188
Heather (Schottisches Heidekraut) 258
Heckenrose siehe Wild Rose
Heidekraut, Schottisches siehe Heather
Heilaromen, Einsatzmöglichkeiten
306-320
Heilen, energetisches
Chakren-System 91-97
über Geruchssinn 291-320
über Geschmackssinn 253-289
über Hörsinn 209-252
-über Sehsinn 163-208
über Tastsinn 107-162
Heilen, geistiges 126
Heiler
als Katalysator 324
369
Verantwortung 321-327
Heilessenzen, Zubereitung 272-289
Heilfarben
Beschwerdebilder, häufige 186f., 187ff.
Heilmittel/-methoden, natürliche/spiri-
tuelle (Überblick) 27
Heilung 18, 223
- mit farbigen Dias 205
»Heilungskrise« 31f.
Heilungsprozess, Atmosphäre für 297
Hellfühlen 223
Hellhörigkeit 223
Hellsichtigkeit 223
Herbstenzian siehe Gentian
Herz 65
Herzbeschwerden 188
Herz-Chakra 92f., 101f., 223, 26
Musikstücke, klassische 228
Vokale, Wirkung 235
Herzkreislaufmeridian 149
Herz-Kreislauf-System 81f.
Herzmeridian 145
Heuschnupfen 188
Hitze interpretieren 130
Hoden 92
Holly (Stechpalme) 258
Holzapfel siehe Crab Apple
Homöostaste 29
Honeysuckle (J elängerjelieber, Geiß-
blatt) 258
Hornbeam (Weißbuche) 258
370
Hüfte 66
Hyazinthe (Heilaroma) 310
Hypophyse 78f., 92, 294
»Iei« (Energie des Nährenden) 134
Impatiens (Drüsentragendes Spring-
kraut) 258
Indian Paintbrush (Indianischer Mal-
pinsel) 263
Indigo (Farbanwendung) 179f.
Infektionen 44, 188
Inkarnationsprozess 88
Interpretationshilfen, Empfindungen
130f.
Intuition, höhere 223
Iris 263
J asmin (Heilaroma) 310f.
-, roter siehe Frangipani
J elängerjelieber siehe Honeysuckle
J ochblatt siehe Chaparral
J ohanniskraut siehe Saint J ohn's Wort
Kabbala 23
Kamille (Heilaroma) 311
»Karma« 323
Karneol-Essenz 265f.
Kastanie, rote siehe Red Chestnut
Kastanie, weiße siehe Sweet Chestnut so-
wie White Chestnut
Katalysator, Heiler als 324
Katzenohr siehe Star Tulip
Kehlkopf 62
Kiefer, Schottische siehe Pine
371
Kinder, Blüten-/Edelsteinessenzen 289
Kirschpflaume siehe Cherry Plum
Klang/Klänge (heilende) 210-230
»Energie« (Prinzip) 225f.
Grundprinzipien 210f.
physischer Leib 86
Prinzipien, metaphysische 223
übertragen 229
Klangfarbe, Prinzip der 221-224
Klangtherapie (Gruppenkontext) 241ff.
Regeln zur Anwendung 226-230
-Tönens, Technik des 231-252
Knäuel, Einjähriger siehe Scleranthus
Knie 66f.
Knochen 67f.
Knochenbeschwerden 188
Knospe der Rosskastanie siehe Chestnut
Bud
Konfuzius 296
Königsblau siehe Blau
Konstitutionsparameter 18f.
Konzeptionsgefäß 154
Kopfnote, Düfte 299f.
Kopfschmerzen 47, 189, 195f., 196
Körper
Bedeutung, tiefere 35-84
Energieemanationen 86
-, feinstoffliche 87, 88
Resonanzgefäß 37
-, Umgang mit 21
-, Weg des Chi durch 136
372
Körpersysteme
Bedeutung, tiefere 75-84
Krämpfe 39, 45f.
Krankheit
ergründen 38
Manifestationsgründe 28f.
Krankheitsbilder, Ursache 322
Krankheitskeime 294
»Krankheitskrise« 32f.
Krankheitsprozess begreifen 127
Kreativität 223
Krebs 28, 189
Kreis, Symbolik 245
Kreisbahn, mikrokosmische (Atmen)
161
Kreuz, Symbolik 245
Kreuzbein 93
Kronen-Chakra 92f., 105f., 223, 270
Musikstück, klassisches 228
Vokale, Wirkung 235
Kühle interpretieren 130f.
Kundalini 223
Laotse 17
Lapislazuli-Essenz 269
Larch (Lärche) 258
Lärche siehe Larch
Lavendel siehe auch Lavender
-Heilaroma 311f.
Lavender (Lavendel) 263
Lebensenergie-Ströme 96f.
