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Action, Emotion, Memories

Das Schwarzweiß-Handbuch
Agfa-Produkte für die kreative Schwarzweiß-Fotografie
Film / Papier / Chemie

qwer
Kreativität und Technik

Schwarzweiß repräsentiert auch heute noch Die unterschiedlichen Produkte, deren Einsatz
die professionelle Fotografie. Das Bild ohne und Verarbeitung werden beschrieben, alle
Farben ist Kunst, Kult und Nostalgie. technischen Spezifikationen aufgeführt. Ob ein
Es dokumentiert das Zeitgeschehen in Journa- einzelner Film oder ein bestimmtes Papier –
lismus, Wissenschaft und Technik und fängt oder unser gesamtes Sortiment: Agfa bietet
den Augenblick ein in der Reportage. alle Bausteine in zeitgemäßen Technologien.
Für ein perfektes System Schwarzweiß.
Sich auf Schwarzweiß zu beschränken, eröffnet
die vielfältigsten Ausdrucks- und Gestaltungs-
möglichkeiten. Jeder Fotograf steht dabei im
Spannungsfeld von klassischer Technik und
modernem Material. Wer wirklich gestalten
will, der sollte alle Arbeitsmittel und Werkzeu-
ge kennen. Nur dann lassen sich kreative oder
technische Schwerpunkte herausarbeiten –
kann der Fotograf seine eigene Handschrift
entwickeln. Und in der Schwarzweißfotografie
gibt es mehr Gestaltungsmöglichkeiten als in
vielen anderen Bereichen.

Die Ergebnisse lassen sich von vielen Faktoren
beeinflussen. Von der Auswahl des Filmmateri-
als und dessen Verarbeitung genauso wie von
der Ausarbeitung auf dem Fotopapier und der
weiteren Gestaltung. Und mit jeder Nach-
behandlungsmethode erhöhen sich die Mög-
lichkeiten noch einmal. Deswegen liegt die
Herausforderung für den Fotografen darin, die
verschiedenen Faktoren zu komponieren und
sie auf sein Wunschergebnis hinzusteuern.

Für diese technisch-kreative Herausforderung
soll dieses Handbuch Hilfe und Anregung sein.

Foto: Ianni Dimitrov/Großbritannien 3
Die Schwarzweiß- Die Schwarzweiß-
Filme Fotopapiere

 Variabilität –  Variabilität –
der Reiz des SW-Systems 7 Analog & Digital 15

 Das Agfa SW-Filmsortiment 8  Die Produkte 15

 Die Produkte 8  Technische Daten 18
Dichtekurven
 Technische Daten 10 Maximale Schwärzung
Dichtekurven Spektrale Empfindlichkeit
Schärfe Empfindlichkeit
Spektrale Empfindlichkeit Schwarzschildverhalten
Schwarzschildeffekt Papieraufbau
Schichtaufbau Emulsion
Belichtung und Gradationssteuerung
 Allgemeine Hinweise 12 bei gradationsvariablen Papieren
Filter Der Kopierumfang
Blitzbelichtung Bildtonveränderung
Lagerung
Verarbeitung der Agfapan-Filme  Allgemeine Hinweise 26
Dunkelkammerbeleuchtung
Die Verarbeitung
Die Trocknung der Papiere
Stabilisierung und Haltbarkeits-
verbesserung von Schwarzweiß-Bildern
Kennzeichnung und Retusche
Aufziehen von Bildern
Verpackung und Lagerung

4
Die Schwarzweiß-
Chemikalien 

Die Produkte 33  Allgemeine Hinweise 66
Umweltschutz- und Entsorgung 
Die Agfa Film-Entwickler 34 Lagerung, Arbeitssicherheit,
Umgang mit Fotochemikalien 
Allgemeine Hinweise 35
Die Haltbarkeit
Die Verarbeitungstemperatur
Die Empfindlichkeitsausnutzung
Der Kontrast
Zeitverlängerung bei mehrfachen
Durchsätzen 

Die Agfa Papier-Entwickler 49 

Allgemeine Hinweise 49
Kurzbeschreibung der Produkte
Technische Daten und
Verarbeitungshinweise
Bildtonsteuerung 

Technische Daten und Hinweise
für die Weiterverarbeitung von
Filmen und Papieren 56
Stoppbad (Unterbrecherbad)
Anwendung der Fixierbäder
Richtige Fixierzeiten
Fixierbadkontrolle
Silberrückgewinnung
Fixierbad-Recycling
Die Schlußwässerung
Stabilisieren mit SISTAN NEW
Tonung mit VIRADON NEW

5
Die Schwarzweiß-Filme
Wirkung klassisch, Technik modern

Die Fortschritte in der Filmtechnologie sind Variabilität –
herausragend. Insbesondere in den letzten der Reiz des SW-Systems
Dekaden konnte das Qualitätsniveau erheblich Im Gegensatz zu Farbfilmen können
gesteigert werden. So erreicht heute beispiels- SW-Filme in mehreren Parametern einfach und
weise ein ISO 100-Material die Körnigkeit nachhaltig beeinflußt werden. So lassen sie
früherer 25er Filmgenerationen. Diese sich innerhalb bestimmter Grenzen den Anfor-
Fortschritte schreiben sich natürlich auch in derungen der Aufnahmebedingungen sowie
Filmen anderer Empfindlichkeiten fort. Die dem gewünschten Resultat sehr flexibel
Innovationen haben zudem einen System- anpassen. Dazu gehört nicht allein die effektiv
sprung erzeugt, der Kleinbildfotografen Qua- ausnutzbare Filmempfindlichkeit, sondern
litätsmöglichkeiten früherer Mittelformattech- auch Parameter wie Schärfe, Feinkörnigkeit
nik in die Hand gibt. und Kontrastverhalten.

Eines hat sich dennoch nicht geändert: Der
Universalfilm, der in allen Disziplinen gleich-
wohl eine Spitzenposition einnehmen kann, ist
noch Utopie. Technisch stößt die gleichzeitige
Forderung nach höchster Schärfe und Empfind-
lichkeit sowie nach feinster Körnigkeit auf kla-
re Grenzen: Dieses Material ist zur Zeit und
auch in naher Zukunft nicht verfügbar. Es gel-
ten die chemisch-physikalischen Gesetze. Die
resultierende Bildqualität formt sich aus dem
Produkt der Parameter Schärfe und Körnigkeit.
Dies steht nach wie vor im umgekehrten Ver-
hältnis zur Empfindlichkeit. Der Anwender
kann mit den modernen Materialien jedoch
einen sehr guten Kompromiß finden, allein die
Kombination der Einzelprodukte entscheidet
über gute oder exzellente Ergebnisse, je nach
Aufnahmeerfordernissen.

Foto: Annika Börm/Deutschland 7
Beeinflußbare Parameter Anwendungsbereich

1. Empfindlichkeit 1. Lichtverhältnisse/Motivbewegung

2. Gradation/Kontrastverhalten 2. Motivkontrast/Beleuchtungskontrast

3. Schärfe 3. Detailwiedergabe/Nachvergrößerung

4. Feinkörnigkeit 4. Homogene Flächen/Nachvergrößerung

Für die individuelle Anpassung bieten sich Gradationskurven garantieren eine reichhaltige
spezifisch ausgearbeitete Entwicklervarianten Übertragung des Tonwertreichtums der Aufnah-
(s. Rubrik Verarbeitung) an. me. Eine fein differenzierte Grautonskala, die
saubere Durchzeichnung der Lichter und
Das Agfa SW-Filmsortiment Schatten führen zu einer authentischen Bild-
übertragung.
Die Breite und Auswahl des Agfa Film-
sortiments ist durch eine klare Zielsetzung
Die Soforthärtungstechnologie im Produktions-
definiert: keine Komplexität im Sinne von
prozeß garantiert eine hohe Konstanz der sen-
unzähligen Produkten, sondern die absolute
sitometrischen Eigenschaften Empfindlichkeit,
Konzentration auf ein überschaubares,
Gradation und Latentbildverhalten. Mit der
kompaktes Sortiment. Eine Forderung aus der
besonders wirkungsvollen AHU-Schicht (Anti
Praxis wird realisiert, welche die Anwendung
Halo Unterguß) bietet Agfa einen hervorragen-
und Kombination untereinander erheblich ver-
den Lichthofschutz. Damit lassen sich Un-
einfacht.
schärfen durch Lichtstreuungen in der Schicht
nachhaltig unterdrücken. Hinzu kommt die auf
Die Produkte langer Erfahrung beruhende Zuverlässigkeit in
Alle Agfapan Professional-Filme sind panchro- der Produktion. Nur so wird die Voraussetzung
matische SW-Negativfilme. Ihre Qualitäts- für die Forderung der professionellen Fotogra-
eigenschaften sind auf die Anforderungen pro- fie nach absolut gleichmäßigen Emulsionen
fessioneller Anwendung ausgerichtet. Jedes geschaffen.
einzelne Produkt verfügt über ein ausgezeich-
netes Leistungsverhältnis zwischen Bild-
qualität (Schärfe/Feinkörnigkeit) und Empfind-
lichkeit. Die geradlinigen, langgestreckten

8
Agfapan APX 100 Agfa Scala 200x
Professional Professional
Dieser Universalfilm kombiniert ausge- Der SW-Diafilm für den direkten Weg zum
zeichnete Bildqualität mit universell einsetz- Positivbild. Ohne Umwege kann das Dia proji-
barer Empfindlichkeit. Er bietet sich für ein ziert werden, ohne Prints dient es direkt als
sehr breites Aufnahmespektrum an, welches Druckvorlage bzw. Scanvorlage für eine digita-
beispielsweise sowohl Portrait- als auch Land- le Weiterverarbeitung (Bildnachbearbeitung,
schafts- und Sachaufnahmen umfassen kann. Layout). Hervorragende Bildqualitätsdaten
Der variable Einsatz bis ISO 200/24° ist durch (Schärfe, Feinkörnigkeit) in Kombination mit
die Push-Entwicklung möglich. einer Grundempfindlichkeit von ISO 200/24°
machen diesen Film für viele Anwendungs-
bereiche äußerst interessant. Die Gradation ist
Agfapan APX 400 so abgestimmt, daß sie dem Agfachrome RSX
II 100 Professional entspricht. Profis müssen
Professional
sich bei der Kontrastbewertung des Motivs
Der APX 400 gilt als der absolut zuverlässige
nicht umstellen. Durch Pushen kann die Emp-
Partner für wechselnde Lichtverhältnisse, bei
findlichkeit weiter gesteigert werden:
denen Empfindlichkeitsreserven gefragt sind.
Er ist nicht auf seine ISO 400/27°-Basis Push 1: ISO 400/27°
begrenzt, sondern läßt sich durch eine Push 2: ISO 800/30°
empfindlichkeitssteigernde Entwicklung (Pus- Push 3: ISO 1600/33°
hen) bis zu ISO 800/30° nutzen. Der APX 400
bietet somit ein breites Anwendungsspektrum. Die Push-Entwicklung bewirkt eine gering-
Er kann sowohl als Allroundfilm zum Einsatz fügige Reduzierung der Maximaldichte und
kommen als auch in Grenzbereichen wie der eine Aufsteilung der Gradation. Dieser Effekt
Available Light-Fotografie bei geringen kann bildmäßig vorteilhaft umgesetzt werden
Beleuchtungsstärken weiterhelfen. Wenn (Erhöhung der Bildkontraste), da der Film in
schnelle Bewegungsabläufe oder Tele- der Basisempfindlichkeit eher kontrastausglei-
aufnahmen ohne Stativ anstehen, erzielt die- chend reagiert. Durch die Pull-Entwicklung
ser Film hervorragende Ergebnisse. Der APX reduziert sich die Empfindlichkeit auf
400 gestattet trotz seiner hohen Empfindlich- ISO 100/21° bei gleichzeitiger Erhöhung der
keit hochwertige Vergrößerungen mit feiner Maximaldichte und einer Gradationsabfla-
Kornverteilung und hoher Detailwiedergabe. chung. Letzterer Effekt ermöglicht den Einsatz

9
APX 100
Dichtekurve
3,0

→ Dichte
2,0

1,0

des Scala 200x, um extrem hohe Motivkontra-
0
ste zu bewältigen. Zusätzlich dient der gepull- –4,0 –3,0 –2,0 –1,0 0 +1,0 +2,0
→ lg Belichtung (Lx · s)
te Film als Kopiermaterial für die Duplizierung
von SW-Dias oder Negativen. Scala 200x-Emul-
Schärfe
sionen sind außerdem so konzipiert, daß sie in
150
Verbindung mit dem Original Scala-Prozeß zu

→ Übertragungsfaktor (%)
100
einer besonders hohen Stabilität des
entwickelten Bildes führen.
50
Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich im
Original Agfa Scala-Prozeß, der nur von autori- 30
sierten Fachlaboren angeboten wird.
20

Technische Daten
10
Die folgende Auflistung ermöglicht einen 2 3 5 10 20 30 50 100

schnellen Vergleich der technischen Daten → Linien (mm)

und gibt eine Hilfestellung bei der Wahl des
Spektrale Empfindlichkeit
geeigneten Materials. Ein Hinweis zum Begriff
2,0
der Schärfe: Es werden sowohl die Auflösungs-
→ lg Empfindlichkeit

als auch die MÜF-Werte angegeben. Die MÜF-
Messung (Modulationsübertragungsfunktion)
berücksichtigt den Kontrast und erlaubt so
1,0
eine objektive Beurteilung. Durch die
Lichtstreuung innerhalb der Emulsionsschicht
verringert sich die Kontrastwiedergabe von
Linien eines auf dem Film aufbelichteten Lini-
0
enrasters mit abnehmendem Abstand. Die mit
einem Mikrodensitometer ausgemessene
Kontrastabnahme wird durch die Modulations-
übertragungsfunktion grafisch dargestellt. –1,0
400 500 600 700
→ Wellenlänge (nm)

10
APX 400 Scala 200
Dichtekurve Dichtekurve
3,0 3,0 Pull 1
Standard
→ Dichte

→ Dichte
Push 1
Push 2
2,0 2,0 Push 3

1,0 1,0

0 0
–4,0 –3,0 –2,0 –1,0 0 +1,0 +2,0 –3,0 –2,0 –1,0 0 +1,0 +2,0 +3,0
→ lg Belichtung (Lx · s) → lg Belichtung (Lx · s)

Schärfe Schärfe
150 150
→ Übertragungsfaktor (%)

→ Übertragungsfaktor (%)
100 100

50 50

30 30

20 20

10 10
2 3 5 10 20 30 50 100 2 3 5 10 20 30 50 100
→ Linien (mm) → Linien (mm)

Spektrale Empfindlichkeit Spektrale Empfindlichkeit
2,0 2,0
→ lg Empfindlichkeit

→ lg Empfindlichkeit

1,0 1,0

0 0

–1,0 –1,0
400 500 600 700 400 500 600 700
→ Wellenlänge (nm) → Wellenlänge (nm)

11
APX 100 APX 400 Scala 200x

Empfindlichkeit ISO 100/21° ISO 400/27° ISO 200/24°

Körnigkeit (RMS x 1000; Scala Proc.
Refinal 6 min, 20°C) 9,0 14,0 11,0

Auflösungsvermögen
(Kontrast 1000:1/Linien pro mm) 150 110 120
berücksichtigt, ansonsten müssen die entspre-
chenden Verlängerungsfaktoren bei der Ein-
Schwarzschildeffekt stellung von Zeit und Blende mit einfließen.
Korrekturen: Belichtung (Blendenstufen)/Entwicklung (%)
APX 100 APX 400 Scala 200x
Die Hinweise der Filterhersteller enthalten
dazu detaillierte Informationen.
1/10000-1/s 0/0 0/0 0

1s +1/– 10% +1/– 10% +1/2

10 s +2/– 25% +2/– 25% +1 Blitzbelichtung
100 s +3/– 35% +3/– 35% +2 Die häufig bei direktem Blitzlichteinsatz
erzeugten hohen Beleuchtungskontraste kön-
nen durch eine Überbelichtung und anschlie-
ßende Unterentwicklung (flachere Gradation)
ausgeglichen werden. Für die maximal abge-
Allgemeine Hinweise stufte Grauwertwiedergabe ist trotz des Belich-
tungspielraums von Negativmaterialien eine
exakte Belichtungsmessung erforderlich.
Filter
Wenn die Kamera keine TTL-Blitzlichtmessung
Für Agfapan-Filme können alle in der SW-Foto-
ermöglicht oder die Geräte frei im Raum pla-
grafie üblichen Korrekturfilter (z.B. UV-Sperr-
ziert werden, kann die erforderliche Arbeits-
filter, Polarisationsfilter) sowie Kontrastfilter
blende anhand der folgenden Formel errechnet
(z.B. gelb, grün, orange, rot) eingesetzt werden.
werden:

Beispiele:
Leitzahl
 Gelbfilter für die kontraststeigernde Wol- Blende =
Abstand Blitz zum Objekt
kenwiedergabe
(in m)
 Orangefilter für klare Fernsichten
 Rotfilter zur Dramatisierung der Bildstim-
mung Die Leitzahl richtet sich nach der verwendeten
Empfindlichkeit und der Leistung des Blitz-
Auch die breite Palette der Kreativfilter läßt gerätes (s. Angaben des Blitzgeräteherstellers).
sich nutzen. Die Lichtausbeute des Blitzgerätes hängt
neben der Blitzreichweite vom Reflektionsver-
Der entsprechende Empfindlichkeitsverlust mögen des Motivumfeldes und des eigent-
wird durch die TTL-Messung in der Kamera lichen Objekts ab.

