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Warum Mädchen sprachbegabter sind Es ist bereits vielfach belegt, dass Mädchen sprachbegabter sind als Jungen – warum das so ist, erklärt jetzt ein amerikanisch-israelisches Forscherteam im Fachblatt „Neuropsychologia“. Mädchen verarbeiten Sprache in allen Variationen sofort im Sprachzentrum. Jungen dagegen verarbeiten Sprache über den Kanal, über den sie hereingekommen ist: Gelesene Sprache wird zunächst in den für Visuelles zuständigen Hirnregionen verarbeitet, gehörte Sprache wird zuerst auditiv verarbeitet, bevor sie ins Sprachzentrum gelangt. Das Forscherteam um Douglas D. Burman von der Northwestern University in Evaston hat 31 Mädchen und 31 Jungen im Alter zwischen neun und fünfzehn Jahren sprachliche Aufgaben lösen lassen. Dabei beobachteten sie die Gehirnaktivität der Probanden mit Hilfe der Magnetresonanztomografie. Die Aufgaben wurden in zwei Formen angeboten: ein Text wurde gesprochen, konnte aber nicht mit gelesen werden, oder ein Text musste gelesen werden, konnte aber nicht gehört werden.

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Es zeigte sich, dass die Mädchen durchweg eine größere Aktivität im Sprachzentrum zeigten als die Jungen. Alle sprachlichen Informationen – egal, wie sie angeboten wurden – marschierten bei ihnen ohne Umwege direkt ins Sprachzentrum, das mit der Region für abstraktes sprachliches Denken verbunden ist. Die Mädchen lösten die Aufgaben umso besser, je stärker ihr Sprachzentrum aktiviert war. Die Leistungen der Jungen hingen davon ab, wie gut ihre visuellen Hirnregionen (beim Lesen) aktiv waren und wie gut ihr auditives System (beim Hören) arbeitete. Die Forscher regen an, bei Jungen Lerninhalte anders zu prüfen. Sie sollten gehörte Lerninhalte am besten mündlich wiedergeben. Aus gelesenen Texten gewonnenen Informationen sollten Jungen hingegen schriftlich wiedergeben. Bei Mädchen ist diese Unterscheidung unnötig.
„Die Welt“ 10.03.2008

Bis zum nächsten Mal und viel Spaß beim Lesen Ihr Spaßlerndenk - Verlag

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