You are on page 1of 4

„FRISCH|LUFT“ 

Leitlinien _ Entwurf _ Arbeitspapier 

BÜRGER|LISTE  LISTA|CIVICA  CHIUSA KLAUSEN 


Das Engagement der Bürger steht im Mittelpunkt  
Klausen  ist  eine  Kleinstadt,  in  der  man  leben  und  sich  Es ist kein Zufall, dass Ehrenämter in den Vereinen im‐
()
wohlfühlen  kann.  Die  Bürger ¹   kennen  sich,  das  soziale  mer schwieriger neu besetzt werden können ‐ oder dass 
Umfeld ist überschaubar. Wir wollen für uns und unsere  immer mehr Leute bei Straftaten oder Fehlverhalten in 
Familien dieses intakte Gemeinwesen erhalten und die  der eigenen Umgebung einfach „Wegschauen“. Genau‐
Lebensqualität für uns Klausner und unsere Gäste wei‐ so  wenig  kann  man  die  sinkende  Wahlbeteiligung  und 
ter  ausbauen.  Dazu  braucht  es  aber  die  Mitwirkung  die  generelle  Politikverdrossenheit  übersehen.  Es  ist 
aller  ‐  und  vor  allem  das  Ideal  einer  demokratischen  das  vielfach  erlebte  Gefühl  der  Ohnmacht  ‐  gegenüber 
Gemeinde,  mit  der  sich  jeder  identifizieren  kann.  Das  den realen Problemen in der Gemeinde oder der globa‐
Engagement  der  Bürger  darf  nicht  nur  im  ehrenamtli‐ len  Gesellschaft  –  das  den  Bürger  abstumpft  und  jegli‐
chen Vereinswesen stattfinden, sondern muss vielmehr  che Eigeninitiative bremst. 
auch in der lokalen Politik und auf der Verwaltungsebe‐
Unser Ziel ist es,  den Bürger wieder ernst zu nehmen, 
ne  Einzug  halten.  Wir  wollen  mit  der  Gründung  der 
wenn er sich einbringen will ‐ die Gemeindepolitik muss 
„Bürger|Liste    Lista|Civica“  die  wichtigste  Rahmenbe‐
die Bürger enger einbeziehen. So dürfen Elternproteste 
dingung schaffen, die das „Sich Einbringen“ der Bürger 
für  eine  bessere  Kindergarteninfrastruktur  nicht  mehr 
außerhalb  von  parteipolitischen  Zwängen (echten  oder 
ins  Leere  laufen.  Genauso  wie  Wirtschaftstreibende 
nur gefühlten) erst ermöglicht.  
gehört  werden  müssen  zu  Entscheidungen,  die  sie  be‐
treffen. 

Überparteilich, sachbezogen und bürgernah 
Parteipolitische  Überlegungen  gehören  in  den  Partei‐ Die  Meinung  anderer  muss  zur  Kenntnis  genommen 
zentralen  und  –  wohlbedacht  –  auch  in  den  Institutio‐ werden,  wenn  man  sich  wirklich  mit  den  Anliegen  der 
nen  auf  Staatsebene  taktisch  eingesetzt.  Auf  Gemein‐ Bürger  auseinandersetzen  will.  Die  „Bürger|Liste    Lis‐
deebene  sind  sie  jedoch  meist  fehl  am  Platze.  Wenn  ta|Civica“ steht für diese Prinzipien, und damit für eine 
eingebrachte  Vorschläge  der  anderen  (oder  gar  der  sachbezogene,  bürgernahe  und  unabhängige  politische 
eigenen  Seite!)  grundsätzlich  und  ohne  politischen  Kultur.  Wir  wollen  Entscheidungsprozesse,  die  so  bür‐
Diskurs abgeschmettert werden, stellt sich die Frage, ob  gernah wie möglich sind, und unabhängige Mandatare, 
überhaupt  das  Gemeinwohl  im  Mittelpunkt  der  Politik  die Entscheidungen frei von Partei‐ und Gewissenskonf‐
steht.  Die  Zeiten,  in  denen  ein  lautes  „Basta!“  jegliche  likten im Sinne der Bürger treffen, auf die Sache bezo‐
Diskussion im Keim ersticken durfte, sind von gestern.   gen, und den Bürger stets in den Mittelpunkt stellend. 