12
Foto: Helmut Hirler/Deutschland

Konfektionierungen
Lagerung Format APX 100 APX 400 Scala 200x
Unbelichtete Filme sollten in der Originalver-
135-24
packung kühl und trocken aufbewahrt werden
135-36 MP5
(Temperatur unter + 20°C). Durch Tiefkühllage-
135-36 MP 50
rung (unter – 10°C) können die fotografischen
120 MP5
Eigenschaften über einen längeren Zeitraum
stabil gehalten werden. Kühl gelagerte Filme 35 mm x 17 m DP

sollten vor dem Öffnen der Originalverpackung 35 mm x 30,5 m DP

ca. 2, tiefkühlgelagerte Filme ca. 8 Stunden an
die Raumtemperatur angeglichen werden.
Andernfalls kommt es zu Kondensation der
Luftfeuchtigkeit auf dem Film.

Belichtete Filme sollen möglichst bald Verarbeitung der Agfapan-Filme
entwickelt werden. Durch sehr lange Lagerung Die Verarbeitungsdaten zu allen Filmen finden
der Filme kann (besonders unter dem Einfluß Sie unter der Rubrik „Verarbeitung“
ungünstiger klimatischer Bedingungen) ein (Seite 34–48 und 56–63).
geringer Empfindlichkeitsverlust durch Rück-
gang des latenten Bildes auftreten.

13
Die Schwarzweiß-Fotopapiere
Vielschichtige Möglichkeiten

Die Wirkung des Schwarzweiß-Papierbildes hat Ausbelichtung mittels Laserprinter auf das
bis heute nichts von seiner Faszination einge- gradationsvariable RC/PE-Papier Multicontrast
büßt. Der Trend zur Abbildung in Schwarzweiß Premium von Agfa. Scanner liefern zur Zeit
hält in der engagierten Fotografie unge- eine höhere Informationsdichte von Dias,
brochen an. Es lassen sich verschiedene Ober- Negativen oder Abzügen, als die direkte digita-
flächen, Bildtöne und Unterlagen einsetzen. le Fotografie. Die per Scanner erzielbaren
Datenmengen (Dateigrößen) ermöglichen auch
Speziell die gradationsvariablen SW-Papiere Großvergrößerungen in guter Qualität.
sind heute Hochtechnologieprodukte, die
durch ihren komplexen Aufbau einen sehr Bilddateien lassen sich am Rechner auf dem
hohen Produkt- und Abbildungsstandard errei- Monitor beurteilen, entsprechende Programme
chen. Der mehrschichtige Papieraufbau ermög- zur Bildbearbeitung bieten nachträgliche Ein-
licht ein qualitativ hochwertiges Bildergebnis. griffe zur Manipulation in technischer (Kontra-
Die Kontrastwiedergabe kann in minimalen ste, Helligkeit, Schärfe) oder gestalterischer
Schritten den Erfordernissen des Negativs (Effekte, Lichtführung, Montagen) Hinsicht an.
angeglichen werden. Über einen Laserbelichter lassen sich von sol-
chen Bilddateien Abzüge auf original Agfa
Multicontrast Premium PE-Papier ausbelichten:
Variabilität – Analog & Digital Mit einem Belichter wie dem Durst Lambda bis
Neben der breiten Manipulierbarkeit in der hin zu Riesenformaten, denn dank der hohen
SW-Filmentwicklung bietet die Vielseitigkeit Präzision sind auch getrennte Belichtungen
moderner SW-Papiere alle Voraussetzungen für über zwei oder mehr Rollenbreiten machbar.
eine äußerst individuelle Ausarbeitung des Große Abzüge in kleinen Auflagen werden so
Bildmotivs. Selbst schwierige Negativvorlagen bezahlbar und bieten trotz modernster Technik
sind dank stufenloser Gradationssteuerung original Fotografie-Feeling und Qualität.
beherrschbar, werden durch die Möglichkeit
der gezielten Belichtung von Motivbereichen
mit unterschiedlicher Gradation individuell Die Produkte
„formbar“. Das Agfa SW-Fotopapiersortiment umfasst
das RC/PE-Papier MULTICONTRAST PREMIUM
Völlig neue Manipulationsmöglichkeiten und sowie das gradationsvariable Barytpapier
Verfahren bietet darüberhinaus die MULTICONTRAST CLASSIC. Beide Papiere
Bearbeitung digitaler Bilddaten bzw. deren werden in jeweils 2 Oberflächen angeboten

Foto: Santiago Andrés Engelhardt/Deutschland 15
und sind in allen gängigen Abmessungen AGFA MULTICONTRAST PREMIUM (MCP) ist
(Format- und Rollenware) und Abpackgrößen ein universelles, gradationsvariables Schwarz-
erhältlich. weiß-Fotopapier auf RC/PE-Unterlage. Die
Printqualität dieses Papiers entspricht der
Alle Agfa SW-Papiere zeichnen sich besonders Qualität der besten gradationsfesten Papiere
durch ihre detailgetreue Wiedergabe, umfang- und übertrifft diese sogar in bestimmten Berei-
reichen Tonwertreichtum mit hervorragender chen. MULTICONTRAST PREMIUM kann mit
Lichter- und Schattenzeichnung, sowie reine allen Vergrößerungsgeräten und Printern wie
Weißen und tiefe Schwärzen aus. Praxis- traditionelles SW-Papier belichtet und in
gerecht ist auch der sehr große Gradationsum- Schalen oder Entwicklungsmaschinen verarbei-
fang (von extra weich bis extra hart) der grada- tet werden.
tionsvariablen Papiere. Deren RC/PE-Variante
ist selbst für eine ultrakurze Laserbelichtung AGFA MULTICONTRAST CLASSIC (MCC) ist
bestens geeignet. Der Anwender erhält eine das klassische, gradationsvariable Schwarz-
sehr gute Planlage. Gegenüber umweltbeding- weiß-Fotopapier auf Barytunterlage.
ten Bildsilberveränderungen wird eine hohe MULTICONTRAST CLASSIC kombiniert die
Bildstabilität erreicht. Die sehr hohe Fabrika- Qualität gradationsfester Barytpapiere mit den
tionsgleichmäßigkeit sowie sehr gute Vorteilen variabler Gradationssteuerung. Die
Stabilität gegen Verarbeitungsschwankungen Verarbeitung erfolgt wie traditionelles Baryt-
können als Standard gelten. papier in Schalen. Es eignet sich besonders für
Ausstellungsbilder. Dieses Papier zeichnet sich
Speziell der mehrschichtige Aufbau der Agfa auch durch sehr gute Retusche- und Nach-
Multicontrastpapiere spiegelt Agfas jahrzehn- behandlungseigenschaften aus. Zusätzlich ist
telange Erfahrung in der Herstellung fotografi- MULTICONTRAST CLASSIC besonders archiv-
scher Materialien wider. Die Ergänzung durch sicher. (1)

eine zusätzliche Schutzschicht garantiert diese
erstklassige Produktqualität.

16
Foto: Luciano Monti/Italien · www.montiluciano.com

Das Sortiment
(1) Gradationsvariable Oberfläche Kurz-
Papiere bezeichnung

MULTICONTRAST PREMIUM MCP

MULTICONTRAST PREMIUM 310 glänzend

MULTICONTRAST PREMIUM 312 halbmatt

MULTICONTRAST CLASSIC MCC

MULTICONTRAST CLASSIC 111 kartonstark, glänzend

MULTICONTRAST CLASSIC 118 kartonstark, filigran matt

17
(2) MULTICONTRAST PREMIUM (MCP)

2,5
→ Dichte

2,0

1,5
Technische Daten
Filter 3 2 1 0 5 4

Dichtekurven
1,0

MULTICONTRAST PREMIUM (MCP)
MULTICONTRAST CLASSIC (MCC)
0,5
Belichtung: Kunstlicht 3000 K
Zeit: 10 s
Filter: Kontraststeuerungsfilter
0
0, 1, 2, 3, 4, 5 und
0 0,5 1,0 1,5 2,0
UV-Sperrfilter
→ lg H (Lx · s)
Entwicklung: AGFA MULTICONTRAST-
DEVELOPER
Densitometrie: Messung mit visuellem
(3) MULTICONTRAST CLASSIC (MCC)
Filter (Vλ)
2,5
Die angegebene Belichtung in Luxsekunden
→ Dichte

MCC 111 bezieht sich auf die Kombination von Papier
und Filter. (2) (3)
2,0

Maximale Schwärzung
Je nach Papiersorte und Oberfläche werden –
1,5 richtige Belichtung und Entwicklung vorausge-
setzt – mindestens folgende Maximalschwär-
Filter 3 2 1 0 54 zen erreicht:
MCP 310 RC: D = 2,25
max

1,0
MCP 312 RC: D = 2,25
max

Bei Laserbelichtungen: D = 2,20
max

0,5 MCC 111: D = 2,30
max

MCC 118: D = 1,60
max

0
0 0,5 1,0 1,5 2,0
→ lg H (Lx · s)

18
Spektrale Empfindlichkeit (4) MULTICONTRAST PREMIUM (MCP)
(bezogen auf ein energiegleiches +1,0

→ lg rel. Empfindlichkeit
Spektrum)

MULTICONTRAST PREMIUM
MULTICONTRAST CLASSIC 0

Der angegebene Verlauf bezieht sich auf die I
Dichten 0,5 (I), 1,0 (II) und 1,5 (III),
II
gemessen in Reflexion. Die Empfindlichkeit ist
der reziproke Wert der Belichtung (in mJ/m2), – 1,0
III
die erforderlich ist, um die jeweils angegebe-
nen Dichten zu erzeugen. (4) (5)

– 2,0
Empfindlichkeit 400 500 600 700
Analog zur Empfindlichkeitsangabe von Filmen → Wellenlänge (nm)

gibt es auch für Schwarzweiß-Fotopapiere eine
Empfindlichkeitsnorm. Bei dieser internationa-
len Norm (ISO 6846) handelt es sich um eine (5) MULTICONTRAST CLASSIC (MCC)

arithmetische Empfindlichkeitsangabe: Eine +1,0

→ lg. rel. Empfindlichkeit
Verdoppelung oder Halbierung der Zahlenan-
gabe bedeutet die doppelte oder die halbe
Empfindlichkeit. Dies entspricht den Sprüngen
0
der ISO-Empfindlichkeit bei Aufnahmefilmen.
Im Gegensatz dazu bedeutet eine Veränderung I

um 1 Blende bei der DIN-Norm jeweils einen II
Abstand von 3 DIN. III
– 1,0

Bei der Fabrikation von Agfa Schwarzweiß-
Papieren wird größter Wert auf die Einhaltung
gleichmäßiger Empfindlichkeit von Emulsions-
– 2,0
nummer zu Emulsionsnummer und von Grada-
tion zu Gradation innerhalb der erreichbaren
Fabrikationstoleranzen gelegt. Es ist jedoch zu
beachten, daß geringe Empfindlichkeitsabwei-
–3,0
chungen durch Alterungs- und Lagerungsein- 400 500 600 700
→ Wellenlänge (nm)
flüsse unvermeidlich sind.

AGFA MULTICONTRAST PREMIUM und AGFA
MULTICONTRAST CLASSIC haben bei der
Belichtung mit weißem Licht (ohne Filter) eine
Empfindlichkeit von ISO P 400. Die dabei
erzielte Gradation entspricht etwa der Grada-
tion bei Filter „2“.

19
Bei der Verwendung von Kontraststeuerungsfil- Schwarzschildverhalten
tern beträgt die Empfindlichkeit: Das Schwarzschild-Verhalten bezeichnet die
 für die Filter „0“ bis „3 /2“ =
1
effektive Empfindlichkeitsabnahme bei sehr
ISO P 160 langen oder sehr kurzen Belichtungen. Erstere
 für die Filter „4“ bis „5“ = ISO P 80 kommen bei sehr dichten Negativen oder
großen Vergrößerungsmaßstäben vor, letztere
(6) MULTICONTRAST PREMIUM Empfindlichkeit
bei Laserbelichtungen. Bei AGFA MULTICON-
TRAST PREMIUM und CLASSIC ist dieser Effekt
∆ lgER = 0,2

praktisch unabhängig von der Filterung (Grada-
tionseinstellung). Die Empfindlichkeit nimmt
im Bereich längerer Belichtungszeiten nur
0,1 0,2 0,5 1 2 5 10 20 50 100 geringfügig ab. Die Gradation bleibt nahezu
→ Belichtungszeit (s)
konstant. Auch ultrakurze Laserbelichtungen
ergeben kräftige Bildschwärzen (nur MCP).
(7) MULTICONTRAST PREMIUM Kontrastumfang
(6) (7) (8) (9)
∆ lgER = 0,2

Papieraufbau
Bei RC/PE-Papieren (RC = Resin Coated) wird
0,1 0,2 0,5 1 2 5 10 20 50 100 der Papierrohstoff beidseitig mit Polyethylen
→ Belichtungszeit (s)
beschichtet. Die lichtempfindliche Emulsion
ist ohne Zwischenschicht direkt auf die glatte
(8) MULTICONTRAST CLASSIC Empfindlichkeit
Kunststoffschicht aufgegossen.
∆ lgER = 0,2

Bei Barytpapieren befindet sich zwischen
Unterlage und Emulsionsschicht eine Schicht
aus Bariumsulfat (Baryt). Die Barytschicht
0,1 0,2 0,5 1 2 5 10 20 50 100 verhindert das Einsinken der Emulsion in den
→ Belichtungszeit (s)
Papierfilz und verbessert dadurch die
Detailzeichnung und die Bildschwärzen.
(9) MULTICONTRAST CLASSIC Kontrastumfang
Der Barytauftrag beträgt je nach Oberfläche
20-45 g/qm. (10)
∆ lgER = 0,2

0,1 0,2 0,5 1 2 5 10 20 50 100
→ Belichtungszeit (s)

20
(10) Papieraufbau RC/PE-Papier Papieraufbau Barytpapier
(schematisch) (schematisch)

karton- papierstark
stark
1 1
1. Schutzschicht 1. Schutz-
2 2
schicht
2. Emulsionsschicht
3 3
2. Emulsions-
3. PE-Schicht
schicht
Emulsion 4. Innenpapier
4 4 3. Baryt-
Die lichtempfindliche Emulsion besteht aus in 5. PE-Schicht Schicht
Gelatine gefüllten Silberhalogenid-Kristallen 6. Antistatik-Rück- 4. Papier-
5
schicht unterlage
(Bromsilber- oder Chlorbromsilber Misch-
6
kristallen). Die Emulsion der RC/PE-Papiere
enthält Entwicklersubstanzen, die eine maschi-
nelle Verarbeitung in Schnellprozessen ermög-
lichen. der Gradation erfolgt durch die Belichtung mit
Der Silberauftrag beträgt zirka 1,5 g/qm. Die farbig gefiltertem Licht:
Schutzschicht schützt das Papier vor Friktions-  Durch Purpurfilterung spricht man nur den
schleier und mechanischen Verletzungen. grünen Spektralbereich an und erzielt eine
steile Gradation.
 Durch Gelbfilterung wird der blaue Spek-
Belichtung und Gradations- tralbereich genutzt. Die resultierende Gra-
steuerung bei gradationsvariablen dation ist weicher.
Papieren
AGFA MULTICONTRAST PREMIUM und CLASSIC Je nach Belichtungsanteil des blauen und
können in allen handelsüblichen Vergröße- grünen Lichts läßt sich die Gradation praktisch
rungsgeräten belichtet werden, AGFA MULTI- stufenlos von extrahart bis extraweich ein-
CONTRAST PREMIUM auch in Laserbelichtern. stellen.
Dazu sind SW-Halogen- oder Geräteköpfe mit
Opallampe genauso geeignet wie Farbmisch- Zur Gradationssteuerung sind folgende Metho-
köpfe. Besonders praktisch ist das Arbeiten mit den geeignet:
den speziellen Vergrößerungsmodulen für Handelsübliche Filtersätze (Kontraststeuerungs-
kontrastvariable Papiere. Diese bieten den filter) für gradationsvariable Schwarzweiß-
automatischen Dichteausgleich zwischen den Papiere werden als Set angeboten. Sie sind
kontinuierlich einstellbaren Gradationen. erhältlich:
 Als Folienfilter in mehreren Formaten für
Wie aus dem Diagramm für die spektrale Emp- den Einsatz in der Filterschublade des Ver-
findlichkeit (siehe Seite 19) ersichtlich, sind größerungsgeräts
MULTICONTRAST PREMIUM und CLASSIC  Als Filtersatz (gerahmte Filter) mit einem
sowohl für den blauen als auch für den grünen Adapter für die Montage direkt unter dem
Spektralbereich sensibilisiert. Die Einstellung Vergrößerungsobjektiv.

