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10.03.

2008
Inhaltsangabe der Novelle »Der Schimmelreiter«
Hans Theodor Storm ist der Autor der Novelle „Der
Schimmelreiter“. Hauke Haien wächst bei seinem Vater Tede
Haien auf, wird Deichgraf, heiratet Elke, die Tochter des
Deichgrafens Tede Volkerts, und lässt einen neuen Deich erbauen,
scheitert aber an dem Widerstand der abergläubischen
Dorfbewohner, da seine Stärke schwindet.

Hauke Haien wächst in der nordfriesischen Marsch auf, wo er


schon als Junge sein Interesse für die Mathematik und für Deiche
entdeckt. Er verbringt seine gesamte Jugend hauptsächlich damit, das Meer und seine
Wirkung auf die Deiche zu beobachten. Er kommt schon früh zu der Überzeugung,
dass ihre Form verbesserungswürdig ist. Hauke Haien wird Kleinknecht beim
Deichgrafen Tede Volkerts. Kurz darauf wird er von diesem oft als Helfer eingesetzt,
wenn Deich– oder Sielgebühren zu berechnen sind. Hauke hat deshalb ein gutes
Verhältnis zum Deichgrafen. Der Großknecht Ole Peters sieht seine Chancen, Elke zu
heiraten und Deichgraf zu werden, wegen Hauke schwinden und wird zu Haukes
Feind.

Nach dem Tod des alten Deichgrafen wird ein Nachfolger gesucht. Hauke kann kein
Deichgraf werden, da er kein Land besitzt. Elke gibt ihre bis dahin noch
geheimgehaltene Verlobung mit Hauke bekannt. Dadurch wächst Haukes Grundbesitz
so weit an, dass er Deichgraf werden kann. Die Wahl fällt auf Hauke Haien. Der
neuernannte Deichgraf findet in der Bevölkerung nur wenig Unterstützung. Seine
Ideen zur Verbesserung der Deiche bedeuten großen finanziellen Aufwand und
erhebliche Arbeitsbelastungen für die Dorfbewohner, welche keine Notwendigkeit
sehen, einen neuen Deich zu bauen. Als die alte Frau Trien’ Jans stirbt, verfällt Hauke
immer mehr dem Aberglauben. Hauke Haien lässt einen neuen Deich bauen, dessen
Profil sich grundlegend von dem der alten Deiche unterscheidet. Der neue Deich soll
zur Seeseite deutlich flacher sein, als es üblich ist. Der größte Widersacher des
Deichgrafen wird Ole Peters, der mithilfe des Aberglaubens immer wieder die
Dorfbewohner gegen ihn aufbringt. Als Hauke Haien einen Schimmel kauft, den er
seitdem ständig reitet, geht im Dorf das Gerücht um, es handele sich bei diesem
Schimmel um ein Geisterpferd, dessen Gerippe auf einer kleinen Sandbank bei
Jevershallig vor der Küste liege und von dem einige behaupten, es in manchen
Nächten auf dieser Sandbank lebendig gesehen zu haben. Dem Deichgrafen wird nun
nachgesagt, dieses Geisterpferd gezähmt zu haben, was ihn den Dorfbewohnern
unheimlich macht. Kurz nach der Fertigstellung des Deiches versucht Hauke Haien
den Bauern zu erklären, dass auch die alten Deiche nach seinem Modell verbessert
werden müssten, scheitert er und willigt ein, die alten Deiche reparieren zu lassen. Es
dauert nicht lange, bis eine schwere Sturmflut über die Küste hereinbricht. Haukes
neuer Deich hält den Fluten stand, doch der angrenzende, reparierte, alte Deich
bricht. Der Deichgraf sieht Elke mit ihrer gemeinsamen Tochter Wienke in der Flut
umkommen. Daraufhin treibt er seinen Schimmel in die Bruchstelle und sagt, Gott
solle ihn nehmen und die anderen dafür verschonen. Er kommt in den Fluten um.

Ich dachte, ein altdeutsches Buch wäre schwerer zu verstehen. Mit Gedichten habe
ich viel schlimmere Erfahrungen. Etwas schönes an diesem Buch ist, dass es Kultur
aus Schleswig–Holstein ist. Das Buch ist um einiges besser, als ich gedacht habe. Der
Hamburger Lesehefte Verlag hat hinten sogar ein Glossar für altdeutsche und von
Küstenbewohnern genutzte Wörter sowie eine Zeittafel Theodor Storms abgedruckt.
Der Preis von 1,60 € ist zusätzlich erfreulich. Ich bin positiv überrascht von diesem
Buch und kann es jedem nur empfehlen.

Einleitung: 47 Wörter
Hauptteil: 421 Wörter
Schlussteil: 81 Wörter
gesamt: 549 (+5) Wörter