You are on page 1of 8

Online Klavierkurs: Aufbau Dur-Dreiklang und Intervalle Seite 1

© Playpiano Katrin Kayser Chordpiano-Workshop
Hallo, Katrin wieder hier ...
ohne Akkorde läuft gar nichts beim freien Spiel. Doch mit welchen Akkorden geht
es denn nun weiter und wie nutzen Sie eigentlich Ihr Akkordwissen?
Sie möchten ja sicher nicht erst jahrelang alles lernen was es gibt, sondern nur
immer das was Sie gerade brauchen.
Ein roter Faden hilft weiter. Und mit wenigen Akkorden können Sie schon vieles
spielen. Das hat den Vorteil, dass Sie schneller zum Ziel kommen und mehr Klar-
heit fnden. Doch irgendwann kommt der Moment, da möchte man mehr. Und
wenn Sie bisher gar nicht wußten, wie man einen Akkord überhaupt bildet, dann
ist an dieser Stelle schon Endstation und Sie kommen nicht weiter.
Sie brauchen dazu nur etwas Wissen über Intervalle. Nun, anfangs werden Ihnen
vielleicht die Begriffe aus der Welt der Intervalle etwas verwirrend vorkommen.
Doch Sie werden schnell merken, dass es sich lohnt sie zu lernen. Denn Intervall-
begriffe sind das, was Notennamen nicht sind:
Intervalle sind allgemein gültig für alle Akkorde
Sie sparen eine Menge Zeit damit, Intervalle zu kennen. Denn Sie lernen das nur
ein einziges Mal, können es bei jedem Akkord in jeder Tonart anwenden und be-
halten dieses Wissen für immer. Und Sie müssen nie wieder aus dem Internet erst
mühsam einen Akkord suchen, wenn Sie Ihnen gleich selber bilden können.
Nun, damals kannte ich Intervalle nicht. Als ich vor etlichen Jahren anfng, Akkorde
zu lernen habe ich mir jeden Akkord einzeln vorgenommen und die zugehörigen
Töne mühsam auswendig gelernt.
Und leider hatte mir damals eine nur nach Noten spielende Pianistin gesagt hatte,
am Klavier würde man gar keine Akkorde so wie auf der Gitarre spielen können.
Das Klavierspiel sei angeblich weitaus komplizierter als Gitarre und ohne Noten
am Klavier können man überhaupt nicht spielen. Das kam mir zwar komisch vor,
doch zunächst hinterfrage ich das nicht.
Online Klavierkurs: Aufbau Dur-Dreiklang und Intervalle Seite 2
© Playpiano Katrin Kayser Chordpiano-Workshop
Ups, diese dumme Irrglaube von mir hat mich leider ein paar Jahre Zeit und Frust
gekostet. Ich dachte damals wirklich, frei spielen geht nur an der Gitarre... na ja,
ich bin auch nur ein Mensch und irgendwann war der Wunsch frei zu spielen so
stark geworden, dass ich mir den Weg zum freien Spiel doch noch erobert haben.
Ich wollte es eben unbedingt schaffen, habe einfach andere Lehrer, andere Pianis-
ten und andere Einfüsse gesucht und bin Jahr für Jahr mehr reingewachsen.
Seit ich Intervalle kenne, bin ich über diese Hürde lange hinweg und muss nicht
mehr jeden Akkord auswendig lernen. Ich kenne die Intervalle und bilde mir den
Akkord mittels der Intervalle.
Deswegen mein Vorschlag für Sie:
Kommen Sie mit mir in die Welt der Intervalle. Erst mal gebe ich Ihnen einen
groben Überblick. Und wie immer starten wir mit einem Beispiel. Das lässt sich
einfach besser umsetzen.
Heute lesen Sie etwas mehr zum Durdreiklang F, genauer gesagt zu den darin
enthaltenen Intervallen. Sie kennen ihn ja vielleicht schon aus dem Startvideo.
Online Klavierkurs: Aufbau Dur-Dreiklang und Intervalle Seite 3
© Playpiano Katrin Kayser Chordpiano-Workshop
Zur Wiederholung für Sie als Starter hier nochmal den Fingersatz: Die Zahlen im
Tastenbild verraten Ihnen den Finger, den Sie am besten nutzen können, den Ton
zu spielen.
Der Vollständigkeit halber zeige ich Ihnen den Akkorde F auch mal in Noten.