21
Die Filterbezeichnungen „0“ bis „5“ entspre- Partielle Filterung
chen den Gradationsziffern der konventionel- MULTICONTRAST PREMIUM und CLASSIC
len Schwarzweiß-Fotopapiere. Zur Feinabstim- bieten den Vorteil, daß man beim Kopieren
mung der Gradation enthält jeder Filtersatz problematischer Negative einzelne Bildpartien
zusätzlich Filter mit Zwischenwerten. mit unterschiedlichen Kontraststeuerungsfil-
tern belichten kann. Bei Landschaftsaufnah-
Die gewünschte Gradation wird durch Varia- men erreicht man durch die Belichtung der
tion der Filter ermittelt: Himmelspartie mit Filter „1“ eine stärkere
 Für kontrastreiche Negative sind die Filter Zeichnung der Wolken. Eine brillante Gesamt-
„0“ bis „1“ vorgesehen. wirkung ergibt sich beispielsweise durch die
 Für Negative mit normalem Kontrastum- Nutzung des Filters „4“ für den übrigen Motiv-
fang eignen sich die Filter „2“ bis „3“. bereich. Durch partielles Nachbelichten und
 Für kontrastarme Negative sind die Filter Abhalten mit Filterfolien können innerhalb
„4“ bis „5“ einsetzbar. eines Bildes nicht nur Helligkeitsunterschiede
angeglichen, sondern auch unterschiedliche
Die Dichte der Filter ist so abgestimmt, daß Kontraste erzeugt werden.
die durch Proben ermittelte Belichtungszeit
bei Verwendung der Filter „0“ bis „3 1/2“ gleich
bleibt. Bei den Filtern „4“, „4 1/2“ und „5“ muß
diese Zeit verdoppelt werden. Wird die Belich-
tungszeit bei den Filtern „4“, „4 1/2“ oder „5“
ermittelt, sinkt für eine flachere Gradation
(d. h. Filter „3 1/2“ bis „0“) die Belichtungszeit
um die Hälfte. (11)

22
Foto: Oliver Rolf/Deutschland · www.platinumoliverrolf.de

Optimiertes Bild durch Nachbelichten der hellen Bildpartie mit einer Lochblende und Abhalten der dunklen Bereiche.

Ausreichende Zeichnung, aber insgesamt „flauer“ Bild- Brillante Wiedergabe (harte Gradation), aber keine aus-
eindruck durch Verwendung einer weicheren Gradation. reichende Zeichnung sowohl in den hellen als auch dunk-
len Bildbereichen.

23
Belichtung und Filterung von
MULTICONTRAST PREMIUM und CLASSIC
(ISO 6846)
(11) Gradation und Reale Kontrast- Effektive
Gradationsziffer bei Empfind- steuerungs- Empfind-
Gradationspapieren lichkeit filter lichkeit

ohne Filter mit Filter
Arbeiten mit Farbmischköpfen
EW 0 ISO P 400 0 ISO P 160
Durch Einstellen von Magenta- und Gelbwer-
1
ISO P 400 /2 ISO P 160
ten am Farbmischkopf können die einzelnen
W1 ISO P 400 1 ISO P 160
Gradationen genauso exakt angesteuert wer-
ISO P 400 11/2 ISO P 160 den. Die Filter weisen je nach Fabrikat unter-
S* 2 ISO P 400 2 ISO P 160 schiedliche Dichten auf. Die Belichtungszeit
ISO P 400 2 /21
ISO P 160 muß für jedes Filterfabrikat umgerechnet bzw.
N3 ISO P 400 3 ISO P 160 ermittelt werden. Zusätzlich kommt es durch
ISO P 400 3 1/2 ISO P 160 hohe Filterwerte zur physikalischen Licht-
H4 ISO P 400 4 ISO P 80 schwächung, die berücksichtigt werden muß.

ISO P 400 4 1/2 ISO P 80
Bei Kombinationsfilterungen kann das zweite
Filter als Dichteausgleich dienen, so daß kon-
EH 5 ISO P 400 5 ISO P 80
stante Belichtungszeiten möglich sind. Zudem
* Grundgradation, die sich auch ohne Filter erreichen läßt.
Die effektive Empfindlichkeit entspricht dann ISO P 400. erreichen manche Farbmischköpfe nicht die
Ausnutzung des gesamten Gradationsumfangs,
vor allem im Bereich der harten bis extrahar-
ten Gradationen.

Belichtung ohne Filter
Alle Filterangaben sind nur Anhaltswerte.
MULTICONTRAST PREMIUM und CLASSIC kön-
Sie sind abhängig von den Filtereigenschaften,
nen auch ohne Filter belichtet werden. In die-
vom Zustand der Filter und dem Zustand der
sem Fall erhält der Anwender die Gradation
Vergrößerungslampe (Alter) sowie von der
„2“. Die Empfindlichkeit wird um mehr als das
Technik des Vergrößerungsgeräts (plus Farb-
Doppelte erhöht bzw. die Belichtungszeit ver-
mischkopf) insgesamt.
kürzt sich um mehr als die Hälfte. (11)

Weitere Filtereigenschaften sind bei den
Vario-Contrast Module jeweiligen Herstellern zu erfragen. (12) (13)

Besonders praktisch und einfach ist die Arbeit
mit den speziellen Modulköpfen, die mit einer
stufenlosen Steuerung der Gradationswerte
von „0“ bis „5“ ausgestattet sind. Eine Ände-
rung der Belichtungszeiten durch Dichteände-
rung der Filter ist nicht notwendig.

24
Filterung mit Farbkopierfiltern
bzw. Farbmischköpfen
(12) Kontrast- Filterung mit Kodak Filterung mit
steuerungsfilter CP- oder CC-Filtern* Durst-Farbmischkopf*/**

0 80 Y 60 Y
1
/2 55 Y 45 Y

Laserbelichtung (nur MCP) 1 30 Y 30 Y

Folgende Grundeinstellwerte gelten für die 11/2 15 Y 10 Y
digitale Belichtung von MULTICONTRAST 2 – –
PREMIUM in Durst Lambda Laserbelichtungs- 2 /21
25 M 20 M
systemen:
3 40 M 30 M
Erreichbarer Dmax: 2,20 1
3 /2 65 M 50 M
Y = 54,8
4 100 M 70 M
M = 0,0
4 1/2 150 M 100 M
C = 18,0
5 200 M 130 M
D = 42,0
* Belichtungsfaktoren sind durch Proben individuell zu ermitteln.
(Y = Gelbfilter, M = Purpurfilter)

** Unsere Tests erfolgten mit Durst CLS 501.
Der Kopierumfang
Unter dem Kopierumfang eines Fotopapiers
versteht man das Verhältnis der Belichtungs-
Konstante Belichtungszeiten für die
zeiten, die zur Erzeugung einer definierten
Gradationen von 0 bis 5 (das zweite Filter
maximalen und minimalen Schwärzung erfor-
dient dem Dichteausgleich)
derlich sind. Üblicherweise wird dieses
(13) Kontrast- Filterung mit
Verhältnis nicht arithmetisch angegeben, son- steuerungsfilter Durst-Farbmischkopf*
dern logarithmisch, also 0,6 - 1,0 - 1,5.
0 80 Y 10 M

1 48 Y 20 M
Diese Zahlen entsprechen gleichzeitig dem
2 32 Y 40 M
maximalen Dichteunterschied eines entspre-
3 16 Y 45 M
chenden Negativs. Der Kopierumfang ist also
4 5Y 88 M
das größte zulässige Belichtungsintervall, bei
dem man sowohl in den Schatten als auch in 5 – 130 M

den Lichtern noch Details unterscheiden kann. * Unsere Tests erfolgten mit Durst CLS 501.

Er gibt Auskunft darüber, welcher Negativ- Diese Werte dienen als Anhaltspunkte und können je nach
verwendetem Farbmischkopf variieren.
kontrast, das heißt welcher maximale Dichte-
unterschied, unter Ausnutzung der gesamten
Grauskala von Weiß bis Schwarz auf einem
Fotopapier zu erzeugen ist. Ein Papier mit
weicher Gradation hat einen großen Kopier-

25
Der Kopierumfang (ISO-Umfang)
(14) Papiersorten Filter/Gradation
0 1 2 3 4 5

MC PREMIUM R 130 R 110 R 90 R 75 R 60 R 50

MC CLASSIC R 140 R 120 R 100 R 85 R 70 R 55

Diese Angaben stellen Mittelwerte im Gebrauchszustand dar, die von Alter,
Lagerung und Verarbeitung abhängen.
 Durch Nachhärtung der Papiere bei länge-
rer Lagerung wird der Bildton im allgemei-
nen etwas kälter.
umfang. Es kann die starken Dichteunter-
 Mit steigendem Ausnutzungsgrad des Ent-
schiede eines kontrastreichen, harten Negativs
wicklers kann sich der Bildton verändern.
wiedergeben. Papiere mit harter Gradation
 Durch minimale Verunreinigungen
dagegen besitzen einen kleinen Kopierumfang
des Entwicklers mit Thiosulfat wird der
und sind deshalb für kontrastarme, weiche
Bildton zunächst etwas wärmer. Stärkere
Negative mit geringem Dichteunterschied
Verunreinigungen verursachen dann wieder
geeignet. Um bei der Angabe des Kopierum-
einen Übergang zum kalten Bildton,
fangs ohne Komma zu operieren, werden die
wobei zusätzlich eine erhöhte Schleiernei-
logarithmischen Werte nach ISO-Norm 6846
gung zu beobachten ist.
noch mit 100 multipliziert und durch ein vor-
 Durch nicht ausreichende Zwischenwässe-
angestelltes „R“ (= Range) gekennzeichnet.
rung oder bei weitgehend verbrauchtem
Die Kopierumfänge in den oben genannten
Stoppbad kann in den Schwärzen ein Bild-
Beispielen lauten also normgemäß:
tonumschlag nach Blau auftreten.
R 60 - R 100 - R 150. (14)
 Zu lange Fixierzeiten, Konzentrationsände-
rungen und Verunreinigungen des Fixierba-
Bildtonveränderung des verändern den ursprünglichen Bildton.
Der Bildton eines Papiers ist in erster Linie  Auch durch zu kurze oder übertrieben
eine Eigenschaft der Emulsion. Er ist abhängig lange Schlußwässerung (mehrere Stunden)
von der Größe und Struktur des entwickelten kann sich der Bildton verändern.
Bildsilbers. Größere Silberkörner ergeben  Luft- und Heißtrocknung ergeben einen
einen kälteren, feinere einen wärmeren Bild- unterschiedlichen Bildton: Heißtrock-
ton. Durch die Entwicklung und Nachbehand- nung erzeugt deutlich wärmere Bildstim-
lung kann die Korngröße und damit der Bild- mungen.
ton von Schwarzweiß-Fotopapieren beeinflußt
werden. (Für die Beeinflussung des Bildtons
Allgemeine Hinweise
durch entsprechende Entwickler: s. Seite 51)

Folgende Faktoren haben außerdem noch Dunkelkammerbeleuchtung
einen Einfluß auf den Bildton von Schwarz- Als mögliche Lichtquellen für die direkte
weiß-Fotopapieren: Arbeitsplatzbeleuchtung können folgende

26
Schutzfilter bzw. Leuchten empfohlen der für die Dunkelkammerleuchte empfohle-
werden: nen Einwirkungsdauer. Wenn beide Bilder die 
Leuchte mit AGFA / METEOR Dunkelkam- gleiche Gradation aufweisen, ist das Dunkel-
merfilter „G 7“ und 15-Watt-Glühlampe, kammerlicht sicher. Ist das zweite Bild
Mindestabstand 1 m, maximale Einwir- weicher, muß durch Drosselung der Lichtstär-
kungsdauer 3 min. ke, durch einen größeren Abstand vom 
Leuchte mit KODAK-Schutzfilter „OC“ und Arbeitsplatz oder durch eine indirekte
15-Watt-Glühlampe, Mindestabstand 1 m, Beleuchtung Abhilfe geschaffen werden.
maximale Einwirkungsdauer 4 min. 
Leuchte mit ILFORD-Schutzfilter „902“ und Durch Verkürzung der Einwirkzeit und dem
15-Watt-Glühlampe, Mindestabstand 1,2 Wechsel des Dunkelkammerfilters läßt sich
m, maximale Einwirkungsdauer 2 min. das Problem beheben. Da es sich bei den 
OSRAM „Duka 50“ mit Rotfilter, Mindest- AGFA MULTICONTRAST-Papieren um orthochro-
abstand 1 m, maximale Einwirkungsdauer matisch sensibilisierte Schwarzweiß-Foto-
4 min. papiere handelt (empfindlich für blaues und 
KINDERMANN „Dukalux Electronic“, Min- grünes Licht), muß hier besonders auf die
destabstand 1m, maximale Einwirkungs- passende Dunkelkammerbeleuchtung geachtet
dauer 4 min. werden. 
ILFORD SL 1-Lampe, Mindestabstand
1,2 m, maximale Einwirkungsdauer
Die Verarbeitung
2 min.
Die Verarbeitungsdaten zu allen Papieren
finden Sie im Schwarzweiß-Chemikalien-Teil
Es können auch andere Leuchten verwendet
dieser Broschüre ab Seite 49.
werden. Grundsätzlich jedoch ist vor der
Anwendung ein entsprechender Test ratsam.
Da noch vor dem Auftreten eines Schleiers Die Trocknung der Papiere
eine Beeinflussung der Gradation in Richtung
„weich“ auftritt, sollte der Test folgender-
RC/PE-Papiere
maßen durchgeführt werden: Von einem Nega-
Folgende Trocknungsmethoden sind für
tiv mit mittlerem Kontrast oder von einem
MULTICONTRAST PREMIUM möglich:
Stufengraukeil werden zwei Bilder mit der
gleichen Belichtungszeit hergestellt. Das eine
Foto wird sofort entwickelt, das zweite nach

27
 Trocknung in speziellen Infrarot-Trocknern.  Daß das Trockentuch Wasserdampf durch-
Diese Trocknungsart führt bei Hochglanz- läßt und nicht durch Gelatinerückstände
papieren zu einem besonders guten Glanz- zugesetzt ist.
effekt.
 Trocknung in RC/PE-Papier-Trocknern, in Bei starker Verschmutzung des Trockentuchs
denen warme Luft auf die durchlaufenden empfiehlt sich eine Reinigung mit einem
Bilder geblasen wird. Enzym, z.B. Papain von der Fa. Ernst Merck/
 Warmlufttrocknung in Trockenschränken. Darmstadt.
 Lufttrocknung auf Hürden, wobei zuvor die
Bildoberfläche zur Vermeidung von Bei der Raumlufttrocknung von Barytpapieren
Trockenflecken mit einem feuchten Tuch können innerhalb der einzelnen Sorten und
abgewischt wird. Gradationen Glanzunterschiede auftreten. Die-
 Heißtrocknung auf Trockentrommeln oder se sind abhängig vom Alter der Papiere sowie
in Hochglanzpressen ist, wie bei allen von den unterschiedlichen Verarbeitungs- und
RC/PE-Papieren, nicht möglich. Trocknungsbedingungen in den Labors.

Barytpapiere
Die Papiere MULTICONTRAST CLASSIC 111 und
118 sind aufgrund ihrer Schichthärtung für die
Heißtrocknung in Trockentrommeln und Hoch-
glanzpressen besonders geeignet. Auch eine
Trocknung in beheizten Trockenpressen mit
der Schichtseite zum Tuch ist möglich. So ent-
steht eine seidenmatte Bildwirkung.

Bei dieser Trocknungsmethode sollte beachtet
werden:
 Daß die Temperatur der Trockenpresse
70°C nicht übersteigt.
 Daß das Trockentuch nicht zu stark
gespannt ist.