Lebenskraft, universelle siehe Chi
373
Leber 68, 189
Lebermeridian 152
Lehrs, Dr. Ernst 273
Lendenwirbelsäule 93
Lenkergefäß 153
Leukämie 189
Licht (physischer Leib) 86
Lichtfrequenzen, Charakteristika 168f.,
169
Lila (Farbanwendung) 185
Lorbeer (Heilaroma) 312
Lotus 263
Lunge 69
Lungenentzündung 189
Lungenmeridian 141
Magen 70
Magenmeridian 143
Magnolie (Heilaroma) 312f.
Malachit-Essenz 267
Malpinsel, Indianischer siehe Indian
Paintbrush
Mandeln 62
Mangelerscheinungen 39
Mantra-Yoga 232
Mantren-Rezitation 234
Margerite siehe Shasta Daisy
Medikamente, moderne (Wirkung) 30
Meditation 297
Medulla oblongata
Vokale, Wirkung 235
Melodieprinzip 218f., 223
374
Mensch
Mikrokosmos 213
-en, Wesen des 17-106
Menstruationsbeschwerden/-krämpfe
45, 189 siehe auch Krämpfe
Meridianbereich aufspüren, Störungen
im (Übung) 156f.
Meridiane (Energieleitbahnen) 134-162
-, Abtasten der (Übung) 139-156
- einreiben 301
- stimulieren, Den Chi-Kreislauf in
den (Übung) 159-162, 160
Metaphysik 22-34
Mikrokosmos
Körper 35
Mensch 213
Milchstern, doldiger siehe Star of
Bethlehem
Milz-Chakra 92f„ 99f., 223, 265f.
Musikstück, klassisches 228
Vokale, Wirkung 235
Milzmeridian 144
Mimulus (gefleckte Gauklerblume)
258
Mondstein-Essenz 271
Mugwort (Beifuß) 263
Mund 70f.
Musik hören, klassische 227
Musikinstrument lernen 228
Muskatnuss (Heilaroma) 313
Muskelschmerzen 189
375
Muskulatur 82
Mustard (wilder Senf) 259
Muster, geometrische (Symbolik)
244-247
»Mutteressenz«, Haltbarmachung 272
Nacken 71f.
Narzisse (Heilaroma) 313
Nase 72
Nebenhöhlen 72f.
Nebennieren 79, 92
Nelke (Heilaroma) 313f.
Nervenbeschwerden 189
Nervensystem 82f.
Nieren 73f.
Nierenbeschwerden 189
Nierenmeridian 148
Nikotin 90
Oak (Eiche) 259
Odermennig siehe Agrimony
Ohren 74
Ohrenschmerzen 189
Öle, ätherische 298-300
- Verwendung 300-303
- Wirkung, antibakterielle 301
-n, Behandlungstechnik mit 303ff.
Olive 259
Orange
Farbe, Anwendung 176f.
Öl, Heilaroma 314
Organe, wichtigste
Bedeutung, tiefere 51-74
376
Organzuordnung (Yin/Yang) 138
Parfum 300
Parkinson 189
Patchouli (Heilaroma) 314
Pendel
Handhabung 285-289
Herstellung 284
Pendelbewegungen, Zuordnungen 286
Pfefferminze (Heilaroma) 315
Pine (schottische Kiefer) 259
Planeten
- Entsprechungen, körperliche 36
Poleiminze (Heilaroma) 315
Potenzierung 273
Prophezeiung, sich selbst erfüllende 24
Pythagoras 242
Quadrat, Symbolik 244
Quantenphysik 137
Quarzkristallschale 275, 278f.
Radiästhesie 284
Rasseln 217
Räucherstoffe 292-298
-, aktive 295
-, passive 296ff.
Rauchquarz-Essenz 265
Raumspray 301
Red Chestnut (rote Kastanie) 259
Regenbogens, Farben des 175-181
Regenbogen-Visualisation (Farbthera-
pie) 191ff.
Reizungen 46
377
Resonanz, erzwungene 213
Resonanzprinzip 211-214
Rhythmusprinzip 214-218, 223
Ringelblume siehe Calendula
Rock Rose (gelbes Sonnenröschen) 259
Rock Water (Wasser aus heilkräftiger
Quelle) 259
Rosa (Farbanwendung) 184
Rose 263
-Heilaroma 315f.
Rosemary (Rosmarin) 264
Rosenquarz-Essenz 267
Rosmarin siehe auch Rosemary
-Heilaroma 316
Rot (Farbanwendung) 175f.
Rotbuche siehe Beech
Rückenmarksystem 94
Ruhe 21, 90
Sage (Salbei) 264
Saint J ohn's Wort (J ohanniskraut) 264
Salbei siehe auch Sage
-Heilaroma 316
Sandelholz (Heilaroma) 317
Schafgarbe, weiße siehe Yarrow
Schilddrüse 79, 92
Schlaf
- Öle, ätherische 301
Schmerzen (akute/chronische) 46ff.
Schultern 71f.
Schwarz (Farbanwendung) 174f.