Für Notenkenner: Die drei Noten f, a und c zeigen den Dur-Dreiklang F in seiner
Grundstellung an, auch wenn es in Ihren Noten als extra Akkordsymbol (F) nicht
mit dabei steht:
Akkorde - auch der Dur-Dreiklang F - entstehen durch das Übereinander-
schichten von Intervallen, und zwar von Terzen.
Dreiklang allgemein = 8 + 3 + 3 (= Grundton + Terz + Terz)
und speziell der
Dur-Dreiklang F = f + a + c (= Grundton f + Terz a + Terz obenauf c)
Der Abstand vom Grundton f zum Ton c ist dann natürlich eine Quinte.
Sie wissen noch gar nicht, was Intervalle sind und fühlen sich deswegen unwohl?
Keine Sorge, ich zeige Ihnen was Sie zum freien Spielen wissen müssen. Nun,
anfangs werden Ihnen vielleicht die Begriffe aus der Welt der Intervalle etwas ver-
wirrend vorkommen. Doch Sie werden schnell merken, dass es sich lohnt sie zu
lernen. Denn Intervallbegriffe sind das, was Notennamen nicht sind:
Online Klavierkurs: Aufbau Dur-Dreiklang und Intervalle Seite 4
© Playpiano Katrin Kayser Chordpiano-Workshop
Intervallnamen sind gültig für alle Akkorde
Das bedeutet, Sie sparen eine Menge Zeit damit. Denn anders als bei Notenna-
men, die ja auch ein bisschen an Tonarten gekoppelt sind (f
#
; g
b
, ...) sind Intervalle
tonartenunabhängig und ganz feste Begriffe. Anders als bei einen Notennamen
wissen Sie bei Intervallen also immer ganz genau, wovon eigentlich die Rede ist.
Intervallennamen und Akkorde - das gehört zusammen wie ein Ehepaar: Das eine
kann zwar ohne das andere existieren, doch zusammen kommen beide besser
klar.
Ich spreche Ihnen Intervallnamen in Videos auch so oft vor, dass Sie das bald im
Schlaf beherrschen werden. So wird es viel einfacher als Sie jetzt vielleicht den-
ken.
Die Intervalle im Dreiklang F
Ein Intervall ist hier kein zeitliches Fenster, das bestimmt, ob Sie üben sollten oder
nicht. Nein, viel mehr benennt ein Intervall ganz genau die Abstände der Töne auf
den Tasten. Das vereinfacht alles sehr. Wenn Sie die Intervalle/Abstände beherr-
schen, fnden Sie immer den gesuchten Ton im Akkord und können so den ganzen
Akkord bilden, völlig egal, von welchem Ton aus Sie starten.
Deswegen nochmal ganz genau im Tastenbild:
Dur-Dreiklang F = f + a + c (= Grundton f + Terz a + Terz obenauf c)
Sie können Ihr Gehör sogar darauf trainieren, Intervalle richtig zu erhören. Ja, das
ist möglich, denn jeder professionelle Sänger lernt das auch. Im Chordpiano-Work-
shop zeige ich Ihnen wie Sie an die Sache am einfachsten herangehen können.
Dann wird das anfangs doch etwa trockene Thema Intervalle viel lebendiger und
macht auch mehr Spaß. Frei Klavier spielen hat sehr viel mit Hören zu tun, man
macht sich das Ganze nur zusätzlich auch bewusst.
Online Klavierkurs: Aufbau Dur-Dreiklang und Intervalle Seite 5
© Playpiano Katrin Kayser Chordpiano-Workshop
Überblick der Intervalle
Durch Chordspiel trainieren Sie Ihr musikalisches Gehör. Da sich in den Chords
Intervalle verstecken, ist es ein sehr gutes Training, das Erhören von Intervallen
nicht mit Liedanfängen zu starten, sondern mit dem Klang von hart tönenden Dur-
und weich klingenden Molldreiklängen.
Wenn Sie wissen, wie diese Chords intervallmäßig aufgebaut sind und sie eine
Zeitlang üben, dann gewöhnen Sie sich an den typischen Klang eines bestimmten
Chords und erhören dann das entsprechende Intervall.
Lesen Sie nun die Intervallnamen:
Intervallnamen
Prime, Grundton, Root
Kleine Sekunde
Sekunde, große Sekunde
Kleine Terz, Mollterz
Terz, große Terz, Durterz
Quarte
Verminderte Quinte, Tritonus
Quinte
Kleine Sexte
Sexte, große Sexte
Kleine Septime
Große Septime
Oktave
None
Intervall
c - c
c - d
b
c - d
c - e
b
c - e
c - f
c - g
b
c - g
c - a
b
c - a
c - b
b
c - b
c - c`
c - d`
Symbol
im Chord
-
b9
9
m, -, #9
kein extra Symbol
11
b5, #11
5
b13
6, 13
7
maj7
-
9
Halbton-
abstand
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
14
Online Klavierkurs: Aufbau Dur-Dreiklang und Intervalle Seite 6
© Playpiano Katrin Kayser Chordpiano-Workshop
Den so genannten Halbtonabstand zählen Sie am leichtesten in Halbtonschritten.