28
Stabilisierung und Haltbarkeits- Die Wirksamkeit von SISTAN NEW wurde durch
verbesserung von Schwarzweiß- die Daten eines unabhängigen Tests bestätigt.
Bildern Dieser Test wurde am Image Permanence
Die Haltbarkeit von Schwarzweiß-Bildern kann Institute (IPI), einer Abteilung des Rochester
durch eine unsachgemäße Verarbeitung, unge- Institute of Technology (RIT) durchgeführt.
eignete Kleber, Rahmungsmaterialien und Einen wirksamen Schutz stellen auch die gän-
Umwelteinflüsse negativ beeinflußt werden. gigen Tonungsverfahren dar, wie beispielswei-
Besonders auch durch oxidierend wirkende se die Schwefel- (AGFA VIRADON NEW), Selen-
Schadstoffe in der Umgebungsluft kommt es oder Goldtonung. Um eine optimale Schutzwir-
zu einer Beeinträchtigung der Bildstabilität. kung bei Selen- oder Goldtonung zu erreichen,
Eine Häufung solch negativer Einflüsse führt ist eine sichtbare Bildtonänderung notwendig.
meist zu einer rötlich bis gelbbraunen Verfär- Vorteilhaft bei SISTAN NEW ist die Beibehal-
bung des Bildsilbers. Ebenfalls möglich ist die tung des natürlichen Bildtons. SISTAN NEW ist
Bildung eines Silberspiegels. geruchslos und frei von giftigen Schwermetal-
len.
Sistan NEW
Deutlich gefährdet sind Bilder, die über einen Dennoch können auch bei nachbehandelten
längeren Zeitraum ausgestellt werden, beson- Bildern chemische Reaktionen des Bildsilbers
ders, wenn sie hinter Glas gerahmt sind. Bil- nicht ganz ausgeschlossen werden, falls sie
der, die für Ausstellungen und die Archivierung über einen längeren Zeitraum ungünstigen
bestimmt sind, benötigen deshalb eine ent- Bedingungen ausgesetzt sind.
sprechende Stabilisierung gegen die Oxidation
des Bildsilbers. Zur Vorbeugung bietet sich die Tonung
Nachbehandlung mit dem Agfa Bildsilber- Durch Tonungsverfahren erhält das schwarz-
stabilisator SISTAN NEW an. Nach der Schluß- graue Bild eine neue Färbung – je nach
wässerung werden die Abzüge 1 min. in einer Papiersorte verschieden deutlich. Dabei wer-
SISTAN NEW Lösung gebadet und anschließ- den farbige Metallverbindungen am Silberkorn
end getrocknet. SISTAN NEW bewirkt eine Aus- angelagert und verbessern so auch die Stabi-
fällung sich bildender löslicher Silbersalze (im lität gegen Schadstoffe.
Falle einer Oxidation) in unlösliches farbloses
Silberrhodanid. Dieses legt sich dann wie ein Man unterscheidet zwischen der direkten und
Schutzmantel um das Silberkorn. Silberrhoda- der indirekten Tonung. Bei der direkten Tonung
nid ist lichtunempfindlich und äußerst stabil. wird das Silberbild in einem Arbeitsgang in

29
eine andere Silberverbindung umgewandelt. Für die Beschriftung der Rückseite sind auch
Bei der indirekten Tonung muß zunächst Kugelschreiber gut geeignet.
gebleicht werden. In einem zweiten Bad baut
sich dann das Bild neu mit einer andersfarbi- Bestempelung
gen Silberverbindung auf. Für eine gesteigerte Zur Bestempelung der Bildrückseite
Archivfestigkeit ist das direkte Tonungsverfah- gibt es Spezialstempelfarben für RC/PE-be-
ren vorteilhaft. schichtete Papiere in Schwarz:
 z. B. Universal Stempelfarbe S
Die konkrete Anwendung von SISTAN von Fa. Gutenberg Werk mbH,
NEW und Tonern wie Agfa VIRADON NEW 55122 Mainz.
wird ab Seite 63 dieser Broschüre
beschrieben.
Retusche
Die Retusche ist mit den üblichen Retusche-
Kennzeichnung und Retusche farben möglich. Man sollte mit mäßig feuch-
Bei Barytpapieren ist die Beschriftung (mit tem Pinsel arbeiten. Das Ausflecken der Bilder
Bleistift), Bestempelung und Retusche dank erfolgt am besten möglichst in feuchtem
des saugfähigen Papierträgers problemlos. Hier Zustand, um matte Stellen zu vermeiden.
einige Hinweise für RC/PE-Papiere, deren Schaberetusche ist bei RC/PE-Papieren
Papierfilz flüssigkeitsabstoßend versiegelt ist: schwieriger als bei Barytpapieren. Für die Spritz-
retusche sind für alle Papiertypen die handels-
üblichen Lasur- und Deckfarben geeignet.
Beschriftung
Für die Beschriftung von Vorder- und Rückseite
werden folgende Spezialschreiber empfohlen: Aufziehen von Bildern
 Diaschreiber „Quickpoint“, Loersch, Es können handelsübliche Kontaktkleber oder
47639 Straelen doppelseitige Kalt- oder Warmklebefolien ver-
 OH P Plus, Faber-Castell, wendet werden. Es wird empfohlen diese Kle-
90547 Stein bemittel vor der Anwendung zu testen.
 Lumocolor Permanent, Staedtler Mars,
90419 Nürnberg
Verpackung und Lagerung
 Edding 400 und 3000 C.W., Edding,
Die Originalverpackung schützt das Papier vor
22926 Ahrensburg
Licht und kurzfristigen Feuchtigkeits- und

30
Gaseinflüssen. Das Innenpackmaterial für
Blatt- und Rollenware besteht aus lichtsiche-
ren PE-Beuteln oder PE-Folien. Die Außen-
verpackung ist eine rote Kartontasche oder
Stülpdeckelschachtel für Blattware und eine
Wellpapp-Stülpschachtel für Rollenware.

Die Außenverpackung allein bietet keinen
ausreichenden Lichtschutz. Für die Aufbewah-
rung des Papiers in der angebrochenen
Packung muß deshalb sowohl die Innen- als
auch die Außenverpackung verwendet werden.

Schwarzweiß-Fotopapiere sollten kühl, trocken
und geschützt vor schädigenden Gasen aufbe-
wahrt werden. Temperaturen unter 20°C und
eine relative Luftfeuchtigkeit von 50-60%
garantieren eine gute Haltbarkeit über einen
sehr langen Zeitraum. Angebrochene Packun-
gen sollten nach Gebrauch gut verschlossen
werden (Innen- und Außenverpackung). Diese
werden dann möglichst nicht in der Dunkel-
kammer aufbewahrt, sondern nur in kühlen
und trockenen Räumen oder im Kühlschrank.
Foto: Marco Zanoni/Schweiz

Der natürliche Alterungsprozeß von Foto-
papieren wird durch die Kühl- oder Tiefkühlla- Aufbewahrung fertiger Bilder
gerung erheblich verzögert. Das Papier muß Fotos mit und ohne Passepartout (aus säure-
dann jedoch einige Stunden vor Gebrauch aus freiem Karton) sollten in speziellen
dem Kühllager genommen und an die Raum- Archivschachteln aus ebenfalls säurefreiem
temperatur angeglichen werden. Material gelagert werden. Für große Mengen
eignen sich auch spezielle Metallschränke mit
einer Einbrennlackierung.

31
Die Schwarzweiß-Chemikalien
Von der Filmentwicklung zum fertigen Bild

Moderne Fotochemikalien sind neben den wicklungen an: Der NEUTOL plus SW-Papier-
Laborgeräten und den verwendeten Fotomate- entwickler ist völlig frei von Hydrochinon und
rialien ein entscheidender Faktor für die gute zeichnet sich durch weitere Vorteile aus. Die
Qualität eines Bildes. Das sichtbare Bild wird Fixierbäder ermöglichen ein schnelles und
erst durch die Fotochemikalien ermöglicht, sicheres Fixieren der Fotomaterialien. Mit
sei es ein Negativ oder Papierbild. Mit Foto- SISTAN NEW und bestimmten Tonern kann die
chemikalien kann das Bild den eigenen Vor- Archivfestigkeit sichergestellt werden, ebenso
stellungen entsprechend erstellt werden. Der läßt sich durch Tonen der Bildton den eigenen
Film kann zum Beispiel so verarbeitet werden, Vorstellungen entsprechend verändern.
daß das Ergebnis steiler, flacher, feinkörniger
oder grobkörniger wird. Fehlbelichtungen
Die Produkte
können ausgeglichen werden. Durch die Wahl
eines entsprechenden Papierentwicklers kann
der Bildton beeinflußt werden. Der richtige Filmentwickler
Die Bandbreite der Schwarzweißtechnik ist
Eine Auswahl von Fixierbädern ermöglicht Ver- sehr facettenhaft. Die spezielle Rezeptur jedes
arbeitungen sowohl mit als auch ohne Stopp- einzelnen Entwicklers ist für bestimmte
bad durchzuführen. Eine Reihe von Hilfsmitteln Anwendungsbereiche optimiert. Dabei sind
erleichtern die Laborarbeit und beugen nach- neben den fotografischen Eigenschaften vor
träglichen Fehlerscheinungen vor. Alle diese allem die Ergiebigkeit, Haltbarkeit und auch
verschiedenen Fotochemikalien lassen der die Regenerierbarkeit der gebrauchsfertigen
Kreativität und Phantasie des Anwenders viele Lösung ausschlaggebend. Aber auch eine
Möglichkeiten offen. zweckmäßige und produktgerechte Ver-
packung, die eine gute Lagerbeständigkeit der
Dieser Teil der Broschüre beschreibt die unter- konfektionierten Fotochemikalien gewährlei-
schiedlichen Fotochemikalien und ihren stet, ist wichtig.
Gebrauch.
Die Verarbeitung aller gängigen Filmmateria-
Agfa bietet neben bewährten und anerkannten lien erfolgt manuell in Entwicklungsdosen
Film- und Papierentwicklern – RODINAL wurde oder in Schalen (vorzugsweise bei Planfilmen
dank seiner außergewöhnlich langen Produk- größerer Formate). Eine gut dosierbare Maschi-
tionsdauer im Jahr 2000 ins Guinessbuch der nenentwicklung wird mit dem Rotationsprinzip
Rekorde aufgenommen – auch moderne Ent- umgesetzt. Durchlaufentwicklungsmaschinen

Foto: Wolfgang Müller-Funke/Deutschland · www.art-of-raven.de 33
runden die gängigen Techniken ab. Im Vorder- Grundsätzlich spielen bei der Wahl sowohl
grund stehen natürlich die Kriterien einer eines Film- als auch Papierentwicklers weitere
besonders feinkörnigen Entwicklung bei Gesichtspunkte eine Rolle:
gleichzeitig guter Empfindlichkeitsausnutzung.  Entwicklungsgeschwindigkeit (Aktivität)
Für die Wahl des für den verwendeten Film  Kontrastverhalten (Gradation)
passenden Entwicklers sind folgende Kriterien  Ergiebigkeit der Lösungen
relevant:  Haltbarkeit angebrochener Konzentrate
 Empfindlichkeitsausnutzung und der Arbeitslösungen
 Feinkörnigkeit  Wirtschaftlichkeit aufgrund einfacher
 Konturenschärfe Ansätze, Teilansätze und Handhabung
 Auflösungsvermögen (Flüssigkonzentrate, Einmalentwickler
usw.).

Der richtige Papierentwickler
Die Agfa Film-Entwickler
Der Positiventwickler sollte einen großen Ent-
wicklungsspielraum mitbringen. Nur so lassen
sich Unter- oder Überbelichtungen des Papiers Kurzbeschreibung der Produkte
durch eine verlängerte oder verkürzte Entwick-
lung ohne sichtbare Qualitätseinbußen aus- RODINAL
gleichen. Dabei, und auch bei hohem Durch-
Er gilt als der traditionelle Einmalentwickler
satz, wird ein konstanter Bildton erwartet.
mit sehr guter Konturenschärfe und hoher
Durch abweichende Entwicklungszeiten kann
Empfindlichkeitsausnutzung. Das Konzentrat
zudem die Papiergradation in geringem
kann durch eine Vielzahl von Verdünnungen
Maße gesteuert werden. All dies sollte auch
auf jeden Motivkontrast speziell abgestimmt
bei längeren Standzeiten des Entwicklers
werden.
gewährleistet sein. Bei der Auswahl des
Papierentwicklers sind folgende Kriterien von
Bedeutung: RODINAL SPECIAL
 Entwicklungsspielraum Dieser Feinkornentwickler ist für die individu-
 Erzielbarer Bildton elle Negativentwicklung konzipiert. Der Ent-
 Bildtonkonstanz wickler arbeitet kontrastausgleichend, scharf
 Verarbeitungskonstanz durch gute Aus- und feinkörnig. Die besonders kurzen Verarbei-
nutzbarkeit tungszeiten sind hervorzuheben.

34
STUDIONAL LIQUID Technische Daten und
Bei diesem flüssigen Negativentwickler sind Verarbeitungshinweise
die hervorragende Schärfe, Feinkörnigkeit und
gute Empfindlichkeitsausnutzung bei konstan- Allgemeine Hinweise
ter Gradation hervorzuheben. Durch seinen Das Entwicklungsergebnis ist bekanntlich
optimalen Oxidationsschutz werden diese nicht nur von Zeit, Temperatur und dem Ent-
Parameter über einen langen Zeitraum stabil wicklertyp abhängig, sondern auch von der
gehalten. Entwicklungsmethode (Schale, Dose, Trommel,
Tank). Um reproduzierbare Ergebnisse zu erzie-
REFINAL len, sind folgende Hinweise zu beachten:
 Bei Verarbeitung in Entwicklungsdosen ist
REFINAL ist der universelle und äußerst ergie-
die Dose in der ersten Minute ständig und
bige Ausgleichsentwickler in Pulverform.
danach alle 30 Sekunden zu bewegen (kip-
Er gewährleistet als Trommel-, Dosen- oder
pen). Entwicklungszeiten unter 3 Minuten
Schalenentwickler und – bei ordnungsgemä-
sind zu vermeiden!
ßer Regenerierung – auch als Tankentwickler
 Bei Verarbeitung in Entwicklungstrommeln
eine gleichmäßig hohe Empfindlichkeitsaus-
(Rotationsentwicklung) sollte die Um-
nutzung und konstante Gradation über einen
drehungsgeschwindigkeit größer als
besonders langen Verarbeitungszeitraum.
30 U/min sein (mit wechselnder Umdre-
REFINAL arbeitet feinkörnig und konturen-
hungsrichtung). Entwicklungszeiten unter
scharf.
3 Minuten sind zu vermeiden!
In beiden Fällen wird die angesetzte Entwick-
lerlösung mit der vorgeschriebenen Tempera-
tur (in der Regel 20°C) in das Entwicklungs-
gerät gegeben.

Setzen Sie bitte nicht die gesamte angegebene
Wassermenge zum Ansatz ein, sondern verwen-
den Sie einen Teil des Ansatzwassers zum
Ausspülen der Chemikalienbehälter. Hierdurch
werden chemische Rückstände in den Behältern
beseitigt, wodurch die ordnungsgemäße
Wiederverwertung der Behälter erleichtert wird.

35
Bewegungsparameter: Die Verarbeitungstemperatur
Schale: Ständige Bewegung Wenn die vorgeschriebene Entwicklertempe-
Dose, Tank: In der ersten Minute ständig, ratur von 20°C nicht eingehalten werden kann,
danach alle 30 Sekunden muß die Entwicklungszeit entsprechend ver-
bewegen bzw. kippen. kürzt oder verlängert werden. Die Entwick-
Trommel: Ständige Bewegung mit wech- lungszeiten bei unterschiedlichen Temperatu-
selnder Umdrehungsrichtung. ren (18°C bis 24°C) sind den jeweiligen
Zeit-Temperatur-Diagrammen zu entnehmen
(siehe die Angaben bei den Produkten).
Die Haltbarkeit
Flüssigkonzentrate sind in der Originalver-
Die Empfindlichkeitsausnutzung
packung mindestens 2 Jahre haltbar. Das Kon-
Die angegebene Filmempfindlichkeit ist die
zentrat hält sich in der angebrochenen, mit
effektive Empfindlichkeit für das jeweilige
dem Schraubdeckel fest verschlossenen Fla-
Film-Entwickler-System (bei einer mittleren
sche mindestens einige Monate. Gebrauchsfer-
Gradation von Gamma 0,65).
tig angesetzter Entwickler ist in vollständig
gefüllten, fest verschlossenen Flaschen
Bei versehentlicher Fehlbelichtung dient diese
3 Monate haltbar. Außer RODINAL, hier kann
Angabe dazu, dennoch typgemäße Negative
die Gebrauchslösung nach der Entwicklung
zu erzielen. So kann z. B. ein leicht überbelich-
nicht wieder verwendet werden.
teter AGFAPAN-Film in RODINAL mit ent-
sprechender Verdünnung und Entwicklungszeit
Pulver-Entwickler können in der Originalver-
trotz der Fehlbelichtung noch mit typgemäßem
packung bei Raumtemperatur und trockener
Ergebnis entwickelt werden.
Lagerung mindestens 2 Jahre aufbewahrt wer-
den. Ungebrauchte Frischlösung hält sich in
vollständig gefüllten, fest verschlossenen Fla- Der Kontrast
schen etwa 6 Monate. Gebrauchter Entwickler Die angegebenen Entwicklungszeiten sind
sollte getrennt vom Frischansatz aufbewahrt Anhaltswerte. Je nach Motivkontrast kann der
werden. Für gebrauchte Entwickler verringert Negativkontrast (Gradation der Negative) durch
sich die Haltbarkeit auf etwa 3 Monate. In die Entwicklungszeit beeinflußt werden:
Tanks mit Schwimmdeckel beträgt die Haltbar- Filme werden zu einem niedrigeren oder höhe-
keit (bei laufender Regenerierung) mindestens ren Kontrast entwickelt. Ist der Motivkontrast
12 Monate. sehr groß, werden die Negative flacher ent-