 
 

( ) 
¹ Die in diesem Text zumeist in der männlichen Form gewählten personenbezogenen Bezeichnungen gelten ausdrücklich und 
selbstverständlich für beide Geschlechter. Wir haben diese Schreibform ausschließlich der besseren Lesbarkeit gegenüber der 
„Binnen‐I“ oder anderer Schreibweisen gewählt.   de.wikipedia.org/wiki/Binnen‐I 

BÜRGER|LISTE   LISTA|CIVICA   CHIUSA KLAUSEN 
Wahlwerbung y Auftraggeber und V.i.S.d.P. Christoph Moar y Langrain 46, 39043 Klausen 

s e i t e _ p a g i n a | 1 /  1 
 
„FRISCH|LUFT“ 
Leitlinien _ Entwurf _ Arbeitspapier 

Mehrsprachig und weltoffen 
Die „Bürger|Liste  Lista|Civica“ ist keine Partei, sondern  seiner  ganzen  Kultur  und  Person  zu  verstehen.  Das  ist 
eine  Gruppe  von  Bürgern  der  Gemeinde  Klausen,  die  für uns selbstverständlich ‐ in unserer Gemeinde und in 
sich  einbringen  möchten.  Muttersprache  oder  gar  die  einem  Land  wie  Südtirol.  Bei  uns  kann  sich  jeder  in 
technische  Sprachgruppenzugehörigkeit  sind  keine  seiner eigenen Sprache einbringen, sofern er sich damit 
Kriterien, nach denen wir unsere Gesprächspartner ein‐ verständlich  machen  kann  und  das  gleiche Verständnis 
ordnen  oder  ein‐engen.  Und  wir  bemühen  uns,  unser  mitbringt. 
Gegenüber  nicht  nur  in  der  Sprache,  sondern  auch  in 

Eine Chance für Familien 
Der  Rückgang der  Geburtenrate  und  der  damit  einher‐ diejenigen,  die  sich  der  Hausarbeit  und  Kinderpflege 
gehende  demographische  Wandel  sind  unübersehbar.  widmen, nur „Heimchen am Herd“ sind. 
Auch  die  Berufswelt  fordert  immer  mehr  von  den  El‐
tern. Gleichzeitig aber müssen Familien einige der wich‐ Diese  Sensibilisierung  muss  vor  allem  auch  auf  lokaler 
tigsten Aufgaben in unserer Gesellschaft wahrnehmen ‐  Ebene stattfinden, um den Familien Hilfestellung durch 
und wir wollen uns dafür einsetzen, dass diese zur Erfül‐ Staat  oder  Gemeinde  zukommen  lassen  zu  können  ‐ 
lung  dieser  Aufgaben  sensibilisiert  und  dabei  gestärkt  und zwar bevor ein Angebot mangels Nachfrage wieder 
werden.  Der  Erziehungs‐  und  Bildungsauftrag  gehört  eingestellt wird.  Dabei ist leicht zu erkennen, dass jede 
nicht nur in die Schule verlagert, er findet vor allem in  Investition  in  Familienpolitik  in  unmittelbarer  Konse‐
der Familie mit ihrer Wertevermittlung statt.   quenz  auch  Wirtschaft  und  Konjunktur  belebt.  In  die‐
sem Sinne sind wir für Krippenplätze, Betreuungsange‐
Wir  leben  mittlerweile  in  einer  Zeit,  in  der  „der  Wert  bote,  Elterninitiativen  und  den  bedarfsgerechten  Aus‐
der Familie an sich“ schon gestärkt werden muss ‐ und  bau von Infrastrukturen für Kinder und Familien. Führen 
wir  stehen  für  Toleranz  und  Freiheit  vor  ideologischen  wir  uns  vor  Augen,  dass  Kinder‐  und  Familienfreund‐
Barrieren,  um  unterschiedliche  Lebenskonzepte  zu  lichkeit  ein  wesentlicher  Standortfaktor  für  zukunftsfä‐
ermöglichen  und  zu  akzeptieren.  Frauen,  die  im  Beruf  hige Gemeinden ist. 
stehen, sind keine „Rabenmütter“ – genauso wenig wie 