Wenn Sie dieses umständliche Wort nicht mögen, können Sie auch den eng-
lischen Begriff "half steps" verwenden.
Das Bild zeigt Ihnen, welcher Abstand genau ein Halbtonschritt
auf den Tasten ist:
Wenden Sie Ihr neues Wissen immer sofort an mittels Aufgaben, die ich Ihnen
gebe. Ja, das ist ein bisschen wie in der Schule und auch etwas anstrengend,
doch ich möchte gern, dass Sie wirklich frei Klavier spielen lernen und nicht nur
lesen, wie man frei spielen lernt. Es liegt mir daher sehr am Herzen, dass Sie es
auch umsetzen.
Sie wollen doch kreative Freude genießen? Wenn ja, dann lösen Sie jetzt am bes-
ten gleich oder kurz vor Ihrer nächsten Übesession diese Aufgaben :)
Aufgabe 1: Spielen Sie mit rechter und auch mit linker Hand die Töne des Drei-
klanges F nacheinander, also melodisch und dann auch zusammen, harmonisch.
Gewöhnen Sie sich an den Klang.

Online Klavierkurs: Aufbau Dur-Dreiklang und Intervalle Seite 7
© Playpiano Katrin Kayser Chordpiano-Workshop
Aufgabe 3: Begrenzen Sie Ihre Intervallneugier zunächst auf Grundton, Terz und
Quinte im Akkord und experimentieren Sie mit diesen Tönen/Intervallen im Drei-
klang F. Lassen Sie sich dabei nicht von zuviel Theoriewissensdurst vom Spielen
innerhalb Ihrer Übezeit abhalten.
Spielen Sie dann einen beliebigen Ton aus ihren Tasten, nennen ihn Grundton und
fnden Sie die Durterz. Vergleichen Sie Ihr Ergebnis mit der Intervalltabelle.
Lesen Sie dafür einfach die Halbtonschritte ab, so können Sie Ihr Ergebnis mit der
Intervalltabelle vergleichen und kontrollieren, ob Sie richtig lagen.
Aufgabe 2: Welche Intervalle sehen Sie in nachfolgenden Bildern?
Ich hoffe, Sie stellen sich diesen Aufgaben sofort. Denn dieses Training bringt Sie
weiter, Tag für Tag ein Stück näher an Ihr Ziel heran. Gönnen Sie sich diese Zeit
für sich selbst. Es wird Ihnen gut tun.
Wenn Sie weiterführend lernen möchten:
• In welcher Reihenfolge Sie am effektivsten Schritt für Schritt vorgehen können,
um Intervalle richtig herauszuhören und damit den Akkord hörend zu erkennen.
• Wie Sie Mollakkorde, und die anderen Akkordarten einfach selber bilden können

• Wie Sie Akkordsymbole richtig lesen und daraus sofort die Akkordart erkennen
egal ob Dreiklang oder Vierklang
Online Klavierkurs: Aufbau Dur-Dreiklang und Intervalle Seite 8
© Playpiano Katrin Kayser Chordpiano-Workshop
Wenn Sie diese Lektionen hilfreich fnden, dann schicken Sie diese PDF Datei mit
den Intervallen gleich weiter an Ihre Bekannten und Freunde.
Liebe Grüße
Katrin
PS: Sie haben diese Lektion von einem Freund bekommen? Dann melden Sie
sich gleich selbst zu diesem kostenlosen Klavierkurs an.
Klicken Sie hier um sich zum kostenlosen Online Klavierkurs anzumelden
Dann bestellen Sie jetzt meinen Chordpiano-Workshop.
_________________________________________________________________
Lösung der Aufgaben (bitte erst lesen wenn Sie es selbst probiert haben):
1.) Große Sekunde 2.) Verminderte Quinte (Tritonus)
3.) Kleine Terz 4.) Oktave 5.) Große Terz
• Wie Sie Dreiklänge, Vierklänge, Fünfklänge greifen und rhythmisch nutzen
• Wie Sie Akkorde und gängige Akkordfolgen als Voicings zielführend mit
Karteikarten lernen können