36
wickelt (γ = 0,55), bei niedrigerem Motivkon- den zweiten und jeden nachfolgenden Durch-
trast entwickelt man dagegen die Negative satz verlängert werden. Exakte Zeitangaben
kontrastreicher (γ = 0,75). sind nicht möglich, da diese abhängig sind von
der Standzeit zwischen zwei Durchsätzen und
Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Emp- von der Art der Entwickleraufbewahrung (Glas-
findlichkeitsausnutzung ab- bzw. zunehmen oder Plastikflasche, vollständig oder teil-
kann. Die durch die Entwicklung bedingte gefüllt, Flaschenverschluß). Wird gebrauchter
niedrigere oder höhere effektive Filmempfind- Entwickler zwischen den einzelnen Durchsät-
lichkeit – abweichend von der Hersteller- zen in vollständig gefüllten, fest verschlos-
angabe – muß durch stärkere oder geringere senen Flaschen aufbewahrt, sind zusätzlich die
Belichtung ausgeglichen werden. Grundsätz- in der Tabelle angegebenen Richtwerte zu ver-
lich ergibt eine Überbelichtung mit anschlie- wenden.
ßender kürzerer Entwicklung weichere Negati-
ve, härtere Ergebnisse erzielt der Anwender Als Anhaltswert gilt: Die Entwicklungszeit ist
durch eine Verlängerung der Entwicklungszeit nach Verarbeitung jedes Filmes in 500 ml Ent-
bei gleichzeitig verkürzter Belichtung. Dies ist wickler um ca. 10% zu verlängern. Bei 5 Litern
durch individuelle Tests für jede Film-Entwick- Tankvolumen ist die Zeitverlängerung nach
ler-Kombination zu ermitteln. 10 Filmen durchzuführen. (1)

Im allgemeinen wird zu einem mittleren Nega- (1) Standzeit zwischen Entwicklungszeitverlängerung
zwei Durchsätzen zum vorherigen Durchsatz
tivkontrast (γ = 0,65) entwickelt. Es ist aber
zu berücksichtigen, daß Kondensor-Vergröße- einige Stunden keine
(Entwicklung jedoch
rungsgeräte flachere Negative und Vergröße- am selben Tag)

rungsgeräte mit Farbmischkopf in manchen 1-3 Tage + 5%

Fällen steilere Negative erfordern. 4-8 Tage +10%

1-2 Wochen +15%

über 2 Wochen +20%
Zeitverlängerung bei mehrfachen
Durchsätzen Die vorgenannten Zeitverlängerungen ändern sich nicht,
wenn in einem Durchsatz mehrere Filme gleichzeitig
(Dose, Schale, Trommel) entwickelt werden.
Zur Gewährleistung einer gleichmäßigen und
reproduzierbaren Empfindlichkeitsausnutzung
und Gradation, muß die Entwicklungszeit für

37
Verdünnung und Entwicklungszeiten*
(bei 20°C) der AGFAPAN-Filme
(bei unterschiedlicher Empfindlichkeits-
einstellung)
(2) Entwickler Temperatur APX 100 APX 100 APX 400 APX 400
ISO 100/21° ISO 200/24° ISO 320/26° ISO 400/27°

RODINAL 1+25 20°C 8 min 11 min 12 min –

RODINAL 1+25 24°C – 8 min 10 min –

RODINAL special 20°C 4 min 6 min 4 min 6,5 min

RODINAL special 24°C – 3,5 min – 6,5 min

STUDIONAL liquid 20°C 4 min 6 min 4 min 6,5 min

STUDIONAL liquid 24°C – 3,5 min – 6,5 min

REFINAL 20°C 6 min 9 min 4,5 min 6,5 min

REFINAL 24°C – 5 min – –

* Entwicklung in Dosen und Schalen

Ausführliche Informationen über die einzelnen
Negativentwickler sind in den entsprechenden
Produktbeschreibungen aufgeführt. Je nach der
verwendeten Film-Entwickler-Kombination
ergeben sich mit den verschiedenen Entwick-
lungszeiten unterschiedliche Empfindlichkeits-
einstellungen (siehe Tabelle) und variierte
Negativkontraste. (2)

Ein höherer Negativkontrast kann durch eine
entsprechend flachere Papiergradation ausge-
glichen werden.

Foto: Simon Menner/Deutschland

38
Verdünnung und Entwicklungszeiten (bei 20°C)
der AGFAPAN-Filme (bei unterschiedlicher
Verarbeitungsart)
(3) Film- Ver- Rotationsverarbeitung (Trommel) Dose/Schale
sorte dünnung γ = 0,55 γ = 0,65 γ = 0,75 γ = 0,65

APX 100 1+25 10,4 min 17 min 10 min 18 min

APX 100 1+50 10,8 min 14 min 19 min 17 min

APX 400 1+25 10,6 min 11,5 min 24 min 15 min

APX 400 1+50 10,5 min 15 min – 30 min
Die Flüssigkeitskonzentrate
in der Praxis Filmempfindlichkeit (Belichtungsindex) (γ = 0,65)
(4) Filmsorte Ver- Zeit* Empfindlichkeit
dünnung

RODINAL AGFAPAN 1+25 18 min ISO 125/22°
APX 100 1+50 17 min ISO 160/23°

AGFAPAN 1+25 15 min ISO 320/26°
Ansatzvorschrift APX 400 1+50 30 min ISO 400/27°
RODINAL wird mit Wasser verdünnt, (1 Teil Fuji Neopan 1+25 14,5 min ISO 250/25°
Konzentrat + 25 oder 50 Teile Wasser) im Ver- 400 Prof. 1+50 18 min ISO 250/25°

hältnis 1+25 oder 1+50. Vor der Zugabe des Fuji Neopan 1+25 13,5 min ISO 400/27°
1600 Prof. 1+50 18 min ISO 400/27°
Konzentrats muß das Wasser auf 20°C tempe-
Ilford PAN-F Plus 1+25 16 min ISO 50/18°
riert werden. Zum exakten Abmessen ist eine 1+50 12 min ISO 64/19°
fein graduierte Mensur oder eine Meßpipette Ilford FP 4 Plus 1+25 18 min ISO 100/21°
erforderlich. 1+50 18 min ISO 125/22°

Ilford HP 5 Plus 1+25 18 min ISO 400/27°
1+50**
In der Arbeitsverdünnung ist RODINAL nur kur-
Ilford Delta 100 1+25 19 min ISO 100/21°
ze Zeit haltbar und darf daher erst unmittelbar 1+50 16 min ISO 125/22°
vor dem Gebrauch angesetzt werden. (3)
Ilford Delta 400 1+25 18 min ISO 400/27°
1+50 18 min ISO 400/27°

Ilford Delta 3200 1+25 11 min ISO 1250/32°
Filmempfindlichkeit 1+50**
(Belichtungsindex) Ilford SFX 1+25 16 min ISO 100/21°
Je nach der verwendeten Film-Entwickler- 1+50 15 min ISO 125/22°

Kombination können sich in der Praxis von der Kodak Plus-X 1+25 16 min ISO 125/22°
1+50 13 min ISO 125/22°
Nennempfindlichkeit abweichende Filmemp-
Kodak Tri-X 1+25 17 min ISO 500/28°
findlichkeiten ergeben. Die Tabelle zeigt die 1+50 14 min ISO 500/28°
für die verschiedenen Filmsorten einzustellen- Kodak 1+25 15,5 min ISO 64/19°
de effektive Empfindlichkeit (γ = 0,65). (4) T-MAX 100 1+50 15 min ISO 80/20°

Kodak 1+25 16 min ISO 400/27°
T-MAX 400 1+50 11 min ISO 400/27°

Ergiebigkeit Kodak 1+25 18 min ISO 1250/32°
T-MAX p3200 1+50 16 min ISO 1250/32°
Einmalentwicklung: Mit 500 ml Konzentrat
können etwa 50 Kleinbildfilme 135-36 oder Kodak 1+25 14,5 min ISO 640/29°
Recording 2475 1+50 10 min ISO 640/29°
Rollfilme 120 entwickelt werden.
* Dosen- oder Schalenverarbeitung bei 20°C.
** nicht empfehlenswert

39
Entwicklungszeiten der
AGFAPAN-Filme (bei unterschiedlicher
Entwicklertemperatur)
RODINAL 1+25 (Dose)

(5) AGFAPAN APX 100 – ISO 125/22° AGFAPAN APX 400 – ISO 400/27°
24 24
Entwicklertemperatur (°C)

22 22

20 20

18 18
2 4 6 8 10 12 8 10 12 14 16 18
γ 0,65 Entwicklungszeit (min)

Entwicklungszeiten der
AGFAPAN-Filme (bei unterschiedlicher
Entwicklertemperatur)
RODINAL 1+50 (Dose)

(6) AGFAPAN APX 100 – ISO 160/23° AGFAPAN APX 400 – ISO 500/28°
24 24
Entwicklertemperatur (°C)

22 22

20 20

18 18
10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32
γ 0,65 Entwicklungszeit (min)

40
Entwicklungszeiten (bei 20°C) der
AGFAPAN-Filme (bei unterschiedlicher
Verarbeitungsart)
(7) Filmsorte Rotationsverarb. (Trommel) Dose/Schale
γ = 0,55 γ = 0,65 γ = 0,75 γ = 0,65

AGFAPAN APX 100 – 3,5 min 4 min 4 min
RODINAL SPECIAL AGFAPAN APX 400 3 min 4 min 6 min 6 min

Ansatzvorschriften Filmempfindlichkeit
Das Konzentrat wird mit Wasser im Verhältnis (Belichtungsindex) (γ = 0,65)
1+15 (= 1 Teil Konzentrat + 15 Teile Wasser) (8) Filmsorte Zeit* Empfindlichkeit
verdünnt. (7) (8)
AGFAPAN APX 100 4 min ISO 100/21°

AGFAPAN APX 400 6 min ISO 320/26°

Fuji Neopan 400 Prof. 3 min ISO 320/26°

Fuji Neopan 1600 Prof. 3 min ISO 800/30°

Ilford PAN-F Plus 3 min ISO 50/18°

Ilford FP 4 Plus 3,5 min ISO 100/21°

Ilford HP 5 Plus 4 min ISO 400/27°

Ilford Delta 100 3,5 min ISO 160/23°

Ilford Delta 400 4,5 min ISO 400/27°

Ilford Delta 3200 6 min ISO 1250/32°

Ilford SFX 200 4 min ISO 125/22°

Kodak Plus-X 5 min ISO 125/22°

Kodak Tri-X 3,5 min ISO 400/27°

Kodak T-MAX 100 5 min ISO 80/20°

Kodak T-MAX 400 5 min ISO 400/27°

Kodak T-MAX p3200 6 min ISO 1250/32°

Kodak Recording 2475 6 min ISO 640/29°

*Dosen- oder Schalenverarbeitung bei 20°C.

41
Entwicklungszeiten der
AGFAPAN-Filme (bei unterschiedlicher
Entwicklertemperatur)
RODINAL SPECIAL (Dose)

(9) AGFAPAN APX 100 – ISO 100/21°
24
Ergiebigkeit
Entwicklertemperatur (°C)

10-12 Kleinbildfilme 135-36
oder Rollfilme 120 pro Liter
22 50-70 Planfilme 9x12 cm pro Liter
(= 0,5-0,75 m2)

Um eine gleichmäßige Empfindlichkeits-
20
ausnutzung und Gradation zu gewährleisten,
muß die Entwicklungszeit für den zweiten und
jeden nachfolgenden Entwicklungsgang ver-
18 längert werden. (9) (10)
2 4 6 8 10 12
Entwicklungszeit (min)

(10) AGFAPAN APX 400 – ISO 400/27°
24
Entwicklertemperatur (°C)

22

20

18
2 4 6 8 10 12
Entwicklungszeit (min)
γ 0,65

Foto: Tony Makepeace/Kanada · www.tonymakepeace.net

42
Filmempfindlichkeit
(Belichtungsindex) (γ = 0,65)
(11) Filmsorte Zeit* Empfindlichkeit

AGFAPAN APX 100 4 min ISO 100/21°

AGFAPAN APX 400 6 min ISO 320/26°
STUDIONAL LIQUID Fuji Neopan 400 Prof. 3 min ISO 320/26°

Fuji Neopan 1600 Prof. 3 min ISO 800/30°
Ansatzvorschrift Ilford PAN-F Plus 3 min ISO 50/18°
STUDIONAL LIQUID wird mit Wasser im Ver-
Ilford FP 4 Plus 3,5 min ISO 100/21°
hältnis 1+15 (= 1 Teil Konzentrat + 15 Teile
Ilford HP 5 Plus 4 min ISO 400/27°
Wasser) verdünnt. Wenn die Gesamtmenge
Ilford Delta 100 3,5 min ISO 160/23°
nicht auf einmal verbraucht wird, sollten Sie
Ilford Delta 400 4,5 min ISO 400/27°
nach Entnahme von Teilmengen die Kunst-
Ilford Delta 3200 6 min ISO 1250/32°
stoffflasche nach jeder Entnahme zusammen-
drücken. So wird das Konzentrat vor Luftoxida- Ilford SFX 200 4 min ISO 125/22°

tion geschützt. Am besten setzt man aber Kodak Plus-X 5 min ISO 125/22°

die Gesamtmenge an und füllt den Entwickler Kodak Tri-X 3,5 min ISO 400/27°

in Flaschen um. (11) Kodak T-MAX 100 5 min ISO 80/20°

Kodak T-MAX 400 5 min ISO 400/27°

Kodak T-MAX p3200 6 min ISO 1250/32°

Kodak Recording 2475 6 min ISO 640/29°

* Dosen- oder Schalenverarbeitung bei 20°C.

43
Entwicklungszeiten der
AGFAPAN-Filme (bei unterschiedlicher
Entwicklertemperatur)
STUDIONAL LIQUID

(12) AGFAPAN APX 100 – ISO 100/21°
24
Ergiebigkeit
Entwicklertemperatur (°C)

10-12 Kleinbildfilme 135-36
oder Rollfilme 120 pro Liter
22 50-70 Planfilme 9x12 cm pro Liter
(= 0,5-0,75 m2)

Um eine gleichmäßige Empfindlichkeitsaus-
20
nutzung und Gradation zu gewährleisten,
muß die Entwicklungszeit für den zweiten und
jeden nachfolgenden Entwicklungsgang ver-
18 längert werden (siehe Zeitenverlängerung bei
2 4 6 8 10 12
Entwicklungszeit (min)
mehrfachen Durchsätzen). (12) (13)

(13) AGFAPAN APX 400 – ISO 400/27°
24
Entwicklertemperatur (°C)

22

20

18
2 4 6 8 10 12
Entwicklungszeit (min)
γ 0,65

44
Entwicklungszeiten (bei 20°C) der
AGFAPAN-Filme (bei unterschiedlicher
Verarbeitungsart)
(14) Filmsorte Rotationsverarb. (Trommel) Dose/Schale
γ = 0,55 γ = 0,65 γ = 0,75 γ = 0,65

AGFAPAN APX 100 3 min 5 min 8 min 6 min
REFINAL AGFAPAN APX 400 3,5 min 4,5 min 6,5 min 5 min

Ansatzvorschrift
Filmempfindlichkeit
Teil A in mindestens 75% der erforderlichen
(Belichtungsindex) (γ = 0,65)
Gesamtmenge Wasser von ca. 40°C unter stän-
digem Rühren vollständig auflösen. Dann (15) Filmsorte Zeit* Empfindlichkeit

Teil B unter Rühren zugeben. Nach Auflösung
AGFAPAN APX 100 6 min ISO 160/23°
mit Wasser auf das Endvolumen auffüllen.
AGFAPAN APX 400 5 min ISO 500/28°
(14) (15)
Fuji Neopan 400 Prof. 3 min ISO 320/26°

Fuji Neopan 1600 Prof. 2 min ISO 400/27°

Ilford PAN-F Plus 4 min ISO 50/18°

Ilford FP 4 Plus 7 min ISO 160/23°

Ilford HP 5 Plus 5 min ISO 640/29°

Ilford Delta 100 5 min ISO 125/22°

Ilford Delta 400 4 min ISO 400/32°

Ilford Delta 3200 6 min ISO 1250/32°

Ilford SFX 200 4 min ISO 125/22°

Kodak Plus-X 4 min ISO 125/22°

Kodak Tri-X 3,5 min ISO 400/27°

Kodak T-MAX 100 5 min ISO 80/20°

Kodak T-MAX 400 4 min ISO 400/27°

Kodak T-MAX p3200 6 min ISO 1600/33°

Kodak Recording 2475 5 min ISO 800/30°

* Dosen- oder Schalenverarbeitung bei 20°C.

45
Entwicklungszeiten der
AGFAPAN-Filme (bei unterschiedlicher
Entwicklertemperatur)
REFINAL (Dose)

(16) AGFAPAN APX 100 – ISO 160/23°
24
Ergiebigkeit
Entwicklertemperatur (°C)

Bei Verarbeitung mit Regenerierung mit zirka
14 ml Regenerator pro KB-Film (135-36):
22 71 Kleinbildfilme mit 1 Liter Regenerator.