Integration 
Wenn  heute  die  Kinder  von  ausländischen  Mitbürgern  und  die  Schule  leisten  ihren  Beitrag,  dass  jedes 
im  Vereinswesen  ganz  selbstverständlich  Ihren  Beitrag  fremdsprachliche Kind nach zwei, drei Jahren die Schul‐
dazu  tragen,  dass  der  kleine  Fußball  Nachwuchs  einen  sprache  fließend  und  fehlerfrei  beherrscht.  Aber  auch 
Turniersieg  nach  Hause  bringt,  so  gibt  das  doch  eine  die  Eltern  müssen  noch  viel  mehr  als  bisher  an  unsere 
treffende  Vorahnung  darüber,  was  in  20  Jahren  sein  Sprache herangeführt werden.  
wird.  Genau  diese  Ausländerkinder  werden  nämlich  in 
Zukunft  eine  ganz  entscheidende  Rolle  für  die  Erwirt‐ Integration  kann  aber  letztlich  nur  dann  erfolgreich 
schaftung  unseres  Sozialproduktes  spielen.  Vor  diesem  sein,  wenn  wir  die Menschen  bei  uns  willkommen  hei‐
Hintergrund  betrachtet  ist  es  damit  nur  konsequent,  ßen und alle ein Zusammenleben in Achtung und Tole‐
wenn  wir  Anstrengungen  bei  der  Integration  der  in  ranz anstreben. Dazu müssen Möglichkeiten zur Begeg‐
Klausen  lebenden  Ausländer  suchen.  Der  Kindergarten  nung  und  Beteiligung  geschafft  werden,  bei  denen  Of‐

BÜRGER|LISTE   LISTA|CIVICA   CHIUSA KLAUSEN 
Wahlwerbung y Auftraggeber und V.i.S.d.P. Christoph Moar y Langrain 46, 39043 Klausen 

s e i t e _ p a g i n a | 2 /  2 
 
„FRISCH|LUFT“ 
Leitlinien _ Entwurf _ Arbeitspapier 

fenheit  und  gegenseitiger  Respekt  gefördert  wird,  in  richtungen  und  die  Klausner  Verwaltung.  Träger  dieser 
Projekten und Initiativen.  Bemühungen  ist  aber  nie  ausschließlich  die  öffentliche 
Hand oder gar die Gesellschaft im Abstrakten ‐ sondern 
Wichtig ist, dass sich hier alle zuständig fühlen und ihre  jeder  Einzelne;  hier  verlangen  und  erwarten  wir  die 
Unterstützung  geben:  Vereine,  Bürger,  demokratische  wichtigste Voraussetzung.  
Parteien,  Projektgruppen,  Institutionen,  kirchliche  Ein‐

Nachhaltiger Umgang mit unserer Umwelt 
Der  Begriff  der  Nachhaltigkeit  stammt  aus  der  Forst‐ wirtschaftlich  leistungsfähig,  aber  gleichzeitig  sozial 
wirtschaft  des  18.  Jahrhunderts.  Damals  bezeichnete  gerecht und ökologisch verträglich ist. Da wir nur über 
man mit „forstlicher Nachhaltigkeit“ den Umstand, dass  begrenzte  Ressourcen  –  nur  über  eine  einzige  Erde  – 
in  einem  Zeitabschnitt  nur  soviel  Holz  geschlagen  wer‐ verfügen,  ist  eine  nachhaltige  Entwicklung  kein  reines 
den durfte, wie nachwachsen konnte ‐ auf diese Weise  Gedankenexperiment,  sondern  ein  konkretes  Ziel,  zu 
wollte man der Natur erlauben, sich wieder zu regene‐ dem wir beitragen wollen. Nachhaltigkeit heißt konkret, 
rieren.  In  Anbetracht  dieser  schon  lange  gereiften  Er‐ dass unsere heutige Generation nicht auf Kosten ande‐
kenntnis  ist  es  umso  ärgerlicher,  dass  in  keinem  ande‐ rer  Regionen  oder  gar  zukünftiger  Generationen  leben 
ren  Zeitalter  die  verfügbaren  Ressourcen  so  intensiv  darf. Auch auf kommunaler Ebene wollen wir uns dafür 
und überbordend genutzt wurden wie heute.   einsetzen,  dass  sorgfältig  und  effizient  mit  den  verfüg‐
baren Mitteln umgegangen wird. 
Einen  nachhaltigen  Umgang  mit  unserer  Umwelt  zum 
Ziel zu haben heißt für eine Entwicklung zu sorgen, die 

Investitionsschwerpunkte auch außerhalb von Asphalt und Beton setzen 
Investitionen in Infrastruktur sind notwendig und wich‐ einiger Drahtzieher,  manchmal auch zur Förderung von 
tig  ‐  und  Klausen  darf  sich  zu  Recht  einer  weitgehend  Bauwirtschaft und Konjunktur, oder nur aus einer Laune 
funktionierenden und effizienten Infrastruktur rühmen.  heraus.  Ganz  sicher  aber  geschieht  es  nicht  im  Sinne 
In  Südtirol  aber  gedeihen  Infrastrukturprojekte  des Bürgers und Steuerzahlers, der dafür andere, sinn‐
manchmal  auch  zu  Prestigeprojekten,  sowohl  auf  Lan‐ vollere  Investitionen  zurückstellen  sieht.  Die  „Bür‐
des‐  als  auch  auf  Gemeindeebene.  Wenn  Steuergelder  ger|Liste    Lista|Civica“  will  sich  für  einen  vernünftigen 
in unnötige oder zu groß dimensionierte Projekte gelei‐ und  kritischen  Umgang  mit  Investitionen  einsetzen, 
tet  werden,  geschieht  dies  zu  Profilierungszwecken  stets den praktischen Nutzen für den Bürger im Blick. 