Schwellungen 48, 189
378
Schwere interpretieren 130
Schwingungen, magnetische/elektro-
magnetische (physischer Leib) 86
Schwingungsheilmittel 89
Scleranthus (Einjähriger Knäuel) 259
Selbstbeobachtung 282
Selbstvorwürfe/-kritik 25
Sensibilität der Hände entfalten/erhö-
hen, Die (Übung) 121f., 123
Shasta Daisy (Margerite) 264
Silber (Farbanwendung) 185f.
Singen 218
Tonleiter 227
Skelett 83
Sodalit-Essenz 268
Solarplexus 92f., 100f., 223, 266
Musikstück, klassisches 228
Vokale, Wirkung 235
Sonnenblume siehe Sunflower
Sonnenröschen, gelbes siehe Rock Rose
Springkraut, drüsentragendes siehe Im-
patiens
Star of Bethlehem (doldiger Milchstern)
259
Star Tulip (Katzenohr) 264
Stechginster siehe Gorse
Stechpalme siehe Holly
Stern (Symbolik)
-, fünfzackiger 246f.
-, sechszackiger 246
-, siebenzackiger 247
379
Sternzeichen
Entsprechungen, körperliche 36
Stimme, menschliche (Instrument) 232
Stimmpfeife 229
Stimmungen/Atmosphäre
Öle, ätherische 302
Stirn-Chakra 92f., 104f., 223, 268ff„ 294
Musikstück, klassisches 228
Vokale, Wirkung 235
»Stock bottles«, Heilessenzen 272
Störungen im Meridianbereich aufspü-
ren (Übung) 156f.
Stress 90
Summen 218
Sumpfwasserfeder siehe Water Violet
Sunflower (Sonnenblume) 264
Sweet Chestnut (Esskastanie) 259
Symptome 37
Bedeutung, tiefere 39-51
tieferer Ursachen (Deutung) 19f.
Synthesizer, experimentieren mit 229
Tausendgüldenkraut siehe Centaury
Thymian (Heilaroma) 317
Thymusdrüse 79f., 92
Töne übertragen 229
Tönen
-, gelenktes 236-241
-s, Technik des (Klangtherapie, Grup-
penkontext) 241ff.
Tonhöhe, Prinzip der 220f.
Trommeln 214ff.
380
Tuberose (Heilaroma) 317f.
Türkis (Farbanwendung) 181
Türkis-(Edelstein)essenz 268
Übelkeit 49, 189
Ulme siehe Elm
Unausgewogenheit (innere) 94f.
- Energiehaushalt 128
Ursache, Krankheitsbilder 322
Veilchen siehe auch Violet
-Heilaroma 318
Verbrennungen 189
Verdauungsapparat 84
Verdauungsbeschwerden 189 siehe auch
Verstopfung
Verdickung interpretieren 130
Verschleimung 49ff.
Verstopfung 49ff. siehe auch Verdau-
ungsbeschwerden
Vervain (Eisenkraut) 259
Vine (Weinrebe) 259
Violet (Veilchen) 264
Violett (Farbanwendung) 180f.
Vision, spirituelle 223
Visualisation 223 siehe auch Regenbo-
gen-Visualisation
Vokalklänge (Zuordnungstabelle) 233
Vorstellungskraft 234
Wachstumsbeschwerden 189
Wahrnehmbarkeit, körperliche
- akustische Effekte (Prinzip) 224f.
Wahrnehmung 90
381
Waldrebe, weiße siehe Clematis
Waldtrespe siehe Wilde Oat
Walnuss siehe Walnut
Walnut (Walnuss) 260
Wärme
interpretieren 130
Leib, physischer 86
Warnsignale 32
Wasser aus heilkräftiger Quelle siehe
Rock Water
Water Violet (Sumpfwasserfeder) 260
Wegwarte siehe Chicory
Weide, gelbe siehe Willow
Weihrauch (Heilaroma) 318f.
Weinrebe siehe Vine
Weiß (Farbanwendung) 174
Weißbuche siehe Hornbeam
Wellen, elektrische (physischer Leib) 86
White Chestnut (Rosskastanie) 260
Wild Rose (Heckenrose)260, 264
Wilde Oat (Waldtrespe) 260
Willow (gelbe Weide) 260
Wintergrün (Heilaroma) 319
Wirbelsäule, Chakren 93
Wirkungssteigerung, Blüten-/Edelstein-
essenzen 274
Wurzel-Chakra 92f., 98f., 223, 265
Musikstück, klassisches 228
Vokale, Wirkung 235
Yang-Meridiane, Räucherstoffe 295
Yantras 242
382
Yarrow (weiße Schafgarbe) 264
Yin und Yang 137, 158
- Organzuordnung 138
-Ausgleich (Übung) 158f.
Yin-Qualität, Räucherstoffe 296
Zähne 70f.
Zahnschmerzen 189
Zen-Buddhismus 34
Zimt (Heilaroma) 319
Zitrin-Essenz 266
Zitrone (Heilaroma) 319f.
Zitronengelb (Farbanwendung) 183f.
siehe auch Gelb
Zitterpappel siehe Asp

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