Ergiebigkeit ohne Regenerierung:
10-12 Kleinbildfilme 135-36
20
oder Rollfilme 120 pro Liter.
50-60 Planfilme 9 x 12 cm pro Liter
(= 0,5-0,65 m2).
18
2 4 6 8 10 12
Entwicklungszeit (min)
Details Regenerierung: siehe Seite 51.

(17) AGFAPAN APX 400 – ISO 500/28°
24
Entwicklertemperatur (°C)

22

20

18
2 4 6 8 10 12
Entwicklungszeit (min)
γ 0.65

46
Entwicklungszeiten bei (18) Temperatur Zeit

unterschiedlichen Temperaturen
18°C 7-9 min

20°C 5-7 min

Verarbeitung in Tankanlagen 22°C 4-5 min

Die optimale Entwicklungszeit richtet sich 24°C 3-4 min

nach dem jeweiligen Kopierverfahren, der Ver-
arbeitungstemperatur und der gewünschten
Gradation. Je nach Filmsorte und den genann-
Niveauregenerierung in Standtanks
ten Kriterien sind die Zeiten individuell einzu-
Die erforderliche Regeneratormenge entspricht
testen. Als Anhaltswert gelten die nachfolgen-
der durch die Filme verschleppten Entwickler-
den Entwicklungszeiten. (18)
menge. Je nach Bedarf wird der Tankinhalt mit
Regenerator auf Niveau aufgefüllt. Sie sollten
Allgemeiner Hinweis zum Ansatz dann anschließend den Tankinhalt gut durch-
von Pulver-Entwicklern mischen und eventuelle Schwebeteilchen
Das Auswiegen von Teilmengen für kleinere absetzen lassen.
Ansätze wird nicht empfohlen, da sich die
Chemikalien durch Erschütterung beim Trans-
Automatische Regenerierung
port entmischt haben können.
Die effektive Regenerierquote ist abhängig
vom Durchsatz. Bei hohem Durchsatz sind
Regenerierung von SW-Entwicklern relativ geringere Regenerierquoten erforderlich
Eine laufende Regenerierung des Entwicklers als bei niedrigem Durchsatz oder bei langen
REFINAL gewährleistet über einen langen Standzeiten zwischen den einzelnen Durch-
Verarbeitungszeitraum gleichmäßige Ergebnis- gängen. Die folgenden Regenerierquoten gel-
se. Das bedeutet eine reproduzierbar gute ten als Anhaltswerte:
Empfindlichkeitsausnutzung sowie konstante  pro qm Film = 250 ml
Gradationen. Theoretisch können die Entwickler  pro Kleinbildfilm 135-36 = 14 ml
beliebig lange regeneriert werden. Ein Neuan-  pro Rollfilm 120 = 17 ml
satz ist praktisch erst dann erforderlich, wenn  pro Planfilm 9x12 cm = 2,7 ml
der Tankinhalt beispielsweise durch Klebstoff-
reste, Gelatine und Silberschlamm verunreinigt
ist.

47
Foto: Jurgen Schadeberg/Südafrika · www.jurgenschadeberg.com

Maßnahmen bei
Über- und Unterregenerierung
Eine nicht ordnungsgemäße Regenerierung
erkennt man daran, daß die Negative trotz Achtung! Der Regenerator darf niemals mit
richtiger Belichtung, Entwicklungszeit und Ent- Frischlösung abgemischt oder mit Wasser ver-
wicklertemperatur zu flach oder zu steil sind dünnt werden! Bei Unterregenerierung
und/oder eine zu niedrige bzw. hohe Dichte (= zu geringe Aktivität des Entwicklers) ist
aufweisen. Bei Überregenerierung (= zu hohe eine höhere Regenerierquote erforderlich, oder
Aktivität des Entwicklers) wird bis zum An- ein Teil des Tankinhalts wird durch Regenera-
gleich an die Frischprüfung mit Entwickler- tor ersetzt. Korrekturen dieser Art können
Tankfüllung aufgefüllt. mehrmals durchgeführt werden.

48
Die Agfa Papier-Entwickler  Neutralen Bildton.
 Hervorragende Aktivität, die ein rasches
Anspringen sowie hohe Empfindlichkeits-
Allgemeine Hinweise
nutzung und Gradationsdifferenzierung bei
Positiventwickler sind für die Ausentwicklung
gradationsvariablen Papieren gewähr-
von Fotopapieren optimiert. Sie arbeiten
leistet.
wesentlich schneller als Negativentwickler.
 Sehr gute maximale Schwärzung bei den
Die Belichtungszeiten sind so einzustellen,
Multicontrast Papieren:
daß die Papiere in den angegebenen Zeiten
MULTICONTRAST PREMIUM und
ausentwickelt sind. Zu berücksichtigen sind
MULTICONTRAST CLASSIC.
hierbei auch die Abtropfzeiten. Längere
 Überdurchschnittliche Haltbarkeit, Prozeß-
Entwicklungszeiten sind relativ unkritisch und
stabilität und Ergiebigkeit.
beeinflussen das Endergebnis nur minimal.
 Niedrige Regenerierquote, dadurch weniger
Auch geringe Abweichungen in der Badtempe-
Abfall.
ratur sind ohne qualitative Einflüsse und
 Neues Kalkschutzsystem mit biologisch
können einfach durch Zeitanpassungen ausge-
abbaubarem Komplexbildner, dadurch ver-
glichen werden.
ringerte Umweltbelastung.

Kurzbeschreibung der Produkte NEUTOL plus
Dieser Entwickler enthält kein Hydrochinon.
AGFA MULTICONTRAST Er ist für die Verarbeitung in Schalen, Trommeln
DEVELOPER und Walzentransportmaschinen ohne Regene-
Dieser Entwickler dient der Verarbeitung von rierung mit hoher Ergiebigkeit optimiert.
gradationsvariablen Schwarzweiß-Papieren. Neben einem neutralen Bildton bietet dieses
Er ist ideal abgestimmt auf AGFA MULTICON- Produkt noch folgende Eigenschaften:
TRAST PREMIUM und AGFA MULTICONTRAST  Hervorragende Aktivität, wodurch ein
CLASSIC. rasches Anspringen der Schwärzung
erfolgt.
Die sehr gute Haltbarkeit und Ergiebigkeit  Eine hohe Empfindlichkeitsausnutzung
bewähren sich bei der Verarbeitung ohne sorgt für kurze Belichtungszeiten.
Regenerierung. Der Entwickler zeichnet sich  Sehr gute maximale Schwärzen bieten eine
besonders aus durch: brillante Wiedergabe.

49
 Der sehr niedrige Schleier führt zu klaren besondere Qualitätsmerkmale der Entwickler.
Bildergebnissen. Eine spezielle Kalkstabilisierung verhindert
auch bei hohem Durchsatz die sonst bei Flüs-
NEUTOL plus/LOR sigentwicklern zu beobachtende Trübung.

Dieser Entwickler ohne Hydrochinon ist spezi-
ell für die Maschinenverarbeitung mit Regene-
rierung konzipiert. Er erzielt besonders gute
Entwicklungsergebnisse bei Agfa Multicontrast
Premium RC/PE-Papier in Verbindung mit
einer Laserbelichtung. Als weitere markante
Produktqualitäten sind hervorzuheben:
 Extrem niedrige Regenerierquote von
100 ml/qm.
 Keine Silberschlammbildung, dadurch
keine Verschmutzung der Maschine und
Prints.
 Hohe Aktivität erlaubt die Verarbeitung mit
niedrigen Temperaturen oder mit verkürz-
ten Verarbeitungszeiten.

NEUTOL, NEUTOL LIQUID NE
und NEUTOL LIQUID WA
Diese Gruppe hochwertiger Entwicklerkonzen-
trate ist nach Verdünnen mit Wasser sofort
gebrauchsfertig. Geeignet sind sie für die Ver-
arbeitung in Schalen, Trommeln und Walzen-
transportmaschinen ohne Regenerierung,
jedoch mit extrem hoher Ergiebigkeit. Das Bild
springt rasch an und es kann zwischen einem
neutralen bis warmschwarzen Bildton gewählt
werden. Die hohe Empfindlichkeitsausnutzung
und gute Schleiersicherheit sind weitere
Foto: ANTONIUS Photography/Deutschland
www.imagesbyantonius.de

50
Technische Daten und
Verarbeitungshinweise

Bildtonsteuerung
Der Bildton von Schwarzweiß-Fotopapieren ist Bei der Warmtonverarbeitung beachten:
in erster Linie eine Eigenschaft der Emulsion. Im Interesse einer fehlerfreien Verarbeitung
Durch die Wahl des Entwicklers kann aber der von Warmtonpapieren ist unbedingt darauf zu
Bildton in engen Grenzen beeinflußt werden. achten, daß der Entwickler nicht mit Fixierbad
verunreinigt wird. Außerdem muß zwischen
Die nachfolgende Tabelle zeigt den Einfluß der Entwickler und Fixierbad ein Unterbrecherbad
Agfa Positiv-Entwickler auf den Bildton von (2%iges Essigsäurebad) eingeschaltet werden.
Bromsilber- und Chlorbromsilber-Emulsionen.
(19)

Unter Berücksichtigung ihrer speziellen Eigen-
schaften sind auch andere handelsübliche
Schwarzweiß-Papierentwickler und Fixierbäder
geeignet.

(19) Entwickler Bromsilberpapier Chlorbromsilberpapiere:
MULTICONTRAST PREMIUM, MULTICONTRAST CLASSIC

MULTICONTRAST DEVELOPER neutralschwarzer Bildton neutral- bis warmschwarzer Bildton

NEUTOL Plus neutralschwarzer Bildton neutral- bis warmschwarzer Bildton

NEUTOL Plus/LOR neutralschwarzer Bildton neutral- bis warmschwarzer Bildton

NEUTOL LIQUID NE neutralschwarzer Bildton neutral- bis warmschwarzer Bildton

NEUTOL neutral- bis warmschwarzer Bildton warmschwarzer Bildton

NEUTOL LIQUID WA neutral- bis warmschwarzer Bildton warmschwarzer Bildton

51
(20) Konzentrat Standardverdünnung Sparverdünnung
1+4 1+6

500 ml 2,5 Liter 3,5 Liter

21 Liter 2,5 Liter 2,7 Liter

25 Liter ,25 Liter ,35 Liter

20 Liter 100 Liter 140 Liter
Die Entwickler-Flüssigkonzentrate
in der Praxis
Verarbeitung in Entwicklungsmaschinen
mit Regenerierung* und manuelle
Verarbeitung in Schalen und Trommeln MULTICONTRAST DEVELOPER
(Verdünnung 1+4)
(21) Papier- Entwicklungszeiten* in Sek. bei Ergiebigkeit Der Ansatz
typ 20°C 25°C 30°C pro Liter
Das Konzentrat wird mit Wasser auf das
PE 50±10 s 30±10 s 15-20 s 200 Blatt 17,8 x 24 cm gewünschte Endvolumen aufgefüllt und gut
(= ca. 8,5 m2)
durchgemischt. Die Standardverdünnung 1+4
Baryt 90±10 s 70±10 s 50±10 s abhängig von der
Flüssigkeitsaufnahme kann sowohl als Tankfüllung als auch als
* Regenerierquote: 150 ml/qm (Standardverdünnung 1+4) Regenerator eingesetzt werden. (20) (21) (22)

Verarbeitung in Schalen und Haltbarkeit und Lagerung
Trommeln ohne Regenerierung Die Haltbarkeit des Konzentrats in der un-
(Verdünnung 1+6) geöffneten Originalverpackung beträgt min-
(22) Papier- Entwicklungszeiten* in Sek. bei Ergiebigkeit destens 12 Monate. Angesetzter Entwickler
typ 20°C 25°C 30°C pro Liter
sollte in luftdicht verschlossenen Flaschen
PE 175±15 s 50±10 s 30±5 s 150 Blatt 17,8 x 24 cm
(= ca. 6,5 m2)
bzw. in Tanks mit Schwimmdeckel aufbewahrt
werden. In der Verdünnung 1+4 beträgt die
Baryt 110±10 s 90±10 s 70±10 s abhängig von der
Flüssigkeitsaufnahme Haltbarkeit:
* Die exakte Entwicklungszeit ist vom Papiertyp und von den Entwicklungs-  in vollständig gefüllten, luftdicht ver-
bedingungen abhängig und muß individuell ermittelt werden. Längere Entwick-
lungszeiten sind relativ unkritisch. Im AGFA-PRO-Entwicklungsgerät beträgt die
schlossenen Glasflaschen = 6 Wochen
Entwicklungszeit ca. 30 Sekunden (bei 25°C).  in halbvollen Glasflaschen = 3 Wochen
Im Ilfospeed-Entwicklungsgerät 2050-RC bzw. 2150-RC liegt die Entwicklungs-
zeit zwischen 10 und 20 Sekunden. Die Entwicklertemperatur beträgt 35°C und  in Tanks mit Schwimmdeckel = 4 Wochen
ist nicht verstellbar. Typgemäße Ergebnisse werden mit dem MC-Entwickler in
der Verdünnung 1+4 erzielt.
 in offenen Tanks ohne Schwimmdeckel =
2 Wochen.
In der Verdünnung 1+6 verringert sich die
Haltbarkeit um 20%.

52
(23) Konzentrat Standardverdünnung Sparverdünnung
1+4 1+9

1 Liter 5 Liter 10 Liter

Verarbeitung in Schalen,
Trommeln und Walzentransport-
NEUTOL plus
maschinen ohne Regenerierung.
Standardverdünnung 1+4
Der Ansatz
(24) Papier- Entwicklungszeiten* in Sek. bei Ergiebigkeit
Das Konzentrat wird mit Wasser auf das typ 20°C 25°C 30°C je Liter
gewünschte Endvolumen aufgefüllt und gut PE 50±10 s 30±10 s 15-20 s 117 Blatt 17,8 x 24 cm
durchmischt. (23) (= ca. 5 m2)

Baryt 90±10 s 70±10 s 50±10 s abhängig von der
Flüssigkeitsaufnahme
Standardverdünnung (1+4): Diese Verdün-
nung ist empfehlenswert, wenn der Entwickler
über einen längeren Zeitraum bei relativ gerin- Sparverdünnung 1+9
gem Tagesdurchsatz verwendet werden soll. (25) Papier- Entwicklungszeiten* in Sek. bei Ergiebigkeit
typ 20°C 25°C 30°C je Liter
Die Haltbarkeit dieser Verdünnung beträgt
etwa eine Woche. (24) PE 070±10 s 50±10 s 30±5 s 94 Blatt 17,8 x 24 cm
(= ca. 4 m2)

Baryt 100±10 s 80±10 s 60±10 s abhängig von der
Sparverdünnung (1+9): Die Sparverdünnung Flüssigkeitsaufnahme
ist sehr wirtschaftlich, wenn ein hoher Tages- * Die exakte Entwicklungszeit ist vom Papiertyp und von den
durchsatz anfällt und der Schaleninhalt sich Entwicklungsbedingungen abhängig und muß individuell ermittelt werden.
Längere Entwicklungszeiten sind relativ unkritisch.
rasch erschöpft. Sie ermöglicht eine noch
bessere Ausnutzung der Ergiebigkeit. Um eine
gute Arbeitskonstanz zu erhalten, sollte die
verschleppte Entwicklermenge bei Bedarf
mehrmals am Tag durch Nachfüllen mit glei-
cher Menge Frischlösung ausgeglichen
werden. Die Haltbarkeit der Sparverdünnung
beträgt 2 Tage. (25)

53
NEUTOL plus/LOR NEUTOL, NEUTOL LIQUID NE,
NEUTOL LIQUID WA
Der Ansatz
Das Konzentrat wird mit Wasser auf das End- Der Ansatz
volumen aufgefüllt und verdünnt (Tankfüllung Das Entwicklerkonzentrat wird mit Wasser
= Regenerator). (26) von ca. 30°C auf das gewünschte Endvolumen
aufgefüllt und gut durchgemischt. Nach dem
Regenerierquote: 100 ml/qm bei Standard- Abkühlen auf die Arbeitstemperatur ist er
auslastung (1 Tankvolumenaustausch inner- gebrauchsfertig. Das Konzentrat sollte nach
halb von 2 Wochen). Bei geringerer Auslastung der Entnahme von Teilmengen nicht in der
empfiehlt es sich, die Regenerierquote zu Kunststoffflasche aufbewahrt werden.
erhöhen (evtl. zu verdoppeln). Bei sehr guter
Auslastung kann die Regenerierquote auf Vorratslösung (1+3): Wenn die gesamte
80 ml/qm reduziert werden (beispielsweise Konzentratmenge nicht auf einmal verbraucht
Finishing-Schleppbandmaschinen). (27) wird, oder unterschiedliche Verdünnungen
hergestellt werden sollen, empfiehlt sich der
Ansatz einer konzentrierten Vorratslösung
(26) Konzentrat Standardverdünnung (= 1 Teil Konzentrat + 3 Teile Wasser). Diese
1+4
Lösung kann als besonders kräftig arbeitender
1 Liter 5 Liter Entwickler auch unverdünnt verwendet werden
(siehe Verdünnungstabelle). (28)