Wir brauchen die Wirtschaftstreibenden 
Trotz  globalisiertem  Weltgeschehen  prägt  der  traditio‐ ein  Stück  Lebensqualität  verloren,  die  Innenstadt  wird 
nelle  Einzelhandel  noch  immer  unsere  Innenstadt  und  menschenleer  und  bringt  damit  auch  andere  Sektoren 
das  Wirtschaftsleben.  Ohne  gemeinsame  Anstrengun‐ in Bedrängnis. Ein weiterer, wesentlicher Aspekt betrifft 
gen  von  Kaufleuten,  Konsumenten  und  Politik  aber  ist  die  Ansiedelung  von  Handelsketten,  die  sich  mit  tradi‐
er  der  Konkurrenz  aus  den  Einkaufszentren  oder  dem  tionellen  Familienunternehmen  im  Wettbewerb  befin‐
Internet meist nicht gewachsen. Mit jedem Wirtschafts‐ den. Wo diese Entwicklung eine Verbesserung der Ver‐
treibenden, der die Innenstadt verlässt, geht stets auch  sorgung  der  Bevölkerung  mit  sich  bringt,  kann  sie  zu‐

BÜRGER|LISTE   LISTA|CIVICA   CHIUSA KLAUSEN 
Wahlwerbung y Auftraggeber und V.i.S.d.P. Christoph Moar y Langrain 46, 39043 Klausen 

s e i t e _ p a g i n a | 3 /  3 
 
„FRISCH|LUFT“ 
Leitlinien _ Entwurf _ Arbeitspapier 

nächst schwerlich negativ beurteilt werden. Großzügige  Es  geht  nicht  nur  um  bessere  Verkehrserschließungen, 


Filialen  mit  dem  Hauptziel  eines  Verdrängungswettbe‐ Parkmöglichkeiten,  Belebungsinitiativen,  um  die  Ge‐
werbs  gegen  kleinere  Mitbewerber  sind  aber  abzuleh‐ schäfte  in  den  Innenstädten  attraktiv  zu  halten.  Wirt‐
nen, da sie mittelfristig die Wahlfreiheit des Konsumen‐ schaftstreibende  müssen  sich  vielmehr  auch  auf  ihre 
ten beeinträchtigen.   Kernkompetenzen  (Beratung,  Service,  Flexibilität!)  be‐
sinnen;  der  Bürger  wiederum  muss  auch  an  die  realen 
Die Grenze kann sicher nicht eindeutig gezogen werden  Kosten eines im Einkaufszentrum oder Internet gekauf‐
kann,  es  erfordert  Augenmerk  von  allen  Beteiligten  –  ten  Produkts  (Fahrkosten,  Zeitverlust,  eingeschränkte 
manchmal sogar im Einzelfall betrachtet.   Umtausch‐ und Servicemöglichkeit) und an die Vorteile, 
die  eine  Nahversorgung  bietet,  denken.  Unsere  Stadt 
Da  die  Geschäftsleute  auch  eine  soziale  und  gesell‐
muss  durch  insgesamt  bessere  Rahmenbedingungen  ‐ 
schaftliche  Rolle  einnehmen  (die  von  den  anonymen 
und nicht nur durch Zuschüsse oder Infrastruktur ‐ von 
Handelsketten  nicht  erbracht  werden  kann),  ist  mit 
innen heraus Dynamik entwickeln. 
deren  Bedrohung  auch  ein  allgemeiner  Verlust  in  der 
Gesellschaft  und  im  Stadt‐  und  Vereinsleben  zu  beo‐
bachten.  Die  „Bürger|Liste    Lista|Civica“  will  das  nicht 
hinnehmen,  wir  fördern  –  und  fordern!  –  Anstrengun‐
gen von allen Seiten, um einen funktionierenden Wirt‐
schaftskreislauf in unserer Stadt zu erhalten. 

BÜRGER|LISTE   LISTA|CIVICA   CHIUSA KLAUSEN 
Wahlwerbung y Auftraggeber und V.i.S.d.P. Christoph Moar y Langrain 46, 39043 Klausen 

s e i t e _ p a g i n a | 4 /  4 
 

Related Interests