Verarbeitung in Entwicklungsmaschinen
mit Regenerierung Standardverdünnung (1+7): Diese Verdün-
(27) Papier- Entwicklungszeiten** in Sek. bei Reg.-quote/qm nung (1 Teil Vorratslösung + 1 Teil Wasser) ist
typ 20°C 25°C 30°C
zu empfehlen, wenn der Entwickler über einen
PE 30±5 s 20±5 s 18 s** 100 ml längeren Zeitraum bei geringem Tagesdurch-
Baryt 70±5 s 50±5 s 30±5 s 100 ml satz verwendet wird. Ein Nachfüllen mit glei-
* Die exakte Entwicklungszeit ist vom Papiertyp und von den Entwicklungs- cher Lösung ist nur erforderlich, wenn der
bedingungen abhängig und muß individuell ermittelt werden.
Längere Entwicklungszeiten sind relativ unkritisch. Schaleninhalt nicht mehr ausreicht. Die Halt-
** Eine kürzere Verarbeitungszeit als 18 s kann nicht empfohlen werden, da es zu
barkeit der Normalverdünnung beträgt etwa
ungleichmäßiger Entwicklung und Entwicklungsschlieren kommen kann. eine Woche. (28) (29)

54
Verdünnungen
(28) Konfek- Konz. Vorrats- Standardver- Sparver-
tionierung lösung 1+3 dünnung 1+7 dünnung 1+11

1,25 Liter
(für 10-15 Liter) 25 Liter 10 Liter 15 Liter

5 Liter
(für 40-60 Liter) 20 Liter 40 Liter 60 Liter
Sparverdünnung (1+11): Die Sparverdün-
nung (1 Teil Vorratslösung + 2 Teile Wasser)
ist besonders wirtschaftlich. Sie empfiehlt sich, Verarbeitung in Schalen, Trommeln und
wenn ein großer Tagesdurchsatz anfällt und Walzentransportmaschinen.*
sich der Schaleninhalt rasch erschöpft. Die Standardverdünnung 1+7
Sparverdünnung ist zwar weniger haltbar (29) Papier- Entwicklungszeiten in Sek. bei Ergiebigkeit
typ 20°C 25°C 30°C pro Liter
(nicht länger als ein Tag), ermöglicht aber eine
noch bessere Ausnutzung der Ergiebigkeit und PE 60±10 s 45±10 s 30±10 s 117 Blatt 17,8 x 24 cm
(= ca. 5 m2)
damit besonders niedrige Kosten. Im Interesse
Baryt 90±10 s 60±10 s 45±10 s abhängig von der
einer guten Arbeitskonstanz sollte die ver- Flüssigkeitsaufnahme
schleppte Entwicklermenge mehrmals am Tag * Regenerierung in Walzentransportmaschinen:
durch Nachfüllen mit gleicher Menge Frisch- ca. 350 ml/qm Frischlösung, Verdünnung 1+7.

lösung ausgeglichen werden. Der Inhalt des
Kunststoffkanisters (für 40-60 Liter Lösung) Verarbeitung in Schalen und Trommeln.
kann je nach Bedarf auch in Teilmengen ent- Sparverdünnung 1+11
nommen werden. (30) (30) Papier- Entwicklungszeiten in Sek. bei Ergiebigkeit
typ 20°C 25°C 30°C pro Liter

PE 090±10 s 60±10 s 45±10 s 94 Blatt 17,8 x 24 cm
Haltbarkeit (= ca. 4 m2) 

Konzentrat in der Originalverpackung = Baryt 120±10 s 90±10 s 60±10 s abhängig von der
Flüssigkeitsaufnahme
2 Jahre. 
Vorratslösung 1+3 in gut verschlossenen
Glasflaschen = 6 Monate. 
Standard- und Sparverdünnung: siehe
Ansatzvorschriften.

Haben sich bei zu kühler Lagerung Kristalle
im Konzentrat abgeschieden, so müssen die
ungelösten Anteile in der für den Ansatz vor-
geschriebenen Wassermenge restlos aufgelöst
werden. Lagerungstemperaturen über 30°C
sind zu vermeiden.

55
Technische Daten und Hinweise wird die Bildung von dichroitischem
für die Weiterverarbeitung von Schleier, Gelbschleier und eine Verände-
Filmen und Papieren rung des Bildtones vermieden.
 Es erlaubt die Anwendung eines neutralen
Fixierbades (z.B. FX-Universal).
Stoppbad (Unterbrecherbad)
 Es ermöglicht die Warmtonentwicklung
Um zu vermeiden, daß der alkalische Entwick-
mit NEUTOL LIQUID WA (keine Bildton-
ler in das Fixierbad verschleppt wird, sollte
veränderung durch Nachentwicklung im
zwischen Entwickler und Fixierbad ein Stopp-
Fixierbad).
bad verwendet werden. Barytpapiere sollten
 Es verlängert die Haltbarkeit des Fixier-
nicht zu lange in diesem Bad verbleiben (ca.
bades.
0,5 min). Auch ein zu konzentrierter Ansatz
und dadurch ein zu saures Unterbrecherbad ist
Das Stoppbad wird wie folgt angesetzt:
nicht ratsam. Hierdurch würde zu viel Säure in
 1 Teil Essigsäure (60%ig) + 30 Teile Was-
das Fixierbad verschleppt werden. Zum einen
ser. Dauer der Behandlung in dem 2%igen
läßt sich das Fixiersalz schlecht aus dem
Essigsäure-Stoppbad: 20-30 Sekunden (bei
Papierfilz auswaschen und zum anderen be-
20-25°C). Ein längerer Verbleib (mehr als
steht die Gefahr von Schwefelausfällungen.
eine Minute) erschwert die Auswässerung
und verschlechtert dadurch die Haltbarkeit
Das Stoppbad hat bei ordnungsgemäßem
der Fotos.
Gebrauch folgende Vorteile:
 Es verhindert eine Nachentwicklung.
Bei maschinelIer Verarbeitung kann das Stopp-
 Es verhindert die Einschleppung von alkali-
bad mit einem 5%igen Essigsäurebad regene-
schem Entwickler in das Fixierbad. Damit
riert werden:
 1 Teil Essigsäure (60%ig) + 11 Teile Was-
ser. (31)
Prozeßdaten für die Filmverarbeitung.
(31) Stoppbad Zeit in Sek. bei Regenerierquoten
Tankfüllung 20-25°C Prozeßdaten für die Papierverarbeitung.

2%ige Essigsäure 10-30 s 910 ml/m2 Film
Regenerierquote: 200±50 ml/qm
50 ml/135-36 Wichtig! In Entwicklungsgeräten für PE-Papie-
60 ml/Rollfilm 120
9,8 ml/Planfilm re, in denen kein Stoppbad vorgesehen ist,
9 x 12 cm 50 ml/Film
sollten die sauren Fixierbäder AGEFIX oder
ACIDOFIX verwendet werden.

56
Prozeßdaten AGEFIX
für die Filmverarbeitung.
Regenerator: AGEFIX 1+6
(32) Tankfüllung Zeit in Min. bei Regenerierquoten
AGEFIX 20-25°C

Standardfixierbad 6-8 min 910 ml/m2 Film
1+7 50 ml/135-36
60 ml/Rollfilm 120
9,8 ml/Planfilm
9 x 12 cm 50 ml/Film

Anwendung der Fixierbäder
Prozeßdaten AGEFIX
Fotografische Emulsionen enthalten nach der
für die Filmverarbeitung.
Entwicklung an den unbelichteten Stellen
Regenerator: AGEFIX 1+4
nicht entwickeltes, lichtempfindliches Silber-
(33) Tankfüllung Zeit in Min. bei Regenerierquoten
salz. Zur Langzeitstabilisierung des Bildes AGEFIX 20-25°C

müssen diese Silbersalze unbedingt entfernt Schnellfixierbad 3-5 min 910 ml/m2 Film
1+5 50 ml/135-36
werden. Dies geschieht durch die Fixage. 60 ml/Rollfilm 120
Hier werden die schwer löslichen Silbersalze 9,8 ml/Planfilm
9 x 12 cm 50 ml/Film
in lösliche Verbindungen umgewandelt,
und durch die Wässerung aus der Schicht
Prozeßdaten AGEFIX
entfernt.
für die Filmverarbeitung
in der Dose
Richtige Fixierzeiten (34) Verdünnung Zeit in Min. bei Ergiebigkeit ohne
20°C Regenerierung (je l)
Die erforderlichen Fixierzeiten sind aus den
Tabellen zu entnehmen. Als Richtwert für Standardfixierbad 3-5 min* ca. 1 qm Film
1+7 15-30 Kleinbild-
Filme gilt, daß die notwendige Zeit, die zum filme 136-36
15-30 Rollfilme 120
Verschwinden der milchig trüben Einfärbung Schnellfixierbad 2-3 min* 100 Planfilme
des Filmes benötigt wird, zu verdoppeln ist. 1+5 9 x 12 cm

Zu lange Fixierzeiten können sich negativ * Kipprythmus: Die ersten 60 Sekunden ständig bewegen, danach abwechselnd
30 Sekunden Pause, 30 Sekunden bewegen.
auswirken. Bei Filmen kann es zu Abschwä-
Die genauen Fixierzeiten sind abhängig von der Filmsorte, Temperatur, Bewegung
chungseffekten und gröberem Korn kommen, und Gebrauchszustand des Bades.
bei Papieren zu ausgefressenen Lichtern.
Zudem wird der Bildton bei Warmtonpapieren
Der Ansatz für die
ungünstig beeinflußt.
Filmverarbeitung
Das Konzentrat wird mit Wasser (ca. 30°C) im
AGEFIX Verhältnis 1+7 oder 1+5 verdünnt. Nach
Dieses hochkonzentrierte, flüssige Fixiermittel gutem Umrühren ist das Fixierbad gebrauchs-
auf Ammoniumthiosulfat-Basis ist optimal zu- fertig.
sammengesetzt hinsichtlich Ergiebigkeit und  Standardfixierbad:
Haltbarkeit. Je nach Verdünnung kann AGEFIX 1 Teil Konzentrat + 7 Teile Wasser (32)(34)

als Standard- oder Schnellfixierbad eingesetzt  Schnellfixierbad:
werden. 1 Teil Konzentrat + 5 Teile Wasser (33)(34)

57
Verarbeitung (PE-Papier) mit
Regenerierung in Durchlaufentwicklungs-
und Walzentransportmaschinen
(AGFA-PRO)
(35) Tankfüllung Fixierzeiten in Sek. Regene- Regenerier-
AGEFIX bei 20-35°C rator quoten (ml/m2)

Schnell- 30±10 s AGEFIX 200±20 Der Ansatz
fixierbad 1+5 1+3
für die Papierverarbeitung
Standard- 45±10 s AGEFIX 300±20
fixierbad 1+7 1+5 Das Konzentrat wird mit der angegebenen
Wassermenge verdünnt. Nach Umrühren ist
das Fixierbad gebrauchsfertig. (35)
Verarbeitung ohne Regenerierung
 Standardfixierbad:
in Schalen, Trommeln, Tanks
1 Teil Konzentrat + 9 Teile Wasser (36)
und anderen Entwicklungsgeräten.
 Schnellfixierbad:
Verdünnung: Standardfixierbad 1+9
1 Teil Konzentrat + 7 Teile Wasser (37)
(36) Papiertyp Fixierzeiten in Sek. Ergiebigkeit
bei 20-35°C pro Liter

PE 275±15 s 60 Blatt 17,8 x 24 cm
Während des Gebrauchs ändert sich der Zu-
(= ca. 2,5 m2) stand des Fixierbades. Im Interesse einwand-
Baryt 240±60 s 35 Blatt 17,8 x 24 cm freier Ergebnisse sollte das Fixierbad daher
(= ca. 1,5 m2)
regelmäßig überprüft und rechtzeitig frisch
angesetzt werden (siehe Fixierbadkontrolle).
Verarbeitung ohne Regenerierung Bei maschineller Verarbeitung gewährleistet
in Schalen, Trommeln, Tanks eine laufende Regenerierung konstante
und anderen Entwicklungsgeräten. Ergebnisse über einen längeren Zeitraum und
Verdünnung: Schnellfixierbad 1+7 damit eine längere Haltbarkeit des Fixierbades.
(37) Papiertyp Fixierzeiten in Sek. Ergiebigkeit
bei 20-35°C pro Liter

PE 145±15 s 60 Blatt 17,8 x 24 cm
Die Haltbarkeit
(= ca. 2,5 m2) (bei Raumtemperatur)
Baryt 120±60 s 35 Blatt 17,8 x 24 cm  Konzentrat in der ungeöffneten Original-
(= ca. 1,5 m2)
verpackung = 2 Jahre
 Gebrauchslösung und angebrochene
Packungen = max. 3 Monate

58
Prozeßdaten ACIDOFIX für
die Filmverarbeitung
(38) Tankfüllung Zeit in Min. bei Ergiebigkeit
20-25°C pro Liter

ACIDOFIX 2-3 min ca. 1 m2
15–30 Kleinbildfilme 135-36
15-30 Rollfilme 120
ACIDOFIX 100 Planfilme 9x12 cm
50 ml/Film 135-36
Dieses Schnellfixiermittel in Pulverform auf
Ammoniumthiosulfat-Basis ist optimiert hin-
Prozeßdaten ACIDOFIX für
sichtlich Fixiergeschwindigkeit, Ergiebigkeit
die Papierverarbeitung
und Haltbarkeit.
(39) Papiertyp Fixierzeiten in Sek. Ergiebigkeit
bei 20-35°C pro Liter

PE 060±10 s 60 Blatt 17,8 x 24 cm
Der Ansatz (ca. 2,5 m2)
Der Packungsinhalt wird unter ständigem
Baryt 150±30 s 35 Blatt 17,8 x 24 cm
Rühren in der entsprechenden Wassermenge (ca. 1,5 m2)

bei ca. 40°C aufgelöst. Nach Abkühlen auf die
Arbeitstemperatur ist das Fixierbad gebrauchs-
fertig. Die Fixierzeiten sind abhängig von
der Film- bzw. Papiersorte (Emulsion, Silber-
auftrag), Temperatur, Bewegung und vom
Gebrauchszustand des Bades. Die kürzeren
Zeiten gelten für frisch angesetzte Fixierbäder.
Gebrauchte Bäder erfordern längere Fixier-
zeiten. (38) (39)

Haltbarkeit 
In der ungeöffneten Originalverpackung =
2 Jahre 
Gebrauchslösung = max. 3 Monate

59
Verarbeitung (PE-Papier) mit Regenerierung
in Durchlaufentwicklungs- und Walzen-
transportmaschinen (AGFA-PRO)
(40) Verdünnung Fixierzeiten in Sek. Regene- Regenerier-
als bei 20-35°C rator quoten (ml/m2)

Schnell- 20±5 s* MC FIXER 200±20
fixierbad 1+4 1+4
MC-Fixer
* Bei Fixierzeiten von 10±5 s muß die Regenerierquote auf 400±20 ml/m2
verdoppelt werden.
Das flüssige Fixierbadkonzentrat auf Ammo-
niumthiosulfat-Basis wurde speziell auf die
Verarbeitung ohne Regenerierung AGFA MULTICONTRAST-Papiere PREMIUM und
in Schalen, Trommeln, Tanks und anderen CLASSIC abgestimmt. Aber auch für alle ande-
Entwicklungsgeräten. ren gradationsvariablen und gradationsfesten
Standardfixierbad 1+7 SW-Papiere ist dieses Fixierbad bestens ge-
(41) Papier- Fixierzeiten in Sek. Ergiebigkeit eignet.
typ bei 20-35°C pro Liter

PE 140±15 s 60 Blatt 17,8 x 24 cm
(= ca. 2,5 m2) Der Ansatz
Baryt 120±30 s 35 Blatt 17,8 x 24 cm Das Konzentrat wird mit der entsprechenden
(= ca. 1,5 m2)
Wassermenge verdünnt. Nach dem Vermischen
ist das Fixierbad gebrauchsfertig.
Verarbeitung ohne Regenerierung  Tankfüllung/Standardfixierbad:
in Schalen, Trommeln, Tanks und anderen 1 Teil Konzentrat + 7 Teile Wasser (41)

Entwicklungsgeräten.  Regenerator Tankfüllung/Schnellfixierbad:
Schnellfixierbad 1+4 1 Teil Konzentrat + 4 Teile Wasser (40) (42)

(42) Papier- Fixierzeiten in Sek. Ergiebigkeit
typ bei 20-35°C pro Liter

PE 20±10 s 60 Blatt 17,8 x 24 cm
Haltbarkeit
(= ca. 2,5 m2) (bei Raumtemperatur)
Baryt 60±20 s 35 Blatt 17,8 x 24 cm  Konzentrat in der ungeöffneten Original-
(= ca. 1,5 m2)
verpackung = 2 Jahre
 Gebrauchslösung und angebrochene
Packungen = max. 3 Monate

60
Fixierbadkontrolle prüfpapiers in die zu prüfende Lösung und
Der ansteigende Silbergehalt, die durch vergleicht nach einigen Sekunden den Prüf-
Verschleppung entstehende Verdünnung und streifen mit der Farb-vergleichsskala.
damit die Änderung des Säuregrades beein-
trächtigen die Wirksamkeit des Fixierbades. Folgende Werte sollten bei kritischer Arbeit im
Daher sollten der pH-Wert, die Dichte und der Gebrauchszustand erreicht werden:
Silbergehalt – besonders bei der Verarbeitung  Säuregehalt zwischen pH4 und pH8,
ohne Regenerierung – ständig überprüft  Dichtewerte nicht unter dem Frischwert,
werden.  Silbergehalt nicht größer als 4 g/Liter.
(In Entwicklungsmaschinen mit einwand-
Zur Kontrolle des pH-Wertes gibt es im Chemi- freier Regenerierung überschreitet der
kalienhandel Säureprüfpapiere: beispielsweise Silbergehalt diesen Wert nicht.)
Lyphan-Papier L 669 von der Fa. Kloz, Berlin.
Man taucht einen Streifen in die Lösung und Weichen die mit der Fixierbadkontrolle
vergleicht den Farbumschlag mit einer Prüf- ermittelten Werte von den oben angegebenen
skala. Mit diesen Indikatorpapieren kann der Werten erheblich ab, so empfiehlt sich im
pH-Wert von Fixierbädern hinreichend genau Interesse einwandfreier Ergebnisse ein Neu-
bestimmt werden. ansatz des Fixierbades.

Die Dichte wird mit einer Prüfspindel (Aräo-
Silberrückgewinnung
meter) gemessen. Man füllt das Fixierbad in
Aus gebrauchten Fixierbädern, die bis zu 4 g
einen Meßzylinder und taucht die Spindel
Silber pro Liter enthalten können, ist eine
freischwimmend ein. An der Meßskala der
elektrolytische Silberrückgewinnung möglich.
Spindel kann dann am oberen Punkt des Flüs-
Fallen größere Fixierbadmengen an, kann sich
sigkeitsspiegels der Dichtewert abgelesen wer-
der Einsatz einer Entsilberungsanlage lohnen.
den. Das Auge des Betrachters befindet sich
Bei geringeren Mengen empfiehlt sich die
dabei in Höhe der Flüssigkeitsoberfläche.
Abgabe an ein Fixierbad-Verwertungsunter-
Die Spindel sinkt um so weniger in die Lösung
nehmen.
ein, je größer deren Dichte ist.

Zur Bestimmung des Silbergehaltes gebrauch- Fixierbad-Recycling
ter Fixierbäder taucht man einen etwa 5 cm Analog zu den AGFACOLOR-Prozessen kann in
langen Streifen eines handelsüblichen Silber- Finisher-Betrieben auch der Schwarzweiß-

61
Fixierbadüberlauf entsilbert und wieder zu Soda-Zwischenbad für
einem Regenerator aufbereitet werden. Voraus- Barytpapiere
setzung für die Anwendung ist der Einsatz von Bei der Verarbeitung von Schwarzweiß-Baryt-
FX-UNIVERSAL. Spezielle Informationen zu papieren kann zwischen dem Fixierbad und der
diesem Thema sind von den Agfa Vertretungen Schlußwässerung ein Sodabad (= 1%ige Natri-
erhältlich. umcarbonat-Lösung) verwendet werden, um
das Fixierbad besser und schneller aus dem
Papierfilz auszuwässern. Diese Maßnahme ver-
Die Schlußwässerung kürzt nicht nur die Schlußwässerung um ca.
Durch das Wässern werden die Fixiersalzkom- 30%, sondern verbessert auch die Haltbarkeit
plexe aus der Schicht der Fotomaterialien der Fotos. Dauer der Behandlung: 2-3 Minuten.
herausgewaschen. Da diese Komplexe die
Stabilität der Fotomaterialien beeinträchtigen AGEPON
würden, ist eine gründliche Schlußwässerung
Nach der letzten Wässerung wird dieses Netz-
für die Haltbarkeit der Schwarzweiß-Negative
mittelkonzentrat als Schlußbad eingesetzt.
bzw. -Papiere äußerst wichtig.
Es gewährleistet ein gleichmäßiges Ablaufen
des Wassers ohne Tropfen-, Flecken- oder
Je nach Temperatur, Bewegung, Zu- und
Streifenbildung von der Papier- bzw. Filmober-
Abfluß des Waschwassers sind für alle Filme
fläche. Das AGEPON-Schlußbad verkürzt
folgende Wässerungszeiten erforderlich:
dadurch die Trocknungszeiten und verbessert
 15±5 Minuten bei 20-25°C
den Hochglanz bei Papieren.
 20±5 Minuten bei 15-20°C

Für Papiere sind folgende Wässerungszeiten Der Ansatz
erforderlich: AGEPON wird mit Wasser im Verhältnis 1:200
 Für PE-Papiere: 2-4 min verdünnt (= eine Verschlußkappe auf 1 Liter
 Für Barytpapiere: 20-40 min Wasser). Höhere Konzentrationen bringen
 Für Barytpapier nach Sodazwischenbad: keine Verbesserung der Netzmittelwirkung.
15-30 min Die Papiere/Filme werden 1/2 bis 1 min in der
Netzmittellösung bewegt und danach ohne
Hinweis für PE-Papiere: Wesentlich längere Abspülen getrocknet.
Wässerungszeiten können die Planlage der
Fotos ungünstig beeinflussen.

62
Ergiebigkeit Haltbarkeit
In 1 Liter AGEPON-Bad können etwa 100 bis In der verschlossenen Flasche ist das Konzen-
200 Filme durchgesetzt werden. Ein Neuansatz trat praktisch unbegrenzt haltbar.
des AGEPON-Bades ist erforderlich, wenn die
Flüssigkeit nicht mehr gleichmäßig von der
Stabilisieren mit SISTAN NEW
Oberfläche des Materials abläuft.
SISTAN NEW schützt Fotomaterialien gegen
Bildsilberveränderungen, die durch Umwelt-
Haltbarkeit einflüsse verursacht werden, ohne den Bildton
Das Konzentrat ist in der verschlossenen Fla- des Papieres zu ändern. Diese Veränderungen
sche praktisch unbegrenzt haltbar. Die Haltbar- machen sich zuerst durch gelblichbraune bis
keit der Gebrauchslösung ist von der Beschaf- rötliche Verfärbungen in den Lichtern
fenheit des Wassers abhängig. Die verdünnte bemerkbar und können später das ganze Film-
AGEPON-Lösung sollte nicht länger als 2 Wo- bzw. Papiermaterial durch Umwandlung des
chen verwendet werden. Bildsilbers in kolloidales Silber zerstören.

Näheres zur Theorie dieses Themas findet
ALGEZID II sich auf Seite 29 dieser Broschüre. Hier geht
Zur Vermeidung von Pilz- und Algenbildung in es jetzt um die praktische Anwendung.
Wässerungstanks und in Waschwasser-Entsil-
berungsanlagen wird dieses hochwirksame,
Ansatzvorschrift
chlorfreie Biozid eingesetzt. ALGEZID II hat bei
SISTAN NEW wird zum Gebrauch mit Wasser
ordnungsgemäßer Anwendung keinen nachtei-
verdünnt: 50 ml SISTAN NEW + 950 ml
ligen Einfluß auf fotografische Materialien. Es
Wasser. Die vorschriftsmäßig verarbeiteten
darf nicht den Verarbeitungsbädern zugegeben
und gewässerten Bilder werden nach der
werden.
Schlußwässerung 1 Minute in der SISTAN
NEW-Lösung bewegt. Danach darf nicht mehr
Anwendung gewässert werden!
Nach Betriebsschluß werden 2 ml ALGEZID II
(pro 10 Liter) dem Wässerungstank zugegeben. Achtung! Eine zu hohe SISTAN NEW-Konzen-
Das Wasser braucht vor dem nächsten tration kann zu Flecken führen, die erst nach
Entwicklungsdurchgang nicht abgelassen zu einiger Zeit sichtbar werden. Dies ist vor allem
werden. zu beobachten, wenn die Fotos in engem

63
Foto: Ryuichu Sato/Japan

werden, damit die SISTAN NEW-Lösung sich
nicht darauf absetzen und auskristallisieren
kann.

Ergiebigkeit
In 1 Liter Gebrauchslösung lassen sich bis zu
Nicht getontes Bild. Neutralschwarzer Bildton. 2 qm Film (entspricht ca. 30-40 Kleinbild- oder
Rollfilmen) bzw. bis zu 2 qm Schwarzweiß-
Papier (entspricht ca. 45 Blatt 17,8 x 24 cm)
verarbeiten.

Haltbarkeit
Das Konzentrat ist in der verschlossenen
Flasche praktisch unbegrenzt haltbar.
Die Gebrauchslösung sollte nicht in offenen
Schalen, sondern in verschlossenen Glas-
flaschen aufbewahrt werden.

Direkte VIRADON NEW Brauntonung.
Der gewählte Bildton kann die Aussage verstärken. Tonung mit VIRADON NEW
Durch diverse Tonungsverfahren wird das me-
tallische (schwarze) Bildsilber in ein anders-
farbiges Bild umgewandelt. Mit VIRADON NEW
Kontakt liegen (Stapellagerung). Es sollte des- kann ohne Änderung der Gradation ein brauner
halb darauf geachtet werden, daß die Vorder- Bildton erzeugt werden.
und Rückseiten der Fotomaterialien vor dem
Trocknen abgestreift werden, damit nicht Man unterscheidet zwischen der direkten und
durch eintrocknende SISTAN NEW-Tropfen eine der indirekten Tonung. Bei der direkten Tonung
partielle Überkonzentration entsteht. Bei der wird das Silberbild in einem Arbeitsgang in
Verarbeitung in Entwicklungsmaschinen und eine andere Silberverbindung umgewandelt.
Durchlauftrocknern müssen die Abquetsch- Bei der indirekten Tonung muß zunächst ge-
und Transportwalzen sorgfältig abgewischt bleicht werden. In einem zweiten Bad entsteht

64
(43) Direkte Tonung mit VIRADON NEW* Zeit

AGFA VIRADON NEW 1+24 1-10 min
(1 Teil VIRADON NEW + 24 Teile Wasser) (je nach gewünschter
Intensität)

Stoppbad (10%ige Natriumsulfit-Lösung) 1 min
(nur erforderlich, wenn ein Nachtonen
dann das Bild neu, jedoch mit einer andersfar- in der Wässerung verhindert werden soll)

bigen Silberverbindung. VIRADON NEW ermög- Schlußwässerung
(wie für PE- und Barytpapiere angegeben)
licht sowohl die direkte als auch die indirekte
* Verarbeitungstemperatur: 20°C
Tonung. (43) (44)

Für eine Tonung sind nur Fotos geeignet, die
richtig belichtet, vorschriftsmäßig entwickelt (44) Indirekte Tonung mit Bleichbad 44 BL* Zeit
und in möglichst frischem Fixierbad fixiert
wurden. Eine gute und ausreichende Schluß- Bleichen mit Bleichbad 44 BL* (1+3) 2-5 min
(1 Teil 44 BL-Konzentrat + 3 Teile Wasser)
wässerung ist ebenso qualitätsbeeinflussend. *Process AP 44 (Bleichbad für Color-
Umkehrfilmverarbeitung)
Im Prinzip lassen sich alle Schwarzweiß-
oder Bleichbad (Rezept Agfa 501) 5 min
Papiere tonen. 500 ml 10%ige Ferricyankalium-Lösung
100 ml 10%ige Kaliumbromid-Lösung
400 ml Wasser
Am besten sind jedoch Warmtonpapiere geeig-
Wässerung (fließend) 5 min
net. Wenn nur auf eine möglichst gute Archiv-
AGFA VIRADON NEW 1+24 3 min
festigkeit Wert gelegt wird, sollte das direkte (evtl. Stoppbad wie bei der direkten Tonung)
Tonungsverfahren vorgezogen werden. Hierbei
Schlußwässerung
ändert sich der Bildton kaum. Bei der indirek- (wie für PE- und Barytpapiere angegeben)

ten Tonung werden deutlich wärmere Bildtöne * Verarbeitungstemperatur: 20°C

(gelb-rot) erzielt.

Hinweis! Um Fleckenbildung zu vermeiden,
Ergiebigkeit
müssen die Bilder einzeln in die VIRADON
In 1 Liter Gebrauchslösung können 2-3 qm
NEW-Lösung gelegt und dann gut bewegt wer-
Fotopapier getont werden (entspricht ca. 45-70
den. Außerdem ist darauf zu achten, daß die
Blatt 17,8 x 24 cm).
für die Tonung vorgesehenen Fotos mit mög-
lichst frischem Fixierbad behandelt und gut
ausgewässert sind. Nach der Tonung ist eine Haltbarkeit
gründliche Wässerung erforderlich. Das Konzentrat ist in der verschlossenen
Flasche praktisch unbegrenzt haltbar. Die
Gebrauchslösung kann nicht wieder verwendet
werden.

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Allgemeine Hinweise beantwortet oder an die zentrale Abteilung
Umweltschutz in Leverkusen zur Bearbeitung
weitergeleitet.
Umweltschutz- und Entsorgung
Waschwasser aus Entwicklungsanlagen mit
Lagerung, Arbeitssicherheit,
prozeßbedingt geringen Badanteilen unterliegt
Umgang mit Fotochemikalien
bei Einleitung in die öffentliche Kanalisation
örtlichen und oft auch überregionalen Abwas-
Die Lagerung
servorschriften.
Die Chemikalien in der Originalverpackung
sollten bei Temperaturen zwischen 8°C und
Falls die wasserrechtlichen Vorschriften eine
25°C gelagert werden. Bei zu niedrigen Tem-
Einleitung gebrauchter fotografischer Bäder in
peraturen können in den Flüssigkonzentraten
die öffentliche Kanalisation auch nach Vorbe-
Auskristallisierungen von einzelnen Substan-
handlung nicht zulassen, muß eine
zen auftreten, die – sofern beim Ansatz nicht
Beseitigung als Sonderabfall erfolgen.
darauf geachtet wird – zu einer falschen Bad-
zusammensetzung führen können. Direkte
Die Verpackungen von Agfa Fotochemikalien
Hitzeeinwirkungen sind zu vermeiden. Erhöhte
entsprechen den Anforderungen an die Sicher-
Temperaturen können bei oxidationsanfälligen
heit (Transport, Lagerung, Handhabung) und an
Konzentraten eine vorzeitige chemische Reak-
das Recycling. Fotochemikalienverpackungen
tion auslösen, die zu einer Zersetzung des
dürfen keine schädlichen Verunreinigungen
Bades führt.
enthalten, falls eine Teilnahme an Sammel-
systemen zur Rücknahme und Verwertung vor-
gesehen ist. Dazu müssen Verpackungen rest- Arbeitssicherheit
entleert sein, das heißt rieselfrei, spachtelrein, Beim Umgang mit fotografischen Verarbei-
tropffrei. Fotochemikalienbehälter sollen nach tungschemikalien sind allgemeine Sorgfalts-
Möglichkeit zusätzlich gespült werden. Zweck- regeln (z.B. Vermeidung von Kontakten mit
mäßigerweise verwendet man hierfür einen Nahrungsmitteln und Getränken) und ange-
Teil des Ansatzwassers. messene Schutzmaßnahmen zu beachten.
Dazu gehören unter anderem eine ausreichen-
Anfragen zu Umweltschutz und Entsorgung de Belüftung am Arbeitsplatz und gegebenen-
werden von den zuständigen Umweltbeauf- falls die Anwendung von Schutzhandschuhen
tragten in den Agfa Verkaufsorganisationen und Schutzbrillen.

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Foto: Chris Groenhout/Australien · www.chrisgroenhout.com

Eine sorgfältige Beachtung aller Vorsichtsmaß- Zusätzliche Sicherheitsempfehlungen enthal-
nahmen bietet ein hohes Maß an Arbeits- ten Beipackzettel oder Etiketten, die den
sicherheit. Dennoch können beim Umgang mit einzelnen Produkten beiliegen bzw. auf den
Fotochemikalien bei besonders empfindlichen Produktpackungen aufgebracht sind.
Personen Haut- und Schleimhautreizungen,
in vereinzelten Fällen auch allergische Haut- Zu allen fotochemischen Produkten können
reaktionen, nicht ausgeschlossen werden. Sicherheitsdatenblätter in deutscher und engli-
scher Sprache von der zuständigen Agfa Ver-
Spezielle Transport- und Gefahrstoffhinweise kaufsorganisation angefordert werden. Diese
bei bestimmten Fotochemikalien ergeben sich enthalten unter anderem spezielle Informatio-
aus der Kennzeichnung auf den Verpackungen nen zu Inhaltsstoffen.
aller kennzeichnungspflichtigen Produkte.

67
Impressum

Herausgeber:

Agfa-Gevaert AG

Postfach, D-51301 Leverkusen

Redaktion:

Joachim Badura, Helmut Mennekes,

Niko Kirsten, Christian Sinz

Titelfoto:

Anna Fedisz/Polen

www.annafedisz.pl

68
Weltweit. Ihre direkte Verbindung zu uns.
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